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APRIL 2013

INSIGHT FISH PROCESSING

Innovation durch Partnerschaft Nordlaks & Bremnes

Kundenerfahrungen:

Spezielle Tilapia-Verarbeitung

Der Flow Equalizer

Die Logistik von hochwertigem Fisch


INHALT 2 N euproduktentwicklung ganz nach den Bedürfnissen der Kunden

3 E ine zertifizierte Bandwaage, die Qualität wie Quantität bietet

4 Spezielle Tilapia-Verarbeitung 7 R ückverfolgbarkeit von der Packung

Neuproduktentwicklung ganz nach den Bedürfnissen der Kunden

über den Behälter bis zur Palette

7 D er OCM9500 Behälter-/Kisten-

Als führender Anbieter in der Fisch-, Fleisch- und Geflügelverarbeitungsindustrie hat Marel einzigartige Einblicke in die Arbeitsweisen der verschiedenen Proteinlieferanten.

Etikettierer

8 Im Blickpunkt: Innovation durch

Partnerschaft Nordlaks – der FlowEqualizer Bremnes – der K-Faktor

11 S teigern Sie Ihre LEISTUNG durch Innova Software Solutions

12 Marel: Bevorzugter Partner für Morrisons 14 D ie Logistik von hochwertigem Fisch bei IceFresh

16 E rhöhung der Gewinnspanne bei der Filetverarbeitung bei Nordlaks

18 E ine Win-Win-Partnerschaft mit Esselunga

19 Die I-Slice 3300 20 S ich den Schwierigkeiten bei der

Rückverfolgung mit Innova stellen

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In der Fischbranche konzentrieren wir uns darauf, Innovationen in den Fischverarbeitungsbetrieben unserer Kunden zu fördern und voranzutreiben. Viele unserer größten Errungenschaften gingen aus Partnerschaften hervor, bei denen unser technisches Fachwissen mit dem Verarbeitungs-Know-how unserer Kunden zusammengeführt werden konnte. Wir verfügen über die Werkzeuge und das Know-how, um Ihre Neuproduktentwicklungen und Effizienzsteigerung beschleunigen zu können. Gemeinsam entwickeln bzw. erarbeiten wir Produkte und Lösungen zur Optimierung der Fischverarbeitungsergebnisse durch Erhöhung des Ertrags, Steigerung der Effizienz und Verbesserung der Rückverfolgbarkeit, um nur einige Punkte zu nennen. Stetige Innovation Marel hat in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Lösungen auf den Markt gebraucht, von denen viele die Standards für die gesamte Branche gesetzt haben. Unser Repertoire an innovativen Ideen ist nahezu unerschöpflich und wächst weiter in rasendem Tempo heran, wobei der Schwerpunkt mehr denn je auf neuen Produkten liegt. Die Kundenbeispiele in dieser Ausgabe von Insight Fish Processing zeigen, dass Marel erfolgreich mit der sich ständig weiterentwickelnden Fischbranche von heute mithalten kann, und sie stellen gleichzeitig eine Anerkennung für den Unternehmergeist unserer Kunden dar. Jón Birgir Gunnarsson Managing Director, Fish Industry Center, Marel


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Eine zertifizierte Bandwaage, die Qualität wie Quantität bietet Fischverarbeiter von Schottland bis Peru profitieren bereits von den Vorteilen der neuen Flowscale von Marel – einer eigenständigen Bandwaage mit EU-, OIML- und US NTEP-Zulassungen. Die Flowscale setzt branchenweit neue Maßstäbe in ihrem Bereich, da sie einen kontinuierlichen Produktfluss von bis zu 100 Tonnen pro Stunde schonend verwiegen kann. Die Flowscale von Marel ist auf das Verwiegen großer Mengen an pelagischen Fischarten, Weißfisch und Lachs ausgerichtet, wobei die Ausgangsqualität des Produkts durch den schonenden Umgang beibehalten wird. Sie ersetzt ältere Versionen ebenso sowie herkömmliche, weniger produktschonende Wiegemethoden, wie das Verwiegen mit einer Trichterwaage.

Schonende Verarbeitung, große Mengen und Zertifizierungen Die Flowscale von Marel eignet sich ideal für die Messung des gesamten, an einen Produktionsbetrieb gelieferten Fangs eines Fangschiffes mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Tonnen pro Stunde sowie für die Messung der gesamten Nahrungsmittelmenge, die einen bestimmten Verarbeitungsschritt durchläuft. Sämtliche Durchlaufdaten werden fortlaufend präzise erfasst und der Nachweis hierfür ist zertifiziert. Dank der Zertifizierungen und Eichzulassung können Fischverarbeiter die geltenden gesetzlichen Vorschriften einhalten, die für einen zulässigen Wiegeprozess von Rohprodukten festgelegt sind.

SIEHE AUCH: www.marel.com/flowscale

INNOVA

Berichterstellung und Referenzierung Innova, die Produktionsmanagementsoftware von Marel, ermöglicht Verarbeitungsbetrieben die Überwachung und Steuerung des Produktflusses in Echtzeit. Jeder Produktfluss kann im Handumdrehen bezogen auf Kunden, Schiffe und weitere Spezifikationen über das System eingerichtet werden. Während des gesamten Prozesses sammelt Innova Informationen zum Produktfluss und erstellt Berichte gemäß den Anforderungen des Verarbeitungsbetriebs. Das System verfügt außerdem über einen AlibiSpeicher, dessen Inhalt zu Überprüfungszwecken und zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften Innova-Berichten zugeordnet werden kann.

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InsightKundenprofil

Bei der Investition des Verarbeitungsbetriebs Terrapez S.A. aus Costa Rica in eine spezielle TilapiaVerarbeitungslinie von Marel lagen die wichtigsten Ziele klar auf der Hand: Beschleunigung der Verarbeitung, Optimierung der Unternehmenssteuerung, Steigerung des Ertrags und Verbesserung des Produkthandlings. „Wir investieren in Bereiche, die unserer Meinung nach wichtig sind und den Wert unserer Produkte steigern“, erklärt Victor Jiménez, General Manager Grupo ACI.

Warum Marel? Zuverlässigkeit und Genauigkeit Terrapez legte die Prozesskenngrößen fest, die zur Messung des Erfolgs des neuen Systems und für die Entscheidung, mit Marel zusammenzuarbeiten, wichtig sein würden, da das Unternehmen bereits von der hohen Zuverlässigkeit der von Marel angebotenen Anlagen, Software

Spezielle Tilap und Dienstleistungen profitieren konnte. Noch dazu sind ihrer Meinung nach die Anlagen von Marel wesentlich genauer als die der Konkurrenz – ein weiterer Punkt, der den Ausschlag zugunsten von Marel gab.

sparen und erhalten ein hochwertigeres Endprodukt. Darüber hinaus können wir mithilfe des Systems eine einheitlichere Produktgröße erzielen“, so Max Fernández M., Betreibsleiter, Terrapez S.A.

Fachkompetenz

Das über Innova Software Solutions gesteuerte neue System besteht aus einem Rohproduktsortierer, Filetierund Trimmlinien, einem Packsortierer, verschiedenen Waagen sowie Anzeigeterminals, Förderbändern und Kühlbehältern.

Marels Know-how auf dem Gebiet der Tilapia-Verarbeitung hat sich in den vergangenen Jahren im Gleichschritt mit den Entwicklungen auf dem Markt der Tilapia-Verarbeitung enorm vergrößert. Terrapez ist durch die Investition in modernste Technologien in der Lage, sein Zielvorgaben zu erreichen und konkurrenzfähig zu bleiben. Eines seiner wichtigsten Ziele war die Beschleunigung des Produktionsablaufs, da dadurch die Qualität des Endprodukts verbessert und die potenzielle Gewinnspanne erhöht werden kann. „Wir haben die Verarbeitungszeit mittlerweile um etwa 40 % gesenkt, was es uns möglich macht, die Haltbarkeit des Produkts zu verlängern und gleichzeitig Flüssigkeitsverluste zu vermeiden. So können wir Kosten

Innova

Ein reibungsloser Übergang Die zweistufige Installation des kompletten Systems verlief sehr reibungslos. Die Pack- und Kühlkomponenten wurden innerhalb von fünf Tagen installiert, gefolgt von den Filetier- und Trimm-Flowlines sowie dem Rohproduktsortierer und der Innova-Software. Insgesamt dauerte die Installation zwei Wochen. Terrapez ließ den Betrieb während der Installation des neuen Systems weiterlaufen, um die Auswirkungen auf Produktion und Vertrieb so gering wie möglich zu halten.

Terrapez Terrapez S.A. gehört zur Tochterfirma Empresas AquaChile S.A., Grupo Aqua Corporation International (Grupo ACI), einem vertikal integrierten Unternehmen, das die komplette Produktionskette steuert – von der gentechnologischen Entwicklung über Zucht und Verarbeitung bis zu Vermarktung und Verkauf des Produkts – und die amerikanischen und europäischen Märkte mit frischem Tilapia beliefert. Die internationale Marketingkoordination der TilapiaProdukte von ACI läuft unter dem Namen Rain Forest Aquaculture, Inc.

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Dem Unternehmen wurden zahlreiche Zertifizierungen für internationale Qualitäts-, Umweltund Arbeitsschutzstandards vergeben. Außerdem ist es die erste BAP-zertifizierte Tilapia-Anlage in Costa Rica.


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pia-Verarbeitung Das System erfüllte bereits innerhalb eines Monats nach der Installation die Erwartungen. „Wir konnten die Zielwerte unseres Geschäftsmodells bereits innerhalb des ersten Betriebsmonats erreichen”, bestätigt Victor Jiménez. Neben der Fokussierung auf das Kerngeschäft ist Terrapez auch stolz auf ein hohes Maß an Mitarbeiterzufriedenheit. „Für uns spielen sowohl Produktqualität als auch Arbeitsbedingungen eine wichtige Rolle“, sagt Max Fernández M. Einer der Gründe für die reibungslose Installation bei Terrapez war, dass das Unternehmen besondere Vorkehrungen getroffen hatte, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter vorbereitet waren. Vorbereitung und Schulung Bereits einige Zeit vor der Installation fanden Gespräche zwischen Terrapez und seinen Mitarbeitern statt, bei denen die Vorteile der Umstellung und die Funktionsweise des neuen Systems besprochen wurden. Den Mitarbeitern war bewusst, dass die neue Anlage ihre

„Ohne Sie wäre die neue Technologie nur halb so viel wert. Vielen Dank, dass Sie Teil unseres Teams sind.“

Arbeit erleichtern würde, unter anderem durch die ergonomischen, höhenverstellbaren Plattformen und die Tatsache, dass Produkte weniger häufig manuell zwischen den Arbeitsschritten transportiert werden müssen. Das Marel-Team, das mit der Installation und Konfiguration der neuen Linie und der Schulung des Personals beauftragt war, traf auf sehr gut vorbereitete Mitarbeiter, die offen waren und der Installation positiv gegenüber standen. Sie wussten bereits, inwiefern die neue Linie die Einzel- und Gesamtleistung verbessern würde und freuten sich auf die Arbeit.

Mehr Kontrolle und mehr Chancen für Mitarbeiter Terrapez möchte seinen Mitarbeitern einen interessanteren Arbeitsplatz und bessere Karrierechancen bieten. Durch das neue System wurde der Bedarf an Arbeitskräften enorm reduziert. Terrapez setzt die nun verfügbaren Mitarbeiter ein, um die steigende Produktion zu bewältigen und gibt ihnen die Möglichkeit, sich mehr auf die Verarbeitung und Wertschöpfung zu konzentrieren, während Innova die Informationssteuerung übernimmt. Durch die größere Transparenz haben die Mitarbeiter nun die Möglichkeit, ihre Leistung zu überprüfen und zu sehen, wie sie ihr Ergebnis selber verbessern können. „Dank Innova müssen unsere Techniker und Ingenieure nicht mehr einen Großteil ihrer Zeit mit der Verfolgung von Zahlen verbringen, und unser mittleres Management kann sich auf Verbesserungen konzentrieren“, sagt Max Fernández M. „Viele unserer Mitarbeiter bekamen durch das neue System die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung. Wir konnten einigen unserer Leute neue Positionen anbieten“, erklärt Eddy Salazar Alfaro, Terrapez Human Resource Manager. Vor dem Hintergrund einer höheren Automatisierung und schnelleren Verarbeitung hat Terrapez die Gelegenheit genutzt, die Mitarbeiter

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für speziellere Aufgaben zu schulen, anstatt Personalkürzungen vorzunehmen. Die Ertragssteigerungen übertrafen alle Erwartungen, und das Unternehmen hat Gehaltszuschläge basierend auf dem von Innova ermittelten Einzel- und Gesamtertrag und der Produktivität eingeführt.

Unsere Mitbewerber sind weltweit vertreten, sowohl im Bereich frische als auch im Bereich tiefgekühlte Nahrungsmittel. Unser Produkt hat ein Alleinstellungsmerkmal dadurch, dass es nicht nur nachhaltig, sondern auch qualitativ hochwertig ist“, erklärt Victor Jiménez.

„Der Gesamtertrag des Betriebs hat sich gesteigert, und wir geben dies an unsere Mitarbeiter weiter, die den variablen Teil ihres Gehalts basierend auf ihrer individuellen Leistung erhöhen können“, so Eddy Salazar Alfaro.

„Wir verfügen über alle notwendigen Zertifizierungen, was uns sehr wichtig ist. Durch die enorme Verbesserung der Arbeitsabläufe ließen sich gleichzeitig Produktivität und Qualität steigern.“

Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Qualität Terrapez hat zwar einen Absatzmarkt in Costa Rica, der Großteil der Produkte wird jedoch unter dem Namen „Rain Forest Aquaculture“ in die Vereinigten Staaten und nach Europa exportiert. „Dieses Projekt entstand durch die vom Wettbewerbslage auf dem Markt.

Terrapez hat seine Marke etabliert und sieht weiteres Potenzial in Marktsegmenten, in denen Qualität und Nachhaltigkeit der Meeresprodukte bei den Verbrauchern an erster Stelle stehen. „Durch unsere hochwertigen, nachhaltigen Produkte sehen wir uns heute in der Lage, diese Zielgruppe zu bedienen und neue Märkte zu erschließen.“

Rückverfolgbarkeit und Etikettierung der Produkte Innova leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung, wobei die gesamte Produktionskette eingebunden ist. Jeder Charge an gefangenem Fisch wird ein eindeutiger Code zugewiesen und ab dem Moment, ab dem der Fisch in der Anlage eintrifft, registriert Innova jeden Schritt während des gesamten Produktionsprozesses bis zum versandfertig verpackten Endprodukt. Durch die kontinuierliche Datenerfassung kann mühelos auf den gesamten Produktionsverlauf zugegriffen werden, bis zurück zum Fortpflanzungsstadium der Fische.

SIEHE AUCH: www.marel.com/tilapia www.tilapia.com

Insight Terrapez

Zucht von schwarzem Tilapia in Costa Rica Die Zuchtgebiete (Fincas) und die Verarbeitungsanlage von Terrapez unterliegen strengen internationalen Standards in Bezug auf Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit. Dies ist eine von drei Zuchten für schwarzen Tilapia der Grupo ACI in Costa Rica, wo schwarzer Tilapia das ganze Jahr über gezüchtet wird. Auf der über 600 Hektar großen Farm sind etwa 350 Arbeiter beschäftigt. Die Fische schlüpfen und wachsen in Becken auf. Die Umsetzung der Fische von einem Teich in einen anderen ist ein wichtiger Schritt, bei dem die Fische während der Aufzucht nach Größe klassifiziert und entsprechend in andere Teiche verlegt werden. Die Gesundheit der Fische und die Nachhaltigkeit der Umwelt gehören zu den größten Anliegen der Farm. Nach jeder Umsetzung werden die Becken geleert und mehrere Tage lang sorgfältig desinfiziert, bevor sie für die nächste Charge an Fischen vorbereitet werden. Ein Großteil der Arbeit besteht im Umleiten von Wasser zwischen den Teichen und den „Regenerierungsbecken“ – natürlichen Bassins, in denen das Wasser gereinigt und gespeichert wird. Costa Rica verfügt über eine solide Wasserversorgung, wobei das aber Wasser nach wie vor an die Stellen umgeleitet werden muss, wo es benötigt wird.

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Rückverfolgbarkeit von der Packung

über den Behälter bis zur Palette Das Angebot an Maschinen und Systemen von Marel deckt nahezu jeden Bereich der Fischverarbeitung ab, vom Fang über die Charge bis zum Ende der Verarbeitungslinie. Unser Spektrum und Know-how im Bereich Verpackung reicht vom robotergestützten Aufnehmen und Ablegen vorportionierter Produkte über Chargenbildung und Verwiegen mit Mehrkopfwaagen und Kontrollwaagen bis hin zu Preisauszeichnen und Packstationen mit Informationsmanagementsystemen für Verpackung und Versand.

Verarbeitungsbetriebe den Weg von der Packung über den Behälter bis zur Palette nachverfolgen.

Über diese Systeme wird ein wichtiger Aspekt der Fischproduktion gesteuert – die Rückverfolgbarkeit. Verarbeitungsbetriebe können es sich heutzutage nicht erlauben, ein falsches Produkt zu verpacken, Etiketten zu vertauschen, zu große Mengen an frischen Produkten zu lagern oder das falsche Produkt an den falschen Kunden zu liefern.

Die Innova-Software von Marel erfasst alle Packungs- und Chargeninformationen, sodass fehlerhafte oder beschädigte Packungen schnell und einfach vom Bediener aus der Charge genommen und durch nachrückende Packungen aus dem Produktfluss ersetzt werden können.

Mithilfe der Systeme von Marel zur Versandfertigstellung und Gruppierung von Einzelhandelspackungen können

Der Marel TG9 Tray Grader und der TD9 Tray Diverter erhalten an der Zufuhr von einem WPL9000 Preisauszeichner oder einem Barcodelesegerät Informationen zu Gewicht, Preis und Packung. Diese Daten werden zur Klassifizierung von Produktschalen verwendet, um Behälter mit Packungen mit einer festen Anzahl, einem festen Gewicht oder einer Kombination aus fester Anzahl und festem Gewicht zu gruppieren und mit Etiketten mit aufsummierten Angaben zu versehen.

Innova verfolgt außerdem unabhängige Gesamtwerte auf Behälter-, Paletten- und Auftragsebene, darunter Produkt, Gewicht und Preis. Die für diese Gesamtwerte gedruckten Etiketten werden von Innova oder einem anderen Produktionsmanagementsystem erfasst. Zu den klaren Vorteilen der Systeme von Marel zur Versandfertigstellung und Gruppierung von Einzelhandelspackungen gehören:

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Ergonomischeres Packen Effektiver Ablauf ohne Engpässe Rückverfolgbarkeit auf Packungs-, Behälter- und Palettenebene Einfaches Entfernen und Ersetzen von fehlerhaften Packungen Deutlich geringerer Nachbearbeitungsaufwand Bessere Ausnutzung des Stellplatzes SIEHE AUCH: www.marel.com/traygrader

Behälter-/Kisten-Etikettierer Mit dem automatischen Behälter-/Kisten-Etikettierer OCM9500 von Marel lassen sich 600 x 400 mm große Eurokisten und -behälter mit einer Geschwindigkeit von bis zu 35 Stück pro Minute etikettieren. Die Maschine eignet sich außerdem für das Verwiegen und Etikettieren von schweren und unregelmäßig geformten Einzelhandelsprodukten. Die OIML-Zulassung für bis zu 40 kg für die Genauigkeitsklassen X III (1) und Y (a) besagt, dass der OCM9500 als Preisauszeichner und/oder Kontrollwaage verwendet werden kann.

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IM BLICKPUNKT INNOVATION DURCH PARTNERSCHAFT Marel bringt eine Menge Zeit und Ressourcen für Innovationen auf. Das Unternehmen ist stolz darauf, dass seine technologischen und Produktinnovationen Fischverarbeitern aller Größen und auf allen Märkten dabei helfen, optimale Produktivität zu erzielen. Innovationsstärke beginnt beim Markt – den Marel-Kunden. Marel kann im Bereich Innovation jedes Jahr auszeichnete Ergebnisse erzielen, nicht zuletzt durch intensive Partnerschaften mit seinen von Unternehmergeist geprägten Kunden. Führend im Bereich Innovation Marel hat sich der Innovation verschrieben, und diese spielt auch eine wichtige Rolle im Bestreben des Unternehmens, seinen Kunden jeden Tag aufs Neue beste Qualität zu bieten. Ziel ist es, den Kunden Lösungen zur Verfügung zu stellen, durch die sie sich von den Mitbewerbern abheben können. Zu diesem Zweck hat Marel in den

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vergangenen Jahren eine Vielzahl an neuen Lösungen auf den Markt gebracht. Aus Partnern werden Partnerschaften Marel möchte seine Spitzenposition bei Innovationen auf dem Gebiet der Fischverarbeitung beibehalten. Daher arbeitet das Unternehmen mit seinen Kunden zusammen, um deren Verarbeitungsmethoden zu verbessern und mit intelligenten Denkansätzen bahnbrechende Neuerungen zu entwickeln, die grundlegende Veränderungen für die Verarbeitungsergebnisse bedeuten – sowohl bei den einzelnen Kunden als auch in der gesamten Branche. Vor dem Hintergrund der aktuellen Anforderungen an Produktqualität und Verarbeitungsgeschwindigkeit bei der Fischverarbeitung wird dies immer mehr zu einer Herausforderung. Aus diesem Grund liegen Marels jährliche Investitionen im Bereich Innovation weit über dem Branchendurchschnitt.

Investition in Innovation bedeutet Investition in Personen, deren Ziel es ist, immer ausgeklügeltere Lösungen zu finden, von denen Kunden und Verbraucher profitieren. Der Markt spielt im gesamten Entwicklungszyklus von Marel eine entscheidende Rolle. Durch die Zusammenarbeit mit Fischverarbeitern kann Marel diesen helfen, auf das sich ständig ändernde Konsumverhalten zu reagieren und sich den Umweltherausforderungen, wie der Notwendigkeit, Energie zu sparen, zu stellen, um den Ertrag zu steigern oder die Rückverfolgbarkeit zu verbessern. Die engen Partnerschaften zwischen Marel und einigen der zukunftsorientiertesten Verarbeiter in der Fischindustrie waren in den vergangenen Jahren tatsächlich ausschlaggebend für viele bahnbrechende Erfolge und das Setzen neuer branchenweiter Maßstäbe in der Produktentwicklung.


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Produktinnovation mit Nordlaks:

Der FlowEqualizer Die auf den Seiten 16 und 17 dieser Ausgabe von Insight Fish Processing vorgestellte Portionierund robotergestützte Befülllösung, die zusammen mit Nordlaks entwickelt wurde, automatisiert die Portionierung und Befüllung von festgewichtigen Lachsportionen in Einzelhandelspackungen (Tiefziehschalen), indem der Portionsschneider I-Cut 300 und IPL-Roboter (robotergestütztes intelligentes Aufnehmen und Ablegen von vorportionierten Produkten) auf einzigartige Weise zusammengeschlossen werden. Eine wesentliche Komponente dieser innovativen Lösung ist der FlowEqualizer.

Auf diese Weise kann die Linie pro Minute bis zu 150 einzelne Lachsportionen direkt in die Tiefziehmaschine füllen, ohne dass ein manuelles Produkthandling von der Zufuhr über die Portionierung bis nach der Tiefziehmaschine erforderlich wäre, wodurch sichergestellt wird, dass empfindliche, hochwertige Produkte ihre maximale Qualität und Frische behalten. Für Nordlaks bedeutete dies eine Steigerung von Ertrag, Durchsatz und Qualität bei weniger manuellem Produkthandling.

„Wir konnten unseren Bedarf an Arbeitskräften um 20 % senken, das Volumen an der Linie dank des kontinuierlichen und stabilen Produktflusses steigern und müssen das Produkt nicht mehr doppelt in die Hand nehmen. Wir waren sehr zufrieden mit diesem Partnerschaftsprojekt und das Ergebnis war genau, wie wir es uns vorgestellt hatten“, sagt Kristian Eilertsen, Factory Manager, Nordlaks Produkter AS.

SIEHE AUCH: www.marel.com/portioningandloading www.Nordlaks.no

So verbessert der FlowEqualizer den Verarbeitungsprozess Die I-Cut 300 und die INNOVA Portioning Software von Marel arbeiten Hand in Hand, um den Portionierprozess zu optimieren. Dadurch kann das System Filetportionen und Abschnitte zur Verteilung auf bis zu vier optionale Prozesse, einschließlich der Tiefziehmaschine, dem wichtigsten Prozess, bereitstellen. Die größte Herausforderung hierbei war die Synchronisierung der Produktionsflüsse zwischen den Anwendungen, da die Portionen bei Eintritt in den Roboter gleichmäßig auf dem Band angeordnet sein müssen, damit der Roboter maximale Leistung erzielen kann. Wenn das Produkt den FlowEqualizer erreicht, nutzt dieser den zuvor durch die Entfernung von Portionen geschaffenen Platz und verteilt darauf gleichmäßig die verbleibenden Portionen. Vom FlowEqualizer gelangen die einheitlich angeordneten Portionen zum IPL-Roboter.

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Technische Innovation mit Bremnes:

Höhere Qualität durch den K-Faktor Das Projekt des norwegischen Lachsverarbeiters Bremnes Seashore, dessen Anlage in Bømlo umfassend aufgerüstet wurde, beinhaltete auch ein vollständiges Sortier- und Distributionssystem für Lachs. Dabei handelt es sich um das fortschrittlichste Distributionssystem, das Marel je in einer Lachsfabrik installiert hat. Bremnes betreibt Lachsfarmen an 22 Standorten in der StavangerHardanger-Region und verarbeitet täglich 250 Tonnen lebenden Lachs in 100 verschiedene Produkte für Märkte auf der ganzen Welt. Viele von ihnen werden unter den mehrfach preisgekrönten Marken Salma und Bømlo des Unternehmens vertrieben. Das Sortier- und Distributionssystem „Durch diese Aufrüstung wollten wir hauptsächlich die Produktionskapazität von ausgenommenem Lachs steigern und die Produktion von Mehrwertprodukten, wie Filets, erweitern, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf hochwertigen Produkten aus ganzem Fisch liegen sollte“, erzählt Vidar Helvik, Processing Manager bei Bremnes Seashore. Bei dem System von Marel gelangt der ausgenommene Lachs in den

Packbereich, durchläuft dort die Qualitätskontrolle, wo die Produkte auf Mängel im Erscheinungsbild untersucht werden, bevor sie schließlich dem Pack- und Distributionssortierer für ganzen Fisch zugeführt werden. Dieses hochmoderne Sortier- und Distributionssystem steuert automatisch die Verteilung der einzelnen Fische und leitet sie an die entsprechenden Verarbeitungsschritte, wie das Einfrieren und Filetieren, oder zur automatischen Behälterfüllstation für ganze ausgenommene Lachse weiter. Ideale Distribution Mithilfe des K-Faktors ist der Verarbeiter in der Lage, vorab zu definieren, welche Klasse am besten für die jeweilige Verarbeitungsart geeignet ist, und kann den Fisch anschließend zum idealen Verarbeitungsschritt leiten. Dies kann für die verschiedenen Schritte bei der Lachsproduktion von großem Nutzen sein, da so Fische mit ähnlicher Beschaffenheit auf bestmögliche Art und Weise verarbeitet werden, wodurch die Qualität der Endprodukte erhöht wird. Das Sortier- und Distributionssystem von Marel wendet den K-Faktor an, um Fische mit einem vordefinierten K-Faktor an den optimalen Verarbeitungsschritt weiterzuleiten.

„Marel war schon immer Experte im Bereich des Verwiegens, jedoch verfügt die neue Lösung, die sie zusammen mit uns entwickelt haben, über einen Sensor an der Wiegeeinheit, mit dem die Länge gemessen wird. Das ist eine spannende Entwicklung für die Fischindustrie“, sagt Bjorn Willy Sæverud, Bremnes Seashore COO. Durch die Innova-Produktions-management-software von Marel wird die Verteilung auf die verschiedenen Verarbeitungsschritte außerdem gegen Bestellaufträge abgeglichen. Das System verarbeitet bis zu 120 Fische pro Minute und bei der Verpackung in Behälter wird nun eine Kapazität von bis zu 28 Behältern pro Minute erzielt. Mithilfe des Sortier- und Distributionssystems von Marel kann Bremnes optimale Qualität erreichen und gleichzeitig den Ertrag optimieren. „Wir gehen davon aus, dass wir dank des Packsortierers von Marel unseren Ertrag in nächster Zeit beachtlich steigern können“, sagt Bjorn Willy Sæverud.

SIEHE AUCH: www.marel.com/wholesalmon www.seashore.no

Der K-Faktor

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Der K-Faktor (Konditionsfaktor) ist das Verhältnis von Länge zu Gewicht, das zur Bewertung der Beschaffenheit von Lachs verwendet werden kann. Angler verwenden diesen Faktor seit über einem Jahrhundert zur Messung ihres Fangs. Forscher hingegen beurteilen und steuern damit Fischwachstumsmuster. Durch ein schnelles Erkennen des K-Faktors können in der Fischverarbeitung intelligente Entscheidungen über die Distribution der Fische getroffen werden.


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STEIGERN SIE IHRE LEISTUNG durch Innova Software Solutions Basierend auf Partnerschaften in der Nahrungsmittelindustrie seit über 30 Jahren und einem kontinuierlichen Engagement in den Bereichen Innovation und Softwareentwicklung hat Marel die einzigartige Suite Innova Software Solutions entwickelt. Mithilfe von Innova können Verarbeiter ihre Anlagen und Ressourcen möglichst effektiv nutzen und die Produktionsleistung durch den perfekten Werkzeugkasten an Softwarelösungen optimieren. Der Innova-Werkzeugkasten für die Fischindustrie reicht von Steuerungslösungen für Einzelmaschinen bis zu vollständigen Verarbeitungslösungen, die an die individuellen Bedürfnisse der Fischverarbeiter angepasst sind. Durch die modulare Architektur sind die Lösungen skalierbar und bieten so maximale Flexibilität für die Verarbeiter – von kleinen Anwendungen bis zu großen anlagenweiten Systemen. Innova stellt eine solide Grundlage für eine zuverlässige Datenerfassung dar und ermöglicht es Verarbeitern, die Lager- und Produktbewegungen während der gesamten Verarbeitungskette zu verfolgen. Darüber hinaus ist die Überwachung der Prozesskenngrößen, wie Ertrag, Durchsatz, Qualität, Kapazität und Arbeitseffizienz, in Echtzeit möglich. Innova Software Solutions unterstützt eine Vielzahl an Verarbeitungsanlagen von Marel und kann auch mit anderen Systemen, wie ERP und sonstigen Planungssystemen, kommunizieren. Diese Lösungen, die speziell entwickelt wurden, um die Herausforderungen zu meistern, denen Fischverarbeitungsanlagen heutzutage gegenüberstehen, umfassen InnovaLösungen für Standard-Flowlines, die

Filetier- und Trimmlösung und die DPL-Slicing-Lösung. Einer der Vorteile dieser Lösungen ist, dass die Verarbeiter Ertrag und Durchsatz von einzelnen Mitarbeitern oder vom gesamten Verarbeitungsteam überwachen und steuern können. Innova Software Solutions zeigt den Verarbeitern Verbesserungsmöglichkeiten auf, um den Ertrag zu maximieren, die Effizienz zu steigern und die Produktion zu verfolgen, während gleichzeitig die Einhaltung von Qualitäts- und Nahrungsmittel-Sicherheitsstandards gewährleistet wird. Letzten Endes ist es das oberste Ziel, den gesamten Prozess, vom Eingang des Rohprodukts bis zum Versand des Endprodukts, zu optimieren.

SIEHE AUCH: www.marel.com/innova

VOLLSTÄNDIGE KONTROLLE Der norwegische Lachsverarbeitungsbetrieb Bremnes verarbeitet bis zu 250 Tonnen Lachs am Tag. Innova ist in jeden Verarbeitungsund Betriebsschritt der Anlage integriert. Die Logistikabteilung nutzt die Leistung der Innova-Produktionsmanagementsoftware, um viele verschiedene – und häufig gegenläufige – Fäden zusammenzuführen. „Innova verschafft uns vollständige Kontrolle. Außerdem ist Innova im Vergleich zu unserem bisherigen Produktionsmanagementsystem bedeutend benutzerfreundlicher und bietet viel mehr Funktionen.“ – Linn Hege, Logistics Officer, Bremnes Seashore

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InsightKundenprofil

Marel:

Bevorzugter Pa

Morrisons ist die erste Supermarktkette in Großbritannien, die die Verantwortung für die gesamte Fischverarbeitungskette von der Quelle bis ins Regal übernimmt. Morrisons stattete die neue hauseigene Verarbeitungsanlage in Grimsby mit vollständigen Verarbeitungslinien für Weißfisch und Lachs sowie Linien für Meeresfrüchte, wie Garnelen und Muscheln, die großer Sorgfalt bedürfen, aus. Bei der Auswahl der Anbieter bekam Marel den Zuschlag. „Als einer der ersten Schritte des Projekts wollten wir für die Zusammenarbeit jemanden auswählen, den wir kennen und dem wir vertrauen. Der kurze Zeitplan – tatsächlich mussten wir die erste Phase in sechs Monaten abschließen – gab schließlich den Ausschlag für Marel“, sagt Howard Sims, Managing Director der GrimsbyAnlage. „Wir sind total begeistert von den Maschinen, die wir bekommen haben. Sie wurden pünktlich geliefert, lagen innerhalb des Budgets und funktionieren sehr gut.“

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In der neuen Anlage werden verschiedene Meeresprodukte, wie Lachs, Schellfisch, Kabeljau, geräucherter Schellfisch, geräucherter Kabeljau, Kaltwassergarnelen, Muscheln und Surimi portioniert und filetiert. Bessere Qualität und mehr Frische Die Betriebsleiter Howard Sims und Rob Smith sind die Köpfe hinter dieser Geschäftsidee, die dafür sorgen soll, dass Morrisons autark ihre Fischtheken selbst füllen und ihr gesamtes Filialnetz mit ihren im Einzelhandelsformat verpackten Meeresprodukten selbst beliefern kann. Die hauseigene Anlage macht Morrisons einzigartig im Einzelhandel. Neben der Sicherstellung der Fischlieferungen an Morrisons war die Verbesserung von Qualität und Frische auch ein wichtiger Punkt des Geschäftsplans. Rob Smith erklärt: „Wir gehen direkt zur Quelle und achten darauf, dass die Logistikkette so kurz wie möglich ist, um die Anlage nur mit dem frischesten Fisch zu beliefern. Eine große Hilfe dabei ist das Innova-System, das eine Rückverfolgbarkeit des kompletten Weges ermöglicht.“

Howard Sims und Rob Smith kommen auf insgesamt 75 Jahre Erfahrung in der Nahrungsmittelindustrie. Aus diesem Fachwissen entstand eine innovative Geschäftsidee, die Morrisons nun in die Tat umgesetzt hat. Sie wussten, dass Morrisons eine Strategie der vertikalen Integration hat. „Die Lücke lag bei der Fischverarbeitung“, erklärt Howard Sims, eine Lücke, die mithilfe der Grimsby-Verarbeitungsanlage geschlossen werden konnte. Verarbeitungs-Know-how Die Maschinen von Marel in der Grimsby-Anlage decken ganze Filets und Portionen von Lachs und Weißfisch sowie hochwertige Meeresfrüchteproduktlinien und andere im Einzelhandelsformat verpackte Fischprodukte ab. In der ersten Phase, die im September 2012 abgeschlossen wurde, installierte Marel zwei vollständige Verarbeitungslinien für Weißfisch und Lachs sowie Öfen zum Räuchern von Kabeljau und Schellfisch. Diese beiden Fischarten machen den Großteil des Angebots an den 470 Fischtheken von Morrisons in Großbritannien aus.


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artner für Morrisons „Sie wollten eine Versorgungssicherung für ihren Fisch, sie wollten bessere Qualität und sie wollten Frische – das ist das, was wir ihnen bieten wollten – und so war es dann auch!“, sagt Howard Sims. In der zweiten, im November abgeschlossenen Phase wurden zwei vollständige Packlinien für Garnelen mit einer Marel-Mehrkopfwaage und EOL-Equipment (Preisauszeichnern) für das Verpacken von Kalt- und Warmwassergarnelen sowie Muscheln installiert. Die gesamte Installation wird von der Produktionsmanagementsoftware INNOVA Software Solutions gesteuert.

Eine Partnerschaft, die für Zufriedenheit der Kunden sorgt Marel konnte die Erwartungen von Morrisons hinsichtlich des Ergebnisses übertreffen und hat dafür gesorgt, dass der Betrieb voll durchstarten konnte. Fazit von Rob Smith nach sieben Wochen Betrieb: „Wir haben in den ersten sieben Wochen drei große Werbeaktionen durchgeführt und konnten in dieser Zeit ein Serviceniveau von nicht weniger als 99 % aufrechterhalten.“ Morrisons geht im Gegenzug neue Wege, um die Kundenerwartungen in den Bereichen frische und hochwertige gekühlte Meeresprodukte zu übertreffen.

„Von Naturfilets über Lachsportionen zu geräuchertem Weißfisch und Lachs – unsere Kunden sehen den Unterschied.“ „Unser gesamter Fisch ist frei von Gräten. Der geräucherte Fisch sieht fantastisch aus und macht sich sehr gut an der Theke. Was den handgeschnittenen Schellfisch betrifft, den wir als eines unserer Premiumprodukte betrachten, sind wir der Meinung, dass wir das beste Angebot auf dem Markt haben,“ meint Rob Smith.

SIEHE AUCH: www.marel.com/filletingflowline

„Wir gehen direkt zur Quelle und achten darauf, dass die Logistikkette so kurz wie möglich ist, um die Anlage nur mit dem frischesten Fisch zu beliefern. Eine große Hilfe dabei ist das Innova-System, das eine Rückverfolgbarkeit des kompletten Weges ermöglicht.“

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Die Logistik von

hochwertigem

Im Herzen Deutschlands, weit entfernt vom nächsten Hafen, hat der Fischverarbeiter IceFresh – ein Verarbeitungsbetrieb für frischen Fisch des Unternehmens Samherji – seinen Sitz. Dank eines innovativen Geschäftsplans und der Partnerschaft mit Marel ist IceFresh jetzt viel näher an seinen Endkunden und kann frischeren, hochwertigeren Fisch in kürzerer Zeit liefern. Direkt nebenan befindet sich Metro, einer der wichtigsten internationalen Fischhändler und gleichzeitig einer der größten Kunden von IceFresh. Für die Lieferungen an Metro muss IceFresh nur eine Tür öffnen, durch die die Produkte direkt hereingefahren werden können. Der Managing Director von IceFresh, Sigmundur Andresson, erklärt: „Topqualität in der Frischfischbranche ist eng verbunden mit Logistik und Zeit.“ So nahe am tatsächlichen Verkaufsort zu liegen, bringt also wesentliche Vorteile auf dem Weg von der Quelle zum Regal. Ein neues Konzept für die Fischverarbeitung IceFresh kooperiert seit 2004 mit Metro. Metro wollte ein neues System zur Verbesserung von Service und Effizienz entwickeln und trat mit der Idee an IceFresh heran, die Produktion von Cuxhafen nach Frankfurt zu verlegen, wo Metro ein Logistikzentrum bauen wollte. Diese Idee wurde 2012 umgesetzt. Der IceFreshProduktionsstandort grenzt nun also direkt an das Metro-Logistikzentrum, und der Frankfurter Flughafen liegt auch ganz in der Nähe. „Metro kann seine Kunden in ganz Deutschland jetzt viel schneller – und mit frischeren Produkten – beliefern als früher. Die Kunden können ihre Bestellungen auch viel schneller

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abgeben und können dadurch in ihren Märkten frischeren Fisch anbieten“, sagt Sigmundur Andresson. „Die Nachfrage nach frischem Fisch ist in Deutschland und auch in anderen Ländern angestiegen, speziell im Cateringund Restaurantbereich. Metro ist hier in Deutschland einer der größten Lieferanten für diesen Bereich und mit der steigenden Nachfrage steigt auch der Bedarf an erstklassigen Produkten.“ Durch den Zusammenschluss von IceFresh und Metro in Frankfurt können die beiden Unternehmen Bestellungen von den Märkten viel später (bis zu zwei Tage) als zuvor entgegennehmen, wodurch die Märkte mehr Zeit für die Planung haben. Dies führt wiederum zu besseren Bestellungen und weniger überlagerten Nahrungsmitteln. Diese Lösung stellt einen Wendepunkt für die deutsche Fischverarbeitungsbranche dar. Fleischproduzenten und andere Lieferanten von frischen Lebensmitteln haben sich so nah wie möglich an ihren Logistiknetzwerken positioniert, und auch einige Lachsverarbeiter haben dies im kleineren Stil umgesetzt. Vor dem Hintergrund des großen Fischsortiments von IceFresh sowie der Anbindung an einen der am stärksten frequentierten Flughäfen Europas, ist diese Lösung allerdings einzigartig. Die Fortschritte auf dem Gebiet des hygienischen Transports bedeuten außerdem, dass Metro die neue Anlage verwenden kann, um frisches Fleisch

mit frischem Fisch zu kombinieren und die Logistikkosten so weiter zu senken. Die Lastwagen verfügen heutzutage über vollständig abgetrennte Bereiche, die bei Bedarf unterschiedlich gekühlt werden können. Anstatt in zwei Lastwagen können Fisch und Fleisch jetzt in einem einzigen transportiert werden, wodurch Geld gespart und die Umwelt geschont wird. Wie wichtig ist Logistik heutzutage? „Logistik, wie sie heute funktioniert, ist ein sehr wichtiger Faktor für frischen Fisch. 70 % der Märkte, die Metro beliefert, liegen in einem Umkreis von 250 km, was eine sehr schnelle Belieferung und einen viel besseren Service ermöglicht. Dieses System ist einzigartig auf dem deutschen Markt“, sagt Sigmundur Andresson. „Die Belieferung von zwei oder drei Kunden ist kein Problem, aber wenn man 150 Märkte zu betreuen hat, braucht es schon eine durchdachte Lösung.“ Auch andere Kunden von IceFresh profitieren von dem Umzug des Unternehmens, insbesondere die Länder im Süden wie die Schweiz und Österreich. „Hier in Frankfurt haben wir Logistik gleich welcher Art, die ganz Europa abdeckt – vom Osten über den Westen bis zum Süden“, erklärt Sigmundur Andresson. „Wir können jetzt logistische Verbindungen nutzen, die uns früher nicht zur Verfügung standen, und können dadurch auch andere Märkte beliefern.“ IceFresh bezieht einen Großteil seiner


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m Fisch bei IceFresh Rohprodukte aus Norwegen. Der größte Lachslieferant ist das norwegische Unternehmen Bremnes, mit seiner Metro-eigenen Marke Bömlo. „Bremnes, IceFresh und Metro arbeiten sehr eng zusammen“, erklärt Sigmundur Andresson. „Bremnes ist einer der besten Lachsproduzenten in Norwegen. Die Tatsache, dass der Fisch immer von den gleichen Produzenten stammt, mit vollständiger Kontrolle über den Lachs und Rückverfolgbarkeit, macht diese Konstellation auch sehr interessant für die Zukunft.“ Partnerschaft mit Marel Marel ist der größte Lieferant für die Anlagen der IceFresh-Produktion in Frankfurt. „Wir haben uns aus einer Reihe von Gründen bei unserer größten Einzelinvestition, der Lachslinie, für Marel entschieden. Uns hat die angebotene Lösung sehr zugesagt, wir kannten die Mitarbeiter, und wir arbeiten schon seit einigen Jahren mit dem Innova-System.“ Die Nähe zu Frankfurt mit seinem riesigen Flughafen macht kostentechnisch einen großen Unterschied im Vergleich zu einem Standort an der Küste. „Wir mussten die Personalkosten sehr genau überprüfen und versuchen, so viel Platz wie möglich zu sparen, um die Investition optimal nutzen zu können“, erklärt Sigmundur Andresson. „Wir haben diese Linie zusammen mit Marel entworfen, und ich finde, sie ist sehr gut geworden. Wir sind sehr zufrieden damit.“

„Das gesamte System funktioniert zu unserer vollsten Zufriedenheit. Genau das wollten wir erreichen, als wir uns für den Kauf entschieden haben“.

Service, Support und Schulung Marel konfigurierte die Filetiermaschine so lange, bis sie den hohen Standards von IceFresh und Marel entsprach. Während der Installation kümmerte sich Marel außerdem um die Feineinstellung und die Schulungen, um sicherzustellen, dass alle Maschinen einwandfrei funktionieren. „Das gesamte System funktioniert zu unserer vollsten Zufriedenheit. Genau das wollten wir erreichen, als wir uns für den Kauf entschieden haben“, sagt Sigmundur Andresson. „Wir erzielen mittlerweile den angestrebten Ertrag, und wir konnten feststellen, dass die Verarbeitung der Fische auf der Linie, kombiniert mit der im Haus bereits vorhandenen Technik, ein viel besseres Produkt als zuvor ergibt.“ Innova Yield Management IceFresh weiß, wie wichtig es ist, ein Online-Informationssystem in Echtzeit für Lagerbestand und Bestellungen zu haben. Dies ist insbesondere notwendig, um den Platz und die gesamte Investition optimal nutzen zu können. Durch die Maschinen und Innova Software Solutions von Marel kann IceFresh seine Zielvorgaben erfüllen und den Überblick behalten, vom Eingang der Rohprodukte bis zur Lieferung der Endprodukte. Das Innova Yield Management-System bietet IceFresh einen Echtzeitüberblick über die Produktion, was eine schnelle Reaktion bei Problemen von Maschinenstörungen bis zu stumpfen Messern ermöglicht und letzten Endes den Ertrag steigert. „Wir können den Ertrag und die Effizienz der Linie bislang gut kontrollieren“, so Sigmundur Andresson, „die kontinuierliche Datenerfassung und Online-Übersicht werden uns aber natürlich noch ganz neue Möglichkeiten eröffnen.“

SIEHE AUCH: www.marel.com/itm2 www.samherji.is

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Erhöhung

der Gewinnspanne Als Nordlaks sich an Marel wandte, um eine bessere Möglichkeit für die Portionierung und Befüllung von festgewichtigen Lachsportionen in Einzelhandelspackungen zu finden, wurde die innovative Lösung innerhalb nur weniger Monate entwickelt und umfasste eine robotergestützte Anwendung. Heute sind die Gewinne, die das automatische Lachsportioniersystem mit robotergestützter Befüllung in eine Tiefziehmaschine erzielt, der beste Beweis. Das von Inge Berg vor 24 Jahren gegründete norwegische Unternehmen Nordlaks produkter AS verarbeitet und verkauft heute pro Jahr über 50.000 Tonnen Atlantischen Lachs und Regenbogenforelle von erstklassiger Qualität. Der Betrieb von Nordlaks ist vollständig integriert, vom Rogen bis zum Kunden, mit Zucht- und Verarbeitungsanlagen an Land und auf See. Das Unternehmen hat stetig in Automatisierung investiert, um Vorreiter beim Einsatz innovativer Technologie in ihrer hochmodernen Verarbeitungsanlage zu bleiben. Das Etikett TRUFRESH® für gefrorenen verarbeiteten Lachs ist überall auf der Welt bekannt.

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In den vergangenen Jahren hat Nordlaks seinen Schwerpunkt auf die Rationalisierung der Produktivität gesetzt, indem es fortschrittliche Maschinen und Softwarelösungen in die Verarbeitung integrierte. Ein Großteil dieser Systeme stammt von Marel. Aus der Kooperation dieser beiden Unternehmen ist auch das revolutionäre vollautomatische Portionier- und robotergestützte Packsystem hervorgegangen. Teamwork Auf dem hart umkämpften Markt für Fischverarbeitung ist die Zusammenarbeit mit dem richtigen Anbieter heutzutage sehr wichtig. „Es ist immer schwieriger geworden, die Filetierung profitabel zu gestalten. Unsere Zahlen haben uns gezeigt, dass wir um eine Investition nicht herumkommen. 2011 bekamen wir grünes Licht für die Entwicklung einer neuen Portionier- und Packlinie auf Festgewicht. Daraufhin haben wir uns die verschiedenen Möglichkeiten der einzelnen Anbieter angesehen. Unsere Wahl fiel auf Marel, da das Unternehmen einen Ruf als zuverlässiger Anbieter eines großen Sortiments an Anlagen hat“, sagt Kristian Eilertsen, Factory Manager, Nordlaks Produkter AS. „Während des Planungsstadiums stellte sich heraus, dass Marel sehr daran interessiert war, eine Lösung zur

Automatisierung des Portionierund Packprozesses zu finden. Das Unternehmen verfügt über wertvolle Erfahrungen bei ähnlichen Projekten in der Fleisch- und Geflügelindustrie, die an die Lachsindustrie angepasst werden konnten. Mir gefiel das Konzept, das Know-how auf andere Branchen zu übertragen“, sagt Kristian Eilertsen. „Wir wissen, dass Marel der Anbieter ist, der uns das größte Sortiment bieten kann. Aufgrund unserer fernab gelegenen Anlage ist es einfacher, wenn man nur wenige Anbieter hat, anstatt viele verschiedene Personen kommen lassen zu müssen, um Dinge zu reparieren. Mit weniger Anbietern lassen sich Probleme leichter finden und man behält einen umfassenderen Überblick.“ Die Teams von Marel und Nordlaks arbeiteten während des Entwicklungsprozesses eng zusammen und ließen ihr Know-how und Fachwissen zusammenfließen, um eine innovative Lösung zu entwickeln. Innerhalb weniger Monate wechselte das Projekt vom Zeichenbrett in die Fertigungs- und Installationsphase. Die Lösung Die innovative Lösung kombiniert die Vorteile des Portionsschneiders I-Cut 300 und des IPL-Roboters zum intelligenten Aufnehmen und Ablegen von vorportionierten Produkten von Marel, unterstützt durch die Innova-


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e bei der Filetverarbeitung Portioning-Software. Hier bestand die größte Herausforderung darin, die Produktflüsse zwischen den Anwendungen zu synchronisieren – eine Aufgabe, die extreme Präzision und ein standardisiertes Produkt wie Lachsportionen erfordert. Eine wesentliche Komponente dieser innovativen Lösung war der FlowEqualizer. (siehe Seite 9). Dieses hochentwickelte Förderband wurde in die Linie integriert, um das Gesamtvolumen durch einen kontinuierlichen und stabilen Produktfluss zwischen den Prozessen zu erhöhen. Die Innovation beim Produktionsfluss sorgt dafür, dass empfindliche, hochwertige Produkte maximale Qualität und Frische beibehalten, während sich das Volumen gleichzeitig problemlos steigern lässt. Mitte 2012 verarbeitete Nordlaks bis zu 6.000 Tonnen pro Monat – weit über dem Jahresziel von 50.000 Tonnen. „Wir konnten unseren Bedarf an Arbeitskräften um 20 % senken, das Volumen an der Linie dank des kontinuierlichen und stabilen Produktflusses steigern und müssen das Produkt nicht mehr doppelt in die Hand nehmen. Wir waren sehr zufrieden mit diesem Partnerschaftsprojekt, und das Ergebnis war genau, wie wir es uns vorgestellt hatten“, sagt Kristian Eilertsen.

die Qualität. Der portionierte Lachs von Nordlaks ist überwiegend ohne Haut, was das Produkt empfindlicher macht. Durch eine Verkürzung der Verarbeitungszeit und weniger manuelle Bearbeitung ließ sich die Qualität verbessern. „Die Weiterleitung innerhalb des Flusses wurde enorm verbessert, was auch zu höherer Qualität führt, da der Fisch seltener gebogen wird (nach oben und unten, nach links und rechts). Die Verarbeitung des Fisches ist dadurch schonender und es gibt weniger Einschnitte“, erklärt Gry Anita Wingan. „Wir können nun mühelos mehr in kürzerer Zeit verarbeiten. Das neue System geht schonender mit dem Produkt um, als es von Menschenhand möglich wäre. Dadurch können wir unseren Kunden bessere Qualität bieten und die Produktivität der Anlage steigern“, erklärt Gry Anita Wingan.

Anstatt 25-30 Tonnen innerhalb eines ganzen Tages zu verarbeiten, können jetzt weniger Mitarbeiter das gleiche Volumen in kürzerer Zeit bewältigen. Die Anforderungen an die Hygiene müssen natürlich erfüllt werden – das versteht sich von selbst. Weniger Weiterleitungen und bedeutend weniger Arbeitsaufwand führen auch zu besserer Hygiene und einem zuverlässigeren Produkt. Nordlaks ist stolz darauf, eine der besten und saubersten Anlagen in Norwegen zu besitzen, mit einer fortschrittlichen und logischen Linienanordnung. „Die Anlagen und Lösungen von Marel können die Standards von Nordlaks mühelos erfüllen – ein großes Plus für das neue System“, sagt Gry Anita Wingan.

SIEHE AUCH: www.marel.com/portioningandloading www.Nordlaks.no

„Unsere Wahl fiel auf Marel, da das Unternehmen einen Ruf als zuverlässiger Anbieter eines großen Sortiments an Anlagen hat“, sagt Kristian Eilertsen, Factory Manager, Nordlaks Produkter AS.

Warum automatisieren? „Der konstante Produktfluss, kürzere Produktionszeiten, praktisch kein manuelles Produkthandling und und die reibungslose vollautomatisierte Weiterleitung zwischen den Arbeitsschritten – all das sind wesentliche Aspekte bei der Verbesserung unserer Verarbeitung“, sagt Gry Anita Wingan, Production Manager VAP. „Der integrierte Portionier- und Packprozess – ein kontinuierlicher, nahtloser Ablauf – war einer der Hauptgründe, warum wir uns für die Automatisierung entschieden haben – und war die wichtigste Verbesserung.“ Ein weiterer wesentlicher Faktor ist

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„Eine Win-W

Innovation und Inspiratio

Für Italiens führende Supermarktkette Esselunga ist es unerlässlich, dass ihre Läden eine Vielzahl an hochwertigen Frischfischprodukten anbieten. Der Erfolg der Kette hängt davon ab, der ständig wachsenden Nachfrage der Kunden nach traditionellen Fischprodukten nachzukommen. Produkte aus frischem Lachs gehören zu den meistverkauften Produkten bei Esselunga. Sie werden in einer Vielzahl an Schnitten und Packungsgrößen, aber auch als verzehrfertige Lachsprodukte und Sushipacks angeboten. Innovation durch Partnerschaft Esselunga hat zum ersten Mal 2007 mit Marel zusammengearbeitet. Dabei ging es um die Installation der ersten Maschinen als Teil eines komplexeren Logistiksystems in der brandneuen Fischverarbeitungsanlage in Biandrate, westlich von Mailand.

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Esselunga und Marel arbeiten seitdem an der Entwicklung zusätzlicher Lösungen mit Schwerpunkt Lachsverarbeitung, wie dem Filetieren und Entgräten. Esselunga hat kürzlich bei der Weiterentwicklung seiner Lachsverarbeitung einen großen Schritt nach vorne gemacht – dank der Installation der innovativen dynamischen Trimmlinie X404 und eines intelligenten Portioniersystems von Marel. Bei der Trimmlinie X404 handelt es sich um ein effizientes und ergonomisch gestaltetes System, das aus zwei Förderbändern für das Trimmen direkt auf dem Band besteht. Diese Bänder kreuzen sich mit zwei Arbeitsstationen auf jeder Seite des Kreuzungspunkts. Die ersten beiden Bediener trimmen die Rückseite der Filets. Diese werden anschließend auf die gegenüberliegende Seite befördert, wo die Bauchseite von zwei weiteren

Bedienern getrimmt wird. Die Abschnitte werden unterhalb der Bänder auf einem separaten Förderband gesammelt. Durch diese Anordnung wird sichergestellt, dass die Bediener immer weg vom Körper schneiden und die Filets aufgrund der sich kreuzenden Bänder nicht anheben oder schieben müssen. Die Filets müssen so weniger häufig angefasst und angehoben werden, wodurch die Gefahr von Einschnitten in die Filets und von Arbeitsverletzungen verringert wird. Die X404-Linie ist eine sichere und effiziente Trimmlinie, die einen guten Arbeitsablauf gewährleistet. Nach dem Trimmen gelangen die Filets zum hochpräzisen Hochgeschwindigkeits-Portionierer I-Cut 36, der die Filets in festgewichtige Portionen schneidet, die dann für den Einzelhandel verpackt werden können. Die I-Cut 36 kann bis zu 1000 Schnitte pro Minute durchführen und bietet so


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Win-Partnerschaft“

on für traditionelle Fischprodukte maximalen Durchsatz, während ihre überaus große Genauigkeit minimales Give-away gewährleistet. Bessere Ergebnisse – heute und morgen Diese Kombination hat zu einem enormen Anstieg von Durchsatz und Ertrag sowie zu beträchtlichen Einsparungen bei den Arbeitskosten geführt. Die Qualität und das Erscheinungsbild der Produkte in den Regalen konnten ebenfalls verbessert werden. „Wir haben nicht nur unser Ziel, unsere stündliche Produktion bei gleichzeitiger Verringerung der Bedieneranzahl an der Trimmlinie um mindestens 25 % zu steigern, erreicht, wir konnten auch durch weniger manuelle Verarbeitung der Fische in der Produktionsphase die Qualität und Konsistenz unserer Lachsprodukte verbessern“, sagt der Produktionsleiter für Fischprodukte bei Esselunga, der

wesentlich zur Entwicklung der Projekte beigetragen hat und von Anfang an in die Partnerschaft mit Marel involviert war. „Neben diesen Vorteilen haben uns die innovativen Produktionsmethoden dazu inspiriert, unseren Kunden neue Frischprodukte anzubieten, was eines unserer größten Ziele ist.“ „Die Partnerschaft mit Marel animiert uns ständig dazu, neue Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken und uns neue Zielvorgaben zu setzen. Die konstruktive Kooperation erfüllt auch unsere Serviceanforderungen, mit maßgeschneiderten Serviceverträgen und der Serviceorganisation vor Ort.“

SIEHE AUCH: www.marel.com/activetrimming www.marel.com/portioning

Esselunga Esselunga eröffnete seinen ersten Markt 1957 in Mailand und gehört nun zu den führenden Supermarktketten Italiens. Das Unternehmen umfasst ein Netzwerk von 144 Megastores und Supermärkten in Norditalien, mit 20.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 6,8 Milliarden Euro, was im Januar 2012 einen Marktanteil von 10,5 % ergab. Esselunga hat sich der Produktinnovation verschrieben, wobei Umwelt und Zufriedenheit der Kunden im Vordergrund stehen. Esselunga ist Hersteller und Lieferant, mit einer eigenen Reihe an etikettierten frischen und Bioprodukten. Esselunga möchte sich die Kundenzufriedenheit durch erstklassige Dienstleistungen und die Wahl der besten Produkte sichern, verbunden mit einer umsichtigen Preispolitik.

Überragende Leistung beim Schneiden von geräuchertem Lachs Die I-Slice 3300, der innovative Slicer von Marel, der auch in Einzelhandelspackungen verpackt, setzt neue Standards in der Produktion von Lachsportionen im Einzelhandelsformat. Er schneidet und liefert festgewichtige Chargen – mit einer variablen oder festen Anzahl an Scheiben auf Trays oder Schalen – mit sehr großer Genauigkeit und nahezu ohne manuelle Bearbeitung. Die arbeitssparende I-Slice 3300 berechnet, wie jedes Filet geschnitten werden soll, um dieses optimal zu nutzen. Kopf- und Schwanzschnitte werden automatisch aussortiert, was zu einem Ergebnis von sehr hoher Qualität führt. Marel kann eine Komplettlösung mit bis zu drei Slicing-Einheiten, Kontrollwaagen und Linien für die Endkontrolle anbieten, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

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Mit

Innova der Herausforderung Rückverfolgbarkeit begegnen Lebensmittelsicherheit und Ursprungsnachweis im regulatorischen Umfeld von heute Rückverfolgbarkeit ist heutzutage ein wichtiger Punkt in der Fischindustrie, um gesetzliche Vorschriften zu erfüllen und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Die Verschärfung der Bestimmungen spiegelt das weltweit wachsende Bewusstsein in Bezug auf rechtmäßige Fischgründe, die korrekte Etikettierung und Produktqualität wider. Fischverarbeiter müssen einen Ursprungsnachweis liefern, die Schritte der Wertschöpfungskette nachvollziehen machen und in der Lage sein, Produkte innerhalb kürzester Zeit zurückzurufen. Dafür braucht es ein effektives Rückverfolgungssystem. Bei der Rückverfolgung handelt es sich um die Möglichkeit, Fisch und andere Meeresprodukte entlang der Lieferkette vom Fang über die Verarbeitung bis zum Vertrieb zu verfolgen, wodurch Risiken erkannt und abgewendet werden können und die öffentliche Gesundheit geschützt wird. Einfache Rückverfolgbarkeit mit INNOVA Mit Innova Software Solutions ist die Rückverfolgbarkeit in jeden Schritt des Produktionsprozesses integriert. Innova verwendet Datenerfassungspunkte und Softwareverfahren, um diese Prozesse in einer Nachweiskette zu verbinden. Es erfolgt außerdem eine Kommunikation mit anderen internen und externen Systemen, wie ERP und Fischereiregistrierungssystemen. Dadurch kann jedes Produkt bis zu seinem Ursprung verfolgt werden. Gleichzeitig werden Effizienz und Produktionssteuerung durch die Automatisierung der Rückverfolgungsprozesse einschließlich

Qualitätssicherungserfassung gesteigert und es wird sichergestellt, dass die Verarbeiter die Anforderungen der Qualitätszertifizierungen erfüllen und schnell handeln können, um den Umfang der Rückrufe zu minimieren. „Die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit werden in Verordnungen in Form von Ursprungszertifizierungen, Quoten- und Compliance-Vorschriften, Umweltgütezeichen und so weiter festgesetzt“, erklärt Bjarni Bergsson, Sales Manager bei Marel. „Der Endverbraucher spielt aber auch eine wesentliche Rolle – der Kunde, der wissen möchte, dass seine Nahrungsmittel aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Mithilfe von Innova können sich die Verarbeitungsbetriebe diese Genehmigung sichern – sowohl von den Aufsichtsbehörden als auch von den Verbrauchern.“ INNOVA bietet vollständige Kontrolle Marel arbeitet eng mit Kunden auf der ganzen Welt zusammen – von isländischen Fisch- bis zu uruguayische Rindfleischverarbeitern - um die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und die Rückverfolgbarkeit mithilfe von Innova zu erfüllen. Und Lösungen, die für eine Proteinbranche entwickelt wurden, führen oft zu neuen Lösungen für eine andere. In Australien kann das Unternehmen Southland Fish Supplies mithilfe der Innova-Fischanlandungslösung Produkte direkt nach Schiff, Art, Klasse und Form einteilen und auf die Kundenbestellungen abstimmen. „Wir landen im Jahr bis zu 170 verschiedene Fischarten in zahlreichen Klassen und Formen an. Die Innova-Fischanlandungslösung vereint alles“, sagt der Managing Director Steve Buckless.

SIEHE AUCH: www.marel.com/traceability

Weltweit führend Marel ist der weltweit führende Anbieter von modernen Anlagen, Systemen und Dienstleistungen für die Fisch-, Fleisch-, Geflügel- und Weiterverarbeitungsindustrie. Unsere Marken – Marel, Stork Poultry Processing und Townsend Further Processing –zählen zu den renommiertesten der Branche. Vereint unter dem Dach eines Unternehmens bieten wir unseren Kunden alle Produkte aus einer Hand, um deren individuelle Anforderungen zu erfüllen. Wir sind in über 30 Ländern mit Büros und Niederlassungen sowie durch ein weltweites Netzwerk von mehr als 100 Agenten und Vertriebspartnern vertreten. Dadurch können wir zusammen mit unseren Kunden kontinuierlich die Erweiterung unseres Leistungsspektrums vorantreiben.

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Insight Fish Processing April 2013 Deutsch  
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