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magazinXY.de

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Inhalt 04 10 12 18 22 26 28 32 36 38 42 44 48 50 52

schwarz+weiß schwarz+weiß : Schwarz-Rot-Gold geteert und gefedert Hinter Gittern Das Papier mit Pinselkraft durchdringen – René Böll Für ein paar Meter Sicherheit: der Zebrastreifen Schneewittchen Mein liebster Schwarz-Weiß-Film Voodoo Das Kettensägenmassaker von Köln Musik in schwarz+weiß Ein Leben in Bildern – Der Trickfilmzeichner Dejan Rakas Tattoo Schwarz+Weiß-Gebäck Schwarzer Humor

Impressum

DESIGN Jürgen Bohl TEXT Christa Becker (wenn mit cb gekennzeichnet), Dorothee Freitag, Brigitte Maser FOTO Claus Dieter Geissler, Elena Anna Rieser, Martin Bruner, Thomas Pieruschek, M.A.R.I.A., Frau Lueders,

HERAUSGEBER Jürgen Bohl Roonstraße 96 50674 Köln 01 73 / 270 57 57 juergen@bohldesign.de

REDAKTION Jürgen Bohl und Christa Becker

Christa Becker Brabanter Straße 7 50674 Köln 02 21 / 517 871 becker.christa@t-online.de

STAND 14. Juli 2006 – schwarz+weiß

LEKTORAT Claudia Bergfried

Ausführliche Informationen zum magazinXY, Impressum etc. unter www.magazinXY.de

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Corinna König, Özgü Ülger

REDAKTIONELLE FRAGEN 01 73 / 270 57 57 info@magazinXY.de

gsch_art ILLUSTRATION mayBix

FOTO-QUELLEN www.photocase.com (Seite 04 - 09, 28 - 29, 34 - 35, 36 - 39, 40 - 41, 48)

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Inhalt 04 10 12 18 22 26 28 32 36 38 42 44 48 50 52

schwarz+weiß schwarz+weiß : Schwarz-Rot-Gold geteert und gefedert Hinter Gittern Das Papier mit Pinselkraft durchdringen – René Böll Für ein paar Meter Sicherheit: der Zebrastreifen Schneewittchen Mein liebster Schwarz-Weiß-Film Voodoo Das Kettensägenmassaker von Köln Musik in schwarz+weiß Ein Leben in Bildern – Der Trickfilmzeichner Dejan Rakas Tattoo Schwarz+Weiß-Gebäck Schwarzer Humor

Impressum

DESIGN Jürgen Bohl TEXT Christa Becker (wenn mit cb gekennzeichnet), Dorothee Freitag, Brigitte Maser FOTO Claus Dieter Geissler, Elena Anna Rieser, Martin Bruner, Thomas Pieruschek, M.A.R.I.A., Frau Lueders,

HERAUSGEBER Jürgen Bohl Roonstraße 96 50674 Köln 01 73 / 270 57 57 juergen@bohldesign.de

REDAKTION Jürgen Bohl und Christa Becker

Christa Becker Brabanter Straße 7 50674 Köln 02 21 / 517 871 becker.christa@t-online.de

STAND 14. Juli 2006 – schwarz+weiß

LEKTORAT Claudia Bergfried

Ausführliche Informationen zum magazinXY, Impressum etc. unter www.magazinXY.de

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Corinna König, Özgü Ülger

REDAKTIONELLE FRAGEN 01 73 / 270 57 57 info@magazinXY.de

gsch_art ILLUSTRATION mayBix

FOTO-QUELLEN www.photocase.com (Seite 04 - 09, 28 - 29, 34 - 35, 36 - 39, 40 - 41, 48)

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100 % SCHWARZ cb

SCHWARZ ist die Farbempfindung beim Fehlen jeglicher optischer Reize. Es ist immateriell, die Leere, der Tod. Es reflektiert nicht, es schluckt jedes Licht. Seine Wirkung: ernst, sachlich, würdevoll und vornehm. Eine Grenzfarbe des menschlichen Bewusstseins. „Schwarz vor Augen“ drückt den Zustand der Ohnmacht aus. Melancholiker haben „schwarzes Blut“. Pessimisten „sehen“ oder „malen alles schwarz“. Wer vergeblich gewartet hat, „bis er schwarz“ wurde, kann sich anschließend vor Wut „schwarz ärgern“. Schwarz ist die Lieblingsfarbe von 8 % aller Deutschen, ebenso viele lehnen sie ab. Es ist auch die Farbe des Verborgenen oder des Verbotenen: Schwarzarbeit, Schwarzhandel, Schwarzbrennen, Schwarzfahren, schwarze Liste … NUANCEN VON SCHWARZ Brombeerschwarz, Ebenholzschwarz, Eisenschwarz, Höllenschwarz, Kaviarschwarz, Lakritzschwarz, Mohrenschwarz, Pechschwarz, Rabenschwarz, Samtschwarz, Teerschwarz, Trauerschwarz, etc.

Farbe 0 % Cyan 0 % Maganta 0 % Yellow 100 % Key Foto Thomas Pieruschek – www.sombrero.at

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100 % SCHWARZ cb

SCHWARZ ist die Farbempfindung beim Fehlen jeglicher optischer Reize. Es ist immateriell, die Leere, der Tod. Es reflektiert nicht, es schluckt jedes Licht. Seine Wirkung: ernst, sachlich, würdevoll und vornehm. Eine Grenzfarbe des menschlichen Bewusstseins. „Schwarz vor Augen“ drückt den Zustand der Ohnmacht aus. Melancholiker haben „schwarzes Blut“. Pessimisten „sehen“ oder „malen alles schwarz“. Wer vergeblich gewartet hat, „bis er schwarz“ wurde, kann sich anschließend vor Wut „schwarz ärgern“. Schwarz ist die Lieblingsfarbe von 8 % aller Deutschen, ebenso viele lehnen sie ab. Es ist auch die Farbe des Verborgenen oder des Verbotenen: Schwarzarbeit, Schwarzhandel, Schwarzbrennen, Schwarzfahren, schwarze Liste … NUANCEN VON SCHWARZ Brombeerschwarz, Ebenholzschwarz, Eisenschwarz, Höllenschwarz, Kaviarschwarz, Lakritzschwarz, Mohrenschwarz, Pechschwarz, Rabenschwarz, Samtschwarz, Teerschwarz, Trauerschwarz, etc.

Farbe 0 % Cyan 0 % Maganta 0 % Yellow 100 % Key Foto Thomas Pieruschek – www.sombrero.at

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Farbe 0 % Cyan 0 % Maganta 0 % Yellow 0 % Key Foto M.A.R.I.A.

Als Summe aller Spektralfarben ist Weiß die vollkommenste Farbe. Es steht für Neutralität, Klugheit, Wahrheit ebenso wie für das Gute, den Glauben, die Ideale. Es ist jedoch auch die Farbe der Einsamkeit und Verlorenheit.

100% Weiß

cb

Eine „weiße Weste“ ist ein Zeichen von Unschuld. Deren Symbol ist seit dem 19. Jahrhundert auch das weiße Brautkleid. Eine „weiße Nacht“ wurde schlaflos verbracht, der „weiße Tod“ wird durch Erfrieren hervorgerufen. Ein „weißer Flecken auf der Landkarte“ steht für ein noch unentdecktes Gebiet. 3 % der Deutschen geben Weiß als Lieblingsfarbe an, nur 0,5 % lehnen sie ab. Menschen in Heilberufen tragen Weiß, um Sauberkeit zu vermitteln. In vielen Religionen sind die Priester in Weiß gekleidet; in der Katholischen Kirche ist es als liturgische Farbe den höchsten Feiertagen oder dem höchsten Amt vorbehalten.

blanc

Nuancen von Weiß

Alabasterweiß, Birkenrindenweiß, Diamantweiß, Gipsweiß, Käseweiß, Kreideweiß, Lilienweiß, Marmorweiß, Mehlweiß, Reifweiß, Schimmelweiß, Schmutzigweiß, Winterweiß, Zahnweiß, etc.

r Unschuld

Weiß, die Farbe de

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Farbe 0 % Cyan 0 % Maganta 0 % Yellow 0 % Key Foto M.A.R.I.A.

Als Summe aller Spektralfarben ist Weiß die vollkommenste Farbe. Es steht für Neutralität, Klugheit, Wahrheit ebenso wie für das Gute, den Glauben, die Ideale. Es ist jedoch auch die Farbe der Einsamkeit und Verlorenheit.

100% Weiß

cb

Eine „weiße Weste“ ist ein Zeichen von Unschuld. Deren Symbol ist seit dem 19. Jahrhundert auch das weiße Brautkleid. Eine „weiße Nacht“ wurde schlaflos verbracht, der „weiße Tod“ wird durch Erfrieren hervorgerufen. Ein „weißer Flecken auf der Landkarte“ steht für ein noch unentdecktes Gebiet. 3 % der Deutschen geben Weiß als Lieblingsfarbe an, nur 0,5 % lehnen sie ab. Menschen in Heilberufen tragen Weiß, um Sauberkeit zu vermitteln. In vielen Religionen sind die Priester in Weiß gekleidet; in der Katholischen Kirche ist es als liturgische Farbe den höchsten Feiertagen oder dem höchsten Amt vorbehalten.

blanc

Nuancen von Weiß

Alabasterweiß, Birkenrindenweiß, Diamantweiß, Gipsweiß, Käseweiß, Kreideweiß, Lilienweiß, Marmorweiß, Mehlweiß, Reifweiß, Schimmelweiß, Schmutzigweiß, Winterweiß, Zahnweiß, etc.

r Unschuld

Weiß, die Farbe de

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Foto: Elena Anna Rieser

28 C 80 Y 100 Y 40 Y 80 M 100 M 40 M 80 C 100 C 40 C 75 62 60 0 CMYK 80 K 100 K 28 21 19 0 40 CMYK K

+ 50 % Weiß Die Farblehre bezeichnet Schwarz und Weiß als die „unbunten Farben“. Dennoch zählen sie zu den Urfarben der Menschen, und in den Sprachen aller Völker existieren Begriffe für sie. Die Kombination aus Weiß und Schwarz steht für Objektivität und Intelligenz. Meist werden sie jedoch als Gegensätze genannt, dann symbolisieren sie Ja und Nein, Tag und Nacht, Anfang und Ende, Gut und Böse, Gott und den Teufel. „Schwarz in Weiß verwandeln“, „einen weißen Raben suchen“ und „einen Mohren weiß waschen“ haben die gleiche Bedeutung: das Unmögliche versuchen. Ausdruck von Missgunst ist es, wenn man jemandem entweder nicht „das Weiße im Auge“ oder „das Schwarze unter den Fingernägeln“ gönnt. Im Urchristentum war Weiß die Farbe der Trauer, heute ist es fast in allen Kulturen Schwarz. Priester niederer Ränge nutzen schwarze Kleidung als Ausdruck ihrer Würde, der Papst hingegen tritt stets in Weiß auf. cb

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80 Y

28 21 19 0 CMYK

40 K

100 K

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75 62 60 0 CMYK

40 C

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40 M

100 M

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40 Y

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50 % Schwarz

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Foto: Elena Anna Rieser

28 C 80 Y 100 Y 40 Y 80 M 100 M 40 M 80 C 100 C 40 C 75 62 60 0 CMYK 80 K 100 K 28 21 19 0 40 CMYK K

+ 50 % Weiß Die Farblehre bezeichnet Schwarz und Weiß als die „unbunten Farben“. Dennoch zählen sie zu den Urfarben der Menschen, und in den Sprachen aller Völker existieren Begriffe für sie. Die Kombination aus Weiß und Schwarz steht für Objektivität und Intelligenz. Meist werden sie jedoch als Gegensätze genannt, dann symbolisieren sie Ja und Nein, Tag und Nacht, Anfang und Ende, Gut und Böse, Gott und den Teufel. „Schwarz in Weiß verwandeln“, „einen weißen Raben suchen“ und „einen Mohren weiß waschen“ haben die gleiche Bedeutung: das Unmögliche versuchen. Ausdruck von Missgunst ist es, wenn man jemandem entweder nicht „das Weiße im Auge“ oder „das Schwarze unter den Fingernägeln“ gönnt. Im Urchristentum war Weiß die Farbe der Trauer, heute ist es fast in allen Kulturen Schwarz. Priester niederer Ränge nutzen schwarze Kleidung als Ausdruck ihrer Würde, der Papst hingegen tritt stets in Weiß auf. cb

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schwa r

z+wei

ß

Das magazinXY in Zeiten der WM

Damit meinte Jürgen Bohl, Initiator vom magazinXY, dass diejenigen, die sonst keine Fußballspiele schauen, sich auch nicht plötzlich bei der WM dafür begeistern müssen. Trotz seiner Standhaftigkeit ließen sich „Ballkontakte“ nicht ganz vermeiden, und so verbrachte er – eher versehentlich – 20 Minuten Eröffnungsspiel und 60 Minuten Equador gegen Deutschland dann doch vor dem Fernseher. Bevor ihm weitere 10 Minuten plus Nachspielzeit „den Rest geben“ konnten, wich er für 14 Tage Urlaub in eine relativ fußballfreie Zone aus. Zuvor hatte er noch er bei eingefleischten Fans für ratlose Gesichter gesorgt, mit der Frage nach dem Hit der Sportfreunde Stiller („54, 74, 90, 2006“): „Was singen die denn da für komische Zahlen?“

Wer Brigitte Maser, die sich für diese Ausgabe um das Thema Zebrastreifen kümmerte, sonst im beruflichen oder privaten Umfeld erlebt, konnte sie im Juni und Juli kaum wieder erkennen. Mit ihrem Krakeelen und Sprüche klopfen hätte sie zum Mittelpunkt jeder Kneipe oder Highlight jeder Fanmeile avancieren können. Ein dezentes Outfit konnte ihr wirklich niemand vorwerfen, wenn sie mit schwarzrot-goldenem Käppi und „Deutschland wird Weltmeister 2006“-T-Shirt auf der Bildfläche erschien. Bei einem so patriotischen Auftritt durften natürlich auch Tröte und DeutschlandFlagge nicht fehlen. Da bereits im September die Vorbereitungsspiele für die nächste EM beginnen, ist mit einer nachhaltigen Erholung bei ihr kaum zu rechnen. cb

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z+wei

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Das magazinXY in Zeiten der WM

Damit meinte Jürgen Bohl, Initiator vom magazinXY, dass diejenigen, die sonst keine Fußballspiele schauen, sich auch nicht plötzlich bei der WM dafür begeistern müssen. Trotz seiner Standhaftigkeit ließen sich „Ballkontakte“ nicht ganz vermeiden, und so verbrachte er – eher versehentlich – 20 Minuten Eröffnungsspiel und 60 Minuten Equador gegen Deutschland dann doch vor dem Fernseher. Bevor ihm weitere 10 Minuten plus Nachspielzeit „den Rest geben“ konnten, wich er für 14 Tage Urlaub in eine relativ fußballfreie Zone aus. Zuvor hatte er noch er bei eingefleischten Fans für ratlose Gesichter gesorgt, mit der Frage nach dem Hit der Sportfreunde Stiller („54, 74, 90, 2006“): „Was singen die denn da für komische Zahlen?“

Wer Brigitte Maser, die sich für diese Ausgabe um das Thema Zebrastreifen kümmerte, sonst im beruflichen oder privaten Umfeld erlebt, konnte sie im Juni und Juli kaum wieder erkennen. Mit ihrem Krakeelen und Sprüche klopfen hätte sie zum Mittelpunkt jeder Kneipe oder Highlight jeder Fanmeile avancieren können. Ein dezentes Outfit konnte ihr wirklich niemand vorwerfen, wenn sie mit schwarzrot-goldenem Käppi und „Deutschland wird Weltmeister 2006“-T-Shirt auf der Bildfläche erschien. Bei einem so patriotischen Auftritt durften natürlich auch Tröte und DeutschlandFlagge nicht fehlen. Da bereits im September die Vorbereitungsspiele für die nächste EM beginnen, ist mit einer nachhaltigen Erholung bei ihr kaum zu rechnen. cb

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geteert und gefedert cb Täter Kim Schmitt Opfer Jürgen Bohl Voyeur Claus Dieter Geissler

Spricht man heute vom Teeren und Federn, so ist es metaphorisch gemeint. Dahinter steckt der Wunsch nach einer öffentlichen Ächtung und empfindlichen Bestrafung. Obgleich seit vielen Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt, ist der Begriff – wahrscheinlich aufgrund seiner Bildhaftigkeit – nach wie vor sehr präsent. Die erste Erwähnung geht auf die Kreuzzüge um 1190 zurück. Im Mittelalter war das Teeren und Federn als Ächtungsstrafe durchaus üblich, in den seltensten Fällen ging ein Gerichtsurteil voraus. Im Amerika der Pionierzeit erlebte die Form der Bestrafung eine Blütezeit: Falschspieler, Betrüger und Verräter wurden von der aufgebrachten Menge bis zur Taille entkleidet, mit Teer übergossen oder eingerieben und mit Federn überschüttet bzw. darin gewälzt. Anfang des 20. Jahrhunderts kam das Teeren und Federn aus der Mode. Das könnte einerseits daran liegen, dass Kriminelle zunehmend resozialisiert wurden. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass die dazu notwendigen Utensilien immer seltener greifbar waren … 12


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geteert und gefedert cb Täter Kim Schmitt Opfer Jürgen Bohl Voyeur Claus Dieter Geissler

Spricht man heute vom Teeren und Federn, so ist es metaphorisch gemeint. Dahinter steckt der Wunsch nach einer öffentlichen Ächtung und empfindlichen Bestrafung. Obgleich seit vielen Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt, ist der Begriff – wahrscheinlich aufgrund seiner Bildhaftigkeit – nach wie vor sehr präsent. Die erste Erwähnung geht auf die Kreuzzüge um 1190 zurück. Im Mittelalter war das Teeren und Federn als Ächtungsstrafe durchaus üblich, in den seltensten Fällen ging ein Gerichtsurteil voraus. Im Amerika der Pionierzeit erlebte die Form der Bestrafung eine Blütezeit: Falschspieler, Betrüger und Verräter wurden von der aufgebrachten Menge bis zur Taille entkleidet, mit Teer übergossen oder eingerieben und mit Federn überschüttet bzw. darin gewälzt. Anfang des 20. Jahrhunderts kam das Teeren und Federn aus der Mode. Das könnte einerseits daran liegen, dass Kriminelle zunehmend resozialisiert wurden. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass die dazu notwendigen Utensilien immer seltener greifbar waren … 12


Heißer Teer auf nackter Haut:

Material und Wirkung Zum Einsatz kam meist Teer aus Fichtenholz, der zum Abdichten von Fässern, Dächern und Schiffen benötigt wurde. Ein schwarzes, zähflüssiges und übel riechendes Gemisch, das bei ca. 60º C schmolz und somit zu Verbrennungen 1. bis 2. Grades geführt haben dürfte. Die Folgen waren Rötungen und Schwellungen der Haut, Schmerzen und teilweise Blasenbildung. Die Federn blieben im klebrigen Teer hängen; manchmal dauerte es Tage bis zur vollständigen Reinigung. Alle Erscheinungen waren jedoch vollständig reversibel, so dass es zu keinen bleibenden Schäden kam. 14


Heißer Teer auf nackter Haut:

Material und Wirkung Zum Einsatz kam meist Teer aus Fichtenholz, der zum Abdichten von Fässern, Dächern und Schiffen benötigt wurde. Ein schwarzes, zähflüssiges und übel riechendes Gemisch, das bei ca. 60º C schmolz und somit zu Verbrennungen 1. bis 2. Grades geführt haben dürfte. Die Folgen waren Rötungen und Schwellungen der Haut, Schmerzen und teilweise Blasenbildung. Die Federn blieben im klebrigen Teer hängen; manchmal dauerte es Tage bis zur vollständigen Reinigung. Alle Erscheinungen waren jedoch vollständig reversibel, so dass es zu keinen bleibenden Schäden kam. 14


„The victim had a lot less fun than his tormentors.“ („Das Opfer hatte erheblich weniger Spaß als seine Peiniger“)

Das sollte beim Fotoshooting vermieden werden. Deshalb verwendete der „Peiniger“ in diesem Fall statt Teer das bekannte Aachener Pflümli, hergestellt aus Pflaumen, Säuerungsmittel, Zitronensäure und Gewürzen – und somit äußerst schmackhaft. Mehr dazu unter www.geteert und gefedert.de 16


„The victim had a lot less fun than his tormentors.“ („Das Opfer hatte erheblich weniger Spaß als seine Peiniger“)

Das sollte beim Fotoshooting vermieden werden. Deshalb verwendete der „Peiniger“ in diesem Fall statt Teer das bekannte Aachener Pflümli, hergestellt aus Pflaumen, Säuerungsmittel, Zitronensäure und Gewürzen – und somit äußerst schmackhaft. Mehr dazu unter www.geteert und gefedert.de 16


Hinter Gittern Text Dorothee Freitag

Ich war in Kapstadt.

graugelben Dunstglocke über der Stadt. Zu

gewichen. Die medizinische Versorgung

Der weiße Blick nach Norden gerichtet, den

Fuß unterwegs schlägt die Luft bedrohlich

der Reichen, der Weißen, gehört zu den

europäischen Wurzeln entfremdet.

auf die Atemwege.

besten der Welt, während keine 15 Minuten

Der schwarze Blick glasig vom Alkohol.

Straßenkinder bedrohen einen für ein paar

Natürlich gibt es sie, die Macher und

an Unterernährung kranken, eine ganze

So ist man also in dieser merkwürdigen,

Cent mit verseuchten Küchenmessern. Sie

Mitmacher, zumindest die Nutznießer

Generation dort an Aids eingeht. Sicher,

afrikanischen Stadt mit seiner

hausen im Stadtzentrum in den Winkeln der

der Apartheid, deren Humanismus darin

mittlerweile gibt es Strom; das Elend

europäischen Hautfarbe kein Exot – es

Betonwüste aus Bürokomplexen und nie

bestand und irgendwie noch immer

ist beleuchtet. In diesem Land treffen

fertig gestellten, riesigen Straßenschneisen.

besteht, ihre schwarzen Angestellten

nicht erste und dritte Welt aufeinander

sei denn, man geht zu Fuß.

Die Abgase liegen ohne Regen und vor

nicht geschlagen zu haben. Die politische

oder beeinflussen sich gar, sie leben

allem ohne Wind in einer blickdichten,

Ungleichheit ist der ökonomischen

haarscharf berechnet aneinander vorbei.

Muss ich noch mehr

entfernt in den Townships die Menschen

sagen. Abgefressene, Klebstoff vernebelte

Die Straßen sind voller Menschen, SW-19


Hinter Gittern Text Dorothee Freitag

Ich war in Kapstadt.

graugelben Dunstglocke über der Stadt. Zu

gewichen. Die medizinische Versorgung

Der weiße Blick nach Norden gerichtet, den

Fuß unterwegs schlägt die Luft bedrohlich

der Reichen, der Weißen, gehört zu den

europäischen Wurzeln entfremdet.

auf die Atemwege.

besten der Welt, während keine 15 Minuten

Der schwarze Blick glasig vom Alkohol.

Straßenkinder bedrohen einen für ein paar

Natürlich gibt es sie, die Macher und

an Unterernährung kranken, eine ganze

So ist man also in dieser merkwürdigen,

Cent mit verseuchten Küchenmessern. Sie

Mitmacher, zumindest die Nutznießer

Generation dort an Aids eingeht. Sicher,

afrikanischen Stadt mit seiner

hausen im Stadtzentrum in den Winkeln der

der Apartheid, deren Humanismus darin

mittlerweile gibt es Strom; das Elend

europäischen Hautfarbe kein Exot – es

Betonwüste aus Bürokomplexen und nie

bestand und irgendwie noch immer

ist beleuchtet. In diesem Land treffen

fertig gestellten, riesigen Straßenschneisen.

besteht, ihre schwarzen Angestellten

nicht erste und dritte Welt aufeinander

sei denn, man geht zu Fuß.

Die Abgase liegen ohne Regen und vor

nicht geschlagen zu haben. Die politische

oder beeinflussen sich gar, sie leben

allem ohne Wind in einer blickdichten,

Ungleichheit ist der ökonomischen

haarscharf berechnet aneinander vorbei.

Muss ich noch mehr

entfernt in den Townships die Menschen

sagen. Abgefressene, Klebstoff vernebelte

Die Straßen sind voller Menschen, SW-19


doch keiner ist weiß. Diese Freiheit gehört den Schwarzen.

die geschmacksverirrten Shopping Malls

Straussenei noch ein Spielzeugauto aus

Bilder. Diese unansehnliche Stadt ist so

vor der Stadt. Künstlich aus dem Boden

Coladosen ist, sondern ein Absperrgitter.

herrlich gelegen. Ein Naturschauspiel

gestampfte, mehrfach abgeschirmte

Wie kann man hier bloß leben?

jagt das nächste; es ist selten windstill.

Hochsicherheitskomplexe mit den

Doch schon der Name Mandela lässt

immer gleichen Läden, Geschäften und

nicht nur braune Augen glänzen. Die

Fressbuden. Wie das meist unmotorisierte

Menschen sind stolz auf ihr Land und

und Sicherheitscode versehen, immer

Personal hier hinkommt, ist schlecht bis gar

dessen Wandel. Es wird viel gelacht,

nicht organisiert. Für Weiße ist alles immer

in den Autos und auf den Straßen.

verriegelt und verrammelt. So bleibt das

Hoffnung und Zuversicht setzen Kräfte

Fazit, dass ein wirklich typisches Souvenir

frei, die Chancen sind da.Die Landschaft

für diese Stadt weder ein bemaltes

besticht durch wundersame, urwüchsige

Wer weiß ist, fährt Auto; mit Wegfahrsperre vollkommen leer geräumt, um Einbrüche zu verhindern. Mit diesem Auto verlässt man das Video überwachte, dick ummauerte Eigenheim und begibt sich in

Aber ich – ich gehe zu Fuß. Ich bin Europäer.

SW-21


doch keiner ist weiß. Diese Freiheit gehört den Schwarzen.

die geschmacksverirrten Shopping Malls

Straussenei noch ein Spielzeugauto aus

Bilder. Diese unansehnliche Stadt ist so

vor der Stadt. Künstlich aus dem Boden

Coladosen ist, sondern ein Absperrgitter.

herrlich gelegen. Ein Naturschauspiel

gestampfte, mehrfach abgeschirmte

Wie kann man hier bloß leben?

jagt das nächste; es ist selten windstill.

Hochsicherheitskomplexe mit den

Doch schon der Name Mandela lässt

immer gleichen Läden, Geschäften und

nicht nur braune Augen glänzen. Die

Fressbuden. Wie das meist unmotorisierte

Menschen sind stolz auf ihr Land und

und Sicherheitscode versehen, immer

Personal hier hinkommt, ist schlecht bis gar

dessen Wandel. Es wird viel gelacht,

nicht organisiert. Für Weiße ist alles immer

in den Autos und auf den Straßen.

verriegelt und verrammelt. So bleibt das

Hoffnung und Zuversicht setzen Kräfte

Fazit, dass ein wirklich typisches Souvenir

frei, die Chancen sind da.Die Landschaft

für diese Stadt weder ein bemaltes

besticht durch wundersame, urwüchsige

Wer weiß ist, fährt Auto; mit Wegfahrsperre vollkommen leer geräumt, um Einbrüche zu verhindern. Mit diesem Auto verlässt man das Video überwachte, dick ummauerte Eigenheim und begibt sich in

Aber ich – ich gehe zu Fuß. Ich bin Europäer.

SW-21


D

as Papier mit Pinselkraft durchdringen

„Tiefschwarz bis hellgrau, hell und dunkel, nass und trocken, weich und hart, glatt und zerklüftet (…) Das Konkrete wird abstrakt, das Abstrakte wird konkret. Weitblick und Nahblick treffen sich, verschmelzen im unendlichen Raum des weißen Xuan-Papiers.“ So beschreibt die Sinologin und Verlegerin Anne Engelhardt-Ng die Arbeiten des Kölner Künstlers René Böll, der seit 1972 die Materialien Reispapier (so der europäische Begriff) und asiatische Tusche in höchst eigener Weise miteinander verbindet. Anfangs – nach eigenen Angaben – eher unbeholfen.

Seite

Die Tuscharbeiten des René Böll


D

as Papier mit Pinselkraft durchdringen

„Tiefschwarz bis hellgrau, hell und dunkel, nass und trocken, weich und hart, glatt und zerklüftet (…) Das Konkrete wird abstrakt, das Abstrakte wird konkret. Weitblick und Nahblick treffen sich, verschmelzen im unendlichen Raum des weißen Xuan-Papiers.“ So beschreibt die Sinologin und Verlegerin Anne Engelhardt-Ng die Arbeiten des Kölner Künstlers René Böll, der seit 1972 die Materialien Reispapier (so der europäische Begriff) und asiatische Tusche in höchst eigener Weise miteinander verbindet. Anfangs – nach eigenen Angaben – eher unbeholfen.

Seite

Die Tuscharbeiten des René Böll


D

och die Beschäftigung mit der chinesischen Philosophie, das Interesse an deren großer Maltradition und die zahlreichen Begegnungen mit den Künstlern dieses Kulturraums veränderten ihn, prägten ihn. Vermittelten ihm, dass Zeit ein relativer Begriff ist. Dass Qi (frei übersetzt mit Kraft/Energie) seinen eigenen Lauf hat. Und dass schwarze Tusche Licht und Farbe erzeugen kann. Heute spielt René Böll mit den Wellen des feuchten Papiers ebenso wie er mit trockener Technik Kanten und Risse erzeugt. Es ist gerade das Miteinander von sanften und scharfen Elementen, von Bewegung und Ruhe, von Yin und Yang, das seine Arbeiten kennzeichnet. Und es ist die jahrzehntelange Übung, die ihn vorab wissen lässt, wie das Ergebnis aussieht. Vielmehr, wie es aussehen könnte, denn ein „gutes Ende“ ist nie gewährleistet. Die Tuschmalerei, die als Vollendung der chinesischen Kunst gilt, gibt jedem Bild, jedem Pinselstrich nur eine Chance. Korrekturen sind unmöglich. René Böll spricht selbst von „70 Prozent Ausschuss“.

Die verbleibenden 30 Prozent haben ihn nicht nur in Europa, sondern auch in China zu einem anerkannten Maler gemacht: Bei einer Ausstellung in Shenyen war er unter 200 Künstlern der einzige aus einem anderen Kulturkreis.


D

och die Beschäftigung mit der chinesischen Philosophie, das Interesse an deren großer Maltradition und die zahlreichen Begegnungen mit den Künstlern dieses Kulturraums veränderten ihn, prägten ihn. Vermittelten ihm, dass Zeit ein relativer Begriff ist. Dass Qi (frei übersetzt mit Kraft/Energie) seinen eigenen Lauf hat. Und dass schwarze Tusche Licht und Farbe erzeugen kann. Heute spielt René Böll mit den Wellen des feuchten Papiers ebenso wie er mit trockener Technik Kanten und Risse erzeugt. Es ist gerade das Miteinander von sanften und scharfen Elementen, von Bewegung und Ruhe, von Yin und Yang, das seine Arbeiten kennzeichnet. Und es ist die jahrzehntelange Übung, die ihn vorab wissen lässt, wie das Ergebnis aussieht. Vielmehr, wie es aussehen könnte, denn ein „gutes Ende“ ist nie gewährleistet. Die Tuschmalerei, die als Vollendung der chinesischen Kunst gilt, gibt jedem Bild, jedem Pinselstrich nur eine Chance. Korrekturen sind unmöglich. René Böll spricht selbst von „70 Prozent Ausschuss“.

Die verbleibenden 30 Prozent haben ihn nicht nur in Europa, sondern auch in China zu einem anerkannten Maler gemacht: Bei einer Ausstellung in Shenyen war er unter 200 Künstlern der einzige aus einem anderen Kulturkreis.


FÜR EIN PAAR METER SICHERHEIT:

Als erstes Land hat Großbritannien den Zebrastreifen (zebra crossing) 1951 gesetzlich festgeschrieben. In Deutschland hingegen wurde erst einmal getestet. Und zwar in München. Am 8. Juli 1952 wurden die ersten 12 Zebrastreifen auf westdeutschem Boden angelegt. Der Erfolg sprach für sich, und weitere Städte folgten.

Wer kennt sie nicht, die großen, weißen, in Länge und Breite normierten Blockstreifen auf schwarzem Straßenasphalt. Genau die, die dem Fußgänger an unübersichtlichen und gefährlichen Fahrbahnstellen ohne Ampelanlage eine relative Sicherheit beim Überqueren der Straße bieten sollen.

Mit dem Ergebnis, dass die schwarzweiße Bodenmarkierung am 24. August 1953 in die Straßenverkehrsordnung (StVO) aufgenommen wurde. „Fußgängerüberweg“ oder „Querungsanlage“ heißt sie im schlichten Paragraphendeutsch.

DER ZEBRASTREIFEN

Auf der Genfer Konferenz der Vereinten Nationen 1949 wurde erstmals der „Zebrastreifen“ in den Katalog internationaler Straßenverkehrszeichen aufgenommen. Zwar zum Wohle des Fußvolkes, jedoch ohne Rechtsverbindlichkeit für die einzelnen Staaten.

Trotz der Gesetzesvorgabe konnte die Verkehrssicherheit für Straßenpassanten nicht gewährleistet werden. Es wurde nachgebessert, und es wurde amtlich. Seit dem 1. Juni 1964 haben – per Gesetz (StVO § 26) – Fußgänger und Rollstuhlfahrer an den Zebrastreifen absoluten Vorrang. Nur Herumsprechen muss es sich noch.

G

Brigitte Maser (Text) Claus Dieter Geissler (Foto)

27


FÜR EIN PAAR METER SICHERHEIT:

Als erstes Land hat Großbritannien den Zebrastreifen (zebra crossing) 1951 gesetzlich festgeschrieben. In Deutschland hingegen wurde erst einmal getestet. Und zwar in München. Am 8. Juli 1952 wurden die ersten 12 Zebrastreifen auf westdeutschem Boden angelegt. Der Erfolg sprach für sich, und weitere Städte folgten.

Wer kennt sie nicht, die großen, weißen, in Länge und Breite normierten Blockstreifen auf schwarzem Straßenasphalt. Genau die, die dem Fußgänger an unübersichtlichen und gefährlichen Fahrbahnstellen ohne Ampelanlage eine relative Sicherheit beim Überqueren der Straße bieten sollen.

Mit dem Ergebnis, dass die schwarzweiße Bodenmarkierung am 24. August 1953 in die Straßenverkehrsordnung (StVO) aufgenommen wurde. „Fußgängerüberweg“ oder „Querungsanlage“ heißt sie im schlichten Paragraphendeutsch.

DER ZEBRASTREIFEN

Auf der Genfer Konferenz der Vereinten Nationen 1949 wurde erstmals der „Zebrastreifen“ in den Katalog internationaler Straßenverkehrszeichen aufgenommen. Zwar zum Wohle des Fußvolkes, jedoch ohne Rechtsverbindlichkeit für die einzelnen Staaten.

Trotz der Gesetzesvorgabe konnte die Verkehrssicherheit für Straßenpassanten nicht gewährleistet werden. Es wurde nachgebessert, und es wurde amtlich. Seit dem 1. Juni 1964 haben – per Gesetz (StVO § 26) – Fußgänger und Rollstuhlfahrer an den Zebrastreifen absoluten Vorrang. Nur Herumsprechen muss es sich noch.

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Brigitte Maser (Text) Claus Dieter Geissler (Foto)

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Schneewirttchen 2

Das komplette Märchen finden Sie unter www.magazinXY.de/Schneewittchen.htm

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Schneewirttchen 2

Das komplette Märchen finden Sie unter www.magazinXY.de/Schneewittchen.htm

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Die höchst subjektive Auswahl der Mitarbeiter vom magazinXY

DIE FEUERZANGENBOWLE UND HEINZ RÜHMANN? Oder Heinz Rühmann und die Feuerzangenbowle? Es gibt Dinge, die lassen sich einfach nicht trennen. Seit frühester Kindheit haben mich Schauspieler und Film begleitet, da mein Vater leidenschaftlicher Fan ist. Ich habe vor allem mitgenommen, dass es die berühmte Feuerzangenbowle auch Silvester live zu Hause gab. Denn auch in flüssiger Form ist sie sehr zu empfehlen.

MEIN FREUND HARVEY Von einem Nervenarzt mit der Allerweltsweisheit „Wir alle müssen früher oder später der Wirklichkeit ins Auge sehen“ konfrontiert, antwortet Elwood P. Dowd: „Wissen Sie, ich habe mich mit der Wirklichkeit 40 Jahre abgeplagt, Doktor, und ich bin glücklich, sie jetzt endlich überwunden zu haben!“ Der ebenso gutmütige wie glückliche Privatier (dargestellt von James Steward) verdankt die Überwindung der Wirklichkeit einerseits seiner Vorliebe, in Bars „einen lüpfen“ zu gehen, und andererseits seinem unsichtbaren Freund Harvey, einem 2,10 Meter großen Hasen. Um letzteren habe ich ihn schon als Kind beneidet. Dass ich damit nicht alleine stand, wurde mir als Erwachsene vielfach bestätigt. Wer – wenn auch nur für kurze Zeit – die Realität mal weit hinter sich lassen möchte, dem sei diese wunderbare Komödie dringend empfohlen. Danach kann man ja immer noch einen lüpfen gehen … Christa Becker

Corinna König-Wildförster Keine Schnitte oder Kameraakrobatik, keine unsinnigen Dialoge als Erklärung für den Zuschauer, keine Orchester füllende Musik und insbesondere – keine Farben. Weil man die Hitze so spürt, die Langeweile, das brütende Schweigen und die tote Zeit. Weil eine banale Geschichte – drei Typen brechen aus dem Gefängnis aus – so märchenhaft poetisch sein kann. Weil es so viele schöne Bilder gibt and because we all scream for ice cream. Down by Law (1986) Regie: Jim Jarmusch – mit Tom Waits, John Lurie, Roberto Benigni Dorothee Freitag

METROPOLIS

von Fritz Lang. Denn in diesem Stummfilm ist nicht die Handlung, hier ist jedes Bild inszeniert. Er ist pure Fotografie. Claus Dieter Geissler

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Die höchst subjektive Auswahl der Mitarbeiter vom magazinXY

DIE FEUERZANGENBOWLE UND HEINZ RÜHMANN? Oder Heinz Rühmann und die Feuerzangenbowle? Es gibt Dinge, die lassen sich einfach nicht trennen. Seit frühester Kindheit haben mich Schauspieler und Film begleitet, da mein Vater leidenschaftlicher Fan ist. Ich habe vor allem mitgenommen, dass es die berühmte Feuerzangenbowle auch Silvester live zu Hause gab. Denn auch in flüssiger Form ist sie sehr zu empfehlen.

MEIN FREUND HARVEY Von einem Nervenarzt mit der Allerweltsweisheit „Wir alle müssen früher oder später der Wirklichkeit ins Auge sehen“ konfrontiert, antwortet Elwood P. Dowd: „Wissen Sie, ich habe mich mit der Wirklichkeit 40 Jahre abgeplagt, Doktor, und ich bin glücklich, sie jetzt endlich überwunden zu haben!“ Der ebenso gutmütige wie glückliche Privatier (dargestellt von James Steward) verdankt die Überwindung der Wirklichkeit einerseits seiner Vorliebe, in Bars „einen lüpfen“ zu gehen, und andererseits seinem unsichtbaren Freund Harvey, einem 2,10 Meter großen Hasen. Um letzteren habe ich ihn schon als Kind beneidet. Dass ich damit nicht alleine stand, wurde mir als Erwachsene vielfach bestätigt. Wer – wenn auch nur für kurze Zeit – die Realität mal weit hinter sich lassen möchte, dem sei diese wunderbare Komödie dringend empfohlen. Danach kann man ja immer noch einen lüpfen gehen … Christa Becker

Corinna König-Wildförster Keine Schnitte oder Kameraakrobatik, keine unsinnigen Dialoge als Erklärung für den Zuschauer, keine Orchester füllende Musik und insbesondere – keine Farben. Weil man die Hitze so spürt, die Langeweile, das brütende Schweigen und die tote Zeit. Weil eine banale Geschichte – drei Typen brechen aus dem Gefängnis aus – so märchenhaft poetisch sein kann. Weil es so viele schöne Bilder gibt and because we all scream for ice cream. Down by Law (1986) Regie: Jim Jarmusch – mit Tom Waits, John Lurie, Roberto Benigni Dorothee Freitag

METROPOLIS

von Fritz Lang. Denn in diesem Stummfilm ist nicht die Handlung, hier ist jedes Bild inszeniert. Er ist pure Fotografie. Claus Dieter Geissler

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ZEUGIN DER ANKLAGE Das von Billy Wilder 1957 verfilmte Gerichtsdrama ist Thriller und Komödie zugleich: die brillante Story fesselt durch die unerwarteten Wendungen, amüsiert durch wohldosierten Humor und besticht durch die beeindruckende Umsetzung der Darsteller (Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power). Ein eindrucksvoller und erfreulicher Beweis, dass ein Höchstmaß an Spannung auch ohne jede Menge Action und eine Vielzahl von Leichen möglich ist. („Zeugin der Anklage“ ist eine Adaption der 1933 erschienenen Krimi-Kurzgeschichte „Witness for the Prosecution“ von Agatha Christie und wurde als Bühnenstück am 28. Oktober 1953 im Winter Garden Theatre in London uraufgeführt.)

Spontan fiel mir „Krieg der Knöpfe“ von Yves Robert aus dem Jahr 1962 ein. Ein höchst amüsanter Film, der mit Charme, kindlichem Anarchismus und viel Witz die Absurdität des Krieges zeigt. Erzählt wird die Geschichte einer Dorffehde. Seit Generationen bekriegen sich die Jungen zweier verfeindeter französischer Dörfer, auch wenn mittlerweile keiner mehr weiß warum. Mit Witz und Einfallsreichtum kämpfen die Jungen gegeneinander und nehmen den Ärger zu Hause billigend in Kauf. Bis die beiden Anführer gemeinsam ins Internat gesteckt werden – und sich dort anfreunden. Doch der Krieg im Dorf geht nun an die nächste Jungengeneration, bis schließlich der Kleinste in der Gruppe, Petit-Gibus, erkennt wie unsinnig diese Fehde ist: „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht mitgegangen“. Brigitte Maser

Claudia Bergfried Es ist „M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER“. Der Film von Fritz Lang aus dem Jahr 1931 ist ein Meilenstein und ein Klassiker. Peter Lorre spielt die Rolle des psychopathischen Kindermörders Hans Beckert unübertrefflich gut. Da die Polizei ihn nicht fassen kann, schließt sich die Unterwelt mit den Landstreichern zusammen, jagt ihn und stellt ihn vor ein Tribunal, das aus „normalen Berufsverbrechern“ besteht. In seinem Plädoyer offenbart Beckert seine Hilflosigkeit: „Immer muss ich durch Straßen gehen und immer spür’ ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe. Aber ich kann nicht. Kann mir nicht entkommen.“ So bleibt es dem Zuschauer überlassen, was er für schwarz oder weiß hält. Der Film ist ein Meisterwerk, das unter die Haut geht. Özgü Ülger

M

eine Eltern hatten einen Fernseher von Philips: aus furniertem Holz, mit Drehköpfen und ohne Fernbedienung. Qualität gebaut für die Ewigkeit. Es dauerte zwei Minuten, bis das Bild erschien: Alles ohne Farbe – von Biene Maja über Doctor Snuggles bis hin zur Sesamstraße. Bis der Fernseher endlich seinen Geist aufgab. Mein liebster Schwarz-Weiß-Film? Begeisterung gleich Null. Eher die Erinnerung an eine farblose Fernsehwelt mit Kinder-Idolen in schwarz-weiß.

Ich liebe die Farbe im Film. Jürgen Bohl

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ZEUGIN DER ANKLAGE Das von Billy Wilder 1957 verfilmte Gerichtsdrama ist Thriller und Komödie zugleich: die brillante Story fesselt durch die unerwarteten Wendungen, amüsiert durch wohldosierten Humor und besticht durch die beeindruckende Umsetzung der Darsteller (Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power). Ein eindrucksvoller und erfreulicher Beweis, dass ein Höchstmaß an Spannung auch ohne jede Menge Action und eine Vielzahl von Leichen möglich ist. („Zeugin der Anklage“ ist eine Adaption der 1933 erschienenen Krimi-Kurzgeschichte „Witness for the Prosecution“ von Agatha Christie und wurde als Bühnenstück am 28. Oktober 1953 im Winter Garden Theatre in London uraufgeführt.)

Spontan fiel mir „Krieg der Knöpfe“ von Yves Robert aus dem Jahr 1962 ein. Ein höchst amüsanter Film, der mit Charme, kindlichem Anarchismus und viel Witz die Absurdität des Krieges zeigt. Erzählt wird die Geschichte einer Dorffehde. Seit Generationen bekriegen sich die Jungen zweier verfeindeter französischer Dörfer, auch wenn mittlerweile keiner mehr weiß warum. Mit Witz und Einfallsreichtum kämpfen die Jungen gegeneinander und nehmen den Ärger zu Hause billigend in Kauf. Bis die beiden Anführer gemeinsam ins Internat gesteckt werden – und sich dort anfreunden. Doch der Krieg im Dorf geht nun an die nächste Jungengeneration, bis schließlich der Kleinste in der Gruppe, Petit-Gibus, erkennt wie unsinnig diese Fehde ist: „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht mitgegangen“. Brigitte Maser

Claudia Bergfried Es ist „M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER“. Der Film von Fritz Lang aus dem Jahr 1931 ist ein Meilenstein und ein Klassiker. Peter Lorre spielt die Rolle des psychopathischen Kindermörders Hans Beckert unübertrefflich gut. Da die Polizei ihn nicht fassen kann, schließt sich die Unterwelt mit den Landstreichern zusammen, jagt ihn und stellt ihn vor ein Tribunal, das aus „normalen Berufsverbrechern“ besteht. In seinem Plädoyer offenbart Beckert seine Hilflosigkeit: „Immer muss ich durch Straßen gehen und immer spür’ ich, es ist einer hinter mir her. Das bin ich selber! Manchmal ist mir, als ob ich selbst hinter mir herliefe. Aber ich kann nicht. Kann mir nicht entkommen.“ So bleibt es dem Zuschauer überlassen, was er für schwarz oder weiß hält. Der Film ist ein Meisterwerk, das unter die Haut geht. Özgü Ülger

M

eine Eltern hatten einen Fernseher von Philips: aus furniertem Holz, mit Drehköpfen und ohne Fernbedienung. Qualität gebaut für die Ewigkeit. Es dauerte zwei Minuten, bis das Bild erschien: Alles ohne Farbe – von Biene Maja über Doctor Snuggles bis hin zur Sesamstraße. Bis der Fernseher endlich seinen Geist aufgab. Mein liebster Schwarz-Weiß-Film? Begeisterung gleich Null. Eher die Erinnerung an eine farblose Fernsehwelt mit Kinder-Idolen in schwarz-weiß.

Ich liebe die Farbe im Film. Jürgen Bohl

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oodoo ist schwarz. Zumindest für die meisten Europäer und Nordamerikaner. Es ist eine Naturreligion, die wahrscheinlich schon vor mehreren Tausend Jahren in Afrika entstand und die durch den Sklavenhandel nach Amerika gelangte. In Haiti ist sie heute offiziell anerkannt und im schwarzafrikanischem Benin sogar Staatsreligion. Ihre Magie wird mit Rachezauber und Zombies ebenso in Verbindung gebracht wie mit Tieropfern und Totenkult. Am bekanntesten sind die Puppen, die aus Stoff, Wachs, Lehm oder Holz gefertigt und mit persönlichen Accessoires eines Menschen ausgestattet werden, um ihm – durch Einsatz schwarzer Nadeln – Schmerzen und Schaden zuzufügen.

Foto Frau Lueders Seite 36-37

Voodoo ist auch weiß. Ebenso weiß wie die Köpfe der Nadeln, die – eingesetzt bei denselben Puppen – Heilung bewirken oder ein glücklicheres Leben bescheren. Den Rada-Loas, guten Gottheiten und spirituellen Führern, werden Öle, Früchte und Blüten geopfert. Hilfsbedürftige wenden sich an die Houngans und Mambos: Weißmagier mit einem engen Kontakt zu allmächtigen und übernatürlichen Wesen. Besessenheit ist im Voodoo keine geistige Krankheit, sondern eine rituelle Vereinigung mit den Göttern in einem Zustand der Trance. Dass Voodoo für viele weiße Menschen die Aura einer schwarze Magie hat, liegt in seiner Geschichte: Es war der Schutzschild der Sklaven, und ihre Machthaber fürchteten die afrikanischen Mythen, Geister und Dämonen. Die Furcht ist geblieben, obwohl die Naturreligion im Laufe ihrer Entwicklung stark vom Einfluss des Christentums oder des Islams geprägt wurde und viele ihrer Elemente übernommen hat. cb


oodoo ist schwarz. Zumindest für die meisten Europäer und Nordamerikaner. Es ist eine Naturreligion, die wahrscheinlich schon vor mehreren Tausend Jahren in Afrika entstand und die durch den Sklavenhandel nach Amerika gelangte. In Haiti ist sie heute offiziell anerkannt und im schwarzafrikanischem Benin sogar Staatsreligion. Ihre Magie wird mit Rachezauber und Zombies ebenso in Verbindung gebracht wie mit Tieropfern und Totenkult. Am bekanntesten sind die Puppen, die aus Stoff, Wachs, Lehm oder Holz gefertigt und mit persönlichen Accessoires eines Menschen ausgestattet werden, um ihm – durch Einsatz schwarzer Nadeln – Schmerzen und Schaden zuzufügen.

Foto Frau Lueders Seite 36-37

Voodoo ist auch weiß. Ebenso weiß wie die Köpfe der Nadeln, die – eingesetzt bei denselben Puppen – Heilung bewirken oder ein glücklicheres Leben bescheren. Den Rada-Loas, guten Gottheiten und spirituellen Führern, werden Öle, Früchte und Blüten geopfert. Hilfsbedürftige wenden sich an die Houngans und Mambos: Weißmagier mit einem engen Kontakt zu allmächtigen und übernatürlichen Wesen. Besessenheit ist im Voodoo keine geistige Krankheit, sondern eine rituelle Vereinigung mit den Göttern in einem Zustand der Trance. Dass Voodoo für viele weiße Menschen die Aura einer schwarze Magie hat, liegt in seiner Geschichte: Es war der Schutzschild der Sklaven, und ihre Machthaber fürchteten die afrikanischen Mythen, Geister und Dämonen. Die Furcht ist geblieben, obwohl die Naturreligion im Laufe ihrer Entwicklung stark vom Einfluss des Christentums oder des Islams geprägt wurde und viele ihrer Elemente übernommen hat. cb


DAS KETTENSÄGENMASSAKER VON KÖLN EINE FOTOSERIE VON CLAUS DIETER GEISSLER HABT EHRFURCHT VOR DEM BAUM. ER IST EIN EINZIGES GROSSES WUNDER, UND EUREN VORFAHREN WAR ER HEILIG. DIE FEINDSCHAFT GEGEN DEN BAUM IST EIN ZEICHEN DER MINDERWERTIGKEIT EINES VOLKES UND VON NIEDERER GESINNUNG DES EINZELNEN. Alexander Freiherr von Humboldt

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DAS KETTENSÄGENMASSAKER VON KÖLN EINE FOTOSERIE VON CLAUS DIETER GEISSLER HABT EHRFURCHT VOR DEM BAUM. ER IST EIN EINZIGES GROSSES WUNDER, UND EUREN VORFAHREN WAR ER HEILIG. DIE FEINDSCHAFT GEGEN DEN BAUM IST EIN ZEICHEN DER MINDERWERTIGKEIT EINES VOLKES UND VON NIEDERER GESINNUNG DES EINZELNEN. Alexander Freiherr von Humboldt

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DER BAUM IST BREIT, MEIN FREUND, DER SCHATTEN GIBT UND KEINER BRAUCHT DEN ANDERN ZU VERDRÄNGEN. Johann Wolfgang von Goethe

FRÜHJAHR 2006

KÖLN RHEINUFERSTRASSE

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DER BAUM IST BREIT, MEIN FREUND, DER SCHATTEN GIBT UND KEINER BRAUCHT DEN ANDERN ZU VERDRÄNGEN. Johann Wolfgang von Goethe

FRÜHJAHR 2006

KÖLN RHEINUFERSTRASSE

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k a

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12

Schwarzer Mann – Die Toten Hosen Schwarze Balalaika – Alexandra Schwarze Madonna – Bata Illic Der Schwarze Tod – Jan Tenner Schwarz – Tokio Hotel Schwarze Seite – Bushido Schwarzes Glas – Rammstein Schwarze Barbara – Heino Der schwarze Mann auf dem Dach – Manuela Schwarze Augen – André Rieu Du schwarzer Afghane – Wolfgang Ambros Schwarze Engel – Caterina Valente

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13

Weiße Rosen aus Athen – Nana Mouskouri Ich schau den weißen Wolken nach – Lale Andersen Ganz in Weiß – Roy Black Weiße Rosen – Gitte Henning Drei weiße Tauben – EAV Nimm deine weiße Gitarre – Gert Timmerman Ich schick dir eine weiße Wolke – Julio Iglesias Weißer Rauch – Creme de la Creme Am weißen Strand von Helgoland – Niko Weiße Weihnachten – Heintje b Das weiße Licht – Oomph! Ein weißes Haus – Roger Whittaker Der Junge auf dem weißen Pferd – Marius Müller-Westernhagen

SCHWARZ +

Foto Elena Anna Rieser

Z

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Schwarzer Mann – Die Toten Hosen Schwarze Balalaika – Alexandra Schwarze Madonna – Bata Illic Der Schwarze Tod – Jan Tenner Schwarz – Tokio Hotel Schwarze Seite – Bushido Schwarzes Glas – Rammstein Schwarze Barbara – Heino Der schwarze Mann auf dem Dach – Manuela Schwarze Augen – André Rieu Du schwarzer Afghane – Wolfgang Ambros Schwarze Engel – Caterina Valente

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Weiße Rosen aus Athen – Nana Mouskouri Ich schau den weißen Wolken nach – Lale Andersen Ganz in Weiß – Roy Black Weiße Rosen – Gitte Henning Drei weiße Tauben – EAV Nimm deine weiße Gitarre – Gert Timmerman Ich schick dir eine weiße Wolke – Julio Iglesias Weißer Rauch – Creme de la Creme Am weißen Strand von Helgoland – Niko Weiße Weihnachten – Heintje b Das weiße Licht – Oomph! Ein weißes Haus – Roger Whittaker Der Junge auf dem weißen Pferd – Marius Müller-Westernhagen

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Foto Elena Anna Rieser

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Foto gsch_art

Ein Der Leben in Bildern Trickfilmzeichner Dejan Rakas „Der schlimmste Satz für einen Trickfilmzeichner: Mach einfach mal, die Szene können wir ja sonst wegschmeißen.“ Dejan Rakas

Die erste Szene: Ein Altbau in der Kölner Südstadt. Im Flur stapeln sich reihenweise Filmrollen bis hin zur ohnehin schon sehr hohen Decke. Über einen verschachtelten Gang gelangt man in ein kleines Atelier, das – trotz seiner geringen Quadratmeterzahl – 2 PCs, eine Reprokamera, einen Zeichentisch und ein großes Regal, gefüllt mit weiteren Filmrollen, VHS-Cassetten, CD-ROMs, DVDs und jeder Menge Papier. So könnte die Eingangssequenz in einem Dokumentarfilm über den Zeichner und Animator Dejan Rakas aussehen.

Dann eine Rückblende, hin zu den Anfängen: Man schreibt das Jahr 1990, und in Deutschland gibt es noch keine offizielle Ausbildungsmöglichkeit zum Trickfilmzeichner. Was macht ein 16-jähriger, der gerade in diesem Metier seine Berufung zu finden glaubt? Er greift sich das Buch „Die schönsten Filme von Walt Disney“, stellt darin fest, dass Andreas Deja, Chefzeichner zahlreicher Produktionen, aus Dinslaken stammt, ruft unbefangen dessen Eltern an – und führt kurze Zeit danach ein ca. 2-stündiges Gespräch mit L.A. Da seinem Ansprechpartner die Besessenheit vom Medium Trickfilm bekannt ist, vermittelt er dem Fan aus Lud-

wigshafen einen Kontakt nach London. Bereits 14 Tage später sitzt Dejan Rakas im Studio von Uli Meyer in London, wo gerade an einer Disney-Produktion gearbeitet wird. Daran ist er jedoch noch nicht beteiligt, stattdessen lernt er die „Basics“ und zeichnet hüpfende Bälle.

„Eigentlich beginnt jeder Trickfilm in Schwarz-Weiß.“ Schnitt, hin ins Jahr 2006. Der heute 32-jährige gewährt Einblicke. Er erklärt wie ein Trickfilm entsteht. Dass also, wenn die Geschichte und die Charaktere feststehen, das Storyboard entwickelt wird: die Länge und Auflösung der Szenen, die Einstellungen, Blickwinkel und Kamerabewegungen. Egal, wie farbenfroh und üppig das spätere Ergebnis sein wird, hier ist die Arbeit auf ein karges Schwarz-Weiß reduziert. Und von hier aus wird alles gesteuert: der „Fahrplan“ der die Filmbilder festlegt, welche Posen die Figuren einnehmen, wie viele Ebenen – also Vorder- und Hintergründe – eine Szene hat, wo Spannung erzeugt wird und wo Ruhe einkehren soll. Gearbeitet wird dann vom Groben ins Feine, von der Rough-Animation bis zur Reinzeichnung der Zwischenphasen. Seite

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Foto gsch_art

Ein Der Leben in Bildern Trickfilmzeichner Dejan Rakas „Der schlimmste Satz für einen Trickfilmzeichner: Mach einfach mal, die Szene können wir ja sonst wegschmeißen.“ Dejan Rakas

Die erste Szene: Ein Altbau in der Kölner Südstadt. Im Flur stapeln sich reihenweise Filmrollen bis hin zur ohnehin schon sehr hohen Decke. Über einen verschachtelten Gang gelangt man in ein kleines Atelier, das – trotz seiner geringen Quadratmeterzahl – 2 PCs, eine Reprokamera, einen Zeichentisch und ein großes Regal, gefüllt mit weiteren Filmrollen, VHS-Cassetten, CD-ROMs, DVDs und jeder Menge Papier. So könnte die Eingangssequenz in einem Dokumentarfilm über den Zeichner und Animator Dejan Rakas aussehen.

Dann eine Rückblende, hin zu den Anfängen: Man schreibt das Jahr 1990, und in Deutschland gibt es noch keine offizielle Ausbildungsmöglichkeit zum Trickfilmzeichner. Was macht ein 16-jähriger, der gerade in diesem Metier seine Berufung zu finden glaubt? Er greift sich das Buch „Die schönsten Filme von Walt Disney“, stellt darin fest, dass Andreas Deja, Chefzeichner zahlreicher Produktionen, aus Dinslaken stammt, ruft unbefangen dessen Eltern an – und führt kurze Zeit danach ein ca. 2-stündiges Gespräch mit L.A. Da seinem Ansprechpartner die Besessenheit vom Medium Trickfilm bekannt ist, vermittelt er dem Fan aus Lud-

wigshafen einen Kontakt nach London. Bereits 14 Tage später sitzt Dejan Rakas im Studio von Uli Meyer in London, wo gerade an einer Disney-Produktion gearbeitet wird. Daran ist er jedoch noch nicht beteiligt, stattdessen lernt er die „Basics“ und zeichnet hüpfende Bälle.

„Eigentlich beginnt jeder Trickfilm in Schwarz-Weiß.“ Schnitt, hin ins Jahr 2006. Der heute 32-jährige gewährt Einblicke. Er erklärt wie ein Trickfilm entsteht. Dass also, wenn die Geschichte und die Charaktere feststehen, das Storyboard entwickelt wird: die Länge und Auflösung der Szenen, die Einstellungen, Blickwinkel und Kamerabewegungen. Egal, wie farbenfroh und üppig das spätere Ergebnis sein wird, hier ist die Arbeit auf ein karges Schwarz-Weiß reduziert. Und von hier aus wird alles gesteuert: der „Fahrplan“ der die Filmbilder festlegt, welche Posen die Figuren einnehmen, wie viele Ebenen – also Vorder- und Hintergründe – eine Szene hat, wo Spannung erzeugt wird und wo Ruhe einkehren soll. Gearbeitet wird dann vom Groben ins Feine, von der Rough-Animation bis zur Reinzeichnung der Zwischenphasen. Seite

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Foto gsch_art

Zweite Rückblende: In seiner „Ausbildung“ und in den Anfängen seiner beruflichen Tätigkeit beschreitet Dejan Rakas den umgekehrten Weg, also von der Feinarbeit bis hin zum Storyboard. Aus seinen längeren Aufenthalten im Londoner Studio mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, arbeitet der 18-jährige als Zwischenphasenzeichner am Kinofilm „Asterix in Amerika“ mit. Auch bei „Werner 2“, „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“ ist er dabei. Er geht den klassischen Weg und steigt im Laufe der Zeit über den Animationsassistenten auf in die Rough-Animation. Er wird zum Allrounder.

„Ich kannte in meiner Kindheit eher die Titel von Filmen als die Namen von Pausensnacks.“ Wieder Schnitt in die Gegenwart: Der Alltag ist hektisch. Die Produktion, an der er derzeit mitarbeitet, möchte 30 Sekunden Film im Monat von ihm haben. Für eine Sekunde werden mindestens 12 Bilder benötigt, die dann doppelt abgefilmt werden. Diese Bilder bestehen oftmals aus 4 bis 5 Schichten: Vorder- und Hintergründe, die zu einer Einheit verschmelzen. Zeichnen und Malen im Akkord. Zwar ist der PC mittlerweile ein gutes Hilfsinstrument, doch das meiste entsteht in Handarbeit. Als er ein Krokodil zeichnet, hört er parallel die Sprachaufnahme vom Band. Dazu bewegt er seinen Mund, formt die Laute nach, bevor er sie auf sein tierisches Objekt überträgt. Und zwar mit zwei Bildern Vorlauf asynchron, damit es für den Zuschauer synchron wirkt. Seite

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Vor dem Abspann ein Ausblick: Mehrere Kurzfilme hat Dejan Rakas bereits in Eigenproduktion mit seinem Kompagnon Dominik Spitol erstellt: Trailer für das Kinofestival Short Cuts, einen Film für eine Tierschutzorganisation, den Abspann zu einem finnischen Tango-Film. Ein Serienprojekt ist in der Planung. Und ein Buch geht ihm seit ca. 10 Jahren nicht aus dem Kopf – guter Stoff für einen eigenen Film. cb

„Das Publikum wartet doch wieder auf einen klassischen Trickfilm. Auf BleistiftSkizzen, die sich bewegen.“ To be continued ...


Foto gsch_art

Zweite Rückblende: In seiner „Ausbildung“ und in den Anfängen seiner beruflichen Tätigkeit beschreitet Dejan Rakas den umgekehrten Weg, also von der Feinarbeit bis hin zum Storyboard. Aus seinen längeren Aufenthalten im Londoner Studio mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, arbeitet der 18-jährige als Zwischenphasenzeichner am Kinofilm „Asterix in Amerika“ mit. Auch bei „Werner 2“, „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“ ist er dabei. Er geht den klassischen Weg und steigt im Laufe der Zeit über den Animationsassistenten auf in die Rough-Animation. Er wird zum Allrounder.

„Ich kannte in meiner Kindheit eher die Titel von Filmen als die Namen von Pausensnacks.“ Wieder Schnitt in die Gegenwart: Der Alltag ist hektisch. Die Produktion, an der er derzeit mitarbeitet, möchte 30 Sekunden Film im Monat von ihm haben. Für eine Sekunde werden mindestens 12 Bilder benötigt, die dann doppelt abgefilmt werden. Diese Bilder bestehen oftmals aus 4 bis 5 Schichten: Vorder- und Hintergründe, die zu einer Einheit verschmelzen. Zeichnen und Malen im Akkord. Zwar ist der PC mittlerweile ein gutes Hilfsinstrument, doch das meiste entsteht in Handarbeit. Als er ein Krokodil zeichnet, hört er parallel die Sprachaufnahme vom Band. Dazu bewegt er seinen Mund, formt die Laute nach, bevor er sie auf sein tierisches Objekt überträgt. Und zwar mit zwei Bildern Vorlauf asynchron, damit es für den Zuschauer synchron wirkt. Seite

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Vor dem Abspann ein Ausblick: Mehrere Kurzfilme hat Dejan Rakas bereits in Eigenproduktion mit seinem Kompagnon Dominik Spitol erstellt: Trailer für das Kinofestival Short Cuts, einen Film für eine Tierschutzorganisation, den Abspann zu einem finnischen Tango-Film. Ein Serienprojekt ist in der Planung. Und ein Buch geht ihm seit ca. 10 Jahren nicht aus dem Kopf – guter Stoff für einen eigenen Film. cb

„Das Publikum wartet doch wieder auf einen klassischen Trickfilm. Auf BleistiftSkizzen, die sich bewegen.“ To be continued ...


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Foto Martin Bruner Text Jürgen Bohl

Gefühlvolle Linien – schmerzhafte Stiche – und Blumenornamente umranken liebevoll den Arm. Schattierte Vögel – eingestochen ins Fleisch – verfolgen jeden kleinsten Muskel. Funkelnde Sterne – schwarze Pigmente – wie Gestirne zwischen Leberflecken und weißer Haut. Süßlich riechende Rosen – tausende Nadelstiche – und emporsteigende Schlingpflanzen erschaffen eine Fabelwelt aus Schwarz auf Weiß.


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Foto Martin Bruner Text Jürgen Bohl

Gefühlvolle Linien – schmerzhafte Stiche – und Blumenornamente umranken liebevoll den Arm. Schattierte Vögel – eingestochen ins Fleisch – verfolgen jeden kleinsten Muskel. Funkelnde Sterne – schwarze Pigmente – wie Gestirne zwischen Leberflecken und weißer Haut. Süßlich riechende Rosen – tausende Nadelstiche – und emporsteigende Schlingpflanzen erschaffen eine Fabelwelt aus Schwarz auf Weiß.


Foto Claus Dieter Geissler Rezept + Geb채ck Hildegard Berthold Seite F체nfzig und Einundf체nfzig

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Foto Claus Dieter Geissler Rezept + Geb채ck Hildegard Berthold Seite F체nfzig und Einundf체nfzig

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Schwarzer Humor Der eine lacht, der andere ist empört – so lässt sich die Wirkung des Schwarzen Humors bezeichnen. Doch wie definiert man ihn? Stellt er Verbrechen, Krankheit oder Tod in paradoxen Bezügen verharmlosend dar? Behandelt er also ernste oder makabre Themen in satirischer, ironischer oder grotesker Weise? Hat er eine Entlastungsfunktion, indem man sich über etwas amüsiert, das sonst mit Tabus belegt ist oder Angst und Schrecken verursacht? Entspricht er einer Denkstruktur, die die Normalität von einer abseits liegenden Perspektive betrachtet?

Lachen am Rande des Abgrunds?

Ganz ehrlich, wen interessiert das? Die Hauptsache ist doch, es gibt etwas zu lachen. Zwar nicht für jeden, schließlich sind die Geschmäcker verschieden. Doch wie hieß es schon zu Zeiten des „alten Fritz“: Lieber einen guten Freund verloren als einen guten Witz unterdrückt. Deshalb haben wir eine sehr persönliche Mischung aus dem Bereich des Schwarzen Humors zusammengestellt. Die kurzen Dialoge, Witze und Geschichten haben eines gemeinsam: Wir konnten darüber lachen!

P.S.: Gäbe es einen „Weißen Humor“, so wäre eine Geschichte aus dem „Kleinen

Handbuch des Verhörens“ von Axel Hacke und Michael Sowa (Kunstmann Verlag, 2004, S.12.) dafür das beste Beispiel: Nach einer Lesung wird Hacke von einem Herrn angesprochen, der ihm seine Version zu dem bekannten Gedicht (und Volksliedtext) von Matthias Claudius’ „Der Mond ist aufgegangen“ zitiert. cb

Das Original:

Das „Verhörte“:

Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.

Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus dem Wiesen steiget der weiße Neger Wumbaba.


Schwarzer Humor Der eine lacht, der andere ist empört – so lässt sich die Wirkung des Schwarzen Humors bezeichnen. Doch wie definiert man ihn? Stellt er Verbrechen, Krankheit oder Tod in paradoxen Bezügen verharmlosend dar? Behandelt er also ernste oder makabre Themen in satirischer, ironischer oder grotesker Weise? Hat er eine Entlastungsfunktion, indem man sich über etwas amüsiert, das sonst mit Tabus belegt ist oder Angst und Schrecken verursacht? Entspricht er einer Denkstruktur, die die Normalität von einer abseits liegenden Perspektive betrachtet?

Lachen am Rande des Abgrunds?

Ganz ehrlich, wen interessiert das? Die Hauptsache ist doch, es gibt etwas zu lachen. Zwar nicht für jeden, schließlich sind die Geschmäcker verschieden. Doch wie hieß es schon zu Zeiten des „alten Fritz“: Lieber einen guten Freund verloren als einen guten Witz unterdrückt. Deshalb haben wir eine sehr persönliche Mischung aus dem Bereich des Schwarzen Humors zusammengestellt. Die kurzen Dialoge, Witze und Geschichten haben eines gemeinsam: Wir konnten darüber lachen!

P.S.: Gäbe es einen „Weißen Humor“, so wäre eine Geschichte aus dem „Kleinen

Handbuch des Verhörens“ von Axel Hacke und Michael Sowa (Kunstmann Verlag, 2004, S.12.) dafür das beste Beispiel: Nach einer Lesung wird Hacke von einem Herrn angesprochen, der ihm seine Version zu dem bekannten Gedicht (und Volksliedtext) von Matthias Claudius’ „Der Mond ist aufgegangen“ zitiert. cb

Das Original:

Das „Verhörte“:

Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.

Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus dem Wiesen steiget der weiße Neger Wumbaba.


Letzte Worte … … des Metzgers: „Wirf mir mal das große Messer rüber.“ … der Prostituierten: „Ach, ist der niedlich!“ … der Challenger-Crew: „Lasst mal die Frau ans Steuer!“

B

ei einem Unfall im Sägewerk verliert ein Mann alle 10 Finger. Mit letzter Kraft schleppt er sich ins nächstgelegene Krankenhaus. Der Arzt fragt: „Haben Sie denn Ihre Finger mitgebracht?“ Darauf zuckt der Mann nur mit den Achseln. Der Arzt bedrängt ihn weiter: „Sie müssen doch die Finger mitbringen. Nach dem heutigen Stand der Medizin könnten wir sie doch direkt wieder annähen.“ Darauf endlich die Antwort: „Ich konnte sie nicht aufsammeln!“

„Herr Doktor, ich habe einen Knoten in der Brust.“ „Mein Gott, wer macht denn so was!“ „Woran ist denn Ihr Mann gestorben?“ „An Grippe.“ „Na, dann war es ja glücklicherweise nichts Ernstes.“ „Herr Doktor, der Simulant von Zimmer 7 ist gestorben.“ „Also jetzt übertreibt er aber wirklich!“

Zwei Schwaben auf Bergwanderung. Plötzlich stürzen sie ab in eine Gletscherspalte. Ca. 1 Stunde später nahen die Retter. Die rufen den Unfallopfern zu: „Hier ist das Deutsche Rote Kreuz.“ Tönt von unten die Antwort: „Mir gebet nix!“

VORSCHLÄGE FÜR TODESANZEIGEN ODER GRABSTEINE: DIE PUTZFRAU: Sie kehrt nie wieder. DER ZAHNARZT: Er hinterlässt eine schmerzliche Lücke. DOLLY BUSTER: Sie ist abgenippelt.

Es klingelt an der Haustür, ein kleines Mädchen öffnet. Der Besucher erklärt: „Wir sammeln für das Waisenhaus.“ Das Mädchen nickt und geht zurück ins Haus. Von innen ertönen zwei Schüsse. Dann kommt die Kleine wieder zur Tür und sagt: „So Onkel, jetzt kannst du mich mitnehmen.“

S

teward zum Kapitän: „Wir haben einen blinden Passagier an Bord.“ Kapitän: „Sofort über Bord werfen.“ Es vergehen 10 Minuten. Der Steward kehrt zurück: „Und was machen wir jetzt mit dem Hund?“

Ein Jäger zum anderen: „Ich habe Ihre Frau getroffen.“ Dessen Antwort: „Waidmannsdank.“ „Mama, ich bin jetzt 14. Darf ich jetzt endlich einen BH tragen?“„Nein, Manfred!“


Letzte Worte … … des Metzgers: „Wirf mir mal das große Messer rüber.“ … der Prostituierten: „Ach, ist der niedlich!“ … der Challenger-Crew: „Lasst mal die Frau ans Steuer!“

B

ei einem Unfall im Sägewerk verliert ein Mann alle 10 Finger. Mit letzter Kraft schleppt er sich ins nächstgelegene Krankenhaus. Der Arzt fragt: „Haben Sie denn Ihre Finger mitgebracht?“ Darauf zuckt der Mann nur mit den Achseln. Der Arzt bedrängt ihn weiter: „Sie müssen doch die Finger mitbringen. Nach dem heutigen Stand der Medizin könnten wir sie doch direkt wieder annähen.“ Darauf endlich die Antwort: „Ich konnte sie nicht aufsammeln!“

„Herr Doktor, ich habe einen Knoten in der Brust.“ „Mein Gott, wer macht denn so was!“ „Woran ist denn Ihr Mann gestorben?“ „An Grippe.“ „Na, dann war es ja glücklicherweise nichts Ernstes.“ „Herr Doktor, der Simulant von Zimmer 7 ist gestorben.“ „Also jetzt übertreibt er aber wirklich!“

Zwei Schwaben auf Bergwanderung. Plötzlich stürzen sie ab in eine Gletscherspalte. Ca. 1 Stunde später nahen die Retter. Die rufen den Unfallopfern zu: „Hier ist das Deutsche Rote Kreuz.“ Tönt von unten die Antwort: „Mir gebet nix!“

VORSCHLÄGE FÜR TODESANZEIGEN ODER GRABSTEINE: DIE PUTZFRAU: Sie kehrt nie wieder. DER ZAHNARZT: Er hinterlässt eine schmerzliche Lücke. DOLLY BUSTER: Sie ist abgenippelt.

Es klingelt an der Haustür, ein kleines Mädchen öffnet. Der Besucher erklärt: „Wir sammeln für das Waisenhaus.“ Das Mädchen nickt und geht zurück ins Haus. Von innen ertönen zwei Schüsse. Dann kommt die Kleine wieder zur Tür und sagt: „So Onkel, jetzt kannst du mich mitnehmen.“

S

teward zum Kapitän: „Wir haben einen blinden Passagier an Bord.“ Kapitän: „Sofort über Bord werfen.“ Es vergehen 10 Minuten. Der Steward kehrt zurück: „Und was machen wir jetzt mit dem Hund?“

Ein Jäger zum anderen: „Ich habe Ihre Frau getroffen.“ Dessen Antwort: „Waidmannsdank.“ „Mama, ich bin jetzt 14. Darf ich jetzt endlich einen BH tragen?“„Nein, Manfred!“


# 03 November KW 38 Foto Swooby


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