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APRIL 2019

ERKLÄRUNG DER ZEICHEN Dieses Ausflugsziel ist beliebt bei Wanderern. Es gibt tolle Wege für Fahrradfahrer. Freunde von Architektur und Geschichte haben einiges zu sehen. Wasserratten kommen hier auf ihre Kosten.

Raus in den Frühling: Das Radwegenetz erstreckt sich mit über 2000 Kilometern zwischen Berlin und der Oder.

In der Region ist immer etwas los.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Hier kommen auch Kinder auf Ihre Kosten

willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Goethe ist zu dieser Erkenntnis gelangt. Machen wir ihm es gleich. Mit dem Seenland Oder-Spree leben wir in einer Region, die zwischen Bad Freienwalde im Norden, Frankfurt (Oder) im Osten, Neuzelle im Süden und Erkner im Westen beinahe unzählige Ausflugsmöglichkeiten bietet. Viele Besucher schätzen vor allem den Kontrast zwischen märkischem Kulturerbe und idyllischer Natur. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören historische Stadtkerne, jahrhundertealte Dorfkirchen, altehrwürdige

IMPRESSUM Verlag Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG Kellenspring 6 15230 Frankfurt (Oder) P.h.G. Märkisches Medienhaus Verwaltungs GmbH Geschäftsführer Andreas Simmet

Klöster, liebevoll gestaltete Heimatstuben und interessante Museen. Grund für einen Ausflug in unsere Region ist auch ihre wunderschöne Natur. Sie lockt mit dichten Wäldern, prachtvollen Alleen, hügeligen Heidelandschaften, wildromantischen Flussläufen und sauberen Seen. Qualitätswanderwege, wie der Schlaubetalwanderweg führen durch eine nahezu unberührte Landschaft. Neben Wandertouren können Sie auch auf abwechslungsreichen Radtouren in Schwung kommen und den frischen Fahrtwind genießen. Hierfür bietet ein weit aus-

Foto: Y. Maecke

gebautes Radwegenetz, das sich mit seinen über 2000 Kilometern zwischen Berlin und der Oder erstreckt, beste Gelegenheiten. Außerdem bietet das Seenland Oder-Spree mit über 200 Seen und einer Vielzahl kleiner und großer Flüsse die größte nutzbare Wasserfläche Deutschlands.Diese Beilage soll Ihnen einen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten verschaffen. Lassen Sie sich inspirieren - zu einem Ausflug ins Blaue, zum Besuch eines Museums, zur Stippvisite auf einem Regionalmarkt. Einfach lesen, planen, losfahren und sich am Leben freuen. Ihr Märkisches Medienhaus ANZEIGE

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Redaktionsleitung (verantw.) Michael Petsch Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG Kellenspring 6 15230 Frankfurt (Oder)

Strausberg S-5 Region Märkische Schweiz Bad Freienwalde Frankfurt (Oder) Eisenhüttenstadt, Neuzelle Schlaubetal Beeskow Storkow Fürstenwalde Scharmützelsee Grünheide, Hangelsberg Erkner Woltersdorf, Schöneiche Rüdersdorf Oderbruch Woiwodschaft Lebus Tour de MOZ

Anzeigenleitung (verantw.) André Tackenberg Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG Kellenspring 6 15230 Frankfurt (Oder) Druck Druckhaus Oberhavel GmbH Lehnitzstraße 13 16515 Oranienburg Den Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter: datenschutz@moz.de

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URLAUB & FREIZEIT

Die grüne Stadt vor den Toren Berlins

Am See spazieren, mit Europas einziger Oberleitungsfähre fahren oder eine der größten Kirchen des 13. Jahrhunderts in Brandenburg besuchen: Strausberg bietet viele Möglichkeiten

Ein Familienfest zu Wasser und zu Lande sind die Drachenboot-Festtage.

Der Straussee ist wie viele Seen der Region ein Überbleibsel der Eiszeit und sagenumwoben dazu, soll er doch einen zweiten Boden haben. Fotos (6): Gerd Markert

Nervenkitzel im Kletterwald auf einer Fläche von mehr als drei Fußballfeldern.

Eisschlecken erfreut im Sommer Groß und Klein.

Die Fahrgastzahlen der S-Bahnlinie S5 steigen stetig und so prüft die Landesre- Im Flugplatzmuseum erlebt man hautnah die Geschichte des Fliegens. gierung die Einführung eines Zehn-Minuten-Taktes.


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ie Straussee-Fähre wird immer wieder gerne genutzt. Wer das erste Mal nach Strausberg kommt, der staunt über das Gefährt nicht schlecht: Schon seit 1894 schippert das märkische Schiffsunikat übers Gewässer: Anfangs mittels Handrad, später mit Petroleummotor. Seit 1915 wird die in Europa einzigartige Seilfähre vom Strom einer über das Wasser gespannten Oberleitung angetrieben. In der warmen Jahreszeit gleitet sie beinahe lautlos bis zu 42 Mal am Tag hin und her. Für die 350 Meter über den See benötigt die Fähre sieben Minuten. „100 Leute passen drauf. Gefahren wird bei Wind und Wetter“, erklärt Fährmann Mario Jänisch. Nur bei Sturm lege er nicht ab. Zu großer Seitenwind berge die Gefahr des Abdriftens. Am 23. August wird in diesem Jahr auch wieder das beliebte „Fest an der Fähre gefeiert. Zu den Fahrgästen zählen oft Wanderer, die die komplette Seeumrundung abkürzen wollen und sich von der Stadt- auf die Waldseite Strausbergs chauffieren lassen. Ein weiteres Highlight des schmucken Städtchens ist die „Eisenbahn“. Bereits seit 1893 zuckelt sie zwischen Vorstadt und Stadtzentrum. Anfangs als Regionalbahn, seit 1921 als Straßenbahn. Da auch der Güterverkehr bis 2005 über die Gleise abgewickelt wurde, blieb der Name „Eisenbahn“ erhalten. Viele Touristen nutzen das bequeme Verkehrsmittel heute noch für eine „Stadttour“ der ganz besonderen Art. Prominentester Fahrgast war laut Bahnbetrieb mal Kosmonaut Siegmund Jähn. Der erste deutsche Raumfahrer – er umkreiste 1978 den Erdball – lebt seit Jahrzehnten in Strausberg. Ein Besuch Strausbergs wäre nicht komplett ohne einen Spaziergang durch die

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Strausberg und Umgebung

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Der Uferwanderweg um den Straussee bietet wunderschöne Blicke auf die Stadt. Die Tour ist rund fünf Kilometer lang.

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Die Strausseefähre ist die einzige in Europa betriebene Seilfähre mit elektrischer Oberleitung. Bei der Überfahrt über den Straussee kann man die faszinierende Stadtsilhouette bewundern. Die Strausberger Altstadt mit teilweise erhaltener Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Das beliebte Altstadtfest findet in diesem Jahr am 3. Oktober ab 10 Uhr zum Tag der Deutschen Einheit statt und verspricht Kultur, Kunst und Kulinarik.

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Die Marienkirche stammt ebenfalls aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und liegt auf dem Hügel am Straussee. Hier finden unter anderem Gottesdienste statt, die mit beeindruckender Orgelmusik begleitet werden.

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Die St. Marien Kirche ist das älteste Gebäude in Strausberg. denkmalgeschützte Altstadt. Schlendern Sie mal durch den Fischerkiez, über den Markt mit „Altem Stadthaus“ oder an der Stadtmauer entlang. Beliebt sind Führungen, bei denen Gäste viel über die Historie erfahren – von der slawischen Fischersiedlung über den Bau der Burg Struceberch bis hin zur Entstehung der früheren Garnisonsstadt. Neben dem Straussee locken auch Bötzsee und Fän-

Foto: Thomas Berger

gersee Ausflügler in die Region. Etliche schöne Wander- und Radpfade führen zu den Gewässern. Beliebte Startpunkte sind die S-Bahnhöfe Strausberg, Strausberg-Nord und Hegermühle. Zurück geht es dann oft mit der Fähre. Die ist übrigens auch offizielle Außenstelle des Standesamts Strausberg! „Wir fahren genau bis zur Seemitte, wo die Trauung stattfindet“, so der Fährmann.

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Darüber hinaus locken Stadtmuseum, Badeanstalt, Kletterpark und Flugplatz zahlreiche Besucher. Flugplatzführungen finden an jedem 1. und 3. Wochenende im Monat samstags ab 15 Uhr und sonntags ab 10 Uhr statt. ANZEIGE

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URLAUB & FREIZEIT

Mit der Kuh auf Du und Du Auf dem Kinderbauernhof „Roter Hof“ schließt man Bekanntschaft mit Hühnern, Eseln und Ponys und feiert fröhliche Feste

Clown Pico war zu Gast auf dem Kinderbauernhof und erfreute seine kleinen Besucher, die hier nicht nur den Umgang mit Tieren lernen.

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Der Fischerkietz ist eine Idylle mitten in der Altstadt.

DRACHENBOOT-FEST Traditionell am letzten Juni-Wochenende finden die Strausberger Drachenboot-Festtage statt. Dann ist die Wasserfläche des Sees mit zahlreichen Booten gefüllt, die alle an der Jagd nach den Pokalen teilnehmen. Es werden verschiedene Cups während des Rennens ausgetragen. Aber nicht nur auf dem See ist was los – für die Landratten gibt es reichlich Unterhaltung auf festem Boden. Rummel, buntes Programm für kleine und große Gäste, Drachenparty, Tanz und Konzerte erfreuen an ganzen drei Tagen.

Foto: Jana Posna

SERENADENKONZERTE

en es aus der Stadt zieht, um dem Großstadt-Trubel zu entfliehen, dem wird ein Ausflug nach Strausberg, inklusive Besuch des Kinderbauernhofs „Roter Hof“, gefallen. Über 200 Tiere leben auf dem Hof und können gefüttert und gestreichelt werden. Tierfreunde haben einiges zu entdecken. Außerdem gibt es noch ein Hofcafé, ein Naturkundekabinett und eine bäuerliche Erlebnisstube. Hier können Kinder und Eltern heimische Tiere und Pflanzen hautnah kennen lernen. In den Ställen und auf den Weiden schließt man Bekanntschaft mit Meerschweinchen, Eseln, Schafen, Hühner, Enten und Schweinen. Auch Ponys gibt es, auf denen die Kinder eine Runde reiten können. Beim Spaziergang über den rund zwei Kilometer langen Naturlehrpfad erfahren die Besucher interessante Dinge über Bäume, Sträucher und Pflanzen. Das Naturkundekabinett vermittelt Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt. Im Hofcafé genießen die Kinder und Eltern leckere Snacks und Getränke. Für Kita-Gruppen, Grundschulklassen oder Kindergeburtstage bietet der „Rote Hof“ ein spannendes Programm für lehrreiche Stunden. Dabei spielen die Kinder in der Natur, erkunden den Hof, lernen viel über

Foto: Thomas Berger

die Tiere, testen ihr Wissen in einem Quiz, begeben sich auf eine Bauernralley oder erforschen zusammen mit dem Förster den Wald. In der warmen Jahreszeit können Kinder und auch Eltern im Camp auf dem Kinderbauernhof zünftig in Indianertipis oder in einem Wagen in der Wagenburg übernachten. Lagerfeuer, Grillen, die Tiere besuchen und viele Naturerlebnisse sorgen für Abenteuer und Erholung. Beim Indianercamp lernen die Kinder wie ein Indianer zu leben. Spuren lesen, sich in Indianersprache verständigen, Tomahawks basteln, Friedenspfeife rauchen und vieles mehr aus dem Indianerleben. Auf dem „Roten Hof“ werden in diesem Sommer viele erlebnisreiche Feste mit bunten Programmen gefeiert: das Osterfest ist am 20. April, am 4. Mai wird das Maifest gefeiert, am 8. Juni das Pfingstfest und am 21. September der Weltkindertag. Der „Rote Hof“ ist von April bis Ende Oktober von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, man erreicht ihn in nur zehn Gehminuten vom S-Bahnhof Strausberg Nord aus.

Rondell der Seeseite nahe dem Hauptgebäude der Sparkasse MärFür die eher ruhigeren Vergnügun- kisch-Oderland an der Anlegestelle gen geneigten Besucher seien hier der Fähre statt. Das erste Serenadie Serenadenkonzerte der Spar- denkonzert ist am 16. Juni. Es spielt kasse Märkisch-Oderland emp- die Kreismusikschule Märkischfohlen. Diese finden alljährlich im Oderland ebenso auch am 24. AuSommer unter freiem Himmel am gust. Die Musikschule Hugo Distler bringt sich am 10. August und am 7. September zu Gehör. Die beliebten Konzerte an der Stadtmauer präsentieren sich in diesem Jahr am 6. Juli mit „Apfeltraum“ und am 17. August mit „Deep Purple Revival“ jeweils um 21 Uhr. Ein ganz besonderes Sommer-Highlight verspricht zu werden. Mit Spiel, Spaß, Sport das „Fest an der Fähre“ zu Ehren der und Gesang werden Erwachsene berühmten Seilfähre am 23. August und junge Besucher gut unterhal-

ten. Bei diesen Veranstaltungen der Sparkasse Märkisch-Oderland ist der Eintritt frei.

OPEN-AIR-THEATER Das Sommer Open Air im Amphitheater des The Lakeside Burghotel zu Strausberg an der Gielsdorfer Chaussee hat schon eine lange Tradition. Das Berliner Kriminaltheater gastiert in den Monaten Juli, August und September in Strausberg. Die kriminell spaßigen OpenAir Theaterstücke beginnen immer sonntags um 20 Uhr im Burgtheater des Lakeside. Der erste Termin ist der 14. Juli.


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Der Klang der Steine

Meditieren, Stapeln und Spalten: Steinreiches Sommerprogramm auf dem Findlingshof

O Regina Nieke setzt sich in ihrem pink bis purpurnen Ölgemälde auf ihre Weise mit Theodor Fontane auseinander. Foto und Text: Jana Posna

Aus... „aller Welt Enden...“

Künstler erzählen in Bildern von Theodor Fontane in der Jahresausstellung der Sparkasse Märkisch Oderland

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ie Bilder könnten unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie alle eines gemeinsam – den Bezug zu Theodor Fontane. Aus Anlass des 200. Geburtstages des Schriftstellers widmet die Sparkasse Märkisch-Oderland ihre Jahresausstellung in der Hauptgeschäftsstelle in Strausberg ganz dem märkischen Dichter. 24 Bildende Künstler zeigen ihre überwiegend neu geschaffenen Bilder, Blätter, Fotografien und Objekte. „...aller Welt Enden“ ist ein Zitatsplitter, den man immer wieder in Fontanes Schriften findet. Zuerst erwähnt in seinem Kapitel „Wer war er?“ in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Fontane fragte in seinen Veröffentlichungen nach Professor Samuel Rösel, nachdem er dessen Grab auf dem Bornstädter Friedhof (heute Potsdam- Bornstedt) entdeckt hatte. In der Folge erhielt er Briefe aus „aller Welt Enden“. Die 24 ausstellenden Künstler ihrerseits haben sich auf Wanderung begeben durch den großen Kosmos von Fontanes Schaffen und sind mit ihren Erkundungen doch immer wieder bei sich selbst angekommen. Jeder hat aus seiner Sicht etwas ge-

wählt, was ihn an Fontane besonders angesprochen hat. Einige von ihnen haben mit viel Freude mit ihren persönlichen Landschaften geantwortet. Wie Anett Münnichs PaperCut „auf Fontanes Spuren“. Das sind Landkarten von brandenburgischen Orten, wie Steinhöfel oder Buckow, die durch das Siebdruckverfahren künstlerisch bearbeitet wurden. So sind ganz individuelle Werke entstanden mit den ureigenen Handschriften der Künstler, die den Betrachter in ihren Bann ziehen, wie Regina Niekes pink bis purpurnes Ölgemälde. Als Besucher der Ausstellung ist man angesprochen, ebenfalls auf Wanderung zu gehen und von Bild zu Bild zu mäandern, um in jedem einzelnen Werk Theodor Fontane ausfindig zu machen und die Geschichten hinter den Bildern zu erkunden. Die Ausstellung ist bis zum 13. Dezember während der Öffnungszeiten in den Ausstellungsräumen der Sparkasse in Strausberg in der Großen Straße 2-3 zu sehen.

b Steine stapeln, Steine spalten oder Steine zum Klingen bringen – auf dem Findlingshof in Strausberg dreht sich alles um diese steinerne Zeugen. Steinschläger, Sammler und Gestalter Kurt Zirwes ist Gastgeber auf dem Findlingshof und hat für diesen Sommer ein steinreiches Programm vorbereitet. Zur Saisoneröffnung am Ostersonntag gilt es, zwischen den Steinen die bunten Ostereier ausfindig zu machen. Zwischen 10 Uhr und 14 Uhr sind kleine und große Gäste zur Eiersuche herzlich eingeladen. Am Tag des offenen Ateliers am 4. und 5. Mai schaut man hier Künstlern über die Schulter und erfährt, wie Steinkunst entsteht. An beiden Tagen gibt es steinerne Kunstwerke im Skulpturenpark zu erleben. Steinkünstler sind Steinschläger und Steinspechte, sie machen die Schönheit und Kraft der Steine sichtbar und ermöglichen so die Begegnung mit dem ewigen Gedächtnis der Erde. Steine beeindrucken. Seit Milliarden von Jahren sind sie da und verändern ihre Gestalt nur langsam, sind ein Bild für Gleichgewicht und Balance. Und so kann man

auch „Freude an gelungener Balance“ finden, wenn am 6. Juli der Findlingshof seine Türen öffnet, um das Steinhoffest zu zelebrieren. Es wird ein Tag der Steinbalancen werden, an dem man der Kunst des Steinestapelns frönen kann. Das intuitive Erbauen und Ausbalancieren von Steinskulpturen ist gut für Körper, Geist und Seele, bringt nicht nur die Steine in Balance, auch die Stapler geraten dabei in meditative Stimmung. Zum Oberbarnimer Feldsteintag am 8. September treffen sich auf dem Findlingshof auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Künstler, deren Werke man bestaunen kann und von denen man in Workshops zum Steinespalten oder Stapeln eine Menge lernen kann. Und mit dem überirdisch schönen Klang der Steine im Ohr klingen am Abend der Feldsteintage wirklich steinreiche Erlebnisse aus. Der Findlingshof ist in Strausberg Ortsteil Ruhlsdorf zu finden.

Steinschläger und Gestalter: Kurt Zirwes bringt Steine zum Klingen.

Foto: Gerd Markert

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URLAUB & FREIZEIT

Von Hoppegarten bis zum Schlossgut Altlandsberg

Die märkische S5-Region vereint historisch interessante Orte, reizvolle Natur und kulturelle Attraktionen: Eine Erlebnislandschaft zum Genießen, Erholen und Bewegen

Die wohl berühmteste Wand hat der Fahrradhof Altlandsberg.

Unbeschreiblich schön ist die Gegend um Wesendahl, einem der größten Obstanbaugebiete Brandenburgs. Frisch von Baum und selbst gepflückt schmecken die Äpfel noch besser. Fotos (2): Gerd Markert

Hans Fallada lebte in den 1930er Jahren in Neuenhagen. Foto: Edgar Nemschock

Zum Kunstmarkt strömen die Besucher nach Wilkendorf. Fotos (2): Jana Posna

Neben den traditionellen Galopprennen findet auf der Rennbahn Hoppegarten auch das Familien-Sommerfestival SchlagerHammer statt. Foto: Manfred Behrens

Seit 1659 wird im Schlossgut Altlandsberg Bier gebraut.


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on der Galopprennbahn Hoppegarten hat wohl jeder schon gehört. Auch der Wald- und Seenreichtum östlich Berlins ist vielen bekannt. Aber kennen Sie auch den historischen Wasserturm Neuenhagens, in dem sich gleichzeitig das Rathaus der Gemeinde befindet? Oder haben Sie schon mal von der Radrennbahn Fredersdorf gehört, die regelmäßig Radasse hervorbringt? Diese und viele Ausflugsziele mehr liegen in der Märkischen S5-Region. Die Rede ist von sieben Orten im Grünen entlang der S-Bahn-Linie 5. Verbunden sind sie unter anderem mit dem „Gartennachbarn“-Radweg, der im Zuge der Berliner IGA entstand. Viele starten vom U-Bahnhof Hönow Richtung Altlandsberg. Das historische Ackerbürgerstädtchen lockt mit Charme, dem Schlossgut und einer 1300 Meter langen Stadtmauer. Einige Radel-Minuten weiter halten Heimatkundler im Büdnerhaus von Petershagen/Eggersdorf. Hier wird Ortsgeschichte lebendig. So auch in dem kleinen Kolonistenhaus aus dem Jahre 1794, dem Café Winzig in der Eggersdorfer Bahnhofstrasse 51. Es ist nicht nur liebevoll restauriert mit original alten Holzfenstern und Lehmwänden von anno dazumal, es gibt auch den besten Kaffee im Umkreis und selbstgebackenen Kuchen zur Stärkung. In Strausberg lädt wenig später die schöne Altstadt zu einem Bummel ein. Auf dem Straussee pendelt wie seit über 120 Jahren eine Fähre rüber zum Ortsteil „Jenseits des Sees“. Nach einem Schlenker zum Museumspark Rüdersdorf mit seinen Rumfordöfen und der Ausstellung zur Historie des Kalksteinabbaus geht’s weiter nach Fredersdorf-Vogelsdorf. Zum Straßenbild gehören hier junge Radfahrer. Kein Wunder, denn im Ort trainieren die Sportasse der RSG „Sprinter“ auf der Radrennbahn Fredersdorf! So eine Anlage würden viele hier draußen nicht erwarten. In Neuenhagen steuert man das Wahrzeichen der Kommune, einen vor 93 Jahren im Bauhaus-Stil errichteten Wasserturm, an. In Ostdeutschland einzigartig, beherbergt er gleichzeitig das Rathaus der Gemeinde. „Türmerin“ Jutta Skotnicki kennt sich mit dem Brandenburger Unikat aus: „Durch das Wachstum des Berliner Vorortes in den 1920er Jahren reichte der Wasserdruck der alten Leitungen nicht mehr aus. Ein eigener Wasserturm sollte her – und in ihm auch gleich das neue Rathaus. Mit dem Bau schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe“, erklärt die Rathaus-Mitarbeiterin. Vom 42 Meter hohen Turm genießen Gäste einen fantastischen Blick. Alljährlich zum Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September steht dieses einzigartige

Fünf Gründe für einen Ausflug in die S5-Region Nicht nur das große Bürgerhaus ist in Neuenhagen ein Hort vielfältiger Kultur. Reichlich Publikum ziehen auch gerade die Sommerwind-Konzerte mit prominenten Namen an die „Arche“. So spielt beispielsweise am 29. Juni der Songwriter Dirk Michaelis, der mit seinen „Welthits auf deutsch“ wochenlang die vorderen Plätze in den deutschen Charts belegte.

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Zu besonderen Gelegenheiten geht es in der Dahlwitzer Kirche, deren ältester Teil aus der Zeit von 1300 stammt, auf den alten Hopfenboden unterm Dach. Und in den „Keller“, wo sich die Gruft befindet.

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Schön saniert ist die Angerscheune in Petershagen, nun eine Kleinkunstbühne. Dort gibt es Pflanzenmärkte, Spielenachmittage und kulturelle Veranstaltungen. So tritt der Kabarettist Donato Plögert am 18. Mai mit seinem Programm „Altwerd‘n is keen Kinderspiel - Lieder für die reife Jugend“ auf. Im Dorfsaal gegenüber finden ebenfalls schon Konzerte statt.

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Der kleine Ort Wilkendorf zieht jedes Jahr zum 1. Mai tausende Besucher an. Der Bildhauer Wolfgang Stübner organisiert den legendären Kunstmarkt im Grünen und einen Bildhauer-Wettstreit mit zwölf internationalen Künstlern. Auf dem Dorfanger tobt der Wilkendorfer Frühling. Viele Bürger öffnen ihre Höfe und präsentieren Sehenswertes. Ein Garten mit einer großen Modelleisenbahn, Oldtimer, Bühnenprogramm und natürlich viel leckeres Essen machen den Tag zum Erlebnis. Auf dem Hof des Holzbildhauers Marcel Leißner wird Kunst und Unterhaltung geboten.

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Einzigartig in Ostdeutschland: Der Wasserturm in Neuenhagen. Bauwerk zur Besichtigung offen. Kulturinteressierte spazieren gern weiter zum Fallada-Haus, das der Schriftsteller ab 1930 bewohnte. Hans Fallada schrieb in Neuenhagen seinen Welterfolg „Kleiner Mann – was nun?“. Hoppegarten punktet wiederum mit seiner berühmten Galopprennbahn. Reichskanzler Otto von Bismarck und Kaiser Wilhelm I. eröffneten das Areal vor über 150 Jahren. Jährlich zieht die Rennbahn bis zu 75 000 Besucher an. Doch auch wenn keine Rennen stattfinden, kann man hier gemütlich langspazieren oder an einem der vielen Sommerevents teilnehmen, die auch auf der Rennbahn stattfinden. Das größte reisende Mittelalter-Festival der Welt mit Fechtkämpfen, Feuershow und Fabelwesen schlägt im Juni dort seine Zelte auf und im Juli

Foto: Jens Rümmler

strömen die Schlagerfans hierher, um zum SchlagerHammer Stars wie Marianne Rosenberg, Bernhard Brink, Vincent Gross, Beatrice Egli, Karat und viele mehr live auf der Bühne erleben zu können. Wer nicht mit dem Fahrrad die Gegend erkunden möchte, aber seinen vierbeinigen Freund dabei hat, ist auch in der S5-Region gern gesehen. Auf der Rennbahn Hoppegarten sind Hunde erlaubt und auch der Golfpark Schloss Wilkendorf ist einer der wenigen Golfplätze, auf denen Hunde willkommen sind. Aber bitte die Leine nicht vergessen. Außer Golffreuden mit und ohne Hund bietet der Golfpark auch kulinarische Events im Café und im Restaurant für Nichtgolfer, wie Chill und Grill zum Vatertag, Muttertagsbrunch oder auch das zünftige Oktoberfest im Herbst.

Zum Taubenturmfest mit OldtimerShow am 29. Juni auf dem ehemaligen Gutshof lädt der Heimatverein Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. ein. Der Taubenturm ist das wohl kleinste Museum des Landes und beherrbergt eine ständige Ausstellung landwirtschaftlicher Kleingeräte. Neben Taubenturm und Gutshof kann auch die Heimatstube besucht werden.

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URLAUB & FREIZEIT

Märkische Schweiz – grünes Idyll mit blauen „Augen“ Rund um Buckow mit dem Schermützelsee lädt nicht nur die Natur zu Entdeckungsreisen ein. Auch kulturelles Leben und historische Stätten hat die Ausflugsregion zu bieten

Allerlei Kultur: Auch das Theater untendrunter steht in Buckow.

Bereit zum Ablegen: Die „Scherri“ und ihr Schwesterschiff „Seeperle“ schippern Besucher gern über den Schermützelsee, das größte Gewässer der Märkischen Schweiz. Fotos (6): Thomas Berger

Naturschutz erleben: Einblicke bei der „Grünen Tour“.

Geschichtliches: Turm und Torwächter- Lebendig-Museales: Im Garten der John-Heartfield-Gedenkstätte in Waldsievers- Auf Schusters Rappen: Zahlreiche Wegeladen zum Wandern. haus in Müncheberg. dorf finden im Sommer Lesungen und Konzerte statt.


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it der „echten“ Schweiz kann die Gegend rund um Buckow zwar nicht mithalten, was die Erhebungen angeht. Nicht mal mit der Sächsischen Schweiz entlang des Elbeabschnitts zwischen Dresden und deutsch-tschechischer Grenze. Dennoch hat auch die Märkische Schweiz, wenngleich in ihren Höhenzügen deutlich sanfter, ihre ganz eigenen Reize. Es gibt Schluchten, die hier Kehlen heißen, es gibt Anhöhen, von denen der Blick in die Ferne schweift. Oder zumindest über den in der nächsten Talsenke liegenden See. Davon gibt es einige als blaue Augen im Grün, zu Herbstzeiten auch mit Gold, Orange und Rot durchsetzt, der ausgedehnten Wälder. Kleine und größere, manche ganz ungestörtes Naturparadies, andere gleich mit einer verlockenden Badegelegenheit, um sich an heißen Sommertagen abzukühlen. Mögen es nun das Buckower Strandbad am Schermützelsee bzw. das Volksbad Waldsieversdorf am dortigen Däbersee sein oder kleinere, nur halb offizielle Stellen. An Wanderwegen besteht kein Mangel in dieser eiszeitlich geformten Landschaft, die schon seit über 100 Jahren eines der beliebtesten Ausflugsgebiete gerade für den gestressten Großstadtmenschen aus der Metropole Berlin ist. Gut ausgeschildert sind die meisten, verbinden eine Sehenswürdigkeit am Wegesrand mit der anderen, führen berg- und talwärts, am Stobber entlang, der als Besonderheit eine Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee darstellt. Überaus vielfältig sind die Wälder in diesem Gebiet, das im Ganzen als Naturpark besonderen Schutzstatus genießt, aber auch in viele kleine, höchst reizvolle und unterschiedliche Einzellandschaften zerfällt. Für manche eine der schönsten Ecken ist die rund um die beiden Tornowseen bei Pritzhagen, wo Haus Tornow auch als eine von etlichen besonderen Unterkunftsmöglichkeiten lockt. An Auswahl zur Einkehr fehlt es auch sonst nicht. Gerade Buckow hat reichlich Hotels, Herbergen und Privatunterkünfte in größerer Zahl zu bieten, um vielleicht nicht nur auf einen Tagesausflug vorbeizuschauen. Unzählige Restaurants und Cafés buhlen um Gäste. Kuli-

Fünf Gründe für einen Ausflug in die Märkische Schweiz Die Buckower Kleinbahn verkehrt im Museumsbahnbetrieb nur im Sommerhalbjahr, bietet in der Saison die Möglichkeit, beinahe wie anno dazumal vom Regionalbahnhalt in Müncheberg-Dahmsdorf auch das letzte Stück über Waldsieversdorf bis Buckow auf dem Schienenweg zurückzulegen.

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Der Literatursommer ist einer der kulturellen Höhepunkte, mit denen das Brecht-Weigel-Haus in Buckow zwischen März und September in die Perle der Märkischen Schweiz lockt. Er vereint Lesungen und Konzerte, Ausstellungen und Gespräche, bei verschiedenen Gelegenheit auch mehrere künstlerisch-kulturelle Genres auf einmal. Nähere Infos: www.brechtweigelhaus.de

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Wassertreten wie bei Kneipp lässt sich an verschiedenen Stellen, beispielsweise im Eingangsbereich zum Buckower Schlosspark oder auch am Stobber auf Höhe des Naturpark-Infozentrums Schweizer Haus. Buckow ist Kneipp-Kurort, hat einen Kneipp- und Heimatverein, pflegt dieses spezielle Attribut in besonderer Weise.

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Das Brecht-Weigel-Haus macht nicht nur als Museum mit den früheren Hausherrn bekannt, sondern bietet auch vielfältige Veranstaltungen. Foto: Thomas Berger narische Genüsse werden ebenso gebiete wie die vorhandene Natur als Lockmittel Nummer ein sowie das breite Erlebnisund Kulturangebot. So wartet Buckow mit einer Bühne (Theater untendrunter) und einem Kino im ländlichen Raum (Parklichtspiele) auf. Kunst bieten die Galerie „Zum Alten Warmbad“ gleich oberhalb der Touristinfo, die Entreegalerie in Rehfelde oder die Müncheberger Stadtpfarrkirche St. Marien mit wechselnden attraktiven Ausstellungen. Ebenso wie in diesem in dieser Form einzigartigen Gotteshaus auch regelmäßig Konzerte, Lesungen und vieles mehr stattfinden – einer der kulturellen Leuchttürme Ostbranden-

burgs über die engen Grenzen von Stadt und Ausflugsregion hinaus. Unbedingt ist die Märkische Schweiz auch etwas für Radwanderer. Der Europaradweg R1 führt auf einem markanten Abschnitt durch dieses Gebiet, passiert beispielsweise das Umweltbildungszentrum Drei Eichen (Herberge oder auch kurze Rast im Waldcafé) und die Alte Kirche in Münchehofe, ein Gotteshaus mit Galerie und häufigen Konzerten. Im Buckower Schlosspark wiederum lockt allsommers die beliebte Veranstaltungsreihe „Klassik im Grünen“, dazu der Garten- und Gesundheitstag als weiteres Highlight mit dieser speziellen Kulisse.

Die Tornower Festtage sind immer im August ein Veranstaltungshöhepunkt am Ufer des Großen Tornowsees in Pritzhagen mit Kino unterm Sternenhimmel, Badewannenregatta und anderen Spaßwettkämpfen, Kunst und Musik in ganz besonderer Atmosphäre. Näheres im Internet unter www.haus-tornow-am-see.de

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„Feldstein und Musik“ ist eine besondere Veranstaltungsreihe überschrieben, die Konzerte nicht nur in alte Dorfkirchen, sondern auch die Pyramide Garzau und andere Stätten holt.

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URLAUB & FREIZEIT

„Freienwalde - hübsches Wort für den hübschen Ort“

In der ältesten Kurstadt der Mark Brandenburg dreht sich in diesem Jahr fast alles um den 200. Geburtstag von Theodor Fontane - vom Museumsbesuch übers Wandern bis hin zum Altstadtfest

In allen Richtungen gibt es etwas zu entdecken. Fotos (3): Heike Jänicke

Fontane in Aktion: So wie auf diesem Bild der Bad Freienwalder Tourist-Information würde Theodor Fontane wohl heute die Stadt erkunden. Foto: Tourist-Info

Das Bad Freienwalder Altstadtfest ist sehr beliebt in der Region.

Fontane-Haus in Schiffmühle: Im Mai wird es wiedereröffnet. Fotos: Archiv

Der Oderbus bringt seit Ostern Besucher von Bad Freienwalde aus bis zum Thea- Wintersport: Bad Freienwalde ist einer ter am Rand an die Oder. Foto: Theater am Rand der nördlichsten Skischanzenorte.


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Fünf Gründe für einen Ausflug nach Bad Freienwalde und Umgebung Bad Freienwalde verbindet Kultur und Natur. Ein ehemaliger Wehrturm in backsteinernem Gewand, das Schloss Freienwalde mit seinem Schlosspark und dem kleinen bekannten Teehäuschen liegen eingebettet in einer grünen, hügeligen Landschaft, die viel für Besucher zu bieten hat

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Viele Besucher kommen hierher, um gesund zu werden. Die Stadt gilt als älteste Kurstadt der Mark Brandenburg. Begründet wurde diese Tradition durch das Moor, dessen heilende Wirkung schon früh entdeckt wurde und heutzutage den Schwerpunkt der Anwendungen in der Fachklinik und im Kurmitelhaus bildet. In Bad Freienwalde sprudelt außerdem die Kurfürstenquelle, die das Städtchen einst zum Kurort von Berlin gemacht hat.

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Freienwalde hat eine lange Wintersporttradition. Auch heute darf wieder gerodelt, auf der Skisprungschanze gesprungen und Ski gelaufen werden. Die neue Bad Freienwalder Sparkassen-Skiarena mit ihren drei Schanzen bietet beste Voraussetzungen dafür.

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Bad Freienwalde eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung. Das Oderbruch mit seiner reichhaltigen Vogelwelt, dem Theater am Rand in Zollbrücke und zahlreichen Radwegen liegt ebenso vor der Tür wie das Nachbarland Polen mit der Woiwodschaft Lebus. Seit Ostern können Gäste auch das Angerebot des neu eingerichteten Oderbusses nutzen.

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Die Stadtkirche St. Nikolai ist das älteste Gebäude der Stadt. Um 1250 in Feldsteinen begonnen, hat man sie schließlich im 16. Jahrhundert fertiggestellt. Foto: Michael Anker sen. Vor wenigen Tagen, am Karfreitag, staretete der erste Oderbus vom Busbahnhof Bad Freienwalde Richtung Wriezen. Die neue Saisonbuslinie 879 macht von Ostern bis Oktober an allen Wochenenden und Feiertagen den Fluss und viele touristische Ziele im Oderbruch erstmals ohne Auto erreichbar: das Fontane-Haus Schiffmühle, das Theater am Rand in Zollbrücke, das Kolonisten-Kaffee in Neulietzegöricke und die Oderbruchscheune in Neulewin. Mit einem Tagesticket zum normalen VBB-Tarif ist Hop-on, Hop-off möglich, auch Fahrräder werden mitgenommen. Initiiert haben den Oderbus die

Tourismus-Info in Bad Freienwalde und das Theater am Rand in Zollbrücke. Mehrere Gemeinden und der Landkreis Märkisch-Oderland unterstützen das Projekt. (Infos und Fahrplan: www.oderbus.de) Mit Fontane wird das Jahr auch zu Ende gehen. Der Weihnachtsmarkt im November soll wie zu Fontanes Zeiten aussehen. Im Dezember würde dann der 200. Geburtstag des Dichters gefeiert. Und immer können sich Touristen an gekennzeichneten Hör-Stationen per Handy ganz individuell durch Bad Freienwalde führen lassen – von Theodor höchstpersönlich.

Die Stadt ist seit langen ein Zentrum des Naturschutzes. Das Haus der Naturpflege wurde 1960 vom Ehepaar Kretschmann begründet. Das Haus umfasst einen Schau- und Lehrgarte, ein Naturschutzmuseum, Übernachtungsmöglichkieten und den Eulenturm mit hervorragender Aussicht. Die in Bad Freienwalde geborene Naturschutzeule wurde zum gesamtdeutschen Symbol des Naturschutzes.

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Finowkanalfahrt über Deutschlands älteste künstliche Wasserstraße

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as Jahr 2019 ist ein ganz besonderes für Bad Freienwalde. Das Städtchen zwischen Oderbruch und Barnim ist nicht nur die älteste Kurstadt der Mark Brandenburg. Es ist auch auf ganz eigene Weise mit einem Dichter verbunden, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. In der Moorkurstadt dreht sich in diesem Jahr vieles um Theodor Fontane. Schließlich hat er eine der wohl treffendsten Beschreibungen für das Städtchen gefunden: „Freienwalde – hübsches Wort für hübschen Ort“ Über das Fontane-Haus im Ortsteil Schiffmühle ist es gelungen, die Stadt auf die Landkarte der Festorte in Brandenburg zu heben. Dem Fontane-Haus kommt eine zentrale touristische Rolle zu. Jetzt im Mai soll das Haus mit einer völlig neu konzipierten Ausstellung wiedereröffnet werden. Das Gebäude konnte über die Zeit gerettet werden und gilt als einer der wenigen verbliebenen authentischen Orte der Fontanes. Um die Begegnung von Theodor Fontane mit seinem Vater Henri für den Besucher erlebbar zu machen, entstand in Schiffmühle mit Hilfe von „Kulturland Brandenburg“ eine aktualisierte, zeitgemäße Dauerausstellung. Das um 1800 errichtete kleine Fachwerkhaus, in dem Louis Henri Fontane die letzten zwölf Jahre bis zu seinem Tod 1867 mit einer Haushälterin lebte, findet sich als Ort der Begegnung zwischen Vater und Sohn in Fontanes autobiografischem Roman „Meine Kinderjahre“ wieder. Doch nicht nur das Fontane-Haus steht im Zeichen des Dichtergeburtstages. Auch das beliebte Bad Freienwalder Altstadtfest Anfang September steht unter der „Schirmherrschaft“ des bekanntesten märkischen Dichters und Schriftstellers. Das Bahnhofsfest wird ebenso den Stempel des Dichters aufgedrückt bekommen. Auf einem Regionalmarkt können Fontanes Zeiten kulinarisch nachempfunden werden. Die Museen der Stadt weisen mit eigenen Aspekten auf das Wirken des Dichters hin. Durch das Oderbruch Museum Altranft wurde bereits das Fontanehaus als Kulturerbeort ausgewiesen. Die Kolonistenkirche Neutornow, an der sich Louis Henris Grab befindet, wird ebenfalls diesen Status erhalten. Im Mai ist ein Fontane-Gedenklauf geplant und im Juni eine Sternwanderung durch die von Fontane beschriebene herrliche Umgebung der Kurstadt. Diese Umgebung wird jetzt auch erstmalig durch eine neue touristische Buslinie erschlos-

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URLAUB & FREIZEIT

Sehenswerte Kleiststadt an der „kleinen Ostsee“

Frankfurt (Oder) verfügt über historische Kirchen, traumhafte Natur entlang der Oder und mit Slubice eine lebendige polnische Nachbarstadt

Ausflugsziel bei Lossow: Neptun-Fest am Helenesee. Fotos (2): René Matschkowiak

Frankfurt von oben: Blick auf die Konzerthalle, Friedenskirche, Stadtbrücke und die Nachbarstadt Slubice mit dem Collegium polonicum. Foto: Winfried Mausolf

Japanische Kischenblüten im Frankfurter Norden. Foto: Winfried Mausolf

Im Ortsteil Rosengarten gibt es einen Wildpark mit rund 30 Tierarten.

Der Frühling hält Einzug auf dem Naturparadies Ziegenwerder zwischen Alter und Neuer Oder. Foto: Harald Franke

Blick auf die Kirche St. Marien im Stadtzentrum. Foto: Patrick Pleul/dpa


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in deutsch-polnischer Sprachenmix in der ganzen City sowie junge Studierende von der Viadrina-Uni, die aus über 80 Ländern kommen. Dazu die legere Atmosphäre, viel Historie und das polnische Slubice nur einen Brückenspaziergang entfernt: Das alles und noch viel mehr ist Frankfurt an der Oder am östlichen Rand Brandenburgs. In dieser Stadt ist Vielfalt Trumpf. Die geschichtsträchtige St. Marienkirche steuern viele zuerst an, wenn sie nach Frankfurt kommen. Besonders die farbig leuchtenden Glasmalereien in drei Chorfenstern sind ein Blickfang. Sie stellen nicht nur die Schöpfungsgeschichte und das Evangelium, sondern auch die Antichrist-Legende dar. Diese faszinierende „Bilderbibel“ kehrte erst im Jahre 2002 aus St. Petersburg an ihren Ursprungsort zurück. Von der bewegten Geschichte der früheren Hansestadt - im 15. Jahrhundert fuhren Kaufleute auf der Oder bis zur Ostsee - zeugt auch das alte Rathaus. Das Gebäude gilt als ein herausragendes Baudenkmal norddeutscher Backsteingotik. Eng verbunden ist Frankfurt an der Oder aber auch mit dem Name Heinrich von Kleist (1777 – 1811). Der Dichter von Weltrang wurde hier geboren und studierte auch in seiner Geburtsstadt. Ein Museum in der früheren Garnisonsschule – ein Barockbau unweit der Oder - erinnert heute an das literarische Schaffen des Lyrikers. Auch Radler schätzen die quirlige Stadt. In aller Munde ist der zertifizierte OderNeiße-Radweg, einer des bundesweit beliebtesten Fernradwege überhaupt. Ein rund 16 Kilometer langer Abschnitt führt über Oderwiesen, die Insel Ziegenwerder sowie über die Promenade durch Frankfurt. Auf der Stadt-Strecke informieren zehn Info-Stationen über die Oderregion – dieser Radpfad erweitert Horizonte. Kulturfans folgen dagegen gern der etwa 20 Kilometer langen Kleist-Radroute. Frankfurt gilt mit seinem Brandenburgischen Staatsorchester auch als Musikstadt sowie mit dem Olympiazentrum als ausgesprochene Sportmetropole. Was beinahe alle Gäste eint, ist der kleine Abstecher auf die andere Oderseite ins polnische Slubice. Von hier aus kann man auch weiter ins Nachbarland ausschwärmen. Das Radwegenetz hält zwar noch nicht mit den ausgebauten Radstrecken auf

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Frankfurt (Oder) Star-Architekt Martin Kießling (1879–1944) hat in Frankfurt viele Spuren hinterlassen, wie das in den 1920er-Jahren entstandene Ensemble an der heutigen Karl-Sobkowski-Straße (damals Elisabethstraße). Dort bestaunt: das wunderschön-sanierte Wappenhaus. Der Erker wurde mit 15 Wappen von jenen Städten geschmückt, die im Osten wie im Westen Deutschlands durch den Versailler Vertrag verloren gingen.

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Eine Stadt am Fluss ist immer besonders reizvoll ist. Als Viadrus wird die Oder bereits auf der Karte „Magna Germania“ der Ulmer Ptolemäus-Ausgabe von anno 1482 bezeichnet. Die Oder mit 912 Kilometern Länge ist der wichtigste Fluss im Osten Deutschlands.

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Hanseatischer Stil: Das Rathaus in Frankfurt (Oder). deutscher Seite mit. Doch schöne Wanderwege, die durch Wald und Flur sowie zu stillen Dörfern führen, gibt es viele. An einigen Orten glaubt man sogar, die Zeit sei stehen geblieben. Bis 1945 waren Frankfurt und Slubice eine Stadt. Heute verbindet beide Kommunen wieder mehr als sie trennt. Dazu trägt u.a. auch eine grenzüberschreitende Buslinie bei. Gute Tipps für Ausflüge in die polnische Nachbarregion sowie Kartenmaterial und Flyer finden Gäste in der deutsch-polnischen Tourist-Information im Bolfrashaus am Marktplatz. Dies gilt natürlich auch für Trips in die schöne Umgebung auf Brandenburger Seite, etwa ins Lebuser Land. Hier blühen an den Oderhängen im Frühjahr nicht nur die Adonisröschen herrlich gelb, hier kann man an alten Kirchen, auf Dorfplätzen und in Heimatmuseen auch tief in die Geschichte Brandenburgs eintauchen. Apropos Adonisröschen. Die Wunderblume blüht auch bei Wuhden sowie in der „Priesterschlucht“ bei Podelzig. Weitere beliebte Ausflugsziele sind neben der alten Bischofsstadt Lebus auch

Foto: Winfried Mausolf

das Oderbruch sowie Eisenhüttenstadt. In der Kleiststadt Frankfurt kommen auch Konzertgänger sowie Theater- und Kabarettbesucher auf ihre Kosten. Kleistforum und Konzerthalle sind nur zwei der angesagten Eventorte. Viele Stars machen heutzutage in der Oderstadt Station. Was überall in der City auffällt: Frankfurt ist eine sehr junge Stadt, geprägt durch Studenten aus aller Herren Länder an der Europa-Universität Viadrina. 1991 wurde die Traditions-Uni, nur zwei Jahre nach dem Mauerfall und ein Jahr nach der deutschen Einheit, wieder gegründet. Ihr Name leitet sich übrigens vom Fluss ab. Lateinisch bedeutet Viadrina so viel wie „die an der Oder gelegene“. Die Europa-Universität bietet heute Studiengänge in Kulturwissenschaften, Jura und Wirtschaftswissenschaften an. Der bekannte Lernort sieht sich in der Tradition der Brandenburgischen Universität Frankfurt (1506 – 1811). Heute sind hier rund 6500 Studierende immatrikuliert. Die Uni hält Kontakt zu über 250 Partneruniversitäten.

In der Heimkehrsiedlung ist eine von russischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs 1915/16 aus skandinavischer Fichte und mit reichem und einzigartigen Schnitzwerk (z.B. mysteriöse Drachenköpfe) errichtete einzigartige Heilandskapelle zu bewundern.

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Direkt durch Frankfurt führt der abwechslungsreiche Oder-NeißeRadweg, der auf insgesamt 577 Kilometer von der tschechischen Stadt Jablonec an die Ostseeküste nach Ueckermünde führt.

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Vor den Toren der Stadt ist die „kleine Ostsee“ zu finden: Der 220 Hektar und 56 Meter tiefe Helenesee mit einem feinsten Kiessand und glasklarem Wasser. Ein Muss für Badefreunde, Surfer und Taucher. 2016 wurde der Helenesee bei der Abstimmung des Internetportals seen.de zu Deutschlands beliebtestem Badesee gewählt.

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URLAUB & FREIZEIT

Kilometerlange Sandstrände Der Helenesee zählt schon lange zu den beliebtesten Gewässern Brandenburgs

Beliebtes Ausflugsziel: Der Helenesee liegt rund acht Kilometer südlich von Frankfurt (Oder).

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m Sommer spiegelt sich die Sonne im glasklaren Wasser. Im Herbst und Winter laden der See sowie die Gegend ringsum zu Spaziergängen ein: Der Helenesee ist wirklich zu jeder Jahreszeit einen kurzen oder langen Ausflug wert. Gleich hinterm feinen Sandstrand beginnt ein herrlicher Kiefern- und Mischwald. Viele schöne Wanderpfade führen mitten hindurch. Der Helenesee zählt schon lange zu den beliebtesten Gewässern Brandenburgs. Sein kilometerweiter Sandstrand verhalf ihm im Volksmund zum Titel „Kleine Ostsee“. Wer einmal hier war, der weiß, dass das keine Übertreibung ist. Auch die ausgezeichnete Wasserqualität dürfte zur Beliebtheit beigetragen. Kaum noch vorstellbar ist, dass der Helenesee ursprünglich mal aus dem Braunkohletagebau „Grube Helene“ entstand. Gefördert wurde einst von 1906 bis 1958. Heute gehört das

UNI-KULTURWAGEN An der Europa-Universität Viadrina befindet sich seit Beginn des Sommersemesters wieder der „Kunst&Kultur-Wagen“ auf dem Campus. Im öffentlichen Bücherregal „für alle von 0 bis 99“ werden Frankfurter und Gäste aufgefordert Lesematerial auszuleihen: „Hey du! Komm doch mal rein & such` dir ein Buch aus! Bei mir gibt`s Romane, Comics, Lyrik, Kochbücher“, lautet die Inschrift auf dem Wagen, der sich direkt am Hauptgebäude der Universität befindet. Das eine oder andere Buch findet so auf Initiative der Hochschule und der Studieren-

Gelände rund acht Kilometer südlich vom Stadtzentrums Frankfurt (Oder) zu einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet. Auch bei Tauchern ist der See sehr beliebt – vor allem wegen seines feinen Sandes und der Bodenbeschaffenheit des Gewässers. Am Ufer befindet sich eine Tauchschule. Gleich mehrere Tauchvereine haben hier ihren Sitz. Der „Unterwasserclub Helene“ organisiert jährlich ein Neujahrstauchen. Von Ostern bis Oktober wird Gästen am 220 Hektar großen Helenesee ein abwechslunsgreiches Programm geboten. Dazu zählen Beachpartys, diverse Konzerte mit Bands, Volleyballturniere und das traditionelle Neptunfest. Neben Textil-, FKK- und Hundestränden gibt es für kleine Besucher auch einen bewachten Kinderstrand mit Spielplatz. Imbiss, Minimarkt, Boot- sowie Fahrrad-

den ein neues Zuhause. Mehr De- TRIATHLON tails zum Projekt gibt es im Internet unter www.kukuwa.blogspot. Am 23. Juni findet an der beliebde und auch auf Facebook. ten „kleinen Ostsee“ ein Triathlon statt. in 11,8 Kilometern geht es für Sport-Fans beim Triathlon rund um den Helenesee. Mit dem Auto oder mit der Bahn ist das Wasserparadies für die Athleten gut zu erreichen. Gemessen wird sich in den folgenden Disziplinen: Schwimmen (1,5 Kilometer), Radfahren (44 Kilometer) und Laufen (zehn Kilometer). Ausführliche Informationen gibt es für alle Interessierte im Internet unter der Webseite www.helenesee-triathlon.de.

Foto: Christian Budschigk

verleih komplettieren das Angebot. Am Gewässer liegt auch einer der größten Freizeit- und Campingparks Europas. Zu den Offerten gehören hier das Hostel „Bett & Bike“, Wohn-Chalets und Bungalows. Auf dem Zeltplatz richteten die Betreiber zusätzlich separate Areale für Familien und Jugendliche ein. Wer es eine Nummer ruhiger mag, dem sei der südöstlich gelegene Katjasee mit ebenso sauberem Wasser empfohlen. In der Nebensaison funktioniert Entschleunigen aber auch am Helenesee. Zuschauer des Fernsehsenders rbb kürten das Gewässer 2013 sogar einmal zum schönsten See in ganz Brandenburg!

PLANETARIUM Am Mühlenweg der Oderstadt (Stadtteil Neuberesinchen) befindet sich ein Mitte des 19. Jahrhunderts errichteter Wasserturm. Heute ist der Turm ein beliebter Anziehungspunkt für kulturelle, naturwissenschaftliche Veranstaltungen. Das Planetarium mit Aussichtsplattform ist eine Bildungs- und Kultureinrichtung, in dem es Sternenhimmel und Universum naturgetreu nachgebildet anzuschauen gibt. Die Simulationen ermöglichen es beispielsweise, astronomische Themen für Jung und Alt erklärbar zu machen.


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„KLEISTonTOUR“

Auf den Spuren des Dichters und Dramatikers durch Frankfurt und Słubice

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n Gedenken an den Dichter und Dramatiker Heinrich von Kleist (1777 bis 1811) schuf der Bildhauer Gottlieb Elster die im Jahr 1910 aufgestellte Bronzestatue. Am Sockel der Figur im Park an der Kirche St. Gertraud befinden sich die Titel seiner wohl berühmtesten Werke. Tipp: In der Geburtsstadt des Schriftstellers können Interessierte in Frankfurt und Słubice sich auf den Spuren von Kleist und seiner Familie

Imposantes Gebäude: Restaurator Bernhard Klemm in der Kirche.

begeben. Neben einer umfassenden Geschichte zum Dichter im Kleist-Museum kann mit „KLEISTonTOUR“ gegangen werden. Eine Karte gibt es vor Ort in der deutsch-polnischen Tourist-Information und unter www.frankfurt-oder.de/Tourismus/Information/Kleist-Route.

Foto: Jörg Kotterba

Kultur-Tipp Heilandskapelle

Ab Mai startet in der Holzkirche aus dem Ersten Weltkrieg ein bunter Konzert-Sommer

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m 4. Mai startet in der Heimkehrsiedlung die beliebte Kultur-Serie „Sommer in der Heilandskapelle“. Diesmal sind in der Russischen Kirche am Klingetaler Eichenweg 40/41 die Frankfurter Ökumenische Kantorei unter Leitung von Stephan Hardt zu Gast. Derzeit gehören 32 engagierte Mitglieder zum veranstaltenden Förderverein Heilandskapelle. Der Verein wurde 2001 vor allem von Bewohnern der Siedlung gegründet,

um die 1915/1916 gebaute hölzerne Kirche zu restaurieren. Die Satzung des Vereins sieht vor, die Sanierung zu fördern, dass sie „durch die Kirchengemeinde und die Stadt Frankfurt, insbesondere durch die Bewohner der Heimkehrsiedlung“ genutzt werden kann.

Gelber Farbtupfer: Am Denkmal des Lyrikers Heinrich von Kleist.

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URLAUB & FREIZEIT

Landstrich mit Planstadt und Barockwunder

Das Flächendenkmal Eisenhüttenstadt lässt sich am besten bei einem Stadtrundgang erkunden - und auch im Umland locken lohnenswerte Ausflugsziele wie das Kloster Neuzelle

Das Tiergehege ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Foto: Janet Neiser

Der barocke Klostergarten in Neuzelle lädt zum Flanieren ein. Die katholische Stiftskirche gilt als Barockwunder Brandenburgs. Fotos (3): Gerrit Freitag

Viele DDR-Zeitzeugnisse sind im Dokumentationszentrum zu betrachten.

Das Neuzeller Strohhaus ist Museum für Alltagskultur. Foto: Janet Neiser

Eisenhüttenstadt ist Deutschlands größtes Flächendenkmal. Die Gründung der Stadt wurde gänzlich durchgeplant.

Imposant ragt die Nikolaikirche über den Fürstenberger Kietz. Foto: Janet Neiser


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auten im so genannten Zuckerbäckerstil, grüne Innenhöfe, Springbrunnen und Skulpturen: Beinahe jeder Wohnkomplex wirkt wie ein Unikat. In den 1950er Jahren war dieser Baustil in Eisenhüttenstadt ein Novum in der deutschen Städtearchitektur. Die Kommune entwarfen Planer am Reißbrett. Dennoch war sie mehr als eine reine Wohnstadt fürs Eisenhüttenkombinat. Touristen können heute auf dem Geschichtspfad zwischen Fassaden mit Mosaiken, kleinen Parks und Blumenrabatten entlangspazieren. Cafés laden zum Verweilen ein. Herumgesprochen hat sich die Lindenallee, die Ende der 50er Jahre im Stil der „Internationalen Moderne“ entstand. Vorbild für diese Architektur war Skandinavien, vor allem Schweden. Besucher beeindruckt die stimmige Abfolge der Hochhäuser und deren mit Meissener Kacheln gestaltete Fassaden. Auch das benachbarte Friedrich-Wolf-Theater fasziniert mit seiner tempelartigen Architektur. Es überzeugt bis heute mit einem Kulturmix von Konzert bis Theater. Ein Besucher aus Köln staunte kürzlich über die gebaute Utopie Eisenhüttenstadt: „Hätte man die ganze DDR so gebaut, wären die Leute 1989 vielleicht nicht auf die Barrikaden gegangen.“ Das ganze Jahr über werden in Eisenhüttenstadt Führungen angeboten. Die Guides sind Einheimische, die jeden Winkel der Stadt kennen und Historie authentisch vermitteln. Da ist beispielsweise der frühere Gymnasiallehrer, der seine private mit großer Historie verknüpft. Alle Rundgänge beginnen an der Touristinformation in der Lindenallee 25 und führen durch die denkmalgeschützten Wohnkomplexe der 50er Jahre. Die Vorläufer der Ortsgeschichte liegen jedoch in Fürstenberg, heute ein Stadtteil von Eisenhüttenstadt. Besucher erleben deshalb vor Ort quasi zwei Welten in einer Stadt: auf der einen Seite die sozialistische Musterstadt, andererseits das historische Fürstenberg. Fast schon ein Muss ist der Besuch des zeitgeschichtlichen Museums „Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR“. Mehr als 150 000 Exponate und Sammlungsstücke zeigen eindrucksvoll, wie man in Eisenhüttenstadt früher lebte und wie der Osten tickte. Einige Besucher schmunzeln, andere schütteln nur den Kopf. Wer einmal da ist, sollte den südlichen Abstecher nach Neuzelle nicht versäumen. Hier kann man die beeindruckende Stiftskirche St. Marien bestaunen. Die gilt nicht nur als Barockwunder, sondern als eins der bedeutendsten Gotteshäuser Europas: St. Marien ist Herzstück des rund

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Eisenhüttenstadt und Neuzelle Eisenhüttenstadt ist das größte Flächendenkmal Deutschland. 1950 wurde Stalinstadt – so hieß die Stadt bis 1961 – am Reißbrett als erste sozialistische Stadt der DDR entworfen, um die Lebensbereiche Arbeiten, Wohnen und Freizeit optimal in Einklang zu bringen. Im zeitgeschichtllichen Museum „Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR“ zeigen mehr als 150 000 Exponate und Sammlungsstücke eindrucksvoll, wie man hier früher lebte und der Osten tickte.

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Der Oder-Spree-Kanal führt mitten durch Eisenhüttenstadt hindurch. Er bietet ideale Bedingungen für Kanuoder Bootfahrten. Auch Angler finden hier lauschige Plätzchen, denn außerhalb der Stadt säumt unberührte Natur den Kanal.

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Der Ortsteil Fürstenberg ist schon fast 800 Jahre alt. Enge Gassen, Fischerkiez und die Nikolaikirche aus dem 15. Jahrhundert bilden einen spannenden Kontrast zur „sozialistischen Musterstadt“.

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Ein weiteres Highlight ist nicht mal zehn Minuten entfernt: Das prunkvolle Kloster Neuzelle ist in Ausstattung und Vollständigkeit im Land Brandenburg architektonisch außergewöhnlich und das neue Museum „Himmlischen Theater“, mit Szenen aus den Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab, sogar weltweit einzigartig. Und man staunt: Seit Herbst ist das Kloster auch ein Ort, in dem wieder Mönche leben. Sechs Mönche aus dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald (Österreich) wollen in Neuzelle eine Art Filiale ihres Zisterzienserstiftes aufbauen. „Der Standort ist goldrichtig. Hier haben wir wirklich den Eindruck, dass es auch ein Anruf des Herrn ist, dass wir eingeladen worden sind“, sagt Pater Kilian.

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Spektakulärer Veranstaltungsort: Das Kloster Neuzelle. 750 Jahre alten Klosters. Heute wandeln Gäste dort, wo einst Mönche lebten und heute auch wieder leben! Kreuzgang, Kreuzrippengewölbe und Ausstellungen ziehen Besucher aus aller Herren Länder an. Heinrich der Erlauchte und Markgraf von Meißen stiftete das Kloster einst Zisterziensermönchen. Diese schufen über Jahrhunderte hinweg ein einzigartiges barockes Kunstwerk. Das Gesamtensemble ist eins der wenigen bis heute erhaltenen Zeugnisse zisterziensischer Baukunst. Der über 70 Meter hohe Glockenturm zeugt davon. Die Ausstellung „Wie eine Insel im Strom der Zeit“ informiert über diese spannende Entwicklung. Im Museum Himmlisches Theater sind wiederum einmalige Kulissenbilder der Neuzeller Passionsdarstellung zu sehen. Im Kloster erfährt der Gast zudem, dass die An-

Foto: Winfried Mausolf

lage 1817 aufgelöst wurde. Alle Besitztümer fielen an den preußischen Staat. Neuzelle blieb eine katholische Enklave in Brandenburg. Der inoffizielle Titel „Klein-Sanssouci“ für den terrassenförmig angelegten Neuzeller Klostergarten ist keine Übertreibung. Jedermann kann heute in der Orangerie Kaffee trinken oder den „Schwarzen Abt“ von der Klosterbrauerei nebenan genießen. Neuzelle bietet schon seit Jahren viel für Kulturinteressierte. Im Sommer gastiert beispielsweise die „Oper OderSpree“ im Ort. Wie es sich zu Zeiten der Mönche außerhalb der Klostermauern lebte, zeigen Bauernmuseum und „Strohhaus“, eins der ältesten Neuzeller Gemäuer. Lohnend ist ein Abstecher in die Klosterbrauerei. Hier erleben Gäste bei Führungen wie Traditionshandwerk gepflegt wird. Tipp: Besuchen Sie den Neuzeller Märchenweihnachtsmarkt.

Das Eisenhüttenstädter Tiergehege befindet sich im Naherholungsgebiet „Insel“ und trägt wesentlich zu seiner Attraktivität bei. Besonders bei Familien mit Kindern ist das Tiergehege sehr beliebt.

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25. Mai Dampfsonderzug "Wartheland" nach Posen/Poznan (PL) Ausflüge: Fahrt mit der Schrodaer Kreisbahn inkl. Fotohalt (Sroda) und Lagerfeuer oder Altstadtführung oder Fahrt mit Parkeisenbahn und Zoobesuch, jeweils mit Mittagessen Zustiege: Cottbus, Peitz Ost und Guben

27. Juli Wallensteintage Stralsund, Störtebeker Festspiele oder Ostseebad Binz

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URLAUB & FREIZEIT

Schmuckkästchen im idyllischen Schlaubetal

Müllrose ist das Tor zu einem wildromantischen Naturpark. Seen, Mühlen und die einzigartige Flora und Fauna ziehen Ausflügler an

Touristische Informationen gibt es im Haus des Gastes. Foto: Haus des Gastes

Der staatlich anerkannte Erholungsort Müllrose gilt als das Tor zum Schlaubetal. Zertifizierte Rad- und Wanderwege laden zu Erkundungen ein. Foto: Jörn Tornow

Beliebtes Ausflugsziel ist die Bremsdorfer Mühle. Foto: Ralf Loock

Der Schlaubetalwanderweg verläuft entlang des Bachtals der Schlaube.

Ortsbildprägend ist der Große Müllroser See. Er lädt zu wassersportlichen Aktivi- Eine einzigartige Pflanzenwelt wartet Fotos (2): Gerrit Freitag täten ein, an heißen Tagen bietet er Abkühlung. Foto: Anne Bennewitz im Schlaubetal.


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anchmal ist es einfach nur Stille, die im Schlaubetal fasziniert. Wanderer kommen vor allem wegen der ursprünglichen Landschaft, wegen intakter Natur und selten gewordener Tiere wie Eisvogel und Schwarzstorch hierher. Auf knapp 25 Kilometern Länge sind Schlaubefluss und Schlaubetal-Wanderweg eng miteinander verbunden. Außer den Naturgeräuschen vom Fluss und Wind, der sich in Baumwipfeln fängt, ist oft nur das Zwitschern der Vögel zu hören. Nicht umsonst gilt das Schlaubetal als schönstes Bachtal Brandenburgs! Die in den Wirchenwiesen entspringende Schlaube schlängelt sich durch Wälder und enge Schluchten, durchfließt Seen und Teiche. Über 130 Vogelarten leben hier. Im Bach tummeln sich Fische, in den Wäldern fühlen sich Hirsche mit respekteinflößenden Geweihen wohl. Als Startpunkt zur Wandertour wählen viele Ausflügler jedoch nicht die Schlaubequelle am Wirchensee, sondern das nördliche Ende des Schlaubetals am Ufer des Großen Müllroser Sees (Schlaube-Zufluss). Durch schattige Wälder geht es bis zur Ragower Mühle, dann weiter nach Kupferhammer, später zum Hammersee, wo das Forsthaus Siehdichum auf einer Anhöhe steht. Als gute Wegweiser gelten Schilder mit dem blauen „S“, die den Schlaubetal-Wanderweg markieren. Für Zerstreuung und Gastronomie sorgen unterwegs einige der ehemals 17 Mühlen im Schlaubetal. Erlen- und Buchenwälder begleiten dabei den Oberlauf der Schlaube. Der Fluss windet sich durch steile, bis zu 30 Meter tiefe Schluchten. Insgesamt stellt der Schlaubetal-Wanderweg aber nur leichte Anforderungen an die Physis. Am südlichen Ende des Schlaubetals lockt der Wirchensee, nur einen Steinwurf von der Schlaubequelle entfernt, zu einer Umrundung oder zum Sprung ins kühle Nass. Zu Fuss kann man hier aber auch den Naturlehrpfad rund um den See erkunden. Eine schöne Aussicht genießen Ausflügler vom „Försterblick“. Viele Wanderer und Radler setzen sich jedoch einfach nur ans Ufer und lassen die Seele baumeln. Bislang wurden im Naturpark Schlaubetal über 1000 Pflanzenarten nachgewiesen, darunter 13 Orchideenarten sowie Rippen- und Königsfarn. Etliche Fleder-

Fünf Gründe für einen Ausflug ins Schlaubetal Weite Heideflächen, urwüchsige Wälder, Seen, Bachläufe und Moore – so präsentiert sich der Naturpark Schlaubetal. Hinzu kommt eine außerordentliche Artenvielfalt. Fisch- und Seeadler sind hier heimisch, Eisvogel und Schwarzstorch, auch Großschmetterlingsarten wie der Hochmoor-Perlmuttfalter. Einige Tier- und Pflanzenarten kommen brandenburgweit nur noch im Naturpark Schlaubetal vor.

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Den Gewässerreichtum im Schlaubetal machten sich einst 17 Mühlen zunutze. Zu den noch erhaltenen führen Wanderwege und Naturlehrpfade. Gastronomisch umsorgt werden Gäste zum Beispiel an der Bremsdorfer Mühle, einem Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert.

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Das Westufer vom Großen Müllroser See. mausarten verlassen in der Dämmerung ihre Verstecke. Zudem flattern um die 700 Großschmetterlingsarten durchs Revier. In den Gewässern fühlen sich wiederum Sumpfschildkröte und Bachforelle wohl. Die Landschaft entstand vor rund 20 000 Jahren im Brandenburgischen Stadium der Weichsel-Eiszeit. Sie schuf die Schmelzwassersysteme der Schlaube, aber auch die Läufe von Dorche, Oelse und Demnitz. Besucher können sich den faszinierenden Landstrich auf insgesamt 137 Kilometer beschilderten Wanderwegen oder über ein dichtes Radwegenetz erschließen. Natürlich ist das Naturparadies auch etwas für Paddler, Ruderer und Kanuten. Eine schöne Kanupartie führt beispielsweise vom Müllroser See zum Katharinensee. Zuletzt wurde das Wander-Kleinod 80 Kilometer östlich von Berlin als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Wer einmal im schönsten Bachtal Brandenburgs war, der kommt immer wieder. So viel Wasser auf einem Fleck, so viele stille Winkel und wildromanti-

Foto: Frank Groneberg

sche Uferplätze sind in Deutschland selten geworden! Wer gleich ein paar Tage länger bleiben will, der findet am Wegesrand gute Unterkünfte. Wer einmal da ist, sollte einen Abstecher zum Kloster Neuzelle nicht versäumen. Die hiesige Stiftskirche St. Marien gilt nicht nur als Brandenburger Barockwunder, sondern auch als eins der bedeutendsten Gotteshäuser Europas. Der Prachtbau von St. Marien ist Herzstück des rund 750 Jahre alten Klosters. Seit einiger Zeit leben hier wieder Mönche! Spannende Ausstellungen geben über die Geschichte des Ortes Auskunft. Besonders im Sommer ziehen Veranstaltungen ein breites Publikum an. Vom Schlaubetal aus lassen sich aber auch Eisenhüttenstadt mit seiner sozialistischen Musterstadt und mit dem historischen Stadtteil Fürstenberg sowie Müllrose gut erkunden. Hier lockt im Sommer vor allem der Große Müllroser See. Bekannt ist die Stadt aber auch durch die Oderland Mühlenwerke, einer der ältesten Mühlenbetriebe Deutschlands.

Apropos gastronomische Umsorgung: Das Schlaubetal hat kulinarisch Einiges zu bieten. Mit dem „Schlaubetal-Teller“ servieren Gastwirte der Region regionale Köstlichkeiten. Auf den „Schlaubetal-Teller“ kommen nur hochwertige Zutaten, die aus dem Naturpark und der umliegenden Region stammen.

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Wer der Schlaube Richtung Müllrose folgt, gelangt zum Großen Müllroser See. Der See ist bei Anglern beliebt, denn hier beißen Aal, Barsch, Brassen, Güstern, Hecht, Karpfen, Rotaugen, Schleien, zum Teil auch Welse und Zander. Am Ost- und am Westufer befinden sich Strandbäder.

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Von oder nach Müllrose sind Ausflüge auch per Boot möglich. Am Kleinen Müllroser See befindet sich die Marina Schlaubetal. Diese bietet nicht nur Bootsanlegeplätze, sondern vermietet auch Motor- und Ruderboote, Kanus, Kajaks, Kanadier und sogar Tretboote.

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Romantische Kahnfahrt Einen Ausflug der besonderen Art verspricht eine Fahrt mit dem Treidelkahn. Fahrgäste genießen während der circa 90 minütigen Tour unverbrauchte Natur entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals – und an Bord hausgemachten Kuchen, Getränke und Snacks. 52 Passagiere passen auf den Treidelkahn, eine über 40 Jahre alte Hechtschute. „Es ist ein früheres Arbeitsschiff, speziell geeignet für Fahrten in flachen Gewässern“, erklärt Kapitän Michael Rost. Vom Mühlenteich in Groß Lindow schippert er bis zur Schleuse Weißenspring

und zurück. Stärkung bietet er an Board: „Wir haben den Treidelkahn so umgebaut, dass auch eine Versorgung mit Getränken, Kaffee, Kuchen, Eis und Snacks möglich ist.“ Mit den Kahnfahrten hat Michael Rost vor fast 20 Jahren im Auftrag der Gemeinde begonnen, später hat sich der Kapitän selbständig gemacht. Sein Tipp: die Mondscheinfahrten immer freitags. Der Friedrich-Wilhelm-Kanal ist bereits 350 Jahre alt. Im Jahr 1662 begann der Bau der Wasserstraße, um eine Verbindung zwischen Oder und Spree zu schaffen. 1668

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konnte der Kanal eingeweiht werden, der Friedrich-Wilhelm-Kanal ist somit eine der ältesten Binnenwasserstraßen Deutschlands. Als Ende des 19. Jahrhunderts der Oder-Spree-Kanal gebaut wurde, verlor der Abschnitt zwischen Schlaubehammer und dem Brieskower See seine Bedeutung für die Schifffahrt. Der Friedrich-WilhelmKanal ist in Groß Lindow ortbildprägend. Er gilt als landschaftliches Kleinod und steht unter Denkmalschutz. Kontakt: Tel. 033609 38533, www.treidelkahn.de

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URLAUB & FREIZEIT

Zwischen Mittelalter und märkischer Herrlichkeit

Die Region um Beeskow bietet Besuchern historische Kleinode, idyllische Dörfer und das beste Vanilleeis Deutschlands

Regelmäßig finden in Beeskows St. Marienkirche Konzerte statt. Foto: Jörg Kühl

Auf der Burg Beeskow hat unter anderem das Musikmuseum eine Heimstatt gefunden. Hier werden selbstspielende Instrumente gezeigt. Fotos (5): Jörn Tornow

Im Sommer erfreuen Sonnenblumenfelder das Auge.

Ferien mit Tieren sind auf dem AWO- Nicht nur die St. Marienkirche ist in Beeskow einen Besuch wert, auch das Älteste Haus sowie die Kirchenklause. Erlebnishof möglich.

Die Spree lädt zu Wassersportaktivitäten ein.


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ie über 740 Jahre alte Burg wirkt noch heute wie eine uneinnehmbare Festung. Auch die imposante Stadtmauer muss Eindringlingen einst das Fürchten gelehrt haben. Wer Beeskow besucht, der taucht tief in die Vergangenheit ein. Heute wollen Einwohner aber niemanden mehr abwehren. Sie heißen Gäste vielmehr herzlich willkommen. Die Oder-Spree-Kreisstadt bewahrte sich ihren mittelalterlichen Charakter bis heute. Charme hat sie ohnehin – und viele Anlaufpunkte zum Staunen. Da wäre die schon genannte Burg, die bereits 1272 erstmals urkundliche Erwähnung fand und heute ein Regionalmuseum, wechselnde Kunstausstellungen sowie das bundesweit einzigartige Museum für „Selbstspielende Musikinstrumente“ beherbergt. Ein pneumatisches Klavier der Marke „Hupfeld Atlantic“ von 1925 sticht ins Auge, aber auch ein Flügel aus Edinburgh ist Blickfang. Man könnte diese scheinbar aus der Zeit gefallenen Instrumente per Hand spielen, muss das aber nicht. Denn die Klaviere und Orgeln funktionieren über gelochte Papierbänder, die nach Münzeinwurf oder über Tastatur Melodien abspielen. Über 60 Geräte haben die Initiatoren auf Burg Beeskow ausgestellt. Einige Instrumente sind Unikate, von anderen gibt es weltweit nur noch wenige Exemplare. Nach der Museumsrunde lohnt ein Spaziergang über den schönen Beeskower Marktplatz. Hier kommt man zu einem Fachwerkhaus, das vor 506 Jahren (!) errichtet wurde. Besucher können diese Historie auf eigene Faust oder im Rahmen von Führungen erkunden: Tagsüber per Pedes oder im Dämmerschein mit dem „Nachtwächter“. Bekannt ist das schmucke Städtchen aber nicht nur für seine lebendige Geschichte, sondern auch für die intakte Natur ringsum. Rund 600 Kilometer Radwege laden ein, die Oder-Spree-Region zu erkunden. Ein erstes Ziel ist für viele der nahe Schwielochsee. Dort kann man wunderbar rudern, paddeln, Segel setzen oder sich gleich selbst ins kühle Nass begeben. Dies ist natürlich auch im Beeskower Spreepark möglich. Hier liegt die „Fluss-

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Beeskow und Umgebung Am größten und am ältesten: Aus der Mitte des historischen Beeskow reckt sich die St. Marienkirche nach oben und grüßt den Besucher, gleich aus welcher Himmelsrichtung er auch kommt. St. Marien zählt zu den größten Kirchen der Mark Brandenburg und wurde im 14. Jahrhundert errichtet.

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Das Wettermuseum in Tauche, im Ortsteil Lindenberg, zeigt die wesentlichen meteorologischen Entwicklungen und Ereignisse der vergangenen 100 Jahre – und spannende Messverfahren in der Dauerausstellung, die Sie noch nicht kennen.

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Auch die Gemeinde Rietz-Neuendorf verfügt über sehenswerte Kleinode – wie das Schloss im Ortsteil Groß Rietz, die Kirche in Herzberg und das Gut Hirschaue in Birkholz.

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Das Musikmuseum Beeskow (seit vergangenem Jahr in der Burg) bietet einen Querschnitt durch die Entwicklungsgeschichte der selbst spielenden Musikinstrumente. Während einer Führung erleben kleine und große Besucher, mit welcher Technik vor 100 Jahren Musik aufgezeichnet und wiedergegeben wurde.

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Am leckersten: Besucher können das beste Vanilleeis Deutschlands (2012 auf der European Championship of Gelato gekührt) aus eigener Produktion der „Ice Guerilla“ im Beeskower „Schukurama“ genießen. Im vergangenen Jahr eröffnete das Unternehmen eine neue Produktionsstätte im Beeskower Gewerbegebiet. Dort sollen mittelfristig bis zu zehn Tonnen Speiseeis am Tag produziert werden.

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Der Luckauer Torturm wird im Volksmund „Dicker Turm“ genannt und ist 24 Meter hoch. Damit ist er der höchste Turm der Stadtbefestigung. Foto: Jörn Tornow badeanstalt“ der Stadt sowie ein Booteverleih. Weiteres lohnendes Ausflugsziel ist das spannende Wettermuseum Lindenberg ganz in der Nähe. Jeden Tag starten hier in Regie des Deutschen Wetterdienstes Messballons 30 Kilometer in den Himmel. Zu sehen ist die über 100 Jahre alte

Ballonhalle des 1905 gegründeten „Königlich-Preußischen Aeronautischen Observatoriums“ Lindenberg. Das historische Gebäude beherbergt eine Dauerschau sowie wechselnde Ausstellungen zur Wetterkunde. Weitere Informationen finden Sie unter: www.beeskow.de.

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URLAUB & FREIZEIT

Kunstarchiv Beeskow bekommt Schaudepot

Türen öffnen sich für Besucher erstmals am 29. Mai

Gemälde – Zuganlage: fast über 1000 Werke aus dem Bestand des Kunstarchiv.

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inhundert großformatige Ziehgitter mit 160 m² Hängefläche nehmen seit Anfang des Jahres über 1300 Gemälde des Kunstarchivs Beeskow auf. Die sogenannte Gemäldezuganlage ist das Kernstück des neuen Depots auf der Spreeinsel. Damit nicht nur die Malerei angemessen und sichtbar untergebracht ist, sondern auch die mehreren tausend Grafiken, die zahlreichen Plastiken, Keramikarbeiten und vieles mehr, wurden im Rahmen des Förderprogramms Invest-Ost Bundes- und Landesmittel sowie Mittel aus dem Landkreis Oder-Spree eingesetzt. Ergebnis der Bemühungen ist ein funktionaler, großzügiger Kunstspeicher, der in den Räumen des ehemaligen Kreisarchivs sein neues Domizil gefunden hat. Anders als das alte Speichergebäude an der Frankfurter Straße, welches nahezu 25 Jahre auf vier Etagen den Bestand des Kunstarchivs beherbergte, liegen die neuen Räume zu ebener Erde. Eine großzügige Flügeltür erleichtert den Zugang für Besuchergruppen und den An- und Abtransport von Leihgaben. Die hohen Wände bieten Platz für jene Wandgemälde, die selbst für die Gitterwände zu groß sind. Große Büsten und Figuren aus Bronze und Gips, die zuvor dicht gedrängt

Foto: Archiv

standen und schwer zu besichtigen waren, reihen sich nun zu einer eindrucksvollen Parade auf, die jedem Objekt reichlich Platz einräumt. Die über 20.000 Kunstwerke und –objekte aus der DDR wurden in weniger als zwei Monaten umgezogen. Dass alles schließlich wohl behalten am richtigen Ort steht, auf der richtigen Gitterwand hängt, war eine logistische Herausforderung und ein wahrer Kraftakt. „Aber, wir haben es geschafft!“ sagt Depotbetreuer und Restaurator Rostyslav Voronko sichtlich erleichtert und freut sich über seinen neuen Arbeitsplatz: „Diese Übersichtlichkeit ist toll. Jedes Gemälde kann mühelos begutachtet werden, ohne dass ich es überhaupt anfassen muss. Ein großer Unterschied.“ Auch Florentine Nadolni, Leiterin des Kunstarchivs Beeskow, spricht von einem Meilenstein. „Unsere Bemühungen richten sich nach den Bedürfnissen unseres Bestands, den wir zu sichern haben, zielen gleichzeitig auf dessen Sichtbarmachung. Beide Aufgaben lassen sich mit der neuen Anlage erfüllen.“ Das neue Depot soll ein offenes Depot sein, das mittels eines zukünftig verstärkten Führungs- und Veranstaltungsangebots regelmäßig die Möglichkeit bietet, den Beeskower

FRÜHLINGSMARKT

ORCHESTRIONS

Am ersten Maiwochenende lädt der Beeskower Mittelstandsverein zum traditionellen Frühlingsmarkt ein. Am 5. Mai von 10 bis 17 Uhr bieten Gärtnereien und Blumenhändler Pflanzen aller Art an- von Salat über Kräuter bis zu Geranien. Wer den passenden Topf oder andere Dinge benötigt, sollte den verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr nutzen. Sportlich hat die Stadt auch etwas zu bieten. Um 9 Uhr wird an der Marina angeradelt.

Selbstspielende Musikinstrumente aus der Sammlung des Fördervereins Musikmuseum Beeskow e.V. können Sie in einer Dauerausstellung auf der Burg Beeskow erleben. 2015 erwarb der Förderverein Musikmuseum Beeskow e.V. große Teile der Sammlung von Thomas Jansen, die zuvor in Monschau (b. Aachen) zu sehen war. Die Kollektion umfasst vor allem Instrumente aus der Blütezeit der industriell hergestellten mechanischen

Bestand (neu) zu entdecken. Dieses Ereignis muss natürlich gefeiert werden und das wird es auch! Am 29. Mai (ab 15 Uhr) werden erstmals die Türen des neuen Kunstarchivs Beeskow für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunstarchives führen durch das Schaudepot, im Freien können Groß und Klein sich bei einem Workshop des Künstlerduos Various&Gould inspirieren lassen oder einfach bei einem kühlen Getränk den Frühsommer genießen. Zum Abschluss dieses festlichen Nachmittags und zu Ehren der Kunst spielt der renommierte Jazzposaunist Conny Bauer. Kunstarchiv Beeskow: 29.Mai 2019, ab 15 Uhr Eröffnung neues Schaudepot. Über den Sommer jeden 1. und 3. Sonntag im Monat immer um 14 Uhr öffentliche Führungen angeboten. Mehr Info’s erhalten Sie im Internet unter: www.kunstarchiv-beeskow.de

über alle Instrumententypen der europäischen und US-amerikanischen Produktion. Die Speicherung von Musik aller Genres auf unterschiedlichen Medien (Stiftwalzen, Lochscheiben, perforierten Papierrollen) macht die Bearbeitungen jederzeit reproduzierbar. Um die Instrumente in Funktion zu erleben, Musikinstrumente zwischen 1850 empfehlen wir die Teilnahme an eiund 1930. Schwerpunkte bilden ner Führung. Regelmäßige FührunOrchestrions, selbstspielende Kla- gen ohne Anmeldung finden immer viere und Reproduktionsklaviere Dienstag, Donnerstag, Samstag und der Firmen Welte und Hupfeld. Die Sonntag um 14.30 Uhr statt. Der Sammlung bietet einen Überblick Eintritt beträgt 9 Euro.


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Gastlichkeit in Herzberg

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Der Gasthof Simke bietet neben toller Küche auch viel Unterhaltung für Familien und Wanderer

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er idyllische Ort Herzberg, zwischen Beeskow und Storkow, beherbergt mit dem Landgasthof Simke eine wahre Perle der Gastlichkeit mit 200-jähriger Tradition. In dem Familienunternehmen werden Delikatessen noch selbst produziert. „Unser Gasthof bietet ein sehr zartes Rumpsteak mit Zwiebeln vom Charoluxe-Rind aus Frankreich an. Aus unserem Kochbuch von 1810 servieren wir eine preußische Kaltschale. Die Biergartenplätze an unserem Hofbrunnen laden zum Verweilen ein. Während die Kinder mit unseren Kettcars fahren, können die Eltern die Seele baumeln lassen und sichentspannen bei kulinarischer Versorgung durch unser Gaststättenpersonal“, wirbt Inhaberin Margit Schulz und fügt hinzu: „Außerdem liegt Herzberg direkt am Radweg zwischen Hirschaue und dem Scharmützelsee. Unsere Kirche wird stets bewundert. Wer Interesse an einer Besichtigung hat, wir organisieren gern eine Kirchenführung.“ Auch eigene Wurst wird im Landgasthof Simke hergestellt. „Das Fleisch dafür beziehen wir aus dem Spreewald“, erklärt Margit Schulz. Das Gemüse im Sommer komme stets aus der Region,

vom Gärtner oder vom Kleinsterzeuger. Auf Frische und Qualität der Speisenblegt die Familie seit jeher viel Wert und begeistert damit ihre Kundschaft. Das Gasthaus Simke ist als Bed & Bike Unternehmen zertifiziert. Eine Reisegruppe mit 50 Personen findet in den 24 Pensionszimmern Platz, die im umgebauten Nebengebäude geschaffen wurden. Ausgestattet sind alle Zimmer mit Dusche, WC und Fernseher. Hier dreht sich einfach alles um den Gast. „Besonders Familien mit Kindern, Wanderer, Angler oder Jäger laden wir herzlichst ein. Wer Ruhe und Entspannung in ländlicher Atmosphäre sucht und am Morgen vom Zwitschern der Vögel geweckt werden möchte, ist bei uns genau richtig“, so die Wirtin. Interessant für Familien mit Kindernsind sicherlich auch die Tiere, die auf dem Landgasthof zu Hause sind. Über Aufmerksamkeit freuen sich zum Beispiel Kameruner Schafe und auch Goldfasane und im angrenzenden Teich kann man Störe entdecken.

Viel zu entdecken: Die Besucher erwartet Keramik aus der Region.

Foto: promo

Offene Höfe und Talent-Show Vom 30. Mai bis zum 2. Juni findet unter einem riesigen Festzelt in diesem Jahr das Beeskower Altstadtfest statt

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Die Biergartenplätze am Hofbrunnen laden zum Verweilen ein.

ERHOLEN IN JESSERN Erholungssuchende müssen gar nicht weit reisen. Der Schwielochsee, der größte natürliche See Brandenburgs, liegt quasi vor der Haustür und lockt mit paradiesischen Bedingungen. Wer mehr als einen Tag am Schwielochsee verbringen möchte, ist auf dem Campingplatz Jessern herzlich willkommen. Zehn Bungalows und Flächen für etwa 30 Wohnwagen und Zelte sowie 60 Bootsanlegeplätze stehen zur Verfügung. Eine

Wasserrutsche und ein Spielplatz machen den Campingplatz besonders für Familien mit Kindern attraktiv. Vom Campingplatz setzt eine Wanderer- und Fahrradfähre nach Zaue oder zum Campingplatz Speichrow über. Eine Terminabsprache ist im Vorfeld allerdings nötig. „Mit diesem Service möchten wir vorwiegend Familien mit Kindern ansprechen, denen der Weg um den See herum dann doch zu weit ist“, so Udo Buchta, der Betreiber des Campingplatzes.

Foto: Gasthof Simke

ass es gut wird, wenn es selbst gemacht ist“, hofft die Stadt Beeskow auch in diesem Jahr im Bezug auf ihr Altstadtfest. Besonders wird diesmal der Himmelfahrtsdonnerstag. Auf dem Kirchplatz gibt es ein Open-Air-Gottesdienst. Vom 30. Mai. bis 2. Juni wird insgesamt gefeiert. Ein Festzelt überspannt wieder fast den gesamten Marktplatz, dann sind die Besucher sicher vor Regen oder heißer Sonne. Auf der Bühne werden sich regionale Akteure tummeln. Erstmalig steht eine „Talente- Bühne“ bereit. Große und Kleine Talente können sich unter info@musikmachtclever.de oder Tel.: 0172/3477742 bis zum 10. Mai bewerben und am Freitag, den 31.Mai ab 13 Uhr ihr Können zeigen. Weiter geht es mit Fräulein Biene und Band und einem Schlagerprogramm. Traditionell werden tonnenweise Kies angekarrt. Freitagnach-

mittag kann schon mal probiert werden, bevor am Sonnabend die Volleyballer vom Verein Preußen und Gästen das Turnier starten. Die offenen Höfe laden auch wieder zum entspannten Verweilen ein. Theater, Kaffee, Kuchen, Schmuck, Keramik, selbstgemachter Honig - den Besuchern wird viel geboten. Sonntag wird es ebenfalls sportlich. Zum 8. Mal lädt der Verein Leichtathletik in Beeskow e.V. zum Beeskower Altstadtlauf ein. Bis zu 900 große und kleine Läufer und Läuferinnen werden dann auf verschiedenen Rundkursen um den „Pokal des Bürgermeisters“ kämpfen oder einfach nur Spaß haben, beim Rennen dabei zu sein.

FONTANE MIT MUSIK Ein literarischer Spaziergang zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane findet am Sonnabend, 19. Oktober 2019, um 16.30 Uhr statt. Treffpunkt ist die St. Marienkirche Beeskow. „Ich habe eine hohe Vorstellung von der Heiligkeit der Mahlzeiten; gleich nach dem schlafenden kommt der essende Mensch“ so Theodor Fontane. Der große Erzähler Fontane hatte die Fähigkeit exakt zu beobachten. Der Bereich des

Essens und Trinkens in den unterschiedlichsten sozialen Schichten spiegelt auch seine Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit wider. Gunter Schoss versteht es, diese humorvollen und oft hintersinnigen Texte so vorzutragen, wie es Theodor Fontane gebührt: leicht, charmant, klug, unverschämt vor allem aber: unverschämt gut! Frank Fröhlich spielt, immer feinfühlig abgestimmt auf Fontanes Texte, Musik von Bach bis Brahms und Paganini mit viel Virtuosität und Spielfreude.


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URLAUB & FREIZEIT

Storchenstadt mit Historie und Erholungscharakter

Storkow gehört zu den ältesten Städten Brandenburgs und gilt dank der zahlreichen Flüsse, Kanäle und Seen im Umland als beliebtes Ausflugsziel für Rad-, Wander- und Bootstouristen

Regelmäßig finden Veranstaltungen wie Konzerte auf der Burg Storkow statt.

Am Storkower See befindet sich ein Strandbad, das im Sommer Gäste aus Nah und Fern anlockt. Der Sandstrand ist 40 Meter lang. Foto: Bernhard Schwiete

Didi Senft betreibt ein Museum mit Radkuriositäten. Foto: Bernhard Schwiete

Auf der Burg Storkow ist die Ausstellung „Natur und Mensch“ zu sehen.

An heißen Tagen sind Kanu-Touren rund um Storkow eine willkommene Abküh- Der Storch ist das Wappentier von Storlung. Fotos (4): Jörn Tornow kow.


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egelboote und Ruderkähne. Kleine und große Jollen. Paddelboote und Kanuten. Dazu ein traumhaftes Ufer mit intakter Natur: Der Storkower See zählt seit Jahrzehnten zu den angesagten Ausflugszielen bei Freizeitkapitänen und Urlaubern. Das schöne Freibad darf in der Aufzählung natürlich nicht fehlen. Hier kann jeder mal die Seele baumeln und alle Viere gerade sein lassen! Genauso wie Meister Adebar gehört die imposante Burg zur bekannten Storchenstadt Storkow. Mit ihrem über 800jährigen Bestehen gilt die Festungsanlage als älteste Bastion Brandenburgs! In den letzten Jahren wurde das historische Ensemble liebevoll saniert und wiederbelebt. Anziehungspunkt ist die beeindruckende Ausstellung „Mensch und Natur“. Sie zeigt mit Animation, Spielen und Kurzfilmen, was es in der Gegend alles zu entdecken gibt. Erweitert wurde die Schau mit dem „Tschech-Zimmer“. ExBürgermeister Heinrich Ludwig Tschech verübte 1844 vor dem Berliner Schloss ein Attentat auf den Preußischen König. Hintergrund: Tschech war erbost darüber, dass er nach seinem Ausscheiden aus dem Bürgermeisteramt nicht mehr in den Staatsdienst zurückkehren durfte. Sein Anschlag auf Friedrich Wilhelm IV. misslang. Tschech starb unterm Fallbeil. Der Volksmund spottete: „War denn je ein Mensch so frech, wie der Bürgermeister Tschech. Denn er traf fast auf ein Haar unser treues Königspaar.“ Eine Rarität sind kurz vor den Mauern der Festung die Burg-Bienen. Storkow dürfte eine der wenigen deutschen Städte mit eigenem kommunalen Honig sein. Das süße Naschwerk können Besucher im Burgshop kaufen. Eine andere Attraktion sind Wasserbüffel unweit der Burg. Sie sollen die Wiesen ringsum als naturnahe Rasenmäher kurz halten. Davon profitieren u.a. Lurche, die Nahrungsgrundlage des Storkower Wappentiers, dem Storch. Von den Burgwiesen aus kann man direkt zu schönen Radtouren starten. Beliebt sind die Groß Schauener Seen ganz in der Nähe. Die Burg ist aber auch Ausgangspunkt vieler Wandertouren. Der Naturpark Dahme-Heideseen, die Heimat von Fischadlern, Kranichen und Fischottern, liegt

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Storkow und Umgebung Gründe für einen Ausflug ins Ausflugsgebiet. Wasserwandern: Die Seen und Kanäle laden zum Paddeln und Segeln ein, beispielsweise vom Großen Storkower See, über Wendisch Rietz bis nach Bad Saarow.

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Essen und Kultur: Auf dem Gelände der Fischerei Köllnitz eG kann die „Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seenkette“ in einer Ausstellung entdeckt werden. Außerdem gibt es frische Fischgerichte im Restaurant und Imbiss.

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Schloss Hubertushöhe verfügt über einen riesigen Park. schließlich direkt vor der Haustür. Auf verschlungenen Pfaden lässt sich diese ursprüngliche Landschaft rund um Storkow erkunden. Besucher überrascht auf ihrer Tour die „Binnendüne Waltersberge“ sowie die „Bugker Sahara“. Kiefern wachsen hier auf feinstem märkischen Sand. Wer in der Storchenstadt bleibt, der kann auf historischem Straßenpflaster rüber zum Marktplatz schlendern. Im Abendschein der Laternen wirkt er manchmal fast südländisch. Eine ganz besondere Stadtführung ist nach Sonnenuntergang die Tour mit dem Storkower „Nachtwächter“. Kleine Gäste lieben dagegen das Storkower Spielparadies „Irrlandia“ mit zehn Labyrinths und Riesenrutschen. Erst stürmen Kinder die Megarutschen, dann geht es auf Matten 12 Meter hinab. Die über drei Türme zu erreichende Rutschenkonstruktion ist aber nur ein Abenteuer im Spiel- und Tobeland. In der warmen Jahreszeit lockt auch das Maislabyrinth. Auf Anhieb kommen hier nur wenige ans Ziel - kein Wunder bei bis zu drei Meter hohen Pflanzen. Verirren ist da garantiert. Darauf bezieht sich nach Angaben der Betreiber auch der Name „Irrlandia“. Mit Irland habe die Anlage natürlich nichts zu tun, erklärt ein Mitarbeiter augenzwinkernd. Eine runde Stunde sind Gäste nicht selten im Maislabyrinth unterwegs. Familien halten sich im gesamten „Irrlandia“

Foto: Robert Iwanetz

oft einen ganzen Tag auf. In Bistros wird fürs leibliche Wohl gesorgt. Auch eigener Proviant darf verzehrt werden. Beliebt ist das „Rankpflanzen-Labyrint“, an dessen Zäunen Weintrauben, Brombeeren und Heidelbeeren „klettern“. Wenn die Früchte reif sind, ist Naschen ausdrücklich erwünscht. Ein kleiner Storkower lässt sich nicht zweimal bitten, stürmt aber anschließend gleich zu den so genannten „Rollandias“. Es handelt sich um aufgeblasene Riesenrollen, in denen sich Kinder wie in einer Art Hamsterrad bewegen. Der Renner im Hochsommer ist der Wasserspraypark mit seinen Düsen und Fontänen. In einem weiteren Irrgarten aus 100 Robinien-Pfählen amüsieren sich kleine Gäste ebenso wie auf großen Hüpfburgen. Gefüllt sind die nicht mit Luft, sondern mit Wasser. Das Ganze ähnelt riesigen Wasserbetten. Eine Herausforderung ist der Hochseilklettergarten, der locker mit den großen Anlagen der Region mithalten kann. Hinab geht’s über spektakuläre Seilrutschen. Eine Kita-Gruppe hat es wiederum auf die „Räuberburg“ abgesehen. Zu Ritter- und Räuberfesten ist hier die Erstürmung mittels „Wasserbomben“ inklusive. Ein Tag im „Irrlandia“ vergeht wie im Flug, denn in Sachen Spiel und Sport scheint es hier nichts zu geben, was es nicht gibt.

Wandern: Die Bugker Sahara gilt als märkische Wüstenlandschaft und ist ein Anblick der anderen Art. Hat man sich erst einmal durch den Kiefernwald durch-gekämpft, ist die Überraschung groß. Auf der rund 550 Hektar großen Sandfläche bei Storkow wurde im vergangenen Jahr ein Naturlehrpfad eröffnet. Auf dem Weg durch Brandenburgs Sahara können Wanderer nun einiges über die Region und ihre Pflanzenwelt erfahren. Zu DDR-Zeiten machten Sowjet-Panzer auf dem riesigen Areal Schießübungen, nach Abzug der Truppen blieb eine weitgehend kahle Landschaft zurück.

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Für die Kinder: Im „MitMachPark Irrlandia“ kommen vor allem Kinder auf ihre Kosten. Rutschen, Karussells, Labyrinthe und Klettertürme laden zum Toben, Entdecken und Spielen ein. Die Saison startet hier am 18. Mai und geht bis zum 6. Oktober.

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Kurios: Didi Senft präsentiert „Didis Weltrekorde“. 120 ungewöhnliche Radkonstruktionen können bestaunt werden, darunter auch das WeltrekordeRad und anderes Außergewöhnliches. Mehr Infos: www.didisenft.de

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URLAUB & FREIZEIT

Riesenspaß im MitMachPark Irrlandia

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Ein Erlebnis für kleine und große Abenteurer: Rutschen, Karussells und zahlreiche Familienfeste locken die ganze Saison über

Über 50 Angebote und Attraktionen machen einen Besuch im MitMachPark Irrlandia zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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in Super-Ausflugsziel für Familien, Kitas und Schulklassen ist der MitMachPark Irrlandia in Storkow (Mark). Inzwischen laden hier elf unterschiedliche Labyrinthe und Irrgärten zum Suchen, Verirren und Wiederfinden ein. 2019 kommt als neue Attraktion „Robin Hoods Höhenlabyrinth“ dazu – eine Konstruktion aus 25 Eichenstämmen mit in bis zu acht Metern Höhe hängenden Häuschen, Brücken, Netztreppen und Rutschen. Das beliebteste Labyrinth stellt ab 6. Juli das zwei Hektar große Maislabyrinth mit immer neuen Wegführungen, Sackgassen und acht versteckten Stempelstationen dar. Dazu gibt es wieder ein Gewinnspiel mit den gesammelten Stempeln und einem Wissensquiz, bei dem Reisegutscheine und andere attraktive Preise winken. Im 20. Jahr seiner Aktivitäten in Storkow möchte der BetreibervereinLOLLYPOPe.V.miteinemStrohlabyrinthauchan das „Erste Brandenburgische Strohfestival“ 1999 erinnern. Über 50 weitere Spielangebote und Attraktionen machen einen Besuch im MitMachPark Irrlandia zu einem abwechslungsreichen und unvergesslichen Erlebnis. Dazu gehören: Brandenburgs höchstes Rutschenpara-

RAD-KURIOSITÄTEN Im Rad-Kuriositäten-Museum „Didis Weltrekorde“ gibt es über 120 ungewöhnlichen Radkonstruktionen zu bestaunen. Mit Didi Senfts größten Fahrrad der Welt, 7,80 m lang und 3,70 m hoch, kann der ehemalige Radrennfahrer aus Kolpin höchstens auf der Tartanbahn eines Fußballplatzes eine Runde drehen. Seit 1989 steht der gelernte Karosseriebauer mit dem WeltrekordRad im Guinness-Buch der Rekorde. Die riesigen 3,32 Meter großen Räder zu dirigieren ist eine Kunst für sich, die nur der Meister persön-

dies, Wasserspraypark und Hydrowegium, Rollandia und Netzarena, Miniriesenrad mit „Elternantrieb“, Mausoleum, Kinderkarussell, Luftschaukel und Trampolin, Wasserbombenwurfanlagen, Fassreiten, Goldwaschen, Tubingrutsche, Räuberburg u.v.m. Für Besucher unter sechs Jahren kommt zum „Rollandia“ in diesem Jahr ein „Mini-Rollandia“ dazu. Der fünf Hektar große naturverbundene Park lädt aber nicht nur zum Spielen, Entdecken und Toben sondern auch zum entspannten Verweilen ein. Dafür gibt es auf dem gesamten Areal zahlreiche gemütliche Sitzgelegenheiten, originelle Feierhütten wie zum Beispiel die Skihütte, Borkenbude oder das Rad-Haus, liebevoll angelegte grüne Oasen und Anpflanzungen oder auch den Palmbeach mit Liegestühlen im Sand unter Palmen. An vielen Wochenenden und in den Ferien gibt es thematische Veranstaltungen und erlebnispädagogische Angebote, z.B: 25./26.5. Kinderbaustelle, 1./2. Juni Familienwochenende mit dem Großen Versteckspiel, 8.-10.6. Pfingstwochenende mit „Bienen, Blüten und Musike“, 15./16.6. Waldschule, 29./30.6. Wasserfest, 13./14.7. Kräuterwochenende, 10./11.8. Ritter- und Räuberfest,

lich beherrscht. Die Ausstellung des Velo-Designers und Großmeisters der Radkuriositäten Didi Senft,

die 2004 eröffnet wurde, zeigt unter anderem Fahrräder mit Guinness- Rekorden, Fahrräder auf de-

Foto: Irrlandia

7./8.9. Erdäppelwochenende und am 5./6.10. zum Abschluss ein Kürbis- und Kastanienfest. Gruselwillige sind am Abend des 5.10. zum Nachtlabyrinth mit Hexentanz, Feuerdrachen und Feuerwerk eingeladen. Alle Termine und weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.irrlandia.de IRRLANDIA – der MitMachPark vom 18. Mai bis 6. Oktober 2019 Lebbiner Straße 1, 15859 Storkow (Mark), geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, im September montags geschlossen. Veranstalter: LOLLYPOP e.V. Kinder- und Jugendverein Eintrittspreise 2019: Erwachsene 16 - 99 Jahre - 9 Euro Kinder 3 - 15 Jahre - 9 Euro (inkl. 1 Freifahrt) Ermäßigungen gibt es mit dem Brandenburger und Berliner Familienpass

nen bereits Prominente radelten, das größte Dreirad der Welt, die größte Rikscha der Welt, Zeitzeugnisse, Zeitungsmeldungen sowie Mitbringsel von der Tour de France. Didi Senft weiß wo es langgeht. Zumindest, wenn er mit seinem drei Meter langen „Tour-de-France-Renner“ unterwegs ist. Denn er bestimmt die Fahrtrichtung. Der ahnungslose „Mitstrampler“ sitzt verkehrt herum auf dem einzigartigen Rad und tritt die Pedale rückwärts. Mit dem originellen Tandem fuhr der erfinderische Brandenburger, der selber aktiver Amateurradrennfahrer und mehrfacher Bezirksmeister. gemein-

sam mit Ehefrau Margitta bei der 1993er Tour de France mit und wurde zum Liebling der Medien. Didi Senft ist mit seinen kuriosen Radkonstruktionen weltweit berühmt geworden. In mehr als fünfzig TV-Sendungen war er bereits zu Gast. Große Zeitschriften rund um den Globus berichten über die spektakulären Fahrrad-Modelle des „tüftlerischen“ Brandenburgers aus Storkow. Öffnungszeiten von Mai bis Oktober, in der Hauptsaison täglich von 13 bis 17 Uhr in der Lebbiner Straße 2. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www. didisenft.de


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APRIL 2019 ANZEIGE

Erlebnisübernachtungen

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Der Naturcampingplatz am Springsee überzeugt durch Einfallsreichtum, Tierfreundlichkeit und Freizeitangebote

S „Wolfs Touren“ sitzt direkt am Storkower See.

Foto: Elke Lang

Neue Blickwinkel entdecken Steffen Wolf sorgt für einen reibungslosen Wanderausflug auf dem Wasser, mit dem Rad oder durch die Wälder

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ie Seen- und Flusslandschaft im Landkreis Oder-Spree lockt mit ihrer Unberührtheit und Ursprünglichkeit unweigerlich ins Freie. Naturfreunde kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, wenn sie Eisvögeln, Bibern oder Kranichen begegnen – vorausgesetzt, sie wissen wo. Einer, der die Region kennt und schätzt, ist Steffen Wolf. Vor fast 20 Jahren hat er sich selbständig gemacht und bietet unter der Firmierung „Wolfs Touren“ von seinem rustikalen Biwakplatz am Storkower See aus geführte Wanderungen – zu Fuß und auf dem Wasser – an. Dass Steffen Wolf im Tourismus tätig werden würde, stand für ihn außer Frage. „Dafür ist die Region hier prädestiniert“, schwärmt er. Als ehemaliger NVA-Offizier und späterer Kreiswegemeister des Altkreises Beeskow war er stets in der Natur unterwegs, lernte so den hiesigen Landstrich kennen. Weiteres Wissen eignete er sich später bei Naturführer- und Erlebnispädagogik-Lehrgängen an. Seinen Erfahrungsschatz gibt er bei seinen Touren im Oder-Spree-Dahme-Seengebiet und im Spreewald gern preis. Steffen Wolfs Lieblingstour führt entlang der Glubigseenkette und den Springsees. „Urige schmale Uferwege und eine abwechslungsreiche Vegetation machen die Wanderung zu einem Erlebnis“, erzählt er. In den 1960er und 70er Jahren seien hier auf Bundeswehrseite viele nordamerikanische Baumsorten ge-

ALINAE LUMR FESTIVAL

pflanzt worden, die im Herbst ein atemberaubendes Farbspiel bieten. „Das ist ein recht eigentümlicher Waldabschnitt mit einem Mix aus Esskastanien, Douglasien, alten Eichen und Tuja-Bäumen“, sagt der zertifizierte Naturführer. Nicht zuletzt führe die Wanderung an seinem Lieblingsgasthaus, der „Quelle“, vorbei. „Die Einkehr hier ist immer sehr herzlich“, verrät Steffen Wolf. Gern unternimmt er mit Gästen auch einen Ausflug in die Rauener Berge. „Da gibt es viel zu erzählen. Denn einst wurde hier Bergbau betrieben und es ranken sich spannende Sagen um die Markgrafensteine“, macht Steffen Wolf neugierig. Natürlich kann jeder auch ganz individuell auf Entdeckungsreise gehen. Begleitete Ausflüge sind nur ein Angebot von Wolfs Touren. Steffen Wolf kann über die Wanderrouten und Wasserwege der Region Auskunft geben. „Wir finden für jeden eine passende Tour zu Wasser oder an Land“, versichert er. 20 Boote stehen Ausflüglern zur Verfügung – Kanus sowie Kajaks und für Angler auch Ruderboote. Weiterhin stellt Steffen Wolf auch Zelte sowie CampingKochausrüstung zur Verfügung. Zum Service von „Wolfs Touren“ gehört selbstverständlich auch der Transport der Boote und Ausflugsgäste.

diesem Jahr findet das Musikevent vom 23. bis zum 25. August statt. Zu einer beliebten Attraktion vor Auf den verschiedenen Bühnen steallem bei jungen Leuten hat sich hen unter anderem Sophie Hunger, das alínæ lumr Festival in Stor- Blumfeld und Cari Cari. Gezeltet kow entwickelt. Auf der Burg, am wird in der Nähe des Großen StorMarktplatz, den Hinterhöfen, der kower Sees, der nach einer durchAltstadtkirche, im MitMachPark Irrlandia, auf versteckten Wiesen und am See wartet ein sorgfältig kuratiertes Musikprogramm, Workshops, Theater und Lesungen auf die Gäste. Ziel des alinae lumr e.V. ist es, die Stadt zu öffnen und Orte des Zusammenkommens zu schaffen, um ein klares Zeichen für positiven Austausch und Willkommenskultur in der Region zu setzen. In

chlafen unter freiem Himmel, inmitten hoher Kiefern oder in Mietwohnwagen, Holzhäusern und Schlaffässern - all das ist auf dem abgelegenen und ruhigen Campingplatz am Springsee möglich. Fern ab vom Lärm und Stress des Alltags bieten sich Naturliebhabern hier außergewöhnliche Möglichkeiten zum Erholen. Silke Seidel leitet den Platz der vielen Möglichkeiten, inmitten von Naturdenkmälern, Naturquellen und dem einladenden Ufer des Springsees. „Wir bieten naturnahe Unterkünfte. In unseren neuen Baumzelten können bis zu drei Personen übernachten und die Aussicht auf den See genießen. Die Dächer können sogar abgenommen werden, was einen Blick auf den Sternenhimmel ermöglicht. Auch die Schlaffässer werden gern gebucht. Vor allem der Holzgeruch der Unterkunft ist bei den Gästen sehr beliebt.“ Eine weitere Besonderheit ist die hundefreundliche Ausrichtung des Geländes. Eine Auslauffläche von knapp 5000 Quadratmetern und eine eingezäunte Badestelle gestalten auch den geliebten Vierbeinern ein unvergessliches Urlaubserlebnis. „In un-

seren Mietobjekten sind Hunde gern gesehene Gäste, mit Ausnahme der Baumzelte“, erklärt Silke Seidel. So werden für den besten Freund des Menschen auch Erlebnisspaziergänge oder Nachtwanderungen mit der Hundeschule angeboten und frisches Futter ist auch immer vorrätig. Wer aktiven Urlaub bevorzugt, kann sich Wassertreter, Ruder- oder Paddelboote vor Ort mieten. Auch das Standup-Paddeln auf dem ruhigen Springsee kann ausgetestet werden. Für die Kinder gibt es Spielplätze und natürlich den Strand zum Schwimmen, Toben und Spielen. Selbstverständlich ist auch die kulinarische Versorgung abgedeckt. Täglich gibt es frische Brötchen, einen Imbiss und eine Gastronomie. Zusätzlich stehen Grillplätze und eine Camperküche zur Selbstversorgung den Gästen bereit. Buchungen und Anfragen sind über die 033677 / 440 oder die Homepage www. springsee.de möglich.

Erlebniscamping am Springsee: In den rustikalen Schlaffässern duftet es nach Holz und Wald. Eine vierköpfige Familie findet hier ausreichend Platz. Foto: Silke Seidel

tanzten Nacht willkommene Abküh- einen Hofladen, in dem man den geräuchert oder anderweitig in der lung bietet. Fang unserer Fischer erwerben hofeigenen Räucherei und ManuDie Tickets, das Programm und alle kann. Fisch aus heimischen Ge- faktur verarbeitet, auf jeden Fall weiteren Informationen gibt es un- wässer, im Ganzen, küchenfertig, immer frisch und köstlich. Im Hofter www.alinaelumr.de. laden kann man Ruderboote ausleihen und über den See schippern oder einfach auf einer Bank ERLEBNISFISCHEREI am Seeufer sitzend die Seele bauBesucher der 25. Brandenburger meln lassen. Der Radweg ,,Adler Landpartie können sich am 15. und trifft Zander“ führt hier lang und man kann über den Naturlehrpfad 16. Juni den Erlebnishof der Fischerei Köllnitz angucken. Auf dem Erder Sielmann Stiftung zum hölzerlebnishof der Fischerei Köllnitz, in nen Aussichtsturm Selchow wander Sielmann Naturlandschaft Groß dern. Ein schöner Spielplatz und das Fischereimuseum runden das Schauener Seen, finden Sie das beliebte und urige Restaurant ,,KöllAngebot ab und machen die Erlebnitzer Fischerstuben“ mit ausgeniswelt zum perfekten Ausflugsziel sucht guter regionaler Küche und für die ganze Familie.


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URLAUB & FREIZEIT

Die Domstadt an der Spree hat einiges zu bieten

Der St. Marien-Dom ist das stadtbildprägende Wahrzeichen im Zentrum des ehemaligen Bischofssitzes Fürstenwalde, der von viel Grün und Wasser durchzogen ist

Altstadtbrücke direkt an der grünen Spree. Foto: Sabine Uy

Der Fürstenwalder Dom ist das Wahrzeichen der Spreestadt.

Foto: Sabine Uy

Fürstenwalde von oben: Blick auf die Kulturfabrik. Foto: Anna Pröschild

Das Stadtfest in Fürstenwalde gehört zu den Höhepunkten. Foto: Archiv

Das Parkfest in Fürstenwalde ist beliebt bei Jung und Alt. Das nächste Fest findet im Sommer 2020 statt. Foto: Sabine Uy

Blick von der Mühlenstraße auf das Alte Rathaus. Foto: Sabine Uy


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APRIL 2019

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in Blickfang ist er schon von weitem – imposant ganz aus der Nähe: Der mittelalterliche St. Marien Dom Fürstenwalde zählt ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Bauwerken Brandenburgs. Weithin sichtbar ist sein 68 Meter hoher Turm. Der restaurierter Barockaltar stammt aus der ehemaligen Mönchenkirche Jüterbog. Als eigentlichen DomSchatz darf man aber getrost das 500 Jahre alte Sakramentenhaus aus Pirnaer Sandstein bezeichnen. Carl Friedrich Schinkel fand mal, es sei „das schönste seiner Art im deutschsprachigen Raum.“ Die in Potsdam angefertigte Orgel ist übrigens die derzeit größte in Brandenburg und erklingt nicht nur bei Gottesdiensten, sondern auch zu verschiedenen Konzerten. Die meisten Gäste sind begeistert vom Mix aus Gotik, Barock und Moderne sowie von zeitgemäßer Funktionalität. Fürstenwalde punktet aber nicht nur mit Geschichte. Die Stadt an der Spree ist auch ein gefragter Veranstaltungsort: Von Ausstellung bis Rockkonzert, von Theater bis Kabarett. Irgend etwas ist hier immer los. Kein Wunder, dass sich mittlerweile auch viele Stars die Klinke in die Hand geben - häufig in der Kulturfabrik, einem der angesagten Eventorte. Aber auch wechselnde Ausstellungen in der Galerie am Dom und die Kunstgalerie im Alten Rathaus finden großen Anklang. Beliebt sind zudem thematische Stadtführungen. Oder flanieren Sie mal durchs quirlige Stadtzentrum mit tollen Geschäften und Cafés, die zum Verweilen einladen. Auch der Heimattiergarten, das Badeparadies „schwapp“ oder die größte Freizeit- und Keramik-Werkstatt in Berlin und Brandenburg sind lohnende Ziele.

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Fürstenwalde

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Die verkehrsgünstige Lage: Fürstenwalde liegt nur etwa 60 Kilometer von Berlin und 30 Kilometer westlich der Stadt Frankfurt (Oder).

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Viele kleine Parks und Grünflächen laden beim Stadtbummel zur Rast ein. Die Stadt ist mit 4500 Hektar Eigentümerin des zweitgrößten kommunalen Waldes in den neuen Bundesländern.

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Fürstenwalde ist nicht nur eingebettet in eine herrliche Landschaft, sondern hat vielfältige kulturelle Angebote von den Jazztagen bis hin zum Fürstenwalder Stadtfest, das in diesem Jahr vom 17. bis 19. Mai stattfindet.

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An der Spree kann man östlich der Altstadt spazieren gehen. Ein ganz besonderer Ausflug ist der ins Brauereimuseum im alten Fürstenwalder Rathauskeller. Einst lag die Domstadt nach Bernau auf Platz zwei märkischer Brauorte. Das herrliche Gesöff aus Hopfen und Malz spielt hier schon seit dem 15. Jahrhundert eine wichtige Rolle. Unglaubliche 104 Brauerei-Konzessionen verzeichnet ein Register von 1723. So bekannte Firmen wie Tivoli und Schultheiß waren vertreten. Der erste Brau-Nachweis stammt von 1451, im Jahr 1936 machte

Foto: Sabine Uy

der letzte Bierbetrieb dicht. Seit 2012 knüpft die Fürstenwalder Rathaus Bräu an diese Tradition an. Bei einer Museumsführung können Besucher noch tiefer ins Metier eintauchen. Die Wiege der japanischen Sapporo-Brauerei liegt übrigens ebenfalls in Fürstenwalde – deren Gründer erfuhren hier einst alles über die hohe Kunst des Bierbrauens. Die RHB-Rathausbrauerei gewährt hierzu spannende Einblicke – auf Wunsch gern mit Verkostung. Na dann: Prost!

Der Heimattiergarten, mit 330 Tieren in über 80 Arten, gleich neben dem Stadtpark, das „schwapp“ und noch vieles mehr macht die Stadt zu einem attraktiven Urlaubs- und Ausflugsziel mit tollen Möglichkeiten.

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Entdecken Sie die Stadt während eines Stadtrundganges, besuchen Sie den Dom St. Marien und natürlich das benachbarte Museum, das eine der größten Geschiebesammlungen Europas beherbergt, Rundherum gibt es vielfältige Shoppingmöglickeiten - zum Beispiel im „Rathauscenter“. ANZEIGE


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URLAUB & FREIZEIT

„Hopfen und Malz - Gott erhalt‘s!“ Zu Besuch in Fürstenwaldes spannendem Brauereimuseum

Geöffnet ist das Museum im Sommer immer dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

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Ort der Brauerei: im Fürstenwalder Rathaus.

TOLLE SAMMLUNG Das Museum Fürstenwalde beherbergt eine der größten GeschiebeSammlungen Europas. Als Geschiebe bezeichnet man in den Geowissenschaften das Gesteinsmaterial, das von einem Gletscher transportiert wurde. Im Keller des Museums befindet sich ein Schaumagazin der größten Geschiebe-Sammlung Europas. Diese wurde von Walter Bennhold, Oberingenieur der Firma Pintsch in Fürstenwalde, zusammengetragen. Um an diese Sammlung anzuknüpfen, sie attraktiver zu gestalten und

Foto: Sonja Jenning

anche lassen sich das dunkle Bockbier schmecken. Andere genehmigen sich ein Craftbeer „Krüger Kersten“. Viele Gäste Fürstenwaldes schwören dagegen auf das ebenfalls vor Ort gebraute Pils. Wer zum ersten Mal in die Domstadt an der Spree kommt, der staunt, dass sie so viel mit dem leckeren Gerstensaft zu tun hat. Schon seit über 565 Jahren heißt es in Fürstenwalde: „Hopfen und Malz – Gott erhalt‘s!“ Ein Brauereimuseum gibt über diese hierzulande einzigartige Brauerei-Geschichte Auskunft. Besonders authentisch ist die Schau, weil sie unter einem Dach mit der heutigen Brauerei, der Fürstenwalder Rathaus Bräu, liegt. Bierkrüge, Brauvorrichtungen, verzierte Kannen und Bierkutscherschürzen entzücken im alten Rathauskeller die Besucher. Hörstationen und Filmchen versetzen einen um Jahrhunderte zurück. Dass Fürstenwalde – nach Bernau – mal die BierMetropole Brandenburgs war, spürt man auf Schritt und Tritt. Unglaubliche 104 Brauerei-Konzessionen verzeichnet ein Register von 1723. Der erste Brau-Nachweis stammt von 1451, im Jahr 1936 machte der letzte Bierbetrieb dicht. Seit dem 12.12. 2012 knüpft die Fürstenwalder Rathaus Bräu an diese Tradition an. Einer der Braumeister führt das Sudwerk mit seinen glänzenden Kupferkesseln vor. Mit dem Ansetzen der Maische, Zusetzen des Hopfens und Gärung dauert das Prozedere des Bierbrauens um

Foto: Brauereimuseum Fürstenwalde

die vier Wochen. Heraus kommen ein Pils und viele saisonale Biere. Zur Einführung sehen Gäste ein Video, in dem Sänger Beppo Küster „Krüger Kersten“ mimt – der war Gastwirt im benachbarten Steinhöfel. Das so genannte Krugverlagsrecht verdonnerte ihn aber dazu, Biere aus Müncheberg zu verkaufen. Beppo alias „Krüger Kersten“: „Die Müncheberger Plörre statt dem göttlichen Bier aus Fürstenwalde. Da hab‘ ich gestreikt.“ Kersten verkaufte in seiner Schänke trotz anderer Order den Fürstenwalder Gerstensaft. Was Konsequenzen hatte: Denn 1516 endete der Wirt am Galgen. Es handelt sich um eine wahre Geschichte, keine Sage! Die nächste unglaubliche Story kommt gleich hinterher und führt ins japanische Sapporo. Denn der dortige Firmengründer Nakagawa Seibei lernte die Braukunst 1876 hier an der Spree. Die Wiege der bis heute erfolgreichen „Sapporo-Brauerei“ liegt in Fürstenwalde! Ausflügler genehmigen sich zum Schluss meist ein Schlückchen oder ordern ein paar der originell aufgemachten Flaschenbiere. Die werden auf Wunsch nachgefüllt. Na dann: „Wohl bekomm‘s!“ Beliebt ist der Besuch des außergewöhnlichen Brauereimuseums auch bei Vereinen und Firmen.

einem breiterem Publikum zugäng- geologischen und museumspäda- LANGE NACHT lich zu machen, wurde im Bürger- gogischen Kriterien gestaltet. Fühpark am Dom ein Gesteinsgar- rungen können telefonisch unter Im letzten Jahr fiel die beliebte Kulten installiert. Dieser wurde nach 03361 2130 erfragt werden. turveranstaltung in Fürstenwalde wörtlich ins Wasser. In diesem Jahr haben alle Beteiligten hoffentlich besseres Wetter. Die 15. Lange Nacht der Museen findet am 10. Mai in der Zeit von 17 bis 24 Uhr wieder in Fürstenwalde und in der näheren Umgebung statt. Auch die Museen der Domstadt sind wieder mit dabei. In diesem Jahr dreht sich alles um den Schriftsteller Theodor Fontane. Die evangelische Kirchengemeinde nutzt die Gelegenheit an diesem Tag eben-

falls, die Türen für Interessierte zu öffnen. So sind die Kirche in Steinhöfel beispielsweise mit dabei, die Heimatstube und Kirche in Demnitz, die Kirchen in Falkenberg sowie Hasenfelde. In der Trebuser Dorfkirche gibt es um 18 Uhr eine musikalische Lesung mit Texten von Fontane und eigenen Werken der Frankfurter Pfarrerin Beatrix Forck zu hören. Begleitet wird der Abend musikalisch vom Holzbläserquintett des Kammerorchesters Fürstenwalde mit Klarinetten und Querflöte. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.


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APRIL 2019

Zwergotter und Berberaffen

Ein Besuch im Heimattiergarten Fürstenwalde mit über 80 Arten lohnt das ganze Jahr über

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Kulturelle Highlights: Ricardo Liebsch hängt das Programm auf.

m 1975 eröffneten, behindertengerecht gestalteten Heimattiergarten in Fürstenwalde stellen sich auf 80.000 Quadratmetern den großen und kleinen Besuchern ganzjährig über 330 Tiere in etwa 80 Arten vor. Dabei handelt es sich vor allem um europäische Arten beziehungsweise Tiere, die einst in Europa heimisch waren oder geworden sind. Aber auch einige Exoten warten auf den Besuch, darunter Zwergotter. Zum Verweilen laden in der naturnah gestalteten Anlage das Tierparkcafé, Kinderspielplatz sowie der Kinderbauernhof „Hugo’s kleine Tierscheune“ mit Strei-

chelgehege ein. Zu den mehrmals im Jahr stattfindenden Tierparkfesten begrüßen das Maskottchen „Hugo“ sowie andere Eulen und Greifvögel die Besucher persönlich und hautnah. Das nächstes Familienfest findet bereits am 1. Mai statt. Es gibt es ein buntes Programm mit Shantychor, Kinderschminken mit dem OSZ oder „Amira - der orientalischen Modenschau“. Die Öffnungszeiten bis September sind täglich 9 bis 18 Uhr.

Im kleinen Zoo gibt es auch Berberaffen.

Foto: Bettina Winkler

Foto: Annemarie Diehr

Musical, Konzert und Kino

Buntes Programm in der Open-Air Saison auf der Parkbühne in der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße

se Die Fahr rad Füch

„Am 31. August beenden wir mit der sehr beliebten Depeche Mode Tributeband Forced To Mode unsere Open-Air Saison“, sagt Ricardo Liebsch. Die Parkbühne präsentiert auch ein kleines Sommerkino. Gezeigt werden Dirty Dancing, Das schweigenden Klassenzimmer und Der Junge muss an die frische Luft. Mehr Infos finden Sie im Internet unter www. parkbuehne.jimdo.com.

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ald startet die Parkbühne in die Open-Air Saison. Auch in diesem Jahr können sich Besucher aus nah und fern auf zahlreiche Konzerte, Musicals und vieles mehr freuen. Am 4. Mai spielen Randy Hansen & Band „The Music of Jimi Hendri“, um 20 Uhr. Auf der Jagd nach jungen Männern geht es beim Musical „Cougar“ von Donna Moore. Vorstellungen sind am 29. Mai und im Juni geplant. Im August gibt die Band Feuerengel ein Rammstein Tribute. Die Veranstaltung am 10. August beginnt um 20.30 Uhr.

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Attraktives Reisemobil Michelangelo

Nissan NV 300 als Camper: Das Reisemobil Michelangelo überzeugt als Reisebegleiter und geräumiges Alltagsmobil. Foto: Nissan

Sie träumen bei diesem Supersommer von spontanen Wochenendtrips? Die K & S Oder/ Spree Autohandelsgesellschaft hat da ein attraktives Angebot. Der Nissan NV 300 als Reisemobil Michelangelo. Der kompakte Premiumcamper überzeugt sowohl als Reisebegleiter wie auch als geräumiges Alltagsmobil. Den Umbau des Michelangelo haben die Profis der Westfalen Mobil GmbH bis ins Detail durchdacht. Maximal sechs Sitzplätze, vier Schlafplätze – zwei davon im großen Aufstelldach, Küchenzeile, Kleiderschrank und reichlich Stauraum locken zum Start ins Reiseabenteuer. Mit Abmessungen von 4,99 Meter Länge, 2,00 Meter Höhe und 1,95 Meter Breite ist der Camper auch in der Stadt wendig unterwegs.

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Als Basis dient der Nissan NV300 Kombi Premium dCi 145 mit Einzelsitzen vorn, Heckklappe, Schiebetür und 2,9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, der von einem kraftvollen und effizienten 1.6-Liter TwinTurboDieselmotor mit 107 kW/145 PS (Abgasnorm EURO 6B) angetrieben wird. Das Schienensystem im Fahrgastraum erlaubt eine modulare Bestuhlung und damit maximale Flexibilität für alle Beladungssituationen. Vier Einzelsitze mit Längs- und Lehnenverstellung lassen sich einfach herausnehmen und individuell positionieren. Die Sitze der ersten Reihe sind um 180 Grad drehbar, sodass zum gemeinsam Abendessen eine Viererkonfiguration entsteht.

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Auszeichnung erfolgt durch das Unternehmen NISSAN und gilt für den Hauptbetrieb in Fürstenwalde.


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URLAUB & FREIZEIT

Badespaß für Jung und Alt Das Wasserparadies „schwapp“ ist einzigartig in der Region und hält vielfältige Angebote für alle Altersgruppen bereit

Das „schwapp“ wurde in den Neunzigerjahren grundlegend saniert und umgebaut. Es bietet seitdem Spaß und Wellness.

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Meerjungfrauenschwimmen am Sportbecken.

inen kleinen Urlaub vom Alltag können große und kleine Gäste erleben, die das Schwimmund Wasserparadies „schwapp“ in Fürstenwalde in der Straße Große Freizeit 3 besuchen. Nicht nur in den Ferien und im Sommer können sich Jung und Alt sportlich betätigen oder einfach nur entspannen und erholen. Auch wer seiner Gesundheit ein paar Stunden Zeit schenken möchte, ist hier richtig und kann einen ganz gewöhnlichen Wochentag in einen kleinen extra Feier- oder Ferientag verwandeln. Bei jedem Wetter und das ganze Jahr bieten das Spaßbad mit Rutschen – Master Blaster (Berg- und Talrutsche) sowie Black Hole (109 m) –, Actionriver mit Wellen, Drachenpalast, Wasserfall mit Grotte, Strömungskanal und Whirlpool, der Sauna-Wellness-Oase und dem Sportbad mit insgesamt acht Bahnen und mehreren Sprungtürmen den Gästen

Fotos (2): Bettina Winkler

erlebnisreiche Stunden. Im „schwapp“ finden sie Entspannung und Erholung, Spiel und Spaß sowie gastronomische Verpflegung. An sonnigen Tagen kann natürlich auch das große Außengelände unter anderem mit großer Liegewiese und Spielplatz genutzt werden. Minigolf-Anlage, Saunabereich, Tennis-Center und Fitness-Studio und ein Club-Raum als Party-Location für bis zu 66 Personen ergänzen das vielfältige Angebot, das im vergangenen Jahr fast 300 000 Besucher wahrnahmen. Alle Informationen gibt es im Internet unter www. schwapp.de

AKTIVPARK

BULLENTURM

Neben Heimattirergarten und Parkbühne befindet sich im Fürstenwalder Stadtpark noch eine relativ neue Attraktion: Eine Fitnessgeräteanlage, die den Namen „Aktivpark“ trägt. Unter anderem laden Slackline, Cross- und Multifunktionstrainer zum Sporttreiben für alle Generationen in der Innenstadt ein. Die Anlage befindet sich in der Nähe der Dr.-Wilhelm-KülzStraße. Mit dem Auto, Rad oder zu Fuß einfach zu erreichen, liegt der Aktivpark zentral im Innenstadtbereich.

Am Goetheplatz ist in der Domstadt noch mittelalterliche Stadtgeschichte zu erleben. Der Bullenturm repräsentiert heute einen noch gut erhaltenen Teil der früheren Stadtmauer. Circa um das 14. Jahrhundert herum wurde er als Wehrturm weiter ausgebaut. Ein Jahrhundert später bekam er einen sogenannten Zinnenkranz sowie einen Kegelhelm. Direkt vor dem Turm gab es die Bullenwiesen. Tipp: Ein schöner Spaziergang vom Bullenturm führt direkt hinunter an die malerische Spree.


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APRIL 2019

Lektüre auch als „Onleihe“

Bibliothek, Lesungen und Konzerte in der Kulturfabrik am Fürstenwalder Domplatz

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Fürstenwalde: Die Stadt verwandelt sich am 5. Mai zum Flohmarkt.

Foto: Anna Pröschild

Erster Stadt-Flohmarkt

Parkbühne lädt mit den Worten „Jeder Ort, an dem man trödeln kann, ist ein guter Ort!“ zum Mitmachen ein

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iederverwerten statt wegwerfen, so könnte der Slogan des ersten großen Flohmarkt-Festes der Stadt lauten. Ausmisten, Entrümpeln und Weiterverkaufen und dabei dem einen oder anderen Schnappchenjäger eine Freude machen. Und gleichzeitig wird die Umwelt geschont. Drei Sonntage in diesem Jahr können Bürger ihre privaten Räumlichkeiten, Gärten und Garagen öffnen und zum Trödeln einladen. Jeder Flohmarktstand ist eine eigene private Veranstaltung, daher kann jeder seinen Stand so gestalten wie er möchte. Für Lautstärke, Sauberkeit in den Gebäuden und auf der Straße ist jeder selbst verantwortlich. „Jeder Ort, an dem man trödeln kann, ist ein guter Ort!“, lädt der Organisator, die Parkbühne, zum Mitmachen ein. Die Aktion findet zum ersten Mal am Sonn-

as soziokulturelle Zentrum der Stadt, die Kulturfabrik, beinhaltet für jede Altersgruppe ein vielfältiges Freizeitangebot. In der ersten und zweiten Etage befindet sich im Gebäude am Domplatz die Stadtbibliothek. Neben der Möglichkeit, vor Ort Bücher zu leihen, gibt es verschiedene Lese-Aktionen. Auf der Homepage und vor Ort präsentiert das Team Buchtipps, auch Medien zur Berufs- und Studienorientierung umfasst das Angebot. Relativ neu ist die sogenannte „Onleihe“. Hier können angemeldete Benutzer aus einer Reihe von Büchern und Filmen wählen, diese herunterladen und für einen begrenzten Zeitraum genießen. Auch einige Lexika und Zeitschriften zählen dazu. Es besteht zudem die Möglichkeit, unter anderem Bücher der Stadtbibliothek zur freien Verfügung zu stellen. Bei einer Spende gilt es zu beachten, dass die Medien nicht

älter als fünf Jahre sind. Derzeit veranstaltet die Bibliothek einen kleinen Bücher-Flohmarkt. Noch bis zum 30. April gibt es beispielsweise Kinderbücher oder auch Fachliteratur als Schnäppchen. Tipp: Beutel für den Transport nicht vergessen. Nicht nur die Räumlichkeiten der Stadtbibliothek befinden sich in der Kulturfabrik, auch themenbezogene Nachmittagsveranstaltungen und auch Konzerte werden im Erdgeschoss und Keller ausgerichtet. Ein Höhepunkt ist in diesem Jahr der Auftritt des russisch-deutschen Schriftstellers Wladimir Kaminer. Der für seinen ausgezeichneten Humor bekannter Autor tritt am 29. September auf die Bühne. Noch gibt es Karten.

tag, dem 5. Mai, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr, statt. Anschließend am 7. Juli und 1. September. Die Teilnahme ist kostenfrei. Im Internet gibt es eine Karte mit allen bisherigen Flohmarktständen. Auf der Website www.parkbuehne.jimdo.com/ flohmarkt finden sich ausführliche Informationen zum ersten großen FlohmarktFest der Stadt Fürstenwalde. „Wo genau diese Stände zu finden sind, wird eine Karte aufzeigen! Trödelt, backt Kuchen, kocht Kaffee, macht Musik! Kommt aus euren schönen Wohnungen heraus+ und seid ein Teil dieser Stadt!“, heißt es in einer Vorankündigung zur Aktion auf dem Internetauftritt des Veranstalters.

Veranstaltungsort im Zentrum der Stadt: Die Kulturfabrik.

Foto: Anna Pröschild

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KUNSTGALERIE ALTES RATHAUS FÜRSTENWALDE


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URLAUB & FREIZEIT

„Eine Region kommt zusammen“ Feier der evangelischen Kirche mit Gottesdienst und Improvisationstheater aus Berlin

Im letzten Jahr ein Erfolg: Der zweite Regionaltag der evangelische Kirche ist am 7. September. Die Veranstaltung ist für Interessierte offen.

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Bietet Orgelunterricht an: Kantor Georg Popp.

PFINGSTEMPFANG Der ökumenische Arbeitskreis der Domstadt lädt am 6. Juni um 18 Uhr zum Pfingstempfang ein. In diesem Jahr wird er in der Domnotkirche (Geschwister-Scholl-Straße 4) ausgerichtet. Zum Programm gehört ein Podiumsgespräch unter dem Motto „Wieviel Stille braucht die Stadt“. Als Gäste sind Kirchenvertreter, Meditationsleiter, Yogalehrer und Musiker geladen. Anschließend ist Zeit für individuelle Gespräche bei einem kleinen Imbiss. Der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag beginnt um 10.30 Uhr in

der Martin-Luther-Kirche in Fürstenwalde Süd. Gastpredigerin ist Hanna Kasparick.

er den Blick von den Rauener Bergen oder von den Weinbergen in Fürstenwalde-Nord auf die Stadt richtet, erblickt meist sofort einen Teil des 68 Meter hohen Turms des St. Marien Doms. Der Baubeginn des heutigen historischen Bauwerks liegt im Jahr 1446. In dem als dreischiffige Kathedrale errichteten Monument fand 1557 der erste evangelische Gottesdienst statt. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Dom stark beschädigt. Seit der Wiedereinweihung im Jahr 1995 lädt die evangelische Kirchengemeinde St. Marien jeden Sonntag zum Gottesdienst ein. In den Wintermonaten findet dieser in einem vom Hauptraum mit Glas abgetrennten Bereich statt. Die Kirche besitzt einige besonderen Schätze der Stadt: Das Sakramentenhaus aus Pirnaer Sandstein sowie das Epitaph des Bischofs Dietrich von Bülow, der unter anderem als erster Kanzler der Universität Viadrina wirkte. Der Dom beinhaltet zudem eine wertvolle Sammlung an Büchern. Führungen durch den Dom und die Bibliothek sind nach vorheriger Absprache möglich (Kontakt: 03361/7356050). Zum kulturellen Programm der evangelische Kirchgemeinde gehören unter anderem ein Sprach-Café, Jugend-

TREBUSER SEE Brandenburg ist bekannt für seine kleinen und großen Gewässer, die zum Entspannen einladen. Ein Geheimtipp in der Umgebung von Fürstenwalde ist der Trebuser See. Bei Einheimischen gilt er als beliebter Ort zum Angeln und Schwimmen. Auch ein Picknick auf den Stegen gehört im Frühjahr und Sommer einfach dazu. Der See misst eine Länge von rund 1,5 Kilometern und sein Ufer wird deshalb auch als Jogging- sowie Walkingstrecke gern genutzt. Eine Badestelle nur für Hunde gibt es auch.

Fotos (4): Anna Pröschild

treff, Seniorennachmittage und auch musikalische Angebote. So erklingt einmal im Monat „Orgelmusik zur Marktzeit“, der nächste Termin ist am Freitag, den 3. Mai, um 11 Uhr. Viel Wert legt die Gemeinde auch auf die musikalische Freizeitgestaltung von Jung und Alt. Dazu zählen Auftritte des Spatzen- und Kinderchors, der Kinderund Jugendkantorei sowie der Domkantorei und des Posaunenchors. Zur „Domsingstunde“ ist übrigens jeder willkommen. Ein Anliegen ist es dem Kantor der Kirchgemeinde, Georg Popp, dass die alten, meist gut erhaltenen Dorforgeln in der Region weiterhin zu den Gottesdiensten und Konzerten erklingen. Dazu ist der Organist auf der Suche nach interessierten Klavierspielern mittleren Alters, die bei ihm Orgelunterricht bekommen möchten (Kontakt: cgpopp@gmx.de). Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.kirche-fuerstenwalde.de.


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APRIL 2019

Stadt feiert im Mai

Fürstenwalde lädt wieder mit buntem Programm für Jung und Alt zum Festakt Mitte Mai ein

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itte Mai feiert ganz Fürstenwalde beim Stadtfest. „Etwas vorgezogen, dennoch zur besten Frühlingszeit, feiern wir auch 2019 das Fürstenwalder Stadtfest im Herzen unserer Stadt, in diesem Jahr vom 17. bis 19. Mai. Wie immer wird es ein buntes Frühlingswochenende mit vielfältigen Bühnenshows, Straßenkünstlern, Händlern, Schaustellern und Caterern mit vielfältigen Leckerbissen geben“, heißt es in einer Vorankündigung auf der Internetseite der Stadt. Am St.-Marien Dom wird es wieder ein buntes Kinderfest mit einigen Überraschungen geben. Auf der Bühne an der

„besser miteinander“: So lautete das Motto im vergangenen Jahr.

Kulturfabrik wird am Sonntag, den 19. Mai, ein Gottesdienst für alle Gäste veranstaltet, der sich thematisch auf 30 Jahre Mauerfall bezieht. „Herzlich eingeladen sind Familien, Ältere, Jugendliche, Kinder, Interessierte und auch alle, die noch nicht so oft im Gottesdienst waren“, so die Kirchengemeinde. Auf einen sportlichen Höhepunkt können sich Besucher an der Spreewiese freuen, wo bereits die 17. Drachenboot-Regatta auf der Spree stattfinden wird.

Foto: Anna Pröschild

127. Samariterfest

Menschen mit und ohne Behinderungen feiern zusammen in diakonischer Einrichtung

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uch in diesem Jahr öffnen die Samariteranstalten in der Domstadt wieder ihre Tore zum Samariterfest. Bereits zum 127. Festakt wird am Sonntag, den 1. September, nach Fürstenwalde-Süd eingeladen. Traditionell beginnt der Tag mit einem Gottesdienst unter Beteiligung von Menschen mit und ohne Behinderungen auf der sogenannten Festwiese. Anschließend können Interessierte einen Blick in die Gebäude der Einrichtung werfen. Zahlreiche Stände laden mit Aktionen und Angeboten der Stadt und der Re-

gion zum Verweilen ein. Den bisherigen theologischen Vorstandssitz wird Pfarrer Paul-Gerhardt Voget ab September an Pfarrerin Ulrike Menzel übergeben. Zusammen mit Jürgen Hancke (kaufmännischer Vorstand) wird sie als erste Frau die diakonische Einrichtung in der Domstadt leiten. Bis dato ist die Ulrike Menzel noch als Superintendentin im Kirchenkreis Cottbus tätig.

Immer gut besucht: Das Fürstenwalder Stadtfest.

Foto: Anna Pröschild

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Einladung zur

3. Jungweinprobe beim Weingut Patke in Pillgram

OFFENE ATELIERS im Seenland Oder-Spree

am Sa., 04. Mai 2019, ab 12:00 Uhr, Kirchstraße 5, 15236 Pillgram Am 04. Mai 2019 erhalten Sie ab 12:00 Uhr Gelegenheit, unsere Weine des Jahrgangs 2018 zu verkosten. Alle Weine der Verkostung, können auch käuflich erworben werden. Für musikalischen Ohrenschmaus sorgen in der Zeit von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr die Zaunreiter aus Storkow. Mit Kaffee, Tee und Kuchen sowie mit herzhaften Speisen wird auch für Ihr leibliches Wohl gesorgt sein. Ab 16:30 Uhr wird ein Teil des Teams der „Titanen on Tour 2018“, interessante Einblicke in eine Reise über 80 Tage, mit 32 Kaltblütern, 2 Mulis und 106 Pferdeliebhabern geben. Im Gepäck hatten Sie auf Ihrer 2207 Km langen Reise, von Brück nach Weliki Nowgorod, den Frieden. Wir versprechen ihnen einen absolut abenteuerlichen und mitreißenden Reisebericht. Dazu wird es Backschwein von Bernd Schulz aus der Backschweintenne Grömnitz geben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Ihr Team der Weingut Patke GbR.

Am 4. und 5. Mai 2019 öffnen Künstler/-innen und Kunsthandwerker/-innen ihre Ateliertüren. Sie sind eingeladen, Kunst zu erleben, dort wo sie entsteht. Sie können Kunst erwerben und an vielen Orten auch selbst kreativ tätig werden. Mehr als 70 Orte laden Sie zu einem inspirierenden Besuch herzlich ein. Das Programm unter: www.kulturtour-oder-spree.de www.seenland-oderspree.de/atelier CTA-Kulturverein Nord e. V., Fürstenwalde


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URLAUB & FREIZEIT

Die schöne Perle am Märkischen Meer

Bad Saarow vereint Tradition und Moderne: Der Kurort lockt mit Wellness-Angeboten, zahlreichen Restaurants und einer Vielzahl von Wasser-Aktivitäten auf dem Scharmützelsee

Spaß für die ganze Familie: die Scharmützelbob-Bahn.

Mondän: Abendstimmung im Hafen von Bad Saarow. Dort starten für Touristen viele Rund- und Kaffeefahrten auf dem Scharmützelsee. Fotos (5): Florian Läufer

Im historischen Bahnhof wird die Stadtgeschichte Bad Saarows thematisiert.

Eine Oase der Gesundheit und Entspan- In der hauseigenen Fischräucherei bietet die Fischerei Köllnitz täglich die ver- 207 Stufen ist der Aussichtsturm Rauen hoch. Foto: Angelika Laslow nung - die Saarow-Therme. schiedensten Fischspezialitäten.


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ausboote schippern am Ufer vorbei, ein Ausflugsschiff steuert die Seemitte an. Am Himmel kreischen Möwen. Die Luft duftet nach See und den Kiefern des angrenzenden Waldes. Es ist einer dieser typischen Sommertage am Scharmützelsee, der in einer Umfrage Ende 2018 erneut zum beliebtesten See Deutschlands gekürt wurde – vorm Chiemsee! Warum, wird jedem klar, der hierher kommt und das Leben genießt. Nach 2013 kürten Teilnehmer einer Internet-Umfrage den Scharmützelsee zum 2. Mal zum „Lieblingssee der Deutschen“! Auf den Plätzen zwei und drei landeten Chiemsee und Goitzsche (Sachsen-Anhalt). Der Scharmützelsee überzeugte vor allem mit seiner Vielfalt zwischen Naturerlebnis und Aktivitäten auf dem und am Wasser. Viele Quartiere liegen direkt in Seenähe. In der warmen Jahreszeit liegt das Wasser oft spiegelglatt vor den Gästen. Bei Herbststürmen erinnert der „Scharmi“, wie Einheimische den See auch nennen, an Meer und Küste. Doch egal zu welcher Jahreszeit: Immer spiegeln sich im Wasser Träume von Urlaub und relaxten Tagen – in einer der angesagtesten Ferienregionen Deutschlands. Pedalritter schätzen das auf über 100 Kilometer ausgebaute Radwegenetz. Zu den beliebten Touren zählt die um den Scharmützelsee. Eine Umrundung dauert runde zwei Stunden. Mit Stopps, Einkehr, Picknick und Sprung ins kühle Nass kann daraus aber locker ein ganzer Tag werden. Kleiner Nachteil für sportliche Radler: man nimmt eigentlich nie so richtig Fahrt auf, denn alle paar Meter gibt’s was zu sehen: historische Villen, kuriose Kähne und skurrile Freizeitkapitäne. „Laufen Sie mal raus auf den Bad Saarower Kurfürstensteg. Hier liegt Ihnen der Scharmi zu Füßen. Da der Steg weit raus führt, fühlt man sich wie mitten auf dem Wasser“, schwärmt eine Mitarbeiterin der Tourismus-Information. Tolle Blicke auf den See genießen Ausflügler u.a. auch vom Bad Saarower Park-Café, vom „Schlosspark Bad Saarow“ sozusagen in der „Kurve“ des Gewässers (Pieskow, Uferweg) oder von der Badestelle Radlow in Diensdorf-Radlow.

Fünf Gründe für einen Ausflug an den Scharmützelsee Hochkarätige Events in der Region: Man trifft sich auf Film- und Musikfestivals oder amüsiert sich bei tollen Shows und guten Partys. Zum Beispiel zu „Filme ohne Grenzen“, dem internationalen Filmfestival in Bad Saarow, vom 29. August bis 1. September, das seit 2013 stattfindet.

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Die Farben der Seen: Jeder See hat seine eigenen Wasserfarben von grün über blau zu kristallklar. Auf den Gewässern sind so ziemlich alle Wassersportaktivitäten möglich, auf die aktive Urlauber Lust haben: Baden, Segeln und Surfen, Kitesurfen, Paddeln und Rudern, Tretboot, Motorboot und Dampfer fahren.

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Wandern: Die Dubrower und die Rauener Berge mit den Markgrafensteinen (die größten Findlinge Brandenburgs) sowie zahlreichen Wanderwegen laden ein, die Landschaft zu entdecken.

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Entspannt Essen: Ob gehoben im Park-Café, Seebad Saarow und Restaurant Am Werl – genießen mit Seeblick ist hier fast überall problemlos möglich.

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Aktiv und Fit: Die Region lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad entdecken. Zum Beispiel entlang der „Adler trifft Zander“-Tour inmitten toller Landschaften. Das flache Profil der Tour lässt neben Essen und Radeln noch genügend Zeit für Naturbeobachtungen. Vor allem der Fischadler beeindruckt mit seinen breiten Flügeln am Himmel und durch sein Jagdgeschick auf dem See. Besonders angenehm ist die Tour mit einem E-Bike. Diese kann man an vielen Punkten der Tour mieten.

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Sommer am Scharmützelsee: Blick auf das Ostufer. „Natürlich haben wir nicht nur Aussichten ins Blaue, sondern auch ins Grüne, beispielsweise die große Wiese entlang des Radwegs am „Waldfrieden“ zwischen Wendisch-Rietz und Diensdorf-Radlow“, so ein Mitarbeiter des regionalen Tourismusverbands. Er berichtet auch von den Wierichwiesen, aus denen heilendes Moor stammt und von Box-Legende Max Schmeling, der hier einst mit Film-

Foto: Patrick Pleul/dpa

star Any Ondra lebte. Zu den Prominenten vom „Scharmi“ zählten einst auch Maxim Gorki und Johannes R. Becher. Kanzlerin Angela Merkel wurde hier schon gesichtet. In der Nähe wohnt Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase. Weitere Ausflugstipps zu Fuß, per Fahrrad und auf dem Wasser finden Sie unter www.seenland-oderspree.de

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www.freizeitparkwendisch-rietz.de


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URLAUB & FREIZEIT

Erlebnisse für Jung und Alt

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Der Freizeitpark Wendisch Rietz am südlichen Scharmützelsee bietet abwechslungsreiche Aktivitäten

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Baden am Seebad: Antje Jordan aus Bad Saarow mit Töchtern.

Foto: Bettina Winkler

„Pack die Badehose ein“

Die schönsten Bade- und Picknickorte am Scharmützelsse und Umgebung

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ei schönen Badestellen, Badewiesen und Picknickorten haben Gäste am Scharmützelsee und den umliegenden Gewässern die Qual der Wahl. Kaum hat man Wanderschuhe geschnürt oder auf dem Radsattel Platz genommen, sticht auch schon die erste Idylle zum Verweilen ins Auge. Hier findet jeder seinen ganz persönlichen Spitzenreiter. Es liegt in der Natur der Sache, dass es am größten See der Region (und dem zweitgrößten Gewässer Brandenburgs) auch die meisten Badewiesen und Strände gibt. Tourismusämter und Hoteliers haben irgendwann aufgehört zu zählen. Beliebte Badestellen finden Gäste am Scharmützelsee im historischen „Seebad“ von Bad Saarow, am Saarower Cecilienpark sowie in Wendisch Rietz an den SATAMA Lodges. Etwas beschaulicher geht es an den Badewiesen Diensdorf-Radlow, in Wendisch Rietz sowie im Bad Saarower Lustgarten zu. Auch Picknickorte finden Ausflügler hier jede Menge, etwa am Steg des Saarower Fontaneparks, im Lustgarten oder auf dem Platz am Stein. Die Festwiese von Wendisch Rietz am Südufer des Scharmützelsees eignet sich ebenso für eine Rast. Von hier aus sind es nur ein paar Radelminuten zum Großen Glubigsee. Die Badestelle vorm Ferienpark am Glubig-

BIMMELBAHN

see ist klein aber fein. Sie kann locker mit den Top-Badeufern der Region mithalten. Das Wasser ist glasklar, die Natur intakt und der orange-rote Sonnenuntergang ist ein Ereignis für sich. Kein Wunder, dass man hier zu jeder Jahreszeit auch Maler und Künstler trifft, die sich inspirieren lassen. Ein Motorbootverbot sorgt ganzjährig für Ruhe! Der benachbarte Storkower See bietet ebenso hervorragende Bedingungen für Strandvergnügte. In Reichweite liegt Fürstenwalde mit einer Flussbadestelle direkt an der Spree. Die schöne Spreewiese bietet genügend Platz zum längeren Verweilen. Natürlich können hier auch Picknickkörbe geleert werden. Auch der Trebuser See bei Fürstenwalde lockt Ausflügler in der warmen Jahreszeit zum Sprung ins kühle Nass. Neben seinem Hauptstrand bietet das beliebte Gewässer gleich mehrere kleine Badestellen. In einem Restaurant mit schönem Biergarten wird fürs leibliche Wohl gesorgt. Der Heinersdorfer See steht dem „Trebuser“ in nichts nach. Das Gewässer wartet mit zwei schönen Badestellen und einem Bistro auf.

ier kommt keine Langeweile auf. Der Freizeitpark in Wendisch Rietz bietet Jung und Alt vielseitige Abwechslung und allerhand zu entdecken. Der Eintritt kostet drei Euro pro Person. Für die kleinen Gäste gibt es einen großen Spielplatz mit einer Rutsche, Sand- und Wasser-Spielanlage, einem Plattformkarussell und einer Hanseatenschaukel. Als besonderer Höhepunkt für die Kinder gilt das über zehn Meter große Hüpfkissen, das zum Toben und Springen einlädt. Auch die Tarzanschwinger und die Kletterwand bieten viel Unterhaltung. Sportlich aktiv können Jung und Alt auch in der Multi-Sport-Arena werden. Das 40 Meter mal 20 Meter große Spielfeld bietet ausreichend Raum für Ballsportarten. Wer Sport an der frischen Luft bevorzugt, ist auf der Minigolfanlage genau richtig. 18 Bahnen gilt es hier zu bewältigen. Die Ausrüstung kann vor Ort geliehen werden. Die große Grünanlage wurde extra so konzipiert, dass auch bei enormen Andrang, alle Spieler ungestört ihre

Bahn bewältigen können. Die Regeln und Techniken des Minigolfs sind schnell erlernt und bieten auf diesem Parcours knappe zwei Stunden Unterhaltung für die ganze Familie. Erholung und eine Verschnaufpause gibt es dann beim Versorgungskiosk am Kindertierhof. Hier schließt sich direkt das nächste Abenteuer an. Es warten neugierige Ponys, Schafe, Meerschweinchen, Hühner, Enten, Esel, Kaninchen und Ziegen sowie ein Lama, zwei Alpakas und viele kleine Vögel auf Streicheleinheiten, Leckereien und Aufmerksamkeiten. Spezielle Futtertüten können vorab an der Kasse erworben werden. Geöffnet ist der Freizeitpark Wendisch Rietz täglich von 10 bis 18 Uhr. Weitere Infos gibt es es im Internet unter der Adresse: www.freizeitpark-wendisch-rietz.de

Wer Sport an der frischen Luft bevorzugt, ist auf der Minigolfanlage genau richtig. 18 Bahnen gilt es hier zu bewältigen. Foto: Freizeitpark Wendisch Rietz

nächst hatte er eine sogenannte Wegebahn gemietet, als der Vertrag Maximal 25 Kilometer pro Stunde auslief, kaufte er schließlich eine schafft die Bimmelbahn „Kleiner neue Bahn. Viele schöne Fahrten hat er schon mit Gefährt und GäsLandstreicher“, wenn sie Gäste ten erlebt: „Immer wieder gibt es durch Bad Saarow fährt. Die mit einem Dieselmotor betriebene neue historische Einzelheiten in Lok hat schon einige Fahrten hinden Gegenden zu entdecken.Neter sich: „Sie ist 25 Jahre alt und ben der Villenkolonie in Bad Saafuhr früher Touristen auf der Insel row sind auch die Orte Lindenberg Rügen in Richtung Kap Arkona“, so und Storkow sehr spannend“, sagt Inhaber Jürgen Sehne. Insgesamt der gebürtige Storkower. Einheimigibt es in der Bahn 60 Sitzplätze, sche und Touristen können in der Regel jeden Samstag und Sonntag auch Rollstuhlfahrer können mit, je nach Bedarf können dazu sogar erklärt Jürgen Sehne. Seit einigen ten kam mir auf der Insel Usedom, mit der Bahn durch den Kurort Bad einzelne Sitze abgebaut werden. Jahren bietet der 59-Jährige ver- als ich die dortige Bimmelbahn Saarow fahren. Genauere InformaAuch im Winter ist die Bimmelbahn schiedene Touren in der Region sah.“Im Jahr 2014 verwirklichte tionen zu den Abfahrtzeiten gibt es einsatzbereit: „Sie ist beheizbar“, an: „Die Idee zu den Bahnfahr- er schließlich seinen Traum. Zu- auf Nachfrage. Interessierte kön-

nen künftig auch Rundfahrten in Fürstenwalde, Beeskow und Königs Wusterhausen buchen. Ob Hochzeiten, Geburtstage oder Jugendweihe, dem Anlass sind dabei keine Grenzen gesetzt. Auch wer zwischendurch eine Rast einlegen möchte, dem kann Jürgen Sehne auf Wunsch Gaststätten auf der Route empfehlen. Tipp: Eine fast einstündige Rundfahrt durch Bad Saarow beginnt und endet am Bahnhof. Eine Fahrkarte gibt es für Erwachsene für zehn Euro, Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren zahlen nur fünf Euro. Kids unter sechs Jahren können sogar kostenlos mitfahren.


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Rauf auf‘s Rad

Pedalritter umkurven den gesamten Scharmützelsee in gut zwei Stunden

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Für Besucher im Einsatz: Gästeführerin Angela Grabley.

Foto: Jens Rümmler

Saarows Hüter der Historie Wie Gästeführer am Scharmützelsee Geschichte(n) mit Führungen lebendig halten

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istorische Villen, mondäne Cafés und Promis von Anna Seghers bis Anny Ondra: Über Bad Saarow gibt es viele Geschichten zu erzählen die Gästeführer des berühmten Kurortes kennen sie fast alle. Detailreich und gespickt mit Anekdoten unternehmen die Guides mit Ausflüglern eine Reise in die Vergangenheit. Angela Grabley ist Vorsitzende des Vereins Bad Saarower Gästeführer und so eine Art Chef-Führerin. Die lokalen Storys ihrer ehrenamtlichen Mitstreiter sind so vielfältig wie der Ort selbst. „Das Grundgerüst unserer Ortsgeschichte haben wir natürlich alle drauf“, betont Angela Grabley. Start ist immer mittwochs (Mai – Oktober; 17 Uhr) sowie ganzjährig sonntags (10.30 Uhr) am historischen Bahnhof. Was die eigenen Touren anbetrifft, hat die studierte Bankkauffrau gleich mehrere Steckenpferde. Ihr spezielles Interesse gilt der Villen-Architektur. „In Bad Saarow wurde viel probiert. Nehmen Sie unser „Eierhaus“ am Uferweg“, so die gebürtige Berlinerin. Das so genannte Gorki-Haus sei wiederum ein Fertigteilgebäude, was man dem Bau nicht unbedingt ansieht. Der berühmte russische Dichter habe das Haus in der Ulmenstraße 9 allerdings nie bewohnt, ist zu erfahren. Der Baustil sei auch nicht russisch, sondern schwedisch, klärt Angela Grabley auf. „Gorki war in Bad Saarow neun Monate zur Kur – im Kurhaus am heutigen Karl-Marx-Damm.“ Nachdem

man im Gorki-Haus 1972 eine Gedenkstätte für den Schriftsteller einrichtete, glaubten viele, er hätte dort auch gelebt. Ganz anders liegt der Fall bei Box-Legende Max Schmeling, der sich einst am Rand des Kurortes ein herrliches Anwesen errichten ließ. Heute kann dort (in einem Neubau) jedermann entspannte Urlaubstage verbringen. „Noch bevor Max Schmeling am 22. Juli 1933 in der Saarower Kirche Schauspielerin Anny Ondra heiratete, übernachteten beide inkognito im Hotel „Villa Ettel““, verrät Angela Grabley. Damals galt das als Sündenfall. Die Gästeführerin berichtet sachlich, aber auch mit Witz über kleine und große Histörchen. „Wir wollen nicht nur Zahlen und Fakten herbeten, sondern auch Anekdoten und Geschichten erzählen.“ Auch andere Stars und Sternchen spielen bei den Rundgängen eine Rolle. Wegen seiner exponierten Lage zog der Scharmützelsee schon lange Prominente an. Sei es Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase („Sommer vorm Balkon“), Eiskunstlauf-Legende Christine Stüber-Errath oder Entertainer Wolfgang Lippert. Was man kaum glaubt, wenn man mit Angela Grabley durch den Ort schlendert: Gästeführerin ist sie erst seit ein paar Jahren: „Ich bin eher eine touristische Seiteneinsteigerin.“

urz nach dem Aufstehen liegt der See noch spiegelglatt im Morgendunst. Die ersten Jogger drehen ihre Runden. Im Bad Saarower Hafen machen Freizeitkapitäne ihre Kähne startklar. Der Scharmützelsee, von Theodor Fontane einst Märkisches Meer genannt, begeistert ganz unterschiedliche Gäste. Auch Pedalritter kommen hier auf ihre Kosten – ein schöner Radweg macht eine lockere See-Umrundung möglich. Die meisten Radler wählen Bad Saarow als Startpunkt. Vom historischen Bahnhof fährt man über den Kurpark zur schicken Uferpromenade. Fast lautlos geht es unter hohen Ulmen bis zum historischen Seebad. Hier lohnt ein kurzer Abstecher zur alten Dorfkirche (über Kirchstraße), in der Box-Legende Max Schmeling 1933 Filmstar Anny Ondra heiratete. Zwischen den Ortsteilen Dorf und Strand führt die Tour entweder auf dem gut ausgebauten Radweg an der Silberberger Chaussee oder dem Waldweg direkt am See weiter. Wer an der Straße fährt, biegt an der Strandstraße (Schild „Strand“) links ab. Dann geht es rechts weiter auf dem Friedrich-Engels-Damm bis zum Cafe Dorsch. Keine Bange vor den großen Schranken und Videokameras des kurz darauf beginnenden Hotelareals. Die Betreiber der Nobelherberge sind zwar vornehm, aber

nicht überkandidelt. Radler dürfen an der Schranke vorbeifahren. Nach 300 Metern durch eine Parkanlage geht es wieder rechts ab zur Silberberger Chaussee. Ausflügler haben die Wahl zwischen dem robusteren Uferweg und der straßenbegleitenden Radtrasse. Eine gute Gelegenheit zum Auftanken bietet Wendisch-Rietz am Südufer des Scharmützelsees mit Einkaufsgelegenheiten und Gaststätten. Wer länger rastet, dem sei die Badestelle des 1400-Seelen-Dorfes zwischen Seestraße und Kanal empfohlen. Wer noch Reserven hat, der radelt direkt weiter ins beschauliche Diensdorf-Radlow. Die hiesige Badestelle bietet nicht nur einen traumhaften Blick auf den See. Der Rastplatz auf einer großen Wiese verfügt auch über saubere Toiletten, Imbiss und Spielplatz. Es folgt die Schlussetappe in den Saarower Ortsteil Pieskow. Einen knappen Kilometer geht es auf der Diensdorfer Landstraße weiter. Bald kommt der Kurpark ins Blickfeld. Hier krönen viele das Ende ihrer Radtour mit einem Besuch der Bad Saarower Therme. Das ist aber eigentlich schon die nächste Ausflugsgeschichte.

Hochbetrieb an der Promenade in Bad Saarow.

Foto: Matthias Lubisch

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URLAUB & FREIZEIT

Der Ort im Grünen mit der Schildkröte im Wappen

Wer an frischer Luft Energie tanken will, ist in Grünheide richtig. Die Natur ist hier intakt und der RegionalExpress bringt Ausflügler aus Berlin in einer halben Stunde ins Grüne

Buntes Campusfest auf dem Löcknitzcampus.

Beliebt nicht nur bei den Grünheidern ist das Baden am Peetzseestrand. Er ist besonders für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Fotos (5): Michel Nowak

Das Wappentier von Grünheide ist die Sumpfschildkröte.

Schlauchbootslalom auf dem Werlsee in Grünheide.

Grünheide auf Rädern: Svetlana und Frank Rieger machen einen Zwischenstopp in Hangelsberg. Foto: Manja Wilde

In Grünheides Umgebung fühlen sich auch Haubentaucher wohl.


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m Sommer duftet der Wald nach Kiefern und im Herbst nach Pilzen. Im Winter knirscht dagegen Schnee unterm Wanderschuh. Wer an frischer Luft Energie tanken will, der ist im Grünheider Forst genau richtig. Die Natur ist hier noch intakt und der Regionalexpress RE1 bringt Ausflügler in einer halben Stunde aus der Weltmetropole Berlin raus ins Grüne. Bis zum Bahnhof Fangschleuse gilt sogar das ABC-Ticket! Das dürfte auch ein Grund sein, warum sich gerade im Grünheider Ortsteil Fangschleuse so viele Wandersleute auf Schusters Rappen begeben. Einer der schönsten Wanderpfade ist der Löcknitztalwanderweg, der von Fangschleuse aus immer entlang der Löcknitz über den Rastplatz Fontanekiefer bis zur Forellenanlage Klein Wall führt. Nach einem Fischimbiss oder einer Einkehr in Klein Wall geht es weiter durch ein herrliches Waldgebiet bis nach Hangelsberg. Allein im Naturschutzgebiet Löcknitztal leben über 100 Brutvogel-, 23 Fisch- und 450 Großschmetterlingsarten. Ein Fernglas sollte man deshalb möglichst im Gepäck haben. Mit etwas Glück lässt sich auf der Tour auch der seltene Eisvogel beobachten. Schon in Fangschleuse lohnt ein Abstecher zum Sumpfschildkrötengehege auf dem Löcknitzcampus. Ab Mai lässt sich das Wappentier Grünheides hier im Freien blicken. Im Löcknitztal lebten einmal Tausende dieser Tiere. Ein weiteres Naturschauspiel erwartet Gäste am Zielort der 8-Kilometer-Wanderung in Hangelsberg. Hier blühen im späten Frühjahr auf einer Fläche von rund 100 Hektar in den umliegenden Wäldern unzählige Maiglöckchen. Das Vorkommen gilt als eins der größten dieser Pflanze in Europa! Doch Grünheide ist nicht nur wald-, sondern auch sehr wasserreich. Im Süden liegt der Störitzsee. Als prägend gelten die Seenkette aus Werl-, Peetz- und Möllensee sowie die idyllischen Flüsse Löcknitz und Müggelspree. Auf den Gewässern kommen nicht nur Badelustige, sondern auch Freizeitkapitäne auf ihre Kosten. Als Radelrevier ist Grünheide ohnehin bekannt. Der Europaradweg R1 und der Spreeradweg begrenzen die Gemeinde im Norden und Süden. Viele geschichtskundige Gäste interessiert der Grünheider Ortsteil Altbuchhorst. Hier lebte DDR-Regimekritiker Robert Havemann in der Burgwallstraße. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof unweit des Peetzseeufers. Wer möchte, kann zwischen Grünheide, Erkner und Hangelsberg aber auch auf Theodor Fontanes Spuren wandeln. Der große Dichter setzte der Gegend vor knapp 140 Jahren ein literarisches Denkmal. Kleinode, Seen und Wandertipps finden sich nicht nur in seinen berühmten „Wanderungen durch die Mark Branden-

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Grünheide und Umgebung Eingebettet zwischen der Seenkette im Norden und der Müggel-Spree im Süden erstreckt sich „das lieblichste Tal der Mark“ - das Naturschutzgebiet Löcknitztal. Das 489 ha große Löcknitztal ist seit 1984 Naturschutzgebiet und seit 1998 zusätzlich als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) gemeldet. Namensgebend ist die Löcknitz, ein naturnaher Zufluss zur Spree, der sich als Mäander 15 km durch ein nahezu unberührtes Tal schlängelt, dessen Wiesen seit 50 Jahren nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. Dort leben 100 Brutvogel-, 23 Fisch- und weit über 450 Großschmetterlingsarten.

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Im Sumpfschildkrötengehege auf dem Löcknitzcampus lässt sich das Wappentier Grünheides im Freien blicken. 1934 beantragte die Gemeinde beim Innenministerium ein Wappen. Das Wappen zeigt eine aus dem Wasser steigende Schildkröte. Im Antrag wurde damals begründet, dass im Werlsee ein starkes Vorkommen der Sumpfschildkröten existiere und damit Grünheide über eine Besonderheit gegenüber den Nachbargemeinden verfüge. Heute gelten diese Tiere in der Region als verschollen.

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In Hangelsberg blühen im späten Frühjahr unzählige Maiglöckchen. Dabei handelt es sich um die natürliche bodendeckende Vegetation Laubund Mischwäldern auf sandigen Böden. Dieses zusammenhängende Maiglöckchenvorkommen soll eines der größten in Europa sein.

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Der Grünheider und Hangelsberger Forst zählt zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten der Mark Brandenburg. Foto: Jens Rümmler burg“ wieder. Auch in Romanen wie „Frau Jenny Treibel“ (nach einem Aufenthalt in Kienbaum) verarbeitete Fontane Eindrücke und Begebenheiten. Wer sich rund um Grünheide auf Schusters Rappen begibt oder radelt, entdeckt Orte, die auch der Schriftsteller besuchte. Das Löcknitztal hat es Theodor Fontane offenbar besonders angetan. Er schwärmte einst vom „lieblichsten Tal der Mark“. In Band 4 seiner märkischen Wanderungen schrieb der gebürtige Neuruppiner: „Dann und wann ein rauschendes Wehr, eine Sägemühle, dazwischen Brücken, die den bequemen Wald- und Wiesenweg vom rechten auf die linke (...) Uferseite führen. Selbst die Namen werden poetisch: Alt-Buchhorst und Lie-

benberg, Klein Wall und Gottesbrück und der Werl- und Möllensee dazwischen.“ Auch wenn Brücken und Sägemühlen nicht mehr existieren, können sich Wanderer vor Ort schnell in Fontanes Wanderwelt versetzen. Denn die Idylle blieb. Am 7. Juli 1887 kam Theodor Fontane an den Kalksee ganz in der Nähe, um sich im dortigen Seebad Rüdersdorf vier Wochen zu erholen. Der Dichter („Effi Briest“, „Der Stechlin“) schwärmte am Gewässer von der „tiefen Stille der Natur“. Der Vollständigkeit halber noch ein Satz zu Fontanes Wanderlust: Die muss man relativ sehen. Denn ein großer Wanderer war der Autor Chroniken zufolge offenbar nicht. Er reiste vielmehr mit Bahn und Kutsche, lief ab und zu ein Stückchen.

Sowohl Radwander-Profis als auch Einsteiger sollten Grünheide (Mark) unbedingt in ihren TourenPlan mit aufnehmen. Durch und rings um Grünheide (Mark) führen zahlreiche sehr gut ausgebaute Fernradwege. Der Europaradweg R1, der von Calais nach Königsberg führt, begrenzt Grünheide beispielsweise im Norden. Auch der Spreewaldradweg ist ein Erlebnis. Dabei folgt man der Spree von der Quelle bis zur Mündung, durch Wald und Wiesen entlang des Flusses mit ihren kaum befestigten Ufern.

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Kurzer Weg aus Berlin: bis Fangschleuse gilt das ABC-Ticket. Die Tageskarte gibt es für 7,70 Euro.

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URLAUB & FREIZEIT

Gerhart-Hauptmann-Stadt vom Wasser aus entdecken

Nicht nur Hauptstädtern bietet Erkner vielfältige Ausflugs- und Erholungsmöglichkeiten mit seiner Wald- und wasserreichen Umgebung

Das Heimatmuseum gehört zum Museumshof am Sonnenluch.

Das Gerhart-Hauptmann-Museum in Erkner zeigt in seiner Dauerausstellung einen Gesamtüberblick über Leben und Werk des Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann. Fotos (4): Florian Läufer

Sportlich: Stand-Up-Paddler auf der Spree. Foto: Roland Hanke

Beliebtes Ausflugsziel: der idyllische Dämeritzsee.

Seit 1910 befährt der Familienbetrieb Kutzker Berliner und Brandenburger Ge- Die Genezareth-Kirche in Erkner wurde wässer. Foto: Jan-Henrik Hnida 1896–1897 erbaut.


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ein erstes Drama „Vor Sonnenaufgang“ entstand in Erkner. Menschen, Gebäude und Naturkulissen der Gegend dienten aber auch als Vorlage für bedeutende Werke wie „Bahnwärter Thiel“ oder „Fasching“: Gerhart Hauptmann, der Autor von Weltrang, hatte in Erkner nicht nur eine seiner kreativsten Phasen. Hier begann seine Schriftsteller-Laufbahn erst so richtig. Vier Jahre lebte der Nobelpreisträger Ende des 19. Jahrhunderts in der Villa Lassen - seit über 30 Jahren ist das Haus Museum und Gedenkort für den großen Dichter. Besucher kommen aus aller Herrn Länder, um am authentischen Ort in Hauptmanns Werk einzutauchen. Die Schau zeigt eine Gesamtübersicht seines künstlerischen Schaffens. Die Einrichtung wurde aus dem Teilnachlass des Dichters rekonstruiert. Ein Großteil der Bibliothek Gerhart Hauptmanns befindet sich heute in der Sammlung des Hauses. Das ganze Jahr über gibt es Events und Lesungen, die das Werk des Schriftstellers würdigen. In der Aufzählung Prominenter darf in Erkner der Name Carl Bechstein nicht fehlen. Die einstige Villa des weltberühmten Berliner Konzertflügelfabrikanten dient bis heute als Rathaus. Der herrliche Park zwischen Behörde und Dämeritzsee ist ein für jedermann zugängliches Kleinod. Hier finden Einheimische und Gäste in unseren Breitengraden eher seltene Gewächse wie Gingko oder die Kaukasische Flügelnuss. Apropos Kleinode: Da haben Ausflügler im wald- und seenreichen Umland Erkners die Qual der Wahl. Pedalritter starten mit dem Rad vom S-Bahnhof gern Richtung Grünheider Seenkette. Wer genug Körner hat, der radelt gleich weiter

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Erkner und Umgebung

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Sieben Wanderwege durchziehen die Umgebung. Der Spree-Radwanderweg, der Europa-Radwanderweg und der überregionale Müggel-Spree-Weg laden Aktive ein. Alle Wege gehen von Erkner aus oder treffen sich hier.

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Museumsbesuche sind mehr als eine Schlechtwetter-Variante: Im Gerhart-Hauptmann-Museum beispielsweise können Besucher mehr über den Schriftsteller und Nobelpreisträger erfahren.

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Dem heimatgeschichtlich Interessierten sei besonders das Heimatmuseum empfohlen. Auch ein Besuch des Kinderbauernhofs mit rund 60 Tieren und des Kinos sind nicht nur für die kleinen Gäste lohnenswert.

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Erfrischung: Manuela Walzner aus Erkner gehört zu den Badegästen, die das kühle Wasser im Dämeritzsee in Erkner genießen. Foto: Manja Wilde bis nach Storkow oder Bad Saarow. Zu den schönsten Strecken zählen der Spreeradweg und Europaradweg, die Erkner beide tangieren. Insgesamt verlaufen in der Stadt sowie in der Umgebung sieben überregionale Wanderwege. Viele der Pfade sind zertifiziert.

Stadtrecht erhielt Erkner übrigens erst vor 21 Jahren. Ihren Namen trägt die Kommune aber bereits seit mehr als 130 Jahren – auf „Allerhöchsten Erlass seiner Majestät des Königs“. So zumindest steht es in alten Chroniken. Der vorherige Name der Gemeinde: „Rüdersdorfer Heidedistrikt I“.

Direkt mit der S-Bahn zu erreichen, liegt die Stadt Erkner inmitten der märkischen Wald- und Seenlandschaft. Auch für den, der mit dem Fahrrad oder dem Auto in Erkner ankommt, öffnet sich das Tor zum „Spreeland“.

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Der Dämeritzsee ist ein Knotenpunkt für die örtliche Freizeitschifffahrt, da man von hier aus verschiedene Gewässer, wie den Müggelsee und den Seddinsee erreichen kann. ANZEIGE

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Im Kajak oder Canadier über die Spree Kanusport Spree in Hangelsberg hat für die neue Saison ein erweitertes Angebot für Wassersportler Hangelsberg (mw). „Wir sind die größte Test-Station in ganz Deutschland“, sagt Chef Ralph Konrath von Kanusport Spree in Hangelsberg. Rund 80 Kajak- und Canadiermodelle können Wassersportler dort ausprobieren. Das rund 3500 Quadratmeter große Grundstück, direkt an der Spree, hatte Konrath bereits 2006 erworben. Anfangs gab es nur ein kleines Büro. Heute liegen glänzende Kajaks und Canadier dicht an dicht in einem 200 qm großen Verkaufsraum aus Glas. Dieser sitzt an einem Empfangsbereich für die Gäste. Dahinter liegen in einem Altbau Büroräume, ein Appartement mit Spree-

blick sowie Gästezimmer. Wer es einfacher mag, kann sein Zelt auf einer von drei Terrassen direkt am Ufer des Gewässers aufschlagen. In einem Nebengebäude wurde ein weiteres Apartment fertig gestellt. Nach einem beruflichen Ausflug ins Exportmarketing hatte Ralph Konrath Anfang der 1990er-Jahre mit dem Verkauf von Booten begonnen. 1995 eröffnete er sein erstes eigenes Geschäft in Berlin-Kreuzberg. 1999 folgte der Umzug nach Erkner. Im Jahr 2015 zog das Unternehmen Kanusport Spree in den Grünheider Ortsteil Hangelsberg, Bahnhofstraße 1, um. Ursprünglich hatte der Geschäftsmann dort nur einen Wasserwanderrastplatz geplant. Inzwischen verkauft er Hunderte Boote pro Jahr von dort aus. Tausenden Gästen verleiht er Wasserfahrzeuge. 14 Kilometer ist die Strecke lang, wenn die Boote in Fürstenwalde in die Spree eingesetzt werden. Drei Stunden dauert die Tour etwa. Außerdem werden Gruppentouren ab Fürstenwalde angeboten, auch im Zusammenhang mit Grillen auf der Terrasse. Wer mag, kann dann in Hangelsberg übernachten und am

nächsten Tag die 26 Kilometer nach Erkner antreten, wo die Wasserfahrzeuge in der Ablagestelle abgegeben werden können. www.kanusport-erkner.de

Ralph Konrath, Chef des Kanusport Spree in Hangelsberg, und Mitarbeiterin Laura Kuschke mit den neuen Kajaks. Sie sind aus tiefgezogenem Acryl-Material gefertigt. Foto Manja Wilde


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URLAUB & FREIZEIT

Musik an ungewöhnlichen Orten Das Schöneicher Musikfest lockt am 4. Mai wieder den ganzen Tag lang mit einem vielfältigem musikalischen Programm

Der Schöneicher Schlosspark ist nur einer von insgesamt 16 Orten in der ganzen Gemeinde, an denen zum Musikfest Konzerte stattfinden.

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Spielen auf dem Musikfest: die Treptower Tastenteufel.

HEIMATMUSEUM Der unter Denkmalschutz stehende Museumshof am Sonnenluch, mit seinem Kräuter- und Obstgarten, beheimatet das Heimatmuseum Erkner. Letzteres ist der zentrale Punkt des Hofes und befindet sich im ältesten mitteldeutschen Ernhaus aus Zeiten der friderizianischen Binnenkolonisierung (um 1760). Das Museum beherbergt eine ständige Ausstellung, die einen Überblick über die wesentlichen Epochen, Ereignisse und Persönlichkeiten der Stadtgeschichte Er-

Foto: privat

ie Waldgartenkulturgemeinde lädt wieder zum beliebten Musikfest ein: am 4. Mai werden von früh bis spät in Schöneiche viele Konzerte zu erleben sein. Ein volles Programm liegt bereits öffentlich aus: an 14 Veranstaltungsorten erklingt Musik unterschiedlicher Genres: Jazz, Blues, Pop, Bigband, Klassik, Lounge, Weltmusik… vokal oder instrumental aufgeführt. Der besondere Clou, Musik findet hier nicht nur an „herkömmlichen“ Veranstaltungsorten statt, sondern auch an ganz ungewöhnlichen Orten, wo man Musik normalerweise nicht erwartet. Orte wie die Streuobstwiese oder der Schlosspark bestechen mit Natur und Idylle und die Waschhalle der Schöneicher-Rüdersdorfer-Straßenbahn bieten eine spannende Konzertatmosphäre. Aber auch traditionelle Konzertorte wie die Kulturgießerei oder die ehemalige Schlosskirche sind mit von der Partie. Bürgermeister Ralf Steinbrück hat die Schirmherrschaft für das Musikfest übernommen. Der Veranstaltungsflyer bietet neben dem umfangreichen Programm auch zusätzliche Informa-

Foto: Anselm Nitzsche

tionen: So ist eine Zeitschiene vorhanden, welche abbildet, wann und wo Konzerte parallel oder nacheinander laufen. Umfangreiche weitere Informationen, zum Beispiel zu den Künstlern, bietet die Internetseite www.musikfest-schoeneiche.de, welche mit Unterstützung der Schöneicher Bürgerstiftung realisiert wurde. Der Eintritt ist kostenfrei. Mit dem Kauf eines Sponsorenbändchens kann das Fest, welches durch vielseitiges ehrenamtliches Engagement, Freude an Musik und Enthusiasmus beim Musizieren getragen wird, dennoch unterstützt werden. Die Eröffnung des Festes durch den Schirmherrn Bürgermeister Ralf Steinbrück wird in diesem Jahr um 11 Uhr auf dem Gelände der ökologischen Lehmbausiedlung Landhof sein. Diese besondere Siedlung feiert 2019 ein kleines Jubiläum: 25 Jahre Grundsteinlegung.

kners von der Bronzezeit bis zur mer und eine Küche mit typisch ostGegenwart gibt. So kann beispiels- deutschen Produkten. weise eine traditionelle Schwarze Auf dem Gelände des MuseumshoKüche in Augenschein genommen fes befinden sich in einer ausgewerden. Aber auch eine Entde- bauten Scheune weitere Ausstelckungsreise durch die DDR wird lungen. Zum einen über Handwerk geboten: Stöbern Sie durch ein voll- und Gewerbe in Erkner. Zum anständig eingerichtetes Wohnzim- deren über die Anfänge des ersten vollsynthetischen Kunststoffes der Welt, Bakelit, und somit der Entwicklung der Chemieindustrie in Erkner. Auch wechselnde Son- lädt zum Verweilen ein. Hier finderausstellungen finden hier ih- det man auch eine kleine Ausstelren Platz. lung von landwirtschaftlichen GeDie Außenanlage mit Kräutergar- räten. Auf dem Museumshof finden ten, Streuobstwiese, Insektenho- ergänzend regelmäßig verschietel und historischem Holzbackofen dene Feste und Veranstaltungen

statt, wie der Osterbasar oder das Kolonistenfest. Der Museumshof befindet sich etwas südlich des Stadtzentrums, ist vom Regional- und S-Bahnhof aber in einer knappen halben Stunde per Fuß zu erreichen. Die nächstgelegenen Haltestellen sind Erkner - Buchhorster Str. oder Bergstr. Hinweis: Da die Menschen zur Zeit der Erbauung des Hauses wesentlich kleiner waren, sind die Türen sehr niedrig gehalten! Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.heimatverein-erkner.de


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Auf Hauptmanns Spuren

Museum in Erkner bietet kulturelle Veranstaltungen rund um den Schriftsteller an

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nweit der Genezareth-Kirche befindet sich das Gerhart-Hauptmann-Museum in der Villa Lassen. Hier können Gäste spannende Veranstaltungen besuchen. So zum Beispiel die Schreibwerkstatt des Museums oder auch Lesungen. Am 28. April um 17 Uhr werden in einer musikalischen Lesung der Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und seiner Ehefrau Emilie näher betrachtet. Lesen werden Antje und Martin Schneider. Angela Maria Stoll wird am Klavier mit passenden Stücken die Veranstaltung begleiten. Am letzten Sonntag im Monat gibt es für interessierte Besucher um 11 Uhr eine Führung durch das Museum. Der Eintritt beträgt drei Euro (Kontakt: Tel. 03362/3663). Die nächsten Sonntagsführungen finden am 28. April und 26. Mai statt. Das Museum ist auch ein Ausgangspunkt für

Mitten im Stadtzentrum: Die Genezareth-Kirche.

eine kulturelle Radwanderung auf den Spuren Hauptmanns am 18. Mai um 14 Uhr: „Wir besuchen Schauplätze aus den Novellen und Stücken des Dichters und stellen Ihnen die entsprechenden Texte dazu vor“, heißt es in einer Ankündigung. Die Tour führt durch die Stadt Erkner und ihre Umgebung. Pro Person wird für die dreistündige Veranstaltung ein Unkostenbeitrag in Höhe von fünf Euro erhoben. Wer sich noch mehr über die bemerkenswerten Historie der Stadt informieren möchte, kann dies am internationalen Museumstag, dem 19. Mai. Mehr unter www.hauptmannmuseum. de und unter www.erkner.de.

Foto: Anna Pröschild

Kirche täglich geöffnet

Genezareth-Gemeinde im Stadtzentrum von Erkner lädt zur Erholung vom Alltagsstress ein

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ie Genezareth-Kirche an der Friedrichstraße bietet in der Hektik des Alltags einen Ort der Stille: „Für alle, die eine Oase der Ruhe im lauten und stressigen Alltag suchen, für Reisende und (Rad)-Wanderer, die eine Rast machen, für Menschen, die sich für das Innere der Genezareth-Kirche interessieren ist die Kirche von Anfang Mai bis zum Erntedankfest Ende September, montags bis samstags von 13 Uhr bis 16 Uhr, geöffnet“, erklärt die Gemeinde auf ihrer

Homepage. Zu den Öffnungszeiten befindet sich auch ein Ansprechpartner der Kirchengemeinde vor Ort. „Sie können eine Kerze entzünden, die Stille für Meditation und Gebet nutzen oder die aktuelle Ausstellung anschauen“, lädt die Evangelische Kirche ein. An den Sonntagen finden regelmäßig Gottesdienste statt.

Das Gerhart-Hauptmann-Museum in der Villa Lassen.

Foto: Anna Pröschild

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TERMINE

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URLAUB & FREIZEIT

Nur einen Katzensprung von Berlin entfernt

Woltersdorf und Schöneiche sind immer einen Ausflug wert: Schleuse, Seen und die alte Straßenbahn. Schnell stellt sich hier das Gefühl der Erholung ein

In der Kulturgießerei Schöneiche gibt es viele Veranstaltungen. Foto: Martin Stralau

Angeln bei Sonnenuntergang am Flakensee in Woltersdorf. Petri heil!

Foto: Lisa Pegel

Baden am Kalksee in Woltersdorf. Foto: Bernhard Schwiete

Minigolf: Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf. Foto: Elke Schlegelmilch

Ein Radler fährt von Schöneiche kommend entlang am blühenden Rapsfeld zwi- Star vom Flakensee: Dieser Schwan beschen der B1/5 und Neuenhagen. Foto: Gerd Markert schützt seinen Nachwuchs. Foto: Archiv


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unächst schauen viele ungläubig, wenn sie zum ersten Mal die Waggons der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn bzw. die Wagen von ihrem Pendant in Woltersdorf sehen. Seit 109 Jahren zuckelt die zuerst genannte Linie durch Wald und Flur. Kantige Fahrzeugfronten älterer Wagen bilden den Kontrast zu Scheinwerfern, die Kulleraugen ähneln. Ein Fahrer meinte mal im Scherz, die Strecke seit etwas für Leute, die Wald, aber keine Wanderungen mögen. Bis heute pendelt die Bahn zwischen Friedrichshagen, Schöneiche und Rüdersdorf. Die Woltersdorfer Tram versprüht denselben Charme. Seit 1913 fährt sie zuverlässig zwischen Woltersdorfer Schleuse und dem S-Bahnhof Berlin-Rahnsdorf. Woltersdorf ist die wahrscheinlich kleinste Gemeinde Deutschlands mit eigener Straßenbahn! An der berühmten Woltdersdorfer Schleuse angekommen, zieht es viele gleich weiter zum Aussichtsturm auf den Kranichsbergen. Neben der tollen Aussicht gibt es hier eine Ausstellung zur spannenden FilmHistorie der Region. Gleich um die Ecke am Kalksee wurden einst „Das indische Grabmal“ und „Der Tiger von Eschnapur“ gedreht. Touristen zieht es nicht nur wegen schöner Wanderwege und Restaurants an die Schleuse. Auch die 1886 erbaute „Liebesquelle“ dürfte ein Grund sein. Heute sprudelt die originale Quelle zwar nicht mehr. Ein Blickfang ist sie aber immer noch. In Schöneiche locken wiederum Kulturgießerei, Raufutterspeicher und frühere Schlosskirche zu einem Besuch. Das einstige Gotteshaus ist einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Kulturinteressierte. Allein hier finden im Jahr um die 30 Konzerte statt. Events steigen auch im Raufutterspeicher, dem letzten erhaltenen Gebäude dieser Art in der Mark. Der ExSpeicher wurde um 1730 von Friedrich Wilhelm I. für die Pferde der Kavalerie erbaut. Ein beliebtes Schöneicher Ausflugsziel ist der Kleine Spreewaldpark. Ein findiger Gastwirt legte das Kleinod vor fast 100 Jahren an. Fließe und Kanäle am Fre-

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Woltersdorf und Schöneiche Ein Spaziergang zur alten Schleuse gehört zu einem Woltersdorf-Ausflug einfach dazu. Von der kleinen Besucherbrücke aus kann die Funktionsweise des „Schiffs-Fahrstuhls“ aus der Nähe beobachtet werden.

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Der schöne Wanderweg am Flakensee zwischen Woltersdorf und Erkner gewährt beste Blicke auf das idyllische Gewässer. Mal schnattern Enten, mal ziehen zwei verliebte Schwäne ihre Bahnen. Nette Cafés laden in Nähe der Schleuse zum längeren Verweilen ein.

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Das Woltersdorfer Heimatmuseum in der Alten Schule (Rudolf-Breitscheid-Straße 27) ist immer einen Ausflug wert. Zu sehen sind prähistorische Funde von Stein- bis Eiszeit. Auch der Woltersdorfer Lebensreformer und Jugendstilkünstler Fidus spielt in der Schau eine wichtige Rolle.

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Ein Spaziergang durch den Schöneicher Ortsteil Kleinschönebeck ist ein Ausflug in den historischen Kern der Gemeinde. Blickfang sind die evangelische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, das alte Spritzenhaus sowie der Dorfteich. Gäste genießen hier Idylle pur.

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Das Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Schöneicher Heimathaus ist das älteste (frühere) Wohnhaus im Ort. Eine Ausstellung zeigt die Entwicklung der aufstrebenden Gemeinde vor den Toren der Hauptstadt Deutschlands. Sehenswert ist die „Schwarze Küche“. Mitglieder des Heimatvereins berichten lebendig aus der Geschichte Schöneiches.

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Fährt seit 1913: die Woltersdorfer Tram.

Foto: Jens Rümmler

dersdorfer Mühlenfließ erinnern an den Original-Spreewald. Führt dieses märkische Labyrinth genug Wasser, fahren sogar Kähne. Die Idylle Schöneiches zog seit jeher Prominente an. Schriftsteller Otto

Häuser („Ottokar, der Weltverbesserer“) oder Puppenspieler Heinz Schröder („Pittiplatsch“) gehörten dazu. Die berühmteste Bewohnerin war Entertainerin und Komödiantin Helga Hahnemann.

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4. Mai 2019

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URLAUB & FREIZEIT

Bergbau, Kultur und idyllische Seenlandschaft

Am nördlichen Rand des aktiven Tagebaus spiegelt der Museumspark Rüdersdorf mit einzigartigen Bauwerken und Industriedenkmälern die lange Bergbautradition der Gemeinde wider

Kunst und Unterhaltung bieten Kulturhaus und Museumspark.

Der traditionelle Umzug der Bergleute „mit Geleucht“ und Zapfenstreich der Bergkapelle darf beim Rüdersdorfer Bergfest, das an ganzen drei Tagen gefeiert wird, nicht fehlen. Fotos (4): Gerd Markert

Hier wird lebendige Industriegeschichte vermittelt.

Gruselig schön wird Halloween im Park gefeiert.

Nostalgisch knattern die Zweitakt-Motoren beim IFA und Oldtimertreffen im Rü- Mit ihrem südlichen Flair bezaubert die Foto: Jana Posna dersdorfer Ortsteil Herzfelde. Foto: Thomas Berger Landhofsiedlung.


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lück auf! Rüdersdorf. Was ungewöhnlich klingt, ist für die Rüdersdorfer ganz alltäglich – der Bergbau. Einmalig in Brandenburg, an der Berliner Stadtgrenze liegt der nordöstlichste Festgesteinstagebau der Bundesrepublik. Hier fahren heute noch Bergleute untertage. Kalkstein liegt normalerweise tief unter der Erde – in Rüdersdorf aber herrschen ideale Bedingungen. Eine Laune der Natur hat es möglich gemacht, dass das riesige Vorkommen an Kalkstein hier seit 760 Jahren gefördert und zu Baustoffen verarbeitet werden kann. Halb Berlin und auch bedeutende Bauwerke dieser Stadt sind mit Kalkstein gebaut – darunter auch die Nikolaikirche und das Olympiastadion. Im Museumspark Rüdersdorf kann man sich auf den Spuren der Geschichte mit dem hiesigen Bergbau vertraut machen und auch Einblicke in den noch aktiven Tagebau gewinnen. Den Museumspark mit seinen einzigartigen Industriedenkmälern bekannter Architekten erkundet man zu Fuß, mit E-Bikes, mit Kanus oder mit GoKarts. Historische Führungen berichten interessante Geschichten aus vergangenen Zeiten. Unter Bergbauminister Anton von Heinitz, dem späteren Gründungsmitglied der Bergakademie Freiberg, bauten hier berühmte Architekten wie Karl Friedrich Schinkel, Tick und Schwaetzer. Hier herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, man kann die Geschichte atmen. Nicht von ungefähr ist die weithin sichtbare Schachtofenbatterie gemeinsam mit dem nahen alten ChemiewerkAreal, welches nicht zum Park gehört, mit ihrem maroden Charme immer wieder Kulisse für Filmaufnahmen. Dokumentationen, aber auch Hollywoodfilme wurden in Rüdersdorf gedreht. Wie zum Beispiel der US-amerikanische Film „Tribute von Panem“ oder der deutsch-amerikanische Spielfilm mit George Clooney „Monuments Men“. Aber auch die Band

Fünf Gründe für einen Ausflug nach Rüdersdorf Ein Spaziergang durch die Landhaussiedlung kommt einem Ausflug in die Geschichte gleich. Die ehemalige Kalkbergarbeitersiedlung wurde 1865 errichtet und hat ihren Charme bis heute erhalten.

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Der Museumspark Rüdersdorf ist nicht nur ein großes Freilichtmuseum zu Angucken, sondern auch zum Anfassen. Bei einer geologischen Führung durch den Tagebau kann man sich selbst auf Fossiliensuche begeben und mit viel Glück eine der 240 Millionen Jahre alten versteinerten Muscheln finden.

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Wer nicht selbst durch den Park spazieren möchte, dem sei eine Land-Rover-Safari durch den Tagebau empfohlen. Diese bietet interessante Einblicke in das Tagebaugeschehen und spannende Informationen zu Geologie und Historie des Areals. Am Wochenende stehen die Geräte zwar still, die Route führt dann aber auch direkt durch den Tagebau.

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Fossiliensuche im Steinbruch macht allen Besuchern Spaß. Rammstein inszenierte hier für ein Musikvideo eine Mondlandung. Abenteuerlustige und wissensdurstige Besucher haben bei den angebotenen geologischen Touren die Gelegenheit, direkt im Tagebau nach Fossilien zu suchen. Spannend ist auch eine Tagebau-Safari mit dem Land-Rover am Rande des noch aktiven Kalksteintagebaus entlang. Der Museumspark ist von April bis Oktober täglich zwischen 10 Uhr und 17 Uhr geöffnet – allerdings nur mit telefonischer Anmeldung unter: (033638) 799797 oder unter: kasse@museumspark-kulturhaus. de. Ein Spaziergang durch die Rüdersdorfer Landhofsiedlung mit ihrem südli-

Archivfoto: Thomas Berger

chen Flair kommt einem Ausflug in die Geschichte gleich. Die ehemalige Kalkbergarbeitersiedlung wurde von 1865 bis 67 kostengünstig aus Kalkstein errichtet und hat ihr Aussehen bis heute kaum verändert. Damals herrschte akuter Wohnungsmangel unter den Bergleuten und so beschloss die Berginspektion Rüdersdorf den Siedlungsbau. Im Erdgeschoss der Häuser lebten Familien, die Dachkammern waren alleinstehenden Bergleuten vorbehalten. Die Toiletten befanden sich damals noch auf dem Hof, das Wasser kam aus einem Brunnen und ein öffentlicher Backofen stand für alle bereit.

Traut euch. Auch zum Heiraten ist dieser Ort ideal. Im Magazingebäude und auf der Wiese kann man sich ein ganz besonderes Ja-Wort geben.

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Zahlreiche Kulturveranstungen locken im Sommer nach Rüdersdorf. Traditionell wird am ersten JuliWochenende das Bergfest gefeiert mit dem Festumzug der Bergleute.

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Frühlingsfest mit Katze

Der Tierschutzverein in Rüdersdorf hilft den Samtpfötchen. In der Katzenpension können Stubentiger Urlaub machen

S Aus Nah und Fern rollen die Freunde der Ostfahrzeuge an. Auf dem Teilemarkt findet sich, was man sonst vergeblich sucht. Foto: Thomas Berger

Es knattern die Motoren 11. IFA und Oldtimer Treffen am Pfingstwochenende in Herzfelde

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as Knattern der Zweitakt-Motoren und der nostalgische Auspuffgeruch des Trabant gehören einfach mit dazu, wenn sich die Freunde der Ostfahrzeuge aus ganz Deutschland treffen. Im Rüdersdorfer Ortsteil Herzfelde findet am Pfingstwochenende das 11. IFA und Oldtimer Treffen auf dem Gelände der Alten Ziegelei in der Strausberger Straße 9 statt. Auch in diesem Jahr wird der Fokus dabei auf den klassischen Fahrzeugen aus dem Osten und der ehema-

ligen DDR liegen. Vertreten sind Nutzfahrzeuge, Pritschenwagen und natürlich Wartburg und Trabant, Skoda, Robur, Lada, Simson, aber auch andere Marken. Es gibt viel zu gucken und zu erleben. Neben der großen Fahrzeugschau kann man auf dem Teilemarkt lang gesuchte Schätzchen erstehen.

ie ist eine der zahllosen Einrichtungen, die nur deshalb funktionieren, weil Menschen sich in ihrer Freizeit freiwillig engagieren: Die Katzenauffangstation in Rüdersdorf. Auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs entsteht in mühevoller Kleinarbeit ein Ort, an dem herrenlose Tiere aufgenommen, versorgt und wieder vermittelt werden. Manche von ihnen bleiben aber auch für immer, weil sie nicht mehr vermittelbar sind. Viele Tiere, die in der Auffangstation ankommen, sind traumatisiert. „Wir wissen nicht, was sie erlebt haben und es erfordert viel Liebe und Geduld“, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Strausberg, Rüdersdorf und Umgebung e.V. Beate Altmiks. Schritt für Schritt wurde das alte Verwaltungsgebäude umgebaut, fünf Katzenstübchen mit Außengelände errichtet und währenddessen läuft der Normalbetrieb. Zudem konnte im Herbst die neue Quarantänestation eingeweiht werden, in der alle Neuankömmlinge erst einmal gründlich durchgecheckt werden. Einer, der fast jedes Wochenende an der Quarantänestation mitgebaut hat, ist Frank Preuße. Der Tischler ist seit 2012 mit dem Tierschutzverein verbunden. Schon damals in Vogelsdorf hat der handwerklich begabte Rüdersdorfer mit an-

gepackt. „Angefangen hat alles mit dem Einbau einer Tür“, erinnert sich Frank Preuße. Er half bei den fünf Katzenstübchen mit der Inneneinrichtung, beim Anstrich und bei den Außenanlagen, wo die Katzen sich frei bewegen können. Hier zu helfen, ist ihm eine Herzensangelegenheit. „Tiere sind Lebewesen und sie brauchen Hilfe, ich mache da keinen Unterschied“. Eine wichtige Institution der Katzenauffangstation, ist die Pflegestation. Hier werden Tiere versorgt, die verletzt sind oder eine intensive Betreuung brauchen. Derzeit werden 25 Katzen dort fachmännisch gepflegt. Innerhalb der Pflegestelle wurden zusätzliche Kapazitäten für eine Katzenpension geschaffen, wo Stubentiger ihre Ferien verbringen können. In einem gemütlichen Katzenzimmer – in der Gruppe oder auch einzeln – mit gartenähnlichen Balkon werden sie während der Urlaubszeit liebevoll und sachkundig betreut. Wer die Arbeit des Tierschutzvereins kennen lernen möchte, ist zum Frühlingsfest am 18. Mai ab 13 Uhr herzlich eingeladen.


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URLAUB & FREIZEIT

Mehr als nur leuchtende Oderhänge

Seelow, Lebus und viele Dörfer im Bruch haben sich zu liebens- und sehenswerten Orten gemausert. Der Landstrich vereint Natur, Kultur und eine besondere Historie

Viel Kultur findet im Kunstspeicher an der B167 statt. Foto: privat

Ganzjährig finden auf dem Areal des Schlosses Neuhardenberg hochkarätige Veranstaltungen statt - von Ausstellungen über Lesungen bis hin zu Theateraufführungen und Konzerten. Foto: Steffen Lehmann

Odervorland wird das Gebiet am Deich genannt. Fotos (3): Patrick Pleul

Leuchtende Adonisröschen bei Lebus und Mallnow locken Wanderlustige.

Kleinod an der Oder: Vom historisch bedeutenden Lebuser Burgberg haben Be- Im Frühjahr und Herbst machen tausucher eine traumhafte Aussicht. Foto: Steffen Lehmann sende Kraniche im Orderbruch Rast.


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rasende Pferde, alte Gehöfte und bis zum Horizont urwüchsige Natur: Das ist das Oderbruch, eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Doch nicht nur diese Idylle, auch Kultur und eine spannende Historie prägen das Oderbruch. Ohne Preußenkönig Friedrich II. würde es dieses faszinierende Binnendelta der Oder so gar nicht geben. Mitte des 18. Jahrhunderts sorgte der „Alte Fritz“ für die Trockenlegung des Feuchtgebiets. Aus Sümpfen wurde Ackerland, Voraussetzung für die Ansiedlung von rund 1500 Einwanderer-Familien. Mit ca. 60 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 20 Kilometern wirkt das Oderbruch auf der großen Landkarte eher unscheinbar. Doch dieser Landstrich ist ein echtes Natur- und Tierparadies. Die Rast von Zugvögeln, wie Wildenten und Kranichen, ist ein Naturschauspiel. Allein am Kietzer See, im Europäischen Vogelschutzgebiet Altfriedländer Teiche, legen im Herbst bis zu 30000 Saat- und Bläsgänse Rast ein. Von der reizvollen Landschaftskulisse profitieren längst Urlauber und Tagesgäste. Beispielsweise per Pedalritt auf dem Oderbruchbahn-Radweg. Über rund 130 Kilometer geht es, teils direkt am stillgelegten Gleis, auf Zeitreise ins letzte Jahrhundert. Auch der Oder-Neiße-Radweg zählt hier zu den beliebten Strecken. Schon seit Jahrzehnten schätzen Künstler die Abgeschiedenheit des Oderbruchs. Gern lassen sich Maler, Keramiker und andere Kunstschaffende in ihren Ateliers über die Schulter blicken. Überregional bekannt ist das „Theater am Rand“ in Zollbrücke, wo Schauspielstars wie Thomas Rühmann auftreten. Ein ganz besonderes Kleinod ist Schloss Neuhardenberg, einst Sitz des preußischen Staatskanzlers und Außenministers Karl August Fürst von Hardenberg. Der klassizistische Bau mit dem von Lenné entworfenen Park und Schinkel-Kirche ist mit Konzerten und Events ein Brandenburger Kultur-Zentrum. Viele Veranstaltungen sind lange vorher ausverkauft. Konzerte, Lesungen sowie Events mit Künstlern und Intellektuellen ziehen ein breites Publikum an. Zuletzt erlebten

Fünf Gründe für einen Ausflug ins Oderbruch Seelow gilt als eine der kleinsten Kreisstädte in Deutschland. Doch das im zweiten Weltkrieg schwer zerstörte Städtchen hat sich gemausert. Marktplatz und Stadtpfarrkirche sind sehenswert, ebenso wie die Gedenkstätte Seelower Höhen.

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Vor den Toren von Seelow befindet sich Friedersdorf mit seiner Barockkirche und dem Kunstspeicher an der B 167. Hier gibt es regelmäßig Konzerte, Feste, Ausstellungen und Lesungen.

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Einen reizvollen Blick auf die Oder genießt der Besucher in Lebus. Im Haus Lebuser Land präsentiert der Heimatverein Ausstellungen über die Geschichte der Stadt, darunter Repliken eines fast 3000 Jahre alten Bronzeschatzes.

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Wer die B1 von Seelow aus ostwärts fährt, gelangt direkt ins Oderbruch. Das knapp 60 km lange und zwölf bis 20 km breite Binnendelta erstreckt sich zwischen den Städten Oderberg im Nordwesten und Lebus im Südosten. Mit nur zwei bis fünf Metern über dem Meeresspiegel ist die Region die am tiefsten liegende Ecke Brandenburgs. Hier kann man zur Ruhe kommen, aber auch einzigartige Landschaftsbilder genießen.

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Das Oderbruch ist ein Paradies für Naturliebhaber. Gäste hier Schauspieler wie Milan Peschel und Axel Prahl, aber auch Altbundespräsident Horst Köhler. Wem es gefällt, der bleibt gleich ein paar Tage länger und logiert im feinen Schlosshotel. Viele interessieren sich für die bewegte Historie des Ortes: Schloss und Kirche entstanden nach den Ideen von Karl Friedrich Schinkel, der schöne Park nach Vorgaben von Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Die spannende Geschichte des Ensembles reicht vom Siebenjährigen Krieg über den Widerstand gegen das Nazi-Regime bis hin zum sozialistischen Musterdorf „Marxwalde“. Verbunden ist dies mit Namen wie Friedrich der Große, Claus Graf

Foto: Patrick Pleul/dpa

Schenk von Stauffenberg und Siegmund Jähn, dem ersten Deutschen im All. In der Schinkel-Kirche befindet sich eine absolute Rarität: das Herz des verstorbenen Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg! Das über 200 Jahre alte Gotteshaus erleben Besucher in seiner Originalausstattung. Zu Berühmtheit brachten es auch „Die Kinder von Golzow“ aus der gleichnamigen TV-Dokumentation. Mit rund 42 Stunden Filmmaterial entstand hier die insgesamt längste Fernsehreportage der Filmgeschichte! Sie begleitete das Leben von 18 Märkern und dauerte von 1961 bis 2007. Mehr darüber im „Filmmuseum Kinder von Golzow“.

Im Oderbruch wird regionale Kunst und Geschichte lebendig – u.a. beim Besuch im Schloss Neuhardenberg, Fort Gorgast, in den Letschiner Heimatstuben oder im Kienitzer Erlenhof. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni finden beispielsweise die „Kunst-Loosen-Tage“ in der ganzen Region statt.

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Große Neuhardenberg-Nacht Am 1. Juni werden im Schlosspark wieder tausende Besucher ein beeindruckendes Spektakel erleben

Edle Pferde und klasse Reiter und Reiterinnen in Altbarnim

Foto: Edgar Nemschok

17. Reit- und Springturnier

Vom 3. bis 5. Mai trifft sich im Oderbruch die PferdesportElite der Norddeutschen Bundesländer in Altbarnim

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as Oderbruch ist nicht nur ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Auch immer mehr Pferdesportliebhaber zieht es hierher. Eines der wichtigsten Highlights erleben sie jetzt im Mai. Vom 3. bis 5. Mai lädt das Oderbruchdörfchen Altbarnim zum 17. Reitund Springturnier ein - organisiert vom Reitverein „Kronprinz Wilhelm“.

In den Wettkämpfen geht es um den Cup der Norddeutschen Bundesländer 2019, den Sparkassen Oderland Cup 2019 sowie um zahlreiche Dressurprüfungen. Mehr: www.reitverein-altbarnim.de

Ein Ereignis zieht Jahr für Jahr Tausende Besucher ins Oderbruch: die Neuhardenberg-Nacht. Bei der Bewertung dieses Events sind sich regionale und überregionale Besucher und Pressevertreten einig: „Ein Volksfest ohne Buden und Krach“, „ein fulminantes Spektakel“, „zauberhafte Atmosphäre“, „das muss man einfach erlebt haben“, „kommen Sie, staunen Sie, lassen Sie sich verzaubern“, „ein wahrhaftes Vergnügen“, so die Kommentare zu den vergangenen Neuhardenberg-Nächten. Und diese Beschreibungen werden auch bei der siebzehnten Auflage wieder zutreffen. Auch 2019 lädt die Stiftung Schloss Neuhardenberg zu dem zur Tradition gewordenen Fest für alle in den Schlosspark ein. Das Programm wartet, wie gewohnt bei freiem Eintritt, mit zahlreichen musikalischen und theatralischen Interventionen zu Wasser, zu Land und in der Luft auf. Schwebend-leichtes Spiel, Tanz, bewegende Musik und mitreißende Rhythmen, Akrobatik, Licht und Feuer

versetzen den Schlosspark in eine unverwechselbar magische Atmosphäre und lassen den Abend zu einem ganz besonderen werden. Künstler-Ensembles von Nah und Fern reisen an, um dem Neuhardenberger Publikum unvergessliche Eindrücke, eben ein bezaubernd schönes Vergnügen zu bereiten. Darunter die Compagnie Louxor, die mit ihrem schwimmenden Riesenrad die Faszination der Jahrmärkte der 1920er Jahre wieder zum Leben erweckt. Und zum Abschluss des Abends folgt das zu einem Klassiker gewordene Feuerwerk. Die diesjährige Neuhardenberg-Nacht findet am Samstag, den 1. Juni, ab 18.30 Uhr im Schlosspark Neuhardenberg statt. Mit dabei sind u.a. Hop Stop Banda, Mademoiselle Orchestra, PasParTout, Teatro Só. Die Küchen von Schloss Neuhardenberg halten kulinarische Genüsse bereit.


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URLAUB & FREIZEIT

Reiz und Vielfalt der Woiwodschaft Lebus

Jenseits der Oder gibt es für Touristen aus Nah und Fern zahlreiche Erholungsmöglichkeiten und Kulturveranstaltungen direkt am Wasser zu entdecken

Über 200 wilde Wisente leben in der Grenzregion. Foto: Archiv

Panzersperren am ehemaligen deutschen Ostwall. Foto: Christel Fokken

Lubniewice: Inmitten der Lebuser Seenplatte befindet sich die touristisch ausgebaute Kleinstadt, die man von Frankfurt (Oder) aus in rund einer Stunde erreicht. Fotos (4): Henry-Martin Klemt

Geschichte der Region: Wissenwertes gibt es im Haus Lebuser Land.

Das Wikipedia-Denkmal steht seit 2014 in Słubice. Foto: Anna Pröschild

Das Festival „Haltestelle Woodstock“ findet dieses Jahr vom 1. bis zum 3. August statt. Foto: dpa

Neumark: Die Landschaft ist geprägt von riesigen Wäldern.


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APRIL 2019 ANZEIGE

Rendezvouz mit T-Rex

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Bei Küstrin lädt ein Erlebnispark zu einer Reise ins Zeitalter der Dinos ein

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er „Dino-Park Nowiny Wielkie” ist ein ideales Ziel für einen Familienausflug: Auf einem Waldlehrpfad werden vierzehn lebensgroße Modelle aus prähistorischer Zeit präsentiert. Der Weg schlängelt sich auf 700 Meter Länge durch grünen Wald und zeigt die Entwicklung des Lebens auf der Erde entlang der geologischen Zeitalter. Besucher erleben, wie die ersten Säugetiere

Auf der Driving Range können Abschläge geübt werden.

aussahen und stehen Auge in Auge mit Dinosauriern, die lebensgroß aus Styropor nachgebaut und in Airbrush-Technik per Spritzpistole bemalt wurden. www.park-dinozaurow.pl/de

Foto: promo

Treffsicherheit üben

Auf dem 9-Loch-Platz in Slubice können Einsteiger und Fortgeschrittene ihrer Golf-Leidenschaft nachgehen

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ingerahmt von diversen Sportstätten, direkt hinter dem großen Markt in Slubice, liegt die 9-Loch-GolfAnlage. Hier kann jedermann auf der Driving Range seine ersten Schwünge machen, auf dem Puttinggreen seine Treffsicherheit überprüfen, oder die Minigolfanlage genießen. Von der herrlichen Terrasse aus, lässt sich das ganze Geschehen bei einer Tasse Kaffee beobachten. Auf den ersten Blick erscheint

der 9-Loch-Platz sehr einfach, aber er hat es faustdick hinter den Ohren. Die vielen Wasserhindernisse, bedingt durch die Nähe der Oder, fordern selbst erfahrene Spieler heraus. Sportowa 169-100 Slubice, Polska, www. gcanderoder.de

14 lebensgroße Dinos warten auf die Besucher in Nowiny Wielkie.

FESTUNG KOSTRZYN

Garnison und der Festung Küstrin vorstellt. Zudem werden auch die verschiedenen Probleme und Herausforderungen erläutert, vor die die Stadt im Laufe der Jahrhunderte, während der Kriege und Belagerungen immer wieder gestellt wurde. Besonders ausführlich werden die Kämpfe rund um Küstrin von Februar bis März 1945 beleuchtet.

Die Bastion Philipp ist eine der drei noch erhaltenen und bereits wieder begehbaren Bastionen der Festung Küstrin. Seit Mai 2014 wird in den Kasematten der Bastion Philipp eine Dauerausstellung präsentiert, die einige der wichtigsten Aspekte der Geschichte der Stadt, der

Foto: promo

Das Museum ist im Sommer montags geschlossen. Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags: 10 bis 16 Uhr (letzter Einlass 15 Uhr) und sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr). Weitere Informationen erhalten Besucher im Internet unter der Adresse: www.muzeum.kostrzyn.pl/de ANZEIGE

Firmen-Events und Kurse nach Absprache möglich.

GOLFCLUB AN DER ODER e.V. Mitglied im Deutschen Golfverband

Sportowa 1 (Am Stadion, hinter dem gr. Bazar) · Słubice/Polen Tel. 0170 8 35 00 32 · Mail: info@gcanderoder.de · www.gcanderoder.de

Täglich geöffnet von März bis Oktober. Nur 30km von Küstrin-Kietz

ul. Kolejowa 1b, Nowiny Wielkie

DINOSAURIER PARK www.park-dinozaurow.pl Tel. +48 692 457 034


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URLAUB & FREIZEIT

Dampflok Club kommt nach Hütte

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Der Lausitzer Dampflok Club bietet Sonder- und Nostalgiezugfahrten, die auch Eisenhüttenstadt passieren

Eine E-Lok der Baureihe 143 001-6 dient den historischen Reisewaggons auf der Reise als Triebfahrzeug.

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Ziel der Strecke: Warnemünde an der Ostsee.

SPEISEN MIT SEEBLICK

Foto: privat

eist sind es die roten Regionalzüge, die im Bahnhof von Eisenhüttenstadt Halt machen – ein alltägliches Bild. Auch Güterzüge rattern hier regelmäßig durch. Manchmal macht aber auch ein echtes Schmuckstück in Eisenhüttenstadt Station. Denn der Lausitzer Dampflok Club, der von Cottbus aus Sonder- und Nostalgiezugfahrten unternimmt, passiert dabei hin und wieder auch Eisenhüttenstadt, wo sich Eisenbahnfans nicht nur ein seltenes Fotomotiv bietet, sondern auch die Möglichkeit des Zustiegs. In diesem Jahr hält der Lausitzer Dampflok Club nur einmal in Eisenhüttenstadt: am 10. August während der Fahrt zur 29. Hanse Sail nach Rostock und Warnemünde. Zum Einsatz kommt eine historische Ellok der Baureihe 143. Diese Fahrt ist nur eine von vielen Touren, zu denen der Dampflok Club in diesem Jahr einlädt. So geht es am 4. Mai mit einem mit zwei Dampfloks bespannten Nostalgiezug über Guben nach Wollstein/Wolsztyn (PL) zur großen 26. Dampflokparade. Und am 25. Mai fährt Dampfsonderzug „Wartheland“ über Guben nach Posen/Poznan, ein neues Ziel, dass der Verein nach über 10 Jahren wieder ansteuert. Die Fahrten nach Polen sind das Alleinstellungsmerkmal des LDC. Kein anderer Eisenbahnverein in Deutschland veranstaltet z. Z. solche Reisen ins Nachbarland. Ebenfalls neu sind Fahrten ins Deutsche Dampflokomotiv Museum Neuenmarkt, zu den Wallsteintagen nach Stralsund Brünn, zur 12. Historik Mobil

Foto: Lausitzer Dampflok Club

ins Zittauer Gebirge, zum Weinfest nach Freyburg (Unstrut), zum Zwiebelmarkt nach Weimar, in die Adventsstadt Quedlinburg oder zum Weihnachtsmarkt nach Leitmeritz/Litomerice (CZ). Der Lausitzer Dampflok Club ist ein Verein mit heute rund 40 Mitgliedern, der sich 1991 gegründet hat. Er besitzt mittlerweile zwei vereinseigenen Dampfloks, die Schnellzug-Dampflokomotive 03 204 und die Personenzug-Dampflokomotive 23 1019. Leider sind derzeit beide nicht betriebsbereit. Dennoch werden viele der Nostalgiezüge mit Dampfloks und anderen historischen Lokomotiven bespannt sein, die der Verein bei anderen Vereinen und Unternehmen anmietet. Zum Fahrzeugbestand gehören auch noch Reisezugwagen, ein Speisewagen, ein Imbisswagen und ein 1.-KlasseWagen. Außerdem verfügt er über zwei Triebwagen der Baureihe 772, sogenannte „Ferkeltaxis“. Der Lausitzer Dampflok Club will unter anderem mit der Durchführung von Nostalgiezugfahrten touristische Attraktionen in der Lausitz und darüber hinaus wie in Eisenhüttenstadt bieten und gleichzeitig weiterhin die langjährigen Eisenbahntraditionen pflegen. Alle Fahrten und Termine finden Sie im Internet ausführlich unter der Webseite: www.ldcev.de

sonale Spezialitäten freuen. „Bei gion. Ab Mai öffnet nun mittwochs mir kommt nur ausgesuchte und bis sonntags ab 11 Uhr auch der geEine Pause im idyllischen Ambi- hochwertige Ware auf den Tisch. mütliche Biergarten. Die rustikaente verspricht ein Ausflug zur Vor allem unser Schnitzel mit den len Holzbänke laden zum VerweiGaststätte Tiefer See bei Ranzig. frischen Bratkartoffeln und die ori- len und der Blick auf den See lässt Inmitten der Natur an den Ufern des ginale Thüringer Rostbratwurst den Alltag für einen Augenblick verTiefen Sees liegt die Speisegast- sind ein echter Gaumenschmaus“, gessen. Ein frisch gezapftes Hefestätte mit großem Biergarten und lockt Frank Kraus. Auch der Spar- weizen vom Fass sorgt für die Erfrieiner romantischen Seeterrasse. gel kommt frisch aus der Spreere- schung. Für die kleinen Gäste gibt es rote Brause aus dem Hahn. Ein die Chance nicht entgehen lassen, Bei deftigen Speisen aus der Reweiterer kulinarischer Höhepunkt eine Kugel des „Besten Vanilleeis gion können Wanderer, Angler, Radist das Dessert. „Seit Anfang an ar- Deutschlands“ zu schlemmen. In fahrer oder Touristen neue Kraft für beiten wir mit der Firma Ice Gue- unmittelbarer Nähe zu dem Resihre Unternehmungen tanken. „Bei rilla aus Beeskow zusammen, die taurant lockt die Badestelle des Tief uns wird alles frisch gekocht“, verja bekanntlich das beste Eis produ- Sees. „Natürlich ist auch jeder Baspricht der Besitzer Frank Kraus. ziert“, so Frank Kraus stolz. Wer es degast bei uns gern gesehen“, so Die Gäste können sich auf Fisch, noch nicht probiert hat, sollte sich Kraus. „Wir bewirten jeden Gast in Wildgulasch, Schnitzel und sai-

unserer Gaststätte, auf der Seeterrasse oder im Außenbereich auch mit kleinen Snacks“, wirbt der Gastronom mit Leib und Seele. Er selbst war einst an den See gezogen, um der stressigen Stadt zu entfliehen. „Diese Ruhe und die malerische Natur sind einfach wunderschön. Die Einheimischen sollten viel öfter an den Tief See fahren und die Seele baumeln lassen“, wünscht er sich, schließlich ist es auch ein wundervoller Start- und Zielpunkt für eine Rad- oder Wandertour. Reservierungen und weitere Informationen gibt es telefonisch unter der 03366 / 26287.


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APRIL 2019

Eine Schule im Wald

Das Bauhaus-Denkmal Bundesschule Bernau ist UNESCO Welterbe

Der historische Schul- und Internatskomplex mitten im Wald bei Bernau ist ein einmaliges Zeugnis der Bauhaus-Architektur.

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ichtdurchflutete Seminarräume, eine Mensa mit Glasdach und breite Fensterfronten, die den Blick auf Wiesen und Wald ermöglichen. An einem langen, eher funktionalen Glasgang sind verschiedene Gebäude wie an einer Kette miteinander verbunden. Der historische Schul- und Internatskomplex mitten im Wald bei Bernau ist ein einmaliges Zeugnis der Bauhaus-Architektur. 1930 als Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) eröffnet, stand er schon seit 1977 unter Denkmalschutz. Doch weil das Areal zu DDR-Zeiten nicht betreten werden durfte, geriet es in Vergessenheit. Das änderte sich 2017, als es die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zum Welterbe erklärte. Seitdem kommen immer mehr Touristen nach Waldfrieden bei Bernau. Über 4000 Gewerkschafter ließen sich in der ADGB-Bundesschule einst weiterbilden – bis das Nazi-Regime den Schulbetrieb bereits 1933 beendete. Später übte hier die SS. In der DDR wurde das Gelände als Gewerkschaftsschule des FDGB übernommen. Trotz einiger Umbauten ist das Konzept

der Architekten Hannes Meyer und Hans Wittwer nach wie vor erkennbar. Es verband Schul- und Lernbetrieb mit Wohnbereichen sowie Erholung in der Natur. „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ hieß das Motto zwischen 1930 und 1933. Heute erklären Hinweistafeln Bau und Funktionalität der einstigen Vorzeige-Bildungsstätte der Arbeiterbewegung. Vor einem der ockerfarbenen Häuser steht eine Gedenktafel für Hermann Duncker: „Hier war die letzte Wirkungsstätte des Mitbegründers der KPD“, ist darauf zu lesen (KPD: Kommunistische Partei Deutschlands). Heute wird die Bundesschule als „Meyer-Wittwer-Bau“ von der Handelskammer Berlin als „Bildungs- und Innovationszentrum Waldfrieden“ genutzt. Die UNESCO würdigte das Gebäude als „Inbegriff des rationalen Funktionalismus“ und den Bau als „Pionierleistung“. Das Bauhaus Denkmal Bundesschule ist nicht öffentlich zugänglich und kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Nächste Führungen: 11. Mai, 2. Juni (10 – 14 Uhr, Tag der offenen Tür), 25. August (Tag der Bernauer Vereine), 8. September (Tag des offenen Denkmals).

Foto: Wolfgang Rakitin

Der Schulkomplex ist nur per Führung zugänglich.

Foto: Jens Rümmler

WEITERE INFORMATIONEN

BAUHAUS

HANNES MEYER

Zu den Themen Bundesschule Bernau sowie „100 Jahre Kunst- und Architekturschule Bauhaus“ finden in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen in der „Galerie Bernau“ sowie an anderen Orten Bernaus statt. So findet beispielsweise am 2. Juni der Vortrag „Das Bauhaus und die Bauhüttenbewegung“ mir Prof. Dr. Jörn Janssen im Rahmen des UNESCOWelterbetages in der St. Marienkirche statt.

Walter Gropius hatte das „Staatliche Bauhaus“ 1919 in Weimar als Kunstschule gegründet. Er orientierte sich dabei an den Bauhütten. Künstler und Handwerker sollten wieder eine gemeinsame Ausbildung erfahren und gemeinsam ideale Gebäude erschaffen. Unter dem zweiten Bauhaus-Direktor Hannes Meyer wurde dieser Traum wahr als in den Jahren 1928 bis 1930 die Bundesschule des ADGB mit Studierenden des Bauhauses geplant

Bauhaus-Chef und Architekt Hannes Meyer wurde bereits 1930, trotz seiner Erfolge, aus politischen Gründen entlassen. Er verließ Deutschland Richtung Sowjetunion, von wo er Mitte der 30er Jahre wegen des stalinistischen Terrors flüchtete. Anschließend arbeitete er in Mexiko und in der Schweiz. Der „unbekannte Bauhausdirektor“ genannt, war er den einen stets zu kommunistisch und den anderen stets zu bürgerlich.

und umgesetzt wurde. Das Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau (heute „Meyer-Wittwer-Bau“) gehört zum „Hannes-Meyer-Campus“ mit Gymnasium und Oberstufenzetrum.


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URLAUB & FREIZEIT

Auf Fontanes Spuren Land und Leute erleben

Die Tour de MOZ radelt ins 17. Jahr und hat des Dichters „Wanderungen“ im Gepäck

ALLE TOUREN TOUR3:KaiserbergfestMüncheberg / Start: 4. Mai, 10 Uhr Bahnhof Müncheberg-Dahmsdorf, ca. 42 km TOUR 4: Beeskow radelt an / Start: 5. Mai, 9 Uhr auf der Spreeinsel in Beeskow, ca. 50 km TOUR5:7.FahrRad!-TagNeuruppin /Start:18.Mai,9.45UhrSchulplatz Neuruppin, 30 km – TOUR 6: Oder-Havel-Kanal-Route / Start: 25. Mai, 10 Uhr Bahnhof Basdorf, ca. 50 km TOUR 7: Angermünder JubiläumsTour / Start: 1. Juni, 10 Uhr Bahnhof Angermünde, 35 km TOUR 8: Schlaubetal, ein Naturpark mit zwei Gesichtern / Start: 10 Uhr, Hauptstrand Helenesee, 40 km

Spaß auf zwei Rädern und entlang der Strecke: Das ist die Tour de MOZ seit 16 Jahren für viele Leser, die gern auch mit dem Rad durch Brandenburg unterwegs sind. Foto: Oliver Voigt Von Christine sefzyk Längst hat die Radsaison begonnen, erste warme Tage haben für einen frühen Start gesorgt. Für die Fans der Tour de MOZ hat die Warterei am 14. April ein Ende. Dann wird in Brieskow-Finkenheerd erstmalig das Kommando zum Aufsatteln gegeben. Mit einer regional-historischen Entdeckungsreise über 40 Kilometer beginnt die 17. Saison der Tour de MOZ. Die Teilnehmer erkunden eine archäologische Grabungsstätte, erleben Zeugnisse ehemaligen Bergke baus und erhalten Einblicke in die moderne Schafzuch ht. Der Förderverein Schlau ubemündung-Odertal e. V. freut sich schon auf viele

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Radfreunde. Insgesamt 23 Mal lädt Ihre Heimatzeitung in diesem Jahr ein, per Bike die näherre und fernere Umgebung ken nnenzulernen. Schöne Land dschaften wechseln sich biis Ende September ab mit in nteressanten Begegnungeen und geschichtsträchtigeen Sehenswürdigkeiten. Aucch wird wieder über die Landessgrenzen hinaus nach Poleen geschaut. Unsere Tourfüh hrer und Partner haben in beewährter Weise interessantte Strecken zusammengestelllt und auch auf ihre Tauglich hkeit geprüft. Für das leiblliche Wohl ist natürlich eben nfalls gesorgt. Zu den Besonderheiteen des Tour-Geschehens 201 19 gehört, dass auch die MOZ ZRadler den 200. Geburtstaag von Theodor Fontane (1819 9– 1898) ins Blickfeld nehmen werden. In seinem fünf-

OBERHAVEL 17 6

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dass Fontane eine derartige Menge an Material und Literatur, an Zetteln und Notizen zusammengetragen hatte, dass er vorübergehend plante, die „Wanderungen“ in insgesamt 20 Bänden herauszubringen? Traditionell sind auch wieder ostbrandenburgische Heimatfeste Zielpunkte für MOZ-Touren: angefangen mit dem Altlandsberger Sattelfest am 28. April, dem Müncheberger Kaiserbergfest eine Woche später, über das Wriezener Deichtagfest bis zum „Bunten Hering“ in Frankfurt (Oder) am 14. Juli. Da heißt es dann nicht nur kräfD ttig in die Pedale treten, sondern aauch gut speisen und feiern. Erstmalig im Programm ist die 7-Seen-Tour von Brand denburg/Havel d aus am 29. Juni. Eins sein mit der Na2 UCKERMARK ttur ist nicht nur ein Spruch, mit dem die Stadt für sich wirbt. Die d 7 221 ggut ausgeschilderten Rundkurse der 7-Seen-Tour machen dies did 14 20 12 rrekt erlebbar. Der Havel-Radweg fführt durch die verschiedens115 tten historischen Stadtkerne. Von BARNIM Havelberg über Rathenow und H 9 Brandenburg an der Havel bis B MÄRKISCH- 116 MÄRKISCH Potsdam ist das Radwegenetz P 2 3 aauf einer Länge von zirka 371 Kilometer, überwiegend ausK DERLAND OODERLAND ggebaut. Keine Angst, 371 Kilometer stehen bei der MOZ-Seenm 13 19 ttour nicht auf dem Programm, ODERDER- 8 aaber wie bei jeder Tour ist sport1 4 lliche Kondition und ein gut ge10 sschmiertes Rad die halbe Miete. SPREE Das Saisonfinale führt die Tour-de-MOZ-Teilnehmer am T 28. September in die Lausitz 2 nach Forst/Bad Muskau. Die n Tour dauert insgesamt rund 50 T Kilometer. Weltweite BekanntK 23 heit erlangte die Landschaft um h Bad Muskau durch den Fürsten B und Landschaftskünstler Heru SPREE-NEIßE m mann von Pückler-Muskau, der mit seinem Landschaftsd park ein einzigartiges Kulturp gut geschaffen hat, das sogar g zum UNESCO-Welterbe geworden ist.

bändigen Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschreibt er Schlösser, Klöster, Orte und Landschaften der Mark Brandenburg, ihre Bewohner und ihre Geschichte. Auf diesen Spuren werden die MOZ-Radsportler zwar nicht wandern, aber etliche Kilometer per Bike zurücklegen. Fontane pur gibt es speziell bei zwei Etappen, am 24. August bei der Tour „Fontane-Weg“ von Neuruppin aus und am 21. September, wenn das Fürstenberger Seenland zu einer Dichtertour einlädt. Wussten Sie eigentlich,

TOUR 9: Wriezener Deichtagfest / Start: 15. Juni, 10 Uhr Marktplatz Wriezen, ca. 55 km TOUR 10: Sternfahrt Friedland / Start: 23. Juni, 9 Uhr Burg Friedland, ca. 44 km TOUR 11: Sieben-Seen-Tour Brandenburg / Start: 29. Juni, 9.45 Uhr Hbf. Brandenburg an der Havel, ca. 36 km TOUR12:RadelnundPaddeln:Start: 7. Juli, 8 Uhr Kanustation Oderberg / 8 km Paddeln, 20 km Rad TOUR 13: Auf zum „Bunten Hering“ in Frankfurt (Oder) / Start: 14. Juli, 10 Uhr Hauptstrand Helenesee, ca. 50 km TOUR 14: Eberswalder Runde / Start: 20 Juli, 10 Uhr Erdgastankstelle Eberswalde-Finow, 45 km TOUR 15: Oderbruch-Polen-Tour / Start: 27. Juli, 10 Uhr Bahnhof Bad Freienwalde, 65 km TOUR 16: Oderbruch-Rundfahrt / Start: 3. August, 10 Uhr Bahnhof Gusow, ca. 50 km TOUR 17: Oranienburg-Tour / Start: 17. August, 10 Uhr Bahnhofsplatz Oranienburg, 55 km TOUR 18:Radtour„Fontane-Weg“/ Start: 24. August, 10 Uhr, ca. 50 km TOUR 19: Im Nachbarland Polen unterwegs / Start: 7. September, 10 Uhr in 74-300 Pszczelnik/Polen, 33 km TOUR 20: Wald- und Seentour umAngermünde/Start:14.September, 9.45 Uhr Bahnhof, 40 km TOUR 21: Fontane-Radtour im Fürstenberger Land / Start: 21. September,10UhramBahnhofFürstenberg/Havel, 61 km TOUR22:SaisonfinaleinderLausitz / Start: 28. September, 10 Uhr, Parkplatz Rosengarten in Forst, 50 km


Herausgegeben durch die EDEKA-Markt Minden-Hannover GmbH, Wittelsbacher-Allee 61, 32427 Minden

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