Gesundheitszentrum Park Igls Innsbruck Tirol Austria Gaestemagazin ParkZeit Herbst Winter 2018-2019

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2/18 Herbst/Winter

Park Zeit

Gästemagazin Park Igls

Teebar im Park Igls

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MACHT GETREIDE KRANK? Weizen und Gluten unter die Lupe genommen

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STRESS LASS NACH Können wir der täglichen Über­forderung entkommen?

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DRILL THRILL Schneller, höher, weiter – wie viel Sport ist gesund?



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Bist du müde? Geh zum Arzt!

Mobiles Schlaflabor zur Diagnostik von Schlafstörungen

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Wenn Getreide krank macht

Ein Expertenbeitrag von Dr. Richard Kogelnig

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uter Stoffwechsel – G gesunder Darm

Wie wir unseren Stoffwechsel

gesund und aktiv erhalten

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Stress, lass nach! Mit Stressmanagement

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aus der Überlastungsfalle

Der Thrill mit dem Drill

Kraft, Ausdauer, Bootcamps – was hält uns wirklich lange fit?

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Ernährungstrend Clean Eating

Innovative Erkenntnisse oder alte Weisheit in neuem Gewand?

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K osmetik geht Hand in Hand mit der Mayr-Medizin Schönheit und gesunde Haut brauchen eine gesunde

Lieber Gast! Wenn die Tage wieder deutlich kürzer werden und die Temperaturen sinken, stellt sich auch unser Körper auf die kalte Jahreszeit ein. Unser Leben verlagert sich wieder mehr nach innen und wir haben ein erhöhtes Ruhebedürfnis. Doch was, wenn der Schlaf nicht die erwünschte Erholung bringt oder uns der Alltagsstress nicht mehr loslässt? In der aktuellen HerbstWinter-Ausgabe der ParkZeit stellen wir Ihnen unser mobiles Schlaflabor vor, geben Tipps zum Stressmanagement und er­klären, wie der Stoffwechsel funktioniert. Außerdem erfahren Sie, warum 150 Minuten Herz-Kreislauf-Training pro Woche unser Leben verlängern und wie Sie sich im Winter auf eine rückenschmerzfreie Golfsaison vorbereiten. Zudem haben wir das Getreide-Klebereiweiß Gluten unter die Lupe genommen. Apropos Ernährung: Wussten Sie, dass die Moderne Mayr-Cuisine Clean Eating par excellence ist? Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und freue mich auf ein Wiedersehen im Gesundheitszentrum Park Igls! Ihre Mag. Andrea Gnägi

Verdauung

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Golfen mit Schwung Mit TheMedGolf® und Hanni Gartner fit in den Golffrühling

Unser Angebot im Überblick Interessante Fakten und Zahlen, aktuelle Angebote und Preise

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Wenn Müdigkeit zum ständigen Begleiter wird Im Gesundheitszentrum Park Igls steht nun ein mobiles Schlaflabor zur Verfügung, um die organischen Ursachen von ständiger Übermüdung zu diagnostizieren.

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MOBILES SCHLAFLABOR


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aut Statistik ist der Sekundenschlaf neben der Ablenkung am Steuer die häufigste Unfallursache. Grund für das plötzliche »Einnicken« während einer Autofahrt ist meist starke Übermüdung bei gleichzeitig monotoner Tätigkeit (z. B. lange Fahrten auf der Autobahn). Besonders gefährdet ist man nach außerordentlich langen Arbeitstagen, Schichtdiensten, langen Partynächten, kurz gesagt: bei zu wenig Schlaf über einen längeren Zeitraum. Eine der Hauptursachen für chronische Müdigkeit sind jedoch Schlafstörungen – jeder vierte Österreicher soll davon betroffen sein.

SCHLAFQUANTITÄT VS. -QUALITÄT »Wir kennen ungefähr 100 unterschiedliche Schlaf­ störungen, vom Schlafmangel über Störungen der Schlafqualität und Schlafzeit bis hin zum übermäßigen Schlafen«, erklärt Dr. Peter Gartner, medizinischer Leiter im Gesundheitszentrum Park Igls. »Frühsymptom ist oft die Tagesmüdigkeit, meist wird hierbei jedoch die Schlafquantität – ›Ich bekomme vor lauter Arbeit nicht genug Schlaf‹ usw. – mit der Schlafqualität (der Schlaf ist nicht erholsam) verwechselt.« Eine weitere Ursache kann Bluthoch-

6 TIPPS VON DR. GARTNER 1. Verzichten Sie abends auf schwere Mahl­ zeiten – auch zum Zweck der Gewichtskontrolle. 2. Meiden Sie übermäßigen Alkohol­konsum – Alkohol erleichtert zwar das abendliche Ein­ schlafen, nicht jedoch das Wiedereinschlafen nach nächtlichem Erwachen. 3. Verzichten Sie auf Appetitzügler (Arzneistoffe mit einer appetithemmenden Wirkung), – diese können zu schweren Schlafproblemen führen. 4. Regelmäßige Bewegung bzw. Sport fördert einen gesunden Schlaf. 5. Legen Sie ein Einschlafritual fest, wie Lesen, eine kurze Meditation oder Entspannungs­musik, z. B. Alpha­wellenmusik. 6. Wenn Sie nachts erwachen, was völlig normal ist und keine Schlafstörung darstellt, schauen Sie nicht auf die Uhr!

druck sein. Kommt es wiederholt zu Situationen wie Sekundenschlaf – auch nur im Ansatz –, sollte ein Arzt konsultiert werden, da eine Schlafstörung wie beispielsweise Schlafapnoe vorliegen könnte. »Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine nächtliche Häufung von Atemaussetzern – eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung.« PHYSISCHE ODER PSYCHISCHE URSACHEN Neben organischen Ursachen können auch psychische Probleme zu Störungen des gesunden Schlafs führen. Im ersten Schritt werden deshalb mögliche psychische Ursachen geklärt: »Psychische Spannungen zeigen sich meist in Form von Einschlafstörungen mit dem Zwang zu grübeln, auch nach nächtlichem Erwachen, während physische Ursachen wie Asthma, chronische Schmerzen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entweder bekannt sind oder sich als Schnarchen (geschwächte Rachen­muskulatur) äußern. Dies kann bereits in der Anamnese geklärt werden.« Zur Abklärung physischer Ursachen wird die sogenannte Polysomnografie herangezogen. »Dabei werden im Schlaflabor Schlaftiefe, -verlauf und -qualität mittels verschiedener Parameter untersucht: Während des Schlafs werden Hirnaktivität (mittels EEG), Herzaktion (mittels EKG), Atmungsaktivitäten und -geräusche, Muskelspannung, Augenbewegungen, Körperlage und -bewegungen, Körpertemperatur sowie Sauer­stoffsättigung des Blutes gemessen.« DIAGNOSE IM MOBILEN SCHLAFLABOR Im herkömmlichen Schlaflabor führten die zahl­ reichen Einzelmessungen bis dato zu einem un­hand­lichen Gewirr aus Elektroden, Kabelsträngen und Fixierbändern, um die Flut an Messdaten an einen Computer zu übermitteln. Zudem mussten die Messungen in einem ungewohnten Umfeld vorgenommen werden. »Mit dem mobilen Schlaflabor kommt der Schlafmediziner mit seinem Schlaf­ labor in Ihr Zimmer und die Messung kann im gewohnten Umfeld in Ihrem Bett erfolgen – frei von neuen, die Messung beeinträchtigenden Eindrücken«, betont Dr. Gartner. Wurde die Ursache für die Schlafstörung diagnostiziert und die Notwendigkeit einer Therapie fest­ gestellt, entscheidet der Schlafmediziner, welche Behandlungsform sinnvoll ist. »Dies kann vom simplen, aber cleveren Einnähen eines Tennisballs in das Rückenteil des Pyjamas (für ›Rücken­schnarcher‹) über die Anpassung einer speziellen Schlafmaske bis hin zu chirurgischen Interventionen reichen«, erklärt Dr. Gartner.

MOBILES SCHLAFLABOR

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Expertenbeitrag von Dr. med. Mag. phil. Richard Kogelnig

Wenn Getreide krank macht Wer Getreide, insbesondere Weizen, nicht ver­ trägt, hat häufig eine Odyssee an Arzt- und Klinik­besuchen mit viel Diagnostik und wenigen Resultaten hinter sich. Sind Zöliakie und Weizen­ allergie ausgeschlossen, werden die Betroffenen häufig als psychosomatisch krank eingestuft. Diese Menschen reihen sich in die ca. 10 bis 20% der Bevölkerung der westlichen Welt ein, die an einem Reizdarm-Syndrom leiden. Sie klagen über Beschwerden nach dem Verzehr von Getreideprodukten wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und eine Fülle anderer Symptome. Aus medizinischer Sicht gibt es inzwischen vier Krankheitsbilder, die mit Getreide und insbesondere mit Weizen in Zusammenhang stehen: 1 ZÖLIAKIE: eine immunologisch bedingte Er­krankung, die durch eine echte Allergie auf Gliadin (Bestandteil von Gluten) hervorgerufen wird und zudem zu 85 bis 90% genetisch veranlagt ist. Sie betrifft etwa 0,4 bis 2% der Bevölkerung, d. h. mindestens 2 Millionen Menschen in Europa sind davon betroffen. Typisch für das klinische Krankheitsbild sind eine durch die Schädigung der Dünndarmschleim­haut gestörte Aufnahme von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen und ein Gewichtsverlust aufgrund einer mangelhaften Fett-, Kohlen­ hydrat- und Eiweißverdauung. Im Blut lassen sich spezifische IgA- und IgG-Antikörper nachweisen, die gegen Gliadin, das Endomysium (Bindegewebs­ schicht) und die Transglutaminase (vernetzungsbildende Gewebsenzyme) gerichtet sind. 2 WEIZENALLERGIE: Diese ist im Erwachsenenalter sehr selten. Nach dem Verzehr von Weizen kommt es innerhalb kürzester Zeit zu Atemnot,

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heftigem Ausschlag und Erbrechen, im schlimmsten Fall tritt ein lebensbedrohlicher allergischer Schock auf. Eine Sonderform ist das Bäckerasthma, das durch Eiweißallergene im Mehlstaub hervorgerufen wird. 3 NICHT-ZÖLIAKIE-WEIZENSENSITIVITÄT (NZWS): auch als Gluten- oder Weizensensitivität bezeichnet. Die NZWS hat in den vergangenen Jahrzehnten im sogenannten Weizengürtel – USA und Europa – deutlich zugenommen. In der Dia­ gnostik gibt es keine entsprechenden biologischen Labormarker, die klassischen Symptome gleichen jenen des Reizdarm-Syndroms. Als Ursache werden laut australischen Forschern Fruktane, das sind Oligosaccharide aus Fruktoseund Galaktoseketten, die im Dickdarm von Bakterien vergoren werden, verantwortlich gemacht. Weiters gehören in diesen Bereich Fruktose und Laktose sowie Polyole, das sind Zuckeralkohole wie Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit, Isomalt, Polydex­trose und Laktit. Diese Stoffe kommen in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten vor und werden in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoffe zum Süßen und zur Verbesserung der Haltbarkeit eingesetzt. Auch Backwaren sind davon betroffen. Der mensch­ liche Körper hat für den Abbau der Polyole und Fruktane keine Enzyme, weshalb diese von Darmbakterien fermentiert werden und auf diese Weise Blähungen, Darmkrämpfe und Durchfall auslösen. 4 ATI-SENSITIVITÄT: ATI steht für »AmylaseTrypsin-Inhibitoren«, Eiweißstoffe in verschiedenen glutenhaltigen Getreidearten wie Weizen – vor allem »Hochleistungsweizen« –, die das Korn gegen vorzeitigen Eiweißabbau und damit gegen Parasiten schützen. Gegen diese Schutzproteine kann eine immunologische Reaktion auftreten. Die ATIs werden im Darm schwer abgebaut und sind auch als Allergen für die Mehlstauballergie


verantwortlich. Untersuchungen zeigen, dass ATIs das angeborene Immunsystem aktivieren und damit Symptome wie Gliederschmerzen, Müdigkeit, Fatigue, Foggy Mind etc. erklären können. Es gibt zudem Hinweise, dass die ATIs im Weizen stärkere Entzündungs­ reaktionen im Darm hervorrufen als andere Getreide­ sorten. Die züchtungsbedingte Zunahme von ATIs in den sogenannten Hochleistungs­weizensorten scheint eine der bedeutendsten Ursachen für Beschwerden bei Weizenkonsum zu sein. Laut Harvard-Prof. Dr. Dr. Schuppan – Bio­chemiker, Immunologe und Facharzt für Gastroenterologie und Hepatologie – steht die ATI-Sensitivität auch in Verbindung mit Autoimmun­ erkrankungen wie Rheuma und Multipler Sklerose. Zudem beeinträchtigen ATIs den Stoffwechsel und be­günstigen die Entstehung von Diabetes mellitus Typ II. Zur Diagnosestellung wird ein Provokationstest empfohlen. Der Patient sollte sich für 6 Wochen mit glutenhaltiger Normalkost ernähren und dann für weitere 6 Wochen mit einer glutenfreien Diät. Bessern sich die Symptome nicht, kann in der Regel eine ATI-Sensitivität ausgeschlossen werden. GETREIDE JA, ABER HOCHWERTIG! Meiden Sie Produkte aus Hochleistungsweizen und greifen Sie zu natürlichen, biologisch gezüchtetem Getreide. Weiters ist auf die Zubereitung zu achten: Bei Sauerteigbrot etwa werden während des langen Reifungsprozesses die oben erwähnten unver­ daulichen Fruktane fermentiert, was das Brot viel verträglicher und leichter verdaulich macht. GENESUNG BZW. PRÄVENTION MIT DER MODERNEN MAYR-MEDIZIN Die moderne Forschung zeigt, dass komplexe Wechselwirkungen auf zellulärer und molekularer Ebene zwischen dem Immunsystem und Weizenbestandteilen vorliegen. Die Auswirkungen dieser komplizierten immunologischen Prozesse und Wechselwirkungen sind enorm und betreffen einen großen Prozentsatz ungeklärter Fälle von Reizdarmpatienten, die oft unter heftigen Beschwerden leiden. All die oben angeführten Substanzen lösen eine chronische Entzündung aus, auf deren Boden eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Toxine und potente Allergene entsteht, was auch als Leaky-Gut-Syndrom bezeichnet wird. Genau an dieser Stelle setzt die Therapie nach F. X. Mayr an. Die moderne Diätetik, die Schonung des Verdauungstraktes über mehrere Wochen im Jahr, trägt entscheidend zur Genesung und Prävention der oben beschriebenen von Getreide ausgelösten und vielen anderen Erkrankungen bei.

Dr. med. Mag. phil. Richard Kogelnig ∞∞ Stv. medizinische Leitung Gesundheitszentrum Park Igls ∞∞ Mayr-Arzt, Allgemeinmediziner, Psychologe und Psychotherapeut ∞∞ Zusatzausbildungen in Neural­ therapie, Manualmedizin und Akupunktur ∞∞ Schwerpunkte Präventions-, Regenerations- und Verhaltens­ medizin ∞∞ Kognitive und sinnorientierte Psychotherapie ∞∞ Progressive Muskelentspannung und Wortmeditation

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Beitrag von Markus Sorg, Küchenchef Park Igls

Körnig – gschmackig – g’sund Millionen Amerikaner ernähren sich Schätzun­ gen zufolge bereits glutenfrei, in Deutschland legte der Umsatz glutenfreier Produkte zwischen 2010 und 2015 um mehr als das Doppelte zu. Was bedeutet dieser Trend für die gesunde Küche? Was darf und soll noch auf dem Speise­ plan stehen? »Gluten kommt vom lateinischen glūten, was Leim bedeutet. Das häufig auch als Klebereiweiß bezeichnete Stoffgemisch von Proteinen kommt in den meisten Getreidesorten vor«, erklärt Markus Sorg, Küchenchef im Park Igls. »Wie der Name schon sagt, ist es maßgeblich an der ›Klebefunktion‹, also Bindefähigkeit und Konsistenz von Teigen beteiligt. Deshalb ist Gluten auch für die Backeigenschaften von Mehl von großer Bedeutung. Glutenfreie Backwaren brauchen spezielle Rezepturen, in denen die bindende Funktion ander­ weitig erreicht wird.«

Tipp für glutenfreies Korn von Markus Sorg

»Besonders toll finde ich gekeimten Buchweizen, der sehr bekömmlich ist und dessen Nährstoffe besonders gut aufgenommen werden.«

FINGER WEG VON FERTIGPRODUKTEN Vielfach findet sich Gluten aber auch in Lebensmitteln, in denen man es überhaupt nicht erwarten würde: »Beispielsweise in einer Vielzahl von Fertigprodukten, in Würzmitteln wie Sojasauce oder Brühwürfeln, aber auch in vielen Süßwaren«, so Markus Sorg. Deshalb ist vor allem bei Zöliakie oder Weizensensitivität Vorsicht geboten. »Um sich glutenfrei zu ernähren, nimmt man am besten Buchweizen, Hirse, Mais, Reis, Amaranth oder Quinoa.« Wie überall gelte auch hier die Maxime: »So wenig wie möglich ver­ arbeitet!« Von glutenfreien Fertigprodukten aus dem Supermarkt rät der Ernährungsspezialist eher ab. »Diese sind oft voller Zusatzstoffe.«

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NOTABENE Das Brot im Park Igls wird nach alter Tradition, naturnah und bekömmlich hergestellt!

Problematisch sei auch, dass »glutenfrei« automatisch mit gesund assoziiert wird. »Das ist so nicht richtig.« Sind glutenfreie Getreide- und Pseudogetreidesorten naturbelassen, können sie bedenkenlos in die Ernährung eingebaut werden – »dagegen spricht gar nichts, ganz im Gegenteil«, sagt Sorg. DIE MISCHUNG MACHT’S Gesunde Menschen sollten dennoch auf eine ausgewogene Mischkost mit Getreide – auch glutenhaltig – setzen. »Getreide nur in Form von Kuchen und Keksen zu konsumieren, ist natürlich weder der Gesundheit noch der schlanken Linie zuträglich – das liegt aber nicht am Getreide an sich, sondern am oft hohen Zucker- und Fett-, dafür aber geringen Ballaststoffanteil dieser Produkte«, erklärt der Küchenchef. Das A und O ist, auf die Qualität und eine ausgewogene Mischung zu setzen. Bei Brot bedeutet dies etwa, dass man Sauerteigbrot – auf herkömmliche Weise zubereitet – den Vorzug gibt. »Wirklich gutes und wertvolles Brot braucht Zeit. Zeit, die die Industrie nicht geben will. Sauerteigbrot, wie es zum Beispiel noch unsere Großmütter und Bäcker vor Jahrzehnten hergestellt haben, braucht Stunden, oft Tage, um zu reifen. Der Teig­ ansatz ist zum Teil Jahre alt. Wer ein solches Brot isst, wird den Unterschied sofort schmecken und fühlen, denn es ist auch leichter bekömmlich – weil es eben diese Zeit hatte«, erklärt Markus Sorg. Wichtig sei, das Brot nicht mit unzähligen Back­ triebmitteln und Hilfsstoffen zu versetzen, nur damit es möglichst schnell geht – damit tue man weder dem Brotgeschmack noch seiner Gesundheit Gutes.


KÖRNER-FACTS GLUTEN lat. glūten, »Leim«, auch Klebereiweiß genannt Stoffgemisch von Proteinen, natürlicher Bestandteil von Weizen und verwandten Getreidesorten, maßgeblich für die Bindefähigkeit von Teig GLUTENHALTIGE GETREIDESORTEN Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Hafer, Grünkern, Kamut, Einkorn, Emmer u. a.

Maisbrot mit Schafskäse und Bohnenkraut

GLUTENFREIE GETREIDESORTEN Hirse, Mais, Reis, Buchweizen, Amaranth, Quinoa u. a.

400 g feiner Maisgrieß ¼ l Mineralwasser 40 ml Sonnenblumenöl 1 Handvoll Sonnenblumenkerne 150 g Schafsjoghurt 1 EL Bohnenkraut, getrocknet 1 Prise Ursalz 150 g mehlige Kartoffeln, gekocht Schafskäse-Stücke nach Wunsch 2 Eiweiß

∞∞ Maisgrieß, Mineralwasser, Sonnenblumenöl, Sonnenblumenkerne und Schafsjoghurt sowie das Bohnenkraut und Ursalz gut vermengen.

Markus Sorg ∞∞ Küchenchef Gesundheitszentrum Park Igls ∞∞ Diplomierter Diätkoch

∞∞ Die gekochten Kartoffeln hineinpressen und nach Wunsch noch Schafskäse dazugeben. ∞∞ Den Teig kurz ruhen lassen, dann die Eiweiße einkneten und den Teig in eine beschichtete Kasten­ form füllen. ∞∞ Bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen 15 bis 20 Minuten backen.

∞∞ Kochen ist seine Leidenschaft, Kreativität sein ständiger Begleiter ∞∞ Sein Anspruch: Moderne MayrCuisine auf Gourmetniveau ∞∞ Philosophie: Mit Know-how und Kreativität geben wir unseren Gästen stets das Gefühl, auf nichts verzichten zu müssen

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Stoffwechsel – ein gesunder Darm ist der Schlüssel zum Erfolg! 10 STOFFWECHSEL


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er Begriff Stoffwechsel beschreibt unzählige Prozesse im Körper, bei denen Energie bereitgestellt, aber auch verbraucht wird und Stoffe zu Zellen transportiert, umgebaut und wieder ab­ transportiert werden. Durch die Verdauung werden Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette erst in eine Form gebracht, die der Körper aufnehmen kann. Dann werden sie in verschiedenen Stoffwechselwegen weiterverarbeitet, umgebaut und zu neuen Produkten aufgebaut. Dabei wird zwischen katabolen und anabolen Stoffwechselvorgängen unterschieden. »Als anabolen Stoffwechsel bezeichnet man Vorgänge, die am Aufbau von Stoffen im Körper beteiligt sind. Werden nicht genug Baustoffe und Energie mit der Nahrung zugeführt, greift der Körper auf seine Reserven zurück und diese werden dann abgebaut – das ist der Katabolismus«, erklärt Dr. med. Irene Brunhuber. GEHT’S DER LEBER GUT, IST DER STOFFWECHSEL FIT Das zentrale und größte Stoffwechselorgan ist die Leber. Sie dient als Speicher und als wesentliches Entgiftungsorgan. Fehlfunktionen im Darm, insbesondere Fehlverdauung, belasten die Leber und damit den gesamten Stoffwechsel immens. Um den Körper beim Stoffwechsel zu unterstützen, ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Zufuhr essenzieller Nahrungsbestandteile wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente Grund­ voraussetzung.

Dr. med. Irene Brunhuber ist Expertin in Sachen Stoffwechsel im Gesundheitszentrum Park Igls. Für die ParkZeit erklärt sie uns ausführlich, was einen guten Stoffwechsel ausmacht, wie wir ihn selbst beeinflussen können und warum ein paar Reservekilos im Alter gar nicht so schlecht sind.

DOS & DON’TS FÜR EINEN GESUNDEN STOFFWECHSEL Wie schnell jemand Energie verbrennt, hängt von der Muskelmasse, dem Hormonhaushalt, dem Alter, aber auch von unseren Genen ab. Durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung können wir nicht nur unseren Stoffwechsel anregen, sondern auch unseren Grundumsatz steigern. In Hungerphasen drosselt der Körper den Grundumsatz und der Stoffwechsel verlangsamt sich. »Das ist grundsätzlich sehr sinnvoll und hat die Menschheit früher vor dem Verhungern geschützt. Heutzutage allerdings macht sich diese Stoff­ wechselbremse als Jo-Jo-Effekt nach Crash-Diäten bemerkbar«, gibt Brunhuber zu bedenken. Wer seinen Stoffwechsel auch ohne Bewegung bzw. Sport in Schwung bringen will, sollte neben dem »Was esse ich?« auch unbedingt das »Wie esse ich?« beachten: »Insbesondere denke ich in diesem Zusammenhang an den Insulinspiegel. Ist dieser nach einer hastig verschlungenen kohlenhydratreichen Mahlzeit hoch, dann ist die Fettverbrennung zuerst ein-

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KLEINES BEGRIFFSLEXIKON STOFFWECHSEL Prozesse im Körper, bei denen Energie bereitgestellt wird und unter Energieverbrauch Stoffe transportiert, um­gebaut und abgebaut werden KATABOLISMUS Stoffwechselvorgänge, bei denen der Körper auf seine Reserven zurückgreift

Tipp von Dr. med. Irene Brunhuber

»Empfehlenswert sind neben Gemüse beispielsweise Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide, Obst, aber auch fettarmes Fleisch und Fisch.«

ANABOLISMUS Stoffwechselvorgänge, die am Aufbau von Stoffen im Körper beteiligt sind GRUNDUMSATZ Jene Energie, die unser Körper zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen Tag für Tag in Ruhe verbraucht KOLOSKOPIE Dickdarmspiegelung, endoskopische Screeningmethode und effektivste Maßnahme zur Früherkennung von Dickdarm-Karzinomen

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mal für Stunden blockiert. Auch chronischer Stress hat vor allem über Änderungen im Hormonhaushalt negative Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel«, mahnt Brunhuber und empfiehlt: »Wir sollten immer den Nahrungsmitteln mit einer besonders hohen Nährstoffdichte den Vorrang geben. Das sind jene, die bei weniger Kalorien mehr Nährstoffe enthalten. Empfehlenswert sind neben Gemüse beispielsweise Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide, Obst, aber auch fettarmes Fleisch und Fisch. Einige Nahrungsmittel helfen sogar dabei, die Stoffwechselvorgänge zu beschleunigen, so zum Beispiel scharfe Gewürze wie Chili und Ingwer.«


Empfehlung von Dr. med. Irene Brunhuber

»Lassen Sie sich ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig den Darm untersuchen.«

MIT MODERNER MAYR-MEDIZIN GEGEN STOFFWECHSELSTÖRUNGEN Die häufigsten Stoffwechselstörungen entstehen bei uns durch Überernährung, Fehlernährung und Bewegungsmangel. Dem kann die Moderne MayrMedizin durch Optimierung der Stoffwechsel­ abläufe entgegenwirken. Zwei der häufigsten Erkrankungen sind Zuckerkrankheit und Gicht. Beide lassen sich durch eine Verbesserung des Lebensstils und des Stoffwechsels positiv beeinflussen. STOFFWECHSEL VERÄNDERT SICH IM ALTER Mit zunehmendem Alter ändert sich auch der Stoffwechsel: »Und das beginnt schon mit 40! Wenn wir nicht aktiv dagegenwirken, sinkt die Muskelmasse Jahr für Jahr, der Fettanteil steigt. Und Fettzellen verbrennen nun einmal deutlich weniger Kalorien als Muskelzellen. Es wird also noch schwieriger, das Gewicht zu halten, insbesondere bei mangelnder Bewegung und falscher Ernährung«, weiß Brunhuber. Der Östrogenspiegel sinkt, was die Fetteinlagerung im Bauchraum bei Frauen begünstigt, Männer produzieren weniger Testosteron, was zu einer Abnahme der Muskelmasse führt. Allerdings gibt Brunhuber auch jenen Hoffnung, die ihr Idealgewicht nicht immer im Griff haben: »Im Alter schadet es nicht, ein paar Reservekilos auf den Rippen zu haben, so lassen sich möglicherweise auftretende schwerere Erkrankungen besser überstehen.« Starkes Übergewicht ist allerdings in jedem Alter ein erhebliches Gesund­heits­ risiko und wirkt sich nicht nur negativ auf den Stoffwechsel, sondern auch auf das Herz-­Kreislauf-­ System und den Bewegungs­apparat aus. Deshalb sind eine gesunde Ernährung und moderate Bewegung in jedem Fall zu empfehlen. Wobei eine gesunde Lebensweise nicht bedeutet, auf alles

verzichten zu müssen, was Spaß macht! »Seien Sie nicht zu streng zu sich. Natürlich darf jeder einmal sündigen und zum Beispiel Süßigkeiten genießen. Wenn der Darm gesund ist und der Stoffwechsel reibungslos abläuft – was wir durch regelmäßig durchgeführte Maßnahmen im Rahmen der MayrPrevent®-Medizin erreichen –, kommt der Körper gut damit zurecht. Allerdings gilt auch hier das Prinzip: Qualität vor Quantität!« KOLOSKOPIE ZUR FRÜHERKENNUNG Zum Abschluss empfiehlt Dr. Irene Brunhuber, sich ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig den Darm untersuchen zu lassen: »Die Koloskopie ist die effektivste Maßnahme zur Früherkennung. Bei erhöhtem Risiko, wie zum Beispiel bei vorliegenden chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und bei Angehörigen ersten Grades von Dickdarmkrebs-Erkrankten, wird man schon früher eine Koloskopie empfehlen. Jährliche Untersuchungen auf verstecktes Blut im Stuhl sollten zusätzlich bei jedem durchgeführt werden.«

Dr. med. Irene Brunhuber Die Fachärztin für innere Medizin und Mayr-Ärztin arbeitet seit 2015 im Park Igls. Sie studierte in Innsbruck und Freiburg und erhielt ihre Facharztausbildung an der Universitätsklinik Innsbruck. Die klinische Prüfärztin praktizierte am Landeskrankenhaus Hochzirl sowie am Landeskrankenhaus Natters und unterrichtete an der Krankenpflegeschule Zams.

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Stress,

lass nach!

Krank und abgeschrieben statt fit und leistungsfähig – so verläuft die psychische Abwärtsspirale häufig in unserer Stressgesellschaft. Aber wir können der alltäglichen Überforderung entkommen.

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chnell noch die E-Mail beantworten und die Rückrufe tätigen, die sich angesammelt haben, dann in die Besprechung und zwischendrin die What’s-AppNachricht der Tochter beantworten. In der Mittagspause einkaufen, damit nach Feierabend in 10 Minuten das Essen auf dem Tisch steht. Auf der Heimfahrt noch die privaten Anrufe abchecken, oh – und da noch eine E-Mail schicken. Abends schnell die Laufschuhe schnüren – man muss schließlich gut aussehen, hat man bei Heidi Klum gelernt – und ein Foto der Laufrunde gleich auf Facebook und Instagram teilen – die digitale Welt muss schließlich wissen, wie fit man ist ... Mehr und mehr Leute funktionieren und optimieren tagtäglich in einem enormen Tempo, der Druck steigt stetig, in der Arbeitswelt gleichermaßen wie in der spärlichen Freizeit. Burn-out ist inzwischen zur Volkskrankheit geworden, besagen Statistiken, Depressionen und psychosomatische Beschwerden nehmen eklatant zu. STRESSGESELLSCHAFT ODER MEDIENBLASE Das Bild unserer Gesellschaft ist kein gutes – doch ist es auch realistisch? Oder doch eher subjektiv und medial aufgeschaukelt? »Psychische Erkrankungen sind in den vergangenen Jahren sicherlich mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft gerückt«, erklärt Mag. Dr. Melanie Robertson, Klinische, Neuro- und Gesundheitspsychologin im Park Igls. »Dadurch wurden sie zumindest ansatzweise ent­ stigmatisiert, wobei psychische Erkrankungen nach wie vor den physischen nicht gleichgesetzt werden.« Menschen mit psychischen Erkrankungen gehen nun eher zum Arzt als früher, was sich auch in der Statistik niederschlägt. Zur Entstigmatisierung und Enttabuisierung haben die Medien

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STRESS LASS NACH

wesentlich beigetragen: »›Die Burn-out-Gesellschaft‹, ›Ausgebrannt‹, ›Total erschöpft‹ – so lauten einschlägige Schlagzeilen. Man sieht Bilder von Menschen mit grauem Gesicht und gesenktem Blick, in Businesskleidung auf dem Boden kauernd«, sagt Mag. Thomas Blasbichler, ebenfalls im Park Igls als Klinischer und Gesundheitspsychologe tätig. Die Bilder werden aber auch durch Fakten untermauert: »Tatsache ist: Psychische Störungen sind weit verbreitet. Nach Untersuchungen leidet jeder dritte Europäer einmal im Jahr unter psychischen Problemen wie Angst oder Depression. Seit Jahren weisen die Krankenkassen auf den Anstieg der Krankheitstage durch Burn-out hin, Betriebsräte und Gewerkschaften prangern die Zumutungen der heutigen Arbeitswelt an, Soziologen warnen vor zunehmender Entfremdung und den psychosozialen Folgen von Flexibilisierung und Globalisierung«, betont Blasbichler. FLEXIBEL – STÄNDIG ERREICHBAR – MEDIAL KOMMUNIKATIV: KRANK UND ISOLIERT Ein großes Thema unserer heutigen Gesellschaft ist das Bedürfnis nach ständiger Erreich- und Verfügbarkeit. »Der Philosoph Richard David Precht beispielsweise spricht von der zweiten industriellen Revolution und malt ein düsteres Bild, müsste man zwischen dem Wahlrecht und dem Smartphone entscheiden«, sagt Melanie Robertson. Zudem würden wir unsere Grundbedürfnisse aufgrund diverser Ablenkungen oft nur noch in reduzierter Form wahrnehmen. »Die tragfähigen sozialen Beziehungen, die in der Maslowschen Bedürfnishierarchie unmittelbar nach dem Bedürfnis nach Nahrung und dem Empfinden von Sicherheit folgen, werden vielfach vernachlässigt.


STRESSMANAGEMENT IM PARK IGLS In den Stressmanagement-Coachings im Park Igls werden im ersten Schritt stressauslösende Faktoren im Alltag ausfindig gemacht, dann gemeinsam stimmige Anpassungen vorgenommen bzw. realisierbare Schritte aus der Alltagsanalyse abge­ leitet. Auch die Genussfähigkeit wird mehr in den Fokus gerückt, um Möglichkeiten zu schaffen, die eigenen Energiereserven regelmäßig aufzufüllen. Ein weiterer Fokus liegt auf der realistischen Zielsetzung und Konzentration auf das Mögliche, das im eigenen Einfluss- und Kontrollbereich liegt.

Dies führt auf lange Sicht zu Vereinsamung – trotz 900 Freunden auf Facebook.« Hinzu kommen die Flexibilisierung am Arbeitsmarkt und der steigende Arbeitsdruck. »Christina Maslach und Michael P. Leiter präsentieren in ihrem Buch ›Die Wahrheit über Burnout‹ 6 Faktoren, die zum Ausbrennen führen können: Arbeitsüberlastung, Mangel an Kontrolle, ungenügende Belohnungen, Zusammen­ bruch des Gemeinschaftsgefühls, mangelnde Gerechtigkeit und Wertekonflikte«, ergänzt Thomas Blasbichler.

Ein großes Thema unserer heutigen Gesellschaft ist das Bedürfnis nach ständiger Erreich- und Verfügbarkeit.

JEDES ZEITALTER HAT SEINE »STRESSERKRANKUNG« Auf Stress als Ursache für Volkskrankheiten trifft man immer wieder in der Geschichte der psychischen Erkrankungen. Das Thema trete in den Medien regelmäßig alle zwanzig bis dreißig Jahre auf, stellt Martin Dornes in seinem Buch »Macht der Kapitalismus depressiv?« fest. Um 1900 war von Neurasthenie (Nervenschwäche) die Rede, heute trifft uns das Burn-out. »Im Grunde ändert sich lediglich die Terminologie. Der Burn-out-Begriff per se existiert nüchtern betrachtet als Diagnose laut internationaler Klassifikation von Erkrankungen gar nicht«, erklärt Melanie Robertson. Der heutige »Modebegriff« Burn-out wurde in den Siebzigerjahren vom amerikanischen Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger (1926– 1999) geprägt. »Darunter verstand Freudenberger zunächst den psychischen und physischen Ab­ bau bei ehrenamtlichen Mitarbeitern von Hilfs ­o rga ­nisationen und Sozialeinrichtungen«, ergänzt Blasbichler.

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»Nichtsdestotrotz kann ein Erschöpfungszustand zu Erkrankungen wie Depression, Angststörungen oder Substanzmissbrauch führen. Entsprechende Symptome müssen jedenfalls ernst genommen werden, um einer weiteren Erschwerung ent­ gegenzuwirken«, betont Robertson. Die Entstehung des Burn-outs nur auf einige wenige äußere Faktoren zurückzuführen, ist zu wenig. »Bei der Erklärung psychischer Krankheiten geht man heute davon aus, dass genetische Dispositionen und äußere Stressfaktoren zusammenspielen«, sagt Blasbichler. NEBEN SICH STEHEN: WENN MAN DEN BEZUG ZUM SELBST VERLIERT Dennoch spielen die Umstände unserer heutigen Gesellschaft eine große Rolle bei der Entstehung von psychischen Erkrankungen. »Reizüberflutung ist sicher ein großes Problem – wobei zu den äußeren Reizen auch die inneren kommen. Viele sind auch innerlich überflutet und verlieren den Zugang zu sich selbst. Sie nehmen ihre Bedürfnisse nur unzureichend wahr. Durch übermäßigen Konsum, exzessiven Sport oder Ähnliches wird dies zu kompensieren versucht. Diese Ersatzbefriedigungen helfen jedoch nicht nachhaltig«, erklärt Robertson. Zum Verlust der Bedürfniswahrnehmung tragen auch die Ansprüche bei, die die Gesellschaft und in Folge auch wir selbst an uns stellen.

TIPPS ZUM ALL­TÄGLICHEN SCHUTZ VOR ÜBERLASTUNG Von Mag. Dr. Melanie Robertson und Mag. Thomas Blasbichler ∞∞ Planen Sie regelmäßige handyfreie Zeiten ein ∞∞ Beschränken Sie das Abfragen und Beantworten von E-Mails auf bestimmte Zeitfenster ∞∞ Bauen Sie Genussinseln in den Alltag ein! Genuss ist dabei nicht auf die klassischen Genussmittel wie Schokolade und Alkohol beschränkt – uns stehen fünf Sinne zur Verfügung! ∞∞ Stärken Sie Ihr positives Selbstbild! Glauben Sie an Ihre Fähigkeit, etwas Neues zu lernen und somit auch unbekannte oder schwierige Aufgaben zu bewältigen. ∞∞ Halten Sie Kontakt zu sich selbst, zu Ihrem Körper. So können Sie Ihre Kraft und Ihre Möglichkeiten realistisch einschätzen und Ihre Selbstwirksamkeit stärken!

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STRESS LASS NACH

»Sei flexibel, teamfähig und kommunikativ. Übernimm Verantwortung. Zeig dich kreativ und verwirkliche dich selbst. So steht es in Ratgebern, so hört man es in Managementseminaren. Der Arbeitnehmer von heute soll nicht nur seine Arbeitskraft an Unternehmen verkaufen, sondern am besten gleich auch seine Seele«, erklärt Blasbichler. Dies könne zu Identitäts­ konflikten bzw. psychischen Krisen führen. Bis hin zum völligen »Neben-sich-Stehen« und ständigen »Außer-sich-Sein«. Wenn man den Bezug zu sich vollends verliert und die Gefühle, Bedürfnisse und auch Warnsignale des Körpers nicht mehr wahrnimmt, wird es problematisch. »Einer derartigen Entwicklung gilt es dringend entgegenzuwirken, da sie im Extremfall lebensbedrohliche Folgen haben kann«, betont Robertson. »Der französische Soziologe Alain Ehrenberg stellte schon vor einigen Jahren die These vom ›erschöpften Selbst‹ auf, das mit der neuen Freiheit und Flexibilisierung nicht zurechtkommt. Früher sei der Mensch von neuro­ tischen Zwängen beherrscht gewesen, heute leide er unter depressiver Erschöpfung, da die Warnsignale des Körpers übergangen werden«, so Blasbichler. Dabei verfügen wir über ein sehr zuverlässiges inneres Frühwarnsystem, auch bei physischen Problemen. STRESS SCHWÄCHT UNSER IMMUNSYSTEM Vom ständigen Kopfschmerz über chronischen Juckreiz, Rückenschmerzen, sogar Herzinfarkt und die Entstehung mancher Krebsarten – viele Krankheiten werden mittlerweile auf Stress zurückgeführt. »Der Zusammenhang zwischen Körper und Psyche bzw. deren wechselseitige Beeinflussung gilt schon lange Zeit als erwiesen. Leidet man beispielsweise an Zahnschmerzen, hat dies in weiterer Folge auch Auswirkungen auf unsere Stimmungslage. Umgekehrt kann auch ein seelischer Ausnahmezustand, der möglicherweise mit einem Gefühl der Über­ forderung einhergeht, u. a. Magenprobleme oder Spannungskopfschmerzen hervorrufen«, erklärt Melanie Robertson. Am wohl deutlichsten könne dies bei emotionaler Erregung wie Ärger oder Wut beobachtet werden. Misst man in so einer Situation seinen Puls, ist dieser gegenüber einem entspannten Zustand wesentlich erhöht. Nach Abklingen der emotionalen Erregung flacht auch diese SympathikusAktivierung wieder ab.


»Psychische Belastungen wie familiäre Sorgen, Existenzängste oder partnerschaftliche Schwierigkeiten führen ebenso zu einer Sympathikus-Aktivierung, jedoch hält diese oft für Wochen, Monate bis zu Jahre an und schwächt somit beispielsweise die Immunabwehr u. a. durch die Ausschüttung von Stresshormonen.« Sie sollen den Körper durch die Freisetzung von Energiereserven in den Kampfoder Fluchtmodus versetzen. »Befinden wir uns jedoch dauerhaft in diesem Modus und füllen wir unsere Reserven nicht auf, wird dies mit relativ großer Wahrscheinlichkeit unseren Organismus schwächen und empfänglicher für diverse Krankheiten, Allergien etc. machen«, erklärt Robertson.

Die Moderne Mayr-Medizin zielt sowohl auf eine Sanierung des Verdauungsapparates als auch auf eine Stabilisierung auf emotionaler Ebene ab und setzt somit an den Wurzeln an.

Mag. Dr. Melanie Robertson • Klinische, Neuro- und Gesundheitspsychologin, Notfall- und Sportpsychologin • Zusatzausbildungen in Hypnotherapie und Psychokardiologie • Spezialisiert auf Stressprävention sowie Akutinterventionen bei Ängsten und in Krisenzeiten • Schwerpunkte: Umgang mit Erkrankungen und chronischen Schmerzen, Schlaf­ coaching, neuropsychologische Diagnostik, Motivation zu gesundheitsfördernden Veränderungen

»Die natürliche Stressreaktion des Körpers kann einen signifikanten Einfluss auf die Immunfunktion, die Gehirnchemie, den Blutzuckerspiegel, das hormonelle Gleichgewicht und vieles mehr haben«, ergänzt Thomas Blasbichler. Im Gegenzug könne man aber auch sein Stressempfinden z. B. mit Sport und der richtigen Ernährung beeinflussen. DEPRESSIONEN SITZEN AUCH IM DARM Der Zusammenhang zwischen Darm und diversen – auch psychischen – Erkrankungen gilt immer mehr als erwiesen. Insbesondere konnte beispielsweise belegt werden, dass Morbus Parkinson bereits Jahre vor der eigentlichen Diagnose in einer veränderten Darmflora erkennbar wäre. »Die Literatur zeigt, dass eine erhöhte intestinale Durchlässigkeit und folglich Immunaktivierung eine große Rolle in der Pathophysiologie diverser psychischer Erkrankungen spielt«, so Robertson und Blasbichler. »Die Moderne Mayr-Medizin zielt sowohl auf eine Sanierung des Verdauungsapparates als auch auf eine Stabilisierung auf emotionaler Ebene ab und setzt somit an den Wurzeln an.«

Mag. Thomas Blasbichler • Klinischer und Gesundheitspsychologe, Sportpsychologe • Spezialisiert auf Prävention und Stabilisierung der mentalen Gesundheit (Work-Life-Balance) • Schwerpunkte: mentale Verarbeitungs­ prozesse und Coping-Strategien nach Verletzungen, Stressverarbeitung, Motivations­training, Entspannungs­ trainings, Emotionsregulation STRESS LASS NACH

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Das tut gut ∞ ∞ Alles, was uns nicht über­fordert, unter Druck setzt, schmerzt oder süchtig macht ∞∞ Alles, was uns glücklich macht

Das ist gesund Lebensverlängerndes Herz-Kreislauf-Training in jedem Alter: 150 Minuten Herz-Kreislauf-Ausdauertraining wöchentlich erhöht die Lebenserwartung um mind. 3 bis 4 Jahre, belegen Studien. Auch im fortgeschrittenen Alter kann die Muskulatur noch auf- und aus­ gebaut werden. Speziell der Herzkreislauf profitiert durch die regelmäßige Bewegung: Es werden Umgehungskreisläufe gebildet, wodurch das Herzinfarktrisiko sinkt. Zudem verbessert regelmäßiges Training den Stoffwechsel.

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Der

Thrill mit dem Drill Schneller, höher, weiter – der Slogan unserer stressgeplagten Zeit macht auch vor unserer Freizeit und unserer Fitness nicht Halt. Wer im Job nach oben strebt, muss schlank, schön, fit und körperlich extrem leistungsfähig sein.


UNSERE TOP 3 FÜR KÖRPERLICHE FITNESS UND SEELISCHES WOHLBEFINDEN 1. Keine Zeit für Bewegung? Seien Sie kreativ! Bereits den Weg in die Arbeit können Sie zur gesunden Bewegung nützen: Steigen Sie beispielsweise eine Busstation früher aus und gehen die letzten Meter zu Fuß; benützen Sie die Treppe anstelle des Lifts; installieren Sie im Büro ein Stehpult und variieren zwischen Stehen und Sitzen!

2. Weniger ist mehr. Lieber zwei- bis dreimal pro Woche eine halbe Stunde konsequent trainieren als sich jedes Mal eine Stunde vorzunehmen! Sich zu viel vorzunehmen, scheitert oft an Zeitmangel und erhöht die Wahrscheinlichkeit, es ganz bleiben zu lassen. Tipp: Tragen Sie Ihre Trainingstermine im gleichen Kalender ein, in dem Ihre beruflichen Termine vermerkt sind!

3. Brechen Sie die Routine! Machen Sie nicht immer die gleichen Bewegungsformen in der gleichen Intensität und Dauer – außer es verschafft Ihnen psychisches und physisches Wohlbefinden. Grundsätzlich gilt: Abwechslung hält nicht nur den Kopf frisch, sondern sorgt auch für die notwendigen Impulse, dank derer eine körperliche Entwicklung stattfindet.

U

m diese Ziele zu erreichen, werden unterschiedlichste Fitnesstrends kreiert und propagiert – wie beispielsweise Boot­ camps. Als Bootcamps wurden ursprünglich die Lager zur Grundausbildung der US-Soldaten bezeichnet, später auch strenge Umerziehungslager für jugendliche Straftäter. Heute ist das Bootcamp ein Fitnesstrend. Bis an die Grenzen gehen und darüber hinaus, lautet die Devise! »Viel zu den aktuellen Fitnesstrends tragen natürlich die sozialen Medien bei«, sagt Michael Multerer, Leiter des Bewegungstrainings im Park Igls. Gäbe es Facebook und Co. nicht, würde es auch viele dieser extremen Trendsport­arten nicht geben, die oft bis zum Exzess betrieben werden. Speziell bei Bootcamps geht es aber nicht nur um das körperliche Austesten von Grenzen, sondern auch um das psychische.

FITNESSTRENDS ALS SPIEGEL UNSERER GESELLSCHAFT »Dieser Trend, über die eigenen Grenzen zu gehen, die ständige Suche nach dem Adrenalinkick, ist sehr stark kulturell und psychologisch beeinflusst. Man könnte sagen, es ist ein Spiegel unserer Gesellschaft bzw. deren Defizite«, erklärt Dr. Peter Barth, Allgemeinmediziner, Mayr-Arzt und Spezialist für Herz-Kreislauf-Medizin im Park Igls. »Dazu kommt, dass das Alter in unserer Gesellschaft an Bedeutung und Ansehen verloren hat. Jung und vital bleiben bis ins hohe Alter ist die Vorgabe.« Eine Tendenz, die durchaus auch positive Auswirkungen haben kann: Nämlich, dass wir uns mehr bewegen. »Schon 150 Minuten insbesondere kardio­vaskuläres Ausdauertraining pro Woche verlängern unsere Lebenserwartung nachweislich um 3 bis 4 Jahre«, unterstreicht Barth. Wird aber der Druck zu groß und das Training zur Sucht, entfernt man sich schnell aus dem gesunden Bereich. DIE EIGENEN GRENZEN ERKENNEN Doch wo liegen die Grenzen? Wie findet man das rechte Maß? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten – andererseits auch wieder schon. »Ideal für ein gesundes Training ist – wenig überraschend – ein ausgewogener Mix aus Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining, und das altersunabhängig«, betont Multerer. »Der Körper und der Geist geben unmittelbares Feedback, wann die Grenzen er­reicht sind. Wichtig ist, die Signale wahrzunehmen.« »Bezüglich des Krafttrainings hat sich glücklicherweise das Bild in unserer Gesellschaft gewandelt«, ergänzt Barth. War die »Muckibude« früher jungen Menschen vorbehalten, ist es mittlerweile auch für ältere Menschen salonfähig geworden, im Fitnessstudio zu trainieren. Natürlich muss man keine Hanteln schwingen, um seine Kraft zu steigern – »es ist jedoch wesentlich einfacher«, betont Multerer. »Mit dem eigenen Körpergewicht gesund zu trainieren, ist schwieriger als unter Aufsicht eines Trainers im Fitnessstudio, weshalb besonders für Sportanfänger oder Kinder ein professionell geleitetes Training mit Gewichten empfehlenswert ist.« So könne man in einem gesunden Bereich trainieren, ohne sich dabei zu überfordern oder gar zu verletzen. MIT SPASS TRAINIEREN Wo und in welchem Rahmen dieser gesunde Bereich liegt, richtet sich nach der körperlichen Fitness, nach der Tagesverfassung und auch der Sportart. Während man im Krafttraining die Bereiche Muskelaufbau, Kraftausdauer bis hin zur »Maximal­ belastung« abdeckt, sollte man im Ausdauer­

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training verschiedene Intensitäten und Energie­bereitstellungsbereiche trainieren, um den Körper bestmöglich auf unterschiedliche Belastungssituationen vorzubereiten. Ein Profisportler kann unter Kontrolle an seine Grenzen gehen – im Hobbysport ist dies nicht sinnvoll und auch nicht notwendig – vor allem aus gesundheitlicher Sicht. »Deshalb sind Bootcamps ebenso wie Crossfit-Einheiten mit Vorsicht zu genießen. Je mehr, je härter, desto besser, wird hier meistens vorgegeben«, erklärt Multerer. »Dabei ist es ebenso wichtig, seinem Körper Zeit zum Regenerieren zu geben.«

Michael Multerer

»Dabei ist es ebenso wichtig, seinem Körper Zeit zum Regenerieren zu geben.«

Michael Multerer ∞∞ Leiter der Bewegungstherapie im Park Igls ∞∞ Staatlicher Trainer und dipl. Sport-Mentaltrainer

Kommt man in den Bereich des Übertrainings, zwingt einen der Körper zur Pause – »und diese fällt dann viel länger aus als die normale Regenerationsphase«, warnt der Ex-Profisportler. »Hinzu kommt der psychische Effekt – in Bootcamps werden die Menschen negativ unter Druck gesetzt, richtiggehend gedrillt. Dabei erreicht man nachweislich mit einer positiven Verstärkung (zum Beispiel Lob und positive Motivation) wesentlich mehr«, sagt Barth. »Das Training muss Spaß machen«, unterstreicht Multerer. »Alle Vorsätze, Trainingspläne und Ziele nützen nichts, wenn ich mich jedes Mal zum Work-out zwingen muss.« Das hält man letztendlich auch nicht auf Dauer durch. Die Zeit, in der man sich bewegt, sollte Qualitätszeit sein. »Deshalb lieber auch mal etwas kürzertreten, wenn man sich nicht fit fühlt. Weniger ist in dem Fall mehr – dafür aber regelmäßig.« FIT WERDEN – GESUND BLEIBEN Das eigentliche Ziel des Bewegungstrainings sollte die Prävention sein – sich körperlich fit zu halten, um lange gesund zu bleiben. Dazu braucht es weder Drill noch extremen Sport. »Solange ich auf die Bedürfnisse meines Körpers und meiner Psyche achte und Warnsignale wie z. B. Schmerz wahrnehme, befinde ich mich im richtigen Bereich«, so Multerer. »Richten Sie sich nach Ihrem Biorhythmus und machen Sie das und so viel, wie Ihnen guttut.«

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∞∞ Motiviert und inspiriert Menschen zu einem gesünderen, bewegten Leben

Dr. Peter Barth ∞∞ Arzt für Allgemeinmedizin ∞∞ Zusatzausbildungen in Diagnostik und Therapie nach Dr. F. X. Mayr und Notfallmedizin ∞∞ Schwerpunkte: Herz-KreislaufMedizin, Neuraltherapie und psychosomatische Medizin


Das hält fit und schlank

DIESE KOMBINATION IST IDEAL Trainieren Sie regelmäßig Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

Unterschieden werden drei Verbrennungsphasen in der Bewegung:

1. Fettstoffwechsel (niedrige Intensität): In die-

sem Bereich wird die Energie hauptsächlich durch Fette bereitgestellt. Neben vielen positiven Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden fördert man hier auch die Basis für eine erfolgrei­che Leistungssteigerung (Grundlagenausdauer).

2. Kohlenhydratstoffwechsel aerob (moderate

Intensität): Hier wird die Energie hauptsächlich aus Kohlenhydraten gewonnen. Aerob bedeutet, dass die Muskulatur mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Neben vielen gesundheitsfördernden Effekten wird durch Training in diesem Bereich die Leistungsfähigkeit gesteigert. Wenn man sich z. B. während des Laufens noch unterhalten kann, trainiert man im aeroben Bereich.

3. Kohlenhydratstoffwechsel anaerob (hohe

Intensität): Auch hier wird die Energie hauptsächlich aus Kohlenhydraten gewonnen. Allerdings steht nicht mehr ausreichend Sauerstoff zur Verfügung (= anaerob). Die Muskulatur wird nach kurzer Zeit »sauer« oder »blau«. Training mit hohen Intensitäten ist sehr wichtig für eine Leistungssteigerung.

Grundsätzlich verbrennt man in jedem dieser Bereiche Fett – je intensiver die Bewegung, desto mehr. Dabei ist Ernährung die wesentliche Basis: • Falsch ist, nichts bzw. zu wenig essen. Der Jo-Jo-Effekt ist dann unausweichlich. • Wenn es um Gewichtsreduktion geht, ist das Verhältnis von über die Ernährung zugeführter Energie zu über die Bewegung verbrauchter Energie entscheidend. • Decken Sie – je nach Belastung – Ihren Bedarf an hochwertigen Eiweißen, Vitaminen und Mineralstoffen ab. • Hin und wieder eine kleine »Sünde« beim Essen ist grundsätzlich erlaubt – das Leben soll ja auch Spaß machen und Sie verbrennen die zusätzlichen Kalorien durch die Bewegung ohnehin. Die Dosis macht das Gift!

Von einer Mischform dieser drei Trainings-Intensitäten profitieren Sie am meisten. Der prozentuelle Trainingsanteil dieser drei Bereiche ist sehr indi­ viduell und lässt sich am besten über einen Leistungstest beim Sportmediziner definieren.

BOOTCAMP

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CLEAN EATING


Clean

Eating! Innovativer Ernährungstrend oder alte Weisheit in neuem Gewand?

Mit Clean Eating soll Übergewicht reduziert, der Blutzuckerspiegel stabil gehalten und das Wohl­ befinden gesteigert werden. Doch was bedeutet der Ernährungstrend konkret? Dr. Peter Gartner, medizinischer Leiter im Gesundheitszentrum Park Igls, und Küchenchef Markus Sorg erklären, was es mit dem aktuellen Ernährungstrend auf sich hat, warum die Moderne Mayr-Cuisine hier schon seit Jahrzehnten die Nase vorne hat und worauf Vegetarier und Veganer speziell achten sollten.

Dr. Gartner, medizinischer Leiter Park Igls

»Aus der Mayr-Medizin wissen wir, dass man Rohkost zwar verwerten kann – jedoch nur am Anfang des Tages und am Anfang einer Mahlzeit.«

Clean Eating bedeutet, Nahrung in ihrer reinsten Form aufzunehmen, unverarbeitet, ohne Zusatz­ stoffe wie künstliche Konservierungsmittel, Süß-, Farb- und Aromastoffe. Eigentlich nichts Neues für Gesundheitsbewusste! Dr. Peter Gartner: Was wie die Neuerfindung des Rades klingt, ist in Wirklichkeit alter Wein in neuen Schläuchen. Wer sich – wie das Gesundheits­ zentrum Park Igls – seit über 25 Jahren mit wert­voller, vollwertiger und damit überwiegend

biologischer Ernährung auseinandersetzt, dem sind die Grundprinzipien des Clean Eatings schon längst vertraut. Markus Sorg: Das Grundprinzip des Clean Eatings ist seit Jahren Basis der Modernen Mayr-Medizin. Mit dem neuen Namen wird Bewährtes für den Konsumenten nur wieder attraktiver gemacht. Als eine Faustregel für »Clean Eater« gilt: Kaufen Sie nichts Verpacktes! Ist es so einfach, sich gesund zu ernähren? Dr. Gartner: Die Clean-Eating-Bewegung hat sich bei der Zusammenstellung ihrer »zehn Gebote« recht freizügig bei etablierten Ernährungsphilosophien bedient: reichhaltiges Frühstück (MayrMedizin), Obst und Gemüse der Saison (Slow Food), Zuckerreduktion, Meiden von Süßstoffen und Bevorzugung guter Fette (Moderne MayrMedizin), daneben Empfehlungen, die – zumindest in Europa – heute jeder kennt (salzarm, keine künstlichen Zusatzstoffe, Alkoholreduktion). Nichts Verpacktes kaufen heißt im Grunde, auf dem Markt zu kaufen – damit erfüllt man natürlich automatisch die Forderungen nach saisonaler und regionaler Küche. Markus Sorg: Zusätzlich gibt es immer mehr kleine Läden, die ihre Waren lose anbieten. In der Umsetzung dieser Maximen werden dem Verbraucher allerdings vor allem in der Nahrungsmittelindustrie noch viele Steine in den Weg gelegt. Die extremen Vertreter des Clean Eatings ver­ zichten auf tierische Produkte und Getreide und setzen rein auf Rohkost. Kann der Organismus auf Dauer reine Rohkost verarbeiten? Dr. Gartner: Der Homo sapiens hat im Laufe der Evolution immer wieder gelernt, die unterschiedlichsten Nahrungsmittel zu essen und zu verdauen. Vermutlich sind wir deshalb überhaupt noch als Art existent. Unsere erste Nahrung waren – neben Beeren – Knochenmark und Gehirn von Beutetieren, aus heutiger Sicht wenig appetitlich. Erst in der letzten Zwischeneiszeit, vor rund 10.000 Jahren, haben wir gelernt, auch rohe Blätter zu essen. Aus der jahrzehntelangen Erfahrung der Mayr-Medizin wissen wir, dass man Rohkost zwar verwerten kann – jedoch nur am Anfang des Tages und am Anfang einer Mahlzeit. Wir empfehlen daher Obst zum Frühstück und Salat als Vorspeise zu Mittag. Danach können wir Rohkost nicht mehr ausreichend verdauen, es entstehen vermehrt

CLEAN EATING

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Gärungsgase und Fuselalkohole, die die Darmschleimhaut schädigen. Markus Sorg: Unser Verdauungsapparat ist bei Rohkost sehr gefordert, Gekochtes hingegen kann sofort in die einzelnen Bausteine zerlegt und somit leichter und schneller verdaut werden. Bleiben dabei nicht die Nährstoffe auf der Stre­ cke? Und was ist mit dem viel gepriesenen Eiweiß? Dr. Gartner: Bei einem Körpergewicht von 60 Kilogramm ist eine Zufuhr von mindestens 30 Gramm reinem Eiweiß empfehlenswert, höchstens jedoch 50 Gramm, sonst kommt es zur sogenannten Eiweißverschlackung. Bei 80 Kilogramm Gewicht sind die Grenzen 40 bis 65 Gramm täglich. Tierische Eiweißquellen werden generell überbewertet: Während Fisch und Fleisch nicht einmal 20 Prozent Eiweiß enthalten, enthalten Linsen 25, Sojabohnen sogar 35 Prozent hochwertiges Eiweiß. Markus Sorg: Die biologische Wertigkeit ist bei dieser Ernährungsform zu beachten. Das bedeutet, inwieweit das Nahrungsmitteleiweiß vom Organismus aufgenommen werden kann. Bei richtiger Kombination ist die Aufnahme besser gewährleistet und unser Körper kann gut damit arbeiten. Neben dem Clean Eating nimmt auch der Trend zu einer vegetarischen oder veganen Lebens­ weise stark zu, sei es aus gesundheitlichen oder moralischen Gründen. Aber kann man seinen Körper als Vegetarier oder Veganer ausreichend mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versor­ gen? Dr. Gartner: Bei der veganen Ernährungsweise werden ausschließlich Pflanzen verzehrt, wenngleich Algen und Pilze, entwicklungsgeschichtlich, mehr zu den Tieren als zu den Pflanzen zählen. Sich vegan zu ernähren ist kurzfristig absolut kein Problem, langfristig muss man jedoch vor Mangelerscheinungen auf der Hut sein. Vegetarisch dagegen können wir sehr gut leben. Man muss sich jedoch bewusst machen, dass die Vorverdauung bei pflanzlicher Kost eine noch größere Rolle spielt als bei anderen Kostformen. Kauschwäche lässt vermehrt Gärungsalkohole im Verdauungstrakt entstehen – nicht selten finden wir bei vegetarisch bzw. vegan lebenden Patienten eine Verfettung der Leber. Also: kauen, kauen, kauen!

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CLEAN EATING

Markus Sorg: Aus gesundheitlicher Sicht sehe ich die vegetarische Ernährung nicht problematisch, bei der veganen Ernährung werden meine Zweifel dagegen größer. Auf Dauer wird der Verdauungstrakt stark gefordert. Bei älteren Menschen und Schwangeren würde ich diese Ernährungsform nicht empfehlen. Worauf müssen Vegetarier und Veganer bei der Zusammensetzung ihrer Speisen und Ernäh­ rungspläne besonders achten, um Mangeler­ scheinungen vorzubeugen? Dr. Gartner: Die häufigste Mangelerscheinung bei Vegetariern und – mehr noch – bei Veganern ist der Vitamin-B12-Mangel. Vitamin B12 ist für die Blutbildung und das Nervensystem notwendig und kann ausschließlich über Nahrungsmittel tierischer Herkunft wie Eier oder Milchprodukte aufgenommen werden. Ovolaktovegetarier haben somit die klassischen Vitamin-B12-Mangelsymptome Müdigkeit, Schwäche und Depression nicht zu befürchten. Markus Sorg: Deshalb sollten sich Veganer und Vegetarier mit Gesundheits-Checks absichern und sich von Ernährungsberatern begleiten lassen. Fazit: Die Moderne Mayr-Cuisine ist Clean Eating par excellence und in seiner gesündesten Form. Kann man die Moderne Mayr-Cuisine auch als Vegetarier praktizieren? Dr. Gartner: Selbstverständlich! Unsere kreativen »Kochmagier« haben extra zu diesem Zweck hochwertige Eiweißzulagen auf Basis von Algen oder Sprossen entwickelt, unsere vegetarischen Gäste lieben es! Markus Sorg: Natürlich! Vegetarische Gerichte werden immer beliebter und werden von unseren Gästen sehr gut angenommen. Für mich ist wichtig, aus wunderschönem Gemüse, Kräutern, Salaten, Pilzen usw. Gerichte zu kreieren, die den Fischund Fleischgerichten in nichts nachstehen. Genau genommen fördern diese Gerichte unsere Kreativität und eröffnen uns neue Möglichkeiten.


Volles Korn mit Roggen-Dinkel

Ravioli gefült mit BasilikumBlattspinat Für 4 Personen FÜR DEN TEIG

FÜR DIE FÜLLUNG

200 g Roggenmehl

400 g frischer Blattspinat

200 g Dinkelmehl

1 Bund Basilikum

50 g Kartoffelstärke

Salz

100 g mehlige Kartoffeln, gekocht

Meerrettich

80 ml Olivenöl Salz, Pfeffer

1 Eigelb mit etwas Wasser zum Bestreichen

1 Msp. geriebene Muskatnuss

frische Kräuter nach Belieben

3 Eier

2 Eiweiß

Olivenöl

Lauwarmes Wasser

Haben Sie’s gewusst? ∞∞ Vitamin-B12-Mangel ist die häufigste Mangelerscheinung bei Vegetariern und vor allem Veganern. ∞∞ Entwicklungsgeschichtlich bestand unsere erste Nahrung aus Beeren, Knochenmark und Gehirn von Beutetieren. ∞∞ Rohkost sollte der Verdauung zuliebe nur zum Frühstück und als Vorspeise vor dem Mittagessen auf dem Speiseplan stehen. ∞∞ Bei der Verwertung pflanzlicher Nahrung spielt die Vorverdauung (im Mund) eine wesentliche Rolle – deshalb sollten Vegetarier und Veganer besonders gut kauen!

∞∞ Für den Teig mit beiden Mehlsorten, der Stärke, den gepressten Kartoffeln auf einer großen Arbeitsfläche eine Art Hügel auf­ schütten. Darin eine Mulde bilden, die restlichen Zutaten in die Mulde geben und den Hügel langsam zu einem Teig verkneten. Dabei lauwarmes Wasser in kleinen Mengen beigeben. Den Teig nochmals leicht mit Mehl bestäuben und etwa 20 Minuten ruhen lassen. ∞∞ Für die Füllung den Blattspinat waschen, zupfen und in ein passendes Sieb geben. Mit kochendem Salzwasser überbrühen und sofort kalt abschrecken. Den Spinat ganz trocken pressen und mit dem Basilikum in Streifen schneiden. Mit Salz, geriebenem Meerrettich und Olivenöl abschmecken. ∞∞ Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeits­ fläche ausrollen, mit einem Ausstecher (Durchmesser ca. 10 cm) Kreise ausstechen. Füllung daraufgeben, die Ränder mit Eidotter bestreichen, einschlagen und festdrücken. In leicht kochendem Salzwasser etwa 2 Minuten köcheln. Mit einem Schuss Olivenöl und frischen Kräutern servieren.

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Kosmetik geht Hand in Hand mit der Mayr-Medizin »Was ist Ihr Verständnis von Kosmetik?«, haben wir Sonja Sojer gefragt, die seit 25 Jahren »Kosmetik im Park Igls« leitet. »Die Gesundung der Haut«, antwortet sie ohne zu zögern. Die Mayr-Prinzipien sind die Säulen des selbstständigen Kosmetikinstituts, das sich als Partner des Gesundheitszentrums Igls versteht. 26

KOSMETIK IM PARK IGLS


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eshalb haben wir Chefarzt Dr. Peter Gartner zum gemeinsamen Gespräch mit Sonja Sojer gebeten – über gesunde und schöne Haut und was Kosmetik dazu beitragen kann. DIE HAUT ALS SPIEGEL DES DARMS Sonja Sojer: Wir betrachten die Haut als Organ, gehen auf individuelle Bedürfnisse ein und unterstützen den Detox-Prozess, der durch die MayrTherapie in Gang kommt. Dieses Verständnis lebe ich seit 25 Jahren in meinem Institut – zusammen mit meinen derzeit fünf Mitarbeiterinnen.

Dr. Peter Gartner: Es ist interessant, dass Dr. F. X. Mayr bereits in einem seiner ersten Bücher dem Zusammenhang von Schönheit und Verdauung auf den Grund geht. Wie sehen Gesichter vor und nach der Kur aus? Diese Veränderung des Hautbildes machen wir im Park Igls mit den Vorher-NachherFotos sichtbar. Durch die Kur werden elastische Fasern wieder dehnbarer, Schlackenstoffe werden ausgeschieden, der Stoffwechsel verbessert sich. Die Haut ist der optisch wahrnehmbare Spiegel des Darms. Dann müssten doch die Mayr-Prinzipien genügen, könnte man meinen. Wieso gibt es Kosmetik im Park Igls, wo doch wahre Schönheit von innen kommt? Für mich als Arzt sind kos­ metische Behandlungen eine gute Ergänzung unserer Kur­erfolge. Vor allem, da wir großen Wert auf Kooperation legen. So werde ich etwa bei neuen Behandlungsmethoden in der Kosmetik hinzugezogen. S. Sojer: Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Bäderabteilung im Park Igls, die auch Körperkosmetik anbietet. Nur so können wir unsere Behandlungen aufeinander abstimmen, die sich sinnvoll ergänzen. Das Verständnis von Kosmetik sowie die Art der Behandlungen haben sich in den vergangenen zehn bis 20 Jahren maßgeblich verändert. Die Haut wird wissenschaftlich in­tensiver erforscht, aber auch die Überempfindlichkeiten der Haut, wie allergische Reaktionen oder hypersensible Haut, haben zugenommen. Hinzu kommt der Kur-Effekt, der die Haut generell sensibler macht.

Dr. Gartner: Wir nennen das »Kurekzem«. Die Haut erfährt während einer Kur Manipulationen durch Massagen, Behandlungen oder Wasser­ anwendungen. Ein Teil der sauren Giftstoffe wird ebenfalls über die Haut ausgeschieden, die entsprechend reagiert. Unsere Lebensumstände, was wir zu uns nehmen – fast alles zeigt sich an der Haut, vor allem alles, was mit dem Darm zusammenhängt. Deshalb ist für Mayr-Ärzte die Optik der Haut ein wichtiger erster Eindruck bei der Anamnese. KOSMETISCHE KÖRPERSTRAFFUNG S. Sojer: Bei Körperbehandlungen arbeiten wir Hand in Hand mit der Bäderabteilung des Park Igls. Ich kenne die Therapiepläne und biete ergänzende Behandlungen an – wie etwa die Pneumatische Pulsationsmassage (PPM), bei der pulsierende Saugglocken das Bindegewebe sanft, aber intensiv bearbeiten und es dadurch stärken und straffen. Der verstärkte Lymph- und Blutfluss unterstützt den Detox-Vorgang. PPM lässt sich auch im Gesicht (mit kleineren Saugglocken) anwenden, die Wirkung ist sicht- und spürbar. Dazu tragen auch die Terra-Vit-Wickel der Bäderabteilung bei. Dr. Gartner: PPM greift das Prinzip der Mayr’schen Bauchbehandlung auf, bei der es nicht darum geht, Fett abzubauen, sondern Schlackenflüssigkeit aus dem Fettgewebe abzutransportieren. S. Sojer: Da wir die Vorgänge während einer Kur kennen und mit unseren Gästen sprechen, können wir gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen. Bei einer Kurkrise oder wenn sie stärker auf sanftere Reize reagieren, empfehlen wir Wohlfühl-

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behandlungen mit Kräuterauszügen und ätherischen Ölen. Unsere Farb-Vakuum-Behandlung etwa ähnelt der PPM-Behandlung, das Vakuum baut sich aber langsamer auf und wirkt in Kombination mit Lichtfrequenzen. GESICHTSBEHANDLUNGEN: SANFT UND EFFEKTIV S. Sojer: Im Gegensatz zur ästhetischen Medizin arbeitet die Kosmetik meist nicht invasiv. Mit Reviderm, unserem langjährigen Partner, verfügen wir über die neuesten Technologien und über die entsprechenden Pflegeprodukte, mit denen wir ganz gezielt auf Hautprobleme eingehen und so die Vitalität der Haut und ihre Gesundung fördern können. Bei der Mikrodermabrasion etwa werden tote Zellen von der obersten Hautschicht abgetragen – schmerzfrei, sanft und doch gezielt. Mithilfe eines speziellen Ultraschallgeräts, dem Cell Jet, wird das Gewebe im Mikrobereich massiert, wodurch Wirkstoffe in tiefere Hautregionen eindringen können. Mikroderm­ abrasion hilft bei Elastizitätsverlust der Haut, erweiterten Poren, Lichtschäden, Trockenheit oder Fältchen, die Haut wird gestrafft und gleichzeitig widerstandsfähiger. Die Effekte zeigen sich bereits nach einer Behandlung, für länger­ fristige Erfolge empfehlen wir drei bis vier Sitzungen.

SPEZIALFALL COUPEROSE Dr. Gartner: Dabei handelt es sich um die Erweiterung oberflächlicher kleinster Hautgefäße, vor allem im Gesicht. Diese Rötungen sind an sich harmlos, sie können aber in Zusammenhang mit Erkrankungen auftreten und beispielsweise zu Rosacea (Kupferrose) führen. Exzessiver Alkoholkonsum kann ebenso derartige Gefäßerweiterungen zur Folge haben, genauso wie die Alkohol­ produktion im Darm. Ein Beispiel dafür ist der regelmäßige Verzehr von Rohkost, etwa einer großen Portion Salat, am Abend. Die Nahrung bleibt im Dünndarm liegen, beginnt dort zu gären, Gärungsalkohol entsteht. Das kann paradoxerweise zur Fettleber bei Vegetariern führen und lähmt die kleinsten Hautgefäße, die sich als Folge davon erweitern und röten. S. Sojer: Hier erzielen wir mit der Søby-Massage, benannt nach ihrem Erfinder, einem dänischen Hautarzt, gute Erfolge. Die Rötungen und Schwellungen im Gesicht klingen rascher ab. Richtig erlernt, kann die Massage auch von den Betroffenen selbst praktiziert werden. Weiters können Schallbehandlungen und verschiedene Wirkstoffe das Ausbreiten der Couperose stoppen. Dieser Fall zeigt auch, dass in der Kosmetik die gesunde Ernährung eine wesentliche Rolle spielt und im Rahmen der Ausbildung gelehrt wird. WAS IST GIFT FÜR DIE HAUT? Sonja Sojer und Dr. Peter Gartner unisono: Die Dosis macht das Gift, aber ... Dr. Gartner: ... Rauchen erhöht die Talgproduktion und ist daher für eine gesunde Haut nicht förderlich. Ebenso sind extreme Witterungseinflüsse schlecht für die Haut bzw. erfordern einen speziellen Schutz. Umwelteinflüsse und Schlafmangel spiegeln sich ebenfalls in der Haut wider. ZU VIEL DES GUTEN S. Sojer: Wir sehen häufiger »überpflegte« Haut – ob am Körper oder im Gesicht. Stark schäumende Mittel, die viel alkalische Waschsubstanz enthal-

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ten, tun der Haut nicht gut, wenn sie täglich oder sogar zweimal täglich angewandt werden. Gesunde Haut regeneriert sich selbst, deshalb rate ich oft zu »weniger ist mehr«. Effiziente Pflege ist auf das individuelle Hautbild abgestimmt, da sollte man einer gut ausgebildeten Kosmetikerin vertrauen.

Frage an Dr. Peter Gartner: »Was sind Schlacken?« Schlacken sind Stoffwechsel-Endprodukte, die der Körper nur in gewissen Mengen ausscheiden kann. Wird diese Kapazität überschritten, muss er die Substanzen weiterverarbeiten oder ablagern. Eiweiß etwa kann der Körper nicht ausscheiden. Es kommt zur Einlagerung von Aminosäuren im Bindegewebe, dadurch erhöht sich der hydrostatische Druck, der Druck auf kleinste Blutgefäße. Das kann der Beginn von Durchblutungsstörungen sein. Der Schlackenstoff Nummer 1, Laktat, bildet sich, wenn Kohlenhydrate vergoren werden. Geht die Zufuhr von Kohlenhydraten, die per se nicht »schlecht« sind, mit Bewegungsmangel einher, kommt es zum »Couch-Potato-Syndrom«, einem gesundheitsschädlichen Übergewicht. Kohlenhydrate sollten immer dann konsumiert werden, wenn man sich bewegt. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich auch mit den Advanced Glycation Endproducts, kurz AGEs, Substanzen, die etwa bei häufigem Verzehr von Gebratenem oder Gegrilltem entstehen und dann ebenfalls zu Einlagerungen führen.

Dr. Gartner: Alles, was über ein Stück Naturseife hinausgeht, ist nicht notwendig. Das ist meine, zugegeben radikale, Aussage dazu. Seifenstücke sind generell hautfreundlicher als flüssige Seife, und im Park Igls stellen wir in den Zimmern bewusst keine Körperlotionen bereit. Vom ärztlichen Standpunkt aus ist das Eincremen der Haut nur bei krankhafter Trockenheit notwendig.

Sonja Sojer Seit 1993 ist Sonja Sojer mit Kosmetik im Park Igls selbstständig. Dr. Martin Winkler, der das Kurzentrum im Park Igls begründete, holte sie damals ins Haus. Ihre Tätigkeit im Kosmetikinstitut wuchs mit den Erkenntnissen der Mayr-Medizin mit. Vom kontinuierlichen Austausch mit dem Ärzte- und Therapeutenteam im Park Igls profitieren beide Seiten. Regelmäßige Weiterbildungen – auch ihrer Mitarbeiterinnen – liegen der Leiterin des Instituts ebenso am Herzen wie die Ausbildung von Lehrlingen.

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Park-Igls-Golf Mit der erfahrenen Gesundheitstrainerin, begeisterten Golferin und Therapeutin der österreichischen Seniorinnen-Golf-Nationalmannschaft Hanni Gartner gelingt es, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koor­ dination und mentale Leistungsstärke spielerisch zu trainieren! Neben der medizinischen Diagnostik

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GOLF & RÜCKENSCHMERZ

finden Sie im Park Igls ideale Trainingsmöglichkeiten für Funktions- und Pre-Shot-Gymnastik. Zwei nahe gelegene 18-Loch-Golfplätze, eine 9-LochÜbungsanlage im Ort und eine hauseigene Pitch- & Putt-Anlage im Naturpark des Gesundheitszentrums runden das Golfangebot ab.


Golfen mit Schwung statt Schmerz »Die Ursachen für Rückenschmerzen liegen nicht nur beim Golfspiel immer wieder in der fehlenden Mobilität und Stabilität der gesamten Muskulatur.« Hanni Gartner Medizinische Masseurin, Strukturelle Therapeutin, dipl. Gesundheitstrainerin

FIT IN DEN GOLFFRÜHLING Fitnesstipps für Herbst und Winter von Hanni Gartner Um seine golfspezifische Fitness zu verbessern und eine optimale körper­liche Leistungsfähigkeit in den Zwischen­monaten aufzubauen, sollten die wichtigsten Teilaspekte wie Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer sowie die für die Schwungtechnik wichtige Koordination und Schnellig­ keit trainiert werden. Für einen nach­ haltigen Effekt trainieren Sie am besten ein- bis zweimal pro Woche 30 bis 60 Minuten Ausdauer und Herzkreis­ lauf und verbessern Sie Ihre Grund­ kondition. So starten Sie fit und schmerzfrei in die nächste Golfsaison! Schlagen Sie gesund ab!

Ü

ber die Hälfte aller Golfspieler/-innen denkt beim Spazieren über den Platz häufiger an den Rücken als an den nächsten Abschlag. Grund dafür ist, dass sie beim Schwingen des Schlägers Schmerzen verspüren. Die enorme Rotationsbelastung während des Golfschwungs, insbesondere im Bereich der Lendenwirbelsäule, bewirkt bei einem falschen Bewegungsablauf, dass sich der Körper gegen die Fehlstellung »wehrt« und Schmerzen verursacht. Wenn man diese Botschaften des Körpers ignoriert, kommt es in Folge zu chronischen Schmerzen, die sich nur mehr aufwendig therapieren lassen.

Das in Österreich im Gesundheitszentrum Park Igls einzigartige TheMedGolf®-Programm setzt genau hier an. Ausgangspunkt von TheMedGolf® ist eine umfassende Bewegungsanalyse, auf deren Basis ein persönlicher Trainingsplan von einem Arzt, einem Physiotherapeuten und der Gesundheitstrainerin Hanni Gartner gemeinsam erarbeitet wird. So entsteht ein individuelles golfspezifisches Trainingsprogramm, das den Bewegungsablauf optimiert und Fehler korrigiert. Wer gerade mit dem Golfspiel begonnen hat, sollte TheMedGolf® nutzen und von Beginn an einen medizinischen und technisch richtigen Schwung erlernen. TheMedGolf® eignet sich für alle Golfer, die mit einem neuen Trainingsansatz schmerzfrei spielen, ihre Leistung verbessern und ganz nebenbei ein wenig körperlichen Ballast verlieren wollen. Mit der erfahrenen Gesundheitstrainerin, begeisterten Golferin und Therapeutin der österreichischen Seniorinnen-Golf-Nationalmannschaft Hanni Gartner gelingt es, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und mentale Leistungsstärke spielerisch zu trainieren! Neben der medizinischen Diagnostik finden Sie im Park Igls ideale Trainingsmöglichkeiten für Funktions- und Pre-Shot-Gymnastik. Zwei nahe gelegene 18-Loch-Golfplätze, eine 9-Loch-Übungs­ anlage im Ort und eine hauseigene Pitch- & PuttAnlage im Naturpark des Gesundheitszentrums runden das Golfangebot ab.

GOLF & RÜCKENSCHMERZ

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Sie haben Rückenschmerzen? TheMedGolf® hilft! 7 Fragen an Golf-Gesundheitstrainerin Hanni Gartner

Warum leiden über die Hälfte aller Golfspieler/ -innen dauernd oder zeitweise an Rücken­ schmerzen? Der Golfschwung lässt den gesamten Körper um die eigene Achse – d. h. die Wirbelsäule – rotieren. Dazu bedarf es großer Beweglichkeit diverser Gelenke. Ist die Beweglichkeit nicht gegeben, erlauben unsere Hüften zu wenig Rotation und der restliche Körper kompensiert die fehlende Mobilität. Diese Bewegungsdefizite und in der Folge Kompensations- oder Fehlhaltungen verursachen früher oder später Schmerzen. Einige Golfer leiden während des Spiels, andere spüren erst Schmerzen, wenn sie schon im Club­ haus sind, und wieder andere gehen trotz ihrer chronischen Schmerzen Golf spielen. Wie ist das erklärbar? Die Ursachen liegen meist in der fehlenden Mobilität und Stabilität der gesamten Muskulatur. Natürlich sind auch die unterschiedlichen und geänderten modernen Golfschwünge ein Thema. Steile Schulterdrehungen sowie zum Spannungsaufbau blockierte Hüften, Impulse aus den Beinen und durchgebogene Hüfte beim »Impact« sind auf Dauer nicht durchzuhalten. Häufig sind es aber nicht nur die neuen Techniken, sondern auch die Selbstüberschätzung der Sportler, die zu Schmerzen führen. Nicht jeder Golfschwung ist für jeden Golfer und jedes Fitnesslevel geeignet. Muss man bei bestimmten chronischen Schmer­ zen das Golfen aufgeben? Chronische Schmerzen müssen auf jeden Fall medizinisch abgeklärt werden. Deshalb muss man das Golfspielen aber nicht gleich aufgeben. Neben

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der Einnahme von Medikamenten sollten vor allem Kraft, Ausdauer und Koordination trainiert und die gesamte Muskulatur gestärkt werden. Zusätzlich sind Trainings zur Schmerzbewältigung, Entspannung und Bewegung zu empfehlen. In den meisten Fällen lassen sich mit individuell abgestimmten kombinierten Behandlungen Erfolge erzielen. Wie schwer sind automatisierte falsche Bewe­ gungsabläufe zu korrigieren? Schon beim ersten Training sollte unter Anleitung eines Golflehrers die richtige Technik erlernt werden, damit erst gar keine falschen Bewegungs­ abläufe abgespeichert werden. Später lässt sich eine falsche Technik nur noch schwer korrigieren und bedeutet gegebenenfalls teure Extra-Golfstunden. Kann Golfen auch präventiv gegen Rücken­ schmerzen wirken? Natürlich, in Kombination mit einem speziellen Aufwärmprogramm, entsprechenden Dehnungsübungen, Streckungen und Rotationsübungen des Oberkörpers kann Rückenschmerzen effektiv vorgebeugt werden. Kann ich mit TheMedGolf® auch mein Handicap verbessern? Handicap-Verbesserungen sind möglich, wenn mit einem speziellen Fitnesstraining die Kraft in den Hüften, Schultern, in Rücken und Armen aufgebaut wird. Ergänzt man dieses Training mit Stabilitätsübungen mit dem eigenen Körpergewicht, wird sich das gesamte Golfspiel verbessern. Bekomme ich nach einem TheMedGolf®Aufenthalt im Park Igls auch einen Trainingsplan für zu Hause mit? Ja! In Abstimmung mit einem Arzt, einem Physiotherapeuten und mir wird ein individueller Trainingsplan für jeden Gast erstellt.


TheMedGolf® Rund 60 Prozent aller Golfspieler leiden unter Schmerzen – ausgelöst durch einen falsch angelernten Bewegungsablauf oder durch muskuläre Dysbalancen. Das Park Igls bietet als einziges TheMedGolf®Institut in Österreich ein spezielles golfspezifisches Trainingsprogramm, das medizinische und physiotherapeutische Erkenntnisse vereint. Das TheMedGolf®-Trainingsprogramm kann allen Golfern jeder HCP-Klasse zu einem gesunden und sportlichen Schwung verhelfen. Um die richtigen Bewegungsabläufe zu erkennen und entsprechend zu korrigieren, steht Ihnen ein ausgebildetes Team an Therapeuten zur Seite. Damit Sie Ihre künftigen Golfrunden mit einem schmerzfreien Schwung genießen können.

∞∞ 1 golfspezifische Funktionsanalyse (50 Min.) ∞∞ 3 golfspezifische Koordinations- und Kräftigungstrainings (à 50 Min.) ∞∞ 3 Pre-Shots und Warm-ups (à 25 Min.)

€ 536 pro Person, buchbar in Kombination mit einem Spezialangebot wie Golf@Mayr oder einem Therapiemodul wie Mayr-Intensiv – nicht buchbar in der Woche vom 1. bis 8. September 2019.

Als Gründungsmitglied des Golfclubs InnsbruckIgls ermöglicht das Park Igls seinen Gästen stark reduzierte Greenfees für die Golfplätze Rinn und Lans. Greenfee (Lans) 9-Loch € 35, 18-Loch € 54 Greenfee (Rinn) 18-Loch € 60, Golf Cart € 25 5-Tages-Greenfee (Lans und Rinn) € 255

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Wussten Sie, dass . . . … in vielen Fällen der Blutdruck ohne Medikamente gesenkt werden kann? Körperliche Bewegung, vernünftige Ernährung und regelmäßige Entschlackungsbehandlungen auf Basis der Modernen MayrMedizin machen Betablocker und Konsorten meist überflüssig.

… sämtliche Betten im Park Igls neu mit hochwertigen JOKA-Flexinet®-Matratzen ausgestattet sind? Die mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichneten Matratzen aus zweifachem 7-Zonenkern werden ausschließlich in Österreich produziert.

… rund 2 kg unseres Gesamtgewichtes Bakterien ausmachen, ohne die wir gar nicht leben könnten? Allein der Darminhalt besteht zu ca. 50 % aus Bakterien. IMPRESSUM Für den Inhalt verantwortlich: Gesundheitszentrum Igls GmbH, Igler Str. 51, 6080 Innsbruck-Igls Tel. +43 512 377 305 Fax +43 512 379 225 info@park-igls.at www.park-igls.at KONZEPTION UND GESTALTUNG Studio Roth&Maerchy AG, Zürich

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WUSSTEN SIE, DASS …

… der Mensch durchschnittlich fünf- bis sechsmal pro Nacht aufwacht, meistens ohne es zu merken? Diese kurzen Unterbrechungen sind normal und noch keine Schlafstörung. … das Trampolinspringen Glückshormone freisetzt? Dazu reichen schon wenige Minuten pro Tag aus.

REDAKTION Mag. Andrea Gnägi, Dr. Peter Gartner, Dr. Irene Brunhuber, Dr. Richard Kogelnig, Dr. Peter Barth, Mag. Thomas Blasbichler, Mag. Dr. Melanie Robertson, Markus Sorg, Michael Multerer, Hannelore Gartner, Ingrid Striednig, Mag. Helene Forcher, marketing deluxe: Claudia Reichenberger, Nicole Ginzinger, Christoph Ebead Änderungen und Schreibfehler vorbehalten.

LEKTORAT Erika Krammer-Riedl, Mattsee FOTOGRAFIE Fred Einkemmer, Maricruz Aguilar, Jack Coble, Martina Meier, Klaus Defner, Christina Gaio, Ingrid Striednig Auflage: 10.000 © September 2018 Gedruckt auf Cyclus Print aus 100 % Recyclingfasern gemäß RAL UZ-14 – Blauer Engel


Hotelzimmer Einzelzimmer Doppelzimmer* Suiten* Park Igls Suite (bis 5 Personen)

Therapiemodule € 153  –  345 € 148  –  250 € 273  –  392 € 1.190

Preise jeweils pro Tag und Person, Therapien nicht inbegriffen. * Zur Einzelbelegung auf Anfrage. Preisermäßigung: 5% ab zwei Wochen, 10% ab drei Wochen.

Das Ärzteteam im Park Igls

BASIS-PROGRAMM Ist die Grundlage unseres Therapieangebots und fixer Bestandteil aller Therapiemodule

€ 999

MAYR-KLASSIK Zum Kennenlernen der Modernen Mayr-Medizin

€ 1.286

MAYR-INTENSIV Zur Entschlackung und Optimierung des Gesundheitszustandes auf breiter Basis

€ 1.723

MAYR-DE-STRESS Das Tempo reduzieren und die Energie wieder zum Fließen bringen

€ 1.927

BEWEGUNGS- UND STÜTZAPPARAT Behandlung von Rückenbeschwerden, Wiedererlangung der Beweglichkeit

€ 1.691

HERZ UND KREISLAUF Positive Beeinflussung von Risikofaktoren wie Stress, Übergewicht, Bluthochdruck

€ 1.782

STOFFWECHSEL UND ENTGIFTUNG Bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Allergien, Burn-out und Schlafstörungen

€ 1.892

Spezialangebot LAUFEND ENTGIFTEN

€ 1.591

Spezialangebot KYBUN® & BELLICON®@MAYR

€ 1.482

Spezialangebot NEURO@MAYR

€ 2.027

Spezialangebot MODERN MAYR MEDICAL CHECK

€ 3.859

Diagnostikmodul SUPER MEDICAL CHECK

€ 2.106

Diagnostikmodul MEN'S MEDICAL CHECK

€ 2.480

Diagnostikmodul ULTRASCHALL-VORSORGEPAKET

€ 998

Preise jeweils pro Woche und Person exkl. Zimmerpreise. Preise für Folgewochen auf Anfrage. Preise und Leistungen gültig von 26.12.2018 bis 14.12.2019

ANGEBOT

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Park Igls | Gesundheitszentrum Igls GmbH | Igler StraĂ&#x;e 51 | 6080 Innsbruck-Igls | Ă–sterreich Tel. +43 512 377 305 | Fax +43 512 379 225 | info@park-igls.at

www.park-igls.at