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Kleiner Rundgang durch die Stadt

Masevaux


GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK Der Ursprung von Masevaux geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Der Legende nach ließ sich Graf Mason, Neffe der heiligen Odilia und Schutzpatronin des Elsass, ein prächtiges Schloss auf dem Hügel des Schlossbergs bauen, das am Eingang der Stadt stand. Bestürzt über den Tod seines Sohnes, der in der Doller ertrank, trat der Graf sein ganzes Besitztum ab, um eine Benediktinerinnenabtei zu gründen, die dem heiligen Leogedarius gewidmet war. Der Graf vertraute der Abtei die sterblichen Überreste seines toten Kindes an. Das Kloster, das unter der Leitung einer Äbtissin stand, war für junge adelige Mädchen bestimmt. Katharina II von Russland verweilte ums Jahr 1750 in dieser Abtei. Die kleine Stadt Masevaux war während des ersten Weltkriegs das Zentrum der militärischen Verwaltung, die Hauptstadt des wiedereroberten Elsass. Sie empfing deshalb mehrere Persönlichkeiten : den Präsi­ denten der französischen Republik, den König aus Italien, Georges Clémenceau, die Marschälle Joffre und Pétain, sowie andere Generäle. Masevaux hat diese Ehre verdient, da etwa 180 ihrer Kin­­der als Freiwillige in der französischen Armee dienten.


Masevaux ist der Hauptort des Kantons. Die Stadt liegt in einem Tal, ganz südlich in den Vogesen, überragt vom Ballon d’Alsace (1247m hoch) und der HauteBers (1250m hoch). Die Doller, die durch das Tal fließt, hat ihre Quelle an der Fennematt (900m hoch). Sie hat die Entwicklung der Textil- und Metallindustrien ermöglicht. Mit ihrem Fußgängerzentrum ist Masevaux eine gastfreundliche Stadt geworden. Dank ihrer vier Blumen hat sie im Jahr 2000 den "Grand Prix National du Fleurissement" erworben. Die Hauptveranstaltungen : - Die internationalen Or­gel­­ festspiele - Das Passionspiel (Christus­­­­­­ passion), eine einzigartige Vorstellung im Elsass seit 1930 in deutscher Sprache aufgeführt. Viele Vereine beleben das ganze Jahr hindurch die Stadt : Theater, Kino, Konzerte, tradi­tionelle Feste…


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PLACE CLEMENCEAU

1842 wurde dieser Platz völlig von einem riesigen Brand zerstört. 76 Gebäude gingen in Rauch und Flammen auf. 1863 errichtete man mitten auf diesem Platz den sogenannten Delphinenbrunnen mit Stadtwappen, der zum Kleinod der Stadtmitte geworden ist.

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Von der gedeckten und mit Blumen geschmückten Brücke aus hat man einen wunderbaren Anblick auf die Doller und Häuser der Stadtmitte. Im 17. Jahrhundert und nach der französischen Revolution entwickelte sich in Masevaux die Gerberei.Viele Familienbetriebe entstanden längs der Doller. Von der Brücke aus kann man heute noch Steinvorsprünge sehen, die zur Verarbeitung des Leders am Wasser dienten.

! 8 HALLE AUX BLES

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! 7 PETITE VENISE

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Dieses Sandsteingebäude, das im Jahr 1831 auf den Fundamenten einer Kornhalle errichtet wurde, stand früher im Mittelpunkt von privaten oder öffent­ lichen Veranstaltungen. Es diente auch als Festsaal und Turnhalle. Heute ist es der Sitz einer Bankfiliale.

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! 6 EGLISE SAINT MARTIN ET SES ORGUES

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Das Schaufelrad stammt aus der ehe­ maligen Fabrik "Burklé" wo man Pferde­ geschirr, Textilkämme und Glätten her­ stellte. Es hat einen Durch­­­messer von 4.94m und wiegt 3.8 Tonnen. Im 18. Jahrhundert gab es eine Holzbrücke die wegen der vielen Kaufbuden, die sich dort befanden, auch Metzgerbrücke genannt war. Sie wurde durch eine Überschwemmung total vernich­ tet und durch eine neue Brücke ersetzt, die 1944 bei den Kämpfen wiederum zerstört wurde. Der aktuelle Bau stammt aus dem Jahr 1950.

Mehrere Gebäude dieser Straße stammen aus dem 19. Jahrhundert. Das Haus Nummer 15 wurde im 17. Jahrhundert gebaut : es ist das ehemalige Herrenhaus.

Der Bau dieser Kirche begann im Jahre 1786, aber es gab Probleme mit den Fundamenten und Risse in den Mauern, sodass die Arbeiten wegen fehlender Beschlüsse der Stadtbehörden während etwa 50 Jahre unterbrochen wurden. Die Kirche wurde als Ablage, Zirkus- und Theaterraum, und sogar als Waffenlager benutzt. Erst 1837 wurden die Bauarbeiten unter der Leitung des Architekten Kuen wieder aufgenommen und im Jahr 1842 vollendet. 1966 jedoch zerstört ein Riesenbrand das ganze Bauwerk im neoklassischen Still, und man brauchte wiederum fünf Jahre für den Wiederaufbau. Die drei Standbilder über dem Haupt­portal stellen die christlichen Tugenden dar : Glaube, Liebe und Hoffnung.

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ROUE A AUBE ET SON PONT

! 5 RUE MEYENBERG

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Im 18. Jahrhundert war dies die größte Baustelle von Masevaux. Ein aus­­­­­­­­­­ ge­­­zeichneter Steinmetz Maurice Neumann aus Soultz hat 20 Köpfe gemeißelt, die alle Öff­ nun­­gen zieren. Die Frau mit verbundenen Augen ist eine allegorische Darstellung der Justiz. 1778 stürzte die  Nord­­­ fassade wegen Hoch­ wasser ein ; doch das Gebäude wurde nicht zerstört. Die Hauptfassade hat ihren ursprünglichen Aspekt erhalten und steht unter Denkmalschutz.

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Historisches Herz

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11!DEHOTEL VILLE

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In diesem Turm, rechts in der "Rue des Gants" steht ein Treppenhaus. 1623 war es die Wohnung eines gewissen Jacob Meyer, Landvogt der Herrschaft von Masevaux.

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Geschichtliches Herz der Stadt. Seit dem 14. Jahrhundert gibt es hier viele Veranstaltungen: Messen, Kilben und den Wochenmarkt am Mittwochmorgen. Der Brunnen, aus rotem Sandstein, hat eine korinthische Säule und stammt aus dem 18. Jahrhundert, er ist ein Werk des deutschen Bild­ hauers Jean-Baptiste Sellinger.

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! 4 DUTOURELLE BAILLI

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Von 1215 ab ist Masevaux unter der Herrschaft von Herzog Friedrich II. aus Österreich eine be­­­­festigte Stadt geworden. Im 14. Jahrhundert gab es drei Tore, vier Türme und mehrere Türmchen. Heute können wir noch zwei dieser Türmchen sehen, die den Angriffen der Engländer (1375), der Burgunder (1423) und der Schweden im Dreißigjährigen Krieg wiederstanden haben. Mit Kieselsteinen aus dem Dollerbett erbaut, waren diese Türmchen damals 1.50m höher und somit viel eindrucksvoller.

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1! PLACE DES ALLIES

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TOURELLE DES REMPARTS ! 3 ! !!!!

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Die Abtei wurde vom Grafen Mason im 8. Jahr-hundert gegründet. Sie litt schwer unter der französische Revolution von 1789. Ihr Besitztum wurde als Nationalgut verkauft und zerstückelt. Eine Feuersbrunst hat 1859 die Kirche und den imposanten Turm zerstört. Heute bleibt nur noch das Chor übrig, dessen Giebelmauer man vom Platz aus sehen kann. Früher war dort das Kantonalgericht untergebracht, heute ist es der Sitz der Doller- und Soultzbachgemeinschaft.

Bis zum Brand besaß die Kirche eine berühmte 19m breite CallinetOrgel die auch aus dem Jahre 1842 stammte, aber dem Feuer total zum Opfer fiel. 1975 wurde sie durch ein neues von Alfred Kern erbautes Instrument ersetzt. Zudem gibt es auch eine Chororgel (Schwenkedel 1972). Dank der beiden Instrumente fin­ den seit 1977 internationale Orgel­ festspiele statt, die zum Stolz der Stadt beitragen.

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Öffnungszeiten für das Verkehrsamt Masevaux Im Januar, Februar, März, April, November, Dezember : Von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr Samstag von 9 bis 12 Uhr Im May, Juni, September, Oktober : Von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr Samstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr

Office de Tourisme 1 Place Gayardon - BP 5 - 68290 MASEVAUX Téléphone 03 89 82 41 99 Télécopie 03 89 82 49 44 E-mail : masevaux@tourisme-alsace.info http://www.ot-masevaux-doller.fr

Eurosaga 03 84 21 01 12 - Photos Office de Tourisme - Ne pas jeter sur la voie publique

Im Juli und August : Von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr Samstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr Sonntag von 10 bis 12 Uhr


Guide Masevaux en allemand