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Impressum Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung „Aliens – Pflanzen und Tiere auf Wanderschaft“ 14.3.2010 bis 13.2.2011 Ausstellungsveranstalter: Niederösterreichische Museum BetriebsgesmbH Direktion: Carl Aigner, Erich Steiner Geschäftsführung: Cornelia Lamprechter, Hermann Dikowitsch Kuratoren: Franz Essl, Wolfgang Rabitsch (Umweltbundesamt GmbH) Konzept Museumslabor: Markus Pausch, Norbert Ruckenbauer Medieninhaber Niederösterreichische Museum BetriebsgesmbH, St. Pölten Autorin Christine Stanzel-Polacék Grafische Gestaltung schultz+schultz-Mediengestaltung, 1040 Wien Druck Janetschek, 3860 Heidenreichstein © 2010 für die Broschüre beim Medieninhaber © 2010 für die Zeichnungen (S.8+9): Gerhard Habinger, St. Pölten © 2010 für die Fotografien: R. Berger; BFW/Institut für Waldschutz, Wien; M. Dvorak; Franz Essl; Herbert Frei; R. Hofer; Thaler Knoflach; G. Kunz; Markus Pausch; Wolfgang Rabitsch; Christine StanzelPolacék; Wachmann; Wikimedia Commons (Beta 1; S. Didam; E. Engbretson; M. Finke; J.P. Grandmont; J. Hempel; B. Inoescu; H. Pruscha; Seotaro; U.S. Fisch & Wildlife Service); www.hydria-institute.com Umschlagmotiv: Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys), © Wikimedia Commons Alle Rechte, auch das des auszugsweisen Abdrucks und das der Reproduktion einer Abbildung, sind vorbehalten. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Mikroverfilmungen, Übersetzungen und die Einspeicherung in und Verarbeitung durch elektronische Systeme. Änderungen vorbehalten.

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Aliens

im Pflanzen- und Tierreich

Hallo, ich bin Poldi. Herzlich willkommen in unserer neuen Sonderausstellung. Diesmal wird dich mein Freund Charly aus Amerika durch die Ausstellung führen.

Howdy partner, my name is Charly. Ich bin ein Signalkrebs und werde dich durch die Ausstellung begleiten. Wenn du in der Ausstellung genau schaust, wirst du mich öfters entdecken und ich helfe dir dabei Fragen zu beantworten oder Rätsel zu lösen, die du in dieser Broschüre findest. Leihe dir einen Bleistift an der Kassa aus und nimm ihn mit auf die Entdeckungstour! Berühre die Gegenstände auf keinen Fall & klopfe bitte nicht gegen die Scheiben der Aquarien & Terrarien! Weder mit den Fingern noch mit dem Stift! Ich wünsche dir viel Neugierde und Spaß!

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DA S N Ö GART ENTE LE FON Garten-Rat unter 02742/74333 IHRE PERSÖNLICHE SERVICE-EINRICHTUNG: Organisieren Sie sich eine Gartenberatung in Ihrem Garten Bestellen Sie hier Informationsmaterial Mo., Di., Do., Fr.: 8.00-15.00 und Mi.: 9.00-17.00 Wir bearbeiten 37.000 Anfragen jährlich Anfragen auch unter gartentelefon@naturimgarten.at

WEITERE INFOS DAZU FINDEN SIE UNTER WWW.NATURIMGARTEN.AT


Vorwort

Wie schaut deine Umgebung aus und wie ver채ndert sie sich? Was nach einfachen Fragen aussieht, braucht bei der Beantwortung viel Wissen rund um die Zusammenh채nge. Nur wenn du deiner Umwelt mit ihrer (Arten-)Vielfalt Aufmerksamkeit schenkst, verr채t sie dir ihre Geheimnisse. Und davon gibt es viele, die es wert sind, von dir entdeckt zu werden. Das Abenteuer wartet vor der Haust체r!

Wolfgang Sobotka Landeshauptmann-Stellvertreter

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Inhalt

Wie kamen und kommen die Aliens zu uns?

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Aliens-Einleitung

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WER KAM WIE ZU UNS?

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Signalkrebs

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Höckerschwan

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Rotwangen-Schmuckschildkröte

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VON BLINDEN PASSAGIEREN,… Blaubandbärbling

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Graskarpfen

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Regenbogenforelle

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Sonnenbarsch

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Goldfisch

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Wandermuschel

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FLAUSCHIGE SÄUGETIERE AUF WANDERSCHAFT Waschbär und Bisamratte Spanische Wegschnecke

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Asiatischer Marienkäfer

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Keine Aliens

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DER WIRT UND SEIN GAST – BEIDE ALIENS Erdäpfel

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Erdäpfelkäfer

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WELCHE PFLANZE SCHMECKT DEM ERDÄPFELKÄFER NICHT?

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TIPP!

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ALIENS IN UNSERER KÜCHE

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Kastanienbaum

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Japanischer Staudenknöterich

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TIPP!

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Himalaya-Springkraut

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Kanadische Goldrute und Späte Goldrute

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Riesen-Bärenklau/Herkulesstaude

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Ambrosie (Ragweed)

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Robinie

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Douglasie

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Götterbaum

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Aliens in anderen Ländern

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Aliens Kreuzworträtsel

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Museumslabor

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Rätselauflösungen

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Hier geht es also um Aliens! Vielleicht denkst du dabei gleich an die kleinen, grünen außerirdischen Männchen von fernen Galaxien. Die sind aber nicht gemeint. Gemeint sind Neobiota (Neophyten, Neozoen, Neomyzeten). Jetzt bist du wahrscheinlich noch mehr verwirrt. Aber keine Angst ich werde dir alles erklären. Lies einfach auf der nächsten Seite weiter.

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Aliens Aliens bedeutet außerirdische Wesen. In diesem Fall handelt es sich aber um „Erdlinge“, also um Pflanzen, Tiere und Pilze die mit Hilfe von uns Menschen zugewandert, zugereist sind. Manche Arten hat der Mensch absichtlich eingebürgert, andere kamen sozusagen als blinde Passagiere. Du hast sicher schon von Christoph Kolumbus und der Entdeckung Amerikas gehört. Amerika wurde zwar schon ca. 500 Jahre vor Kolumbus von den Wikingern entdeckt, aber erst seit der „Entdeckung“ Amerikas 1492 durch Kolumbus und der Besiedelung Amerikas durch die Europäer wurden Güter in großen Mengen ausgetauscht und Pflanzen und Tiere in großer Anzahl über die ganze Welt verbreitet.

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Alle Pflanzen, Tiere, Pilze, die nach 1492 bei uns mit menschlicher Hilfe eingebürgert wurden nennt man Neobiota. Das kommt aus dem Griechischen und bedeutet: neues Leben. NEOPHYTEN sind neue Pflanzen (Neo = neu, Phyton = Pflanze) NEOZOEN sind neue Tiere (Neo = neu, Zoon = Tier) NEOMYZETEN sind neue Pilzarten Dann gibt es noch Pflanzen die bereits in der Jungsteinzeit mit dem Ackerbau eingeschleppt und eingebürgert wurden. Man nennt sie: Archäophyten Neobiota werden auch noch eingeteilt in: Invasive Arten vermehren sich sehr stark ohne menschliche Hilfe und verdrängen heimische Arten weil sie keine natürlichen Feinde haben oder z.B. durch große Blätter anderen, heimischen Pflanzen das Licht nehmen. Manche beeinträchtigen unsere Gesundheit indem sie Allergien auslösen. Nicht invasive Arten machen keine Probleme, verschwinden von selbst wieder, oder stören andere Pflanzen oder Tiere nicht.

Wie kamen und kommen die Aliens zu uns? Pflanzen und Tiere kommen manchmal mit Schiffen, oft in Ballastwassertanks oder auch über künstlich angelegte Kanäle. Ballastwassertanks sind dazu da, große Schiffe zu stabilisieren. Sie würden sonst bei Sturm und hohen Wellen Probleme bekommen und umkippen. Dazu wird Meerwasser in die Tanks gepumpt und dabei gelangen oft auch Pflanzen und Tiere in den Tank. Wird das Wasser im Zielhafen wieder abgepumpt, werden auch die blinden Passagiere mit ausgeladen. Neophyten werden oft auch mit Zügen oder Autos transportiert. Die Samen einiger Pflanzen bleiben im Profil der Autoreifen hängen und keimen dann woanders. Oft werden Samen auch entlang von Bahnlinien verbreitet, etwa beim Ausladen.

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Gärtnereien und Tierhandlungen führen exotische Pflanzen und Tiere absichtlich ein. Zierpflanzen, die im Garten wachsen, wandern in die freie Natur aus. Die Samen werden durch Wind oder Vögel verbreitet oder durch Wurzelstückchen, die die Gärtner mit gerodeten Pflanzen außerhalb des Gartens lagern.

Manchmal passiert es, dass Tiere aus Zoos oder privater Tierhaltung entkommen oder auch absichtlich ausgesetzt werden, z.B. weil die niedlichen Schildkröten zu groß oder bissig geworden sind. Im Vogelfutter können auch Aliens vorkommen, z.B. Ambrosiensamen. Warum die nicht willkommen sind, erfährst du einige Seiten später.

Manche Aliens , wie der Maiswurzelbohrer, der sich von Mais ernährt und große Schäden anrichtet, reisen mit dem Flugzeug ein.

Aliens wandern unbemerkt auch in Holzverpackungen oder durch Holztransporte ein (z.B. der asiatische Laubholzkäfer – ein Holzschädling).

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WER KAM WIE ZU UNS?

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Verbinde die Aliens und die Art wie sie zu uns gekommen sind mit Strichen.

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Auf den nächsten Seiten möchte ich dir nun einige Aliens aus dem Tier- und Pflanzenreich näher vorstellen, damit du sie besser kennen lernst. Wenn du durch die Ausstellung wanderst, kannst du sie dort auch entdecken und dir genauer anschauen. Als erstes möchte ich mich selbst vorstellen: Wie du schon gehört hast, bin ich ein:

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SIGNALKREBS Ich stamme aus Nordamerika und wurde im Sommer 1970 aus Kalifornien eingeflogen und in den heimischen Gewässern ausgesetzt. Ich bin etwas kleiner als der heimische Edelkrebs. An der Oberseite der Scheren habe ich einen weißen Fleck. Mein Panzer ist glatt, meine Unterseite ist rot gefärbt, das ist meine Warnfarbe. Ich bin ein Allesfresser, fresse auch Aas und Pflanzenteilchen. Meist bin ich nachts auf Futtersuche. Ich grabe unter Steinen und Wurzeln meine Höhlen zum Verstecken tagsüber. Die Weibchen tragen nach der Paarung die Jungen noch eine Weile mit sich herum und betreuen sie. Ich kann bis zu 2 Kilometer weit über Land laufen. Ich vertrage höhere Temperaturen als der Edelkrebs, deshalb kannst du mich auch in Stillgewässern und kleinen Seen finden. Früher gab es viele heimische Edelkrebse in unseren Bächen. Dann breitete sich die Krebspest aus, die durch einen Fadenpilz verursacht wird und viele Edelkrebse starben. Dieser Fadenpilz tritt auch bei mir und den anderen amerikanischen Krebsen auf, er schadet uns nicht, aber wir können die Krankheit auf die Edelkrebse übertragen. Das mache aber nicht nur ich, sondern auch Angelgeräte oder Transportwasser, das mit ausgesetzen Fischen in andere Gewässer kommt.

Signalkrebs

Edelkrebs

Du kannst mich und meinen Verwandten – den Kamberkrebs – in einem Aquarium in der Ausstellung besichtigen.

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HÖCKERSCHWAN (Herkunft: Nordeuropa)

Wusstest du, dass auch der Höckerschwan, den du in vielen Parkteichen, der Traisen in St. Pölten oder der Alten Donau in Wien sicherlich schon gesehen hast, nicht immer bei uns war? Er wird schon seit langer Zeit als Ziervogel gehalten. Früher hielten ihn nur die Adeligen auf ihren Schlossteichen. Höckerschwäne leben in großen Gruppen friedlich zusammen. Sie fressen Wurzeln, Blätter und Sprosse von Wasser- und Sumpfpflanzen bis in einen Meter Tiefe. Dabei tauchen sie den Kopf ganz ein und machen manchmal einen richtigen Kopfstand. Der Höckerschwan frisst auch Pflanzen und Gras am Ufer. Erwischt er dabei kleine Tiere, ist das unabsichtlich. Höckerschwäne können bis zu 19 Jahre alt werden. Ihre Feinde sind Füchse, Marder und Hunde. Früher wurde der Höckerschwan wegen seines Fleisches, der Federn und Eier gejagt.

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KLEINE URZEITTIERE AUF WANDERSCHAFT

Rotwangen-Schmuckschildkröte (Herkunft: Nordamerika)

Rotwangen-Schmuckschildkröten stammen aus Nordamerika und Mexiko. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden. Sie sind beliebte Haustiere, aber oft passiert es, dass sie von ihren Besitzern in die freie Natur ausgesetzt werden, wenn sie ihnen zu viel werden. Das ist übrigens verboten! Rotwangen-Schmuckschildkröten sind kräftiger als die heimischen Europäischen Sumpfschildkröten und können auch aggressiv werden und zubeißen. Sie vertreiben die Heimischen von ihren wichtigen Sonnenplätzen. Du kannst die Europäischen Sumpfschildkröten übrigens im Naturbereich des Museums beim Sonnen im Autümpel beobachten. Sie stehen unter Naturschutz! Rotwangen-Schmuckschildkröten findest du in einem Terrarium in der Aliens Ausstellung.

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VON BLINDEN PASSAGIEREN, SCHWIMMENDEN RASENMÄHERN, ERFREUTEN FISCHERN UND BUNTEN AQUARIENBEWOHNERN

Ich hab euch schon erzählt, dass manche Aliens als blinde Passagiere, also vom Menschen ungeplant, zugewandert sind. Einer davon ist der…

BLAUBANDBÄRBLING

Er stammt aus Ostasien. Die ersten Blaubandbärblinge kamen unbemerkt mit Fischeiern nach Europa, die für einen Teich bei Bukarest bestimmt waren. Von dort haben sich die Fische über ganz Europa ausgebreitet. Der Blaubandbärbling, den Angler auch als Köderfisch verwenden, kann in fast allen Gewässern vorkommen. Das Männchen verteidigt die Eier, die an Steinen oder Pflanzen kleben. Er frisst auch den Laich anderer Fische und deren Nahrung.

Mit dem schwimmenden Rasenmäher sind nicht die kleinen Roboter gemeint, die Swimmingpools reinigen, sondern der:

GRASKARPFEN

Ihn hat man aus Ostasien geholt damit er zu stark wachsende Wasserpflanzen frisst. Die Idee war aber nicht so gut! In den Siebziger-Jahren fraßen die Graskarpfen im Neusiedler See fast alle Unterwasserpflanzen. Die heimischen Fische verloren ihre Laichplätze, Kinderstuben und Verstecke. Graskarpfen können sich bei uns nicht fortpflanzen, weswegen sie im Neusiedler See langsam wieder weniger werden. Inzwischen können wieder Wasserpflanzen wachsen und den heimischen Fischen geht es besser.

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Für die Fischerei aus Nordamerika geholt wurde die:

REGENBOGENFORELLE

Sie ist robuster als die heimische Bachforelle wächst schneller und braucht nicht so sauberes, sauerstoffreiches Wasser wie sie. Daher verdrängt sie die Bachforellen, die seltener werden. Jährlich werden 200 Tonnen Regenbogenforellen für die Sportfischerei ausgesetzt.

Immer wieder wurden neue, bunte Fische für Aquarien aus fernen Ländern importiert.

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So auch der

SONNENBARSCH

Manche Aquarienhalter haben ihn in die Freiheit entlassen. Inzwischen kommt er in fast allen österreichischen Bundesländern vor. Besonders viele gibt es in der Wiener Lobau. Das Männchen verteidigt aggressiv den Laich. Große Sonnenbarsche fressen auch den Laich anderer Fische und Jungfische.

Ebenfalls als Zierfisch eingebürgert wurde der

GOLDFISCH

Du hast ihn sicherlich schon in einigen Gartenteichen oder Aquarien gesehen. Seine Heimat ist Ostasien. Manchmal findet man auch einzelne Goldfische in natürlichen Gewässern, die von Aquarienhaltern dort ausgesetzt wurden.

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Das WANDERN IST DER MUSCHEL LUST

WANDERMUSCHEL (Zebramuschel, Dreikantmuschel)

Sie ist am Schwarzen Meer beheimatet. Nach Österreich eingeschleppt wurde sie möglicherweise mit Baggern, die am Bau des Suezkanals beteiligt waren. Gegen Ende der Sechziger Jahre waren alle Schotterteiche in Donaunähe dicht mit Wandermuscheln besiedelt. 10 Jahre später gab es keine mehr. Vielleicht haben sie sich selbst alles Plankton weg gefressen und sind verhungert. Später eroberten sie die Alpenseen, vielleicht durch Sportboote und Wasservögel eingeschleppt. Sie besitzen dichte Haftfäden, mit denen sie sich überall gut festsetzen können. Sie verstopfen Wasserleitungen, verdrängen Großmuscheln und tote Wandermuscheln, verunreinigen das Trinkwasser. Die scharfkantigen Schalen zerschneiden Fischernetze und Angelschnüre und können auch Badende verletzen.

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FLAUSCHIGE SÄUGETIERE AUF WANDERSCHAFT Marderhund, Mink, Nutria, Waschbär und Bisamratte wurden wegen ihres Pelzes eingeführt. Vielleicht hast du schon einmal eine Mütze aus Waschbärenfell gesehen. Heute ist das nicht mehr „in“.

Waschbär

(Herkunft Nordamerika) Im nördlichen Waldviertel entkamen vor etwa 35 Jahren Waschbären aus einer Pelztierfarm und breiteten sich aus. Sie sind auch aus Deutschland zugewandert. Der Waschbär hat keine natürlichen Feinde außer dem Uhu, der seine Jungtiere reißt. Er klettert gut und gern auf Bäume, wo er nistende Vögel erbeutet. In Städten durchwühlt er auch Mistkübel.

BISAMRATTE

(Herkunft Nordamerika) Bisamratten gibt es schon längere Zeit in Österreich. Sie leben entlang von Gewässern und fressen Pflanzen im Wasser und am Ufer, vor allem aber Muscheln. Sie graben in Uferbefestigungen und beschädigen diese.

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Ein sehr unbeliebter und bekämpfter Zuwanderer ist die

SPANISCHE WEGSCHNECKE Der Name erklärt schon woher sie kommt. Wahrscheinlich reiste sie mit der Erde an Pflanzenwurzeln und mit Verpackungen und Holztransporten ein. Heimischen Tieren schmecken sie meist nicht besonders gut, weil sie sehr schleimig sind. Igel wälzen die Schnecken oft einige Minuten im Gras um den Schleim zu entfernen, verspeisen sie aber dann mit genussvollem Schmatzen. Auch Amseln und Laufkäfer fressen sie gelegentlich. Indische Laufenten mögen die Schnecken gerne und werden deshalb von manchen Gartenbesitzern gehalten. Die Spanische Wegschnecke kann in einer Nacht bis zu 20 Meter zurücklegen und wieder in ihr Versteck zurückfinden. Das sind feuchte, dunkle Plätze, unter Holzbrettern oder im Kompost. Bei Gärtnern ist sie sehr unbeliebt, weil sie das mühsam gesäte oder gepflanzte Gemüse auffrisst. Spanische Wegschnecken dringen auch in die freie Natur vor und verdrängen heimische Schneckenarten. Rinder fressen frisch gemähtes Gras, das von Schneckenschleim überzogen ist, nicht. Schneckenkorn, das zur Bekämpfung in Gärten eingesetzt wird, ist giftig! Besser ist es, dem Igel einen geeigneten Unterschlupf zu bieten, gefundene Schneckeneier zu vernichten und am Morgen zu gießen, damit der Boden abtrocknen kann.

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KEIN GLÜCKSBRINGER :

ASIATISCHEr MARIENKÄFER Die Larven und die Käfer des Asiatischen Marienkäfers fressen vor allem Blattläuse, weshalb man sie in Glashäusern einsetzte, aus denen sie aber entkommen sind und sich weit verbreitet haben. Der Asiatische Marienkäfer frisst den heimischen Marienkäfern die Nahrung weg und geht auch auf sie los. Er ist größer als unser Marienkäfer und unterschiedlich gemustert. Auf dem Bild siehst du die beiden häufigsten Farben und Muster. Im Herbst fressen Asiatische Marienkäfer auch reifes Obst und Weintrauben. Bei der Weinlese werden sie mitgepresst und geben dem Wein einen bitteren Beigeschmack. Im österreichischen Weinbau trat dieses Problem bis jetzt noch nicht auf. Manchmal suchen sich die Asiatischen Marienkäfer in großer Anzahl Wohnungen aus, um dort zu überwintern.

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Die Tiere, die du auf dieser Seite siehst sind keine Aliens Sie sind ohne menschliche Hilfe eingewandert. Vom Klimawandel, der Erderwärmung, habt ihr sicherlich schon was gehört. Einige Tiere die aus südlicheren Ländern stammen werden bei uns immer häufiger. Zwei Beispiele sind die Wespenspinne (Zebraspinne) und die berüchtigte Ammen-Dornfingerspinne, die übrigens nicht so gefährlich ist, wie oft berichtet wurde.

Wespenspinne (Zebraspinne)

Ammen-Dornfingerspinne

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Andere Arten waren ausgestorben oder wurden ausgerottet. Sie sind wieder eingewandert oder man hat sie wieder eingeb端rgert. Hier siehst du drei Beispiele. Mehr von ihnen findest du in der Ausstellung.

Biber

Schwarzstorch

Elch

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DER WIRT UND SEIN GAST – BEIDE ALIENS Die „Wirte“ sind in diesem Fall die

ERDÄPFEl Da staunst du, was? Ja auch die Erdäpfel gab es nicht immer bei uns, obwohl sie aus der Küche nicht mehr weg zu denken sind. Die Inka in Peru haben Erdäpfel schon vor über 2000 Jahren angebaut. Vor etwa 450 Jahren reisten die ersten Erdäpfel mit den Segelschiffen spanischer Eroberer nach Europa. Anfangs waren sie gar nicht so beliebt und die Bauern verfütterten sie an die Schweine. Vor etwa 200 Jahren aber war der Erdapfel in manchen Gegenden das wichtigste Nahrungsmittel der Bevölkerung. Sie wurden als Frühstück, Mittag- und Abendessen verzehrt. Vor 160 Jahren wurde die Erdäpfelernte in Irland immer schlechter, da eine Pilzkrankheit das Kraut und die Knollen verfaulen lies. Es gab eine große Hungersnot und viele Menschen starben. Fast die Hälfte der Bevölkerung Irlands wanderte daraufhin aus, die meisten nach Nordamerika. Die Erdäpfelpflanze nahmen sie mit. Nun kommt der Gast ins Spiel. Dem in Nordamerika beheimateten Erdäpfelkäfer schmeckte die neue Pflanze gut. Auf der nächsten Seite erfährst du mehr über den gefräßigen Käfer.

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ERDÄPFELKÄFER Er stammt aus dem südlichen Nordamerika, wo er die Büffelklette, einen Verwandten des Erdapfels fraß. Europäische Siedler brachten den Erdapfel, der aus Südamerika stammt, nach Nordamerika, wo sich der Käfer an die neue Futterpflanze gewöhnte und mit dieser nach Europa verschleppt wurde. Vor 90 Jahren breitete er sich von Frankreich ausgehend über ganz Europa aus und richtete großen Schaden auf den Erdäpfelfeldern an. Ganze Schulklassen und Dorfbewohner mussten ausrücken, um den Käfer ab zu sammeln. Heute wird er chemisch bekämpft. Die angefressenen Blätter locken mit ihrem Duft andere Erdäpfelkäfer an. Sie fressen nicht nur Erdäpfel sondern auch andere Nachtschattengewächse, zu denen der Erdapfel gehört: Tomaten, Paprika, Auberginen, Tollkirschen. Seine schwarz-gelbe Warnfarbe schützt ihn vor Fressfeinden. Die Weibchen legen bis zu 2500 Eier und kleben sie in kleinen Paketen an die Blattunterseite. Nach einigen Tagen schlüpfen die gelben Larven, die später tiefrot werden. Nach 2 – 3 Wochen verpuppen sie sich im Boden und der Käfer schlüpft.

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P TIP

! Erdäpfel schmecken gut, aber wusstest du, das man daraus auch einen KLEBSTOFF machen kann? Probier es doch mal aus: Reibe einen geschälten Erdapfel und gib 3 Esslöffel Wasser dazu. Nach einigen Minuten drück den Löffel in die Masse, in dem sich die Stärke gesammelt hat. Erhitze 4 Esslöffel Wasser und 4 Esslöffel Stärke (aber nicht kochen). Fertig ist dein Klebstoff. Er trocknet gelblich auf.

WELCHE PFLANZE SCHMECKT DEM ERDÄPFELKÄFER NICHT? Streiche sie durch!

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ALIENS IN UNSERER KÜCHE Lösung:

Viele Neobiota gehören schon lange zu unseren gewohnten Lebensmitteln. Überlege, welche dieser Lebensmittel nicht heimisch sind und trage diese Nummern im Schild von Charly ein.:

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WAS IST MIT DEN KASTANIENBÄUMEN LOS?

Kastanienbaum Im Mai stecken sie ihre Blüten an, im Sommer spenden sie uns Schatten, im Herbst könnt ihr Kastanien sammeln und damit basteln, oder sie für die Wildfütterung beim Förster abgeben. Auch die Rosskastanie ist kein heimischer Baum. Hättet ihr das gedacht? In Mitteleuropa ist sie erst seit Ende des 16. Jahrhunderts anzutreffen. 1576 erhielt der Arzt und Botaniker Carolus Clusius in Wien die ersten Samen der Rosskastanie. Ursprünglich stammt sie aus Südosteuropa und Westasien. Viele Blätter der Kastanien verfärben sich schon im Sommer braun. Was ist los? Schuld ist ein kleiner Schmetterling, die Rosskastanien-Miniermotte, ebenfalls ein Neobiot, der wahrscheinlich aus Mazedonien stammt. Die nur 5 Millimeter großen Weibchen legen jeweils etwa 40 Eier einzeln auf die Blätter. Zwei Wochen später schlüpfen die jungen Raupen und fressen winzige Gänge unter die Blatthaut. Die Raupen fressen drei bis vier Wochen lang und verpuppen sich dann in einen Kokon. Nach nochmals zwei bis drei Wochen bohren sich die Puppen aus dem Blatt und der Falter schlüpft. In einem Jahr geschieht das bis zu drei Mal. Stark befallene Bäume tragen oft keine Samen oder bilden im Herbst so genannte Notblüten aus. Ihre Widerstandskraft gegen Pilzbefall, Streusalzbelastung oder Trockenheit ist sehr geschwächt. Junge Bäume bilden keine neuen Triebe mehr. Du kannst helfen, dass sich der Falter nicht so stark vermehrt: Falls du einen Kastanienbaum im Garten hast, sammle im Herbst das Laub mit einem Rechen ein. Die Puppen überwintern nämlich in den abgefallenen Blättern. Bedecke die Blätter im Komposthaufen mindestens zehn Zentimeter hoch mit Erde oder vergrabe sie tief im Boden. Wenn du ein befallenes Blatt gegen das Licht hältst und genau schaust, kannst du die Larven und ihre Kotkörnchen gut sehen.

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PFLANZENRIESEN AUS DEM FERNEN OSTEN

JAPANISCHEr STAUDENKNÖTERICH (stammt aus China, Japan und Korea)

Er wurde als Zier - und Futterpflanze eingeführt und hat sich seit dem 19. Jahrhundert stark ausgebreitet, vor allem an Ufern von Bächen und Flüssen, Auwäldern, Waldrändern. Der Japanische Staudenknöterich wächst sehr rasch, bis 30 Zentimeter pro Tag und wird drei bis vier Meter hoch. Er hat hohle, kräftige Stängel, große glänzende Blätter und verdrängt andere Pflanzen durch seine rasche Ausbreitung, die durch Wurzelausläufer geschieht (bis 2 Meter im Jahr). Die Blüten sind klein und weiß. Oberirdische Teile sterben im Winter ab, die Wurzeln überstehen den Winter und treiben im Frühjahr wieder aus. Die Wurzeln beschädigen auch Dämme, Hausmauern und Kanalrohre. Die Bekämpfung ist sehr schwierig, sogar oftmaliges Abmähen überstehen die Pflanzen lange Zeit. In Österreich kommen übrigens drei Arten des Staudenknöterichs vor. Bei uns ist der Japanische Staudenknöterich am häufigsten. Du kannst sie alle drei in der Ausstellung finden. Eine ungewöhnliche Art dem Staudenknöterich Herr zu werden: Aufessen! Man kann Marmelade aus ihm machen. Du findest ein Glas in der Ausstellung. Eingelegte Sprossen schmecken wie Spargel.

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P TIP

!

Noch einige Tipps zur Verwendung vom Staudenknöterich: Du könntest versuchen eine Wasserleitung aus den trockenen Stängeln durch den Garten zu bauen. Schneide die Stängel mit einer Gartenschere oder einer kleinen Säge ab.

Wichtig ist, dass dabei kein noch so kleines Wurzelstück geerntet wird, weil es wieder austreibt, und du dann den Staudenknöterich in euren Garten eingeschleppt hast und ihn nicht mehr loswirst! Durchstoße die Knoten in den Stängeln mit einer Vorhangstange oder einer Zeltstange, damit das Wasser durchfließen kann. Stecke Astgabeln in die Erde oder bau aus Ziegeln oder Steinen die Stützen für deine Wasserleitung. Vielleicht gelingen dir Verbindungen um die Ecke, oder du baust eine lange Leitung. Nun „Wasser marsch“ mit einer Gießkanne und viel Glück. Du könntest auch eine Kugelbahn für Glasmurmeln auf die gleiche Art bauen.

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HIMALAYA-SPRINGKRAUT (Drüsiges Springkraut)

Dieser hübsch weiß-violett blühende und duftende Kraftlackel wächst sehr rasch. Er wurde erstmals 1840 in England als Bienenweide eingeführt. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat er sich über ganz Österreich verbreitet – besonders entlang von Bächen und Flüssen ist er heute allgegenwärtig. An einer Pflanze befinden sich bis zu 4000 Samen. Berührst du die reifen Früchte explodieren sie und schleudern die Samen in die Umgebung. Das Himalaya-Springkraut hat dicke Stängel und wird über zwei Meter hoch. Es besiedelt oft große Flächen, beim ersten Frost im Herbst stirbt es ab und nur die Samen überwintern.

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ZWEI SCHWESTERN

KANADISCHE GOLDRUTE UND SPÄTE GOLDRUTE Die beiden Goldrutenarten wurden als Zierpflanze für Gärten, Blumensträuße und als Bienenweide aus Nordamerika bei uns eingeführt. Das sieht man ihnen auch an, vor allem zur Blütezeit. Seit mehr als fünfzig Jahren sind sie verwildert und haben sich rasch ausgebreitet. Die Kanadische Goldrute liebt es trocken, während die Späte Goldrute eher feuchtere Standorte bevorzugt. Beide lieben Licht und Wärme. Die Blütenkörbchen werden von Bienen und Hummeln besucht. Die Flugfrüchte werden vom Wind verbreitet und auch über Wurzelausläufer vermehren sie sich schnell. Das kleinste Wurzelstück treibt wieder aus. Die Kanadische Goldrute wird auch in der Naturheilkunde verwendet, weil sie entzündungshemmend wirkt. Aus Blättern und den gelben Blüten gewinnt man goldgelbe bis braunrote Farbstoffe.

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VORSICHT NICHT BERÜHREN!

RIESEN-BÄRENKLAU / HERKULESSTAUDE (Herkunft: Kaukasus)

Mit Brennnesseln seid ihr bestimmt schon alle einmal in Kontakt gekommen. Es brennt und kleine Bläschen bilden sich. Das ist aber harmlos im Vergleich zu den Verbrennungen die der giftige Saft des Riesen-Bärenklau hervorrufen kann. Der Saft dient der Pflanze als Abwehr vor Fressfeinden. Kommt er auf deine Haut und scheint noch dazu die Sonne drauf entstehen große Blasen und Verbrennungen. Halte dich also fern und greif ihn nicht an! Der Blütentrieb wird bis zu 3 Meter hoch. Die Pflanze hat hohle Stängel. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab. Der Riesen-Bärenklau vermehrt sich nur durch seine Samen. Der Riesen Bärenklau wurde als Zierpflanze und als Bienenweide in der Imkerei eingeführt. Wenn du dir das kleine Foto ansiehst bekommst du eine Vorstellung von seiner beachtlichen Größe!

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Eine weitere Pflanze, die unsere Gesundheit beeinträchtigen kann, ist die:

AMBROSIE (RAGWEED) Die Pflanze stammt aus Nordamerika. In Ungarn ist sie weit verbreitet und erobert langsam auch Österreich, wahrscheinlich begünstigt durch die letzten warmen Jahre. Die Ambrosie ist an Straßenrändern, an Bahndämmen und in Äckern zu finden. Bei Allergikern ist sie gefürchtet, da sie extrem Allergie auslösende Pollen besitzt. Die Pollen können bis zu 200 km vom Wind verweht werden. Sie blüht im Sommer und Herbst zur selben Zeit wie die Sonnenblume. Sie kommt in Sonnenblumenfeldern vor und gelangt mit den Sonnenblumenkernen ins Vogelfutter. Die kleinen Samen werden meist von den Vögeln nicht gefressen und keimen dann im nächsten Jahr. Wenn die Temperatur noch weiter ansteigt, wird sich die Ambrosie schnell verbreiten. Schlechte Zeiten für die Allergiker unter euch!

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ACHTUNG SEHR STACHELIG!

ROBINIE

(stammt aus Nordamerika) Die Robinie ist die einzige in Österreich vorkommende Baumart aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Sie ist auch unter dem Namen FALSCHE AKAZIE bekannt. Ihren Namen Robinie erhielt sie nach J. Robin, dem Hofgärtner Ludwig XIII., der 1601 die ersten Robinien nach Frankreich brachte. Damals ließen Fürsten und Könige viele Exkursionen in fremde Länder machen, um einander mit fremden, exotischen Pflanzen zu imponieren. Der Laubbaum kann bis 25 m hoch und bis 200 Jahre alt werden. Er bekommt die ersten Blätter erst spät im Frühjahr. Wenn es sehr heiß ist, klappen die eiförmigen Blätter senkrecht nach unten. An den weißen, stark duftenden Blüten finden Insekten viel Nektar. Bienen machen daraus den Akazienhonig, den du vielleicht kennst. Das Holz ist sehr widerstandsfähig und wird daher gern für Gartenmöbel verwendet. Auch Sportgeräte werden aus ihrem Holz erzeugt. Die Samen fliegen nicht sehr weit, können aber noch nach 30 Jahren keimen. Sie vermehren sich aber auch durch Wurzeln. Sogar Brände überstehen die unterirdischen Wurzeln und treiben dann sehr schnell wieder aus. Die Robinie wächst sehr rasch (2-5 Meter im Jahr) und auch sehr dicht und verdrängt dadurch andere Pflanzen. Sie verändern den Boden, sie überdüngen ihn mit Stickstoff und fördern so Stickstoff liebende Pflanzen wie die Brennnesseln. Die Robinie hat Furcht erregende Stacheln. Übrigens: Vorsicht - Samen, Blüten und Blätter sind giftig!

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Wo die Robinie einmal wächst, wird man sie kaum mehr los Eine Methode ist das Ringeln. Dabei wird die Rinde mit einer speziellen Ringelsäge entfernt. Der Baum verdurstet und stirbt langsam ab.

geringelte Robinie

DER BESONDERE TRICK MIT DEN WURZELN An den Wurzeln der Robinien wachsen knöllchenartige Verdickungen in denen Bakterien leben. Im Tausch gegen Zucker, den sie mit ihren Blättern bei der Photosynthese herstellen, geben ihnen die Knöllchenbakterien den Stickstoff als Dünger, den sie aus der Luft im Boden sammeln. Mikroskopaufnahme eines Wurzelknöllchens

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EIN NASENRÄTSEL Suche in der Ausstellung das Douglasienbäumchen. Wonach duften die Nadeln?

BETÖRENDER DUFT:

DOUGLASIE

(Ursprungsland Nordamerika) Sie ist ein Nadelbaum. Vielleicht hast du sie schon in Parks oder im Wald gesehen, etwa am Manhartsberg im Waldviertel. In unseren österreichischen Wäldern ist die Fichte die häufigste Baumart. Sie ist sehr wichtig für die Forstwirtschaft. Allerdings ist sie anfällig gegen Stürme und Borkenkäfer. Den Borkenk äfern schmeckt das Holz der Douglasie offenbar nicht. Der Douglasie macht auch Hitze und Trockenheit nichts aus und sie wächst schneller als die Fichte. Deshalb werden immer mehr Douglasien gepflanzt. Das ist aber auch problematisch. Die Douglasie kann sich nämlich gut selbst aussamen und verbreitet sich auch dort, wo man sie nicht so gern haben möchte.

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In Österreich gibt es einen Ort, wo dieser Baum vor 100 Jahren häufiger war als heute – die Wiener Ringstraße:

GÖTTERBAUM (stammt aus China)

Er wird zwar an der Wiener Ringstraße nicht mehr gepflanzt, aber in Wien ist er der am häufigsten wild wachsende Baum. Er wächst sogar aus Mauerspalten, auf Gstetten und Schutt. Nach dem zweiten Weltkrieg hat er sich stark vermehrt. Viele Häuser waren damals zerstört und auf den Schutthalden keimten die Samen gut. Er mag auch Auwälder, so auch den Nationalpark Donau-Auen, wo er heimische Pflanzen verdrängt. Fällt man einen Götterbaum, treibt er einfach aus den Wurzeln wieder aus. Die Blätter riechen sehr intensiv und werden von Tieren kaum gefressen. Eine Raupe allerdings liebt den Götterbaum und frisst nur seine Blätter, die Raupe des Alianthusspinners. Er stammt auch aus China und wurde vor über 100 Jahren in Wien ausgesetzt. Er kommt nur in der Wiener Innenstadt vor, das warme Stadtklima gefällt ihm.

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ALIENS IN ANDEREN LÄNDERN Auch in anderen Ländern gibt es tierische und pflanzliche Zuwanderer, die die Menschen aus bestimmten Gründen absichtlich geholt haben, die ihnen aber dann sozusagen über den Kopf wuchsen. Hier sind zwei Beispiele aus Australien: Der Kontinent Australien ist eine große Insel, auf der es ganz eigene Pflanzen und Tiere gibt, die nur dort leben. Im 19. Jahrhundert wurde das europäische Kaninchen in Australien ausgesetzt. Es vermehrte sich rasch. Schließlich fraßen 200 Millionen Kaninchen den Schafen das Futter weg. Kaninchen graben gern und viel und auch dadurch entstanden große Schäden. Deshalb wurde nach einigen Jahren der Rotfuchs ins Land geholt. Eigentlich stehen Kaninchen auf seinem Speiseplan, aber er fraß die heimischen Beuteltiere. Seit einiger Zeit versucht man mit Krankheitserregern der Kaninchenplage Herr zu werden. Die Agakröte wurde eingeführt damit sie den eingeschleppten Zuckerrohrkäfer frisst. Sie hatte jedoch kein Interesse an ihm. Sie hat keine natürlichen Feinde und vermehrte sich rasch. In Queensland im Nordosten Australiens kann man auf 100 Metern bis 2000 Kröten finden. Sie geben bei Bedrohung ein giftiges Sekret ab, das die Haut reizt. Hunde, Vögel und Reptilien sterben, wenn sie die Agakröte verschlucken.

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ALIEN KREUZWORTRÄTSEL Wenn du die Broschüre genau gelesen hast und dich in der Ausstellung umgesehen hast, kannst du sicher alle Fragen beantworten.

1. Meine Lieblingsspeise sind Erdäpfelpflanzen. 2. Ich bin ein Pelztier und gut an meinem Schwanz zu erkennen, der dunkel – hell geringelt ist. 3. Ich fresse gerne Spanische Wegschnecken. 4. Ich habe große, spitze Stacheln. Ich bin kein Tier. 5. Besser, du greifst mich nicht an. In meinem Namen kommt der Bär vor, aber ich bin eine Pflanze. 6. Meine Nadeln riechen nach Zitronenmelisse. 7. Ich blühe gelb und wurde als Bienenweide eingeführt.

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8. Ich wurde als Zierfisch für Aquarien aus Nordamerika geholt. In meinem Namen kommt die Sonne vor.

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Lösungswort:

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Zum Abschluss möchte ich dich zu einer spannenden Entdeckungsreise in das Museumslabor einladen. Du findest hier verschiedene Stationen mit Aufgaben. Ich bin sicher, du kannst sie alle lösen, wenn du die Broschüre aufmerksam gelesen hast und dir die Ausstellung angesehen hast. Versuch es einfach und schau erst nachher zur Sicherheit bei den Antworten nach!

STATION:

Am Beispiel der Robinie kannst du hier lernen, wie stark manche Aliens Lebensräume verändern. Bring den „Baum“ am „Lebensraum“ aus Holzleisten an und lies die dadurch ausgelösten Veränderungen ab. Überleg dir die Antworten, bevor du den „Baum“ anhängst.

„ALIENS VERÄNDERN DIE WELT“

Veränderungen im Boden:

Veränderungen im Pflanzenkleid:

Veränderungen in der Tierwelt:

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SPIELANLEITUNG:


STATION

„WO KOMME ICH HER?“

An der Wand findest du zwei Weltkarten. Darunter gibt es Bilder auf denen jeweils ein Alien zu sehen ist. Steck ein Kabel in den Kontakt eines Alien, überlege wo er herkommt und steck das freie Kabelende dort in die Weltkarte. Wenn ein Licht leuchtet ist das Ergebnis richtig! Wenn du wissen willst, wo die Pflanze, das Tier, der Pilz genauer herkommt, schau unter der Klappe nach. 1. Woher kommt die Robinie?

2. Woher kommt der Erdäpfelkäfer?

3. Woher kommt das Drüsige Springkraut?

4. Woher kommt der Goldfisch?

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STATION

„SCHADEN ODER NUTZEN“

1. Haben Varroamilben Vorteile? a. Nein, sie jucken fürchterlich b. Ja, sie helfen bei der Käseherstellung c. Nein, sie schädigen Bienen d. Nein, sie fressen Topfpflanzen 2. Schaden Signalkrebse? a. Ja, sie übertragen die Krebspest b. Nein, sie sind völlig harmlos c. Ja, sie versenken Motorboote d. Nein, sie schmecken hervorragend 3. Nützen uns Robinien? a. Nein, sie überwuchern Blumenwiesen b. Ja, sie liefern Honig c. Ja, wir machen Gartenmöbel aus ihrem Holz d. Ja, ihr Holz heizt unsere Wohnungen 4. Wer macht Wein bitter? a. Weinhähnchen b. Asiatischer Marienkäfer c. Feuerwanze d. Honigbienen 5. Sind Wandermuscheln harmlos? a. Nein, sie zerschneiden Fischernetze b. Ja, sie fallen überhaupt nicht auf c. Nein, sie verstopfen Wasserleitungen d. Nein, sie verletzen Menschen

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SPIELANLEITUNG: Betätige die Druckknöpfe und schau nach, wie Experten die hier gestellten Fragen beantworten. Auf jede Frage kann es mehrere richtige Antworten geben. Kreise sie hier ein.


STATION

„BEKÄMPFUNG MÖGLICH?“

1. Was hilft bei der Bekämpfung von Rosskastanien-Miniermotten? a. Laubrechen b. Stanleymesser c. Gartenschere d. Kombizangen 2. Wer frisst Spanische Wegschnecken? a. Igel b. Amseln c. Indische Laufenten d. Laufkäfer 3. Wie wird man den Riesen-Bärenklau wieder los? a. Die untersten Blätter abschneiden b. Die obersten Wurzeln abstechen c. Die Pflanze abmähen d. Die Pflanzen gut gießen 4. Was bedeutet „ Ringeln“? a. Im Kreis tanzen b. Ringe an die Finger stecken c. Baumrinde rund um den Stamm entfernen d. Zwiebelringe schneiden

Spielanleitung: Wie bei der Station Nutzen oder Schaden!

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STATION

„SUCHBILDPUZZLE“

Du kennst sicher die Bilderrätsel wo es zwei Bilder gibt. Auf einem wurde etwas verändert und du sollst raus finden was. Setze die Puzzles zusammen und vergleiche die Bildpaare. Decke DANACH die Lösung auf:

Bildpaar Herbstlaub:

a. Welche Unterschiede erkennst du auf den beiden Bildern?

b. Wie viele Aliens wurden entfernt und wie viele blieben liegen?

c. Erkennst du eine heimische Baumart?

Bildpaar Muscheln:

a. Welche Unterschiede erkennst du auf den beiden Bildern?

b. Wie viele Aliens wurden entfernt und wie viele blieben liegen?

Bildpaar Tierspuren:

a. Welche Unterschiede erkennst du auf den beiden Bildern?

b. Welche Tierspuren siehst du? Wurden sie von Aliens hinterlassen?

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Herbstlaub

Muscheln

Tierspuren

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„DREHRAD – HEIMISCH ODER NICHT HEIMISCH?“

STATION

Dreh das Rad und wähl damit ein Tier oder eine Pflanze aus. Dann stell dich auf das richtige Bodenfeld. Du hast zwei Möglichkeiten zur Auswahl: heimisch oder nicht heimisch. Schau nach ob du richtig getippt hast. Dieses Spiel kannst du auch mit anderen gemeinsam spielen. Dreh fünfmal am Rad. Wie viele Punkte hast du erreicht?

STATION

„BALlASTWASSERTANK“

Kriech in den Ballastwassertank hinein. Du findest Fotos von einigen Tieren, die mit solchen Tanks unabsichtlich eingeschleppt wurden. Schreib drei Tiere auf:

STATION

„EINWANDERN IST SCHWER“

Durch den Menschen werden verschiedene Tiere, Pflanzen und Pilze in neue Länder und Kontinente gebracht. Um die Reise zu überstehen und im neuen Lebensraum zu überleben, müssen diese Lebewesen erst verschiedene Hindernisse überwinden. Bewege eine Kugel („neue Art“) durch das Hindernislabyrinth ans Ziel. Schafft es deine Art? Nur ein kleiner Teil schafft das („neuer Lebensraum“).

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Weiterführende Literatur: Aescht, E., Aubrecht, G.& Gusenleitner, F.(Red.)(1995) Einwanderer. Neue Tierarten erobern Österreich. Stapfia 37, zugleich Katalog des OÖ Landesmuseum N.F.84, Linz, 275 S. Essl, F. & Rabitsch W. (2002) Neobiota in Österreich. Umweltbundesamt, Wien, 432 S. (Gratis-Download: http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/puplikationen/DP089.pdf) Kegel. B. (1999) Die Ameise als Tramp. Von biologischen Invasionen. Amman, Zürich, 417 S. Kowarik, I.(2010) biologische Invasionen: Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa. 2. Auflage. Ulmer, Stuttgart. Ludwig, M., Gebhardt, H., Ludwig, H.W.& Schmidt-Fischer, S.(2000) Neue Tiere und Pflanzen in der heimischen Natur. Einwandernde Arten erkennen und bestimmen. BLV, München, 127 S. Wallner, R. (Red.) (2005) Aliens. Neobiota in Österreich. Grüne Reihe des Lebensministeriums, Band 15, Böhlau, Wien, 283 S. Unterricht Biologie, Zeitschrift für alle Schulstufen, Neobiota, Pädagogische Zeitschriften bei Friedrich in Felber in Zusammenarbeit mit Klett, Bestell-Nr. 03344/ Mai 2009/33. Jahrgang.

Wir hoffen, die Ausstellung hat euch gefallen und ihr habt viel Neues und Interessantes erfahren. Bis zum nächsten Mal! Good bye!

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Rätselauflösungen Seite 10/11

Wer kam wie zu uns? Tierhandlung – Rotwangen-Schmuckschildkröte Gärtnerei – Springkraut Zug – Ambrosie (Ragweed) Schiff – Körbchenmuschel Flugzeug – Maiswurzelbohrer Holzverpackung – Asiatischer Laubholzbockkäfer

Seite 27

Welche Pflanze schmeckt dem Erdäpfelkäfer nicht? Die Hagebutte

Seite 28

Aliens in unserer Küche 1. Paradeiser, 4. Weizen, 2. Regenbogenforelle, 5. Mais

Seite 38

Ein Nasenrätsel Sie duften nach Zitronenmelisse

Seite 41

Aliens Kreuzworträtsel Lösungswort: Signalkrebs 1. Erdäpfelkäfer, 2. Waschbär, 3. Igel, 4. Robinie, 5. Bärenklau, 6. Douglasie, 7. Goldrute, 8. Sonnenbarsch

STATION Seite 42 „ALIENS VERÄNDERN DIE WELT“ Boden: Robinien machen mit Hilfe von Knöllchenbakterien magere Böden fett (nährstoffreich) Pflanzenkleid: Brennnesseln lieben fette Böden Tierwelt: Ein häufiges Insekt an Brennnesseln ist z.B. das Tagpfauenauge

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Seite 43

STATION „Wo komme ich her?“ Frage 1 - Nordamerika Frage 2 - Nordamerika Frage 3 - Indien Frage 4 - China

Seite 44

STATION

„SCHADEN ODER NUTZEN“ Frage 1 – Antwort c Die Varroamilbe schwächt die Bienen und das bringt weniger Honig Frage 2 – Antwort a und d Lies in der Broschüre beim Signalkrebs nach Frage 3 – Antwort a, b, c, d Frage 4 – Antwort b Lies beim Asiatischen Marienkäfer nach


Frage 5 – Antwort a, c, d Wandermuscheln schaden nicht nur uns Menschen, sondern auch Tieren, denen die Muscheln zum Beispiel das Futter streitig machen. In Nordamerika werden dadurch manche Seen stark verändert, so dass sie nicht mehr richtig funktionieren

Seite 45

STATION „BEKÄMPFUNG MÖGLICH?“ Frage 1 – Antwort a Lies beim Kapitel „Was ist mit den Kastanienbäumen los“ nach.

Frage 2 – Antwort a, b, c, d Wenn du die Seite mit der Spanischen Wegschnecke gelesen hast, weißt du die Antwort.

Frage 3 – Antwort b und c Am Besten man macht beides über mehrere Jahre lang. Du weißt schon, dass du die Pflanze nicht berühren sollst

Frage 4 – Antwort c Auch das weißt du schon, wenn du die Broschüre gelesen hast. Die Methode ist gut zur Bekämpfung von Robinie und Götterbaum

STATION Seite 46 „Suchbildpuzzle“ Herbstlaub: a: auf einem der Blätter fehlen vier Rosskastanienblätter b: Mit den Blättern wurden gleich zwei Arten entfernt: die Rosskastanie und die Rosskastanien-Miniermotte. Die Blätter von zwei Aliens, Tulpenbaum und Platane, blieben liegen. c: Die meisten Blätter auf dem Bild stammen von der heimischen Hainbuche Muscheln: a: Auf einem der Bilder fehlen vier Körbchenmuscheln und eine Wandermuschel. b: Alle Aliens wurden entfernt, drei heimische Flussmuscheln blieben liegen. Die verbliebenen größeren Muschelschalen gehören allesamt zu den einheimischen Fluss- oder Teichmuscheln. Tierspuren: a: Auf einem der Bilder fehlt ein Holzstück. b: An den Hölzern nagten Biber. Obwohl von Menschen ausgesetzt, sind Biber keine Aliens, denn sie zählten bis zu ihrer Ausrottung im 19. Jahrhundert zur Tierwelt Niederösterreichs.

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