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STADTJ ournal

Das MAGAZIN zu www.melle-stadtjournal.de

I

Ausgabe NR. 4 I JULI 2013

MELLE

Das STADTJOURNAL wünscht eine schöne Ferien- und Urlaubszeit !


Di eAgent uri nMel l e f ürei nepr of es s i onel l eDar s t el l ung I hr esUnt er nehmens .AufAugenhöhe r eal i s i er enwi rgemei ns am mi tI hnenden pas s endenFi l m.I hr eI deei s tuns erAuf t r ag.

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editorial l 03

Liebe Leserinnen und Leser, endlich Ferien! Endlich mal nicht den Wecker stellen, sondern so richtig ausschlafen! Für die meisten Menschen gehört die Ferien- und Urlaubszeit zur schönsten Zeit des Jahres. Leider verstehen es aber Viele nicht so recht, die »freie Zeit« sinnvoll zu nutzen. Statt sich vom üblichen Alltagsstress zu erholen und einfach mal »abzuschalten«, werden die Stressfaktoren in den Urlaub übertragen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich den Urlaub zu verderben und sich um die ersehnte Erholung zu bringen. Und es gibt gute Strategien, beides zu vermeiden. Egal, ob der Urlaub allein, zu zweit, in der Familie oder Gruppe stattfindet. Berufstätige sollten keine Arbeit mit in den Urlaub nehmen - das ist die wichtigste Strategie zur Stressvermeidung. Ebenfalls eine gute Anti-Stress-Maßnahme: Soweit es Ihnen in Ihrer Position möglich ist, verzichten Sie darauf, erreichbar zu sein. Betrachten Sie Ihre Entbehrlichkeit als Entspannungsübung und als eine Errungenschaft, die Sie Ihrer guten Planung verdanken. Rufen Sie nicht aus eigener Initiative im Büro an, denn damit würden Sie Ihre Verfügbarkeit signalisieren und sich unnötigen Stress bereiten. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Tausende von Deutschen verbrin-

gen jedes Jahr die Urlaubstage auf „Balkonien“. Die Vorstellung von ein paar gemütlichen Tagen zu Hause kann allerdings auch schnell ins Gegenteil ausarten. Es gibt immer etwas zu tun, sei es das Gästezimmer streichen, den Kleiderschrank ausmisten oder das Gartenbeet neu bepflanzen. Gegen Aktivitäten ist natürlich nichts einzuwenden, wenn man darauf achtet, dass auch die Erholung nicht zu kurz kommt. Man sollte sich nicht unter Druck setzen und so viele Dinge wie möglich in den freien Tagen erledigen wollen, sondern auch darauf achten, dass man sich selbst etwas gönnt. Sei es ein Tag auf der Sonnenliege, ein ausgedehnter Spaziergang oder eine Fahrradtour. Ob die langersehnte Erholung nach anstrengendem Job, der Familienurlaub oder die Entspannung in den eigenen vier Wänden, hier ein paar Tipps, um wirklich abzuschalten: Keine strengen Zeitpläne, sondern Aktivitäten, die Ihnen Spaß und Freude bringen. Machen Sie sich entbehrlich. Schalten Sie Ihr Handy ab, kontrollieren Sie nicht jeden Tag Ihre E-Mails. Halten Sie den Alltag aus Ihrem Urlaub heraus. Urlaubsplanung ist Aufgabe der ganzen Familie und nicht einer einzelnen Person. Sprechen Sie im vornherein über Pläne und Wün-

sche aller Familienmitglieder und verteilen Sie Aufgaben und Verantwortungen auf alle. Nutzen Sie die freie Zeit aktiv für Ihre Gesundheit. Sport bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern schüttet auch Glückshormone aus und baut Stress ab. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine erholsame und stressfreie Urlaubszeit. Ihr

Uwe Strachau (Herausgeber)

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Aus dem

Inhalt

JULI

2013

Gerry Weber Open 2013 Eine Rückschau auf das Ereignis des Jahres in der Region............8+9

8+9 11

»Irrwege meiner Flucht« Das Buch von Maria Breeck ist jetzt erschienen...........................29

..........................RUBRIKEN

OLIVIA - Eine Sabberschnute berichtet

Apps & Co.

Facebook (I)...........................18

Melle aus Sicht einer Deutschen Dogge....30

Legendäre Sportwagen

rie Neue Se

Ford GT 40 ............................ 24

30

Buchtipps Neuerscheinungen ...................31

47

Meller Geschichte(n)

Die Kanzlerin in Melle

Selhofer Weg.......................... 43

Gesundheit

Besuch im Pflegeheim St. Konrad ..............47

Hexenschuss...........................44

Frank Wilde

Interview...................45 Impressum.......................................50

Verbraucher-Tipps MSJ I 07-2013

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Veranstaltungen

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Kultur

und und und..................


Star-Visagist Amin Nia kommt ins Kosmetik-Institut Niermann nach Melle Starvisagist Amin Nia, bekannt aus Taff/Pro 7 und Stylist von Promis wie Sila Sahin, Nina Eichinger, Eva Padberg oder Andrea Sawatzki, sorgte bei der Bambiverleihung, der Premieren- Show von »Sex and the City 2« sowie bei der MTV Fashion Show für strahlende Gesichter. Am 12. Juli können Sie sich wie Sila Sahin und andere Berühmtheiten im Kosmetik Institut Niermann in Melle mit der dekorativen Kosmetik »Le Maquillage« von Maria Galland ins rechte Licht rücken lassen. Ob dezent, elegant oder sportlich, jede Frau findet hier ihren individuellen Look! Um Voranmeldung wird gebeten.

Kosmetik Institut Niermann Kirchstr. 2 49324 Melle Tel. 0 54 22 - 4 11 62 www.kosmetik-niermann.de


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»Baum des Jahres« von wieder an der Bifurkation Der Lichtmacher Melle

Wildapfel ist bereits 25. gepflanzte Sommerpause bisder Ende August Baum des Jahres Melle. Der Lichtmacher von Melle-Gesmold. Am 28. April Melle hat Sommerpause. Es 2013 pflanzten die Anwohner wird im Juni und Juli abends der Straße Von–Amelunxenzu spät Das Weg am dunkel. Parkplatz derbedeutet, Bifurkadass Ende August wieder mit tion als Baumpaten den Baum den beliebten Nachtführungen des Jahres 2013, den Wildapfel. gestartet werden kann. Es stehen nunmehr 25 »Bäume Sollte es nochrund Mellerum oderden Leute aus des Jahres« Parkdem Umkreis von Melle geben, die einplatz und mittlerweile auf der mal in die alte Zeit zurückversetzt wererweiterten Richtung den möchten, soFläche können in sich diese bei Bifurkation. Ein kleines Jubiläder Stadt Melle, Telefon 965311, melden. um!Infos gibt es auch im Internet. Wer als Einzelperson oder in kleinen Gruppen mitgehen will, eiIn jedem Jahr gibt es kann einensich neuen nen Termin imWer Tourismusamt der Stadt Baumpaten. möchte, kann sich holen, wer als Gruppe mitgehen will, schon einen Platz vormerken lassen. Es sollte sich mehrere auch seinen Wunschtermin gibt schon Bewerber, die Pflansichern. Die Gruppe bezahlt 60 Euro zwiese ist aber groß genug, so dass noch bis 30 Jahre Teilnehmer, ein paar gepflanzt Einzelpersonen werden kann.

zahlen 3 Euro. Auf dem FotoMit siehtdem man,Lichtmacher dass neben vor Jahrhunderten durch Melle zu geden Baumpaten auch viele Besucher hen, ist spannend. Man sieht plötzlich und natürlich die Jagdhornbläser imGebäude und Dinge, vorher nicht mer wieder dabei sind.die Regine Herchen

dagewesen sind. Einmal durch den hat die Veranstaltung ins Leben gerufen Stadtgraben zu gehen und nasse Füße und leitet den schönen Vormittag zuzu bekommen ist schon aufregend.Gessammen mit dem Heimatverein mold.

Neu seit 1. Juli: Hundehalter müssen ihre Tiere anmelden Melle. Seit dem 1. Juli müssen Hundehalter ihr Tier im zentralen Register anmelden, wenn es älter als sechs Monate ist. »Das bedeutet, dass jeder Hundehalter sein Tier nicht nur mit einem Chip versehen, sondern es auch beim Zentralen Register anmelden muss«, erläutert die stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Melle, Heike Warling. Auch ein Sachkundenachweis sei künftig erforderlich. Überwacht werde dies durch die jeweilige Kommune. Weiterhin sei eine Haftpflichtversicherung für das Tier notwendig, damit ein Halter einen möglichen Schaden begleichen kann. Seit Anfang Juli ist die Registrierung unter www.hunderegister-nds.de möglich. Für eine Online-Registrierung werden Kosten in Höhe von 17,26 Euro anfallen. Eine telefonische (Rufnummer 0441/39010400) oder schriftliche Anmeldung kostet wegen des höheren Bearbeitungsaufwandes 27,97 Euro. Das Register dient nach Angaben der

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Stadt der Identifizierung des Hundes sowie des Hundehalters. Außerdem soll es Erkenntnisse über die Gefährlichkeit bestimmter Rassen liefern. Der zweite Aspekt ist der Nachweis der Sachkunde. Ausschließlich Hundehalter, die sich nach dem 1. Juli 2011 erstmals einen Hund angeschafft haben und laut Gesetz nicht anderweitig als

sachkundig gelten, müssen den Nachweis der Sachkunde über eine theoretische und praktische Prüfung erbringen. Der Sachkundenachweis kann direkt erworben werden, ein Vorbereitungskursus ist dazu nicht obligatorisch. Wer zur Vorbereitung auf die Prüfung zusätzlich einen Kursus absolvieren möchte, kann jede Hundeschule kontaktieren und dort erfahren, ob sie derartige Angebote bereithält. Jede Hundeschule kann auch Prüfungstermine anbieten. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass die Prüfungen von einem anerkannten Prüfer abgenommen werden. Fragen zum Niedersächsischen Hundegesetz beantworten die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Heike Warling, Telefon 05422/965-232 und Frank Hugenschütt, Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Telefon 05422/965231.


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Bei einer Stadtführung das Melle von heute erleben Melle. Seit nahezu zwei Jahren zählen die Lichtmacher-Führungen zu den touristischen Highlights in Melle-Mitte. In den Sommermonaten möchte die Stadt Melle eine weitere Form der Stadtführung anbieten, die nicht in den Abendstunden, sondern bereits am späten Nachmittag beginnt. Der Auftakt erfolgte am Samstag, 29. Juni, 17.30 Uhr, auf dem Rathausplatz. Die Führung dauert rund eineinhalb Stunden, die Teilnahmekosten betragen drei Euro pro Person. Als Gästeführer fungiert in bewährter Weise Bernd Meyer. „Wir bieten einen öffentlichen Stadtrundgang an, der sich inhaltlich von der Lichtmacherführung unterscheidet“, erläutert Meyer. Während der Rundtour durch die City stelle er den Teilnehmern im Plauderton die Flächenstadt Melle mit ihren acht Stadtteilen vor. Wie ist es um die politische Situation bestellt? Was bieten Handel, Handwerk und Gewerbe – und mit welchen Naherholungsangeboten punktet die Stadt? So lauten nur einige von ungezählten Fragen, denen der Gästeführer während der Tour auf den Grund geht. Dazu Bernard Meyer: „Während des Rundganges werden selbstverständlich auch die beiden großen Stadtkirchen, die Alte Posthalterei und weitere historische Gebäude angesteuert. Wir spazieren aber auch durch den Friedensgarten und legen einen Zwischenstopp vor der Seniorenresidenz am Dürrenberger Ring ein, um dort auf den demografischen Wandel einzugehen, der ebenfalls in Melle ein Thema ist.“

glauben, ihre Heimatstadt zu kennen. Doch gerade während der Lichtmacherführungen wurde mir vor Augen geführt, dass dieses gar nicht der Fall ist. Manches Interessante haben selbst ältere Mitbürger noch nie in ihrem Leben gesehen, obwohl es praktisch vor ihrer Haustür liegt. Anderes wurde falsch interpretiert und am Ende der Tour mit ganz anderen Augen gesehen.“

Die öffentliche Stadtführung ist sowohl für Gruppen als auch für Einzelpersonen interessant. Anmeldungen nimmt ab sofort Iris Bernd Meyer ist es wichtig, mit Schriever, Amt für Stadtmarketing, dieser neuen Form der Stadtfüh- Kultur und Tourismus der Stadt rung auch Meller Bürger anzu- Melle, Markt 22, 49324 Melle, Tesprechen. „Denn viele von ihnen lefon 05422/965-311, entgegen.

Ehrenamt auf Zeit: Stadt Melle sucht Wahlhelfer Am 22. September finden die Wahlen zum Deutschen Bundestag statt. Das ist zwar noch eine Weile hin. Aber hinter den Kulissen der Stadtverwaltung Melle laufen die Planungen für den Urnengang bereits auf Hochtouren. Ein Thema, das zurzeit aktuell ist: Die Suche nach Wahlhelfern. Anlässlich der Bundestagswahl werden im Bereich der Stadt Melle insgesamt 38 Wahllokale eingerichtet, in denen jeweils sieben Wahlhelfer ihren Dienst versehen. Die Wahlvorstände setzen sich aus dem Wahlvorsteher, dessen Stellvertreter, einem Schriftführer, einem stellvertretenden Schriftführer und drei Beisitzern zusammen. Zum Urnengang sind in der Stadt Melle am 22. September knapp 35.000 Bürgerinnen und Bürger. Wahlberechtigt sind nach Artikel 116, Absatz 1 des Grundgesetzes alle Deutsche, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innehaben oder sich gewöhnlich in Deutschland aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Als Entschädigung erhalten alle Wahlhelfer einen Betrag in Höhe von 25 Euro. Diese Ehrenämter könne jeder übernehmen, der bei Bundestagswahl selbst stimmberechtigt sei und in Melle wohne, erläuterte Nils Oberschelp vom städtischen Hauptamt am Mittwoch. Die Bewerbungen dürften auch noch bis kurz vor dem Urnengang eingehen: „Denn es gibt immer wieder kurzfristig Ausfälle bei den Wahlhelfern – sei es wegen Krankheit oder anderer wichtiger Notfälle“, so Oberschelp. Die Stadtverwaltung freut sich über jede Bewerbung. Am besten soll diese telefonisch unter 05422/965357 an Nils Oberschelp gerichtet oder per E-Mail an HYPERLINK „mailto:n.oberschelp@stadt-melle. de“ n.oberschelp@stadt-melle.de gesendet werden, und zwar unter Nennung von Anschrift mit Telefonnummer. Ganz ausdrücklich lädt die Stadtverwaltung auch Jungwählerinnen und Jungwähler ein, sich als Wahlhelfer zu bewerben. 07-2013 I MSJ


Gerry Weber Open 2013 Wieder ein tolles Turniererlebnis HalleWestfalen. Vom 8. bis 16. Juni verwandelte sich der beschauliche Ort Halle wieder einmal in das deutsche „Tennis-Mekka“. Erstklassiger Sport, ein tolles Rahmenprogramm und eine Superstimmung wurden weder durch das durchwachsene Wetter noch durch die kurzfristige Absage des frischgebackenen French-Open-Siegers Rafael Nadal getrübt. So konnte Turnierdirektor Ralf Weber auch ein mehr als positives Fazit der 21. Gerry Weber Open ziehen. Turnierdirektor Ralf Weber hat die 21. GERRY WEBER OPEN als „tolles Erlebnis für Spieler und Fans“ bezeichnet: „Es fällt schwer, alle Höhepunkte dieser Woche aufzuzählen. Wir haben herausragende Spiele erlebt, eine sportlich beeindruckende Qualität“, sagte Weber bei der Abschluss-Pressekonferenz des einzigen deutschen ATP-Rasentennisturniers. Die GERRY WEBER OPEN, so Weber, „sind und bleiben die Wohlfühlzone, in der sich die Tennisprofis erstklassig aufgehoben fühlen. Das Turnier ist für die Spieler fast schon ein Stück Heimat auf der Tennistour geworden.“ Der Turnierdirektor würdigte nicht nur die Leistungen von Topstars wie Roger Federer, sondern sprach von Spitzenauftritten über die gesamte Turnierwoche hinweg: „Wir hatten ein sportlich starkes, gut besetztes Teilnehmerfeld, in dem auch die deutschen Stars wieder überzeugend gespielt haben. Allein sechs deutsche Achtelfinalisten und vier deutsche Viertelfinalisten sind der Beleg für ihr Potential, dass sie hier immer abrufen können und demzufolge auch hier ihre Plattform für beste Auftritte finden.“


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Den Zuschauerzuspruch bei den 21. GERRY WEBER OPEN mit knapp 110.000 Tennisgästen nannte Weber „einfach überwältigend“: „Das ist eine Anerkennung nicht nur für die Leistungen der Spieler, sondern auch ein Vertrauensbeweis für das Turnier.“ Weber sagte weiter: „Wir haben an allen Tagen ein attraktives Programm zusammengestellt – mit Topmatches auf den Courts, aber auch mit einem Entertainmentangebot wie den Auftritten von Lena, The BossHoss, Johannes Oerding oder Cascada, das auf der ATP-Tour seinesgleichen sucht für ein Turnierdirektor Ralf Weber bei der Turnier dieser GrößenordAbschluss-Pressekonferenz. nung“. Am Montag nach dem Finale, das Roger Federer in einem hochklassigen Dreisatzkrimi gegen Mikhail Youzhny für sich entschied, erreichte Ralf Weber aus Monaco die Nachricht von David Massey, Europachef der ATP, dass die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen mit 107.900 Besuchern (2012: 110.400 Zuschauer) die Nummer eins in der 250erTurnierkategorie sind. Rund um den Globus werden in dieser Klassifizierung auf der ATP-World-Tour 40 Turniere ausgetragen und keines dieser Events hat einen derartigen Publikumszuspruch.


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Honerkamp‘s StadtDomizil Leben & Wohnen in bester Citylage! Melle. Nach den Informationen über die Schließung des Traditionshauses Honerkamp am Neuen Graben in der Meller Innenstadt erreichten uns weitere Detailinformationen von dem alleinbeauftragten Maklerunternehmen Knabe Immobilien GmbH. Dazu Sabine Knabe-Vieler: »Aus Café Honerkamp wird Honerkamp‘s StadtDomizil!«

Aus Bäckerei und Café Honerkamp wird ab 2014 »Honerkamp‘s StadtDomizil«.

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0 52 26 / 98 22 467 MSJ I 07-2013

In erstklassiger Innenstadtlage entsteht die neue erste Adresse von Melle. Neuer Graben 8: in bester Citylage wurden hier viele Brote gebacken, Kuchen verziert und Entspannung bei einer Tasse Kaffee gesucht. Mancher Schuh wurde im Ballsaal durchgetanzt, manch netter Plausch an der Sektbar gehalten. Welcher Meller hat nicht seine ganz persönliche Erinnerung an dieses Haus? Die Bäckerei Honerkamp hat ihre Geschichte geschrieben: Nun ist Zeit für Veränderung! Abschied, aber auch ein Blick nach vorne. Ein Abschied bedeutet auch frei sein für neue Geschichten. Und genau hier können Sie Ihre persönliche Geschichte fortschreiben!

Vor allem aber: Sichern Sie sich einen Platz zum Leben, mitten im Herzen von Melle. Acht bis zehn TOP-Wohnungen auf 70 – 175 m², davon 4 Penthäuser und 2 Maisonettewohnungen, lassen Wünsche wahr werden. Hochwertige Bäder, edle Materialien im Interieur und Ausbau, komfortabler Lift und Tiefgarage sind nur Stichwörter, die erahnen lassen wie es sich hier leben und genießen lässt. Lassen Sie sich von moderner Architektur und hervorragender Bauqualität begeistern! Baubeginn wird Anfang 2014 sein.


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Strandatmosphäre im Grönegau

Neueröffnung Biergarten & Bistro Viele kennen den herrlich am Badestrand gelegenen Biergarten im Grönegau-Park Ludwigsee (Melle-Gesmold) schon längst. „Jetzt wird alles noch viel schöner…“, so Peter Grothaus, Betreiber der Camping- und Freizeitanlage Grönegau-Park Ludwigsee in 2. Generation. „Wir haben nicht nur die Biergartenbestuhlung komplett erneuert, sondern auch die Gaststätte vollständig entkernt und ein modernes, einladendes Bistro-Café integriert. Auch die alten Sanitäranlagen wurden erweitert und völlig neu gestaltet“, berichtet er stolz. Aber nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern auch ein neues Konzept sollen dazu beitragen, dass sich die vielen Ausflugsgäste und insbesondere auch die Familien wohl fühlen. Übrigens, wussten Sie schon, dass der ca. 25 Hektar große Grönegau Park Ludwigsee zum 12. Mal in Folge vom ADAC ausgezeichnet wurde und der deutsche Tourismusverband e. V. den Grönegau Park Ludwigsee seit dem Jahr 2000 als 4-Sterne Anlage ausgewiesen hat?

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Der Graureiher Wer in den 1970er-Jahren noch Kind war, kannte den Graureiher - im Volksmund auch »Fischreiher« genannt - nur aus Erzählungen, Büchern oder dem Fernsehen. Denn vor 40 Jahren stand der als Fischräuber verschriene Graureiher in Deutschland kurz vor der Ausrottung. Doch dank engagierter Naturschützer hat sich der Bestand bei uns kräftig erholt. Heute ist der Anblick des schönen Vogels wieder ganz alltäglich geworden. Wie ein großer grauer Wächter steht der Graureiher bewegungslos im seichten Wasser, auf Wiesen oder auf Feldern, stets bereit, Beutetiere wie Fische, Eidechsen oder Mäuse blitzschnell zu packen. Mit einer Länge von 84-102 cm, und einer Spannweite bis zu 1,75 m gehört der Graureiher zu den großen, kaum zu übersehenden Vögeln unserer Landschaften. Im Flug ist der Graureiher leicht am eingezogenen, S-förmig gebogenen Hals erkennbar. Den eingezogenen Hals kann man aber auch oft bei einem stehenden Graureiher beobachten, und ihn so leicht von dem noch größeren Kranichen und Störchen unterscheiden. Er bewohnt feuchtes und offenes Gelände sowie Gewässer aller Art. Die Nester werden oft unweit von Seen und Flüssen auf hohen Laub- und Nadelbäumen angelegt. Graureiher brüten in meist kleineren Kolonien, die aus einigen Dutzend Brutpaaren bestehen können. Wenn im Februar die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, fangen die Graureiher an ihre Nester aus dem

Fotos: Eckhard Lietzow www.lietzow-naturfotografie.de

Vorjahr auszubessern. Dabei sind die Vögel sehr wählerisch. Sie untersuchen viele verschiedene Zweige, bevor sie sich für die richtigen für ihr Nest entscheiden. Nach der Übergabe des Zweiges an den Partner im Nest, der diesen dann verbaut, wird sich erst mal ausgeruht. Im Winter verlassen viele Graureiher ihr Brutgebiet und weichen nach Süd- und Westeuropa aus. In unseren Breiten sind bedingt durch die oft milden Winter, meist das gan-

ze Jahr über einige Graureiher zu sehen. Auf der Jagd nach Beute lauert ein Graureiher oft lange und ruhig stehend, bis er, wenn er eine Beute entdeckt hat, blitzschnell mit seinen langen Schnabel zustößt. Fische und Amphibien an Gewässern, Mäuse, Larven von Gelbbrandkäfern und Libellen auf Feldern und Wiesen.

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»Meister Adebar« kehrt zurück in den Grönegau! Nach 86 Jahren wieder Storchennachwuchs in der Elseniederung Melle. Diese Nachricht löst bei allen Tier- und Naturfreunden große Freude aus. Nach insgesamt 86 Jahre nistet Meister Adebar nebst Storchendame erstmalig wieder im Grönegau – in einem von zwei Horsten, die im Jahre 2006 zusammen mit einem großflächigen Feuchtbiotop in der Elseniederung angelegt worden waren. Inzwischen dient die künstliche Nistgelegenheit als Kinderstube. Denn Mitte Juni hat sich bei »Storchens« Nachwuchs eingestellt. „Wir gehen von mindestens einem Jungtier aus“, sagten der Vorsitzende der Jägerschaft Melle, Fritz Mithöfer, und Volker Tiemeyer, Vorstandsmitglied der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON), am Mittwoch. Für den Bürgermeister der Stadt Melle ist der Bruterfolg ein schönes Ereignis: „Die langjährige konzeptionelle Naturund Landschaftsentwicklung in unserer Stadt trägt weitere Früchte. Ich freue mich sehr, dass der Ausbau der naturnahen Gestaltung von Teilbereichen der Elseniederung dazu beiträgt, einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten.“ Ein Blick zurück: Als die beiden Horste und das Feuchtbiotop vor sieben Jahren erstellt wurden, griffen zahlreiche Hände mit ins Rad. „Die Jägerschaft Melle fungierte als Antragstellerin für

die Förderprojekte und stellte seinerzeit viele Kontakte zu den Flächeninhabern und Hofbesitzern her“, erinnert sich die Leiterin des Umweltbüros der Stadt Melle, Josefa Schmitz. Der Unterhaltungsverband Nr. 29 „Else“ habe damals die Arbeiten ausgeführt – vom Anlegen der Blänke bis zum Aufstellen der Horste. Das Feuchtbiotop beheimate Frösche, Mäuse, Laufkäfer und weitere Insekten, die als Nahrungsgrundlage für die Störche dienen. „Störche brauchen ihren Brutplatz in Siedlungsnähe, möglichst mit Blick auf das Nahrungsrevier“, so heißt es in dem Gutachten, das für die Storchenansiedlung in der Elseniederung in Melle erarbeitet wurde. Auch die Horste müssten einen bestimmten Durchmesser haben und in bestimmter Art und Weise auf-

Auf dem Horst: Eines der Alttiere genießt am Mittwochnachmittag den Sonnenschein, während sich der Nachwuchs im Nest verborgen hält. gebaut sein, hieß es. Dann ging alles Schlag auf Schlag: Eine Firma aus Gesmold baute diese Horste nach Anleitung. Der Energieversorger RWE war behilflich bei der Beschaffung der Masten, um die Storchenhorste aufzustellen. Die Revierinhaber von Bakum und Wennigsen unterstützten fortlaufend das Projekt durch Kontakte zu den Landwirten und Hofbesitzern. „Beteiligt haben sich bei dem Naturund Umweltschutzprojekt die Geldgeber VR Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland; Bingo – die Umweltlotterie und die Landesjägerschaft Niedersachsen“, erläuterte Josefa Schmitz. Mit ihnen gemeinsam sei es der Stadt Melle gelungen, diese Art von Projekt zu verwirklichen, „das jetzt im übertragenen Sinne Früchte trägt“. Nachdem Naturliebhaber Meister Adebar bereits vor einiger Zeit schnabelklappernd bei der Balz- und Brutzeremonie auf einem der Horste beobachten konnten, stellte sich Mitte Juni Nachwuchs ein. In der Elseniederung: Ein Elterntier auf Nahrungssuche. Fotos: Stadtverwaltung Melle

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130 Jahre Sienkamp Traditionstischlerei feiert seltenes Jubiläum Melle-Neuenkirchen. Ein ganz besonderes Jubbiläum kann die Bauund Möbeltischlerei Sienkamp in Neuenkirchen-Suttorf in diesem Jahr feiern: Der Traditionsbetrieb wurde 1883 gegründet und besteht somit seit 130 Jahren! Mit zahlreichen Gästen und einem Tag der offenen Tür wurde das 130-jährige Bestehen gebührend gefeiert (s. Fotostrecke rechts).

Nach einer großen Brandkatastrophe im Jahr 1883, bei der in Neuenkirchen über 80 Gebäude - darunter auch die Kirche - ein Opfer der Flammen wurden, gründete Heinrich Sienkamp die Tischlerei, die nun schon in der fünften Generation besteht. 1930 übernahm Karl Sienkamp die Tischlerei und übergab die Leitung 1961 an Werner Sienkamp. Dessen Sohn Manfred Sienkamp übernahm den Ausbildungsbetrieb dann im Jahr SIENKAMP - Ihr Partner für alle Arbeiten vom Boden bis zum Dach

1988. In den Jahren 1962/63 wurden die Werkstatträume um einen Bankund einen Maschinenraum erweitert und 1975 ergänzte man die Werkräume um die heutige Kunststoffabteilung. Am 1. Januar 2011 übergab Manfred Sienkamp den Betrieb an die nächste Generation. Silke Sienkamp und ihr Bruder Carsten führen seither die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kunden fort und erfüllen deren Wünsche fachgerecht und zuvorkommend - wie sie es von ihrem Vater gelernt haben. Manfred Sienkamp unterstützt seine Kinder natürlich weiterhin nach besten Kräften. Neben den drei „Chefs“ sind noch fünf Gesellen und ein Auszubildender im Betrieb tätig.

Die Angebotspalette der Bau- und Möbeltischlerei Sienkamp umfasst: • Individueller Innenausbau • Trockenbau • Dachbodenausbau • Insektenschutz für Fenster u. Türen • Lichtschachtabdeckungen • Innentüren • Fertigparkett, Korkparkett, Laminat • Fenster aus Holz, Holz-Alu u. Kunststoff • Haustüren aus Holz, Kunststoff und Alu • Reparaturen jeglicher Art • Rolläden u. Elektroantriebe • Verglasungsarbeiten • Austausch von Dichtungen in Stahlzargen, Fenstern u. Türen • Garagentore • Spezialböden für Feuchträume • Sanierung beschädigter Holzkonstruktionen

Außer zahlreichen Privatkunden zählen auch öffentliche Auftraggeber, namhafte Großfirmen, Kliniken, Krankenhäuser sowie Kühlhausfirmen im In- und Ausland zu den Kunden der Tischlerei Sienkamp. Für den Einbau in Paneelwände hat Sienkamp ein spezielles KunststoffFenster-System für die Kühlhausindustrie entwickelt. Die Spezialanfertigungen werden bundesweit und teilweise auch ins benachbarte Ausland geliefert. Eine weitere Besonderheit, mit der sich Sienkamp von anderen Tischlereien abhebt, ist die Koordination aller Gewerke im Sanierungsbereich. Beste Voraussetzungen also, dass die Erfolsgeschichte der Tischlerei Sienkamp fortgeschrieben werden kann!


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Energiekonzept in Föckinghausen für Jedermann Melle-Föckinghausen. Die Bürger in Melle Föckinghausen können nach zweijähriger Betriebsphase sagen, dass die Energieversorgung vor Ort ein Modell mit Zukunft ist. Eine gute Vorbereitung, Unternehmen, die etwas davon verstehen und eine Siedlungsstruktur, die das Neue, das Andere zulässt, sind Voraussetzungen dafür. Während in der letzten Ausgabe des Melle StadtJournal allgemein auf die Energieversorgung der Straßenzüge in Föckinghausen eingegangen worden ist, soll hier jetzt das Herzstück der Anlage beleuchtet werden, die Hackschnitzelanlage. Hackschnitzel dienen als Brennstoff und bestehen aus minderwertigem Holz (z. B. aus einer Durchforstung, Ästen, usw.), welches für die Industrie (Sägewerk, Zellstoff) nicht mehr geeignet ist. Damit kann sonst nicht finan-

Das Bild zeigt die automatische Förderanlage im Hackschnitzelbunker. ziell verwertbares Holz kostengünstig in ein marktfähiges Produkt überführt werden. Der Großteil des am Markt befindlichen Hackgutes kommt jedoch aus der Sägeindustrie, wo es als Nebenprodukt anfällt. Für die Beheizung der Häuser hier werden im Laufe eines Jahres ca. 600 bis 700 Schüttraummeter – entsprechend 140 bis 175 Tonnen – herangefahren und umweltschonend verbrannt. Diese Menge wird über den Jahresverlauf mit 5 bis 7 Anlieferungen bereitgestellt. »Wir setzen ein modernes Filtersystem ein«, führt Herr Gerhardy aus, »so dass wir heute schon die ab 2015 geltenden Grenzwerte um die Hälfte unterschreiten.«

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Da die Anlage in einem Wohngebiet steht, haben sich die Verantwortlichen selbst dazu verpflichtet, die Staub- und Abgasemissionen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus deutlich zu senken. Dies wird je Kessel durch einen Elektrofilter mit nachgeschalteter Abgaswäsche erreicht. Die zwei Kesselanlagen wurden so gewählt, dass sie neben Pellets und Hackschnitzeln zukünftig auch mit alternativen Biomassen – wie z. B. Miskantusgras - betrieben werden können. »Wir wollen größtmögliche Unabhängigkeit«, so Gerhardy. Hackschnitzelheizanlagen sind umweltneutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum der Hölzer in diese eingebunden wurde. Über diese beiden HackschnitzelKesselanlagen wird die Hauptarbeit der Wärmeversorgung bereitgestellt. Der verbleibende Sommerbedarf – im Wesentlichen Heizwärme zur Trinkwarmwasserversorgung – wird ab Mitte 2013 über die Kombination aus Solaranlage und Kraft-Wärme-Kopplung – erzeugt. Hackschnitzelheizungen sind in der Anschaffung deutlich teurer als her-

Die zwei Hackschnitzelbrennanlagen mit ihren Förderschnecken. Hinten im Bild sind die Pufferspeicher zu sehen. kömmliche Öl-, Pellet-, oder Gasheizanlagen. Allerdings sind die Brennstoffkosten sehr viel geringer als bei Ölheizanlagen. Die Brennkammern werden automatisch mit Förderanlagen beschickt, so dass man auf den Komfort wie bei der Gas- oder Ölheizung nicht verzichten muss. Das damit erwärmte Wasser wird dann in den Heizungskreislauf zu den einzelnen Häusern geschickt, deren Zu- und Ableitung in den Bürgersteigen liegen. In Föckinghausen ist der Standort der Anlage so gewählt, dass der Weg zu den Abnehmeranlagen relativ kurz ist. Bei Störungen ist die Installationsfirma Rasper mit ihren Fachleuten vor Ort, so dass kurze Unterbrechungen sofort behoben werden können und Pufferanlagen dafür sorgen, dass die angeschlossenen Häuser die Unterbrechung gar nicht mitbekommen. Frau Rasper zeigt den Einfülltrichter für die angelieferten Hackschnitzel.


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Kirchhofsburg Buer wurde barrierefreier umgestaltet Melle-Buer. Die Umgestaltungsmaßnahmen in der historischen Bueraner Kirchhofsburg sind abgeschlossen. »Menschen mit Behinderungen, Personen, die mit Rollatoren unterwegs sind, und Eltern mit Kinderwagen haben es jetzt leichter, das Bürgerbüro und die St.-MartiniKirche zu erreichen«, sagte der Leiter des Tiefbauamtes, Thomas Große-Johannböcke, am Donnerstag. Mit Beendigung des Vorhabens sei es gelungen, »die gute Stube des Dorfes ein stückweit barrierefreier zu gestalten«. In der Tat: Auf dem Kirchplatz hat sich in letzter Zeit einiges getan. So gestalteten Mitarbeiter eines Fachunternehmens aus Preußisch Oldendorf den Eingangsbereich des Bürgerbüros vollständig um. Aus Naturstein erstellten sie eine neue Treppenanlage und einen behindertengerechten Eingang. Außerdem legten die Arbeiter ein Wegband zwischen dem Bürgerbüro und dem Gotteshaus an, und zwar unter Verwendung von neuen Natursteinen, die kleiner sind als das bisherige Pflaster. „Das Projekt stand im Kontext weiterer Maßnahmen, die historische Kirchhofsburg barrierefreier zu gestalten“, erläuterte Thomas GroßeJohannböcke. Als eines von mehreren Beispielen nannte der Amtsleiter das Verfugen des Pflasters vor der St.Martini-Kirche, das bereits vor einiger Zeit erfolgte. Die Kosten für die Umsetzung der jüngsten Arbeiten inklusive Materialkosten belaufen sich auf rund 9.000 Euro, die von der Stadt Melle getragen werden. 07-2013 I MSJ


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facebook, apps & co. Soziale Netzwerke: Facebook (Teil I) Soziale Netzwerke sind derzeit in aller Munde. Ob Freunde, Familie oder die Medien – fast jeder hat schon einmal über Facebook und Co. diskutiert. Während die einen sich schon seit Jahren mit ihren Freunden vernetzen und gegenseitig Informationen austauschen, sind andere noch immer skeptisch. Für alle Skeptiker gibt es hier eine kurze Einführung zu Facebook, gepaart mit Tipps wie man schnell in dem sozialen Netzwerk zurecht kommt, aber auch was man beachten sollte. Was sind soziale Netzwerke? Soziale Netzwerke verbinden Freunde, Bekannte oder Unbekannte miteinander. Jeder kann sich dort anmelden und in einem eigenen Profil Informationen und Bilder von sich veröffentlichen. Man kann sich mit den Profilen anderer Personen verbinden und Neuigkeiten aus dem eigenen Leben, Urlaubsfotos, Links zu interessanten Beiträgen, Musik oder Videos austauschen. Es gibt derzeit zahlreiche verschiedene Netzwerke in Deutschland z.B. Facebook, StudiVZ oder MySpace. Facebook hat mit derzeit über 15 Millionen Deutschen die meisten Mitglieder hierzulande. Wie funktioniert Facebook? Facebook funktioniert zunächst denkbar einfach. Wer noch nicht angemeldet ist, kann sich auf der Startseite registrieren. Anschließend erhält man eine E-Mail mit einem Link. Diesen Link muss man anklicken um die Registrierung zu bestätigen. Nun kann man sein eigenes Profil individuell gestalten, indem man beispielsweise ein Profilfoto hochlädt und einige Informationen über sich eingibt. Man kann sich zudem mit Freunden und Bekannten ver-

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netzen, die bereits Mitglied auf Facebook sind. Hierzu gibt man über die Facebook-Suchmaske den Namen der gesuchten Person ein und sendet eine Freundschaftsanfrage. Wird diese von der anderen Person bestätigt, ist man miteinander vernetzt. Auf der so genannten “Pinnwand” kann man nun von sich erzählen, Bilder, Links, Videos, Musik und vieles mehr “posten”. Alles, was man auf der eigenen Pinnwand veröffentlicht, können nun die Freunde und - wenn man möchte - sogar die Freunde der eigenen Freunde mitverfolgen. Öffentliche Pinnwandeinträge können von jedem gelesen werden und sind sogar über Facebook-Suchmaschinen abrufbar. Andersherum erhält man selbst alle Informationen, die die Freunde auf Facebook veröffentlichen. So bleibt man miteinander in Kontakt, kann Meinungen und Ideen austauschen und anderen schnell und einfach interessante Informationen zukommen lassen. Worauf muss man achten? Das Besondere an den sozialen Netzwerken liegt an der Möglichkeit, dass man sich gegenseitig vernetzt und Informationen austauscht. Dabei sollte man

jedoch darauf achten, welche Informationen und wie viele man über sich preisgibt. Denn alles, was man über sich veröffentlicht, kann für lange Zeit bei Facebook gespeichert werden und jeder Zeit wieder aufgerufen werden. Fotos der letzten großen Feier oder private Details können so auch dem möglichen neuen Arbeitgeber zugänglich sein oder in die falschen Hände geraten und missbraucht werden. Es ist daher wichtig ein gewisses Gespür zu entwickeln, welche Informationen man seiner Mitwelt über Facebook mitteilt und welche doch lieber im privaten Gespräch. Die Handynummer und Privatadresse oder der Name der heimlich Geliebten und Misbilligungen gegenüber dem eigenen Arbeitgeber bleiben bei Facebook beispielsweise nicht lange geheim. Die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook einmal zu prüfen und anzupassen ist daher ein wichtiger Schritt zur Kontrolle der eigenen Daten. Hier kann man im Detail festlegen wer welche Informationen über einen auf Facebook lesen kann. In der nächsten Ausgabe erfahren Sie, wie man seine Daten auf Facebook schützt.


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Ein Video sagt mehr als 1000 Bilder Bewegtbild-Werbung auf dem Vormarsch Videowerbung gehört für die meisten Onlinenutzer bereits zum Surfalltag und verspricht eine hohe Werbewirkung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Unternehmensnetzwerks PricewaterhouseCoopers. Die Nachfrage nach webbasierten, multimedialen Anwendungen steigt ständig an. Webseiten ohne bewegte Bilder sind nicht mehr up todate und werden in naher Zukunft nur noch ein Nischendasein fristen, bzw. irgendwann ganz verschwunden sein. Allein in Deutschland nutzen ca. 50 – 60 Mio. Nutzer pro Monat Videoinhalte. Die Motivation und auch der Bedarf, sich in diesem Medium über Produkte und Dienstleistungen zu informieren, wächst genauso rasant wie die Anforderungen an die Videos. Unter dem Titel „Emotion trifft auf Effizienz“ hat PricewaterhouseCoopers (PwC) im Frühjahr 2013 insgesamt 1.200 Onlinenutzer im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Das Ergebnis: Mehr als 54 Prozent der Onlinenutzer nehmen Videowerbung auf Webseiten wahr. Mehr als ein Viertel der Internetnutzer gab an, sich nach dem Anschauen von Werbevideos weiter auf der Anbieterwebseite zu informieren; in der Altersgruppe der 31- bis 45-Jährigen liegt dieser Anteil sogar bei über 30 Prozent. Als besonders positiv bewerteten die befragten Konsumenten Werbevideos, die sich per Klick abspielen lassen - ein Drittel macht solche Spots neugierig. Die Untersuchung zeigt außerdem, dass qualitativ hochwertige Werbevideos gern gesehen werden: Von den männlichen Befragten beispielsweise finden fast 40 Prozent Unternehmensvideos auf Kanälen wie YouTube „richtig gut“ und 36 Prozent haben schon öfter Werbevideos in ihrem sozialen Netzwerk geteilt.

In einer Studie hat das ZDF herausgefunden, dass 80 Prozent der Besucher einer Website angebotene Videos sofort als Informationsquelle nutzen. Um im Web-2.0.-Zeitalter auf der Höhe der Zeit zu sein, reicht eine Homepage mit Bildern und

Mit einer gezielten Recherche im Internet werden heute über 80% der Kaufentscheidungen aktiv vorbereitet. Produkte emotional aufzuladen und dabei eindrucksvoll die Vorteile durch ein Video darzustellen, sorgt also stets für eine Absatzsteigerung. Genau so, wie man die Gestaltung des eigenen Internetauftritts Profis überlassen sollte, empfiehlt es sich beim Thema Video ein Unternehmen zu beauftragen, das etwas davon versteht. Denn nur ein gut konzipiertes, durchdachtes und professionell produziertes Video sorgt für einen Imagegewinn und mehr Kunden.

Texten also längst nicht mehr aus. Wer seinen Mitbewerbern die berühmte Nasenspitze voraus sein will, braucht ein Video. Im Vergleich zu vielen anderen Kommunikationsmöglichkeiten hinterlässt ein gutes Video immer einen bleibenden Eindruck. Mit einem durchdachten, spannenden Aufbau spricht es Emotionen an und schafft Vertrauen bei der Zielgruppe.

In der nächsten Ausgabe zeigen wir Ihnen, worauf es bei einem Video ankommt, um damit einen nachhaltig positiven Effekt zu erzielen.

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Container Wesseler: 1 Baumaßnahme für 2 Firmen Neben den Unternehmen profitiert auch die Umwelt Melle-Gesmold. Was passiert da im Industriegebiet Gesmold? Die Firma Wesseler Container benötigt für ihre Bauschuttrecyclinganlage einen Stand- und Lagerplatz, die Firma Bunte hat die Aufgabe, die Autobahnabschnitte von Bissendorf bis zum Südkreuz Osnabrück und von Bruchmühlen bis Bünde zu erneuern. Dafür werden Lager- und Bearbeitungsplätze für eine Asphaltmischanlage in Autobahnnähe benötigt. Was liegt da näher, als darüber nachzudenken, ob man wirklich an zwei Standorten größere Flächen abschieben und herrichten muss. So will es der Zufall, dass die Firma Wesseler aus Gesmold sich ein Grundstück für ihre große Recyclinganlage im Industriegebiet gesichert hat und die Firma Bunte als Auftragnehmer der Autobahnsanierungen eine etwa gleich große Fläche für ein Jahr benötigt. Da kann man ja schon als Laie auf die Idee kommen, dass man den Platz ausbaut und eine der beiden Firmen so lange wartet, bis die andere Firma den Platz nicht mehr benötigt. Gewöhnlich müsste jetzt die Firma Bunte extra ei-

nen Platz anmieten, ihn umbauen und anschließend wieder sanieren. Hier in Gesmold haben sich jetzt nicht etwa zwei Laien geeinigt, sondern zwei große Unternehmen haben eine vernünftige Lösung gefunden. Die Firma Bunte baut den Bauplatz der Firma Wesseler im Industriegebiet aus, richtet darauf eine Asphaltmischanlage ein und nimmt sie im Juli diesen Jahres in Betrieb. Die Anlage stand in Frankfurt, für den Transport wurden etwa 100 LKW-Fahrten benötigt. Die Firma Wesseler benötigt für ihre Bauschuttrecyclinganlage einen entsprechenden Stellplatz, einen Vorratsplatz und drei Lagerboxen für je 2000

Die Asphaltmischanlage wird in diesen Tagen in Gesmold aufgebaut.

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Tonnen recyceltes Gut. Eine Lagerbox hat eine Größe von 20 mal 20 Metern und ist vier Meter hoch. Für die Vorratsmenge von 5.000 Tonnen benötigt die Anlage 10 Tage. Diesen Platz übernimmt sie dann von der Firma Bunte, wenn der Autobahnausbau in einem Jahr erledigt ist. Für den Schallschutz sind einige Auflagen gemacht worden. In Richtung Warringhof muss zusätzlich zum Wall eine vier Meter hohe Schallschutzmauer errichtet werden, in Richtung Autobahn wird die Mauer fünf Meter hoch werden. Der neu eingerichtete Platz wird auch Lagerplatz für Container, Gipscontainer und Mulden sein. Nach der Inbetriebnahme der großen Brechanlage im Jahr 2015 wird dann der jetzige Lagerund Arbeitsplatz nahe der AWIGO geräumt werden, da er für eine eventuelle Erweiterung der Kläranlage zur Verfügung stehen soll.


mobil l 21 Die Fahrschule Tenambergen informiert:

Bußgelder was wird teurer?

Falsch in die Einbahnstraße fahren, Parken ohne Parkschein, Radfahren ohne Licht, Autound Radfahrer zahlen mehr, wenn sie sich nicht an die Vorschriften halten. Doppelt so teuer wird es, wenn man ohne gültigen Parkschein parkt, früher 5 Euro, jetzt 10 Euro. Die Überschreitung der Parkzeit kostet 5 Euro mehr. Das Parken auf Geh- und Radwegen kostet statt 20 Euro jetzt 25 Euro. Das Befahren von Fußgängerzonen kostet jetzt 5 Euro mehr. Für LKW-Fahrer kostet das Befahren von Fußgängerzonen statt 20 Euro jetzt 75 Euro und einen Punkt in Flensburg. Autofahrer, die ihre Autotür unvorsichtig öffnen und einen Verkehrsteilnehmer behindern, zahlen jetzt statt 10 Euro 20 Euro. Radfahrer, die falsch in eine Einbahnstraße fahren, zahlen 20 statt 15 Euro. Fahrer ohne Licht oder mit verdreckten Scheinwerfern zahlen jetzt 20 statt 10 Euro. Radfahrer auf dem Radweg, die in falscher Richtung fahren, werden jetzt mit 20 statt 15 Euro bedacht. Radfahrer ohne Radlicht zahlen jetzt 20 Euro. Hier stellt sich besonders für so manchen Radfahrer die Frage, ob er die Vorschriften noch beherrscht. Das Befahren eines Radweges in falscher Richtung setzt voraus, dass man sich vorher genauestens erkundigt hat, ob auf der anderen Straßenseite ein Radweg ist, der auch befahren werden kann. Ist es ein Fußweg, wo Radfahrer geduldet sind oder ist es ein Radweg, der benutzt werden muss. Die Diskussionen werden bei höheren Strafen sicherlich intensiver werden. 07-2013 I MSJ


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Aus dem Automuseum Melle ... Geschichte auf Rädern

Die Fahrt mit dem Dampfauto Es war eine ganz tolle Sache, einen Tag mit dem Dampfauto unterwegs. Wie kam es dazu? Wie schon häufiger, fuhr ich morgens zum „Anheizen“ nach Melle zum Automuseum. Dort trafen sich schon seit Tagen die Besitzer von Dampfautos aus ganz Europa. Allein vierzehn Autos konnte ich im Innenhof des Automuseums zählen. Fast überall stieg Wasserdampf auf. Auch Heiner Rössler, der Leiter des Automuseums, war dabei, sein Auto anzuheizen: ein Stanley Typ 735 B aus dem Jahr 1919. Er besitzt damit nicht das älteste Dampfauto, was an der Ausfahrt teilnahm, dafür aber ein großes, bequemes Gefährt. Das älteste Auto, ein Locomobile aus dem Jahr 1900, und sein Besitzer reisten aus Italien an. Doch wie startet man so ein Auto? Das Wasser im Tank muss zuerst zum Kochen gebracht werden. Dazu benötigt man Petroleum, welches mit einer Handpumpe aus dem Tank gepumpt werden muss. Bei der Fahrt erledigt das eine Pumpe, die über die Hinterachse angetrieben wird. Das entstandene Gas heizt das Wasser auf, Dampf entsteht. Wenn es sich auch so einfach anhört, die richtigen Ventile passend zu stellen, hier noch einen Hebel umlegen oder dort pumpen, für einen Laien kaum nachvollziehbar. So konnte ich auch nur staunen, wo es überall am Auto etwas einzustellen gab. Autofahren mit dem Dampfauto ist Arbeit. Pfeift es wie im Flötenkessel auf dem Herd, ist die Arbeit erfolgreich gewesen. Waren in den letzten Tagen schon viele Ausfahrten gemacht worden, ging es heute als Abschlussfahrt mit elf

Dampfwagen nach Velpe zum Oldtimertreffen. Kurz vor dem Start fragte mich Heiner Rössler unvorbereitet: Wollen Sie mitfahren, wenn ja, dann aber sofort? Diese einmalige Chance ließ ich mir nicht entgehen. Ich war als Beifahrer dabei, als Heiner Rösler das Auto durch Melle und Gesmold in Richtung Hilter fuhr. Fahre ich mit meinem Auto zur Tankstelle, steuerten die Dampfautos zum nächsten Gartenwasserschlauch. Kurze Gespräche unter den nacheinander ankommenden Fahrern verkürzten die vermeintliche Wartezeit. Das Ziel Velpe schien für alle Fahrzeuge und Fahrer kaum ein Problem zu sein. Hier erwarteten uns tausende von Menschen, die zum Oldtimertreffen, allerdings von neueren Autos, gekommen waren. Uns erwartete auch die Feuerwehr mit ihren Wassertanks, denn Wasser aufnehmen war mal wieder gefragt. Herr Rössler und sein Auto waren umlagert, viele kannte ihn und stellten ihm Fragen, die er, so hatte ich den Eindruck, gerne beantwortete. Doch bald hieß es Abschied nehmen zur Weiterfahrt zum Jagdschloss Habichstwald. Hier gab es etwas für den Gaumen der Fahrer und Beifahrer, hier wurde natürlich wieder Wasser aufgetankt, hier wurden aber auch Reparaturen am Auto vorgenommen. Die Heizflamme von unserem Auto war ausgegangen, das Wasser war zu kalt geworden, es musste quasi ein Neustart erfolgen. Jan Placke, einer der Begleiter der Ausfahrt und ein enger langjähriger Vertrauter von Heiner Rössler half gerne. Ein weiterer Zwischenstopp an der Gaststätte Bifurkation, verbunden mit einem Nachtanken, Petroleum wurde durch ein Gemisch aus Diesel und Benzin ersetzt und natürlich einer Wasseraufnahme, waren viele Eindrücke, die ich von diesem herrlichen Tag mit nach Hause nehmen konnte. Schön, dass es noch fahrbereite alte Autos gibt, die zwar schwer zu fahren sind aber doch streckentauglich sind. Das Automuseum in Melle ist inzwischen der Platz geworden, wo sich weltweit die Interessierten die nötigen Fachkenntnisse holen. Hier kann man die doch selten gewordenen fahrbereiten Autos ständig bewundern, hier gibt es etwas zu sehen, was fasziniert. Danke Herr Rössler für den schönen Tag!

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Bernd Meyer


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04.08.2013: Oldtimertreffen mit Oldtimerrallye in Melle Melle. Am Sonntag, den 4. August veranstaltet der Automobilclub (AC) Melle sein 21. Oldtimertreffen. Dazu werden 160 historische Fahrzeuge der Baujahre 1910 bis 1983 erwartet. Dabei sind PKW, Motorräder und Lkw. Die Teilnehmer treffen von 8-10 Uhr bei Wulbusch in Gesmold (Zur Femelinde 24-26) ein. Ab 10 Uhr startet die Orientierungsfahrt auf einer Strecke von 84 KM rund um Melle. Die 1. Etappe führt über Westerhausen, Föckinghausen, Oberholsten, Hustädte, Sehlingdorf, Holzhausen, Ostenwalde, Oldendorf, Bakum . Während der Mittagspause sind die Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Bahnübergang Hermann-UnbefundeStr. in Melle-Mitte (ab 11:30 Uhr) zu

sehen. Anschließend geht die Fahrt weiter über Waldmeister, Eicken, Wetter, Westendorf, Ostenfelde, Neuenkirchen, Redecke, Eickholt, Kerßenbrock, Wellingholzhausen, Himmern, Wennigsen. Die Zieleinfahrt bei Wulbusch in Gesmold wird ab 14:30 Uhr erwartet.

Nach dem Kaffeetrinken und informativen Benzingesprächen folgt die Siegerehrung um 18 Uhr. Fürs leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer in Gesmold wird gesorgt.

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Liebe Leserinnen und Leser,

Legendäre Sportwagen

Ford GT 40 H

enry Ford II, mächtigster Mann von Detroit, war im April 1963 stocksauer. Seit 1962 verhandelte er mit Enzo Ferrari, weil er dessen Firma kaufen wollte. Der Alte aus Maranello, wie Enzo Ferrari auch genannt wurde, stellte indessen eine Bedingung: Er wollte weiterhin die MotorsportAbteilung der Firma leiten, die noch dazu »Ford-Ferrari« heißen sollte. Als Henry Ford ihm das verweigerte, ließ Ferrari die Verhandlung platzen. Der Enkel von des legendären Auto-Tycoons Henry Ford sann auf Rache. Der Ford GT 40 war

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die Folge.Innovationen präsentierte Ferrari Anfang der 1970er Jahre seine erste Studie des Berlinetta Boxer. Kurz darauf ging der GT/4 BB in Serie und gab ab dem Jahr 1973 die Richtung für die topmotorisierten Sportcoupés aus Maranello vor. Bis zum Auslaufen der Produktion des Ferrari Testarossa Mitte der 1990er Jahre blieben die Italiener den gut zwanzig Jahre zuvor entwickelten Prinzipien in vielerlei Hinsicht treu. 1962 beschloss Henry Ford II., mit seinem Unternehmen in den internationalen Rennsport einzu-

steigen. Mangels geeigneter eigener Entwicklungen und mit einem gut gefüllten Konto entschied sich der Auto-Tycoon aus dem amerikanischen Dearborn für das abgekürzte Verfahren. Er wollte einfach einen europäischen Hersteller mit entsprechenden Meriten kaufen. Aus Verärgerung über Ferraris Ablehnung fasste Henry Ford II. den Entschluss, Ferrari ausgerechnet im prestigeträchtigsten Autorennen der Welt zu schlagen: in Le Mans, das Ferrari seit 1960 souverän dominierte.


Die Premiere des Ford GT 40 im Mai 1964 verlief vielversprechend. Das Auto behauptete sich beim »1000-Kilometer-Rennen« auf dem Nürburgring bis zum Ausfall mit technischem Defekt auf dem zweiten Platz. Der erste Auftritt in Le Mans endete einen Monat später jedoch mit einem Desaster. Alle drei Werks-GT 40 scheiterten technisch und Signore Ferrari feierte in Modena einen weiteren Sieg seiner »Scuderia«. »Macht nichts«, entschieden die Amerikaner, und zeigten wahren Sportgeist, legten aber eine Schippe nach. 1966 trat die Truppe schließlich mit sieben Liter Hubraum an. Mit rund 520 PS waren auf den langen Geraden in Le Mans 320 km/h drin. Die Neuseeländer Chris Amon und Bruce McLaren sicherten so den ersten Sieg für Ford in Le Mans. Die unschlagbaren GT 40 belegten die ersten drei Plätze. Bis 1969 legten der GT 40 eine makelFür die Entwicklung des passenden Sportgeräts spielte Geld keine Rolle. Ford engagierte Spezialisten, die etwas von dem Job verstanden. John Weyer verließ als Projektleiter Aston Martin und Eric Bradley kam von Lola, wo bereits Ford-V8-Motoren zum Renneinsatz gekommen waren. Das Ergebnis der intensiven Bemühungen erschien 1964 als GT 40. »GT« stand für »Grand Tourismo«, die »40« für die Fahrzeughöhe des ersten Prototyps von 1963 in Inch, was 1016 Millimetern entspricht.

lose Bilanz in Frankreich hin. Neben den Rennfahrzeugen baute Ford für reiche Enthusiasten 95 Exemplare des GT 40 mit Straßenzulassung. Einer der berühmtesten Kunden war Star-Dirigent und Autofanatiker Herbert von Karajan. Der Ford GT 40 avancierte nach seiner aktiven Zeit zu einem der begehrtesten und besten Sport- und Rennfahrzeuge aller Zeiten. Erst im August erzielte 2012 ein Ford GT 40 auf einer Auktion im kalifornischen Pebble-Beach einen Rekordpreis von elf Millionen Dollar, das sind neun Millionen Euro. Im Jahre 2004 ließ Ford den legendären GT 40 auferstehen - in 101 von Hand gefertigten Exemplaren, ausgerüstet mit KompressorV8 mit 550 PS. Die Neuauflage ist allerdings 43 Inch hoch und heißt daher einfach nur »GT«.


Therapeutisches Reiten auf dem Hof Warner in Dratum Das Ausreiten ist ein Teil der heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd. Svea gewinnt altersgemäße Sinneseindrücke zum Pferd in Begleitung der Motopädin Stefanie.

Die erste Kontaktaufnahme mit den Pferden stellt sich bei den Kleinsten schon beim Holen der Pferde von der Weide ein.

Stefan auf HuiBuh mit Hund Flitze verstehen sich prima. Gleichgewichtsschulungen an der Longe. Katharina auf Stratiatella mit der Reittherapeutin Bettina Warner. … Natur erleben.

Das selbstständige Reiten fördert die Aufmerksamkeit und die Konzentration. Dazu gibt es ein paar Hilfen von der Therapeutin Janina.

Zur ergotherapeutischen Behandlung mit dem Pferd gehört auch das selbstständige Putzen. Katharina bei der Arbeit.


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Nachtradeln - 25.08. von Bad Oeynhausen zur Bifurkation Melle. Am Sonntag, 25. August, findet das inzwischen bereits zur Tradition gewordene Nachtradeln statt – dieses Mal von Bad Oeynhausen zur Bifurkation in der Nähe von Gesmold. »Kommen Sie mit auf eine erlebnisreiche und genussvolle Nachtfahrt auf dem Else-Werre-Radweg mit abschließendem Frühstücksbuffet«, sagt Iris Schriever vom Amt für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus an alle potenziellen Teilnehmer gerichtet. Der Start erfolgt um 3 Uhr in Bad Oeynhausen, und zwar auf dem Parkplatz hinter dem Werrepark. Die Anfahrt zum Startpunkt muss jeder Radler selbst organisieren. Die Route besitzt eine Länge von 53 Kilometern. Der Einstieg in die Nachtradel-Tour ist auch in anderen Städten und Gemeinden möglich – um 3.30 Uhr auf dem Parkplatz des Freibades in Löhne, um 4 Uhr am Else-Sportplatz in Kirchlengern, um 4.40 Uhr an der Bahnhofstraße in Höhe der Else-Brücke in Bünde und um 5.30 Uhr am Torbogenhaus in Bruchmühlen. In Kirchlengern und in Bruchmühlen sollen kurze Ruhepausen eingelegt werden. „Für die Verpflegung muss jeder Teilnehmer selbst sorgen“, so Iris Schriever. Die Ankunft an der Bifurkation ist für etwa 7.30 Uhr geplant. Im Anschluss daran steht ein Frühstückbüfett in der Ausberger Diele auf dem Programm. Die Teilnehmerzahl ist auf 180 Personen begrenzt. Kinder unter zehn Jahren dürfen nicht teilnehmen. „Bei der Anmeldung ist ein Startgeld zu entrichten“, erläutert Iris Schriever. Dieses Startgeld beträgt für Teilnehmer im Alter zwischen zehn und 15 Jahren 10 Euro. Erwachsene zahlen zwölf Euro. Anmeldungen werden bis 15. August, im Amt für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus, Telefon 05422/965-311, entgegengenommen. 07-2013 I MSJ


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»Irrwege meiner Flucht« Von Schlesien nach Melle von Maria Breeck Melle-Gesmold. Das Buch »Irrwege meiner Flucht« von Maria Breeck ist jetzt im Verlag24 erschienen und im örtlichen Handel für 14,80 Euro erhältlich, u.a. in Melle bei Sutmöller und Tabakwaren Kretschmann, im Osnabrücker, Bünder und Spenger Handel, sowie beim Lebensmittelgeschäft Breeck und Bäcker Prinz in Gesmold. Auf 140 Seiten schildert die Gesmolderin die bewegende Geschichte der Vertreibung und Flucht aus ihrer schlesischen Heimat. Im Februar 1990 war ich nach einer Operation in einer RehaKlinik in Bad Laer. Draußen war es sehr kalt. Das Thermometer zeigte 20 Grad minus. Oft saß ich im Zimmer allein und hatte Zeit, über manches nachzudenken. Meine Gedanken gingen, wie so oft, in jene Zeit zurück, als meine Eltern und ich im Januar 1945 im tiefsten Schnee bei 20 Grad Kälte aus unserer Heimat vertrieben wurden. Ein Arzt in der Reha-Klinik, der mich behandelte, ermutigte mich, meine

Erlebnisse aufzuschreiben. So entschloss ich mich, das Erlebte auf der Flucht aus Schlesien zum Ende des 2. Weltkriegs für meinen Mann und meine Kinder festzuhalten. Ich merkte schnell, dass dieses nur sinnvoll wäre, wenn das Erlebte in einer chronologischen Reihenfolge aufgeschrieben würde. Zu Hause setzte ich mich hin und schrieb wochenlang alles auf, was mir einfiel. Danach verschwanden die Aufzeichnungen für Jahre in

»der Schublade«. Ein früherer Nachbar aus Waldkirch, Herr Dr. Rudolf Böde, dem ich meine Erlebnisberichte einmal zeigte, riet mir des Öfteren, diese Zeitzeugenberichte nicht wieder wegzulegen, sondern zu veröffentlichen. Ich machte mich daran meine Geschichte zu überarbeiten. Vielleicht kann dieses kleine Buch auch eine Mahnung sein, dass solches Leid und Unrecht nie wieder geschehen darf.

Zur Person Ich, Maria Breeck, habe dieses Buch geschrieben, weil ich in meiner Jugendzeit die Schrecken der Flucht und der Vertreibung aus der Heimat selbst erlebt habe. Diese Erlebnisse haben mich mein ganzes Leben lang begleitet. Meine Eltern und ich mussten drei Mal die Heimat verlassen, weil wir versucht hatten, wieder zuhause leben zu können. Unsere Flucht und Vertreibung dauerte eineinhalb Jahre. Meine Mutter hat auf der Flucht ihr Leben verloren. Geboren bin ich als Maria Klötzel am 11.Juni 1930 in Waldkirch (heute: Komarowka), Schlesien. Der Ort liegt 30 km nördlich von Breslau. Nach meinem Volksschulabschluss erreichte uns der Krieg. Am 21.1.1945 mussten wir zum ersten Mal flüchten. Viele Irrwege der Flucht mussten wir durchleiden, bis wir am 9. Juni 1946 in Gesmold ankamen. Wenn man aus der Heimat vertrieben worden ist und das große Leid, das die Flucht mit sich brachte, verarbeiten musste, ist man froh, wieder ein Zuhause gefunden zu haben. Dieses Zuhause fand ich durch meinen Mann Christian.

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Ein Buch gegen das Vergessen Maria Breeck stellte Neuerscheinung vor Melle-Gesmold. »Irrwege meiner Flucht – Von Schlesien nach Melle« so lautet der Titel eines Buches, das die Gesmolder Bürgerin Maria Breeck verfasst hat. Die heute 83-Jährige schildert darin ihre Erinnerungen an die Vertreibung aus ihrer geliebten Heimat – und an den Neubeginn im Grönegau mit Gründung einer eigenen Familie. „Diesen Bericht über unsere Flucht habe sich so verfasst, wie ich sie noch in Erinnerung habe. Viele Begebenheiten könnte ich noch zu Papier bringen, doch ich habe nur das geschrieben, woran ich mich erinnern kann“, machte die Autorin bei der Präsentation des Bandes im Heimathaus in Gesmold deutlich. Während der Vertreibung, die an einem eisigen Januartag des Jahres 1945 in Waldkirch begann und rund eineinhalb Jahre später in Gesmold endete, wurde Maria Breeck mit dramatischen Situationen und Bildern des Schreckens konfrontiert, die auch noch Jahrzehnte später zu Abträumen führten. „Diese Ereignisse waren immer noch so präsent, als ob sie erst kurz zuvor geschehen wären“, berichtete die 83-Jähri-

ge. „Kein Wunder also, dass mich diese schlimmen Träume immer wieder aus dem Schlaf gerissen haben.“ Bei der Umsetzung des Buchprojektes fand Maria Breeck mit dem Heimatverein Gesmold einen starken Partner. Er erklärte sich spontan bereit, als Herausgeber für diese Publikation zu fungieren, die in einer Auflage von 2.500 Exemplaren erschienen ist. „Dieses Werk ist ein Buch gegen das Vergessen“, betonte Ortsbürgermeister Michael Weßler während der Präsentation. Sein Dank galt in diesem Zusammenhang der Autorin, die mit dieser Schrift „ein dunkles Kapitel der Geschichte unserer Nachwelt erhalten“ habe.

Am Rande der Buchpräsentation: Autorin Maria Breeck und Ortsbürgermeister Michael Weßler vor dem Heimathaus. Foto: Stadtverwaltung Melle

Ähnlich äußerte sich auch die Vorsitzende des Heimatvereins, Maria Brunsmann, die Maria Breeck ebenfalls für deren Engagement dankte.

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OLIVIA - Eine Sabberschnute berichtet von ihrem Leben in Melle Was ist groß, grau und gutmütig? Richtig, es ist Olivia! Du kennst sie noch nicht? Das muss sich aber dringend ändern! Als graugeflecktes Schlabbermonster auf vier Beinen bereichert sie nämlich seit vielen Jahren das Leben von Christina und Ludger Wiesmann aus Melle und hält Familie, Freunde und Nachbarschaft auf Trab. Für das Stadtjournal konnten wir Olivia dazu gewinnen, uns regelmäßig vom Leben in Melle aus Sicht eines Hundes zu berichten. Wuff! Ich bin’s, Olivia! Ich bin eine Deutsche Dogge und wohne in Melle, genauer gesagt in Westerhausen, und da gefällt es mir verdammt gut. Mein Sofa teile ich mit Hermine, die auch eine Dogge ist, und mit zwei reichlich frechen Katzen - wobei ich mich gerade nicht entscheiden kann, welche von den beiden schlimmer ist. Ursel? Oder doch der Zwerg? Ich werde mir demnächst wohl mal Gedanken darüber machen müssen…

Wie ich schon sagte, ist Melle ein ziemlich prächtiger Flecken Erde. Es gibt tolle Wege zum Spazierengehen und viele nette Hunde und Menschen, die ich dabei schon getroffen habe. Am allerliebsten mag ich natürlich die Wege in meiner unmittelbaren Nachbarschaft. An den Seitenrändern lässt es sich nämlich prima buddeln. Jedoch habe ich außer einer Maus und ein paar Baumwurzeln noch nichts Brauchbares dabei zutage gefördert.

richtig Peinliches passiert ist. Und das kam so: Mit meinem Frauchen schlenderte ich gemütlich durch die Plettenberger Straße. Das Wetter war fantastisch und ich nahm so viele interessante Gerüche wahr, dass mir fast schwindelig davon wurde. Plötzlich entdeckte ich eine lebensgroße Gans im Schaufenster eines Geschäftes. Die gefiel mir auf Anhieb und ich marschierte zielstrebig los. Leider war ich so entschlossen bei meinem Plan, die Gans kennenzulernen, dass ich geradewegs und mit einem lauten RUMS! gegen die Schaufensterscheibe polterte. Da habe ich erstmal ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt und Du kannst Dir jetzt bestimmt vorstellen, wie verdutzt ich war! Zu allem Unglück haben auch noch einige Leute, sowohl in dem Laden als auch auf der Straße, meinen kleinen Fauxpas mitbekommen und mich gebührend ausgelacht… Da war ich dann doch reichlich bedient und habe beschlossen, an diesem Tag nicht weiter unangenehm aufzufallen. Aber, wie es meistens im Leben ist, habe ich aus diesem Vorfall durchaus gelernt. Zuhause sabbere ich seitdem immer kräftig alle Fensterscheiben voll, besonders die der Terrassentür. Damit ist die Gefahr gebannt, dass ich erneut gegen eine trügerisch blankpolierte Scheibe laufe. Sicher ist sicher. Und jetzt muss ich Schluss machen für heute, der Postbote kommt nämlich gleich und bringt mir mal wieder eins meiner geliebten und stets freudig erwarteten Pakete. Davon berichte ich dann gerne das nächste Mal… Viele Pfotengrüße und bis bald,

In die Innenstadt wage ich mich manchmal auch - obwohl mir dort als Welpe mal etwas

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Susan Elizabeth Phillips

Uwe Ritzer

Erin Hunter

Wer Ja sagt, muss sich wirklich trauen

Die Affäre Mollath

Warrior Cats Zeit der Dunkelheit

W

o ist die Braut? Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag flüchtet Lucy in letzter Sekunde, lässt ihren eigentlich so unwiderstehlichen Bräutigam vor dem Altar stehen und ihn – und die komplette Kleinstadt – ratlos zurück. Als sie auf einen bedrohlich aussehenden, aber auch sehr reizvollen Fremden trifft, schwingt sie sich spontan auf den Rücksitz seines Motorrads – mit unbekanntem Ziel. Auf ihrem wilden Roadtrip versucht Lucy, mehr über diesen Mann zu erfahren, der so viel über sie zu wissen scheint, aber nichts über sich selbst preisgeben will … Die Braut, die sich nicht traut, darf ran! Nach einer gefühlten Ewigkeit für die eingefleischten SEP Fans geht’s nun endlich weiter mit der unwilligen Dame in Weiß. Nachdem die Leser schon im Vorgänger „Der schönste Fehler meines Lebens“ miterleben durften, wie die gute Lucy den „armen“ Ted Beaudine mit Pauken und Trompeten am Altar hat stehen lassen, werden sie nun ausführlicher Zeugen von Lucys Fahnenflucht. Blanvalet, broschiert, 512 Seiten, € 14,99

ROMAN

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laf Przybilla und Uwe Ritzer, Journalisten der »Süddeutschen Zeitung«, kannten lange Gerüchte über den Fall Mollath. Als sie bei ihren Recherchen auf ein internes Dokument der Hypovereinsbank stießen, begannen sie einen der größten Justiz-, Psychiatries-, Banken- und Politskandale der Bundesrepublik aufzudecken: Gustl Mollath beschuldigt seine Frau und andere Banker, illegaler Geldgeschäfte. Niemand schenkt ihm Gehör. Stattdessen wird er in die Psychiatrie eingewiesen,wo er seit sieben Jahren sitzt.

H« C U B H C A S wird von Psychiatern »Mollath

weggesperrt, die ihn nie untersucht haben. Das interne Dokument der Hypovereinsbank beweist, dass Mollaths Anschuldigungen zutreffen. Man verheimlicht die Akte und lässt ihn in der Anstalt schmoren. Und wer den Fall kennt, glaubt nicht an ein zufälliges Versagen von Justiz und Psychiatrie. Dieses Buch erzählt die ganze Affäre Mollath und prangert das skandalöse Versagen des Rechtsstaats an. Ein sehr wichtiges Buch! Bereits nach wenigen Seiten merkt man, wie tief die beiden Autoren in diesen Fall eingetaucht sind und mit wie viel Akribie, Leidenschaft und Ernsthaftigkeit sie geforscht haben, um diesen Skandal lückenlos und verständlich zu durchleuchten. Droemer, 244 Seiten, € 19,99

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rgendetwas stimmt nicht. Eine Finsternis wird kommen, die nicht einmal der SternenClan verhindern kann. Und wenn sie kommt, werden wir nichts tun können, um die Clans zu schützen.« Häherpfote, Distelpfote und Löwenpfote teilen das Wissen um ihre künftige Macht. Aber was bedeutet die Prophezeiung, was können sie tun? Während die Geschwister grübeln, entbrennen zwischen den Clans erbitterte Kämpfe um Territorien und Beute - die Zeichen stehen auf Krieg. Furcht und Zweifel machen sich unter den Katzen breit, als ein mysteriöser Einzelläufer im Wald auftaucht, der von Unheil und großen Veränderungen kündet. Plötzlich scheint nicht einmal das Gesetz der Krieger mehr sicher. Werden ausgerechnet drei junge Schüler verhindern können, dass die ganze Welt der Clans auseinanderfällt? Endlich ist er da: Band IV der beliebten Abenteuer des KatzenClans! Altersempfehlung: 12-15 Jahre Beltz & Gelberg, 352 Seiten, € 14,95

BUCH

KIN DER

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»Baum des Jahres« wieder an der Bifurkation Wildapfel ist bereits der 25. gepflanzte Baum des Jahres Melle-Gesmold. Am 28. April 2013 pflanzten die Anwohner der Straße Von–AmelunxenWeg am Parkplatz der Bifurkation als Baumpaten den Baum des Jahres 2013, den Wildapfel. Es stehen nunmehr 25 »Bäume des Jahres« rund um den Parkplatz und mittlerweile auf der erweiterten Fläche in Richtung Bifurkation. Ein kleines Jubiläum! In jedem Jahr gibt es einen neuen Baumpaten. Wer möchte, kann sich schon einen Platz vormerken lassen. Es gibt schon mehrere Bewerber, die Pflanzwiese ist aber groß genug, so dass noch ein paar Jahre gepflanzt werden kann.

Auf dem Foto sieht man, dass neben den Baumpaten auch viele Besucher und natürlich die Jagdhornbläser immer wieder dabei sind. Regine Herchen

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hat die Veranstaltung ins Leben gerufen und leitet den schönen Vormittag zusammen mit dem Heimatverein Gesmold.

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Den Stromverbrauch erkennen und reduzieren

Teil in Höhe eines dreistelligen Euro-Betrags pro Jahr“, erklärt UBA-Präsident Jochen Flasbarth. „Mit dem Energiesparpaket helfen Melle-Gesmold. Das Umweltbundesamt (UBA) stellt Bibliotheken Bibliotheken den Nutzerinnen und Nutzern den aktuellen Stromverab sofort 500 Energiesparpakete zur Verfügung – und mit dabei brauch und mögliche Einsparpoist auch die Stadtbibliothek Melle. »Die Energiesparpakete kön- tentiale zu ermitteln.“ab. nen kostenlos ausgeliehen werden«, sagt Bibliotheksleiterin Ulrike Koop. Damit lasse sich zum Beispiel der Stromverbrauch durch Ab sofort können Nutzer der Leerläufe beziehungsweise durch den Stand-by-Modus erkennen Stadtbibliothek Melle das Energiesparpaket ausleihen. „Starten und verringern. Sie ihre persönliche StromwenDie Aktion erfolgt in Zusam- tivste Strompreisbremse setzt beim de“, lädt Ulrike Koop zur Ausleihe menarbeit mit der No-Energy- Stromsparen an! In vielen Haus- des Gerätes und der Medien ein. Stiftung für Klimaschutz und halten lässt sich durch einfache Im Angebot der Bibliothek finden Ressourceneffizienz. „Die effek- Maßnahmen Strom sparen, zum sich auch weitere Medien zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz. Die No-Energy-Stiftung für Klimaschutz und Ressourceneffizienz publiziert Stromspartipps im Internet unter HYPERLINK »http://www.Stromwen.de« www. Stromwen.de – der aktuelle Tipp passend zum Projekt lautet „Leihen statt Kaufen“. Als Alternative zum Kauf trägt auch die Ausleihe von Büchern in Bibliotheken aktiv zum Klimaschutz bei – ein Buch kann von vielen Menschen gelesen werden. Das spart Ressourcen und schont den Geldbeutel.

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Besuch in der französischen Partnergemeinde Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Meier, Ratsvorsitzender Siegfried Göhner, Ratsherr Malte Stakowski. Hauptamtsleiter Gottfried Müller, Nils Oberschelp als Beauftragter der Stadt für Städtepartnerschaften und Dolmetscher Bernd Reifenberger, haben diese Erfahrung gemacht. Zum Abschluss einer Reise in die französische Partnerstadt Melle lautete ihre Botschaft: Beide Schwestergemeinden möchten ihre Beziehungen ausbauen und auf diese Weise auch weiterhin einen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen leisten. Drei Jahre sind es her, als letztmalig eine Delegation aus Melle der Gemeinde im Département Deux-Sèvres einen Besuch abstattete. Umso erfreuter zeigte sich Bürgermeister Yves Debien, die deutschen Freunde im Rathaus seiner Heimatstadt willkommen heißen zu dürfen. Es war der Wunsch des Politikers, dass den Gästen aus dem Grönegau ein angenehmer Aufenthalt in Frankreich beschieden sein möge. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Melle, Silke Meier, dankte für die freundliche Aufnahme in der Partnergemeinde: „Wir sind gern hierhergekommen.“Der Besuch der Delegation aus Melle in der Schwestergemeinde war mit einem umfangreichen Besichtigungsprogramm verbunden. Was dabei besonders beeindruckte: das kombinierte Hallen- und Freibad, das im Jahre 2011 in Betrieb genommen wurde.


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»TOMATILLO« seit 10 Jahren in Riemsloh Großes Sommerfest zum Jubiläum am 20.07.2013 Melle-Riemsloh. Am 23. Juli 2003 eröffnete Thomas Gebauer sein GrillBistro »Tomatillo« am Riemsloher Kastanienplatz. Im Jahr darauf folgte dann die Eröffnung des Imbiss im Freibad und im Dezember 2004 wurden die Räumlichkeiten des »Tomatillo« komplett renoviert sowie die Inneneinrichtung erneuert. Doch damit nicht genug: Thomas Gebauer engagiert sich seit vielen Jahren als Festwirt des Riemsloher Dorffestes und ist jedes Jahr bei »Melle tischt auf« und »Fabelhaftes Melle« vertreten. Außerdem rief er den Weihnachtsmarkt am Kastanienplatz ins Leben, der sich Jahr für Jahr wachsender Beliebtheit erfreut. Das von Anfang an breit gefächerte Angebot an deutschen, italienischen und mexikanischen Spezialitäten im »Tomatillo« wurde noch um einen Partyservice erweitert, mit dem Feiern aller Art bis zu 250 Personen beliefert werden können. Im Sommer lädt der Biergarten zum Verweilen ein und ist ein beliebter Treffpunkt zum Genießen »Mediterraner Atmosphäre« in Riemsloh geworden. Zum Jubiläum laden Thomas Gebauer und seine Frau Martina am 20. Juli anlässlich des 10-jährigen Jubiläums zum großen Sommerfest mit den »Dollies« auf den Kastanienplatz in Riemsloh ein.

Freuen sich auf das Sommerfest am 20. Juli anlässlich des 10-jährigen Jubiläums: Thomas und Martina Gebauer.

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Mit tradierten Werten und innovativen Ideen in die Zukunft Herford/Melle. Die Hanse gilt als der älteste und erfolgreichste Zusammenschluss von Kaufleuten. Um das 12. Jahrhundert entstand der lose Verbund von Fernhändlern, der über Jahrhunderte ein Gütesiegel für Vertrauen, Zuverlässigkeit, gegenseitigen Respekt und ehrlichen Handel darstellte. Die 182 Städte aus 16 Ländern, die sich seit 1980 im internationalen Hansebund der Neuzeit vereint haben, knüpfen an diese Tradition an. Mehr noch: Sie wollen die tradierten Werte weiterentwickeln. Das wurde während der 33. Internationalen Hasetage in Herford deutlich, in deren Verlauf ein neues Wirtschaftsnetzwerk ins Leben gerufen wurde.

Am Siegel der Hanse: (von links) die Wirtschaftsförderin der Stadt Herforder, Marion Köhn, der Referent für Wirtschaftsförderung der Stadt Melle, Hartwig Grobe, sowie der stellvertretende Herforder Bürgermeister Manfred Schürkamp, der auch dem Präsidium des Internationalen Hansebundes Foto: Stadtverwaltung Melle angehört. Die Hanse gilt als der älteste und erfolgreichste Zusammenschluss von Kaufleuten. Um das 12. Jahrhundert entstand der lose Verbund von Fernhändlern, der über Jahrhunderte ein Gütesiegel für Vertrauen, Zuverlässigkeit, gegenseitigen Respekt und ehrlichen Handel darstellte. Die 182 Städte aus 16 Ländern, die sich seit 1980 im internationalen Hansebund der Neuzeit vereint

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haben, knüpfen an diese Tradition an. Mehr noch: Sie wollen die tradierten Werte weiterentwickeln. Das wurde während der 33. Internationalen Hasetage in Herford deutlich, in deren Verlauf ein neues Wirtschaftsnetzwerk ins Leben gerufen wurde. Zu den Teilnehmern der Veranstaltung zählte auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Mel-

le – und das aus gutem Grund. Denn Melle gehörte um 1450 der Westfälischen Hanse an. „Mit der Gründung des Netzwerkes, bestehend aus Unternehmern, Institutionen, Städten und Wirtschaftsförderern, soll ein Netzwerk für die Wirtschaft entstehen – und zwar mit der Absicht, neue Märkte zu erschließen und Innovationen zu fördern“, erklärte der Referent für Wirtschaftsförderung der Stadt Melle, Hartwig Grobe. Für ihn war der Aufenthalt in Herford mit vielen neuen Kontakten zu Betrieben und Institutionen sowie zu anderen Wirtschaftsförderern verbunden. „Ich bin der Einladung der Stadt Herford gern gefolgt. Unsere Nachbarstadt hat sich als exzellenter Gastgeber präsentiert, perfekt gemanagt von Wirtschaftsförderin Marion Köhn“, so Grobe. Es habe viele gute Gespräche gegeben. Und ein Angebot des stellvertretenden Herforder Bürgermeisters und Präsidiumsmitglied des Internationalen Hansebundes, Manfred Schürkamp, dem Wirtschaftsbund „Hanse“ beizutreten, müsse jetzt geprüft werden.

Hansestadt Melle Im letzten Stadtjournal berichteten wir über die Wiedereinführung eines Nummernschildes für Melle. Das war natürlich nicht geplant, erst recht nicht am 1. April 2013. Melle war aber und das ist korrekt, eine Hansestadt. Der Ort hieß 1554 Hansestadt Melle. Im Jahr 1557 fand eine Tagung einiger Hansestädte in Melle statt.


40 Jahre

Friseurteam Teulings Melle-Riemsloh/ Bad Rothenfelde. Mit zahlreichen Ehrengästen, Freunden, Mitarbeitern, Lieferanten und Stammkunden feierte das Friseurteam Teulings am 16. Juni sein 40-jähriges Bestehen. Bei herrlichem Sommerwetter wurde im Garten ordentlich gefeiert und geklönt, wobei so manche Erinnerung aus den letzten vier Jahrzehnten wieder aufgefrischt werden konnte. Dabei wurde aber auch an die gedacht, mit denen es das Schicksal gerade nicht so gut gemeint hat: Bei einer spontanen Spendenaktion zugunsten der Hochwasseropfer kamen fast 300 Euro zusammen. Im Jahre 1973 von Hans-Jürgen Teulings gegründet, wird das Geschäft seit Anfang 2012 von seiner Tochter Nicole Stehmann geleitet. Im Vorfeld des Jubiläums wurden die Räumlichkeiten in Riemsloh komplett umgebaut und erstrahlen jetzt in neuem Glanz. Unterstützt wird Nicole Stehmann, die 2001 ihre Meisterprüfung ablegte, von einem sechsköpfigen Team - und natürlich auch noch von ihrem Vater und Mutter Edith, die ihrer Tochter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch in der Friseurinnung Melle sind Hans-Jürgen Teulings (als Obermeister) und Nicole Stehmann als seine Stellvertreterin

Seit Anfang 2012 leitet die Tochter von Hans-Jürgen Teulings, Nicole Stehmann, die Salons in Riemsloh und Bad Rothenfelde. Sie wurde genau in dem Jahr geboren, als ihr Vater den Salon in Riemsloh eröffnete. Nicole Stehmann wurde ihr späterer Beruf, den sie jetzt seit 23 Jahren ausübt, quasi »in die Wiege gelegt«.

und Fachbeiratsvorsitzende seit vielen Jahren sehr engagiert. Eine besondere Ehre wurde Hans-Jürgen Teulings in diesem Jahr zuteil: Er erhielt die Silberne Ehrennadel des deutschen Handwerks. Großen Wert legt man bei Teulings seit eh und je auf die individuelle Beratung der Kunden. Um immer auf dem neuesten Stand der Technik und der Frisurenmode zu sein, werden mehrmals im Jahr Fortbildungsseminare und Workshops besucht. Große Bedeutung hat auch die qualifizierte Ausbildung der Azubis sowie ein angenehmes Betriebsklima. Das wird auch von den Kunden honoriert, die nicht nur aus der näheren Umgebung kommen, sondern auch aus dem Raum Herford, Bielefeld und Gütersloh den Weg nach Riemsloh finden. Bei Teulings wird viel mit Farben und den neuesten Modetrends gearbeitet. Neben dem klassischen „waschen, schneiden und föhnen“, gehören auch die professionelle Kopfhautanalyse mit Iontoskop, die Beratung bei Haarproblemen sowie Braut- Festtags-, Steck- und Langhaarfrisuren zum Angebot. Seit 2004 wurde das Friseurteam Teulings jedes Jahr mit dem Gütesiegel der Friseurinnung ausgezeichnet. Seit 2001 gibt es Teulings übrigens auch in Bad Rothenfelde. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 8:30 bis 18:00 Uhr und Samstag 8:00 bis 13:00 Uhr, montags ist das Geschäft geschlossen.


Das Freilichtmuseum Münchehagen ist Deutschlands größter wissenschaftlicher Erlebnis- und Themenpark. Auf einem 2,5 km langen Rundweg durch das parkartige Gelände erfahren Besucher anhand von über 230 lebensechten Rekonstruktionen von Dinosauriern und anderen Urzeittieren in Originalgröße alles über die faszinierende Entwicklung des Lebens in der Erdgeschichte. Im Freilichtgelände begegnen den Besuchern nicht nur alle bekannten Dinosaurier wie Stegosaurus, Triceratops, Brachiosaurus und natürlich der Tyrannosaurus Rex. Unser größtes Modell ist ein Dinosaurier, der die Erde erbeben ließ: Seismosaurus ist mit einer Länge von 45 Metern und einer Höhe von 9 Metern größer als ein Doppeldecker- Bus! Unsere „Erdbebenechse“ ist das größte unter wissenschaftlicher Beratung entstandene DinosaurierModell weltweit. Unsere Ausstellungen werden ständig erweitert! Alle prähistorischen Tierrekonstruktionen des Dinosaurier-Freilichtmuseums werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftlern auf Basis der jeweils neuesten Forschungsergebnisse rekonstruiert.

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Die Kreissparkasse Melle empfiehlt:

Die richtigen Reisezahlungsmittel für den Urlaub Viele angehende Urlauber stellen sich vor der Abreise die Frage, welche Zahlungsmittel im Urlaubsland nötig und möglich sind. Innerhalb des Euro-Raumes kann diese Frage problemlos beantwortet werden. Dank der einheitlichen Währung ist es in allen Ländern gleichermaßen möglich wie in Deutschland zu bezahlen. Doch was sollte ich beachten, wenn ich in ein Land reise, das nicht zur Euro-Zone gehört? Welche Möglichkeiten habe ich? Wie kann ich sicher bezahlen? Damit der Urlaubsstress nicht schon bei der Wahl des richtigen Reisezahlungsmittels anfängt, hier einige Tipps von Klaus Wienke, Leiter Öffentlichkeitsarbeit in der Kreissparkasse Melle. Um auch außerhalb von Deutschland „flüssig“ zu sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Barzahlung, mit der Sparkassen- oder Bankkarte, mit Reiseschecks oder mit der Kreditkarte. Doch welches Reisezahlungsmittel eignet sich jetzt am besten? „Um auf Nummer sicher zu gehen, hilft eine kurze Nachfrage beim Kundenberater“, so Klaus Wienke. „Natürlich ist das Zielland entscheidend, denn da gibt es große Unterschiede.“ Aber hier einmal generelle Hinweise zu den verschiedenen Zahlungsmitteln: Bargeld

Ein kleiner Handbestand an Bargeld gehört in jedes Urlaubsportemonnaie. Doch mehr als umgerechnet ein- oder zweihundert Euro sollten es auf keinen Fall sein, denn von allen Reisezahlungsmitteln ist Bargeld das unsicherste. Bei Diebstahl oder Verlust gibt es dafür keinen Ersatz. Und um Rücktauschkosten zu vermeiden, sollten Kleinbeträge am letzten Urlaubstag noch „auf den Kopf gehauen“ werden. Die Basis der Reisekasse: Maestro-Karte bzw. SparkassenCard Die Maestro-Karte, Nachfolger der ecKarte, bleibt das wichtigste Zahlungsmittel im Urlaub. Nicht nur in den Geschäften Europas, sondern auch mit einer Vielzahl Akzeptanzstellen weltweit ist die eher als Sparkassen-Card bekannte Maestro- Karte auch zur Bar-

geldbeschaffung unersetzlich. Neben der großen Akzeptanz besticht die MaestroKarte durch ihre Sicherheit. Neben Reisescheck und Kreditkarte gilt sie als ein sehr sicheres Zahlungsmittel: Sie ist nur in Verbindung mit der persönlichen Geheimnummer (PIN) gültig. Eine Sperre bei Verlust oder Diebstahl ist jederzeit beim Heimatinstitut oder unter der Zentralnummer + 49 116 116 möglich. Doch trotz aller Vorteile gilt auch für die Maestro-Karte: Man sollte sich nie auf ein Zahlungsmittel allein verlassen. Beschädigungen der Karte, Diebstahl oder Verlust führen schnell dazu, dass man sonst ohne einen Cent Geld da steht. Reise-Schecks: Mit Sicherheit immer flüssig Das große Plus der Reiseschecks ist ihre Sicherheit. Bei Diebstahl oder Verlust erhalten Urlauber innerhalb von 24 Stunden kostenlos Ersatz. Erstattet wird der volle Betrag, ohne dass zusätzliche Entgelte anfallen. Beim Kauf von Reiseschecks berechnen Kreditinstitute in der Regel eine Gebühr von einem Prozent des Kaufpreises. In den USA werden Reiseschecks wie Bargeld akzeptiert. Für das Einlösen fallen keine zusätzlichen Kosten an. Weltweit akzeptiert - Kreditkarten Kreditkarten sind die weltweiten Reisebegleiter. So kann der Urlauber rund um den Globus bei mehr als 34 Milli-

onen Akzeptanzstellen mit seiner VISAoder MasterCard bezahlen. Legt der Karteninhaber beim Einkauf im EuroZahlungsraum die Kreditkarte auf den Tisch, zahlt er nur den Verkaufspreis. Ein zusätzliches Entgelt für den Einsatz der Karte fällt nicht an. Zudem schont der Urlauber durch das Bezahlen per Kreditkarte seine Bargeldreserven. Die Kreditkarten der Sparkasse bieten dem Kunden außerdem einen Zinsvorteil: Der Betrag wird oft erst bis zu vier Wochen später vom Konto abgebucht. Auch unter Sicherheitsaspekten sind Kreditkarten ein empfehlenswertes Zahlungsmittel: Wird die Plastikkarte gestohlen, ist bei der Bank eine sofortige Sperre möglich, die den Missbrauch der Kreditkarte verhindert. Nach Meldung des Verlustes haftet der Urlauber überhaupt nicht mehr für einen eventuellen Schaden.Besonders zu empfehlen ist die Kreditkarte Gold. Sie ist etwas teurer, aber beinhaltet ein umfassendes Versicherungspaket, das den Jahrespreis mehr als aufwiegt. Für den Notfall: Bargeld-Transfer Ein unbedachter Moment - und schon ist es passiert. Ein Dieb hat zugegriffen. Wenn ein Reisender trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch mal  ”blank” dasteht, muss der Urlaub deshalb nicht zu Ende sein. Über die Hausbank ist ein Geldtransfer in fast alle Länder der Welt innerhalb kürzester Zeit möglich. Für weitere Informationen oder Fragen: Kundenservice Kreissparkasse Melle Mühlenstraße 28 49324 Melle Telefon 05422 1021 info@ksk-melle.de

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Freude über mehr als 100 Neubürger Riemsloher Bürgergespräch in Westhoyel Melle-Westhoyel. Informationen aus erster Hand, gute Gespräche und die Pflege von Geselligkeit: Das Riemsloher Bürgergespräch bot auch in diesem Jahr ein ausgezeichnetes Forum, um sich über neueste Entwicklungen im Stadtteil zu informieren und Themen anzusprechen, die im übertragenen Sinn »unter den Nägeln brennen«. Groß war die Zahl der Teilnehmer, die Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt an diesem Abend in der Maschinenhalle des Bauernhofes Wilken in Westhoyel willkommen hieß. Was den Redner besonders freute: „In diesem Jahr konnten wir weit mehr als 100 Menschen anschreiben, die seit dem letzten Bürgergespräch im Jahre 2012 den Stadtteil Riemsloh als Wohnsitz gewählt haben.“ Auch diesem Personenkreis rief Oberschmidt ein herzliches Willkommen zu. Seit dem letzten Bürgergespräch, so der Ortsbürgermeister weiter, seien mehrere Vorhaben in die Tat umgesetzt worden. Als Beispiele hierfür nannte er unter

anderem das Verlegen des Fußweges am Kastanienplatz, die Deckenerneuerung im Bereich der Ortsdurchfahrt, der Lückenschluss des Radweges an der Herforder Straße und den Einbau einer neuen Heizungsanlage in der Turnhalle. Im Folgenden wies der Redner auf die Anschaffung einer Geschwindigkeitsanzeige hin, mit der zwei Ziele verfolgt werden: Zum einen das Verhalten von motorisierten Verkehrsteilnehmern beim Einfahren in den Ort; zum anderen das Sensibilisieren von Autofahrern, die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten. Nicht unerwähnt ließ der Ortsbürgermeister, dass die Schule und die Kindertagesstätte

Anziehungspunkt: Zum Riemsloher Bürgergespräch hatten sich zahlreiche Gäste in der Maschinenhalle des Bauernhofes Wilken in Westhoyel versammelt. Foto: Stadtverwaltung Melle MSJ I 07-2013

St. Johann seit Beginn des Schuljahres 2012/2013 an einem Modellprojekt des Landes Niedersachsen teilnehmen. Im Rahmen dieses Projektes sollen geeignete Wege gefunden werden, um den Kita-Kindern den Übergang in die Schule zu erleichtern. Der Ortsbürgermeister ging dann auf die Weiterentwicklung des Ortes Riemsloh ein. Im Ortsrat habe es diesbezüglich unlängst ein „eindeutiges Votum für eine den Bedürfnissen des demografischen Wandels angepasste Bebauung der Fläche Belke“ gegeben. In diesem Zusammenhang wolle man eine „geordnete Situation der Bushaltestellen“ im Bereich von Kastanienplatz und Ratsherrenstraße erreichen. Am Ende seiner Ausführungen wies Günter Oberschmidt auf zwei Veranstaltungen hin, die in Riemsloh von besonderer Bedeutung sind: das Dorffest am 10. und 11. August sowie die Gewerbeschau, die die Werbegemeinschaft Riemsloh am 22. September ausrichtet. „Das Riemsloher Bürgergespräch hat sich zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Stadt Melle entwickelt“, hob die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Tiemann in ihrem Grußwort hervor. Miteinander ins Gespräch zu kommen – das stehe traditionsgemäß im Mittelpunkt dieser großen Runde. Im weiteren Verlauf ihrer Ausführungen ging die Kommunalpolitikerin auf die Finanzlage ein. Den offiziellen Reden schlossen sich eine Aussprache und ein geselliges Beisammensein an.


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Was ist beim Kauf zu beachten: Woran man eine gute Sonnenbrille erkennt Der Sommer steht vor der Tür, die Vorfreude auf den Urlaub hat sich längst eingestellt und alles, was noch fehlt, ist eine passende Sonnenbrille für die heiße Zeit des Jahres. In den Läden warten viele verschiedene Modelle auf uns, aber welche Brille schützt wirklich und was muss beim Kauf beachtet werden? Um sich optimal vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen, müssen die Gläser mit einem speziellen UV-Filter versehen sein. Dieser absorbiert einen Großteil der ultravioletten Strahlung, die für unser Auge schädlich ist. Den UV-Schutz einer Brille kann man nicht sehen. Etiketten mit den Angaben UV 400 oder CR 39 weisen auf einen ausreichenden Schutzfilter hin, bieten jedoch keine ausreichende Sicherheit. »Die Etiketten werden direkt vom Hersteller aufgeklebt und nicht von den zuständigen Prüfinstituten. Der sicherste Hinweis für eine hochwertige und mit UV-Filter ausgestattete Brille ist immer noch der Preis«, erklärt Optikermeister Torsten Beckötter.

anstrengender und das Auge ermüdet schneller. Neben einem guten UV-Filter ist auch die Größe der Gläser wichtig. Brillen mit kleinen runden Gläsern sehen zwar schick aus, bieten aber keinen ausreichenden Schutz, weil die Strahlung von der Seite aufs Auge treffen kann. Reicht die Brille oben bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand, sitzt sie gut. Schließlich spielt die Farbe eine entscheidende Rolle beim Kauf. Modebewusste Zeitgenossen tes-

ten das volle Farbspektrum gern aus. Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist, was gefällt. »Dieses Jahr sind riesengroße Sonnenbrillen mit breiten Bügeln in. So ist das Auge vor allem auch von der Seite gut geschützt. Außerdem kommen Glitzereffekte wieder groß in Mode. Farbige Modelle liegen weiter im Trend«, versichert Torsten Beckötter. Von Blau über Gelb bis grell Pink ist also alles erlaubt und im Sortiment der Anbieter vorhanden. Aber man sollte immer im Hinterkopf haben: Farbige Sonnenbrillen verfälschen die realen Farben unserer Umwelt. Gerade im Straßenverkehr sollte deshalb eher auf braune, graue oder graugrüne Modelle zurückgegriffen werden, die die Realität ziemlich genau wiedergeben. Rote oder blaue Gläser dagegen sind nicht empfehlenswert.

Sonnenbrillen mit dem CEZeichen entsprechen der EUNorm und bieten ihrem Träger optimalen Schutz. Ein hoher UV-Schutz-Faktor ist nicht gleichbedeutend mit einer optisch hohen Qualität der Gläser. Die ist davon abhängig, ob diese geschliffen (bei höherwertigen Brillen) oder gegossen sind (meist bei preiswerteren Modellen). Bei den Gegossenen wird der Blick meist durch Schlieren getrübt, die bei der Produktion auftreten. Das Sehen ist dadurch 07-2013 I MSJ


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Voll im Trend - Yoga YOGA - voll im

Trend

Symposium im Kulturzentrum Wilde Rose, Melle-Altenmelle, September Kulturzentrum Wilde Rose, Melle-Altenmelle, 1. Sept., 10.001.-21.00 Uhr 10.00-21.00 Uhr „Die eigene Mitte finden“, darum dreht sich alles auf der themen-zentrierten Veranstaltung in der Wilden Rose, Borgholzhausener St. 79, in Altenmelle. Yoga ist eine Antwort auf die Hektik unseres Alltags: Immer mehr muss in immer weniger Zeit erledigt werden. Dabei verspannen wir uns oft und machen Fehler, die uns wieder Zeit und Energie rauben. Yoga als StressManagement steuert dem entgegen. Und mehr noch: Wir lernen bei regelmäßiger Praxis aus unserer eigenen Mitte zu leben, wir lernen mehr in uns selbst zu ruhen und die Dinge gelassener anzugehen. Etwa 11 Millionen Bundesbürger sitzen fast täglich auf der Matte. Es macht Freude und die eingesetzte Zeit zahlt sich aus durch mehr Fitness und Überblick im Alltag. Ein Auslöser des Symposiums ist die Konzertreise der Sengupta-Familie, klassische indische Musiker aus Kalkutta (s. Bild). Sie gastieren in Melle und werden das Eröffnungskonzert gestalten: Gesang, Harmonium, Tambura und Tabla. Sie freuen sich, dass Yoga voll in Deutschland angekommen ist. Von dieser Freude sind auch die Referentinnen und Referenten des Symposiums inspiriert. Da ist z.B. Prof. Dr. Gela Weigelt, Hannover, die das Hintergrundwissen zur yogischen Erfahrung aus den Neurowissenschaften und der Hirnforschung vermittelt. So hat man z.B. mit bildgebenden Verfahren, dem Photonen-Emissions-Tomographen, festgestellt, dass es während der Yoga-Tiefenentspannung, der Meditation,

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zu erhöhter Aktivität im Frontalhirn kommt. Das deutet auf eine verstärkte Wachheit und Konzentration hin. Nishtha Müller, hat 30 Jahre in Auroville, Indien, gelebt und die Veden erforscht. Basierend auf den Hymnen des Rig-Veda, wird er eine holistische Weltschau ausbreiten und vedisches Mantra-Yoga vermitteln. Ela-Sat Akal Kaur, Kundalini-Yogalehrerin aus Osnabrück, wird in ihrem Workshop Energie- und Themen - orientierte Kriyas (Übungsreihen) vorstellen. Wussten Sie, dass man homöopathische Heilmittel auch vertonen, also in Musik packen kann? Das ist ein innovativer Ansatz von Dr. med. Peter Schmitz, Arzt, Homöop a t h u n d Musiker

saus Melle. Er wird davon etwas im Rahmen einer „Chakrenreise“ verraten. Einen Dia-Vortrag gestaltet Dr. Christian Brehmer, Lehrer Sek.II und transpersonaler Psychologe aus Melle. Er wird ein innovatives Schulprojekt aus Indien vorstellen, das er selbst besucht hat. Hier werden Yoga und Meditation integriert. Und das mit beachtlichen Erfolgen. Yoga als universelle Praxis bereichert alle Lebensaspekte und insbesondere auch die Religionen. Sie führt in die Tiefe, die allen Religionen gemeinsam ist. Das beleuchtet der Vortrag mit Übungen „Yoga und Christentum“ von Prof. em. Klaus Künkel, Religions-Theologe aus Osnabrück. Auch die anderen Angebote der hier nicht angeführten Referenten und Referentinnen des Symposiums kreisen um unsere Mitte, die uns allen gemeinsam ist: die Einheit in der Vielheit. Die Kosten für das vom gemeinnützigen Verein YogaVidya-Melle getragene Symposium betragen 45,00 € bei Voranmeldung (T. 05422/951311, melle@yoga-vidya.de); an der Tageskasse 60,00 €. Darin sind das Konzert, die Veranstaltungen und ein vegetarisches Vollwert-Buffet enthalten. Auf Anfrage ist eine Ermäßigung möglich. Einzelheiten über Programm, die Veranstalter/innen und Anreise können Sie der Website unter www.yoga-vidya. de/melle entnehmen.


Meller Geschichte(n):

Selhofer Weg - ein Weg am Seelenhof?

A

m Selhofer Weg in Altenmelle wohnte die Familie Seelhöfer. Auf dem Grundstück dieser Familie war der Galgenkamp. Es lässt sich nicht sagen, wann die ersten Hinrichtungen hier stattfanden bzw. wie viele Todesurteile insgesamt hier vollstreckt wurden.

Das war das Wohnhaus der Familie Seelhöfer, heute wohnt hier die Familie Diekmann. Die meisten bekannten Fälle stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, was jedoch auch daran liegt, dass es aus dieser Zeit mehr Überlieferungen gibt. Im Jahr 1729 wurden in Gesmold zwei Personen verhaftet, in deren Besitz sich gestohlene Gegenstände aus der Kirche zu Telgte befanden. Sie wurden in das Amtsgefängnis im alten Turm der Grönenbergburg, heute befindet sich an der Stelle das Ehrenmal im Grönenbergpark, gebracht. Im Laufe der folgenden Gerichtsverfahren ergaben sich gegen den Mann weitere Verdachtsmomente. Die Selhofe war für sie die letzte Stätte.

Mit dem Einmarsch Napoleons 1808 endeten jedenfalls die Hinrichtungen auf den lokalen Richtstätten, da der „ Codex Napoleon“ diese verbot. Galgen und Richtplatz in Altenmelle wurden verkauft. Diese Angaben sind teilweise den Aufzeichnungen von Uwe Plass entnommen. Aus alten Akten kann man ersehen, dass der Hof Seelhöfer auch als Selhof bezeichnet wurde. Im Lexikon findet man die Bezeichnung Selehof gleichbedeutend mit Salhof, Sadelhof und Sedelhof. Sadelhöfer assistierten beim Vollzug der Todesstrafe. Sie genossen dafür auch einige Freiheiten. Die Sadelhöfer waren auch Gerichtsschöffen und Beisitzer beim Gericht. Im Heimatbuch von Herrn Gerdes von 1943 ist vermerkt, dass auch in Melle der Schandpfahl auf dem Marktplatz gestanden hat. Noch um 1652 erneuerten die Sadelhöfer des Amtes Grönenberg den verfallenen „Kauck“ (KaK-Pranger). Da bekannt ist, dass im Bereich der Richtstätte auch Hingerichtete verscharrt wurden, liegt es nahe, diesen Landstrich als Seelenhof wie Friedhof zu deuten. Klar ist aber, dass der Straßenname Selhofer Weg nicht vom Seelenhof, sondern vom Sadelhof, dem alten Hof Seelhöfer, kommt.

Bernd Meyer Auf der alten Markenkarte sind die Hinrichtungsstätte und der Sadelhof eingetragen.

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Hexenschuss - ein Warnschuss des Körpers In verschiedenen Situationen gibt uns unser Körper immer wieder ein Zeichen. Meistens mit verschiedenen Symptomen. Von Funktionsstörungen bis zu starken Schmerzen ist alles möglich. Der Hexenschuss ist nur ein Beispiel dafür. Studien zufolge erleiden 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben einen Hexenschuss. Es trifft vor allem Menschen im mittleren Alter, zwischen 40 und 50 Jahren, aber auch jüngere Men-

schen können einen Hexenschuss bekommen. Bei den über 60-Jährigen hingegen tritt der Hexenschuss nur noch selten auf, denn bei älteren Menschen ist die Wirbelsäule starrer und kann sich deshalb auch nicht so leicht verschieben und blockieren. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das liegt daran, dass Männer häufiger schwer heben als Frauen und sich damit auch eher der Gefahr eines Hexenschusses aussetzen. Was ist der Hexenschuss oder das so genannte Ischias Syndrom? Es ist ein plötzlich auftretender starker Schmerz mit möglichen Begleitsymptomen wie Lähmung, Taubheit bis zu Funktionsstörungen der Beine oder auch der Blase. Dies kann sofort wieder verschwinden oder über Tage anhalten.

Wie kommt es zum Hexenschuss? Der Ischiasnerv wird durch Muskelverspannungen oder Wirbelkörper gequetscht. Eine ruckartige oder ungeschickte Bewegung, falsche oder überhöhte Belastungen, Verkühlungen, aber auch Unfälle können dazu führen. Begünstigt wird der Hexenschuss durch schlaffe, nicht gut trainierte Bauch- und Rückenmuskulatur oder durch Wirbelverschleiß. Wie kann ich vorbeugen oder welche Therapie gibt es? Bei bekannten Verschleißerscheinungen ist ein spezielles Training angeraten. Sollte es zum Hexenschuss gekommen sein, ist es wichtig so schnell wie möglich eine Therapie zu machen. Je eher desto schneller ist die Besserung der Beschwerden. Der Heilpraktiker bietet dagegen verschiedene Therapien an. Diese reichen von Dehnübungen, Massagen, der Chiromatik bis zur Neuraltherapie. Ganz wichtig ist es, bis dahin den Rücken warm zu halten. Und sollte Sie die Hexe mal treffen, rufen Sie bitte umgehend an. Auch ein Hausbesuch ist bei mir immer möglich. Infos finden Sie unter www.salusbonum.de. HP Christoph Altrath Tel.: 0 52 26 / 98 24 99

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Pass auf, was du denkst ! Interview mit Frank Wilde zur Neuauflage seines Bestsellers »Beweg deinen Arsch!« Uwe Strachau: Frank, soeben erschien die Neuauflage deines bekannten Buches »Beweg deinen Arsch«! Was verbirgt sich hinter dem doch recht provokanten Titel? Frank Wilde: Es dreht sich im Leben darum, selbst aus dem Arsch zu kommen und nicht die Schuld für irgendwelche Probleme, Misserfolge oder Katastrophen im Außen zu suchen, sondern bei sich allein. Und das beste ist, dass Jeder es weiß, warum er mehr oder weniger erfolgreich ist. Woran merkt man das, Wolfgang? Man spürt, wie Jeder und Jede auf diesen schon heftigen Titel reagiert? Die Erfolgreichen sagen: Toller Titel, klasse. Die weniger Erfolgreichen oder Erfolglosen sagen: Was für eine Frechheit. Und Jeder hat Recht. Insgeheim

weiß es Jeder, dass er, wenn er etwas ändern möchte, seinen Arsch bewegen muss. Das kann sogar mit Tränen und Verlust einhergehen, Veränderungen können schmerzvoll sein. In ausgelatschten Schuhen geht es sich bequem, neue Schuhe sind Anfangs unbequem, sehen aber besser aus. So wie Du gehst, gehts Dir, sowie Du läufst, läuft‘s bei Dir. Uwe Strachau: Dein Buch erschien ja bereits im November 2007 als gebundene Ausgabe. Warum kommt nun diese Taschenbuchversion? Frank Wilde: ... und wurde auch gleich am 28.03.2008 Buch der Woche im Hamburger Abendblatt, worüber ich mich sehr gefreut habe, als ich diese Ehrung erhielt. Ich habe

Frank Wilde

»Beweg deinen Arsch!« (TB) Sei ehrlich! Bist du zufrieden mit deinem Leben? Oder fühlst du intuitiv, dass eine Veränderung ansteht? Dann ist die Zeit reif! Das Leben hat nämlich noch etwas Besonderes für dich vorgesehen. Ja, für dich! Und wenn du noch mal richtig durchstarten willst, dann helfe ich dir jetzt dabei. Wie? Das verrate ich dir, wenn du das tust, was auf dem Cover steht, dir zunächst einmal dieses Buch besorgst und dann die Zeit nimmst, mit mir zusammen die Erfolgsgeschichte deines Lebens anzugehen. Also, hoch den Arsch, denn gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren! Santos Verlag, 264 Seiten + 32 Seiten Farbfotos, 9,95 €

www.frankwilde.de

ganz bestimmte Vorstellungen, wie etwas zu sein hat. Ich wollte von Anfang an ein Buch herausbringen, was für alle bezahlbar, klein und handlich ist, also für kleines Geld einen riesengroßen Mehrwert für den Leser. Der damalige Verlag hatte jedoch andere Vorstellungen, wie ein Buch zu sein hat. Wir haben uns 2010 sehr freundschaftlich geeinigt und die Rechte für meinen »bewegten Arsch« an unseren SANTOS Verlag übertragen. Nun konnte ich endlich mein Taschenbuch produzieren und für 9.95€ auf den Markt bringen, so wie ich es von Anfang an wollte. Uwe Strachau: Es handelt sich um eine überarbeitete Auflage, die nun zusätzlich viele interessante Farbfotos enthält. Gab es bei dieser Überarbeitung auch Kürzungen und wenn ja, was wurde inhaltlich weggelassen? Uwe Strachau: Die Inhalte wurden komplett übernommen. Ich konnte aber die vielen Stationen meines Lebens mit meinen Fotos, Daten und Erinnerungen unterstreichen, die mir wichtig erschienen, um dem Leser »Frank Wilde« persönlich näher zubringen. Vom Hauptschüler zum Erfolgstrainer. Von ganz unten nach ganz oben. Bilder sagen oftmals mehr als manches kluge Wort.

Uwe Strachau: Ich danke Dir für dieses aufschlussreiche Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

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46 l rätsel

Wo wurde dieser Schnappschuss gemacht? Das Rätsel lösen und gewinnen!

Ein Schnappschuss in Melle! Erkunden Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto Ihre Heimat und stellen Sie fest, wo der Fotograf gestanden hat. Senden Sie uns bis 20.07. eine Postkarte mit der Lösung:

Auflösung Tankstellen -Rätsel aus der April-Ausgabe

Die erste Tankstelle in Wellingholzhausen Wir gehen in die Zeit, in der in Wellingholzhausen die Räder anfingen sich mit Benzin fortzubewegen. Die erste Tankstelle im Dorf wurde hinter der Kirche im Gebäude der ehemaligen Seifenfabrik Möllering eröffnet. Aus wirtschaftlichen Gründen war die Fabrik 1921 mit ihrem kompletten Maschinenpark nach Osnabrück umgezogen. In den nun leer stehenden Räumlichkeiten richtete Josef Lumme noch im gleichem Jahr eine Fahrradhandlung und Reparaturwerkstatt ein. Vor dieser Werkstatt wurde auf dem Bürgersteig eine

Melle Stadtjournal, Wallenbrücker Str. 22, 49328 Melle Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir 3 neue Dokumentationen über das Schloss Königsbrück. Viel Glück!

Historische Tankstellen in Melle Es gibt eine ganze Reihe historischer Tankstellen in Melle. In jeder Ausgabe des Melle StadtJournal wollen wir ein Foto veröffentlichen. Sie können raten, wo die jeweilige Tanke stand. Senden Sie uns bis 20.07. eine Postkarte mit der Lösung: Melle Stadtjournal, Wallenbrücker Str. 22, 49328 Melle Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir 3 Tankgutscheine der Fa. Metank im Wert von je 15 Euro. Zum heutigen Foto: Am Standort gab es von wahrscheinlich 1934 bis 1972 eine Tanksäule. Wo stand diese Tanksäule - sie wurde als „Eiserne Jungfrau“ bezeichnet - im Landkreis Melle? Übrigens, die Pläne neben der Zapfsäule waren Landkarten für den Tankgast oder den Urlauber, damit er sich nahe der Bergkette besser orientieren konnte. P.S.: In der April-Ausgabe hatten wir eine Tel.-Nr. angegeben, unter der man die Lösung unserer Rätsel am 1. Mai durchgeben sollte. Leider war dies aus technischen Gründen an diesem Tag nicht möglich. Wir bitten dafür um Entschuldigung.

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Zapfstelle für Benzin aufgestellt, der Tank war unter der Bürgersteigdecke. Die Tankstelle war anfangs nur ein Nebenerwerb, von der noch sehr geringen Motorisierung im Dorf konnte das Geschäft nicht existieren. Gerade erst gut 10 Jahre war es her, das mit dem Landarzt Dr. Große-Schönepauck der erster Wellingholzhausener ein Auto besaß. Ein NSU-2Zylinder löste um 1910 die 2 PS vor einem Kutschwagen ab. Selbst im Kreis Melle und im Bezirk Osnabrück soll es zu den ersten Automobilen gehört haben. Benzin wurde in dieser Zeit in beliebigen Behältern wie etwa Milchkannen oder Flaschen abgefüllt und von Drogerien, Kolonialwarenhändlern oder Gaststätten vertrieben. Doch den Namen Tankstelle hatte dann erst die Zapfstelle von Josef Lumme verdient.


Die Kanzlerin in Melle Besuch im Altenpflegeheim St. Konrad Melle-Wellingholzhausen. Große Aufregung herrschte am 12. April im beschaulichen Wellingholzhausen, denn es hatte sich hoher Besuch angesagt. Unter dem Motto »Zusammenhalt im demografischen Wandel« informiert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Zeit über vorbildliche Konzepte. Im Vorfeld des zweiten Demografiegipfels besuchte sie dazu fünf Initiativen und Einrichtungen in Deutschland und machte sich vor Ort ein Bild. Eine Station war das Altenpflegeheim St. Konrad in Wellingholzhausen. Zahlreiche Schaulustige hatten sich am Altenpflegeheim eingefunden, um einen Blick auf die Bundeskanzlerin zu werfen. Wann hat man schon die Gelegenheit, die »mächtigste Frau der Welt« hautnah zu erleben. Außerdem warteten sechs Fernsehteams, u.a. auch »groenegauTV« aus Melle, gespannt auf die Bundeskanzlerin. Noch größer war die Aufregung natürlich bei den Heimbewohnern und den Mitarbeitern des St. Konrad. Als der Besuch der Kanzlerin in ihrem Heim feststand, haben sich viele Bewohner, vor allem natürlich die weiblichen, schnell noch beim Friseur angemeldet. Um kurz nach elf war es dann so weit, der Hubschrauber mit der Kanzlerin an

Bord schwebte auf dem Sportplatz in Wellingholzhausen ein. Kurz darauf fuhr dann die schwarze Limousine mit der Regierungschefin vor. Als die Kanzlerin, eskortiert von Heimleiter Johannes Wolters und Caritasdirektor Franz Loth, die Auffahrt zum Eingang hinaufschritt, brandete unter den Zuschauern spontaner Beifall auf. Vor dem Eingang warteten einige Heimbewohnerinnen und Mitarbeiter, um die Kanzlerin Willkommen zu heißen. Insgesamt 90 Minuten nahm sich die Kanzlerin Zeit, sich über die Situation im Caritas-Pflegeheim zu informieren. Dabei sprach sie mit Mitarbeitern und Bewohnern und ließ es sich nicht nehmen, einer Heimbewohnerin ein Ständchen zum Geburtstag zu singen. In einer Gesprächsrunde von Auszubildenden, Ehrenamtlichen und CaritasVertretern mit Angela Merkel und der niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt ging es um die Zukunft der Pflege. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen erklärte die Kanzlerin: »Die Pflegesätze in den jeweiligen Bundesländern sollten nicht zu sehr auseinander driften. Hier ist eine Initiative der Bundesländer nötig.«

Das Seniorenzentrum St. Konrad wurde im Jahre 1950 erbaut und im Dezember des gleichen Jahres als Altenheim in Betrieb genommen. Im Laufe der Zeit wurde es immer wieder umgebaut und erweitert. In den Jahren 2009/2010 wurde der Altbau dann durch einen Neubau ersetzt. Seit dem 01.06.2010 bietet das Haus 60 Einzelzimmer für Kurz- und Langzeitpflege an. Gearbeitet wird nach dem Hausgemeinschaftskonzept. In 5 Wohngruppen leben jeweils 12 Bewohnerinnen und Bewohner in familienähnlichen Strukturen. Dem Haus angeschlossen sind 10 Seniorenwohnungen.

In ihrem abschließenden Statement für die Medien zog die Kanzlerin ein positives Fazit: »Ich habe hier Menschen getroffen, die gerne ihre Arbeit machen und Heimbewohner und Bewohnerinnen, die ganz offensichtlich gern hier sind.« Um 12.30 Uhr war der Besuch beendet und kurze Zeit »entschwebte« die Kanzlerin zur nächsten Station ihrer Informationsreise in die Altmark. Für einige Bewohnerinnen ging es in einem anschließenden Gespräch mit den Medien aber noch weiter. Besonders Anna Winkelmann war bei den Fernsehteams als Interviewpartnerin heiß begehrt. Die 80-jährige war von der Kanzlerin total begeistert. »Ich fand sie ganz toll, sie sah besser aus als im Fernsehen.«

news l 47


48 l kultur

Das Schloss Königsbrück als Farbenergie-Erlebnisort Ein kulturelles Highlight wirft seine Schatten voraus: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“ findet in der Zeit vom 6. bis 28. Juli auf Schloss Königsbrück in Neuenkirchen die Ausstellung „Farbenergie und Brücken zu Vordemberge-Gildewart“ mit Werken von Carl Krasberg und Erich Wiesner statt. Die beiden Künstler der Gegenwart zeigen mit Blick auf das Werk Friedrich Vordemberge-Gildewarts aktuelle Arbeiten in Malerei, Zeichnung, Grafik, Architektur und Skulptur. Neben dieser Ausstellung, die vom Sigmund Strecker Museum Blauer Teuto gGmbH inszeniert wird, finden noch weitere Veranstaltungen statt – mit einem Maskenball als Finale. „Wir sehen diese Ausstellung als Teil des ,Meller Sommers‘ und als Beitrag zur großen Osnabrücker Vordemberge-Gildewart-Retrospektive an“, erläutert Prof. Bernhard Strecker. Was in Kürze auf Schloss Königsbrück präsentiert werde, stelle eine außergewöhnliche Ergänzung zu den übrigen Veranstaltungen im Vordemberge-Gildewart-Jahr in der Stadt Osnabrück und im Osnabrücker Land dar. Nachdem bereits vor einigen

Wochen die Skulptur „Caro 7“ – ein stählernes Kunstwerk Erich Wiesners – auf dem Kreisverkehrsplatz in Altenmelle platziert worden war, wurde vor wenigen Tagen ein weiteres Objekt gleichen Namens auf dem Gelände von Schloss Königsbrück aufgestellt – bestehend aus Lärchenholz. „Mit der Platzierung dieses Kunstwerkes in unmittelbarer Nähe des traditionsreichen Adelssitzes wird deutlich, dass die Vorbereitungen zur Ausstel-

Das von Erich Wiesner geschaffene Kunstwerk „Caro 7“, gefertigt aus Lärchenholz, wurde vor einigen Tagen auf dem Gelände von Schloss Königsbrück platziert. Foto: Veranstalter

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lung in die entscheidende Phase gegangen sind“, so Professor Strecker. Die Skulptur „Caro 7“ leiste einen Beitrag zur Signifikanz der Vordemberge-Gildewart-Retrospektive im Osnabrücker Land. Keine Frage: Schloss Königsbrück wird in den nächsten Wochen als Farbenergie-Erlebnisort inszeniert. Mit dem Ausstellungsteil „Architektur und Farbenergie«  soll dabei ein Beitrag geleistet werden, wie er im allgemeinen Ausstellungsgeschehen bislang noch nicht thematisiert wurde. „Großformatige Banner  mit herausragender Gegenwartsarchitektur,  die der Berliner Künstler Erich Wiesner auf eindrucksvolle Weise eine unverwechselbare Farbenergie verliehen hat, werden die Innenräume des Schlosses in eine moderne Architektur- Landschaft verwandeln“, macht Prof. Strecker deutlich. Erich Wiesner – der Färber – habe in den vergangenen Jahren „der Farbe in der Architektur“ bundesweit bedeutende neue Impulse gegeben – nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit mit   herausragenden Architekten wie Behnisch, Steidle und Motte.  Die Ergebnisse dieses Schaffens werden während der Ausstellung auf Schloss Königsbrück auch vom Berliner ArchitekturFotografen Reinhard Görner vorgestellt – mit eindrucksvollen Bildern, die Wiesners Wirken buchstäblich ins rechte Licht rücken. Modelle und Farbserien komplettieren die Präsentation ebenso wie farbige Monochrome, Zeichnungen, grafische Arbeiten und Skulpturen.


termine l 49

Veranstaltungen

JULI 2013

Mittwoch, 10.07.

Freitag, 26.07.

20.15 Uhr : „Sommerliches Orgelkonzert“ anl. des Jubiläums „300 Jahre Klausing-Orgel“; es spielt: Matthias Giessen in der St. Matthäuskirche in Melle-Mitte

20.15 Uhr: „Sommerliches Wandel-Orgelkonzert“ anl. des Jubiläums „300 Jahre Klausing-Orgel“ in der St. Matthäuskirche sowie der St. Petrikirche und unterbrochen durch das Glockenspiel auf dem Rathaus in Melle – Mitte; es spielen Stephan Lutermann und Andreas Opp an den historischen Orgeln sowie Gerd Kruse das Glockenspiel

Samstag, 12.07. Kirmes im Ortskern von Melle–Wellingholzhausen (bis 14.07.) 20.00 Uhr: Aufführung des Abendstückes „Ladykillers“ auf der Waldbühne Melle

Sonntag, 14.07.

16.00 Uhr: Aufführung des Kinderstückes „Das Dschungelbuch“ auf der Waldbühne Melle

Samstag, 27.07. 20.00 Uhr: Aufführung des Abendstückes „Ladykillers“ auf der Waldbühne Melle

TIPP!

Poolparty der Freibadinitiative Neuenkirchen im Freibad in Melle–Neuenkirchen

Mittwoch, 17.07.

20.15 Uhr : „Sommerliches Orgelkonzert“ in der Petrikirche in Melle-Mitte

Freitag, 19.07. Ein Dorf wird Kunst“ des Suithorpa-Bürgervereins In den Höfen/Suttorfer Straße in Melle–Neuenkirchen (bis Sonntag, 21.07.)

Samstag, 20.07. 14.00 Uhr: Beachvolleyball-Turnier des SC Fortuna´86 Wellingholzhausen am Hof Hellige, Dissener Straße in Melle–Wellingholzhausen 20.00 Uhr: Aufführung des Abendstückes „Ladykillers“ auf der Waldbühne Melle

Sonntag, 21.07. 16.00 Uhr: Aufführung des Kinderstückes „Das Dschungelbuch“ auf der Waldbühne Melle

Mittwoch, 24.07.

Sonntag, 28.07. „Mahl- und Backtag“ mit Vorstellung von Töpferarbeiten sowie Präsentation selbst-gemachter Marmeladen von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr an der Westhoyeler Windmühle in Melle–Westhoyel 16.00 Uhr: Aufführung des Kinderstückes „Das Dschungelbuch“ auf der Waldbühne Melle

Montag, 29.07. „Guter Montag“ an der „Dicken Linde“, Hilgensele, in Melle – Buer

Dienstag, 30.07.

„Deutsch-Lettisches Forum“ (bis Samstag, 03.08.)

Mittwoch, 31.07. 20.15 Uhr : „Sommerliches Orgelkonzert“ in der Petrikirche in Melle-Mitte

20.15 Uhr : „Sommerliches Orgelkonzert“ anl. des Jubiläums „300 Jahre Klausing-Orgel“; es spielt Irenee Peyrot, Halle a.d.S. in der St. Matthäuskirche in Melle-Mitte

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IMPRESSUM

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Fon 0 52 26 / 98 22 467 Fax 0 52 26 / 98 22 468 Mitarbeiter dieser Ausgabe: André Vogt (Fotos, Satz) Christina Wiesmann (Redaktion) Verteilung: An ausgewählte Vertriebsstellen in Melle, Riemsloh, Neuenkirchen, Bruchmühlen, Buer, Gesmold, Westerhausen, Wellingholzhausen, Hoyel, St. Annen u. Bissendorf.

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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1 vom 01.10.2012 Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos oder Daten übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Nachdruck - auch als Teilveröffentlichung nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und unter vollständiger Quellenangabe. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen muss.

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Der Julizwerg Wenn Sonnenstrahlen wohlig wärmen, alle für den Urlaub schwärmen. Und mit allerlei Gepäck, fährt auch der Julizwerg gern weg. Er wandert über Alpenwiesen, segelt auch bei steifen Brisen, radelt über plattes Land, sonnt sich oft am Badestrand. Er schwimmt so gern im kühlen Meer, taucht bunten Fischen hinterher, flaniert über die Promenade, trinkt eisgekühlte Limonade. Doch nach einunddreißig Tagen, verschwindet er, ganz ohne klagen. Begrüßt noch den Zwerg von Monat Acht und verschwindet dann mitten in der Nacht. Christina Wiesmann


Di eAgent uri nMel l e f ürei nepr of es s i onel l eDar s t el l ung I hr esUnt er nehmens .AufAugenhöhe r eal i s i er enwi rgemei ns am mi tI hnenden pas s endenFi l m.I hr eI deei s tuns erAuf t r ag.

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