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Angelschein Sie möchten gerne in irgendeinem Gewässer angeln und Fische fangen? Dazu ist in Deutschland grundsätzlich erstmal ein Angelschein notwendig, sofern es sich nicht um ein privates Gewässer handelt für das Sie die Erlaubnis des Besitzers haben. Wenn man genau ist, dann gibt es das Wort „Angelschein“ eigentlich gar nicht. Umgangssprachlich spricht man häufig von einem Angelschein, gemeint ist genau genommen dann aber ein Fischereischein. Wir werden im Folgenden dennoch auch das Wort Angelschein benutzen, analog zu Fischereischein. Ein Angelschein bescheinigt dem Besitzer auf dem der Schein ausgestellt ist in deutschen Gewässern zu angeln. Der Angelschein wird von der jeweiligen Bezirksregierung ausgestellt. Eine Ausnahme dabei spielt Hamburg, dort wird der Fischereischein vom zuständigen Bezirksamt ausgestellt. Eine Voraussetzung für den Angelschein ist die bestandene Fischerprüfung. Die Fischerprüfung wird auch als Angelprüfung oder Sportfischerprüfung bezeichnet. Erst mit dem Bestehen der Fischerprüfung kann man einen Fischereischein – also Angelschein – beantragen. Eine weitere wichtige Voraussetzung um Angeln zu dürfen ist der Gewässerschein. Der Gewässerschein weißt nicht die Fähigkeit nach dass man Angeln kann, sondern er weißt die Erlaubnis nach, dass man angeln darf. Der Gewässerschein wird von dem Besitzer des Gewässers ausgestellt in dem man angeln möchte. Fischerei ist eine Sache des Bundeslandes, deshalb wird der Gewässerschein offiziell in den verschiedenen Bundesländern auch unterschiedlich bezeichnet. Wenn ein Sportfischer einem Fischverein beigetreten ist, dann darf er in allen Gewässern angeln die dem Verein gehören. Sofern der Verein in einem der bekannten Dachverbände Mitglied ist (zum Beispiel DAV oder VDSF), dann darf man in allen für das Angeln freigegebenen Gewässern angeln die dem Dachverband angehören. Dies gilt nur auf Bundeslandebene, bezieht sich also nur auf das Bundesland in dem der Verein dem man angehört sesshaft ist.

Angelschein machen Hier erläutern wir einige Hinweise und Vorgehensweisen wie Sie ihren Angelschein machen können. Wenn man von Angelschein spricht, denn ist dieses genau genommen eigentlich falsch, denn einen „Angelschein“ gibt es offiziell gar nicht. Wer Angel möchte benötigt einen Fischereischein, der meistens jedoch umgangssprachlich als Angelschein bezeichnet wird. Zusätzlich ist eine bestanden Fischerprüfung (Angelprüfung) notwendig, erst dann kann man einen Angelschein ausgestellt bekommen. Nachdem diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind benötigt man für legales Angeln auch noch einen Gewässerschein. Der Gewässerschein wird manchmal auch als Fischereierlaubnisschein bezeichnet, denn er schafft die grundlegende Voraussetzung um in einem bestimmten konkreten Gewässer angeln zu dürfen. Die genannten Scheine müssen und können nur in der hier gezeigten Reihenfolge erworben werden. Ohne bestandene Fischerprüfung erhält man keinen Fischereischein. Und ohne Fischereischein erhält man keinen Gewässerschein. Ohne Gewässerschein darf man nicht angeln. Alles hängt also voneinander ab. Aber Sie sollten jetzt nicht in Panik verfallen, denn so kompliziert wie es sich liest ist das ganze in der Praxis nämlich gar nicht. Es gibt lediglich einige Dinge die Sie wissen und die Sie berücksichtigen sollten. In Deutschland ist das Fischereirecht Sache des jeweiligen Bundeslandes. Dies bedeutet, dass der Gewässerschein bzw. Fischereierlaubnisschein von den Behörden des jeweiligen Landes ausgestellt wird (sofern das Gewässer dem Bundesland gehört, was in den meisten Fällen der Fall ist). Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es keinen Schein gibt um in ganz Deutschland angeln zu dürfen. Es gibt lediglich immer nur einen Schein für das jeweilige Bundesland. Jedes Bundesland hat auch seine individuellen eigenen Gesetze was die Fischerei und das Angeln anbelangt. Grundsätzlich ist – wie bereits erwähnt – immer ein Fischereischein notwendig zum Angeln. Niedersachsen ist hier das einzige Bundesland das eine Ausnahme bildet. In Niedersachen ist lediglich ein Fischerprüfungszeugnis neben dem Gewässerschein notwendig zum Angeln. Alle anderen Fischereigesetze schreiben jedoch einen Fischereischein (Angelschein) vor um den Gewässerschein zu erwerben. Den Fischereischein erhält man nach bestandener Prüfung meistens bei dem zuständigen Ordnungsamt Ihres Wohnsitzes. Der Angelschein bzw. Fischereischein ist nicht kostenlos, sondern es muss eine Verwaltungsgebühr für ihn bezahlt werden. Manchmal ist zusätzlich auch noch eine Gebühr als Fischereiabgabe zu entrichten. Den Fischereischein erhält man nur wenn man erfolgreich eine Fischerprüfung absolviert und bestanden hat. Dazu erhält man beim Bestehen des Lehrgangs einen vorläufiges Fischerprüfungszeugnis. Dieses muss dann beim Ortsamt vorgelegt werden um den Fischereischein zu erhalten. Fischerprüfungen und Lehrgänge finden unterschiedlich häufig statt in den jeweiligen Bundesländern. In einigen Bundesländern wie beispielsweise Bayern gibt es lediglich einmal im Jahr einen landesweiten Termin, in anderen Bundesländern gibt es mehrmals im Jahr je nach Bedarf verschiedene Termine. Als Beispiel für mehrmalige Termine kann das Bundesland Hessen genannt werden.


Gewässerschein Der sogenannte Gewässerschein ist notwendig um in einem Gewässer überhaupt angeln zu dürfen. Er wird von dem Besitzer des Gewässers ausgestellt und ist neben dem Angelschein (Fischereischein) und der bestandenen Fischerprüfung die grundlegende Voraussetzung zum legalen Angeln. Im Gegensatz zum Angelschein sagt der Gewässerschein nicht aus, dass man angeln kann, sondern das man auch aktiv in einem gewissen Gewässer angeln darf. Der Unterschied zwischen „dürfen“ und „können“ wird durch den Schein herausgestellt. Fischerei ist eine Angelegenheit des jeweiligen Bundeslandes, deshalb wird der Gewässerschein in den verschiedenen Bundesländern auch teilweise leicht unterschiedlich bezeichnet. Er ist grundsätzlich kostenpflichtig und wird nur für einen gewissen Zeitraum ausgestellt. Es gibt Karten für die ein ganzes Jahr gültig sind, Karten die für mehrere Monate Gültigkeit haben oder nur für einzelne Monate. Karten für einen Tag oder mehrere einzelne Tage sind ebenfalls möglich. Wer mit einem abgelaufenen Gewässerschein angelt oder gar ohne einen macht sich in den meisten Gewässern strafbar. Man spricht hierbei von Fischwilderei.

Prüfung Die Prüfung für den Erwerb eines Fischereischeins bzw. Angelscheins ist unterschiedlich schwer und unterschiedlich zeitaufwendig, je nach Bundesland in dem man die Prüfung machen möchte. Bayern und Baden-Württemberg sind dafür bekannt dass die Prüfung sehr genau ins Detail geht und viel Wissen abfragt. In anderen Bundesländern ist dieses teilweise etwas leichter. Erschwerend kommt hinzu, dass es in Bayern lediglich einmal im Jahr einen Termin gibt um die Prüfung zu absolvieren. In Hessen und einigen anderen Bundesländern gibt es mehrmals in Jahr Termine um an der Angelprüfung teilzunehmen. Welche Voraussetzung gibt es um an einer Angelscheinprüfung teilzunehmen? Es ist ein Mindestalter von 13 Jahren nötig um an der Prüfung teilzunehmen. Wer jünger ist darf leider keine Prüfung absolvieren. Die Prüfung wird grundsätzlich in deutscher Sprache abgehalten, wobei keinerlei Hilfsmittel (Wörterbuch) oder gar Dolmetscher erlaubt sind. Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil und aus einem theoretischen Teil. Der praktische Teil dauert bis zu 15 Minuten lang, der theoretische Teil ist schriftlich abzulegen und dauert maximal 90 Minuten.

Schriftliche Prüfung Der schriftliche Teil besteht aus sechs verschiedenen Fachbereichen. Darunter fallen allgemeine Fischkunde sowie spezielle Fischkunde. Gerätekunde und Gewässerkunde gehören ebenfalls dazu genauso wie Gesetzeskunde sowie Natur und Tierschutz. Aus diesen sechs Themenbereichen erhält der Prüfungsteilnehmer einen Fragebogen der aus 60 verschiedenen Fragen besteht. Aus jedem Themenbereich gibt es also zehn verschiedene Fragen. Bestanden ist die Prüfung, wenn 45 der 60 Fragen richtig beantwortet wurden. Von den 45 richtig beantworteten Fragen müssen mindestens jeweils sechs aus jedem Themenbereich richtig sein. Es ist also besonders wichtig, dass man sich tatsächlich auch mit jedem Themenbereich genauestens auskennt um eine Chance bei der Prüfung zu haben. Im praktischen Teil geht es darum verschiedene Angelgeräte zusammen zu stellen. So kann man zum Beispiel dazu aufgefordert werden eine Angelrute zum Fangen von Karpfen zusammen zu stellen. Weitere Möglichkeiten wären: Spinnrute zum Fangen von Hechten oder Barschen. Fliegenrute zum Fangen von Forellen (als Trocken- sowie Nassfische). Grundrute zum Fangen von Aalen, Rute zum Fangen von Dorschen. Aber auch das Zusammenstellen einer Brandungsrute zum Fangen von Plattfischen kann abgefragt werden. Zusätzlich bekommt man verschiedene Bildtafeln gezeigt auf denen unterschiedliche Fischarten abgebildet sind. Diese gilt es zu erkennen und zu benennen. In der Regel handelt es sich um etwa 40 verschiedene Fischarten, wovon etwa sechs gezeigt werden und mindestens vier richtig erkannt werden müssen. Die hier beschriebenen Prüfungsdetails gelten nicht für jedes Bundesland und sollen lediglich als Anhaltspunkt dienen. Der genaue Prüfungsablauf kann sich von Bundesland zu Bundesland leicht unterscheiden.

Prüfungsvorbereitung In den meisten Bundesländern gibt es entsprechende Prüfungsvorbereitungslehrgänge, diese sind teilweise auch ein Pflichtprogramm und gelten als Voraussetzung um überhaupt zur Fischerprüfung zugelassen zu werden. Der Vorbereitungslehrgang dauert in den verschiedenen Bundesländern jeweils unterschiedlich lange. Als Richtwert können etwa 40 Stunden einkalkuliert werden. Die Lehrgänge finden häufig bei Angelvereinen an vier bis fünf Samstagen statt. Anschließend folgt die Prüfung für den Angelschein.


Kosten Angelschein Prüfung Welche Kosten entstehen wenn man einen Angelschein machen möchte? Die Kosten für die Prüfung selbst und einen Vorbereitungslehrgang liegen bei etwa 100 bis 120 Euro. Die Kosten für den Fischerschein liegen bei 25 bis 50 Euro, je nach Bundesland. Es gibt verschiedene Trainingssoftware für den Computer die einen optimal auf die bevorstehende Prüfung vorbereitet und mit der man alle möglichen Fragen vorher durchgehen kann. Eine solche Software gibt es bereits ab 30 Euro. Ein Angelschein ist also nicht ganz billig und auch recht zeitaufwendig.


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