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FACHSCHAFTSRAT DM

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05. Dezember 2012

Leserbrief zu: „Tiefpunkt der Hochschule“, veröffentlicht in der HAZ am 01.12.2012 Das Präsidium der Hochschule Hannover behauptet, dass der alleinige Grund für die aktuellen Konflikte an unserer Hochschule, die in dem Senatsantrag zur Abwahl des Präsidiums gipfelt, die prekäre Finanzlage und die damit zusammenhängenden Zulagen der ProfessorInnen seien. Für uns Studierende ist es vollkommen unverständlich, wie dreist das Präsidium die angehäuften Probleme so reduziert darstellt. Das Hauptproblem liegt eindeutig in der mangelnden Kommunikation des Präsidiums mit den Selbstverwaltungsorganen, den Beschäftigten und den Studierenden. So beschloss das Präsidium zum WS 2012/13 die wiederholte höhere Aufnahmezahl an Studierenden, abweichend vom Hochschulpakt 2020 und ohne die zuvor zugesagte Rücksprache mit den verantwortlichen Lehrenden. Benötigte Umbaumaßnahmen an der Fak. III, wurden nach der Zusage der Hochschulleitung, durch diese wieder zurückgenommen. Der Fakultät III werden Kosten für sicherheitsrelevante Optimierungen der Werkstätten auferlegt, obwohl diese aus den Landesmitteln des Hochschuletats finanziert werden müssten. Das Präsidium schaltet, waltet, verwaltet und entscheidet vollkommen intransparent und autokratisch. Im Frühjahr protestierte die Studierendenschaft der Fakultät III Design und Medien gegen die schlechten Studienbedingungen, die Politik des Präsidiums und der Landesregierung . Seit diesem Tag gab es zwar Gespräche zwischen dem Fachschaftsrat der Fakultät III und dem Präsidium, jedoch ohne Konsequenzen. Eine vereinbarte große Gesprächsrunde mit Präsidium, Studierenden und Dekanen wurde von der Präsidentin abgesagt. Bemühungen um einen neuen Termin blieben ohne Ergebnis. Auch das zur »Qualität im Studium« ins Leben gerufene Hochschulforum blieb bislang ohne nennenswertes Ergebnis. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei diesem nur um Alibi-Veranstaltungen handelt, um ungestört weiter nach eigenem Gutdünken verfahren zu können.


Dass dieses Verhalten nicht nur bei uns Studierenden, sondern eben auch bei den ProfessorInnen und MitarberInnen, für Wut und Ohnmacht sorgt, zeigt nun der Antrag zur Abwahl des Präsidiums, der von zwölf der 13 Senatmitglieder unterzeichnet wurde. Das Präsidium sollte im Sinne der Hochschule handeln und weiteren Schaden von ihr abwenden. Warum der Vorsitzende des Hochschulrates, der offensichtlich keinerlei Einblicke in die interne Situation an unserer Hochschule hat, dennoch an diesem Präsidium festhält, ist uns vollkommen schleierhaft. Es ist ein einmaliger Vorgang in Niedersachsen, dass sich eine solch deutliche Mehrheit gegen ein Hochschulpräsidium aussprechen will. Einem solchen möglichen Votum eines demokratischen Gremiums, das von Studierenden, MitarbeiterInnen und ProfessorInnen gewählt wird, im Vorhinein aus der Ferne schon eine Absage zu erteilen, zeugt von mangelndem demokratischen Bewusstsein. Wir - der Fachschaftsrat der Fak. III DM - zollen den Senatsmitgliedern unseren vollsten Respekt für diesen mutigen Schritt und zeigen uns solidarisch.

gez. Fabian Fiechter, Stefan Finger, Marta Krajinović, Jana Euteneier, Jelca Kollatsch, Rubén Rivas, Charlotte Schmitz und NilsTränkler im Auftrag und in Vertretung für den FSR DM

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LeserInnebrief FSR DM . Wir reagieren!