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ressefreiheit fordert Verantwortung - politische Handlungen Willen zur Veränderung! Hier in der Provinz erscheinen sie jedoch im Blickwinkel der immanenten Realität mit unterschiedlichem Maße gemessen zu werden. Wie sonst ist es erklärbar, dass ein Printmedium gegen eine Einrichtung für Jugendliche wie das MARK agitiert? Oder der Hauptverantwortliche der Stadtregierung autokratisch, selbstgefällige, vor allem aber wenig nachvollziehbare Ergüsse in den Äther dieser Stadt wirft - unablässig und mit einer Ignoranz, die ihresgleichen sucht. „Die Chefs vom Mark müssen gehen“ – oder der Chef der Stadt? Oder vielleicht der nächste Redakteur? Anmaßend! Hier wird nicht Weltpolitik oder Offenheit gelebt, ja nicht einmal simple Normalität, diese Stadt wird politisch von Kurzsichtigkeit und egozentrischem Monarchentum bestimmt. Gesprächsbereitschaft, Kooperationswille oder Offenheit sind gegenwärtig wenig beachtete Eigenschaften. Da drängt sich wieder einmal die Frage nach der Lust an politischer Mitbestimmung ins Gehirn politikverdrossener Jugendlicher und/oder Kulturschaffender. Überall wird gespart, gekürzt, Sozialsysteme abmontiert und die Kultur nahezu feierlich zu Grabe getragen. Wo bleibt der Mut, wo bleiben die politischen Entscheidungen für etwas Größeres als der bloße restriktive Fokus auf Intoleranz und Bürokratismus? Auch wir haben nicht alle Antworten auf diese oder andere global existentiellen Fragen, aber uns mangelt es nicht an der Bereitschaft der Zusammenarbeit, uns mangelt es nicht an Mut und Entschlossenheit für die Sache zu kämpfen! Vielleicht machen wir dadurch mehr Politik als die Mächtigen, deren phrasenhafter Populismus nur Leere generiert.

Wir sind mutig, was seid ihr?

Foto: Veronika Weis

Cesso – die klolumne | 19

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MFK - Magazin für Kultur Ausgabe 03/2011 - Lügen  
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MFK – Magazin für alternative Freizeitkultur & Kunst widmet sich im DIN-A5-Querformat der lokalen Salzburger Jugendkultur – will aber auch ü...

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