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Gästemagazin Park Igls

Heilende Kräuter REZEPTE FÜR DIE HAUSAPOTHEKE

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FASZIEN Alles über unser größtes Sinnesorgan

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DARMKREBS So gibt man der Krankheit keine Chance

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GESUNDE FETTE Warum sie viel besser sind als ihr Ruf

Sommer 1/2017

Park Zeit


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Einfach Faszi(e)nierend

Unser größtes Sinnesorgan

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 agegen ist ein D Kraut gewachsen

Rezepte für die Hausapotheke

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Wild

auf Wandern

Das große Comeback

Hypnoakupunktur Eine sinnvolle Symbiose

Umbau im Park Igls

Noch mehr Komfort

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Kleine Fluchten Sommer-Kurzprogramm

Morgens wie ein Kaiser

Kommentar von Dr. Peter Gartner

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EndoskopieVorsorge

Der Krankheit keine Chance geben

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The Mayr way to better golf

By Minty Clinch

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Fett

Viel besser als sein Ruf

Eine Gebrauchsanweisung für das Leben

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Lieber Gast!

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ür die prestigeträchtigen britischen Spa Guides von Condé Nast Traveller und Tatler gehört das Park Igls auch dieses Jahr zum elitären Kreis der besten Spa-Hotels weltweit. Bereits zum fünften Mal in Folge! Neben der hervorragenden medizinischen Diagnostik, die Ihnen als Gast im Rahmen Ihrer Mayr-Kuren und Therapiemodule zuteil wird, heben die Autoren vor allem das Ambiente und die Atmosphäre bei uns hervor. Sie bezeichnen unser Haus als »The Most Comforting Medi-Clinic in Austria«, die behaglichste Privatklink in Österreich. Besonders freut mich, dass diese Bezeichnung neben der führenden medizinischen Kompetenz und der ausgezeichneten Infrastruktur auch die große Bedeutung der sozialen Kompetenz unseres hoch spezialisierten Ärzte- und Therapeutenteams hervorstreicht! Gerade wenn es um Gesundheit geht, sind diese Faktoren extrem wichtig. Mit dieser Sommer-Ausgabe unserer ParkZeit präsentieren wir Ihnen wieder viel Wissenswertes aus unserem Haus und der Modernen Mayr-Medizin. Ich wünsche Ihnen eine spannende wie kurzweilige Lektüre! Ihre Mag. Andrea Gnägi

Raus aus der Komfortzone

Unser Angebot im Überblick

Inhalt & Editorial 

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Einfach Faszi(e)nierend! Sie umhüllen Muskeln, Knochen und Organe, geben Schutz und Form und ziehen sich von Kopf bis Fuß: Faszien sind die »Stoßdämpfer des Körpers« – und wurden in ihrer Bedeutung für Gesundheit und Fitness viel zu lange unterschätzt. Doch das ändert sich gerade grundlegend: Inzwischen bezeichnen viele Mediziner, Therapeuten und Forscher das Fasziengewebe bereits als »größtes Sinnesorgan des Menschen« und empfehlen ein regelmäßiges Training sowie eine basenreiche Ernährung, die vor Elastizitätsverlust durch Übersäuerung schützt.

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eschälte Orange oder ungekochte Weißwurst? Entscheiden Sie selbst, welches Bild Ihnen lieber ist, um sich die Funktionsweise der menschlichen Faszien zu verdeutlichen. Dr. Robert Schleip, Lehrbeauftragter an der Universität Ulm und weltweit einer der führenden Faszienforscher, hat sich für die Weißwurst entschieden und vergleicht die Faszien mit der Wursthaut. Löst man sie ab, zerläuft das Innere. Andere Experten ziehen lieber die Orange heran und sehen in den Faszien die dünne, netzartige Haut, die das Fruchtfleisch schützt. Egal, welche Vorstellung Ihnen lieber ist: Fest steht jedenfalls, dass unser gesamter Körper von elastischem Bindegewebe – den sogenannten Faszien – durchzogen ist. Sie sind zwischen 0,3 und 3 Millimeter dick und bestehen aus Kollagenfasern, Wasser und Fibroblastenzellen. Ihre Hauptaufgabe ist es, sämtliche Organe, Muskeln, Knochen, Gelenke und Nerven zu umschließen und miteinander zu verbinden. Lange Zeit betrachtete man die Faszien als relativ nutzloses und uninteressantes »Hüllgewebe«. Mittlerweile weiß man aber, dass sich in den Faszien über 80% der freien Nervenenden und Schmerzrezeptoren befinden – viel mehr als in jedem Muskel. Verkleben oder verhärten die Faszien, sind Beschwerden also vorpro-

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grammiert. »Regelmäßiges Training, z.  B. mit einer Faszienrolle oder durch gezielte dynamische Bewegungen, ist daher wichtig«, erklärt Alexander Ataii. Der Physiotherapeut im Park Igls leitet regelmäßig die im Tagesprogramm ausgeschriebenen Faszientrainingseinheiten und verweist auch aus eigener Erfahrung darauf, dass sich Fehlhaltungen, Bewegungsmangel und Stress eben nicht nur auf die Muskulatur, sondern auch auf die Faszien auswirken können. Eine Erkenntnis, die inzwischen auch in der klassischen Schulmedizin angekommen ist und dort zum langsamen, aber stetigen Paradigmenwechsel führt. Glaubte man früher noch an ein starkes, wieder »einrenkbares« Knochengerüst, setzt man heute eher auf das sehr viel komplexere und dynamische Modell vom »Geflecht der Gesundheit« und dem »inneren Gleiten«.

Über 80% der freien Nervenenden und Schmerzrezeptoren befinden sich in den Faszien.


Faszientraining Drei Übungen von unserem Physiotherapeuten Alexander Ataii Am besten, Sie integrieren diese drei simplen Übungen in den Alltag und führen sie einfach zwischendurch aus – in kurzen Büropausen oder abends auch mal vor dem Fernseher. Jeweils 3 Sätze à 20 Wiederholungen wären perfekt!

Federn, hüpfen und springen Sie entspannt auf einem weichen Untergrund. Das funktioniert am besten auf unseren Kybun-Matten im Fitnessraum. Sie können zuhause aber auch eine Gymnastikmatte oder eine Decke als Unterlage wählen. Ob hoch und runter, von links nach rechts oder der »Hampelmann« aus der Kindheit: Ihrer Fantasie sind bei dieser Übung keine Grenzen gesetzt. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie immer weich und federnd landen.

Für diese Übung brauchen Sie eine Faszienrolle, die es um wenig Geld im Sportgeschäft gibt. Positionieren Sie die Rolle an der Wand und lehnen Sie sich mit dem gesamten Gewicht dagegen. Fangen Sie dann an, die Rolle durch leichtes Kniebeugen und wieder Strecken hoch und runter zu bewegen. Wechseln Sie mehrmals die Position der Rolle, so dass der gesamte Rücken trainiert wird.

Zum Schluss noch eine Übung ohne Rolle zur Kräftigung der Gesäßmuskulatur, die durchs viele Sitzen häufig zu schwach ausgebildet ist: Stellen Sie sich hin und öffnen Sie die Beine dabei hüftbreit. Rumpf leicht vorbeugen und die Hände zum Abstützen über den Knien aufsetzen. Dann das Gewicht jeweils auf eine Seite verlagern und das Bein der anderen Seite durchstrecken. Hin- und herwechseln.

Faszien 

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Auch wenn die Krankheitsbilder der Faszien erst im Ansatz erforscht sind, scheint bereits jetzt klar zu sein, dass sie wohl für einen Großteil der »unerklärbaren Rückenschmerzen« verantwortlich sind. Eine bahnbrechende Erkenntnis, denn immerhin gelten heute noch immer 80   % aller Kreuzleiden als medizinisch »unerklärbar«! Der Faszienforscher Dr. Robert Schleip spricht in diesem Zusammenhang gerne vom »Dominoeffekt des Körpers« und verweist darauf, dass eine Verletzung am Knie beispielsweise auch Jahre später noch Auslöser von Schulterschmerzen sein kann. Es sei »wie mit einem elastischen, hautengen Trikot: Ein Zupfer unten ist oben noch spürbar.«

Nahrungsbedingte Übersäuerung des Körpers schadet den Faszien extrem.

WER SICH NICHT BEWEGT, VERKLEBT – WER FALSCH ISST, TUT ES AUCH Zu den Hauptauslösern von Faszienverklebungen gehören neben sportlicher Über- und Unterforderung auch Stress, OP-Narben, Bestrahlungen, zu lange eingegipste Knochen – und eine falsche Ernährung. Vor allem eine nahrungsbedingte Übersäuerung des Körpers schadet den Faszien extrem. Der Grund dafür: Wegen ihres hohen Flüssigkeitsanteils haben die Faszien einen besonders intensiven Kontakt zu den anfallenden Säuren in der extrazellulären Flüssigkeit. Übersäuertes Bindegewebe verhärtet und beeinträchtigt dadurch die Muskelaktivität sowie den Blut- und Lymphfluss. Außerdem reizt die Säure das empfindliche Gewebe und die Nervenenden, so dass es zu Entzündungen und undefinierbaren Schmerzen im ganzen Körper kommen kann. Eine basenreiche Ernährung, wie sie die Moderne Mayr-Cuisine im Park Igls anbietet, kann hier sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch wirken.  

6  Faszien


Faszien – die inneren Werte zählen Der gesamte menschliche Körper ist durchzogen von elastischem Bindegewebe, den Faszien. Verkleben sie, können Schmerzen entstehen, die unbehandelt chronisch werden können.

RÜCKEN

SCHULTER

NACKEN

Besonders die Lendenfaszie steht im Verdacht, unerklärbare Rückenschmerzen auszulösen.

Wer viel am Schreibtisch sitzt, riskiert Verklebungen und Schmerzen der Nacken- und Schulterfaszien.

Die Ursache für Schmerzen sind häufig gar nicht die Muskeln, sondern verdicktes und verklebtes Fasziengewebe.

DARM

KOPF

Den Darm durchzieht ein beeindruckendes Fasziennetz. Forschungen weisen darauf hin, dass Störungen auch am Reizdarmsyndrom beteiligt sein können.

Drei Bindegewebsschichten mit dementsprechend vielen Nervenenden und Rezeptoren machen die Hirnhaut ganz besonders sensibel für Schmerzen.

HÜFTE

HERZ

Das größte Gelenk im Körper ist von einem besonders komplexen Bindegewebsgeflecht umhüllt.

Übermäßige Vermehrung von Herz-Bindegewebe blockiert die Dehnbarkeit des Muskels und kann zu Herzschwäche führen.

ACHILLESSEHNE Verklebungen in diesem Bereich weisen auf eine Überlastung oder Fehlstellung im Fußbereich hin.

FERSE Das Volksleiden Fersensporn resultiert aus einer Entzündung der Plantarfaszie.

HAND Rheumatoide Arthritis der Fingergelenke resultiert häufig aus einer Faszienerkrankung in diesem Bereich.

Faszien 

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G

Dagegen ist ein

Kraut gewachsen

Ob Beifuß, Birke oder Brennnessel: Viele Kräuter, Wildpflanzen und selbst Blätter von Bäumen verfügen über ganz erstaunliche Heilwirkungen – und stehen uns im Frühling und Sommer in beinah unbegrenzten Mengen zur Verfügung. Beste Gelegenheit also, sich für zuhause eine kleine »Hausapotheke aus der Natur« anzulegen. Alexandra Federa, Kräuterpädagogin im Park Igls, verrät uns ihre Favoriten.

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Gesunde Kräuter

anz vorsichtig zupft Alexandra Federa die zarten Blüten des Gänseblümchens von seinem Stiel und legt sie sorgfältig in ein Glas. »Schon erstaunlich, wie viele unterschiedliche Inhaltsstoffe darin enthalten sind: Bitter- und Mineralstoffe, Vitamine, Gerbstoffe und natürlich auch das Blattgrün Chlorophyll, das vitalisierend und antioxidativ wirkt«, erklärt uns die 41-Jährige. Seit 2015 ist die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester auch als Kräuterpädagogin tätig und begleitet die Gäste des Park Igls auf Kräuterwanderungen in der Umgebung. Das Interesse an solchen Wanderungen, die zumeist eine Stunde dauern und direkt vor der Hoteltür anfangen und enden, wachse ständig, sagt Alexandra. Immer mehr Menschen würden das seit Jahrhunderten überlieferte Wissen über die heilende Kraft aus der Natur gerade für sich wiederentdecken und in den Alltag integrieren.

SO GRÜN UND SO GESUND Aus den gesammelten Pflanzen, die Alexandra auf ihren Touren sammelt oder die sie im Garten anpflanzt, stellt sie Tees, Öle, Tinkturen, Kräutersalze und Salben für den Hausgebrauch her oder als Geschenke. Einige Rezepturen sind so komplex und aufwendig, dass man sie besser dem Profi überlässt. Andere hingegen sind leicht nachzumachen und daher auch für Ungeübte kein Problem. So wie beispielsweise die ebenso köstliche wie gesunde Gänseblümchen-Butter aus den gesammelten Blüten: Gänseblümchenblütenblätter vorsichtig abzupfen, mit weicher Butter vermischen und auf eine Scheibe frisches Bauernbrot schmieren, fertig! Neugierig geworden? Dann haben wir hier noch drei weitere Rezeptideen aus Alexandras »Kräuterapotheke« zum Einreiben, Einnehmen – oder einfach nur zum Genießen …


Ringelblume

Brennnessel Die Brennnessel enthält viele Flavonoide sowie Vitamine, Eisen, Kalium und Kalzium. Sie wirkt entwässernd, stoffwechselanregend und blutreinigend – perfekt also fürs Frühjahr! Keine Angst: Sobald die Blätter erst mal im heißen Wasser liegen, vergeht ihre juckende und hautreizende Wirkung sofort. BRENNNESSEL-SPINAT 1 Zwiebel in Öl anschwitzen, mit ½ Glas Gemüsebrühe ablöschen und 500 g Brennnesselblätter dazugeben. 10 Min. zugedeckt köcheln lassen, ab und zu umrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Rahm verfeinern. Tipp: Die blanchierten Brennnesselblätter können Sie auch mit Knödelmasse vermengen und daraus delikate Brennnesselknödel zaubern.

Ringelblumen enthalten viele ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide und Carotinoide. Sie wirken abschwellend, antibakteriell, reinigend, wundheilend und erwärmend – perfekt also, um aus der hübschen Pflanze, die problemlos in jedem Garten wächst, ein universelles Körperöl herzustellen, das bei rissiger Haut ebenso wirksam ist wie bei kleinen Wunden oder bei einer wohltuenden Massage.

Löwenzahn Löwenzahn ist ein wahres Wunderkraut, das die Verdauung reguliert, ausleitend wirkt, Leber und Galle reinigt, die Entgiftung unterstützt und bei Rheuma hilft. Außerdem ist der Löwenzahn das perfekte AllroundStärkungsmittel. Er enthält viele Bitterstoffe, Vitamin A, C, E sowie Magnesium, Kalium, Kalzium und Eisen.

LÖWENZAHN-TINKTUR Jungen Löwenzahn mit der Wurzel ausgraben und gut reinigen. Die frischen Blätter als Salat verwenden (enthalten neunmal so viel Vitamin C wie Kopfsalat!). Die Wurzel in kleine Stücke schneiden und in ein Glas mit Schraubverschluss geben. Den Löwenzahn mit Alkohol aus der Apotheke – im Verhältnis 1 zu 2 – übergießen und etwa 4 Wochen ziehen lassen. Abseihen. Dreimal täglich 20 Tropfen von der Tinktur einnehmen – hilft bei Rheuma und stärkt den Körper.

RINGELBLUMEN-ÖL Die Blütenblätter der Ringelblume abzupfen und im Verhältnis 1 zu 3 mit einem nativen Oliven- oder Mandelöl übergießen. Gefäß gut verschließen und 4 bis 5 Wochen ziehen lassen. Abseihen (funktioniert sehr gut mit einem Kaffeefilter). Öl in einer dunklen Flasche aufbewahren.

Gesunde Kräuter 

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Wild auf

Wandern!

Von »des Müllers Lust« zur angesagten Trendsportart: Wandern feiert sein Comeback – und mobilisiert die Massen. Rund 60 % der Deutschen schnüren laut einer aktuellen Studie bereits regelmäßig den Rucksack und die Trekkingschuhe. Tendenz weiter steigend! Warum Wandern wirkt und wie man es am besten »angeht«, haben wir mit unserer Sportwissenschaftlerin Teresa Wiedemayr besprochen.

»

Je schneller sich die Welt dreht, desto mehr sehnen wir uns nach Langsamkeit«, davon ist Teresa Wiedemayr überzeugt. Deshalb wundert es die gebürtige Osttirolerin, die seit 2014 im Park Igls als Trainingstherapeutin und Wanderführerin tätig ist, auch gar nicht, dass das Interesse an ihren geführten Sonntagswanderungen in unserer schnelllebigen Zeit immer größer wird. »Da hat sich in den letzten Jahren einiges verändert, das

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bemerke ich nicht nur hier auf meinen Park-IglsTouren, sondern auch wenn ich mit Freunden oder der Familie unterwegs bin: Wandern hat inzwischen alle sozialen Schichten und Altersgruppen erreicht und wird auch immer professioneller betrieben.« Ein Eindruck, der mit den aktuellsten Ergebnissen einer Studie der Deutschen Sporthochschule Köln übereinstimmt: Demnach ist der deutsche Durchschnittswanderer 42 Jahre jung, zumeist allerbestens ausgerüstet und gleich mehr-


mals im Monat auf Schusters Rappen unterwegs. Wer da immer noch glaubt, Wandern sei nur etwas für Rentnergruppen oder Schulausflügler, ist also auf dem Holzweg. Wie sehr sich das Wanderer-Image verändert hat, zeigt aber auch ein Blick auf die Bücher-Bestseller-Listen der letzten Jahre: Ob »Du musst wandern« von Manuel Andrack, »Berlin – Moskau: Eine Reise zu Fuß« von Wolfgang Büscher, »Ich bin dann mal weg« von Hape Kerkeling oder »Glücklich durch Gehen« aus der Feder des Lanser Schriftstellers und Kolumnisten Alois Schöpf (mehr Infos im Kasten) – Wanderliteratur ist zum Auflagengaranten geworden.

lässt sich auf mentaler Ebene nicht nur der innere Schweinehund in die Knie zwingen. Es baut auch Stress ab, beugt Burn-out vor, fördert die Produktion von Glückshormonen und kann chronische Müdigkeit sowie depressive Stimmungen vertreiben. Risiken und Nebenwirkungen? Ein Muskelkater, wenn man’s am Anfang übertreibt, oder ein paar Blasen, wenn das Schuhwerk nicht passt. Scheint so, als sei Wandern neben Lachen und gesunder Ernährung wohl die beste Medizin …

Buch : tipp

Regelmäßiges Wandern beugt beispielsweise Diabetes, Rheuma, Arthrose, Venenerkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht sowie HerzKreislauf-Krankheiten vor.

WER WANDERT, MACHT FORTSCHRITTE Doch Wandern ist nicht nur Ausdruck eines nach Entschleunigung suchenden Zeitgeists – es ist auch gesund! So beugt regelmäßiges Wandern beispielsweise Diabetes, Rheuma, Arthrose, Venenerkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten vor. Außerdem stellt es ein ebenso sanftes wie wirkungsvolles Ausdauertraining dar, das beim Einsatz von Stöcken nahezu alle Muskelgruppen anspricht und zusätzlich das Immunsystem stärkt. Plus: Wandern ist ein stiller Kalorienkiller! Rund 400 Kalorien werden beim mäßigen bis strammen Bergwandern pro Stunde verbrannt – mehr als beim Fahrradfahren und beinah ebenso viele wie beim Joggen. »Dabei ist Wandern jedoch sehr viel schonender für die Gelenke und selbst für Ungeübte und Wiedereinsteiger, die nach jahrelanger sportlicher Abstinenz wieder aktiv werden wollen, geeignet. Das beobachte ich auch häufig bei unseren Gästen hier im Park Igls. Wenn sie die Wanderlust erst einmal gepackt hat, dann bleiben sie zumeist auch dran und sind froh, ein neues, gesundes Hobby gefunden zu haben«, erklärt Teresa Wiedemayr. Doch mit regelmäßigem Wandern

Glücklich durch Gehen ÜBER DIE HEILKRAFT DES BERGWANDERNS Vom bekennenden Nicht-Geher zum passionierten Bergfex: In seinem Buch schreibt der bekannte Tiroler Kolumnist und Schriftsteller Alois Schöpf über die kleinen Wunder und großen Effekte des Bergwanderns. Unser medizinischer Leiter Dr. Peter Gartner fungierte als Experte und Berater in allen gesundheitlichen Belangen rund ums Wandern. Das Buch ist auch bei uns im Shop erhältlich. Glücklich durch Gehen Über die Heilkraft des Bergwanderns Limbus Verlag, ISBN: 978 3 902534 64 4

Wandern 

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Teresas

Lieblingstouren Schon Wanderpläne für Ihren nächsten Aufenthalt im Park Igls? Unsere Wanderführerin hat vier Vorschläge.

Gletscherblick Start- und Endpunkt: Park Igls Länge: 5 km Auf- und Abstieg: 80 m Dauer: 1 h 15 min Schwierigkeitsgrad: einfach

Über den Kurpark Igls wandert man auf dem Gletscherblickweg Richtung Patsch – eine einfache Tour, ohne große Steigungen, die beliebig ausgedehnt werden kann.

Durchs Moor zum Lanser See Start- und Endpunkt: Park Igls Länge: 4,5 km Auf- und Abstieg: 70 m Dauer: 1 h Schwierigkeitsgrad: einfach

Direkt vom Gesundheitszentrum aus gelangt man über das Viller Moor mit schönem Bergpanorama zum Lanser See. Wer dann noch nicht genug hat, kann weiter auf den Lanser Kopf wandern (ca. 100 Höhenmeter zusätzlich).

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Die Dörferrunde Start- und Endpunkt: Park Igls Länge: 13 km Auf- und Abstieg: 290 m Dauer: 3 h Schwierigkeitsgrad: fortgeschritten

Über den Gletscherblickweg Richtung Patsch ins Naturschutzgebiet Rosengarten, von dort über den Ullwald nach Sistrans und über die Sistranser Felder nach Lans. Am Lanser See vorbei und weiter über das Lanser und Viller Moor zurück zum Park Igls.

Auf dem Zirbenweg Startpunkt: Park Igls Endpunkt: Tulfeinalm Länge: 7 km Auf- und Abstieg: 300 m (davon 200 m Abstieg) Dauer: 2 h 30 min Schwierigkeitsgrad: fortgeschritten

Mit der Patscherkofel-Bahn hinauf zur Bergstation (die Bahn ist zu Fuß vom Hotel aus in 10 min zu erreichen). Von dort führt der gut beschilderte und ausgesprochen panoramareiche Zirbenweg oberhalb der Baumgrenze zur Tulfeinalm. Talwärts geht’s dann mit der Glungezerbahn. Zurück nach Igls fährt der Linienbus.

Wandern 

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Hypnoakupunktur Eine sinnvolle Symbiose Die Kombination von medizinischer Hypnose und Akupunktur ergibt eine völlig neue Therapieform mit ganz erstaunlichen Behandlungserfolgen – vor allem dann, wenn eine nachhaltige Lebensstiländerung gewünscht wird. Im Park Igls wird die Hypnoakupunktur von Dr. med. Peter Gartner durchgeführt.

14  Angebot


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ins plus eins macht zwei – was für die Mathematik gilt, scheint für die Hypnoakupunktur außer Kraft gesetzt. »Denn bei der Hypnoakupunktur addieren sich die beiden Komponenten nicht nur, sondern sie scheinen sich auch noch zu multiplizieren«, erklärt Dr. Peter Gartner, der über die entsprechende Diplom-Zusatzausbildung verfügt. Seit Anfang 2017 bietet der medizinische Leiter die revolutionäre Therapieform nun auch im Park Igls an. Doch worum handelt es sich dabei genau? »Während die Akupunktur den körperlichen Zugang wählt und die Selbstheilungskräfte über die Stimulation bestimmter Punkte anregt, setzt die medizinische Hypnose auf den kontrollierten Zugang zum Unbewussten des Patienten und ruft dort positive Veränderungen hervor. Mit der Hypnoakupunktur gelingt es, die beiden Ansätze miteinander zu verbinden und die Ergebnisse zu verstärken. Am besten, Sie stellen sich die Hypnoakupunktur wie eine neue Brücke über einen Fluss vor. Bis sie erbaut wurde, hat jeder auf seiner Uferseite allein vor sich hingewerkelt. Danach findet plötzlich ein Austausch statt – beide Seiten fangen an sich zu unterstützen«, erklärt Dr. Peter Gartner. Eingesetzt wird die Hypnoakupunktur vor allem dann, wenn sich der Lebensstil des Patienten nachhaltig ändern soll: »Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion sind hier wichtige Indikationen. Wir erzielen aber auch beeindruckende Ergebnisse, wenn es darum geht, Phobien und Ängste zu bekämpfen. Auch bei Tinnitus, Reizdarm oder therapieresistenten Schmerzen kann die Hypnoakupunktur helfen.« Das Besondere daran: »Meist reichen schon zwei Behandlungen à 60 Minuten, um Verhaltensmuster grundlegend zu verändern oder Beschwerdeauslöser zu eliminieren«, so Dr. Gartner. Bleibt noch die Frage, was es dabei mit dem Trancezustand in der Hypnose auf sich hat. Die meisten von uns kennen die Bilder willenloser und ferngesteuerter Probanden aus diversen TV-Shows – und fühlen sich beim bloßen Gedanken daran schon äußerst unbehaglich. »Seriöse medizinische Hypnose hat mit solch einer Effekthascherei nichts zu tun. Vielmehr geht es darum, den Patienten in einen nach innen gerichteten Aufmerksamkeitszustand zu versetzen. Ein absoluter Kontrollverlust ist damit zu keinem Zeitpunkt verbunden. Die Trance in der medizinischen Hypnose vermittelt eher das Gefühl tiefer Entspannung und angenehmer Müdigkeit. Dabei bleibt der Patient aber stets Herr

seiner Sinne und seines eigenen freien Willens«, so Dr. Peter Gartner, der auch gleich noch ein ebenso einfaches wie beeindruckendes Experiment für zuhause empfiehlt: »Legen Sie sich abends ganz entspannt ins Bett und versuchen Sie sich darauf zu konzentrieren, am nächsten Morgen ganz ohne Wecker zu einer bestimmten Uhrzeit auf die Minute genau aufzuwachen. In mehr als 90  % aller Fälle wird es Ihnen gelingen – und das dank Selbsthypnose.«

Es geht darum, den Patienten in einen nach innen gerichteten Aufmerksamkeitszustand zu versetzen

Hypnoakupunktur im Park Igls Die Hypnoakupunktur ist als Einzelleistung buchbar und eignet sich vor allem zur: ∞∞ Raucherentwöhnung ∞∞ Gewichtsreduktion ∞∞ Behandlung von Angststörungen und Phobien, therapieresistenten Schmerzen ∞∞ Tinnitus ∞∞ Schlafstörungen ∞∞ Reizmagen und Reizdarm

Die einstündige Behandlung kostet € 248.

Angebot 

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Noch mehr Komfort im Park Igls

16 Umbau


Die Lobby im Eingangsbereich unseres Hotels haben wir einem sanften Facelifting unterzogen. Auch das Entrée zur medizinischen Abteilung und die medizinische Rezeption im Park Igls wurden rundum erneuert. Die Restaurants erstrahlen in neuem Glanz und sind mit einem neuen Design- & Lichtkonzept ausgestattet. Der offene und gemütliche Charakter dieser lichtdurchfluteten Bereiche – mit dem herrlichen Blick hinaus ins Grüne – blieb erhalten. Umbau 

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Kleine Fluchten aus dem Alltag Einfach einmal ein paar sommerfrische Tage lang abschalten. Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen lassen. Die klare Luft in den Tiroler Bergen atmen und sich im Park Igls bestens umsorgt fühlen: Mit unserem »Sommer-Kurzprogramm« wenden wir uns an all jene Gäste, denen für einen ausgiebigen Aufenthalt gerade die Zeit fehlt. Aber nicht nur: Denn so ein »Short Stay« zwischendurch eignet sich auch perfekt als Auffrischungskur oder um unser Haus im Park erst einmal kennenzulernen. 18 

Short Stay


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ür vier Tage ins Gesundheitszentrum Igls, lohnt sich das überhaupt? Diese Frage wird Dr. med. Peter Gartner, medizinischer Leiter des Hauses, häufig gestellt. Seine Antwort fällt eindeutig aus: »Einen intensiven Regenerationseffekt und eine nachhaltige Lebensstiländerung kann man nach so kurzer Zeit nicht erwarten. Die vier Tage reichen aber aus, um fernab vom Alltagsstress und dem gewohnten Umfeld auszuspannen und neue Impulse zu bekommen. Von einem Ortsund Klimawechsel profitiert der Mensch auf allen Ebenen: Probleme und Sorgen erscheinen plötzlich ganz weit weg, die neue Umgebung hebt die Stimmung und die angenehmen Temperaturen in den Bergen lassen uns nachts besser schlafen und animieren tagsüber zu sportlichen Aktivitäten.«

Vier Tage reichen aber aus, um fernab vom Alltagsstress und dem gewohnten Umfeld auszuspannen und neue Impulse zu bekommen.

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SommerKurzprogramm 1. Juni bis 30. September 2017

∞∞ Grundpauschale, bestehend aus täglichem Kneippen, Moderner Mayr-Cuisine nach individuellem Diätplan, Mineralwasser, Kräutertee und Basenbrühe, Bewegungstrainings, aktiven und passiven Anti-Stressübungen, Lebensstilmanagement und mentalem Coaching in der Gruppe, Vorträgen sowie freier Benutzung von Schwimmbad, Sauna und Panorama-Fitnessraum ∞∞ Erstuntersuchung – ganzheitlicher Gesundheitscheck (30 Min.)

Darüber hinaus ist so ein Kurzaufenthalt auch ideal, um das Gelernte vom letzten Besuch im Park Igls wieder aufzufrischen. »Das ist vor allem dann wichtig, wenn ein Gast, der schon einmal länger bei uns war, bemerkt, dass er wieder in seine alten und ungesunden Essgewohnheiten zurückfällt. Ein paar Tage Moderne Mayr-Cuisine können da wie eine erneute Initialzündung wirken«, so Dr. Gartner, der mit dem Sommer-Kurzprogramm auch noch eine andere Klientel im Visier hat: »Die vier Tage sind ideal für neue Gäste, die unser Haus bislang noch nicht kennen und die sich nicht sicher sind, ob ein längerer Aufenthalt tatsächlich für sie geeignet ist. Während der kurzen Auszeit hier bei uns im Haus haben sie Gelegenheit, sämtliche Bereiche kennenzulernen und alle Fragen zu stellen, die ihnen wichtig sind.« Kurz, aber oho: Es scheint also, es könnten selbst vier Tage im Park Igls viel bewegen!

∞∞ Abschlussuntersuchung (30 Min.) ∞∞ 1 Vollmassage (50 Min.) ∞∞ Vier therapeutische Leistungen – bitte wählen Sie aus: 1 Teilmassage (25 Min.) 1 Personal Training (25 Min.) 1 Ganzkörper-Peeling 1 Wärmepackung (Moor oder Heublume) 1 pflegende Ganzkörper-Cleopatrapackung 1 pflegende Körperpackung 1 Dauerbrause 1 Stoffwechsel-Entgiftungsbad 1 Leberwickel mit Bienenwachs

€ 805 p ro Person für 4 Tage, Preis exklusive

Hotelzimmer (ab € 148 pro Person und Tag im Doppelzimmer)

Short Stay 

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Morgens wie ein Kaiser Das Buch eines englischen Biochemikers sorgt für Aufregung, stellt es doch einen altgedienten Grundsatz der Ernährungsmedizin in Frage: Die heilige Kuh der Diätologen, unser tägliches Frühstück, soll wesentlich weniger gesund sein als bisher angenommen. Im Gegenteil, die morgendliche Nahrungsaufnahme führe zu allerlei Erkrankungen, von Diabetes über Arteriosklerose bis zum Herzinfarkt. Anders ausgedrückt: »Frühstück ist das neue Rauchen.« Eine kritische Analyse von Dr. Peter Gartner.

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KOMMENTAR VON DR. PETER GARTNER

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Morgens wie ein Kaiser

eit Jahrhunderten – nein, seit Jahrtausenden sammelt sich kollektives Wissen um die Gesundheit der Spezies Mensch in Sprichwörtern und Sinnsprüchen. Empfehlungen wie »Den Kopf halt' kühl, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm!« kennen wir seit Generationen. »Das Abendessen überlasse deinen Feinden!« hingegen findet man bereits im Huangdi Neijing, einem chinesischen Medizinbuch aus dem Jahr 2700 vor unserer Zeitrechnung. Auch in Russland kennt man das Gebot: »Das Frühstück behalte für dich, das Mittagessen teile mit einem Freund, das Abendessen überlasse einem Feind!« Auch die zeitgenössische Ernährungswissenschaft kennt zahlrei-

che Gründe dafür, dem Frühstück gegenüber anderen Mahlzeiten des Tages den Vorzug zu geben. Der englische Biochemiker Terence Kealey stellt nun in seinem neuesten Buch »Breakfast is a Dangerous Meal« die These auf, von allen Mahlzeiten des Tages sei das Frühstück die mit Abstand ungesündeste, ja gefährlichste. Anlass hierfür waren Blutzuckermessungen, die der Autor – selbst Diabetiker – regelmäßig an sich durchführte. Und siehe da: Nach dem Frühstück stieg der Blutzuckerspiegel in astronomische Höhen. Aufbauend auf dieser einzelnen Feststellung entwickelt Kealey nun – in wissenschaftlich zumindest abenteuerlicher Weise – nicht nur seine AntiFrühstücks-Theorie, er erklärt auch sämtliche bisher erschienenen Studien zum Thema Frühstück als Gefälligkeitsarbeiten im Auftrag der (Frühstücks-) Lebensmittelindustrie. Hier daher nochmals die Fakten: Ein Diabetiker stellt fest, dass sein Blutzuckerspiegel nach Einnahme des Frühstücks ansteigt – welch große Überraschung. Nicht minder überraschend die Erkenntnis, dass dieser Effekt ohne Frühstücksverzehr ausbleibt – welch wissenschaftliche Höchstleistung! Was stimmt nun? Soll man das Frühstück völlig aus dem täglichen Leben verbannen? Oder ist es doch besser, auf das Abendessen zu verzichten – eine Empfehlung der Modernen Mayr-Medizin, die zuletzt auch von den meisten Gesundheits- und Anti-AgingExperten vertreten wurde? Die Antwort liefert die genaue Betrachtung des akuraten Wechselspiels zwischen drei biochemischen Substanzen, die unser Leben maßgeblich beeinflussen: Zucker, Insulin und Wachstumshormon. Ein leicht erniedrigter Blutzuckerund damit Insulinspiegel löst im Körper einen stillen Alarm aus: Alles wird auf Überleben geschaltet, altes und damit belastendes Zellmaterial wird eliminiert, die Hirnanhangdrüse schüttet Wachs-


»

Das Frühstück behalte für dich, das Mittagessen teile mit einem Freund, das Abendessen überlasse einem Feind.« RUSSISCHE WEISHEIT

tumshormone aus. Hierdurch wird das Heranreifen junger Zellen stimuliert, deren Wachstum gesichert und eine Neubelebung des Organismus eingeleitet. Mit anderen Worten: Regelmäßige Fastenperioden wirken verjüngend; im Tierexperiment erwiesen sich übrigens 14 Stunden täglich als ausreichend. Nun könnte man, frei nach Terence Kealey, behaupten, es sei doch wohl egal, welche Mahlzeit ausgelassen wird, Hauptsache 14 Stunden Fasten! Das stimmt leider nicht, Mr. Kealey: Unsere Hirnanhangdrüse ist lediglich zwischen Mitternacht und 2 Uhr früh bereit, Wachstumshormone zu bilden. Ein Verzicht auf das Frühstück kann daher zwar zu einem Absterben alter Zellen führen, das Neuwachstum und die Verjüngung hingegen bleiben aus. Einzig das Weglassen der Abendmahlzeit führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Wachstumshormonen und damit zu echtem Anti-Aging – leider.

Was bedeutet das nun in der Praxis? Ganz einfach:

1.

Dinner-Cancelling, wann immer es ohne dramatische Entzugsqualen möglich ist! Zwei- bis dreimal pro Woche sollten ausreichen.

2.

Wenn – aus welchen Gründen auch immer – ein umfangreicheres Abendessen unausweichlich ist, streicht man am besten das darauffolgende Frühstück! Als Engländer müsste es Professor Kealey eigentlich wissen: »Breakfast« bedeutet »Fastenbrechen«. Gefrühstückt darf daher nur werden, wenn davor (mindestens 14 Stunden) gefastet wurde – kein Fastenbrechen ohne Fasten! Oder: Wenn Frühstücken das neue Rauchen sein soll, dann ist Abendessen wohl das neue Kiffen!

Morgens wie ein Kaiser 

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EndoskopieVorsorge Der Krankheit keine Chance geben Darmkrebs ist in Europa die zweithäufigste Krebserkrankung, Reflux gilt als Volkskrankheit und der Helicobacter-Keim ist (mit-)verantwortlich für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Mittels Endoskopie kann man diesen Erkrankungen vorbeugen bzw. sie frühzeitig behandeln.

22 Interview


ENDOSKOPIE (von griechisch: endo – innen und skopein – sehen, betrachten) heißt wörtlich »in das Innere sehen«. In der Medizin versteht man darunter die Betrachtung von Körperhöhlen und Hohlorganen mit Hilfe eines schlauchförmigen optischen Gerätes (Endoskop).

I

m Mittelpunkt unseres Gesprächs mit Ass.-Prof. Dr. Franz Aigner, Chirurg sowie Konsiliararzt im Park Igls, und Chefarzt Dr. Peter Gartner steht die Endoskopie, mit deren Hilfe der Verdauungstrakt von oben mittels Gastroskopie und von unten mittels Koloskopie erkundet werden kann. Einfach, schmerzlos und für jeden gesundheitsbewussten Menschen unabdingbar zur Vorsorge. Die beiden Mediziner geben auch Tipps zur Prophylaxe von Speiseröhren-, Magen- und Darmerkrankungen. Etwas schlägt sich auf den Magen, verursacht Bauchweh oder ein Rumoren im Gedärm. »Der Volksmund weiß um den Zusammenhang zwischen Verdauung und psychovegetativem System, die sich gegenseitig beeinflussen.« Gleich zu Beginn des Gesprächs betont Prof. Aigner die Bedeutung der Darmgesundheit für das gesamte körperliche Wohlbefinden.

Erkrankungen im Dickdarm Prof. Dr. Aigner: Nach Brustkrebs bei der Frau und Prostatakarzinom beim Mann ist der Dickdarmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung beider Geschlechter. Die gute Nachricht: Zu 95   % entsteht er aus gutartigen erkennbaren Vorstufen, den Polypen, wobei eine Form dieser Polypen, die Adenome, zur Bösartigkeit neigen. Dr. Gartner: Polypen verursachen meist keine Symptome, der Patient merkt also nichts. Deshalb ist die Koloskopie ab einem bestimmten Alter umso wichtiger.

man gehört zu einer Risikogruppe. Gab es etwa in der Blutsverwandtschaft einen Fall von Darmkrebs, dann sollte diese Erstuntersuchung noch vor dem Alter erfolgen, in dem bei diesem Familienmitglied Darmkrebs diagnostiziert wurde. Bei einer entzündlichen Darmerkrankung wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn ist spätestens zehn Jahre nach Auftreten der ersten Symptome eine eventuelle bösartige Entwicklung abzuklären, mit Folgeuntersuchungen alle fünf bis sieben Jahre. Bei Adenomen rate ich alle drei Jahre zur Folgeuntersuchung, bei anderen Polypen sowie positiver Familienanamnese alle fünf Jahre. Polypen wachsen sehr langsam, sie sind auch für den Endoskopiker erst rund drei Jahre nach Entstehung erkennbar. Gartner: Bei der Darmkrebs-Vorsorge bestimmen viele unterschiedliche Faktoren die weitere Vorgangsweise. Deshalb schätze ich die Zusammenarbeit mit Professor Aigner so sehr. Erst nach Auswertung des histologischen Befunds empfiehlt er, für den Patienten klar nachvollziehbar, den Zeitpunkt weiterer Kontrollen. Wichtig ist auch das umfassende Vorgespräch, bei dem sowohl Anamnese als auch Aufklärung über medizinische und finanzielle Details erfolgt. Nicht vergessen sollte man die Vorbereitung für die Koloskopie, die aus Sicht der Patienten oft die unangenehmste Begleiterscheinung darstellt.

»Polypen verursachen meist keine Symptome. Deshalb ist die Koloskopie ab einem bestimmten Alter umso wichtiger.« Dr. Gartner

Aigner: Mit einer Koloskopie stelle ich fest, ob Polypen vorhanden sind, und eine Gewebsprobe klärt ihre Beschaffenheit ab. Der sogenannte Haemoccult-Test®, der Bestandteil von Gesundenuntersuchungen ist, zeigt, ob im Stuhl Blut vorkommt. Das kann aber auch der Fall sein, wenn der Patient einige Tage vor Abgabe der Stuhlprobe Eisentabletten eingenommen oder rohes Fleisch gegessen hat. Klarheit schafft nur die Koloskopie, d.   h. die Untersuchung des Darms.

Häufigkeit der Koloskopie Aigner: Man kann sagen, dass ab dem 50. Lebensjahr eine erste Untersuchung ratsam wäre, außer

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»Darmkrebspatienten haben dank der Früherkennung eine viel bessere Überlebensrate mit guter Lebensqualität.» Prof. Dr. Aigner

Aigner: Durch das Trinken des speziellen Abführmittels wird der Darm richtig sauber und damit für die Untersuchung optimal vorbereitet.

fung beseitigt. Für die Hygiene und Pflege sollte WC-Papier weitestgehend vermieden werden, ratsam sind Bidets oder Waschungen.

Gartner: Bei Gästen, die bei uns die Mayr-Kur machen, reduziert sich die Menge des Getränkes, denn ihr Darm ist ohnehin schon relativ sauber.

Aigner: Von Operationen in frühen Stadien rate ich wegen des langwierigen Heilungsprozesses ab. Ich sage meinen Patienten: Nehmen Sie sich Zeit für den Stuhlgang und die Zeitung mit aufs WC, denn nur bei Entspannung kommt die Darmtätigkeit in Gang. Ein- bis zweimal pro Woche ein Sitzbad sowie Regelmäßigkeit beim Stuhlgang tragen ebenfalls zur Linderung von Beschwerden bei.

Vorbeugung von Darmkrebs und Polypen Gartner: Man weiß, dass die genetische Information der Darmbakterien das Wachstum von Polypen anregt. Aber die Ursachen von Polypen und Darmkrebs sind noch nicht vollständig geklärt. Kalorienreiche und ballaststoffarme Ernährung in Kombination mit Alkohol, Nikotin und Übergewicht zählen zu den etablierten Risikofaktoren, die die Entstehung von Darmerkrankungen fördern. Aigner: Die Lebensgewohnheiten in den westlichen Industrienationen, dazu gehören Ernährung, Stress, mangelnde Bewegung, begünstigen das Entstehen von Darmkrebs. Die Anzahl der Neuerkrankungen ging übrigens in Österreich in den vergangenen zehn Jahren um rund 25  %, die Sterberate sogar um mindestens 35   % zurück. Darmkrebspatienten haben dank der Früherkennung eine viel bessere Überlebensrate mit guter Lebensqualität. Trotzdem ist die Zahl der Fälle immer noch zu hoch.

Mastdarm und Hämorrhoiden Gartner: Hämorrhoiden, die aber selten mit bedrohlichen Symptomen verbunden sind, hat im Schnitt fast jeder zweite Patient, der zu uns kommt. Zu den von mir empfohlenen konservativen Therapien zählt an erster Stelle die Druckreduktion im Bauchraum, die mit ballaststoffreicher und kalorienarmer Ernährung einhergeht und Stuhlverstop-

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Erkrankungen des Dünndarms Aigner: Im Dünndarm entstehen Intoleranzen, also Lebensmittelunverträglichkeiten. Da der Darm keine Schmerzrezeptoren im Inneren besitzt, treten Schmerzen erst bei Reizung des außerhalb des Darms liegenden Bauchfells auf. So können Komplikationen nach Operationen oder durch Verletzungen schmerzhafte Bauchfellentzündungen hervorrufen, und diese betreffen dann den Dünndarm von außen. Karzinome sowie Lymphome oder neuroendokrine Tumore (NET) sind selten, Adenome ebenfalls. Sogenannte juvenile Polypen, die Schmerzen und Blutungen verursachen, gehören auch zu den seltenen Erkrankungen.

»Kalorienreiche und ballaststoffarme Ernährung in Kombination mit Alkohol, Nikotin und Übergewicht zählen zu den Risikofaktoren» Prof. Dr. Aigner


Kurz erklärt DARM-MIKROBIOM Mit Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die sich auf der Hautoberfläche, im Mund oder eben auch im Darm ansiedeln können. Mikrobiome sind Teil intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen und noch keineswegs umfassend erforscht. »Was die Wissenschaft diesbezüglich in den nächsten 20 Jahren an die Oberfläche bringen wird, ist für uns von großem Interesse«, so Dr. Peter Gartner. Schon jetzt weiß man, dass allein im Darm rund zwei Kilogramm Mikrobiome – Millionen Arten, Billionen Einzelorganismen – über Gesundheit und Wohlbefinden entscheiden. Gartner weiter: »Alle Bakterien bestehen ja aus einer genetischen Information. Da wir diese nicht kennen, sind uns die Ursachen von Erkrankungen wie etwa Darmkrebs noch nicht gänzlich erschlossen.«

↑ DIE KOLOSKOPIE ist ein schmerzfreier Eingriff, der in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde dauert.

Reflux – eine Volkskrankheit Gartner: Schätzungsweise jeder dritte oder vierte unserer Patienten schildert eine Art von Reflux. Aigner: Bei Reflux, früher als Sodbrennen (eines der Symptome) bezeichnet, handelt es sich um eine Volkskrankheit, die vor allem durch fettreiches Essen verursacht wird. Jeder Mensch hat einen Magen-Speiseröhren-Reflux, allerdings sorgt beim Gesunden die Bewegung der Speiseröhre dafür, dass der Speisebrei aus dem Magen wieder dorthin zurückfließt. Bewegt sich die Speiseröhre mangelhaft oder wird zu viel Speisebrei vom Magen heraufgedrückt, dann kommt es zu Beschwerden bzw. zur Refluxerkrankung.

DÜNNDARM In diesem mehrere Meter langen Darmstück, das sich durch enorme Elastizität auszeichnet, befindet sich die Nahrung sozusagen »außerhalb des Körpers«, wie es Dr. Gartner formuliert. Erst die Stoffe, Nährstoffe ebenso wie Schädliches, die durch die Dünndarmschleimhaut eindringen, gelangen in den Blutkreislauf. »Der Dünndarm ernährt uns«, erklärt Prof. Aigner die Funktion dieses Darmbestandteils. Rund 70 % jener Zellen, die für unser Immunsystem verantwortlich sind, befinden sich im Darm, vorwiegend im Dünndarm. Immer wieder taucht die Bezeichnung »Black Box« in Zusammenhang mit dem Dünndarm auf, können doch aufgrund seiner Länge nur rund 40 bis 50 cm von oben und unten mittels Gastroskopie bzw. Koloskopie routinemäßig sichtbar gemacht werden.

Beschwerde oder Erkrankung? Aigner: Von einer Erkrankung spricht man, wenn die Magensäure die Speiseröhrenschleimhaut angreift. Dementsprechend gilt die Behandlung dem Reduzieren der Magensäure. Beschwerden ohne fassbaren endoskopischen Befund sollte man auf jeden Fall weiter abklären: Es kann sich um Menschen mit besonderer Sensibilität der Speiseröhre handeln. Die Schmerzen können aber auch vom Herzen ausgehen. Gartner: Beschwerden behandeln wir vorzugsweise ohne Medikamente. Die Umstellung der Ernährung auf Basis der Mayr-Medizin reduziert

DICKDARM Dem ausgewerteten Speisebrei aus dem Dünndarm wird hier noch das Wasser entzogen. Der Dickdarm verfügt über eine noch dünnere Schleimhaut als der Dünndarm. Im Dickdarm entstehen jene Polypen (Adenome), die zu 95 % für Darmkrebs verantwortlich sind. Die letzten rund 30 cm des Dickdarms heißen Mastdarm. Anschließend folgt der Analkanal bis zum After. Die Erweiterung des bei jedem Menschen zum Feinverschluss des Afters bestehenden Hämorrhoidalplexus wird als Hömorrhoiden bezeichnet. Übrigens: das Darminnere hat keine Schmerzrezeptoren, deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen so wichtig.

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»Menschen mit Reflux sollten drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen nichts essen und trinken.» Prof. Dr. Aigner

den Druck im Bauchraum. Meist treten RefluxBeschwerden im Liegen auf, was logisch ist, da dabei der untere Teil der Speiseröhre höher liegt als der obere. Oft hilft auch schon ein zweites Kissen oder das Höherstellen des Lattenrosts im Kopfbereich. Aigner: Menschen mit diesen Beschwerden sollten drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen nichts essen und trinken. Die Reduzierung der Magensäure mit Medikamenten ändert zwar am Refluxmechanismus nichts, aber das Aufstoßen ist nicht mehr sauer und schont so die Speiseröhre. Das Verschwinden der Beschwerden erreiche ich nur mit einer Änderung der Lebensweise.

»Lebensstilverbesserung ist wichtiger Bestandteil von Prophylaxe, Beschwerdelinderung und Heilung.» Dr. Gartner

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Helicobacter pylori Aigner: Dabei handelt es sich um einen häufig im Magen vorkommenden Keim, der unter dem Schleim, aber außerhalb der Schleimhaut des Magens lebt. Helicobacter verursacht Geschwüre, das sind Verletzungen in der Schleimhaut, aus denen sogar Perforationen, also Löcher durch die gesamte Wand, werden können. Interessant ist, dass Helicobacter nur im Magen vorkommt, und doch war er bereits vor seiner Entdeckung der Hauptverursacher von Zwölffingerdarmgeschwüren. Des Rätsels Lösung sind wahrscheinlich Magenschleimhautinseln im Zwölffingerdarm. Gartner: Noch bevor ein Geschwür auftritt, kann man Helicobacter erkennen. Den einzig sicheren Befund erhalte ich durch die Gastroskopie mit Gewebsentnahme. Weder Atemtest noch Bluttest eignen sich zur sicheren Abklärung. Aigner: Die (schmerzlose) Gastroskopie gehört bei beschwerdefreien Menschen ohne Familienanamnese nicht zur Routine-Vorsorge. Bei gastritisartigen Beschwerden wie häufiger Übelkeit, Aufstoßen oder Schmerzen empfiehlt sich die medizinische Abklärung, die auf jeden Fall mittels Gastroskopie erfolgen sollte. Der Atemtest eignet sich vor allem


zum Nachweis des Behandlungserfolgs. Entgegen der gängigen Praxis empfehle ich, ihn erst zwei bis drei Monate nach der Behandlung durchzuführen, um sicherzugehen, dass die Keime nicht nur unterdrückt, sondern wirklich eliminiert sind.

Behandlung und Prophylaxe von Helicobacter Aigner: Zur Behandlung empfiehlt sich eine medikamentöse Kombinationstherapie mit einer Heilungsrate von 70–80%, da eine Reinfektion nach erfolgreicher Elimination des Keimes als äußerst selten gilt. Dementsprechend sind HelicobacterErkrankungen bei uns deutlich rückläufig. Gartner: Wir wissen nicht, ob es einen Zusammenhang zwischen Helicobacter und Ernährung gibt. Aigner: Sicher ist aber, dass das Risiko mit dem Lebensalter steigt. Wir wissen auch, dass Alkohol und vor allem Nikotin die Säurebildung und damit die Zerstörung der Magenschleimhaut stark stimulieren. Und Helicobacter-Erkrankungen haben auch mit mangelnder Mundhygiene zu tun.

Fazit Gartner: Wir haben den Verdauungstrakt von unten nach oben durchleuchtet. Und kommen immer wieder zum gleichen Schluss. Abgesehen von Risikofaktoren wie Familienanamnese oder äußeren Einwirkungen ist eine Lebensstilverbesserung wesentlicher Bestandteil von Prophylaxe, Beschwerdelinderung und Heilung. Die gesunde Ernährung – ballaststoffreich, kalorienarm, nichts schwer Verdauliches vor dem Zubettgehen, möglichst drei bis vier Stunden davor keine Nahrungsaufnahme – ist ebenso wichtig wie die pflegliche Behandlung des Kauapparats. Bewegung im aeroben Bereich – Stichwort »der gesunde Spaziergang« – und ein vernünftiges Stressmanagement – u. a. sich Zeit lassen für Stuhlgang, um Verstopfung zu vermeiden – gehören ebenso zu den Veränderungen im Alltag, die der Gesundheit Gutes tun.

Ass.-Prof. Dr. Franz Aigner Dr. Aigner war von 1982 bis 2013 stationsführender Oberarzt an der Universitätsklinik für Chirurgie in Innsbruck, Abteilung für Allgemeine und Transplantationschirurgie. Ab 1985 leitete er auch die Ambulanz für Chirurgische Endoskopie (diagnostischer und therapeutischer Bereich). 1990 führte er die minimal invasive Chirurgie an der Universitätsklinik Innsbruck ein, die damit zum Vorreiter in Österreich wurde. Prof. Aigner gründete 1996 die Arbeitsgruppe für Adipositaschirurgie (operative Behandlung des krankhaften Übergewichtes), die er bis 2013 leitete. An der Universitätsklinik für Chirurgie ist er seit Ende 2013 im Ruhestand und betreibt seither seine Ordination in Innsbruck mit Belegbetten im Sanatorium Kettenbrücke für Endoskopien und Operationen.

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The Mayr way to better golf By Minty Clinch

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hanks to Tiger Woods, professional golf is no longer a game where heavyweights routinely win major championships. In his magic spell between 1997, when he ran away with his first Masters title at Augusta, and 2008, when he won his last US Open, the American re-wrote the rules for physical fitness on the course and moderation off it. In the millennium years, when billionaire entrepreneur, J. P. McManus, regularly invited top players to enjoy hospitality in his native Ireland before the British Open Championship in July, Tiger would come face to face with his rivals as they returned from the pub during his morning run along the shore. While they slept, he'd join his host in his helicopter, playing three or four links courses a day. Small wonder he was a winner. Fifteen years later, his fitness routines are standard practice at the top of the game. And, as champions are role models for lesser mortals, at the bottom which is where I am. Tiger would certainly approve of the Park Igls, a luxury kur cocoon with sophisticated health procedures, a golf programme and no alcohol licence. Hang on a minute before you write it off. Getting lighter, healthier and fitter is never a quick fix: you have to make a habit of it. Many Europeans take an annual week's kur (cure), then incorporate what they've learned into their daily lives. Provided they have the dedication, they may also play better golf. With this in mind, I check into the Health Retreat Park Igls, a resort village above Innsbruck. Sparkling white inside and out, with spacious rooms and suites overlooking impressive Alps, it is

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dedicated to detox as prescribed by Franz Xaver Mayr, an early 20th century Austrian proselytiser whose doctrines sprung from his belief that 'the gut is the root system of the human body'. A century later, Dr Peter Gartner has taken up the torch as the Park Igls prepares to celebrate 25 years in the Mayr business in 2018. 'Not obese', he pronounces with a wide smile as he measures height, weight and bmi (body mass index) during my first check up. As obesity begins at 30, 29.4 is a close call so I'm not surprised to find myself on a level four food combining diet when I join my fellow guests in the dining room.

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Getting lighter, healthier and fitter is never a quick fix: you have to make a habit of it.« MINTY CLINCH

On the Mayr scale, level zero is fasting and level seven the most lavish so this sounds relatively generous, but my pumpkin soup comes in a tiny china bowl, with a spoon so shallow that it takes ten minutes to finish it. As it should because the first lesson according to Mayr is eat super slow. Next up, two crispbreads and a ball of trout pate, which I conscientiously chew to pulp before swallowing. The theory that the gut likes this pre-digestive technique

because it leaves it with less work to do certainly passes the logic test. As this phantom feast must be consumed by 7pm, it's a long time till breakfast. After a walk up to the viewing point in the recreation park, I virtuously pick a glass from a row labelled bitterwasser and watch television in my room. Most guests are German, Swiss or Austrian but growing British interest over the last three years is reflected in a variety of English-language channels. The bitterwasser, diluted with hot water and drunk half an hour before breakfast as instructed, is a cataclysmic purgative from the Epsom Salts school. Anticipate a couple of hours of speedy exits as it rampages cleansingly through the guts. For most, the morning is a time for pampering, but don't book the Terra-vit full body wrap, a treatment that requires head to foot incarceration in wet bandages for an hour and a half, until the salts have had time to accomplish detoxification via liver and gall bladder. A body massage is a much safer starting point: therapists and masseurs are accustomed to pauses for urgent need so it's not embarassing to ask and exit fast. The core of the Park Igls agenda is the basic seven day programme, with three medical assessments, daily Kneipp treatments (body part baths at contrasting temperatures), a diet plan, use of swimming pool, sauna and panoramic gym, plus a wide selection of group activities and lectures (with simultaneous English translation). In a single day, I had the choice of aqua aerobics, Nordic Walking, gymnastics for the feet and skills training – tips on how to overcome my lack of will power. And golf, of course. In line with my mission, I zoned in on the 50 minute introductory session, its emphasis on perfecting the short game on the well prepared putting green next to the chef's herb and vegetable gardens. Hanni Gartner, therapist and athletic 15 handicapper, displayed commendable patience and enthusiasm as she


demonstrated chipping basics to me and my four fellow students. She may not have been optimistic about what she saw, but my chipping has been unsually accurate since I returned home. The following day, we tried to up our levels with her Pre-Shot preparation for a proper golf swing, something I've never managed to achieve. She also introduced routines using therabands (colour-coded resistance strips as used in physiotherapy) and large rubber balls to strengthen swing planes and improve balance. Those who want to spend more time on their game can sign up for a dedicated golf add-on to the basic package. Golf@Mayr, available between June and September, includes three green fees at neighbouring Rinn and Lans courses, body massages and a beeswax liver compress. Med Golf takes a more physical perspective, with golf-specific functional analysis and coordination training, pre shot exercise modules and lessons with a pro. The Park Igls is promoting two and three night Girls-Only Golf weekends between June and October, with packages that

cover green fees, body massage and a therapeutic treatment of choice. Experienced players often book a final Friday tee time at Achensee, the oldest course in the Tyrol dating back to 1934. Despite being surrounded by mountains, it is very walkable, with lush fairways winding along the valleys. Best avert your eyes from the 19th hole, a clubhouse loved by the members for its excellent food. As far as the Park Igls guests are concerned, this is the no chance saloon: your minder will have you back in the minibus long before you can say 'Ein grosses Bier, bitte', let alone 'Wiener Schnitzel mit Pommes (chips)'. Park Igls’ extensive portfolio has male and female health check weeks. Individual services range from physical therapies and pampering treatments to diagnostic heart and cancer screening. Supplementary activities (extra charges apply) include an Innsbruck city tour, a visit to the Riedel crystal factory, Modern Mayr cookery courses on site and evening outings to the Tyrolean State Theatre – Oliver was the production during my week.

Book whatever takes your fancy – but don't miss lunch. This is the main meal of the day, a showcase for the considerable talents of Markus Sorg, The 31-year-old head chef who learned his trade during his teens as an apprentice in his grandmother's Tyrolean restaurant in Innsbruck. His tasty take on food combining may mean rare sliced duck breast or grilled char accompanied by assorted minature vegetables. The results are mouthwatering, but portions disappoint. Gratifyingly, my final medical check revealed a weight loss of 2.10 kilos. So lucky I'd never dared ask for more.

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Book whatever takes your fancy – but don't miss lunch.« MINTY CLINCH

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Fett Viel besser als sein Ruf

Liefern unter anderem wertvolle Vitamine, Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren: Avocado, Nüsse, Samen und Lachs.

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Gesunde Fette


Fette schützen die Adern, halten die Zellen elastisch, sind an der Produktion wichtiger Hormone beteiligt, stellen eine wichtige Energiequelle dar und sind dafür verantwortlich, dass die Vitamine A, D, E, K sowie Carotin überhaupt erst verwertet werden können. Fett ist überlebensnotwendig – und gesund. Vorausgesetzt, man setzt auf die richtigen Sorten und die perfekte Dosierung. Damit auch Sie künftig Ihr gesundes Fett abbekommen, haben wir die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

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ett ist nicht gleich Fett – und das, obwohl es immer gleich aufgebaut ist: »Fett = Glycerin + Fettsäure«, lautet die einfache Formel, die es allerdings in sich hat. Das liegt an den Fettsäuren, unterschiedlich langen Molekülketten, die überwiegend aus Kohlenstoffatomen bestehen. Ungesättigte Fettsäuren werden durch die Anzahl ihrer Kohlenstoffatome sowie Zahl und Position der Doppelbindungen in ihrer Struktur charakterisiert. Gesättigte Fettsäuren unterscheiden sich durch die Anzahl ihrer Kohlenstoffatome, weisen aber keine Doppelbindungen auf. Sie kommen in besonders hohen Konzentrationen beispielsweise in Fleisch, Wurst, Speck, fettreichem Käse oder Sahne vor. Gesättigte Fettsäuren gelten als problematisch, da sie sich nicht nur als gut sichtbare Fettspeicher auf den Hüften ablegen, sondern auch den Gehalt an schädlichem LDL-Cholesterin im Blut erhöhen. Die Folgen sind verstopfte Adern, Arteriosklerose und damit verbunden ein stark erhöhtes Herzinfarktund Schlaganfallrisiko. Außerdem entzündet sich das Fettgewebe, was weitreichende Folgen – vom metabolischen Syndrom bis hin zur Leberzirrhose – haben kann. Trotzdem ist gesättigtes Fett aber nicht automatisch auch schlechtes Fett. Nicht die gesättigten Das Nervensystem braucht es Fettsäuren sind das nämlich dringend als Botenstoff. Problem, sondern die Nicht die gesättigten Fettsäuren sind also das Problem, sondern zu großen Mengen. die zu großen Mengen! Als Richtlinie wird empfohlen, höchstens 10  % der täglichen Kalorienzufuhr, das entspricht etwa 1/3 des täglich verzehrten Fetts, in Form von gesättigten Fettsäuren zu sich zu nehmen. Bei einem durchschnittlichen Gesamtenergiebedarf von 2.400 kcal pro Tag wären das etwa 27  g. Die verbleibenden 53 g Fett sind dann in Form ungesättigter Fettsäuren erlaubt,

so wie sie z. B. vielfach in pflanzlichen Ölen vorkommen.

GESÄTTIGT ODER UNGESÄTTIGT? EINFACH ODER MEHRFACH? Ungesättigte Fettsäuren kann der Körper hingegen sehr viel leichter verarbeiten und verdauen. Wichtige – und gesunde – Lieferanten von einfach ungesättigten Fettsäuren sind u.  a. Oliven- und Rapsöl, Nüsse und Mandeln. Sie halten die Zellmembranen elastisch und sind außerdem für den Stoffwechsel von großer Bedeutung. Und: Einfach ungesättigte Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel. Aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vom Körper nicht selbst gebildet werden, sondern stets über die Nahrung aufgenommen werden müssen, bildet der Körper u.  a. hormonähnliche Regulatorstoffe, die viele wichtige Aufgaben im Stoffwechsel übernehmen. Abhängig von ihrem chemischen Aufbau unterscheidet man zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Besonders effektive Omega-3-Fettsäuren sind zum Beispiel in Lachs, Thunfisch, Makrele oder Hering sowie in Raps-, Walnuss- und Leinöl enthalten. Sie senken den Triglyceridspiegel im Blut, schützen vor Arteriosklerose und wirken bei Rheuma entzündungshemmend. Die bedingt guten Omega-6-Fettsäuren, die ebenfalls dazu beitragen können, den Cholesterinspiegel zu senken, findet man in höheren

Ungesättigte Fettsäuren kann der Körper sehr viel leichter verarbeiten.

Gesunde Fette 

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Wichtig ist, auf das richtige Verhältnis zwischen Omega-3und Omega-6-Fettsäuren zu achten.

Konzentrationen in pflanzlichen Ölen aus Distel, Soja, Erdnuss sowie Mais- oder Weizenkeimen. Da bei den meisten Menschen ein Mangel an Omega3- und eine Überversorgung an Omega-6-Fettsäuren besteht, ist es wichtig, auf das richtige Verhältnis zu achten. 1 zu 5 lautet die Idealformel – und die bedeutet für die Mehrheit: Bitte weniger Omega-6und mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen! Möglichst ganz vermeiden sollte man die sogenannten Transfettsäuren – auch wenn sie eigentlich zur Gruppe der ungesättigten Fettsäuren gehören. Sie entstehen bei der industriellen Härtung von Pflanzenölen und werden von den Lebensmittelproduzenten gerne eingesetzt, weil sie die Ware länger haltbar, formbar und hitzestabil machen. Transfette kommen in fast allen Fertigprodukten vor – von den Frühstücksflocken am Morgen bis zur Instantsuppe am Abend –, sie sind aber auch in Backwaren oder Frittiertem zu finden. Wer zu viele Transfette verzehrt, riskiert erhöhte Blutfettwerte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kein Wunder also, dass Ernährungsexperten und Verbraucherschützer gleichermaßen ein Verbot von Transfettsäuren fordern. Da Transfette bei uns nicht kennzeichnungspflichtig sind, ist der bewusste Verzicht beim Einkaufen mitunter schwierig. Die Bezeichnung »gehärtete Fette« auf der Zutatenliste ist jedoch ein sicherer Hinweis darauf, dass hier mit billigen und gesundheitsschädlichen Fetten gearbeitet wurde. Hier gilt: Finger weg!

CHOLESTERIN – ZU UNRECHT VERPÖNT Vorsicht gilt auch beim Cholesterin, einem fettähnlichen Stoff, den der Körper normalerweise zu etwa 2/3 in der Leber selbst herstellt. Das restliche Drittel sollte in der Durchschnittskost enthalten sein, die wir täglich zu uns nehmen. Lange Jahre wurde das Cholesterin aus der Nahrung für sehr viel schädlicher gehalten, als es nach dem aktuellen Forschungsstand tatsächlich ist. Trotzdem sollten wir nicht zu viel davon aufnehmen. Vor allem fettes Fleisch sowie fette Wurst und Milchprodukte sind zu meiden, da ihre gesättigten Fettsäuren auch jede Menge überschüssige Kalorien liefern.

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Gesunde Fette

FETTE FAKTEN Die vielfach geteilte Meinung, dass Fett schlecht ist und – nomen est omen – bloß fett macht, hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten dazu geführt, dass eine fettarme Ernährung und sogenannte »Light-Produkte« in immer mehr Küchen Einzug hielten. Die Folgen dieser Entwicklung müssen jedoch zu denken geben, denn zum einen gab es noch nie so viele übergewichtige Menschen wie heute. Und zum anderen schaden die angepriesenen Light-Produkte der Gesundheit, weil sie in der Regel Kunstfette enthalten, die den Appetit und das Körpergewicht nachweislich in die Höhe treiben. Doch woran erkennt man ein wirklich gutes und gesundes Fett? Gesunde Fette stammen aus ebenso gesunden Pflanzen, die zumeist kalt gepresst und äußerst schonend weiterverarbeitet werden. Denn nur so bleibt die natürliche Nährstoffdichte der Fette erhalten. Und: Einem gesunden Fett »riecht man seine Herkunft an«. Ein erstklassiges Olivenöl aus erster Pressung duftet nämlich selbst in seiner dunklen (weil vitaminschonenden) Flasche noch nach Oliven! Nur dann ist garantiert, dass es seine vielen positiven Eigenschaften auch voll entfalten kann. Apropos: Haben Sie gewusst, dass hochwertige Olivenöle nicht nur köstlich schmecken, sondern aufgrund des Inhaltsstoffs Oleuropein auch antimikrobiell, blutdrucksenkend, gefäßerweiternd, entzündungshemmend,

Gesunde Fette stammen aus gesunden Pflanzen, die zumeist kalt gepresst und schonend weiterverarbeitet werden.


Kaltgepresste Pflanzenöle liefern hochwertige Fette. Sie dürfen beim Kochen jedoch nie zu hoch erhitzt werden.

herzregulierend und blutzuckersenkend wirken? Es steckt also jede Menge Großartiges in den kleinen Früchten aus dem Mittelmeerraum.

FEINE FETTLIEFERANTEN Von noch weiter her stammt übrigens die Avocado, die ebenso als hervorragender Fettlieferant gilt. Außerdem versorgt sie den Körper mit den Vitaminen A und E und ist ein wunderbarer Energielieferant. Oder Sie greifen zu Nüssen und Samen, die den Körper ebenfalls schnell und unkompliziert mit gesunden Fetten versorgen. Je nach Sorte haben Nüsse und Samen einen unterschiedlichen Fettund Nährstoffgehalt. Es empfiehlt sich also, nach Belieben selbst zu mischen oder mal wieder zu einer Handvoll vom guten alten Studentenfutter zu greifen.

Greifen Sie doch mal wieder zum guten alten Studentenfutter.

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Eine Gebrauchsanweisung fürs Leben Ob es darum geht, den erzielten Diäterfolg dauerhaft zu halten, berufliche Herausforderungen zu meistern oder den guten Vorsätzen tatsächlich auch sportliche Aktivitäten folgen zu lassen – über persönliche Siege oder Niederlagen entscheidet zum großen Teil der Kopf. Mentalcoachings, wie sie im Park Igls angeboten werden, können dabei helfen, Ziele zu definieren und zu erreichen. Für alle, die sich intensiver mit der Methodik auseinandersetzen möchten, bieten wir in diesem Sommer das Angebot »Detox & Mentalcoaching & Feldenkrais®@Mayr« an. Mag. Thomas Blasbichler, Klinischer und Gesundheitspsychologe im Park Igls, erklärt, wie positive Glaubenssätze den Alltag verändern können, und verrät uns außerdem seine »10 goldenen Regeln der Motivation«.

W

as brauche ich wirklich, um glücklich und zufrieden zu sein? Welche Ziele will ich erreichen? Wo stehe ich mir auf dem Weg dorthin selbst im Weg? Fragen wie diese bespricht und analysiert Mag. Thomas Blasbichler im Rahmen der wöchentlichen Mentalcoaching-Einheiten im Park Igls mit den Teilnehmern. Sein erklärtes Ziel dabei: »Ich will aufzeigen, dass mit mentaler Stärke, Disziplin und klar definierten Vorgaben beinahe alles möglich ist. ›Raus aus der eigenen Komfortzone und rein in ein neues Leben‹, lautet das Motto.« Was radikal klingt, ist dank alltagstauglicher Techniken erstaunlich leicht umzusetzen – auch dann, wenn man wieder zuhause in seiner gewohnten Umgebung ist. »Nehmen wir z.  B. den lästigen Kampf gegen die Kilos, der für viele Gäste ja ein großes Thema ist, das sie schon lange begleitet. In einem ersten Schritt versuchen wir gemeinsam herauszufinden, ob hinter den überzähligen Körperkilos nicht auch eine gewisse ›Schwere im Leben‹ steckt: Isst der Gast bei Frust oder Stress besonders viel? Könnten Langeweile oder Überforderung eine Rolle spielen? Gibt es unverarbeitete Erlebnisse, die ihn immer wieder in alte Verhaltensmuster abrutschen lassen? Dieses ›Herantasten‹ ist wichtig, bevor es im nächsten Schritt daran geht, individuelle Risiko- und Schutzfaktoren aufzuzeigen. Im Anschluss erarbeiten wir dann effektive Methoden, um künftig besser mit bestimmten Situationen oder Reizen umgehen zu können.«


Eine solche Methode ist beispielsweise die Visualisierung: Prägen Sie sich Bilder ein, die Ihnen besonders angenehm erscheinen und die Sie in Stresssituationen schnell abrufen können, um sich zu beruhigen oder auf andere Gedanken zu kommen. Das kann eine blühende Bergwiese sein, ein einsamer Strand, an dem sich die Wellen brechen, oder ein Wald, in dem die Vögel zwitschern und der Wind durch die Wipfel rauscht … Es geht aber auch noch viel konkreter: zum Beispiel mit einer selbst angefertigten Zeichnung von einem bierbäuchigen Mann, die zur Abschreckung an der Kühlschranktür hängt und die Ihnen immer wieder aufzeigt, wie Sie auf keinen Fall ausschauen wollen. Oder Sie greifen zu einem weiteren bewährten Psychotrick: »Überkommt Sie bei-

»Raus aus der eigenen Komfortzone und rein in ein neues Leben!«

spielsweise Heißhunger oder das dringende Bedürfnis nach einer Zigarette, dann könnten Sie diesem Reiz natürlich sofort nachgeben. Oder Sie ersetzen ihn durch einen anderen starken Reiz – ein scharfes Pfefferminz-Bonbon, ein paar feurige Chili-Nüsse … Danach ist das eigentliche Bedürfnis oft vergessen und erfolgreich verdrängt«, weiß Blasbichler und erläutert, dass es in der Regel etwa 30 Tage dauert, bis man sich

»Rückfälle sollte man einkalkulieren und entspannt damit umgehen. Sie gehören zum Leben einfach dazu.« mit Hilfe solcher Methoden schlechte Gewohnheiten abtrainiert hat. Vor Rückfällen gefeit sei man aber auch danach nicht ganz – »man sollte sie einkalkulieren und entspannt damit umgehen. Sie gehören zum Leben ganz einfach dazu.« Ob zur Verbesserung der eigenen Work-Life-Balance, zur Motivationssteigerung oder um schlechte Angewohnheiten endlich in den Griff zu bekommen – mit Mentalcoaching lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen. Besonders dann, wenn man sich intensiver darauf einlässt: »Detox & Mentalcoaching & Feldenkrais®@Mayr bietet hierfür eine ausgezeichnete Möglichkeit, da es auch zwei Personal Mentalcoachings à 50 Minuten beinhaltet. Außerdem arbeiten wir bei diesem Angebot interdisziplinär zusammen. So können mir die Feldenkrais®-Therapeuten mit Hinweisen auf Blockaden im Körper beispielsweise helfen, bestimmte Themen schneller zu erkennen und intensiver anzugehen«, erklärt der Mentalcoach. Für alle, die in Sachen Mentalcoaching zunächst einmal auf Eigeninitiative setzen wollen, hat Thomas Blasbichler seine »10 goldenen Regeln der Motivation« aufgestellt. Unser Tipp: ausschneiden oder kopieren und auf dem Nachtkästchen oder im Portemonnaie immer griff- und lesebereit halten!

Mag. Thomas Blasbichler KLINISCHER UND GESUNDHEITSPSYCHOLOGE, COACH Mag. Blasbichler ist Diplompsychologe und als Klinischerund Gesundheitspsychologe spezialisiert auf Prävention und Stabilisierung mentaler Gesundheit. Darüber hinaus ist er ausgebildeter Sportpsychologe und legt seine Schwerpunkte vor allem auf den Umgang mit Verletzungen (mentale Verarbeitungsprozesse und CopingStrategien), den Umgang mit Druck und Ängsten (Stressverarbeitungsmechanismen) und Motivation (Motivationstraining).

Eine Gebrauchsanweisung für das Leben 

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10 goldene Regeln der Motivation VON MAG. THOMAS BLASBICHLER

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1 SEIEN SIE SO GENAU WIE MÖGLICH! »Ich will mich gesünder ernähren«, ist kein guter Vorsatz, weil er zu unpräzise formuliert ist. Wie genau wollen Sie sich gesünder ernähren? Wann? Und was ist dafür nötig?

2 AUFSCHREIBEN!

GETEILTES LEID IST HALBES LEID! Ein Trainingspartner, ein Mitstreiter, ein Freund, der einen auch mal mitzieht, wenn man selbst durchhängt, sichert den Erfolg.

4 DIE FORTSCHRITTE DOKUMENTIEREN! Nichts motiviert mehr als Erfolg. Daher unbedingt ein Ernährungstagebuch oder ein Trainingstagebuch führen, in das nur die Fortschritte und Zwischenerfolge eingetragen werden.

Was man sich vornimmt, ist schnell vergessen, wenn der Alltag kommt und man nicht täglich an seine Vorsätze/ Ziele erinnert wird. Ein Zettel im Badezimmer oder am Kühlschrank kann da tatsächlich hilfreich sein.

5 RÜCKSCHLÄGE EINKALKULIEREN! Vorsätze sind schnell gefasst, man sollte sich jedoch klarmachen, dass es auch Schwierigkeiten, Probleme und Rückschläge geben wird. Daher kalkulieren Sie von Anfang an unerwartete Hindernisse bei der Umsetzung ein. Das lässt Sie souveräner mit Schwierigkeiten umgehen.

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Eine Gebrauchsanweisung für das Leben

6 WERDEN SIE ZUM GEWOHNHEITSTIER! Ein neuer Vorsatz muss täglich umgesetzt werden, so dass er nach 30 Tagen zu einer neuen Gewohnheit wird, auf die man gar nicht mehr verzichten möchte.

7 GEHEN SIE MIT HUMOR AN DIE SACHE HERAN! Wer seine Ziele allzu verbissen umsetzen will, wird nicht lange durchhalten. Eine Prise Humor und Selbstironie steigern die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich.


8 BEZIEHEN SIE IHR UMFELD EIN! Sie möchten mehr Sport machen? Okay, aber das bedeutet natürlich auch, dass Sie weniger Zeit für Ihre Familie und Freunde haben. Damit Ihre Liebsten nicht rebellieren, holen Sie sie mit ins Boot! Verteilen Sie Aufgaben! Binden Sie Ihr Umfeld in Ihre Ziele ein.

9 SETZEN SIE IHRE VORSÄTZE IM ALLTAG UM! Planen Sie Ihre Vorsätze nicht für das Wochenende oder für die Zeit nach dem Feierabend ein, sondern nutzen Sie Ihren Alltag für die Umsetzung: Statt zur Keksdose gehen Sie an den Obstständer, statt den Fahrstuhl nehmen Sie die Treppe. Es ist so einfach, im Alltag kleine Dinge zu verändern.

Detox & Mentalcoaching & Feldenkrais®@Mayr 11. bis 18. Juni 2017 ∞∞ Grundpauschale, bestehend aus täglichem Kneippen, Moderner MayrCuisine nach individuellem Diätplan, Mineralwasser, Kräutertee und Basenbrühe, Bewegungstrainings, aktiven und passiven Anti-Stressübungen, Lebensstilmanagement und mentalem Coaching in der Gruppe, Vorträgen sowie freier Benutzung von Schwimmbad, Sauna und Panorama-Fitnessraum ∞∞ Erstuntersuchung – ganzheitlicher Gesundheitscheck (30 Min.) ∞∞ Ärztliche Kontrolle – manuelle Bauchbehandlung (20 Min.) ∞∞ Abschlussuntersuchung (30 Min.) ∞∞ 5 Feldenkrais®-Lektionen in der Gruppe (à 60 Min.) ∞∞ 2 Personal Mentalcoachings (à 50 Min.) ∞∞ 5 Teilmassagen (à 25 Min.) ∞∞ 1 Leberwickel mit Bienenwachs

10 BILDEN SIE SICH WEITER! Es gibt Studien über Motivations- und Verhaltenspsychologie, was zeigt, dass die Sache mit den Vorsätzen schwieriger ist, als man meint. Wenn Ihnen Ihre Vorsätze wirklich am Herzen liegen, bilden Sie sich weiter! Auf dem Markt sind derzeit mehr als 25.000 Bücher zum Thema »Motivation« erhältlich.

€ 1.560 p ro Person für 1 Woche,

Preis exklusive Hotelzimmer; als Einzelleistung für € 503: 5 Feldenkrais®-Lektionen in der Gruppe (à 60 Min.) und 2 Personal Mentalcoachings (à 50 Min.)


Wussten Sie, dass . . .

... wir unseren Webauftritt neu gestaltet haben? Sie finden uns unter www.park-igls.at. Neben aktuellen Informationen über unser Leistungsangebot sind unsere Therapiemodule für Ihren Aufenthalt jetzt auch ganz einfach online buchbar.

IMPRESSUM Für den Inhalt verantwortlich: Gesundheitszentrum Igls GmbH, Igler Str. 51, 6080 Innsbruck-Igls Tel. +43 512 377 305 Fax +43 512 379 225 info@park-igls.at www.park-igls.at KONZEPTION UND GESTALTUNG Studio Roth&Maerchy AG, Zürich

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Wussten Sie, dass ...

...  Sie auf unserer Website auch unseren MEDI-BLOG finden? Hier erfahren Sie Aktuelles, Wissenswertes zu medizinischen Themen genauso wie köstliche Rezeptideen aus unserer Modernen Mayr-Cuisine. Sie finden uns auch auf Facebook und wir freuen uns, wenn Sie uns auch hier folgen.

... in der Bibliothek ein Bridge-Spiel und die entsprechenden Utensilien für Sie bereitliegen? Profis vom Bridge-Club Innsbruck freuen sich auf eine Spielrunde mit Ihnen!

...  MAN NICHT JOGGEN MUSS, UM ORDENTLICH ZU SCHWITZEN? AUCH TISCHTENNIS FORDERT DEN KÖRPER UND IST NUN TEIL UNSERES BEWEGUNGSPROGRAMMS.

REDAKTION Mag. Andrea Gnägi, Dr. Peter Gartner, Ass.-Prof. Dr. Franz Aigner, Mag. Thomas Blasbichler, Alexander Ataii, Alexandra Federa, Teresa Wiedemayr, Claudia Reichenberger, Michael Weiß, Jörg Bertram, Mag. Helene Forcher, Ingrid Striednig, Minty Clinch FOTOGRAFIE Fred Einkemmer, Maricruz Aguilar, Klaus Defner, Jack Coble, Martina Meier, Ingrid

Striednig, Innsbruck Tourismus (Bild S. 12 / 13), TVB Tirol West /  Daniel Zangerl (Bild S. 10) LEKTORAT Erika Krammer-Riedl, Mattsee Auflage: 10.000 © April 2017 Gedruckt auf Cyclus Print aus 100 % Recyclingfasern gemäß RAL UZ-14 – Blauer Engel


Hotelzimmer Einzelzimmer  Doppelzimmer*  Suiten*  Park Igls Suite (bis 5 Personen) 

Therapiemodule € 153  –  345 € 148  –  250 € 273  –  392 € 1.190

Preise jeweils pro Tag und Person, Therapien nicht inbegriffen. * Zur Einzelbelegung auf Anfrage. Preisermäßigung: 5% ab zwei Wochen, 10% ab drei Wochen.

BASIS-PROGRAMM  Ist die Grundlage unseres Therapieangebots und fixer Bestandteil aller Therapiemodule

€ 907

MAYR-KLASSIK  Zum Kennenlernen der Modernen Mayr-Medizin

€ 1.171

MAYR-INTENSIV  Zur Entschlackung und Optimierung des Gesundheitszustandes auf breiter Basis

€ 1.588

MAYR DE-STRESS  Das Tempo reduzieren und die Energie wieder zum Fließen bringen

€ 1.750

BEWEGUNGS- UND STÜTZAPPARAT  Behandlung von Rückenbeschwerden, Wiedererlangung der Beweglichkeit

€ 1.542

HERZ UND KREISLAUF  Positive Beeinflussung von Risikofaktoren wie Stress, Übergewicht, Bluthochdruck

€ 1.652

STOFFWECHSEL UND ENTGIFTUNG  Bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Allergien, Burn-out und Schlafstörungen

€ 1.757

Spezialangebot LAUFEND ENTGIFTEN 

€ 1.454

Spezialangebot KYBUN®@MAYR 

€ 1.347

Spezialangebot MODERN MAYR MEDICAL CHECK 

€ 3.676

Diagnostikmodul SUPER MEDICAL CHECK 

€ 2.078

Diagnostikmodul MEN'S MEDICAL CHECK 

€ 2.448

Diagnostikmodul ULTRASCHALL-VORSORGEPAKET 

Das Ärzteteam im Park Igls

€ 998

Preise jeweils pro Woche und Person exkl. Zimmerpreise. Preise für Folgewochen auf Anfrage. Preise und Leistungen gültig bis 16.12.2017

Angebot 

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ot Angeb

»For GolfLadies only!« 1. Juni bis 31. Oktober LADIES FIRST

Ladies-Golf-Weekend im Park Igls Ob allein oder mit den besten Freundinnen: Genießen Sie ein tolles Ladies-Weekend im Park Igls! Greenfees, Wellness, Bewegungs- und Entspannungskurse sowie unsere ebenso köstliche wie leichte Moderne Mayr-Cuisine inklusive! Buchbar ist diese gesunde (Golf-)Auszeit von Donnerstag oder Freitag bis Sonntag … Mit hoteleigenem Chipping-Green und den beiden Golfplätzen in Rinn (18-Loch-Championship-Course) und Lans (9-Loch-Platz), die nur wenige Autominuten vom Park Igls entfernt liegen, finden Sie bei uns den perfekten Rahmen für Ihr Ladies-Golf-Weekend vor. Während Ihres Aufenthalts steht Ihnen die gesamte Infrastruktur unseres vielfach international ausgezeichneten Medical-Spas zur Verfügung. Das Arrangement beinhaltet auch kosmetische Anwendungen und Massagen. Kulinarisch verwöhnt Sie unser Küchenchef Markus Sorg mit der Vielfalt unserer Modernen Mayr-Cuisine. Extra-Tipp: Gegen Aufpreis können Sie auch Trainingszeiten mit unseren Golf-Pros buchen.

∞∞ 1 oder 2 Greenfees ∞∞ 1 Vollmassage (50 Min.) ∞∞ 1 Behandlung nach Wahl: - Terra-Vit-Wickel - Body-Wrap - Thalasso-Packung -G  anzkörper-Peeling und pflegende Körperpackung ∞∞ Bewegungs- und Entspannungstrainings ∞∞ Tägliches Kneippen (Bein-, Arm- oder Sitzwechselbäder) ∞∞ Benützung von Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum mit Panoramablick ∞∞ Moderne Mayr-Cuisine ∞∞ Mineralwasser, Kräutertee und Basenbrühe

€ 1.118  3 Tage von Donnerstag bis Sonntag Inklusive 2 Greenfees, zusätzliche Teilmassage (25 Min.) und 3 Übernachtungen im Einzelzimmer Superior

€ 759 2 Tage von Freitag bis Sonntag inklusive 1 Greenfee und 2 Übernachtungen im Einzelzimmer Superior

Gesundheitszentrum Park Igls | Igler Straße 51 | 6080 Innsbruck-Igls | Österreich Tel. +43 512 377 305 | Fax +43 512 379 225 | info@park-igls.at

www.park-igls.at

Park Igls Parkzeit Sommer 2017  
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