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STEIRERIN

Februar 2018 | € 3,– 7. Jahrgang | Nr. 1

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z032772 M, STEIRERIN VERLAGS GMBH, SCHUBERTSTRAßE 29/1, 8010 Graz • Foto: Philipp Christof

SO SCHÖN WIRD 2018

50 ist das

neue 30 ATTRAKTIV, SELBSTBEWUSST & TOP-FIT: SO COOL GEHT 50+

Beauty-Trends und Style-Hits in unserer neuen Lieblingsfarbe Ultraviolett

MINISTERIN IM PAAR-TALK FRAUENMINISTERIN JULIANE BOGNER-STRAUSS & EHEMANN ERIK ÜBER ALLTAG, JOB & LIEBE

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R E D N I N E T A R I HE STEIERMARK


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Am Ende siegt immer die …

Ich, Oma? Also, ich bitte Sie!

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© Olga Rubio-Dalmau, Thomas Luef, Marcel Klette, Clara Wildberger, Lupi Spuma

iebe! Zumindest, wenn man sich bemüht. Aber kann man sich um Liebe bemühen bzw. kann man an der Liebe arbeiten? Wäre ich Psychologin, würde ich jetzt reinen Herzens „JA, NATÜRLICH!“ rufen. Und könnte gescheite Gedanken in den Raum stellen, à la: Nur wer an der Liebe arbeitet, kann sie wachsen sehen. Das klingt hübsch. Und ist für den Normalsterblichen eine harte Auflage. Wie läßt man Liebe wachsen? Wie „arbeitet“ man an seiner Beziehung? Die Kombi „Arbeit“ und „Beziehung“ suggeriert doch, dass hier jede Leichtigkeit verloren ging. Liebe ist also ganz schön schwere Kost, wenn man sie ernst nimmt, oder? Meine Großmutter, bei der ich aufwuchs, hatte keine psychologische Bildung, aber im Krieg zwei Kinder verloren. Sie war mit Opa 62 Jahre verheiratet. Als sie ging, war ich am Sprung zum jungen Mädchen, mit Schmetterlingen im Bauch. Guido aus der Nachbarklasse setzte mir gefühlsmäßig heftig zu. „Das Wichtigste beim Lieben ist Verzeihen“, sagte Oma immer. Guido habe ich ehrlich gesagt nie verziehen, dass er die glutäugige Isabella aus der 4c meiner Wenigkeit vorzog. Aber sonst bin ich auf einem ganz passablen Weg … wirklich. Oma, ich lerne! Und wie immer hast du Recht.

„Das Wichtigste beim Lieben ist Verzeihen. Wusste schon meine Oma. Und ich glaube, sie hatte Recht.“

„Wir behaupten: 50 ist das neue 30. Es ist für nichts zu spät. Und überhaupt: Man ist so alt, wie man sich fühlt.“

lso, ich war über 40, als ich mein Kind bekam. Ich bin „späte Mutter“, wie es so schön heißt. Aber ich bin der Meinung, dass ich nicht so alt aussehe, wie ich wirklich bin. Nur sehen das andere nicht zwangsläufig so. Etwa die Verkäuferin, die dem Kind ein Stück Schokolade anbot, sich aber vorher bei der „Oma“ erkundigte, ob es eh in Ordnung sei. „Oma“, also ich, wollte der Frau am liebsten die Schokolade aus der Hand reißen, Wiedergutmachung quasi. Doch was lehrt das Alter? Gelassenheit. Und Humor. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass mir auch das Kind das Attribut „alt“ umhängt. Denn Oma ist immerhin „uralt“. Das ist noch schlimmer. Wir behaupten ja in dieser Ausgabe: 50 ist das neue 30. Es ist für nichts zu spät. Auch nicht fürs Heiraten. Diesem Thema widmen wir ein ausführliches Kapitel inklusive feinem Shooting. Unsere erste Ausgabe im Jahr 2018 steht unter dem Motto „Aufbruch“. Eine Ministerin spricht mit uns über ihren neuen Job und auch sonst präsentieren wir außergewöhnliche Menschen, die sich im Leben einfach etwas trauen. Und was das Alter betrifft, wissen wir ja: Man ist so alt, wie man sich fühlt. Wir wünschen Ihnen anregende Lesestunden mit der neuen STEIRERIN!

USCHI FELLNER

DANIELA MÜLLER

Herausgeberin von den Bundesländerinnen-Magazinen

Chefredakteurin STEIRERIN Festival Elevate, Musik und Diskurs, 28.2.–4.3.2018, Graz. www.elevate.at

Gestiefelter Kater, 5. & 10.2. und 5. & 17.3.2018, Grazer Oper www.oper-graz.com

Falco, das Musical, 28.2.2018, 20 Uhr, Stadthalle Graz. 3


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76 000 Titel

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MENSCHEN

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BEST SISTERS Sie sind Freundinnen für’s Leben: die Dornrosen

STARKES DUO

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Die neuen Treatments lassen uns jung aussehen!

Ministerin Juliane BognerStrauß und Ehemann Erik

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BEAUTY-TRENDS

ALLES NEU

65 WOHNEN

Ein Neustart in Omas Haus: Elisabeth Krautinger aus Passail

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IMM COLOGNE So geht die neue Behaglichkeit im Wohnen

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STYLE

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VORHANG AUF!

75 LEBEN

Die schönsten Brautkleider und besten Tipps für die Hochzeit

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Zwei Freundinnen plaudern über ihr neues Ich ab 50

SCHNUPPERTAG Hochzeitsvorbereitungen in Deutschlandsberg

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BEAUTY

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WOW-EFFEKT Wild, pastell, romantisch: Die Beauty-Looks 2018

ISS MICH! Paleo, Keto und Co: Was bringt’s? Unser Faktencheck

DRAMA, BABY! Styles in unserer neuen Lieblingsfarbe Ultraviolett

50 IST DAS NEUE 30

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93 FREIZEIT & KULTUR 94

2 FRAUEN, 5 RINGE Katrin Ofner und Conny Hütter sind bei Olympia dabei

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© Philipp Christof, Marija Kanizaj, Manfredo Weihs, GEPA-Pictures/Christian Walgram – Mathias Mandl

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© 2018 PANDORA Österreich GmbH | Zelinkagasse 14/2 | 1010 Wien

Anfang

CELEBR ATE LOVE EVERY DAY But especially on 14 February

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PANDORA Concept Store Herrengasse 165 | 8010 Graz


IMPRESSUM IMPRESSUM Eigentümer und Verleger Die Steirerin Verlags GmbH & Co KG Eigentümer und Verleger Schubertstraße 29/1, 8010 Graz Die0316/84 Steirerin12Verlags GmbH & Co 12 KG12-709 Tel.: 12-0 • Fax: 0316/84 Schubertstraße 29/1, 8010 Graz office@diesteirerin.at Tel.: 0316/84 12 12-0 • Fax: 0316/84 12 12-709 Geschäftsleitung office@diesteirerin.at Mag. (FH) Nicole Niederl • Mag. Andreas Eisendle Geschäftsleitung Herausgeberin Mag. (FH) Nicole Niederl Uschi Pöttler-Fellner Mag. Andreas Eisendle Chefredakteurin Herausgeberin Dr. Daniela Müller Uschi Pöttler-Fellner Redaktion Lissi Stoimaier • Mag. Elke Jauk-Offner Chefredakteurin Dr. Daniela Müller Redaktionelle Mitarbeit Mag. Viktória Kery-Erdélyi Redaktion Lissi Stoimaier • Mag. Elke Jauk-Offner Anzeigen Karin Hödl • Hans-Jürgen Maier Anzeigen

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Denise Schuschko-Linke Karin Hödl • Hans-Jürgen Maier Mag. Irmgard Reinisch • Gerald Ringbauer Denise Schuschko-Linke • Caroline Oechs, MA Mag.Renate IrmgardPrattes Reinisch • Gerald Ringbauer Renate Prattes • Caroline Oechs, MA Assistentin der Geschäftsleitung Veronika Probst • office@diesteirerin.at Assistentin der Geschäftsleitung Back-Office Veronika Probst • office@diesteirerin.at Sofie Zötsch • sofie.zoetsch@diesteirerin.at Abo-Service Abo-Service Tel.: 0316/84 1212 12-0 • abo@diesteirerin.at Tel.: 0316/84 12-0 • abo@diesteirerin.at Grafi Grafi kk Micki Weikhard • Daniela Balazic Micki Weikhard • Daniela Balazic Max Kapfenberger grafi k@diesteirerin.at

104 FERNWEH Für Sie aufgespürt: Die Reisetrends 2018

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Karl Schillingers Tierliebe und sein neues Lokal in Graz

NP Druck, 3100 St. Pölten Vertrieb Vertrieb Morawa Pressevertrieb Ges.m.b.H., 1011 Wien Morawa Pressevertrieb Ges.m.b.H., 1011 Wien Die Mai-Ausgabe erscheint am XX. Xxxxx 2017. Die März-Ausgabe erscheint am 2. März 2018. www.diesteirerin.at www.diesteirerin.at

Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 Die Informationen zur Offenlegung gemäß § 25 des Mediengesetzes können abgerufen werden des Mediengesetzes können abgerufen werden unter www.diesteirerin.at unter www.diesteirerin.at

SWING KITCHEN

119 SOCIETY 120 FESTE FEIERN

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Societyevents in der Steiermark

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STANDARDS

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EDITORIAL

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SEXKOLUMNE

128 KULTURTIPPS 130 LOOK! INTO MY LIFE by Uschi Fellner-Pöttler COVER-FOTO © Philipp Christof

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© Luiza Puiu, Shutterstock

www.redpen.at Druck Druck & Co KG Druck Styria GmbH


look! at me WAS ICH MIR WÜNSCHEN WÜRDE BY USCHI FELLNER STATEMENT-RING. Aus Roségold mit Rosenquarz und braunen Diamanten von Pomellato um € 5.900,–.

Am 14. Februar ist … Bingo! Der Tag, an dem uns unser Liebster zeigt, was wir ihm wert sind. :-) Hier ein paar Ideen.

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KANN MAN IMMER BRAUCHEN. Bag „Romy“ von Aigner. Größe Medium, aus weichem Grainleder, € 599,–.

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Menschen Stardesignerin in Fürstenfeld Ihre Designs begeistern nicht nur auf den internationalen Runways, auch renommierte Modemagazine wie Vogue, Elle, Instyle oder Harper’s Bazaar lieben ihren Style. Von der Berliner Fashion Week direkt nach Fürstenfeld kommt die bekannte österreichische Modedesignerin Marina Hoermanseder zu einem „Meet & Greet“ am 1. Februar. Ab 18.30 Uhr spricht das „Austria’s Next Topmodel“-Jurymitglied über ihren Weg zum Erfolg. Mit dabei ist auch Allegra Bell, Topmodel-Kandidatin aus Fürstenfeld. Ein weiteres Highlight wird die Pop-up-Store-Eröffnung am 2. Februar um 11 Uhr bei Kastner & Öhler in Fürstenfeld. Fashion Week Fürstenfeld Neben der Stardesignerin Marina Hoermanseder werden auch acht weitere angesagte Jungdesigner aus Österreich sowie die Modeschule Graz und das Kolleg für Mode Graz in kreativen Pop-up-Stores ihre neuesten Kollektionen präsentieren. © Daniel Sommer

Eine Anmeldung für das „Meet & Greet“ ist unter www.diestadt.at möglich.

VIERTER GEDICHTBAND ERSCHIENEN

© beigestellt

Für Autorin Huberta Gabalier wurde das Schreiben nach schweren familiären Schicksalsschlägen zu einer Herzensangelegenheit. „Von Herz zu Herz“ heißt nun „Hubsis“ viertes Buch, das sich in 81 neuen Gedichten ganz der Liebe widmet. Nach „Herzleben“, „Meditationen mit Herz“ und „Herzweihnacht“ ist mit „Von Herz zu Herz“ ein Band entstanden, in dem die Autorin nicht nur ihren eigenen Blick, sondern auch den ihrer Leserinnen und Leser auf das richtet, wofür es sich zu leben lohnt – die Liebe, die von Herzen kommt und zu Herzen geht. www.huberta-gabalier.at

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Menschen

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MUSIK ALS ZWEITE MUTTERSPRACHE

GespräTERNche

Partner auf der Bühne, Schwestern privat, Freundinnen fürs Leben – Katharina, Christine und Veronika Schicho stürmen bereits seit über 17 Jahren erfolgreich als „Dornrosen“ die Bühne. Text Nicole Schlaffer

Fotos Manfredo Weihs, Vanessa Hartmann

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Menschen

Veronika Schicho (33): stimmlicher Überflieger, „Finanzchefin“, spezieller Charakter.

Katharina Schicho (38): kreativer Kopf, Songwriterin, liebt es, effizient zu sein.

W

er die Dornrosen kennt, liebt sie. Nicht nur, weil sie drei bezaubernde Charaktere sind, sondern weil sie auf der Bühne mit einer locker-femininen Grazie die Sau rauslassen können, mit ihren intellektuell-skurrilen Texten verblüffen und mit ihrem Witz unterhalten. Die gebürtigen Steirerinnen haben die Musik bereits mit der Muttermilch aufgesogen und geben diese Passion jetzt auch an ihr Publikum bzw. an ihre eigenen Kinder weiter. Beim Treffen mit den drei Damen in einem urigen Heurigenlokal in Gumpoldskirchen (NÖ) kam es zum Seelenstriptease.

Christine Schicho (37): helles Köpfchen, lustig, ehrgeizig, lebt die harmonische Mitte.

vorhanden, aber mit einer großen Portion Selbstironie und positiver Energie. Veronika: Klaus Eckel hat mal ganz lieb zu uns gemeint: „Ihr könnt gar keine Kabarettisten sein, dafür seid ihr viel zu gute Musiker.“ Eure Texte sind intellektueller, als sie vielleicht auf den ersten Blick scheinen. Was wollt ihr dem Publikum vermitteln? Veronika: Unsere Texte haben viel Inhalt, aber sie haben auch eine extreme Lockerheit. Auch beim Musizieren ist das so, da sind musiktechnisch extrem schwierige Sachen dabei, aber man hört es nicht, wir versuchen es so natürlich wie möglich zu machen. Mein eigener Anspruch ist die Leichtigkeit. Katharina: Die Lockerheit wollen wir vor allem den Damen mitgeben. Ich sehe es als Mutter eines Zweijährigen in diversen Kinderspielgruppen. Da gibt es so viele verbissene Mütter, die sich und ihren Kindern vieles aufzwingen, wie etwas oder jemand sein muss.

Ihr stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Hat man da eigentlich die Chance, etwas anderes als Musik zu machen? Christine: Ich war zwar immer sehr musikalisch engagiert, wollte aber eigentlich etwas in die Richtung bildnerisch-künstlerisch machen, Designerin, Grafikerin, Malerin. Das habe ich auch kurzzeitig gemacht, aber gemerkt, ohne Musik geht es nicht. Dadurch, dass wir Apropos Kinder – wie steht es um euer uns dann als Dornrosen formiert haben, Privatleben? hat für mich beides geklappt – da ich ein Christine: Wir haben alle drei einen Buch illustriert und auch die Grafik für Dornrosen Musiker als Partner. Man versteht den die Band gemacht habe. anderen, es gibt kein Ungleichgewicht, Veronika: Bei den ersten Probeversuchen als Dornrosen war ich 15. Bei meiner Matura war das natürlich sind beide daher auch öfter unterwegs. Unsere Eltern Projekt schon so groß, dass ich mir gar nichts anderes mehr unterstützen uns sehr viel. Ich habe drei Kinder (Anm.: 6 J., 3 J. und 9 Monate), da muss eine gute Zeiteinteilung her. vorstellen konnte. Und das habe ich nie bereut. Katharina: Wir sind alle in sehr glücklichen LangzeitAuf der Bühne macht ihr eine Mischung aus Kabarett und beziehungen und glauben, dass unser Beruf dazu beiträgt. Von unserem Elternhaus haben wir die Beziehungsfähigkeit Musik … Christine: Wobei ich sage, dass wir keine echten Kaba- mitbekommen. rettisten sind. Dafür sind wir viel zu positiv. Echte KabaVeronika: Ich bin verheiratet, habe aber noch keine Kinder. rettisten sind oft extrem pessimistisch und destruktiv. Das Deswegen hab ich nun die Chefrolle bei den Dornrosen überKabarett lebt ja vom Zynismus. Bei uns ist er nur marginal nommen (lacht).

„DAS IST KEIN GELDPROJEKT, SONDERN EIN HERZENSPROJEKT.“

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Menschen STEIRERIN INF O

DORNROSEN LIVE Für die Veranstaltung am 12. April 2018 „Wahnsinnlich“ im Grazer Orpheum verlosen wir 2 x 2 Eintrittskarten unter www.diesteirerin.at

Wie viele Auftritte macht ihr pro Jahr? Katharina: Früher haben wir 170 gemacht, derzeit sind es – auch bedingt durch die Kinder – 80 bis 100. Wir sind ja auch Hausfrauen nebenher. Christine: Obwohl wir viel unterwegs sind, lagern wir die Kindererziehung nicht komplett aus. Meine Kinder sind erst sehr spät in den Sie möchten keinen Tag jünger sein, keine Erfahrung missen und freuen Kindergarten gegangen. Der Jüngste ist nun sich auf das, was noch kommt: die Schicho-Schwestern alias Dornrosen. 9 Monate und ich stille ihn immer noch. Ich gehe abends oft mit den Kindern ins Bett, ich muss mir meine Energie so einteilen, dass ich am Wochenende 3 bis 4 Mal spielen kann. Veronika: Aber ich muss sagen, du bist jetzt so gut wie noch nie auf der Bühne, Christine! Man merkt, das ist einfach die Zeit, die du für dich hast, und die genießt du. Unsere Konzerte sind jetzt einfach noch viel besser, weil Christine so die Sau rauslässt (lacht)! Wie sieht die Rollenverteilung innerhalb der Band aus? Katharina: Das ist ganz klar aufgeteilt. Ich bin der Hauptkomponist. Dann gibt es die Veronika, die schreibt total super Sachen, aber von denen könnten wir nicht leben (alle drei lachen). Deswegen kommen ihre Lieder als Würze in das ganze Potpourri. Und die Christine ist diejenige, die auf der Bühne wahrscheinlich von uns die größte Rampensau ist. Sie ist auch Stegreif gut und kann toll ausarbeiten und interpretieren. Welches Ereignis in eurer beruflichen Laufbahn ist euch am stärksten in Erinnerung geblieben? Christine: Die Reisen zu den UNO-Soldaten. Wir wurden vom Kommando internationaler Einsätze als Musiker zur Unterhaltung der Soldaten nach Syrien, Zypern und in den Kosovo geschickt. Einerseits wirst du als Star hofiert, andererseits schläfst du genauso in Baracken und gibst im Speisesaal auf Bierkisten ein Konzert, währenddessen es einen Stromausfall gibt und du plötzlich mit 50 Soldaten, die schon jahrelang keine Frau gesehen haben, im dunklen Raum stehst. Veronika: Witziges Detail am Rande: Keiner unserer Männer war je beim Bundesheer, wegen Untauglichkeit oder wegen Berufsbefreiung, aber wir drei haben die Bronzene Ehrennadel des Bundesheeres bekommen (alle drei lachen). Was erwartet die Zuschauer in eurem neuen Programm „Wahnsinnlich“, das im März Premiere feiert? Katharina: Wir nennen es den „Abend der großen Gefühle“. Sinnvolle Themen, die intensive Gefühle auslösen, nicht nur gute, sondern die gesamte Palette. 12


Menschen

Zum Thema Älterwerden: Ist die Zahl des Alters ein Thema für euch? Katharina: Ich hatte schon mit 30 eine intrinsische Liebe zu mir selbst. Die sollte spätestens mit 40 jeder haben, dass man nicht mehr die Bestätigung von außen braucht, sondern dass die aus einem selbst kommt. Mir tun alle leid, die es schlimm finden, 40 zu werden.

Redakteurin Nicole Schlaffer (re.) mit den Dornrosen beim Achterln.

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Weil das heißt ja nur, die haben sich noch nicht so akzeptiert, wie sie sind. Christine: Als ich noch ein Kind war, hab ich Erwachsene oft von attraktiven Menschen sprechen gehört, dann wollte ich wissen, was das bedeutet. Meine Eltern haben gesagt, das sind Menschen, die strahlen, mit denen man sich gerne umgibt – egal, ob die jetzt klein, groß, dick oder dünn, schiach oder schön sind. Da hab ich mir schon als Kind gedacht, wurscht was kommt, ich möchte ein attraktiver Mensch sein (alle drei lachen). Katharina: Ist dir auch gelungen! Veronika: Ich glaube, je reflektierter ein Mensch ist, umso mehr sieht er jeden Tag, den er erlebt, als Tag, an dem er Erfahrungen machen und ausweiten kann. Ich möchte keinen Tag jünger sein, als ich bin, und keine Erfahrung missen. Ich freue mich aufs Älterwerden und alles, was noch kommt.

ein paar Minuten länger im Bett bleiben kann; wenn die Kinder schön spielen; Gaumenfreuden; bis hin zu zwischenmenschlichen Beziehungen.

Was ist für euch zum Beispiel eine irrsinnig emotionale Situation? Katharina: Bei mir war das zum Beispiel der Tag, als ich morgens aufstand und spürte, dass ich keine 20 mehr bin. Ich hatte meinen ersten Hexenschuss, und das war abgesehen vom Schmerz ein ganz intensives Gefühl für mich. Die eigene Endlichkeit zu spüren hat etwas in mir ausgelöst. Veronika: Zu dem Thema hab ich auch etwas geschrieben: „Mein Leben – eine Episode zwischen zwei Nichtsen“. Irgendwann kommt der Tag, da merkst du, dein Leben existiert nur zwischen einem nichts und dem anderen nichts, dazwischen sind halt ein paar Jahre. Für mich ist das alles, aber für den Rest der Welt ist es nichts. Das ist ein großes Gefühl. Katharina: Wir haben aber auch sehr genussvolle Lieder. Genuss ist für uns im Alltag extrem wichtig. Man kann vieles genießen: wenn man morgens

Neue Impulse für die steirischen Regionen:

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Chancen durch neue Verkehrsachsen (Koralm, Semmering, …) KONTAKT UND RÜCKFRAGEN: Abteilung 17 Landes- und Regionalentwicklung, Trauttmansdorffgasse 2, 8010 Graz, Tel: 0316 / 877-3644, E-Mail: abteilung17@stmk.gv.at

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Die STEIRERIN Februar 2018 – Preview  
Die STEIRERIN Februar 2018 – Preview