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Linke Theorie

Religion, Esotherik und irrationale Weltanschauungen

Kritische Theorie, evtl. Anarchismus, Subjektwissenschaften (Foucault), Gramsci, Hegemonietheorien, Marxismus (Vorgeschichte, Marx, die Nachfolger)

linke Religionskritik, Feuerbach, Marx, Ideologiekritik, (Steiner) Antisemitismus in der Esoterik, antimuslimischer Rassismus. Wenn der Mensch das Ergebnis der gesellschaftlicher Verhältnisse ist, diese aber wiederum durch den Menschen geschaffen wurden, lassen sich alle Formen von Religion und Esoterik hinterfragen. Der Glaube an übernatürliche Kräfte erscheint dann als Erklärungsmuster für gesellschaftliche Probleme, die veränderlich – weil vom Menschen gemacht – sind. Ebenso verhält es sich mit Ideologien, die einfache Lösungen auf komplexe Fragen anbieten. Aber wieso funktionieren diese Ideologien so gut in einer Gesellschaft, die stets Ideologiefreiheit betont? Wieso haben die Religionsgemeinschaften wieder höheren Zulauf? Was gibt die Religion dem Menschen? Welche Lücken schließen Ideologien? Öffentliche Religions-“Debatten“ öffnen häufig Haus und Hof für eine ganze Palette rassistischer Argumente. Sei es die „jüdische Weltverschwörung“ oder die Angst vor dem Islam. Wie funktionieren diese Mechnanismen? Wie kann ein linker Umgang mit Religion, aber auch mit religiösen Menschen aussehen?

Eine linke Praxis setzt voraus, sich mit Zusammenhängen zu beschäftigen und sich kritisch mit gesellschaftlichen Realitäten auseinander zu setzen. Die Frage ist, wie Gesellschaft funktioniert. Politische Theorien können uns dabei Denkanstöße geben und bieten Grundlagen für Diskussionen. Woher kommen die Ideen zur Veränderung der Gesellschaft? Wieso spielt Marx auch heute noch eine so große Rolle in der Linken? Was analysiert er im „Kapital“? Lässt sich der Kapitalismus theoretisch erschließen? Wie wirkt er sich auf die Menschen aus? Was bedeutet Macht? Wer hat sie? Lässt sie sich auflösen oder ist es erstrebenswert, sie zu erkämpfen? Wie kann eine andere Gesellschaft aussehen? Wie nicht? Es sind nicht die großen Namen, die politische Theorie so notwenig machen, sondern die Frage, was sie für unser politisches Handeln bedeutet.

Feminismus, Gender Feminismus, Dekonstruktion, postgender (Butler), Frauenbewegungen, Sexuelle Minderheiten, sexuelle Gewalt, Beziehung, Sex(ualität)

Staat, Demokratie, Parlamentarismus

In diesem Themenfeld geht es um Feminismus, die Geschichte der Frauenbewegungen sowie ihrer wichtigen Debatten. Das Recht auf Abtreibung in Deutschland als historische Errungenschaft gehört dazu ebenso wie aktuelle Debatten um Definitionsmacht bei sexueller Gewalt. Ebenso Thema ist eine grundlegende Kritik an unseren Geschlechtskategorien und der „heterosexuellen Matrix“ (Judith Butler). Wie kommen wir zu einer Gesellschaft, in der Homosexualität nicht mehr als „abnormal“ gilt und in der ich meine Identität nicht anhand von Rollenmustern finden muss? Welchen Einfluss haben Normen und Diskurse auf das, was ich bin? Damit verschränkt sind unsere Vorstellungen von Beziehungen, Sex und Liebe. Warum kritisierten die 68er die „Romantische Zweierbeziehung“ (RZB) und konnten sie doch nie überwinden? Dabei sollen Feminismus und Sexismus nicht als isolierte gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden, sondern ihre Verschränktheit mit anderen Diskriminierungsformen wie Rassismus (Intersektionalität).

Staatskritik, Parlamentarismuskritik, Repression, Staatsgewalt, antistaatliche Utopien, Demokratietheorien, linker Etatismus, geistiges Eigentum, Recht, Grundrechte Während das Verhältnis zu staatlichen Institutionen, wie der Polizei oder dem Verfassungsschutz klar zu sein scheint gibt es auch Linke, die in der Überwindung des Kapitalismus auf den Staat setzen. Müssen wir nur die Macht im Staate an uns reißen und dann ist die Welt in Ordnung? Viele sind zu einem gegenteiligen Schluss gelangt und haben den Staat aufs Schärfste kritisiert. Welcher Argumente bedienen sie sich dabei? Macht es Sinn sich in Parteien zu organisieren oder bringt der ganze Aufwand uns mehr als ein bißchen sozialen Frieden? Kann sich eine Linke auf das Gesetz berufen, um zum Beispiel gegen Nazis vorzugehen, wenn wir damit die Rolle der Institutionen stärken, die uns permanent bekämpfen. Was haben Menschenrechte gebracht und wie sieht eine linke Kritik an Recht und Gesetz an sich aus?

Kapitalismus und Krise

Antifa, Antira, Antionationalismus

Kapitalismuskritik, Arbeit, Krise, Euro, Geld, Finanzmarkt, Staatsschulden, Marx, Fetisch, Krisenideologie, partizipative Ökonomie, Egal wie gerne wir es wollen, wir können aus diesem System nicht einfach aussteigen. Der Kapitalismus produziert notwendigerweise Zwänge, denen wir ausgesetzt sind. Diese sind der Grund dafür, dass eben nicht jede alles schaffen kann, wenn sie sich nur genug anstrengt. Kapitalismuskritik ist die Kritik eben jener Gesetzmäßigkeiten, die in jedem kapitalistischem Land zu jeder Zeit gelten. Diese zu verstehen, hilft uns den Kampf für eine andere Gesellschaft zu führen: Aber was sind diese Gesetzmäßigkeiten? Wie funktioniert Kapitalismus? Was ist Geld? Welchen Stellenwert nimmt die Arbeit in unserer Gesellschaft ein? Warum gibt es immer wieder Krisen? Was passiert auf dem Finanzmarkt? Wie gehen die Menschen mit der Krise um? Aber auch die Fragen nach alternativen Wirtschaftsformen gehört in dieses Themenfeld - Welche Konzepte gibt es? Was wurde bisher probiert, was ist gescheitert und warum?

Soziale Bewegungen, Linke Geschichte Stalin, Lenin, Mao, Nordkorea, Lateinamerika, russische Revolution, 68er, RAF, K-Gruppen, Frühsozialismus, Anarchismus, spanischer Bürgerkrieg, arabischer Frühling, Occupy, Zionismus, Geschichte der Arbeiterbewegung, Widerstand im NS, DDR, Sowjetunion Vom Weberaufstand bis zu Occupy, von der Oktoberrevolution bis zum Kommune-Bauernhof, die Versuche das herrschende System in Frage zu stellen oder gar zu Überwinden sind vielfältig und ihre Geschichte beginnt zeitgleich mit der Industrialisierung. Sich heute daran zu erinnern bedeutet sich bewusst zu machen, dass es hätte anders kommen können. Der Kampf um die Beschaffenheit unserer Gesellschaft ist so alt, wie sie selbst und er beginnt mit dem Kampf um die Vergangenheit. Nicht zuletzt die, die im Namen von Sozialismus und Kommunismus starben, drängen uns dazu unser Verhältnis zur Geschichte, was bisher unterbestimmt ist neu zu diskutieren. Welche Stellung haben die realsozialistischen Versuche für eine Linke heute? Was hat 68 wirklich verändert? Kann es linke Traditionen geben und was nützten sie uns?

Nation (Entstehung von Nationen), Rassismus Theorien, Faschismus Theorien, Migration, Nazistrukturen, Antifa-Recherche, Critical Whiteness, Eurozentrismus (Anti-)Faschismus und (Anti-)Rassismus sind zentrale Themen unserer Angebote. Das Entstehen von Nationalstaaten und nationaler Identitäten ist eng verknüpft mit Rassismen und faschistischen Bewegungen. Die koloniale Geschichte Europas ist bei uns ebenso Thema wie das aktuelle Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen. Neben einer Auseinandersetzung mit Migration und Asyl in der „Festung Europa“ geht es uns ebenso um eine kritische Reflexion der eigenen Machtposition – also „Critical Whiteness“. Besonderen Wert legen wir auf marxistische Theorien, das Phänomen Rassismus und seine neue Erscheinung des „Kulturrassismus“ zu erklären. Weitere Themen unserer Bildungsarbeit sind Antifaschismus im Sinne rechtsradikaler Strukturen in Deutschland von Kameradschaften bis zur NPD. Sind Nazis heute eine gesamtgesellschaftliche Bedrohung? Wie gehe ich mit Neonazis in der eigenen Nachbarschaft um? Neben diesen aktuellen Fragen ist uns auch ein historisches Verständnis von Faschismus wichtig. Dazu bedarf es auch Theorien, wie es überhaupt zu so autoritären Staaten wie dem Dritten Reich kommen konnte.

Linke Debatten Utopien, Nah-Ost, Anarchie vs. Kommunismus, Definitionsmacht (Gegenmachtkonzepte), Grundeinkommen, Hauptwiderspruch, Anti-Imp vs. Anti-D, Organisationsformen, Reform vs. Revolution Es gibt Debatten in der Linken, die scheinen immer geführt worden zu sein und doch bleiben sie ergebnisoffen. Worum stritten Marx und Bakunin? Ihr Streit, war, so verhielten sie sich zumindest, einer ums Ganze und doch wollten doch beide eine freie Gesellschaft. Aber was unterscheidet Kommunismus von Anarchismus? Ist die Unterscheidung überhaupt noch zeitgemäß? Der Nah-Ost-Konflikt ist ein weiterer Konflikt zu dem eine Positionierung erwartet wird, die den Meisten Menschen jedoch schwer fällt. Warum sind wir organisiert und zwar so, wie wir organisiert sind? Wollen wir Reformen oder die Revolution? Die unterschiedlichen Positionen in all diesen Debatten herauszuarbeiten kann helfen im Kreuzfeuer der verhärteten Fronten einen kühlen Kopf zu bewahren, dabei wollen wir helfen.

Das Angebot des Bildungswerkes Seminar und Workshops frei Haus!

Skills und Methoden Politisches Handswerkzeug für Gruppen, Aktionstraining/ Repression, Layout / Kampagnen / Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Rethorik, 1x1 der Workshopplanung, Verschlüsselung, Kommunikation, Klettern, Projektmanagment, Methoden der politischen Bildung

Das Bildungswerk, versucht ein Bildungsangebot zusammenzustellen, dass Menschen befähigt, sich theoretische Grundlagen anzueignen, aber auch in aktuelle Debatten einzugreifen. Natürlich können nicht immer alle Themenbereiche abgedeckt werden. Daher bitten wir Dich: Falls Du in Deiner Gruppe einen Workshop, ein Tagesseminar oder gar ein ganzes Wochenende zu einem anderen Themengebiet organisieren willst, sprich uns an! Wir sind grundsätzlich für vieles offen und versuchen zu helfen, wo wir können. Im diesem Flyer findest Du eine kurze Aufzählung von Themenbereichen, zu denen Teamer_innen des Bildungswerks für Politik und Kultur gerne Seminare anbieten. Die aufgeführten Schlagwörter sollen dir jedoch lediglich eine Orientierung bieten, auch auf spezifischere Wünsche können wir eingehen. Bitte schreibe bei Interesse eine Mail an: info@politikundkultur.de

Weil erfolgreiche linke Politik nicht nur ausgereifte Inhalte, sondern auch gute Methoden braucht, bieten wir verschiedene Seminare an, die vor allem dazu da sind, Skills zu verbessern. Ein oft angefragtes Angebot von uns sind die Basisgruppenseminare, in denen sich eure neu gegründete Gruppe ein Wochenende mit Aktionsformen, Organisierung sowie erfolgreichem sich-nicht-demotivieren-lassen und auch der Verbansgeschichte beschäftigen kann. Darüber hinaus bieten wir Workshops in folgenden Bereichen an: • Moderation, Rhetorik, Kommunikation • Layout, Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnenplanung, Projektmanagement • Aktionstrainings, Verschlüsselung von Daten, Klettern, Lockpicking (als Sport, natürlich…) • Workshopplanung und -gestaltung, Methoden der politischen Bildung • Umgang mit Repression gegen euch oder eure Gruppe

Über Uns

Inifonds - Der kleine Bildungstopf

Das Bildungswerk für Politik und Kultur e.V. ist ein selbstorganisierter, unabhängiger Träger politischer Jugendbildung, der bundesweit Seminare und Workshops veranstaltet. Unsere Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren. Unser Bildungsprogramm will den Bedürfnissen politisch interessierter und aktiver Jugendlicher gerecht werden. Unsere Bildungsarbeit ist auf Emanzipation und Selbstbestimmung aus. Einen Schwerpunkt bilden dabei Grundlagenseminare, die das eigene Verständnis gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse fördern sollen. Sie vermitteln Hintergrundwissen zu theoretischen Ansätzen, wie bspw. Antikapitalismus, Rassismus, Feminismus und die Geschichte der sozialistischen Bewegung. Ziel unserer Arbeit ist die Verbreiterung kritischer Ansätze und die Beförderung kritischen Denkens in allen Lebenslagen. Das bedeutet für uns, zugleich offen, demokratisch und kritikfähig miteinander umzugehen, aber dabei nicht beliebig zu werden.

für Landesverbände, Basisgruppen und Arbeitskreise der Linksjugend [’solid] Mit diesem Topf will das Bildungswerkkleine Bildungsveranstaltungen unkompliziert ermöglichen. Dabei ist es uns wichtig, dass Eure Bildungsveranstaltung ins Profil des Bildungswerks passt und sich an Jugendliche und junge Erwachsene wendet. Inhalt und Form sollten einem Tagesseminar oder einem Workshop entsprechen. Eine Rechtsform, etwa ein Verein, ist für eine Antragstellung nicht notwendig. Die Gesamtkosten Eurer Bildungsveranstaltung dürfen maximal 300 € betragen. Ko-Finanzierungen größerer Projekte müssen im Einzelfall geprüft werden. Ein Antrag erfolgt formlos per Email. Es gibt keine Antragsfristen. Wir wollen von Euch wissen, was für eine Struktur des Jugendverbands ihr seid, was für einen Rahmen und welches Thema die Veranstaltung haben soll und wofür ihr das Geld ausgeben möchtet (Fahrtkosten, Honorar,…). Das Bildungswerk entscheidet ohne Fristen nach Eingang eines Antrags und behält sich vor, Anträge ohne besondere Begründung abzulehnen. ||| Anträge und Fragen an: info@politikundkultur.de

Das Bildungswerk wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert und kooperiert mit dem bundesweiten Jugendverband Linksjugend ['solid].

www.politikundkultur.org Schnipsel einfach ausfüllen und abschicken. Oder online anfragen unter: www.politikundkultur.org Bitte beachte, dass die Seminarplanungen ab einem bestimmten Punkt verbindlich sein müssen. Für uns ist nichts frustrierender als ein Veranstaltung die wegen zu wenigen Teilnehmer_innen ausfällt oder weil Planungsfehler passiert sind. Sonstiges: Geplante Teilnehmer_innenzahl: e-mail: Telefon: Ort: Bundesland: Gliederung /Gruppe: Name:

Das Angebot des Bildungswerkes für Politik und Kultr

Politische Bildung für vor Ort

Wir interessieren uns für das Thema:

c/o Linksjugend ['solid] Kleine Alexanderstr. 28 10178 Berlin für Politik und Kultur e.V.

BILDUNGSWERK


F端r mehr politische Bildung

www.politikundkultur.org


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