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Aktuelle Nachrichten der Woche

20 MINUTEN MAGDEBURG Wochenendausgabe Vitamine pur

Wirtschaft im Aufwind

Energiewende

Das Leid der Bahn

Moderatorin ist auf den Saft gekommen Seite 4

Steigender Konjunkturindex Seite 2

Oköstrom aus dem Pumpkraftwerk Seite 3

Jeder dritte Zug kommt zu spät Seite 3

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30. APRIL 2011

2. JAHRGANG / 17. WOCHE

Farbenpracht des Frühlings

Jede Woche neu: In 20 Minuten lesen, was los ist!

Der Frühling – das ist Farbenpracht pur. Wer mit Aufmerksamkeit durch die Lande fährt, wird so manchen bunten Blütenstreifen entdecken. Nahe Schwanebergs blüten übrigens bis letzten Donnerstag 36 Millionen Tulpen. Dort befindet sich die größte Tulpenzuchtanlage Deutschlands. Allerdings hat das Pink-rote Farbspiel bereits ein Ende. Nach etwa zwei Wochen prachtvoller Blüte fährt eine Maschine über die Felder und köpft sämtliche Blüten. Die Züchter interessieren nur die Blumenzwiebeln. Die gibt es dafür in fast allen Supermarktketten in Deutschland. Wer die Augen dennoch weit aufmacht, wird landauf landab aber noch viele andere Frühlingsfarben finden.

Die Nachrichten aus Magdeburg Nachrichten In einem Jahr kein Analog-TV mehr

Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand Auch unter Jugendlichen immer weniger auf Jobsuche Magdeburg/Halle (dapd). Die Zahl der Arbeitslosen ist im April in Sachsen-Anhalt deutlich gesunken. Mitte des Monats waren 143.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 7.300 weniger als im März und 19.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Halle mitteilte. Damit hatte Sachsen-Anhalt die geringste AprilArbeitslosigkeit seit 1991. Die Arbeitslosenquote ging binnen Monatsfrist um 0,6 Punkte auf 11,9 Prozent zurück, vor einem Jahr hatte sie bei 13,1 Prozent gelegen. Die Quote ist jedoch regional unterschiedlich. Die geringsten Arbeitslosenquoten verzeichneten der Landkreise Börde mit 8,4 Prozent, der Altmarkkreis Salzwedel mit 9,7 Prozent und das Jerichower Land mit 9,9 Prozent. Im Gegensatz dazu sah es auf dem Arbeitsmarkt in den Landkreisen Mansfeld-Südharz mit 14,8 Prozent und Stendal mit 14,7 Prozent deutlich schlechter aus. Aus Sicht der Arbeitsagentur setzte sich der Frühjahraufschwung am Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt im April erwartungsgemäß fort. Die gute wirtschaftliche Entwicklung habe die Nachfrage nach Arbeitskräften positiv beeinflusst, sagte das

Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Lutz Mania, in Halle. Dies sei neben der Zeitarbeitsbranche vor allem auch im verarbeitenden Gewerbe, in der Bauwirtschaft, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel und Gastgewerbe zu spüren. Die Zahl der Einstellungen übersteige deutlich die der Entlassungen. Auch für die kommenden Wochen sei mit weniger Arbeitssuchenden zu rechnen. Private und öffentliche Arbeitgeber hatten im April den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 5.200

freie Stellen am ersten Arbeitsmarkt gemeldet und damit 200 mehr als vor einem Jahr. Sowohl in den Fertigungs- als auch in den Dienstleistungsberufen wurden mehr Arbeitskräfte als im Vorjahr gesucht. Die Regionaldirektion machte auch eine höhere Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr aus. Im Februar waren 740.300 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 1,4 Prozent mehr als im Februar 2010. Einen Zuwachs gab es im verarbeitenden Gewerbe, in der Zeitarbeitsbranche und anderen wirtschaftsnahen Dienstleistungen. Mitte April waren 13.000 junge Leute arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März waren das 800 weniger und im Vorjahrsvergleich sogar 2.600 weniger. Die Arbeitslosenquote für diesen Personenkreis betrug 9,7 Pro11,9 Prozent – geringste Quote seit 1991. zent.

Wischwasch der Woche

Hoffnung im fremden Glück

E

ine Hochzeit bewegt die Welt Prinz William und Kate Middleton gaben sich am Freitag das Ja-Wort und Milliarden Menschen schalteten die Fernsehgeräte ein. Jedes noch so kleine Detail dieser königlichen Verbindung wurde und wird von den Medien weltweit veröffentlicht, niedergeschrieben, gewogen, bewertet und interpretiert. Wahnsinn. Und da sage noch einer die Monarchie sei tot. In England kann man sehen, das ein Königshaus nicht nur die Nation bewegt, sondern Menschen auf dem ganzen Erdball. Klar, Könige und Königinnen sind selten geworden. Vielleicht hat die Aufmerksamkeit für den ganzen Glamour etwas mit der Seltenheit der Spezies zu tun. So als würde man noch ein paar Dinosaurier im Zoo sehen können. Ist es Neid oder die Neugier auf die unbekannte Welt der Aristokra-

tie? Schon komisch, wie so eine Beziehung zwischen zwei Menschen an allen Orten diskutiert wird. Wenn die Menschen doch mal über die eigenen Ehen und Partnerschaften so viel mit einander sprechen würden, wie über die anderer. Vielleicht gäbe es dann weniger Beziehungsprobleme, weniger Fragen und weniger Grübelei in den Köpfen, warum der andere meistens nicht das tut, was man sich wünscht. Das Glück der anderen nährt die Hoffnung auf das eigene. Aber das eigene bleibt nur ein Traum, wenn man sich zu sehr mit anderen, statt mit sich selbst beschäftigen. Komische Welt. Wir schenken anderen unsere Zeit und Aufmerksamkeit und vergessen in solchen Momenten die Menschen, die uns viel bedeutsamer sein sollten als irgendwelche Prinzen und Prinzessinnen. Thomas Wischnewski

Autozug bei Dodendorf entgleist

Lesen was los ist 20 Minuten Magdeburg auch donnerstags Magdeburg (tw). „20 Minuten Magdeburg“ liefert Ihnen seit rund sieben Monaten Nachrichten der Woche. Am nächstem Donnerstag, dem 5. Mai, wird „20 Minuten Magdeburg“ mit einer weiteren Ausgabe erscheinen. Donnerstagmorgen und in vielen Restaurants bereits am Mittwochabend erhalten Sie kostenlos aktuelle Nachrichten aus Magdeburg und Umgebung.

Neben dem aktuellen Zeitgeschehen finden Sie in unserer Donnerstagsausgabe auch Tipps für Freizeit und Wochenendveranstaltungen. „20 Minuten Magdeburg“ wird es an vielen Verkehrsknotenpunkt bei unseren freundlichen Zustellern und in zahlreichen Geschäften der Stadt geben. Und das Beste: Die Nachrichten bleiben kostenlos!

Tarifrunde im Einzelhandel Tarifvertrag ist zum 31. Mai gekündigt Magdeburg/Leipzig (dapd). Im mitteldeutschen Einzelhandel beginnt in den nächsten Wochen die diesjährige Tarifrunde. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 256.000 Beschäftigten der Branche in Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen pauschal eine Lohnerhöhung um 65 Euro pro Monat in den unteren Einkommensgruppen und eine weitere Anhebung aller Gehälter um vier Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung des Einzelhandels sei gut, die Gewinne für die Unter-

nehmer stiegen, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Jörg LauenrothMago am Mittwoch in Leipzig. Es sei jetzt an der Zeit, dass die Beschäftigten ihren Teil davon abbekämen. Der noch bestehende Tarifvertrag wurde laut Gewerkschaft zum 31. Mai gekündigt. In der ersten Mai-Woche wollen die Beschäftigten in mehreren Städten auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Die erste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern ist für 27. Mai in Dresden geplant.

Magdeburg/Leipzig (dapd). Von der endgültigen Abschaltung des analogen Rundfunks in einem Jahr sind in Mitteldeutschland mehr als 800.000 Haushalte betroffen. Darauf wies der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am Mittwoch hin. Wer bis zum 30. April 2012 Radio und Fernseher nicht auf digitalen Empfang umgerüstet habe, empfange dann ab 1. Mai kein Programm mehr. In der kommenden Woche wird der MDR zu der bevorstehenden Umstellung in seinem Programm wie auch auf einem Stand auf dem Leipziger Hauptbahnhof informieren.

Hund beißt kleines Mädchen Magdeburg (dapd). Ein achtjähriges Mädchen ist in Magdeburg durch einen Hundebiss verletzt worden. Der auf einem Spielplatz angebundene Hund habe das Kind am Mittwoch in den Oberkörper gebissen, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Das Mädchen musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, konnte jedoch noch am selben Tag nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Die Achtjährige soll den Hund möglicherweise geärgert haben. Der Besitzer konnte keine Steuermarke für das Tier vorweisen, bei dem es sich um einen Staffordshire Bullterrier handeln könnte. Es bestanden laut Polizei zudem erheblicher Zweifel an seiner Eignung als Tierhalter. Gegen den Halter wird ermittelt. Der Hund befindet sich in der Obhut des Ordnungsamtes.

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Schaden noch unklar Dodendorf (dapd). Beim Rangieren eines mit neuen Autos beladenen Güterzuges ist am Dienstag bei Dodendorf im Landkreis Börde ein Waggon entgleist. Verletzt wurde niemand, wie eine Sprecherin der Bundespolizei Magdeburg sagte. Der Unfall ereignete sich gegen 5.10 Uhr aus zunächst ungeklärter Ursache auf der Strecke Halberstadt-Magdeburg. Sieben Autos wurden bei dem Unfall beschädigt, vier davon stürzten vom Zug. Die Fahrzeuge und der umgekippte Wagen des Güterzuges wurden mit einem Kran geborgen. Zur Höhe des Schadens wurden keine Angaben gemacht. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Sechseinhalb Stunden nach dem Unfall konnten Züge die Strecke, die von der Privatbahn HarzElbe Express (HEX) genutzt wird, wieder langsam passieren.

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20 Minuten Magdeburg

30. April 2011

Aus Sachsen-Anhalt

Museen finanziell ausgezehrt

Drogenfahnder finden Cannabis Zeitz (dapd). Drogenfahnder haben in Zeitz eine Plantage mit mehr als 1.100 Cannabispflanzen beschlagnahmt. Bei der Razzia der Ermittlungsgruppe Rauschgift Ostsachsen vor einer Woche wurden die beiden mutmaĂ&#x;lichen Betreiber der Anlage festgenommen. Gegen die 37 und 40 Jahre alten Vietnamesen ist inzwischen Haftbefehl erlassen worden, wie eine Sprecherin des Zollfahndungsamtes Dresden erst am Dienstag mitteilte. Die Plantage hatte sich Ăźber acht Räume eines ehemaligen Wohnhauses erstreckt. Zur Stromversorgung der Anlage hatten die Betreiber illegal Leitungen im Haus angezapft. Die Pflanzen wurden inzwischen kompostiert, die technischen Geräte sichergestellt.

Tagung in Magdeburg

13-Jährige im Jeep zum Osterausflug Jeebel (dapd). Ein 13-jähriges Mädchen hat im Altmarkkreis Salzwedel mit einem Jeep ihres Vaters eine Osterausflug unternommen. Einem Mann war am Samstag die ungewĂśhnliche Spritztour auf einer Wiese und auf der StraĂ&#x;e zwischen Jeebel und Riebau aufgefallen, wie die Polizei erst am Dienstag mitteilte. Der 53 Jahre alter Vater und Besitzer des Fahrzeugs hatte seiner Tochter und deren Freundin erlaubt, mit dem Firmenwagen auf seinem GrundstĂźck zu fahren. Als er nicht aufpasste, fuhren die Kinder davon.

Neues Stabsgebäude fßr die Luftwaffe Holzdorf (dapd). Die Luftwaffe der Bundeswehr nimmt heute (28. April) auf dem Flugplatz Holzdorf ein neues Stabsgebäude in Betrieb. Das Gebäude wird von Vertretern der Wehrbereichsverwaltung (WBV) Ost ßbergeben, wie ein Sprecher mitteilte. Der 2,2 Millionen Euro teure Bau wurde mit Geld aus dem zweiten Konjunkturpaket von Bund und Ländern finanziert. Es verbessert die Infrastruktur fßr das einzige Hubschraubergeschwader der Luftwaffe, das seit Oktober in SchÜnewalde stationiert ist. Das neue Dienstgebäude bietet auf 800 Quadratmetern Bßro-, Lager-, Sanitärund Sozialräume. Mit dem Bau des zweigeschossigen Hauses war im Oktober 2009 begonnen worden.

Klimamessung in RoĂ&#x;la RoĂ&#x;la (dapd). Die Klimamessstation „Goldene Aue“ am Ortsrand von RoĂ&#x;la wurde am Donnerstag in Betrieb genommen. Die Station soll Ăźber mehrere Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Klimas aufzeichnen. Nach Angaben des Umweltministeriums ist sie Teil des Netzwerkes zur KlimaĂźberwachung in Sachsen-Anhalt. Die Station befindet sich in der Nachbarschaft zum Phänologischen Garten des Biosphärenreservates Karstlandschaft SĂźdharz. Die Daten der Messstation kĂśnnen im Internet unter mu.sachsen-anhalt.de/lau/ luesa/ eingesehen werden.

Die Woche in Magdeburg

Sachsen-Anhalts Wirtschaft ist im Aufwind. Die Industrie hat wieder die Rolle des Konjunkturmotors Ăźbernommen.

Sachsen-Anhalts Wirtschaft gewinnt weiter an Fahrt IHK ermittelte aktuellen Klimaindex fĂźr die Konjunktur Magdeburg (dapd). Im Norden Sachsen-Anhalts setzt sich der Konjunkturaufschwung fort. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg in ihrer am Dienstag verĂśffentlichten Konjunkturumfrage. DafĂźr hatte sie mehr als 1.000 Unternehmen zu ihrer wirtschaftlichen Situation im ersten Quartal dieses Jahres befragt.

Verlag und Druck: Der Sonntag GmbH & CO. KG, Nachtweide 95, 39124 Magdeburg Chefredakteur: Thomas Wischnewski Redaktion: Karoline Klimek, Mathias Sichting, Michael Mikulas Geschäftsfßhrer: Viola Domnick, Thomas Domnick, Verlagsleiter: Michael Gefeke Fßr unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos ßbernimmt der Verlag keine Gewähr. Leserbriefe vertreten nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion. Weiterverwendung der eigens fßr den Verlag entworfenen Anzeigen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Fßr die Richtigkeit telefonisch aufgenommener Anzeigen oder Änderungen ßbernimmt der Verlag keine Gewähr. Preisliste Nr. 1 vom 2. Oktober 2010.

ßbernommen, erklärte der Präsident. Die Firmen vermeldeten zunehmend einen Anstieg bei den Auftragseingängen. Der Export stagniere auf dem Niveau des vierten Quartals 2010. Nach dem langen Winter zeigt sich das Baugewerbe wieder zuversichtlich. 37 Prozent der befragten Hochbau- und 39 Prozent der Tiefbaubetriebe berichten von

einer verbesserten Auftragslage. Das Verkehrsgewerbe werde durch die hohen Kraftstoffpreise gehemmt, sagte Hauptgeschäftsfßhrer Wolfgang März. Diese drßckten auf die Stimmungslage und verschlechterten die Ertragslage. Nur 32 Prozent der Befragten sehen ihre Lage als gßnstig an. Ende 2010 waren es noch 41 Prozent.

Neues Verfahren zum NPD-Verbot

Waldbrandgefahr ist erheblich gestiegen

Stahlknecht richtet Referat im Ministerium ein

Auch in der Landeshauptstadt besteht Warnstufe 1

Magdeburg (dapd). FĂźr das angestrebte neue NPD-Verbotsverfahren plant Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) die Einrichtung eines eigenen Referats. Aufgabe der neuen Abteilung in seinem Ministerium werde es sein, den Verbotsantrag zu erarbeiten, sagte Stahlknecht der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag in Magdeburg. Bereits am Mittwoch soll das Referat mit dem Namen „Verfassungswidrige Parteien und Extremismusprävention“ seine Arbeit aufnehmen. Die erste Aufgabe des Referats werde sein, einen Fahrplan festzulegen. Der Vorsitzende des BundestagsInnenausschusses, Wolfgang Bosbach ist gegen ein neues NPD-Verbotsverfahren. „Ich wĂźrde davon abraten“, sagte der CDU-Politiker. Zwar sei das Problem mit der NPD in den ostdeutschen Bundesländern grĂśĂ&#x;er als in den westdeutschen. Deshalb habe er fĂźr die aktuelle An-

kĂźndigung des Landes Sachsen-Anhalt auch Verständnis. Die GrĂźnde fĂźr einen Verzicht auf ein neues NPD-Verbotsverfahren hätten sich aber nicht geändert. Die Risiken wären erheblich, warnte Bosbach. „Wir mĂźssten die V-Leute aus der NPD abziehen. Und wir befänden uns dann bei der Beobachtung der Partei fĂźr eine längere Zeit im Blindflug. SchlieĂ&#x;lich kann so ein Verfahren bis zu zwei Jahre dauern. Wir sind aber auf Informationen aus dem Innenleben der NPD angewiesen, insbesondere zur Gefahrenabwehr“, gab Bosbach zu bedenken. Ăœberdies dĂźrfe ein Verbotsantrag nicht ein zweites Mal scheitern. Die Verfassungsfeindlichkeit der NPD sei offensichtlich. Um sie verbieten zu kĂśnnen, mĂźsse allerdings auch der Nachweis gefĂźhrt werden, dass sie aggressiv-kämpferisch gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung vorgehe.

Magdeburg (dapd). In mehreren Regionen Sachsen-Anhalts besteht hĂśchste Waldbrandgefahr. Im Altmarkkreis Salzwedel, in der BĂśrde, nĂśrdlich der Autobahn 2 und in Stendal wurde am Dienstag Waldbrandwarnstufe vier ausgerufen. Das Betreten der Wälder auĂ&#x;erhalb der Ăśffentlichen Wege ist dort verboten. Zudem besteht in sechs weiteren Regionen hohe Waldbrandgefahr (Warnstufe drei) und in sechs Regionen erhĂśhte Waldbrandgefahr (Warnstufe zwei). In der Landeshauptstadt Magdeburg wurde Warnstufe eins ausgerufen. Die Waldbrandgefahr sei vor allem durch die trockene und warme Witterung der letzten Tage stark angestiegen, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsamtes. Bisher wurden fĂźnf Waldbrände gemeldet. In den nächsten Tagen sei durch die vorhergesagten Niederschläge und sinkenden Temperaturen jedoch mit einer

Tockene und warme Witterung erhÜht derzeit die Waldbrandgefahr. leichten Entspannung zu rechnen, sagte die Sprecherin. In der Zeit vom 15. Februar bis 15. Oktober gilt in allen Wäldern ein absolutes Rauchverbot. Das Entfachen von Feuer ist

im Wald und in Waldnähe das ganze Jahr ßber grundsätzlich verboten. 2010 kam es in Sachsen-Anhalt zu 57 Waldbränden, bei denen 36 Hektar Waldfläche zerstÜrt wurde.

DIE AKTUELLE AUSGABE VON

20 MINUTEN MAGDEBURG Herausgeber: Peter Domnick

Die Lage habe sich vor allem im produzierenden Gewerbe und bei den Dienstleistern aufgehellt, sagte IHK-Präsident Klaus Olbricht. Der Geschäftsklimaindex habe 118 von 200 mÜglichen Punkten erreicht und liege damit nun neun Punkte ßber dem Stand am Jahresende 2010. Vor allem die Industrie habe ihre Rolle als Konjunkturmotor wieder

Magdeburg (dapd). Der Deutsche Museumsbund hat die finanzielle Situation der meisten Museen in Deutschland beklagt. Viele Häuser wĂźrden regelrecht „ausgezehrt“, sagte Präsident Volker Rodekamp am Dienstag in Magdeburg. Es fehle fast Ăźberall an Geld fĂźr Ankäufe, um die Bestände auszubauen und unter anderem in Kunstmuseen neue Werke anzuschaffen. Substanzverluste gingen mit dieser Entwicklung einher, erklärte er. Der Abstand zu einigen gut aufgestellten privaten Sammlungen nehme zu. Es gebe zudem kaum noch Sonderausstellungen von Ăśffentlichen Museen, die ohne sogenannte Drittmittel auskämen, betonte Rodekamp. Auf seiner diesjährigen Tagung vom 8. bis 11. Mai in Magdeburg will der Museumsbund darĂźber beraten, welche Chancen Museen in Zukunft haben. Mehr als 350 Teilnehmer werden dazu erwartet. Gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder sollen unter anderem das Potenzial und Visionen der Häuser in den Mittelpunkt der Diskussionen gerĂźckt werden. Sie dĂźrften nicht unter dem Sparzwang „freiwilliger Aufgaben“ Opfer knapper Ăśffentlicher Kassen werden, sagte Rodekamp. Jährlich kämen immerhin mehr als 100 Millionen Besucher in die Ausstellungen und Sammlungen. Sie erwarteten dort zeitgemäĂ&#x;e Darstellungen. Gerade kleinere Einrichtungen seien dabei Ăźberfordert, sich auf neue Sehgewohnheiten einzustellen. Der Deutsche Museumsbund wurde 1917 gegrĂźndet.

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20 Minuten Magdeburg

Denkmalpreis des Landes verliehen 10 Jahre Engagement

Pumspeicherwerke sollen Säulen der Energiewende sein Anlage in Wendefurth hat Kapazität von 80 Megawatt

Magdeburg (dapd). Der Denkmalpreis des Landes Sachsen-Anhalt geht in diesem Jahr an den Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege, Frank Philippczyck. Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit sei es Philippczyck in den letzten zehn Jahren gelungen, zahlreiche archäologische Funde zu erhalten, teilte ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag in Magdeburg mit. Der mit 2.500 Euro dotierte Einzelpreis wird ihm am Freitag bei einer feierlichen Veranstaltung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle von Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) überreicht. Mit der Auszeichnung werde das ehrenamtliche Engagement gewürdigt, ohne dass Erhalt, Pflege und Entwicklung der zahlreichen Denkmäler Sachsen-Anhalts nicht möglich wäre, sagte Dorgerloh vor der Verleihung. Der Gruppenpreis geht an den Förderverein Schloss Hessen. Seit 1995 kümmere sich der Verein um die Instandsetzung des im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) zerstörten Schlosses sowie der Rekonstruktion der Gartenanlage, hieß es. In den vergangenen Jahren seien der Südflügel des Schlosses wieder nutzbar gemacht und die AußenanDas Pumpspeicherwerk in Wendefurth. lagen wieder hergestellt worden.

Aus Potsdam geholt

Wendefurth (dapd). Felsbrokken, Baumstümpfe und Ufersträucher werden allmählich vom Wasser bedeckt, Bootsanleger, Pontons und Bojen werden angehoben. In sechseinhalb Stunden steigt der Spiegel des Stausees an der Talsperre Wendefurth im Harz um vier Meter. Wenn in Windparks Flaute herrscht oder sich Schatten über Photovoltaikanlagen legen, lässt das Pumpspeicherwerk Wendefurth 1,8 Milliarden Liter Wasser aus einem höher gelegenen Speichersee durch seine Turbinen laufen, um den Strommangel im Netz auszugleichen. Für die propagierte Energiewende müssten zahlreiche weitere dieser Anlagen gebaut werden. Das Telefon klingelt. Für Schaltwärter Joachim Heinecke gilt es, jetzt keine Zeit zu verlieren. Das Kraftwerk Wendefurth kann innerhalb weniger Minuten 80 Megawatt (MW) Energie in das deutsche Stromverbundnetz abgeben. Heinecke dreht einen Schalter auf „beide Turbinen an“ und drückt einen Startknopf. Das 1967 in Betrieb genommene Pumpspeicherwerk Wendefurth gehört mit seinen 80 MW Nennleistung zu den kleineren Speicherwerken in Deutschland. Größere Pumpspeicherwerke wie

Schärfere Kontrolle am Bau gefordert Magdeburg/Leipzig (dapd). Angesichts der ab Sonntag geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit fordert der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt strengere Kontrollen durch Zoll und Arbeitsagenturen. Die Behörden müssten vor allem in grenznahen Gebieten ihre Baustellenkontrollen verstärken, um Lohndumping und Schwarzarbeit zu verhindern, sagte Verbandspräsident Hans-Dieter Steinbrücker. Vor allem müsse darauf geachtet werden, dass die auf dem Bau geltenden Mindestlöhne eingehalten werden. Auf der anderen Seite erwarte sich der Verband aber von der Arbeitnehmerfreizügigkeit auch Chancen, um beispielsweise den durch die demografische Entwicklung hervorgerufenen Fachkräftemangel beheben zu können.

Brockenbahn jetzt teurer Magdeburg/Wernigerode (dapd). Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) erhöht zum 3. Mai den Preis für einige ihrer Tickets. Trotz aller Einsparungen könne das Unternehmen die allgemeinen Kostensteigerungen nicht mehr auffangen, sagte eine HSBSprecherin am Mittwoch in Wernigerode zur Begründung.

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bereich Wirtschaft zuständig sein. Richter wurde 1954 geboren. Er war in den Jahren 2008 und 2009 unter dem damaligen CDU-Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns amtierender Staatssekretär in Brandenburg. Im jetzt vom Linke-Politiker Ralf Christoffers geführten Wirtschaftsministerium ist er Leiter der Abteilung Standort- und Strukturpolitik. Der CDU-Politiker ist verheiratet und hat ein Kind. In der Gemeinde Großbeeren bei Potsdam ist er Ortsvorsteher von Kleinbeeren.

Jeder dritte Fernzug ist zu spät

das ebenfalls von Vattenfall betriebene Werk Goldisthal in Thüringen leisten mehr als 1.000 MW. Mit der geplanten Energiewende werden bis 2020 laut Deutscher EnergieAgentur (dena) 8.500 bis 10.500 MW zusätzliche Speicherleistung für das deutsche Stromverbundnetz benötigt. Aktuell sind nur zwei neue Pumpspeicherwerke mit zusammen 2.400 MW Speicherleistung in Planung. Experten sind sich einig, dass Pumpspeicherwerke die derzeit einfachste Technologie bieten, um Energie zu speichern. Nachdem Heinecke den Startknopf gedrückt hat, öffnen sich im Maschinenraum sieben Stockwerke weiter unten zwei Klappen und Wasser beginnt sich durch die beiden Turbinen zu drücken. Aus einem 126 Meter höher gelegenen Speichersee strömt das Wasser durch zwei Rohrleitungen den Berg hinab in das Kraftwerk. Nach 205 Sekunden fährt die Anlage auf Höchstleistung. 39.000 Liter Wasser pro Sekunde laufen jetzt durch das Kraftwerk. Produzieren Wind- und Sonnenkraftanlagen wieder genügend Strom, schaltet Heinecke seine Anlage auf Pumpbetrieb und das Kraftwerk nimmt überschüssige Energie aus dem Verbundnetz auf.

Nachrichten

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Staatssekretär im Wirtschaftsministerium? Potsdam/Magdeburg (dapd). Der langjährige Abteilungsleiter im brandenburgischen Wirtschaftsministerium, Michael Richter, wird Staatssekretär in Sachsen-Anhalt. Das berichtete die „Märkische Oderzeitung“. Die Wirtschaftsministerien in Potsdam und Sachsen-Anhalt wollten die Personalie noch nicht offiziell bestätigen. Der Zeitung zufolge soll Richter im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft unter Ressortchefin Birgitta Wolff (CDU) für den Geschäfts-

30. April 2011

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Pro Bahn fordert mehr Investitionen Magdeburg/Berlin (dapd). Rund jeder dritte Fernzug kommt an den großen Bahnhöfen in Mitteldeutschland verspätet an. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Erhebung zur Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Nah- und Fernverkehr. Dabei belegen die Bahnhöfe Erfurt und Leipzig bundesweit die beiden letzten Plätze, wie die Stiftung am Donnerstag in Berlin mitteilte. Schlusslicht ist der Untersuchung zufolge Erfurt, den dortigen Bahnhof erreichen 43 Prozent aller Fernzüge mit einer Verspätung von mehr als sechs Minuten. Auf dem vorletzten Platz landet Leipzig mit einer Verspätungsrate von 39 Prozent, in Dresden sind es 36 und in Magdeburg 29 Prozent. Besser sieht die Situation im Nahverkehr aus. Dort sind in Mitteldeutschland zwischen 14 (Leipzig) und 20 Prozent (Erfurt) der Züge unpünktlich. Dies liegt nach Einschätzung der Tester unter anderem daran, dass die Bahn bei Verspätung der Nahverkehrszüge Strafen an die Verkehrsverbünde

zahlen muss, bei Fernzügen, die sie selbst betreibt, hingegen nicht. Außerdem erhöht sich das Verspätungsrisiko, je länger die Strecke ist. Die Stiftung Warentest hatte zwischen 1. Juli 2010 und 28. Februar 2011 bundesweit die Ankunftszeiten von 1.347.106 Zügen der Deutschen Bahn auf 20 ausgewählten Bahnhöfen untersucht. Die größte Chance, dass ihr Fernzug pünktlich ist, haben demnach Reisende in Stralsund (15 Prozent), bei den Nahverkehrszügen liegt Saarbrücken (7 Prozent) vorn. Verärgert zeigten sich die Tester über die Informationspolitik der Bahn, die kaum genaue Pünktlichkeitswerte publik mache. So habe es im Dezember geheißen, die Pünktlichkeit im Fernverkehr habe tageweise unter 70 Prozent gelegen, tatsächlich lag sie laut Test an jedem Dezembertag deutlich darunter. Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert angesichts der zahlreichen Zugverspätungen in Mitteldeutschland von der Bahn größere Investitionen in Schienen und Züge.

Jeder dritte Fernzug rollt in Magdeburg zu spät ein.

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am 07./08.05.2011

21 Jahre NIGARI


20 MiNUteN MAGDeBUrG

30. April 2011

Voll im Saft Gewinner der Woche Verlierer der Woche

Moderatorin Jana Lammich.

Neue Ringauffahrt.

Radio SAW Moderatorin Jana Lammich verbreitet nicht nur „On Air“ gute Laune. Derzeit moderiert sie von 20 bis 24 Uhr den Abend bei der Sachsen-Anhalt-Welle. Auch am Tage gibt es von ihr jede Menge Vitamin-Schübe fürs Wohlbefinden. Mit ihrer „Smoothie Bar“ am Hasselbachplatz bietet sie 30 verschiedene frisch gepresste Säfte an. Mit der Saftbar habe sich die Magdeburgerin einen Traum erfüllt. In allen großen Städten gebe es solche Vitaminbars nur eben hier nicht, und sie hatte es satt für zwei Gläser frisch gepressten Saft immer den ganzen Abwaschaufwand fürs Pressen zu betreiben. Jetzt presst sie also im großen Stil und bewirtet gleich noch ganz Magdeburg mit. Dafür schiebt sie aber nun auch Doppelschichten.

Am 12. April wurde die neue Ringauffahrt an der Brenneckestraße für den Verkehr freigegeben. Doch irgendetwas scheint an Unterbau der Auffahrt nicht zu stimmen. Denn in dieser Woche rutschte die Auffschüttung an einer Stelle über zwei Meter ab und legte ein klaffendes Loch frei. Ist die Auffahrt wirklich sicher? Wer hat da einen Fehler gemacht? Oder wirkten da im Untergrund nicht sichtbare Naturgewalten? Man weiß ja, nicht alles, was neu ist, muss nicht immer gleich richtig funktionieren. Noch läuft der Verkehr auf der Fahrbahn reibungslos. Das Tiefbauamt hat noch keine Einschränkungen oder Absperrungen vorgenommen. Also ist es bestimmt doch nur eine kleine eingestürzte Sandburg.

Alpaka Gringo beim Friseur

Befragung für 240.000 Bürger

Zoo schert seine Alpaka-Herde

Am 9. Mai beginnt Volkszählung

Magdeburg (dapd). Gringo steigt auf, kann sich aber nicht losreißen. Mit festem Griff halten ihn die beiden Tierpfleger an seinem dicken Fell fest. Tierscherer Matthias Sinnok säubert und ölt seine Schurmaschine noch einmal und nähert sich dann zielstrebig dem AlpakaHengst. Alle zwei Jahre lässt der Magdeburger Zoo seine sechsköpfige Alpaka-Herde scheren. Rund 30 Kilo feinste Wolle konnten am Mittwoch eingesammelt werden. Gringo zuckt kurz zusammen, als Sinnok seine laut surrende Maschine das erste Mal ansetzt. Er beginnt am Rücken und arbeitet sich über die Seiten langsam nach vorne zum Kopf. Das rund 20 Zentimeter tiefe Fell fällt in dicken Scheiben zu Boden. Alpakawolle gilt als eine der kostbarsten Wollsorten. Für ein Kilogramm Rohwolle werden Preise bis zu 30 Euro gezahlt. Im Vergleich dazu kostet ein Kilo unbearbeiteter Schafswolle 50 Cent. Die aus den Anden stammenden Tiere werden in Europa nur sehr selten gezüchtet. Die meiste Wolle wird aus Peru, Bolivien und Chile importiert. "Das mögen sie gar nicht", sagt Sinnok, als er anfängt, die Beine zu scheren und in dem Moment tritt Gringo auch schon mit dem Hinterfuß nach ihm. Ein großes Wollknäuel fliegt ein paar Meter durch die Luft, aber Sinnok kann rechtzeitig zurückweichen. Später berichtet er, die größte Gefahr bestehe darin, dass sich die Tiere selber verletzen. "Wenn sie

beim Scheren der Beine plötzlich zutreten, kann es leicht passieren, dass sie in meinem Schurkamm landen und der ist ordentlich scharf", sagt er. "Jetzt bekommt er einen Fassonschnitt verpasst", sagt eine der Pflegerinnen. Um den Kopf zu scheren, müsse er das Alpaka in den Schwitzkasten nehmen, sagt Sinnok und legt fest den Arm um den Hals des Tieres. Die beiden Pfleger halten die Ohren auseinander, damit der Rasierer in einem Schliff von der Schnauze über den Schopf gleiten kann. Nachdem auch der Schwanz von Wolle befreit ist, wird Gringo wieder losgelassen. Etwas steif läuft er davon. Wie gepellt sieht er jetzt aus. "An das neue Körpergefühl wird er sich schon im Laufe der nächsten Stunden gewöhnt haben", sagt eine Tierpflegerin. Nur die nächtliche Kälte könnte ihm in den nächsten Wochen noch ein wenig zu schaffen machen. Die Wolle wird aufgesammelt und gewogen. 6.050 Gramm seines braun-weißen Fells hat Gringo verloren. Bei der letzten Schur vor zwei Jahren brachte es das heute dreijährige Tier nur auf 4.500 Gramm. Die Wolle gibt der Zoo an verschiedene Vereine weiter. Damit sie verarbeitet werden kann, müsse sie zunächst gewaschen und gekämmt werden, sagt Sinnok, der selber eine Schafherde in Brandenburg unterhält. Danach könne sie dann zu einem Faden gesponnen oder zu Filz gepresst werden.

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20 MINUTEN MAGDEBURG Donnerstag, 5. Mai 2011

Magdeburg/Halle (dapd). Der Präsident des Statistischen Landesamtes, Manfred Scherschinski, wirbt bei der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt um Unterstützung bei der bevorstehenden Volkszählung. Die Befragten sollten den 2.400 Interviewern und seinem Amt bei "dieser wichtigen Arbeit helfen", sagte Scherschinski am Mittwoch in Halle. Mit der am 9. Mai deutschlandweit beginnenden Erhebung würden in Sachsen-Anhalt etwa 240.000 Einwohner befragt, das seien etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Hinzu kämen 700.000 Fragebögen, die an alle Haus- und Wohnungseigentümer versandt würden, um künftig konkrete Aussagen über den Gebäude- und Wohnungsbestand geben zu können. Die Befragung erfolge auch in Alten- und Pflegeheimen sowie Studentenwohnheimen. Deutschland hat sich beim Zensus 2011 für ein Verfahren entscheiden, das sich auch auf vorhandene Melderegister und Register der Bundesagentur für Arbeit stützt. Letztmalig gezählt wurde in der früheren Bundesrepublik 1987 und in der DDR 1981. Die Erhebung erfolgt von Mai bis Juli, mit ersten Ergebnissen werde ab Dezember 2012 gerechnet. Genaue amtliche Einwohnerzahlen seien unter anderem unerlässlich für den Finanzausgleich, die Einteilung der Wahlkreise und für Finanzhilfen der Europäi-

schen Union, sagte der Präsident der Statistikbehörde. Er bezifferte die deutschlandweiten Kosten für den Zensus auf 700 Millionen Euro. In Sachsen-Anhalt seien für die Befragung der Haushalte etwa 2.400 Interviewer gewonnen worden. Darunter seien Rentner, Studenten oder Arbeitslose. Sie alle seien auf die Einhaltung des Datenschutzes vereidigt worden. Die Bögen werden laut Scherschinski im sogenannten Beleglesezentrum Bamberg ausgewertet. Auf diese Einrichtungen griffen auch die Länder Sachsen und Hessen zu. Für den Zensus bestehe eine Auskunftspflicht, fügte Scherschinski hinzu. Wer sich weigere, könne mit einem Zwangsgeld über 300 Euro belegt werden. Er versicherte, die Daten würden anonymisiert und unterlägen strengsten Datenschutzrichtlinien. Scherschinski sagte, wer bei Edeka eine Kundenkarte habe, gebe mehr preis als mit den Antworten zu diesem Fragebogen. Das Statistikamt versicherte, nach der Erhebung der Daten erfolge keine Rückmeldung an Finanz-, Meldeoder Sozialämter. Wie Dezernatsleiterin Renate Bader sagte, wird ab 9. Mai unter der kostenfreien Rufnummer 0800/5892145 eine Hotline geschaltet, an die sich die Bevölkerung wenden könne. Die landesweit 37 kommunalen Erhebungsstellen würden eigene Rufnummern einrichten.

Großtieranlagen mangelhaft Vorwürfe gegen Geflügelhof Wiesenburg Möckern (dapd). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Vorwurf unzureichender hygienischer Zustände in einem Betrieb des Fleischproduzenten Wiesenhof in Sachsen-Anhalt nur die Spitze des Eisbergs. Nach seiner Erfahrung sei dies kein Einzelfall, sagte BUNDLandeschef Oliver Wendenkampf am Donnerstag. Bei vielen anderen Großtieranlagen falle das nur nicht auf, weil viel zu wenig kontrolliert werde. Gegen den Fleischprodu-

zenten Wiesenhof aus Niedersachsen waren Vorwürfe publik geworden, wonach in seinem Geflügelschlachthof in Möckern bei Magdeburg katastrophale hygienische Zustände herrschten. Das Hamburger Magazin „stern“ berichtete unter Berufung auf die zuständige Veterinäraufsicht von „Schwarzschimmelbefall durchgängig an Wand und Decke“ und „Kontamination der Schlachtkörper mit Magen-Darm-Inhalt“. Wiesenhof wies alle Vorwürfe zurück.

+++RÜCKTRITT NACH NEUWAHLEN+++AUSWÄRTSSIEG DER WSG REFORM+++LESUNG UND HALLOWEEN+++SACHSEN-ANHALT IST FÜR IMPFAKTION+++

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