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Das Buch über die Selbstfindung. Eine „Handschrift„ zu finden, ein in sich wiederholendes Element, eine Farbigkeit oder eine Atmosphäre zu entdecken, die den Entwurf einzigartig und charakterstark mach; darum geht es in diesem Buch. Der Prozess, der hier in Wort und Bild dargestellt wird ist jedoch nur die Hülle des Ganzen. Ein wichtigerer Prozess war der meiner Gedanken und Skizzen. Diese füge ich auch hinzu.


Inspiration Verner Panton dient nicht nur als Inspirator für dieses Projekt, sondern ist auch mit seinem organischen, bunten, bewusstseinserweiterndem Stil eines meiner Vorbilder. Sein Projekt Phantasy Landscape hat mich dazu verleitet, räume zu gestalten die eine Flucht aus der Realität ermöglichen und den Betrachter zum Träumen einladen.


Gemäß der Manier des Vorbilds habe ich ein Konzept für einen Bereich der vorgegebenen Räumlichkeit herausgearbeitet.


Rohstoff + Grafische Beispiele


Wortwelten

Der Eingang ist prägnant und kraftvoll. Offene Weite, unendliche Räume, in einer umarmenden Geste. Runde Sitz- und Wohnlandschaften, die sich über mehrere Ebenen, in fließende Formen, verteilen. Bunte Tapeten, Teppiche und viel Holz erwärmen die Räume mit ihrem Charakter. Kuschelig, wohltuend, HÖHLENARTIG. Gedämpfes Licht, Oberlicht und große Fensteröffnungen bringen Atmosphäre in die Räume. Kleine Details wecken das Bewusstsein des Betrachters und bringen Spiel in das Ganze. Geschmeidig, geborgen, offen und spielerisch, sind 4 adjektive die meinen Entwurf beschreiben.


Interpretation: Zwischenraum Ineinandergreifen

Interpretation: Fokus Trennung Bezug schaffen


Tentative Methoden Die Tentativen Methoden forderten eine Intuition heraus. Durch ,blindes Zeichnen‘ , ,Zeichnen mit der linken Hand‘ , ,schnelles Zeichnen‘ und ,miniatur Zeichnen‘ sollte uns das Unterbewusstsein lenken und weiter auf dem Weg zu unserem Ziel bringen.

Interpretation: Verschmelzen Schichten sammeln

Interpretation: zusammenfügen gliedern


Eine Assemblage ist eine Sammlung von persÜnlichen Gegenständen, Bildern, Fotografien oder Zitaten, die in Ihrer Gesamtheit eine eigene Gestalt annehmen.


Geleitet durch Verner Pantons Entwurfssprache und das Ausprobieren der Methoden komme ich zu meinem Thema, der HĂśhle.

Kammern unendliche Weite Geborgenheit Sammelpunkte Ebenen Lichtpunkte Dicke Wände durchgehendes Material


OG Ausgangslage

EG Ausgangslage


Wohnen und Arbeiten gilt es in diesem Entwurf zu vereinen. Ein junges Paar mit Kind verteilen ihre Wohn- und Arbeitswelten Ăźber 2 Wohnungen eines Wohnhauses in Aachen.


Konferenzraum

Thinktank

Arbeitsraum


Das Arbeiten befindet sich im Erdgeschoß in der linken Hälfte des Hauses. Hier arbeitet das Paar mit 2 Angestellten in einem Architekturbüro. Der Mann ist Bauingenieur und die Frau Architektin.

Schnitt 2

Thinktank 14,2 qm

Masterbad 12,4 qm

Treppenraum 9,4 qm

Schlafen 26,8 qm

Konferenzraum 21,1 qm

WC 2,6 qm Eingang 7,1 qm Lager 4,6 qm

Eingang + Treppe 29 qm HWR 2,5 qm

Arbeitsraum 32,7 qm

Kinderzimmer 32,9 qm

OG Das Überkonzept der Höhle erscheint oft in diesem Part der Wohnung. Hier kriegen Boden, Decke und Wand Volumen und dienen zum Teil als Stauraum, Arbeitsplatz oder Sitzmöglichkeit. Im Konferenraum schmückt dunkles Esche-Palisander Holz die dicken Schrankwände. Aussparungen dienen als Ausstellungsgelegenheit. Fensteröffnungen in unterschiedlichen Formen rahmen den Blick nach Außen ein. Der Thinktank bietet Raum für Ideen und Austausch. Hier sitzt man im Boden und hat durch eine große Fensteröffnung den Bezug nach Außen. Seine Materialität ist in 2 Partien geteilt: dem Sitzbereich, der komplett mit Teppich ausgekleidet ist und dem oberen Bereich der mit Cumaru Holz verkleidet ist. Der Arbeitsraum ist durch das im Boden versenkte arbeiten sehr eigenartig.

Schnitt 1


Schnitt 2

Thinktank 14,2 qm

Masterbad 12,4 qm

Schlafen 26,8 qm

Konferenzraum 21,1 qm

Treppenraum 9,4 qm

Schnitt 1

WC 2,6 qm Eingang 7,1 qm Lager 4,6 qm

Eingang + Treppe 29 qm HWR 2,5 qm

Arbeitsraum 32,7 qm

Kinderzimmer 32,9 qm

EG Schnitt 2

Flur WC 16,4 qm 4,5 qm

Gast- & Hobbyraum 45,7 qm

Vorratsraum 6,5 qm

Eingang + Treppe 23,8 qm

Ess-, Koch- & Wohnraum 116 qm

OG

Schnitt 1


Das Wohnen befindet sich auf der rechten Seite im Erdgeschoß und zieht sich weiter über das gesamte Obergeschoß.

Schaut man im Erdgeschoß auf die rechte Seite des Hauses, befindet man sich im Schlaf- und Spielbereich. Hier ist das Masterbad, das Elternschlafzimmer und das Kinderzimmer. Das Masterbad wirkt durch den grünen Granitstein wie eine Grotte. Edle Badelemente und goldene Details lassen es hochwertig erscheinen. Das Elternschlafzimmer ist mit hellen warmen Tönen ausgestattet. Das Bett befindet sich auf einem Podest, das mit Hellem Teppich verkleidet ist. Eine Fototapete mit einem japanischen Dorf unterstreicht die Farbgebung und wirkt beruhigend auf den Betrachter. Die große Fensteröffnung ermöglicht einen Blick in die Natur. Im Obergeschoß spielt sich der Rest des Wohnens ab . Wie im Thinktank sitzt man auch im Wohnbereich im Boden. Die unterschiedlichen Ebenen grenzen die Funktionen von einander ab und rahmen durch unterschiedliche Deckenhöhen die Räume ein.

Schlafzimmer Essen + Kochen

Essen + Kochen

Wohnen


Atmosphärische Darstellung im Schnitt Konferenz, Verbindung Wohnen-Arbeiten, Schlafen+Bad, Hobbyraum


Atmosphärische Darstellung im Schnitt Arbeiten, Nebenräume, Thinktank, Verbindung Wohnen-Arbeiten, Kochen+Wohnen, Hobbyraum


Experimenteller Raum Broschüre  
Experimenteller Raum Broschüre  
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