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genuss |

Radikale Ökos sind wir trotz unseres Selbstversuches nicht geworden! Birgit Stichlberger

BauernkrapfenRezept von Birgits Oma Planung ist alles Als eine der größten Hürden stellte sich anfangs der Einkauf heraus. Vom schnellen Croissant in der Früh beim Bäcker oder vom Leberkäsesemmerl in der Mittagspause mussten die Studentinnen Abschied nehmen. Der Einkauf muss bis ins kleinste Detail geplant werden und dauert anfangs auch viel länger. Da werden Gütesiegel unter die Lupe genommen und Verkäufer über die Herkunft der Produkte „ausgequetscht“. Aber dem war nicht genug: Fast-Food, Fertiggerichte, aber auch schnell einmal Essengehen war während der 30 Tage tabu, da es sich schwer feststellen lässt, woher die Zutaten stammen. Also stellten sich die drei jungen Damen selbst hintern Herd und bewiesen mit der Zeit großen Einfallsreichtum. Apfelchips statt Schoki Statt Süßigkeiten wurde zu selbstgemachten Apfelchips gegriffen, der „Verlängerte“ wurde durch Dinkelkaffee ersetzt und viele traditionelle Rezepte wurden neu entdeckt. Nach 30 Tagen hatten die Studentinnen noch immer nicht genug und verlängerten ihr Projekt „Iss Österreichisch“ um ein weiteres Monat. Vor gut acht Monaten haben Birgit, Finja und Ines ihr Projekt abgeschlossen. Die Homepage www.iss-oesterreichisch.at mit vielen Rezepten und Tipps für den regionalen Ein-

kauf sowie den Blog, der laufend aktualisiert wird, gibt es immer noch. Bewusstsein geschärft „Radikale Ökos sind wir trotz unseres Selbstversuches nicht geworden“, schmunzelt Birgit. Das Bewusstsein für regionale Produkte ist allen drei Studentinnen geblieben. „Der automatische Blick auf die Herkunftsbezeichnung auf den Produkten lässt sich nicht mehr abstellen. Gibt es eine österreichische Alternative, wandert sicherlich diese in den Einkaufskorb“, so Birgit. Ihr Projekt wurde von Familie, Freunden, Studienkollegen über verschiedene Medien bis hin zu Agrarlandesrat Max Hiegelsberger mit Spannung verfolgt. Was ihre Projektarbeit für die Fachhochschule betrifft, so ist ihr Blog der einzige, der erfolgreich weitergeführt wird.

Passend zum Fasching und frei nach dem Motto „Iss Österreichisch“ haben Birgit, Ines und Finja (v.l.) Bauernkrapfen gebacken.

Zutaten: 800 g Mehl 1/2 l Milch 1 Würfel Germ 3 Dotter 50 g Zucker 80 g Butter 1 EL Salz 1/16 l Rum Abrieb einer Zitrone 1 Pkg Vanillezucker Zubereitung: Den Germ zerbröseln und mit dem Zucker in einer kleinen Schüssel mischen. Während sich Zucker und Germ auflösen, den restlichen Teig vorbereiten. Dazu ca. 1/3 der Milch in einem Topf mit der Butter erhitzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, die restliche Milch dazugeben. Die Dotter und das aufgelöste Zucker-Germ-Gemisch unterrühren. Das Mehl abwiegen und in eine große Rührschüssel geben. Zitronenschale, Vanillezucker und Salz dazu mischen. Danach die vermischten flüssigen Zutaten beimengen und gut durchkneten. An einem warmen Ort mit einem Geschirrtuch verdeckt gehen lassen, bis der Teig ca. die doppelte Größe erreicht hat. Danach in ungefähr 70 g schwere Teiglinge teilen. Zu Kugeln schleifen und zugedeckt noch einmal ca. 30 Minuten gehen lassen. Die Kugeln mit geölten Händen vorsichtig in der Mitte auseinander ziehen, damit innen der Teig dünn ist, aber außen ein dickerer Rand bleibt. In der Fritteuse auf beiden Seiten goldbraun backen. Mit Staubzucker bestreuen und servieren.

Die Oberösterreicherin | 127

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