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M a r i a He r rli ch

Fe st m a hle a uf de m Vul ka n

Titelfoto: Š Billie Erlenkamp

9. I n t e r n a t i o n a l e r F e u e r s a l o n S t r o m b o l i





Die Salonisten höchstpersönlich . . . . . . . . . 6 Persischer Reis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  8 Türkische Ratatouille mit Joghurtsauce . . 10 Zucchini-Gorgonzola-Nudeln . . . . . . . . . . . . . 1 2 Zitronen-Nudeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Rosmarin-Kartoffeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Zitronen-Hühnchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Poreesuppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Gratinierter Fenchel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Falsches Saltimbocca . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Sardinchen in Öl gebraten . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Kaninchen in Rotwein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Kaninchenleberpastete . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Sommernudeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Artischocken mit Aioli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Auberginenmousse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Thunfischmousse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Salat mit Vinaigrette à la Marie . . . . . . . . . 39 Fenchelsalat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Verschärfter Mozzarella . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

Grüne oder rote Pesto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Paprika in Öl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Salat mit Eisoße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Apfeltarte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 Zitronen-Kokos-Kuchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Obst mit Streuseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Panna Cotta mit z .B. Erdbeeren . . . . . . . . . 57 Tiramisu mit Amaretto . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Elzas Lieblingspudding . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Orangenquark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Baiserzauber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64




9.„festeInternationaler Feuersalon auf Stromboli: feiern wo sie fallen“ | Text: Kain Karawahn Die Sonne kocht. Die Erde kocht. Wir kochen. Zur Sonne entgegen bedarf es noch einiger aus­ gekochter Ideen, doch eine Reise zu den Küchen der Erde ist ein bereits seit Jahrtausenden erprobtes Rezept. Immer da, wo unser Planet Dampf ablässt, finden wir eine Küchennatur. Da sprudelt heißes Wasser direkt aus dem Boden, da thront eine runde Hütte mit Rauchabzug und um diese herum weidet sich ein fruchtbarer Garten. Dort siedelten sich unsere Vorfahren ganz besonders gern an und haben jenes Großküchenmodell, was sie vorfanden, einfach in menschlicher Größe kopiert. Sie stülpten über ihre familiäre Feuerstelle ein rundes Zelt samt Rauchabzugsöffnung nach oben und legten um ihr abgekupfertes Vulkankegelheim ihren eigenen Kräuter-, Obst- und Gemüsegarten an. Und so wurde in steter Nachbarschaft gemeinsam gekocht. Der Vulkan kochte seinen Brei (gr. geknetete Masse, Teig) und seine Anwohner ihr Süppchen. Daher stammt das Wort Vulkan aus dem indogermanischen Wort Vasu, womit noch heute ein Haus des Feuers, wie auch ein Berg des Feuers bezeichnet wird. Jeder an Kochen und Küchen interessierte sollte dort einmal verweilen, wo die Herkunft von Kochen und Küchen ihren Ausbruch nahm. Da, wo sie noch heute in ästhetischer Ursprünglichkeit genossen werden können, eben da, wo es nach Vulkan, Garten und Braten duftet.




Strombolis Festplatte

Somit hieß es 2008 zum 10ten Mal: auf zur nächstgelegensten Naturküche Europas, zum legen-

Feuersalon 2008: Seiten gepackt dären Stromboli. Seit ca. 2.500 Jahren verkocht der im tyrrhenischeninMeer gelegene Vulkan

seinen Überfluß, ermöglicht sogar, zerbrechlichen Wesen wie uns, eine seit 1999 einmal jährlich dort stattfindende Begegnung. Daher erklärten Menschen aus Europa, Brasilien, China, Iran, Japan, Neuseeland, Südkorea oder USA derlei natürliche Feuerstelle mitten im Wasser einfach für ein paar Tage im März zum Kamin ihres Feuersalons. Zu jedem Ma(h)l wissen alle Feuersalonisten nicht, was sie erwarten wird, denn neben der Unbekanntheit untereinander gesellen sich äolischvulkanisch-strombolische Unberechenbarkeiten gerne hinzu. Und so blieb jeder Feuersalon vom Anfang bis Ende originär magmatisch und epikureisch. Und so war dieser Jubiläums-Feuersalon mit seinem Motto „feste feiern wo sie fallen“ in seinen natürlichen und kulturellen Ausbrüchen, in seinem Zusammenspiel mit den strombolischen Vulkaniern, den Festgesandten der empedoklischen „Elemente“ und den herdslichen Kreationen von Maria Herrlich, der Barockigste von allen.




Die Feuer-Salonisten hรถchstpersรถnlich Von links nach rechts: Janne Beuter - Vera Brand - Patricia Chadde - Billie Erlenkamp - Ines Geppert - Helge Margarete Heinrich - Maria Herrlich - Peter Kalvelage - Kain Karawahn - Peter Michael Krech - Winfried A. Langschied - Sandra Senn - Dimitris Tsoublekas - Nina von Waechter







Persischer Reis Zutaten: Einen Topf mit Wasser aufsetzen und salzen. Kocht Basmati Reis oder das Wasser, den Reis zugeben. Er sollte reichlich mit Langkornreis, Öl, Salz Wasser bedeckt sein und keinesfalls länger als 10

Minuten kochen. Den Reis durch ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser ausspülen. Den Topf wieder auf kleinste Flamme stellen, den Boden leicht mit Öl und einer Prise Salz bedecken und den abgetropften Reis einfüllen. Den Reis im Topf mit einem Küchenhandtuch abdecken, so dass er langsam wieder erhitzt und am Boden leicht anbrennt. Dieser Reis schmeckt köstlich, gelingt immer und es ist ihm egal, ob man ihn weitere 10 oder 20 Minuten heiß werden läßt, er nimmt‘s nicht so genau und pappig wird er auch nicht, die Wohnung duftet obendrein.







Türkisches Ratatouille mit Joghurtsauce Zutaten: Je 2 Zucchini, Auberginen, Gemüse­tomaten, Zwiebeln, Paprikaschoten, ... 400g Lamm- oder Rindergehacktes, Knoblauch, Kumin, Oregano, Meersalz, Pfeffer

Gemüse waschen und klein schneiden. Zwiebeln würfeln und in einer tiefen großen Pfanne anbraten. Das Gehackte mit ausgedrücktem Knoblauch, gemahlenem Kumin, Oregano, Salz und Pfeffer würzen und zu den Zwiebeln geben. Mit einem Holzlöffel mehrmals zerkleinern und in der Pfanne wenden bis es angebräunt ist. Langsam das Gemüse unterheben und gar kochen. Je nach Gusto ordentlich mit Oregano, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Kumin nachwürzen.

500g Joghurt, eine unbehandelte Zitrone, frischer Dill, Währenddessen eine Sauce aus Joghurt, abgeriebener Salz Pfeffer, Knoblauch, Kumin Zitronenschale und -saft, ausgedrücktem Knoblauch und kleingehacktem Dill zubereiten. Mit Salz, Pfeffer und Kumin abschmecken. Die Ratatouille mit „Persischem Reis“ servieren und mit der kalten Joghurtsauce übergießen.

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ZucchiniGorgonzola-Nudeln Zutaten: etwas Butter, 2-3 Zucchuni, ca. 200g Gorgonzola, etwas Sahne zum Verdünnen, Salbei, Knonlauch, Salz, Pfeffer 400g Nudeln

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Zucchini waschen, in kleine Würfel schneiden und in Butter mit dem ausgedrückten Knoblauch andünsten.Gorgonzola und viel frischen Salbei dazu geben und das ganze mit Sahne verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. – Basta die Pasta! Währenddessen sind die Nudeln je nach Sorte in ca. 10 Minuten fertig gekocht. Wir essen dazu immer Fusillis.


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Zitronen-Nudeln Zutaten: 250g Mascarpone, 150g Parmesan, 1 unbehandelte Zitrone,Salz, Pfeffer, Zitronenmelisseblättchen 400g Linguine

Mascarpone mit dem fein geriebenen Parmesan, der abgeriebenen Zitronenschale und dem Saft mischen sowie mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln bißfest kochen und über der Servierschüssel abgießen, damit diese schöne warm wird. Nachdem das Wasser abgegossen ist, die Nudeln mit der Mascarpone­soße in der warmen Schüssel vermengen, mit Zitronen­melisse garnieren und sofort auf den Tisch damit!

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Rosmarin-Kartoffeln Zutaten: pro Person ca. 2 mittelgroße Kartoffeln, frische Rosmarinzweige, Knoblauch, Salz, reichlich Olivenöl und Zitronensaft

Die Kartoffeln ordentlich schrubben, aber nicht schälen und sie in Hälften oder Viertel schneiden, je nach Größe. Auf einem geöltem Backblech verteilen, mit Rosmarin Knoblauch und Salz würzen und zum Schluß mit Zitronensaft beträufeln. Im vorgeheiztem Backofen bei 200˚ ca. 30/40 Minuten backen. Die erste Halbzeit mit Alufolie abdecken, dann werden sie schneller gar und verbruzzeln nicht zu sehr.

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Zitronen-Hühnchen Zutaten: 4 Hähnchenkeulen oder ein großes Hühnchen zerteilt, Olivenöl, 3 unbehandelte Zitronen, frischer Thymian oder Rosmarin, Knoblauch, Salz, Pfeffer

Thymian und Knoblauchscheibchen unter die Hähnchenhaut schieben, von außen salzen und pfeffern, die Hähnchenteile in eine backofenfeste Form geben und mit reichlich Olivenöl beträufeln. Saft einer Zitrone auspressen und darüber gießen. Zusätzlich etwas Thymian und Knoblauch ins Öl geben. Die Zwischenräume mit Zitronenspalten füllen, je nach Herd ca. eine Dreiviertelstunde im vorgeheizten ­Backofen bei 200˚ knusprig werden lassen. Dazu passen prima Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen.

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Porreesuppe Zutaten: 4 Porreestangen, 4 großeKartoffeln, Butter, Milch, Sahne, Pfeffer, Muskat, Meersalz

Porrestangen waschen, putzen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und klein würfeln. Den Porree in Butter andünsten, salzen, die kleingeschnittenen Kartoffeln dazu tun und mit einem knappen Liter Milch aufgießen. Salzen, pfeffern und mit Muskat abschmecken. Bei niedriger Temperatur köcheln lassen bis das Gemüse gar ist. Mit dem Pürierstab eine Crème pürieren und mit einem Pöttchen Sahne abrunden. Das war‘s auch schon.

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Gratinierter Fenchel Zutaten: 4 Fenchelknollen, 200g Parmesan, eine unbehandelte Zitrone, Butter, Muskat, Salz, Pfeffer

Die Fenchelknollen waschen und putzen, das Grün beiseite legen. Die Knollen ca. 10 Minuten in Muskatsalzwasser bißfest kochen, aus dem Wasser in eine backofenfeste Schale geben, zerteilt oder im Ganzen, je nach Größe. Den Parmesan mit der Zitronenschale reiben und gemischt mit dem zerkleinerten Fenchelkgrün über den Fenchel geben und weitere 10 bis 15 Minuten im vorgheizten Backofen bei 200º bräunen. Eignet sich hervorragend als Vorspeise oder als Beilage zu Fleisch. Statt des Fenchels schmeckt‘s auch prima mit Broccoli.

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Falsches Saltimbocca Zutaten: pro Person eine magere Schweinefleischscheibe, Tomaten, frische Salbeiblätter, Parmaschinken oder margerer Speck, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Olivenöl, ein Spritzer Weißwein

Die Schnitzelchen salzen und pfeffern. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Auf einer Seite mit Knoblauchscheibchen und Salbeiblättern bedecken, darüber eine Scheibe Schinken mit Zahnstochern befestigen. Die Schnitzel beidseitig in heißem Öl braten, herausnehmen und warm stellen. Den Sud mit einem Spritzer Weißwein lösen, Tomatenviertel nach Belieben zufügen, mit Salbei, Salz und Pfeffer nachwürzen, einen Moment einkochen lassen. Die Schnitzel wieder hinein legen und servieren. Dazu passen prima Tagliatelle. Das echte Saltimbocca wird natürlich mit edlen Kalbsschnitzeln ohne Knoblauch und Tomaten gebraten. Die Soße kann mit Weiß- und/oder Marsalawein verfeinert werden. Nach dem Einkochen wird sie mit eiskalter Butter gebunden.

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Sardinchen in Öl gebraten Zutaten: 1 kg Sardinen, 2/3 Zitronen, etwas Mehl, Salz, Öl und Olivenöl, frische Petersilie

Die Fischlein köpfen und die Innereien herausnehmen. Bei ganz kleinen kann man sich das sparen. Reichlich Sonnenblumenöl mit Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die in gesalzenem Mehl gewendeten Sardinen von beiden Seiten goldig braten. Dazu aus Olivenöl, feingehackter Petersilie, gepreßtem Knoblauch eine Sauce mixen und mit Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Kaninchen in Rotwein Zutaten: 1 Kaninchen oder 4 Keulen, Räucherspeck, 4 rote Zwiebeln, 6 Tomaten, halbeFlasche Rotwein, Rosmarin, Knoblauch, schwarze Oliven, Olivenöl, Salz, Pfeffer

Speck in einem Topf auslassen und herausnehmen. Das gesalzene und gepfefferte Kaninchen in diesem Topf von allen Seiten bräunen, herausnehmen und den Fond mit Rotwein und Tomaten lösen und mischen. Die Zwiebeln in Vierteln dazu tun und das Ganze mit Rosmarin, Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Etwas einkochen lassen. Das Kaninchen wieder in den Topf legen und ca. eine Dreiviertelstunde auf kleiner Flamme mit Oliven garen. Auch dazu passen hervorragend Rosmarin-Kartoffeln.

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Kaninchenleberpastete Zutaten: 2 Kaninchenlebern, etwas durchwachsenen Speck, eine Zwiebel, frischer Thymian, 2 Zehen Knoblauch, einzwei Eier, ca. 100g Sahne, Salz, Pfeffer

4/5 dünngeschnittene Speckscheiben anbraten, Speck aus der Pfanne nehmen, die Kaninchenleber in dem Fett vom Speck mit etwas Butter von allen Seiten anbraten. Inzwischen die Zwiebel ganz klein hacken. Alle Zutaten zerkleinert in eine Schüssel geben, mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Mit einem Pürierstab zerkleinern, Ei und Sahne untermengen. Die Farce in eine kleine Pastetenform geben und in einem Wasserbad ca. eine halbe Stunde vor sich hinköcheln lassen. Dazu passen natürlich Preisselbeeren.

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Sommernudeln Zutaten: Leckere Tomaten, so anderthalb Pfund, ein kräftiges Bund Basilikum, Knoblauch,Olivenöl, Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, holländischer Ziegenkäse oder Peccorino, 400g Nudeln Fussili oder Penne

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Tomaten klitzeklein schneiden, Öl, Essig und das kleingeschnittene Basilikum nach Belieben hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln kochen und am besten auf vorgewärmte Teller geben, mit der kalten Soße überschütten und grob geriebenen holländischen Ziegenkäse darüber reiben. Ich kenne keinen, dem dieses schnelle Nudelgericht nicht geschmeckt hätte.


Artischocken mit Aioli Zutaten: Die Artischocken entstielt in einem großen Topf mit pro Pers. 1Artischocke, Wasser, Essig und Salz ca. 20/30 Minuten kochen etwas Essig, reichlich Wasser lassen. Währenddessen die Aioli zubereiten: Aioli für ca. 3 Personen: 1 Eigelb, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Knoblauch, Zitrone, Meersalz, Pfeffer

Das Eiweiß vom Eigelb trennen. Das Gelbe vom Ei ganz langsam mit dem Öl (halb Olivenöl, halb Sonnenblumenöl) durch einen elektrischen Mixer oder einen Schneebesen verquirlen. Läuft das Öl zu schnell zum Ei, verklumpt die Mayonnaise und wird nichts mehr. Wenn sie anfängt dick zu werden, kann das Öl reichlicher fließen. Mit Zitronensaft, zerdrücktem Knoblauch, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann sie mit etwas Joghurt verlängern.

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Auberginenmousse Zutaten: 2 Auberginen, Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Petersilie

Die Auberginen auf ein Backblech legen und im Ofen bei ca. 200˚garen. Die Haut der Auberginen leicht anbrennen lassen und vorher mit der Gabel einstechen, damit die Feuchtigkeit des Inneren etwas verdunsten kann. Wenn sie anfangen schrumpelig zu werden, herausnehmen und das Fleisch herauslöffeln. Ein bißchen von der angebrannten Haut dazu geben, damit ein rauchiger Geschmack entsteht. Öl, kleingehackte Petersilie, Salz, Pfeffer und zerdrückten Knoblauch zugeben – fertig ist der Salat. Ideal als Vorspeise mit Weißbrot zu reichen oder einfach zu Wein, Leib und „Peters“ Gesang.

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Thunfischmousse Zutaten: 1 Dose Thunfisch, 250g Mascarpone, knapperTeelöffel grüner Pfeffer, 3 Teelöffel Kapern, Teelöffelchen Senf, unbehandelte, geriebene Zitronenschale, Sardellenfilets, Petersilie Thunfisch abgießen und mit Karpern, grünem Pfeffer, Sardellenfilets, Senf mit pürrieren. Mascarpone mit geriebener Zitronenschale unter das Thunfischpürree mengen und – wenn man möchte – mit hartgekochten Eiern, den restlichen Sardellenfilets und Petersilie garnieren. Dazu passt am Besten Staudensellerie, aber auch frisch geschabte Möhren, Chicorre oder was die Küche sonst noch roh Eßbares im Gemüsefach übrig hat. Ideal als Snack oder Vorspeise.

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Gemischter Salat mit Vinaigrette à la Marie Zutaten: div. Salatsorten, Kirschtomaten, vielleicht ein wenig Fenchel, was auch immer … Dijonsenf, Himbeermarmelade, gutes Olivenöl, ein Schuß Kürbiskernöl, Knoblauch, Salz,Pfeffer, etwas Maggi, etwas getrockneten Estragon, Wein zum Verdünnen

Den Salat waschen, putzen, trocken schleudern und in eine schöne Keramikschüssel betten. Eine Sauce aus Senf, Himbeermarmelade, Knoblauch, Gewürzen und Öl herstellen. Dafür verwende ich meist ein altes Marmeladenglas, in das die Zutaten gefüllt werden, der Deckel drauf geschraubt und das Gemenge wie ein Cocktail geshakt wird. Sind die Gäste da, die Sauce über den Salat schütten und am Besten mit den Händen untermengen. Den Salat mit den Kirschtomaten und vielleicht ein paar Oliven und Zwiebelringen garnieren.

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Fenchelsalat Zutaten: 2 Fenchelknollen, 2Apfelsinen, 1 Kopf Römersalat, 1 Zitrone, gutes Olivenöl, Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer

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Fenchel waschen, das Grün abzupfen und ihn in Schei­ ben schneiden, die holzigen Knollennarben entfernen. Den Salat säubern und trocken schleudern. Die grünen Salatblätter kreisförmig in einer flachen Schale anrichten. Den Fenchel darauf verteilen. Die Orangen schälen, wenn möglich häuten und in portionsgerechten Stückchen dazu geben. Den angerichteten Salat mit Salz und Pfeffer würzen, die ausgepreßte Zitrone mit dem Olivenöl darüber träufeln und mit Fenchelgrün drapieren.


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Verschärfter Mozzarella Zutaten: 4 Mozarellakugeln, 16 dünne Scheiben Speck, 1 Glas Kapern, schwarze Oliven, 4 Zwiebeln, eine kleine Dose Tomaten, halbe Flasche Rotwein, ein Pfund Tomaten, roter Chili frisch oder getrocknet, frischer Rosmarin, Knoblauch, Salz

Die Mozzarellakugeln in 4 Teile schneiden. Die Speckscheiben auslassen, Scheibe für Scheibe um die Mozzarellastückchen wickeln und mit einem Zahnstocher feststecken. Die Zwiebeln im ausgelassenen Speckfett

glasig braten. Die frischen Tomaten klein schneiden und mitbraten. Mit Rotwein ablöschen, mit Rosmarin, Knoblauch, Salz und Chili würzen. Mit der zugefügten Dose Tomaten einkochen lassen. Die Kapern samt ihrem Wasser dazu geben und den Sud in eine feuerfeste Form füllen. Die Mozzarella-Nester in den Sud setzen, die Oliven darunter verteilen, noch ein paar Rosmarinzweige dazwischen legen. Das Ganze ca. 20 Minuten im Ofen bei 180˚ backen. Dazu passt „Persischer Reis“ oder Ciabattabrot. 43


Grüne oder rote Pesto Zutaten: Ein Becher Joghurt Sonnenblumen- oder Pinienkerne, ungefähr genausoviel Parmesan, reichlich Basilikum (... oder getrocknete Tomaten und frische Petersilie ... oder Rucola mit Petersilie) Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer

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Sonnenblumenkerne oder Pinienkerne in einen Zerkleinerer (Foodprocessor) geben, klitzeklein hacken und herausnehmen. Dasselbe mit dem Parmesan, mit dem Basilikum und dem Knoblauch (oder Tomaten, Ruccola und Petersilie) wiederholen. In einer bereit gestellten Schüssel alle Zutaten mit Olivenöl zu einer Pesto verarbeiten. Die kann man in Marmeladengläser mit Twistoffdeckel füllen, mit Olivenöl abdecken und so ein paar Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Wunderbar als Brotbelag oder ­– mit etwas mehr Öl verdünnt – an Nudeln und verfeinert zum Beispiel Ministrone.


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Paprika in Öl Zutaten: schöne rote Paprikaschoten, Salz, Pfeffer, Olivenöl

Die Paprikaschoten säubern und auf ein Ofenblech geben. Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200˚ ca. 20/30 Minuten backen. Einmal wenden. Wenn sie etwas abgekühlt sind, die Haut entfernen, filetieren, salzen und pfeffern und in reichlich Olivenöl marinieren.

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Salat mit Eisoße Zutaten: Grüner Salat, am besten Feldsalat, milde Zwiebel, Speckwürfel, pro Person ein Ei, Dijonsenf, Oliven- oder Walnußöl, weißer Balsamicoessig, Salz, Pfeffer

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Salat waschen, putzen und trocken schleudern. Ein Töpfchen Wasser heiß werden lassen. Sprudelt es, die Eier hineinschlagen und ca.3­ Minuten kochen lassen. Das Wasser durch ein Sieb abgießen und die verlorenen Eier in eine Schüssel geben und zermanschen. Mit Salz, Pfeffer, Öl und Essig vermengen. Den Speck auslassen. Die Sauce über den Salat geben und vermengen. Mit dem Speck und Zwiebel­ringen anrichten. Super lecker!


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Apfel -Tarte Zutaten: 150 g Mehl, 75g Butter, 75 g Zucker, 1 Ei, Prise Salz, 3 bis 4 Äpfel, Aprikosenmarmelade, Zimt, Puderzucker

Aus Mehl, Butter, Zucker und Ei eine Paté Brisé herstellen: Mehl auf ein Küchenbrett schütten in der Mitte mit der Faust eine Mulde eindrücken, darin das Ei mit dem Zucker verrühren. Auf dem Mehlkranz stückchenweise die zim­merwarme Butter verteilen und langsam von innen nach außen mehr und mehr Mehl einararbeiten. Zum Schluß den Teig zu einer homogenen Masse verkneten. Eine Springform nehmen und den Teig darin mit einem etwas hochgezogenem Rand verteilen. Die Äpfel waschen, entkernen und vierteln. Die Viertel in weitere Scheibchen schneiden und von außen nach innen ringförmig in den Teig stecken. Mit Zimt würzen und zum Schluß den Belag mit einem halben Glas Aprikosenmarmelade bestreichen. Die Tarte im Ofen auf mittlerer Schiene bei 200 ˚ ca. eine 3/4 Stunde backen und bräunen. Warm, mit Puderzucker bestreut, servieren. Dazu kann‘s geschlagene ungesüßte Sahne geben – bon appétit! 51


Zitronen-Kokos-Kuchen (Magic Cake) Zutaten: 2 Eier, 1 Becher Joghurt, 1 Becher geraspelten Kokos, 3-4 Becher Zucker, 1 geriebene Zitronenschale, 1 Becher Sonnenblumenöl, 2 Becher Mehl, Prise Salz, Päckchen Backpulver

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, wobei es ratsam ist, das Backpulver vorher mit dem Mehl zu vermengen. Den Teig auf ein vorgefettetes Backblech geben und den Kuchen in einem vorgeheizten Backofen bei 180˚ goldbraun werden lassen. Dazu passt wunderbar eine leicht gesüßte Joghurtsoße mit geriebener Zitronenschale statt Sahne. Süß und erfrischend. Dieses Rezept hat den weiten Weg von Italien nach Neuseeland gemacht, um hier in Berlin wieder einzufliegen. Dank Simona und Russel und natürlich Louis, der den Magic Cake unsterblich liebt.

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Obst mit Streuseln Zutaten: 200 g Mehl, 200g Zucker, 125g Butter. Obst wie z.B. 3Birnen, 3Äpfel, 6 Pflaumen oder Äpfel und Birnen mit gemischten gefrorenen Beeren oder Kiwis mit Äpfeln ...

Mit Mehl, Butter und Zucker den Streuselteig kneten. Vorher das Obst waschen, gegebenenfalls entkernen, in kleine mundgerechte Stückchen schneiden und in eine feuerfeste Auflaufform geben. Bei der Äpfel-Pflaumen-Variante mit etwas Zimt würzen. Den Streuselteig über dem zerkleinerten Obst verstreuen und ca. eine halbe Stunde im Backofen bräunen. Dieser Nachtisch schmeckt warm und kalt. Warm duftet er köstlich. Dazu kann Vanillesoße oder geschlagene Sahne gereicht werden. Diese unwiderstehliche Nachtischbombe oder winterliche Tea-Time-Leckerei habe ich zu Weihnachten bei Susan in Manchester genießen gelernt.

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Panna Cotta mit z. B. Erdbeeren Zutaten: 300 ml Sahne, 6 Blatt Gelatine, 2 Eßl. Zucker, 1 Vanilleschote, 250g Beeren, 3 Eßl. Sonnenblumenkerne, Butter und Zucker

Die Gelatine 10 Min. in kaltem Wasser quellen lassen. Währenddessen Milch, Sahne und Zucker in einem Topf erhitzen. Das Mark der Vanilleschote dazu fügen. Die kochende Sahnemilch vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen und einrühren. Die flüssige Panna Cotta in Dessertförmchen füllen und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Die festgewordene Panna Cotta mit den Fingern vom Rand lösen und schütteln. Etwas heißes Wasser bereit stellen, das Förmchen kurz eintauchen, dann auf einen kleinen Teller stürzen. Die gewaschenen, geschnittenen Erdbeeren ringsherum verteilen. In einer kleinen Pfanne die Sonnenblumenkerne mit etwas Zucker karamelisiern und über die Erdbeeren geben.

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Tiramisu mit Amaretto Zutaten: 3 frische Eier, 70g Zucker, 250g Mascarpone, Schuß Amaretto, 200 ml Espresso oder Instantkaffee, 200g Löffelbiskuits, Kakaopulver

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Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen. Mascarpone, Eigelb, Zucker und Amaretto zu einer Crème verrühren. Etwas Zucker für den Espresso übrig lassen. Das steif geschlagene Eiweiß unterheben. Die Biskuits in den Kaffee tunken und in einer viereckigen Form den Boden damit auslegen. Sie sollten noch ein bisschen knackig bleiben. Darüber eine Schicht Mascarpone­créme streichen und das Prozedere mit den Biskuits wiederholen und eine zweite Mascarponeschicht darüber verteilen. Zum Schluß das Ganze mit reichlich durchgesiebtem Kakaopulver bepudern und wer mag, rillt ein Muster hinein. Mindestens 4 Stunden kühl stellen – am besten über Nacht.


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Elzas Lieblinspudding Zutaten: 2 Vanillepuddingpulver, 1 LiterMilch, 4Vanillezucker, 2 Eier, Amaretto, 1 Päckchen tiefgefrorene Himbeeren, Erdbeeren, oder ..., Puderzucker Pudding nach Gebrauchsanleitung zubereiten. Ich ersetze die angegebene Zuckermenge durch Vanillezucker, den man prima selbst herstellen kann, indem man Vanilleschoten in den raffinierten Zucker steckt, aufgeschnitten natürlich, und ihn so angereichert ein paar Tage ziehen lässt .... Den Pudding abkühlen lassen. Inzwischen die Eier trennen. Die Eigelbe mit einem sehr guten Schuß Amaretto in den noch heißen Pudding verrühren. Das Eiweiß steif schlagen und unter den kühl gewordenen Pudding heben. Ist er kalt geworden, die tiefgefrorenen Beeren darauf verteilen und kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben. 60


Orangenquark Zutaten: 500g Magerquark, 250 g 40%igen Quark, 3 unbehandelte Orangen, Oangenlikör, Zucker 100g gehackteMandeln

2 Orangen schälen, entkernen, häuten und in Stücke schneiden. Von einer die Schale reiben. Die Dritte ungeschält in Scheiben schneiden. Den Quark mit der geriebenen Schale, Zucker und Orangenlikör (z.B. Cointreaux) abschmecken. Die gehackten Mandeln mit etwas Zucker rösten. Den Quark mit den Orangenscheiben und den gerösteten Mandelstückchen dekorieren.

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Baiserzauber Zutaten: 4 Eiweiß, 200g Zucker, 500ml Sahne, 500g tiefgefrorene gemischteBeeren

Das Eiweiß steif schlagen und den Zucker esslöffelweise unterheben. Bei 110-130˚ ca. 70-100 Minuten im Backofen trocknen lassen. (Tut man dem Eiweiß noch etwas Anis an, schmecken die gebackene Baisers alleine schon sehr raffiniert.) Die Baisers zerbröseln, tiefgefrorene Beeren darauf verteilen, die steif geschlagene Sahne darüberstreichen. Das Ganze wiederholen. Mit Minzblättchen, Schokoblättchen oder was auch immer, dekorieren. (Baisers gibt es bei uns auch fertig zu kaufen) Diese Nachspeise konnte auf Stromboli nicht vollendet werden: Die Baisers waren angebrannt, Beeren gab es sowieso nicht. Und der Strombolaner scheint ohnehin keine flüssige Sahne zu kennen …

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Impressum © Fotos: Seite 1, 14, 16, 23, 27, 37, 54, 59, 61, 63: Billie Erlenkamp • Seite 2, 11, 45, 56, 60, 64: Kain Karawahn • Seite 3, 6, 65, 66: Dimitris Tsoublekas • Seite 5: Peter Kalvelage • Seite 9: Peter Kalvelage, Kain Ka­ra­wahn • Seite 10, 16, 24, 32, 37, 42, 43 49, 50: Patricia Chadde • Seite 13, 20, 26, 29, 30, 33, 36, 38, 41, 42 46, 53, 56 : Nina von Waechter • Seite 19, 22+33 (oben), 34: Helge Margarete Heinrich und Winfried A. Langschied, • Seite 43 (Kapern), 47, 51: Fotolia.de • Seite 62: Maria Herrlich © Rezepte, Layout, Illustrationen: Maria Herrlich, Tel. +49 (0)30 -315 082 66 Digitaldruck: www.laser-line.de, Tel. +49 (0) 30 -467 096 -0

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Janne Beuter - Vera Brand - Patricia pert - Helge Margarete Heinrich Kain Karawahn - Peter Michael - Sandra Senn - Dimitris Tsouble-

Chadde - Billie Erlenkamp - Ines Gep- Maria Herrlich - Peter Kalvelage Krech - Winfried A. Langschied kas - Nina von Waechter


stromboloi kochbuch