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Nachrichten der Woche

20 Minuten Magdeburg Weihnachtsworte Landesbischöfin Junkermann Seite 3

Die Top-100 Die größten Unternehmen im Land Seite 2

Wunschbaum

Heiligabend-Stress

Rathaus-Aktion mit großer Resonanz Seite 3

Tagesverlierer Weihnachtsmann Seite 4

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24. DEZEMBER 2010

1. JAHRGANG/ 51. WOCHE

Weiße Winterpracht zur Weihnacht Die Natur bietet die schönste Kulisse zum Fest Was für eine Pracht: Weihnachten und draußen liegt Schnee. Die Bäume haben ein weißes Kleid angelegt und in den Stuben ist es warm. Die Festtage sind Gelegenheit zum Innehalten. Die Aufregungen der letzten Wochen und Tage, die jedes Jahr vor Weihnachten passieren, weil jeder noch etwas erledigen will, sind abgefallen. Jetzt ist Zeit, um das Naturschauspiel zu genießen. Nehmen Sie Ihre Liebsten an die Hand und lassen Sie bei einem gemeinsamen weihnachtlichen Spaziergang das Schauspiel der Natur auf sich wirken. Auch wenn der Schnee in der letzten Zeit den Alltag behindert hat, die Eindrücke, die der Winter hinterlassen kann, sind traumhaft und wunderschön. Man muss nur mit offenen Augen durch die Natur gehen, die Stille und den einzigartigen Anblick genießen. Weiße Weihnacht – das ist ein besonderes Schauspiel, zu einer Zeit, in der Besinnung, Nähe und Wärme in den Mittelpunkt rücken sollten. Die Natur bietet dafür die schönste Kulisse. So etwas kann kein Fernseher bieten.

Nachrichten Sachsen-Anhalt will Pendler zurückholen

Verspätungen bei der Bahn / Unfälle auf den Straßen / Stopp für Schwertransporte sich Reisende am Montagmorgen in Geduld üben. Züge aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Richtung Leipzig und in der Gegenrichtung hatten zum Teil mehrere Stunden Verspätung. Auch tagsüber kam es unter anderem wegen Weichenstörungen wieder zu Verspätungen. Auch im regionalen Bahnverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Auf den Strecken des HarzElbeExpress (HEX) kamen Züge unpünktlich oder fielen aus. Betroffen waren die Strecken Magdeburg-Halberstadt-Thale/Blankenburg (Harz)

Wischwasch der Woche

Weihnachten richtig abschalten

H

ey, es ist vorbei! Es ist Weihnachten. Nun schalten Sie endlich mal einen Gang runter oder drei! Der ganze Vorweihnachtsstress hat ein Ende. Der Vollgasturbogeschenkerummelwirbel gehört der Vergangenheit an. Jetzt können Sie endlich mal die Beine hochlegen und sich die Geschenke von den anderen präsentieren lassen und die Nascherein und Leckereien und den Weihnachts-Gänsebraten. Erfreuen Sie sich am geschmückten Festbaum und genießen Sie das wundervolle Kaffeetrinken mit den Liebsten. Achso, Sie meinen, mit dem Genießen sei das so eine Sache, weil sich die Dinge nicht allein erledigen würden. Daran habe ich jetzt gar nicht gedacht. Das heißt, Mutti steht in der Küche und bekocht die Familie, Vati und die Kinder schmücken den Weihnachtsbaum? Der Tisch muss gedeckt werden und wieder abgeräumt. Die Küche sieht

In 20 Minuten lesen, was los ist!

Die Nachrichten aus Magdeburg

Vorweihnachtsverkehr steckte im Schnee Magdeburg (dapd). Schnee und Eis hatten am Wochenanfang in weiten Teilen SachsenAnhalts den Verkehr behindert. Bei der Bahn kam es zu Verspätungen und Zugausfällen. Auf den Straßen und Autobahnen ereigneten sich Dutzende Unfälle. In der Nacht zum Montag hatte es im Süden und Osten des Landes geregnet, im Norden geschneit. Am Montagmorgen waren im Raum Halle die Temperaturen nach einem zwischenzeitlichen Anstieg wieder weit unter null Grad gefallen. Am Bahnhof in Halle mussten

Jede Woche neu:

aus wie ein Schlachtfeld und zu guter Letzt fängt auch noch der Baum an zu nadeln und eine Kerze ergießt den heißen Wachs auf dem Tischtuch. Och, so schlimm wird es schon nicht werden. Hauptsache Sie haben die richtigen Geschenke eingekauft und ernten fröhliche Gesichter. Tragisch wär’ das jetzt wirklich, wenn das Hemd nicht passt oder der Schal die falsche Farbe hat oder der Nachwuchs eigentlich ganz was anderes zum Spielen wollte. Also das wäre wirklich schrecklich. Vergessen Sie das jetzt einfach mal. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie den Weihnachtsmann Weihnachtsmann sein. Vielleicht nutzen Sie die freien und ruhigen Minuten und denken ein wenig an Ostern. Kommt nämlich auch bald. Und wenn Sie sich jetzt Gedanken machen, haben Sie nachher nicht so’n Stress. Frohe Weihnachten! Thomas Wischnewski

und Halle-HalberstadtVienenburg. Auf der A 9 kam es auf der winterglatten Fahrbahn zu mehreren Unfällen. Meist kamen die Fahrer ins Schleudern, gerieten von der Fahrbahn ab, prallten in die Leitplanke oder fuhren in die Böschung. Zwischen Dessau-Süd und Wolfen verunglückte ein mit zwei Elefanten beladener Lastwagen. Fahrer und Tiere blieben unverletzt. Im Bereich der Polizeidirektion Süd ereigneten sich allein in den Vormittagsstunden 62 Unfälle, bei denen insgesamt sechs Men-

schen verletzt wurden. Im Landkreis Harz wurde die Polizei von Sonntag bis Montagvormittag zu 21 Unfällen gerufen, die auf die Witterung zurückzuführen waren. Die Polizei im Harz mahnte zur Vorsicht. Im Schnee stecken gebliebene Fahrzeuge seien für andere Verkehrsteilnehmer schlecht zu erkennen. Darüber hinaus könnte verlassene Fahrzeuge eine Behinderung und auch eine Gefahr für die Räumfahrzeuge darstellen. Aufgrund der Witterungsbedingungen durften in SachsenAnhalt in dieser Woche keine

Magdeburg an der Ranking-Spitze Wirtschaftsstärkster Kreis des Landes Magdeburg/München (dapd). In Sachsen-Anhalt ist Magdeburg (Platz 200) der wirtschaftsstärkste Kreis vor Anhalt-Bitterfeld (246) und Börde (Platz 249). Am schwächsten schnitt im bundesweiten Ranking des Wirtschaftsmagazins „Focus Money“ der Altmarkkreis Salzwedel (393) ab, hinter Mansfeld-Südharz (388) und der Stadt Dessau-Roßlau

(380). Baden-Württemberg ist laut dem Ranking das Bundesland mit der besten durchschnittlichen Platzierung aller seiner Landkreise. Sachsen-Anhalt landete mit einem Mittelwert von 320 auf Rang zehn, Thüringen mit 336 auf Rang elf und Sachsen mit 341 auf Rang zwölf der Flächenstaaten. Das Ranking vergleicht die Wirtschaftskraft der 401 Landkreise und kreisfreien Städte anhand von sieben Indikatoren, wie Arbeitslosenquote, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Erwerbstätigen, verfügbares Einkommen privater Haushalte je Einwohner und die Veränderung Laut „Focus Money“ ist Magdeburg die wirt- der Zahl der Erschaftsstärkste Region von Sachsen-Anhalt werbstätigen.

Großraum- und Schwerlasttransporte mehr fahren. Nach Angaben des Innenministeriums müssen alle Transporte, für die eine polizeiliche Begleitung vorgeschrieben ist, verschoben werden. Das gilt zunächst bis zum 26. Dezember. Etwa 200 Transporte sind den Angaben zufolge davon betroffen. Innenminister Holger Hövelmann (SPD) sagte: „Es kracht im Moment an allen Ecken im Land.“ Die Polizei habe auf den Straßen im Moment dringenderes zu tun, als Großraumtransporte abzusichern.

Magdeburg (dapd). Angesichts mangelnder Fachkräfte hat Sachsen-Anhalt eine Aktion gestartet, um Fernpendler zurückzuholen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtete, schrieb das Land im Rahmen der Rückholaktion „Pfiff“ 21.000 Pendler an, die im Westen oder im Ausland einen Job gefunden hatten. 7.500 ließen sich im „Portal für interessierte und flexible Fachkräfte“ registrieren. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) sagte dem Magazin: „Es fehlen Ingenieure in allen Bereichen und vor allem Facharbeiter in der Elektronik-, Chemie-, und Metallbranche.“ Erste Erfolge zeigten sich: „Wir haben schon 1.500 Fernpendlern wieder heimische Arbeitsplätze vermittelt.“ Laut Haseloff gäbe es bei 60 Prozent eine große Rückkehrbereitschaft.

Nordmanntanne ist Festbaum Nummer 1 Magdeburg (dapd). Die Nordmanntanne ist in Sachsen-Anhalt der beliebteste Weihnachtsbaum. Die meisten Weihnachtsbäume stammen nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bonn aus anderen Bundesländern oder dem Ausland. Sachsen-Anhalt gilt nicht als Baumproduzent. Von den in Deutschland jährlich mehr als 26 Millionen verkauften Weihnachtsbäumen ist die Nordmanntanne mit einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent der Renner.


20 Minuten Magdeburg

24. Dezember 2010

Letzte Nachricht

Auslandsgewinne steigen

Gericht: Beinbruch „kein Beinbruch“

Magdeburg (eb). „Trotz schwieriger Bedingungen behauptet sich die sachsen-anhaltische Außenwirtschaft auch nach der krisenbedingten Durststrecke der Weltwirtschaft“, so Birgit Stodtko, Geschäftsführerin der InterCom – Außenwirtschaftsfördergesellschaft der Industrie- und Handelskammern in Sachsen-Anhalt mbH. Dies ist ein Ergebnis der Studie „Going International“, die die InterCom bei hiesigen auslandsaktiaven Unternehmen durchgeführt hat.

Magdeburg (dav). Trotz aller Schmerzen ist ein Beinbruch, zumindest in finanzieller Hinsicht, zuweilen kein Beinbruch. Das entscheid jetzt ein Gericht. Wer sich auf einer betrieblichen Weihnachtsfeier verletzt, ist durch die Unfallversicherung des Arbeitgebers abgesichert. Eine solche Verletzung gilt als Arbeitsunfall. Über eine entsprechende Entscheidung des Sozialgerichts Berlin vom 16. Dezember 2010 (AZ: S 163 U 562/09) informiert die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) Die Mitarbeiterin eines Jobcenters nahm an einer betrieblichen Weihnachtsfeier teil. 17 von 20 Kollegen machten mit, die Teamleiterin fiel wegen Erkrankung ihres Kindes überraschend aus. Als die Gruppe nach dem Bowlen von der Bowlingbahn ins Restaurant wechseln wollte, stolperte die Frau über eine Stufe und brach sich das linke Bein. Sie war monatelang krank geschrieben und musste drei Wochen zur Kur. Die Unfallkasse Berlin lehnte die Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall ab. Es sei keine offizielle Weihnachtsfeier der Behörde gewesen, sondern nur die private, selbst organisierte Veranstaltung eines kleinen Teams. Zudem habe die Feier außerhalb der Dienstzeit stattgefunden. Nach Ansicht des Gerichts lag jedoch ein Arbeitsunfall vor. Dazu zählten alle Unfälle, die der versicherten Arbeit zuzurechnen seien – im Unterschied zu Unfällen im privaten Bereich. Unfälle im Zusammenhang mit Betriebsfeiern oder Betriebsausflügen seien versichert, soweit es sich um eine „betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung“ handele. Dies sei hier der Fall. Die Richter stellten fest, dass die vom Bundessozialgericht aufgestellten Voraussetzungen für eine Betriebsfeier vorlagen.

Größter Arbeitgeber im Land: Die Deutsche Bahn.

Foto: ct-press

Magdeburger Reiter bewacht Kanzlei-Tanne

Bahn bleibt Jobgarant Top 100 der größten Unternehmen Sachsen-Anhalts vorgestellt Magdeburg (eb). Trotz Wirtschaftskrise zeigt sich die Beschäftigungsentwicklung in Sachsen-Anhalt stabil: Mit 90.900 Mitarbeitern verzeichneten die 100 größten Unternehmen des Landes im vergangenen Jahr einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Analyse der NORD/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt, die jedes Jahr die umsatzund mitarbeiterstärksten Unternehmen im Land ermittelt. Als umsatzstärkstes Unternehmen erwies sich im Jahr 2009 erneut die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH, obwohl ihr Umsatz um rund ein Fünftel auf 4,4 Milliarden Euro schrumpfte. Auf Rang zwei folgt die Dow Gruppe Deutschland, die trotz eines Umsatzrückgangs von 15 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro ihre Vorjahresplatzierung verteidigte. Auch die EDEKA Märkte in SachsenAnhalt konnten mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro ihre dritte Position halten. Auf den Rängen vier und fünf fand dagegen ein Tausch statt: Mit

einem Umsatzrückgang von knapp 36 Prozent auf 802 Millionen Euro fiel Q-Cells SE hinter die Salutas Pharma GmbH (897 Millionen Euro) zurück. Von einem 40-prozentigen Umsatzrückgang bei der Ilsenburger Grobblech GmbH, die mit 534 Millionen Euro von Rang sechs auf zehn zurückfiel, profitierten die Rotkäppchen Sektkellereien GmbH (778 Millionen Euro) und die B. & C. Tönnies Gruppe (666 Millionen Euro), die eine bzw. zwei Positionen vorrückten. Unverändert auf Rang acht rangiert die MITGAS GmbH mit einem Umsatz von 665 Millionen Euro. Dahinter folgt die REWE Group auf Platz neun, die dank eines Umsatzwachstums von 17 Prozent auf 623 Millionen Euro den Sprung in die Top 10 der umsatzstärksten Unternehmen geschafft hat. Höchster Neueinsteiger in der Umsatzrangliste ist die Stadtwerke Halle GmbH, die nach der Fusion mit der Verwaltungsgesellschaft für Versorgungs- und Verkehrsbetriebe der Stadt Halle mbH den 13. Rang erreicht hat. Der Gesamtumsatz

der 100 umsatzstärksten Unternehmen ist im Jahr 2009 um 11,5 Prozent auf 29 Milliarden Euro zurückgegangen. Die Rangliste der 100 größten Arbeitgeber führt nach wie vor die Deutsche Bahn AG an, obwohl sich ihre Beschäftigtenzahl um drei Prozent auf knapp 8.100 reduzierte. Auch auf den Positionen zwei bis fünf gab es keinerlei Bewegung: Sowohl die Dow Gruppe Deutschland (6.000 Mitarbeiter) als auch die Deutsche Post DHL (5.100), die EDEKA Märkte Sachsen-Anhalts (4.100) und die Q-Cells SE (2.800) bestätigten ihre Vorjahresplatzierungen. Den sechsten Rang belegt die Stadtwerke Halle GmbH, die dank der Fusion inzwischen 2.600 Beschäftigte ausweist. Siebter im Ranking ist wie im Vorjahr die K+S Kali GmbH mit 2.200 Mitarbeitern. Dahinter folgt die MIBRAG Mitteldeutsche Braunkohlen-GmbH (2.100), die zwei Positionen einbüßte. Ähnlich viele Mitarbeiter beschäftigt mittlerweile auch die REWE Group, die sich nach einem 14-prozentigen Zuwachs den neunten Rang sicherte.

Wie steht es um den Wald? Waldgipfel Sachsen-Anhalts eröffnet Diskussion für neues Leitbild Magdeburg (ct). Wie steht es um den Wald in Sachsen-Anhalt? Auf dem ersten Waldgipfel des Landes trafen sich kürzlich Vertreter von Verbänden, Institutionen und Politiker, um ihre Vorstellungen zur Debatte zu stellen. Der Versammlungssaal im Haus des Waldes in Hundisburg war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Thema hatte Interessenten aus dem gesamten Bundesland angelockt. Die Forst- und Holzwirt-

Der Export stelle mit 87,4 Prozent die wichtigste Aktivitätsform der befragten Firmen im Ausland dar. „Das internationale Engagement trägt zu stabilem und stetigem Wachstum der Unternehmen bei“, analysiert Stodtko. So konnten rund 41 Prozent steigende Gewinne verzeichnen und knapp die Hälfte (45 Prozent) sogar ihren Personalbestand im Inland erhöhen. Weitere Informationen zu Studie unter www.intercom-sachsenanhalt.de.

schaft hat in Sachsen-Anhalt eine besondere Bedeutung. Immerhin sind mit 474.000 Hektar fast ein Viertel der Landesfläche mit Wald bedeckt. Den höchsten Anteil gibt es in der Altmark und dem Harz. Mit rund 18.000 Mitarbeitern sichert die Forstwirtschaft zwar nur eine vergleichsweise geringe Anzahl von Arbeitplätzen und macht nur 3,6 Prozent des Gesamtumsatzes der Wirtschaft im Lande aus. Allerdings sind Forst- und Holzwirtschaft neben

der Landwirtschaft Hauptbeschäftigungsfaktoren im ländlichen Raum. Darauf verwies Michael Funk, Geschäftsführer der Zellstoff Stendal GmbH in seinem Beitrag. Er sprach sich dafür aus, die Wälder zielgerichtet zu bewirtschaften, denn jede unbewirtschaftete Fläche bedeute Arbeitsplatzverlust. Mit einem Anteil von 42 Prozent für die „energetische Verwendung“ – also zum Verbrennen – entspreche die Holznutzung in Deutsch-

land dem Niveau eines Entwicklungslandes. Mit dem von der Bundesregierung formulierten Ziel, bis 2020 20 Prozent der Energie aus Biomasse zu gewinnen, werde dieser Anteil sogar noch steigen. Die Folge, die schon heute klaffende Deckungslücke im Holzbedarf werde sich weiter vergrößern. Schon jetzt stamme nur die Hälfte der fünf Millionen Festmeter Holz, die in SachsenAnhalt pro Jahr verbraucht werden, aus dem Land selbst.

Wie stets in der Weihnachtszeit ziert auch in diesem Jahr das Foyer der Staatskanzlei in Magdeburg ein stattlicher, bunt geschmückter Weihnachtsbaum. Er stammt wieder vom Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt und kommt diesmal aus der Altmark. Geschlagen wurde die zirka vier Meter hohe Grautanne im Revier Bischofswald. Es hat eine Fläche von rund 3.000 Hektar und gehört zum Forstbetrieb Altmark. „Bewacht“ wird das Gewächs vom Magdeburger Reiter, einer Figur des Holzbildhauers Andreas Kuhnlein, die auf Dauer ihren Platz im Empfangssaal des Amtssitzes des Ministerpräsidenten gefunden hat. Foto: ct-press

Schöne Bescherung Stadt haftet wegen Streupflichtverletzung Magdeburg (eb). Mit rechtskräftigem Urteil hat die 10. Zivilkammer (10O458/10) die Stadt Magdeburg verurteilt, der AOK Sachsen-Anhalt die ärztlichen Behandlungskosten von insgesamt rund 3.200 Euro zu 50 Prozent für ein bei Glatteis gestürztes Mitglied der Krankenkasse zu erstatten, teilt Christian Löffler, Sprecher des Landgerichts Magdeburg mit. Die mittlerweile 40jährige Bettina O. wollte am 12. Januar 2009 gegen 9.30 Uhr in der Landeshauptstadt an einer Ampel die Kreuzung Olvenstedter Straße/Editharing überqueren. Die Straße selbst war gestreut und abgestumpft. Der Übergang von der Straße bei dem Fußgängerüberweg zum Bürgersteig hin war dagegen völlig vereist und mit Trittspuren versehen. Bettina O. stürzte infolge der Glätte. Sie verletzte sich am Ellbogen und musste zwei Wochen stationär behandelt werden. Die Behandlungskosten hat die AOK übernommen und forderte eine Erstattung von der Stadt. Das Gericht hat festgestellt, dass die Stadt eine Amtspflichtverlet-

zung begangen hat, da sie die ihr obliegende Streu- und Räumpflicht nicht ausreichend erfüllte. Zwar muss die Stadt nicht alle Straßen und Wege räumen und streuen. Allerdings müssen verkehrswesentliche Kreuzungen mit zahlreichem Fußgängerverkehr so gestreut werden, dass die entsprechenden Bürgersteige und Kreuzungsbereiche gefahrlos benutzt werden können. Sollte sich der Schnee aufgrund Vereisung nicht mehr ohne weiteres wegschaufeln lassen, sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um ihn zu entfernen. Es ist Fußgängern auch nicht zuzumuten, vom ungeräumten Gehweg auf die (geräumte) Fahrbahn für Fahrzeuge auszuweichen. Allerdings hat die Zivilkammer Bettina O. ein Mitverschulden von 50 Prozent zur Last gelegt. Wenn erkennbar Glatteis vorliegt muss man sich besonders vorsichtig bewegen. Die 50 Prozent Quote bedeutet nicht, dass die AOK nun ihrerseits die Hälfte der Behandlungskosten von Bettina O. zurückfordern kann.

Auch wenn der Schneemassen oft schwer Herr zu werden ist, muss die Stadt ihrer Räumpflicht nachkommen. Foto: ct-press


20 Minuten Magdeburg Stockmann: Frisierte Bewerbung? Manipulation Halle/Magdeburg (dapd). Im Zusammenhang mit der Stellenbesetzung des neuen Stasi-Landesbeauftragten sind in SachsenAnhalts Justizministerium offenbar Akten zugunsten des erfolgreichen SPD-Kandidaten Ulrich Stockmann frisiert worden. Das berichtet eine Tageszeitung unter Berufung auf ein zurzeit laufendes Verfahren am Verwaltungsgericht Halle. In dem Verfahren war in Akten der Staatskanzlei laut Zeitung offenbar zunächst eine schlechtere Bewertung für den ehemaligen SPD-Europaabgeordneten Stockmann durch das Justizministerium aufgetaucht. Als das Gericht Unterlagen nachforderte, übersandte das Ministerium eine deutlich positivere Bewertung. Vom Justizministerium waren laut Zeitung weder Ministerin Angela Kolb noch Staatssekretär Bernhard Sterz (beide SPD) zu einer Stellungnahme bereit. Ministeriumssprecher Thomas Wünsch wies den Manipulationsverdacht zurück. „Eine inkorrekte Ergänzung der Bewertungsbögen ist nicht erfolgt“, sagte Wünsch. Stockmanns Bewertung sei „nach dem Vorstellungsgespräch ergänzt beziehungsweise überarbeitet“ worden. Stockmann war am 11. November zum neuen Stasiunterlagen-Beauftragten gewählt worden. Die Wahl war umstritten, Stockmann konnte sich auch erst im zweiten Wahlgang durchsetzen. er folgt Gerhard Ruden (CDU) nach, der eingeräumt hatte, einen Kommilitonen bei der DDR-Staatssicherheit angeschwärzt zu haben.

24. Dezember 2010

Über 600.000 Menschen werden zu den Gottesdiensten erwartet Junkermann kritiert Lebensstil der westlichen Welt und ruft zur Versöhnung auf Magdeburg (dapd/tw). Die Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) erwarten Heiligabend mehr als 600.000 Besucher zu rund 4.400 Christvespern und Krippenspielen. In Groß Möhringen (Kirchenkreis Stendal) gibt es am Heiligabend ein besonderes Krippenspiel, wie ein EKM-Sprecher in Magdeburg ankündigte. Das Spiel beginnt traditionell in der Dorfkirche. Wenn Josef und Maria auf Wanderschaft gehen, ziehen sie aus der Kirche ins Dorf hinaus und mit ihnen die gesamte Gemeinde. Das Krippenspiel wird in einem richtigen Stall mit zwei Rindern, einem Esel und zwei Ziegen fortgesetzt. Im Magdeburger Dom finden jeweils 16.30 Uhr und 18 Uhr Christvespern statt und um 23 Uhr eine Feier zur Heiligen Christnacht mit Landesbischöfin Ilse Junkermann. Landesbischöfin Ilse Junkermann hat sich in ihrem Weihnachtswort für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft ausgesprochen. „Die Schere zwischen Arm und Reich darf im nächsten Jahr nicht noch weiter auseinandergehen“, sagte Junkermann. Die geplante Hartz-IV-Erhöhung sei zu Recht gescheitert. Eine Erhöhung der Regelsätze um fünf Euro reiche bei weitem nicht aus. Einen Ausgleich müsse es auch zwischen den armen und reichen Regionen der Welt

geben. Die Bischöfin forderte dazu auf, „bewusst in Gemeinschaft zu leben und zu teilen“. Gleichzeitig kritisierte sie den Lebensstil der westlichen Welt. „Sie wollen sich ihre vermeintlichen Wohlstandsparadiese erhalten und riskieren das Überleben der ganzen Menschheit“, sagte Junkermann. Konkret kritisierte sie die Umweltzerstörung und das mangelnde Engagement im Kampf gegen den Klimawandel. Außerdem rief Ilse Junkermann in dieser Woche die ehemaligen Stasi-Verfolgten zur Versöhnung mit den Tätern auf. „Christen, die in der DDR drangsaliert wurden, dürfen die Verantwortlichen dafür heute nicht verurteilen“, zitierte die Zeitschrift „Super Illu“ die Magdeburger Bischöfin. Die Landesbischöfin sagte: „Das ist ein großes Thema in unseren Gemeinden. Wenn es heißt ‘Was will die alte rote Socke hier beim Weihnachtsgottesdienst ganz vorn in der ersten Reihe?’, dann bin ich streng und sage: Eine solche Haltung ist unchristlich. Denn Gott will, dass wir uns alle miteinander versöhnen.“ Gleichzeitig betonte sie allerdings, dass die „DDROpfer bislang zu wenig Raum erhalten haben“. Junkermann fordert die ehemaligen Täter auf, einzusehen, „dass sie damals Unrecht begangen haben“.

Landesbischöfin Ilse Junkermann

Altschulden endlich klären

Apotheken

Wohnungswirtschaft fordert endlich eine Lösung für Wohnungsbaugesellschaften Magdeburg (dapd). Sachsen-Anhalts wohnungswirtschaftliche Verbände haben ihre Forderung nach der Lösung der Altschuldenfrage für ihre Bestände aus DDR-Zeiten erneuert. Sowohl genossenschaftliche als auch kommunale Vermieter brauchten dringend eine Entlastung für abgerissenen oder noch abzureißenden Wohnraum, sagte der Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft, Jost Riecke, am Montag in Magdeburg. Ohne klare Regelungen sei der Erfolg des Stadtumbaus bis 2016 gefährdet. Die

Bundesregierung müsse handeln. Riecke sieht den notwendigen weiteren Abriss von mindestens 50.000 Wohnungen im Bundesland sonst als "gefährdet" an. Dabei handelt es sich etwa um die gleiche Zahl an Wohnungen, die seit 2002 vom Markt genommen wurde, um den Leerstand weiter zu senken. Er liege gegenwärtig bei den 205 kommunalen und genossenschaftlichen Vermietern bei etwa 13 Prozent. Fusionen zwischen Wohnungsunternehmen sind nach Einschätzung von Ronald

Wunschweihnachtsbaum im Rathaus war Erfolg Kinderbeauftragte dankt allen Spendern Magdeburg (eb/mm). Die Aktion „Wunschweihnachtsbaum“ wurde in diesem Jahr bereits zum vierten Mal im Magdeburger Rathaus veranstaltet. Kindern aus Familien mit schmalem Budget konnten einen Weihnachtswunsch an die geschmückte Tanne hängen. Die Bürger der Stadt wurden dann gebeten, einen Wunsch zu erfüllen. Am 25. November, kurz vor dem ersten Advent, hatten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und Magdeburgs Kinderbeauftragte Katrin Thäger den Wunschweihnachtsbaum mit den ersten 50 von insgesamt 190 Kinderwünschen im Rat- Viele Bürger beteiligten sich auch in diesem Jahr wieder an der hausfoyer präsentiert. Innerhalb Aktion Wunschweihnachtsbaum und pflückten Kinderwünsche Foto: Mikulas kürzester Zeit waren die Wün- um sie anschließend zu erfüllen. sche aus den bunten Tüten „gepflückt“ und schon bald wurden zetteln der Kinder von insgesamt Gaben mit Süßigkeiten und liedie ersten Geschenke im Alten vier Trägern familienpädagogi- bevollen Weihnachtsgrüßen verRathaus abgegeben. scher Einrichtungen der Stadt. sehen. Gepackt wurden die Ein Wunschweihnachtsbaum Die Resonanz von Bürgern, Geschenke von der Kinderbestand in diesem Jahr auch wie- Stadträten und Mitarbeitern der auftragten und ihrem Team, die der im Gesundheitsamt der Stadtverwaltung auf die alle Hände voll zu tun hatten, Stadt in der Lübecker Straße mit Wunschweihnachtsbaumaktion damit zum einen jedes Kind das 35 Wünschen von Kindern. Eine war auch in diesem Jahr über- richtige Geschenk erhält und Babypuppe, ein Feuerwehrauto, wältigend. Nicht nur, dass bin- zum anderen die Gaben pünktKartenspiele, Malbücher, aber nen kürzester Zeit alle Wünsche lich vor dem Fest an die Einrichauch eine Winterjacke oder eine erfüllt wurden, zusätzlich hatten tungen übergeben werden Jeans standen auf den Wunsch- viele der Schenkenden ihre konnten.

Grüne wollen Stopp der A14-Planungen Magdeburg (eb). Die wirtschafts- und verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Detlef Gürth und Frank Scheurell, reagierten heute mit Unverständnis auf einen Antrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/GRÜNEN, in dem ein sofortiger Stopp der Planungen zur Nordverlängerung der A 14 gefordert wird. „Die politische Botschaft, die die Grünen mit diesem Antrag aussenden, ist verheerend. Alle Erfahrungen der letzten Jahre zeigen eines deutlich: Überall dort, wo leistungsfähige Verkehrswege geschaffen wurden, hat sich schrittweise auch die Wirtschaft angesiedelt. Wer sich wie die Grünen gegen die Nordverlängerung der A 14 stellt, stellt daher auch die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes infrage. Das träfe insbe- sondere den strukturschwachen Norden des Landes.“, so Gürth.

Mitgliederzahlen bei den Feuerwehren

Einbruchserien aufgeklärt Magdeburg (dapd). Die Polizei in Magdeburg hat eine Serie von Apotheken-Einbrüchen aufgeklärt. Nach ihrem jüngsten Einbruch am Wochenende in Colbitz wurden drei Männer im Alter zwischen 22 und 28 Jahren festgenommen. Das Trio war von einer Anwohnerin beobachtet worden, nach wenigen Stunden wurden sie von der Polizei gestellt. Bei Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel, darunter auch ein gestohlener ApothekenTresor, sichergestellt. Den drei Männern werden insgesamt sechs Einbrüche vorgeworfen.

Nachrichten

Meißner, Direktor des Verbandes der Wohnungsgenossenschaften, kein vorrangiges Thema im Bundesland. Auf diese Weise ließen sich Probleme wie Abriss und Aufwertung der Bestände nicht lösen. Auch der Leerstand werde dadurch keineswegs geringer. Außerdem komme es dadurch kaum zu tatsächlichen Einsparungen, zumal in den Unternehmen die Personalkosten unter zehn Prozent lägen. Das Zusammengehen mache dann Sinn, wenn damit die Angebote an unterschiedlichen Wohnungen auf dem Markt

erweitert werden könnten. Meißner kritisierte die "erkennbare Tendenz", die Angemessenheitskriterien der Kosten der Unterkunft für die Bezieher des Arbeitslosengeldes II zu reduzieren. Nach eigenen Schätzungen wohnen in den Beständen der beiden Verbände gegenwärtig rund 100.000 Empfänger von Hartz IV. Diese müssten auch künftig Zugang zum sozialen Wohnungsbau des Landes erhalten. Betroffene sollten künftig ihnen zustehende Rechte durchaus auch auf dem Rechtsweg einfordern.

Magdeburg (dapd). Die Mitgliederzahl der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt ist seit Jahren relativ konstant. Wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte, wurden 2007 insgesamt 37.924 aktive Mitglieder verzeichnet, 2008 dann 37.956 und im vergangenen Jahr 37.331 Mitglieder. Innenminister Holger Hövelmann (SPD) sagte anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Landesfeuerwehrverbandes in Heyrothsberge, insbesondere bei der Mitgliedergewinnung und der Nachwuchsarbeit seien die Feuerwehren und das Land auf die Unterstützung des Verbandes angewiesen. Hövelmann sagte, eine „funktionierende Verbandsarbeit ist für das Feuerwehrwesen im Land unverzichtbar.“ Als besonders erfreulich bezeichnete der Minister die Entwicklung der Kinderfeuerwehren. 2009 waren seinen Angaben zufolge 2.288 Mädchen und Jungen in 245 Kinderfeuerwehren aktiv. Im Vergleich zu 2008 sei dies ein Zuwachs um 64 Kinderfeuerwehren und 661 Mitglieder. Hövelmann mahnte aber auch, es seien weitere Anstrengungen und unermüdliches Wirken bei der Mitgliedergewinnung und der Nachwuchsarbeit notwendig.


20 Minuten Magdeburg

24. Dezember 2010

Bescherungszeit Gewinner der Woche

Verlierer der Woche

Finanzspritze für die Hochschulen des Landes Böhmer unterzeichnet Verträge mit Bildungseinrichtungen

Die Kinder

Der Weihnachtsmann

Oh sind das glückliche Gesichter, lachende Augen und fröhliche Seelen. Am Heiligen Abend gibt ganz klare Gewinner. Das ist der Tag der Kinder. Heute werden für die Jüngesten Träume wahr und lang gehegte Wünsche erfüllt. Und wie haben sich die Kleinen vorher ins Zeug gelegt: Wunschzettel an den Weihnachtsmann geschrieben, Gedichte und Weihnachtslieder gelernt. Vor dem Fest hatten sie sich noch einmal so richtig zusammengenommen, damit sie auch als artige Kinder vor Knecht Ruprecht treten können. Die Kinder sind die Beschenkten heute. Für war der große Einkaufstrubel, die Heimlichkeit in der Adventszeit und die Vorbereitung für ein schönes Fest. Neben den Spielsachen erhalten sie heute auch noch viel mehr Aufmerksamkeit als an anderen Tagen des Jahres. Die kleinen Streiche sind vergessen und die Liebe rückt in den Mittelpunkt. Das sind die eigentlich reichen Geschenke an Heiligabend. Und mit ihrem erfrischenden und unbedarften Wesen werden sich die Kinder für die Geschenke zu Weihnachten bei ihren Nächsten bedanken.

Es kann heute nur einen richtigen Verlierer geben. Denn eigentlich sollte der Heilige Abend der Tag des Jahres sein, an dem Herzenswärme und Geborgenheit, Nähe und Schenken im Mittelpunkt stehen. Nur einer muss hasten und steht im Stress: Der Weihnachtsmann ist der eindeutige Verlierer des heutigen Tages. Heute gilt des die unzähligen Wünsch zu erfüllen – und das auch noch pünktlich zur verabredeten Zeit. Oh welche Nerven kostet das Fest? Welche Aufreibung und Energie muss dieser Mann aufbringen, um Millionen Menschen zu beschenken. Das geht doch auf gar keine Kuhhaut. Dem Himmel sei Dank hat der Rotrock ja keine Kuhhaut, sondern einen weiten Mantel zahlreiche Wichtel und Weihnachtsengel, die auf den Punkt auch das letzte Geschenk verpackten und für den Gabentisch vorbereitet hatten. Doch ausfahren, verteilen und verschenken – das muss der Weißbart immer noch ganz allein erledigen. Am Ende tröstet er sich mit den nächsten elf Monaten Ruhezeit, um den Stress dieses Tages zu verarbeiten.

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Die Woche in Magdeburg

20 Minuten Magdeburg Herausgeber: Peter Domnick Verlag und Druck: Verlag Tanzo GmbH, Nachtweide 95, 39124 Magdeburg Redaktion: Karoline Klimek, Mathias Sichting, Michael Mikulas, Thomas Wischnewski Landespolitik: ct-press Christian Wohlt Geschäftsführer: Peter Domnick und Michael Gefeke Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine Gewähr. Leserbriefe vertreten nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion. Weiterverwendung der eigens für den Verlag entworfenen Anzeigen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für die Richtigkeit telefonisch aufgenommener Anzeigen oder Änderungen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Preisliste Nr. 1 vom 2. Oktober 2010.

Magdeburg (eb/mm). Dienstagnachmittag wurden in der Staatskanzlei die Rahmenvereinbarung zu den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen im Land und die Rahmenvereinbarung Forschung und Innovation unterzeichnet. Erstere gilt für den Zeitraum 2011 bis 2013. Das Gesamtbudget für die Hochschulen wird gemäß des Haushaltsgesetzes des Landes Sachsen-An-

halt getrennt als ein Grundund ein Leistungsbudget bereit gestellt. Die leistungsorientierten Mittel betragen im Jahr 2011 fünf Prozent, 2012 zehn Prozent und 2013 15 Prozent des Gesamtbudgets. Dieses liegt im Zeitraum jährlich bei knapp 309 Millionen Euro, das Leistungsbudget steigt von rund 15 Millionen Euro im Jahr 2011 über 30 Millionen Euro 2012 auf 45 Millionen Euro im Jahr 2013. Die Rahmenverein-

barung Forschung und Innovation gilt für den Förderzeitraum 2011 bis 2015. Das Land stellt den Hochschulen und ihren Kooperationspartnern zur Förderung von Netzwerken wissenschaftlicher Exzellenz jährlich 20 Millionen Euro als Anschubfinanzierung der Spitzenforschung zur Verfügung. Diese Fördermittel werden nach genehmigter Antragstellung außerhalb des Hochschulbudgets ausgereicht.

Nachrichten Ministerium stellt Bericht 2010 bereit Magdeburg (dapd). Der Jahreswirtschaftsbericht 2010 kann ab sofort auf den Internetseiten des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit heruntergeladen werden. Die unter www.sachsen-anhalt.de verfügbare Broschüre bietet eine umfangreiche Analyse der Wirtschaftsleistung und der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr. Darüber hinaus gibt in diesem Jahr ein Sonderteil mit vielen Grafiken und einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Der Jahreswirtschaftsbericht stellt zudem in bewährter Form die Entwicklung ausgewählter Branchen unter Beachtung ihrer Bedeutung für die heimische Industrie dar und enthält einen umfassenden Tabellenteil.

Höhere Belastungen bis zum Jahr 2020

Unterzeichneten die Verträge (v.l.n.r.): Rektor der Uni Magdeburg Klaus Pollmann, Rektor der Hochschule Magdeburg-Stendal Andreas Geiger, Finanzminister Jens Bullerjahn, Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Pleye, Kultusministerin Birgitta Wolff, Präsident der Hochschule Anhalt Dieter Orzessek, Rektor der Hochschule Harz Armin Willingmann, Rektor der Uni Halle Udo Sträter und Rektor der Kunsthochschule Halle (Burg Halle) Axel Müller-Schöll. Foto: Mikulas

Land besser eingestuft Rating-Agentur bescheinigt Sachsen-Anhalt höhere Bonität Magdeburg (dapd). Die Internationale Ratingagentur Standard & Poor's hat nach Angaben des Finanzministeriums das Rating des Landes SachsenAnhalt erhöht. Demnach wurde die Bonität um zwei Stufen von AA- auf AA+ angehoben. Dies sei die zweithöchste Note von 26 möglichen Bewertungen, sagte Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) am Freitag in Magdeburg. Aus seiner Sicht ist die Höherbewertung um zwei Stufen für Sachsen-Anhalt einzigartig unter den deutschen Bundesländern. "Sachsen-Anhalt wird damit der finanzpolitische Anschluss an die Länder mit solider Haushaltsführung bescheinigt.“ Die solide Haus-

haltspolitik der vergangenen Jahre werde von der Ratingagentur im nationalen sowie internationalen Vergleich sehr positiv bewertet, sagte der Minister. Hervorgehoben würden nicht nur die ausgeglichenen Haushalte 2007 bis 2009, sondern auch die Einführung von Vorsorgeelementen wie Pensionsfonds, Zukunftsstiftung, Steuerschwankungsreserve und Personalentwicklungskonzept. Außerdem nannte er die vorgezogene Einführung der Schuldenbremse, die eine Tilgung der Nettokreditaufnahme für den Doppelhaushalt 2010/2011 verbindlich ab spätestens 2014 regelt. „Die Ratings basieren auf un-

serer Erwartung, dass das Land in der Lage sein wird, seine Haushaltslage bis 2012 zu verbessern“, teilte die Ratingagentur mit. Sie sei überzeugt, dass die Selbstverpflichtung der Regierung zur Konsolidierung der Finanzen sich nicht durch die Landtagswahl im Frühjahr „verflüchtigt“. Für das laufende Jahr 2010 erwarte die Agentur, dass das Land einen operativen Überschuss von 0,6 Prozent und nach der Haushaltsrechnung ein Defizit von 8,2 Prozent erreicht, „was wir als solide betrachten unter den gegebenen Auswirkungen auf den Haushalt durch die wirtschaftliche Rezession des Jahres 2009“.

Magdeburg (dapd). Bedingt durch den Abbau der Sonderförderungen von Bund und EU, dem prognostizierten Bevölkerungsrückgang und der Rückführung des strukturierten Defizits kommen auf SachsenAnhalt in den kommenden Jahren finanzielle Belastungen von bis zu 3,7 Miliarden Euro zu. Laut einem finanziellen Gutachten kann das Land die finanzpolitische Herausforderung bis 2020 nur meistern, wenn es seine Ausgaben konsequent zurückführt. Das bedeutet Einsparpotenzial in fast allen Bereichen – so auch bei den Schulen under Polizei.

Kommunen mit wenig Beleuchtung Magdeburg (dapd). Der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt hat die mangelnde Finanzausstattung der Kommunen zur Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung beklagt. Obwohl sie dazu verpflichtet seien, eine ausreichende Beleuchtung zu garantieren, könnten notwendige energetische Sanierungen teilweise nur schleppend erfolgen, sagte Beigeordneter Jürgen Leindecker in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd in der verganenen Woche in Magdeburg. Er nannte es ein „Dilemma", dass oftmals die Eigenanteile für Fördermittel wie zum Stadtumbau Ost oder der Dorferneuerung fehlten. Mit Hilfe neuer Lampen und intelligenten Schaltungen ließen sich aber dauerhaft erhebliche Summen einsparen.


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