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marvicer 

Ausgabe 1 2017

Die Themen + Vorwort | Seite 2 + marvice Insights | Was ist eigentlich Fachpressearbeit? | Seite 3 + Titelthema | Totgeglaubte leben länger Ein Plädoyer für die Fachzeitschrift | Seite 4/5 + Fallstudie | Seite 6/7 + Aktuelles | Die klassische Pressemitteilung: Relikt oder doch relevant? | Seite 8/9 + Fallstudie | Seite 10/11 + Eine kleine Geschichte zum Schluss | Seite 12 Titelbild: © Christian Müller /fotolia

Totgeglaubte leben länger Viele mittelständische Unternehmen kennen und schätzen sie, die Fachpressearbeit. Nirgendwo sonst ist die Bandbreite an Fachzeitschriften so groß wie in Deutschland: Nach Angaben des Vereins Deutsche Fachpresse wurden 3.893 Titel im Jahr 2015 registriert. Die in Praxis und Literatur zumeist als „Professional-Interest-Titel“ bezeichneten Medien berichten in der Regel über Wissenschaft, Technik und Wirtschaft und adressieren jeweils eine genau abgegrenzte Leserschaft.

marvice GmbH Karin van Soest-Schückhaus · Humboldtstr. 48 a · 41061 Mönchengladbach Telefon +49 2161 82697 43 · Telefax +49 2161 82697 44 E-Mail: info@marvice.de · www.marvice.de


Vorwort Liebe Kunden, liebe Geschäftspartner, liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, Ihnen heute die erste Ausgabe des marvicer in 2017 präsentieren zu können. Bewusst haben wir mit der Veröffentlichung bis zu den ersten richtigen Sonnenstrahlen gewartet, damit Sie sich bei einer Tasse Kaffee im Sonnenschein zurücklehnen und in Ruhe lesen können! Apropos Strahlen. Um Strahlkraft und darum, wie Unternehmen in der B2B-Kommunikation strahlen können, geht es dieses Mal in unserer Unternehmenszeitung. So erfahren Sie in unserer Rubrik „marvice Insights“ einiges über das Thema Fachpressearbeit. Deshalb bleiben wir dann auch bei den Themen Pressearbeit und Fachmedien. Und diskutieren unter anderem, ob Unternehmen heute überhaupt noch klassische Pressemitteilungen veröffentlichen sollten. In unserem Titelthema fragen wir, ob die Fachzeitschrift angesichts der fortschreitenden Digitalisierung bereits ausgedient hat? Zudem geht es um den immerwährenden Kampf zwischen PRINT und ONLINE. Wo stehen Sie und Ihr Unternehmen aktuell? Natürlich gewähren wir Ihnen auch wieder Einblicke in unsere Arbeit und haben zwei interessante Praxisbeispiele für Sie herausgesucht, in denen erfolgreich Fachpressearbeit betrieben wird: Lesen Sie alles über die Finance-IT Experten der agentes auf Seite 6-7 sowie über die Ellrich & Kollegen Beratungs GmbH auf Seite 10-11. Genießen Sie den Frühling! Und viel Spaß bei der Lektüre.

Ihre

Karin van Soest-Schückhaus Geschäftsführerin marvice GmbH

Annette Bouteiller Prokuristin marvice GmbH

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marvice Insights Was ist eigentlich …

Fachpressearbeit?

Per Definition bezeichnet der Begriff „Fachpressearbeit“ ein spezifisches PRInstrument, mit dem ausgewählte

Inhalte

einer

Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Für diese besondere Kommunikation ist die Kenntnis von Branchen, deren jeweiliger

Fachtermini

sowie

auch deren einschlägiger Medien unerlässlich für den Erfolg – egal, ob die Kommunikation im eigenen Unternehmen oder bei

Kompetenzen klar herausstellen, Fachpresse als Informationsquelle Nr. 1 nutzen. Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind, nutzen die Fachpresse, um die eigenen Kompetenzen, vor allem aber, um Alleinstellungsmerkmale zu kommunizieren und innerhalb der von ihnen bedienten Branche(n) bekannt zu werden. Dabei ist der deutsche Markt an Fachmedien besonders und so diversifiziert, wie kein anderer: Nach Angaben des Vereins Deutsche Fachpresse wurden in 2015 insgesamt 3.893 Titel registriert, das entspricht einem Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahr.* Darüber hinaus sehen die im Rahmen der „B2B-Entscheideranalyse 2015/2016“ der Deutschen Fachpresse befragten Entscheider die Fachzeitschrift als Informationsquelle Nummer 1 an.*

Die Branche mitbestimmen. Neukunden gewinnen. Die Vorteile einer Präsenz in den Fachmedien, egal, ob Print oder Online, liegen klar auf der Hand: Kein anderes Medium ist in einem solchen Umfang spezialisiert und kann daher Ihre gewünschte Zielgruppe so genau ansprechen. Darüber hinaus vereinen die Fachmedien sowohl

einem externen Partner

redaktionelles Marketing als auch klassisches Anzeigenmarketing. Für Sie als Werbungtreibenden bedeutet dies: Während Sie auf der einen Seite Ihre Kompetenzen in einem redaktionellen Beitrag eher sachorientiert darstellen können, bieten Ihnen die Anzeigen auf der anderen Seite die Möglichkeit zur emotionalen Ansprache Ihrer Kunden. Beides generiert Aufmerksamkeit und verschafft Ihnen ein Standing in der Branche. Und im Bestfall dann auch neue Kunden. Im Rahmen der Fachpressearbeit unterstützen wir Sie sowohl mit Blick auf die Redaktion als auch mit Blick auf klassische Anzeigen oder Onlinewerbung. In der Regel schlagen wir Ihnen dazu eine auf Ihre Unternehmensziele zugeschnittene Mediaplanung vor, die detaillierte Angaben zu Medien und Themen sowie zu Schaltkosten enthält. Ist diese Planung einmal abgestimmt, stehen wir Ihnen in der Umsetzung zur Seite und erstellen Fachartikel, Referenzberichte oder Interviews genauso wie wir Anzeigen, Advertorials oder Banner kreieren. Zwei unserer Kunden, die seit vielen Jahren schon sehr erfolgreich Pressearbeit betreiben, stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe vor – Lesen Sie dazu unsere Fallstudien auf den Seiten 6-7 und 10-11.

*(Quelle: Verein Deutsche Fachpresse Berlin, www.deutsche-fachpresse.de/markt-studien/ fachpresse-statistik)

angesiedelt ist. –3–


Totgeglaubte Viele mittelständische Unternehmen kennen und schätzen sie, die Fachpressearbeit. Nirgendwo sonst ist die Bandbreite an Fachzeitschriften so groß

Ein Plädoyer für die Fachzeitschrift

wie in Deutschland: Nach Angaben des Vereins Deutsche Fachpresse wurden im Jahr 2015 3.893Titelregistriert. DieinPraxisundLiteraturzumeistals„Professional-Interest-Titel“bezeichneten Medien berichten in der Regel über Wissenschaft, Technik und Wirtschaft und adressieren jeweils eine genau abgegrenzte Leserschaft. Sie richten sich ausschließlich an B2B-Zielgruppen und sind in der Regel in einer mal größeren, mal kleineren Nische innerhalb einer Branche unterwegs. Zentrale Funktion der Medien hier ist zunächst die fachspezifische Information, darüber hinaus sind Innovationen der Branche sowie die Berichterstattung über Messen und Kongresse wichtige Themen. Mit „fachspezifischer Information“ ist eine Art Weiterbildung der Leserschaft gemeint: Die Berichterstattung über neue Verfahren, über innovative Werkstoffe oder über Best Practice Beispiele fördert den brancheninternen Diskurs und regt zugleich den Austausch der Leser untereinander an.

Wichtige Informationsquelle. Im Rahmen der B2B PR- und Marketingkommunikation kommen Fachzeitschriften unterschiedliche Aufgaben zu. Auf der einen Seite sind sie klassische Informationsträger. Wie bereits erwähnt, dienen Sie der Weiterbildung ihrer Leserschaft, aber auch der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Branche. Die Leseranalyse 2016 (LAE 2016) bescheinigt Fachzeitschriften eine hohe Relevanz: Für 73 % der befragten Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung sind branchenspezifische

Fachzeitschriften für ihre berufliche Tätigkeit besonders wichtig. Nur 28 % dagegen sehen die Sozialen Netzwerke als besonders wichtig an. Dies liegt sicher unter anderem auch daran, dass Fachzeitschriften wie kein zweites Medium Themen sehr ausführlich und tiefgehend behandeln können. Hinzu kommen einige Vorteile gegenüber beispielsweise Online: Die von Fachzeitschriften aufbereiteten Informationen gelten in der Regel als journalistisch gut recherchiert, sie werden

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als seriös, von Fachleuten für Fachleute, wahrgenommen, denn in vielen Redaktionen arbeiten eben genau diese. Für Unternehmen, die sich im Bereich der B2B-Kommunikation bewegen, bedeutet dies, dass eine Berichterstattung in den für sie relevanten Medien eine hohe Wirkung erzielen kann: Nicht nur im Sinne der Bekanntheitssteigerung, sondern auch mit Blick auf die Kommunikation eigener Leistungsangebote, Kompetenzen und USPs.


n e b le r e g län Anerkannter Werbeträger. Auf der anderen Seite sind Fachzeitschriften im B2B unverzichtbare Werbeträger. Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass Anzeigen, die in Fachzeitschriften geschaltet werden, als weniger störend, ja sogar als dazugehörend, angesehen werden. Das als seriös empfundene redaktionelle Umfeld entfacht seine Strahlkraft auch auf die inserierte Werbung. Ein weiterer Vorteil liegt im Verhalten der Leser von Fachzeitschriften: Viele von ihnen werden im Firmenabonnement bezogen und von Abteilung zu Abteilung weitergegeben. Im Ergebnis werden so gleich mehrere Leser mit einer Ausgabe erreicht, dementsprechend hat dann auch eine geschaltete Anzeige mehr Kontakte im Vergleich zu anderen Zeitschriften und Magazinen. Und: Reichweite wird noch auf einem anderen Weg erzielt. Leser von Fachzeitschriften werden in der Regel erfolgreich dazu gebracht, weitere Informationsquellen, wie etwa das Internet, zu nutzen. Beispiel: Ein solide recherchiertes und gut geschriebenes Unternehmensportrait regt dazu an, sich noch tiefergehend über das vorgestellte Unternehmen im Netz zu informieren. Die Folge: Die Besucherzahlen auf der Homepage des beschriebenen Unternehmens steigen an. In Summe macht diese Kombination aus seriöser Information, hoher Reichweite und hoher Werbewirkung Fachzeitschriften für alle werbungtreibenden Unternehmen im B2B unverzichtbar. Doch wie soll sich das klassische Printmedium gegen Online behaupten?

Printkampagnen als Teil des Kommunikationsmixes Die gute alte Printkampagne im B2B: Das waren noch Zeiten…?! Keine Angst, Nostalgie ist hier sicher fehl am Platz. Lieber analysieren wir den „Kampf“ zwischen Social Media, E-Mail-Marketing, Google Adwords, TV- und Radio sowie Print ganz sachlich. Und überprüfen die Argumente des Gattungsmarketings. Offline-Kampagnen erreichen ihre Zielgruppen zumeist in „entspannten“ Momenten: Für das Lesen einer Fachzeitschrift braucht es eben Ruhe und auch ein wenig Muße. Im Gegensatz zu vielen Online Formaten sind die Leser hier also weniger gestresst und folgerichtig offener für Botschaften. Entscheidend aber für eine nachhaltige Aufmerksamkeit in der Zielgruppe sind vor allem die Inhalte und deren Aufbereitung. Die weiter oben bereits beschriebene Qualität der Inhalte in Fachzeitschriften ist ein wesentliches Differenzierungsmerkmal zu Online. Kein Tweet, kein Blog und auch kein Newsletter werden an die Fachlichkeit oder an die zugrundeliegende Recherchearbeit heranragen können, hauptsächlich aufgrund der zeitlichen Dimensionen. Ein Medium, dass beispielsweise nur 4-mal im Jahr erscheint, kann sich für die Recherche und Texterstellung Zeit lassen. Wer aber online publiziert, steht im Kampf um Schnelligkeit und Aktualität.

Solide aufbereitete Inhalte sorgen für Vertrauen der Leser in das Medium. Und dieses zahlt dann auch auf die Werbewirkung ein. Printanzeigen werden länger und häufiger betrachtet, da auch die Nutzungsdauer einer Fachzeitschrift deutlich länger ist als bei den meisten Onlineformaten. Dadurch werden Anzeigen dort in der Regel auch besser erinnert. Und: Streuverluste sind vergleichsweise gering. Denn mit einem für Ihre Branche relevanten Fachmedium erreichen Sie dann auch die von Ihnen gewünschte Zielgruppe zumeist besser und zielgerichteter. Natürlich wollen wir an dieser Stelle auch nicht die Vorteile von Online-Kampagnen verschweigen. Diese sind in der Regel kostengünstiger, auch ist die Aktualität ihrer Informationen höher, Stichwort: Kommunikation in Echtzeit. Online-Kampagnen können sehr gut mit Blick auf ihren Erfolg oder Nichterfolg analysiert werden. Hier stehen die Printmedien immer noch hinsichtlich der Auswertungsmöglichkeiten zurück. Unsere Empfehlung? Ihre Kommunikation sollte immer eine gute Mischung aus PRINT und ONLINE sein. Falsch wäre es, Printkampagnen dabei völlig zu verdammen, zu überzeugend die Argumente. Lassen Sie sich von den für Sie interessanten und relevanten Fachzeitschriften wieder einmal neu inspirieren. Und nutzen Sie diese als Plattform, Ihre Zielgruppe von Ihren Kompetenzen zu überzeugen.

Weitere Quellen: Baaken, Kesting, Kliewe, Pörner: „Business-to-Business-Kommunikation, Neue Entwicklungen im B-to-B-Marketing, 2012, 2. Auflage Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)

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Experts in Finance Solutions Dank agentes sind uns MaRisk und FATCA in Fleisch und Blut übergegangen. Ein schönes Beispiel für fachliche Einarbeitung und langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Seit über zehn Jahren arbeiten wir eng mit der agentes zusammen und unterstützen den auf die Finanzbranche spezialisierten IT-Dienstleister in den verschiedensten Bereichen. Angefangen bei der Entwicklung einer Unternehmensbroschüre, über eine Vielzahl an Anzeigen und Broschüren hinweg, bis hin zur kontinuierlichen Pressearbeit: Die Bandbreite der für agentes geplanten und realisierten Maßnahmen ist groß. Neben PRINT ist das Unternehmen auch ONLINE sehr präsent: Zahlreiche Aktivitäten auf der Website, Schaltungen auf ausgewählten Portalen, ein eigener Newsletter, diverse Blog Beiträge sowie Aktivitäten in den sozialen Medien zeugen davon. Ein Meilenstein unserer Zusammenarbeit ist die eigene Studie in Form des agentes „IT-Barometers“, die wir einige Jahre lang gemeinsam mit agentes und einem unserer Partner durchgeführt haben. Auch in der internen Kommunikation konnten wir die agentes unterstützen. So haben wir unter anderem Workshops zur Neupositionierung begleitet und dabei geholfen, definierte Ziele, Werte und die Unternehmensphilosophie zu formulieren und in Wort und Bild festzuhalten.

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Fallstudie

Entwicklung Unternehmensbroschüre (Konzept & Text) Entwicklung Produktflyer (Konzept & Text) Entwicklung Geschäftsbereichsbroschüren (Konzept & Text) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Erstellung und Platzierung von Fachbeiträgen, Anwenderberichten und Interviews (Fachpresse) Durchführung von Studien (IT-Barometer) Entwicklung Whitepaper Entwicklung Anzeigen/Stellenanzeigen (Konzept & Text) Entwicklung Einladungen, Mailings, Weihnachtskarten, etc. (Konzept & Text) Erstellung Websitetexte, Blog-Beiträge und Newslettertexte Entwicklung Werbemittel (Konzept, Text, Projektmanagement) Marketing- und PR-seitige Begleitung von Veranstaltungen Unterstützung interne Kommunikation

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„Relikt doch Re Die klassische Pressemitteilung: Relikt oder doch relevant? Sie erinnern sich? Schon des Öfteren wurde der Untergang der Welt vorhergesagt, immer wieder, durch die unterschiedlichsten Personen. Auch das Ende einzelner Mediengattungen wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte immer wieder angekündigt. So konstatierte Lord Kelvin, Mathematiker und Erfinder, bereits 1897: „Das Radio hat absolut keine Zukunft“, während der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees Avery Brundage 1960 den Ausspruch tat: „Wir sind 60 Jahre ohne Fernsehen ausgekommen und werden es weitere 60 Jahre tun“. Dass beide Thesen widerlegt sind, nun ja, ist kein Geheimnis.

Jüngst hat die klassische Pressemeldung jenes Schicksal ereilt: In den vergangenen drei, vier Jahren, wurde auch ihr Untergang prophezeit. Neue Informationsmöglichkeiten, wie OnlineNews, Facebook-Posts, Tweets oder Videos, sollten an ihre Stelle rücken. Nun gibt es sie aber immer noch, die klassische Pressemeldung. Sind das jetzt gute Nachrichten, mögen Sie sich fragen? Wir finden: Ja. Und laden Sie ein, zu einer angeregten Pro-Contra-Diskussion.

Inhalt), ist es in den B2C-Medien deutlich schwerer, aus der Masse an Meldungen hervorzustechen. Neu aber ist heute, dass Unternehmen ihre Meldungen nicht mehr ausschließlich an Journalisten geben, sondern auch Online veröffentlichen, auf Portalen etwa wie Pressebox oder Open PR. Der exklusive Charakter der Pressemeldungen, den diese einst für die Redaktionen hatten, verschwindet. Die Frage stellt sich also, ob die klassische Pressemitteilung am Ende ihres Lebenszyklus angekommen ist, ja, ob neue Textgattungen, Bilder oder soziale Medien, sie ersetzen?!

Die Pressemitteilung als Tool

Ergänzen statt Ersetzen

Eine Pressemitteilung ist zunächst einmal, schlicht gesagt, ein Tool innerhalb der PRArbeit, ein Instrument der Kommunikation. Egal, ob im B2B oder B2C, können mit ihrer Hilfe gezielt Informationen aufbereitet und an eine ausgewählte Zielgruppe übermittelt werden. Dabei zählen nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form: Die Pressemitteilung folgt einem klassischen Aufbau, in einer bestimmten Länge – gelernt, bewährt und allgemein anerkannt. In nicht werblichem Charakter werden wichtige Informationen aufbereitet, für Journalisten genauso wie für die Öffentlichkeit. Von jeher entscheiden dabei die Journalisten über eine entsprechende Veröffentlichung in ihrem Medium. Während die Chancen im B2BBereich, also in den Fachmedien, noch ganz gutstehen (klar, auch hier entscheidet der

In puncto Marketing-Mix, Trends und Prognosen für einzelne Mediengattungen scheiden sich die Geister, hier herrscht ein nicht enden wollender Diskurs innerhalb der Branche. Die einen setzen alles auf eine Karte, die DIGITAL heißt. Andere halten stur an Bewährtem fest und sind nur wenig aufgeschlossen für Neues. Wie in einer guten Tüte Fruchtgummi kommt es jedoch auf die Mischung an. Ja, auch das ist eine Binsenweisheit. Und doch scheint diese Erkenntnis noch nicht überall gereift. Die Frage nach dem Tool, kann niemals die Frage nach der passenden Strategie ersetzen. Ein Tool ist immer nur so gut wie seine Anwender. Ein Kanal funktioniert nur dann, wenn er zur gewünschten Zielgruppe passt. Und über allem steht immer noch der Inhalt, Content bleibt der König. Was bedeutet dies nun für die klassische Pressemeldung?

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oder Relevant“? Und die Printmedien? Unternehmen, Werbungtreibende, Gastronomen, Verbände, eben all jene, die hin und wieder Informationen an die Öffentlichkeit und an die Medien geben möchten, sollten sich fragen, was und wen sie mit einer Veröffentlichung erreichen wollen. Erst dann kommt die Pressemeldung ins Spiel. Als Teil des gesamten Marketing- und PR-Mixes findet sie dann durchaus ihren Platz. Denn nach wie vor können durch sie zielgerichtet Informationen verbreitet werden, durch sie kann proaktiv auf Journalisten und damit auf die Öffentlichkeit zugegangen werden. Unterscheiden sollte man in jedem Fall zwischen einer Pressemeldung, die an ausgewählte Medien (Fachmedien) geht und einer Meldung, die Online verbreitet wird. Nicht immer sind Inhalte für Fachjournalisten auch von Interesse, umgekehrt muss man ggfs. das Wording einer Meldung anpassen, die ganz allgemein auf Onlineportalen veröffentlicht wird. In Kombination mit einer Präsenz in den Social Media, mit News und Tweets oder auch Blogbeiträgen, wird aus dem konventionellen Versand von Pressemeldungen ein Schuh: Eingebettet in eine Kommunikationsstrategie, sorgen alle genannten Tools für die Steigerung der Bekanntheit und für die gezielte Infomationsverbreitung zugleich. Vorteil: Meldungen können je Kanal und Zielgruppe aufbereitet werden, also Online nur Häppchen und in der Pressemeldung das ganze Menu serviert werden.

Die Nutzung klassischer Pressemitteilungen steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Printmedien in der eigenen Kommunikationsstrategie. Auch hier zeichnet sich eine Veränderung im Sinne der fortschreitenden Digitalisierung ab. Viele Unternehmen legen den Fokus plötzlich nur noch auf Content-Marketing, auf Onlineaktivitäten, die Printmedien kämpfen. Demzufolge wenden sich viele Verantwortliche in Unternehmen, PR-Manager oder Start-Ups von der klassischen Pressemeldung ab. Der Grund: Neue Formate mit Newscharakter, kleine Häppchen, visuell ansprechend, sollen Inhalte digital verbreiten, eine Veröffentlichung durch die Redaktion eines Fachmediums steht nicht mehr zwingend im Vordergrund. Hier ist es jedoch nicht unwichtig zu wissen, dass Journalisten nach wie vor Wert auf Pressemitteilungen legen. Laut einer aktuellen Studie von Mynewsdesk ist die Pressemitteilung immer noch die zweitbeliebteste Themenquelle für die Journalisten, darüber hinaus sind den 2.000 weltweit befragten Journalisten persönliche Kontakte, zu denen bereits ein längeres Verhältnis besteht, sehr wichtig.* Wichtige Erkenntnisse der Befragung sind auch, dass Journalisten heute im Durchschnitt auf drei Publikationen gleichzeitig veröffentlichen, d.h., neben Schreiben und Redigieren müssen Sie viele weitere Aufgaben bewältigen. Darüber hinaus bemängeln die meisten der Befragten die Relevanz der Meldungen, die sie erhalten. Dieses Wissen hilft bei der Vorbereitung und Erstellung von Pressemeldungen.

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Relevante Pressemeldungen erhalten Unser Plädoyer für die Pressemitteilung soll nicht ohne ein paar Tipps zu deren Erstellung und Verbreitung enden. Wie immer, gilt: Die Resonanz auf eine Meldung ist so gut wie ihr Inhalt. Aus der Masse an Nachrichten hervorstechen kann nur der, der tatsächlich etwas zu erzählen hat. Wichtig ist natürlich auch das „Wie“: Eine Pressemeldung sollte nicht nur gut geschrieben, sondern auch klar strukturiert sein und die gewünschte Zielgruppe adressieren. Wenn Sie die Pressearbeit an eine Agentur auslagern, dann sollte diese gute Kontakte zu verschiedenen Redaktionen haben und partnerschaftlich mit diesen zusammenarbeiten. Für die Veröffentlichung entscheidend ist auch die Auswahl der zu adressierenden Medien über einen gut gepflegten Presseverteiler. Auch hier kann eine Agentur gute Dienste leisten. * „Trends im Journalismus 2016“, Mynewsdesk, http://www.mynewsdesk. com/de/mynewsdesk/pressreleases/was-journalisten-wirklich-wollenund-wie-sie-die-zukunft-bewerten-1437096


Gemeinsam mit Ellrich & Kollegen kämpfen wir für Freiräume. Und unterstützen die Experten für effiziente HR-Prozesse bei ihrer erfolgreichen Fachpressearbeit. Seit 2014 betreuen wir die Ellrich & Kollegen Beratungs GmbH mit Sitz in Nürnberg und Berlin. Gemeinsam mit Personalverantwortlichen in Unternehmen genauso wie in Kommunen, öffentlichen Einrichtungen oder Kliniken, schaffen Ellrich & Kollegen Freiraum für wichtige Aufgaben in der Personalabteilung. Schwerpunkt unserer Arbeit ist dabei die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Hier setzt das Unternehmen gezielt auf eine Präsenz in ausgewählten Fachmedien und arbeitet vor allem mit den eigenen Referenzen, in Form von Anwenderberichten. Mit Erfolg: Platzierungen in „Personalwirtschaft“, „Personal im Fokus“, oder auch „Kommune21“ sprechen für sich. Integraler Bestandteil der Nürnberger Kommunikationsstrategie ist die regelmäßige Veröffentlichung von Pressemeldungen, sowohl ONLINE als auch in Fachmedien. Immer wieder sorgen Ellrich & Kollegen für Kommunikationsanlässe und relevanten Content. Das schafft Sichtbarkeit, im Netz genauso wie innerhalb der Branche. Darüber hinaus unterstützen wir Ellrich & Kollegen bei weiteren Maßnahmen und Projekten: Mailings und Kundeneinladungen, Newstexte für die Webseite sowie Anzeigen und Advertorials.

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Fallstudie

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fachpressearbeit (Artikel, Interviews) Erstellung und Platzierung von Anwenderberichten Entwicklung Anwenderberichte als Referenzflyer Anzeigen/Advertorials (Text) Entwicklung Einladungen, Mailings, Weihnachtskarten, etc. (Konzept & Text) Erstellung Newstexte Webseite


Da war noch was Es ist soweit: Wir haben den Ritterschlag des Agenturlebens erfahren. Und sind auf den Hund gekommen. Die meisten Werbeagenturen haben ihren Agenturhund, viele Kommunikationsagenturen ebenso. Xandor heißt unser jüngster Mitarbeiter und ist ein mittlerweile 6 Monate alter, charcoalfarbener Labrador mit dem adeligen Zusatz „von Schloss Burg“. Schon 2013 schrieb die W&V zum Thema „Hunde im Büro“: Hundekraulen im Büro soll den Blutdruck senken, zudem können Hunde das Betriebsklima verbessern – vorausgesetzt, betroffene Kollegen und Vorgesetzte sind einverstanden. (W&V Online, 25.04.2013, Franziska Mozart) In der Agenturwelt haben Hunde oftmals ihren festen Platz, im Büro genauso wie auf der eigenen Website. Sie begrüßen Kunden, Lieferanten und Paketdienste, holen die Post, schlafen während Meetings, gehen in der Mittagspause Gassi und haben zuweilen sogar ihre eigenen Blogs. Die positiven Auswirkungen des Hundedaseins auf den Menschen sind hinlänglich bekannt: In der Regel sorgen Hunde für mehr Ausgeglichenheit, sie fördern die Bewegung ihrer Menschen sowie deren Freiluftaktivitäten, sie verbreiten eine positive Grundstimmung und können hin und wieder sogar als Streitschlichter und

. . . n e m m o k e g und

H n e d Auf

Stressabbauer fungieren. Auch wir merken diese positive Veränderung: Wir bewegen uns mehr denn je, es gibt immer ein Gesprächsthema und der Montagmorgen hat seine Tristesse verloren, denn es heißt als erstes aus allen Büros: „Ja, wo isser denn, der Feine?“ Nachdem wir uns also anfänglich noch gegen einen Agenturhund gesträubt haben und unsere Räumlichkeiten in der Albertusstraße auch zu wenig Platz und Rückzug für einen Hund boten, möchten wir ihn jetzt, nach nur wenigen gemeinsamen Monaten, schon gar nicht mehr missen. Und plädieren ebenfalls für die behaarten Teammitglieder in der Agenturwelt. Ein Wort noch an alle besorgten Tierschützer: Unser Hund hat seinen festen Platz in Form seines Körbchens, ausreichend Bewegung, artgerechtes Futter und Spielzeug und jeden Sonntag besucht er die Hundeschule.

marvice GmbH Humboldtstraße 48 a 41061 Mönchengladbach Telefon +49 2161 8269743 Telefax +49 2161 8269744 E-Mail: info@marvice.de

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MARVICER - Ausgabe 01-2017  

Was ist Fachpressearbeit. Sind Pressemitteilungen noch relevant oder ein Relikt? Lesen Sie das und viele mehr in der aktuellen Ausgabe!

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