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Ausblicke und Einblicke: Neue Produkte, Dienstleistungen und Strategien fĂźr den Finanzvertrieb

2012 WER PLANT WAS?

www.wmd-brokerchannel.de Printausgabe Ausgabe - Februar 2012 - 7,50 â‚Ź


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Editorial | WER PLANT WAS? 2012

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, ein intensives Jahr liegt hinter der Finanzbranche. Die nicht enden wollende Finanz- und Eurokrise hat mittlerweile auch die Staaten im Euroraum fest im Griff. Fast täglich neue Nachrichten zur Kreditwürdigkeit und Abwertungen von Ratings für diverse Eurostaaten oder die drohende Pleite Griechenlands sorgen bei Anlegern nicht gerade für gute Stimmung. Viele Verbraucher sind nach wie vor so stark verunsichert, dass sie ihr Geld lieber auf dem Sparbuch lassen und derzeit kaum in mittelund langfristige Kapitalanlagen investieren. Doch das Konsumverhalten hat sich nicht wesentlich gegenüber den Vorkrisenjahren geändert. Auch die Beschäftigtenzahlen zeigen neue Höchstwerte im Lande. Nur davon ist im Vertrieb der Finanzbranche scheinbar wenig zu merken. Obwohl sich die Börsen wieder erholt haben, verlangen viele Anleger weiterhin nach Anlagen mit Garantiekomponenten bzw. geringeren Risikoprofil. Hier werden wir viele neue Produkte von Versicherern und Fondsgesellschaften in diesem Jahr sehen. Die Nachfrage nach Produkten für die Absicherung biometrischer Risiken und staatlich geförderten Altersvorsorgeverträgen wird sich nach der Meinung von Branchenexperten wieder stark entwickeln. In der Kapitalanlage werden u.a. ETFs und Garantieprodukte be-

sonders im Fokus stehen. Bei Geschlossenen Fonds geht man von einer aus Gesamtmarktsicht betrachteten, leichten Markterholung aus, besonders Core-Immobilien und Immobilienfonds mit staatlichen Mietern werden große Absatzchancen eingeräumt ebenso Fonds mit Flugzeugen, erneuerbaren Energien und Rohstoffe. Dagegen wird der stark gebeutelten Schiffsbeteiligung von Branchenkennern ein weiteres schweres Jahr vorausgesagt. Das beherrschende Vertriebsthema des Jahres wird weiter die Regulierung des Finanzmarktes sein. Wie werden sich die Anlagemärkte 2012 entwickeln? Wohin tendiert die Rechtsprechung? Was kommt auf den Vertrieb zu? Welche Produkte behaupten sich auch in diesen Zeiten? Welche neuen Produkte braucht der Markt? Dazu haben wir die unterschiedlichsten Marktanbieter aktuell in dieser Jahresausgabe von wmd-brokerchannel.de befragt, und wollen Ihnen somit einen Ausund Einblick in die Planungen der Anbieter aus den verschiedensten Segmenten geben. Viel Spaß beim Lesen! Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012! Ihr Team von wmd-brokerchannel.de Friedrich A. Wanschka, Astrid Klee, Matthias Heß, Maren Richter und Tobias Strenk

Täglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviews unter www.wmd-brokerchannel.de 3


WER PLANT WAS? 2012 | Versicherung

Allensbach und GDV präsentieren aktuelle Umfrage zur Altersvorsorge der Deutschen im Jahr 2012

Sicherheit ist für die Deutschen wichtigstes Kriterium bei der Altersvorsorge

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ie Deutschen rechnen im Alter mit deutlichen Einschränkungen ihrer Altersvorsorge. Dies ergab eine vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gegebene, repräsentative Befragung durch das Institut für Demoskopie Allensbach. Die Bürger erwarten für sich selbst eine Rentenlücke von im Schnitt 600 Euro. Doch trotz der verbreiteten Gewissheit, sich ohne zusätzliche Altersvorsorge später deutlich einschränken zu müssen, handeln die Menschen nicht danach: Ausgaben für Produkte der Altersvorsorge erfreuen sich keiner großen Beliebtheit. Nur 24 Prozent der Befragten sind bereit, einiges für die Altersvorsorge auszugeben. Damit rangiert die Altersvorsorge weit abgeschlagen auf Platz zehn der abgefragten Ausgaben. Prof. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, führt aus: "Obwohl die Mehrheit überzeugt ist, dass sie sich im Alter finanziell einschränken muss, geht das Interesse an dem Thema Altersvorsorge zurück. Die Krise in der Euro-Zone führt dazu, dass die Bürger immer weniger das Gefühl haben, langfristig verlässlich planen und sparen zu können. Dieser Eindruck stimuliert eher den kurzfristigen Konsum als die langfristige Vorsorge. In der Konkurrenz mit Hobbys, Reisen oder Ausgaben 4

für die eigene Wohnung wird die Altersvorsorge oft zurückgestuft." Auch für das Jahr 2012 ist hier keine Trendwende in Sicht: Nur 15 Prozent der Bürger planen in diesem Jahr mehr Geld für die private Altersvorsorge auszugeben. Besonders jüngeren und einkommensschwachen Personen fällt es oft schwer dafür überhaupt etwas zu sparen. Wichtigstes Kriterium bei der Altersvorsorge ist für die Deutschen die Sicherheit. „Rendite ist bei der Altersvorsorge zweitrangig. Nur eine Minderheit hat konkrete Renditeerwartungen, die sich im Durchschnitt bei gut 3 Prozent bewegen“, so Köcher. GDV fordert säulenübergreifende Renteninformation

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ichtige Voraussetzung, um die Bürger für die Altersvorsorge zu motivieren, sind transparente Informationen über die künftigen Renten-

leistungen. Deshalb plädiert der Vorsitzende des GDV-Hauptausschusses Lebensversicherung, Dr. Maximilian Zimmerer, für die Einführung einer Informationsplattform, die es jedem Bürger per Mausklick ermöglicht, den Stand seiner gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorgeansprüche auf einen Blick zu erfahren: „Mit einem solchen Modell hat jeder Bürger zu jeder Zeit seine Versorgungslücken und seinen aktuellen Vorsorgebedarf vor Augen. Mehr als jeder gut gemeinte Rat würde dies die Menschen antreiben, sich um die eigene Altersvorsorge zu kümmern, und auch langfristig durchzuhalten. In Dänemark wird das Modell bereits erfolgreich praktiziert. Wir sollten auch in Deutschland dafür die erforderliche Rechtsgrundlage schaffen“, so Zimmerer. Die Allensbach-Ergebnisse zeigten, so Zimmerer, dass den Menschen die Bedeutung zusätzlicher Altersvorsorge durchaus bewusst sei. Je früher deren Aufbau begonnen werde, umso niedriger sei der dafür aufzuwendende Betrag. „Wer zehn Jahre früher mit der Altersvorsorge beginnt, verringert seine Belastung deutlich, je nach Situation um 30 bis 50 Prozent. Deshalb ist es so wichtig, vor allem die junge Generation rechtzeitig zum Sparen für ihre Altersvorsorge zu motivieren.“ Autor: Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)


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Überschuss-Talfahrt setzt sich auch 2012 fort Für Inhaber von Lebenpolicen wird sich dieses Jahr die Freude in Grenzen halten. Die durchschnittliche Gesamtverzinsung erlebt 2012 ihren nächsten Tiefstand und sinkt von 4,05 auf 3,9 Prozent.

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ie jährliche Untersuchung von MORGEN & MORGEN ergab, dass nur 14 von 71 untersuchten Gesellschaften die Gesamtverzinsung konstant halten konnten. 56 Gesellschaften hingegen senkten die Zinsen und nur eine Gesellschaft erhöhte um fünf Promillepunkte auf leicht überdurchschnittliche 4,05 Prozent.

MORGEN & MORGEN. „Dennoch sind 3,9 Prozent Verzinsung im Schnitt für eine sichere Kapitalanlage immer noch sehr gut.“ Das Neugeschäft ist jedoch hart getroffen, wenn man bedenkt, dass der Garantiezins zwischen 1994 und 2000 noch bei 4 Prozent lag und zu Jahresbeginn von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gefallen ist.

Drei Gesellschaften bilden mit einer Senkung des Gesamtzinses um 0,5 Prozentpunkte die traurige Spitze und allein vier Gesellschaften bieten noch 4,50 Prozent und mehr. „Angesichts dieser massiven Rückgänge werden Freunde von hohen Renditen langsam umdenken müssen und für wirklich effektive Verträge auf andere Produkte, mit teilweise aber auch höheren Risiken, ausweichen“, sagt Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer bei

Neben der laufenden Verzinsung muss jedoch auch jede Gesellschaft einzeln betrachtet werden, da die Rechengröße, auf die sich die jeweilige Überschussbeteiligung bezieht, individuell bestimmt wird. Die Berechnungsgrundlage ist bspw. bei den einen das aktuelle Jahreskapital, bei den anderen das Kapital des Vorjahres. Teils wird die abgezinste Variante gewählt, teils nicht. So variiert die Rendite bei gleicher Verzinsung um bis zu 0,6 Pro-

zentpunkte je nach Bezugsgröße. "Kunden werden in diesem Jahr in der Regel mit weniger als vier Prozent Rendite rechnen müssen", sagt Schinnenburg. „In den nächsten Jahren dürfte dieser Wert auch weiter fallen.“ Trotz dieser negativen Prognosen bieten Lebenpolicen noch unschlagbare Pluspunkte. Zum einen sind sie eine sichere Anlageform und zum anderen erwirtschaften alternative Anlageformen selten drei bis vier Prozent. Auch bieten Lebenpolicen lebenslange Renten, was bei der steigenden Lebenserwartung der Deutschen ein großer Vorteil ist. Es ist letztendlich eine sehr individuelle Entscheidung, welche Variante gewählt wird. Autor: MORGEN & MORGEN, Programme Software GmbH 5


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folios das Maß an Sicherheit und Orientierung, das Kunden wünschen und nachfragen.

Interview mit Stefan Giesecke, Vorstand, fpb AG, Vertriebsmanagement-Gesellschaft für Friends Provident International wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Stefan Giesecke: In der Altersvorsorge werden alternative Produktlösungen zu den klassischen Tarifen an Bedeutung gewinnen. Denn die alte Produktgeneration ist für Neukunden auf Grund der reduzierten Überschussbeteiligung ab 2012 nicht mehr attraktiv. Daher sehe ich fondsgebundene Garantieprodukte im Kommen, die auch in der betrieblichen Altersvorsorge sehr gute Vertriebschancen haben werden. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Stefan Giesecke: Der volatile Kapitalmarkt, das niedrige Zinsniveau und in diesem Zusammenhang die Frage, wie Garantien künftig darstellbar sind, sind aus meiner Sicht die Themen in 2012. In der neuesten Assekurata-Studie wurde vor kurzem veröffentlicht, dass den Anbietern von klassischen Produkten Nachreservierungen drohen, um die hohen Garantien der Vergangenheit erfüllen zu können. Das sind drängende Themen, die beantwortet werden müssen. Wir stehen vor einem Systemwandel in der Altersvorsorge. Die alte Welt hat ausgedient. Wir brauchen künftig Garantiemodelle, die unabhängig von der Kapitalanlage des Versicherers und dessen Deckungsstock dargestellt werden. 6

wmd: Auf welche Produkte setzt Friends Provident 2012? Stefan Giesecke: Friends Provident setzt auf fondsgebundene Vorsorgelösungen mit einem sehr transparenten Garantiemodell. Unsere Produktlösung Friends Planclassic wird in diesem Jahr gute Absatzchancen haben. Wir haben darin die Vorzüge einer konventionellen Versicherung aufgegriffen und zu einer neuen Tarifgeneration weiterentwickelt. Es handelt sich um ein einfaches Produktkonzept, das wir nicht mit Produktfeatures und Risikobausteinen überfrachtet haben. Wir konzentrieren uns auf das für die Altersvorsorge Wesentliche. Der Kunde kann seine individuellen Anlagestrategien mit einem modernen und transparenten Garantiemodell kombinieren, das die eingezahlten Beiträge zu hundert Prozent zum vereinbarten Rentenbeginn absichert. Garantie und Kapitalanlage des Kunden sind dabei klar voneinander getrennt. Die Beitragsgarantie wird komplett ohne Deckungsstockanlage umgesetzt. Die Anlagestrategien, die wir den Kunden anbieten, setzen einen Schwerpunkt im Bereich der erfolgreichen vermögensverwaltenden Portfolios unserer Elite-Partner, Haspa, Warburg und Morningstar. Angesichts der für einen Versicherungskunden schwer kalkulierbaren Entwicklung der Finanzmärkte bieten diese Vermögensverwaltungsport-

wmd: Was können Makler und Vermittler von Friends Provident in diesem Jahr erwarten? Stefan Giesecke: Um Beratern und ihren Kunden den Einstieg in diese modernen Vorsorgelösungen zu erleichtern, hat Friends Provident einen „Systemcheck Altersvorsorge“ entwickelt. Dabei handelt es sich um einen SechsPunkte-Katalog, der die aktuellen Fragen thematisiert. Darin wird gefragt, ob die Vorsorgelösung in der Lage ist, die Beiträge zu garantieren und gleichzeitig Renditechancen zu ermöglichen. Und, ob der Versicherte mit entscheiden kann, wie sein Geld angelegt wird und ob er bei Bedarf darüber verfügen kann. Es geht darin auch um die Frage, wie realistisch es ist, dass an den Deckungsstock gebundene Produkte künftig Erträge erwirtschaften können, die über dem Beitragserhalt liegen. Mit diesen einfachen Fragen können Berater ihr Produktportfolio in wenigen Schritten prüfen und auf die Kundenwünsche abstimmen.


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Interview mit Rainer M. Jacobus, Vorstandsvorsitzender, IDEAL Versicherungsgruppe wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Rainer M. Jacobus: Die IDEAL Versicherungsgruppe setzt weiterhin auf die großen Vertriebschancen im Segment 50plus. Als Spezialist für Senioren hat die IDEAL einen einzigartigen Ruf in der Branche als konzeptioneller Marktführer. Das Potenzial für echte Seniorenpolicen eines Spezialisten erhöht sich schon allein aus demografischen Gründen von Jahr zu Jahr, da die Bevölkerung einerseits immer älter wird und andererseits auch ihr prozentualer Anteil steigt. Wir bevorzugen die Vertriebskanäle Makler und Mehrfachagenten sowie den Vertrieb über andere Erstversicherer und Banken. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Rainer M. Jacobus: Die Bundesregierung hat nun 2012 zum Jahr der Pflege erklärt, nachdem dies im Vorjahr trotz Ankündigung nicht umgesetzt wurde. In diesem Jahr dürfte die Pflegereform aber mit hoher Sicherheit zum beherrschenden Thema werden. Insbesondere für die Lebensversicherer bieten sich hier Chancen, die erfolgreichen Konzepte oder zumindest einzelne Bausteine ihrer Pflegerentenversicherungen auf die geplante freiwillige PflegeZusatzvorsorge zu übertragen. Denn gerade für biometrische Risiken sind Lebensversicherer in

der Bevölkerung seit Jahrzehnten als verlässliche Partner bekannt und damit für die Risikoabsicherung von langen Laufzeiten wie beim Pflegerisiko geradezu prädestiniert.

wmd: Auf welche Produkte setzt die IDEAL 2012?

Schutz bietet somit die gleichen ausgezeichneten Leistungen wie die IDEAL PflegeRente. Hierzu zählen dauerhaft stabile Beiträge, flexible Beitragszahlungsmöglichkeiten sowie variable Pflegestufen ebenso wie weltweiter Versicherungsschutz und die IDEAL PflegeplatzGarantie. wmd: Was können Makler und Vermittler von der IDEAL in diesem Jahr erwarten? Rainer M. Jacobus: Die Vertriebsunterstützung wird noch weiter verstärkt, insbesondere auch die technische Anbindung der Vertriebspartner. Die IDEAL ist auf allen relevanten Plattformen zu finden und bietet vor allem mit dem Online-Vertriebssystem IPOS spezielle Services an. Dieses ist nicht nur über die Homepage der IDEAL und das GDV-Maklerportal zu erreichen, sondern jetzt auch über das iPhone und andere Smartphones. Somit kann der Vermittler leicht den kompletten Antragsprozess vor Ort beim Kunden durchführen. Um mit dem Kunden über das Thema Pflegeabsicherung zu sprechen, kann er die beliebte Pflegeanalyse in IPOS verwenden, die anschaulich die jeweilige Pflegelücke des Kunden aufzeigt.

Rainer M. Jacobus: Im Mittelpunkt stehen bei uns biometrische Produkte zur Absicherung von Altersrisiken wie Pflegebedürftigkeit, Langlebigkeit und Tod. Mit der vielfach ausgezeichneten IDEAL PflegeRente sind wir seit Jahren Marktführer bei Pflegerenten und wollen diese Spitzenposition weiter ausbauen. Ganz neu in 2012 ist die Ausweitung der Zielgruppe für Pflegerentenprodukte bereits auf Endkunden ab 18 Jahre. Dabei überträgt die IDEAL ihr langjähriges Know-how im Bereich Pflege auf die neue Produktmarke „superia“, die für Personen unter 50 Jahren entwickelt wurde. Das Produkt superia Pflege7


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Interview mit Thomas Bahr, Vorstandsvorsitzender, Heidelberger Lebensversicherung AG wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Thomas Bahr: Wir erwarten, dass die Bedeutung der klassischen Lebensversicherungsprodukte nach der erneuten Absenkung des gar. Rechnungszinses zum 01.01.2012 zurückgehen wird. Die Bedeutung der fondsgebundenen Lösungen in Kombination mit unterschiedlichen Garantieoptionen, Ablaufmanagement und vor allem qualifizierter Fondsauswahl gerade für die langfristige Altersvorsorge wird dagegen wieder wachsen. Eine weiterhin zunehmende Nachfrage sehen wir nach biometrischen Produkten, insbesondere im Bereich der Berufsunfähigkeits- und der Pflegeversicherung. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Thomas Bahr: Das Thema UnisexTarife und die Vorbereitung darauf wird uns wie alle anderen Anbieter auch beschäftigen, ebenso die Fortführung der bereits weit fortgeschrittenen Vorbereitungsmaßnahmen zu Solvency II. Hier ist die Heidelberger Lebensversicherung AG gut gerüstet. Das Stichwort Volatium und damit das Thema Transparenz der Unterlagen und Kosten wird eine wichtige Rolle spielen. Im Bereich der Vertriebswege erwarten wir mittelfristig wieder 10

eine leichte Zunahme der Bedeutung der unabhängigen Makler. Im Bereich der Schicht 2 darf man gespannt sein, ob weitere Anbieter aus dem Angebot der Riesterbzw. bAV-Produkte aussteigen. wmd: Auf welche Produkte setzt die Heidelberger Leben 2012? Thomas Bahr: Wir setzen als Spezialanbieter von fondsgebundenen Altersvorsorgelösungen weiterhin auf den von uns eingeführten 5R-Qualitätssicherungsprozess, mit dem wir die Qualität unserer Fonds gewährleisten. Wir bieten dies in 2012 erstmals auch in einem Riester-Produkt, unserer neuen SafePerformer Riester Rente, an. Darüber hinaus werden wir unser Fondsangebot nochmals erweitern und aktiv gemanagte Vorsorgeportfolios einführen. Die erst kürzlich erhaltenen Top-Auszeichnungen "Exzellenter Qualitätssicherungspro-

zess Fondsauswahl" vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung sowie die Bestnote "FFF" von Franke&Bornberg für unser neues Riesterprodukt und unsere Berufsunfähigkeitszusatzversicherung bestätigen uns dabei, weiterhin konsequent auf Qualität zu setzen. wmd: Was können Makler und Vermittler von der Heidelberger Leben in diesem Jahr erwarten? Thomas Bahr: Wir setzen weiterhin auf die Zusammenarbeit mit unabhängigen Maklern und werden unsere Services in diesem Bereich weiter ausbauen, u.a. durch neue und zusätzliche Online-Trainings, konkrete Informationen rund um das Thema Investment sowie Unterstützungsangebote zur Positionierung des Maklers. Wir informieren unsere Vertriebspartner regelmäßig und nutzen dabei unterschiedliche Kanäle und Medien. Wir stellen fest, dass gerade "produktfremde" Themen, also z.B. rechtliche oder steuerrechtliche Veränderungen, aber auch praktische Hilfe zur Positionierung des Maklers, von den Vertriebspartnern sehr gerne angenommen werden. Dies greifen wir thematisch auch in Angeboten unserer Akademie auf.


Versicherung | WER PLANT WAS? 2012

Interview mit Rolf Schünemann, Vertriebsvorstand, Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Rolf Schünemann: Gefragt bleiben Angebote zur bedarfsgerechten Absicherung biometrischer Risiken. Insbesondere die Absicherung der finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit ist derzeit gefragt. Die Basis für die private Altersvorsorge bleibt die Rentenversicherung mit vielen Sicherheitskomponenten. Dabei suchen Kunden in turbulenten Finanz- und Börsenzeiten zunehmend nach Anlagemöglichkeiten, die Rendite, Wertstabilität und Sicherheit ausgewogen kombinieren. Punkten können Produkte, die hohe Garantien oder Anlagemöglichkeiten in inflationssichere Werte bieten. Im Mittelpunkt steht 2012 die Verbindung von Vorsorge mit einer langfristig sicheren und inflationsgeschützten Anlage, zum Beispiel mit Sachwerten. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Rolf Schünemann: Im Jahr 2012 werden die volatilen Kapitalmärkte und das Niedrigzinsniveau die Branche in abgeschwächter Form weiter beschäftigen. Vor diesem Hintergrund suchen Kunden Orientierung, um ihren Vorsorge- und Absicherungsbedarf zu decken. Vertriebspartner können ihnen am konkreten Beispiel aufzeigen, wo die persönliche Versorgungslücke geschlossen werden sollte.

Die gesetzlichen Regelungen bewirken, dass Themen wie Transparenz und Risikoneigung in der Beratung eine zunehmende Rolle spielen. Dabei gilt: Eine qualifizierte Finanz- und Vorsorgeberatung deckt exakt diese Komponenten ab und ist bei der hochkomplexen Produktwelt unabdingbar.

wmd: Auf welche Produkte setzt die LV 1871 im Jahr 2012? Rolf Schünemann: Als Spezialist für Berufsunfähigkeits-, Lebens- und Rentenversicherungen setzt die LV 1871 auch in diesem Jahr auf die Absicherung biome-

trischer Risiken, denn hier ist der Bedarf sehr groß. Lösungen, die langfristige Flexibilität und eine sichere Anlage bieten, bleiben bei der Altersvorsorge beliebt. Eine steigende Nachfrage erwarten wir bei Fondspolicen – mit oder ohne Garantien. Bei der Produktentwicklung konzentrieren wir uns aktuell auf die Kombination von Vorsorge- und Risikoabsicherung wie BU oder Pflege. wmd: Was können Makler und Vermittler von der LV 1871 in diesem Jahr erwarten? Rolf Schünemann: Die LV 1871 bietet durch eine kompetente, regionale Betreuung ihrer Geschäftspartner herzlich-sympathische Unterstützung vor Ort und hohe Fachlichkeit. Unsere Prozesse verbessern wir kontinuierlich und stellen Geschäftspartnern moderne IT-gestützte Beratungstools zur Verfügung. Die Tarifsoftware der LV 1871 präsentiert sich 2012 in vollkommen neuem Design mit benutzerfreundlicher Oberfläche. Vermittler kommen jetzt noch einfacher zum Ergebnis. So können sie sich ganz auf die Beratung ihrer Kunden konzentrieren. Weiterführen wird die LV 1871 in diesem Jahr auch die erfolgreichen Onlineseminare. Direkt an ihrem Arbeitsplatz erhalten Geschäftspartner von Experten aktuelle Informationen zu Produkten der LV 1871 und zu Branchenthemen. 11


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Interview mit Robert Dietrich, Vorstandsvorsitzender, HISCOX AG wmd: Was werden die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Robert Dietrich: Meiner Meinung nach werden die Vorbereitungen für Solvency II im nächsten Jahr die Branche und vor allem die Versicherer schwer beschäftigen. Zudem gehe ich davon aus, dass Compliance-Themen weiterhin im Fokus stehen. Des Weiteren werden Spezialversicherungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das sehen wir an neuen Konzepten wie „Data Risks by Hiscox“, welche immer stärker nachgefragt werden. Die EU-Kommission arbeitet derzeit daran, den Datenschutz zu stärken und europaweit einheitliche Regeln zu schaffen. Die neuen Gesetzentwürfe stärken die Rechte eines jeden Bürgers und sollen Unternehmen dazu bringen, verantwortungsvoller

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mit Kundendaten umzugehen. Die Komplexität und Schnelllebigkeit der heutigen Zeit erfordern ein durchdachtes Risikomanagement und auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Versicherungslösungen. wmd: Was können Makler und Vermittler von Ihnen in diesem Jahr erwarten? Robert Dietrich: Hiscox wird 2012 weiterhin stark wachsen. Vor allem im Bereich der privaten Risiken sehen wir enormes Potenzial. Das Thema Werterhalt wird für unsere Zielgruppen immer wichtiger. Die Nachfrage nach Kunstversicherungen, aber auch Deckungskonzepten für hochwertigen Hausrat ist sehr hoch. Unsere Erfahrung zeigt uns, dass vor allem die Angabe der „richtigen“ Versicherungssummen für unsere Kunden von großer Bedeutung ist. Seit einigen Jahren

unterstützen wir unsere Kunden deshalb durch einen Gutachterservice. Diesen Service werden wir auch 2012 im Bereich der privaten Vermögenswerte kostenlos zur Verfügung stellen. Des Weiteren wird unser Schwerpunkt natürlich nach wie vor auf einer exzellenten Schadenbearbeitung liegen. Wir werden zum Beispiel weiterhin ohne Call-Center arbeiten. Jeder Hiscox-Kunde, der einen Versicherungsfall meldet, spricht direkt mit unseren Experten und kann auf schnellen und persönlichen Service vertrauen. wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen und auf welche Produkte setzen Sie 2012? Robert Dietrich: Alle großen Produktlinien von Hiscox entwickeln sich sehr positiv. Als Spezialversicherer setzen wir weiterhin auf Deckungskonzepte, die den Bedürfnissen unserer Kunden individuell angepasst sind. Die große Akzeptanz neuer Policen wie z. B. „Data Risks by Hiscox“, die wir 2011 auf den Markt gebracht haben, oder auch „Professions by Hiscox“, unsere Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Dienstleistungsberufe, bestätigen uns, die richtigen Produkte zu entwickeln.


Advertorial | WER PLANT WAS? 2012

Kunstversicherungen für Unternehmenssammlungen

Firmensammlungen verdienen besonderen Schutz Kunst als Ausdruck von Individualität und Kreativität hält immer mehr Einzug in Unternehmen. Sie dient als Botschaft für Exklusivität, wird jedoch leider nicht immer exklusiv behandelt. Nicht selten wandern ganze Sammlungen von Unternehmensstandort zu Unternehmensstandort.

Quelle: Hiscox

Der Flur der Unternehmensberatung ist geschmückt mit Kunstwerken – darunter einige sehr wertvolle Arbeiten. Das Neonlicht ist gleißend, im Winter strömt feucht-kalte Luft vom Treppenhaus herein und im Sommer ist es drückend heiß. Drei wesentliche Fragen stellt sich nun der Kunstexperte: 1. Ist die Kunst adäquat ausgestellt und somit gut geschützt? 2. Gibt es eine spezielle Kunstversicherung für die Werke? 3. Wie hoch ist der tatsächliche Wert dieser Kunstsammlung? „Um den aktuellen Wert einer Kunstsammlung festzustellen, sollte ein Kunstgutachter beauftragt werden. Es gibt spezialisierte Gutachter, die z. B. eine besondere Expertise in den verschiedenen Epochen vorweisen und so in der Lage sind, Kunstwerke genau einschätzen zu können. Das Wertgutachten wird hinsichtlich Marktpreis, Herkunft, Alter und Gesamtzustand der Werke erstellt“, kommentiert Franka Barsch, Schadenmanagerin bei Hiscox in Deutschland. Oftmals sind gerade Firmensammlungen seit langer Zeit im Besitz eines Unternehmens. Über die Generationen wechselten die Verantwortlichen oder ggf. gibt es niemanden, der im Unternehmen speziell dafür zuständig ist. Die Versicherungswerte sind häufig weder bekannt noch aktuell und Neuerwerbungen oder Abgänge wurden über die Jahre bzw. Jahrzehnte nicht registriert. Bewertungen aus früheren Jahren entsprechen in den seltensten Fällen den aktuellen Preisen. Ein qualifiziertes Wertgutachten ist nötig, um den Besitzer der Kunstsammlung im Schadenfall entsprechend entschädigen zu können. Er beugt mit einem Wertgutachten einer riskanten Unterversicherung vor, die im Schadenfall zu einem großen finanziellen Verlust führt. Denn auch wenn man bei einem Totalverlust die Werke an sich nicht ersetzen kann, so möchte man doch zeitnah wieder eine entsprechende Sammlung aufbauen.

Nur ein spezieller Kunstversicherer hat das nötige Know-how „Gängige Gewerbeinhaltsversicherungen decken oftmals nur einen Bruchteil von entstandenen Schäden ab und können im Zweifel nicht mit ausreichendem Versicherungsumfang dienen“, so Barsch weiter. So sollte bei der Versicherung von Kunstwerken darauf geachtet werden, dass es sich mindestens um eine Allgefahrenversicherung handelt. So ist bei Firmensammlungen einfache Beschädigung eine der wohl häufigsten Schadenursachen, die bei Standardversicherungen nicht abgedeckt sind. Aber auch bei Allgefahrenversicherungen gibt es Unterschiede bzw. wertvolle Zusatzdeckungen. Tobias Braun, Fine-Art-Experte bei Hiscox, empfiehlt, auf folgende Deckungsbausteine zu achten: • • • • • •

Weltweiter Versicherungsschutz Automatische Mitversicherung von Transporten Cash-Option (Wahlmöglichkeit zwischen Restaurierung und Ersatz des Kunstwerkes) Defective Title (Risiko eines fehlenden oder fehlerhaften Rechtstitels) Mitversicherung von Schäden durch Restauratoren Tägliche Kündigungsmöglichkeit des Kunden

Dies, verbunden mit einem exzellenten Schadenservice und einem internationalen Expertennetzwerk, bietet den optimalen Versicherungsschutz für die Kunstsammlung von Firmen. Für Versicherungsmakler sind Geschäftskunden mit Kunstsammlungen eine große Chance. Ist z. B. die Unternehmensberatung bereits Kunde mit einer Berufshaftpflichtversicherung, so kann der Makler die vorhandene Geschäftsbeziehung nutzen und eine adäquate Kunstversicherung empfehlen.

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Interview mit Sven Enger, Managing Director, Standard Life Deutschland wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Sven Enger: Der Lebensversicherungsmarkt ist weiterhin von den Auswirkungen niedriger Zinsen geprägt. Klassische Versicherungsprodukte haben in Folge der Garantiezinssenkung an Attraktivität verloren. Anleger suchen entsprechend nach Produkten, die höhere Erträge liefern. Dies bietet große Chancen für investmentorientierte Vorsorgeprodukte. Wir haben in den vergangenen Monaten bereits festgestellt, dass die Nachfrage nach investmentorientierten Produkten angestiegen ist. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Trend im kommenden Jahr nicht nur fortsetzt, sondern deutlich verstärken wird. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Sven Enger: Es ist davon auszugehen, dass die Situation an den Kapitalmärkten schwierig bleiben wird. Auch im Jahr 2012 muss mit niedrigen Zinsen und volatilen Märkten gerechnet werden. Anleger werden weiterhin verunsichert sein und vorsichtig bleiben. In diesem Umfeld wird die Versicherungsbranche vor allem in der Überzeugungsarbeit und Vertrauensbildung gefordert sein. Momentan sehe ich die große Gefahr, dass Kunden aus Sorge vor einer möglichen Fehlentscheidung nicht genug für ihre Alters14

vorsorge tun. Hier sind die Vermittler und Versicherer im Sinne eines gesellschaftlichen Auftrags gefordert, Kunden von der Wichtigkeit der Altersvorsorge zu überzeugen, um eine finanzielle Altersarmut zu verhindern.

wmd: Auf welche Produkte setzt Standard Life 2012? Sven Enger: Anleger suchen nach Produkten, mit denen sie eine ansprechende Rendite erzielen können, ohne dabei ein hohes Risiko eingehen zu müssen. Aus meiner Sicht bieten wir hier mit unseren With Profits und unserem Absolute-Return-Konzept "GARS" hervorragende Lösungen. Natürlich werden wir unsere bewährten Produkte auch weiterhin anbieten, es wird im Jahr 2012 aber auch Neues von Standard Life geben. Wir sehen sehr großes Potenzial bei Fondspolicen und werden unseren Kunden in den kommenden Monaten ein beson-

ders attraktives neues Angebot machen. Wir werden ein völlig neuartiges Sicherungskonzept auf den Markt bringen, das sich von den bekannten Modellen wie CPPI oder dynamischen Hybridmodellen abhebt und in dieser Form einzigartig sein wird. wmd: Was können wir von Standard Life in diesem Jahr erwarten? Sven Enger: Von Standard Life ist Einiges zu erwarten. Ich bin mir sicher, dass die Zukunft investmentorientierten Produkten gehört. Mit unserem neuen Konzept werden wir eine Lösung anbieten, die sich von der Masse abhebt und uns auf dem Fondspolicenmarkt deutlich nach vorne bringen wird. Aber nicht nur auf der Produktseite wird es Verbesserungen geben. Ein weiterer Schwerpunkt wird das Thema "Vertriebsunterstützung" sein. In den kommenden Monaten wird eine stärkere Segmentierung der Vertriebspartner stattfinden. Daran wird sich auch unsere Vertriebsunterstützung orientieren. Wir werden dafür sorgen, dass unsere Vertriebspartner genau die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Und zwar in der Qualität, für die Standard Life bekannt ist.


Versicherung | WER PLANT WAS? 2012

durch individuelle, kapitalmarktnahe Produktentwicklungen und effiziente Verwaltungsabläufe speziell auf das Geschäft mit Bankpartnern ausgerichtet sind, werden wir 2012 auf dieses Geschäftsfeld besonderen Fokus legen.

Interview mit Thomas Primnitz, Vertriebsleiter, VORSORGE Lebensversicherung AG wmd: Auf welche Produkte setzt die VORSORGE Leben in 2012? Thomas Primnitz: Mit der flexiblen Produktfamilie VORSORGE Rente Fonds bietet die VORSORGE auch in 2012 fondsgebundene Tarife für alle drei Schichten der Altersvorsorge an: Basis- sowie Riesterrente, Direktversicherung und Privatrente – natürlich mit sinnvollen Zusatzversicherungsoptionen. Wir haben innerhalb der notwendigen Produktüberarbeitung

hinsichtlich des angepassten Rechnungszinses zum Januar 2012 diese Tarife auch zusätzlich optimiert: So haben wir beispielsweise neben diversen weiteren Verbesserungen die Fondspalette aktualisiert und um interessante Themen sowie Konzepte ergänzt, u.a. Emerging Markets, China und Sachwerte. Und wir haben im Bereich Zielgruppenansprache eine Anfrage VORSORGE Rente Fonds für Kids entwickelt. Da die VORSORGE Gesellschaften

Banken finden mit der VORSORGE den richtigen Partner, wenn es um die gemeinsame Entwicklung und Darstellung eines bankspezifischen Produktes geht, bei dem sich die Kernkompetenzen einer Bank und eines Fondsversicherers optimal ergänzen und für alle Beteiligten ein Mehrwert entsteht. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Thomas Primnitz: Sicherlich werden auch 2012 Anpassungen und Änderungen des Gesetzgebers Thema sein. Nach der Absenkung

Recht: volle Kraft !

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WER PLANT WAS? 2012 | Versicherung

des Rechnungszinses sowie der Anhebung der Regelaltersgrenze steht demnächst die Umstellung auf Unisextarife an. Zudem wird das Thema Transparenz immer relevanter – was auch richtig und wichtig ist. Nur durch erhöhte Transparenz kann das Vertrauen der Kunden in ihren Versicherer und letztlich auch in die gesamte Branche gestärkt sowie langfristig gesichert werden. Das Thema innovative, kapitalmarktnahe Altersvorsorge wird 2012 zudem weiter an Bedeutung gewinnen, denn an zusätzlicher Altersvorsorge kommt heute keiner mehr vorbei. Und fondsgebundene Produkte bieten dabei enorm viel Raum für Gestaltungsmöglichkeiten sowie ein hohes Maß an Flexibilität und Vielfalt. Bereits mit kleineren Beiträgen können Kunden an den

Renditechancen der Kapitalmärkte teilhaben und gleichzeitig die Vorteile einer Versicherung genießen. wmd: Was können Makler und Vermittler in diesem Jahr von der VORSORGE Leben erwarten? Thomas Primnitz: Transparenz, Verständlichkeit und Service wird bei uns großgeschrieben. Die VORSORGE verfolgt konsequent das Ziel, ihren Vertriebspartnern wie auch Kunden mithilfe hoher Transparenz zu begegnen und etwaige Verunsicherungen zu nehmen. Speziell im Bereich der Anbieter fondsgebundener Altersvorsorge wollen wir zu den Transparenzführern gehören. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang unsere Homepage.

Neben Webformularen, die Vermittlern und Kunden die Möglichkeit bieten, einfache Vertragsanpassungen direkt durchführen zu lassen, stehen diverse Produktinformationen zur Verfügung. Zudem stellen wir ein webbasiertes Fondsservicecenter bereit. Tagesaktuell können ausführliche Informationen sowie Fonds-Factsheets der aktuell auswählbaren Investmentmöglichkeiten abgerufen werden. Ein Downloadcenter ergänzt diesen Service mit weiterführenden Informationen. Diese Bereiche aktualisieren und optimieren wir stetig. Darüber hinaus arbeiten wir schon jetzt an einer optimalen Umstellung der VORSORGE Rente Fonds Produktfamilie in eine neue Unisex-Tarifwelt.

kenkassen. Kalkuliert nach der Art der Schadenversicherung ermöglicht dieser Produktzuschnitt Maklern große Verkaufschancen.

Interview mit Lothar See Vertriebsvorstand, Concordia Versicherungen wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebsschancen? Lothar See: Basierend auf dem großen Erfolg 2011 sehen wir sehr gute Chancen für die konsequent nachhaltig ausrichteten Lebensversicherungsprodukte unserer oeco capital. Kunden und Makler bestätigen diese hervorragende Alleinstellung bei langfri16

stig ertragreichen Altersvorsorgeprodukten. Das bestätigt auch Professor Finsinger, der oeco capital in seinem Rating im November 2011 zum wiederholten Mal die Bestnote 5 Sterne verliehen hat. In der Krankenversicherung bietet die Concordia erstklassige Zahnzusatztarife zu günstigen Konditionen als Ergänzung der Basisleistung gesetzlicher Kran-

Nennen möchte ich auch unsere Rechtsschutzversicherung, die mit ihren „Sorglos“-Paketen für Privatpersonen und verschiedene Berufsgruppen überzeugt. Hierbei sind zusätzlich zur Absicherung der wichtigsten Rechtsgebiete weitere attraktive Leistungs-Highlights, z. B. Mitversicherung von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bereits eingeschlossen. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Lothar See: Das beherrschende


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Thema der Branche werden vermutlich die künftigen „Unisex“Tarife in den verschiedenen Sparten sein. Die gesetzliche Faktenlage ist zwar noch teilweise unübersichtlich; dennoch wird es in einigen Segmenten voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte zu einem Schlussverkauf kommen, bevor sich dann 2013 die neuen Tarife im Markt bewähren müssen. Aufgrund der Kapitalmarktsituation behalten alle Lebensversicherer selbstverständlich das Thema der „Garantien“ im Blick. Nach wie vor wünschen Kunden Sicherheit. Diese herzustellen wird jedoch immer teurer. Das stellt für die ganze Branche eine echte Herausforderung auch über das Jahr 2012 hinaus dar. wmd: Auf welche Produkte setzt die Concordia 2012?

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26.01.2012

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Lothar See: Wie bereits skizziert bilden die Rechtsschutz- und Krankentarife der Concordia sowie die Vorsorgeprodukte der oeco capital einen starken Focus in 2012. Darüber hinaus werden wir aber wieder mit unseren erfolgreichen Angeboten für Motorradfahrer und Besitzer von Oldtimern Akzente in interessanten Zielgruppen setzen. wmd: Was können Makler und Vermittler von der Concordia in diesem Jahr erwarten? Lothar See: Auf Basis sehr guter Ratings von Assekurata und Professor Finsinger in der Wirtschaftswoche können unsere Partner eine hervorragende Produktqualität in allen Sparten von der Concordia und der oeco capital erwarten. Was u.a. „Kontinuität der MakSeite 1

lerbetreuung“, „Zuverlässigkeit“ oder „Service“ betrifft, stehen wir nach der Charta-Studie 2011 in Kranken und Rechtsschutz mit an der Spitze der Tabelle. Darauf können wir sehr stolz sein. Und um im Bild zu bleiben: Mit der oeco capital wollen wir dauerhaft ebenfalls in die 1. Liga aufsteigen! Ich fest davon überzeugt, dass uns dies mit unserer hoch motivierten Mannschaft und unseren überzeugten Vertriebspartnern gelingen wird. Darüber hinaus liegt 2012 ein klarer Schwerpunkt auf kontinuierlicher Vertriebsunterstützung mit Sales-Packages zu unterschiedlichen Produkten. Auch die Information kommt nicht zu kurz, denn unser Makler-Newsletter bietet quartalsweise praktische Ansätze, zu denen Vertriebspartner mit unseren Maklerbetreuern kommunizieren können.

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für beide Wege interessante Weiterbildungsofferten an!

Interview mit Dr. Hans-Joachim Rauscher, Vertriebsvorstand, NÜRNBERGER Versicherungsgruppe wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Dr. H.-J. Rauscher: Biometrie und Vorsorge sind auch 2012 die wichtigen Handlungsfelder im Vertrieb. Nach wie vor ist vielen Menschen die Tragweite von Berufsunfähigkeit nicht bewusst, drei Viertel der Bundesbürger haben bislang für den Fall der Erwerbsminderung nicht vorgesorgt. Die NÜRNBERGER als erfahrener und gefragter BU-Anbieter bietet dafür in diesem Jahr eine noch differenziertere Berufsgruppen-Einstufung, bei der viele Kunden von sinkenden Beiträgen profitieren können. Nahezu jeder zweite Bundesbürger beschäftigt sich mit der eigenen Vorsorge fürs Alter, jeder dritte will mehr dafür tun. Die finanziellen Mittel sind vorhanden: Lohnerhöhungen wie das zunehmende Sparverhalten sind die Steilvorlagen für jeden Vermittler. Der zweite Fokus der Vermittler und damit auch der NÜRNBERGER

liegt auf der gewerblichen Schadenversicherung. Nach der leichten Delle im 2. Halbjahr 2011 zeigt die Wirtschaftsentwicklung wieder auf Expansion. Die Auftragslage im Handwerk und bei den Zulieferbetrieben ist außerordentlich gut. Mit dem NÜRNBERGER Zielgruppenkonzept „ProfiLine“ können gerade diese Betriebe mit flexiblen und individuellen Lösungen rundum abgesichert werden. Die aktuelle Regulierung der Finanzanlagenvermittlung – Ausbildung/Prüfung/Registrierung und standardisierter Beratungsprozess – wird das Ansehen der in der Anlageberatung tätigen Vermittler/Makler stärken. Noch immer unterschätzen viel zu viele Vermittler dieses im Wettbewerb zu Sparkassen und Banken entscheidende Handlungsfeld – also entweder den eigenen § 34f erwerben oder als bei der BaFin registrierter Anlageberater eines Haftungsdachs aktiv werden! Die FÜRST FUGGER Privatbank Akademie bietet Vermittlern/Maklern

wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Dr. H.-J. Rauscher: Natürlich wieder die Stabilität und dazu die Innovationsfähigkeit der Produktgeber. Wir NÜRNBERGER bieten unseren Vertriebspartnern mit unserer ausgezeichneten Finanzstärke, einer stabilen Überschussbeteiligung und attraktiver Gesamtverzinsung überzeugende Akquiseargumente. Ab Mitte des Jahres dürfte die anstehende Einführung von Unisextarifen in der Lebens- und Krankenversicherung zum wichtigsten Beratungsansatz werden. Auch 2012 werden die Vermittler, welche entsprechend des Bedarfs ihrer Kunden beraten, also Zukunftsberater des Kunden sind, erneut außerordentlich gute Betriebsergebnisse abrechnen! Die Vermittler unterstützen wir dabei wieder mit weiteren direkt im Beratungsgespräch einsetzbaren NÜRNBERGER Applikationen für iPhones, iPads und Smartphones – konkret mit einer neuen BU-App, einer Pflege-App bis zur individuelle Lücken aufzeigenden und schließenden NÜRNBERGER Vorsorge-App. wmd: Auf welche Produkte setzt die Nürnberger Versicherung 2012? Dr. H.-J. Rauscher: Neben den Innovationen in der Berufsunfähigkeit vereint die NÜRNBERGER VorteilsRente die beiden Top-Themen Altersvorsorge und Pflege in einem Angebot. In einem Antrag – ganz ohne Gesundheitsfragen – sichert der Vermittler seinen Kunden eine garantierte lebenslange Altersrente mit Hinterbliebenenschutz kombiniert mit Pflegerentenoption bei Pflegebe-

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dürftigkeit bzw. Diagnose einer schweren Krankheit. Im Pflegefall und bei schwerer Krankheit steigt die Rente oft auf mehr als das Doppelte! Damit öffnet die NÜRNBERGER der Pflegeabsicherung erstmals auch den Weg in die betriebliche Altersvorsorge. So wie wir unseren Vertriebspartnern unseren in der betrieblichen Altersvorsorge bewährten OptimumGarant-Tarif nun auch im Privatkundengeschäft bereitstellen. Der bietet garantie- wie chancenorientierten Kundentypen den optimalen Mix aus Rendite und Garantie, meist mit deutlich mehr Ablaufleistung als klassische Rentenversicherungen. Übrigens erlebt die NÜRNBERGER Schadenversicherung bei freien Vermittlern und Maklern gerade eine einmalige Renaissance, da wir in unserer NÜRNBERGER

Zielgruppenoffensive bei einer Vielzahl von Deckungskonzepten auch 2012 wieder jeden Preis mitgehen! wmd: Was können Makler und Vermittler von der Nürnberger Versicherung in diesem Jahr erwarten? Dr. H.-J. Rauscher: Auch 2012 setzt die NÜRNBERGER als Allspartenanbieter auf ganzheitliche Beratung und bietet ihrer Vermittlerschaft Beratungsansätze, die exakt auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Als Schlüssel für den gemeinsamen Vertriebserfolg stellen wir unseren Vertriebspartnern technischen Service und praxisnahes Fach- und Vertriebs-Know-how mit mehr als 200 in ganz Deutschland tätigen NÜRNBERGER Vertriebsleiter-/innen zur Verfügung.

Bei der AssCompact-AWARDAuszeichnung für den besten Maklerservice 2011 erreichte die NÜRNBERGER Spitzenplätze in den Segmenten private und betriebliche Altersvorsorge (Platz 2 und 3). Im aktuellen Voting der CHARTA-Maklerbörse haben wir unter den Allspartenanbietern Platz 1 belegt. Einer unserer Trümpfe im Beratungsverkauf sind haptische Verkaufshilfen, weil Kunden erst dann ganz bei der Sache sind, wenn sie der Berater aktiv in die Beratung einbezieht. Haptische Verkaufshilfen veranschaulichen plakativ Versorgungslücken und Kundenbedarf. Außerdem bieten wir Smartphone-Apps an, z. B. zur interaktiven Ermittlung des Berufsunfähigkeits-, Vorsorge- und Pflegebedarfs.

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also auch im Marktvergleich nicht. wmd: Wie ist prokundo als Gesellschaft in den VOLKSWOHL BUND-Konzern eingebunden?

Interview mit Christina Bay, Produktmanagerin, VOLKSWOHL BUND wmd: Mit „prokundo“ hat der VOLKSWOHL BUND jetzt eine Online-Plattform für Kompositversicherungen eingerichtet. Was genau passiert bei prokundo? Christina Bay: Bei prokundo kann der Vertriebspartner alles online abwickeln. Ein einfaches Auswahlsystem leitet den Vermittler Schritt für Schritt durch das Antragsverfahren. Nach nur wenigen Klicks ist der Vertrag geschlossen. So hat er bei einfachen Kompositprodukten eine deutliche Arbeitserleichterung und eine Beschleunigung seiner Abläufe. In nur fünf Minuten hat der Vermittler seinen Kunden mit einer Privathaftpflichtversicherung versorgt – inklusive Police!

Zusätzlich hat er die Möglichkeit, seinem Kunden über einen gesicherten Link direkt die Datei zukommen zu lassen. wmd: Welche Produkte bietet prokundo an? Christina Bay: prokundo bietet die klassischen Kompositprodukte für Privatkunden an, sprich eine Privathaftpflicht, Tiehalterhaftpflicht, Unfall und Hausrat. Alle Tarife überzeugen durch ihre einfache Tarifstruktur und gleichzeitig starke Leistungen. Grundlage ist immer ein sehr umfangreicher Komfortschutz, der um ein ExklusivPaket erweitert werden kann. Neben den sehr guten Leistungen bieten die Produkte zugleich sehr günstige Beiträge.

Christina Bay: prokundo ist eine 100%ige Tochter der VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G. und agiert als Vertriebs- und Vermittlungsgesellschaft. Risikoträger aller prokundo-Produkte ist die VOLKSWOHL BUND Sachversicherung AG. wmd: Sie bieten auch Unfallversicherungen über das Internetportal an. Wie funktioniert die Gesundheitsprüfung? Christina Bay: Ebenfalls komplett online. Das Motto lautet: Klarheit von Anfang an. Mit gezielten Fragen wird der Partner durch die Risikoprüfung geleitet und bekommt sofort ein Feedback, ob wir Versicherungsschutz für diesen Fall bieten. Er kann danach den Unfallantrag online übermitteln und erhält im selben Moment den Versicherungsschein zurück. Wir sagen natürlich auch ehrlich, wenn einmal kein Versicherungsschutz möglich ist oder wenn wir den Vertrag anpassen müssen. wmd: Haben alle 14.000 VOLKSWOHL BUND-Vertriebspartner Zugang zu prokundo?

wmd: Wie bitte geht das? Christina Bay: Sind alle Eingaben komplett und gibt das Programm Grünes Licht für eine Vertragsannahme, wird die Police sofort an seinem Bildschirm angezeigt. 20

Eine Privathaftpflicht für Familien gibt es beispielsweise schon für 58,91 Euro brutto im Jahr. Und das mit einer Versicherungssumme von 10 Millionen Euro sowie zahlreichen Leistungshighlights! Verstecken müssen sich die Tarife

Christina Bay: Wir freuen uns natürlich, wenn wir so viele Partner wie möglich von prokundo überzeugen können. Deshalb haben wir unsere Partner eingeladen, mitzumachen. Aber auch neue Partner sind herzlich willkommen. Auf www.prokundo.de können sie direkt Kontakt mit unserer Verwaltung aufzunehmen. Wenn’s schnell gehen muss, gibt es sofort eine Zugangsberechtigung, die Vertriebsvereinbarung wird dann nachgereicht.


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Interview mit Beat Moll, Vorstandsvorsitzender, CSS Versicherung AG wmd: Auf welche Produkte setzt die CSS Versicherung 2012? Beat Moll: Das Bewusstsein für die Notwendigkeit privater Vorsorge im Krankheitsfall wird weiter wachsen. Hierbei haben die Menschen unterschiedliche Bedürfnisse und somit individuelle Ansprüche an eine private Krankenzusatzversicherung. Dabei steht der Wunsch nach flexiblen, kombinierbaren Vorsorgeprodukten im Vordergrund. Die CSS Versicherung hat das von Anfang an verstanden und setzt auch im 6. Jahr nach ihrem Eintritt in den deutschen Krankenzusatzversicherungsmarkt auf kombinierbare, leistungsstarke und erschwingliche Tarife, die Anreize zu einem gesundheitsbewussten Verhalten schaffen - ganz im Sinne unserer

Schweizer Tradition. Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck an der Umstellung unserer mehrfach ausgezeichneten Tarife auf ebenso attraktive Unisex-Tarife. wmd: Was werden die Highlights dieser Produktangebote sein ? Beat Moll: Unsere Krankenzusatztarife waren die ersten am deutschen Markt, die nach Art der Schadenversicherung kalkuliert sind. Durch diese Art der Kalkulation zahlen unsere Kunden nur die Beiträge, die ihrem persönlichen Risiko entsprechen. Ein Schadenfreiheitsrabatt, den man aus der deutschen Kfz-Versicherung kennt, belohnt die Kunden darüber hinaus für gesundheitsbewusstes Verhalten. Zudem punkten unsere Tarife mit einem

starken Preisleistungsverhältnis. Ein weiteres Highlight ist ohne Zweifel die Flexibilität der Tarifbausteine, die sich der Kunde je nach Vorsorgewunsch individuell zusammenstellen kann. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Beat Moll: Ein zentrales Thema, das die Branche derzeit umtreibt, ist das Thema Unisex-Tarife. Aufgrund der Aktualität hatten wir bereits an der letzten DKM mit Experten über dieses Thema diskutiert. Es bleibt abzuwarten, wie die Assekuranz das EuGH Urteil umsetzen wird. Spannend ist auch die Frage hinsichtlich der Bestandskunden. Laut einem aktuellen Gutachten soll in der privaten Krankenversicherung die zwangsweise Einbeziehung von Bestandskunden in die UnisexTarife verfassungswidrig sein. wmd: Was können Makler und Vermittler in diesem Jahr von der CSS erwarten? Beat Moll: Auch in 2012 können Makler und Vermittler mit den mehrfach ausgezeichneten Krankenzusatztarifen der CSS bei ihren Kunden überzeugen. Wir werden in diesem Jahr die persönliche Vertriebspartnerbetreuung intensivieren und uns in diesem Bereich stärker aufstellen als bisher. Wichtig ist uns hierbei, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Vertriebspartner optimal zu erfüllen. Zudem werden wir unser Vertriebspartnerportal mit zusätzlichen Tools und Services weiter ausbauen, um für unsere Vertriebspartner den Verwaltungsaufwand im Tagesgeschäft zu reduzieren. Unsere BeratungsApp, die wir zum 5-jährigen Jubiläum der CSS im letzten Oktober für unsere Vertriebspartner entwickelt haben, ist bereits jetzt ein voller Erfolg. 21


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gewinnung – und Bindung entscheidende Vorteile für den gewerblichen Kunden bieten.

Interview mit Rene Wördemann, Verkaufsförderung Leben, Vetriebsweg Makler Gothaer Lebensversicherung AG wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Rene Wördemann: Aus unserer Sicht bietet die Absicherung biometrischer Risiken die besten Vertriebschancen in 2012. Hier muss es der Branche gelingen sich wieder auf den originären Aufgaben der Versicherungbranche – die Absicherung der Kunden- zu konzentrieren In diesem Zusammenhang wird die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung weiterhin an erster Stelle stehen, aber auch Dread-Disease Policen werden zunehmen und die Nachfrage spürbar anziehen. Im Bereich der Altersvorsorge geht der Trend eindeutig zu dynamischen Hybridprodukten. Transparenz und Klarheit sind hier in der Kundenansprache dabei absolute Voraussetzung für den Ver-

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triebserfolg. Die Gothaer ist hier mit der Reflex-Produktfamilie bestens aufgestellt. Aber Auch hier wird ein Umdenken stattfinden müssen hin zur Absicherung von Langlebigkeitsrisiken und weg von den reinen KapitalanlageGedanken. Denn klar ist, dass die Absicherung von biometrischen Risiken keine andere Anlageform lösen kann. Dieses Alleinstellungsmerkmal gilt es wieder in Fokus zu rücken. In dem Zusammenhang ist auch die betriebliche Altersvorsorge zu sehen. Einer der Haupansatzpunkte wird es sein den Unternehmerkunden schlüssige Konzepte zur Bewältigung des Demographischen Problems innerhalb der Belegschaften an die Hand zu geben. Auch hier bietet die Gothaer innovative Konzepte, die bezüglich der Mitarbeiter-

wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Rene Wördemann: Unisex wird in 2012 sicherlich ein beherrschendes Thema über alle Sparten hinweg sein. Hier ist die Branche noch dabei, sich zu positionieren. Die Gothaer Lebensversicherung wird hier frühzeitig die Konsequenzen und Lösungen aufzeigen, die dem Makler in der Beratung seiner Kunden unterstützen. In der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist das Thema Demografie ganz oben. Wir wollen antworten geben, wie man die klassische bAV mit Produkten zur Absicherung biometrischer Risiken und zusätzlichen Dienstleistungen sinnvoll ergänzen kann. Wir wollen dem Arbeitgeber umfassende Lösungen zum employerbranding bieten. Dazu gehören sicherlich die selb-ständige Berufsunfähigkeitsversicherung und die Dread-Disease Police als Belegschaftsmodell, was sich gut mit Lösungen wie Zeitwertkonten


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und einem betrieblichen Gesundheitsmanagement verknüpfen lässt. Nicht zu vergessen sind hier auch betriebliche Krankenzusatzversicherungen, die den Mitarbeitern eine komfortable Absicherung ohne Gesundheitsprüfung zu einem seht Beitrag bieten spartenübergreifende Lösungen, mit dem sich der Makler auf Augenhöhe beim Unternehmer präsentieren kann. wmd: Auf welche Produkte setzt die Gothaer 2012? Rene Wördemann: Als einziger Vollsortimentler im Bereich der biometrischen Absicherung am Markt setzen wir vor allem auf unsere neue selbständige Berufsunfähigkeitspolice, die wir zum 1.4.2012 einführen werden. Ideal ergänzt wird dieses Produkt durch die Verknüpfung

mit Pflege- und Dread-DiseasePolicen. Im Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge stehen die ReFlex-Produkte eindeutig im Focus. Weiter setzen wir auf eine intelligente Verknüpfung von spartenübergreifenden Lösungen aus den Bereichen Leben und Kranken, wie etwa eine Krankenvollversicherung mit ergänzendem Dread-DiseaseBaustein oder auf das Gothaer Unternehmerkonzept, welches die Lösungen der Gothaer im Belegschaftsgeschäft ideal mit einander verknüpft und neben Produktlösungen auch exklusive Dienstleistungen beinhaltet, wie Gesundheitsmanagement oder die Erstellung von Gutachten. wmd: Was können Makler und Vermittler von der Gothaer in diesem Jahr erwarten?

Rene Wördemann: Makler und Vermittler können von der Gothaer natürlich sehr gut im Markt positionierte Produkte erwarten. Darüber hinaus bieten wir Ihnen intelligente und spartenübergreifende Konzepte und vor allem Lösungen an. Für den Verkaufserfolg unserer Partner ist letztendlich das Gesamtpaket aus guten Produkten, innovativen neuen Vertriebskonzepten, einer optimalen Abwicklung mit perfekter Service-Betreuung, sowie IT- und Vertriebsunterstützung entschei-dend. Informationen aus erster Hand kann sich ab dem 21.02.2012 jeder Makler auf der aktuellen GoFuture-Sales Tour 2012 holen, die insgesamt in 7 Städten die aktuellen Trends und Lösungen im Bereich der Biometrie aufzeigen und einen ersten Ausblick auf das Thema Unisex geben wird.

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Diese Werbemitteilung dient allein Informationszwecken und stellt insbesondere kein Angebot zum Kauf, Verkauf, oder zur Zeichnung irgendeines Anlagetitels dar. Anlagen sollten erst nach der gründlichen Lektüre der aktuellen Version des ausführlichen Verkaufsprospektes, des vereinfachten Verkaufsprospektes, der Satzung, des Jahresberichts und ggf. des nachfolgenden Halbjahresberichts sowie nach einer Beratung durch einen 23 unabhängigen Finanz- und Steuerspezialisten getätigt werden.


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Interview mit Dr. Christian Bielefeld, Vertriebsvorstand, Hannoversche Lebensversicherung AG wmd: Welche Versicherungsprodukte werden in 2012 am stärksten nachgefragt werden? In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Dr. Christian Bielefeld: Wir rechnen mit einem stabilen Absicherungsbedarf bei biometrischen Risiken und mit einem steigenden Verkauf von geförderten Altersvorsorgeprodukten. Vor dem Hintergrund der Einführung von Unisex-Tarifen am 21.12.2012 gehen wir davon aus, dass es eine geschlechterspezifische Nachfrage nach den noch differenzierten Produkten geben wird: Bei Frauen nach biometrischen Produkten, bei Männern nach Rentenprodukten. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Dr. Christian Bielefeld: Die Branche startet mit einer Garantiezinssenkung ins Jahr, und es sieht aus, dass sich die europäische Schuldenkrise auch 2012 weiter fortschreiben wird. Das alles hilft nicht unbedingt bei der Argumentation für eine langfristige private Altersvorsorge. Wenn ich dieser Krise etwas Positives abgewinnen kann, dann, dass sie zeigt, dass die Versicherer auch in turbulenten Zeiten für eine verlässliche Zukunftsvorsorge stehen. Insbesondere Kostenvorteile, die ein Direktversicherer wie die Hannoversche ihren Kunden bietet, gewinnen in einer Nied24

rigzinsphase verstärkt an Bedeutung. Jeder Cent, der nicht für Kosten ausgegeben wird, bringt Zins- und Zinseszinsen. Zudem gewinnt der Sicherheitsgedanke bei den Kunden an Bedeutung: Kunden wissen, dass sie bei keiner anderen Art der Vorsorge mehr Rendite bei vergleichbarer Sicherheit bekommen. Leider kein beherrschendes Thema wird sein, dass bei Familien mit Kindern noch ein sehr großer Absicherungsbedarf bei der Risikoleben herrscht: Lediglich ein Viertel dieser Haushalte hat diesen existentiellen Schutz. Das hat eine Studie unseres Hauses ergeben. Da ist also noch viel Aufklärungsbedarf. wmd: Auf welche Produkte setzt die Hannoversche 2012? Was werden die Highlights dieser Produktangebote sein? Dr. Christian Bielefeld: Wir gehen mit top-bewerteten Produkten in das Jahr 2012: In allen fünf

Vergleichstests der Stiftung Warentest im Lebensversicherungsbereich hat die Hannoversche mit Bestnoten abgeschnitten. Für Vermittler, die unsere Risikoleben gerne als Einstieg in den Kundendialog nutzen, ist es wichtig zu wissen, dass wir unsere Tarife preislich überarbeitet haben. Zusammen mit der für die Kunden vorteilhaften Eintrittsalterberechnung haben wir ein noch attraktiveres Angebot. Das gilt auch für die Premiumvariante, die Risikoversicherung Plus, die beispielsweise umfangreichere Nachversicherungsgarantien, vorgezogene Todesfallleistungen und eine automatische Erhöhung des Schutzes während eines Hausbaus bietet. wmd: Was können Makler und Vermittler von Hannoversche in diesem Jahr erwarten? Dr. Christian Bielefeld: Neben einer sehr gut positionierten Risikoleben und einer 1a Vertriebsunterstützung profitieren Vermittler von den schlanken Prozessen eines Direktversicherers und können auf unsere Service-, Leistungs- und Vertrauensgarantie für Ihre Kunden zählen. Insbesondere werden wir unser Angebotsmanagement weiter verbessern, so dass die Vermittler mehr Zeit für die Beratung ihrer Kunden investieren können.


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Interview mit Lars Georg Volkmann, Vertriebsvorstand, VPV Versicherungen Interview mit Dr. Peter Schmidt, Vorstandsvorsitzender, Vereinigten Post. Die Makler AG wmd: Welche Versicherungsprodukte werden 2012 am stärksten nachgefragt werden? Lars Georg Volkmann: „Nach der Senkung des Rechnungszinses für klassische Lebensversicherungsprodukte wird der Bedarf an Vorsorgeprodukten mit Garantie und guten Renditechancen steigen. Die VPV Power-Linie bietet das und noch mehr: Beitragsgarantien, Renditechancen und Ertragssicherheit. Sie ist damit eine hervorragende Lösung. Wie Studien zeigen, ist die Akzeptanz von Vorsorgeprodukten bei personengebundenen Vertriebswegen am größten, die VPV stellt daher auch den Vermittler in den Mittelpunkt der Aktivitäten. Mit unserer VPV Makler-AG und der Ausschließlichkeitsorganisation sind wir gut aufgestellt.“ wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Lars Georg Volkmann: „Neben der privaten oder betrieblichen Altersvorsorge wird das Interesse an der Berufsunfähigkeitsabsicherung oder der Einschränkung der Leistungsfähigkeit zunehmen. Chancen sehe ich auch in den Bereichen Pflege und Krankenzusatzversicherung.“ wmd: Auf welche Produkte setzt die VPV? Dr. Peter Schmidt: „Wir setzen auf unsere attraktive VPV PowerLinie über alle drei Schichten der

Altersvorsorge. Den individuellen Bedarf des Kunden – und damit die richtige Vorsorgeform – klärt der Vermittler mit dem Kunden. Und dann heißt es statt „best advice“ „suitable advice“. Auch die VPV Vital und VPV Vital Junior spielen eine große Rolle – unser erweiterter Grundfähigkeitsschutz, der neben Leistungen bei Invalidität auch eine finanzielle Absicherung bei Organbeeinträchtigung, Krebs und im Pflegefall bietet. Im Leistungsfall steht die VPV dem Kunden auch beratend zur Seite. Weiterhin sind wir im Markt stark mit unseren Produkten für die Zielgruppe 55+. Dazu gehören u.a. die leistungsstarke, preiswerte SterbegeldVersicherung ohne Gesundheitsfragen sowie die Privat- und eine Tierhalterhaftpflicht zu einem hervorragendem Preis-LeistungsVerhältnis.“ wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche in 2012 sein? Lars Georg Volkmann: „Die Absicherung biometrischer Risiken für

Kunden bleibt ein wesentlicher Beratungsschwerpunkt, denn nur knapp 20 % der deutschen Arbeitnehmer besitzen eine BU-Absicherung, Frauen sogar noch weniger. Deshalb wird sich der Trend zur Absicherung der Grundfähigkeiten sowie der Berufsunfähigkeit verstärken.“ wmd: Was können Makler und Vermittler von der VPV in diesem Jahr erwarten? Dr. Peter Schmidt: „Wir haben uns bei Maklern mit dem Prüftool „Sofort-Check 24/7“ zur Risikoprüfung für BU- und Grundfähigkeitsabsicherungen ohne Arztbesuch einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Das Tool erhöht die Abschlusschance, bringt eine enorme Zeitersparnis in der Kundenberatung und verbindliche Ergebnisse. Diese Services bauen wir 2012 aus. Darüber hinaus werden wir mit dem neuen VPV Power-Partnerprogramm die Zusammenarbeit mit unseren produktivsten Maklerverbindungen vertiefen. Zur Classic-Partnerschaft gehören z.B. das VPV Maklerportal, unser komfortables Download-Center unter www.vpv-makler.de, Newsletter und vieles mehr. In der Premium-Partnerschaft kommen Exklusivservices in der Betreuung, besondere Kundenservices sowie Aus- und Weiterbildungsangebote hinzu. Last but not least unterstützen wir den Bundesverband der Versicherungs- und Finanzberater AfW e.V. als Fördermitglied.“ 25


WER PLANT WAS? 2012 | Versicherung

Interview mit Dr. Linda Dahm, Marketingleiterin, Stuttgarter Lebensversicherung a.G. wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Dr. Linda Dahm: Auch im neuen Jahr werden wir uns als Lebensund Unfallversicherer mit über 100-jähriger Tradition auf unser Kerngeschäft konzentrieren, die Lebens- und Unfallversicherung. Im Bereich der klassischen Rentenversicherungen verzeichnen wir im Moment die größte Nachfrage. Aber auch unser modernes Hybridprodukt performance-safe, bei dem die Kundengelder von Beginn an in den freien Fonds investiert sind, ist sehr gut gestartet. Über alle Verträge hinweg waren wir Ende Dezember zu rund 25 Prozent in den freien Fonds investiert. Und das, obwohl die Verträge erst ein dreiviertel Jahr gelaufen sind und die Kapitalmärkte in diesem Zeitraum sehr volatil waren. Wir sehen weiter großes Potenzial bei der Direktrente (bAV) sowie nach wie vor im Bereich des Berufsunfähigkeitsschutzes. Viele Menschen sind, was ihre Arbeitskraft anbelangt, unserer Meinung nach nicht ausreichend abgesichert. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Dr. Linda Dahm: Für das Jahr 2012 sehen wir einige maßgebliche Trends im Bereich der Vorsorge. Zum Beispiel wird unserer Ansicht nach die Angebotsdiversifikation bei fondsgebundenen Produkten immer bedeutender. Der 26

Versicherungsnehmer wünscht sich individuelle Optionen, die aktuelle Markttrends und neue Anlageprodukte gleichermaßen berücksichtigen. Darüber hinaus wird das Thema Transparenz für Kunden immer wichtiger. In der Angebotsvielfalt der Altersvorsorge werden sich neue Standards durchsetzen, mit denen die objektive Vergleichbarkeit erhöht wird.

wmd: Auf welche Produkte setzt die Stuttgarter Versicherung 2012? Dr. Linda Dahm: Die Stuttgarter wird auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Produkten mit umfassendem Leistungsprogramm zu günstigen Konditionen legen. Dabei gehen wir in 2012 dynamisch neue Wege. Die betriebliche Altersversorgung als eine unserer größten Stärken wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus stellen wir dem Markt zwei attraktive Neuprodukte vor: zum einen die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung BUZ-B Xpress. Damit ermöglichen wir eine Beitrags-

befreiung bei Berufsunfähigkeit ohne Gesundheitsprüfung. Zum anderen starten wir dieses Jahr im Krankenversicherungsmarkt. Mit der neuen Zahnzusatzversicherung „Stuttgarter Smile!“bieten wir unseren Versicherten ein einzigartiges Angebot, denn wir erstatten beispielsweise bis zu zwei Mal pro Jahr die Praxisgebühr. Des Weiteren präsentieren wir dieses Jahr eine komplett modernisierte Tarifstruktur im Bereich Leben. Unter anderem steht ein vollständig überarbeitetes Fondsuniversum zur Verfügung mit einer weitaus höheren Diversifikation. Hierbei werden sowohl aktuelle Markttrends als auch neue Anlageprodukte gleichermaßen berücksichtigt. Ebenso wird unser innovatives Hybridprodukt performance-safe mit neuen Features ausgestattet und trägt seit Januar die begehrte Volatium-Zertifizierung: der zeitgemäße Branchenstandard, der die Grundlage für eine umfassende Transparenz und Vergleichbarkeit aller Altersvorsorgeprodukte schafft. Außerdem weisen wir für alle fondsgebundenen Produkte die anfallenden Fondskosten aus. Und wir berücksichtigen diese Kosten bei der Beispielrechnung für den Kunden. Abgerundet werden alle Produkte durch eine noch flexiblere und transparentere Angebotsdarstellung. wmd: Was können Makler und Vermittler von der Stuttgarter Versicherung in diesem Jahr erwarten? Dr. Linda Dahm: Für die Stuttgarter steht die konsequente Erweiterung der Vertriebsunterstützung nach wie vor im Fokus. Hierbei stehen vor allem die Maklerbetreuung und die Verbesserung der Prozesse und Services im Mittelpunkt. Die wichtigsten Vertriebspartner der Stuttgarter bleiben weiterhin die unabhängigen Vermittler. Für unsere Geschäfts-


Versicherung | WER PLANT WAS? 2012

partner überarbeiten wir zum Beispiel unser Weiterbildungsangebot umfassend und stellen eine noch flexiblere und transparentere Angebotsdarstellung für alle unsere Produkte zur Verfügung.

Hinter allen Neuerungen steht einer der leistungsstärksten Lebensversicherer im Markt: die Stuttgarter Lebensversicherung a.G., bei der Stärke, Solidität und Verlässlichkeit aus Tradition für die Versicherten oberste Priori-

Interview mit Matthias Jacobi, CMO, Swiss Life in Deutschland wmd: Welche Versicherungsprodukte werden in 2012 am stärksten nachgefragt werden? Matthias Jacobi: Die Verbraucher werden auch 2012 bei Altersvorsorgeprodukten wieder höchsten Wert auf Garantien legen. Nachdem klassische Lebensversicherungen für Neukunden an Attraktivität verloren haben, gehen wir davon aus, dass intelligente Produkte, die Garantien mit Renditechancen verknüpfen, zu den „Aufsteigern“ zählen werden. Die Absicherung biometrischer Risiken, speziell bei Berufsunfähigkeit, sowie die betriebliche Altersversorgung werden ebenfalls stark nachgefragt. Im Pflegemarkt dürfte es zu deutlichen Zuwächsen kommen, wenn auch auf noch niedrigem Niveau. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Matthias Jacobi: Die Branche ist mit den Vorbereitungen auf Sol-

vency II beschäftigt. Als deutsche Niederlassung eines Schweizer Unternehmens sind wir durch den Swiss Solvency Test bereits bestens aufgestellt. Das Kundenverhalten wird weiter von einer anhaltenden Unsicherheit aufgrund der nach wie vor schwelenden Finanzkrise geprägt sein. Zum Jahresende rechnen wir mit einem Schlussverkauf aufgrund der verpflichtenden Einführung von Unisex-Tarifen in der privaten Altersversorgung. wmd: Auf welche Produkte setzt die Swiss Life 2012?

tät haben. Und: Die Stuttgarter modernisiert im Laufe des Jahres ihren kommunikativen Auftritt vollständig, so dass ihre Stärken noch deutlicher herausgestellt werden.

Produkt zur Absicherung ihrer Kunden an die Hand. Bei jungen Leuten wollen wir mit unserer „BU Start“ punkten. Außerdem haben wir zu Beginn des Jahres den „Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz“ eingeführt. Ein cleveres Produkt, mit dem wir am wachsenden Pflegemarkt partizipieren wollen. wmd: Was werden die Highlights dieser Produktangebote sein? Matthias Jacobi: Die ChampionProduktfamilie überzeugt durch hohe Garantien. Gleichzeitig profitiert der Kunde von der Wertentwicklung der Fonds, in die er investiert hat, ohne einen „CashLock“ befürchten zu müssen. Die Produkte sind sehr transparent gestaltet. So weiß der Kunde bereits bei Vertragsschluss, wie viel die eingeschlossene Garantie über die gesamte Laufzeit kostet.

Matthias Jacobi: Unsere Antwort auf die Rechnungszinssenkung: Wir setzen auf unsere Champion-Produktfamilie, die Garantien und Renditechancen perfekt und transparent miteinander verbindet und dem Bedarf der Verbraucher nach Sicherheit entgegenkommt. Mit unserer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung geben wir Vermittlern und Maklern ein hochwertiges 27


WER PLANT WAS? 2012 | Versicherung

Interview mit Jürgen A. Junker, Vertriebsvorstand, VHV Versicherungen wmd: Auf welche Ihrer in 2011 angebotenen Produkte haben die Makler und Vermittler besonders reflektiert? Jürgen A. Junker: Im Privatkundengeschäft waren dies unsere Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen. Insbesondere unsere neue Wohngebäudeversicherung mit den Ökobausteinen war sehr erfolgreich. Ganz aktuell ist sie von Franke und Bornberg mit der Bestnote FFF ausgezeichnet, ein starkes Verkaufsargument für unsere Vertriebspartner. Die Privathaftpflichtversicherung inklusive der Nebensparten wie Tierhalter- und Bauherrenhaftpflicht ist ebenfalls hervorragend angenommen worden. Im gewerblichen Geschäft wird die Kautionsversicherung immer stärker verkauft, weil sie eine einfache und sehr gute Lösung zur Liquiditätsstärkung von Bauunternehmen bietet. Stark nachgefragt war und ist die Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung. Hier wird unsere langjährige Erfahrung und Expertise geschätzt. Ein Riesenerfolg war unser Maklerverwaltungsprogramm, das

wir insbesondere für kleine und mittlere Vermittler entwickelt haben. Die Nachfrage ist enorm. Seit der Markteinführung im Mai 2011 nutzen bereits über 4.000 Makler und Vermittler unser Programm. Wir haben offensichtlich den Bedarf getroffen. wmd: Welche Versicherungsprodukte sehen Sie 2012 am stärksten im Fokus der Vermittler? Jürgen A. Junker: Nach wie vor besteht noch viel Potential in den SHU-Sparten. Hier ist Beratung wichtig, daher bleiben diese Produkte für Vermittler interessant. Das gleiche gilt auch für den gewerblichen Bereich. Für das wichtige Thema Altersvorsorge sehe ich einen Schwerpunkt in der betrieblichen Altersvorsorge. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung erkennen die Unternehmen zunehmend auch die Bedeutung der bAV für die Mitarbeiterbindung. Wir bieten hier über unsere Lebensgesellschaft, der VHV Leben, passende Lösungen. Nach wir vor werden auch unsere Rentenprodukte stark nachgefragt. Aufgrund des gesunkenen Garantiezinses werden Fondsgebundene Produkte wieder stärker in den Fokus kommen. Wir werden ein attraktives Fondsprodukt im Laufe des Jahres auf den Markt bringen. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche 2012 sein?

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Jürgen A. Junker: Vor dem Hintergrund politischer und wirtschaftlicher Unwägbarkeiten im Euroraum wird die Herausforderung darin bestehen, auch in diesem Umfeld Kunden und Vertriebspartnern der Versicherungswirtschaft ein verlässlicher, zukunftsorientierter und starker Partner zu sein. Dabei werden Themen wie Ertragskraft und Solvabilität eine wichtige Rolle spielen.

wmd: Was können Makler und Vermittler von der VHV in diesem Jahr erwarten? Jürgen A. Junker: Leistungsstarke und wettbewerbsfähige Produkte! Wir bleiben unserem Anspruch treu, unsere Produkte inhaltlich immer weiter zu entwickeln, um neue Risiken oder veränderte Kundenbedürfnisse zu berücksichtigen. Diese Strategie hat sich für die VHV als Vermittlerversicherer bewährt: Unsere Vertriebspartner können sich darauf verlassen, dass unsere Produkte für den Vermittlermarkt gemacht sind, also umfassende Leistungen bieten, damit der Vermittler seine Kunden gut und haftungssicher beraten kann. Gleichzeitig beruht auf dieser Strategie die Expertise und das Renommee der VHV als Bauspezialversicherer. Schwerpunkte setzen wir im Jahr 2012 in der Berufs- und Betriebshaftpflicht sowie der Kautionsversicherung als Spezialprodukt. Im privaten Bereich bauen wir unsere Sach-, Haftpflicht – und Unfallsparten weiter aus. Im Vertrieb steht 2012 für mich persönlich erneut die Qualität der Betreuung unserer Vertriebspartner an erster Stelle. Wir werden auch weiterhin unseren Vertriebspartnern die Zusammenarbeit so unkompliziert und effizient wie möglich gestalten.


9. MCC-KONGRESS

Insurance Today and Tomorrow - Die Assekuranz in Bewegung 29. und 30. März 2012 in München Moderation:

Die Themen und Highlights: p Die Rahmenbedingungen für die Versicherungswirtschaft in 2012 p Innovative Wachstumsstrategien für die Versicherungsbranche – nachhaltiges Wachstum in stagnierenden Märkten?! p Neue Herausforderungen: Transparenz und Verbraucherschutz p Klassische Vertriebsmodelle vor dem Aus? p IT-Optionen für die Assekuranz – schöne neue Welt?! – Wie „Mobile Computing“, „Apps“ und „Social Media“ die (Versicherungs-)Welt verändern! p Prozessoptimierung und Outsourcing auf dem Prüfstand p Erfolgreiches Kapitalanlagemanagement in schwierigen Zeiten p Solvency II: von der Theorie zur Praxis Diese Experten(Innen) erwarten Sie mit aktuellen Praxisbeiträgen:

Dr. Werner Görg Vorstandsvorsitzender, Gothaer Finanzholding AG

Rolf-Peter Hoenen Präsident, GDV e.V.

Dr. Wolfgang Weiler CEO, HUKCOBURG Versicherungsgruppe

Joachim Herrmann Staatsminister des Innern, Bayerisches Staatsministerium des Innern

Mag. Robert Haider Mitglied der Erweiterten Konzernleitung, Donau Versicherung AG

Prof. Dr. Walter Brenner Geschäftsführender Direktor, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen Prof. Dr. Heinrich R. Schradin Direktor, Institut für Versicherungswissenschaft, Universität zu Köln Dr. h.c. Carsten Maschmeyer Vorstandsvorsitzender, Maschmeyer-Rürup AG

Dr. Bettina Anders Mitgl. d. Vorstands, CIO, ERGO Versicherungsgruppe AG

Dr. Arno Junke Vorstandsvorsitzender, Deutsche Rückversicherung AG

Dr. Marco Bargel Chefvolkswirt, Deutsche Postbank AG

Ralf Stankat Vorsitzender der Geschäftsführung, W+W Informatik GmbH

Dr. Uwe SchroederWildberg Vorstandsvorsitzender, MLP AG

Michael Heinz, Präsident, Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. Marc Zinkel, Vice President, Allianz Managed Operations and Services SE • Dr. Herbert Schneidemann, Vorstand, Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. • Dr. Sebastian Herfurth, Geschäftsführer, Friendsurance, Alecto GmbH • Dr. Armin Zitzmann, stv. Vorsitzender des Vorstands, NÜRNBERGER Beteiligungs-Aktiengesellschaft • Richard Engström, Director Business Development EMEA, Oracle Financial Services Global Business Unit • Jan Leiding, Partner, Ernst & Young AG

Mit freundlicher Unterstützung von:

Weitere Informationen unter +49 (0)2421 12177-14 oder jack@mcc-seminare.de MCC - The Communication Company · Scharnhorststraße 67a · 52351 Düren www.mcc-seminare.de

Prof. Dr. Axel Lehmann Group Chief Risk Officer, Zurich Financial Services AG

Hermann-Josef Tenhagen Chefredakteur, FINANZtest


WER PLANT WAS? 2012 | Versicherung

Interview mit Martin Gräfer, Vorstand Service und Vertrieb, Bayerische Beamten Versicherungen (BBV) wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Martin Gräfer: Ein beherrschendes Thema sollte in jedem Fall die Frage der privaten Altersvorsorge sein – denn das biometrische „Risiko“ alt zu werden, steigt und das ist gut so. Damit aber steigt eben auch der Bedarf nach privater Vorsorge und intelligenten und vor allen Dingen sicheren Vorsorgeformen wie beispielsweise einer privaten Rentenversicherung. Aber ganz sicher wird auch die Bedeutung der Beratung zur Einkommenssicherung sowie zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) an Bedeutung gewinnen. Zu guter Letzt erwarte ich auch eine auf Berater aktivierende Stimmung vor Umsetzung der Unisex – Tarife, gerade im Bereich der BU und der Altersvorsorge.

eine Produktoffensive, die unsere Stellung als mittelständischer und maklerorientierter Versicherer weiter verstärken wird. Mit der neuen Produktlinie Diagnose X- BBV-Income PROTECT bieten wir dem Kunden eine umfassende und spartenübergreifende Absicherung für sein Einkommen an. Das Besondere dabei: Die BBV ermöglicht mit Diagnose X - BBVIncome PROTECT nicht wie derzeit am Markt üblich nur isolierte Lösungen für den Fall der Berufsunfähigkeit oder schwerer Krankheiten, sondern als integrierte Lösung eine Rundumsicherung.

wmd: Auf welche Produkte setzt die BBV in 2012 Martin Gräfer: Mit der „Ideenwelt 2012“, die wir erstmals auf der vergangenen DKM präsentierten, startet die BBV in diesem Jahr 30

Mit unserer VIP-Produktlinie im Bereich Krankenzusatzversicherungen (BBV V.I.P. dental und BBV V.I.P. stationär) bieten wir eine innovative Produktlinie für die Bereiche Zahnersatz und Zahnbehandlung sowie für Lösungen bei stationären Krankenhausaufenthalten an. Um dieses Angebot bei hoher Qualität mit günstigen Beiträgen anbieten zu können, basiert die Kalkulation auf dem Prinzip der Schadenversicherung: Der Kunde zahlt lediglich die Beiträge, die seinem individuellen Risiko entsprechen, auf die Bildung von Altersrückstellungen wird gänzlich verzichtet. wmd: Was werden die Highlights dieser Produkte sein? Martin Gräfer: Wir bieten unseren Vertriebspartnern eine in dieser Art völlig neue Form der Gesundheitsprüfung am Point of Sale, durch die der Berater einem Kunden schon beim ersten Beratungsgespräch eine Entscheidung über die Annahme seines Versicherungsantrages geben und dies somit auch bei der Auswahl des passenden Versicherungsschutzes berücksichtigen kann.

wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Martin Gräfer: Das Thema Altersvorsorge und Einkommensschutz wird weiterhin ein dominierendes Thema sein – und das muss auch so sein. Denn hier besteht wirklich ein hoher Beratungsbedarf.

deckt die finanziellen Folgen bei schwerer Invalidität durch Krankheit, Unfall, Organschädigungen, Verlust von Grundfähigkeiten und Pflegebedürftigkeit durch eine lebenslange Rente ab. BBVBU PROTECT ist der dringend notwendige Basis-Schutz für nahezu jeden Erwerbstätigen für den Fall, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Dieses neue Konzept setzt sich zusammen aus drei frei kombinierbaren Bausteinen: BBV-Premium PROTECT bietet finanziellen Schutz bei schwerer Krankheit oder im Todesfall. Versichert sind insgesamt 38 verschiedene Krankheitsbilder wie Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall, Alzheimer oder Parkinson. BBV-Multi PROTECT

Zudem sind alle neuen Produkte mit dem Vorsorge-ABS der BBV ausgestattet: Im Falle von unverschuldeter Arbeitslosigkeit wird der Vertrag bis fünf Jahre nach Abschluß für maximal 1 Jahr beitragsfrei gestellt – das gibt dem Kunden ein zusätzliches Stück Sicherheit.


Versicherung | WER PLANT WAS? 2012

wmd: Was können Makler und Vermittler von der BBV in diesem Jahr noch erwarten? Martin Gräfer: Wir bei der BBV gehen mit unseren in Deutschland völlig neuartigen Entwicklungen konsequent den Weg weiter, sich als Anbieter von qua-

litativ hochwertigen und dennoch preisorientierten Lösungen für die private Vorsorge und Risikoabsicherung zu positionieren. Dies sollte unseren Kunden die Gewissheit geben, bestmöglichen Schutz zu genießen, was auch immer geschieht. Und unseren Vertriebspartnern liefern

Interview mit Bernhard Rapp, Direktor Marketing / Produktmanagement, Canada Life Assurance Europe Limited wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Bernhard Rapp: Gutes Potenzial sehen wir bei modern ausgestatteten Rentenversicherungen, die Renditechancen und Garantien miteinander in Einklang bringen können. Wichtig werden nach unserer Auffassung auch Dread Disease-Versicherungen, da sie die Arbeitskraft jenseits von Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen absichern können. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Bernhard Rapp: Biometrie und Altersvorsorge sind und bleiben Top-Themen. Zahlen belegen, dass es sich bei der Absicherung der Arbeitskraft in Deutschland buchstäblich um eine „Baustelle“ handelt: Rund 70 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter besitzt hier keine Absicherung1, und die gesetzlichen

Leistungen reichen i.d.R. nicht aus, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Bei der Altersvorsorge rücken Demographie und Niedrigzins die Frage nach ausreichenden Erträgen mit neuer Dringlichkeit in den Blickpunkt. wmd: Auf welche Produkte setzt die Canada Life 2012? Bernhard Rapp: Die GARANTIE INVESTMENT RENTE, unsere fondsgebundene Lösung für Einmalbeiträge, wird auch dieses Jahr überzeugen. Grund sind ihre umfassenden Produktgarantien und attraktive Ertragschancen, die sich seit der Auflage der Police vor rund drei Jahren schon in gesteigerten Garantie-Renten bemerkbar gemacht haben. Auch die GENERATION-Tarife von Canada Life bieten eine bewährte Kombination von Sicherheitsbausteinen und Ertragspotenzial – in allen drei Schichten. Die Policen beruhen auf dem Unitised-With-Profits- (UWP) Prinzip, das wir im Laufe des Jahres wei-

wir damit einen Beratungsansatz, den sie am Markt bisher nicht gefunden haben. Und ab Mitte des Jahres planen wir dann auch die Renovierung unserer Marke auch hier dürfen unsere Partner und Kunden schon jetzt gespannt sein.

ter optimieren. Damit gehen wir noch besser auf die aktuellen Bedürfnisse der Kunden ein. Erfolg versprechen wir uns auch von unseren Lösungen zur Absicherung der Arbeitskraft, da sie hier bei akuten finanziellen Notlagen direkt greifen. Die Schwere Krankheiten Vorsorge leistet nach bestimmten gravierenden Erkrankungen wie Krebs oder Schlaganfall, die Grundfähigkeitsversicherung, wenn Betroffene bestimmte Alltagsfähigkeiten verloren haben. wmd: Was können Makler und Vermittler von der Canada Life in diesem Jahr erwarten? Bernhard Rapp: Wir möchten Maklern und Vermittlern die Verwaltung und das Alltagsgeschäft erleichtern, um ihnen mehr Zeit für die Kunden-Beratung zu lassen. Wir unterstützen sie daher dabei, möglichst viele Vorgänge online abzuwickeln und gehen diesen Weg Schritt für Schritt konsequent weiter. Im Januar haben wir zum Beispiel unsere neue Online-Vertragsübersicht live geschaltet, die sofortige Einsicht in die vermittelten Verträge liefert. Angaben des Versicherers SwissRe, 2010; beim genannten Risikoschutz handelt es sich um Dread Disease-Versicherungen, Berufsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherungen.

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WER PLANT WAS? 2012 | Versicherung

Interview mit Dietmar Willwert, Vorstand, InterRisk Lebensversicherungs-AG wmd: In welchem Segment sehen Sie die größten Vertriebschancen? Dietmar Willwert: Die InterRisk definiert sich von jeher als Maklerversicherer – und lebt dieses Bekenntnis nicht nur im täglichen Umgang mit mittlerweile mehr als 11.000 unabhängigen Vertriebspartnern, sondern auch durch die Ausrichtung der Produkte. So garantieren wir für alle SHU-Privatkundenkonzepte, die wir im April 2011 im Markt eingeführt haben, die Einhaltung der vom „Arbeitskreis Beratungsprozesse“ im Februar 2010 festgelegten Mindest-standards. Das sorgt bei unseren Vertriebspartnern für Sicherheit im Rahmen der Kundenberatung und minimiert das Haftungsrisiko. Wir sind davon überzeugt, dass dem unabhängigen Vermittler die Zukunft gehört. Deshalb sind wir 2012 dem Wettbewerb „Jungmakler-Award“ als Förderer beigetreten. Mit unserem Engagement unterstützen wir junge, engagierte Versicherungsmakler, die mit großer Überzeugung und fundierten Kenntnissen dafür Sorge tragen, dass ihre Kunden qualitativ hervorragend beraten und betreut werden. wmd: Was wird Ihrer Meinung nach das beherrschende Thema in diesem Jahr sein? Dietmar Willwert: Aus Sicht des Verkaufs wird sicherlich mit Spannung erwartet, mit welchen 32

Maßnahmen die Unternehmen – speziell die Personenversicherer – dem vom Gesetz geforderten Verzicht auf eine der bisher wichtigsten Kalkulationsgrundlagen, dem Geschlecht der zu versichernden Person, in der neuen Unisex-Tarifwelt entgegnen werden. Nicht minder interessant ist die Frage, wie es mit dem von der europäischen Kommission für 2014 geplanten Provisionsverbot für Finanzvermittler weitergeht, und welche Folgen dies für die Tätigkeit der freien Versicherungsvermittler haben wird. wmd: Auf welche Produkte setzt die InterRisk 2012? Dietmar Willwert: Das Produktangebot der InterRisk orientiert sich in erster Linie am Bedarf der privaten Haushalte. Vor diesem Hintergrund hatten wir die komplette SHU-Produktlandschaft für Privatkunden in 2011 umfassend überarbeitet. So entstanden z.B. als Kombination eines zentralen, verbraucherfreundlichen Bedingungswerkes und leistungsbezogenen Spartenbedingungen unter anderem neue Unfalltarife. Diese heben sich insbesondere durch ihre

Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Leistungskonzepten, Invaliditätstaxen und Progressionsstaffeln sowie mittels eines einzigartigen altersbezogenen Kalkulationssystems von der bisher marktüblichen Produktwelt ab. An die Stelle einer nach Kindern und Erwachsenen differenzierenden Tarifierung trat ein völlig neuartiges Lebensphasenmodell ohne Eintrittsalterbeschränkung, das mit altersunabhängigen Leistungskomponenten und signifikanten Beitragsvorteilen für junge Menschen sowie generell für Frauen aufwarten kann. Mit dem 21.12.2012 wird dieser Vorteil durch die Verpflichtung zu geschlechtsneutralen Tarifen ein Stück weit verloren gehen. Hierauf haben wir unsere Vertriebspartner bereits mehrfach hingewiesen und werden dies auch im Laufe des Jahres immer wieder tun, damit die derzeit bestehenden Preisvorteile für Frauen bei der Akquisition in 2012 weiter genutzt werden können. Unser Augenmerk richtet sich darüber hinaus auf die Gruppe der Senioren. Für sie haben wir die Leistungskonzepte mit für diese Zielgruppe relevanten Merkmalen ausgestattet, wie etwa der Mitversicherung eines durch Eigenbewegung verursachten Oberschenkelhalsbruchs in der Unfallversicherung. Darüber erhalten Senioren in vielen Sparten, wie z.B. in der Privat- und Tierhalter-Haftpflichtversicherung sowie in der Hausratversicherung, hohe Beitragsrabatte.


Versicherung | WER PLANT WAS? 2012

Bei den Lebensversicherungsprodukten vertrauen wir in 2012 zum einen der Qualität unserer kürzlich überarbeiteten Risikotarife, die von unseren Vertriebspartnern sehr stark nachgefragt werden, zum anderen auf den nach wie vor bestehenden Bedarf an privater Vorsorge durch adäquate Produkte. Dazu zählt vor allen Dingen die private Rentenversicherung –in ihrer klassischen Form wie auch als fondsgebundene Variante mit Garantien. wmd: Was können Makler und Vermittler in diesem Jahr erwarten?

Dietmar Willwert: Unsere Vertriebspartner haben die InterRisk in der Vergangenheit als zuverlässigen Partner in allen Bereichen der Zusammenarbeit kennen gelernt. Sie dürfen darauf vertrauen, dass wir auch im Jahr 2012

- und selbstverständlich auch darüber hinaus - unsere Tarife und Konzepte stetig weiterentwickeln, unsere Serviceleistungen permanent verbessern und die Vertriebsunterstützung nachhaltig optimieren werden.

Kritischer Jahresausblick des BdV

2012 - ein entscheidendes Jahr

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as Jahr 2012 wird zu einem entscheidenden Jahr besonders für Lebens- und Krankenversicherer. Der Bund der Versicherten (BdV) als Deutschlands größte Verbraucherorganisation für Versicherte wird diese Entwicklung mit Forderungen flankieren. Axel Kleinlein, Vorstand des BdV: „Gerade die Riester-Rente steht an einem Scheideweg: Entweder die Produkte werden dank stärkerer Regulierung – staatlich verordnet oder freiwillig – endlich rentabler und transparenter. Oder in 2012 beginnt die Suche nach einer alternativen Lösung, wie zum Beispiel dem Altersvorsorgekonto, das die Verbraucherkommission Baden-Württemberg entwickelt hat.“ Weitere Prognosen und Forderungen des BdV: Durch die Ab-

senkung des Höchstrechungszinses erwarten wir, dass bei zahlreichen Renten- und Lebensversicherungsangeboten die garantierte Kapitalzahlung zu Rentenbeginn geringer ausfallen wird als die Summe der eingezahlten Beiträge, da die niedrigeren Zinserträge nicht mehr die Kosten decken. Vor allem Offerten für Ältere werden unattraktiv, weil dem Vorsorgesparer oft weniger Monatsrente sicher ist als er an Beitrag aufbringen muss. Zum Jahresbeginn erhöhten wieder viele private Krankenversicherer die Beiträge. In etlichen Tarifen betrug die Steigerung sogar zehn und mehr Prozent. Axel Kleinlein: „Wir fordern deshalb, dass in die Prämie bereits ab Vertragsbeginn die Inflation, der medizinische Fortschritt und die höhere Lebenserwartung mit

einem angemessenen Sicherheitszuschlag einkalkuliert werden. Dann weiß der Verbraucher von Anfang an, was der private Schutz wirklich kostet und die Gefahr, als junger Kunde mit niedrigen Prämien in die PKV gelockt zu werden, sinkt.“ Nach jahrelangem ruinösen Wettbewerb werden die Kfz-Versicherer ihre Beiträge auf breiter Front erhöhen. Ein Tarifwechsel kann sich daher besonders 2012 für viele Versicherte lohnen. Vorsicht ist dabei wegen der Neuordnung der Schadenfreiheitsklassen (SF) geboten: Die neue SF-Einteilung kann sich zwar für langjährig Unfallfreie und für Führerscheinneulinge lohnen. Auf der anderen Seite dauert es jetzt wesentlich länger, bis man die höchste Rabattstufe erreicht hat. Autor: Bund der Versicherten e.V.

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Interview mit Rainer Gelsdorf, Geschäftsführer, Württembergische Vertriebsservice GmbH wmd: Welche Versicherungsprodukte werden in 2012 am stärksten nachgefragt werden? Rainer Gelsdorf: Die Neuregelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung werden Produkte aus dem Bereich der Krankenzusatzversicherung zunehmend attraktiver machen. Auch glaube ich, dass Versicherungslösungen, welche sich mit der Absicherung des technischen Fortschritts und erneuerbarer Energien befassen, stärker nachgefragt werden. Zudem sehe ich eine Fortsetzung des Trends hin zu staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten in 2012. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein?

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Rainer Gelsdorf: Ein zentrales Thema in diesem Jahr wird die Einführung der „Unisex-Tarife“ sein. Diese werden die Branche 2012 sehr beschäftigen. Je nachdem, welche Regelungen in der – ursprünglich bereits für 2011 angekündigten – Pflegereform beschlossen werden, wird es hier Handlungsbedarf geben. Ein dritter Punkt wird sicherlich das Thema „Transparenz“ sein. wmd: Auf welche Produkte setzt die Württembergische 2012? Rainer Gelsdorf: In das Jahr 2012 starten wir mit einer Vertriebsoffensive Vorsorge. Im Rahmen dieser Offensive wurden beispielsweise zum Jahreswechsel die bereits mehrfach ausge-

zeichneten BU-Tarife nochmals verbessert, und die Berufsklassen-Systematik wurde komplett überarbeitet. Zudem werden wir in diesem Zusammenhang unser Fondskonzept mit einzigartiger Wertsicherungsstrategie „Genius“ mit neuen Verkaufsstrategien forcieren. Im Bereich Komposit haben wir im Herbst 2011 ein Mission Statement formuliert, in dem wir uns unter anderem selbst auferlegt haben, marktüberdurchschnittliche Versicherungslösungen bereitzustellen. Im Zuge dessen haben wir Ende letzten Jahres unsere Betriebshaftpflicht- und Industrieversicherung überarbeitet. Für 2012 stehen hier noch weitere Tarifoptimierungen und Verbesserungen für den Bereich Firmenkunden an. wmd: Was können Makler und Vermittler von der Württembergischen Vertriebsservice GmbH in diesem Jahr erwarten? Rainer Gelsdorf: In den letzten Jahren haben wir verstärkt auf Mehrwertseminare zu den Themenbereichen „Vermittlerrecht“ und „Arbeitsrecht“ gesetzt, welche von externen Referenten gehalten wurden. Die Resonanz war hier überaus positiv. Diese werden wir auch in 2012 dezentral weiterführen. Zudem möchten wir unsere Vertriebspartner stärker in der Endkundenansprache unterstützen. Hier werden wir innovative Verkaufshilfen zur Verfügung stellen. Auch werden wir unser Engagement bei den modernen Informationsmedien, wie eFilme und Onlineschulungen, weiter ausbauen. Ein absolutes Highlight werden wir unseren Vertriebspartnern ab März 2012 mit der Bereitstellung elektronischer Provisionsauskünfte im geschlossenen Bereich unserer Maklerhomepage, dem Extranet, bieten.


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6. Münchner Makler- und Mehrfachagentenmesse Dienstag, 13. März 2012 im M,O,C, München Alles kostenfrei! Die Höhepunkte der 6. MMM-Messe: Stargast Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup Über 40 Workshops mit Top-Referenten wie Hans D. Schittly, Gerhard Pscherer, Dr. Claus Kriebel, u. v. m. Treffen Sie die wichtigsten 170 Versicherungen, Fondsgesellschaften, Emissionshäuser, Banken und Bausparkassen

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WER PLANT WAS? 2012 | Vertrieb

Verfahren oder Courtagezusagen, die eigentlich Handelsvertreterverträge sind, hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

Interview mit Carsten Brückner, Vorstand, AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. wmd: Was werden die Highlight-Themen des Jahres 2012 aus AfW-Sicht? Carsten Brückner: Das Thema Regulierung der gesamten Finanzvermittlung wird uns auch im Jahr 2012 als das bewegende Thema begleiten. Bereits im November 2011 ist das Finanzanlagenvermittlergesetz, welches u. a. direkte Auswirkungen auf die Anlageklassen geschlossene- und offene Fonds hat, verabschiedet worden. Das vorliegende Gesetz kann aus Sicht der unabhängigen Finanzdienstleister als Erfolg gewertet werden, bleibt doch die Unabhängigkeit des freien Finanzdienstleisters im Grunde gesichert und schafft die Grundlage für eine weiterhin faire und unabhängige Beratung der Kunden. Der AfW vertritt schon immer gegenüber der Politik die Auffassung, dass der unabhängige Finanzdienstleister der beste Garant für einen guten Ver-

braucherschutz ist! Das „Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerechts“ legt aber nur die groben Leitlinien für eine Neuausrichtung der Kapitalanlagevermittlung fest. Aktuell wartet die ganze Branche auf die Veröffentlichung des Diskussionsentwurfes der Verordnung, welche im Gegensatz zum Gesetz die konkreten Details zur Regelung der Bereiche Vermögensschadenhaftpflicht, Sachkundeprüfung sowie zu den Informations- und Dokumentationspflichten enthält. Weiterhin sehen wir Themen wie „Übersteigerter Verbraucherschutz und Bürokratie“ sowie die Diskussion über „Vergütungssysteme im Allgemeinen und Honorarberatung im Besonderen“ im Mittelpunkt. wmd: Was können Mitglieder vom AfW in 2012 erwarten? Carsten Brückner: 20 Jahre AfW in 2012 – das wird ein Jubiläum sein, bei welchem wir zwar auch auf Erfolge in der Vergangenheit zurück blicken können, aber ganz besonders wird es Anlass sein, mit angemessenem Selbstbewusstsein unseren Einfluss weiter zu vergrößern. Es bleibt erklärtes Ziel, nicht nur gegenüber der Politik ein anerkannter und akzeptierter Gesprächspartner zu sein, sondern auch innerhalb der Branche auf Augenhöhe mit den Produktgebern und deren Verbände zu agieren. Damit z.B. bestimmte Ungerechtigkeiten beim AVAD-

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Aktuell begleiten wir aktiv die Diskussion zur „Verordnung zur Einführung einer Finanzanlagenvermittlungsverordnung“. Trotz der Erfolge beim Gesetzentwurf bleibt hier die inhaltliche Diskussion und Ausgestaltung noch spannend, da die Regierung im Bundesrat keine eigene Mehrheit hat. Dort müssen wir extrem aufpassen um Erreichtes zu sichern und nach Möglichkeit zu ergänzen. Sind es doch vornehmlich die direkten Gespräche, welche uns die bewegenden Probleme der Finanzdienstleister verdeutlichen. Hierfür werden wir noch verstärkter die Präsenz auf Branchenveranstaltungen sowie die Beteiligung an Roadshows von Gesellschaften nutzen, die sich für die Erhaltung des Berufes „unabhängiger Finanzdienstleister“ einsetzen und dabei auch den Organisationsgrad der Branche erhöhen. wmd: Warum macht es Sinn, in 2012 Mitglied des AfW zu werden? Carsten Brückner: Die schon heute starke Stimme des AfW muss auch mit Ihrer Unterstützung noch stärker werden! Nur dank des konstanten Mitgliederzuwachses konnten wir in der Vermittlerschaft, bei den Gesellschaften, in der Politik und Presse die heutige Akzeptanz und unseren heute vorhandenen Einfluss erreichen. Derzeit ist der AfW-Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. schon der führende Berufsverband unabhängiger Finanzdienstleister. Circa 30.000 Versicherungs- und Kapitalanlagevermittler werden durch seine


Vertrieb | WER PLANT WAS? 2012

mehr als 1.400 Mitgliedsunternehmen repräsentiert. Wir werden von Finanzdienstleistern oft angesprochen, warum wir uns gegen bestimmte Regelungen in der Politik und der Branche noch nicht erfolgreich im Sinne unserer Mitglieder durchsetzen konnten. Es gibt eine sehr einfache Antwort: Nur gemeinsam ist man stark! Leider ist der Organisationsgrad in unserer Branche noch sehr gering. Verbände von Vogelzüch-

tern und Kleingärtner haben das schon verstanden. Dort ist der Organisationsgrad meist weit über 90 % . Und bei uns? Es ist doch klar, wenn wir als unabhängige Finanzdienstleister nicht selbst in der Lage sind unsere Interessen zu vertreten, wer soll es dann für uns machen? Der Bankenverband? Natürlich können AfW-Mitglieder für ihren Jahresbeitrag von 132,- € auch wirtschaftliche Vergünstigungen eines starken Verbandes in Anspruch nehmen. Stellvertretend für viele wirtschaftliche

Vorteile seien hier der kostenfreie Bezug der Zeitschrift „Focus Money“ im Wert von jährlich über 160,- € sowie mögliche Einsparungen bei der Buchung von Hotelübernachtungen genannt. AfW-Mitglieder erhalten stets aktuelle und neutrale Informationen zur erfolgreichen Berufsausübung. Des Weiteren erhalten Mitglieder kompetente und kostenlose Erstberatung in den Bereichen Recht, Steuern und Qualifikation.

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WER PLANT WAS? 2012 | Vertrieb

Abschlussprovision, die wir in unserem System haben. Dies führt am Anfang natürlich zu einer Investition, aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass ich erst investieren muss um auch ernten zu können.

Interview mit Klaus John, Sprecher der Geschäftsführung, ZEUS Vermittlungsgesellschaft mbH wmd: Wodurch unterscheidet sich ZEUS von anderen Vertriebsgesellschaften? Klaus John: ZEUS gibt es bereits seit über 37 Jahren und wir sind als Einkommensspezialist am Markt. Wir konzentrieren uns auf die Einkommenssicherung junger Menschen und deren Eltern und Geschwister. Wir sorgen dafür, dass unsere Kunden im Falle einer Berufsunfähigkeit oder eines Unfalls - wo die gesetzliche Versorgung extrem schlecht bzw. gar nicht vorhanden ist - abgesichert sind. Dies ist unser Schwerpunkt. wmd: Wie groß ist Ihre Produktauswahl. Geben Sie das gesamte Geschäft an den Deutschen Ring? Klaus John: Nein, wir haben eine Reihe von Produktpartnern. Wir geben den Großteil des Geschäftes an den Deutschen Ring, aber auch einen hohen Anteil an die Continentale sowie an zwei bis drei andere Gesellschaften. Unser Hauptpartner ist jedoch mit Abstand der Deutsche Ring gefolgt von der Continentale.

nicht rückzahlbar ist, sondern eine echte Garantie ist. Auf diese Garantie werden noch Abschlussprovisionen oben drauf gezahlt. Im Gegensatz zum Markt, in dem wir das üblicherweise so kennen, dass Vorschüsse gezahlt werden, die dann verrechenbar sind. Wir haben uns entschlossen dieses Invest zu tätigen, weil wir fest davon ausgehen und auch überzeugt sind, dass wir eine gewisse Grundsicherheit für einen festen Zeitraum bieten müssen um gute Leute zu bekommen. Das tun wir mit dem Unternehmerzuschuss. wmd: Zahlen Sie zum Unternehmerzuschuss zusätzlich den vollen Provisionssatz? Klaus John: Wir zahlen die volle

wmd: Suchen Sie mehr den Einzelkämpfer oder können dies auch bestehende Vertriebsunternehmen sein? Klaus John: Wir suchen die Geschäftspartner, die bei ZEUS eine berufliche Heimat suchen - die alleine zu uns kommen, aber dann natürlich im Team in der Niederlassung gemeinsam arbeiten und wachsen. Wir sind also mehr auf der Suche nach "Einzelkämpfern" als dass wir Absplitterungen von Vertrieben bei uns aufnehmen wollen. wmd: Wie viele Vertriebspartner suchen Sie? Klaus John: Das interne Ziel, dass wir ausgegeben haben, sind 350 bis Ende 2012. Ich sage aber auch ganz offen, wenn es dann 290 oder 300 sind - dafür aber

Wodurch unterscheidet sich ZEUS von anderen Vertriebsgesellschaften? Klaus John, Sprecher der Geschäftsführung der ZEUS Vermittlungsgesellschaft mbH und Sprecher des Vorstandes der ZEUS Service AG

wmd: Was hat es mit dem neuen Konzept des Unternehmerzuschusses auf sich? Klaus John: Unternehmerzuschuss wie der Name schon sagt - wir wollen unsere neuen Geschäftspartner zu Unternehmern entwickeln. Der große Unterschied zum Markt ist der, dass der Unternehmerzuschuss 38

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Vertrieb | WER PLANT WAS? 2012

die Richtigen - dann bleibt es auch dabei. Es müssen einfach die Richtigen sein, dafür auch das Invest. Wir würden gerne die 350 am Ende des Jahres erreichen. Da es aber sehr schwer geworden ist gute Geschäftspartner zu finden schauen wir mal. wmd: Wie unterstützen Sie die neuen Vertriebspartner? Klaus John: Die finanzielle Unterstützung ist ja eigentlich nur der kleinere Teil. Wichtig ist, dass sie in den Job geführt werden.

Dazu haben wir ein Einarbeitungssystem entwickelt. Das ist eine Mischung aus Training on the job und theoretischer Ausbildung. Wir haben im Norden und in der Mitte von Deutschland zwei Schulungszentren, in denen wir die neuen Geschäftspartner ausbilden. Wir führen sie innerhalb der ersten 12 Monate zur Ausbildung zum Versicherungsfachmann, damit entsprechend am Markt agiert werden kann. Wir übernehmen kostenfrei die komplette Ausbildung sowie die Einarbeitung, d.h. jeder neue Ge-

Interview mit Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender, Jung, DMS & Cie. AG wmd: In welchen Segmenten sehen Sie die größten Vertriebschancen? Dr. Sebastian Grabmaier: Wir sind sehr zuversichtlich was die Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 angeht – sowohl im Bereich Kapitalanlage als auch im Versicherungssegment. Denn der Aktienund Investmentfondsmarkt bietet derzeit gute Einstiegschancen und für das Versicherungsgeschäft erwarten wir einen Schlussverkauf vor der Einführung von UnisexTarifen. Und aufgrund der anhaltenden Verunsicherung an den Kapitalmärkten werden Anleger und Versicherungskunden noch stärker als bisher professionelle Beratung und unabhängige Emp-

fehlungen zu schätzen wissen. wmd:Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen in diesem Jahr sein? Dr. Sebastian Grabmaier: Im Versicherungsbereich dürfte das Jahr 2012 vom Stichwort Unisex-Tarife bestimmt sein. Besonders für männliche Kunden ist eine gute Beratung wichtig, da es für sie sehr vorteilhaft sein kann, noch dieses Jahr eine Renten- oder Krankenversicherung abzuschließen. Aber auch die Zielgruppe Frauen steht im Fokus, zum Beispiel bei Risikolebensversicherungen. Im Kapitalanlagebereich sehen wir insbesondere die Nach-

schäftspartner hat einen "Paten", der mit ihm die Woche über arbeitet und ihm zeigt, wie das Geschäft funktioniert. Zudem kann der Geschäftspartner die Räume in unseren 12 Niederlassungen inklusive der kompletten Infrastruktur kostenfrei nutzen.

frage nach vermögensverwaltenden Anlagekonzepten, die flexibel und schnell auf Chancen und Risiken an den Finanzmärkten reagieren und gleichzeitig auf die individuellen Anlageziele der Investoren eingehen. Das Geschäft wird hier insgesamt wieder zulegen können. wmd: Auf welche Produkte setzt Jung, DMS & Cie. in diesem Jahr? Dr. Sebastian Grabmaier: Als Vollsortimenter unter den Maklerpools haben die uns angeschlossenen Berater die Auswahl aus 12.000 Produkten von mehr als 500 Gesellschaften aus den Bereichen Investmentfonds, Versicherungen, Beteiligungen und Finanzierungen. Genau das ist die Unabhängigkeit, die unsere Kunden zu schätzen wissen und zu Recht von uns erwarten dürfen. Aber natürlich sehen wir auch Schwerpunkte. Im Fondsbereich dürften das vor allem Investments in Dividendenwerte und weiterhin vermögensverwaltende Fonds sein. Generell raten wir unseren Kunden, die Aktienquote wieder 39


WER PLANT WAS? 2012 | Finanzierung

zu erhöhen. Im Versicherungsbereich erwarten wir unter anderem bei den Themen Biometrie und Pflegeversicherung stark zunehmendes Interesse. wmd: Was können wir von Jung, DMS & Cie. in diesem Jahr erwarten? Dr. Sebastian Grabmaier: Die zahlreichen Gesetze und Richtlinien, die 2011 verabschiedet wurden und ab diesem Jahr in Kraft treten, sind eine Herausforderung für jeden freien Berater. Denken Sie nur an das Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagengesetz (Stichwort

„§34f“), das für den Vertrieb einen zusätzlichen administrativen und damit finanziellen Aufwand bedeutet. Umso wichtiger ist es, einen Partnerpool zu haben, der persönlich und technisch in der Lage ist, diese neuen Anforderungen umzusetzen. Wir haben daher eine Service-Offensive für die uns angeschlossenen Berater gestartet. Bereits jetzt ist Jung, DMS & Cie. in Sachen Regionalbetreuung seiner mehr als 14.500 freien Finanzdienstleister in Deutschland führend. Mit dem Umbau der Vertriebsleiterstruktur und Ausbau des bewährten Bereiches SalesConsulting haben vertriebsstarke Poolpartner von

Jung, DMS & Cie. künftig noch mehr organisatorische, administrative und technische Unterstützung. Damit halten wir unseren Partnern den Rücken frei, damit sie ihren Kunden eine optimale Beratung in allen finanziellen Angelegenheiten anbieten können. Überdies startet Jung, DMS & Cie. ab Februar 2012 eine bundesweite Konditionen-Offensive für Vermittler, die noch nicht mit Jung, DMS & Cie. zusammenarbeiten. Dabei haben Berater unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich spartenbezogen, für 3 Monate garantiert, Ihre Wunsch- bzw. Höchstkonditionen zu sichern.

Baugeldzinsen 2012:

Europa bleibt das bestimmende Thema Interhyp-Zinskommentar von Robert Haselsteiner Euro-Krise wird auch das Jahr 2012 bestimmen

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m abgelaufenen Jahr 2011 haben Baugeldkunden in Deutschland massiv von der Schuldenkrise in Euroland profitiert und Vorteile aus der Tatsache ziehen können, dass deutsche Bundesanleihen von internationalen Investoren als letzter Hort der Sicherheit innerhalb des Euroraumes gesehen werden. Nicht nur die Flucht aus den Staatsanleihen der bekannten Krisenländer Griechenland, Portugal und Spanien, sondern auch Verkäufe von italienischen und französischen Staatstiteln haben die Zinsen in diesen Ländern auf Niveaus steigen lassen, die wir seit 1994 nicht mehr gesehen hatten. Also zu einer Zeit, als 40

die einzelnen Länder in Europa noch eigene Währungen hatten und die Währungsunion nur eine Absichtserklärung war. Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands und die vermeintliche Haushaltsdisziplin lassen daher deutsche Bundesanleihen als letztes gutes Risiko erscheinen und die hohe Nachfrage hat die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen unter 2% und die Verzinsung von einjährigen Staatstiteln auf nahe 0% fallen lassen. Bei einer gleichzeitig vorherrschenden Inflationsrate von rund 2,5% wird jedoch klar, dass diese Zinsniveaus derzeit weniger von rationalen Überlegungen der Investoren als vielmehr von Angst und Panik über die Zukunft des Euroraumes getrieben werden. Die Investoren akzeptieren bewusst eine deut-

lich negative Realverzinsung, um eventuelle Kapitalverluste aus Engagements in schwächeren Ländern zu vermeiden. Diese Verluste können bei Euroländern, die in Insolvenzgefahr geraten und deren Zinsen nach oben explodieren, plötzlich 75% des Einsatzes ausmachen, wie das Beispiel Griechenland zeigt. Dazu kommen noch die Befürchtungen, dass bei einem Auseinanderbrechen der Währungsunion die dann entstehenden neuen Währungen der Krisenländer signifikant an Wert verlieren würden. So lange die Marktteilnehmer daher die Lösungsversuche der europäischen Politiker als unzureichend bewerten, bleibt es bei einer Zinslandschaft, die den eigentlichen ökonomischen


Finanzierung | WER PLANT WAS? 2012

Fundamentaldaten in den Mitgliedsländern überhaupt nicht entspricht, ja sogar diametral entgegensteht. Das derzeit konjunkturell starke Deutschland hat viel zu tiefe Kapitalmarktzinsen und die mit Rezession kämpfenden Südländer und Frankreich sehen sich aus ihrer Sicht viel zu hohen Kapitalmarktzinsen gegenüber, die Investitionen und die Finanzierung bestehender Schulden praktisch unmöglich machen. Damit wird auch schnell verständlich, dass es der Politik in 2012 dringend gelingen muss, den Glauben an die Fähigkeit aller Mitgliedsländer wiederherzustellen, dass diese ihre Schulden bedienen können. Je länger die Zweifel darüber bestehen bleiben, desto länger wird diese Zinsdivergenz bestehen bleiben und es ist völlig ausgeschlossen, dass unter diesen Umständen die Krisenländer in der Lage sein werden, den Spagat zwischen Budgetkonsolidierung und Wirtschaftswachstum zu schaffen. Ein Land nach dem anderen wird dann zum Transferempfänger und zum unwiderruflichen Sanierungsfall. Und es ist auch klar, dass sich Deutschland vielleicht ein Griechenland, aber nicht fünf davon leisten kann.

Baugeldkonditionen könnten steigen

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a die Politik Zeit braucht, um die schwierigen Anpassungen in den europäischen Verträgen hin zu einer integrierten Wirtschafts- und Finanzpolitik zu schaffen, kommt in 2012 der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Schlüsselrolle zu. Die Notenbank muss das System am Laufen halten, um den Kollaps zu vermeiden. Die ihr zur Verfügung stehenden Mittel sind Geld zu drucken und die Zwischenfinanzierung der Staaten sicherzustellen. Dazu wird sie die Leitzinsen tief halten und mehr und mehr Staatsanleihen schwacher Länder aufkaufen. Wir gehen also davon aus, dass die EZB die Schleusen öffnen wird. Dann sollte es zu fallenden Zinsen in den Krisenländern führen, während die Zinsen für längere Bundesanleihen vorerst deutlich steigen könnten, da viele Investoren ihre spekulativen Positionen „Short Krisenländer – long Bundesanleihen“ schließen und die Belastungen für Deutschland über Transferleistungen in den folgenden Jahren drastisch zunehmen würden. Das könnte auch zu einem deutlichen Anstieg der Baugeldkonditionen in Deutschland im Laufe des ersten Halbjahres 2012 führen.

Langfristige Zinssicherheit ist oberstes Gebot

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m späteren Jahresverlauf gehen wir aber davon aus, dass die EZB alles daran setzen wird, die langfristigen Kapitalmarktzinsen in Euroland grundsätzlich sehr tief zu halten, um einen Effekt der kontrollierten Inflationierung zu erreichen. Eine Vorgehensweise, wie sie auch schon von der amerikanischen und britischen Zentralbank praktiziert wird. Das sollte im Verlauf von 2012 auch deutschen Hypothekenkunden wieder zu Gute kommen. Das Gebot der Stunde heißt aber: die aktuellen historisch tiefen Zinsen sichern und möglichst langfristig festschreiben. Damit wird die Immobilieninvestition mit Kalkulationssicherheit versehen und zukünftige Verwerfungen an den Kapitalmärkten können ohne Stress für die Finanzierung des eigenen Heimes beobachtet werden. Tendenz Kurzfristig: aufwärts Mittelfristig: seitwärts Autor: Interhyp AG, Immobilienfinanzierer

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WER PLANT WAS? 2012 | Immobilien

Das Immobilienjahr 2012: Änderungen bei KfW, Grunderwerbsteuer und Vermietung an Angehörige Baugeldvermittler Enderlein erwartet weiterhin günstige Zinsen und hohe Nachfrage nach Objekten

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as Jahr 2012 bringt für heutige und künftige Immobilieneigentümer einige Veränderungen. Der Baugeldvermittler Enderlein aus Bielefeld hat die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst.

zer daher de facto mehr Geld", rechnet Manfred Hölscher vor. Ab einem Kaufpreis von 170.000 Euro steht der Käufer hingegen künftig etwas schlechter da als bei der noch bis zur Jahresende gültigen Förderung.

Steuer: Vermietungen an Angehörige einfacher

Grunderwerbsteuer: Mehrausgaben beim Immobilienkauf in 2 Bundesländern

Wer eine Immobilie besitzt und im Objekt Wohnungen an Familienangehörige vermietet, kann sich ab 2012 laut Enderlein über Vereinfachungen freuen. Hintergrund ist das Steuervereinfachungsgesetz. Wenn eine Immobilie an nahe Verwandte vermietet wird, entfallen ab Januar die Prognoserechnungen über die Gewinnerzielungsabsicht für die kommenden 30 Jahre. Voraussetzung: Es muss ein üblicher Mietvertrag geschlossen werden und die Miete muss mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete ausmachen. Wohneigentumsprogramm bei preiswerten Immobilien besser Beim Wohneigentumsprogramm (124/134) der KfW wird der maximale Finanzierungsanteil der Gesamtkosten ab 2012 von 30 Prozent auf 100 Prozent erhöht, der Förderhöchstbetrag wird dagegen von 75.000 Euro auf 50.000 Euro verändert. "Für alle Immobilien bis zu 166.000 Euro Kaufpreis bringt dies dem Eigennut42

Ab 1. Januar und 1. März 2012 schrauben auch Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent. "Besonders Kapitalanleger, die in größere Objekte investieren, werden die Steuererhöhung zu spüren bekommen", sagt Manfred Hölscher. Die höheren Kaufnebenkosten haben insgesamt jedoch keinen übermäßigen Einfluss auf die Rendite. Wichtiger sei der Objektzustand und die künftige Vermietbarkeit. Für Eigennutzer, die eine Immobilie kaufen, hält sich die Teuerung in Grenzen. Bei einem Appartement für 100.000 Euro müssen ab Januar 1.500 Euro einmalig mehr berappt werden. KfW: Förderung nur noch bei Energieeffizienz Ab Januar 2012 ist es nicht mehr möglich, allgemeine Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen über das KfWWohnraum Modernisieren (Nr. 141) zu finanzieren. "Lediglich wenn es sich um energieverbes-

sernde Maßnahmen handelt, können zinsgünstige Kredite beantragt werden", sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Nach seinen Worten können Immobilienbesitzer durch das Zinstief allerdings auch normale Modernisierungskredite vergleichsweise zinsgünstig abrufen. Für Kreditsummen zwischen 5.000 und 60.000 Euro seien beispielsweise spezielle Modernisierungs- und Energiedarlehen mögliche Alternativen. Die Zinsen liegen derzeit bei etwa 5 Prozent. Baugeldvermittler helfen Kreditnehmern durch den Angebotsdschungel. Altersgerechter Umbau weiterhin mit Förderung Anders als vorgesehen, führt die KfW Bankengruppe die Förderung von altersgerechtem Umbau 2012 fort. In 2011 können Eigentümer, Mieter oder Wohnungsunternehmen Förderkredite noch zu besonders günstigen Zinssätzen über die Hausbanken (besser die Finanzierungsinstitute) beantragen. Die Hausbanken (siehe wie vor) können die Anträge zu den aus Mitteln des Bauministeriums verbilligten Zinssätzen zwischen 1,00 und 1,56 Prozent noch bis 16. Dezember 2011 bei der KfW einreichen. Der maximale Kreditbetrag beträgt 50.000 Euro pro abgeschlossener Wohneinheit. Wie hoch die Zinsen ins 2012 sein werden, steht noch nicht fest.


Immobilien | WER PLANT WAS? 2012

Zinsenentwicklung: Anhaltend gute Aussichten für Kreditnehmer Nachdem die Zinsen für Immobilienkredite 2011 ein neues Allzeittief erreicht haben, können Immobilienkäufer 2012 grundsätzlich ebenfalls mit niedrigen Zinsen für Darlehen rechnen. "Durch die enormen Unsicherheiten auf den Märkten ist eine Vorhersage der Konditionen kaum möglich. Es allerdings davon auszugehen, dass

die Zinsen für Darlehen zwischen 3 und 4 Prozent zu haben sind. Junge Kreditnehmer mit hohem Finanzierungsbedarf sollten zu Krediten mit Zinsbindungen von mindestens 10 Jahren greifen, besser sind jedoch 15 oder 20 Jahre. Zudem sind Anfangstilgungen von mindestens 2 Prozent empfehlenswert.

ner anhaltend starken Nachfrage nach Immobilien zu rechnen. "Die Unsicherheit an den Märkten wird dafür sorgen, dass Privatpersonen und Investoren gleichermaßen in Sachwerte investieren", sagt Manfred Hölscher vom Baugeldvermittler Enderlein. Die Preise für Immobilien dürften weiter leicht anziehen.

Preisentwicklung Immobilien

Autor: Enderlein & Co. GmbH

2012 ist laut Enderlein mit ei-

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WER PLANT WAS? 2012 | Immobilien

Deutsche Städte weiterhin attraktiv- Investoren suchen jedoch Alternativen zu Top-Immobilien PwC/ULI-Studie: Euro-Immobilienmarkt stagniert

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ie Top-Immobilienlagen sind mittlerweile so überteuert, dass Investoren nach Alternativen suchen. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der Studie "Emerging Trends in Real Estate Europe 2012" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit dem Urban Land Institute (ULI). "Investoren wenden sich zunehmend von Top-Immobilien ab und einem breiten Portfolio von Alternativen zu: In den Blickpunkt geraten nun verstärkt Immobilien in den Emerging Markets, unter anderem in der Türkei. Auf dem nationalen Markt werden Immobilien in B-Lagen sowie Spezialimmobilien - wie beispielsweise im Gesundheitssektor oder Seniorenimmobilien - stärker bevorzugt. Aber auch immobiliennahe Nutzungsarten wie Solar-Parks oder Rohstofflager rücken stärker in den Blick. Damit reagieren die Investoren auf die Preisentwicklungen für Premiumimmobilien in den letzten Jahren", kommentiert Jochen Brücken, verantwortlicher Partner für den Bereich Real Estate bei PwC Deutschland. Darüber hinaus hält die Euro-Schuldenkrise den europäischen Immobilienmarkt weiterhin fest im Griff. Die befragten Investoren rechnen insbesondere in den südeuropäischen Metropolen mit sinkenden Mieterlösen und Immobilienpreisen. Wertzuwächse erwarten die Experten lediglich für zwei der europaweit 27 analysierten Immobilienmärkte - Istanbul und München. "Die Verunsicherung über die weitere Entwicklung der 44

Schuldenkrise hat gravierende Folgen für den Immobilienmarkt. Banken vergeben an Immobilieninvestoren kaum noch Kredite, während die Investoren in erster Linie 'sichere Häfen' in Nordund Westeuropa ansteuern. Das Resultat ist eine anhaltende Stagnation", so Claudia Gotz, Geschäftsführerin ULI Germany. "Die Verringerung des Finanzierungsvolumens aus dem Bankensektor wird zur Folge haben, dass der Markt Alternativen zur klassischen Immobilienfinanzierung entwickeln wird. Zum einen werden Versicherungen in den Immobilienfinanzierungs-markt eintreten, zum anderen werden alternative Finanzierungsinstrumente - z.B. Mezzanine-Finanzierungen- eine wichtigere Rolle spielen", sagt Brücken. So glauben rund 42 Prozent der Befragten, dass sich Fonds und andere institutionelle Investoren stärker engagieren werden als 2011, während nur 32 Prozent mit einem Rückgang rechnen. Fremdkapital steht hingegen nur stark eingeschränkt zur Verfügung: Gut drei Viertel der Experten rechnen mit einer mäßigen oder sogar erheblichen Kreditverknappung, von den befragten Immobilienbankern sagen dies sogar 94 Prozent. Istanbul bleibt Top-Adresse Mit steigenden Investitionen rechnen die 600 befragten Immobilienexperten neben Istanbul und München nur für Hamburg, Berlin, Moskau, Stockholm und London, während insbesondere

Lissabon und Athen mit Kapitalabflüssen rechnen müssen. Die europaweit besten Ertragsperspektiven sprechen die Immobilienexperten wie bereits 2011 der türkischen Metropole Istanbul zu (vgl. Tabelle). Zur Begründung verweisen sie auf das anhaltend hohe Wirtschaftswachstum in der Türkei, das die Konsumentenausgaben steigen lasse und Investitionen in Einzelhandelsimmobilien attraktiv mache. Zudem profitiere der Hotelsektor von der weiter zunehmenden Zahl ausländischer Touristen. Deutsche Städte sind im Ranking ebenso wie in den Vorjahren stark vertreten. München liegt hinter Istanbul gegenüber 2011 unverändert auf dem zweiten Rang, Berlin und Hamburg folgen auf den Plätzen vier und sieben. Weniger gut als 2011 fällt die Bewertung für Frankfurt am Main aus. Die Bankenmetropole verschlechterte sich im Immobilienranking vom neunten auf den dreizehnten Platz. "Während München und Hamburg seit Jahren vor allem wegen ihrer stabilen Immobilienpreise von Investoren geschätzt werden, liegt der Fokus in Berlin auf dem boomenden Markt für Wohnimmobilien in den zentrumsnahen Bezirken. Demgegenüber leidet der Standort Frankfurt nach Ansicht der Immobilienexperten unter der starken Abhängigkeit von der Finanzbranche und dem nach wie vor hohen Leerstand bei Büroflächen", so Brücken. Am unteren Ende der Rangliste finden sich die Metropolen der Euro-Krisen-


Immobilien | WER PLANT WAS? 2012

staaten. Schlusslicht ist wie schon 2011 Athen (Platz 27). Noch pessimistischer als im Vorjahr fällt die Bewertung der italienischen Städte im Ranking aus. Obwohl die Regierung Monti zum Zeitpunkt der Befragung ihr Reformprogramm bereits vorgestellt hatte, verschlechterten sich sowohl Mailand (vom 16. auf den 18. Rang) als auch Rom (vom 20. auf den 22. Rang) deutlich. Autor: PwC Pricewaterhouse Coopers GmbH

Europas Top-10 Märkte Rang 2012

Rang 2011

Stadt

1

1

Istanbul

2

2

München

3

8

Warschau

4

7

Berlin

5

4

Stockholm

6

5

Paris

7

6

Hamburg

8

10

Zürich

9

12

Moskau

10

3

London

Immobilienstandort Deutschland: noch attraktiver als vor der Euro-Krise

6. Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt Deutschland 2012

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ie Staatsschuldenkrise tangiert den deutschen Immobilien-Investmentmarkt kaum: Gegenwärtig sind deutsche Immobilien sogar noch attraktiver als vor der Euro-Krise. Dies ist ein Ergebnis des Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2012 der Ernst & Young Real Estate GmbH. Rund 80 Unternehmen und Investoren in Deutschland haben an einer Befragung teilgenommen, um den Standort zu beurteilen. Befragt wurden unter anderem Banken, geschlossene Immobilienfonds, Immobilien-AGs/REITs, institutionelle Investoren, Kapitalanlagegesellschaften, Opportunity-/ Private-Equity-Fonds, Versicherungen und Wohnungsgesell-

schaften. Sowohl absolut als auch im europäischen Vergleich schätzen bemerkenswerte 99 Prozent der befragten Akteure den deutschen Markt als attraktiv ein. Besonders deutsche Wohn- und Einzelhandelsimmobilien erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit bei allen befragten Investoren. Erstmals wurden die Fragen auch Unternehmen und Investoren in weiteren elf europäischen Ländern für ihren jeweiligen Standort gestellt. Insgesamt nahmen rund 540 Unternehmen und Investoren an der Befragung teil. Optimismus statt Krise „Der Optimismus für Deutschland und den deutschen Immo-

bilienmarkt ist bei fast allen Befragten deutlicher ausgeprägt als für das übrige Europa“, fasst Hartmut Fründ, Managing Partner bei Ernst & Young Real Es45


WER PLANT WAS? 2012 | Immobilien

tate und Mitverfasser der Studie, zusammen. Die gute Stimmung zeige sich unter anderem bei der Preisentwicklung der favorisierten Segmente; dies sind Einzelhandels- und Wohnimmobilien in guten Lagen. Die Befragten erwarten hier steigende Preise: Bei Einzelhandelsimmobilien in 1a-Lagen rechnet jeder Zweite mit Preissteigerungen. Bei Wohnimmobilien an Top-Standorten sind es sogar drei Viertel der Befragten. „In keinem anderen untersuchten Land werden diese Werte übertroffen“, so Fründ. Ein anderes Bild zeigt sich allerdings im Bürosegment. Lediglich ein Viertel der Befragten erwartet hier steigende Preise in deutschen 1a-Lagen; insgesamt erwarten die Befragten eine eher stabile Preisentwicklung. Transaktionsvolumen 2012 in Deutschland auf Vorjahresniveau erwartet Ebenfalls positiv sind die Aussichten für An- und Verkaufsaktivitäten im Jahr 2012. „Das Transaktionsvolumen für Gewerbe- und Wohninvestments wird hierzulande etwa dem Vorjahresniveau entsprechen, das wären rund 28 Milliarden Euro“, sagt Christian Schulz-Wulkow, Partner bei Ernst & Young Real Estate und ebenfalls Verfasser der Studie. Eine knappe Mehrheit von 56 Prozent der Befragten erwarte hierzulande sogar ein steigendes Transaktionsvolumen. Kein anderes Land habe ähnlich gut abgeschnitten. „Offensichtlich werden die vergleichsweise guten Immobilienerfahrungen aus dem Krisenjahr 2009 zumindest teilweise auf die jetzige Situation projiziert“, interpretiert Schulz-Wulkow das Ergebnis. Hinzu komme, dass Deutschland nach wie vor aufgrund der wirtschaftlichen Stabilität als Immobilien-Investmentstandort geschätzt wird. 46

Weitere Ergebnisse: polyzentrale Struktur als Plus Wie die Studie zeigt, ist der Investmentfokus in Deutschland klar umrissen: Während Büroimmobilien nur für 14 Prozent der Befragten interessant sind, legen rund 51 Prozent einen starken Fokus auf Einzelhandelsimmobilien. Bei Wohnimmobilien sind es sogar 69 Prozent der Befragten. „Allerdings sind nicht alle Standorte gleichermaßen als Ziel von Wohn- oder Einzelhandelsimmobilien beliebt“, differenziert Fründ. Der Standort Berlin erhält der Studie zufolge für Wohninvestments 2012 die höchste Zustimmung. Bei Einzelhandelsinvestments favorisieren die Befragten Düsseldorf und Köln. Frankfurt und München liegen bei Büroinvestoren vorne. „Beide Städte sind traditionelle Bürostandorte und können sich der insgesamt gedämpften Stimmung auf den Büromärkten offensichtlich etwas entziehen“, meint Fründ. Sein Fazit: „In der polyzentralen Struktur Deutschlands liegt neben der wirtschaftlichen Stabilität eine der weiteren Stärken aus Sicht von Immobi-

lieninvestoren.“ Denn die Tatsache, dass es unterschiedliche Top-Standorte je Segment gebe, erlaube eine Risikodiversifizierung, die in vielen anderen Ländern nicht möglich sei. Offene Fonds, Banken und Opportunity-Fonds als Verkäufer Immobilienverkäufer in Deutschland dürften in diesem Jahr vor allem offene Fonds, Banken und Opportunity- beziehungsweise Private-Equity-Fonds sein. Jeweils rund neun von zehn Befragten schätzen, dass diese Gruppen auf der Verkaufsseite mindestens moderat aktiv sein werden. Banken zählen unter anderem deshalb zu den voraussichtlich wichtigsten Verkäufergruppen, weil sie aufgrund der zunehmenden Regulierungsvorgaben unter Druck stehen. So sehe beispielsweise die BaselIII-Regelung unter anderem eine deutlich höhere harte Kernkapitalquote der Banken vor. „Das Thema Kreditverkäufe wird wieder an Bedeutung gewinnen, und darunter werden sich auch viele


Immobilien | WER PLANT WAS? 2012

Immobilienkredite befinden“, ist sich Fründ sicher. „Insgesamt dürfte das Immobilienangebot auch durch Restrukturierungsmaßnahmen steigen.“ Das bedeute aber nicht, dass es in großem Umfang zu Notverkäufen von Immobilien der Immobilienkredite komme: „Die wahrscheinlichsten Maßnahmen der Banken im Umgang mit problembehafteten Krediten sind einvernehmliche Restrukturierungen sowie Verlängerungen des Rückzahlungszeitraums“, kommentiert Fründ die Befragungsergebnisse. Auf der Käuferseite werden private und institutionelle Anleger dominieren – Versicherungen werden Fremdkapitalgeber Wenig überraschend: Vor allem die eigenkapitalstarken Anleger werden die Käuferseite dominieren. „Neben institutionellen Anlegern zählen Family Offices und vermögende Privatinvestoren zu den voraussichtlich aktivsten Käufergruppen“, so Schulz-Wulkow. „Hier setzt sich insgesamt der Trend der jüngeren Vergangenheit fort.“ Zudem werde damit gerechnet, dass internationale Fonds eine wichtige Rolle auf

der Käuferseite spielen werden. Treibende Faktoren für den Kauf seien vor allem Inflationssorgen. Fast neun von zehn Befragten bestätigten dies. „Auch hier setzt sich ein Trend fort, der bereits seit Längerem zu beobachten ist“, sagt Schulz-Wulkow. Neu hingegen ist, dass Versicherungen künftig häufiger als Fremdkapitalgeber für Immobilieninvestments Dritter auftreten könnten. Rund 85 Prozent der Befragten rechnen in Deutschland damit. Dies sei eine mögliche Folge des Versicherungsaufsichtsrechts, das gegenwärtig reformiert werde – bekannt unter dem Stichwort Solvency II. „Versicherungen müssen Immobilieninvestments künftig mit zusätzlichem Eigenkapital hinterlegen. Je nach Konstellation können sie den Eigenkapitalaufwand erheblich reduzieren, wenn sie den Umweg als Immobilienfinanzierer wählen, statt den Käuferweg zu beschreiten“, kommentiert Schulz-Wulkow.

onsmöglichkeiten zu attraktiven Preisen führten dazu, dass die Befragten in den anderen untersuchten europäischen Ländern ihre Standorte als weniger attraktiv eingeschätzt haben. Zwar geht man eigentlich wegen wachsender Inflationssorgen von einem erhöhten Interesse an Immobilien aus, die Mehrheit der Befragten erwartet aber trotzdem einen Rückgang der Transaktionen aufgrund der Euro-Krise. Nur in Frankreich erwarten mehr als die Hälfte der Befragten 2012 einen Anstieg des Transaktionsvolumens. Die Preise von Büro- und Einzelhandelsimmobilien in 1aLagen werden für alle Standorte als stabil oder sogar steigend prognostiziert. Wohnimmobilien stehen, neben Einzelhandelsimmobilien, 2012 auch europaweit im Fokus der Investoren. Zur Studie Das Trendbarometer ImmobilienInvestmentmarkt erscheint jährlich seit 2006. Erstmals wurden mit der aktuellen Untersuchung nicht nur der deutsche, sondern zwölf europäische Immobilienmärkte inklusive Deutschland untersucht. Geantwortet haben insgesamt rund 540 europäische Unternehmen und Investoren, die in den vergangenen Jahren auf dem Immobilienmarkt aktiv waren. Die Studie ist kostenlos erhältlich unter: www.de.ey.com/ realestate. Autor: Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Europa zeigt sich verhalten Unsicherheit über wirtschaftliche Stabilität und fehlende Transakti47


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Internationale Sparstudie 2012 in 19 Ländern:

Deutsche sind auch in der Krise Weltmeister im Geldhorten

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ie Finanzkrise hat für 54 Prozent der Deutschen keine finanziellen Auswirkungen, dennoch bleibt das Sparen für Notzeiten Sparziel Nummer eins der Deutschen. Die Sparer in Italien, Spanien und Rumänien trifft die Finanzkrise in Europa am härtesten, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS von über 18.000 Menschen in 19 Ländern zeigt. "In der Tradition des Sparschweins, des Sparstrumpfs und des Geldes unter der Matratze sind die Deutschen Weltmeister im Geldhorten", kommentiert Roland Boekhout, Vorstandsvorsitzender der INGDiBa zusammenfassend die Ergebnisse der Sparstudie. Deutsche im europäischen Vergleich Krisengewinner Von den 1.000 befragten Deutschen gaben lediglich 9 Prozent an, direkt oder indirekt von Arbeitslosigkeit oder Gehaltskürzungen betroffen zu sein. In keinem anderen Land war der Wert so niedrig. 32 Prozent der Bundesbürger machen schneller als das Einkommen steigende Preise dafür verantwortlich, dass sich ihre finanzielle Situation zuletzt verschlechtert hat. In Frankreich (56 Prozent), Italien (55 Prozent) und der Slowakei (51 Prozent) fühlen sich sogar mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Inflation betroffen. Arbeitslosigkeit trifft nach eigener Aussage insbesondere Spanier und Rumänen. In China und Indien profitieren hingegen 48

viele Menschen vom asiatischen Aufschwung. Die finanzielle Situation hat sich dort für 25 bzw. 27 Prozent der Befragten verbessert. Finanzkrise wirkt sich in vielen Ländern auf Sparverhalten aus Die Auswirkungen der Finanzkrise haben auch Einfluss auf das Sparverhalten. In den meisten Ländern können Großteile der Bevölkerung krisenbedingt weniger Geld zur Seite legen. 64 Prozent der Italiener und Spanier sparen weniger als noch zu Beginn der Finanzkrise. In Deutschland sind es lediglich 34 Prozent der Befragten. Dagegen hat sich das Sparverhalten bei 51 Prozent nicht verändert und 15 Prozent der Deutschen sparen sogar mehr. "Angstsparen" spielt bei Deutschen noch immer eine Rolle Für 62 Prozent der Deutschen dient Sparen dem Ziel, Notreserven für unerwartete Ausgaben zu bilden. Lediglich die Hälfte der Bevölkerung spart für größere Anschaffungen an und 42 Prozent haben den nächsten Urlaub im Blick. "Das sogenannte Angstsparen spielt noch immer eine große Rolle, die Deutschen hüten ihre Ersparnisse wie einen Augapfel. Ersparnisse werden nicht schnell verprasst, sondern liegen auf der hohen Kante für schlechte Zeiten", sagt Carsten Brzeski, Senior Economist der ING-DiBa. Spitzenreiter sind bei diesem Ziel jedoch die Luxem-

burger mit 78 Prozent, genauso wie beim Sparen auf den nächsten Urlaub, das 49 Prozent der Luxemburger als Ziel erklären. Für große Anschaffungen sparen am häufigsten die Holländer (54 Prozent). Es gibt in allen Nationen aber auch Menschen, denen am Monatsende nicht genügend Geld zum Sparen bleibt. In Deutschland gaben 14 Prozent der Befragten an, nicht sparen zu können. 32 Prozent der Deutschen und US-Amerikaner "hocken" auf ihrem Ersparten 32 Prozent der befragten Deutschen gaben an, ihr Erspartes in den kommenden 12 Monaten nicht anrühren zu wollen. International der Spitzenwert, der auch in den USA erreicht wurde. Dort gaben zudem 29 Prozent an, Ersparnisse zum Schuldenabbau nutzen zu wollen. Für Konsumausgaben planen 23 Prozent der Deutschen auf ihr Erspartes zurückgreifen, bei Urlaubsausgaben sogar 39 Prozent der Bevölkerung. "Man gönnt sich wieder was", sagt Carsten Brzeski. "Wenn es doch mal an das Ersparte gehen soll, dann nur für die Ferien oder teure Produkte wie Autos. Es bleibt dabei: Die deutsche Liebe für Autos kennt (fast) keine Grenzen. Nicht mal finanzielle." Autor: ING-DiBa AG,


Investment | WER PLANT WAS? 2012

Pioneer Investments: Deutscher Aktienmarkt trotz wirtschaftlicher Abkühlung attraktiv

Nebenwerte bieten gute Anlagemöglichkeiten

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ie Aussichten für den deutschen Aktienmarkt sind trotz Konjunkturabschwächung weiterhin positiv; davon dürften neben deutschen Standardwerten vor allem auch Nebenwerte profitieren. Zu dieser Einschätzung kommt Karl Huber, Manager des Fonds Pioneer Investments German Equity (DE0009752303). „Trotz Konjunkturabschwächung halten wir beim DAX die Marke von 6.800 Punkten im Jahresverlauf für durchaus realistisch“, erläutert Huber. Allerdings werde der Marktverlauf auch 2012 sehr volatil bleiben. Denn die Entwicklung hänge stark davon ab, ob die Maßnahmen zur Lösung der Schuldenkrise tragfähig sind, und ob die Investoren wieder Vertrauen in die Euro-Zone fassen. Neben den Standardwerten sind für den Fondsmanager auch in diesem Jahr deutsche Nebenwerte ein wichtiger Performancetreiber. „Die deutschen Nebenwerte bieten Stockpickern gute und kursstarke Anlagemöglichkeiten“, sagt Huber. Dabei betont der Experte, dass er in diesem Segment keine Brancheninvestments vornimmt: „Bei den Small- und Mid-Caps muss jedes Unternehmen mit seinem individuellen Geschäftsmodell und entsprechenden Kennziffern überzeugen“. Auch wenn sich die Konjunktur zuletzt eingetrübt habe, blieben die Grundbedingungen für hiesige Unternehmen gut: „Für die Firmen bleiben die Finanzierungskosten niedrig,

viele Nebenwerte sind Marktführer in ihren Nischen und verfügen über eine intakte Nachfrage. Zudem sind sie gut in den stark wachsenden Schwellenländern aufgestellt“, betont Huber. Damit seien deutsche Unternehmen überdurchschnittlich wettbewerbsfähig. „Viele Nebenwerte sind erfolgreich in das neue Jahr gestartet“, betont der Fondsmanager.

Vor allem „Zykliker“ aus dem Automobilbereich und dem Maschinenbau legten einen guten Jahresauftakt hin und hätten weiterhin gute Aussichten. So profitiere beispielsweise Dürr, Anbieter von Lackiertechnik, vom Bau neuer Automobilfabriken in China und verfüge über volle Auftragsbücher. Maschinenbauer GEA komme die hohe Nachfrage nach Maschinen für die Nahrungsmittelherstellung zu Gute. Aber auch Technologieanbieter wie Dialog Semiconductor, der Komponenten für Smartphones von Apple und Samsung liefert, oder Fraport, der einzige europäische Flughafen, der eine große Kapazitätsausweitung vorweisen kann, können von der weiterhin intakten Weltkonjunktur

profitieren. So sind diese Titel auch aktuell in Hubers Portfolio enthalten. Der von Karl Huber verwaltete Pioneer Investments German Equity zählt zu den besten Fonds seiner Anlageklasse: So wurde der Fonds zuletzt bei den Feri EuroRating Awards 2012 in der Kategorie Aktien Deutschland mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Feri bewertet dabei die Fonds nicht nur anhand einer quantitativen Analyse, sondern lässt auch qualitative Kriterien wie beispielsweise Erfahrung und Ausbildung der Fondsmanager sowie die Portfolio-Konstruktion in die Bewertung mit einfließen. In den vergangenen drei Jahren konnte Karl Huber mit seinem Fonds Pioneer Investments German Equity ein Plus von 35,4 Prozent verbuchen und damit seine Benchmark, den CDAX, der im gleichen Zeitraum um 26,3 Prozent zulegte, deutlich hinter sich lassen (Stand: 30.12.2011). Autor: Pioneer Investments Kapitalanlage-Gesellschaft mbH

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Dexia Asset Management:

Rentenmarktausblick 2012 Staatsanleihen 2012: Jahr der Entscheidung

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ach einem Jahr politischer Unentschlossenheit in Europa und den USA dürften 2012 wichtige Entscheidungen getroffen werden. Alles begann 2010, als ein Land mit einem Anteil von weniger als 3 Prozent am europäischen Bruttoinlandsprodukt eine systemische Staatsanleihenkrise auslöste – eine Krise, die sogar an der Zukunft des europäischen Projekts zweifeln ließ. 2010 jagte eine Krise die andere – auf Griechenland folgte Irland, auf Irland folgte Portugal. 2011 wackelten dann zwei große Dominosteine, Italien und Spanien. Auf mehreren europäischen Gipfeltreffen versuchte man, MarktSpekulationen einzudämmen, einerseits durch eine Reduzierung der Haushaltsdefizite, andererseits durch einen gewissen Grad an finanzieller Solidarität. In letzter Sekunde gelang es zwar, die völlige Zahlungsunfähigkeit europäischer Länder zu vermeiden, aber die Zuckerbrot-und Peitsche-Strategie brachte eine Reihe unklarer und gefährlicher Konzepte hervor, beispielsweise die freiwillige Beteiligung privater Gläubiger. Zur Stabilisierung der griechischen Finanzlage und als Strafe für private Spekulationen sollten diese auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Danach sollte das Konzept auf alle Länder ausgedehnt werden, die internationale Hilfen bekommen. Am Ende wanderte der Vorschlag einer Ausdehnung auf andere Länder wegen kaum beherrschbarer rechtlicher Probleme in den Papierkorb. Ein anderes Beispiel für 50

europäische Fehlentscheidungen ist der Vorrang des ESM vor privaten Gläubigern im Rahmen des Rettungsplanes durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus im Falle einer Pleite der Schuldner. Im März 2011 erfreute sich dieses Konzept einiger Beliebtheit, um „brave“ Länder zu schützen. Aber dann führte es nur zu einer weiteren Ausbreitung der Krise, weil es die Kreditqualität von Ländern weiter schwächte, die nur in kleinen Raten Hilfen bekommen. Letzten Endes wurde das Konzept wieder verworfen. Welche Gründe gibt es also, auf eine Lösung der europäischen Krise im Jahr 2012 zu hoffen, wenn man sich diese politischen Kehrtwenden vor Augen führt? Paradoxerweise könnten gerade die Unsicherheiten des letzten Jahres der Beginn der Lösung sein. Erstens wurden einige der gefährlichen Vorschläge des Jahres 2011 nicht weiter verfolgt – was beruhigend ist, so lange man sie nicht wieder hervorholt. Hinzu kommen die großen Fortschritte im Jahr 2011 insbesondere die klugen und innovativen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank: Wie immer war die EZB für eine Überraschung gut, diesmal indem sie für über 200 Milliarden Euro Staatsanleihen kaufte und so ein Desaster verhinderte. Es gibt berechtigte Hoffnungen, dass sie bei Bedarf wieder ähnlich vorgeht; und man sollte nicht überrascht sein, wenn die EZB-Bilanz 2011 die 500-Millarden-Euro-Marke über-

schreitet. Das schwache Wachstum wird den Regierungen den Schuldenabbau 2012 nicht gerade erleichtern. Unmöglich ist er aber nicht, sofern die Europäer ihre Glaubwürdigkeit wiederherstellen. Wenn die Notenbank – in welcher Form auch immer – ihre Aufgabe als Kreditgeber letzter Instanz wahrnimmt und die europäischen Regierungen Fortschritte auf dem Weg zur Fiskalunion machen, werden die Anleger zweifellos wieder in die Anleihen hinreichend solventer Länder investieren. In den USA ist 2012 außerdem Wahljahr – wobei die Haushaltspolitik eine große Rolle spielt. Auch wenn die Fed zweifellos alles tun wird, um die Wirtschaft zu stützen und für niedrigere Langfristrenditen zu sorgen, wird jede weitere fiskalische Verschwendung und ein Aufschub finanzieller Unterstützungsmaßnahmen schlecht für US-Treasuries sein, die in Zeiten wirtschaftlicher Erholung traditionell schon sehr teuer sind. „Zum Beginn des Jahres 2012 sind Renteninvestoren in der Zwickmühle: Europa, oder doch die USA?“, sagt Nicolas Forest, Head of Fixed Income Strategy bei Dexia Asset Management. „Man muss sehr wählerisch sein, selbst bei Ländern mit einem AAA-Rating. Die Anleger warten auf klare Antworten. Dabei ist es möglicherweise nicht die schlechteste Entscheidung, sich in den Emerging Markets umzusehen. Obwohl die weltweiten Ungleichgewichte


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weiter zunehmen, bieten die Schwellenländer aufgrund ihrer guten Verfassung weiterhin Chancen.“

gleichgewichte in der Eurozone und ihrer Schuldenproblematik schwere Zeiten bevor. Vor diesem Hintergrund rechnen wir 2012 mit einem Rückgang des EuroDollar-Wechselkurses auf 1,20. Den Dollar halten wir in diesem Jahr daher für ein interessantes Investment zur Diversifikation.“ Unternehmensanleihen 2012: Auf Regen folgt Sonnenschein

Währungsausblick 2012: Alle Augen richten sich auf den Dollar

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rotz der Turbulenzen im Euroraum wertete der Euro 2011 nur wenig ab; der reale handelsgewichtete Wechselkurs ging um lediglich 1,5 Prozent zurück. „Der Euro dürfte 2012 weiter an Wert verlieren. Die Anleger befürchten noch immer einen Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung, obwohl wir sicher sind, dass die europäischen Regierungen alles tun werden, um dies zu verhindern. Von einem Ende des Euro hätte wirklich niemand etwas“, so Forest weiter. „Wir halten die begehrten sicheren Häfen, den japanischen Yen und den Schweizer Franken, bereits jetzt für sehr teuer. Beide Währungen haben 2011 tendenziell aufgewertet, und Regierungen wie Notenbanken möchten dem ein Ende bereiten“, erklärt Forest. „Folglich setzen wir auf den US-Dollar. Er hat mehr Aufwertungspotenzial als der Euro, weil der Wachstumsausblick jenseits des Atlantiks besser ist, die Zinsdifferenz sich zu seinen Gunsten entwickeln sollte und er aktuell günstig bewertet ist. Dem Euro stehen aufgrund des Misstrauens des europäischen Wachstums durch die Investoren, der internen Un-

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011 erwiesen sich die eskalierende Staatsanleihenkrise und der schwächere Wachstumsausblick als nachteilig für Unternehmensanleihen. Sie verzeichneten die zweitschlechteste Wertentwicklung der letzten zehn Jahre, mit einem Minus von 4,7 Prozentpunkten gegenüber deutschen Staatsanleihen. Die Risikoprämie weitete sich um 161 Basispunkte auf 382 Basispunkte aus. Dies war die Konsequenz der nahezu perfekten Korrelation mit Unternehmensanleihen aus Problemländern und dem europäischen Finanzsektor, der noch immer im Zentrum der Krise steht. Nach dem letzten Stresstest für den europäischen Bankensektor im Oktober 2011 forderte die EBA, die harte Eigenkapitalquote bis Juni 2012 auf 9 Prozent anzuheben. Für die Gläubiger erstrangig besicherter Anleihen ist dies gut. Wenn die Banken ihr Kapital erhöhen, wird zunächst auf eigene Ressourcen zurückgegriffen (Innenfinanzierung, Rückkäufe nachrangiger Anleihen, Aktienemissionen) bevor Staatshilfen ins Spiel kommen. Strengere Regulierung und der schwächere Konjunkturausblick führen im Bankensystem zu einem Deleveraging. Seit drei Monaten werden die Kreditbedingungen der europäischen Banken strenger. Regierungen und Aufsichtsbehörden befürchten eine Kreditklemme und ihre Folgen für die Konjunktur. Die au-

ßergewöhnlichen Liquiditätsmaßnahmen der EZB dürften hier etwas Abhilfe schaffen, so dass die Banken wieder mehr Spielraum haben – zumal 2012 ein großer Refinanzierungsbedarf besteht: Allein im 1. Quartal müssen 250 Milliarden Euro aufgebracht werden. Wir glauben aber nicht, dass ein großer Teil der EZB-Kredite für Staatsanleihenkäufe verwendet wird, die die Banken noch immer für risikoreich halten. Die staatlichen Sparprogramme werden 2012 in Europa zu einer leichten Rezession führen, die aber in den Spreads von Industrieanleihen (246 Basispunkte) ebenso bereits weitgehend abgebildet ist wie eine höhere Liquiditätsprämie.

Für die kommenden zwölf Monate erwarten wir einen leichten Anstieg des Verschuldungsgrades auf 2,37. Damit liegt er aber noch immer unter den 2,82, die das derzeitige Spreadniveau eigentlich erwarten lässt. Bei der Kreditqualität sind keine Überraschungen zu erwarten, da auch 2012 mit Finanzdisziplin zu rechnen ist. „Auf Regen folgt Sonnenschein, und selbst wenn die Märkte solange volatil bleiben, bis die Staatsschuldenkrise endgültig gelöst ist, sind Unternehmensanleihen bei den derzeitigen Spreads attraktiv bewertet“, sagt Koen Van de Maele, 51


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Head of Fixed Income bei Dexia Asset Management. Ein Breakeven-Spread von 120 Basispunkten für erstrangiges Bankkapital spricht für Mehrerträge von Unternehmensanleihen in diesem Jahr. Wenn die Risikoaversion erst einmal zurückgegangen ist, werden auch technische Faktoren wie das negative Nettoemissionsvolumen und die hohen Kassequoten der Investoren die Assetklasse stützen. Nachdem wir uns zu Jahresbeginn zunächst zurückgehalten haben, sind wir jetzt willens, in den kommenden Monaten Chancen bei ausgewählten Unternehmensanleihen zu nutzen. „Wir setzen auf erstrangiges Bankkapital (aufgrund der attraktiven Bewertungen),

Pfandbriefen (weil sie defensiv sind), Industrieanleihen aus den Peripherieländern (wie Telefonica, Iberdrola und Enel, weil das Geschäft dieser Emittenten auch nach Ländern diversifiziert ist) und Industrieanleihen mit BBBRating (wie Pemex, Veolia und Vale, deren Kreditqualität gut ist). In sehr konjunktursensitiven Papieren und nachrangigen Finanzanleihen bleiben wir aber untergewichtet.“, so Koen Van de Maele abschließend. Autor: Dexia Asset Management , Zweigniederlassung Deutschland

Prognose für Bankenjahr 2012 skeptisch

Towers-Watson-Befragung bei rund 40 Banken in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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lickten Finanzinstitute noch vor einem Jahr sehr optimistisch in die Zukunft, ist die Stimmung 2012 deutlich gedämpfter. Rund 50 Prozent der Banken in Deutschland, Österreich und der Schweiz können die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr noch nicht abschätzen. Der Personalbestand wird stagnieren oder leicht sinken (in 37 Prozent der Institute), Gehaltsanpassungen fallen moderat aus (1 bis 3 Prozent) und die ausgezahlten Bonusvolumina werden sich eher verkleinern. Im Gegenzug gewinnen Maßnahmen zur Motivation 52

und Bindung der wichtigsten und besten Mitarbeiter, wie etwa verbesserte Karrierechancen oder Retentionboni, wieder an Bedeutung. Gut zwei Drittel der Banken haben die neuen regulatorischen Vorschriften für die Vergütungssysteme bereits umgesetzt und damit ihre „Hausaufgaben“ erledigt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung der Unternehmensberatung Towers Watson bei HR-Managern in fast 40 Bankinstituten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Untersuchung wurde bereits zum sechsten Mal in Folge durch-

geführt. „Die gute Stimmung, die noch Anfang 2011 vorherrschte, ist offensichtlich umgeschlagen“, erklärt Martin Emmerich, Director Rewards, Talent & Communication, bei Towers Watson, Frankfurt. „Insbesondere Banken in Österreich und der Schweiz schätzen ihre Geschäftsaussichten für 2012 eher negativ ein. Diese Skepsis wirkt sich auch auf die Personal- und Vergütungspolitik der Banken aus – hier agieren die Unternehmen deutlich zurückhaltender als noch vor einem Jahr.“


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Geringe Gehaltsanpassungen, niedrigere Boni

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ass die Gehaltserhöhungen 2012 niedriger ausfallen werden als im Vorjahr, zeichnet sich bereits jetzt ab. So wird es der Studie zufolge zwar kaum Nullrunden geben, jedoch wird ca. die Hälfte aller Banken in Deutschland, Österreich und der Schweiz (46 Prozent) die Vergütung nur moderat anpassen – in Höhe von ein bis zwei Prozent. Ein gutes Drittel (37 Prozent) plant etwas höhere Anpassungen zwischen zwei und drei Prozent. „Die Banken in der Schweiz agieren sehr zurückhaltend mit mehrheitlich niedrigen Gehaltserhöhungen bis zu einem Prozent. Banken in Österreich hingegen bewegen sich mit über drei Prozent Anpassung eher im oberen Segment. Deutschland liegt im Mittelfeld“, so Towers-Watson-Berater Emmerich. Auch bei den Boni wird der Rotstift angesetzt: Mehr als die Hälfte der Banken geht davon aus, dass die Boni für alle Mitarbeitergruppen reduziert werden. Besonders betroffen sind die stark vom kurzfristigen

Geschäftsergebnis geprägten Unternehmensbereiche. So fallen die Reduzierungen etwa im Kapitalmarktgeschäft, im Asset-Management oder im InvestmentBanking besonders deutlich aus. Das gilt insbesondere für Führungskräfte und Vorstände. Die niedrigsten Bonusreduzierungen werden hingegen im Private & Retail-Banking erwartet. Nur knapp ein Drittel der Institute rechnet mit unveränderten Bonushöhen, ca. 10 Prozent werden die Boni gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Mitarbeiterbindung durch Karrierechancen und Retentionboni

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ie Unsicherheit in der Einschätzung der Geschäftsperspektiven schlägt sich auch in der Personalplanung nieder. Etwa die Hälfte der befragten HR-Manager rechnet mit einem Personalabbau von bis zu 5 Prozent oder mehr. Lediglich 13 Prozent der Banken wollen neue Mitarbeiter einstellen. „Angesichts dieser eher durchwachsenen Aussichten sollten Banken dem Thema ‚Mitarbeiterbindung’ besondere Aufmerksamkeit widmen“, gibt Towers-WatsonVergütungsexperte Emmerich zu

bedenken. So gewinnen auch Retentionboni zur Bindung von Schlüsselmitarbeitern in über 60 Prozent der Banken wieder an Bedeutung. Insbesondere in Deutschland bewegen sich die Retentionboni wieder auf dem Niveau des Krisenjahres 2009. In den befragten Schweizer Banken werden hingegen meist keine besonderen Maßnahmen zur Honorierung und Bindung von Schlüsselmitarbeitern getroffen. In Österreich setzt mehr als die Hälfte der befragten Banken in punkto Mitarbeiterbindung auf andere Maßnahmen. „Im Finanzsektor sind aus Mitarbeitersicht neben einer wettbewerbsfähigen Vergütung auch Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten sowie eine interessante und herausfordernde Tätigkeit sehr gefragt“, betont Finanz-Experte Martin Emmerich. Karrierechancen werden im Finanzsektor sogar noch höher geschätzt als in anderen Branchen, wie die Global Workforce Study 2010 von Towers Watson zeigt. „Banken sollten daher an den Karrierechancen ansetzen, wenn sie ihre Mitarbeiterbindungsstrategie überarbeiten“, empfiehlt Emmerich. Regulatorische “Hausaufgaben” weitgehend erledigt

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ach der Finanzmarktkrise erließen der Gesetzgeber und die Bankenaufsicht Vorschriften, die unter anderem eine nachhaltige und langfristige variable Vergütung insbesondere für die Geschäftsleitung und für so genannte Risk-Taker (z. B. Mitarbeiter, die besondere Risikopositionen verantworten, aber auch Revisoren und Compliance) fordern. Rund zwei Drittel der befragten Banken haben ihre Vergütungssysteme daraufhin umgestellt. Bei einem Drittel wurde die Überarbeitung begonnen, aber noch nicht abgeschlossen. Besonders weit sind die Banken 53


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in Österreich: Hier haben sogar 75 Prozent ihre regulatorischen „Hausaufgaben“ bereits erledigt. Dabei setzen zwei Drittel der befragten Banken bei Auszahlungen für 2011 so genannte Deferrals für Boni von Geschäftsleitern und Risk-Takern ein. Das heißt, die Auszahlung eines Teils der Boni wird über mehrere Jahre aufgeschoben. Die Höhe der zeitlich verzögerten Auszahlung richtet sich auch nach dem Geschäftserfolg in den Folgejahren. „Dadurch wird erreicht, dass die Führungskräfte nicht nur auf den ‚schnellen Gewinn’ schauen, sondern vielmehr eine langfristige sowie nachhaltige Geschäftsentwicklung anstreben und im Blick behalten, wie sich die aktuell getroffenen Maßnahmen in den Folgejahren

auswirken können“, erklärt Towers-Watson-Experte Emmerich. Ein Drittel der befragten Banken, insbesondere in Österreich, wendet dieses Jahr erstmalig Deferral-Systeme an. In der Schweiz sind derartige Strukturen schon bei knapp der Hälfte der Banken etabliert. In Schweizer Banken werden die Boni dabei mehrheitlich bis zu drei Jahre oder länger zurückgehalten, in Deutschland sind es zumeist höchstens drei Jahre. Lediglich in Österreich werden die Boni – entsprechend den österreichischen Vorschriften – über fünf Jahre gestreckt. Hintergrundinformationen zur Studie

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eit Ausbruch der Finanzmarktkrise hat Towers Watson Personalverantwortliche

in Banken regelmäßig zu den Auswirkungen der aktuellen Situation auf das HR- und Vergütungsmanagement befragt. Die sechste Befragung dieser Art aus Dezember 2011 konzentriert sich auf die geplanten Gehaltserhöhungen in 2012 und die Boni für das zurückliegende Geschäftsjahr, die 2012 ausgezahlt werden. Ebenso wurde die Umsetzung regulatorischer Anforderungen an die Vergütungsgestaltung untersucht. Geantwortet haben 38 Institute (Privat-, Genossenschafts- oder Landesbanken, Investment-/ Asset-Management-Gesellschaften usw.) aus Deutschland (23), Österreich (8) und der Schweiz (7). Autor: Towers Watson

Deutsche Bank empfiehlt Depot-Check für 2012

Breite Risikostreuung als sicherer Hafen

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011 war ein schwieriges Jahr für Vermögensanleger: Die Natur- und Atomkatastrophe in Japan, die politischen Umwälzungen im Nahen Osten und die Schuldenkrise in Europa und den USA haben zu Kursverlusten an vielen Anlagemärkten geführt. "Die Unsicherheit wird sich 2012 zunächst fortsetzen", sagt Dr. Ulrich Stephan, ChefAnlagestratege für Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank. "Im Jahresverlauf sollte sich die Situation an den Märkten aber beruhigen und die Konjunktur leicht erholen. Dann 54

können sich neue Chancen für Anleger ergeben, auch an den Aktienmärkten. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen hat der Dax das Potenzial für 6.600 Punkte zum Jahresende 2012." Für 2012 erwartet die Deutsche Bank ein globales Wirtschaftswachstum von bis zu 3,5 Prozent. Wie in den Jahren zuvor wird

das Wachstum vor allem in den Schwellenländern erwartet. Im Euroraum drosselt die Konsolidierung der staatlichen Haushalte die Konjunktur. Hier sollte die Wirtschaftsleistung mit minus 0,5 Prozent sogar leicht zurückgehen. "Deutschland wird vor allem dank seiner Exportstärke etwas besser abschneiden", erwartet Stephan. "Mehr als eine 'schwarze Null' dürfte 2012 aber nicht drin sein." Als positiver Effekt der wirtschaftlichen Abkühlung wird die Inflation in Deutschland voraussichtlich auf unter zwei Prozent sinken.


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Rendite-Chancen 2012 mit Aktien und Unternehmensanleihen

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ie globalen Aktienmärkte werden sich im neuen Jahr allmählich erholen und wieder Kursgewinne verzeichnen, prognostiziert Stephan: "Meine Favoriten für 2012 sind amerikanische und chinesische Werte. US-Unternehmen erzielen hohe Gewinnmargen und werden von einem moderaten, aber positiven Wirtschaftswachstum in den USA profitieren. In China hat die Regierung nach dem Rückgang der Inflation mehr Handlungsspielraum für wachstumsfördernde Maßnahmen. Nach dem Kurseinbruch 2011 sind viele chinesische Unternehmen attraktiv bewertet." Die Kurschancen für europäische Aktien erscheinen insgesamt begrenzt. Global ausgerichtete Unternehmen sollten bevorzugt werden, da sie überdurchschnittlich gut abschneiden. Am Rentenmarkt wird die Entwicklung vor allem von der Lösung der europäischen Schuldenkrise abhängen. "Ich erwarte, dass sich

der Markt für europäische Staatsanleihen in den kommenden Monaten allmählich normalisiert. Die extremen Renditedifferenzen innerhalb des Euroraums sollten dann zurückgehen", so Stephan. Bundesanleihen sind wegen ihrer niedrigen Verzinsung zurzeit eher unattraktiv. Dagegen bieten viele Schwellenländer bei entsprechender Risikobereitschaft hohe Zinsen trotz niedriger Staatsverschuldung. Anleihen dieser Länder können bei entsprechender Risikobereitschaft eine sinnvolle Ergänzung des Depots sein. Auch Unternehmensanleihen bleiben attraktiv: "Die Bilanzen vieler Unternehmen sind gesund, damit stellen ihre Anleihen eine interessante Alternative zu Staatsanleihen dar", so Stephan. Auch Rohstoffe und Immobilien gehören 2012 in ein ausgewogenes Portfolio. "Die Weltwirtschaft wird trotz Schuldenkrise weiter wachsen, das spricht für steigende Rohstoffpreise", so Stephan. "Die Krisenwährung Gold kann dabei von der anhaltenden Verunsicherung der Anleger pro-

fitieren - und von den Goldkäufen der Notenbanken." Bei Immobilien sollte auf Objekte bester Qualität geachtet werden, vor allem aus dem Bürosektor. Professionelle Risikostreuung unverzichtbar

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n Zeiten der Verunsicherung suchen viele Anleger nach "sicheren Häfen" für ihr Vermögen. "Einzelne Investments, zum Beispiel in Gold, sind jedoch keine Lösung", betont Anlagestratege Stephan. "Anleger, die ihre Risiken reduzieren wollen, erreichen dies in erster Linie durch eine breite und professionelle Streuung über verschiedene Anlageklassen." Zum Jahresanfang sollte beim Depot-Check mit einem Berater überprüft werden, ob die Zusammensetzung der Vermögensanlagen noch dem individuellen Risikoprofil entspricht und die persönlichen Wünsche und Ziele berücksichtigt. Autor: Deutsche Bank AG

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Interview mit Dirk Zabel, Geschäftsführer, HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wmd: Welche Fonds hatten im vergangenen Jahr bei der HANSAINVEST die stärkste Nachfrage?

wmd: Seit Anfang des Jahres sind Sie in der Geschäftsführung für den Geschäftsbereich Wertpapier verantwortlich. Herr Zabel, womit haben wir im Börsenjahr 2012 zu rechnen?

Für eine optimistischere Sichtweise sprechen außerdem die Erholung auf den Aktienmärkten – seit Jahresbeginn hat der DAX bereits um neun Prozent zugelegt – und der Wegfall verschiedener Belastungsfaktoren. So sind die Rohstoffpreise wieder gesunken, die Lohnzuwächse werden auf einem annähernd gleichen Niveau bleiben, und auch bei den Umsätzen ist kein massiver Rückgang zu befürchten. Eine scharfe Rezession wie in 2008/09 dürfte sich in dieser Form nicht wiederholen – im Gegenteil: Bereits im zweiten Halbjahr 2012 sollte insbesondere die deutsche Wirtschaft wieder wachsen. Zusammen mit der Nullzinspolitik der Zentralbanken sowie der Möglichkeit, vom gestiegenen Dollar zu profitieren, ergibt sich hier ein verhalten positives Gesamtbild.

Dirk Zabel: Im Moment herrscht auf dem Börsenparkett große Unsicherheit. Niemand weiß so recht, wie sich die Eurokrise weiterentwickelt, viele haben Angst vor den Folgen eines möglichen Zusammenbruchs der Gemeinschaftswährung. Wir sehen die Entwicklung nicht so pessimistisch. Die auf dem letzten EU-Gipfel im Dezember 2011 beschlossenen Maßnahmen, die große Unterstützung der EUStaaten, der EZB und des IWF sowie die bereits erfolgte Einrichtung der Liquiditätsfazilitäten weisen aus unserer Sicht darauf hin, dass die Krise überwunden werden kann – auch wenn kritische Stimmen vor einer

Bei Rentenpapieren gehen wir davon aus, dass wenn die EuroKonsolidierung gelingt, spanische, italienische und irische Anleihen ein großes Ertragspotenzial haben und ihre Performancebilanz am Ende des Jahres positiv sein wird. Bei Bundesanleihen sowie USTreasuries raten wir dagegen zur Vorsicht: Deren Renditen werden weiterhin auf einem zu niedrigen Niveau bleiben. Die derzeitige reale Negativverzinsung werden Anleger nicht mehr lange in Kauf nehmen. Sehr sinnvoll werden auch in 2012 Anlagen in Gold sein. Im schlimmsten Szenario, dem Auseinanderbrechen der Währungsunion, wird

Dirk Zabel: Ganz klar waren das über das gesamte Jahr gesehen unsere Edelmetallfonds: der HANSAgold und der HANSAwerte. Auch der HANSAgeldmarkt wurde häufig nachgefragt – und, was uns natürlich sehr freut, unser im Oktober neu aufgelegter HANSAsmart Select E, ein europäischer Aktienfonds mit intelligenter Risikominimierung, dessen Anlagekonzept auf dem eigens entwickelten Minimum Value at Risk-Konzept basiert.

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Systemkrise, also einem Ausfall einzelner Euro-Staaten, warnen.

Gold aufwerten. Aber auch bei einer positiven Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise wird das Edelmetall als Beimischung zur Portfoliostabilisierung profitabel sein. wmd: Was sind aus Ihrer Sicht die Kriterien für ein erfolgreiches Investment in diesem Jahr? Dirk Zabel: Wichtig wird in 2012 die breite Streuung innerhalb des Portfolios zur Risikominimierung sein. Der Aktienanteil kann aus unserer Sicht dabei wieder leicht erhöht werden. Nach wie vor bleibt auch ein Edelmetallanteil sinnvoll. Generell sollte ein erfolgversprechendes Portfolio die Assetklassen Cash, internationale und europäische Anleihen, Aktien und Edelmetalle enthalten. wmd: Planen Sie neue Fonds in 2012? Wenn ja, in welchen Segmenten? Dirk Zabel: Ja, es wird neue Fonds geben. Das gilt zum einen für den Bereich der HANSA-Fonds, die wir selbst entwickeln. Hier gibt es konkrete Überlegungen, das Angebot der quantitativen Fonds zu erweitern. Den Anstoß dazu gab vor allem die erfolgreiche Entwicklung des HANSAsmart Select E – das hier verwendete Minimum Value at Risk-Konzept werden wir in neuen Fonds für andere Regionen weiterentwickeln. Darüber hinaus wird es weitere Angebote speziell für institutionelle und semi-institutionelle Zielgruppen geben. Im Bereich der Service-KAG haben wir bereits einige neue Mandate erhalten – auch hier werden in 2012 neue, innovative Fonds auf den Markt kommen. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach 2012 die beherrschenden Themen und Trends in der Branche sein?


Dirk Zabel: Das prägende Thema in diesem Jahr wird zweifelsohne die Euro-Schuldenkrise sein. Ein Trend, der bereits 2011 bestand und in diesem Jahr weiterhin wichtig sein wird, ist die Investition in Edelmetalle. Dabei bleibt zu hoffen, dass Anleger deren Wert als langfristiges Investment besser erkennen und nicht nur in Krisenzeiten in Gold und Silber investieren.

Der EuroRettungsschirm für Ihre K.

wmd: Was dürfen Ihre Vertriebspartner in Sachen Service von Ihnen erwarten? Dirk Zabel: Neben unseren Internet-basierten Angeboten wie dem Download Center, unserem Newsletter, dem Smartphone-Service sowie verschiedenen Rechner-Tools, die wir über unsere Website zur Verfügung stellen, soll zukünftig noch mehr die persönliche Betreuung unserer Vertriebspartner stehen. Dabei wird uns in Kürze ein neuer Vertriebsdirektor unterstützen, und das Vertriebsserviceteam wird neu aufgestellt. Unser Ziel: Jeder Vertriebspartner soll einen direkten Ansprechpartner bekommen. Denn so sehr wir das Internet mit allen seinen Möglichkeiten schätzen und nutzen, sind wir dennoch der Meinung, dass der persönliche Kontakt letztlich ausschlaggebend ist. wmd: Und ganz allgemein: Wie wird sich die HANSAINVEST in 2012 aufstellen? Dirk Zabel: Wir werden in 2012 unseren Fokus auf unseren Kernzielgruppen, nämlich Dachfonds, Banken, Vermögensverwalter, Family Offices, IFAs und Versicherungen halten. Dabei konzentrieren wir uns auf unsere Spezialitäten und Stärken als Versicherungstochter und werden uns daher besonders den Thema „risikoadjustierte Rentenfonds“ widmen. Weiterentwickeln werden wir zudem den Minimum Value at Risk-Ansatz sowie die Edelmetallfonds. Im Bereich der Service KAG wird es zudem weitere extern gemanagte Spezialitäten in den Segmenten Anleihen und Aktien-Themenfonds geben. Damit sind wir zuversichtlich, dass wir im neuen Jahr weiterhin wachsen werden – so wie wir im letzten Jahr bei den Wertpapierpublikumsfonds gegen den Markttrend einen Nettomittelzufluss von einer halben Milliarde Euro verzeichnen konnten. Zum Vergleich: Laut BVI gab es 2011 in diesem Bereich in der Branche Nettomittelabflüsse von insgesamt 13,5 Milliarden Euro.

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Beitrag von Steffen Leipold, Geschäftsführer, DWS Finanz-Service GmbH

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er jüngste Kursaufschwung an den internationalen Aktienmärkten hellt die Stimmung der Anleger auf. Das ist gut so. Denn noch vor kurzem schoben viele Anleger Anlageentscheidungen auf die lange Bank als sich die Krise auf ganz Europa ausweitete. Doch eins ist klar: Die Unsicherheit an den Börsen bleibt und wird auch dieses Jahr unsere Empfehlungen und die Arbeit mit den Vertriebspartnern prägen. Wir erachten Deutschland und Dividendenpapiere als erste Wahl. Deutsche Aktien wie im DWS Deutschland sind aufgrund der hervorragenden Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bei uns und der hohen Importnachfrage aus den Emerging Schwellenländern attraktiv. Darüber hinaus ist die fundamentale Situation der Unternehmen sehr solide. Weltweit sollten auch dividendenstarke Titel weiterhin im Fokus stehen. Hier ist der DWS Top Dividende unser Favorit. Anleger können diese Anlage„Story“ pur spielen, oder mit Risiko-Kontrolle. Die DWS hat mit Trend-Risiko-Control - „TRC“ - ein Trend-Risiko-System entwickelt, das starke Kapitalmarktschwankungen reduzieren soll. Neben dem DWS TRC Deutschland und dem DWS TRC Top Dividende gibt es nach dem gleichen Prinzip auch den DWS TRC Top 50 Asien. Für Anleger, die noch vorsichtiger 58

agieren wollen und vielleicht Inflation fürchten, ist der solide DWS Sachwerte geeignet. Er investiert hauptsächlich in substanzstarke Aktien, Gold, inflationsindexierte Anleihen und Immobilien. Aber auch Festverzinsliche sind interessant: Mit dem DWS Invest China Bonds können Anleger vom wirtschaftlich kraftvollen China profitieren. Bei Lösungen für die Altersvorsorge ist die DWS stark. Selbstverständlich bleiben unsere Renner der Altersvorsorge wie Riester, Rürup und riesterbasierte Sparpläne sehr wichtig. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir den speziell für Versicherungspartner der DWS entwickelten Fonds. Stichwort Dynamische Hybride. Bei Dynamischen Hybriden sind zwei Aspekte wichtig: Die Qualität des ausgewählten Wertsi-

cherungsfonds und das Zusammenspiel mit dem Deckungsstock der Versicherung. Die Qualität der DWS Wertsicherungsfonds ist mit dem Begriff DWS Flexible Portfolio Insurance (FPI)® verbunden. DWS FPI hat letztes Jahr eine große Bewährungsprobe exzellent bestanden. Während die meisten Kapitalmärkte und Altersvorsorgefonds am Markt von Ende Juni bis Ende Oktober 2011 bis zu zweistellige Verluste verzeichneten, konnten sich die nach dem DWS FPI – Konzept gemanagten Fonds gut behaupten. Die geringe Schwankungsbreite der so gemanagten Fonds schont Nerven und Geldbeutel – ideal für Versicherungen. Kürzlich wurden wir mit dem Fonds Professionell Award für besonders guten Service ausgezeichnet. Das ist für uns Lob und Ansporn zugleich. 2012 wollen wir den Vertriebsservice weiter stärken. Die Betreuung erfolgt über ein Tandem: Der regionale Vertriebsmanager vor Ort und dem Vertriebsmanager aus der Zentrale kümmern sich um die Anliegen der Partner. So finden unsere Vertriebspartner immer einen geeigneten Ansprechpartner.


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von Aktienportfolios darstellen. Langfristig können Dividenden bis zu einem Drittel vom Anlageergebnis einer Aktie ausmachen.

Interview mit Nunzia Thiriot, Leiterin Asset Management, KBC Bank Deutschland AG wmd: Auf welche Produkte setzt KBC 2012? Nunzia Thiriot: In 2012 setzt KBC Asset Management auf ausgewählte Investments aus bestimmten Industrieund Schwellenländern, um die hohen Anforderungen der Anleger zu erfüllen. Auf der Anleihenseite ist das der internationale Fonds KBC Bonds High Interest, der eine niedrige Volatilität und die Chance auf Währungsgewinne vereint. Mit diesem Produkt können Investoren von den Änderungen der strukturellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Emerging Markets profitieren, ohne dabei das Risiko im Portfolio zu erhöhen. 1989 ursprünglich als europäisches Konvergenzmandat aufgelegt, wurde das Anlagespektrum kontinuierlich erweitert, bis das heutige in dieser Art und Umfang einzigartige Produkt entstanden ist. Über die Teilfonds der Produktfamilie KBC Renta können Anleger in Währungsanleihen erstklassiger Emittenten investieren. Dies sind zum Beispiel lokale Währungsanleihen aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Australien oder Kanada. Auf der Aktienseite sind derzeit attraktive Bewertungen Trumpf. Einerseits bieten Unternehmen hohe Gewinne, andererseits erleiden sie an den Börsen aufgrund der Euro-Schuldenkrise Kursverluste. Die ausgefeilten Aktienrückkaufstrategien KBC Equity

Fund Buyback America und KBC Equity Fund Buyback Europe filtern attraktive Unternehmen mit Substanz heraus. So können Anleger von Gesellschaften profitieren, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen, das heißt den Streubesitz verringern und den Gewinn pro Aktie erhöhen.

Der KBC Equity Fund High Dividend investiert vorwiegend in Aktien mit hoher Dividendenrendite. Bei dem Aufbau des Portfolios wird jede einzelne Branche separat betrachtet und die Aktiengesellschaften mit den höchsten Dividendenrenditen in den jeweiligen Sektoren herausgefiltert. Bei der Zusammensetzung des Vermögens wird auf eine ausreichende Streuung der Aktien über verschiedene Branchen und globale Regionen geachtet, um „Klumpenrisiken“ zu reduzieren. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Trends der Branche in 2012 sein?

Des Weiteren werden Produkte bevorzugt, die einen regelmäßigen Einkommensstrom im Portfolio generieren. Viele Unternehmen nutzen die zur Verfügung stehende Liquidität neben Aktienrückkäufen auch für höhere Dividenden. Wichtig dabei ist, dass die Dividendenausschüttungen kontinuierlich erfolgen und eine jährlich wiederkehrende Einkommensquelle darstellen. In vielen Fällen sind hohe Ausschüttungen ein positives Zeichen für die Qualität der Aktie. Analysen vergangener Zeitreihen belegen immer wieder, dass Dividendenzahlungen einen bedeutenden Anteil an der Wertentwicklung

Nunzia Thiriot: Nur wer schnell reagiert, wird die Investmentchancen, die sich in 2012 auftun, auch nutzen können. Derzeit setzen viele Vermögensverwalter auf eine breite Diversifikation. Anleihen aus den Emerging Markets erfreuen sich hoher Nachfrage. Investmentstrategien, die Sicherheit und nachhaltige Ausschüttungsrenditen vereinen, werden die Nase vorn haben. wmd: Was können Berater und Vermittler von der KBC in diesem Jahr erwarten? Nunzia Thiriot: In diesem Jahr feiert KBC Asset Management zehnjähriges Jubiläum in Deutschland. Produktqualität, Transparenz und eine gute Kundenbetreuung werden auch in 2012 die höchste Priorität haben. Der belgische Asset Manager zählt mit einer über 60-jährigen Erfahrung im Portfoliomanagement zu den führenden Vermögensverwaltern für institutionelle und private Kunden in Europa. 59


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wmd: Was ist eine CombiAnlage?

Interview mit Thomas Olek, Vorstandsvorsitzender, publity AG Eine für Privatanleger neue, komfortable Combi-Anlage, einen weiteren Performance Fonds für Einmal-Anleger, Haftungsfreistellung für die Vertriebspartner. Mit diesen schwergewichtigen Neuerungen geht das Emissionshaus publity in das Jahr 2012. Dabei gibt es nach wie vor eine Konstante für Anleger und Vertriebspartner: Die publity Finanzgruppe behauptet sich als Marktführer im Privatanleger-Fondsgeschäft im Markt für Non-Performing Loans, also für Banken-Kreditforderungen, die nicht mehr bedient werden. Dies betont der Vorstandsvorsitzende Thomas Olek im Gespräch mit dem wmd-brokerchannel.

wmd: Sie stellen Ihre Vertriebspartner von der Haftung für Ihre Fondsprodukte frei. Was veranlasst Sie dazu? Thomas Olek: Wir wissen, wie gut unsere Produkte sind. Da ist nichts fremdfinanziert und nichts gehebelt. Unser Geschäft ist pure Mathematik, so klar wie plus und minus. Das Risiko für Vertriebspartner und Anleger ist minimal. Man könnte also eigentlich auf eine Versicherung verzichten... wmd: ..., was Sie nicht dürfen. Thomas Olek: Genau. Daher unser Signal an die Vertriebspartner: Unsere Fondsprodukte sind komplett versichert. Wir übernehmen das für euch. Ihr braucht eure Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nicht in Anspruch zu nehmen. wmd: Ist das an Bedingungen geknüpft. Thomas Olek: Klar. Die Vertriebspartner müssen definitiv nur das tun, was sie ohnehin machen: Sie müssen ihren Anlegern den gültigen Verkaufsprospekt und das Beratungsprotokoll übergeben. wmd: Gilt das auch für die neue Combi-Anlage? Thomas Olek: Ja, die Haftungsfreistellung gilt ab 1. Januar dieses Jahres für unsere Produkte, auch für die neuen.

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Thomas Olek: Wir kombinieren dabei Einmal- mit Ratenzahlungen. 20 Prozent der Zeichnungssumme investiert der Anleger als Einmalbetrag, die restlich 80 Prozent zahlt er fünf Jahre lang in Monatsraten. wmd: Warum machen Sie das? Ihre Einmalanlagen ab 10.000 Euro laufen doch prima?! Thomas Olek: Unsere Vertriebspartner baten uns intensiv darum. Manche Anleger haben keine 10.000 Euro frei zur Verfügung, wurden auf unsere Produkte aufmerksam und möchten einen Teil ihres Geldes investieren. Sie möchten mehr Zinsen dafür, als beispielsweise ihr Sparbuch bietet. Mit dem Combi-Produkt ermöglichen wir dies. wmd: Sie sprachen in der Vergangenheit viel von Transparenz. Gilt das auch in 2012, auch für die Combi-Anlage? Thomas Olek: Selbstverständlich. Transparenz ist Teil unseres Geschäftsmodells. Anleger gucken nicht nur auf die Rendite. Sie möchten verstehen, was läuft. Schauen Sie, unser Geschäftsmodell ist sehr einfach: Wir kaufen Kreditforderungen von Banken und entschulden anschließend die Schuldner, indem sie eine geringe Summe für ihre Restschuld zahlen. Fertig. Wir machen dies in großem Stil, und unsere Anleger informieren wir zeitnah mit testierten Leistungsbilanzen über die Performance dieses Geschäfts und der Fonds. Auch bei der Combi-Anlage. Denn wir uns sehr bewusst, dass wir mit Kapital umgehen, das anderen Menschen, nämlich den Anlegern gehört. Wir übertragen den Wirtschaftsprüfern Rödl & Richter die Buchhaltung, die Steuerberatung, die


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Jahresabschlüsse. Das Prinzip unserer Transparenz ist, dass die publity sich immer an jenen Stellen zurücknimmt und beispielsweise einen Treuhänder und Mittelverwendungskontrolleur beauftragt, wo Anleger-Interessen berührt werden. Alles muss offen und nachvollziehbar sein. wmd: Gibt es weitere aktuelle Fonds-Highlights? Thomas Olek: Ja. Auch 2012 basieren unsere Produkte auf IDW S4-Gutachten. Wir raten jedem Vertriebspartner, sich ein solches Gutachten zu besorgen. Darüberhinaus arbeiten wir bei jedem Fondsprodukt intensiv an Verbesserungen, zum Beispiel an immer präziseren Investitionskriterien und Prüfungsprozessen. Und selbstverständlich gilt unser Grundsatz: 100 Prozent Eigenkapital.

wmd: Welchen Service dürfen Vertriebspartner und Vermittler 2012 von Ihnen erwarten? Thomas Olek: Auch in diesem Bereich sorgen wir für mehr Transparenz. Ein paar Beispiele. Wir gestalten unser Back-Office-System komplett neu. Vertriebspartner bekommen Online-Zugänge, wir rechnen wöchentlich an einem festgelegten Tag ab – das ist zeitgleich einsehbar, man kann sich die Daten ausdrucken. Wir geben über unsere Software den Vertriebspartnern die Möglichkeit, die Effektivität ihrer Arbeit selbst zu überprüfen. Haben sie Fragen, bekommen sie Unterstützung durch unsere Landesdirektoren. wmd: Sie sind im NPL-Markt tätig. Wie schätzen Sie die Marktentwicklung und damit die Basis Ihres Geschäftes ein?

Thomas Olek: Kurz gesagt: sehr gut! Wir bewegen uns intensiv im Markt. Ich bin Mitglied im Bankenfachverband und im Präsidium der Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing und mit meinen Kollegen auf Banken- und Servicerseite ständig im Gespräch. Zudem studieren wir die regelmäßig erscheinenden Studien, zum Beispiel von PwC und der KPMG. Es werden Zahlen prognostiziert, die durchweg von einem ansteigenden NPL-Volumen sprechen. Einige Quellen sprechen von 350 Milliarden Euro jährlich, eine sogar von 700 Milliarden Euro. Ähnlich schätzen die Kollegen von Bankhäusern den Markt ein. Bei allen gilt die Faustregel: Das Volumen wird ansteigen, es wird Jahrzehnte dauern, diese NPL-Berge abzutragen.

HANSAsmart Select E Aktienfonds mit intelligenter Risikominimierung. Aktien sind durch Schwankungen in der Kursentwicklung gekennzeichnet. Der neue Fonds HANSAsmart Select E nutzt die Chancen des europäischen Aktienmarktes mit einer Investition von 100% – minimiert jedoch das Verlustrisiko mittels eines innovativen und bereits erprobten Value-at-risk-Ansatzes. Mehr Informationen unter: www.hansainvest.com

Franz-Josef Merschieve, Anleger aus Münster.

Wichtige Hinweise: Diese Informationen dienen Werbezwecken und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen sind die jeweils in deutscher Sprache gehaltenen, gültigen Verkaufsunterlagen, einschließlich der wesentlichen Anlegerinformationen und des Verkaufsprospektes, der ausführliche Risikohinweise zu den einzelnen mit der Anlage verbundenen Risiken enthält. Diese sind in elektronischer Form unter www.hansainvest.com erhältlich. Auf Wunsch senden wir Ihnen Druckstücke kostenlos zu. Die Gesamtkostenquote, auch laufende Kosten genannt, enthält jeweils die Summe der Kosten und sonstigen Zahlungen (ohne Transaktionskosten) eines Fonds als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens des jeweils letzten abgeschlossenen Geschäftsjahres. Sie beträgt für den HANSAsmart Select E 2,46% pro Jahr (Stand 31.12.2011). Der Nettoinventarwert von Investmentfonds unterliegt in unterschiedlichem Maße Schwankungen, und es gibt keine Garantie 63 dafür, dass die Anlageziele erreicht werden. Der Fonds weist aufgrund seiner Zusammensetzung und des möglichen Einsatzes von Derivaten erhöhte Schwankungen seiner Anteilpreise auf.


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Interview mit Otmar Knoll, Handlungsbevollmächtigter, fairvesta AG wmd: Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Nachfrage nach Anlageangeboten im Immobilienbereich Deutschland in 2012 entwickeln? Otmar Knoll: Mit Hinblick auf die volatile Börsenentwicklung der letzten Jahre und die ungelöste Schulden- bzw. Finanzkrise in Europa suchen Investoren weiter nach kapitalmarktunabhängigen Anlageformen. Immobilien haben gegenüber anderen Anlageformen daher deutlich an Bedeutung gewonnen. Sie gelten als weitestgehend krisen- und inflationssicher. Der Geschlossene Immobilienfonds ist nach Angaben des Verbands Geschlossener Fonds (VGF) die mit Abstand beliebteste Assetklasse. Diese Entwicklung wird sich in 2012 noch verstärken. wmd: Kommt fairvesta in 2012 mit neuen Produktangeboten? Otmar Knoll: Nach der erfolgreichen Schließung von Mercatus IX mit einem Rekordvolumen von über 125 Millionen Euro im Februar 2012 sind wir mit unserem Nachfolger, dem Jubiläumsfonds Mercatus X, gleich durchgestartet. Das geplante Platzierungsvolumen des neuen Fonds beträgt 100 Millionen Euro. Der Erfolg von Mercatus X ist durch die Platzierungsgarantie von fairvesta bereits vorprogrammiert und gesichert. wmd: Was werden die Highlights dieser Angebote sein? 64

Otmar Knoll: Anleger können sich ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro bei einer Mindestlaufzeit von nur fünf oder zehn Jahren beteiligen. Während der Laufzeit können jährlich bis zu 6,5 Prozent der Anlagesumme gebührenfrei als gewinnunabhängige Entnahme entnommen werden. Sollte ein Anleger einmal in eine finanzielle Notlage geraten, garantieren wir den Rückkauf der Beteiligung zum Buchwert. Ein Vertriebshighlight ist neben der größtmöglichen Sicherheit durch die Investition in Sachwerte und zahlreiche kapitalsichernde Mechanismen im Fonds der zu erwartende Ertrag. Für unseren Jubiläumsfonds peilen wir eine durchschnittliche Rendite per anno im zweistelligen Bereich an. Das entspricht den tatsächlichen Renditen der Vorgängerfonds. Möglich macht dies unsere am Markt einzigartige Investitionsstrategie. fairvesta nutzt Sondersituationen, wie zum Beispiel Bankenverwertungen, Erbauseinandersetzungen, „Non Performing Loans“ oder Zwangsversteigerungen, um Immobilien besonders günstig zu erwerben, um sie nach einer kurzen Haltedauer von drei bis fünf Jahren mit Gewinn wieder zu verkaufen. Dabei setzt fairvesta auf Qualität und setzt strenge Investitionskriterien voraus: Es wird ausschließlich in schulden- und lastenfreie Qualitäts- und Renditeimmobilien in Deutschland investiert.

Alle Objekte des Fonds werden ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Das minimiert die Kapitalmarktrisiken im Vergleich zu gehebelten Produkten erheblich. Anleger sind somit auch keinerlei Bankenwillkür ausgesetzt. Die uneingeschränkte Mittelverwendungs- und Mittelfolgekontrolle durch eine neutrale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt die Einhaltung der strengen Investitionsrichtlinien über die gesamte Laufzeit sicher. Zudem ist bei jeder Investition die Zustimmung des Anlegerbeirates erforderlich. Jeder Anleger hat darüber hinaus ein verbrieftes Bucheinsichtsrecht, mit dem er sich über den Stand seiner Beteiligung informieren kann. wmd: Was können Vermittler von fairvesta 2012 erwarten? Otmar Knoll: Im Hinblick auf die Betreuung der Vertriebspartner zeichnen wir uns durch eine klare Strategie aus und bietet ein kostenfreies Lizenzpartnersystem an. Hierzu gehört auch ein breites Angebot an Schulungen und Seminaren sowie aktive Unterstützung im Rahmen der fairvesta academy. Ziel ist es, durch konsequente Vertriebsförderungsmaßnahmen die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Lizenznehmers zu steigern. Für Berater haben wir zu jedem Fonds effektive Vertriebsmaterialien zusammengestellt, um diese in ihrem Beratungsalltag zu unterstützen. Diesen Service werden wir in diesem Jahr noch deutlich ausbauen.


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TSO-DNL FUND IV, L.P. • USA

Sachwert-Renditefonds

N L Positive Leistungsbilanz:

Diversifikation:

TSO hat seit 1988 bei keinem Investment Geld verloren.

6 Bestandsimmobilien mit zeitnahen, laufenden Erlösen für die Fondsgesellschaft.

Shoppes of Baymeadows // Jacksonville // Florida

Sicherheit: Inflationsgeschützte, substanzstarke und diversifizierte Immobilieninvestitionen.

Shops of Dunwoody // Dunwoody // Georgia

10 Franklin Plaza // Roanoke // Virginia

TOP Rendite: Anfängliche Rendite des Bestandsportfolios 9,22 % p. a. zzgl. 2,89 % p.a. Tilgung = 12,11 % p.a.

121 Perimeter Center West // Atlanta // Georgia

Vorrangie Ausschüttung:

Kurze Laufzeit:

Bevorrechtigte Planauszahlungen für die Investoren in Höhe von 8 % p. a.

Kurze Planlaufzeit von drei bis fünf Jahren.

100 East Second Avenue Building // Rome // Georgia

Corporate Center Conyers // Conyers // Georgia

Detailinformationen erhalten Sie bei der Exklusiv-Vertriebsbeauftragten der TSO-Europe Funds, Inc. für Europa: DNL Investmentagentur für US-Immobilien e.K. // Am Seestern 8 // 40547 Düsseldorf Tel.: 0211 / 5 22 87 10 // Fax.: 0211 / 5 22 87 120 // E-Mail: info@dnl-invest.de // Web: www.dnl-invest.com

©dnl2011


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Interview mit Klaus Fickert, Vorstand, SVF AG Finanzmarkt-Emissionen wmd: Die SVF AG ist zuletzt mit einem Dachfondskonstrukt auf den Markt gekommen. Wie wurde das Produkt bisher vom Vermittler angenommen? Klaus Fickert: Die SVF AG ist im Dezember 2011 mit der „SVF Sachwertbeteiligung V“ gestartet. Wir bekommen eine sehr positive Resonanz. Vermittler und Kunden sind auf der Suche nach einem Produkt das dauerhaft funktioniert. Ein gut gemanagter Dachfonds bringt Sicherheit, dauerhafte Erträge und weniger Verwaltungsaufwand sowohl beim Vermittler als auch beim Kunden. Der Vertrieb unterscheidet sich im Vergleich zu einer Einzelinvestition. Nicht die Story eines einzelnen Objektes stehen im Vordergrund sondern die Systematik und der professionelle Einkaufsprozess des Portfolios aus Sachwerten das ständig erweitert wird. Das Produkt trifft den Nerv der Zeit. Um ein Portfolio mit vergleichbaren Sicherheitsstandards aufzubauen benötigt ein Kunde ca. 350.000 EUR. Vertriebspartner schätzen insbesondere den Auswahlprozess mit FERI. Das reduziert ihre Haftung bei der Beratung und bringt zusätzliche Sicherheit für den Kunden. wmd: Kommt die SVF AG 2012 mit neuen Produktangeboten? Klaus Fickert: Die Rahmenbedingungen für Produkte haben sich 66

in den vergangenen Jahren häufig geändert. Auch 2012 wird sich die Produktkonzeption an die neue Regulierung des Vertriebes anpassen. Wir sind gerade in Vorbereitung neuer Produktserien welche unsere Kernkompetenzen „unabhängige Dachfonds und Managerselektion“ mit unserem Partner FERI konsequent fortsetzt. wmd: Was werden die Highlights dieser Angebote sein?

Klaus Fickert: Die Produkte werden sich durch hohe Sicherheit und noch mehr Flexibilität auszeichnen. Highlights werden die Bewertung und die Handelbarkeit der Produkte sein. Damit sprechen wir einen noch breiteren Kunden- und Vermittlerkreis an. wmd: Was können Vermittler von der SVF AG 2012 erwarten? Klaus Fickert: Mit unserem schlagkräftigen und hoch qualifizierten Team können wir uns schnell an die sich ständig ändernden Marktbedingungen anpassen. Die SVF wird im Jahr 2012 den konsequenten Auswahlprozess der Fondsmanager weiter fortsetzten sowie durch Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit das Vertrauen unserer Anleger und Partner weiter ausbauen.


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Interview mit Gert Waltenbauer, Mitglied der Geschäftsführung, KGAL GmbH & Co. KG wmd: Wie wird sich der Markt der geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Gert Waltenbauer: Der Markt wird sich noch auf absehbare Zeit seitwärts entwickeln – die Volumina werden gleich bleiben. wmd: Mit welchen Fonds sind Sie derzeit am Markt? Gert Waltenbauer: Wir sind aktuell mit zwei Immobilienfonds – unserem dritten Englandfonds PropertyClass England 3 und der Fortführung unserer erfolgreichen Österreich-Immobilienfondsreihe, PropertyClass Österreich 7 – am Markt: Qualitativ hochwertige Büroimmobilien in guter Lage, im stabilen Marktumfeld europäischer Metropolen, mit bonitätsstarken Mietern. Zudem im aktuellen Angebot der KGAL: Der SkyClass 57, unser vierter Regionalflugzeugfonds in Folge. Ein wirtschaftliches Regionalflugzeug, langfristig vermietet an Air Europa, mit kurzer prognostizierter Laufzeit, im Asset Management professionell betreut von GOAL.

wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Gert Waltenbauer: Im März 2012 werden wir die Platzierung unseres ersten Frankreichfonds mit zusätzlichem Sicherheitskonzept wieder aufnehmen. Das Besondere am neuen Konzept des PropertyClass Frankreich 1 Plus: Die KGAL garantiert jedem Investor, dass er über die gesamte Fondslaufzeit der Beteiligung Ausschüttungen/Entnahmen erhält, die insgesamt mindestens so hoch sind wie seine geleistete Kapitaleinlage ohne Agio. Diese Kapitalschutzgarantie stellt zusammen mit der Fondsimmobilie (Hochwertiger Neubau mit erstklassigen Umweltstandards, langfristiger Mietvertrag, Standort mit geringer Leerstandsrate und hervorragender Anbindung an den öffentlichen und individuellen Nahverkehr) ein solides Fundament für eine Investition dar. Grundsätzlich werden wir in 2012 Schwerpunkte in der Neuplatzierung in den Märkten setzen, in denen die Volatilität we-

niger hoch ist und die wir aktuell für geeignet und dem Risikobewusstsein der Anleger angepasst halten. Daher planen wir aktuell Neuinvestments insbesondere im Immobilienbereich (v.a Büro- und Wohnimmobilien im Inland) und im Bereich Erneuerbare Energien (v.a. Solar und Windkraft). Auch der Assetbereich Flugzeuge steht weiterhin in unserem Fokus für neue Fonds. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche geschlossener Fonds in 2012 sein? Gert Waltenbauer: Im Vordergrund steht die Stabilisierung und Sicherung der Performance von bestehenden Fonds. In diesem Zusammenhang wird es wichtig sein, historische Zahlen zu erheben und den Anlegern individuell für Ihre Fonds als auch für die Branche und einzelne Assetklassen eine gute und verständliche Kommunikation und Reporting anzubieten. Natürlich wird auch die Regulierung in 2012 ein Hauptthema sein. Und ein weiterer sehr wichtiger Aspekt wird die Frage nach dem künftigen Profil von Sachwertinvestments liegen. Hier ist zu überdenken, ob diese Investments künftig auch in anderer Verpackung als der bekannten Fonds-KG und mit anderen Inhalten bis in die Details (Prognoserechnung, Gebührenstruktur, etc.) konzipiert werden.

Und schließlich haben Investoren über den Photovoltaikfonds InfraClass Energie 6 die Möglichkeit, in die Zukunft der Energieversorgung zu investieren. Als Investitionsobjekte kommen nur Photovoltaikanlagen in Deutschland und Italien, zu max. 30% auch in Frankreich und Spanien in Betracht. 67


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gensaufbau unserer Anleger. wmd: Was können Kunden und Vermittler von der Alfred Wieder AG in 2012 erwarten?

Interview mit Alfred Wieder, Vorstand, Alfred Wieder AG wmd: Wie wird sich der Markt Ihrer Meinung nach für Venture Capital in 2012 in Deutschland entwickeln? Alfred Wieder: Er wird sich weiter steigern, das Bewusstsein in breiten Kreisen der Finanzdienstleister, aber auch der vermögenden Familien für diese Asset Klasse nimmt weiter zu. wmd: Kommt die Alfred Wieder AG 2012 mit neuen Fonds?

Alfred Wieder: Ja, wir haben im Januar unseren MIG Fonds 12 und MIG Fonds 13 in den Vertrieb gegeben. Im zweiten Halbjahr planen wir ein weiteres Produkt. wmd: Was werden die Highlights dieser Fonds sein? Alfred Wieder: Die HMW Emissionshaus AG konnte diese neueste Fondsgeneration noch wirtschaftlicher konzipieren. Wir haben mit MIG 12 und MIG 13 das optimale Paket für den strategischen und nachhaltigen Vermö-

Alfred Wieder: Wir werden in 2012 viel Rückenwind aus dem MIG-Portfolio bekommen, da wird auch der eine oder andere Exit dabei sein. Für Finanzdienstleister ist dies, neben unserer gewohnt zuverlässigen Vertriebsunterstützung sowie unserer gelebten Transparenz, die höchste Motivation und Triebfeder für steigende Neugeschäfte und somit Provisionserlöse. Darüber hinaus sind wir für die neuen Vermittlerrichtlinien bestens ausgerüstet und vorbereitet. Fortbildung wird auch in 2012 ein zentrales Thema sein, getreu dem Motto „Wir machen Sie noch besser, noch effektiver bei Ihrer täglichen Beratungs- und Verkaufstätigkeit“.

wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln? Axel Stiehler: Der Markt für Sachwertfonds nach dem klassischen KG-Modell wird sich weiter auf niedrigem Niveau konsolidieren. Wir gehen davon aus, dass Segmente wie die Schifffahrt weniger stark nachgefragt werden als beispielsweise Immobilien, Erneuerbare Energien oder Spezialfonds wie unsere AgrarINVEST-Fonds. Hier wird es darauf ankommen, frühzeitig attraktive Projekte zu sichern. Emissionshäuser mit langjähriger Erfahrung und einem guten Netzwerk sind hier sicherlich im Vorteil. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? 68

Interview mit Axel Stiehler, Geschäftsführer, Aquila Capital Advisors GmbH Axel Stiehler: Derzeit haben wir den Aquila HydropowerINVEST II sowie den Aquila AgrarINVEST IV im Vertrieb. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Axel Stiehler: Aufgrund der außerordentlich positiven Resonanz auf den Aquila HydropowerINVEST II und der Tatsache, dass wir sehr

attraktive weitere Projekte in der Pipeline haben, planen wir bereits eine Fortsetzung unserer Wasserkraftfonds. 2012 können sich Investoren voraussichtlich auf zwei weitere Fonds in diesem Segment freuen. Zudem ist die Konzeption für jeweils einen weiteren Solar- und Agrarfonds weit fortgeschritten. Außerdem möchten wir erstmals unsere komplette Sachwert-Expertise in einem


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Produkt bündeln: Ein SachwertDachfonds ist für das erste Quartal 2012 geplant. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein?

Axel Stiehler: Wie oben bereits erläutert, gehen wir von einer starken Nachfrage nach Sachwertfonds in den Segmenten Erneuerbare Energien, bei Investitionen mit Rohstoffcharakter wie Wald und Agrar sowie bei Immobilien aus.

Interview mit Jörg-Dieter Leinert, Geschäftsführer, Altaris Emissionshaus GmbH wmd: Welchen aktuellen Beteiligungsfonds haben Sie am Markt? Jörg-Dieter Leinert: Nach der erfolgreichen Platzierung des Altaris Games Portfolio 1 Ende 2011 ist der Nachfolgefonds, das Altaris Games Portfolio 2, Mitte Januar an den Start gegangen. Es handelt sich dabei ebenfalls um einen Games-Fonds, welcher in ein breites Portfolio bereits ausgewählter und geprüfter Onlinegames und Spiele für Smartphones und Tablet-PCs investiert. Trotz konservativer Kalkulation und einem durchgängigen Sicherheitskonzept erwarten den Anleger lt. Prognose bis Ende 2015 Ausschüttungen in einer Gesamthöhe von 141 Prozent. Zudem erhalten die Anleger für das Jahr 2012 einen Frühzeichnerbonus in Höhe von 6 Prozent ab dem Tag der Eigenkapitalleistung auf das Treuhandkonto. Die Mindestbe-

teiligung beträgt 5000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio. Durch den Fokus auf Spiele mit kurzen Entwicklungszeiten erwartet der Fonds erste Lizenzerlöse bereits Anfang 2013 was wiederum zu schnellen Kapitalrückflüssen an die Anleger führen wird. Dass dieses Fondskonzept gut funktioniert, hat der Vorgängerfonds bereits unter Beweis gestellt. So hat dieser während der Platzierungsphase neben dem Frühzeichnerbonus von ebenfalls 6 Prozent Gewinnanteile in Höhe von 12 Prozent für 2011 verdient und auch bereits ausgeschüttet.

liche Förderungen oder großzügige Bankkredite auskommen musste, hatte sie in der Finanzkrise wesentlich weniger Probleme als andere Märkte und Branchen. Das Marktwachstum seit 2007 von ca. 60 Prozent unterstreicht die Robustheit und die Konjunkturunabhängigkeit auf beeindruckende Weise. Trotzdem hat die Vergangenheit gezeigt, dass dies kein Markt für Glücksritter ist. Aufgrund der Komplexität und des schwierigen Marktzugangs wird das Thema Games als Kapitalanlage Spezialisten wie Altaris vorbehalten bleiben. wmd: Planen Sie weitere Fonds in diesem Jahr? Wenn ja, welche? Jörg-Dieter Leinert: Nein, unser Fokus liegt ausschließlich auf der Platzierung unseres aktuellen Fonds. Andere Themen werden wir nicht aufnehmen.

wmd: Wie wird sich der Markt in Ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln? Jörg-Dieter Leinert: Das Marktumfeld erwarten wir weiterhin sehr positiv und wachstumsstark. Da die Games-Branche schon immer ohne Subventionen, staat69


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Interview mit Wolfgang J. Kunz, Vertriebsdirektor, DNL Investmentagentur für U.S. Immobilien e.K. wmd: Wie wird sich der US – Immobilienmarkt in diesem Jahr ihrer Meinung nach entwickeln? Wolfgang J. Kunz: Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der gesamte US – Immobilienmarkt sich weiter positiv entwickeln wird. Da die USA aber sehr unterschiedliche Märkte, sowohl bei Wohn – als auch bei Gewerbeimmobilien haben, werden auch unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten sein. In den Ersten Lagen New Yorks, wie beispielsweise Wallstreet etc., werden die Preise für Immobilien auch weiterhin sehr hoch sein. In den Außenbereichen gerade der Großstädte im Nordosten der USA sind die Märkte schwieriger. TSO ist allerdings nur im Südosten der USA aktiv. Wenn man die Größe

des Südostens betrachtet (vergleichbar der Größe Europas) ist einfach zu erklären, wo und wie TSO investiert. Nur in den wirklichen Metropolen (z.B. Atlanta / GA, Raleigh /NC, Roanoke /VA, Chattanooga /TN, Orlando / FL, Jacksonville /FL und Tampa /FL), die alle eins gemeinsam haben, nämlich Wachstum an Bevölkerung und Unternehmen. Unabhängige US – Analysegesellschaften wie CBRE oder Torto Wheaton bestätigen den positiven Trend. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Wolfgang J. Kunz: Mit unserem in Deutschland im Vertrieb befindlichen vierten Fonds dem TSO-DNL Fund IV., L.P. TSO-DNL Fund IV. beabsichtigt, in mindestens sechs Ertrag brin-

gende Gewerbeimmobilien im Südosten der USA zu investieren. Wie in den Vorgängerfonds auch, sind die Standorte der jeweiligen Immobilien erstklassig und es handelt sich hierbei um vier Büroimmobilien und zwei Einzelhandelszentren. TSO hat das besondere Bedürfnis der Anleger nach Sicherheit dahingehend umgesetzt, dass im TSO-DNL Fund IV. erstmals alle Immobilien Kredite eine Tilgung von mindestens 2 Prozent haben. Außer den beschriebenen sechs Immobilien, sollen mindestens sechs weitere Gewerbeimmobilien im Südosten der USA – ebenfalls weit unter Wiederherstellungskosten – erworben werden. Auch bei TSO-DNL Fund IV. können die Anleger neben der Vorzugsausschüttung von 8% p. a. laufende Rückflüsse ihres Kapitals aus Einzelobjektverkäufen erwarten. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012 – wenn ja, welche? Wolfgang J. Kunz: Wegen der aktuell regen Nachfrage wäre es möglich, dass TSO noch in 2012 den TSO-DNL Fund V. auf den Markt bringt. Ansonsten werden wie bisher Private Placements und Direktinvestitionen für institutionelle Anleger angeboten. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche geschlossener Fonds für 2012 sein? Wolfgang J. Kunz: Das wesentliche Thema wird sicherlich die Neuregulierung gemäß den AIFM Richtlinien sein. TSO steht diesen Neuregelungen jedoch grundsätzlich positiv gegenüber. Viele nun von den Initiatoren neu geforderten Dokumentationen (z.B. Wirtschaftsprüfungsgutachten etc.) wurden von TSO immer schon erbracht.

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Advertorial | WER PLANT WAS? 2012

„TSO-DNL Fund IV, L.P.: Premiumprodukt mit vielfältigen Alleinstellungsmerkmalen.“ lanta ist der neue Mittelpunkt für alternative Energien, wie Solar und Wind. Die 8%ige Vorzugsauschüttung p. a. an die Anleger ist durch die Erträge der Immobilien gedeckt. Die Immobilien werden von TSO vorfinanziert und von der Fondsgesellschaft einzeln erworben. Der Präsident der TSO verbürgt persönlich die Hypotheken. SunTrust Bank, eine der 19 größten Banken der USA, welche hinsichtlich der Bonität und der Solvenz mit denen deutscher DAX – Konzerne vergleichbar ist, ist Ankermieter in vier von sechs Fondsimmobilien. SunTrust wertet die Mieterqualität des TSO-DNL Fund IV, L.P. um ein weit überdurchschnittliches Niveau auf. Wie der aktuelle TSODNL Fund IV, L.P. so hatte auch der im September 2011 geschlossene TSO-DNL Fund III einen Teil – Blindpool. Außer der 10. Gewerbeimmobilie (diese wurde erst nach Schließung des Fonds III aus noch vorhandenem Kapital erworben) wurden für alle im Blindpool investierten Gewerbeimmobilien umfangreiche Nachträge erstellt und BaFin vorgelegt. Diese Nachträge belegen, dass die Kommanditisten bei den Investitionen des Blindpools keinesfalls schlechter gestellt waren, als bei den beschriebenen Immobilien. Im Gegenteil, TSO hat gerade auch bei den letzten Investitionen bewiesen, welche Vorteile für die Anleger erreicht wurden. Eine strikte Regelung zur Beachtung beim Immobilienkauf ist im Gesellschaftsvertrag des Fonds festgelegt. Die beim Verkauf der Gewerbeimmobilien entstehenden Gewinne und Mehrmieten werden mit 85% an die Gesellschafter und zu 15% an den Komplementär verteilt. Die Kapitalrückführung ist über das Treuhandkonto innerhalb von 60 Tagen gesellschaftsrechtlich geregelt. Die Verkaufsgebühr des Komplementärs ist auf 3% begrenzt.

Kurzdarstellung Fonds „TSO - DNL FUND IV, L.P.“

www.dnl-invest.com

Status

In Emission

Emissionsstart / Geplante Schließung

11.11.2011 - 31.12.2012

Segment

Gewerbeimmobilien

Zielmarkt

USA- Ausschließlich der Südosten

Struktur

Mehrobjektfonds: Erwerb von mindestens 4 Büro- und 2 Einzelhandelsimmobilien sowie weitere 6 bis 8 Gewerbeimmobilien.

Investitionskriterien

Ertrag bringende Gewerbeimmobilien im Südosten der USA. Die Immobilien müssen weit unter Wiederherstellungskosten zu erwerben sein.

Besonderheit

Vorrangige Ausschüttung an die Kommanditisten. Der Initiator übernimmt die persönliche Bürgschaft für die Hypotheken.

Laufzeit

3 - 5 Jahre geplant

Fondsvolumen exkl. Agio

50 Mio. USD

Eigenkapital exkl. Agio

50 Mio. USD

Gesamtinvestitionsvolumen

ca. 120 Mio. USD

Prognostizierte Auszahlung

8% p.a. ab Einzahlungsdatum als Vorzugsausschüttung

Gesamtausschüttung

ca. 215% bis Ende 2016 (inkl. Kapitalrückführung)

Mindesteinlage

15.000 USD

Agio

5%

Fotos, Quelle: DNL Investmentagentur für US – Immobilien, e. K

TSO-DNL Funds haben bereits Ende 2011 den Grundstein für einen weiteren US – Gewerbeimmobilienfonds gelegt. Initiator TSO Europe Funds, Inc. Atlanta, Tochtergesellschaft der seit 1988 erfolgreich im Südosten der USA operierenden Investmentgesellschaft TSO „The Simpson Organization“, veröffentlichte den Emissionsprospekt TSO-DNL Fund IV, L.P. und ließ unverzüglich hierzu ein IDW S4 Gutachten erstellen. Auch der aktuelle Fonds wird von namhaften Analysten geprüft, eine testierte Leistungsbilanz sowie ein Management Rating sind in der Ausarbeitung. Der Fonds wird in Europa von der Exklusivvertriebsbeauftragten, der DNL Investmentagentur, Düsseldorf, Am Seestern 8, vertrieben. Hier betreut DNL ebenfalls die Anleger. In Düsseldorf finden jährlich die Gesellschafterversammlungen unter Leitung des TSO Präsidenten Boyd Simpson statt. Der Fund IV erwirbt ausschließlich erstklassige und Ertrag bringende Gewerbeimmobilien mit Einkaufsrenditen über 10 Prozent. Die Einkaufspreise liegen weit unter Wiederherstellungskosten, welches durch neutrale Wertgutachten belegt wird. Die Fondsgesellschaft investiert in mindestens 6 Gewerbeimmobilien im Südosten der USA. Der Südosten ist die Region, in der TSO seit 24 Jahren über lokale Marktkenntnis verfügt und an wichtigen Standorten direkt vor Ort seine Mitarbeiter beschäftigt. Der Südosten ist wirtschaftlich sehr gesund – immerhin haben hier mehr als 1.200 deutsche Unternehmen ihren US - Hauptsitz (z. B. Porsche Nordamerika) oder ihre US – Niederlassung. Die führenden Autoproduzenten Daimler Benz (Alabama), BMW (South Carolina) und Volkswagen (Tennessee) haben hier ihre US – Produktionsstätten. Der Südosten ist außerdem das Technologiezentrum (Raleigh /NC), und die Stadt At-

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WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

Interview mit Michael Kohl, Geschäftsführer, Commerz Real Beteiligungsgesellschaft wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Michael Kohl: Das schwierige Marktumfeld – verursacht durch die Eurokrise – verunsichert weiterhin die Anleger. Die Vorteile geschlossener Fonds als inflationsgeschützte Sachwertinvestitionen konnten in diesem Umfeld nicht hinreichend den Anlegern verdeutlicht werden, problembehaftete Geschlossene Fonds haben, z.B. durch Wechselkursrisiken, sicherlich auch zu dieser Entwicklung beigetragen. Wir werden uns zukünftig noch stärker auf leicht verständliche und klar strukturierte Fonds konzentrieren. Eine erfolgreiche Marktteilnahme erfordert unseres Er-

achtens deutlich überarbeitete Produktstrategien und -konzeptionen sowie einen zusätzlichen Fokus auf klare Kommunikation des Chancen- und Risikoprofils. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Michael Kohl: In der Platzierung befindet sich aktuell unsere CFBSolarfonds 179. Dafür gab es den Scope Investment Award 2011 in der Kategorie der Geschlossenen Energiefonds: Hohe Investitionssicherheit durch konkrete Investitionsobjekte, namhafte Partner und attraktive Renditeaussichten. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche?

Michael Kohl: Die CFB fokussiert sich 2012 auf die von ihr schon in der Vergangenheit erfolgreich gemanagten Assetklassen Immobilien, Erneuerbare Energien und Flugzeuge. Die Chancen der Energiewende für Produkte im Bereich Erneuerbare Energien, nutzen wir bereits seit 2009 erfolgreich mit unseren Solarfonds. Zusätzlich möchten wir für unsere Anleger die Bereiche Windkraft und Energieinfrastruktur erschließen. Alle Produkte werden wie bisher konservativ konzeptioniert sein und sich durch noch ausgeprägtere Sicherheitspuffer sowie innovative Produktmerkmale auszeichnen. Die hohe Kompetenz und Qualität, die die CFB im Asset-Management auszeichnet, werden wir weiter ausbauen. Dies ist unserer Ansicht nach zwingend notwendig, um zukünftig Neuprodukte erfolgreich zu platzieren. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Michael Kohl: Die Emissionshäuser für Geschlossene Fonds stehen neben den schwierigen Marktbedingungen vor zusätzlichen Herausforderungen, die sich aus der verstärkten Regulierung auf nationaler Ebene im Vermögensanlagegesetz und auf EU-Ebene durch die AIFM-Richtlinie ergeben. Außerdem wird in der kommenden Zeit entscheidend für das Produkt sein,das Vertrauen unzufriedener Investoren und Vertriebspartner zurück zu gewinnen. Darüber hinaus sollte unseres Erachtens der unternehmerische Charakter des Produktes zukünftig deutlicher betont werden. Die Emissionshäuser werden zukünftig stärker an der Managementkompetenz über den gesamten Produktzyklus gemessen werden.

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Geschlossene Fonds | WER PLANT WAS? 2012

Interview mit Thomas Böcher, Geschäftführer, Paribus Capital GmbH wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln? Thomas Böcher: Für 2012 sind wir optimistisch, auch wenn sich das Auf und Ab an den Finanz- und Wirtschaftsmärkten fortsetzen wird. Dies bedeutet Herausforderung und Verantwortung für Initiatoren und Vertrieb. Geschlossene Fonds sind beratungsintensive Kapitalanlageprodukte, die nicht für jeden Anleger gemacht sind. Kleinanleger, also Anleger, die 10.000,00 Euro

wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Thomas Böcher: Neben Paribus Büro- und Verwaltungsgebäude „Kreisverwaltung Pinneberg“ haben wir weiterhin das Paribus Rail Portfolio II in der Platzierung. Hier haben wir das geplante Kommanditkapital erhöht, damit weitere Anleger die Gelegenheit haben, in diesen zweiten Eisenbahnfonds der Paribus Capital zu investieren. Durch den bereits hohen Investitionsstand in Höhe von rund 28,6 Millionen Euro sind klare Strukturen sichtbar und das Lokportfolio kann weiter breit diversifiziert werden. Die Berater und die Anleger schätzen dieses bewährte und erprobte Produkt. Und als zweiten Immobilienfonds bieten wir das Paribus Hochschulportfolio Bayern an. Dieser Fonds investiert in zwei Hochschulneubauten an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und der Hochschule

für angewandte Wissenschaften Coburg. Der Hauptmieter ist der Freistaat Bayern. Damit bieten wir unseren Anlegern – wie auch mit Paribus Büro- und Verwaltungsgebäude Pinneberg erneut einen staatlichen Mieter. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Thomas Böcher: Wenn das Paribus Rail Portfolio II ausplatziert ist, werden wir die Reihe der Rail Portfolios fortsetzen. Das kann in 2012 sein oder in 2013. Darüber hinaus prüfen wir weitere Immobilienprojekte. Eine Premium-Immobilie in Hamburg scheint derzeit sehr realistisch. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Thomas Böcher: Die Kapitalmarktregulierung geschlossener Fonds (AIFM) wird in diesem Jahr sicherlich das vorherrschende Thema sein. Auch die (finanz-)wirtschaftlichen Entwicklungen der Weltmärkte werden uns 2012 in Atem halten und die Branchen immer wieder zur Überprüfung der langfristigen Tragfähigkeit der Fondskonzepte (heraus-) fordern.

nicht als freie Liquidität neben ihren bereits getätigten Kapitalanlagen zur Verfügung haben, sind hierfür nicht geeignet. Das heißt, wir brauchen aufgeklärte und qualitätsbewusste Berater für aufgeklärte Anleger, die die Risiken aber auch die Vorteile eines geschlossenen Fonds kennen und schätzen. Für Paribus Capital bedeutet dies für 2012, dass wir unserer Linie treu bleiben werden und weiterhin unternehmerisch orientierte Fonds mit Zukunftsperspektiven auflegen werden. 73


WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

Interview mit Kai Schafheutle, Geschäftsführer, Kapitalpartner Konzept GmbH wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Kai Schafheutle: 2011 war auch für diesen Markt eine turbulente Zeit, zumindest in den ersten drei Quartalen. Was uns positiv auf das 2012 blicken lässt, ist das letzte Quartal 2011: hier konnten rund 2,1 Mrd. € Eigenkapital platziert werden, was eine Steigerung von rund 74 % gegenüber dem ersten Quartal 2011 bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Quote des eingeworbenen Eigenkapitals 2011 sogar etwas zu. Deutlich positiver fallen die Zahlen für die Anlageklasse ‚Immobilienfonds Inland‘ aus, in die wir in erster Linie investieren: das platzierte Eigenkapital stieg hier im Vergleich zu 2010 seitens privater Investoren um 33 %, seitens institutioneller Investoren gar um 72 %! Diese Werte betrachten wir als positive Zeichen und erwarten daher für 2012, obgleich nicht für alle Anlageklassen, so aber für Immobilienfonds, ein herausforderndes und erfolgreiches Jahr.

platzieren. Es handelt sich dabei um einen Fonds mit einer kurzen Laufzeit von nur 2,5 Jahren, womit wir der Nachfrage seitens der Anleger nach kurzläufigen Angeboten nachgekommen sind. Um den Bedürfnissen und Wünschen der Anleger gerecht zu werden, haben wir beim Folgefonds CAMPUS BREMEN eine mittlere Laufzeit von 12 Jahren gewählt. Während für Neu-Ulm eine Neubauimmobilie mit 109 Apartments konzipiert wurde, wird in Bremen ab dem Wintersemester 2012 Wohnraum für insgesamt 345 Studierende zur Verfügung stehen. Gemeinsam ist den Fondsimmobilien die Lage: mit nur 400 Metern bis zur Hochschule Neu-Ulm und auf dem Campus der Universität Bremen selbst gelegen befinden sich die Apartments für Studenten in einer idealen Lage.

wmd: Mit welchen Fonds sind Sie derzeit am Markt? Kai Schafheutle: Wir haben 2011 zwei Fonds der Anlageklasse ‚Studentenapartments‘ aufgelegt: CAMPUS NEU-ULM mit einem Volumen von 6,8 Mio. € und CAMPUS BREMEN (Volumen: ca. 20 Mio. €). CAMPUS NEU-ULM konnten wir nach nur wenigen Monaten erfolgreich 74

wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Kai Schafheutle: Im Frühjahr 2011 haben wir die Fondsreihe ‚Studentisches Wohnen‘ gestar-

tet, mit dem Ziel, in den kommenden Jahren bundesweit Studentenapartments zu errichten, die aufgrund mehrerer Faktoren dringend benötigt werden. Die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht sind dabei die bekanntesten. Weit bedeutender ist jedoch das Bestreben der Bundesregierung, langfristig deutlich mehr Studienanfänger zu generieren. Der nachhaltige Anstieg der Studienanfängerzahlen ist erfreulich, einerseits um den drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, andererseits aber auch für Immobilieninvestoren: eine aktuelle Prognose der Kultusministerkonferenz für die Jahre 2012 bis 2025 geht von einer dauerhaft hohen Nachfrage nach Wohnraum in Hochschulstädten aus. Dies ist der Motor, der uns antreibt. Wir planen daher auch für 2012 StudentenapartmentsFonds. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Kai Schafheutle: Die Eurokrise und die anhaltend latente Unsicherheit an den diversen Märkten werden auch 2012 dafür sorgen, dass sich Anleger weiter in Richtung Sachwerte orientieren. In Gesprächen mit Anlegern und Investoren konnten wir feststellen, dass diese zunehmend Wert auf klare und einfache Fondskonzepte legen, die natürlich renditeeinbringend aber auch nachvollziehbar und verlässlich sind. Trotz dieser Besinnung auf sichere Tugenden sind sowohl private als auch institutionelle Anleger offen für neue Investmentideen in bewährten Anlagefeldern, wie z.B. Studentenapartments. Ein wachsender Trend bei den Anlegern und Vertrieben liegt daher in der Entwicklung neuer kurzlaufender Fondsangebote.


Geschlossene Fonds | WER PLANT WAS? 2012

Dach und Fach trägt der Pächter. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche?

Interview mit Alexander Betz, Vorstand, MPC Capital AG wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Alexander Betz: Für den Markt der geschlossenen Fonds erwarten wir in 2012 ein ähnliches Platzierungsvolumen wie im Vorjahr. Der gesamte Markt für private Kapitalanlagen wird weiter von Unsicherheit geprägt sein, was bei den geschlossenen Fonds noch zusätzlich durch die von den schwierigen Schifffahrtsmärkten betroffenen Schiffsbeteiligungen verstärkt wird. Die Emissionshäuser werden ihre Fondsmanagementkompetenz einmal mehr unter Beweis stellen müssen. MPC Capital hat im letzten Jahr alle Fondsmanagementaufgaben produktlinienübergreifend in einer Einheit zusammengefasst und damit das Management der laufenden MPC Fonds noch schlagkräftiger gemacht. Als Unternehmen haben wir uns so aufgestellt, dass unsere Kosten bereits mit den wiederkehrenden

Einnahmen aus Bestandsfonds gedeckt werden – wir sind daher in der komfortablen Situation, nicht auf Neugeschäft angewiesen zu sein. Wir werden allerdings privaten wie institutionellen Anlegern auch weiterhin zeitgemäße, markt- und bedürfnisgerechte Produkte anbieten. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Alexander Betz: Noch können letzte Anteile an dem Fonds MPC Deutschland 10 mit drei SiemensObjekten in Erlangen gezeichnet werden. Wer in ein konjunkturunabhängiges Asset investieren will, beteiligt sich mit dem Fonds MPC Deutschland 11 an fünf Studentenapartmentanlagen in vier renommierten Universitätsstädten. Angesichts kurzfristig weiter steigender Studentenzahlen und einer langfristig das Angebot weit übersteigenden Nachfrage ein lukrativer Markt. Hinzu kommt das besonders sicherheitsorientierte Fondskonzept: Durch den über 14,5 Jahre geschlossenen Pachtvertrag mit dem führenden Anbieter Studentischen Wohnraums wird eine hohe Einnahmesicherheit erreicht – jährliche Steigerung des Pachtzins um 1,8% inklusive. Darüber hinaus tritt die Pächterin der Fondsgesellschaft die Rechte an den mehr als 800 Einzelmietverträgen ab, die übrigens von den Eltern der Studenten mitzuunterzeichnen sind. Instandhaltungsund Instandsetzungskosten außer

Alexander Betz: In Planung sind weitere Immobilienfonds im klassischen Büroimmobiliensegment. Der Schwerpunkt liegt hier auf Objekten in Deutschland und dem nördlichen Europa. Auch im Bereich Energie weist Nordeuropa gute Chancen auf. So könnte beispielsweise Windkraft in Schweden ein lukratives Investitionsfeld sein. Aber neue Produkte allein reichen nicht, wir müssen auch zeigen, dass wir gelernt haben: Neue Produkte müssen sich durch Eigenschaften auszeichnen, die es Anlegern leicht machen, eine Investitionsentscheidung zu treffen. Entsprechend haben wir sieben Tugenden definiert, die neue Produkte von MPC Capital erfüllen sollen. Dazu zählen eine einfache Fondsstruktur, kein Währungsrisiko im Fonds, keine Fertigstellungs- oder Projektentwicklungsrisiken, sachliche Darstellung der Chancen und Risiken, eine schnelle Darlehensrückführung sowie eine sicherheitsorientierte Fondskalkulation mit hohen Reserven. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Alexander Betz: Das Jahr 2012 wird nicht zuletzt mit der Einführung der AIFM-Richtlinien weitere Neuerungen und Veränderungen für die Branche bereithalten. In diesem Zusammenhang wird man auch noch einmal über eine leistungsgerechte Vergütung der Beratung und Vermittlung geschlossener Fonds im Sinne von Anlegern und Vertriebspartnern nachdenken müssen. 75


WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

Interview mit Torsten Doyen, Geschäftsführer, HIH Vertriebs GmbH wmd: Wie ist die HIH derzeit im Markt positioniert? Torsten Doyen: In den vergangenen zwei Jahren haben wir unseren Vertrieb ausgebaut, so dass heute je ein Mitarbeiter für Vertriebspartner der drei Bereiche Großbanken/Privatbanken, Regionalbanken und freie Vertriebe als Ansprechpartner agiert. Insbesondere die freien Finanzdienstleister haben ihre Stärke im Jahr 2011 beim Vertrieb unseres ersten Projektentwicklungs-fonds eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Derzeit spüren wir, dass die breite Aufstellung der gesamten HIH mit ihrer operativen Tätigkeit in den Bereichen Asset und Property Management, Projektentwicklungen und Investmentprodukte die Positionierung der HIH positiv beeinflusst. Es überzeugen 20 Jahre Immobilienerfahrung und der Beweis für ein gutes Asset und Fonds Management durch die positive Leistungsbilanz. wmd: Welche Angebote werden in 2012 ihrer Meinung nach von Anlegern am stärksten nachgefragt werden? Torsten Doyen: Wir gehen davon aus, dass das Jahr 2012 weiterhin von der Zurückhaltung der Anleger geprägt sein wird, so dass insbesondere Investments nachgefragt werden, die sicherheitsorientiert ausgerichtet sind. Im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds werden sich Produkte mit einer überzeugenden 76

Story durchsetzen. Die Anleger sind weitaus kritischer geworden und wollen vom Gesamtpaket – Immobilie, Lage, Mieter, Auszahlung – überzeugt werden. Die spannende Frage wird sein, welche und wie viele der Emissionshäuser es schaffen werden, eben solche Investments anzubinden. Denn die Angebotsknappheit wird auch das Jahr 2012 beherrschen. wmd: Auf welche Produktangebote setzt die HIH in 2012? Torsten Doyen: Für die erste Jahreshälfte können Anleger sich noch an unserem ÖsterreichFonds beteiligen. Die Auszahlungen können erfreulicher Weise nach

nur einem halben Jahr Laufzeit von 5,75 % p.a. auf 6,00 % p.a. angehoben werden. Denn hier konnte durch den veränderten österreichischen Verbraucherpreisindex schon jetzt eine Mieterhöhung realisiert werden. Zusätzlich planen wir 2012 einen weiteren Publikumsfonds aufzulegen, der in den möglichen Zielländern Deutschland, Österreich oder Belgien investiert und wir schauen uns nach geeigneten Projekten für einen zweiten Projektentwicklungsfonds um. wmd: Was werden die Highlights dieser Produktangebote sein? Torsten Doyen: Im Sinne einer sicherheitsorientierten Ausrichtung der Investments können sich Anleger auf Publikumsfonds mit langfristigen Mietverträgen, Inflationsschutz durch Indexierung und hohe Einnahmensicherheit durch bonitätsstarke Mieter freuen. Die Basis hierfür bilden konservative Fondskalkulationen. So werden zum Beispiel eine ausreichende Liquiditätsreserve über die Laufzeit und ein konservativer Ansatz für das Verkaufs-Szenario der Immobilie berücksichtigt. wmd: Was können Vermittler von HIH in 2012 erwarten? Torsten Doyen: Vor allem Produkte mit einer werthaltigen Platzierungsgarantie durch die Privatbank M.M.Warburg, womit die Vollplatzierungen gewährleistet sind. Außerdem freuen wir uns, wenn Vermittler unserer Einladung folgen, die Immobilien vor Ort zu besichtigen, um ein Gefühl für das Gebäude und den Standort zu entwickeln. Fest steht aber, dass Vermittler mit der HIH einen nachhaltigen Initiator an ihrer Seite haben, der für die derzeitigen Marktturbulenzen gut aufgestellt ist und langfristig konservativ kalkulierte Investments für Privatkunden anbieten wird.


Advertorial | WER PLANT WAS? 2012

„HIH Global Invest 05 Österreich“ Steuervorteile nutzen und gleichzeitig auf einem transparenten Markt in eine werthaltige Immobilie investieren – genau diese Kombination bietet der geschlossene Immobilienfonds. Wien ist der dominierende Büroimmobilienstandort Österreichs. Die Hauptstadt zählt zu den zehn wirtschaftlich stärksten Städten Europas und wurde im Jahr 2011 mit dem ersten Platz der Mercer Quality of Living Studie ausgezeichnet. Der „HIH Global Invest 05 Österreich“ investiert in ein hochwertiges, energieeffizientes Bürogebäude in der österreichischen Metropole. Die rund 13.000 Quadratmeter Mietfläche der im Jahr 2007 fertiggestellten Immobilie sind vollständig vermietet. Als staatsnaher Hauptmieter hat das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum BBRZ Reha GmbH gut 83 % der Gesamtfläche für die kommenden zehn Jahre angemietet. Weitere Mieter sind der Einzelhändler BILLA und die Drogeriekette BIPA – beides Tochterunternehmen der REWE-Gruppe – sowie der Verein für Entwicklungszusammenarbeit HUMANA Österreich. In den Untergeschossen bietet das Gebäude 117 PKW-Stellplätze, die sowohl an die Mieter als auch externe Dauerparker vergeben sind. Die Fondsimmobilie liegt mitten im Büroviertel an der Verkehrsachse Süd-Ost und profitiert von der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die Autobahn A 23 und der Flughafen sind zudem sehr gut erreichbar.

Ab einer Mindestanlagesumme von 15.000 Euro können sich Anleger an dem Fonds beteiligen. Über eine Laufzeit von zehn Jahren sind jährliche Auszahlungen in Höhe von 6,00 % ansteigend auf 6,25 % prognostiziert. Ursprünglich war der Fonds mit anfänglichen 5,75 % p.a. kalkuliert. Da jedoch bereits zum Jahreswechsel eine erste Mieterhöhung realisiert werden konnte, wird die Auszahlungsreihe rückwirkend für das Jahr 2011 und bis 2017 auf 6,00 % p.a. angehoben. Die Mieten sind an den österreichischen Verbraucherpreisindex gekoppelt, der sich 2011 um durchschnittlich 3,6 % erhöht hat. Deutsche Anleger nutzen außerdem die Vorteile des bestehenden Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Österreich. So sind Einkünfte aus Vermietungen und Verpachtungen bis zu einer Beteiligungshöhe von voraussichtlich 45.000 Euro steuerfrei, sofern die Anleger keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte in Österreich beziehen. Der Fondsinitiator HIH Global Invest GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HIH Hamburgische Immobilien Handlung GmbH – ein Unternehmen im Verbund mit der M.M.Warburg Gruppe. Die HIH entwickelt und erstellt seit über 20 Jahren internationale Immobilieninvestmentprodukte für institutionelle und private Investoren und verfügt über eine nachgewiesene Expertise in der Auflage geschlossener Immobilienfonds und Private Placements. www.hih.de

Rahmendaten des Beteiligungsangebotes (verkürzte Darstellung) Mindestbeteiligung

15.000 EUR zzgl. 5 % Agio

Prognostizierte Auszahlungen p.a. (bezogen auf die Zeichnungssumme ohne Agio)

2011 – 2019: 6,00 % p.a. 2020 – 2021: 6,25 % p.a.

Steuerbefreiung durch das Doppelbesteuerungsabkommen

Bis zu einer Beteiligungssumme von 45.000 EUR bleiben Auszahlungen steuerfrei, sofern der Anleger keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte in Österreich bezieht

Prognostiziertes Gesamtergebnis vor Steuern (exkl. Agio)

168,0 %

Gesamtinvestitionsvolumen (exkl. Agio)

32.400.000 EUR

Eigenkapital (rund 56,1 %)

17.800.000 EUR zzgl. Agio

Fremdkapital (rund 43,9 %)

14.600.000 EUR (Laufzeit über rund 10 Jahre)

Beitrittszeitraum

Bis spätestens 30.04.2013

Platzierungsgarantin

M.M.Warburg & CO KGaA

Fondslaufzeit

Rund 10,5 Jahre bis 31.12.2021

Inflationsschutz

Ja, durch langfristige, indexierte Mietverträge

Investitionsstandort

Wien, Österreich

Investitionsobjekt

Büro- und Geschäftsimmobilie, Baujahr 2007 mit 12.979 m² Mietfläche

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WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

wmd: Mit welchem Produktangebot ist Voigt & Coll. derzeit am Markt aktiv?

Beitrag von Hermann Klughardt, Geschäftsführer, Voigt & Coll. GmbH wmd: Der Solaranlagemarkt war im letzten Jahr stark umkämpft. Wie sehen Sie die Marktentwicklung in 2012? Hermann Klughardt: Ich erwarte für Geschlossene Fonds ein Niveau ähnlich wie 2011. Die Rahmenbedingungen werden sich gegenüber dem Vorjahr nicht signifikant verändern. Dies gilt auch für den Be-reich Erneuerbare Energien. Allerdings bieten diese Bedingungen auch eine Chance für unseren Markt: Angesichts der weiter schwelenden Schuldenkrise in Europa wird der Sachwertcharakter von Erneuerbare-Energien-Beteiligungen auch 2012 positiv wahrgenommen werden. Eine Umfrage des Analysehauses Frontiers Management Consulting unter 343 institutionellen Investoren in Deutschland hat ergeben, dass erneuerbare Energien als Sachwertinvestment inzwischen genauso geschätzt werden wie Immobilien. 2012 wollen sich die Großanleger im Segment Sachwerte vor allem mit diesen beiden Anlageklassen beschäftigen. Attraktivste Subkategorie ist dabei die Photovoltaik. Rund 40 Prozent der Befragten bezeichneten diese als „attraktiv“ oder „sehr attraktiv“. Es folgen die Windenergie (33 Prozent), die Wasserkraft (28,6 Prozent) und die Solarthermie (27,4 Prozent). Auch Privatanleger werden Invest78

ments in Photovoltaik- und Windkraftvorhaben favorisieren. Drei Viertel beziehungsweise knapp zwei Drittel sprachen sich im Rahmen einer Online-Befragung des Portals greenvalue.de für die beiden Subkategorien aus. Der Trend für 2012 ist damit sowohl von institutioneller als auch von privater Seite klar vor-gegeben. Generell beeinflusst den Photovoltaikmarkt nach wie vor, dass wir uns weltweit in einem Wandel der Energieversorgung befinden – von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien. Ein immer größerer Teil der Versorgung soll durch erneuerbare Energien sichergestellt werden. Der schon jetzt sehr hohe Bedarf an Investitionen in erneuerbare Energien wird dementsprechend zunehmen. Geschlossene Fonds werden als Anlagevehikel in diesem Prozess weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Hinsichtlich der regionalen Ausrichtung von Solarfonds wird auch in diesem Jahr einer der Schwerpunkte in Italien liegen. Die hohe Sonneneinstrahlung verbunden mit der auf 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung macht den Standort attraktiv. Weil ein Teil des erzeugten Stroms mit dem marktgängigen Strompreis vergütet wird, ist zudem ein gewisser Inflationsschutz eingebaut. Somit sind die Aussichten für Solarfonds in Italien weiterhin positiv. Auch Deutschland wird weiterhin im Anlegerinteresse bleiben. Trotz geringerer Renditen punktet dieser Markt mit dem „Heimvorteil“.

Hermann Klughardt: Wir sind aktuell mit unserem Beteiligungsangebot „SolEs 23“ im Vertrieb. Der Fonds investiert in ein 51 Megawatt großes Solarkraftwerk in Italien, das seit Dezember 2010 am Netz ist. Der PhotovoltaikPark befindet sich in Montalto di Castro, knapp 120 Kilometer nördlich von Rom und damit in einer sehr sonnenreichen Region. Er ist Teil eines Solarkraftwerks mit einer Gesamtleistung von rund 84 Megawatt, das zu den größten in Europa zählt. Der produzierte Strom des Photovoltaik-Parks wird nach dem attraktiven Einspeisetarif des Conto Energia 3 vergütet. Dieser Fördertarif liegt über eine Laufzeit von 20 Jahren bei 34,6 Cent pro Kilowattstunde. Darüber hinaus generieren wir Zusatzerträge durch den Verkauf des Solarstroms zum Marktpreis. 2011 hat das Kraftwerk ca. 11% mehr Strom produziert, als die Ertragsgutachten erwarten liessen und damit ein hervorragendes Ergbnis für den Fonds abgeliefert. Anlegern bietet der Fonds durch den Einspeisetarif und die hohe Sonneneinstrahlung am Standort stabile Erträge. Sie können mit einer jährlichen Ausschüttung von 7,5 Prozent rechnen. wmd: Werden Sie darüber hinaus neue Fonds in 2012 auflegen? Hermann Klughardt: Wir planen in diesem Jahr mit dem Nachfolgeprodukt des „SolEs 23“ in den Vertrieb zu gehen. Als Investitionsstandort für den Solarfonds haben wir auch weiterhin insbesondere Italien im Blick. Beim Erwerb von Solaranlagen profitieren wir zudem von unserer


Geschlossene Fonds | WER PLANT WAS? 2012

langjährigen Erfahrung mit Solarinvestments in Südeuropa und unserem Netzwerk vor Ort. Zunächst planen wir in den kommenden Monaten für den „SolEs 23“ weitere Solarkraftwerke erwerben und dafür das geplante Eigenkapitalvolumen von 17,5 Millionen Euro (zzgl. fünf Prozent Agio) zu erhöhen. Bei den kommenden Investitionen wird ebenfalls Italien als Standort im Fokus stehen. Dabei werden wir nur in Anlagen investieren, die bereits Strom produzieren und ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Aktuell haben wir Zugriff auf lohnenswerte Solaranlagen mit über 250 Megawatt.

Hauses werden wir auch im Jahr 2012 weiter ausbauen. Wir bieten Investoren die Möglichkeit, in Solarkraftwerke zu investieren, die von uns erworben und gemanagt werden. Seit Februar sind wir beispielsweise als Asset Manager für eine fondsgebundene Rentenversi-cherung der Swiss Life AG tätig. Der Lebensversicherungskonzern bietet Anlegern seit Februar die Möglichkeit, über den Rentenversicherungstarif Life Asset Portfolio (LAP) Germany Pension schwerpunktmäßig in Erneuerbare-Energie-Fonds zu investieren. Ein Teil der Gelder wird in Solarkraftwerke angelegt, die wir für Swiss Life erwerben und langfristig managen.

Das Asset Management im Bereich lukrativer Solarinvestments als Kernkompetenz unseres

wmd: Was können Vertriebspartner von Voigt & Coll. in 2012 erwarten?

Hermann Klughardt: Unser Haus steht für eine ausgewiesene Expertise im Solarbereich. Dank dieser Fokussierung sind wir in der Lage, die betreuten Vermögenswerte professionell zu managen. Darauf kommt es vor dem Hintergrund der Finanzkrise und dem Vertrauensverlust vieler Anleger gegenüber der Fondsbranche mehr denn je an. Die Asset-Management-Kompetenz unseres Hauses wird von Vertriebspartnern sehr geschätzt. Qualitativ hochwertige Investments mit langfristig stabilen Erträgen und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bilden eine solide Basis der Kooperation mit unseren Vertriebspartnern. Das ist auch die Benchmark für 2012 – an ihr werden wir uns von unseren Partnern gerne messen lassen.

Bereichen Erneuerbare Energien und Leasingfonds die Investoren auch im Jahr 2012 wieder überzeugen.

Beitrag von Oliver Porr, Geschäftsführer, LHI Leasing GmbH

W

ie in 2011 werden die Nachrichten zu Schiffsbeteiligungen und Lebensversicherungs-Zweitmarktfonds sowie zu problematischen Anschlussvermietungen zahlreicher Immobilienobjekte die Stimmung am Markt beeinflussen. Dies wird auch weiterhin Einfluss auf die Zeichnungsbereitschaft der Anleger haben. Umso wichtiger ist es, Beteiligungsangebote zu konzipieren, die die Anlegerpräferenzen berücksichtigen. Auch in 2012 wird die

große Zahl der stark sicherheitsorientierten Anleger Beteiligungsangebote bevorzugen, wie z.B. langfristig vermietete Immobilien an wachstumsstarken Standorten mit bonitätsstarken Nutzern. Diese lassen gleichermaßen stabile Erträge wie auch eine solide Wertentwicklung erwarten. Daneben werden sich aber auch andere Assets, mit tragfähigem, wirtschaftlichem Konzept in einem anhaltend schwierigen Umfeld behaupten können. So sollten Beteiligungsangebote aus den

Durch die Konzentration auf bestimmte Assetklassen, und die dadurch resultierende ausgezeichnete Assetmanagementkompetenz sieht sich die LHI für die zu erwartenden Anlegerpräferenzen gut aufgestellt. Bereits in der Platzierung befindet sich der LHI Immobilienfonds Fachmarktzentrum Erding. Zeichner beteiligen sich damit an einem neu errichteten Einzelhandelsobjekt. Das Objekt befindet sich direkt in einem bereits etablierten Gewerbegebiet in dem sich namhafte Mieter aus den unterschiedlichsten Branchen, wie z.B. Lebensmittel, Elektro, Baustoffe angesiedelt haben. Der Standort des Fachmarktzentrums befindet sich in der wachstumsstarken Region Erding, in unmittelbarer Nähe 79


WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

des Münchner Flughafens. Für den weiteren Jahresverlauf ist die Emission eines weiteren Immobilienfonds mit dem Mieter TU Berlin geplant. Bereits im 2. Quartal 2012 findet mit dem LHI Solar Deutschland VII Georgsdorf und Prenzlau, die Solarfonds-Serie und mit dem LHI Flugzeugturbinenfonds III Telesis, die TriebwerksleasingfondsSerie ihre Fortsetzung. Ein weiteres Thema das die Emis-

sionshäuser 2012 beschäftigen wird, ist die regulatorische Seite. Die Umsetzung der AIFM-Richtlinie in deutsches Recht stellt hohe Anforderungen an Liquiditäts- und Risikomanagement des Fondsinitiators. Die LHI unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut seit Jahren entsprechenden Regulierungsvorschriften und verfügt deshalb bereits jetzt über adäquate Strukturen in Management, Reporting und Controlling. Nicht zu-

letzt die langjährige Geschäftstätigkeit der LHI als Produktlieferant für anspruchsvolle, institutionelle Anleger resultiert in einer hohen Professionalität, die auch unseren Privatanlegern zugute kommt. „Trotz des komplexen wirtschaftlichen Umfelds sieht sich die LHI für die Herausforderungen gut aufgestellt und blickt optimistisch in die Zukunft.“ Oliver Porr, Geschäftsführer der LHI Leasing GmbH

wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein?

Interview mit Michael Gadzali, Vertriebsleiter, Secur GmbH wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Michael Gadzali: Auf der einen Seite sieht sich der Markt unverändert einigen Herausforderungen gegenüber: Ein schwieriges Finanzierungsumfeld, Umbruch bei den Vertriebsstrukturen, Vertrauensverlust der Anleger in einigen Assetklassen, kommende AIFMRichtlinie, allgemein schwierige Marktsituation. Auf der anderen Seite fehlt es an nachhaltigen Alternativen zu Geschlossenen Fonds. So z.B.: Direkte Investitionen in Wohnimmobilien rechnen sich aufgrund steigender Einstandspreise oft nicht mehr, Edelmetalle stehen bereits auf einem Höchstniveau und der Aktienmarkt ist für viele nicht mehr kalkulierbar. Wenn die Branche mit guten, nachvollziehbaren und transparenten Pro80

dukten reagiert, werden Geschlossene Fonds in der Summe auch in 2012 wieder zulegen können. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Michael Gadzali: Wir haben zu Beginn des Jahres den Siebten Secur Immobilien Rendite Fonds in Folge vollplatziert. Investiert wurde mit diesem Publikumsfonds in ein neues Selbstkagerzentrum der Secur Gruppe in Berlin-Friedrichshain. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Michael Gadzali: Derzeit prüfen wir, inwieweit der deutsche Selfstorage-Immobilienmarkt bereit ist für institutionelle Investoren. Mitte diesen Jahres werden wir entscheiden, wie das nächste Produkt aussehen wird.

Michael Gadzali: Ich denke, dass die Branche sich im Wesentlichen mit folgenden Themen befassen wird: • Innovationen und alternative Produkte zu klassischen Geschlossenen Fonds • Zugang zu neuen Anlegerkreisen außerhalb des Retail (Institutionelle Investoren, Family Offices, etc.) • AIFM-Richtlinie Aufgrund der Leuchtturm-Stellung der deutschen Wirtschaft werden ausländische Investitionen in den deutschen Markt weiter zunehmen. Davon angezogen werden nach wie vor Innland-Immobilienfonds die vorherrschende Assetklasse sein. Ich erwarte, dass sich neben den ausgetretenen Pfaden zunehmend Spezialimmobilienfonds etablieren werden – sowohl im Bereich der Institutionellen Investoren als auch im Retail.


WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche?

Interview mit Jörg Busboom, Geschäftsführer, HTB-Gruppe wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln? Jörg Busboom:Es zeichnet sich ganz klar ein positiver Trend ab. Anleger und Berater sind in diesen von Unsicherheit geprägten Zeiten auf sicherheitsorientierte Investments fokussiert. Unsere Fonds können diesen Sicherheitsgedanken in besonderer Weise erfüllen, weil hier eine große Streuung über i.d.R. mehr als 100 Investitionsobjekte erfolgt. Ein weiterer Vorteil liegt in der adäquaten Bewertung, da die Objekte bereits eine Historie haben und aufgrund von Ist-Daten bewertet werden können. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Jörg Busboom: Aktuell haben wir zwei Fonds in der Platzierung. Der HTB Schiffsfonds XVI investiert in Zweitmarktanteile von Schiffsfonds. Der Fokus liegt dabei auf Containerschiffen mittlerer Grö-

ße. Investiert wurde bisher in 20 Schiffe, bis auf wenige Ausnahmen alles Containerschiffe. Entscheidend ist, dass dieses Portfolio aktuell durchschnittlich zu ca. 92% entschuldet ist. So war es sehr erfreulich, dass der Fonds bereits im letzten Jahr, und damit 1 Jahr früher als geplant, die Vorabverzinsung von 4% an die Anleger auszahlen konnte. Der HTB Schiffsfonds XVI ist somit bestens aufgestellt und wird von einer Erholung der Schiffsmärkte überproportional profitieren. Der HTB Immobilienfonds IV ist der erste Zweitmarkt-Immobilienfonds der als Ansparfonds konzipiert ist. Durch die 5-jährige Anspar- und Investitionsphase investiert der Fonds in eine Vielzahl von Objekten und durch Ausnutzung unterschiedlicher Marktphasen zu günstigen Kursen. Die Thesaurierung der Ausschüttungen in der Ansparphase führt zu einer Investitionsquote von ca. 110%. Durch die große Streuung in bis zu 200 Immobilien wird ein großes Maß an Sicherheit geboten.

Jörg Busboom: Der HTB Immobilienfonds V setzt die erfolgreiche Serie unserer Immobilienzweitmarktfonds fort. Sowohl die Platzierungsergebnisse als auch die bisherige Performance der Vorgängerfonds übertrafen die Erwartungen. Der neue HTB Immobilienfonds V wird nach strengen Investitionskriterien in deutsche Immobilien investieren. Es ist ein reiner Eigenkapitalfonds mit kurzer Laufzeit der sich über den Zweitmarkt Einkaufsvorteile sichert und durch vielfältige ExitMöglichkeiten die Renditechancen erhöht. Über die Laufzeit ist ein Kapitalrückfluss von insgesamt ca. 200% geplant. Der HTB Schiffsfonds XVII ist der zweite Schiffsansparfonds der HTB und wird analog zum Immobilienansparfonds konzipiert. Der Vorgängerfonds wurde plangemäß Ende 2011 geschlossen. Er konnte sich bereits über drei HTB Schiffszweitmarktfonds an mehr als 150 Schiffen beteiligen. Die drei HTB Zielfonds laufen bisher über Plan. Platzierungsbeginn wird Anfang März 2012 sein. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Jörg Busboom: Die Auswirkungen der „Euro“-Krise und die damit verbundene hohe Volatilität der Märkte werden vor allem bei Anlegern ein Thema sein. Bei den Vertrieben und den Emissionshäusern wird man sich intensiv mit den anstehenden Regulierungen im Rahmen des Vermögensanlagengesetzes und der europäischen Gesetzesinitiative unter dem Stichwort „AIFM“ beschäftigen müssen.

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WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein?

Interview mit Alexander Nothegger, Vorstand, Premicon AG wmd: Wie wird sich der Markt in Ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln?

Touristikgrößen in diesen Markt ein, von denen ein großer Teil mit uns Kontakt aufgenommen hat.

Alexander Nothegger: Für die Tätigkeit der Premicon sind gleich zwei Märkte entscheidend. Zum einen selbstverständlich der Beteiligungsmarkt – speziell bezogen auf geschlossene Fonds. Generell ist es kein Geheimnis, dass sich gerade Schiffsfonds – aufgrund der immer noch andauernden Verunsicherung der Anleger – recht schwer tun. Jedoch sind unsere Investitionsgüter nicht Teil des klassischen Markts der Schiffsfonds. Bei unseren Kreuzfahrtschiffen handelt es sich vielmehr um schwimmende Hotels, die somit eindeutig in das Segment Touristik fallen. Ein Grund mehr für uns, weiterhin davon überzeugt zu sein, dass unsere Beteiligungsangebote langfristig sehr gute Renditechancen bieten.

wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt?

Die bestätigen uns auch die Experten aus Analysekreisen – sei es durch die Bewertung unserer Leistungsbilanzen oder auch durch die Verleihung des Scope Investment Awards im vergangenen Jahr. Der andere für uns ebenso relevante Markt ist der Flusskreuzfahrtenmarkt. In diesem Segment sind die Aussichten nach wie vor hervorragend. Das Wachstum setzt sich ungebremst fort – der Deutsche ReiseVerband spricht von einem Umsatzzuwachs von 12 % in 2011. Diverse seriöse Studien, wie emnid oder ADAC, sagen einhellig eine kontinuierliche Steigerung für die kommenden Jahre voraus. Als Folge steigen weitere 84

Alexander Nothegger: Aktueller Fonds ist der „Premicon Fluss-Klassik“. Zur Beteiligung angeboten werden vier Flusskreuzfahrtschiffe aus dem Vier-Sterne-plus- bzw. Fünf-Sterne-Segment – drei Neubauten sowie das Traditionsschiff MS/MOZART. Als starke Partner in diesem Fonds sind die beiden touristischen Marktführer TUI und DERTOUR mit langfristigen Beförderungsverträgen eingebunden. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Alexander Nothegger: Wir werden voraussichtlich in diesem Jahr noch einen weiteren Flusskreuzfahrtfonds zur Beteiligung anbieten. Nähere Details zur Fondskonzeption geben wir jedoch grundsätzlich erst nach Abschluss sämtlicher Vertragsverhandlungen mit unseren Touristikpartnern bekannt.

Alexander Nothegger: Zum einen werden weiterhin die Sachwerte ganz oben auf der Themenliste stehen. Diesbezüglich schätzen wir uns glücklich, dass wir bereits seit vielen Jahren mit den Flusskreuzfahrtschiffen auf äußerst wertbeständige Sachwerte setzen. Dies haben wir gerade erneut bewiesen durch drei Schiffsverkäufe zu Konditionen, die deutlich über den prospektierten Werten liegen. Ein weiteres Thema wird die Regulierung durch die AIFM-Richtlinie sein; auch daran anlehnend wird sich die Branche generell über die Konzeption der geschlossenen Fonds Gedanken machen müssen. Das wurde bereits 2011 bei zahlreichen Branchentreffen deutlich. Die Premicon wird sich selbstverständlich jederzeit aktiv daran beteiligen, um diese Investitionsform zu stärken bzw. wieder in erfolgreichere Bahnen zu lenken. Wir sind überzeugt, dass der Geschlossene Fonds durch die Langfristigkeit einen Schutz für die Anleger darstellt. Die meisten Anleger verlieren durch kurzfristige Reaktionen auf Schwankungen der Finanzmärkte mehr als sie retten können. Die jüngere Vergangenheit hat klar gezeigt, dass kaum jemand mehr in der Lage ist, sichere Prognosen – auch nicht für kürzere Zeiträume – abzugeben.


Geschlossene Fonds | WER PLANT WAS? 2012

Beitrag von Gabriele Volz, Geschäftsführerin, WealthCap Wealth Management Capital Holding GmbH

Intelligent investieren mit realen Werten

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as Bedürfnis nach Qualität und kundengerechten Angeboten wird im Jahr 2012 noch zunehmen. Neben einer konstanten Produktversorgung, insbesondere mit deutschen Immobilienfonds, ist daher ein professionelles Bestandsmanagement entscheidend. Im Fokus stehen dabei Werthaltigkeit und eine klare Kommunikation. Qualität muss hier ganz deutlich vor Quantität gehen. Deshalb müssen Immobilieninvestitionen transparenten und auf Qualität ausgerichteten Investitionskriterien unterliegen, die nicht aufgeweicht werden dürfen. Eine umfassende After-SalesBetreuung, also Anlagen über den gesamten Produktlebenszyklus nach einer stringenten Strategie zu managen, ist ein weiterer Faktor, der für nachhaltigen Erfolg zukünftig mitentscheidend sein wird. So setzt WealthCap auf die Betreuung von Bestandsimmobilien weitestgehend mit eigenen Mitarbeitern und übernimmt nicht nur das Fondsmanagement des Portfolios, sondern kann auch auf die Expertise eines hauseigenen Asset Managements zurückgreifen. Bei Portfoliolösungen sind klare Auswahlkriterien ebenso entscheidend. Gepaart mit starken Investments stellen diese eine attraktive Option dar, um auf breiter Basis in Sachwerte zu

investieren. Mit Portfoliolösungen wird eine hohe Streuung gewährleistet, wodurch sich vorteilhafte Effekte wie Risikodiversifizierung, Wertstabilität und Ertragsstärke maximieren lassen. Für den antizyklisch orientierten Anleger eignet sich Private Equity sehr gut als Investitionsform und bietet Investoren eine historisch belegte hohe Renditechance. In Summe bieten Sachwerte Anlegern aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten – dies sehen wir als Chance und Verpflichtung zugleich.

Nicht ohne Grund suchen viele Anleger eine solide Alternative zu den immer volatileren Finanzmärkten. Die überwiegende Mehrheit der Privatinvestoren ahnt jedoch nicht, dass es eine so leistungsstarke Lösung für ihr Problem gibt. Gegenwärtig muss noch ein gutes Stück Aufklärungsarbeit im Markt geleistet werden. Hierfür hat unser Haus bereits die entsprechenden Weichen gestellt und wird auch 2012 in einen engen Dialog mit Vertriebspartnern und Investoren treten. Das passende Angebot

Die Anlageklasse Sachwerte noch stärker als Portfoliobestandteil zu etablieren, ist sicherlich die größte Herausforderung für alle Anbieter. Dabei bieten geschlossene Sachwertbeteiligungen gerade im aktuellen Marktumfeld ein enormes Wachstumspotenzial.

Aktuell befindet sich ein breites Spektrum an WealthCap Fonds in Platzierung: WealthCap Immobilien Deutschland 33, WealthCap Private Equity 13/14 sowie die Nachfolgegeneration WealthCap Private Equity 15/16. Seit 2011 bietet WealthCap außerdem ein zukunftsweisendes neues Beteiligungskonzept an, in dem die Vorteile einer wirkungsvollen Mischung in nur einem einzigen Produkt gebündelt werden – WealthCap SachWerte Portfolio 1. Bereits Ende März wird ein neuer deutscher Immobilienfonds an den Start gehen, der in ein Büroobjekt am Top-Standort Köln investiert. Außerdem sehen wir in Erneuerbaren Energien – auch abseits des Solarsegments – Potenziale für die Anleger. 85


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wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln?

Interview mit Gunnar Dittmann, Geschäftsführer, Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG wmd: Wie haben Anleger in 2011 ihre Beteiligungsfonds aufgenommen? Gunnar Dittmann: Der hohe Qualitätsanspruch, den HEH an seine Flugzeugfonds stellt, hat dazu geführt, dass seit der Vollplatzierung des 11. Flugzeugfonds, HEH Liverpool, im November 2010 zunächst in den ersten 7 Monaten des Jahres 2011 keine weiteren Flugzeugfonds angeboten wurden. Im August 2011 gelang es HEH dann mit dem Fonds HEH Valencia die bereits 11-fach bewährte Regionalflugzeugserie konsequent fortzusetzen. Investiert wird in das neueste und treibstoffeffizienteste Flugzeug des erfolgreichsten Regionalflugzeugprogramms bis heute, welches für 10 Jahre an eine der größten und profitabelsten Regionalairlines Europas verleast ist.

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Das gesamte Darlehen wird planmäßig innerhalb des Erstleasingvertrages zurückgeführt. Kein anderer Flugzeugfonds tilgt schneller. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes gelang es HEH in nur 6 Wochen, diesen Fonds vollständig zu platzieren. Insgesamt wurde in den letzten 5 Monaten des Jahres 2011 ein Eigenkapital in Höhe von rund EUR 20 Mio. für die neue Flugzeugserie eingeworben. Mit ausschlaggebend für dieses tolle Ergebnis war eine sensationelle Mehrfachzeichnerquote von rund 40%, d.h. Anleger, die schon Beteiligungen an weiteren HEH Flugzeugfonds halten. Dies unterstreicht die hohe Kundenzufriedenheit der mittlerweile rund 4.000 Anleger. Hilfreich war sicherlich auch die Vielzahl an positiven Analystenbewertungen.

Gunnar Dittmann: Flugzeugfonds sollten sich weiterhin hoher Beliebtheit erfreuen. In den vergangenen vier Jahren konnte dieses Anlagesegment trotz Lehman- und europäischer Schuldenkrise zuverlässig seine versprochenen Auszahlungen leisten. Positiv sollte sich zudem der Mangel an alternativen Anlageinvestments auswirken. So sind beispielsweise 10-jährige Bundesanleihen mit einer Verzinsung von unter 2% bei einer Inflationsrate von über 2% sicherlich auf Dauer nicht das interessanteste Investment. Auch als Inflationsschutz bieten sich Flugzeugfonds als langfristig nachgefragte Sachwerte an. Begrenzt wird eine deutliche Umsatzsteigerung allerdings durch die Angebotsseite. Finanzierungen werden schwieriger durch eine restriktive Kreditvergabe der Banken und auch die Anzahl an geeigneten Transaktionen ist limitiert. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt?


Gunnar Dittmann: Aktuell im Markt sind wir mit den beiden beinahe identischen Nachfolgefonds der HEH Valencia, den Fonds HEH Barcelona und HEH Sevilla. Beide Fondsflugzeuge sind bereits abgeliefert und der Kaufpreis liegt rund USD 4 Mio. unter den geschätzten Marktwerten zweier Gutachterfirmen, da der Leasingnehmer als größter Besteller seinen Preisvorteil direkt an die Fondsgesellschaften weitergegeben hat. Der Leasingnehmer IBERIA regional/Air Nostrum konnte 14 der 15 letzten Geschäftsjahre mit Gewinn abschließen. Der für die Auszahlungen vorgesehene Teil der Leasingrate wird in Euro geleistet, ein Währungsrisiko besteht somit innerhalb des Erstleasingvertrages nicht. Anleger erhalten planmäßig ab Beitritt eine Auszahlung in Höhe von 8% p.a. die quartalsmäßig geleistet wird und bis auf 15% p.a. ansteigen soll. Insgesamt sind Auszahlungen in Höhe von 252% geplant. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Gunnar Dittmann: HEH wird auch im Jahr 2012 konsequent die bereits 14-fach bewährte, erfolgreiche Regionalflugzeugserie fortsetzen. Alle bereits platzierten Fonds überzeugen mit vorgezogenen Auszahlungen und einer höheren Liquidität als geplant.

Der Tresor für Ihren Euro Eine professionelle Immobilienbeteiligung in München • Deutschland-Zentrale von Philip Morris am Büroimmobilienstandort Nr. 1, München • Vierteljährliche Auszahlungen von 6 % p. a. bei einem Gesamtmittelrückfluss von 178 % geplant • Inflationsschutz durch indexierte Mietverträge Für weitere Informationen fragen Sie Ihren Anlageberater. Oder fordern Sie unverbindlich unser Exposé an unter 040 38022-4444 / tresor@mpc-capital.com

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Anleger können sich auch zukünftig darauf verlassen, dass die HEH nur Flugzeugprojekte realisieren wird dessen Gesamtpaket aus Qualität des Leasingnehmers und des Anlageobjektes, Leasingraten, Vertragslaufzeit, Rückgabebedingungen etc. vollständig überzeugt. HEH hat sich in den letzten Jahren eine sehr gute Reputation in der Luftfahrtbranche erarbeitet, so dass Projekte von vielen verschiedenen Seiten (Herstellern, Airlines, Banken, Maklern) angeboten werden. Durch die große Auswahl besteht die Möglichkeit, nur die besten Projekte auszuwählen. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Gunnar Dittmann: Das Thema Sicherheit und Transparenz wird das bestimmende Thema bleiben. So gehen wir davon aus, dass weiterhin Fonds mit einem schlüssigen Sicherheitskonzept stark nachgefragt sein werden. Hierfür sind wir mit unserer erfolgreichen Regionalflugzeugserie sehr gut aufgestellt.

Grundlage des öffentlichen Angebotes und der Beteiligung an der Fondsgesellschaft ist einzig der Verkaufsprospekt, dessen Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung gestattet wurde. Dieser ist bei dem Anbieter der Beteiligung, der MPC Capital Investments GmbH, erhältlich. Es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung, die Risiken unterliegt. Diese werden in dem Verkaufsprospekt ausführlich dargestellt.


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Interview mit Michael Ruhl, Vorstand, Deutsche Fonds Holding wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Michael Ruhl: Die AIFM-Richtlinie ist ein Thema, das die Branche 2012 stark beschäftigen dürfte. Denn spätestens mit Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht, Mitte 2013, müssen Initiatoren auf die gestiegenen Anforderungen an das Fondsmanagement vorbereitet sein. Dazu muss schon jetzt mit Konzeption und Einführung neuer Organisationsstrukturen begonnen und personelle Kapazitäten erweitert werden. Viele regulierungsbedingte Änderungen werden sich deshalb bereits im Verlauf dieses Jahres bemerkbar machen. Insbesondere dürften Qualität und Transparenz der Fonds-Angebote schon

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bald deutlich steigen. Dies wird dazu führen, dass geschlossene Fonds noch stärker in den Fokus institutioneller Investoren rücken als in der jüngeren Vergangenheit ohnehin schon zu beobachten war. Anbieter geschlossener Fonds werden deshalb ihr Produktangebot zunehmend auf diese Zielgruppe ausrichten. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Michael Ruhl: Die DFH ist derzeit mit zwei Immobilien- und drei Multi-Asset-Fonds am Markt. Das Beteiligungsangebot 98 DFH Immobilienfonds Vodafone Campus Düsseldorf investiert in einen Gebäudekomplex, der für 20 Jahre an die Vodafone D2 GmbH vermietet ist. Beim Investitionsobjekt des aktuell ebenfalls in Platzie-

rung befindlichen Beteiligungsangebots 97 DFH Immobilienfonds Bürogebäude Fürstenhof, Frankfurt am Main, handelt es sich um eine zentral im Frankfurter Bankenviertel gelegene historische Immobilie mit modernen Büroräumen, die bis 2020 fast vollständig an die Commerzbank AG vermietet ist. Mit den von der DFH derzeit angebotenen Multi-Asset-Produkten, den DFH Vermögensstrukturfonds 91 Concentio 2010/2011, 100 Sachwerte I und 101 Substantio, haben Anleger die Möglichkeit, mit nur einer einzigen Beteiligung gleichzeitig in die wichtigsten Assetklassen des Sachwertsegments zu investieren. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Michael Ruhl: 2012 wird sich die DFH zunächst weiterhin auf Vermögensstrukturfonds und CoreImmobilien konzentrieren: Für das zweite Quartal ist der Vertriebsstart eines weiteren MultiAsset-Fonds geplant. Voraussichtlich im Herbst möchte die DFH einen neuen geschlossenen Immobilienfonds auf den Markt bringen.


Impressum Verlag und Herausgeber: wmd Verlag GmbH Wiesseer Straße 126 83707 Bad Wiessee Tel: +49 (0)8022 – 187110 Fax: +49 (0)8022 – 1871129 info@wmd-verlag.de www.wmd-brokerchannel.de Geschäftsführung: Friedrich A. Wanschka Chefredaktion: Friedrich A. Wanschka Layout: Astrid Klee Foto: fotolia, adpic Handelsregister: HRB 165643 Amtsgericht München Bankverbindung: Sparkasse Rosenheim - Bad Aibling BLZ 711 500 00, Kto. 24364 Steuer-Nummer: 139/142/50247 Ust.- IdNr. DE 812638572 Verkaufspreis: 7,50 Euro Vertriebsleitung: Matthias Heß wmd Verlag GmbH c/o SEL Selected Media OHG Kattunbleiche 31a 22041 Hamburg Tel: +49 (0)40 2841083-21 m.hess@wmd-verlag.de Technische Umsetzung / Produktion: wmd Verlag GmbH Astrid Klee Wiesseer Straße 126 83707 Bad Wiessee Tel: +49 (0)8022 – 187110 Fax: +49 (0)8022 – 1871129 info@wmd-verlag.de

Flugzeugfonds 14

HEH Sevilla

Stabilität in turbulenten Zeiten 8% Auszahlung p.a. bei allen HEH Flugzeugfonds *Stand HEH Leistungsbilanz 2010 seit 2008*  Sachwertinvestition in das weltweit erfolgreichste Regionalflugzeugprogramm aller Zeiten  Günstiger Kaufpreis, ca. USD 4 Mio. unter Marktwert  Marktumfeld für Regionalflugzeuge seit 40 Jahren wachstumsstark und krisenfest  Langfristiger Leasingvertrag über 10 Jahre mit einer der größten und erfolgreichsten Regionalairlines Europas  Vollständige Darlehenstilgung innerhalb des 10-jährigen Erstleasingvertrages, schneller tilgt kein anderer Flugzeugfonds  Schneller Kapitalrückfluss in Euro: 8% p.a. Auszahlung seit Dezember 2011, geplante Gesamtauszahlung 252%  Alle Vorgängerfonds überzeugen mit vorgezogenen Auszahlungen und einer höheren Liquidität als geplant

Der Verleger übernimmt keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos. Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor dem Verleger das ausschließliche Verlagsrecht für die Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts. Dieses Recht bezieht sich insbesondere auch auf das Recht, das Werk zu gewerblichen Zwecken per Kopie zu vervielfältigen und/oder in elektronische oder andere Datenbanken aufzunehmen. Alle veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlegers ist eine Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes unzulässig. Aufsätze und Berichte geben die Meinung des Verfassers wieder. Für den Inhalt ist der Verlag nicht verantwortlich.

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Interview mit Matthias Klein, Vorstand, FIHM Fonds und Immobilien Holding München AG wmd: Wie wird sich der Markt in Ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln?

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Matthias Klein: Angesichts der starken Unsicherheit an den Märkten wird das Thema „Sachwertinvestments“ an Bedeutung gewinnen. Dabei werden erstklassige Immobilien im Mittelpunkt des Interesses privater wie institutioneller Anleger stehen. Allerdings wird das Wachstum im Jahr 2012 nicht so deutlich ausfallen, wie man es im grundsätzlichen Kontext der Marktsituation erwarten könnte. Viele Anleger sind nach wie vor so verunsichert, dass sie nicht bereit sind, Investitionsentscheidungen – gleich welcher Art – zu treffen.

Matthias Klein: Der Immobilienfonds Hochschule München ist das Erstlingswerk unserer Tochtergesellschaft Next Generation Funds München GmbH (NGF) und wurde im April 2011 aufgelegt. Der Fonds investiert mittelbar in einen hochwertigen Erweiterungsbau der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und wurde bereits mit dem „Financial Advisors Award 2011“ der Zeitschrift „Cash“ in der Kategorie Geschlossene Immobilienfonds ausgezeichnet. Im August 2011 folgte der Einzelhandelsfonds Deutschland 1 mit Sparplanvarianten und Einmalanlagen in Form von stillen Beteiligungen.

wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt?

wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche?

Matthias Klein: Wir werden auch in 2012 mit neuen Produkten an den Markt kommen. Wir planen in diesem Jahr – nach Abschluss der Platzierungsphase des „Immobilienfonds Hochschule München“ und neben der planmäßigen Platzierung unseres neuesten Ansparfonds „Einzelhandelsfonds Deutschland 1“ – mindestens einen weiteren klassischen geschlossenen Immobilienfonds im Segment „Core-Immobilien Deutschland“ aufzulegen. Unser Fokus liegt dabei auf Core-Immobilien in attraktiven Lagen - idealerweise als Public-Private-Partnership bzw. mit Mietern hoher Bonität. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Matthias Klein: Die größte Herausforderung der Branche für das neue Jahr wird unserer Meinung nach bestehen, das Interesse der Anleger für Investments in Qualitätsimmobilien als attraktive Sachwertinvestition zu wecken, zu steigern und die latent bestehende Verunsicherung – vor allem bei Privatanlegern - zu überwinden.


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sind. Der Fonds wird eine Laufzeit von ca. 6 Jahren haben. Die kalkulierte Vorsteuerrendite liegt bei ca. 10 % IRR

Interview mit Bert Manke, Geschäftsführender Gesellschafter, Deutsche Immobilien Invest GmbH wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln? Bert Manke: Als Tochterunternehmen der DEUTSCHE IMMOBILIEN AG, welche seit 1992 erfolgreich Immobilienprojekte in Deutschland entwickelt, verfügen wir, die DEUTSCHE IMMOBILIEN INVEST, über einen umfassenden Überblick der Entwicklungen des Deutschen Immobilienmarktes. Wir beobachten seit einiger Zeit, dass die Einkaufsfaktoren in für uns interessante A-Lagen in den deutschen Metropolen deutlich gestiegen sind. Diese Entwicklung erwarten wir ebenfalls in 2012. wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt?

ginn des zweiten Quartals einen Immobilien-Entwicklungsfonds auflegen. Dieser investiert in Immobilienentwicklungsprojekte in den Metropolen Deutschlands. Das Startobjekt des Fonds wird eine Entwicklung von ca. 80 Wohnungen in sehr guter Lage in Hamburg sein. Hamburg benötigt jedes Jahr ca. 6.000 neue Wohnungen. Gebaut werden jedoch lediglich 2.000 – 3.000. Es gibt faktisch keinen Leerstand, so dass Preise in den guten Lagen deutlich stärker steigen als die Preise von beispielsweise Büroobjekten. Wohnungen in Hamburg werden häufig bereits während der Bauphase veräußert. Wir sehen eine deutlich höhere Renditechance für Anleger, die in Immobilienentwicklungen investieren, als in fertiggestellte Immobilien, die aus unserer Sicht aktuell sehr teuer

wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Bert Manke: Nicht aufgehende Fondskonzepte aus den vergangenen Jahren begleiten leider heute die Arbeit von vielen Beratern. Wir befürchten, dass ebenfalls in 2012 einige Themen dieser Art in der Branche auftauchen werden. Besonders im Segment der Schiffsbeteiligungen sehen wir erneut Probleme auf Anleger und Berater zukommen. Wir, als DEUTSCHE IMMOBILIEN INVEST, setzen bei den durch uns aufgelegten Fonds hohe Qualitätsmaßstäbe. So liegen die Fondsnebenkosten unserer Fonds deutlich unter den Kosten vergleichbarer Fonds unserer Mitbewerber. Daneben stellen wir hohe Qualitätsansprüche an die Fondsobjekte, in die wir investieren und entwickeln Fondskonzepte, die im Sinne der Anleger optimiert werden.

Bert Manke: Aktuell platzieren wir den Grand SPA Reosrt A-ROSA Sylt Fonds. Dieser Fonds investiert in ein 5-Sterne Superior Hotel in List auf Sylt, welches für 25 Jahre zuzüglich einer 5-jährigen Verlängerungsoption an die A-ROSA Hotelgruppe verpachtet ist. Wir sind sehr glücklich mit der sehr positiven Entwicklung des Standortes. Die Ergebnisse des Hotels liegen deutlich über unseren Erwartungen. Wir werden diesen Fonds noch bis ca. Ende April vertreiben. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Bert Manke: Wir werden zu Be91


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wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche?

Interview mit Thomas Kühl, Leiter des operativen Geschäfts / Generalbevollmächtigter, Wölbern Invest KG wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln?

auf dem Gebiet der Rohstoffgewinnung, ist schon seit 2001 an dem Standort ansässig.

Thomas Kühl: Die Euro- und Finanzkrise sorgt weiterhin für große Verunsicherung bei den Anlegern und wird auch 2012 ein Thema sein. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Märkte sind die Maßnahmen, die zur Euro-Rettung ergriffen werden. Diese komplexen Zusammenhänge sowie die Auswirkungen auf die Märkte sind derzeit schwer überschaubar. Das Bedürfnis nach Transparenz und Sicherheit wird daher auch 2012 den Markt dominieren. Da Immobilien ein stabiler Sachwert sind, erwarten wir für diese Assetklasse 2012 auch eine starke Nachfrage.

In Kürze setzen wir zudem mit dem Fonds Frankreich 05 unsere erfolgreiche Frankreichserie fort. Investiert wird in die ökologisch nachhaltige Unternehmenszentrale von Prisma Presse, die im Großraum Paris gelegen ist. Prisma Presse ist der zweitgrößte Magazinverlag Frankreichs und Teil des renommierten Bertelsmann-Konzerns. Den attraktiven Standort haben die Mitarbeiter von Prisma Presse im Rahmen ihres Mitbestimmungsrechts bei der Standortauswahl bewusst gewählt; insbesondere wegen der hervorragenden Verkehrsanbindung. Der 12-jährige Mietvertrag sorgt langfristig für stabile Mieteinnahmen.

wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Thomas Kühl: Aktuell bieten wir Anlegern die Möglichkeit von den Vorzügen des Beteiligungsangebots Deutschland 05 zu profitieren. Es bietet Anlegern genau das, was sie möchten: Sicherheit durch die Investition in einen stabilen Sachwert, einen langfristigen Mietvertrag sowie einen bonitätsstarken Mieter. Investiert wird in eine im November 2009 fertig gestellte Büroimmobilie, die in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main liegt. Als Green Building bietet das Gebäude die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige und kostengünstige Bewirtschaftung. Der Mieter Outotec GmbH, führend 92

Beide Investments eignen sich hervorragend zur Diversifikation und damit zur Stabilisierung eines jeden Anlegerportfolios.

Thomas Kühl: Als Pionier der Hollandfonds mit einem positiven Track- Record seit über 15 Jahren werden wir auch 2012 verstärkt auf Oranje setzen. So planen wir die Auflegung zweier Holland-Immobilienfonds mit Objekten in Rotterdam und Amsterdam. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Neubauimmobilien in guter Lage mit langfristigen Mietverträgen sowie bonitätsstarken Mietern. Zudem messen wir seit 2007 dem Nachhaltigkeitsaspekt eine besondere Bedeutung bei und werden unseren grünen Kurs auch weiterhin beibehalten. Beide Fonds werden diese Aspekte vereinen. Darüber hinaus streben wir eine Diversifikation unserer Kundengruppen an und planen den Ausbau der Angebote für institutionelle Investoren. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Thomas Kühl: 2011 wurden bereits zwei wichtige Weichen für die geschlossene Fondsbranche gestellt: Die AIFM-Richtlinie ist in Kraft und muss innerhalb der nächsten zwei Jahre in nationales Recht umgesetzt werden. Der Bundestag hat zudem das Vermögensanlagengesetz verabschiedet, welches Mitte 2012 in Kraft treten wird. Damit ist die umfassende Regulierung geschlossener Fonds im Gange und wird 2012 eines der beherrschenden Themen sein. Wir begrüßen die Regulierungen sehr, da wir davon ausgehen, dass sie zu einer positiveren Wahrnehmung der Branche beitragen wird und damit auch das Vertrauen der Anleger in das Produkt der geschlossenen Fonds gestärkt wird.


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Interview mit Andreas Arndt, Vertriebsleiter, HCI Capital AG wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Andreas Arndt: Nicht nur das stetige Auf-und-Ab der Investitionsmärkte, sondern auch geänderte Anlegerpräferenzen bleiben 2012 eine Herausforderung im Markt der geschlossenen Fonds. Anleger sind derzeit sowohl durch die unsicheren Rahmenbedingungen in Politik und Wirtschaft als auch durch die volatile Entwicklung der Finanzmärkte sehr verunsichert. Diese Themen werden auch 2012 den Markt der geschlossenen Fonds stark prägen. Die Rückkehr zu früherer Marktleistung kann meiner Meinung nach nur gelingen, wenn die Initiatoren das Vertrauen der Anleger in Sachwertinvestments zurückgewinnen und für die Zukunft nachhaltig stärken. wmd: Mit welchen Fonds sind Sie derzeit am Markt? Andreas Arndt: Derzeit haben wir unseren Wohnimmobilienfonds HCI Wohnkonzept Hamburg im Angebot, der in eine sich im Neubau befindliche, energieeffi-

ziente Wohnanlage in Hamburg investiert. Mit unserem Fonds erhalten Anleger die Möglichkeit, von den Chancen des Hamburger Wohnimmobilienmarktes und zugleich an bundesweit einzigartigen Fördermaßnahmen zu partizipieren. Aktuell in der Platzierung haben wir ferner unseren Dachfonds HCI Aufbauplan 10 Schiff. Das flexible Fondskonzept investiert kontinuierlich in verschiedene Schiffssegmente und stellt so eine hohe Risikostreuung des Schiffsportfolios sicher. Besonderer Vorteil: Neben der Anlagesumme und der Ratenhöhe kann auch die Länge der Ansparphase gewählt werden. Je nach persönlicher Anlagestrategie können Anleger so zwischen fünf alternativen Beteiligungsmodellen auswählen. wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Andreas Arndt: Auf der Produktseite wird sich die HCI 2012 auf ihr Kernthema Schiff fokussieren. Wir arbeiten derzeit an einem Schiffsfondskonzept, das in ein breit gestreutes Portfolio von Schiffsinvestments anlegt,

von lukrativ vergütetem Vorzugskapital, Zweitmarktanteilen oder auch direkten Schiffsanteilen investiert. Zudem ist für das zweite Quartal ein weiterer klassischer Schiffsfonds geplant, der in ein langfristig verchartertes Containerschiff investiert. Hier planen wir einen Exklusivvertrieb mit ausgewählten Partnern. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Andreas Arndt: Im Fokus 2012 wird das Asset-Management der bestehenden Investments stehen. Initiatoren geschlossener Fonds werden sich weiter zu aktiven Managern der von ihnen initiierten Investments entwickeln. Erfahrung, Managementkompetenz und finanzielle Stärke sind hierbei entscheidende Erfolgsfaktoren. Ab 2013 werden neue Regulierungsanforderungen gelten. Es wird unter anderem strikte Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung und die Managementkompetenz der Anbieter geschlossener Fonds geben. Zudem sind weitreichende gesetzliche Anforderungen an die Verwaltung, das Risiko- und Liquiditätsmanagement sowie die Transparenz geschlossener Fonds vorgesehen. Hierauf müssen sich Emittenten geschlossener Fonds spätestens ab diesem Jahr vorbereiten.

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zen das und warten bis dahin auf unser Produkt. Denn Warten ist allemal besser, als über einen Blindpool die "Katze im Sack" zu kaufen.

Interview mit Hans-Georg Acker, Geschäftsführender Gesellschafter, asuco Fonds GmbH

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wmd: Wie wird sich der Markt in ihrem Segment in 2012 Ihrer Meinung nach entwickeln?

hoben. Daher wird die Nachfrage nach professionell gemanagten Zweitmarktfonds in 2012 und darüber hinaus weiter zunehmen.

Hans-Georg Acker: Wir gehen bzgl. des Platzierungsvolumens im Segment der Zweitmarkt- Immobilienfonds von einem nahezu konstanten Niveau wie im Jahr 2011 aus. Der Bereich der Immobilien-Zweitmarktfonds ist ein relativ kleines Segment mit hohen Anforderungen an Spezialisierung und Expertise - da tummeln sich nicht so viele. Dennoch merken wir, dass immer mehr Anleger erkennen, dass man geschlossene Immobilienfonds deutlich besser, weil günstiger, über den Zweitmarkt kauft. Durchschnittliche Kurse in der Größenordnung um die 50 % bestätigen diese Aussage eindrucksvoll. Und wer sich nicht wirklich im Detail bestens auskennt, ist bei einem Zweitmarktfonds genau richtig aufge-

wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt? Hans-Georg Acker: Seit 31.12.2012 haben wir keinen Fonds mehr im Vertrieb. Zunächst gilt es, den letzten Fonds weitgehend zu investieren. Hier kommen wir sehr gut voran. Der neue Publikumsfonds "asuco 3", der ab Mitte 2012 zur Zeichnung zur Verfügung steht, wird dann mit einem signifikanten Betrag an den bisher erworbenen Investitionen vollumfänglich partizipieren. Damit starten wir nicht - wie es bei Zweitmarktfonds sonst üblich ist - mit einem "blindpool", sondern können bei Vertriebsbeginn bereits auf nachweislich erfolgreiche Investitionen verweisen. Unsere Vertriebspartner schät-

wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche? Hans-Georg Acker: Ja, für den Herbst 2012 planen wir die Auflage eines neuen Private Placements (für Beteiligungen ab 250.000 EUR). Damit wollen wir, neben überdurchschnittlich vermögenden Privatkunden, erneut Investoren mit institutionellem Hintergrund, Stiftungen, kirchlichen Einrichtungen und Family Offices mit ihren Mandanten eine attraktive Beteiligungsform anbieten in Zweitmarktanteile an geschlossenen Immobilienfonds. Das Interesse von Investoren aus diesen Bereichen war bei unserem zuletzt ausgelegten Private Placement sehr hoch. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Hans-Georg Acker: Nach wie vor wird das zu erheblichen Teilen verloren gegangene Vertrauen der Anleger das beherrschende Thema sein. Dieses zurückzugewinnen und sich nicht in zu großem Umfang mit sich selbst zu beschäftigen, was Themen, wie z.B. die bevorstehende Regulierung durchaus mit sich bringen könnten, wäre enorm wichtig. Wir würden uns freuen, wenn das Thema "transparente Darstellung der Gebühren" und die "Gebührenstruktur" stärker in den Vordergrund der beherrschenden Themen rücken würden. Das würde dem Image der Branche deutlich besser tun, als jede auch gut gemachte Imagekampagne.


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Interview mit Angelika Kunath, Geschäftsführerin, FHH Fondshaus Hamburg wmd: Wie wird sich der Markt der Geschlossenen Fonds Ihrer Meinung nach entwickeln? Angelika Kunath: Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Zeichner geschlossener Fonds erwachsen geworden sind. Sie richten ihre Investitionsentscheidungen nicht mehr vorwiegend nach steuerlichen Kriterien aus. Dazu beigetragen haben mag, dass Anleger in der Vergangenheit mit rein steuerorientierten Fonds (so etwa mit Medienfonds) oft unerfreuliche Erfahrungen sammelten. Der geschlossene Fonds ist damit zu seinem Ursprung zurückgekehrt. Das Asset - die Immobilie – steht wieder im Mittelpunkt. Wird die Beliebtheit von Fonds mit deutschen Immobilien auch in diesem Jahr anhalten? Vieles spricht dafür. Der deutsche Immobilienmarkt hat sich gerade in Krisenzeiten als vergleichsweise stabil erwiesen. Entscheidend wird sein, inwieweit es die Emissionshäuser verstehen, sich nicht nur als Geldeinsammler, sondern mehr denn je als Asset Manager zu positionieren.

als opportunistisch agierender, reiner Eigenkapitalfonds auf verschiedene Immobilien-Projektentwicklungen in deutschen Metropol- und Wachstumsregionen, und mit dem gerade aufgelegten „FHH Immobilien 14“ können sich Anleger am Neubau eines Vier-Sterne-Aparthotels in sehr guter Kölner Innenstadtlage im Quartier Waidmarkt beteiligen.

den, können wir uns für dieses Jahr weitere ähnlich gelagerte Produkte mit einer Risikodiversifizierung vorstellen, wie dies bei Wohn- und Quartiersentwicklungen der Fall ist. Daneben werden wir in der Platzierung der bestehenden Fons fortfahren und das Geschäft mit kleineren institutionellen Vertriebspartnern, wie zum Beispiel Stiftungen, Family Offices und Vermögensverwaltern, ausbauen. wmd: Was werden Ihrer Meinung nach die beherrschenden Themen der Branche Geschlossener Fonds in 2012 sein? Angelika Kunath: Das Jahr 2012 wird für die Anbieter geschlossener Fonds zunächst einmal unter dem Zeichen der Regulierung stehen. Dafür sind wir als Fondshaus Hamburg gut gerüstet und sehen der Entwicklung ohne Schrecken entgegen.

wmd: Mit welchem Fonds sind Sie derzeit am Markt?

wmd: Planen Sie noch weitere Fonds in 2012? Wenn ja, welche?

Angelika Kunath: Im Vertrieb befinden sich derzeit drei geschlossene Immobilienfonds mit jeweils unterschiedlicher Strategie: Der „FHH Immobilien 10“ investiert in eine Quartiersentwicklung mit gemischter Nutzung in Freiburg, der „FHH Immobilien 11 – Aktiv Select Deutschland II“ setzt

Angelika Kunath: Wir setzen weiterhin auf Wohninvestments abseits des sogenannten Mainstreams und werden hierzu in Kürze einen weiteren Fonds auf den Markt bringen, der in Studentenapartments investiert. Sollte diese Strategie von den Anlegern angenommen wer-

Daneben geht es in diesem Jahr darum, mit innovativen Konzepten auf die gleichzeitige Knappheit von sogenannten CoreObjekten und Eigenkapital zu reagieren. Wer erfolgreich sein will, muss hier neue Wege gehen und über den Tellerrand vollvermieteter Gewerbeimmobilien an Top-Standorten der Großstädte blicken. Würde „core“ nämlich schlicht für „sicher“ stehen, böte sich eine extrem breite und durchaus auch preiswerte Angebotspalette. Das können Studentenapartments in überfüllten Universitätsstädten wie Heidelberg sein oder Hotelimmobilien in Flughafennähe. Die Kunst wird es sein, solche Nischen für attraktive Produkte zu nutzen. Initiatoren, die diese Kunst beherrschen, können ihren Anlegern in diesem Jahr völlig neue Horizonte eröffnen. 95


WER PLANT WAS? 2012 | Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds:

Keine Stimmungsaufhellung bei Initiatoren

D

ie Krise der Geschlossenen Fonds ist noch nicht vorüber. Dies zeigt der von Scope ermittelte aktuelle Stand des Geschäftsklimaindex. Während sich die Stimmung bei Vermittlern leicht verbesserte, ging sie bei den Initiatoren geringfügig bergab. Scope hat insgesamt 73 Initiatoren Geschlossener Fonds, die zusammen mehr als 70 Prozent des platzierten Eigenkapitals repräsentieren, sowie knapp 100 Banken, Sparkassen und Vermögensberater befragt. Ergebnis: Kein einziger Initiator beurteilt die Lage des Gesamtmarktes 2011 als „gut“ oder „sehr gut“. 55 Prozent hingegen betrachten das abgelaufe-

ne Jahr als „unbefriedigend“. Jeder Zehnte bezeichnet die Lage 2011 als „schlecht“. Auch für das Jahr 2012 sehen die Emittenten die Marktlage skeptisch. Nur jeder Fünfte der befragten Initiatoren rechnet mit einem Anstieg des Eigenkapitalplatzierungsvolumens für den Gesamtmarkt. Fast zwei Drittel hingegen erwarten stagnierende Absatzzahlen in diesem Jahr. 16 Prozent der Befragten rechnen sogar mit einem sinkenden Platzierungsvolumen. Leicht besser ist die Stimmungslage bei den Vermittlern Geschlossener Beteiligungen. Fast ein Drittel rechnet in diesem Jahr für den Gesamtmarkt mit

einem höheren Platzierungsvolumen im Vergleich zu 2011. Vier von zehn Vermittlern erwarten Stagnation. Immerhin ein Viertel der Befragten rechnet mit sinkenden Absatzzahlen für die Gesamtbranche. Auch wenn die Vermittler tendenziell optimistischer für dieses Jahr gestimmt sind als die Fondsemittenten, glauben dennoch 93 Prozent nicht an ein Ende der Krise der Geschlossenen Fonds in diesem Jahr. Vor allem die Risikoängste der Kapitalanleger, die generelle Zurückhaltung insbesondere bei erklärungsbedürftigen Produkten sowie Unsicherheiten durch die anstehende Regulierung werden von den Fondshäusern als Gründe für die pessimistischen Einschätzungen genannt. Auf der Angebotsseite bereitet Emittenten vor allem die mangelnde Verfügbarkeit von guten Investitionsobjekten Sorgen. Auch die Zurückhaltung der Banken spielt weiterhin eine Rolle. Allerdings gibt es durchaus auch Lichtblicke. Vor allem das grundsätzlich hohe Anlegerinteresse an Sachwertanlagen ist sowohl für Vermittler als auch für Initiatoren ein Grund zur Hoffnung auf eine Verbesserung der aktuellen Marktlage. Auch die hohe Liquidität und der damit verbundene Anlagedruck bei vielen Investoren geben Anlass zu Optimismus. Verantwortlich für den Inhalt: Scope Group

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Wer plant was? 2012  

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