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Ausgabe 1/2013


INHALTSVERZEICHNIS …………………...………………………………………………….

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Am Steinhoftor: Planwirtschaft in der Langzeitpflege

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Gedanken der Brüdergemeinschaft: 21. Welttag der Kranken

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Wir als Gastgeber Ein Spaziergang: Lass hören aus alten Zeiten…

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Unsere Jubilarinnen und Jubilare

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Guido‘s Comic-Seite

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Am Steinhoftor: Planwirtschaft in der Langzeitpflege, Seite 3- 4

Steinhart nachgefragt: bei Rachel Meier Bereichsleiterin Hauswirtschaft

Ein Spaziergang: Lass hören aus alten Zeiten……, Seite 15 - 16

Gedicht

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Das Steinhof-Personal

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Anlässe

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Was sie und uns bewegt: Wie lebt es sich in einem deutschen Heim. Erinnerungen an die Pflege im Heim.

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Rezepte

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Unser Wunsch

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Agenda

Steinhart nachgefragt: bei Rachel Meier, Bereichsleiterin Hauswirtschaft Seite 19 - 23

Anlässe, Seite 27 - 39 STEINHOF Pflegeheim Eine Institution der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf

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Pflegeheim Steinhof - Steinhofblatt März 2013

Steinhofstrasse 10 6005 Luzern

Tel. 041 319 60 00 Fax 041 319 61 00

www.steinhof-pflegeheim.ch info@steinhof-pflegeheim.ch


AM STEINHOFTOR ...………………………………………………………………………….

"Planwirtschaft in der Langzeitpflege" Verstaatlichung der Langzeitpflege Per 1.1.2011 wurde die neue Pflegefinanzierung eingeführt. Sie hat für die Pflegebedürftigen zweifellos eine finanzielle Entlastung gebracht. Doch die Erfahrung zeigt mehr und mehr, dass mit dieser Einführung auch gravierende Nachteile verbunden sind, die letztlich zu einer Verstaatlichung der Langzeitpflege führen werden. Eine Entlastung bei den Pflegebedürftigen war zum Nulltarif logischerweise nicht zu haben. Die Pflegefinanzierung führte zu einer Mehrbelastung der Kantone oder Gemeinden, wogegen die Krankenkassen tendenziell profitieren. Zunehmend spürbar ist nun durch die Gemeinden im Kanton Luzern, wer be-

Vor lauter Patientenmanagement, Wissensmanagement, Qualitätsmanagement, Finanzmanagement und neuerdings Fallmanagement geht vergessen um was es eigentlich wirklich geht: Dem Menschen Gutes tun! zahlt befiehlt. Grundlage für die Berechnung der Restfinanzierung für das Folgejahr bildet die nach strengen Vorgaben erstellte Kostenrechnung des Vorjahres einer Institution. Eine rückwärtsgerichtete Kostenrechnung bildet für die Gemeinden die Basis für die Lösung künftiger Probleme einer privatwirtschaftlich geführten Institution. Weder die Chancen noch die Gefahren, die es zu bewältigen gilt, werden dabei in Betracht gezogen.

vom Staat die Lohn- und Stellenpolitik vorgegeben wird, die Anstellungsbedingungen der Arbeitnehmer überprüft werden, Investitionspläne genehmigt werden müssen und Vorgaben in der Ausbildung erlassen werden. Statt zusätzliche Vorgaben und neue Funktionärsstellen zu deren Kontrolle zu schaffen, sollte vielmehr die Eigenverantwortung wieder mehr gefördert werden, wie das früher der Fall war. Zusätzliche Einschränkungen führen nie zu einer besseren Effizienz! Dass aber eine exakte Planung sämtlicher Details durch den Staat höchstens in der Theorie funktioniert, lehrte uns die Geschichte. Intransparenz führt zu Stagnation Im Kanton Luzern müssen die ausgewiesenen Pflegekosten nach Abzug des Selbstbehaltes des Bewohners und der Krankenkassen von der öffentlichen Hand übernommen werden. Dies führt beispielsweise bei privaten und öffentlich/rechtlichen Anbietern, wie in der Stadt Luzern, zu ungleich langen Spiessen. Jene mit hohen Pflegekosten werden faktisch honoriert, jene mit tiefen Pflegekosten werden bestraft. Ohne eine sinnvolle Höchstgrenze bei den Pflegekosten fehlt der Anreiz, auf eine wirtschaftliche Ausübung der Pflegeaufgaben zu achten. Dahinter darf jedoch nicht primär das Anliegen stehen, die öffentliche Hand vor Pflegekosten zu schonen, indem zur Berechnung des Kostenmaximums auf unterdurchschnittliche Kosten abgestellt wird und somit eine Gefährdung der Qualität in Kauf genommen wird. Die bezahlten Beiträge müssen ausreichen, um mindestens in 80% aller Heime die aktuellen Pflegekosten zu decken. Ohne mehr Markt in der Taxpolitik und mehr Transparenz droht ein Innovationsstopp und letztlich ein Aussterben privater Heime. Ob dies letztlich im Interesse pflegebedürftiger Menschen sein mag, muss ernsthaft bezweifelt werden.

So ist es eine Frage der Zeit, bis in der Langzeitpflege

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AM STEINHOFTOR …………………………………………………………………………….

Keine Benachteiligung der privaten Heime Es gibt bekanntlich kaum einen Betrieb, egal ob privat oder öffentlich, der gemessen am Umsatz und Ertrag derart hohe Investitionskosten zu finanzieren hat, dem gleichzeitig die Kosten vorgeschrieben werden und die Erträge gedrückt werden. In der Stadt Luzern gibt es nebst den öffentlich/ rechtlichen Heimen sieben private Heime, die erwiesenermassen eine qualitativ gute Pflege erbringen und so zusammen mit den stadteigenen Heimen den Bedarf an Langzeitbetten abdecken. Die Stadt ist somit nicht nur Mitanbieter, sondern entscheidet gleichzeitig auch über die Höhe der Restfinanzierung für die privaten Heime. Ein veritabler, ungelöster Interessenkonflikt. Die Gefahr von zwei Heimklassen, und damit sind nicht die teureren und billigeren gemeint, sondern die privaten und öffentlich/rechtlichen Heime, ist durch die neue Pflegefinanzierung entbrannt. Die Privaten haben keine Gemeinde und keinen Staat hinter sich, wenn schier unlösbare Probleme in personeller oder finanzieller Hinsicht anstehen, die es zu regeln gilt. Es droht verstärkt der ungleiche Wettbewerb, in welchem die Privatheime auf sich gestellt sind. Jedoch mit dem Unterschied gegenüber früher: Der unternehmerische Spielraum ist viel enger geworden und erst noch dichter bewachsen von diktierten Vorschriften.

Zwingend notwendig ist, dass die Taxpolitik in der Langzeitpflege wieder an Transparenz und Aussagekraft gewinnt. Es muss für den Pflegebedürftigen wieder von Interesse sein, zu wissen, wie viel man für die Pflege zu bezahlen hat und was für eine Qualität an Pflege man dafür erhält. Wer eine höhere Qualität will, ist auch gerne bereit dafür mehr zu bezahlen. Was mag falsch daran sein, im Interesse der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner mehr Transparenz zu fordern? Bei der Berechnung der Restfinanzierung müssen Interessenskonflikte – sofern diese innerhalb einer Gemeinde bestehen - strikte ausgeschaltet werden. Eine Gleichbehandlung von privaten und öffentlich/ rechtlichen Heimen muss in jedem Fall sichergestellt werden. Die Privatisierung von öffentlich/rechtlichen Heimen ist ein taugliches Mittel dafür. Schafft man die Gleichbehandlung nicht, drohen in der Langzeitpflege einschneidende Veränderungen, wie:

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Aussterben gemeinnütziger Institutionen Aussterben privatwirtschaftlich geführter Heime Vermehrte Verlagerung bzw Neupositionierung der Heime in Richtung Altersresidenz Ausrichtung der Aufnahmepolitik weg von komplexen zu einfachen Pflegefällen.

Paul Otte, Heimleiter Mehr öffentliche Debatte Die Regulierungsdichte war schon immer ein Hemmschuh für Innovation in der Langzeitpflege. Das besonders Tragische daran ist, dass sie leider von Jahr zu Jahr noch zunimmt. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Heime öffentlich/rechtliche Körperschaften sind, was einer offenen und konstruktiven Kommunikation tendenziell hinderlich ist. Welcher Heimleiter will schon mit einer kontroversen Meinungsäusserung seinen Arbeitsplatz gefährden.

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GEDANKEN DER BRÜDERGEMEINSCHAFT ……………………………………………….

21. Welttag der Kranken

Kranke suchen Trost, Hoffnung und Zuversicht in Lourdes Gedanken zur Botschaft von Papst Benedikt XVI. Wohl die meisten Menschen in der Schweiz sind schon einmal dem Namen "Lourdes" begegnet. Viele katholische Christen weltweit verbinden mit dem Namen dieses Pyrenäen-Städtchens im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Spanien die wundersamwunderschöne (und doch authentisch wirkende) Erzählung von jenem Ereignis, das das Leben des einfachen Hirtenmädchens Bernadette Soubirous dramatisch veränderte: das völlig unerwartete, urplötzliche und zunächst auch erschreckende "Einbrechen" von etwas "Ausserirdischem" in den gewohnten Erdenalltag. Bernadette erfuhr die Erscheinung einer unbeschreiblich schönen jungen Frau, die sich als die Gottesmutter Maria zu erkennen gab. Die Kirche erinnert mit dem Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes, das alljährlich am 11.Februar begangen wird, daran. Millionen Menschen aus aller Welt sind seit 1858 nach Lourdes gepilgert in der Hoffnung auf Heilung von körperlichen oder seelischen Leiden. Eine grosse

Anzahl Menschen sind geheilt nach Hause zurückgekehrt; fast alle Pilger traten und treten getröstet und innerlich gestärkt die Heimreise an. Die "Seherin" Bernadette selber wurde nicht geheilt, war kränklich, fühlte sich "wie ein Besen in die Ecke gestellt" und musste bis zu ihrem frühen Tod viel erdulden. Die Mutter Gottes hatte ihr gesagt: "Ich verspreche dir nicht, dich in dieser Welt glücklich zu machen, wohl aber in der anderen." Ähnlich der heiligen Bernadette Soubirous aus Lourdes erlebte auch der Kaminfeger und spätere Gründer der Gemeinschaft der Krankenbrüder, der selige Peter Friedhofen aus dem rheinländischen Weitersburg, von Jugend an Krankheit und Entbehrungen: "Ich bin der Schmerzen so gewohnt wie der Vogel das Fliegen". In der Bibel heisst es: "Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten." Wer sollte wohl durch sein fürbittendes Gebet bei Gott mehr erreichen können als die Gottesmutter Maria, jene –vorsichtig und doch scheinbare Wider-

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GEDANKEN DER BRÜDERGEMEINSCHAFT ……..………………………………………...

sprüche aufhebend, zutreffend formuliert-sogenannte "fürbittende Allmacht"? Peter Friedhofen zu seinen Mitbrüdern: "Seht, liebe Brüder, das ist eigentlich das Werk Mariens: Sie errettet unaufhörlich Seelen durch ihre Fürbitte bei Gott." Maria, die "Schmerzensmutter", stand auch unter dem Kreuz, an dem ihr göttlicher Sohn hing. Peter Friedhofen wusste, dass "in der Betrachtung des Gekreuzigten die Liebe wächst und gross wird". Maria lenkt unsern Blick auf das Kreuz, auf den dort Angehefteten, dessen "Ohnmacht" zur "Macht der Erlösung" wurde. Welcher Trost für alle, die an Bett oder Rollstuhl "gefesselt" sind, sich machtlos, hilflos und abhängig erleben. "Jeden Abend bete ich unter dem Kreuz", schrieb ein noch jüngerer Bewohner des Steinhofs. Jahr für Jahr begeben sich Bewohner des Pflegeheims Steinhof auf Pilgerreise zu dem südfranzösischen Marienwallfahrtsort, und wohl keinen hat es bisher gereut. Für Papst Benedikt XVI. ist der Gedenktag am 11. Februar Anlass zum Gebet, zum Miteinander, zur Aufopferung des Leidens (für das Wohl von Kirche und Welt) und dazu, "im Angesicht des kranken Mitmenschen das heilige Antlitz Christi zu erkennen". Er fühle sich jedem einzelnen Kranken besonders nahe, all jenen, die "in Betreuungseinrichtungen und Pflegeheimen oder auch zuhause… eine schwierige Zeit der Prüfung" erleben. Ihnen ruft er zu: "Ihr seid weder verlassen noch nutzlos: Ihr seid von Christus berufen. Ihr seid das Bild, das Seine Gestalt durchscheinen lässt". Anhand des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter, so der Papst, zeigt "Jesus die tiefe Liebe (…), die Gott für jeden Menschen hegt, besonders, wenn dieser krank ist und Schmerzen leidet". Und es ist ein Appell zur Nachahmung: "Geh und handle genauso!" (Lk 10,37) In die Tat umzusetzen (in ihren carita-

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tiven Werken) und der Aufforderung nachzuleben in der "liebevollen und hochherzigen Annahme jedes menschlichen Lebens, vor allem des schwachen und kranken", darin sehen Papst Benedikt XVI. und sein Vorgänger, der selige Papst Johannes Paul II., gerade heute eine besonders wichtige Aufgabe der Kirche. Bruder Hermann


WIR ALS GASTGEBER ………………………………………………………………………..

Musiker, Bandleader und Entertainer

Sie spielten wie einst James Last: Von links nach rechts Beat Demarmels, Philipp Küttel, Irene Lombriser und Markus Wyser Bruno Jost ist in Personalunion Musiker, Bandleader und Entertainer. Er gastierte am Sonntag, 25. November 2012 mit seiner Erwachsenenband Adligenswil einmal mehr bei uns. Seit 2001 begeistert sie mit ihrem Repertoire unsere Gäste, diesmal so sehr, dass sie mit ihrem spontanen Szenenapplaus gleich zwei Zugaben forderten. Trudy Portmann, wohnhaft in Luzern, bekam Besuch von ihrem Bruder, Bruno Portmann, und sie kamen gleich noch in den Genuss der zwei letzten Stücke. Lina Saner kam aus Olten hergereist, um zusammen mit ihrer Tochter, Rosmarie Heusler , ihre Schwester, Elsbeth Müller, im Steinhof zu besuchen. Im ersten Teil spielten Dani Christen am Schlagzeug und Laurenz Müller am Piano zusammen mit Bruno Jost an der Klarinet-

te. Die Drei liessen es sich nicht nehmen Felicitas Rihs zu ihrem 89. Geburtstag zu gratulieren, den sie am 29. November feierte. Mit dem Stück "Csardas Fürstin" wollten sie sie an die jungen Jahre erinnern, in denen Ungarn für sie eine amouröse Bedeutung hatte. Überrascht wurde auch Monika Tschopp mit dem Stück "Petite Fleur". Sie sang viele Jahre im Gemischten Chor der Stadt Luzern, den Bruno Jost einst dirigierte. Hansjörg Eicher und Hedi Eicher kamen mit ihrer Schwägerin, Frida Meyer. Alle Drei waren sich einig: “unvergesslich diese Stimmung.” Als dann im zweiten Teil die Erwachsenenband mit 16 Musikerinnen und Musikern auftrat blieb vor Begeisterung beim Stück "Va pensiero" fast kein Auge trocken. Neu in der Band wirkte an der E-

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WIR ALS GASTGEBER ……………………………………………………………………….

Gitarre Heselhaus Sebastian, der früher bei James Last spielte. Neu dabei war auch Philipp Küttel, der in vielen Ländlerkapellen schon spielte und immer noch davon träumt einst mit den übrigen Mitgliedern der Erwachsenenband Adligenswil in Bad Kleinkirchheim, Kärnten in der TV-Sendung "Wenn die Musi spielt" aufzutreten. "Warum denn eigentlich nicht", meinte die ebenfalls neu in der Formation spielende Irene Lombriser. Und Pietro Capella und Franziska Brücker bekräftigten dies mit den Worten: "Es muss ja nicht immer Como sein!"

Zufrieden und glücklich ging der 94-jährige Franz Zimmermann nach Hause. Der ehemalige SPPolitiker im Kantonsrat in Luzern und SEV-Mitglied darf sich einer beneidenswerten Gesundheit erfreuen. Noch heute wohnt er in seiner eigenen Wohnung im Breitlachen und kocht selber. Sein Sonntagsmenü bestand aus Kartoffelstock, Ungarischem Gulasch und Krautstil aus dem eigenen Garten. Paul Otte, Heimleiter

Links: Franz Zimmermann, links, geniesst den Nachmittag zusammen mit Hansjörg Eicher

Unten rechts: Loni Egli, links und Margrith Christen liessen fast keinen Tanz aus. „Wenn es auch nur mehr Männer hätte zum Tanzen“, sagte Loni Egli

Unten links: Hedi Eicher und Frida Meyer , von links nach rechts, in Festlaune

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Traditionen verpflichten

Ein Höhepunkt im Jahr ist immer das Konzert des Luzerner Gambenensemble Traditionen haben nicht partout eine Garantie, dass man sie fortsetzt. Es sei denn, sie bestätigen sich Jahr für Jahr von neuem als Erfolg. So und nicht anders ist es beim traditionellen Adventskonzert, das dieses Jahr zum 23. Mal am 8. und 9. Dezember durchgeführt worden ist. Bei der ersten Aufführung primär waren die Bewohnerinnen und Bewohner des Steinhofs mit ihren Angehörigen und bei der zweiten waren es vorwiegend auswärtige Gäste, die sich vom stimmungsvollen Programm angesprochen fühlten. Unter der Leitung von Hanna Gut Hahn spielte sich das 18-köpfige Gambenensemble im Nu in die Herzen der Konzertbesucherinnen und –besucher. Das

ganze Konzert wurde wie gewohnt von Karl Hahn arrangiert, der im 2012 seinen 90. Geburtstag feiern durfte. An zweiter Stelle des Programms hat Karl Hahn aus verschiedenen Werken von Giuseppe Verdi bekannte Melodien ausgewählt und sie zu einer Verdiana zusammengesetzt, nämlich aus Rigoletto die Arie der Gilda, aus Traviata die Arie des Germont und aus Aida den Triumphmarsch. Fritz Riedweg verstand es mit präzisen Texten durchs Programm zu führen und die einzelnen Komponisten kurz vorzustellen. So wähnte man sich beim Stück "My Heart Will Go On" im Film Titanic, der 1997 unter der Regie von James Cameron entstanden ist. Die Kompo-

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sition stammte von James Horner und der Originalsong von Will Jennings, der dank der Interpretation von Céline Dion zu einem weltweiten Hit wurde. Sowohl Jennings als auch Horner erhielten je einen Oscar für die beste Originalmusik und den besten Originalsong. Bevor das Gambenensemble zum Andvents-Potpourri ansetzte, las Fritz Riedweg noch die Geschichte der vier Kerzen vor. Der grosse Applaus liess gar keine andere Variante zu noch eine Zugabe mit dem Stück "Das Ständchen" des niederländischen Komponisten Johnny Heykens. Vreny Müller, Präsidentin des Gambenensembles war begeistert vom Konzert und hofft weiterhin auf möglichst viele Passivmitglieder, die das Ensemble vom Schwarzenberg finanziell etwas unterstützen. Paul Otte, Heimleiter

Lukas Müller am Kontrabass

Geschichte der vier Kerzen Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: “ Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.” Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte:” Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.” Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: ” Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. ” Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: “ Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! “ Und fast fing es zu Weinen an. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: “ Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung! ”

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Beherbergung In der vierten und letzten Matinée im 2012 ging es am Sonntag, 16. Dezember 2012 um das Thema "Beherbergung: Was verstehen wir darunter?" Unter den aufmerksamen Zuhörerinnen weilten auch Theres Delb, Regina Baumgartner, Charlotte Kocher und Alida Eggerschwiler, die fast keine Matinée bis anhin ausliessen. Regula Erazo, Stellenleiterin der Kontakt- und Beratungsstelle für Sans Papiers in Luzern, ging im ersten Teil auf das Thema Beherbergung im Allgemeinen ein, um dann in einem zweiten Teil nur Bilder zu diesem Thema sprechen zu lassen. Bilder, die für sich sprachen, Bilder mit einer starken visuellen Botschaft. Beherbergung fasste Regula Erazo wie folgt zusammen: "Es geht um das Zusammenleben, um unsere Art von Beziehungen, darum, ob wir offen und liebevoll auf andere zugehen. einander einen warmen und wohlwollenden Raum, sowohl im Aussen wie im Innern, zugestehen. Beherbergung findet nicht nur im Aussen statt. Sie ist auch eine Form des Umgangs, des Zusammenlebens, des sich um den andern kümmern, sich für ihn interessieren, ihm aufmerksam zuhören, präsent sein." Beherbergung mit sich selber Für die Referentin gibt es jedoch noch eine andere Form von Beherbergung, nämlich jene mit sich selber, um richtig zu folgern, dass dies wohl eine Herausforderung besonderer Art ist. Es geht dabei um die Beantwortung persönlicher Fragen wie: Wie gehen wir mit uns selber um? Nehmen wir uns selber an? Gehen wir wohlwollend mit uns selber um? Heissen wir unsere Gefühle und Empfindungen willkommen, oder lehnen wir diese häufig ab? Leben im Kampf mit uns selber? Anders sein wollen? Nicht so, wie wir nun eben sind! Schliesslich ging sie im dritten Teil auf die Problematik der Sans Papiers in der Schweiz ein, jene Menschen, die ohne geregelten Aufenthalt in der Schweiz leben. Sie leben und arbeiten hier, im Schatten unserer Gesellschaft, denn sie dürfen ja nicht hier sein, sind jedoch gleichwohl hier. Regula Erazo betonte, dass es ihr nicht zustehe

zu urteilen, ob ihr Hiersein richtig oder falsch ist. Abschliessend konkretisierte sie die Situation von Sans Papiers an einem Beispiel: "Eine Frau aus einem Land in Lateinamerika kommt mit ihrer Tochter in die Schweiz. Ihr Mann ist umgebracht worden. Sie steht alleine da und sucht nach Möglichkeiten, ihr Leben und das ihrer Tochter bestmöglichst zu gestalten. Sie bekommt ein Angebot, in der Schweiz zu arbeiten. In ihrer verzweifelten Lage fragt sie nicht lange nach, worin diese Arbeit besteht und was damit alles verbunden ist. Sie will weg von ihren schmerzhaften Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Tod ihres Mannes. Sie will neu anfangen und ihrer Tochter eine gute Schulbildung ermöglichen.

Die Referentin, Regula Erazo anlässlich der Vierjahreszeiten-Matinée „Winter“

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In der Schweiz und schon verschuldet So unterschreibt sie alles, was ihr vorgelegt wird und kommt in die Schweiz. Hier erfährt sie bald, dass sie bis über beide Ohren verschuldet ist, denn alle Kosten ihrer Vermittlung und Reise werden ihr in hohen Summen berechnet. Ich würde sagen, fast schon als Leibeigene arbeitet sie bei ihrer Arbeitsgeberin, ohne Rechte, ohne Kontakt nach aussen, ohne die Sprache zu lernen. Ihre Tochter geht unter grosser Schweigepflicht zur Schule. Alle drei Monate wird die Schule gewechselt. Sie kann weder Freundinnen gewinnen, noch sich annähernd integrieren. Das geht eineinhalb Jahre so. Die Frau wird krank, die Tochter auch. Sozusagen dank der Krankheit kommen sie in Kontakt mit andern Leuten und langsam, langsam fängt die Frau an ihre Situation zu verstehen. Sie will da raus. Ein Freund nimmt sie auf, in einer andern Stadt und ohne Bedingungen oder Vorbehalt. So taucht sie unter, vor jenen Menschen, die

sie in die Schweiz geholt haben, aber auch vor der Behörde, denn nun hält sie sich illegal in der Schweiz auf. Nur langsam kann sie sich von all dem Erlebten erholen und wieder Mut und Fuss fassen. Ihre Tochter besucht nun seit einem Jahr die gleiche Schule und hat Freundinnen gewonnen. Weiterhin bemüht sie sich nicht aufzufallen, niemandem von ihrer Situation zu berichten, sich im Schatten zu bewegen. Die Frau hat Arbeit gefunden und kommt so über die Runden. Ein äusserst einfacher Lebensstil, bescheiden, unspektakulär, ohne grosse Ansprüche, ohne geregelten Aufenthalt. Fühlt sie sich hier in der Schweiz beherbergt, fragte ich sie. Sie antwortete sofort mit ja, dadurch dass einige, wenige Personen sie aufgenommen haben, dass ihre Tochter zur Schule gehen kann und vor allem auch dadurch, dass sie keiner Gewalt ausgesetzt ist, lediglich der Gefahr, aufgegriffen und zurückgeschaffen zu werden. Mit andern Worten: beherbergt im Schatten einer Gesellschaft, die sie von Gesetzes wegen nicht aufnehmen will." Der Tradition gehorchend wurden die Ausführungen von Regula Erazo musikalisch begleitet von Karl Hahn am Klavier, Hanna Gut Hahn an der Tenorgambe und Madeleine Bischof an der Querflöte. Paul Otte, Heimleiter

Madeleine Bischof an der Querflöte

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Schlager reihte sich an Schlager Jörg Bieri alias "De Seetaler" war am letzten Steinhof-Musikplausch des Jahres 2012 angesagt. Melodien, die das Herz berühren, reihten sich den ganzen Nachmittag aneinander. Es wurde geschunkelt und getanzt. Josef Blättler besuchte zusammen mit seiner Lebenspartnerin Rösli Käppeli seine Tochter Eveline Blättler. Die Musik erinnerte die Beiden an ihre schönen Ferien in Leutschach in Österreich, ganz in der Nähe von Seefeld. Und Tatjana Espositio besuchte ihre Grossmutter Anneliese Warth. Die Fachfrau Hauswirtschaft arbeitet im Alter- und Pflegeheim Herdschwand in Emmen. Nicht alltägliche Begegnungen Sie freuten sich sehr über das Wiedersehen: Agatha Sigrist-Keller traf im Steinhof Selma Bühler, der sie einst Firmpatin war und ihre Schwägerin Therese Bühler interessiert nahm Bruder Robert am Gespräch teil. Es zeigte sich sehr bald, dass die Grossmutter von Agatha Sigrist-Keller wie auch die Eltern von Bruder Robert von Bennau stammen und fast Haus an Haus wohnten. Ein Besuch, der sichtlich Freude machte war jener von Armin Aschwanden bei Augusta Wyss. Vor 20 Jahren war sie seine Schlummermutter als er in Littau in die Lehre als Briefträger ging. Noch heute arbeitet er bei der Post doch jetzt als Paketträger. Mit "Cio Amore", "Rot, rot, rot sind die Rosen" reihte sich Schlager an Schlager. Doch auch die Volksmusik kam nicht zu kurz mit Titeln wie "Uf em Stoos ob Schwyz", "am stillen Bergsee oder "aus Böhmen kommt die Musik". Paul Otte, Heimleiter

Oben: „De Seetaler“, Jörg Bieri, sorgt für Stimmung Mitte: Anneliese Warth geniesst den Besuch von Tatjana Esposito Unten: Ein Tanz in Ehren. Heidi Jenni mit Hermann Stadelmann

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Erstes Wiedersehen seit der Primarschule

Walter Buob am Bass ein Virtuos Am letzten Sonntag im November geschah es, dass sich Brigitte Kiener und Toni Erni seit der 3. Primarklasse im Schulhaus Tribschen zum ersten Mal im Steinhof wieder sahen. Er kann sich noch gut daran erinnern, dass ihm Brigitte eine Kappe gestrickt hatte. Am Sonntag, 27. Januar 2013, als die Formation „No Name“ zur Steinhof-Musikplausch Saison 2013 blies, musste Brigitte Kiener zusammen mit ihrem Mann Bruno Kiener lange warten. Doch als er endlich erschien blieb noch viel Zeit, um die eine oder andere Anekdote von damals zu erzählen. Unter den Gästen weilten auch Otto Vögtli und Erika Pizzato. Beide kennen sich schon seit 22 Jahren und kommen gerne in den Steinhof, wenn die Musik spielt. Und wie sie spielte. Als Sänger und an der Trompete Adi Hofmann, an der Handorgel Edi Bet-

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schart, an der Trompete Hansjörg Bucher und am Schlagzeug Daniel Christen. Letzterer hatte an diesem Tag noch andere Pläne. Er wollte mit seiner Lebenspartnerin Marlene Schnarwiler ein gutes Nachtessen kochen und den Abend so richtig geniessen. Hansjörg Bucher erinnerte sich noch gut daran, wie er einst von Angy Burri gefragt wurde, bei den Apaches mit zuspielen. Eigentlich hätte es ihn noch gereizt, aber nur einen Lendenschurz zu tragen beim Auftritt, das wäre nicht sein Ding gewesen. Adi Hofmann war in Gedanken hin und wieder beim PirelliKalender 2013, wo er vor dem Problem stand, die viel zu wenigen, begehrten Kalender gerecht zu verteilen. Geburtstage wurden auch gefeierte. Zwar im Voraus, aber die Gelegenheit musste gepackt werden. René Hartmann war mit seiner Frau Heidi Hartmann zugegen und man gratulierte ihm zum Geburtstag, den er am 30. Januar feiern darf. Als ehemaliger Musiker freute ihn das natürlich speziell. Nicht minder erfreuten die Geburtstagswünsche Ruth Kurzmeier vom Brändi-Stöckli in Horw. Am gleichen Tag durfte sie nämlich den 75. Geburtstag feiern. Unter den Gästen weilte auch die ehemalige Bandleaderin Pia Nussbaumer von den Coco Nuts. Und vom internationalen Oberkrainerverein weilten Doris und Hardy Zwyssig unter den Gästen. Schliesslich verstehen sich die „No Name“ als die Luzerner Oberkrainer, und das wollten sich die Zwei nicht entgehen lassen. Begleitet wurden sie von Edi und Lisbeth Scherer. Zwei die gerne tanzen und jeden Montag mit dem Ehepaar Zwyssig diesem Hobby frönen. Martha und Günther Schöllkopf genossen den musikalischen Nachmittag bei einer guten Flasche Rotwein, dem Castello Steinhof, während Peter Klaus zusammen mit seiner Frau Vreni sich mit Alexandra Salierno unterhielten, die früher mit ihnen jeweils Skilager durchführte. Paul Otte, Heimleiter


EIN SPAZIERGANG …………………………………………………………………………...

Lasst hören aus alten Zeiten... Im luzernisch-aargauischen Mittelland kann man sich eigentlich nicht verirren. Helfen Wegweiser und gutes Kartenmaterial dem Spaziergänger nicht weiter, fragt er sich einfach: Wo ist Beromünster? Nicht der «Flecken» mit seinem barocken Stiftsbezirk, sondern die Landmarke auf dem Blosenberg zwischen Sempachersee und Lindenberg. Stolze 215 Meter reckt sich der alte Mittelwellen-Sendeturm in den Himmel und überragt damit mit seiner Spitze die 1000er Marke. Heute funkt’s nicht mehr von «Beromünster». Der Sender ist stillgelegt und unter Denkmalschutz, das Betriebsgebäude ein Kultur-Ort. Beim Spaziergang über den Blosenberg an einem dieser winterlichen Vorfrühlingstage wurden Erinnerungen wach, Erinnerungen an die Zeit, als «Beromünster» die Stimme der Schweiz war. Singende Dachkänel Noch bis in die frühen 2000er Jahre war das eine Attraktion auf dem Blosenberg-Spaziergang. Auf dem Hof Ober-Blosenberg in der Gemeinde Gunzwil LU bei Beromünster redeten, sangen und musizierten die Dachkänel. Aus ihnen tönte Beromünster, das Programm des nahen Sendeturms. Bauer Lang fand das nicht so lustig. Einige seiner Milchkühe liessen in der Leistung stark nach. Das hatte zweitens mit der neuen Inneneinrichtung zu tun – viel Metall im Stall. Aber erstens und ursächlich war die Strahlung schuld. Die Stalleinrichtung brachte die Mittelwelle im Kuhstall zum Klingen. Das gab nicht nur Bauer Lang zu denken. Mobiltelefonie und generell die zunehmende Nutzung der Funktechnologie sensibilisierten immer mehr Menschen für möglicherweise schädliche Wirkungen der nichtionisierenden Strahlung NISV. Grenzwerte wurden definiert und strenge Vorschriften erlassen. Das war das Ende von «Beromünster». Der Sender war nun bloss noch eine Strahlenschleuder und nicht mehr Stimme der Schweiz. Um Mitternacht am 28. Dezember 2008 verstummte sie.

Beromünsters Mittelwelle war nicht zur Freude der Kühe Name aus dem 11. Jahrhundert Die Geschichte von «Beromünster» begann 1931. Als Standort für den ersten Mittelwellen-Sender in der Deutschschweiz hatten die Rundfunk-Experten der Eidgenössischen Obertelegraphendirektion den Blosenberg bestimmt. Der Hügelrücken zwischen Sempachersee und Seetal liegt ungefähr in der Mitte des Sendegebiets. Aber wäre das eine StationsAnsage gewesen: «Landessender Blosenberg»?Als Sendername neben so klingenden MW-Stationen wie «Lyon»! «Praha»! «Stuttgart»! «Moscow»! «Hilversum»! Nein, Blosenberg ging nicht. Auch die damals übliche Praxis, den Sender nach der Standortgemeinde zu benennen überzeugte nicht: Gunzwil, «Gonzbu» hätte nicht viel hergemacht im internationalen Wettbewerb der Sendernamen. «Münster», die Nach-

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EIN SPAZIERGANG …………………………………………………………………………..

bargemeinde am Blosenberg, hätte sich schon eher angeboten. Doch im deutschen Münster gab’s damals auch einen starken MW-Sender – der Name war also nicht zu haben. «Kurzerhand erinnerte man sich in Münster des Namens Beromünster», schreibt Lokalhistoriker Anton Suter in seiner Ortsgeschichte. Die Männer von «Möischter» müssen ein gutes Gedächtnis gehabt haben: «Beronis monasterium», «Beros Münster» heisst das Stift in der Gründungsurkunde vom 9. Februar 1036. Die Idee der Möischterer - «Beromünster» - wurde zum Synonym für den Landessender und für neutrale, kompetente Information während der NS-Herrschaft in Europa. Und «Möischter» kam so zu seinem heute amtlichen Namen Beromünster. Mit dem Namen «Beromünster» sind viele herausragende, unvergessliche Sendungen verknüpft. Die wohl meist gehörten gehören allerdings nicht zur gelehrten Mediengeschichte. Es waren die Pausenzeichen: «Chum Bueb und lueg dis Ländli aa» fürs Studio Zürich, «z’Basel a mim Rhyy» für Basel und «Zyt isch do» für die Sendungen aus Bern. Mit diesem Berner Pausenzeichen hat es eine besondere Bewandtnis. Im Dezember 1926 setzte mitten in einem Konzert von Radio Bern ein Kurzschluss auf der Bühne den Sender ausser Betrieb. Draussen im Land drang nur noch Brummen aus den Empfängern. Im Konzertsaal wurde die technische Panne mit der Spontaneinlage des Mundartliedes «Zyt isch do» durch eine Konzertsängerin überbrückt. Das Publikum war begeistert, verlangte und bekam eine Wiederholung. In diesem Moment war die Störung auch schon behoben – und «Zyt isch do» war fortan das Pausenzeichen aus Bern. Es blieb 40 Jahre «auf Sendung». Legendäre Stimmen Beim Spaziergang zum und am Sendemast auf dem Blosenberg werden auch Erinnerungen an legendäre Stimmen wach. Wissen Sie noch: Vico Rigassi (19051983)? Er war der erste schweizerische Vollprofi-

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Radioreporter. Der junge Mann aus Stampa im Bergell war mit 30 bereits eine nationale MedienPersönlichkeit. Denn Vico, perfekt dreisprachig, berichtete Live von ein und demselben Anlass für Sottens, Beromünster und Monte Ceneri. Rigassi berichtete über Eishockey, Ski alpin, Skispringen, Rudern, Radrennen und Live. Wenn Vico Rigassis Reportagen kamen, gewannen die Wettkämpfe Farbe und die Athleten bekamen ein Gesicht. Rigassis «Drei-Sprachen-Reportagen» hatten einen ganz banalen Grund: «Im Ausland gab’s für die Schweiz jeweils nur eine Leitung,» erklärte er später. «Die mussten wir für alle drei Landessender nutzen.» Aber Rigassis Geheimnis war noch ein anderes. 1938, bei der Eishockey WM in Prag, sang er in der Live-Reportage mit zwei rätoromanischen Spielern ein romanisches Volkslied - «echli falsch, aber s’Härz isch derbii gsii». «Beromünster» schuf Stimmen fürs Schweizerland. Hans O. Staub, Roswitha Schmalenbach, Jean-Pierre Gerwig, Sepp Renggli, Elisabeth Schnell, Theodor Haller und, natürlich – «Heiner Gautschi aus New York». 1949 trat er den Korrespondentenposten an – er war auf einem mittelgrossen französischen Ozeandampfer angereist. Zuerst wohnte Gautschi in einer Jugendherberge, danach Downtown Manhattan. Für die Radiohörer der 1950er und 1960er Jahre war Gautschi «Amerika». Eine ganze Generation erinnert sich Zeit ihres Lebens an seine Einschaltung am Abend des 22. November 1963, als er Live von der Ermordung John F. Kennedys berichtete. Ein Spaziergang über den unscheinbaren Blosenberg kann zu allerhand Gedanken-Reisen in alte Zeiten führen. Hanns Fuchs, Journalist


UNSERE JUBILARINNEN UND JUBILARE …………………………………………………..

Maria Stadelmann feierte am 12.03.2013 ihren 97. Geburtstag

Anna Bucher feiert am 03.04.2013 ihren 98. Geburtstag

Anna Nuber feiert am 13.04.2013 ihren 103. Geburtstag

Herzliche Gratulation Pflegeheim Steinhof - Steinhofblatt März 2013

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GUIDO‘S COMIC—SEITE ……………………………………………………………………..

Originalbrief von Guido Obertüfer Liebe Steinhofblatt Leserinnen und Leser Ich grüsse Euch ganz recht herzlichst. Auf grossen Wunsch vieler, und einem herzlichen Gespräch mit Herrn Otte, der mir alternativen zeigte. Und das anhören des tiefen bedauern vieler lieben Menschen, das mir zuherzen ging. Entschliesse ich mich mit der Comic-Serie weiterzumachen. Das soll ein verspätetes WeihnachtsGeschenk meinerseits sein. Ich beginne mit dem FUMETTO-COMIC das die liebe Frau Professor Edith Koch, sogerne darin sehen möchte. Ganz recht herzlichst grüsst Euch alle Euer Guido Obertüfer (Das Steinhofschlitzohr)

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STEINHART NACHGEFRAGT ………………………………...……………………………..

Rachel Meier, Bereichsleiterin Hauswirtschaft

Rachel Meier bei der Verteilung der Berufskleider Vis à vis von mir sitzt heute im Steinhof Rachel Meier. Sie ist seit 30. Juli 1990 als Bereichsleiterin Hauswirtschaft angestellt. Ihr obliegt nicht nur die Leitung der Hauswirtschaft, sondern auch der „Gastwirtschaft zum Steinhof“. Mit Interesse hörte ich ihr zu und bin überzeugt, dass es auch unsere Leserinnen und Leser interessiert was sie uns zu erzählen hat. Sie sind Bereichsleiterin Hauswirtschaft, und in dieser Funktion sind Sie auch Mitglied der Heimleitung. Was alles beinhaltet Ihre Funktion an Aufgaben? Rachel Meier: Es ist ein breites Tätigkeitsgebiet. Im Steinhof gehören dazu vier Schwerpunkte, nämlich

die Reinigung, die Wäscheversorgung, die Dekoration der allgemeinen Räume und die Gastwirtschaft zum Steinhof. Die Wäscheversorgung erfolgt im Steinhof etwas anders als in den übrigen Heimen. Was ist da so speziell? Rachel Meier: In der Regel wird die Bewohnerwäsche, oft sogar auch die Bett- und Frottewäsche, in den Heimen selber gewaschen. Anders im Steinhof: Sie wird nicht durch den Steinhof selber besorgt, sondern diese Leistung erfolgt durch die Wäscherei Metzger in Luzern. Täglich wird die saubere Wäsche zurückgebracht und die schmutzige Wäsche durch die Wäscherei abge-

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STEINHART NACHGEFRAGT ………………………………………………………………..

holt, wo sie gewaschen, gebügelt und aufbereitet wird. Nebst der Bewohnerwäsche gilt dies auch für die Berufskleider sowie die Bett- und Frottewäsche. Zur Wäscheversorgung gehört überdies eine Näherin im Teilpensum, die Flickarbeiten vornimmt.

den. Täglich kann man unter drei Menüs auswählen. An Sonntagen und allgemeinen Feiertagen empfehlen wir den Platz vorher zu reservieren. Gerade diese Tage werden sehr viel von Angehörigen genutzt, die mit Bewohnern das Essen im Restaurant einnehmen.

Speziell in Bezug auf die Grösse des Heims ist sicher auch die Gastwirtschaft zum Steinhof. Sie ist Ihnen auch unterstellt. Können Sie sie unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen.

Sie sind seit Sommer 1990 im Steinhof tätig. Wie muss man sich damals den Steinhof vorstellen?

Rachel Meier: Wir verpflegen dort Bewohner, die noch einen hohen Selbständigkeitsgrad haben, Mitarbeiter, Angehörige und externe Gäste. Am Mittag sind dies zwischen 40 und 60 Gäste. Darüber hinaus bieten wir auch einen Bankettservice an, sei es am Mittag oder auch am Abend. Was ist Ihre Philosophie für die Gastwirtschaft? Rachel Meier: Das oberste Ziel muss jeden Tag sein als gastfreundlich von unseren Gästen wahrgenommen zu werden. Ein weiteres Ziel ist, dass wir die meisten Produkte, die wir anbieten, selber oder zum Teil wenigstens bei uns herstellen. Es gibt immer saisonale Angebote, wie beispielsweise bei der Patisserie. Sie sprachen vorher vom Bankettservice. Ich verstehe darunter, dass ich mit meinem Kaninchenverein oder Jodlerclub die Vereinsversammlung im Steinhof durchführen könnte? Rachel Meier: Ja. Wir können hier problemlos Anlässe bis zu 60 Personen durchführen. Von aussen kommende Essensanfragen sind für das Küchen- und Servicepersonal immer etwas Spezielles, dem wir uns gerne stellen. Es gibt nichts Schöneres als am Schluss ein ehrliches Kompliment von Kunden zu erhalten. Ist denn die "Gastwirtschaft zum Steinhof" auch für auswärtige Gäste offen? Rachel Meier: Ja, wir verpflegen sehr gerne auswärtige Gäste, sei es unter der Woche oder auch an Wochenen-

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Rachel Meier: Er sah damals ganz anders sein. Dort wo heute der Pflegetrakt "Sonnehuus" steht, war eine grosse Baugrube ausgehoben. Der übrige Steinhof sah so aus, wie meine Grossmutter davon jeweils erzählt. Es gab nur Einerzimmer, jedoch sehr kleine, die gerade Platz für ein Bett, ein Nachttischchen, einen Tisch und einen Schrank boten. Mit all dem war das Zimmer randvoll. Platz für weitere Möbelstücke fehlte. Es waren sehr kleine und auch dunkle Zimmer. Was war die eindrücklichste Veränderung in diesen 23 Jahren? Rachel Meier: Die grösste Veränderung war sicher die Professionalisierung in allen Bereichen. Beispielweise bestand das Verpflegungsangebot vor 23 Jahren aus nur einem Menü. Einen grossen Wandel machte auch die heutige "Gastwirtschaft zum Steinhof" durch. Früher war das eine einfache Cafeteria, die am Nachmittag währende zwei Stunden offen war. Heute sind wir für die Bewohner und Gäste von 0900h bis 18.00h offen. Einen Wandel erlebte auch die Hauswirtschaft in Bezug auf die Reinigungstechnik. Früher kamen ausschliesslich Schrupper, Lappen und Wasser zum Einsatz bei der Reinigung. Sie sprachen davon, dass sich die Reinigungstechnik verändert hat. Verfolgt der Steinhof in Bezug auf die Reinigung eine spezielle Philosophie? Rachel Meier: Wir achten darauf, dass wir in der täglichen Reinigung umweltgerechte Mittel einsetzen. In der Grundreinigung, die einmal pro Jahr erfolgt, müssen wir zum Teil andere Mittel einsetzen.


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Wie sieht das heute bei umweltgerechten Reinigungsmitteln aus. Muss man da Konzessionen in Bezug auf Qualität und Reinigung eingehen? Rachel Meier: Nein, da staunt man. Im Preis sind die Produkte absolut konkurrenzfähig, ja sie sind sogar zum Teil günstiger als herkömmliche Mittel und was die Qualität anbelangt gibt es grundsätzlich auch keine Unterschiede zu konventionellen Mitteln. Hier mussten wir einfach bei der Dosierung Erfahrungen sammeln, bis wir die gleiche Qualität erreichten. Wieviele Mitarbeitende sind Ihnen unterstellt? Rachel Meier: In der Reinigung sind es 20 Mitarbeiterinnen, was 11 Vollzeitstellen ergibt; in der Gastwirtschaft 10 Mitarbeiterinnen, was 4.5 Vollzeitstellen entspricht. Beide Gruppen werden von einer direkten Vorgesetzten geführt. Gerade in der Reinigung arbeiten grossmehrheitlich Mitarbeitende aus den verschiedensten Nationen. Ich stelle mir vor, dass dies in der Kommunikation auch zu speziellen Herausforderungen führt. Wie sehen Sie das? Rachel Meier: Ja, da haben Sie Recht. Zurzeit kommen die Mitarbeiterinnen aus Spanien, Italien, Philippinen, Afrika, Sri Lanka und Osteuropa. Das führt zum Teil natürlich zu Missverständnissen untereinander, aber auch für uns Führungspersonen ist das eine spezielle Herausforderung. Bei jeder Anweisung muss man sich immer wieder vergewissern, ob sie auch tatsächlich verstanden worden ist. Wenn man schon während 23 Jahren in der gleichen Institution tätig ist, gibt es vielleicht auch eine lustige Anekdote, die Sie unseren Leserinnen und Leser nicht vorenthalten möchten? Rachel Meier: Spontan in den Sinn kommt mir eine Situationskomik, über die wir auch später immer wieder lachen mussten. Es handelte sich um eine Mitarbeiterin der Administration, die den Leiter des

Die Dekoration der öffentlichen Räume gehört auch zur Tätigkeit als Bereichsleiterin Hauswirtschaft techn. Dienstes ärgern wollte. Sie jagte ihn in den Warenlift. Dieser ging einen Stock hinunter und die Mitarbeiterin wartete gespannt vor dem Lift in der Erwartung er komme mit dem Lift wieder hoch. Sie stellte sich vor den Lift und machte eine Grimasse. Doch aus dem Lift kam nicht der Leiter des techn. Dienstes sondern der Vorsteher der Brüdergemeinschaft, Bruder Tutilo. Wenn wir im Leben von Rachel Meier weiter zurückblicken, so ist sicher von Interesse, wie Sie ihre Kindheit verbracht haben. Rachel Meier: Ich wuchs in Schenkon, einem kleinen Bauerndorf mit 520 Einwohnern, zusammen

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STEINHART NACHGEFRAGT ………………………………………………………………...

mit zwei Brüdern auf. Dort besuchte ich auch die Primarschule, wo immer zwei Klassen im gleichen Schulzimmer waren. Von diesem ganz kleinen Dorf ging es dann in die für uns grosse Stadt Sursee. Dort besuchte ich die Sekundarschule und wechselte nach drei Jahren in die Kantonsschule. Nach der Kantonsschule wusste ich nicht, was ich eigentlich wollte. Beim Berufsberater wurde mir der Beruf einer Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin vorgeschlagen. Nach einem positiven Schnupperpraktikum, wo es mir sehr gut gefallen hat, entschied ich mich dann für diesen Beruf. Orientieren Sie sich in Ihrem Leben nach einer Lebensweisheit? Rachel Meier: Etwas das mir wichtig ist, heisst für mich positiv durchs Leben zu gehen. Praktisch umgesetzt nach vorwärts zu schauen und bei einem negativen Vorfall das Positive zu sehen, indem man daraus lernt und die Chance ergreift die Sache zu verbessern.

für Sie der eigentliche Bestseller ist und bleibt und sie ihn von Zeit zu Zeit auch wieder lesen? Rachel Meier: Spontan eigentlich nicht. Ich glaube in meinem Leben habe ich nie ein Buch zweimal gelesen. Es ist auch eine Angewohnheit von mir, Bücher die ich gelesen habe, weiterzugeben. Was für Gegenstände stellen Sie beim Töpfern her? Rachel Meier: Es ist eine bunte Mischung. Ich bin da gar nicht auf einer Linie. Im Atelier, wo ich mein Hobby ausübe, bin ich absolut frei, was ich gerade herstellen will. Das kann eine Schale sein, eine Figur, eine Vase, ein Krug, je nach Lust und Stimmung. Was machen Sie dann mit den vielen Gegenständen? Sind alle bei Ihnen zu Hause ausgestellt, verschenke Sie sie oder ist sogar damit zu rechnen, dass Sie einst eine Ausstellung im Steinhof realisieren?

Und wie macht man das? Das ist ja nicht immer so einfach? Rachel Meier: (lacht herzhaft) Konkret kann ich es Ihnen nicht sagen. Es kommt sicher auf die Einstellung an und vielleicht auch was für eine Person man ist. Wie tanken Sie für sich neue Energie bzw wie erholen Sie sich vom Berufsalltag?

Rachel Meier: Die meisten Sachen verschenke ich. Dann kann es auch vorkommen, dass ich nach zwei bis drei Jahren Gegenstände mit einem Hammer zerschlage. Ich habe da gar keine Probleme, mich von alten Sachen zu trennen. Da gehe ich sehr pragmatisch und emotionslos vor. Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Ferien?

Rachel Meier: Es gibt drei bis vier Sachen, bei denen ich mich erholen kann. Beispielsweise gehe ich wöchentlich einmal Schwimmen und einmal Töpfern, und dann verbringe ich sehr viel Zeit auch mit Lesen. Als dann versuche ich meinen zwei Gottenkindern möglichst gerecht zu sein und gehe sie regelmässig besuchen.

Rachel Meier: Ich versuche mich einmal im Jahr etwas verwöhnen zu lassen in einem schönen Wellness Hotel. Am liebsten zieht es mich dabei nach Österreich. Alle zwei bis drei Jahre unternehme ich eine grössere Reise in ein fernes Land. Was war für Sie die tollste Reise?

Haben Sie beim Lesestoff eine Vorliebe? Rachel Meier: Es sind zwei Themenfelder. Einerseits leichte Krimis und dann Frauenbiographien.

Rachel Meier: Die spannendsten und zugleich die tollsten Reisen waren jene zwei nach China. Was war dann das Faszinierendste?

Gibt es ein Buch das Sie zum Lesen empfehlen können, weil es

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Rachel Meier: Beeindruckt hat mich, dass man sich ausserhalb der grösseren Städte ohne der chinesischen Sprache kundig zu sein nicht mehr verständigen kann. Allein schon eine Stunde ausserhalb Peking nützt einem die englische Sprache nichts mehr. Entweder man kann Chinesisch oder man versucht, sich mit Gestik zu verständigen. Wenn man viel reist, muss man Fremdsprachen kennen. Wie sieht das bei Ihnen aus? Rachel Meier: Mit Englisch kann ich mich recht gut verständigen im Ausland. Hingegen ist das nicht meine Lieblingssprache. Diese ist das Italienische. Als ich noch im Kindergarten war, besuchte ich mit meinem Grossvater jeweils Baustellen, wo man damals ausschliesslich Italienisch sprach. Ich war von dieser Sprache angetan, lernte sie später in der Schule und heute kann ich die Sprache bei der Arbeit anwenden. Mein persönlicher Eindruck ist, dass Sie auch sehr an der Politik interessiert sind. Was sind aus Ihrer Sicht die grossen Herausforderungen der Zukunft? Rachel Meier: (lacht) Was ich heute in der Politik vermisse ist das langfristige Denken. Ich habe den Eindruck, früher war das noch eher der Fall. Heute interessiert die Politiker verstärkt das Kurzfristige und das persönliche Interesse, ihre Wiederwahl sicherzustellen.

Wäre es denn nicht ein Zeichen der Zeit, dass Sie sich für ein politisches Amt wählen lassen würden? Rachel Meier: (lacht laut und anhaltend) Ich glaube, ich wäre nicht die geeignete Person dazu. Ich würde mich nur fortlaufend ärgern. Ich erlebe Sie als sehr ruhigen, überlegten und ausgeglichenen Menschen. Gibt es etwas, das Sie in Rage bringt? Rachel Meier: Etwas was mich rasch auf die Palme bringt ist, wenn man mir etwas nicht mehr im gleichen Zustand zurückbringt als ich es ausgeliehen habe. Das kann beispielsweise ein Buch sein oder wenn ich etwas aus dem Lager im Steinhof herausgebe. Wenn das eintrifft, dann muss ich mich sehr beherrschen bevor ich reagiere. An was erfreuen Sie sich besonders? Rachel Meier: In erster Linie an der Natur. Ich habe selber ein Stück Wald und bewundere dort immer wieder den Wechsel der Jahreszeiten, wie im Herbst die Blätter fallen, die Natur setzt sich zur Ruhe, und im Frühling erwacht alles wieder. Aber fragen Sie mich nicht nach der Grösse des Waldes. (lacht anhaltend) Ich müsste buchstäblich im Grundbuch nachschauen. Paul Otte, Heimleiter

Name / Vorname:

Rachel Meier

Geburtsdatum:

9. März 1965

Sternzeichen:

Fisch

Hobby:

Schwimmen, Lesen, Töpfern

Lieblingsessen:

Gehacktes und Hörnli

Lieblingsgetränk:

Tee

Lieblingsfarbe:

Blau

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GEDICHT ……………………………………………………………………………………...

Nicht nur dein Lächeln nicht nur in deinen Augen dein Lächeln auch in deinen Händen dein Lächeln nicht nur um deinen Mund dein Lächeln auch in deiner Stimme und erst dein Lächeln in mir! Anke Maggauer-Kirsche

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DAS STEINHOF—PERSONAL ……………………………………………………………...

Uli Peter Mitarbeiter Administration Eintritt 05.11.2012

Claudia Vulker Tagesleiterin Gastwirtschaft Eintritt 07.01.2013

Sandra Pesch Pflegemitarbeiterin Sonnehuus DG Eintritt 12.11.2012

Veronica Kuner Aktivierungstherapeutin Eintritt 01.02.2013

Herzlich Willkommen Pflegeheim Steinhof - Steinhofblatt März 2013

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GRATULATIONEN………………….………………………………………………………….

… zum Dienstjubiläum

Martina Fernandez Fikrete Nuhiji-Kraba Carmela Grippo Vanja Bekcic

zum 5-Jahr-Jubiläum zum 5-Jahr-Jubiläum zum 15-Jahr-Jubiläum zum 5-Jahr-Jubiläum

am 1. März 2013 am 1. April 2013 am 1. Mai 2013 am 15. Mai 2013

… zum Ausbildungsabschluss

Herzliche Gratulation an Margrith Zimmermann und Halim Buqai, sie haben mit grossem Erfolg die Ausbildung Kinaesthetics-Trainer/in Stufe 1 abgeschlossen.

Herzliche Glückwünsche 26

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ANLÄSSE ……………………………………………………………………………………….

Dora und Annabelle im Pflegeheim Steinhof

Regina Huber als Dora Zack bringt die Bewohnerinnen und Bewohner zum Lachen Ein November-Donnerstag im Pflegeheim Steinhof. Für uns, Regina Huber und Christine Vonarburg, ein ganz besonderer Donnerstag. Die Clownin in mir, Annabelle Zack, ist freudig aufgeregt. In Vorfreude auf den Besuch bei der Steinhof-Familie. Kurz nach 14.00 betreten die Clowninnen Dora und Annabelle das Steinhof-Gebäude, ein helles und offenes Haus. Von Margrit Zimmermann (Stl. Pflegedienstleistung) werden wir freundlich empfangen. Und schon beginnt unser Wirken und Tun. Auf in

die erste Abteilung. Grüezi, hallo. Beim sich begegnen, ein Lachen, ein Staunen, eine Unsicherheit... Friedel, unsere Stoffratte, begleitet uns und zaubert mit uns Seifenblattern, Schneeflocken hervor. Momente des Lächelns, der Selbstvergessenheit auf den Gesichtern der Frauen und Männer. Freude und Amüsement über die eigenen kleinen Unzulänglichkeiten. Hier wird Friedel gekräbbelt, Annabelle wird an den dicken und ausgestopften Po gefasst, Hände berühren meine rote Nase. Ade, auf Wiedersehen.

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ANLÄSSE ……………………………………………………………………………………….

Von Abteilung zu Abteilung ziehen wir, auch in die Cafeteria und die Hauswirtschaft, bis zum Empfang. Wir singen und tanzen, wir putzen die Wintermüdigkeit und die kleinen Sorgen weg. Lachen, Schmunzeln, Staunen auf den unterschiedlichen Gesichtern, die wir treffen. Karl Valentin: Wer am Ende ist, kann von vorn anfangen, denn das Ende ist der Anfang von der anderen Seite Wir sahen in leuchtende Augenpaare, als wir mit meinem Fotoapparat Aufnahmen schoss und den Porträtierten das "verrückte Ergebnis" übergeben konnten. Der Eine war plötzlich eine bekannte Persönlichkeit wie Barack Obama und andere sahen sich als wildes Tier wieder. Als Clowninnen stellen wir Gewohntes auf den Kopf und geniessen die spürbare Lebendigkeit. Und immer wieder treffen wir auf SteinhofBesucher, auch Kinder, und schwups wird ein Tuch zum Verschwinden gebracht, ein Ballon in einen Hund verwandelt, eine Blume hinter dem Ohr hervorgezaubert. Wir beobachten, wie Lebensfreude spürbar wird. Ein Gefühl zu wissen, „Wir sind zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“. Es war schön dabei sein zu dürfen und sich von den "Steinhofern" tragen zu lassen. Dadurch konnten wir uns als Clowns in das verwandeln, was wir miterlebten. Auf Wiedersehen und bis nächsten Mal. Christine Vonarburg, „Annabelle Zack“

Oben: Christine Vonarburg als Annabelle Zack spielt eine Coiffeusin Mitte: Dora Zack zaubert mit Seifenblasen Unten: Annabelle Zack lässt Bewohner nur so staunen

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Ein Jasschampion ward geboren

Der stolze Sieger des ersten Jassturniers im Steinhof: Radi Röösli Am 24. November 2012 fand im Steinhof das erste Jassturnier um den Steinhof-Pokal statt. Die Erwartungen waren gross. Die Frage aller Fragen: "Wie viele Teilnehmer werden wohl kommen?" Eines vorweg: 60 Teilnehmer und Teilnehmerinnen nahmen daran teil. Der jüngste war gerade mal sieben Jahre alt und hiess Linus Kerngast. Geht das wohl gut, fragte man sich gemeinhin. Begleitet wurde er von seiner Grossmutter Lisbeth Lang-Ruckli. Seit Jahren jasst er mit seinen Grosseltern und hat so ein Können im Jassen entwickelt, das alle verblüffte. Es erstaunte daher kaum, dass er mit 3'387 Punkten den 29. Rang erreichte von 60 Teilnehmenden. Die Turnierleitung hatte flugs die Idee, noch einen Sonderpreis für den besten Nachwuchsspieler zu stiften:

eine Einladung an ihn und seine Eltern Irène Lang Kerngast und Bernd Kerngast. Es wurde sehr gut gejasst. In der Vorrunde konnte man den Partner frei wählen. In der Hauptrunde wurde nach jeder Runde ein neuer Partner zugelost. Ein grosses Kompliment an alle. Es war ein "friedliches" Jassen, so wie es eigentlich sein sollte, aber leider nicht vorausgesetzt werden kann. Sechs Bewohner und Bewohnerinnen waren auch im Turnier integriert. Brigitte Marucelli war begleitet von ihren Töchtern Daniela Grisiger und Esther Wüest. Sie freute sich riesig auf diesen Anlass und war mit Begeisterung dabei. Mit 3'519 Punkten wurde sie auch auf dem guten 19. Rang platziert. Ihr Schwiegersohn Gregor Wüest schaffte es sogar auf den 13. Rang. Er war mit dieser Platzierung überglücklich. Sonst hadert er immer etwas mit dem Kartenglück. Doch zusammen mit Josef Imfeld und Bruno Bienz war er gerade mal eine Woche zuvor an einem Jassweekend im Tessin, wo sich die Drei intensiv auf dieses Turnier vorbereiteten. Beim einen hat es genützt, bei Josef Imfeld mit dem 48. Rang ein klein wenig, und bei Bruno Bienz mit dem 55. Rang war für einmal Hopfen und Malz verloren. Maria Stadelmann platzierte sich mit 3'572 Punkten auf dem hervorragenden 14. Rang. Mit ihren 96 Jahren ein sensationelles Ergebnis. Was man dazu sagen kann: "Gelernt ist gelernt!" Heute wird ja wieder viel gesprochen von Frauenquote. Beim Jassen braucht es da sicher keine politischen Vorstösse. Mit 42% war sie am Turnier nämlich sehr hoch. Den Sonderpreis für den besten Bewohner bzw Bewohnerin gewann Valentin Renggli. Er rangierte mit 3'609 Punkten auf dem sehr guten 11. Rang. Gefragt nach dem Rezept antwortete er: "Ich war schon angespannt. Aber beim Verteilen der Karten blieb ich immer sehr gelassen." Bei der Brüdergemeinschaft war das Jassen immer eine schöne Freizeitbeschäftigung. So machten auch zwei Brüder mit, nämlich Bruder Dominik und Bruder Josef. Beide schätzten die gute Stimmung, wie auch Margrith Zimmermann, die von Buochs ans Turnier ge-

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ANLÄSSE ……………………………………………………………………………………….

reist war. Sie ist eine ambitionierte Jasserin, die viel an Jassturnieren teilnimmt, aber noch nie eine so angenehme Atmosphäre vorfand. Mit 3'504 Punkten und im 20. Rang erreichte sie auch ein gutes Ergebnis. Schliesslich ging es um die drei besten Jasser des Tages. Und da schlossen die Frauen wiederum bestens ab: Doris Zwyssig auf dem 3. Rang (3'825 Punkte) und Lisbeth Lang-Ruckli auf dem 2. Rang (3'883 Punkte). Auf dem ersten Rang positionierte sich mit hervorragenden 3'930 Punkten aus fünf gewerteten Runden Radi Röösli. Durchschnittlich erreichte er bei jedem Durchgang 98 Punkte. Überhaupt war die Familie Röösli gut vertreten. Sein Bruder Nik Röösli schaffte den 16. Rang und seine Schwester Frieda Huber den 56. Rang. Das nächste Turnier kommt bestimmt und ist schon geplant. Es findet am 15. November 2014 im Steinhof statt. Gut Ding will Weile haben, sagt man doch so schön! Paul Otte, Heimleiter

Oben: Beat Marti, Pflegedienstleiter, rechts im Bild zusammen mit Pierre Ulmer. Beide sind begnadete Jasser Mitte: Esther Wüest zusammen mit ihrer Mutter, Brigitte Marucelli. Ihre Mutter hatte ihr das Jassen beigebracht. Im Steinhof jasst Frau Marucelli fast täglich Unten: Monika Duss zusammen mit ihrer Kollegin Maja Bucher

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Weltuntergang und Dünkelweiherzunft

Die Delegation der Dünkelweiherzunft stellt sich in Fotopose Bekanntlich wurde gemäss dem Maya-Kalender für den 21. Dezember 2012 der Weltuntergang angekündigt. Dies veranlasste dann die Dünkelweiherzunft für die Fasnacht 2013 keinen Zunftmeister zu erküren. So wenigstens begründete es Altzunftmeisterin Ruth Eichmann beim Besuch am 23. Januar 2013. Sie war im 2005 Zunftmeisterin und durfte nun beim traditionellen Besuch der Dünkelweiherzunft zusammen mit ihrem Mann, Roland Eichmann, die honorige Delegation anführen. Mit dabei auch Louis Bucher, der 1986 die Idee hatte, auf der Fasnachtsplakette den Steinhof abzubilden. 1987 besuchte dann die Dünkelweiherzunft erstmals zusammen mit dem damaligen Zunftmeisterpaar Alois und Hildegard Suppiger den Steinhof. Dies war der Beginn der nun mittlerweile schon 26 Jahre dauernden Tradition. Dabei waren auch Rita und Seppi Vogel. Rita Vogel freute sich ganz besonders über den Besuch.

Denn vor nicht einmal allzu langer Zeit war sie vorübergehend als Patientin im Steinhof. Seppi Vogel traf im Steinhof auch Josef Scheidegger, der gerade von Hans Amgarten Besuch erhielt. Alle Drei arbeiteten einst als Chauffeure bei der VBL, wo Hans Amgarten immer noch arbeitet. Unter den Gästen weilten auch Dumeni Capeder und seine Frau Heidi Capeder. Auch sie waren einst Zunftmeisterpaar, nämlich im Jahr 1990. Der letztjährige Zunftmeister, Fritz Duss, musste leider auf seine charmante Frau Claire verzichten. Sie musste mit einer schweren Erkältung den Arzt aufsuchen und das Bett hüten. Von ihrem Mann, als ehemaliger Polizist und ausgebildeter Samariter, konnte sie sich natürlich bester fürsorgerischer Betreuung erfreuen. Ruth Eichmann fand auf allen vier Abteilungen die richtigen Worte für die Bewohner, aber auch für das Personal, insbesondere sprach sie grössten Respekt aus gegenüber

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ANLÄSSE ……………………………………………………………………………………….

der Jugend, die den Pflegeberuf erlernt. Roland Eichmann assistierte ihr bei der Übergabe der Geschenke an die Bewohner. Während sie eine leidenschaftliche Sammlerin ist von Kerzen in allen Formen, Farben und Grössen, sammelt ihr Mann Waffen. Nicht nur das, er ist auch ein grosser Weinkenner und war früher ein leidenschaftlicher Fussballspieler, dem hin und wieder die Nerven durchgingen, wenn er mit einer gelben Karte vom Schiedsrichter zurecht gewiesen werden musste. Mittlerweile hat er sich vom heissblütigen Fussballspieler zum Teddybär gewandelt. Beim späteren Imbiss stiess noch der Präsident, Arthur Blättler dazu. Die gute Seele der Zunft konnte sich noch gut an die Zeit erinnern, als Ruth Eichmann noch als Politesse auf der Verkehrskanzel den Verkehr regelte. Mit ihren langen blonden Haaren verdrehte sie so manchem Autolenker den Kopf und böse Zungen behaupten, dass die eine oder andere Auffahrkollision darauf zurückzuführen gewesen sei. Paul Otte, Heimleiter

Oben: Anton Erni als stolzes Mitglied der Dünkelweiherzunft Unten: Maria Keckeis ist gerne unter Menschen, die es fröhlich haben. Und was gibt es da schöneres als die Fasnacht

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Als sei's eine Fata Morgana Die zum sechzehnten Mal durchgeführte SteinhofFasnacht gehört mittlerweile zur Tradition im Steinhof. Doch jedes Jahr etwas anders. Immer dabei und immer für die richtige Stimmung besorgt: De Seetaler, alias Jörg Bieri. Die zweite Konstante: viele Maskierte. Und die dritte Konstante: Der Anlass hat Stil in jeder Beziehung. Dies zumindest meinte Renate Gabathuler, die zum ersten Mal im Service arbeitete. Sie würdigte die fröhliche Stimmung und die angenehmen und netten Gäste. Und es schien, als wären es mehr als je zuvor. Für rund zwanzig Personen reservierte der Chor der reisenden Kaufleute für die Steinhof-Fasnacht Plätze und genossen gemeinsam den Abend. Bruno Wey meinte, nur schade dass seine Sylvia nicht da war und Charly Bayer sagte: "So was hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können." Unter den Maskierten waren auch zwei Hühner anzutreffen, nämlich Sandra Magni und Andrea Stadlin, die auf den Kosename Chantalle hört. In unzähligen Stunden haben sie das Kleid selber genäht und die Hühnerköpfe auch selber gebastelt. Wenn etwas anders war als zuvor, dann sicher die vielen Mitarbeitenden, die keinen Aufwand scheuten und kostümiert oder maskiert kamen. So unter anderem Rita Zumstein, Andrea Schmidig, Helen Hunkeler und Melanie Gasser mit ihrer Freundin Sabrina Schuler. Petra Lichtsteiner schleppte ihren Mann Michael Lichtsteiner mit. Beide vermissten nur eines, ihren geliebten Gian, Spezies Hund.

Oben: Zwei Hühner, die nicht nur wegen ihren Masken zu überzeugen wussten, sondern auch wegen ihrem integrieren. Unten: Der neue Stern am Schlagerhimmel, Vreni Schneider, zog unszählige Fans an um mit ihr Après Ski zu feiern.

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ANLÄSSE ……………………………………………………………………………………….

Eierlikör, Schnaps und Gugelhopf Ausgiebig wurde intrigiert und da und dort ein Eierlikör, ein Schnaps oder ein Gebäck verschenkt. Vier als Hausfrauen mit Krienser Masken Verkleidete überraschten die Gäste mit kleinen, selbstgebackenen Gugelhöpfen und Kaffee Kirsch. Bei der Demaskierung wurden drei von vier Geheimnissen gelüftet, nämlich unter den Masken befanden sich Margrith Renggli, Ruth Maron und Heidi Otte. Wer die vierte war blieb wohl das bestgehütete Geheimnis des Abends. Schon früh am Abend kam der Stargast auf den wohl alle gewartet haben. Nein nicht Andrea Berg war es, sondern der neue Star am Schlagerhimmel: Vreni Schneider mit ihrem Lied "Es Kafi am Pischterand". Im Nu eroberte sie die Herzen, in erster Linie natürlich jene der Männer. Roland Eichmann wollte partout ein Autogramm und Georges Svalduz war hin und weg. Alois Suppiger war vieles gewohnt. Schliesslich geht er jedes Jahr mit seiner Hildegard an den Strand von Korsika. Doch dass er das noch erleben konnte, flüsterte er zu Hans Steiger, hätte er nie gedacht. Grosszügig und selbstlos wie die Vreni Schneider ist, verschenkte sie Autogrammkarten und Gutscheine für einen Kaffee am Pistenrand. Unzählige Fans kamen extra für diesen Auftritt: Niki Röösli und Radi Röösli, Eveline Muff und Nadia Imfeld, Bruno Bienz und Josef Imfeld. Alle reisen im Korso mit, wo immer sie auch auftritt. Drei Kleinformationen hätten die Szene noch belebt, doch der grassierende Grippevirus machte einen Strich durch die Rechnung.

Oben: Hausfrauen aus Kriens zeigten sich grosszügig. Mit eigens gebackenem Gebäck überraschten sie die Gäste Mitte: Was kaum jemand für möglich hielt, trat doch noch ein: Das Zunftmeisterpaar 2013 beehrte den Steinhof Unten: Vreni Schneider beim Tanzen

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Trompetenausfall wegen Grippe Die "Noggeler" mussten kurzfristig absagen, was den an der Pauke spielenden Roland Dubacher besonders ärgerte. Er hatte bei vielen für diesen Auftritt geworben. Doch aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Dafür kamen die Original Luzerner Guggenmusik 4711 unter der Leitung von Ursina Winkler. Sie spielten denn auch den vom Publikum frenetisch geforderten Walzer Nr. 2 von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch. Für Stimmung pur sorgten in zwei Auftritten die Spönteler unter der Leitung von Peter Klaus. Einmalig, einzigartig, unvergesslich und auch im 2014 ein absolutes Muss. "De Seetaler" gab einen Schlager nach dem andern zum Besten: "Rote Rosen", das "Mythenlied", "Rehbraune Augen", "Viva Colonia" und "Aus Böhmen kommt die Musik". Und dann kam der Moment, wo der Atem stockte. Spät kamen sie, doch sie kamen. Das Zunftmeisterund Weibelpaar der Dünkelweiherzunft 2013. Sie kamen mit Gefolge und stiessen mit den Zünftlern auf die Fasnacht 2013 und die Zukunft an. Spezielles Augenmerk bekam die Krienser Maske mit Kinderwagen und dem Nachwuchs darin von der Dünkelweiherzunft. Blieb noch die Enthüllung, wer die Maskenprämierung 2013 gewann: Es war die Gruppe "Zalano", die als Internetanbieter den Gästen Wäsche in verschiedenen Variationen anprobierte. Die vier glücklichen Sieger waren: Pia Lohm, Marianne Schumacher, Patrick Omlin und Beat Bachmann. Und einen speziellen Preis hätten wohl auch die treuesten Gäste verdient: Loni Egli, Annemarie Joho, Rita Odermatt, Frida und Alois Odermatt, Paul und Annemarie Heutschi, Hardy und Doris Zwyssig, Thuri Blättler, Peter Laube, Claire und Fritz Duss, Beat Rutz, Seppi und Rita Vogel, Monika und Hans Nyfeler, Annemarie Meyer, MarieThérèse Bieri und viele weitere. Ohne Gäste wäre keine Steinhof-Fasnacht denkbar. Deshalb an sie alle und viele Weitere ein spezielles Lob! Als Dank möge auch die traditionellerweise um 23.00h unentgeltlich verteilte Mehlsuppe gelten. Zu später Stunde gab es jedoch nicht nur eine Mehlsuppe, sondern auch die Bar wurde eröffnet. An ihr wirkten verdan-

kenswerterweise Manuela Schindler und Jürg Wegmüller. Ins Bild der unzähligen Maskierten rückten auch noch zwei Clowns. Er in Begleitung eines Hundes und sie als Begleitung von ihm. Beide wunderschön geschminkt und bestens informiert über die eine oder andere Person. Ob dahinter wohl ein passionierter Kunstmaler steckte? Paul Otte, Heimleiter

Die urchigen und bodenständigen kommen aus Kriens: So auch diese „Alte“!

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ANLÄSSE ………………………………………………………………………………………..

Der Papst der Luzerner Fasnacht zu Besuch

Walter Jung zusammen mit dem Zunftmeisterpaar 2013: Irène Röösli Fischer und Louis Fischer Am Montag, 4. Februar 2013 war man im Steinhof für den Staatsempfang gerüstet. Der Fritschivater, Louis Fischer mit seiner geschätzten Frau Gemahlin, Irène Röösli Fischer, mit Gefolge waren um 10.00h zu Besuch angesagt. Punkt 09.50h fuhr der Konvoi mit Standarte der Safran Zunft vor. Am Steuer Carlo Durrer und als Weibel amtete zum achten und letzten Mal und als graue Eminenz Ruedi von Werdt. Kaum eingetroffen fuhr auch das letztjährige Zunftmeisterpaar vor, Damian und Daniela Hunkeler. Die beiden waren frohen Mutes und voller Vorfreude auf den Frühling, hatten sie doch vor wenigen Tagen eine Harley-Davidson Electra Glide geordert. Vom Zunftrat fehlten einzig und alleine Kari und Margret Bucher. Die Dschungelkönigin und ihren Angetrauten hatte es erwischt: Mit Grippe lagen die Beiden zu Hause danieder zwischen Minzen-Tee, Aspercic, Treupel und Liberol. Doch der Rest des Gefolges sah guten Mutes dem entgegen, was auf es wartete. Als Duo Weltspitze Der Narr, Tobias Moser, Jurist von Beruf musste kurzfristig einspringen für den "echten" Narr, Mark Schumacher, Kinderchirurg am Luzerner Kan-

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tonsspital. Er sorgte für die Stimmung beim Gang von Abteilung zu Abteilung. Michael Portmann und Michael Schindler, die Zwillinge sein könnten, hatten sich als "Fritschi" und "*Fritschene" verkleidet und trugen so die 600-jährige Tradition in den Steinhof. Thomas Gmür kam nicht mit dem bischöflichen Segen seines Bruders vorbei, sondern war verantwortlich für die "Fritschi-Post". Louis Fischer waltete seines Amtes mit Bravour. Als stellvertretender Direktor und Leiter der Rechtsabteilung bei der Luzerner Kantonalbank hatte er für jeden Bewohner und jede Bewohnerin ein passendes Wort. Im Rosenberg-Quartier aufgewachsen, wie sein Weibel, Ruedi von Werdt, frönt er in seiner Freizeit seinen Hobbys, dem Joggen, Biken und als Pistolenschütze. Und wenn er ans Klavier gelassen wird, dann ist Richard Claidermann nur ein Schatten von ihm, so virtuos gleiten seine Finger über die Tasten des Pianos. Hin und wieder musizieren die Beiden auch als Duo. Irène Röösli Fischer ist nämlich ebenso musikalisch begabt als Flötistin und dann spielen sie am liebsten das Stück "Petite Fleur". Mit Guetzli fängt man nicht nur Mäuse Doch als sie Andreas Decurtins in der Abteilung 4 entdeckten, wurden alte Erinnerungen wach, aus denen der Zunftmeister keine Mördergrube machte. Decurtins Bruder führte nämlich vor vielen Jahren das "Des Alpes", wo sich Louis regelmässig mit seiner Studentenvereinigung traf. Ab und zu servierte dort auch Irène Röösli, denn sie verdiente sich damit etwas Geld für ihr Studium. Wenn sie dann elegant um die Tische kreiste, war es um den jungen Louis geschehen. Mit selbstgebackenen Guetzli eroberte er schliesslich das Herz der bezaubernden Irène. Für die gute Stimmung sorgte einmal mehr die Original Fritschi Wagenmusik. Urs Schaufelberger, genannt Schufi, überzeugte zusammen mit Ivo Dommen an der Trompete ebenso wie Peter Marfurt, genannt Futschi, Daniele Colomba und Peter Krummenacher, genannt Krumi, an der Klarinette.


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Solis mit Handorgel und Bassgeige Doch Daniel Bucheli an der Handorgel und Simon Baumgartner an der Bassgeige blieben unübertroffen. Ob ihrer Solis blieb fast kein Auge trocken. Als kleine Dankesgeste wurde der Safran-Zunft im Anschluss an den Besuch ein Mittagessen serviert, an dem auch das Kader des Betagtenzentrums Eichhof zugegen war. Doris Zemp, Leiterin Personal und Support, konnte zu ihrer Beförderung zur Stellvertreterin von Marco Borsotti, Zentrumsleiter, gratuliert werden. Priska Fessler als Assistentin des Zentrumsleiters und schon fünf Jahr in diesem Amt, will es im Frühling nochmals wissen. Sie liebäugelt mit einer Harley-Davidson und freute sich bereits auf die Stonecourt Benefiz-Ausfahrt vom 28. Juni 2013. Astrid Gehrig, neue Leiterin Anlässe und Aktivierung, stand kurz vor ihrer grossen Bewährungsprobe, dem Besuch der Safran-Zunft im Eichhof. René Keller,

Leiter Hotellerie, Christian Iten, Heimarzt und Brigitte Felber, Leiterin Pflege Wohnheim, einfach Platz zu nehmen und zu geniessen. Ein Jahr musste Anita Rieger, Abteilungsleiterin, warten, doch im richtigen Moment versagten die Nerven, um ihm das Kompliment gleich selber zu sagen. Sie fand Damian Hunkeler wohl den schönsten und charmantesten Zunftmeister, der je den Steinhof besuchte und hatte sich entsprechend auf seinen Besuch gefreut. So sei ihr Kompliment zumindest in schriftlicher Form weitergereicht! Paul Otte, Heimleiter

Oben rechts: Elsbeth Müller mit der Fritschene und dem Fritschi Unten: Bruder Blasius im Bild mit dem Narr Unten rechts: Der Fritschivater, Louis Fischer nahm sich sehr viel Zeit um sich mit den Bewohnern zu unterhalten. Im Bild Margrit Boschian mit dem Fritschivater

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ANLÄSSE ………………………………………………………………………………………..

Beliebte Paulusschränzer Am Güdismontag warteten alle Bewohnerinnen und Bewohner in der "Gastwirtschaft zum Steinhof" gespannt auf den Auftritt der „Paulusschränzer“, die punkt 10.15h einmarschierten. Unter der Leitung von Reto Stallkamp, der kurzfristig für die erkrankte Tambourmajorin einspringen musste, spielten sie sich so sehr in die Herzen der Bewohnerinnen und Bewohner, dass Frau Elsbeth Müller spontan sagte: "Sie sollen doch am Nachmittag und am Güdisdienstag gleich wieder kommen." Zwei als Prinzessinnen Verkleidete kamen mit ihrer Mutter Patricia Hochstrasser. Die Beiden, Felicitas und Lavinia Hochstrasser wurden je mit einem Coca Cola und einem Branchli geehrt. Eine weitere Ehrung erhielt die dreijährige Christina Gehrer, die schon bei den Paulusschränzern mitspielt und begleitet wird von ihrem Vater, Michael Gehrer, der die Trompete so gut spielt wie einst Beny Rehmann. Der Musikformation gebührt ein spezielles Lob, weil sie sich Zeit nimmt, in einem Pflegeheim aufzuspielen und so den pflegebedürftigen Menschen eine willkommene Abwechslung, vor allem aber Momente des Glücks und der Freude zu bereiten. Paul Otte, Heimleiter

Oben: Arthur Nussbaumer zusammen mit der Praktikantin, Emilija Curakovic Mitte: Bernadette Schüpbach, Pflegefachfrau zusammen mit Felicitas Rihs Unten: Patricia Hochstrasser, Mutter von Felicitas, rechts und Lavinia, links im Bild. Beide waren wunderschön als Prinzessinnen kostümiert und geschminkt.

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Weinen vor Freude und Emotionen Fangen wir beim Schildern der "Müsalimusig"Darbietung am Güdisdienstag für einmal am Schluss des Konzertes an. Als die Musik "S Guggerzytli" spielte, weinte Josef Wildisen vor Freude und Emotionen. Es war wie jedes Jahr ein gelungener Auftritt unter der Leitung von Andi Vögtli und seinen Müsalis. Für Remy Inderbitzin an der Trompete war es ein ganz spezieller Moment. Vor kurzem war sie zur Präsidentin des Pauluschors erkoren worden, und nun wartete eine ganze Delegation mit Maria Kaufmann, Hedy Koch, Annemarie Sommerhalder und Romy Herzog auf den Auftritt. Unter dem Motto "Maustrophie" traten sie als die verschiedensten Mäuse auf. Hermann Stadelmann bedankte sich spontan bei den Müsalis, und Josef Rogenmoser meinte: "Es ist so eine gediegene Musik, das gefällt mir." Bea Käslin, geb. Inderbitzin, hatte zwei ganz wichtige Funktionen, nämlich an der Pauke und als Fahnenträgerin des Präsidenten, Walter Suter, genannt Klaba. Mit 5 Jahren hat sie angefangen und heute, 12 Jahre später, spielt sie immer noch mit, die Tochter Julia Käslin. Sie ist wohl eine der virtuosesten "Blockspielerinnen". Prädikat des Auftrittes: Epochal!

Der Tambourmajor, Andi Vögtli, in Aktion

Paul Otte, Heimleiter

Hermann Stadelmann zusammen mit Schwester Margrith beim Tanzen

Marie-Theres Bucher geniesst die Fasnacht und den Besuch eines urchigen Wöschwibs aus Kriens

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WAS SIE UND UNS BEWEGT …………………………………………………...…………..

Wie lebt es sich in einem deutschen Heim Meine Mutter, die in Deutschland lebt, hatte hintereinander zwei Schlaganfälle und musste deshalb in ein Heim. Die Betreuung durch meinen Vater zu Hause war nicht mehr möglich. Vom Heim aus musste sie zu einem Untersuch ins Spital. Nach drei Tagen konnte sie ins Heim zurück. Mein Vater und ich erwarteten sie dort bei meinem Besuch in Deutschland in ihrem Zweibett-Zimmer. Es war vollgestellt mit Möbeln. Der Essraum wurde geputzt. Deshalb hatte man die Möbel ausgeräumt und ins Zimmer gestellt. (Dort blieben sie drei Tage). Nachdem meine Mutter angekommen war, kam die Schwester mit dem Arzt ins Zimmer. Weder der Arzt noch die Schwester begrüssten uns. Der Arzt studierte die Unterlagen vom Spital. Ich fühlte mich nicht wohl in dieser Situation und sagte: “Ich bin die Tochter und das ist mein Vater.“ Der Arzt: “Das dachte ich mir.“ Ende des Gesprächs. Am nächsten Tag hatte man meine Mutter um halb acht aufgenommen und in den Rollstuhl gesetzt. Dort sass sie noch, als wir um 18 Uhr gingen.

Es darf auch Zeit zur Musse sein. Wo bleiben die Pflegerinnen? Meine Mutter hat Parkinson und schläft sehr viel. Sie konnte nicht ins Bett gebracht werden, weil der Esssaal wegen dem eingelassenen Boden nicht betreten werden konnte. Während der vier Stunden, die wir bei meiner Mutter sassen, kam kein einziges Mal

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eine Pflegerin. Bei unserer Ankunft hatte meine Mutter grossen Durst. Der Urinsack lag auf dem Boden. Meine Mutter wurde während des Nachmittags sehr unruhig. Sie weinte laut und liess sich nicht trösten. Ich ging auf die Suche nach der Schwester und bat sie um Hilfe. Ich fragte, wie es meiner Mutter bis jetzt gegangen sei. Sie erzählte mir, dass meine Mutter ungeduldig sei. Beim Mittagessen hätte sie aufs WC gemusst. Sie hätten Essen verteilt – da hätte sie halt eine halbe Stunde warten müssen. Meine Mutter hätte immerzu gesagt, sie müsse aufs WC. Es wäre mühsam gewesen. Später hat mir meine Mutter erzählt, es wäre schrecklich gewesen. Sie hätte so dringend „gemusst“. Aber niemand sei mit ihr aufs WC gegangen. Da hätte sie vor allen Leuten in die Hose gemacht. Keine Auskunft Als meine Mutter ins Spital zur Untersuchung musste (sie war aus dem Bett gefallen), erfuhr mein Vater erst davon, als er am nächsten Tag sie zu erreichen versuchte und sie nicht ans Telefon ging. Als er besorgt die Schwester fragte, warum seine Frau im Spital sei, bekam er zur Antwort: „Darüber kann ich keine Auskunft geben.“ Und auf meine Frage, warum sie noch immer einen Katheter trage, sie würde sich ja melden, wenn sie aufs WC müsse, wurde mir gesagt, das wäre zu zeitaufwendig. Ich habe meine Mutter bei meinem Besuch in Deutschland nur drei Tage im Heim erlebt. Trotz meines guten Willens um Verständnis war ich entsetzt über die dortige Pflege. Ich glaube, ich kann die Situation ein bisschen einschätzen. Denn ich habe lange in diesem Beruf gearbeitet. Gute Pflege hängt zum grossen Teil davon ab, wie viel Zeit das Personal für die Pflege zur Verfügung hat. Ich bedaure es sehr, dass gerade dort, wo menschliche Zuwendung und Zeit notwendig wäre – eben beim kranken, alten Menschen – dies aus Sparsamkeitsgründen nicht möglich ist. Anke Maggauer-Kirsche


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Erinnerung an die Pflege im Heim

Einfach einmal Platz nehmen und die Natur bestaunen. Als ich anfing, in einem Heim als Pflegehilfe zu arbeiten, hatte ich von der Pflege wenig Ahnung. Zurückgreifen konnte ich allein auf meine Arbeit mit Schwerstbehinderten und auf meine Erfahrungen als Hausfrau und Mutter. Ich war mittlerweile 46, hatte zu Hause grosse Schwierigkeiten zu bewältigen und war gezwungen, mir eine Arbeit zu suchen. Als abgeschlossene Ausbildung konnte ich nur vorweisen, dass ich einmal Lehrerin war. Die Berufsberaterin empfahl mir, es in der Altenpflege zu probieren. Da könnte ich meine Kenntnisse am ehesten einsetzen. Ausbildung für Betreuung Die Arbeit gefiel mir sehr. Deswegen begann ich berufsbegleitend eine Ausbildung als Betagtenbetreuerin. Diese Ausbildung gibt es in dieser Form heute nicht mehr. Eine ähnliche wird aber weiterhin angeboten. Diese hat ihren Schwerpunkt eher in der Betreuung als in der Pflege älterer Menschen. Ich war insgesamt 18 Jahre in meinem Beruf tätig. In diesen Jahren wuchs in den Heimen der Anteil an kranken und schwerstkranken älterer wie auch jüngerer Menschen, die betreut und gepflegt werden

müssen. Deshalb absolvierte ich noch zusätzlich einen medizinischen Kurs. In den 18 Jahren war manches so schlimm, dass ich nahe daran war, meinen Beruf aufzugeben. Einmal bin ich sogar von einem Heimbewohner sexuell missbraucht worden. Trotzdem bin ich bei diesem Beruf geblieben. Die Menschen mit ihrer ganz eigenen Geschichte haben mich interessiert. Jeder Tag war eine besondere Herausforderung. Ich habe in diesen Jahren so viel lernen können, nicht nur was meinen Beruf ausmachte, sondern auch für mich selbst. Beschimpfungen – Zuneigung Ich habe viele Sterbende begleitet, habe mich anspucken und schlagen lassen. Bin beschimpft worden als deutsches Nazischwein. Musste lernen auszuhalten, Abstand zu wahren, mich selbst zu hinterfragen. Aber ich erinnere mich auch an Momente, wo ich Nähe, Zuneigung, Befriedigung bei meiner Arbeit erfahren durfte. Wenn mich heute jemand fragen würde, was mich in all den Jahren am meisten geprägt hat, dann ist es

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WAS SIE UND UNS BEWGT ………………………………………………………………...

wohl die Einsicht, dass jeder von uns Menschen einem eigenen Universum gleicht. Seine ureigenste Geschichte hat, die ihn geprägt hat. Und obwohl wir so verschieden sind, wollen wir eigentlich nur das Eine: dass wir so wie wir sind wertgeschätzt werden. Ein alter Mensch, der dich anspuckt, ist in diesem Moment sicherlich nicht liebenswert. Und eigentlich würden wir wohl gerne die Hand heben und ihm eine runterhauen. In der Pflege geht sowas nicht. Ein alter verwirrter Mensch, der spuckt, kann sich wahrscheinlich nicht anders wehren, um seinen Unmut zu zeigen. Eintritt ins Heim Ich bin heute zufällig einer Bekannten begegnet, die mir erzählte, ihre Schwiegermutter müsste in ein Heim. Ich fragte, wie sie damit zurechtkäme. Sie erzählte mir, ihre Schwiegermutter würde lauthals schimpfen. So etwas sei sie überhaupt nicht bei ihr gewohnt. Ihr seien die Tränen gekommen und sie hätte es fast nicht ausgehalten. Wir haben dann darüber geredet, wie es ist, unglücklich zu sein oder Zorn auf etwas zu haben. Ich fragte meine Bekannte: „Was machst du, wenn du wütend bist?“ Sie musste lachen und sagte: „Dann putze ich wie verrückt.“ Und ich: „Dann renne ich durch die Gegend.“ Ja, was kann die Schwiegermut-

Mit Fitness bleibt man länger vital und rege

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ter mit ihrem Zorn und ihrer Trauer machen? Die alte Frau ist in ihrer Situation des ungewollten Heimeintritts hilflos und überfordert. Ich sagte: „Deine Schwiegermutter meint mit ihrer Schimpferei nicht dich. Sie ist unglücklich wegen des Heimeintritts. Das ist ein schwerer Schritt: die Selbständigkeit aufgeben, zu wissen, dies ist die letzte Station in meinem Leben. Stell dir vor, du müsstest umziehen. Welcher Stress das für dich wäre.“ Im Hallenbad Durch meine Ausbildung hatte ich die Möglichkeit, viele Ideen in das Team einzubringen und diese zum Teil auch zu verwirklichen. So organisierte ich eine Schwimmgruppe. Und nach anfänglichen Schwierigkeiten ging ich einmal pro Woche mit einigen Heimbewohnern zum Baden in ein nahe gelegenes Hallenbad. Auch die anderen Abteilungen fanden diese Idee gut und schlossen sich uns an. Viele der meist über 75-Jährigen waren seit vielen Jahren nicht mehr in einem Schwimmbad gewesen. Natürlich hatten sie am Anfang Angst. Aber mit der Zeit überwog die Freude am warmen Wasser. Es wurden ein paar zaghafte Schwimmstösse probiert. Die meisten hielten sich aber an der Umlaufstange fest und liefen daran um das Becken. Dieses war nur so tief, dass man überall bequem stehen konnte. Das


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schwierigste am Ganzen war, für die Frauen einen passenden Badeanzug zu finden, in dem sie sich wohl fühlten. Und die Angehörigen zu überzeugen, dass auch ein alter Mensch noch Freude an der Bewegung im Wasser haben kann. Männergruppe Mein nächstes Projekt war die Gründung einer Männergesprächsgruppe. Frauen sitzen eher zusammen. Oft stricken sie dabei oder sie unterhalten sich einfach. Da die Anzahl der Männer auf den Abteilungen bedeutend geringer war als jene der Frauen, hatten sie weniger die Möglichkeit miteinander in Kontakt zu kommen. Männer gehen auch seltener einfach aufeinander zu. Ich konnte mehrere Männer dafür begeistern, in einer Gesprächsgruppe mitzumachen. Es war für mich eine besondere Herausforderung, Themen zu finden, über welche die Männer reden konnten. Es gab jedes Mal Wein oder Bier. Ich arbeitete mit Zeitschriften und informierte mich über die aktuelle Politik, damit ich mitreden konnte. Die Themen gingen uns jedenfalls nicht aus. Ich fand es spannend, was diese Männer zu sagen hatten, wenn sie von früher und von ihrem Beruf erzählten oder von ihren Frauen, von denen die meisten schon gestorbenen waren. Ich schätzte die Offenheit der Männer sehr und erfuhr so, dass auch Männer gerne tratschen und sich austauschen; über andere Themen als es Frauen tun, aber nicht weniger interessant. Abschieds-Rituale Etwas vom schwierigsten, das ich während meiner Zeit im Heim auf die Beine stellte, war die Entwicklung eines Rituals, mit dem die Heimbewohner von einem verstorbenen Mitbewohner Abschied nehmen konnten. Ich fand es bedauerlich, dass ein Mensch, mit dem man doch etliche Zeit verbracht hatte – mit dem man geredet, gegessen, gelacht, sich vielleicht gezofft hatte – so einfach verschwand, ohne ein Andenken zu hinterlassen. Häufig wurde der Tod

noch nicht einmal mitgeteilt. Manchmal fiel es auf, dass einer nicht mehr da war. Ach, der Herr Meier, sagte man dann, ja, der ist gestorben. Wenn nun jemand verstarb, setzten wir uns zusammen um einen Tisch. Ich erzählte, wer gestorben war, wie er gestorben war (das war wichtig!) und was ich von dem Verstorbenen wusste. Ich besorgte mir jedes Mal Bilder von ihm. Diese konnte man während der Feier anschauen. Manche Heimbewohner hatten etwas mit dem Verstorbenen erlebt. Es wurde auch gelacht: „Weisst du noch? Als Herr Meier …“ Es gab Musik, Mal einen besinnlichen Text. Es wurde vom Sterben geredet, von Erlebnissen mit dem Verstorbenen. Manchmal flossen Tränen. Man könnte sagen, Herr Meier war in dieser Feier zugegen. Er musste nicht ohne Abschied gehen. Die Heimbewohner merkten, dass Herr Meier auch dem Personal wichtig gewesen war. Ich wurde später noch häufig von Bewohnern gefragt: „Wenn ich gestorben bin, machen Sie das dann auch für mich?“ Heute: keine Zeit Heute hätte niemand mehr Zeit, solche Projekte zu entwickeln und durchzuführen. Das Personal muss heute mehr Personen in der gleichen Zeit pflegen. Die Pflege ist insgesamt anspruchsvoller geworden. Das Wissen um eine optimale Pflege hat sich verbessert und erweitert. Die Personen, die in ein Heim eintreten, sind in der Regel älter und kränker, da Menschen, die noch einigermassen alleine oder mit Hilfe von Verwandten oder Spitex zurechtkommen, länger zu Hause bleiben können oder wollen. Zugenommen hat auch der Anteil an älteren Personen, die sich einer Operation unterziehen müssen, vom Spital eher entlassen werden, aber noch der Pflege oder Rehabilation bedürfen. Auch die tägliche Dokumentation jedes einzelnen Heimbewohners über Zustand, Pflege, Massnahmen, usw. hat enorm zugenommen. Sie wird von der öffentlichen Hand verlangt. Das Pflegepersonal befindet sich da in einer Zwickmühle. Einerseits würde es gerne mehr Zeit für den

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WAS SIE UND UNS BEWGT ………………………………………………………………...

Wein zu trinken bereichert das Leben und unterbricht den gewohnten Heimalltag.

Eine Männergruppe beim Diskutieren einzelnen Menschen aufbringen. Auf der andern Seite ist dies aus Zeitmangel oft nicht möglich. Zu Anfang meiner Tätigkeit als Pflegerin fanden wir noch die Zeit, um mit einem Bewohner auf den Markt oder am Abend in ein Konzert zu gehen. Das ist heute im Pflegealltag nicht mehr möglich. Für die Beschäftigung ist heute die Aktivierungstherapie zuständig. Die Therapeuten sind dazu ausgebildet und decken einen grossen Bereich ab wie Kochen auf der Abteilung, Bewegung mit Spiel, Handarbeiten, Gesprächsgruppen usw. Die guten Seiten Die guten Seiten der heutigen Pflege sollen keineswegs verschwiegen werden. Man findet kaum noch einen Heimbewohner, der sich wund gelegen hat. Körperliches und geistiges Training wird gefördert. Die ärztliche Betreuung beschränkt sich nicht nur auf die Verordnung von Medikamenten. Man versucht, falls möglich, Hilfe von ausserhalb beizuziehen. Ich spreche da von freiwilliger Begleitung zu Terminen oder einfach nur zu einem Spaziergang. Dies ermöglicht auch solchen Heimbewohnern, die sonst nie die Gelegenheit dazu bekämen, nach draussen zu kommen. Nicht vergessen möchte ich die vielen kulturellen Anlässe im Heim. Gemeinsam etwas anderes zu erleben, neue Eindrücke zu sammeln, auch mal ein Stück Torte ausser der Reihe zu essen oder ein Glas

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Gefordertes Pflegepersonal Das Pflegepersonal ist jeden Tag gefordert, mit Menschen umzugehen, die auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens angekommen sind. Die Arbeit ist anspruchsvoll und verlangt den ganzen Menschen. Mechanisches Arbeiten rächt sich früher oder später. Kein Mensch lässt sich auf Dauer behandeln wie ein Ding oder eine Sache. Pflege bedingt Nähe zum Menschen, andererseits genügend Abstand. Sonst macht die Arbeit einen krank. Das kann man einüben. Die schon erwähnte Zunahme der schriftlichen Dokumentation steht dem Wunsch entgegen, mehr Zeit für die Heimbewohner zu haben. Es gibt immer noch Frauen und Männer, die sich für diesen Beruf entscheiden. trotz der Schwierigkeiten. Letztlich war und ist dieser Beruf für viele erfüllend. Was ich gelernt habe Ich habe durch den Beruf Toleranz gelernt; aushalten, auch wenn es schwierig war. Im Laufe meiner Tätigkeit durfte ich mehrere Vorgesetzte kennen lernen. Ich habe solche erlebt, die diese Bezeichnung nicht verdienen. Und andere, die es verstanden haben, das Team zu fördern und für die Arbeit zu begeistern. Dafür bin ich dankbar. Letztlich kommt dies immer dem Heimbewohner zugute. Dieser ist ja auf das Wohlwollen des Pflegepersonals angewiesen. Und nicht zuletzt: Er muss auch für seine Pflege bezahlen. Anke Maggauer-Kirsche


REZEPTE …………………………………………….………………………………………...

Rhabarber-Mascarpone-Crème mit Amaretti-Krokant Rezept für 4 - 6 Personen

Zubereitung:

Zutaten Rhabarber-Kompott 500 gr Rhabarber 2 EL Zucker 1 EL Wasser

Rhabarber-Kompott

Zutaten Crème 250 gr Mascarpone 2 EL Zucker 2 1/2 dl Rahm

Crème

Rhabarber in einer Chromstahlpfanne aufkochen, Hitze reduzieren, ca. 7 Minuten weichkochen und anschliessend auskühlen lassen.

Mascarpone mit Zucker verrühren, Rahm steif schlagen und darunterziehen.

Amaretti-Krokant

Zutaten Amaretti-Krokant 80 gr Zucker 1 EL Wasser 100 gr Amaretti

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Zucker und Wasser ohne Rühren aufkochen.

Amaretti in die Pfanne geben und alles mischen.

Masse auf ein Backpapier giessen, auskühlen lassen und grob hacken.

Hitze reduzieren und weiterköcheln lassen bis ein hellbrauner Caramel entsteht. Pfanne von der Herdplatte ziehen.

Anrichten Kompott, Crème und Amaretti-Krokant abwechslungsweise in eine Glasschüssel schichten

Daniela Kritzer, Köchin

Die Rhabarber ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Knöterichgewächse

Öffnungszeiten der Gastwirtschaft Täglich von 09.00—17.30 Uhr Pflegeheim Steinhof - Steinhofblatt März 2013

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UNSER WUNSCH ……………………………………………………………………………..

Mit Ihrer Hilfe erlangen unsere Bewohnerinnen und Bewohner mehr Lebensfreude - sie danken es Ihnen von Herzen. Wir sind heute mehr denn je auf Ihre Spende angewiesen. Und wenn die Rede von wir ist, dann sind damit unsere Bewohnerinnen und Bewohner gemeint. Ihre Spende ist auch in Zukunft gefragt Zugegeben, heute ist vieles über den Staat abgedeckt. Doch aufgrund unserer offenen Aufnahmepolitik erleben wir Tag für Tag, dass wir Bewohnerinnen und Bewohner finanziell unterstützen müssen. Sei es für die Anschaffung von Kleidern, Coiffeur, Pédicure, Taschengeld, einen Ausflug, eine dringende Anschaffung – ganz einfach für Ausgaben, die dringend nötig sind, aber niemand übernehmen will. In den letzten Jahren waren dies durchschnittlich rund 20'000 Franken, die der Steinhof dafür aufwendete. Strikte Einhaltung des Spendenzwecks Wir erlauben uns deshalb, Ihre Spende künftig unmittelbar und direkt dem Bewohnerfonds zukommen zu lassen. Wir sichern Ihnen zu, dass Ihre Spende nur für dringende Anliegen und Bedürfnisse verwendet wird. Dabei achten wir darauf, dass Ihre Hilfe ergänzend zu den institutionellen Sozialwerken wie Ergänzungsleistung und Sozialhilfe zum Tragen kommt. Wie bis anhin werden wir Sie künftig auf dieser Seite über den Spendeneingang und die Spendenverwendung informieren. Im Voraus danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung zum Wohle unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Paul Otte, Heimleiter Spendenkonto-Übersicht Spenden-Einlage Saldo per 30.09.2012 Spenden vom 01.10.2012 - 31.01.2013 Total Spenden-Ausgaben Unterstützung von Bewohnern vom Neuer Saldo per

01.10.2012. - 31.01.2013 31.01.2013

CHF 7‘545.-CHF 5‘881.-CHF 13‘426.--

./.

CHF

6‘699.--

CHF

6‘727.--

Unser Postcheck-Konto PC 60-3234-3 / IBAN CH6509000000600032343 mit dem Vermerk „Bewohner-Fonds“

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AGENDA ..…..………………………………………………………………………………….

Jede Woche im Jahreslauf um 09.30h Gottesdienst in der Steinhof-Kapelle Sonntag, Dienstag, Donnerstag, und Freitag März 2013 So Passionsandacht mit der Luzerner 24. März Mädchenkantorei 15.00h Sa 30. März 15.00h

So 31. März 14.15h

Chorkonzert Midlothian High School Choir, aus Virginia, USA mit Werken von J. Haydn, A. Vivaldi, u.a. sowie Gospels & Spirituals Steinhof Musigplausch mit dem „New Orleans-Jazz Quartett“. Swingend, mitreissend - eine Verwöhnportion für Augen und Ohren.

April 2013 Sa Vernissage der Fotoausstellung 13. April „Flechten, Felsen und Eis“ von 16.00h Alexander Salvisberg. Der Fotograf zeigt ausdrucksvolle Bilder und überraschende Fundstücke aus den Schweizer Bergen . Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 09.00h bis 18.00h und dauert bis am 26. Mai 2013. So 28. April 14.15h

Mai 2013 So 26. Mai 14.15h

Juni 2013 So 23. Juni 09.30h

Steinhof Musigplausch mit dem „Duo Charly Baier“, Stimmungsmusik aus dem Freistaat Bayern

Steinhof Musigplausch mit dem „Echo vom Rossstall“ Schweizer Volksmusik, Klänge, die den Weg direkt in die Herzen finden

Festgottesdienst zu Ehren von Peter Friedhofen unter Mitwirkung des Steinhof-Chors

So 23. Juni 11.0017.00h

Jazz & Grill mit den Old Time Jungle Cats, New Orleans Jazz Sextett und der Bourbon Street Jazzband

So 30. Juni 10.30h

Vierjahreszeiten-Matinée „Sommer“ Refentin: Katharina Lanfranconi, Autorin

So 30. Juni 14.15h

Steinhof-Musikplausch mit den „Winbeit‘l live“

Juli 2013 Sa 6. Juli 20.15h

14. Schloss-Serenade mit dem Reicha-Quintett Luzern. Bei guter Witterung im Schlosspark, bei schlechtem Wetter in der Steinhof-Kapelle

Impressum Anschrift: Steinhof-Blatt Redaktion Steinhofstrasse 10 6005 Luzern Tel. 041/319 60 00 Fax. 041/319 61 00 www.steinhof-pflegeheim.ch

Redaktion: Paul Otte, Leitung Bruder Dominik Wick Anke Maggauer-Kirsche Sonja Schärli, Bildredaktion und Bearbeitung, Layout/Gestaltung Rita Blättler, Lektorin Gastautoren: Hanns Fuchs, Br. Hermann

Auflage: Druck:

1'600 Brunner AG, Druck und Medien, Kriens Pflegeheim Steinhof - Steinhofblatt März 2013

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P. P. 6005 Luzern

Gl체ck ist wie ein Schmetterling: Will man es einfangen, so entwischt es einem immer wieder. Doch wenn du geduldig abwartest, l채sst es sich vielleicht von selbst auf deiner Hand nieder. Nathaniel Hawthorne

STEINHOF Pflegeheim Eine Institution der Barmherzigen Br체der von Maria-Hilf

Steinhofstrasse 10 6005 Luzern

Tel. 041 319 60 00 Fax 041 319 61 00

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