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+ Berufsunfähigkeit + Krankenversicherung + Pflegeversicherung +

Biometrische Risiken

2011

Welche Absicherung gegen biometrische Risiken für Versicherungsnehmer empfehlenswert sind www.wmd-brokerchannel.de Printausgabe Ausgabe - August 2011 - 10 €


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Editorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Absicherung biometrischer Risiken rückt bei deutschen Lebensversicherern verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses. So rechnen laut einer Studie des Rückversicherers RGA, über 90 Prozent der Versicherer mit einer deutlichen Absatzsteigerung und planen die Entwicklung und Einführung neuer biometrischer Produkte. Was macht diese Produktsparte so interessant? Der Begriff selbst, stammt von dem griechischen Wort „bios“ ab und bedeutet „Leben“. Unter biometrischen Risiken versteht man die das Leben und den Lebensunterhalt betreffenden individuellen Risiken wie Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, Langlebigkeit und vorzeitiger Tod. Viele Menschen unterschätzen diese Risiken nach wie vor, wie die Continentale kürzlich in ihrer aktuellen Berufsunfähigkeitsstudie feststellte. So ist beispielsweise nur jeder Fünfte im Falle einer Berufsunfähigkeit ausreichend abgesichert. Dabei wird statistisch gesehen bereits jeder vierte Bundesbürger berufs- oder erwerbsunfähig! Da die staatliche Hilfe im Ernstfall zudem bei Weitem nicht ausreicht, ist eine private Absicherung von Kran k h e i t ,

Pflegefall, Berufsunfähigkeit und Tod unabdingbar. Doch was kann man sich noch leisten und gibt es die optimale Absicherung biometrischer Risiken überhaupt auf den jeweiligen Beratungsfall bezogen? Wo lauern eventuelle Fallstricke in den Versicherungsbedingungen und auf welche Leistungen kommt es besonders an? Wie sieht die gesetzliche Versorgung im Krankheits- oder Pflegefall zukünftig aus und welche privaten Möglichkeiten hat man zur Abdeckung der Versorgungslücken? Die Antworten auf diese und weitere interessante Fragen zu den wichtigsten Absicherungsthemen, lesen Sie hier, in der aktuellen Print- Ausgabe des wmd-brokerchannel „Biometrische Risiken 2011“. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre, gute Entscheidungen und viel Erfolg! Ihr Team vom wmd-brokerchannel Friedrich A. Wanschka, Astrid Klee, Matthias Heß, Maren Richter, Martin Witt und Tobias Strenk

Täglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviews unter www.wmd-brokerchannel.de 3


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Inhaltsverzeichnis

Marktinformationen    8

Versicherer setzen verstärkt auf

biometrische Deckungen

29 Interview mit Heike Rotermund,

Berufsunfähigkeitsversicherung

Bereichsleiterin Vertrieb, Marketing und Kommunikation,

  44 Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit:

Janitos

  10 Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Bevölkerung unterschätzt das eigene Risiko und ist erschreckend schlecht informiert

  30 Interview mit Rainer M. Jacobus,

Produkt- und Markt-Interviews

Vorstandsvorsitzender, IDEAL Versicherungsgruppe

  45 BU: Sehr gut - mit Preisunterschieden von

  12 Interview mit Heiko Reddmann,

Vertriebsdirektor, Skandia Lebensversicherung AG

mehr als 1.000 Euro   30 Interview mit Josef Kiener,

Leiter Unternehmenskommunikation, Swiss Life

  46 PremiumCircle zu Vergleichstest Finanztest

12 Interview mit Benedikt Chiandetti,

Vertriebsleiter, Vertrieb ONTOS

  13 Interview mit Holger Roth,

07/2011   31 Interview mit Rolf Schünemann,

Vertriebsvorstand,

  47 MORGEN & MORGEN legt neues

Lebensversicherung von 1871 a. G. München

CSO, PrismaLife

  32 Interview mit Michael Traub,   16 Interview mit Dr. Peter Schmidt,

BU-Rating vor

  50 Die beste BBV-BU aller Zeiten

Marketingleiter, SDK

  52 BU-Schutz und Invaliditätsvorsorge

Vorstandsvorsitzender,Vereinigten Post. Die Makler AG

  32 Interview mit Sandra Fäth, 16 Interview mit Jörg Lübkemann,

Abteilungsleiter Vertrieb, HEK

Produktmanagerin und Aktuar (DAV),

Stuttgarter Lebensversicherung a.G.

  54 WWK auch 2011 mit Bestnote ausgezeichnet   55 Stuttgarter modernisiert

  18 Interview mit Rüdiger R. Burchardi,

  34 Interview mit Christian Schröder,

Vorstand für Vertrieb und Marketing,

Abteilungsleiter Produktmanagment Leben im

Dialog Lebensversicherungs-AG

Marketing, Volkswohl Bund

Berufsunfähigkeitsschutz

  56 Beim Eigenheimkauf an die Arbeitskraft denken

  20 Interview mit Rene Wördemann,

  34 Interview mit Alexandra Weier,

Leiter Verkaufsförderung Leben im Maklervertrieb, Gothaer

Abteilungsleiterin Marketing/Makler Service Vorsorge,

  57 Generali:

Württembergische Vertriebsservice GmbH

Neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung

  35 Interview mit Prof. Hans-Wilhelm Zeidler,

Grundfähigkeitsversicherung

Leitung Unternehmenskommunikation,

Vorstand für den Bereich Makler Leben,

  58 Canada Life: Noch mehr Schutz in Schwere

HanseMerkur Versicherungsgruppe

Zurich Gruppe Deutschland

21 Interview mit Heinz-Gerhard Wilkens,

Krankheiten Vorsorge und Grundfähigkeitsversicherung

22 Interview mit Marlies Tiedemann,

Leitung Produktmanagement, MONEYMAXX

  36 Interview mit Carsten Beck,

Produktmanagement, Konzept und Marketing GmbH

Krankentagegeldversicherung   60 Biometrische Risiken: Seriöses Konzept

  24 Interview mit Jürgen Hansemann,

  38 Interview mit Peter Schilinski,

Direktor Produktförderung,

NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

deckt Einkommenssicherung lückenlos ab

Organisationsdirektor Makler, INTER Versicherungsgruppe

  62 VOLZ bietet optimierten Existenzschutz für   39 Interview mit Jürgen A.Junker,

  26 Interview mit Michael Mebesius,

Vertriebsvorstand,

Ageas Deutschland Lebensversichrung AG

  40 Interview mit Björn Schmeling,

Selbständige

Vertriebsvorstand, VHV Versicherungen

Krankenzusatzversicherungen   63 Krankenkassen: Wechselbereitschaft aufgrund attraktiverer Kooperationsangebote steigt an

Leiter Vertriebspartner, Hannoverschen Lebensversicherung

  26 Interview mit Andrea Schölermann,

Abteilungsleiterin Produktmanagement, Condor

Risikolebensversicherung

  64 Umfrage:

Lebensversicherungs-AG

  41 Neue Risikoabsicherung von AXA

honoriert gesunde Lebensweise

40 Prozent der Gesetzlich Krankenversicherten setzen auf Ergänzungsversicherungen

  27 Interview mit Philipp J.N. Vogel,

Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG

Unfallversicherung

Private Krankenversicherung

  42 70 Prozent aller Unfälle sind nicht durch die   28 Interview mit Beate Heidrich,

Produktmanagerin,

Helvetia schweizerische Lebensversicherungs-AG

gesetzliche Unfallversicherung abgesichert

mehr Beitragssünder in der PKV   43 Für alle ab 50: VOLKSWOHL BUND bringt Unfall-Rente PLUS auf den Markt

4

  65 Neues MORGEN & MORGEN Rating entlarvt

  66 Privat krankenversichert für 100 Euro im Monat?


Unsere neue BerufsunfähigkeitsAbsicherung:   66 PKV-Verband: Solides Wachstum in der privaten Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung   70 Zusatzbeiträge bei Krankenkassen:

Fast jede 12. verlangt einen Aufschlag

  71 Krankenkassen aus Kundensicht: Im Service top, in der Leistung eher flopp   72 Kassen bezahlen mehr als viele Versicherte wissen

* U B V B B e Die best n! aller Zeite ter

bie ten BU-An rs e r e d m *von eine

  73 Patienten wollen erst ab 19 Euro die Kasse wechseln

Pflegeversicherung   74 Achtung Pflegefall:

Sparbuch weg, Elternhaftung und zum Schluss Hartz IV!

  77 Große Qualitätsunterschiede bei Pflegerenten   78 PKV steht zum Aufbau einer ergänzenden kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherung bereit   78 Verdoppelung der Pflegebedürftigen bis 2030   80 Pflegefall: Jüngere sind sich der Wichtigkeit privater Vorsorge besonders häufig bewusst

Technische Beratungsunterstützung   81 SDK-App / Beschreibung und Symbol   81 App / mit Bedarfsrechner für Berufsunfähigkeits- und Todesfallschutz

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  82 IDEAL OnlineService jetzt auch für das iPhone   82 HanseMerkur bietet Leistungsregulierung 2.0

Erste RechnungsApp optimiert Kundenservice in der Privaten

Krankenversicherung

Advertorial   7 Risikoversicherungen für den Todesfall „Luft nach oben“   14 Flexibel umschalten + Job absichern = FlexiJob   19 HEK – Die Business-K(l)asse

Ein starker Partner im Bereich der GKV

  23 „Hohe Renten – niedrige Beiträge“   25 Lebensentwürfe versichern!

Impressum   48 Impressum

BBV M-Dienstleistungs-Center (MDC) Service-Rufnummer: 089 / 67 87 - 92 32 Service-Faxnummer: 089 / 67 87 - 96 66 E-Mail: mdc@bbv.de www.bbv-makler.de


Biometrische Risiken 2011 | Advertorial

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Advertorial | Biometrie 2011 Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Risikoversicherungen für den Todesfall

„Luft nach oben“ Nachgefragt bei Klaus Dauner (52) Vorstand der Deutsche Lebensversicherungs-AG (DLVAG) – Konzerntochter der Allianz Leben

Ihre Produkte verkaufen sich immer besser. Obwohl die DLVAG bei Risiko-Lebensversicherungen die attraktivsten Preise bietet, bleibt der Marktanteil der Allianz Gesellschaften in diesem Segment mit momentan 11,4 Prozent aber deutlich hinter den rund 18 Prozent zurück, die sie im übrigen Lebensgeschäft insgesamt inne haben. Woran liegt das? Dauner: Das Neugeschäft der DLVAG läuft wirklich sehr erfreulich. Im Jahr 2009 waren wir – gerechnet nach Bestandsversicherungssumme – der Lebensversicherer mit dem höchsten Zuwachs. Unser Marktanteil hat sich in den letzten beiden Jahren fast verdoppelt. Dass die Steigerung nicht noch höher ausgefallen ist, hat verschiedene Gründe: Zum einen fahren wir unsere preisagressivere Strategie erst seit zwei Jahren. Zum anderen machen wir kaum Werbung und sind als Marke bei weitem nicht so bekannt wie die Allianz. Durch eine Reihe von Auszeichnungen, die wir in diesem Jahr erhalten haben, etablieren wir uns allerdings immer besser. Schließlich muss man beim Thema Marktanteile auch sehen, dass die Risiko-Lebensversicherung die einzige Vertragsart ist, die in Deutschland mit nennenswerten Stückzahlen auch über das Internet verkauft wird. Das Tortenstück ist für die Service-

versicherer damit von vornherein etwas kleiner als im übrigen Geschäft. Können Sie Ihre Preisstrategie näher erläutern? Dauner: Im Jahr 2008 entschlossen wir uns, unsere Tarife noch konkurrenzfähiger zu kalkulieren. Die Differenz zwischen dem Bruttobeitrag und dem Nettobeitrag sollte im Wettbewerbsvergleich sehr gering ausfallen. Das ist gelungen. Sowohl beim Bruttobeitrag wie beim Nettobeitrag können wir heute selbst mit den besten Direktversichern locker mithalten. Nicht selten sind wir sogar noch etwas günstiger. Interessant ist hier übrigens auch der Aspekt, dass die Nettobeiträge marktweit jeweils nur für ein Jahr im Voraus garantiert sind. Da wir als Allianz Leben-Tochter zu den finanzstarken Anbietern gehören, ist der Kunde bei uns vor bösen Überraschungen in Form gravierender Beitragserhöhungen sicher. Was machen Sie auf der tariflichen Seite sonst noch anders als die Konkurrenz? Dauner: Beim Thema der Risikoeinschätzung sind wir Trendsetter und stufen nach Berufsgruppen ein. Außerdem tarifieren wir zwischen Rauchern und Nichtrauchern unterschiedlich. Damit erreichen wir eine sehr gute Presseresonanz und erste Plätze

in verschiedenen Marktvergleichen. Nachlesen kann man das beispielsweise im Focus-MoneyBooklet über die besten RisikoPolicen. Hier konnten wir alle getesteten Laufzeit-Kategorien für uns entscheiden. Könnte man aus Ihren Zuwächsen deuten, dass bei den Allianz Kunden das Risikobewusstsein ebenfalls gestiegen ist? Dauner: Im Marktdurchschnitt liegen die Todesfallsummen bei etwa 70.000 Euro. Bei der DLVAG sind es deutlich mehr, nämlich 125.000 Euro. Wir führen das vor allem darauf zurück, dass wir vermehrt Immobiliendarlehen absichern. Seit dem Umstieg von der Kapitallebensversicherung auf die Rentenversicherung als Standardprodukt der Eigenvorsorge geht die Gesamtversicherungssumme der Allianz aber eher zurück. Damit können wir uns nicht zufrieden geben. Ich glaube, dass wir als Versicherer gefordert sind, neben der Altersvorsorge auch die existentiellen persönlichen Risiken wieder stärker in den Fokus zu rücken. Hier gibt es noch sehr viel Luft nach oben. Nur äußerst selten ist beispielsweise der Haupternährer einer Familie tatsächlich mit dem vier- bis fünffachen Jahresbruttoeinkommen versichert, wie das auch Verbraucherschützer empfehlen._lo

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Marktinformationen Versicherer setzen verstärkt auf biometrische Deckungen RGA-Marktbefragung gibt Aufschluss über neue Produktstrategien in der Lebensversicherung

Die Absicherung biometrischer Risiken rückt bei deutschen Lebensversicherern verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses: Ob Schutz gegen Berufsunfähigkeit, Todesfallabsicherung oder Pflegeversicherung – über 90 Prozent der Versicherer rechnen mit einer deutlichen Absatzsteigerung und planen die Entwicklung und Einführung neuer biometrischer Produkte1. Dies ergab eine Befragung unter Erstversicherungsunternehmen und größeren Vertriebsgesellschaften, mit deren Durchführung der in Deutschland tätige Lebensrückversicherer RGA International Reinsurance Company Limited, Niederlassung für Deutschland das Beratungsunternehmen Towers Watson beauftragt hat². Die größte Wachstumsdynamik innerhalb des Segments der biometrischen Produkte sehen die Versicherer bei der Pflegeversicherung, der selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sowie bei Zielgruppenprodukten, etwa für bestimmte Berufsgruppen oder Kunden in bestimmten Lebensphasen. Dabei ist eine weitere Ausdifferenzierung des Produktangebotes zu erwarten – sowohl hinsichtlich der Kundengruppen als auch der Vertriebswege und der Produktkomplexität. „Die Resonanz der Befragten ergab eine Marktabdeckung nach Prämieneinnahmen von mehr als 45 Prozent“, erklärt Dr. Klaus Mattar, Hauptbevollmächtigter der deutschen RGA-Niederlassung. „Das bestätigt uns die aktuell hohe Relevanz dieses Themas.“

Neuartige biometrische Produkte in der Entwicklung „Die Produktschmieden vieler Versicherer sind zurzeit wieder sehr aktiv“, sagt Ulrich Wiesenewsky, bei Towers Watson für die Marktumfrage im Auftrag von RGA verantwortlich. „Einige Gesellschaften planen konkret die Einführung neuer Produkte in der Pflegeversicherung und der Grund-Erwerbsfähigkeitsversicherung sowie von Kombinationsprodukten aus biometrischer Deckung und fondsgebundener Versicherung.“ Ein Großteil der Unternehmen erwartet, dass auch neuartige biometrische Risikoprodukte eine steigende Bedeutung haben werden. Dazu gehören unter anderem standardisierte Versicherungen, die sich gut über den Bankschalter, im Direktvertrieb oder im Annexvertrieb verkaufen lassen. Wichtige Produkt-Features seien vor allem die Flexibilität der Produkte (Zusatzbausteine) sowie der Verzicht oder die Einschränkung der Risikoprüfung. Wiesenewsky: „89 Prozent der befragten Versicherer gehen davon aus, dass die Geschwindigkeit der Produktzyklen stark steigen und der deutsche Markt damit Entwicklungen nachvollziehen wird, die im angelsächsischen Raum bereits weiter fortgeschritten sind.“ Zentrale Herausforderungen hinsichtlich der Produktinnovation sehen die Versicherer in der Geschwindigkeit der Produkteinführung („Time to market“) und in der Automatisierung der Prozesse. Die befragten Vertriebe sehen zudem hohe Chancen im Bereich der Rentenauszahlungsphase (z. B. erhöhte Rentenzahlungen bei schwerer Krankheit). Effizienzsteigerung ist langfristige strategische Herausforderung Die Erweiterung des Produktportfolios durch Einführung von Innovationen sind für Versicherer kurzfri-

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stig die wichtigste Aktivität zur Steigerung ihrer Wettbewerbsposition: 63 Prozent sehen dies als eine ihrer drei wichtigsten Aufgaben in den nächsten ein bis zwei Jahren. Andere wichtige Herausforderungen werden in der Standardisierung und Verschlankung der Prozesse (53 Prozent) sowie in der Investition in bestehende Vertriebswege (47 Prozent) gesehen. Langfristig steht dagegen die Steigerung der Effizienz und Produktivität im Vordergrund. Auf die Frage, welche strategischen Themen in den nächsten fünf Jahren im eigenen Unternehmen die höchste Relevanz haben, rangiert die Steigerung der vertrieblichen Effizienz mit 8,2 Punkten im Schnitt auf einer Skala von 0 bis 10 an erster Stelle, gefolgt von Kostenmanagement und Produktinnovation mit je 7,8 Punkten. Rückversicherer als spezialisierte Partner gefragt

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Produktinnovationen sowie die zunehmende Geschwindigkeit bei Produkteinführungen und im gesamten Produktzyklus erhöhen auch die Anforderungen der Erstversicherer an die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Rückversicherungspartner. So ist bereits heute für 65 Prozent der befragten Erstversicherer eine klare Fokussierung auf das Leben-Geschäft ein wichtiges oder sehr wichtiges Entscheidungskriterium bei der Auswahl des Rückversicherers. „Gerade bei den komplexen biometrischen Risikoprodukten dürften spezialisierte Lebensrückversicherer von der Marktentwicklung profitieren“, so Wiesenewsky. Die Rückversicherer spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Produkte: „Wir informieren über Produkttrends aus internationalen Märkten und stellen die notwendigen Kalkulationsgrundlagen zur Verfügung“, so RGA-Manager Mattar. „Darüber hinaus unterstützen wir Versicherer bei der Produktentwicklung sowie der Risikoannahme und Leistungsprüfung.“ Biometrische Produkte: Alle Produkte/-kategorien, die keine reinen Sparprodukte sind, sondern sich mit der Absicherung von Lebensrisiken wie Berufsunfähigkeit, Krankheit oder Pflege beschäftigen. ² Die Erhebung fand zwischen Dezember 2010 und Februar 2011 statt. 1

Grundlage des öffentlichen Angebotes und der Beteiligung an der Fondsgesellschaft ist einzig der Verkaufsprospekt, dessen Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung gestattet wurde. Dieser ist bei dem Anbieter der Beteiligung, der MPC Capital Investments GmbH, erhältlich. Es handelt sich um eine unternehmerische Beteiligung, die Risiken unterliegt. Diese werden in dem Verkaufsprospekt ausführlich dargestellt.


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Marktinformationen

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

– so lässt sich das Prinzip des Biometrie-Rechners vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung auf den Punkt bringen

Beitrag von Michael Hauer,

Geschäftsführer, Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

Unfall oder schwere Erkrankungen ziehen häufig einschneidende Folgen nach sich: von langen Krankenhausaufenthalten über Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit bis hin zur dauerhaften Pflege. Im schlimmsten Fall bezahlt der Betroffene gar mit seinem Leben. All diese Gefahren zählen in der Finanz- und Vorsorgebranche zu den so genannten biometrischen Risiken. Risiken, die unmittelbar mit dem Leben einer zu versichernden Person verknüpft sind. Die Biometrie gewinnt in der Branche zunehmend an Bedeutung. Exklusiv für Canada Life hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) eigens einen Biometrie-Rechner entwickelt. Was genau ermittelt der BiometrieRechner vom IVFP? Der Biometrie-Rechner vom IVFP analysiert sieben biometrische Risiken: Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit, gegen Unfall, schwere Krankheiten, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, Verlust der Grundfähigkeiten (sehen, sprechen, hören, sich orientieren etc.), Absicherung im Todesfall sowie der Bedarf von Krankentagegeld. Bevor mit dem Programm alle relevanten persönlichen Kundendaten im Detail – Familienstand, Kinder, Berufsgruppe – sowie persönliche Absicherungswünsche erfasst werden, kann sich der Inte10

ressent umfassend über die einzelnen „Lebensrisiken“ (in Verbindung mit statistischen Angaben) informieren. Daran schließen sich 16 Fragen an, um eine optimale Bedarfsanalyse zu vollziehen. Etwa: Gehen Sie in Ihrer Freizeit extremen Hobbys nach oder sind Sie beruflich besonderen Risiken ausgesetzt? Können Sie auch bei gesundheitlichen Einschränkungen Ihren Lebensstandard halten? Wären Sie im Fall einer Berufsunfähigkeit bereit, einen anderen als Ihren derzeitigen Beruf auszuüben? Etc. Anschließend ermittelt der Biometrie-Rechner den Gesamtwert des Brutto- bzw. Nettoeinkommens bis zum Rentenbeginn. Der Interessent weiß jetzt, wie sich eine mögliche Arbeitsunfähigkeit in absoluten Beträgen auswirken würde. Besonders bei Berufseinsteigern können hier selbst bei durchschnittlichen Einkommen mehrere Millionen Euro „verloren“ gehen. So würde ein heute 25-Jähriger mit einem Bruttoeinkommen von 40.000 Euro – bei einer unterstellten durchschnittlichen Gehaltssteigerung von zwei Prozent bis zum Rentenbeginn – über 2,5 Millionen Euro verlieren, wenn er nicht mehr arbeiten kann. Informationen zum Einkommen dienen also dazu, die jeweiligen Lebensumstände möglichst exakt abzubilden – eine wichtige Voraussetzung, um Kunden optimal und vor allem auch ganzheitlich beraten zu können. So kann der Berater mit dem Biometrie-Tool neben der Berufsgruppe


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

des Interessenten zur exakten Abbildung auch dessen reale Sozialversicherungsdaten berücksichtigen. Zusätzlich kann er die persönliche Lohnsteuerklasse eines sozialversicherungspflichtig-beschäftigten Arbeitnehmers erfassen. In einer Art Ampelsystem zeigt das Programm schließlich auf, gegen welche biometrischen Risiken der Interessent eine Absicherung in Betracht ziehen sollte. Basis hierfür sind die erfassten persönlichen Daten, das ermittelte Lebenseinkommen sowie die hinterlegten Absicherungswünsche. Dabei unterscheidet der Rechner zwischen folgenden Kategorien: hohem, mittlerem und niedrigem/kein Absicherungsbedarf. Im nächsten Schritt weist der Rechner auf Basis der bereits erfassten persönlichen Situation die empfohlene Höhe der Absicherung für alle sieben biometrischen Risiken aus. Sollte hier eine Anpassung der Versicherungssumme nach oben oder unten gewünscht werden, ist dies jederzeit möglich. An dieser Stelle können auch bereits bestehende Versorgungen berücksichtigt werden. Auf diese Weise soll der Interessent darin bestärkt werden, dass er sich bereits vorab Gedanken um die Absicherung von biometrischen Risiken gemacht hat. Gleichzeitig wird ihm aber verdeutlicht, dass die Höhe der Absicherung oftmals nicht ausreicht, wie dies häufig bei Berufsunfähigkeit der Fall ist: Zwar besitzen schon sehr viele Deutsche eine derartige Versicherung, allerdings würden die Deckungssummen in zahlreichen Fällen nicht ausreichen, um im Leistungsfall den bisherigen Lebensstandard auch nur annähernd aufrechterhalten zu können. Im letzten Schritt des Biometrie-Rechners erhält der Interessent – unter Berücksichtigung bereits vorhandener Versorgung sowie des ermittelten Absicherungsbedarfs – eine abschließende Empfehlung, für welche Risiken ein hoher, mittlerer oder niedriger/ kein Absicherungsbedarf besteht. Auf dieser Basis kann er sich den monatlichen Vorsorgebeitrag ermitteln lassen, den er investieren sollte, um sich optimal abzusichern. Wofür überhaupt ein Biometrie-Rechner? Die optimale Beratung zeichnet sich dadurch aus, dass der Finanzexperte den Interessenten einer individuellen Bedarfsanalyse unterzieht. Hierzu zählt auch die Berücksichtigung spezifischer Gefahrenpo-

tenziale: Übt die Person ein gefährliches Hobby aus? Ist sie Alleinverdiener? Hat die Person dauerhafte finanzielle Verpflichtungen, wie etwa die Tilgung eines Kredits? Gibt es unter den Familienangehörigen oder Verwandten schwere Erkrankungen? Etc. Antworten auf diese Fragen nehmen entscheidend Einfluss auf die persönliche Absicherung und Vorsorge.

Hinzu kommt der Aspekt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung innerhalb der Bevölkerung kontinuierlich steigt. Was im ersten Moment durchaus positiv klingt, hat jedoch auch einen Pferdefuß: Parallel zum Anstieg des Lebensalters erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken. Dazu zählen etwa arthritische Erkrankungen, Krebs, Multiple Sklerose, Parkinson sowie diverse Leber- und Lungenkrankheiten. Wer schwer erkrankt, muss häufig tief in die Tasche greifen – nicht alle Kosten für Behandlungen und Spezialmaßnahmen sowie für Medikamente werden von den Krankenkassen (vollständig) übernommen. Die Folge: der Betroffene muss entweder mit seinen eigenen Ersparnissen einstehen oder – schlimmer noch – deutliche Abstriche bei der Behandlung machen. Mit der steigenden Lebenserwartung erhöht sich auch die Zahl der Pflegefälle. Das hier die gesetzlichen Leistungen bei weitem nicht ausreichen, ist hinlängst bekannt. Schon jetzt gibt es in Deutschland über zwei Millionen Pflegebedürftige, Tendenz steigend. Wer darauf finanziell nicht vorbereitet ist, läuft Gefahr, unzureichend betreut zu werden. Daher gilt: Je früher mögliche Risikopotenziale erkannt werden, desto besser kann man sich dagegen absichern. Diese Aspekte mit in die Vorsorgeberatung zu integrieren, ermöglicht der neue Biometrie-Rechner vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung. Mit dem neuen Biometrie-Rechner hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung ein weiteres, wichtiges Programm entwickelt, die es Finanzexperten ermöglicht, noch präziser und individualisierter zu beraten. 11


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Heiko Reddmann,

Vertriebsdirektor der Skandia Lebensversicherung AG wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Heiko Redmann: Als Anbieter von Vorsorgeund Investmentlösungen sind bei uns in erster Linie fondsgebundene Rentenversicherungen gefragt. Daneben bieten wir allerdings auch die Skandia Dread Disease Police an, eine Versicherung zur finanziellen Absicherung bei schweren Krankheiten. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Heiko Redmann: Mit unserer Dread Disease Police sind wir aktuell einer der wenigen Anbieter auf dem deutschen Markt zur finanziellen Absicherung bei schweren Krankheiten. Die Dread Disease Versicherung hat aus unserer Sicht ein großes Marktpotenzial, das bislang nicht ausgeschöpft wurde, denn sie ist im Gegensatz zu einer Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung in Deutschland noch wenig bekannt. Aber die Argumente sprechen für sich: Allein alle 3 Minuten erleidet in Deutschland ein Mensch einen Schlaganfall, oftmals ohne jedes Vorzeichen. Das sind pro Jahr mehr als 200.000 Fälle.

Interview mit Benedikt Chiandetti, Vertriebsleiter, Vertrieb ONTOS

wmd: Welche Produktangebote biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Benedikt Chiandetti: Als Direktversicherer der RheinLand Versicherungsgruppe Neuss hat sich ONTOS innerhalb des Konzerns auf Lebensversicherungen spezialisiert und bietet neben der klassischen Risikoleben auch Zusatzversicherungen in 12

Ebenfalls mehr als 200.000 Menschen jährlich trifft ein Herzinfarkt und rund 430.000 erkranken an Krebs (Stand: 2009). Die finanziellen Risiken einer solchen Erkrankung – wie längere Einkommensausfälle, aufwändige Rehabilitationsmaßnahmen oder behindertengerechte Umbauten im eigenen Zuhause – sind durch eine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung häufig nicht ausreichend abgedeckt. Hinzu kommt: Wir sind der einzige Anbieter in Deutschland, bei dem der Versicherungsschutz mit geringen Einschränkungen auch für eine zweite schwere Erkrankung bestehen bleibt. Ein weiteres Plus bei der Skandia ist die automatische Mitversicherung von Kindern, ohne dass dafür zusätzliche Beiträge gezahlt werden müssen.


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

als profilierter Lebensversicherer zu behaupten und weiter auszubauen. Neuentwicklungen sind in diesem Zusammenhang nicht geplant, da unsere bisherige Produktstrategie unsere Kernkompetenz in idealer Weise widerspiegelt. den Segmenten Berufs- und Erwerbsunfähigkeit an. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Benedikt Chiandetti: Wir wollen auch künftig zu den besten Anbietern im Markt gehören! Angesichts unserer bereits sehr guten Ausgangsposition verfolgen wir das Ziel, unsere Stellung langfristig

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Benedikt Chiandetti: ONTOS punktet mit überdurchschnittlichem Leistungsumfang und Service, was von Fachmedien und in Verbrauchertests regelmäßig bestätigt wird. Insbesondere die Risikoleben kann in Preis und Leistung nachweislich eine Spitzenstellung beanspruchen. Die Zusatzversicherungen werden unter diesen Vorzeichen kontinuierlich weiterentwickelt.

Interview mit Holger Roth, CSO der PrismaLife

wmd: Welchen Stellenwert hat die Absicherung biometrischer Risiken bei PrismaLife? Holger Roth: Neben unserer Expertise im Bereich fondsgebundener Versicherungen haben wir die Bedürfnisse unserer Kunden stets umfassend im Blick. Die Absicherung existentieller Risiken ist unser zweites Standbein, wir sehen sie als wichtige Grundlage für eine sichere Altersvorsorge. Denn wer schon heute mit finanziellen Problemen kämpft, wird auch den Ruhestand nicht frei davon genießen können. Wir helfen unseren Kunden, finanzielle Ungewissheiten zu begrenzen und sowohl das Heute als auch das Morgen auf eine sichere Basis zu stellen. wmd: Welche Produkte zum Schutz vor biometrischen Risiken sind bei PrismaLife besonders nachgefragt? Holger Roth: Sowohl unsere Risikolebensversicherung PrismaVita als auch der Berufsunfähigkeitsschutz durch die PrismaBU finden großes Interesse. Unsere Kunden schätzen die Vorteile unserer leistungsstarken Produkte. Wir zeichnen uns nicht zuletzt durch vergleichsweise niedrige Kosten für

die umfassende Absicherung ihrer Risiken aus. Im Wettbewerb sind wir mit unseren Produkten damit einen Schritt voraus! wmd: Ihre PrismaBU gilt als besonders innovativ, wodurch genau hebt sie sich vom Markt ab? Holger Roth: Die wichtigste Besonderheit unserer PrismaBU ist die Beitragsberechnung: Eine risikoadäquate Kalkulation zu Beginn ermöglicht den frühen Einstieg in die BU-Vorsorge zu extrem niedrigen Preisen. Und ab dem 40. Lebensjahr hält die Umstellung auf konstante Beiträge die Absicherung der Arbeitskraft auf Dauer günstig. Wir nutzen beide Kalkulationsmodelle zum Vorteil unserer Kunden. 13


Biometrische Risiken 2011 | Advertorial

Flexibel umschalten + Job absichern = FlexiJob Die innovative Produktneuheit der SIGNAL IDUNA Das Einkommen ist der Ertrag der Arbeitskraft und damit die Basis des derzeitigen Lebensstandards. Diese Basis gilt es zu schützen.

Denn: • Etwa jeder fünfte Arbeitnehmer scheidet wegen Erwerbsminderung vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus. • Nicht Unfälle, wie häufig vermutet wird, sondern ganz normale Krankheiten sind die häufigsten Ursachen für eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit (BU/EU). 38 % Psychische Erkrankungen 15 % Skelett, Muskeln und Bindegewebe 14 % Krebs 10 % Herz- und Kreislauferkrankungen 2 % Unfälle 21 % Sonstige Ursachen Quelle: Deutsche Rentenversicherung, 2009

Innovativ und individuell: FlexiJob Die kombinierte Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung zur individuellen Absicherung der Arbeitskraft Mit FlexiJob kann jetzt ganz individuell die Absicherung der Arbeitskraft gestaltet werden. Anfangs wird bei FlexiJob mit einer preisgünstigen Absicherung gestartet, da dann z. B. die Erwerbsunfähigkeitsabsicherung im Vordergrund steht. Je nach Lebensphase bestimmt der Kunde, wann und in welcher Höhe die Erwerbsunfähigkeitsabsicherung ganz oder teilweise in eine finanzielle Absicherung bei Berufsunfähigkeit im Rahmen der Ausbaugarantie umgewandelt werden soll. In jedem Fall erhält er bereits bei Berufsunfähigkeit immer die volle Beitragsbefreiung seines Vertrages. FlexiJob kurz zusammengefasst: • • • •

Gestaltung des Preis-/Leistungsniveaus der BU/EUAbsicherung je nach Lebensphase. Bedarfsgerechte BU/EU-Rente individuell berechnet Nahtloser Übergang des BU/EU-Schutzes sowie der BU/EU-Leistungen in die Altersrente durch Versicherungs- und Leistungsendalter 67 Jahre Flexible und einfache Anpassungen des BU/EUSchutzes innerhalb eines Vertrages durch die Ausbaugarantie

FlexiJob als passgenaue Absicherung Besonders sinnvoll ist FlexiJob in folgenden Berufssituationen: Junge Leute Gerade in jungen Jahren lassen die finanziellen Verhältnisse oft nicht die Absicherung des vollen Berufsunfähigkeitsrisikos zu. Hier bietet FlexiJob mit der Startdynamik eine interessante Alternative. Während der bis zu drei Jahren dauernden Startphase wird das Risiko der Erwerbsunfähigkeit (EU) zu einem attraktiven Preis abgesichert. In den folgenden (wahlweise bis zu 10) Jahren wird der EUSchutzes jedes Jahr gleichmäßig in Berufsunfähigkeitsschutz umgetauscht (siehe Grafik). 100 % 90 %

Rentenhöhe

Jeden kann es treffen Viele Kunden fragen sich, wie sie ihren Lebensstandard aufrechterhalten können, wenn sie plötzlich berufs- oder erwerbsunfähig werden.

80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 30 %

BU-Schutz EU-Schutz

20 % 10 % 1

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Versicherungsjahre

Damit steigt der Beitrag nur in kleinen Stufen an und ist bei zumeist steigendem Einkommen dann auch bezahlbar. Und durch die vielfältigen Möglichkeiten der Ausbaugarantie kann der Versicherungsschutz an sich ändernde Lebensumstände angepasst werden. Arbeitnehmer mit körperlich belastenden Tätigkeiten Insbesondere viele handwerkliche Berufe sind mit hohen körperlichen Belastungen verbunden. Die Absicherung der Berufsunfähigkeit ist in diesen Fällen oft recht kostspielig. FlexiJob bietet hier die Möglichkeit, den Beitrag mit einem angepassten Verhältnis zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsabsicherung bezahlbar zu machen. Arbeitnehmer mit qualifizierten Bürotätigkeiten Die ein oder andere qualifizierte Bürofachkraft hat sicher auch schon mal gedacht: „Wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann, dann kann ich auch keine andere Tätigkeit mehr ausführen.“ In diesem Fall gibt FlexiJob die Möglichkeit, mit einem höheren Erwerbsunfähigkeitsanteil den Versicherungsschutz noch preiswerter zu gestalten. Fazit: FlexiJob bietet die bedarfsgerechte Lösung!

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Dr. Peter Schmidt,

Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Post. Die Makler AG wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Dr. Peter Schmidt: Gerade für die BU-Beratung geben wir den Maklern und Vermittlern ein am Markt einzigartiges Online-Risikoprüfungstool an die Hand. Eine Risikoprüfung direkt beim Kunden ermöglicht eine fallabschließende BU-Entscheidung. Und falls die BU nicht geht, erhält er ein Alternativangebot. Hier handelt es sich um unsere erweiterte Grundfähigkeitsabsicherung VPV Vital. Mit unserem „Sofort-Check“ erhöht der Berater seine Abschlusschance. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Dr. Peter Schmidt: Dies ist ein sehr wichtiges Thema. Daher hat die VPV letztes Jahr die erweiterte Grundfähigkeitsabsicherung VPV Vital eingeführt. Diese kombiniert die Leistungskomponenten: Unfall, Organschäden, schwere Krebserkrankung, Verlust der Grundfähigkeit und Pflegebedürftigkeit zu einem umfassenden Rundum-Schutz. Zum 01.10.2011 führen wir die VPV Vital auch für Kinder ab 6 Monaten mit weiteren Highlights, wie z.B. Familienschutz, ein.

Interview mit Jörg Lübkemann, Abteilungsleiter Vertrieb, HEK

wmd: Wie steht es um die Beitragsstabilität und welche Leistungen sprechen besonders für die HEK? Jörn Lübkemann: Die Finanzstärke der HEK wurde im Juli erneut von der unabhängigen RatingAgentur Assekurata mit „exzellent“ bewertet. Ausdruck der ausgezeichneten Finanzsituation: Die HEK erhebt auch in 2012 garantiert keinen Zusatzbeitrag. Die HEK bietet ihren Kunden einen exzellenten Ser16

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Markteinstellung einnehmen? Dr. Peter Schmidt: Dies ist die VPV Power+BU mit echter Chance auf Rückzahlung der vollen Beiträge, wenn der Kunde gesund bleibt. Zusätzlich ist die VPV mit der VPV Power-Linie über alle drei Schichten der Altersvorsorge gut aufgestellt. Bei der Power-Linie handelt es sich um ein dynamisches 3-Topf Hybridprodukt mit bis zu 110 % Beitragsgarantie. Die Beitragsgarantie ist gerade in bewegten Börsenzeit ein wichtiges Verkaufsargument.


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

vice sowie ein umfassendes Leistungsangebot. Zu den besonderen Angeboten der HEK zählen beispielsweise: • Ein attraktives Bonusprogramm mit dem Gesund-Leben-Bonus für Erwachsene und dem HEK-Juniorsparbuch für Kinder und Jugendliche • Der Sofortservice bei Leistungsanträgen – Bearbeitung der Kundenanliegen am selben Tag • Die Kostenbeteiligung an allen Impfungen, auch an Reiseimpfungen • Die Behandlung auch in Privatkliniken wmd: Warum sollten Versicherte zur HEK wechseln? Jörn Lübkemann: Da immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben müssen, legen die Kunden auch Wert auf die Finanzsituation einer Kasse.

So ist das Leben: 70 % aller Deutschen haben keine Risikoabsicherung.

Deshalb lohnt sich ein Wechsel zur HEK, denn sie steht nicht nur für exklusi-ven Service und umfassende Leistungen, sondern auch für ausgezeichnete Finanzstärke. wmd: Wie kooperiert die HEK mit den freien Finanzdienstleistern? Jörn Lübkemann: Die HEK arbeitet bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit Finanzdienstleistern zusammen. Sie ist für alle unabhängigen Vermittler ein starker Partner im Bereich der GKV. Für die Vermittlung von Neukunden an die HEK erhalten Vermittler ein einmaliges Verkaufsprogramm und eine attraktive Aufwandsentschädi-gung. Gleichzeitig können Vermittler mit dem Verkaufsprogramm der HEK ihr Zusatzgeschäft steigern.

So ist Canada Life: Wir bieten den passenden Schutz für Ihre Kunden. Schwer erkranken oder Grundfähigkeiten verlieren: Beides bedeutet oft erhebliche finanzielle Einbußen. Mit der Schweren Krankheiten Vorsorge und der Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life bieten Sie Sicherheit bei klar definierten Leistungsfällen. Und Zahlung auch bei beruflicher Tätigkeit. Ihr persönliches Plus: Unser Telefoninterview, das Ihnen die Arbeit erleichtert und eine schnelle Policierung ermöglicht. Sie sind interessiert? Dann informieren Sie sich jetzt: 06102-30619-00

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Rüdiger R. Burchardi,

Vorstand für Vertrieb und Marketing der Dialog Lebensversicherungs-AG wmd: Welche Produktangebote biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Rüdiger R. Burchardi: Entsprechend unserem Produktportfolio werden bei uns Risikolebensversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen besonders nachgefragt. Auf der Basis unserer hohen Expertise in der Risikobeurteilung bieten wir in unserer Risikoleben-Produktreihe RISK-vario® über zwanzig verschiedene Tarifvarianten an. Damit kann der Vermittler für jeden seiner Kunden eine Lösung entwickeln, die genau dessen individuellem Bedarf entspricht. Steigender Nachfrage erfreut sich unsere Keyman-Versicherung. Als einziges Unternehmen am Markt bieten wir eine verbundene Risikolebensversicherung für bis zu neun Personen an. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema, und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Rüdiger R. Burchardi: Im Maklermarkt ist die Dialog mit einem Marktanteil von 22,9 Prozent der führende Risikolebensversicherer. Vor wenigen Wochen gewannen wir zum zweiten Mal auf der Basis einer repräsentativen Maklerbefragung mit großem Abstand den AssCompact-Award in der Todesfallabsicherung. Bei einer so hervorragenden Marktposition ist uns dieses Thema natürlich extrem wichtig. Wir werden daher in naher Zukunft mit weiteren Tarifverbesserungen auf den Markt kommen. Ein

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Bereich, für den wir derzeit den Einstieg mit einer Produktentwicklung vorbereiten, ist die Pflegeversicherung. wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Rüdiger R. Burchardi: Eine besondere Marktstellung nimmt unsere Berufsunfähigkeitsversicherung SBU-solution® ein. Dieser Tarif ist altersabhängig kalkuliert und somit immer risikoadäquat. Junge Leute kommen dadurch von Anfang an zu einem vollwertigen Berufsunfähigkeitsschutz gegen Beiträge, die der Markt sonst nicht zu bieten hat. Es handelt sich hierbei nicht um ein Einsteigerprodukt, sondern um einen vollwertigen, mit Bestnoten bewerteten Tarif, der Sicherheit für das ganze Berufsleben gibt.


Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

HEK – Die Business-K(l)asse Ein starker Partner im Bereich der GKV Die HEK – Hanseatische Krankenkasse hebt sich als zuverlässiger und attraktiver Partner deutlich vom Gros der gesetzlichen Krankenversicherungen ab.

„Profitieren auch Sie von einer Kooperation mit der HEK und Steigern Sie Ihr Zusatzgeschäft. Werden Sie Business-Partner!“ Vertriebsführungskräfte der HEK

1826 wurde die Hanseatische Krankenkasse (HEK) von Hamburger Kaufleuten gegründet. Stärker denn je zeichnet sich die HEK als Business-K(l)asse durch Finanzstärke und Exklusivität aus. Nutzen Sie diese und viele weitere Vorteile für Ihr Vermittlergeschäft und bauen Sie Ihr Neukundengeschäft durch eine Partnerschaft mit der HEK erfolgreich aus. Eine Zusammenarbeit mit der HEK lohnt sich Seitdem immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben müssen, legen die Kunden auch Wert auf die Finanzsituation einer Krankenkasse. Daher lohnt sich eine Zusammenarbeit mit der Business-K(l)asse besonders, denn die HEK steht nicht nur für exklusiven Service und umfassende Leistungen, sondern auch für ausgezeichnete Finanzstärke. Das bestätigt die unabhängige Rating-Agentur ASSEKURATA und zeichnet die HEK dieses Jahr wieder mit dem Qualitätsurteil „exzellent“ für ihre Finanzstärke aus. Dank ihrer ausgezeichneten Finanzsituation garantiert die HEK auch für 2012 keinen Zusatzbeitrag zu erheben! Und in der Gesamtbewertung erhält die HEK von ASSEKURATA zum ersten Mal und als erste Krankenkasse Deutschlands sogar die Bestnote „exzellent“ (A++). Die HEK ist also gerade unter den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen ein attraktiver und zuverlässiger Partner in der Krankenversicherung – mit vielen Alleinstellungsmerkmalen für den Verkauf.

HEK fördert Ihr Zusatzgeschäft Immer mehr Menschen denken über den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung nach. Viele würde für ein attraktives Angebot bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse sogar die eigene Kasse verlassen. Die HEK geht auf diese Kundenwünsche ein: HEK-Neukunden erhalten im Rahmen des Bonusprogramms 300 Euro, die beispielsweise für den Abschluss einer KV-Zusatzversicherung verwendet werden können. Dadurch können Sie Ihr Zusatzgeschäft bei Bestandskunden steigern. Und Sie profitieren von der Vermittlung einer HEKMitgliedschaft sogar doppelt, neben der Provision für die neu abgeschlossene Zusatzversicherung belohnt auch die HEK die Neukundenvermittlung mit einer attraktiven Aufwandsentschädigung. Zusätzlich erleichtert dieser „Türöffner“ im Bereich der Zusatzversicherung auch das Neukundengeschäft für Vermittler. Kundenbestand langfristig sichern Die HEK garantiert Ihnen einen Bestandsschutz Ihrer Kunden. Wenn also Ihre Kunden bei der HEK versichert sind, werden keine Zusatzversicherungen durch andere GKV/PKV-Kooperationen in Ihrem Kundenbestand verkauft (Cross-Selling). So können Sie eine Kundenabwerbung durch einen Kassenwechsel ihrer Kunden zu der HEK aktiv verhindern. Fazit Die HEK ist für alle unabhängigen Vermittler ein starker Partner im Bereich der GKV. Über den „Paketverkauf“ (GKV/Ergänzung PKV) steigern Sie Ihr Zusatzgeschäft und sichern Ihren Bestand. Gern stellt Ihnen ein Außendienstmitarbeiter die HEK und das Verkaufsprogramm in einem persönlichen Gespräch vor. Wenden Sie sich bitte an Frau Hoppe, sie nennt Ihnen gern Ihren zuständigen HEK-Vertriebsleiter.

Kontakt HEK – Hanseatische Krankenkasse: Ansprechpartnerin: Beate Hoppe 0211/906 07 48 oder beate.hoppe@hek.de Internet: www.hek.de

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Rene Wördemann,

Leiter Verkaufsförderung Leben im Maklervertrieb der Gothaer wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Rene Wördemann: Besonders nachgefragt wird Gothaer Perikon – die finanzielle Absicherung bei schweren Krankheiten, unsere klassische Risikoversicherung, die "gesund leben" belohnt und hierdurch besonders bei höheren Versicherungssummen ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Weiter stark nachgefragt sind unsere 5-SterneBerufsunfähigkeitszusatzversicherung Classic und Fonds und zunehmend auch unsere fondsgebundene Pflegerente Gothaer PflegeRent Invest. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Rene Wördemann: Eine der Kernaufgaben eines Versicherers ist es, bedarfsgerechten Versicherungsschutz für die Wechselfälle des Lebens zu bieten. Deshalb ist uns eine gute Positionierung im Markt besonders wichtig. Die Bedeutung, die wir

dem Thema biometrische Risiken zuweisen, spiegelt sich auch in den Verkaufsförderungsmaßnahmen wie der Biometrie-Roadshow, den BioDays mit ausgesuchten Maklern unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Kriebel sowie regionalen Workshops zu diesem Thema wieder. Neben unseren konventionellen Produkten setzen wir aber auch verstärkt auf fondsgebundene Lösungen, die besonders im Hinblick auf die Absenkung des Rechnungszinses ab 2011 ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen können. Unabhängige Ratingagenturen bzw. Fachzeitschriften haben unsere Produktlösungen für biometrische Risiken bereits mehrfach ausgezeichnet. Wir entwickeln unsere erfolgreichen bestehenden Produkte ständig weiter und passen diese an die sich ändernden Anforderungen des Marktes an. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Rene Wördemann: Hier ist vor allem Gothaer Perikon zu nennen. Bei der Absicherung von schweren Krankheiten sind wir inzwischen Marktführer beim Neugeschäft und bieten ein hervorragendes PreisLeistungsverhältnis. Außerdem kann eine vollwertige BU-Absicherung integriert werden. Auch für die Absicherung des Pflegefalles und die Berufsunfähigkeit bieten wir fondsgebundene Produkte an und positionieren uns somit als der Anbieter fondsgebundener biometrischer Lösungen.

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Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Interview mit Heinz-Gerhard Wilkens,

Leitung Unternehmenskommunikation, HanseMerkur Versicherungsgruppe wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Heinz-Gerhard Wilkens: Wenn man denn die PKV wegen ihrer Alterungsrückstellungen unter die Produktangebote biometrischer Risiken einreihen will, da es eine starke Abhängigkeit der Krankheitskosten wegen des Langlebigkeitsrisikos Alter gibt, so werden bei uns stark Einsteigerprodukte für Selbständige und Freiberufler nachgefragt, die eine spätere, unkomplizierte Wechseloption in einen höherwertigeren Tarif ermöglichen. Im Altersvorsorgebereich sind es besonders die Berufsunfähigs- und Rentenversicherungen aller drei Schichten. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Heinz-Gerhard Wilkens: Da die Absicherung biometrischer Risiken zur Kernkompetenz eines Personenversicherers wie der HanseMerkur gehört, steht das Thema bei uns ganz oben auf der Agenda. Neue Produkte in diesem Jahr sind: a) unsere Risikolebensversicherung Risiko Care, die einen Nichtraucherbonus ebenso vorsieht wie günstigere Beiträge, wenn der Kunde privat krankenversichert ist; b) unsere Berufsunfähigkeitsversicherung Profi Care mit einer Einsteigeroption zu günstigen Beiträgen für die ersten fünf Jahre; c) unsere Rentenversicherung Vario Care. Sie reicht von einer klassischen Variante über eine Fondseinla-

ge, die der Kunde selbst bestimmt (Hybridprodukt) bis zu einer rein fondsgebundenen Lösung und bietet damit ein Höchstmaß an Flexibilität. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Heinz-Gerhard Wilkens: Mit unserer Direktversicherung RiesterMeister (www.riestermeister.de) bietet die HanseMerkur24 die derzeit höchste garantierte Rente bei klassischen Riester-Rentenversicherungen zu sehr niedrigen Kosten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung Profi Care liegt mit ihrer Einsteigeroption (abschließbar bis Eintrittsalter 35 Jahre), die gleiche Leistungen bei bis zu 50 Prozent vergünstigten Beiträgen in den ersten fünf Jahren garantiert, ganz vorne im Markt. Und die neue Risikolebensversicherung Risiko Care dürfte mit ihrem Bonus für privat Krankenversicherte ebenfalls keinen Wettbewerbsvergleich scheuen. 21


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Marlies Tiedemann,

Leitung Produktmanagement, MONEYMAXX wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Marlies Tiedemann: MONEYMAXX hat sich auf fondsgebundene Versicherungslösungen spezialisiert. Unsere leistungsstarken Produkte kombinieren hohe Renditechancen und bedarfsorientierte Flexibilität – für die Altersvorsorge, Einkommens- und Familienabsicherung. Infolge der Schwankungen an den Kapitalmärkten in den letzten Jahren spüren wir eine unverändert starke Nachfrage nach Produkten mit Garantiekomponenten. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Marlies Tiedemann: Da das Sicherheitsbedürfnis von Kunde zu Kunde sehr unterschiedlich ist, haben wir unsere Produkte sowohl als reine Fondspolicen, als auch als dynamische Hybridprodukte ausgestaltet. Das aktuelle Thema Garantien darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch eine Vielzahl weiterer Punkte im Rahmen einer bedarfsgerechten Altersvorsorge entscheidend sind. Um der Vielzahl von persönlichen Bedürfnisse gerecht zu werden, haben wir bei der Produktentwicklung einen Schwerpunkt auf die Flexibilität, sowohl in der Ansparphase, aber auch in der Verrentungsphase gelegt und gehen mit unserer kostenlosen PflegeOption sogar noch einen Schritt weiter.

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wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Marlies Tiedemann: Seit dem Frühjahr ist unser neues Kindervorsorgeprodukt „MONEYMAXX Family“ am Markt. Das Produkt bietet dem Kunden individuelle Passgenauigkeit, nach dem Motto „Alles kann – nichts muss!“. MONEYMAXX Family kann auf der einen Seite mit einem Minimum an Absicherung ausgestaltet werden und somit als Alternative zu einer Investmentdirektanlage fungieren, kann aber auch um Absicherungsbausteine wie z.B. eine Versorgermitversicherung gegen Tod und/oder Berufsunfähigkeit, Garantiebausteine zum Ausbildungsbeginn und Rentenbeginn ergänzt werden.


Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

„Hohe Renten – niedrige Beiträge“ Bezahlbarer Berufsunfähigkeitsschutz dank altersgerechter Kalkulation Dialog-Vertriebsvorstand Rüdiger R. Burchardi: „Bezahlbarer Berufsunfähigkeitsschutz als Gebot der Stunde“

Die Marktdurchdringung der Berufsunfähigkeitsversicherung hinkt in dramatischem Ausmaß dem Bedarf hinterher. Nicht einmal jeder vierte Arbeitnehmer ist gegen dieses elementare Risiko abgesichert. Neben einer fehlenden Sensibilisierung oder Verdrängung des unangenehmen Themas spielt das Geld die Hauptrolle: BUVersicherungen haben ihren Preis, vor allem junge Leute verzichten wegen ihrer begrenzten Liquidität auf diesen Schutz oder vereinbaren als schlechten Kompromiss eine zu niedrige Rente. Dabei sind es gerade junge Menschen, die auf eine ausreichende BU-Absicherung in besonderer Weise angewiesen sind: In der Regel fehlen finanzielle Reserven, so dass bei einer plötzlich eintretenden Berufsunfähigkeit eine existenzbedrohende Situation entsteht. Eine frühzeitige Absicherung ist daher dringend geboten, wobei junge Leute einen wesentlichen Vorteil haben: Die Gesundheitsprüfung gestaltet sich wegen des in der Regel einwandfreien Gesundheitszustands in den meisten Fällen unproblematisch. Die Lösung des Problems: SBU-solution® Die Dialog Lebensversicherung hat auf der Basis ihrer Expertise als Spezialversicherer für biometrische Risiken die Lösung für das Problem entwickelt: die altersgerechte und damit stets risikoadäquate Kalkulation. Dadurch kommen Berufsanfänger, Existenzgründer und junge Familien zu einem Berufsunfähigkeitsschutz gegen Beiträge, die der Markt sonst nicht zu bieten hat. Angesichts der sehr günstigen Prämien verbleibt dem jungen Versicherungsnehmer noch genügend Liquidität, um mit dem Aufbau einer eigenen Altersvorsorge zu beginnen. Entsprechend der altersgerechten Kalkulation steigt der Beitrag mit den Jahren moderat an. Dies steht aber im Einklang mit der allgemeinen altersabhängigen Einkommensentwicklung.

gibt. Die namhaften Rating-Agenturen und Finanztest bewerten den Tarif mit Bestnoten. Die Verbraucherverbände empfehlen ihn als „intelligentes Produkt, das dem Lebenszyklus besser gerecht wird als die starren Normaltarife“. SBU-solution® zeichnet sich durch Spitzenbedingungen mit wichtigen Alleinstellungsmerkmalen aus. Besonders hervorzuheben sind das „Lebensphasenmodell“ und die „Überbrückungshilfe“. Mit dem Lebensphasenmodell kann die Rente bei finanziellen Engpässen, z.B. bei Arbeitslosigkeit oder während der Elternzeit, auf den Mindestbetrag reduziert und später ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder auf das Ausgangsniveau angehoben werden. Eine – nicht rückzahlbare – Überbrückungshilfe in Höhe der BU-Rente wird über einen Zeitraum von max. sechs Monaten dann gezahlt, wenn der private Krankenversicherer die Krankentagegeldzahlung wegen Berufsunfähigkeit einstellt, die Leistungsprüfung beim BU-Versicherer aber, z.B. wegen ausstehender Unterlagen, noch nicht abgeschlossen ist. Nimmt der Versicherungsnehmer eine neue berufliche Tätigkeit auf, zahlt die Dialog eine Wiedereingliederungshilfe in Höhe von sechs Monatsrenten (max. 10.000 Euro). Und anders als im Markt heute üblich, verzichtet die Dialog gegen eine geringe Mehrprämie auf das Recht zur Beitragserhöhung nach § 163 VVG. Großer Markterfolg Seit seiner Einführung vor zwei Jahren hat sich der Berufsunfähigkeitstarif SBU-solution® zu einem Renner im Markt entwickelt. Die steil ansteigenden Verkaufszahlen beweisen, dass eine bezahlbare Berufsunfähigkeitsversicherung das Gebot der Stunde ist und die Fokussierung auf den Abschluss in jungen Jahren den sozialpolitischen Erfordernissen entspricht.

Top-Bedingungen, Top-Bewertungen SBU-solution® ist kein Einsteigerprodukt mit abgespeckten Leistungen, Karenzzeiten oder dgl. Von Anfang an erhält der Versicherungsnehmer einen hochwertigen BU-Schutz, der bis zum Ende des Berufslebens Sicherheit

Internet:

www.dialog-leben.de

Telefon:

0821 - 319 1260 23


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Jürgen Hansemann,

Direktor Produktförderung der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Jürgen Hansemann: Besonders stark nachgefragt werden aktuell Produkte zur Absicherung der Arbeitskraft. Bei der Absicherung des Langlebigkeitsrisikos über Rentenversicherungen sind Steigerungen insbesondere bei den konventionellen und fondsgebundenen Tarifen mit Garantien zu beobachten. Beim biometrischen Risiko der Pflegebedürftigkeit verzeichnen wir – wenn auch auf vergleichsweise niedriger Basis – im ersten Halbjahr 2011 dreistellige Zuwachsraten. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Jürgen Hansemann: Die Absicherung biometrischer Risiken ist die Geschäftsgrundlage der Lebensversicherer. Die NÜRNBERGER bietet hier bedarfsgerechte, leistungsstarke und innovative Produktlösungen. Im Jahr 2012 werden wir im Rahmen der Rechnungszinsänderung auch Neuerungen einführen. Details hierzu möchten wir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt geben. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Jürgen Hansemann: Die NÜRNBERGER ist der zweitgrößte Berufsunfähigkeits-Versicherer in Deutschland. Mit Produkten zur Absicherung der Arbeitskraft wie der NÜRNBERGER Investment Berufsunfähigkeitsversicherung wurden neue Wege eingeschlagen. Aber auch im Bereich der Altersvorsorge nimmt die NÜRNBERGER eine besondere Marktstellung ein. So war sie es, die in Deutschland als eine der ersten Gesellschaften die Fondsgebundene Lebensversicherung auf den Markt brachte. Die NÜRNBERGER zeichnet sich heute durch eine breitgefächerte, innovative P ro d u k t palette in allen drei Schichten der Altersvorsorge aus. 24


Advertorial | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Lebensentwürfe versichern! PrismaLife bietet individuellen Schutz bei Berufsunfähigkeit für jedes Budget

Holger Roth, Chief Sales Officer der PrismaLife

PrismaLife bietet individuellen Schutz bei Berufsunfähigkeit für jedes Budget Eine neues Auto, die Traumwohnung, Urlaub unter Palmen oder nur ein gutes Essen im noblen Restaurant. Große wie auch kleine Pläne brauchen ein festes finanzielles Standbein. Und im Normalfall ist das ein regelmäßiges berufliches Einkommen. Doch was passiert, wenn die Gesundheit nicht mehr mitspielt und die berufliche Karriere plötzlich vor dem Aus steht? Dann gerät der gesamte Lebensentwurf sehr schnell ins Wanken. Die Absicherung der Arbeitskraft gehört daher zu den wichtigsten Vorsorgebausteinen. Mit PrismaBU schützen Sie Ihre Kunden klug vor den Folgen einer Berufsunfähigkeit. Die Produktvarianten Eco, Kompakt und Exxellent bieten hochwertigen Schutz für jedes Budget. Die Exxellent-Variante sichert zudem die Folgen einer schweren Erkrankung (Dread Disease) mit einer Einmalzahlung ab. Das Beste zweier Welten Herkömmliche BU-Produkte beinhalten oft hohe Hürden. Viele Interessenten finden sie schlicht zu teuer und schrecken vor einem Abschluss zurück. Doch niemand sollte auf den wichtigen Schutz verzichten müssen. PrismaLife setzt in den Anfangsjahren daher auf risikogerechte Beiträge. Zum Vorteil von Berufseinsteigern und jungen Familien. Denn der frühzeitige Einstieg in eine umfassende Absicherung der Arbeitskraft ist mit PrismaBU für sie deutlich günstiger zu haben.

mit maximal 34 Prozent des letzten Bruttolohns zu gering. Damit ihre Pläne im Ernstfall gesichert sind, bedarf es einer zusätzlichen Absicherung. Den Weg dahin hat PrismaLife absolut vermittler- und kundenfreundlich gestaltet. Die Gesundheitsfragen beantworten Ihre Kunden wie branchenüblich direkt auf dem Antrag oder ganz diskret per Telefon mit dem fachlich geschulten Personal der PrismaLife. Nach der Antragsprüfung bzw. nach dem Tele-Interview kann PrismaLife sofort vorläufigen Versicherungsschutz gewähren. Ihre Kunden genießen ab dann bereits erstklassigen Schutz mit maximaler Flexibilität. Eine Nachversicherungsgarantie ist anlassbezogen (Hochzeit, Geburt etc.) und alle fünf Jahre ereignisunabhängig möglich. Und finanzielle Engpässe lassen sich durch reduzierte Prämien und Beitragspausen bequem überbrücken. Zwischen 60 und 67 Jahren ist zudem das Endalter flexibel wählbar. Mit PrismaBU erhalten Ihre Kunden leistungsstarken BU-Schutz - individuell, flexibel und günstig. Als „Beste BU-Rente“ besitzt das Produkt eine Top- Bewertung von Focus-Money und ein „FFF hervorragend“ von Franke & Bornberg. Mit der Absicherung ihrer Arbeitskraft geben Sie Ihren Kunden die Gewissheit, dass Ihr Lebensentwurf auch morgen noch Bestand hat. PrismaBU – Top-Bewertungen von „Focus-Money“ und „Franke & Bornberg“

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Auch auf lange Sicht bleibt die Absicherung der Arbeitskraft mit der PrismaBU günstig: Denn ab dem 40. Lebensjahr stellt PrismaLife auf konstante Prämien um. So bleibt der ausgezeichnete Risikoschutz für alle Versicherten dauerhaft bezahlbar. PrismaBU verbindet die Vorteile konstanter und risikogerechter Beiträge und bietet das Beste dieser zwei Welten. Höchste Zeit für ausgezeichneten Schutz! Rund ein Viertel der Berufstätigen wird heute vor dem Ruhestand berufsunfähig. Und die staatliche Hilfe ist

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Michael Mebesius,

Vertriebsvorstand, Ageas Deutschland Lebensversichrung AG wmd: Welche Produktangebote biometrischer Risiken bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Michael Mebesius: Besonders nachgefragt wird unsere selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung. myLife Berufsunfähigkeit ist als Netto-Produkt konzipiert und vollständig frei von Provisionen und vertrieblichen Abschlusskosten. Unsere große Palette u.a. an biometrischen Netto-Produkten wird von Honorar-Finanzberatern nachgefragt. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Michael Mebesius: Biometrische Risiken sind für uns ein sehr wichtiges Thema. Als einer von wenigen Lebensversicherern in Deutschland stammen mehr als 50 Prozent der Bruttobeitragseinnahmen von biometrische Produkten, die wir ständig aktualisieren und erweitern. Zurzeit arbeiten wir an einer Absicherung des Pflegefall-Risikos. Auch dieser Tarif wird speziell für Honorarberater entwickelt, d.h. es wird ein kostenoptimierter Netto-Tarif sein.

Interview mit Andrea Schölermann,

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Michael Mebesius: Bei myLife Berufsunfähigkeit und myLife Risiko können statt konstanter Prämien optional natürliche, jährlich kalkulierte Beiträge gewählt werden. Dank flexibler Wechseloption kann bereits nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres von den sehr günstigen, aber jährlich steigenden natürlichen Beiträgen auf konstante Beiträge gewechselt werden. Besonders junge Kunde profitieren so von Beginn an von einem vollwertigen Schutz mit ausgezeichneten Versicherungsbedingungen.

Abteilungsleiterin Produktmanagement, Condor Lebensversicherungs-AG wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Andrea Schölermann: Unser am stärksten nachgefragtes Produkt zur Absicherung biometrischer Risiken ist unsere BerufsunfähigkeitsZusatzversicherung (BUZ). wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? 26


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Andrea Schölermann: Die BUZ ist für Condor ein äußerst wichtiges Produkt. Das sieht man allein schon an den vielen Neuerungen, die wir laufend auf den Markt bringen. Hintergrund ist der wachsende Stellenwert des BU-Schutzes. Aufgrund der steigenden Zahl an BU-Fällen hat die Absicherung der Arbeitskraft für viele Makler inzwischen oberste Priorität im Kundengespräch. Alternative Lösungen zur BU-Versicherung haben sich bislang nicht durchgesetzt, so dass wir weiterhin auf diese Form der Existenzabsicherung setzen. Die Resonanz unserer Vermittler auf unsere Comfort-BUZ und die hohen Wachstumsraten im BU-Geschäft bestärken uns in unserer Arbeit. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Andrea Schölermann: Ja, die Condor ComfortBUZ nimmt mit ihren herausragenden Bedingungen sicherlich eine Sonderstellung im deutschen Markt ein. Die Leistung bei Arbeitsunfähigkeit ist dabei das Highlight und eine Besonderheit am deutschen Markt: Danach erhalten Kunden nicht nur bei Nachweis des 50-prozentigen BU-Grads eine Leistung, sondern auch, wenn sie nachgewiesen länger als sechs Monate durchgehend arbeitsunfähig sind. Übrigens kann die Comfort-BUZ jetzt auch mit Zahlung eines Einmalbeitrags abgeschlossen werden. Der Vorteil: Sie ist deutlich günstiger und Kunden erhalten hier in jedem Fall eine Auszahlung – entweder im Leistungsfall in Form einer BU-Rente oder nach Ablauf der Vertragslaufzeit in Form einer Rückzahlung.

Interview mit Philipp J.N. Vogel,

Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung nimmt stetig zu, Die Vorsorge vor Pflege-Kosten hat sich zu einem absoluten Top-Thema im Kranken-Zusatzgeschäft entwickelt. Die DFV Deutsche Familienversicherung AG ist mit der DFV-DeutschlandPflege hervorragend aufgestellt. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? In der finanziellen Absicherung von biometrischen Risiken sehen wir als Deutsche Familienversicherung eine unserer Kernkompetenzen. Ein gutes Beispiel ist die Absicherung von pflegebedürftigen Demenzpatienten in der Pflege-Zusatzversicherung. Viele Mitbewerber blenden dieses wichtige Thema aus und zahlen bei Demenz nur geringe oder gar keine Leistungen. Wer sich mit biometrischen Risiken beschäftigt, der muss dieses Thema ernst nehmen. Die DFV-DeutschlandPflege deckt neben dem Pfle-

ge- auch den Demenzfall ab. Geleistet wird bereits ab der Betreuungsleistung 1 – das ist einzigartig auf dem Assekuranzmarkt. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen. Mit unserer DFV-DeutschlandPflege nehmen wir in der Tat eine besondere Marktstellung ein. Der Versicherte erhält immer 100 % des vereinbarten Pflege27


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews geldes, egal ob die Pflege zu Hause oder stationär organisiert wird – und das weltweit. Eine vollständige Beitragsfreiheit wird bereits ab der Betreuungsleistung I und bei eintretender Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit gewährt. Eine finanzielle

Soforthilfe im Pflegefall gibt es in jedem Tarif. Die DFV-DeutschlandPflege bietet ein umfassendes, einfaches und preiswertes Vorsorgekonzept mit dem die finanziellen Risiken einer Pflegebedürftigkeit entscheidend gemindert werden können.

Interview mit Beate Heidrich,

Produktmanagerin, Helvetia schweizerische Lebensversicherungs-AG

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Beate Heidrich: Besonders nachgefragt wird unsere Berufsunfähigkeits- und Todesfallabsicherung im Rahmen der Fondspolice CleVesto Allcase. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Beate Heidrich: Das Thema Berufsunfähigkeitsabsicherung ist ein sehr wichtiges, welches wir insbesondere in Hinblick auf Berufseinsteiger mit einem neuen Konzept vermarkten möchten. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Beate Heidrich: Mit der Fondspolice CleVesto Allcase inklusive Berufsunfähigkeitsabsicherung lässt sich ein hervorragendes Konzept für Berufseinsteiger erstellen. Es wird eine anfängliche Versicherungsdauer von 20 Jahren angenommen, die zu günstigen Anfangsbeiträgen führt. Der Kunde sichert sich somit nicht nur vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit ab, sondern tut 28

gleichzeitig etwas für seine Altersvorsorge. Der Clou an dem Konzept ist: Sollte die Wertentwicklung stimmen, ist auch nach den 20 Anfangsjahren keine Beitragsanpassung nötig und der Schutz kann unter den bestehenden Bedingungen fortgeführt werden. Natürlich gibt es keine erneute Gesundheitsprüfung. Eine weitere Besonderheit ist, dass im Falle von bestimmten schweren Krankheiten die vereinbarte Berufsunfähigkeitsleistung erbracht wird, ohne dass der Kunde berufsunfähig sein muss. Somit hat der Kunde die Freiheit und Flexibilität sich voll auf seine Genesung zu konzentrieren.


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Interview mit Heike Rotermund,

Bereichsleiterin Vertrieb, Marketing und Kommunikation, Janitos wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Janitos: Unsere Unfallversicherung wurde im April 2011 per Innovationsupdate für unsere Kunden verbessert, was zu einer deutlichen Nachfragesteigerung geführt hat. Alle Verbesserungen gelten übrigens ohne Prämienerhöhungen auch für unsere Bestandskunden. Auch großen Anteil an unserem Erfolg hat unsere Janitos Multi-Rente, welche Personen gegen die finanziellen Folgen von Unfall und Krankheit absichert. Der Schutz greift bei klar definierten Einschränkungen körperlicher Leistungsfähigkeit in 4 Bereichen: Unfall-Invalidität, Organschädigungen, Verlust von Grundfähigkeiten und Pflegebedürftigkeit. Und bei den Krankenzusatzversicherungen ist vor allem unser Tarif JA dental plus zu erwähnen, welcher sehr gut vom Markt angenommen wurde. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Janitos: Den Bereich der Absicherung biometrischer Risiken, als eine unserer beiden strategischen Säulen, ist uns sehr wichtig. Wir möchten diesen kontinuierlich stärken und weiter am Markt etablieren. Wir setzen hier auf unsere ganz klaren

Stärken: hohe Servicequalität, Fachkompetenz und Freundlichkeit unserer Mitarbeiter sowie unsere Prozessorientierung. Für 2012 ist zudem ein neuer Unfalltarif mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten geplant. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Janitos: Unsere Janitos Multi-Rente hat am Markt der funktionellen Invaliditätsabsicherung derzeit nur drei Mitbewerber und kann dabei nach wie vor das beste Preis-Leistungsverhältnis aufweisen. Da unabhängig von einer Berufsunfähigkeit geleistet wird, ist sie eine sinnvolle Ergänzung bzw. Alternative zur BU.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Rainer M. Jacobus,

Vorstandsvorsitzender, IDEAL Versicherungsgruppe wmd: Welche Produktangebote biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Rainer M. Jacobus: Die Nachfrage steigt im Moment besonders bei unseren Pflegerenten deutlich an. Da nur weniger als zwei Prozent der Bevölkerung über eine freiwillige private Pflegeversicherung verfügt, ist dies auch nicht überraschend, sondern dringend notwendig. Aber auch Sterbegeldversicherungen werden weiter stark nachgefragt. Seit das gesetzliche Sterbegeld 2004 abgeschafft wurde, hat das Interesse an einer rechtzeitigen Absicherung der eigenen Bestattungskosten spürbar zugenommen. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Rainer M. Jacobus: Die IDEAL Versicherungsgruppe hat sich als Seniorenversicherer ganz auf die Absicherung biometrischer Risiken älterer Menschen spezialisiert. Hierzu zählen Pflegeversicherungen, Senioren-Unfallversicherungen, Sterbegeldund Rentenversicherungen. Neu entwickelt haben wir kürzlich das IDEAL PflegeKonto, eine Rentenversicherung per Einmalbeitrag mit einem hohen Maß an Flexibilität. Das Produkt eignet sich besonders für

Interview mit Josef Kiener,

Kunden, die über einen größeren Geldbetrag verfügen oder frei werdende Gelder erwarten, etwa aus einer Abfindung oder einer Erbschaft. Wichtig ist dabei eine Option auf den späteren Abschluss einer Pflegerente ohne Gesundheitsfragen. wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Rainer M. Jacobus: Mit der IDEAL PflegeRente sind wir seit Jahren Marktführer bei Pflegerenten. Das Produkt steht bei uns besonders im Mittelpunkt, da Pflegebedürftigkeit eines der größten Risiken von Senioren ist. Die IDEAL PflegeRente erhält auch immer wieder Spitzenbewertungen, zuletzt u.a. von der Stiftung Warentest und von Morgen & Morgen.

Leiter Unternehmenskommunikation der Swiss Life wmd: Welche Produktangebote biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Josef Kiener: Der Schwerpunkt liegt bei Swiss Life eindeutig auf der Berufsunfähigkeitsversicherung sowohl als SBU, als auch als Zusatzversicherung. Hinzu kommen hier noch alle Varianten unserer Rentenversicherung, also von klassisch über fondsgebunden bis hin zu Variable Annuities. 30


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Josef Kiener: Weil die BU bei uns einen bedeutenden Anteil im Neugeschäft ausmacht ist es uns wichtig, hier laufend neue Impulse zu setzen und unsere sehr gute Wettbewerbsposition zu halten. So gab es Anfang August wieder einige Neuerungen bei unserer BU: http://www.swisslife.de/slde/de/home/presse___aktuelles/newsitem.DE01082011.html

Aber auch unsere Rentenversicherungen entwickeln wir weiter und passen sie den Bedürfnissen der Kunden an: Zuletzt haben wir im Januar dieses Jahresunsere Champion-Produktfamilie um eine RiesterVariante ergänzt. http://www.swisslife.de/slde/de/home/presse___aktuelles/newsitem.de10012011.html

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Josef Kiener: Um beim Thema zu bleiben: Mit unseren BU-Produkten erreichen wir seit vielen Jahren Top-Ratings bei den verschiedenen Rating-Häusern. Wir sind einer der wenigen Versicherer, der hier von Anfang an durchgehend Spitzenbewertungen aufweisen kann.

Interview mit Rolf Schünemann,

Vertriebsvorstand der Lebensversicherung von 1871 a. G. München wmd: Welche Produktangebote biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Rolf Schünemann: Insbesondere die Absicherung der finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit ist derzeit gefragt. Als Spezialanbieter hat die LV 1871 auf diesen Bedarf frühzeitig reagiert. Eine Startoption macht zum Beispiel die Golden BU der LV 1871 auch für Berufseinsteiger, Studenten oder Unternehmensgründer möglich. Sie zahlen in den ersten fünf Jahren einen im Schnitt um 20 Prozent günstigeren Beitrag im Vergleich zum Normaltarif. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Rolf Schünemann: Wir setzen auch in Zukunft auf die bedarfsgerechte Absicherung biometrischer Risiken. Aktuell konzentrieren wir uns bei der Produktentwicklung auf die Kombination von Vorsorgeund Risikoabsicherung wie BU oder Pflege.

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Rolf Schünemann: Die Absicherung biometrischer Risiken anhand von Kriterien, die der Kunde selbst beeinflussen kann, liegt im Trend. Dazu gehört zum Beispiel eine gesunde Lebensweise oder die Ausbildung. Das ermöglicht die Delta Direkt, der Spezialist für Risikolebensversicherungen der LV 1871. Der Vorteil für den Kunden: Beiträge und Versicherungssumme richten sich bei der Delta Direkt ganz nach seinem persönlichen Risiko. 31


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Michael Traub, Marketingleiter der SDK

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Michael Traub: Seit Jahren ist die Pflegezusatzversicherung bei unseren Kunden sehr gefragt. Seit 2005 hat sich unser Bestand vervierfacht. Wir gehen davon aus, dass sich das Bedarfsfeld weiterhin rasant entwickelt. Immer mehr Menschen erkennen, dass es bei einem Pflegefall in der Familie schnell an das angesparte Vermögen geht. Bei der Süddeutschen Lebensversicherung können wir mit unserer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung punkten. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Michael Traub: Wir haben erst vor kurzem unsere neuen Pflegetarife auf den Markt gebracht. Damit wollen wir eine flexible und individuelle Absicherung ermöglichen. In jeder Pflegestufe kann der Kunde ein individuelles Pflegegeld festlegen und damit selbst entscheiden, über wie viel Geld er bei ambulanter oder stationärer Pflege verfügen will. Neu ist auch,

Interview mit Sandra Fäth,

dass ab Pflegestufe 1 keine Beiträge mehr zu zahlen sind. Das erweiterte Dynamisierungsrecht ohne erneute Gesundheitsprüfung kann auf Wunsch auch nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit gelten. Das heißt: Keine Beiträge bezahlen, aber trotzdem die Leistungen erhöhen! Wer möchte, kann mit dem neuen Angebot auch Demenz absichern. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Michael Traub: Die Pflegeversicherung nimmt mit einem Marktanteil von 4,6 Prozent unter den privaten Krankenversicherern sicher eine besondere Marktstellung ein. Auch in diesem Jahr verkauft sich die Pflegeversicherung sehr gut.

Produktmanagerin und Aktuar (DAV), Stuttgarter Lebensversicherung a.G. wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Stuttgarter: Das Bewusstsein, sich gegen die größten biometrischen Risiken wie Tod, Berufsunfähigkeit, Invalidität, schwere Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit abzusichern, ist in den letzten Jahren konsequent gestiegen. Die Stuttgarter bietet in allen Segmenten ein Produktportfolio mit ausgezeichnetem Tarif- und Bedingungswerk an, mit dem sich Versicherungsnehmer vor den Konsequenzen 32


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

aus biometrischen Risiken absichern können. Hiervon am stärksten nachgefragt werden Risiko-Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Unfallversicherungen. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

ne Höchstgrenze mehr für die versicherbare Rente besteht. Zudem bietet die Stuttgarter eine Ereignis unabhängige Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung in den ersten fünf Jahren nach Abschluss. Dadurch ist eine nach individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen definierte Jahresrente planbar.

Stuttgarter: Das Thema ist hochaktuell, zum einen weil das Risikobewusstsein der Gesellschaft in den letzten Jahren gestiegen ist, zum anderen aber auch, weil z. B. im Bereich der BU-Absicherung nach wie vor eine starke Unterversorgung herrscht. Heutzutage wird etwa jeder vierte Berufstätige vor dem regulären Rentenbeginn berufsunfähig. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der unlängst getroffenen Regierungsentscheidung, das Renteneintrittsalter mit Übergangsfrist bis 2029 auf 67 Jahre anzuheben, ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach bezahlbaren Produkten zum persönlichen Berufsunfähigkeitsschutz auch weiterhin ansteigen wird. Wir entwickeln unser Produktportfolio kontinuierlich weiter. Zum Beispiel im Zuge der Rechnungszinsabsenkung 2012 bereiten wir weitere Produktneuerungen vor. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Stuttgarter: Aktuell hat die Stuttgarter im Juli 2011 eine umfassend modernisierte Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) vorgestellt. Damit hat das Unternehmen seinen BU-Schutz konsequent den gestiegenen Anforderungen einer wachsenden Berufsvielfalt angepasst. Das Besondere an der neuen Stuttgarter BU liegt darin, dass sie sich mit Top-Prämien speziell für mittelständische Berufe positioniert: Die Beiträge zum Beispiel für selbstständige Handwerker, leitende Angestellte, IT-Mitarbeiter und Landwirte liegen jetzt zum Teil mehr als 30 Prozent unter dem Marktdurchschnitt. Zudem bietet die Stuttgarter mit der neuen BU eine Erweiterung der Berufsliste auf mehr als 6.000. Als einziger Versicherer im Markt ist bei der Stuttgarter eine differenzierte Einstufung in insgesamt 10 Berufsgruppen ohne Zusatzfragen möglich. Damit können sich Berufstätige noch individueller gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft absichern. Wichtiger Aspekt im reformierten BU-Universum ist außerdem, dass kei-

Bei den BU-Zusatzversicherungen (BUZ) hat die Stuttgarter die optionalen Dynamikmodelle angepasst. Bislang konnte der Versicherte mit einer Beitragsdynamik und einer garantierten Rentensteigerung Inflationsschutz erhalten. Jetzt hat er zusätzlich die Möglichkeit, unabhängig von einer gewählten Beitragsdynamik, eine Dynamisierung der Hauptversicherung bei Berufsunfähigkeit bis zu 10 Prozent p.a. zu vereinbaren. Damit ist ein voller und flexibler Inflationsschutz gewährleistet. 33


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Christian Schröder,

Abteilungsleiter Produktmanagment Leben im Marketing, Volkswohl Bund

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Christian Schröder: Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie Renten-, Pflege- und Unfallversicherungen, aber immer mehr auch die Altersvorsorge mit Biometrie wie zum Beispiel unsere Riester-Rente mit BU-Beitragserstattung. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Christian Schröder: Als Versicherungsunternehmen sind wir auf Biometrische Risiken spezialisiert, wir arbeiten deshalb laufend an unseren Produktangeboten. Produktinnovationen entwickeln wir auf allen Gebieten, denn wir möchten unseren Partnern immer nur das Beste bieten. Erst vor wenigen Tagen ist unsere neue Berufsunfähigkeitsversicherung auf den Markt gekommen, die mit mehr Berufsgruppen arbeitet und noch günstigere Prämien für Akademiker bietet. Sie können auch in den nächsten Monaten mit weiteren spannenden Neuerungen aus dem Bereich Biometrische Risiken von uns rechnen.

Interview mit Alexandra Weier,

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Christian Schröder: Aktuelles Thema bei den Maklern ist unsere Rente PLUS, die wir für alle Schichten der Altersvorsorge anbieten und die bei den Kunden außerordentlich gut ankommt. Bei der Rente PLUS hat der Kunde außer der regulären Rente einen Anspruch auf eine erhöhte Leistung im Pflegefall – ganz ohne Zusatzbeitrag und Gesundheitsprüfung. Den Anspruch behält er auch, wenn er erst während des Rentenbezugs pflegebedürftig wird. Je nach Rentenart ist mittlerweile jeder dritte Vertrag, der bei uns eingeht, eine Rente PLUS.

Abteilungsleiterin Marketing/Makler Service Vorsorge, Württembergische Vertriebsservice GmbH wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen das Thema Biometrie, und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Alexandra Weier: Die verstärkte Ausrichtung auf biometrische Risiken startete die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) bereits 2010. Im vergangenen Jahr überarbeitete die Württembergische ihre leistungsstarken Pflegetagegeldtarife und verbesserte damit auch deren preisliche Positionierung. Eine Innovation brachte das Unternehmen 34


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

mit dem noch immer einzigartigen Krankenzusatztarif AKG im Sommer 2010 auf den Markt. Im selben Jahr konzipierte die Württembergische einen Risikolebensversicherungstarif, der gesundheitsbewusstes Verhalten mit einem günstigen Beitrag belohnt. Zudem wurden die bereits mehrfach ausgezeichneten Berufsunfähigkeitsversicherungen Anfang 2011 preislich überarbeitet. Prämienreduzierungen von bis zu 20 Prozent bringen die BU-Tarife auch im Preis-Ranking weiter nach vorne. Ergänzt wird die Biometrie-Strategie der Württembergischen durch die Komplettierung der Produktfamilie des Fondsprodukts Genius um Tarife für die 2. Schicht. wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Alexandra Weier: Im Rahmen der Absicherung von biometrischen Risiken ist unter anderem der AKG zu nennen. Es handelt sich hierbei um einen Kostenerstattungstarif, der den gesetzlich versicherten Kunden im Falle einer schweren Erkrankung alle Vorteile gewährt, die Privatpatienten im ambulanten Bereich besitzen. Und das nicht nur für die auslösende schwere Erkrankung, sondern für sämtliche Krankheiten und Beschwerden. Auch unser Fondsprodukt Genius nimmt mit seiner einzigartigen Wertsicherungsstrategie eine Alleinstellung am Markt ein. Zum Juli 2011 wurde das Produkt durch eine Erweiterung der Fondspalette um Fonds unter anderem aus den Bereichen „Rohstoffe“ und „Schwellenländer“ noch attraktiver.

Interview mit Prof. Hans-Wilhelm Zeidler,

Vorstand für den Bereich Makler Leben bei der Zurich Gruppe Deutschland wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Prof. Hans-Wilhelm Zeidler: Derzeit registrieren wir eine starke Nachfrage bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Berufsunfähigkeitsabsicherung schützt, wenn der oder die Versicherte zum Beispiel wegen einer Krankheit oder eines Unfalls berufsunfähig wird. Statistisch tritt dies bei jedem Vierten im Verlauf seines Erwerbslebens ein. Unverzichtbar ist die Berufsunfähigkeitsversicherung gerade für die nach dem 1. Januar 1961 Geborenen. Im Vergleich zu Älteren gilt für sie nur noch ein eingeschränkter Schutz im Rahmen der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsabsicherung. Wir merken, dass die Notwendigkeit solch einer essenziellen Absicherung immer bewusster wird. Großen Zuwachs verzeichnen wir auch bei unserem Produkt Eagle Star. Diese Risikolebensversicherung mit garantierten Beiträgen bietet den Hinterbliebenen oder Geschäftspartnern die finanzielle Absicherung im Todesfall der oder des Versicherten.

Risiken entwickeln Sie neue Produkte?

wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer

wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen?

Prof. Hans-Wilhelm Zeidler: Die Absicherung biometrischer Risiken ist zentral für unsere Produktpalette als Versicherer. In neuen Kombinationsprodukten verknüpfen wir die Absicherung biometrischer Risiken - wie Langlebigkeit, Pflege im Alter, Berufsunfähigkeit, aber auch den Todesfall und die damit verbundene Hinterbliebenenabsicherung mit der Altersvorsorge.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Prof. Hans-Wilhelm Zeidler: Mit unserer selbständigen Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit begrenzter Berufsunfähigsrente bieten wir als einer der wenigen Lebensversicherer insbesondere Berufseinsteigern und Studenten für den Fall des Falles eine monatliche Grundversorgung zu einem attraktiven Preis. Die angesprochenen Personen haben in der Regel keine gesetzliche Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit. Für sie ist die private Vorsorge entscheidend. Der Vorteil unserer Alternative: obwohl auf Basis einer Erwerbsunfähigkeit kalkuliert, erhält der Kunde auch dann seine Rente wenn er berufsunfähig wird. Im Unterschied zur vollstän-

digen Berunfsunfähigkeitsabsicherung ist die Rente allerdings auf eine Dauer von drei Jahren begrenzt. In der Regel ist der Kunde nach dieser Zeit wieder im Erwerbsleben. Denn die meisten Ursachen von Berufsunfähigkeiten wie Bandscheibenvorfälle, Depressionen etc. führen bei jungen Menschen zwar zu langen Arbeitsausfällen aber in der Regel nicht zum endgültigen Ausfall der Arbeitskraft. Erst wenn nach Ablauf der drei Jahre auch eine Erwerbsunfähigkeit besteht, wird die Rente in gleicher Höhe weiterbezahlt. Zudem kann diese Versicherung vor dem Leistungsfall jederzeit in eine vollständige Berufsunfähigkeitsversicherung umgewandelt werden.

Interview mit Carsten Beck,

Produktmanagement, Konzept und Marketing GmbH

wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Carsten Beck: Die Konzept & Marketing GmbH steht für die Entwicklung moderner Versicherungsprodukte im SUH-Bereich für Privatkunden. Aus diesem Grund stehen unsere drei Unfallversicherungstarife U4 Konzept basic, advanced und complete bei unseren Vertriebspartnern besonders im Fokus. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Carsten Beck: Anhand unserer Historie und Kernkompetenzen lässt sich leicht erkennen, dass gerade der Bereich der Personenversicherung in unserem Unternehmen sehr hohen Stellenwert genießt. Nicht zuletzt deswegen sind unsere Unfallkonzepte advanced und complete in der Spitze des Unfallversicherungsmarktes angesiedelt. Aber wir möchten den Kunden auch eine weitere Variante anbieten und haben deshalb einen optimalen Unfallgrundschutz mit dem basic-Tarif abgebildet. Selbstverständlich beobachten wir die Entwicklung der Ansprüche und der Bedürfnisse unserer Kunden. Deshalb sind wir stets darauf bedacht unsere Tarife weiterzuentwickeln. Jedoch liegt es sozusagen auch in der „Natur“ von K&M, dass wir völlig neue 36

Ansätze finden und so Konzepte erarbeiten, die es am Markt noch nicht gibt. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Carsten Beck: Wie bereits erwähnt, befinden sich unsere beiden Hochleistungstarife advanced und complete in der Spitze des Unfallversicherungsmarktes. Anfang Juli haben wir erst unseren Tarif advanced erneut verbessert und „Unfälle“ durch Eigenbewegungen eingeschlossen. In diesen beiden Tarifen werden umfangreiche Unfallbegriffe mit einer hervorragenden Gliedertaxe sowie sehr guten Progressionsverläufen für den Verbraucher zu einem tatsächlichen Mehrwert verbunden.


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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Peter Schilinski,

Organisationsdirektor Makler, INTER Versicherungsgruppe wmd: Welche Produktangebote von privaten Krankenversicherungen sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Peter Schilinski: Ganz klar sind dies unsere Medizinertarife für Ärzte und Zahnärzte. Individuell und mit bestem Preis-/ Leistungsverhältnis zeichnen sich diese Produkte durch ein vielseitiges Angebot aus. Seit einiger Zeit haben wir einen Tarif für angestellte Ärzte, den JAK, im Angebot, der hervorragend angenommen wird. Mit diesem Produkt sprechen wir insbesondere jüngere Humanmediziner an, die ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis wünschen, mit der Option in einen höherwertigen Tarif zu wechseln. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Peter Schilinski: Natürlich ist uns dieses Thema sehr wichtig. Im Bereich der Ärzte- und Zahnärzte sind die Tarife speziell auf die Bedürfnisse dieser ausgelegt. Unsere neu entwickelten Lebenszyklusmodelle für Human- und Zahnmediziner zeigen auf einen Blick, wie wichtig es ist, die jeweilige Berufsphase passend abzusichern. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung bieten wir einen Bonus für Ärzte. Diese leistet bereits dann, wenn der Arzt zwar arbeiten könnte, also keine Berufsunfähigkeit im

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Sinne der Allgemeinen Versicherungsbedingungen besteht, er aber aufgrund von Bestimmungen, z.B. ein Tätigkeitsverbot aufgrund des Infektionsschutzgesetzes, den Beruf vorübergehend nicht ausüben darf. wmd: Gibt es in Ihrem aktuellen Angebot Produkte die eine besondere Marktstellung einnehmen? Peter Schilinski: Wie schon erwähnt nehmen unsere Medizinertarife im Bereich der Krankenversicherung einen hohen Stellenwert ein: 10 % der Humanmediziner in Deutschland sind bei uns krankenversichert. Damit gehören wir klar zu den Top Anbietern im Deutschen Markt.


Interview | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Interview mit Jürgen A.Junker,

Vertriebsvorstand der VHV Versicherungen wmd: Welche Produktangebote Biometrischer Risiken, bzw. privater Krankenversicherung sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Jürgen A. Junker: Als klassischer Kompositversicherer bietet die VHV im Bereich der biometrischen Risiken ausschließlich private Unfallversicherungen an. wmd: Wie wichtig ist Ihrem Unternehmen dieses Thema und in welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Jürgen A. Junker: Die Unfallversicherung ist ein wichtiger Schutz, der nachhaltig und umfassend sein muss. Daher ist sie kein Produkt, das sich mal schnell verkaufen lässt. Wenn ein Unfall passiert ist, kommt es darauf an, ob, wie viel, wie schnell oder auch wie lange gezahlt wird. Da unterscheiden sich die Produkte am Markt erheblich. Bevor wir im April

letzten Jahres unser neues Unfallprodukt KLASSIK GARANT auf den Markt brachten, haben wir uns in der Produktentwicklung intensiv mit Vorteilen und Kritikpunkten aus Verbraucher- und Maklersicht an der Unfallversicherung auseinander gesetzt und dementsprechend das Leistungsspektrum gestaltet. Die VHV Unfallversicherung bietet jetzt für alle Lebenssituationen weit überdurchschnittliche Leistungen, wie z. B. eine besondere Progressionsstaffel, eine erweiterte Gliedertaxe oder eine starke Erweiterung des Unfallbegriffs. All dies sind in der Praxis echte Mehrwerte in der Leistung für den Unfallgeschädigten. Als erster Versicherer überhaupt haben wir im Baustein EXKLUSIV sogar vollständig auf die Anrechnung einer Mitwirkung verzichtet. wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Jürgen A. Junker: Unser Unfallprodukt KLASSIK GARANT und der Baustein EXKLUSIV. Vorher spielte die VHV im Unfallgeschäft so gut wie keine Rolle. Es war daher ein mutiger Schritt, solch ein neues Unfall-Produkt im Markt einzuführen, dass aus unserer Sicht Maßstäbe setzen sollte. Stichwort Verzicht auf Anrechnung eines Mitwirkungsanteils. So etwas hat es zuvor noch nicht gegeben. Fazit: Die VHV ist mit einem Schlag wirklich präsent auf dem Unfallmarkt geworden. Wer eine Unfallversicherung vermittelt, muss sich mit unserem Angebot zumindest beschäftigen. 39


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Interview

Produkt- und Markt-Interviews Interview mit Björn Schmeling,

Leiter Vertriebspartner bei der Hannoverschen Lebensversicherung

wmd: Welche Produktangebote im Bereich Biometrischer Risiken sind bei Ihrem Unternehmen besonders nachgefragt? Björn Schmeling: Was auf den ersten Blick bei einem Direktversicherer erstaunt, ist, dass bei Vermittlern unsere RLV sehr hoch im Kurs steht. Aber diese ist für sie ein prima Türöffner. So kann der Vermittler seine Kompetenz unter Beweis stellen, hochwertige Produktlösungen zu kleinen Preisen bieten. Das schafft Vertrauen und damit die Basis für eine weitergehende Beratung. wmd: In welchen Bereichen biometrischer Risiken entwickeln Sie neue Produkte? Björn Schmeling: Wir haben Anfang des Jahres unser RLV-Angebot mit der Risikoversicherung Plus um eine attraktive Premiumvariante erweitert. Mit der Bündelung neuer und erweiterter Leistungen bietet der Tarif im Vergleich zur klassischen RLV dem Kunden einen deutlich verbesserten und flexibleren Schutz. Vermittler haben mit der Risikoversicherung Plus ein Produkt im Portfolio, das sich hervorragend als Vertriebsinstrument eignet und zusätzliche Beratungsanlässe schafft.

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wmd: Gibt es in ihrem aktuellen Angebot Produkte, die eine besondere Marktstellung einnehmen? Björn Schmeling: Aus Vermittlersicht betrifft das unsere RLV als „Liebling der Makler“ (procontra-Vermittlerstudie 8/9-2011, 1. Platz Sparte RLV). Hier überzeugen wir auch bei der Vertriebsunterstützung. Die Abläufe bei der Policierung und das Schnittstellenangebot sind auf einem sehr hohen Niveau. Unsere Partner profitieren somit nicht nur von einem preisgünstigen Produkt, sondern auch von den schlanken Prozessen eines Direktversicherers.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Risikolebensversicherung Neue Risikoabsicherung von AXA honoriert gesunde Lebensweise Langjährige Nichtraucher profitieren von besonders günstigen Beiträgen

Im neuen Jahr gehen die drei Lebensversicherer des AXA Konzerns - die AXA Lebensversicherung AG, die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG und die Deutsche Ärzteversicherung AG - mit einer deutlich verbesserten Risikolebensversicherung an den Start. Neben den bisher üblichen Kriterien „Alter“ und „Geschlecht“ der versicherten Person bestimmt bei der neuen Risikoabsicherung von AXA maßgeblich eine gesunde Lebensweise die Höhe der zu zahlenden Beiträge. Hierzu zählen der sogenannte Body-Mass-Index (BMI), der Beruf sowie insbesondere das Rauchverhalten der Kunden, das Nichtrauchern deutlich günstigere Beiträge ermöglicht. Lebensweise und Beruf bestimmen den Preis Nichtraucher-Kunden, die seit mindestens einem Jahr, aber weniger als 10 Jahren nicht rauchen, profitieren bereits von günstigen Beiträgen. Als erster Anbieter am Markt belohnt AXA mit dem „Nichtrauchertarif Premium“ darüber hinaus gezielt eine dauerhaft gesundheitsbewusste Lebensweise. Kunden, die seit mindestens 10 Jahren Nichtraucher sind, ein günstiges Berufsrisiko und einen BMI zwischen 18,5 und 30 haben, bietet AXA umfangreichen Risikoschutz zu besonders niedrigen Beiträgen. Diese liegen teilweise deutlich unter den für Nichtraucher üblichen Prämien. Gleichbleibende Versicherungssumme oder Anpassung möglich

Zusätzlicher Schutz bei Berufsunfähigkeit Zur Absicherung der finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit kann auch die neue Risikolebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsvorsorge kombiniert werden. Dieser Schutz von AXA wurde erst vor wenigen Monaten von den Analysehäusern „Franke und Bornberg“ wie auch „Morgen & Morgen“ als „hervorragend“ und „ausgezeichnet“ prämiert. Die wichtigsten Vorteile im Überblick: • Besonders günstige Tarife für Langzeit-Nichtraucher

Über dynamische Erhöhungsoptionen kann der Kunde den Hinterbliebenenschutz an steigende Lebenshaltungskosten oder geänderte Lebensumstände, etwa bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienerwerb, ohne erneute Gesundheitsprüfung anpassen. Ist der Risikoschutz für die Sicherung eines Kredites vorgesehen, kann die Versicherungssumme – angepasst an die Tilgung – zudem auch sinken.

• Konstante oder sinkende Todesfallsumme möglich • Umfangreiche Erhöhungsoptionen ohne erneute Gesundheitsprüfung • Kombinierbar mit dem ausgezeichneten Berufsunfähigkeitsschutz von AXA 41


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Unfallversicherung 70 Prozent aller Unfälle sind nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert Inter bietet spezielle Tarife und Boni für Heilberufe und Handwerker Alle sechs Sekunden geschieht nach Angaben des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Deutschland ein Unfall, 70 Prozent davon während der Freizeit – beispielsweise beim Sport oder im Haushalt. Das heißt, die gesetzliche Unfallversicherung leistet in dieser Zeit nicht. Wie groß die Notwendigkeit einer privaten Unfallversicherung ist, stellen viele Betroffene oft erst fest, wenn es teuer wird. Dann ergeben sich aufgrund langwieriger Heilungsverläufe oder notwendiger Umbauarbeiten in ihrem Lebensumfeld außerordentliche finanzielle Belastungen – die nicht selten existenzbedrohende Größenordnungen erreichen. In diesen Fällen hilft nur eine private Unfallversicherung. Die INTER Versicherungsgruppe bietet den privaten Schutz für die Zeiten abseits der Arbeit in drei Varianten an. „Je nach gewünschtem Leistungsumfang können Kunden in unseren gestaffelten Tarifen vergleichsweise hohe Invaliditätsgrade vereinbaren und ihren ganz persönlichen Bedarf decken“, sagt Peter Thomas, Vorstandsvorsitzender der INTER Versicherungsgruppe. Unfall ist nicht gleich Unfall In welchen Unglücksfällen ein Versicherer eintritt und in welchem Umfang variiert von Unternehmen zu Unternehmen: So deckt die INTER beispielsweise in der PREMIUM-Variante auch Vergiftungen durch Einnahme schädlicher Stoffe durch die Speiseröhre ab – ohne Altersgrenze. Andere Versicherer beschränken sich hier meist auf das Kindesalter. Oftmals ist nach einem schweren Unfall eine psychologische Betreuung notwendig, diese unterstützt die INTER mit bis zu 5.000 Euro sowie Kur- und Reha-Maßnahmen mit bis zu 10.000 Euro. Neben der individuell vereinbarten Absicherung bietet die INTER ihren Versicherten eine Vielzahl beitragsfreier Leistungen in allen drei Tarifvarianten: Mitversichert sind unter anderem Infektionen durch 42

Zeckenbisse oder unfallbedingte Flugrückholkosten mitversichert. Für Eltern ist gut zu wissen, dass ihr Neugeborenes zunächst beitragsfrei mitversichert ist und dass die INTER im Falle des Todes eines Versicherungsnehmers die dazugehörige Kinderunfallversicherung beitragsfrei weiterführt. Darüber hinaus werden die Kosten für ein Kindermädchen oder eine Haushaltshilfe übernommen. Besonderheiten für Heilberufe und Handwerker In Heilberufen Tätige können eine höhere Gliedertaxe wählen, um ihre finanziellen Einbußen in Folge eines Unfalls abzufangen. Bei Verlust oder Funktionsuntüchtigkeit einer Hand oder eines Armes zum Beispiel gilt für sie ein Invaliditätsgrad von 100 Prozent. Darüber hinaus übernimmt die INTER für diese Berufsgruppe neben der Absicherung von Röntgenunfällen auch Behandlungskosten von 5.000 Euro aufgrund einer HIV- oder Hepatitis-B-Infektion. Handwerker mit Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk erhalten bei Verlust oder völliger Funktionsuntüchtigkeit der Hand oder eines Armes zusätzlich fünf Prozent Invaliditätsleistung zu ihrer vereinbarten Grundabsicherung.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Für alle ab 50: VOLKSWOHL BUND bringt Unfall-Rente PLUS auf den Markt

Doppelte Rente bei Pflegebedürftigkeit Mit der neuen Unfall-Rente PLUS bietet die VOLKSWOHL BUND Sachversicherung AG jetzt eine Unfallversicherung, die es in sich hat: Eine lebenslange Rente, doppeltes Geld im Pflegefall, dazu wertvolle Hilfe für den Haushalt und viele Vorteile mehr. Ab sofort und für alle ab 50. Die Unfall-Rente PLUS leistet ab 50 Prozent Invalidität nach einem Unfall, und das ein Leben lang. Wird der Kunde durch den Unfall oder auch später zum Pflegefall, erhält er die doppelte Rente. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Pflegebedürftigkeit eine Folge des Unfalls ist oder nicht. Doch auch bei Invaliditätsgraden unter 50 Prozent steht der Kunde nicht mit leeren Händen da. Bereits ab einer Invalidität von 20 Prozent gibt es eine einmalige Kapitalleistung in Höhe von zehn Monatsrenten. Die gibt es als Sofortleistung auch bei einem Oberschenkelhalsbruch oder Armbruch. Ganz egal, ob die Ursache für den Bruch ein Unfall war oder nicht. Dazu kommt eine zehnjährige Rentengarantiezeit: Stirbt der Kunde innerhalb von zehn Jahren ab Beginn seiner Unfall-Rente, zahlt der VOLKSWOHL BUND diese Rente für den Rest der Garantiezeit an seine Hinterbliebenen aus. Außerdem hat der Kunde nach einem Unfall Anspruch auf die umfangreichen Assistance-Leistungen durch das Fachpersonal der Malteser – auch ohne Invalidität. Die Hilfen reichen vom Menüservice über die Wohnungsreinigung bis hin zu Fahrdiensten. Bei der Unfall-Rente PLUS zahlen Männer und Frauen das Gleiche. Einmal abgeschlossen, gibt es keine altersbedingten Beitragsanpassungen im Bestand. Ein Beispiel: 500 Euro Unfall-Rente, 500 Euro

Unfall-Pflegerente, 5000 Euro einmalige Kapitalleistung, 5000 Euro Sofortleistung und dazu die Hilfe durch die Malteser gibt es schon ab 34,76 Euro brutto pro Monat. Übrigens: Die Rentenzahlung ist kein Muss. Wer möchte, kann statt der Unfall-Rente eine Einmalleistung wählen. Dann zahlt der VOLKSWOHL BUND eine Summe von bis zu 120 Monatsrenten aus. Die neue Unfall-Rente PLUS finden VOLKSWOHL BUND-Vertriebspartner ab sofort im aktuellen PCAngebotsprogramm. 43


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit:

Bevölkerung unterschätzt das eigene Risiko und ist erschreckend schlecht informiert

Nur 13 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sehen für sich persönlich das Risiko, berufsunfähig zu werden. Eine erschreckend geringe Zahl, die nichts mit der Realität zu tun hat, denn: Jeder fünfte Arbeitnehmer scheidet heute vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus, weil er aus gesundheitlichen Gründen den Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Dazu kommt, dass nur 27 Prozent wissen, dass psychische Erkrankungen mittlerweile die Hauptursache für Berufsunfähigkeit sind. Und dies sind nicht die einzigen Wissenslücken rund um das existenzielle Risiko, wie die aktuelle repräsentative Bevölkerungsbefragung „Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit“ zeigt. 75 Prozent der Deutschen sorgen nur unzureichend gegen Berufsunfähigkeit vor - aus zwei Gründen: Sie unterschätzen das Risiko, persönlich betroffen zu werden, und sie sind über die einzig sinnvolle Vorsorgemöglichkeit, die Berufsunfähigkeitsversicherung, falsch informiert.

Wer die Ursachen nicht kennt, macht sich keine Sorge: Dies sind nur zwei Kernergebnisse der „ContinentaleStudie zur Berufsunfähigkeit“, zu der die Continentale Lebensversicherung AG in Zusammenarbeit mit TNS Infratest 936 Berufstätige befragt hat. Ein Grund für die eklatante Fehleinschätzung des persönlichen 44

Risikos liegt darin, dass die Ursachen für Berufsunfähigkeit nicht bekannt sind: So nennen 43 Prozent der Befragten Rückenleiden und 37 Prozent Unfälle als Hauptauslöser. Tatsächlich scheiden aber nur 17 Prozent wegen Rückenleiden aus dem Berufsleben aus, aufgrund von Unfällen nur 5 Prozent. Dass die Hauptursache psychische Erkrankungen mit 33 Prozent aller Fälle sind, wissen nur 27 Prozent. Völlig falsches Bild von Berufsunfähigkeit: „Es herrscht offenbar das falsche Bild vor, dass Berufsunfähigkeit durch physische Belastungen oder Unfälle verursacht wird. Dies führt dazu, dass das persönliche Risiko unterschätzt wird: Wer nicht körperlich arbeitet, sondern am Schreibtisch sitzt, der macht sich keine Sorgen“, so Dr. Dr. Michael Fauser, zuständiges Vorstandsmitglied im Versicherungsverbund Die Continentale. Für diese Einschätzung spricht auch, dass als größte Angst „der Verlust von Lebensqualität“ genannt wird (38 Prozent). Vor dauerhafter Arbeitslosigkeit – in der Regel eine Folge von Berufsunfähigkeit – fürchten sich dagegen nur 31 Prozent. Angst vor einem sozialen Abstieg, der ohne den Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oft eine bedauerliche Folge ist, haben lediglich 30 Prozent der Befragten. „Die Tragweite von Berufsunfähigkeit ist also vielen nicht klar“, erläutert Dr. Dr. Michael Fauser, „wahrscheinlich ein weiterer Grund dafür, dass nur ein Viertel der Deutschen sinnvoll gegen dieses Risiko vorgesorgt hat.“ Ebenso realitätsfern ist auch die Einschätzung geeigneter Vorsorgemaßnahmen. Zwar sagen 65 Prozent, eine Berufsunfähigkeitsversicherung sei als Schutz geeignet. Eben so viele meinen dies aber auch von der Unfallversicherung. Mit 68 Prozent halten die meisten Befragten „Sparen“ für eine geeignete Vorsorgeform, 64 Prozent den Erwerb von Immobilien, 54 Prozent den Abschluss einer Lebensversicherung und 45 Prozent den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Gekauft wird ein Fallschirm, der vor dem Ertrinken retten soll: „Dies ist ein alarmierendes Ergebnis, denn fast die Hälfte der Befragten sagt ebenfalls, sie hätten bereits auf andere Weise als mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorgesorgt. Offenbar glauben viele, dass allgemeine Vorsorgemaßnahmen wie eine irgendwie geartete Versicherung, Immobilienbesitz oder der Sparstrumpf gegen alle möglichen Risiken absichern. Im übertragenen Sinn kaufen sich die Menschen also einen Fallschirm und sind dann davon überzeugt, dass er auch gegen Ertrinken hilft“, so Dr. Dr. Michael Fauser. In anderen wesentlichen Punkten ist die Bevölkerung ebenso schlecht informiert – weiß es aber nicht. So hat die Continentale Berufstätige ohne Versicherungsschutz gefragt, warum sie sich nicht abgesichert haben. Nur 27 Prozent geben Informationsmangel als Grund an. Und nur 19 Prozent sagen, sie hätten noch keine ausreichende Beratung gefunden. Dies ist erstaunlich, denn: 41 Prozent der Berufstätigen sind der Ansicht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahle nicht bei selbstverschuldeten

Unfällen. 35 Prozent sagen, private und gesetzliche Leistungen würden miteinander verrechnet. Beide Aussagen sind aber falsch. Ein weiterer Grund, der aus Sicht von mehr als der Hälfte der Nicht-Versicherten gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung spricht, ist der Preis. Relativiert wird diese Einschätzung allerdings durch die konkrete Abfrage der Ausgabebereitschaft: So sagen immerhin 35 Prozent, dass sie 25 Euro oder mehr pro Monat für eine Berufsunfähigkeitsversicherung auszugeben bereit wären. „Das hohe Maß an Fehlinformationen zu den Themen Berufsunfähigkeit und Berufsunfähigkeitsversicherung ist besorgniserregend. Es zeigt aber auch, dass Versicherer und Vermittler die wichtige Aufgabe haben, die Bevölkerung zum Thema Berufsunfähigkeit noch intensiver zu beraten und sie für die Problematik stärker zu sensibilisieren“, so das Fazit, dass Dr. Dr. Michael Fauser aus den Ergebnissen zieht. Info: Die gesamte Studie sowie Grafiken finden Sie als Download unter www.continentale.de/studien.

BU: Sehr gut - mit Preisunterschieden von mehr als 1.000 Euro Finanztest prüft Berufsunfähigkeitsversicherungen

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung kann den finanziellen Absturz bei Invalidität verhindern. Jeder, der nicht von einem Vermögen leben kann, braucht sie. Die 52 besten und günstigsten Tarife hat die Zeitschrift Finanztest der Stiftung Warentest in ihrem Test ermittelt. Bei sehr ähnlicher Qualität sind die Preisunterschiede riesig.

lich. Längere Vertragslaufzeiten werden Berufsgruppen mit höherem Risiko häufig nicht angeboten.

Eine Diplomkauffrau zahlt für einen Vertrag mit 2000 Euro Monatsrente bis zum Alter von 67 Jahren zwischen 870 Euro netto und 2282 Euro pro Jahr. Einen Altenpfleger kostet eine Rente von 1000 Euro bei einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr in den getesteten Tarifen zwischen 645 und 1742 Euro jähr-

Doch längst nicht jeder, der sich versichern will, erhält den gewünschten Vertrag. Wer Vorerkrankungen hat oder einem Beruf mit erhöhtem oder hohem Risiko nachgeht, etwa Kfz-Mechaniker oder Krankengymnastin, zahlt mehr für den Versicherungsschutz oder wird gar nicht erst versichert. Fi-

Das beste Angebot für die Modellkunden hatte die AachenMünchener. Eine Reihe weiterer Verträge waren ebenfalls „sehr gut“ – besonders preisgünstig darunter die Tarife von Huk24 und Huk-Coburg.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung nanztest rät, gleichzeitig bei mehreren Anbietern anzufragen. Schon mit einer Ablehnung bekommt man woanders viel schwerer einen guten Vertrag. Zum Gesundheitszustand müssen viele Fragen beantwortet werden. Werden hier Fehler gemacht, verweigern Versicherer oft die Rente. Das zeigt eine Onlineumfrage, die Finanztest zusätzlich durchgeführt hat. Wie man trotz aller Widrigkeiten einen günstigen Vertrag finden kann und Schritt für Schritt zum Abschluss kommt, zeigt der ausführliche Test in der Juli-Ausgabe von Finanztest – oder online unter www.test.de/berufsunfaehigkeit.

Vergleichstest Berufsunfähigkeit der Zeitschrift Finanztest, Ausgabe 7/2011 PremiumCircle Deutschland warnt vor verzerrten Ergebnissen

In regelmäßigen Abständen – wie aktuell in der Finanztest, Ausgabe 7/2011 – bewerten und ranken Zeitschriften Versicherungen zur Absicherung gegen die Folgen einer Berufsunfähigkeit. Solche Versicherungstests suggerieren eine verlässliche Entscheidungshilfe für Verbraucher bei der Auswahl ihrer Versicherung und motivieren auch Versicherungsvermittler ohne eigene Überprüfung der Testkriterien zur einfachen Vermittlung durch bloßen Verweis auf Testsieger. Unzulängliche Bewertungsgrundlagen oder fehlinterpretierte Bedingungsaussagen führen oftmals zu einem verzerrten Ergebnis, das für den Leser bei

der Auswahl seines Versicherungsschutzes defizitäre Folgen haben kann. Allerdings: Kein Tester haftet für die Folgen dieser Einschätzungen gegenüber dem Verbraucher wie ein Versicherungsvermittler/berater bei einer Falschberatung. Die PremiumCircle Deutschland GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bewertungen von Versicherungen an objektiven Maßstäben auszurichten. Sie analysiert seit 2005 die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der Privaten Kranken- und Berufsunfähigkeitstarife auf klar erkennbare vertraglich garantierte Aussagekraft, Schlüssigkeit und Konsistenz. Das Produkt dieser Arbeit bildet sie in einer Analysesoftware ab, die die Unterschiede der Bedingungen im Detail wiedergibt. Derzeit gibt es aus unserer Sicht im Bereich der Berufsunfähigkeitsabsicherung 19 „Mindestkriterien“, die zwingend kumuliert erfüllt sein müssen, um ein Tarifwerk bei der Abschlussauswahl überhaupt einem Versicherungsinteressenten weiterempfeh-

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Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

len zu können, sofern dieser nach umfassendem Versicherungsschutz verlangt. Diese „Mindestkriterien“ werden aktuell nur von 3 Tarifen erfüllt. Der schlechteste aller Tarife erfüllt gerade einmal 10 dieser Mindestkriterien. Hinzu kommen in der Folge weitere Leistungskriterien sowie Optionen, die additiv zu derzeit insgesamt 54 relevanten Leistungskriterien führen. Der beste Tarif erreicht dabei 47, der schlechteste gerade einmal 20 erfüllte Kriterien (Quelle: PremiumSoftware, AVB-Analyse). Von einer ausreichenden Anzahl von guten Angeboten kann unter diesen Gesichtspunkten derzeit keine Rede sein. Im vorliegenden Test von Finanztest wurden etwa im Bewertungskomplex „Bedingungen“ Unterscheidungsmerkmale von Tarifen zu folgenden Thematiken nicht berücksichtigt, obgleich die Art und Weise der Erfüllung dieser Merkmale für den Versicherungsnehmer mitunter existentielle Bedeutung haben kann: 1. 2. 3. 4. 5.

Versicherte Ereignisse Arztanordnungsklausel Umorganisationsklausel Konkrete Verweisung Nachprüfung

Im Übrigen sind eine Vielzahl von Versicherern aus unterschiedlichen Gründen bei diesem Test nicht vertreten. Der Preis einer Versicherung sowie vergangenes Leistungsverhalten können nach unserer Einschätzung im Rahmen der Entscheidung für einen Versicherungstarif zudem dann keine Rolle spielen, wenn die inhaltlichen Leistungsbeschreibungen rechtlich unverbindlich sind. Die Beratung eines Versicherungsinteressenten sowie die Auswahl eines Anbieters sollte weder auf Werbeaussagen noch auf guten Erfahrungen begründet sein, sondern auf der Basis der Versicherungsbedingungen.

MORGEN & MORGEN legt neues BU-Rating vor Kompetenz und Preis sind heute entscheidend

Die Spezialisten von MORGEN & MORGEN stellen fest: Der BU-Markt hat sich entscheidend verändert: Der Bedingungswettbewerb im BU-Geschäft ist ausgereizt. Heute profitieren Kunden beim BUAbschluss durch Top-Bedingungen. Die neuen Herausforderungen sind Preis und Kundenservice. Aufgrund dieser Veränderungen am Markt hat M&M für das aktuelle Rating „Berufsunfähigkeit“ neue Benchmarks gesetzt. M&M hat die Anforderungen an die Kompetenz der BU-Versicherer erhöht, mit der Folge, dass jetzt die Höchstwertung von 5 Sternen seltener als im Vorjahr vergeben wurde. Insbesondere das Teilrating BU-Kompetenz hat M&M

komplett überarbeitet, um die Professionalität in der Leistungsregulierung, Antragsprüfung sowie Prozesse und Abläufe bei der Policierung detaillierter zu erfassen. Die Top-Tarife sind auch in der neuen M&M-App „TopBU“ enthalten, die gratis im AppStore zum Download zur Verfügung steht. 47


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Impressum

Preis und Kompetenz trennen die Spreu vom Weizen Der heutige Wettbewerb in der BU findet über Preis und Service statt. Dabei ist die BU-Kompetenz zum Wettbewerbsfaktor geworden, denn bei Weitem nicht alle Versicherer sind so kompetent im BU-Bereich, wie sie es dem Kunden glauben machen. Interessanterweise bedeutet dies nicht, dass ein 5-Sterne-Tarif unbedingt teurer ist als ein 3-Sterne-Tarif. Vermittler, die einen bedarfsgerechten 4- oder 5-Sterne-Tarif vermitteln, sind auf der sicheren Seite. Wer hingegen schlechter bewertete Tarife vermittelt, sollte dies im Beratungsprotokoll gut begründen, damit er haftungssicher die richtige Wahl für den Kunden getroffen hat. Die Highlights des BU-Ratings von M&M • 34 Versicherer sind „5-Sterne-Versicherer“: (Vorjahr: 44), also Versicherer mit mindestens einem 5-Sterne-Tarif • 12 Absteiger und 2 Aufsteiger • Von insgesamt 365 untersuchten BU-Tarifen erzielten im M&M Gesamtrating 109 Tarife die Höchstbewertung von fünf Sternen • Rund 10 Prozent der BU-Versicherer zeigten sich trotz der neuen Anforderungen äußerst kompetent und erzielten die Bestbewertung im M&M Teilrating BU-Kompetenz Die Ergebnisse des aktuellen BU-Ratings • Der Bedingungswettbewerb ist ausgefochten. Thematiken wie altersentsprechender oder nicht altersentsprechender Kräfteverfall, Infektionsklausel oder ABC-Klauseln sind „Nebelgranaten“, die keinen wirklichen Mehrwert an Bedingungsqualität darstellen. • Bei den Teilratings „Bedingungen“ und „Antragsfragen“ gibt es keine Änderungen am Bewertungsverfahren. • Beim Teilrating „Solidität“ wurden die Zahlen des aktuellen Bilanzjahrgangs berücksichtigt, am Bewertungsverfahren gab es keine grundlegenden Veränderungen. • Die Ratinganforderungen hinsichtlich Kompetenz sind deutlich gestiegen, deshalb gibt es weniger 5-Sterne-Bewertungen.

Verlag und Herausgeber: wmd Verlag GmbH Wiesseer Straße 126 83707 Bad Wiessee Tel: +49 (0)8022 – 187110 Fax: +49 (0)8022 – 1871129 info@wmd-verlag.de www.wmd-brokerchannel.de Geschäftsführung: Friedrich A. Wanschka Chefredaktion: Friedrich A. Wanschka Layout: Astrid Klee Foto: fotolia, adpic Handelsregister: HRB 165643 Amtsgericht München Steuer-Nummer: 139/142/50247 Ust.- IdNr. DE 812638572 Bankverbindung: Sparkasse Rosenheim - Bad Aibling BLZ 711 500 00, Kto. 24364 Verkaufspreis: 10 Euro Vertriebsleitung: Matthias Heß wmd Verlag GmbH Kattunbleiche 31a 22041 Hamburg Tel: +49 (0)40 2841083-21 m.hess@wmd-verlag.de Technische Umsetzung / Produktion: wmd Verlag GmbH Astrid Klee Wiesseer Straße 126 83707 Bad Wiessee Tel: +49 (0)8022 – 187110 Fax: +49 (0)8022 – 1871129 info@wmd-verlag.de

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die beste BBV-BU aller Zeiten Beitrag von Georg Mehltretter,

Vertriebsdirektor Makler, Bayerischen Beamten Versicherungen

Die BBV als einer der Erfinder der Berufsunfähigkeits-Absicherung bietet traditionell hervorragende Lösungen zur Existenzabsicherung ihrer Kunden und gleichzeitig erstklassige Vertriebskonditionen für ihre Partner - das beweisen nicht zuletzt TopRatings und Ihr positives Feedback. Die neue, weiterentwickelte BBV-BU liefert noch mehr überzeugende Argumente für die Kundenansprache und mehr Beratungssicherheit.

eingestuft, das entspricht fast 30 % aller Berufe dieser Berufsgruppe. Und auch in der Berufsklasse 3 sind noch einmal 22 % oder 177 Berufe verbessert worden. Das beschert Ihren Kunden einen satten Beitragsvorteil und verschafft Ihnen ein noch größeres Verkaufspotenzial bei diesen Berufsgruppen.

Herz der Verbesserungen ist die in den vergangenen Monaten vorgenommene intensive Überarbeitung der Berufsklassen. Damit wollen wir den aktuellen Entwicklungen bei den einzelnen Berufsbildern noch besser gerecht werden. Denn auch Grafiker erledigen heute den größten Teil ihrer Arbeit am PC, ebenso setzen die Berufsbilder von Elektrikern und Mechanikern heute nicht mehr jene überwiegend körperliche Arbeit voraus. Nicht zuletzt durch das weitgehende Rauchverbot in Restaurants und Kneipen unterliegt das dort tätige Service-Personal nicht mehr den gesundheitlichen Risiken wie noch vor wenigen Jahren. Nur einige Beispiel von vielen. Das Service-Personal wurde von Berufsklasse 5 um zwei Klassen nach 3 „befördert“, und die Einstufung von Grafikern wurde sogar von der alten Berufsklasse 6 in die neue Berufsklasse 2 gesetzt, wodurch diese nun nicht mehr nur eine EU-Versicherung, sondern endlich auch eine BU abschließen können.

Pflegebedürftigkeit ist ein Thema, das nicht ausschließlich ältere Menschen betrifft. Auch Jüngere können z.B. durch einen Unfall oder schwere Krankheiten zum Pflegefall werden. Die Folgen können neben der Berufsunfähigkeit hohe Kosten wie beispielsweise die Unterbringung im Pflegeheim sein. Deshalb erhalten Kunden der BBV Neue Leben nun schon ab nur einem von sechs Pflegepunkten Leistungen in voller Höhe. Das heißt, dass es jetzt ausreicht, wenn EINE als Hilfsbedarf näher definierte Verrichtung vom Pflegebedürftigen nicht mehr erbracht werden kann. Die BBV ist damit eine der wenigen Gesellschaften im Wettbewerbsvergleich, die so früh in vollem Umfang leistet – die meisten Unternehmen leisten in der Regel erst ab drei von sechs bzw. ab einem von vier Pflegepunkten. Ein weiteres Plus mit dem Sie punkten können.

Über 1.000 Berufe günstiger So wurden fast 1.000 Berufe in eine bessere und damit günstigere Klasse eingestuft. Allein in der Berufsklasse 4 wurden insgesamt 550 Berufe günstiger 50

BU-Leistungen jetzt schon ab einem Pflegepunkt

Verbesserung bei der Definition der „Berufsunfähigkeit“ Und noch eine Verbesserung: Bei der Definition des Begriffs der Berufsunfähigkeit entfällt bei einem Kräfteverfall“ die Einschränkung „mehr als altersentsprechend“. Ab sofort liegt vollständige


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Berufsunfähigkeit vor, „wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ihren zuletzt ausgeübten Beruf – so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war – nicht mehr ausüben kann und auch sonst keine andere Tätigkeit konkret ausübt.“ Damit beugen wir einer möglichen Verunsicherung Ihrer Kunden vor und bieten Ihnen mehr Sicherheit bei der Beratung. Wenn aus „sehr gut“ „noch besser“ wird Dank Nachversicherungsgarantie, Beitrags- und Leistungsdynamik, Infektionsklausel für Ärzte, Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte und dem VorsorgeABS gehört unsere BU seit geraumer Zeit zu den besten Produkten am Markt: Nicht ohne Grund werden die Berufsunfähigkeitstarife der BBV seit Jahren von unabhängigen Agenturen mit Top-Ratings ausgezeichnet. Mit den neuen Anpassungen ist unser Angebot nun noch einmal ein Stück besser geworden– die beste BBV-BU aller Zeiten eben.

Ein weiteres Argument: unser Vorsorge-ABS Nur bei der BBV und bis 31. Dezember 2011verlängert. Im Falle einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit werden die Beiträge der Berufsunfähigkeits-/ Erwerbsunfähigkeitsabsicherung in den ersten fünf Vertragsjahren bis zu ein Jahr lang weiterbezahlt. Damit Ihr Kunde rundum abgesichert ist, gilt dieses „Vorsorge-Antiblockier-System“ auch für eine Arbeitsunfähigkeit. Und zwar genau ab dann, wenn die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber endet.

-27% -33% -46%

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung

BU-Schutz und Invaliditätsvorsorge Beitrag von Dr. h. c. Josef Beutelmann,

Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen

Versicherungslösungen der Barmenia zur Absicherung des Invaliditätsrisikos Verbraucherschützer und Versicherer sind sich einig: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass 43 Prozent der heute 20-jährigen Männer bis zu ihrem 65. Lebensjahr berufsunfähig werden. Der gesetzliche Schutz der Rentenversicherung ist oftmals nicht ausreichend, um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Dennoch hat lediglich nur jeder fünfte Arbeitnehmer private Vorsorge getroffen. Diese geringe Quote bei einem vergleichbar hohen Risiko ist darin begründet, dass die Menschen sich in jungen Jahren nur unfreiwillig mit Themen wie Krankheit oder Tod beschäftigen möchten. Da aber der Berufsunfähigkeitsschutz in jungen Jahren günstiger ist, sollte dieser frühzeitig vereinbart werden. Ein weiteres Argument ist das steigende Krankheitsrisiko mit fortschreitendem Alter. Das Durchschnittsalter bei BU-Fällen unter Barmenia-Versicherten liegt bereits bei 40,53 Jahre. Bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden Gesundheitsfragen gestellt. Ist das Risiko zu hoch, erfolgt eine Annahme mit Beitragszuschlag oder es kommt sogar zu einer Ablehnung. Falls ein BU-Schutz nicht mehr vereinbar ist, sollte zumindest das Invaliditätsrisiko abgesichert werden. Optimaler Versicherungsschutz – BU-Versicherung Die SoloBU und die StarBUZ der Barmenia schützen den Kunden vor den finanziellen Folgen, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Nach 52

aktuellem Stand sind die häufigsten medizinischen Ursachen der Berufsunfähigkeit bei der Barmenia Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates (Knochen) mit 25 Prozent, gefolgt von geistigen bzw. psychischen Störungen mit 22 Prozent, Tumoren mit 18 Prozent und Herz- und Kreislauferkrankungen mit 5 Prozent. Bereits ab einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit - unabhängig vom Krankheitsbild - wird die vereinbarte Leistung gezahlt und zwar sofort oder ggf. rückwirkend, d. h. ab Beginn der Berufsunfähigkeit. Auch bei einer Pflegebedürftigkeit erhält der Kunde die vollständigen Leistungen. Neben der monatlichen BU-Rente bietet die Barmenia einen echten Mehrwert mit der Zahlung einer Übergangshilfe von sechs Monatsrenten an. Dieses Geld wird oftmals benötigt, um durch die Krankheit notwendig gewordene Umbauten in der Wohnung oder im Haus schnellstmöglich vornehmen zu können.

Die Barmenia-Berufsunfähigkeitsversicherungen verzichten auf die abstrakte Verweisung. Die Nachversicherungsgarantie berücksichtigt die lange Laufzeit einer BU-Versicherung. Ändern sich die Lebensumstände, was bei einer jahrzehntelangen Vertragsdauer durchaus realistisch ist, kann der Versicherungsschutz unter bestimmten Voraussetzungen


Der EuroRettungsschirm für Ihre K. ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden. Die Barmenia-Berufsunfähigkeitsversicherungen SoloBU und StarBUZ wurden von Franke und Bornberg, Morgen & Morgen sowie Stiftung Warentest mit den Höchstnoten und sehr guten TestErgebnissen ausgezeichnet. Opti5Rente - der erweiterte Invaliditätsschutz. Für den Personenkreis, der ausschließlich das Invaliditätsrisiko absichern möchte, bietet die Barmenia ihren erweiterten Invaliditätsschutz – die Opti5Rente - an. Die Opti5Rente ist preislich attraktiv und mit notwendigen Leistungsbausteinen ausgestattet. Die Leistungszahlung der vereinbarten Rente erfolgt ausschließlich ab einer 50-prozentigen Invalidität durch einen Unfall, bei einer schweren Schädigung eines wichtigen Organs, bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit (ab Pflegestufe 1) und bei Verlust von Grundfähigkeiten wie beispielsweise Sehen, Hören oder Sprechen. Zusätzlich wird bei Eintritt einer Krebserkrankung eine Rente von bis zu 60 Monaten gezahlt. Die Leistungsdauer hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Die medizinischen Kriterien für den Leistungsfall sind eindeutig. Die Zahlung der vereinbarten Rente erfolgt, sobald einer der fünf Leistungsbausteine greift. Für die Rentenzahlung ist es egal, welcher der Bausteine zutrifft. Sie wird immer in voller Höhe gezahlt. Treffen jedoch mehrere Leistungsbausteine gleichzeitig zu, wird die Rentenzahlung nur einmal fällig. Ohne Gesundheitsprüfung wird die Nachversicherungsgarantie angeboten.

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Die Opti5Rente wurde vom Versicherungsmagazin im Oktober 2010 als Produkt des Monats ausgezeichnet. Fazit: Der Kunde sollte über das hohe Risiko einer Berufsunfähigkeit informiert werden. Die Versicherungslösung kann eine SoloBU oder die StarBUZ der Barmenia sein. Sprechen finanzielle Gründe dagegen, nur den BU-Schutz zu vereinbaren, kann eine Kombination von BU-Vorsorge und der Opti5Rente gewählt werden. Generell ist die Opti5Rente ein sehr guter Versicherungsschutz, um das Invaliditätsrisiko abzusichern.

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BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung WWK auch 2011 mit Bestnote ausgezeichnet 5 Sterne beim Morgen & Morgen BU Rating

Die von der WWK Lebensversicherung a. G. angebotene „WWK Berufsunfähigkeitsversicherung Komfort“ (SBU Komfort/ BUZ-Komfort) erzielte beim Morgen & Morgen BU-Rating 2011 erneut die Bestbewertung „ausgezeichnet (5-Sterne)“. Rainer Gebhart, Vertriebsvorstand der WWK Versicherungsgruppe, zeigte sich zufrieden: „In unseren Kernbereichen Fondspolicen und Biometrie sind wir sehr gut aufgestellt. Das beweist einmal mehr die Auszeichnung durch Morgen & Morgen.“ Mit der modular aufgebauten Produktlinie WWK BioRisk bietet die WWK seit dem Jahr 2007 eine neue Qualität an Versicherungsschutz. Je nach Vorsorgementalität und vorhandenem Budget kann aus den vier Vorsorgevarianten Berufsunfähigkeitsversicherung Komfort, Berufsunfähigkeitsversicherung Basis, Erwerbsunfähigkeitsversicherung und Grundfähigkeitsversicherung gewählt werden. Mit Ausnahme der Basis- BU besteht bei den selbstständigen Tarifen die Möglichkeit, durch die Produktvariante Complete den Versicherungsschutz auch mit der Option auf eine lebenslange Altersrente abzuschließen. Der Versicherungsschutz greift auch bei Pflegebedürftigkeit.

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Bei der Prämiengestaltung für die Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Berufsgruppe „Akademiker mit überwiegender Bürotätigkeit“ hat sich die WWK bereits seit längerer Zeit an der Spitze der Serviceversicherer am deutschen Versicherungsmarkt positioniert. So muss beispielsweise eine 25-jährige Frau mit einem akademischen Abschluss, wie Bachelor, Master oder Diplom in Wirtschaftswissenschaften mit überwiegender Bürotätigkeit für eine monatliche Rente von 1.000 € beim Überschusssystem Sofortverrechnung in der Berufsunfähigkeitsversicherung Komfort lediglich einen Monatsbeitrag von 28,68 € aufwenden (Endalter 65 Jahre, Versicherungsbeginn 01.04.2011). Der Schutz vor dem Verlust der Arbeitskraft wird nach Einschätzung der WWK immer wichtiger. Jeder vierte Bundesbürger scheidet mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Die gesetzlichen Rentenkassen bieten in solch einem Fall nur unzureichenden Schutz, da sich der Staat aus der Absicherung der Arbeitskraft weitgehend zurückgezogen hat. Jeder Berufstätige, der auf sein Gehalt angewiesen ist, sollte sich daher zusätzlich privat absichern.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Stuttgarter modernisiert Berufsunfähigkeitsschutz Top-Beiträge für mittelständische Berufe

Seit dem 1. Juli 2011 ist die umfassend modernisierte Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) der Stuttgarter auf dem Markt. Das Unternehmen passt damit seinen BU-Schutz den gestiegenen Anforderungen einer wachsenden Berufsvielfalt an. Die Stuttgarter positioniert ihre neue BU mit Top-Prämien speziell für mittelständische Berufe: Die Beiträge zum Beispiel für selbstständige Handwerker, leitende Angestellte, IT-Mitarbeiter und Landwirte liegen jetzt zum Teil mehr als 30 Prozent unter dem Marktdurchschnitt.

Das Unternehmen bietet mit der neuen BU eine Erweiterung der Berufsliste auf mehr als 6.000. Als einziger Versicherer im Markt ist bei der Stuttgarter eine differenzierte Einstufung in insgesamt 10 Berufsgruppen ohne Zusatzfragen möglich. Damit können sich Berufstätige noch individueller gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft absichern. Wichtiger Aspekt im reformierten BU-Universum ist außerdem, dass keine Höchstgrenze mehr für die versicherbare Rente besteht. Zudem bietet die Stuttgarter eine ereignisunabhängige Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung in den ersten fünf Jahren nach Abschluss. Dadurch ist eine nach individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen definierte Jahresrente planbar.

Bei den BU-Zusatzversicherungen (BUZ) hat die Stuttgarter die optionalen Dynamikmodelle angepasst. Bislang konnte der Versicherte mit einer Beitragsdynamik und einer garantierten Rentensteigerung Inflationsschutz erhalten. Jetzt hat er zusätzlich die Möglichkeit, unabhängig von einer gewählten Beitragsdynamik, eine Dynamisierung der Hauptversicherung bei Berufsunfähigkeit bis zu 10 Prozent p.a. zu vereinbaren. Damit ist der volle Inflationsschutz gewährleistet. Die Umwandlung einer BUZusatzversicherung ist jetzt in eine selbstständige BU, zum Beispiel bei Zahlungsschwierigkeiten, ohne Gesundheitsprüfung möglich. Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing, zu den Produktneuerungen: „Das Risiko der Berufsunfähigkeit betrifft alle Erwerbstätigen. Gerade im Mittelstand können die Folgen daraus verheerend sein. Die neue Stuttgarter BU ist unsere aktive Antwort auf die Bedürfnisse des Marktes. Als mittelständisches Unternehmen mit über 100-jähriger Tradition positionieren wir uns mit der neuen Stuttgarter BU überzeugend als der BU-Versicherer für den Mittelstand.“ Bereits heute wird etwa jeder vierte Berufstätige vor dem regulären Rentenbeginn berufsunfähig. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuell getroffenen Regierungsentscheidung, das Renteneintrittsalter mit Übergangsfrist bis 2029 auf 67 Jahre anzuheben, ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach bezahlbaren Produkten zum persönlichen Berufsunfähigkeitsschutz auch weiterhin ansteigen wird. 55


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Berufsunfähigkeitsversicherung Beim Eigenheimkauf an die Arbeitskraft denken Berufsunfähigkeit und Todesfall absichern

So mancher Verbraucher überlegt derzeit aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Bei dem „Lebensprojekt“ ist die Absicherung des Einkommens mindestens genau so wichtig, wie die Wahl der Immobilie, des Kaufvertrages oder Finanzierungsplanes. Die uniVersa Versicherungen aus Nürnberg raten, vor allem das Nettoeinkommen bei Arbeits- und Berufsunfähigkeit sowie die Restschuld im Todesfall abzusichern. Krankentagegeld bei Arbeitsunfähigkeit Bei Arbeitsunfähigkeit zahlt der Arbeitgeber während der ersten sechs Wochen das Nettogehalt weiter. Danach erhalten gesetzlich Krankenversicherte 70 Prozent ihres Bruttoverdienstes, maximal jedoch 90 Prozent vom Nettogehalt, als Krankengeld. Bei freiwillig Versicherten ist es auf 2.598,75 Euro im Monat begrenzt. Abgezogen werden noch Sozialversicherungsbeiträge von 12,425 Prozent sowie bei Kinderlosen zusätzlich 0,25 Prozent. Unter dem Strich fehlen also bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit monatlich bis zu 21,41 Prozent im Geldbeutel. Die Lücke sollte mit einer Krankentagegeldversicherung möglichst vollständig geschlossen werden, da gerade am Anfang der Immobilienfinanzierung die Abhängigkeit vom Nettogehalt in der Regel sehr hoch ist.

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Berufsunfähigkeit und Todesfall absichern Kann der Beruf krankheitsbedingt auf Dauer nicht mehr ausgeübt werden, steht das gesamte Einkommen und damit der Traum vom Eigenheim auf dem Spiel. Von der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es nur eine niedrige Erwerbsminderungsrente von durchschnittlich 692 Euro. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich die Einkommenslücke individuell schließen. Für privat Krankenvollversicherte bietet die uniVersa über das Einkommenssicherungskonzept „unisafe“ einen nahtlosen Übergang vom Krankentagegeld zur Berufsunfähigkeit an. Dort kann es sonst durch unterschiedliche Regelungen in den Versicherungsbedingungen zu einer unerwarteten Versorgungslücke kommen. Mit einer Risikolebensversicherung sollte das Todesfallrisiko und damit die Hinterbliebenen abgesichert werden. Für die Immobilienfinanzierung empfiehlt es sich, einen Vertrag zu wählen, der sich mit einer fallenden Versicherungssumme an der Restschuld orientiert. Das schont den Geldbeutel und sichert Hinterbliebene gleichzeitig bedarfsgerecht ab.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Erwerbsunfähigkeitsversicherung Generali: Neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung Versicherungsschutz für nahezu alle

Zum Jahresbeginn 2011 haben die Generali Versicherungen eine eigenständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung auf den Markt gebracht: Nun kann sich jeder bis zum Alter von 67 Jahren gegen Erwerbsunfähigkeit absichern. Generali-Vertriebsvorstand Dr. Karsten Eichmann: "Die wenigsten Wettbewerber bieten ein vergleichbares Produkt überhaupt an, schon gar nicht ohne konkrete Gesundheitsfragen." Die neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung richtet sich an alle, die sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht leisten können oder sich aufgrund ihres beruflichen Risikos bisher nicht versichern konnten. Das sind beispielsweise Menschen mit einem unfallgefährdeten Beruf oder niedrigem Einkommen sowie Künstler und Kreative. Der Gesetzgeber selbst schützt Arbeitnehmer nur unzureichend, wenn sie zum Beispiel dauerhaft krank und damit erwerbsunfähig werden: Durchschnittlich gewährte die gesetzliche Rentenversicherung im Jahr 2009 eine Erwerbsminderungsrente von 643 Euro (West). Selbstständige genießen gar keinen gesetzlichen Schutz.

den 75% und erst ab dem elften Versicherungsjahr 100% des "smart"-Beitrags erhoben. Ein Beispiel: Eine Bankkauffrau zahlt in der Variante "klassik" monatlich rund 25 Euro, in der Variante "smart" sind es etwa 15 Euro Startbeitrag. Beim Gerüstbauer sind es monatlich 29 bzw. 18 Euro (Berechnungsgrundlage: 28 Jahre Eintritts- und 60 Jahre Endalter, Nichtraucher, Beitragssofortabzug, Tarifstufe N). Dafür erhalten sie im Fall der Fälle 1.000 Euro monatliche Rente. Die neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung verzichtet auf eine ausführliche Gesundheitsprüfung. Der Kunde muss lediglich zwei Risikofragen beantworten. Außerdem greift der Schutz bei unfallbedingter Erwerbsunfähigkeit sofort und ohne Wartezeit, und die Versicherung leistet auch bei Pflegebedürftigkeit und Demenz. Und: Die Police schließt zum Vertragsablauf eine Garantieoption für den Abschluss einer aufgeschobenen Pflegerentenversicherung ohne Gesundheitsprüfung ein.

Es ist davon auszugehen, dass von den heute 20-Jährigen nur jeder Zweite bis zum Rentenbeginn gesundheitlich uneingeschränkt arbeiten können wird. Dabei ist jede dritte Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit psychisch bedingt, betrifft also auch Bürooder Kreativberufe. Sich gegen Berufsunfähigkeit und - wo das nicht möglich ist - wenigstens gegen Erwerbsunfähigkeit abzusichern, wird deshalb immer wichtiger. Die neue Erwerbsunfähigkeitsversicherung der Generali wird wie die Berufsunfähigkeitsversicherung in den Varianten "klassik" und "smart" angeboten. Die "smart"-Variante richtet sich vor allem an Berufsanfänger. Sie bezahlen für einen Vertrag mit Endalter zwischen 60 bis 64 Jahren in den ersten fünf Versicherungsjahren nur einen Startbeitrag von 50 Prozent. In den nächsten fünf Jahren wer57


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Grundfähigkeitsversicherung

Canada Life: Noch mehr Schutz in Schwere Krankheiten Vorsorge und Grundfähigkeitsversicherung

Beitrag von Bernhard Rapp,

Direktor Marketing und Produktmanagement bei Canada Life

Über 900.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine Krebserkrankung1. Ein Schicksalsschlag, der die Betroffenen oft auch finanziell an ihre Grenzen bringt. Denn spezielle Behandlungs- oder Rehabilitationsmaßnahmen, Pflegebetreuung oder ein Umbau von Haus, Wohnung oder Auto sind teuer. Dennoch denken laut einer aktuellen Studie von tns Infratest2 rund zwei Drittel der Deutschen, dass eine Unfall- oder Lebensversicherung sie ausreichend gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft absichert. Auch die staatliche Absicherung erscheint Vielen noch als ausreichend. Für die meisten Vermittler ist dies wohl keine Überraschung. Aber zumindest in puncto Produkte gibt es Neues: Canada Life, Marktführer bei der Absicherung von schweren Krankheiten und Grundfähigkeiten, hat ihre Risikoprodukte weiter verbessert. Ein paar Argumente mehr, um Kunden die Absicherung ihrer Arbeitskraft ans Herz zu legen. Schwere Krankheiten Vorsorge jetzt mit 43 versicherten Erkrankungen Die Schwere Krankheiten Vorsorge von Canada Life bietet Versicherten bei bestimmten gravierenden Erkrankungen im Leistungsfall finanzielle Soforthilfe per Einmalzahlung. Die Police gehört zu den aus dem angelsächsischen Raum stammenden Dread 58

Disease-Versicherungen. Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebsleiden gehören zu den typischen abgesicherten Erkrankungen. Zusätzlich hat Canada Life den Leistungskatalog der Schwere Krankheiten Vorsorge um das Intrakranielle Aneurysma und die Progressive Supranukleäre Blickparese ergänzt. Kunden können sich nun gegen die finanziellen Folgen von insgesamt 43 schwerwiegenden Krankheiten absichern. Das Intrakranielle Aneurysma gehört zu den schweren Gefäß-Erkrankungen. Meist handelt es sich um eine Gefäßerweiterung im Schädel, die beispielsweise zu Lähmungserscheinungen, Sprachund Sprachverständnisstörungen führen kann. Die Progressive Supranukleäre Blickparese ist eine schwere Nervenerkrankung, die der Parkinson’schen Krankheit ähnelt. Zudem wurde der Leistungsrahmen der Schweren Krankheiten Vorsorge für mehrere Erkrankungen verbessert. Zum Beispiel ist neben einer schweren Verbrennung künftig auch eine schwere Erfrierung oder Verätzung im Versicherungsschutz eingeschlossen. Bei Taubheit oder Blindheit muss für einen Leistungsfall künftig nicht mehr der endgültige und vollständige Verlust der Hör- oder Sehfähigkeit gegeben sein. Auch bei Schlaganfall, Herzinfarkt oder einer Bypass-Operation wurde der Leistungsrahmen erweitert.


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Vereinfachte Leistungsbedingungen in der Grundfähigkeitsversicherung

Zeitgemäß: Risikoschutz einfach und passgenau aufstocken

Die Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life sieht eine Rente für Kunden vor, die durch Krankheit, Kräfteverfall oder einen Unfall bestimmte täglich benötigte Fähigkeiten verloren haben. Der Kunde erhält diese Rente dann bis zum gewählten Endalter. Nun haben es Versicherte leichter, in einigen Fällen schon bei geringerer körperlicher Beeinträchtigung die vertraglich festgelegte Rente zu erhalten. Zum Beispiel bei der Grundfähigkeit „Knien oder Bücken“: So liegt jetzt schon ein Verlust der Grundfähigkeit vor, wenn ein Betroffener nicht fähig ist, niederzuknien und den Boden zu berühren. Die Grundfähigkeit „Auto fahren“ wurde zu Gunsten der Kunden großzügiger definiert.

Sowohl für die Schwere Krankheiten Vorsorge als auch für die Grundfähigkeitsversicherung von Canada Life gelten über die ab dem 22. August 2011 zur Verfügung stehenden neuen Produkttarife erweiterte Möglichkeiten, den Versicherungsschutz zu erhöhen. Kunden können ihn nun unter bestimmten Voraussetzungen nicht nur bei einem Ereignis wie einer Heirat oder der Geburt eines Kindes, sondern auch zum 5. und zum 10. Jahrestag des Vertrags ohne erneute Gesundheitsprüfung individuell aufstocken. Diese Option erleichtert es Kunden, ihren Risikoschutz an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Canada Life ist der erste Versicherer in Deutschland, der Kunden diese Möglichkeit bietet.

„Die Absicherung der Arbeitskraft ist wichtiger denn je. Viele Menschen halten die staatliche Vorsorge immer noch für ausreichend – das ist fatal. Schon deshalb sollten Vermittler ihren Kunden immer die Möglichkeiten von Dread Disease- und Grundfähigkeitsversicherungen aufzeigen. Unsere attraktiven Produkt-Neuerungen liefern hier einen zugkräftigen Aufhänger: Erweiterter Schutz zum gleichen Preis, dazu können Kunden die Versicherungssumme nun passgenau aufstocken – das ist ein zeitgemäßes Zugeständnis an ihre individuellen Bedürfnisse.“

Für wen eignen sich Schwere Krankheiten Vorsorge und Grundfähigkeitsversicherung? Da sich der Staat mehr und mehr aus der Vorsorge für den Verlust der Arbeitskraft zurückzieht, ist die Schwere Krankheiten Vorsorge grundsätzlich für alle Berufstätigen und für Menschen interessant, die ihre Familien absichern wollen. Im Leistungsfall erhalten Kunden die individuell vereinbarte Kapitalauszahlung – im Gegensatz zu Berufsunfähigkeitsversicherungen unabhängig davon, ob sie noch arbeiten können oder nicht. Da Erwerbstätigkeit keine Zugangsvoraussetzung darstellt, können sich auch Nichtberufstätige mit der Schweren Krankheiten Vorsorge versichern. Damit eignet sich der Schutz für auch Hausfrauen und ältere Menschen, die ihren Lebensstandard im Pflegefall halten möchten. Als Keyperson-Absicherung kann die Police von Unternehmen speziell für Mitarbeiter abgeschlossen werden, die als Leistungsträger in Schlüsselpositionen tätig sind. Auch die Grundfähigkeitsversicherung ist eine erwerbsunabhängige Vorsorgeform. Nichtberufstätige wie Hausfrauen, Kinder oder Jugendliche erhalten ebenso Versicherungsschutz wie Berufstätige. Zudem leistet die Police unabhängig davon, ob die Versicherten künftig noch einen Beruf ausüben oder ausüben können. Das macht die Grundfähigkeitsversicherung zu einem für breite Bevölkerungsschichten zugänglichen und unkomplizierten Risikoschutz. Das gilt auch für Menschen mit physisch anspruchsvollen Berufen – sie haben es in der Regel schwer, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Die Grundfähigkeitsversicherung ermöglicht ihnen jedoch die Absicherung ganz bestimmter Fähigkeiten zu einem attraktiven Preis, wovon zum Beispiel für Handwerker oder Künstler profitieren. 1

Quellen: Robert Koch-Institut, 2010; Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, 2004; Augsburger Herzinfarktregister, 2001

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Continentale-Studie zur Berufsunfähigkeit von tns Infratest, Juli 2011

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Krankentagegeldversicherung

Biometrische Risiken:

Seriöses Konzept deckt Einkommenssicherung lückenlos ab

Beitrag von Carsten Mathè,

Bereichsleiter Produktmarketing der Plansecur KG

Wer bei der Einkommenssicherung nur an die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit denkt, lässt wichtige Aspekte außer Acht. Aus Sicht des Finanzmaklers Plansecur ist nur ein Gesamtpaket sinnvoll, das dem Kunden einen lückenlosen Übergang von der Krankentagegeld- zur Berufsunfähigkeitsversicherung bietet und auch erhöhte Kosten im Pflegefall berücksichtigt. Manchmal fängt es ganz harmlos an: mit einer Krankschreibung. Wird daraus eine längerfristige

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Erkrankung, greift bis zum Eintritt einer Berufsunfähigkeit (BU) das Krankentagegeld. Glücklicherweise kann man konstatieren, dass nur wenige gesundheitliche Beeinträchtigungen von Dauer sind und in eine Berufsunfähigkeit münden. Sollte dies geschehen, ist es elementar, eine Lücke beim Übergang vom Krankentagegeld zur BU-Rente zu vermeiden. Dies ist mitunter schwierig, weil die Anbieter von Krankentagegeld- auf der einen und BU-Versicherungen auf der anderen Seite den Begriff „Berufsunfähigkeit“ unterschiedlich definieren.


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Doch der Markt hält Lösungen bereit, die einen nahtlosen Übergang der Einkommenssicherung für den Kunden bieten. In der Praxis hat der Berater aber häufig das Problem, dass bei einem jüngeren Kunden, zum Beispiel im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, die Einsicht fehlt, sich bereits frühzeitig gegen ein solches Risiko abzusichern. Auch fehlendes Einkommen kann ein Grund sein, auf diesen Schutz anfänglich verzichten zu wollen. Im fortschreitenden Alter ist häufig genügend Geld vorhanden, den BUSchutz abzusichern. Dafür liegen oft erste gesundheitliche Einschränkungen vor, die dies erschweren. Weitere Möglichkeit: Absicherung über den Betrieb Wer zu lange mit der eigenen BU-Vorsorge gewartet hat und aufgrund erster gesundheitlicher Beeinträchtigungen Versicherungsschutz nur noch eingeschränkt oder zu einer höheren Prämie bekommt, hat später eventuell noch über seinen Arbeitgeber die Möglichkeit, biometrische Risiken abzusichern. Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitgeber den Solidaritätsgedanken in der Belegschaft fördern möchte und möglichst alle Arbeitnehmer in eine betriebliche Versorgungsordnung einbezieht. Nur das ermöglicht eine vereinfachte Gesundheitsprüfung, für die häufig eine Dienstobliegenheitserklärung des Arbeitgebers ausreicht. Es ist allerdings riskant, auf diese Ausnahmeregelung zu vertrauen. Besser ist es, den Grundstein zur Einkommenssicherung in jungen, gesunden Jahren selbst zu legen.

Erhöhte Pflegekosten werden nicht in der Versorgungslücke im BU-Fall berücksichtigt und bedürfen einer separaten Absicherung. Ein vollständiger Schutz der Einkommenssicherung schließt die Pflegevorsorge ein. Bundesgesundheitsminister Rösler hat 2011 zum „Pflegejahr“ ausgerufen, an einer Reform der Pflegepflichtversicherung wird gearbeitet. Dies ist ein guter Anlass, die Kunden auf die Wichtigkeit anzusprechen, das Arbeitseinkommen umfassend abzusichern.

Das Pflegerisiko absichern Bei der privaten Vorsorge für den Pflegefall sind vor allem die Pflegerenten- und die Pflegetagegeldversicherung zu nennen. Die Plansecur empfiehlt die Pflegerentenversicherung, weil sie die Rente im Leistungsfall dynamisch auszahlt und am Markt die höchsten Leistungen bei Demenz bietet. Die Leistung ist frei verwendbar und die Beiträge sind über die gesamte Vertragszeit hinweg stabil. Zudem bleibt der Versicherungsschutz bei Zahlungsschwierigkeiten teilweise erhalten und wenn der Pflegefall eintritt, greift meist eine Beitragsbefreiung. Diese Vorteile bedeuten allerdings eine höhere Prämie. Deshalb werden in der Praxis häufig Pflegetagegeldversicherungen vermittelt. Bei beiden Produkten ist darauf zu achten, dass sie bereits in der Pflegestufe 1 eine möglichst hohe Leistung erbringen. Fazit: Mit einer gründlichen Bestandsanalyse, die die Ziele, Wünsche und Möglichkeiten des Kunden berücksichtigt, ist der erste wichtige Schritt getan. Nur wenn die Bausteine „Krankentagegeld, BU und Pflege“ sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, sind Verbraucher für den Fall der Fälle finanziell optimal versorgt. 61


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Krankentagegeldversicherung VOLZ bietet optimierten Existenzschutz für Selbständige

Während übliche Angebote von Krankentagegeldern den Einkommensausgleich übernehmen, geht EKS über diesen Ansatz hinaus und bietet zudem einen finanziellen Ausgleich für die laufenden Betriebsausgaben Nicht jeder Freiberufler oder Selbständige verfügt über genügend finanzielle Rücklagen, um im Falle einer längeren Krankheit ausreichend abgesichert zu sein. Für diesen Fall empfiehlt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung, die krankheitsbedingte Einkommensverluste ausgleicht. Da bei diesem Personenkreis der benötigte Umsatz zumeist ebenfalls von dessen Arbeitsleistung abhängig ist, entfallen im Krankheitsfall schnell einmal Einnahmen für das Unternehmen, ohne dass die betriebsbedingten Kosten zurückgehen. Ausgaben wie Miete, Personalkosten, Abschreibungen, Schuldzinsen und andere laufen auch während der Krankheit weiter und führen so schnell zu einem Liquiditätsengpass für den Erkrankten. Hier greift das Konzept „EKS Einkommenssicherung“, das die Volz Unternehmensgruppe bereits vor zehn Jahren gemeinsam mit der Generali Österreich entwickelt hat und das eine sinnvolle Ergänzung des Krankentagegeldes ist. Während übliche Angebote von Krankentagegeldern den Einkommensausgleich übernehmen, geht EKS über diesen Ansatz hinaus und bietet zudem einen finanziellen Ausgleich für die laufenden Betriebsausgaben. EKS ist somit eine sinnvolle Ergänzung, um die gesamte wirtschaftliche Situation speziell von Freiberuflern und Selbständigen zu schützen. „Schon aus Haftungsgründen sollten Makler ihren Kunden in dieser Zielgruppe EKS anbieten, denn die meisten kleineren Firmen halten Krankheitsphasen des Entscheiders nur kurze Zeit durch und dieses Risiko lässt sich eben durch EKS ausschließen“, meint Volz-Vorstand Christian Wetzel. 62

Die bereits 1952 gegründete Volz-Unternehmensgruppe hat sich darauf spezialisiert, als modernes Systemhaus für Versicherungen und Finanzdienstleistungsunternehmen Vertriebs-, Steuerungs- und Verwaltungsmaßnahmen zu optimieren. Zudem bietet Volz im Rahmen seiner Softwareanwendungen auch Spezialangebote an, so beispielweise EKS in Zusammenarbeit mit Generali Österreich. Der Anspruch auf die EKS Einkommenssicherung läuft dabei im Krankheitsfall bis zu 24 Monate und bietet als Besonderheit, dass nicht nur Krankheitsfälle abgedeckt werden. „Der Kunde erhält den versicherten Tagessatz nicht nur bei Krankheit oder Unfall, sondern auch bei Sachschäden, beispielsweise in Folge von Brand, Explosion, Austritt von Leitungswasser, Sturm, Hagel, Schneedruck oder Einbruchdiebstahl inklusive Vandalismus. Hinzu kommt der Schutz vor Ausfällen beim Tod des Ehepartners, der Eltern oder Kinder, bei Flugverspätungen oder Flugausfall sowie bei Unruhen im Ausland“, erklärt Andreas Glaser, Versicherungsexperte bei Volz. Als weiterer Vorteil ist der Kündigungsverzicht während der vereinbarten Laufzeit zu nennen. Ist beispielsweise eine Vertragsdauer von zehn Jahren vereinbart, so verpflichtet sich Generali zur Einhaltung des Vertrages – auch bei Häufung von Schäden. Dabei besteht selbst bei vereinbarter zehnjähriger Vertragsdauer die Möglichkeit der jährlichen Kündigung. Der Kunde muss für diesen Fall lediglich den Vorteil der günstigeren Prämie im Vergleich zum jährlichen Vertragsabschluss erstatten. Zum 1. April hat Volz die Bedingungswerke für die Tarife noch einmal überarbeitet und angepasst. Heraus kam eine Prämiensenkung von 15 Prozent im Grundtarif. Für Millionen von Freiberuflern und Selbständigen bietet sich mit EKS Einkommenssicherung damit ein wichtiger Baustein einer zielgerichteten Versorgung im Krankheitsfall oder bei Betriebsausfall.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Krankenzusatzversicherungen Krankenkassen: Wechselbereitschaft aufgrund attraktiverer Kooperationsangebote steigt an Aktuelle Finanzmarktstudie Abschlusspotenzial für Krankenzusatzversicherungen 2011 Gesetzliche Krankenkassen sind immer häufiger Ansprechpartner und Informationsquelle in Sachen private Krankenzusatzversicherung. Und auch die Bereitschaft, wegen attraktiverer Kooperationsangebote mit privaten Krankenversicherern die Kasse zu wechseln, stieg in den vergangenen Jahren an. Lediglich bei der Kenntnis um die konkreten Kooperationspartner und -angebote der Krankenkassen besteht weiterhin großer Nachholbedarf: nur jeder Fünfte weiß um das Angebot seiner Kasse. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Abschlusspotenzial für Krankenzusatzversicherungen 2011" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. Im Rahmen der Studie wurden im Frühjahr 2011 1032 Abschlussbereite befragt. Den Ergebnissen zufolge stieg der Anteil der generell abschlussbereiten Befragten, die es vorziehen würden, eine private Krankenzusatzversicherung über die eigene Krankenkasse abzuschließen, in den vergangenen zwei Jahren deutlich an. Ihr Anteil kletterte von 55 auf inzwischen 70 Prozent. Makler gerieten bezüglich der Vertriebswegeakzeptanz dagegen etwas ins Hintertreffen, Versicherungsver-

mittler konnten ihre Positionierung halten. „Den Krankenkassen gelingt es immer besser, sich als ganzheitliche Gesundheitsberater zu positionieren: Gesetzlich Krankenversicherte sehen Ihre Krankenkasse als Beratungspunkt nicht nur zu Gesundheitsfragen, sondern auch zu Fragen der zusätzlichen privaten Absicherung"; interpretiert Studienleiterin Melanie Harz. Besonders häufig informierten sich Interessierte zuletzt bei den Kassen AOK und TK. Ebenfalls häufig genutzt wurden BKK, BARMER GEK und DAK. Wissen um die Kooperationsangebote der Kassen eher gering Die Daten belegen darüber hinaus, dass die Bereitschaft ansteigt, der derzeitigen Kasse aufgrund attraktiverer Kooperationsangebote anderer Kassen den Rücken zu kehren. Inzwischen benennt jeder dritte Abschlussbereite dies als möglichen Wechselimpuls. Unter denjenigen, die einen Abschluss innerhalb der nächsten drei Monate planen, sind es sogar mehr als die Hälfte. Die tatsächliche Kenntnis über die Kooperationspartner der jeweiligen Kasse fällt allerdings mager aus – wie bereits 2009. Lediglich 21 Prozent der generell abschlussbereiten Befragten wissen, mit welchem privaten Versicherer die eigene Kasse kooperiert. „Ein Co-Branding mit einer etablierten Marke für private Zusatzabsicherung ist wirksamer, als die Platzierung einer unbekannten Eigenmarke", erläutert Studienleiterin Harz. Vergleichsweise häufig informiert über die privaten Zusatzangebote sind die Mitglieder der BARMER GEK, DAK und IKK (in alphabetischer Reihenfolge). Als wichtigste Mehrwerte einer solchen Kooperation benennen die Befragten Preisvorteile und das Service-Angebot aus einer Hand. Weitere Informationen zur Studie unter: www.psychonomics.de/article/articleview/1982/1/4/ 63


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Krankenzusatzversicherungen Umfrage: 40 Prozent der Gesetzlich Krankenversicherten setzen auf Ergänzungsversicherungen Zahnzusatz ist am beliebtesten 40 Prozent der gesetzlich krankenversicherten Bundesbürger sichern sich über private Ergänzungsversicherungen bessere Gesundheitsleistungen. Das ergab eine im Juli 2011 durchgeführte Befragung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Gothaer Versicherung unter 1.000 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern. Laut Umfrage sind aktuell elf Prozent der Deutschen über eine Private Krankheitskostenvollversicherung abgesichert. 86 Prozent der Bundesbürger wiederum sind – je nach eigener zusätzlicher privater Absicherung – mehr oder weniger stark von den drastischen Einschnitten des Gesetzgebers in die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung betroffen.

Die beliebteste Ergänzungsversicherung ist mit 24 Prozent aller abgeschlossenen Tarife eine Zahnergänzungsversicherung. Es folgen Krankentagegeldtarife mit 18 Prozent, Tarife für stationäre Leistungen mit 15 Prozent, Private Pflegeergänzungsversicherungen mit 11 Prozent und Tarife für ambulante Ergänzungsleistungen mit 8 Prozent. Private Ergänzungsversicherungen schließen die Lücken, die in der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen. Sylvia Gimmler, Krankenversiche64

rungsexpertin der Gothaer, erläutert: „Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt für Zahnersatz nur einen Festzuschuss, einen Teil der Kosten müssen die Versicherten selbst tragen. Je höherwertiger die Versorgungsform für Zahnersatz ist, desto höher ist der Eigenanteil des Versicherten. Durch private Zahnergänzungsversicherungen, wie zum Beispiel Gothaer MediDent, können gesetzlich Versicherte ihren Eigenanteil deutlich reduzieren – auch Implantate und Inlays sind dann bezahlbar“. Eine Lücke besteht zum Beispiel auch beim Krankengeld. Grundsätzlich gilt: Wer als Arbeitnehmer krank und dadurch arbeitsunfähig wird, hat in der Regel zunächst für sechs Wochen Anspruch auf Lohnfortzahlung durch seinen Arbeitgeber. Anschließend gibt es für gesetzlich Versicherte Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts bis zur Beitragsbemessungsgrenze, jedoch maximal 90 Prozent des letzten Nettogehalts. Vom geringeren dieser beiden Beträge werden dann noch die anteiligen Beiträge zur Sozialversicherung abgezogen – lediglich der Rest wird als Krankengeld ausgezahlt. Dabei ist die finanzielle Lücke in der Regel umso größer, je höher das Bruttoeinkommen ist. Gimmler: „Hier schafft der Gothaer Krankentagegeldtarif ‚TG’ Abhilfe.“ Auch im stationären Bereich können gesetzlich Versicherte an den Vorzügen privater Ergänzungstarife teilhaben. „‚Gothaer MediClinic’, unser stationärer Ergänzungsschutz, ermöglicht die Chefarztbehandlung, das Zweibettzimmer – bei Unfall auch das Einbettzimmer – und ambulante Operationen“, erläutert Gimmler. Zusätzliche detaillierte Zahlen, die auch nach Geschlecht, Alter, Haushaltsgröße, Beruf, Einkommen, Bundesland oder Bildung unterscheiden, können über die Abteilung „Presse und Kommunikation“ der Gothaer Versicherung bezogen werden.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Private Krankenversicherung Neues MORGEN & MORGEN Rating entlarvt mehr Beitragssünder in der PKV

3500 PKV-Tarife wurden auf ihre Beitragsentwicklung über fünf und zehn Jahre hinweg geprüft Wenngleich das Niveau der Beitragsanpassungen in der Privaten Krankenversicherung von 2010 auf 2011 stabil geblieben ist, verstärken sich doch merklich die Extreme. Die Zahl der instabilen Tarife mit nur einem Stern im Rating hat sich mehr als verdoppelt. Gleichzeitig nahm die Zahl der Top-Bewertungen um 40 Prozent zu. Die Schere der Beitragssteigerungen in der PKV geht merklich weiter auf. Für den Neuabschluss, aber auch für den Wechsel innerhalb der PKV, stellen deshalb die tarifindividuellen Ergebnisse des neuen M&M Rating Beitragsstabilität eine elementare Entscheidungshilfe dar. Denn bei Beitragserhöhungen geht es für den Versicherten im Zweifel um viel Geld. Vermeintlich gleiches Niveau

Neue Verteilung

Aktuell haben die KV-Experten von MORGEN & MORGEN über 3500 PKV-Tarife auf ihre Beitragsentwicklung über fünf und zehn Jahre hinweg geprüft. Das durchschnittliche Anpassungsniveau von 4,9 Prozent entspricht zwar dem Ergebnis des letzten Jahres. Doch was auf den ersten Blick beruhigend erscheint, stellt sich auf den zweiten Blick wesentlich differenzierter dar.

Die Verteilung der Tarifbewertung hat sich in Richtung der Extreme verschoben. Das Lager der „Beitragssünder“ mit nur einem Stern im Rating hat um 60 Prozent zugenommen. „Hier sprechen wir von durchschnittlich 7,63 Prozent Anpassung pro Jahr. Im extremen Einzelfall aber durchaus von 12,7 Prozent pro Jahr, die insgesamt über zehn Jahre mit 3428 Euro zu Buche schlagen“, warnt Dr. Zsohar, Aktuar und Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN. Das Mittelfeld hingegen ist um zehn Prozent geschrumpft. Während die Top Performer mit fünf Sternen um 40 Prozent gewachsen sind und durchschnittlich ihre Beiträge um nur 2,76 Prozent pro Jahr erhöhten. Die Wahrscheinlichkeit, einen besonders schlechten oder einen besonders guten Tarif zu treffen, ist damit gestiegen. „Die Wahl eines PKV-Tarifs ohne die Betrachtung der tarifindividuellen M&M Ratingbewertung gleicht damit zunehmend einem Russisch Roulette“, zieht Dr. Zsohar den Vergleich. 65


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Private Krankenversicherung Privat krankenversichert für 100 Euro im Monat? Stiftung Warentest: Manche Lockangebote haben massive Leistungsmängel „Nicht krank werden“ empfiehlt die April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest angesichts der Leistungslücken, die manche private Krankenversicherung in besonders preiswerten Tarifen aufweist. Arzthonorare werden beispielsweise nur bis zu einem niedrigen Gebührensatz erstattet. Berechnet der Arzt mehr, zahlt der Patient drauf. Für die Zähne gibt es niedrige jährliche Obergrenzen, eine Psychotherapie ist oft nicht drin, oder Heilmittel wie Krankengymnastik werden nicht übernommen. Privat krankenversichert für 100 Euro im Monat? Das kann man haben, hat aber zum Teil gefährliche Abstriche bei den Leistungen. Sich einzureden, man sei ja gesund und brauche keine umfassenden Versicherungsleistungen wie zum Beispiel Krankentagegeld ist menschlich, aber falsch, schreibt Finanztest. Wer nur auf den Beitrag achtet, läuft Gefahr, im Fall der Fälle kräftig draufzuzahlen. Denn alle Leistungen, die die Versicherung nicht übernimmt, muss der Patient aus eigener Tasche bezahlen. Leistungen im

Krankheitsfall nachzuversichern ist nicht möglich. Auch einen hohen Selbstbehalt können Versicherte später in der Regel nicht mehr senken, wenn sie erkrankt sind. Und auch der günstigste Tarif bleibt auf Dauer nicht so günstig wie beim Vertragsschluss. Da sich die Beiträge im Laufe der Zeit vervielfachen werden, rät Finanztest, nur in die Private zu wechseln, wenn man regelmäßig so viel Geld sparen kann, dass man die hohen Beiträge auch im Alter aufbringen kann. Um gefährliche Leistungslücken zu vermeiden, sollte auch ein günstiger Tarif mindestens die Leistungen im Umfang der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.

PKV-Verband: Solides Wachstum in der privaten Krankenversicherung

Das Neugeschäft der privaten Krankenversicherung (PKV) hat sich 2010 auf gutem Niveau stabilisiert. „Die PKV ist für immer mehr Menschen in diesem Land das Versicherungssystem der Wahl. Das galt auch 2010 – trotz der Bremsspuren der Gesundheitsreform von Ulla Schmidt. Deren Regelungen wie die Drei-Jahres-Wartefrist für Arbeitnehmer, die in die PKV wechseln wollten, waren noch bis Jahresende in Kraft“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes der privaten Krankenversicherung, Reinhold 66

Schulte, bei der Vorstellung der vorläufigen Branchenzahlen für das Geschäftsjahr 2010 in Berlin. Gute Aussichten für das Neugeschäft Insgesamt waren in der PKV zum Jahresende 8,9 Millionen Menschen vollversichert, ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Netto- Neuzugang betrug mit 84.700 Personen zwar nur knapp die Hälfte des Zugangs im Vorjahr. Der verhältnismäßig hohe


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

zeigt sich ein weiteres Jahr in Folge, dass unser nachhaltiges Prinzip der Kapitaldeckung auch in den Nachwehen der Bankenkrise gut und stabil funktioniert“, erklärt Schulte. Zuwachs auch in der Zusatzversicherung

Neuzugang im Jahr 2009 beruhte aber vor allem auf einem Sondereffekt: Zum Jahresanfang trat eine allgemeine Pflicht zur Versicherung in Kraft und führte dazu, dass Tausende vormals Unversicherte eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben. Ohne diesen Sondereffekt ist der Neuzugang für 2010 durchaus mit dem von 2009 vergleichbar. „Im laufenden Jahr 2011 dürfte das Neugeschäft noch besser ausfallen“, so Schulte. „Denn im Zuge der jüngsten Gesundheitsreform ist die Drei- JahresWartefrist wieder abgeschafft worden.“ 155 Milliarden Euro Vorsorge für Generationengerechtigkeit Die Alterungsrückstellungen in der PKV erhöhten sich bis Jahresende auf insgesamt rund 155 Milliarden Euro (plus 6,7 Prozent). Sie verteilten sich mit 133,5 Milliarden Euro auf die Krankenversicherung (plus 6,9 Prozent) und mit 21,5 Milliarden Euro auf die Pflegeversicherung (plus 5,4 Prozent). „Damit

Solides Wachstum gab es auch bei der Zusatzversicherung: 2010 wurden 427.800 neue Verträge abgeschlossen, sodass zum Jahresende 21,9 Millionen Zusatzversicherungen bestanden (plus 2,0 Prozent). Vor allem die Pflegezusatzversicherung verzeichnete einen großen Zuwachs um 201.700 Personen (plus 13,4 Prozent). Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Absicherung für den Pflegefall rückt auch angesichts der aktuellen politischen Debatte über die Zukunft der Pflege zunehmend ins Bewusstsein der Menschen. Mit 1,7 Millionen Verträgen gibt es bezogen auf die Gesamtbevölkerung aber nach wie vor großen Nachholbedarf zur besseren Absicherung der Pflege. Kostenentwicklung deutlich über allgemeiner Preissteigerung Die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung stiegen 2010 auf 33,3 Milliarden Euro (plus 5,8 Prozent). Die ausgezahlten Versicherungsleistungen erhöhten sich in der Krankenversicherung auf 21,20 Milliarden Euro (plus 3,7 Prozent). Damit hat sich die Kostenentwicklung im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt 2009: plus 4,6 Prozent). Sie liegt aber noch immer deutlich über der allgemeinen Preissteigerung. In der privaten Pflegeversicherung stiegen die Leistungen auf 0,72 Milliarden Euro (plus 7,8 Prozent).

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Gesetzliche Krankenversicherung Zusatzbeiträge bei Krankenkassen: Fast jede 12. verlangt einen Aufschlag

Verbraucherzentrale NRW: Wann man wechseln kann! Seit dem 1. Januar 2011 gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen der einheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent. Jede Kasse darf außerdem einen Zusatzbeitrag in unbegrenzter Höhe erheben, wenn sie mit den ihr zu Verfügung stehenden finanziellen Mitteln nicht auskommt. Dieser Beitrag ist allein vom Versicherten unabhängig vom Einkommen zu tragen. Der Gesetzgeber hat jedoch ein Sozialausgleich für den Fall vorgesehen, dass die Belastung eines Versicherten durch den Zusatzbeitrag zwei Prozent des beitragspflichtigen Einkommens übersteigt. Als Rechengrundlage gilt dabei nicht der tatsächlich von der eigenen Krankenkasse eingezogene Betrag, sondern ein statistischer Wert – der durchschnittliche Zusatzbeitrag – der im Voraus jeweils für das Folgejahr ermittelt wird (im Jahr 2011 beläuft sich dieser Wert auf null). Verlangt eine Kasse mehr als den Durchschnitt, erhalten ihre Versicherten für die Mehrkosten keinen Ausgleich.

derkündigungsrecht aufmerksam machen. So ist gesichert, dass bei einer fristgerechten Kündigung durch den Versicherten keine zusätzlichen Belastungen anfallen. Kommt die Krankenkasse ihrer Hinweispflicht gegenüber einem Mitglied verspätet nach, verschiebt sich für dieses Mitglied die Erhebung des Zusatzbeitrags und die Frist für die Ausübung des Sonderkündigungsrechts um den entsprechenden Zeitraum. Achtung: Einige Kassen verlangen die Zusatzbeiträge auch rückwirkend, das heißt: am Fälligkeitstermin werden auch Beiträge für vorangegangene Monate eingezogen. Wer sein Kündigungsrecht fristgerecht nutzt, muss jedoch auch in diesen Fällen keinen Zusatzbeitrag zahlen.

Erhebt eine Krankenkasse erstmals einen Zusatzbeitrag oder erhöht diesen, haben alle Mitglieder der Kasse ein Sonderkündigungsrecht und können zu einem günstigeren Konkurrenten wechseln. Ein Wechsel ist auch möglich, wenn eine bisher gewährte Prämienzahlung an den Versicherten reduziert wird oder ganz wegfällt. Dieses Sonderkündigungsrecht gilt auch dann, wenn Versicherte erst kürzlich Mitglied in einer anderen Kasse geworden sind. Es setzt die übliche achtzehnmonatige Mindestbindung nach Beitritt zu einer Krankenkasse außer Kraft. Jede Kasse muss ihre Versicherten spätestens einen Monat, bevor sie den Zusatzbeitrag erhebt (Fälligkeitstermin) oder die Prämie reduziert, auf das Son70

Ausnahmen: Das Sonderkündigungsrecht gilt nicht für freiwillige gesetzlich Versicherte, die einen speziellen Wahltarif zur Absicherung ihres Krankengeldes abgeschlossen haben. Versicherte, die bereits 18 Monate einer Kasse angehören, können mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsende auch ohne Berufung auf ihr Recht zur Sonderkündigung die Kasse wechseln. Sonderregelungen gelten für Versicherte, die sich für einen Wahltarif entschieden haben.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Unterschiedliches Leistungsspektrum In einigen Punkten bieten die gesetzlichen Kassen weiterhin unterschiedliche Leistungen an. Wer in eine andere Kasse wechseln möchte, sollte deshalb nicht nur Kosten und Prämien zum Maßstab machen, sondern unbedingt auch auf das Leistungs-

spektrum achten. Beispiele wie Kostenübernahmen von Impfungen, Angebote von alternativen Heilmethoden und Unterschiede beim Kundenservice – wie etwa eine Geschäftsstelle vor Ort oder eine gut erreichbare Hotline – können für viele Patienten entscheidende Faktoren sein, die eine Kassenwahl mit bestimmen sollten.

Krankenkassen aus Kundensicht: Im Service top, in der Leistung eher flopp Studie: Nur wenige Krankenkassen überzeugen ihre Versicherten ganz und gar

Krankenkassen verstehen sich zunehmend als moderne Dienstleistungs-Gesellschaften. Sie erweitern ihr Leistungsangebot, stärken ihren Kundenservice und fördern die Gesundheitsprävention. Doch wie bewerten die Versicherten das Ergebnis dieser Bemühungen? ServiceValue hat 25 der größten deutschen Krankenkassen auf den Prüfstand gestellt und hinsichtlich acht Leistungs-Dimensionen miteinander verglichen. Schaffen es die meisten Krankenkassen, im Kundenservice zu überzeugen, so besteht aus Sicht der Versicherten insbesondere bei Bonusprogrammen, Wahltarifen und Erweiterung gesetzlicher Mindestleistungen noch Verbesserungsbedarf. Dies zeigt die aktuelle Krankenkassen-Studie der unabhängigen ServiceValue GmbH, für die 2.305 Kundenurteile zu über 30 Service- und Leistungsmerkmalen eingeholt wurden. BKK Vor Ort, Bahn-BKK, KKH-Allianz und IKK Südwest meist vorne

Im „Kundenservice“ (Beratungsqualität, Anliegenbearbeitung, Hilfsbereitschaft der Kundenbetreuer etc.) führt das Ranking die BKK Vor Ort an. Auf den Plätzen folgen BKK Mobil Oil, Bahn-BKK, Techniker Krankenkasse, BarmerGEK, Siemens Betriebskrankenkasse und AOK NordWest, bei denen ebenfalls mehr als 60 Prozent der Kunden von der Beratung und Betreuung begeistert sind. Schlusslichter dagegen sind die Deutsche BKK und AOK Sachsen-Anhalt. In der „Erreichbarkeit“ (telefonisch, örtlich, digital etc.) liegen AOK Sachsen-Anhalt und AOK BadenWürttemberg sowie IKK Südwest auf den ersten drei Plätzen. Das Spitzentrio beim „Preis-LeistungsVerhältnis“ wird ebenfalls von der IKK Südwest angeführt, es folgen BKK Mobil Oil und die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK). Beim „Bonusprogramm“ (Schutzimpfungen, Präventionskurse, Zahnreinigung etc.) wie auch bei den „Wahltarifen“ (Selbstbehaltsprogramm, Hausarzt71


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Gesetzliche Krankenversicherung tarif, Kostenübernahme oder Kostenerstattung etc.) und bei der „Erweiterung gesetzlicher Mindestleistungen“ (zusätzliche häusliche Pflege, Vorsorgeuntersuchungen etc.) steht die BKK Vor Ort im Ranking ganz vorn. Beim Bonusprogramm folgen die BahnBKK, KKH-Allianz und auch Vereinigte IKK; bei den Wahltarifen wiederum die KKH-Allianz wie auch die IKK Südwest und die AOK Nordost; und bei der Erweiterung von Mindestleistungen die Bahn-BKK wie auch die mhplus BKK. Bei der „Individuellen Gesundheitsförderung“ (Ernährungskurse, Suchtpräventionsmaßnahmen, Autogenes Training etc.) kann die KKH-Allianz ihre Versicherten am besten überzeugen. Auf den Plätzen folgen die SBK und die BKK Vor Ort. Und bei den „Service-Zusatzleistungen“ (Versorgungsmanagement, Vermittlung von Arztterminen, Vorsorgeerinnerungsservice etc.) führt die Bahn-BKK vor BKK Vor Ort und KKH-Allianz. Die letzten Plätze im Ranking werden hier von der pronova BKK und der DAK eingenommen.

Die differenzierte Betrachtung der Service- und Leistungsmerkmale zeigt bei vielen Krankenkasse teilweise deutliche Unterschiede, bei einigen aber auch gleichbleibende Qualitäten: So liegen beispielsweise BKK Vor Ort, Bahn-BKK, KKH-Allianz und IKK Südwest auf allen acht Dimensionen im überdurchschnittlichen Bereich. Dennoch können insgesamt die Angebote der Krankenkassen im Leistungsbereich die Versicherten mehrheitlich noch nicht begeistern. „Die Krankenkassen stehen unter einem starken Wettbewerbsdruck“, kommentiert Stefan Heinisch, Studienleiter bei der ServiceValue GmbH, „umso mehr gilt es, die Erwartungshaltung der Kunden nicht zu enttäuschen und sich am Markt über Service und Leistung zu differenzieren.“ Der über 250-seitige „ServiceAtlas Krankenkassen - Wettbewerbsanalyse zu Servicequalität und Servicewert“ basiert auf einer im März 2011 durchgeführten repräsentativen Online-Befragung und umfasst Benchmarks mit Einzelprofilen von 25 gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Studie kann über die ServiceValue GmbH bezogen werden.

Kassen bezahlen mehr als viele Versicherte wissen Finanztest prüft gesetzliche Krankenkassen Kassen bieten Abnehmkurse oder Rückentrainings an, übernehmen homöopathische Behandlungen beim Arzt und zahlen Zuschüsse für Reiseimpfungen oder professionelle Zahnreinigung. Nur die wenigsten gesetzlich Versicherten wissen davon. Die Stiftung Warentest hat das Angebot von 93 gesetzlichen Krankenkassen getestet. Der Test erschien in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Rund 600 Euro pro Kopf haben die Deutschen im vergangenen Jahr für ihre Gesundheit zusätzlich zu ihren Krankenkassenbeiträgen ausgegeben. Das waren Ausgaben beispielsweise für Vorsorgeuntersuchungen, Zahnersatz oder alternative Behandlungen. Manche dieser Kosten würde aber die Kasse übernehmen. Die Versicherten müssten nur davon wissen und die Extras einfordern. 72

Die aktuelle Finanztest-Untersuchung zeigt, dass sich diese Mühe lohnt, denn Versicherte können bei manchen Kassen mehrere 100 Euro im Jahr sparen. Drei von vier Kassen im Test bezahlen beispielsweise auch homöopathische Behandlungen oder unterstützen Vorsorgeuntersuchungen. Auch an der Zahnpflege beteiligen sich rund 40 Kassen im Test. Sie bieten ein- bis zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung an oder übernehmen teilweise die Kosten dafür. Fazit der Finanztest-Experten: Besser versorgt werden am ehesten die Menschen, die sich selbst informieren und nachfragen. Der ausführliche Test gesetzliche Krankenkassen ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de veröffentlicht.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Patienten wollen erst ab 19 Euro die Kasse wechseln Umfrage: Kaum Wettbewerb durch Zusatzbeiträge

Zusatzbeiträge haben bisher kaum zu Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen geführt. Nur wenige gesetzlich Versicherte Arbeitnehmer verlassen ihre Kasse, wenn diese Zusatzbeiträge fordert. Das ergibt eine repräsentative Arbeitnehmerbefragung der IW-Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Nur rund jeder siebte gesetzlich versicherte Arbeitnehmer gab in der Umfrage an, bereits einmal die Kasse gewechselt zu haben, um Zusatzbeiträge zu sparen. Seit Einführung des Gesundheitsfonds 2009 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich zu den regulären lohnabhängigen Beitragszahlungen auch lohnunabhängige Beiträge erheben, um ihre Ausgaben zu decken. Die Höhe dieses monatlichen Zusatzbeitrage war bis Ende 2010 maximal 1 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens begrenzt; seit Anfang diesen Jahres können die gesetzlichen Krankenkassen diese Zusatzbeiträge frei und ohne Obergrenze festsetzen. Mit den Zusatzbeiträgen war auch die Erwartung verbunden, dass die Versicherten zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln und damit der Preis-Leistungs-Wettbewerb zwischen den Kassen steigt.

Aus der Umfrage geht hervor, dass die meisten Versicherten erst ab einem Zusatzbeitrag von durchschnittlich 19 Euro die Kasse wechseln würden "Die Zusatzbeiträge sind zu gering, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Mit den Überschüssen aus dem Gesundheitsfonds sollten die lohnabhängigen Beiträge so weit wie möglich gesenkt werden. Reichen die Einnahmen in Zukunft nicht aus, muss jede Krankenkasse die Finanzierungslücke durch Zusatzbeiträge selbst schließen. So entsteht Wettbewerb", kommentiert Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM die Umfrage. Lohnunabhängige Prämien seien gerechter und transparenter. "Wettbewerb verbessert Leistung und Effizienz und senkt die Kosten - das gilt auch für die bürokratielastigen gesetzlichen Krankenkassen", so Pellengahr. Auch in Zukunft versprechen Zusatzbeiträge kaum eine Verschärfung des Wettbewerbs. Nur etwa jeder fünfte gesetzlich Versicherte, der schon heute Zusatzbeiträge entrichtet, zieht aktuell einen Kassenwechsel in Erwägung. "Das Gesundheitssystem muss von Grund auf reformiert werden", fordert Pellengahr. Die steigenden Kosten des medizinischen Fortschritts und der Alterung der Bevölkerung dürften nicht wie bisher auf die Lohnkosten umgelegt werden. "Wenn wir Arbeit verteuern, verlieren wir Jobs. Arbeitsplätze auf die Deutschland nicht verzichten sollte. Es sei denn, man gibt das Vollbeschäftigungsziel auf." Im Rahmen des IW-Arbeitnehmervotums wurden 1.000 Arbeitnehmer zwischen dem 17. und 24. Mai online befragt. Die Stichprobe der Arbeitnehmer zwischen 16 und 65 Jahren ist repräsentativ für Deutschland und nach Schulbildung, Geschlecht und Altersgruppen geschichtet. Arbeitnehmer ohne Schulbildung sind nicht berücksichtigt. Die Umfrage ist Teil des Deutschland-Checks, einer Dauerstudie im Auftrag der INSM und der WirtschaftsWoche. Mehr Informationen im Internet unter: www.deutschland-check.de 73


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Pflegeversicherung

Achtung Pflegefall:

Sparbuch weg, Elternhaftung und zum Schluss Hartz IV!

Beitrag von Gerd Güssler,

Geschäftsführer der KVpro.de GmbH

Der Staat sorgt doch vor! Mir passiert das nicht! Und wenn – Ich bin doch pflegeversichert! So oder so ähnlich wird oft gedacht und argumentiert. Doch der Staat, das sind wir alle! Geburtsfehler oder geistige Behinderung bei Kindern, Krankheiten wie Schlaganfall, Hirninfarkt, bösartige Tumore in den Atemwegen, Brust, Dickdarm oder Prostata, Herzschwäche, Krankheiten des Bewegungsapparates und psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen, Demenz, Alzheimer oder Parkinson können jeden Erwachsenen treffen. Die Folgen solcher Krankheitsbilder machen oft eine Pflege notwendig. „Dafür gibt es doch die Pflegeversicherung“ werden jetzt innerlich die meisten erwidern. Was in diesem Zusammenhang bei nüchterner Betrachtung jedoch oft vergessen wird: Das Thema Gesundheit im Allgemeinen und das Thema Pflege im Besonderen ist ein Milliardenmarkt für Leistungserbringer, Finanzierer und Produktgeber. Es geht in diesem Geschäft immer um Euros, um sehr viele Euros. Pflegefall-Was nun? Eine Pflege kann je nach Fall das Vermögen einer Lebensleistung verbrauchen. Kinder werden nach einem BGH-Urteil aus dem Jahr 2010 im Rahmen der Elternhaftung für eine Pflegefinanzierung der Eltern mit herangezogen. Erst wenn alle privaten Mittel wie Einkommen, Rente und Vermögen 74

nach § 2 SGB XII verbraucht sind (einzusetzen ist dabei das gesamte verwertbare Vermögen), hilft der Staat – also jeder einzelne, steuerzahlende Bürger. Die wirtschaftlichen Folgen eines solchen möglichen Pflegefallrisikos kann jeder schlicht und einfach mit Geld mildern. Dazu braucht es jedoch einen privaten Finanzplan, so wie ihn jedes gute Unternehmen auch aufstellt. Doch die meisten Betroffenen haben keinen! Betreuung kostet! Pflege im Alter (wissenschaftlich beginnt Alter per Definition mit 55+) ist statistisch wahrscheinlicher als in jungen Jahren. Laut statistischem Bundesamt nimmt die stationäre Langzeitpflege jedoch zugunsten der häuslichen Pflege deutlich ab. Die Heimbewohner kommen immer später und die Verweildauer wird immer kürzer. Daraus lässt sich jedoch nicht pauschal ein geringeres Pflege- und Kostenrisiko ableiten. Zu unterschiedlich sind die finanziellen Lebensläufe und der erforderliche Kapitalbedarf. Die heutigen Gesamtkosten einer stationären Vollzeitpflege von z.B. 3.400 Euro monatlich unterteilen sich in Pflegekosten, Hotelkosten und Instandhaltungskosten. Die Pflegeversicherung übernimmt die Pflegekosten bis maximal 1.510 Euro. Die verbleibenden 1.890 Euro Hotel- und Instandhaltungskosten trägt der Pflegebedürftige zu 100 Prozent


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

selbst. Er finanziert dies aus Rente, Vermögen und Elternhaftung. Zieht man hiervon die durchschnittlichen Rentenansprüche ab (bei Männer 1.050 Euro und Frauen 530 Euro), so ergibt sich bei diesem Musterfall eine monatliche Versorgungslücke von 840 Euro bei Männern und 1.360 Euro bei Frauen. Der private Kapitalbedarf bei einer Verweildauer in der Pflege von vier Jahren liegt in diesem Musterbeispiel zwischen 41.000 und 66.000 Euro. Dabei sollte man wissen, dass Demenz Pflegestufe 0 als betreuungsbedürftig und nicht als pflegebedürftig eingestuft wird, jedoch von den Kosten her mit Pflegestufe 3 vergleichbar ist. Eines ist klar: Jeder Fall liegt anders. Eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall, Dynamik der Leistung, Leistung bei Demenz verbunden mit einer individuellen Euroleistung je Pflegestufe 0,1,2,3 oder Demenz. Gerade letzteres ist extrem aufwändig und kostenintensiv. Ein an Demenz Erkrankter ist nicht zwingend gleichzeitig Pflegefall, benötigt aber die Zuwendung und Kosten wie bei einer vollstationären Pflege.

werden nach einem Punktesystem abgegolten. Die Kosten für Teilwaschung, duschen, betten, einkaufen, Wäsche waschen, Wohnung reinigen etc. addieren sich leicht auf 50 Euro je Pflegetag. Pro Monat kommt also durchaus eine Summe von 1.500 Euro zusammen. Nur 440 Euro davon übernimmt die Pflegeversicherung. Es ergibt sich entsprechend eine Versorgungslücke von 1.060 Euro im Monat oder 35 Euro am Tag - leicht nachzurechnen mit einem Pflegerechner z.B. unter http://www.sozialstationhochzoll.de/sites/pflegerechner.htm. Eigenvorsorge und Eigenverantwortung sind ein Muss – auch in jungem Alter Es kann jeden treffen, unabhängig vom Alter! Verantwortung sich und anderen gegenüber durch einen gesunden Lebensstil, ausreichend Schlaf, bewusste Ernährung ohne Übergewicht sowie Bewegung für Geist und Körper sind die beste Eigenvorsorge. Finanzielle Lücken lassen sich durch kluge Entscheidungen mildern. Wer über eine gute Altersvorsorge verfügt, braucht entsprechend weniger als ein junger Mensch, der noch kaum Rücklagen oder Anwartschaften hat. So sind nach dem Pflegereport 2009 des statistischen Bundesamts immerhin 66.674 Personen unter 15 Jahren (5,2 % mehr als 2007) und insgesamt 256.336 Personen (1,7 % mehr zu 2007) pflegebedürftig. Die betroffenen Familienmitglieder erleiden selbst teils große finanzielle Einbußen und unterliegen starken psychischen Belastungen.

Trend zur ambulanten Pflege Auch in der ambulanten häuslichen Pflege setzt sich der Trend zur professionellen Pflege durch Dritte weiter fort. Die familiäre häusliche Pflege, die bisher vorwiegend durch die weiblichen Angehörigen erbracht wird, geht zurück. Bei der Pflege durch Angehörige lässt sich heutzutage Erwerbstätigkeit und Pflegetätigkeit oft nur schwer vereinbaren, zumal die pflegende Person eigene Einbußen bei Einkommen und Rente hinnehmen muss. Die Abfederung durch die staatliche Anerkennung der Pflegetätigkeit bei Einkommen und Rente ist zwar gegeben, reicht aber bei weitem nicht aus. Die Aufwände für einen ambulanten Pflegedienst

Auch Neugeborene können durch Geburtsfehler oder angeborene Anomalien Pflegefälle sein. Pech, wenn dann die PKV-versicherten Eltern selbst keine Pflegezusatzversicherung haben. Schließlich kann ein Kind im Rahmen der Kindernachversicherung nur innerhalb von zwei Monaten ohne Gesundheitsprüfung i. d. R. in gleichwertige, aber nicht höherwertige Tarife der Eltern versichert werden. Was bedeutet das in der Praxis? Haben die Eltern keine Pflegeversicherung, ist ein Abschluss für das neugeborene Kind kaum möglich. Die Kosten für einen auskömmlichen Pflegeschutz liegen nach Untersuchungen von KVpro.de zwischen vier und zehn Euro im Monat. Eine Pflegezusatzversicherung von der Oma / des Opas oder der Patin / des Paten als 75


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Pflegeversicherung Geschenk für das Neugeborene könnten im Fall des Falles vieles lindern. Schließlich weiß vorher niemand, ob nicht schon in jungen Jahren der Pflegefall eintritt - wie uns erst vor Kurzem der Unfall des jungen Mannes bei „Wetten dass“ drastisch vor Augen führte. Kluges und zeitiges Vorsorgen gefragt! Wie auch in der privaten Altersvorsorge gilt im Fall einer Pflegeversicherung die Prämisse: Je früher, desto preiswerter! Es ist schon ein deutlicher Unterschied ob ein 30-jähriger Mann insgesamt 21.384 Euro investiert, oder ob er erst mit 60 Jahren eine Pflegeversicherung kauft und 38.797 Euro an Beitrag für die gleiche Versicherungsleistung aufbringen muss. Eine Beitragsdifferenz von 17.413 Euro! Der kluge 30-jährige Langzeitplaner hat so seine eigene Pflegeabsicherung, kann bei der Kindernachversicherung die Pflege ggf. mit Oma oder Patentante einrichten und den ersparten Beitrag anderweitig investieren. Rechenbeispiel aus dem KVpro.de-Pflegeseminar:

Behutsamer Umgang ist notwendig Generell sollte der Verkaufsansatz beim Thema Pflege sehr behutsam erfolgen, denn der Themenbereich ist hoch emotional besetzt. Insoweit sind folgende Fragen unbedingt in die Beratung mit einzubeziehen: • Gibt es bereits Pflegefälle in der Familie / Verwandtschaft / Bekannten? • Kennen Sie solche Fälle, falls ja wie verlaufen diese? • Wie haben Sie das Thema Pflege in der Familie besprochen? • Wie möchte die Mutter / der Vater gepflegt werden / und wo? • Wie wird das organisiert, wer pflegt? • Wer hört auf zu arbeiten, wer reduziert sein Einkommen? • Wie werden die finanziellen Einbußen ausgeglichen? • Sind Verfügungsvollmachten eingerichtet? • Wird die Wohnung umgebaut oder soll / muss umgezogen werden? • Wie weit reicht die Rente / das Ersparte aus, bevor Unterhaltszahlungen anstehen? Bei jüngeren Menschen lässt sich anhand der demographischen Entwicklung und des familiären Umfelds, mit konkreten Beispielen, Erfahrungen und Erlebnissen, ein Zugang zum Thema finden. Pflegeversicherung ist nicht gleich Pflegeversicherung!

Übrigens: Wer freiwillig in der GKV bleibt, kann nach SGB XI § 22 innerhalb von drei Monaten entscheiden, ob er die SPV (soziale Pflegepflichtversicherung) oder die PPV (private Pflegepflichtversicherung) kauft. Die Ersparnis liegt bei 50 Euro ausgehend vom Höchstsatz von 72,39 Euro der sozialen Pflegepflichtversicherung. Unser 30-, 40oder 45-Jähriger könnte so zum Nulltarif einen Pflegezusatz finanzieren. Die Kranken-Tagegeld-Lücke die der GKV-Versicherte nach 6 Wochen hat, darf man dabei vergessen. 76

Augen auf beim Policenkauf, denn es drohen Leistungsfallen. Auf Lockvogelangebote fällt nur derjenige nicht herein, der weiß, dass Demenz nicht pflegebedürftig, sondern betreuungsbedürftig bedeutet, dass Demenz i. d. R. vor einer Pflegestufe eintritt und wenn, dann vor Pflegestufe 1 und der weiß, dass Pflegestufe 1 i. d. R. länger andauert, als Pflegestufe 3. Versicherungsprodukte, die zwar bei Demenz 100 Prozent leisten, allerdings erst dann, wenn der Betreffende auch Pflegestufe 3 hat, gehen am Bedarf vorbei - sind dafür jedoch sehr billig. Die Folge: In Vergleichsprogrammen mit „drin“ oder „nicht drin“ Ja/Nein Filter erscheinen solche preisgünstigen Tarife dann auf Platz 1. Den tatsächlichen Bedarf des Pflegebedürftigen decken diese Tarife nicht ab!


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Qualifizierte Beratung dringend empfohlen! Welche Strategie und welche Produktentscheidung Pflegerente, Pflegetagegeld oder Pflegekosten - die Richtige ist, – muss jeweils individuell betrachtet werden. Zu unterschiedlich sind die finanziellen Möglichkeiten, die zu erwartenden Renten, Vermögen und die möglichen Versorgungslücken. Fakt ist: Die soziale Pflegepflichtversicherung der GKV oder die private Pflegepflichtver-sicherung der PKV sind nur ein winziger Teilkaskoschutz im Vergleich zu den tatsächlichen Kosten. Eine Entscheidung sollte in jedem Fall zusammen mit einem Experten getroffen werden. Eine qualifizierte, strategisch ausgerichtete Beratung schließt in der Krankenversicherung - neben der Wahl der passenden PKV oder GKV + Zusatz - auch die Absicherung der Arbeitskraft durch Verdienstausfall (KTG – BU – DD) sowie Pflege und Rente mit ein.

Über den Autor: Gerd Güssler ist Geschäftsführer der KVpro.de-GmbH in Freiburg. Das Unternehmen ist einer der renommiertesten Informationsdienstleister rund um den deutschen Krankenversicherungsmarkt. Als neutrales Analysehaus sammelt und analysiert KVpro.de seit 2001 die Tarif- und Versicherungsbedingungen privater und gesetzlicher Krankenversicherer und stellt diese Informationen verschiedenen Anwendern zur Verfügung. Hauptzielgruppe sind Makler und Vertriebsgesellschaften, die das softwarebasierte Informationssystem für Tarif- und Leistungsvergleiche in der Kundenberatung und im Vertrieb einsetzen. Darüber hinaus nutzen private Versicherungsunternehmen den Datenpool für interne Auswertungen, etwa Wettbewerbsvergleiche und Produktanalysen. Ein weiteres „Kundensegment“ bilden Verbraucher und Medien, die an den Ergebnissen der Leistungsvergleiche interessiert sind bzw. darüber berichten.

Große Qualitätsunterschiede bei Pflegerenten MORGEN & MORGEN untersucht Gesamtmarkt

Eine aktuelle Analyse der Bedingungen der Pflegerentenversicherungstarife bringt große Qualitätsunterschiede ans Licht. „Die Unterschiede sind gewaltig“, so Geschäftsführer Dr. Martin Zsohar: „So bieten beispielsweise lediglich 49% der Tarife eine Leistung ab Pflegestufe I und nur 71% leisten ab Pflegestufe II“. Eine Garantie auf einen Pflegeplatz binnen 24 Stunden im Rahmen der AssistanceLeistungen bieten immerhin 22% der Tarife. Überraschend: Lediglich ein einziger Versicherer sieht bei einer diagnostizierten Demenz die Einstufung und Leistung der Pflegestufe III vor. Untersucht wurde der komplette Markt der Pflegeversicherungstarife, die von Lebensversicherungsgesellschaften angeboten werden, diese sind derzeit 43 Tarife von 15 Anbietern. Die vollständige Analyse wird im Zuge der Veröffentlichung des neuen M&M Pflegerenten-Ratings Ende März zur Verfügung stehen. 77


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Pflegeversicherung PKV steht zum Aufbau einer ergänzenden kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherung bereit

Anlässlich der PKV-Jahrestagung 2011 erklärt der Vorsitzende des Verbandes der privaten Krankenversicherung, Reinhold Schulte: „Die PKV hat das Thema Pflege zum Schwerpunkt ihrer Jahrestagung 2011 gemacht. Wir wollen damit auf den großen politischen Handlungsdruck hinweisen: Angesichts der Alterung unserer Bevölkerung ist zusätzliche Vorsorge unabweisbar nötig. Noch ist es früh genug, um in die ergänzende Kapitaldeckung einzusteigen – so, wie im Koalitionsvertrag von Union und FDP vorgesehen. Der Höhepunkt des demografischen Problems bei der Pflege wird etwa in den Jahren 2050 bis 2060 erreicht. Bis dahin kann Kapitaldeckung zu durchaus überschaubaren Beiträgen aufgebaut werden. Jedes weitere Zögern der Politik aber macht es am Ende für alle teurer. Wenn das neue Element der Kapitaldeckung eine gute Wirkung entfalten soll, muss der Kapitalstock jedoch unbedingt außerhalb

des staatlichen Einflussbereiches, also auch außerhalb der gesetzlichen Krankenkassen, angelegt werden. Nur so würde die Politik vor der Versuchung bewahrt, die Geldreserven für aktuelle Ziele in anderen Bereichen aufzubrauchen, anstatt damit nachhaltig für die Pflege vorzusorgen. Beispiele für solche ‚Zweckentfremdungen‘ gibt es viele. Die private Krankenversicherung ist mit 25 Jahren Erfahrung in der Kalkulation von Pflegezusatzversicherungen bestens dafür geeignet, die Verantwortung für den Aufbau eines kapitalgedeckten Zusatzelementes zu übernehmen. Kontinuierlich baut die PKV zudem ihre Kompetenz in der Pflegeberatung und -qualität aus. Die Pflege wird eine immer wichtigere Säule unseres Sozialsystems. Zur Sicherung der Lebensqualität einer alternden Bevölkerung müssen wir stärker auf den Dreiklang aus Finanzierungssicherung, Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung setzen. Die PKV steht der Politik in allen diesen Bereichen als starker Partner zur Verfügung.“

Verdoppelung der Pflegebedürftigen bis 2030 Zusatzversicherung deckt Pflegerisiko ab

Bis zu 50 Prozent mehr Pflegebedürftige in den nächsten 20 Jahren sagt eine aktuelle Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes voraus. Ursache für die Zunahme ist die steigende Zahl älterer Menschen. „Vier von zehn Bundesbürgern haben jetzt schon Erfahrung mit Pflegefällen aus ihrem privaten Umfeld“, weiß Sylvia Knittel, Pressesprecherin der SV SparkassenVersicherung (SV). Umso erstaunlicher ist es, dass gerade einmal sieben Pro78

zent eine private Zusatzversicherung gegen dieses Risiko haben. Das belegt eine Studie von TNS Infratest für die SV zum Thema Pflegeversicherung. Als Hauptgründe zum Abschluss einer Zusatzpolice werden mangelnde gesetzliche Absicherung und der Wunsch nach einer finanziellen Vorsorge für den Pflegefall genannt. Als wichtigste Leistungen erwarten die Befragten einen ambulanten Pflegedienst und die Bereitstellung einer Haushaltshilfe.


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Man möchte also – so lange es geht – in den eigenen vier Wänden die Pflegeleistungen erhalten. Nach Schätzungen von Finanztest (Heft 02/2011) sind über die Leistungen der gesetzlichen Kasse hinaus monatlich rund 1.200 Euro nötig, wenn jemand in Pflegestufe II zuhause von einem professionellen Pflegedienst gut versorgt werden möchte. „Man sollte sich in jedem Fall im ersten Drittel des Berufslebens gedanklich mit einer Pflegezusatzversicherung auseinandersetzen“, sagt Knittel. Denn die Höhe der Beiträge ist abhängig vom Alter des Versicherten. „Für Personen ohne Kinder ist die Zusatzversicherung besonders wichtig. Sie sind im Pflegefall oft auf sich allein gestellt und werden durch drohende Finanzierungslücken im schlimmsten Fall zu Sozialfällen“, so Knittel weiter. Gibt es Familienangehörige, werden diese vom Sozialamt in die Pflicht genommen. Pflegetagegeld empfehlenswert Es gibt drei Grundmodelle der Pflegezusatzversicherung. Die Pflegerentenversicherung zahlt je nach Hilfsbedarf (Pflegestufe) eine monatliche Rente, sobald man pflegebedürftig wird. Bei der Pflegekostenversicherung werden die gesetzlichen Leistungen um einen vertraglich festgelegten Prozentsatz aufgestockt. Bei der Pflegetagegeldversicherung wiederum gibt es je nach Pflegestufe einen individuell vereinbarten Tagessatz – unabhängig von den tatsächlich entstandenen Kosten. Dieses Modell empfiehlt auch die SV. Sie bietet ihr Produkt zusammen mit der Union Krankenversicherung (UKV) unter dem Namen PflegeVorsorge an. Die Beiträge für das Pflegetagegeld werden über eine sofort beginnende Rente gegen Einmalbeitrag finanziert. Damit eignet sich die PflegeVorsorge auch für diejenigen, die in jungen Jahren noch nicht vorgesorgt haben oder eine sofortige Absicherung gegen Pflegebedürftigkeit ohne Ansparzeiten wünschen. Tritt der Pflegefall dann ein, gibt es neben dem Pflegetagegeld auch noch die vereinbarte Rente. Der Staat bietet nur eine Grundabsicherung Seit dem 1. Januar 1995 besteht die Pflegeversicherung in Deutschland als Grundabsicherung für Pflegefälle. Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist automatisch Mitglied einer Pflegeversi-

cherung. Für privat Versicherte gilt die Pflicht eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Die staatliche Leistung stellt – je nach Pflegestufe – eine Grundversorgung von maximal 1.510 Euro (1.918 bei Härtefällen) sicher. Da aber ein Platz im Pflegeheim heute über 3.000 Euro im Monat kosten kann, entsteht oft eine Finanzierungslücke, die in vielen Fällen die Familienangehörigen schließen müssen. Die gesetzliche Pflegeversicherung kann also nur eine Grundversorgung bieten. Zudem ist nicht vorherzusagen, wie sich die gesetzliche Pflegeversicherung in den kommenden Jahren entwickelt. Derzeit hat die Versicherung zwar noch einen Überschuss, dieser wird nach aktuellen Berechnungen aber spätestens 2014 aufgebraucht sein. Daher plant das Bundesministerium für Gesundheit eine Reform der staatlichen Absicherung. Wie auch immer die Reform ausfallen wird: Pflegebedürftige werden auch in Zukunft einen Teil der Pflegekosten mit ihrer Rente oder Vermögen bezahlen müssen – oder mit dem Geld aus einer privaten Pflegerentenzusatzversicherung. 79


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Pflegeversicherung Pflegefall: Jüngere sind sich der Wichtigkeit privater Vorsorge besonders häufig bewusst

Aktuelle Finanzmarktstudie Pflegespiegel 2011 Die Absicherung durch eine private Zusatzversicherung für den Pflegefall halten besonders die 30bis 39-Jährigen für wichtig. Doch die vermeintlich hohen Kosten bremsen ihre Abschlussbereitschaft oftmals aus. Grundlage hierfür ist häufig bloße Unkenntnis. Denn viele kennen die auf Jüngere zugeschnittenen Angebote überhaupt nicht und wissen dementsprechend auch nicht, dass diese oftmals innerhalb einer von ihnen als akzeptabel geltenden Preisspanne lägen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Marktstudie „Pflegespiegel 2011" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG. Diese untersucht die Such- und Entscheidungsprozesse sowie spezifische Produktpräferenzen. Im Rahmen der Studie wurden über 1000 Bundesbürger ab 20 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt. Demnach fällt das generelle Kundenpotenzial größer aus, als die aktuelle Marktabdeckung möglicherweise vermuten lässt: Von den 92 Prozent aller Befragten, die aktuell noch keine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben, gibt die überwiegende Mehrheit an, auch in den kommenden zwölf Monaten keine abschließen zu wollen. Fast die Hälfte dieser Personen hält eine private Pflegezusatzversicherung aber für wichtig und kann daher als zukünftige Potentialgruppe verstanden werden. Und was das Potential weiter stärken dürfte: Befragte, die eine pflegebedürftige Person kennen, schätzen die Pflegequalität bei privat Zusatzversicherten schon jetzt deutlich positiver ein als bei allein gesetzlich Versicherten. 20 bis 39-Jährige interessiert, aber schlecht informiert Gerade die 20 bis 39-Jährigen schätzen die Wichtigkeit einer privaten Pflegezusatzversicherung überdurchschnittlich hoch ein. Sie zeigen sich da80

bei aber auch verhältnismäßig schlecht informiert, schätzen gesetzliche Bestimmungen oftmals falsch ein und neigen zudem dazu, die Absicherung durch die gesetzliche Pflegeversicherung zu überschätzen. Überschätzt werden auch die Kosten für eine private Absicherung. Denn viele marktübliche Preise für Abschlussbereite aus dieser Altersgruppe lägen de facto sogar am eher unteren Rand der Preistoleranzspanne und wären damit akzeptabel. Dementsprechend gehören die 20 bis 29-Jährigen zu den potentialstärksten Gruppen. Denn schon jetzt erwägt fast jeder Sechste langfristig den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung. Eine klarere Sicht auf Anbieter, Preise, Konditionen und Absicherungsmöglichkeiten dürfte diese Offenheit sogar noch weiter heben. Bei der selbständigen Suche nach Informationen werden dabei überdurchschnittlich häufig die Internetseiten von Krankenkassen und auch von privaten Anbietern als favorisierte Informationskanäle genannt. 20 bis 29-Jährige: Abweichungen im Relevant Set Interessant ist auch die abweichende Werbewahrnehmung der 20 bis 29-Jährigen. Sie nehmen Werbung für Pflegeversicherungsprodukte insgesamt etwas seltener wahr als die 50 bis 69-Jährigen. Und sie ziehen andere Anbieter in Betracht: So werden im Relevant Set der 20 bis 29-Jährigen die Versicherer AachenMünchener, Allianz, AXA, Debeka, DEVK, ERGO, ERGO Direkt, HUK-Coburg und Signal Iduna (in alphabetischer Reihenfolge) besonders häufig genannt. Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter www.psychonomics.de/trade/productview/272


Fachbeitrag | BIOMETRISCHE RISIKEN 2011

Technische Beratungsunterstützung SDK-App Beschreibung und Symbol Die kostenlose App “Gesund & fit” der SDK und Onmeda, einem der führenden Gesundheitsportale Deutschlands, bietet leicht verständliche Informationen und Services zu den Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Medizin. SDK-Interessierte und Versicherte finden vielfältige Inhalte und Hilfestellungen rund um das Thema Krankenversicherung. Nutzer können überall und jederzeit eine Auslandskrankenversicherung abschließen und mobil ihre Adresse und Bankverbindung ändern. Die App liefert Nutzern zahlreiche nützliche Tipps und Tools. Sie helfen dabei, fit zu bleiben und die Gesundheitsvorsorge zu organisieren. Interaktive Körperfiguren helfen dem medizinischen Laien, Beschwerden zu lokalisieren. Ein Pillenalarm erinnert an die Einnahme von Tabletten und der interaktive BMI-Rechner erlaub, die indivduelle Body-Mass-Index Kurve zu speichern. So unterstützt die App beim

dauerhaften Abnehmen. Weitere Gesundheits- und Selbsttests sind der Waist-to-HipRechner, der Kalorienverbrauchschek, Tests zum biologischen Alter und zur geistigen Fitness. Individuelle Notfalldaten kann der Nutzer hinterlegen, wie Blutgruppen, Unverträglichkeiten und Allergien gegen gewissen Stoffe oder Medikamente. Zudem enthält die Anwendung Checklisten für die Haus- und Reiseapotheke, praxisnahe Anleitung für Sportarten, Vorbeugeübungen sowie Informationen zu über 500 Symptomen, Krankheiten und Behandlungen. Link zum iTunes Store: iPhone http://itunes.apple.com/de/app/gesund-fit/id435944286?mt=8

iPad http://itunes.apple.com/de/app/gesund-fit-furs-ipad/id437206023?mt=8

App mit Bedarfsrechner für Berufsunfähigkeits- und Todesfallschutz Die Dialog Lebensversicherungs-AG bietet ihren Vertriebspartnern in Deutschland seit 2010 einen mobilen Internetauftritt an. Jetzt hat der Spezialversicherer für biometrische Risiken sein Angebot erweitert und stellt eine neue „Bedarfsrechner-App“ zur Verfügung. Dieses Tool soll eine wertvolle Unterstützung für den Vertriebspartner in seiner Vorsorgeberatung darstellen. Die neue App umfasse einen Bedarfsrechner für die Berufsunfähigkeitsversicherung („BU-Bedarfsrechner“) und einen Bedarfsrechner für die Risikolebensversicherung („RLV-Bedarfsrechner“). Damit der Lebensstandard auch langfristig erhalten bleibt Mit dem BU-Bedarfsrechner lasse sich mit wenigen Eingaben die Lücke berechnen, die sich im Falle der Berufsunfähigkeit ergäbe, wenn der bisherige Le-

bensstandard aufrechterhalten werden solle. Damit werde der Kapitalbedarf ermittelt, der mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung der Dialog abgesichert werden könne. Ähnlich verhalte es sich mit dem RLV-Bedarfsrechner, der mit ebenfalls nur wenigen Eingaben für den Todesfall die Ermittlung der finanziellen Lücke bei den Hinterbliebenen ermögliche. Daraus ergäbe sich die Versicherungssumme, die erforderlich sei, um mit einer Risikolebensversicherung des Unternehmens die Versorgungslücke zu schließen. Mit dem Ergebnis des so ermittelten individuellen Versicherungsbedarfs könne über den verlinkten Online-Tarifrechner sofort ein passendes Angebot berechnet werden. 81


BIOMETRISCHE RISIKEN 2011 | Fachbeitrag

Technische Beratungsunterstützung IDEAL OnlineService jetzt auch für das iPhone Ab sofort bietet die IDEAL Versicherungsgruppe ihren Vertriebspartnern einen mobilen Zugang zum IDEAL OnlineService. Hierfür wurde eine iPhonegerechte Website entwickelt, mit der Symbole für jeden Tarifrechner auf dem iPhone, dem iPod oder dem iPad angelegt werden können. Unter der Adresse www.ideal-versicherung.de/iPhone müssen nur der Benutzername und das Passwort

des IDEAL Vertriebssystems IPOS eingegeben werden. Anschließend wird Schritt für Schritt und anschaulich erklärt, wie die einzelnen IDEAL OnlineServices eingesetzt werden können. Alle Produkte der IDEAL sowie die Pflegeanalyse können so auf dem Home-Bildschirm abgelegt werden. Zu den Services zählen Bedarfs- und Tarifrechner der verschiedenen Seniorenprodukte.

HanseMerkur bietet Leistungsregulierung 2.0 Erste RechnungsApp optimiert Kundenservice in der Privaten Krankenversicherung Im ersten Schritt lädt der Nutzer die Applikation aus dem App Store herunter und registriert sich. Von Seiten der HanseMerkur erfolgt die Verifizierung des Vertragsverhältnisses mit anschließender Freischaltung für das Verfahren. Dabei ist die Nutzung der RechnungsApp für den Kunden ganz unkompliziert. Mit Hilfe seines Smartphones kann er den 2-DBarcode, der sich auf ambulanten und stationären Arztrechnungen befindet, abfotografieren und so schnell und bequem an die HanseMerkur übermitteln. Der Sicherheitsschlüssel der App garantiert eine Codierung der dabei übertragenen Daten im gesamten Prozess. Zudem können sich Abonnenten der App über die Funktion Rechnungsübersicht jederzeit und überall einen Überblick über den Bearbeitungsstand ihrer Rechnungen verschaffen. Unter Rechnungsdetails erhalten sie zudem Informationen zur erfolgreichen digitalen Übermittlung und zum Eingang der Rechnung. „Wir sind der erste Versicherer, der seinen Kunden diesen Service anbietet“, freut sich Folke Tedsen, Leiter der Leistungsabteilung der HanseMerkur. „Auf diese Weise wird der Weg der Leistungsabrechnung vereinfacht und der Kunde bekommt so schneller seine Auslagen erstattet“. Entwickelt hat die App das 82

Technologieunternehmen IBM. „Die RechnungsApp bietet dem Versicherten der HanseMerkur einen gut durchdachten, papierlosen Service zur Belegeinreichung“, erklärt Ronald Fritz, Executive Architect bei IBM Global Business Services, und fügt hinzu: „Die Rechnungsinhalte werden in einem zertifizierten und in hohem Maß zuverlässigen Verfahren unter Nutzung des IBM Insurance Service Hubs (ISH) übertragen“. Für die grafische Umsetzung war die Berliner Agentur Novamondo verantwortlich. Der neue Service der HanseMerkur gilt für ambulante und stationäre Arztrechnungen, die über Privatärztliche Verrechnungsstellen (PVS) ausgestellt werden. Aktuell nehmen knapp 38.000 niedergelassene Ärzte und Zahnärzte sowie leitende Krankenhausärzte an dem Verfahren teil, und es werden kontinuierlich weitere Partner für die Teilnahme gewonnen. Die kostenlose App mit kurzer Unternehmensdarstellung und Newsletter-Bestellfunktion ist unter folgender URL im App Store erhältlich: http://itunes.apple.com/de/app/hansemerkurrechnungsapp/ id453734866?mt=8

Unter www.hansemerkur.de/presse stehen Screenshots der RechnungsApp zum Download bereit.


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Biometrische Risiken 2011