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TÄTIGKEITSBERICHT 2017 Basel und Umgebung


Inhalt 3 Grusswort: Begegnung auf Augenhöhe 4 Brocki Basel Dreispitz: Heilsarmee brocki.ch 6 Männerwohnhaus: Ein Jahr des Umbruchs 8 Frauenwohnhaus: Einblick ins Frauenwohnhaus 10 Wohnbegleitung: Gesund bleiben 12 Essen Daheim: Für andere da sein 13 Sozialdiakonischer Dienst: Lebensmut und Freude 14 Tagesstruktur Margarethen: Miteinander – Füreinander 16 Spielgruppe Margarethen: Raus aus der Isolation – rein in die Gemeinschaft 17 Rahab-Arbeit: Ein neues Lebensgefühl 18 Wohnen für junge Frauen: Begegnung mit Wertschätzung 20 Kinderhaus Holee: Was lange währt, wird endlich gut 22 Textilprogramm travailPLUS: Lernen fürs Leben 24 Sozialberatung und Vermittlung: Begleitung durch schwierige Lebenszeiten 26 Korps Gundeli: Die Heilsarmee – mehr als eine Tasse Kaffee 28 Heilsarmee am Erasmusplatz (Basel 1): Wenn am Tisch Freundschaften geknüpft werden 30 Brockino Kleinbasel: Brockino am Erasmusplatz im Kleinbasel 32 Korps Birsfelden: Finanzielle Unterstützung ja, aber sich Zeit nehmen: besser 34 Korps Liestal: Neue Räume für Begegnungen 36 Wohnheim «Die Brücke»: Ein Jahr mit spannenden Herausforderungen 38 Ferienzentrum Waldegg: Ort der Ruhe und Entspannung 40 Adressen

Internationales Leitbild der Heilsarmee Die Heilsarmee ist eine internationale Bewegung und Teil der weltweiten christlichen Kirche. Ihre Botschaft gründet auf der Bibel. Ihr Dienst ist motiviert von der Liebe Gottes. Ihr Auftrag ist es, das Evangelium von Jesus Christus zu predigen und menschliche Not ohne Ansehen der Person zu lindern.


Begegnung auf Augenhöhe Wenn meine Frau und ich uns auf Augenhöhe begegnen wollen, dann muss sie auf eine 30 cm hohe Stufe stehen. Erst dann begegnen wir uns rein körperlich auf Augenhöhe. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, diese körperlichen Unterschiede zu überwinden. Ich kann etwas in die Knie gehen oder wir setzen uns hin. Doch diese rein körperlichen Anstrengungen bedeuten noch lange nicht, dass wir uns wirklich auf Augenhöhe begegnen. Im Grunde geht es beim Begriff «Augenhöhe» um die innere Haltung, mit der jemand seinem Gegenüber begegnet. Und das gilt nicht nur in der privaten Beziehung, sondern betrifft genauso den Umgang mit Kolleginnen und Mitarbeitenden oder mit unseren Gästen, Besuchern, Hilfesuchenden und Klienten an unseren Standorten und in unseren Institutionen. So wie die körperliche Haltung eine bewusste Entscheidung und allenfalls auch Anstrengung ist, um jemandem rein körperlich auf Augenhöhe zu begegnen, so gilt dies auch für die innere Haltung. Ich stelle mich auf den gleichen Boden und will dem Gegenüber ohne Vorurteile von Mensch zu Mensch begegnen, den anderen in seiner Individualität anerkennen. Diese Haltung führt zu Begegnungen auf Augenhöhe und dies wiederum führt zu Annahme, Wertschätzung, Respekt, Toleranz und Achtung bis hin zur Inklusion. Jesus, wie wir über ihn in der Bibel lesen, ist den Menschen immer auf Augenhöhe begegnet. Eine Geschichte, die ich dabei hervorheben möchte, ist seine Begegnung mit Zachäus. Nach dem Lukasevangelium, Kapitel 19, Verse 1–10 war Zachäus ein «Oberster der Zöllner» und ein «Reicher». Im Kontrast dazu war er «klein von Gestalt»: Er kletterte auf einen Maulbeer-Feigenbaum, um den von einer Volksmenge erwarteten Einzug Jesu in die Stadt beobachten zu können. Völlig überraschend begrüsste Jesus ihn im Vorbeigehen mit seinem Namen und kehrte dann in Zachäus’ Haus ein. Die Zeugen aus der Menge murrten darüber und sagten: «Bei einem Sünder ist er eingekehrt.» Aufgrund der Zuwendung Jesu änderte Zachäus sein ganzes bisheriges Leben und gelobte vor Gott, die Hälfte seines Besitzes an die Armen zu geben und geraubtes Gut vierfach zu erstatten. Durch diese Begegnung mit Jesus, die auf Augenhöhe stattfand, änderte sich das Leben von Zachäus nachhaltig. Der vorliegende Tätigkeitsbericht zeigt, wo wir als Heilsarmee bestrebt sind, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wir danken allen herzlich, die uns dabei in irgendeiner Art unterstützen.

Thomas und Barbara Bösch, Heilsarmeeoffiziere Leiter Division Mitte

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Brocki Basel Dreispitz

Heilsarmee brocki.ch Es ist unser Ziel, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Ganz egal, ob im Kontakt mit der Kundschaft oder in der Beziehung mit unseren Mitarbeitenden: Diesen Wert verfolgen wir konsequent. Nun haben wir uns gefragt, wie wir denn eigentlich von aussen wahrgenommen werden. Um diese Frage zu beantworten, haben wir eine Kundin gefragt. Ein Ort zum Verweilen Frau Maag* besucht die Heilsarmee brocki.ch in Basel Dreispitz regelmässig. Besonders das Ambiente hat es ihr angetan: «Ich fühle mich einfach wohl in dieser Brocki.» Den anschliessenden Kaffee geniesst sie im Brocki-Café. «Wissen Sie, Herr Welty, ich komme gerne hierher, weil ich immer wieder bekannte Gesichter antreffe und täglich neue Raritäten entdecke. Und dazu muss ich sagen, dass das Personal freundlich ist, es passt einfach alles.» Die Brocki ist ein Ort zum Verweilen und Entdecken. Unsere Kundinnen und Kunden sollen sich bei uns wohlfühlen. Im letzten Jahr durften wir in der Filiale Basel Dreispitz durchschnittlich 240 Einkäufe pro Tag verzeichnen. Den Kunden auf Augenhöhe begegnen Wir haben Frau Maag auch gefragt, wie sie den Umgang mit den Kundinnen und Kunden erlebt: «Die Mitarbeitenden sind stets offen, das ist nicht immer selbstverständlich. Sie sind hilfsbereit und – ja was soll ich noch dazu sagen… Es passt einfach. Ich bin sehr dankbar, dass ich hier immer so herzlich empfangen werde.»

Die Teams der Brocki-Filialen bestehen jeweils aus einer Filialleiterin oder einem Filialleiter, einer Stellvertreterin oder einem Stellvertreter, einer Fachperson Gross- und Kleinware, den Brocki-Mitarbeitenden, Zivildienstleistenden und Programmteilnehmenden. Zusammen bestreiten wir diese verantwortungsvolle Aufgabe. Alle Mitarbeitenden sind wertvoll für uns und alle tragen einen Teil dazu bei, dass die Brocki funktioniert. Dies scheint auch bei unseren Kunden anzukommen: Frau Maag nimmt die Stimmung im Team als «super» wahr, was uns natürlich sehr freut. * Name geändert Geschäftsleitung brocki.ch

Heilsarmee brocki.ch/Basel Adresse Brocki Basel Dreispitz Leimgrubenweg 9, 4053 Basel Telefon 061 331 57 88

Den Mitarbeitenden auf Augenhöhe begegnen In der brocki.ch arbeiten wir mit unterschiedlichen Partnern wie etwa mit travailPLUS zusammen. Wir bieten Plätze zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt an. Weiter bieten wir Menschen aus anderen Kulturen Beschäftigungsplätze an. Sie erhalten damit einen ersten Einblick in die Arbeitswelt. Auch Frau Maag ist dies aufgefallen und sie bestätigt: «Ja sicher, alle gehören dazu. So ist es.» 4

Mail brocki_dreispitz@heilsarmee.ch

Webseite brocki.ch/basel Louis Welty, Leiter

6 Mitarbeitende

580 Stellenprozente

3 Nischenarbeitsplätze 16 Plätze für Asylsuchende

2’000 m2 Verkaufsfläche


Symbolbild

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Männerwohnhaus

Ein Jahr des Umbruchs Das Jahr 2017 war geprägt von grossen Veränderungen bei der Wohnqualität und dem Betreuungsbedarf. Den Fokus setzten wir auf eine Verbesserung der Lebensqualität unserer Bewohner und auf ein verbindlicheres Zusammenleben. Umbau Die Planung und Umsetzung des Umbaus war eine grosse Herausforderung für alle Betroffenen. Die Bauarbeiten wurden im laufenden Betrieb vorgenommen und die Ablaufprozesse im Betreuungsalltag mussten aufrechterhalten werden, was von allen Beteiligten viel Geduld und Verständnis erforderte. Die Freude am neu Entstandenen war aber gross und die negativen Begleiterscheinungen wie Staub und Baulärm waren schnell vergessen. Die neuen Balkone im Innenhof wurden zum beliebten Treffpunkt für Plaudereien und werden nun zusätzlich auch zum Rauchen genutzt. Denn seit dem Umbau besteht im Männerwohnhaus ein Rauchverbot, was zusätzlich zur Erhöhung der Lebensqualität beiträgt.

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Mitbestimmung beim Unterstützungsbedarf 2017 wurde ein neues Finanzierungssystem eingeführt. Zu diesem Zweck wird der individuelle Unterstützungsbedarf vor dem Eintritt erhoben. Die Betroffenen sollen mehr Mitbestimmung erfahren und Eigenverantwortung übernehmen. Der Bedarf wird in der Folge jährlich durch Fachpersonen überprüft, wobei die betroffene Person eine eigene Einschätzung abgeben kann. Eine fachliche Abklärungsstelle vergleicht die beiden Einschätzungen und sucht bei Abweichungen im Gespräch eine Lösung. Diese Umstellung ist für beide Seiten eine grosse Veränderung. Mitbestimmung anzunehmen und Auseinandersetzung mit sich selbst wahrzunehmen ist etwas Neues. Und die Angst vor Neuem zu überwinden und


eigene Lebensthemen anzugehen erfordert Mut. Viele Betroffene benötigen Unterstützung und Begleitung bei diesem Prozess. Im letzten Jahr haben wir viele der neu eingetretenen Männer in diesem Prozess begleitet. Externes Audit Mitte Dezember wurde erstmals ein externes Audit unseres Qualitätsmanagements durchgeführt. Mit dem positiven Bericht wurden die Leistungen des Teams und der Leitung honoriert. Dies gibt Kraft, Mut und Zuversicht, sich gemeinsam für das Ziel einer sinnerfüllten Betreuungsleistung zu engagieren. Robert Trummer, Bereichsleiter Männerwohnhaus

Männerwohnhaus Adresse Männerwohnhaus Rheingasse 80, 4058 Basel Telefon 061 666 66 70 Mail maennerwohnhaus_bs@ heilsarmee.ch Webseite wohnen.heilsarmee-basel.ch Robert Trummer, Bereichsleiter Betreuung

50 Wohnplätze (ab 2018: 48) 17,5 Vollzeitstellen 16’254 Übernachtungen (Vorjahr 15’588)

112 Eintritte (Vorjahr 171)

103 Austritte (Vorjahr 168) 7


Frauenwohnhaus

Einblick ins Frauenwohnhaus Im Wohnhaus finden 37 Frauen Platz, die kurzfristig auf Hilfe angewiesen sind. Der Aufenthalt kann mit einer Nacht sehr kurz sein, aber auch gut und gerne 35 Jahre dauern. Fortbildung Aggressionsmanagement Menschen in herausfordernden Lebenssituationen können dazu neigen, angestaute Frustrationen an anderen Personen zu entladen. Im Frauenwohnhaus kommt es eher zu verbaler, selten zu physischer Gewalt. Die Fortbildung bestand darin, über Gewalt zu sprechen, Hintergrundinformationen zu erhalten und Erlerntes zu üben. Neben professionellem Verhalten, das von zentraler Bedeutung ist, sollte das Augenmerk dem regelmässigen Austausch und der abgesprochenen Zusammenarbeit gelten. Diese lohnende Auseinandersetzung war sehr wertvoll und unterstützt unsere tägliche Arbeit, wofür wir sehr dankbar sind.

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Angebote am Abend Abends treffen sich die Bewohnerinnen im Gemeinschaftsraum zu gemeinsamen Angeboten. Am Dienstag wird kreativ gearbeitet: Zeichnen, Sterne falten oder Socken stricken – das Angebot ist vielfältig. Am Samstag gibt es einen Spielabend. Neben Gesellschaftsspielen findet das Lottospiel am meisten Anklang. Diese Begegnung zwischen Mitarbeitenden des Nachtdienstes und Bewohnerinnen ermöglicht einen bereichernden Austausch von Fertigkeiten. Neue Bereichsleitung Seit dem 1. April 2017 haben wir eine Bereichsleitung Hauswirtschaft. Diese erweitert unsere


Fachkompetenz und optimiert seither mit viel Einsatz unsere hauswirtschaftlichen Angebote. Damit werden die Abläufe verbessert und die Standards im Hygiene- und Sicherheitsbereich erfüllt. Aus heutiger Sicht lässt sich sagen, dass wir eine gute Wahl getroffen haben und diese Erweiterung für uns sehr lohnenswert ist. Belegung Die Belegungszahlen des Frauenwohnhauses sind seit längerer Zeit instabil und liegen leider unter den Vorgaben. Wir haben die Situation analysiert und wollen wieder mehr Eintritte, vor allem solche mit einer längerfristigen Perspektive. Dank einer guten Zusammenarbeit mit dem Kanton sind wir zuversichtlich, dies im 2018 wieder auffangen zu können. Thomas Baumgartner, Gesamtleiter

Sylvia Rech, Bereichsleiterin Hauswirtschaft

Frauenwohnhaus Adresse Frauenwohnhaus Alemannengasse 7 4058 Basel Telefon 061 681 34 70 Mail frauenwohnhaus_bs@ heilsarmee.ch Webseite wohnen.heilsarmee-basel.ch Annemarie Drexler, Bereichsleiterin Betreuung 37 Anzahl Plätze (ab 2018: 36) 10,2 Vollzeitstellen 9’311 Übernachtungen (Vorjahr 10’321) 35 Eintritte (Vorjahr 29) 34 Austritte (Vorjahr 41) 9


Wohnbegleitung

Gesund bleiben Das Jahr 2017 war geprägt von einem längeren Krankheitsausfall eines Teammitglieds. Nun ist das Team wieder komplett und stellt sich den neuen Herausforderungen. Eine Erkrankung kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Das mussten wir am eigenen Leib erfahren, als eine Mitarbeiterin längere Zeit ausfiel. Es war nicht einfach für sie, doch gemeinsam haben wir es geschafft. Mittlerweile sind wir wieder komplett und haben einiges dazugelernt. Jubiläum Wir blicken auf ein Jubiläum zurück: 5 Jahre Wohnbegleitung. Zwei Klienten sind seit Beginn an mit uns unterwegs und meistern ihren Alltag weitestgehend selbstständig. Die wöchentlichen Gespräche geben allen unseren Klienten Sicherheit und das wiederum bestärkt sie im Erreichen ihrer persönlichen Ziele. Auf die Zusammenarbeit möchten auch andere langjährige Klienten nicht verzichten. Zwei Klienten haben sich so stabil

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entwickelt, dass der Wechsel in die eigene Wohnung vorbereitet werden kann. Das nächste Ziel ist die maximale Auslastung unserer Plätze. Qualitätsmanagement Die Schaffung eines Qualitätsmanagements hat uns sehr beschäftigt. Vorhandenes wurde standardisiert, Altes verworfen und Neues entwickelt. Durch die Zusammenarbeit aus den beiden Wohnhäusern und der Wohnbegleitung wurde eine gemeinsame Struktur geschaffen, nach der wir unsere Arbeit ausrichten. Dafür haben wir uns die nötige Zeit genommen. Mit den entstandenen Beschreibungen der Abläufe erfüllen wir die Vorgaben des Kantons und stellen die professionelle Erfüllung unseres Auftrags sicher.


Aufsichtsbesuch Ende Oktober fand der erste Aufsichtsbesuch der Behindertenhilfe statt. Den beiden Vertreterinnen war es wichtig, sich direkt mit einer begleiteten Person über unsere Arbeit zu unterhalten. Sie waren erstaunt, wie sehr sich die Person mit ihrem Leben und unserer Zusammenarbeit auskennt. Die beiden Fachpersonen betonten, dass sie gemeinsam mit uns unterwegs sein wollen und dass für sie der Bedarf der begleiteten Personen im Mittelpunkt steht. Wir haben unsere Verträge gemäss ihren Anregungen angepasst, um unseren Klienten eine bessere Orientierung zu geben. Der Systemwechsel durch das Behindertenhilfegesetz und die neue Bedarfserhebung brachten einige Fragen mit sich, welche wir ebenfalls in diesem Gespräch klären konnten. Thomas Frommherz, Bereichsleiter Wohnbegleitung

Wohnbegleitung Basel Adresse Wohnbegleitung Basel Breisacherstrasse 45, 4057 Basel Telefon 061 683 08 90 Mail wohnbegleitung_bs@ heilsarmee.ch Webseite wohnen.heilsarmee-basel.ch Thomas Frommherz, Bereichsleiter

28 Plätze (Vorjahr 28)

2,6 Vollzeitstellen

8 Eintritte (Vorjahr 13)

10 Austritte (Vorjahr 10) 11


Essen Dahein

Für andere da sein «Als ich am Ende meiner Kräfte und Ressourcen war, kam mir Essen Daheim, ein Projekt der Heilsarmee, entgegen und half mir.» Mit diesen Worten bedankte sich Frau Meier* bei uns. Frau Meiers Situation ist nicht einfach, denn sie ist in ihrem hohen Alter ganz auf sich allein gestellt. Wir von Essen Daheim konnten nicht einfach wegschauen. Essen Daheim ist ein Angebot der Heilsarmee Basel, das seit 2008 besteht. Mit der Unterstützung einer Vielzahl freiwilliger Mitarbeiter liefert Essen Daheim von Montag bis Freitag warme Mahlzeiten an Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr selber kochen können. Jeden Tag aufs Neue verteilen wir circa 50 warme Mahlzeiten an ältere Menschen. Dabei geht es nicht nur um eine simple Essenslieferung – wir wollen auch die Liebe unseres Herrn in die Wohnungen bringen. Auch bei Notfällen sind wir selbstverständlich an vorderster Front mit dabei. Die Extrameile Eines Morgens bekamen wir einen Anruf von Frau Meier. Sie erzählte uns am Telefon, dass es ihr nicht so gut gehe. Frau Meier litt schon seit Längerem an Atembeschwerden und nach unzähligen Untersuchungen in Basel musste sie nun dringend nach Liestal, um dort ärztlich versorgt zu werden. Da gelangte sie an uns und fragte, ob wir sie nicht fahren könnten, weil sie sonst ein Taxi bestellen müsste.

Einer unserer Helfer meldete sich freiwillig und chauffierte Frau Meier mit einem unserer Fahrzeuge nach Liestal, wo sie dann ambulant behandelt wurde. Nach erfolgreichen Abklärungen und einer Sauerstoffversorgung wurde sie noch am gleichen Tag entlassen, doch auf dem Weg zum Fahrzeug brach sie zusammen, da der Akku des Beatmungsgerätes ausfiel. Unser Fahrer reagierte schnell und informierte den Arzt umgehend über den Vorfall. Leider musste Frau Meier daraufhin im Spital bleiben. Eine Woche später rief sie uns an und fragte, ob wir sie nicht abholen könnten. Derselbe Helfer machte sich wieder auf den Weg nach Liestal, um sie sicher nach Hause zu bringen. Seither liefern wir Frau Meier weiterhin warme Mahlzeiten, um sie in ihrem Alltag zu unterstützen. Sie ist sehr dankbar für unsere Fürsorge und die Zeit, die wir uns für sie genommen haben. *Name wurde geändert Serge Tata, Leiter Essen Daheim

Essen Daheim Serge Tata, Leiter Adresse Essen Daheim Frobenstrasse 20A 4053 Basel Telefon 061 270 25 15 Mail essen_daheim@heilsarmee.ch Webseite essen-daheim.ch

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Sozialdiakonischer Dienst

Lebensmut und Freude Schon seit einigen Jahren besuchen und betreuen wir einen älteren Mann. Er war Kunde unseres Mahlzeitendienstes, als er noch zuhause in seiner Wohnung leben konnte. Doch es kam der Tag, an dem er wegen seiner Parkinsonkrankheit ins Spital eingeliefert werden musste. Während seines Aufenthaltes musste ein Altersheimplatz für ihn gefunden werden. Dies alles war für den Senior nicht so einfach. Sein Gemütszustand verschlechterte sich markant und er fiel in eine Depression, so dass er nach einigen Monaten im Altersheim in eine Klinik eingewiesen werden musste. Der Kontakt mit uns, den wir auch während des Klinikaufenthalts weiterführten, wirkte sich sehr positiv auf den älteren Herrn aus. Ja, man kann sogar sagen, dass er wieder aus seiner Depression herausfinden und neue Lebensfreude gewinnen konnte. Heute ist dieser Mann sehr beliebt im Altersheim und gestaltet für die Bewohner und die Angestellten des Hauses schöne Blumengestecke. Er ist jeden Tag in der Stadt unterwegs und hilft ab und zu in einem Blumenladen mit. Von dort darf er immer wieder einmal Material für seine Blumengestecke mitnehmen. Unsere Betreuung ist zurzeit nicht mehr so intensiv, aber es ist jedes Mal eine grosse Freude, wenn wir uns im Heim oder in der Stadt treffen. In unserem Dienst sind solche Erfahrungen immer wieder eine Ermutigung. Es ist schön zu sehen, wie sich Menschenleben durch Gottes Liebe positiv verändern.

Sozialdiakonischer Dienst Sibylle Kissuth, Willi Gubler Adresse Sozialdiakonischer Dienst Frobenstrasse 18 4053 Basel Telefon 061 373 82 04 Mail diakonie_mitte@heilsarmee.ch Webseite heilsarmee-dhq-mitte.ch

Annahme und Wertschätzung In unserem Dienst als Seelsorger in den beiden Wohnhäusern der Heilsarmee Basel haben wir immer wieder Kontakt mit den Bewohnern. In den verschiedenen Gesprächen, die manchmal bei einer Tasse Kaffee geführt werden, sind wir keine Besserwisser oder nur Ratgeber. Nein, wir wollen die Bewohnerinnen und Bewohner in erster Linie ermutigen, ihnen zuhören und uns Zeit für sie nehmen. Dadurch kann Vertrauen aufgebaut werden und es entstehen gute Beziehungen. Rückblick und Ausblick Am 30. November war der letzte Arbeitstag und gleichzeitig auch der 65. Geburtstag von Major Ernst Kissuth. Seit dem 1. Dezember 2017 ist er nun also pensioniert. Es freut uns, dass wir in Major Willi Gubler einen guten Nachfolger haben und dass sowohl der Sozialdiakonische Dienst als auch das Seelsorgeangebot im Männerwohnhaus weiter zur Verfügung stehen werden. So wollen wir auch in Zukunft getrost und mit Zuversicht weiterarbeiten. Majore Sibylle und Ernst Kissuth

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Tagesstruktur Margarethen

Miteinander – Füreinander Zämme ässe, zämme spiele, zämme lache, zämme tobe, zämme singe, zämme baschtle, zämme fiire, schön bisch du do! Die Tagesstruktur soll für Schulkinder wie ein zweites Zuhause sein. Durch ein professionell geführtes Betreuungsangebot erleichtert sie den Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren. Sie trägt zudem zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund bei und schafft für die Kinder einen verlässlichen Rahmen, in dem sie sich schulisch, emotional und sozial stärken und sich ganzheitlich entwickeln können. Alle ab in den Wald Es ist ein schöner und sonniger Herbstnachmittag im Oktober. Wie jeden Mittwoch freuen sich alle auf den gemeinsamen Ausflug. Der heutige Nachmittag ist jedoch ganz besonders: Heute dürfen uns die Eltern der Tagesstrukturkinder auf

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den Ausflug begleiten. Um 14 Uhr treffen die ersten Eltern ein. Einige stärken sich noch mit einem Kaffee, dann geht es mit gefüllten Rucksäcken, Blachen und guter Laune auch schon los. Die gemeinsame Tramfahrt endet beim Waldrand an der Stadtgrenze. Nach einem kurzen Fussmarsch kommen wir zu einer Lichtung mit einem kleinen, idyllischen Weiher. Sofort beginnt die Suche nach Holz, um ein Feuer zu entfachen und kleine Schiffe zu basteln. Bald schon wird bei der grossen Feuerstelle angefeuert und gleichzeitig werden auf den Picknicktischen mit Holz, Schnur, Klebeband und Stoff kleine Schiffe gebaut. Nachdem die Schiffe auf dem Weiher ihre Runden gedreht haben, ist das Feuer für Schlangenbrot und Schoggibanane bereit. Einige Eltern und Kinder kamen noch nie in den Genuss


einer Schoggibanane, die auf der offenen Glut gebacken wurde. Gestärkt durch das feine Zvieri spielen die Kinder noch ein wenig im Wald und die Eltern nutzen die Gelegenheit, um miteinander in Kontakt zu kommen. Dann ist es schon wieder Zeit, den gemeinsamen Weg zurück zur Tramhaltestelle anzutreten. Müde und glücklich fahren wir nach einem schönen Nachmittag zurück zur Heilsarmee Gundeli. Qualitätszeit Für viele Eltern war der gemeinsame Waldnachmittag ein nicht alltägliches Erlebnis. Ein Vater hatte extra seine Zimmerstunden verlängert, um mit seinen beiden Söhnen am gemeinsamen Ausflug teilzunehmen. Er trug noch seinen Arbeitsanzug und war damit zwar nicht unbedingt optimal gekleidet für den Wald, entstandene Flecken entfernte er jedoch ganz einfach mit Wasser aus dem Weiher. So war er wieder einsatzbereit für das Bedienen im Restaurant. Eine Mutter bedankte sich mit leuchtenden Augen: «Das war seit langer Zeit wieder mal ein super schöner Nachmittag, vielen Dank für die super Organisation.» Für uns als Team sind solche Anlässe mit den Eltern tolle und wichtige Anlässe, um sich gegenseitig in einem ungezwungenen Rahmen besser kennenzulernen, sich auszutauschen sowie die Beziehung zu vertiefen. In diesem Sinne ist so ein Waldnachmittag für alle Beteiligten nicht nur sehr erlebnisreich, sondern auch eine wichtige Qualitätszeit. Philippe Hari, Leiter Tagesstruktur Margarethen

Tagesstruktur Margarethen Adresse

Tagesstruktur Margarethen Heilsarmee Gundeli Frobenstrasse 20A, 4053 Basel

Telefon 061 270 25 25 Mail tsmargarethen@heilsarmee.ch Webseite tagesstruktur-margarethen.ch Philippe Hari, Leiter

40 Plätze 480 Stellenprozente 15


Spielgruppe Margarethen

Raus aus der Isolation – rein in die Gemeinschaft Simone, Luiz und ihre Tochter Luiza (6 Jahre) sind Brasilianer mit Schweizer Wurzeln. Die junge Familie versucht einen Neuanfang in Basel. Luiz findet schnell eine Stelle, doch Simone und Luiza kämpfen mit Anpassungsproblemen. Die Tochter ist in der Spielgruppe nicht trocken – eine Reaktion auf ihre Verunsicherung? Beim Schritt in den Kindergarten wird Luiza der Tagesstruktur Margarethen zugeteilt, die von der Heilsarmee Gundeli getragen wird. Die Eltern erfahren einen offenen Empfang und Unterstützung in der Tagesstruktur. Sie lernen die Offiziere der Heilsarmee Gundeli kennen und besuchen bald den ersten Gottesdienst. Mit der Offenheit der Schweizer und ihrer Bereitschaft, sie in ihre Gemeinschaft aufzunehmen, haben sie nicht

gerechnet. Bei gemeinsamen Mahlzeiten wie etwa einem Morgenessen mit Gottesdienst finden sie rasch Anschluss. Simone ist ausgebildete Pädagogin und hilft einige Wochen freiwillig in der Spielgruppe der Heilsarmee Gundeli mit. Schliesslich bekommt sie ihre Chance: Es wird eine zweite Person gesucht. Trotz ihres holprigen Deutsch vertrauen ihr Kinder und die Eltern. Simones Sprachkenntnisse verbessern sich rapide und sie kann den 1-jährigen Spielgruppenleiterinnen-Kurs besuchen und abschliessen. Im Kurs lernt sie auch die Schweizer Kultur besser kennen und erfährt, worauf man hier speziellen Wert legt: Zum Beispiel, dass man die Kinder zum Selbermachen anleiten und ihnen einen geschützten Rahmen bieten soll, in dem sie ihr Selbstvertrauen aufbauen können. Und genau das hat Simone in der Heilsarmee Gundeli erlebt: Vertrauen. Wir behandelten sie als Gleichwertige. Das Erlebte kann sie nun vielen Eltern weitergeben. Es sind meist ausländische Eltern, die unsere Sprache nicht sprechen und unsicher sind, die ihre Kinder schlecht einschätzen oder fördern können. Simone kann sie beruhigen und ihnen die Entwicklung ihrer Kleinen aufzeigen. Die Eltern vertrauen ihr – weil sie spüren, dass sie ihnen auf Augenhöhe begegnet. Manuela Maeder, Leiterin Spielgruppe Spielgruppe Margarethen Manuela Maeder, Leiterin Adresse Spielgruppe Margarethen Frobenstrasse 20A 4053 Basel Telefon 061 270 25 23 Mail spg_margarethen@ heilsarmee.ch Webseite spielgruppe-margarethen.ch

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Rahab-Arbeit

Ein neues Lebensgefühl Das Rahab-Team macht aufsuchende Sozialarbeit im Milieu und begleitet die Klientinnen dabei, neue Perspektiven anzugehen. Unterwegs im Milieu Wir sind Sabrina* schon öfters an der Tür eines Massagesalons begegnet, wenn wir ihr ein kleines Mitbringsel schenkten und sie ermutigten, die verschiedenen Angebote der Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen in Anspruch zu nehmen. Nach vielen Jahren sagt sie auf einmal ganz spontan: «Ich möchte aussteigen». Ich erkläre ihr, dass sie dafür am besten einmal zu einem Gespräch ins Büro kommen solle. Begleitung im Ausstieg Eine Woche später ruft Sabrina an und möchte spontan einen Termin. Sie spricht nur wenig Deutsch, also unterhalten wir uns auf Englisch. Schon bald zeichnet sich ab, dass es gilt, viele kleine Schritte zu tun. Auf einmal bleibt sie längere Zeit weg, sucht aber nach einem halben Jahr wieder den Kontakt. Wichtig sind Gespräche, um das Erlebte zu verarbeiten. Aber auch die Unterstützung im administrativen Bereich sowie die Vermittlung und Begleitung zu Behörden erleichtern manche schwierigen Teilstrecken. Schliesslich ist die Trennung von ihrem Ehemann vollzogen und die Sozialhilfe beantragt, doch nun braucht Sabrina eine neue Unterkunft. Nach verschiedenen Übergangslösungen finden wir mit etwas Glück eine kleine Wohnung. Sie besucht einen Deutschkurs und findet zuerst eine temporäre Arbeit in einer Fabrik, später folgt ein Praktikum in der Gastronomie. Neue Perspektiven Irgendwann erreicht Sabrina erneut einen Tiefpunkt in ihrem Leben. Sie möchte unbedingt wieder einmal ihren Vater besuchen, doch dafür fehlt ihr das Geld. Ich stelle ein Gesuch bei einer Stiftung, werde angehört und verstanden. Sabrina fliegt wenig später in ihr Heimatland. Als sie zurückkommt, wirkt sie total verändert. Sie möchte gerne etwas von dem Guten zurück-

geben, das sie selber erleben konnte. Seither engagiert sie sich als Freiwillige bei der Heilsarmee und ist glücklich und zufrieden, andere mit ihrem Dienst unterstützen zu können. *Name geändert Katharina Baumberger, Leiterin Rahab-Arbeit Heilsarmee Rahab-Arbeit Adresse Heilsarmee Rahab Frobenstrasse 20A 4053 Basel Telefon 061 270 25 05

Mail rahab_basel@ heilsarmee.ch Webseite rahab-basel.ch Katharina Baumberger, Leiterin

15 Freiwillige 1’400 Freiwilligen­stunden 2017

Angebote Aufsuchende Sozialarbeit im Milieu von Basel-Stadt, Beratung und Begleitung, ­ Notwohnung, spirituelle Angebote, Hilfsfonds. 17


Schlössli: Wohnen für junge Frauen

Begegnung mit Wertschätzung Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen. Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt. Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist. Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären. Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind. Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen. Petrus Ceelen, belgischer Geistlicher Ich begegne mit Wertschätzung Im Sozialwerk der Heilsarmee haben wir sieben Führungsgrundsätze. Einer davon ist: «Ich begegne mit Wertschätzung». Es ist mir als Institutionsleiter ein grosses Anliegen, dass wir Mitarbeitenden uns gegenseitig mit Wertschätzung begegnen, denn wir alle haben unsere Stärken und Schwächen. Wertschätzung wird

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gelebt, indem wir uns gegenseitig unterstützen, uns Zeit nehmen, zuhören, Anliegen ernst nehmen und diese prüfen und uns mit einer respektvollen Haltung auf Augenhöhe begegnen. Wertschätzung findet natürlich nicht nur auf Mitarbeiterebene statt, sondern ist eine Grundlage der pädagogischen Arbeit mit den uns anvertrauten Jugendlichen.


Trotz dem Wissen insbesondere im professionellen Rahmen staune ich immer wieder über die Überheblichkeit von Professionellen. Wir wissen, wie es geht. Wir sind professionell. Wenn ihr das so macht, klappt es. So ist es professionell. Dass wir Pädagogen, Therapeuten, Ärzte und Coaches nie in einem ähnlichen Setting gelebt haben oder leben, verdrängen wir einfach. Viele haben oder hatten nicht einmal eigene Kinder und sehen sich trotzdem als Experten für Kinder, Familien oder Jugendliche. Wir arbeiten als Schlössli immer wieder daran, unser Gegenüber als Experte zu sehen, ob dies nun Klienten, Eltern, Lehrer oder Psychologen und Ärzte sind. Dies gelingt uns nicht immer, aber wenn es uns gelingt, dann dürfen wir doch immer wieder grosse und kleine Erfolge erleben. Das Jahr 2017 war ein Jahr mit ganz verschiedenen Erfolgen und Nöten. Wir konnten uns über einen wunderschönen Brunch im Frühling freuen, der zugleich auch zu einem «Ehemaligen-Treffen» wurde. Es tat gut, junge Frauen mit ihren kleinen Kindern zu sehen, die den Brunch dankend geniessen konnten und sogar einen Blumenstrauss mitbrachten. So wurden sie zur Ermutigung für jetzige Bewohnerinnen und natürlich auch für die Mitarbeitenden – ein klares Zeichen für die Wechselwirkung von Annahme und Wertschätzung.

Leider sind die Belegung und die Platzierungsanfragen im zweiten Halbjahr völlig eingebrochen. Der massive Spardruck bei Gemeinden und Kantonen hinterlässt erste Spuren. So sind wir im neuen Jahr gefordert, nach neuen Lösungen zu suchen und auch das Konzept Heimplatzierung zu überdenken und infrage zu stellen. An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön an alle Jugendlichen, Eltern, Familien, Mitarbeitenden, Behörden, Einweiser und die Trägerschaft für die grosse Unterstützung und die kooperative Zusammenarbeit zum Wohle unserer Klienten im vergangenen Jahr. Daniel Simeone, Institutionsleiter

Wohnen für junge Frauen Adresse

Heilsarmee Schlössli Wohnen für junge Frauen Eichhornstrasse 21 4059 Basel

Telefon 061 335 31 10 Mail schloessli@heilsarmee.ch Webseite schloessli-basel.ch Daniel Simeone, Leiter

22 Plätze 1’370 Stellenprozente

17 Eintritte

18 Austritte

Belegungstage

5’298 Schlössli

1’794 Aussenwohngruppe 19


Kinderhaus Holee

Was lange währt, wird endlich gut Im Berichtsjahr konnten wir nach etwa dreijähriger Dauer ein schönes Projekt abschliessen. Um dieses Projekt zu beschreiben, müssen wir jedoch zurück zu dessen Ursprung gehen. Im Gespräch über notfallmässige Platzierungen im Kinderhaus Holee wurde uns klar, dass betroffene Kinder ein Medium brauchen, das ihnen die Rahmenbedingungen ihrer Fremdunterbringung und mögliche Ängste und Gefühle kindgerecht beschreibt. Wir entschieden uns, ein Bilderbuch zu gestalten. Dabei wurden Kinder als Expertinnen und Experten miteinbezogen. Denn wer weiss besser, welche Fragen ein Kind hat, das von einer Stunde auf die andere in einem Kinderheim wohnen soll? Eine sich ständig wandelnde Gruppe von Kindern unterstützte das Projektteam und bestimmte, welche Informationen ins Bilderbuch aufgenommen werden sollten. Um diese Informationen zu veranschaulichen, malten die Kinder wunderschöne Bilder. Schliesslich unter-

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stützte uns ein professioneller Märchenerzähler, damit aus den einzelnen Situationen und Bildern eine Geschichte entstehen konnte. Die Arbeit war umfangreich und allen Beteiligten gebührt ein grosses Dankeschön! Im Kinderhaus Holee werden Kinder auch in Alltags- und Entscheidungsprozesse miteinbezogen. Wenn die Mitarbeitenden auf Augenhöhe mit den Kindern kooperieren, sind diese meistens herausgefordert und inspiriert. Woran das liegt? Beobachten wir Kinder bei kreativen Aktivitäten, stellen wir fest, dass bei ihnen der Prozess und nicht wie bei den meisten Erwachsenen das Endergebnis im Vordergrund steht. Ein Beispiel: Wenn Kinder beim Malen zwei Farben mischen oder einen Kübel Wasser über ihre Sandburg kippen, dann tun sie das, um zu schauen, was passiert. Wir Erwachsenen tendieren dazu, eine Aufgabe mit dem Ziel einer Erfolgsbilanz an-


zugehen und uns schon von Beginn an unter Druck zu setzen. Wollen wir von Kindern lernen, sollten wir ihnen auf Augenhöhe begegnen. So gehen wir nicht nur einen Schritt auf sie zu, sondern auch auf uns selber. Als Mitarbeitende der Heilsarmee Schweiz haben wir jeden Tag die Chance, auf Menschen mit anderen Vorgeschichten, kulturellen Hintergründen, Sprachen, Gewohnheiten, Begabungen etc. zuzugehen und von ihnen zu erfahren, «wie sie ticken». Wir merken dann vielleicht, dass wir anders denken und handeln, können aber auch erstaunt feststellen, dass unser Rhythmus – so wie wir «ticken» – nicht der einzige ist, der funktioniert. Stefan Wolf, Institutionsleiter

Kinderhaus Holee Adresse Kinderhaus Holee Nenzlingerstrasse 2 4054 Basel Telefon 061 301 24 50 Mail holee@heilsarmee.ch Webseite kinderhaus-holee.ch Stefan Wolf, Leiter

26 Plätze

26 Vollzeitstellen

26 Eintritte

23 Austritte

10’738 Belegungstage

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Textilprogramm travailPLUS

Lernern fürs Leben Im Textilprogramm ist einiges los. Im vergangenen Jahr haben insgesamt 32 Frauen an unserem Programm teilgenommen. Die Teilnehmerinnen werden uns von verschiedenen Stellen zugewiesen. Von den 15 Plätzen, die das Textilprogramm bietet, werden 12 Plätze permanent durch die Sozialhilfe der Stadt Basel belegt. Die übrigen 3 werden durch Institutionen der Heilsarmee beansprucht. Das Textilprogramm ist ein Angebot von travailPlus. Ein Arbeitsplatz bei uns soll für die Teilnehmerinnen ein Plus bedeuten. Das Atelier soll ein Ort sein, an dem sich die einzelnen Teilnehmerinnen wohl fühlen und wo ihnen auch in schwierigen Situationen mit Wohlwollen begegnet wird. Jede Frau kommt mit ihrer eigenen Geschichte und ihren individuellen Erwartungen oder auch Ängsten zu uns. Ihre Handarbeitskenntnisse sind sehr unterschiedlich und für die meisten gibt es noch viel zu lernen und zu entdecken.

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Die Frauen arbeiten im ganzen Atelier verteilt an ihren Projekten. Während einige eine Buchhülle besticken, lernt am gleichen Tisch gerade jemand häkeln. Zwei andere Frauen haben schon mehr Erfahrung und häkeln bereits ein hübsches Körbchen. Im Malatelier ist jemand daran, einen Stoff zu bedrucken und am nächsten Arbeitsplatz übt sich jemand im Schablonendruck. Auch am Zuschneidetisch arbeiten zwei Teilnehmerinnen: Eine schneidet gerade Stoffe zu, die andere kann bereits gut an der Maschine nähen und fer-


tigt eine Tasche an. An der Overlock-Maschine werden Stoffe für den nächsten Arbeitsschritt versäubert. Zwei weitere Frauen sind damit beschäftigt, durch uns bestickte Geburtstagskarten fertigzustellen und abzupacken. Am Lichtpult paust jemand ein Motiv durch, das anschliessend auf ein Schuhsäcklein gestickt werden soll. Und nicht zuletzt müssen auch noch Etiketten für die fertigen Produkte hergestellt werden. Es herrscht ein emsiges Treiben in allen Räumen und wir werden oft überall gleichzeitig gebraucht. Die grosse Vielfalt der Arbeiten ist manchmal eine echte Herausforderung für uns. Auf der anderen Seite bietet sie die Möglichkeit, die Teilnehmerinnen individuell zu fördern und sie ihre Stärken entdecken zu lassen. Mit dem Erlernen der verschiedensten handwerklichen Fähigkeiten entwickeln die Teilnehmerinnen wieder Selbstvertrauen und Mut für ihren Alltag. Cornelia Gautschi Leiterin Textilprogramm für Frauen TravailPLUS

Textilprogramm travailPLUS für Frauen Adresse Textilprogramm travailPLUS Schönbeinstrasse 13 4056 Basel Telefon 061 261 34 01 Mail textilprogramm@heilsarmee.ch Webseite travailplus.ch/textilprogramm Cornelia Gautschi, Leiterin

15 Plätze

140 Stellenprozente

5 Nähmaschinen 23


Sozialberatung und Vermittlung

Begleitung durch schwierige Lebenszeiten Sozialberatung und Vermittlung will Ratsuchende in schwierigen sozialen Verhältnissen unterstützen und ihnen wo möglich nachhaltige Hilfe vermitteln.

Ich habe ein kleines Problem, kann ich reinkommen? So beginnt bei uns vielfach eine länger dauernde Zusammenarbeit mit Menschen, die Hilfe suchen. Viele Ratsuchende haben Geldsorgen und versuchen sich mit «Betteln» – auch bei der Heilsarmee – über Wasser zu halten. Neben der Gewährleistung der meist dringenden Nothilfe ermutigen wir unsere Klienten auch, erste Schritte aus der Abhängigkeit von Hilfsdiensten zu machen. Sie sollen lernen, die eigenen und sozialen Fähigkeiten zu erkennen und ihre Möglichkeiten zur Selbsthilfe zu nutzen. Durch die vorhandenen gesellschaftlichen Bezugsrahmen kann Hilfe zur Selbsthilfe für

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Menschen, die von Armut betroffen sind, aber nicht immer gelingen. Viele unserer Klienten brauchen unsere Hilfsangebote jahrelang. Beispiele für solche Hilfsangebote, die auch im vergangenen Jahr vielen Familien und Alleinerziehenden das «Überleben» in schwierigen Lebensphasen erleichterten, sind etwa freiwillige Rentenverwaltungen, regelmässige Abgaben von Lebensmitteln sowie Unterstützungs- und Begleitmassnahmen. Wenn man über viele Jahre hinweg am Rande der Gesellschaft leben muss, führt dies naturgemäss auch zu Konflikten mit Behörden und Vermietern. Durch unsere Vermittlungsmöglichkeiten versuchen wir, Streit zu schlichten und


Spannungen abzubauen, damit Begegnungen auf Augenhöhe wieder möglich sind und Lösungsvorschläge ausprobiert werden können. Und unsere Arbeit trägt Früchte: Im vergangenen Jahr konnten wir in diesem Rahmen viele Kontakte ermöglichen, die zu befriedigenden Ergebnissen für die Ratsuchenden führten. Wir sind für die Unterstützung unserer Arbeit sehr dankbar. Spenderinnen und Spender machen es möglich, in Notsituationen unbürokratisch zu helfen und notwendige Massnahmen schnell zu vollziehen. Hans-Ulrich Gertsch, Leiter Sozialberatung und Vermittlung

Sozialberatung und Vermittlung Adresse  Heilsarmee Sozialberatung und Vermittlung Frobenstrasse 18, 4053 Basel Telefon 061 270 25 10

Mail sozial_basel@heilsarmee.ch Webseite sozialberatung. heilsarmee-basel.ch Hansueli Gertsch, Leiter 1’269 Im Kontakt mit Ratsuchenden/ Klienten 2’152 Kontakte, Tel., Mails, Briefe Berichte

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Korps Gundeli

Die Heilsarmee – mehr als eine Tasse Kaffee «Ich wohne unter der Brücke, aber das ist kein Problem für mich», erzählt uns Laszlo. Der Mann aus Ungarn hatte vor 15 Jahren einen Unfall und verlor dabei sein linkes Bein. Seither trägt er eine Prothese. Vor 12 Jahren wurde er dann obdachlos und vor Laszlo suchte einen Neuanfang. «Zwei Jahre lang war ich unterwegs durch Europa», sagt er mit einem gewissen Stolz. «Ich kenne Menschen sehr gut und deswegen kann ich sagen, Basel ist meine Lieblingsstadt». Er hat inzwischen einige Freunde hier in Basel und sein Bekanntenkreis ist gross. «Die Basler sind im Allgemeinen echt hilfsbereit. Die Leute hier versuchen immer das Beste aus jeder schwierigen Situation zu machen. So etwas habe ich nur in Basel gesehen.» Laszlo war 35 Jahre lang Kellner in Budapest. Eines Tages hatte er ein besonderes Erlebnis: Er konnte Papst Johannes Paul II bedienen. Ein Foto mit ihm hat er als Beweis immer bei sich. «Als das Mittagessen fertig war, kam der Papst und begrüsste mich mit einem Händedruck. Ich wollte eine Zeit lang meine Hand nicht waschen», sagt er lachend. «Ich habe grossen Respekt für diesen Mann. Doch meine Beziehung zum Glauben und zur Kirche ist durch den Kommunismus und meine eigene Erfahrung sehr schwach geworden. Ich respektiere aber jeden, der sich als Glaubenden bezeichnet.» Laszlo wünscht sich selten ein Gebet, aber zur Frage «Willst du einen Kaffee?» fügen wir trotzdem immer noch hinzu: «Wünschst du dir auch ein Gebet?»

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Die meisten Menschen, die unser Foyer besuchen, sind offen für das Gebet und sie wissen nur zu gut, dass sie in ihrem «Unterwegssein» auf die Hilfe Gottes angewiesen sind. «Ich finde das Angebot ‘Kaffee und Gebet’ sehr wichtig», sagt uns José. Er ist 55 Jahre alt und stammt aus Jaén, Spanien. Arbeit ist für den 55-Jährigen sehr wichtig: «Es ist mehr als nur eine Beschäftigung, Arbeit ist für mich Würde.» Er ist Gipser und Maler und war längere Zeit arbeitslos. Jetzt hat er wieder Arbeit gefunden. «Menschen, die wie ich schwierige Momente erleben, brauchen einen Ort, wo man ihnen einfach zuhört und wo sie niemand vorverurteilt», stellt José fest. Durch die Begegnung mit den Leuten von der Heilsarmee hat José feststellen dürfen, dass Glaube und Handeln zusammenpassen. «Gott ist mir neu begegnet und hat mir wieder eine Arbeit geschenkt. Ich habe erlebt, wie er meine Gebete erhört hat und mir antwortet», erzählt er uns. Seither treffen wir José und seine Frau immer wieder am Sonntag als Gottesdienstbesucher in der Heilsarmee Gundeli. In guten und weniger guten Zeiten.

Heilsarmee-Korps Gundeli Adresse Heilsarmee Gundeli Frobenstrasse 20A, 4053 Basel Telefon

061 270 25 20

Mail gundeli@heilsarmee.ch Webseite heilsarmee-gundeli.ch Leitung

Markus und Iris Muntwiler

Anzahl Mitglieder

55

Anzahl Gottesdienstbesuchende 60–70 am Sonntagmorgen Angebote Gottesdienste, Spielgruppe, Sonntagsschule, Frauengruppe, Teenagerclub, Jugendgruppe, Jugendband, Männertreff, Hauskreise, BabySong, Margarethenparktreff, Hattrick, Kinderwoche, sozial­diakonische Einsätze, Salam Freizeittreff, Seelsorge, liturgisches Morgengebet, Lager, Kasualien und spirituelle Angebote, Besuchsdienst. Kaffe und Gebet im Foyer

Kapitäne Markus und Iris Muntwiler, Korpsoffiziere Gundeli 27


Heilsarmee am Erasmusplatz (Basel 1)

Begegnungen in verschiedenen Facetten Wenn am Tisch Freundschaften geknüpft werden Was im Oktober 2016 als Versuch gestartet war, ist im letzten Jahr für viele unserer Besucher zu einem unverzichtbaren Teil ihrer Woche geworden. Der Mittagstisch bietet eine Plattform, wo man sich nicht nur beim Essen begegnet, sondern wo beständige Bekanntschaften und Freundschaften geknüpft werden können. Oft wissen die Tischnachbarn genau, wenn jemand krank ist oder einen Spitalaufenthalt vor sich hat. Wir leben hier einen Teil der Vision der Heilsarmee: Herkunft, Sprache, Hautfarbe oder Glaubensüberzeugung spielen keine Rolle – jeder ist willkommen. Gemeinsam durch dick und dünn und wenn aus Kindern kleine Baumeister werden Die kleinen Kinderwochen («KiWolino»), die in der Heilsarmee am Erasmusplatz durchgeführt werden, ziehen mittlerweile eine stattliche Anzahl an Kindern an. Im Frühjahr wurden aus kleinen und grösseren Kindern grosse Baumeister,

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die aus Lego-, Duplo- und anderen Steinen richtige Kunstwerke entstehen liessen. Für die abschliessende Ausstellung der Bauwerke wurde der grosse Saal vorbereitet und dekoriert. Im Zentrum stand ein ca. vier Meter hoher Duploturm, der als Schlussbouquet zur grossen Freude der Kinder mit einem grossen Krach in sich zusammenfiel. Im Sommer fand dann die grosse Kinderwoche («KiWo») statt. Es wurden unzählige Aktivitäten in Parks, am Wasser und bei den römischen Ruinen in Augusta Raurica geboten. Die Kinder durften einen Pfeilbogen bauen, der auch wirklich funktionierte. Dazu gab es spannende Geschichten über biblische Gestalten und es wurde viel gesungen. Sogar als die Kinderwoche längst vorbei war, klangen die Lieder noch nach. Und nicht nur die Melodien der «KiWo» waren nachhaltig, sondern auch die Begegnungen: Aus Unbekannten wurden Freunde.


Korps- und Gemeindewochenende in Sursee Im September traf sich eine stattliche Gruppe zu einem gemeinsamen Wochenende im Campus Sursee. Majorin Joan Münch aus Bern war als Referentin eingeladen. Wir machten uns Gedanken darüber, wie wir das Matthäusquartier, in dem wir beheimatet sind, besser verstehen und den Menschen besser dienen könnten. Ein Bild ist den Teilnehmern wohl geblieben. Es handelt sich um eine Darstellung von Jesus, wie er bei einer Essensausgabe in einer Linie mit anderen Menschen steht. Thema: «Willst du Jesus begegnen, dann musst du bei den Menschen sein. Er ist nämlich da draussen.» Als Höhepunkt dürfte der Samstagabend gewertet werden, an dem die Jugendlichen unserer Gemeinde mit einem genialen Spiel virtuell durch das Matthäusquartier leiteten und wir ganz viele gute und wichtige Informationen über unsere Umgebung erhielten. War das spannend! Major Gerhard Wyss, Korpsoffizier Basel 1

Heilsarmee am Erasmusplatz (Basel 1) Adresse Breisacherstr. 45, 4057 Basel (Büro) Erasmusplatz 14, 4057 Basel (Saal) Telefon Mobil

061 691 45 00 079 302 64 72

Mail korps_basel1@heilsarmee.ch Webseite heilsarmee-basel1.ch Leitung Gerhard und Margrit Wyss Anzahl Mitglieder

127 Personen

Anzahl Gottesdienstbesuchende

65–165 Personen

Angebote Gottesdienste, Spielgruppe, Sonntagsschule, Frauengruppe, WitwenZmorge, FrauenZmorge, Männerbrunch, BrassBand, Chorgesang, Jugendband, Kindernachmittage, Kinderwochen, Seelsorge, , Gebetsdienst, Kasualien, Besuchsdienst. Besonderes Die Heilsarmeegemeinde ist Trägerin des Brockino. 29


Brockino Kleinbasel

Brockino am Erasmusplatz im Kleinbasel «Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht, und man siehet die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.» Bertolt Brecht Seit 1928 hat sich daran wenig geändert. Würde man ‚Instagram’ als Referenz nehmen, könnte man noch immer zum Schluss kommen, dass Besitz – besonders in grossen Mengen – uns auf der Sonnenseite des Lebens stehen lässt. Es braucht nur Geld dafür. Ein Mittel, von dem es weltweit Unmengen gibt. Und doch ist es so ungleich verteilt wie kaum etwas anderes in unserer Welt.

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Man könnte zu recht missmutig werden. Weil man sich die tollen Dinge nicht leisten kann. Weil sie so wenig wertgeschätzt werden. Oder weil uns weisgemacht werden soll, dass ein bestimmtes Label auf einer Tasche den Besitzenden nachhaltig glücklich und zu einem besonderen Menschen macht. Aber... auch ich liebe meine «Louis-Vuitton»Tasche sehr! Ich habe lange dafür gespart und sie begleitet mich seit vielen Jahren durchs Leben. An manchen Tagen gibt sie mir ein gutes Gefühl, wenn ich sie trage. Ein wenig Licht spendet sie also auch für mich. Diesbezüglich ähneln wir uns wohl alle ein bisschen. Etwas Besonderes zu besitzen macht uns glücklich, lässt uns teilhaben an der Sonnenseite des Lebens.


Gut, dass es im Kleinbasel das Brockino gibt. Hier kann jemand mit einem ganz kleinen Budget auch mal «Gucci»-Schuhe, «Polo»-Shirts oder eine «Marc Jacobs»-Tasche finden. Weil umweltbewusste und soziale Menschen uns ihre Waren schenken, können wir sie unserer Kundschaft zu ihrem wahren Wert weitergeben: Denn ein Hemd ist an den meisten Tagen einfach ein Hemd und eine Handtasche nun mal nichts mehr als eine Handtasche. An den Tagen, an denen wir gerne aus der düsteren Ecke der finanziellen Mittellosigkeit heraustreten möchten, kann man im Brockino aber nicht nur «Boss» und «Michael Kors» finden, sondern auch Wertschätzung und Wärme. Letztere gehört zum Licht, oder wie einer unserer Kunden es nennt: «Im Brockino findet man nicht nur Waren, hier hat alles eine Seele und das tut mir gut.» Let it shine! Claudia Pleuss, Leiterin Brockino

Heilsarmee Brockino Kleinbasel Adresse

Heilsarmee Brockino Kleinbasel Breisacherstrasse 45, 4057 Basel

Telefon

061 683 80 47

Mail brockino@gmx.ch Webseite heilsarmee-basel1.ch/brockino Leitung

Claudia Pleuss

Anzahl Angestellt

3

Anzahl Freiwillige

25

Anzahl Zivis

1–2

Freiwilligenarbeit

3’760 Stunden

Besonderes Das Brockino ist nicht nur Warenverkaufsstelle, sondern sozialer Treffpunkt mit einem stark ausgeprägten ­sozialdiakonischen Auftrag. Es ist eine hilfreiche Brücke zwischen Gemeindearbeit im Quartier und der Brockitätigkeit.

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Korps Birsfelden

Finanzielle Unterstützung ja, aber sich Zeit nehmen: besser! Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.» Matthäus 4,4 Bei uns im Korps Birsfelden kommt es oft vor, dass jemand an unsere Türe klopft, um eine finanzielle Unterstützung zu erbitten. Es sind meistens Menschen, die von der Hand in den Mund leben. Sie sind gezeichnet von ihrem harten Leben. Häufig sind es auch Ausländer, die mit der Erwartung zu uns in die Schweiz gekommen sind, dass hier für sie alles besser werde. Doch die Zeiten haben sich auch bei uns geändert. Oft ist es für solche Menschen nicht einfach, eine Arbeit zu finden. Wo sie früher vielleicht kurzfristig einen Job für einige Tage fanden, ist es heute viel schwieriger, ohne Ausbildung etwas Geld zu verdienen. Wir von der Heilsarmee sind auch dazu da, solchen Menschen zu helfen. Nicht um-

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sonst stehen wir jedes Jahr vor Weihnachten an den «Töpfen», um Geld zu sammeln für jene, die es nicht so leicht haben im Leben. Etwas ist mir aber noch viel wichtiger geworden. Wenn möglich nehme ich mir die Zeit, diesen Menschen nicht nur Materielles auf ihren Lebensweg mitzugeben, sondern lade sie auch zu einem Kaffee ein. Dabei sind schon gute Gespräche entstanden und ich durfte spüren, wie gut es ihnen tat, dass ihnen jemanden zuhörte und sich Zeit für sie nahm. Ganz nach dem Wort, das Jesus gesprochen hat: «Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.»


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Die «Maslowsche Bedürfnispyramide» zeigt, dass körperliches Wohlbefinden als Grundbedürfnis sehr entscheidend für den Menschen ist. An zweiter Stelle kommt das Sicherheitsbedürfnis und erst dann das soziale Bedürfnis. Trotzdem darf ich immer wieder beobachten, dass die Menschen viel zufriedener weiterziehen, wenn ich einen Kaffee und ein offenes Ohr anbiete, als wenn ich ihnen nur einen Gutschein mitgebe. Es ist also etwas Wahres am Bibelvers, dass ein Wort mehr sein kann als «nur Brot». Vor einiger Zeit kam eine Person zu mir und ich lud sie zu einem Kaffee ein. Ich merkte schnell, dass sie sich nicht nur in einer finanziellen Krise, sondern sogar in einer Lebenskrise befand. Als sie ihre Sorgen mit mir teilen konnte und ich am Schluss noch für sie beten durfte, ging sie verändert durch die Türe hinaus. Es war nicht mehr derselbe Mensch, der vor 90 Minuten bei mir angeklopft hatte. Natürlich gab ich dieser Person am Schluss noch einen Gutschein mit, aber ich bin überzeugt, dass die Zeit, die ich mir für sie nahm, wertvoller und nachhaltiger war als der Gutschein. Mit dem Gutschein kann sie sich nur einmal etwas kaufen, unser Gespräch und den Segen, den ich ihr mitgeben durfte, wird sie aber nicht so schnell vergessen. Das hoffe und wünsche ich zumindest. Diese Geschichte verdeutlicht, dass bei der Heilsarmee der Auftrag das Evangelium zu verkünden und menschliche Not zu lindern zusammengehört. Kapitän Michael Huber, Korpsoffizier Birsfelden

Heilsarmee-Korps Birsfelden Adresse

Heilsarmee Birsfelden Hauptstrasse 11 4127 Birsfelden

Telefon

061 311 17 85

Mail korps_birsfelden@heilsarmee.ch Webseite heilsarmee-birsfelden.ch Leitung

Monika und Michael Huber

Mitglieder

49 Personen

Anzahl Gottesdienst- besucher 30 bis 35 Personen / 4 bis 6 Kinder Freiwilligenstunden 1’052 Stunden Angebote Gottesdienste, Sonntagsschule Frauengruppe, Männertreff, BabySong, Spaziertreff 24-Stunden-Gebet, Offenes Singen, Vortrag mit Zmorge, Hauskreis, Singen in Altersheimen, Besuchsdienst. 33


Korps Liestal

Neue Räume für Begegnungen Das Jahr 2017 war in der Heilsarmee Liestal geprägt von einem grossen Neu- und Umbauprojekt. Das Korpsgebäude erstrahlt nun in neuem Glanz und bietet viel Raum für Begegnung. Anfang Februar war Spatenstich für das Neuund Umbauprojekt der Heilsarmee in Liestal. Das Ziel war seit Planungsbeginn klar: Es soll kein Prunkbau werden, sondern eine zweckmässige Erweiterung der Liegenschaft, damit wir mehr Raum für Begegnung haben – Begegnung zwischen Menschen, aber auch Begegnung mit Gott. Innerhalb von neun Monaten Bauzeit entstand im Garten ein dreistöckiger Anbau mit mehreren Gruppenräumen, einem neuen Büro, einer

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grosszügigen Küche und neuen WC-Anlagen. Der Gottesdienstsaal im 120-jährigen Hauptgebäude wurde ebenfalls komplett saniert und mit neuer Technik ausgestattet. Zwischen Alt- und Neubau entstand ein grosszügiges Foyer, wo sich Jung und Alt vor und nach den Anlässen begegnen können. Die Zeit des Umbaus brachte nicht nur Staub und Dreck mit sich, sondern auch etliche logis-


tische Herausforderungen. Uns war wichtig, die Anlässe und Programme auch während der Bauphase durchführen zu können. Wir hatten die Möglichkeit, uns in mehreren Räumen umliegender Häuser vorübergehend einzumieten. Die beschränkten Platzverhältnisse und das ständige Hin und Her waren nicht immer einfach, doch das Abenteuer «Exil» schweisste uns als Korpsgemeinschaft auch zusammen. Anfang November konnten die neuen Räumlichkeiten schliesslich eingeweiht und dem Korps zum Betrieb übergeben werden. Die verschiedenen Gruppen lebten sich rasch wieder ein im Haus. Unsere Jugendlichen freuen sich darüber, nun über einen grossen Jugendraum im Keller zu verfügen, wo sie gemeinsam Zeit verbringen können. Die Kinder haben verschiedene Ecken, in die sie sich zurückziehen und spielen können. Asylsuchende und Flüchtlinge geniessen jeden Freitagnachmittag die Gemeinschaft im Mehrzweckraum, während sie auf die Lebensmittelausgabe warten. Die Gottesdienstbesucher erfreuen sich am neuen Saal, der Ruhe ausstrahlt und auch die Küche hat ihre Feuerprobe mit der Verpflegung von 120 Personen anlässlich der Eröffnungsfeier erfolgreich bestanden. . Major Stefan Inniger, Korpsleiter Liestal

Heilsarmee-Korps Liestal Adresse

Heilsarmee-Korps Liestal Oristalstrasse 9, 4410 Liestal

Telefon

061 921 21 82

Mail korps_liestal@heilsarmee.ch Webseite heilsarmee-liestal.ch Leitung

Astrid und Stefan Inniger

Mitglieder

59 Personen

Anzahl Gottesdienst- besuchende 55–60 Erwachsene/ 15–20 Kinder und Teenager Anzahl Freiwilligenstunden rund 6’000 Angebote Gottesdienst, Kinder-Gottesdienst, BabySong, Kids-Party, Preteens-Kurse, Tanzgruppe für Jugendliche, Kinder-Musicallager, Teenie-Treff, Männertreff, Kleingruppen für Erwachsene, Frauengruppe, Seelsorge, Kasualien und Besuchsdienst, Lebensmittelabgabe. Besonderes Die Heilsarmee Liestal ist Trägerin des Wohnheims «Die Brücke».

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Wohnheim «Die Brücke»

Ein Jahr mit spannenden Herausforderungen Im Wohnheim «Brücke» war das Jahr 2017 geprägt von einem Mitarbeiterwechsel, Renovationsarbeiten und dem Umzug des Tagesstruktur-Programmes. Drei spannende Herausforderungen, die vom Team und den Bewohnern erfolgreich bewältigt wurden. Im Juni ist Andreas Brändli als Mitarbeiter im Wohnheim eingestiegen, um längerfristig Guido Lehmann abzulösen, der in Zukunft seine Arbeitskraft mehrheitlich im Ferienzentrum Waldegg einsetzen wird. Der Einstieg war steil: Im Sommer wurden im Heim umfassende Sanierungsarbeiten getätigt. Neben der Erneuerung des Daches wurden Brandschutz und Haustechnik auf den neusten Stand gebracht und Zimmer renoviert. Damit dies alles im laufenden Betrieb umgesetzt werden konnte, wurden während der Renovationszeit zwei Zimmer als «Refugium» freibehalten. So hatten wir eine Ausweichmöglichkeit, wenn wir Bewohner wegen der Arbeiten kurzfristig aus ihren Zimmern ausquartieren mussten. Zudem machten wir mit den Bewohnern zwei mehrtätige Ausflüge. Im Juli fuhren wir nach Südfrankreich und im Herbst ins Berner Oberland. Dieses gemeinsame Ferienerlebnis von Mitarbeitern und Bewohnern war für alle ein Highlight. In der Tagesstruktur ging es 2017 ebenfalls geschäftig zu und her. In der ersten Jahreshälfte wurden im Rahmen des «P.E.CH Pumpenprojekts» wieder etliche Pedalpumpen in Teamarbeit produziert, die nach der Fertigstellung in verschiedene Entwicklungsländer geliefert und dort von der Landbevölkerung zur Gartenbewässerung eingesetzt werden. Jeder, der in diesem Projekt mitarbeitet, trägt einen Teil zum Erfolg bei – ob er nun Teile zusammenschweisst, Farbe anstreicht, Rohrteile verklebt, die Pumpe montiert oder sie verpackt. Seit Beginn des Pumpenprojekts im Jahr 2015 konnten bereits über 70 Pumpen produziert werden. Die zweite Jahreshälfte stand dann unter einer anderen Gemeinschaftsaufgabe: Der Umzug der 36


Werkstatt von der Waldegg nach Sissach stand an. Zur Tagesstruktur in den Räumlichkeiten der ehemaligen Brockenstube «Nikodemus» wird künftig auch die Serviettendruckerei gehören, die bisher im Keller des Wohnheims zuhause war. Seit Ende Oktober sind die neuen Räumlichkeiten an der Hauptstrasse 24a in Sissach bezogen. Zudem konnten neue Arbeitsplätze eingerichtet werden. Die Tagesstruktur kann nun im Pumpenprojekt und in der Serviettendruckerei bis zu sieben Leute beschäftigen. Da im vergangenen Jahr bewährte Mitarbeiter das Tagesstruktur-Angebot verlassen haben, ist die Türe nun offen für neue Mitarbeiter, die Teamarbeit auf gleicher Augenhöhe mit anderen erleben möchten.

Wohnheim «Die Brücke» Adresse

Wohnheim «Die Brücke» Oristalstrasse 11, 4410 Liestal

Telefon

061 923 08 97

Mail wohnheim-bruecke @heilsarmee.ch Webseite heilsarmee-liestal.ch Leitung

Stefan Inniger

Anzahl Plätze

9 möblierte Einzelzimmer

Mitarbeitende 3 Eintritte 9 Austritte 11 Übernachtungen 2’687

Major Stefan Inniger, Korpsoffizier Liestal 37


Ferienzentrum Waldegg

Ort der Ruhe und Entspannung Das Ferienzentrum Waldegg ist ein Ort der Ruhe und der Entspannung. Die Aussicht über die Baselbieter Landschaft ist einmalig: Im Frühling blühen die Kirschbäume und im Herbst leuchtet der Wald in den schönsten Farben. Und auch im Sommer, wenn der Pool zum Baden einlädt, lässt es sich hier gut aushalten. Ein beliebter Ort im Haupthaus ist die Sitzgruppe im Eingangsbereich, liebevoll «Dorfplatz» genannt. Hier wurden schon unzählige Gespräche geführt, Freundschaften vertieft, Verabredungen getroffen und noch vieles mehr. Im Ferienzentrum Waldegg waren im Jahr 2017 wieder die unterschiedlichsten Gruppen zu Besuch. Die Bandbreite reichte von den Kleinsten bis zu den Ältesten: Babys im Music & Gospel Arts Camp, Kinderlager, Schulklassen, Musikund Sportlager, Gemeinde- und Korpswochenenden, Besuche von Fasnachtscliquen oder Seniorenferien der Heilsarmee – die Vielfalt der Gäste war gross.

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Durch die separate Vermietung des Haupt- und des Jugendhauses kann es durchaus vorkommen, dass parallel eine Seniorenferienwoche und ein Schulklassenlager durchgeführt werden. Dabei kommt es automatisch zu Begegnungen zwischen Alt und Jung, was für alle sehr bereichernd sein kann. Viele Gruppen kommen schon seit Jahren, aber es gibt auch immer wieder neue Gäste. 2017 konnten wir zum Beispiel eine Männergruppe aus der Ostschweiz begrüssen, die Pferdesport betreibt und an einem Springreitturnier in der Nähe teilnahm. Ihre Pferde konnten sie in einem Stall unterbringen, nun brauchten sie nur noch einen Ort zum Übernachten und mieteten das Jugendhaus. Lustigerweise fanden gleichzeitig die Frauenferien der Heilsarmee im Haus statt! Das war aber gar kein Problem. Im Oktober 2017 wurde das Ferienzentrum für die Umsetzung eines Umbauprojekts geschlossen. Die vergangenen Jahre sind nicht spurlos


am Zentrum vorbeigegangen und es ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Diese Tatsache führte dazu, dass neben den zu behebenden Mängeln auch die betrieblichen Abläufe analysiert wurden und mit dem vorliegenden Bauprojekt nun bald optimiert werden. Sanierungsmassnahmen – Instandsetzung Gebäude und Brandschutz – Umgebungsarbeiten – Instandsetzung Gebäudetechnik und Energie – Betriebliche Anpassungen Angebot nach der Sanierung – Haupthaus und Jugendhaus separat oder als Ensemble für Selbstkocher mietbar – Haupthaus: 69 Betten – Jugendhaus: 38 Betten – Diverse Anlässe mit und ohne Catering Im Herbst 2018 werden wir das Ferienzentrum Waldegg wiedereröffnen und wir freuen uns, Sie bald bei uns begrüssen zu können! Nicole Schwarz, Administration Ferienzentrum Waldegg

Ferienzentrum Waldegg Jaqueline und Guido Lehmann, Hauswartung Adresse Ferienzentrum Waldegg 4462 Rickenbach BL Telefon 077 452 33 67 031 380 75 45 Administration Mail zentrum_waldegg@ heilsarmee.ch Webseite ferienzentrum-waldegg.ch 39


Adressen Heilsarmee am Erasmusplatz (Basel 1) Breisacherstrasse 45, 4057 Basel Tel. 061 691 45 00 heilsarmee-basel1.ch

Essen Daheim Frobenstrasse 20A, 4053 Basel Tel. 061 270 25 15 essen-daheim.ch

Brockino Basel Breisacherstrasse 45, 4057 Basel, Tel. 061 683 80 47 heilsarmee-basel1.ch/brockino

Rahab-Arbeit Frobenstrasse 20A, 4053 Basel Tel. 061 270 25 05 rahab-basel.ch

Kinderhaus Holee Nenzlingerstrasse 2, 4054 Basel Tel. 061 301 24 50 kinderhaus-holee.ch

Männerwohnhaus Rheingasse 80, 4058 Basel Tel. 061 666 66 77 wohnen.heilsarmee-basel.ch

«Schlössli» – Wohnen für junge Frauen Eichhornstrasse 21, 4059 Basel Tel. 061 335 31 10 schloessli-basel.ch

Frauenwohnhaus Alemannengasse 7, 4058 Basel Tel. 061 681 34 70 wohnen.heilsarmee-basel.ch

Brocki Basel Dreispitz Leimgrubenweg 9, 4053 Basel Tel. 061 331 57 88 brocki.ch

Wohnbegleitung Basel Breisacherstrasse 45, 4057 Basel, Tel. 061 683 08 90 wohnen.heilsarmee-basel.ch

Heilsarmee-Korps Gundeli Frobenstrasse 20A, 4053 Basel Tel. 061 270 25 20 heilsarmee-gundeli.ch

Textilprogramm travailPLUS Schönbeinstrasse 13, 4056 Basel Tel. 061 261 34 01 travailplus.ch/textilprogramm

Tagesstruktur Margarethen Frobenstrasse 20A, 4053 Basel Tel. 061 270 25 25 tagesstruktur-margarethen.ch

Heilsarmee-Korps Birsfelden Hauptstrasse 11, 4127 Birsfelden Tel. 061 311 17 85 heilsarmee-birsfelden.ch

Spielgruppe Margarethen Frobenstrasse 20A, 4053 Basel Tel. 061 270 25 23 spielgruppe-margarethen.ch

Heilsarmee-Korps Liestal Oristalstrasse 9, 4410 Liestal Tel. 061 921 21 82 heilsarmee-liestal.ch

Sozialberatung und Vermittlung Frobenstrasse 18, 4053 Basel Tel. 061 270 25 10 sozialberatung.heilsarmee-basel.ch

Wohnheim «Die Brücke» Oristalstrasse 11, 4410 Liestal Tel. 061 923 08 97 heilsarmee-liestal.ch

Sozialdiakonischer Dienst Frobenstrasse 18, 4053 Basel Tel. 061 373 82 04 heilsarmee-dhq-mitte.ch

Ferienzentrum Waldegg 4462 Rickenbach BL Tel. 077 452 33 67 ferienzentrum-waldegg.ch

Stiftung Heilsarmee Schweiz Divisions-Hauptquartier Mitte Gartenstrasse 8, 3007 Bern Tel. 031 380 75 45 www.heilsarmee-dhq-mitte.ch

Impressum Koordination: Thomas Bösch, Eva Kaeser DHQ Mitte Layout: Werner Niederhäuser, Muttenz Druck: Schwabe AG, Muttenz/Basel

Taetigkeitsbericht 17 def  
Taetigkeitsbericht 17 def  
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