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hAnDeln! 1

wISeNte ZuM ABSChuSS freI !?

57wASSer Auf roBIN hooD’S SpureN INterNe koMMuNIkAtIoN2 tüCkeN, erfolGe, ChANCeN

MArketING-pApSt Meffert ZIeht BIlANZ MAGAZIN Des MArketING-CluB SIeGeN e. V.

erfolGSGeSChIChte MArketING


HJE Produktportfolio

Außenwerbung, beleuchtet

ALUFRAME.STORE - das fexible Ladenbausystem

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Unser Ladenbausystem passt sich an. Immer. Anspruchsvolles Design, hohe Qualität und kreative Lösungen zeichnen unsere Produkte aus.

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Innerhalb unserer erfolgreichen ALUFRAME Produktfamilie bieten wir mit ALUFRAME.STORE eine neue flexible Lösung für den Ladenbau, die eindrucksvolle Design- und Beleuchtungskonzepte ermöglicht. Unser gesamtes Portfolio möchten wir Ihnen gerne auf unserer Homepage vorstellen.

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INhAlt

eDItorIAl+IMpreSSuM Marketing-Manager are not clubbable!...

IM DIAloG

Sie über, mit oder gegen uns

Marketing zum Mitmachen

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AuS Der reGIoN

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- eks Engel – Lichtwellenleiter in Action - Verleihung des Marketing-AWARDS

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wIllkoMMeN IM BuSINeSS Geschmackvoll, sozial, regional: 57wasser

Den Anschluss nicht verpassen

koluMNe

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Die zwei Positionen

Zum Abschuss frei!? – Wilde Wisente & tierisches Marketing

DIe fIrMA - Interne Kommunikation hoch 2 – Tücken, Erfolge, Chancen St. Marien-Krankenhaus & Krückemeyer GmbH & Co. KG - Contentführerschaft - Verantwortung in der Region - WDR Regionalstudio Siegen - Kampagnen in der Region – Die Ergebnisse Gewinner: „MUT macht glücklich!“ Feuerwehr Siegen - Und sonst so: die Macher privat

- Online-Shopping 3.0 - Marketing-Verständnis - 50 Jahre Marketing - Marktorientierung lehren und umsetzen

Aktuelles aus unserer Unternehmerlandschaft

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dann handeln:

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erSt DeNkeN,

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AufGeSpIeSSt Satirisches zu missglückten überregionalen Marketing-Aktionen

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hANDelN!

- Götz Schartner – wenn der www-Traum zum Albtraum wird - Vorträge, Veranstaltungen

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terMINe

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IMpreSSuM

Hier tauschen sich Marketing-Experten in offener, freundschaftlicher Club-Atmosphäre über die Funktionsweisen von Marketing-Maßnahmen aus. Hier diskutieren und analysieren Marketer mit Profis über die Systematik und Ausrichtung von Planungen und Aktionen, die an den jeweiligen Marktbedingungen ausgerichtet, gebenchmarkt und controllt sind. Alles unter dem Aspekt, dass lebendiges Marketing immer das Unternehmensziel verfolgt und als wissenschaftlich fundierte Business-Disziplin ein elementarer Bestandteil von Unternehmens-Strategien, Ausrichtung am Markt und Umsetzung von Marke und Produkten ist. Unser Marketing-Club schafft win-win-Situationen: Denn Mitglieder und Club profitieren gleichermaßen von inspirierenden, umsetzbaren Fachthemen und einem bestens funktionierenden Netzwerk unter Gleichgesinnten. Mein klares Fazit deshalb: Marketing in a club – It’s a must!

...Are they Marketing ist auch Herzsache – was immer sonst zu berücksichtigen ist: Es geht auch und besonders darum, die Menschen zu erreichen und zu gewinnen. Was nützen die besten Strategien, Ziele und Umsetzungen, wenn sie den Mensch, den Kunden nicht „einfängt“, mitnimmt, begeistert. Allen bekannt: die alte Marketing-Weisheit „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“ Dieser Ansatz gilt überall: beim B2C- oder auch B2B-Marketing. Am Ende ist es immer ein Mensch, der die Kaufentscheidung trifft – oder eben auch nicht trifft. Den Kunden in den Fokus stellen – das muss in allen Branchen gelingen. Mal ehrlich: Wo könnte der Austausch mit Branchen-Profis und der Blick über den eigenen Tellerrand besser gelingen, als in einem Club, der aus Marketing-Experten der verschiedensten Unternehmen unserer Region besteht? Das dabei das Clubleben nicht nach einem Fachvortrag oder einer Vor-Ort-Veranstaltung aufhört, ist ein echtes Plus. Vorträge reflektieren, Diskussionen kontrovers fortführen – all das gelingt auch im Nachgang zu unseren Veranstaltungen. Bei einem gepflegten Pils oder einem guten Wein fällt mein Fazit dann besonders leicht: Yes, Marketing-Manager are clubbable!

herAuSGeBer: Marketing-Club Siegen e. V. Frank Behling (Präsident) Koblenzer Straße 121 57072 Siegen telefoN: 0271 35 10-945 telefAx: 0271 35 10-946 www.mc-siegen.de e-MAIl: handeln@mc-siegen.de e-poStBrIef: Club-Sekretariat@ mc-siegen.epost.de DeSIGN: conception Kommunikationsagentur GmbH, www.conception.cc reDAktIoN: Andrea Schumacher-Vogel, www.asv-text.de MC-reDAktIoNSteAM: Frank Behling, Rolf Kettler, Klaus-Martin Vogels, Andreas Blecher, Michele Schulte, Prof. Dr. Herman Freter, Dr. Christian Stoffers, Ulf Lück ANZeIGeN uND VerBreItuNG: Klaus-Martin Vogels tItelfoto: © www.shutterstock.com fotoS: S. 14, S. 19, S. 20, S. 21, S. 26, S. 28 © istockphoto.com, S. 21, S. 29 © www.shutterstock.com S. 12 © superfantaly/photocase.com, S. 15 © jala/photocase.com, S. 30 © nailiaschwarz/photocase.com Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers, nicht unbedingt die Meinung des Marketing-Club Siegen wieder. Nachdruck mit Genehmigung des Herausgebers und Quellenangaben, sowie fotomechanische Vervielfältigung für innerbetrieblichen Bedarf gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen. HANDELN! ist keine auf Erwerb ausgerichtete Veröffentlichung. VerteIluNG: Region Siegen/Wittgenstein/Olpe. Die Verteilung erfolgt per Post. DruCk: msp druck und medien gmbh, 57555 Mudersbach DruCkAuflAGe: 6.000 Stück pro Ausgabe erSCheINuNGSweISe: halbjährlich Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2 von Mai 2013.

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Marketing ist Kopfsache – und wovon der Kopf voll ist, davon fließt die Zunge über, heißt es. Bezogen auf Marketing bedeutet das: Wer Marketing im Kopf hat, der spricht auch darüber. Am besten mit anderen Marketing-Profis – am besten im Marketing-Club Siegen.

hANDelN! – Das neue, kostenlose Magazin des Marketing-Club Siegen e. V. für Clubmitglieder und marketingorientierte Unternehmer und Führungskräfte in der Region.

Download unter: www.mc-siegen.de

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MArketINGMANAGer Are Not CluBBABle!...

Ausgabe 1 Juni 2013

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eDItorIAl


Reden wir doch mal über: • Digitalisierung der Ausgangs- und Eingangspost • Versand von Geschäftsbriefen direkt vom Computer aus – per Mausklick • Arbeiten in gewohnter Software • Bei postalischer Zustellung Übernahme von Druck,

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Deutsche Post AG Direkt Marketing Center Siegen Frank Behling 02734/580-3500 www.dmcenter-siegen.de

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Kuvertierung und Frankierung durch die Deutsche Post AG • Versand-Prozesse optimieren und -Kosten senken


hAnDeln! 1

Im Dialog Sie über, mit oder gegen uns

, G o l IA D eM D It M S t p p A l k So eN h C A M It M M u Z G IN et k r A –M

Sind Sie ein Handelnder? Ein Mitdiskutierender? Ein Mitdenker? Und ein Mitmacher? Prima – dann passen Sie zu uns! Keine Bange – Sie werden jetzt nicht gleich „eingesackt“. Weder als Mitglied, soweit Sie das nicht sowieso schon sind, noch als Anzeigenkunde, was Sie natürlich gerne werden können. Unser Wunsch aber: Sie zur Initiative, zum Handeln animieren!

Wo MC draufsteht ist MArketING-DIAloG drin! Erinnern Sie sich noch: In unserer 0-Nummer, also der allerersten HANDELN!-Ausgabe im November 2012, haben wir neben einem Relaunch des Clubs einen neuen, intensiveren, kontinuierlicheren Marketing-Dialog versprochen. Und sind mit der mehr als sechshundertfach genutzten Möglichkeit über regionale Kampagnen abzustimmen, aber auch mit einer Reaktion auf die Kolumne „Alles echt!“ der Südwestfalen Agentur (siehe nächste Seite), gleich richtig in den Dialog eingestiegen. Danke an alle „Mitmacher“! Ganz einfach: hANDelN Sie mit! Wir bieten Ihnen eine erstklassige, unkomplizierte, effektive Gelegenheit mitzumachen, kreativ zu werden, mitzumachen und teilzuhaben am MCDialog! Stimmen Sie ab, entscheiden Sie mit, welche der vier ausgewählten Titelmotive die HANDELN!-Herbst/Winter-Ausgabe zieren soll. Wie mögen Sie es? Auffällig, verspielt, progressiv? Ihre Meinung ist gefragt. Am besten per Mausklick auf unserer MC-Homepage! www.mc-siegen.de Anregungen, Kritik, Ideen? Dann treten Sie in den Dialog mit uns – Social Media macht’s möglich. Denn der Marketing-Club Siegen ist auch bei Facebook zu finden. So klappt‘s mit dem Dialog - egal welches Medium Sie bevorzugen: Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen, zu hören oder Sie zu sehen!

hAn-2 Deln!

hAn-2 Deln!

2 –2 hAn-57WASSER hAnHOOD’S SPUREN Deln!AUF ROBIN Deln!

INTERNE KOMMUNIKATION – TÜCKEN, ERFOLGE UND CHANCEN

MAGAZIN DES MARKETING-CLUB SIEGEN E.V.

tItel 1.

MAGAZIN DES MARKETING-CLUB SIEGEN E.V.

tItel 2.

MAGAZIN DES MARKETING-CLUB SIEGEN E.V.

50 JAHRE MARKETING MAGAZIN DES MARKETING-CLUB SIEGEN E.V.

tItel 3. VERSTÄNDNIS,

INNOVATIONEN

MAGAZIN Des MARKETING-CLUB SIEGEN E.V.

tItel 4. UND STANDARDS


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eINe ANtwort VoN reGIoNAlMArketING-MANAGerIN MArIe tING Münsterland, das Ruhrgebiet, das Rheinland, Ostwestfalen-Lippe: Bekannt. Aber Südwestfalen? Ähm, wo ist das noch einmal? Und dennoch beunruhigt diese Unkenntnis kaum: Als „jüngste Region Deutschlands“, die sich erst 2007 zusammengefunden hat, liegt es in der Natur der Sache, dass die Region auch als junge Marke erst gelernt und entdeckt werden muss. Wozu braucht man Südwestfalen? Diese „große Arbeitsgemeinschaft“, bestehend aus den Landkreisen Soest, Siegen-Wittgenstein, Olpe, dem Hochsauerland-Kreis und dem Märkischen Kreis, hat ein klares Ziel: Es geht darum, zu vermitteln, welche Stärken unsere Region zu bieten hat – verdammt viele. Es kann und darf nicht sein, dass Menschen die Region verlassen oder Jobangebote ausschlagen, weil sie nicht wissen, welche Chancen sie hier haben. Der strategische Ansatz des südwestfälischen Regionalmarketings ist es, ein Fundament zu bauen, das der gesamten, starken Wirtschaftsregion Mehrwerte stiftet. Visionäres, kooperatives, vernetzendes Denken statt kleinräumigem Konkurrenzdenken zwischen den Teilregionen. Es gilt, Parallelstrukturen zu vermeiden und die Wucht der gemeinsamen Stärken deutschlandweit auszuspielen.

Produktion Zeidler & Uhl GmbH // Fotograf: Stefan Wendt hANDelN! 1/13

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hANDelN!

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Und diese Stärken gibt es in Südwestfalen zuhauf: Mehr als 100 Weltmarktführer sind hier zuhause, wir sind die drittstärkste Industrieregion Deutschlands, viele Familienunternehmen agieren zwar international, sind jedoch ihren Arbeitnehmern in besonderer Art und Weise verbunden. Der Märkische Kreis ist der innovativste Landkreis Deutschlands, Siegen-Wittgenstein der sicherste in NRW, im Kreis Olpe ist das NRW-weit höchste Pro-KopfEinkommen zu verzeichnen, die Miet- und Kaufpreise der Region laden zum Verwirklichen von Wohnträumen im Grünen ein – Leben in umwerfender Natur bei gleichzeitiger Nähe zu den Ballungszentren. Stärken, die oftmals überraschend sind – und hieb- und stichfest belegt werden können. In unserer Kampagne „Südwestfalen – Alles echt“ geht es darum, den Blick dafür zu öffnen, statt ihn einzuengen, Neugierde zu wecken und unsere vielfältigen Stärken zu kommunizieren. Und vor allem: zu belegen! Der zentrale Ankerpunkt der Kampagne ist das neue Standortportal www.suedwestfalen.com. Hier erfolgt die Beweisführung unserer Versprechen: Die Angebote, Daten und Fakten zur Region werden sichtbar und erlebbar gemacht.

Weiterlesen

gen Klartext? te gefällig? Sie mö Zwei, drei klare Tak .de den en ieg -s ter www.mc Lesen Sie jetzt un hen, offenen nlic rsö pe n de d un gesamten Artikel erin Marie Ting lmarketing-Manag Brief von Regiona nn. an Frank Hüttema


Aus Der region

ekS eNGel – r e It e l N e l l e w t lICh IN ACtIoN tand m Marketing im Mittels

de Dann klappt’s auch mit

Text: Andrea Schumacher-Vogel

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Flagge zeigen im Haifischbecken So mannigfaltig das eks-Produktportfolio, so vielfältig die Marketing-Instrumente: eks zeigt Flagge auf den großen internationalen Messen wie Hannover Messe, CeBit oder Light+Building. Nimmt mit eigenen Fachbeiträgen erfolgreich an den jährlichen Fachpressetagen in Karlsruhe teil, platziert nach genauem Medienplan gezielt Fachbeiträge in allen gängigen Fachmagazinen der DACH-Region, pflegt enge Kontakte zu Fachjournalisten und schaltet Anzeigen in den regionalen Printmedien. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Positiv-Werbung im nicht-kommerziellen Bereich. Sponsoring, etwa für das Technikmuseum Freudenberg, Betriebsbesichtigungen für Politiker oder Investoren, Einladungen an Studenten, Praktika für Nachwuchskräfte oder Vorträge, etwa bei der FOM – all diese Instrumente nutzt eks Engel, ein vermeintlich kleiner Fisch im internationalen Wettbewerbs-Haifischbecken, als erfolgreiche Marketing-Stellschrauben.

hANDelN!

www.eks-engel.de

Die Symbolsprache eines BrANCheNprIMuS Präsent sein in einer immer schneller rotierenden Welt der Informationen – Social Media macht’s möglich. Ob soziale Netzwerke, viersprachige Homepage, zweisprachiger Newsletter, Internetforum und geplante Mediathek – der LWLBranchenprimus eks setzt auf Vielfalt und neue Medien. Und auf ganzheitliche Marketingaussagen. Neu konzipiert, prägnant und im Mittelpunkt aller eksMedien: Lichtwellenleiter in Action! Die themenbezogenen Symbole in Lichtwellenleiterfaser-Optik versinnbildlichen das breite eks-Portfolio – weitergeführt durch den Schriftzug „fiber optic systems“. Die Unternehmensfarben Schwarz, Blau und Magenta komplettieren diese eindringliche Symbolsprache: im eksClaim, bei der Firmenbekleidung, beim Produktdesign, bei Printmedien und am neukonzipierten Messestand.

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Jetzt mal ehrlich! Marketing ist nur was für die großen Fische im Haifischbecken! Oder? eks Engel, seit Jahrzehnten ansässig in Wenden-Hillmicke, ist Spezialist für Lichtwellenleitersysteme (LWL). Der erfolgreiche, weltweit agierende Mittelständler konfektioniert erstklassige Serienprodukte für so anspruchsvolle Bereiche wie Sicherheits-, Verkehrs-, Klimaoder Lüftungstechnik, und setzt dabei insbesondere auf die Veredelung von Standards ab Stückzahl 1. Als „nicht ganz großer Fisch“ beweist eks aber insbesondere, wie wichtig professionelles Marketing ist, das Präsenz zeigt und damit Marktchancen nutzt. Prämisse dabei: think global, act local.

Wie SoNDerlöSuNGeN Kunden begeistern Hightech-Schmiede und Hidden-Champion – eks hebt sich mit individuellen Sonderlösungen erfolgreich vom Wettbewerb ab und setzt innovative Maßstäbe in der LWL-Branche. Neueste Herausforderung: eks goes America! Ab Mitte des Jahres realisiert das Unternehmen seine erste Auslandsniederlassung in Chicago, USA. Hier, wie auch auf den Märkten in Europa, Asien oder dem Nahen Osten gilt: Made in Germany ist immer noch ein attraktives Wettbewerbsargument! Kunden begeistern, gewinnen, halten ist aber eine ständige Herausforderung. Die, da sind sich eks-Geschäftsführer Ralph Engel und seine engagierte Marketingexpertin Julia Nicklas sicher, insbesondere durch innovative Produkte, Kundennähe, persönliche Ansprechpartner und maßgeschneidertes Marketing gelingt.


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Aus Der region

G N u Ih e l r e V D r A MArketING-Aw N r e t S N e t u G M e IN e uNter Schmerzen sind die Hysterie des Körpers! Joey Kelly

Ein Comedian in Sachen Motivation! Kurzweilig und amüsant! Authentisch und hautnah! – Die Positiv-Attribute der mehr als 260 Gäste des Marketing-Clubs Siegen kannten kaum Grenzen – sehr passend zum mitreißenden, spannenden, mit einprägsamen Zitaten angefüllten Vortrag von Ausnahme-Athlet Um zu überholen muss man die Ideallinie verlassen. Joey Kelly unter dem Titel No lIMItS. hen Marco Feder

Joey Kelly betreibt perfektes Marketing – für sich! Verrückt, aber sehr gut!

Spannend, und wortwörtlich unter einem guten Stern, begann die Verleihung des MarketingAWARD 2012 im atmosphärisch illuminierten Showroom von Mercedes Bald. „Ich hoffe, Sie sagen am Ende des Abends: Es war nicht nur schön bei der Marketing-AWARD-Verleihung und bei Joey Kelly – sondern auch bei Mercedes Bald“, begrüßte Bald-Geschäftsführer Harald Gayk die Gäste. Er behielt Recht – es war ein gelungener Abend mit viel positivem Nachhall. Und natürlich drei glücklichen AWARD-Gewinnern. No lIMItS – Frank Behling, Präsident des Marketing-Clubs Siegen, nahm die Gäste mit zu einem spannenden Thema, einem brillanten Motivationskünstler und erstklassigen Key-Note Speaker, dessen Lebensweg vor Höchstleistungen, Kreativität und Erfolgen strotzt. Warum, fragte Frank Behling, ist es so leicht gesagt und oft so schwer umsetzbar, sich Ziele zu stecken und dann auch umzusetzen? Joey Kelly‘s kurze, prägnante Antwort darauf: Es ist nicht schwer seine Grenzen zu überwinden. Du musst es nur wollen – und es dann einfach tun! Eine Überzeugung, der der Ausnahme-Sportler, Self-Made-Manager, Kelly-Family-Musiker, Entertainer und BühnenProfi während seines Motivations-Vortrags entschieden Ausdruck verlieh. Fotos: dievirtuellecouch.net, Stefan Wendt

Prof. Hermann Freter

Faul sein ist ok. Aber faul sein und jammern – nein! Joey Kelly

Bemerkenswert und motivierend ist Joey Kelly’s Slogan: Aufgeben ist keine Möglichkeit! Dirk Krumpholz


DIe GewINNer DeS MArketING-AwArD 2012 Schneider 1. plAtZ für die Stadt Siegen – Astridwer k in Siegen,

en Bau An der Siegplatte, diesem prägnant o schöner, dass wir Ums haben sich die Geister geschieden. Zuge des Projektes für unser Baustellenmanagement im Marketing-AWARD erhalten. „Siegen – Zu neuen Ufern“ jetzt den

2. plAtZ für EJOT Baubefestigungen GmbH, Bad Laasphe – Daniel Herr festiger, womit sich die MonHinter EJOFAST steckt ein Powerbe annähernd halbieren lässt. tagezeit in bestimmten Anwendungen und wir freuen uns über diese Diese Story erzählen wir im Markt Auszeichnung unserer Kampagne.

hen –

Netp 3. plAtZ für 57wasser – the robin hood of waters, Björn Bach und Dirk Krumpholz Viele haben an der Verwirklichung dieses regionalen Labels, von dessen Gewinn 57 Prozent zugunsten sozialer Projekte gespendet wird, mitgearbeitet. – Jetzt steht unser Wasser, nach zwei Jahren Vorlaufzeit, in den Läden. Klasse!

Nur wer kämpft hat Glück! Joey Kelly

Mein Prinzip: Ich gebe immer mehr als ich nehme!

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Alexander Weber

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Das war klipp und klar und stark!

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Joey Kelly


wIllkoMMeN IM Business

l A n o i g e r , l A i z o s , l l o v GesChmACk Everyone smiles in the same language! – Wer den grinsenden Gorilla ansieht, wird zugeben: Nicht nur Menschen haben gut lachen! Warum der Affe lacht, der eine der 57wasser-Infokarten ziert? Vielleicht hat er genau das, was jeder braucht: gute Freunde, eine Familie und Zugang zu Wasser. Pathetisch? Vielleicht. Aber die Botschaft von 57wasser trifft einen Nerv – das Grundbedürfnis, glücklich zu sein, und sein Glück mit anderen zu teilen. Ohne Verzicht. Ohne großen Aufwand. Mit einem einfachen, ganz profanen Mittel – mit Wasser!

wASSer – SelBStVerStäNDlICh! Vollmundig. Lecker. Lebensnotwendig. Immer verfügbar!? Menschen, die jederzeit und wie selbstverständlich Zugang zu sauberem Wasser haben, stellen sich eher selten die Frage: Wie wertvoll ist Wasser? Auch nicht 2013 – im Internationalen Jahr des Wassers. IDee, NAMe uND INterAktIoN 2010: Medienberichte über Kinder ohne Nahrung. Kinder ohne Zugang zu sauberem Wasser. In Netphen bleibt das Gehörte, Gesehene bei den beiden Freunden Dirk Krumpholz und Björn Bach hängen. Wirkt nach. Schlägt Wellen. Eine Idee entsteht. Wasser abfüllen, verkaufen und damit soziale Projekte unterstützen. So weit, so gut. Dirk, der IT- und World-Wide-Web-Spezialist und Geschäftsführer des Digitalunternehmen „weiter – German Digital Solutions“, und Björn, der begeisterte Koch mit den kreativen Ideen, entwickeln zwei Jahre lang ein tragfähiges, umsetzbares, interaktives Konzept. Und gründen am Weltkindertag 2012 57wasser – the robin hood of waters! Neben ihren Jobs. Als ehrenamtliches Engagement.

und ihr Business-Starter rn Bach (l.) Erfolgsprodukt: Bjö (r.) & Dirk Krumpholz


ihr Personalberater detlef ochel

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Unsere AUfgAbe ist es, qUAlifizierte fAch- Und führUngskräfte zU rekrUtieren Und dort einzUsetzen, wo etwAs bewegt werden soll.

hANDelN!

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Text: Andrea Schumacher-Vogel Fotos: 57Wasser

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, wo GIBt S DeNN So wAS ?eIN proDukt MIt MItMAChfAktor 57wasser setzt ganz bewusst auf Social Media-Marketing – das verknüpft transparente, schnelle, dynamische Kommunikation perfekt

Ob Homepage, Logo, Design, Posting-Aktionen oder die gerade gestartete Rezeptkarten-Serie mit sommerlichen Schorle-Mixes – die beiden 57wasser-Macher stehen dahinter, wo 57wasser draufsteht. Ausnahme: Der sehenswerte Homepage-Clip. Gesponsert von einem 57wasser-begeisterten Filmemacher. Start up! Auch weil die Water-Robin-Hoods damit ihr Marketing-Konzept komplettierten und den 3. Preis bei der Marketing-AWARD-Verleihung des Marketing-Club Siegen gewannen! Glückwunsch und Smile zu diesem Start-Ziel-Sieg!

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57wASSer – the roBIN hooD of wAterS – IN Der offeNSIVe Anfang Dezember 2012 war Marktstart. Eine Palette Wasserflaschen in einem regionalen Getränkemarkt. Buntes Logo. Klare Ansage: Dieses Wasser schmeckt nicht nur, sondern macht Dich und andere glücklich! Der Preis: 5,70 Euro. Der Inhalt: Mineralwasser höchster Qualität von der Haaner Felsenquelle. Die Geschichte dazu: Nach fast 200 Telefonaten mit Quellen und Abfüllern ließen sich die Rheinländer von dem engagierten 57wasser-Projekt überzeugen. Zunächst als Abfüllung in PET-Flaschen, bisher 50.000 Stück. Die Abfüllung in Glasflaschen steht kurz vor der Realisierung. Das Ziel: Wasser mit Lokalkolorit für die Tische anspruchsvoller regionaler Restaurants, Hotels, Gaststätten und Privathaushalte, die zu den bisher knapp 30 Abnehmern in und um Siegen hinzu gewonnen werden sollen. Eine Idee mit Smile-Effekt: Crowdfunding. Um das Kapital zur Finanzierung der Glasflaschen, immerhin 6.000 Euro, zu erwirtschaften, lassen sich Dirk und Björn gegen eine Spende gerne einladen fürs Kindergartenfest oder zu Freibadpartys – zu einem echten Wasserbomben-Spaß!

mit operativen, interaktiven Mitmach- und Einflussmöglichkeiten. Mehr als zehn Prozent der derzeit gut 1.000 Facebook-Fans reagieren prompt auf Postings und Mitteilungen, wobei diese Gruppe, die wöchentlich um circa sechs Prozent steigt, aus Menschen von 18 bis fast 60 Jahren besteht. Im März 2013 erhielten die DRK Kinderinsel, Handycap Siegen e. V. und Utho Ngathi – Südliches Afrika e. V. Spenden. Im April 2013 konnte abgestimmt werden für die BlueBox Siegen, für die Siegener Tafel e. V. und für La Esperanza Granada. Like it!

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Der Name: 57wasser – eine Hommage an die Region. Der Untertitel: the robin hood of waters – eine Reminiszenz an Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Die Maxime: Wasser trinken für den guten Zweck – weil 57 Prozent des „erbeuteten“ Bruttogewinns in soziale und humanitäre Projekte für benachteiligte Menschen fließen. Die Besonderheit: Welches Projekt unterstützt wird, entscheiden die 57wasser-Fans im Internet. Alle drei Monate hat so ein anderes, regional verankertes Projekt die Chance auf eine Geldspende. Und noch was: Die Fans können auch abstimmen über das Design der geplanten Glasflasche, oder Vorschläge machen, wo 57wasser demnächst verkauft werden soll.

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terMINe

ANGrIff AuS Der CyBerwelt – weNN Der www-trAuM ZuM AlBtrAuM wIrD Dumm gelaufen: Da erhält der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz eine E-Mail von der Bundeskanzlerin – leider gefälscht! Da bekommt der angehende Akademiker einen aussichtsreichen Job nur deshalb nicht, weil er einmal in einem sozialen Netzwerk „nicht ganz jugendfrei“ agierte. Da hackt sich während einer Veranstaltung des MarketingClubs Dortmund der Referent in die Handys der Anwesenden ein, und sorgt damit für erstaunte, aber vor allem nachdenkliche Minen. „Was es nicht alles gibt – dachten sich die Mitglieder beim MC-Clubabend mit Götz Schartner, Geschäftsführer der 8com GmbH & Co. KG mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße“ – so Horst Müller, Präsident des Marketing-Clubs Dortmund. Als führender europäischer Anbieter von Prüfungs- und Beratungsleistungen und Awareness-Maßnahmen im Segment Informationssicherheit entwickelt der Experte für IT-Sicherheit und sein Team effektive Schutzsysteme gegen Datenklau – für Unternehmen und Einzelpersonen. Sicherheitsforschung bei 8com steht unter der Prämisse: Aufdecken – beraten – optimieren – sichern! „Auf sehr angenehme und anschauliche Weise, gespickt mit praktischen Beispielen, machte Götz Schartner auf die Schwachstellen bei Internetanwendungen oder beim Handygebrauch aufmerksam. Es war ein gelungener, begeisternder Vortrag, der aber auch zum Nachdenken anregte“, resümiert Horst Müller. Götz Schartner live beim Marketing-Club Siegen Wem Vokabeln wie aktive Sicherheitsforschung, professionelle Penetrationstests, Phishing-Abwehr, IT-Manipulation, Softwareentwicklung für Webapplikationen oder Awareness-Maßnahmen nur theoretisch etwas sagen, sollte sich den Vortragsabend mit Götz Schartner dick im Kalender notieren. Live-Hacking inklusive!

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- Vortragsterm ober 2013 Freitag, 11. Okt Datenschutz & - Das Thema: er ist heit – Wie sich Internetsicher n im Netz? Kommunikatio king! rheit: Live-Hac - Die Besonde r: d Uhrzeit unte Infos zu Ort un en.de www.mc-sieg

Das hANDelN!-Interview mit Götz Schartner hANDelN!: Bangemachen gilt nicht! – Digitale Übergriffe, Cybercrime, Bedrohung aus dem Netz: Angstszenario oder Realität? Götz Schartner: Realität. Nicht nur 8com warnt vor Phishing-Angriffen, auch Banken und Sparkassen. Täglich berichten Medien von neuen professionellen Hacking-Attacken gegen Weltkonzerne wie Microsoft, Google, Apple und Co. Die Gefahr ist enorm gestiegen. Kriminelle und Nachrichtendienste haben es heute nicht nur auf den Datendiebstahl abgesehen, sondern auf gezielte Manipulationen. Ein Beispiel: der beängstigende Angriff auf das iranische Urananreicherungsprogramm mit dem professionellen Trojaner namens Stuxnet. Im August 2012 waren Öl- und Gasförderunternehmen in den Golfstaaten von solchen Hacking-Manipulationen betroffen, die über 30.000 Computer der staatlichen saudischen Ölfirma Saudi-Aramco hackten. Einige Tage später war auch die Firma RasGas in Qatar Opfer eines solchen Angriffes. Angstszenarien werden zur Realität, und professionelle, gezielte Angriffe werden auf einem bislang unvorstellbar hohen Niveau ausgeführt.


hANDelN!: George Orwell hat’s gewusst! – Ist der gläserne Mensch längst Tatsache? Götz Schartner: Vor kurzem habe ich eine TV-Dokumentation gesehen. Ein „Wahrsager“ hat Menschen von der Straße Dinge aus ihrem Leben erzählt, die er unmöglich wissen konnte. Er kannte etwa den Namen der besten Freundin, das Lieblingslokal und wusste vom gerade verheilten Bänderriss. Großes Staunen. Die Lösung: Im Hintergrund arbeitete ein Team an Computern und durchsuchte das Internet nach Informationen. Persönliche Informationen sind in der heutigen Zeit sehr einfach zu bekommen. Viele geben sie leichtfertig heraus. Soziale Netzwerke machen das besonders leicht. Hier gilt die Faustregel: Posten Sie kein Bild oder schreiben Sie nichts, was Sie nicht auch dem Nächstbesten in der Fußgängerzone erzählen würden.

Den Anschluss nicht verpassen: Vorträge, Seminare etc. VortrAG

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hANDelN!: Schotten dicht? – Wie funktioniert effektiver Datenschutz in Unternehmen? Götz Schartner: Das kommt darauf an, um was für ein Unternehmen es sich handelt. Der Friseur nebenan mit einer kleinen Webseite auf der nur Öffnungszeiten und die Firmengeschichte stehen, braucht etwas ganz anders, als beispielsweise eine Bank. Aber im Allgemeinen gilt, dass sich effektiver Datenschutz in einem Unternehmen aus mehreren Komponenten zusammensetzt: Hardware und Software, aber auch der berühmte Faktor Mensch sind sehr wichtig. Firewall und Antiviren-Programm sind eine gute Grundlage, häufig jedoch nicht ausreichend. hANDelN!: Tatort www! – Verfangen im Netz der Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage: Was tun? Götz Schartner: Informationssicherheit ist ein oft enorm unterschätztes oder verdrängtes Thema. Wer gegen Angriffe aus dem Netz gewappnet sein will, sollte seine IT-Abteilung unterstützen. Schulungen sind gut, aber auch regelmäßige Sicherheitsprüfungen, wie die 8com sie anbietet, erhöhen das SicherheitsNiveau gezielt. Dazu ist Wissen der Verantwortlichen unumgänglich. Ich habe zum Thema Cybercrime ein Buch geschrieben. Der Titel lautet „Tatort www“ und kann im Buchhandel oder im Internet vorbestellt werden. hANDelN!: Aber sicher! – Warum gehören Penetrationstests ganz oben auf die Agenda einer IT-Abteilung? Götz Schartner: Nur Penetrationstests zeigen, wie sicher ein Netzwerk im Falle eines echten Angriffes wäre. Sie dienen als Momentaufnahme des aktuellen Sicherheits-Niveaus, darauf aufbauend können gezielte, passende Maßnahmen ergriffen werden. Wird ein Penetrationstest von Experten durchgeführt, dann nutzen diese die gleichen Werkzeuge, wie die Cyberkriminellen.

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Interview: Andrea Schumacher-Vogel Fotos: 8com - Neustadt an der Weinstraße

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Zu allen Veranstaltungen wird gesondert eingeladen. Die Anfangszeiten der Marketingvor-Ort-Veranstaltungen sind variabel und werden jeweils mitgeteilt.

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Götz Schartner: Hacker ticken ähnlich wie Penetrationstester, der große Unterschied ist aber: Penetrationstester stehen auf der legalen Seite. Sie wollen nichts zerstören oder klauen, sondern IT-Infrastrukturen sicherer machen. Wir Penetrationstester sind quasi die „Guten“.

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hANDelN!: Es hackt wohl? – Wie ticken Hacker?


kolumne Die zwei Positionen

– ? I! e r f S S u h C S B ZuM A wIlDe wISeNte + G IN t e k r A M S e h C tIerIS Ist eine Glosse nur deshalb lesenswert, weil sie sich mit einem leibhaftigen Prinzen, einem Fleischskandal der etwas anderen Art und einem wissenschaftlich begleiteten Marketing-Projekt beschäftigt? Ich hoffe nicht! Ich hoffe, Sie stellen sich wie ich die Frage: Was ist dran, an diesem Wisent-Artenschutzprogramm und seinem tierischen Marketing? Sind die Wisente samt ihrer fein stilisierten Werbung zum Abschuss frei? Die Fakten: Von Fleischskandal kann keine Rede sein, zumindest nicht im bekannten Wortsinn, denn hier geht es nicht um Pferde- oder Rindfleisch, sondern um erstklassiges Wisentfleisch. Dass ist allerdings weder für die Jagd noch für die Schlachtung vorgesehen. Dafür, dass es in der Wisent-Welt streng wissenschaftlich und artgerecht zugeht, steht ein leibhaftiger Prinz mit seinem guten Namen. Er hat das Wisent-Projekt nicht nur initiiert, sondern gibt den mächtigen Urviechern auch ein neues Zuhause. Immerhin 4.300 Hektar seines Privatwaldes stellt Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg für deren Auswilderung zur Verfügung. Was für ein riesiges Refugium für acht ausgewachsene Wisente und ein neugeborenes Nachwuchskalb! Erlaubt sei die Frage: Wollte der regional verwurzelte Prinz mit kräftiger Unterstützung des heimischen Landrates und anderer namhafter Mitstreiter versuchen, den demografischen Abwärtstrend im Kreis Siegen-Wittgenstein zu stoppen? Mit der Ansiedlung von zwei Gruppen des größten europäischen Landsäugers? Rund 15 Tieren können Besucher seit September 2012 in der Wisent-Welt-Wittgenstein begegnen. Verkehrte Welt – denn dort ist der Besucher hinter dem Zaun, und schaut auf die Wildrinder, die sich auf mehr als 20 Hektar frei bewegen. Den anderen acht Huftieren begegneten Menschen eher selten – sie erobern seit Mitte April 2013 die wilden Wälder Wittgensteins in artgerechter Abgeschiedenheit. Übrigens: Dass Wittgenstein mit Wisenten aufwartet, ist auch dem Selbstbewusstsein von Prinz Richard geschuldet. Einst wollte die NRW-Umweltministerin Luchse, Otter oder Wölfe in Südwestfalen ansiedeln. Eine Schnapsidee fand der Prinz. Seine Antwort nach Düsseldorf: Wisente für Wittgenstein! Und damit ein

Stück biologische Vielfalt mit uralten Wurzeln! Noch eine andere Frage: Haben die Menschen wirklich begriffen, dass hier zwei sehr unterschiedlich gewichtete Projekte stattfinden? Einmal das „Guckloch in ein Artenschutzprogramm“, und zum zweiten das öffentlichkeitsferne, von vier Universitäten und etlichen freien Wissenschaftlern begleitete FreisetzungsProgramm. Ist ein Projekt-Marketing, das es immer noch nicht geschafft hat, alle Bürger im Kreis für die Dualität des Projektes zu begeistern, nicht doch zum Abschuss frei? Und noch was: Sind rund 25 Wisente nicht ein bisschen wenig? Die Erfahrung lehrt: Manchmal ist weniger mehr! Denken Sie an die MarketingWirksamkeit des Eisbärenjungen Knut im Berliner Zoo. Der war sogar ganz alleine. Außerdem fällt dafür das Regional-Wisent-Marketing eine Nummer größer aus – auch weil mit der aktiven Unterstützung von Landrat Paul Breuer, zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Wisent-Vereins, für überregionale Wahrnehmung gesorgt ist! Rechnet sich das Wisent-Projekt? Muss es nicht, wir haben es mit einem Non-Profit-Projekt zu tun. Da sind Überschüsse oder Gewinne weder zu erwarten, noch eingeplant. Außerdem unterstützen Ministerien des Bundes und des Landes NRW das Projekt. Und WWF, BUND und NABU jubeln! Sie wollen unbedingt Wisente sehen? Dann fahren Sie ins wilde Wittgenstein – oder einfach nach Freudenberg-Bühl zum Hof Kolb. Hier gibt es seit 2002 „Indianerbüffel“, also kanadische Bisons (Bison bison). Aussehen und Verhalten ähnelt den Wisenten (Bison bonasus) verblüffend. Übrigens: Die sind dann auch zum Abschuss frei. Ganz ohne Fleischskandal!


erS S u A + D N e r Ie IN Z S fA ISeNtw S A D – h IC l N h ö Gew projekt AuS SICht Der MACher Wisente in Wittgenstein – das hat einige irritiert. Das ist allerdings lange her. In der Zwischenzeit ist das Projekt längst in der Bevölkerung und der Region angekommen. Und nicht nur das. Viele Menschen unterstützen es aktiv. Es hat sprichwörtlich für eine Aufbruchsstimmung in der Region gesorgt. Das ist das Besondere an dem Artenschutz zur Wiederansiedelung der Wisente in den Wittgensteiner Wäldern: Es ist ein nicht-kommerziell ausgerichtetes Vorhaben, das nicht von großen Konzernen und politischen Institutionen geboren wurde, sondern von engagierten Privatpersonen. Es setzt damit ein Zeichen für großes bürgerschaftliches Engagement und zeigt, was Menschen, die eine Idee eint, erreichen können – gegen vielerlei Widerstände und solche, die immer alles schon besser wussten, aber nicht besser machen wollen.

Text und Fotos: Wisent-Welt-Wittgenstein e. V.

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Das Projekt ist klar in seiner Struktur und besticht durch seine Wirkung. Am Anfang stand die Idee von Wisenten in einem bewirtschafteten Wald. Eine Vision von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, deren Realisierung ihn persönlich viele Mühen gekostet hat und ökonomisch nichts einbringt, im Gegenteil. Die Idee war schließlich so

bestechend, dass das Bundesamt für Naturschutz und das Land NordrheinWestfalen bereit waren, mit dem Trägerverein dieses nicht risikofreie Neuland zu betreten und es intensiv zu beforschen. Das ist bis zum heutigen Tag drei Jahre lang geschehen. Die hochwertige Arbeit hat der internationalen Forschung viele Impulse gegeben und insbesondere Bad Berleburg zu einem renommierten Punkt auf der Wisent-Landkarte und der wissenschaftlichen Gemeinde gemacht.

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Das Wisent-Projekt hat viele Facetten und es hat eine Begeisterung ausgelöst, die für ein Artenschutzprojekt ganz außergewöhnlich ist.


Die firmA

– h C o h N INterNe koMMuNIkAtIo tüCkeN, erfolGe, ChANCeN 2

Interne Kommunikation meint Führungsfunktionen, die mithilfe von Kommunikations- und Verhaltensmanagement Unternehmen unterstützten. Beispiele gefällig? HANDELN! stellt vor: ein integriertes Gesundheitsunternehmen, die St. Marien-Krankenhaus Siegen gem. GmbH, und ein weltweit operierendes Großhandels- und produzierendes Unternehmen für Schleifmittel und Klebebänder, die Reinhard Krückemeyer GmbH & Co. KG, Wilnsdorf.

St. Marien-Krankenhaus Siegen – Tupfer, Skalpell & Kommunikation „… man kann nicht nicht kommunizieren“, sagte schon Paul Watzlawik. Dies gilt auch in und für Krankenhäuser, deren Leistungserbringung durch Kommunikation besonders geprägt wird. Interne Kommunikation ist hier die Basis für die Zusammenarbeit. Sie ähnelt der eines jeden anderen Unternehmens, gestaltet sich jedoch auch bei mittelgroßen Kliniken als äußerst komplex. So arbeiten beispielsweise in der St. Marien-Krankenhaus Siegen gGmbH circa 1.800 Mitarbeiter in über 50 unterschiedlichen Berufen – Metzger und Bäcker, Ärzte und Pflegende, Techniker und Verwaltungsangestellte. Die interne Kommunikation hat also neben den Kerngruppen aus Medizin und Pflege selbstverständlich Mitarbeiter aus sogenannten patientenfernen Bereichen einzubeziehen. Erfahrungen, Informationen & Austausch Hier gilt: Im Positiven wie Negativen tragen die Mitarbeiter ihre Erfahrungen und Erlebnisse auch mit nach draußen. Denn die wenigsten schaffen es, nach der Arbeit den Kasak oder Kittel an die Tür zu hängen, den Kopf auf der Arbeit zu lassen und zuhause ein völlig anderer Mensch zu sein – das will auch niemand. Der Mitarbeiter ist vielmehr zum „Opinion Leader“ aufzubauen, der das Image

des Krankenhauses maßgeblich mit beeinflusst. Dies alleine ist also schon Grund genug, den Unternehmensaustausch zu fördern und dafür zu sorgen, dass die Informationen fließen. Instrumente der Kommunikation Die interne Kommunikation nutzt dabei unterschiedliche Instrumente: vom Intranet mit integriertem Mitarbeiterportal und Rezeptionsangeboten über APPs für Tablet-PC, Events und klassischem Schwarzen Brett bis hin zu Printprodukten wie der Unternehmenszeitschrift. Letztere trägt den Titel „MARIEN konkret“ und wird vierteljährlich herausgegeben – das Print-Medium zwischen Tupfer, Skalpell & Kommunikation. Themen sind hier die aktuelle Unternehmensentwicklung, neue medizinische Verfahren und wichtige Ereignisse im Krankenhaus. Seit 2012 wird die Zeitschrift durch eine APP für Tablet-PCs ergänzt, was eine Verknüpfung zu virtuell vorgehaltenen Inhalten ermöglicht. Im Konzert der Instrumente stellt schließlich das Intranet die zentrale Informations- und Kommunikationsplattform und eine besondere Möglichkeit des Wissensmanagements dar. Social Media & Co. Neben diesen Informationsmöglichkeiten spielt Social Media eine große Rolle beim Employer Branding. Zu nennen sind da u. a. Xing oder Facebook. Im diesem Bereich engagiert sich das St. Marien-Krankenhaus Siegen seit 2008 und war


Ihre Verbindung wird gehalten – Als Medienexperte Jan Krückemeyer 2006 aktiv in das Familienunternehmen einstiegt, war für ihn klar definiert: Interne Kommunikation, ein glaubhaftes CI und professionelles Markenmanagement haben einen hohen Stellenwert. Was heute Selbstverständlichkeit bei dem weltweit agierenden Unternehmen für Schleifmittel und Klebebänder ist, war bei der Repositionierung des vormals reinen Großhändlers eine echte Herausforderung: dialogische Kommunikation, Transparenz in alle Richtungen, Offenheit auch im Bereich Umsatz, Finanzen und Auftragslage, und die Einbeziehung der Mitarbeiter in Neuentwicklungen, Anwendungslösungen und Personalentscheidungen. Schluss die Zeit der althergebrachten top-down-Entscheidungen! Heute bestimmt vielschichtige Kommunikation das Verhaltensmanagement – und ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit, ist sich der geschäftsführende Gesellschafter Jan Krückemeyer sicher. Marktfähigkeit durch Flexibilität & Lösungskompetenz Der Spezialist für Klebetechnik und Schleifmittel, mit rund 50 Mitarbeitern und mehr als 5.000 Kunden im In- und Ausland, versteht sich als perfekter Ansprech- und Handelspartner wenn es um schnelle, kreative und flexible Lösungen für die

Einsichten – Zahlen, Umsätze & Entwicklungen Strategien, Marktchancen, aber auch Risiken sind Themen, in die die Mitarbeiter Einsicht bei einer der regelmäßigen, monatlich angesetzten „Ansprachen“ erhalten. Hier gibt’s Infos zu Zahlen, Personellem, Technik, Produkten oder Organisation vom Geschäftsführer Uwe Kittel. Manchmal, das hätte der ehemalige Verlagsleiter Jan Krückemeyer nicht geglaubt, geht Mitarbeitern diese Transparenz auch zu weit. Etwa wenn es um die kontinuierliche, offensive Offenlegung von Prognosen, Umsätzen oder Kernzahlen geht. Die Philosophie dahinter: Glaubwürdigkeit und Vertrauen schaffen, Kostenbewusstsein stärken, aber auch Motivationsanreize setzen – auch und insbesondere in Krisenzeiten. Kunden, zahlreich aus der Automobilbranche, und Unternehmenspartner schätzen dagegen diese finanzielle Transparenz – für die Krückemey-

Verbindung halten! Ihre Verbindung wird gehalten! – Für das Unternehmensteam Krückemeyer ist Kommunikation keine Einbahnstraße oder Pflichtübung, sondern respektvolle, glaubwürdige, langjährig praktizierte Unternehmensphilosophie. Text: Andrea Schumacher-Vogel Foto: Reinhard Krückemeyer GmbH & Co. KG

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Krückemeyer – Professioneller Dialog zwischen Schleifmitteln & Klebebändern

Dialog – die Basis für Neuerungen Dabei ist die Basis für Eigenprodukte wie etwa ein Neutralisierungsband für Straßenschilder oder ein wiederverwendbarer, selbstklebender Kantenschutz für Weißware, effektiv angewandte externe und interne Kommunikation. Vertriebsmitarbeiter nehmen vom Kunden Ideen und Wünsche mit, geben diese an die RK-Vertriebsrunde weiter und treten in den Dialog mit der Entwicklungsund Produktionsabteilung. Technisch machbar? Sinnvoll? Am Markt platzierbar? Solche Themen werden intern und Abteilungsübergreifend dialogisch diskutiert und produktorientiert umgesetzt.

er 2012 auch für den Fikomm-Award, dem Preis für die „Beste Finanzkommunikation im Mittelstand“, nominiert wurde.

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Text: Dr. Christian Stoffers Foto: St. Marien-Krankenhaus Siegen gem. GmbH

Konfektionierung von Schleif- und Klebebändern geht. Oft individuell abgestimmt und spezifisch angepasst an die Wünsche und Anforderungen der Kunden. Wichtig in der heutigen Unternehmensphilosophie: Eigenprodukte, die durch ihre Funktion und ihre ökologischen, ökonomischen Komponenten Alleinstellungsmerkmale in der Branche haben. Sie sichern nicht nur eine langfristige Marktfähigkeit, gute Bilanzen, Arbeitsplatzsicherheit und Mehrwert in der Wertschöpfungskette, sondern belegen auch das hohe Maß an Know-how und Anwendungs- und Lösungskompetenzen des erfolgreichen Mittelständlers.

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damit das erste Krankenhaus in Deutschland, das diese Medien nutzte. Betrachtet man das Thema „interne Kommunikation“ im St. Marien-Krankenhaus Siegen, so wird deutlich, wie vielfältig und breit informiert wird. Es ist klar, dass es schon immer eine Vielzahl von Instrumenten gegeben hat und neue Medien sehr gut mit den vorhandenen Instrumenten verknüpft werden können. Entscheidend für die effektive und effiziente Kommunikation ist der Mix der eingesetzten Instrumente.


Die firmA

– t f A h C S r e r h ü f t N e t CoN MIt DeN BeSteN INhAlteN wettBewerBSVorteIle erZIeleN Qualitäts-, Innovations- oder Preisführerschaft – das sind einige der klassischen Wettbewerbsstrategien. Heute wird es jedoch für alle Unternehmen zunehmend schwieriger, sich allein mit den Faktoren Preis oder Qualität von der Konkurrenz abzuheben. In der Wahrnehmung von gleichlautenden Werbebotschaften gehen diese „Dinosaurier-Attribute“ bei der geneigten Zielperson ohnehin zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus – ohne Wirkung zu hinterlassen. Dem Fisch muss es schmecken Und es folgt noch eine tausendfach zitierte, vermeintliche Selbstverständlichkeit: Der Köder muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken. So hat zum Beispiel eine Firma Schwarzkopf verstanden, dass durchgestylte Produkt- und Image-Kommunikation auf der Website nicht so viel bringt wie spannende Informationen zu den Thema Lifestyle und Frisurentrends. Siehe www.schwarzkopf.de.

Nur gute Produkte reichen nicht In Zeiten der Informationswirtschaft sind Informationen geldwert. Unternehmen müssen sich nicht nur über ihre produktnahen Eigenschaften positionieren, sondern auch durch schnelle, aktuelle und relevante Information und Kommunikation überzeugen. Genau hier setzt die Strategie der Contentführerschaft an, die nicht nur auf Unternehmenskommunikation abzielt, sondern als ganzheitliche Unternehmensstrategie eingesetzt werden kann. Relevanz schaffen, Geschichten erzählen Contentführer werden bedeutet, in einer Branche oder einem Marktsegment die für die Zielgruppe besten, spannendsten und relevantesten Informationen bereitzustellen – also „Marktführer“ für branchenspezifische Informationen zu werden. Unternehmen müssen lernen zu erzählen, zu begeistern, zu faszinieren.

Ressourcen und Strukturen schaffen Wer Wettbewerbsvorteile mit besserem Content erzielen will, muss unternehmensinterne Strukturen und Ressourcen aufbauen. OnlineRedakteure, Content-Manager, Texter, Blogger und Social Media Manager gehören zu den boomenden Berufen dieser Zeit. Zukünftig werden aber auch Konstrukteure, Produktionsleiter, Personaler oder Logistiker einen gewissen Teil ihrer Arbeitszeit mit dem Generieren und Weitergeben von Inhalten verbringen müssen. Nicht nur für Marktführer und Großunternehmen Contentführer kann auch ein kleines oder mittleres Unternehmen werden. Es muss dazu eben nur Nischen und Spezialgebiete, in denen es über besondere Kompetenzen verfügt, inhaltlich besetzen. Die Trägheit großer Unternehmen durch langwierige Entscheidungs- und Freigabeprozesse verschafft kleineren und flexiblen Unternehmen trotz überschaubarer Ressourcen und Budgets große Chancen. Text: Ulf Lück

DER KöDER MUSS DEM FISCH UND NICHT DEM ANGLER SCHMECKEN.

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VerANtwortuNG IN Der reGIoN

Regionalstudio Siegen – Informieren, hinterfragen & unterhalten

Südwestfalen ist eine Einheit. Womit sich viele Südwestfalen noch schwer tun, ist für den WDR seit den 1970er Jahren Realität: die Symbiose der drei Regionen Siegen-Wittgenstein, Sauerland-Märkischer Kreis und Soester Börde.

wISSeNSwerteS für uND AuS Der reGIoN Ein Balance-Akt. Jeden Tag stellt sich ein ganzes Heer an WDR-Machern die Frage: Was ist so brisant, so amüsant, so interessant, so tiefgreifend, dass es einen Soester, einen Olper, einen Iserlohner und einen Siegener gleichermaßen begeis-

tert und mitnimmt? Dass das WDR-Regionalstudio bei seiner Berichterstattung, etwa bei der beliebten allabendlichen Lokalzeit, auf authentische, empathische Moderatoren setzt, ist ein Zugeständnis an die bodenständige Westfälische Mentalität, wie Beate Schmies bestätigt – und auch an deren Eigenart, eher Bekanntes zu bewahren und anstatt Neues, Kreatives zuzulassen. hIDDeN-ChAMpIoNS ohNe leuChtturM-effekt Marketing in eigener Sache – was der WDR bei vielen Gelegenheiten realisiert, nämlich eine wahrnehmbare, positive Eigendarstellung, stellt für die Region Siegerland-Wittgenstein immer noch ein Problem da, zeigen die Erfahrungen von Beate Schmies. „Die Menschen hier können stolz sein auf ihre Heimat: Die Beschäftigungsquote ist überdurchschnittlich, die Unternehmen sehr erfolgreich. Die Mittelgebirgslandschaft herrlich. Die Orte voller Historie. Die Oberstadt und ihre zwei Schlösser einmalig. Die Kunst- und Kulturangebote brillant. Die Lage mitten in Deutschland günstig.“ Der WDR-Chefin fehlt es aber an Außenwirkung. Nicht nur, dass die erfolgreiche Industrieregion immer noch nicht wahrgenommen wird in Wirtschaftskreisen oder im Tourismus, auch die heimischen Hidden-Champions agieren meist ohne Leuchtturm-Effekt. „Der Bekanntheitsgrad der Region ist zu gering! Langfristig werden so immer weniger junge, gut ausgebildete Nachwuchskräfte

in die Region kommen oder nach ihrem Studium hier bleiben. Die etwas unterkühlte Lebensart und die wenig attraktive Gastronomie-Szene tun ihr Übriges dazu.“ Text: Andrea Schumacher-Vogel Foto: WDR

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DeN MeNSCheN VerpflIChtet Flächenmäßig riesig ist die Region, und sehr unterschiedlich strukturiert in Bezug auf Charakter der Menschen, Lebensstil und Mentalität, aber auch in Hinblick auf Landschaft, Wirtschaftskraft, Infrastruktur und Außendarstellung. WDR-Studioleiterin Beate Schmies weiß wovon sie spricht. Sie kennt als gebürtige Sauerländerin, die seit 26 Jahren im Siegerland lebt, die Region. Und sie nimmt jede Gelegenheit wahr, über die berühmten Tellerränder hinaus zu schauen. Von anderen regionalen Rundfunk- und Fernseh-Machern zu partizipieren. Inspirationen in die Region zu bringen, und Positives aus der Region zu berichten. Ohne Rosarot-Brille. Ohne Schönfärberei. Die journalistische Pflicht und mediale Verantwortung des WDR in und für die Region? Das definiert Beate Schmies so: „Der WDR muss genügend Abstand zu den Geschehnissen, zu den Verantwortlichen, zu Unternehmen und Persönlichkeiten bewahren, um aus der Distanz heraus kritisch zu bleiben. Außerdem hat er als Medium, das über Kreisgrenzen hinaus agiert, eine wichtige anwaltschaftliche Kontrollfunktion. Als öffentlich-rechtliche Medienanstalt sind wir den Menschen, nicht den Mächtigen verpflichtet! Unser Job: Objektiv, kritisch, transparent und umfassend berichten – und so, dass es die ganze Region interessiert.“


DIe fIrMA Kampagnen in der Region

! h IC l k C ü l G t h C A M Mut

otion

Das steckt hinter einer Erfolgs-Prom

welche regionale Verraten Sie uns, besonders Kampagne Ihnen men Sie ab! – aufgefallen ist? Stim Erinnern Sie sich? Ausgabe 0, In der HANDELN!ber 2012, Erscheinung Novem gefragt. PC waren Meinungen mpagepage aufrufen, Ka om -H C M , an C ten! oder Tablet-P und zur Tat schrei – n ke ic kl an g un nen-Abstimm Katharina Schmidt, 18 Jahre Freiw. Feuerwehrfrau seit 2007

10 Promotion-Ideen standen zur Abstimmung. 652 Stimmen wurden abgegeben. Das Ergebnis: ein eindeutiges Votum (64 Prozent) für „Macht MUT glücklich?“. Die mehrstufige Kampagne der Feuerwehr Siegen. Herzlichen Glückwunsch!

DIe ZIelSetZuNG: Feuerwehr-Nachwuchs motivieren und damit die Sicherstellung der bestehenden Bedarfspläne gewährleisten. Über emotionale Bilder zum aktiven Mitmachen aufrufen unter dem Motto: überraschen, begeistern, mitnehmen. Im Mittelpunkt stehen positiv besetzte konservative Werte wie Selbstlosigkeit, Verlässlichkeit, Humanität, Teamgeist und ein menschlicher Urinstinkt: glücklich sein! DIe ZIelGruppe: Frauen und Männer und Jugendliche. DIe frAGeStelluNG: MUT – was ist das? Wie kann man MUT darstellen, in all seinen Facetten? Wer ist mutig? Wer ist ein Held? Was sind das für Menschen, die sich freiwillig in ihrer Freizeit für andere einsetzen? Wie sehen Feuerwehrfrauen und -männer eigentlich aus? Was motiviert sie? DIe IDee: „Mutigen“ ein Gesicht, einen Namen geben. Authentische, wahre Geschichten zu realen Personen erzählen. Den Mensch in FW-Einsatzkleidung in seinem Alltag, an seinem Arbeitsplatz zeigen. DIe uMSetZuNG: Am Kampagnenbeginn stand ein mehrteiliger Workshop der Jugendfeuerwehr samt Ideenfindung. Mit psychologischer Begleitung entstand in elf Monaten eine mehrstufige, klassische, vielschichtige Kampagne unter der Fragestellung „Macht MUT glücklich?“ durch hyde.media. Sieben

Wochen Rundum-Präsenz in der Region durch eigene Website, Plakate und Flyer mit QR-Code, Clips an Videowänden, beklebte FW-Fahrzeugen und Einsatzjacken mit WWW-Adresse. Anschließend drei Monate Monitoring. Der 2. Kampagnenteil stellte anschließend fest: „MUT macht glücklich“. DIe AuSSIChteN: 2013 geht’s weiter unter dem Motto: „Dein Ohr – unsere Stimme“. Hierbei rücken die Arbeitgeber in den Fokus, die FWKameraden für ihren ehrenamtlichen Dienst freistellen. DIe reSoNANZ: Unzählige Anrufe, Gespräche, Zuschriften und Klicks auf Homepage, Facebook & Co. mit Inhalten wie: Toll! Ich mach mit! Kapier ich nicht! Wie kann ich helfen? Die Kampagne hat bundesweit positive Aufmerksamkeit erregt und soll auch in anderen Städten umgesetzt werden. ZIel erreICht Einige Nachwuchskräfte konnten bereits rekrutiert werden! Trotzdem gilt – MUT macht glücklich! Besonders als ehrenamtlich Aktiver bei der Feuerwehr! Foto: FW Siegen/hyde.media

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DIe MACher: Feuerwehr Siegen unter Federführung von LdF Matthias Ebertz. Konzept, Strategie, grafische, inhaltliche und organisatorische Umsetzung: hyde.media-Marketinggruppe, Dipl.-Betriebswirt Bastian Schütz & Team. Schirmherr: Bürgermeister Siegen, Steffen Mues.


23 handeln! hANDelN! 0/12 1/13

gut-fuer-dich.spk-siegen.de


DIe fIrMA

Der SteCkBrIef: DIe MACher prIVAt Dr. Bettina Wolf

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Agentur f端r Arbeit Siegen


Ideen. Machen.

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www.conception.cc


erSt DeNkeN, DANN hANDelN

G N I p p o h S e N I oNl 3.0 n stationäre, mobile Konsumenten beurteile räte und Internet-TV-Endge

Durch immer mehr internetfähige Endgeräte verlagert sich der Zugang zum Internet und damit auch zur Online-Warenwelt vom Schreibtisch in nahezu alle Lebensbereiche. Über mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Tablet-PCs, ist ein Zugriff auf das Online-Angebot von überall aus und zu jeder Zeit möglich. Wird der wachsende Anteil internetfähiger TVGeräte (IETVs) dazu führen, dass sich der Convenience-orientierte Online-Shopper zukünftig vermehrt von dem Schreibtischstuhl auf die Couch verlagert? Wie nehmen Konsumenten mobile Endgeräte wirklich an? Zu dieser Thematik initiierte die Universität Siegen, Fachbereich Marketing, eine umfassende empirische Studie. 900 Konsumenten wurden gebeten, drei unterschiedliche Möglichkeiten des Online-Einkaufs, also mobil, stationär und per IETV, zu nutzen und unter den Aspekten Nutzen, Bedienkomfort sowie Unterhaltungswert zu beurteilen. Die Studie ging auch der Frage nach, ob die Teilnehmer zukünftig eine der drei Möglichkeiten für Infos und Einkauf nutzen würden. Bei einer vergleichenden Bewertung der OnlineZugänge zeigt sich, dass der stationäre Zugang in Bezug auf Nutzen, Bedienkomfort sowie beim Unterhaltungswert am besten abschneidet und IETV jeweils am schlechtesten beurteilt wird, wobei der stärkste Differenzierungsgehalt beim Bedienkomfort liegt. Beim Unterhaltungswert sind die Diskrepanzen am geringsten, beim wahrgenommenen Nutzen unterscheiden sich die Online-Zugänge dagegen deutlich. Die Bewertung spiegelt sich in der Intention, einen der Online-Zugänge in Zukunft zur Informationssuche und zum Einkauf nutzen zu wollen, wider: So gaben 93 % der Probanden an, dass sie sehr wahrscheinlich den stationären Online-

Zugang zur Suche nach Informationen nutzen werden. Für den mobilen Zugang bestätigten dies 61 %, für IETV jedoch lediglich 26 % der Teilnehmer. Zum Kauf würden 88 % auch weiterhin PC und Laptop nutzen. Über ein Drittel der Befragten (38 %) konnten es sich vorstellen, über den mobilen Online-Zugang einzukaufen, und lediglich 15 % gaben an, einen Online-Einkauf über ein IETV-Gerät tätigen zu wollen. Bei der Interpretation dieser Aussagen ist zu berücksichtigen, dass mobile Endgeräte und IETVs relativ neue Technologien darstellen und ein Großteil der Befragten nur wenige oder gar keine Erfahrungen damit hat. Da Erfahrung und Gewohnheiten aber wichtig sind zur effektiven Nutzung einer Technologie, ist die zukünftige Akzeptanz neuer Online-Shopping-Technologien vor allem von deren Integration in den Alltag der Konsumenten wichtig. fAZIt: Der gewohnte stationäre Zugang wird von dem Großteil der Konsumenten zwar noch als beste Möglichkeit gesehen, um sich online zu informieren und einzukaufen. Aber auch die anderen Zugänge finden Zuspruch und können von Online-Händlern genutzt werden, um eine ständige OnlineVerfügbarkeit zu ermöglichen. Die Studienerkenntnisse weisen darauf hin, dass Apps und gerätespezifische Anwendungen einfach zu bedienen seien sollten und für die Verwender einen additiven Nutzen bieten müssen.

Text: Dipl.-Kfm. Gerhard Wagner, Univ.-Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein und Dr. Sascha Steinmann – Universität Siegen, Fachbereich Marketing


MArketING-VerStäNDNIS IM MIttelStAND g? r Marketin t man unte h te rs e v s m frAGe: Wa n man eine ng ist, wen ti e rk n a M m : pft, bis a ANtwort e platt klo g n la o s e üß Huhn die F kann. verkaufen te n E es als

Gerade in mittelständischen Unternehmen stehen sich auch heute noch unterschiedliche Verständnisweisen von Marketing gegenüber: In der Wissenschaft dominiert die international gängige Interpretation des Marketing als marktorientierte Unternehmensführung (Philosophieaspekt), wobei insbesondere der Einsatz der vier P’s eine Rolle spielt: Product (Leistungspolitik), Price (Preis- und Konditionenpolitik), Promotion (Kommunikationspolitik) und Place (Distributionspolitik). Neben den Philosophieaspekt tritt somit der Instrumentalbezug. Vor allem die mittelständische Praxis bezeichnet häufig mit Marketing eine Abteilung oder Personalstelle, die sich mit der Kommunikationspolitik des Unternehmens beschäftigt – sprachlich wird Marketing hierbei häufig auf „Werbung“ reduziert. Der englische Begriff Marketing klingt jedoch moderner und hat sich weitgehend durchgesetzt. Sonstige Marketing-Instrumente werden von anderen Abteilungen eingesetzt wie der Konstruktion, der Kalkulation, dem Vertrieb oder dem Service. In der Regel sind nicht sämtliche an Kunden gerichtete Maßnahmen einem Marketing-Leiter unterstellt. Großunternehmen des Konsumgüterbereichs haben häufig den Verkauf und Vertrieb und das Marketing als gleichrangige Abteilungen organisiert.

fAZIt: Marketing ist keine Spezialabteilung, sondern eine Geisteshaltung (Philosophie). Text: Prof. Dr. Hermann Freter

ttenberg Ihr Büroversorger

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Außer dem unternehmerischen Marketing, gibt es auch Clubs, in denen Marketing im Fokus steht: Die Marketing-Clubs, die es deutschlandweit gibt. Ein Marketing-Club spricht Menschen an, die sich beruflich mit Marketing beschäftigen. Das sind aber nicht nur Personen, an deren Bürotür Marketing steht. Die Vorgänger der Marketing-Clubs waren übrigens VerkaufsleiterClubs, später Marketing- und Verkaufsleiter-Clubs.

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Damit stehen sich mehrere Interpretationen gegenüber: 1. Die Geschäftsführung betreibt Marketing im Sinne einer marktorientierten Unternehmensführung. 2. Der Vertriebsleiter macht Marketing, wenn ihm weitere MarketingInstrumente zugeordnet sind. Ansonsten deckt er nur einen Teilbereich der Marketing-Instrumente ab (Funktionsspezialist). 3. Es gibt neben der Vertriebs- auch eine Marketing-Abteilung. Der Einsatz der Marketing-Instrumente verteilt sich auf zwei Abteilungen. 4. Die Werbeabteilung oder -stelle wird als Marketing bezeichnet (Funktionsspezialist).


erst Denken, DAnn hAnDeln

G N I t e k r A M e r h A j 50 Im Wirtschaftswunder nach dem Krieg war bei Engpässen auf den Märkten die Zeit für ein Umdenken reif: Allenthalben wurde die Forderung nach einer Ablösung des produktions- und vertriebsorientierten Denkens durch eine nach angelsächsischem Vorbild geprägte Marketingphilosophie laut. Die Devise „Mehr Mut zum Marketing“ fand in der Unternehmenspraxis und im Gefolge auch in der Wissenschaft breite Resonanz.

Prof. Dr. Dr. h. c. ffert mult. Heribert Me

Der „deutsche Marketing-Papst“ und frühere Direktor des Instituts für Marketing der Universität Münster gilt als Pionier und Koryphäe der Wissenschaft von Kunden, Markt und Absatz. An ihm kommt, seit er 1969 das erste Marketing-Institut an einer deutschen Hochschule gründete, kein Marketing-Student vorbei. Seine beeindruckende Karriere in Zahlen: 51 Jahre Hochschullaufbahn, mehr als 400 Veröffentlichungen, über 225.000 verkaufte Exemplare seines Klassikers „Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung“, auch einfach „die Marketing-Bibel“ genannt.

INfo: Heute existieren 65 regionale Marketing-Clubs mit mehr als 14.000 Mitgliedern und über 140 MarketingLehrstühle an deutschsprachigen Hochschulen. Der gegenwärtige Stand der Marketingdisziplin ist das Ergebnis

Stark vereinfacht lassen sich im „Zeitraffer“ die zentralen Entwicklungtendenzen des Marketings als marktorientierte Managementkonzeption im deutschsprachigen Bereich wie folgt darstellen: - In den 60er jAhreN stand vor dem Hintergrund des Übergangs vom Verkäufer- zum Käufermarkt vor allem in Markenartikelunternehmen des Konsumgüterbereichs die Gestaltung der vier „P`s“ des Marketingmix als operative Beeinflussungstechnik im Mittelpunkt. - In den 70er jAhreN lenkte die wachsende Nachfragemacht des Handels als „Gatekeeper“ im Absatzkanal das Interesse verstärkt auf das vertikale Marketing. - In den 80er jAhreN führten stagnierende und schrumpfende Märkte in Verbindung mit zunehmendem Verdrängungswettbewerb zur Entwicklung des strategischen Marketings. Im Mittelpunkt standen dabei das Management von Wettbewerbsvorteilen durch Qualitäts- und/oder Kostenführerschaft. Angesichts der Internationalisierung und Globalisierung des Wettbewerbs wurde dabei auch das internationale Marketing weiterentwickelt. - In den 90er jAhreN führten Phasen wirtschaftlicher Stagnation bei gut informierten Konsumenten mit individuelleren Bedürfnissen zu einer verstärkten Beziehungsorientierung des Marketings. Mit dem Konzept des „Relationship-Marketings“ wurde die Langfristigkeit der Kundenorientierung und deren Erfolgswirkung betont. - In den ersten Jahrzehnten der jAhrtAuSeNDweNDe setzte sich diese Entwicklung mit dem Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien fort. Vor allem die rasche Verbreitung des Internets brachte neue Formen des interaktiven Dialog- und Onlinemarketings in Netzwerken und virtuellen Kooperationen mit sich. Im Verlaufe dieser Entwicklung ist die Marketingdisziplin von kurzlebigen Modewellen, wie etwa Lean-, Öko-Marketing, und von gesellschaftlicher Kritik nicht verschont geblieben. Zwar hat die Marketingwissenschaft, vor allem die Marketingforschung, beachtliche Beiträge zur Weiterentwicklung geleistet, sieht sich jedoch seit geraumer Zeit bei wachsender Spezialisierung und Fragmentierung mit dem Vorwurf einer mangelnden Anwendungsorientierung konfrontiert. In der Unternehmenspraxis steht das Marketing zunehmend vor der Aufgabe, seinen Führungsanspruch zu begründen und durchzusetzen. Die Fortschreitung der „Erfolgsgeschichte des Marketings“ erfordert eine Rückbesinnung auf das erfolgreiche Zusammenspiel von Kundenorientierung durch Kreativität, Kalkül und Kooperation. Es gilt die Devise: „Schaffung und Nachweis des Mehrwerts für den Kunden, das Unternehmen und die Gesellschaft durch Marketing.“

eines Wandels, der maßgeblich von den Veränderungen in den Märkten geprägt wurde.

Text: Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Heribert Meffert


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Innovatives FOMForschungsprojekt Die aktuellen Entwicklungen im Marketing, wie etwa Corporate Social Reponsibility (CSR) oder Social Media, stehen oftmals im Gegensatz zu den klassischen und seit Jahren gelehrten MarketingStandards, z. B. zu den bewährten Marketing-Instrumenten wie den vier „P‘s“. Im Sinne einer marktorientierten Lehre versteht es sich allerdings von selbst, Studierende so auszubilden, dass die vermittelten Kenntnisse den Anforderungen der Praxis entsprechen. Um diesem Ziel gerecht zu werden, führt Prof. Dr. Julia Naskrent, MarketingProfessorin an der FOM Siegen, derzeit ein 18-monatiges Forschungsprojekt durch, welches von der BCW-Stiftung in Essen gefördert wird. Ziel hierbei ist es herauszuarbeiten, welches Spektrum an Tätigkeiten es im Bereich Marketing und Vertrieb gibt und welche spezifischen Anforderungen an die unterschiedlichen Marketing-Berufsbilder gestellt werden. In einem ersten Schritt wurden knapp 1.000 Stellenausschreibungen aus dem Bereich Marketing der Stellenbörse monster.de analysiert. Hierbei zeigte sich unter anderem, dass die Revolution der neuen Medien und Technologien neue Anforderungen an Absolventen stellt. Technisches MarketingKnow-how ist wesentlich stärker gefragt als zum Beispiel Kenntnisse im Bereich der „strategischen Markenführung“.

Made in Germany neuartige Mono-Klemme

In einem nächsten Schritt führte Prof. Dr. Julia Naskrent Experteninterviews mit Kooperationspartner der FOM Siegen wie etwa Rittal GmbH & Co. KG, SMS Siemag AG, Heinrich Georg GmbH, Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen und anderen mehr durch. Gemeinsam mit den Führungskräften wurden die verschiedenen Tätigkeiten im Bereich Marketing und Vertrieb zu übergeordneten Berufsbildern zusammengefasst. In einem dritten Schritt wurde in einem Workshop mit HR-Spezialisten in Köln erörtert, welche Fachkompetenzen für welche Berufsbilder relevant sind. Darauf aufbauend wird die Professorin in den kommenden Monaten mehrere quantitative Befragungen durchführen.

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Kontakt: m.de julia.naskrent@fo

Text: FOM – Hochschule für Oekonomie & Management

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All dies ermöglicht es, inhaltlichen und didaktischen Verbesserungsbedarf hinsichtlich einer praxisrelevanten Gestaltung des Marketing-Unterrichts abzuleiten, der Impulse für ein innovatives FOM-Lehrkonzept im Marketing liefern soll.

pfiffiges Dokumentenfach

...Ringbücher, Mappen, Hefter, Ausweishüllen uvm.


Aufgespiesst!

lIeBe leSerIN, lIeBer leSer,

Entscheidet das Wir? Sind wir for you vor Ort? Legen wir gescheiterte Models an den Pool, um den neuen LED-Screen zu Bestpreisen zu verkaufen? Mannomann, es reißt nicht ab. Ob SPD, Schlecker oder Reddingsbums – die Peinlichkeiten und Entgleisungen in der Werbung haben wieder Hochkonjunktur. Witzigerweise sind dies alles keine Versehen, sondern üblicherweise hochbezahlte Strategie- und Konzeptleistungen, mit denen sich Werbetreibende und Agenturen gerne brüsten w ü r d e n . We n n es denn nicht so unsagbar peinlich wäre und der Shitstorm (Danke, Social Media!) dem Efficiency Aw a r d n o c h

zuvor kommt. Dies führt dann schon mal dazu, dass sich so mancher Firmensprecher bei einer öffentlichen Stellungnahme um Kopf und Kragen redet: „Das N iveau unserer Kampagne wurde dem unserer Zielgruppen angepasst.“ Bravo! Sexistisch, geizig, dumm, laut und simpel – so sehen wohl einige Werber die Zielgruppen. Zumindest lassen das die Kampagnen vermuten. Hm, da will ich doch lieber keine Zielgruppe sein. Shit, ich habe mir neulich bei Redcoon ein HDMI-Kabel bestellt. Hängt das damit zusammen, dass ich Gina-Lisa GUT finde? Oder damit, dass Google Gina-Lisa gut FINDET und ich wiederrum Google GUT finde?

Werbestrategien sind viel lustiger. Und danach halte ich zukünftig noch mehr Ausschau. Übrigens sehe ich bewusst davon ab, regionale Unternehmen unter die Lupe zu nehmen. Die brauchen wir schließlich noch für die Anzeigenschaltung in diesem Magazin! Ihr Erwin (Spießer Alfons sein Cousin)

Das ist dann wohl auch das Dilemma: Idiotische Werbung wirkt. ’Keep it simple and stupid‘ wirkt. ’Geiz ist doch nicht blöd‘ wirkt. Ich schreibe ja hier sogar darüber. F...! Ok, bei den besonders dämlichen Konzepten wird das Naserümpfen der Abendland-untergeh-Beschreier wohl einkalkuliert. Das verdirbt mir natürlich etwas den Spaß. Deshalb: Pleiten, Pech und Pannen bei ernstgemeinten

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hiermit eröffne ich feierlich eine neue Rubrik im Magazin „Handeln!“: Aufgespießt. Hier widme ich mich Peinlichkeiten und Entgleisungen in der Werbung. Direkt vorab an alle Schweinchen Schlaus: Ich weiß, dass Werbung kein Marketing ist. Trotzdem machen wir das jetzt hier. Und noch etwas: Das Folgende ist rein subjektiv und deshalb ist jede Kritik zwecklos. Los geht’s.


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