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MARKETING & KOMMUNIKATION

werbewoche 04 | 01.03.2013

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Sharing is caring: the sharing economy Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management an der HWZ, Chief Networking Officer bei Centralway. www.about.me/mpn

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ein Haus, mein Auto, mein Boot! Das Web 2.0 revolutioniert zurzeit die Bedeutung von Besitztümern. Gemäss einem Artikel im Forbes Magazine wird in Zukunft Zugang zu Wissen und Gegenständen viel wichtiger sein als deren Besitz. Das zeigen auch die zahlreichen Businessmodelle, die sich der Sharing Economy bedienen und Ungenutztes mit anderen teilen. Das Prinzip ist ganz einfach: Ein leeres Gästezimmer, ein Auto, das nur einmal pro Woche ausgefahren wird, ein unbenutzter Bürotisch oder der Parkplatz, der tagsüber leer steht, werden an Personen vermietet, die auf der Suche nach einer Unterkunft, einem Mietauto, einem temporären Arbeitsplatz oder Parkplatz sind. Bisher ungenutzte Kapazitäten können dadurch ausgelastet werden, und davon profitieren beide Parteien. Ein weiteres Merkmal ist die Flexibilität. Die meisten Dinge können sehr kurzfristig und temporär gemietet werden. Dies ist an und für sich nichts Neues, bereits früher hat man fernab vom Internet Sachen getauscht und vermietet, aber das Web 2.0 macht das Teilen wesentlich einfacher. Auf der Suche nach einer Bohrmaschine für einen Tag genügt ein Klick, und

man sieht, wer in der Nachbarschaft das entsprechende Material zur Verfügung stellt. Weitere Beispiele der Sharing Economy gibt es zuhauf. Das zurzeit wohl bekannteste ist Airbnb. Privatpersonen vermieten auf dem Portal ihre Gästezimmer oder Zweitwohnungen. Auf RelayRides kann man sein Auto vermieten oder mit Park it, einem Zürcher Unternehmen, einen freistehenden Parkplatz ergattern. Bei NeighborGoods gibt‘s Gegenstände wie Bohrmaschinen oder Leitern aus der Nachbarschaft. Sein Wissen kann man auf Skillshare teilen, und für Geld findet man im LendingClub Abnehmer. CoWorking-Spaces mit temporären Büroplätzen sind ebenfalls weit verbreitet. Aber auch Gartenbeete werden geteilt und sogar Essen. Auf Mealku kann entweder für Fremde gekocht oder ein Take-away-Menü bei Unbekannten abgeholt werden. Aber wieso eigentlich das Ganze? Forbes Magazine trifft es wohl mit dem Satz «Ownership, the root of the American dream, took a hit.» auf den Punkt. Für die heutige Generation ist Besitztum nicht mehr von solcher Wichtigkeit wie noch vor einigen Jahren. Auf ein Eigenheim verzichten viele auf Grund der Flexibilität, statt ein Auto zu besitzen, hat man die Mobility-Karte im Portemonnaie, und DVD und Musik streamt man sowieso nur noch. Die Sharing Economy hat das Potenzial, zu einer Bewegung zu werden. Sharing is caring gilt nicht mehr nur online, sondern wird auch offline gelebt. Auf Facebook teilen wir bereits unser Leben. Statt nur Online-Inhalte zu teilen, lösen wir uns jetzt auch von materiellen Besitztümern und machen uns

zu Mini-Unternehmern. Tiefere Kosten und weniger Verschwendung sind wohl die Hauptgründe dafür. The Sharing Economy: Das neue Auto, das schöne Haus oder das lukullische Essen nicht nur auf Facebook teilen und bei Freunden damit angeben, sondern im echten Leben die anderen daran teilhaben lassen.

Responsive oder Adaptive? Dass Websites vermehrt via Tablets und Smartphones aufgerufen werden, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, wie man dieser Tatsache mit der eigenen Website begegnet. Welche Entscheide sind vor der Optimierung einer Website für Mobile Devices notwendig?

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ür die Optimierung der Website für Mobile Devices stehen zwei Wege offen: das Adaptive Web Design und das Responsive Web Design. Vor dem Entscheid für die eine der beiden Methoden sind u. a. folgende Fragen zu beantworten: z Ruft der Besucher die Website sowohl mit einem Mobile Device als auch mit dem Laptop/Desktop auf? z Haben die Website-Besucher via Smartphone, Tablet oder Laptop die identischen Anforderungen an den Informationsgehalt und die Gestaltung? z Welche Interaktionen (Formulare ausfüllen etc.) soll der Tablet- oder Smartphone-Nutzer ausführen können? z Was ist wichtiger: die Website-Nutzung auf einem bestimmten Ausgabegerät oder ein stringentes Design? z Wie viel Zeit und Geld soll in die Gestaltung und Umsetzung der Website fliessen? Wie viel in den Unterhalt? etc. Bei der Entscheidungsfindung sind Web-Analytics-Daten hilfreich. Sie dokumentieren, mit wel-

chen Devices (Smartphones, Tablets) die Besucher auf die Website gelangen, was sie sich ansehen und wo sie die Site verlassen. Mit diesen Insights zu den Bedürfnissen der verschiedenen Besuchertypen lassen sich die richtigen Entscheide treffen.

Adaptive Web Design Sind Informationen, Design und Navigation der Website auf das genutzte Device optimiert, ist Adaptive Web Design im Einsatz. Mobile Websites wie diejenige der SBB, Google, Leo etc. sind typische eigenständige Umsetzungen der Website im Adaptive Web Design mit einer eigenständigen Struktur und Gestaltung. Die Umsetzung im Adaptive Web Design ist einfach, und mit dieser Methode ist eine hohe Performance garantiert. Dem steht gegenüber, dass das Adaptive Web Design unflexibel und auf die Display-Grössen bestimmter Devices (iPad, iPhone) ausgerichtet ist. Solange der Besucher genau diese Devices nutzt, ist die Darstellung optimal. Verwendet er anstelle des iPads ein Samsung-Tablet mit einem kleineren Display, ist die Ausgabe nicht mehr optimal. Zu beachten ist auch, dass die adaptive Website eine dedizierte URL benötigt.

Responsive Web Design Das Responsive Web Design ist die optimale Lösung für Websites, deren gesamter Inhalt in einem einheitlichen Design auf allen Devices uneingeschränkt zugänglich sein soll. Durch ein flexibles Design kann sich die Website an jede Display-Grösse anpassen (siehe http://teixido.co)und ist stets unter der gleichen URL zu erreichen. Diese nachhaltige Lösung deckt die Anforderungen der Mobile Devices mit neuen Display-Grössen automatisch ab. Das macht wiederum die Gestaltung und Umsetzung komplex und aufwändig.

Vorgängige Bedarfsabklärung Die Umsetzung einer Website im Responsive oder Adaptive Web Design ist nicht immer zwingend. Der Entscheid ist von der Ausrichtung und der Nutzung der Website abhängig. Auch ist in Betracht zu ziehen, dass eine Website, die mit einem CMS (Content Management System) umgesetzt wurde, mit dem Desktop, Laptop sowie dem Tablet vollumfänglich nutzbar ist. Ob die Website zusätzlich für das Smartphone optimiert werden soll, hängt von ihrer ReleImre Sinka vanz für diese Benutzergruppe ab.

ONLINE Wie wird Ihre Website auf Mobile Devices dargestellt? Hier prüfen: http://bit.ly/We1Lef

Profile for Manuel P. Nappo

Sharing is caring: the sharing economy  

Sharing Economy bedeutet Ungenutztes mit anderen teilen. Über das Sharing-Prinzip von AirBnB und ähnlichen Portalen.

Sharing is caring: the sharing economy  

Sharing Economy bedeutet Ungenutztes mit anderen teilen. Über das Sharing-Prinzip von AirBnB und ähnlichen Portalen.

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