Unsere KITZBÜHELERIN Winter 2020 gesamt

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Winter 2020 – 8. Jahrg. – € 2,90 Österreichische Post AG, MZ02Z032209M, tirolerin Verlags GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 iBK

unsere

© Mathäus Gartner/www.mathaeusgartner.com

Herz der region

Schmucke

Handwerkskunst

Geschichten vom Bauernhof

Wandel

Würdevoll in die Veränderung Die besten Seiten des Bezirks


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St. Johann in Tirol aufschnaiter_interior

Neue Welten. Die Welt ist im Wandel. Angekommen im „New Normal“, setzen wir mit unseren neuen Abteilungen Zeichen. Entdecken Sie die neuen Wohnwelten und feiern Sie mit uns 60 Jahre Aufschnaiter.

EINRICHTUNGSHAUS TISCHLEREI INNENARCHITEKTUR

Das Gefühl, angekommen zu sein.

05.11.20 07:49


KO M P E T E N Z . E R FA H R E N . C U M L AU D E F E I E R T 1 0 J A H R E Seit 2010 erfüllt das Team rund um Geschäftsführer Amir Suljic den Wohntraum vieler Menschen in Kitzbühel und Umgebung. Mit viel Leidenschaft und einer großen Portion Ehrgeiz arbeiten die erfahrenen Immobilienmakler daran, die perfekte Immobilie für ihre KundInnen zu finden. Zum Jubiläum haben wir Herrn Suljic zum Interview gebeten.

Vor 10 Jahren haben Sie sich mit der Cum Laude Immobilia dem Vermitteln von erstklassigen Wohnräumen verschrieben. Hätten Sie damals gedacht, dass Sie damit heute so erfolgreich sind? Ganz richtig, im Oktober feiern wir unser 10-jähriges Jubiläum und blicken zurück auf über 500 Kauf- und Mietimmobilien, die wir an unsere Kunden vermittelt haben. Im vergangenen Jahrzehnt haben wir mit Immobilien im Wert von über 700 Millionen Euro dafür gesorgt, dass Menschen glücklich und zufrieden ihr neues Zuhause genießen. Dass dadurch ein großer Teil an Wertschöpfung für den Bezirk Kitzbühel entsteht und Arbeitsplätze in vielen Bereichen gesichert werden, ist ein schöner Nebeneffekt, den unsere Arbeit und Leidenschaft mit sich bringt. Unser Beruf ist der wahr gewordene Traum von Freiheit und Zufriedenheit – für uns und unsere Kunden. Was würden Sie sagen macht die Cum Laude Immobilia aus? Geht nicht, gibt’s nicht – bei Cum Laude Immobilia streben wir immer nach einer kundenfreundlichen Lösung. Für uns ist es eben wichtig, dass alle Parteien nach einem Geschäftsabschluss zufrieden sind – sowohl Käufer als auch Verkäufer, aber auch der Makler. Das zeichnet unser eingespieltes, loyales Team aus und macht uns so erfolgreich. Und trotz dieses Erfolges ist und war mir auch der soziale Gedanke sehr wichtig. Als Inhaber eines erfolgreichen Unternehmens sehe ich es als grundlegende Pflicht, der Region etwas zurückzugeben. Deshalb organisieren wir gemeinsam mit den Eagles jährlich ein Golfturnier in Kitzbühel. So konnten wir in den letzten fünf Jahren einen Betrag von über 350.000 Euro erwirtschaften, den wir, dank unserer Geschäftspartner und Freunde, innerhalb der Region für den guten Zweck zur Verfügung stellen. Für mich ist dieses Engagement, auch in vielen anderen Bereichen und Projekten, ein wichtiger Teil der Cum Laude Immobilia. Jetzt hat Cum Laude Immobilia einen neuen Auftritt bekommen. Warum haben Sie sich dazu entschieden?

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Viele haben zu Beginn der Krise erst mal abgewartet – wir nicht. Ganz im Gegenteil. Wir wollten die gewonnene Zeit nutzen, um mit der Krise zu wachsen und mit neuem Image aus ihr herauszugehen. Neben dem Redesign der Homepage und der Überarbeitung unserer Corporate Identity haben wir uns dazu entschlossen, einen neuen Standort zu eröffnen, oder mehr noch, die Brand Homebase zu erschaffen. Gemeinsam mit Partnern wie dem Einrichtungshaus Aufschnaiter, dem Ingenieurbüro Hanel, dem SR.Schau-Raum und der Werbeagentur Fructis entsteht in St. Johann ein Co-Working-Konzept mit einem Gemeinschaftsbüro und einem urbanen Café. Damit möchten wir zeigen, dass gerade ein Rückschlag einen nicht unbedingt zurückwerfen muss, sondern auch weiterbringen kann. Wie sind Sie mit der Krise und dem Lockdown umgegangen? War es schwierig für die Cum Laude Immobilia? Ich denke, das Wichtigste war für uns, die Krise von Anfang an als Chance zu sehen. Der Lockdown war für uns eine Art Neustart, wie ein Computer, den man kurz abschaltet, um dann das System zu rebooten. Ich persönlich konnte zum ersten Mal in meiner Selbstständigkeit mehrere Wochen Urlaub genießen. Und die habe ich gleich genutzt, um in unserer einzigartigen Region meine Akkus wieder voll aufzuladen. In der Zeit haben wir sehr viel Neues und Beeindruckendes entdeckt. Diesen Antrieb haben wir alle genutzt, um mit neuen Ideen und neuen Plänen wieder voll durchzustarten. So entstand die Homebase. Wann haben Sie begonnen, sich für erstklassige Immobilien zu interessieren? Ich würde meinen, dass sich ein Teil von mir schon immer dafür interessiert hat. Geboren und aufgewachsen bin ich in St. Johann bei meinen aus Bosnien stammenden Eltern. Dort machte ich auch meine Lehre als Einzelhandelskaufmann. Daneben investierte ich als begeisterter Fußballer meine komplette Freizeit in diesen Sport, interessierte mich aber auch immer sehr für den Immobilienmarkt.

Unser Beruf ist der wahr gewordene Traum von Freiheit und Zufriedenheit – für uns und unsere Kunden.

Und irgendwann fing ich an, den Ball mehr und mehr gegen die Schlüssel zu Traumimmobilien zu tauschen, und machte schlussendlich damit mein Hobby und meine Leidenschaft zu meinem Beruf. Hinter einer erfolgreichen Firma steht meist auch eine starke Persönlichkeit. Was würden Sie sagen ist Ihr Schlüssel zum Erfolg? Nicht immer ist der einfachste Weg auch der beste, deshalb habe ich gelernt, ihn auch nicht zu gehen. Und selbst wenn das mal eine Niederlage bedeutet, dann habe ich zumindest etwas daraus gelernt und bin daran gewachsen. Diese Überzeugungen haben mich bisher auch erfolgreich durch diese Krise gebracht. Fußball und der Sport haben mich Ausdauer und Disziplin gelehrt, aber auch, wie bedeutend ein starkes Team ist. Ich bin immer wieder beeindruckt von unserem einzigartigen Team-Spirit und wie jeder von uns täglich mit voller Freude unserem geliebten Beruf nachgeht. Generell ist mir mein ausgewogenes und harmonisches Umfeld enorm wichtig und wesentlich für meinen Erfolg. Ohne den wertvollen Ausgleich, den mir meine Frau und meine beiden Kinder geben, wären ich und die Cum Laude Immobilia heute nicht das, was wir sind: erfolgreich im Finden von Lebensqualität.


Unvergleichlich. Wohlfühlen. Unvergleichlich. Wohlfühlen. Vo m Pe nt hou se zu m L a n dh a u s oder dem Lu x u sch a l et: Cu m Lau de I m m o bi l i a K i tz bühel verschreibt sich dem Finden I hrer Lebensqualität. E x k l u s i ve Wo h nt rä u m e a n den schönst en Fleckchen Kit z bühel’s und Umgebun g. Ma ß gesch n ei der t a u f da s wa s zä h l t: Si e. Vo m Pe nt hou se zu m L a n dh a u s oder dem Lu x u sch a l et: Cu m Lau de I m m o bi l i a K i tz bühel verschreibt sich dem Finden I hrer Lebensqualität. E x k l u s i ve Wo h nt räu m e an den schönst en Fleckchen Kit z bühels und Umgebung. Ma ß gesch n ei der t a u f da s, wa s zä h l t: Si e.

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IMPRESSUM Unsere KITZBÜHELERIN – Herz der Region

Die besten Seiten des Bezirks

Herausgeber, Medieninhaber & Hersteller Tirolerin Verlags GmbH Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck 0512 / 55 16 00–0 office@tirolerin.at office@unserekitzbuehelerin.at

Editorial

Geschäftsführer Mag. Andreas Eisendle Mag. Katharina Zierl Mag. (FH) Mario Jordan Magazin- & Anzeigenleitung Mag. Bettina Huber 0664 / 530 65 66 bettina.huber@unserekitzbuehelerin.at Assistenz der Geschäftsführung Nicole Möller Martha Strickner Chefredaktion: Conny Pipal 0664 / 163 49 47 conny.pipal@unserekitzbuehelerin.at Chefin vom Dienst Corina Spiegl Redaktionsteam Mag. Katharina Zierl Ulrich Ringhofer Elisabeth Probst, B.A. Andrea Lichtfuss, M.A. Anzeigen Mag. Bettina Huber, Ursula Meyer Lektorat MMag. Maria Oberhofer Mag. Dr. Melanie Knünz Grafik-Kontakt 0512 / 55 16 00–5590 grafik@unserekitzbuehelerin.at Grafik-Team Barbara Schattanek, Lea Vogelsberger Cheryl Kapferer, Ines Meßnart Abo-Verwaltung 0512 / 55 16 00–1509 abo@tirolerin.at Druck Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H. Vertrieb Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH, 5081 Anif Die nächste Ausgabe erscheint am 11. Juni 2021.

www.unserekitzbuehelerin.at Informationen zur Offenlegung gem. § 25 MedienG können unter der URL www.tirolerin.at/impressum abgerufen werden. Weitere Infos zum Datenschutz sind unter www.tirolerin.at/info/datenschutz-und-cookies/ abrufbar.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Gerade noch waren wir im geschäftigen Tun versunken, schon widmen wir uns der nächsten Aufgabe. Und jetzt gerade? Ist all dies schon wieder Vergangenheit. Und abermals ist unsere Zeit damit ausgefüllt, die Zukunft zu gestalten. Kein Augenblick kann festgehalten werden. Das Blatt, das gerade noch am Baum hing, flattert tänzelnd im Wind und landet sanft am Boden. Kein Schneekristall sieht aus wie der andere, jede Welle erhebt sich stolz in ihrer Einzigartigkeit. Alles ist im Fluss und dem stetigen Wandel unterworfen. Je mehr wir uns der Veränderung hingeben, umso leichter können wir damit gut leben. Das heißt nicht, dass wir alles hinnehmen. Ganz im Gegenteil, wir müssen handeln. Je mehr wir unsere Visionen an die Gegebenheiten angleichen, je liebevoller wir die Schwächeren schützen, je würdevoller wir mit der Umwelt umgehen, je mutiger wir Plänen Raum geben, je flexibler wir unseren Geist bewegen, je beherzter wir Neues vertrauensvoll zulassen, desto größer wird die Chance, den Wandel zum Wohle aller zu vollziehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Inspiration mit der neuen Ausgabe Unserer KITZBÜHELERIN. Von ganzem Herzen Ihre Conny Pipal 9


38 92 Titel

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Inhalt 16

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Lachen ist die beste Medizin 34 „Bergdoktor“-Star Mark Keller im Gespräch 38 Von Katern und Kartoffeln Ski-Club-Präsident Michael Huber zu Besuch bei Hahnenkamm40 Bäuerin Rosemarie Gasteiger

MODE 24

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SCHÖN & GESUND

42

Starke Schulter Das Comeback des Schultertuchs und wie man es richtig stylt Hüftgold Wie der richtige Gürtel 44 jedes Outfit aufwertet

Im Flow Die Kraft von reinem Wasser Mit der Kraft der Natur Löwenzahnsalbe und -öl zum Selbermachen In der Dampfkammer Wie ein Thymian-Dampfbad die Lebensgeister weckt Gemeinsam stark Über die vitalisierende Wirkung von Zitrone und Ingwer

WOHNEN Tonangebend Sound-Systeme für daheim 10

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Gatschen und Brennen Von der Leidenschaft des Töpferns Grünes Zuhause Die richtigen Zimmerpflanzen für ein optimales Raumklima

LEBEN 74

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84

Ein Herz für Samtpfoten Wie ein Verein flauschigen Vierbeinern zu neuem Glück verhilft Die Top-Fachkräfte von morgen Lehrlinge als Grundlage einer gesunden Wirtschaft Wohlfühlort Der Lilienhof in Schwoich als Kraftplatz für Mensch und Tier

© Shutterstock (2), ZDF/Andrea Leichtfried, Doris Kern

MENSCHEN


Zu Weihnachten:

einfach

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zurücklehnen Liebe Kunden, Partner, Freunde und Mitarbeiter! Wir wünschen euch besinnliche Stunden mit jemandem zum Anlehnen und viel, viel Zeit zum Kraft tanken. Damit ihr euch 2021 alle fühlt, als könntet ihr Bäume ausreißen!

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GENUSS

KULTUR

FREIZEIT

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Richtig einlagern Die Wiederentdeckung von Großmutters Vorratskammer 96 Gelber Tausendsassa Von Bonbons bis Muffins: die besten LöwenzahnRezepte zum Nachkochen 102 Süße Versuchung So gelingen die perfekten Strauben 106 Keschtn, Schmandl & Co. Eine kulinarische Reise durch das Tiroler Dialektwörterbuch 108 Eine Rübe wie keine andere Die Stoppelrübe – ein Wildschönauer Wunderkraut

Klein, aber oho Kleinkunst Kitzbühel bringt Kabarett, Konzerte und Schauspiel in die Gamsstadt 114 Alles im Blick Ein Besuch bei der Jochberger Dorfchronistin Anneliese Hechenberger 116 Vermächtnis Auf den Spuren von Architekt und Baumeister Clemens Holzmeister 118 Es war einmal ... Für gemütliche Winterabende zuhause: die Sage vom Sintersberg-Drachen

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Im Adler(innen)horst Drei Eishockey-Damen im Gespräch 124 Fernweh Namibia – zwischen Abenteuer und Gaumenfreuden 130 Analoge Glückseligkeit Die Bücherklause – ein Dorado für alle Leseratten

GESELLSCHAFT 134

Der perfekte Abschlag Hotelier Christian Harisch lud zum Golfturnier

© Shutterstock (2), Jan Hetfleisch, Samtpfotenstube

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© Stanglwirt

Menschen

Beruf als Berufung Vom ersten Arbeitstag als Lehrling bis zum letzten Arbeitstag vor Pensionsantritt: 44 Jahre arbeitete Anneliese Treichl als Kellnerin beim Stanglwirt.

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ass Anneliese Treichl ihren Beruf als Kellnerin im Stanglwirt leidenschaftlich gemocht hat, belegt noch ein überzeugender Umstand, der Seltenheitswert hat: In ihren 44 Arbeitsjahren findet sich kein einziger Krankenstand. Dass die Zugehörigkeit zur Stanglwirt-Fa-

milie auch weit über die Berufskarriere hinausgeht, beweist Anneliese Treichl. Auch heute noch fährt sie gerne zum Stanglwirt – freilich nicht mehr zur Arbeit, sondern zum Kaffee und Austausch mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen oder auf ein paar Worte mit der Fami-

lie Hauser. „Es ist ein Daheim. Das Gefühl der Zugehörigkeit endet nicht mit dem letzten Arbeitstag.“ 44 Arbeitsjahre, die Arbeitnehmerin und Arbeitgeber mit Bravour, Exzellenz und Herz gelebt haben, verbinden weit über die Arbeit hinaus – sie verbinden fürs Leben.


Menschen

Der Oberarzt vom Bergdoktor

Mark Keller spielt neben Hans Sigl die medizinisch wichtigste Rolle in der TV-Serie. Als Alexander Kahnweiler findet er stets das passende Rezept, um seinen Fans die richtige Dosis Unterhaltung zu geben. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: ZDF/Andrea Leichtfried, Stefanie Leo, Christian Tharovsky, Tobias Hase

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m neben dem Bergdoktor Martin Gruber die Herzen der Fans höherschlagen zu lassen, muss man wohl die Fähigkeit haben, die Hormone der Zuschauer wirkungsvoll in Wallung zu bringen. Und dazu gibt es für Mark Keller eine eindeutige Diagnose: Der deutsche Schauspieler und Sänger ist in seiner Rolle als Oberarzt die perfekte Besetzung, um auch die schwierigsten Patientinnen und Patienten schlussendlich gesund zu entlassen. Auch in Liebesdingen hat er mit der Tochter des Chefarztes der Klinik zur Primetime sein Kollegen und Freunde in der Serie und im wahren Leben: Hans Sigl und Mark Keller

Glück gefunden, auch wenn das Paar so manches Mal an Missverständnissen laboriert. Mark Keller hat vor seinem Einstieg bei der Serie Bergdoktor im Jahr 2007 bei einer Reihe von erfolgreichen Krimi- und Actionproduktionen mitgespielt. Seinen Durchbruch schaffte er bei der Rudi-Carrell-Show mit einer Dean-Martin-Imitation. Zurück am Bergdoktor-Set erzählt er uns von seiner Freundschaft zu Hans Sigl, seiner Einstellung zum Rollenbild der Frau und von den Herausforderungen beim Drehen während der Krise.

UNSERE KITZBÜHELERIN: Wenn ich Sie sehe, denke ich ganz unweigerlich immer noch an Ihre Dean-Martin-Darstellung im Jahr 1989 in der Rudi-Carrell-Show. Warum ist gerade die Wahl auf Dean Martin gefallen und sprechen Sie die Leute auch heute noch darauf an? Mark Keller: Ich habe diese Musik von Dean Martin, dem Rat Pack, Sinatra und Co schon immer sehr geliebt. Ich bin dem Stil auch treu geblieben und swinge, wann 16

immer es geht. Diese Show bei Rudi Carrell ist ja echt schon eine Weile her ... wie sagt man? „Die Älteren unter den Lesern werden sich vielleicht daran erinnern.“ Aber ja, ich werde immer noch darauf angesprochen, und darüber freue ich mich auch sehr. Es war ja auch für mich ein wichtiger Wendepunkt in der Karriere. Vom Mikro haben Sie dann zur Waffe gegriffen und in der Actionserie „Alarm für Cobra 11“ die Hauptrolle des Kommissars übernommen. Ist es für Sie leicht, in eine ganz andere Rolle zu schlüpfen? Zwischendurch spielte ich auch noch einen Animateur in „Sterne des Südens“. Ich bin nach der Rudi-Carrell-Show in diesen Beruf, von dem ich früher nur geträumt hatte, hineingestolpert, und mir machte er von Anfang an großen Spaß. In andere Rollen zu schlüpfen, ist ganz einfach die Grundlage für das Schauspiel und macht den Beruf so spannend. Seit 2007 spielen Sie an der Seite von Hans Sigl den Oberarzt Dr. Alexander Kahnweiler und sind in der Serie nicht nur sein Kollege, sondern auch sein


Menschen

Freund. Wie sieht es im wahren Leben aus? Auch im wahren Leben sind wir Kollegen und Freunde. Hans Sigl ist für die Serie ein ganz großes Geschenk, denn er trägt uns alle mit seiner Freude, Professionalität und seinem Humor. Wir lachen wirklich viel am Set, manchmal für den Geschmack des Regisseurs etwas zu viel. Die Frau an Ihrer Seite in der Serie hat offensichtlich die Hosen in der Beziehung an. Wie stehen Sie zu diesem Rollenbild? Tja, Vera, die Frau von Kahnweiler, ist schon ein besonderes Exemplar. Ich halte es da persönlich lieber mit dem Prinzip Augenhöhe und Gleichberechtigung. Wenn permanent einer vor dem anderen kuscht, ist das auf Dauer für beide Seiten ungut. Aber der Dr. Kahnweiler scheint es mit Fassung zu tragen, weil er weiß, dass sie tief innen eine ganz liebe Frau ist. Welchen Herausforderungen stehen Sie und das Bergdoktor-Team in dieser Krisenzeit bei den Dreharbeiten gegenüber? Es gibt ein Hygienekonzept, an das sich sehr streng gehalten wird. Wir werden sehr oft getestet, halten Abstand und tragen Masken, wann immer die Kamera aus ist. Es ist insgesamt eine harte Zeit, aber ich würde jetzt auf hohem Niveau jammern. Wir können arbeiten, auch wenn es komplizierter für diejenigen ist, die das alles zu organisieren haben. Es gibt viele Menschen, die von der jetzigen Situation weitaus härter betroffen sind. Alle Kollegen der Musik- und Kulturbranche haben da im Moment ganz an-

dere, nämlich existenzielle Probleme. Das weiß ich, und das weiß unser ganzes Team, und darum nehmen wir diese Unannehmlichkeiten mit Fassung hin. Sie erleben wohl auch lustige Hoppalas während der Dreharbeiten zum Bergdoktor. Können Sie uns einige Anekdoten erzählen? Ja, oft ist es vor allem unsere unfassbar gute Laune, die dem Regisseur das Leben schwermacht. Einmal hat er Hans Sigl und mich vor die Tür geschickt, damit wir uns dort auslachen … Besonders in dem Krankenzimmer der Intensivsta-

„Unsere unfassbar gute Laune macht es dem Regisseur oft schwer.“ MARK KELLER

tion, das wir in einem Studio drehen, gibt es immer mal skurrile Momente. Da liegt dann ein Kollege, der die Episodenhauptrolle hat, spielt, dass es um Leben und Tod geht, und kurz bevor die Klappe schlägt, muss er sich noch die letzten Lachtränen aus dem Auge wischen. Für die Fans vom Bergdoktor werden auch immer wieder Fanwanderungen und ähnliches veranstaltet. Welche Erlebnisse gibt es da mit Fans? Dieses Jahr fanden diese Events ja leider nicht statt. Das ist schade, denn auch für uns sind das immer ganz besondere Ver-

Dr. Kahnweiler mit seiner Liebsten Vera

anstaltungen. Zu sehen, dass so viele Menschen das, was wir spielen, so sehr mögen, dass sie dafür zum Teil weite Anreisen auf sich nehmen, um einen Abend mit uns zu verbringen, ist toll. Verbringen Sie auch Zeit in den Kitzbüheler Alpen außerhalb der Dreharbeiten? Ich würde so gerne viel mehr Zeit in der Region verbringen, aber mein Terminplan lässt es leider nicht zu. Immer wenn ich aber da bin, genieße ich es in vollen Zügen. Haben Sie einen Lieblingsplatz, einen Lieblingsort hier? Nicht nur einen! Ich kann das gar nicht benennen, weil ich jedes Mal einen neuen „Wow“-Moment erlebe. Da reicht es ja schon, am Morgen aus dem Fenster auf den Kaiser zu schauen. Was essen Sie am liebsten von allen typischen Tiroler Gerichten? Es ist wahrscheinlich nicht Tirolerisch, aber ich liebe Wiener Schnitzel und finde, dass es nirgends auf der Welt so gut schmeckt wie hier. Wie würden Sie jemandem die Region Kitzbühel beschreiben, der noch nie hier war? Das ist so unbeschreiblich schön, und es sind sagenhaft nette Menschen hier. Fahr hin – und wie sagte Carrell immer? „Lass dich überraschen!“ Sind Sie schon einmal die Streif gefahren? Ja, da habe ich mich tatsächlich schon mal runtergestürzt und hatte großen Spaß daran. Im Sommer ist es in der Region aber auch super. Ich spiele wahnsinnig gerne Tennis, und dafür gibt es ja auch sensationell schöne Plätze.


Menschen

Die Hahnenkammbäuerin

und ihr Wetterkater Michael Huber hebt die Rosemarie Gasteiger aufs Podest, auch wenn sie den Ski-Club-Präsidenten ordentlich ins Schwitzen bringt. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Jan Hetfleisch

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ir haben quasi den Sport vor der Haustür“, lacht Hahnenkammbäuerin Rosemarie Gasteiger und öffnet ebendiese für einen bekannten

„Wenn wir nicht auf die Rosemarie gehört haben, sind wir im Dreck gestanden.“ MICHAEL HUBER

Besucher. Doch bevor der Ski-Club-Präsident Michael Huber die Hausherrin auf ihrem Hohenegghof herzlich begrüßt, bekommt Oskar seine Streicheleinheiten: „Die Rosemarie hat hier herob’n keinen Wetterfrosch, sie hat einen Wetterkater“, sagt er lachend, holt sein Handy aus der Hose und zeigt die Beweisbilder: „Ich bekomm’ immer die Fotos von der Rosemarie g’schickt. Wenn der Oskar im Winter im Waschbecken liegt, heißt’s, das Wetter schlägt um, und es wird kalt.“ Warum auch im Sommer eine frische Brise über den Hahnenkamm weht, weiß die Grundbesitzerin des Ganslernhanges und der Zielein18

fahrt der Slalomstrecke genau: „Eine Gletscherzunge ist da durchgegangen, wo jetzt das Gemüsebeet ang’legt ist. An diesem Platz ist es immer zehn Grad kälter. Wenn wir am Zielhang heu’n, ist der Boden immer feucht und kalt. Wenn’s heroben beim Haus schon aper ist, liegt da unten noch Schnee, und man kann noch Skifahr’n“. Heute wird der berühmte Streckenabschnitt, der als Kartoffelacker dient, gepflügt: „Mit einem ganz alt’n Pflug leg’n wir die Zeilen für die Kartoffeln mittels Seilwinde an. Auch unsere Egg’n ist schon über 70 Jahr’ alt. Einmal hab’ ich zum Michael g’sagt, ‚komm hilf mit‘. Da hat er g’sehen,


Menschen

Stolz thront der Hohenegghof über der Stadt Kitzbühel.

Oskar, der Wetterkater

was das für eine harte Arbeit ist“, schmunzelt Rosemarie, und Michael redet sich lachend auf seine zwei linken Hände raus. Aber natürlich wollen wir das nicht so stehenlassen und lieber erzählen, was er macht, damit Rosemaries Pflanzen prächtig gedeihen: „Um die Beete zu schützen, hab’ ich ihr vom Skiclub die Fangzäune zur Verfügung g’stellt, da wo die Leut’ beim Rennen einikug’ln“, sagt Michael Huber, und Rosemarie freut sich: „So können uns die Wildtiere nicht das Angebaute abfressen.“ Dank des Netzes wachsen Gemüse und Obst am Ganslernhang einträchtig nebeneinander. Blau- und Weißkraut,

Erbsen und Bohnen, Mangold und Mais, Sonnenblumen und sogar Süßkartoffeln fahren auf den berühmten Boden ab. Auch Salamander, Ringelnattern, Eidechsen, Kröten und Frösche besiedeln mit Vorliebe den Hahnenkamm. FELLPFLEGE FÜR DIE FACKLN Rosemarie wiederum liebt ihre Tiere im Stall: „Die restliche Milch unserer Kühe bekommen die Kälber. Unsere Schweine füttern wir nicht mit Küchenabfällen, weil das Fleisch dann nicht gut schmeckt. Unsere Fackln werden gepflegt und gebürstet.“ Tja, und am Hof sind die Hähne im Korb gleich sechs Gockel, die mit 19

30 Hennen glücklich leben und eines natürlichen Todes sterben dürfen. Die Hahnenkammbäuerin lebt nicht nur im Einklang mit Natur und Tier, sondern schaut auch auf den Einfluss des Mondes: Das wiederum beeinflusst die Vorbereitungen auf das wichtigste Rennen der Welt. „Am Anfang hab’ ich es nicht glauben wollen: Da gehst zur Rosemarie und willst was verhandeln, zum Beispiel über Grabarbeiten im Herbst. Dann sagt sie, wir sollen es erst mach’n, wenn der Mond richtig steht. Wenn wir nicht d’rauf g’hört hab’n, sind wir im Dreck g’standen“, erzählt der Ski-Club-Präsident sichtlich beeindruckt.


Ein gutes Netzwerk zum Schutz der Pflanzen Rosemarie Gasteiger zeigt Michael Huber das Pflügen am Kartoffelacker.

Dass Rosemarie auch mit ihren Pflanzen spricht, wurzelt in einem alten Wissen und ihrer tiefsten Überzeugung. Sie zeigt auf den hochgewachsenen Pfirsichbaum voll saftiger Früchte, der stolz seine kräftigen Äste nahe dem Hauseingang ausstreckt: „Vor drei Jahren hab’ ich zwei Kern’ auf diesen Platz ausg’spukt, und im nächsten Frühjahr ist ein zehn Zentimeter langer Stängel herausgekommen, aber er hatte keine Blüten. Heuer hab’ ich g’schimpft: ‚Wehe du hast keine Blüten und keine Früchte, dann schneid’ ich dich um und mach’ eine Blockflöte aus dir!‘ Das hat gewirkt. Normalerweise red’ ich aber liebevoll mit den Pflanzen. Jeden Tag in der Früh bedanke ich mich, wenn ich was von den Kräutern abschneid’.“

Rosemaries Pfirsichpracht vorm Hohenegghof

Unkraut gibt es für Rosemarie keines: „Das sind für mich alles Heilkräuter, die wirksam sind. Das hat mir meine Mutter Barbara g’lernt. So darfst im Frühjahr nur den jungen Löwenzahn und ja nicht zu viel pflücken, weil der alte nur für die Hasen bestimmt ist.“ RUHMREICHER NOTENSCHLÜSSEL Viel habe Michael von Rosemarie gelernt, sagt er. Auch von der Artenvielfalt auf dem Hahnenkamm und wie man aus der Natur lesen lernt, wie sich die Welt verändert: „Das hätt’ ich nie geglaubt, wie die Erde und die Hänge in Bewegung sind. So sieht man in der Nähe vom Hof, wie Findlinge, Granit und Gneissteine herauskommen“, sagt 20

er, und Rosemarie erinnert sich: „Der Michael ist ganz erschrocken. Da kommt plötzlich der Findling heraus, und der Hang wird steiler. Es gibt aber auch Hänge, wo wir früher mit unseren Traktoren nicht mähen konnten, und jetzt geht es plötzlich. Die Slalomfahrer haben immer neue Bedingungen. Man merkt es auch am Gras am Skiclubhang, der Trainingshang von der Skiclubjugend, dort wird das Gras schon dünner.“ Nun, auch wenn das Gras weniger wird, muss es dennoch gemäht werden: „Der Michael hat einmal versucht, den steilen Hang mit der Sense zu mähen. Nach zwei Minuten hat er so g’schwitzt, dass wir g’sagt haben, er soll es lassen“, verrät die vierfache Mutter mit einem schelmischen Lachen auf den Lippen.

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Der Ganslernhang in voller Blüte


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Hahnenkammausblick auf den Wilden Kaiser

Der alte Sessellift mit Blick auf den Ganslernhang

Sie selber sei ein Einzelkind und noch dazu kein „Bua“ gewesen, und das war damals eine Schand’ auf einem Bauernhof: „So hab’ ich alles g’macht, mit der Sichel schneiden, mit der Sensen mähen. Mein Vater hat immer g’sagt, ‚du musst arbeiten‘“, erzählt sie von früher und auch davon, dass sie 47 Jahre lang Lehrerin an der Kitzbüheler Musikschule war: „Damals war mein Vater dort mein Chef, heute ist es mein Sohn. In diesem Haus wurde schon immer fein musiziert und zwar gehobene Musik“, sagt sie stolz und ihr Gesicht, in dem man, auch wenn man noch so genau hinschaut, nicht eine Falte finden kann, strahlt: „Meine Großmutter wurde 93 und hatte auch keine einzige Falte.“ Während Rosemarie das Zucchinirelish aus dem Backofen nimmt und

Michael Huber mit Oskar

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Michael noch einmal den Kater krault, schwärmt sie von der Streif: „Ich bin die Streck’n hunderte Mal g’fahr’n. Wir fahren um halbe Neune hinauf und sind um zehn wieder daheim.“ Das heißt zuhause am Hohenegghof, auf dem Rosemaries Familie schon seit hundert Jahren als Selbstversorger alles verwertet, was die Natur hier auf dem Zielhang hergibt. Doch der prächtige Hof der Gasteigers darf sich auch noch, bevor der Hahnenkamm seine weltweite Bekanntheit erlangt hat, mit einem berühmten Gast rühmen: „Die Kunst war immer schon bei uns daheim. Im Jahr 1897 war Gustav Mahler hier in unserem Haus und verbrachte seine Ferien“, so die Bäuerin, auf deren Hang Sieg und Niederlage so nahe beieinander liegen.


Mode

© Gerhard Baumann, Defrancesco Photography, Intersport Patrick, St- Jp Shoes, Allmoslechner

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Äußerst anziehend Wir sind es uns wert, dass wir uns auch zuhause schick und stylisch kleiden. Für die passenden Teile sorgen unsere regionalen Händlerinnen und Händler.

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ie ein roter Faden zieht sich in diesen außergewöhnlichen Zeiten ein wenig kleidsamer Trend durch die Modebranche: Viele glauben nämlich, sie müssten sich nun – im Homeoffice – nicht mehr stylen. Dabei bietet gerade diese Art und Weise des Lebens und

Arbeitens viel Stoff, um sich Gutes zu tun. Und dazu gehört auch die Kleidung. Ob zuhause oder beim Sport soll man die passenden Textilien tragen, um sich wohlzufühlen. Sich schick zu machen, für die Liebsten oder auch für sich selbst, macht Freude, hebt das Selbstwertge-

fühl und natürlich auch die Stimmung. Und um sich krisenfest zu umhüllen, müssen wir nicht in die Ferne schweifen, denn das Beste ist ganz nah: Unsere regionalen Händlerinnen und Händler haben es für uns eingefädelt, dass wir auch in dieser Zeit gut angezogen sind.


Mode Mit diesem stofflich einwandfreien Textil breitet sich ein unverzichtbarer Trend über der Damenwelt aus: Das Schultertuch umhüllt mit einer Fülle von Variationsmöglichkeiten. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

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ein, das ist kein rotes Tuch in den Augen der Modewelt. Ganz im Gegenteil: Die textile Umarmung kommt im Schulterschluss mit den aktuellen Trends daher und verhüllt heuer erstmals die gesamte Garderobe. Das Schultertuch, auch als Stola bekannt, deckte bereits die Damen der 1990er Jahre zu, jedoch ging es dann in Deckung und taucht nun umso stärker wieder aus der Versenkung auf. Einzig aus der Trachtenmode war die feminine Schulterbedeckung noch nie wegzudenken. Nun spannt sich die Beliebtheit des Tuchs auch über eine Vielzahl von Alltagsoutfits.

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Nie mehr schulterfrei

Die Stola muss übrigens oft Verwechslungen schultern und wird fälschlicherweise auch als Poncho oder Wickeltuch, manchmal gar als Schal bezeichnet. Gut betuchte Fans der Stola wissen aber um den Dreiecksschnitt des Schultertuchs und den fehlenden Armeinsätzen oder Rollkrägen. Höchstens die Bezeichnung Cape wird der Stola gerecht. Vor allem graue Cashmere-Capes gelangen derzeit bei den Promis dieser Welt zu außerordentlicher Berühmtheit. Es mag als weiterführende Form den Capemantel geben, diese Idee kam beim Schultertuch jedoch noch nie zum Tragen. Während alle Materialien wie Cashmere, gehäkelte Wolle, Seide und Baumwolle erlaubt sind, hält man sich bei der Farbwahl für das Schultertuch etwas bedeckt und bleibt bei trendigen Grautönen wie dunkles Anthrazit, mittleres Delfingrau und helles Lichtgrau. Sehr lässig kommt die Kombination mit anderen Kleidungsstücken in derselben Farbe daher. Ein grauer Wollmantel wird durch das zusätzliche Tragen eines gleichfarbigen Schultertuchs schnell zum Trendlook, idealerweise kombiniert man das Outfit mit schwarzen Stiefeletten. Ein dunkelgrauer Mantel mit heller Stola getragen ist eine weitere schöne Wahl, um den legeren City-Look zu unterstreichen. Die auch heuer noch angesagte beige Felljacke verträgt sich gut mit einer grauen Stola, denn die Balance aus den beiden Farbtönen vervollständigt den charmanten Urbanlook.

über der schwarzen Lederjacke im Biker-Look. Im Büro empfiehlt sich unter dem Trendtuch ein schwarzer oder purpurfarbener Rollkragenpullover. Der entspannte Alltagslook wirkt wunderbar weiblich und hält die Trägerin gleichzeitig schön warm. Nur zu gerne dient das Schultertuch als treue Begleitung zu Abendterminen in eleganten Kleidern und Roben. Elegant um den Arm gewickelt und bestenfalls im selben Farbton wie Clutch oder Handtasche ist die Stola im Gegensatz zu Sakko oder Mantel nicht hinderlich im weiteren Verlauf des Abends. Nicht selten weisen Stolas auf beiden Seiten unterschiedliche Farbtöne auf, dies lässt der Wahl der Kleidung zahlreiche Möglichkeiten offen – mit nur einem Schultertuch sind so schnell viele verschiedene Variationen und Looks kreiert. Eine besonders beliebte Randerscheinung heuer sind Volants, also große Rüschen als Stoffabschluss. Dies lässt die Trägerin außerordentlich weiblich wirken und umspielt zart die femininen Kurven. Somit gilt für alle trendbewussten Frauen für die kommenden Monate: Stil zeigen und die Schultern schick mit einer Stola umhüllen.

Das Schultertuch umspielt formvollendet die weibliche Silhouette.

TRENDIG GETRAGEN Einen gewollt schicken Stilbruch erreichen die Damen der Schöpfung heuer durch das Tragen des Schultertuchs 25


Mode Naviri – den Alleskönner aus dem Hause minimum – gibt es derzeit in den Farben Blau, Grün und Schwarz. Wasserdicht, atmungsaktiv und superwarm! Erhältlich bei Milk.world.changingroom in St. Johann, P. a. A.

Hemd „Abigail“ mit Fliege von Pepe Jeans, erhältlich bei Intersport Patrick in St. Johann, um € 74,99

Boots von STOKTON, erhältlich bei ST. JO SHOES & MORE in St. Johann, um € 320,–

Schick

durch den Winter Ob zum Weihnachtsfest, am Silvesterabend oder beim Schneespaziergang: Mit diesen Trendteilen legen Sie garantiert einen stilvollen Auftritt hin!

Sonnenbrille im Stil der späten 50er-Jahre von Saint Laurent, erhältlich bei Allmoslechner United Optics in Kitzbühel, um € 269,–

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Das nachhaltige Brillenetui aus Leder umhüllt die Kitzbühel-Eyewear-Kollektion. Erhältlich bei Allmoslechner United Optics in Kitzbühel, P. a. A.

Herrenjacke „Vertical Pro“ , erhältlich bei Peak Performance in Kitzbühel, um € 800,–

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Mode

Frost-Daunenjacke, erhältlich bei Peak Performance in Kitzbühel, um € 420,–

585er-Roségold-Schmuckset mit London-Blue-TopasBrillanten, erhältlich bei Wimmer Schmuck Uhren in St. Johann, P. a. A.

Stretch-Hose, erhältlich bei Peak Performance in Kitzbühel, um € 270,–

Gemütlicher Damen-Hoodie von Salewa, erhältlich bei Intersport Patrick in St. Johann, um € 219,99

Stiefelette von Melvin & Hamilton, erhältlich bei ST. JO SHOES & MORE in St. Johann, um € 225,–

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Mode

Um Kopf und Kragen D

as Kropfband gehört zum großen Teil zur Trachtenmode in Österreich und Bayern und wird ausschließlich sehr eng anliegend getragen. Die waghalsige Geschichte des Kropfschmucks nimmt im Bundesland Salzburg seinen Anfang. Jahrhundertelang herrschte dort ein Mangel in der Ernährung, speziell Jod war nur besonders gut betuchten Bewohnern zugänglich. Schließlich hatte Salzburg zwar ein sehr florierendes Geschäft mit gewonnenem Salz, doch Jod ist nur in Meersalz enthalten. Eine Unterversorgung von Jod führt zu einer starken Vergrößerung der Schilddrüse, dem Kropf also. Um jenen hervorstehenden Knoten am Hals zu verdecken, begannen die Damen ab dem 19. Jahrhundert, zu Festen und eleganten Anlässen ein Kropfband zu tragen. Besonders mutige Frauen unterzogen sich damals einer riskanten Schilddrüsen-Operation zur Entfernung des Kropfs und verhüllten mit dem breiten Band die große Narbe, die ein Leben lang zu sehen war. Außerdem fungierte der Halsschmuck kurioserweise auch als Schwangerschaftstest. Damen, denen das Herz ob des möglichen Besuchs vom Storch bis zum Halsband schlug, trugen ein Kropfband. Durch die Ausschüttung des Hormons Thyroxin schwillt mitun-

ter die Schilddrüse an, womit das Band deutlich enger wird – was den berühmten zwei Strichen auf dem heutigen Schwangerschaftstest entspricht. EDEL BESETZT Dem Kropfschmuck wurde in Zeiten der Französischen Revolution ein politisches Statement aufgehalst: Frauen trugen rote Schleifen am Hals, um an die

Das Kropfband wird nicht nur zur Tracht getragen. Menschen zu erinnern, die der Guillotine zum Opfer gefallen waren. Damen aus dem horizontalen Gewerbe einigten sich eine Zeit lang als Erkennungszeichen auf ein schwarzes Band um die Kehle. Einfaches Volk trug seit jeher ein ungefähr sechs Zentimeter breites Samtband, je nach Wohlstand wurde dies mit kleinen Stickereien oder Schmuck wie Steinen oder Perlen verziert. Sehr reiche 28

Ein Band als Bund fürs Leben: Das Kropfband steckt bis zum Hals in der bayerischen und öster-­ reichischen Trachtentradition und verhilft dem Dirndl erst zur Vollendung. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

Damen konnten mit aufwändigeren Bändern aufwarten. Kleine Kettchen aus Gold oder Silber wurden durch Stege zusammengehalten. In der Mitte der luxuriösen Kropfbänder findet sich auch heute noch ein ganz besonderes Mittelstück, nicht selten mit Edelsteinen besetzt. Auch heutzutage ist das Kropfband ein wesentlicher Bestandteil so mancher Trachten. Modebewusste Damen tragen es zur weißen Bluse und Lederhose. Eine rein oberflächliche Wirkung hatte das Kropfband bereits immer: Der Hals wird optisch gestreckt und wirkt somit zarter und mädchenhafter. Eine Neuinterpretation außerhalb der Trachtenwelt fanden die Kropfbänder in den 1990er Jahren. Damals trug die Damenwelt so viele Samtbänder oder Plastikalternativen, bis ihnen der Kragen platzte und den Schmuck schubladisierten. Und so erlitt der Halsschmuck einen abrupten Genickbruch – bis er als dünnes Lederband mit dezentem Anhänger unter dem Namen Choker wieder aufatmen durfte. Seit ein paar Jahren taucht die moderne Version des Kropfbands in den Shows auf den Laufstegen dieser Welt immer wieder und immer öfter auf. Die Modewelt hat sich Hals über Kopf in dieses Accessoire verliebt, das stetig mehr Fashionistas um den Finger wickelt.


Mode

Nachhaltiger Blick nach vorn

Aus dem Blickwinkel des stetigen Wandels präsentiert Andreas Allmoslechner zu seiner außergewöhnlichen Brillenkollektion Kitzbühel Eyewear eine sehenswerte Ergänzung und erweiterte das Sortiment mit einer edlen Metallfassung und exklusiven Lederetuis.

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© Allmoslechner

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it der Verwirklichung einer einzigartigen Brillenlinie im Jahr 2012 zog Andreas Allmoslechner alle Blicke auf Kitzbühel Eyewear. Eine kleine italienische Manufaktur in den Dolomiten fertigt seither seine Eigenkollektion, bestehend aus Fassungen und Sonnenbrillen in limitierter Stückzahl aus hochwertigem Kunststoff. Als Markenzeichen wird die Kitzbüheler Gams dezent am rechten Bügel händisch eingearbeitet. Die Brillen werden mit auserlesenen Markengläsern von Essilor, Rodenstock oder Zeiss versehen. Stets die Trends im Auge war Andreas Allmoslechner bestrebt, zu dieser edlen Eigenmarke eine weitere Kollektion, die mit Metallfassungen versehen ist, auf den Markt zu bringen. Ganz nahe der

ursprünglichen Brillenmanufaktur und exakt hundert Kilometer Luftlinie von Kitzbühel entfernt, entdeckte der Meisteroptiker ein weiteres kleines Unternehmen, das seit Kurzem feinste Metallfassungen von höchster Güte von Hand für Allmoslechner United Optics herstellt. „Unsere Intention war es, zeitlose, klassische Brillen in höchster Qualität

anzubieten, die unter besten Bedingungen gefertigt werden. Die Metallfassungen sind reine Handarbeit und werden nachhaltig, ohne Großhändler, im Hintergrund in Europa produziert. Damit stimmt auch das Preis-Leistungsverhältnis“, so Andreas Allmoslechner. Die ins Brillenglas eingelaserte Gams lässt das Original erkennen. Auch in Hinblick auf die Etuis hat man einen Wandel vollzogen und in den Dolomiten eine Ledermanufaktur gefunden, die aus den Resten der Schuhindustrie die schützenden Hüllen, jede ein nachhaltiges Unikat, für Kitzbühel Eyewear anfertigt.

Allmoslechner United Optics Hinterstadt 12 • 6370 Kitzbühel Tel.: 05356 / 74 200 all@optic.at • www.optic.at

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Mode

Bitte anschnallen! Modebewusste Frauen wollen sich wieder binden: Der Gürtel als Fashion-Accessoire für Herbst und Winter wickelt wirklich jede ein. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

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ute Verbindungen sind wichtiger denn je: im Straßenverkehr, am Smartphone oder in der Nachbarschaft. Nun auch in den Fashion-Trends für die Herbst- und Wintersaison. Der Gürtel erlebt erneut sein Comeback. Bereits in der Jungsteinzeit wurde mithilfe von Kettenschnüren mit Haken der Sitz der Kleidung stark verbessert. Außerdem zeigte das Schmuckstück mitunter die gesellschaftliche Stellung recht deutlich an: Wer die metallische Befestigung trug, galt als hohes Tier in der Steinzeit-Society. Später erkannte der Mensch weitere Vorteile an der verzierten Taille. Schließlich konnte man an die Kettenglieder praktischerweise Werkzeug hängen. Je mehr Kette desto mehr Schutz: Jäger wickelten sich so viele Metallglieder als möglich um die Körpermitte, um sie vor möglichen Angriffen zu schützen.


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Junge Männer der Jungsteinzeit wurden als Steinskulpturen mit Gürtel abgebildet, auch in Gräbern der Bronzezeit konnte man Kettenschnüre finden. Während man bislang die Mitte der Kette mit einem kleinen Haken schließen musste, erfanden die Römer etwas Neues und entwickelten eine passende Gürtelschnalle. Den Damen von damals diente der Gürtel als Zierde, die Herren verherrlichten ihre Uniformen mittels mehrerer Schmuckelemente wie eben auch dem breiten Bauchband. IMMER ZUSAMMENHALTEN So existierte der Gürtel ganz gut neben anderen Schmuckstücken jahrhundertelang und wurde erst im Mittelalter wieder als symbolträchtiges Must-have aus der Schublade gezogen. Denn plötzlich wurde der aus Leder gefertigte Bund zum Statement-Accessoire für Macht, Stärke und Treue in der Ehe. Besser betuchte Herren aus dem hiesigen Adel trugen zusätzlich eine Schlinge mit der damals mitunter notwendigen Schwertaufbewahrung. Mit der Wahl des Materials wurden bereits die Einkommensverhältnisse der Familie zur Schau getragen: Seide, Samt und Brokat mischten sich elegant unter das Ledergeflecht.

Im 12. Jahrhundert wickelte die Modebranche die Damen und Herren gehörig ein. Wer etwas gelten wollte, musste die doppelte Länge wählen und sich zweimal mit dem Gürtel einbinden. Interessanterweise begann wenig später, im 13. Jahrhundert, die Karriere der Bauchtasche – zumindest ihres Vorläufers. Denn an dem schmuckvollen Gürtel wurde von nun an der kleine Geldbeutel befe-

Der Gürtel zeigt sich als modisches Accessoire in seiner ganzen Bandbreite. stigt, zwei Jahrhunderte später zusätzlich klingende Glöckchen und weitere hundert Jahre später sogar Utensilien des Alltags wie Schere, Messer und Gabel oder Zahnstocher. Allerdings durfte den kleinen Erste-Hilfe-Gürtel niemand sehen, weshalb er unter dem obersten Rock versteckt werden musste. So gut durchdacht und doch nicht unverwüstlich! Und so verschwand er als tragendes 32

Element sehr plötzlich gänzlich aus der Fashion-Branche. Dafür kamen Schärpen für Damen und Herren gleichermaßen zum Tragen. Die Hosenträger spielten bis circa 1890 eine tragende Rolle und verdrängten bis dahin den Gürtel komplett aus den damaligen Kleiderschränken. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts fanden findige Frauen das Lederband um den Leib wieder schick und führten es konsequent zurück in die Mode der Gesellschaft ein. FESTE BINDUNG Die Beliebtheitswerte der Schnalle schnellten immer wieder in die Höhe und flauten ebenso schnell wieder ab, um dann wieder eine modische Runde in der Fashion-Welt zu drehen, um nicht nur Hosen und Röcke an die richtige Stelle zu rücken. Für die kühlen Monate werden ebenso Mäntel und Strickjacken mit entweder sehr breiten oder sehr schmalen Ledergürteln zusammengehalten, besonders beliebt ist die Farbe Cognac. Mehrere Verschlussarten stehen mit ihrer ganzen Bandbreite zur Verfügung, nämlich Schnallen, Koppelschlösser, Haken und D-Ringe. Ein Gürtel ohne Schnalle wird mit einem einfachen Knoten gebunden.


© Thomas Kirchmaier

Schön & gesund

Natürliche Schönheit Die einzigartige Methode mit klinisch nachgewiesener Wirkung sorgt für ein ebenmäßiges Hautbild und verfeinert die Poren.

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er neue Trend in Sachen Beauty nennt sich NoTox und präsentiert sich als giftfreie Alternative für Stirn, Lachfalten- bzw. Mundbereich, Kinn, Hals und Dekolleté. Faltenbildung wird verhindert, die Haut nachhaltig geglättet. Eine Kombination von Aminosäuren mit

der Option, Nervensignale in Haut und Muskulatur abzuschwächen. Es wird eine Muskelentspannung erwirkt, Mimikfalten verringern sich, und Faltenbildung wird verhindert. Das Hautbild wird ebenmäßig, die Poren werden verfeinert. Bereits nach einer Behandlung stellt sich

ein sichtbarer Erfolg ein. NoTox ist das einzige Antifalten-Peptid mit einer Wirkung, die klinisch nachgewiesen ist. Institut Chenot Kosmetik GmbH • Bayerhamerstraße 12/Ecke Rupertgasse • 5020 Salzburg • Tel.: 0662 / 87 29 81 • www.institut-chenot.com


Schön & gesund

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Heilquelle für Haut und Herz

Ein Gesichtsguss mit reinem Wasser ist alles andere als ein Tropfen auf den heißen Stein: Dank der Anwendung mit dem kühlen Nass sprudelt die Lebensfreude und bringt die Energie zum Fließen. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

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ank der vielen Kneippvereine im ganzen Land wird das wunderbare Wissen des Wasserpfarrers Sebastian Kneipp in die Welt hinausgetragen. „Ich bin der vollsten Überzeugung, dass der größere Teil der Menschheit viel gesünder, glücklicher und zufriedener leben würde, wenn man eine vernünftige Wasserkur gebrauchen würde“, so seine Philosophie. Bis heute hat diese Weisheit nichts an Gültigkeit verloren. Die Anwendungen erfreuen sich auch wegen der einfachen Anwendung großer Beliebtheit. Gabi Rieser ist Kneippexpertin und sorgt in der Region Kitzbühel dafür, dass die wertvollen Erkenntnisse rund ums Wasser nicht versiegen. Sowohl als frischer Feuchtigkeitsspender als auch als wahres Schönheitselixier eignet sich der Gesichtsguss ausgezeichnet als Frischmacher zwischendurch. Für „Unsere Kitzbühelerin“ hat die Brixentalerin einen ganz einfachen Tipp, um das Wohlbefinden zu steigern.

UND SO FUNKTIONIERT DER GESICHTSGUSS NACH KNEIPP „Damit deine Haare nicht ins Gesicht hängen, kannst du diese mit einem Haarband oder -reifen zurückstecken. Stelle die Temperatur auf kaltes Wasser bis ca. 18 Grad ein. Lege dir das Handtuch um den Hals und beuge dich leicht nach vorne. Der Wasserstrahl sollte nicht zu stark sein. Fange an der rechten Schläfe an,

Der kalte Gesichtsguss nach Sebastian Kneipp Wirkung erfrischend • anregend hautstraffend • herzberuhigend Dazu braucht man Gummischlauch: Länge 1,5 Meter Durchmesser 3⁄4 Zoll (20 mm) oder Gießhandstück Haarband • Frotteetuch

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fahre mit dem Wasserstrahl über die Stirn zur linken Schläfe und wieder zurück bis zur Nasenwurzel. Von dort begieße die rechte Gesichtshälfte dreimal in Auf- und Abbewegungen bis zur Schläfe hin, wechsle über die Stirn zur linken Gesichtshälfte und gieße nochmals in drei senkrechten Strichen über das Gesicht. Anschließend umkreise das Gesicht dreimal im Uhrzeigersinn. Atme zwischendurch durch den Mund ein und aus. Du kannst dafür auch den Guss kurz unterbrechen. Zum Abschluss tupfe dir dein Gesicht leicht ab.“ Besonders geeignet bei Abgeschlagenheit, geistiger und körperlicher Ermüdung, Kopfschmerzen, Migräne, Herzstolpern, Herzjagen. Nicht geeignet bei Augenleiden (grauer und grüner Star), akuter Nebenhöhlenentzündung (Stirn-, Nasennebenhöhlen), Nervenentzündungen im Gesicht (z. B. Trigeminus-Neuralgie). Der Gesichtsguss kann auch mehrmals täglich ausgeführt werden.


Schön & gesund

Kosmetikkunst Das Geheimnis von Gesundheit und dauerhafter Schönheit So richtig abschalten, sich verwöhnen lassen, sich etwas Gutes gönnen. Mit einer Behandlung im Institut Chenot erfüllen sich diese Wünsche auf besondere Weise. Diese Methode erfasst den Menschen in seiner Gesamtheit und wirkt sowohl äußerlich als auch innerlich. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Thomas Kirchmaier

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chönheit kommt von innen. Um diesen Spruch zu verstehen, muss man das alte Wissen der fernöstlichen Medizin, wissenschaftliche Erkenntnisse, moderne Therapien und eine gesunde Ernährung verbinden. Diese harmonische Symbiose erzielt eine ganzheitliche Wirkung, die bereits nach der ersten Behandlung erstaunliche Erfolge erzielt. Das Geheimnis der Schönheit liegt in der Weisheit, den Menschen

in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Die Chenot-Methode begleitet den Menschen auf seinem Weg zur Ganzheit. Das seelische und körperliche Gleichgewicht wird wiederhergestellt. Blockierte Energien zeigen sich im Körper, die inneren Organe zeichnen sich im Gesicht ab. Unser Antlitz ist der Spiegel unserer Abläufe und Zustände im Körper und zeigt uns organische Belastungen, schlechte Entgiftung und energetische Störungen. Produktlinie aus naturreinen Rohstoffen


Edles Ambiente im Institut Chenot in Salzburg

Die erfahrenen Expertinnen vom Chenot-Institut können diese Schwachstellen im Gesicht ablesen und wirkungsvoll behandeln. Dies gilt natürlich nicht nur

Elektroakupunktur Im Gesicht zeigen sich die Schwachzonen des Körpers. Diese können durch eine kosmetische Elektroakupunktur ausgeglichen werden. Diese Anwendung zeigt große Wirkung, und die Haut bekommt einen richtigen Frischekick. Zudem werden die Gesichtskonturen gestrafft. Das Hautbild wird dadurch verjüngt und verfeinert, der Alterungsprozess verzögert. Nach einer wohltuenden Behandlung fühlt man sich energiegeladen, erfrischt, und das Gesamtbefinden verbessert sich deutlich, ein Ungleichgewicht wird ausgeglichen. Die Zelltätigkeit und die Selbstheilungskräfte der Haut werden von innen heraus angekurbelt. Es sind keinerlei aggressive Eingriffe notwendig. Die Elektroakupunktur wird mit einer feinen Goldnadel, ohne Einstich, praktiziert. Die Behandlungen werden im Institut Chenot in Salzburg mit viel Fingerspitzengefühl von einer erfahrenen Expertin auf diesem Gebiet durchgeführt.

Nach intensiver Forschung verbindet der Gesundheitsgelehrte und Psychologe Dr. Henry Chenot altes Wissen der chinesischen Medizin mit modernen Therapieformen.

Hochwertige Wirkstoffe verlangsamen den Alterungsprozess der Haut.

Am Beginn wird die Haut sorgfältig auf die Behandlung vorbereitet.

für Frauen, sondern auch für Männer, um ein umfassendes Wohlbefinden zu erzielen.

Elektroakupunktur stimuliert, die Organbereiche angeregt und Ungleichgewichte ausgeglichen.

KOSMETIK UND MEDIZIN Bei den verschiedenen Behandlungen stehen neben der Schönheit auch das Wohlbefinden und die Gesundheit im Fokus. Diese beginnen mit einer Hautanalyse, um eine individuelle Behandlung durchführen zu können. Die chinesische Medizin unterscheidet zwischen fünf Typologien. Je nach Element werden die Anwendungen darauf abgestimmt. Eine Detoxbehandlung ist eine der effizientesten Methoden, weil das Gewebe entschlackt wird. Eine beschleunigte Mikrostimulation erhöht den interzellulären Austausch. Auf diese Weise erfolgt die Entgiftung. Leber, Niere, Galle, Darm, Lunge und Haut, die Organe also, die für diesen Vorgang im Körper zuständig sind, werden wirkungsvoll unterstützt. Mit dieser Anwendung beginnt ein fließendes Ineinander und harmonisches Miteinander von Schönheitskosmetik und vorbeugender Medizin. Um das gesamte Körpersystem anzuregen, empfiehlt sich eine Lymphdrainage und ergänzend dazu punktuelle Behandlungen. Dabei werden die Reflexzonen mittels einer

GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN In Bezug auf die Schönheit verfeinern sich Hautbild und Teint, die Gesichtszüge entspannen sich, das Bindegewebe festigt sich, und Wohlbefinden stellt sich ein. Im Hinblick auf die Gesundheit werden Organismus und Stoffwechsel angekurbelt. Die Chinesen wussten schon vor Jahrtausenden, dass die Wechselwirkung zwischen Organen und Haut immens wichtig ist. Elektrostimulation aktiviert und trainiert rund 50 Muskeln von Gesicht, Hals und Dekolleté. Facebuilding entsteht durch eine gestärkte Gesichtsmuskulatur.

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Institut Chenot Kosmetik GmbH Bayerhamerstraße 12 Ecke Rupertgasse 5020 Salzburg Tel.: 0662 / 87 29 81 office@institut-chenot.com www.institut-chenot.com


Schön & gesund

Löwenzahnöl und Löwenzahnsalbe ZUTATEN FÜR ÖL 1 kleine Handvoll gezupfter Löwenzahnblütenblätter 100 g Mandelöl oder Sonnenblumenöl 10 Tropfen Vitamin E Alkohol zum Desinfizieren ZUTATEN FÜR DIE SALBE: 50 g Löwenzahnöl 20 g Johanniskrautöl 10 g Bienenwachs 8 Tropfen ätherisches Lavendelöl fein Alkohol zum Desinfizieren

Mit Löwenkraft gegen Muskelkater

Weil es um die Gesundheit geht, freuen wir uns sehr, dass uns die Thalgauerin Doris Kern eine starke Salbe zum Selbermachen zur Verfügung stellt – damit alles wieder läuft wie geschmiert.

ZUBEREITUNG Zur Vorbereitung werden die feinen Blütenblätter aus den Löwenzahnblütenkörbchen gezupft. Alternativ die Blüten zerkleinern. Am besten lässt man die Blüten für einige Stunden auf ein Tuch ausgebreitet trocknen. So entweicht darin enthaltene Feuchtigkeit und kleinere Tierchen können sich noch aus dem Staub machen. Anschließend die Arbeitsgeräte und Gefäße mit Alkohol desinfizieren. Danach die Löwenzahnblüten in ein feuerfestes Glas geben und mit dem Mandelöl übergießen. Im Wasserbad für etwa 45 Minuten bei mittlerer Temperatur (soll nicht über 70 Grad erhitzt werden) ziehen lassen. Das Öl abseihen und mit dem Vitamin E vermischen. Wer kein Vitamin E zu Hause hat, der kann es auch weglassen. Es hilft, damit das Öl nicht so schnell ranzig wird.

TEXT: Conny Pipal ❧ FOTO: Doris Kern

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ie Löwenzahnsalbe ist ein echter Muntermacher bei Muskelkater und Verspannungen sowie zum Regenerieren der Muskeln, die sie wieder in Schwung bringt. Sowohl die Salbe als auch das Öl vom Löwenzahn wirkt lindernd bei schmerzenden Gelenken, hilft aber auch bei sehr trockener und rissiger

Haut. Die Löwenzahnsalbe zieht gut ein und versorgt die Haut nachhaltig, wirkt entzündungshemmend und gibt der Haut wertvolle Mineralien zurück. Auch kleinere Wunden und Insektenstiche können mit der Salbe behandelt werden. Um die Löwenzahnsalbe herzustellen, wird zunächst ein Ölauszug hergestellt. 38

Das Löwenzahnöl, Johanniskrautöl und das Bienenwachs abwiegen und in ein feuerfestes Glas geben. Im Wasserbad erhitzen und unter Rühren schmelzen lassen. Vom Herd nehmen und mit einem Löffel oder Spatel auf Handwärme rühren. Dann können die ätherischen Öle eingetropft werden! Anschließend die Salbe in Tiegel abfüllen. Sie wird in etwa ein Jahr lang halten.


Saunieren EN TGELTLI CHE E I N SC HAL TUN G

© KLAFS GmbH

hält natürlich gesund G

erade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, unser Immunsystem zu schützen. Saunieren tut unserem Körper und Geist Gutes. Durch die extremen Temperaturreize werden die Abwehrkräfte angekurbelt und sorgen zudem für eine tiefe Entspannung. Beides ist wichtig, um sich gegen Viren und alle möglichen Krankheitserreger auf natürliche Weise zu schützen. Ein regelmäßiger Saunagang härtet unseren Körper ab und macht uns widerstandsfähiger, trainiert unser Herz-Kreislaufsystem, entspannt die Muskeln, reinigt und entschlackt unsere Haut und bringt uns in Balance. Übrigens: Eine Trockensalzinhalation mit Microsalt wirkt als kraft-

Ein Schwitzbad in der Sauna stärkt unsere Abwehrkräfte und schützt uns vor Krankheitserregern. volle Unterstützung, um das Immunsystem zu stärken. Das Salz aktiviert und fördert die Selbstreinigungsfunktion der Lunge, ist entzündungshemmend, regt die Durchblutung der Lungen an und reinigt den gesamten Atemtrakt von Viren, Bakterien und Allergenen wie Staub oder Pollen.

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Schön & gesund

Ausnahmsweise dürfen wir den Kopf einmal hängen lassen – damit sich die gesunde Wirkung des Thymian-Dampfbades voll entfalten kann. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

Tief durchatmen! Der Thymian

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ie St. Johannerin Brigitte Staffner ist unsere Kräuterfachfrau. Alte Hausmittel wollen neu entdeckt werden, ist ihr Credo und hat dazu auch schon das Buch „Heilkräfte der Natur“ veröffentlicht. Bienenwachs, Heilerde, Heublumen, Holunder, Hopfen, Ingwer, Johanniskraut, Kamille, Kohl, Kren, Lavendel, Leinsamen, Lindenblüten, Löwenzahn, Schwarzer Rettich, Thymian, Zitrone und Zwiebel erweisen sich laut der Kräuterkundigen als besonders wirksam. Um uns auf den Winter einzustimmen, verrät sie uns ein Dampfbad, das durch die wunderbaren Wirkstoffe

Enthält Thymol, ätherisches Öl, Cymol, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Harz, Saponine und Eisen, wirkt entzündungshemmend, schleimlösend, krampflösend, schmerzlindernd und verdauungsanregend. Hilft bei Erkältungskrankheiten, Stirnund Kieferhöhlenentzündung, grippalen Infekten, Magen-Darm-Beschwerden und Blasenentzündungen.

des Thymians unseren Kopf wieder frei macht. KOPF-DAMPFBAD MIT THYMIAN Einige Esslöffel Thymiankraut in einem größeren Topf mit kochendem Wasser aufgießen. Ein Badetuch über den Kopf und dem Topf ausbreiten, damit der Dampf nicht entweichen kann. Den Kopf so nah als möglich über den Topf halten und den Dampf fünf bis zehn Minuten lang einatmen. Bei Anfälligkeit der Stirn- und Nasennebenhöhlen täglich am Abend vor dem Schlafengehen anwenden.


Schön & gesund

Das Team von Freisehen

Sängerin Vera Egger

Mit Brille würde ich mich nie auf die Bühne stellen

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ENTG E LTL ICHE E IN SCHAL TUNG

© SALK

ls Sängerin ist Vera Egger aus Niedernsill im Pinzgau auf der Bühne daheim. Als gelernte Bauingeni­ eurin fühlt sie sich auch in der Welt der Zahlen zu Hause. Von Berufs wegen schaut sie also ganz genau hin – in ihrem Fall war das auch nötig: „Ich war sehr kurzsichtig, doch die Brille und die Lin­ sen waren mir immer lästig“, erzählt sie. Das Augenlasern kam bei ihr nicht infrage: „Bei Frau Egger haben wir uns für eine Linsenimplantation entschie­ den. Dieses Verfahren setzen wir meist dann ein, wenn andere Behandlungen nicht möglich sind, weil die Fehl­ sichtigkeit zu stark oder die Hornhaut für einen Lasereingriff zu dünn ist“, er­ läutert Univ.­Doz. Dr. Ruckhofer vom Laserzentrum Freisehen des Uniklini­ kums Salzburg. „In jedem Fall erfordert der Eingriff eine erfahrene Augenchi­ rurgin oder einen erfahrenen Augenchi­ rurgen.“

Vera Egger, Sängerin bei „Die Hollerstauden“, fand Brille und Kontaktlinsen immer lästig. Doch fürs Augenlasern war ihre Kurzsichtigkeit zu stark fortgeschritten. Gut, dass es Alternativen gibt. Die Implantation der sogenannten Artiflex-Linse kann Kurzsichtigkeit von minus sechs bis etwa minus 23 Dioptrien ausgleichen. Anders als das Augenla­ sern ist der Eingriff reversibel und eine Nachkorrektur durch Austausch der Linse oder durch Laser möglich. „Ich habe gleich beidseitig Linsen implantiert bekommen. Passiert ist das in einer Operation und es war schnell vorbei. Schmerzen hatte ich keine, nur ein leichtes Brennen habe ich gespürt. Aber das war normal und überhaupt 41

nicht schlimm“, erinnert sich Vera Egger. Auch mit dem Ergebnis ist sie mehr als zufrieden: „Mit Brille würde ich mich nie auf die Bühne stellen. Das ist jetzt na­ türlich super. Meinen persönlichen Frei­ sehen­Moment hat es aber in vielen all­ täglichen Situationen gegeben – zum Beispiel, wenn ich am Abend im Bad ge­ standen bin und meine Linsen rausge­ ben wollte. Ich habe da immer wieder mit mir selbst lachen müssen.“ Sie wollen auch „frei“ sehen? Alle In­ fos unter: www.freisehen.at.

Uniklinikum Salzburg

Freisehen Laserzentrum Müllner Hauptstraße 48 5020 Salzburg Tel.: 057 255 / 24 222 beratung@salk.at www.salk.at


Mit klarem Blick durch den Winter

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ndreas Allmoslechner von Allmoslechner United Optic in Kitzbühel gibt uns Ratschläge, wie wir mit dem richtigen Durchblick durch die Wintermonate kommen: TROCKENHEITSGEFÜHL AM AUGE Gerade in der kälteren Jahreszeit trocknet der Tränenfilm am Auge leichter ab und das Auge beginnt zu jucken und fühlt sich gereizt an. Die Ursachen sind die trockene Kälte und überheizte Räume. Bei diesen Symptomen helfen Benetzungstropfen und Augenspray. Am Abend bringen auch Wärmegelmasken eine große Erleichterung.

UV-BELASTUNG IM WINTER Durch die flach einfallende Sonneneinstrahlung und die Reflexion der Strahlung durch den Schnee besteht im Winter erhöhte UV-Belastung. Deshalb ist es umso wichtiger, an Sonnentagen im Winter eine geeignete Sonnenbrille zu tragen.

Die starke Ingwerwurzel und die vitaminreiche Zitronenfrucht sind ein geniales Duo, um Krankheitserreger abzuwehren. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

© Allmoslechner

SCHLECHTE SICHT BEIM WINTERSPORT Nebel, Blendung, unkorrigierte Fehlsichtigkeit oder auch ein Beschlagen der Sportbrillen verderben oft den Spaß beim Sport. Kontraststeigernde, beschlagfreie Gläser mit optischer Korrektur sind hier eine optimale Lösung.

fürs Immunsystem

E NTGE LT LICHE E INSCH AL TUNG

BESCHLAGEN DER BRILLENGLÄSER Bisher haben Brillenträgerinnen und -träger ein Beschlagen der Gläser nur bei Temperaturunterschieden im Winter gekannt. Durch die Maskenpflicht beschlagen nun die Brillengläser durch den nach oben hin austretenden Atem. Das ist nicht nur unangenehm, es besteht auch erhöhtes Sturz- und Verletzungsrisiko für alle Altersgruppen. Um dem entgegenzuwirken, bietet der Fachhandel beschlagfreie Gläser oder „Anti-Beschlagtücher“.

Turbo-Duo

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ie einfachsten Dinge sind die effektivsten, und wenn diese obendrein noch gesund sind, haben wir die perfekte Mixtur. Auch wenn die beiden, der Ingwer und die Zitrone, zusammen doppelt wirksam sind, schauen wir uns die zwei zuerst einzeln an. Die wundersame Ingwerwurzel enthält eine Fülle an ätherischen Ölen und Scharfstoffen, Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Magnesium. Die wunderbare Zitrone hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, hilft bei Übersäuerung, bringt die Verdauung in Schwung und entgiftet. Was beide verbindet? Sowohl der Ingwer als auch die Zitrone stärken das Immunsystem immens. 42

Ingwer-ZitronenWasser ZUTATEN Ingwerwurzel, Bio-Zitrone 1 Liter Wasser ZUBEREITUNG Ein ca. 1 Zentimeter großes Stück der Ingwerwurzel abschneiden und schälen. Anschließend eine halbe Zitrone auspressen. Beides gibt man in ein großes Glas, das einen Liter Wasser fassen kann. Nachdem man das Wasser eingefüllt hat, gibt man das Ingwerstück und den Zitronensaft dazu. Das Ganze lässt man eine halbe Stunde stehen und genießt im Anschluss die gesunde Mischung.


© Holzbau Maier

Wohnen

Küche à la carte Holzbau Maier beweist seit über 50 Jahren, dass Holz der Baustoff schlechthin ist, wenn es um die Verbindung von wohnlich-warmem Ambiente und modern-exklusiver Architektur geht.

S

o individuell und einzigartig wie wir sind auch unsere eigenen vier Wände – mit Möbeln, die sich den Gegebenheiten optimal anpassen. Genau wie die Planerinnen und Planer und die Beraterinnen und Berater des Pinzgauer Traditionsunternehmens, die in Sachen Inneneinrich-

tung die Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden millimetergenau auf den Kopf treffen. Mit maßgefertigten Küchen zum Beispiel, wo jeder Winkel und jedes noch so versteckte Eck perfekt genutzt wird. Auch bei der Materialgebung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Ob

Stein, Keramik, Massiv- oder Altholz – Sie wünschen, Holzbau Maier berät, plant fertigt und baut ein – termingerecht und in bewährter Qualität. Holzbau Maier GmbH & Co KG • Gewerbestraße 171 • 5733 Bramberg • Tel. +43 (0) 6566 / 7264 • www.maier.at


Wohnen

Das gehört zum

guten Ton Modernste Sound-Systeme verwenden WLAN und sind weltweit immer beliebter. Per Smartphone bedient man nicht nur einzelne Lautsprecher, sondern sogar die gute alte Stereoanlage. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS:Shutterstock

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b Mozart oder Metallica: Wer zuhause für den guten Ton sorgt, entscheidet heute das Smartphone. Kabellose Bluetooth-Lautsprecher beschallen auf Wunsch jeden Raum im Haus einzeln. So kann die kleine Ballerina im Kinderzimmer weiterhin ungestört ihren Hoppelhasen Hans in voller Lautstärke hören, während der Kuschelrock im Wohnzimmer für entspannte Atmosphäre sorgt. Die sogenannten Multi-Room-Systeme ermöglichen eine unkomplizierte Handhabung per Handy-App.

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Wohnen

OLDIES NEU AUFGELEGT So mancher schwärmt in den höchsten Tönen von der Wiederentdeckung der guten, alten Stereoanlage. Die analoge große Maschine kann heutzutage wieder als DJ-Pult mitmischen. Mittels eines sehr kostengünstigen WLAN-Receivers oder Bluetooth-Audio-Adapters, die jeweils direkt an die Anlage angeschlossen werden, ist der in die Jahre gekommene CD-Turm wieder ein Fall für die Youngsters. So können nämlich topaktuelle Lieder aus gängigen Streaming-Diensten wie Spotify und Apple Music abgespielt werden. Als Kommandozentrale dient auch hier wieder das Smartphone. Noch vor der Anschaffung eines Adapters gibt es allerdings eines zu bedenken: Wer sich mit dem Smartphone, dem Quell der musikalischen Unterhaltung, mehr als zehn Meter von den Bluetooth-Geräten entfernt, muss mit einem gewissen Datenübertragungsverlust und damit leicht schlechterem Musikgenuss rechnen. Der WLAN-Receiver hingegen kann große Entfernungen meistern, klinkt

sich jedoch ins Familieninternet ein, und dies könnte zickigen Zockerinnen und Zockern oder digital dauerbeschäftigten Kids weniger gut gefallen. Eine entsprechende Beratung im Fachgeschäft ist hier tonangebend. Die bislang

Über das Smartphone kann man auch die alte Stereoanlage bedienen. eher auffälligen Lautsprecherboxen feiern ebenso ein Revival und kommen derzeit äußerst schmalspurig daher, nämlich in sehr zierlicher Silhouette. KLEINE NACHTMUSIK Besonders anschmiegsam fürs Interior sind die Lauschangriffe aus den Membrantürmen in rustikalem Holz-Look

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oder dezentem Weiß mit Hintergrundbeleuchtung für große Ohren. Sie ziehen dabei ohne lästige Leinen ein, denn Kabel sind heute nicht mehr notwendig, vor allem durch die Bluetooth- oder WLAN-Verbindung im Haus und dank des integrierten Akkus, der bei Bedarf einfach über Nacht aufgeladen wird und für viele weitere Stunden Symphonie und Streetrock vorkehrt. Für gute Schwingung sorgt die Multi-Room-Systemplanung. Die unterschiedlichen Hörzonen im Haus werden von Fachleuten aufgezeichnet und entsprechende Boxen empfohlen. Jene können sogar outdoor installiert und mit Handy, Tablet oder Notebook bedient werden. Sobald die Geräte per Internet mit der Kommandozentrale verbunden sind, kann bereits im Büro entschieden und gesteuert werden, welche Musikauswahl einen zuhause willkommen heißt. Tatsächlich kann man auch den Sound der heimlichen Party des Teenagers des Hauses vom Essen bei Freundinnen und Freunden oder dem Restaurant aus steuern – oder vielleicht einfach ganz abdrehen.


Mit einem starken Fundament

in die Zukunft ir schauen aus dem Büro, aus Golfen, Radfahren und uns Zeit für eine dem Wohnzimmer und sehen Revision der eigenen Gedanken und Gerundherum die idyllischen Wälder, den fühle, zur Findung eigener Bedürfnisse, Wilden Kaiser und das Kitzbüheler Horn. Wurzeln und Ressourcen nehmen. In Wir dürfen an einem der schönsten Orte dieser Region zu leben, ist ein Privileg, der Welt leben. Wir fühlen uns in un- viele Traditionen und eine intakte Natur serem Heim sicher und können mit der bieten uns eine hohe Lebensqualität. All Familie zusammen sein. Auf diese Weise das gibt uns ein starkes Fundament und sind bereits viele wird uns helfen, die „Wenn ich wüsste, Grundbedürfnisse des schwierigen Zeiten zu dass morgen die Welt Menschen gedeckt, überstehen. und das erleichtert unterginge, würde ich uns, die Balance zu FAMILIE UND HEIM noch heute einen halten. Die starke globale VerBaum pflanzen“ Die traumhafte Tiroänderung auf poliler Bergwelt, unsere authentische, unbe- tischer, sozialer und wirtschaftlicher Eberührte Landschaft und dazu ein exklusi- ne nimmt uns auf der einen Seite ein ves Lebensgefühl – all das ist für uns Stück Freiheit, auf der anderen Seite erselbstverständlich. Wir können auf die kennen wir wieder den unbezahlbaren Berge wandern, in der Natur spazieren, Wert von Familie und Heim. 46

© Martin Raffeiner

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Wohnen

stücke beraten wir Sie mit unserem Team ortskundig und kundenorientiert. Um diese herausfordernde Zeit gut zu überstehen, bedarf es jetzt Ruhe, Beharr­ lichkeit, Zusammenhalt und Fleiß. Dank jahrzehntelanger Erfahrung, der Stabili­ tät unserer Region und der guten Zusam­ menarbeit mit den besten Handwerke­ rinnen und Handwerkern werden nach wie vor Projekte reibungslos umgesetzt. Werte wie Bodenständigkeit und Tradi­ tion – professionell und nach dem neues­ ten Stand der Technik umgesetzt – wer­ den auch in vielen Jahren noch ihre Gültigkeit haben. Es macht sehr viel Freude, für Menschen einen Lebens­

traum umzusetzen: entweder komplett neu zu definieren oder einem traditio­ nellen, alten Haus zu neuem Glanz zu verhelfen. Mit dem innigen Wunsch im Herzen, dass bald wieder ein Stück Nor­ malität in unser Leben kehrt, können wir jetzt vor allem eines tun: gemeinsam wei­ terhin an einem Strang ziehen und den Wert der Region Kitzbühel erhalten. So hoffen wir weiterhin auf eine großartige Zusammenarbeit mit unseren Firmen, Kundinnen und Kunden sowie Gästen. Das sollten wir trotz allem nicht verges­ sen: Wir leben an einem der schönsten und friedlichsten Plätze der Welt, und dafür sollten wir dankbar sein.

Bau- und Planungsbüro Resch GmbH

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ERFAHRUNG GIBT SICHERHEIT Besprechungen mit Kundinnen und Kunden sowie Firmen werden großteils über virtuelle Kanäle abgehalten. Wir freuen uns auch in dieser schwierigen Zeit, die Wünsche und Bedürfnisse un­ serer Kundinnen und Kunden auf ge­ wohnt höchstem Niveau zu erfüllen. Vom Erkennen der Bedürfnisse und Wünsche bis hin zu genauen Plänen und der termingerechten Ausführung eines Projektes kommt bei uns alles aus einer Hand. Bauleitung, Service und Betreu­ ung – auch nach Fertigstellung des Hauses – sind ebenso selbstverständlich. Auch bei der Auswahl geeigneter Grund­

Kaiserweg 30 6353 Going am Wilden Kaiser Tel.: 05358 / 2200, Fax: 05358 / 2233 info@bm-resch-kitz.at www.bm-resch-kitz.at

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Wohnen LÄSSIGER KOMFORT. Rolf Benz LIV passt sich perfekt dem trendigen Wohnraum an. FREISTEHER VOM FEINSTEN. Hocker Freistil 173. Sitzpolster aus formgeschäumtem Poly­urethan-Kaltschaum.

Diese Wohnträume erwecken den Wunsch, sich ganz der Gemütlichkeit hinzugeben. Gekrönt von kunstvoller Kreativität, geschaffen als hochwertiges Handwerk – so präsentiert das Einrichtungshaus Aufschnaiter zum 60-JahrJubiläum ein Feuerwerk an exzellenten Designwelten.

Einfach

schön eingerichtet

SKY NATURA. Tisch mit Platte bestehend aus verleimten Massivholzleisten, mit Naturkanten, Gestell aus Eisen in charakteristischer Rautenform.

BITTE PLATZ NEHMEN. Wishbone-Stuhl aus edler Eiche.

NATÜRLICH SITZEN. Gut bestuhlt mit einem Sessel aus geöltem Eichenholz.

© Hersteller

GEMÜTLICH SCHÖN. Die geometrischen Strukturen von Rolf Benz LIV werden durch filigrane, polygonale Metallrahmen gebildet. Versehen mit einer komfortablen Unterfederung und einer haftenden Oberfläche, dienen acht unterschiedliche Rahmen als flexible Träger für individuelle Zusammenstellungen aus Sitzkissen, Sofarücken und Seitenteilen.

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Naturmaterialien in Kombination mit Marmor, Bronze, Chrom oder Messing. Im Aufschnaiter Chalet präsentiert sich der Tiroler Alpinstil mit charmanten Stilbrüchen: modern, exklusiv und edel wie nie.

Die neue Aufschnaiter Abteilung Nordic Nature inszeniert skandinavische Geradlinigkeit par excellence. Tauchen Sie ein in das Meer aus warmen Tönen und genießen Sie die besondere Ruhe puristischen Designs.

Bella Italia zum Einziehen: Poliform steht für elegantes und hochwertiges Möbeldesign. Ästhetische Formvarianten und Zusammensetzungen werden so zu durchdachten Schlafzimmerlösungen kombiniert.

Neue Welten entdecken bei Aufschnaiter

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© Bianca Hochenauer

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a wir unser stolzes Jubiläum heuer nicht mit einem großen Event feiern können, feiern wir es mit exklusivem Design und unseren neuen Ausstellungen Poliform, Nordic Nature und Aufschnaiter Chalet“, so Geschäftsführer Hans Aufschnaiter begeistert. Drei stilsichere Interpretationen der Aufschnaiter’schen Gesamtkompetenz – einmal auf die italienische, einmal auf die nordisch-puristische und einmal auf die edle Art. Denn die große Stärke des Familienunternehmens sind individuelle Einrichtungskonzepte aus einem Guss – angefangen beim Möbeldesign über Farbkonzept, Textilien und Lichtgestaltung bis hin zur abgestimmten Dekoration. Das i-Tüpfelchen setzt die Maßarbeit aus der hauseigenen Möbeltischlerei, die den persönlichen Wohntraum bis ins Detail perfekt macht und exakt an die Architektur angepasst. Alles für das schöne Gefühl, zuhause angekommen zu sein. ZUHAUSE IN ITALIEN ODER IM NORDEN? Die italienische Marke Poliform steht für elegantes, hochwertiges Design und überzeugt mit klugen Schlafzimmereinrichtungen und einer einmaligen Band-

In diesem Jahr, das aus mehreren Gründen in die Geschichte eingeht, schreibt St. Johanns Einrichtungsprofi seine eigene: 60 Jahre Aufschnaiter! Zur Feier des Jubiläums präsentiert der Komplettausstatter drei neue Wohnwelten – eine schöner als die andere. Gespannt? breite an Schrankräumen: offen, versteckt, begehbar. Schöner kann man Kleidung, Schuhe und Accessoires kaum verpacken! Aufschnaiter verbindet in der Ausstellung alpinen Style mit erdiger Anmutung, spannenden Details und reizvollen Material-Kombinationen. Nordic Nature versprüht die Ruhe und Anmut des hohen Nordens. Die Farbwelt ist reduziert, freundlich, feminin – eine Mischung aus Meer-Blau und warmen Tönen, die der Seele schmeicheln. Skandinavische Geradlinigkeit par excellence! „Unsere Wohnkonzepte passen wir natürlich an die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden an. Planung ist dabei das Um und Auf.“ 49

FÜR ALLE, DIE DAS LEBEN UND EDLES DESIGN GENIESSEN Die Abteilung Aufschnaiter Chalet schöpft aus dem Vollen und inszeniert den Tiroler Alpinstil lässig-urban und edel. Wie im Leben gilt auch hier: Gegensätze ziehen (sich) an. Gebürstetes Altholz dominiert den Raum, Bronze-Oberflächen, Messing-Elemente und italienisches Möbeldesign sorgen für wirkungsvolle Stilbrüche. „Wir lieben diese Ambivalenz, die aus der Gegensätzlichkeit heraus zu einer festen Einheit verschmilzt“, erzählt Hans Aufschnaiter. Auch die Aktivküche des Einrichtungsprofis im zweiten Obergeschoß wurde komplett neu gestaltet und bietet als Aufschnaiter Deli den genussvollen Rahmen für inspirierende Live-Koch-Events und kreative Besprechungen. Willkommen! www.aufschnaiter.com

Aufschnaiter GesmbH & Co KG Almdorf 5 6380 St. Johann in Tirol Tel.: 05352 / 62 409 info@aufschnaiter.com www.aufschnaiter.com


EN TGELTLI CHE EI N SC HAL TUN G

für Lebensfreude

© Thomas Platzer

Drehscheibe

G Kneten, schneiden, rollen, gatschen, brennen – und staunen: Im Leben der St. Johannerin Madelaine Willeit gibt der Ton den Ton an. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Madelaine Willeit

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eim Töpfern lerne man Geduld, sagt Madelaine. Doch heute ist die hübsche St. Johannerin wie auf glühenden Kohlen unterwegs. Aus gutem Grund. Die Heizstäbe ihres alten Brennofens haben den Geist aufgegeben. Die kommen aus England, und die Lieferung dauert bis zu sechs Wochen. Bis dahin steht der Ofen still. Doch sie weiß schnell Rat und nützt die Zeit, um ihre Keramiken zu bemalen, die Fertigkeit an der Drehscheibe auszubauen und die Werkstatt auf Vordermann zu bringen. Und dass sie vor Kurzem auf den Geschmack gekommen ist, mit farbigem Ton und Effektmassen herumzuprobie-

ren, dieses Experiment wird jetzt voll ausgekostet. Auch ihre Blumen freuen sich über die Zwangspause. „Jetzt werd ich mich noch mehr um meine Pflanzen kümmern. Die leiden oft sehr, wegen der

„Beim Töpfern lernt man Geduld und Zufriedenheit.“ MADELAINE WILLEIT

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großen Hitz’ hier drinnen“, lacht sie. Zum Töpfern ist sie aus reinen Vernunftgründen gekommen: „Ich war immer klettern. In meiner ersten Schwangerschaft wollt ich dieses Risiko nicht mehr eingeh’n und hatte ein schlechtes Gewissen, und so hab ich einen Töpferkurs g’macht. Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen dem Ton und mir. Aus diesem wunderbaren Naturmaterial etwas mit den Händen zu schaffen, hat mich begeistert. Es ist faszinierend, den Prozess mitzuerleb’n, die Geduld zu hab’n, bis das Werk fertig ist. Man kann nichts erzwingen“, schwärmt Madelaine.

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Wohnen

Dieser Schutz

stellt alles in den Schatten

EN TGELTLI CHE EI N SC HAL TUN G

© Thomas Platzer

Die Firma E.Biasi ist Technologieführer bei Großflächenmarkisen, Wintergärten und Sitzplatzverglasungen. Das Südtiroler Paradeunternehmen sorgt für den perfekten Schutz vor Sonne, Wind und Wetter.

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ie Kernkompetenz des Südtiroler Spezialunternehmens: Planung, Herstellung und Montage von Großflächenmarkisen, Wintergärten und Sitzplatzverglasungen. Zu den Kunden der E.Biasi GmbH zählen vor allem Unter-

nehmen aus der Hotellerie und Gastronomie und anspruchsvolle Privatkunden. Das freundschaftliche und vertrauensvolle Verhältnis zur Kundschaft ist nun auch in der Corona-Krise von großem Wert. „Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden und sind dadurch über deren persönliche Lage gut informiert“, so Thomas Platzer, der E.Biasi-Geschäftsführer. „Glücklicherweise sind wir imstande, unsere Kunden bei der Anpassung an zukünftige Bedingungen zu unterstützen – nicht zuletzt, weil durch unsere Produkte Gastronomiebereiche

erweitert werden und dadurch zusätzlicher Raum geschaffen wird. Dies sorgt für einen umfassenden Wind- und Wetterschutz und den angestrebten Abstand zwischen den Gästen, ohne die Qualität der Bewirtung einzuschränken.“

E.Biasi GmbH Peter-Anich-Str. 6 • I-39011 Lana Tel.: +39 0473 / 56 18 10 Fax: +39 0473 / 56 31 10 info@ebiasi.com www.ebiasi.com

Gestaltung großzügiger Gastbereiche

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© Thomas Platzer

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Wohnen

EINFACH NUR TON Von Madelaines Einstellung zu diesem Handwerk kann man sich eine Scheibe abschneiden. Für sie ist dabei nicht nur die Geduld tonangebend, man lernt auch mit dem Geschaffenen zufrieden zu sein: „Jeder kann es lernen, und man braucht kein besonderes Talent. Töpfern ist meditativ und beseelt. Du erschaffst etwas, und dazu schenkst du dir selber Zeit. Es holt dich runter und erdet dich. Man muss sich nur auf die Einfachheit einlassen können. Du kannst nicht gleich ein Geschirrservice zaubern. Man beginnt im Kleinen. Daran soll man sich erfreuen und damit zufrieden sein. Wir Erwachse52

ne haben oft einen Perfektionszwang, dabei ist es grad das nicht perfekte, das ein Stück einzigartig und charmant macht“, ist Madelaine überzeugt. SAUGUTES GESCHENK Je öfter man töpfert, um so geschmeidiger werden die Handgriffe für das genügsame Hobby, für das man zu Beginn lediglich Ton, Gipsformen und Holzwerkzeug braucht. Madeleine ist schon ein echter Profi. Doch auch sie steht das eine oder andere Mal vor einer schweren Herausforderung. In diesem Fall wohl im wahrsten Sinne des Wortes: „Ich hab zwei Keramikwaschbecken g’macht, davon sind vier gesprungen, das war echt schwierig, aber letztendlich ist es gelungen.“ Alles andere wäre auch eine Sauerei – obwohl, eine solche hat sie gerade vor sich: Um ein Geburtstagsgeschenk hat man sie gebeten, ein 50 Zentimeter großes Schwein zu gestalten: „Keine klassische, sondern eine ganz schräge, schiache Sau“, lacht sie herzlich. Natürlich wird sie auch das schön hinbekommen.

© ofp Kommunikation

statt wirkt, sei das für sie reine Lebensfreude, strahlt die 38-Jährige übers ganze Gesicht: „Ich liebe es, den Ofen auszuräumen nach dem Glasurbrand. Das ist wie Weihnachten. Es ist jedes Mal wieder eine Überraschung, wie das selbstgemachte Stück letztendlich aussieht in Form und Farbe, die schaut nämlich beim Auftragen oft anders aus.“

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WERKSTATT STATT WORKOUT Heute, da ein jedes der maschinell gefertigten Stücke gleich ausschaut, ist im Gegensatz dazu jedes getöpferte Teil ein Unikat. „Es ist nicht möglich, dass man zum Beispiel eine Tasse, eine Vase oder eine Schüssel ganz gleich hinbekommt“, erklärt Madelaine die Einzigartigkeit der Töpferei und spricht auch über die Gegensätze, die dem Handwerk innewohnen. Einerseits sei es anstrengend, weil man Kraft brauche beim Kneten und beim Ausrollen, andererseits brauche es Behutsamkeit und Sanftheit, weil man den Gegenstand im getrockneten Zustand wie ein rohes Ei angreifen müsse, damit es nicht zu Bruch geht: „Das kann ganz schön beschwerlich sein, da musst’ den Ofen aus- und einräumen mit den schweren Brennplatten drauf, und vom Ausrollen hab ich schon einen Muskelkater g’habt“, erzählt die zweifache Mama. „Kinder haben einen spielerischen Umgang beim Töpfern und tun einfach aus Freude, was ihnen gerade gefällt.“ Wenn Madelaine in ihrer Werk-


Das Shopping-Glück

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© ofp Kommunikation

liegt so nah

Neben Schneeflocken, Glühwein und gemütlichen Stunden vor dem Kamin hat der Winter auch in Sachen Mode, Interieur und Co. so einiges in petto. Trendsetter aufgepasst! Das Kaufhaus KITZ GALLERIA ist der ideale Ort, um in der kalten Jahreszeit seinen Einkaufs- und Genussgelüsten nachzukommen.

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roße Vielfalt unter einem Dach. Ob Streetstyle, elegante Abendrobe oder kuschelige „Warmhalter“ für gemütliche Stunden im Freien – in Sachen Mode hat die KITZ GALLERIA für jeden Typ und Anlass das Richtige zu bieten. Trends aus aller Welt verteilen sich auf fünf Stockwerken in den schönen Designer-Shops und Stores bekannter Labels. Nach einer Einkaufstour im wohlig-warmen Kaufhaus ist man perfekt für die kalten Temperaturen ausgestattet. Zudem punktet die KITZ GALLE-

RIA im Herzen der Gamsstadt mit einem hochwertigen Angebot in Sachen Interieur. Die Palette reicht im wahrsten Sinne des Wortes von Kopf bis Fuß: Für den perfekten Haarschnitt steht den Gästen ein Qualitäts-Coiffeur zur Verfügung.

Kitz Galleria GmbH Gries 20 und Vorderstadt 19 6370 Kitzbühel www.kitz-galleria.at

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WINTER-SHOPPING-WONDERLAND Für die kulinarische Stärkung zwischendurch werden im Erdgeschoß Delikatessen aus der Region angeboten. Im obersten Stock können die Besucherinnen und Besucher zudem über den Dächern der Stadt relaxen, schlemmen und die Sonne genießen. Angesiedelt zwischen dem Stadtteil Gries mit zahlreichen Parkmöglichkeiten und der Kitzbüheler Fußgängerzone bietet das Kaufhaus eine bequeme und direkte Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen.


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Tasse zum Töpfern Madelaine gibt uns etwas zum Nachmachen: Damit man sich ein ganz persönliches Trinkgefäß basteln kann, wird hier Schritt für Schritt ganz einfach drauflos getöpfert. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Madelaine Willeit

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eder Topf findet seinen Deckel, sagt man. Wir sagen: Jede Töpferin, jeder Töpfer macht seine eigene Tasse. Und damit das beliebte Trinkgefäß in Form gebracht wird, verleiht uns Madelaine Willeit den Feinschliff. Los geht’s! Wir brennen darauf, welche Kunstwerke da entstehen ... Schritt 1: Man nehme ein Stück Ton, eine Gipsform (Halbkugel) und eine ungeschnittene Tasse. Schritt 2: Kleine, handliche Stücke vom feuchten Ton abreißen.

Schritt 3: Mit den Fingern den Ton in die Gipsform streichen. Schritt 4: Mit den Daumen fest verreiben und ein weiteres Stück Ton nehmen und gut ineinander verschmieren. Schritt 5: Durch Weiterdrehen des bestehenden Tons immer wieder die Gipsform mit neuem Material füllen und ordentlich verstreichen. Schritt 6: Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist, den Ton vorsichtig aus der Gipsform lösen. Schritt 7: Das Ganze lederhart antrock-

nen lassen, dann auf der Ränderscheibe mit dem Messer den Rand wegschneiden. Schritt 8: Feintuning mit dem Messer vornehmen. Schritt 9: Nach dem Schneiden mit einem feuchten Schwamm die Kanten säubern bzw. abrunden. Schritt 10: Hinstellen, damit ein Boden entsteht und das persönliche Zeichen einritzen. Schritt 11: Die neue, noch ungebrannte Tasse (links) und die fertige glasierte Tasse.

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ENT GE LTL ICH E EI NS CHA LTU N G

© Metallidee

Neues Konzept Metallidee realisiert ein neues Gastronomiekonzept. Aufschiebbare Dächer und Wände sind in der Gastronomie derzeit sehr gefragt. Per Knopfdruck kann das Gebäude an das Wetter und die Vorlieben der Gäste angepasst werden.

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om Open-Air-Pavillon über winterfeste Markisenanlagen bis zu Open-Air-Sonderbauten bietet das Unternehmen Metallidee eine große Angebotsvielfalt. Die Konstruktionen entstehen größtenteils in Eigenproduktion. Dies gewährleistet ein hohes Maß an Kompetenz und Sicherheit bei der Errichtung und Betreuung. Alle Produkte können an die speziellen Anforderungen der Kundinnen und Kunden angepasst werden. Die Bauelemente werden in der Re-

gel im Werk in Bischofshofen vorproduziert und vor Ort als Fertigteil montiert. KOMBINATION ENTSCHEIDEND. Mit der Open-Air-Hütte ist der Spagat zwischen Tradition, Moderne und Funktionalität gelungen. Mit Dach- und Wandöffnungsfunktion verspricht die Open-Air-Hütte von jedem Sitzplatz „Public Viewing“ auf Berge und Pisten. „Unsere Gebäude ermöglichen beste funktionale Nutzung“, erklärt Geschäftsführer Georg Gsenger. Metallidee überzeugt durch Flexibilität und besondere Innovationskraft bei der Planung und Fertigung. Die Anfragen nach Outdoorkonstruktionen kommen mittlerweile auch immer öfter aus dem Privatbereich. Für spezielle Kundschaften ist die Verwandlung ihres Wohnzimmers in eine Terrasse per Knopfdruck eine Besonderheit. Ebenso könnte man dies bei einem Hallenbad anwenden. 55 537

Team Metallidee

Projekte 2019/20 Open-Air-Pavillon/Sonderbau Bergbahnen Gerlos Schluckspecht – Maria Alm Weißsteinalm – Kaprun Bergbahnen Hochoetz Ober 1 – Madonna di Campiglio Hotel Gasthof Walisgaden – Damüls Bergbahnen Gerlos Baumbar – Kaprun Gasthof Scheikl – Veitsch Brunellawirt – Gaschurn Schmuggleralm – Samnaun (CH) Starchenstadl – Wagrain Bergrestaurant Lassida – Serfaus Markisenanlagen Gernot Schmidt – Jennersdorf Almwelt Austria – Pichl/Schladming Hotel Wartherhof – Warth am Arlberg Berggasthof Munzen – Flachau Hubertusstube – St. Johann i. Pongau Sonnalm – Pass Thurn Jennerbahn – Berchtesgaden

Metallidee GmbH Wasserburg 2 • 5500 Bischofshofen Tel.: 06462 / 90 303 info@metallidee.at www.metallidee.at


Wohnen

Runde

Naturschönheit W

Seit jeher ist es eine Zier, Türen mit Kränzen zu schmücken. Mit einem edlen Kranz werden auch verschiedene Anlässe zu einer runden Sache – ob gebunden, gesteckt, gehaftet, geklebt oder gefädelt. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Conny Pipal

enn man Angelika Leoni trifft, ist das kein Damenkränzchen. Da geht ein ganz besonderer Brauch die Runde. Heute zeigt sie auf die zart-lila Blüten, die nun ein letztes Mal im Jahreskreis Verwendung finden: „Hortensien sind vor der Blüte grün und leuchten in allen möglichen Farben über die Sommermonate. Im Herbst, kurz vor dem Verblühen, werden sie wieder grün. Da muss man sie ernten, damit die Blüten nicht zusammenfallen, sondern für das Verarbeiten in Form bleiben“, erklärt die Ellmauerin. Vor ihr auf dem großen Holztisch liegen Zweige, Zapfen, Hagebutten, Blätter, Blumen, ja sogar ein Filzbändchen fein säuberlich bereit. Auch Schere und Zange – mehr brauche man als Werkzeug nicht, so Angelika – warten auf ihren Einsatz. „Ein Türkranz 56

ist der erste Gruß und heißt die Besucherinnen und Besucher willkommen“, sagt die gelernte Floristin. Während sie den Strohreifen und den Wickeldraht zurechtlegt, erzählt sie vom Ursprung und der Symbolik. „Das Wort ‚Kranz‘ wird vom Altdeutschen hergeleitet. ‚Krenzen’ heißt übersetzt ‚umwinden’. Symbolisch steht der Kreis für den beständigen Kreislauf des Lebens. Ohne Anfang und Ende. Kränze begleiten Christinnen und Christen als Symbol der Hoffnung, der Unendlichkeit des ewigen Lebens. So tragen manche Kinder bei der Taufe ein zartes Kopfkränzchen als Zeichen für den Neubeginn. Mädchen schmücken sich damit bei der Erstkommunion und Bräute bei der Hochzeit. Am Ende geben wir den Verstorbenen den Kranz als letzten Gruß mit.“


Wohnen

Symbolik rund um den Kranz Türkranz: heißt „Willkommen“, steht im Winter für Vergänglichkeit und im Frühjahr kehrt das neue Leben wieder ein. Adventkranz: mit Tannengrün geschmückt, erwärmt das Herz. Die vier Kerzen weisen den Weg zur Weihnachtszeit und begleiten bis zur Geburt von Jesus Christus. Haarkranz bei Hochzeit, Erstkommunion, bei der Taufe: sind ein Symbol für Jugendlichkeit und Unschuld. Trauerkranz: steht als Zeichen für die Ewigkeit und ein Leben nach dem Tod. Lorbeerkranz: diente in der griechischen Antike als Ehrung und Auszeichnung für den Sieger.

KREISRUND GEWICKELT Voller Lebensfreude macht sich Angelika nun daran, einen schicken Türschmuck zu gestalten. Wenn man ihr zuschaut, schaut alles ganz leicht aus. „Man kann Kränze binden, stecken, haften, kleben oder überhaupt nur fädeln. Ich mag das Binden am liebsten. Man beginnt damit, dass man den Draht in den Kranz steckt und einmal herumwickelt. Es wird immer von innen nach außen gebunden. Man muss darauf achten, dass man an der Außenseite die längeren Zweige oder Äste und zur Innenseite hin das kürzere Material verwendet. So bleibt die Öffnung in der Mitte frei.“ Fingerfertig hantiert Angelika mit Schere, Schleifen, Schafgarbe und Strohreifen flink und geschickt herum, bis die schmückenden Kunstwerke rundherum gelungen sind. Alles, was auf und rund um den Kranz kommt, sind Geschenke der Natur im Jahreszeitenkreis. Heute sind es Beeren, Früchte

und Strohblumen, die zum Schluss aufgeklebt werden: „Ein Kranz ist nicht nur schön anzusehen, sondern hat auch eine besondere Wirkung. So stehen Dornen für Schutz. Blumen, Pflanzen und Kräuter sind heilend. Die Natur gibt uns derart viel Material, dass man jede Woche einen neuen Kranz binden könnte“, sagt Angelika begeistert. Das vollendete Werk mit Haarspray für die Ewigkeit haltbar zu machen, davon hält sie nichts. Das ist eine Binsenweisheit. Der Kranz behält auch ohne künstliches Besprühen lange seine natürliche Schönheit. Was wahr ist: Nicht in die Sonne hängen, solange er nicht trocken ist. Natürlich kommt irgendwann der Moment, da die Zeit des Abschieds vom Kranz gekommen ist. Kurzerhand verwendet Angelika dann die vertrockneten Blumen und Kräuter zum Räuchern. Auf diese Weise wird der Kreis wieder geschlossen.

Die Ellmauerin Angelika Leoni beim Binden eines festlichen Kranzes

Die Zutaten für einen festlichen Kranz

„Der Kranz steht für den ewigen Kreislauf des Lebens.“ ANGELIKA LEONI

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Wohnen

Die grüne

Frischer Atem fürs Eigenheim. Diese Pflanzen lassen uns wieder durchatmen.

Lunge für zuhause

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ie sind nicht nur hübsch anzusehen, Zimmerpflanzen haben auch für unsere Lunge eine wichtige Funktion. Dank der Photosynthese produzieren sie Sauerstoff und filtern so manchen Schadstoff aus der Luft. Es muss nicht immer gleich ein grüner Dschungel sein, der sich in jeder Ecke breitmacht, es reicht auch ein einzelnes Pflänzchen, um das Raumklima zu verbessern. Wir packen vier der Frischluft-

produzenten an der Wurzel und stellen sie vor. Wer weiß, vielleicht säen wir den einen oder anderen Samen, um uns eines dieser grünen Multitalente ins Haus zu holen. MONDBLUME Sie wirkt während des Tages wie ein unscheinbares Pflänzchen. Die Mondblume ist eine Kletterpflanze und eine echte Nachtschwärmerin. 60

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Wohnen

Nur die Innovation schläft nicht! Willkommen in der Glasfaser-Region St. Johann, Oberndorf, Kirchdorf, Erpfendorf und Fieberbrunn

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as sagt man dazu? Als das Land Tirol im Jahr 2014 seine Glasfaser-Offensive startete, war St. Johann bereits einige Jahre breitbandig aufgestellt. Denn hier ging die Ortswärme mit großen Schritten voraus, indem sie das Fernwärme- und damit auch das Glasfasernetz schon seit 2007 immer weiter ausbaute. Kurz: Innovation ist in dieser Region zuhause. Und nicht nur die Entwicklung der Region und des regionalen Unternehmens rast mit Highspeed voran, sondern auch das Ortswärme-Glasfaser-Internet sichert Highspeed-Geschwindigkeiten.

men mögen – St. Johann, Oberndorf, Kirchdorf, Erpfendorf und Fieberbrunn sind mit den Diensten der Ortswärme bestens darauf vorbereitet.

FERNWÄRME, BREITBAND, KABEL-TV St. Johanner und Oberndorfer Fernwärme-Kundinnen und -Kunden ersparen der Umwelt pro Jahr ca. 15.000 Tonnen CO2-Emissionen. Umso mehr Energie steckt man in den Ausbau der Dienstleistungen. Ultraschnelle Übertragungsgeschwindigkeiten und unlimitiertes Datenvolumen schaffen die besten Voraussetzungen für Surfen, Streamen und Online-Gaming. Auch das regionale Kabel-TV profitiert von der leistungsstarken Technologie. Zusätzlich zu regionalen Inhalten wie KitzAl10 JAHRE REGIONALE GLASFASER ps-TV oder Webcams stehen 174 digitale Seit 2010 sorgt das heimische Unterneh- Programme zur Verfügung – in men dafür, dass die Glasfaser-Region be- Top-Bildqualität und bei jedem Wetter. ständig wächst, und bietet neben der innovativen Technologie umfassendes BERATUNGS- UND TECHNIKKnow-how und Services aus einer Hand. POWER VOR ORT! Was auch immer die Zukunft bringt, wel- Nach dem Motto „Aus der Region. Für che Trends und Herausforderungen kom- die Region“ versteht sich die Ortswärme 61

als verlässlicher Ansprechpartner, der für seine Kundinnen und Kunden stets zur Stelle ist. Ein großer Vorteil in Zeiten globaler Konzerne und endloser Warteschleifen. Der persönliche Kontakt wird hier immer großgeschrieben. NOCH FRAGEN? Am besten überzeugen Sie sich selbst von der Kompetenz des Ortswärme-Teams und lassen sich beraten. Die regionalen Glasfaser-Multitasker freuen sich auf Sie!

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Sie öffnet ihre lieblichen weißen, herrlich duftenden Trichterblüten abends und nachts, leuchtet in der Dunkelheit und erinnert so an den Mondschein. Die Mondblume heißt wohl auch deshalb „Gute-Nacht-Blume“. Ihr wird nachgesagt, dass sie auch eine wohltuende Wirkung auf unsere Lungen hat. PFENNIGBAUM Er ist sein Geld allemal wert, denn er ist nicht nur eine liebliche Zimmerpflanze, sondern auch ein Glücksbringer. Wohl deshalb kann es sich der Pfennigbaum auch leisten, die eine oder andere Eigenheit zu haben. So wächst er, nachdem er eine bestimmte Höhe erreicht hat, lieber in die Breite. Auch was das Blühen betrifft, lässt sich diese Pflanze lange bitten: Durchschnittlich zehn Jahre lang muss man warten, bis sie erste Blüten zeigt. Dann aber entfaltet sie nicht nur ihre volle Schönheit, sondern verströmt auch einen feinen Duft.

FRIEDENSLILIE Sie ist ein blühendes Vorbild unter den Pflanzen. Es ist nicht nur so dahergesagt, sondern wissenschaftlich belegt, dass die Friedenslilie schädliche Gase bindet und so für ein gutes Klima in Räumen

sorgt und die Raumluft deutlich verbessert. Man nennt sie auch Einblatt, und sie gehört zu den Pflanzen, die sich auch im Schlafzimmer traumhaft als bezaubernde Dekoration dank ihrer großen, glänzenden Blätter eignen. Zudem sondert die Friedenslilie keinerlei Duftstoffe ab. DRACHENBAUM Er ist auch eine Vorzeigepflanze in Sachen Luftreinigung. Für den Drachenbaum sind viele Pflanzenkennerinnen und -kenner Feuer und Flamme, da er nicht nur jede Menge Luftfeuchtigkeit abgibt, sondern auch schädliches Formaldehyd aus der Luft filtert. Aber nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Optik ist diese exotische Schönheit sehr wertvoll. Obwohl sie derartige Leistung erbringt, ist sie äußerst genügsam und pflegeleicht. Kein Wunder, dass der Drachenbaum zu den beliebtesten Zimmerpflanzen zählt.


Wohnen

Edles Ambiente mit Stein Robust und elegant: Beides vereinen Arbeitsplatten aus edlem Stein und schenken jedem Wohnraum ein ganz besonderes Flair.

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Höchste Handwerksqualität Qualitätshandwerk hat goldenen Boden – mit einem Fundament, das von Nachhaltigkeit getragen ist.

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er Grundsatz bei den Qualitätshandwerkerinnen und Handwerkern Tirols sind Qualität und nachhaltiges Denken und Handeln. Laufende Weiterbildungen garantieren Kompetenz und Erfahrung. Ehrliche und faire Preisgestaltung ist selbstverständlich. QHT-Betriebe leisten regionale Wertschöpfung.

llem voran die Vorteile: Arbeitsplatten aus Stein sind leicht zu pflegen, temperaturbeständig und punkten mit Langlebigkeit. Zudem zeigt sich eine Arbeitsfläche aus diesem Naturprodukt mit einer unvergleichlichen Einzigartigkeit und unvergänglichen Schönheit. Als Gestaltungselement in offenen Wohnbereichen und Wohnküchen besticht Stein ebenso wie als Veredelung einer Arbeitsplatte der exklusiven Hausbar, des Schreibtischs oder des Verkaufspults.

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Wasserspiele underbare

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in beruhigendes Plätschern, ein leises Glucksen – Wasser macht glücklich. Und das Schönste – mit einem Zimmerbrunnen holt man sich das gesunde Nass nach Hause. Ob in einer Schale, einem kleinen Becken oder als gläsernes Gefäß – man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Was den Brunnen für drinnen antreibt, das unterliegt einem perfekten Ablauf: Der Kreislauf des Wassers wird von einer Pumpe in Gang gebracht. Dieses feucht-fröhliche Dekostück ist nicht nur schön anzusehen, es verbessert auch die Luft im Raum und versorgt die Pflanzen mit ausreichend Feuchtigkeit.

Zimmerbrunnen spenden mit jedem Tropfen ein gesundes Wohnklima und sind eine wahre Augenweide. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTO: Shutterstock

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aubreste, Algen und Schmierfilme sind ebenso unansehnlich im Teich wie trübes Wasser und verkümmernde Pflanzen. Schon in den ersten Wochen des neuen Jahres sollte man daher mit den Pflegemaßnahmen beginnen.

Zeit für alle Teich­ besitzerinnen und Teich­ besitzer, alle notwendigen Vorkehrungen für einen unbeschwerten Start in das neue Jahr zu treffen.

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… und mit ihm die Vorfreude auf die neue Teichsaison.

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Geschäftsstelle Christian Angerer, MR-Service-Geschäftsführer Hannes Ziegler und den Architekten Wilfried Filzer und Gottfried Heugenhauser von P3 die Schlüsselübergabe. Eine große offizielle Eröffnungsfeier muss aufgrund der angespannten Situation rund um die Verbreitung des Corona-Virus auf sich warten. „Die Freude ist riesengroß, nach mehrjähriger, bereits von meinem Vorgänger Josef Edenhauser gestarteten Suche

nach einem geeigneten Grundstück, aber einer umso kürzeren Bauzeit schlussendlich eingezogen zu sein. Endlich können wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angemessene Büroräumlichkeiten und unseren Gärtner- und Winterdiensttrupps den Arbeiten entsprechende Lager-, Werkstättenund Garagenflächen bieten. Auch unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden sollen von einer noch professionel-

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ach nicht einmal einjähriger Bauzeit war es Ende September soweit, das neue Büro- und Betriebsgebäude des Maschinenrings Kitzbühel konnte seiner Bestimmung übergeben werden. In einer kleinen aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkten Feierstunde erfolgte im Beisein der Funktionäre und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Maschinenrings Kitzbühel sowie von Bundes- und Landesobmann

© Maschinenring

Ende September übersiedelte der Maschinenring Kitzbühel in das neue Betriebsgebäude.


Wohnen

„Das Gebäude ist nahezu energieautark. Das passt gemeinsam mit dem Holzbau zur nachhaltigen Ausrichtung des Maschinenrings.“ HERMANN HUBER

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© Maschinenring

leren Betreuung profitieren“, freut sich Obmann Hermann Huber. Geschäftsführer Andreas Brugger ergänzt: „Gerne hätten wir auch unsere Mitglieder und die Öffentlichkeit eingeladen, dieses Ereignis mit uns zu feiern. Sobald es möglich ist, werden wir die Eröffnung mit einem umso schöneren Fest feiern.“

Holzbau mit Bauernhaus-Konzept Nicht weit entfernt vom bisherigen Standort am Gelände der LLA Weitau steht der neue, funktionale Vollholzbau, der Platz für einladende, lichtdurchflutete Büroräumlichkeiten und praktische Lager- und Garagenflächen bietet. Lediglich das Lager wurde aufgrund von Brandschutzbestimmungen und Statikvorgaben in Betonbauweise errichtet. So nachhaltig sich das einem Bauernhaus nachempfundene Gebäude nach außen hin präsentiert, so energiesparend ist es auch im Inneren. Strom wird mit einer Photovoltaikanlage am Dach produziert, die Heizung erfolgt durch ein innovatives Erdwärmesystem mit Erdwärmeflächenkollektor, der im Winter für Wärme sorgt und im Sommer kühlt. „Das Gebäude ist nahezu energieautark. Das passt gemeinsam mit dem Holzbau zur nachhaltigen Ausrichtung des Maschinenrings. Auch auf die Beauftragung von Unternehmen aus der Region wurde besonderer Wert gelegt – von der Architektur bis hin zum Innenausbau. Gerade in Zeiten wie diesen heißt es, in

der Region noch stärker zusammenzuhalten und den Kopf nicht in den Sand zu stecken“, erzählt Huber. Die Verwurzelung im bäuerlichen Bereich zeigt auch die Aufteilung der Büro- und Lagerflächen, die sich an der Bauweise alter Bauernhäuser in der Region orientiert: „Die Büroräumlichkeiten im vorderen Bereich sind der Wohnbereich, das Lager und die Garagen sind wie Stall und Tenn im hinteren Bereich positioniert“, erklärt Brugger bei der ersten Gebäudeführung mit einem Strahlen im Gesicht.

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Leben

750-Jahre-Jubiläum der Stadterhebung Im Jahr 2021 feiert die Stadt Kitzbühel ein ganz besonderes Jubiläum. Die Feierlichkeiten erstrecken sich vom Jubiläumswochenende der Stadterhebung bis übers ganze Jahr 2021.

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evor wir 750 Jahre Stadterhebung vorfeiern, werfen wir einen kurzen Blick zurück: Mit Urkunde vom 6. Juni 1271 wurde Kitzbühel durch Herzog Ludwig II., dem Strengen von Bayern, das Stadtrecht verliehen. Bereits vor 3.000 Jahren war man hier im Bergbau tätig.

Ab dem Mittelalter ließ das alte Wunder des Bergbaus die Stadt und ihre Umgebung zur Blüte kommen. Auch heute noch wird die kulturelle Bedeutung und Geschichte der Stadt hochgelebt. Durch das Aufkommen des Wintersports in den 1890er-Jahren gewann der Touris-

mus an Dynamik und machte die Stadt Kitzbühel zur Sportstadt im Herzen der Alpen. Im Juni 2021 begeht Kitzbühel das 750-Jahre-Jubiläum der Stadterhebung. Das ganze Jahr 2021 steht die Stadt Kitzbühel im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten.


Leben

Bäuerin sein

ist der schönste Beruf

Die Erpfendorferin Barbara Zass würde sich immer wieder dazu entscheiden, Bäuerin zu werden. Das war schon immer ihr Traumberuf, der in ihr stets neue Ideen erweckt. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: privat, Conny Pipal

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s kommt schon das eine oder andere Mal vor, dass man Barbara Zass mit dem Babyphon im Hosensack und der Heugabel in der Hand im Stall findet. Die dreifache Mama hat ihr Dreimäderlhaus und ihren Job als Bäuerin bestens im Griff. „Ich hab’ immer zu meiner Oma g’sagt, ich möcht’ Bäuerin werden, und sie hat immer g’sagt, ‚Dirndl, des was ma sich einbildet, des kriagt man nit.‘ Und meine Mama hat g’sagt, ich soll zur Landjugend dazugehen. Da hab’ i dann meinen Mann, einen Bauer, kennengelernt. Als er mir dann einen Antrag g’macht hat, hab i zur Oma g’sagt, ‚jetzt hab i doch mein’ Bauern bekommen!‘ Da lach’n wir heut’ no“, erzählt die Jungbäuerin vom Bichlbauern in Erpfendorf. JEDEM DAS SEINE Eigentlich sei ihr Revier nicht bei den Viechern, das mache sie nur, wenn ihr Mann auswärts zu tun hat. Wenn es um die alltägliche Aufgabenteilung geht, kommen sich die beiden nicht ins Gehege. Sie kümmert sich um die Kinder, ums Brotbacken, die Milchproduktion und um den Garten. Was im ersten Moment nach einer traditionellen Rollenverteilung klingt, ist am Erpfendorfer Hof ein perfekt ausgeklügelter Plan. „Bei

Um die Blumenpracht kümmert sich Barbara mit Hingabe.

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Leben Barbaras „Schubkarren“ fürs Grobe

„Bei uns kommt keiner dem anderen in die Quere.“ BARBARA ZASS

uns hat jeder seine fixen Posten, und keiner kommt dem anderen in die Quere. Deswegen funktioniert das so gut“, sagt Barbara. Was aber nicht heißt, dass sie sich nicht die Gerätschaft ihres Bauern holt, wenn Not am Mann bzw. der Frau ist. „Der Garten ist immer größer und mir die Scheibtruch’n zu klein g’worden, dann hab’ i mir den Lader g’schnappt. Den nehm’ ich auch her, wenn i die Blumen in den ersten Stock transportieren muss. Da wird der Lader kurzerhand zur großen Scheibtruch’n umfunktioniert. Auch beim Heig’n tut er mir gute Dienste. Der is mei Lieblingsgerät“, lacht die 34-jährige Dreifachmama. Ihr und ihrem Ägidius sei es immer wichtig gewesen, dass sie bei den Kindern daheim bleibt. So hat sie sich zuhause einen Hofladen eingerichtet. Wenn man Barbara kennt, weiß man, sie möchte nie das, was andere haben. In der Bauernzeitung hat sie von Wachteln gelesen, und sie hat sich gedacht: Das hat niemand. Beflügelt

von der Idee startete sie nach der Geburt ihrer zweiten Tochter, und die ersten Wachteleier landeten im Nest. „Ich hab’ sie im Bezirk angeboten, und bald war die Nachfrage groß.“ Besonders die Gastronomen erkannten: Diese Delikatesse ist für die Gäste das Gelbe vom Ei, und auch Allergiker freuten sich darüber. WOCHENMARKT STATT WACHTELN Doch weil das Leben ständig im Wandel ist, hat sich Barbara nach einiger Zeit von den Wachteln ab- und dem St. Johanner Wochenmarkt zugewandt. Zweimal in der Woche bäckt sie nun Brot, dafür steht sie um vier Uhr früh auf. Wenn dann der Rest der Familie zum Frühstück kommt, duftet es schon herrlich nach frischen Brötchen. „Damit ich zuhause das Brot backen kann, haben wir einen geeigneten Platz gesucht. Schließlich haben meine Schwiegereltern, die auch im Haus wohnen, ihre Garage

geopfert, unter der Bedingung, dass sie irgendwann einmal wieder eine bekommen“, sagt Barbara lachend und zeigt auf das nigelnagelneue Carport, das gerade den letzten Schliff bekommt. „I hab’ tausend Ideen im Kopf, bis jetzt hab’ i an die zehn Prozent umg’setzt. I bring immer meine Einfälle ein und die ganze Familie hilft dann bei der Umsetzung. Aus drei Ideen wird meist ein Projekt. Wer weiß, was da noch alles kommt“, sagt sie voller Vorfreude und vergisst nie die Wertschätzung für ihre Liebsten. „Wir leben in einer Großfamilie und halten fest z’samm“, so Barbara. Mit ihrem Mann verbindet sie auch die Liebe zur Musik. Bei der Musikkapelle Erpfendorf spielt sie Horn, ihr Ägidius Tenorhorn. Das Leben als Landwirtin und Mutter gibt bei ihr den Ton an. Doch es gibt diese Momente, wenn sie sich ganz ihrem virtuosen Hobby widmet: Dann ist sie einmal nicht Bäuerin und nicht Mama, „dann bin i oafach nur die Babsi“.

Barbara und Ägidius Zass in ihrem Hofladen

Die Erpfendorfer Bäuerin greift zur Heugabel, wenn Not am Mann ist.

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Leben

St. Johann in Tirol lädt zum stimmungsvollen Einkaufsbummel

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n St. Johann in Tirol finden Sie stilvoll dekorierte Geschäfte mit individueller Beratung, in denen Sie sich richtig wohlfühlen können. Hier gibt es diese Läden, in denen auf Ihre Wünsche eingegangen wird und Ideen wahr werden. Aber auch für all jene, die auf der Suche nach einem ganz bestimmten Geschenk sind, hat der Ort Auswahl und Vielfalt zu bieten – die perfekte Ergänzung zu den kleinen, feinen Spezialisten.

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Leben

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Sechs Frauen

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Bei diesem Verein werden Tiere mit Samthandschuhen angefasst, mit viel Liebe gesund gepflegt und verantwortungsvoll vermittelt. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Samtpfotenstube

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chnuffi mit dem behinderten Beinchen und seine Herzensdame wohnen nun zusammen und sind überglücklich. Dabei hat die Geschichte des Hasenmannes überhaupt nicht mit der Aussicht auf ein Happy End begonnen. Schwer verletzt, von einem Auto angefahren und abgemagert kam er zum Verein Samtpfotenstube St. Johann auf die Hoppelwiese in Kirchdorf. Seit seinem Unfall zieht er einen Fuß nach. Ihn zu vermitteln, ist nahezu unmöglich, von den anderen Hasen wurde er ausgestoßen: „Die Hasen sind da eigen. Wenn sie sehen, dass ei-

ner von ihnen behindert ist, wird er nicht in die Gemeinschaft aufgenommen“, so Bettina Bielfeldt, Obfrau-Stellvertreterin des Vereins und zuständig für die Hasenhorde. Schnuffis Schicksal ging ihr nahe. Doch letzten Endes war ihm das Glück hold. Eines Tages wurde eine hübsche Häsin abgegeben, die sich ihm hingebungsvoll annahm. Wenn es wirklich Liebe ist, spielen eben Äußerlichkeiten keine Rolle. Apropos Liebe: Auto raus, Hasen rein: Um den Tieren Platz zu schaffen, hat Bettina kurzerhand die Garage in eine Stallung umgebaut. 74

KATZENMUTTIS UND IGELMAMA Die sechs Damen von der Samtpfotenstube wissen viele tierische Begebenheiten zu erzählen, Lustiges und Trauriges, Berührendes und auch Schockierendes können die ehrenamtlichen Tierschützerinnen berichten. Sie haben alle Hände voll zu tun, um notleidenden Vierbeinern zu helfen. Tierärztin Ruth Briem Feichtner unterstützt den Verein, der bestens vernetzt ist und eng mit dem Tierheim Wörgl zusammenarbeitet. In kürzester Zeit wird im Notfall eine Rettungskette installiert. Jedes Mitglied hat seine ganz speziellen Viecherln zu versorgen.


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Kassier-Stellvertreterin Petra Berner kümmert sich um Katzenmamas. Obfrau Martina Reichenfelser versorgt mutterlose Babymietzen. Dafür hat sie ein eigenes Katzenzimmer eingerichtet. Gerade ist sie im Dauereinsatz. Winzige Fellknäuel brauchen rund um die Uhr Betreuung, was für die St. Johannerin bedeutet: Tag und Nacht die Kleinen im Halbstundentakt füttern. Ramona Sollerer, die Vereins-Schriftführerin und ihres Zeichens Igelbeauftragte, hat sogar ein eigenes Zimmer für ihre Schützlinge eingerichtet. Und wer nun glaubt, Ramona habe ihre stachligen Untermieter nur über die Wintermonate zu betreuen, der irrt. „Das Problem sind die Mähroboter. Dadurch haben wir viele verletzte Igel. Was viele nicht wissen: Die Tiere sind im Sommer tagaktiv und bauen ihre Nester. Bei Gefahr flüchten sie nicht, sie rollen sich ein. Diese natürliche Abwehr wird ihnen zum Verhängnis.“ Umso mehr freut sich Ramona über die Geschichte von Pirat, dem Igelmännchen: „Eine Frau aus Kufstein hat mich angerufen. In ihrem Garten laufe ein kleiner

Igel ständig im Kreis. Ich bin hingefahren und hab’ gesehen, dass er ein Auge und viel Blut verloren hat. Nach dem Verarzten war meine Sorge, ob er auswilderungsfähig ist“, so Ramona. Der Sinn der Igelpflege läuft nämlich darauf hinaus, das Tier wieder in die Freiheit zu entlassen. Schlussendlich hat sich eine sehr liebe Dame aus St. Johann dem gehandikapten Pirat angenommen und ihm in ihrer Scheune ein neues Zuhause eingerichtet. Doch er hat es vorgezogen umzuziehen. In das Holzhaus im Garten nämlich, da hat er sich ein Nest gebaut. „Dort gefällt es ihm“, lacht Ramona zufrieden über den guten Ausgang. EIN NEUES ZUHAUSE Auch Martina darf sich über gute Nachrichten freuen. Rufus, so haben die Tierschutzdamen einen herrenlosen, halbwilden Kater genannt, wurde bei einem Stadel in St. Johann aufgegriffen und zur Samtpfotenstube gebracht. „Es hat sich niemand gemeldet. So haben wir ihn kastrieren lassen und wollten ihn vermitteln. Doch einen Platz für ein halbes Wildtier zu finden, ist schwierig. Doch dann hat sich eine Familie aus Kufstein gemeldet. Es war ihnen bewusst, dass er nie zutraulich werden würde. Rufus ist im Gartenhaus eingezogen. Er weiß, wo er hingehört und ist nun auf seine besondere Art und Weise ein Familienmitglied. Der halbwilde Kater ist zwar nicht zum handzahmen Schmusekater geworden, doch seine Geschichte ist allemal eine Streicheleinheit für die Seele.

Spendenkonto Kassierin Maria Grander freut sich über finanzielle Unterstützung für den Verein: Jede Spende kommt zur Gänze den Tieren zugute:

Igelmutti mit ihrem stachligen Nachwuchs

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Samtpfotenstube IBAN: AT96 3626 3000 0516 5667 Raiffeisenbank St. Johann in Tirol


Leben

EN TGELTLI CHE E I N SC HAL TUN G

© Huber Media Consult

Starkes Trio Die Gründung der Versicherungsagentur WurzrainerBöck-Nitsche Kitzbühel OG ist zu Beginn dieses Jahres gestartet, über das Jahr zu einem erfolgreichen Trio herangewachsen und auch für die Zukunft bestens aufgestellt.

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ie Versicherungsagentur Wurzrainer-Böck-Nitsche Kitzbühel OG, die in der Vorderstadt 13 in Kitzbühel ansässig ist, hat sich für das bewährte Team mit Walter Wurzrainer und Dieter Böck mit Fabian Nitsche frischen Wind ins Haus geholt. Der 26-Jährige bringt fünf Jahre Erfahrung im Versicherungsgeschäft mit. Was allen drei innewohnt, ist die Begeisterung und die Motivation, ihren Kundinnen und Kunden aus dem Privat- und Firmenbereich jeden Tag

aufs Neue maßgeschneiderte Lösungen und Angebote mit dem attraktivsten Preis-Leistungsverhältnis und der passenden Deckung zu präsentieren. Dabei ist dem Team exzellente und kompetente Beratung ebenso wichtig wie eine schnelle und unkomplizierte Schadensabwicklung. Aufgrund der Drei-Mann-Besetzung steht der Kundschaft rund ums Jahr eine fachgerechte Betreuung zur Verfügung.

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Leben

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evor wir nun erwartungsvoll ins Café „homebase“ eintreten, werfen wir einen Blick zurück: Es war die Vision, einen Ort zu gestalten, der sich als Treffpunkt für aktives Schaffen etablieren soll und Raum für Ideen und Genuss gleichermaßen bietet. Ein gesellschaftlicher Treffpunkt und eine tiefgehende Gedankenwerkstatt, mit einer Weltoffenheit, die eine regionale Verbundenheit würdigt. Alle Gesellschaftsschichten sollen angesprochen werden. Jeder, der möchte, kann sich engagieren, mitorganisieren und die Idee der homebase leben. Die Freude am Formen ist explizit erwünscht. Dabei steht die Gemeinsamkeit, die Integration von Menschen ganz oben. Dass mit dem Geist einer guten Zusammenarbeit alles besser gelingt, davon sind die Gründer Thomas Brandtner und Andreas Franze überzeugt. Kein Wunder also, dass bald engagierte Mitstreiter gefunden waren, die sowohl menschlich als auch beruflich bestens z u s a m m e np a s s e n : Carlo Chiavistrelli (Hanel), Amir Suljic und Andreas Brunschmid (Cum Laude Immobilien), Christian Küchl (Schauraum), Marco Schedler (Furchti & Friends) und Guido Wegh (Langerwegh).

Café homebase in St. Johann – ein Ort für kreative Köpfe, gute Gedanken, frische Einfälle und bunte Konzepte, fern von Oberflächlichkeit, dafür nah am Menschen.

Viel Raum kennungsbetrag. Man kann aber auch einfach nur vorbeischauen, den herrlichen Kaffee und selbstgemachten Kuchen genießen und über das Leben philosophieren. Geplant sind Buchlesungen ebenso wie Vorträge, Verkostungen, Seminare und Kurse, der Entwicklung sind keine Grenzen gesetzt. Wohin die Reise geht, ist völlig offen. Dabei steht der sonst in unserer Gesellschaft übliche Perfektionismus im Hintergrund: „Einfach machen ohne zu viel Gedankenspielerei“ lautet das Motto. Der Start ist noch lange nicht das Ziel, und es darf fleißig experimentiert werden. Dabei gibt es noch einen anderen wichtigen Grundsatz: Solidarität steht vor Profit: Der gesamte Erlös des Cafés und der Raumnutzung wird einem guten Zweck gespendet und damit lokale soziale Zwecke unterstützt. Ein gutes Projekt, im wahrsten Sinne des Wortes. 78

Café homebase Kaiserstraße 29a 6380 St. Johann in Tirol Tel.: 0676 / 88 69 07 60 office@cafe-homebase.at www.cafe-homebase.at  /Café homebase

© Florian Mitterer Photography

DER GUTE ZWECK UND DIE ENTWICKLUNG STEHEN IM VORDERGRUND Nun hat dieses Projekt Form angenommen und präsentiert sich als ganz besonderer Platz mit einer außergewöhnlichen Philosophie. Initiiert wurde die Idee von einem begrenzten Personenkreis, gelebt werden soll sie von möglichst vielen Personen. Fester Bestandteil sind beispielsweise Co-Working-Plätze, um Kleinunternehmern, Selbstständigen, Schülerinnen und Schülern oder Studierenden einen flexiblen und beweglichen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Die Idee ist unbezahlbar, trotzdem kostet die Nutzung des Raumes nur einen Aner-

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O F F E N H E I T | I N S P I R AT I O N | I R R I TAT I O N | C O - W O R K I N G


Leben

Lehrlinge

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ie Praxis im Betrieb und die Theorie in der Schule – beides verbunden ist die optimale Ausgangslage, um qualifizierte Fachkräfte auszubilden. Als unverzichtbare Grundlage einer gesunden Wirtschaft hat die Lehre einen enorm wichtigen Stellenwert. Die Aus-

bildung von Lehrlingen ist die beste Investition in eine erfolgreiche Zukunft. Jungen Menschen die Chance auf eine bestmögliche Ausbildung zu geben hat viele Vorteile für ein Unternehmen: Wettbewerbsvorsprung, Talente, die sich einbringen und neue Ideen einflie-

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© Die Fotografen

Gut ausgebildet und mit besten Chancen: Unsere Top-Fachkräfte von morgen

ßen lassen, und letztendlich zufriedene Kundinnen und Kunden, die dem Können der bestens ausgebildeten Fachkräfte vertrauen. Die Lehrlinge werden gezielt auf die Arbeiten geschult, die für das Unternehmen von großem Nutzen sind. Zufriedene Lehrlinge bleiben gerne in einem Betrieb und halten dem Arbeitgeber die Treue. Mit der Möglichkeit der Kombination von Lehre und Matura erfährt die duale Berufsausbildung eine vorzügliche Aufwertung und ermöglicht den Jugendlichen eine qualifizierte und vollständige Ausbildung auf hohem Niveau. Gerade in Zeiten wie diesen ist es von größter Wichtigkeit, junge Menschen zu fördern und ihnen die Möglichkeit einer fundierten Ausbildung zu geben.

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sind unsere Zukunft


Den Lehrlingen von heute gehört die Zukunft Die Fachkräfte von heute und morgen

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© Die Fotografen

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Leben

rotz der harten weltweiten Wirtschaftskrise werden in unserem Bezirk immer noch Facharbeiterinnen und Facharbeiter gesucht. Dieser Weg führt meist über die Lehre. Die Wirtschaftskammer setzt zahlreiche positive Akzente, um die Bedeutung der Lehre in den Vordergrund zu rücken. Mit der Initiative „Mei Madl – mei Bua“ erzählen erfolgreiche Lehrlinge, Eltern und Ausbildnerinnen und Ausbildner ihre Geschichte. Man spürt hier die Begeisterung für den gewählten Beruf. Zahlreiche Förderungen für Unternehmen ermöglichen es, noch mehr Lehrlingsplätze anzubie-

Mehr Zukunft. Mehr Sicherheit. Meine Perspektive.

ten. Derzeit haben wir im Bezirk 25 Lehr- lingszahlen angekommen. Bei den Mädstellensuchende und 185 offene Lehrstel- chen sind immer noch die len. Die beliebtesten Lehrberufe Einzelhandels- und die Bürokauffrau haben sich in den vergangenen Fris sowie die Frisörin sehr beliebt. Jahren vor allem bei den Hier konnte aber mit der Memännlichen Jugendlichen talltechnikerin ein bisher gewandelt. Die Metall„typischer Männerberuf“ technik „führt“ vor dem in die Top Ten einziehen. Elektround der Man bemerkt, dass sich KFZ-Technik. Besonders unsere Anstrengungen stolz bin ich darauf, dass unschön langsam auszahlen, Peter Seiwald ter den Top Ten bereits die Inaber wir sind erst am Beginn WK-Bez.obmann formationstechnologie aufscheint, der Reise und werden weiter um jedas heißt, der Trend in Richtung Digitali- den Lehrling und jede Facharbeiterin sierung ist auch bei den absoluten Lehr- und jeden Facharbeiter kämpfen.

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ehrlinge sind ein unentbehrlicher Teil eines erfolgreichen Unternehmens – dieser Überzeugung folgen wir bei KLAFS und kümmern uns gerne um unsere Jüngsten: Hands-on ist die Devise – jeder Lehrling durchläuft verschiedene Arbeitsbereiche mehrmals. Lea Krismer aus Hopfgarten ist seit August 2019 Teil des KLAFS-Teams und hat ihr erstes Lehrjahr zur Bürokauffrau erfolgreich abgeschlossen: „Ich fühle mich bei KLAFS sehr wohl, das Arbeitsklima ist super und ich kann viele Aufgaben ausprobieren. Am besten gefällt es mir in der Auftragsentwicklung, weil jeder Tag anders ist, ich mag die Abwechslung. Auch schulisch konnte ich einiges von der Theorie in der täglichen Arbeit umsetzen.“

ll unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von jung bis alt, legen Hand ans Werk – um die Unternehmensgruppe EGGER entschieden mitzugestalten. Neben der Ausbildung in verschiedenen Lehrberufen, fachspezifischen Praktika, der Möglichkeit eines dualen Studiums und der Weiterbildung von Fachkompetenzen haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch die Chance zum internen Aufstieg als Fach- oder Führungskraft oder die Möglichkeit eines Einsatzes im Ausland. EGGER bietet dazu Trainee- beziehungsweise Fachkarriereprogramme an. Durch die Größe und Internationalität des Unternehmens besteht ein reger Austausch zwischen den Werken. Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet EGGER zahlreiche freiwillige Sozialleistungen, ein Gesundheitsmanagement-Programm, moderne Arbeitszeitmodelle und gemeinschaftsfördernde Aktivitäten, wie etwa Familientage und Sportevents.

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www.ffg.at Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) unterstützt Unternehmen und Forschende umfassend bei ihren Vorhaben und forciert damit die positive Entwicklung des Wirt-

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as Thema Lehre hat mit den Lehrlingsseminaren vom Institut Kutschera, die mit 75 Prozent von der Wirtschaftskammer gefördert werden, eine neue Dimension erreicht, die qualitativ auf höchstem Niveau rangiert. Junge Menschen genießen durch diese Seminare eine wertvolle Weiterbildung in drei Bereichen. Das Persönlichkeitsseminar fördert die eigenen Stärken, das Selbstvertrauen und sicheres Auftreten, eine stabile Persönlichkeit wird entwickelt. Das Kommunikationstraining schult Basisfähigkeiten der Kommunikation, Teamkompetenz, Konfliktfähigkeit und Zeitmanagement. Die Lernstrategien bieten Coaching für ganzheitliche Lernmethoden. Alle 3 Module werden im Jahr 2021 wieder angeboten. Infos & Anmeldung: Institut Kutschera – Mag. Bettina Huber Mobil: 0664 / 530 65 66, b.huber@kutschera.org Nächste Termine: Februar 2021

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© Bettina Huber

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DREI GENERATIONEN BEI EGGER Meist fällt der Apfel nicht weit vom Stamm – das trifft auch bei einigen EGGER-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zu. Großvater, Vater und Sohn sind langjährige Mitarbeiter von EGGER und hinsichtlich ihrer Berufswahl aus demselben Holz geschnitzt. 35 Jahre ist Ewald schon bei EGGER beschäftigt. Begonnen hat er 1985 in der KT, mittlerweile ist er im Energiebereich tätig. Gleich getan hat es ihm sein Schwiegersohn Franz, der der Firma ebenfalls bereits seit 17 Jahren treu ist. Nach seiner Schlosser-Lehre bei der Firma Haas ist er zu EGGER gewechselt und arbeitet heute als Schichtleiter in der Energieabteilung. Im August dieses Jahres wurde mit Alexander die dritte Generation EGGER willkommen geheißen. Ganz nach dem Motto „Wie der Vater so der Sohn“ hat auch Alexander aufgrund seines großen Interesses an Maschinen und Metallen eine Metalltechnik-Lehre begonnen und wird nun bei EGGER zu einer kompetenten Nachwuchs-Fachkraft ausgebildet. Auf die Frage, warum es gerade EGGER sein sollte, antworteten sie alle, dass das Unternehmen einen hohen Stellenwert in der Familie habe und bei ihnen besonders die vielen Sozialleistungen wertgeschätzt werden. Wir sind stolz darauf, dass EGGER als Arbeitgeber einen guten Ruf in den heimischen Familienkreisen genießt, und freuen uns, dadurch junge, engagierte Nachwuchskräfte für uns gewinnen zu können.

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schaftsstandortes. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) bietet spezielle Förderprogramme und Services an, damit unsere Unternehmen auch weiterhin zu den innovativsten und forschungsintensivsten der Welt zählen.

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Leben

Ein Bauernhof

aus Licht und Liebe

Herbert Wechselbergers Herzensprojekt ist einzigartig in ganz Österreich und vereint Mensch, Tier und Natur, um Menschen aufblühen zu lassen. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Birgit Schwaighofer/ Schritt für Schritt, Herbert Wechselberger

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eute herrscht geschäftiges Treiben am Lilienhof in Schwoich. Eine wilde Horde kleiner Tierfreunde wird abgeholt, nachdem sie hier einen spannenden Vormittag erlebt haben. Herbert Wechselberger, der Obmann des Vereines Leben und Schaffen, verabschiedet sich von den Kleinen des Stadtkindergartens Kufstein: „Das hat sich so ergeben, dass jeden Tag eine Kindergartengruppe kommt. Gemeinsam begrüßen und füttern wir die Tiere, und da sehen die Kinder, dass ein jedes anders frisst, und lernen, wie die Tiere wirklich sind“, erklärt Herbert. Wenn er sich zurückerinnert, wie der Therapiehof entstanden ist, spürt man seine unbändige

„Eingebettet in eine intakte Natur, nutzen wir für die Therapien die gesamte Tier- und Pflanzenwelt des Umfelds.“ HERBERT WECHSELBERGER

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Begeisterung, auch wenn das Bauernhaus eine traurige Vergangenheit hat: „An diesem Bauernhof passierten viele Schicksalsschläge, und eines Tages wollte meine Schwester nicht mehr weitermachen, doch ich habe zu ihr gesagt, ‚wir geben nicht auf, wir tun etwas Gutes‘“, erinnert sich der gebürtige Kirchbichler. So hat Herbert die Grundlagen für sein Herzensprojekt geschaffen, die Milchwirtschaft beendet und den gesamten Hof umwidmen lassen in eine Hofstelle für soziale Dienstleistung im Rahmen der Landwirtschaft: „Das heißt, wir produzieren keine Produkte, sondern bieten eine soziale Dienstleistung. Diese Widmung ist bis heute ein-


Leben Mensch, Tier und Natur im Einklang

zigartig in ganz Österreich. Der komplette Bauernhof deckt alle vier Bereiche von Green Care, einem Projekt der Landwirtschaftskammer ab“, erzählt Herbert über den Bauernhof, der auf einer lieblichen Anhöhe am Ortsrand liegt. Die Kinder können im Stall, im Obstgarten und in den Gemüsebeeten das Hofleben mit allen Sinnen wahrnehmen. Wie fühlen sich Heu, Stroh und Erde an? Wie wird das Werkzeug richtig benützt? Wie pflegt man die Tiere? „Unser Schwerpunkt liegt auf der Betreuung und Förderung von behinderten Kindern. Der Verein Leben und Schaffen und unser Partnerverein Schritt für Schritt haben ihren Sitz am Lilienhof, mit einem Therapiezentrum, das ebenfalls einzigartig ist. Eingebettet in eine intakte Natur, nutzen wir für die Therapien die gesamte Tier- und Pflanzenwelt des Umfelds.“ Herbert hat den Stall so umgebaut, dass jedes Kind zu jedem Tier hingehen, es berühren und füttern kann. MENSCH, TIER UND NATUR Man könnte glauben, eine Blume sei die Namensgeberin des Lilienhofes, doch Herbert klärt auf: „Der Name steht für Licht und Liebe.“ Auch der alte Birnbaum beim Haus hat eine kraftvolle Symbolik. Mit seinen drei Stämmen stehe er für die Einheit von Mensch, Tier und Natur, so Herbert. „Jedes Kind sucht sich das Tier aus, das es braucht. So ist ein mehrfach behinderter Bub zu uns gekommen. Wir haben ihn auf den Rü-

cken eines Haflingers gelegt. Da haben sich alle seine Verkrampfungen gelöst, und wir konnten in der Therapie große Fortschritte machen.“ Auch die Tiere untereinander müssen sich mögen, damit es im Stall harmonisch zugeht: „Als der Esel zu uns gekommen ist, habe ich ihn zuerst zur Kuh getan. Doch er hat sich aufgeführt und geschrien. Dann haben wir ihn zu den Ponys gestellt, und da ist er glücklich. Seither gehen die Ponys keinen Schritt mehr ohne den Esel“, lacht Herbert und weiß gleich noch eine Anekdote: „Unsere zwölf Hühner hatten einen Gockel. Plötzlich legten sie keine Eier mehr. Kurz darauf ist er gestorben. Dann haben sie wieder Eier gelegt. Wir wissen bis heute nicht, ob sie so traurig waren, weil der Hahn krank war oder ob sie froh waren, dass er weg war“, so der Obmann schmunzelnd. ALT UND JUNG Eines weiß man am Lilienhof ganz genau: Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Spenden wäre all das nicht möglich, auch wenn man stets darauf bedacht ist, so unabhängig wie möglich zu sein: „Wir pflanzen ständig Neues, damit wir uns selbst versorgen können. Wir sähen, pflegen, ernten und verarbeiten mit den Kindern gemeinsam. Ich bin gerade dabei, 20 neue Obstbäume zu pflanzen. Dafür habe ich schon den Platz abgesteckt“, sagt Herbert. Nicht müde werdend, seine Lebensaufgabe zu erfüllen, hat er bereits Fühlen, füttern und freuen: Die Kinder kommen den Tieren ganz nahe.

sein nächstes Ziel vor Augen: „Ich möchte hier auch ein Tageszentrum für Senioren gründen. Alt und jung, behindert und nicht behindert, alle sollen bei uns zusammenkommen. Dieses Projekt lasse ich, wie alles was hier am Lilienhof, am Bedarf der Region wachsen.“

Der Lilienhof deckt alle vier GreenCare-Bereiche ab – Arbeitsort Bauernhof (soziale Arbeit und Qualifizierung) – Bildungsort Bauernhof (Wissensvermittlung und Erfahrungslernen) – Gesundheitsort Bauernhof (Gesundheit fördern am Hof) – Lebensort Bauernhof (Betreuung und Pflege) Spendenkonto: Über eine Spende freut sich Lilienhof-Obmann Herbert Wechselberger, um seine sinnererfüllten Ziele realisieren zu können: Raika Schwoich IBAN AT37 3635 8000 0016 6777


Breites Ausbildungsspektrum in den Fächern Ballett, Jazz, Modern, Hip-Hop und Zeitgenössisch.

Professionelle Vollausbildung

Tanzbegeisterte im Alter von 12 bis 21 Jahre sind herzlich willkommen

Kooperationen mit verschiedenen Schulen vor Ort – BORG, Tourismusschule und HAK/HASCH

aufs internationale Parkett

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allett, Jazz, Modern und Zeitgenössisch stehen nun fast schon ein Jahrzehnt im Fokus der Austria Tanz Akademie in St. Johann. Der Unterricht geht in kleinen Gruppen über die Bühne. Die Kurse finden immer Montag bis Freitag nachmittags bis in die frühen Abendstunden statt. Dies macht die Schülerinnen und Schüler äußerst flexibel bei der Auswahl ihrer Unterrichtsstunden. Viele Studentinnen und Studenten nutzten die ATA-Basisausbildung als Sprungbrett für ihren weiteren professionellen Tänzer-Werdegang. RENOMMIERTE DOZENTINNEN UND DOZENTEN Das ausgewählte Dozententeam ermöglicht einer Vielzahl von Studentinnen und Studenten das Studium an den ganz großen Tanz-/Ballettausbildungshoch-

Aufnahme für das Schuljahr 2021/22 Aufnahmeprüfung/ Eignungsfeststellung Aufgrund der derzeitigen Situation bieten wir individuelle Aufnahmetermine nach Vereinbarung. Im Frühjahr bieten wir wieder an ein bis zwei Freitagen unsere Schnuppertage mit einem Blick hinter die Kulissen. Termine werden noch bekannt gegeben.

Anmeldung und Anfragen: Austria Tanz Akademie info@austria-tanz-akademie.at www.austria-tanz-akademie.at

burgen am internationalen Parkett. Die ATA hat sich über die Grenzen hinaus als das Ausbildungszentrum im Westen Österreichs einen Namen gemacht und dehnt stetig das Angebot aus – mit Vorausbildungsklassen ab dem Alter von zwölf Jahren zum Einstieg in die Akademie und einem Ausbildungsprogramm für alle jungen tanzbegeisterten Talente regional, national und auch international von zwölf bis 21 Jahren.

Austria Tanz Akademie Mag. Bettina Huber Tel.: 0664 / 53 06 566 info@austria-tanz-akademie.at www.austria-tanz-akademie.at

Ganz oben angetanzt Die TIROLER BALLETTSCHULE darf man getrost als Kaderschmiede vom Feinsten bezeichnen. Man kann klein anfangen, bereits mit vier Jahren – und dann geht der Weg steil nach oben. Alle Alters- und Niveaustufen bekommen professionellen Unterricht – von Ballett über Jazz, Modern, Zeitgenössisch, Latin/Modern/Urbanjazz und Flamenco bis hin zur Kontaktimprovisation und noch vieles mehr.

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Info und Anmeldung: Tiroler Ballettschule Hauptplatz, St. Johann in Tirol festival@ballett.ac Tel.: 0660 / 10 26 323

© Carsten L. Sasse, PlaTo

Sprungbrett

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Wir bieten: • Basisausbildung mit reduzierter Stundenzahl

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Die Austria Tanz Akademie als professionelle Ausbildungsstätte mit einem breiten Angebot für verschiedene Leistungsklassen

Tanz-Talentschmiede in St. Johann mit einem breiten Angebot für Profis und Anfänger


Leben

Käse-, Wein- und Bar-Experten

EN TGELTLI CHE E I N SC HAL TUN G

© Tourismusschulen am Wilden Kaiser

Cheese! Diplomprüfungen zum Käse- und Weinsommelier und Jungbarkeeper erfolgreich abgelegt Spezialisierungen Wein, Käse und Jungbarkeeper vorzubereiten und die Prüfungen abzuhalten. Motivation und Freude waren bei allen Beteiligten zu spüren, alle Kandidatinnen und Kandidaten bestanden die Prüfungen, ein Drittel davon mit Auszeichnung! Wir gratulieren herzlich!

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rotz Maskenpflicht und Abstandsregeln gelang es an den Tourismusschulen Am Wilden Kaiser in St. Johann in Tirol, vor dem verordneten Distance Learning Dutzende Schülerinnen und Schüler für die Diplomprüfungen in den

Tourismusschulen Am Wilden Kaiser Neubauweg 9 6380 St. Johann in Tirol Tel.: 050 902 825 direktion@tourismusschulen.at www.tourismusschulen.at

Käseprofessor“ Harald Weidacher mit Magdalena Horngacher vor der Diplomprüfung zum Käsesommelier

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Leben

Wenn Expertinnen Fahrt aufnehmen In Sachen KFZ-Zulassungen macht Irene Fellier, Kathrin Ziernhöld und Doris Bergmann so schnell keiner was vor. Im Interview erzählen die Kundenberaterinnen der Tiroler Versicherung, was ihre Tätigkeit so spannend macht und warum sie immer wieder Skurriles erleben.

LÖSUNGSORIENTIERT. „Es ist spannend, für diverse Probleme Lösungen zu finden. Gerade wenn es ums Ausland geht, tauchen bei der KFZ-Zulassung diverse Fragen auf: Was mache ich mit den Dokumenten? Wie funktioniert die Ab- und Anmeldung bei Übersiedlungen im europäischen Raum? Jeder Staat hat seine Besonderheiten“, erzählt Zulassungsbeauftragte Irene Fellier, die seit 15 Jahren bei der Tiroler Versicherung im Einsatz ist. Auch Doris Bergmann, die seit 16 Jahren im Kundenbüro St. Johann tätig ist, schätzt ihren abwechslungsreichen Job: „Die Zulassungstätigkeit betrifft Jung und Alt sowie alle Nationen – das macht die Tätigkeit bunt. Es menschelt sehr, und man erlebt viele emotionale Geschichten. Gerade auch, wenn ältere Menschen letztmalig das eigene Fahrzeug abmelden und somit das letzte Stück Freiheit und Mobilität abgeben.

„Es ist spannend, für diverse Probleme bei KFZ-Zulassungen Lösungen zu finden. IRENE FELLIER

Da ist viel Fingerspitzengefühl gefordert. Natürlich gibt es auch sehr schöne Erlebnisse, zum Beispiel wenn ein junger Mensch sein erstes Moped anmeldet.“ PERSÖNLICHER KONTAKT. Kathrin Ziernhöld, die im Kundenbüro in Innsbruck arbeitet, schätzt den Kontakt mit den Menschen ebenfalls: „Es ist auch schön, wenn Kundinnen und Kunden wiederkommen, weil sie sich von 88

BESONDERE FÄLLE. Auch Irene Fellier erinnert sich an einige besondere Fälle: „Da gab es ein Feuerwehrfahrzeug, dessen Kennzeichen man zwar in der österreichischen KFA-Datenbank (Genehmigungsdatenbank und Zulassungsevidenz) fand, aber die eigentlichen Fahrzeugdaten waren verschwunden. Gewissermaßen gar nicht existent. Mit der kompetenten Hilfe des KFA-Hotline-Teams konnte dieser technisch unmögliche Fall rasch wieder nacherfasst werden. Auch wurde beim Import eines äußerst seltenen Fahrzeuges einmal der Datensatz aus Versehen überschrieben. Da war schon detektivische Recherche nötig, bis wir dem Ganzen auf den Grund gehen konnten. Solche kuriosen Sachen passieren manchmal.“ Skurriles kennt auch Doris Bergmann: „Erst neulich haben wir hier in St. Johann einem Fahrrad eine Kennzeichentafel zu-

© Birgit Pichler

s ist die Mischung aus hoher Fachkompetenz, langjähriger Erfahrung und einem guten Gespür für die Menschen, die Irene Fellier, Kathrin Ziernhöld und Doris Bergmann auszeichnet. Im Kundenservice der Tiroler Versicherung zeigen die drei gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen tagtäglich, worauf es im Umgang mit Kundinnen und Kunden wirklich ankommt. Vor allem in Sachen KFZ-Zulassung sind Irene Fellier, Kathrin Ziernhöld und Doris Bergmann echte Profis.

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uns gut beraten und betreut fühlen. Was mir an meiner Arbeit außerdem noch gefällt, ist, dass jeder Tag komplett anders ist. Das macht mir großen Spaß. Den Kontakt mit Menschen möchte ich generell nicht missen.“ Gerade erst habe sie sich über eine Rückmeldung sehr gefreut, erzählt die Kundenberaterin: „Bei einem Kunden gab es ein Problem mit dem Typenschein. Wir haben gemeinsam eine gute Lösung gefunden. Er hat dann die Beschwerdeplattform der Tiroler Versicherung genutzt, um uns ein großes Lob auszusprechen. Das war wirklich super.“


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© Birgit Pichler

gewiesen. Es schaute aus wie ein Fahrrad, war aber als Moped typisiert und fuhr fast 40 Stundenkilometer!“ KENNZEICHENDISKUSSION. Werden Kennzeichen nach der KFZ-Abmeldung nicht freigehalten, müssen diese verpflichtend verschrottet werden, ergänzt Irene Fellier: „Es ist auch nicht erlaubt, diese entwertet als Dekoration zu verwenden. Bei Verlust oder Diebstahl eines Kennzeichens ist eine polizeiliche Meldung notwendig, die Kennzeichen kommen auf eine Fahndungsliste und können nicht mehr nachbestellt werden. Ein neues Kennzeichen wird zugewiesen. Manche würden aber lieber ihr gewohntes Kennzeichen behalten. Deswegen kommt es oft zu Diskussionen.“ Wie die engagierten Kundenberaterinnen es schaffen, auch in stressigen Situationen ruhig zu bleiben? „Man braucht schon ein wenig Routine und auch eine gewisse Gabe“, betont Irene Fellier. „Und viel Schokolade“, lacht Ka-

„Wir hatten sozusagen ein Kennzeichen-Take-away. Ich bin stolz, dass wir offen hatten.“ thrin Ziernhöld. „Nein, im Ernst: Das beste Gefühl ist, wenn aufgebrachte Kundinnen und Kunden schließlich doch zufrieden sind. Wir gehen auf alle individuell ein, und das machen wir gern“, erzählt Kathrin Ziernhöld. TAKE-AWAY. „Während des Lockdowns im Frühjahr haben wir gemerkt, dass alle sehr froh waren, dass wir offen hatten. Es ist gut angekommen, dass wir immer für unsere Kundinnen und Kunden da waren“, betont Kathrin Ziernhöld. „Wir haben

„Den Kontakt mit Kundinnen und Kunden möchte ich nicht missen. Jeder Tag ist anders. KATHRIN ZIERNHÖLD

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DORIS BERGMANN

über unsere Fenster im Büro bedient, weil ja niemand reindurfte. Wir haben sozusagen Kennzeichen-Take-away gehabt. Ich bin stolz darauf, dass wir im Umkreis die einzige besetzte Zulassungsstelle waren“, erinnert sich Doris Bergmann. Dass die KFZ-Profis der Tiroler Versicherung über sehr viel Wissen verfügen, steht außer Frage. „Ich bin immer wieder direkt in Wien beim Versicherungsverband, tausche mich mit den Bezirkshauptmannschaften aus und bin topaktuell über alle gesetzlichen Änderungen informiert“, erklärt Zulassungsbeauftragte Irene Fellier. So verwundert es wenig, dass sich der Vorstand der Tiroler Versicherung von seinen Expertinnen und Experten begeistert zeigt. „Ich wage zu behaupten, dass sich wohl niemand in Tirol besser in allen Zulassungsfragen auskennt als unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kundenbüros“, betont Walter Schieferer.


I m m o b i l e u nd E i g e n t u m Das Immobilienrecht ist eine der Kernkompetenzen des Kitzbüheler Notars Dr. Matthäus Pletzer.

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© Bichlalm, Hubert Bernard

Genuss

Genussvolles Gipfelglück Hoch über Kitzbühel eröffnet sich ein unvergleichlicher Kraftplatz: Auf der Bichlalm wird man mit schmackhaften Gerichten und einem traumhaften Ausblick verwöhnt.

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harmante Bergkulinarik, gewürzt mit einem atemberaubenden Ambiente und als Beilage ein grandioser Panoramablick: Die Bichlalm auf 1.600 Metern auf der Sonnenseite Kitzbühels ist der perfekte Ort für eine kulinarische Einkehr nach einer traumhaften Winter-

wanderung oder nach einer sportlich ambitionierten Skitour. Küchenchef Jürgen Nentwich lässt mit seinen traditionellen, regionalen Gerichten keine Wünsche offen. Selbstgemachter Speck, Lachs und Pastrami vollenden das Wohlfühlerlebnis. Mit einem schmackhaften

Mondschein-Barbecue (Termine auf www.bichlalm.at) verwöhnen die Hausherren Nikolaus und Niko Gasteiger selbst die verwöhntesten Gaumen. Um Voranmeldung wird gebeten. Berggasthof Bichlalm • Ried Henntal 41 • 6370 Kitzbühel • Tel.: +43 5356 / 71 888.


Genuss

Ab in die

Vorratskammer! Was haben Großmütter und Seefahrer gemeinsam? Nun, sie haben Lebensmittel auf natürliche Weise haltbar gemacht und somit für gesunden Vorrat gesorgt. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

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evor wir uns in bester Hausfrauenmanier übers Haltbarmachen hermachen, wollen wir die Geschichte des Fermentierens festhalten. In früheren Zeiten war es ganz natürlich, dass nach reicher Ernte die Früchte, das Gemüse, das Obst aus dem Garten zum einen verarbeitet und zum anderen auch konserviert wurden. Kühlschrank hat’s ja noch keinen gegeben, so musste man sich auf andere Weise zu helfen wissen. Und so war die Familie auch in der kalten Jahreszeit mit vitaminreicher Nahrung versorgt. Schon die Seefahrer schätzten das gesunde Haltbarmachen. Es gab eine Zeit, in der das Fermentieren fast in Vergessenheit geraten war. Nun kehrt es wieder in unsere Küchen zurück. Dabei werden Lebensmittel unter Ausschluss von Luft haltbar gemacht, wobei Bakterien und Pilze als

ZUBEREITUNG Die Gläser müssen keimfrei gemacht werden, damit sich keine Schimmelpilze bilden. Dazu bringt man einen Topf Wasser zum Kochen und lässt die Gläser und die Deckel zehn Minuten kochen. Dann abkühlen lassen. Währenddessen kann man das zu verarbeitete Nahrungsmittel zerkleinern, fein zerschneiden. Eine Küchenmaschine dient als praktischer Helfer. Dabei entweicht die Flüssigkeit. Nun wird das Ganze in die Gläser eingelegt. Der Gegenstand zum Beschweren kommt auch ins Glas. Wichtig: Da sich das Gemüse oder das Obst ausdehnt, darf das Glas niemals bis zum Rand gefüllt werden. Anschließend drückt man das Lebensmittel nach unten, damit die Flüssigkeit hoch steigen kann. In den Tagen nach dem Befüllen müssen die Gläser entlüftet werden. Bei Zimmertemperatur lagern.

fleißige Helferlein dienen. Auch Enzyme haben dabei eine wichtige Aufgabe. Da die Mikroorganismen zum Teil auf dem zu verarbeiteten Nahrungsmittel wohnen, wird der Zucker in Säure verwandelt. Ein Paradebeispiel ist wohl das Sauerkraut. Durch diesen Fermentierungsprozess werden Lebensmittel auch bekömmlicher und schmecken meist auch intensiver. Über die äußerst lebendigen Kulturen an Bakterien freut sich unsere Darmflora. Und auch das schmeckt uns gut: Nahezu alle Obst- und Gemüsesorten eignen sich zum Fermentieren. Auf eines sollte man auf alle Fälle achten: Die Nahrungsmittel müssen ganz frisch sein. DER GESUNDE VORTEIL Fermentierte Nahrungsmittel sind völlig frei von künstlichen Zusatzstoffen,

schmecken vorzüglich. Da keine Hitze im Spiel ist, bleiben die guten Inhaltsstoffe erhalten, und obendrein macht die alte Art des Haltbarmachens jede Menge Spaß.

Fermentieren ZUTATEN Reines Salz, dem keine Zusatzstoffe beigegeben sind Einmachglas, vielleicht sogar noch mit einem Gummring. Wichtig ist, dass man das Glas gut verschließen kann. Schneidbrettl und Messer Gegenstand, z. B. ein Gewicht, zum Beschweren, damit das Lebensmittel mit Flüssigkeit bedeckt ist


Genuss

Einfach zum

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s mag sein, dass es noch andere Erfolgsgeschichten gibt, die in einer Garage begonnen haben. Diese jedoch ist mit einer ganz besonderen Freude und zum Wohle aller verbunden. Mit der Herstellung von edlen Pralinen und süßen Kunstwerken haben sich Hubert und Christine Berger im Jahre 1994 mit viel Herzblut auf den Weg gemacht, den Menschen das Leben zu versüßen. Mit außergewöhnlichen Kreationen von höchster Güte überzeugten die beiden mit kunstvollen Feinheiten, die ihresgleichen suchen. Das ist bis heute so geblieben. Und weil dermaßen großartige Ideen und unermüdlicher Fleiß stets belohnt werden, ist aus dem ursprünglichen „Zwei-Mann-Betrieb“ eine namhafte Confiserie entstanden. „Dem Prinzip der Handarbeit sind wir in all den Jahren trotz Wachstum und Expansion bis heute treu geblieben“, erzählt Christine Berger. „Feinste Füllungen 94

werden nach wie vor mit viel Liebe gekocht, in ein hauchdünnes Schokoschälchen gegossen, mit zartschmelzender Schokolade überzogen und am Ende kunstvoll händisch ausgarniert“, ergänzt ihr Mann. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung als Konditormeister sammelte Hubert Berger Erfahrungen bei angesehenen Confiserien in Deutschland und Belgien, um das Handwerk der Chocolatiers zu erlernen. Seit Unternehmensgründung leitet er als Geschäftsführer die Bereiche Controlling und Personal und ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Schokoladenkunst. Seine Frau Christine Berger ist als Geschäftsführerin für Marketing, im Besonderen für Produktdesign, Verpackungsentwicklung und Präsentation am Point of Sale verantwortlich. Ebenso wie die Aufgaben im Unternehmen leben und lieben die beiden ihre Rolle als Eltern von drei Kindern und verbinden

E NTGE LTL ICHE E INSCH AL TUNG

Die süße Kunst der Schokoladenherstellung findet ihren Ursprung in Lofer. Das Familienunternehmen Berger Feinste Confiserie kreiert stets neue Genusserlebnisse, die einem unerschöpflichen Ideenreichtum entspringen.

© Berger Feinste Confiserie

Dahinschmelzen


© Berger Feinste Confiserie

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Genuss

„Wir freuen uns, dass wir jede Saison etwas Neues präsentieren können.“

auf diese Weise Familie, Erfolg und Geschäft. Berger Feinste Confiserie ist ein echter Familienbetrieb in erster Generation. IN SZENE GESETZT Zurück im süßen Paradies versprechen die hauchzart gefüllten Schokoladentafeln ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Diese Variationen sind eine Abwandlung der klassischen Praline und das Markenzeichen von Berger Feinste Confiserie. Da darf sich auch gerne laufend eine neue Geschmacksrichtung dazugesellen: So wird die Heidelbeere mit feinstem Gin verfeinert, und die Walnuss flirtet mit delikater Vollmilchschokolade. Es versteht sich, dass derart wunderbare Kreationen die Wertschätzung einer originellen Umhüllung verdienen. So stehen die ausgesuchten Verpackungen dem Inhalt an Fantasiereichtum und Kreativität in nichts nach. Je nach Anlass oder Jah-

CHRISTINE BERGER

Süßes Familienglück: Franz, Anna, Paul, Christine und Hubert Berger

reszeit setzt die Schokoladenschmiede aus Lofer die süßen Schöpfungen gekonnt in Szene. „Wir inszenieren eine stimmige Produktwelt rund um den Inhalt“, verrät die Unternehmerin. „Nicht nur die Kunden, auch wir freuen uns, dass wir jede Saison etwas Neues präsentieren können. Wir sind gerne kreativ!“, so Christine Berger. „Gemeinsam haben wir ein sehr elegantes und modernes Corporate Design entworfen, das sich in all unseren Produkten widerspiegelt und so die Erkennbarkeit von BergerFeinste-Confiserie-Schokoladenkreationen überall auf der Welt gewährleistet.“ GENUSS ÜBER DIE GRENZEN HINAUS Die Schokoladenmanufaktur präsentiert ihre Produkte neben dem Stammhaus in Lofer in sechs weiteren Filialen in Salzburg, Tirol und seit Ende September 2018 auch in der Steiermark. Ein Teil der Produktion wird darüber hinaus ins europäische Ausland exportiert. Aber nicht nur 95

die eigenen Filialen, sondern auch der gehobene Facheinzelhandel wird mit den exquisiten Köstlichkeiten beliefert. Und das weltweit! „Wir wollen sichergehen, dass unsere Ware auch in einem Ambiente verkauft wird, das unseren Ansprüchen von Qualität gerecht wird“, betont Christine Berger. Zu den ausgewählten Geschäften zählen unter anderem Meinl am Graben und das KaDeWe in Berlin. Neben Fachverkäuferinnen, -verkäufern sowie Privatkundinnen und -kunden werden auch renommierte Unternehmen und Hotels mit den Köstlichkeiten beliefert.

Berger Feinste Confiserie GmbH Innsbruckerstraße 12 6380 St. Johann in Tirol Tel.: 05352 / 61 700 www.confiserie-berger.at


Genuss

Auf den

Löwenzahn

gefühlt

Aus den sattgelben Wiesenbewohnern werden Blüten-Bonbons und mundgerechte Muffins: Diese bunten Rezepte wachsen über sich hinaus. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Doris Kern

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ie Pusteblume mit dem milchigen Saft in den Stängeln übersähen die Wiesen haufenweise. Und doch wird der Löwenzahn, auch wenn er schließlich zu einer leuchtendgelben Pracht heranwächst, kaum beachtet. Zu Unrecht! Der Korbblütler ist reich an Vitamin C und obendrein überaus reinigend für Leber, Galle und Nieren. Als Nahrungsmittel machen sich besonders

die Löwenzahnblätter im Salat stark, und für eine schmackhafte Suppe verwendet man am besten alles, also Blätter, Blüten und sogar den Stängel. Dass man aus dem Löwenzahn auch süße Leckereien machen kann, das bekommen wir von der Kräuterexpertin Doris Kern gebacken. Die Thalgauerin hat uns die Rezepte zum Nachmachen für ihre bezaubernden Löwenzahn-Bonbons und die 96

originellen Löwenzahn-Muffins verraten. Auch im Maurachhofladen von der Lisi Obermoser in Kitzbühel haben wir viel Nutzbringendes über den Löwenzahn erfahren: „Der Löwenzahn ist ein wichtiges Heilmittel“, sagt die findige Kräuterfrau und unterstreicht die Bedeutung der Pflanze mit einem Täfelchen in ihrem kleinen Hofladen, auf dem alles Wissenswerte nachzulesen ist.


Genuss Im „Stanglwirt“ wird Ihre freie Zeit zu einem echten Mehrwert – ob beim Shopping-Abstecher in die hoteleigenen Geschäfte oder bei einem ausgiebigen BeautyTag, der abends an der Hotelbar ausklingt.

Auszeit

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© JollySchwarzPhotography, Loewenzahn, Paul Dahan

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zum Krafttanken

m neu erweiterten Stanglwirt-Spa und der kürzlich fertiggestellten Friseur-Lounge sind Sie beim professionellen Ästhetik-Team mehr als bestens aufgehoben und kommen in den Genuss von hochspezialisierten Medical-BeautyBehandlungsmethoden sowie rein natürlichen Anwendungen. Besonderes Highlight: Treatments von Schönheitsärztin Dr. Barbara Sturm. Die Anti-Aging-Spezialistin kommt sogar einmal pro Quartal persönlich ins Hotel, um Sie individuell zu beraten und zu behandeln. Ganz entspannt lässt es sich im Stanglwirt auch shoppen. Im Sport-Eck finden Sie das optimale Sport-Equipment. Im Stangl-Shop werden auf über 200 Quadratmetern aktuelle Trends und Fashion-Highlights präsentiert. Das gesamte Sortiment wird von Juniorchefin Maria Hauser das ganze Jahr

über persönlich stilsicher verfeinert. Ergänzt werden die Einkaufserlebnisse durch eine erlesene Auswahl im Bauernladen. Natürlich dürfen kulinarische Gaumenfreuden nicht fehlen. Im über 400 Jahre alten Gasthof Stanglwirt können Sie ein Stück unverfälschte Tiroler Tradition genießen. Knarrende Treppen und urige Altholzwände gehören dabei genauso zum Ambiente wie viele kleine ursprüngliche Details. Das Team rund um Juniorchef Johannes Hauser und Küchenchef Thomas Ritzer serviert im Gasthof authentisch Klassiker wie Schlutzkrapfen und Tafelspitz. Echte Schmankerln sind die Gerichte mit regionalen Komponenten wie Tatar oder Roastbeef vom Tiroler Black-Angus-Rind und Brotzeiten mit hausgemachten Wurstwaren und dem Stangl-Bio-Bergkäse.

Bio- & Wellnessresort Stanglwirt Kaiserweg 1 6353 Going am Wilden Kaiser Tel.: 05358 / 2000 www.stanglwirt.com


Genuss

LöwenzahnBonbons ZUTATEN 2 Handvoll frische Löwenzahnblüten 1 Handvoll frische Gänseblümchen 1/2 l Wasser 100 g Zucker 50 g Honig je 1 Prise Ingwer- und Kurkumapulver Abrieb Bio-Zitrone Silikonform oder Backpapier

© Casinos Austria

ZUBEREITUNG Löwenzahn- und Gänseblümchenblüten in einen Topf geben und mit dem Wasser übergießen. Relativ lange (etwa 30–45 Minuten) köcheln lassen, sodass sich die Flüssigkeit reduziert. Den starken Tee durch ein Sieb abseihen. Es sollten etwa 100 ml übrigbleiben, damit es mit der Zuckermenge zusammenpasst. In einen Topf den Zucker, Honig, Gewürze und den Tee geben. Die Masse langsam zum Köcheln bringen lassen, sodass die Flüssigkeit noch verdampfen kann. Wer ein Zucker-Thermometer hat: Die Masse sollte eine Temperatur von etwa 145– 149 Grad haben. Das dauert ein bisschen, und man braucht ohne Thermometer ein bisschen Fingerspitzengefühl. Denn wenn es nicht heiß genug ist, kann es sein, dass die Masse nicht ordentlich fest wird. Aber zu heiß sollte es auch nicht werden, damit es nicht verbrennt. Hat sie die richtige Temperatur, vom Ofen nehmen und zügig in Formen füllen oder auf ein Backpapier tropfen. Die Masse kühlt schnell ab, daher schnell arbeiten. 1–2 Stunden abkühlen lassen, anschließend aus den Formen nehmen. Wer möchte, kann die Bonbons noch in Staubzucker wälzen, damit sie nicht zusammenkleben. Löwenzahnblüten strahlen mit der Sonne um die Wette und liefern feinen Nektar, daher schmecken sie auch sehr süß! Die Bonbons enthalten eine kräftige Portion der Löwenzahnblüten und sind ein herrlicher Genuss.

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Genuss

Marzipan

Genuss im Herzen Kitzbühels

mag man eben!

ZUTATEN 240 Gramm Mandeln 140 Gramm Puderzucker 10 Tropfen Bittermandelaroma 20 Milliliter Rosenwasser

© Defrancesco

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© Shutterstock

Die edle Süßigkeit schmeckt wunderbar nach Mandeln – kein Wunder, Marzipan besteht ja hauptsächlich daraus.

ZUBEREITUNG Mandeln mit kochendem Wasser übergießen. Nach zehn Minuten die Haut abziehen, abtrocknen, fein mahlen. dann die restlichen Zutaten dazugeben. Die Masse wird fest verknetet und luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt.

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odernes Ambiente trifft traditionelle Küche neu interpretiert! Verwöhnen Sie Ihren Gaumen mit kulinarischen Köstlichkeiten aus frischen regionalen und saisonalen Produkten. Gönnen Sie sich edle Tropfen aus dem klimatisierten Weinschrank. Verbringen Sie genussvolle Stunden zu zweit oder im Kreise Ihrer Lieben – wir

haben das passende Platzerl für Ihre Familien- und Firmenfeiern. Stimmen Sie sich bei einem feinen Glaserl Wein in der Café- & Weinlounge auf einen wunderbaren Abend ein. Wir freuen uns auf Sie! Goldene Gams #echtguad Vorderstadt 3 6370 Kitzbühel Tel.: 05356 / 66 68 07 51 www.hotel-tiefenbrunner.at

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© Casinos Austria

Magische Momente

Casino Kitzbühel – das Erlebnis: Spannende Spiele, prickelnde Atmosphäre und bestens geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten die begeisterten Besucherinnen und Besucher.

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eit über 80 Jahren sorgt das Casino für magische Momente mitten im Herzen Kitzbühels. Seit seinen Anfängen ist der Betrieb im traditionsreichen Hotel Goldener Greif untergebracht. Das Ambiente ist modern sowie zeitgenössisch und bietet prickelnde Atmosphäre im Genre Spiel, Lifestyle und Exklusivität. Vor allem das Spielerlebnis bringt 99

Nervenkitzel mit sich und sorgt für pure Unterhaltung. Man kann Casino-Klassiker wie Roulette, Black Jack und Poker erleben sowie in die faszinierende Welt der Slot Games eintauchen. Die Kugel rollt, Jetons werden gesetzt, und die Karten verteilt – der Spielspaß ist im Casino Kitzbühel vorprogrammiert. Alle Mitarbeiter des Hauses sind bestens geschult, kümmern sich um eine professionelle Spielabwicklung und stehen den Gästen gerne zur Verfügung bezüglich Fragen zu sämtlichen Spielen.

Casino Kitzbühel Hinterstadt 24 6370 Kitzbühel Tel.: 05356 / 62 300 www.casinos.at


Genuss

Löwenzahn-Muffins

BUCHTIPP Die Thalgauerin Doris Kern verrät in ihrem Buch viel Wissenswertes rund um die Natur, das man am besten nachmacht - Zum riechen, zum Schmecken und natürlich auch zum Dekorieren.

ZUTATEN 4–5 EL Löwenzahnblütenblätter 100 g Joghurt 40 g Löwenzahnhonig (alternativ normalen Honig) 30 g Zucker 1 Ei 60 ml Sonnenblumenöl 135 g Mehl 1/2 TL Backpulver 1 TL Vanillezucker Prise Salz Abrieb einer Zitronenschale Schuss Zitronensaft Prise Tonkabohne (optional) Zum Dekorieren: Sahne, etwas Vanillezucker Löwenzahnzucker

ZUBEREITUNG Zunächst werden Ei, Honig, Zucker, Vanillezucker und Zitronensaft schaumig geschlagen. In der Zwischenzeit die Löwenzahnblütenblätter und das Joghurt gut mixen. Es entsteht ein tolles gelbes Joghurt. Jetzt wird das Öl und das Löwenzahnjoghurt nach und nach hinzugegeben. Zum Schluss das gesiebte Mehl, Backpulver, Salz und Tonkabohne unterrühren. In die Muffinsformen füllen und bei 170 Grad ca. 25–30 Minuten backen. Abkühlen lassen und die Sahne mit etwas Vanillezucker steif schlagen. Die geschlagene Sahne auf die Muffins spritzen und mit etwas Löwenzahnzucker bestreuen.

Die Löwenzahnmuffins sind originell, schauen süß aus und schmecken herrlich!

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Dahinter steckt mein Tiroler Händler*, der mir meinen Einkauf ganz flexibel bis zur Tür liefert.

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Strauben aus Brandteig ZUTATEN 1/8 Liter Milch 1 Prise Salz 3 dag Butter 8 dag Mehl 2 Eier Einen Schuss Rum oder Schnaps Butterschmalz oder Rapsöl

Ein süßer Gruß aus dem Backhäusl

Hoch über Aurach entfaltet sich das kleine kulinarische Paradies von Sabine Friesinger. Für Unsere KITZBÜHELERIN serviert die charmante Gastgeberin ein geschmackvolles Gericht zum Nachmachen. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Conny Pipal, Sabine Friesinger

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ei ihr gibt es selbstgebackenes Brot aus dem Holzofen, köstliche Kuchen mit Blüten verziert, eine zünftige Hausmannskost nach alter Kochanleitung, eine g’schmackige Jaus’n für den kleinen Hunger und auch so

manch deftiges Gericht in der Pfanne. Speziell für Unsere KITZBÜHELERIN tischt Sabine Friesinger eine ganz besondere Spezialität auf und verrät uns zum Nachbacken das Rezept für eine traditionelle süße Hauptspeise. 102

ZUBEREITUNG Butter zerlassen und mit der gesalzenen Milch aufkochen. Mehl auf einmal zugeben und so lange rühren, bis sich ein Teigklumpen bildet, der sich vom Topfboden löst, glatt ist und glänzt. Teig in eine Rührschüssel umfüllen und kurz überkühlen lassen. Nach und nach die versprudelten Eier mit dem Mixer in die Masse rühren. Dabei muss der Teig zwischendurch immer glatt werden. Zum Schluss noch vorsichtig Rum oder Schnaps zugeben und den Teig kurz rasten lassen. Butterschmalz bzw. Rapsöl erhitzen und den Brandteig in einen Spritzsack mit dick gezackter Tülle füllen. Ins heiße Fett Rosetten spritzen und langsam beidseitig goldgelb backen. Die Strauben gut abtropfen lassen und servieren. Dazu passt jede Art von Kompott. Wunderbar schmecken die Strauben mit Vanilleeis.


Genuss Viel Bewegung und gutes Futter machen den perfekten Braten.

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n Sinnesberger‘s Markthalle werden die Weidegänse vom Stödingerhof aus Neukirchen bei Lambach in Oberösterreich bezogen. Die Familie Feichtinger betreibt den Stödingerhof seit 1981 und nimmt besondere Rücksicht auf eine artgerechte Züchtung der Weidegänse. Die Gänse sind natürliche Grasfresser und grasen den ganzen Tag auf dem Feld. Lediglich am Abend wird ihnen etwas Getreide zugefüttert, um sie in den Stall zu locken und so vor dem Klima und natürlichen Feinden zu schützen. Vorbestellung, solange der Vorrat reicht! Die Weidegänse müssen bei der Fleischtheke in der Markthalle, via E-Mail an bestellung@sinnesberger. at oder unter 05352 / 65 000-460 vorbestellt werden. Achtung: Die Gänse sind in der Weihnachtszeit sehr gefragt, besser nicht zu spät bestellen. Bis bald in der Markthalle!

© Daye-Unsplash

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Genuss

Was für ein wunderbarer

Wintertraum!

Nicht fern der Stadt Kitzbühel liegt der Lärchenhof idyllisch eingebettet in die einzigartige Naturlandschaft. Von hier aus eröffnet sich ein wahres Paradies für Liebhaberinnen und Liebhaber des Wintersports. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Lärchenhof/rolartimages/DeFrancesco

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as Gute liegt so nah: Kitzbühel, die Steinplatte, die SkiWelt Wilder Kaiser, der Skicircus Saalbach Hinterglemm oder die Drei Länder Freizeit Arena – für jeden, der sich dem Skivergnügen hingeben möchte, ist das Passende fast vor der Haustüre. Man kann natürlich auch direkt beim Hotel in den Pistenspaß starten: am hauseigenen Skihang nämlich. Da kann man wahrlich weltmeisterlich hinunterwedeln. Das obere Drittel gleicht den Gegebenheiten des berühmten Ganslernhangs am Hahnenkamm in Kitzbühel und wird vor allem rund um das Hahnenkammrennen von Athletinnen und Athleten aus aller Welt als Trainings-


Genuss

Der hauseigene Skihang wird rund um das Hahnenkammrennen von internationalen Athleten fürs Training genutzt. hang genützt. Mit der eigenen Skischule und der Kinderskiwelt am Lärchenhof-Skihang findet man hier ein Wintersport-Eldorado für Groß und Klein. Aber auch die Gegend rund um den Lärchenhof ist zum Langlaufen, Skaten, Schneeschuhwandern, Eisstockschießen, für Pferdeschlittenfahrten oder eine romantische Winterwanderung für alle „Schneeverliebten“ ein Paradies. Drinnen im Lärchenhof kann man sich in den kuscheligen Zimmern und luxuriösen Suiten zurückziehen und Erholung und neue Kraft tanken. Verwöhnen vom Feinsten – besser kann man wohl die 3.500 Quadratmeter große Wellnessoase mit großzügiger Saunalandschaft nicht beschreiben. Kinderfreie Bereiche sorgen für Ruhe und Entspannung. SPORT UND ENTSPANNUNG Ein absolutes Highlight nach einem langen Skitag ist eine Behandlung in der 1.200 Quadratmeter großen Beautyfarm. Erfahrene Expertinnen verwöhnen mit wohltuenden Treatments. Um sportlich am Ball zu bleiben, stehen Tennisliebhaberinnen und -liebhabern drei TopCourts in der Halle, im Sommer drei Sand- und zwei Hardcourtplätze im Freien und eine eigene Tennisakademie mit Spitzentrainern für den perfekten Aufschlag zur Verfügung. Ein flotter Lieblingstreff für Fitnessbegeisterte ist das Vital- & Aktiv-Center auf insgesamt 400 Quadratmetern. Es geht natürlich auch ganz gemütlich: Ein Spaziergang

zur Lärchenhof-Hundsbichl-Alm überrascht mit einem Streichelzoo, einem Bauernladen und einer gemütlichen Stube. Fürs Sonnenbaden stehen ausreichend Liegen samt Kuscheldecken zur Verfügung. Zum kulinarischen Ausklang des Tages kredenzt der Küchenchef des Hauses ein Sechs-Gänge-Menü. Ein Sommelier verwöhnt dazu mit einer erlesenen Auswahl an Weinen. ABSCHLAG UND EINSTIEG Auch in den Sommermonaten ist der Lärchenhof (von Gault & Milau 2021 zu einem der besten Golfhotels gewählt) allemal eine Reise wert. Gleich zwei hauseigene Golfplätze – darunter einer der schönsten Plätze Österreichs, der 18-Loch-Golfplatz GC Kaiserwinkl Golf Kössen-Lärchenhof und der nur einen Abschlag vom Hotel entfernte 9-Loch-GCC Lärchenhof laden Exklusiver Wellnessbereich

aufs gepflegte Green. Die atemberaubende Grießbachklamm mit Einstieg direkt am Hotel und noch viele weitere Highlights lassen das Urlauberherz höherschlagen. Ob für eine kurzweilige Entspannungszeit übers Wochenende oder ein mehrwöchiger Aufenthalt für einen unvergesslichen Urlaub, der Lärchenhof bietet für jeden, zu jeder Jahreszeit das passende Urlaubsvergnügen. Getreu dem Motto: „Einmal Lärchenhof, immer Lärchenhof“.

Der Lärchenhof Lärchenweg 11 6383 Erpfendorf Tel.: +43 (0) 5352 / 8138-0 info@laerchenhof-tirol.at www.laerchenhof-tirol.at


Genuss

G’schmackiges aus dem

Dialekttopf

Griaß eich, der Unterlandler Dialekt is oafoch bärig, und damit a olle ois versteh’n, servier ma eich gaach a aitzei Mundart. Weil ois muass sei Ordnung hom. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Shutterstock

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ir verstehen uns, wenn es ums Essen und Trinken geht. Damit es auch so bleibt, servieren wir ein Menü an Mundartwörtern rund ums Essen, ums Obst und Gemüse und natürlich ums Trinken. Bitte Platz nehmen und genießen. Mahlzeit und Prost!

GEHWERCH – GERM ODER AUCH HEFE Das sind ganz einfach einzellige Pilze, die eine Gärung auslösen. Auch wenn das gar nicht so lecker klingt, sind allerlei Gerichte aus Germ. Dazu gehört auch Omas Kletzenbrot, sehr wohlschmeckend.

EASCHTEPFI – ERDÄPFEL ODER AUCH KARTOFFELN Dank der wertvollen Inhaltsstoffe ist die Kartoffel sehr gesund und hat auch keinen bitteren Beigeschmack, wenn man viele davon genießt, denn dieses Nachtschattengewächs ist kalorienarm. 106

SCHMANDL – KAISERSCHMARRN ODER AUCH PFANNKUCHEN An dieser süßen, fluffigen Mehlspeise kann man sich gar nicht sattessen. Besonders nach einer Wanderung schmeckt der Schmarrn auf der Hütte am allerbesten.


Genuss

GRANGGLN Preiselbeeren, eine Gattung der Heidelbeeren: Enthalten viele wertvolle Vitamine und haben einen herben Geschmack. Ohne Preiselbeermarmelade schmeckt das Wiener Schnitzel nur halb so gut.

KOPRATTAHOWAN – PFEFFER Je nach Sorte gibt dieses beliebte Gewürz den Speisen eine ganz besondere Schärfe und ein gutes Aroma. Pfeffer enthält ätherische Öle. Den scharfen Geschmack macht der Stoff Piperin.

SCHUGLAD – SCHOKOLADE Von wegen Sünde! Wir alle wissen: Schokolade macht glücklich. Dass diese süße Nascherei durch das enthaltene Kakaopulver gut fürs Herz ist, freut uns umso mehr. Man lasse die Tafel anrichten.

GIGGUS – SCHNAPS ODER AUCH SPIRITUOSE Ob das wirklich stimmt, dass ein Verdauungsschnapserl nach einer üppigen Mahlzeit die Verdauung fördert, bleibt dahingestellt. Wie auch immer, ein Stamperl nach einem guten Essen schmeckt vorzüglich. Prost!

KESTN – KASTANIEN ODER AUCH MARONI Diese Früchte mit der stacheligen Schale sind vitaminreich und kalorienarm. Wenn man die Edelkastanie in den späten Herbsttagen im Ofen röstet, verströmen sie einen herrlichen Duft im ganzen Haus.

PAMMARANTSCH – ORANGEN ODER AUCH APFELSINEN Die Zitrusfrucht ist eine Vitamin-C-Bombe. Das saftige Fruchtfleisch eignet sich perfekt für einen gesunden Fruchtsaft, die unbehandelte Schale verfeinert so manche Speise mit einer lieblichen Geschmacksnuance.

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Genuss

Nicht zu stoppe(l)n, diese

Rübe Die Bekanntheit des Wildschönauer Wunderkrautes wächst über die Grenzen hinaus. Nicht nur als Schnaps in der Heimat ist die besondere Rübe gesund, sondern auch als Salat in Salzburg. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Conny Pipal

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ch kann mich noch gut erinnern. Ein stürmischer Wintertag war’s, als ich ein kleines Paket bekam. Ich glaub, man kann nicht alt genug werden, um die Neugierde zu bändigen. So ließ ich alles liegen und stehen und öffnete das Überraschungspräsent. Ich hielt ein kleines Säckchen, gefüllt mit Samen von der Wildschönauer Stoppelrübe, in den Händen. Ich fragte mich, ob der Absender weiß, dass mir solche Geschenke immer am liebsten sind. Doch es sollte Monate dauern, bis der Inhalt zu seiner Bestimmung gelangte. Und es sollte ein Experiment werden. Schließlich hörte ich immer wieder, dass diese Rübe ihre Eigenheiten hat. Wie ihr Name schon sagt, will dieses Kraut anscheinend nur in der Wildschönau gedeihen. Von dort

aus hat es auch eine promillente Berühmtheit erlangt. Der „Krautinger“, der Rübenschnaps, wird ja schließlich auch nur in der Wildschönau gebrannt. Nun, es mag ein Scherz von einem lustigen Zeitgenossen gewesen sein. Ich habe es ernst genommen, dass eben diese Stoppelrübe nur im Tiroler Unterland wächst. WILD AUF DIE MOZARTSTADT Umso spannender war der Weg der Wildschönauer Stoppelrübe nach Salzburg. Ebendort habe ich die winzigen Samenkörnchen zwischen Tomaten, Zwiebeln und Lauch platziert. Es dauerte einige Wochen, bis sich die ersten grünen Blättchen zeigten. Meiner Euphorie folgte bald die Enttäuschung. 108

Eine Armee an Nacktschnecken machte sich erbarmungslos über die zarten Pflänzchen her. Die Hoffnung, vielleicht doch noch eine Rübe zu ernten, sank täglich, und schließlich kehrte ich dem Vorhaben den Rücken. Mit Erfolg, denn siehe da, nach Wochen zeigte sich zwischen völlig zerfressenen Blättern plötzlich ein weiß-violettes Bäuchlein und lugte erwartungsvoll hervor. Eine einzige mutige Rübe erblickte das Licht der Welt, um schließlich als satte Beilage in der Salatschüssel zu landen. Resümee: Die Wildschönauer Stoppelrübe wächst auch in Salzburg, zumindest ein Exemplar ist nicht zu stoppen und nimmt den Kampf gegen lästiges Ungeziefer auf. Und das Schönste: Sie schmeckt auch in der Mozartstadt vorzüglich!


© Sarah Katharina Photography

Kultur

Musik für die Seele Am 10. Juli 2021 heißt es wieder: Bühne frei für „Klassik in den Alpen“. Die Vorfreude ist besonders groß – 2021 wird in Kitzbühel das 750-Jahr-Jubiläum der Stadterhebung gefeiert.

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ie Feierlichkeiten werden mit dem Konzert von Weltstar Elīna Garanča gekrönt. Klassik in den Alpen soll ein Hoffnungsschimmer am „Corona-Horizont“ sein. Nicht nur für das treue Publikum, auch für Elīna Garanča: „Ich liebe die Magie von Kitzbühel und ich liebe das

Publikum, das mich schon so lange Zeit begleitet. Wir werden die aktuellen Herausforderungen gemeinsam meistern und kommen im Sommer 2021 zurück nach Kitzbühel. Auf diesen Moment und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freue ich mich.“ Auf ein besonderes High-

light können sich Fans bereits jetzt freuen: auch im Sommer 2021 wird die Siegerin oder der Sieger der Nachwuchsinitiative „ZukunftsStimmen“ in Kitzbühel gemeinsam mit Elīna Garanča auf der Bühne stehen. www.klassikindenalpen. at/de/das-konzert


Kultur

N

un, die beiden wollten eigentlich kein großes Theater um ihr Kleinkunst-Projekt machen. Daraus ist nichts geworden. Klingende Namen wie Michael Mittermaier, Josef Hader, Uli Bree, Dieter Nuhr, Alfred Dorfer – die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen – folgten der Einladung von Kleinkunst-Obmann Pauli Huter und seinem Stellvertreter Peggo Jöchl nach Kitzbühel. Besser gesagt, ins Café Praxmair. Das bekannte Lokal in der Vorderstadt verwandelt sich seit dem Jahr 1988 in eine Bühne für Kabarett ebenso wie für Konzerte und Schauspiel. Doch bevor sich der Vorhang für diese Erfolgsgeschichte öffnet, werfen wir einen Blick zurück. Pauli Huter und Peggo Jöchl kennen sich von klein auf, sind in der gleichen Siedlung, im Klausnerfeld, aufgewachsen. Dann trennten sich ihre Wege für eine Weile. Pauli ging nach Graz zum Studieren und war bei der Gründung vom dortigen Theatercafé mit von der Partie. Weil er seiner Heimat stets treu geblieben ist, brachte er jedes Jahr in den Weihnachtsferien eine Aufführung in die Gamsstadt.

Nessi Tausendscho

HADER IM SCHNEESTURM Wenn das Grazer Theater hier Halt machte, half Peggo beim Kassieren und Plakatieren. „Zum Jahreswechsel 1987/88 besuchten wir mit den Künstlern das Café Praxmair. Der damalige und leider verstorbene Chef Peter Praxmair war derart begeistert, dass er für uns eine

Kleinkunst Kitzbühel

spielt alle Stückln Bühne frei und Vorhang auf: Ein Verein für junge Talente und altbekannte Künstlerinnen und Künstler in Kitzbühel holt Kabarett, Konzerte und Schauspiel in die Gamsstadt. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Kleinkunst Kitzbühel

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Kultur Georg Ringsgwandl

musste ein amerikanischer Schlitten, der am Vorabend von einem Gast vor dem Lokal geparkt wurde, nach mehrmaliger Ermahnung der hiesigen Gendarmerie kurzerhand aus der Fußgängerzone geschoben werden. PLAKATIVE BERÜHMTHEIT Von diesem Nebenschauplatz blicken wir hinter die Bühne. Da seien abseits der Auftritte tiefe Freundschaften mit den Künstlerinnen und Künstlern entstanden, so Peggo Jöchl: „Wir können keine großen Gagen zahlen, aber wir schenken ihnen eine gute Zeit. So sind

„Der Josef Hader ist spät, aber doch, trotz Schneesturm zu unserem Jubiläum gekommen.“ PEGGO JÖCHL

Forian Scheuba

künstlerische Heimstätte in seinem Lokal geschaffen hat. Innerhalb von zwei Monaten wurde der Verein Kleinkunst in Kitzbühel ins Leben gerufen. Damals war so etwas im deutschsprachigen Raum nur in den Großstädten bekannt. Am Land waren wir eine der Ersten“, erzählt Peggo Jöchl. Was für ihn in all den Jahren unvergesslich geblieben ist? Dazu

gehört wohl die Feier zum Zehn-Jahre-Jubiläum im März 1998: „Josef Hader hatte uns eine Mitternachtseinlage versprochen. An jenem Abend musste er vorher in Passau einen Auftritt absolvieren und wollte anschließend zu uns fahren. Während Leo Lukas und Aniada Noar ihr Programm im Praxmair präsentierten, hat der Hader angerufen, er würde es nicht schaffen, weil er in einem Schneesturm feststecke. Unser Publikum dachte, dies sei eine Ausrede. Ein paar Leute sind gegangen. Um halb zwei ist er doch noch gekommen, das Praxmair war immer noch sehr gut gefüllt. Bis um fünf in der Früh hat der Hader die Mitternachtseinlage nachgeholt. Das war sein Geschenk an uns.“ Gefeiert wurde schlussendlich bis neun Uhr früh, und weil der Rest vom Fest zu dieser morgendlichen Stund’ schon ein paar Glaserln zu viel getrunken hatte, 111

wir einmal mit den vier Mädels einer kanadischen Damenband auf den Hahnenkamm hinaufgefahren.“ Das war wohl ein unvergessliches Erlebnis für das virtuose Quartett. Abseits der Bühne erregt der Verein viel Aufmerksamkeit mit einer grandiosen Idee: Die Plakate haben nicht nur die Funktion einer Ankündigung, sondern sind auch mit einem ausgefallenen Anstrich versehen: „Wir wollen mehr vermitteln als nur einen Termin. Unsere Plakate fallen aus dem Rahmen, und keines war einem anderen ähnlich“, weiß Peggo. Mit weit über 400 Veranstaltungen hat die Kleinstkunst Kitzbühel sowohl eine Reihe an unentdeckten Talenten als auch viele ruhmreiche Persönlichkeiten nach Kitzbühel gebracht und die berühmte Sportstadt um eine beliebte Kulturstätte reicher gemacht. Dafür gebührt dem Verein tosender Applaus.


Kultur Die Tiroler Festspiel Erl läuten die Winterfestspiele traditionell mit dem Bach’schen, vom Erler Publikum hoch geschätzten Weihnachtsoratorium ein, und beschreiten neue Wege.

Virtuos

m bei auf die Hälfte reduziertem Platzangebot allen Kartenwünschen nachkommen zu können und gleichzeitig die Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 umzusetzen, werden das Weihnachtsoratorium sowie die Konzerte zu Silvester und Neujahr zweimal aufgeführt. Der Saal wird zum Schutz der Gäste nach Vorbild eines Schachbrettmusters aufgeteilt, die freien Plätze abgedeckt, es gilt Maskenpflicht im gesamten Festspielhaus. So trotzen die Festspiele mit einem Programm aus Bewährtem und Neuem dem Virus. Der selten gespielten Mascagni-Oper „L’amico Fritz“, einem Kleinod mit großartiger, wunderschöner Musik, steht mit Donizettis Oper „Don Pasquale“ ein spätes Meisterwerk des Genres Opera buffa gegenüber. Beide Werke stehen dreimal auf dem Spielplan. Silvester stehen die silbernen Operetten Leo Falls im Mittelpunkt, zu Neujahr wird es schwungvoll klassisch, unter anderem mit den wunderbaren Liedern von Paolo Tosti, einem Freund von Enrico Caruso, für den er erfolgreich viele Lieder schrieb.

HOCHKARÄTIG BESETZT Der 28. Dezember bietet Unterhaltung für die ganze Familie: Die Universität Mozarteum Salzburg hat ein Programm entwickelt, das ein Publikum von acht bis 108 in seinen Bann ziehen wird. Ohne Franui geht es nicht, die Osttiroler sind fester Bestandteil jeglicher Festspiele in Erl. Franz Hackl ist zu Gast, Jazztrompeter und Komponist aus Schwaz. Mit sei-

nen hochkarätigen Freunden, Posaunist Dietmar Küblböck, Solist der Wiener Philharmoniker sowie dem besten Jazzpianisten seiner Generation, Leo Genovese, präsentiert er Tiroler Volksmusik in zeitgenössischer Interpretation. Das Abschlusskonzert lockt mit Werken von Jules Massenet, Camille Saint-Saëns und Sergei Prokofjew.

ENTG E LTL ICHE E IN SCHAL TUNG

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© Tiroler Festspiele Erl, Cornelia Hoschek

ins neue Jahr

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2020/21

TIROLER FESTSPIELE ERL WINTER 26. — 06. DEZ

JAN

Info · Karten T +43 (0)5373 81000-20 karten@tiroler-festspiele.at www.tiroler-festspiele.at

KONZERT

J. S. BACH DAS WEIHNACHTSORATORIUM (I–VI) Musikalische Leitung Roland Böer

12. DEZ / 13. DEZ

OPER

KONZERT

Musikalische Leitung Simone di Felice Regie Caterina Panti Liberovici

31. DEZ / 01. JAN

27. DEZ / 30. DEZ / 05. JAN

SPECIAL

GAETANO DONIZETTI DON PASQUALE

OPER

PIETRO MASCAGNI L’AMICO FRITZ Musikalische Leitung Francesco Lanzillotta Regie Ute M. Engelhardt

26. DEZ / 02. JAN / 04. JAN

SPECIAL

MUSICBANDA FRANUI MISCHMASCH 29. DEZ

SILVESTER- / NEUJAHRSKONZERT

KONZERT

FAMILIENKONZERT EDVARD GRIEG — PEER GYNT 28. DEZ

FRANZ HACKLS „WINTERREISE“ FEATURING LEO GENOVESE UND DAS WIENER POSAUNENENSEMBLE 03. JAN


Kultur

Anneliese Hechenberger in ihrem Büro im Gemeindeamt Jochberg

Nie ohne meine Kamera Anneliese Hechenberger ist stets im Bilde: Als Dorfchronistin gibt sie in der Gegenwart Einblicke in die Vergangenheit ihres Heimatortes Jochberg. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Conny Pipal

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aufenweise stapeln sich große Schachteln mit neuen Ordnern in Annelieses Büro. Als Ortschronistin und zuständig für das Gemeindearchiv von Jochberg hat sie alle Hände voll zu tun. Hinter den Schachteln kommt ein fein säuberlich beschriftetes Regal hervor: Eheakten sind hier ebenso aufbewahrt wie alte Schriften ab dem Jahr 1850 und auch allerlei über Viehund Fleischbeschau. Gerade findet Anneliese ein Protokoll der Gemeindegrenzen aus dem Jahr 1855: „Da gibt es sicher noch ältere Aufzeichnungen“, meint sie und stöbert weiter in dem winzigen Räumchen, das nur durch ihr Büro zugänglich ist. An dem Kasten aus Holz

klebt ganz oben ein Zettel an einem Dokument, worauf steht: „Sehr wichtig: Gemeinderechnungen!“ Und was damals wichtig war, zählt heute noch zu den ältesten Akten im Archiv. Schon seit vielen Monaten ist Anneliese beim Recherchieren für das neue Heimatbuch, in

„Einmal hat mich ein Bauer beim Fotografieren verjagt.“ ANNELIESE HECHENBERGER

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dem die Historie von Jochberg festgehalten wird. Dafür ist sie, stets mit ihrer Kamera bewaffnet, landab, landauf beim Sammeln von spannendem Material. Diesen Job macht sie derart gut, dass die Leute im Dorf ihr schon den Kosenamen „Mamarazzi“ gegeben haben. Alles und jeden hat sie im Blick, rein gar nichts entgeht ihren Luchsaugen. Natürlich wird jedes kleinste Detail bildlich festgehalten. TEMPO-LIMIT FÜR DIE WESPEN Wenn Anneliese unterwegs ist, geht sie mit einem besonderen Blick durch die Welt: „Eines Tages bin ich von der Bruggeralm runtergefahren, da sehe ich an


Kultur

einem Verkehrsschild mit einer 30-km/h-Beschränkung einen Wespenkobel hängen. Ich dachte mir, ob sich die Viecher wohl daran halten?“, lacht sie, auch wenn so manches Objekt ihrer Begierde ihre Mission gar zu ernst nimmt. „Ich sollte neue Fotos von einem alten Anwesen machen, doch der Bauer hat mich verjagt. Ich bin nicht immer willkommen“, erzählt die fleißige Fotografin nicht ohne zu erwähnen, dass an einem anderen Hof, den sie ablichten musste, sich der Bauer vor lauter Freude mit seiner schönsten Kuh in Pose warf. Natürlich gibt es im Fotoarchiv der Gemeinde Jochberg nicht nur Bilder, die Anneliese geschossen hat. Auf einem Tisch türmen sich Fotoalben, die das Leben aus früheren Zeiten wiedergeben, wie das eine, das die Jochberger Botin Moidl Fuchs zeigt: „ Zwischen 1920 und 1924 ist die Fuchs Moidl aus Jochberg

jeden zweiten Tag um vier Uhr früh mit ihrem Karren 18 Kilometer nach Kitzbühel und wieder zurück gegangen. Damals hat es hier noch keinen Bäcker gegeben und die Moidl hat in Kitzbühel von der Bäckerei frische Semmeln geholt und alle möglichen anderen Sachen an ihre Auftraggeber geliefert. Es hat damals schon Leut’ gegeben, die sich so einen Botendienst leisten konnten“, weiß Anneliese. Sie blättert im Album weiter und ihr Blick fällt auf ein Foto, das sie zum Schmunzeln bringt. Zu sehen ist ein umgekippter Laster, daneben ist der Text zu lesen: Der Fahrer Toni Wörgötter musste einmal austreten, aber der Lastwagen konnte nicht warten. „Dem Lenker ist nichts passiert, er ist heute 92 Jahre alt“, weiß Anneliese. IN AMT UND WÜRDEN Früher war sie Volksschullehrerin in

Jochberg. „Ich war noch gar nicht im Ruhestand, da hat mich mein Vorgänger Georg Jöchl bekniet, seine Nachfolgerin zu werden“, erinnert die Kustodin und Obfrau des Bergbau- und Heimatmuseums und Mitglied bei der Jochberger Chorgemeinschaft. Als vor zehn Jahren Georg Jöchl starb, wurde sie von der Gemeinde mit dem Amt der Ortschronistin betraut. Schon im ersten Heimatbuch ist festgehalten, dass Anneliese und ihr Mann Alois die Schuhplattlergruppe „D’ Goaßstoaner Plattler“ gegründet haben. Nach 20 Jahren haben die beiden die flotte Truppe in jüngere Hände gelegt. Schade, dass sich nach 40 Jahren die Gruppe aus dem Vereinsregister löschen ließ. Als Chronistin aber soll sie noch lange mit ihrem Fotoapparat und einem geschulten Auge mit flinkem Finger am „Drücker“ sein.

Ein Protokoll aus dem Jahre 1906

Die Fuchs Moidl auf dem Weg von Jochberg nach Kitzbühel

LKW umgefallen, Fahrer unversehrt

Fotoalben von anno dazumal eröffnen Einblicke in vergangene Zeiten.

Die Ortschronistin findet alte Aufzeichnungen im stillen Kämmerlein.

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Kultur

Das Grundstück für sein Berghaus am Hahnenkamm kaufte Holzmeister von seinem Freund Alfons Walde.

Rückseite des Berghauses

Im Jahr 1930 wurde das erste Mal Weihnachten gefeiert.

Clemens Holzmeisters Vermächtnis in Kitzbühel

Vor 90 Jahren wurde im Berghaus am Hahnenkamm erstmals Weihnachten gefeiert.

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TEXT: Martin Reiter ❧ FOTOS: Ricardalovesmoments, Archiv für Baukunst, Universität Innsbruck, Isiwal, Anton Josef Tr ka

m Hahnenkamm, hoch über Kitzbühel, findet man ein inzwischen fast vom Hochwald verschlungenes modernes Berghaus, das in den vergangenen Jahren erbaut worden sein könnte. Doch der Schein trügt, vor genau 90 Jahren, also 1930, wurde hier erstmals Weihnachten gefeiert. Von wem? Von einem ganz großen Tiroler, Österreicher, Weltmenschen – dem Architekten und Baumeister Professor Clemens Holzmeister (1886 – 1983). Das Berghaus Holzmeister liegt rund 100 Meter vom Haus des Kitzbüheler Malers und Architekten Alfons Walde entfernt, der seinem Jugendfreund das Grundstück verkauft hatte, auf einer Seehöhe von 1.800 Metern.

Holzmeisters Berghaus ist ein auf einem gemauerten Sockel stehender, mit Holzschindeln verschlagener Holzbau mit Pultdach. Die Fassade wird durch unterschiedlich große und unregelmäßig angeordnete Fenster belebt. Das Innere ist funktional gestaltet, die original erhaltenen Möbel wurden ebenfalls von Holzmeister entworfen. Die Ansicht von Westen her war anfangs turmartig, wirkt heute allerdings durch das Aufkommen des Hochwaldes weniger markant. Das Haus galt nach seiner Fertigstellung 1930 als kühnes Bauprojekt. Alle möglichen Wetterkapriolen berücksichtigte sein Architekt und Baumeister, denn es sollte zu allen 116

Jahreszeiten ein Ort der familiären und freundschaftlichen Begegnung werden. „Ich bin immer bemüht gewesen, mit den Neuerungen der Zeit Schritt zu halten, ständig auf dem Laufenden zu bleiben, aber auch immer die wertvolle traditionelle architektonische Kunst gegen die allzu krassen Auswüchse der modernen Bewegung zu verteidigen“, so Clemens Holzmeister 1936. Und 1937 beschrieb er den Bau am Hahnenkamm wie folgt: „Nach Sonne, Schnee und Wetter in jener dem vollen Sturm ausgesetzten Höhe, nach Aufbau und Werkstoff gerichtet. Am Mauerwerk wurde, weil kostspielig, gespart, das wegen Schneeverwehung wenig bewohn-


Kultur bare Untergeschoß eingezogen, das Holzhaus überkragend. Dabei ergab sich die merkwürdige, wohltuende Erscheinung, dass durch den Luftzug, der durch den eingezogenen Sockel rings um das Haus entsteht, der Schnee nie an dieses herankam, sondern bei hohem Schneefall eine fast kreisförmige Wächte bildet.“ GASTFREUND. Für einen überaus kommunikativen und mobilen Menschen wie Holzmeister bildete das Berghaus einen idealen Ort, um Gäste zu empfangen, mit der Familie und Freundinnen und Freunden gesellige Tage und Abende zu verbringen, nachzudenken oder in Ruhe zu arbeiten. Am meisten Leben herrschte im Berghaus in den 1930er-Jahren bis zur Emigration Holzmeisters 1938. In diesem Jahr wurde er aus der Wiener Akademie entlassen und zog nach Istanbul-Tarabya in der Türkei. Hier wirkte er als Lehrer an der Technischen Hochschule. In der Türkei wurde er geehrt und baute eine palastartige Villa als neuen Wohnsitz. 1939 erfolgte die Trennung von seiner ersten Frau Judith und er heiratete Gunda Lexer. Während der NS-Zeit stand das Berghaus am Hahnenkamm somit leer. In den Gästebüchern haben sich zahlreiche Freundinnen und Freunde, Politikerinnen und Politiker, Künstlerinnen und Künstler mit Zeichnungen und Gedichten verewigt. Franz von Zülow malte das Berghaus mit Kindern und Tieren schon 1931 in Mischtechnik mit Öl auf

Die von Holzmeister 1961 gebaute Bernhardkapelle am Hahnenkamm

Clemens Holzmeister im Alter von 40 Jahren

Stillleben im Haus am Hahnenkamm, gemalt von Clemens Holzmeister 1968 (Privatbesitz)

Holzmeisters Haus mit Kindern und Tieren, gemalt von Franz von Zülow 1931 (Privatbesitz)

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Holz. Das Haus ist heute weitgehend im Originalzustand erhalten. Die hohe künstlerische, historische und kulturelle Bedeutung des Hauses zeigt sich im Umstand, dass es 1994 samt originaler Inneneinrichtung unter Denkmalschutz gestellt wurde. In der Begründung des österreichischen Bundesdenkmalamtes wird dieser Schluss gezogen: „Ohne jegliche historische Anleihen in der Form wurden dennoch alte landschaftsgebundene und traditionelle Bauweisen (nach rückwärts versetzter Betonsockel, Holzverschindelung) verwendet. Historisch gesehen stellt es einen Markstein moderner alpiner Architektur dar, in dem funktionelles Raumplanen und Naturnähe mit modifizierten Elementen lokaler Bautradition verbunden wurden.“ SPUREN. Spuren Holzmeisters findet man in Kitzbühel und Umgebung, aber auch noch andernorts. Nach den Plänen Holzmeisters entstanden 1954 bis 1957 das der Heiligen Barbara geweihte katholische Gotteshaus in Erpfendorf sowie auch die evangelische Christuskirche in Kitzbühel. Letztere wurde nach den Plänen des Architekten Baurat Clemens Holzmeister errichtet, der seinerseits auf ein Honorar verzichtete. Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. Jänner 1960, die feierliche Einweihung fand am 27. Oktober 1962 statt. Am Weg von der Bergstation am Hahnenkamm zur Ehrenbachhöhe steht in 1.732 Metern Höhe die von Architekt Clemens Holzmeister im Jahre 1961 gebaute Bernhardkapelle.

Die evangelische Christuskirche in Kitzbühel. Grundsteinlegung war vor 60 Jahren am 5. Jänner 1960. Holzmeister verzichtete auf das Honorar für seinen Plan.


Kultur

Die Sage vom

Sintersbach-Drachen Eine Sage aus den Kitzbüheler Alpen Wir haben für Sie die schönsten Sagen der Region gesammelt. Tauchen Sie mit uns gemeinsam in die Welt der Mythen und Geschichten ein.

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or langer Zeit hauste in einem kleinen Bergsee unterhalb der Sintersbach-Höhe ein Drache. Dieser wuchs von Jahr zu Jahr, sodass er eines Tages die Felsen sprengte. Das Wasser des Sees stürzte in einem tosenden Wasserfall in die Tiefe und riss den Drachen mit sich.

mit seinem kräftigen Schwanz die Erde. Der Acker wurde verwüstet, und die Menschen wurden in Angst und Schrecken versetzt. Allein die Knappen der Kupferplatte wussten Rat und versprachen, Abhilfe zu schaffen. Sie schleppten Säcke mit Schießpulver herbei und warfen sie dem Drachen zum Fraße vor, die dieser auch gierig verschlang. Einige mutige Männer wagten sich nun näher an den Drachen heran und stießen ihm mit langen Eisenstangen eine brennende Lunte in den Rachen. Das Feuer brachte das Schießpulver zur Explosion und den Drachen zerriss es in tausend Stücke.

Mutige Männer wagten sich an den Drachen von Sintersbach heran.

Unser Dank geht an Frau Anneliese Hechenberger, Dorfchronistin von Jochberg. Sie hat uns diese Sage zur Verfügung gestellt.

Mit gebrochenem Rückgrat blieb der Drache auf dem Schradlfeld liegen und peitschte, von Schmerzen gepeinigt,

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© Unsere KITZBÜHELERIN/Pipal

Freizeit

Wie das Skifahren früher war Beim Stöbern in der Schatzkiste vom Opa ist ein Andenken an einen besonderen Skitag zum Vorschein gekommen.

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amals im Jahr 1948 ging es mit der Hahnenkammbahn hinauf und weiter mit dem Schlepplift zur Ehrenberghöhe. Bevor man oben vom Steinbergkogel hinunterfahren konnte, musste man den Bergkamm entlangstapfen, Mit Eschenskiern ohne Kanten, mit Ski-

stöcken samt geflochtenen Tellern und einer Bindung mit einem Rückholgummi war von Wedeln keine Rede. Im Pflug bezwang man die Piste. Damals wurden die Skier mit dem Bügeleisen „gewaxelt“. Das Wachs wurde mit einem Korken verrieben. Die Prozedur dauerte einen

halben Tag, die Wirkung hielt nur wenige Stunden. Opas Postkarte, die den Schlepplift zum Steinbergkogel zeigt, schrieb er einst für seine Liebste und bleibt wohl auch für die nächsten Generationen ein berührendes Andenken an längst vergangene Zeiten.


Freizeit

Adlerinnen

mit Bodenhaftung

Anflug im Adlerhorst und Einblicke in Eiszeiten: Drei Eishockeydamen erzählen von festen Freundschaften und einem unerschütterlichen Zusammenhalt, von Frauen im Männersport und weiblicher Taktik. TEXT: Conny Pipal FOTOS: alpinguin, Fotokarusell Melanie

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a laufen sie ein, die drei Adlerinnen Claudia Wirl, Trainerin, Lisa Hausberger, Kapitänin, und Isabella Hochfilzer, Assistant-Coachin. Eine jede bildhübsch anzusehen und rein äußerlich weit entfernt von der Vorstellung, die man von einer Eishockeyspielerin hat. „Das sagt nie jemand zu uns“, lacht Isabella mit einem Augenzwinkern. Noch sind sie gar nicht am Eis, und schon stellt das Trio jegliches Klischee ins Abseits. Auch wenn bei den Adlerinnen über ein Dutzend Damen aufeinandertreffen, Zi-

ckenkrieg gibt es keinen: „Wir sind da wirklich ein Ausnahmefall. Wir hören natürlich schon von anderen Mannschaften, dass es auch anders sein kann, aber wir sind gute Freundinnen und treffen uns auch in der Freizeit“, sagt Claudia und Isabella wirft ein: „Wir sind richtig zusammengewachsen. Bei allen Hochzeiten, Geburten und Festen sind alle mit von der Partie. Wir sind wie eine große Familie und halten zusammen.“ Damit das auch so bleibt, wird vor dem Training beim Umziehen alles besprochen: „Da 120


Freizeit

bringen wir uns auf den neuesten Stand und haben eine Riesengaudi“, sagt Claudia schmunzelnd. Dann macht sie eine Pause, jetzt wird’s ernst: „Sobald wir aufs Eis gehen, ist Schluss mit lustig. Da gilt Disziplin und Konzentration. Erst wenn alle Pucks wieder im Kübel sind und der Pavel, der Eismeister, auf der Eismaschine sitzt, geht die Schnatterei wieder weiter.“ MUNTER TROTZ SCHLAFMANGEL Nun, es gibt ja auch viel zu erzählen über die Hobbymannschaft, die einen Ehrgeiz an den Tag legt, von dem sich manche Profis eine Scheibe abschneiden können. „Wir erwarten viel von uns selbst und auch von jeder unserer Spielerinnen. Während andere im Kino sitzen oder ausgehen, sind wir am Eis. Schließlich fahren wir ja nicht zum Spaß bis zu 900 Kilometer zu einem Auswärtsspiel. Wir bekommen dafür nichts bezahlt. Ganz im Gegenteil. Wir müssen Mitgliedsbeiträge zahlen und für alles selbst aufkommen, auch für die Ausrüstung“, sagt Claudia. Die zweifache Mama habe seit sieben Monaten nicht mehr geschlafen wegen dem putzmunteren Nachwuchs, meint sie ironisch. Und doch wird sie nicht müde, ihre Mannschaft mit aller Kraft nach vorne zu bringen, auch wenn sie ihrem Ziel noch ein wenig hinterherhinkt: „Wir wollen ins Finale der Damenbundesliga“, so die Spieler-

Vom Traualtar zurück in der Eishalle wollen die taffen Damen ihren männlichen Kollegen kein Bein stellen: „Unser Glück ist, dass wir in Männervereinen fest eingebunden sind, sowohl bei den Adlern als auch bei den Dragons. Wir sind stets bemüht, das Miteinander zu den Männern im Verein aufrechtzuerhalten. Die Spieler haben das Gefühl, wir gehören zu ihnen und umgekehrt. Wir haben auch die gleiche Ausrüstung wie die Männer“, so Claudia. Isabella verrät, dass es aber doch Verschiedenheiten zwischen Weiblein und SPÄTZÜNDERIN Männlein beim Eishockeyspielen AM EIS gibt: „ Die Art und Um die Kurve zu CLAUDIA WIRL Weise, wie wir dieser Sportart zu spielen, da ist ein kriegen, brauche großer Unterman weniger Talent, dafür aber viel Konsequenz, ist Lisa schied: Wir legen den Fokus nicht auf überzeugt. Die Kapitänin hat erst mit 19 Körperangriffe, sondern auf Taktik und mit dem Eishockey angefangen: „Ich Strategie. Schön langsam ist da auch ein konnte damals nicht Eislaufen. Dann hat Wandel bei den Männermannschaften mich eine Freundin überredet, und von erkennbar.“ „Dass die Eishockeydamen weit wenida an habe ich jedes Training mitgemacht. Anders geht’s nicht.“ Die Kufstei- ger Verletzungen als Fußballer und lange nerin hat dabei nicht nur ihr liebstes Hob- nicht so viele blaue Flecken wie Eisprinby, sondern mit ihrer Kollegin Sharon zessinnen haben, liegt an der Ausrüstung, auch die große Liebe gefunden. Logisch, die den ganzen Körper schützt“, beruhigt dass bei der Hochzeit die gesamte schlag- Isabella, kurz bevor sie wieder in voller Montur übers Eis fegt. kräftige Truppe Hab Acht gestanden ist. trainerin. Isabella möchte nicht unerwähnt lassen, dass die Adlerinnen schon einmal ein Team einer höheren Liga geschlagen haben. „Wir sind eine Spielerinnengemeinschaft der Kitzbüheler Adlerinnen und der Kufsteiner Dragons“, erklärt Isabella und spricht davon, dass viele der Frauen lange Fahrten auf sich nehmen, um jeweils beim Training, das abwechselnd in beiden Städten stattfindet, dabei zu sein. So reisen Adlerinnen aus Bayern, aus Innsbruck, aus dem Alpbachtal und sogar aus Südtirol an.

„Bei uns gibt es keinen Zickenkrieg.“

Adlerauge auf ihre Mannschaft: Spielertrainerin Claudia Wirl

Schläger-Parade von den Adlerinnen für das Hochzeitspaar Lisa und Sharon

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Freizeit

So richtig auf Touren kommen

Sicherheit ist oberstes Gebot Besonders abseits der Pisten muss ein entsprechendes Sicherheitsequipment mit: „Zur Ausrüstung gehört ein Lawinensuchgerät, eine Lawinensonde und –schaufel. Im Optimalfall ist man mit einem Lawinenrucksack samt integriertem Airbag unterwegs“, rät Patrick Unterberger.

schiedliche Punkte zu beachten“, so Patrick Unterberger von Intersport Patrick. „Im freien Gelände nimmt man einen breiteren Ski mit einer stabileren Bindung, die notwendig ist für die Tiefschneefahrten. Auf der Piste reicht ein schmalerer Ski. Eines ist klar: Je breiter der Ski, desto schwerer ist er und umso herausfordernder ist das Gehen“ so der Fachmann. Auch in Sachen Schuhwerk gilt es einiges zu beachten: Das Wichtigste ist allem voran die perfekte Pass122

form. „Mittels unserer Bootfitting-Technologie werden alle individuellen Bedürfnisse des Fußes berücksichtigt und optimal an den Schuh angepasst“, weiß Patrick Unterberger und unterstreicht auch die Wichtigkeit der richtigen Bekleidung: „Beim Skitourengehen erfüllt der Zwiebellook allemal seinen Zweck. Mit einer funktionellen Tourenbekleidung ist man für jedes Wetter gerüstet. Gerade bei den Abfahrten ist eine Kleidung mit einer wärmenden, isolierenden Schicht absolut notwendig, um vor Wind und Kälte geschützt zu sein. Bei sehr schlechten Bedingungen sollte man zusätzlich eine wasser- und winddichte Jacke mitnehmen.“

Intersport Patrick Speckbacherstraße 17 6380 St. Johann in Tirol Tel.: 05352 / 20 730 www.intersport-patrick.at

ENTG E LTL ICHE E IN SCHAL TUNG

Z

ugegeben, der Aufstieg ist ganz schön herausfordernd. Doch gleicht man das Tempo der Kondition an, wird das Hinauf zu einem erhebenden Erlebnis. Skitourengehen steigert das Wohlbefinden im Allgemeinen und wirkt sich im Speziellen positiv auf Muskulatur und Herz-Kreislaufsystem aus. Oben angekommen atmet man tief durch, genießt voller Vorfreude auf die bevorstehende Abfahrt die fantastische Naturlandschaft. Und dann zieht man die Spuren durch den glitzernden Pulverschnee, atmet die klare Bergluft – der reine Genuss und die pure Lust am Skitourengehen. Um dieses Vergnügen richtig auszukosten, braucht es die passende Ausrüstung und einige Punkte, die es zu beachten gilt. Um top ausgestattet auf Touren zu kommen, ist der Rat eines Experten gefragt: „Bevor man losstartet, muss man sich die Frage stellen: Möchte ich auf die Piste oder ins freie Gelände? Das sind zwei völlig verschiedene Bereiche, die man aber gut verbinden kann, und doch sind einige unter-

© Dynafit

Unverspurter Pulverschnee, gleißender Firn und diese magische Stille, fernab jeglichen Trubels: Skitourengehen verspricht ein einzigartiges Naturerlebnis und ein vielfaches Vergnügen.


ENTG E LTL ICHE E IN SCHAL TUNG © Dynafit


Freizeit Die Perle im Südwesten Afrikas lockt mit einer spektakulären Landschaft, gutem Essen und der ein oder anderen tierischen Überraschung. TEXT: Doris Erber ❧ FOTOS: Privat, Adobe Stock

ERSTE BEGEGNUNGEN Jede Namibia-Reise beginnt in Windhoek,

Nicht nur perfekt für Afrika-Neulinge der Hauptstadt Namibias. Die recht „unafrikanische“ Stadt ist einen Stopp zum Akklimatisieren wert. Hier gibt es zahlreiche charmante Boutique-Hotels und Pensionen – perfekt, um nach einem langen Flug ein paar Stunden am Pool zu entspannen. Unverzichtbar: Nur wer den ersten Abend im legendären Joes Beerhouse verbracht hat, ist richtig in Namibia angekommen! Am nächsten Tag beginnt das Abenteuer. Der erste Eindruck: Einsamkeit. Weite. Ein unglaubliches Farbenspiel. Die Fahrt geht durch die Kalahari-Wüste, Idyllisches Beisammensein im Nationalpark Etosha

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eine hügelige Steppenlandschaft. Wie aus dem Nichts flitzen plötzlich kleine Wildschweine am Straßenrand herum, und wir sehen die ersten Wildtiere wie Gnus, Antilopen und Kudus. Den Moment, als wir das erste Mal einer Zebraherde begegnen, werden wir wohl nie vergessen. SANDSPIELE Die Landschaft ändert sich auf unserem Weg in die endlose Wüstenlandschaft der Namib. Das Dünenmeer des Sossusvlei ist wahrscheinlich die schönste und größte Sandkiste der Welt. Und wer – wie wir – die bis zu 300 Meter hohen Dünen erklimmt und dann den feinen Sand hinunterläuft, fühlt sich auch wie ein glückliches Kind beim Sandspiel. Ganz in der Nähe befindet sich das spektakuläre Dead Vlei mit seinem schneeweißen Lehmboden und den vor langer Zeit abgestorbenen Bäumen. Kaum zu glauben, dass die heutigen Eindrücke noch getoppt werden können. Doch das können sie, denn auf

ENT GELT LIC H E EI NSC H A LTUN G

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as Jahr 2020 wird uns wohl kaum als ein Jahr mit unvergesslichen Urlaubserlebnissen in den schönsten Ländern dieser Erde in Erinnerung bleiben. Grund genug, durch die „alten“ Urlaubsfotos zu stöbern – und sich zu erinnern. In meinem Fall an eine Traumreise nach Namibia. Das dünn besiedelte Land im Südwesten Afrikas hat die vergangenen Monate mit einem konsequenten Lockdown gut genützt und eine Vielzahl von Verbesserungen und Hygienemaßnahmen umgesetzt. Das hat sich gelohnt. Namibia ist seit Kurzem wieder zu bereisen – ohne Reisewarnung und ohne Quarantäne.

Namibia


Freizeit die faszinierenden Farben eines afrikanischen Sonnenuntergangs ist immer Verlass. Gepaart mit dem unverzichtbaren „Sundowner“ gibt es in jeder Lodge den perfekten Platz, um einen unvergesslichen Urlaubstag ausklingen zu lassen. ES WIRD ABENTEUERLICH Swakopmund, die Küstenstadt in der Namib-Wüste, ist für viele Namibierinnen und Namibier das einzig wahre Urlaubsziel des Landes. Hier ist das Klima viel angenehmer als im Landesinneren. Palmenalleen, gepflegte Unterkünfte, deutsche Kolonialarchitektur und eine große Auswahl an Restaurants verleihen dem Ort einen zauberhaften Charme. Perfekt, um sich nach einer ausgiebigen Safari und der Fahrt auf ruppigen Schotterpi-

sten ein wenig zu erholen. Langweilig wird’s sicher nicht, denn in der Umgebung werden eine Reihe von Abenteuersportarten angeboten. Quadbiking, Sandboarding und Skydiving – oder doch lieber ein unvergesslicher Rundflug über die Namib? Für mich ein Muss: die Katamaranfahrt im benachbarten Walvis Bay mit Flamingos, Seelöwen, Delphinen und Walen. Zusätzlich zu diesem Augenschmaus gibt’s herrlichen Weißwein und frische Austern. TIERISCHE ENTDECKUNGEN In Richtung Norden wird die Landschaft wieder karg, einsam und voller skurriler Felsformationen. Wir nähern uns dem Nationalpark Etosha, der wohl in keinem Namibia-Reiseprogramm fehlt. Zu recht! Nirgends sonst kann man so viele verschiedene Tiere beobachten und nirgends sonst sieht man so große Herden von Gnus, Oryxantilopen, Zebras oder Elefanten. Die beste Reisezeit sind übrigens die namibischen Wintermonate (von Mai bis Oktober). In dieser Zeit ist die rund 5.000 Quadratkilometer große Etosha-Pfanne meist ausgetrocknet, und viele Tiere sammeln sich an den Wasserlöchern im Park, da dies oft die einzige Trinkwasserquelle ist. Ein weiteres Plus: Um diese Zeit ist es nicht ganz so heiß wie in den Sommermonaten. GAUMENFREUDEN Mit dem Auto stundenlang durch unbesiedelte Gebiete zu fahren gibt einem das ultimative Gefühl von Freiheit. Ein weiteres Kriterium, das meine Liebe zu Namibia stärkt, ist das unfassbar gute Essen, das meist traditionell als „Braai“ – also

auf dem Grill – zubereitet wird. Ich glaube, ich habe noch nie besseres Steak gegessen als in Namibia. Von Springbock, Zebra, Oryx über Strauß kommt alles in feinster Qualität auf den Tisch. Auch den Zauber der afrikanischen Sonnenuntergänge kann ich nicht oft genug erwähnen ... und den funkelnden Sternenhimmel des Südhimmels. Es gibt Gegenden, die vergisst man nicht. So unfassbar schön, so anders, zum Staunen und zum Schauen, bis sich der Blick in der unendlichen Weite verliert. So ein Land ist Namibia.

Gut zu wissen Flugverbindungen: mit Lufthansa, Air Namibia, Condor und Eurowings erreicht man in rund 13 Stunden (inklusive Umsteigen in Frankfurt) die Hauptstadt Windhoek. Kein lästiger Jetlag – die Zeitverschiebung beträgt gerade mal eine Stunde. Nur knapp 2,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben in Namibia und davon rund 326.000 in der Hauptstadt Windhoek. Reisezeit und Klima: Namibia liegt auf der Südhalbkugel – somit sind die Monate Dezember, Jänner und Februar die heißesten Sommermonate, während es im Juni und Juli besonders nachts sehr kalt werden kann. Die angenehmste Reisezeit für Namibia sind die gemäßigten Monate im Frühling sowie der Spätsommer und Herbst. Die Amtssprache in Namibia ist Englisch, auch Deutsch wird vielfach gesprochen.

Das Beste von Namibia – Mietwagenrundreise Linienflug ab/bis München, 14 Tage Mietwagen inkl. unbegrenzter KM und Versicherungen, 13 Übernachtungen in einer Lodge, Gästehäusern und Tented Camp (1x), 5x Abendessen z.B. 1.-13. Juli 2021, ab € 2.160,- p.P. im Doppelzimmer Namibia zum Kennenlernen – Minigruppenreise (6-12 Personen) Linienflug ab/bis München, 11 Tage Rundreise im klimatisierten Kleinbus mit deutschsprechender Reiseleitung, 10x ÜF in Lodges, Gästehäusern und Safari-Camps mit eigenem Bad z.B. 18.-30. Mai 2021, ab € 2.490,- p.P. im Doppelzimmer Freiheit pur – Namibia im Camper Linienflug ab/bis München, 14 Tage Campmobil, vorgebuchte Route mit 9 Übernachtungen im Camper, 3x ÜF in einem Gästehaus, 1x All-inkl. in einer Safari-Lodge z.B. 17.-29. Juni 2021, ab € 2.990,- p.P. (min. 2 Personen im Camper)

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Doris Erber, Geschäftsführung


Freizeit

FC Wacker

in Hopfgarten am Ball

© FCW

Manfred Pletzer (2. v. li.) konnte die Mannschaft des FC Wacker Innsbruck im Das Hohe Salve Sportresort begrüßen.

Bei einem Kurztrainingslager holten sich die Profis des FC Wacker Innsbruck in Hopfgarten den Feinschliff für das erste Pflichtspiel der Saison. Dabei trafen die Tiroler im ÖFB-Cup auf den ASV Schrems. Der gesamte Kader samt Betreuerteam war während der drei Tage im Das Hohe Salve Sportresort untergebracht, die Trainingseinheiten wurden auf der Sportanlage in Hopfgarten absolviert. Die Pletzer-Gruppe war in der neuen Spielzeit mit dem Logo des Wärmepumpenherstellers iDM am Trikot des FC Wacker vertreten. Auch ist Das Hohe Salve Sportresort immer öfter Gastgeber für Spitzensportlerinnen und -sportler sowie Profimannschaften aus aller Welt.

Begeisterung für Barockmusik

arity-Golf-Event

ühel bei ihrem Ch

zb Die VSTler aus Kit

© Fabian He

llmich

Das „Kammermusikfest Hopfgarten an einem Tag“ bot zwei Konzerte und präsentierte sich als ein außergewöhnliches Ereignis unter ungewöhnlichen Umständen. Die Entscheidung, das Konzert nicht abzusagen, erhielt viel Zustimmung und jede Menge Zusagen: 168 Plätze mit Abstand waren schnell ausverkauft, sodass sogar kurzfristig ein Nachmittagszusatzkonzert angesetzt wurde. Resümee: begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer, tosender Applaus, zweimal ein volles Haus bei einem einmaligen Musikereignis und freudestrahlende Musikanten, die dem Event eine ganz besondere Note gaben.

Spendenrekord Jubelstimmung beim Jubiläum: Bereits zum 20. Mal ging das VST-Golfwochenende über die Bühne. Die 32 Männer vom Vertreterstammtisch konnten die unglaubliche Spendensumme von 335.000 Euro lukrieren. Somit ist die VST-Charityveranstaltung die größte ihrer Art in ganz Österreich. Die Gelder werden wie immer, gemäß dem VST-Motto „Gemeinsam helfen in der Region“, unbürokratisch und schnell an soziale Projekte und Hilfesuchende übergeben. Seit der Vereinsgründung wurden somit exakt 2.429.500 Euro gesammelt. Bis heute konnte der Verein über 1.000 Menschen in der Region Kitzbühel unterstützen.

© Ritsch

Das Thüringer Bach Collegium mit Ramon Jaffé (Violoncello) und Hansjörg Albrecht (Orgel und Cembalo)

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Freizeit

Organisationsteam, Finalistinnen und Finalisten: Markus Bodner, Matthias Dallinger, Herbert Günther, Andrey Rublev (Sieger), Wolfgang Thiem, Dominic Thiem, Matthias Wieser, Carmen Huber und Florian Zinnagl

Die Veranstalter Herbert Günther und Markus Bodner

I

© Stefan Voitl, KTC

Anna Veith und Dominic Thiem bei den THIEMs7

Stefan Steinacher interviewt Fritz Strobl

Freude am Fahren

Österreichs bester Rollstuhltennisspieler Nico Langmann

Thiems7 in Kitz

n Kitz hieß es im Sommer: Spiel, Satz und Sieg! Tennis-As Dominic Thiem lud zu einem Turnier der Meisterklasse auf den Center Court nach Kitzbühel. Es lockten hochkarätige Mitbewerberinnen und Mitbewerber und ein Preisgeld von 300.000 Euro. Unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen durften pro Session 500 Personen großartige Matches genießen. Der Russe Andrey Rublev ging als strahlender Sieger vom Platz, bei den Austrian Young Guns siegte Sebastian Ofner. Das Rahmenprogramm aus Chip Chill and Grill rundete die gelungene Veranstaltung ab.

4 THE

Patricia Huber, Carmen Huber, Dominic Thiem, Sebastian Ofner (siegte bei den Austrian Young Guns), Alexander Erler, Lucas Miedler, Jurij Rodionov, Lisa Hagsteiner

Golfturnier für die Spieler: Chip Chill & Grill – Casper Ruud, Andrey Rublev, Dennis Novak, Mateo Berrettini, Jan-Lennard Struff, Moritz Thiem, Dominic Thiem, Roberto Bautista Agut

COUPÉ

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BMW 4er Coupé: von 135 kW (184 PS) bis 275 kW (374 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 4,5 l bis 7,5 l/100 km, CO 2 -Emissionen von 118 g bis 170 g CO 2 /km. Angegebene Verbrauchs- und CO 2 -Emissionswerte ermittelt nach WLTP.

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Freizeit

Kitzbüheler Missenmacherinnen kürten Ellmauerin

Kathi Pletzer-Ladurner, die frisch gewählten Missen und Romana Exenberger

Im Casino Innsbruck fand die erste Miss-Alpin-Wahl statt. Es war eine sehr gelungene Show der beiden Missenmacherinnen Kati Pletzer-Ladurner und Romana Exenberger unter diesen besonderen Bedingungen. Der Liedermacher Martin Locher und Sängerin Sara de Blue sorgten für Unterhaltung und eine prominente Jury mit unter anderen Schauspielerin Ronja Forcher, Filmemacher Burnz Neuner und Starfotograf Angelo Lair hatte die Qual der Wahl. Doppelt schön: Lisa Chitana Harasser, 20 Jahre, Schneidermeisterin aus Ellmau, ist Miss Alpin 2020. Zweitplatzierte wurde Anja Wartbichler, 21 Jahre, Verkäuferin aus Jochberg.

© ofp kommunikation

© Flatscher Fotografie

Bergdoktor-Hauptdarstellerin Ronja Forcher, Sänger Martin Locher und Sängerin Sara de Blue

KrautingerPrämierung

Der „Wildschönauer Krautinger” wird nur in der Wildschönau gebrannt – dieses Monopol hat Kaiserin Maria Theresia den Talbewohnern verliehen. Ursprünglich bekamen 51 Wildschönauer Brennereien die Erlaubnis, den Rübenschnaps herzustellen, inzwischen wird er noch in etwa 15 Betrieben produziert. Auch heuer wurde die Krautingerbrennerin oder der Krautingerbrenner des Jahres gewählt. In einem knappen Rennen konnte sich wieder der Krautinger von Lisa und Thomas Gruber vom Hinter-Tiefentalhof durchsetzen. Sie sind die Brenner mit den meisten Auszeichnungen. Ganze sechs Mal konnte die Familie die begehrte Trophäe bereits einheimsen.

Passion 2022

© Wildschönau Tourismus

Seit über 200 Jahren wird in Thiersee die Geschichte vom Leben und Sterben Christi gespielt. Eine Neuinszenierung der Passion von Regisseur Norbert Mladek soll den Leidensweg Jesu im Passionsspieljahr 2022 zeitgemäß zeigen – mit einer aktualisierten Textfassung des Südtiroler Schriftstellers Toni Bernhart und Neukompositionen von Kapellmeister Josef Pirchmoser. Auf der Bühne wird der Text von Musik getragen: Der Kapellmeister aus Hinterthiersee hat schon 2016 für die musikalische Begleitung der Theaterproduktion gesorgt. Er wird auch die Neukomposition übernehmen: „Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil der Passion. Das Schöne ist, dass ich mit dem Schriftsteller parallel arbeiten kann. Wir tauschen uns aus und lassen etwas Neues entstehen“, erklärt der talentierte Komponist.

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Kitzbühel w i n t e r. k i t z b u e h e l . c o m

KITZBÜHELS BIG FIVE FÜR DEN WINTER Hinaus ins Freie - richten Sie mit uns den Blick nach vorne! Gerade in Zeiten wie diesen ist der Weg hinaus ins Freie und die Sehnsucht, sich zu bewegen, so stark wie noch nie. Neben den 233 Abfahrtskilometern von KitzSki liegen besonders die WinterClassics unserer Region heuer voll im Trend. Wir haben die Big Five der besten Wintersportaktivitäten für Sie zusammengefasst. Erfreuen wir uns gemeinsam an einem aktiven Winter in freier Natur.

WINTERWANDERN Einfach die Natur genießen Holen Sie sich Ihre Portion Vitamin D auf insgesamt 35 Winterwanderwegen im Verbandsgebiet von Kitzbühel, Aurach, Jochberg und Reith. Die Bergbahn AG Kitzbühel bringt Sie zudem mühelos zu 5 Winterwanderrouten bis auf 2.000 m. TIPP | Erkunden Sie beim Schneeschuhwandern die unberührte Winterlandschaft.

EISSPORT Wintersporttradition neu entdecken Eislaufen ist leicht erlernbar und macht Spaß. Für Ungeduldige, die nicht auf das Natureis am Schwarzsee warten wollen, bietet der Sportpark Kitzbühel eine Alternative. TIPP | Eisstockschießen in unseren Feriendörfern oder Curling in der einzigen Curlinghalle Österreichs.

LANGLAUFEN Entspanntes Training für den ganzen Körper Der Bauhof von Kitzbühel Tourismus präpariert das für alle kostenfreie, 70 km umfassende Loipennetz der Region.

RODELN Winterabenteuer pur Die Naturrodelbahnen auf der Kelchalm (3,8 km) und der Trattenbachalm (5 km) versprechen Rodelspaß für die ganze Familie.

Die Profis des Kitzbüheler Ski Clubs kümmern sich um die fachgerechte Beschneiung der Sportloipen am Golfplatz Kitzbühel-Schwarzsee-Reith, welche täglich bis 21.30 Uhr beleuchtet sind.

SIE HABEN FRAGEN? Das Team der Gästeinfo Kitzbühel Tourismus berät sie gerne unter servus@kitzbuehel.com oder +43 5356 66 660

TIPP | Kitzbühels Langlaufspezialisten bieten Know-How, Schnupperkurse & Verleihmaterial.

Die Kitzbühel App

SKITOUREN Das Abseits genießen Die von der Bergbahn AG neu ausgeschilderten Skitourenvarianten auf der Bichlalm sowie am Gaisberg laden neben den bestehenden Routen Asten und Wagstätt zum sicheren Skitourenerlebnis ein.

Aktuelle Tipps und Informationen zur Region direkt aus erster Hand. Die Kitzbühel App erhalten Sie kostenlos im App Store und Google Play Store.

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TIPP | Bestens vorbereitet in die Saison mit dem Schnee +Plus+ Wintersicherheitstag am 12.12.2020.

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Freizeit

Inmitten der lieblichen Häuserzeile von Kitzbühels Vorderstadt schlägt die Bücherklause im Wandel der Zeit ein ganz besonderes Kapitel als Bestseller auf. TEXT: Conny Pipal ❧ FOTOS: Jan Hetfleisch

Prädikat lesenswert! S

paziert man durch Kitzbühels Vorderstadt, fällt der Blick ganz unwillkürlich auf die prunkvollen Buchstaben. „Bücherklause“ steht über dem feinen, kleinen Geschäft in der Kitzbüheler Vorderstadt in großen goldenen Lettern auf dunkelgrünem Hintergrund geschrieben. Die seien aus Blattgold, so die Chefin Susanne Thomson-Haertel. „Dass noch nie jemand den karatverdächtigen Schriftzug stehlen wollte, liegt wohl daran, dass der Goldanteil dann doch ziemlich gering ist“, meint ihr Sohn Oliver schmunzelnd und zeigt auf die Tafel, die stolz über dem Eingang der alteingesessenen Bücherei ragt. Drinnen in der Bücherei mit dem langen, schmalen Gang, der an der Kassa endet, eröffnet sich die weite Welt des Wissens. In jeder Ecke findet man unzählige Seiten zum Schmökern. Früher war hier ein Milchgeschäft, heute stapeln sich jede Menge Bücher, dazwischen entdeckt man hübsches Geschenkspapier und liebliche Grußkarten.

PAPAS ERBE Die Leidenschaft fürs Lesen ist in der Familiengeschichte der Haertels unauslöschlich niedergeschrieben. „Im November des Jahres 1927 hat mein Vater Karl dieses Geschäft von einem gewissen Herrn Moser übernommen. Papa war ein guter und sehr beliebter Buchhändler. Ich absolvierte eine Lehre in eiSusanne Thomson-Haertel vor ihrer ganz besonderen Bücherei in der Vorderstadt

ner Innsbrucker Buchhandlung, dann machte ich noch drei Gesellenjahre, bis ich dann mit 21 meinen Gewerbeschein bekam und das Geschäft übernahm“, erinnert sich Susanne, deren Traumberuf eigentlich Hotelfachfrau war. Doch Sohn Oliver rüttelte sie wach. Er schnupperte in die Welt der Hotellerie: „Das war nichts für mich.“ Mit 20 hat er dann in Mamas Bücherklause seine Berufung gefunden und steht ihr bis heute fachmännisch zur Seite. MAMAS SPÜRNASE Es gibt wohl niemanden, der hier nicht den passenden Lesestoff findet. Das liegt am feinen Gespür der beiden. Mutter und Sohn vertiefen sich gerne und viel in alle möglichen Lektüren. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Kunden, so die Buchhändlerin. „Oliver und ich fühlen uns in die Bedürfnisse der Menschen ein und versuchen, jedes Buch aufzutreiben. Vor Kurzem war eine Dame bei uns im Geschäft und hat gefragt, wie es sein kann,


dass wir den Gemütszustand der Leute derart gut treffen“, lacht Susanne, und Oliver verrät derweil das Erfolgsgeheimnis der Bücherklause: „Wir gehen da richtig in die Recherche. Die Mutti ist wie eine Detektei, und wenn wir das Buch nicht mehr neu herbringen, versuchen wir, es gebraucht zu bekommen.“ Dass dies nicht nur zuverlässige Stammkunden, sondern auch eine treue Tierliebe mit sich bringt, muss man einfach zu Papier bringen: „Vor vielen Jahren hatten wir einen Kunden, der mit seinem kleinen Hund bei uns einkaufen war. Bei diesem Besuch hatte der Vierbeiner entdeckt, dass wir in den unteren Regalen hochinteressante Dinge liegen haben. So machte er sich auch ohne Herrl auf den Weg, spazierte ins Geschäft herein, stahl ein Spielzeug und war auch schon wieder draußen bei der Tür. So schnell, dass wir keine Chance hatten, ihm das Diebesgut abzunehmen. Aber das war halb so schlimm. Jedes Mal, wenn der Hund wieder auf Raubzug bei uns war, ist sein Besitzer gekommen und hat das Spielzeug bezahlt“, erzählt Susanne lachend. Nur einmal, da war die Türe geschlossen, als man ein lautes Rumpeln hörte. „Da haben wir beim Fenster hinausgeschaut und gesehen, dass der Hund energisch seine Sachen abholen wollte“, erinnert sich Oliver an den tierisch diebischen Kunden. BÜCHERBANDE Normalerweise bezahlt man gerne in der Bücherklause bei Susanne und Oliver. „Wir haben schon ein bisschen eine Familienbande zu unseren Besuchern, weil wir den persönlichen Kontakt hegen und pflegen“, sagt Susanne. Das ist nicht nur so dahergesagt, das nehmen die zwei wörtlich. Beim Lock down wurden die Bestellungen in der Bücherklause übers Telefon aufgenommen, und die Kundinnen und Kunden holten die Ware vor der privaten Haustüre der Haertels ab. Weil sich das belesene Duo um seine Leute kümmert, bekam jeder neben dem gewünschten Buch auch ein junges Pflanzerl aus dem eigenen Garten von Oliver geschenkt. Wie schön, wenn man auf diese Weise das Geschäft zum Blühen bringt. Diese aufmerksame Geste schlägt auf alle Fälle zu Buche.

Oliver Thomson-Haertel zwischen den schönsten Seiten

„Wir lesen nicht nur für uns, sondern vor allem für unsere Kunden.“ SUSANNE THOMSON-HAERTEL


Freizeit

Neuer Obmann

der WK-Bezirksstelle Kitzbühel

© Carsten L. Sasse

© Martin Raffeiner

Peter Seiwald ist neuer Obmann der WK-Bezirksstelle Kitzbühel. Der St. Johanner IT-Fachmann ist seit zehn Jahren im Bezirksausschuss und seit einem Jahr als Landesobmann des Maschinenund Technologiehandels tätig. Der ebenfalls neu bestellte Bezirksausschuss besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller Branchen und bildet die Wirtschaft im Bezirk ab. Seiwald ist deshalb überzeugt: „Ein super Team steht hinter mir, und ich starte voller Elan gemeinsam mit Christine Lindner, Bettina Huber, Franz Stöckl, Hans-Peter Springinsfeld, Stefan Niedermoser, Andreas Höck und Michael Schellhorn in die nächste Periode, welche zahlreiche Herausforderungen parat hält.“ Mit Monika Kober, Roland Hebbel und Florian Huber werden drei weitere Mitglieder in den Bezirksstellenausschuss kooptiert.

Meisterlich am Green

Das Beste gleich zu Beginn: Der GCC Lärchenhof hat den Titel zum Tiroler Mannschaftsmeister 2020 auf dem Golfplatz Seefeld-Wildmoos mit einer starken Leistung und einem großartigen Team verteidigt. Bei der finalen Runde besiegten Josef Schnellrieder, Christian Fuchs, Kapitän Christoph Kogl, Fabian Nitsche, Peter Wöll, Philipp Huber, Simon Lackner und Sportdirektor TGV Walter Schlauer (im Bild von links) den GC Innsbruck/Igls mit einem fantastischen Spiel. Nun wollen alle natürlich auch wissen, wie der GCC Lärchenhof sich nun nennen darf: „Tiroler Mannschaftsmeister im Matchplay 2020“. Wir gratulieren!

Dancing the Hotels

© GCC Lärchenhof

Das Dance Alps Festival hat heuer – als mutiges Pilotprogramm und mangels großer Bühne – einigen Hotels in der Region St. Johann in Tirol einen künstlerischen Kurzbesuch abgestattet. In Kooperation mit dem TVB und den Partnerhotels servierten je ein Solist und ein Musiker einen Vorgeschmack auf das nächste Dance Alps Festival: ein kurzes Intermezzo mit musikalischer Extrabeilage. Dabei mussten sich die Duette auf ungewohnt engem Raum bewegen und faszinierten gerade deshalb durch ihr rhythmisches Augenmaß. In jedem Fall kamen die begeisteten Gäste der Hotels (Penzinghof, Zur Schönen Aussicht, Post und Kaiserfels) in den Genuss einer außergewöhnlichen Performance und namhafter Solistinnen und Solisten, die sonst nur „on stage“ zu bewundern sind. Dass diese ungewöhnliche Begegnung möglich wurde, ist zum einen der Experimentierfreudigkeit der Künstlerinnen und Künstler geschuldet und natürlich auch den Hotels, dem TVB und Dance Alps Festival, die auch in Zukunft für neue Formen, Qualitäten und Räume künstlerischer Begegnung offen sind.

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© Kitzbühel Tourismus

Gesellschaft

Zukunftsweisender Schritt Der neue Obmann von Kitzbühel Tourismus, Christian Harisch, ernennt Viktoria Veider-Walser zur geschäftsführenden Obfrau von Kitzbühel Tourismus.

C

hristian Harisch wurde einstimmig zum Obmann von Kitzbühel Tourismus gewählt. Katrin Schlechter, bisher als Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreterin tätig, übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat. Michael Mayr-Reisch fungiert als neuer Stellvertreter, Franz Gred-

ler und Josef Dagn als Vorstände. Christian Harisch und Katrin Schlechter übergeben im Rahmen der Aufsichtsratssitzung alle gesetzlich möglichen operativen und repräsentativen Aufgaben an die geschäftsführende Obfrau Viktoria Veider-Walser, die seit 2017 als Geschäfts-

führerin die Geschicke der Destination leitet. Das Kitzbüheler Modell basiert auf dem Verzicht aller Funktionäre auf direkte Einflussnahme in der Exekutive bzw. den operativen Betrieb. Mit diesem Modell erfolgt ein Generationenwechsel, alte Strukturen werden aufgebrochen.


Gesellschaft Frederike Müller

Dr. Christian Harisch, Martina Feiersinger und Ivan Marzola

Felix Fischer

Abschlag mit Abstand H

otelier Christian Harisch, Gastronom Ivan Marzola, Martina Feiersinger und Jürgen Kleinhappl setzten mit ihrer ersten Harisch & Friends Golf Trophy erstmalig ein – mit Abstand – sportliches Zeichen und luden zu einer Veranstaltung der besonderen Art: Zwei Tage lang traf Sport auf Kulinarik, Ambiente und ausgelassene Stimmung. Das Event startete mit einem Get-together auf der traumhaften Schwarzen-Adler-Dachterrasse. Am folgenden Morgen im Golfclub Kitzbühel stellten Stammgäste und leidenschaftliche Spielerinnen und Spieler aus der Harisch-Community in einem der schönsten Neun-Loch-Golfplätze Österreichs trotz des trüben Wetters ihr Können unter Beweis und genossen feine Köstlichkeiten der beiden Hauben-Restaurants Chizzo und Neuwirt. Der Höhepunkt der exklusiven Veranstaltung: Die Siegerehrung mit Live-Musik und einem exquisiten Gourmet-Menü.

4Klang Mark Winkler, Josef Nothegger, Adi Hengstberger und Fabian Dorsch

Hansi Hinterseer, Anita Lischke und Fidji Fiala

Katharina Stumpf und Alexander Beza

Josef Nothegger, Martin Kerscher und Ivan Marzola

Jürgen Kleinhappl

Ivan Marzola und Dr. Christian Harisch

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© Michelle Hirnsberger Fotografie, Simon Hausberger Fotografie

Christof Müllmann, Stefan Egger, Julian Kattus und Sezai Özkan

Isabelle Schimek und Ivan Marzola


© Mia Knoll

Corona-konforme Preisverteilung im festlichen Rahmen

Außergewöhnliches Tennisfest

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eharrlichkeit und die Liebe zum Tennissport wurde belohnt: Die Generali Open Kitzbühel konnten auch in einem so herausfordernden Jahr wie diesem über den Center Court gehen. Für den Mut der Veranstalter, das Turnier in diesen risikoreichen Zeiten durchzuführen, gab es dabei viel Zuspruch. Mit seinen umfassenden Maßnahmen konnten sich die Generali Open Kitzbühel als Vorzeigemodell im Sportevent-Bereich einen Namen machen. Top-Priorität dabei: Spielerinnen und Spieler, Mitarbeitende, Zuschauerinnen und Zuschauer kamen gesund durch die Turnierwoche.

Das Organisationsteam erntete großes Lob. V. l: Markus Bodner und Herbert Günther, Veranstalter, 2. Reihe: v. l. Matthias Dallinger und Alexander Antonitsch, 3. Reihe: v. l. Florian Zinnagl (GF) und Matthias Wieser, hinten Carmen Huber

Miomir „Mischa“ Kecmanovic sicherte sich in Kitzbühel seinen Premierentitel.

Austin Krajicek und Franko Skugor haben bei den Generali Open 2020 in Kitzbühel den Titel im Doppel geholt.

Ein Zuhause fürs Netzwerk

© Huber Media Consult

Gregor Hanel und Lorenzo Chelucci

Andreas Brunnschmid und Fabian Freisinger

E

ine besondere Idee verlangt nach einer ganz besonderen Eröffnung. So wurde das Opening von homebase in St. Johann zu einem spannenden Event. Da ließen es sich eine Vielzahl von Interessierten dieses einmaligen Konzeptes, das ein Café und gemeinsames Arbeiten verbindet, nicht nehmen, persönlich vor Ort dabei zu sein. Es versteht sich, dass die Veranstalter diese Gelegenheit gleich nützten, um vorzuzeigen, wie die Idee in der Praxis funktionier. Und dies ist mit einem erfolgreichen Netzwerktreffen perfekt gelungen. Wir dürfen gespannt sein!

Amir Suljic und Hans Aufschnaiter

Florian Mitterer und Marco Schedler

Fabian Freisinger und Carlo Chiavistrelli

Die Initiatoren von homebase. Vorne von links: Carlo Chiavistrelli und Amir Suljic, hinten: 135 Marco Schedler, Andreas Brunnschmid und Guido Wegh


Rätselspaß Zu gewinnen gibt es für Sie eine wertvolle Uhr von Jacques Lemans!

Einsendeschluss: 22. 5. 2021

Das Lösungwort der letzten Ausgabe war: ZEITUNGSARTIKEL

Senden Sie eine Postkarte mit dem Lösungswort an: Unsere KITZBÜHELERIN, Brunecker Straße 3,

© ofp kommunikation

Finden Sie die fünf Fehler!

6020 Innsbruck (Telefonnummer angeben!), oder schicken Sie eine E-Mail an: gewinnspiel@diekitzbuehelerin.at Betreff = Lösungswort

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DANIELA HRUSCHKA ... www.danielahruschka.at

... ist seit acht Jahren erfolgreich als Astrologin tätig und blickt monatlich für Sie in die Sterne.

Horoskop für das erste Halbjahr 2021 Steinbock 22.12. – 20.01.

Wassermann 21.01. – 19.02.

Fische 20.02. – 20.03.

Widder 21.3. – 20.04.

„Wer soll Ihr Herzblatt sein?“ Endlich kommt die langersehnte und wohlverdiente Leichtigkeit in Ihr Leben zurück. Vor allem in der Liebe wird es in den ersten Monaten spannend. Augen auf und achten Sie darauf, wer sich jetzt bei Ihnen meldet. Der Frühsommer verspricht ein Liebeshoch.

„Jetzt kommt Ihre Zeit!“ Jupiter und Saturn in Ihrem Zeichen, eine Konstellation, die man nicht alle Tage hat. Bleiben Sie offen und flexibel und heißen Sie Veränderungen willkommen. In den ersten Monaten werden Sie bereits erkennen, wohin die Reise führt, danach können Sie gleich planen.

„Manifestieren Sie Ihre Ideen!“ Lassen Sie sich nicht beeinflussen, Ihre guten Einfälle und Visionen werden in der ersten Jahreshälfte umgesetzt. Der Erfolg wird dabei nicht ausbleiben. Auch in der Liebe gibt es im Frühling wunderschöne Momente. Privat und beruflich steht Ihre Ampel auf Grün.

„Unbeschwert ins neue Jahr!“ Der Start ist ein bisschen holprig, aber das ist für Sie kein Problem. Nützen Sie die ersten Wochen, um sich auszurasten, der März wird schon recht stürmisch. Dank Jupiter wird manches Widderherz höherschlagen und Projekte entwickeln sich erfolgreich.

Liebe: Gesundheit: Job:

Liebe: Gesundheit: Job:

Liebe: Gesundheit: Job:

Liebe: Gesundheit: Job:

Stier 21.4. – 20.05.

Zwillinge 21.05. – 21.06.

Krebs 22.06. – 22.07.

Löwe 23.07. – 23.08.

„Was ist zu verändern?“ Ein Satz, der manchen Stieren Angst einflößt. Dieses Jahr ist es anders und den mutigen Stieren gehört die Welt. Machen Sie Platz für Neues und freuen Sie sich auf den Frühling, der wird Ihnen viele Möglichkeiten, sowohl privat wie auch beruflich, offerieren.

„Ihre Pläne werden umgesetzt!“ Was liegt versperrt in Ihrer Ideenlade und hat schon länger keine Aufmerksamkeit erhalten? Nichts wie raus damit, Saturn und Jupiter helfen Ihnen bei der Umsetzung von neuen, tollen Projekten. Der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen, also legen Sie los!

„Sie dürfen Ihren Panzer ablegen!“ Keine Sorge, es wird Ihnen nichts passieren. Der Jahresstart wird richtungsweisend und an tollen Möglichkeiten wird es nicht mangeln. Sie müssen Entscheidungen treffen und sollten nichts mehr auf die lange Bank schieben. Die Vergangenheit ist Geschichte!

„Was zusammengehört, bleibt zusammen!“ Schluss mit Kompromissen, 2021 treffen Sie wichtige Lebensentscheidungen. Es wird dabei auch recht anstrengend, da Saturn von Ihnen äußerste Disziplin verlangt. Behalten Sie Ihre Ziele im Auge und freuen Sie sich jetzt schon auf die Ernte!

Liebe: Gesundheit: Job:

Liebe: Gesundheit: Job:

Liebe: Gesundheit: Job:

Liebe: Gesundheit: Job:

Jungfrau 24.08. – 23.09.

Waage 24.09. – 23.10.

Skorpion 24.10. – 22.11.

Schütze 23.11. – 21.12.

„Lassen Sie Ihre Seele baumeln!“ Ein Jahresstart ganz nach Ihrem Geschmack. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl und analysieren Sie nicht zu viel. Denn tolle Chancen kommen plötzlich und meist ganz von allein. Der Frühsommer wird romantisch. Lassen Sie sich treiben und genießen Sie!

„Sie wachsen über sich hinaus!“ Kein Wunder, Sie gehören auch zu den Glückskindern. Nützen Sie die ersten Monate, um an Projekten zu arbeiten, denn was Sie jetzt starten, hat Beständigkeit. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ein Hoch auf das Leben!

„Was tun?“ Entscheidungen fällen wird in den nächsten Monaten nicht ausbleiben. Das Leben fordert Sie heraus, Platz für Neues zu schaffen. Verschieben Sie nichts und legen Sie los! Bereits im März werden Sie einige Antworten erhalten, warum diese Veränderungen so wichtig sind.

„Es darf geträumt werden!“ Sie starten gleich mit den besten Liebessternen. Es ist überhaupt ein Jahr der glücklichen Fügungen und somit sollten Sie gerade in der ersten Jahreshälfte wichtige Weichen stellen. Jupiter, Ihr Glücksplanet, sorgt dafür, dass viele Ihrer Träume zur Realität werden.

Liebe: Gesundheit: Job:

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Bauen auf höchstem Niveau

© Martin Raffeiner – Mulitvisualart


Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Menschen Mauern und andere Windmühlen.

BM Sebastian Resch Bau- und Planungsbüro GesmbH A-6353 Going – Kaiserweg 30 Tel.: +43-5358-2200 • Fax: + 43-5358-2200-4 info@bm-resch-kitz.at • www.bm-resch-kitz.at