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JAHRESBERICHT 2015/1 6

ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ LANDESLEITUNG WIEN WWW.JUGENDROTKREUZ.AT/WIEN


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IMPRESSUM Herausgeber: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Wien, Jugendrotkreuz, Safargasse 4, 1030 Wien; ZVR: 981591369; Redaktion: Karin Kufner-Humer, Martin Angerer, Uta Ganev, Alexander Tröbinger; Fotos: WJRK/Markus Hechenberger (Seiten 1, 5, 6, 7, 8, 12, 13, 16, 17, 18, 19, 22, 23, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 35, 36, 37, 40, 41, 45, 48, 49, 50, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 62, 63, 64, 65, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 79, 80, 81, 82, 84), ÖRK/LV Kärnten/Marco Riebler (Seiten 4, 6, 20, 21), Pertramer (Seite 4), Red Cross/Nigel Dickinson (Seite 5), American Red Cross/ Talia Frenkel (Seite 7), IFRC/Ly Nguyen (Seite 9), fotolia.com/Rawpixel Ltd. (Seiten 10, 11), ÖJRK/Nadja Meister (Seiten 10, 43, ), fotolia.com/ Frank Ungrad (Seite 14), WJRK/Holly Thomas Kellner (Seiten 14, 15, 17, 44, 53, 73, 74, 82, 83) Stefan Selig (Seite 15, 17, 46), Lea Felbermair (Seite 19, 20, 21, 34), ÖJRK/Daniel Gollner (Seite 24), istockfoto/franckreporter (Seiten 34, 35), fotolia.com/Anatoly Tiplyashin (Seite 38), fotolia. com/Nagy-Bagoly Ilona (Seite 42), fotolia.com/denys_kuvaiev (Seite 44), ÖJRK (Seite 46, 47, 60), fotolia.com/forkART-Photography (Seite 46), fotolia.com/Olesia Bilkei (Seite 47), fotolia.com/Andrey Arkusha (Seite 51), WRK/KHD Dokuteam/Armin Fauland (Seite 56), ÖRK/LV Tirol/ Carolin Rettig (Seite 57), boicut (Seite 57), IFRC/Palani Mohan (Seite 61), IFRC/Stephen Ryan (Seite 61), R. Sedlaczek/G.I. Stingl (Seite 61), ÖRK/LV OÖ/Christian Vormayr (Seite 66), ÖRKLV NÖS. Gahr (Seiten 67, 69), ÖRK/Thomas Marecek (Seite 67), ÖRK/LV NÖ/A. Zehetner (Seiten 67, 69), ÖRK/LV Stmk/Felix Kodolitsch (Seite 77), ÖRK/ Äthiopisches Rotes Kreuz/Birhanu (Seite 74), Norbert Kainc (Seite 83), von AutorInnen beigestellt (Seiten 76, 77, 78, 79, 80, 85) Layout & Produktion: markushechenberger.net Werbeagentur; Verlags- und Herstellungsort: Wien 2016


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

INHALT

MENSCHLICHKEIT Wir dienen den Menschen. Aber keinem System.

JAHRESTHEMA 2015/16 „ZUSAMMENLEBEN. ZUSAMMENHELFEN.“ ................... 10 SCHWIMMEN UND RETTUNGSSCHWIMMEN .............................................................. 14 FREIWILLIGE RADFAHRPRÜFUNG .................................................................................... 16

UNPARTEILICHKEIT Wir versorgen Opfer. Aber genauso Täter.

WRK KIDS................................................................................................................................... 18 ERSTE HILFE ............................................................................................................................. 20 BEWERBE .................................................................................................................................. 22 VERANSTALTUNGEN ............................................................................................................ 26

NEUTRALITÄT Wir ergreifen die Initiative. Aber niemals Partei.

SCHULSANITÄTSDIENST...................................................................................................... 30 AUSBILDUNGEN UND WORKSHOPS ............................................................................... 34 GESUNDHEIT UND UMWELT .............................................................................................. 38

UNABHÄNGIGKEIT Wir gehorchen der Not. Aber nicht dem König.

LERNHILFE................................................................................................................................ 40 LESE- UND MEDIENKOMPETENZ ...................................................................................... 42 SOMMER- UND FERIENCAMPS .......................................................................................... 44 JUGENDSERVICE .................................................................................................................... 48

FREIWILLIGKEIT Wir arbeiten rund um die Uhr. Aber nicht in die eigene Tasche.

ROTKREUZ-JUGEND WIEN ................................................................................................. 56 JUGEND TRÄGT VERANTWORTUNG ............................................................................... 58 FUNDRAISING UND SPENDENAKTIONEN .................................................................... 60

EINHEIT Wir haben viele Talente. Aber nur eine Idee.

BLUTSPENDE ........................................................................................................................... 64 FLUCHT & ASYL ....................................................................................................................... 66 INTEGRATIONSPROJEKT „AUS:ZEIT“................................................................................ 72 ZUSAMMENSCHAU DER VIELFALT ................................................................................... 74

UNIVERSALITÄT Wir achten Nationen. Aber keine Grenzen.

KONTAKTE UND ADRESSEN................................................................................................ 86

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VORWORT AMTSFÜHRENDER PRÄSIDENT DES STADTSCHULRATS FÜR WIEN Humanitäre schulische Jugendarbeit – dieser Aufgabe verpflichtet, leistet das Wiener Jugendrotkreuz einen unschätzbar wichtigen Beitrag für unser Wiener Schulwesen. Mehr noch: Der Wiener Stadtschulrat und das Jugendrotkreuz verstehen sich als Partner mit dem gemeinsamen Ziel, die (Eigen-)Initiative, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbereitschaft für sich und die Mitmenschen bei Kindern und Jugendlichen zu stärken. Wie und auf welch engagierte Weise dies geschieht, können Sie diesem Jahresbericht im Detail entnehmen. Exemplarisch herausstreichen möchte ich die zahlreichen Initiativen, Projekte und Aktionen, die junge Menschen stärken möchten und ihnen helfen sollen, auch in schwierigen Lebensphasen zu bestehen und für Probleme konstruktive Lösungswege zu finden. Ich denke, dass diese persönlichkeitsbildende Unterstützung, die das Wiener Jugendrotkreuz leistet, auch einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag darstellt. Dass das „klassische“ Programm des Jugendrotkreuzes, Erste Hilfe und Unfallverhütung, darüber hinaus im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend ist, versteht sich zwar von selbst, kann aber nicht oft genug hervorgehoben werden. Bei soviel Lob für das Werk, sollte aber auch nicht der Dank an all jene Menschen vergessen werden, die dieses vollbringen. Und so möchte ich an dieser Stelle den vielen ehrenamtlichen (v.a. natürlich auch den SchulreferentInnen und ÖJRK-SchulsprecherInnen), aber auch den professionell und engagiert arbeitenden hauptamtlichen MitarbeiterInnen danken! Sie machen den Erfolg des Wiener Jugendrotkreuzes aus, Ihre Arbeit ermöglicht überhaupt erst diesen Jahresbericht. Einen besonderen Dank möchte ich abschließend an den langjährigen Landesleiter LSI Gerhard Tuschel richten. Sein Engagement symbolisiert die Kraft und zeitlose Haltung aller Menschen, die das Wiener Jugendrotkreuz ausmachen. Mit freundlichen Grüßen Mag. Jürgen Czernohorszky Amtsführender Präsident des Stadtschulrats für Wien

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JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

VORWORT PRÄSIDENT DES WIENER ROTEN KREUZES „Durch sein unermüdliches Engagement gelang es auch, im Wiener Schul­ bereich die Grundlagen für qualitätsvollen integrativen Unterricht zu schaffen“, betonte der damalige Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im Jahr 2014. Von wem war die Rede? Mit diesen Worten wurde der Landesleiter des Wiener Jugendrotkreuzes, Gerhard Tuschel, anlässlich der Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien geehrt. Er hat das Wiener Schulwesen nachhaltig geprägt, zuerst als Lehrer und anschließend in seiner 25-jährigen Tätigkeit als Bezirksschul- und Landesschulinspektor. Parallel zur Tätigkeit als Schulinspektor hat er zwanzig Jahre als Landesleiter die Geschichte des Wiener Jugendrotkreuzes geprägt. Dies ist ein starkes Zeugnis dafür, wie unermüdlich sein Engagement ist, wenn es um das Wohl von Kindern geht. Bei den Terminen mit Gerhard Tuschel bin ich immer wieder beeindruckt von seiner Verve, von der Herzlichkeit und Empathie in der Begegnung mit Kindern. Die Kraft dazu schöpft er aus dem festen Glauben, dass es die Verantwortung von uns Erwachsenen ist, die Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer Zukunft zu unterstützen. Gerhard Tuschel ist ein Vertreter des humanistischen Bildungsideals. Er ist überzeugt davon, dass neben den elementaren Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen das Vermitteln von sozialer Kompetenz unabdingbar ist. Sein Credo: Eine humane Gesellschaft braucht Menschen, die gelernt haben, für andere da zu sein und effiziente Hilfe zu geben. Lieber Gerhard, Hut ab vor Deinem Einsatz, Deinen Leistungen und Deiner Lebensfreude. Im Namen des Wiener Roten Kreuzes danke ich Dir für Dein Engagement von ganzem Herzen.

Univ.-Prof. Dr. Reinhard Krepler Präsident des Wiener Roten Kreuzes

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AUS LIEBE ZUM MENSCHEN Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! AUS LIEBE ZUM MENSCHEN – dieser Leitsatz des Roten Kreuzes gilt natürlich auch für das Wiener Jugendrotkreuz und ich finde er passt ganz ausgezeichnet für unsere Tätigkeit in unserer Jugendorganisation. Die Liebe zum Kind bzw. zum Jugendlichen ist sicher ein grundlegender Antrieb für die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern überhaupt und im Falle der ­freiwilligen Mitarbeit im Jugendrotkreuz ein doppeltes Motiv, um auch hier erfolgreich wirksam zu werden. Die Freude an der Mitarbeit im Jugendrotkreuz fußt häufig auf der Erkenntnis, dass durch die vielfältigen Angebote des Jugendrotkreuzes Kinder und Jugendliche befähigt werden, sinnvolle und lebenswichtige Kompetenzen zu erwerben. Das geht von der Ersten Hilfe über das sichere Schwimmen und Radfahren, die Leseerziehung und Suchtprävention bis hin zu Babyfit und Pflegefit und K ­ enntnissen im humanitären Völkerrecht. Immer wieder erzählen mir Kolleginnen und Kollegen von den großartigen Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler an ihren Schulen etwa im ­ Zusammenhang mit dem Schulsanitätsdienst oder der individuellen Betreuung von Flüchtlingen an verschiedenen Standorten und der großen Freude und Befriedigung, die sie dabei erleben. Ich möchte hier besonders herausstreichen, dass die von Ihnen, sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege erbrachte, oft langjährige freiwillige Mitarbeit im Jugendrotkreuz für mich nicht selbstverständlich ist. Ich möchte Ihnen besonderen Dank und meine Anerkennung in meiner Funktion als Landesleiter aussprechen. Der vorliegende Jahresbericht zeigt sehr eindrucksvoll, welche großartigen und vielfältigen Leistungen auch im vergangenen Schuljahr durch die Jugendrotkreuzgemeinschaften an den verschiedensten Schulen und Schularten erbracht wurden. Mit der Bitte uns auch im kommenden Schuljahr aktiv zu unterstützen, um den Leitsatz „Aus Liebe zum Menschen“ auch weiterhin mit Leben zu erfüllen, Ihr

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LSI Gerhard Tuschel Landesleiter


JAHRESBERICHT 2015/16

WEIL GEMEINSAM NUR ZUSAMMEN KLAPPT Ich freue mich, Ihnen den Jahresbericht des Wiener Jugendrotkreuzes zu übermitteln. Unter dem Motto „Weil gemeinsam nur zusammen klappt“ wird darin nicht nur dokumentiert, wie wir in diesem nun vergangenen Jahr die Zukunft gestaltet haben, sondern laden Sie auch ein, diesen Weg gemeinsam mit uns in den nächsten Monaten und Jahren weiter zu beschreiten. Unter dem Jahresthema „ZusammenLEBEN. ZusammenHELFEN“ des vergangenen Schuljahres 2015/16 galt der Fokus insbesondere der Werteerziehung, der Entwicklung sozialer Kompetenzen und der Konfliktlösungskompetenz. Zahlreiche Publikationen, Unterrichtsmaterialien, Workshops und vielfältige Programme konnten dabei an den Schulen angeboten werden. Als Wiener Jugendrotkreuz sind unsere Landesleitung, die Geschäftsführung sowie MitarbeiterInnen und insbesondere der große Kreis an Ehrenamtlichen, SpenderInnen, SponsorInnen und UnterstützerInnen zusammen Botschafter­ Innen einer Idee, die vor über 150 Jahren erstmals gedacht wurde. Noch heute ist diese Idee zeitgemäß und notwendiger denn je. In diesem Sinne danke ich allen UnterstützerInnen herzlichst für Ihr Engagement im vergangenen Schuljahr! Ein besonderer Dank gilt den Landes- und SchulreferentInnen sowie den Bezirksleitungen – ohne Ihr Engagement wäre vieles nicht möglich und unsere Angebote in Qualität und Quantität nicht umsetzbar gewesen. Ebenso gilt ein großer Dank dem Stadtschulrat für Wien und jenen Magistrats­ abteilungen der Stadt Wien, die uns bei der Umsetzung der Projekte und Initiativen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Stellvertretend für viele seien an dieser Stelle noch die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group, das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, die Kodek Stiftung sowie die Max und Marie Menger Stiftung genannt. Ich freue mich auf die weitere gemeinsame Arbeit – weil gemeinsam nur zusammen klappt. Herzlichst, Mag. Karin Kufner-Humer, MAS Landesgeschäftsführerin

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JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN! Unser ganz besonderer Dank gilt allen Freiwilligen, UnterstützerInnen und HelferInnen. Erst ihr großes Engagement während des gesamten Schuljahres macht die Anzahl und Qualität unserer I­nitiativen und Projekte realisierbar. Für ihr mehrjähriges, kontinuierliches Engagement wurden folgende KollegInnen geehrt: • OStR. Mag. Rudolf Zangl – Landesreferent für Gesundheit und Umwelt (5 Jahre) • Prof. Eva Hörmann – Landesreferentin PH des Bundes (5 Jahre) • OSRn. Dir. Renate Krivanek – Bezirksleiterin im 2. Bezirk (5 Jahre) • VDn. Sabina Martins – Bezirksleiterin im 10. Bezirk (5 Jahre) • HDn. Irene Ambrozy-Dolfingen – Bezirksleiterin im 11. Bezirk (5 Jahre) • HDn. Brigitte Hönninger – Bezirksleiterin im 13. Bezirk (5 Jahre) • OSR. Leopold Meissl – Bezirksleiter im 16. Bezirk (5 Jahre) Für seinen Einsatz erhielt eine Ernennungsurkunde: • OSR. Leopold Meissl zum Landesreferent für Aus-, Fort- und Weiterbildung • OSRn. Mag. Brigitte Eyberg zur stv. Landesreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung Verabschiedet haben wir uns von: • VDn. Christa Dworschak – Bezirksleiterin im 3. Bezirk • VDn. Roswitha Metz-Barth – Bezirksleiterin im 12. Bezirk • OSR. Leopold Meissl – Bezirksleiter im 16. Bezirk • VDn. Corinna Straka – Bezirksleiterin im 17. Bezirk Herzlich willkommen heißen wir: • VDn. Andrea Giuliani – Bezirksleiterin im 3. Bezirk • VDn. Dipl.-Päd. Andrea Holzinger – Bezirksleiterin im 12. Bezirk • VDn. Gabriele Flandorfer – Bezirksleiterin im 16. Bezirk • Dipl.-Päd. Elisabeth Kellner – Bezirksleiterin im 17. Bezirk

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JAHRESTHEMA 2015/16

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JAHRESTHEMA 2015/16 „ZUSAMMEN LEBEN. ZUSAMMEN HELFEN.“ Gemäß dem Rotkreuz-Grundsatz der Menschlichkeit helfen wir, wo die Not am dringendsten ist. Der Grundsatz der Unparteilichkeit fordert von uns, Menschen nicht nach ihrer Herkunft, Religion oder sonstigen Merkmalen zu bewerten. Wir helfen um zu helfen – und richten uns dabei nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit. Wir sehen: Die Grundsätze des Roten Kreuzes, die im vergangenen Jahr 50 Jahre alt geworden sind, sind zeitgemäß und aktueller denn je. Mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „ZusammenLEBEN. ZusammenHELFEN.“ knüpfte das Österreichische Jugendrotkreuz an das Jahresmotto „Offene Grenzen“ des Vorjahres an. Der Fokus galt heuer insbesondere der Werte­erziehung, der Entwicklung sozialer Kompetenzen und der Konfliktlösungskompetenz. Kinder und Jugend­ liche sollen dabei erkennen, dass miteinander zu leben – im Kleinen und im Großen – stets bedeutet, Lösungen für Konflikte zu finden und auszuhandeln. Zahlreiche Publikationen, Unterrichtsmaterialien, Workshops und vielfältige Programme konnten dabei für die Schulen – zumeist kostenlos – angeboten werden. Eine Übersicht finden Sie auszugsweise im vorliegenden Kapitel. „ZusammenLEBEN. ZusammenHELFEN.“ – das Miteinander fordert uns alle täglich. Sei es für die Eltern im Beruf, für die Kinder und Jugendlichen in der Schule, sei es in der Freizeit, in den Beziehungen mit FreundInnen, PartnerInnen und Kolleg­ Innen. Stets hat es mit Verantwortung zu tun, mit dem Wissen darum, dass diese Verbindungen zu den Mitmenschen gepflegt werden müssen. Dieses Wissen ist ein wesentlicher Schritt zu gelebter Verantwortung. Bin ich bereit, dem anderen zuzuhören, gebe ich von meiner Zeit, wenn jemand anderer meine Aufmerksamkeit braucht. Nur mit dieser Bereitschaft kann ein wertschätzendes Miteinander gedeihen. Wir haben uns im diesjährigen

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„Jugend trägt Verantwortung“-Wettbewerb auf die Suche nach jenen Projekten gemacht, die zu einem stärkeren und gefestigten Miteinander beigetragen haben. Projekte und Initiativen, die Menschen zueinander geführt haben, die ansonsten nicht oder nur schwer zusammen gekommen wären. Die Fülle der Einreichungen ist alljährlich ein starker Beleg dafür, wie vielseitig das Bemühen um aufrichtiges Miteinander ist. Mit einem Förderpreis in der Höhe von je € 1.000,- wurden im Namen der Kodek-Stiftung vier Projekte ausgezeichnet. Mehr dazu auf Seite 58.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Ă–JRK-ZEITSCHRIFTEN Mit zahlreichen Berichten, Interviews und Reportagen widmeten sich die Zeitschriften Mini-Spatzenpost, Spatzenpost, LUX, JĂ– und TOPIC sowie jugendrotkreuz.at dem Jahresthema 2015/16.

ÖJRK-WILLKOMMENSAKTION SchßlerInnen wurden eingeladen, Willkommenssäckchen fßr Flßchtlingskinder im näheren Umfeld der Schule zu fßllen und an diese als Zeichen des Willkommenseins zu ßbergeben. Individuell auf die Bedßrfnisse, die aktuelle Lebenssituation und das Alter der Kinder abgestimmt, wurden von Schßler­ Innen Üsterreichweit mehr als 6000 Willkommenspakete befßllt und verteilt.

WERTEERZIEHUNG MIT DILEMMAGESCHICHTEN – HANDBUCH FĂœR PĂ„DAGOGINNEN Das neue „Buch der Entscheidungen“ bietet Geschichten aus der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen fĂźr verschiedene Altersstufen. Allen Geschichten gemeinsam ist, dass sie in einem sogenannten „Dilemma“ mĂźnden. In Zentrum stehen u.a. folgende Aspekte: Akzeptanz anderer Meinungen, das Vertreten unterschiedlicher Standpunkte oder das Geradestehen fĂźr die eigene getroffene Entscheidung.

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Beilage: Extra-Be JĂ–-SCIENCE

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TRIO

HENRI

Mit dem Trio-Poster , einer Kooperation zwischen Jugendrotkreuz und der mehrsprachigen Schulzeitschrift Trio, werden Kinder in der Klasse oder Schule in vielen Sprachen begrüßt. Kostenlos bestellbar unter www.trio.co.at

Anlässlich des 50. Jubiläums der sieben Grundsätze des Roten Kreuzes enthält das Magazin henri sieben Unterrichtsbeispiele für Kinder ab zehn.

, Viele Sprachen eine Schule.

Ausgabe 18| Oktober 2015

DAS MAGAZIN, DAS FEHLT

Heft Nr. 20 / Oktober 2015 • Sveska br. 20 / listopad/oktobar 2015. • Sayı: 20 / Ekim 2015

Lesen & Lernen in drei Sprachen

Ungewöhnliche Tiere ˇ životinje Neobicne Tuhaf Hayvanlar

Drei Sprachen, eine Schule

Texte und Übungen für die 2. bis 6. Schulstufe. Auf Deutsch, Bosnisch /Kroatisch /Serbisch und Türkisch.

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Das Versprechen

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Wien, 432857691.

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JAHRESTHEMA 2015/16

ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

EDUCATIONAL

Die Grundsätze im Unterricht | The

principles in class

auf Deutsch, Englisch, Dieses Poster grüßt Pashto, Albanisch, Ungarisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch, Tschetschenisch, Romanes, Serbisch, Rumänisch. Kurdisch, Dari und

istockphoto.com/carlofranco

www.jugend

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KONKRET

ANGEKOMMEN

Das Dossier Konkret widmet sich den Themen Flucht und Asyl und bietet Infos zur aktuellen Situation in Österreich, den Herkunftsländern Afghanistan, Irak und Syrien sowie zur Rotkreuz-Hilfe vor Ort. Links und Medientipps inklusive.

Dieser Taschenratgeber zum Leben in Österreich wendet sich auf 146 Seiten in erster Linie an neuangekommene AsylwerberInnen bzw. Flüchtlinge in Österreich. Erhältlich in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch und Dari beinhaltet er für Asylwerber­Innen Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Leben in Österreich, wie Informationen zu den Themen Gesundheit, Bildung und Arbeitsmarkt, zu Rechten und Pflichten in Österreich sowie zum Thema Gleichberechtigung. Die Inhalte des Ratgebers stehen auch online unter­ www.angekommen.online zur Verfügung.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

ZUSAMMEN LESEN. ZUSAMMEN ENTDECKEN.

KLASSENREGELN Das Österreichische Jugendrotkreuz beteiligt sich an der Initiative des Bildungsministeriums „Respekt und Zusammenleben in der Schule“, indem es alle Klassengemeinschaften einlädt, gemeinsam Klassenregeln zu entwickeln und deren Einhaltung zu vereinbaren.

Da Lesen eine Schlüsselkompetenz für Kinder ist, bietet dieser Leitfaden Anregungen und Tipps für das begleitete Lesen mit Kindern. Denn gemeinsames Lesen unterstützt speziell Kinder mit Leseschwächen. Auch Flüchtlingskinder können so beim Erlernen der Sprache unterstützt werden.

Tipp: Informationen zu den Herkunftsländern von AyslwerberInnen unter: www.jugendrotkreuz.at/ wien/jahresthema/

Selbst bestimmt!

Unsere Klassenregeln

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ROTKREUZ www.jugendro tkreuz.at/zusa mmenleben

istockphoto.com/Chris tianChan,

Eine Initiative

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Wir bestimm en die Klasse nregeln gemeinsam. Wir schreiben sie auf. Wir achten da rauf, dass wi r die Regeln ein halten:

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SCHWIMMEN- UND RETTUNGSSCHWIMMEN

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SCHWIMMEN- UND RETTUNGSSCHWIMMEN Schwimmunterricht im Kindesalter kann helfen, Leben zu retten: Durch den Erwerb der Schwimmund Rettungsschwimmabzeichen erhöht sich die eigene Sicherheit eines Kindes im Wasser. Mehr als 90.000 SchülerInnen legen daher österreichweit jedes Jahr eine Schwimm- und Rettungsschwimmprüfung beim Österreichischen Jugendrotkreuz ab. Es freut uns, dass auch im heurigen Schuljahr mehr als 20.000 Kinder beim Wiener Jugendrotkreuz ein Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen abgelegt haben. Die beigefügte Statistik zeigt, wieviele SchülerInnen motiviert werden konnten, das Schwimmen zu erlernen, sowie ihre Kenntnisse ständig zu verbessern. Die Schwimmausbildung die im Rahmen des Schulunterrichts stattfindet, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Anzahl an Badeunfällen.

Knapp 50 Prozent der Kinder am Beginn der 2. Klasse der Wiener Volksschulen können nicht schwimmen. Ab der 3. Klasse ist Schwimmen Teil des Bewegungs- und Sportunterrichts. Damit sich Kinder schon vor der 3. Klasse an das nasse Element gewöhnen und Schwimmen erlernen, haben der Wiener Stadtschulrat in Kooperation mit dem Wiener Jugendrotkreuz bereits im vergangenen Schuljahr 2014/15 zusätzlich „Anfängerkurse“ gestartet. Die Patenschaft für dieses Projekt hat Mirna Jukić, ehemalige Spitzenschwimmerin und Bronze-­ Medaillen Gewinnerin der Olympischen Spiele in Peking, übernommen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Landesreferentinnen für Schwimmen- und Rettungsschwimmen, Dipl.-Päd. Elisabeth Kellner sowie Dipl.-Päd. Barbara Steiner für ihren ganzjährigen, umfassenden Einsatz und Engagement.

ANFÄNGER/INNENSCHWIMMKURSE Wir freuen uns über das rege Interesse. Die Fachkoordinatorin des Wiener Stadtschulrats für Schulschwimmen, Dipl.-Päd. Elisabeth Kellner, unterstreicht und bestätigt: „Die Nachfrage von Seiten der Eltern und Schulen ist anhaltend groß. Wir freuen uns über das steigende Bewusstsein, dass Schwimmkenntnisse Leben retten können. Zudem sind wir zuversichtlich, dass mit dieser Initiative in Wien die Zahl der sechsbis siebenjährigen Kinder mit Schwimmkenntnissen steigen wird.“


JAHRESBERICHT 2015/16

TAG DES SPORTS AM HELDENPLATZ Am „Tag des Sports“ 2015 am Wiener Heldenplatz konnten wir nicht nur viele schwimmbegeisterte und interessierte BesucherInnen über unsere Aktivitäten informieren, sondern auch viele Eltern erreichen, um das Bewusstsein für diese Kompetenz nachhaltig zu steigern. Denn: Schwimmkenntnisse können Leben retten!

STATISTIK 2015/16 ÖSA

TeilnehmerInnen

Kurse

Bestandene Prüfungen

Oktopus

4.053

FrühschwimmerInnen

4.800

FreischwimmerInnen

5.407

FahrtenschwimmerInnen

4.463

AllroundschwimmerInnen

3.070

Summe

21.793

ÖRSA HelferInnen

81

1.209

1.209

RetterInnen

10

138

138

Lehrschein

1

19

19

Summe

23.159

Mag. Thomas Narnhofer (Weltmeister Rettungsschwimmen 2008) unterrichtet im Rahmen des obligatorischen Schulschwimmens in der 3. Klasse.

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SCHWIMMENFREIWILLIGE UND RETTUNGSSCHWIMMEN RADFAHRPRÜFUNG

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FREIWILLIGE RADFAHRPRÜFUNG Das Wiener Jugendrotkreuz als Programmträger und die Wiener Polizei als Programmpartner bereiten alljährlich etwa 10.000 Kinder auf die „Freiwillige Radfahrprüfung“ vor. Diese Vorbereitung nimmt einen besonderen und wichtigen Stellenwert im Heranwachsen von Kindern ein. Mit dem Bestehen der „Freiwilligen Radfahrprüfung“ erhalten die jungen RadfahrerInnen einen Ausweis, der zum Lenken eines Fahrrades, Scooters oder Skateboardes im Straßenverkehr ohne Begleitperson berechtigt. Die freiwillige Radfahrprüfung besteht dabei aus einem theoretischen Übungsteil und der praktischen Prüfung im Verkehrsgarten Prater. Dabei werden verschiedene Verkehrssituationen simuliert. Der theoretische Teil wird in den Schulen von den LehrerInnen vermittelt und geübt. Dabei werden die Kinder intensiv und umfassend auf die Prüfung – einem Multiple Choice Test mit 14 Fragen – vorbereitet. Besonders die Kenntnis der Straßenverkehrsregeln sorgt für ein bewussteres Verhalten – egal ob als FußgängerIn, RadfahrerIn oder AutofahrerIn im Erwachsenenalter. Das Thema Sicherheit ist dabei nicht hoch genug einzustufen, denn: Ein Fahrrad ist ein Verkehrsmittel ohne Knautschzone und Stoßstange. Unser Dank gilt insbesondere Kontrollinspektor Roland Hanifl (Leiter der Verkehrserziehungsgruppe der Landesverkehrsabteilung) und seinem Team für den ganzjährigen Einsatz und die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Geschult wurden 451 Klassen mit 8.813 TeilnehmerInnen, geprüft wurden 3.631 Kinder.

BEST OF THE BEST 26 Kinder nahmen am 12. September 2015 bei strahlend sonnigem Wetter an „Best oft he Best“ im Verkehrserziehungsgarten (Prater) Teil. Voraus­ setzung zur Teilnahme war eine bereits erfolgreich und fehlerfrei absolvierte „Freiwillige Radfahrprüfung“. Im Rahmen dieses Bewerbs wurde der bzw. die Beste der Besten gekührt. Dabei galt es drei Stationen erfolgreich zu absolvieren: Hindernisparcours, Fahren im Verkehrsgarten sowie eine Theoriestation. Kontroll­inspektor Roland Hanifl: „Es ist uns ein Anliegen, die motorischen Fähigkeiten der Kinder zusätzlich zu fördern, um damit einen wichtigen Beitrag für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu leisten und nachhaltig sicherzustellen.“ Die Besten vier TeilnehmerInnen dieses Bewerbs waren berechtigt, im Frühjahr bei „Meister auf 2 Rädern“ (Veranstalter ist der ÖAMTC) anzutreten. Wir gratulieren allen TeilnehmerInnen des Tages ganz herzlich zu ihrer Leistung und wünschen eine gute und sichere Fahrt mit dem Fahrrad!


JAHRESBERICHT 2015/16

KINDERPOLIZEIAKADEMIE

SAISONAUFTAKT KINDERPOLIZEI

Im April des vergangenen Jahres feierte die Kinderpolizei ihre Premiere. Wir haben uns gefreut, auch heuer wieder zahlreiche Kinder der Kinderpolizei­ akademie begrüßen zu dürfen. Am 16. August 2015 besuchten 25 Kinder die SanArena des Wiener Roten Kreuzes. Praktisches Üben war dabei ein wesentlicher Faktor der Wissensvermittlung. Dadurch können Kinder bereits in sehr frühem Alter vom Wissen zur tatsächlichen Handlungskompetenz geführt werden. Als einzige Organisation in Österreich bietet das Wiener Rote Kreuz mit der SanArena die Möglichkeit zum realitätsnahen Üben des Erlernten. In den einzelnen Stationen können dabei Unfall- und Pflegesituationen sowie Notfälle wirklichkeitsgetreu trainiert werden. Die technischen Möglichkeiten der SanArena erlauben es, beispielsweise den Schwierigkeitsgrad gezielt zu steuern. Notfallsituationen bei schlechten Lichtverhältnissen, in verqualmten Räumen oder unter belastenden Lärmeinflüssen stellen besondere Anforderungen dar. Durch den Einsatz von Wundmodellen, dem Übungs-Defibrillator oder Wiederbelebungspuppen konnten zahlreiche Szenarien ebenso realitätsnah nachgestellt und geübt werden. Für den engagierten und erfolgreichen Einsatz wurden alle Kinder mit Urkunden ausgezeichnet. Wir gratulieren!

Am Samstag, 30. April 2016, fand von 10.00 bis 17.00 Uhr im Verkehrsgarten Prater der Saisonauftakt der Kinderpolizei statt. Die Helfer Wiens und zahlreiche K-Kreis-Organisationen waren mit Informationsständen sowie Mitmach-Stationen vertreten. Auf die KinderpolizistInnen wartete ein aufregendes Programm. Auch das Wiener Jugendrotkreuz und Wiener Rote Kreuz waren vor Ort und konnten über die Vielfalt der Angebote und Aufgaben informieren. Bei interaktiven Mitmach-Stationen und einer Sicherheits-Rätselrallye konnte dabei viel Neues, Spannendes und Wissenswertes vermittelt werden. Neu! Unterlagen der Freiwilligen Radfahr­ prüfung in Englisch, Farsi und Arabisch. Um Kinder fit für den Straßenverkehr zu machen, stellt das Jugendrotkreuz die Unterlagen in Deutsch, Englisch, Farsi und Arabisch zur Verfügung.

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WRK KIDS

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WRK KIDS 20.000 MAL „ICH HELFE DIR – ICH HELFE MIR“ Selbst angreifen und ausprobieren, so vermittelt bleibt Wissen hängen. Das ist nicht nur bei den ­Kleinen, aber ganz besonders bei ihnen so. Im KIDS-Programm “Ich helfe Dir – ich helfe mir“ des Wiener Roten Kreuzes wird die Basis dafür geschaffen, was im Rahmen eines gesetzlichen Auftrages seine Fortsetzung findet, nämlich das Bewusstsein für Erste-Hilfe bei Kindern zu stärken. Seit Bestehen des Programms haben mehr als 20.000 Vorschulkinder an diesem interaktiven Workshop teilgenommen. Im Rahmen des Erste-Hilfe-Programmes „Ich helfe Dir – ich helfe mir“ wurden auch im vergangenen Jahr viele Vorschulkinder einprägsam, kind­gerecht und spielerisch an die ethischen Grundsätze des Roten Kreuzes herangeführt und der vorhandene Antrieb zur Hilfe, Sozialkompetenz und Hilfs­ bereitschaft gefördert. Das Erste-Hilfe-Programm fördert dabei nicht nur die Neugier und den Eifer der Kinder zum Ausprobieren und Selbermachen – Helfen und Hilfe holen wird „kinderleicht“ vermittelt und in Rollenspielen geübt und angewandt. Darüber hinaus haben die Kinder große Freude und Spaß dabei, die Abläufe in der Rettungskette und das

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Rettungssystem kennenzulernen. Ergänzend dazu werden den Kindern Gefahrensituationen umfassend aufgezeigt und ihre sozialen Kompetenzen geschult und damit gestärkt: Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme gegenüber schwächeren, benachteiligten und hilfsbedürftigen Menschen Ein besonderer und großer Dank gilt dabei unseren Freiwilligen Gerhard Boigenzahn, Christine Essl, Gabi Knapp, Eva Parzer, Sarrah Staubmann, Renate Rechberger, Thena Blamm und Katharina Oberwinkler. Gemeinsam und mit ihrer Unterstützung konnte im vergangenen Schuljahr etwa 4.000 Kindern ein umfassendes Wissen vermittelt werden.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

WIENER STÄDTISCHE UND WIENER ROTES KREUZ 2011 startete das „Wiener Rote Kreuz – KIDS Programm“ mit dem klaren Ziel, bei Kindern im Vorschulalter spielerisch den vorhandenen Antrieb zur Hilfe zu fördern und weiter zu entwickeln. Die WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group ist seit 2012 ein wichtiger Partner dieses Projektes. Auf Grund des großartigen Erfolges wurde die Zusammenarbeit verlängert. In den fünf Jahren seit Bestehen des Programms haben insgesamt 20.000 KIDS teilgenommen. Allein im vorigen Kalenderjahr waren es 3.757 Kinder­ gartenkinder. Sie hatten bei den Kursen ihren Spaß dabei, das Rettungssystem und die Abläufe in der Rettungskette kennenzulernen. Vor allem in der so genannten „KIDS Ambulance“, einem für junge PatientInnen eingerichteten Rettungswagen, erwacht bei den Kindern großer Wissensdurst. Mag. Hermann Fried, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen Versicherung: „Das ‚Rote Kreuz – KIDS Programm’ vermittelt unseren Jüngsten auf spielerische Art und Weise, wie wichtig es ist, zu helfen. Es kann nicht früh genug damit begonnen werden, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu erlernen. In diesem Programm wird Wissen durch Anpacken und Selbermachen vermittelt – wir unterstützen dieses Projekt sehr gerne!“

ROKO 1 – Erste-Hilfe und Gefahrensensibilisierung Kinder brauchen Raum zum Spielen, Kinder brauchen die Freiheit, ihre Fähigkeiten zu erproben, Kinder brauchen Sicherheit. Unser Ziel ist es, Päda­ gogInnen, Eltern und insbesondere Kinder in diesen Bedürfnissen und Anliegen zu unterstützen. Mit „ROKO“ möchten wir einen gemeinsamen Weg begleiten. ROKO 2 – Kinder im Straßenverkehr Die Sicherheit der jungen VerkehrsteilnehmerInnen erfordert besonderes Augenmerk. „ROKO mit dem Roten Kreuz“ stellt neben einer Vielzahl an hilfreichen Informationen zur Verkehrssicherheit zahlreiche praktische Ideen vor, um Kinder für verschiedene Verkehrssituationen zu sensibilisieren. ROKO 3 – Sicherheit am Wasser Rechtzeitig vor Beginn der Badesaison ist das neue Kindergartenprogramm „ROKO - Sicherheit am Wasser“ erschienen. Das neue Programm von „ROKO mit dem Roten Kreuz“ bietet KindergartenpädagogInnen und Eltern viele verschiedene Anleitungen, um Kinder an das Thema „Wasser“ sowie „Sicherheit am Wasser“ heranzuführen.

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ERSTE HILFE

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ERSTE HILFE Richtige Erste Hilfe ist weniger eine Frage des Alters, als vielmehr altersgerechter Ausbildung. Das Wiener Jugendrotkreuz bringt aus diesem Grund pro Jahr rund 20.000 Kindern ab dem Vorschulalter dieses wichtige Thema näher. Unter dem Überbegriff „Erste Hilfe“ soll so Bewusstsein und Kompetenz geschaffen werden, denn letztendlich sind wir alle auch gesetzlich zur Leistung von Erster Hilfe verpflichtet.

ERSTE-HILFE 1.0 – VOLKSSCHULE

ICH KANN LEBEN RETTEN

„Helfi hilft Dir helfen“ ist der Titel unseres kind­ gerechten Programms, das bereits den Kindern der Volksschule erste Kompetenzen im Bereich der Ersten Hilfe und Tipps zur Unfallprävention vermittelt. Im Rahmen der an den einzelnen Schulen abgehaltenen Kurse „Löwe“ und „Zebra“ erhalten die kleinen ErsthelferInnen am Ende jedes Kurses ein Erste-Hilfe-Mini-Übungspaket sowie eine Urkunde als Auszeichnung für die aktive Teilnahme. Im vergangenen Schuljahr konnten wir auf diesem Wege 5.500 Kindern in 236 Kursen einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen heranführen.

Ausgebildete TrainerInnen vermitteln während diesem Reanimations-Training für die 3. Schulstufe, warum lebensrettende Sofortmaßnahmen so wichtig sind. Es wird erklärt, wie und warum auch Nicht-MedizinerInnen – und deswegen auch schon Kinder – im Stande sind, Wiederbelebungsmaßnahmen auszuführen und selbstverständlich Hilfe leisten können. Theoretische, vor allem aber praktische Inhalte sollen das Interesse wecken, selbstbewusstes Handeln im Notfall fördern und mögliche Ängste vor Wiederbelebungsmaßnahmen abbauen. Als Programmpartner von „Die Helfer Wiens“ konnte das Wiener Jugendrotkreuz im Schuljahr 2015/16 etwa 4.000 Kindern in 173 Kursen für das Thema „Reanimation“ und „Notruf“ sensibilisieren.

„Das Leisten von Erster Hilfe ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, es ist auch ein moralisches Bedürfnis, Menschen, die dringend Hilfe brauchen, beistehen zu können.“

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JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

ERSTE-HILFE 2.0 – SEKUNDARSTUFE Ab der Sekundarstufe intensiviert das Wiener Jugendrotkreuz das Angebot an umfangreichen Ausbildungen: Der Einführungskurs ab der 5. Schulstufe, der Grundkurse ab der 8. Schulstufe, sowie der Spezialkurs „Erste-Hilfe-Unterweisung gemäß § 6 Führerscheingesetz-Durchführungsverordnung von 1997“ ab dem 16. Lebensjahr knüpfen nahtlos an vorhergehende Kursangebote an. Für PädagogInnen werden Erste-Hilfe-Auffrischungskurse, die speziell auf die Themen des Schulalltags eingehen,  angeboten. Dabei bleibt Zeit für individuelle Fragen und Wünsche, wie die optimale Versorgung von Knochen- und Gelenksverletzungen, Nasenbluten, Abschürfungen, Insektenstiche, Epilepsie, Kollaps, stabile Seitenlage und vieles mehr. Auf Basis theoretisch erworbenen Wissens, werden Erste-Hilfe-Maßnahmen gemeinsam geübt und gefestigt. Die über die Jahre hin stetig ansteigende Nachfrage an Erste-Hilfe-Kursen verdeutlicht das zunehmende Bewusstsein und die Notwendigkeit des Erwerbs von Erste-Hilfe-Kenntnissen.

Kurse

TeilnehmerInnen

217

1.236

Erste-Hilfe-Einführungskurs

56

1.207

Erste-Hilfe-Führerscheinkurs

24

429

Erste Hilfe Individual

59

1.239

Kurstyp

Kurse Sekundarstufe SchülerInnen Erste-Hilfe-Grundkurs

Erste Hilfe Spezial

3

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Life-Skills-Workshop – Suchtprävention

29

450

Babyfit

11

190

Pflegefit

2

30

Erste-Hilfe-Kurs für PädagogInnen

62

1.199

Erste Hilfe bei Kindernotfällen

39

679

8

109

510

9.677

Kurse PädagogInnen

Fortbildung Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte Summe

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BEWERBE

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HELFI-BEWERB 2016 HELFER/INNEN AM START Am 18. Mai sorgten 240 Wiener VolksschülerInnen (aufgeteilt in Kleingruppen zu 4-5 Kinder) für rege Betriebsamkeit im Festsaal der Berufsschule 12., Längenfeldgasse 13–15. Die jungen „HelferInnen von morgen“ übten, lernten, probierten und praktizierten von 8-12 Uhr an unterschiedlichen Stationen. Sie stellten ihr Wissen und Können auf dem Gebiet der Ersten Hilfe und Unfallverhütung unter Beweis. Die Teams passierten Stationen mit fünf theoretischen und fünf praktischen Aufgabenstellungen. Hauptaugenmerk wurde auf das richtige Absetzen des Notrufes gelegt, eine Erste-Hilfe-Maßnahme,

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die auch von Kindern einwandfrei geleistet werden kann. Bei den einzelnen Stationen wurden die richtige Atemkontrolle, das Verhalten bei Verbrennungen und Nasenbluten, vor allem aber die zugewandte Betreuung eines Verletzten geübt. Theoretische Aufgaben mit Suchbildern, Bildgeschichten, Satzbausteinen etc. rundeten den Bewerb ab. Als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen erhielten die SchülerInnen ein Dankeschön-Paket mit Sachpreisen wie beispielsweise Malbücher oder Museumstickets, sowie die FrühhelferInnen-­ Urkunde des Wiener Jugendrotkreuzes. Alle haben gewonnen, denn: Mitmachen war die Devise!


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

ERSTE-HILFE-LANDESBEWERB 2016 ERSTE HILFE. EIN GEWINN. Rund 100 Wiener SchülerInnen legten Mitte April ihre Hand aufs Herz. Anlass war der 16. Erste-HilfeLandesbewerb. 13 Teams stellten in der San­Arena des Wiener Rotkreuz-Ausbildungszentrums unter realitätsnahen Bedingungen ihre Erste-HilfeKenntnisse unter Beweis. In fünf Stationen wurden Unfallopfer, gemimt von SchülerInnen des BRG Pichlmayergasse, erstversorgt. Notrufe wurden abgegeben, Unfallorte abgesichert, Herzdruckmassagen durchgeführt, Wunden versorgt und Zuspruch gegeben. Die SchülerInnen zeigten größtes Engagement und überzeugende ErsteHilfe Kompetenzen. Das Rahmenprogramm bot umfassende Informationen zum Leistungsspektrum des Roten Kreuzes. Die SchülerInnen wurden im Zuge eines RotkreuzQuiz aufgefordert, ihr frisch erworbenes Wissen zu einem Gewinn zu machen. Rotkreuz-Mitarbeiter Roland Reichenauer führte durch das Haus. Fragen rund um das Rote Kreuz und das Humanitäre Völkerrecht wurden von Günter Stummer unterhaltsam beantwortet.

Aus dem Erste-Hilfe-Landesbewerb 2016 gingen folgende GewinnerInnen hervor: Kategorie Einführungskurs und Grundkurs: • Platz 1: Wiedner Gymnasium, 1040 Wien • Platz 2: De la Salle Strebersdorf, 1210 Wien • Platz 3: Lise-Meitner-Gymnasium Schottenbastei, 1010 Wien Univ.-Prof. Dr. Reinhard Krepler, Präsident des Wiener Roten Kreuzes, zeigte sich beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten und würdigte dieses in seiner Abschluss-Rede. Das Wiener Jugendrotkreuz gratuliert allen TeilnehmerInnen und PreisträgerInnen herzlichst. Ein ebenso großer Dank gilt den LehrerInnen und DirektorInnen, die mit ihren SchülerInnen mitfieberten und sie auf den Erste-Hilfe-Landesbewerb vorbereiteten. Die Erstplatzierten in den beiden Kategorien Einführungskurs und Grundkurs wurden vom Wiener Jugendrotkreuz zum Bundesbewerb, der im Juni stattfand, nach Kärnten/Maltschach eingeladen.

Wir bedanken uns für die Unterstützung bei Unseren Bewerben bei folgenden Sponsoren: Spielwaren Walter Jank

Schlachthausgasse 23-29 Arkadenhof Lokal 9 gleich bei der U3 Station Schlachthausgasse Ausgang Markhofgasse 1030 Wien TEL: 01/7968288 FAX: 01/7961629 MAIL: edith@spielwaren-jank.at SHOP: www.spielwaren-jank.at www.sonos.at

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BEWERBE UND VERANSTALTUNGEN

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ERSTE-HILFE-BUNDESBEWERB 2016 BEMERKENSWERTE LEISTUNGEN „Alle Schülerinnen und Schüler haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie im Notfall wissen, wie man richtig und schnell hilft“, so Jugendrotkreuz-Generalsekretärin Renate Hauser. 150 Jugendliche von Schulen aus ganz Österreich sind heuer beim Erste-HilfeBundesbewerb des Österreichischen Jugendrotkreuzes am Maltschacher See in Kärnten angetreten. Wien wurde durch das Team des Wiedner Gymnasiums (1040 Wien) vertreten. Der Sieg ging an Teams aus Oberösterreich und Osttirol. „Unser Team hat einen Lehrling versorgt, der sich in der Werkstatt das Auge verätzt hat. Wir haben das betroffene Auge mit Wasser gespült, einen Verband angelegt, den Notruf gewählt und ihn beruhigt. Das

war total richtig“, freut sich die vierzehn Jahre alte Teilnehmerin Katja. Weiters mussten die jungen ErsthelferInnen Atem-Kreislaufstillstand, Bewusstlosigkeit, starke Blutung und Knochenbrüche erkennen und richtig helfen. „Diese Großveranstaltung war auch dieses Jahr wieder ein Erlebnis für alle! Mindestens so wichtig wie die tollen Leistungen war der Teamgeist in den Gruppen bei der Vorbereitung und im Bewerb selber. Jeder hat mitgeholfen, die inszenierten Unfälle und Verletzungen zu bewältigen – und alle haben in der Stresssituation die Nerven bewahrt“, so Renate Hauser.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

HTL DONAUSTADT ERSTE-HILFE-PRAXISTAG 2016

BUNDESSCHULEN KALVARIENBERG PRAXISTAG FÜR ERSTE HILFE 2016

Beim Erste-Hilfe-Praxistag in den Räumlichkeiten der HTL Donaustadt durften die mehr als 50 teilnehmenden Jugendlichen vom BRG Kundmanngasse, der Fachschule Kalvarienberg, des De La Salle Gymnasiums, vom BRG Pichelmayergasse, dem BORG Landstraßer Hauptstraße und des Wiedner Gymnasiums an von ihren KollegInnen perfekt geschminkten Schnittwunden, Verbrennungen und andere schlimme Verletzungen ihr Können als ErsthelferInnen unter Beweis stellen. Gemeinsam organisierten PädagogInnen, DirektorInnen, Eltern, HelferInnen, SchülerInnen und die Verantwortlichen des Wiener Jugendrotkreuzes als JurorInnen, Tourguides, SchauspielerInnen, ErsthelferInnen oder StationenbetreuerInnen eine sehenswerte Veranstaltung im Zeichen der Ersten Hilfe.

Beim zweiten Praxistag für Erste Hilfe in den Bundesschulen Kalvarienberg konnten interessierte SchülerInnen, aber auch PädagogInnen, Direktor­Innen und Eltern eine spannende Vorführung der Search and Rescue Suchhundestaffel des Wiener Roten Kreuzes am schuleigenen Sportplatz bestaunen und Wissenswertes über deren Einsatzgebiete, die Ausbildung von Hund und Hunde­führerInnen und vieles mehr erfahren. Außerdem übte das Rote Kreuz gemeinsam mit den engagierten ErsthelferInnen anhand realistischer Unfalldarstellungen und geschminkter Verletzungen den Einsatz bei Notfallszenarien. Im Rahmen der Nachbesprechung gab es dann wertvolle Tipps von RettungssanitäterInnen und Lehr­beauftragten aus der Praxis.

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BEWERBE UND VERANSTALTUNGEN

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KHD-PRAXISTAG SCHULSANITÄTER/INNEN BEIM KATASTROPHENHILFSDIENST Interessantes und Spannendes aus dem Bereich des Katastrophenhilfsdienstes wurde an diesem Tag bei verschiedenen Stationen vermittelt: u.a. Zeltaufbau, Funken, realistische Unfalldarstellung, Feldküche, Verpflegsdienst und CBRN. Am 23. März nahmen Mitglieder des Schul­ sanitätsdienstes am KHD-Praxistag (Katastrophenhilfsdienst-Praxistag) in der Karl-SchäferStraße teil. Die SpezialistInnen der Bereitschaft CBRN (chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear) verfügen über Know-how und Ausrüstung, um auch Einsätze mit Gefahrstoffen durchführen und bei einem großräumigen Schadensfall den

Rettungsdienst aufrecht erhalten zu können. Ihre Aufgabenbereiche sind die prompte Reaktion bei akuten Schadensfällen (z.B. beim Chemieunfall in Wien-Erdberg 2012), die mittel- und lang­ fristige Prognose möglicher Gefährdungslagen (z.B. Schweinegrippe 2010) oder die Vorschreibung konkreter Maßnahmen für die tägliche Arbeit (z.B. Grippeepidemien in Wiener Pflegeheimen 2012).


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SICHERHEITSPÄDAGOGISCHE TAGE 2016 DIE HELFER WIENS Auch heuer waren im Zeitraum April bis Juni Blaulichtorganisationen und Magistratsabteilungen auf Tour durch Wiens Volksschulen – das Wiener Jugendrotkreuz und das Wiener Rote Kreuz waren mit dabei! Unter dem Programmträger „Die Helfer Wiens“ und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen aus dem „K-Kreis“ wurde im Rahmen dieser Aktionstage 4.415 Kindern an 15 Schulstandorten ein unterhaltsames und informatives Programm zum Thema Sicherheit, Gesundheit und Umwelt geboten. Neben den Blaulichtorganisationen präsentierten sich zahlreiche Wiener Magistratsabteilungen, um den SchülerInnen schon früh zu zeigen, dass Wien für alle Fälle bestens vorbereitet ist.

Im Schuljahr 2015/16 mit dabei: 15 Schulen 4.415 SchülerInnen 188 Klassen ca. 200 LehrerInnen • VS Ludwig von Höhnelgasse 17-19, 1100 Wien • VS Molitorgasse 11, 1110 Wien • VS Am Schöpfwerk 27, 1120 Wien • VS Asperner Heldenplatz 3, 1220 Wien • VS Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse 2, 1100 Wien • VS Herderplatz 1, 1110 Wien • SPZ Franklinstraße 27-33, 1210 Wien • VS Spielmanngasse 1, 1200 Wien • VS Schulgasse 57, 1180 Wien • VS Rittingergasse 29a, 1210 Wien • VS Zennerstraße 1, 1140 Wien • VS Pantucekgasse 13, 1110 Wien • VS Akaziengasse 52-54, 1230 Wien • VS Dietrichgasse 36, 1030 Wien • VS Märzstraße 178-180, 1140 Wien

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BEWERBE UND VERANSTALTUNGEN

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SICHERHEITSFEST 2016 EIN MEHR AN SICHERHEIT

DANUBE DAY 2016 SCHUTZ UNSERES LEBENSRAUMS

Getragen wird das „Wiener Sicherheitsfest“ von den 38 Organisationen des Wiener K-Kreises, einem weltweit einzigartigen Zusammenschluss von Wiener Blaulicht- und Hilfsorganisationen, sowie sämtlichen sicherheitsrelevanten Dienststellen der Stadt Wien, ihr nahestehenden Unternehmen und privaten PartnerInnen. Ob Hochwasserschutz, Trinkwassernetz, Kanalsystem, Strom- und Gas­versorgung, Abfallbewirtschaftung, Straßenräumung, Veterinärdienste oder Wiener Linien, um nur einige Beispiele zu nennen: Im K-Kreis finden sich für jede Herausforderung die jeweils richtigen ExpertInnen. Für die Wiener Bevölkerung bedeutet das: größtmögliche Sicherheit. Die Sicherheit, dass sie im Ernstfall jederzeit auf rasche, hochprofessionelle und top organisierte Hilfe zählen kann. Das Wiener Jugendrotkreuz war beim Sicherheitsfest 2016 mit dabei und konnte schon die kleinsten BesucherInnen dafür begeistern.

Dieser Tag gilt als sichtbares Zeichen für den Donauschutz und soll die Öffentlichkeit auf die Bedeutung des großen europäischen Stromes hinweisen, sowie einen Beitrag zur Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit diesem Thema leisten. An 15 interaktiven Informationsständen wurde am 13. Juni im Museumsquartier die Vielfalt der Donau präsentiert, Wissen vermittelt und bewusst gemacht, dass jede/r Einzelne einen Beitrag zum Schutz des Lebensraums Donau leisten kann. Das Wiener Jugendrotkreuz sensibilisierte mit praktischen Übungen für das Thema Erste Hilfe.


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FRIEDENSLAUF 2016 ICH LAUFE – DU SPENDEST – WIR HELFEN

FERIENSPIELAKTIONEN IN WIEN SINNVOLLE SOMMERFREUDEN

Am Samstag, 23. April 2016 fand ein ganz besonderes Charity-Event zugunsten unseres SommerCamps „Ferien in Wien“ statt: Der 15. ÖSTERREICHISCHE FRIEDENSLAUF rund um das Wiener Rathaus!

„Coole Kids wissen, wie sie richtig helfen!“ Unter diesem Motto lernen Kinder zwischen sechs und 13 Jahren die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen, Einsatzorganisationen und Magistratsabteilungen kennen. An interaktiven Mitmach-Stationen vermitteln die MitarbeiterInnen der Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen – darunter das Wiener Rote Kreuz und das Wiener Jugendrotkreuz – Kenntnisse, um im Notfall richtig zu reagieren.

Unter dem Motto „Ich laufe – Du spendest – Wir helfen“ beteiligten sich hunderte LäuferInnen, RollstuhlfahrerInnen, Inline-SkaterInnen und Sco­­ oter-FahrerInnen aktiv an der Benefiz-Veranstaltung, bei der Sponsoren pro gelaufener oder gefahrener Runde um das Rathaus (710 Meter) einen frei gewählten Betrag spendeten. LäuferInnen und SponsorInnen konnten die erlaufenen Beträge einem von vier Projekten spenden, wie etwa unserem Sommer-Camp „Ferien in Wien“ für Kinder und Jugendliche mit körperlicher und geistiger Behinderung.

Wir freuen uns, dass wir auch diesen Sommer wieder als Partner der Wiener Ferienspielaktion im Zeitraum 2. Juli bis 4. September 2016 dabei waren und viele Kinder über unser Angebot informieren konnten.

Wir bedanken uns herzlichst bei allen TeilnehmerInnen, LäuferInnen, SponsorInnen, UnterstützerInnen und insbesondere bei den Jugendlichen und der RK Jugend, die diesen Tag mit großem Engagement und Einsatz unterstützt haben!

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SCHULSANITÄTSDIENST

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SCHULSANITÄTSDIENST DIE SCHULEN BERICHTEN An zahlreichen Schulstandorten betreut das Wiener Jugendrotkreuz als Kooperationspartner seit mehr als 10 Jahren die Schulsanitätsdienste. Die Schulsanitätsdienste sind dabei ähnlich dem Modell des betrieblichen Ersthelfers aufgebaut. Dies muss laut Arbeitnehmerschutzgesetz in Betrieben – abhängig von der Anzahl der MitarbeiterInnen – gesetzlich verpflichtend institutionalisiert werden. Der „Schulsanitätsdienst“ ergänzt dabei die Erste-Hilfe-Versorgung in ganz wesentlichen Punkten: Die ausgebildeten SchulsanitäterInnen, allesamt SchülerInnen der jeweiligen Schulen, übernehmen Verantwortung, stärken ihre Sozial­ kompetenz und erhalten die Möglichkeit zur beruflichen Orientierung. Zwischenmenschliche Aspekte, die Verbesserung des sozialen Klimas im

Schulalltag und pädagogische Gesichtspunkte, wie zum Beispiel die Förderung des Verantwortungsbewusstseins und der Hilfsbereitschaft der Schüler­ Innen sind zusätzliche Ziele der teilnehmenden Schulen. Gleichfalls gewährleistet ein Schulsanitätsdienst die Bereitstellung von ErsthelferInnen und trägt so unter anderem zur Entlastung der LehrerInnen bei.


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BORG 3 1030 WIEN Wie bereits im Vorjahr wurden auch im vergangenen Schuljahr Erste-Hilfe-Kurse in den sechsten Klassen abgehalten. Zehn der TeilnehmerInnen zeigten besonderes Engagement und formierten sich kurzerhand zum freiwilligen Sanitätsdienst an ihrer Schule. Als solcher war man fortan helfend zur Stelle, wann immer es nötig wurde, und leistete abwechselnd Bereitschaftsdienst – samt Notfallhandy und

Erste-Hilfe-Koffer. Monatliche Treffen mit Expert­ Innen boten die Möglichkeit, bestehendes Wissen rund um Themen der Ersten Hilfe neu zu erlernen oder zu vertiefen. Beim Erste-Hilfe Praxistag, aber auch beim Erste-Hilfe-Landesbewerb wurde das eigene Können schließlich unter realen Bedingungen demonstriert. (Mag. Nicole Lanegger, Leitung SSD)

BG, BRG PICHLMAYERGASSE 1100 WIEN 25 SchülerInnen der Oberstufe entschieden sich dazu, einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren, um anschließend als ausgebildete ErsthelferInnen im Schulalltag helfend zur Verfügung zu stehen. Im Rahmen des Erste-HilfePraxistages, beim Schminken der Unfalldarsteller­ Innen beim Erste-Hilfe-Landesbewerb des Wiener Jugendrotkreuzes und beim Katastrophen-Hilfsdienst-Praxistag des Wiener Roten Kreuzes wurde das Wissen vertieft. Zudem engagierten sich die SchülerInnen mit einem Buffet am Elternsprechtag,

dessen Einnahmen dem Wiener Jugendrotkreuz zur Verfügung gestellt wurden, betreuten einen Infostand am Tag der offenen Tür, unterstützten die Weihnachts- und Glückwunsch-Kartenaktion, die Ö3-Wundertütenaktion und halfen beim Buffet des Weihnachtskonzertes tatkräftig mit. Beim Besuch einer Kindergartengruppe versuchten die Schüler­ Innen des sogenannten Schulsozialdienstes den Kleinsten spielerisch Erste-Hilfe-Maßnahmen zu vermitteln. (Prof. Mag. Gabriele Wegmayer, Leitung SSD)

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SCHULSANITÄTSDIENST

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BG, BRG WIEDNER GYMNASIUM 1040 WIEN Um das Thema „Mobbing“ aufzugreifen, richteten die freiwilligen Mitglieder des Schulsanitätsdienstes im vergangenen Schuljahr einen Kummerkasten ein, in dem man Sorgen schriftlich deponieren konnte. Notizen wurden von Mitgliedern aus der Oberstufe gelesen, die Schulärztin ermöglichte es, Antwort zu geben, ohne dabei die Anonymität aufzubrechen. Auch eine Mailadresse wurde eingerichtet. Darüber hinaus konzentrierten sich die jungen ErsthelferInnen auf ihr „Hauptgeschäft“ – die Erste Hilfe. Beim Tag der Offenen Tür beeindruckten sie mit ihrem Können VolksschülerInnen

und Eltern; während des Schulballes standen sie u.a. mit Pflaster gegen Blasen bei drückenden Schuhen zur Verfügung und nahmen am Landesbewerb in Erster Hilfe teil. Dort belegten beide Mannschaften (für den Erste-Hilfe-Einführungskurs und Erste-Hilfe-Grundkurses) den ersten Platz. Als einzige Schule Wiens durfte das Wiedner Gymnasium das Bundesland Wien beim Bundesbewerb in Maltschach/Kärnten – angefeuert von Herrn Direktor Scheiber – vertreten. (Mag. Angela Ransdorfer, Leitung SSD)

DE LA SALLE-SCHULE STREBERSDORF 1210 WIEN Zwei Lehrerinnen und ein Absolvent der Schule waren im vergangenen Schuljahr als TrainerInnen von Erste-Hilfe-Kursen im Einsatz. Der erste Erste-Hilfe-Grundkurs für die sechste Kreativklasse war ein voller Erfolg, nahmen doch einige SchülerInnen sogar erfolgreich am Landesbewerb teil. Zusätzlich absolvierten die 2. Klassen den Erste-Hilfe-Einführungskurs, die 5. Klassen zwei Erste-Hilfe-Grundkurse und die LehrerkollegInnen einen Auffrischungskurs in Sachen Erste Hilfe. Im Sommersemester nahm schließlich sowohl eine EHE- als auch eine EHG-Gruppe am JRK-Bewerb

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teil. Außerdem absolvierten die vier 4. Klassen ein Reanimationstraining mit einem Medizinstudenten, der ebenfalls an der DeLaSalle-Schule in Strebersdorf maturiert hatte. Täglich im Einsatz, profitieren die SchülerInnen des Schulsanitätsdiensts vom hervorragenden Wissen um Erste-Hilfe-Maßnahmen, der übernommenen Verantwortung und der Arbeit im Team. Ihr Engagement entlastet Sekretariat und Lehrkörper merklich. Es bleibt zu hoffen, dass das umfangreiche Erste-Hilfe-Projekt weiterhin so gut angenommen wird. (DDr. Irmgard Hausleithner, Leitung SSD)


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

BRG, LISE MEITNER REALGYMNASIUM 1010 WIEN 16 SchulsanitäterInnen aus den 5. und 6. Klassen Im 2. Semester wurden so rund 1000 Stunden an absolvierten einen 16-stündigen Erste-Hilfe-­ freiwilliger Bereitschaft samt Einsätzen geleistet. Grundkurs, um anschließend regelmäßige Bereit- Zusätzlich zum aktiven Sanitätsdienst kümmerten schaftsdienste zu übernehmen. Organisiert über sich die freiwilligen MitarbeiterInnen ebenso um die Gruppenchat-Funktion von WhatsApp, über- Personalangelegenheiten, den laufenden Dienstnahmen dabei je zwei SchulsanitäterInnen bis betrieb, die Versorgung mit notwendigen MateUnterrichtsende den Erste-Hilfe-Kasten und ein rialien sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Interne eigenes Diensthandy. Im Notfall vom Sekretariat, Evaluierungen, Team-Konferenzen und regelmävon einer Lehrkraft oder einem bzw. einer SchülerIn ßige Teilnahme am erste-Hilfe-Bewerb des Wiener alarmiert, wurden Verletzungen oder plötzliche Jugendrotkreuzes erweiterten den Sanitäts-Alltag. Erkrankungen versorgt und in schwierigen Fällen Wir hoffen, den SSD in den kommenden Jahren nach Absprache mit OStR Mag. Rudolf Zangl an die weiter ausbauen zu können. Rettungskräfte oder die Eltern übergeben. (OStR. Mag. Rudolf Zangl, Leitung SSD)

HTL DONAUSTADT 1220 WIEN Im September 2006 wurde das Schulsanitätsteam auf Anregung des Wiener Jugendrotkreuzes erweitert. Engagierte SchülerInnen, die bereits einen Erste-Hilfe-Grundkurs absolviert hatten, erklärten sich bereit, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. Im Schuljahr 2015/16 zählte das Schulsanitätsteam 55 SchülerInnen und 11 PädagogInnen.

Eine Reihe an Angeboten stellt sicher, dass Wissen erworben und gefestigt wird: Regelmäßige ErsteHilfe-Kurse, Übungseinheiten für Schulsanitäter­ Innen, Mitarbeit beim Erste-Hilfe-Praxistag, Vorbereitung der Wettbewerbsgruppe und die Möglichkeit zur freiwilligen Mitarbeit bei Rettungsorganisationen. Am Ende der Schullaufbahn erhalten alle SchulsanitäterInnen ein Zertifikat. (Prof. Mag. Walter Mayr, Leitung SSD)

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AUSBILDUNGEN UND WORKSHOPS

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AUSBILDUNGEN UND WORKSHOPS Die vielfältigen Programme und Workshops des Wiener Jugendrotkreuzes sensibilisieren jährlich zahlreiche SchülerInnen und Jugendliche für zentrale Themen wie Suchtprävention, Migration und Integration.

SUCHTPRÄVENTION/ RAUSCHBRILLENWORKSHOPS Der beste Schutz vor Suchterkrankungen ist eine stabile, starke und gesunde Persönlichkeit sowie das Vertrauen in einen selbst, sowie die eigenen Fähigkeiten. Jugendliche stehen am Beginn der Persönlichkeitsentwicklung und müssen erst lernen, selbständig Urteile zu fällen und Verführungen zu widerstehen. Auch die Kritikfähigkeit muss erst ausgeprägt werden – ein mitunter fordernder Abschnitt am Weg zum Erwachsensein. In dieser Phase des Experimentierens und Ausprobierens wollen junge Menschen vor allem eigene Erfahrungen machen. Abgesehen davon gibt es aber noch weitere Faktoren, die zum Missbrauch gefährlicher Substanzen führen können – wie etwa Überforderungen jeder Art oder ein sozial-emotional schwieriges Erziehungsklima. Im vergangenen Schuljahr konnte das Wiener Jugendrotkreuz mit seinem Programmangebot abermals einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung rund um die Themen Sucht, Drogen, Alkohol und destruktive Verhaltensmuster leisten.

BABYFIT Nicht wenige Jugendliche übernehmen Verantwortung für jüngere Geschwister und Nachbarskinder oder bessern ihr Taschengeld auf, indem sie als BabysitterIn auf Kinder von Bekannten aufpassen. Um Jugendliche auf solche Aufgaben vorzubereiten, bietet das Wiener Jugendrotkreuz spezielle Kurse für Jugendliche an. TeilnehmerInnen erlernen dort alles Wissenswerte zum Thema Baby und Kleinkind, erhalten wertvolle Tipps zu Ernährung und Schlafverhalten sowie Anregungen für Spielideen. Als Teilnahmezertifikat erhalten die AbsolventInnen den BabysitterInnen-Ausweis, der u.a. bei Bewerbungen um Au-Pair-Jobs im Ausland äußert hilfreich sein kann.

PFLEGEFIT Mitunter sind Kinder und Jugendliche mit der Situation konfrontiert, dass Angehörige, wie Mutter oder Vater, zum Teil zeitlich begrenzt gepflegt und umsorgt werden müssen. In Österreich unterstützen rund 42.000 Kinder und Jugendliche als „Young Carers“ die Pflege von pflegebedürftigen Angehörigen. Das Wiener Jugendrotkreuz freut sich, betroffenen SchülerInnen im Rahmen der Ausbildung „Pflegefit“ Basiswissen aus dem Bereich Pflege und Betreuung vermitteln zu können!

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JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

HUMANITÄRES VÖLKERRECHT Ist im Krieg alles erlaubt? Gibt es Regeln für den Umgang mit Kriegsgefangenen? Können Zivilisten geschützt werden? Was weiß ein Jugendlicher über den Krieg, wenn er nicht aus einem Kriegsgebiet kommt? Viele Jugendliche – und nicht nur sie – spielen gerne und häufig mit Kriegssimulationsspielen wie „Call of Duty“, „Battlefield“ oder „Counterstrike“. Was in diesen Spielen nicht zur Sprache kommt, sind die Regeln, die auch im Krieg gelten. Durch den interaktiven Workshop „Humanitäres Völkerrecht“, lernen Jugendliche die Inhalte der Genfer Konventionen kennen und diese in ihren Alltag zu übersetzen: sich für Schwächere einzusetzen, ihre Stimme zu erheben, wenn jemandem Unrecht geschieht – all das gehört zur modernen Zivilcourage. Mit dem kostenlosen Workshopangebot des Jugendrotkreuzes konnten auch im vergangenen Jahr viele Jugendliche (im Alter zwischen 13 und 18 Jahren) für Themen wie beispielsweise „Radikalisierung“ sensibilisiert werden. Ebenso war es Ziel, das Rechtsbewusstsein zu fördern. Wenn junge Menschen die Regeln des Humanitären Völkerrechts verstehen, ergibt sich daraus auch eine unmittelbare Auswirkung auf ihr Alltagsleben. Schon in persönlichen Konflikten müssen Spielregeln eingehalten werden. Wir konnten Schüler­ Innen damit den Sinn solcher verbindlichen Regeln selbst entdecken lassen.

Begleitinformationen und didaktische Hinweise für LehrerInnen ergänzt. Entdecke das humanitäre Völkerrecht „Entdecke das humanitäre Völkerrecht“ wurde vom ÖJRK entwickelt und kommt in verschiedenen Ländern zum Einsatz. Der virtuelle Campus zu „Entdecke das humanitäre Völkerrecht“ ist ein Ressourcenzentrum und bietet sowohl Pädagog­ Innen als auch SchülerInnen vielfältige Angebote, wie beispielsweise Lernmodule, Workshops, Videos und ein Diskussionsforum. Mehr Infos dazu unter: www.hvr-entdecken.info

Themenschwerpunkte waren weiters folgende: Zivilcourage, Völkerrechtsverletzungen, Ahndung von Verstößen gegen das Humanitäre Völkerrecht und Folgen von Kriegen. Filmsequenzen unterstützten die einzelnen Unterrichtseinheiten. Das Programm wurde zudem durch

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AUSBILDUNGEN UND WORKSHOPS

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PROJEKT X CHANGE „projektXchange“ setzt erfrischende Akzente für einen Zugang zu interkulturellem Verständnis und eröffnet durch persönliches Kennenlernen Möglichkeiten, Vorurteile, Ängste und Konflikte abzubauen sowie ein gegenseitiges offenes und bereicherndes Miteinander zu fördern. 2015 ermöglichten 28 BotschafterInnen mit unterschiedlichsten kulturellen Wurzeln Kindern und Jugendlichen einen neuen Blick auf die Welt. Der interaktive Workshop richtet sich an Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen und möchte durch die direkte Begegnung mit emotional oft aufgeladenen Themen wie Asyl und Flucht junge Menschen zu einer kritischeren und bewussteren Auseinandersetzung bewegen. Im Schuljahr 2015/16 konnten an den Wiener Schulen in insgesamt 39 Workshops etwa 1.000 Kinder und Jugendliche für das Thema Migration und Asyl sensibilisiert werden. „projektXchange“ soll Menschen mit Migrationsgeschichte eine Stimme geben und damit Raum für Begegnung schaffen. „projektXchange“-BotschafterInnen sind engagierte Frauen und Männer mit unterschiedlichen kulturellen und geographischen Wurzeln. Themen von „projektXchange“-Workshops sind Flucht, Rassismus, Zivilcourage, Diskriminierung, Toleranz, Vorurteile und Identität.

Rund 300 ehrenamtliche BotschafterInnen berichten inzwischen österreichweit von ihrer persönlichen Geschichte, ihren Erfahrungen sowie ihren Lösungsund Erfolgsstrategien. Primäre Ziele des interaktiven Workshops „projektXchange“ sind es, Vorurteile, Ängste und Konflikte abzubauen sowie Verständnis, Toleranz und Offenheit zu stärken. • Interkultureller Dialog • Umgang mit kulturellen Differenzen • Auseinandersetzung mit dem Thema Migration • Abbau von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, Verlust von Berührungsängsten • Förderung von Demokratiebewusstsein


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

BOTSCHAFTER/INNEN • Abdo Jalab (Syrien) • Abdulqadar Alibrahim (Syrien) • Aden Abdi (Somalia) • Ali Asghari (Afghanistan) • Amir-Mokri-Belza Mino (Iran) • Andric Isabella (Serbien) • Disoski Meri (Mazedonien) • Doneis Christia (Nigeria) • El-Ganady Mansour (Ägypten) • Eljelede Umyma (Sudan) • Hani Najjar (Syrien) • Hergic Senad (Bosnien-Herzegowina) • Hosam Ashour (Ägypten) • Jawid Najafi (Afghanistan) • Kaltak Aida (Serbien) • Lessel Jagod ( Serbien) • Masoud Abd A. (Jordanien) • Matic Jovana (Kroatien) • Mizerski Nika (Polen) • Nuri Jack (Türkei) • Parvin Razavi (Iran) • Puthenpurackal Antony (Indien) • Rateb Jarach (Syrien) • Rohani Akba (Afghanistan) • Shering Kanteh (Gambia) • Stavaric Michael (Tschechien) • Velásquez Sandra (Nicaragua) • Walla Kella (St. Lucia Karibik)

Fußballstar Ivica Vastic (Kroatien), Moderatorin Arabella Kiesbauer (Ghana) oder ARD-Korrespondent Stephan Ozsváth (Deutschland) engagieren sich ebenfalls im Rahmen des Workshops projektX­ change als IntegrationsbotschafterIn. Sie erzählen ganz persönlich, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren und wie sie es geschafft haben, in Österreich ihre neue Heimat zu finden.

Jeder Mensch ist Botschafter seiner Kultur. Jeder Mensch gehört gehört. „projektXchange“ möchte Geschichten Gehör verschaffen.

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GESUNDHEIT UND UMWELT

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GESUNDHEIT UND UMWELT Die GIVE-Servicestelle für Gesundheitsbildung ist eine Initiative des Österreichischen Jugendrotkreuzes, des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sowie des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (BMBF). Sie unterstützt Gesundheit und Gesundheitsförderung in Schulen durch Beratung und Information für PädagogInnen. Auch im vergangenen Schuljahr 2015/16 konnte die GIVE-Servicestelle nachhaltig zur Gesundheitsförderung an den Schulen beitragen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit FachexpertInnen aus dem Bereich der schulischen Gesundheitsförderung eine wesentliche Voraussetzung. Neue Erkenntnisse der Gesundheitsförderungsforschung wurden aufgegriffen und in die Angebote für Schulen eingeflochten. Um die Gesundheit aller Beteiligten am Schulbetrieb zu fördern, bietet die GIVE-Servicestelle umfassende Leistungen, aber auch zahlreiche Publikationen und Unterrichtsvorschläge zu Themen der Gesundheitsförderung an. Zusätzlich informiert die GIVE-Servicestelle im Rahmen von Veranstaltungen über ihre Angebote. Ein besonderer Dank gilt unserem Landesreferenten für Gesundheit und Umwelt, OStR. Mag. Rudolf Zangl. Sein Einsatz stärkte und sicherte auch in diesem Jahr das Bewusstsein um die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Gesundheitsbildung an den Wiener Schulen. So stellte er u.a. den BezirksleiterInnen und AHS-Beauftragten Informationen zur Verfügung und nahm an ÖJRK-Bundeskonferenz und Landeskonferenz als ÖJRK-GIVE-Landesreferent teil.

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Der bereits 2013 gesetzte Schwerpunkt „GIVEInfo-Box für jedes Konferenzzimmer“ konnte so auch im vergangenen Schuljahr fortgesetzt werden: zahlreiche Materialien wurden an diversen Schulstandorten angefordert und bereitgestellt. Die nächste Projektphase wird sich im kommenden Schuljahr der Vernetzung von Nachbarschulen („Grätzl-Vernetzungsaktion“) und in weiterer Folge der „Bezirks-Vernetzungsaktion“ widmen. Dabei sollen „nachbarschaftliche Gesundheitsprojekte“ angeregt werden.

AUSBLICK 2016/17 Den Schwerpunkt der Aktivitäten im kommenden Jahr werden die „Grätzl-Vernetzungsaktion“ und „Bezirks-Vernetzungsaktion“ bilden. BezirksleiterInnen und LandesreferentInnen erhalten die aktualisierten Materialien und GIVE-PPP. Damit sollen sie bei der Umsetzung von Gesundheitsprojekte unterstützt werden. Nach Möglichkeit wird Landesreferent OStR. Mag. Rudolf Zangl wieder als Referent für Tagungen zur Verfügung stehen.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

GutDrauf – Gesundheitsparcours Ein Parcours aus 5 Stationen, die interaktiv und spielerisch über die Themen Bewegung, Ernährung, Entspannung & Stressprävention, Selbstwert & Suchtprävention sowie Soziales Lernen & Kommunikation informieren. Vielfältige Übungen unterstützen, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Broschüre „LehrerInnen-Gesundheit“ Eine Auswahl an Methoden und Tipps soll die Arbeit in der Praxis erleichtern sowie Überblick über Beratungs-, Unterstützungs- und Weiterbildungsangebote geben. Broschüre „Sommer, Sonne & Gesundheit“ Die Frühlings- und Sommermonate bieten Gelegenheit, den Unterricht ins Freie zu verlegen – etwa in Form von Exkursionen, Projektwochen oder Arbeiten im Schulgarten. Dabei sollten einige Punkte beachtet werden, die in dieser Broschüre zusammengefasst werden. Darunter Informationen zu Themen wie Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Insektenstichen und Badeunfällen, Essen & Trinken, richtiger Sonnenschutz, Vorbeugung von Sonnenstich und Hitzeschlag uvm.

Kommunikation fördern und Konflikte bewältigen Wir bieten Materialien für PädagogInnen u.a. zu folgenden Themen: Soziales Lernen und Lebenskompetenzförderung, Kommunikation in der Schule, Konflikt und Gewaltprävention, Mobbing. Inklusive Tipps und Anregungen für die schulische Praxis, Serviceteil mit Kontaktadressen und Webtipps. Lebenskompetenzen fördern – Suchtvorbeugung in der Schule Wir stellen Materialien für PädagogInnen u.a. zu folgenden Themen zur Verfügung: Erklärungsansätze zur Krankheiten wie Magersucht, Ess-Brech-Sucht, Ess-Sucht u.a., Früherkennung und Intervention, Ratschläge für PädagogInnen, Prävention im Lebensraum Schule, Praktische Übungen, Serviceteil mit Kontaktadressen und Webtipps.

Aktuelles aus der Servicestelle und zur Gesundheitsförderung in der Schule gesundinderschule.wordpress.com oder www.facebook.com/GIVEGesundheitsbildung Veranstaltungen mit gesundheitsrelevanten Themen www.give.or.at/veranstaltungskalender

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LERNHILFE

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LERNHILFE Auf Initiative des Wiener Jugendrotkreuzes im Jahr 2013 ins Leben gerufen, konnte das Projekt „Lernhilfe“ bereits an 24 Wiener Volksschulen etabliert werden und zahlreiche SchülerInnen beim Verbessern ihrer Deutschkenntnisse unterstützen. Da private Nachhilfe für viele Eltern nicht leistbar ist, ist die Nachfrage nach dem „Lernhilfe“-Angebot ungebrochen hoch. Unter direkter Bezugnahme auf das Mission Statement des Internationalen Roten Kreuzes – „Das Leben von Menschen in Not und sozial Schwachen durch die Kraft der Menschlichkeit verbessern“ – hat das Wiener Jugendrotkreuz bereits im Jahr 2013 das Projekt „Lernhilfe für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache“ initiiert. Nicht nur angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme, sondern auch als langfristige und strategische Investition in eine Gesellschaft des Miteinanders steht der Spracherwerb im Zentrum einer funktionierenden Integration und dient als Fundament einer selbstgesteuerten, freien und positiven Entfaltung von jungen Menschen in Gegenwart und Zukunft.

Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität“ diese Ungleichheiten. Auch angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation gehen wir davon aus, dass der Sprachförderbedarf in der nahen Zukunft einen noch höheren Stellenwert für unsere Gesellschaft einnehmen wird, als er dies in der Gegenwart ohnehin schon hat. Das Projekt „Lernhilfe für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache“ setzt sich als qualitatives und quantitatives Ziel, im Kontext einer offenen, pluralistischen Gesellschaft des Miteinanders jungen Menschen (in diesem Fall Kinder im Volksschulalter) möglichst früh ein Andocken an die für sie neue Lebensumgebung zu ermöglichen – durch den raschen, intuitiven und natürlichen Erwerb der Sprache.

MEHR SPRACHKOMPETENZ, MEHR CHANCEN FÜR DIE KINDER

MULTIKULTURELLES LERNEN

Abgesehen von der Schriftlichkeit ist Sprache das wichtigste Medium der Alltagskommunikation, stellt eine wichtige Ressource im Bereich Bildung und Arbeitsmarkt dar, stiftet Identität, symbolisiert Zusammengehörigkeit und ist – im negativen Sinne – verantwortlich für Ungleichheiten im Zugang zu Bildung, Einkommen, zentralen Institutionen und gesellschaftlicher Anerkennung. Die Lernhilfe des Wiener Jugendrotkreuzes thematisiert in Umsetzung der Rotkreuz-Grundsätze „Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität,

40

Zielgruppe des Lernhilfe-Projektes sind SchülerInnen mit Sprachdefiziten und besonderem Sprachförderbedarf mit Schwerpunkt auf Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache bzw. Kinder mit Fluchthintergrund – dies vor dem Hintergrund eines effektiven und multikulturellen Lernens. Die bisherigen Erfahrungen und Projektberichte zeigen deutlich, dass eine nachhaltige sprachliche Förderung eine wesentliche Verbesserung der Startsituation ins Leben mit sich bringt und über die Wertschätzung einer echten Mehrsprachigkeit auch die komplexen Anforder­ungen an eine pluralistische, an die deutsche Schriftsprache


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

gebundene Gesellschaft erfüllt. Die hohe und signifikant steigende Nachfrage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind – neben dem unabdingbaren Erwerb der „alten“ Muttersprache im privaten Kontext und dem institutionalisierten Erwerb der „neuen“ Muttersprache im Regelunterricht. Weil die klassische Nachhilfe für viele betroffene Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache aus ökonomischen Gründen keine Option ist, soll das eingereichte Projekt ohne ökonomischen Mehraufwand, aber bei gleicher qualitativer Zielsetzung einen wesentlichen Beitrag leisten. Die vom Wiener Jugendrotkreuz angebotene Lernhilfe hat sich an den Partnerschulen zu einem fixen Bestandteil des Lehrangebots entwickelt – was nur Hand in Hand mit der tatkräftigen finanziellen

Unterstützung bzw. durch Subventionen möglich ist. Die spielerische und interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema, das Arbeiten in kleinen, multikulturell zusammengesetzten Gruppen und die Leitung durch erfahrene und fachlich hochqualifizierte PädagogInnen führten bis dato zu einem signifikanten Leistungsanstieg in Form besserer Noten und vor allem zu einem stark verbesserten Zugang zum sonstigen Wissenserwerb im Regelunterricht – verbunden mit gesteigertem Selbstbewusstsein und einem „Mehr“ an Zugehörigkeitsgefühl zum neuen Lebensumfeld. „Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ formulierte Wilhelm von Humboldt. Wir wollen den Kindern im Rahmen der Lernhilfe einen der wichtigsten Schlüssel für diese Welt mit auf den Weg geben.

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LESE- UND MEDIENKOMPETENZ

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LESE- UND MEDIENKOMPETENZ Lesen bildet, und zwar in vielerlei Hinsicht: Wer sinnerfassend Texte lesen kann, wird in der Schule, bei der Weiterbildung und am Arbeitsplatz erfolgreich sein. Lesen kann noch mehr: Es legt den Grundstein für Sprachgewandtheit, Fantasie und Sozialkompetenz. Analphabeten sind heute mit scheinbar unüberwindlichen Hindernissen konfrontiert: Kaum ein Beruf, in dem nicht gelesen werden muss. Je einfacher das Lesen fällt, umso leichter gestaltet sich auch der Alltag. Dabei profitieren bereits die ganz Kleinen, wenn wir ihnen vorlesen, fördert dies doch die Sprachkompetenz und erweitert das Vokabular – Kinder lernen, sich gewählt auszudrücken. Später eröffnet Lesekompetenz den Weg hin zu mehr Bildung, denn Information und Wissen will unabhängig entdeckt und verwertet werden. Wer wissen möchte, was in der Welt passiert, liest die Nachrichten – gedruckt oder online. Literatur erlaubt es schließlich, der Fantasie freien Lauf zu lassen und in ferne Welten abzutauchen, aber auch die Vermittlung moralischer Werte an ganze Generationen. Im Interesse von Kindern, Jugendlichen, Eltern und PädagogInnen stellt das Wiener Jugendrotkreuz ein vielfältiges Angebot an kostenlosen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Inhaltlich reicht der Schwerpunkt von Gesundheitsbüchern über Bild­ geschichten und Unterrichtsmaterialien bis hin zu den Themen der Ersten Hilfe („Helfi“) und vorbereitende Unterlagen für die „Freiwillige Radfahrprüfung“. Ein Magazin des Österreichischen Jugendrotkreuzes Ein Magazin des Österreichischen Jugendrotkreuzes

Ein Magaz

in des Österre ichischen Jugendrotkreu Ein Magaz in des Österre zes ichischen Jugendrotkreu zes

Oktober 2014 Oktober 2014

IDEEN FÜR UNTERRICHT UND JUGENDARBEIT

JUGENDROTKREUZ

IDEEN FÜR

Ich und meine Welt: Kostenlose Gesundheits­ bücher zum Zeichnen, Basteln und Schreiben für die 1. – 4. Schulstufe Gesundheit bedeutet Wohlfühlen. Im zweibändigen Gesundheitsbuch „Ich und meine Welt“ können sich SchülerInnen auf kreative Weise mit verschiedenen Aspekten ihrer Gesundheit auseinandersetzen. Beide Bände gliedern sich in folgende Kapitel: Ich über mich, Ich und meine Umwelt, Ich und mein Alltag, Ich und meine Gefühle. Die Gesundheitsbücher motivieren Kinder sich für ihre Gesundheit auch selber verantwortlich zu fühlen. Die Arbeitsaufgaben und praktischen Übungen können alleine oder in Partner- bzw. Gruppenarbeit durchgeführt werden. „Ich und meine Welt“ ist kostenfrei erhältlich. RS KinderPlakat

1◗

13.05.2003

10:39 Uhr

Seite 1

GESUNDH EIT

2◗

Wenn du schwimmen gehst, musst du gesund sein!

4◗

HINWEISSCHILDER BEACHTEN

Bleib nicht im Wasser, wenn dir kalt ist, du kannst sonst Krämpfe bekommen! Krämpfe sind für den Schwimmer gefährlich!

5◗

ESSEN

Wenn du viel gegessen hast, warte 1 Stunde, bevor du wieder ins Wasser gehst.

9◗

Spring nur dort ins Wasser, wo es erlaubt ist! in Du darfst dabei niemanden Gefahr bringen! Springe ja nicht in Gewässer, könndie du nicht kennst, es Oktober lauern! 2014 ten viele Gefahren

7◗

STARKE SONNE Schütze dich vor der Sonne (Sonnencreme, Kappe, Leibchen)! Wenn dir heiß ist, darfst du nicht ins kalte Wasser springen!

10◗

Vorsicht im Erlebnisbad

viele Im Erlebnisbad sind oft Menschen. Beobachte daher auch die Leute in deiner Umgebung! Ruf Hilfe herbei, wenn jemand in Gefahr ist!

NDARBEIT

Z

GRENZENLOS

10Z03847 2/2015 tkreuz SA

Offene Grenzen und ihre Auswirkungen l Leid ohne Grenzen l Schulbesuche von Integrationsbotschaftern l Medien & Impulse zum Thema l Die Jugendkampagne „Get social!“ l Angebote des ÖJRK

Jugendro

Jugendrotkreuz SA 2/2014 - 10Z038474 S

4S

RADIKALIS

IERT JUGEND E

Offene Grenz en und Flucht Barrieren l Die Kinde l Jugen r l Strategiepro dliche auf der Flucht des Dschihad l Menta l Medien & zess im Jugen le Impulse zum drotkreuz l T

8◗

ÜBERMUT

Lass dich von anderen nicht dazu überreden, etwas zu tun, was du nicht gut kannst: weit hinausschwimmen, ins tiefe Wasser springen oder tauchen.

März 2015

T UND JUGE

| 2003 Karch | Grafik: Info-Media Wien | Illustrationen: Stefan Hauptstraße 32, A-1041 Jugendrotkreuz, Wiedner Herausgeber: Österreichisches

Der Jugend steht alles offen – aber findet sie ihren Weg?

Sexualerziehung in der Schule alle Schulstufen

Wenn du Ohrenschmerzen oder eine Ohrenverletzung hast, darfst du nicht schwimmen, springen und tauchen!

Baderegeln

SPRINGEN

GENERATION

42

Geh erst dann ins Wasser, wenn du dich geduscht und abgekühlt hast!

OHRENERKRANKUNGEN

JUGENDROTKREU UNTERRICH

DUSCHEN, ABKÜHLE N

kannst Auf den Hinweisschildern du lesen, was im Schwimmbad ist. erlaubt und was verboten Daran musst du dich halten!

KÄLTEGEFÜHL

Die wichtigsten 6◗

3◗

www.juge ndrotkreu z.at

give – Servicestelle für Gesundheitsbildung Eine Initiative von BMBF, BMG und ÖJRK


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

ZEITSCHRIFTEN

Schulen

SchülerInnen

14/15 BZ

SF

+/- MDD LF

Vorjahr %

MINI SPATZENPOST

Schulen

SchülerInnen

14/15 BZ

SF

+/- MDD LF

Vorjahr %

LUX + JOIN IN

Burgenland

187

2.656

1.505

99

161

84

60

Burgenland

187

4.961

1.307

89

151

5

28

Kärnten

270

5.296

1.672

87

158

300

33

Kärnten

270

10.120

1.038

64

101

130

11

Niederösterreich

737

15.767

9.864

753

854

354

67

Niederösterreich

737

31.333

4.504

299

454

393

15

Oberösterreich

573

15.130

6.568

515

620

541

47

Oberösterreich

573

28.441

1.839

103

182

358

7

Salzburg

206

4.994

2.171

151

184

196

46

Salzburg

206

10.208

991

64

90

514

10

Steiermark

508

10.938

6.870

518

678

404

68

Steiermark

508

21.406

3.524

247

339

479

18

Tirol

413

6.743

3.418

235

363

290

54

Tirol

413

13.758

1.911

136

202

213

15

Vorarlberg

175

4.045

1.281

103

140

63

34

Vorarlberg

175

8.328

432

23

51

100

5

Wien

336

17.002

7.947

676

566

484

51

Wien

336

32.508

3.984

284

303

330

13

82.571 41.296

3.137

3.405 161.063 19.530

1.309

ÖSTERREICH

3.405

3.724 2.716 54

SPATZENPOST

ÖSTERREICH

1.873 2.522 13

Burgenland

187

2.498

2.355

160

252

138 101

Burgenland

96

5.312

4.333

271

343

127

87

Kärnten

270

4.893

3.587

206

372

-85

78

Kärnten

185

10.255

5.618

429

509 -468

59

Niederösterreich

737

15.522 12.260

844

1.070

35

84

Niederösterreich

588

31.877 24.439

1.592

2.032

270

82

Oberösterreich

573

14.060 10.957

723

909

24

83

Oberösterreich

459

28.672 19.782

1.408

1.716

467

74

Salzburg

206

5.114

3.590

227

286 -162

75

Salzburg

190

10.887

7.315

402

612

165

71

Steiermark

508

10.644

9.423

638

889

404

95

Steiermark

402

22.007 17.104

1.032

1.420

51

82

Tirol

413

7.000

5.013

340

507 -609

76

Tirol

264

14.312 12.453

1.066

1.053

348

94

Vorarlberg

175

3.929

2.060

138

188 -243

56

Vorarlberg

120

4.781

423

397

59

63

Wien

336

16.475

9.842

665

675 -230

64

Wien

396

32.306 12.412

639

888

930

40

80.135 59.087

3.941

2.700 163.913 108.237

7.262

ÖSTERREICH

3.405

5.148 -728 79

LUX

ÖSTERREICH

8.285

8.970 1.949 70

TOPIC

Burgenland

187

4.961

3.029

197

246

30

65

Burgenland

96

8.352

4.711

285

342

51

60

Kärnten

270

10.120

5.760

356

497 -310

60

Kärnten

185

16.058

6.301

488

535

-35

42

Niederösterreich

737

31.333 19.136

1.346

1.364 -892

65

Niederösterreich

588

47.863 24.574

1.472

2.092 -114

54

Oberösterreich

573

28.441 17.740

1.241

1.296 -1.015

67

Oberösterreich

459

43.757 19.685

1.295

1.710 -155

48

Salzburg

206

10.208

5.656

397

385 -652

59

Salzburg

190

17.731

7.214

445

Steiermark

508

21.406 13.107

929

1.002 -878

66

Steiermark

402

33.021 16.374

888

Tirol

413

13.758

7.661

538

593 -601

60

Tirol

264

21.785

9.846

721

987

-60

49

Vorarlberg

175

8.328

3.535

256

298

-4

46

Vorarlberg

120

12.812

4.563

370

394 -115

39

Wien

336

32.508 11.802

834

743

92

39

Wien

396

51.185 10.961

609

818

23

3.405 161.063 87.426

6.094

2.700 252.564 104.229

6.573

ÖSTERREICH

6.424 -4.230 58

ÖSTERREICH

596

117

43

1.399 -511

52

294

8.873 -528 44

SchülerInnenzahlen laut interner Schätzung; BZ: bezahlte SchülerInnenexemplare; SF: kostenlose SchülerInnenexemplare: LF: kostenlose LehrerInnenexemplare

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SOMMER- UND FERIENCAMPS

ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

SOMMER- UND FERIENCAMPS Behütet und dennoch frei – so sollen Kinder in den Ferien die unbeschwerteste Zeit des Jahres erleben. Unser umfangreiches Angebot an Programmen soll es dabei allen Kindern ermöglichen, das gesamte Potential ihrer Persönlichkeit zu entfalten. Das Wiener Jugendrotkreuz hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe eines umfangreichen Angebots an Sommer-Camps Kindern und Jugendlichen, die mit schwierigen Lebensumstände konfrontiert sind, unvergessliche Ferientage zu ermöglichen. Betroffene SchülerInnen im Alter zwischen sieben und 18 Jahren können aus unterschiedlichen Ferienaktionen, deren Dauer zwischen einem Tag (Ferienspielaktionen) und sieben Wochen variiert, wählen. Themenspezifische Schwerpunkte ermöglichen die individuell ideale Betreuung und reichen von körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen über soziale Benachteiligung bis hin zu Sprachförderung. Keiner ist hier anders, alle sind gleich: Im Gedankenaustausch untereinander erfahren die Kinder und Jugendlichen, dass sie nicht allein sind. Im Wissen, kein Einzelfall zu sein, kann der bzw. die Einzelne den Herausforderungen des Alltags gestärkt entgegentreten. Engagierte und speziell geschulte Pädagog­ Innen nutzen Bewegung und Musik, um spielerisch die Sinne der Kinder und damit deren Entwicklung zu fordern und zu fördern. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf benötigen aufgrund ihrer verzögerten geistigen Entwicklung bzw. ihrer körperlichen Beeinträchtigung mehr Einsatz und Rücksichtnahme aus dem persönlichen Umfeld. Deswegen ist es auch wichtig, den Familien und Angehörigen in den langen Sommerwochen eine Auszeit vom Alltag zu ermöglichen.

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Das Wiener Jugendrotkreuz ist bemüht, jungen Menschen samt deren Angehörigen unterstützend und fördernd, vor allem aber entlastend zur Seite zu stehen und da zu sein, wenn Hilfe benötigt wird.

FERIEN IN WIEN UND TAGESCAMP 4. Juli bis 19. August 2016, Wien „Ferien in Wien“ macht den Sommer zu einem echten Erlebnis - für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und deren Eltern oder Erziehungsberechtigten. Speziell geschulte und engagierte PädagogInnen fördern spielerisch die Sinne der Kinder und setzen somit gezielte Reize zu deren Entwicklung. Den Eltern wird ein Stück Erholung vom Alltag ermöglicht. In den Sommerferien des Schuljahr 2015/16 konnten auf diese Weise 35 Kinder besondere Sommerwochen in liebevoller Betreuung erleben.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

EIN GUTES GEFÜHL: IM GESPRÄCH MIT FAMILIE KIRSCHNER Dem Wiener Jugendrotkreuz ist es ein zentrales Anliegen, unterstützend und fördernd an der Seite von jungen Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung zu stehen. Durch die beiden SommerCamps „Ferien in Wien“ und „TagesCamp“ sollen Familien in ihrer ganzjährigen Aufgabe entlastet werden. Maximilian ist 10 Jahre alt. Er kommt aus Mauerbach, ist aufgeweckt und geduldig zugleich, er bedarf besonderer Betreuung und hat im vergangenen Sommer erstmalig Ferientage im TagesCamp des Wiener Jugendrotkreuzes erlebt. Auch in diesem Sommer wird Maximilian vier Wochen im TagesCamp verbringen. Wir sprachen mit seinen Eltern, Bernhard und Natascha Kirschner. Im vergangenen Jahr war Maximilian erstmals im Tages­ Camp des Wiener Jugendrotkreuzes – wie kam es dazu, wie sind Sie auf dieses Angebot gestoßen?

Bernhard Kirschner: Wir haben umfassend nach Möglichkeiten der Betreuung während der Sommermonate recherchiert und sind dann auf der Website des Wiener Jugendrotkreuzes fündig geworden. Natascha Kirschner: Wir haben uns sofort angemeldet, das war im Dezember, und haben prompt die Zusage erhalten. Maximilian war im vergangenen Sommer vier Wochen im TagesCamp in der Hernalser Hauptstraße. Mein Mann hat ihn in der Früh hingebracht und ich habe ihn am Nachmittag wieder abgeholt. Eine Woche haben die Großeltern übernommen, so dass wir erstmals nach 11 Jahren für eine knappe Woche alleine wegfahren konnten und schöne Tage in London verbracht haben. Wie ging es Maximilian im TagesCamp, wie war Ihre Erfahrung?

Bernhard Kirschner: Maximilian hat sich sehr wohl gefühlt und absolut profitiert. Er ist ein sehr offener

Junge, der sich nach kurzen zögerlichen Momenten auf Menschen einlässt und den Kontakt mit den anderen Kindern und den Betreuerinnen genossen hat. Natascha Kirschner: Wir waren sehr angetan vom Betreuungskonzept. Jede der Betreuerinnen hat einen individuellen Ansatz, so dass Maximilian auf vielfache Art und Weise in diesen Tagen spielerisch gefördert wurde und auch in diesem Sommer gefördert wird. Apropos Sommer 2016: Werden Sie auch heuer einige Tage zu Ihrer Erholung nutzen?

Bernhard Kirschner: Nachdem es im vergangenen Jahr so gut geklappt hat, werden wir diesen Sommer eine Woche nach Italien reisen. Das Jugendrotkreuz und die Großeltern machen es wieder möglich, und wir werden gemeinsam mit Maximilians Bruder, dem dann zweijährigen Leonhard, in den Süden fahren. Wir sind im Jahr 2010 ins Haus in Mauerbach gezogen. Bis dahin war an Urlaub nicht zu denken. Dann kam Leonhard zur Welt und im vergangenen Jahr folgte nach vielen Jahren der erste Urlaub zu zweit. Natascha Kirschner: Die professionelle Betreuung durch das Jugendrotkreuz-Team und der Einsatz der Großeltern geben uns ein gutes Gefühl, auch wenn wir mehrere hundert Kilometer von Maximilian entfernt sind. Wir reisen mit zwei Seelen in unserer Brust – zum einen wird uns Maximilian schon nach wenigen Stunden abgehen, zum anderen sind diese Tage auch notwendig, um Energie zu tanken.

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SOMMER- UND FERIENCAMPS

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SOMMERCAMPS DES ÖJRK CAMP FÜR KÖRPER- UND MEHRFACHBEHINDERTE 11. Juli bis 23. Juli 2016, Tulln/Niederösterreich Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfachbehinderung erlebten in diesem Camp zwei unbeschwerte und abwechslungsreiche Ferienwochen. Das kompetente BetreuerInnenteam vermittelte den selbstverständlichen Umgang mit Beeinträchtigungen. Die Eltern konnten währenddessen Energie tanken, denn ihre Kinder waren in guten Händen!

RHEUMACAMP 17. Juli bis 30. Juli 2016, Warmbad Villach/Kärnten Während Ergo- und Physiotherapie Symptome aktiv behandeln, lernten Kinder anhand eines abwechslungsreichen Freizeitprogramms, besser mit Rheuma umzugehen. Gleichzeitig erlebten sie schöne Sommertage und verbesserten die eigene Selbständigkeit. Der Erfahrungsaustausch mit Gleichaltrigen wurde um die Verbesserung der rheumatischen Gelenksbeeinträchtigungen ergänzt.

DIÄTFERIEN 16. Juli bis 30. Juli 2016, Oberwollanig/Kärnten Um das eigene Körpergewicht kontinuierlich und nachhaltig zu senken, bemühten sich in diesem Camp PädagogInnen darum, falsche Ernährungs-gewohnheiten aufzudecken und gangbare Alternativen aufzuzeigen und anzubieten. Das Erfolgsrezept dieses Ferienangebots basierten auf drei Säulen: Ausgewogene Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung.

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JUNIORCAMP 11. Juli bis 24. Juli 2016, Ankaran/Slowenien Bei diesem Erholungscamp für Kinder von Eltern mit schwerer Erkrankung standen Erlebnis, Spaß und Action an oberster Stelle. Bei optimaler psychologischer und sozialpädagogischer Betreuung erlebten die TeilnehmerInnen abwechslungsreiche Ferientage mit Spiel und Sport, die bei Bedarf um Einzel- und Gruppentherapiestunden ergänzt wurden. Abseits der Belastung des Alltags lernten die Kinder und Jugendlichen, ihre Situation besser zu verstehen und zu bewältigen. Der Austausch mit Gleichaltrigen in ähnlicher Lebenssituation erleichtert den Umgang mit der eigenen Angst.

HOLLANDAKTION 11. Juli bis 29. Juli 2016, Nordholland bzw. Overeijsel/ Niederlande Im Rahmen dieses Sommerurlaubs in den Niederlanden erlebten Kinder aus sozial benachteiligten Familien intakte Familienstrukturen und schließen Freundschaften, die oft bis ins Erwachsenenalter reichen. Der Aufenthalt bei niederländischen Gastfamilien wurde um Zoobesuche, Strandausflüge und Schwimmen im Meer ergänzt.

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JUGENDSERVICE

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JUGEND FREIWILLIGES ENGAGEMENT VON JUGENDLICHEN Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und Einsatz, leisten Jugendliche nicht nur einen wichtigen und wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft sondern eignen sich darüber hinaus fachliches Knowhow an, stärken ihre sozialen Kompetenzen und lernen viele interessante und neue Menschen kennen. Die Jugendlichen des Wiener Jugendrotkreuzes sind auch heuer wieder für den guten Zweck gelaufen und haben für den guten Zweck gesammelt. Sie sind kreativ und laut, wenn es um mehr Bewußtsein für den Frieden geht. Sie argumentieren, sie haben Stimme und setzen diese auch ein,

wenn damit anderen geholfen werden kann.

WIENER JUGEND-FRIEDENSPREIS

#YOUNGVOLUNTEERS VORBEIKOMMEN – DABEI SEIN!

Am 8. Mai 2015 erfolgte im Festsaal des Wiener Rathauses der Startschuss zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema „Frieden“. Tags darauf wurden zahlreiche großartige Projekte ausgezeichnet. Das Wiener Jugendrotkreuz ist seitdem Friedenspartner. Am 9. Mai 2016 wurden zahlreiche großartige Projekte ausgezeichnet. Wir gratulieren allen teilnehmenden Jugendlichen herzlich zu ihren großartigen Aktivitäten und Einreichungen. Mehr Infos zum Jugend-Friedenspreis finden sich unter: www.friedenspreis.at

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Ihr Engagement ist vorbildlich und es steckt an. Wie umfassend und vielfältig das Engagement und die Initiativen der Jugendlichen im vergangenen Schuljahr waren, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Rund 60 NGOs und Social Enterprises aus den Bereichen Soziales, Lernen, Nothilfe, Umwelt und Zivilgesellschaft präsentierten sich bei der Freiwilligenmesse #YOUNGVOLUNTEERS am 11. und 12. April 2016 an der Wirtschaftsuniversität Wien. Wir waren vor Ort und freuten uns über die vielen BesucherInnen und InteressentInnen. Dabei konnten wir nicht nur über das vielfältige Angebot und die zahlreichen Leistungen informieren, sondern insbesondere den Jugendlichen die zahlreichen Möglichkeiten für freiwilliges Engagement näher bringen. Ein Gewinn für Alle!


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JUROK-TAGUNG DES WIENER JUGENDROTKREUZES 16.–18. Dezember 2015, Raach am Hochgebirge 20 Jugendliche aus Wien begleiteten uns auch heuer wieder zu Jugendtagung nach Raach am Hochgebirge. Bei den 3-tägigen interaktiven Workshops wurde viel Spannendes, Wissenswertes, Interessantes und Neues rund um den heurigen Themenschwerpunkt „SOLIDARITÄT – GEMEINSAM MEHR!“ vermittelt. Die SchülerInnen wurden an die

Grundsätze, Aufgaben und Programmvielfalt des Wiener Jugendrotkreuzes und des Wiener Roten Kreuzes herangeführt und umfassend informiert. Das Workshopangebot reichte von „Einführung in das Humanitäre Völkerrecht“ über „Erste Hilfe“ und „Zeltaufbau“ bis hin zur Entwicklung eines „Projektmanagement-Plans“ zur Umsetzung sozialer und nachhaltiger Projekte an den Schulen der TeilnehmerInnen.

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JUGENDSERVICE

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JUTA ÖSTERREICH – TAGUNG DES ÖJRK 18.–24. März 2016, Tulln Um jungen Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, sich für eine weltweite Organisation zu engagieren, fand auch heuer die bundesweite Jugendtagung des Österreichischen Jugendrotkreuzes „JUTA“ in Tulln statt. 22 Jugendliche aus ganz Österreich konnten sich in dieser Woche über die Rotkreuz-Bewegung in Österreich und auf der ganzen Welt informieren, die Tätigkeitsfelder des ÖJRK und die Möglichkeiten kennenlernen, die das ÖJRK freiwilligen MitarbeiterInnen bietet. 7 TeamerInnen aus ganz Österreich, ReferentInnen und ExpertInnen vermittelten darüber hinaus vielfältiges Wissen zu den Themen „Humanitäres Völkerrecht“, Migration, Integration und Projektmanagement.

BUNDESJUGENDLAGER 2015 16.–19. Juli 2015, Salzburg

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Unter dem Motto „Highway to help“ fand das Bundesjugendlager 2015 im Bundesland Salzburg statt. Alle zwei Jahren ist es das größte Event im gesamten Österreichischen Roten Kreuz: Das Bundesjugendlager. Rund 1.200 Kinder, Jugendliche und BetreuerInnen waren bei dieser viertägigen Veranstaltung mit dabei. Das Highlight war der gemeinsame Erste-Hilfe-Bundesbewerb, dem sich die Rotkreuz-Jugendgruppen aus ganz Österreich stellten. Darüber hinaus gab es beim Bundesjugendlager einiges zu erleben: kreative und sportliche Workshops sowie ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm. Allem voran stand die Vermittlung von humanitären Werten und den Rotkreuz-Grundsätzen.


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TIME4FRIENDS ZEIT FÜR JUGENDLICHE! Sieben Tage pro Woche finden Jugendliche ein offenes Ohr für Fragen, Anliegen und Sorgen ihrer Altersgruppe – sowohl telefonisch als auch online. Ob schlechte Noten, Probleme mit MitschülerInnen „Schmetterlinge im Bauch“ oder Konflikte mit den Eltern: Eigens dafür ausgebildete Jugendliche helfen Jugendlichen. time4friends ist die Jugend-Hotline des Jugendrotkreuzes. Wir danken allen Wiener SchülerInnen die als Peers Teil der Time4Friends-Community sind, anderen Jugendlichen ein offenes Ohr schenken und ihre Zeit in den Dienst der guten Sache stellen! Einmal im Jahr bietet das ÖJRK eine Ausbildung zum Telefonpeer an. Diese Ausbildung ist kostenlos und wird vom ÖJRK sowie seinen PartnerInnen finanziert. Vier Tage lang werden im „Litz“ (Jugendrotkreuz-Veranstaltungszentrum am Attersee in Oberösterreich) jedes Jahr TelefonberaterInnen, die sogenannten Peers, geschult. Die Jugendlichen lernen Vielfältiges zu aktuellen Jugendthemen, Grundlagen der Kommunikation und Gesprächs­ führung, über Jugendschutzgesetzte, Lebens- und Gesundheitskompetenzen sowie über den Umgang mit Krisensituationen. Ebenso werden Themen wie Essstörung, Suizid und Suchtprävention aufgegriffen. Nach der Ausbildung erhalten die Peers ein Diensthandy und erstellen Dienst- und Einsatzpläne.

FÜNFMAL JÄHRLICH SUPERVISION Bei sehr schwerwiegenden Problemen reichen die Peers die AnruferInnen an Fachhotlines weiter. Die Peers sind darin geschult, in jedem denkbaren Fall adäquat reagieren zu können. Fünfmal jährlich wird eine Supervision angeboten. Ergänzend dazu können sich die Peers jederzeit an die KoordinatorInnen und Verantwortlichen für Supervision melden.

WIE WIRD MAN PEER? Voraussetzung sind eine schriftliche Bewerbung, ein Motivationsfragebogen und ein mündliches Gespräch. Peers sollten zudem • zwischen 15 und 20 Jahre alt sein, • offen und kommunikativ sein, • teamfähig und kooperativ sein, • in einem stabilen Umfeld leben, • Geduld und Verständnis für Probleme und Freuden anderer haben sowie • Freude daran finden, anderen zu helfen.

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JUGENDSERVICE

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61. INTERNATIONALES FREUNDSCHAFTSCAMP LANGENLOIS: 11.–25. JULI 2016, LANGENLOIS Auch in diesem Sommer folgten zahlreiche Jugendliche zwischen 16 und 23 Jahren aus aller Welt der Einladung des Österreichischen Jugendrotkreuzes nach Langenlois. Mindestens so spannend wie die Herkunft der TeilnehmerInnen war auch das vielfältige Rahmenprogramm: Friedens-Fackelzug, Workshops, Vorträge, Exkursionen und ein „Festival der Nationen“, bei dem alle TeilnehmerInnen ihre Heimatländer vorstellen konnten.

Schon beim 60. Jubiläumscamp nahmen 48 junge VertreterInnen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung aus insgesamt 22 Nationen teil. Auch ein Kollege aus dem knapp 8.000 Kilometer entfernten Saint Lucia war mit dabei. Unter dem Motto „Be extraordinary“ trafen sie sich im Camp in Langenlois und haben sich in Workshops intensiv über Initiativen, Projekte und Ideen ausgetauscht, mit denen es gelingen kann, Vorbehalte und Vorurteile gegenüber „dem Fremden“ abzubauen.


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Einer der Teilnehmer des 60. Jubiläumscamps war Ian Langner, 18 Jahre jung, Rettungssanitäter der Wiener Bezirksstelle Bertha von Suttner und Freiwilliger beim Wiener Jugendrotkreuz. Wir haben bei Ian nachgefragt und das Interview für Sie hier festgehalten: Was war in den vergangen zwei Wochen für Dich so „extraordinär“, so außergewöhnlich?

Ian Langer: Zwei Fakten haben mich besonders beeindruckt: Zum einen ist es außergewöhnlich, dass es zum 60. Mal gelang, KollegInnen aus so vielen Nationen an einen Ort zu bringen, die sich gemeinsam mit Fachreferenten zu einem so wichtigen Themenkomplex zwei Wochen austauschen. Es hat mich auch fasziniert, dass dabei Freundschaften entstehen, von denen ich schon jetzt weiß, dass sie Bestand haben werden.

Vom Empfang beim Langenloiser Bürgermeister Hubert Meisl bis zum abschließenden Festival der Nationen – was bleibt sicher in Erinnerung?

Ian Langer: Es waren zwei bunte Wochen in doppelter Hinsicht. Viele KollegInnen hatten entweder die nationale Rotkreuzuniform oder eben landestypische Kleidung beim Treffen mit dem Bürgermeister an, das war ein wirkliches buntes Bild und ein starkes Symbol für die Präsenz und den Austausch vieler Kulturen. Dies war auch nochmals beim Festival der Nationen am Freitag zu sehen, wo sich die KollegInnen aller Nationen mit den Ergebnissen ihres Austausches präsentierten. Auch die Ideen zum Abbau von Vorurteilen waren so mannigfaltig, so kreativ, so bunt.

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ZEITSPENDE Im Gespräch mit Fatma Jawad (17) vom Islamischen Realgymnasium Wien und Melissa Burger (17) vom Gymnasium Draschestraße erfuhren wir, warum die beiden Schülerinnen ihre Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen und uns bei der Betreuung von Menschen auf der Flucht im Flüchtlingsquartier in der Lindengasse unterstützten. Unseren sieben Grundsätzen entsprechend wollten wir in sieben Fragen ihre Wünsche, Eindrücke und persönlichen Beweggründe kennen lernen und darüber hinaus von ihnen wissen, wie das Thema „Menschen auf der Flucht“ ihren Alltag beeinflusst.

Wie habt Ihr davon erfahren, dass Ihr Euch bei der Flüchtlingsbetreuung des Wiener Jugendrotkreuzes engagieren könnt? Fatma Jawad: Beim Treffen der JugendrotkreuzSchüler­Innen von Jugendreferentin Anna Firla. Melissa Burger: Von meiner Mama. Sie hat es wiederum von einer Freundin gewusst, die Lehrerin ist. Seit wann und weshalb engagiert Ihr Euch in der Betreuung von Flüchtlingen, und wie lange wart Ihr dabei im Einsatz?

Fatma Jawad: Ich denke, es ist reine Glückssache, dass es mir hier so gut geht und nicht wir in der Situation sind, das Land aufgrund von Krieg und Terror verlassen zu müssen. Für mich bedeutet mein Einsatz nicht primär „Gutes“ zu tun. Es ist vielmehr eine gewisse Verpflichtung. Vor vier Monaten habe ich begonnen, am Bahnhof mitzuhelfen. Das ist jener Ort, an dem die Menschen zu allererst ankommen; nach vielen Tagen der erste sichere Ort, wenngleich viele nicht wussten, wo sie eigentlich sind. Manche Familien wurden dabei auch getrennt.

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Melissa Burger: Ich denke: Ich habe sowieso Freizeit. Und diese Menschen brauchen einfach Hilfe. Mit meiner Zeit und Energie kann ich einfach etwas Gutes tun. Es ist keine große Sache. Es freut mich einfach, wenn ich mit Diensten, etwa in der Küche, helfen kann. Was genau waren Eure Aufgaben?

Fatma Jawad: Da ich arabisch spreche, war ich hauptsächlich als Dolmetscherin im Quartier „Kurier“-Gebäude tätig. Ich habe auch bei der Verpflegung und Betreuung von Kindern geholfen. Vor allem aber war ich im 4. Stock im Einsatz: Dort führten wir Erstgespräche bei der Fremden-Polizei und halfen bei der Registrierung für den Fonds Soziales Wien (FSW). Im Wartebereich erkläre ich den Schutzsuchenden, dass es zwei Warteschlangen gibt und welche organisatorischen Schritte als nächstes folgen. Melissa Burger: Ich habe bis jetzt Kleidung sortiert, bei der Essensausgabe und bei der Organisation der Zimmer geholfen.


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Welche Momente waren besonders emotional?

Fatma Jawad: Tagtäglich gibt es mehrere emotionale Momente. Stellvertretend dafür möchte ich den Moment erwähnen, in dem eine Mutter mit ihrem Kind so dankbar dafür war, dass ich ihr zugehört und die nötigen Infos weitergegeben habe. Ich konnte erahnen, wie lange ihr schon niemand mehr wirklich zugehört hatte. Konkret ging es um den Platz in der Schlange. Melissa Burger: Ein Nachmittag am Südtiroler Platz. Mitten am Bahnsteig hatten dort kleine Kinder geschlafen. Ein beklemmendes, sehr emotionales Bild. Wie verfolgt Ihr und Eure MitschülerInnen das Thema „Menschen auf der Flucht“ - in der Schule, im Unterricht und in der Freizeit?

Fatma Jawad: Wir verfolgen das Thema auf sehr vielen Ebenen. Im Rahmen des islamischen Religionsunterrichts halfen wir in Unterkünften und am Bahnhof mit. Viele SchülerInnen haben selbst Migrationshintergrund und zum Teil selbst Erfahrungen als Flüchtlinge gemacht. Beim Opferfest haben wir in der Schule gesammelt und für Traiskirchen und die Unterkunft in Simmering gespendet. Auch im Deutsch- und Geographieunterricht wird das Thema „Menschen auf der Flucht“ behandelt. Wenn mir Menschen ansehen, dass ich Migrationshintergrund habe, werde ich öfter auf das Thema angesprochen.

jeder Stunde darüber gesprochen. Mittlerweile hat sich dies aber etwas gelegt. Im Deutschunterricht kommentierten wir etwa Zeitungskommentare. Meinen MitschülerInnen habe ich von meiner Tätigkeit und meinen Erfahrungen im „Kurierhaus“ berichtet. Sie sind durchaus interessiert. Was wünscht Ihr den Menschen auf der Flucht? Wie stellt Ihr Euch deren Zukunft vor?

Fatma Jawad: Ich wünsche mir für jeden, der auf der Flucht ist, Sicherheit und die Gewissheit, dass Flucht ein Ausnahmezustand ist. Mich ärgert die Diskussion, wie viel ein Menschenleben wert ist, sehr. Ich wünsche mir in erster Linie, dass das Bewusstsein dafür wächst, wie lächerlich eine solche Diskussion ist. Mich stört das Denken in Grenzen. Doch das ist ein langer Weg und ich hoffe, dass wir im Rückblick auf die derzeitigen Ereignisse nicht eines Tages resümieren müssen: Da hätten wir anders reagieren müssen. Melissa Burger: Ich wünsche mir, dass sie Schutz finden, ein neues Leben aufbauen und ein neues Zuhause finden können. Egal, ob sie in 5 Jahren wieder zurück wollen, oder nicht: Während ihrer Zeit hier sollen sie es schön haben. Ich wünsche mir auch, dass sie gut Deutsch lernen können. Wenn sie hier bleiben wollen, sollen sie ein Zuhause und Arbeit finden. Und wenn sie zurückkehren wollen, sollen sie sich daran erinnern, dass sie bei uns tolle Erfahrungen machen konnten und nette Menschen begegnet sind.

Melissa Burger: Ich verfolge die Beiträge im Fernsehen, in den Zeitungen und im Radio. In der Schule wurde zu Beginn der Flüchtlingswelle beinahe in

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JUGEND

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ROTKREUZ-JUGEND WIEN #ALLESBLEIBTBESSER Sechs Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren und zwei Gruppenleiter legten im Dezember 2004 den Grundstein für die Rot Kreuz Jugend Wien, die seither zahlreichen jungen Menschen in Gemeinschaft ermöglicht, ihre Freizeit im Zeichen der Menschlichkeit beim Wiener Roten Kreuz zu verbringen. Viele Ausbildungskonzepte, Gespräche und Entwicklungsschritte später sind jene, die 2004 als Jugendliche begonnen hatten, bis heute in verschiedensten Aufgabenbereichen im Roten Kreuz aktiv. Rund 25 Jugendliche bilden 2016 die RotkreuzJugend Wien. Das vergangene Jahr der Jugendarbeit war dabei vom größten humanitären Einsatz, den das Österreichische Rote Kreuz bisher bewältigen musste, geprägt. Die Jugendlichen unterstützten den Einsatzstab, halfen dabei, Personal für diverse Aufgaben zu rekrutieren und waren selbst in den Flüchtlingsunterbringungen vor Ort im Einsatz. Schließlich schnürten sie Willkommenspakete,

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überlegten, wie man Integration erleichtern könnte, und nutzten das projectXchange, um Kontakt mit einem jungen Mann zu knüpfen, der selbst aus Syrien flüchten musste. Ergänzend dazu wurden viele weitere Aktivitäten gesetzt: Die Jugendlichen besuchten die Zentrale der MA 70 und das SMZ Ost, hatten Spaß bei einer Selfie-Schnitzeljagd und eroberten den Motorikpark für sich. Das Schuljahr fand schließlich beim Sommerfest, zwei Spezial-Gruppenstunden und am Niederösterreichischen Landeslager einen erlebnisreichen Ausklang.


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GET SOCIAL Unter dem Kampagnentitel „Get Social. Gemeinsam Mehr“ bindet das Rote Kreuz verantwortungsbewusste Jugendliche seit 2014 in den aktiven Dienst beim Jugendrotkreuz und dem Roten Kreuz ein – mit vollem Erfolg. Als wesentliche Bezugsgruppe der internationalen Rotkreuz-Bewegung sind die Jugendlichen auch für das Wiener Rote Kreuz und das Wiener Jugendrotkreuz von größter Bedeutung. Aus diesem Grund fokussiert die Initiative „Get Social. Gemeinsam Mehr“ die Einbindung der Jugendlichen in sämtliche Aufgabenbereiche des Roten Kreuzes. Als BeraterInnen bei der Jugend-Hotline time- 4friends, als BetreuerInnen von Sommercamps des Jugendrotkreuzes, als LeiterInnen von Jugendgruppen, im Rettungsdienst oder als BotschafterInnen in den sozialen Netzwerken leisten engagierte Jugendliche wertvolle Arbeit auf vielfältiger Ebene. Sie verkörpern dadurch die Idee der Menschlichkeit und Freiwilligkeit und leben humanitäre Werte.

Um die Jugendlichen mit unserem Aufruf der aktiven Teilnahme am Zusammenleben nachhaltig zu erreichen, agiert ein interaktives YouTube-Video als Herzstück der auf Online-Kommunikation konzentrierten Kampagne. In diesem Kurzfilm werden Jugendliche in angemessener Tonalität als umsichtig und hilfsbereit beschrieben – ohne dabei auf Negativbeispiele und gängige Vorurteile einzugehen. Am Ende wird deutlich, wie sehr die Allgemeinheit, aber auch die Einzelperson von sozialem Engagement profitieren. Sämtliche Informationen zu den Möglichkeiten für junge Menschen, sich sozial zu engagieren, sowie viele spannende Projekte und Aktivitäten finden sich unter: www.get-social.at

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JUGEND TRÄGT VERANTWORTUNG

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„JUGEND TRÄGT VERANTWORTUNG“ AUSZEICHNUNG FÜR SOZIALKOMPETENZ Das Wiener Jugendrotkreuz schrieb auch in diesem Jahr im Namen der Kodek-Stiftung den Schüler­ Innenwettbewerb „Jugend trägt Verantwortung“ aus. Vier Wiener Schulen wurden am 24. Mai 2016 mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Unter dem Motto „ZusammenLEBEN. Zusammen HELFEN.“ erging die Einladung zur Teilnahme an alle Klassen und SchülerInnen (im Alter zwischen 10 und 19 Jahren). Der diesjährige Schwerpunkt des Wettbewerbs lag auf der Suche nach jenen Projekten, die zu einem stärkeren und gefestigten Miteinander beigetragen haben. Projekte und Initiativen, die Menschen zueinander geführt haben, die ansonsten nicht oder nur schwer zusammen gekommen wären. Auch in diesem Jahr wurden wieder zahlreiche innovative Projekte eingereicht. Die Jury hat sich für vier Initiativen entschieden, die mit einem Förderpreis in der Höhe von je € 1.000,ausgezeichnet wurden. Die Preise wurden vom Stadtschulratspräsidenten Jürgen Czernohorszky, dem Präsidenten des Wiener Roten Kreuzes Reinhard Krepler und dem Landesleiter des Wiener Jugendrotkreuzes Gerhard Tuschel übergeben. Ausgezeichnet wurden SchülerInnen des BG BRG Wiener Mittelschule XXII im 22. Bezirk, die Kooperative Mittelschule Florian-Hedorfer-Straße im 11. Bezirk sowie die HLTW Berghaidengasse im 13. und die Polytechnische Schule im Zentrum im 7. Bezirk.

BG BRG WIENER MITTELSCHULE XXII: MAKE-IT-SAFE PEERS AM CONTIWEG Niemand ist besser mit den neuen Informationsund Kommunikationstechnologien vertraut, als die Generation der „Digital Natives“. An einem Training zu Make-IT-Safe Peer-ExpertInnen von ECPAT,

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der Plattform zum Schutz der Rechte der Kinder, wurden zwei SchülerInnen des BG BRG Contiweg dazu befähigt, MitschülerInnen einen sicheren und eigenverantwortlichen Umgang mit dem Internet zu vermitteln und sich selbst und Gleichaltrige gegen Missbrauch im Netz zu schützen. Seit dem Schuljahr 2013/14 informieren und beraten die Peers auf Augenhöhe zu Chancen und Risiken von Internet-Technologien, unter anderem zu den Themen Privatsphäre im Netz, Recht am eigenen Bild, Online-Netiquette, Cybermobbing, Sexting und Cyber-Grooming. Die Workshops für die Peer-Experts und das Coaching wurden in Zusammenarbeit mit der Kriminalprävention der Polizei, Saferinternet.at und dem Verein Samara durchgeführt.

ONMS FLORIAN-HEDORFER-STRASSE: CONNECTING GENERATIONS – EIN GEWINN FÜR JUNG UND ALT Aus dem Anliegen der ONMS Florian-Hedorfer-Straße, Jung und Alt füreinander zu sensibilisieren, entstand im Jahr 2013 das Projekt „Connecting Generations“. Mehreren hundert SchülerInnen im Alter von 10 bis 15 Jahren aus unterschiedlichen Religionen und Kulturkreisen wurde seitdem der Erfahrungsaustausch mit der älteren Generation im „Seniorenschlössl“ ermöglicht. Im Mittelpunkt stehen verbindende Aktivitäten, die gegenseitiges Verständnis und Respekt fördern und Interesse der Jugendlichen an sozialen Berufen wecken sollen.


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HLTW13 BERGHEIDENGASSE: FUTURE FOR REFUGEES Ein Projekt, das Integration als wechselseitiges Geben und Nehmen erfahrbar macht, wurde im November 2015 an der HLTW13 Bergheidengasse ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, jugendlichen Flüchtlingen über 15 Jahren die Möglichkeit zu geben, eine Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu beginnen, hat sich die Schule dazu entschlossen, mit breit angelegten Aktivitäten initiativ zu werden. Im ersten Schritt wurden im Flüchtlingsnotquartier Baumgartenhaus Räume ausgestattet, in denen inzwischen laufend Deutschkurse stattfinden. Um den Spracherwerb und den Kontakt zu gleichaltrigen SchülerInnen zu fördern, wurden zusätzlich 15 Jugendliche aus dem Baumgartenhaus als außerordentliche SchülerInnen in sieben Klassen der Schule aufgenommen. Die Integration in den Praxisunterricht ermöglicht den Jugendlichen, Berufsfelder in Hotellerie und Gastronomie kennenzulernen. Darüber hinaus wurden die Jugendlichen beim größten Charity-Event der

Schule, dem „Theaterhotel“, eingebunden. Eine gezielte Unterstützung bei der Erstellung eines Ausbildungsplanes, sowie ein Arabischkurs für interessierte SchülerInnen und LehrerInnen folgten.

POLYTECHNISCHE SCHULE IM ZENTRUM: MULTILINGUALE KÜCHE Im Pflichtschulbereich einzigartig ist das Projekt der Polytechnischen Schule im Zentrum. In der Projektfirma „Lala Food“ bekommen SchülerInnen die Möglichkeit zu lernen, was es heißt, selbstständig zu sein und Verantwortung zu tragen. Ziel des Projektes ist es, Qualifikationen für die Arbeit zu erwerben und betriebliche Abläufe und Strukturen kennenzulernen. Gelebte Integration und kulturübergreifendes Zusammenleben ist das Ziel des Projektes, an dem 24 Jugendliche, davon mehr als die Hälfte außerordentliche SchülerInnen mit Migrationshintergrund, teilnehmen. Unterstützend wirken soll eine gezielte Sprachförderung in einem Ausmaß von 10 Stunden pro Woche.

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FUNDRAISING UND SPENDENAKTIONEN

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FUNDRAISING UND SPENDENAKTIONEN Unabhängig und gemeinnützig, finanziert sich das Wiener Jugendrotkreuz ausnahmslos über Spenden, Sponsoring-Partnerschaften und Subventionen von Seiten der öffentlichen Hand. Erst dank vielfältiger Spendenaktionen können wir unser umfangreiches Angebot in gewohnter Qualität zumeist kostenlos an den Wiener Schulen zur Verfügung stellen. Allen Schulen, SchulreferentInnen und Bezirksleitungen kommt in diesem Zusammenhang große Bedeutung zu. Mit großem Engagement und Einsatz unterstützen sie das Wiener Jugendrotkreuz bei der Umsetzung vielfältiger Aktionen. Dafür gebührt Ihnen allen an dieser Stelle ein aufrichtiges Dankeschön! Ebenso möchten wir uns bei den zahlreichen SubventionsgeberInnen und SponsorInnen für ihren wesentlichen Beitrag bedanken, wodurch wir als Interessensvertretung für Kinder, Jugendliche, PädagogInnen, DirektorInnen und Eltern unseren Auftrag erfüllen und damit unsere Ziele erst erreichen können: • Junge Menschen zu humanitärer Gesinnung und zu mitmenschlichem Verhalten zu bewegen, • Sozial- und Selbstkompetenz zu stärken sowie • Konkrete Hilfe für Andere und Benachteiligte zu leisten. Mit all unseren Aktivitäten wollen wir die Entwicklung von Eigeninitiative, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Eigenverantwortung sowie die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen fördern.

WEIHNACHTS- UND GLÜCKWUNSCHKARTEN Als größte und umfangreichste Spendenaktion beweisen die Weihnachts- und Glückwunschkarten, dass Handgeschriebenes nach wie vor von großer Bedeutung für uns Menschen ist – vor allem im Zusammenhang mit emotionalen Botschaften. Im vergangenen Schuljahr konnte so ein Spendenbetrag von € 202.516,52 gesammelt werden.

OPFERGROSCHEN & LEISTUNGSBEITRAG „Happy Euro“, „Leistungsbeitrag“, „Opfergroschen“ oder „Gelbe Münzen“ unterstützen als freiwillige Spenden unsere Arbeit für Kinder, Jugendliche, PädagogInnen, DirektorInnen und Eltern an den Wiener Schulen. Für das Schuljahr 2015/16 freuen wir uns über einen Leistungsbeitrag in der Höhe von € 54.445,27.

Ö3 WUNDERTÜTE MACHT SCHULE Im Rahmen dieser Initiative sichern alte Mobiltelefone Kindern und Jugendliche in Not das Überleben. Sämtliche in die dafür vorgesehenen Boxen eingeworfene sowie kostenlos eingesandte Altgeräte werden im Wiener Althandy-Verwertungszentrum das ganze Jahr über zu Spendengeld gemacht: zwölf vormals Langzeitarbeitslose kümmern sich


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dort um die Aufbereitung der Geräte. Schrott wird fachgerecht recycelt, noch Verwendbares wird in Entwicklungsländern verkauft. Der Erlös der Wertstoffe kann mit ca. 50 Cent pro schrottreifem Mobiltelefon und ca. € 3,- pro funktionierendem Modell beziffert werden. Der Erlös von durchschnittlich € 1,50 pro Handy wird auf die Partner „Österreichisches Jugendrotkreuz“, „youngCaritas“ und „Licht ins Dunkel“ aufgeteilt. Damit werden Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. Wir danken den zahlreichen teilnehmenden Schulen und den daraus entstandenen Spenden in der Höhe von € 926,05.

SPENDENSAMMLUNGEN FÜR ERDBEBENOPFER: HILFE FÜR NEPAL – JUGENDROTKREUZ HILFT MIT € 176.000,-! Am 25. April 2015 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,9 Nepal. Das Epizentrum befand sich etwa 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu im Bezirk Gorkha. Das Beben zerstörte große Teile der Bergregionen im Norden des Landes Richtung Tibet, es folgte eine Reihe an Nachbeben. Im Juni begann der jährliche Monsunregen, wodurch der Zugang zur betroffenen Bevölkerung zusätzlich erschwert wurde. Mehr als 600.000 Häuser und 4.000 Schulen wurden zerstört. Insgesamt 11 internationale Rotkreuz-Einheiten mit fast 500 Delegierten waren vor Ort im Einsatz und leisteten Nothilfe. Das Rote Kreuz hat die Menschen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Notunterkünften versorgt. In nächsten Schritt steht der Wiederaufbau der Häuser im Fokus. Diese sollen erdbebensicher gebaut werden. An dieser

Stelle möchten wir nochmals allen Schulen danken, die diesem Spendenaufruf mit unterschiedlichen Schulaktionen nachgekommen sind. Weitere aktuelle Infos zu den Initiativen, sowie eine Fact Box finden sich auf unserer Website.

HILFE FÜR DEN SCHULSTART IN BOSNIEN UND HERZEGOWINA Das Österreichische Jugendrotkreuz (ÖJRK) unterstützt mit dem Projekt „Hilfe für den Schulstart“ Schulanfänger in Nordost-Bosnien, deren Familien nicht in der Lage sind, für ihre Kinder die grundlegenden und notwendigen Unterrichtsmittel zu kaufen. Insgesamt sind ca. 3.000 Kinder davon betroffen. In der Region arbeitet das ÖJRK eng mit dem Verein „Österreichisch-Bosnischer Kulturverein MEDO“ und dem Bosnisch-Herzegowinischen Roten Kreuz zusammen. Dabei werden Geldspenden aus Österreich gezielt zum Ankauf von Schulsachen vor Ort eingesetzt.

BENEFIZKONZERT – EIN KLANGVOLLER ABEND ZUGUNSTEN DER GUTEN SACHE Wir danken herzlich den beiden Musikern Maximilian Dobrovich (Violine) und Karl Barth (Klavier) für den wunderbaren Abend am Samstag, den 16. Jänner 2016, im Alten Rathaus Wien. Beim Benefizkonzert zugunsten des Wiener Jugendrotkreuzes begeisterten die beiden Musiker mit Darbietungen ausgewählter Werke von Mozart, Schubert und Dvorak das Publikum. Wir haben uns gefreut, dass so viele Gäste dieser Einladung zum klangvollen Abend zugunsten der guten Sache gefolgt sind.

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STRASSENSAMMLUNG 2016 Mehr als 1.500 Jugendliche stellten im vergangenen Schuljahr ihre Zeit in den Dienst der guten Sache. Eingebrachte Spenden erlauben dem Wiener Jugendrotkreuz auch weiterhin ein in Vielfalt und Qualität bewährtes Angebot zu erhalten und zumeist kostenlos anzubieten. Insgesamt konnten € 23.864,75 an Spenden eingesammelt werden. Vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung! pG, pORG, St. Ursula 23., Franz Asenbauer Gasse 49 706,62 Neue Mittelschule mit musisch-kreativem Schwerpunkt 20., Staudingergasse 6 353,75 Private NMS des Instituts Neulandschule 19., Alfred-Wegener-Gasse 12 270,11 Neue Mittelschule, 16., Grundsteingasse 48 204,60 Neue Mittelschule-Ganztagsschule 11., Hasenleitengasse 7 1.043,84 NMS mit Schwerpunkt Informatik 12., Steinbauergasse 27 404,01 NMS mit Schwerpunkt Persönlichkeitsbildung 11., Svetelskystraße 4-6 935,11 BG, BRG, Wiedner Gymnasium 4., Wiedner Gürtel 68 161,27 BG, Akademisches Gymnasium 1., Beethovenplatz 1 1.487,02 BG, BRG 8., Albertgasse 18-22 958,70 BRG, BWRG, BORG, MienerMittelSchule 23., Anton Kriegergasse 25 805,12 Wiener Mittelschule mit Schwerpunkt Projektarbeit und Präsentation 16., Roterdstraße 1 246,72 BRG 18., Schoppenhauerstraße 49 435,15 BG, BRG, BWRG 23., Anton Baumgartner Straße 123 356,96 NMS mit Schwerpunkt Teamfähigkeit und Selbsttätigkeit 21., Adolf Loos-Gasse 2 138,11

BG, BRG, BWRG 13., Wenzgasse 7 4.468,33 BRG, Lise Meitner Realgymnasium 1., Schottenbastei 7-9 394,87 BORG 3., Landstraßer Hauptstraße 70 548,30 NMS, Fachmittelschule 23., Steinergasse 25 55,91 BRG 6., Marchettigasse 3 411,38 Fachschule für wirtschaftliche Berufe 13., Auhofstraße 177 75,67 Wiener Mittelschule mit Schwerpunkt Medienerziehung 6., Loquaiplatz 4 969,48 NMS mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung 23., Bendagasse 1-2 482,57 Neue Mittelschule unter besonderer Berücksichtung des sportlich-kreativen Bereichs, „Sir Karl Popper Schule“ 15., Schwenglerstraße 2-4 488,66 BG, BRG, BORG, Polgargymnasium 22., Polgarstraße 24 349,75 BG, BRG, für indiv. Schwerpunktsetzung Sprachen- Neue Medien-Musik-Naturwissenschaften 10., Pichelmayergasse 1 2.276,51 NMS, Ganztagsschule mit Bildungund Berufsorientierung 14., Kinkplatz 21/2 416,82 NMS, mit Schwerpunkten Kust, Kultur, Bewegung und Umweltgestaltung mit angeschlossener Fachmittelschule 21., Jochbergengasse 1 500,17 RK Jugend 6,83 BORG 1., Hegelgasse 12 2.918,77 NMS „Franz Jonas-Europaschule“ Dalton-Schule 21., Deublergasse 19-21 896,02 BRG 4., Waltergasse 7 97,62 SUMME € 23.864,75


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

BG, BRG, BWRG WENZGASSE, 1130 WIEN HERAUSRAGENDES ENGAGEMENT Auch in diesem Jahr wurden vielfältige Aktionen und somit deutliche Zeichen der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe am Gymnasium Wenzgasse gesetzt. Unter den Menschen auf der Flucht, die Österreich durchquert haben, waren viele Kinder und Jugendliche. Im Rahmen eines umfassenden Spendenaufrufs und den intensiven Einsatz der Schulgemeinschaft sowie Elternvereins wurde dem Wiener Jugendrotkreuz eine Spende zugunsten unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge in der Höhe von € 3.500,- übergeben. Unser ganz besonderer Dank gilt Direktor Hofrat Mag. Andreas Paseka und der gesamten Schulgemeinschaft für den umfassenden Einsatz und das herausragende Engagement. Ihre SchülerInnen haben zu Weihnachten ca. 200 Päckchen für die KlientInnen der Wohnungslosenhilfe des Wiener Roten Kreuzes geschnürt – wie stolz sind Sie auf Ihre SchülerInnen?

Andreas Paseka: Soziales Engagement ist mir persönlich sowie an unserer Schule ein großes Anliegen. Auf Initiative von Kollegin Mag. Elfriede Paleta war unsere sehr aktive Jugendrotkreuz-Gruppe ein weiteres Jahr tätig und es konnten ca. 230 Päckchen an die Wohnungslosenhilfe übergeben werden. Auf Projekte wie dieses bin ich als Direktor natürlich besonders stolz. Gibt es an Ihrer Schule vergleichbare Sozialprojekte?

Andreas Paseka: Es gibt seit vielen Jahren Sozialprojekte an unserer Schule. Als jüngstes Beispiel möchte ich unser letztes Großprojekt „Mary`s Meals“ erwähnen. Auf eine Initiative von SchülerInnen konnte innerhalb von eineinhalb Jahren der Betrag von

€ 8.500,- gesammelt werden. Damit wurde die Anschaffung einer Schulküche in Afrika, in Süd Malawi finanziert. Die Schulküche wird „Kitchen of Hope“ genannt und der Name unserer Schule wurde angebracht. Siehe dazu auch www.wenzgasse.at Eines Ihrer Unterrichtsfächer ist Sozialkunde – wie entscheidend ist die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen für die Entwicklung unserer Gesellschaft?

Andreas Paseka: Die Sozialkompetenz aller BürgerInnen ist eine zentrale Basis für eine Gesellschaft. Fachliches Wissen kann kurzfristig erworben werden. Der Erwerb und die Umsetzung sozialer Kompetenz ist ein immerwährender Prozess im Leben jedes Menschen. Es ist deshalb nicht übertrieben, sie als Schlüsselkompetenz zu bezeichnen. Deshalb haben auch wir als Schule einen großen Auftrag bei der Vermittlung von sozialer Kompetenz. Wie sehr stärkt eine Initiative wie die Weihnachtspäckchen für die Wohnungslosenhilfe die soziale Kompetenz der SchülerInnen?

Andreas Paseka: Die SchülerInnen merken durch solche Projekte, dass sie etwas bewirken können. Sie übernehmen damit Verantwortung und wachsen dadurch. Sie erkennen die win-win-Situation und merken wie bereichernd solche Projekte für beide Seiten sind. Wir Erwachsene neigen nicht selten dazu, unseren Kindern zu wenig zuzutrauen. Auszug Interview, erschienen in Vorrang 3/2016

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BLUTSPENDE

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BLUTSPENDE Als wertvollste Arznei retten Blutspenden alle 80 Sekunden einer Österreicherin oder einem Österreicher nach einem Unfall, bei einer Operation, ob schwerer Krankheit oder bei der Geburt das Leben. Im Notfall zählt jeder Tropfen Blut, das nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden kann. Dabei kann die Blutspende auch das Leben des Spenders bzw. der Spenderin retten, denn jede Spende wird intensivst auf Krankheitserreger und Auffälligkeiten getestet. Dennoch entschließen sich in Österreich bis dato nur drei aus einhundert Menschen dazu, Blut zu spenden.

Blutverlust. Blutspenden ist in der Regel unbedenklich und gut verträglich, die verlorene Flüssigkeit wird binnen Stunden von körpereigenen Regulationsmechanismen ersetzt. Das gute Gefühl, anderen Menschen freiwillig und unentgeltlich zu helfen, bleibt jedoch unersetzlich.

Nach wie vor hindern gewisse Vorbehalte die Menschen daran, ihre Gesundheit mit anderen zu teilen. In der Tat sind diese Vorbehalte meist unbegründet – etwa die Angst vor bedrohlich großem

Unser Dank gilt all jenen SpenderInnen, Schulen und Universitäten, die sich wiederholt bereit erklären, die Ärmel hochzukrempeln und Gesundheit zu spenden.

Datum

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Schule

Bezirk

Spender

Erst­ spender

23. & 24.09.2015 Berufsschule Mollardgasse 87, 1060 Wien

Wien Mariahilf

127

102

19.10.2015

Universität Wien

Wien Innere Stadt

44

12

06.10.2015

Universität für Bodenkultur

Wien Währing

52

14

14.12.2015

Universität für Bodenkultur

Wien Währing

62

19

02.05.2016

Universität für Bodenkultur

Wien Währing

68

21

16.11.2015

ÖBB Lehrwerkstätte, Ruthnergasse 2a

Wien Floridsdorf

33

25

29.02.2016

HBLA Strassergasse 37-39

Wien Döbling

29

21

19.11.2015

Kirchlich Pädag. Hochschule, Singerstraße 7

Wien Floridsdorf

26

13

23.02.2016

HTBLA Leberstraße 4c

Wien Landstraße

35

27

19.10.2015

Vet. Med. Universität

Wien Floridsdorf

39

9

17.12.2015

Schule f. Gesundh.u.Krankenpfl, Langobardenplatz 122

Wien Donaustadt

20

5

18.11.2015

HTL Donaustadtstraße 45

Wien Donaustadt

40

11

21.01.2016

HTL Donaustadtstraße 45

Wien Donaustadt

36

11


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Spender 34

Erst­ spender 6

117

85

Wien Leopoldstadt

75

23

Wirtschaftsuniversität, Welthandelsplatz 1

Wien Leopoldstadt

43

11

11.05.2016

Wirtschaftsuniversität, Welthandelsplatz 1

Wien Leopoldstadt

86

34

18.-21.01.2016

Siegfried Marcus Berufsschule Scheydgasse 40

Wien Floridsdorf

306

153

07.06.2016

Berufsschule Goldschlagstr. 137

Wien Penzing

43

23

29.10.2015

Universität für angew. Kunst

Wien Innere Stadt

22

9

21.12.2015

Pressbaum

Wien-Umgebung

36

6

10.11.2015

FH des bfi Wien

Wien Leopoldstadt

14

5

07.03.2016

business.academy HAK Polgarstr. 24

Wien Donaustadt

28

19

08.03.2016

Schulzentrum HTL HAK Ungarg. 69

Wien Landstraße

39

23

05.04.2016

Gymnasium Purkersdorf

Wien-Umgebung

27

12

09.12.2015

BHAK Hetzendorferstraße 66

Wien Meidling

15

10

14.03.2016

BHAK Pernerstorfergasse 77

Datum 05.04.2016

Schule HTL Donaustadtstraße 45

Bezirk Wien Donaustadt

18.-21.04.2016

Berufsschule Hütteldorferstr.7-17

Wien Rudolfsheim-Fünfhaus

30.11.2015

Wirtschaftsuniversität, Welthandelsplatz 1

31.03.2016

Wien Favoriten

53

35

14. & 15.03.2016 Berufsschule Kempelengasse 20

Wien Favoriten

22

22

19.10.2015

FH Technikum Wien

Wien Brigittenau

75

38

11.04.2016

Medizinische Universität

Wien Alsergrund

76

40

16.11.2015

FH Campus Wien

Wien Favoriten

47

28

18.04.2016

FH Campus Wien

Wien Favoriten

55

20

10.11.2015

Univ. f. Musik & darstellende Kunst

Wien Landstraße

50

12

25.04.2016

BG, BRG Albertgasse 22

Wien Josefstadt

29

11

25.04.2016

Sigmund Freud Universität

Wien Leopoldstadt

25

20

1.928

935

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FLUCHT & ASYL

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FLUCHT UND ASYL KATASTROPHENHILFE Weltweit sind derzeit laut UNHCR rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Diese Entwicklung begann 2011 mit dem Ausbruch des Krieges in Syrien, der mittlerweile die größte Flüchtlingsbewegung verursacht hat. Jene Menschen, die flüchten können, suchen zunächst Schutz in den angrenzenden Nachbarländern wie dem Libanon, Jordanien, der Türkei und danach in Europa. Der Weg in die Europäische Union führt viele Flüchtlinge von der Türkei

über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien oder Ungarn nach Österreich und Deutschland. Das Wiener Rote Kreuz hat in den vergangenen Monaten viele tausend Menschen auf der Flucht betreut.

5. SEPTEMBER 2015: ROTES KREUZ UNTERSTÜTZT ANKOMMENDE FLÜCHTLINGE In Abstimmung mit dem Innenministerium unterstützt das Österreichische Rote Kreuz die aus Ungarn ankommenden Flüchtlinge an der Grenze im Burgenland. Rotkreuz-Einheiten aus dem Burgenland, aus Niederösterreich und Wien helfen vor Ort. Aufgrund des frühherbstlichen Wetters wird in Feldküchen wärmender Tee zubereitet, auch Decken stehen bereit. „Wir verteilen Essen und warme Getränke an die durchnässten Menschen“, sagt Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes. „Außerdem versorgen wir die Flüchtlinge medizinisch. Es gilt nun, den Männern, Frauen und Kindern, die seit

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Wochen auf der Flucht sind und eine schwere Zeit hinter sich haben, Sicherheit und Menschlichkeit zu vermitteln. Das zu tun gehört zu unserem humanitären Auftrag und ist eine Selbstverständlichkeit.“ Bis in die frühen Morgenstunden wurden bereits hunderte Flüchtlinge versorgt. Das Österreichische Rote Kreuz steht in engem Kontakt zu den Rotkreuz-KollegInnen in Ungarn und in Deutschland, um den betroffenen Menschen rasch und effizient beizustehen. Rotkreuz- Mitarbeiter sind auch in allen anderen Bundesländern bereit, jederzeit Unterstützung zu geben, wenn diese benötigt wird.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

6. SEPTEMBER 2015: BERICHT NICKELSDORF Das Rote Kreuz ist mit rund 120 MitarbeiterInnen in Nickelsdorf rund um die Uhr im Großeinsatz. Innerhalb von nur zwei Tagen kommen mehr als 9.000 Flüchtlinge über die ungarische Grenze nach Österreich. Das Rote Kreuz Burgenland betreut im Bezirk Neusiedl am See Flüchtlinge seit mehr als 3 Monaten. Aufgrund des immensen Zustroms an Flüchtlingen werden die HelferInnen jetzt durch

KollegInnen aus Niederösterreich, Wien und der Steiermark verstärkt. Auch das Bundesrettungskommando ist im Einsatz. Die Arbeit vor Ort läuft in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Bundesheer und Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See. Auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist immens. Viele Menschen helfen vor Ort und bringen Kleiderund Sachspenden.

17. SEPTEMBER 2015: FLÜCHTLINGSEINSATZ: ZWISCHENBILANZ Nach 13 Tagen im Dauereinsatz für Menschen auf der Flucht zieht das Rote Kreuz eine Zwischenbilanz. „In den vergangenen Tagen haben Mitarbeiter­Innen des Roten Kreuzes – die meisten davon Freiwillige – 80.000 Menschen auf der Flucht versorgt“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Die HelferInnen haben Essen und Getränke verteilt, Kranke und Verletzte medizinisch versorgt und 80 Notunterkünfte für bis zu 12.000 Personen täglich betrieben. Insgesamt waren bis heute rund 9.000 Helfer des Roten Kreuzes im Einsatz für Menschen auf der

Flucht. Das Rote Kreuz hat 350 Tonnen Hilfsgüter aus seinen Lagerbeständen eingesetzt, darunter 700 Zelte, 25.000 Feldbetten, 80.000 Decken, Schlafsäcke, Besteck, Badetücher sowie Hygieneartikel für 15.000 Personen. Schöpfer weist darauf hin, dass es sich nur um eine Zwischenbilanz handelt. „Auch wenn sich die Situation an der burgenländischen Grenze entspannt, ist unser Einsatz noch lange nicht zu Ende“, so der Rotkreuz-Präsident. „Wir bereiten uns jetzt intensiv darauf vor, ankommenden Flüchtlingen in anderen Regionen Österreichs zu helfen.“

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FLUCHT & ASYL

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WOHNGEMEINSCHAFT „SANDRO“ WIENER ROTES KREUZ Im Juni 2016 sind fünfzehn unbegleitete Minderjährige in die ehemalige Pension in der Oberlaaer Straße eingezogen. Alisina (16) und Mustafa (17), beide aus Afghanistan, sind zwei von ihnen. Beide kamen im Dezember 2015 nach Österreich und teilen sich eines der insgesamt zehn Zimmer. Wir haben uns mit ihnen unterhalten und nachgefragt wie es ihnen in ihrer neuen Umgebung geht und welche Ziele sie für ihre Zukunft in Österreich haben. Ihr lebt nun seit zwei Wochen hier in der WG, wie fühlt Ihr Euch in Eurem neuen Zuhause?

Wie war Euer Leben in Afghanistan und welche Ziele bzw. Wünsche habt ihr für Eure Zukunft in Österreich?

Alisina: Ich wurde zuvor in der Rotkreuz-Einrichtung in Baumgarten betreut. Dort war es sehr schön, aber hier gefällt es mir besser – auch wenn ich die Baumgartner Höhe vermisse.

Alisina: Ich war Schüler und hatte eigentlich noch drei Jahre Schule vor mir, bevor ich meine Heimat verlassen musste. Ich kam mit meinem Bruder nach Österreich. Er ist sehr krank. Er leidet unter einer Niereninsuffizienz und muss dreimal pro Woche zur Dialyse. In Afghanistan war eine medizinische Behandlung nicht möglich, daher haben wir uns Entschlossen, nach Österreich zu kommen.

Mustafa: Ich habe die letzten Monate im Katastrophenhilfezentrum des Roten Kreuzes in Inzersdorf gelebt. Dort war es zwar schön, aber auch mir gefällt es hier besser. Hier fühlen wir uns zum ersten Mal zuhause und auch die Umgebung ist sehr schön. Wie sieht Euer Tagesablauf aus?

Alisina: Vormittags findet immer der Deutschunterricht in der WG statt. Am Nachmittag gehe ich dann zum Fußballspielen. Seit zwei Monaten spiele ich in einem Wiener Fußballverein im 19. Bezirk. Dort habe ich auch schon einige neue Freunde gefunden. Nach dem Training gehen wir dann meistens in der Stadt spazieren oder setzen uns im Park zusammen. Mustafa: Ich gehe jeden Mittwoch zum Jiu Jitsu. Anschließend treffe ich meine neuen Freunde, die aus Wien sind, und wir gehen in den Park um gemeinsam Deutsch zu lernen. Auch wenn wir jeden Tag in der WG Deutschunterricht bekommen, helfen sie mir doch sehr meine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern.

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In meiner Freizeit habe ich in meinem Heimatdorf viel Fußball gespielt. Mein Traum ist es einmal Profifußballer zu werden, dafür trainiere ich sehr hart. Mustafa: Ich habe eineinhalb Jahre in einem kleinen Familienbetrieb als Schuhmacher gearbeitet. Ich würde mir wünschen, dass ich diesen Beruf zukünftig auch in Österreich ausüben kann. Nach Österreich kam ich alleine, meine Familie ist in den Iran geflüchtet. Ich vermisse sie sehr, vor allem meine Mutter. Ich würde mir nichts mehr wünschen, als dass sie nach Österreich nachkommen kann.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

SOFORTHILFE VON € 15.000,FÜR DIE FLÜCHTLINGSBETREUUNG DES WIENER ROTEN KREUZES Viele der flüchtenden Menschen, die Österreich durchquert hatten, waren Kinder und Jugendliche. Auf ihrem Weg mussten sie widrige Strapazen erleben, Nächte im Freien verbringen und hatten häufig nur jene Kleidung mit sich, die sie am Körper trugen. Die Unterstützung von bedürftigen Kindern und deren Familien ist die ureigenste Aufgabe des Jugendrotkreuzes. Dazu gehören auch die Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit im In- und Ausland. Mit einer Soforthilfe von € 15.000,- aus dem Katastrophenfonds des Wiener Jugendrotkreuzes wurde die Flüchtlingsbetreuung durch den Katastrophenhilfsdienst des Wiener Roten Kreuzes unterstützt. „Wir wollen damit beitragen, dass den Kindern und Jugendlichen auf der Flucht nach einem langen Weg der Ungewissheit, der körperlichen und auch psychischen Strapazen ein sicheres, trockenes Quartier, eine wärmende Suppe, Brot und Tee sowie medizinische Betreuung zukommt, bevor sie meist mit ihren Familien die Flucht in Richtung Westen fortsetzen,“ so Gerhard Tuschel, Landesleiter des Wiener Jugendrotkreuzes.

können. Dabei ist die Unterstützung durch die KollegInnen des Wiener Jugendrotkreuzes ein wertvoller Beitrag für den wir allen, die diesen ermöglicht haben, herzlich danken.“ Der Leistungsbeitrag von € 2,- pro SchülerIn ist ein Solidaritätsbeitrag für das gesamte Leistungsspektrum des Wiener Jugendrotkreuzes, so auch für die Aktivitäten bei Krisen und Katastrophen im In- und Ausland. In der Anfangsphase ging es um die Erstversorgung, nun geht es darum, den Menschen Schritt für Schritt Strukturen für ihren Tagesablauf anzubieten. Über die vielfältigen Maßnahmen und Aktivitäten haben wir laufend online berichtet. Nur einen kleinen Auszug der Fülle an Angeboten, Programmen und Initiativen des Wiener Roten Kreuzes und des Wiener Jugendrotkreuzes konnten wir im vorliegenden Kapitel anführen.

Karl-Dieter Brückner, Landesrettungskommandant des WRK: „Für die spontane Einrichtung von Notquartieren für die kurzzeitige Unterbringung der Menschen auf der Flucht müssen wir bei den notwendigen Anschaffungen sehr flexibel reagieren

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FLUCHT & ASYL

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VIELFALT BEREICHERT In einem Gespräch mit Mag. Andreas Germ, dem Direktor des BRG 16, Schuhmeierplatz 7, 1160 Wien, erfuhren wir, wieviel Mühe Direktion, Lehrkörper und BesucherInnen dieser Schule darauf verwenden, junge Menschen mit 40 unterschiedlichen Sprachen dabei zu unterstützen, zu einem verantwortungsbewussten Team heranzuwachsen. Das Verständnis für die Vielfalt in unserer Gesellschaft ist an Ihrer Schule sehr groß – etliche Projekte haben die Vielfalt zum Inhalt. Wie entwickeln sich die einschlägigen Projekte?

Wir haben an unserer Schule sehr viele SchülerInnen mit den unterschiedlichsten Muttersprachen. Insgesamt sind es 40 Sprachen und wir sehen darin einen Schatz, den wir mittels Projekten permanent heben. Diese Projekte drehen sich um die Themen Sprachenvielfalt sowie Migration und Integration. Wie wird das aktuelle Thema „Flüchtlinge“ an Ihrer Schule vermittelt?

Beim Redewettbewerb „Sag`s Multi“ halten die SchülerInnen Reden zu diversen Themen in ihrer Muttersprache und in Deutsch. Sie werden dann von einer Jury bewertet. Da sind selbstverständlich auch Reden zu diesem Thema dabei. Beim Projekt „Racing for Refugees“ sind die SchülerInnen bei einem an unserer Schule etablierten Cross Country Lauf im vergangenen Jahr mit Flüchtlingen und für Flüchtlinge gelaufen.

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Welche Projekte mit Flüchtlingen oder für deren Integration gibt es noch an Ihrer Schule?

In einem Projekt wurden Plakate für Flüchtlinge zusammengestellt; dafür wurde in einem Flüchtlingsquartier der Bedarf erhoben und die SchülerInnen haben dann Pakete mit Sportsachen geschnürt und übergeben. Wir nehmen mit unserer Schule am Projekt „voXme“ teil, wo es auch darum geht, das Bewusstsein für die Sprachenvielfalt zu steigern. Wir haben Flüchtlinge an unserer Schule aufgenommen und die SchülerInnen haben Ihnen ein herzliches Willkommen bereitet. Wie beurteilen Sie die Sensibilität Ihrer SchülerInnen zu diesem Thema?

All diese Initiativen und Projekte tragen dazu bei, dass Vielfalt von unseren SchülerInnen als Chance und Bereicherung empfunden wird, weshalb auch die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Thema sehr groß ist. Über die Projekte wird die Sensibilität für die unterschiedlichsten Themen unserer Gesellschaft geschärft. Damit werden Werte wie Verantwortung, Respekt und Toleranz vermittelt.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Wie beurteilen Sie das Thema Sozialkompetenz für die Entwicklung unserer Gesellschaft?

Sozialkompetenz ist zunehmend wichtiger und wir Schulen nehmen diese Herausforderung auch an. Die Zeiten ausschließlicher Vermittlung von Fachwissen sind längst vorbei, wenn es sie denn je gegeben hat. Wir haben an unserer Schule das Fach Projektmanagement: Hier lernen die SchülerInnen in Teams zu arbeiten, Verantwortung für das Team zu übernehmen, einander abzusprechen. Dazu möchte ich noch ein Projekt erwähnen: Es gab eine Wanderausstellung zu Anne Frank. Dafür haben sich einige SchülerInnen zu Guides ausbilden lassen und über 700 SchülerInnen durch die Ausstellung begleitet. Worauf sind Sie als Direktor besonders stolz, wenn Sie an Ihre SchülerInnen denken?

Auf alle SchülerInnen, auf meine KollegInnen und zwar deshalb, weil wir es gemeinsam schaffen, den Großteil der SchülerInnen zu einem positiven Abschluss zu begleiten – auch dann, wenn die Rahmenbedingungen in der Familie nicht optimal sind.

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INTEGRATIONSPROJEKT „AUS:ZEIZT“

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INTEGRATIONSPROJEKT AUS:ZEIT Der Krieg in Syrien setzte 2011 die größte Flüchtlingsbewegung der Gegenwart in Gang. Heute beziffert das UNHCR die Anzahl der Menschen, die sich auf der Flucht befinden, mit 60 Millionen. Während Menschen, denen die Flucht gelingt, zunächst Schutz in angrenzenden Nachbarländern - wie dem Libanon, Jordanien oder der Türkei – suchen, ist Europa das eigentliche Ziel vieler Flüchtlinge. Doch der Weg in die Europäische Union ist lange und führt entweder in teils unsicheren Booten über das Mittelmeer nach Italien. Oder aber am Landweg über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien oder Ungarn bis nach Österreich und Deutschland. Wohin die Reise nach der Flucht gehen wird, bleibt dabei meistens ungewiss. Im vergangenen Jahr begleitete das Wiener Rote Kreuz mehrere tausend Menschen, deren Weg durch Österreich führte. Ging es dabei zu Beginn vor allem um Erstversorgung der Menschen, gilt es nun, Schritt für Schritt den Tagesablauf der MigrantInnen zu strukturieren und Perspektiven aufzuzeigen. Als unsere wichtigste Aufgabe wollen wir, das Wiener Jugendrotkreuz, jungen Menschen ein Maximum an Chancen eröffnen. Möglichst viele Kinder und Jugendliche sollen sich auf ihrem Lebensweg entfalten und zu vollwertigen Mitgliedern unserer Gesellschaft entwickeln können. Mit unserem Projekt „aus:zeit“ wollen wir Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund auf diesem Weg konkret begleiten.

Wir unterstützen junge Menschen, die in einem der vom Roten Kreuz betreuten Häuser ein neues Zuhause gefunden haben, dabei am gesellschaftlichen Leben in Wien teilzuhaben. Eine Reihe an Maßnahmen zur Integration in das neue soziale, räumliche und kulturelle Umfeld sollen Vertrauen mit dem noch Unbekannten schaffen. Neben kontinuierlicher Sprachförderung bilden sportliche Aktivitäten, ein vielfältiges Kulturprogramm und das gemeinsame Kennenlernen des öffentlichen Raumes die Basis für den Erwerb von Kompetenzen für das Leben und damit den Weg in die Selbstständigkeit. Losgelöst von den vielfältigen Anforderungen, die an junge Flüchtlinge gestellt werden, soll „aus:zeit“ den Kindern und Jugendlichen Glücksmomente schenken und Räume schaffen, in denen Leichtigkeit erlebbar wird. Konkret möchten wir Folgendes erreichen: • Förderung der Lebenskompetenz • Aneignung und Verbesserung der Sprachkenntnisse • Orientierung in einem neuen kulturellen Umfeld, Umgang mit kulturellen • Differenzen • Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben • Erleben von Unbeschwertheit Um Integration grundsätzlich zu ermöglichen, sollen Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund ihre Fähigkeiten in Sprache und Ausdruck


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

erweitern können. Ein wesentliches Ziel des Projektes „aus:zeit“ ist deshalb die Förderung von Sprachkompetenz. Als Fundament einer funktionierenden Integration und der selbstgesteuerten, freien und positiven Entfaltung von jungen Menschen ist Sprache das wichtigste Medium der alltäglichen Kommunikation. Sie stiftet Identität, symbolisiert Zusammengehörigkeit, erlaubt den Zugang zu Bildung und den Eintritt in den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus wollen wir Neugierde wecken, die Freude am Sprachenlernen unterstützen und Kinder und Jugendliche ermutigen, sich auszudrücken. Letztendlich aber sollen alle Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund lernen, trotz kultureller Unterschiede ihre eigene Stimme zu finden, denn: Jeder Mensch ist Botschafter der eigenen Kultur. Alle Maßnahmen des Projektes „aus:zeit“ basieren auf den sieben Grundsätze des Roten Kreuzes.

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ZUSAMMENSCHAU DER VIELFALT

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Schulstartpak ete fü Mindestsicherun r Kinder von gs-BezieherInn Als humanitäre en O

rganisation ist Aufgabe, bena es unsere urei chteiligten Men genste schen zu helfen. nisterium finan Das Sozialmiziert seit Juli 20 15 so genannte kete. Dadurch w Schulstartpaerden Bezieher Innen der beda Mindestsicheru rfsorientierten ng in ganz Ö sterreich finan Bezugsberechtig ziell entlastet. t sind alle Schü lerInnen, die in mit Bezug von Haushalten bedarfsorientie rter Mindestsic unabhängig vo herung leben, m Alter und Sc hultyp (ausgeno schülerInnen). Ve mmen Berufsrtei Insgesamt konn lt werden diese Pakete vom Ro ten Kreuz. te vergangene s Jahr unter ausgewählt wer 19 Paketen den. Zur Ausw ahl standen zu Schultaschen un m Beispiel d Rucksäcke m it unterschiedlic oder nur Schulm hen Motiven aterialien. Bis zu m 19. Septembe die Pakete von den r konnten Anfang Oktober Bezugsberechtigten bestellt w erden, bis 2015 wurden di ese ausgeteilt. Vi Infos unter www ele weitere .schulstartpaket .at.

us Donaufeld Kind und Hund am Camp nten die KollegInnen der 25. September 2015 kon

Am n Vorführungen allen Klasse Suchhundestaffel in zwei die feld nau am Campus Do der Vor- und Volksschule . llen ste vor Suchhundearbeit Ort, en und acht Hunden vor Mit neun HundeführerInn mit ng ga rInnen der richtige Um wurden den 400 Schüle geaus ll zie spe ie die Arbeit mit Hunden im Allgemeinen sow mittelt. ver en und bildeten Rettungsh unde „Wann kommen Rettungsh en Hierbei konnten Fragen wie and jem „Wie zeigen sie, dass sie reigentlich zum Einsatz?“, übe as etw so ie bringt man ihnen n gefunden haben?“ und „W nge hru rfü Vo und Rollenspielen haupt bei?“ anhand von gsinin Tra ten ier zip kon bildungen mit eigens für Hundeaus elerische rden. „Vor allem die spi we et ort ntw bea geräten acht. gem ß Spa den Kindern viel Umsetzung der Inhalte hat wir die ler, Feh die t, Elan eingesetz tig Sie haben sich mit vollem rich und n nde zufi aus uten, her nin den Rollenspielen einba hhu Suc nasek, Landesleiter der zu stellen“, so Thomas Wa Kreuz. destaffel vom Wiener Roten

Weltwasserta g:

Jeder zehnte M 22. März 2016 – ein Rüc kblick ensch hat kein en Konsumverhal ten etwas ge Zugang zu Wasser. „Jeder kann mit seinem gen die Was Rotkreuz-Präsid serverschwendu ent Gerald Schö ng tun“, sagt pf er. Das Millennium s-Entwicklungs ziel der Vereinte gung mit saub nN erem Wasser w urde 2015 zwar ationen zur breiteren Versor vor jeder zehn erreicht, dennoc te Mensch – w eltweit mehr al h hat nach wie zu Wasser in au s 700 Millione sreichender M n – keinen Zuga enge und Qua zwar genug W ng lität. „In vielen asser, aber man Regionen gäbe gelnde Infrastr heit verhindern es uktur und ökon , dass die Men om schen versorgt Gerald Schöpf werden“, so Ro ische Knapper. tkreuz-Präsiden t Verschärfend wird sich der Be völkerungsanst mehr als neun ieg auswirken. Milliarden Men Bis 2050 werde schen auf der von Lebensmitt Erde leben. „D n eln für weitere urch die Produk zwei Milliarden Ländern, die be tion reits jetzt unter Menschen wird Was besonders in pung der Ressou rce Wasser eint serknappheit leiden, eine wei tere Verknapreten“, sagt Schö Das Österreic pfer. hische Rote Kr euz bildet lauf und unterstütz end Trinkwasse t Projekte zur re Wasserversorg besonders in de ung weltweit. D xpertInnen aus n von Dürre be ie HelferInnen troffenen Länd sind ern Ostafrikas Duschen statt aktiv. ba hähnen, sparsa den, Reparatur von tropfe nden Wasserme Küchenge räte, Einsatz - durch einen von Perlatore prüfenden Blic n k auf das eige halten kann je ne Konsumverde/r etwas ge ge n die globale W schwendung tu n! asserver-


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Gesundheitstag KPH Wien/Krems, Campus Wi en-Strebersdorf, 1210 Wien

gement Herausragendes Enga e Zeichen der Hilfsbettenbastei, 1010 Wien Lise Meitner RG, Scho tz wurden vielfältige Aktionen und somit deutlich Gemeinschaftstag der

Einsa am 8. September ein Mit herausragendem g der SchüleSo wurde beispielsweise zt. set ge le hu Sc r de t. Nach der Registrierun an iier init f ho reitschaft hn ba est W rde in unterschiedder Flüchtlinge am n Namensschildern, wu vo ng 6B zur Unterstützung ellu rst He r de d ordination, Reinigungs lferInnen un unterstützt: Zentrale Ko rInnen als freiwillige He siv n en ke int üc n sst ite ng ke idu tig Tä Kle nen genden rhilfe bei den abgegebe lichen Bereichen bei fol den Bahnsteigen, Sortie f hinaus leisteten auch au er lfe rüb shi Da . on en ati ett nis ldb ga Fe n vo ng dienst, Or ellu tst rei e im Rahmen der oder etwa bei der Be wieder freiwillige Dienst r me und Nahrungsmitteln im en Inn ler hü Sc en Wochen in den darauf folgend en e. alle 4. Klassen im Rahm Flüchtlingshilf nasiums sieht vor, dass s ym hre alg lja Re hu er Sc itn s de Me n te gin Lis des rungskurs zu Be füh Ein feHil Der autonome Lehrplan tehErs lne en Tei hr 70 lichen Praktikums ein im vergangenen Schulja des naturwissenschaft arallelkursen erhielten erzielten die E-P ril EH Ap 6 . 19 mt sa am ge erb ins n Hilfe-Landesbew teabsolvieren. Bei de Ers im be ch n Kategode Au . in eis n n 3. Plätze Hilfe-Ausw merInnen einen Erstegratulieren zu den beide ir W . nis eb Erg es nd rrage SchülerInnen ein hervo ilfe-Grundkurs“. ngskurs“ und „Erste-H hru nfü -Ei ilfe naktionen: Bei der -H ste „Er rien r zahlreichen Spende de ng tzu en stü ter Un k gespendet, im Rahm r Schule für die ys für den guten Zwec Ebenso danken wir de nd rch Ha Du he t. eic de hlr en za sp n 0,- ge on wurde hülern“ wurden € 43 Ö 3-Wundertüten-Akti tion „Schüler helfen Sc Ak r sammelt werden. Mit de ge 7 w. 4,8 bz n 39 tio € tak ten nn ko g lun einer Adven mm sa en Aktivitäten und tzung bei der Straß wertvollen Beitrag, die en ein le die tatkräftige Unterstü hu Sc die tet führten Programmen Kartenaktion leis ben den bereits ange Ne n. der Teilnahme an der tze stü ter Jugendun zu drotkreuzes zt: Teilnahme an der Programme des Jugen nde Aktivitäten geset ge fol ng der du ch en no ) rw ise Ve we e gs szu Praxistag, vielfach DKH am und Kursen wurden (au e hm lna n im Rahmen des Hochgebirge, Tei der Erste-Hilfe-Statione ng uu tagung in Raach am tre . Be die a etw tiven Schulsanitätsdienst und Topic oder algymnasium einen ak ÖJRK-Zeitschriften JÖ Re s ich da rt ntl ffe füh (Ö so en en Eb nahm kenwiese. er Kommunikationsmaß Sportfestes auf der Bir her interner und extern u-Google-Systems, eic Ed s hlr de za en alb etz erh rts inn Fo n s pe up Gr n Durch da vo n hte ric bes der Schulsanihulhomepage, Ein s täglichen Dienstbetrie de g keitsarbeit auf der Sc run t ue Ste r zu pe s umfassend informier hatsApp-Grup er Aktuelles und Neue üb Facebook-Gruppe, W d fen lau en Inn ler die Schü täterInnen etc.) konnten werden.

Am 19.11.2015 fand der erst e Gesundheitstag der KPH Wien/Krems am Campus Wie n/Strebersdorf statt. Neben der bereits traditionellen Blu tspendeaktion wurden eine Gesundheitsstraße der BVA, ein Impulsvortrag des Österreichischen Jugendrotkreuzes, ein Seh- und Hörtest der Schulärztin sowie ein interaktiver Informationsstand zum Thema „Bewegung, Ernährung und Ges undheit“, gestaltet von den SchülerInnen der Praxis-NMS, angeboten. Auf Grund der positiven Resonanz soll diese Ver anstaltung in Zukunft wieder stattfinden. Das Engagement der KPH Wie n/Krems, Standort Wien-Strebersdorf zeigt sich über das gesamte Studienjahr hinweg: Informationsveranstaltungen über das ÖJRK im Zuge der Studieneingangsphase, Teilnah me an Kartenaktionen, eine Blutspendeaktion, Einsatz der ÖJRK-Zeitschriften in Seminaren zur Lesedidaktik.

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ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

ungsberufe, Berufsschule für Verwalt 1050 Wien für t sich die Berufsschule

Berufsschule für In dustrie, Finanzen und Transport, 1120 Wien

agier Seit vielen Jahren eng jekte. Umsetzung sozialer Pro die Verwaltungsberufe für n im hte nac eih „W tion bei der Ak ige So konnten beispielsweise ürft Weihnachtspakete für bed Schuhkarton“ mehr als 100 en werden. Kinder gepackt und vergeb absolndenden „Friedenslauf“ Bei dem jährlich stattfi und den Run 281 t VB insgesam vierte das Team der BS für ,281 € von he Hö der nde in konnte dadurch eine Spe o ens Eb “. Jugendliche „erlaufen benachteiligte Kinder und nrte Ka der g ch die Umsetzun unterstützte die Schule dur ht Der beste Schutz vor Suc uz. kre rot aktion das Jugend es ein t kei lich sön Per e gesund ist die stabile, starke und n. sich und seine Fähigkeite in uen tra Ver n sei , hen Mensc rot end Jug r hops des Wiene Durch interaktive Works hän Ab ma The s rInnen für da kreuzes wurden die Schüle Konsumn ene eig der ion lex Ref ilisiert. tmachung der gigkeit und Sucht sensib uss Bew htbegriffs und die Suc des g itun rbe Era r, muste lkonsum mittels und Auswirkung von Alkoho ung ehm hrn Wa en ert änd ver orkshops – SuchtJuni Inhalt des „Impulsw Rauschbrille waren Ende hbrillen-Workshops“ prävention“ und des „ Rausc referent). (Stefan Spadt, ÖJRK-Schul

Auch im Schuljahr 20 15/16 standen viele Angebote und Aktiv schule unter dem Ze itäten der Berufsichen „Helfen mac ht Schule“. Über da wurden zahlreiche s gesamte Schuljahr Kurse aus dem Be reich „Erste-Hilfe“ angeboten: EH-Gru für die SchülerInnen ndkurs (16 UE) für SchülerInnen, EH-F SchülerInnen (6 UE ührerscheinkurs fü ), EH-Grundkurs fü r r LehrerInnen, EH für LehrerInnen od -Auffrischungskurs er etwa Kinderno tfallkurse und EH Darüber hinaus wu -Indiv rde im Rahmen de r Life-Skills-Program idual-Trainings. Sucht, Drogen, Alko me für die Themen hol und Abhängigk eit sensibilisiert. „Yo Kinder und Jugend ung Carers“ sind liche, die in Pfleg e- oder Betreuung teilweise auch zeitli ssituationen leben ch begrenzt, z.B. he , lfen sie bei der Pfleg Vaters oder andere e der Mutter, des r Angehöriger. Mit der Ausbildung „P SchülerInnen Basis flegefit“ wurde de wissen aus dem Be n reich „Pflege und Be Mit dem Leistungs treung“ vermittelt. beitrag unterstützte die Schule auch in die Tätigkeiten de diesem Schuljahr s Wiener Jugendro tkreuzes wesentlic Rahmen einer „Tasc h. Zudem wurde im henrechneraktion“ (€ 0,50 pro ausgeb rechner/Unterricht orgtem Taschenseinheit) ein Spen denbetrag in der zugunsten des inter Höhe von € 250,nationalen Hilfspr ojektes „Schulstart gowina“ an das Ö für Bosnien HerzeJRK-Generalsekret ariat übergeben. (Claudia Stürzenb echer, ÖJRK-Schu lreferentin)

„Zuhause kann überall sein“ Wien rdinaBG, BRG, BORG Polgarstraße, 1220 tkreuz unter der Leitung von AHS-Koo

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Jugendro Ganzjährig im Einsatz für das Wiener die Schüles Konrad waren im Schuljahr 2015/16 Dori FOL in rent torin und ÖJRK Schulrefe rInnen des Polgargymnasiums. rse vom 6. Klassen 16-stündige Erste-Hilfe-Ku Auch dieses Schuljahr wurden für alle für zung rstüt Unte lle nzie berger abgehalten. Fina Erste-Hilfe-Routinier Herrn Mag. Eich die auch ich öpfl rsch Une . eins nver Seiten des Elter das verbindliche Kursangebot kam von htshnac Wei raisingaktionen: Leistungsbeitrag, Beteiligung an all den Spenden- und Fund sozilung, Auszeichnungen für verstärktes amm kund Glückwunschkartenaktion, Straßens dena Spen an e Reih eine ie n für Flüchtlinge sow ales Engagement, Willkommenssäckche tionen zugunsten der Flüchtlingshilfe. wurde Raum etzung mit dem Thema Flucht & Asyl Auch der künstlerischen Auseinanders s ein Konzert sium 6 fand in der Aula des Polgargymna gegeben: Am Dienstag, dem 21.6.201 kann überall ause „Zuh sical rung gelang das Mini-Mu der besonderen Art statt. Zur Urauffüh n Unterische Mus der 2D und 1D ler der Chorklassen sein“ durch die Schülerinnen und Schü Stück das Kinderbuches basierend, beschäftigt sich alstufe. Auf den Texten des gleichnamigen gest zerts Kon des Jugendlichen. Den zweiten Teil für mit dem Thema Flucht aus der Sicht von ität vers (Uni MDW der Band“ in Kooperation von r tete das inklusive Ensemble „All Stars unte s sium mna argy Polg des d lban ie die Schu Musik und Darstellende Kunst Wien) sow Leichtfried. den musikalischen Leitung von Bernd


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Berufsschule für Einzelhandel und EDV-Kaufleute , 1100 Wien

Mit dem Schulprojekt „Stars of hope“ wurde im Zeitra um November 2015 bis Februar 2016 an der Berufsschule ein großartiges und kreat ives Friedens- und Sozialprojekt umgesetzt ( Projektleitung von Dipl.-Päd. Hildegard Göhr und Martina Falar, BA, BEd). Das Schulgebäude wurde mit zahlreichen „Fried ensstationen“ zu einem Ort des Respekts sowie der positiven Begegnung, an dem Menschenrechtsprobleme aufgezeigt wurden und eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten und Themenstellungen zur „Friedenspolitik“ erfolgte. Unter diesem Aspekt wurde von den SchülerInnen beispielsweise ein Weihnachp rojekt zugunsten des Entwicklungshilfeclubs umgesetzt. Dabei konnten € 400,zur Unterstützung und Gesundheitsförderung von jungen Müttern in Ghana gesam melt und gespendet werden. Sei es in sozialen, wirtschaftlichen, umweltpolitischen oder kulturellen Bereichen: Die SchülerInnen lernten unterschiedliche Modelle kennen, die richtungsweisend für eine „bessere Zukunft“ stehen können. Auch durch die Teilnahme an kreativen und fächerübergreifenden Übungen konnten die Lehrlinge für internationale Probleme und Zusammenhänge sensibilisiert werde n. Durch die Teilnahme an der Weihnachts- und Glückwunschkartenaktion unter stützt die Berufsschule das Jugendrotkreuz. Ebenso wurden 18 Personen zur Blutspende zugelassen. 44 Personen nahmen im Rahmen von Lehrausgängen am Blutspendetag teil. (Schulrätin Anna Pichler, ÖJRK-Schulreferentin)

chnik und Elektronik, Berufsschule für Maschinen-, Fertigungste 1070 Wien bildeten im Schuljahr inhaltlichen Schwerpunkt der Aktivitäten

Einen „Flucht“. Im Rahmen eines 2015/16 die Themen „Menschenrechte“ und eiche Fragestellungen zahlr ten Besuchs bei „Amnesty International“ konn „subsidiär Schutzbeetwa oder “ der SchülerInnen zu den Themen „Asyl s engagiert zeigten nder Beso en. werd tet rechtigte/r“ umfassend beantwor von Flüchtlingen am Westsich zahlreiche SchülerInnen bei der Betreuung von den SchülerInnen ausgebahnhof: So wurden Hilfsgüter gekauft und Blutkonserve benötigt. Ob eine h geben. Alle 80 Sekunden wird in Österreic Geburt: Im Notfall zählt oder kheit Kran erer bei Unfall, Operationen, schw kann bis heute nicht künstlich Blut zu den wichtigsten Medikamenten und hlussjahrgangs haben auch hergestellt werden. Einige Lehrlinge des Absc t. „Wir sind stolz auf unsere stütz heuer wieder die Blutspendeaktion unter a Kupferschmid. Helg tin eren ulref jungen Leute!“, so die ÖJRK-Sch

Berufsschule für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, 1060 Wien

Auch im vergangen Schuljahr wurden an der Berufsschule die Unterrichtsmaterialien, wie jene aus den JRK-Zeitschriften, verwendet. Ebenso zeigte sich eine aktive Beteiligung an verschiedenen Spendenaktionen, wie etwa jene zugunsten der Erdbebenopfer oder „Nachbar in Not“. In Österreich spenden etwa drei von hundert Menschen regelmäßig Blut. Die Bereitschaft, die Ärmel aufzukrempeln und Gesundheit weiterzugeben, zeigte sich durch die Teilnahme an der am Schulstandort durchgeführten Blutspendeaktion. (Johann Hiller, ÖJRK-Schulreferent)

März 2016 Ein Magazin des

Österreichischen

Jugendrotkreuzes

Z

ARBEIT ICHT UND JUGEND

JUGENDROTKREU

IDEEN FÜR UNTERR

ATION:

Jugendrotkreuz

SA 2/2016 - 10Z038474

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BILDUNG & INTEGR

TE GLEICHE RECH N UND CHANCE ten n z Dilemmageschich Willkommensaktio Medien & Impulse Junge Flüchtlinge z Therapiecamps z z Sommer- und Lesepatenschaft Angebote des ÖJRK helfen Nepal z zum Thema z Schulen

Titelfoto: Nadja Meister

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ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

Berufe, Grafik und gestaltende Berufsschule für Chemie, e aus Afgha1150 Wien uchen sieben Jugendlich

Berufsschule für Bürokaufleute, 1150 Wien

ten sich die Angebote und SpendenVielfältig und abwechslungsreiche zeig kaufleute - so wurde etwa ein Erfriaktionen an der Berufsschule für Büro rInnen am Sprechtag angeboten. schungsbuffet für Eltern und Ausbildne seinen Taschenrechner vergessen Oder: Wer bei Schularbeiten oder Tests ein Leihgerät ausborgen. Ebenso hatte, konnte sich gegen freie Spende kartenaktion. Für das kommende unterstützt die Schule die Glückwunsch markt zugunsten des Wiener Schuljahr plant die Schule einen Floh Jugendrotkreuzes. Jugendrotkreuz, die vielfältigen Spenden ermöglichen es dem Wiener größtenteils kostenlos oder zu Angebote in Umfang und Qualität ner Schulen bzw. Schulgeringen Unkostenbeiträgen an die Wie , Aktivitäten oder gemeinschaft in Form von Programmen n gebe ckzu etwa Unterrichtsmaterialien zurü . (Angelika Simon, ÖJKR-Schulreferentin)

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6 bes Seit dem Schuljahr 2015/1 und gestaltende sschule für Chemie, Grafik ruf Be die ien Syr und tan nis lingsströme, sondern chts der aktuellen Flücht Berufe. Nicht nur angesi eine Gesellschaft des strategische Investition in auch als langfristige und er funktionierenden ein m erwerb im Zentru ach Spr der ht ste ers and Mitein teuerten, freien und Fundament einer selbstges Integration und dient als Gegenwart und ihrer jungen Menschen in der positiven Entfaltung von t ist Sprache das ehen von der Schriftlichkei gesamten Zukunft. Abges llt eine wichtige ste und skommunikation tag All der m diu Me ste wichtig r, stiftet Identität und ung und Arbeitsmarkt da Ressource im Bereich Bild sem Hintergrund hörigkeit. Gerade vor die symbolisiert Zusammenge im Spracherwerb aus Afghanistan und Syrien konnten die SchülerInnen zugeteilt werden. en ruf en gewünschten Be Ihn von den und zt tüt unters Glückwunschkartenzte die Berufsschule die Darüber hinaus unterstüt der Blutspendekae Beteiligung im Rahmen aktion und zeigte eine hoh 22. April 2016 tion im Zeitraum von 18. bis hulreferentin). (Carina Ninführ, ÖJRK-Sc

Berufsschu le für Haarund Körpe 1140 Wien rpflege, A

uch im heu ri dende Bluts gen Jahr wurde die a lljährlich st pende-Akti attfi o geführt. M it etwa 140 n von 7. bis 9. Juni d nurc B wichtiger u lu nd wertvolle tspenderInnen konnte hr Beitrag g Ein Großte e il d eleistet we in rden. spenderInn er SchülerInnen zählt e dabei zu en“. In Öst „Ersterr 500.000 B lutkonserve eich werden jährlich n benötigt rund etwa einer – Blutkonserv e pro Minute das entspricht geplanten ! Ob bei Un Op fällen, das Notfallm erationen oder Erkra nku edikament Nummer ein ngen: Blut ist spende ist durch nichts s, und Ihre Blu zu mayer, ÖJR K-Schulrefe ersetzen (Christian R teithrent).


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Berufsschule für Kraft fahrzeugtechnik, 1210 Wien

ndel, Berufsschule für Einzelha 1130 Wien Berufsschule für Einzelden Aktivitäten an der

Auch die Berufsschule für Kraftfahrzeugtechn ik unterstützte im vergangenen Schuljahr mit einer um fassenden Tombola-Aktion das W iener Jugendrotkreuz durch eine großzügige Spende in de r Höhe von € 1.000,-. Ohne der zahlreichen helfenden Hände wäre es dem Österreichischen Jugen drotkreuz unmöglich, da s umfassende Angebot an Pro jekten und Initiativen zu verwirklichen. Erst mittels Sach, Geld- und Zeitspenden können wir umfassende Programm leistungen an die Schule n zurückzugeben. Dafür sagen wir vielen herzlichen Dank! (Michael Hanzmann, ÖJ RK-Schulreferent)

Die umfassen ch besonim vergangenen Jahr dur handel zeichneten sich tt Hetzen“ sta lfen „He tto Mo ter dem deres Engagement aus. Un etzt. So ges Aktionen und Intitiativen 2015 wurden dabei vielfältige er tob Ok beispielsweise im rden unterstützten SchülerInnen wu n nde Spe : hof am Westbahn mit Da mit großem Engagement t. och tiert und Gemüsereis gek iKle gesammelt, Bekleidung sor mit , hen, darunter viele Kinder ch dur konnten zahlreiche Mensc nte kon o versorgt werden. Ebens dung und warmen Essen n zugunim Dezember 2015 Spende tion Ak März eine Charity-Punsch um tra Zei Im n. rde we gesammelt als sten des Roten Kreuzes 3N und ülerInnen der Klasse 3H us Ha bis April unterstützen Sch im e ling cht minderjährige Flü er od MentorInnen unbegleitete ard Bill , iele llsp Ba Aktivitäten, wie gen tru Sidra. Viele gemeinsame en, sichtern mit Naturmateriali etwa das Gestalten von Ge . bei log Dia und usch zu einem intensiven Austa hulreferentin) (Bettina Wallisch, ÖJRK-Sc

Berufsschule für Elektro- und Veranstaltungstechnik, 1060 Wien Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement und Einsatz, leisten die Jugendlichen nicht nur einen wichtigen und wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft und Gemeinschaft, sondern eigneten sich darüber hinaus fachliches Know-how an, stärkten ihre soziale Kompetenzen und lernten viele neue Menschen kennen. So wurden im vergangenen Jahr nicht nur Spenden zugunsten der Flüchtlin gshilfe gesammelt, sondern darüber hinaus vielfältige Aktionen zur Unterstü tzung von Menschen mit Fluchthintergrund gesetzt: So halfen die SchülerInnen beispielsweise am Wiener Hauptbahnhof bei der Sortierung von Bekleidu ng, verteilten Lebensmittel und unterstützen im Frühjahr Lehrlinge an der Schule, die bereits als Minderjährige bzw. Asylwerbende nach Österreich gekomm en waren, mit kleinen Beträgen zur Finanzierung des täglichen Bedarfs. Ebenso beteiligte sich die Berufsschule im vergangenen Schuljahr an der Blutspendeaktion, an der zahlreiche SchülerInnen teilnahmen. (Uta Leykauf, ÖJRK-Schulreferentin)

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ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

bau und engler, Karosserie Sp r fü le hu sc fs ru Be Wien Metalltechnik, 1210 Hilfe ist nicht nur eine gesetz-

ster Das Leisten von Er ein moralisches htung, es ist auch flic rp Ve he lic lfe brauing n, die dr end Hi Bedürfnis, Mensche ten Schükönnen. So absolvier chen, beistehen zu n Schulne chule im vergange Erste lerInnen der Berufss ige ht Ric en Grundkurs. ersalt jahr den 16-stündig r de n er nd so des Alters, lth Hilfe ist keine Frage nera ema ung. Mit dem Ge gerechten Ausbild d Kompebei Bewusstsein un „Erste Hilfe“ wird da zuletzt vor ht nic a geschärft – em Th s se die r fü tenz gesetzlich zur dass wir alle auch d, un gr er nt Hi m de ben diesem verpflichtet sind. Ne Erste-Hilfe-Leistung en t für die SchülerInn wichtigen Angebo bei tiv ak ule ch fss ru Be beteiligte sich die hr tionen im Schulja ak de en tsp Blu ei zw 2015/16 -Schulreferent) (Daniel Maitz, ÖJRK

Zurück ins Leben gerufen 1200 Wien Besonderen Einsatz zeigte ein Lehrer im 20. Wiener Gemeindebezirk. Andreas Roth wandte sein Erste-Hilfe-Wissen im richtigen Moment an und rettete damit einem Schüler das Leben. Der Junge hatte einen Herzstillstand und konnte durch die sofortige Reanimation wiederbelebt werden. PSI Walter Gusterer und Direktorin OSRn Ilse Riesinger sowie das Wiener Jugendrotkreuz sprechen einen großen Dank aus!

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Berufsschule für Handel und Administration, 1160 Wien

Vielfältig und abwechslungsre ich zeigten sich die Angebote und Aktionen an der Berufsschule für Han del und Administration im vergangenen Schuljahr: So absolvie rten zahlreiche SchülerInnen einen Erste-Hilfe-Kurs. Ziel ist es, im kommenden Schuljahr ebenso einen Erste-Hilfe-Auffrisch ungskurs für die LehrerInnen anzubieten. Ergänzend zu den Kur sen wurden im Schulgebäude Informationsmaterialien zum The ma „Erste-Hilfe“ sowie zu den Angeboten und Aufgaben des Roten Kreuzes aufgelegt und diverse Unterrichtsmaterialien (vor allem im Unterrichtsgegenstand PB) eingesetzt. Für das kom mende Schuljahr sind ebenso Sammelaktionen an der Schule gep lant. (Werner Weissenborn, ÖJRK-Schu lreferent)

Freiwillige Radfahrprüfung und Erste Hilfe: Ein Duo der Sicherheit! Volksschule Zwi-Perez-Chajes, Simon-Wiesenthalgasse, 1020 Wie n

Dass die geschrieben Karte – selb st in Zeiten der Digitalisierung – nach wie vor einen gro ßen Stellenwert besitzt, hat die Beteiligung und eine dam it verbundene Freude an der Glückwunschkartenaktion im vergangene Schuljahr gezeigt. Das Leisten von Erst er-Hilfe und ein damit verbundenes Engagement am Erle rnen der Grundkenntnisse manifestierte sich an der zahlreichen Teilnahme und Umsetzung von Kursen in den 2. und 3. Klassen der Schule. Das Interesse an der Fort setzung dieser Kurse ist seitens der LehrerInnen sehr gro ß. Mit viel Spaß, Ehrgeiz und Einsatz wurde in den 4. Klas sen die Fahrradprüfung absolviert.


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

ProjektXchange! Volksschule Wittelbachstraße, 1020 Wien

Gelebte Vielfalt in der Leopoldstadt! Schulen des 2. Bezirks

Auch im heurigen Schuljahr waren die Aktivitäten, Aktionen und Initiativen an den Schulen im 2. Bezirk besonders vielfältig. Zur Förderung und Stärkung der Lesekompetenz wurden in zahlreichen Schulen die ÖJRK-Zeitschriften, wie etwa Mini-Spatzenpost, Spatzenpost, LUX, JÖ und Topic, im Unterricht eingesetzt. Erste-Hilfe ist keine Frage des Alters, sondern der altersgerecht en Ausbildung. Dies zeigte sich vor allem durch die aktive Teilnahme zahlreicher SchülerInnen am Reanimationsunterricht und am „Helfi-Programm“. Ebenso absolv ierten viele PädagogInnen Erste-Hilfe-Kurse und eine Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte nausbildung. Mit der Beteiligung der Schulen an den Spenden- und Fundra isingaktionen - wie etwa Glückwunschkarten, Weihnachtskarten, Leistungsbeitr ag und Ö 3 Wundertüte - wurde ein wesentlicher Beitrag geleistet, die Aktivitäten des Jugendrotkreuzes zu unterstützen. Ergänzend dazu wurden Spendeninitiativen zuguns ten der Flüchtlingshilfe umgesetzt. Inhaltlich wurde die aktuelle Flüchtlingssit uation sowie Fragestellungen zu Themen wie „Flucht und Asyl“ im Rahmen eines umfassenden Videoprojektes und im Rahmen von „projektXchange-Workshops“ aufgeg riffen. Mit der Teilnahme und Absolvieren der „Freiwilligen Radfah rprüfung“ an 7 Schulstandorten konnte in der Leopoldstadt ein wichtiger Beitrag geleistet werden, Kinder auf die Rolle als VerkehrsteilnehmerInnen vorzubereiten. Ebenso nahmen auch heuer alle 3. Klassen der Volksschulen am Schwimmunterricht teil. Unter dem Motto „Ich laufe – Du spendest – Wir helfen“ nahme n SchülerInnen im April des Schuljahres 2015/16 am Friedenslauf teil. Bei diesem Benefizlauf trafen sich Jung und Alt am Wiener Rathausplatz und unterstützten durch ihre Teilnahme ausgewählte Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche. Das Wiener Jugendrotkreuz freute sich über Spenden zugunsten des Sommercamps für Kinder und Jugendliche mit körperlichen und geistigen Besonderheiten. Ausgabe 9 • Mai

Das Magazin für

2016

fe helle Köpfe

Seite 10/11 SCHÄTZE DER WELT

Tempel im Urwald

mauritius images

(1)

Posterseite

Fotos: Corbis (2),

TIERE NAH UND FERN

Kletterprofi

Bei den Erste-Hilfe-Auffrischungskursen für LehrerInnen der Schule wurden speziell auf den Schulalltag zugeschnittene Themen behandelt, konkret auf Fragen und Wünsche eingegangen und der richtige Umgang in verschiedenen Situationen (wie z.B. stabile Seitenlage) gemeinsam mit Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten trainiert. Der Workshop „projektXchange“ setzt erfrischende Akzente für einen Zugang zu interkulturellem Verständnis und eröffnet durch persönliches Kennenlernen Möglichkeiten, Vorurteile, Ängste und Konflikte abzubauen sowie ein gegenseitiges offenes und bereicherndes Miteinander zu fördern. Durch diesen interaktiven Workshop an der Schule erfuhren die SchülerInnen viel Neues, Interessantes und Bewegendes im Gespräch und Austausch mit IntegrationsbotschafterInnen. Besonders die Offenheit der Berichtenden wurde von den SchülerInnen, LehrerInnen und der Schulleiterin sehr wertgeschätzt.

Wir spenden – wir helfen! Volksschule Oberlaa, 1100 Wie n

Durch die verschiedenen Ausbildung en im Bereich „Erste Hilfe“ wird das Bewusstsein und die Kom petenz für dieses Thema geschärft – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass wir alle auch gesetzlich zur Erste-Hilfe-Leis tung verpflichtet sind. Im Schuljahr 2015/16 absolvierten zahlreiche LehrerInnen der Schule einen EH-Auffrischungskur s. Als gemeinnützige Organisation finanziert sich das Jugend rotkreuz größtenteils durch Spenden. Damit auch weiterhin Angebote und Programme in Quantität und Qualität größten teils kostenlos oder zu geringen Unkostenbeiträgen ang eboten werden können, unterstützte die Schule mit den Kartenaktionen sowie dem Leistungsbeitrag das Wiener Jugend rotkreuz.

Mit Seite 6/7

Die Ro boter ko mmen! Dieses Magazin gehört

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ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

Ich und meine Welt Volkschule Laimäckergasse, 1100 Wien

le! Helfen macht Schu Wien risten-Gasse, 1100 eichen Volksschule Ada-Ch r Schwimm- und Rettungsschwimmabz le 3.

de ser. Al Durch den Erwerb es Kindes im Was ene Sicherheit jed eig teil. Jedes ht die ric h er sic nt ht mu hö er am Schwim en hm na cht le hu sc lks rtü „Ö3 Wunde te ma Klassen der Vo elboxen der Aktion t. mm No Sa in n he de lic s nd au y alte Hand nder und Juge Ki r fü ilfe sh en in m leb er szentru Schule“ wird zur Üb thandy-Verwertung en nach Wien ins Al rtiert und rd sso we e au ät e er ät tg er Al tg le Al Al rt werden die Do t. fer lie ge e Geräte se ar as db verwen der Steinheilg recht recycelt, noch ge ch fa rden an rd wi we t us ot ra hr Erlöse da sortiert. Sc weiter verkauft. Die d eldern un ng et de eit en er fb Sp n au se werden rteilt. Mit die ve en ion at nis igen ga ier or hw he in sc verschiedene Hilfs nder und Jugendlic Ki r fü den en an ng g llu un ste ilig die Bete können Hilfe t werden. Auch durch /16 ste lei 15 ge 20 n hr ne lja tio hu ua Lebenssit ktionen im Sc na te ar hk sc un kw üc Weihnachts- und Gl gendrotkreuz. hule das Wiener Ju Sc die zte üt rst te un

Wiederbelebung als selbtverständliche Hilfel eistung! Volksschule Maria-Rekk er-Gasse, 11

00 Wien Im Rahmen des Reanim ations-Trainings „Ich kan n Leben retten“ wurde in allen Klassen der 3. Sch ulstufe die Notwendigkeit lebensrettender Sofortma ßnahmen vermittelt. Die Kin der erfuhren dabei, dass Wiederbelebung auch dur ch Nicht-MedizinerInnen eine selbstverständliche Hil feleistung darstellt. Durch die aktive Beteiligung an der Glückwunschkartena ktion unterstützt die Schule die vielfältigen Angebote und Programme des Wiene r Jugendrotkreuzes.

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Viele Klassen der Volksschule arbeiten mit den Unterrichtsmaterialien „Helfi hilft Dir helfen“, „Ich und meine Welt“ sowie zahlreichen weiteren vom Jugendrotkreuz angebotenen und kostenlosen Unterrichtsmaterialien. Darüber hinaus werden die ÖJRK-Zeitschriften Mini-Spatzenpost, Spatzenpost und LUX vielseitig im Unterricht eingesetzt und verwendet. Durch die aktive Beteiligung an den Spendenaktionen, wie etwa Weihnachtskarten, Glückwunschkarten und Leistungsbeitrag werden die zahlreichen und größtenteils kostenlosen Angebote des Wiener Jugendrotkreuzes unterstützt.

Lesekompetenz für SchülerInnen Volksschule Klausenburger Straße, 1100 Wien Als Interessensvertretung für Kinder, Jugendliche, PädagogInenn und Eltern bietet das Wiener Jugendrotkreuz zahlreiche Unterrichtsmaterialien und Publikationen an. Eine wesentliche Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben ist die Lesekompetenz. Wer sinnerfassend lesen kann, ist in der Lage, sich selbständig Wissen anzueignen, nach Informationen zu suchen bzw. diese zu verwerten und durch die Beschäftigung mit Literatur einen Zugang zu anderen Welten zu finden. Vor diesem Hintergrund wurden auch in diesem Schuljahr 2015/16 an der Schule die ÖJRK-Zeitschriften Mini-Spatzenpost, Spatzenpost und LUX intensiv in allen Klassen eingesetzt. Die Schule unterstützte zudem das Wiener Jugendrotkreuz mit dem Leistungsbeitrag. Herzlichen Dank!


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

Ein Mehr an Sicherheit! Volksschule Wendstattgasse, 1100 Wien

Mit der Beteiligung an der Weihnachts- und Glückwunschkartenaktion und der freiwilligen Spendenaktion „Leistungsbeitrag“ unterstützt die Volksschule die Arbeit des Jugendrotkreuzes - als Interessengemeinschaft für Kinder, Jugendliche, PädagogInnen, DirektorInnen und Eltern. Auch jüngere Kinder sind bereits in der Lage, lebensrettende Hilfe zu leisten. Vor diesem Hintergrund wurde an der Volksschule Wendstattgasse das Thema „ErsteHilfe“ umfassend behandelt. Die Materialien „Helfi hilft Dir helfen“ wurden im Unterricht eingesetzt und so in kindgerechter Art und Weise Erste-Hilfe Kenntnisse vermittelt. Mit großer Begeisterung wurde auch vom gesamten Kollegium ein Auffrischungskurs in „Erste-Hilfe für PädagogInnen“ absolviert. Insbesondere jene an den Schulalltag angelehnten Beispiele (wie etwa Nasen­bluten) wurden mit großem Interesse praxisnahe geübt.

Die Helfer von Morgen! Volksschule Keplerplatz, 1100 Wien

Das Thema „Erste-Hilfe“ wurde im vergangenen Schul jahr an der Volksschule Keplerplatz vielfach aufgegriffen: Mit dem 2-stündigen Programm „Ich kann Leben retten“ wurde das Thema „Reanimation“ in allen 3 Klassen erarbeitet und geübt . Darüber hinaus wurden Erste-Hilfe-Auffrischungskurse für LehrerInnen angeboten und verschiedene Maßnahmen und Situationen geübt. Einen zentralen Stellenwert nehmen auch die Themen zur Verkehrserziehung ein. Die online vom Wien er Jugendrotkreuz und dem Österreichischen Jugendrotkreuz zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien finden vielfachen Einsa tz im Unterricht. Zur Förderung der Lesekompetenz wurden die Jugendrotkreuz-Zeitschriften in den Klassen bzw. im Unterricht vewendet. Mit der Kartenaktion unterstützt die Volksschule die Arbeit des Jugendrotkreuzes. Herzlichen Dank!

Eine Vielfalt an Hilfe! Schulen 14. Bezirk

Candylandtgm – Die Schule der Technik, 1200 Wien Die Mode- und Kunstschule Herbststraße, 1160 Wien Mit den Worten „Alles Walzer“ wurde am 26.2.2016 im Palais Auersperg die TGM-Herbststraßen-Schulballnacht eröffnet. Zahlreiche BesucherInnen, so auch eine Reihe geladener Ehrengäste aus Technik und Wirtschaft, erfreuten sich an einer glanzvollen Balleröffnung sowie künstlerisch gestalteten Arrangements ganz im Zeichen vom Ballmotto „Candyland“. Beeindruckt vom karitativen Einsatz der SchülerInnen nahm der Präsident des Wiener Roten Kreuzes Reinhard Krepler einen Spendenscheck an das Wiener Rotes Kreuz in der Höhe von €2.000.- entgegen. Einen Dank an Ballpräsidentin Frau Prof. Mag. Romana Tschiedel, die in besonderer Weise erstmalig eine Charity-Aktion zugunsten des Wiener Roten Kreuzes organisierte hat und damit das Engagement der SchülerInnen in den Mittelpunkt rückte.

Unter den Menschen auf der Flucht, die Österreich durchquert haben, waren viele Kinder und Jugendliche. Diese Kinder und Jugendlichen haben widrige Strapazen auf diesem Weg erlebt, haben Nächte im Freien verbracht, haben häufig nur jene Kleidung dabei, die sie am Körper tragen. Die Unterstützung von bedürftigen Kindern und deren Familien waren vielen Schulen im 14. Bezirk ein großes Anliegen. Vielfältig zeigten sich die dafür initiierten Spendenprojekte und Hilfsaktionen zugunsten von Menschen auf der Flucht.

i 2016

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Einen wichtigen Stellenwert nahm ebenso die Vermittlung von Erste-Hilfe-Kompetenzen an vielen Schulstandorten ein. Dabei wurden sowohl LehrerInnen als auch SchülerInnen aus- und weitergebildet. Ein großer Dank gilt den Schulen auch für die großartige Unterstützung im Rahmen der Glückwunschkartenaktion.

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ÖSTERREICHISCHES JUGENDROTKREUZ | LANDESLEITUNG WIEN

Leben! , 1180 Wien isten. Wir retten Faber Platz lebensrettende Hilfe zu le nten f o ch is B le ebra“ kon Volksschu nd bereits in der Lage, öwe“ und „Z ,

r si e „L inprägsam Schon Kinde Erste-Hilfe-Programm s sehr früh e werden. it re r e e b d n n e e ss m h führt Im Ra und 2. Kla ma herange rt, nnen der 1. an das The ng geförde h die SchülerI tu sc is ri le le e ie ilf sp H r d n zu u w b t Antrie viert so ie kindgerech vorhandene hlichem Verhalten moti r e d e rd u n, probieren mensc Damit w Üben, lerne tzlich zu mit t. sä rk ä gen zu st r e e g d in n die K en am heuri tenze elbstkompe Kinder bei der Teilnahm n die Kinder S d n u la zi So die nnte ren konnten und Spaß ko sphäre an den und praktizie geisterung o e B tm l A e r vi e d it n . „M nd ätze Helfi-Bewerb tspannter und wertsch ngsfreie Beurteilung fa n u e rt ng e u in w m n ie se im D is st . ihr W hr viel Zu is stellen e se ew rn B e r lt E te 1 n n ende n des 4. Stationen u und begleit ezirksleiteri rstützt n B e n zn u rI re re tk h ro bei den Le itrag unte nd Jugend Direktorin u t. Mit dem Leistungsbe tensive Infor(…)“ so die in id h m abeth Sch reuzes. Durc s ÖsterreichiBezirkes, Elis Arbeit des Jugendrotk e d te o ie d Angeb der die Schule d ber die Aktivitäten un ern und Kin lt E le e vi h ü lic it tz e sä rb mationsa konnten zu . drotkreuzes tert werden schen Jugen die gute Sache begeis r fü erreicht und

Einsatz für die gute Sache! NMS Glaserga ss e, 1090 Wien Zahlreiche Proj

ekte, Aktivitäte n und Angebot und LehrerInne e begleiteten di n während de e s gesamten Sc ellen Flüchtlin huljahres. Im Ko SchülerInnen gssituation wur ntext der aktu den zahlreiche gesammelt un d Flüchtlingen Sachspenden in der Schule zur Hygieneartikel n wurde ein wer Verfügung gestellt. Mit Lebe nsmitteln und tvoller Beitrag Darüber hinaus gele wurde ebenso die Straßensam istet und Solidarität gelebt. Kinderspitals un mlung zugunste d die „Aktion n des St. Anna Kilo nahme an der Weihnachts- un “ von der Schule unterstütz t. Mit der Teild Glückwunsc wesentlich da hk zu bei, dass A ngebote des W artenaktion trägt die Schule weiterhin in Q iener Jugendro uantität und Q tkreuzes auch ualität angebo ebenso zentra te len Stellenwer t nimmt die Ve n werden können. Einen fe-Kenntnissen rmittlung von ein. Erste-HilHilfe-Kurs. Ergä Im Februar absolvierten die 4. Klassen eine nzend dazu w n Ersteurden interess MediatorInnen ierte SchülerIn an der Schule nen zu ausgebildet.

Ein Mehr an „Erste-Hilfe-Kompetenz“ GTVS Köhlergasse, 1180 Wien

Die „kleinste“ Hilfe richtig angewendet, kann schon die erste lebensrettende Sofortmaßnahme darstellen. Vor diesem Hintergrund absolvierten alle LehrerInnen der Schule im vergangenen Jahr einen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs. Ergänzend dazu wird an der Schule die Fahrradprüfung abgelegt. Die Vorbereitung der SchülerInnen auf ein bewusstes Verhalten, die Vermittlung der Kenntnisse der Straßenverkehrsregeln im Rahm des Programmangebotes „Freiwillige Radfahrprüfung“ stellt ein wichtiges Anliegen dar. Im April 2016 traten 24 SchülerInnen der 4B zur Fahrradprüfung an – wir gratulieren den Kindern! Mit unterschiedlichen Spendenprojekten unterstützt die Schule das Jugendrotkreuz – u.a. mit den Kartenaktionen, aber auch mit einem Spieleund Bücherflohmarkt, dessen Erlös zugunsten des Jugendrotkreuzes gespendet wird.

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JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

ssel zur Welt! Sprache ist der Schlü sse, 1080 Wien r Spracherwerb Volksschule Lange Ga in eine Gesellschaft des Miteinanders steht de er selbstge-

Große Spendenaktion „Kinder helfen Kindern“ Volksschule Henry Dunant, 1210 Wie n & Schulen 21. Bezirk Mit groß

em Engagement und Einsatz stellten im vergangen Jahr viele SchülerInnen, LehrerInnen und Direktor Innen des 21. Bezirks ihre Zeit in den Dienst der guten Sache. Nach der Eröffnung der Notquartiere zur Flüchtlingsbetreuung in der Siemenss traße und Grellgasse initiierten die Schulen einen umfassenden Spen denaufruf. In den leer stehenden Gebäuden wurden in Summe etwa 800 Menschen einquartiert – darunter sehr viele Familien mit Kindern. Ziel des Spendenaufrufs war es, den schu lpflichtigen Kindern eine Grundausstattung für den Schulbesuch zur Verfügung zu stellen. Die rasche und unbürokratische Hilfe und die intensive Zusammenarbeit sowie der besondere Einsatz der SchulleiterInnen des 21. Bezirks ermöglichte gelebte Solidarität mit großartigem Zuspruch durc h viele UnterstützerInnen. So wurde beispielsweise eine Beschulung vor Ort organisiert, die OVS Mengergasse rief zu einer Sachspendeaktion für den Schulbereich und die Volksschule Dunantgasse zu einer Geldspendeaktion im Bezirk auf. Durch die Teilnahme fast aller Volksschulen und vieler NMS des Bezirks, konnte eine Spende in der Höhe von € 8.500,- von den SchülerIn nen für die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen der Flüchtlingsfamilien gesa mmelt werden. Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, diese groß artige Spendenaktion zu initiieren und umzusetzen!

ition ndament ein Als strategische Invest ration und dient als Fu eg Int n de en genwart und ier on kti n Menschen in der Ge ge im Zentrum einer fun jun n vo ng ltu tfa positiven En he das wichtigste steuerten, freien und Schriftlichkeit ist Sprac er ihr n vo en seh ge nft. Ab a im Bereich Bildung ihrer gesamten Zuku e wichtige Ressource etw ein llt 14 ste n, tio ika un mm engehörigkeit. Seit 20 Medium der Alltagsko d symbolisiert Zusamm un im tät ch nti Au Ide zt. et set ge stift r, um sse erfolgreich Ga e und Arbeitsmarkt da ng La ule ir sch W lks l. Vo tei jekt an der rache daran wird das Lernhilfepro ht-deutscher Muttersp nic t mi r de Kin ht ac hmen he zu unterstützen. aktuellen Schuljahr na beim Erwerb der Sprac en Inn ler hü und Sc die s, un freuen chkurs gefiel mit sehr Lernhilfe): „Der Deuts & he nc sse Ga Ma ) e (… ng te. La nn VS ko , die noch nicht en Alexandra (Schülerin ch Sa ue ne l le vie vie ich zt kann aß. Ich lernte rin, erklärte sie mir. Jet er machte mir viel Sp hre Le e ser un , na An ht und Wörter kannte ich nic n. Danke, liebe Anna!“ he rec das sp ch uts de besser gefiel mir am besten ilfe): „Im Deutschkurs rnh Le & sse Ga e ng Julia (Schülerin VS La schöne Zeit mit Dir!“ (…) danke Anna für die Deutschkurs war Geschichteschreiben. ein Lieblingsspiel im „M ): ilfe rnh Le & sse nge Ga erklären. Es hat viel Tanja (Schülerin VS La zu beschreiben und zu er ört W d un ge Din nt ler Activity! Da habe ich ge herer t!“ ch ma ge Spaß r Grammatik bin ich sic lernt. Besonders in de ge l freue vie Ich rs s. ku au ch r uts de De lie men der Satzg stim Nabih: „Ich habe im Be im be ch dli en mi e ich mich viele Spiele t uns geworden. Jetzt kenn nke Anna, dass du so Da le! hu Sc e nd hre iterfü mich schon auf die we “ st! ha t iel gesp

Ganzjährig aktiv pG, pORG St. Ursula , Franz-Asenbauer-G asse, 1230 Wien

SchülerInnen der St. Ursula beteiligten sic h auch dieses Schuljahr fleißig an de n unterschiedlichen Sp endenaktionen und –aufrufe n des Wiener Jugend rotkreuzes. So wurde im Zuge de r Straßensammlung für die gute Sache Geld gesamm elt und Weihnachtsund Glückwunschkarten am Ta g der offenen Tür ve rkauft. Das Erste Hilfe gelebt werde n muss, ist der Schule ein großes Anliegen. Das zeigt die Fülle am Erste-Hil fe-Kursangebot. Es gab sowohl die Möglichkeit in einem speziellen Erste-Hilfe-Führersche inkurs Erste-Hilfe-Ma ßnahmen bei einem Verkehrsun fall zu erlernen, als au ch in einem Erste-Hilfe-Einführungs kurs sich die Basisma ßnahmen anzueignen.

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KONTAKTE UND ADRESSEN

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LANDESREFERENTINNEN UND LANDESREFERENTEN

LANDESVERBAND WIEN Safargasse 4, 1030 Wien u 01/79 580-8201  01/79 580-8219 r jrk@wrk.at s www.jugendrotkreuz.at/wien f www.facebook.com/wienerjugendrotkreuz Mag. Karin KUFNER-HUMER, MAS Landesgeschäftsführerin u 01/79 580-8200 r karin.kufner-humer@wrk.at Mag. Uta GANEV Leitung Büro, Kurswesen u 01/79 580-7308 r uta.ganev@wrk.at Mag. Anna FIRLA Jugendservice, Kurswesen Primarstufe u 01/79 580-8203 r anna.firla@wrk.at

Katrin GOTTSCHLING Leitung Schulservice, WRK Kids, Sommercamps, Lernhilfe u 01/79 580-8201 r katrin.gottschling@wrk.at Dietmar HALPER Logistik, Materialwirtschaft u 0664/823 40 63 r dietmar.halper@wrk.at Stefan JUNGWIRTH Zivildienstleistender r stefan.jungwirth@wrk.at

LANDESLEITER UND -STELLVERTRETERIN Landesleiter LSI Gerhard TUSCHEL Wiener Jugendrotkreuz 1030; Safargasse 4 r gerhard.tuschel@wrk.at

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Stv. Landesleiterin LSI Mag. Ulrike MANGL Stadtschulrat für Wien 1010; Wipplingerstraße 28 u 01/525 25-77 123  01/525 25 99 77 123 r ulrike.mangl@ssr-wien.gv.at

Landesreferentin – AHS LSI Mag. Vera AUE Stadtschulrat für Wien 1010; Wipplingerstraße 28 u 01/525 25-77 231  01/525 25-99 77 231 r vera.aue@ssr-wien.gv.at

Landesreferent – Aus-, Fort- und Weiterbildung EH-Multiplikator OSR. Leopold MEISSL Wiener Jugendrotkreuz 1030; Safargasse 4 u 0664/311 35 87 r leopold.meissl@wrk.at

Landesreferent - BMHS LSI Mag. Fred BURDA Stadtschulrat für Wien 1010; Wipplingerstraße 28 u 01/525 25-77 322  01/525 25-99 77 231 r fred.burda@ssr-wien.gv.at

Stv. Landesreferentin – Aus-, Fort- und Weiterbildung EH-Multiplikatorin OSRn. Mag. Brigitte EYBERG Wiener Jugendrotkreuz 1030; Safargasse 4 u 0664/160 78 09 r b.eyberg@gmx.at

Landesreferent – BS BSI Thomas BÄUERL Stadtschulrat für Wien Abteilung für berufsbildende Schulen 1010; Wipplingerstraße 28 u 01/525 25-77 326  01/525 25-99 77 326 r thomas.baeuerl@ssr-wien.gv.at

Landesreferentin – Schwimmen und Rettungsschwimmen Dipl.-Päd. Elisabeth KELLNER Kanzlei Schulschwimmen 1170; Elterleinplatz 17/Top E.24 u 01/525 25-17 159 u 0660/528 79 28 r elisabeth.kellner@ssr-wien.gv.at

Landesreferentin – PH des Bundes Prof. Eva HÖRMANN PH Wien 1100; Grenzackerstraße 18 u 01/601 18-2440  01/601 18-2442 r eva.hoermann@phwien.ac.at

Landesreferentin – Schwimmen und Rettungsschwimmen Dipl.-Päd. Barbara STEINER Kanzlei Schulschwimmen 1170; Elterleinplatz 17/Top E.24 u 01/525 25-17 159 r barbara.steiner67@aon.at

Landesreferentin – KPH Wien/Krems Prof. Mag. Ingrid PRCHA KPH Wien/Krems Campus Wien-Strebersdorf 1210; Mayerweckstraße 1 u 01/291 080  01/291 084 02 r ingrid.prcha@kphvie.ac.at

Landesreferent – Gesundheit und Umwelt OStR. Mag. Rudolf ZANGL Lise Meitner Realgymnasium 1010; Schottenbastei 7-9 u 01/533 84 50 r zangl@brg1.at

Landesreferent – Jugend Armin FAULAND Wiener Rotes Kreuz 1030; Nottendorfer Gasse 21 u 0664/604 621 6066 r armin.fauland@wrk.at


JAHRESBERICHT 2015/16 2014/15

BEZIRKSLEITERINNEN UND BEZIRKSLEITER IM SCHULJAHR 2016/17 1. Bezirk OSRn. Dir. Renate KRIVANEK 1010; VS Börsegasse 5 u 01/533 00 51/111  01/ 533 00 51/110 r vs01boer005k@m56ssr.wien.at

10. Bezirk - Primarstufe VDn. Sabina MARTINS 1100; VS Keplerplatz 7 u 01/604 15 36  01/604 15 36 r vs10kepl007k@m56ssr.wien.at

17. Bezirk Dipl.-Päd. Elisabeth KELLNER 1170; Elterleinplatz 17/Top E.24 u 01/525 25-17 159 u 0660/528 79 28 r elisabeth.kellner@ssr-wien.gv.at

2. Bezirk VDn. Renate KAMMER 1020; VS Schwarzingergasse 4 u 01/214 13 94  01/214 13 94 r vs02darw014k@m56ssr.wien.at

10. Bezirk – Sekundarstufe SDn. Katharine OSTERMANN 1100; SPZ Quellenstraße 52 u 01/602 11 48  01/602 11 48-310 r so10quel052k@m56ssr.wien.at

18. Bezirk VDn. Elisabeth SCHMIDT 1180; VS Bischof-Faber-Platz 1 u 01/470 62 24-111  01/470 62 24-110 r vs18bisc001k@m56ssr.wien.at

3. Bezirk Dir. Andrea GIULIANI 1030; VS Erdbergstraße 76 u 01/714 57 61 r vs03erdb076k@m56ssr.wien.at

11. Bezirk HDn. Irene AMBROZY-DOLFINGEN 1110; NMS Rzehakgasse 7 u 01/767 13 86  01/767 13 86 r hs11rzeh007k@m56ssr.wien.at

19. Bezirk HDn. Helene JAMNIG 1190; NMS Oskar-Spiel-Gasse 3 u 01/370 36 53-211  01/370 36 53-210 r hs19oska003k@m56ssr.wien.at

12. Bezirk Dir. Dipl.-Päd. Andrea HOLZINGER 1120; VS Johann-Hoffmann-Platz 20 u 01/815 81 78-111  01/815 81 78-110 r vs12joha020k@m56ssr.wien.at

20. Bezirk VDn. Ilse RIESINGER 1200; VS Greiseneckergasse 29/I u 01/330 42 26  01/330 42 26 r vs20grei029k1@m56ssr.wien.at

13. Bezirk HDn. Brigitte HÖNNINGER 1130; HS Veitingerg. 9 u 01/804 75 89-211  01/804 75 89-210 r hs13veit009k@m56ssr.wien.at

21. Bezirk - Primarstufe VDn. Eveline JOHN 1210; VS Dunantgasse 2 u 01/271 13 95  01/271 13 95 r vs21duna002k@m56ssr.wien.at

14. Bezirk VDn. Gertraud BELLOSITS-SCHNELLER 1140; VS Linzer Straße 419 u 01/914 85 86  01/914 85 86 r vs14linz419k@m56ssr.wien.at

21. Bezirk – Sekundarstufe HD. Michael GRUBER 1210; COB - NMS Reisgasse 1 u 01/292 53 57  01/292 53 57 r hs21reis001k@m56ssr.wien.at

16. Bezirk VDn. Gabriele FLANDORFER 1160; VS Julius-Meinl-Gasse 1 u 01/486 52 36 r vs16juli001k@m56ssr.wien.at

22. Bezirk VDn. Silvia HABERLER 1220; VS Oberdorfstraße 2 u 01/282 11 65  01/282 11 65 r vs22ober002k@m56ssr.wien.at

4. + 5. Bezirk Schulleiter Dr. Gerald MÜLLEDER 1050; VS Stolberggasse 53 u 01/544 49 06 r vs05stol053k@m56ssr.wien.at 6. Bezirk VDn. Adelheid SELINGER 1060; Evang. VS Lutherplatz 1 u 01/597 14 46  01/596 56 79 r vs-lutherplatz@asn.netway.at 7. + 15. Bezirk VDn. Martina BACH 1150; VS Johnstraße 40 u 01/982 24 87  01/982 24 87 r vs15john040k@m56ssr.wien.at 8. + 9. Bezirk VDn. Michaela NETSCH 1080; VS Lange Gasse 36 u 01/406 91 85  01/767 13 86 r vs08lang036k@m56ssr.wien.at

23. Bezirk HD. Manfred BAUMGARTNER 1230; NMS Bendagasse 1-2 u 01/889 85 50-211  01/889 85 50-210 r hs23bend001k@m56ssr.wien.at

AHS-KOORDINATORINNEN FOL Doris KONRAD BG, BRG, BORG, Polgargymnasium 1220; Polgarstraße 24 u 01/202 61 41  01/202 61 41 – 32 r dkonrad@polgargym.at Prof. Mag. Gabriele WEGMAYER BG, BRG Pichelmayergasse 1100; Pichelmayergasse 1 u 01/689 18 38  01/689 18 38 – 37 r wegmayer@aon.at

EH-MULTIPLIKATOR/IN DI (FH) Peter FARCHER Fachmittelschule 13/23 Anton Baumgartnerstraße 44, 1230 Wien u 01/667 14 61 r farcher@gmx.at Dr. Dr. Irmgard HAUSLEITHNER pG, pRG, pORG, De La Salle Schule Strebersdorf 1210; Anton-Böck-Gasse 37 u 01/291 25 764 r i.hausleithner@delasalle.at

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