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MARKETING & KOMMUNIKATION

werbewoche 06 | 04.04.2014

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Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. www.fh-hwz.ch/smm

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egierungen, Private, Hilfsorganisationen oder das Militär – jeder will eine. Auf der einen Seite kann sie helfen, vermisste Personen in der Wildnis zu suchen oder Journalisten bei der Berichterstattung an schwer zugänglichen Orten zu unterstützen. Gleichzeitig kann das Militär mit ihr, ohne das eigene Land verlassen zu müssen, Terrorverdächtige «gezielt» eliminieren oder Demonstranten ausspionieren. Doch welche Bedeutung werden Drohnen künftig haben? Sind sie «the next big thing» oder der letzte Nagel in den Sarg der internationalen Legitimität und der Privatsphäre? An der SXSW in Austin, Texas, wurde das Thema eifrig diskutiert, denn diese Technologie scheint auf dem besten Weg, mainstreamfähig zu werden. Grundsätzlich liessen sich in der Debatte zwei Hauptdiskussionsstränge identifizieren: der Einsatz von Drohnen durch den Staat und der Einsatz durch Private oder Firmen. Auffallend ist, dass in beiden Fällen noch keine Regulierung vorliegt und dass Eu-

ropa den USA in diesem Thema eine Nasenlänge voraus ist. So hat die EU 50 Millionen Dollar für die Entwicklung von UAV (Unmanned Aerial Vehicle) für Notfallmassnahmen zugeteilt, während in den USA keine Abteilung der FEMA (Bundesagentur für Katastrophenschutz) eine Drohne besitzt. Beim Einsatz von Drohnen durch Regierungen geht es aber auch um eine ethische Dimension: Nationen entwickeln Waffen, die immer autonomer werden. Kritische Stimmen sagten deshalb, es sei eine Frage der Zeit, bis die Waffe selbst entscheiden könne, wen sie ausschalten möchte. Auch das allgegenwärtige Thema Privatsphäre steht hier im Zentrum der Diskussionen. Das viel gehörte Argument «weshalb soll ich mir Sorgen machen, wenn ich nichts Schlechtes tue?» ist in diesem Zusammenhang zu kurzsichtig. Regierungen wechseln bekanntlich und neue Gesetze werden verabschiedet. Nirgends wird garantiert, dass sie immer zu unseren Gunsten sein werden. Bei der privaten Nutzung dominierte die LiveDemo einer Teaser-Drohne die Diskussion. «The Chaotic Unmanned Personal Intercept Drone» (Cupid) ist ein Prototyp, ausgestattet mit einem Elektroschocker mit einer Stärke von 80 000 Volt. Zum Vergleich: Die als Polizeiwaffen eingesetzten Teaser haben generell 50 000 Volt. Die vorgeführte Drohne kann auf eine Person angesteuert werden, auf die der Roboter dann zielt.

Foto: Keystone

Drohnen

William Hurley, Designer des Cupid, sieht die Anwendung seines Produkts vor allem in der Heimüberwachung, da der Cupid Einbrecher stoppen könne. Dies erspare es dem Besitzer, den Eindringling mit einer Waffe zu verfolgen. «Hat jemand eine Ahnung, wie viele Pakete von Amazon pro Tag ausliefert werden? Werden wir vor lauter Drohnen den Himmel noch sehen?», fragte Noel Sharkey an der Podiumsdiskussion «Drones: Policy, Privacy & Public Safety» in Austin sein Publikum. So irrwitzig diese Fragen auch klingen, wir müssen wahrscheinlich noch bis 2019 warten, bis Drohnen auch im Transportwesen eingesetzt werden können. Flächendeckende Einsätze in der Landwirtschaft oder im Bau dürfen dagegen schon 2016 erwartet werden.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will auch die entlegenen Regionen dieser Erde mit dem World Wide Web verbinden. Facebook plant ein System aus Drohnen, Satelliten und Lasern, um InternetZugänge in entlegene Regionen zu bringen. Die Drohnen sollen in einer Höhe von rund 20 Kilometern kreisen und Daten zwischen den Satelliten sowie Geräten am Boden weiterleiten.

PUBLIREPORTAGE

Ein Mailing für die Katz Individuelle Lösungen beim Direct Marketing Ein kreatives Team der Post entwickelt aussergewöhnliche Lösungen für Geschäftskunden, damit deren Werbesendungen die gewünschte Zielgruppe optimal erreichen. Solche Mailings kommen buchstäblich an – wie das Beispiel des Katzensnacks «Felix Crispies» zeigt.

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ehr als eine Million Katzen leben in der Schweiz. Viele davon sollen ein Leckerli der Marke «Felix Crispies» erhalten. So lautete ein Auftrag, den Nestlé Purina PetCare Switzerland kürzlich der Post erteilte. Was zunächst simpel klingt, hat seine Tücken. Denn woher sollen die Zusteller wissen, in welchen Haushalten die Vierbeiner wohnen? Eine solche Aufgabenstellung ist für die Post nichts Ungewöhnliches. Rund 300 bis 400 Aufträge sind es pro Jahr, die die Post für einzelne Kunden individuell entwickelt. Zentral sind dabei die DirectMarketing-Lösungen, mit dem Ziel, bei geringem Streuverlust eine hohe Wirkung zu erreichen. Die Post scheut dabei keinen Aufwand – einige Mailings werden den Empfängern gar persönlich übergeben. Andere Lösungen gehen weit über den Briefversand hinaus: Recyclingaufträge, Stromzähler ablesen oder Prospektständer auffüllen sind nur einige Beispiele.

Optimale Wirkung, minimaler Streuverlust Die passenden Ideen bei Spezialaufträgen entwickelt das Team Kundenlösungen der Post – gemeinsam mit dem Auftraggeber. Wichtig für den Kampagnenerfolg ist, die Zielgruppe möglichst genau zu definieren. Die Fachleute der Post kümmern sich schliesslich um die Realisation des Projekts. Im

Team Kundenlösungen arbeiten kreative Köpfe, die zuvor bereits in anderen Abteilungen der Post tätig waren: «Weil wir die Abläufe der Post bestens kennen und wissen, wie vielseitig sich Botschaften versenden lassen, können wir die Kunden individuell beraten. So optimieren wir die Wirkung ihrer Kampagnen bei minimalem Streuverlust», sagt Claudia Fichtner, Leiterin des Teams Kundenlösungen. Für den Katzensnack von «Felix Crispies» empfahl die Post der Kundin ein Sampling nach dem Zufallsprinzip: In jeden vierten Briefkasten eines definierten Verteilgebiets warfen die Zusteller ein GratisMuster samt 2-für-1-Gutschein. So erreichte Purina bereits viele Katzenbesitzer. Alle anderen Empfänger des Samples wurden gebeten, dieses an einen Katzenfreund im Bekanntenkreis weiterzugeben. Die Aktion war ein voller Erfolg: Fast 4 Prozent der Gutscheine wurden eingelöst. Entsprechend zufrieden zeigt sich Alix Chamberland, Brand Managerin bei Purina: «Ich erlebte die Zusammenarbeit mit der Post als sehr professionell und angenehm. Der hohe Rücklauf beweist, dass wir gemeinsam die richtige Lösung gefunden haben.» Deshalb plant Purina bereits das nächste Mailing – natürlich wieder für die Katz. www.post.ch/directmarketingJKundenlösungen

Das Sampling von «Felix Crispies» freute nicht nur die Vierbeiner: Viele Katzenbesitzer nutzten den 2-für-1-Gutschein.

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Ausgabe 6, 04.04.2014