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ANLAGESPIEGEL für Berater

2012

Einsichten und Aussichten: Welche Anlageprodukte für Vermögensberater und Finanzdienstleister besonders interessant sind

www.wmd-brokerchannel.de eMagazin Ausgabe - April 2012 - 7,50 €


Eine Klasse für sich.

Die neuen DWS TRC Fonds mit Trend- und Risikosystem. Vorausschauend fahren – das können Ihre Kunden jetzt auch mit ihrer Fondsanlage. Wir haben drei unserer besten Aktienfonds-Klassiker mit einem starken Extra ausgestattet: dem neuen DWS Trend Risk Control (TRC). Damit können sie an der Wertentwicklung unserer bewährten Top-Fonds partizipieren und Trends und Risiken im Blick behalten. Denn mit DWS TRC sollen gleichzeitig • Markttrends frühzeitig erkannt und genutzt sowie • Aktienmarktrisiken mit Hilfe ausgewählter Indikatoren schnell identifiziert werden.

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*Die DWS/DB-Gruppe ist nach verwaltetem Fondsvermögen der größte deutsche Anbieter von Publikumsfonds. Quelle: BVI, Stand: Ende Januar 2012. Die Verkaufsprospekte mit Risikohinweisen und die wesentlichen Anlegerinformationen sowie weitere Informationen erhalten Sie kostenlos bei der DWS Investment GmbH, 60612 Frankfurt am Main. Kostenpauschalen (p. a.): DWS TRC Deutschland: 1,45 %, DWS TRC Top Dividende und DWS TRC Top 50 Asien: 1,5 %. Die Sondervermögen weisen aufgrund ihrer Zusammensetzung/ der vom Fondsmanagement verwendeten Techniken einer erhöhte Volatilität auf, d.h. die Anteilspreise können auch innerhalb kurzer Zeiträume stärkeren Schwankungen nach unten und nach oben unterworfen sein. Jeder DWS TRC Fonds investiert dauerhaft mindestens 85 % seines Vermögens in Anteile des jeweiligen Masterfonds. Bis zu 15 % des Wertes jedes TRC Fonds dürfen in Derivate zur Absicherung investiert werden. Damit können bis zu 80 % des Aktienmarktrisikos des jeweiligen Masterfonds abgesichert werden. 1Quelle: €uro, 02/2012


Editorial | ANLAGESPIEGEL 2012

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, Immobilien, Investmentfonds, Aktien, Geschlossene Fonds, Versicherungen, Aktien, Zertifikate - in welche Anlageprodukte haben Kapitalanleger derzeit Vertrauen, welche Produkte sind am stärksten nachgefragt, was sind die Trends in der Branche? Genau diesen Fragen sind wir mit dem aktuellen Magazin Anlagespiegel 2012, für Sie nachgegangen. Variable Lebensläufe erfordern flexible Anlagekonzepte, so nicht nur die Erkenntnis einer Studie des BVI, des Bundesverbandes der Investmentbranche, die direkt oder indirekt die Ersparnisse von über 50 Millionen Bürgern betreut. Auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Sparer reagiert die Branche schnell mit neuen Anlagekonzepten. Die Angebote reichten von Sparplänen über Garantiefonds bis zu Lebenszykluslösungen. Eurokrise, Rettungsschirme, Berg- und Talfahrt an den Aktienmärkten, die Unsicherheit an den Märkten führt auch

zu einer anhaltenden Renaissance der Immobilie, die jahrelang als unsexy in Anlegerkreisen galt. Für 58 Prozent aller Deutschen ist das Thema Immobilien in den vergangenen Monaten laut einer Studie immer wichtiger geworden. Sowohl institutionelle Anleger als auch Privatanleger schichten demnach Liquidität und Erspartes in Betongold um. Auch die Zahl der Sparer in Deutschland wächst: Mehr als jeder zweite Bundesbürger gibt an, regelmäßig Geld zurückzulegen. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 52 Prozent. Ein Drittel der Deutschen bildet gelegentlich Rücklagen. Also das Verständnis selbst etwas zur Altersvorsorge beizutragen, wächst bei den Verbrauchern deutlich an. Mit welchen Lösungen Versicherer und Investmentgesellschaften darauf reagieren, wie sich die aktuellen Angebote Geschlossener Fonds rechnen oder welche Lösungen Banken derzeit offerieren, lesen Sie auf den nächsten Seiten. Ihr Team von wmd-brokerchannel.de

Täglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviews unter www.wmd-brokerchannel.de 3


ANLAGESPIEGEL 2012 | Inhaltsverzeichnis

VERSICHERUNG    6 Studie: Zukunft der Altersvorsorge - Welche Konzepte die Verbraucher überzeugen 7 LV 1871 nimmt ETF neu in Fondspalette auf 8 Überschuss-Talfahrt setzt sich auch 2012 fort   10 Das Investment-Stabilitäts-Paket von HDI-Gerling: Der Autopilot für die Fondspolice 12 Sofort Rente bekommen und das Leben genießen

Lacuna realisiert Bayerns größtes Windprojekt   30 Gewinner der Finanzkrise

32 Gotzi's FONDS-Check: DNL Sachwert Rendite-Fonds 4

  36 Gotzi's FONDS-Check: Sweden Wood Energy 1   38 Anleger investieren gezielt antizyklisch   40 Fondsbörse Deutschland: Starkes erstes Quartal im Zweitmarkt   41 PROJECT Fonds Gruppe erweitert REALE WERTE Fondsreihe

  16 Umfrage: Deutsche wollen alt werden

  44 Real I.S. legt achten Australienfonds auf

  20 CosmosDirekt gewinnt den Goldenen Bullen 2012

  45 Parkhaus-Investitionen bieten hohe Rendite und geringes Risiko   46 Fondshaus Hamburg führt Produktreihe mit erweitertem Wohnimmobilienfokus fort

  21 Geldanlage für die Altersvorsorge: breit streuen, gezielt auswählen

  48 WealthCap startet neuen Immobilienfonds

22 Neue Fondspolicen - Generation MONEYMAXX Discover 2012

49 Seniorenheime - Die Demographie ist kein Selbstläufer

GESCHLOSSENE FONDS

58 AXA Investment Managers: Inflation-Linked Bonds - Sicherheit in unsicheren Zeit   59 apano liegt wieder im Trend

  34 Gotzi's FONDS-Check: Project Reale Werte 12

  14 Friends Provident International bringt neues Anlagekonzept für die Altersvorsorge

18 Genius – Sicherheit, Flexibilität und Rendite optimal kombiniert

  57 INFINUS legt vermögensverwaltenden Rohstofffonds auf

INVESTMENT

  60 Wo aktive Manager sinnvoll verwalten: der Dexia Index Arbitrage   61 AXA Investment Managers: Hohe Liquidität treibt 2012 Aktienkurse   63 C-QUADRAT - APM Absolute Return erreicht neues Allzeit-Hoch   64 Kapitalanlagen: Nur vier Prozent der Deutschen achten auf ethische Aspekte   65 Neues Weißbuch: Die Zukunft der weltwei ten Zinssätze   66 Roland Berger Studie European Private Equity Outlook 2012 68 Schwierige Zeiten: Schuldenkrise dämpft Optimismus der PrivateEquity-Branche   69 Dividendentitel wirken sich stabilisierend im Umfeld von Inflation oder Deflation aus 70 Capital-Fonds-Kompass 2012: Zehn Fonds häuser erzielen Bestnote von fünf Sternen

23 Geschlossene Fonds: Einzelobjektfonds sind in der Mehrzahl

  51 Anlegerstudie im ersten Quartal 2012

  71 Aktienfonds: Attraktive Geldanlage auch in Krisenzeiten

  24 Real Invest: Vermögensverwaltende und gewerbliche Steuerkonzepte im Vergleich

  52 Dividendenhauptsaison eröffnet: Fidelity erläutert, was Anleger beachten sollten   53 SAUREN Dachfonds mit neuen historischen Höchstständen

  72 Nordea: Bei Mischfonds Risiken von Anfang an richtig verteilen

  26 G.U.B. zeichnet Mercatus X von fairvesta mit der Bestnote sehr gut aus

  73 Internationale Sparstudie 2012 in 19 Ländern: Deutsche sind auch in der Krise Weltmeister im Geldhorten

  54 Anleger verschenken Potenzial   27 Innovative Produkte in verschiedenen Produktmänteln   28 Frischer Wind aus dem Süden

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56 Neue Fonds entsprechen Risikoabneigung der Anleger

  74 Roland Berger-Studie: Asset Management-Branche erlebt strukturellen Wandel


BANKENANLAGEN / ZERTIFIKATE

PO

s au f d er n u e i S n tand 157 S · Besuche 1 e n e NCE ! Eb A N I F & S OL

  76 Aigner fordert von Banken und Sparkassen Nachbesserungen bei Beipackzetteln für Geldanleger   78 Vermögende Frauen: Zielgruppe mit hohem Potenzial im Private Banking 80 Sparschwein-Comeback: 58 Prozent der Deutschen lagern Geld zu Hause   81 Kombi-Sparen mit Tages- und Festgeld bringt Top-Rendite bis 3,8 Prozent 82 Erhebliche Unterschiede in der Produktqualität der einzelnen Zertifikate-Emittenten   84 Lehman Brothers: Erstattungen für deutsche Anleger 86 VTB Direktbank bietet jetzt für alle Festgeldlaufzeiten monatliche Zinszahlungen an   87 Anleger sollten Kosten von Börsen und Brokern genau prüfen IMMOBILIEN 90 Die Immobilienbranche profitiert von der Schuldenkrise

91 Immobilie mieten oder kaufen - eine Modellrechnung

  93 Immobilienrente: Die Immobilie zu Geld machen und trotzdem darin wohnen bleiben 94 Immobilienstandort Deutschland: noch attraktiver als vor der EuroKrise

Sofort Rente bekommen und das Leben genießen Die Sofort-Rente der VPV Durch unser besonderes Zwei-Phasen-Modell profitieren Ihre Kunden von hohen garantierten Rentenzahlungen in den ersten Jahren und darüber hinaus von attraktiven steuerlichen Vergünstigungen. So können Ihre Kunden ihre besten Jahre entspannt genießen. Vertrauen Sie einem der ältesten Lebensversicherer Deutschlands: VPV VERSICHERUNGEN – Der Vorsorgeberater seit 1827. Mehr erfahren Sie unter: 02 21/ 93 66-10 90 oder www.vpv-makler.de

  96 Die sieben Todsünden beim Immobilienkauf 98 Wie sinnvoll ist eine Immobilie im Deflationsfall? IMPRESSUM   42 Impressum

Ein Unternehmen der


ANLAGESPIEGEL 2012 | Versicherung

Studie: Zukunft der Altersvorsorge - Welche Konzepte die Verbraucher überzeugen

Fondsbasierte Garantieprodukte als neue Hoffnungsträger

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eder dritte Deutsche (34%) plant in den kommenden zwei Jahren mehr für seine private Altersvorsorge zu tun. Hoch im Kurs stehen dabei vor allem sichere Anlageformen; Renditeaussichten von mehr als drei Prozent spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Fondsbasierte Versicherungen mit Garantien auf die eingezahlten Beiträge haben das Potenzial, die klassische Lebens- oder Rentenversicherung in der Gunst der Verbraucher zukünftig abzulösen. Dies zeigt die aktuelle Finanzmarkt-Trendstudie „Zukunft der Altersvorsorge – Welche Konzepte die Verbraucher überzeugen“ des Marktforschungsinstituts HEUTE UND MORGEN aus Köln. 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren wurden im Februar 2012 zu ihrem aktuellen Vorsorgeverhalten und ihren künftigen Anlage- und Produktpräferenzen befragt. Private Altersvorsorge zwischen Wunsch und Wirklichkeit Derzeit sparen die Bundesbürger im Durchschnitt monatlich etwa 130 Euro für ihre private Altersvorsorge. Gängigste Produkte sind klassische Lebensoder Rentenversicherungen, Bausparverträge und Immobilien. Freilich offenbart ein genauerer Blick, dass 42 Prozent der Deutschen aktuell für ihr Alter entweder gar nichts (24%) oder monatlich nur kleinere Anlagebeträge von bis zu 50 Euro zurücklegen (18%). Folglich meinen auch lediglich 30 Prozent, bereits ausreichend für ihr Alter vorgesorgt zu haben. 41 Prozent sind sich hingegen bewusst, eigentlich mehr für ihre private Altersvorsorge tun zu müssen, können sich dies eigenen Angaben zufolge derzeit aber finanziell nicht leisten. Altersvorsorge der Zukunft: Entscheidungskriterien und Produktpräferenzen Mit Abstand wichtigstes Entscheidungskriterien

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beim Abschluss neuer Altersvorsorgeprodukte ist für die Bundesbürger die Sicherheit ihrer Geldanlage. Verlustrisiken zugunsten höherer Renditechancen werden hingegen nur von einem kleinen Teil risikoaffiner Anleger in Kauf genommen. Fondsgebundene Produkte lassen sich daher durch entsprechende Garantie-Optionen auch in der Breite der Bevölkerung enorm aufwerten: Durch Garantien werden fondsbasierte Produkte auch für normale Sparer attraktiver als die klassische Lebens- oder Rentenversicherung. „Fondsgebundene Garantieprodukte, insbesondere solche mit festen Garantiezusagen, könnten der neue Hoffnungsträger in der Altersvorsorge werden und die oft kritisierte klassische Lebens- oder Rentenversicherung ablösen“, sagt Robert Quinke, Geschäftsführer bei der HEUTE UND MORGEN GmbH. „Da diese neuen Produkte bisher erst wenig bekannt sind, bedarf es jedoch noch einiger Information und Aufklärung, um das vorhandene hohe Potenzial auszuschöpfen.“ Noch aber hat auch die klassische Lebensversicherung nicht ausgesorgt: Aufgrund ihres besonders hohen Sicherheits-Images in der Bevölkerung – freilich auch aufgrund nur dürftiger Kenntnis des verringerten Garantiezinses sowie nicht zuletzt fehlender etablierter Alternativen – genießt diese bei einfachen Sparern und auch bei jungen Anlegern oft noch einen erstaunlich guten Ruf. Ganz im Gegenteil zur Riester-Rente, die beim Verbraucher deutlich an Attraktivität eingebüßt hat.


Versicherung | ANLAGESPIEGEL 2012

Transparenz stärkt Sicherheitsgefühl Ebenfalls von hoher Relevanz beim Abschluss altersvorsorgerelevanter Finanzprodukte ist neben dem Top-Thema „Sicherheit“ das Thema „Transparenz“, d.h. die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Anlage. Erst diese führt auf Seiten der Verbraucher letztlich zu einem subjektiven Gefühl der Sicherheit und Kontrollierbarkeit der eigenen Altersvorsorge. Von der Finanzbranche selbst wird zudem immer wieder die Bedeutung der „Flexibilität“ der Vorsorgeprodukte betont. Hier zeigt die Studie, dass die Bundesbürger verschiedene variable Einzahlungsund Entnahmeoptionen durchaus zu schätzen wissen. Für unverzichtbar hält diese aber nur jeder vierte Bundesbürger; eine Zahlungsbereitschaft für einzelne Flexibilitätsmerkmale besteht sogar nur bei jeweils maximal 10 Prozent der Kunden. Kurz: Flexibilität in der Altersvorsorge darf aus Verbrauchersicht nichts kosten. Potenzial auch für nachhaltige Geldanlagen Trotz eines hohen ökologisch-sozialen Bewusstseins in der deutschen Bevölkerung spielt das Thema „Nachhaltigkeit“ bei der Entscheidung für vorsorgerelevante Geldanlagen bislang erst eine unterge-

ordnete Rolle: Lediglich 7 Prozent haben bis dato gezielt eine solche nachhaltige Geldanlage getätigt. Noch klafft hier eine deutliche Lücke zwischen Grundeinstellungen und dem konkreten Anlageverhalten. Immerhin jeder vierte Bundesbürger, allen voran junge Menschen und besonders kompetente Anleger, schätzen nachhaltige Anlageformen aber bereits als besonders attraktiv ein. Von daher kann auch hier von einem Bedeutungszuwachs im Altersvorsorgemarkt der Zukunft ausgegangen werden. Studienbestellung Die komplette 110-seitige Trendstudie „Zukunft der Altersvorsorge – Welche Konzepte die Verbraucher überzeugen“ mit zahlreichen weiteren Ergebnissen zu den altersvorsorgerelevanten Entscheidungsund Produktpräferenzen sowie mit ausführlichen Differenzierungen nach verschiedenen soziodemographischen Kriterien, den Kunden einzelner Banken und Versicherungsgesellschaften sowie nach einer Anlegertypologie kann über die HEUTE UND MORGEN GmbH bezogen werden. Die Studie „Zukunft der Altersvorsorge“ ist Teil der regelmäßigen Studienreihe „Finanzmarkttrends“. Autor: HEUTE UND MORGEN GmbH

LV 1871 nimmt ETF neu in Fondspalette auf Weitere Qualitätsfonds in Fondsauswahl integriert

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ie Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) hat ihre Fondspalette weiter ausgebaut. Erstmals stehen drei börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) zur Wahl. Dafür arbeitet die LV 1871 mit iShares zusammen, einem der weltweit führenden ETF-Anbieter. Insgesamt können Kunden aus über 60 Fonds wählen. Drei replizierende ETF ergänzen ab sofort die Fondspalette der LV 1871. Mit dem iShares DAX (DE), dem iShares EURO STOXX 50 (Acc) und dem iShares MSCI World partizipieren Kunden an der Entwicklung des Deutschen Aktienindex beziehungsweise der Wertentwicklung großer europäischer

und weltweiter Unternehmen. "Vermittler können ihren Kunden so eine noch breitere Fondspalette anbieten. Kunden profitieren von einer besonders transparenten und kostengünstigen Anlagemöglichkeit", erläutert LV 1871 Vertriebsvorstand Rolf Schünemann die ETF-Vorteile. Die Indexfonds können sowohl für bestehende als auch für neue Fondspolicen gewählt werden. Vorteile für Kunden Exchange Traded Funds sind börsengehandelte 7


ANLAGESPIEGEL 2012 | Versicherung

Fonds. Sie bilden einen Index und dessen Wertentwicklung, zum Beispiel den Dax, möglichst genau nach. Aufgrund ihres Anlagespektrums eignen sich diese Fonds vor allem für Kunden, die breit gestreut in Aktien investieren wollen. Weitere Qualitätsfonds in Fondsauswahl integriert

jeden Geschmack eine qualifizierte Anlagestrategie abbilden. Neu im Fondsportfolio der LV 1871 sind auch die Gemischten Fonds Ethna-AKTIV E und Ethna-GLOBAL Defensiv sowie der Aktienfonds Carmignac Investissement. Sie investieren im europäischen beziehungsweise internationalen Markt. Alle drei Fonds haben sich in den vergangenen Jahren gut oder sogar sehr gut entwickelt. Autor: LV 1871, Lebensversicherung von 1871 a.G. München

Anhand der Fondspalette der LV 1871 lässt sich für

Überschuss-Talfahrt setzt sich auch 2012 fort

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ür Inhaber von Lebenpolicen wird sich dieses Jahr die Freude in Grenzen halten. Die durchschnittliche Gesamtverzinsung erlebt 2012 ihren nächsten Tiefstand und sinkt von 4,05 auf 3,9 Prozent. Die jährliche Untersuchung von MORGEN & MORGEN ergab, dass nur 14 von 71 untersuchten Gesellschaften die Gesamtverzinsung konstant halten konnten. 56 Gesellschaften hingegen senkten die Zinsen und nur eine Gesellschaft erhöhte um fünf Promillepunkte auf leicht überdurchschnittliche 4,05 Prozent. Drei Gesellschaften bilden mit einer Senkung des Gesamtzinses um 0,5 Prozentpunkte die traurige Spitze und allein vier Gesellschaften bieten noch 4,50 Prozent und mehr. „Angesichts dieser massiven Rückgänge werden Freunde von hohen Renditen langsam umdenken müssen und für wirklich effektive Verträge auf andere Produkte, mit teilweise aber auch höheren Risiken, ausweichen“, sagt Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer bei MORGEN & MORGEN. „Dennoch sind 3,9 Prozent Verzinsung im Schnitt für eine sichere Kapitalanlage immer noch sehr gut.“ Das

Neugeschäft ist jedoch hart getroffen, wenn man bedenkt, dass der Garantiezins zwischen 1994 und 2000 noch bei 4 Prozent lag und zu Jahresbeginn von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gefallen ist. Neben der laufenden Verzinsung muss jedoch auch jede Gesellschaft einzeln betrachtet werden, da die Rechengröße, auf die sich die jeweilige Überschussbeteiligung bezieht, individuell bestimmt wird. Die Berechnungsgrundlage ist bspw. bei den einen das aktuelle Jahreskapital, bei den anderen das Kapital des Vorjahres. Teils wird die abgezinste Variante gewählt, teils nicht. So variiert die Rendite bei gleicher Verzinsung um bis zu 0,6 Prozentpunkte je nach Bezugsgröße. "Kunden werden in diesem Jahr in der Regel mit weniger als vier Prozent Rendite rechnen müssen", sagt Schinnenburg. „In den nächsten Jahren dürfte dieser Wert auch weiter fallen.“ Trotz dieser negativen Prognosen bieten Lebenpolicen noch unschlagbare Pluspunkte. Zum einen sind sie eine sichere Anlageform und zum anderen erwirtschaften alternative Anlageformen selten drei bis vier Prozent. Auch bieten Lebenpolicen lebenslange Renten, was bei der steigenden Lebenserwartung der Deutschen ein großer Vorteil ist. Es ist letztendlich eine sehr individuelle Entscheidung, welche Variante gewählt wird. Autor: MORGEN & MORGEN, Programme Software GmbH

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Versicherung

Das Investment-Stabilitäts-Paket von HDI-Gerling:

Der Autopilot für die Fondspolice

Gerhard Frieg,

Vorstand für Produkte und Marketing, HDI-Gerling Lebensversicherung AG

+++ Investment-Stabilitäts-Paket (ISP) von HDI-Gerling macht Risiko transparenter und stärkt damit das Kundenvertrauen +++ Risikoneigung des Kunden bestimmt die mögliche Renditechance +++ Neues Konzept garantiert höchste Flexibilität in der Portfolioverwaltung +++

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as neue Investment-Stabilitäts-Paket (ISP) von HDI-Gerling kann man am treffendsten mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm im Auto vergleichen, gibt es doch – ähnlich dem ESP - bei der langfristigen Geldanlage Stabilität und Kontrolle – und das auch in schwierigen Phasen. Bisher galt das Prinzip: Das Anlageziel ist eine größtmögliche, aber nicht garantierte Rendite bei einem für den Kunden nicht transparenten Risiko. „Wir drehen diese Anlageausrichtung jetzt um, indem der Kunde künftig nach seiner Risikotoleranz gefragt wird und seine Antwort zur Grundlage für die Steuerung des Portfoliomanagements genommen wird“, erklärt Gerhard Frieg, Vorstand für Produkte und Marketing, bei der HDI-Gerling Lebensversicherung AG. „Damit richten sich die Anlageentscheidungen stärker nach den Interessen des einzelnen Kunden: Er bestimmt selbst, wie risikoreich sein Portfolio sein darf. Und aus dieser individuellen Risikobereitschaft ergibt sich die mögliche, zu erwartende Renditechance“, so Frieg weiter.

geentscheidung des Portfoliomanagers nur indirekt beeinflusst. Jetzt ist sie das bestimmende Element, an dem sich alles ausrichtet“, erläutert Gerhard Frieg.

Folglich gilt: Je höher die Risikobereitschaft ist, desto höher können auch die Erfolgsaussichten sein. Mit dem ISP geht HDI-Gerling einen neuen Weg in der Versicherungsbranche. „In der Vergangenheit hat eine vom Kunden erwartete, aber nicht eingetroffene Rendite seinen Frust erhöht, wenn sich die erhofften Gewinne nicht eingestellt haben. Denn: Bisher hat die Risikotoleranz des Kunden die Anla-

Konkret bedeutet das: Fallen beispielsweise gerade die Aktienwerte, setzt der Fondsmanager auf andere Anlagen, ohne dabei an starre Grenzen gebunden zu sein und umgekehrt. Ändert sich dagegen die Risikoneigung des Kunden, kann er sein Portfolio dementsprechend jederzeit anpassen. Insgesamt sechs Investment-Stabilitäts-Pakete für unterschiedliche Risikogruppen stehen zur Auswahl.

Begrenzung der Verluste auch bei schlechter Marktentwicklung Besonderer Vorteil für den Anleger: Durch entsprechende Steuerungsmechanismen hält die Portfolioverwaltung die gewählte Risikotragfähigkeit über die gesamte Laufzeit konstant. Das heißt: Zu jedem Zeitpunkt werden Verluste – auch bei schlechten Marktentwicklungen – auf das vom Kunden definierte Budget begrenzt. Frieg dazu: „Mit der Festlegung einer individuellen Risikotragfähigkeit muss der Kunde nun keine Angst mehr vor Schwankungen an den Finanzmärkten haben und braucht sich künftig auch nicht mehr regelmäßig bei Veränderung der Kapitalmärkte um die Ausrichtung seines Portfolios kümmern.“


Versicherung | ANLAGESPIEGEL 2012

Wertpapierportfolios. Die Zielgröße für das Risikomaß, also der Wert des maximalen Verlustrisikos ist mit 15 Prozent dementsprechend moderat. 5. Das Investment-Stabilitäts-Paket Sportiv erwartet möglichst hohe Rendite durch Verteilung risikobehafteter Investmentinstrumenten wie Aktien-, Hochzinsanleihen- oder Rohstofffonds. Gegebenenfalls werden beispielsweise Staatsanleihen- oder konservative Absolute-ReturnFonds beigemischt. Darüber hinaus ist hier auch eine aktive Steuerung des Risikozielwertes möglich. Die Zielgröße für das Risikomaß, also der Wert des maximalen Verlustrisikos ist mit 20 Prozent dementsprechend als größer zu beschreiben. 6. Das Investment-Stabilitäts-Paket Sprint ermöglicht hohe Rendite durch die Anlage in beispielsweise Schwellenländeraktien-, Nebenwerte-, Branchen- oder Rohstoffwertefonds bei einer aktiven Steuerung des Risikozielwertes. Die Zielgröße für das Risikomaß, also der Wert des maximalen Verlustrisikos ist mit 25 Prozent dementsprechend als risikoreicher zu bezeichnen. Bildquelle: HDI-Gerling Lebensversicherung AG

1. Das Investment-Stabilitäts-Paket Smart investiert mit seiner konservativ ausgerichteten Anlage vor allem in Geldmarktfonds, KurzläuferRentenfonds und Total-Return-Strategien. Die Zielgröße für das Risikomaß, also der Wert des maximalen Verlustrisikos ist mit 2 Prozent dementsprechend sehr gering. 2. Das Investment-Stabilitäts-Paket Komfort setzt auf eine stabile Verzinsung durch eine breite Streuung der Anlage, insbesondere im Bereich von Anleihefonds unterschiedlicher Segmente, Regionen und Laufzeiten unter Beimischung anderer Marktsegmente. Die Zielgröße für das Risikomaß, also der Wert des maximalen Verlustrisikos ist mit 5 Prozent dementsprechend gering. 3. Das Investment-Stabilitäts-Paket Trend kann eine attraktive Verzinsung durch breite Streuung der Anlage, insbesondere im Bereich der Anleihefonds bei signifikanter Beimischung anderer Marktsegmente wie Aktien-, Total-Return- oder Immobilienfonds. Die Zielgröße für das Risikomaß, also der Wert des maximalen Verlustrisikos ist mit 10 Prozent dementsprechend ausgewogen. 4. Das Investment-Stabilitäts-Paket Dynamik setzt auf ein langfristiges Kapitalwachstum auf Basis eines breit diversifizierten und aktiv geführten

Welches Paket für den Kunden individuell das richtige ist, hängt vor allem von der jeweiligen persönlichen Risikotragfähigkeit ab. Dabei richten sich die Anlageschwerpunkte von eher konservativ ausgerichteten bis hin zu eher auf hohe Rendite ausgerichtete Anlagen. „Ganz gleich, für welche Ausrichtung der Kunde sich auch entscheidet: Ein vom Kunde vorgegebenes Risikomaß ist die Zukunft für Fondspolicen und die beste Möglichkeit, das Vertrauen der Kunden noch weiter zu stärken. Gerade das Investment-Stabilitäts-Paket von HDI-Gerling steht für einen verantwortungsvollen und sehr bewussten Umgang mit Risiko und Ertrag“, so Frieg. Ein weiterer Vorteil: HDI-Gerling setzt bei seinem Investment-Stabilitäts-Paket als einer der ersten deutschen Versicherer auf eine transparente Kosten- anstatt auf eine intransparente KickbackAusrichtung seiner angebotenen Produkte. Bei Kickbacks handelt es sich um Rückvergütungen aus Ausgabeaufschlägen oder Verwaltungsgebühren der Kapitalanlage, die vom Produktgeber an die anlageberatende Bank oder Versicherung erstattet werden. „Bei der Berechnung unserer Portfolios geben wir die Kickbacks direkt an unsere Kunden weiter. Ein Kunde braucht sich also nicht von der Kickback-Quote leiten lassen, sondern er kann ganz individuell das Portfolio wählen, das am besten zu seinen Bedürfnissen passt“, erklärt Gerhard Frieg abschließend. 11


ANLAGESPIEGEL 2012 | Versicherung

Sofort Rente bekommen und das Leben genießen

Dr. Peter Schmidt,

Vorstandsvorsitzender, Vereinigte Post. Die Makler AG

wmd: Herr Dr. Schmidt, bei der VPV werden zwei Sofort-Renten gegen Einmalbeitrag sehr gut angenommen – die VPV Clever-Rente und die VPV AktivRente. Was sind die Besonderheiten? Dr. Schmidt: Unser Ziel war es, uns von den herkömmlichen Produkten am Markt zu unterscheiden und uns auf die Bedürfnisse der Kunden einzustellen. Dies ist zum einen die Höhe der Rente zu Beginn. Hier heben wir uns mit der VPV Clever-Rente ab, da wir mehr Rente zu Beginn zahlen, als vergleichbare Anbieter konventioneller Rentenversicherungen mit ähnlicher Todesfallleistung. Zum anderen sind das die hohen Renditechancen durch unser ISS®System, welches Sie bereits aus der VPV PowerRente kennen. Sowie ein Todesfallschutz für die Hinterbliebenen und eine hohe Flexibilität mit Möglichkeiten der Zuzahlung, Entnahme und Rückkauf in den ersten 12 Jahren. wmd: Sie werben mit einem doppelten Steuervorteil. Bitte erklären Sie diesen. Dr. Schmidt: Das ist das Sahnehäubchen oben drauf! Eine konventionelle lebenslange Rente wird mit ihrem Ertragsanteil besteuert. Bei uns wird der Einmalbeitrag in zwei Teile aufgeteilt. Ein Teil finanziert die Rentenzahlung in den ersten 12 Jahren, der andere Teil wird mit ISS® angelegt, um im direkten Anschluss die lebenslange Rentenzahlung zu garantieren. In der ersten Phase werden ausschließlich die tatsächlichen erwirtschafteten Erträge besteuert. Dadurch sind in den ersten Jahren nur sehr wenig 12

Steuern zu zahlen. In der Lebensrenten-Phase werden die Rentenzahlungen mit ihrem Ertragsanteil besteuert. Dadurch, dass die lebenslange Rentenzahlung bei der VPV Clever-Rente erst im 13. Jahr beginnt, ist das Alter entsprechend höher und der Ertragsanteilsatz niedriger. wmd: Die VPV Sofort-Renten bieten also doppelten Steuervorteil, hohe Anfangsrenten, Flexibilität, Todesfallleistung und Renditechancen. Bitte erklären Sie uns noch den Unterschied zwischen Clever- und Aktiv-Rente. Dr. Schmidt: Die Produktvorteile gelten für beide Varianten. Das Ziel der VPV Clever-Rente ist es dem Kunden, bei einem angenommenen mittleren Kursverlauf, eine stets steigende Rente über die gesamte Laufzeit zu gewähren. Die VPV Aktiv-Rente ist für den Kunden geeignet, der zu Beginn des Ruhestands aktiv leben möchte. Die Anfangsrente ist noch höher als bei der VPV Clever-Rente und wird dann nach 9 Jahren geringer ausfallen. So können wir auf jeden Kundenwunsch eingehen.


Neu: Der Autopilot für Vorsorge-Investments

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Ab jetzt gibt es bei HDI-Gerling sechs gemanagte Portfolios mit InvestmentStabilitäts-Paket. Ihre Kunden entscheiden selbst, wie hoch Ihre Risikobereitschaft ist und welche Rendite sie erwarten können. Mit modernsten Instrumenten sorgen wir dafür, Risiken kontinuierlich zu steuern und Werte konstant aufzubauen – in allen Börsenphasen. Mehr unter 0221 144-7777.


ANLAGESPIEGEL 2012 | Versicherung

Friends Provident International bringt neues Anlagekonzept für die Altersvorsorge

Zehn renommierte Vermögensverwalter in einem Portfolio

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riends Provident International (FPI) legt ein neues Anlagekonzept für die private und betriebliche Altersvorsorge im Rahmen ihrer fondsgebundenen Versicherung Friends Plan auf, das Vermögensverwaltungsstrategien von zehn namhaften Gesellschaften in einem Portfolio vereint.

Das neue „FPI Portfolio TopVermögensverwalter“ kombiniert zehn aktive Investmentansätze, die alle in eine Vielzahl von unterschiedlichen Anlageklassen investieren können. Bei den Vermögensverwaltern handelt es sich um folgende Privatbanken und Kapitalanlagegesellschaften: Warburg Invest, Hamburger Sparkasse (Haspa), Morningstar Associates Europe, DJE Kapital AG, Carmignac Gestion, C-Quadrat, ETHENEA, Sal. Oppenheim, PIMCO und die smart-invest GmbH. Jedes Zielinvestment hat einen festen Anteil von 10 Prozent am Gesamtportfolio. Durch die unterschiedlichen Wertentwicklungen der Einzelstrategien können sich im Laufe eines Anlagejahres in Bezug auf die Ausgangsverteilung des Portfolios Veränderungen ergeben. Diese werden einmal im Jahr durch einen automatischen Rebalancing-Prozess korrigiert, der von Friends Provident International kontrolliert wird. Damit wird die Volatilität der Wertentwicklung des Gesamtportfolios reduziert, ohne jedoch die Ertragschancen einzuschränken. Das Portfolio ist für die Altersvorsorgesparer interessant, die die Chancen der Kapitalmärkte nutzen möchten, aber auf Grund der schwer einschätzbaren Marktentwicklung auf erfahrene Vermögensverwalter vertrauen, die ihnen die Anlageentscheidung abnehmen.   Das „FPI Portfolio TopVermögensverwalter“ ergänzt das bisherige Angebot aus Einzelfonds, Höchststandssicherungsfonds, gemanagten und vermö14

gensverwaltenden Portfolios, mit denen Friends Provident International den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen gerecht werden und den Versicherten eine große Anlageflexibilität in einem Altersvorsorgekonzept einräumen will. Jeder Vertragsinhaber kann zudem zu jeder Anlagestrategie eine Garantie hinzuwählen, die zum vereinbarten Rentenbeginn die Höhe der eingezahlten Beiträge absichert. Die Garantie kostet fünf Prozent der Beiträge. Stefan Rueb, Investment-Manager bei der fpb AG, der Vertriebsmanagementgesellschaft von FPI, sagte: „Das Kapitalanlagerisiko wird bei dem FPI Portfolio TopVermögensverwalter breit gestreut. Zehn erfahrene Vermögensverwalter variieren je nach Marktlage die Portfolioallokation, um mit ihren differenzierten Lösungsstrategien Renditechancen zu nutzen und das Risiko von Kursverlusten zu reduzieren. Diese Diversifizierung ist im Bereich der vermögensverwaltenden Anlagen im Bereich der langfristigen Altersvorsorge-Lösungen in Deutschland einzigartig.“ Stefan Giesecke, Vorstand der fpb AG, kommentierte die Einführung des Anlagekonzeptes: „Mit diesem Portfolio treffen wir genau den Nerv der Zeit. Makler und Kunden sind auf der Suche nach Alternativen zu den konventionellen Deckungsstockpolicen, deren Bedeutung erheblich


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ANLAGESPIEGEL 2012 | Versicherung

sinken wird. Mit dem ´FPI Portfolio TopVermögensverwalter´ bieten wir eine interessante Alternative. Erstens, das Portfolio ist einfach zu erklären. Zweitens, die Kapitalanlage übernehmen Experten, die unabhängig vom Versicherer sind, und drittens haben die Versicherten eine Chance auf mehr Rendite und mit der FRIENDS-Garantie die Sicherheit des Beitragserhalts.“ Weitere Informationen zu dem FPI Portfolio TopVermögensverwalter 1. Zehn Strategien mit jeweils einem zehnprozentigen Anteil am Gesamtportfolio: FPI Warburg Portfolio Active Assets FPI Carmignac Patrimoine FPI Haspa Portfolio Stabil FPI DJE Managed Depot Wachstum FPI Ethna Aktiv FPI Portfolio Quality Selections FPI C-Quadrat Total Return Dynamic FPI Oppenheim Global Absolute Return FPI PIMCO Global Multi-Asset Fund FPI smart invest Helios

2. Auflagedatum: 01.03.2012 3. Verwaltungskosten: 2,35%. Ab dem 6. Versicherungsjahr ist ein Treuebonus p.a. in Höhe von 0,75% vertraglich vereinbart, der dem Fondsvermögen direkt gutgeschrieben wird. 4. Rebalancing: erfolgt durch Friends Provident International Autor: Friends Provident

Umfrage: Deutsche wollen alt werden

Sichere und ergiebige Altersvorsorgeprodukte gefordert

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eder dritte Deutsche (34 %) möchte mindestens das 90. Lebensjahr erreichen. Dabei soll die Lebensfreude nicht durch Krankheiten, Altersarmut und Einsamkeit geschmälert werden. Zu wenige investieren aber in Gesundheit und finanzielle Vorsorge. Das ergab eine Studie der Gfk-Gruppe im Auftrag der Zurich Versicherung in Deutschland. Größte Angst vor Alterskrankheiten Die Deutschen möchten gerne alt werden: 99 % der Befragten wollen mindestens 70 Jahre – jeder Dritte mindestens 90 Jahre alt werden. Knapp 16 % wünschen sich sogar das Überschreiten der "magischen 100". Dennoch sehen die Deutschen dem 16

Älterwerden nicht unbeschwert entgegen. Mit dem Altwerden verbinden sie Ängste. So fürchten sich acht von zehn Befragten (81 %) insbesondere vor Krankheiten im Alter. 44 % befürchten ihren Kindern oder Verwandten wegen Erkrankungen oder Gebrechlichkeiten zur Last zu fallen. Vier von zehn (41 %) sorgen sich vor einem allgemeinen Verlust der Lebensfreude. Und jeweils rund 36 % beschäftigt die Gefahr im Alter zu vereinsamen oder von Altersarmut betroffen zu sein.


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Je nach Berufsgruppe starke Diskrepanzen bei der Vorsorge Die Studie zeigt, dass in Bezug auf das Vorsorgebewusstsein je nach Berufsgruppe signifikante Unterschiede herrschen. Zwar wollen 34 % der Arbeiter gerne älter als 90 Jahre alt werden, doch nur 19 % legen besonderen Wert auf gesunde Ernährung; 26 % hoffen mit Sport und Bewegung für eine unbeschwerte Gesundheit zu sorgen. Die finanzielle Vorsorge ist lediglich für 32 % der Arbeiter besonders wichtig, während dies in der Gruppe der Beamten bereits zwei von drei Befragten (65 %) angaben. Neun von zehn (87 %) der befragten Beamten ge-

Nur knapp 29 % der Verheirateten fürchten sich vor Einsamkeit im Alter. Bei unverheirateten Paaren sind dies über 43 % und damit ähnlich viele wie unter den Ledigen (knapp 43 %) und den getrennt Lebenden (42 %). Unsicherheit bei der finanziellen Absicherung Insgesamt macht das Studienergebnis deutlich, dass jeder dritte Deutsche (37 %) Angst vor Altersarmut hat – gleichzeitig glauben rund zwei von drei Befragten (62 %), dass sie bisher bei der finanziellen Absicherung für das Alter nicht alles richtig gemacht haben. Etwa jeder Dritte (36 %) legt nach eigenen Angaben besonderen Wert auf die persönliche finanzielle Vorsorge – ein Zeichen dafür, dass die Brisanz der finanziellen Situation im Alter beim Großteil der Bevölkerung im Bewusstsein, die Bereitschaft zu handeln, jedoch dramatisch gering ist. Sichere und ergiebige Altersvorsorgeprodukte gefordert

ben an regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Etwa die Hälfte (51 %) hält sich durch Sport und Bewegung fit. In Sachen Ernährung legen 46 % besonderen Wert auf gesunde Mahlzeiten.

Dem Missverhältnis zwischen den Befürchtungen der Bürger in Bezug auf ihre finanzielle Situation im Alter und der Bereitschaft finanziell ausreichend vorzusorgen, steht eine konkrete Erwartungshaltung an das Produktangebot der Assekuranz gegenüber. Die Befragten fordern Vorsorgemodelle, die sich ihrer individuellen Lebenssituation und ihrem Alter anpassen. So ist grundsätzlich jedem zweiten Deutschen (50 %) vor allem eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Renditechancen wichtig. Ausschließlich auf Sicherheit legt immerhin jeder Dritte (32 %) beim Thema Altersvorsorge besonderen Wert; wobei nur ein sehr geringer Teil (3 %) den persönlichen Fokus auf hohe Renditechancen ohne jegliche Sicherheiten legt. Interessant auch, dass sich im Laufe des Lebens der Anspruch an die Sicherheit der Vorsorgeprodukte verändert. In der Gruppe der bis 29-Jährigen legen nur rund 19 % Wert auf eine höchstmögliche Sicherheit – bei den über 60-Jährigen sind dies 44 %. Dagegen bevorzugen 60 % der 40-Jährigen vor allem eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Renditechancen. Autor: Zurich Gruppe Deutschland

Verheiratete leben unbeschwerter Im Vergleich zu Paaren ohne Trauschein sehen vor allem Verheiratete dem Alter unbeschwerter entgegen. Während 31 % der Verheirateten eine Altersarmut befürchten, ist dieses Unbehagen bei in eheloser Partnerschaft Lebenden mit 42 % deutlich ausgeprägter. Auch scheint der Trauschein für den Lebensabend mehr emotionale Sicherheit zu bieten: 17


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Genius – Sicherheit, Flexibilität und Rendite optimal kombiniert

Jens Gregor,

Vertriebsdirektor Ost Vorsorge, Württembergische Vertriebsservice GmbH

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ie Altersvorsorge sollte möglichst alles bieten: Sie sollte so sicher sein wie eine klassische Rentenversicherung, flexibel wie ein Girokonto, aber gleichzeitig die Renditechancen eines Fonds ermöglichen. Oftmals sind diese Wünsche der Kunden nur schwer miteinander vereinbar. Die Württembergische Lebensversicherung AG, eine Tochtergesellschaft des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische AG (W&W), verbindet mit ihrer Fondspolice Genius den Wunsch nach Sicherheit, Flexibilität und Rendite. Durch die Konzeption als dynamisches Drei-Topf-Hybrid mit einer besonderen Wertsicherungsstrategie können die Chancen der Aktienmärkte voll ausgenutzt werden. Das Herzstück von Genius – der Wertsicherungsfonds Was unterscheidet die Fondspolice der Württembergischen Lebensversicherung von anderen Produkten

am Markt? Vor allem ihr Sicherungsmechanismus, der in dieser Form einzigartig ist. In dem sogenannten „zweiten Topf“, dem Wertsicherungsfonds Genius Strategie, werden keine Umschichtungen zwischen sicheren und chancenreichen Anlageklassen vorgenommen. Vielmehr wird die Garantie des Kunden durch den Kauf und Verkauf von Optionspapieren sichergestellt. Der Vorteil dieser Strategie liegt darin, dass die Garantieerzeugung für den Kunden nahezu kostenneutral erfolgt und seine Rendite nicht durch prozyklisches Kaufverhalten geschmälert wird. So wird zum einen eine durchgängig hohe Aktienquote bei hoher Sicherheit ermöglicht, und zum anderen führt diese Systematik (Zero-CostCollar) zu geringeren Garantiekosten. Ein Novum am Markt ist auch die zusätzliche „harte Garantie“ der Württembergischen Lebensversicherung: Sollte die von der deutschen Anlagegesellschaft gegebene Garantie im Wertsicherungsfonds verfehlt werden, steht das Versicherungsunternehmen direkt für seine Kunden ein. Das investierte Geld ist somit sicher. Die Garantievielfalt Bei Genius hat der Kunde die Möglichkeit, zwischen verschiedenen endfälligen Garantievarianten auszuwählen und damit das Produkt an sein individuelles Sicherheitsbedürfnis anzupassen. So kann er entweder eine Beitragsgarantie von 0% bis 100% vereinbaren oder diese mit der wachsenden Guthabengarantie kombinieren. In dieser Variante sind ihm zum vereinbarten Rentenbeginn nicht nur 100% der geleisteten Beiträge sicher, sondern der

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garantierte Anteil des Guthabens wächst automatisch mit. Dabei steigt der Garantiewert von 0% zu Versicherungsbeginn auf 100% zum vereinbarten Rentenbeginn. Kursschwankungen am Aktienmarkt – auch kurz vor Rentenbeginn – können somit nicht mehr die Substanz der Rente angreifen. Natürlich kann Genius auch ohne Garantien mit allen verbundenen Steuervorteilen abgeschlossen werden. Sechs Richtige – acht Wichtige Für die Auswahl der geeigneten Fondspolice ist nicht nur der Aufbau des Produktes entscheidend, sondern auch das Kleingedruckte in den Bedingungen. Oftmals sind die Formulierungen für Kunden jedoch kaum verständlich. Die Württembergische Vertriebsservice GmbH, die Maklergesellschaft der W&W-Gruppe, hat zur Unterstützung des Beratungsprozesses acht wesentliche Qualitätsfaktoren identifiziert und in einer Beratungsbroschüre aufbereitet. Der Verkaufsansatz „Sie kennen sechs Richtige – Wir zeigen Ihnen acht Wichtige“ geht dabei unter anderem auf den Rentengarantiefaktor, die Treuhänderklausel und den Liquiditätsvorteil ein. Die

beiden zuerst genannten Qualitätsfaktoren sind für die Höhe der späteren Rente entscheidend und bestimmen, wie hoch die Rente ausfällt und ob eventuell zum Rentenbeginn noch eine Änderung an der vereinbarten Rentehöhe vorgenommen werden kann. Beim Liquiditätsvorteil hingegen steht die Flexibilität des Kunden auch im Rentenbezug im Fokus. Hier ist es wichtig, dass Kapital entnommen werden kann, um im Bedarfsfall über einen größeren Geldbetrag verfügen zu können.

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CosmosDirekt gewinnt den Goldenen Bullen 2012

Neue Wege - mit diesem Preis zeichnet Axel Springer Financial Media die Flexible Vorsorge Invest aus

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ür die Jury des "Goldenen Bullen" 2012 steht klar fest: CosmosDirekt geht "Neue Wege". Daher zeichnete sie die fondsgebundene Rentenversicherung Flexible Vorsorge Invest mit dem gleichnamigen Preis aus. Bereits zum 19. Mal wurden mit den "Goldenen Bullen" herausragende Leistungen, neue Ideen und Produkte der Finanzbranche gekürt. In der Jury saßen auch dieses Jahr Verlagsredakteure und Professoren verschiedener Finanz-Lehrstühle, die die zahlreichen Vorschläge und Bewerbungen prüften. "Mit der Flexiblen Vorsorge Invest von CosmosDirekt können Anleger ihre Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen. Im persönlichen Online-Bereich "meinCosmosDirekt", das mit einem DirektbankDepot vergleichbar ist, können Kunden je nach Marktlage und Anlageinteresse ihr Geld umschichten. Die oft gescholtene 'Black Box Lebensversicherung' wird dadurch durchsichtig. Mit mehr als 5.000 Fonds zur Auswahl und einer Jahresgebühr von 24 Euro kann die Flexible Vorsorge Invest mit nam-

haften Online-Brokern mithalten." Mit diesen Worten begründete Dr. Frank B. Werner, Chefredakteur der Zeitschriften "Euro" und "Euro am Sonntag", die Entscheidung der Jury. Die Flexible Vorsorge Invest ergänzt seit Herbst 2011 die Produktfamilie Flexible Vorsorge von CosmosDirekt. Sie schlägt die Brücke zwischen kurzfristiger Geldanlage und klassischer Altersvorsorge und ist daher laut Jury besonders innovativ und zukunftsweisend. "Unser Anspruch ist es, immer wieder neue Wege für unsere Kunden zu gehen. Daher freut uns diese Auszeichnung ganz besonders", so Peter Stockhorst, Vorstandvorsitzender von CosmosDirekt. Über die Flexible Vorsorge Invest Mit der Flexiblen Vorsorge Invest hat CosmosDirekt seit Herbst 2011 eine fondsgebundene Rentenversicherung im Portfolio, die eine einzigartige Auswahl von mehr als 5.000 Fonds bietet. Anleger können täglich zwischen den Fonds wechseln. CosmosDirekt erhebt dafür keine Transaktionsgebühren, sondern gibt vielmehr Rabatte auf die Ausgabeaufschläge der Fondsgesellschaften - bis zu 100 Prozent. Im persönlichen Online-Bereich "meinCosmosDirekt" haben die Anleger Wertentwicklung und Guthaben immer im Blick. Bei dem Flexiblen VorsorgeKonto Invest starten Kunden zu Vertragsbeginn mit einer Einmalzahlung. Daneben gibt es mit dem Flexiblen VorsorgePlan Invest auch die Variante eines Sparplans mit regelmäßigen Beiträgen. Autor: CosmosDirekt, Lebensversicherungs-AG

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Geldanlage für die Altersvorsorge: breit streuen, gezielt auswählen

Aktiv gemanagte Vorsorgeportfolios ergänzen das qualitätsgeprüfte Fondsangebot des Versicherers

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ktien, Staatsanleihen oder Gold: Vielen Vorsorgesparern fällt es immer schwerer, einen Überblick über die Anlagemöglichkeiten zu behalten. Welche sind derzeit die risikoreichsten? Welche bieten die meisten Chancen? Die Heidelberger Lebensversicherung AG bietet Vorsorgesparern mit ihren drei aktiv gemanagten Vorsorgeportfolios Hilfe. Mit dem Management der Portfolios wurden die Experten von Morningstar Consulting Europe, dem Investment Consulting Unternehmen von Morningstar, betraut, die sowohl die Fondsauswahl als auch mittels eines Rebalancing-Verfahrens die Zusammensetzung der Vorsorgeportfolios der aktuellen Marktsituation laufend anpassen. "Damit wollen wir Maklern und Kunden einen einfachen Zugang zu den aktuell besten Investmentmöglichkeiten bieten", erklärt Thomas Bahr, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Leben. Das Konzept der Vorsorgeportfolios der Heidelberger Leben basiert dabei auf der Kombination von drei Investmentansätzen: Risiko optimieren durch breite Diversifikation (Multi Asset), Zugang zu den weltweit besten Fondsmanagern (Multi Manager) sowie Kursschwankungen anpassen (aktive Risikosteuerung). "Unser Ziel ist es, auch den weniger investmentaffinen Kunden in unseren Altersvorsorgeprodukten Anlagealternativen zu bieten", so Bahr. Die gemanagten Vorsorgeportfolios sind als Teil des qualitätsgeprüften Fondsangebotes der Heidelberger Leben in den Produkten zur Basisrente, Privatrente und Riesterrente verfügbar. Unterschiedliche Aktienanteile für unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse Eher sicherheitsorientierten Anlegern steht das "HLE Active Managed Portfolio konservativ" mit einer Aktienquote von bis zu 35 Prozent zur Verfügung. Anlegern, die Wert auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Ertrag und Sicherheit

legen, können die Stärken des "HLE Active Managed Portfolio ausgewogen" nutzen, dessen Aktienquote bis zu 60 Prozent betragen kann. Das "HLE Active Managed Portfolio dynamisch" mit einer Aktienquote von bis zu 75 Prozent spricht die eher renditepotenzialorientierten Anleger an. "Wir setzen weiterhin konsequent auf Qualität und Flexibilität" erläutert Bahr. Kunden können, müssen aber nicht, ausschließlich in ein Vorsorgeportfolio investieren. Die Vorsorgeportfolios können beliebig miteinander oder auch mit den Einzelfonds und vermögensverwaltenden Fonds im Angebot des Versicherers kombiniert werden. Bei der Auswahl der Fonds profitieren Makler und Kunden zusätzlich vom 5R-Qualitätssicherungsprozess der Heidelberger Leben. Er ist benannt nach den Kriterien Reputation, Rating, Rendite, Risiko und Review, auf die jeder Fonds einmal pro Quartal überprüft wird. Der 5R-Prozess wurde erst kürzlich vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung mit "exzellent" benotet. Auch die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH hatte den Prozess bereits ausgezeichnet. Autor: Heidelberger Lebensversicherung AG

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Neue Fondspolicen -Generation MONEYMAXX Discover 2012

Mehr Fonds zum Thema Nachhaltigkeit

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er Fondspolicenspezialist MONEYMAXX hat seine Produktfamilie Discover zum Jahr 2012 überarbeitet und mit einem neuen Marketingkonzept ausgestattet. Die Komplexität des Themas Vorsorge wird im neuen Verkaufsmaterial durch Titelmotive aus der Natur versinnbildlicht, die ein verstecktes Detail enthalten. Die kräftige monochrome Farbgebung der Titel und die "tierischen" Motive setzen neue Akzente in der Werbelandschaft für Versicherungsprodukte. Bei den Produktleistungen von Discover 2012 wird Bewährtes mit innovativen Entwicklungen ergänzt. Kernelement aller Discover Produkte ist weiterhin die Kapitalanlage in Einzelfonds aller Assetklassen oder in gemanagte Fondsbaskets, die hohen Qualitätsauflagen unterliegen. Für die Tarifvarianten mit Garantie wird das neueste Garantiemodell des Marktführers DWS genutzt, das als Flexible Portfolio Insurance (FPI) dynamischer als bisherige Garantiemechanismen auf volatile Märkte reagieren kann. Die von Franklin Templeton betreuten gemanagten Anlagevarianten nutzen ebenfalls ein dynamisches Asset-Allokations-System, das auf stabile Renditen in allen Marktlagen abzielt. Das freie Einzelfondsangebot enthält ab 2012 fünf zusätzliche Fonds aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Vermögensverwaltung und Rohstoffe. Discover Hybridtarife bieten ab 2012 eine neue Garantie-Variante an. Über die Beitragssummen¬garantie hinaus bietet die Option Garantie PLUS eine wertentwicklungsabhängige Erhöhung der Garantiesumme über die gesamte Laufzeit, die ein Vielfaches der Beitragssummengarantie erreichen kann. Eine weitere Produktneuheit ab 2012 ist die sogenannte Investitionsoptimierung für Einmalanlagen und Zuzahlungen. Der Betrag zur Aufstockung des Vorsorgekapitals wird durch dieses Instrument über einen Zeitraum von bis zu sechzig Monaten von einem Depotfonds ratierlich in die gewünschten Fondsbas22

kets eingebracht, um so den Cost-Average-Effect zu nutzen. Auf der Seite der Versicherungsbausteine punktet MONEYMAXX Discover insbesondere durch maximale Flexibilität in der Verrentungsphase. Bis zu einen Monat vor dem tatsächlichen Rentenbeginn kann der Kunde sich bei der Privatrente zwischen sechs Verrentungsmodellen entscheiden. Neu ab 2012 ist die erhöhte Rente bei Pflegebedürftigkeit. Sie kann beantragt werden, wenn zu Rentenbeginn bereits eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Ein 64jähriger Mann beispielsweise würde dann lebenslang mehr als das Zweifache seiner regulären Leibrente erhalten. Alle Discover Verträge enthalten zudem eine Pflegeoption, die dem Kunden nach der Ansparphase den Abschluss einer Pflegerente ohne Gesundheitsfragen ermöglicht, neuerdings auch gegen laufende Beitragszahlung. Mit ihren zahlreichen Garantiemöglichkeiten, leistungsstarken Investmenttools und variablen Verrentungsmodellen bieten MONEYMAXX Discover Policen gerade vor dem Hintergrund der Rechnungszinssenkung 2012 eine attraktive Alternative zu klassischen Rentenprodukten. Autor: MONEYMAXX Lebensversicherung


Geschlossene Fonds | ANLAGESPIEGEL 2012

Geschlossene Fonds: Einzelobjektfonds sind in der Mehrzahl

Analyse-Mitteilung von Scope Analysis

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eschlossenen Fonds könnten bald per Gesetz zur Risikostreuung und somit zur Investition in mehrere Objekte verpflichtet werden. Für klassische Einzelobjektfonds wäre es das Aus. Gegenwärtig machen sie rund die Hälfte des emittierten Fondsvolumens aus. Im Rahmen der Umsetzung der AIFM-Richtlinie in deutsches Recht wird gegenwärtig diskutiert, ob Geschlossene Fonds künftig das Risiko auf mehrere Investitionsobjekte verteilen müssen. Scope hat ausgewertet, wie viele Fonds von einer derartigen Regelung betroffen wären. Dazu wurde das emittierte Fondsvolumen der vergangenen fünf Jahre analysiert. Ergebnis: Seit 2006 hat sich der Anteil der Einzelobjektfonds nahezu verdoppelt. Im Jahr 2006 investierten Geschlossene Fonds nur zu einem Drittel in ein einziges Objekt. Zwei Drittel des aufgelegten Fondsvolumens hingegen waren Mehrobjektfonds. Im Jahr 2011 hat sich das Verhältnis verkehrt: Gewichtet nach Fondsvolumen investierten mehr als die Hälfte – 54 Prozent – der emittierten Fonds in ein einziges Objekt. 43 Prozent des emittierten Fondsvolumens waren Mehrobjektfonds. Die restlichen drei Prozent des emittierten Fondsvolumens entfallen auf sonstige Fonds. Dazu zählen beispielsweise Genussrechte und Zweitmarktfonds. Im Bereich der Immobilienfonds – dem wichtigsten Segment – ist der Anteil der Einzelobjektfonds noch stärker ausgeprägt. Rund 41 Prozent des im Jahr 2006 angebotenen Fondsvolumens waren Einzelobjektfonds. 2011 betrug der Anteil bereits fast 70 Prozent und erreichte damit einen absoluten Höchststand. Mitverantwortlich dafür war die hohe Anzahl außergewöhnlich großvolumiger Immobilienfonds im vergangenen Jahr. Die Scope-Auswertung zeigt, dass der erwogene

Zwang zur Risikodiversifizierung auf der Ebene des einzelnen Fonds enorme Auswirkungen auf die Fondsbranche hätte. Ein Geschlossener Immobilienfonds, der die diskutierten Regelungen erfüllen würde, müsste in mehrere Core-Büroimmobilien investieren. Er hätte dann ein deutlich höheres Fondsvolumen als derzeit üblich. Ob sich Initiatoren mit solchen „Riesenfonds“ in Vertrieb wagen, darf bezweifelt werden. Zudem dürfte die Beschaffung des Fremdkapitals für einen solchen Fonds derzeit problematisch sein. Hinzu kommt, dass es ursprünglich gerade die Idee des Geschlossenen Fonds ist, in einen klar abgegrenzten Sachwert zu investieren. Im vergangenen Jahr fanden insbesondere jene Fonds, die in einzelne Büroimmobilien oder in ein Großraumflugzeug investieren, großes Interesse bei Anlegern. Die Verpflichtung, innerhalb eines Geschlossenen Fonds das Risiko auf eine Vielzahl von Investitionsobjekten zu verteilen, käme ein Stück weit einer Entmündigung des Anlegers gleich. Denn bislang übernimmt der Anleger eigenständig die Diversifikationen über mehrere Fonds und Asset-Klassen. Autor: Scope Group

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Real Invest: Vermögensverwaltende und gewerbliche Steuerkonzepte im Vergleich

Chancen und Risiken unterschiedlicher Steuerkonzepte für geschlossene Immobilien-Zweitmarktfonds

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mmobilien-Zweitmarktfonds wurden aus steuerlichen Gründen oft vermögensverwaltend konzipiert. Damit verzichten sie auf ein aktives Portfoliomanagement und können interessante Opportunitäten während der Laufzeit nicht nutzen. Die steuerlichen Vorteile sind dabei nicht mit Sicherheit gegeben. Werden die Tatbestandsmerkmale eines gewerblichen Grundstückshandels erfüllt, drohen dem vermögensverwaltenden Zweitmarktfonds und seinen Anlegern Steuernachzahlungen zuzüglich entsprechender Zinsbelastungen. Im Zweitmarkt bieten gewerbliche Fondskonzepte mehr Sicherheit und bessere Chancen. Deutschen Anlegern wird eine starke Abneigung gegen den Fiskus nachgesagt. Gibt es eine Möglichkeit, Steuern zu sparen, schlagen sie zu. Auch heute noch gibt es vereinzelt geschlossene Fonds, die bei der Konzeption vor allem auf steuerliches Tuning setzen. Häufig werden hierdurch bei unsicherer Realisierung der steuerlichen Vorteile Ertragschancen vergeben. Ein Bespiel dafür sind vermögensverwaltend konzipierte Fonds, die in eine Vielzahl von Immobilien investieren, im Wesentlichen also Zweitmarktfonds. „Zweitmarktfonds für Immobilien sind für eher sicherheitsorientierte Investoren prinzipiell ein gutes Konzept. Sie investieren nicht nur in weitgehend inflationsgeschützte Sachwerte, sondern sie identifizieren die Zielinvestments nach der bereits gezeigten Performance und nicht allein nach Prognosen. Zudem wird durch die größere Anzahl an Zielobjekten gegenüber den Single-Asset-Fonds eine Risikodiversifikation erreicht“, sagt Wolf-Dieter Ruch, Geschäftsführer des Hamburger Emissionshauses Real Invest.

Wenn die erhoffte Wertsteigerung eines Immobilienzweitmarktfonds zum Laufzeit-Ende dann noch steuerfrei vereinnahmt werden soll, klingt das natürlich interessant. Aber: „Für Immobilieninvestments 24

im Allgemeinen und Immobilienzweitmarktfonds im Speziellen gelten komplexe steuerliche Regelungen. Investoren und Berater sollten daher genau prüfen, ob das jeweilige steuerliche Konzept mit Blick auf die Geschäftsidee und den Markt sinnvoll und auch tragfähig ist. Hierbei sind die alternativen Konzeptionen mit ihren einzelnen Vor- und Nachteilen – so auch die tatsächlichen steuerlichen Unterschiede zwischen den vermögensverwaltenden und den gewerblichen Zweitmarktfonds - miteinander zu vergleichen“ ergänzt Jörn Dieckmann, geschäftsführender Gesellschafter bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. Steinberg & Partner GmbH in Hamburg. Steuer-Tuning: Einschränkungen im Handeln und unsichere Steuervorteile Riskant ist für vermögensverwaltende Zweitmarktfonds die drohende Qualifizierung eines gewerblichen Grundstückshandels schon auf Fondsebene, die neben der laufenden Gewerbesteuerpflicht auch die Einkommensteuerpflicht der Veräußerungsergebnisse nach sich zieht. Ausschlaggebend hierfür ist die so genannte Drei-Objekt-Grenze. „Verkauft beispielsweise der Fonds innerhalb von zehn Jahren mindestens drei Fondsanteile oder mittelbar drei Immobilien im Wert von jeweils über 250.000 Euro – maßgeblich ist nicht nur der Wert des Fondsanteils, sondern auch der dahinter stehende Immobilienwert bei Veräußerung – kann der vermögensverwaltende Status vom Finanzamt aber-


Geschlossene Fonds | ANLAGESPIEGEL 2012

kannt werden. Und zwar rückwirkend bis zum Beginn“, warnt Dieckmann. Das Problem dabei: Dem Fondsmanagement ist es kaum möglich, dieses Risiko mit Sicherheit auszuschließen. Denn als Verkauf gilt auch, wenn die Anleger eines Zielfonds beschließen, den Fonds aufzulösen. Dieckmann: „Wir empfehlen diesen Aspekt vor dem Hintergrund des langfristigen Zeithorizonts von zehn Jahren bei der Beurteilung des steuerlichen Konzepts zu beachten. Zudem scheidet wegen der so genannten steuerlichen Infizierung eine Investition in gewerbliche Zielfonds aus. Andernfalls entfielen wiederum die steuerlichen Vorteile der Vermögensverwaltung.“

Zusätzliche Renditechancen bei gewerblichen Immobilienzweitmarktfonds

Doch was kostet die Sicherheit und Flexibilität den Anleger eines gewerblich geprägten Fonds? „Tatsächlich ist der Unterschied geringer als landläufig angenommen“, erläutert Dieckmann. Zu berücksichtigen sind die Gewerbesteuerpflicht sowie die Einkommensteuerpflicht der Veräußerungsergebnisse, also Veräußerungserlös abzüglich der fortgeschriebenen Anschaffungskosten der Zielanteile. Auf Grund der Anrechenbarkeit der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer können natürliche Personen in Abhängigkeit der persönlichen steuerlichen Verhältnisse je nach Hebesatz der Gemeinde häufig 80 bis 100 Prozent der Gewerbesteuer wieder zurück erhalten. Dieckmann: „Die Gewerbesteuer spielt aus diesem Grunde unseres Erachtens für die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit eines steuerlichen Konzepts eher eine nachrangige Rolle. Und um den Nachteil der Einkommensteuerpflicht korrekt zu bewerten, muss man beachten, dass man die etwaige Steuerfreiheit bei einem vermögensverwaltenden Zweitmarktfonds durch die zehnjährige Haltefrist einschließlich ihrer Risiken erkauft.“ „Wir haben uns schon vor Gründung der Real Invest Reihe ausführlich mit dem Thema Steuern auseinander gesetzt und uns vor dem Hintergrund der Beratungssicherheit und des aktiven Portfoliomanagements bewusst für eine gewerbliche Prägung entschieden. Denn wir wollten eine steuersichere Anlage schaffen, die die Renditen maximiert, statt nur die Steuer gering zu halten. Für den Anleger zählt letztlich das Ergebnis unter dem Strich“, erläutert Ruch. Autor: RIZ Real Invest

Tritt der Fonds von Anfang an gewerblich auf, entfällt nicht nur das Risiko späterer Steuernachzahlungen auf einen Schlag. Die Freiheit, Fondsanteile aktiv zu handeln, erlaubt auch, zusätzliches Renditepotenzial auszuschöpfen. „Unsere Zweitmarktfonds sind gewerblich, um bewusst Gewinne zu realisieren. So haben wir zum Beispiel einen Anteil des DG Anlage Einkaufscenterfonds zu 270 Prozent des Nennwertes verkauft – das ist ein Plus von 75 Prozentpunkten gegenüber den Anschaffungskosten“, sagt Ruch. Gerade über längere Laufzeiten sei ein aktives Portfoliomanagement sinnvoll, um flexibel Hochpreisphasen auszunutzen. „Als gewerblicher Fonds können wir zudem unbesorgt Anteile über 250.000 Euro und auch gewerbliche Zielfonds kaufen – das vergrößert unsere Einkaufsmöglichkeiten um etliche gute Objekte“, so Ruch. Auch wollen viele Anleger heute flexibler investieren und bevorzugen auch bei geschlossenen Fonds Laufzeiten unter 10 Jahren – auch für diese Anleger sind gewerbliche Fonds ideal. 25


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G.U.B. zeichnet Mercatus X von fairvesta mit der Bestnote sehr gut aus

Wichtigstes Qualitätsmerkmal ist die Investitionsstrategie des Immobilienhandelsfonds

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as renommierte Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den aktuellen Immobilienhandelsfonds Mercatus X von fairvesta mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet – das entspricht der höchsten Qualitätsstufe „Dreifachplus“. Wichtigstes Qualitätsmerkmal ist die Investitionsstrategie des Immobilienhandelsfonds. Mercatus X nutzt Sondersituationen wie zum Beispiel Bankenverwertungen, Erbauseinandersetzungen oder Zwangsversteigerungen, um Immobilien besonders günstig zu erwerben, um sie nach einer kurzen Haltedauer von drei bis fünf Jahren mit Gewinn wieder zu verkaufen. Dabei setzt fairvesta auf Qualität und setzt strenge Investitionskriterien voraus: Es wird ausschließlich in schulden- und lastenfreie Qualitätsund Renditeimmobilien in Deutschland investiert. Diese dürfen keinen Sanierungs- und Modernisierungsstau aufweisen. Der Kaufpreis darf maximal 70 Prozent des aktuellen Verkehrswertes nicht übersteigen. Die durchschnittliche Ist-Rendite der infrage kommenden Objekte muss bezogen auf den Kaufpreis mindestens zehn Prozent pro Jahr betragen. Der Mercatus X hat somit gleich zwei Gewinnquellen: den Mietgewinn und den Handelsgewinn. Deutschlands älteste Ratingagentur sieht darin generell sehr gute Chancen auf überdurchschnittliche Ergebnisse. Die G.U.B. hebt die von fairvesta abgegebene Platzierungsgarantie, die externe Mittelverwendungskontrolle über die gesamte Laufzeit und den vorgesehenen Anlegerbeirat besonders hervor. Auch die neuen Features des Fonds überzeugen die Ratingagentur: Es besteht ein Sonderkündigungsrecht bei Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit (mindestens 50 Prozent) sowie eine Rückkaufgarantie (zu 80 Prozent des steuerlichen Buchwertes). Die Analyse bescheinigt Mercatus X ein weiteres großes Plus: Seine Herkunft. Mit der fairvesta Unter26

nehmensgruppe steht ein platzierungsstarkes und im Bereich des Immobilienhandels etabliertes Emissionshaus hinter dem Fonds. Die vor zehn Jahren gegründete fairvesta hat bis dato rund 500 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben, die Investitionsstrategie bei den Vorläuferfonds über seiner eigenen Prognose umgesetzt und kann sehr positive Ergebnisse bei den bisherigen Transaktionen vorweisen. Anleger des kurzlaufenden Vorgängerfonds "fairvesta zweite Immobilienbeteiligungsgesellschaft mbH", der in 2011 aufgelöst wurde, erzielten nach der Endabrechnung eine Rendite von 12,37 Prozent pro Jahr. Der Fonds Mercatus X hat ein Volumen von 100 Millionen Euro mit der Erweiterungsoption auf 200 Millionen Euro. Anleger können sich ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro bei einer Mindestlaufzeit von fünf oder zehn Jahren beteiligen. Während der Laufzeit können jährlich bis zu 6,5 Prozent der Anlagesumme gebührenfrei als gewinnunabhängige Entnahme entnommen werden. „Für unseren Vorgängerfonds Mercatus IX haben wir vor knapp einem Jahr bereits die Note Doppelplus erhalten. Dass wir jetzt für den Jubiläumsfonds Mercatus X gleich mit der Höchstnote ausgezeichnet wurden, macht uns sehr stolz und bestätigt uns darin, unsere Produkte stetig weiterzuentwickeln. Das steigert nicht nur die Umsatzzahlen von fairvesta, sondern sorgt vor allem für eine hohe Produktqualität zum nachhaltigen Vermögensaufbau unserer Anleger “, freut sich Hermann Geiger, Vorstand der fairvesta Group AG. Die vollständige G.U.B.-Analyse fairvesta Mercatus X steht auf www.fairvesta.de kostenlos zur Verfügung. Autor: fairvesta Holding AG


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Innovative Produkte in verschiedenen Produktmänteln

Interview mit Jürgen Klein,

Vorstand der ecoConsort AG, Dresden wmd: Sie haben mit der ecoConsort AG vor zwei Jahren ein eigenes Emissionshaus mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit gegründet. Welche Ziele verfolgen Sie und welche Produkte bieten Sie an? Jürgen Klein: Die ecoConsort AG versteht sich als Emissionshaus für Nachhaltigkeit und setzt neue Maßstäbe in diesem Segment. Die Besonderheit ist die Auflegung innovativer Produkte in verschiedenen Produktmänteln. Hierzu gehören offene Fonds genauso wie Festzinsprodukte. Oberster Grundsatz ist stets ein verantwortungsvolles Investieren mit einem ökologischen, sozialen oder ethischen Nutzen für Mensch und Umwelt. Wir ermöglichen privaten Anlegern den Zugang zu einem globalen Wachstumsmarkt mit berechenbaren und attraktiven Renditen ohne die sonst üblichen starken Schwankungen oder sonstigen Unwägbarkeiten. wmd: Warum wählten Sie Orderschuldverschreibung als Finanzierungsinstrument? Jürgen Klein: Wir verfügen durch die Future Business PLUS AG über eine langjährige Expertise bei Laufzeitprodukten auf Basis von substanzwertorientierten Anlagen. Von diesem Know-how-Transfer profitiert die ecoConsort AG in hohem Maße. So haben sich die Produkte der Vergangenheit in verschiedensten Marktsituationen bewährt und sich auch in Krisenzeiten als sehr zuverlässig gezeigt. Ein Beleg für die Kontinuität sind die hohen Wiederanlagequoten. Darüber hinaus ist auch die breite Streuung auf Immobilien in Spitzenlagen, wachstumsstarken Beteiligungen und fondsgebundenen Policen höchster Qualität einmalig auf dem deutschen Markt. Dieses Konzept setzen wir bei der ecoConsort AG eins zu eins mit grünen Anlagen um. Der

Kunde erhält somit auch im Nachhaltigkeitssegment ein bewährtes Produkt, das auf eine erfolgreiche Historie zurückblicken kann. wmd: Was sind die besonderen Merkmale dieser Anleihe? Jürgen Klein: Markenzeichen der neuen Produkte sind ihre Eigenschaft als Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) mit einer laufzeitabhängigen Verzinsung zwischen 5,25 und 7 Prozent pro Jahr und möglichen Anlagebeträgen ab 2.500 bzw. 5.000 Euro. Die Mindestlaufzeiten bewegen sich zwischen 90 Tagen und fünf Jahren. Erträge lassen sich sowohl thesaurierend als Nullkuponvariante, mit jährlicher Ausschüttung oder als Annuitätenanleihe vereinnahmen. So bietet etwa die annuitätische Variante mit monatlichen Auszahlungen von Ausschüttungen und Anlagebetrag dem Kunden eine Vielzahl von Möglichkeiten. wmd: Woher nehmen Sie die Expertise für die Auswahl der Zielinvestments? Jürgen Klein: Wir sind ein eingespieltes Team, das bereits vor der Gründung der ecoConsort AG erfolgreich zusammengearbeitet hat und mit der Begebung von Substanzwertprodukten bestens vertraut ist. Auch kooperieren wir bei der Produktentwicklung sehr eng mit der INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut als führendem Haftungsdach in Deutschland. Darüber hinaus verfügen wir über ein breites Netzwerk unabhängiger Experten, über das alle Zielinvestments einer umfassenden Due-Diligence-Prüfung unterzogen werden. Dies gilt sowohl für den Beteiligungsbereich im Primär- und Sekundärmarkt als auch für das Immobiliensegment – etwa bei Objekten nach dem bekannten Green-Building-Standard. 27


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Frischer Wind aus dem Süden Lacuna realisiert Bayerns größtes Windprojekt Beitrag von Thomas Hartauer,

Vorstand der Lacuna AG

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eutschland ist auf Erneuerbare-EnergienKurs. Dabei braucht der weitere Ausbau neben den bereits festgeschriebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen und der breiten Befürwortung aus der Bevölkerung auch finanzielles Engagement. Davon profitieren Investoren, gleichzeitig unterstützen sie den Weg in eine klimafreundliche und langfristig funktionierende Energieversorgung. Windkraft spielt hier eine herausragende Rolle. Sie leistete 2011 mit 48,1 Terrawattstunden (TWh) den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen – und der Bedarf steigt weiter enorm an, besonders in Süddeutschland. Denn Bayern verfügt laut Bundesverband WindEnergie e.V. mit 41 Gigawatt (GW) bundesweit über das größte Windenergiepotenzial. In Niedersachsen liegt es nur bei 26 GW. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 6,6 m/s bringt vor allem Nordbayern zudem ideale klimatische Voraussetzungen mit. Das Ziel: Bis 2021 soll der Anteil von Windkraft an der Energieversorgung in Bayern von heute 1 % auf 10 % steigen. Dieses Potenzial setzt die Regensburger Lacuna AG gemeinsam mit dem erfahrenen Projektierer Fronteris um. Sie realisieren in der Region Hof den größten zusammenhängenden Windpark Bayerns: Bis 2014 entstehen fünf Windparks, die eine Gesamtleistung von über 60 MW umfassen. Bereits seit Januar produziert der Windpark Trogen 1 Strom.

Im Februar begann der Bau des zweiten Projekts, Feilitzsch. Lacuna wird den Windpark als geschlossenen Fonds platzieren, den Investoren ab Ende April zeichnen können. Anleger profitieren neben den idealen Standortbedingungen auch von dem ENERCON PartnerKonzept. Durch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Marktführer in der Produktion von Windkraftanlagen ermöglicht Lacuna eine überdurchschnittlich hohe technische Verfügbarkeit von 97 %. Direktvermarktung des erneuerbaren Stroms ermöglicht für Investoren zudem zusätzliche Gewinne. Dabei sind durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz Mindesteinnahmen in Höhe der Einspeisevergütung gesetzlich festgelegt. Mit diesem Investmentkonzept profitieren Anleger langfristig von dem enormen Potenzial Bayerns. Daten der Beteiligung Fondsgesellschaft: Lacuna Windpark Feilitzsch GmbH und Co KG Mindestzeichnungssumme: Euro 10.000 Zu platzierendes Eigenkapital: Euro 4.685.000 Prognostizierte Gesamtausschüttung: ca. 253 % (bezogen auf die Pflichteinlage ohne Agio inkl. Rückführung der Pflichteinlage vor Steuern des Anlegers) Laufzeit: bis 31.12.2032 Anlagentechnik: 4 Windenergieanlagen des Typs ENERCON E-82 E2, Leistung je 2,3 MW Gesamtleistung: 9,2 MW

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TSO-DNL FUND IV, L.P. • USA

Sachwert-Renditefonds

N L Positive Leistungsbilanz:

Diversifikation:

TSO hat seit 1988 bei keinem Investment Geld verloren.

6 Bestandsimmobilien mit zeitnahen, laufenden Erlösen für die Fondsgesellschaft.

Shoppes of Baymeadows // Jacksonville // Florida

Sicherheit: Inflationsgeschützte, substanzstarke und diversifizierte Immobilieninvestitionen.

Shops of Dunwoody // Dunwoody // Georgia

10 Franklin Plaza // Roanoke // Virginia

TOP Rendite: Anfängliche Rendite des Bestandsportfolios 9,22 % p. a. zzgl. 2,89 % p.a. Tilgung = 12,11 % p.a.

121 Perimeter Center West // Atlanta // Georgia

Vorrangie Ausschüttung:

Kurze Laufzeit:

Bevorrechtigte Planauszahlungen für die Investoren in Höhe von 8 % p. a.

Kurze Planlaufzeit von drei bis fünf Jahren.

100 East Second Avenue Building // Rome // Georgia

Corporate Center Conyers // Conyers // Georgia

Detailinformationen erhalten Sie bei der Exklusiv-Vertriebsbeauftragten der TSO-Europe Funds, Inc. für Europa: DNL Investmentagentur für US-Immobilien e.K. // Am Seestern 8 // 40547 Düsseldorf Tel.: 0211 / 5 22 87 10 // Fax.: 0211 / 5 22 87 120 // E-Mail: info@dnl-invest.de // Web: www.dnl-invest.com

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Geschlossene Fonds

Gewinner der Finanzkrise

Interview mit Thomas Olek,

Vorstandsvorsitzender der publity ag

wmd: Sie offerieren aktuell ihren neuen Publikumsfonds Performance Fonds Nr. 3. Gibt es Unterschiede zu den Vorgängerfonds? Thomas Olek: Mit diesem Performance Anlageprodukt haben wir im Jahr 2011 neben dem Fonds Nr. 2 bereits den zweiten Fonds dieser Assetklasse an den Start gebracht. Die publity Performance Fonds sind Produkte, die perfekt in unsere Zeit passen. Sie drücken sich nicht vor den wichtigen Themen namens „Bankenkrise“ oder „Schuldenschnitt“. Im Gegenteil: publity informiert darüber und trägt mit den Performance Fonds dazu bei, dass Schuldner komplett entlastet werden. Dies haben alle publity Fonds gemeinsam. Auch beträgt die Mindestzeichnungssumme weiterhin 10.000 Euro. Der Unterschied besteht darin, dass mit dem Fonds Nr. 3 zwar weiterhin in das Segment Non-Performing-Loans investiert wird, wir uns jedoch nunmehr auf besicherte und unbesicherte Kreditforderungen konzentrieren. Daneben wurde zu Beginn des Jahres eine Änderungsvereinbarung zum Vertrag über das Servicing und die Aktenverwaltung getroffen, womit sich die monatliche Vergütung für die beauftragte Aktenverwaltung und das Forderungsmanagement signifikant reduziert. Zudem stellen wir erstmals unsere Vertriebspartner von der Haftung für unsere Fondsprodukte frei und übernehmen damit alles: Gut, sicher, publity. wmd: Was sind die wichtigsten Grundsätze für ihre Fondsangebote? Thomas Olek: Was Anleger heute mehr denn je brauchen, ist die Sicherheit ihrer Investition. Gleiches gilt für unsere Vertriebspartner, die sich mit unseren Produkten in der geschlossenen Fondswelt 30

sicher fühlen müssen. Beides erreichen wir durch regelmäßige Geschäftsberichte einschließlich der testierten Leistungsbilanzen, welche wir halbjährlich veröffentlichen. Das nennen wir Transparenz! Unsere klar definierten Investitionskriterien und die unabhängigen Prüfungsprozesse, bestätigt in Due Diligence-Berichten, bilden dabei die Basis für jede Kaufentscheidung. Ohne dieses dadurch geschaffene Vertrauen können wir nicht funktionieren. Unsere Grundsätze: Performance – Transparenz – Partnerschaft im Vertrieb!

wmd: Wie sind die Vorgängerfonds bisher für die Kunden gelaufen? Thomas Olek: Super! Der Frühzeichner-Bonus des publity Fonds Nr. 1 wurde bereits zum 30. Juni 2010 ausbezahlt. Eine weitere Teilausschüttung – dieses Mal über rd. 742.000 Euro, das sind zehn Prozent der Anlagesumme – floss ab dem 1. August 2011 an die Anleger zurück. Und schließlich wurden zum


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15. November 2011 knapp drei Millionen Euro – 40 Prozent der Anlagesumme – zurückgezahlt. Damit haben die Anleger elf Monate nach Abschluss der Investitionsphase des publity Fonds Nr. 1 bereits 50 Prozent ihres Investitionskapitals wieder auf ihren Konten. Im Dezember 2011 bekamen die Anleger des vollplatzierten publity Fonds Nr. 2 bereits 400.000 Euro zurück. Dies war der Bonus für die Frühzeichner. Damit konnten nur elf Monate nach Beginn und bereits drei Wochen vor Abschluss der Emissionsphase (!) des publity Fonds Nr. 2 die ersten Gelder an die Anleger ausbezahlt werden. Mit diesen Leistungen steigern wir das Vertrauen unserer Anleger in unsere Arbeit! wmd: Was sind die wichtigsten Eckdaten des aktuellen Fondsangebotes? Thomas Olek: Die Eckdaten des publity Fonds Nr. 3 kurz und kompakt: Investition in besicherte und unbesicherte NPLs (Non-Performing Loans), Fondsvolumen: 22.020.000 Euro zzgl. 5% Agio, Beteiligung ab 10.000 Euro, Emissionsphase bis 31.12.2012, Gesamtlaufzeit: bis 30.06.2016, Renditeprognose: 10% p.a. nach IRR. Daneben heißt das aktuelle Zauberwort bei publity „Combi-Anlage“. Es bezeichnet das neue Fondsprodukt publity Performance Plus+ Fonds Nr. 1. Dieser Fonds vereinigt das Beste aus zwei Welten: eine überschaubare Einmalzahlung und angenehme Ratenzahlungen. Damit kann jeder Anleger in den lukrativen Markt der Non-Performing Loans, also der Banken-Kreditforderungen, die nicht mehr bedient werden, investieren – und gewinnen! Dabei haben wir gute Anregungen aus dem Vertrieb aufgegriffen und verarbeitet. Wie bereits beim „Einmalzahler“ des publity Fonds Nr. 3 dauert die Emissionsphase vom publity Performance Plus+ Fonds Nr. 1 bis zum 31. Dezember 2012. Anleger können sich mit 20% der Zeichnungssumme als Einmalzahlung an diesem Produkt beteiligen; die übrigen 80% der Zeich-

nungssumme werden während der 5-jährigen Ansparphase in gleichen Monatsraten angelegt. Die Gesamtlaufzeit beträgt nur 15 Jahre. Diese neue publity „Finanzdelikatesse” ermöglicht eine Beteiligung mit ratierlicher Auffüllung und investier ausschließlich in die publity Performance Fonds (Zielfonds). Damit haben wir einen weiteren Gewinner der Finanzkrise kreiert. wmd: Welchen Risiken stehen welche Chancen für die Anleger gegenüber? Thomas Olek: Auch wir können uns nicht davon freisprechen, dass eine Fonds-Beteiligung eine mit Risiken behaftete unternehmerische Beteiligung ist. Die bisherigen Abwicklungen unserer publity Fonds Nr. 1 und Nr. 2 können jedoch belegen, dass die in unseren Prognoserechnungen zugrunde gelegten Angaben nicht von den tatsächlichen Entwicklungen abgewichen sind. Im Gegenteil: Kosten wurden eher verringert und Ausschüttungen vorzeitig gewährt. Durch unsere intelligente Verwertung der Kreditforderungen erwirtschaften wir stabile Erlöse in kurzer Zeit und minimieren damit stetig alle Risiken. Umgekehrt arbeiten wir daran, unsere Renditeprognosen von 10% p.a. nach IRR noch zu übertreffen. Zudem entfällt eine Nachschusspflicht, da wir auf die Verwendung von Fremdkapital verzichten. wmd: Haben Analysten ihr Fondsangebot geprüft? Wenn ja zu welchen Ergebnissen sind diese gekommen? Thomas Olek: Klar! Erst am 13.04.2012 kam der Report kapital-markt intern in der Ausgabe 15/2012 mit seinem Bericht „Publity-Fonds klar auf Performance-Kurs!“ zu dem Ergebnis, dass wir uns mit dem aktuellen publity Performance Fonds Nr. 3 unverkennbar auf Erfolgskurs bewegen. Diesem Fazit schließen wir uns an und freuen uns darauf, zukünftig den Gashebel nochmals weiter umzulegen! 31


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Gotzi's FONDS-Check: DNL Sachwert Rendite-Fonds 4

Interview mit Wolfgang J. Kunz,

Vertriebsdirektor DNL Investmentagentur für US-Immobilien e.K.

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ie Konjunkturaussichten Anfang 2012 in den USA sind gut. Die Wirtschaft gewinnt an Fahrt. Gute Gründe eigentlich, in den Dollar zu investieren, zumal er im Vergleich zum Euro stärker wird. Fondsinitiator TSO DNL bietet die Gelegenheit dazu. Mit dem aktuellen Angebot „Sachwert Rendite-Fonds 4“ beteiligen sich Anleger an Gewerbeimmobilien, vor allem im Südosten der USA. Markus Gotzi: Sie schreiben in den Verkaufsprospekten Ihres aktuellen Angebotes, dass Sie mit Einkaufspreisen von 50 Prozent der Wiederherstellungskosten der Immobilie rechnen. Ist die Zeit der Fire-Sales gekommen? Wenn man in die Medien schaut, auch in den USA, dann liest man dort, dass die Preise für Gewerbeimmobilien weiterhin hoch sind.

Wolfgang Kunz: Sie haben Recht, die Preise sind in den USA weiterhin hoch, aber die Frage ist wo. Die USA sind 27-mal so groß wie Deutschland, haben unglaublich viele unterschiedliche Märkte und einer davon ist zum Beispiel Atlanta. Wir haben allein in Atlanta 16 verschiedene Büromärkte. Die Kunst ist es diese genau zu kennen. Die Geschäftsphilosophie von TSO ist es, seit 1988 FireSales auch an teuren Standorten zu identifizieren und daran zu partizipieren. Wir merken dass seit 2008 private und institutionelle Anleger verstärkt Kapitalbedarf haben und verkaufen wollen - davon partizipieren wir. Markus Gotzi: Geben Sie doch bitte ein paar Beispiele. Wer ist denn so verzweifelt, dass er zu 50 Prozent des Immobilienwertes verkauft? Wolfgang Kunz: Es sind ganz unterschiedliche Gruppen wie z. B. private Investoren und Investmentgesellschaften aber auch institutionelle Anleger. Ein Beispiel: Ein institutioneller Anleger hat sich verkalkuliert; die Immobilie hat einen hohen Leerstand. Er muss aber in seinen Bilanzen ausweisen, dass er Ertrag bringende Immobilien hat. Nun kommt etwas Wichtiges hinzu, wenn ein Verkäufer gegen Ende des Jahres noch mit Verlust verkauft, kann er den Verlust steuerlich geltend machen. Dies sind die Kreise aus denen wir unter anderem kaufen. Markus Gotzi: TSO listet in seinem Verkaufsprospekt eine ganze Reihe von Mietverträgen auf. Einige davon laufen noch viele Jahre und andere laufen in Kürze aus. Wie ist denn die aktuelle Nachfrage von Mietern am Markt? Können die Immobilien anderweitig nachvermietet werden?

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Wolfgang Kunz: Ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsphilosophie von TSO ist die Vermietung. TSO hat für diesen Bereich Fachleute, die nichts anderes tun, als die Mieten zu optimieren. Bereits bei unseren aktuellen Investitionsobjekten finden Verhandlungen über eine Verlängerung statt, wurden Neuvermietungen eingeleitet. Dies alles dient dem Zweck, den Ertrag der Immobilie möglichst hoch zu halten, damit diese später verkauft werden kann. Sie finden dieses Modell betriebswirtschaftlich in unserem Prospekt wieder. Im Prospekt werden Rückstellungen gebildet, sowohl für Leerstände als auch für Neuvermietung. Somit ist sichergestellt, dass das Ziel der Neuvermietung auch erreicht wird. Markus Gotzi: Nicht nur dieser Fonds, alle Fonds von TSO investieren schwerpunktmäßig im Südosten der USA. Ergibt sich daraus für die Anleger nicht ein Klumpen-Risiko? Wolfgang Kunz: Der Südosten der USA hört sich räumlich sehr beschränkt an, ist aber mit der Größe Europas vergleichbar. TSO investiert dort in die Standorte, die vergleichbar sind mit Paris, London oder München, also Kernstandorte wie Atlanta, Raleigh oder Orlando. Was zeichnet nun diese Standorte aus? Sie haben alle eins gemeinsam: Sie haben ein extrem hohes Bevölkerungswachstum. Atlanta wächst zum Beispiel seit 28 Jahren um 100.000 Menschen pro Jahr. Aber auch der Zuwachs großer Industrieunternehmen zeichnet den Südosten der USA aus. Dort haben sich allein

1.200 Firmen aus Deutschland angesiedelt. Zu den größten Produzenten gehören Wacker Chemie, BMW, Mercedes und Volkswagen. Markus Gotzi: Der Fonds berücksichtigt in seinem Investitionsplan eine Liquiditätsreserve in Höhe von 2 Millionen Dollar. Wofür ist das Geld gedacht? Wolfgang Kunz: Diese Summe ist ein Erfahrungswert. TSO führt keine Investition durch, die nicht auf den finanzmathematischen Grundlagen beruht. TSO ist einfach der Meinung, dass man eine Liquiditätsreserve für das vernünftige Management eines guten Fonds braucht, um zum Beispiel eventuelle Mietausfälle abzufedern. Man sollte auch nicht vergessen, dass diese Reserve in der Gesamtkalkulation des Fonds enthalten ist. Das heißt, dass die Erträge, die mit den Immobilien erwirtschaftet werden natürlich so hoch sein müssen, dass die Liquiditätsreserve auch finanzierbar wird und ist - dies ist bei unserem Fonds der Fall. Markus Gotzi: Sie haben eine Untersuchung in Auftrag gegeben aus der hervorgeht, dass Sie mit verkauften Objekten eine jährliche Rendite von 24 Prozent erzielen konnten. Was waren dies für Objekte? Wolfgang Kunz: Es handelte sich hierbei um kleine Shopping-Center, Bürogebäude, gemischt genutzte Center. Alles vergleichbare Objekte, die wir auch jetzt in unserem neuen Fonds anbieten.

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Gotzi's FONDS-Check: Project Reale Werte 12

Interview mit Wolfgang Dippold,

Geschäftsführer der Project Gruppe, Bamberg

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ohnen müssen wir alle – das StandardArgument von Anbietern geschlossener Wohnungsfonds. Es stimmt, wohnen müssen wir alle. Trotzdem sind solche Fonds keine Erfolgsgarantien. Entscheidend ist vor allem die Erfahrung der Anbieter. Und hier ist die Project Gruppe aus Bamberg weit vorne. Sie macht in ihrer aktuellen Fondsreihe bereits das Dutzend voll. Aktuell bietet das Emissionshaus den Fonds „Project Reale Werte 12“ an. Markus Gotzi: Sie bringen derzeit schon Ihren 12. Wohnungsfonds auf den Markt. Ein Alleinstellungsmerkmal Ihres Fonds ist, dass er ein reiner Eigenkapitalfonds ist. Warum verzichten Sie auf den Hebel der Fremdfinanzierung und wie gelingt es Ihnen trotzdem, vergleichbar hohe Renditen auszuschütten? Wolfgang Dippold: Eines unserer wichtigsten Prinzipien ist: Höhere Stabilität steht bei uns vor höherer Rendite. Aus diesem Grund verzichten wir seit über 12 Jahren konsequent auf jegliche Finanzierung in unseren Fonds. Das bedeutet keinerlei Finanzierung sowohl im Fonds, als auch auf Zielfonds-Ebene und selbstverständlich auch im Objektbereich bei der Projektentwicklung. Wenn Sie sich rückblickend Immobilienfonds anschauen, war in den letzten 10 bis 20 Jahren, wenn die Einnahmen zum Beispiel nicht so liefen wie geplant oder sich die Kostenstruktur veränderte, der größte Stressfaktor das Thema Finanzierung. Diesen Faktor schalten wir für unsere Anleger konsequent aus. Unser Anleger ist im Prinzip der Eigentümer des lastenfreien Grundbuchs. Insofern ist für uns ein Stressfaktor von außen reine Theorie. Warum wir auch höhere Renditen erzielen im Vergleich zu finanzierten Konzepten: Das liegt an unserem frühzeitigen Verkauf.

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Markus Gotzi: Sie sprechen es an, beim Verkauf unterscheidet sich Ihr Fonds von vielen anderen Angeboten. Sie planen nicht den Abverkauf im Portfolio an einen Großinvestor, sondern an einzelne Käufer, in der Regel sogar Eigennutzer und kalkulieren dabei mit einem recht frühzeitigen Erlös. Wie funktioniert das? Wolfgang Dippold: Diese Frage wird uns natürlich häufiger gestellt. In den letzten Jahren haben wir nachweisen können, dass wir tatsächlich so frühzeitig verkaufen. Im Durchschnitt verkaufen wir ein Drittel der Wohnungen bevor überhaupt der Bau beginnt in besonderen Fällen sogar alle Wohnungen. Dadurch erreichen wir höhere Renditen für unsere Kunden. Warum der Käufer so frühzeitig kauft, ist zum Teil relativ einfach: In drei bis vier Wochen kann er nicht mehr sicher sein, dass er die von ihm gewünschte Wohnung überhaupt noch bekommt. Interessant für den Käufer sind die hohe Ausstattungsqualität der Objekte und natürlich auch die interessante Lage. Die Kombination von guter Ausstattung und guter Lage war schon immer relativ selten am Markt. Für einen Käufer, der selber einziehen möchte, ist ganz entscheidend, dass er frühzeitig alle Informationen zur Ausstattung der Wohnung erhält. Bei uns sieht er vorab die Badeinrichtung, also die Sanitäreinrichtung, Küche, Fliesen, Holzboden, etc. und das alles meist in 3D. Selbst die Information zu welchem Zeitpunkt die Sonne durch welches Fenster scheint ist in unseren Präsentationen enthalten. Insofern bekommt er frühzeitig ein relativ klares Bild seiner künftigen Wohnung. Andere Objekte der Project Gruppe, die bereits ge-


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baut sind, kann sich der Käufer sich direkt vor Ort anschauen. Und er weiß: Es gibt bei uns für die Finanzierung der Bautätigkeit keinen Stress, weil wir Eigenkapital basiert sind. Markus Gotzi: Die Immobilienmärkte in Deutschland sind nicht einheitlich, sondern entwickeln sich sehr differenziert. Nicht überall steigen die Preise und Mieten. Jetzt investieren Sie schwerpunktmäßig in Hamburg, München und Berlin, das kann man verstehen. Aber warum ausgerechnet auch in Nürnberg? Wolfgang Dippold: Den Standort Nürnberg kann man aus unserer Sicht relativ einfach erklären. Zunächst einmal ist Nürnberg der Heimatmarkt unseres Asset-Managers. Unsere Profis in der Immobiliengruppe kennen jedes Detail, jeden Straßenzug in Nürnberg. Das ist ein entscheidender Vorteil. Außerdem, und das ist vielleicht weniger bekannt im Bundesgebiet, ist Nürnberg ein sehr stabiler Markt, was den Wohnbereich betrifft, und auch ein sehr wachstumsstarker Markt. Nürnberg hat in den letzten Jahren einen sehr großen Strukturwandel hinter sich gebracht und ist dadurch zu einem der Top-Standorte im Bereich Hightech in Deutschland geworden. Es gibt eine Menge interessante Arbeitgeber in Nürnberg: Siemens, Bosch, DATEV, GfK und etliche andere große Arbeitgeber. Und Nürnberg hat mit etwa 1,5 Prozent Leerstandquote bei Wohnungen eine der niedrigsten Leerstandquoten in Deutschland. Nürnberg liegt damit sogar noch knapp unter München. Markus Gotzi: Ihr Konzept sieht Reinvestitionen vor, gleichzeitig bekommen Anleger aber auch Ausschüttungen. Wie gelingt Ihnen das? Wolfgang Dippold: Wir haben generell ein reinvestiertes Konzept. Trotzdem hat der Anleger bei uns die Wahl. Er kann zwischen verschiedenen Ausschüttungs-Varianten wählen. Da ist beispielweise die Möglichkeit der „8 Prozent gewinnunabhängigen Ausschüttung“, welche vor allem für ältere Anleger geeignet ist, die einen Auszahlungsplan und feste Einnahmen brauchen. Die mit „8 Prozent gewinnunabhängige Ausschüttung“ schütten wir von Beginn an monatlich aus. Das bedeutet, dass wir in den ersten ein bis zwei Jahren schneller ausschütten als wir Gewinne erwirtschaften, insofern läuft die Ausschüttung in diesen Jahren gegen die Substanz. Aber sie ist für den Anleger planbar. Alternativ gibt es bei uns auch die Möglichkeit der „6-prozentigen Ausschüttung“ im Jahr, ab dem Jahr 2016, oder die „Thesaurierung“. Das Schöne für den Anleger, der thesauriert, ist, dass er durch

den Gesellschaftsvertrag die Sicherheit hat, dass er uns nach dem 4. Jahr mitteilt - egal ob er es bei Abschluss schon weiß oder nicht - wie viel er im 5. Jahr entnehmen möchte. Er kann bis zur Hälfte der Zeichnungssumme für sich entnehmen. Markus Gotzi: Sie stellen bei Ihrem Fonds dem Anleger Renditen zwischen 7 und 12 Prozent in Aussicht. Wie verlässlich sind die, vor allem vor dem Hintergrund, was Vorgängerfonds erwirtschaftet haben? Wolfgang Dippold: Hier sprechen Sie unsere Leistungsbilanz an. Unsere ersten sechs Fonds, die wir aufgelegt haben, waren wesentlich Fonds im Bereich der Bestandsimmobilien. Danach, ab dem Jahr 2003, haben wir das Konzept der eigenkapitalbasierten Immobilienentwicklung präsentiert. Wenn Sie sich diese Fonds anschauen, liegen alle Fonds im Plan und alle Ausschüttungen der Fonds liegen im Plan. Ich glaube, dabei ist das Entscheidende, dass wir die Objektrenditen, die wir benötigen, um diese 7 bis 12 prozentigen Renditen für unsere Anleger zu erwirtschaften bisher erzielt haben - sogar mit Steigerungen, selbst in der Finanzmarktkrise. Und das Schönste: Kein einziges Objekt, das wir jemals realisiert haben, haben wir negativ abgeschlossen. Deswegen sind wir uns sicher, dass wir die Renditen für unsere Anleger auch weiterhin realisieren. Wir bieten mit unserem Fonds eine Investition in die stabilste und gefragteste Anlageklasse am Markt, in die deutschen Wohnimmobilien. Durch unser zügiges und schnelles Anlagekonzept vermeiden wir alle Langfristrisiken, die mit Immobilien üblicherweise verbunden sind und mit unserem Eigenkapitalkonzept alle Risiken, die mit der Finanzierung verbunden sind. Das alles bei attraktiven Renditen.

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Gotzi's FONDS-Check: Sweden Wood Energy 1

Interview mit Ingo Soriano Eupen, Vorstand der Green Investors AG

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kandinavische Investitionsstandorte fehlten bislang in geschlossenen Fonds. Vor allem aus steuerlicher Sicht lohnten sich Beteiligungen für private Anleger kaum. Green Investors aus Düsseldorf öffnet die Tür nach Norden. Mit dem Fonds „Sweden Wood Energy 1“ finanzieren private Anleger ab 10.000 Euro plus fünf Prozent Agio den Kauf und den Betrieb von Holzheizwerken in Schweden. Ein Markt, auf dem sich kaum ein Anleger auskennen dürfte. Der Initiator fordert daher einen erheblichen Vertrauensvorschuss ein. Markus Gotzi: Die Anleger beteiligen sich mit Ihren ersten Fonds an der Finanzierung von Holzheizwerken in Schweden. Worum geht es bei diesem Investment genau? Ingo Soriano Eupen: Der Anleger beteiligt sich über eine Zwischenfinanzierung in den Aufbau eines Portfolios von Holzheizwerken in Schweden. Der Unterschied zum Holzheizkraftwerk ist, dass wir hier auf die Verstromung verzichten und uns ausschließlich auf die Produktion von Wärme und die Einspeisung in das sehr gut ausgebaute Fernwärmenetz in Schweden konzentrieren. Markus Gotzi: Warum ausgerechnet Schweden? Ingo Soriano Eupen: Schweden hat, wie bereits gesagt, ein sehr gut ausgebautes Fernwärmenetz und ist mit der benötigen Biomasse, in diesem Fall Holzhackschnitzel, hervorragend ausgestattet. Fast 60 Prozent der Fläche Schwedens besteht aus Wald und so ist die Beschaffung des Rohmaterials Holz natürlich ein Einfaches. Markus Gotzi: Der Anleger beteiligt sich nicht direkt, sondern über einen Partizipationsschein, also 36

eine Art Mezzanine-Finanzierung, die der Anleger quasi ohne Sicherheiten zur Verfügung stellt. Geht der Anleger mit diesem Konstrukt nicht ein großes Risiko ein? Ingo Soriano Eupen: Wir mussten diesen Umweg der Zwischenfinanzierung gehen, denn ansonsten wären wir steuerlich sehr schlecht gestellt und das Geschäftsmodell hätte sich so nicht gerechnet. Markus Gotzi: Was heißt das steuerlich für die Anleger genau? Ingo Soriano Eupen: Auf Anlegerseite wird in Deutschland ausschließlich der Kapitalertrag von den 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag versteuert. wmd: Am Ende der Laufzeit profitiert die Betreibergesellschaft, deren Gesellschafter - Erik und Elmar Schäfer - auch die Gesellschafter der Direkt Invest sind, die wiederum die Holding des Initiators Green Investors ist. Ergeben sich aus dieser Konstruktion nicht Interessenkonflikte? Ingo Soriano Eupen: Ich sehe hier keinen Interessenkonflikt, da das Investitionskapital der Familie Schäfer nachrangig nach den Auszahlungen des Partizipationsscheins an den Anleger behandelt wird. Das heißt im Erfolgsfall wird die Familie Schäfer erst nach den Anleger bedient. Markus Gotzi: Anleger bekommen bei Ihrem Fonds laufende Ausschüttungen von 8 – 10,5 Prozent. Am Ende bekommen die Anleger darüber hinaus noch den Equity-Value. Wie wird dieser errechnet? Ingo Soriano Eupen: Wir haben einen unabhängigen deutschen Wirtschaftsprüfer beauftragt, der


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am Ende der Laufzeit den Unternehmenswert der schwedischen Betreibergesellschaft ermittelt. Daraus errechnet sich, mit einer bestimmten Formel, der Überschusszins, der inklusive des Investitionsvolumen und der 2019 fälligen Zinszahlung einen Mittelrückfluss von rund 190 Prozent ergibt. Markus Gotzi: Wer bringt die Expertise mit gerade in Schweden die entsprechenden Holzheizwerke auszuwählen? Ingo Soriano Eupen: Ein sehr wichtiger Punkt. Wir haben hier in den letzten drei Jahren ein gut besetztes Kompetenzteam gebildet. In erster Linie natürlich durch den Vorstandsvorsitzenden der Betreibergesellschaft Stefan Andersson, der schon seit Anfang der 80er Jahre sehr gut im Bereich Biomasse und Holzheizwerke in Schweden vernetzt ist. Darüber hinaus haben wir auch Professor Lars Strömberg (ehemaliger Manager des Energiekonzerns Vattenfall) gewinnen können. In Deutschland werden wir zudem beraten durch die Firma PROLiGNIS, die nicht nur uns sondern auch die Betreibergesellschaft in Schweden berät und auch das Controlling durchführt. Die Firma PROLiGNIS hat bereits sehr erfolgreich Anlagen in einem Volumen von rund 180 Millionen Euro entwickelt und konzipiert. Markus Gotzi:: Warum warten die Schweden ausgerechnet auf deutsches Geld? Warum finanzieren sie die Holzheizwerke nicht selbst? Ingo Soriano Eupen: Wir sind hier in einem anderen Marktsegment als die großen Energiekon-

zerne in Schweden unterwegs. Die Konzerne sind momentan damit beschäftigt, die bestehenden Anlagen in einer Größenordnung von 30 bis 50 Megawatt umzurüsten beziehungsweise zu modernisieren. Wir beschränken und konzentrieren uns auf den Bereich der kleineren und mittleren Anlagen mit rund 10 Megawatt. Diese Anlagen werden derzeit noch von den dortigen Kommunen betrieben. Auch die Kommunen in Schweden möchten von ihrem Geld lieber Kindergärten und Schulen bauen. Von daher sind die Kommunen daran interessiert, dass hier Investoren kommen, die diese Anlagen erwerben und umrüsten - von aktuell fossiler Befeuerung auf die Befeuerung mit Biomasse Markus Gotzi: Der typische New-Energie-Fonds funktioniert aufgrund von staatlich, reglementierten, erhöhten Vergütungssätzen. Wie ist das in Schweden? Ingo Soriano Eupen: Wir haben in Schweden, ins besondere in Bezug auf Wärme, keinerlei Art von Subventionen. Es gibt zwar den Zertifikate Handel, der ist für uns jedoch erst im zweiten Schritt interessant, wenn wir dort auch in die Verstromung gehen. Was wir derzeit machen ist nichts anderes als Wärme verkaufen. Wir produzieren diese Wärme für umgerechnet zwischen fünf und sieben Cent pro Kilowattstunde und verkaufen diese Wärme an feste Abnehmer über langfristige Lieferverträge zwischen 9 und 11 Cent pro Kilowattstunde. Hieraus errechnet sich dann der Gewinn, ganz ohne Subventionen.

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Anleger investieren gezielt antizyklisch

Marktbericht zum Zweitmarkt für geschlossene Fonds für März 2012

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er Handel mit geschlossenen Fonds im März zeigt erstmals in 2012 einen positiven Auftrieb. Bedingt ist dieser durch das rege Interesse vor allem privater Anleger an unterbewerteten Fonds. Björn Meschkat, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG: "Erfreulich ist, dass Investoren die Chancen des Marktes erkennen und nutzen. Sie konzentrieren sich zunehmend auf die wesentlichen Bewertungsdetails einzelner Fonds und investieren gezielt in Fonds mit guten Zukunftsaussichten." Schiffsfonds: Leichter Anstieg der Durchschnittskurse Im März vermelden die Teilnehmer im Zweitmarkt für geschlossene Schiffsfonds 124 öffentliche Handelsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von nominal rund 3,98 Mio. Euro. Der durchschnittliche Kurs aller Transaktionen beträgt 40,6 Prozent (Februar 2012: 39,7 Prozent). Das Ranking der besten Schiffsfonds der Emissionshäuser im März führt mit 142,5 Prozent der Bulker MS Paguera von Harren & Partner an. Auf Rang zwei folgt mit einem Handelskurs von 105,4 Prozent das 2.450-TEU Schiff MS Jandavid S von HCI, den dritten Platz belegt mit 98,5 Prozent das MS Northern Decency der Norddeutschen Vermögen. Schlusslicht im März ist mit

4,0 Prozent das 20 Jahre alte Containerschiff MS Hansa London der Hansa Treuhand. Der Deutsche Zweitmarktindex für die Assetklasse Schiff DZX-S schließt am 30. März bei 816,60 Punkten. Immobilienfonds: Einkaufscenter weiter vorn Im März vermelden die Teilnehmer im Zweitmarkt für geschlossene Immobilienbeteiligungen 265 öffentliche Handelsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von nominal rund 9,35 Mio. EUR. Den höchsten Kurs im Ranking der besten Fonds der Emissionshäuser erreicht mit 550,0 Prozent der DWS ACCESS DGA Einkaufs-Center-Immobilienfonds. Rang zwei belegt mit 260,5 Prozent der DG Anlage EinkaufsCenter-Fonds, auf Platz drei folgt H.F.S. Leasing 1 mit 135,0 Prozent. Das Schlusslicht bildet mit 1,0 Prozent der HL Hannover Leasing Fonds 140 IMETRA. Der durchschnittliche Handelskurs für Immobilienfonds liegt im März mit 43,83 Prozent um um 4,49 Prozentpunkte unter dem aus Februar. Der Deutsche Zweitmarktindex für geschlossene Immobilienfonds DZX-I schließt am 30. März bei 873,41 Punkten. Autor: Deutsche Zweitmarkt AG

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Fondsbörse Deutschland: Starkes erstes Quartal im Zweitmarkt

Handelsumsatz von rund 34 Millionen Euro

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ie ersten drei Monate des laufenden Jahres haben dem Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland einen erfreulichen Handelsumsatz von 34 Millionen Euro beschert. Besonders erfreulich ist der Umsatz im März, der mit rund 13 Millionen Euro noch über den Ergebnissen der Vormonate liegt. Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, zieht daher eine positive Bilanz: „Wir konnten den Umsatz des Vorjahreszeitraums leicht steigern und auch die Zahl der Vermittlungen ist weiter gestiegen.“ Von Januar bis März 2012 haben bereits knapp 1.000 Fondsbeteiligungen erfolgreich den Besitzer gewechselt. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, vor allem vor dem Hintergrund der allgemeinen Marktbedingungen. Der Zuspruch, den wir von Seiten der Anleger erfahren, ist bemerkenswert – was die steigenden Vermittlungen deutlich zeigen.“ Vom Gesamtumsatz im März entfallen rund 9,3 Millionen Euro auf Immobilien, rund 1,7 Millionen Euro auf Schiffsbeteiligungen und etwa 1,8 Millionen Euro auf sonstige Fonds. Die Zahl der Vermittlungen lag bei 340, was für das erste Quartal eine Gesamtzahl an Vermittlungen von knapp 1.000 bedeutet. „Je mehr Anteile wir im Monat vermitteln können, desto erfreulicher gestaltet sich der Handel auch für die Anleger. Denn manch Anleger muss zum Teil Wochen und Monate warten, bis sich ein passender Käufer auf sein Angebot meldet“, so Gadeberg. „Und leider können wir viele Angebote gar nicht vermitteln, weil die Vorstellungen der Verkäufer zum Teil weit von der Realität am Markt entfernt sind. Es ist ein tagtägliches Jonglieren mit den Kursen, das unsere Händler hier vollziehen, um manchen Anleger doch noch zum Zuge zu bringen.“ Betongold weiterhin besonders gefragt Mit einem Volumen von rund 24 Millionen Euro in den ersten drei Monaten machen Immobilienfonds nach wie vor den Schwerpunkt des Handels an der 40

Fondsbörse aus. Und auch die Kurse betreffend liegt dieses Segment vor den anderen. Den höchsten Handelskurs erzielte der DWS ACCESS DGA Einkaufs-Center-Immobilienfonds, der im Februar zu 550,50 Prozent der Nominale den Besitzer wechselte. Auf Platz zwei der Kursrangliste schafft es ein weiterer Einkaufscenterfonds: Der DG Anlage Einkaufs- Center-Fonds konnte mehrfach vermittelt werden, wobei der Höchstkurs bei 260,50 Prozent lag. An dritter Stelle lag der HFS Leasing 01 mit 135,00 Prozent der Nominale. „Wir freuen uns besonders, dass seit 19. März 2012 nun zwölf geschlossene Immobilienfonds der ILG im sogenannten Premium-Segment der Fondsbörse gelistet sind. Die Fonds im Premium-Segment obliegen einer erhöhten Informations- und Transparenzpflicht“, so Gadeberg. SFI Index: Keine Erholung in Sicht Der SFI TKL.SHIP FUND INDEX ist im Vergleich zum Vormonat um weitere 13,12 Prozent gesunken. Für die einzelnen Segmente bedeutet dies einen Rückgang von 24,71 Prozent bei Containerschiffen, 2,94 Prozent bei Tankern und 10,86 Prozent bei Bulkern. Im Bereich der Containerschiffe wird es für die Schifffahrtsgesellschaften immer schwieriger, ein Schiffshypothekendarlehen zu erhalten oder nur zu verlängern. „Die HSH Nordbank vermeldet, dass sie die aktuell in Containerschiffe investierte Kreditsumme bis zum Jahresende um rund ein Viertel abbauen möchte“, sagt Gadeberg. „Da dieses Vorgehen auch von anderen Marktteilnehmern zu erwarten sein wird, wird dies vermutlich zur Folge haben, dass Banken sehr viel schneller auf den Schiffsverkauf drängen werden, falls die Regeltilgung nicht erbracht werden kann.“ Autor: Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG


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PROJECT Fonds Gruppe erweitert REALE WERTE Fondsreihe

Einmalanlage und ratierlicher Vermögensaufbau

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ie 1995 gegründete PROJECT Gruppe überzeugt Anleger und Analysten seit Jahren mit stabil konzipierten Immobilienentwicklungsfonds bei Renditen zwischen 7 und 12 Prozent. Das Erfolgsrezept und Alleinstellungsmerkmal der Franken: konsequente Eigenkapitalstrategie und Spezialisierung auf die Entwicklung von Wohnimmobilien in fünf ausgewählten deutschen Metropolregionen. Jetzt legt das Bamberger Emissionshaus mit den Fonds 11 und 12 zwei neue Immobilienfonds der erfolgreichen REALE WERTE-Reihe auf.

Pünktlich zum Frühlingsanfang startet die PROJECT Fonds Gruppe den Vertrieb ihrer beiden neuen REALE WERTE Fonds 11 und 12. Damit erhalten Anleger die Möglichkeit, ihr Kapital auch künftig gewinnbringend in deutsche Wohnimmobilienentwicklungen der PROJECT Gruppe zu investieren. Die Konzentration auf die kurzen Phasen Neubau und Sanierung von Immobilien bilden das Kernstück des PROJECT Stabilitätskonzeptes: Bei Haltezeiten von nur zwei bis vier Jahren sind Verkaufspreise planbar, eine Nachvermietung oder spätere Revitalisierungskosten entfallen komplett. Zudem bieten diese Phasen die höchsten Renditepotenziale im Bereich der Immobilie. Deshalb ist die von PROJECT verfolgte Anlagestrategie mit Verzicht auf jegliche Fremdfinanzierung für Kapitalanleger hoch interessant.

Einmalanlage und ratierlicher Vermögensaufbau PROJECT hat die Bedürfnisse deutscher Anleger genau identifiziert und bietet mit dem REALE WERTE Fonds 12 einen Einmalanlagefonds sowie mit dem REALE WERTE Fonds 11 den ratierlichen Vermögensaufbau mit eigenkapitalbasierter Wohnimmobilienentwicklung an. Die Einmalanlage erfolgt mit einer Laufzeit ab 10 Jahren und einer Anlage ab 10.000 Euro. Anleger können zwischen einer Entnahme von bis zu 50 Prozent der Zeichnungssumme oder einer planbaren monatlichen gewinnunabhängigen Ausschüttung von 8 Prozent im Jahr wählen. Alternativ gibt es eine monatliche Ansparvariante. Dadurch, dass die Fonds in mindestens 15 Objekte investieren, bietet dieses Konzept eine einmalige Möglichkeit der Immobilienstreuung. Für die Fondsanleger werden Renditen von 7 bis 12 Prozent nach allen Kosten erwartet. Hurdle Rate für PROJECT Gewinnbeteiligung von 8 auf 12 Prozent angehoben „Der wirtschaftliche Erfolg unserer bisher aufgelegten Fonds bestätigt unser Anlagekonzept. Unser Vertrauen in den Erfolg unseres Entwicklungskonzeptes ist sehr hoch, weshalb wir die Hurdle Rate auf Objektebene von 8 auf 12 Prozent angehoben haben. Erst bei darüber hinausgehenden Gewinnen fließt ein Anteil bis zu einem Fünftel an das Management von PROJECT“, so Wolfgang Dippold, geschäftsführender Gesellschafter der PROJECT Fonds Gruppe. 41


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Impressum PROJECT Fonds verzichten konsequent auf Finanzierungen auf allen Ebenen, weshalb die Anleger durch das lastenfreie Grundbuch der Objekte gesichert sind – alle mit einer Finanzierung verbundenen Risiken werden ausgeschlossen. Doch auch weitere Festlegungen stabilisieren die PROJECT Fonds: Dies sind der Verzicht auf Zwischengewinn des Initiators beim Objekteinkauf, klar fixierte Investitionskriterien bei der Objektauswahl, Streuung des Fondskapitals in mindestens 15 Objekte pro Fonds und die Spezialisierung auf die fünf Metropolregionen Berlin, Frankfurt, Hamburg, Nürnberg und München. Mehr Flexibilität für Anleger Stärker als jemals zuvor hat PROJECT bei der Fondskonzeption der neuen REALE WERTE Fonds 11 und 12 die Bedürfnisse von Anlegern berücksichtigt. So wurde nicht nur das Berichtswesen von halbjährlich auf quartalsweise erscheinende Fonds Reports verbessert, sondern auch eine zusätzliche Sonderkündigungsmöglichkeit in definierten Notfällen eingeführt. Bei Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Scheidung, Vererbung sowie bei Feststellung einer nur noch kurzen weiteren Lebenserwartung kann der Anleger vorzeitig auf sein eingesetztes Kapital zugreifen. Ferner besteht jetzt bei der Einmalanlage eine allgemeine Kündigungsmöglichkeit nach dem 5. Jahr. Außerdem wurden laufende Kosten zum Teil verringert, die Wirtschaftsprüfung auf alle Ebenen ausgeweitet sowie die Haftsumme auf ein Prozent reduziert. Autor: PROJECT PI Immobilien AG

Verlag und Herausgeber: wmd Verlag GmbH Wiesseer Straße 126 83707 Bad Wiessee Tel: +49 (0)8022 – 187110 Fax: +49 (0)8022 – 1871129 info@wmd-verlag.de www.wmd-brokerchannel.de Geschäftsführung: Friedrich A. Wanschka Chefredaktion: Friedrich A. Wanschka Layout: Astrid Klee Foto: fotolia, adpic Handelsregister: HRB 165643 Amtsgericht München Bankverbindung: Sparkasse Rosenheim - Bad Aibling BLZ 711 500 00, Kto. 24364 Steuer-Nummer: 139/142/50247 Ust.- IdNr. DE 812638572 Verkaufspreis: 7,50 Euro Anzeigen: Matthias Heß wmd Verlag GmbH c/o SEL Selected Media OHG Kattunbleiche 31a 22041 Hamburg Tel: +49 (0)40 2841083-21 m.hess@wmd-verlag.de Technische Umsetzung / Produktion: wmd Verlag GmbH Astrid Klee Wiesseer Straße 126 83707 Bad Wiessee Tel: +49 (0)8022 – 187110 Fax: +49 (0)8022 – 1871129 info@wmd-verlag.de

Der Verleger übernimmt keine Haftung für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos. Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgt der Autor dem Verleger das ausschließliche Verlagsrecht für die Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts. Dieses Recht bezieht sich insbesondere auch auf das Recht, das Werk zu gewerblichen Zwecken per Kopie zu vervielfältigen und/oder in elektronische oder andere Datenbanken aufzunehmen. Alle veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlegers ist eine Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes unzulässig. Aufsätze und Berichte geben die Meinung des Verfassers wieder. Für den Inhalt ist der Verlag nicht verantwortlich.

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Real I.S. legt achten Australienfonds auf

Langfristiger Mietvertrag mit staatlichem Mieter

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ie Real I.S. AG startet den Vertrieb des Bayernfonds Australien 8. Der Fonds investiert in eine Büroimmobilie im Geschäftszentrum von Melbourne. Die Immobilie ist langfristig über rund zehn Jahre an die australische Regierung, vertreten durch das Verteidigungsministerium, vermietet. Nach Sydney, Canberra und Adelaide kehrt das Emissionshaus mit der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria quasi zu den Wurzeln der Bayernfonds-Australienserie zurück. "In Melbourne hat die Erfolgsstory der Australien-Fonds der Real I.S. im Jahr 2005 begonnen, das Premium-Objekt von damals konnte mit einem Gesamtrückfluss von 147 % nach nur rund zwei Jahren wieder verkauft werden. Das sind gute Voraussetzungen, denn das Gebäude des neuen Fonds liegt nicht weit entfernt, erneut im zentralen Geschäftsviertel", erklärt Andreas Heibrock, Pressesprecher und Mitglied der Geschäftsleitung. Melbourne wurde 2011 wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt und ist darüber hinaus die Stadt in Australien mit dem größten Bevölkerungswachstum. Prognosen zufolge soll es langfristig einen Anstieg um 70 Prozent im Vergleich zu heute auf 6,8 Mio. Einwohner geben. Angesichts dieser Herausforderung legt die Stadt besonders großen Wert auf eine nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlagen, Green Buildings setzen im Büroimmobilienmarkt von Melbourne die Maßstäbe. Das vollvermietete Fondsobjekt Defence Plaza in der 655-661 Bourke Street, Melbourne, umfasst eine Fläche von rund 19.000 Quadratmetern und ist unterteilt in ein Bürohochhaus und ein denkmalgeschütztes eingeschossiges Gebäude mit historischer Fassade. Die Büroimmobilie liegt im Geschäftszentrum von Melbourne und ist nur rund 50 Meter vom wichtigen Verkehrsknotenpunkt des öffentlichen Personennahverkehrs "Southern Cross Station" 44

entfernt. In direkter Nachbarschaft befinden sich renommierte Mieter wie die National Australian Bank (NAB) oder die Australia and New Zealand Banking Group (ANZ). Mieter bis zum Jahr 2021 ist die australische Regierung, vertreten durch das Verteidigungsministerium, welches bereits äußerst lange an das Fondsobjekt gebunden ist. Das nachhaltige und zertifizierte Gebäude hat bereits 3,5 Sterne des australischen Energieeffizienzratings NABERS und soll nach einem umfassenden Modernisierungs- und Aufwertungsprojekt 4,5 Sterne erreichen. Eckdaten des Fonds Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds beträgt rund 131 Millionen Australische Dollar (AUD) inklusive Agio und ist geplant als Eigenkapitalfonds. Gemäß Fondskonzept soll eine jährliche Ausschüttung von anfänglich 6,25 Prozent ansteigend auf 6,5 Prozent nach australischen Steuern erzielt werden. Eine Beteiligung ist ab AUD 15.000 zuzüglich fünf Prozent Agio möglich. "Wir haben auch für diesen Bayernfonds Australien 8 bereits wieder eine hohe Nachfrage in unserem Vertriebspartnerkreis und erwarten eine zügige Platzierung", meint Andreas Heibrock zur Platzierungsdauer des neuen Fonds. Autor: REAL I.S. AG, Immobilien Assetmanagement


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Parkhaus-Investitionen bieten hohe Rendite und geringes Risiko

Research von Bouwfonds REIM

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nvestitionen in Parkhäuser sind eine stabile Art der Immobilienanlage. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Bouwfonds REIM durchgeführte Untersuchung über Parkhausinvestitionen. Die durchschnittliche Rendite eines optimal diversifizierten Portfolios erhöht sich unter Einbeziehung von Parkhäusern um mehr als 100 Basispunkte, während das Risiko reduziert wird. Die Rendite ist besser als bei „traditionellen“ Immobilieninvestments

Sollte der Betreiber ausfallen, bleiben die Gebäudenutzer – die Autofahrer – dennoch erhalten. In diesem Fall fließen dem Investor statt der Mieteinnahmen die vollen Parkeinnahmen zu. Der Cash-Flow wird somit direkt durch die Stellplatzvermietung generiert. Das stellt eine Einnahmensicherheit und ein geringes Risikoprofil dar. Es ist aber wichtig sich auf gute Parkhäuser in guten Lagen zu konzentrieren.“ Hohe Rendite und geringes Risiko

In den vergangenen sieben Jahren wurden mit Investitionen in Parkhäusern bessere Renditen erzielt als mit anderen traditionellen Immobilieninvestments. Laut aktueller Zahlen von IPD lag die durchschnittliche Gesamtrendite von Parkhaus-Investments in den Niederlanden im Zeitraum von 2004 bis 2010 trotz der Wirtschaftskrise mit 10,9 Prozent pro Jahr auf einem sehr hohen Niveau. Im Fall von Parkhäusern besteht das konventionelle Verfahren darin, den Mietzins während der Vertragslaufzeit jährlich durch eine vereinbarte Preisindexklausel (beispielsweise Koppelung an die Inflationsrate) anzupassen. Indexierte Mietverträge für Parkplätze bieten somit eine Wertsicherung und Inflationsschutz. Die Dauer der Mietverträge für Parkplätze variiert zwischen 15 und 30 Jahren. Der Abschluss von Langzeitmietverträgen mit Parkplatzbetreibern bietet nicht nur eine Absicherung gegen die Inflation, sondern auch eine stabile direkte Rendite. Zusätzliche Einnahmensicherheit Parkhaus-Investments kennzeichnen sich durch eine zusätzliche Einnahmensicherheit. Benjamin Rüther, Senior Research Analyst von Bouwfonds REIM erklärt: “Ein Vergleich von Parkhäusern mit Büros macht es deutlich. Für Büroflächen gilt: Wenn ein Mieter auszieht generiert das Objekt erst wieder Einnahmen, wenn ein neuer Mieter gefunden wurde. Dieses Problem existiert bei Parkhaus-Investitionen nicht: Ein Investor erhält Miete vom Betreiber des Parkhauses.

Laut der Analyse von Bouwfonds REIM hat ein optimal diversifiziertes Portfolio ohne Parkhaus-Investitionen eine erwartete Rendite von 7,1% und ein Risiko von 5,7%. Wenn man Parkhaus-Investitionen zu einem diversifizierten Portfolio hinzufügt, dann steigt die Rendite auf 8,2% und das Risiko reduziert sich auf 5,2%. Die Sharpe-Ratio (eine Kennzahl für das Rendite-RisikoProfil eines Assets) für Parkhaus-Investitionen war in der aufgezeichneten Periode im Vergleich zu anderen Immobiliensegmenten sehr günstig. Die Niederlande, eine attraktive Region Die Niederlande sind eine der attraktivsten Regionen Europas für Investitionen in Parkhäuser. Bevölkerungsdichte und Mobilität sind im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehr hoch. Der Kraftfahrzeugbesitz liegt unter dem europäischen Durchschnitt, ist aber deutlich ansteigend. Die oft historischen Innenstädte der niederländischen Gemeinden bieten nur sehr wenige Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum, wodurch eine hohe Akzeptanz für gebührenpflichtiges Parken besteht. Zusätzlich existiert in den Niederlanden eine politische Richtlinie, das Parken im öffentlichen Straßenraum zu verringern, was den Parkhäusern zugutekommt. Der Parkraummangel verstärkt sich, da die Innenstädte insbesondere als Einzelhandelsstandort, infolge der strikten Restriktionen für Entwicklungen „auf der grünen Wiese“, einen Aufschwung erleben. Autor: Bouwfonds Real Estate Investment Management

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Fondshaus Hamburg führt Produktreihe mit erweitertem Wohnimmobilienfokus fort

Neuer Fonds investiert in Studentenapartment-Anlagen in Hamburg und Frankfurt/Main

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ondshaus Hamburg führt seine Produktreihe mit erweitertem Wohnimmobilienfokus fort. Nachdem das Hamburger Emissionshaus unlängst den Start einer Beteiligung am Neubau eines „Adagio City Aparthotels“ in Köln bekanntgegeben hatte, investiert der neue Fonds „FHH Immobilien 12 - Studieren & Wohnen“ in zwei Anlagen mit Studentenapartments in Hamburg und Frankfurt/ Main, die im Oktober 2012 bzw. November 2013 fertig gestellt werden sollen. Für beide Objekte (Gesamtmietfläche rund 6.200 Quadratmeter) bestehen 20-Jahresmietverträge. Betreiber wird die FDS gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in Erlangen sein, eine seit über 40 Jahren auf die Verwaltung von Studentenwohnheimen spezialisierte gemeinnützige Stiftung im Verbund der Moses Mendelssohn Stiftung. Das Gesamtinvestitionsvolumen des „FHH Immobilien 12 - Studieren & Wohnen“ liegt bei ca. 29,6 Millionen Euro. Es sollen rund 18,4 Millionen Euro zuzüglich Agio (etwa 62 Prozent) bei privaten Anlegern eingeworben werden. Diese können sich ab 50.000 Euro zuzüglich drei Prozent Agio beteiligen. Ab 2014 wird mit Auszahlungen von 5,5 Prozent p.a. kalkuliert. Die Anleger können mit 5,5 Prozent Auszahlungen per annum ab der Objektübernahme der Studentenapartmentanlage in Frankfurt im November 2013 rechnen. Bis dahin erhalten Anleger zeitanteilig 2,5 Prozent per annum. Insgesamt werden bis zum Ende der geplanten Fondslaufzeit 2024 für die Anleger laufende Auszahlungen aus der Vermietung und Verpachtung in Höhe von 64,5 Prozent und zusätzlich aus der Veräußerung der Objekte eine Schlussauszahlung von rund 102,7 Prozent prognostiziert. Marktlücke für Studentenapartments „Anleger profitieren bei diesem Beteiligungsangebot von einem sehr günstigen Verhältnis von An-

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gebot und Nachfrage, denn Studentenwohnungen sind gerade in Metropolregionen knapp“, erläutert Angelika Kunath, Geschäftsführerin bei Fondshaus Hamburg. So steht bundesweit gerade mal für jeden neunten Studenten ein öffentlicher Wohnheimplatz zur Verfügung. In Universitätsstädten wie Hamburg oder Frankfurt/Main, gibt es noch weniger Plätze. In Hamburg beispielsweise teilten sich 2011 rund 88.000 Studierende gerade mal 5.800 Wohnheimplätze. Die meisten Studenten bevorzugen jedoch als Unterkunft eine Mietwohnung. Wie aus der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes hervorgeht, würden 83 Prozent gerne in einer eigenen Wohnung oder Wohngemeinschaft leben. Tatsächlich tun es bislang nur 65 Prozent. „Es besteht daher eine Marktlücke für Studentenapartments“, konstatiert Angelika Kunath Beide Anlagen des „FHH Immobilien 12 - Studieren & Wohnen“ liegen zentral in Innenstadtnähe, das Hamburger Albrecht-Mendelssohn-Bartholdy-Haus an der Ecke Hühnerposten/Schultzweg und das Franz-Oppenheimer-Haus in der Frankfurter Europaallee. Die 130 Apartments mit 160 Apartmentplätzen in Hamburg beziehungsweise 131 Einzelapartments in Frankfurt

sind komplett und modern eingerichtet. In der „AllIn-Miete“ sind sämtliche Nebenkosten enthalten, auch eine Strom- und Internetflatrate. Zudem kümmert sich ein Gebäudemanager vor Ort um technische Probleme sowie alle Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit den Wohnungen, so dass die Studenten einen persönlichen Ansprechpartner haben. Im Frankfurter Objekt befindet sich im Erdgeschoss zudem eine Kindertagesstätte. Ende 2024 sollen die Objekte nach einer Haltedauer von durchschnittlich etwa 13 Jahren verkauft werden. Die Restlaufzeiten der Miet- bzw. Pachtverträge betragen dann noch durchschnittlich gewichtet rund acht Jahre. Kalkuliert wurde ein Verkauf auf der Basis des 16,5-fachen der unterstellten Miete. Dies entspricht im Vergleich zum Einkaufsfaktor einem Abschlag einer halben Jahresnettomiete der für 2025 unterstellten Miete. Zur weiteren Sicherheit wurde zudem insgesamt für beide Objekte ein Verkaufsabschlag in Höhe von etwa 950.000 Euro für Revitalisierungsmaßnahmen und Verkaufskosten kalkuliert. Autor: FHH Fondshaus Hamburg

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WealthCap startet neuen Immobilienfonds Zu 100 Prozent an die Sparkasse KölnBonn vermietet

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m April startet WealthCap den Vertrieb des neuen geschlossenen Immobilienfonds „WealthCap Immobilien Deutschland 34“. Damit können sich Anleger an einer Büroimmobilie in der Rheinmetropole Köln beteiligen. Bei dem Objekt handelt es sich um ein im Jahr 2004 errichtetes Verwaltungsgebäude der Sparkasse KölnBonn. Das Bürogebäude verfügt über eine Gesamtfläche von 31.798 qm und ist vollständig an die Sparkasse KölnBonn vermietet. Die größte kommunale Sparkasse Deutschlands besitzt einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von mehr als 12 Jahren. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Fondsgesellschaft beläuft sich auf rund 81,7 Millionen Euro (inkl. 5 Prozent Agio). Der Ankaufsfaktor betrug 13,75 Jahresmieten. „Gut vermietete Büroobjekte an den deutschen Top-Standorten gelten international mehr denn je als aussichtsreiche und stabile Investitionsform,“ betont Gabriele Volz, WealthCap Geschäftsführerin Marketing, Vertrieb und Kundenservice.

Beteiligungsangebot mit bewährtem Flexibilitätskonzept Anleger des neuen Immobilienfonds haben die Möglichkeit, sich für ein flexibles Anlagekonzept zu entscheiden und damit die Beteiligung an ihre individuellen Lebensumstände anzupassen. So können sie zwischen einer beliebigen Einzahlungsrate zwischen 70 und 100 Prozent der Zeichnungssumme wählen. Zudem können Anleger entscheiden, den Restbetrag entweder durch Ausschüttungsverzicht zu leisten oder zu einem späteren Zeitpunkt durch Einzahlung auszugleichen. Zusätzlich haben Anleger die Wahl, Ausschüttungen zu thesaurieren. Die Thesaurierung wird mit einem variablen Ertrag von zur Zeit 2,75 Prozent p.a. vergütet. Darüber hinaus sieht das Angebot für Einzahlungen bis zum 31.12.2012 einen Frühzeichnerbonus in Höhe von vier Prozent p.a. vor. „Das flexible Fondskonzept bietet dem Anleger eine maßgeschneiderte Lösung und ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität bei der Immobilienbeteiligung“, sagt Gabriele Volz. Eckdaten des Fonds Mit dem Beteiligungsangebot plant WealthCap rund 43 Millionen Euro Eigenkapital zu platzieren. Die Prognoserechnung erstreckt sich über einen Zeitraum von 15 Jahren. Während des Prognosezeitraumes sollen rund 218 Prozent des eingezahlten Kommanditkapitals an die Anleger zurückfließen. Die Prognose sieht regelmäßige Ausschüttungen in Höhe von 5,75 Prozent p.a. vor. Erstmalige Rückflüsse an die Investoren sind für das Jahr 2013 geplant.

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Die Einkünfte aus der Beteiligungsgesellschaft werden als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung behandelt. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 10.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio bezogen auf die Zeichnungssumme. Die Annahmen der Fondskalkulation zeigen den konservativen Charakter des Beteiligungsangebots. Wesentliche Eckdaten der Fondskalkulation • Eigenkapitalquote in Höhe von 52,6 Prozent der Gesamtinvestition • Hohe annuitätische Tilgung in Höhe von anfänglich 3 Prozent p.a. • Revitalisierungskosten in Höhe von 6 Millionen Euro (ca. eine Jahresmiete) zum Ende der Mietvertragslaufzeit • Mietabschlag in Höhe von 25 Prozent zum Ende der Mietvertragslaufzeit • Inflationsannahme 2,0 Prozent p.a. Der Standort Köln Die Rheinmetropole Köln ist mit knapp einer Million Einwohnern die größte Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen und die viertgrößte Stadt in Deutschland. Die Domstadt ist ein bedeutendes Handelszentrum und nimmt eine führende Stellung im

Westeuropäischen Güterverkehr ein. So weist Köln das höchste Eisbahnaufkommen Deutschlands aus und verfügt über den größten Container- und Umschlagbahnhof des Landes. Der Wirtschaftsstandort Köln wird vom Dienstleistungsgewerbe geprägt – mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet im Dienstleistungssektor. Köln gilt neben München als bedeutendster Medienstandort der Bundesrepublik. Seit der Jahrtausendwende verzeichnet die Stadt eine positive Bevölkerungsentwicklung, die unter anderem auf beschäftigungsbedingte Zuzüge zurückzuführen ist. Der Immobilienstandort Köln zählt mit 7,4 Millionen qm Bürofläche zu den Big-Seven in Deutschland. Einer Umfrage des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zu Folge weist Köln gemeinsam mit Düsseldorf und Bonn im Bundesvergleich die höchste Attraktivität als Bürostandort aus. Die Leerstandsquote in Köln hat sich auch in den Krisenjahren 2008 und 2009 als äußerst stabil erwiesen und liegt mit zur Zeit 8,4 Prozent unterhalb des Durchschnittwertes der A-Standorte. Die Fondsimmobilie befindet sich in der Adolf-GrimmeAllee im Gewerbegebiet „Am Butzweilerhof“. Der Makromarkt Köln-Ossendorf verzeichnet seit 2006 stetig sinkende Leerstandsraten und weist heute mit 4,6 Prozent den geringsten Leerstand in Köln aus. Autor: Wealth Management Capital Holding GmbH

Seniorenheime - Die Demographie ist kein Selbstläufer

Kriterien für erfolgreiche Pflegeimmobilienfonds: Gute Lage, attraktive Immobilie und überzeugendes Fondskonzept

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ie Deutschen werden immer älter. So beläuft sich die verbleibende Lebenserwartung von heute 65-jährigen Männern nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf weitere 17 Jahre und 4 Monate. Bei gleichaltrigen Frauen beträgt sie statistisch sogar weitere 20 Jahre und 7 Monate. Und mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Ab dem 65. Lebensjahr verdoppelt es sich geschätzt alle fünf Jahre. „Die

Nachfrage nach guten Pflegeplätzen wird weiter zunehmen. Das ist für Anleger interessant, die in diesen Markt investieren wollen“, sagt Frank Schuhmann, Prokurist und Chefanalyst des Beteiligungsspezialisten dima24.de. 49


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Fakt ist: Der Bedarf ist da. So wird bis zum Jahr 2050 die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von derzeit 2,1 Millionen auf mindestens 4,2 Millionen steigen. Dies steigert auch die Nachfrage nach Pflegeheimplätzen: Laut Berechnungen von CBRE Research werden 2030 mehr als 1,2 Millionen Menschen in Pflegeheimen leben – ein Plus von rund 70 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. „Ein Vorteil von Pflegeimmobilien, etwa gegenüber Bürogebäuden, ist die geringere Abhängigkeit von der Konjunktur, denn Pflegebedürftigkeit richtet sich nicht nach der gesamtwirtschaftlichen Lage“, sagt Schuhmann. Pflegeimmobilien versprechen daher langfristig stabile Einnahmen. Auch die Rendite kann sich sehen lassen: Aktuelle Pflegeimmobilienfonds prognostizieren zwischen 6,5 und 8,5 Prozent Auszahlungen für die Anleger – und damit mehr als derzeit bei Wohnimmobilien in guter Lage möglich ist.

Drittens muss der Pflegebetreiber leistungsfähig sein und die Gesamtkalkulation stimmen, damit eine Investition in eine Pflegeimmobilie zum Erfolg wird: Laut Schuhmann sollten Anleger auf einen großen, erfahrenen und bonitätsstarken Betreiber achten. Auch die Pacht ist entscheidend: „Es sollten nur Pflegeimmobilien in Frage kommen, die für die Laufzeit des Fonds fest verpachtet sind, um stabile Mieteinnahmen und damit Auszahlungen für die Anleger darstellen zu können“, so Schuhmann. Die Höhe der Pacht darf den Betreiber dabei wirtschaftlich nicht überfordern. „In der Vergangenheit ging diese Rechnung bei manchen Pflegeimmobilienfonds nicht auf, die Immobilien waren zu teuer eingekauft worden und die Betreiber konnten die Pacht nach zehn Jahren nicht mehr zahlen“, sagt Schuhmann.

Demographie allein ist nicht genug: Auf Lage, Objekt und Betreiber kommt es an „Die Nachfrage nach Pflegeheimplätzen wird steigen, allerdings ist die Demographie allein noch keine Garantie für den Erfolg eines Investments in Pflegeimmobilien“, erläutert Schuhmann. So geht die Unternehmensberatung Ernst & Young von einer deutlichen Konsolidierung in der Pflegebranche in den nächsten Jahren aus, die vor allem großen Pflegeheimbetreibern nützt. Anleger sollten sich deshalb vor ihrer Investitionsentscheidung ausführlich beraten lassen und insbesondere drei Aspekte bei der Fondsauswahl beachten: eine gute Lage, eine attraktive Immobilie und einen leistungsfähigen Betreiber. Erstens ist die Lage des konkreten Pflegeheims ein wichtiges Kriterium für ein erfolgreiches Investment. „Wie jede andere Wohnimmobilie auch sollte die Pflegeimmobilie möglichst zentrumsnah liegen, eine gute Infrastruktur und ein schönes Wohnumfeld bieten – so dass dort auch Menschen einziehen wollen“, sagt Schuhmann. Der zweite Punkt ist die Attraktivität und das Alter des Pflegeheims selbst: Schuhmann empfiehlt Anlegern, darauf zu achten, dass die Pflegeimmobilie möglichst neu oder neuwertig ist. Bei älteren Pflegeheimen muss in der Fondskalkulation genug Kapital für eine Generalsanierung der Immobilie zurückgestellt sein, damit sich die Investitionskosten bei Änderungen der Nachfrage oder rechtlichen Neuregelungen im Rahmen halten. Vor dem Hintergrund, dass künftig die Unterbringung in Einzelzimmern vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden könnte, sollte das Pflegeheim darüber hinaus über einen möglichst hohen Anteil von Einzelzimmern verfügen. 50

Pflegeimmobilienfonds als Anlagealternative zu Büro- und Wohnimmobilienfonds Pflegeimmobilienfonds sind aktuell ein Nischenmarkt, in dem nur wenige Fondsgesellschaften aktiv sind. „Aufgrund der möglichen Rendite und der Anlagesicherheit können sie für Anleger eine interessante Alternative zu Wohn- oder Büroimmobilienfonds sein, wenn die Besonderheiten dieser Assetklasse beachtet werden“, meint Schuhmann. Derzeit hat dima24.de zwei Pflegeimmobilienfonds im Angebot. Anleger, die sich über dima24.de an einem geschlossenen Fonds beteiligen, sparen in jedem Fall bares Geld: Das Agio von 5 Prozent wird bei allen angebotenen Fonds zurückgezahlt. Autor: dima24.de, Vermögensbratung GmbH


Investment | ANLAGESPIEGEL 2012

Anlegerstudie im ersten Quartal 2012 Anleger bleiben Sparkonto treu

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ie Stimmung unter den Anlegern in Deutschland hat sich im ersten Quartal 2012 deutlich aufgehellt. So rechnen 28 Prozent der Befragten mit steigenden Aktienkursen in den nächsten sechs Monaten im Vergleich zu 19 Prozent im Vorquartal. Von einem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland gehen 18 Prozent aus, zehn Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung. Gleichzeitig fürchtet die Mehrheit (84 Prozent) weiter steigende Preise bei unverändert niedrigen Zinsen (50 Prozent). Dennoch bleibt das Sparkonto mit 79 Prozent die meistgenutzte Anlageform. Dies zeigt eine Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten im ersten Quartal 2012. Die Aussichten für die Aktienmarktentwicklung in den nächsten sechs Monaten haben sich verbessert. Gut ein Viertel (26 Prozent) der Befragten erwartet leicht steigende Börsennotierungen. Im vierten Quartal 2011 waren es lediglich 18 Prozent. An stark steigende Aktienkurse glauben zwei Prozent (Vorquartal: ein Prozent). Auch der Anteil derer, die von einer Seitwärtsbewegung der Märkte ausgehen, nimmt um acht Prozentpunkte auf 32 Prozent zu. Im Gegenzug werden die pessimistischen Stimmen leiser: Während im letzten Quartal noch 45 Prozent von fallenden Kursen überzeugt waren, sind es aktuell 31 Prozent. Den optimistischeren Ausblick für Aktien teilen auch die Experten von Union Investment. "Das Umfeld für den Aktienmarkt hat sich verbessert. Die Gewinnerwartungen sind gut", sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer von Union Investment. Ebenso die Dividendenaussichten, denn in den letzten zwölf Jahren hätten noch nie so viele Unternehmensgewinne im Deutschen Aktienindex gesteckt. "Dazu kommen die niedrigen Bewertungen, wodurch Aktien, insbesondere von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite, weiterhin als Anlage zu empfehlen sind", erläutert er. Allerdings müsse nach dem starken Jahresauftakt mit temporären Rückschlägen gerechnet werden. Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Der zukünftigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland blicken die Anleger ebenfalls mit mehr Optimismus entgegen. Einen konjunkturellen Aufschwung erwarten 18 Prozent, mehr als doppelt so viel als im vierten Quartal 2011 (acht Prozent). An eine gleichbleibende Situation glauben 54 Prozent gegenüber 49 Prozent bei der letzten Befragung. Nur 28 Prozent gehen davon aus, dass sich die hiesige Konjunktur eintrüben wird. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei 42 Prozent. Anleger fürchten Kaufkraftverlust Mit Blick auf die Teuerungsrate in den nächsten sechs Monaten gehen 74 Prozent von leicht steigenden Preisen aus (Vorquartal: 72 Prozent). Stark steigende Preise erwarten mit zehn Prozent drei Prozentpunkte weniger als im letzten Quartal. Unverändert bleibt der Anteil der Befragten, die von einem konstanten Preisniveau ausgehen (14 Prozent) sowie leicht fallende Preise vermuten (ein Prozent). Seit dem ersten Quartal 2010 rechnet keiner mehr mit stark fallenden Preisen. Gleichzeitig vertritt jeder Zweite die Meinung, dass die Zinsen im nächsten halben Jahr gleichbleiben. Dies ist ein Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum letzten Quartal. Demgegenüber nimmt der Anteil derer, die von fallenden Zinsen überzeugt sind, um sieben Prozentpunkte auf knapp ein Fünftel (19 Prozent) ab. Mit steigenden Zinsen rechnen nahezu unverändert 27 Prozent (Vorquartal: 28 Prozent). Sparkonto vor Preissteigerungen nicht gewappnet Obwohl die Anleger für die Entwicklung der Aktien51


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märkte sowie der Konjunktur wieder positiver gestimmt sind und auch nur 26 Prozent der Befragten ihr Sparkonto vor der Inflation geschützt sehen, setzen sie ihre Erwartungen nicht in ihrer Geldanlage um. Grund dafür ist das nach wie vor sehr hohe Sicherheitsbedürfnis. Für mehr als die Hälfte der Anleger (57 Prozent) steht der Aspekt der Sicherheit an erster Stelle bei ihrer Geldanlage (Vorquartal: 61 Prozent). Deutlich wird dies an der hohen Besitzquote des Sparkontos (79 Prozent). Gay rät daher: "Statt den Kopf in den Sand zu stecken und ihr Vermögen weiterhin auf Sparkonten zu parken, sollten Anleger in höher rentierliche Anlageformen wie beispielsweise Aktien investieren." Denn wer das Sparkonto derzeit nutzt, hätte sogar einen realen Vermögensverlust, da die Renditen von maximal 0,5 Prozent weit unter der Geldentwertung liegen. "Anleger, deren individuelles Risikoprofil eine Anlage in Aktien nicht zulässt, können sich bereits mit

kleinsten Beiträgen an Offenen Immobilienfonds beteiligen und sich so vor Preissteigerungen schützen. Durch die breite Streuung des Fondsvermögens über unterschiedliche Wirtschaftsregionen, Standorte, Nutzungsarten sowie Mietlaufzeiten erzielen sie stetige Erträge, die nur zum Teil versteuert werden müssen", so Gay. Seit Anfang 2001 lässt Union Investment durch das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Anlegerverhalten durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Die aktuelle Befragung für das erste Quartal 2012 fand in der Zeit vom 30. Januar bis 7. Februar statt. (Bei Umfragewerten, die sich nicht zu hundert Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an.) Autor: Union Investment, Gesellschaft mbH

Dividendenhauptsaison eröffnet: Fidelity erläutert, was Anleger beachten sollten

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aimler eröffnet morgen mit seiner Hauptversammlung die Dividendenhauptsaison in Deutschland. Insgesamt schütten die DaxKonzerne in diesem Jahr 27,5 Mrd. Euro an ihre Aktionäre aus - so viel wie lange nicht. Doch welche Dividendenzahler sind für Anleger wirklich interessant? Drei Fragen an Christian von Engelbrechten, Manager des Fidelity Germany Fund von Fidelity Worldwide Investment: Wie attraktiv sind deutsche Dividendentitel im internationalen Vergleich? "Betrachtet man nur die Dividendenrendite, also den an Aktionäre ausgeschütteten Teil des Unternehmensgewinns pro Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs, ist Deutschland mit einer durchschnittlichen Rendite von rund 3,6 Prozent weniger attraktiv als viele andere europäische Länder. Allerdings muss man über diese Zahl hinaus blicken, denn hohe Dividendenrenditen sind häufig ein Zeichen einer Notlage. Beispiel Spanien: Die dortigen Unternehmen haben im Durchschnitt eine sehr hohe Dividenden52

rendite. Die Nachhaltigkeit dieser Rendite ist jedoch mehr als zweifelhaft." Wie nachhaltig sind die Dividenden deutscher Konzerne? "Gemessen an der historischen Entwicklung und im Vergleich zu anderen Anlagen wie Festgeld ist die Dividendenrendite in Deutschland hoch. Aber vor allem sind die Dividenden hier nachhaltig und dürften sogar noch steigen. Deutsche Unternehmen zeichnen sich durch gesunde Bilanzen, konstante Zahlungsströme und eine hohe Wettbewerbsfähigkeit aus. Dadurch werden sie wachsen und attraktive Dividenden ausschütten können." Sollten Anleger sich auf Aktientitel konzentrieren, die über Jahre eine gute Dividende gezahlt haben,


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oder sind Firmen interessanter, die zum ersten Mal Dividenden zahlen - wie Apple? "Eine kontinuierliche Dividendenzahlung ist ein Kennzeichen für Qualitätsunternehmen. Allerdings ist es sehr wichtig, neben der historischen Kontinuität vor allem das künftige Potenzial zu analysieren. Dass Apple erstmals eine Dividende gezahlt hat, ist positiv. Ich würde in ein derartiges Unternehmen investieren, wenn ich sicher wäre, dass es weiter wachsen kann und die Dividende keine einmalige Angelegenheit war."

Christian von Engelbrechten ist seit 2005 bei Fidelity und seit Januar 2011 Manager des Fidelity Funds Germany Fund. Davor war er Research Analyst und Assistant Manager des Fidelity Funds Germany Fund. Der Fonds hat ein Volumen von 795 Mio. Euro (Stand 29.2.2012) und investiert in deutsche Aktien mit einem Schwerpunkt auf kleine und mittlere Unternehmen. Seit seiner Auflage am 1. Oktober 1990 hat der Fonds eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7 Prozent erwirtschaftet. Autor: Fidelity Investment Services GmbH

SAUREN Dachfonds mit neuen historischen Höchstständen

Wertrückgänge in Folge der Staatsschuldenkrise vollständig ausgeglichen

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ahlreiche SAUREN Dachfonds haben aktuell neue historische Höchststände erreicht und konnten damit die zwischenzeitlichen Wertrückgänge in Folge der Staatsschuldenkrise vollständig ausgleichen. Viele der für die Dachfondsportfolios ausgewählten Fonds entwickelten sich sehr erfreulich und konnten deutliche Mehrwerte gegenüber ihren jeweiligen Referenzindizes erwirtschaften, nachdem insbesondere die Maß-nahmen der Europäischen Zentralbank zu einem verfestigten Vertrauen und einer wieder zunehmenden Risikobereitschaft der Marktteilnehmer geführt hatten. Neben Aktienfonds profitierten zahlreiche Anleihenfonds deutlich von der Entwicklung an den Märkten und auch viele Absolute-Return-Fonds fanden in die Erfolgsspur zurück. Die auf einer breiten Basis überzeugenden Ergebnisse führten zu einer sowohl unter absoluten als auch unter relativen Gesichtspunkten sehr erfreulichen Entwicklung der SAUREN Dachfonds. Der SAUREN Global Defensiv verzeichnete den besten Jahresstart seiner Historie und legte im laufenden Jahr bereits um 3,3 Prozent zu. Mit einem Wertzuwachs in Höhe von 41,8 Prozent seit Auflegung im Februar 2003 erreichte der SAUREN Global Defensiv einen neuen historischen Höchststand. Auch der SAUREN Zielvermögen 2020, der SAUREN Zielvermögen 2030 sowie der SAUREN Global Stable Growth erzielten aktuell neue histo-

rische Höchststände und verzeichneten darüber hinaus im laufenden Jahr überzeugende Mehrwerte gegenüber ihrem jeweiligen Referenzindex. „Ich freue mich, dass die Stabilisierung an den Finanzmärkten insbesondere aufgrund der sinnvollen Port-foliostrukturierung unserer Dachfonds und der überzeugenden Leistungen der von uns sorgfältig ausge-wählten Fondsmanager sowohl zu sehr attraktiven absoluten Wertzuwächsen als auch zu Mehrwerten gegenüber den jeweiligen Referenzindizes geführt hat“ hebt Eckhard Sauren die guten Ergebnisse der von ihm verwalteten Dachfonds im laufenden Jahr hervor. „Wir freuen uns sehr über die Entwicklung und sehen auch aufgrund des Interesses an der neuen, jedes Jahr fix 3 Prozent ausschüttenden Anteilklasse 3F des SAUREN Global Defensiv, dass unsere Dachfonds wieder nachhaltig in den Vertriebsfokus vieler unserer Partner rücken“ erklärt Vertriebsvorstand Peter Buck und ergänzt: „Insbesondere die langfristigen Erfolge und Mehrwerte unserer Dachfonds zeigen auf, warum unsere Partner die SAUREN Dachfonds regelmäßig als Basisinvestment in ihren Kundenportfolios einsetzen.“ Autor: Sauren Fonds-Service AG

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Anleger verschenken Potenzial

Investmentbarometer Emerging Markets von J.P. Morgan Asset Management

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ie Emerging Markets sind in der Finanzwelt in aller Munde. Stehen sie doch für wirtschaftliche Impulse, die auch für die etablierten Wirtschaftsnationen zunehmend als Wachstumsmotor fungieren. Doch wie steht es um die Kenntnisse rund um die aufstrebenden Wirtschaftsnationen bei deutschen Privatanlegern? „Mit unserer Befragung wollten wir der Sache auf den Grund gehen. Die Erkenntnisse sind beunruhigend. Hier tut Aufklärung Not“, erläutert Jean Guido Servais, Marketing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei J.P. Morgan Asset Management. So zeigt die Studie, die J.P. Morgan Asset Management gemeinsam mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhebt, dass gerade mal 39,2 Prozent der Befragten den Begriff „Emerging Markets“ in Bezug auf Finanzen schon einmal gehört haben. Als Kenner des Begriffs sehen sich lediglich 15,5 Prozent. 23,7 Prozent geben an, zwar den Begriff, aber nicht die Bedeutung zu kennen. Für 60,8 Prozent der Befragten ist der Begriff Emerging Markets ein Fremdwort. Hier zeigen sich bei den Geschlechtern deutliche Unterschiede: 21,0 Prozent der Männer bescheinigen sich gute Kenntnisse, bei den Frauen sind es nur 10,3 Prozent. Jeder Dritte hält Schwellenländer und EuroStaatsanleihen für gleich risikoreich Bei der Risikoeinschätzung einer Anlage in Emerging Markets gegenüber Euro-Staatsanleihen halten 38,1 Prozent ein Schwellenländer-Investment für viel risikoreicher. 36,8 Prozent schätzen die Risiken bei beiden Anlagen gleich hoch ein – eine Abweichung von lediglich 1,3 Prozentpunkten. 5,6 Prozent halten ein Investment in die aufstrebenden Märkte sogar für weniger risikoreich als ein Engagement in Euro-Staatsanleihen. In den neuen Bundesländern dominiert das Lager derjenigen, die für beide An54

lagen identische Risiken sehen. „Die Risikoeinschätzung verdeutlicht eine solide Vertrauensbasis, die Schwellenländer-Investments bei Anlegern schon heute genießen. Vor dem Hintergrund der Berichterstattung zu den Eurostaaten ziehen Investoren die aufstrebenden Märkte als Anlageoption durchaus in Betracht“, kommentiert Servais. Anleger sind in den Emerging Markets quasi nicht engagiert Trotz punktuell vorhandener Kenntnisse und ausgewogener Risikoeinschätzung sind deutsche Anleger bisher nur minimal in Schwellenländern investiert. Gerade einmal 2,5 Prozent der Befragten haben bereits eine Anlage in dieser Region getätigt. Hierbei sind Männer (2,9 Prozent) und alte Bundesländer (2,6 Prozent) überdurchschnittlich engagiert, während Frauen (2,1 Prozent) und die neuen Bundesländer (1,8 Prozent) dagegen unterdurchschnittlich investiert sind. Bei der Anlageform liegen Aktienfonds bei allen Gruppen deutlich vor Anleihefonds – bei den Frauen erzielen Anleihefonds mit 0,6 Prozent noch den höchsten Wert. Insgesamt sind viermal so viele Schwellenländerinvestoren in Aktienfonds wie in Anleihefonds investiert.


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Noch wenige Anleger planen ein Investment in den Wachstumsnationen – Aktienfonds bevorzugt Nach ihren Investmentvorhaben der nächsten sechs Monate befragt, können sich 3,1 Prozent eine Anlage in Emerging Markets vorstellen, 96,2 Prozent möchten sich in naher Zukunft nicht in den Schwellenländern engagieren. 0,7 Prozent sind noch unentschlossen. Männer (3,5 Prozent) liegen in punkto Investmentbereitschaft vorn. Bezüglich der Anlageform sind rund 75 Prozent der Befragten, die ein Schwellenländer-Investment planen, noch unsicher. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Anleger Potenziale für ihr Depot ungenutzt lassen. Hier müssen wir Aufklärungsarbeit leisten und Chancen aber auch Risiken eines Engagements aufzeigen“, weiß der J.P. Morgan Experte. Aufklärung dringend nötig, um Potenziale der globalen Wachstumsregionen auszuschöpfen Generell an Schwellenländer-Investments interessiert sind 16,1 Prozent. Die große Mehrheit, 70,4 Prozent, zeigt aktuell jedoch noch kein Interesse. Die restlichen 13,5 Prozent sind dem Themenfeld gegenüber neutral aufgestellt. Das größte Interesse zeigen Männer mit 20,5 Prozent und Befragte aus den neuen Bundesländern mit 22,6 Prozent. „Hiesige Anleger haben zwar punktuell eine Vorstellung vom Begriff Emerging Markets, die zunehmende Bedeutung der Wachstumsregionen spiegelt sich aber noch nicht in der Geldanlage der Sparer“, stellt Servais fest. Die vorhandene Vertrauensbasis, über die Emerging-Markets-Investments bereits verfügen, stelle ein gutes Fundament dar, es fehle jedoch

an einer breiten Investitionsbereitschaft. „Wenn wir uns vor Augen halten, dass mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung in den Schwellenländern leben und deren Volkswirtschaften in den vergangenen Jahren um mehr als sechs Prozent jährlich zunahmen, nimmt das Thema in der öffentlichen Diskussion noch nicht den entsprechenden Raum ein“, erläutert er. Neben der günstigen Demografie versprechen zunehmende Urbanisierung, anziehender Binnenkonsum, eine sich permanent verbessernde Infrastruktur und gute Bonitäten weiteres Wachstum. Die lokalen Finanzmärkte gewinnen zunehmend an Bedeutung und sind bereits ihren Kinderschuhen entwachsen. So finden Anleger in den Emerging Markets sowohl auf der Anleihen- als auch auf der Aktienseite wichtige Investmentbausteine. „Sparer, die langfristig für ihr Alter vorsorgen möchten, sollten für die aufstrebenden Länder sensibilisiert werden. Hier liegen große Wachstumschancen - auch für das Depot der Anleger“, resümiert Servais. Zum J.P. Morgan Asset Management Investmentbarometer Emerging Markets (Deutschland) Im Auftrag von JPMorgan Asset Management erstellte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg im März 2012 erstmals ein Investmentbarometer Emerging Markets. Die Umfrage erfolgte unter rund 2.000 Frauen und Männern ab 20 Jahren, die repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland sind. Für die Befragung wurden etwa 500 Interviewer eingesetzt. Die Studie erfasst Begriffskenntnis, Risikoeinschätzung und Investmentverhalten rund um Schwellenländer von deutschen Privatanlegern. Das Investmentbarometer Emerging Markets wird in Zukunft in regelmäßigen Abständen erhoben. Die erste Erhebung fand vom 9. bis 23. März 2012 statt. Autor: JPMorgan Asset Management

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Neue Fonds entsprechen Risikoabneigung der Anleger

Scope hat die Neuauflagen von Fonds in unterschiedlichen Kategorien analysiert

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cope hat die Neuauflagen von Fonds in unterschiedlichen Kategorien analysiert. Ergebnis: Vor allem in Bereichen, die als konservativ und wenig volatil gelten, wurden zahlreiche neue Fonds emittiert. Zwischen dem 31. Januar 2011 und dem 31. Januar dieses Jahres wurden insgesamt 569 Investmentfonds neu aufgelegt. Gegenstand der Auswertung sind alle in Deutschland zugelassenen Fonds (nur Hauptanteilsklassen). Besonders deutliche Zuwächse verzeichnete dabei die Kategorie „Branchen: Konsumgüter und -dienstleistungen“. Im Betrachtungszeitraum kamen insgesamt 19 neue Fonds an den Markt. Das entspricht einem Zuwachs von rund 25 Prozent. Die Beliebtheit dieser Kategorie lässt sich vor allem damit erklären, dass die Nachfrage nach Konsumgüter und Dienstleistungen vergleichsweise schwankungsarm ist. Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind, können daher häufig auch in wirtschaftlichen Abschwung-Phasen solide Ergebnisse erzielen. Eine weitere Kategorie mit zahlreichen Neuauflagen sind Fonds, die in den Infrastrukturbereich investie-

ren. Im Betrachtungszeitraum wurden insgesamt zehn neue Fonds emittiert. Das entspricht – ohne Berücksichtigung von Fondsauflösungen – einem Zuwachs von 30 Prozent. Ein Grund für diese Entwicklung: Der Infrastruktursektor profitiert nach wie vor stark von den weltweiten staatlichen Investitionsprogrammen, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise aufgelegt wurden. Außerdem ist der Infrastrukturbereich vergleichsweise wenig volatil und daher insbesondere für risikoaverse Anleger attraktiv. Nur wenige neue Fonds wurden hingegen in der Kategorie Aktien Europa Standardwerte aufgelegt. Es kamen im Betrachtungszeitraum nur fünf neue Fonds auf den Markt – im Vergleich zum Fondsbestand ist das ein Plus von weniger als drei Prozent. Es verwundert in Anbetracht der stark ausgeprägten Risikoabneigung zahlreicher Anleger wenig, dass in der aktuellen Marktsituation, die von hoher Volatilität geprägt ist und kaum klare Trends aufweist, solche Produkte kaum neu aufgelegt werden. Ebenfalls kaum Zuwächse verzeichnet die Fondskategorie „Staatsanleihen EUR“. Es wurde nur ein neuer Fonds aufgelegt. In Relation zum Fondsbestand ein Zuwachs von weniger als einem Prozent. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Staatsschuldenkrise in Europa und der schwächelnde Eurokurs haben die Attraktivität dieses Segments massiv reduziert. Hinzu kommt, dass Anleger für Anleihen von den verbleibenden bonitätsstarken Euro-Staaten historisch niedrige Renditen erhalten. Autor: Scope Group

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INFINUS legt vermögensverwaltenden Rohstofffonds auf

INFINUS Terra Premium Fund erhält Vertriebszulassung

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ie INFINUS GRUPPE baut die hauseigene Fondspalette der vermögensverwaltenden Multi-Asset-Fonds weiter aus. Hierzu hat bereits im März 2012 der INFINUS Terra Premium Fund seine Vertriebszulassung erhalten. Investitionsschwerpunkt sind erstklassige Investmentfonds aus dem Rohstoffsektor, mit denen sich spezielle aussichtsreiche Märkte abbilden lassen und die nach klaren Kriterien und in Zusammenarbeit mit unabhängigen externen Experten herausgefiltert werden. Diese können auch um Zielinvestments mit physischer Hinterlegung und je nach Marktlage durch gezielte Absicherungsinstrumente wie Futures ergänzt werden. Der INFINUS Terra Premium Fund operiert dabei wie seine Schwesterfonds mit flexiblen Bandbreiten und dynamischen Stopps, ohne sich an starren Grenzen bei den eingesetzten Anlageklassen oder Investitionsquoten orientieren zu müssen. Beim Thema Rohstoffe sieht INFINUS auch in Zukunft ein zentrales Anlagethema. „Aufgrund der starken Marktschwankungen in dieser Kategorie bedarf es jedoch eines vermögensverwaltenden Ansatzes, um als Basisinvestment für private Anleger geeignet zu sein“, so Jens Pardeike, Vorstand der INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut. Die Vorzeichen für Rohstoffinvestments bleiben dabei weiterhin günstig. So wird der weltweite Rohstoffhunger aufgrund des steigenden Bedarfs insbesondere im Technologiesektor weiter zunehmen, während sich das Angebot verknappt. Dies gilt für den gesamten Rohstoffsektor mit Edel- und Industriemetallen sowie Grundmetallen und trifft immer mehr auch auf die Seltenen Erden zu. Die genannten Rohstoffkategorien decken heute 75 Prozent des Bedarfs des Technologiesektors ab. Die Metalle der Seltenen Erden kommen dabei überwiegend in der Hightech-Industrie zum Einsatz – unter anderem bei Smartphones, LED-Bildschirmen,

Solarmodulen oder innovativen Komponenten der Luftfahrt- und Automobilindustrie. Dabei handelt es sich um 17 besondere Metalle wie zum Beispiel Cer, Dysprosium, Europium, Lanthan, Neodym und Yttrium. Darüber hinaus nehmen auch Edelmetalle wie Gold, Platin oder Silber in der industriellen Produktion einen festen Platz ein. Grundmetalle wie Kupfer, Nickel, Zinn oder Aluminium spielen für alle auf der Welt produzierenden Industriezweige seit jeher eine tragende Rolle. Der Preisanstieg ist nicht zuletzt aufgrund des hohen Verbrauchs der boomenden neuen Wirtschaftsgiganten wie China oder Indien trotz zwischenzeitlicher Schwankungen ungebrochen. Weiterhin werden auch industrielle Buntmetalle bei verschiedenen Produktionsprozessen benötigt. Beispiele sind hier Chrom, Hafnium, Indium, Kobalt, Molybdän und Zirkonium. Der INFINUS Terra Premium Fund P auf einen Blick: Fondsname: INFINUS Terra Premium Fund P ISIN: LU0741350051 WKN: A1JTEW Auflegungsdatum: 20. März 2012 Fondswährung: Euro Ertragsverwendung: Thesaurierung Fondsgesellschaft: AXXION S.A. Fondsmanagement (Fondsberater): CATUS AG Depotbank: Banque de Luxembourg S.A. Ausgabeaufschlag: 5 % Erstausgabepreis: EUR 50,00 Mindestanlage: EUR 100,00 Sparplan: EUR 50,00 Zulassung: Deutschland, Österreich, Luxemburg, Liechtenstein

Autor: INFINUS AG

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AXA Investment Managers: Inflation-Linked Bonds - Sicherheit in unsicheren Zeiten

Jonathan Baltora, Portfolio Manager Fixed Income - Global Rates, AXA Investment Managers:

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olitiker und Zentralbanken suchen fieberhaft nach Auswegen aus der gegenwärtigen Schuldenkrise. Drei Möglichkeiten bieten sich an: Wirtschaftswachstum, Umschuldung oder Inflation. Wachstum wäre der vernünftigste, aber auch der schwierigste Weg. Nach einer einfachen Modellrechnung für die Entwicklung der Wirtschaft in den nächsten 10 Jahren würde selbst ein vierprozentiges Wirtschaftswachstum in den USA nicht genügen, um die Schuldenquote zu stabilisieren. Nach derselben Modellrechnung gelingt dies hingegen in den nächsten 10 Jahren mit einer Inflationsrate von 4,8 Prozent. Deshalb ist nicht nur in den USA die Versuchung groß, das Schuldenproblem mit expansiver Geldpolitik zu lösen. Dies ist für die Zentralbanken ein Anreiz zum Gelddrucken. Damit kann die Konjunktur gestützt und gleichzeitig die Schuldenlast reduziert werden, ohne dass die Steuern erhöht werden müssen. Anleger müssen schwierige Entscheide fällen: Zwar ist die Inflationsrate gegenwärtig tief, aber wer in festverzinsliche Wertpapiere wie Bonds investiert, geht dennoch bewusst oder unbewusst ein Inflationsrisiko ein. Traditionelle festverzinsliche Investments verfehlen in Zeiten beschleunigter Inflation ihr Renditeziel. Deshalb ist es wichtig zu wissen, ob die Coupons eine Teuerung auszugleichen vermögen. Darum empfiehlt AXA Investment Managers den Fonds AXA WF Global Inflation Bonds. Dieser schützt vor steigenden Inflationsraten. Während traditionelle nominelle Bonds mit festen Coupons jährlich dieselben nominellen Cash Flows abwerfen, werden bei den indexierten, Inflation-Linked Bonds die jährlich fälligen Coupons um die jeweilige Inflationsrate bereinigt. Dadurch werden die jährlichen Zinserträge der Teuerungsentwicklung angepasst. Das trifft auch für die nominelle Rückzahlung am Ende der vereinbarten Laufzeit zu. Mit 58

zunehmender Teuerungsrate steigen bei InflationLinked Bonds auch die Zinserträge. Ist die erwartete Differenz – der sogenannte Spread (break-even inflation) – zwischen Nominal- und Realverzinsung wie zum jetzigen Zeitpunkt tief, dann lohnt sich der Kauf von Inflation-Linked Bonds. Weil die künftige Inflationsentwicklung oft unterschätzt wird, sind die Preise solcher Inflation-Linked Bonds tief und daher attraktiv. Sollten die Inflationsraten steigen, dann würde ihre Rendite jene traditioneller festverzinslicher Wertpapiere übertreffen. Investments in Gold, Immobilien und Kunst gelten als Schutz gegen die Inflation. Gold wirft jedoch keinen Ertrag ab. Immobilien müssen amortisiert werden und sind wie Investments in die Kunst wenig liquide. Für die private Altersvorsorge sind deshalb Inflation-Linked Bonds attraktiv, weil sie einen regelmäßigen Ertrag abwerfen und inflationsgeschützt sind. Daher stellen sie als Diversifikations-Investment eine gute Ergänzung zur staatlichen Altersvorsorge dar, weil in der Regel die Altersrenten ungenügend gegen einen unvorhergesehenen Teuerungsanstieg geschützt sind. Auch institutionelle Investoren wie Pensionsfonds legen ihr Kapital in langfristige Inflation-Linked Bonds an, um ihre zukünftigen Rentenverpflichtungen zu sichern. AXA Investment Managers verfügt über eine 20 jährige Erfahrung im Bereich Inflation-Linked Bonds und ist für institutionelle Anleger ebenso wie für Family Offices und Privatbanken tätig. Mit fast 17 Milliarden Euro an verwalteten Inflation-Linked Bonds ist AXA IM weltweit führend in diesem Marktsegment. Autor: AXA Investment Managers, Deutschland GmbH


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apano liegt wieder im Trend Neuntes Kapitalschutzzertifikat gestartet

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it den Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikaten 9 haben Anleger die Chance bei Aufwärts- und Abwärtstrends zu profitieren. Seit heute können sie über apano gezeichnet werden. Mit den Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikaten 9 bleibt apano der Global-Futures-Fund-Serie und damit Trendfolgestrategien wie dem AHL Diversified Handelssystem treu. "Obwohl es immer wieder zu Phasen ohne deutlich erkennbare Trends an den globalen Märkten kommen kann, wird es dennoch immer Trends geben, die Managed Futures nutzen können", erklärt Markus Sievers, geschäftsführender Gesellschafter von apano. Das AHL Diversified Handelssystem ist Sievers zufolge so konzipiert, dass nicht die Richtung einer Kursentwicklung entscheidend ist, sondern allein die Tatsache, dass Trends entstehen. Dabei konnte es sich auch in unterschiedlichsten Marktszenarien und Krisen bislang erfolgreich entwickeln. In den letzten 20 Jahren hat das AHL Diversified Handelssystem eine Wertentwicklung von +1.563,5 Prozent erzielt, während Weltaktien im Vergleich nur +216,4 Prozent erreichen konnten.(1) AHL zählt heute zu den weltweit führenden Investment Managern auf dem Gebiet der Trendfolgesysteme. Mit den Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikaten 9 können Anleger an vielzähligen Marktsegmenten teilhaben. Es werden u.a. Kontrakte auf Aktienindizes, Anleihen, Währungen, Zinsen und Waren aus dem Energie-, Metall-, und Agrarsektor gehandelt. Die Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 9 sind geeignet, ein traditionelles Portfolio zu diversifizieren und somit das Risiko-/Ertragsverhältnis deutlich zu verbessern. Dieses kann damit tendenziell stabiler werden. Die Wertentwicklung der eingesetzten Produkt-Strategie korreliert nur geringfügig mit der Wertentwicklung traditioneller Anlagekategorien wie Aktien und Anleihen. Die Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 9 verfügen über einen Kapitalschutz von 100 Prozent,

durch die Rückzahlung bei Fälligkeit mindestens zum Nennbetrag je Wertpapier. Emittentin ist die Credit Suisse AG (Niederlassung London). Der empfohlene Anlagehorizont der Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 9 beträgt sechs oder mehr Jahre. Die Mindestanlage liegt bei 10.000 Euro zzgl. Agio. Emissionstag ist der 20.09.2012. Die Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 9 sind das inzwischen 23. Produkt aus der Global Futures Funds-Serie von apano. 12 davon haben bereits planmäßig die Endfälligkeit erreicht und sind an die Kunden ausbezahlt worden. (1) Die Angaben basieren auf der tatsächlichen Wertentwicklung des Handelssystems AHL Diversified Programme im Zeitraum vom 01.03.1992 29.02.2012. Die Darstellung der Wertentwicklung erfolgt ohne Preisbezug und ist deshalb nicht um die in einem Investmentprodukt anfallenden und sich renditemindernd auswirkenden Produkt-, Transaktions- und Verwahrungskosten bereinigt. Weltaktien: MSCI World (USD, NDTR). Hedged. Zeitraum: 01.03.1992-29.02.2012. Quelle: Man-Datenbank, Bloomberg. MSCI, Angaben in USD. Autor: apano GmbH

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Wo aktive Manager sinnvoll verwalten: der Dexia Index Arbitrage

Rendite unabhängig vom Markt: mehr Arbitrage-Chancen durch mehr Indexfonds

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iele aktiv gemanagte Fonds können ihre Performanceziele nicht erreichen. Gleichzeitig verursachen diese aber Kosten durch Management- und Verwaltungsgebühren. Deshalb investieren immer mehr Anleger in passiv gemanagte Indexfonds, auch Exchange Traded Funds oder kurz ETFs genannt. Von 2001 bis 2011 stieg die Zahl an Indexfonds allein in Deutschland von 18 auf 899. Diese Entwicklung erweitert das Anlageuniversum von Emmanuel Terraz, Fondsmanager bei Dexia Asset Management, der ein innovatives Fondskonzept verfolgt: Indexfonds bilden eine Benchmark, meist einen Aktienindex, genau ab. Werden Indizes umstrukturiert, wie zuletzt die MSCI-Indizes zum 29. Februar, müssen alle Indexfonds diese Änderungen nachvollziehen. Neu in den Index aufgenommene Aktien müssen gekauft, hinaus gefallene veräußert werden. Diese Neugewichtungen nutzt Terraz, der bei seinen Anlageentscheidungen Arbitrage-Strategien verfolgt. Hier wird die bei der Neuausrichtung kurzfristig entstehende Marktineffizienz ausgenutzt: Änderungen bei der Gewichtung eines Index werden einige Tage vor der eigentlichen Durchführung angekündigt. Die Indexfonds müssen allerdings bis zur tatsächlichen Neugewichtung mit ihrer Anpassung warten, um ihre Benchmark bis zu diesem Zeitpunkt genau abzubilden. Diese Zeitdifferenz macht sich Terraz zu Nutze: „Wenn eine Aktie neu in einen Index aufgenommen wird, steigt die Nachfrage durch die Indexfonds und damit auch der Preis der Aktie. Wenn es gelingt, vor den Indexfonds zu kaufen, können wir diesen Preisanstieg mitnehmen“, erklärt der Fondsmanager. Der Preisunterschied zwischen An- und Verkauf ist der erzielte ArbitrageGewinn. „Die meisten Indizes werden viermal pro Jahr neu gewichtet. Bei der Menge an verschiedenen Indizes, die es weltweit gibt, ergeben sich so jedes Jahr 60

mehrere hundert Möglichkeiten für ArbitrageGewinne“, erklärt Terraz. „Durch die wachsende Zahl an ETFs auf immer neue Indizes werden es zukünftig sogar noch mehr.“ Für Privatanleger ist die Strategie nur schwer zu kopieren. So werden einerseits spezialisierte Computerprogramme eingesetzt, um die Arbitrage-Möglichkeiten zu identifizieren. Andererseits nutzen viele institutionelle Investoren diese Chancen ebenfalls, so dass eine große Handlungsgeschwindigkeit notwendig ist, um den optimalen Einstiegszeitpunkt nicht zu verpassen. Autor: Dexia Asset Management


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AXA Investment Managers: Hohe Liquidität treibt 2012 Aktienkurse

Trübe Renditeaussichten am Geldmarkt

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ositivere globale Konjunkturdaten, leichte Besserungsanzeichen in der Eurozone sowie reichhaltige Liquidität leisten risikobehafteten Anlagen nach Einschätzung von AXA Investment Managers (AXA IM) in diesem Jahr viel Unterstützung. „Vor allem Aktien werden die geldpolitische Lockerung in den Industriestaaten und die niedrigen Zinsen in Schwellenländern zugutekommen“, sagt AXA IM Investmentstratege Franz Wenzel. „Gleichzeitig werden die Renditen erstklassiger Staatsanleihen angesichts der nach wie vor bestehenden Risiken niedrig bleiben.“ Trübe Renditeaussichten am Geldmarkt Mit etwa 0,35 Prozent habe der europäische Interbanken-Tagesgeldzinssatz EONIA das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Niveau erreicht, und auch die US-Notenbank wolle die Zinsen längere Zeit niedrig halten. „Ein Anstieg der Geldmarktsätze ist in absehbarer Zukunft unwahrscheinlich, zumal die Geldpolitik weltweit akkomodierend ausfällt“, erklärt Wenzel. Einstiegschancen bei italienischen und spanischen Staatsanleihen Bei den im letzten Jahr stark im Kurs gestiegenen Staatsanleihen bonitätsstarker Länder sind nach seiner Einschätzung Gewinnmitnahmen sinnvoll: „USStaatsanleihen werden mit einer Rendite von rund zwei Prozent bereits unter dem fairen Wert gehandelt. Ein starker Rückgang der Kurse ist derzeit nicht wahrscheinlich, denn Anleger drängen weiterhin in Qualitätsanleihen, und die US-Notenbank kauft im Zuge ihrer "Operation Twist" langlaufende Anleihen auf.“ Auch bei Staatsanleihen aus der Eurozone greifen sicherheitsbewusste Anleger ohne Rücksicht auf die Bewertung zu, wie Wenzel erklärt: „Bei zehnjährigen Bundesanleihen ist die Grenze zur extremen

Überbewertung schon erreicht, für Anleiheinvestoren gibt es bessere Möglichkeiten in Italien und Spanien.“ Dort böten Korrekturen gute Einstiegschancen, denn die Reformen in beiden Ländern und ihr Schuldenmanagement geben Anlass zum Optimismus: Spanien habe bereits 58 Prozent und Italien 20 Prozent der für 2012 geplanten langfristigen Emissionen platziert. Unternehmensanleihen und inflationsindexierte US-Bonds bieten Chancen Attraktiv blieben Unternehmensanleihen, zumal schlechte Nachrichten größtenteils eingepreist seien und die Bewertungen ansprechend ausfielen. Investment-Grade-Bonds aus den USA und Europa sind für Franz Wenzel ebenso interessant wie USUnternehmensanleihen mit kurzer Duration. „Auch inflationsindexierte Anleihen können im derzeitigen Marktumfeld eine gute Wahl sein“, ergänzt Wenzel. „Hohe Liquidität, bessere Wachstumsaussichten und steigende Preise für Rohstoffe können die Inflationsangst schüren, sodass eine langfristige Absicherung in den USA sich auszahlen könnte. Europa hat wegen seiner Wachstumsschwächen nur ein gedämpftes Teuerungsrisiko, sodass dort bei inflationsindexierten Papieren Vorsicht angebracht ist.“ Rahmenbedingungen für Aktien haben sich gebessert Hohe Liquidität und positive Überraschungen bei zyklischen Indikatoren rund um den Globus haben das Aktienmarktumfeld nach Einschätzung von AXA Investment Managers verbessert, zumal auch Anzei61


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chen für eine sanfte Landung der chinesischen Wirtschaft erkennbar seien. Die stockenden Exporte und Korrekturen am Immobilienmarkt würden durch eine zyklische Erholung des Konsums abgefedert, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Reich der Mitte 2012 immerhin um 8,5 Prozent zunehmen könne.

gem Geld durch die EZB deutlich verringert. Zudem seien die Bewertungen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf trotz der Kursrallye der vergangenen Monate noch immer günstig.

Doch es gibt noch Risiken

Obgleich die Unternehmensgewinne in den USA 2012 um fünf Prozent wachsen, ist AXA Investment Managers gegenüber US-Titeln vorsichtiger. „Mit dem 15fachen der berichteten Gewinne könnten die Kurse eine Obergrenze erreicht haben“, sagt AXA IM Experte Wenzel. „Die zyklischen Vorzeichen allerdings haben sich verbessert.“

Trotz der guten Nachrichten gebe es aber noch immer Risiken: Die Probleme Griechenlands seien nicht nachhaltig gelöst, steigende Ölpreise könnten das Wachstum beeinträchtigen, und ein plötzlicher Stopp der Liquiditätsflut würde die Aktienmärkte belasten. Stabilisierungsanzeichen geben Eurozone-Aktien Luft nach oben AXA Investment Managers favorisiert derzeit unter anderem Aktien aus der Eurozone, auch wegen erster Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung. Zwar werde die Wirtschaftsleistung der Eurozone 2012 wohl um 0,2 Prozent sinken, Deutschland und andere Länder Nordeuropas zeigten aber eine sehr robuste Inlandsnachfrage, und die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Kollaps habe sich dank des Fiskalpakts, des zweiten Griechenland-Rettungspakets und der weiteren Versorgung der Banken mit billi-

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US-Aktien könnten Bewertungsgrenze erreichen

Titel aus Schwellenländern sind auch bei langsamerem Wachstum attraktiv Aktien aus Schwellenländern sind für AXA Investment Managers noch immer eine gute Anlage, obwohl die Bewertungen auf relativer Basis teurer erscheinen. „Diese Volkswirtschaften schalten langsam einen Gang zurück“, sagt Franz Wenzel. „Die Wachstumssorgen sind inzwischen größer als die Inflationsängste, sodass die Zinsen niedrig gehalten werden. Dies und die strukturell guten Wachstumsperspektiven dürften die Kurse an den Schwellenmärkten stützen.“ Autor: AXA Investment Managers, Deutschland GmbH


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C-QUADRAT APM Absolute Return erreicht neues Allzeit-Hoch

Konzept des Vermögensverwaltungsfonds hat sich bewährt

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er C-QUADRAT APM Absolute Return Fonds hat am 14. März 2012 mit einem Fondspreis von 11,45 Euro (thesaurierende Tranche/ISIN AT0000729298) ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Damit gelang es dem weltweit anlegenden und breitstreuenden Vermögensverwaltungsfonds, die vor allem im Kalenderjahr 2011 erlittenen leichten Einbußen von 1,50 % bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder vollständig aufzuholen. Das risikoarme Produkt wird von Absolute Portfolio Management (APM), Wien, durch Fondsmanager Günther Kastner seit seiner Auflegung im November 2000 gemanagt. Anfang 2003 hat er den Fonds auf ein Absolute Return Konzept umgestellt. Während in schlechten Jahren wie 2008 oder 2011 die Begrenzung von Verlusten im Fokus des Fonds stand, setzt der C-QUADRAT APM Absolute Return in guten Marktphasen auf Performance-Optimierung. Von Morningstar wird der Fonds deshalb aktuell mit 4 von 5 Sternen bewertet. Fondsmanager Günther Kastner sagt: "Mit einem gut diversifizierten Portfolio und einer flexiblen Anlagestrategie ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Der neue Höchststand zeigt, dass wir in jedem Börsenumfeld konstante Erträge liefern können. Das bedeutet für uns Absolute Return." Thomas Rieß, Gründer und Vorstand von C-QUADRAT, ergänzt: "Gerade in den Krisenjahren 2008 und 2011 hat der Fonds gezeigt, dass er mit Erfolg Verluste vermeiden kann. Dadurch konnte er zum Nutzen der Anleger jetzt bereits wieder ein neues absolutes Hoch erreichen." Aufgrund seiner ansprechenden Rendite bei hoher Sicherheit wurde der innovative Fonds mit zahlreichen Awards wie zuletzt dem Visio Fund Award 2010 oder dem Österreichischen Fondspreis 2010 ausgezeichnet. In den letzten 8 Jahren erwirtschaf-

tete der Fonds eine Performance von 3,63 %* p.a. Seit Anfang 2003 liegt der durchschnittliche Ertrag bei 3,86 %* bei einer vergleichsweise niedrigen Volatilität von 3,26 %*. Ziel des Fonds ist ein kontinuierlicher Vermögenszuwachs bei größtmöglicher Sicherheit durch optimale Streuung. Hierzu legt der C-QUADRAT APM Absolute Return einen Gutteil des Vermögens in Anleihen oder Festgeld an und steuert vor allem die Aktienquote aktiv, die maximal 70 Prozent des Fondsvermögens betragen kann. Der Fonds kann auch - über Wertpapiere/Fondsanteile/Derivate - in alternative Investments wie Absolute Return-Strategien, Immobilien, Rohstoffe und Währungen investieren. Seine flexible Ausrichtung gibt ihm die Freiheit, auch einmal antizyklisch anzulegen oder von langfristigen Trends in jeder Anlageklasse zu profitieren. In Österreich eignet sich der Fonds für den Gewinnfreibetrag (GFB). Für deutsche Anleger und KESt-befreite Anleger in Österreich gibt es zudem eine vollthesaurierende Tranche (ISIN AT0000497698) (*Stichtag jeweils 14.03.2012) Autor: C-QUADRAT Investment AG

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Kapitalanlagen:

Nur vier Prozent der Deutschen achten auf ethische Aspekte

Umfrage: Jeder zweite Deutsche verfügt über gutes Know-how

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ur für eine Minderheit der Deutschen ist das Thema "Verantwortung" bei der Bewertung einer Kapitalanlage relevant. Lediglich knapp vier Prozent der Bundesbürger suchen ihre Anlagequellen danach aus, ob sie ethischen Aspekten entsprechen und beispielsweise ökologische oder soziale Ziele verfolgen. Viel ausschlaggebender ist dagegen der Sicherheits-Aspekt. Für 49 Prozent der Deutschen stehen geringe Wertschwankungen bei der Entscheidung für eine Kapitalanlage an erster Stelle. Eine hohe Rendite ist für weitere 21 Prozent relevant. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern. Jeder zweite Deutsche verfügt über gutes Know-how

Danach gefragt, wie gut die Bevölkerung ihr Wissen über Kapitalanlagen einstuft, zeigen sich die Befragten selbstbewusst. Knapp jeder zweite Deutsche verfügt nach eigener Auskunft über gutes oder sehr gutes Know-how (49 Prozent). Wer von sich selbst behauptet, sich mit der Materie auszukennen, bevorzugt vor allem Tagesgeldkonten. 55 Prozent von ihnen stufen diese Anlagequelle nach wie vor als gut ein. Weitere 43 Prozent schwören auf Festgeld und für 31 Prozent sind Aktien ebenfalls eine Option. Geringes Wissen: Einfache Spareinlagen bevorzugt Wer dagegen sein Wissen selbst als schlecht einstuft, bei dem ist das Vertrauen in die Anlagequellen auch insgesamt geringer. Am ehesten setzt diese Bevölkerungsgruppe noch auf einfache Spareinlagen. Knapp 40 Prozent von ihnen bevorzugen das Sparkonto. Tagesgeldkonten vertrauen dagegen nur etwa 27 Prozent und Aktien erachten sogar nur drei Prozent als gute Kapitalanlage - das sind 28 Prozentpunkte weniger als bei den Deutschen, die sich gut mit den Anlagemöglichkeiten auskennen. Autor: Faktenkontor GmbH

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Neues Weißbuch: Die Zukunft der weltweiten Zinssätze

DWS Investments lanciert wirtschaftswissenschaftliches Institut

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erden die wichtigsten Zinssätze in den Industrieländern nahe Null verharren oder bald wieder auf über 1 Prozent klettern? Und wie steht es mit den Entwicklungsländern? Bedeutet das langsamere Wachstum in den BRICStaaten, dass dort fallende Zinsen in Sicht sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das vom DWS Global Financial Institute veröffentlichte Weißbuch „World Real Interest Rates: A Tale of Two Regimes“ („Die realen Zinssätze weltweit: eine Geschichte über zwei Zinsregimes“). Autor Jagjit Chadha, Professor an der Universität Kent und dem Centre for International Macroeconomics and Finance der Universität Cambridge, erklärt, was der allgemeine Rückgang der weltweiten Zinssätze wirklich bedeutet, weshalb dies positiv ist für die aktuelle Weltwirtschaft und warum wir mit einem kontinuierlichen Anstieg rechnen können, sobald das weltweite Wachstum zurückkehrt. Dabei beleuchtet Chadha den Zusammenhang zwischen Inflation und Zinssätzen aus einer rein globalen Perspektive. „Meine Analyse deutet darauf hin, dass es zwei Regimes für die Realzinsen gibt: Während sie in normalen Zeiten positiv sind und mit dem weltweiten Konjunkturverlauf variieren, sind sie in Zeiten wirtschaftlicher Verwerfungen negativ. Erst wenn das Wachstum gesichert ist, werden die Realzinsen rasch auf ein normaleres Niveau ansteigen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Banken selbst einen beträchtlichen Kapitalhunger haben, möchten sie doch einen Anstieg der Refinanzierungskosten aufgrund – scheinbar oder tatsächlich – ungenügender Finanzmittel beschränken. Das wird die Realzinsen in die Höhe treiben, wenn die Sparanlagen gebunden sind und deshalb werden sich die Realrenditen mittelfristig wohl um 2 bis 4 Prozent bewegen“, erklärt Chadha. Dr. Asoka Wöhrmann, weltweiter Leiter des Fondsmanagements von DWS Investments, stimmt dieser

Analyse zu: „Die niedrigen Zinsen in Europa und den USA, die wir schon seit geraumer Zeit erleben, sind das direkte Ergebnis der elementaren und beharrlichen Reaktion der Geldhüter auf die Finanzkrise und die anhaltenden Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft. In den Schwellenmärkten gehen wir davon aus, dass die Inflation den Höchstpunkt erreicht hat, weshalb auch Raum für weitere Zinssatzsenkungen besteht.“ Das DWS Global Financial Institute Das Weißbuch ist die erste Veröffentlichung des DWS Global Financial Institute (DGFI). Das DGFI wurde von DWS Investments als wirtschaftswissenschaftliches Institut ins Leben gerufen und hat im November 2011 seine Arbeit aufgenommen. Das DGFI will im Sinne der internationalen Gemeinschaft der Fondsanleger die unabhängigen mittel- und langfristigen Perspektiven aus zwei unterschiedlichen Welten – der Finanzwelt und der akademischen Welt – zusammenbringen. Den Vorsitz des neu geschaffenen Instituts hat Dr. Henning Stein. Unter www.dgfi.com gibt das Institut mit vielfältigen Publikationen Einblick in wirtschaftliche, politische, finanzielle und soziale Themen, von globaler Bedeutung. Dazu gehören Weißbücher, Interviews, Videos und Gedanken von Marktakteuren wie -theoretikern. Neben Vertretern der DWS wie Asoka Wöhrmann, Chefökonom Johannes Müller, Head of Research Petra Pflaum werden bedeutende Professoren von weltweit renommierten Instituten wie der Universität Cambridge und vielen anderen in 65


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Europa, den USA und Asien zum DGFI beitragen. Um den Lesern ausgewogene Einblicke zu bieten, erstrecken sich die Publikationen über Forschungsgebiete der Makroökonomie, Finanzwirtschaft, Psychologie und Soziologie. Lord John Eatwell, Präsident des Queens’ College an der Universität Cambridge, wird zukünftig den Vorsitz der DGFI Stiftung einnehmen. „Ich bin sehr stolz, Teil dieses wirklich einmaligen Projekts zu sein.

In meiner akademischen und beruflichen Laufbahn ist mir selten eine Institution untergekommen, die derart ambitioniert auf das Ziel, das Beste aus der Welt der Akademie und der Finanzen miteinander zu verbinden, hinarbeitet“, meint Eatwell. „Das DGFI möchte echte Denkführerschaft bieten, um die langfristigen Trends in den aktuell volatilen Märkten zu identifizieren. Genau das ist im aktuellen Wirtschaftsumfeld vonnöten.“ Autor: DWS Investment GmbH, Fondsgesellschaft

Roland Berger Studie European Private Equity Outlook 2012

Schwieriges Finanzierungsumfeld zwingt PE-Investoren dazu, sich auf die Weiterentwicklung ihrer PortfolioUnternehmen zu fokussieren

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achdem sich der europäische Private EquityMarkt in den letzten Jahren wieder erholt hat, erwartet die Branche nun einen Rückgang der M&A-Transaktionen mit Beteiligung von PE-Investoren. Davon sind vor allem finanziell instabilere Länder wie Griechenland, Italien und Spanien betroffen. Doch auch Frankreich und die BeneluxLänder werden diesen Rückgang spüren. Als Zielindustrien für Private Equity-Beteiligungen gelten in erster Linie Pharma und Medizin, Konsumgüter und Einzelhandel, sowie Logistik und Business Services. Große Transaktionen über 250 Millionen Euro bleiben aufgrund des volatilen Kapitalmarktumfelds und des restriktiven Finanzierungsumfelds eher die Ausnahme. Als wichtigste Quelle für Akquisitionen sehen PE-Gesellschaften Carve Outs bei Konzernen (76%) sowie Mehrheitsbeteiligungen bei Familienunternehmen (69%). Doch im Fokus der Aktivitäten der PE-Investoren steht in diesem Jahr aktives Portfoliomanagement. So halten 94 Prozent der Befragten die Weiterentwicklung ihrer Portfolio-Unternehmen für wesentlich. Denn nur so können sie dem Auseinanderdriften der Bewertungen zwischen Angebot und Nachfrage auf dem M&A-Markt entgegenwirken. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie "European Private Equity Outlook 2012" von Roland Berger Strategy Consultants. 66

"Nach einer Belebung des Private Equity-Marktes in den letzten beiden Jahren verliert der europäische Markt langsam an Dynamik", sagt Gerd Sievers, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "Das liegt vor allem an den unsicheren Konjunkturaussichten vieler Länder sowie an schwierigen Refinanzierungsbedingungen." Rückgang der M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung Ganze 73 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten 2012 einen Rückgang bzw. eine Stagnation der M&A-Transaktionen mit Private Equity-Beteiligung. Vor allem im Mittelmeerraum wird der Markt deutlich schrumpfen: In Ländern wie Griechenland (-10%), der Iberischen Halbinsel und Italien (-7%) werden sich PE-Investoren weniger an Firmenübernahmen beteiligen. "Die instabile Wirtschaftslage dieser Länder schreckt Investoren ab", erläutert Sievers. Doch auch in Frankreich und den Benelux-Staaten erwarten Experten einen Rückgang des PE-Marktes um 7 Prozent, in der DACH-Region um 3 Prozent.


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Auch Großbritannien, einer der wichtigsten Märkte für PE-Investoren, wird einen leicht negativen Trend erleben (-2%). Im Gegentrend liegen die CEE-Region und Skandinavien (+1%) und vor allem Polen (+4%). Dabei sollen die meisten M&A-Transaktionen in den Bereichen Pharma und Medizin (56%), Konsumgüter und Einzelhandel (51%) sowie Logistik und Business Services (37%) stattfinden. Fokus auf Transaktionen mittlerer Größe Die Anzahl der M&A-Transaktionen wird 2012 stark von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung abhängen. Diese Meinung teilt ein Drittel der Befragten. Dabei erwarten die meisten Private EquityGesellschaften eine weitere Verschlechterung der Konjunkturaussichten. Entsprechend werden M&ATransaktionen in diesem Jahr eher im Mid-Cap-Bereich stattfinden. So rechnen 94 Prozent der PE-Gesellschaften damit, dass die meisten Übernahmen ein Transaktionsvolumen von weniger als 250 Millionen Euro haben werden. 60 Prozent gehen eher von Transaktionen mit einem Unternehmenswert von weniger als 100 Millionen Euro aus. "Große M&A-Transaktionen über 500 Millionen Euro dürften die Ausnahme bleiben", so Sievers. "Denn nicht nur der schwierige Zugang zur Akquisitionsfinanzierung belastet die Branche; auch bei Rekapitalisierungen sind Banken immer noch sehr zurückhaltend." Zudem erwarten knapp zwei Drittel der Befragten, dass sich der Wettbewerb für die Eigenkapitalbeschaffung im Fundraising weiter verschärfen wird. Als Quelle für neue Akquisitionen sehen PE-Investoren vor allem Carve Outs von Großunternehmen (76%) sowie Mehrheitsbeteiligungen bei familiengeführten Unternehmen (69%). Lediglich die Hälfte der Befragten erwartet Transaktionen aus Secondary

Buy-Outs; 48 Prozent gehen von Transaktionen aus dem Bereich insolventer bzw. schlecht aufgestellter Unternehmen aus. Weiterentwicklung der Portfolio-Unternehmen als Priorität Doch Neuinvestitionen werden in den kommenden Monaten nur eine marginale Rolle für die PE-Branche spielen. Vielmehr wollen sich 40 Prozent der Investoren auf die Weiterentwicklung bestehender Beteiligungen fokussieren. Denn über die Hälfte der Befragten erkennt, dass PE-Gesellschaften ihr Geschäftsmodell an das Marktumfeld anpassen sollten. "Investoren sind vor allem mit dem Problem konfrontiert, dass die Unternehmensbewertungen bei Angebot und Nachfrage auseinanderdriften", erklärt Roland Berger-Partner Gerd Sievers. "Um bessere Preise beim Verkauf ihrer Portfolio-Unternehmen zu erzielen, müssen PE-Gesellschaften diese Firmen daher zunächst attraktiver gestalten. Das aktive Management der Portfolio-Unternehmen wird immer wichtiger." So halten 94 Prozent der europäischen Umfrageteilnehmer es für notwendig, sich auf ein aktives Portfolio-Management zu fokussieren. Dabei planen 54 Prozent der PE-Investoren, strategische Maßnahmen in den Unternehmen zu implementieren; 34 Prozent setzen auf laufende operative Maßnahmen wie Kostensenkungen oder Outsourcing-Modelle, um die Profitabilität der Firmen zu steigern. "Passives Management als 'Controller der Portfolio-Unternehmen' reicht nicht mehr aus, um die operative Performance zu verbessern", fasst Sievers zusammen. Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter: www.rolandberger.com/pressreleases Autor: Roland Berger Strategy Consultants

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Schwierige Zeiten:

Schuldenkrise dämpft Optimismus der Private-Equity-Branche

PwC-Studie: Finanzinvestoren rechnen 2012 mit knapperen Krediten

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ie Private-Equity-Branche stellt sich auf ein schwieriges Jahr 2012 ein. Dies geht aus dem "Private Equity Trend Report 2012" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Als Folge der Euro-Schuldenkrise werden Bankdarlehen zur Beteiligungsfinanzierung knapper - mehr als die Hälfte (51 Prozent) der rund 170 befragten Finanzinvestoren rechnet mit einem schlechteren Zugang zu Krediten als 2011, während lediglich sechs Prozent vom Gegenteil ausgehen. Auch die allgemeine Marktentwicklung 2012 beurteilt der größere Teil der Fondsmanager skeptisch: 47 Prozent erwarten eine Eintrübung der Lage, lediglich 22 Prozent glauben an eine Erholung. Trotz dieser insgesamt pessimistischen Einschätzung rechnen die Befragten gegenüber 2011 mehrheitlich mit steigenden Investments (46 Prozent) und einer höheren Zahl von Exits (37 Prozent). Weniger Neuengagements erwarten lediglich 15 Prozent der Fonds, von einem Rückgang der Beteiligungsverkäufe geht nur knapp jeder fünfte Befragte (18 Prozent) aus. "Der erwartete Anstieg bei Neuengagements erklärt sich dadurch, dass nicht wenige Fonds das beschaffte Geld investieren wollen, bevor der zugelassene Investitionszeitraum ausläuft", kommentiert Richard Burton, PwC-Partner und Leiter Private Equity. "Zudem versuchen sie durch ihre Verkäufe die bestmögliche Erfolgsbilanz für das nächste Fundraising nachzuweisen." Im Jahr 2011 stieg das Volumen der neu abgeschlossenen Beteiligungen bei 42 Prozent der PrivateEquity-Investoren, nur 28 Prozent verzeichneten Einbußen. Allerdings stellten sich die Finanzierungsbedingungen nach Einschätzung von 39 Prozent der Befragten "schwieriger als erwartet" dar. So gelang es nur gut jedem vierten Fonds bei Beteiligungen mehr als 50 Prozent des Unternehmenswertes mit Fremdmitteln zu finanzieren. 68

"Seit Anfang der Kreditklemme 2007 ist die PrivateEquity-Branche mit wesentlich kürzeren Konjunktur- und Finanzierungszyklen konfrontiert", erläutert Richard Burton. "Diese Volatilität erschwert die Bewertung und Finanzierung neuer Engagements sowie die Planung des optimalen Exit-Zeitpunkts mancher Investitionen. Diese Faktoren drohen sich negativ auf die Renditen auszuwirken." Deutsche Unternehmen im Visier Zu den Gewinnern der Finanz- und Schuldenkrise zählt - zumindest bislang - der Private-Equity-Standort Deutschland. Während 2007 nur rund jeder fünfte Fonds dem deutschen Markt eine positive Entwicklung zutraute, halten derzeit 58 Prozent ein Investment für attraktiv. Von den 142 internationalen Fonds sind 80 bereits in Deutschland präsent, weitere 23 planen eine Beteiligung auf Sicht der kommenden drei bis fünf Jahre. Die wichtigste Auslandsregion aus Sicht deutscher Fonds ist Asien - 55 Prozent der Befragten halten den asiatischen Raum für eine attraktive Zielregion. Auf Rang zwei in der Gunst deutscher Investoren liegt Mittel- und Osteuropa (45 Prozent), gefolgt von Lateinamerika. Die bevorzugte Zielbranche für Investments internationaler Fonds ist 2012 das Gesundheitswesen (38 Prozent der Nennungen), gefolgt von Beteiligungen an Technologie- und Industrieunternehmen (jeweils 27 Prozent). Demgegenüber sind die deutschen Fonds auf Industriebeteiligungen (66 Prozent), Investments in der Konsumbranche (48 Prozent) sowie in der Automobilindustrie (41 Prozent) fokussiert.


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Verantwortliches Investieren wird immer wichtiger Die Studie zeigt zudem, dass das Thema Nachhaltigkeit bei den Studienteilnehmern einen höheren Stellenwert einnimmt. Während 2010 noch 33 Prozent Nachhaltigkeit als überaus wichtig erachteten, sind es nach der aktuellen Analyse 40 Prozent. Nur noch 13 Prozent messen dem Thema Nachhaltigkeit eine geringere Wichtigkeit bei - im Jahr zuvor waren es noch 25 Prozent. "Wir sehen Nachhaltigkeit als eines der wichtigsten Zukunftsthemen für Private-Equity-Gesellschaften", so Richard Burton.

"Verantwortliches Investieren bedeutet während eines gesamten Investitionszyklus auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten zu handeln, um so den Unternehmenswert zu steigern." An der Umfrage zum "Private Equity Trend Report 2012" beteiligten sich über 170 Private-Equity-Gesellschaften, darunter 29 mit Sitz in Deutschland. Knapp 40 Prozent der Befragten verwalten ein Beteiligungsportfolio im Volumen von mindestens 500 Millionen Euro. Auto: PwC Pricewaterhouse Coopers GmbH

Dividendentitel wirken sich stabilisierend im Umfeld von Inflation oder Deflation aus

Studie von Allianz Global Investors

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aut einer aktuellen Studie von Allianz Global Investors können Dividendenstrategien zu einer höheren Stabilität des Portfolios in Phasen von Inflation und Deflation beitragen. Die Studie „Dividendenstrategien im Umfeld von Inflation und Deflation“ basiert auf einer Performanceanalyse von Dividendenaktienstrategien. Danach haben sich überdurchschnittliche und nachhaltige Dividendenrenditen in Märkten wie den USA und Japan in den vergangenen Dekaden als zuverlässiger Stabilitätsanker erwiesen. Schlüsselergebnisse: • Aktien mit nachhaltigen und hohen Dividendenrenditen können die Volatilität eines Portfolios in unterschiedlichen Preisniveauszenarien dämpfen. • Hohe Ausschüttungsquoten gehen eher mit überdurchschnittlichem als unterdurchschnittlichem Gewinnwachstum einher. Dr. Klaus Telöken, Chief Investment Officer (CIO) des Systematic Equity Teams, der die Zusammenhänge gemeinsam mit Dr. Kai Hirschen, Portfoliomanager des Teams, untersucht hat, fasst das Ergebnis zusammen: „Hohe und nachhaltige Dividendenrenditen konnten den Anlegern nicht nur einen gewissen Schutz in einem inflationären sowie deflationären Umfeld bieten, sondern haben sich in der Vergan-

genheit auch immer wieder als Stabilitätsanker in schwierigem Marktumfeld erwiesen.“ Dividenden und Inflation Vor den vergleichsweise moderaten Inflationsraten in den vergangenen 30 Jahren war die Weltwirtschaft von den späten 60ern bis in die frühen 80er Jahre von sehr hohen Inflationsraten geprägt. Die Teuerungsrate stieg in Deutschland beispielsweise in den 70er Jahren auf etwa 7%, in den USA sogar beinahe auf 15%. Dividendenstrategien schnitten im Gesamtzeitraum von 1967 bis 1982 besser ab, als der breite Aktienmarkt oder Investments in festverzinsliche Anlagen. „Mit einem realen Wertzuwachs von jährlich fast 4 % konnten langfristig orientierte Anleger in einem inflationären Umfeld ihre Kaufkraft mit Dividendenstrategien nicht nur erhalten, sondern sogar steigern“, so Klaus Telöken. Dividenden und Deflation Der Einfluss von Dividendentiteln im deflationären 69


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Umfeld wurde am Beispiel Japans untersucht, wo die Preise seit mehr als 15 Jahren fallen. Laut der Untersuchung von Allianz Global Investors haben sich Aktien von Unternehmen, die trotz des schwierigen Marktumfeldes Dividenden an Aktionäre ausschütteten, durchschnittlich deutlich besser entwickelt als der japanische Gesamtmarkt, der seit seinem Höchststand Ende 1989 mehr als 50% an Wert verloren hat. Auch wenn Aktien mit hohen Dividendenrenditen in 90er Jahren ebenfalls hohen Schwankungen unterworfen waren, konnten Verluste im letzten Jahrzehnt aufgeholt und über den Gesamtzeitraum eine positive Rendite erzielt werden. Dividendenstrategie als defensive Anlagestrategie Ein weiterer Teil der Studie widmet sich dem Einfluss von nachhaltig überdurchschnittlichen Dividendenrenditen im Rahmen einer defensiven Anlagestrategie. Rückwirkend lässt sich aus dem Vergleich einer US-Dividendenstrategie mit dem US-Gesamtmarkt über 60 Jahre ableiten, dass solche Strategien sich durchschnittlich besser entwickelt haben als der Gesamtmarkt. Als Ursache identifiziert der Co-Autor der Studie Kai Hirschen die besonderen Eigenschaften der Titel: „Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen stammen häufiger aus defensi-

ven Sektoren wie Versorger, Energie oder Telekommunikation. In der Regel sind es große, etablierte Unternehmen mit soliden Bilanzen, die sich in schwierigen Marktphasen gut behaupten können.“ Dividendenstrategie und Gewinnwachstum Die Studie widerspricht zudem der Meinung, dass sich hohe Dividendenzahlungen negativ auf das Gewinnwachstum der Unternehmen auswirken würden. Für US-amerikanische Aktiengesellschaften zeige sich dagegen ein positiver statistischer Zusammenhang zwischen den Dividendenausschüttungen eines Jahres und dem Gewinnwachstum für die darauf folgenden ein, drei oder fünf Geschäftsjahre. Einen Grund dafür könnte die aus hohen Dividendenzahlungen folgende Disziplin bei der Auswahl zukünftiger Investments darstellen. „Überinvestition in unprofitable Projekte, oder gar wertvernichtende Übernahmen unterbleiben angesichts der verknappten Mittel. Dies führt letztlich in den meisten Fällen zu einer höheren Profitabilität und höherem Wachstum bei den Unternehmen“, meint Dr. Hirschen. Die Analyse basiert auf der Untersuchung vergangener Marktentwicklungen, die allerdings keine Garantie für künftige Entwicklungen darstellen können. Auto: Allianz Global Investors KAG

Capital-Fonds-Kompass 2012: Zehn Fondshäuser erzielen Bestnote von fünf Sternen

Allianz Global Investors führt bei Universal-Anbietern, Banque de Luxembourg bei den Spezialisten

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nion Investment als Fondsgesellschaft der Dekade ausgezeichnet / Feri EuroRating Services und Tetralog Systems bewerten für 'Capital' Produktpalette, Fondsqualität, Management und den Kundenservice der 100 wichtigsten Fondsgesellschaften Das Umfeld an den internationalen Finanzmärkten bleibt schwierig und viele Privatanleger skeptisch. Deshalb kommt es heute mehr denn je darauf an, 70

die Kunden mit Kontinuität, Kompetenz und einem exzellenten Service zu über-zeugen. Genau diese Faktoren nimmt 'Capital' zusammen mit dem Fonds-Analysehaus Feri EuroRating Services und den Service-Experten von Tetralog Systems für die 100 wichtigsten Fondsgesellschaften unter die Lupe. Das Ergebnis: Zehn Anbieter erhalten die Höchstnote.


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Die umfassende Analyse, die mehr als 4.600 Einzelfonds auf den Prüfstand stellt, führt das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 3/2012) bereits um zehnten Mal in zwei Kategorien durch: den Universalisten (Anbieter mit mehr als 20 Fonds im Angebot) und den Spezialisten (bis zu 20 eigengemanagte Fonds). Nach dieser Unterscheidung zählten 63 Anbieter zu den Universalisten und 37 zu den Spezialisten. Die Fonds-Ratingagentur Feri EuroRating Services prüfte Fondsqualität, Produktpalette und Fondsmanagement, die Unternehmensberatung Tetralog Systems den Kundenservice und das Internet-Angebot. Die Höchstnote von fünf Sternen als "Beste Fondsgesellschaft" erhielten von 'Capital' dieses Jahr bei den großen Gesellschaften Allianz Global Investors, Union Investment, Aberdeen Asset Management, Raiffeisen Capital Management,Threadneedle, LGT Capital Management und Metzler Asset Management. Unter den kleinen Anbietern kommen die Banque de Luxembourg, Sauren und Comgest auf die Bestnote. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich eine ganze Reihe von Anbietern deutlich verbessert, andere aber auch stark verschlechtert. Besonders

erfolgreich schnitt auch dieses Jahr wieder Union Investment ab. Die Fondstochter der Volks- und Raiffeisenbanken erreicht als einziger Anbieter zum zehnten Mal in Folge die Höchstnote von fünf Sternen. "Fünf-Sterne-Gesellschaften" bieten für viele Anlageklassen Fonds mit langfristig überdurchschnittlicher Wertentwicklung und einem erfahrenen Fondsmanagement. Die Fondsqualität fließt mit 50 Prozent in die Gesamtwertung ein und ist das wichtigste Kriterium im Test. Dazu nahm Feri EuroRating Services jedes einzelne Produkt der Anbieter unter die Lupe und analysierte unter anderem die Wertentwicklung über ein, drei und fünf Jahre. Der Kundenservice, den Tetralog Systems überprüfte, geht mit 25 Prozent in die Wertung ein. Dazu testete die Münchener Unternehmensberatung die Qualität der Internetseiten und die Reaktion auf Kundenanfragen, die per Mail oder telefonisch gestellt wurden. Ergebnis: Die höchste Punktzahl erreicht hier DWS Investment, gefolgt von Union Investment und Allianz Global Investors. Die Produktpalette fließt mit zehn Prozent in die Gesamtwertung ein, das Fondsmanagement mit 15 Prozent. Autor: Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH

Aktienfonds: Attraktive Geldanlage auch in Krisenzeiten

Stiftung Warentest offeriert Empfehlungsliste

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ktienfonds sind zwar keine sichere Geldanlage, aber eine gute. Gerade in Krisenzeiten können sie einem Depot Stabilität verleihen. Die Stiftung Warentest legt in der März-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter test.de einen neuen Fondstest vor und sagt, welche Aktienfonds besonders attraktiv sind. Die Auswahl an Fonds ist riesig und kaum überschaubar: In Deutschland sind mehr als 10.000 Investmentfonds zugelassen. Doch nur wenige davon sind laut Finanztest empfehlenswert. Insgesamt schaffen es von rund 2.850 Fonds aus den wichtigsten Fondsgruppen nur etwa 170 auf die Liste von Finanztest. Als empfehlenswert gelten nach

den neuen Testmethoden Fonds, die bessere Renditechancen als alle anderen Fonds mit einem geringeren Risiko bieten oder die den für sie maßgeblichen Referenzfonds in Punkto Risiko und Chance übertreffen. Die empfohlenen Fonds finden Eingang in den neuen Produktfinder Fonds unter www.test.de/fonds. Zu jedem Fonds listet er Angaben zu Wertentwicklung, Risiken und Chancen auf, stellt das Fondskonzept ausführlich vor und enthält unter anderem 71


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Angaben zu den am stärksten gewichteten Ländern und Einzeltiteln. Zusätzlich veranschaulichen Diagramme, wie er im Vergleich zu den anderen Fonds seiner Fondsgruppe abgeschnitten hat. Wer zunächst wissen möchte, ob der eigene Fonds dabei ist, kann zudem kostenlos unter www.test.de/ fondsfinder recherchieren und ausgewählte Wertentwicklungsdaten zu knapp 7.300 Fonds abrufen, die in Deutschland zugelassen und seit mehr als fünf Jahren auf dem Markt sind. Mit Aktien investieren Anleger in Sachwerte. Sie werden Miteigentümer an Produktionsanlagen, Immobilien und anderem Firmenvermögen. Das wird häufig übersehen, wenn vom hohen Aktienrisiko die Rede ist, schreiben die Tester. Mit Aktienfonds steigen daher die Renditechancen der Geldanlage, gerade auch in Krisenzeiten.

Wichtig ist jedoch eine breite Streuung der Aktien. Die beste Grundlage sind daher Aktienfonds Welt oder Europa, die den Markt möglichst breit abbilden. Das sind in erster Linie Indexfonds, aber auch marktnahe, aktiv gemanagte Fonds. Unter den Aktienfonds Welt schaffen es 36 von 539 auf die Empfehlungsliste von Finanztest. Wichtig ist auch ein langer Anlagezeitraum. Aktienfonds eignen sich für jeden, der sein Geld für mindestens zehn Jahre anlegen kann und auch dann ruhig schlafen kann, wenn der Kurs mal längere Zeit im Minus steht. Der Aktienkauf auf Kredit ist tabu. Günstig ist der Fondskauf über die Börse, den auch Kunden von Filialbanken verlangen können. Über Fondsdiscounter im Internet gibt es viele Fonds sogar ohne Kaufkosten. Autor: Stiftung Warentest

Nordea: Bei Mischfonds Risiken von Anfang an richtig verteilen Mischfonds eignen sich gut zur Risikostreuung

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ischfonds zählen zu den derzeit beliebtesten Anlageformen, doch nicht alle Fonds dieser Kategorie sind auch ertragreich. „Für den Erfolg eines Mischfonds ist der Faktor Risiko entscheidend“, sagt Claus Vorm, Lead Portfolio Manager des Nordea 1 – Stable Return Fund (ISIN: LU0227384020). Bei der Geldanlage sei ein Umdenken weg von der reinen Renditemaximierung hin zum richtigen Bewerten und Begrenzen von Risiken notwendig, betont der Fondsmanager. „Ein reiner Renditefokus ist zwangsläufig mit großen Wagnissen für Anleger behaftet“, warnt Vorm. Grundsätzlich eignen sich Mischfonds gut zur Risikostreuung, da sie ihre Investments über verschiedene Anlageklassen wie Anleihen und Aktien streuen können und das Mischungsverhältnis je nach Marktentwicklung angemessen gewichten können: Laufen die Börsen gut, steigt der Aktienanteil, laufen sie schlecht, erhöht sich der Rentenanteil. „Allerdings sind die Anlageprozesse vieler Mischfonds allein darauf ausgerichtet, potenzielle Gewinne zu maximieren, ohne aber das damit verbundene Risikoniveau von vorneherein zu betrachten“, sagt Claus Vorm. Das Anlagerisiko werde zu oft nur als Nebeneffekt der Gewinnerzielung betrachtet. So lassen sich Anlagerisiken aber nicht sinnvoll begrenzen und steuern.

Für einen dauerhaft erfolgreichen Mischfonds sei deshalb eine andere Risikobetrachtung notwendig. „Wir betrachten den Faktor Risiko nicht als Ergebnis des Investmentprozesses sondern als wichtige Stellschraube innerhalb dieses Prozesses“, betont Vorm. Damit verfolgt der Fondsmanager einen Ansatz, bei dem am Anfang des Investmentprozesses der Fonds über ein bestimmtes Risikobudget verfügt, dass bei der Allokation verteilt wird. Innerhalb des vorgegebenen Risikoniveaus stellt das dreiköpfige Team um Vorm dann ein Portfolio zusammen, das den höchstmöglichen Ertrag erzielen kann. „Wir konzentrieren uns auf das absolute Risiko unserer Investments, und nicht auf das relative Risiko“, so Vorm. Die Vorgabe lautet, dass innerhalb des Anlagehorizonts von drei Jahren die Verlustwahrscheinlichkeit eines Investments unter drei Prozent liegen sollte. Um das Kapital der Anleger zu schützen und eine moderate Wertsteigerung zu erzielen, bedienen sich die drei Fondsmanager eines durchdachten und unemotionalen Anlageprozesses. Ziel ist es, das Vermögen von Anfang an mit einem begrenzten Risiko auf die einzelnen Anlageklassen zu verteilen. Dass die Strategie seit Fondsauflegung am 2. November 2005 erfolgreich ist, belegen Zeitreihenanalysen über ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre und seit Auflage: In allen Zeiträumen ist der Nordea 1 – Stable Return Fund im ersten Quartil seiner Morningstar-Kategorie „Mischfonds mit moderatem Risiko in EUR“ zu finden* (Stand 31.01.2012). Autor: Nordea Fonds Service GmbH

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Internationale Sparstudie 2012 in 19 Ländern:

Deutsche sind auch in der Krise Weltmeister im Geldhorten

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ie Finanzkrise hat für 54 Prozent der Deutschen keine finanziellen Auswirkungen, dennoch bleibt das Sparen für Notzeiten Sparziel Nummer eins der Deutschen. Die Sparer in Italien, Spanien und Rumänien trifft die Finanzkrise in Europa am härtesten, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS von über 18.000 Menschen in 19 Ländern zeigt. "In der Tradition des Sparschweins, des Sparstrumpfs und des Geldes unter der Matratze sind die Deutschen Weltmeister im Geldhorten", kommentiert Roland Boekhout, Vorstandsvorsitzender der ING-DiBa zusammenfassend die Ergebnisse der Sparstudie. Deutsche im europäischen Vergleich Krisengewinner Von den 1.000 befragten Deutschen gaben lediglich 9 Prozent an, direkt oder indirekt von Arbeitslosigkeit oder Gehaltskürzungen betroffen zu sein. In keinem anderen Land war der Wert so niedrig. 32 Prozent der Bundesbürger machen schneller als das Einkommen steigende Preise dafür verantwortlich, dass sich ihre finanzielle Situation zuletzt verschlechtert hat. In Frankreich (56 Prozent), Italien (55 Prozent) und der Slowakei (51 Prozent) fühlen sich sogar mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Inflation betroffen. Arbeitslosigkeit trifft nach eigener Aussage insbesondere Spanier und Rumänen. In China und Indien profitieren hingegen viele Menschen vom asiatischen Aufschwung. Die finanzielle Situation hat sich dort für 25 bzw. 27 Prozent der Befragten verbessert. Finanzkrise wirkt sich in vielen Ländern auf Sparverhalten aus Die Auswirkungen der Finanzkrise haben auch Einfluss auf das Sparverhalten. In den meisten Ländern können Großteile der Bevölkerung krisenbedingt weniger Geld zur Seite legen. 64 Prozent der Italiener und Spanier sparen weniger als noch zu Beginn der Finanzkrise. In Deutschland sind es lediglich 34 Prozent der Befragten. Dagegen hat sich das Sparverhalten bei 51 Prozent nicht verändert und 15 Prozent der Deutschen sparen sogar mehr.

"Angstsparen" spielt bei Deutschen noch immer eine Rolle Für 62 Prozent der Deutschen dient Sparen dem Ziel, Notreserven für unerwartete Ausgaben zu bilden. Lediglich die Hälfte der Bevölkerung spart für größere Anschaffungen an und 42 Prozent haben den nächsten Urlaub im Blick. "Das sogenannte Angstsparen spielt noch immer eine große Rolle, die Deutschen hüten ihre Ersparnisse wie einen Augapfel. Ersparnisse werden nicht schnell verprasst, sondern liegen auf der hohen Kante für schlechte Zeiten", sagt Carsten Brzeski, Senior Economist der ING-DiBa. Spitzenreiter sind bei diesem Ziel jedoch die Luxemburger mit 78 Prozent, genauso wie beim Sparen auf den nächsten Urlaub, das 49 Prozent der Luxemburger als Ziel erklären. Für große Anschaffungen sparen am häufigsten die Holländer (54 Prozent). Es gibt in allen Nationen aber auch Menschen, denen am Monatsende nicht genügend Geld zum Sparen bleibt. In Deutschland gaben 14 Prozent der Befragten an, nicht sparen zu können. 32 Prozent der Deutschen und US-Amerikaner "hocken" auf ihrem Ersparten 32 Prozent der befragten Deutschen gaben an, ihr Erspartes in den kommenden 12 Monaten nicht anrühren zu wollen. International der Spitzenwert, der auch in den USA erreicht wurde. Dort gaben zudem 29 Prozent an, Ersparnisse zum Schuldenabbau nutzen zu wollen. Für Konsumausgaben planen 23 Prozent der Deutschen auf ihr Erspartes zurückgreifen, bei Urlaubsausgaben sogar 39 Prozent der Bevölkerung. "Man gönnt sich wieder was", sagt Carsten Brzeski. "Wenn es doch mal an das Ersparte gehen soll, dann nur für die Ferien oder teure Produkte wie Autos. Es bleibt dabei: Die deutsche Liebe für Autos kennt (fast) keine Grenzen. Nicht mal finanzielle." Autor: ING-DiBa AG

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Investment

Roland Berger-Studie:

Asset Management-Branche erlebt strukturellen Wandel

Wachstum in aufstrebenden Märkten wie Asien

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sset Management steht vor einem strukturellen Wandel. Wie die Studie "Redefining Asset Management in New Realities" von Roland Berger Strategy Consultants zeigt, zwingen die Folgen der Finanzkrise, regulatorische Veränderungen sowie der demographische Wandel die Branche zu einer Neuausrichtung. Vor allem der asiatische Markt zeigt großes Potenzial, dort wuchsen die Asset Pools im Zeitraum von 2007 bis 2010 um 7 Prozent jährlich. Allgemein herrschen im internationalen Asset Management deutliche Trends: Profitabel wachsen können künftig nur die Anbieter, die sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, die Kostenbasis flexibel gestalten und ihr Produktangebot auf Kundenbedürfnisse ausrichten. Im Zuge der jüngsten Verwerfungen an den Kapitalmärkten gewinnen außerdem die Funktion des Risikomanagers sowie eine Fokussierung auf die Kernkompetenzen an Bedeutung. "Der zunehmende Wettbewerb, die hohen Anforderungen der Kunden und die Verschiebung der Märkte in Richtung Asien zwingen Vermögensverwalter dazu, ihre Strategien und Geschäftsmodelle zu überdenken, wenn sie profitabel wachsen wollen", erklärt Olaf Toepfer, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. Aufstrebende Märkte im Fokus Nach der ersten Finanzkrise im Jahr 2008, bei der Anleger herbe Verluste hinnehmen mussten und massiv Mittel abzogen, stieg das weltweit durch Asset Manager verwaltete Vermögen bis 2010 wieder auf 76 Billionen Dollar an. Zwei Drittel davon, also mehr als 50 Billionen Dollar, entfielen auf institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds. Besonders positiv entwickelt sich der Asset Management-Markt in den Schwellenländern, allen 74

voran Asien mit einem jährlichen Wachstum des verwalteten Vermögens um circa 7 Prozent auf derzeit knapp 15 Billionen Dollar. Ein Wachstumstrend, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird. Denn die Experten gehen davon aus , dass in Ländern wie China im Zuge des volkswirtschaftlichen Wachstums auch das verwaltete Vermögen bis 2015 um bis zu 14 Prozent jährlich zunehmen wird. Doch das internationale Geschäft stellt auch hohe Anforderungen, warnt Toepfer: "Nach wie vor ist Asset Management vor allem ein lokales Geschäft. Nur wenige internationale Geschäftsmodelle sind dauerhaft erfolgreich. Allerdings ergeben sich in Asien aufgrund des Vermögenszuwachses signifikante Chancen für Asset Manager, die in der Lage sind, ihr Produktportfolio regional zu differenzieren. Auch strategische Partnerschaften mit lokalen Anbietern erscheinen durchaus lohnenswert." Gutes Wachstumspotenzial zeigen auch ausgewählte afrikanische Länder wie Nigeria und der Mittlere Osten. Dort nahm der Asset Management-Markt in den vergangenen Jahren um 10 Prozent jährlich auf knapp 2 Billionen Dollar zu. Rückläufig zeigte sich hingegen der amerikanische Markt mit einem jährlichen Minus von rund 1 Prozent. Weiterhin stabil bleibt der deutsche Markt - doch der Wettbewerb nimmt in der Branche stark zu, warnt Frank Heideloff, Partner von Roland Berger: "Die Zeiten, in de-


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nen Asset Manager schnell und profitabel wachsen konnten, sind vorbei. Sicherlich wird Deutschland aufgrund des signifikanten verwalteten Vermögens im internationalen Vergleich ein wichtiger Markt bleiben. Jedoch erwarten wir hier einen harten Verdrängungswettbewerb zwischen heimischen und ausländischen Anbietern, vor allem im Drittvertrieb." Steigende Ansprüche der Kunden - Risikomanagement gefragt Um im harten Wettbewerb bestehen zu bleiben, müssen sich Asset Manager verstärkt auf die Bedürfnisse ihrer Kundschaft fokussieren: Individualisierte und transparente Produkte sind dabei immer mehr gefragt. "Kunden sind heute viel besser über die Anlagemöglichkeiten informiert, agieren professioneller und haben außerdem ein ausgeprägtes Risikobewusstsein", erklärt Matthias Hübner, Leiter der deutschen Asset Management Practice von Roland Berger. Denn vor allem seit der vergangenen Finanzkrise zeigen Investoren eine starke Risikoaversion. Die Funktion des Risikomanagers gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. Denn auf dem umkämpften Markt für Asset Management garantiert er die hohen Sicherheitsstandards der Anlageprodukte und dient der Vertrauensbildung zwischen Asset Manager und Kunden. "Das ist in der Branche ein sehr wichtiges Differenzierungsmerkmal und kann erhebliche Wettbewerbsvorteile schaffen", sagt Hübner. Fokussierung wichtiger

auf

Kernkompetenzen

wird

Der generelle Trend zu mehr Effizienz und verminderter Komplexität in der Branche fördert außerdem die Tendenz zum Outsourcing. Dabei geht es nicht nur um eine Reduzierung der aktuellen Kostenba-

sis, sondern vor allem auch eine höhere Flexibilität des Geschäftsmodells, um für zukünftige Krisen gewappnet zu sein. Somit sollten Asset Manager ihren Fokus nicht nur auf geringere Bonuszahlungen oder die Reduzierung von Sachkosten richten, sondern ihr Leistungsangebot entlang der gesamten Wertschöpfungskette kritisch überprüfen. Denn die Marktzyklen werden kürzer und die Volatilität wird die Märkte weiterhin begleiten. "Setzen sich die Stürme an den Kapitalmärkten fort, könnten einige Anbieter in ernsthafte Schwierigkeiten geraten", warnt Hübner. "Findet sich dann kein Käufer, werden sich manche Asset Manager oder deren Eigentümer mit ganz neuen Themen wie einem geordneten Rückbau oder sogar einer Komplettabwicklung beschäftigen müssen." Außerdem zeichnet sich die Asset Management-Industrie durch eine zunehmende Spezialisierung aus. So werden es zum Beispiel mittelgroße Asset Manager schwer haben, die hunderte Fonds anbieten und sich nicht nur als Anbieter für traditionelle Anlageklassen, sondern auch als Experten für Alternative Assets wie Private Equity, Hedge Fonds, Real Estate oder Commodities positionieren wollen. "Der Trend in Richtung Spezialisierung auf einen bestimmten Asset-Bereich ist eindeutig", erklärt Frank Heideloff. "Und auch in Zukunft werden Anbieter sich verstärkt auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und sich aus manchen Asset-Klassen komplett zurückziehen." Autor: Roland Berger Strategy Consultants

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Bankanlagen/Zertifikate

Aigner fordert von Banken und Sparkassen Nachbesserungen bei Beipackzetteln für Geldanleger

Stichprobe deckt gravierende Mängel bei Produktinformationsblättern auf

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undesverbraucherministerin Ilse Aigner hat Banken und Sparkassen aufgefordert, die Produktinformationsblätter für Geldanlageprodukte deutlich nachzubessern. Eine Stichprobe im Auftrag des Bundesministeriums hat ergeben, dass die seit 1. Juli 2011 vorgeschriebenen Produktinformationsblätter etwa zur Hälfte nicht den gesetzlichen Anforderungen an Vollständigkeit, Verständlichkeit und Vergleichbarkeit entsprechen. 43 Prozent aller untersuchten "Beipackzettel" waren schon deshalb formal unvollständig bzw. unrichtig, weil überflüssige und unzulässige Angaben gemacht wurden oder wichtige Angaben fehlten. Dies ist das Ergebnis einer Evaluation des Beratungsunternehmens "evers & jung" und dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut "YouGov Deutschland". Im Rahmen des vom Bundesverbraucherministeriums in Auftrag gegebenen Forschungsberichts wurden 160 Produktinformationsblätter fachlich ausgewertet und 2.000 Verbraucher befragt. "Die Untersuchung verdeutlicht, dass es richtig war, Produktinformationsblätter für Anlageprodukte gesetzlich vorzuschreiben. Rund drei Viertel aller befragten Verbraucher bewerteten den Beipackzettel für ihre Anlageentscheidung als wichtig oder eher wichtig. Deshalb haben auch fast alle Verbraucher die in der Anlageberatung übergebenen Produktinformationsblätter intensiv gelesen oder zumindest überflogen", so Bundesverbraucherministerin Aigner. Nur ein Prozent der Befragten gab an, das Produktinformationsblatt ungelesen abgeheftet zu haben. Die Studie bescheinigt dem Beipackzettel als Informationsinstrument einen erfreulich hohen Bekanntheitsgrad. In der Praxis von Banken und Sparkassen jedoch besteht laut Aigner "noch erheblicher Verbesserungsbedarf". Der Forschungsbericht deckt etliche Schwachstellen in den eingesetzten Produktinformationsblättern auf. Aigner: "Mehr als ein Viertel der Produktinformationsblätter waren wegen lan76

gen, verschachtelten Sätzen, nicht erläuterten Fachbegriffen, zu detaillierten Angaben oder schwammigen Formulierungen kaum verständlich. Weniger als die Hälfte der Produktinformationsblätter waren so gestaltet, dass sie einen Vergleich mit anderen Produkten ermöglichten. Dafür habe ich keinerlei Verständnis – die Institute hatten lange genug Zeit, die Informationsblätter vorzubereiten." Die Ministerin betonte: "Ich werde Banken, Sparkassen und Verbraucherorganisationen noch im März an einen Tisch holen, um zu klären, wie diese Defizite zuverlässig beseitigt werden können. Die Geldinstitute müssen ihrer seit Juli 2011 geltenden Pflicht nachkommen, den Verbrauchern leicht verständliche Produktinformationsblätter über Wertpapiere bereitzustellen. Darauf haben die Verbraucher einen Anspruch", so Aigner. "Ich werde die Finanzwirtschaft nicht aus der Verantwortung entlassen, Kosten und Risiken von Finanzprodukten verständlich darzustellen." Aigner betonte, natürlich bleibe dabei auch die Frage der Standardisierung solcher Informationen auf dem Tisch – insbesondere die Vereinheitlichung verständlicher und vollständiger Information über die Kosten und über die Risiken der Finanzprodukte: "Sollte es der Finanzwirtschaft nicht gelingen, im Laufe des Jahres zu Verbesserungen und einer Vereinheitlichung zu kommen, werde ich mich dafür einsetzen, den Inhalt der Produktinformationsblätter noch konkreter durch Rechtsverordnung vorzuschreiben. Diese Option bleibt auf dem Tisch."


Bankanlagen/Zertifikate | ANLAGESPIEGEL 2012

Im Rahmen des Forschungsberichts waren in einer Stichprobe 160 Produktinformationsblätter zu Inhaberschuldverschreibungen/Anleihen, Aktien, Zertifikaten, Investmentfonds, geschlossenen Fonds und Sparplänen untersucht worden. Die Autoren kommen u.a. zu folgenden Ergebnissen:

meist nicht gegeben. Die untersuchten Produktinformationsblätter unterscheiden sich in Detailtiefe, Sprachqualität und Begriffsverwendung. So werden insgesamt nur 45 Prozent und bei komplexen Produkten nur 20 Prozent als für einen Produktvergleich nutzbar beurteilt.

-Das primäre Ziel eines Produktinformationsblattes, Verbraucher kurz und prägnant über wesentliche Eigenschaften des Anlageprodukts zu informieren und Vergleiche zu ermöglichen, wird derzeit meist noch nicht erreicht. Somit werden auch die Verbrauchererwartungen an die Produktinformationsblätter nur teilweise erfüllt.

Die inhaltliche Überprüfung der Produktinformationsblätter soll laut Bundesverbraucherministerium ab nächsten Jahr auch ein künftiger Schwerpunkt der "Stiftung Warentest sein". Sie erhält nach dem Beschluss des Koalitionsausschusses vom 4. März 2012 zusätzliche Finanzmittel, um Finanzprodukte intensiver zu prüfen und Verbraucher darüber zu informieren. Aigner: "Wir werden auf die Stiftung Warentest mit ihrer Expertise zurückgreifen. Wir wollen die Stiftung auch deshalb ab 2013 mit zusätzlichen 1,5 Millionen Euro pro Jahr ausstatten. Als eine ihrer ersten Aufgaben wird die Stiftung Warentest die Ausgestaltung der Produktinformationsblätter in der Praxis prüfen. Damit werden wir für die Verbraucher transparent machen, wo dem Informationsinteresse der Kunden auf vorbildliche Art und Weise nachgekommen wird und wo Defizite bestehen."

-Die Produktinformationsblätter entsprechen überwiegend nicht den Anforderungen an Vollständigkeit, Verständlichkeit und Vergleichbarkeit. -Die Darstellung der Rendite ist bei 64 Prozent, die Darstellung der Kosten bei 33 Prozent der untersuchten Produktinformationsblätter verständlich, die Kostendarstellung bei komplexen Produkten sogar nur bei 16 Prozent. Als ursächlich wird eine fehlende Konkretisierung der Anbieteraussagen in den zentralen Rubriken gesehen. -Die Einheitlichkeit in der Informationsdarstellung als Grundvoraussetzung für Vergleichbarkeit ist

Autor: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft , und Verbraucherschutz

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Bankanlagen/Zertifikate

Vermögende Frauen: Zielgruppe mit hohem Potenzial im Private Banking

FPSB Deutschland: Komplexem Beratungsbedarf gerecht werden

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ie Anzahl vermögender Frauen wächst. Nach dem aktuellen World Wealth Report 2011 von Merrill Lynch Global Wealth Management und Capgemini werden 27 Prozent des weltweiten Vermögens von Frauen kontrolliert. „Ob Anlageberatung, Vermögensverwaltung oder Nachfolgeplanung – mit zunehmenden Vermögen werden Frauen zu einer immer bedeutenderen Kundengruppe im Private Banking“, so Prof. Dr. Rolf Tilmes, Mitglied des Vorstandes des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Da die Lebensläufe zunehmend durch Brüche und Wendepunkte gekennzeichnet sind, ist der Beratungsbedarf insbesondere auch bei Frauen steigend und komplex. Auf der anderen Seite verfügen sie aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation, gutem Einkommen und der Verwaltung ihrer eigenen finanziellen Belange immer mehr über weitreichende Kenntnisse in finanziellen Angelegenheiten. Entsprechend zielorientiert treten sie auf. Ihre Ansprüche an eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Finanzberatung sind gestiegen. Sehr gut qualifizierte Frauen nehmen aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der anhaltenden politischen Diskussion um Gleichberechtigung verstärkt gut dotierte Schlüsselpositionen in Unternehmen ein. Nach Angaben des Statistischen Bundes-

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amtes sind knapp 28 Prozent aller Führungskräfte in privaten Unternehmen in Deutschland weiblich. Und der Anteil wird steigen: Immer mehr Unternehmen wollen Positionen im Topmanagement mit weiblichen Führungskräften besetzen. Ein weiterer Grund für das wachsende Vermögen von Frauen hängt mit ihrer im Vergleich zu Männern höheren Lebenserwartung zusammen. Nach einer Studie der Postbank erben Frauen mit einem Anteil von 35 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 29 Prozent. Zudem gelangen Frauen im Alter als Alleinerbinnen an große Vermögen. Gender Finance nicht vernachlässigen Gender Finance befasst sich unter anderem mit den spezifischen Eigenschaften von Frauen und deren Auswirkungen auf ihre Anlageentscheidungen. Frauen wird im Allgemeinen ein großes Sicherheitsbewusstsein zugeschrieben. Da sie ihre berufliche Karriereplanung mit der privaten koordinieren wollen, sind ihnen Sicherheit und Flexibilität eines Anlageproduktes besonders wichtig. „Das gängige Klischee der generell risikoscheuen Anlegerin bestätigt sich allerdings bei vermögenden Frauen nicht“, so Tilmes. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigen Frauen und Männer bei identischem Bildungsniveau und Vermögensstatus die gleiche Neigung zu Risikobereitschaft bei Anlageprodukten. „Dennoch sollte


Bankanlagen/Zertifikate | ANLAGESPIEGEL 2012

das Private Banking das Thema Gender Finance berücksichtigen, um von dem wachsenden Kundensegment der vermögenden Frauen zu profitieren“, rät Tilmes. Ihre Lebensläufe enthalten sehr häufig Brüche und Wendungen, wie zum Beispiel Babypausen oder vorübergehende Teilzeittätigkeit, die eine ganzheitliche Finanzplanung berücksichtigen muss. Aufgrund von alternierenden Phasen von Erwerbs- und Familienleben sind umfassende und individuelle Lösungen im Bereich einer ganzheitlichen Finanzund Vorsorgeplanung besonders wichtig. Um gezielt Frauen als Kunden anzusprechen, haben einige Kreditinstitute exklusive Angebote entwickelt. Auf dem Programm stehen speziell auf Frauen zugeschnittene Veranstaltungen zur Vermittlung von Finanzkenntnissen bis hin zu Netzwerkabenden. „Jedoch sollten solche frauenspezifischen Programme nicht zu klischeehaft sein, sonst werden sie nicht angenommen“, sagt Tilmes. Jede vierte Kundin fühlt sich schlecht beraten Nach einer Umfrage der Boston Consulting Group unter vermögenden Privatkundinnen fühlt sich jede Vierte schlechter beraten als ihre männlichen Pendants. Über die Hälfte sind der Meinung, die Berater müssten besser auf ihre Bedürfnisse eingehen und sollten ihnen nicht mit Vorurteilen begegnen. „Viele Frauen spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Verwaltung des Familienvermögens und verfügen über entsprechende Kenntnisse in Finanzangelegenheiten“, weiß Tilmes. Sie haben besonders hohe Ansprüche an die fachliche und soziale Kompetenz ihres Beraters. Die vom FPSB Deutschland zertifizierten CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®) und Certified Foundation and Estate Planner (CFEP) als Nachfolgeplaner zählen in Deutschland mit ihrem umfassenden und ständig aktualisiertem Fachwissen zur Elite in der Finanzdienstleistungsbranche. Rund 60 Prozent

der Zertifikatsträger sind als Finanz- und Nachlassplaner bei Banken tätig. Ihre fundierten Kenntnisse in Bank- und Börsenprodukten, Versicherungen, Immobilien sowie im Bereich Steuern und Recht garantieren den Kundinnen eine ganzheitliche und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Beratung. 17 Prozent der CFP und CFEP sind weiblichen Geschlechts. “Auch wenn mehr CFP oder CFEP weiblich sind als im Private Banking-Markt allgemein, ist ihr Anteil trotzdem noch zu niedrig, da viele Kundinnen von Frauen beraten werden möchten“, so Tilmes. Sind die Kundinnen mit den Beratungsleistungen zufrieden, erweisen sie sich gegenüber ihrer Bank als äußert loyal. Nach einer Studie der LGT-Bank zur Kundenbindung im Private Banking sind Kundinnen ihrem Berater wesentlich treuer: Während die durchschnittliche Bankbeziehung bei Männern 15 Jahre beträgt, sind Kundinnen ihrer Bank im Durchschnitt 25 Jahre treu. Nicht nur das Zielsegment vermögende Frau im Private Banking ist also interessant und wachsend, auch als Beraterin im Finanzdienstleistungsbereich mit einer Qualifikation als CFP oder CFEP hat man (frau) beste Chancen. Autor: Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.

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Sparschwein-Comeback: 58 Prozent der Deutschen lagern Geld zu Hause

Umfrage: Jeder Zweite spart für nichts Bestimmtes

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8 Prozent der Bundesbürger haben einen Sparstrumpf oder ein Sparschwein zu Hause. Die altmodische Sparvariante erlebt wegen der aktuellen Lage an den Finanzmärkten ein Comeback: 24 Prozent erweckten ihr Sparschwein oder ihren Sparstrumpf nach eigener Auskunft aufgrund der Euro-Schuldenkrise wieder zum Leben. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern. Vor allem Kleingeld wandert in den Sparstrumpf Drei Prozent der Befragten haben sich von ihrer Bank losgesagt und bewahren ihr gesamtes Geld zu Hause auf. Die große Mehrheit füttert ihr Sparschwein allerdings überwiegend mit Kleingeld (65 Prozent). So befindet sich bei knapp jedem Zweiten (49 Prozent) höchstens 100 Euro im Sparschwein oder Sparstrumpf. Bei etwa fünf Prozent der Sparschwein-Besitzer sind es dagegen mehr als 1.000 Euro.

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Jeder Zweite spart für nichts Bestimmtes Danach gefragt, wofür die Deutschen sparen, überwiegt die Planlosigkeit. Jeder Zweite legt das Geld für nichts Bestimmtes zurück (50 Prozent). Weitere 29 Prozent sparen für unvorhergesehene Situationen, in denen sie dringend Geld benötigen. Die restlichen 21 Prozent wollen das Ersparte in größere Anschaffungen wie beispielsweise Möbel oder eine Reise investieren. Autor: Faktenkontor GmbH


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Kombi-Sparen mit Tages- und Festgeld bringt Top-Rendite bis 3,8 Prozent

VTB Duo als zeitgemäße Sparschwein-Variante

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laubt man neuesten Umfragen, dann füttert die Mehrheit der Deutschen (65 Prozent) ihr häusliches Sparschwein mit bis zu 1000 Euro Bareinlage. Jeder zweite legt dabei sein Geld für "nichts Bestimmtes" zurück. Offenbar sind viele Sparer aufgrund der Situation an den Finanzmärkten verunsichert und behalten lieber ein paar Euro zu Hause. Nun ist das Horten von Bargeld zwar verständlich, aber kostenlos ist es jedenfalls nicht. Denn das Bargeld-Horten kostet einerseits die entgangene Verzinsung und andererseits den Kaufkraftverlust durch die Inflation, von der jeder Geldbesitzer unmittelbar betroffen ist. Und die entgangene Verzinsung ist nicht so gering, wie man vielleicht auf Anhieb denkt. Es stimmt zwar, dass die meisten etablierten Banken und Sparkassen recht geringe Zinsen auf Spareinlagen zahlen - oft so gering, dass nicht mal die Inflation ausgeglichen wird. Aber es gibt zeitgemäße Alternativen.

bank vor. "Er kann aber auf 4.000 Euro - also 20 Prozent seiner 20.000 Euro - täglich zugreifen - so wie er das Geld auch aus seinem Sparschwein holen könnte." Anleger können also mit einem solchen Produkt beides haben: attraktive Zinsen wie beim Festgeld und eine Flexibilität wie beim Tagesgeld. Ein flexibles Festgeld ist somit ein perfektes Angebot für Anleger, die satte Zinsen wollen, aber über den gesamten Anlagezeitraum flexibel bleiben möchten.

Dazu erklärt Michael Kramer, Geschäftsführer der VTB Direktbank in Frankfurt. "Sparer, die ein bisschen genauer hinsehen, entdecken sehr schnell moderne Alternativen zu niedrigverzinsten Spareinlagen und erst recht zum zinsfreien Bargeldsparen. So lassen sich mit einfachen Online-Sparprodukten sehr attraktive und vor allem sichere Renditen einfahren."

Die VTB Direktbank auf einen Blick

Eine besonders attraktive und in der Fachpresse vielfach positiv erwähnte Sparschwein-Variante stellt in diesem Zusammenhang das VTB Duo dar. Manche beschreiben das VTB Duo auch als das derzeit vielleicht flexibelste Geldanlageprodukt am deutschen Markt. Hierbei handelt es sich um eine innovative Kombination aus Tages- und Festgeld. Die Verzinsung liegt bei bis zu 3,8 Prozent bei dreijähriger Laufzeit - wobei 20 Prozent der Sparsumme jederzeit frei verfügbar für den Anleger ist - so wie beim Tagesgeld. "Ein Anleger, der beispielsweise 20.000 Euro über ein VTB Duo für 36 Monate anlegen möchte, erzielt 3,8 Prozent jährlich - also 2.280 Euro.", rechnet Magnus Eger, Marketingchef der VTB Direkt-

Der Kundenservice der VTB Direktbank steht Anlegern an Werktagen zwischen 06.00-22.00 Uhr und an Wochenenden zwischen 09.00-14.00 Uhr telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Die TÜVzertifizierte Internet-Banking-Anwendung und das mobile TAN-Verfahren der VTB Direktbank entsprechen den höchsten Sicherheitsanforderungen im deutschen Markt.

Die VTB Direktbank ist eine Zweigniederlassung der österreichischen VTB Bank (Austria) AG. Als kosteneffiziente Onlinebank konzentriert sich die VTB Direktbank auf einfache, attraktive und sichere Sparprodukte.

Als Zweigniederlassung einer österreichischen Bank gehört die VTB Direktbank der Einlagensicherung der Banken & Bankiers GmbH in Österreich an www. einlagensicherung.at Autor: VTB Bank (Austria) AG

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Bankanlagen/Zertifikate

Erhebliche Unterschiede in der Produktqualität der einzelnen Zertifikate-Emittenten

Scope legt die Ergebnisse der Management Ratings 2012 vor

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ufgrund von Schwächen in der Finanzstruktur haben sich die Ratings der deutschen Zertifikate-Emittenten gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Verantwortlich hierfür sind vor allem erhöhte CDS-Werte sowie niedrige Bonitätsnoten der Häuser. Die größten Unterscheide zwischen den einzelnen Anbietern bestehen bei der Produktqualität. Hier fallen mehrere Emittenten gegenüber den Erstplatzierten sehr deutlich ab. Zu diesen Schlüssen kommt Scope Analysis nach dem Abschluss der diesjährigen Ratingrunde, bei der die Management Qualität der wichtigsten, auf dem deut-schen Markt aktiven Zertifikatehäuser erneut auf den Prüfstand gestellt wurde. Einbezogen wurden die DDV-Mitglieder sowie einige ausgewählte Emittenten. Rating-Gesamtergebnis: Commerzbank erneut an der Spitze Scope Analysis hat dabei 16 Produzenten einem umfassenden Management Rating unterzogen, das im Vergleich zu den Vorjahren durch zusätzliche quantitative Auswertungen bei den Punkten Transparenz und Produktqualität verfeinert wurde. Geprüft wurden die Unternehmen auf Basis von drei Ratingpanels. Wichtige Prüfkriterien waren u.a. Professionalität des Managements, Produktkompetenz, Produktreinheit, Prozessqualität, Vertriebsunterstützung und Informationsqualität, Risikokontrolle und Finanzstruktur der Häuser. Die besten vier Zertifikate-Emittenten in der Gesamtwertung sind die Commerzbank (AA), HSBC Trinkaus (A), Deutsche Bank (A) und die LBBW – Landesbank Baden-Württemberg (A). Damit steht die Commerzbank erneut an erster Stelle. Auch HSBC Trinkaus behauptete seinen zweiten Platz. Während sich die Aufsteiger Deutsche Bank vom 9. Rang und die LBBW vom 11. Rang in die Top Vier verbessern konnten, stieg die DZ Bank (A) leicht auf Rang 5 ab. 82

Die Commerzbank überzeugte durch eine sehr hohe Transparenz und Produktqualität. Hervorzuheben sind vor allem die engen Spreads der Zertifikate. Die Commerzbank lag mit einem besonders hohen Anteil ihrer Produkte im ersten Quartil der Scope Ratings. „Insbesondere vor dem Hintergrund der besonders breiten Marktabdeckung der Bank ist dieses Ergebnis eine anerkennenswerte Leistung“, resümiert Sasa Perovic, Leiter der Scope Zertifikateanalyse. Die Zweitplatzierte HSBC Trinkaus war das beste Haus überhaupt bei der Bewertung der Stabilität und der Finanzstruktur. Die Drittplatzierte, die Deutsche Bank, punktete mit einer sehr hohen Produktqualität und einer sehr guten Anlegerkommunikation. Die LBBW zeichnete sich ebenfalls durch eine hohe Stabilität und durch eine gute Aufstellung des Managements aus. Am schlechtesten in der Gesamtwertung schnitt die Bayern LB (BB-) ab. Dies ist vor allem auf eine im Vergleich zu den anderen Emittenten geringere Qualität ihrer Produkte zurückzuführen. Hohe Qualität beim Kriterium Transparenz Scope Analysis prüfte Transparenz und Qualität der zur Verfügung gestellten allgemeinen Unternehmens- sowie Produktinformationen. Dabei wurden Kriterien wie Internetplattform, Produktinformationsblatt, Risikoaufklärung, Service Qualität und Produktreinheit nach standardisierten Prüfpunkten beleuchtet. Insgesamt ergab sich bei den deutschen


Zertifikate-Emittenten eine hohe Qualität in Sachen Transparenz. Scope führt dies darauf zurück, dass eine Reihe von Punkten, insbesondere die Produktinformationsblätter, definierten Standards unterliegen, denen die Branche inzwischen mehrheitlich folgt. „Auch wenn die Produktinformationsblätter noch zu verbessern sind, so hat sich die Transparenz bei Zertifikaten durch ihre Einführung doch erhöht“, erläutert Sasa Perovic.

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Beim Kriterium Transparenz rangiert die Commerzbank an erster Stelle, gefolgt von der Deutschen Bank und der LBBW. Alle drei Institute werden dabei mit dem Urteil AA bewertet. Gründe sind hohe Servicequalität und Produktreinheit, unter der man eine zutreffende und transparente Bezeichnung der Zertifikate versteht. Stabilität: Gestiegene CDS-Werte und schlechtere Ratings belasten Beim Prüfkriterium „Stabilität“ schlug die im Vergleich zum Vorjahr schlechtere Finanzstruktur mehrerer Zertifikatehäuser durch. Dies ist auf höhere Werte für Credit Default Swaps (CDS), welche das Ausfallrisiko eines Emittenten bewerten, sowie schlechtere Credit Ratings durch die RatingAgenturen zurückzuführen. Beide Werte fließen in die von Scope Analysis ermittelte Bonität eines Hauses mit ein. Mit dem Urteil AA rangieren HSBC Trinkaus, UniCredit und die WGZ Bank auf den ersten drei Plätzen beim Kriterium Stabilität. Bei der Produktqualität trennt sich die Spreu vom Weizen Sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Zertifikate-Emittenten bestehen nach Auffassung von Scope Analysis vor allem beim Kriterium Produktqualität. Hierfür hat Scope unter anderem die Spreads der Produkte analysiert, aber auch die Scope Ratings der emittierten Produkte herangezogen. Auf den ersten drei Plätzen liegen hier die Commerzbank (AA), die Deutsche Bank (AA-) und die DZ Bank (A+). Die schlechteste Produktqualität wei-sen laut Scope die WGZ Bank und die Bayern LB (jeweils B) auf. Autor: Scope Group

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Bankanlagen/Zertifikate

Lehman Brothers: Erstattungen für deutsche Anleger

In den USA nähert sich das Insolvenzverfahren über Lehman Brothers dem Ende entgegen

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etzt heißt es für deutsche Kleinanleger, die Zertifikate der niederländischen Tochter der Pleitebank besitzen, im Lauf des Jahres ihre Ansprüche in den Niederlanden anzumelden. Die genaue Frist zur Anmeldung steht noch nicht fest, soll aber spätestens im 3. Quartal bekannt gegeben werden. Hiesige Anleger sollten sich dazu am besten an die Bank wenden, bei der sie die Papiere gekauft haben. Sie können ihre Ansprüche aber auch direkt beim niederländischen Insolvenzverwalter anmelden, sobald der Termin festgelegt worden ist. Unabhängig vom niederländischen Verfahren können die deutschen Kleinanleger auch aus dem amerikanischen Verfahren Erstattungen erwarten. Es wird damit gerechnet, dass sie letztlich insgesamt 20 plus X Prozent ihres Geldes zurückerhalten werden. Nachfolgend skizzieren wir den Hintergrund für das niederländische Verfahren: Am 08. Oktober 2008 eröffnete das Landgericht Amsterdam das Insolvenzverfahren (in den Niederlanden: Konkursverfahren) über das Vermögen der Lehman Brothers Treasury Co. B.V. (LBT). Diese Gesellschaft, eine 100-prozentige Tochter der Lehman Brothers UK Holdings (Delaware) Inc, die wiederum eine Tochter der amerikanischen Lehman Brothers Holdings Inc (LBHI) war, gab in der Vergangenheit zahlreiche strukturierte Produkte (Zertifikate) heraus. Das Vermögen der LBT besteht nahezu ausschließlich aus Forderungen gegen die LBHI. Diese Zertifikate wurden auch an deutsche Anleger vertrieben und sind nach der Insolvenz der erwähnten Gesellschaften faktisch wertlos. Der niederländische Verwalter bat die deutschen Anleger in einer Nachricht vom 22. Dezember 2008, diese Forderungen einstweilen nicht anzumelden. Die Depotbanken haben bereits im amerikanischen Insolvenzverfahren die Forderungen angemeldet, da

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die deutschen Anleger einen eigenen Anspruch gegen die LBHI aus einem Garantieversprechen haben. Der niederländische Verwalter hat sich auch am amerikanischen Insolvenzverfahren beteiligt und auf Grundlage der amerikanischen Vorschriften eine Einigung dahingehend erzielt, dass der LBT ein Betrag von 34 Milliarden 548 Millionen US-Dollar zufließen wird. Da die LBT annähernd 3.750 Zertifikate herausgab, bedarf es eines immensen Aufwands zur Bewertung der einzelnen Papiere. Diese hat gerade erst begonnen. Das niederländische Gericht hat eine Frist zur Anmeldung der Forderungen (claims filing date) und einen Termin zur Gläubigerversammlung und Prüfung der angemeldeten Forderungen (claims admission meeting) noch nicht bestimmt. Der Verwalter beabsichtigt, das Gericht zu veranlassen, die Termine im zweiten oder dritten Quartal 2012 zu bestimmen. Nach Auskunft des Verwalters ist von den deutschen Anlegern aktuell nichts zu veranlassen. Sobald auch im niederländischen Verfahren Ansprüche angemeldet werden können, werden wir weitere Informationen inklusive eines Musterbriefs zur Verfügung stellen. Autor: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.,


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ie VTB Direktbank erweitert innerhalb kürzester Zeit ein weiteres Mal ihr Festgeldangebot und bietet Festgeld-Kunden jetzt bei allen Festgeld-Laufzeiten die Möglichkeit an, zwischen jährlicher oder monatlicher Zinszahlung auszuwählen. Das Angebot eignet sich insbesondere für Sparer, die eine zusätzliche monatliche Einkommensquelle wollen. Die VTB Direktbank reagiert damit erneut auf aktuelle Kundenwünsche. "Bei einer aktuellen VTB Kundenbefragung haben zahlreiche Anleger ein Interesse an monatlichen Zinszahlungen auch für die langen Laufzeiten ab 48 Monate gezeigt.", erklärt Magnus Eger, Marketing-Chef der VTB Direktbank. "Bis dato haben wir monatliche Zinszahlungen nur für Laufzeiten bis 36 Monate angeboten. Als kundenfreundliche Bank reagieren wir mit der Anpassung umgehend auf derartige Trends und unterstreichen damit unseren Ansatz, eine der attraktivsten und reaktionsschnellsten Direktbanken im Langfristbereich zu sein. Die Verzinsung für Laufzeiten von 4 bis 10 Jahren liegt aktuell bei 4 Prozent bei jährlicher Zinszahlung und 3,95 Prozent bei monatlicher Zinszahlung - das sind führende Konditionen und im Rahmen unserer Festgeldwochen gibt es jetzt auch noch 25 Euro Startguthaben dazu." Den Glanzpunkt einer sinnvollen Anlageentscheidung setzen clevere Sparer damit immer noch mit einer Investition in Festgeld. Festgeld ist besonders geeignet für Sparer, die ihr Geld für einen überschaubaren Zeitraum, risikolos und ohne Wertschwankungen anlegen wollen. Im Gegensatz zum Tagesgeld ist das Geld zwar nicht täglich verfügbar, aber dafür ist die Verzinsung deutlich höher und für den gesamten Zeitraum fest zugesichert. Die VTB Direktbank ist gerade im Langfristbereich innovativer Vorreiter, bietet sie doch attraktive Konditionen nicht nur für Festgeldlaufzeiten von 1 bis zu 3 Jahren, sondern auch für lange Laufzeiten von 4, 5, 8 und 10 Jahren. Und das ganze mit frei wählbaren 86

Zinszahlungs-Rhythmus. Dazu Michael Kramer, Managing Director der VTB Direktbank: "Seit Markteintritt vor 11 Monaten erhält die VTB Direktbank für ihre Angebote beim langfristigen Festgeld stets Spitzenbewertungen. Egal ob in Verbrauchermagazinen oder in Finanzportalen, die VTB Direktbank steht mit ihren Zinsangeboten für 24, 36, 48 und 60 Monate immer mit oben in den Tabellen". Die VTB Direktbank bleibt damit ihrer eingeschlagenen Zinsstrategie treu, ihren Kunden in allen kurz-, mittel- und langfristigen Laufzeiten attraktive Konditionen anzubieten. Die VTB Direktbank auf einen Blick: Die VTB Direktbank ist eine Zweigniederlassung der österreichischen VTB Bank (Austria) AG. Als kosteneffiziente Onlinebank konzentriert sich die VTB Direktbank auf einfache, attraktive und sichere Sparprodukte. Der Kundenservice der VTB Direktbank steht Anlegern an Werktagen zwischen 06.00-22.00 Uhr und an Wochenenden zwischen 09.00-14.00 Uhr telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Die TÜVzertifizierte Internet-Banking-Anwendung und das mobile TAN-Verfahren der VTB Direktbank entsprechen den höchsten Sicherheitsanforderungen im deutschen Markt. Als Zweigniederlassung einer österreichischen Bank gehört die VTB Direktbank der Einlagensicherung der Banken & Bankiers GmbH in Österreich an (www.einlagensicherung.at) Autor: VTB Bank (Austria) AG


Bankanlagen/Zertifikate | ANLAGESPIEGEL 2012

Anleger sollten Kosten von Börsen und Brokern genau prüfen

Kurse und Gebühren für einen Wertpapierauftrag variieren je nach Börsenplatz

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eim Wertpapierkauf lohnt sich der Preisvergleich. Denn je nach Börsenplatz unterscheiden sich die Kurse und Gebühren zum Teil deutlich voneinander. Darauf weist das Anlegermagazin 'Börse Online' (Ausgabe 15/2012, EVT 4. April) hin. Auch wenn das Internet einen bequemen Handel rund um die Uhr ermöglicht, sollten Anleger für ihre Geschäfte stets die jeweiligen Haupthandelszeiten nutzen, da dann die meisten Marktteilnehmer aktiv sind. Das sorgt für eine hohe Liquidität und niedrigere Spannen zwischen den An- und Verkaufskursen. So verringert sich das Risiko, zu überhöhten Kursen einzusteigen oder beim Verkauf einen unattraktiven Preis zu erhalten.

Neben den jeweiligen Kursen eines Wertpapiers an den Börsen sind die Kosten des Brokers entscheidend, über den der Handel abgewickelt wird. OnlineBroker wie Comdirect, Cortal Consors und ING-Diba berechnen die Börsenkosten in Form von pauschalisierten Börsenplatzentgelten. Auf der anderen Seite stehen Anbieter wie Flatex und Onvista Bank, die die Kosten der Börsen und der Abwicklung eins zu eins an ihre Kunden weitergeben. Nach Recherchen von 'Börse Online' liegt der Kundenpreis für eine 2.000 Euro-Order einer DAX-Aktie bei den führenden Online-Brokern je nach Börsenplatz derzeit zwischen knapp sechs und mehr als 17 Euro. Für Anleger, die ihr Depot häufig umschichten, macht sich diese Differenz schnell im Budet bemerkbar. Darüber hinaus sollten Anleger die Konditionen der Broker für Teilausführungen von Aufträgen prüfen, um bei den Gebühren keine böse Überraschung zu erleben, rät 'Börse Online'. Zu Teilausführungen kommt es beispielsweise im vollelektronischen XetraHandel dann, wenn ein Auftrag nicht sofort komplett abgewickelt werden kann. Einige Broker berechnen dafür Zusatzkosten. Wer die Ausführung seines Wertpapierauftrags in mehreren Teilen vermeiden will, sollte seine Order an eine der Regionalbörsen senden. Diese garantieren Anlegern die komplette, ungeteilte Abwicklung. Autor: BÖRSE ONLINE Verlag GmbH & Co KG,

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Immobilien

Die Immobilienbranche profitiert von der Schuldenkrise

Der deutschen Immobilienwirtschaft konnten Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise bislang nichts anhaben

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m Gegenteil: Niedrige Zinsen, Inflationsangst und der internationale Mangel an sicheren Anlagemöglichkeiten haben die Investitionen in Wohnungen, Büros und Handelsimmobilien deutlich ansteigen lassen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, prophezeit der von der Immobilien Zeitung (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag) gegründete und vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) unterstützte Rat der Immobilienweisen in seinem jetzt vorgelegten Frühjahrsgutachten. Die unabhängige Analyse der deutschen Immobilienwirtschaft wird seit 2003 herausgegeben. "Selbst im tiefsten Krisenjahr 2009, in dem die Immobilienpreise in 14 von 17 Ländern der Währungsunion fielen, stiegen die nominalen Preise für Wohnimmobilien in Deutschland an", erklärt Ratsmitglied Prof. Wolfgang Wiegard bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens auf dem Immobilienkongress Quo Vadis in Berlin.

Deutschland gelte weltweit als "sicherer Hafen", so Wiegard: Zwar werde die Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr deutlich unter der Ein-Prozent-Marke bleiben, eine Rezession sei aber unwahrscheinlich. Die positive Arbeitsmarktentwicklung bleibe 2012 intakt. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts niedriger Hypothekenzinsen blieben die Aussichten für die deutsche Immobilienwirtschaft in den nächsten Jahren positiv.

Deutliche Preissteigerungen auf dem Wohnungsmarkt Die Angebotspreise von Ein- und Zweifamilienhäusern sind seit Ende 2009 um 3,8 Prozent gestiegen. Bei Eigentumswohnungen liegt das Plus sogar bei 6,4 Prozent. Dramatischer zeigt sich die Situation in den Großstädten. Die inserierten Kaufpreise für höherwertige Eigentumswohnungen kletterten binnen eines Jahres in Frankfurt um 4,9 Prozent, in Köln um 7,5 Prozent, in Berlin um 9,5 Prozent, in Hamburg um 11,2 Prozent und in München um 12,6 Prozent. Verwunderlich ist der Kaufpreisanstieg nicht, folgt er doch lediglich dem Mietwachstum der vergangenen Jahre, so Ratsmitglied Prof. Harald Simons. Die inserierten Mietpreise legten in westdeutschen Städten von 2009 auf 2010 um 4,1 Prozent zu, im vergangenen Jahr um weitere 1,4 Prozent. Da die Nachfrage weiter stabil wachse, das verfügbare Angebot an Wohnungen seit zwei Jahren sogar sinke, werde der Trend steigender Preise auch

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Immobilien | ANLAGESPIEGEL 2012

2012 anhalten. Ausreißer nach oben seien Städte wie Hamburg und München mit prognostizierten vier Prozent bis sechs Prozent oder Berlin mit sechs Prozent bis acht Prozent Preisanstieg bei Eigentumswohnungen. Investoren stürzen sich auf Handelsimmobilien Ein weiteres Ergebnis des Frühjahrsgutachtens: Inländische und ausländische Investoren haben 2011 ein Drittel mehr für Einzelhandelsimmobilien ausgegeben als im Vorjahr. "Das Transaktionsvolumen stieg auf 10,55 Milliarden Euro an, das ist nahezu die Hälfte des gesamten mit Immobilien getätigten

Transaktionsvolumens von 22,62 Milliarden Euro", bilanziert Manuel Jahn, Einzelhandelsexperte im Rat der Immobilienweisen und Leiter des Bereichs Real Estate Consulting bei GfK GeoMarketing. Büroimmobilien: Der Leerstand sinkt Der robuste Arbeitsmarkt führte im vergangenen Jahr zu einem Anstieg der Bürobeschäftigtenzahl um 2,2 Prozent auf 13,44 Millionen. 2012 erwartet der Immobilienweise Andreas Schulten, Vorstand von BulwienGesa, eine weitere Zunahme um 0,7 Prozent. Dadurch verringert sich der Leerstand. Autor: Immobilien Zeitung Verlagsgesellschaft mbH

Immobilie mieten oder kaufen - eine Modellrechnung

FPSB Deutschland: Wertsteigerung der Immobilie und erzielbare Rendite am Kapitalmarkt sind entscheidend

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ie meisten Deutschen bauen bei der Altersvorsorge auf die eigenen vier Wände. Nach einer aktuellen Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach halten über 70 Prozent der Befragten die selbstgenutzte Immobilie für eine besonders sichere Form der Vorsorge fürs Alter. 34 Prozent der Berufstätigen planen in den kommenden Jahren, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. 2010 lag dieser Wert noch bei 23 Prozent. Neben dem Aspekt des mietfreien Wohnens im Alter spielen auch emotionale Gründe wie Unabhängigkeit vom Vermieter, Gefühl der Geborgenheit und die Realisierung eines Lebenstraums wichtige Rollen bei der Entscheidung für den Erwerb eines Eigenheims. Ein Vermögensvergleich des PFI Private Finance Institute der EBS Business School (PFI) veranschaulicht den Einfluss zweier Wohnalternativen – Eigenheim und Mietobjekt – auf die langfristige Vermögensbildung des Privatkunden. Das Ergebnis: Die Entwicklung des Nettovermögens im Zeitverlauf fällt aufgrund der allgemein gerin-

geren Wertsteigerung von eigengenutzten Immobilien gegenüber Anlagen am Kapitalmarkt aus den Ersparnissen bei Mietobjekten deutlich zugunsten der Mietentscheidung aus. „Die Entscheidung für oder gegen ein Immobilieninvestment sollte der Anleger nicht nur von den derzeit historisch niedrigen Bauzinsen abhängig machen“, rät Prof. Dr. Rolf Tilmes, Mitglied des Vorstandes des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) und wissenschaftlicher Leiter des PFI Private Finance Institute der EBS Business School. Tatsächlich muss der potenzielle Immobilienkäufer ein ganzes Bündel an Faktoren berücksichtigen: die wirtschaftliche und demografische Entwicklung am Wohnort, die persönliche Lebenssituation und -planung, die absehbare Entwicklung der Bauzinsen sowie die Renditeaussichten am Kapitalmarkt. Am Ende entscheidet das Nettovermögen 91


ANLAGESPIEGEL 2012 | Immobilien

In der Musterrechnung des PFI werden die beiden Alternativen Mieten oder Kaufen einer Immobilie gegenübergestellt. Ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern steht vor der Entscheidung, ein Haus für 437.000 Euro (inklusive Nebenerwerbskosten) zu kaufen oder ein entsprechendes Objekt für 2.300 Euro Warmmiete zu beziehen. Die Familie besitzt ein Anfangsvermögen von 100.00 Euro, ihr jährliches Haushaltsbruttoeinkommen beträgt 2012 100.000 Euro mit einer jährlichen Steigerung von zwei Prozent, ihre Lebenshaltungskosten betragen monatlich 2.750 Euro. Zur Finanzierung des Hauskaufs nehmen sie ein Annuitätendarlehen in Höhe von 340.000 Euro zu einem Zinssatz von vier Prozent mit Zinsbindung bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2031 auf. Zusätzlich fallen beim Eigenheim pro Jahr 4.200 Euro Betriebs- und 5.500 Euro Nebenkosten an, die wie die Mietzahlung entsprechend der angenommenen Inflationsrate jährlich um zwei Prozent steigen. Bei beiden Szenarien wird unterstellt, dass die Familie Liquiditätsüberschüsse konsequent in Wertpapiere mit einer jährlichen Kurssteigerung von fünf Prozent und einer Dividendenrendite von zwei Prozent anlegt. Zudem wird keine Wertsteigerung der Immobilie angenommen. Zwei Parameter sind für den Vergleich entscheidend: Die Wertsteigerung der Immobilie im Fall des Kaufs und die Frage, was der Kunde bei der Entscheidung für das Mietobjekt mit dem Geld macht, das er spart, weil er eine niedrigere monatliche Belastung als beim Kauf hat. Bezieht man die voraussehbaren Änderungen der Lebenssituation der Familie in die Vergleichsrechnung, wie den Auszug der Kinder mit jeweils 18 Jahren sowie den späteren Umzug in eine kleinere Wohnung und den damit verbundenen sinkenden Lebenshaltungskosten mit ein, wird der Vorsprung der Nettovermögensposition im Mietfall immer größer – auch wenn man im Eigenheim später mietfrei wohnt. Führt man den Vermögensvergleich unter den gegebenen Annahmen bis zum Zeitpunkt des statistischen Lebensendes des alleinverdienenden Vaters im Jahre 2049 fort, beträgt der Vermögensvorteil im Mietfall rund 690.000 Euro. Kauf nur bei hoher Wertsteigerung der Immobilie und geringer Rendite am Kapitalmarkt vorteilhaft „Die zentralen Stellschrauben beim Vorteilhaftigkeitsvergleich sind die unterstellte Wertsteigerung der Immobilie und die Opportunitätsrendite der Wertpapieranlage“, erläutert Tilmes. Erst ab einer jährlichen Wertsteigerung der Immobilie von drei Prozent würde der Käufer unter der Annahme einer jährlichen Kurssteigerung von fünf Prozent und 92

einer Dividendenrendite von zwei Prozent mit rund 115.000 Euro am Ende vorne liegen. „Aber solche hohen Wertsteigerungen bei Immobilien sind die Ausnahme und bis auf wenige Standortausnahmen nicht erzielbar. Die unterstellte Opportunitätsrendite gilt zwar nicht für risikoscheue Anleger, macht aber in der Modellrechnung Sinn, da Immobilien in der Regel langfristig erworben werden und somit von einer offensiven Anlagestrategie ausgegangen werden kann“, sagt Tilmes. Bei der Berechnung verschiedener Konstellationen dieser zwei Parameter durch das PFI zeigt sich, dass ein Immobilienkauf nur bei einer sehr positiven Wertentwicklung der Immobilie und geringen Kurssteigerungen der Wertpapiere vorteilhaft ist. Bei der rein finanzmathematischen Betrachtungsweise wird unterstellt, dass der Mieter die Differenz zwischen den laufenden Mietzahlungen und den Tilgungszahlungen, die er beim Immobilienkauf leisten müsste, konsequent anlegt. “Hierbei ist das tatsächliche Sparverhalten entscheidend. Empirische Untersuchungen zeigen aber, dass Eigenheimbesitzer deutlich disziplinierter sparen und damit ein wesentlich höheres Vermögen ansammeln als vergleichbare Mieterhaushalte, die tendenziell freie Liquidität eher konsumieren“, so Tilmes. Professionelle Finanzplaner helfen bei der Entscheidung Eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen ist für viele Privatkunden die größte Investition ihres Lebens. Neben den finanziellen Fragen spielen natürlich auch die emotionalen Aspekte eine wichtige Rolle. Trotzdem sollte man bei der Entscheidung über den „Traum des eigenen Heims“ Faktoren wie die Finanzierung, die persönliche Lebensplanung, das Wertsteigerungspotenzial der Immobilie sowie die Opportunitätsrenditen auf dem Kapitalmarkt berücksichtigen. Professionelle Finanzplaner wie die vom Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. zertifizierten Finanzplaner als CERTIFIED FINANCIAL PLANNER (CFP®) erstellen nicht nur ein schlüssiges Finanzierungskonzept. Im Rahmen einer ganzheitlichen Finanzplanung analysieren sie das Immobilieninvestment vor dem Hintergrund der gesamten individuellen Vermögensstruktur des Kunden und seinen individuellen Bedürfnissen. „Eine Immobilie sollte auf Dauer ins Portfolio und in die persönliche Lebensplanung passen. Falsch gekauft oder finanziert bedeutet für viele Familien weniger Potenzial, weiteres Vermögen für den Ruhestand in ausreichender Höhe anzusparen“, weiß Tilmes. Autor: Financial Planning Standards Board Deutschland e.V,


Immobilien | ANLAGESPIEGEL 2012

Immobilienrente:

Die Immobilie zu Geld machen und trotzdem darin wohnen bleiben

Finanztest prüft angebotene Modelle

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enn die Rente nicht zum Leben reicht, können Hauseigentümer jetzt ihre Immobilie zu Geld machen und gleichzeitig darin wohnen bleiben. Sie beleihen ihr Haus, nehmen einmalig einen Kredit auf, für den sie keine Raten zahlen müssen oder bekommen monatlich eine Rente ausgezahlt. Die Zeitschrift Finanztest hat sich die zurzeit angebotenen Modelle angesehen und berichtet darüber in ihrer Februar-Ausgabe. Erst wenn der Eigentümer stirbt, das Haus verkauft oder dauerhaft auszieht, wird das Darlehen samt Zinsen fällig. Dann bekommt die Bank ihr Geld aus dem Verkaufserlös der Immobilie. Wenn die Erben die Schulden tilgen, können sie das Haus behalten. Bislang bot allein die Immokasse solche Umkehrhypotheken überregional an. Nun gibt es aber laut Finanztest starke Konkurrenz durch die R+V-Versicherung. Ihre Immobilienrente ist seit Jahresbeginn in ganz Deutschland zu haben - allerdings mit hohen Hürden. Die Häuser müssen sich in „wertstabiler Lage“ befinden und einen Marktwert von mindestens 250.000 Euro haben. Der Eigentümer muss zwischen 65 und

80 Jahre alt sein, und akzeptiert werden nur gut erhaltene und schuldenfreie Immobilien. Ein 75 Jahre alter Mann mit einer schuldenfreien Immobilie im Wert von 300.000 Euro kann so sein Einkommen um 611 Euro im Monat aufbessern, eine 70jährige Frau um 364 Euro. Eine Alternative zur Umkehrhypothek ist der Verkauf des Hauses gegen ein Wohnrecht und eine Rente. Das bietet die Stiftung Liebenau an. Der ausführliche Artikel über die verschiedenen Möglichkeiten der Immobilienrente ist in der FebruarAusgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/immobilienrente veröffentlicht. Autor: Stiftung Warentest

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ANLAGESPIEGEL 2012 | Immobilien

Immobilienstandort Deutschland: noch attraktiver als vor der Euro-Krise

6. Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt Deutschland 2012

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ie Staatsschuldenkrise tangiert den deutschen Immobilien-Investmentmarkt kaum: Gegenwärtig sind deutsche Immobilien sogar noch attraktiver als vor der Euro-Krise. Dies ist ein Ergebnis des Trendbarometers ImmobilienInvestmentmarkt 2012 der Ernst & Young Real Estate GmbH. Rund 80 Unternehmen und Investoren in Deutschland haben an einer Befragung teilgenommen, um den Standort zu beurteilen. Befragt wurden unter anderem Banken, geschlossene Immobilienfonds, Immobilien-AGs/REITs, institutionelle Investoren, Kapitalanlagegesellschaften, Opportunity-/Private-Equity-Fonds, Versicherungen und Wohnungsgesellschaften. Sowohl absolut als auch im europäischen Vergleich schätzen bemerkenswerte 99 Prozent der befragten Akteure den deutschen Markt als attraktiv ein. Besonders deutsche Wohnund Einzelhandelsimmobilien erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit bei allen befragten Investoren. Erstmals wurden die Fragen auch Unternehmen und Investoren in weiteren elf europäischen Ländern für ihren jeweiligen Standort gestellt. Insgesamt nahmen rund 540 Unternehmen und Investoren an der Befragung teil. Optimismus statt Krise „Der Optimismus für Deutschland und den deutschen Immobilienmarkt ist bei fast allen Befragten deutlicher ausgeprägt als für das übrige Europa“, fasst Hartmut Fründ, Managing Partner bei Ernst & Young Real Estate und Mitverfasser der Studie, zusammen. Die gute Stimmung zeige sich unter anderem bei der Preisentwicklung der favorisierten Segmente; dies sind Einzelhandels- und Wohnimmobilien in guten Lagen. Die Befragten erwarten hier steigende Preise: Bei Einzelhandelsimmobilien in 1a-Lagen rechnet jeder Zweite mit Preissteigerungen. Bei Wohnimmobilien an Top-Standorten 94

sind es sogar drei Viertel der Befragten. „In keinem anderen untersuchten Land werden diese Werte übertroffen“, so Fründ. Ein anderes Bild zeigt sich allerdings im Bürosegment. Lediglich ein Viertel der Befragten erwartet hier steigende Preise in deutschen 1a-Lagen; insgesamt erwarten die Befragten eine eher stabile Preisentwicklung. Transaktionsvolumen 2012 in Deutschland auf Vorjahresniveau erwartet Ebenfalls positiv sind die Aussichten für An- und Verkaufsaktivitäten im Jahr 2012. „Das Transaktionsvolumen für Gewerbe- und Wohninvestments wird hierzulande etwa dem Vorjahresniveau entsprechen, das wären rund 28 Milliarden Euro“, sagt Christian Schulz-Wulkow, Partner bei Ernst & Young Real Estate und ebenfalls Verfasser der Studie. Eine knappe Mehrheit von 56 Prozent der Befragten erwarte hierzulande sogar ein steigendes Transaktionsvolumen. Kein anderes Land habe ähnlich gut abgeschnitten. „Offensichtlich werden die vergleichsweise guten Immobilienerfahrungen aus dem Krisenjahr 2009 zumindest teilweise auf die jetzige Situation projiziert“, interpretiert Schulz-Wulkow das Ergebnis. Hinzu komme, dass Deutschland nach wie vor aufgrund der wirtschaftlichen Stabilität als Immobilien-Investmentstandort geschätzt wird. Weitere Ergebnisse: polyzentrale Struktur als Plus Wie die Studie zeigt, ist der Investmentfokus in Deutschland klar umrissen: Während Büroimmobilien nur für 14 Prozent der Befragten interessant sind, legen rund 51 Prozent einen starken Fokus


Immobilien | ANLAGESPIEGEL 2012

auf Einzelhandelsimmobilien. Bei Wohnimmobilien sind es sogar 69 Prozent der Befragten. „Allerdings sind nicht alle Standorte gleichermaßen als Ziel von Wohn- oder Einzelhandelsimmobilien beliebt“, differenziert Fründ. Der Standort Berlin erhält der Studie zufolge für Wohninvestments 2012 die höchste Zustimmung. Bei Einzelhandelsinvestments favorisieren die Befragten Düsseldorf und Köln. Frankfurt und München liegen bei Büroinvestoren vorne. „Beide Städte sind traditionelle Bürostandorte und können sich der insgesamt gedämpften Stimmung auf den Büromärkten offensichtlich etwas entziehen“, meint Fründ. Sein Fazit: „In der polyzentralen Struktur Deutschlands liegt neben der wirtschaftlichen Stabilität eine der weiteren Stärken aus Sicht von Immobilieninvestoren.“ Denn die Tatsache, dass es unterschiedliche Top-Standorte je Segment gebe, erlaube eine Risikodiversifizierung, die in vielen anderen Ländern nicht möglich sei.

Offene Fonds, Banken und Opportunity-Fonds als Verkäufer Immobilienverkäufer in Deutschland dürften in diesem Jahr vor allem offene Fonds, Banken und Opportunity- beziehungsweise Private-Equity-Fonds sein. Jeweils rund neun von zehn Befragten schätzen, dass diese Gruppen auf der Verkaufsseite mindestens moderat aktiv sein werden. Banken zählen unter anderem deshalb zu den voraussichtlich wichtigsten Verkäufergruppen, weil sie aufgrund der zunehmenden Regulierungsvorgaben unter Druck stehen. So sehe beispielsweise die Basel-III-Regelung unter anderem eine deutlich höhere harte Kernkapitalquote der Banken vor. „Das Thema Kreditverkäufe wird wieder an Bedeutung gewinnen, und darunter werden sich auch viele Immobilienkredite befinden“, ist sich Fründ sicher.

„Insgesamt dürfte das Immobilienangebot auch durch Restrukturierungsmaßnahmen steigen.“ Das bedeute aber nicht, dass es in großem Umfang zu Notverkäufen von Immobilien der Immobilienkredite komme: „Die wahrscheinlichsten Maßnahmen der Banken im Umgang mit problembehafteten Krediten sind einvernehmliche Restrukturierungen sowie Verlängerungen des Rückzahlungszeitraums“, kommentiert Fründ die Befragungsergebnisse. Auf der Käuferseite werden private und institutionelle Anleger dominieren – Versicherungen werden Fremdkapitalgeber Wenig überraschend: Vor allem die eigenkapitalstarken Anleger werden die Käuferseite dominieren. „Neben institutionellen Anlegern zählen Family Offices und vermögende Privatinvestoren zu den voraussichtlich aktivsten Käufergruppen“, so SchulzWulkow. „Hier setzt sich insgesamt der Trend der jüngeren Vergangenheit fort.“ Zudem werde damit gerechnet, dass internationale Fonds eine wichtige Rolle auf der Käuferseite spielen werden. Treibende Faktoren für den Kauf seien vor allem Inflationssorgen. Fast neun von zehn Befragten bestätigten dies. „Auch hier setzt sich ein Trend fort, der bereits seit Längerem zu beobachten ist“, sagt Schulz-Wulkow. Neu hingegen ist, dass Versicherungen künftig häufiger als Fremdkapitalgeber für Immobilieninvestments Dritter auftreten könnten. Rund 85 Prozent der Befragten rechnen in Deutschland damit. Dies sei eine mögliche Folge des Versicherungsaufsichtsrechts, das gegenwärtig reformiert werde – bekannt unter dem Stichwort Solvency II. „Versicherungen müssen Immobilieninvestments künftig mit zusätzlichem Eigenkapital hinterlegen. Je nach Konstellation können sie den Eigenkapitalaufwand erheblich reduzieren, wenn sie den Umweg als Immobilienfinanzierer wählen, statt den Käuferweg zu beschreiten“, kommentiert Schulz-Wulkow. Europa zeigt sich verhalten Unsicherheit über wirtschaftliche Stabilität und fehlende Transaktionsmöglichkeiten zu attraktiven Preisen führten dazu, dass die Befragten in den anderen untersuchten europäischen Ländern ihre Standorte als weniger attraktiv eingeschätzt haben. Zwar geht man eigentlich wegen wachsender Inflationssorgen von einem erhöhten Interesse an Immobilien aus, die Mehrheit der Befragten erwartet aber trotzdem einen Rückgang der Transaktionen aufgrund der Euro-Krise. Nur in Frankreich erwarten mehr als die Hälfte der Befragten 2012 einen Anstieg des Transaktionsvolumens. 95


ANLAGESPIEGEL 2012 | Immobilien

Die Preise von Büro- und Einzelhandelsimmobilien in 1a-Lagen werden für alle Standorte als stabil oder sogar steigend prognostiziert. Wohnimmobilien stehen, neben Einzelhandelsimmobilien, 2012 auch europaweit im Fokus der Investoren. Zur Studie Das Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt erscheint jährlich seit 2006. Erstmals wurden mit der aktuellen Untersuchung nicht nur der deutsche, sondern zwölf europäische Immobilienmärkte inklusive Deutschland untersucht. Geantwortet haben insgesamt rund 540 europäische Unternehmen und Investoren, die in den vergangenen Jahren auf dem Immobilienmarkt aktiv waren. Die Studie ist kostenlos erhältlich unter: www.de.ey.com/ realestate. Autor: Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Die sieben Todsünden beim Immobilienkauf Kleine Regeln für große Kaufentscheidungen

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heologen und Philosophen mahnen die Menschen seit Jahrhunderten, sich tugendhaft zu verhalten. Während sie davon ausgingen, dass Sünden mit dem Tod bestraft werden, wissen Immobilienmakler heute, dass nicht unbedingt das Leben, aber zumindest Wohngefühl und Geld auf dem Spiel stehen. Die PlanetHome AG hat die sieben Todsünden für den Immobilienkauf neu interpretiert. Hochmut Größer, näher, teurer - Häuser gelten in der heutigen Konsumgesellschaft wie auch viele andere Güter als Statussymbole. Die "Wohnst du noch oder lebst du schon?"-Devise hat sich in den Köpfen der Deutschen festgesetzt. Dennoch sollten beim Immobilienkauf auch praktische und rationale Aspekte im Vordergrund stehen. "Käufer sollten sich überlegen, ob die exquisite Lage eine fehlende Anbindung zu 96

Verkehrsmitteln rechtfertigt oder im Gegenzug sehr zentral gelegene Eigenheime auch Kindern genügend Platz zum Spielen geben können", empfiehlt Robert Anzenberger, Vorstand der PlanetHome AG. Wichtiger als der Schein sei das Sein - und damit die Lage. Stolz und Eitelkeit hingegen sollten keine Kaufentscheidung bestimmen. Habgier Wer beim Immobilienkauf an der falschen Ecke spart, kann schnell enttäuscht werden. "Ob Neu-


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bau oder Bestandsimmobilie: Zustand und Qualität entscheiden auf Dauer maßgeblich über Wert und Rendite", sagt Anzenberger. Geiz mag bei Elektroartikeln geil sein. Bei Immobilien rächt sich falsche Sparsamkeit vor allem dann, wenn zwingend notwendige Instandhaltungskosten nicht eingeplant werden. "Fachlich versierte Berater können Mängel frühzeitig erkennen und beheben." Wollust Der Traum vom eigenen Haus ist häufig extravagant und beinhaltet viele Sonderwünsche. Auf diese einzugehen ist wichtig. Es gilt jedoch abzuwägen, ob diese Sonderwünsche tatsächlich Priorität haben sollten. "Luxus ist bei Immobilien nicht unbedingt im modernen Design zu sehen. Vielmehr versprechen robuste Bauweisen und edles Material hochwertige Wohnstandards und sichern den Wiederverkauf", erklärt Anzenberger. Man sollte sich daher nicht von schicken Armaturen blenden lassen, sondern wie in einer guten Beziehung auf die "inneren Werte" schauen.

Neid Um den Frieden in der Nachbarschaft zu bewahren, ist Neid auf die Nachbarn fehl am Platz. So wie man seine Nächsten nicht beneiden sollte, so sollte man diesen auch keinen Grund geben, selbst eifersüchtig zu werden. "Das Klima zu den Nachbarn entscheidet über die Wohn- und Lebensqualität", sagt Anzenberger. Er rät, vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie die Nachbarschaft zu begutachten. Wer seinen zehn Jahre alten Kleinwagen neben Nachbars Porsche nicht ertragen kann, würde sich möglicherweise in der falschen Gegend niederlassen.

Wut Gestern durch die Finanzkrise im Aktiendepot herbe Verluste erlitten - heute alles in Immobilien investiert. "Die perfekte Geldanlage gibt es nicht. Es kommt auf die richtige Mischung und individuelle Bedürfnisse an. So falsch es ist, alles auf Aktien zu setzen, so falsch wäre es, aus Wut über Verluste im Depot alles in Immobilien oder Gold zu investieren", sagt Anzenberger. Faulheit

Völlerei "Nur kaufen, was man sich leisten kann", lautet die Empfehlung Anzenbergers an alle Immobilienliebhaber. Gerade das aktuelle Zinstief lade dazu ein, die Darlehenssumme aufzublähen. "Aktuell bekommt ein Kreditnehmer theoretisch zehn Prozent mehr Kredit als im Frühjahr", sagt Anzenberger. Der Experte rät jedoch, die niedrigen Zinsen lieber für eine erhöhte Tilgung zu nutzen.

Sowohl bei der Recherche nach einer geeigneten Immobilie als auch beim Erwerb sind Aufmerksamkeit und Engagement geboten. Die erstbeste Wahl ist selten auch die beste. Preis, Lage, Ausstattung und Emotionen sollten genau abgewogen werden, bevor es zu einer Kaufentscheidung kommt. "Bis eine geeignete Immobilie gefunden wird, vergehen meist sechs bis zwölf Monate", sagt Anzenberger. Beim Bauen von Häusern kann es zudem nicht schaden, den Prozess aktiv zu begleiten. Kunden, die sich Gedanken darüber gemacht haben, was sie wirklich wollen, können gezielt beraten werden. Wer selbst baut, kann durch Fleiß zudem den Gesamtpreis senken. Die eigene Muskelkraft muss allerdings realistisch eingeschätzt werden. Mehr als zehn Prozent der Gesamtsumme können die wenigsten durch Eigenleistung sparen. Autor: PlanetHome AG

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Wie sinnvoll ist eine Immobilie im Deflationsfall? Zins-Kommentar von Neuwirth Finance

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eflation muss keineswegs unbedingt mit sinkenden Preisen für Immobilien einhergehen. Bei Immobilien wäre dies nur dann der Fall, wenn die Mieten sinken. Jedoch führt Deflation nicht zwangsweise zu sinkenden Mieten bei allen Immobilien- Nutzungsarten. Bei Büroimmobilien wäre ein Mietrückgang eher wahrscheinlich, weil während einer Phase schwacher wirtschaftlicher Entwicklung die Nachfrage nach Büroarbeitsplätzen zurückgeht. Im Wohnimmobilienbereich hingegen ist die Preisentwicklung eher von demographischen Faktoren wie dem Bevölkerungswachstum oder der Entwicklung der Haushaltszahlen und vom verfügbaren Wohnraumangebot abhängig. Core-Immobilien - vor allem im wohnwirtschaftlichen Bereich - werfen in der Regel eine überdurchschnittliche Mietrendite ab und zeigen in allen Wirtschaftslagen eine deutliche Wert- und Einnahmestabilität. Das bewirkt, dass solche Immobilien sich sehr widerstandsfähig in einem inflationären Umfeld zeigen. Aber gilt dies auch für das Gegenteil - eine deflationäre Konjunkturlage, wie sie für die nächsten Jahre in Europa nicht unwahrscheinlich ist? Die Deutsche Bank räumt einem Deflationsszenario mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent höhere Chancen ein als einer Inflation, deren Eintreten mit zehn Prozent veranschlagt wird. Der ehemalige Chefvolkswirt des Hauses Norbert Walter kann sich sogar "japanische Verhältnisse" vorstellen. An dieser Stelle kann ein Vergleich mit Aktienmärkten durchaus zulässig sein. Auch hier gibt es Werte, die bei schwachem Konjunkturumfeld vergleichsweise hohe Dividenden abwerfen. Die Entwicklung von dividendenträchtigen Aktien in einem deflationären Umfeld kann am Beispiel Japans studiert werden. Seit mehr als 15 Jahren stagniert dort die Wirtschaftsleistung und die Preise sinken. Der japanische Aktienmarkt hat seit seinem Höchststand Ende 1989 über 50 % an Wert verloren. Aktien, die trotz dieses widrigen wirtschaftlichen Umfeldes hohe Dividenden zahlen konnten, haben in dieser Zeit deutlich besser abgeschnitten 98

und über den Gesamtzeitraum sogar einen positiven Wertzuwachs erzielt. Zwar war auch hier die Performance der Dividendenstrategie, nicht frei von Schwankungen und in den 90er Jahren erlitten Aktien mit hoher Dividendenrendite in einem stark rückläufigen Gesamtmarkt ebenfalls Verluste. Aber im letzten Jahrzehnt konnte der Anleger mit dieser Strategie den Wertverlust nicht nur aufholen, sondern sogar über den Gesamtzeitraum – obwohl der Gesamtmarkt mehr als 50 % verlor – eine positive Rendite erzielen. (Kolumne von Ralf Haase, Ralf. Haase@neuwirth.de) Zins-Prognose: Kurzfristiger Zins: Wie bereits seit Herbst letzten Jahres prognostiziert, reduziert sich der 3-MonatsEuribor schrittweise Richtung 0,50%, aktuell bei 0,80%. Dies entspricht ca. 70 Basispunkten. Kurzfristige Zinsen werden weiter fallen. Bis Mitte 2012 erreichen wir ca. 0,50%, weiteres Potenzial auf ca. 0,25% schließen wir nicht aus. Langfristiger Zins: 10-jährige Zinssätze werden weiter auf Tiefst-Niveau verharren. Ein vorübergehender Anstieg um 50 Basispunkte wäre jedoch eine gesunde Entwicklung. Auf Sicht von 2-3 Jahren werden weiterhin Swap-Sätze von 1,50%-2,00% erwartet. Eine allseits erwartete, größere Zinswende wird ausbleiben. Die Schuldenkrise lässt sich langfristig nur durch eine schleichende Geldentwertung über eine Niedrig- bzw. Nullzinspolitik lösen. Autor: Neuwirth Finance GmbH


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