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3 ben des Glasfaserkleides werden weitere Schadensphänomene auf mikro- und makroskopischer Ebene untersucht (Abb. 3) und deren Ursachen nachgegangen. Der Hauptverwitterungsfaktor an Glasoberflächen ist Feuchtigkeit, die im musealen Kontext durch Optimierung der Umgebungsbedingungen reguliert werden kann. Bei dem Glasfaserkleid kommt jedoch eine extreme Verschmutzung hinzu, deren Komponenten hygroskopisch wirken, wodurch es auf der Glasoberfläche zu Reaktionen mit Feuchtigkeit aus der Luft kommen kann. Hier gilt es abzuwägen, wie eine Reinigung objektschonend durchgeführt werden kann oder welche Risiken es für das Exponat bedeuten könnten, wenn die Verschmutzungen als Teil der Objektgeschichte nicht entfernt werden würden. Abbildung: 1 Glasfaserkleid der Infantin Eulalia, Präsentation im Glaspavillion der Libbey Glass Company auf der Weltausstellung in Chicago 1893, Inv.Nr. 1924-51952; Bezugsquelle: Toledo Museum of Art, Archive 2 Schematische Darstellung eines „Glasspinnapparats“; aus: Tscheuschner, Emil (Hg.): Handbuch der Glasfabrikation nach allen ihren Hauptund Nebenzweigen, in: Gesellschaft der neuesten Erfindungen (Hg.), Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke, Bd. 283, 5. Auflg. von Leng-Graegers Handbuch der Glasfabrikation, Weimar 1885, Tafel XXX. 3 Voruntersuchungen an Proben des Glasfaserkleids (Deutsches Museum, Inv.-Nr. 1924-51952), Oberflächentopografische Aufnahme von Glasfasern im Umgebungs-Rasterelektronenmikroskop, Sekundärelektronen (ESEM-EDX PhenomTM Pro X); Durchführung der Untersuchung: Catharina Blänsdorf, Charlotte Holzer

of deterioration on glass is humidity, which can be prevented in a museum by controlling the environmental climatic conditions. However the glass fibre dress is extremely soiled and could therefore be affected by harmful reactions between the hygroscopic dust and humidity from the air on the glass surface. In that particular case discussion will be necessary on how to clean the object surface or what risks might arise if the soiling were left untouched at all as it might be considered a part of the dress’s history in the museum.

Figures: 1 Infanta Eulalia’s glass fiber dress, presentation in the glass pavilion of the Libbey Glass Company at the World Exhibition in Chicago in 1893, Inventory number: 1924-51952; source: Toledo Museum of Art, Archive 2 Diagram of a “glass spinner´s working place”, from: Tscheuschner, Emil (ed.): Handbuch der Glasfabrikation nach allen ihren Hauptund Nebenzweigen, in: Gesellschaft der neuesten Erfindungen (ed.), Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke, vol. 283, 5th impression of Leng-Geaegers Handbuch der Glasfabrikation, Weimar 1885, Table XXX. 3 Preliminary examinations on samples from the glass fiber dress (German Museum, inventory number 1924-51952), surface topography scan of glass fibers in the environmental scanning electron microscope, secondary electrons (ESEM-EDX PhenomTM Pro X); examination carried out by Catharina Blänsdorf, Charlotte Holzer

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Jahrbuch 2015  

Jahrbuch der Fakultät für Architektur, TUM mit einem Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung

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