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VELTEN

Mittwoch

Bahnhofsbäcker Im Juni wurde bekannt, dass Konditor Karl-Dietmar Plentz aus Schwante das heruntergekommene Veltener Bahnhofsgebäude kaufen möchte. Sollte er zum Zug kommen, soll der Bahnhof eine kleine Ladengalerie erhalten. Die Verkaufsgespräche laufen derzeit noch.

29. Dezember 2010

Powerfrau im Rathaus

1 Mit klarem Schnitt ins Amt

Familientragödie Eine Tragödie ereignete sich am 21. Juli in einem Haus am Beethovenweg: Ein 33-jähriger Mann erschoss mit einem Revolver erst seine Lebensgefährtin und dann sich selbst. Der Veltener galt als passionierter Jäger und war damit im Besitz einer Waffenerlaubnis.

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Bollhagens Töppe und Kannen kommen

Klare Schnitte mit Folgen gibt’s bei Ines Hübner nicht nur zu Weiberfastnacht, wenn sie dem Stadtverordnetenvorsteher Klaus Nehre den Schlips kürzt. Im Januar trat die SPD-Frau das Amt der Bürgermeisterin an und löste damit Heiko Manthey (CDU) ab. Acht Jahre zuvor war sie diesem Kontrahenten noch unterlegen gewesen. Foto: Reblin

12 366 Unterschriften für die S-Bahn

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Der Nachlass der Grande Dame der Keramik, Hedwig Bollhagen, kommt nach Velten. Die Ofenstadt schlug Potsdam aus dem Rennen. Foto: Ernst

Nicht kuschelig Im Veltener Kuschelhain ist es für viele alles andere als kuschelig. Schadhafte Dächer und ein sich auflösendes Wärmedämmsystem ärgern die Mieter ebenso wie Löcher zwischen Küche und Klo. Im September begann nun der erste Prozess gegen den Bauherrn SchwörerHaus.

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4 Beim SPD-Parteitag im Juni in Velten erhält Ministerpräsident Matthias Platzeck 12 366 Unterschriften für den S-Bahn-Anschluss. Foto: Ziehm-Degner

Seit zehn Jahren auf Schienen unterwegs

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Mann lernt Liebe im „Weißen Wieder Film-Zeit im „Weißen Schwan“: Schwan“ Alexandra Neldel und Hendrik Duryn drehen „Mann lernt Liebe“.

Foto: Oys

Neue Halle für intelligente Schläuche

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Nichts gelernt Der wegen 19-fachen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen verurteilte Michael W. bereut noch immer nichts. In einer im Oktober im ZDF gesendeten Reportage berichten Therapeuten, dass dem ehemaligen Leiter des Jugendklubs Oase die volle Einsicht in seine Taten fehlt.

Ein Kindergarten über fünf politi- Als im April 1910 die evangeliKita öffnete, gab’s noch eische Systeme sche nen Kaiser. Foto: Szillat

Zehnjähriges: Mit einer fulminanten Show feiert der auch in Velten ansässige Fahrzeugbauer Stadler. Foto: Oys

Ende Juli konnte die Firma BKP Berolina Richtfest im Industriegebiet Am Heidekrug feiern. Mittlerweile läuft die Produktion von Rohrleitungssytemen. Foto: Oys

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Klaus Wowereit testet Walls Bänke

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8 Sarah Connor übt sich als Musiklehrerin

Eine Qualität ist der neuen Bürgermeisterin nicht abzusprechen: Ines Hübner kann jederzeit herzhaft lachen. Natürlich kann sie noch einiges mehr. Seit die SPD-Frau im Januar Bürgermeisterin wurde, kommt in Velten viel in Bewegung. Manche haben gar den Eindruck, dass nach Jahren der Apathie unter Heiko Manthey (CDU) eine neue Ära angebrochen ist. Beispiel Bahnhofsvorplatz: Manthey verschob über Jahre die Neugestaltung wegen des ungewissen S-Bahn-Anschlusses. Dass darauf noch lange gewartet werden kann, hat Hübner erlebt, als sie im Juni bezüglich des S-Bahn-Anschlusses beim SPD-Parteitag eine kräftige Abfuhr erhielt. Dennoch: Ihre Unterschriften-Aktion für die rotgelben Züge schlug ein. Und der Bahnhofsvorplatz ist auf dem Papier bereits perfekt. Vermutet werden darf, dass das Land die nun für 2011 avisierte Sanierung der L 172 ohne ihr beharrliches Nerven noch nicht anfassen würde. Dass eine anpackende Bürgermeisterin auch aneckt, war bei der Standortwahl fürs Bollhagenmuseum zu erleben. Der schwierige Weg zum Kompromiss war eine Lektion, dass Erfolge oft schwer zu erkämpfen sind. Roland Becker

Jubel und Gekreisch ohne Grenzen gab’s, als Sarah Connor („From Sarah with love“) am 2. Dezember eine Musikstunde in der Löwenzahn-Schule gab. Foto: Dietrich

Velten zeigt sich tierisch erzieherisch Plakate gegen den Kot: Ob es jetzt weniger Hundehaufen gibt? Foto: Becker

Der Regierende Bürgermeister auf Brandenburg-Ausflug: Klaus Wowereit (links) besuchte Ende September den Stadtmöblierer Wall. Foto: Puddig


HENNIGSDORF

Dienstag

Wenn‘s um Jobs geht

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Halt! Im Frühjahr gründet sich das Hennigsdorfer Netzwerk lebendiger Teilhabe (Halt) – hier wird Wert auf den fast vergessenen Genitiv gelegt. Im Bündnis sollen alle Initiativen, die sich bisher gegen Rechts eingesetzt haben, ihre Kräfte bündeln. Gemeinsame Aktionen gab es bisher aber nur wenige.

28. Dezember 2010

Angst um die Zukunft bei Bombardier

Kita schließt? Als die Verwaltung im Frühjahr dieses Jahres vorschlägt, Hennigsdorfs Kindertagesstätten im Sommer drei Wochen über zu schließen, protestiert die Mehrheit der Eltern. Die Pläne werden letztlich gestoppt. Es sei unmöglich für Mütter und Väter gleichzeitig in der Hochsaison Urlaub zu bekommen.

Die Diskussionen um den passenden Standort für Hennigsdorfs neues Stadtbad dauerten Wochen. Nach einer Bürgerversammlung, zu der nur wenige Hennigsdorfer erschienen waren, stellten BürgerBündnis und Grüne Mitte Dezember schließlich den Antrag zwischen den drei Favoriten – dem Grundstück am Bahndamm, dem ehemaligen Zirkusplatz an der Veltener Straße und dem Schulhof des alten PuschkinGymnasiums – abzustimmen. Letzterer war während der Untersuchung von Stadtplanern favorisiert worden und wurde mit den Stimmen von SPD und CDU letztlich bestätigt. Vor allem die Sozialdemokraten hatten eine sehr klare Präferenz fürs alte Gymnasium erkennen lassen.

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Wohin mit dem neuen Stadtbad?

Als die IG Metall im Oktober wegen des Abzugs des S-Bahn-Auftrags aus Hennigsdorf zweimal zu Protesten aufrief, folgten dem bis zu 450 Mitarbeiter des Bombardier-Werks. Sie fürchteten um ihre Zukunft. Die Gespräche zur Stuttgarter S-Bahn, die nun in Aachen gebaut wird, und zu den Wochenarbeitszeiten endeten im Dezember mit einem Kompromiss. Fotos (7): Oys

Auf die Bäume!

3 Hennigsdorfs neues Stadtbad soll neben dem alten Gymnasium stehen.

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Nach langem Ringen um die Genehmigungen wird im Mai der Kletterpark nahe Stolpe-Süd eröffnet.Foto: Kehnscherper

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Kellerbrand

100 Jahre Industriestandort Hennigsdorf – dieses Jubiläum feierte Bombardier im September, und zwar würdig, wie Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) später sagte. Für die Mitarbeiter des Schienenfahrzeugherstellers waren 2010 jedoch andere Themen vordergründig. Die Stammbelegschaft habe nichts zu befürchten, hieß es zwar aus der Chefetage bei Bombardier. Als der Auftrag für den Bau der Stuttgarter S-Bahn im Oktober abgezogen wurde, war das Fass jedoch zum Überlaufen gebracht. Etwa 400 Beschäftigte gingen aus Angst um ihre Jobs auf die Straße. Zweiter Streitpunkt war die Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 36 auf 38 Stunden, die da bereits seit Januar galt. Es dauerte bis zum Dezember, ehe man sich zugunsten des Betriebsfriedens auf die Abgeltung dieser zwei wöchentlich zu viel geleisteten Stunden verständigte, die Sicherung des Werks versprach und den Kompromiss einer 37-Stunden-Woche vereinbarte. Mandy Oys

Uni für die Jugend

Im Februar löste ein Schwelbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Choisy-le-RoiStraße in Nord Chaos aus. Nach dem Feuer im Keller musste eine provisorische Notstromversorgung installiert werden. 80 Wohnungen waren von den Auswirkungen des Brandes betroffen.

Mit der FerienUni im Herbst startete Hennigsdorf zum ersten Mal eine Kooperation mit den Städten Oranienburg und Hohen Neuendorf. Foto: Puddig

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Endlich ein Zuhause

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Schnelles Internet durch die Glasfaser

Die Telekom startete im November ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt zur Ausstattung mit Glasfaserkabeln. Die Arbeiten begannen am Postplatz.

Sieben Jahre, nachdem das Schwantener Kirchenasyl für Xuan Khang Ha und seinen Sohn überregional Schlagzeilen gemacht hatte, bekam die Hennigsdorfer Familie im Mai das befristete Bleiberecht. Der Eilbeschluss, mit dem das Verwaltungsgericht die Abschiebung 2003 gestoppt hatte, war bestätigt worden. Wohl kaum jemand hatte damit gerechnet, dass sieben Jahre verstreichen würden, bis die Familie endlich Gewissheit hat.

Baumfäller sorgen für Weihnachtstanne

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Platz für neue Ansiedlungen

Der Straßenbau auf dem Gelände des ehemaligen Altwalzwerks begann im Sommer.

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Zeitreise ins Damals

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Puschkiner wollen mitreden

Ihre Unzufriedenheit zum Miteinander zwischen Lehrkräften und auch Schülern zeigten die Puschkin-Gymnasiasten im Juli deutlich während eines Streiks auf dem Schulhof.

Eine der aufwändigsten Fällaktionen für eine Weihnachtstanne wurde im November vom Baumdienst Evergreen organisiert.

Das neue Musical „Luise“ von Rolf-Peter Büttner wurde im Dezember erstmals gezeigt, als die Wohnungsbaugesellschaft ihr 20. Jubiläum feierte. Foto: Latton


KREMMEN / OBERKRÄMER

Donnerstag

30. Dezember 2010

Theater als Magnet

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Rangelei Mitte Oktober kommt es am Kremmener Jugendclub zum Eklat. Koordinator Gerhard Schmitt-Probst wird gegenüber Jugendlichen handgreiflich. Der offenbar provozierte Vorfall wird gefilmt und im Internet veröffentlicht. Kurz darauf wird der Berliner gefeuert. Zum Jahresende wird der Vertrag zwischen der Stadt und dem Träger der Jugendarbeit, der Berlin-Brandenburgischen Landjugend, vorzeitig aufgelöst. Jetzt hat die Stadt die Sache wieder in der Hand.

Großes Theater in Schwante

Investitionen In Oberkrämer wurden dieses Jahr drei Großprojekte fertiggestellt: der Schulanbau und das Schützenhaus in Bötzow sowie das Gemeindehaus in Eichstädt. Im Kremmen wurden der Kirchplatz und die Kirchstraße nach historischem Vorbild saniert. Zudem wurde im November mit dem Schulausbau begonnen.

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Tragischer Tod eines Bötzowers Großes Theater: Der Kauf des Schwantener Schlosses durch die Theaterleute vom Berliner Hexenkessel ist ein Glücksfall für die gesamte Region, die sich davon einen Aufschwung erhofft. Die erste Saison war ein toller Erfolg. Fotos (9): Liebezeit

Vorhang auf! Die Region Kremmen und Oberkrämer darf sich freuen, mit dem neuen Schlossherren in Schwante ein Publikumsmagnet erster Güte bekommen zu haben. Die engagierten Macher vom Hoftheater Hexenkessel haben sich in ihrer Premieren-Saison von der besten Seite gezeigt, ohne überheblich daherzukommen. Als Nachbarn standen sie parat, als das Ortsfest gefeiert wurde, als Kulturevent tingelten die Schauspieler über die Dörfer, um die neue Spielstätte bekannt zu machen. Und die aufwendige Sanierung des Herrenhauses liegt voll im Zeitplan. Wie versprochen erstrahlt das Schoss in neuem Glanz. Die Theaterleute haben ihre Versprechen also eingehalten. Im nächsten Jahr werden sie noch mehr Menschen nach Schwante locken, weil sie ein überzeugendes Konzept haben, tolles Theater präsentieren und stets glaubwürdig und verlässlich auftreten. Das macht die Region auch für andere Investoren interessant. Vielleicht kehrt wieder Leben ein in die alte Gaststätte, vielleicht traut sich einer, den Besuchern Delikatessen der Region anzubieten, auf jeden Fall passiert etwas. Ich freue mich schon auf die erste Aufführung im Schlossgarten. Vorhang auf! Jürgen Liebezeit ■

Abschied vom Erntefest

Tragisch endete die Fahrt nach Havelberg für einen Bötzower Reitstallbesitzer. Der Mann starb am 8. September, weil eine Pappel auf sein Auto stürzte. Foto: Polizei

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Rudi Bienek (rechts) verabschiedete sich am 4. September als Cheforganisator des Kremmener Erntefestes, das wieder von Tausenden besucht wurde.

Ernte Die Ernte fiel in Kremmen und Oberkrämer dieses Jahr unterschiedlich aus. Während das Spargelstechen vorzeitig beendet werden musste, kamen die Erdbeer-Fans dieses Jahr auf ihre Kosten. Die Apfelernte musste wegen des kalten Frühlings beim Boskoop nahezu komplett abgesagt werden.

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Katastrophe bei Sommerfeld verhindert

Vögel des Glücks Gut 64 000 Kraniche werden auf dem Herbstzug in diesem Jahr im Rhinluch und im Havelländischen Luch gezählt. Damit wird die Rekordmarke vom Vorjahr nicht übertroffen – das Gebiet bleibt dennoch der größte Kranich-Rastplatz im europäischen Binnenland – und damit auch attraktiv für viele Touristen.

6 Merkel in der Klinik Sommerfeld

Eine Katastrophe verhinderten die Feuerwehrleute aus Kremmen und Umgebung. Mitte Juli brannte ein knochentrockenes Feld am Waldrand bei Sommerfeld.

Lange drehte sich nichts in Vehlefanz

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte unter hohen Sicherheitsvorkehrungen am 3. September die Ulrici-Kliniken.

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Fast monatlich wurde das Ende der Sanierung der Bockwindmühle angekündigt – im Dezember ist es soweit.

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Eisiger Tod im Winter

Das Fischsterben im Januar sorgte auch am Beetzer See für traurige Minen.

Angst vor dem Feuerteufel am Markt

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Zeitreise durch Marwitz

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Künftig keine Noten mehr in Bötzow

Die langjährige Leiterin der Bötzower Grundschule, Ulrike Speckbrock (rechts), und ihre Kollegin Eveline Hoehne gingen im Sommer am letzten Schultag in den Ruhestand.

Arno Weber war verzweifelt: Im April brannte es mehrmals in seinem Haus am Marktplatz in Kremmen. Die Polizei suchte den Brandstifter vergeblich.

20 Jahre nach der Wende präsentieren Ortsvorsteher Albrecht Seeburg und Feuerwehrsprecher Ingo Pahl die DVD „Marwitz – Zeitreise durch zwei Jahrzehnte“.


LAND UND LEUTE

Freitag

31. Dezember 2010

GUTEN MORGEN

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er lustige Mann im Radio erzählte von seiner Silvester-Planung: „Wir mieten uns einen Lieferwagen, laden ihn voller Brotlaibe und fahren damit zu Freunden aufs Land. In der Silvesternacht werfen wir dann das Brot in die Luft. Brot statt Böller eben.“ Ha, ha, dachte ich. Und dass die Idee, statt Euro um Euro für Böller und Raketen auszugeben, das Geld lieber für einen guten Zweck zu spenden, eigentlich eine gute ist. Schließlich wird das Geld doch nur im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft verpulvert. Wie es bei uns üblich ist, teilte ich meine Gedanken Hertha mit, die ein bestürztes Gesicht aufsetzte: „Aber was ist dann mit unserer Wunschrakete? Darauf möchte ich nicht verzichten, das hat schließlich Tradition. Außerdem sehen die Raketen so schön aus!“ Wir haben – wie immer – einen Kompromiss gefunden: Wir kaufen keine Silvester-Kracher wie China-Böller und so weiter, die sowieso nur knallend auf die Nerven gehen. Das gesparte Geld spenden wir. Ein paar Raketen werden wir uns aber leisten. Schließlich soll 2011 fröhlich begrüßt werden. Mit Wunschrakete, für meine süße, traditionelle Hertha. Harry Havel

Ein Laptop des Anstoßes

1 Innenminister Rainer Speer zieht sich zurück

Da hatte Rainer Speer keinen flotten Spruch mehr auf den Lippen: Es gelang ihm nicht, den Vorwurf des Sozialbetruges zu entkräften. Im September musste er als Innenminister zurücktreten. Im Dezember forderte ihn sein Parteifreund und Ministerpräsident Matthias Platzeck auf, sein Landtagsmandat zurückzugeben. Archiv-Fotos (10): dpa

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DRAHT ZU UNS Märkische Zeitung auflagenstärkste Tageszeitung im Landkreis Oberhavel. Oranienburger Generalanzeiger Lehnitzstraße 13, 16 515 Oranienburg Telefon-Zentrale: (0 33 01) 59 63 0, Durchwahlen: 59 63 + App.Nr. www.die-mark-online.de Redaktion: Chefredakteur: Michael Hielscher (mh, App. 15) Chefin vom Dienst: Andrea Linne (li, App. 92) Sekretariat: Gitta Fiedler (App. 22), Fax: App. 50 ✉ lokales@oranienburger-generalanzeiger.de Kreis: Michael Hielscher (mh, App. 15), Burkhard Keeve (bu, App. 52), Oranienburg/Umland: Friedhelm Brennecke (bren, App. 34), Stefanie Kreutzer (stk, App. 35), Steffen Kretschmer (skr, App. 85) S-Bahn-Gemeinden: Heike Weißapfel (hw, App. 36) Volkmar Ernst (veb, App. 37), Sandra Kurtz (sk, App. 86) Kremmen/Oberkrämer: Jürgen Liebezeit (zeit, App. 51) Liebenwalde/Löwenberger Land: Daniel Dzienian (dd), ✆ (0 33 06) 7 56 29 Online: Steffen Lehmann (leh), ✆ (0 33 01) 59 63 64, Moritz Ballerstädt (mb, App. 64) Sport: Jürgen Zinke (zin, App. 25), Dirk Nierhaus (wong, App. 26), Thomas Gutke (gu, App. 84) ✉ sport@oranienburger-generalanzeiger.de Land und Leute/Berlin/Brandenburg: Claudia Duda (cd, App. 24), Claudia Seiring (cs, App. 59) ✉ nachrichten@oranienburger-generalanzeiger.de Rat und Tat/Sonderthemen: Marion Voigt (igt, App. 40), Robby Kupfer (rk, App. 93) ✉ sonderthemen@oranienburger-generalanzeiger.de Anzeigen: App. 10, 80 Fax: App. 33 ✉ anzeigen@oranienburger-generalanzeiger.de Vertrieb: App. 13, 14 ✉ aboservice@oranienburger-generalanzeiger.de Hennigsdorfer Generalanzeiger Postplatz 3a, 16 761 Hennigsdorf Geschäftsstelle und Theaterkasse: (0 33 02) 50 53 -30/31, Fax: (0 33 02) 50 53 40 www.hennigsdorfer-generalanzeiger.de Redaktion: Durchwahlen: (0 33 02) 50 53 + App.Nr. Roland Becker (rol, App. 32), Mandy Oys (mo, App. 33), Mathias Puddig,(mp, App. 34) Redaktion-Fax: (0 33 02) 50 53 41 ✉ lokales@hennigsdorfer-generalanzeiger.de

WETTER Liebe Leser, das Wetter finden Sie heute auf der Brandenburg-Seite.

S-Bahn-Chaos und kein Ende

Einmal Polizei-Reform und zurück

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Verkauf der Kaserne unrechtmäßig

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Ulrike Poppe arbeit auf Die Polizeireform mit dem Abbau hunderter Stellen ruft im Land großer Enpörung hervor.

Das Jahr endete so, wie es begann: Die S-Bahnen fuhren – wenn sie fuhren – nicht nach Plan. Im Winter waren Schnee und Eis schuld, im Sommer die Hitze.

Die Geschichte beginnt bereits im Oktober 2009. Da wird der Laptop von Brandenburgs Innenminister Rainer Speer gestohlen. Das heißt: Eigentlich hatte die Geschichte bereits vor mehr als 14 Jahren begonnen. Da nämlich zeugte Speer ein Kind mit einer Mitarbeiterin. Das Problem: Der SPD-Politiker hatte die Vaterschaft nicht anerkannt, die Frau bezog Unterhaltsvorschuss vom Staat, im Jahr 2002 wurde sie verbeamtet. Ende August konfrontieren Mitarbeiter der Bild-Zeitung den Minister mit dem Vorwurf des Sozialbetruges. Die Journalisten legen ihm die E-Mail-Korrespondenz mit seiner ExFreundin vor, doch er weist die Anschuldigungen zurück. Im September berichtet der Spiegel, der Laptop sei im Juni 2010 bei Potsdamer Rockern gelandet. Am 23. September gibt Speer dem öffentlichen Druck nach und tritt als Minister zurück. Dietmar Woidke wird Innenminister. Als Speer Ende November die Vaterschaft einräumt, hilft das nichts mehr – die Staatsanwaltschaft ermittelt zum Verdacht falscher eidesstattlicher Versicherung im Zusammenhang mit der Privataffäre. Auf Drängen von Matthias Platzeck gibt Speer zum 31. Dezember sein Landtagsmandat zurück. Claudia Duda

Ulrike Poppe wird im März mit der Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur beauftragt.

6 Unfall mit schweren Folgen Erschütternd: Ein polnischer Reisebus verunglückte am 26. September auf dem Berliner Ring nahe Schönefeld. 14 Menschen starben.

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Viel Lärm um neue Flugrouten

Brandenburger protestieren gegen die Flugrouten des neuen Flughafens BBI in Schönefeld.

Uferwege sollen begehbar bleiben

Die Krampnitz-Affäre beschäftigt einen Untersuchungsausschuss des Landtages. Es geht um Versäumnisse beim Verkauf der Kaserne durch die BBG.

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Von Hagens verkauft Leichenteile

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Land unter im Süden

Regen ohne Ende führte im Süden von Brandenburg wieder zu Überschwemmungen und Hochwasser.

Und auch hier protestierte das Volk: In Potsdam wehrten sich viele Bürger gegen die geplante Sperrung der Uferwege am Groß Glienicker See.

Supermarkt des Todes: Gunther von Hagens kündigte an, Leichenteile im „anatomischen Kompetenzzentrum“ in Guben verkaufen zu wollen.


LEEGEBRUCH

Freitag

Holpriges Denkmal Da staunte die Verwaltung nicht schlecht, als ihr plötzlich mitgeteilt wurde, dass die Havelhausener Straße unter Denkmalschutz gestellt worden ist. Das Kopfsteinpflaster erscheint der Unteren Denkmalschutzbehörde schützenswert. Auf viel Verständnis traf diese Entscheidung in Leegebruch nicht. Denn nun liegt der Ausbau der Holperstrecke auf Eis. Die Verwaltung versucht, eine Lösung mit der Behörde zu finden, damit‘s beim Ausbau nicht mehr holpert.

31. Dezember 2010

Geschenkte Werbung

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Leegebruch muss in den kommenden Jahren den Gürtel erheblich enger schnallen, daran führt wohl kein Weg vorbei. Im Haushalt für dieses Jahr fand sich ein Minus von mehr als 800 000 Euro. Für die Zukunft sieht es bei einer gesunkenen Einwohnerzahl, der damit verbundenen niedrigeren Schlüsselzuweisung vom Land und dem Auslaufen des Solidarpaktes nicht rosig aus. Da kam das Konjunkturpaket II wie ein riesiges Überraschungspaket daher. Die Finanzspritze der Bundesregierung hat in der Gemeinde sichtbare Spuren hinterlassen, die in dem Umfang wohl nicht möglich gewesen wären. Im Sommer hatten die Handwerker in den Kitas der Gemeinde und auch in der Grundschule das Sagen. Was in den Einrichtungen geschaffen wurde, kann sich sehen lassen. Allein der Spielplatz für die Hortkinder ist ein wunderbarer Platz zum Toben, Bolzen, aber auch zum Seele baumeln lassen unter dem Blätterdach geworden. Damit hat die Gemeinde angesichts ihrer angespannten Finanzlage die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen können, um sich in den kommenden Jahren bei jungen Familien als künftiger lebenswerter Wohnort zu empfehlen.

Ausbau bestens geschaukelt

Vereinte Stärke Als Arbeitsgemeinschaft „80 plus“ hatte es zum 80-jährigen Bestehen der Gemeinde begonnen, nun ist aus der AG ein Verein geworden. Die Mitglieder des Fördervereins „GfL – Gemeinsam für Leegebruch“ wollen künftig bürgerschaftliches Engagement im Ort stärken und sich für das Miteinander einsetzen.

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Majoretten begrüßen Deutschland Der Leegebrucher Nachwuchs hatte ordentlich Grund zum Jubeln: Auf dem Grundstück der Kita „Wirbelwind“ gibt es nun einen tollen Spielplatz, der Innenbereich ist saniert und auch die Schule ist gemalert. Fotos: Kreutzer (8), Puddig (1), Scharmer (1)

Stefanie Kreutzer

1620: Wildern im Sumpf verboten!

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So stramm stehen sie selten: Die Leegebrucher Majoretten wirbelten bei der von ihnen ausgerichteten Deutschen Meisterschaft übers Parkett.

Die Historikerin Ulrike Unger fand in einer Holzordnung den Verweis, dass ihr Wohnort 390 Jahre alt ist. Zudem forschte sie zur Ur- und Frühgeschichte des „Lehebruchs“.

Früher Tod Im September starb nach kurzer schwerer Krankheit und mit nur 60 Jahren der Leegebrucher Unternehmer Klaus Jürgen Grunske. Er hatte sich mit seinem Entsorgungsunternehmen einen Namen gemacht und war auch jahrelang für die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung aktiv gewesen.

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Im Jugendclub geht es endlich wieder rund

Zu Beginn des Jahres musste Kämmerer Martin Rother die Leegebrucher Gemeindevertreter enttäuschen: Er habe leider kein Geld mehr ausfindig machen können, um das dicke Minus im Haushalt in Höhe von 814 400 Euro doch noch stopfen zu können. Für Leegebruch ist in den kommenden Jahren Sparen angesagt.

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Seit zehn Jahren ein Auge auf das Gesetz

Dickes Minus

Mit gleich zwei neuen Mitarbeitern, Kevin Woelk und Marcel Löwner (Mitte), konnte Sigrid Krok endlich die Jugendclub-Arbeit wieder anstoßen.

Ganztagsschule wird zum Streitfall

Armin Kaiser hilft seit zehn Jahren nicht nur den Vorschülern im Straßenverkehr. Der Revierpolizist ist stets für den Ort im Einsatz.

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Neue Leitung bei der Wehr

Betretene Gesichter gab es bei der Diskussion um den Ganztagsschulbetrieb. Die Schule lehnte das Modell strikt ab.

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Hotel gibt die Aufgabe auf

Das Hotel Leegebruch stand erst vor dem Aus, dann wurde das Heizkostenproblem gelöst.

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Eierschecke macht das Rennen

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Den Barfuß-Test bestanden

Ein Rasenbett fanden die Füße von Ursula Scholz, Annemarie Reichenberger und Birgit Tornow-Wendland (von links) auf dem neuen Trainingsplatz vor.

Nachdem Wehrleiter Axel Hoffmann aus dem aktiven Dienst ausgeschieden ist, übernahm Dirk Brülke (links) seinen Posten. Holger Wiechmann steht ihm zur Seite.

Der kalorienreichen Versuchung von Bäckermeister Thomas Joachim erlagen wieder die Juroren. Mit seiner Müsli-Eierschecke gewann er einen ersten Preis.


OBERHAVEL

Freitag

Ein gutes Jahr!

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Verlust Die Linken Oberhavels verlieren eines ihrer bekanntesten Gesichter im Kreistag. Geritt Große gibt aus Frust ihr Mandat ab. Entgegen der Abmachung, nicht für NPD-Anträge zu stimmen, hielten sich einige Abgeordnete von CDU, FDP und Die Grünen am 7. Juli nicht zurück.

31. Dezember 2010

Neues Quartett spielt für Oberhavel

Neue Chefin Der Hennigsdorfer SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Günther gibt sein Kreistagsmandat und den Vorsitz des SPD-Unterbezirk Oberhavel aus Zeit- und Überlastungsgründen ab. Ihm folgt per Wahl am 21. November als SPD-Chefin die Granseerin Andrea Suhr.

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Bombenexperte Spyra schockt Schröter

Seit April waren die Stühle der ehemaligen Dezernenten Burckhard Gross und Michael Ney verwaist. Im September war die neue Führungsriege in der Kreisverwaltung dann wieder komplett. Ludger Weskamp (SPD, Zweiter von rechts) folgt Gross und Egmont Hamelow (CDU, Zweiter von links) wird Vizelandrat. Rechts steht Michael Garske und links Karl-Heinz Schröter (SPD).

Was bleibt vom Jahr 2010? Zum einen die Erkenntnis, dass die CDU Oberhavel sich einmal mehr an den Rand der politischen Machtlosigkeit manövrierte. Als man bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Vizelandrat Michael Ney eigene Hoffnungsträger wie Astrid Gerisch oder Matthias Rink und fast auch den eigenen Kreisvorsitzenden Frank Bommert zerschliss, wie es der politische Kontrahent besser nicht hätte vormachen können. Zum anderen war es ein aufregendes Jahr: Nahmen die Oranienburger die dramatischen Erkenntnisse aus dem SpyraGutachten noch vergleichsweise gelassen, brachten sie Busumleitungen, Straßensperrungen und Dauereis doch schnell in Rage. War 2010 auch ein gutes Jahr? Ich denke doch: Oberhavel erlebte wie ganz Deutschland einen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich erfreulich positiv auch auf den regionalen Arbeitsmarkt auswirkte. Der Landkreis konnte nicht nur seine Müll-Gebühren stabil halten, auch auf dem Felde der Großinvestitionen, siehe Runge-Campus und die Schulbauten in Birkenwerder und Mühlenbeck, ist Oberhavel vorangekommen. ■

Michael Hielscher

Dauereis sorgt für Salzmangel

Das Bomben-Gutachten von Professor Wolfgang Spyra von der TU Cottbus war schon zwei Jahre alt, als es im Mai einschlug wie eine Bombe.

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Anfang des Jahres frustrierte der Frost Autofahrer und Winterdienste. Die lange Kälte hatte die größten Salzbergen abgeschmolzen. Aus Mangel wurde Sand gestreut.

Keine Gnade Der Gutacher Klaus Batz kennt keine Gnade. In seiner Analyse legte er Anfang Dezember die Schwachstellen des Ziegeleiparks Mildenberg offen. Dem Park fehlt es an Ideen, Geld, gutem Personal und vor allem an Besuchern. 2010 kamen nur 32 000. 16 000 weniger als 2009.

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Das umstrittene Schwimmbad verschwindet

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Immer weniger Arbeitslose in Oberhavel

Umgewidmet Ende Mai wurde das TÜVAusbildungs- und Fahrsicherheitszentrum auf dem ehemaligen Gelände der Märkischen Kaserne in Lehnitz eröffnet. Es hat den sperrigen Namen „Mobility Training Center Lehnitz“. Rund eine Million Euro hat die TÜV-Akademie Hohen Neuendorf investiert.

Das umstrittene Schwimmbecken der Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder verschwindet im Februar. Heute steht hier der Rohbau des Schulanbaus.

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Familientragödie entsetzt Oranienburg

Im ablaufenden Jahr haben in Oberhavel viele Menschen wieder eine Arbeit gefunden. Von Januar bis November sank die Zahl der Arbeitslosen um 2 561. Hier die einzelnen Monate: Januar: 12 752 Arbeitslose, Februar: 12 618; März: 12 416; April: 11 721; Mai: 11 020; Juni: 10 536; Juli 10 578; August: 10 448; September: 10 041; Oktober: 9 900; November: 10 191.

Der Grundstein fürs neue Runge wird gelegt

Familientragödie: Anfang Juni tötet eine 32-jährige Polizistin sich und ihre Kinder in Oranienburg.

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Kein Spaß: Kreis sperrt Stadt für Busse und Lkw

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November/Dezember: Auf Oranienburgs bombengefährdeten Straßen dürfen keine Busse und schweren Lkw mehr fahren. Es gilt zudem Tempo 30.

Schweinegrippe verseucht Mensch + Medien

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Breite Proteste gegen die Polizeireform

Viel Druck machten die Polizisten auch in Oberhavel gegen die Polizeireform in Brandenburg. Mit Demos protestieren sie gegen den massive Stellenabbau.

Einst Abriss-Objekt jetzt Prestige- und Herzenssache. Das Oranienburger Runge-Gymnasium erhält einen Neubau. Grundstein wird am 16. November gelegt.

Die Schweinegrippe war Anfang des Jahres noch in aller Munde. Später vergaßen auch die Medien, was es mit H1N1 aus sich hatte. War alles nicht so schlimm.


ORANIENBURG

Montag

Erdrückende Bombenlast

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Schnee im Koffer Im Dezember endete einer der größten Drogenprozesse Brandenburgs am Neuruppiner Landgericht. Eine fünfköpfige Bande hatte mehr als 34 Kilogramm Kokain in präparierten Koffern aus Brasilien nach Deutschland geschmuggelt, um dieses dann in Großbritannien zu verkaufen. Ein 44-jähriger Oranienburger wurde bereits im April zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, der Haftbefehl wegen eines Revisionsantrags später aber wieder aufgehoben. Eine 53-jährige Oranienburgerin wurde krankheitsbedingt erst im Dezember zu fünfeinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Der mutmaßliche Bandenboss aus Kevelaer (Niederrhein) muss nach dem Urteil im September für neuneinhalb Jahre hinter Gitter.

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27. Dezember 2010

Bombenfunde und kein Ende in Sicht

Heiß debattiert: Germendorfer Gerüche

Diese Fliegerbombe wurde im September im Schmachtenhagener Forst entschärft. Zum Einsatz kam dabei das Wasserschneidverfahren, das in Brandenburg erstmals erfolgreich im April in Lehnitz angewendet wurde. Sprengmeister André Müller und Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke wissen, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt. Fotos: Brennecke (4), Kreutzer (3), Kretschmer (3)

Die Vergangenheit holt Oranienburg immer wieder ein. Bomben ohne Ende, so hat es den Anschein, warfen die Alliierten gegen Ende des Krieges auf die Stadt. Das Spyra-Gutachten geht von mehr als 320 im Boden der Kreisstadt aus. Sie bestimmen das Leben der Oranienburger. Mehrere Evakuierungen wegen Entschärfungen und Sprengungen wurden erforderlich. Neben Zerschellern mit intakten Zündern unter der Stralsunder und der Berliner Straße gab es Sprengungen auf dem ehemaligen Flugplatz und in Lehnitz. Im dortigen Inselweg wurde im April – erstmals in Brandenburg – mit der Wasserschneidtechnik entschärft, der labile und gefährliche Zünder mit diesem robotergesteuerten Verfahren abgeschnitten. Am 1.Juni kamen bei der Vorbereitung einer Bombenentschärfung mit dieser Technik in Göttingen drei Feuerwerker ums Leben, als der Sprengkörper plötzlich detonierte. Die Sprengung einer Zehn-Zentner-Bombe am 3. November im Wohngebiet in Süd ließ viele den Atem anhalten. Der Frost legte die Arbeit an zwei weiteren Verdachtspunkten an der Rheinstraße buchstäblich auf Eis. Das Bangen geht weiter. ■

Friedhelm Brennecke

Die Brücke zum Grabowsee

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Das Germendorfer Abfallzwischenlager machte wegen übler Gerüche ganzjährig Schlagzeilen. Der Kreisausschuss besichtigte die Ballenpyramiden.

Ein Großes Spektakel war das Einschwenken der Grabowseebrücke über den Oder-Havel-Kanal im Juli. Viele hundert Schaulustige versammelten sich dazu am Kanal.

Gute Wege sind das Ziel

Viel Staub aufgewirbelt. In Oranienburg bekamen einige Straßen ein neues Gesicht, zum Beispiel die Stralsunder Straße.

Aufschwung Die beiden größten Unternehmen Oranienburgs sind auf Wachstumskurs. Orafol hat die Talsohle von 2009 erfolgreich durchschritten. Der Spezialfolienhersteller expandiert wieder, baut neue Produktionshallen und hat viele entlassene Mitarbeiter längst wieder eingestellt und weitere neue dazu. Das andere Vorzeigeunternehmen der Stadt, der Pharmakonzern Nycomed, bringt Daxas auf den europäischen Markt. Die Tabletten gegen lebensbedrohliche Lungenerkrankungen werden in Oranienburg produziert. Nycomed ist davon überzeugt, dass Daxas BlockbusterQualitäten hat, wie in der Vergangenheit Pantoprazol.

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Letztes Hurra der Gartenschau

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Neues Leben auf dem altem Flugplatz Kurfürstin und Kurfürst haben einen tollen Job gemacht. Doch die Gartenschau 2010 konnte ihre Erwartungen nicht erfüllen. Hoffentlich wird es 2011 besser.

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Ordentlich geschippt wurde beim ersten Spatenstich für das neue Rewe-Logistikzentrum im November auf dem ehemaligen Flugplatz.

Vom hässlichen Entlein zum Schmuckstück

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Zum Ehrenbürger gemausert

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Als Ehrenbürger trug sich Horst Eichholz im Januar ins Goldene Buch Oranienburgs ein.

Im Nest darf gesportelt werden

8 Präsidentenbesuch in der Gedenkstätte

Polens Präsident Bronislaw Komorowski und Bundespräsident Christian Wulff besuchten im September die Gedenkstätte Sachsenhausen.

Die Komplett-Sanierung der Neddermeyer Grundschule in Schmachtenhagen wurde 2010 abgeschlossen. Das Schmuckstück kann sich nun wirklich sehen lassen.

Im Oktober wurde die sportorientierte Kita „Falkennest“ der Turm-Erlebniscity eröffnet – sehr zu Freude von Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht.


HOHEN NEUENDORF / BIRKENWERDER

Mittwoch

Andersrum geht’s auch

1

Neue Mitte Auf eine lange Reise machten sich in diesem Jahr die Einzelhandels- und Zentrenkonzepte für Birkenwerder und Hohen Neuendorf. Mit Hilfe von Workshops und Einzelveranstaltungen sollen die Pläne geschmiedet werden, die aus beiden Gemeinden mehr als ein Kaufland-Mekka oder B 96/a-Knotenpunkt machen.

29. Dezember 2010

Stadtfest in Birkenwerder

Neue Zahlen Neue Postleitzahlen erließ die Deutsche Post zum 1. Oktober – zur Vereinheitlichung der Anschriften infolge der Gemeindegebietsreform, so die Post. Alle Postleitzahlen bleiben erhalten. Lediglich die Ortsangabe ändert sich. Künftig lautet die Anschrift: 16 562, 16 556 oder 16 540 Hohen Neuendorf. 16 562 gilt für Bergfelde und 16 556 für Borgsdorf. „Hohen Neuendorf“ gilt also künftig einheitlich als Ortsangabe hinter der weiter geltenden Postleitzahl.

Viel Platz zum Toben für Bergfeldes Kids

2

Tolle Show: Zum Birkenfest traten die Ostrocker von „City“ vor den begeisterten Birkenwerderanern und deren Gäste auf. Sie tauchten die provisorische Festwiese an der Autobahn in stimmungsvolles Licht. Foto: Hoell

Grün-Weiße protestieren für einen Platz

Das ganze Jahr über machten sie Rabbatz für ein neues Sportlerheim in Bergfelde. Im Oktober stimmten die Abgeordneten dem millionenschweren Bau zu.

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Lesestoff jetzt im Zentrum

Neue Module Noch ganz zum Schluss in 2009 eingeweiht, erzeugte die Bürgersolaranlage auf dem Dach der Stadthalle nach Informationen des Betreibers, der Bürger-Solar Hohen Neuendorf GbR bis August dieses Jahres 21 707 Kilowattstunden Strom. Dadurch wurden etwa 15 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

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Stolpersteine in Hohen Neuendorf

Erstes Bild in neuen Räumen: Bibliothekarin Dorothea Nemitz lächelt am 1. April zwischen 25 000 Medien in der neuen Bücherei an der Schönfließer Straße

Neues Heim Im April 2009 bei einer Bombensprengung stark in Mitleidenschaft gezogen – im Juni 2010 wieder Richtfest für das Vereinsheim der Grün-Weißen Ruderer aus Birkenwerder: Nach knapp viermonatiger Bauzeit stand der Rohbau für 150 000 Euro. Nun sind die 80 Vereinsmitglieder gefragt. Sie übernehmen den Innenausbau.

Die ersten Stolpersteine in Hohen Neuendorf konnten am 30. Juni in der Birkenwerderstraße und in der Erdmannstraße gesetzt werden – für die Eheleute Ernestine und Georg sowie deren Sohn Hermann Jacks. Dessen Tochter Ruth Winckelmann war bei der Zeremonie dabei und hatte zuvor eng mit den Schülern des CurieGymnasiums zusammengearbeitet.

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Frischer Wind im Rathaus Birkenwerder

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20 Jahre Turmeinsichten in Bergfelde

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3 Der Kita- und Hortneubau in Bergfelde – hier ein Bild vom Richtfest – ist fertig. Am 10. Dezember wurden Innen- und Außenanlagen übergeben.

Was war 2010 wichtig, und was fanden wir selber ganz einfach schön? Wer nie an der Briese spazieren geht, den wird auch deren Überbrückung nicht interessieren – ein anderer hätte sie womöglich an die erste Stelle gesetzt. Unsere Rangfolge ist subjektiv, mindestens zum Teil der Ausdruckskraft der Bilder geschuldet und auf jeden Fall anfechtbar. Natürlich ist in einer Stadt wie Hohen Neuendorf und in einer großen Kommune wie Birkenwerder viel passiert. Negatives haben wir mal weggelassen. Manches wäre hier beachtenswert. Zum Beispiel Schulaufführungen, Lesungen mit Zeitzeugen oder auch unsere Boule-Meisterschaften, an denen sich alle vier S-Bahn-Gemeinden beteiligt haben. Mehr als eine Bürgerinitiative hat sich im vergangenen Jahr für die Belange ihrer Umgebung stark gemacht. In Birkenwerder war der Handel- und Gewerbetreff wie gewohnt aktiv. Bemerkenswert wären einige Stadtverordnetenversammlungen, für deren Besuch die Stadt wegen ihres Unterhaltungswertes Eintritt hätte verlangen können – oder Schmerzensgeld zahlen. Wir können nur an einiges erinnern und hoffen, Sie können uns folgen – oder uns Ihre Top Ten senden! Heike Weißapfel

Wege in die Idylle

Der Wege- und Brückenbau über die Briese in Birkenwerder kam in diesem Jahr ein gutes Stück voran.

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Schule voller Energie

Für die Niedrigenergie-Schule in der Niederheide wurde Richtfest gefeiert. Fertig wird sie erst im März 2011.

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Radtouren bei Sonne und Regen

Im Spätsommer gesellten sich immer montags Leser des OGA zu ihren Bürgermeistern, um ihre Gemeinden auf dem Rad zu erkunden. Vor 20 Jahren wurde aus dem ehemaligen Grenzschutzturm in Bergfelde dank des Einsatzes von Helga Garduhn und Marian Przybilla ein Naturschutzturm..

Gleich zu Beginn des Jahres übernahm Norbert Hagen (rechts) die Schlüsselgewalt fürs Birkenwerder Rathaus von seinem Vorgänger Kurt Vetter.


GLIENICKE / MÜHLENBECKER LAND

Montag

Todesschütze Der Berliner Polizist Reinhard R., der am Silvesterabend 2008 in Schönfließ einen Kleinkriminellen erschossen hat, wurde am 3. Juli vor dem Landgericht Neuruppin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Richter Gert Wegner sprach von Totschlag in einem minderschweren Fall und verhängte eine Strafe von zwei Jahren. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Reinhard R. hatte den mit drei Haftbefehlen gesuchten Dennis J. in der Feldahornstraße aus nächster Nähe durch die Seitenscheibe des gestohlenen Jaguar erschossen. Die mitangeklagten Polizisten Heinz S. und Olaf B. kamen mit Geldstrafen von 10 800 und 8 400 Euro davon.

2

Feuerwerk in der Bieselheide

27. Dezember 2010

Mitgedacht – mitgemacht

1 Eröffnung des Schulcampus Mühlenbeck

Bürgermeister Klaus Brietzke (rechts) freut sich – auf Rainer Muhrbecks Skulptur sitzend – , als ginge er selbst noch einmal hin: Die Eröffnung des Mühlenbecker Schulcampus im Herbst bildete als Investition in die Zukunft der Gemeinde Mühlenbecker Land mit Sicherheit den absoluten Höhepunkt des Jahres 2010. Fotos (12): MZV

Kirche in Zühlsdorf wird 100

Neue Aussichten in Schildow

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Mit einem Feuerwerk wurde die Vorsitzende des SC Glienicke, Sabine Krüger, gefeiert – nicht zur Eröffnung des neuen 2,5 Millionen Euro teuren Sportplatzes, sondern am 3. Oktober. Fotos (3): Kensing

Jahresrückblicke sind etwas für Menschen, die ein gutes Gedächtnis haben. Das habe ich nicht. Das ist zwar ganz gut für die Kindererziehung, weil man nicht nachtragend sein kann. Für Jahresrückblicke ist Vergesslichkeit aber hinderlich. Was sich beim Betrachten der Fotos der vergangenen zwölf Monate dennoch einstellt, ist ein Gefühl. Ein Gefühl von Wachstum. Die 2 000. Zühlsdorferin, die 11 000. Glienickerin. Beim Hort in Glienicke muss angebaut werden, weil die größte Grundschule im Südkreis aus allen Nähten platzt. In Mühlenbeck baut die Gemeinde mit dem Kreis gemeinsam einen hypermodernen Schulcampus auf die grüne Wiese, damit auch dort die Älteren ihr Abitur ablegen können. In Schildow wachsen die Zaubernüsse für die Jüngsten aus dem Boden, in Glienicke neue Gymnasien. Was die Gemeinden seit Jahren planen, vorausgesehen und sich erhofft haben, geht nun in Erfüllung: Sie wachsen und gedeihen und sind begehrte Orte für junge Familien, die hier ihren Lebensmittelpunkt finden wollen. Die Gemeinden planen für sie mit , um letztlich nicht zu vergreisen. Für die Zukunft sind sie so gut gewappnet Sandra Kurtz ■

Im September konnten die Zühlsdorfer die Kirchweihe ihres Gotteshaus vor 100 Jahren feiern – mit Liedermacher Gerhard Schöne.

Leichensuche Wochenlang hatten Polizisten ein Grundstück in Schildow auf der Suche nach der Leiche eines Türstehers umgegraben. Die Überreste des offenbar in der Silvesternacht 1996 erschossenen Mannes wurden nicht gefunden. Im November musste sich ein 47-jähriger Gastwirt vor dem Berliner Landgericht verantworten, wurde aber am 3. November freigesprochen – aus Mangel an Beweisen.

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Große Räume für große Schüler

6 Anbau für die Glienicker Verwaltung

Tegeler Fließ Auch um das kleine Tegeler Fließ machte man sich in diesem Jahr Gedanken im Mühlenbecker Land. Es fanden zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen mit dem Land Berlin und dem Kreis Barnim statt, um das Fließ langfristig zu renaturieren.

Nach den Sommerferien konnten die Schüler des Neuen Gymnasiums in Glienicke ihr kubisches Haus beziehen – und sind seitdem glücklich über den vielen Platz.

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Bürgermeister Hans-Günther Oberlack (FDP) konnte den 1,6 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Rathauses nach einjähriger Bauzeit zum 1. April eröffnen. Der voll unterkellerte Neubau hat zwei Geschosse und verfügt über eine Nutzfläche von 1 000 Quadratmetern. Prunkstück im Erdgeschoss ist das großzügig gestaltete Foyer mit Empfangsbereich. Besonderheit im Obergeschoss ist ein mit modernster Technik ausgestatteter Konferenzraum für 20 Personen.

Dreimal Blumen – und ein wenig Spielzeug

Mit der 500 000 Euro teuren Drehleiter im Schildower Depot hievt Gunnar Prütz seine Kameraden sicher in die Höhe.

7

Kleines Schloss für Schönfließ

Ganz groß: In Schönfließ baute Uwe Schmidt das Domizil der Familie Veltheim nach.

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Tausch im Glienicker Rathaus

8 Oben auf der Zaubernuss

Am 2.September standen die Zimmermänner auf dem Dach des schneckenförmigen Anbaus der Waldorf-Kita Zaubernuss in Schildow.

Zuwachs: Rahel Friedrich war die 2 000. Zühlsdorferin, der einjährige Philip Sättler der 14 000. Einwohner des Mühlenbecker Landes und Emma Marie Kluge war die 11 000. Glienickerin.

Im Februar war der Neue da und nahm den Platz des Abgewählten ein. Glienickes Bürgermeister heißt nun Hans Günther Oberlack. Joachim Bienert ging.


ZEHDENICK UND UMGEBUNG

Freitag

Neuer Chef Die Zehdenick Innovative Metall- und Kunststofftechnik (ZIMK) GmbH wird in einem internationalen Unternehmensverbund künftig eine tragende Rolle spielen. Für den Aufbau einer Produktentwicklungs- und -management-Abteilung in Zehdenick ist der neue Geschäftsführer, Dr.-Ing. Uwe Marx, verantwortlich.

31. Dezember 2010

Zehdenick verbindet

1 Mission Olympic erfolgreich beendet

Datenbank Die Regio Nord schaltet eine Unternehmer-Datenbank frei. Sie soll Unternehmen, Kommunen, Schulen und anderen Interessierten dazu dienen, Informationen über regionale Unternehmen, ihre Angebote und ihre Ansprechpartner zu bekommen. Mit einbezogen werden auch alle Freiberufler der Region.

2

Trottheide: Knast für Umweltsünder

Sport in allen Varianten – Mission Olympic bot atemberaubende Vorführungen aber auch sportliche Spiele zum Mitmachen für jedermann. Es schien, die ganze Stadt war auf den Beinen beim Kampf um den Titel „Deutschlands aktivste Stadt“

Ein Roman aus der Provinz

Abstellgleis Der Landkreis Oberhavel investiert mehrere hunderttausend Euro in die Infrastruktur des Ziegeleiparks Mildenberg. Der Geld aus dem Konjunkturpaket II fließt in den Bau eines überdachten Abstellgleises auf dem Parkgelände. Dadurch sollen die Betriebsabläufe verbessert werden.

Das Buch „Deutschboden“ des Zeit-Autors Moritz von Uslar sorgt für heftige Diskussionen in Zehdenick. Zur Lesung wird er aber begeistert begrüßt.

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Ein Kamel lernt fliegen

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„Nein“ zur Überprüfung auf Stasi-Tätigkeit

Tragischer Unfall Zu einem tragischen Verkehrsunfall kam es am 20. März auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Altlüdersdorf und Zabelsdorf. Eine 20-Jährige Kraftfahrerin und eine hinter ihr sitzende 15-Jährige starben, als ihr Wagen mit einem Baum kollidierte.

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Mit Freiheitsstrafen für die Angeklagten endet der Prozess um den Müll-Skandal in der Trottheide. Der Prozess wurde von Protesten begleitet.

Wer hätte das zum Anfang gedacht, dass der Wettbewerb „Mission Olympic“ solch ein Erfolg werden wird? Doch die Zehdenicker hielten zusammen und stellten ein tolles sportlichen Wochenende auf die Beine. Sport verbindet eben doch. Dass es zum Schluss nicht ganz zum Sieg gereicht hat, lag sicher nicht am Engagement der Zehdenicker. Doch wie heißt der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles. Und deshalb ist das Sportereignis meine Nummer eins in diesem Jahr. Doch es gab auch noch andere Dinge, die die Zehdenicker bewegten. Der Prozess um die Trottheide zum Beispiel. Die Marienthaler begleiteten die Verhandlung mit Protesten. Der Geschäftsführer der Bresto Fürstenberg GmbH sowie sein Angestellter wurden zwar vom Neuruppiner Landgericht zu Gefängnisstrafen verurteilt, ein Schluss-Strich wurde unter diesen Umwelt-Skandal trotzdem noch nicht gezogen: Die Verurteilten legten Revision ein. Kein Schlussstrich war wahrscheinlich auch die Lesung von Moritz von Uslar in Zehdenick nach seinen Recherchen in der Stadt. Mit seinem Buch „Deutschboden“ sorgte er für ordentlich Wirbel, doch trotz allem wurde er herzlich empfangen. Martin Risken

Die Kamelbrücke lernt fliegen: Um die gut 100 Jahre alte Dame aufwändig sanieren zu können, wird sie in zwei Teilen demontiert.

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Tischler mit Leidenschaft für Kampfjets

Gegen eine Überprüfung ihrer Mitglieder auf Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit sprechen sich die Stadtverordneten Zehdenicks aus. Die meisten Abgeordneten lehnen den Antrag der CDU ab. „Irgendwann muss auch mal Schluss ein“ oder „Wie viele Jahre soll das noch weiter gehen?“ sind die Reaktionen. Eine Überprüfung würde Misstrauen und Missgunst säen.

Ein russischer Kampfjet ist im Gewerbegebiet „Karlshof“ gelandet. Er wurde vom Tischler Dirk Schlöpping ersteigert.

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Burgwall feiert 150. Geburtstag

Akten wieder aufgetauscht

Fahnen schwingend feiern die Burgwaller ihr Dorfjubiläum. 150 Jahre alt wird der Ort.

10

Bibliotheksverbund geht an den Start

8 Laufpark Stechlin erweitert

Weite Teile des Stadtgebietes Zehdenick werden in den Laufpark Stechlin integriert. Das ausgeschilderte Wegenetz wächst damit von 145 auf 350 Kilometer.

Der Bibliotheksverbund Nord-Oberhavel startet. Via Internet haben Leser nun Zugriff auf den Bestand der Bibliotheken in Gransee, Fürstenberg und Zehdenick. Bei Renovierungsarbeiten im Wohnhaus von Hannelore Mühlenhaupt ist in Bergsdorf ein Pappkarton mit mehreren uralten Kirchen- und Schulakten aufgetaucht..


FÜRSTENBERG UND UMGEBUNG

Donnerstag

Ernannt Hauptamtsleiterin Carola Hoheisel wird zur neuen stellvertretenden Bürgermeisterin ernannt. Die Stadtverordneten folgten damit einem Vorschlag des Bürgermeisters. Zuvor hatte es Querelen zwischen Parlament und Stadtoberhaupt um den richtigen Zeitpunkt der Ernennung gegeben.

30. Dezember 2010

Angezapft und abgebrannt

1 Schleuse frei mit Volksfest

Stichwahl Zum ersten Mal wird in Altthymen per Stichwahl der neue Ortsvorsteher gewählt. Dabei kann sich Manfred Saborowski klar gegen Konkurrentin Madlen Skudlarek (beide parteilos) durchsetzen. 46 von 74 gültigen Stimmen entfallen auf ihn. Saborowski nimmt die Wahl an.

2

Himmelpforter Brauhaus brennt nieder

Das lässt sich Neptun nicht entgehen: Nach neunmonatiger Bauzeit wird im Juni die Schleuse in Fürstenberg freigegeben. Begleitet wird das mit einem Volksfest. Sieben Millionen Euro flossen in die Schleuse.

Wasserfest an neuem Ort

4

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Schock in Himmelpfort: Bei einem Brand wird das denkmalgeschützte Brauhaus fast vollständig zerstört. Es ist Brandstiftung.

Alles fließt in Fürstenberg – mit großem Tamtam wurde die Schleuse in Fürstenberg nach der umfangreichen Sanierung eingeweiht. Schon während der Arbeiten fanden sich stets Schaulustige ein, jeder Baufortschritt wurde genau beobachtet. Sogar Fernsehteams schauten vorbei, als die Tore der künftigen Schleusenkammer eingebaut wurden oder die Wanne geflutet wurde. Und so war es kein Wunder, dass die Verkehrsfreigabe mit einem Volksfest und viel Freibier gefeiert wurde. Selten haben so viele Fürstenberger Anteil an einer Sanierung genommen, obwohl es davon sogar einige mehr in diesem Jahr gab. Der Stadtpark mit seinem Pavillon zum Beispiel und die Kirche in Bredereiche. Doch Licht lässt oft kräftige Schatten werfen. Während man in Fürstenberg die Sanierung feierte, mussten die Himmelpforter die Zerstörung eines der örtlichen Denkmäler beklagen. Das Brauhaus brannte nieder. Brandstiftung war‘s. Das weckte Solidarität in Himmelpfort: 3 500 Euro wurden gesammelt als Belohnung für entscheidende Hinweise auf den oder die Täter, 1 200 Euro davon kamen von der Stadt. Es gibt sie noch: echte Anteilnahme! Thomas Pilz

Das Wasserfest lockt bereits zum 14. Mal Wasserratten nach Fürstenberg. Dieses Mal steigt die Party auf der Festwiese am Röblinsee.

Forstmuseum ist in Gefahr

Das Forstmuseum steht vor dem Aus. Weil Ein-Euro-Jobs wegfallen, können die Öffnungszeiten nicht garantiert werden.

Neuer Betreiber Nach fast neun Monaten, in denen das Haus des Gastes in Himmelpfort geschlossen war, gibt es einen neuen Betreiber: Matthias Paul und seine „Nordlicht Tour und Kanu GmbH“. Er hat zahlreiche Ideen, mit denen er das Zentrum des Ortes mit mehr Leben füllen will.

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Stadtpark erstrahlt in neuem Glanz

Arbeitskreis für Jugendlager gegründet

Fördergelder Unverhofftes Geschenk für den Fürstenberger Sportverein. Für den Ausbau des zweiten Spielfeldes auf dem Sportplatz wurden Fördermittel zugesagt. 30 000 Euro müssen dafür investiert werden, die Förderung beträgt 80 Prozent. Grund für den Ausbau: Der Verein wächst rasant.

6

Erst ist nur der Pavillon dran, dann folgt auch der Rest des Stadtparks. Der wird für 700 000 Euro wieder auf Vordermann gebracht.

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In der Gedenkstätte Ravensbrück gründet sich ein Arbeitskreis zum Jugendlager Uckermark. Vertreten sind neben dem Bund als Eigentümer des Geländes die Stadt Fürstenberg, die „Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.“ und Mitarbeiter verschiedener Landesministerien. Der Arbeitskreis will zunächst ein Gestaltungsund Nutzungskonzept für das ehemalige Lagergelände aufstellen.

Gazprom sucht nach Gasspeicher

7 Endspurt im Inneren der Kirche

Der Innenraum der Bredereicher Kirche wird instand gesetzt. Die Sanierung ist damit beendet.

10

Prinzen füllen Stadtkirche

8 Ausgezeichnet für Toleranz

Der Fürstenberger Förderverein Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wird im Wettbewerb Aktiv für Demokratie und Toleranz 2009 ausgezeichnet.

Rappelvoll ist es Ende Mai in der Stadtkirche Fürstenberg, als die Prinzen dort während ihrer Kirchentour auftreten. Gazprom Germania GmbH will untersuchen, ob unter Himmelpfort ein unterirdischer Gasspeicher errichtet werden könnte. Der Ortsbeirat kündigt Widerstand an.


GRANSEE UND UMGEBUNG

Freitag

Neue Spitze Der DRK-Kreisverband Gransee hat seit Jahresbeginn eine neue Geschäftsführerin. Iris Utecht löst Yvonne Linkohr ab, die planmäßig wieder die Position der Stellvertreterin übernimmt. Utecht leitete viele Jahre das AWOSeniorenzentrum „Havelpark“ in Zehdenick.

31. Dezember 2010

Wache hat viele Freunde

1 Polizisten gehen auf die Straße

Jugenddorf Das evangelische Johannisstift hat große Pläne für das ehemalige Munitionslager (Muna) Wolfsruh. Sich selbst gefährdene Jugendliche sollen dort im Rahmen des Jugendhilfeprojektes „Neustart“ eine neue Unterkunft bekommen. 750 000 Euro sollen investiert werden.

2

Königin Luise gibt sich die Ehre

Um für den Erhalt der Granseer Wache zu kämpfen, gehen Beamte und Bürger gemeinsam auf die Straße. Das Gespenst „Polizeistrukturreform“ sorgt für Verunsicherung im Altkreis. Ende November dann die Entwarnung von Innenminister Dietmar Woidke (SPD): Die Dienststelle bleibt erhalten, möglicherweise sogar als 24-Stunden-Wache.

Leinen los am umstrittenen Bootssteg

Vertrauensverlust Die Menzer Ortsvorsteherin Angela Stegemann (WG Unabhängige Bürgerbewegung Menz) tritt zurück. Sie begründet den Rückzug mit dem Vertrauensverlust in der Diskussion über den geplanten Bau eines Gehwegs in der Rheinsberger und Berliner Straße.

5

Im Mai wird der neue Bootssteg in Neuglobsow eröffnet. Sein Bau wurde von Diskussionen begleitet, da der Vertrag mit den alten Pächtern nicht verlängert wurde.

GZ diskutiert mit Lesern über die Einheit

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Anklage wegen Betrugs gegen HSP

Tödlicher Unfall Ein 23-jähriger Rönnebecker verunglückt auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Sonnenberg und Schönermark tödlich. Der Opel-Fahrer war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dabei mit einem Straßenbaum kollidiert. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Petra Waschescio Matthias Henke

4

3

Ganz im Zeichen Luises steht Gransee dieses Jahr. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird der preußischen Königin in ihrem 200. Todesjahr gedacht.

Polizisten sind nicht immer beliebt – vor allem, wenn man als Autofahrer in eine Polizeikontrolle gerät oder geblitzt wird. Doch als die Polizeistrukturreform in diesem Jahr wie das Damokles-Schwert über der Wache Gransee hing, da herrschte plötzlich Einigkeit unter den Bürgern. Mit Unterschriften protestierten sie gegen die Schließung „ihrer“ Wache. Und als die Polizisten auf die Straßen gingen, waren auch Politiker und Bürger aus den Nachbargemeinden dabei. Immerhin ist es die Granseer Wache die einzige im Norden Oberhavels. Und mit der unfallträchtigen B 96, der Gedenkstätte Ravensbrück und dem Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg gibt es genug zu tun für die Beamten. Waren es die Proteste oder letzlich die Vernunft des zuständigen Ministers? Im November jedenfalls gab es dann doch wieder Hoffnung für die Granseer Wache. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) teilte mit, dass die Dienststelle erhalten bleiben soll, möglicherweise rund um die Uhr besetzt. Auf dass die Verbrecher auch in Zukunft nachts nicht ruhig schlafen können. So viel Anteilnahme ist uns Platz eins wert.

20 Jahre Deutsche Einheit – über Hoffnungen und unerfüllte Erwartungen diskutiert die GZ mit ihren Lesern und prominenten Gästen bei einem Forum.

9

Seilershofer wollen kein Heim

Wegen Betruges wird gegen die Internetfirma HSP ermittelt. Betreiber Gerhard Neubauer hatte zahlreichen Kunden im ländlichen Gebiet einen schnellen DSL-Zugang versprochen und im Voraus eine Anschlussgebühr verlangt. Nachdem monatelang nichts passiert, erstatten zunächst Geschädigte aus Templin, dann auch aus Blumenow und Schulzendorf Anzeige gegen Neubauer.

Neues Leben in der alten Schule

Die Seilershofer wehren sich gegen ein Heim für geistig Behinderte in ihrem Ort. Ein Termin bei der GiB beruhigt sie nicht.

7 Baggern für Amphibien

10

Damit sich der Kamm-Molch wieder wohl fühlt, wird der Schleiluch vergrößert.

Kein Osterfeuer mehr in Sonnenberg

8 „Ja“ zum großen Kirchenkreis

Die beiden Kirchenkreise Templin-Gransee und Oranienburg stimmen für eine Fusion. „Oberes Havelland“ soll der neue, große Kirchenkreis heißen.

In Schönermark wird es kein Osterfeuer mehr geben: Unbekannte verwüsten den Sportplatz und werfen Sitzbänke ins Feuer. Schaden: mindestens 750 Euro. Die alte Schule in Neuglobsow ist wieder ein Ort für Wissensdurstige. Für 300 000 Euro wurde sie zum Doktorandenhaus der Limnologie umgebaut.


LÖWENBERGER LAND / LIEBENWALDE

Dienstag

Millionenbetrug

28. Dezember 2010

Siege und Dramen

1

Des Betrugs und Betrugsversuches in 715 Fällen ist ein 62-jähriger Liebenwalder vor dem Neuruppiner Landgericht angeklagt. Rund 14 Millionen Euro soll er mit dem verschwundenen Dr. Kloiber ergaunert haben. Ob der Mann wirklich Drahtzieher eines der größten Coups im Land ist, oder selbst nur Opfer eines raffinierten Betruges wurde, bleibt abzuwarten. Das Urteil wird 2011 erwartet.

Deutschlands bester Tischler

Tragödie Wegen Geldsorgen tötet ein 55-jähriger Grüneberger seine Ehefrau mit 18 Messerstichen. Vom Gericht wird er dafür zu neun Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Im Schlaf hatte er seine Frau überrascht. Anschließend wollte er sich selbst töten, doch ihn verließ der Mut.

2

Stadtverordnete stehen vor Gericht

Erik Brandenburg ist der beste Tischlergeselle Deutschlands. Beim bundesweiten Ausscheid überzeugt er die Jury mit seinem Funiermöbel. Im nächsten Jahr tritt er zur Weltmeisterschaft in London an.

Hab‘ mein Wagen voll geladen

Ortsbeirat geht Der Freienhagener Ortsbeirat wird aufgelöst. Nachdem die Mitglieder Michael Bracksmajer und Wolfgang Dulz sich aus dem Gremium verabschiedet hatten, blieb nur Ortsvorsteherin Ute Gerstung übrig. Damit war das Gremium nicht mehr arbeitsfähig. Neuwahlen sind im Januar.

Hoch auf dem Wagen: In diesem Jahr sind die Neuholländer dran, das Kreiserntedankfest auszurichten. Höhepunkt ist der Festumzug.

5

Haus in Großmutz brennt nieder

6

Schloss Liebenberg wird gemeinnützig

Anwohnerprotest Trotz löchriger Piste wehren sich die Glambecker gegen den Ausbau ihrer Dorfstraße. Die Ausbaubeiträge wären für die nur wenigen Anwohner extrem hoch. Das Bauamt sucht daraufhin nach günstigeren Ausbau-Varianten. Gebaut wird voraussichtlich 2011 aber trotzdem.

Ein Zweifamilienhaus in Großmutz steht in Flammen. Beide Wohnungen brennen aus, die Bewohner können nicht zurück. Verletzt wird aber niemand.

9

Leihgabe zum Kirchenjubiläum

Schloss und Gut Liebenberg ist auf dem Weg, der größte Integrationsbetrieb in Brandenburg zu werden. Die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement hat die gemeinnützige Gesellschaft „Stiftung Liebenberg“ (gGmbH) gegründet. Der komplette Hotelbetrieb wurde übernommen. Menschen mit Behinderungen oder langwieriger Krankheit werden angestellt. Sie werden etwa im ökologischen Landwirtschaftsbetrieb, als Handwerker oder in der Wäscherei eingesetzt.

Jugend macht Politik in Löwenberg

8

Liebenwalde will Maut für B 167

Zu viel Schwerlastverkehr wälzt sich über die B 167. Um die „Mautflüchtlinge“ zu bekämpfen, startet Liebenwalde eine Initiative: Die Trasse soll mautpflichtig werden.

4

3

Im Nachrücker-Streit um die Abgeordnete Irina Hentzschel (CDU) verklagt Liebenwaldes Wahlleiterin Martina Schnur die Stadtverordneten.

Es ist eine tolle Leistung, die Erik Brandenburg vollbracht hat. Er ist der beste Tischlergeselle Deutschlands. Eine Leistung, die mir den ersten Platz wert ist. Natürlich drücke ich dem Nassenheider die Daumen für die Weltmeisterschaft 2011. Brandenburgweit einmalig, dafür weniger erbaulich, war die Klage der Liebenwalder Wahlleiterin Martina Schnurs gegen ihre Stadtverordneten. Der Gang vor das Verwaltungsgericht in Potsdam war der Höhepunkt im Streit um den Parteienwechsel Irina Hentzschels von der Linken zur CDU. Zwar war die Klage formal nicht zulässig, aber inhaltlich gaben die Richter Schnur Recht. Die Stadtverordneten konzentrieren sich mittlerweile wieder auf die inhaltliche Arbeit. Neuholland räumt zweimal ab: Viel Mühe hatte man sich mit Kreiserntedank und Kirchenjubiläum gegeben – Respekt vor allen Helfern, die das auf die Beine stellten. Den verdient auch Nora Schneck. Die 20-Jährige organisierte das Treffen des Europäischen Jugendparlaments in Löwenberg. Doch im Jahresrückblick dürfen auch die dramatischen Dinge nicht vergessen werden, so der Brand des Zweifamilienhauses in Großmutz oder der tragische Totschlag in Grüneberg. Daniel Dzienian

300 Jahre wird die Neuholländer Kirche. Dazu leiht die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten originales Abendmahlsgeschirr.

7 Rücktritt nach 25 Jahren

Der Neuholländer Ortswehrführer Dirk Klepel tritt nach 25 Dienstjahren zurück.

10

Zum Kindertag in die Staatskanzlei

15 Kinder der Löwenberger Oberschule wurden von Ministerpräsident Platzeck und Bildungsminister Rupprecht zum Kindertag in die Staatskanzlei eingeladen. 63 Jugendliche aus ganz Europa treffen sich in Löwenberg zum Internationalen Herbstforum des Europäischen Jugendparlaments.

Jahresrückblick 2010  

Velten zeigt sich tierisch erzieherisch Seit zehn Jahren auf Schienen unterwegs Mit klarem Schnitt ins Amt Powerfrau im Rathaus 12 366 Unter...