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6. – 9.6.13 KARLSRUHE

MERLIN – oder gott, heimat, familie Mehr auf Seite 6

tradition und vision

Festivalkuratorin Barbara Engelhardt über junge Regisseure und das erste Mal in Karlsruhe Nach dem Studium arbeitete Barbara Engelhardt als Redakteurin bei der Zeitschrift Theater der Zeit. Von 2004 bis 2012 war sie Co-Direktorin des internationalen Festivals Le Standard idéal in der MC93 in Bobigny bei Paris. Seit 2004/05 kuratiert die Journalistin und Dramaturgin das Straßburger Festival PREMIÈRES und ist seit 2011 Künstlerische Leiterin des Braunschweiger Festivals Fast Forward. Wie kam es zum Festival Premières? Als ich 2003 nach Frankreich kam, fielen mir die großen Unterschiede in der Arbeit

junger Theaterregisseure auf, gerade auch im Vergleich zwischen Frankreich und Deutschland. Die jeweiligen Theatertraditionen spielen hierbei eine große Rolle, aber auch die unterschiedlichen Ausbildungsformen für Nachwuchsregisseure. Diese Frage nach den Unterschieden auf europäischer Ebene haben wir uns gemeinsam mit den beiden Straßburger Theatern, dem Maillon und dem Théâtre National, gestellt. Premières war von vorne herein ein Festival mit Fokus auf Regie. Thematisch gibt es keine Ausrichtung bei der Auswahl der Gastspiele, aber erstaunlicherweise ergeben sich von

Jahr zu Jahr immer wieder thematische Schwerpunkte, die sich in den Diskussionen mit den Kollegen der beteiligten Theater, das heißt Bernard Fleury, Olivier Chabrillange und jetzt Jan Linders, herauskristallisieren. Das mag damit zu tun haben, dass die junge Regiegeneration in Europa sich vor ähnliche Fragen gestellt sieht. Aber ihr Umgang damit fällt unterschiedlich aus. Was sind die Unterschiede zwischen den Theaterschulen in Europa? In den Ausbildungsformen spiegeln sich die verschiedenen Theatertraditionen. Im

PRINT # 1 / FESTIVAL PREMIÈRES  

PRINT Le journal franco-allemand du festival Premières 2013

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