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MARKETING & KOMMUNIKATION

werbewoche 09 | 13.05.2011

The Social Royal Wedding Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ.

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ate Middleton ist so was wie eine Diana 2.0. So jedenfalls fand kürzlich @mikeschwede, und diesen Eindruck hatte tatsächlich, wer den Buzz um ihre Hochzeit mit Prinz William mit verfolgte. Kaum war die Hochzeit vorbei, veröffentlichten verschiedene Quellen einige sehr interessante Zahlen zur Nutzung von Social Media während der Hochzeit. Ich habe sie mir etwas genauer angeschaut. Youtube war das Zentrum der royalen OnlineAktivitäten, mit einem eigenen «Royal Channel». Auf der extra für die Hochzeit eingerichteten Seite fühlte ich mich so up-to-date, als wäre ich selbst in einer vergoldeten Kutsche hinter dem Brautpaar unterwegs. Ich konnte nicht nur die ganze Zeremonie mit verfolgen, sondern auch die Route abrufen, welche die royalen Autos und Kutschen bis hin zur Westminster Abbey zurücklegten, wo die restlichen Gäste und das feiernde Volk (2274 Leute haben auf Foursquare eingecheckt) auf ihre Monarchen in spe warteten. Auch konnte ich mich im «Social-Media-

Gratulationen-Buch» verewigen. Indem ich eine selbst aufgenommene Videomessage uploadete. Gemäss Techcrunch wurde das Royal Wedding bis heute über 100 Millionen mal angeschaut. Auf Facebook wurden von britischen Usern (während der Hochzeit selbst) pro Sekunde 47 Updates abgegeben. 684 399 Status-Updates insgesamt. 1,77 Millionen Mal wurde innerhalb der letzten vier Wochen vor der Hochzeit auf Facebook das Wort «Royal Wedding» erwähnt. Dazu kommen die 1,8 Millionen Posts aus den USA. Twitter erlebte aber den grössten Buzz zum Thema. 2,1 Millionen Mal wurde während der Hochzeitswoche über den Event gezwitschert. Es gab eigens einen Twitter-Chat, indem die Zuschauer live mit anderen ihre Meinungen und Eindrücke austauschen konnten. 3,5 Millionen Tweets sind seit Bekanntgabe der Verlobung durch das Social Media Portal gewandert. Beeindruckend. Oder ...? Als ich aber diese Zahlen mit den geschätzten 2 Milliarden Menschen, die den Anlass am TV gesehen haben sollen, verglich, dachte ich: «Oppla ... Gar nicht mal so viel.» Oder doch? Nun: Während man TV einfach konsumieren kann, muss man bei Social Media selber aktiv werden. Zumindest beim Posten. Zwei weitere Gründe sprechen aber noch dafür, dass #royalwedding trotzdem der Beginn einer neuer Ära einläutet.

Nicht nur für das Haus Windsor. Erstens: Die Konvergenz zwischen klassischen und sozialen Medien. Alle grossen TVSender der Welt haben Social Media und TV verbunden, um ihren Zuschauern eben diesen gegenseitigen Dialog zu ermöglichen. Mit Facebook-Fragen zu «Who is the best dressed?» oder mit einem Facebook Chat-Stream. ITN ist sogar weiter gegangen und hat seine LiveÜbertragung auf der Facebook-Seite integriert. Sie erreichte 3,5 Millionen Streams. Daraus ergibt sich der zweite Grund: Die soziale Komponente. Bei kaum einem Anlass wird drum herum soviel diskutiert, wie bei einer Hochzeit und das geht Hand in Hand mit meiner These, Social Media sei «People talking with people about things they care». Kein Wunder dominiert das Thema «Hochzeitskleid» mit 72,9 Prozent den Social Buzz. Fazit: Die englische Prinzenhochzeit wird als erster grosser «Two-Screen»-Event in die Mediengeschichte eingehen. Und die Art und Weise, wie man sich mit Events medial auseinandersetzt, erreicht neue – sprich partizipative – Dimensionen.

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ie positive Entwicklung der Agenturen in Bern (gegründet 1999) und Neuenburg (gegründet 2008) «erforderte eine Neuorientierung sowie eine optimierte Ausrichtung auf die Kunden und Marktbedürfnisse», erklärt Managing Director Marcel Durst. Die darauf folgende Trennung von der Namensinhaberin Cosmic Zürich machte den Wechsel zu Komet notwendig. Zürich arbeitet selbstständig weiter. Die bewährten und erfolgreichen Teams in der Agentur am Berner Aareufer sowie in Neuchâtel bleiben bestehen. Die neue Agentur Komet bleibt auch im BSW.

Cosmic wird Komet Cosmic Werbeagentur Bern und Cosmic Romandie heissen ab sofort Komet. Damit erfolgt eine Trennung von Cosmic Zürich.

Optimierte Ausrichtung

Gabriela Fust Managing Partner

Marcel Durst Managing Director

Simon Schatzmann Leiter Beratung

Suzanne Scherer Leitung Neuchâtel

Thom Pfister Creative Director

Komet verfügt über sämtliche Kompetenzen der erfolgreichen Marketingkommunikation mit 23 Mitarbeitenden. Unter dem neuen Namen und optimierter Ausrichtung steht bei der inhabergeführten Full-Service-Agentur Komet der Erfolg starker Marken im Fokus. Durch ein integriertes Netzwerk an Spezialisten erhält Komet substanzielle Verstärkung. In Strategieberatung/Coaching durch Kurt Schori, MBA Professor FH, und im Digitalbereich durch Jean-Claude Frick, Tech Evangelist & Journalist BR. Zudem pflegt Komet eine strategische Partnerschaft mit Goldbach Interactiv für die Sparten Campaigns & Search, Platforms, Social Media pan und Mobile.

Profile for Manuel P. Nappo

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