Issuu on Google+

Foto: Frankl/SFG

Ausgabe 02_September 2012

Frisch, Sushi, Steirisch Das Fast Forward Award-Publikum liebte Mariazeller Fisch Public Forward Award f체r Alexander Quester (mit Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und SFG-Gesch채ftsf체hrer Burghard Kaltenbeck) Foto:


Thema

Die Entdeckung

Shots Landesrat Dr. Christian Buchmann Der Fast Forward Award ist Jahr für Jahr ein greifbares und begeisterndes Zeichen für die Innovationskraft steirischer Unternehmen. Die Finalisten geben der beeindruckenden steirischen F&E-Quote von 4,3 Prozent ein markantes Gesicht. Die diesjährigen Gewinner des größten Bundesländer-Technologie-Preises Österreichs sind High-Tech-Produkte aus den Bereichen der Kunststofftechnik oder der metallverarbeitenden Industrie. Dem Publikum haben aber die im Mariazeller Land erzeugten steirischen Sushis von Alexander Quester am besten geschmeckt und dem Produkt den Fast Forward Public Award verliehen. „Steirische Sushis und Makis“, das klingt nach einem Nischenprodukt. Aber es ist zumindest eine große Nische. Sie befindet sich in den Kühlregalen einer der größten Lebensmittelketten Österreichs. Dieses Prdodukt ist zwar außergewöhnlich, aber keine Ausnahme mehr: Veredelte regionale Qualität ist zum Asset geworden. Herzliche Gratulation!

2

Nachhaltigkeit ist längst keine Mode- oder Randerscheinung mehr. Sie ist ihm Zentrum der Unternehmensstrategien gerade im Lebensmittelbereich angekommen. Das ist auch für TECHforTASTE der Auftrag, sich – nachhaltig – damit zu befassen. Fast Forward zur Nachhaltigkeit: Nicht nur einheimische Süßwasserfisch-Sushis konnten beim diesjährigen Fast Forward Award punkten. In der Kategorie „Kleinstunternehmen“ gewann die IM Polymer GmbH in Kooperation mit dem PCCL Leoben. Ihr Polymer Papier verbindet die Vorteile von Kunststoff und herkömmlichem Papier. Wichtiges Einsatzgebiet sind Lebensmittelverpackungen.

„Für SPAR ist es ganz selbstverständlich, sich mit Themen der Nachhaltigkeit zu beschäftigen.“ Gerhard Drexel, Präsident und Vorstandsvorsitzender SPAR Österreich-Gruppe

„Für uns heißt das, dass wir in Zukunft noch stärker unsere Partner und vor allem aber auch unsere KundInnen an Bord holen wollen.“ Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender REWE International

Foto: Beigestellt

D

ie Großen im österreichischen Lebensmittelhandel, die über weite Strecken die Richtung vorgeben, setzen voll auf Nachhaltigkeit. REWE (Billa, Merkur, Adeg …) rief für den September „Nachhaltigkeitswochen“ aus: „Wir haben die Chance und auch die Verantwortung, durch unsere neun Millionen Kundenkontakte pro Woche, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung unmittelbar den Kunden nahe zu bringen“, sagte Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender REWE International. Ähnlich sind die Ansätze bei der SparGruppe: „Als Händler mit dem Kerngeschäft ‚Lebensmittel’, als Nahversorger und als größter privater österreichischer Arbeitgeber ist es für SPAR ganz selbstverständlich, sich mit Themen der Nachhaltigkeit zu beschäftigen“, wird Präsident und Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel auf der Unternehmens-Website zitiert. Wobei Nachhaltigkeit ein weites Feld ist: SPAR spricht vom „Triple Bottom Line“-Ansatz, der neben der ökologischen auch die wirtschaftliche und

02_2012


Thema

der Nachhaltigkeit

Aperitif Mag. Falk Rothermann

Nachhaltige Nachhaltigkeit

Mariazeller Sushi: 50 % des Merkur-Frischfischsortiments sind von heimischen Erzeugern.

soziale Dimension von Nachhaltigkeit apostrophiert. Die REWE-Nachhatigkeitsstrategie baut auf vier Säulen: grüne Produkte, Energie, Klima und Umwelt, Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement.

regalen, bei SPAR gibt es mittlerweile zwei Dutzend Eissorten von Valentino im Premium-Angebot. Und das sind nur zwei innovative Beispiele, Transportwege zu verkürzen.

„Daraus ergibt sich auch für den steirischen Lebensmittelcluster der Auftrag, hier einen Schwerpunkt zu setzen“, sagt Falk Rothermann, seit dem Frühsommer interimistischer TECHforTASTE-Geschäftsführer. Der Auftrag ist auch längst zur realen Chance geworden. Die jüngst mit dem Fast Forward Public Award ausgezeichneten steirischen Frischfisch-Sushis und Makis findet man etwa in den Merkur-Kühl-

Für regionale, hochprofessionelle und innovative Produzenten, wie es in der Steiermark viele gibt, ist Nachhaltigkeit auch ein Weg zum nachhaltigen Geschäftserfolg. Weil sie nur in der Kooperation funktioniert: „Für uns heißt das, dass wir in Zukunft noch stärker unsere Partner aus der Industrie und der Landwirtschaft, Experten, NGOs, Interessensvertreter, Politiker und vor allem aber auch unsere KundInnen an Bord holen wollen“, sagt Hensel.

02_2012

Foto: Quester, pixelmaker.at

Vor einigen Jahren noch war Nachhaltigkeit vielleicht noch eine wirtschaftliche Randerscheinung. Mittlerweile ist sie aber längst in aller Munde – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn gerade im Lebensmittelbereich sind nachhaltige Produkte besonders begehrt. Es geht um ökologische Produktion, aber nicht nur. Regionalität, faire Produktion, Gesundheit, die kein Widerspruch zum lukulischen Genuss ist, sind die weiteren Dimensionen. Aus Konsumentensicht kann man Gutes tun, indem man Gutes isst. Diese Nachhaltigkeit ist aber mehr als ein Mascherl. Konsumenten und Handel verlangen Glaubwürdigkeit. In der steirischen Lebensmittelwirtschaft sind wir da aber dank eine Reihe exzellenter Unternehmen und intelligenter Projekte auf einem sehr guten Weg. Diesen Spitzenplatz können wir durch Scherpunktbildung und Vernetzung weiter ausbauen. Mag. Falk Rothermann ist interimistischer TECHforTASTE-Geschäftsführer.

3


Dessert

Gemeinsam durchstarten Eine Kooperation zwischen Grazer Unis soll internationale Sichtbarkeit fördern. Weiteres Projekt prüft Auswirkungen auf das Altern. Ein weiteres Projekt der Med-Uni Graz, das gemeinsam mit TECHforTASTE durchgeführt wird, ist „Graz Study on Health and Aging“. Die Studie soll zeigen, dass nicht nur unsere genetischen Voraussetzungen Auswirkungen auf den Alterungsprozess haben, sondern auch Lebensgewohnheiten wie z.B. unsere Ernährung. Interessierte Unternehmen können sich als Projektpartner an diesem Forschungsprojekt beteiligen. Somit könnten die Auswirkungen von bestimmten Produktkategorien wie z.B.

Sonnige Zukunft Nachhaltigkeit wird hier groß geschrieben: Johann Titz baute über seinem Geflügelschlachthof in Rohr eine 1.366 m² große Fotovoltaikanlage. Die zurzeit größte Fotovoltaikanlage des Raabtals in der Steiermark befindet sich auf dem Dach von Geflügel Titz in Rohr: 198,72 kWp Leistung sorgen Österreichische Post AG, Info.Mail, Entgelt bezahlt

im Jahr für prognostizierte 222.517 Kilowattstunden Sonnenstrom. Die damit vermiedene CO2-Emmission beläuft sich auf ca. 197 Tonnen jährlich. InsgePowered by:

Kernöl oder Kren auf den Alterungsprozess erforscht werden. Kontakt: mario.sengl@techfortaste.net

samt werden bei Geflügel Titz damit 20 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt. Die nachhaltige Produktion ist Johann Titz ein großes Anliegen: „Wir streben für unsere Produktion einen möglichst niedrigen ökologischen Fußabdruck an. Wir haben noch Potenzial“, denkt Johann Titz an die Zukunft und das erklärte Ziel des Familienunternehmens, die Energieunabhängigkeit.

Foto: APA/Pichler

Unsere Partner, die Uni Graz, die TU Graz sowie die Med-Uni Graz wollen in Sachen Bio-Tech-Med gemeinsam durchstarten. Im Rahmen des Forum Alpbach unterzeichneten die RektorInnen der drei Grazer Unis nun eine Kooperation für eine interuniversitäre Plattform. Der Schwerpunkt liegt dabei u.a. im Bereich Stoffwechsel-Erkrankungen sowie Neuro-Wissenschaften. Ziel ist, durch die Bündelung der Kräfte international sichtbar zu werden und durch die Cluster-Bildung auch Spitzenpersonal nach Graz zu locken.

Impressum: Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: TECHFORTASTE.NET Gesellschaft mbH, 8403 Lebring, Parkring 6; Falk Rothermann (intermistische Geschäftsführung), Manuela Hutter (Projektleitung), Telefon: +43 3182/49 900, office@techfortaste.net, www.techfortaste.net Gestaltung und Redaktion: Conclusio PR Beratungs GmbH, Schmiedgasse 38, 8010 Graz, Martin Novak (Leitung), Gerhild Wentner, Sandra Murnig, Christa Binder, www.conclusio.at | Grafisches Konzept: Waltl & Waltl Werbe­agentur GmbH, 8020 Graz, www.waltl. at | Druck: Medienfabrik Graz, Dreihackengasse 20, 8020 Graz.


Printnewsletter02_2012