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Praxisalltag Titelthema: Hinter den Kulissen der Medizin

KOMPAKT

magazin Nr. 11 | Sommer 2018


Die ham ja wohl ‘nen Vorel! Machdeburch will ins Guinness Buch der Rekorde! Wir schlagen Moskau am 23. Juni um 12 Uhr auf dem Domplatz.

4000

Dazu müssen über Vogelhäuser aufgestellt werden.

prOgramMablauF weLtrekOrdveRsuch otto

bricht e rekord

Bühne Domplatz 11:00 bis 12:30 Uhr Musikalische Untermalung: Junge 3 Tenöre Eröffnungsmoderation und Preisvergabe für die schönsten Häuser Abnahme Guinness-Buch der Rekorde live auf der Bühne Großer Innenhof Grüne Zitadelle

Kleiner Innenhof Grüne Zitadelle

10 bis 17 Uhr Basteln für Kinder 12 bis 17 Uhr Musikprogramm Bühne

12 bis 17 Uhr Musikprogramm Bühne

Kinderprogramm und Unterhaltung auf dem Domplatz Gastronomische Versorgung


editorial editorial

Gesundheit zwischen Glück und Martyrium Liebe Leserinnen und Leser, Gesundheit ist immer ein heikles Thema, vor allem, wenn sie sich um’s Kranksein dreht. Jeder wünscht sich, gesund zu bleiben oder eben wieder zu werden. Im Ernstfall haben wir ein Gesundheitssystem. Darüber wird häufig gestritten. An allen Ecken und Enden ist es unvollkommen und defizitär. Geld fehlt überall, obwohl die Gesundheitswirtschaft der größte Wirtschaftszweig in allen Industriestaaten weltweit ist. In Deutschland arbeiteten weit über vier Millionen Menschen in dieser Branche und damit jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Nun nutzt es Patienten gar nichts, wenn man auf das große Ganze blickt, wenn man doch nur selbst wieder Hilfe sucht, um ein Leiden abschütteln oder wenigstens mildern zu können. Im vorliegenden „KOMPAKT magazin“ haben wir ein paar Bereiche der Gesundheitsbranche unter die Lupe genommen. Im Falle von Krankheit ist man zwar fest in den Händen der Medizin, bleibt aber dennoch häufig unwissend über Vorgänge im Hintergrund. Für eine intensive Kommunikation

zwischen Patienten und Ärzten ist oft zu wenig Zeit. Kranke wissen manchmal nicht, welche Fragen sie stellen sollten oder trauen sich einfach nicht. So bleibt hinterher Unzufriedenheit. Hauptsache wieder gesund. Und wenn nicht kann der Weg durchs medizinische Diagnostik-Universum auch zu einem Martyrium werden. Heilungserwartungen reiben sich permanent an medizinischen Möglichkeiten. Wir müssen uns eingestehen, dass der Bereich für eine umfassende Darstellung viel zu groß und komplex ist, als dass man auf wenigen Seiten viele Aspekte hinter dem Praxisalltag darstellen könnte. Wir haben einige wenige Arbeitsfelder und Geschichten ausgewählt, bei denen wir Einblicke über Funktionsweisen oder Schwierigkeiten in Gesundheitsgebieten umsetzen konnten. Dabei sind wissenswerte Informationen zusammengekommen. Und manches Rätsel im Gesundheitsgefüge erscheint jetzt deutlicher. Bleiben Sie schön gesund. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre des jüngsten Magazins aus der KOMPAKT-Werkstatt. Herzlichst Ronald Floum und Thomas Wischnewski

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Inhalt

Der ohnmächtige Patient 05

Thomas Wischnewski

Wenn das Warten zum Notfall wird 06

Thomas Wischnewski

Logistik im Klinikum: 60 Operationen am Tag 08

Tina Heinz

Vom Labortisch in die Apotheke 10

Prof. Dr. Gerald Wolf

Von der Holzschublade zur automatischen Ausgabe von Medikamenten 12

Tina Heinz

Wie pflegende Angehörige in den Urlaub fahren können 14

Frisch statt Zucker 15

Das Besondere ist der Alltag 16

Das Blut ermöglicht 70 Prozent aller Diagnosen 18

Birgit Ahlert

Prävention statt Therapie 20

Grit Arndt

Wie Bakterien für Pfunde verantwortlich sind 22

Prof. Dr. Peter Schönfeld

„An die Arbeit“ 24

Vertrauen in die Zukunft 26

Birgit Ahlert

Techniktrends & mehr 27

Gesund und Vital: Inspirationen und Ideen – Media Markt Magdeburg / Ronald Floum

Mehr Fitness, Gesundheit und Lebensfreude 37

Statistiken und Zahlen / Impressum 38

Autoren und Informationen zum KOMPAKT magazin


Der ohnmächtige Patient er erkrankt, hofft auf Genesung. Überhaupt scheint die Erwartung, gesund zu bleiben oder eben im Krankheitsfalle schnell medizinische Hilfe zu erhalten, permanent zu wachsen. Natürlich nähren die Fortschritte in der Wissenschaft solche Erwartungshaltungen in gewisser Weise auch zu recht. Überfliegt man Veröffentlichungen über neueste Erkenntnisse, Mittel und Methoden, entsteht schnell eine Überzeugung dazu, dass die Überwindung schrecklichster Krankheiten kurz vor dem Durchbruch stünde. Die Errungenschaften der Medzin sind verglichen mit einer Zeit vor 100 Jahren erstaunlich. Organtransplantationen, künstliche Gelenke, neurochirurgische Operationen, Hormontherapien und moderne Medikationen können heute Heilung und Linderung schaffen, von denen Menschen Anfang des vergangenen Jahrhunderts noch nicht einmal zu träumen wagten.

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Trotz all dieser Möglichkeiten gräbt sich das eigene Schicksal, der sehnsüchtigste Wunsch, möglichst schnell eine krankhafte Beeinträchtigung loszuwerden, tief in die Seele ein. Das malade Individuum trifft dann auf ein hochkomplexes Gesundheitssystem, das

dennoch von menschlichen Akteuren am Laufen gehalten wird. Galten Ärzte über viele Jahrzehnte noch als „Götter in Weiß“, denen man mit Demut begegnete, treten ihnen heute selbstbewusste und fordernde Patienten entgegen. Modernste Apparate- und Labordiagnostik können vielfältige Ursachen im Körper sichtbar machen. Was da ist, soll genutzt werden. Und weil die Chipkarte der Krankenkasse ein stets gedeckter Scheck ist, würde kaum jemand dafür Verständnis entwickeln, wenn nicht tatsächlich die letzte Möglichkeit fürs Aufspüren einer Krankheitsursache ausgenutzt worden wäre. Andererseits hört man vielfach Klagen über notleidende Notambulanzen, viel zu lange Wartezeiten bei Fachärzten und für MRT-Diagnostiktermine. Ein Vorwurf gegenüber Kliniken lautet dann wiederum, dass viel zu schnell und oft operiert würde, nur damit ein Krankenhaus betriebswirtschaftlich gut dastünde. Sind erstmal teure Geräte angeschafft, müssten sie sich zügig amortisieren. Es wird wohl niemals ein Gleichgewicht zwischen medizinischen Angeboten und Möglichkeiten sowie der Unberechenbarkeit, wann wie viele Menschen von welcher Krankheit betroffen sind, herstellbar sein. Aber im gesellschaftlichen Bewusstsein wird dies dem „Gesundheitssystem“ abverlangt. Systemische Funktionalität und irrationales individuelles Schicksal sind nun einmal nicht in Deckungsgleichheit zu bringen. Es mag ja wichtig und richtig sein, dass in zahlreichen TV-Talkshows die Gesundheitspolitik am Pranger steht, Missstände und Defizite benannt und diskutiert werden. Doch dreht der Gesetzgeber dann an einer Stellschraube, hat mancher Versorgungsanspruch längst neue Erwartungsgipfel erklommen. Dass Patienten heute zuerst die Notaufnahmen von Krankenhäusern aufsuchen und nicht den Hausarzt, liegt nicht allein daran, dass es zu wenige niedergelassene Allgemeinmediziner gibt, sondern eher an den Möglichkeiten, die ein Krankenhaus mit ihren vielen klinischen Bereichen bietet. Sitzt man dann stundenlang in der Wartezone einer Notaufnahme, ist für den langen Aufenthalt natürlich die Ambulanz verantwortlich. Dass aber jeder, der am selben Tag mit seinem Anliegen dort sitzt auf begrenzte Versorgungsressourcen trifft, wird meistens ausgeblendet. Die Abläufe im Hintergrund, die Ungewissheit beim Warten erzeugt bei Patienten Ohnmachtsgefühle. Man kommt sich selbst wie dem Schicksal ausgeliefert vor. Weder ist man Motor für den Ablauf noch für den Lauf der Diagnose. Nimmt man einen außenstehenden Betrachterstandpunkt ein, ist es eher das medizinische Personal, dass der Summe aller Patienten-Erwartungen ohnmächtig gegenübersteht. Beide Seiten sehen sich am Ende in einem Zeitdilemma. Patienten erleben einen Mangel an Aufmerksamkeit und Zuwendung. Ärzte und Pflegemitarbeiter können genau das kaum noch leisten. Wir können von allem mehr fordern, müssten aber gleichzeitig bereit sein, mehr zu bezahlen. In der Folge würde manche Versorgungserwartung weiter wachsen. Es ist mitnichten das Gesundheitssystem allein krank, zuerst sind es Menschen, die Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Thomas Wischnewski

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Wenn das Warten zum Notfall wird Hinter den Kulissen der Zentralen Notaufnahme | Von Thomas Wischnewski er Novembermontagmorgen ist grau und verregnet. Die Wetterstimmung passt zum Gefühlszustand von Martin P. Seine Nacht war schlaflos, von Schmerzen geplagt. In den zurückliegenden Tagen war er oft abwechselnd von Schüttelforst- und Schweißanfällen geplagt. Zunächst hatte Martin geglaubt, von einem hässlichen grippalen Infekt befallen zu sein. Doch dann kamen da diese intervallartig, unsäglichen Schmerzen im Magenbereich. Deshalb schleppte er sich am Montagmorgen in die Notaufnahme des Universitätsklinikums. Er war sich nun sicher, dass er von einer ernsthaften Erkrankung befallen war. Eine Tasche mit ein paar notwendigen Utensilien hatte Martin vorsorglich gepackt und mitgenommen. Nur für den Fall, dass man ihn dort behalten würde.

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Die Mitarbeiterin an der Patientenannahme hat die Daten von Martin P. aufgenommen, nach seinen Beschwerden gefragt und ihn in den Wartebereich geschickt.

Im Wartebereich sitzen fast 20 Leute. Martin P. hat sich auf eine lange Prozedur eingestellt. Wenn nur nicht die fortwährenden Schmerzen wären und die Müdigkeit. Wann hat er eigentlich zuletzt etwas gegessen? Das ist bestimmt schon 30 Stunden her. Endlich wird sein Name aufgerufen und er begibt sich ins Behandlungszimmer. Auf dem Gang stehen Betten aufgereiht. Darin warten Patient offensichtlich auf den Fortgang ihrer Behandlung. Die Schwester nimmt Blut ab, prüft Puls, Temperatur, Sauerstoffsättigung und fertigt ein EKG an. Der Arzt lässt sich die Beschwerden beschreiben. Für Martin P. wird eine Akte angelegt. Alle Werte und Erkenntnisse sind notiert. Wieder zurück im Wartebereich versucht Martin P. in einer Zeitschrift zu lesen. Auf den Text kann er sich nicht konzentrieren. Die Augenlider wiegen schwerer als sein Informationsinteresse. Inwischen kommt mit dem Rettungswagen ein Notfall an. Die Trage wird hastig in den Schockraum gefahren.

Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen haben Vorrang. 15 Minuten braucht der Arzt zur Vorbereitung des Schockraumes. Blutdruckmessung wird vorbereitet, Narkose-, Schmerz-, Kreislaufmedikamente bereitgestellt. Ampullen müssen aufgebrochen werden, Spritzen ausgepackt. Manche Medikamente müssen verdünnt werden. Eventuell muss ein CT organisiert werden. Wenn alles glatt läuft, dauert die Versorgung eines Patienten im Schockraum eine halbe Stunde, meistens aber eher 45 bis 60 Minuten. In der Zwischenzeit müssen die anderen warten.

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Über den Gang eilen ständig Pflegekräfte und Ärzte. Alles wirkt geschäftig. Die Luft in der Wartezone scheint mit Nervosität, Angst und Schmerzen angereichert zu sein. Laborwerte dauern immer eine Stunde. Selbst, wenn die Werte vorliegen, kann sich ein Arzt oft nicht sofort um den betreffenden Patienten kümmern. Schließlich müssen inzwischen weitere aufgenommen werden.

Martin P. möchte gern wissen, was er hat, wie es weitergeht. Nicht nur der Magenbereich erzeugt einen brennenden Schmerz, auch die unbeantworteten Fragen. Endlich kann sich ein Arzt mit den Werten von Martin P. beschäftigen. Er konsultiert weitere Kollegen. Der Weg zur Diagnose und für die weitere Diagnostik ist nie eine Einzelentscheidung. Wenn manche Werte hoch ist, braucht man vielleicht weitere Untersuchungen. Liegen eventuell schon frühere Werte vor, dann müssen sie herausgesucht werden. Manche Patienten kommen von einem anderen Krankenhaus. Dort muss angerufen werden. Auch da hat nicht immer sofort jemand Zeit, die entsprechenden Patientendaten herauszusuchen. Inzwischen konsultiert der Arzt in der Notaufnahme einen weiteren Facharzt im Bereich der Internistischen Klinik. Der verspricht zu kommen, kann aber auch nicht gleich seine Aufgaben liegen lassen. Der Wartebereich der Notaufnahme ist nach wie vor voll. Inzwischen haben neue Patienten Platz genommen. Es mögen über vier Stunden vergangen sein. Martin P. wird erneut ins Behandlungszimmer gerufen. Der Arzt offenbart ihm die Diagnose. Eine akute Entzündung der Gallenblase. Aber es bedarf noch einer weiteren Diagnose. Ein Ultraschall soll angefertigt werden. Klar ist jetzt auch, dass Martin P. ein Bett erhalten soll und stationär aufgenommen wird. Zunächst darf er sich auf eine der Liegen im Gang legen. Seine Tasche wird ihm ans Fußende gestellt. Die horizontale Lage bringt etwas Linderung. P. kann jetzt die Augen schließen und findet etwas Ruhe. Offenbar kommt gerade wieder ein Notfall dazwischen. Erneut wird eine Liege in den Schockraum gefahren. Martin P. bekommt alles nur in einer Art Dämmerzustand mit. Zeit ist jetzt keine so wichtige Kategorie mehr. Hilfe zu erhalten, zu wissen, was los ist – das schafft Erleichterung. Gewissheit mit Alles kostet Zeit. Auch die Konsultation mit ärztlichen Kollegen. Welche weiteren Untersuchungen sind nötig? Muss ein Radiologe beauftragt werden? Jeder Befund muss wieder besprochen werden, eventuell weitere diagnostische Wege beauftragt werden.


der Aussicht auf Genesung zu haben, wirkt schon wie eine Medizin. Das Wissen um eine Entzündung der Gallenblase bzw. der Gallenblasenwege – das ist für Martin P. wie eine Tür, die sich geöffnet hat. Jetzt weiß er auch, dass seine Schmerzen richtige Gallenkoliken gewesen waren. Nur das mit dem Bett auf einer der internistischen Stationen scheint nicht zu klappen. Es streichen weitere Stunden dahin. Martin P. liegt da. Das Warten erscheint wie eine zusätzliche Qual. Fortwährend läuft medizinisches Personal an seiner Liege vorbei. Um ihn scheint sich niemand zu kümmern. Hat man ihn vergessen? Wieso dauert das alles so lange. Irgenwann war er noch zur Ultraschalluntersuchung gebracht worden. Zu welcher Stunde das war, kann Martin P. nicht mehr sagen. Jedes Zeitgefühl hat sich im Universum des Wartens verflüchtigt. Täglich kommen ca. 120 Patienten in die Zentrale Notaufnahme des Universitätsklinikums. Niemand weiß welche Beeinträchtigungen oder konkreten Versorgungen wirklich notwendig werden. Für 5 bis 8 Notfälle muss ein Bett auf der entsprechenden Fachstation bereitgestellt werden. Aber auch die Stationen sind voll. Das ist übrigens ein weltweites Problem. Auf der jeweiligen Station muss umgeplant werden und das bei laufenden Aufgaben. Auch dort gibt es wenig Zeit für Ausnahmefälle. Martin P. liegt immer noch auf der Liege im Flur der Notaufnahme. Er hat keine Ahnung davon, wer seinetwegen bereits alles telefoniert hat, wer was wie umdisponieren musste. Welche anderen Patienten parallel zu seinem Fall untersucht, betreut und besprochen wurden. Wie viele Ärzte haben sich inzwischen beraten. Dreimal hat er einem Mediziner direkt gegenübergessenen. Hatte sich befragen und untersuchen lassen. Die Auskunft über die Diagnose und die stationäre Aufnahme waren die einzigen Informationen, die Martin P. in der ganzen Zeit erhielt. Es ist gegen 19 Uhr als er von einem Pfleger in die internistische Station begleitet wird und ein Bett zu-

gewiesen bekommt. Seine Untersuchungen indes noch nicht beendet. Später wird er noch einer Röntgendiagnostik unterzogen. Und er erfährt, dass es am nächsten Tag eine gastroenterologische Untersuchungen geben wird.

„Die Diagnose für jeden Notfall ist ein kompliziertes Puzzle“, sagt PD Dr. Christian Hohenstein, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Magdeburger Universitätsklinikums. Rückenschmerzen können ihre Ursache im Magen haben. Schmerzen in der Schulter vielleicht auf einen Herzinfarkt hindeuten. Patienten hätten eigentlich immer das Gefühl, dass die Notaufnahme schlecht läuft. Dieser Eindruck lässt sich in Stoßzeiten nicht vermeiden. „Wir könnten hier gern 20 Leute mehr haben, aber das bezahlt uns die Gesellschaft nicht“, erklärt Dr. Hohenstein. Aktuell ist die Notaufnahme mit einem Oberarzt als Chef, einer Oberärztin und zehn weiteren Ärzten ausgestattet. Zwei Ärzte von der Unfallchirurgie kommen noch dazu. Alle anderen Ärzte sind in den entsprechenden Fachkliniken und können bei Bedarf gerufen werden. Allerdings muss für deren Konsultation schon eine eingegrenzte Diagnose feststehen Außerdem arbeiten 25 Schwestern und Pfleger, fünf in der Frühschicht, sechs am Nachmittag und vier nachts. Selbst, wenn der größte Teil der Patienten am selben Tag wieder nach Hause geschickt werden kann, haben sie häufig vier Stunden in der Notambulanz zugebracht. Manchmal müssen Werte nach drei Stunden wieder überprüft werden, bevor eine abschließende ärztliche Entscheidung gefällt wird. Notaufnahmen sind manchmal wegen der zahlenmäßigen Inanspruchnahme nicht mehr angemessen arbeitsfähig. Dr. Christian Hohenstein will künftig in der Magdeburger Notaufnahme umsteuern. Er möchte, dass eine Notfallpraxis vorgeschaltet wird, in der für jeden Patienten innerhalb von fünf bis zehn Minuten eine medizinische Ersteinschätzung erfolgt, ob derjenige tatsächlich ein klinischer Notfall ist oder ob die Weiterbehandlung in einer ambulanten Praxis möglich ist.

PD Dr. Christian Hohenstein, Chefarzt der Zenralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Magdeburg.

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Logistik im Klinikum: 60 Operationen pro Tag 8 KOMPAKT MAGAZIN

Fotos: Heike Gabriel / Klinikum Magdeburg


Am Klinikum Magdeburg werden jährlich knapp 17.000 Operationen durchgeführt. Um die gesamten Abläufe sicher zu koordinieren, ist eine ausgereifte Logistik notwendig. von Tina Heinz ür die meisten Patienten, die sich einem geplanten chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose unterziehen müssen, endet die Erinnerung nach dem Einschleusen in den OP-Bereich, wenn der Anästhesist seine Arbeit erledigt hat, und setzt dann erst wieder im Aufwachraum ein. Was sich währenddessen im Operationssaal abspielt, entzieht sich ihrer Kenntnis. Welche Logistik hinter diesem Prozess steckt, der ein wenig an die akribisch geplanten Abläufe an einem Flughafen erinnert, vermag der Laie nicht zu erahnen. Dass am Klinikum Magdeburg die alltägliche Abfolge reibungslos funktioniert, dafür sind Chefärztin Dr. Christiana Hesse (OP-Managerin), Leitende Oberärztin Heike Baer (ärztliche OP-Koordination) und Annette Wöllmer (pflegerische OP-Koordination) zuständig. Sie managen die Koordinierung der OP-Pläne an einem digitalen Reißbrett (Foto links) – berufsgruppen- und fachbereichsübergreifend und in ständiger Kommunikation mit allen im OP tätigen Mitarbeitern. Über zwölf zentrale und drei dezentrale Operationssäle verfügt die Institution in der Birkenallee. Einer davon ist einer der modernsten Hybrid-Operationssäle Europas – ausgestattet mit einem Gerät, das die volldigitale Röntgen-Bildgebung in Echtzeit bei hochkomplexen Eingriffen, beispielsweise am Herzen oder am Kopf, ermöglicht.

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Die OP-Planung entsteht mehrere Tage, ja Wochen im Voraus und wird ständig präzisiert. Eine Vielzahl von Zusammenhängen muss bei der Vergabe der OP-Termine beachtet werden. Die Raumkapazitäten spielen dabei ebenso eine Rolle wie das zur Verfügung stehende Personal und die auf den Stationen vorhandenen Betten. 31 Mitarbeiter in der Anästhesiepflege, 15 Narkoseärzte, 48 Mitarbeiter im Bereich der OP-Pflege, 3 Mitarbeiter, die die Patienten umbetten, 2 Logistik-Mitarbeiter, die Material und Medikamente verwalten, sowie die für den jeweiligen Bereich zuständigen Ärzte sind am Klinikum Magdeburg verantwortlich für die Umsetzung der vom Koordinations-Team erstellten Pläne. Etwa 60 Operationen pro Tag werden durchgeführt – circa 400 pro Woche und knapp 17.000 im Jahr. „Der Plan für die OP-Belegung wird am jeweiligen Vortag, um 14 Uhr, dingfest gemacht“, erzählt Annette Wöllmer. In das Computersystem wird dabei nicht nur eingetragen, wann welches Team welchen Patienten in welchem Saal operiert, sondern auch, welche Medikamente der Patient einnehmen muss und welche Besonderheiten zu beachten sind. „Am Folgetag findet dann erneut ein Check-up um 7 Uhr statt und der Plan wird gegebenenfalls angeglichen“, schildert die für die pflegerische OP-Koordination zuständige Mitarbeiterin. „Das ist beispielsweise bei Notfällen oder akuten Patientennachmeldungen notwendig. Diese haben oberste

Priorität und die anderen OPs rücken nach hinten.“ Ab 7.30 Uhr gehen die einzelnen Teams in die jeweiligen OP-Säle und bereiten diese vor. „Gegen 8 Uhr werden dann die Patienten geschleust, damit spätestens 8.30 Uhr alle OP-Teams starten können“, so Annette Wöllmer. Während bei einem Patienten die Narkose – außerhalb des OPSaals – eingeleitet wird, haben die bei der Operation anwesenden Ärzte, Anästhesisten, Operateure, Assistenten und OP-Pfleger nochmal die Gelegenheit, alles Wichtige zu besprechen. „Team-Timeout nennt sich das“, erklärt Anästhesie-Schwester Katja Töter. „In US-amerikanischen Krankenhäusern ist dies Pflicht, in Europa gibt es dafür lediglich eine Empfehlung.“ Diese „Auszeit“ soll den Mitarbeitern des Klinikums die Gelegenheit geben innezuhalten. „Wir schauen uns gemeinsam an, was auf dem Whiteboard steht – wer der Patient ist, welcher Eingriff bei ihm vorgenommen wird, ob die Person Allergien hat und welche Medikamente sie erhält – und besprechen, ob alles vorhanden ist, was für die OP benötigt wird. Dabei gehen wir auch Szenarien für möglicherweise auftretende Komplikationen durch.“ Wenn der Patient nicht mehr ansprechbar ist, wird er in den OPSaal gebracht, wo nur wenige Minuten für die richtige Lagerung, die Hautdesinfektion und die Abdeckung zur Verfügung stehen. Sobald dies erledigt ist, kann die Chirurgin oder der Chirurg das Skalpell ansetzen. Für jeden Eingriff steht ein bestimmtes zeitliches Kontingent zur Verfügung – je nachdem, wie einfach oder kompliziert dieser ist. Sollte während der Operation etwas Unvorhersehbares passieren, das die zeitliche Abfolge durcheinanderbringt, muss der Tagesplan aktualisiert werden. Das OP-Management muss sofort flexibel reagieren – nicht nur im Fall von Notfallmanagement oder Nachmeldeorganisation. Ist der Eingriff beendet und der Patient mit Verband sowie allem Notwendigen versehen, holen die Anästhesisten ihn wieder aus dem Land der Träume und kabeln ihn ab. Anschließend wird die Person in den Aufwachraum gebracht, wo die Vitalfunktionen weiterhin überprüft werden. Im OP-Saal wird unterdessen alles gereinigt und desinfiziert und innerhalb kürzester Zeit für den nächsten Patienten vorbereitet. Sobald sich die Türen des OPs hinter dem klinischen Hausdienst schließen, beginnt das gesamte Szenario von vorn.


Vom Labortisch in die Apotheke Von Prof. Dr. Gerald Wolf

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it Labortischen kennen sich die Wenigsten aus, mit Apotheken aber jeder. Schachteln und Schächtelchen warten hier auf Kundschaft, Tuben, Flaschen und Fläschchen. Es riecht besonders, die Verkäufer geben sich freundlich, wirken aber eher distinguiert. Ganz anders jedenfalls als die Bäckersfrau, der Fleischer oder die Verkäuferin im Supermarkt. Auch die Kunden unterscheiden sich von denen in anderen Läden. Sie machen einen leicht verunsicherten Eindruck und sind recht leise, ja regelrecht verhuscht, wenn sie ihr Rezept über die Theke schieben oder gar sagen sollen, wo ihnen der Schuh drückt. Denn hier, in der Apotheke, geht es ums Ganze, hier dreht sich alles um die Gesundheit, die es wiederherzustellen oder zu bewahren gilt. Tabletten, Pillen, Kapseln und Tropfen werden dazu bereitgehalten, Salben, Gele, Injektionslösungen und Verbandstoffe. Alles nicht gerade preisgünstig. Immerhin, die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Bevölkerung sind über Jahrzehnte hin ständig gestiegen, und das hat viel mit dem zu tun, was in den Apotheken über den Ladentisch gereicht wird. Doch auch in leichteren Fällen weiß der Patient die Mittel der Apotheke zu schätzen, da sie ihm Heilung bedeuten, zumindest Linderung.

Hier Fakt, da Fiktion Dies gilt paradoxerweise selbst in den Fällen, in denen die Tabletten, Pillen, Tropfen, Tees und Salben objektiv völlig wirkungslos sind. Allein die Hoffnung auf Gesundung oder darauf, sich vor Krankheit zu schützen, verrichtet ein gutes Werk. Gemeint ist

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der Placebo-Effekt. Mit ihm mag nicht nur im Falle von Homöopathika oder der Scharen an Nahrungsergänzungs- und Gesundheitspflegemitteln gerechnet werden, sondern auch dann, wenn mittels regulärer Medikamente die Aussicht auf Heilwirkung ganz einfach überdehnt wird. Denken wir zum Beispiel an Schmerzsalben, die mit ansonsten hochwirksamen Schmerzmitteln (nichtsteroidale Antirheumatika, wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen) versetzt sind. Sie sollen durch die Hautschichten, das darunter liegende Bindegewebe und durch Faszien hindurch bis in die Muskulatur eindringen oder gar tiefliegende Gelenke erreichen, um dort Schmerzen zum Verschwinden zu bringen. Gleichsam im Handumdrehen! Angepriesen wird so etwas im Schaufenster der Apotheken oder im (von uns bezahlten) Fernsehen allabendlich zu den besten Sendezeiten. Früher war der Apotheker noch derjenige, der das, was er seinen Kunden ausreichte, selber herstellen musste. Dafür gibt es heute pharmazeutische Betriebe. Oft sind das riesige internationale Konzerne mit einem milliardenschweren Jahresumsatz. Aber auch kleinere Hersteller machen sehr gutes Geld, wenn sie es verstehen, mit ihren Produkten die Portemonnaies der Apothekenkundschaft bzw. die der Krankenkassen zu öffnen.

Forschung Denken wir an seriöse Produkte, an Arzneimittel, die Krankheiten tatsächlich zum Verschwinden bringen, zumindest aber de-


ren Symptome lindern. Wie kommt man dazu? Nun, im Prinzip ganz einfach: durch Forschung. Nur eben, dass Pharma-Forschung alles andere als einfach ist. Es genügt nicht, sich hinzusetzen und sich vorzunehmen, ein Mittel gegen Krebs zu ersinnen. Oder eines gegen Depression oder schizophrenen Wahn. Oder gegen Bakterien, gegen die kein Kraut gewachsen ist oder wo Antibiotika nicht länger helfen, obwohl sie früher wunderbar geholfen haben. Allerdings hinsetzen muss man sich schon, nämlich um sich möglichst viel von dem anzueignen, was die Schule an Wissen über Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik anbietet. Ansonsten bleiben die Aussichten, sein Geld einmal in der Arzneimittelforschung zu verdienen, mit großer Wahrscheinlichkeit lebenslang verschlossen. Vermutlich auch dem, der das Angebot von leichtfertigen Bildungspolitikern nutzt, Unterrichtsfächer abzuwählen, die Mühe machen. Gewöhnlich sind das die oben genannten Disziplinen. Wiederum sein Sitzfleisch muss trainieren, wer sich für ein weiterführendes Studium mit Zielrichtung Arzneimittelforschung entscheidet. Außerdem braucht es handwerkliches Geschick und Beobachtungsvermögen, wie es in den jeweiligen Praktika trainiert werden muss. Intelligenz ist wichtig, keine Frage, Begeisterungsfähigkeit und Beharrlichkeit aber sind für den Erfolg im Studium zumindest von gleichrangiger Bedeutung. Und später auch in der Forschung. Hauptanliegen ist zunächst erst einmal zu begreifen, was die Menschheit bislang von dem begriffen hat, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Für die PharmaForschung ist das nicht so sehr die große, ganze Welt, als vielmehr die kleine, nämlich die des Organismus und, eher mehr noch, die der Zellen und der Moleküle.

Ohne Schweiß keinen Preis Nach einem beschwerlichen Studium kann es dann endlich losgehen mit der Forschung. Zunächst mit dem Versuch einer Antwort auf eine winzige Teilfrage, wie sie zum Abschluss für die Erlangung des Diplom- oder Mastergrades gestellt wird. Zum Beispiel, wie arbeitet eines der abertausenden Enzymarten in einer der mehr als 200 Zelltypen eines Säugetierorganismus (also auch des unsrigen), wenn man ihm statt des üblichen Stoffwechselproduktes einen chemisch veränderten Molekültyp anbietet? Oder was passiert, wenn man in die Zelle ein leicht verändertes Gen einschleust oder ein abgewandeltes Transportoder Signalmolekül? Oder wie reagiert die Zelle auf ein chemisch umfrisiertes Signalmolekül-Bindungsmolekül? Immerhin könnte das eine oder andere in Bezug auf Fehlfunktionen interessant sein, mithin auf eine Krankheitsursache hinweisen. Entweder wird für die Zelle alles schlimmer, oder ihre Situation verbessert sich. Und damit auch die des Gewebes, deren Bestandteil sie ist, und schließlich die des jeweiligen Organs sowie die des gesamten Organismus. Leider ist alles noch viel komplizierter, als das hier klingen mag. Ansonsten hätten andere Forscher in der Welt die Antwort längst herausgefunden. Ständig muss bei den Experimenten mit Pannen gerechnet werden, oder die entsprechenden Geräte fehlen, die man zur erfolgreichen Arbeit braucht. Denn diese kosten Geld, häufig sehr viel Geld, und auch dann noch muss man mühsam lernen, mit ihnen umzugehen. Misserfolg lauert an allen Enden. Hinzu kommt der Zeitdruck, denn die Anstellung jüngerer Mitarbeiter ist immer befristet. Mittlerweile auch die der älteren!

Wer in der vorgegebenen Zeit mit seiner Arbeit nicht fertig wird, muss sich im Regelfall eine neue Stelle suchen und dann zumeist eine ganz andere Fragestellung in Kauf nehmen. Und das oft sonst wo in der Welt, denn Geld für Forschungsstellen ist überall knapp. Nicht von ungefähr liegt die allgemein übliche Wochenarbeitszeit für forschende Wissenschaftler bei 50, 60 oder gar noch mehr Stunden. Selbst verordnet – die Chefs müssen nicht drängen. Wer sich nicht sputet, verliert. Die Gewerkschaften bleiben da daußen vor, über Stress reden nur die anderen (möglicherweise die mit einer 35-Stundenwoche).

Publish or Perish Großes Ziel aller wissenschaftlichen Untersuchungen ist deren Veröffentlichung, und die natürlich in einer Fachzeitschrift. Ohne Publikation kein Doktortitel und schon gar nicht die Habilitation. Nationale Fachzeitschriften spielen in der Pharma-Forschung wie überhaupt in den Naturwissenschaften keine Rolle, ebenso wenig Veröffentlichungen in einer der jeweiligen Landessprachen. Alle diese Wissenschaften sind nun mal international und deren Sprache ist ausschließlich Englisch. Die Qualität der Forschungsergebnisse lässt sich anhand des Ranges der Fachzeitschriften ablesen. Für jedes der eingereichten Manuskripte sind zwei oder drei Gutachter zuständig, die sich bei den hochrangigen Journalen als besonders wählerisch erweisen und oft genug einer Veröffentlichung im Wege stehen. Darauf dann die Ochsentour mit dem nächsten Journal und dem übernächsten bis hinunter zu den weniger wählerischen. Im Kampf um eine künftige Arbeitsstelle gewinnen jene, die die meisten Publikationen aufweisen und diese zudem in den anspruchsvollsten Zeitschriften. Der Hit, wenn irgendwann mal eine unbefristete Mitarbeiterstelle herausspringt, gar eine Chefstelle, oder im akademischen Bereich – was gibt es dort Besseres? Natürlich eine Professur!

Neue Wirkung für viel Geld Bei immer genauerer Kenntnis der Mechanismen, die einen Organismus gesund erhalten oder, umgekehrt, krank machen, sollten sich wirksamere Arzneimittel gleichsam von allein ergeben. Leider ist die Realität weit davon entfernt. Häufig bedarf es eines glücklichen Zufalls, der eine verheißungsvolle Spur liefert. Aber auch dann geht es erst so richtig los. Das Resultat muss in jeder Richtung abgeklopft werden. Nach den Experimenten an Molekülen, an einzelnen Zellen und an Tierversuchen müssen Studien an gesunden Menschen zeigen, ob das neue Mittel nicht etwa schadet. Dann die Studien an Patienten, die zu erweisen haben, inwiefern die Wirkung besser als die eines bisherigen Arzneimittels ist. Tausende und abertausende Patienten sind dazu nötig! Errechnet wurde: Von 5.000 bis 10.000 Substanzen, die mit dem Ziel untersucht werden, ein neues Medikament herzustellen, sind es im Durchschnitt gerade mal neun, die in ersten Studien mit Menschen erprobt werden. Und nur eine erreicht später den Markt. Das alles braucht viele, viele Jahre. Und kostet im Schnitt eine bis zu 2 Milliarden US-Dollar. Den Preis bezahlt der Patient bzw. seine Krankenkasse. Zuletzt ein guter Rat für verschreckte Abiturienten: Es gibt auch weniger aufwändige Arbeitsrichtungen!

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Von der Holzschublade zum Automaten

on Apotheken geht seit jeher eine gewisse Faszination aus. Die Hoffnung, ein Mittel zu erhalten, das gesundheitliche Beschwerden lindert. Der Geruch, der die Räumlichkeiten erfüllt. Die sorgsam aufgereihten Medikamente in den Regalen. Früher waren es die vielen Holzschubladen, in denen diverse Pülverchen, Pflanzen und tierische Stoffe verstaut wurden. Denn nichts anderes ist die Apotheke der griechischen Wortherkunft nach: eine Ablage, ein Aufbewahrungsort. Bereits im 8. Jahrhundert gab es in der arabischen Welt erste Vorgänger der Apotheken, wo Gewürze und Betäubungsmittel aufbewahrt wurden. In Deutschland fand erstmals 1241 eine „apotheca“ in Trier Erwähnung. Seitdem hat sich natürlich vieles verändert – von den Angeboten über die Arbeitsweise, bis hin zum äußeren Erscheinungsbild. Die Apotheke hat sich zu einem leistungsfähigen, modernen Unternehmen gewandelt. Knapp 20.000 Apotheken versorgen hierzulande Tag und Nacht die Bevölkerung mit Arzneimitteln – eine davon: die Pluspunkt Apotheke im Allee Center.

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Auf etwa 400 Quadratmetern gibt es dort eine Offizin, ein Back-office, einen Beratungsraum, einen Bereich für Mitarbeiter und ein Lager. „Offizin wird der Bereich genannt, der auch für die Kunden zugänglich ist“, erklärt Claudia Meffert, Inhaberin der Pluspunkt Apotheke. Kategorisiert in apothekenpflichtige Arzneimittel und freiverkäufliche Artikel finden die Kunden dort alles vom Schmerzmittel und Hustensaft bis hin zu Vitaminen und Kosmetika. Hinter dem Verkaufstisch sind die apothe-

Links: Pharmaziepraktikantin Kim Beck bei der Arbeit im Labor der Pluspunkt Apotheke. Rechts: Der Kommissionierautomat befördert hauptsächlich verschreibungspflichtige Medikamente aus dem Lager zum Mitarbeiter am Verkaufstisch.

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Fotos: Peter Gercke


kenpflichtigen Medikamente aufgereiht, die beim fachkundigen Personal erworben werden müssen. „Die verschreibungspflichtigen Arzneimittel unterliegen in Deutschland einer Preisverordnung ähnlich der Preisbindung bei Büchern, bei den apothekenpflichtigen ist das nicht so und daher sind auch Rabatte möglich“, so Claudia Meffert. Dass im Ausland verschreibungspflichtige Medikamente auch rabattiert erworben werden können, stellt die Apotheken hierzulande vor Probleme. „Es gäbe zwar Möglichkeiten, daran etwas zu ändern, aber die Politik wird sich in dieser Hinsicht nicht bewegen“, meint die Inhaberin der Pluspunkt Apotheke, deren zweiter Standort sich im Breiten Weg befindet. Eine Möglichkeit wäre ein Verbot des Erwerbs von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln im Ausland. Eine andere: Auch in Deutschland Rabatte auf verschreibungspflichtige Medikamente zu erlauben. Dies wäre jedoch ein Nachteil für kleinere Apotheken, besonders im ländlichen Bereich. Im Backoffice der Pluspunkt Apotheke befinden sich Labor und Rezeptur – der Arbeitsraum, in dem die Pharmazeutischtechnischen Assistenten (PTA) Arzneimittel wie Salben, Cremes, Lösungen oder auch Kapseln zubereiten. „Dort werden Einzelanfertigungen hergestellt … wenn beispielsweise der Hautarzt eine spezielle Creme verschreibt“, schildert Claudia Meffert. Bei etwa zehn Rezepten pro Tag komme das vor. Außerdem werden im Backoffice Arzneimittel stichprobenartig untersucht – etwa ob Tabletten zerbröselt sind. Das dient der Arzneimittelsicherheit. Zum Aufgabenbereich eines PTA zählt auch, die Wirkstoffe und Grundstoffe, die verarbeitet werden, auf ihre Identität zu prüfen. „Aber in den 18 Jahren, in denen ich selbstständig bin, habe ich noch nicht erlebt, dass die Identitätsprüfung negativ ausfällt“, so die Inhaberin, die insgesamt 13 Pharmazeutisch-technischen Assistenten, 4 Apotheker, 3 Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, 3 Kosmetikerinnen, 3 Botenfahrer und 2 Mitarbeiter für das Lager beschäftigt.

Claudia Meffert, Inhaberin der Pluspunkt Apotheke im Allee Center und im Breiten Weg. Neben den Angestellten „arbeitet“ in der Pluspunkt Apotheke auch ein Kommissionierautomat, der bereits vor drei Jahren eingebaut wurde. Er sorgt dafür, dass die vom Personal via Warenwirtschaftssystem angeforderten hauptsächlich verschreibungspflichtigen Präparate aus dem Lager zum Mitarbeiter am Verkaufstisch transportiert werden. „Im Hochregallager sind die Medikamente kompakt und platzsparend verteilt. Der Computer weiß, wo sich was befindet und holt per Knopfdruck mit seinem Greifarm das jeweilige Medikament aus dem Regal und packt es auf ein Förderband, das die Packung zum Mitarbeiter bringt“, erklärt Claudia Meffert. „Das geht schnell und das Personal muss nicht ständig nach hinten laufen, sondern kann im Kontakt mit dem Kunden bleiben.“ Tina Heinz

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Damit sich pflegende Angehörige Auszeiten gönnen können, bietet die Pflegeversicherung die Kurzzeit- und Verhinderungspflege an.

Wie pflegende Angehörige in den Urlaub fahren können Wer seine Angehörigen pflegt, kann trotzdem in den Urlaub fahren. Spezielle Angebote unterstützen pflegende Familienmitglieder, teilt die AOK Sachsen-Anhalt mit. er Löwenanteil der pflegerischen Arbeit in Deutschland findet nicht in Pflege- und Seniorenheimen statt. Die meisten Pflegebedürftigen werden in den eigenen vier Wänden von ihren Angehörigen betreut. Bei der AOK Sachsen-Anhalt betrifft dies 40.000 von insgesamt rund 63.000 pflegebedürftigen Versicherten. Die Pflege ist körperlich und auch psychisch belastend, gerade für Laien. Damit sich die Pflegenden eine Auszeit gönnen können, sieht die Pflegegesetzgebung Unterstützung vor. An erster Stelle stehen dabei die Verhinderungs- und die Kurzzeitpflege. Diese zwei Angebote stehen allen Pflegebedürftigen ab dem Pflegegrad 2 offen.

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Bei der Verhinderungspflege können sich pflegende Angehörige vertreten lassen, zum Beispiel von einem Pflegedienst aber auch von anderen Verwandten. Für bis zu sechs Wochen im Jahr erstattet die Pflegekasse die Kosten in Höhe von maximal 1612 Euro. Soll der Pflegebedürftige vorübergehend außerhalb der eigenen vier Wände betreut werden, empfiehlt sich die Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung. Dafür erstattet die Pflegekasse ebenfalls 1612 Euro für höchstens acht Wochen im Jahr. Bis zu 3224 Euro für pflegende Angehörige Beide Leistungen lassen sich kombinieren. Wer nur die Kurzzeitpflege nutzt, erhält zusätzlich den Förderbetrag der Verhinderungspflege, also in Summe bis zu 3224 Euro. Wird ausschließlich die Verhinderungspflege in Anspruch genommen, erhöht sich der Höchstbetrag um die Hälfte der Förderung für die Kurzzeitpflege, also um 806 auf 2418 Euro insgesamt. Auf diese Weise bleiben pflegende Angehörige flexibel und können passgenau zwischen den Angeboten variieren. Der Bedarf wird bei Antragsstellung geprüft, denn das Geld für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege wird nicht pauschal ausgezahlt. Über die Voraussetzungen informieren die Pflegekassen. Bei der AOK Sachsen-Anhalt können sich Pflegebedürftige und deren Angehörige in landesweit 44 Kundencentern beraten und bei der Antragsstellung unterstützen lassen.

Foto: AOK-Medienservice


Frisch statt Zucker Gesunde und trotzdem leckere Ernährung für Kinder ucker ist viel ungesünder als über viele Jahre angenommen. Gerade Kinder sind oftmals übersüßten Lebensmitteln und der Werbung dafür ausgesetzt. Für Eltern eine Herausforderung.

Taschengeld mit regelrechten Zuckerbomben eindecken. Aber achten Sie auf die Zuckermenge und bieten Sie Alternativen zum Naschen an, statt Gummibärchen zum Beispiel eine Schüssel Heidelbeeren.

Das Bild vom Zucker hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte dramatisch verändert. Haben Werbestrategen vor einem halben Jahrhundert noch erfolgreich die Mär vom gesunden und sogar schlankmachenden Zucker verbreitet, steht heute fest: Zu viel Zucker führt zu schweren Krankheiten, die auch tödlich verlaufen können. Nicht mehr als 50 Gramm Zucker sollen Erwachsene täglich zu sich nehmen, rät die Weltgesundheitsorganisation, Kinder sogar nur die Hälfte. Und 50 Gramm sind schnell erreicht, zum Beispiel schon mit einer Halbliterflasche Cola oder Limonade. Neben den berüchtigten Brausen lauert Zucker noch in ganz anderen Lebensmitteln. 200 Gramm vermeintlich gesunder Fruchtjoghurt enthalten mit 30 Gramm Zucker mehr als den kompletten Tagesbedarf eines Kindes. Noch mehr Zucker findet sich in Ketchup und vielen herzhaften Lebensmitteln. Und auch reiner Fruchtsaft steht in Sachen Zuckergehalt Cola und Co. in nichts nach. Zucker macht nicht nur dick. Die AOK Sachsen-Anhalt diagnostiziert seit Jahren steigende Zahlen bei krankhaft übergewichtigen Kindern und bei Diabetes-Erkrankungen im Jugendalter aufgrund von Zucker – eine Krankheit, die zu Amputationen, stark eingeschränkter Lebensqualität und schließlich frühzeitigem Tod führen kann.

Vorsicht vor Werbetricks Gerade die Hersteller von auf Kinder ausgerichteten Produkten arbeiten mit allerlei Tricks. Saft wird mit dem Hinweis „ohne Zuckerzusatz“ verkauft – benötigt er auch gar nicht, von Natur aus ist schon extrem viel Zucker drin. „Süße aus Früchten“ ist keineswegs besser als Kristallzucker. „Ungesüßt“ heißt lediglich, dass einem ohnehin stark zuckerhaltigen Lebensmittel kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde. Fruchtbreie, Quetschbeutel und Ähnliches sind echte Zuckerkonzentrate. Statt auf Werbesprüche hereinzufallen, achten Sie besser auf die Nährwerttabellen auf den Etiketten und behalten Sie die höchstens 25 Gramm Zucker täglich für Ihr Kind im Hinterkopf. Die Lebensmittelindustrie ist übrigens sehr kreativ bei der Wortwahl. Für Zucker nutzt sie viele verschiedene Begriffe: Fructose, Lactose, Glucose, Glucosesirup, Saccharose, Dextrose, Süßmolkepulver, Karamellsirup und vieles mehr. Verbraucherschützer haben mehr als 70 verschiedene Begriffe für Zucker ausgemacht.

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Beeren statt Bärchen Kinder sind neugierig auf neue Geschmäcker. Bieten Sie Ihrem Kind doch mal andere Getränke als Limonaden und Säfte an, möglicherweise ist es begeistert von Kirsch-, Erdbeer- oder sogar Kamillentee. Denn die Vorliebe für den süßen Geschmack ist Gewöhnungssache. Selbst mit Süßstoff versehene Light-Limonaden sind allemal besser als „echte“ Cola. Auch anderswo lässt sich zusätzlicher Zucker vermeiden. In fertigem Fruchtjoghurt fungiert geschmacksverstärkender Zucker oft als Ersatz für teure Früchte. Dabei können Sie diesen mit Naturjoghurt und Früchten ganz einfach selbst herstellen. Auf der anderen Seite sollten Sie Ihrem Kind keineswegs Süßigkeiten verbieten. Verbote führen oft dazu, dass sich die Kinder vom

Fehl- und Mangelernährung sind bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. Die AOK will gemeinsam mit dem Landfrauenverband Sachsen-Anhalt ungesunder Ernährungsweise entgegenwirken. Die Projekte „Bauernpaten“ und „Gesundes Frühstück“ sind neue Aufklärungsprogramme zur gesunden Ernährung in Kindergärten und Schulen.

Foto: Andreas Lander / AOK

„Früher hat uns das auch nicht geschadet“ Dass plötzlich überall auf die Zuckermenge geachtet wird, ist keineswegs neumodische Hysterie. Der kohlenhydratreichen üppigen Ernährung der Vergangenheit stand eine ganz andere Lebensweise gegenüber: Gearbeitet wurde mehrheitlich in Industrie und Landwirtschaft statt sitzend in Büros, bewegt hat man sich vorrangig mit Muskelkraft. Zum Beispiel gingen die Menschen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch rund 20 Kilometer täglich zu Fuß, heute sind es gerade noch 300 Meter. Damit muss auch die einst energiereiche Ernährung den neuen Lebensweisen angepasst werden. Die AOK versucht Fehlernährung bei Kindern vorzubeugen, zum Beispiel mit „Bauernpaten“ und „Gesundes Frühstück in Kitas“. Bei diesen größten Ernährungsprojekten in Sachsen-Anhalt lernen Kinder im Kontakt mit Landwirten, wo und wie Lebensmittel entstehen. Beim Kitafrühstück mit einer Landfrau können die Kinder erfahren, dass frisch und naturbelassen oft leckerer ist als verarbeitet und übersüßt.


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Das Besondere ist der Alltag eit Sommer 2015 wohnen die Eheleute Fakan im Humanas-Wohnpark Colbitz. Herr Fakan benötigt rund um die Uhr professionelle Pflege. Seine Frau konnte dies nicht mehr allein bewältigen, deshalb entschieden sich die beiden für den Wohnpark inmitten der Gemeinde Colbitz. Herr Fakan lebt in einer Ein-Zimmer-Wohnung und seine Ehefrau in einer Zwei-Zimmer-Wohnung auf dem gleichen Grundstück. Sie leben gemeinsam und haben doch ihr eigenes Reich.

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In den Wohnparks der Humanas GmbH leben Menschen jeder Altersgruppe mit oder ohne Pflegebedarf. Die betreuten Wohnanlagen gelten als hybride Wohn- und Pflegeform und kombinieren auf vielfältige Weise eine ambulante sowie teilstationäre Pflege mit barrierefreien Wohnmöglichkeiten. Aufgrund der flexiblen und bedarfsgerechten Kombination der verschiedenen Wohn- und Pflegeleistungen bieten die Wohnparks rund um die Uhr Betreuungssicherheit und fördern bewusst die Selbstständigkeit im Alltag. Die Leistungen des Pflegedienstes und der Tagespflege stehen dabei gemeindeweit zur Verfügung.

Herzlichkeit und Wärme gehören zum Leitbild der Humanas Wohnparks in Sachsen-Anhalt.

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Im Zentrum der Pflege und Betreuung der Bewohner steht die Förderung von Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit über eine aktive Mitgestaltung des Tagesablaufs und umfangreiche Mitbestimmungsmöglichkeiten. Trotz Pflegesituation wird im Rahmen bestehender Fähigkeiten und Fertigkeiten der Bewohner der Haushalt miteinander organisiert. Lieb gewonnene Rituale und Gewohnheiten werden beibehalten und gefördert und ein echter, individueller Tagesrhythmus gelebt. Die unterstützende Angehörigenarbeit wird dabei begrüßt und gefördert sowie aktiv in den Tagesablauf integriert. In einer vertrauensvollen Atmosphäre prägen Herzlichkeit, Lebendigkeit und Zuversicht den Alltag bei Humanas. Notwendige Unterstützungen und Hilfestellungen werden gemeinsam mit den Angehörigen freundlich, flexibel, bedarfsgerecht und unter dem Aspekt der aktivierenden Pflege und Betreuung umgesetzt. Getreu unserem Slogan – leben, wo man Zuhause ist – bietet Humanas mit seinen altersgerechten Wohnparks Menschen in jeder Lebenslage und in jedem Alter ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben mit Zuversicht und Heimatverbundenheit. Dies ermöglichen wir durch eine in Sachsen-Anhalt und sogar bundesweit einmaligen Vielfalt aus innovativen und flexiblen Kombinationen verschiedener ambulanter und teilstationärer Wohn- und Pflegeformen in ländlichen Regionen und einem umfassenden Quartiersbezug. Mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch, den bedarfsorientierten Angeboten sowie den gleichzeitig bezahlbaren Mieten und niedrigen Pflegekosten erfüllt Humanas einen wesentlichen Wunsch vieler Menschen. Die mit dem Leben in den Wohnparks verbundenen privaten Kosten sind deutlich niedriger als bei Pflegeheimen und vermeiden so die Notwendigkeit von Sozialhilfe und damit verbundener Ängste der Altersarmut. Im Bereich des Gesundheitswesens wird intensiv mit Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern, Sanitätshäusern und Apotheken, anderen Pflegeanbietern sowie den Krankenkassen kooperiert. Damit werden sektorielle Grenzen innerhalb des Gesundheitswesens überwunden und ein Beitrag zur integrierten und optimierten Versorgung der Bewohner geleistet. Im Rahmen der gemeindlichen Entwicklung und der Zusammenarbeit mit z. B. örtlichen Institutionen, Heimat- und Seniorenvereinen, Singekreisen sowie Kitas vor Ort wird Humanas ein Teil der Gemeinde


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und die Gemeinde ein Teil von Humanas. Mit dieser wechselseitigen Offenheit nutzen und fördern wir das lokale Miteinander, ermöglichen echte Inklusion und sichern die Teilhabe unserer Bewohner am öffentlichen Leben. Neben den positiven Aspekten für die Bewohner führen höhere Pflegebudgets und moderne Unternehmensansätze zu mehr Spielräumen in der Vergütungshöhe und der Personalausstattung. Schon jetzt ist das Einstiegsgehalt für eine Pflegefachkraft deutlich höher als bei den meisten Mitbewerbern. Neben einem gutem Gehalt, den höchstmöglichen Zuschlägen und weiteren Zusatzleistungen sind aber auch gute Arbeitsbedingungen wichtig. Die Personalausstattung in den Wohnparks liegt daher bis zu 25 Prozent über der von traditionellen Pflegeheimen. Ohne Zeitdruck und Stress können sich so die Mitarbeiter gewissenhaft und in Ruhe der Pflege und Betreuung der Menschen widmen. Des Weiteren setzt Humanas auf eine umfassende Vertrauenskultur und betrachtet die Gesundheit und Qualifikation der Mitarbeiter ganzheitlich. Hier werden beispielsweise im betrieblichen Gesundheitsmanagement körperliche, seelische und soziale Aspekte der Mitarbeitergesundheit bewusst gefördert. Die jüngst politisch geforderte Gleichbehandlung zwischen Mindestlohn Ost und West wird das Unternehmen in diesem Jahr umsetzen. Humanas-Gründer und Mitgesellschafter Dr. med. Jörg Biastoch: „Mit unserer Betriebsordnung zeigen wir, dass wir es bei Humanas ernst meinen mit guter Bezahlung und attraktiven Arbeitsplätzen für die in der Gesellschaft so wichtigen Pflege-

und Betreuungsberufe. Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen sichern sich durch engagierte und gut ausgebildete Menschen ihre Zuversicht und Selbstbestimmtheit im Alter und in der Pflege und Betreuung arbeitende Menschen erhalten ein anständiges Gehalt und Anerkennung.“ Gegenwärtig betreibt Humanas elf Wohnparks in Sachsen-Anhalt. Der südlichste befindet sich in Brehna an der A 9, der nördlichste in Tangermünde in der Altmark. Vor wenigen Tagen war Baubeginn in Heyrothsberge und in Magdeburg, hier werden der zwölfte und dreizehnte Humanas-Wohnpark entstehen. In Magdeburg übrigens wird der Wohnpark direkt neben der bereits bestehenden Tagespflege in Olvenstedt gebaut; in Heyrothsberge entsteht der Wohnpark nahe der B 1. Beide Bauprojekte können, wenn alles gut läuft, mit Beginn des Jahres 2019 bezogen werden. Im Herbst wird es, wie schon bei allen anderen Bauprojekten vorher, einen „Tag der offenen Baustelle“ geben, wo sich dann Interessierte ein eigenes Bild machen können von der Humanas Philosophie.

www.humanas.de

Leben, wo man zu Hause ist: Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit bis hin zu einer aktiven Mitgestaltung des Tagesablaufs zeichnet die Wohnformen in den altersgerechten Humanas-Wohnparks.

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Das Blut ermöglicht 70 Prozent der Diagnosen Gespräch mit Prof. Dr. Berend Isermann vom Universitätsklinikum Magdeburg

Ob Krankheit oder Routine-Untersuchung – oftmals gehört eine Blutentnahme dazu. Doch was passiert dann? Wie wird das Blut untersucht, was kann es den Medizinern verraten? Welche Untersuchungen gibt es, welche Unterschiede? Ein Gespräch mit Professor Berend Isermann, Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Pathobiochemie an der Otto-von-GuerickeUniversität.

Die Rede ist oft von kleinem und großem Blutbild – was ist der Unterschied? Letztlich geht es darum, wie genau wir hinsehen. Entweder geht es grob um die Menge der unterschiedlichen Blutzelltypen, wie weiße Blutzellen, rote Blutzellen, Blutplättchen, oder es geht es um die weißen Blutzellen und deren Subtypen, die unterschiedliche Aufgaben haben. Letzteres ist bei Entzündungen z.B. wichtig.

Herr Professor, wie wichtig ist es, das Blut zu untersuchen? Berend Isermann: Durch Statistiken weiß man, dass 60 bis 70 Prozent der Diagnosen wesentlich oder sogar allein aufgrund der Ergebnisse von Blutuntersuchungen gestellt werden. Die Blutuntersuchung – oder auch die von anderen Körperflüssigkeiten wie Urin oder Liquor (Hirnwasser) – ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Diagnosefindung, aber auch der Therapie-Überwachung. Ganz wichtig ist außerdem das Screening (vorbeugende Untersuchung) von Neugeborenen auf Krankheiten, die gut behandelt werden können. Auch bei Erwachsenen werden bestimmte Risikofaktoren altersabhängig untersucht, wie zum Beispiel die Blutfette.

Wann ist ein größeres Blutbild erforderlich? Es kommt auf die Fragestellung an. Geht es primär um eine Anämie-Abklärung, reicht das kleine Blutbild. Bei Verdacht auf eine Entzündung oder Tumore braucht man das große Blutbild. Blut wird an unterschiedlichen Stellen des Körpers abgenommen, am Ohr, Arm, Finger ... Wie entscheidend ist das? Es sind unterschiedliche Blutproben. Am Ohr oder am Finger wird kapillares Blut gewonnen – es werden nur Blutstropfen entnommen. Das reicht für einige Untersuchungen, wie zum Beispiel die Blutzuckerbestimmung, aus. In der Armbeuge wird venöses Blut entnommen – und in größeren Mengen, wenn mehr untersucht werden soll. Zum Teil unterscheiden sich die Werte in Abhängigkeit vom Entnahmeort. Deshalb ist es für uns im Labor immer wichtig zu wissen, von welcher Stelle die Probe stammt. Das brauchen wir für deren Interpretation. Deshalb unterschiedliche Farbmarkierungen der Ampullen? Das ist ein Aspekt, de Facto beginnt die Analytik bereits in dem Röhrchen. Das Blut wird unterschiedlich vorbereitet durch verschiedene Gerinnungshemmer, die das Blut flüssig halten – oder auch gerinnen, also fest werden lassen. Ob rote Blutzellen oder die Eiweiße – alles braucht eine andere Vorbereitung. Die unterschiedlichen Farben zeigen, welche Zusätze in dem Röhrchen sind.

Prof. Dr. Berend Isermann im Labor der Uniklinik.

Was passiert mit einer Blutprobe? Wie ist der Ablauf? Ganz wichtig ist, dass vorher feststeht, was gemessen werden soll. Die Indikations- oder Fragestellung muss klar sein. Danach erfolgt die Abnahme und der Transport ins Labor, der unterschiedlich organisiert ist. In großen Kliniken mit Notfallambulanz wie bei uns in der Uniklinik, ist die Probe innerhalb von 10 Minuten im Labor. Dazu nutzen wir eine Rohrpost. Die Rohrpost ist aber nicht so schnell wie im Büro oder so, damit das Blut bzw. die -zellen nicht kaputt gehen. Ein Teil von der Probe wird zentrifugiert, das heißt: Es werden die festen Bestandteile, die Blutzellen, von den löslichen, Plasma oder Serum, getrennt und separat weiter verarbeitet. Die Proben sind zudem markiert, damit wichtige Proben erkannt und abgearbeitet werden. Das übernehmen die MTAs, die Medizinisch-Technischen Assistenten, rund um die Uhr. Dieser Ablauf ist in einem Labor an der Uniklinik personell rund um die Uhr gesichert. Bei anderen Kliniken oder Praxen dauert der Transport deutlich länger. Dann sind Besonderheiten bei der Probenvorbereitung zu beachten. Foto: Melitta Dybiona


Die Untersuchungen selbst werden aber automatisiert vorgenommen? Nicht alles, aber ein großer Teil. Wobei man das nicht unterschätzen darf. Es ist keine Blackbox, in die man vorn die Probe eingibt und hinten kommt der Befund raus. Es ist sehr effizient, aber der Aufwand, um die richtigen Ergebnisse sicherzustellen, ist nicht unerheblich. Wenn 60 bis 70 Prozent der Diagnosen aufgrund dieser Untersuchungen gestellt werden, muss unbedingt äußerst präzise gemessen werden. Wir Labormediziner haben uns diese Sicherstellung ganz groß auf die Fahne geschrieben. Die Labormedizin betreibt seit den 1960er Jahren ein Qualitätsmanagement. Wir sind Vorreiter bei der Qualitätssicherung in der Medizin. Damit sichergestellt ist, dass der Patient richtig versorgt wird. Wie gewährleisten Sie diese Qualität? Durch Stichproben? Es gibt mehrere Ebenen. Zunächst wird jeder Befund hinsichtlich seiner Plausibilität überprüft. Bestimmte Laborparameter können sich mit einer gewissen Kinetik (Zeitverlauf) ändern. Ein Wert kann sich nicht innerhalb von zwei Stunden halbieren. Weiterhin nehmen wir Stichproben. Zusätzlich gibt es externe Ringversuche. Mindestens vier Mal im Jahr werden wir überprüft. Wir bekommen Proben zugeschickt von zentralen Stellen, die staatlich gesichert sind. Wir wissen nicht, was sie enthalten, müssen sie messen und zurücksenden. Würden wir diese Prüfung wiederholt (mehr als 2-mal) nicht bestehen, würde das zur Sperrung führen. Das gibt es so nur in der Labormedizin. Das gibt ein Gefühl von Sicherheit ... Das soll auch so sein. Wir im Bereich der Labormedizin müssen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass alles fehlerfrei ist. Wenn es zu Fehlern kommt, passieren sie meist in der sogenannten Präanalytik, also bevor das Blut zu uns kommt. Wenn es zu lange liegt, vertauscht oder ein falscher Patientenkleber angebracht wird. Es wird daran gearbeitet, auch das zu verbessern. Wenn man weiß, wie viel aus einer Blutuntersuchung herausgelesen werden kann – warum werden sie nicht öfter gemacht? Ist das zu aufwändig, zu teuer? Natürlich kostet das Geld. Jede Laborleistung kostet. Der Laborpreis ist im internationalen Vergleich in Deutschland aber recht niedrig. Dennoch weiß jeder, der einen Haushalt führt, dass man verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen muss – auch wenn es preiswert ist. Hinzu kommt: Je mehr ich teste, desto eher finde ich auch Befunde, die vielleicht zufällig leicht von der Norm abweichen. Die Norm definiert sich durch Werte von 95 Prozent aller Untersuchten. Das heißt schon per Definition, dass 5 Prozent außerhalb der Norm liegen. Wenn ich also bei 100 Patienten Blut entnehme, sind bei mindestens 5 Prozent Werte rein zufällig auffällig. Diese Befunde müssen dann vom Labormediziner und dem betreuenden Arzt interpretiert werden, ob die Abweichung relevant ist oder nicht. Wenn man ständig alles messen würde, würde das zur Verunsicherung von Patienten führen. Daher ist ein sinnvolle Indikationsstellung von Laboruntersuchungen durch einen Arzt so wichtig. Es heißt, um Kosten so gering wie möglich zu halten, werden Blutproben archiviert. Wie lange sind sie haltbar? Das kommt darauf an. Gerinnungsparameter sind maximal vier Stunden nach der Abnahme noch messbar. Andere Blutproben kann man bis zu einer Woche aufheben, pauschal kann man das nicht sagen. Bei gefrorenen Proben ginge das länger, bei der Masse der Blutproben ist das aber nicht praktikabel. Es handelt sich allerdings nicht um das Blut, das aus der Vene abgenommen worden ist. Die Proben enthalten bereits Zusätze, sind in der Regel zentrifugiert. Das Produkt, das man für die Mes-

sung verwendet, kann man aufheben. Rohblut von der Abnahme muss relativ rasch bearbeitet werden, idealerweise innerhalb von einer Stunde. Warum wird in Zellen, Plasma und Serum getrennt? Zellen haben andere Inhalte als Plasma oder Serum. Wenn mich nur interessiert, was der flüssige Bestandteil enthält, was primär auf den Körper wirkt, dann trenne ich das vorher. Kalium beispielsweise ist in den Zellen sehr hoch, im Plasma relativ niedrig. Wenn ich das nicht vorher trenne, bekomme ich falsche Werte, was gefährlich wäre. Ein Herzinfarkt ist durch Laborwerte nachweisbar. Lässt sich auch sonst feststellen, wo im Körper eine Entzündung vorliegt? Leider nicht generell. Beim Herzinfarkt gibt es einen gewebespezifischen Marker, bei anderen Organen nicht. Aber bestimmte Kombination von Laborwerten lassen in der Regel dennoch eine Aussage zu, ob zum Beispiel Leber oder Bauchspeicheldrüse betroffen sind und zu einer klinischen Symptomatik führen. In anderen Fällen ergibt es sich aus der Zusammenschau von Laborbefund, Angaben des Patienten, also Anamnese, oder Bildgebung, so dass man einen Befund erstellen kann. Die sogenannte Biomarkerforschung arbeitet daran, für weitere Organe wie zum Beispiel der Niere, spezifische Marker zu finden. Es gibt Fortschritte, aber noch ist es nicht so weit. Was sind die häufigsten Erkrankungen, bei denen Laboruntersuchungen sinnvoll sind? Bei der Fülle der Krankheiten ist es schwierig zu pauschalisieren. Erkrankungen des Stoffwechsels kann man gut abklären, weil wir die Hormone, die Botenstoffe, gut messen können. Bei großen Organen wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Niere und Herz gibt es gute Marker. Bluterkrankungen – ob Eisen- oder Vitaminmangel – lassen sich gut abklären, dafür haben wir sehr gute Methoden. Wann empfiehlt sich eine Blutuntersuchung? Bei Schmerzen, im zunehmenden Alter – auch prophylaktisch? Wenn jemand gesund ist, halte ich das pauschal nicht für sinnvoll. Es gibt Ausnahmen, beispielsweise bei bestimmten Vorbelastungen, wie z. B. Lebererkrankungen. Es ist zudem sinnvoll, in regelmäßigen Abständen bei jungen Erwachsenen, wenn sie zur Bundeswehr gehen oder anfangen zu arbeiten, wenn im Auftrag der Arbeitgeber der Betriebsarzt die Tauglichkeit feststellt, Blutuntersuchungen zu machen. Wenn sich jemand prophylaktisch untersuchen lassen will, ohne dass ein Grund vorliegt, wäre ich vorsichtig. Das kann, wie oben ausgeführt, auch zu einer Verunsicherung führen. Manchmal muss man nüchtern zur Blutabnahme, manchmal nicht. Welche Auswirkungen hat das? Es hängt davon ab, welche Parameter ich messen will. Geht es um den Blutzucker, ist dieser nach dem Essen natürlich viel höher. Dann ist es nicht mehr so gut interpretierbar, weil die Untersuchenden nicht wissen, was, wann und wie viel gegessen wurde. Das bräuchte ich für die Interpretation. Das Gleiche gilt bei Blutfetten. Wenn die Parameter nicht so empfindlich oder stoffwechselabhängig sind, muss der Patient nicht nüchtern sein. Was sind die häufigsten Diagnosen? Sie betreffen die Volkskrankheiten: Diabetes, Blutfette, Schilddrüsenerkrankungen, gerade in Jod-Mangelgebieten. Veränderung des Blutbildes, die mit Eisenmangel einhergehen, sind gerade bei jungen Frauen häufiger. Es gibt also regionale, geschlechtsspezifische und altersabhängige Besonderheiten. Fragen: Birgit Ahlert

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Prävention statt Therapie Vorsorge ist das A und O, wenn es um Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz geht. Arbeitsmediziner leisten viele der notwendigen Maßnahmen. von Grit Arndt

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nternehmen sind dazu verpflichtet, einen Arbeitsmediziner und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellen. Ein kurzer Einblick in die Aufgaben einer Arbeitsmedizinerin.

Nach sechs Jahren Medizinstudium entschied ich mich, wie viele Jahre zuvor schon meine Mutter, für die Fachrichtung Arbeitsmedizin. Fünf weitere Jahre bereitete ich mich auf die Facharztprüfung vor, für die sowohl Innere Medizin als auch Notfall- bzw. Intensivmedizin gefordert ist. Zu meinem spannenden Alltag gehören nicht nur variierende Aufgaben, sondern auch viele interessante Menschen. Ich betreue Firmen nach den gesetzlichen Grundlagen der Deutschen Gesetzlichen Unfallverhütungsvorschrift (DGUVV II) und nach der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV), die sich jeweils auf das Arbeitssicherheitsgesetz beziehen. Zu meinen Aufgaben gehören dort zum Beispiel die Teilnahme pro Quartal an Arbeitssicherheitsausschusssitzungen (kurz ASA) mit der jeweiligen Geschäftsführung oder deren Vertretung, einer Fachkraft für Arbeitssicherheit, einem Sicherheitsbeauftragten und – wenn vorhanden – dem Betriebsrat. Entsprechende Betriebsbegehungen sind ebenso Teil meines Berufes. Dabei wird beispielsweise darauf geachtet, ob die Verbandskästen vollständig und nicht abgelaufen sind, persönliche Schutzkleidung der Mitarbeiter wie Schutzbrille und Arbeitsschutzschuhe zur Verfügung stehen und getragen werden oder ob die Ergonomie an den Bildschirmarbeitsplät-


Grit Arndt ist Diplom-Betriebswirtin und Fachärztin für Arbeits- und Reisemedizin.

zen eingehalten wird. Neben Hautschutzplänen für bestimmte Berufsgruppen und Möglichkeiten zur Reinigung und Desinfektion sollte die Hygiene stets auch in den sozialen Räumlichkeiten wie Küche oder Aufenthaltsraum Beachtung finden. Außerdem ist es wichtig, dass Fluchtwege richtig gekennzeichnet und Notrufnummern sowie Erste-Hilfe-Aushänge vorgehalten werden. Der dem Unternehmen bereitstehende Arbeitsmediziner ist ebenfalls der Ansprechpartner, wenn es um Hinweise der Mitarbeiter hinsichtlich Ergonomie oder Arbeitssicherheit geht. Etwaige Mängel werden von mir protokolliert und in Absprache mit der Geschäftsführung Korrekturmaßnahmen und Verantwortlichkeiten sowie Fristen zur Umsetzung festgelegt. Der Arbeitsgeber muss für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und diese alle zwei Jahre aktualisieren. Besondere Gefährdungen treten dabei zum Beispiel beim Arbeiten mit Absturzgefahr (in der Höhe) oder bei Lackiererarbeiten auf. Anhand dieser Beurteilungen werden Eignungs- und Vorsorgeuntersuchungen sowie persönliche Schutzausrüstung (z. B. Arbeitsschutzschuhe, Gehörschutz oder Helm) von mir vorgeschlagen und vom Arbeitgeber schließlich festgelegt. Sind die ersten Schritte vollbracht, beauftragt der Arbeitgeber den Arbeitsmediziner – also mich – die Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen durchzuführen. Dazu zählen Angebotsvorsorgeuntersuchungen, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer anbietet, die dieser jedoch nicht in Anspruch nehmen muss. Dazu zählt beispielsweise eine Bildschirmarbeitsplatzuntersuchung, in der festgestellt werden kann, ob eine Bildschirmarbeitsplatzbrille benötigt wird. Des Weiteren gibt es Pflichtvorsorgeuntersuchungen für bestimmte Tätigkeiten wie bei Infektionsgefährdungen. Dies betrifft beispielsweise Pflegepersonal, aber auch Mitarbeiter der Müllentsorgung. Der Arbeitnehmer muss bei mir vorstellig werden, kann jedoch eine körperliche Untersuchung ablehnen, da die beratende Tätigkeit im Vordergrund steht. Dem Mitarbeiter stehen auch Wunschvorsorgeuntersuchungen zur Verfügung, wenn dieser aufgrund gesundheitlicher Beschwerden infolge der Arbeit an den Arbeitgeber herantritt und eine Vorstellung beim Betriebsarzt wünscht. Neben den Vorsorgeuntersuchungen führe ich als Arbeitsmediziner auch Eignungsuntersuchungen durch. Beim Arbeiten mit Absturzgefahr, sei es in der Höhe oder in der Tiefe, zählen dazu eine ausführliche Anamnese (Vorerkrankungen), Sehtest,

Foto: Privat

Hörtest, Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie), Gleichgewichtsuntersuchung, Ruhe- und Belastungs-EKG, Blutabnahme und eine eingehende körperliche Untersuchung. Je nach Beruf fallen andere Untersuchungen an. So ist beim Tragen von schwerem Atemschutzgerät beispielsweise neben den oben genannten Inhalten bis auf die Gleichgewichtsuntersuchung ein Lungenfunktionstest notwendig. Bus- und LKW-Fahrer zählen auch zu meinen Probanden. Besonders wichtig für diese Berufsgruppen sind Sehtest und Perimetrie. Eine Anamnese ist für jeden Beruf sehr wichtig – bestimmte Vorerkrankungen erfordern eine weiterführende Diagnostik durch Fachärzte, um eine Eignung festzustellen. Zweifelt der Arbeitgeber einmal an der Eignung eines Mitarbeiters, so kann er anlassbezogen eine arbeitsmedizinische Stellungnahme nach Untersuchung durch mich einfordern. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer nicht arbeitsunfähig erkrankt ist. Ist ein Mitarbeiter häufig oder lange krank – das heißt mehr als sechs Wochen in zwölf Monaten – so ist der Arbeitgeber nach SGB XI verpflichtet, dem Arbeitnehmer ein betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten. Dabei setzen sich der Betriebsrat, der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber zusammen und beraten darüber, wie der Arbeitsplatz leidensgerecht angepasst werden kann, um eine langfristige Gesunderhaltung zu erreichen. Höhenverstellbare Schreibtische und ergonomisch optimierbare Bürostühle sind nur zwei der vielen Möglichkeiten. Die Unternehmen bieten gelegentlich Gesundheitstage an, die ich sehr befürworte. Die Mitarbeiter haben im Rahmen dessen die Möglichkeit, verschiedene Tests auszuprobieren wie Cholesterin- und Blutzuckerwertmessungen. Außerdem können sie Fragen zur Arbeitsmedizin und Prävention stellen und Tipps erhalten. Einige Firmen bieten bezüglich präventiver Maßnahmen Medical Checks an, bei denen körperliche Untersuchungen und Laborbefunde erhoben werden, deren Auswertung allein der Mitarbeiter erhält. Ich halte diese Medical Checks für wichtig und wertvoll, da sie altersunabhängig sind und bei Auffälligkeiten Hausarzt oder Facharzt hinzugezogen werden können. Die Arbeitsmedizin ist in meinen Augen ein interessanter und wichtiger Fachbereich, der oftmals unterschätzt wird. Prävention ist vor allem in der heutigen Zeit zunehmend wichtiger, da oft zu spät ein körperliches Leiden erkannt und darauf reagiert wird. Durch Präventionsmaßnahmen können viele Leiden verhindert werden.

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Wie Baktieren für Pfunde verantwortlich sind Von Prof. Dr. Peter Schönfeld

Übergewicht wird immer mehr zu einer gesellschaftlichen Herausforderung. Dabei sind am Dicksein nicht nur die zuviel aufgenommenen Kalorien Schuld. Es ist absolut einleuchtend, dass ein andauerndes Missverhältnis zwischen übermäßigem Essen und chronischem Bewegungsmangel zu Übergewicht führen muss. Überschüssige Nahrungskalorien als Fett abzuspeichern ist eine Erfindung der Natur, die für den Steinzeitmenschen überlebenswichtig war. In seinem relativ kurzen Leben war Nahrungsüberfluss eher selten, gemessen an dem vorherrschenden Nahrungsmangel. Für das Jagen von Großwild musste der steinzeitliche Jäger ein guter Läufer sein. Und die dafür notwendige Anatomie erklärt nach der Sicht von Psychologen, dass junge Frauen bei der Erstbegegnung mit dem anderen Geschlecht in sekundenschnelle dessen Körpermitte taxieren. Denn der Blick darauf verrät ihnen angeblich, ob er ein guter Renner ist und so ein verlässlicher Garant für die Nahrungsbeschaffung. Auch die Darmflora ist evolutionäres Erbe und dieses hat ebenso zum Überleben der Menschheit beigetragen. Die Existenz der Darmbakterien sorgte nämlich dafür, dass in den Zeiten des Mangels die in pflanzlicher Nahrung enthaltenen Kalorien dem Körper effektiver zugeführt werden. Aus heutiger Sicht erscheint es kurios, dass die Darmflora zuerst als Krankheit angesehen wurde, und deshalb mit Darmspülungen und Operationen bekämpft wurde. Übrigens, weil das Wort Flora aus der Pflanzenwelt kommt, bezeichnet man diese in der Medizin lieber als Mikrobiom. Obwohl die Befindlichkeit des Darmes unser Lebensgefühl sehr bestimmen kann, ist er kaum Gegenstand von small talk Gesprächen. Für diese Tabuisierung gibt es nur eine Erklärung: Der Darm ist ein mit Scham beladenes Organ. Umso überraschender war es, dass es einer Medizinstudentin, Giulia Enders, mit dem Bestseller „Darm mit Charme“ gelungen ist, ein millionenfaches Interesse an diesem Organ mit dem Schmuddelimage zu wecken. Die riesige Zahl der verkauften Bücher kann eigentlich nur mit einer lange verdrängten Neugier an diesem Organ erklärt werden. Vereinfacht betrachtet ist der Darm ein Schredderwerkzeug für die aufgenommene Nahrung und gleichzeitig ein Gärungsreaktor für das Geschredderte. Im Verlauf eines durchschnittlich langen Lebens werden 30 Tonnen Nahrung vom Darm verarbeitet. Doch der Darm tut noch viel mehr für uns. Durch seine riesige Oberfläche (die etwa einem Fußballfeld entspricht) ist er auch für den Wasserhaushalt des Körpers mitverantwortlich. Nebenbei assistiert er bei der Vitaminversorgung des Körperstoffwechsels. Seine innere Seite ist mit Sensoren gepflastert, die dem Gehirn Signale über den Ablauf der Verdauung oder eingetretene Probleme senden. Außerdem kann sei-

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ne Bedeutung für das Immunsystem des Körpers kaum überschätzt werden. Ein junger und sehr spezieller Teil der Inneren Medizin, die Flatologie (lat. Flatus – Darmwind), versucht die Zusammensetzung seiner gasförmigen Reaktionsprodukte für die medizinische Diagnostik nutzbar zu machen. Andererseits macht die Sensibilität des Darmes gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen von kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln ihn zu einer zusätzlichen Einnahmequelle für die Lebensmittelindustrie. Davon zeugt das ständig wachsende Sortiment an laktoseund glutenfreien Produkten in den Regalen der Lebensmittel-Discounter. Aber auch die Heilpraktiker und Naturheilkundler streben nach einer Teilhaberschaft am Geschäft mit der Launigkeit des Darmes. Deshalb werben sie für die regelmäßige Darmsanierung und begründen diese mit wenig zutreffenden Bildern, wie: „Stellen Sie sich den Darm vor wie ein Auto, das ja auch regelmäßig in die Werkstatt muss“ (Volksstimme 7.4.2018). Glücklicherweise gibt es noch Schulmediziner, die da einer ganz anderen Meinung sind: „Das Entgiften und Entschlacken ist Unsinn.“


Noch im Zeitalter des Barock genoss ein ausgeformter Frauenkörper große Wertschätzung, denn er war Schönheitsideal („Rubensfigur“), drückte Gesundheit und Wohlstand aus. Was aber früher von Vorteil war, ist heute für Millionen unter uns zu einem folgenschweren Erbe der Evolution geworden. Wir kennen alle jene beneidenswerte Esser, die augenscheinlich maßlos essen können, ohne dabei einen Gewichtszuwachs befürchten zu müssen. Ein solcher „schlechter Futterverwerter“, und darüber sind sich die Ernährungsexperten einig, besitzt offenbar „Ventile“, die es ihm erlauben, einen Teil der aufgenommenen Kalorien zu verflüchtigen. Nüchtern ausgedrückt heißt das: Sie haben einen höheren Grundumsatz. Der Grundumsatz entspricht der Energiemenge, die ein Gesunder morgens im nüchternen Zustand und liegend in einem behaglich temperierten Zimmer verbraucht. Nach einer Faustregel gilt für den Grundumsatz: Körpermasse x 24. Demnach hat ein 70-kg Mann einen Grundumsatz von 1680 Kcal pro Tag. Da die dem Grundumsatz entsprechenden Kalorien aber nicht ausreichen für seinen Tagesenergiebedarf, muss er noch die Hälfte davon mit weiterer Nahrung aufnehmen. Wenn unser 70 kg-Mann allerdings seinen Lebensunterhalt mit schwerer körperlicher Arbeit verdienen muss, müssen es noch ein paar mehr sein. Der größte Anteil am Grundumsatz hat die Körperwärme (etwa 60%). Man vermutet deshalb, dass der „schlechte Futterverwerter“ ein „Ventil“ hat, mit dessen Hilfe er einen Teil der aufgenommenen Nahrungskalorien als Wärme an die Umgebung abgeben kann. Aber was macht denn nun einen „guten Futterverwerter“ aus? Ein neues Schlaglicht werfen Erkenntnisse über die Darmflora auf das Entstehen der Fettleibigkeit. Danach wird Übergewicht trotz peniblen Kalorienzählens auch durch das dominante Auftreten bestimmter Gäste in der Darmflora verursacht. Aber wie ist das zu verstehen? Der Darm gilt als ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Symbiose, also das Zu-

sammenleben zweier Lebewesen verschiedener Arten zum beiderseitigen Vorteil. Dazu ein paar Worte über unsere Gäste, die es sich im Dickdarm gemütlich gemacht haben. Es sollen annähernd 100 Milliarden sein, eine Zahl, die dem Zehnfachen der Körperzellen entspricht. Wegen ihrer Vielfalt – wir sind der Gastgeber von ca. 160 verschiedenen Bakterien – eignet sich die Darmflora vielleicht auch als bakterieller Fingerabdruck. Und noch eine andere Zahl stimmt nachdenklich. Die Gäste zusammengenommen besitzen 100 Mal mehr Gene als der Wirt. Übrigens, der Grundstein für unsere Darmflora wird mit der Geburt durch den Geburtskanal gelegt, weil dadurch die ersten Bakterien über den Mund in den Darm des Neugeborenen gelangen. Deshalb sind sich die Gynäkologen auch darüber einig, dass Kaiserschnitt-Kinder häufiger von Allergien oder Asthma betroffen sind. Aber wie kann nun die Darmflora Einfluss auf das Körpergewicht nehmen? Die Renaissance am Interesse an der Darmflora begann mit den Folgen des übertriebenen Gebrauchs von Antibiotika, da diese oft „Cyankali“ für die Darmbakterien sind. Mit deren Ermordung gelangte man zu neuen Einsichten über den Nutzen der Symbiose zwischen Darmbakterien und Mensch. Lange Zeit wurde aber die Erforschung der Darmflora durch ein prinzipielles Problem blockiert, sie lässt sich nicht oder nur sehr kurz in Kulturschalen außerhalb des menschlichen Darmes am Leben erhalten. Erst mit dem Einsatz moderner Methoden der Genanalyse (PCR) gelingt es heute, die komplexen Beziehungen zwischen den Darmbakterien und ihrem Wirt zu entschlüsseln. Kurz gesagt, es gibt zwei Bakteriengruppen, die Firmicutes (firmus „stark“, cutis „Haut“) und die Bacteroidetes, die bei der Verdauung den Ton angeben. Beide können mit speziellen Schneidwerkzeugen (Enzymen) vom Menschen nichtverdauliche, pflanzliche Ballaststoffe in Energiequellen umsetzen, und auf diese Weise den Wirt mit Kalorienbomben, wie z. B. Buttersäure, versorgen. Und jetzt kommt der Clou: Dicke haben eine veränderte Darmflora. Stellt man sich eine Wippe vor, wo auf der einen Seite die Firmicutes und auf der anderen die Bacteriodetes sitzen, dann neigt sich bei den Dicken die Wippe bei den Firmicutes. Überraschenderweise wurde dieses Ungleichgewicht auch beim Vergleich von adipösen und nicht-adipösen Kindern gefunden. Man geht deshalb davon aus, dass die Art der Ernährung den Anteil der Firmicutes vergrößern kann. Auch während der Schwangerschaft haben die Firmicutes eindeutig das Sagen, in diesem Fall zum Wohl der Leibesfrucht. Überzeugend wurde die Rolle der Firmicutes als „Dickmacher“ durch die „Stuhltransplantation“ von Hochschwangeren auf Mäuse gezeigt. Danach fraßen die vorher schlanken Mäuse hemmungslos und wurden dick. Abschließend noch eine Kuriosität, die Zusammensetzung der Darmflora wird auch vom Breitengrad beeinflusst. In den kalten Nordländern ist der Anteil des bakteriellen „Dickmachers“ höher. Das hat für die etwas beleibteren Nordländer den Vorteil, dass sie weniger Wärme verlieren. Warum eigentlich? Dazu müssen wir uns den Menschen mit einer kugelförmigen Gestalt vorstellen. Dann gilt nämlich, dass die Oberfläche quadratisch (r2) und das Volumen kubisch (r3) mit dem Kugelradius (r) wächst. Daraus folgt nun, dass mit dem Dickerwerden der Wärmeverlust relativ abnimmt, denn der Wärmeverlust wird von der Größe der Körperoberfläche bestimmt, aber die Wärmebildung vom Körpervolumen. Dieser Umstand bringt kleine Säugetiere um den Schlaf. So kann es sich eine in Afrika lebende Zwergmaus nicht leisten zu schlafen. Würde sie das machen, kann sie keine Energie aufnehmen und müsste deshalb in den kalten afrikanischen Nächten erfrieren.

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„An die Arbeit“ Beschäftigungsperspektiven nach dem Krebs

und hinderliche Faktoren zu identifizieren. Durch die Kontextanalyse des gesamten Datenmaterials zur Organisation der beruflichen Wiedereingliederung und der Sicherung des Lebensunterhalts durch das Sozialversichersicherungssystem, zeigte sich eine ausgesprochen heterogene Versorgungssituation.

er Weg zurück an den Arbeitsplatz bzw. das Schaffen neuer Perspektiven ist bei onkologischen Erkrankungen steinig, konfliktreich und oft kompliziert. Betroffene beklagen einen diffusen Paragraphen- und Behördendschungel oder empfinden scheinbare Ungerechtigkeiten bei der Unterstützung durch Sozialversicherungsträger und Unternehmen.

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Eigene Studie als Ausgangslage zum Beratungsangebot

Für die Erwerbstätigen bestehen unterschiedliche Leistungsansprüche durch die Sozialversicherungsträger. In den beruflichen Wiedereingliederungsprozessen können verschiedene Sozialversicherungsträger involviert sein: die Krankenkasse, die Agentur für Arbeit, die Rentenversicherung und das Jobcenter. Besonders schwierig und zum Teil finanziell existenzbedrohend wird es für Betroffene, die aufgrund eines außerordentlich schweren Krankheitsverlaufes nicht innerhalb von 78 Wochen zurück an den Arbeitsplatz kehren können und dann aus den Leistungsbezügen der Krankenkassen ausgesteuert werden. Ein beispielsweise sogenanntes eingeschränktes Dispositionsrecht verunsichert Patienten enorm. Seit einiger Zeit häufen sich im Beratungsalltag die Fälle, in denen Betroffene einer Krebserkrankung von ihren Krankenkassen aufgefordert werden, noch während des Krankengeldbezugszeitraumes, oftmals sogar während der Akuttherapie, einen Rentenantrag zu stellen. Genauer gesagt handelt es sich dabei meist um einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente.

Eine Studie der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sollte eine Grundlage bieten, Lösungen für ein praxisnahes Projekt zur Erkrankte Patienten, deren Alltag seit der Diagnose ohnehin Unterstützung Krebsbetroffener bei der beruflichen WiedereinKopf steht und die sich in der täglichen Gegliederung zu finden. In einer qualitativen fühls-Achterbahnfahrt zwischen Angst, VerStudie wurden Betroffene zu ihren individuzweiflung, Wut, Hoffnungslosigkeit und Trauellen Erfahrungen in der beruflichen RehaBeratungen für er befinden, fällt es verständlicherweise bilitation befragt. Parallel sind andere wichtiBerufsrückkehrer der schwer, die juristische Komplexität der Ausge Studien, die das Thema „Berufliche Wiewirkungen eines solchen Rentenantrages zu dereingliederung“ im Zusammenhang mit Sachsen-Anhaltischen erfassen. Sie verlassen sich auf die AussaKrebserkrankungen behandeln, in die AnaKrebsgesellschaft werden gen und Ratschläge ihrer Berater bei der lyse eingeflossen. ab August 2018 wieder Krankenkasse, weil sie es schlicht und einfach nicht besser wissen. Wie dieses BeiErgebnis: Die berufliche Wiedereingliedein Magdeburg angeboten. spiel zeigt, müssen Informationen aus dem rung in Deutschland wird durch drei zentraSozialversicherungssystem interpretiert und le Bereiche beeinflusst: durch das medizinifür den individuellen Fall aufbereitet werden. sche Versorgungssystem, durch das Sozialversicherungssystem bzw. die Organisation des Wiedereingliederungsprozesses. WeiDie Vielfältigkeit der Leistungsträger für berufliche Wiedereinglieter spielen individuelle Faktoren eine Rolle, wie die gesundheitliderung schafft eine Struktur, die eine hochkomplexe Ausgangssiche und soziale Situation der Betroffenen. tuation für eine psychosoziale Beratung zur Folge hat. Durch die unterschiedlichen Zuständigkeiten und die verschiedenen AusLeitend bei der Fragestellung war: In welchem Ausmaß sind die prägungsgrade der Erkrankungen sollte die Planung des berufliErkrankung und die Behandlung, das Alter sowie die psychosochen Wiedereinstiegs für jeden einzelnen Betroffenen individuzialen wie auch arbeitsbezogene Merkmale bei der Wiederaufell erfolgen. Das Beratungsangebot der SAKG ist darauf abgenahme der Arbeit und bei der Rückkehr in das Berufsleben bestimmt, Menschen in dieser Lebenssituation effektiv zu unterdeutend? Weiter sollten Einblicke in den gegenwärtigen Prozess stützen. der beruflichen Reintegration gewonnen werden, um förderliche

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Netzwerk berufliche Wiedereingliederung

Spezielles Beratungsangebot Zentrale Fragen nach Diagnose, Therapie und abgeschlossener Rehabilitation sind für Betroffene die nach der beruflichen Zukunft: „Wie geht es weiter? Kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurück? Was sag ich bloß meinem Arbeitgeber und den Kollegen, wenn ich nach meiner Erkrankung und Leistungsfähigkeit gefragt werde bzw. wann kann ich denn wiederkommen? Was kann ich tun, wenn mein Körper durch Nebenwirkungen zum Beispiel geschwächt ist? Welche Behörden sind für mich zuständig? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich meinen Arbeitsplatz verloren habe?“ Ein differenziertes und praktisches Beratungsangebot der SAKG hat das Ziel, Berufsrückkehrer bei ihrer Wiedereingliederung individuell zu unterstützen. „An die Arbeit“ bietet eine multiprofessionelle, zeitlich begrenzte Begleitung. Dabei orientiert sich das Beratungsteam, bestehend aus Psychologen, Psychoonkolog*innen, Sozialarbeiter*innen und eines Jobcoachs, stets an den Bedürfnissen und Wünschen der Ratsuchenden. Die individuelle Begleitung wird durch Seminare flankiert, die 2018 auch wieder in Magdeburg angeboten werden. Beratungen, Anmeldungen und Informationen sind jederzeit möglich. Das Angebot ist kostenfrei. „Eine erfolgreiche Rückkehr in das Berufsleben wird von zahlreichen individuellen Faktoren beeinflusst, die während des Krankheitserlebens und der Genesung auftreten und eine fördernde oder hemmende Wirkung entfalten. Zwischen dem Versorgungssystem und der individuellen Fähigkeit, Lebenskrisen zu meistern, zeigen sich starke Wechselwirkungen. Wir wollen Betroffene in dieser Situation stärken“, so die Krebsgesellschaft. Interessierte können sich ab sofort bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft, Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale) unter 0345/4788110 oder info@sakg.de anmelden.

Am Dienstag, dem 14. August 2018, um 15 Uhr gibt das Projektteam der SAKG im Konferenzraum D 173 des Klinikums Magdeburg, in der Birkenallee 34, einen Überblick über die Schwierigkeiten im Wiedereingliederungsprozess und zeigt praktische Lösungsansätze bzw. einen Kompass für künftige Handlungsmöglichkeiten, die den Betroffenen einen erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben nach einer Krebserkrankung ermöglichen sollen. Beratungen und Infos sind jederzeit möglich. Ganz besonderer Dank gilt Renate Höppner, Pfarrerin der Evangelischen Kreuzgemeinde Magdeburg und Vorstandsmitglied der Krebsgesellschaft. Sie möchte als Schirmherrin der SAKG den Magdeburgern Mut machen, sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen und die Begleitung und Beratung zu suchen. Mit dem Klinikum Magdeburg steht ein Kooperationspartner in Magdeburg zur Verfügung, sodass die Seminare direkt am Klinikum stattfinden können. Unterstützt wird das Beratungsangebot durch die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland und die Lotterie „GlücksSpirale“.

Angebote zu Seminarthemen: 1. Informationen zu Nebenwirkungen nach Therapien bei Krebserkrankungen 2. Hinweise und Umgangsmöglichkeiten zum Erschöpfungssyndrom Fatigue 3. Stressmanagement + Persönliche Ressourcen mobilisieren 4. Expertensprechstunde: Schwerbehinderten- u. Arbeitsrecht 5. Berufliche Gesprächsführung – was sage ich wie dem Arbeitgeber – Wie geht Stufenweise Wiedereingliederung (STW)? 6. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)

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Vertrauen in die Zukunft ögel zwitschern, Bienen summen. Idyllisch gelegen ist das Haus Hoheneck im Grünen, von einem Park umgeben. Am Wegesrand stehen Bänke, an deren Pergolen Blumen emporranken. Wiesen laden zum Picknick ein. Kurz hinter der Ortseinfahrt Ebendorf auf der rechten Seite befindet sich die Einfahrt zum Grundstück. Rund drei Kilometer nördlich von Magdeburg. Das Altenpflegezentrum besteht seit über 50 Jahren, wurde von der Mutter des jetztigen Geschäftsführers als Familienunternehmen gegründet. Diese Gemeinschaftsphilosophie hat sich bis heute erhalten, erklärt Angelika Heinemann, die Einrichtungs- und Pflegedienstleiterin. Der Charme eines Familienunternehmens bestimmt das Miteinander. Nicht nur in der Pflege – von der Küche bis zur Wäscherei, vom Reinigungspersonal bis zum Hausmeister sind alle Bereiche durch eigenes Personal gesichert. Und das hilft sich auch untereinander, wenn „Not am Mann“ ist. „Das ist das besondere an einem Familienunternehmen“, betont die Leiterin.

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Angelika Heinemann war im September 2010 von Magdeburg ins Haus Hoheneck gewechselt. „Es hat mir sofort hier gefallen“, erinnert sie sich und lächelt versonnen. „Genauso geht es hoffentlich auch anderen Leuten, die zu uns kommen.“ Dafür wird viel getan. „Vertrauen in die Zukunft“ steht über den Hauseingang geschrieben. „Die meisten unserer Bewohner finden hier ihren letzten Wohnort“, erklärt Angelika Heinemann. „Wir möchten ihnen das Vertrauen bieten, dass er zu ihrem Zuhause wird.“ Wohlgefühl gehört dazu. Dafür sorgen die Mitarbeiter mit Herz, Verstand und Humor. Manchmal geht das Einleben schnell, manchmal

braucht es etwas Zeit. Doch höchstens einen Monat, so ist die Erfahrung der Fachfrau. Das Wohlfühlen ist ein wichtiger Aspekt. Für die Bewohner ebenso wie für die Mitarbeiter. „Wenn die Mitarbeiter sich nicht wohlfühlen, kann auch die Betreuung nicht funktionieren.” Im Haus Hoheneck bleiben die meisten lange, manche sind bereits seit 20 und sogar 30 Jahren dort. 54 Angestellte gibt es. 80 Frauen und Männer wohnen im Haus Hoheneck, das aus drei zusammenhängenden Häusern besteht. Es gibt sechs Wohnbereiche, die zur besseren Orientierung farblich unterschiedlich markiert sind. Jeder hat eigene Aufenthaltsräume und Pflegebäder. Zur Verfügung stehen 26 Einzel- und 27 Doppelzimmer, die separate Bereiche haben. Die jüngste Bewohnerin zählt 60 Lenze, die älteste ist 101 Jahre alt. Neben ständigem Wohnen und Langzeitpflege sind auch Urlaubs- und Kurzzeitunterbringung möglich, informiert Angelika Heinemann. Zu den Angeboten gehören Gedächtnistraining, gemeinsame Spaziergänge, Musikstunden, Bewegungsübungen, Gestaltungsarbeiten, Gesellschaftsstpiele, Vorlesestunden, Kaffeenachmittage, Geburtstagsfeiern. Gottesdienste finden statt. Für Arztfahrten wurde ein eigenes Auto zuglegt, damit die Bewohner nicht auf Taxis angewiesen sind. Besucher können die Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. In unmittelbarer Umgebung befinden sich Ausflugsziele vom Lokal bis zum Naturschutzgebiet. Aber auch ein hauseigener Kiosk steht für Bewohner und Besucher mit seinen Angeboten zur Verfügung. Birgit Ahlert

Altenpflegezentrum Ebendorf Haus Hoheneck Magdeburger Straße 28 39179 Barleben Telefon 039 203 / 77 20 Internet: www.haus-hoheneck.de

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Sonderveröffentlichung Media Markt Magdeburg

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Fitness Plus Alltags-Wearables und E-Bikes für die Shopping-Tour

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FISCHER CITY ER 1804-S1 Urbanbike

Klassik-Tourer für den Shopping-Trip Einen bildschönen Klassiker mit großzügigen Körben für den ausgelassenen Shopping-Trip hat FISCHER mit dem ER1804 im Programm. Mit seinen großzügigen Körben ist das E-Bike der perfekte Begleiter für jeden Stadtausflug. Der 317 Watt starke Akku wird vom praktischen Gepäckträgerkorb verdeckt und auch der kompakte Frontmotor ist kaum zu sehen. Die Sitzhaltung ist dank des weichen Gelsattels sowie des geschwungenen Lenkers außerordentlich komfortabel. Nicht zuletzt begeistert das City ER 1804-S1 E-Bike durch die intuitive Dreigang-Nabenschaltung von Shimano sowie die zuverlässige Rücktrittbremse. Dazu kommen Felgenbremsen und Annehmlichkeiten wie LED-Dauerlicht und ein Rahmenschloss. Die Fahrradmarke Fischer steht seit 1949 für Maßarbeit in höchster Qualität. Mit ihr verbinden die Menschen qualitativ hochwertige, langlebige und technologisch topaktuelle Fahrräder zu einem fairen Preis. Fahrfertig geliefert bringt Ihnen das Fischer Rundum-Sorglos-Paket tolle Vorteile für Ihr E-Bike. Es beinhaltet zwei Jahre Herstellergarantie auf das komplette E-Bike und zusätzlich zwei Jahre kostenfreien Fischer Vor-Ort-Service. So genießen Sie besten Service für mehr Fahrspaß.

LED-Display am Lenker und geräumiger Lenkerkorb.

Unter dem Korb versteckt sich der 36 V Akku.

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Dreigang-Nabenschaltung und Felgenbremsen von Shimano.


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Pulsmessung am Handgelenk

Sporttaugliches Schmuckstück

Das vivosmart 3 Fitnessarmband von Garmin mit eigener Herzfrequenztechnologie misst rund um die Uhr die Herzfrequenz am Handgelenk. Mit diesem Armband ist man immer aktiv, denn der Fitness-Tracker ist ein ständiger Begleiter. Mit dem dezenten und attraktiven Design passt es sich jedem Look an. Die Uhr ist äußerst unauffällig, denn das versteckte Touchdisplay des Fitness-Trackers zeigt sich nur, wenn man es wünscht. So ist es ein perfekter Begleiter im Büro, im Fitnessstudio, im Schwimmbad und bei allen anderen Aktivitäten. Dank der Smart-Funktionen bleibt man immer auf dem neuesten Stand. Anhand der gemessenen Daten berechnet das Armband den Kalorienverbrauch, misst Schritte, Kalorien, Stockwerke und Intensitätsminuten. Außerdem bekommt man über gekoppelte Smartphones Emails, Nachrichten, Anrufe, Termine und Social Media Benachrichtigungen direkt auf dem Display angezeigt. Der vívosmart 3-Fitness-Tracker synchronisiert sich automatisch mit Garmin Connect, einer Online-Community, in der man seinen Fortschritt ansehen kann, an Challenges teilnimmt und sogar Daten über soziale Netzwerke mit anderen teilen kann.

Die Fitbit Versa ist eine Smartwatch für den ganzen Tag. Der so leichte wie wasserdichte Begleiter unterstützt beim Erreichen der Fitness- und Gesundheitsziele, gibt persönliche Empfehlungen, hilft mit geführten Übungen und Trainingseinheiten auf dem Display und bietet eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung. Nicht zuletzt ermöglicht die SmartTrack-Funktion ein automatisches verfolgen der Sportarten und Trainingseinheiten. Sie Smartwatch Versa zeichnet alle Tagesaktivitäten auf, etwa gegangene Schritte, zurückgelegte Entfernungen, überwundene Etagen, verbrannte Kalorien und vieles mehr. Außerdem erfasst die Uhr automatisch die Leicht-, Tief- und REM-Schlafphasen und weckt sanft mit einem stummen Vibrationsalarm. Einen so schnellen wie umfassenden Überblick über alle persönlichen Fitness- und Gesundheitswerte sind über die kostenlose Fitbit App abrufbar. Versa und die Female Health Tracking App unterstützt Frauen dabei, ihren Menstruationszyklus und dessen Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand besser zu verstehen. Eine animierte Anzeige informiert über den aktuellen Zyklus sowie den möglichen Eisprung und ermöglicht so eine bessere Planung. Nicht zuletzt klärt die App über häufige Fehlannahmen auf und bietet Chat-Gruppen zu Themen wie Verhütung, Schwangerschaft oder die Menopause.

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Mein Steak, mein Genuss Grillen zählt nach wie vor zu einer der Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen, der Trend ist ungebrochen und inzwischen mehr und mehr unabhängig von der Jahreszeit. Auch die Zeiten, als nur Würstchen auf den Rost kamen, sind längst vorbei, auf deutschen Grills liegen immer mehr Steaks, Filets oder Edelfische. Ein perfektes Rindersteak vom Grill ist für Fleischliebhaber ein besonderer Genuss. Außen eine schöne Kruste und innen leicht rosa – so sollte es sein. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn das qualitativ hochwertige Fleisch durch zu kurzes oder zu langes Braten nicht zart und saftig ist oder der gewünschte Garzustand nicht erreicht wurde. Kontrolle über den Grillvorgang ist der Schlüssel zu optimal gegrilltem Fleisch. Eine hohe Temperatur beim Anbraten sorgt für eine wohlschmeckende Kruste, im Inneren des Grillguts entscheidet die Temperatur über den Garzustand: blutig, medium oder well-done. In einer Pfanne oder mit einem herkömmlichen Grill sind die richtigen Temperaturen nur sehr schwer zu kontrollieren und optimieren, hier spielen eher Erfahrung und Gefühl eine Rolle – was nicht immer zum gewünschten Ergebnis führt. Denn nur ein paar Grad Kerntemperatur trennen ein saftiges Steak von einer Schuhsohle.

Damit gelingen Steaks auf Anhieb Nicht nur durch sein optisches Erscheinungsbild überzeugt der Optigrill GC702D von Tefal, sondern auch mit einer Leistung von 2000 Watt. Das Gerät ist mit der patentierten Automatic-Sensor-Cooking-Technologie ausgestattet. Mithilfe des eingebauten Sensors wird der Garvorgang automatisch an die Dicke des Fleisches und die Anzahl der Portionen angepasst. Sie können zwischen 6 voreingestellten Funktionen auswählen: Burger, Geflügel, Sandwiches, Würstchen, Steaks und Fisch, Auftaufunktion sowie manuell. Mit diesem Grill gelingen auf Anhieb leckere Speisen und auch perfekt zubereitete Steaks. Ein Lichtindikator erlaubt es, den Garprozess direkt zu verfolgen, von „blutig“ über „medium“ bis zu „well-done“. Die Grillplatte sowie der extragroße Saftauffangbehälter sind abnehmbar und spülmaschinengeeignet. Für die bessere Handhabung und Sichtbarkeit dient das Bedienmenü am Griff. Auch wird Ihr Grillgut am Ende des Vorgangs automatisch warmgehalten.

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Ein Rockstar unter den Küchengeräten Wer auf gesunde Kost und dennoch auf frittierte Gerichte steht, kommt an der HD9240/90 Airfryer XL Heißluft-Fritteuse von Philips nicht vorbei. Die innovative Heißluft-Technologie bäckt hierbei Gerichte mit bis zu 80 Prozent weniger Fett ab. Der Airfryer ist besonders sicher, einfach zu reinigen und dadurch sehr gut für den täglichen Gebrauch geeignet. Mit einer Kapazität von 1,2 Kilo für bis zu fünf Personen kommen jetzt sogar größere Familien in den Genuss, leckere Speisen schnell zu garen. Mit dem digitalen Touchscreen lassen sich Zeit und Temperatur beim Kochen leicht und genau einstellen. Man kann seine Lieblingsgerichte nicht nur hervorragend frittieren, sondern auch grillen, backen und sogar braten. Die Einstellungen für das Lieblingsgericht lassen sich zudem speichern, damit dieses beim nächsten Mal auf einen Tastendruck fertig ist.

Partner für flüssige Vitaminbomben Der Philips Standmixer HR2195/08 aus der Advance Collection lässt jede Kombination aus Obst und Gemüse im Handumdrehen gelingen. Dank eines leistungsstarken 900 Watt Motors sorgt er für feine Mixergebnisse. Früchte, Gemüse oder Eis lassen sich so problemlos zerkleinern und mixen. Mehrere Geschwindigkeitsstufen können über den beleuchteten Drehschalter ausgewählt werden und sorgen so für eine feine Konsistenz der flüssigen Vitaminbomben. Per Knopfdruck kann außerdem die Impulsfunktion oder der leise Modus ausgewählt werden. Die vorprogrammierte Eis-CrushFunktion des HR2195/08 bietet Zerkleinerung von Eis auf Knopfdruck. Der Mixbecher fasst bis zu zwei Liter und besteht aus kratzfestem Glas. Auch heiße Zutaten können in ihm verarbeitet werden. Der Standmixer hat ein spezielles, seitlich versetztes Behälterdesign, da das Messer nicht zentral im Behälter ist und so für eine Strömungsoptimierung für verbesserte Vermengung sorgt. Zudem sind alle abnehmbaren Teile spülmaschinenfest.

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Den Blutdruck im Blick haben Mit dem Blutdruckmessgerät BM 57 von Beurer lässt sich der Blutdruck und der Puls am Oberarm messen. Das Gerät bietet eine innovative Vernetzung zwischen Smartphone und Blutdruckmessgerät. Das Monitoring der Messergebnisse erfolgt via Bluetooth über die über Beurer HealthManager App. Das Gerät verfügt über eine Arrhythmieerkennung und Risiko-Indikator. Auf dem LCD-Display der Beurer BM 57 lassen sich nicht nur die Systole, die Diastole oder der Puls ablesen, sondern auch das Datum und die Uhrzeit sowie weitere Indikatoren. Zwei Benutzer können in dem Gerät jeweils 60 Messdaten einspeichern. Als zusätzliches Feature berechnet es den Durchschnittswert der gespeicherten Daten. Das Beurer BM 57 wird mit einer praktischen Aufbewahrungsbox ausgeliefert. Um Batterien zu sparen besitzt das Gerät eine Abschaltautomatik.

Die Körpertemperatur richtig überwachen Messen Sie bequem, genau und besonders einfach Ihre Körpertemperatur im Ohr. Das FT 78 Ohrthermometer von beurer eignet sich zur sekundenschnellen Messung im Ohr. Das Ohrthermometer ist mit einem Infrarotdetektor zur Erkennung der Körpertemperatur im Gehörkanal von Kindern und Erwachsenen ausgestattet. Am Ende jeder Messung ertönt ein Signalton, zusätzlich erklingt bei Temperaturen über 37,5 °C ein Fieberalarm. So haben Sie Ihre Temperatur immer im Blick. Es gibt insgesamt 9 Speichergruppen für die Körpertemperaturmessung, die eine einfache Kontrolle des Temperaturverlaufs zulassen. Mit der auswechselbaren Schutzkappe lässt sich hygienisch und sicher messen. Der integrierte Fieberalarm mit Warnton ab 37,5°C gibt Gewissheit über die Gesundheit. Das weiß hinterleuchtete Display sorgt für problemlose Lesbarkeit der Anzeige. Die Abschaltautomatik sorgt für eine lange Haltbarkeit. Mit intergrierter Batteriewechselanzeige können sie rechtzeitig die Batterien austauschen.

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Präzises Messinstrument für Freizeit und Sport Die Pulsuhr Beurer PM 25 ist eine der wenigen Pulsuhren, die als preiswertes Einsteigermodell hauptsächlich die wichtigsten Grundfunktionen besitzt und auf zusätzlichen Schnickschnack verzichtet. Mit ansprechender Optik, modernem Design und gutem Handling vermittelt sie einen wertigen Eindruck. Mit der PM 25 ist eine EKG-genaue Herzfrequenzmessung ohne Probleme und vor allem ohne Aufwand möglich. Die Pulsuhr besitzt eine Aufzeichnungsfunktion mit einer anschließenden Auswertung und der Nutzer kann eine individuelle Trainingszone und Alarme festlegen. Im Lieferumfang der Beurer PM 25 befinden sich neben der Batterie ein Brustgurt mit einem flexiblen Spanngurt. Dank einer großen Anzahl von Funktionen eignet sich die Pulsuhr sowohl für aktive Freizeitsportler als auch für professionelle Sportler. Zusätzlich ist die Beurer PM 25 bis zu einer Tiefe von 30 Metern wasserdicht und kann somit beim Schwimmen getragen werden.

Alles unter Kontrolle Die Diagnosewaage Beurer BF 600 Style ermöglicht eine optimale Gewichtskontrolle dank einer umfassenden Auswertung in einer App. Das Gerät erfasst Daten des Nutzers wie Gewicht, Körperfett, Körperwasser, Muskelanteil und Knochenmasse. Die Waage erkennt bis zu acht unterschiedliche Nutzer und sichert deren Daten. Dank der automatischen Benutzererkennung weiß die Waage zudem sofort, wer gerade auf ihr steht. Durch die innovative Vernetzung zwischen Smartphone und der Diagnosewaage mit BluetoothSMART Technologie haben die Nutzer ihre Werte zu Hause und unterwegs mit der Beurer HealthManager App immer unter Kontrolle. Die Diagnosewaage misst nicht nur das Gewicht mit einer Genauigkeit von 100 Gramm, sie gibt auch den Anteil von Körpergewicht, Körperfett, Körperwasser und Muskelmasse in Prozent der Gesamtmasse aus und hat eine Kalorienanzeige, AMR/BMR und BMI. Die BF 600 ist benutzerfreundlich durch Quick-Start-Technologie, automatische Benutzererkennung und Abschaltautomatik.

Motivation, die Spaß macht Die Beurer HealthManager App unterstützt Sie bei Ihrer persönlichen Trainingsplanung und -kontrolle sowie Ihrem Gesundheitsmanagement. Je nach Produkttyp ist die Übertragung der gemessenen Werte unterschiedlich: via NFC (Near Field Communication) oder via Bluetooth Technologie direkt auf Ihr Smartphone oder klassisch per USB auf Ihren PC. Die gemessenen Werte werden nach der Übertragung in Form einer Grafik- und Tabellenansicht übersichtlich dargestellt. Neben Blutdruckmessgeräten gehören auch Personenwaagen und Diagnosewaagen zur innovativen Produktlinie, mit denen Sie Ihre Messwerte und Körperdaten stets im Blick haben. Egal ob Sie zu Hause oder unterwegs sind. Ihre Daten sind sicher gespeichert und wenn Sie wollen, können Sie die Werte neben einer lokalen Speicherung, auch jederzeit online unter connect.beurer.com abrufen.

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Reine Luft nicht nur für Allergiker Nach Hause kommen, durchatmen, wohlfühlen – so sieht es in den eigenen vier Wänden idealerweise aus. Was viele nicht wissen: bestimmte Pollenarten können auch in Innenräumen auftreten und zu langfristigen Beeinträchtigungen führen. Der Philips Luftreiniger AC 2889/10 überwacht die Raumluft selbstständig und säubert sie. Der besondere Clou: Neben der manuellen Bedienung lässt er sich bequem über eine App (kostenlos bei iTunes und Google Play) via Smartphone steuern. Die App verfügt dabei über eine Pollenvorhersage und liefert Informationen sowie Tipps zum Allergiemanagement. Der intelligente Sensor des neuen Luftreinigers misst die Innenraumluft selbst in großen Räumen mit nahezu 80 Quadratmetern und steuert die Luftreinigung automatisch. Sobald er eine Veränderung der Partikel feststellt, passt er die Lüftergeschwindigkeit an. Das mehrstufig aktive Filtersystem filtert 99,97 Prozent der luftübertragenen Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel und Tierhaare. Zusätzlich werden auch Bakterien, Viren und ultrafeine Partikel herausgefiltert. Außerdem schützt ein Aktivkohlefilter vor gefährlichen Gasen und entfernt unangenehme Gerüche.

Besseres Raumklima zu jeder Jahreszeit Reiner geht es kaum noch: Mit dem Dyson „Pure Hot + Cool Link“ gibt es in Räumen nur noch saubere Luft. Der Luftreiniger vereint dabei Luftreiniger, Heizlüfter und Ventilator in nur einem Gerät. Der 360º HEPA-Filter mit Glasfasern filtert 99,95 Prozent der Allergene und Schadstoffe wie Pollen, Bakterien und Hautpartikel von Haustieren bis zu einer Größe von 0,1 Mikron aus der Luft. Eine Schicht aus Aktivkohlegranulat filtert dabei Gerüche und potenziell schädliche Gase, wie zum Beispiel Farbdämpfe. Der Dyson sorgt dank Heizfunktion mit Thermostatregelung im Winter und der Ventilatorfunktion für den Sommer das ganze Jahr für reine Luft. Dabei kann man die Focus-Funktion für direkte, persönliche Wärme oder Verteilungsfunktion auswählen, um den Raum schnell und gleichmäßig zu erwärmen. Das Gerät verfügt über einen Reinigungsmodus und Überwachung der Luftqualität, die über die Dyson Link App abgerufen werden. Über die App lassen sich Zeitplan, Auto-Reinigungsmodus und Nachtmodus präzise konfigurieren. Im Nachtmodus erfolgt die Luftreinigung mit reduzierter Luftstromstärke, um das Betriebsgeräusch zu verringern.

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Bewährte Wärme Die Infrarot-Lampe SIL 16 von Sanitas unterstützt die häusliche Therapie und kann medizinische Maßnahmen des Arztes begleiten, zum Beispiel bei Erkältungen, Verspannungen, Verkrampfungen, Muskelschmerzen, rheumatischen Beschwerden und der Behandlung von Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen. Dafür sorgt das intensive Infrarotlicht, das die Blutzirkulation fördert und Schmerzen lindern kann.

Zahnpflege für Alle Das Handstück der elektrischen Zahnbürste Oral B 2 2000S hilft Ihnen so zu putzen, wie es Ihr Zahnarzt empfiehlt. Der Timer hilft dabei, Ihre Zähne professionell wie vom Dentisten empfohlen zwei Minuten lang zu putzen und benachrichtigt Sie alle 30 Sekunden, den Putzbereich zu wechseln. Während Sie einfach nur die Zahnbürste im Mund bewegen, erledigt der einzigartige runde Bürstenkopf von Oral-B den Rest für Sie. Er entfernt bis zu 100 Prozent mehr Plaque als eine herkömmliche Handzahnbürste, sorgt so für gesünderes Zahnfleisch und hellt Ihr Lächeln ab dem ersten Tag der Anwendung durch Entfernen von Oberflächenverfärbungen auf. Die Zahnbürste hilft Ihnen zusätzlich mit der visuellen Andruckkontrolle, Ihr empfindliches Zahnfleisch zu schützen. Dabei wird die Putzgeschwindigkeit reduziert, wenn Sie zu viel Druck ausüben. Durch die Andruckkontrolle ist die Oral B bestens geeignet für alle, die auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen möchten, um ihre Mundgesundheit zu verbessern. Die wiederaufladbare Zahnbürste lässt sich mit vielen Aufsteckbürsten von Oral-B verwenden.

Wohltuende Massagen Die Medisana MC-90E Shiatsu-Massagesitzauflage massiert den ganzen Rücken durch eine Shiatsu-Massage. Vier rotierende Massageköpfe sorgen für ein entspannendes Gefühl. Auf dem integrierten Bedienfeld findet man zwei Tasten. Durch die Massage-Taste kann man die Massage an- oder ausstellen und die integrierte LED leuchtet grün, solange die Massage angeschaltet ist. Mit der Wärme-Taste kann man die Rotlicht-Funktion nach Belieben anschalten und die integrierte LED leuchtet rot auf, sobald die Funktion angeschaltet wurde. Zusätzlich wurde in die Massagesitzauflage ein Timer integriert, der dafür sorgt, dass sich das Gerät nach 15 Minuten Betrieb automatisch ausschaltet.

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Eis im Handumdrehen Zutaten einfüllen, Behälter einstellen, Rührflügel einsetzen, Deckel drauf, Motor drauf, Zeit vorwählen und Start drücken. Kurze Zeit später hat die Eismaschine UNOLD 48870 Profi leckeres Eis gezaubert. Mit der professionellen Eismaschine für ca. 2 Liter Volumen lässt sich köstliche Sahneeiscreme in nur ca. 30 Minuten (bei vorgekühlten Zutaten) zaubern. Die Maschine ist auch sehr gut für veganes, laktosefreies und zuckerreduziertes Eis oder Sorbet geeignet. Der vollautomatische, selbstkühlende Kompressor gewährleistet eine kontinuierliche Kälteerzeugung in einem Gefrierbereich bis ca. -35° C. Der robuste Motor ist für den Dauerbetrieb geeignet. Die Eismaschine Profi mit elegantem und robustem Edelstahlgehäuse hat ein großes LCDDisplay mit Anzeige der Restlaufzeit. Der digitale Timer ist von 5 bis 60 Minuten einstellbar. Die Eismaschine hat 3 Programme mit Zeitwahl und einfach zu bedienende Tasten. Der Edelstahleisbehälter lässt sich herausnehmen und dadurch einfach reinigen.

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Bereits zum fünften Mal wurde INJOY zum besten und servicefreundlichsten deutschen Fitness-Studio-Anbieter gekürt. Das ergab eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv. Die Marktforscher nahmen elf überregionale Fitness-Studio-Anbieter unter die Lupe. INJOY erhielt das Qualitätsurteil „sehr gut“ – und das bedeutete den Testsieg. Neben dem im Vergleich besten Gerät- und Kursangebot überzeugte die Tester besonders die Betreuung bei

INJOY: „Die sehr freundlichen und motivierten Mitarbeiter nahmen sich bei den Beratungsgesprächen und bei den Probetrainings ausreichend Zeit für die Kunden. Das Personal war in puncto Kompetenz top: Sämtliche Fragen beantworteten die Trainer korrekt und vollständig. Das Geräte- und Kursangebot war das im Anbietervergleich beste. Und auch die Trainingsbetreuung überzeugte: Das Personal war präsent, ging aktiv auf Trainierende zu und gab Hilfestellung an den Geräten.“ Andreas Epperlein, Inhaber von INJOY Magdeburg, rät: „Wer auf der Suche nach dem richtigen Studio ist, sollte vor allem auf die Qualität der Mitarbeiter achten. Wir nutzen die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, die wir bei INJOY erhalten, intensiv und schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig. INJOY steht für gesundheitsorientiertes Muskeltraining, ein breites Angebot und ideale Trainingsbedingungen – und das hat anscheinend überzeugt. Für uns eine tolle Bestätigung, aber auch für unsere Mitglieder, die somit wissen, dass ihre Fitnessziele bei uns in besten Händen sind.“

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Nicht immer steht Bewegung im Vordergrund: Um für das Kinderhospiz Pfeiffersche Stiftung Geld zu sammeln, veranstalteten Ines (re.) und Andreas Epperlein einen Bücherbasar im Injoy. Den Erlös in Form eines Schecks nahm Hanna Klingenberg vom Kinderhospiz im Studio entgegen.

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Vor allem das deutsche, das britische und das französische Gesundheitssystem stehen in der Kritik chronisch überlastet zu sein. Wie die Grafik von Statista zeigt, hält sich die finanzielle Belastung für Kranke in diesen Ländern jedoch laut Daten von Eurostat in Grenzen. Großbritannien schneidet im EU-Vergleich sogar besonders gut ab. Auch Frankreich und Deutschland halten sich im oberen Mittelfeld. Am griechischen Gesundheitssystem hingegen ist die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei gegangen: Über 67 Prozent der griechischen Bevölkerung hat Probleme, ihre Gesundheitsversorgung zu finanzieren.

Arzneimittel sind in Deutschland vergleichsweise teuer. Das zeigt eine Auswertung der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (efpia) für das Jahr 2015. Demnach geben die gesetzlichen Krankenkassen hierzulande sehr viel mehr für Medikamente aus als in anderen EULändern. Ganze 34,8 Milliarden Euro waren es zum Zeitpunkt des Vergleichs, aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2017 liegen sogar bei 37,7 Milliarden Euro.

IMPRESSUM Herausgebende Gesellschaft: MAGDEBURG KOMPAKT Ronald Floum & Thomas Wischnewski GbR Redaktion: Thomas Wischnewski, Ronald Floum (v.i.S.d.P.), Birgit Ahlert, Tina Heinz, Dr. Rudi Bartlitz, Sophie Altkrüger Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Gerald Wolf, Prof. Dr. Markus Karp, Gastautoren: Prof. Dr. Peter Schönfeld, Sven Hunold, Alexandra Borchert, Grit Arndt

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Fotos: Viktoria Kühne, Peter Gercke, 123rf.com, Anzeigen: Britta Roders, Kerstin Kunde-Würpel Adresse: Breiter Weg 202 | 39104 Magdeburg Telefon: 0391/ 79 29 67 50 E-Mail: post@magdeburg-kompakt.de Internet: www.magdeburg-kompakt.de Aktuelle Druckauflage: 27.125 Exemplare KOMPAKT magazin erscheint viermal jährlich und ist im Innenteil der regulären Ausgabe von MAGDEBURG KOMPAKT enthalten. Das Magazin ist an

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