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Herzlich Willkommen in der faszinierenden Welt des Polo.


Inhaltsverzeichnis

Herzlich Willkommen

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Unser Polo-Engagement

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Die Geschichte des Polo

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Die Polo-Pferde

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Das Team

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Grundwissen

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Ausrüstung

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Grundregeln

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Schläge

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Über Julius Bär

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Herzlich Willkommen in der faszinierenden Welt des Polo

Reiterliches Können, Geschicklichkeit, Zusammenspiel zwischen Spieler, Pferd und Team, Taktik und Intuition prägen den faszinierenden Sport, der zu den ältesten der Welt gehört. Wir laden Sie herzlich ein, mehr über Geschichte und Tradition des Spiels zu erfahren und die wichtigsten Grundbegriffe und Regeln kennen zu lernen.

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Unser Polo-Engagement

Für die besondere Faszination des Polo-Sports gibt es mehrere Gründe: Er ist Sinnbild für herausragende sportliche Leistungen und verlangt von den Spielern höchste Ausdauer, Präzision und Intuition. Polo-Teams erzielen ein ausserordentlich hohes Leistungsniveau. Die gleichen Qualitäten, die Pferd und Reiter während eines Turniers an den Tag legen, charakterisieren auch die Philosophie, die Geschichte und das Engagement von Julius Bär. Dank unseres langjährigen stabilen Wachstums richten wir heute unser Geschäft zunehmend international aus und verfügen über ein sehr differenziertes Kundenportfolio. Im Zuge dieser Entwicklung haben wir auch unserer Sponsorentätigkeit eine neue strategische Richtung gegeben und unterstützen seit 2006 PoloEvents von internationalem Rang.

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Die Geschichte des Polo

Bis etwa 700 v.Chr. reichen die Ursprünge des Polospiels zurück. Vor allem in Persien kannte man das Spiel unter dem Namen «Chaugàn». Über viele Jahrhunderte hinweg hatte Chaugàn im asiatischen Raum einen hohen Stellenwert. Nicht selten hatten die besten Spieler auch die wichtigsten Staatsämter inne. Das faszinierende Spiel verbreitete sich rasch über ganz Asien. Die Tibeter, die das Spiel aus China übernahmen, gaben ihm den Namen «Pulu», was übersetzt Ball bedeutet. Der Sprung nach Europa gelang Polo erst 1859. Die in den Kolonien stationierten britischen Offiziere des 10. Husarenregiments wollten, in die Heimat England zurückgekehrt, nicht mehr auf ihre neue Freizeitbeschäftigung verzichten. Bis heute nimmt Polo im englischen Sportleben einen wichtigen Platz ein. In Argentinien wurde das Spiel 1877 durch einen englischen Farmbesitzer eingeführt. Seit den 30er Jahren ist Argentinien das führende Land im Polo-Sport, dies nicht nur aufgrund seiner herausragenden Spieler, sondern auch der Pferdezucht wegen. Zwischen 1900 und 1936 war Polo mehrmals olympische Disziplin. Bei der Olympiade 1936 in Berlin hatte Polo mehr Zuschauer als alle anderen Sportarten. Argentinien gewann damals vor England und Mexico. Heute wird Polo auf allen Kontinenten in über 60 Ländern gespielt. Weltweit finden hochkarätige Turniere statt mit dem jährlichen Höhepunkt in Palermo, Buenos Aires. Beim «Argentine Open» treffen jährlich die weltweit besten Spieler und Teams aufeinander und liefern sich faszinierende Duelle auf höchstem Niveau.

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Die Polo-Pferde

Die moderne Polopferdezucht basiert auf einer Kreuzung zwischen dem englischen Vollblut und den argentinischen Criollos, den genügsamen und zähen Arbeitspferden Südamerikas. Bis heute werden die meisten Polopferde in Argentinien gezüchtet. Ausgewählte Mutterstuten und Hengste, Stallungen, grosse Weideflächen und geeignete Arbeitskräfte sind Grundlage für Aufzucht und Ausbildung. Gepflegt werden die Ponys durch «Grooms». Das Polo-Pony misst ungefähr 1,60 m. Die bis zu 60 km/h schnellen Pferde sind das Kapital des Turnierspielers. Diesem Umstand wird auch bei den Regeln Rechnung getragen, der Schutz der Pferde steht an oberster Stelle. Ein Polopferd darf nicht zwei Chukkas hintereinander geritten werden. Polospieler haben daher meist 3 bis 4 Pferde am Platz und setzen die individuellen Fähigkeiten ihrer Ponys spielstrategisch ein.

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Das Team Sturmspitze

1 Stürmer

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Spielmacher

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Back

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Grundwissen Spieler Nr. 1 Die Hauptaufgabe der Nummer 1 ist es, Tore zu schiessen. Er muss in der Lage sein, den Ball zuverlässig und exakt über kurze Distanzen zu schlagen.

Spielfeld Das Polofeld misst 274 m in der Länge und ist 182 m breit. Die Tore sind 7,30 m breit und werden durch Weidenrohrpfosten markiert. Eine Begrenzung nach oben gibt es nicht, der Ball gilt innerhalb der Pfosten in jeder Höhe als Tor.

Spieler Nr. 2 Die Nr. 2 versucht die Aktionen des Gegners zu unterbrechen und so den Spielfluss des gegnerischen Teams zu stören. Er braucht ein hohes Mass an Ballgefühl und muss offensiv wie defensiv spielen können.

Spielzeit Ein Spiel besteht meist aus 4 Spielabschnitten, sogenannten «Chukkas». Ein Chukka dauert höchstens 7 1/2 Minuten effektive Spielzeit. Bei Fouls wird die Zeit angehalten, das gesamte Spiel kann entsprechend länger dauern.

Spieler Nr. 3 Die Nummer 3 ist der Kopf des Teams. Als Kapitän behält er die Uebersicht, analysiert die Situation auf dem Spielfeld und stimmt das Spiel seines Teams darauf ab. Er ist ein erfahrener Spieler, strahlt Ruhe und Kraft aus und muss alle Schläge sicher beherrschen und vor allem exakte lange Bälle schlagen können. Spieler Nr. 4 Als Verteidiger des eigenen Tors versucht er an den Ball zu gelangen, um diesen aus der Gefahrenzone hinaus zu spielen. Er ist ein erfahrener Spieler, der weniger an Geschwindigkeit und Zweikämpfen, sondern an analytischer und zielgerichteter Arbeit im hinteren Feld interessiert ist.

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Handicap (HC) Ähnlich wie beim Golf wird jedem Spieler ein Handicap zugesprochen; basiert auf seinen bisherigen Leistungen reichen diese von –2 bis zu +10 (ab +3 Professionals). Das Team-Handicap errechnet sich aus der Summe der Handicaps der einzelnen Spieler. Treten zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Team-Handicaps gegeneinander an, so erhält das Team mit dem niedrigeren Team-Handicap eine entsprechend berechnete Torvorgabe. Spielklassen Abhängig vom Können der teilnehmenden Teams unterscheidet man grundsätzlich zwischen • «Low Goal» (Team-HC bis +8) • «Intermediate» (Team-HC bis +12) • «Media Goal» (Team-HC bis +15) • «High Goal» (Team-HC ab +15) Schiedsrichter Jedes Spiel wird von zwei berittenen Schiedsrichtern beobachtet, den sogenannten «Umpires». Zusätzlich beobachtet der oberste Schiedsrichter das Geschehen vom Spielrand aus. Er wird im Zweifelsfalle von den Umpires konsultiert.

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Der Stock, sogenannt «Mallet», aus Weiden- oder Bambusholz, endet mit dem Malletkopf, mit welchem der Ball geschlagen wird. Der Mallet muss immer mit der rechten Hand geführt werden.

Pflicht für jeden Spieler ist das Tragen eines Helms, der traditionell einem Tropenhelm nachempfunden ist. Schützt gegen Stürze und (sofern Gitter vorhanden) gegen Bälle und Stöcke.

Die Peitsche darf nur während des Spiels eingesetzt werden.

Die Zügel bewirken, dass das Pferd bei starkem Stoppen auf der Hinterhand belastet bleibt.

Die Mähne ist geschnitten respektive rasiert, damit der Spieler mit Hand und Zügel optimale Bewegungsfreiheit hat und sich nicht darin verfangen kann.

Die Vorteile der Knieschoner aus dick gepolstertem Leder zeigen sich beim sogenannten Abreiten, dem Wegdrängen des Gegners.

Der 7 bis 8 cm dicke Ball wiegt 130 g, ist aus gepresstem Bambusholz oder Kunststoff und kann Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h erreichen. Wird auf Schnee gespielt, wird ein grösserer Plastikball verwendet.

Das Einflechten oder Hochbinden des Schweifes verhindert, dass sich der Mallet des Spielers beim Schwungholen darin verfängt.

Der Ledersattel ohne Kniebauschen sorgt für mehr Bewegungsfreiheit des Reiters.

Beine und Gelenke der Pferde sind dick bandagiert als Schutz gegen fliegende Bälle oder andere Schläge.


Grundregeln

Die Regeln sind auf Sicherheit und Schutz der Reiter, insbesondere aber der Pferde ausgerichtet. Das Spiel wird sofort unterbrochen, wenn eine Bandage des Pferdes aufgeht, stürzt aber ein Reiter, so wird das Spiel nur dann angehalten, wenn dieser sichtlich verletzt ist. Als oberste Regel gilt das Wegerecht. Ein Spieler, welcher der Fluglinie seines geschlagenen Balles folgt, darf von keinem Spieler gekreuzt oder behindert werden. Es darf lediglich «gestickt» oder abgeritten werden. Sticken («Hooken») Der angreifende Spieler versucht, den Schlag des anderen zu verhindern, in dem er mit seinem Mallot denjenigen des Gegners beim Ausholen oder Zuschlagen hakt. Beim Abreiten wird versucht, den parallel reitenden Gegner durch eine Art Body Check aus der Spur zu drängen. Regelverstösse Nichtbeachten der Regeln werden durch Spielunterbrechung und entsprechende Freischläge für die andere Partei geahndet. Je nach Schwere des Delikts entscheiden die Schiedsrichter, in welcher Entfernung zum Tor der Strafstoss gespielt oder ob sogar ein Tor zuerkannt wird. Seitenwechsel: Damit die Mannschaften abwechselnd gegen die Sonne spielen, findet nach jedem Tor ein Seitenwechsel statt.

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Der Reiter, der den ballführenden Spieler angreift, darf in dieser Situation den Mallet nicht zum Hooken verwenden und darf mit ihm weder vor noch unter oder über dem gegnerischen Pferd schlagen.

Der Spieler versucht, den Gegner von seinem Wegerecht abzureiten und über die Linie zu drücken, die der Ball zurückgelegt hat.

Das Pferd mit dem Julius-Bär-Spieler checkt korrekt in einem offenen Winkel das gegnerische Pferd und versucht, es von der Linie abzudrücken.

Der ballführende Spieler muss auf der linken «Nearside» des Pferdes weiterspielen und darf nicht auf die rechte Schlagseite wechseln, weil er sonst die Linie des Balles überschreiten und seinen Gegner foulen würde.

Pferd und ballführender Reiter sind auf der Linie, die der Ball genommen hat und dürfen dieselbe nicht überreiten.


Schläge

Der Ball wird grundsätzlich auf der rechten Seite des Pferdes gespielt. Diese Schläge heissen «Offside» und werden vorwärts, «Offside Forehand», oder rückwärts, «Offside Backhand», gespielt.

Offside Forehand

Offside Backhand

Für so genannte «Nearside»-Schläge, die auf der linken Seite des Pferdes gespielt werden, muss sich der Spieler im Sattel drehen und den «Stick» in der rechten Hand auf die andere Seite des Pferdes bringen. «Nearside Forehand» und «Nearside Backhand» sind die entsprechenden Vorwärts- und Rückwärtsschläge. «Under the Neck» heissen die Schläge, die vor dem Pferd bzw. unter dem Hals des Pferdes ausgeführt werden. Zu den schwierigsten Techniken gehören die «Tail Shot»Schläge, die hinter dem Pferd ausgeführt werden.

Nearside Forehand

Nearside Backhand

Under the Neck

Tail Shot

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Über Julius Bär

Julius Bär ist der führende reine Vermögensverwalter in der Schweiz. Die Gruppe, deren Wurzeln ins 19. Jahrhundert zurückreichen, konzentriert sich ausschliesslich auf Private Banking und Asset Management für anspruchsvolle private und institutionelle Kunden. Mit weltweit mehr als 4 000 Mitarbeitenden verwaltete die Gruppe per Ende 2007 Vermögen von über CHF 400 Milliarden. Die weltweite Präsenz von Julius Bär umfasst mehr als 30 Standorte in Europa, Nordund Lateinamerika sowie Asien – unter anderem Zürich (Hauptsitz), Buenos Aires, Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, Moskau, New York, Singapur, St. Moritz und Tokio. Die Bank Julius Bär und GAM, ein weltweit führender aktiver Asset Manager, sind die wichtigsten Gesellschaften der Gruppe. Die Aktien der Julius Bär Holding AG sind an der SWX Swiss Exchange kotiert und Teil des Swiss Market Index SMI der 20 grössten und liquidesten Aktien. Für weitere Informationen: www.juliusbaer.com

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WAS IST EXCELLENCE, BAUTISTA HEGUY? «Was mein Training von Polopferden betrifft, beruht alles auf Vertrauen.» Bautista Heguy, Trainer von Polopferden In einem Poloturnier hängen Sieg oder Niederlage zu 90% von den Pferden ab. Dies sagt Bautista Heguy, einer der wohl erfolgreichsten Trainer der Welt. Was seine Pferde zu Ausnahmeleistungen treibt, ist im Wesentlichen das tiefe Vertrauen zwischen Mensch und Tier. Ohne dieses starke Band wären weder die immense Ausdauer noch die Flexibilität möglich, die ein so anspruchsvoller Sport wie Polo einem Pferd abverlangt. Auch bei Julius Bär messen wir dem Vertrauensverhältnis allergrösste Bedeutung zu. Ohne diese Qualität wäre Private Banking, wie wir es verstehen, undenkbar. Das in uns gesetzte Vertrauen immer wieder neu zu verdienen, ist uns täglicher Ansporn, alles zu geben.

Das ganze Interview mit Bautista Heguy finden Sie auf www.juliusbaer.com/excellence Weltweit an über 30 Standorten. Von Zürich (Hauptsitz), Buenos Aires, Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, Mailand, Moskau, Nassau, New York, Singapur, St. Moritz bis Tokio.

Julius Bär Polo Guide  

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