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SONDERVERÖFFENTLICHUNG 6. DEZEMBER 2018 ERK/FUE/BEE/EIH

25 Jahre Landkreis Oder-Spree

UNTER ANDEREM IN DIESER AUSGABE ›

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GLÜCK GEHÖRT DAZU

BILDUNG SICHERT ZUKUNFT

DA GEHT DOCH WAS

Die Gründung des Landkreises war keine Liebesheirat. Viele Politiker favorisierten andere Kreisgebilde. Und wer Landrat werden wollte, brauchte neben politischem Gespür auch Glück.

Von Beginn an investiert der Kreis in seine großen Schulen. Jüngstes Projekt ist die Fertigstellung des Carl-Bechstein-Gymnasiums in Erkner.

Zwei Geher-Generationen stehen für den Sport im Landkreis. Hagen Pohle (26) und Christoph Höhne (77) gehören zur absoluten Weltspitze


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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Der Landkreis in Zahlen M Der Landkreis Oder-Spree umfasst ein Territorium von 2257 Quadratkilometern. Fast die Hälfte davon (1074 Quadratkilometer) sind Wald, 834 Quadratkilometer werden landwirtschaftlich genutzt. M Der größte See im Kreis ist der Scharmützelsee mit einer Fläche von 12,1 Quadratkilometern. Außerdem grenzt der Kreis an den Schwielochsee, der mit 13,3 Quadratkilometern der flächenmäßig größte See Brandenburgs ist. Insgesamt hat der Kreis eine Wasserfläche von gut 84 Quadratkilometern. Spree und Oder, die wichtigsten Flüsse, gaben dem Kreis seinen Namen. Hinzu kommen unter anderem die Schlaube, die Löcknitz und die Oelse, die Dorche und Demnitz. Eine wichtige Wasserstraße ist der Oder-Spree-Kanal. M Im Landkreis Oder-Spree leben rund 179 000 Menschen, die größten Städte sind Fürsten-

walde (32 000), Eisenhüttenstadt (26 300), Erkner (11 700), Storkow (9100) und Beeskow (8100). Die Bevölkerungsdichte beträgt 79,3 Personen je Quadratkilometer. M Der Hutberg ist mit 162 Metern die höchste Erhebung im Kreis. Es folgen die Rauener Berge mit 153 Metern, die Rießener Berge mit 112 Metern und die Blocksberge mit 110 Metern. In den Diehloer Bergen (116 Meter) in Eisenhüttenstadt gibt es sogar eine Sprungschanze. M Die Länge der Kreisgrenze beträgt rund 372 Kilometer. Der Kreis grenzt im Osten an Polen, im Süden an die Landkreise Spree-Neiße und Dahme-Spreewald, im Westen an Berlin und im Norden an Märkisch Oderland und an Frankfurt (Oder). M Der Landkreis besteht aus sechs Ämtern und 12 amtsfreien Gemeinden.

Ein Kreis mit vielen Schwergewichten

Grußwort anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Landkreises

Liebe Leserinnen und Leser, vor einem Vierteljahrhundert schlug die Geburtsstunde des Landkreises Oder-Spree. Zu diesem Jubiläum meine besten Grüße und Glückwünsche! Sie haben wirklich etwas geschafft! Wir alle sind Zeugen einer beeindruckenden Entwicklung des Landkreises, erst recht, weil die Anfänge alles andere als einfach waren. Auch viele von Ihnen werden sich bestimmt an den Aufbruchsgeist vor 25 Jahren erinnern, an Enthusiasmus und Leidenschaft aber ebenso an Sorgen und manche Enttäuschung. Heute ist Oder-Spree ein Landkreis, der sich durch Vielfalt mit berlinnahen und -fernen Regionen, Städten und ländlichen Räumen, wichtigen Industriestandorten, kulturellen Anziehungspunkten und üppiger Natur auszeichnet. Zugleich schlägt er durch seine Grenze mit unserem Nachbarland Polen Brücken nach Osteuropa. Von der Nähe zur Bundeshauptstadt profitiert zweifellos Fürstenwalde. Viele Familien haben die Stadt in den vergangenen Jahren als attraktiven Wohnort in Reichweite der Metropole entdeckt.

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Als ein Regionaler Wachstumskern strahlt Fürstenwalde zudem mit einer Vielzahl von Betrieben aus den Branchen Energie, Chemie oder Metallverarbeitung ins Umland aus. Und mit ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt haben wir ein richtiges industrielles „Schwergewicht“ im Kreis. Trotz mancher Probleme auf einem weltweit umkämpften Stahl-Markt hat das Unternehmen seine Rolle als bedeutender Arbeitgeber in der Region bewahrt. Auch kulturell hat Oder-Spree ei-

Mehr Kinder, viele Hochzeiten Beeskow. Der Landkreis OderSpree bietet Zukunft. Das kann man auch aus dem Statistischen Jahrbuch das Kreises ablesen. So werden seit 2012 in jedem Jahr mehr als 1200 Ehen im Kreis geschlossen, die Zahl der Geburten stiegen von 1254 im Jahr 2000 auf 1449 im Jahr 2016. Dabei waren die Mädchen (916) gegenüber den Jungen (735) deutlich in der Überzahl. Der große Geburtenrückgang ist also überwunden.

Dr. Dietmar Woidke ist Ministerpräsident des Landes Brandenburg. niges zu bieten - etwa das Kunstarchiv in Beeskow oder das Kloster Neuzelle, dessen 750-jähriges Bestehen wir in diesem Jahr vielfältig feiern konnten. Dass wir mit Kultur UND Natur, allen voran die vielen Seen, richtige Schätze im Landkreis haben, zeigen uns die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern. Ob Schlaubetal, Schwieloch- oder Scharmützelsee – jeder findet hier ein Urlaubsparadies, das gleichermaßen besinnliche Erholung und Abenteuer ermöglicht. Nicht zu vergessen: Der Landkreis leistet mit der Zentralen Erstaufnahmestelle für Zuwanderer in Eisenhüttenstadt Großes für die Integration von Menschen, die vor Krieg, Hunger und Verfolgung geflohen sind. Auch

wenn das Zusammenleben nicht immer konfliktfrei ist, an einem friedlichen, solidarischen Miteinander führt kein Weg vorbei. Ich danke allen, die sich in diesem Sinne ehrenamtlich engagieren. Wir können gemeinsam stolz sein auf das Erreichte, obwohl noch manches zu tun bleibt. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und dem Landkreis gutes Gedeihen. Packen wir tatkräftig an, um das Leben in Oder-Spree noch lebenswerter zu machen, damit auch künftige Generationen hier Heimat und Perspektive finden. Dr. Dietmar Woidke Ministerpräsident des Landes Brandenburg

IMPRESSUM

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Verlag Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG Kellenspring 6 15230 Frankfurt (Oder) P.h.G. Märkisches Medienhaus Verwaltungs GmbH

Anzeigenleitung (verantw.) André Tackenberg

Geschäftsführer Andreas Simmet Redaktionsleitung (verantw.) Claus Liesegang Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG

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DEZEMBER 2018

Holperstart und Losentscheid Geschichten aus der Gründungsphase des Landkreises Von olaf Gardt Beeskow. Der Start des Landkreises Oder-Spree war holprig. Das ist noch vorsichtig ausgedrückt, schließlich war es kein freiwilliger Zusammenschluss, schon gar keine Liebeshochzeit zwischen den Kreisen Fürstenwalde, Beeskow und Eisenhüttenstadt und der kreisfreien Stadt Eisenhüttenstadt. Dass es größere Gebietskörperschaften geben musste, um effektive Verwaltungen aufzubauen, war zwar allen klar, doch der Zuschnitt sollte anders, kleiner sein. Die Fürstenwalder standen zum Zusammenschluss mit Beeskow, hatten aber kein Interesse an Eisenhüttenstadt, wollten dafür lieber Rüdersdorf, das zum Altkreis Fürstenwalde gehörte, behalten. In der Stadt Beeskow und auch dem Altkreis Beeskow, der von Friedland bis Storkow reichte, hatte man sich dagegen 1993 mit der durch den Landtag beschlossenen Regelung gut arrangiert. Auch, weil feststand, dass Beeskow Kreisstadt des neuen Gebildes wird und somit Sitz der Verwaltung. Dass die Dörfer des Amtes Lieberose und die kleine Stadt selbst an den Nachbarkreis Dahme-Spreewald abzugeben waren, schmerzte. Mehr aber auch nicht. Die Eisenhüttenstädter Kommunalpolitiker dagegen setzten wie die in Guben auf einen OderNeiße-Kreis. Und das mit Vehemenz. Erst eine halbe Woche vor der Kommunalwahl am 5. Dezember lehnte das Landesverfassungsgericht einen Gubener Antrag ab, diese Wahl zu verschieben. Eine Entscheidung in der Hauptsache, ob nicht doch Eisenhüttenstadt und Guben ei-

Wie soll man starten? Die MOZ hatte am 19. Oktober 1993 zum Wahltalk mit Martin Hertneck (Forum/Bündnis90/Die Grünen), Mathias Schubert (Landrat Fürstenwalde/SPD), Ilona Weser (Landrätin Eisenhüttenstadt/CDU), Moderater Olaf Gardt (MOZ-Lokalchef Beeskow), Monika Krüger (PDS), Jürgen Schröter (Beeskow/Bürgerverband) und Jürgen Görsdorf (FDP) eingeladen. Foto: Siegfried Jur nen Kreis bilden können, war damit aber noch nicht gefallen. Abgestimmt aber sollte erst einmal werden, da ja die Briefwahl schon begonnen habe, so die Verfassungsrichter. Aber auch das war nicht ohne Pannen vonstatten gegangen. Erst fünf Tage später als geplant wurden die ersten Stimmzettel verschickt. „Das Papier ist durchsichtig, außerdem sind unterschiedliche Schriftgrößen für die einzelnen Wahlkreise verwendet worden und falsche Schreibweisen für einzelne Wahlvorschläge“, erklärte Kreiswahlleiter Gerhard Ziebarth. Er hatte die Stimmzettel deshalb neu drucken lassen. Die nächste Überra-

schung brachte die Landratswahl selbst. Der Fürstenwalder Landrat Mathias Schubert galt als klarer Favorit. Schließlich hatte die SPD, der er angehörte, die Wahlen klar gewonnen. Aber es kam anders. Im ersten Wahlgang mit sechs Kandidaten fehlten Schubert zwei Stimmen für die geforderte Mehrheit. Im zweiten Wahlgang, in dem neben Schubert noch der Beeskower Landrat Jürgen Schröter zur Wahl stand, gab es ein Patt. Beide Kandidaten bekamen 28 Stimmen. Das Los musste entscheiden. Gezogen wurde es von Martin Hertneck, der so dafür sorgte, dass Jürgen Schröter erster LOS-Landrat wurde.

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Die Entscheidung: Dass Jürgen Schröter der erste LOS-Landrat wird, hat Martin Hertneck entschieden, indem er das Los mit dem Namen des Beeskower Landrats zog. Überwacht wurde der Akt von Manfred Rademacher. Foto: Karl-Heinz Arendsee

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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Das schätze ich am Landkreis

Was Einwohner und Gäste an der Region zwischen Erkner und Neuzelle besonders schätzen

Klaudia Koblowska, 29, Fürstenwalde: Die Natur. Wir haben zuvor in Berlin gelebt. Hier ist es ruhiger. Mit der Familie fahre ich viel Rad und gehe spazieren.

Inge Böhnke, 82, Erkner: Es ist schön, dass wir in Erkner noch ein Bürgeramt im Rathaus haben. Schade, dass das Finanzamt nicht mehr in Fürstenwalde ist.

Susan Lange, 35, Fürstenwalde: Ich schätze, dass man hier nahe an der Großstadt ist, aber nicht in Berlin leben muss. Das ist schöner für die Kinder. Fotos (3): Joachim Eggers

Ilse Wünschmann, 73, Erkner: Der Landkreis hat sich gut entwickelt, es ist viel gebaut worden. Außerdem haben wir eine sehr schöne Umgebung.

Antje Berthold-Riedel, Woltersdorf: Ich bin Sächsin, lebe aber seit 16 Jahren in Woltersdorf. Ich mag die Natur hier und die engagierten Menschen.

Gudrun Skora, 77, Müllrose: Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und froh darüber, dass wir inzwischen so ein gut ausgebautes Radwegenetz haben.

Heinz Pöschk, 82, Schernsdorf: Ich bin aus Potsdam nach Schernsdorf gezogen. Die Landschaft ist sehr schön. Lediglich der Busverkehr könnte besser sein.

Marlies Schulz, 60, Eisenhüttenstadt: Mit dem Fahrrad die Natur entdecken, das mache ich sehr gern. Südlich von Neuzelle gibt es leider kaum noch Gaststätten.

Ronny Gander, 41, Treppeln: Die wunderbare Landschaft mit vielen Seen und Wald. Die Menschen, die offen sind und sich schnell für Sachen begeistern lassen.

Manuela Machan, 56, Bahro: Schade, dass wir immer noch auf eine Ortsumgehung warten müssen. Wir haben einfach noch zu viele schlechte Straßen.

Corinna Schälicke, 45, Beerfelde: Hier ist meine Heimat. Ich würde nie weggehen. Für die ländliche Region müsste aber mehr getan werden.

Kerstin Zach, 40, Beeskow: Der Landkreis Oder-Spree ist mein Zuhause. Wendisch Rietz hat einen Streichelzoo und Bad Saarow die Ganzjahresrodelbahn.

Steffen Müller, 55, Guben: Mir gefällt das Schlaubetal am besten. Die Fähre Leißnitz und der Aussichtsturm in Rauen sind auch einen Besuch wert.

Jennifer Sonnenfeld, 19, Beeskow: Mir gefällt Beeskow. Da gibt es die alten Häuser, hübsche Laternen. Außerdem gibt es ein großes Angebot für Familien.

Christoph Lange, 64, Forst: Die Leute sind freundlich. Die Beeskower Kirche hat wieder ein Dach und eine Kirchturmspitze. Die Burg Beeskow ist auch toll.

Panagiotis Georgiou, 22, Beeskow: Es gibt schöne Wälder, Flüsse und Seen hier. Von den Städten gefällt mir Fürstenwalde am besten.

Stephan Pötsch, 34, Fürstenwalde: Ich finde es angenehm hier zu leben, weil man viele Möglichkeiten für Ausflüge hat und die vielen Seen zum Baden.

Doris Marks, 63, Fürstenwalde: Ich schätze die schöne Umgebung mit den Seen und Wäldern, die Nähe zu Berlin, zur Oder und zum Spreewald.

Ulrike Behrendt, 23, und Tami Golly, 25, Fürstenwalde: Wir finden toll, dass hier alles so dicht beieinander und mit dem Bus gut erreichbar ist.Fotos(2): Annemarie Diehr

Rosemarie Gorny, 78, Fürstenwalde: Mein Mann und ich sind vor 12 Jahren in die Region gezogen. Wir lieben die Seen, Wälder und kulturellen Angebote hier.


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DEZEMBER 2018

Viel Geld fließt in die Bildung

Große Investitionen in Schulgebäude in Erkner, Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt Von Joachim EggErs Beeskow. Der Landkreis OderSpree setzt massiv auf Bildung, nimmt viel Geld für Schulbauten in die Hand. Jüngstes Großprojekt ist die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts des Carl-Bechstein-Gymnasiums in Erkner. „Dieser Schulbau ist eine Visitenkarte des Landkreises OderSpree und zugleich ein Wegweiser in die Zukunft“, sagte Landrat Rolf Lindemann bei der feierlichen Freigabe des Ergänzungsneubaus am 18. Oktober in Erkner. Der neue Dreigeschosser vereint moderne Ausstattung, Großzügigkeit und Funktionalität. Die Klassenräume, Fachkabinette, Verwaltungsräume sowie die Räume für die kreisliche Musikschule und die Kreisvolkshochschule fügen sich zu einem Bildungscampus mit hervorragenden Bedingungen für Lernende und Lehrende. Der Neubau ist architektonisch ganz auf den ersten Teil, den schon 2011 in Nutzung gegangenen Neubau abgestimmt, spiegelt ihn. Der Preis dieser Gesamtkonzeption war finanziell sehr hoch. Alles in allem hat der Kreis am Standort annähernd 25 Millionen Euro investiert, knapp 20 Millionen in den Bau, den Rest in die Ausstattung. Eine Million Euro floss in eine Aula, die nach nicht einmal zehn Jahren wieder abgerissen wurde. Viele Erkneraner haben den Neubau auch skeptisch begleitet, weil für ihn die alte Heinrich-Heine-Schule weichen musste, an der sich viele Erinnerungen festmachten. Stichwort Aula: Ein neuer multifunktionaler Veranstaltungs-

Musik prägt in Erkner das Schulleben: Feierliche Eröffnung des Ergänzungsneubaus für das Carl-Bechstein-Gymnasiums am 18. Oktober. Foto: Joachim Eggers

OSZ Eisenhüttenstadt: An der früheren EKO-Betriebsschule gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Anbauten. Foto: Gerrit Freitag raum mit 450 Sitzplätzen ist jetzt in den zweiten Neubau integriert worden. Er bietet ideale Voraus-

Moderner Bildungsstandport: Auch das OSZ Palmnicken hat der Landkreis mit großem Aufwand umund ausgebaut. Foto: Bettina Winkler

setzungen für Konferenzen, Diskussionsforen, Theateraufführungen oder Konzerte, wie der

Landrat hervorhob. Wichtig dabei ist, dass diese Aula wenige Wochen nach ihrer Inbetrieb-

nahme auch schon Schauplatz außerschulischer Veranstaltungen wurde und künftig sein wird, so von den in der ganzen Region beliebten Konzerten des Woltersdorfer Violoncellisten Hans-Joachim Scheitzbach. Das Gymnasium mit seinen rund 900 Schülerinnen und Schülern hat mit diesem Neubau dauerhaft genügend Platz für fünf Klassen pro Jahrgangsstufe. Lindemann nannte die Einrichtung einen „Bildungsleuchtturm mit hoher Anziehungskraft“. Bei der Bedarfsberechnung wurden, so Rolf Lindemann, die Angebote der kommunalen Nachbarschaft, aber auch der Zuzugsdruck auf das Berliner Umland angemessen berücksichtigt. Finanzieller Kraftakt hin oder her – die Entwicklung des Standorts ist noch nicht abgeschlossen. In der Prioritätenliste des Landkreises ist die Errichtung einer Sporthalle für das Gymnasium vorgesehen. Deren Größe ist noch Gegenstand von Debatten, und das wiederum hängt mit anderen bildungspolitischen Weichenstellungen des Landkreises ab, die noch ausstehen. In fußläufiger Entfernung des Gymnasiums befindet sich die Morus-Oberschule, ebenfalls in Trägerschaft des Landkreises. Ihr baulicher Zustand ist nicht der beste. Die Stadt Erkner hofft auf die Errichtung eines Schulzentrums, einer Einrichtung, die von der ersten Klasse bis zum Abitur nach 13 Jahren führen könnte. Viel Geld hat der Kreis auch in den Ausbau der Oberstufenstandorte Fürstenwalde-Palmnicken und Eisenhüttenstadt gesteckt. Insgesamt waren es in den vergangenen zwölf Jahren mehr als 30 Millionen Euro.

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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Das wünsche ich mir vom Kreis!

Bürgermeister und Amtsdirektoren gratulieren und geben Denkanstöße Die Menschen in den Städten, Gemeinden und Ämtern sind es, die den Landkreis ausmachen. Das betont auch Landrat Rolf Lindemann immer wieder, plädiert für ein Miteinander auf Augenhöhe. Das funktioniert nur, wenn man miteinander spricht. Wir haben deshalb die Bürgermeister und Amtsdirektoren gefragt, was sie sich vom Kreis wünschen und was sie dem Kreis wünschen, damit für alle Bürger gleiche Lebensverhältnisse geschaffen werden können. Henryk Pilz, Bürgermeister von Erkner: Ich wünsche mir vom Landkreis mehr Transparenz, mehr Informationen zu den PflichtHenryk Pilz, aufgaben und Bürgermeister natürlich eine Erkner konstruktivere Zusammenarbeit bei den vielseitigen Problemen. Natürlich gehört auch ein moderater und nachhaltiger Umgang mit der Kreisumlage zu meinen Wünschen! Ich wünsche dem Landkreis viel Fingerspitzengefühl bei der Gleichbehandlung seiner Städte und Kommunen, eine modernere Ausrichtung im Bürgerservice und mehr zukunftsorientierte Denkweisen bei der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, außerdem ein stärkeres Wir-Gefühl, Gestaltungswillen, auch ein wenig Stolz auf unser Land. Arne Christiani, Bürgermeister Grünheide: Ich wünsche mir vom Landkreis weiterhin kontinuierliche Zusammenarbeit. Dabei muss der Bürger im Vordergrund stehen und nicht die Bürokratie. Die Möglichkeiten der optimalen Finanzausstat-

tung der Kommunen, das Stichwort ist die Kreisumlage, sollen stets im Focus bleiben. Dem Landkreis wünsche ich, dass das Arne Christiani, Land die WeiBürgermeister chen für eine Grünheide zukunftssichere Selbstständigkeit stellt, dass möglichst keine Großschadens- und Katastropheneinsätze nötig werden und dass er weiterhin ein glückliches Händchen in der Flüchtlings- und Migrationsproblematik hat. Olaf Klempert, Bürgermeister von Rietz-Neuendorf: Ich wünsche mir vom Landkreis noch mehr Unterstützung, um Wege zu finden, das, was Olaf Klempert, möglich ist, Bürgermeister auch wirklich Rietz-Neuendurchzusetzen dorf und nicht auszubremsen. Dazu braucht es einfach nur etwas mehr Kompromissbereitschaft. Am meisten würde ich mir wünschen, dass die Kreisumlage wegfällt. Ich wünsche dem Landkreis noch mehr bürgerliche Nähe, das Ohr an der Masse, und immer ein glückliches Händchen bei der Umsetzung vieler Projekte im Interesse unserer Bürger. Cornelia Schulze-Ludwig, Bürgermeisterin von Storkow: Gerade auf kommunaler Ebene kann jeder, der will, eine Möglichkeit finden, mitzureden und mitzuentscheiden. Ich wünsche mir weiterhin ein gutes und konstruktives Mitei-

sten Glückwünsc e b e Di Seit 25 Jahren gut aufgehoben he!

StadtJahre Friedland 25 im Landkreis Oder-Spree.

Das Tor zur Niederlausitz zwischen Spree, Schwielochsee und Schlaube.

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nander zwischen dem Landkreis und seinen Kommunen. Das ist wichtig, um gemeinsam wegweisende Akzente zu setzen und sich im Wan- C o r n e l i a del der Zeiten Schulze-Ludzu behaupten. wig, BürgerSeit seiner meisterin StorGründung hat kow unser Landkreis konsequent Altes mit Neuem verbunden. Dieser Dynamik verdanken die Bürgerinnen und Bürger viel von ihrer Lebensqualität. Ich wünsche dem Landkreis weiterhin Gemeinsinn und Innovationskraft, denn diese Eigenschaften haben uns fit für die Zukunft gemacht. Thomas Hähle, Bürgermeister von Friedland: Als Bürger und Bürgermeister der Stadt Friedland übermittle ich die besten Glückwünsche zum 25. Jahrestag der Gründung des Landkreises Oder-Spree. Für die Zukunft wünsche ich mir von den Verantwortlichen im Landkreis eine weitere Stärkung des ländlichen Raumes und die Erhaltung seiner Attraktivität für die hier lebenden Menschen und für Besucher. Es ist immer mehr festzustellen, dass Thomas Hähle, auch der LandBürgermeister kreis verstärkt Friedland in den berlinnahen Raum investiert als in die Fläche. Wir müssen Obacht geben, dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht als Menschen zweiter Klasse fühlen. Von den Ämtern der Landkreisverwaltung, die für das Genehmigen von Investitionen und den benötigten baulichen Einrichtungen zuständig sind, wünsche ich mir mehr Mut zur Ermessensausübung zu Gunsten der privaten und gewerblichen Investoren. Zukunft gestalten hängt eng mit der Entwicklung von Ansiedlungsmöglichkeit aller Art zusammen. Zum Abschluss wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern unseres Landkreises ein friedliches Weihnachtsfest und viel Erfolg für das Jahr 2019. Gerd Mai, Bürgermeister von Tauche: Der Landkreis Oder Spree ist unsere kommunale Familie. In 25 Jahren hat sich vieles zum Positiven entwickelt, ist die

Infrastruktur bis auf wenige Au s n a h m e n gut ausgebaut. Das führt dazu, dass immer weniger junge Leute unsere Gemeinden verlassen. Ich wünsche Gerd Mai, Bürdem Landkreis, germeister Taudass diese Er- che folgsgeschichte so weiter geht. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass in Oder-Spree die weißen Flecken bei der Mobilfunkversorgung verschwinden und bestehende Radwege saniert und neue gebaut werden. J o a c h i m S c h r ö d e r, Amtsdirektor Amt Spreenhagen: Ich wünsche dem Landkreis bei seinen Entscheidungen zur Kreisumlage und zu Amtsdirektor Satzungen eine Joachim Schrö- gute Hand und der zum Teil mehr Rücksichtnahme auf die Gemeinden. Beispielsweise müssen wir gemäß Entsorgungssatzung des KWU unsere Kindertagesstätten und Schulen wie Gewerbebetriebe abrechnen. Dadurch zahlen wir mehr. Ein Dauerbrenner ist auch die Frage, wie Menschen leichter zu Baugenehmigungen kommen. Landschaftsschutzgebiete und irgendwelche Trockenrasen machen das teilweise schwer. Ansonsten kann man mit der Arbeit des Kreises zufrieden sein. Etwas mehr Entgegenkommen, und wenn es einen Ermessensspielraum gibt, diesen auch auszuschöpfen, das wäre schön. Ich wünsche dem Landkreis, dass das Brandenburger Innenministerium nicht wieder mit Reformen anfängt, die wieder Kosten nach sich ziehen. Es sollte die Kreise und uns einfach unsere Aufgaben erfüllen lassen. Renate Wels, Bürgermeisterin der Gemeinde Steinhöfel: Dem Landkreis Oder-Spree herzlichste Glückwünsche zum 25-jährigen Jubiläum, und wir gehö- Renate Wels, ren dazu. In Bürgermeisteall den Jahren rin Steinhöfel kann man eine beträchtliche Entwicklung der Infrastruktur feststellen. Vom Landrat und den Beschäftigten

des Landkreises erwarte ich auch zukünftig eine aktive Unterstützung bei der Bewältigung unserer kommunalen Belange, da gibt’s immer einige Probleme zu lösen. Die kommunale Familie unterstützt sich und ist immer füreinander da. Da kann ich aber nicht klagen, ich finde immer ein offenes Ohr. Danke an alle Beschäftigten des Landkreises für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steinhöfel über die vielen Jahre. Christian Riecke, Amtsdirektor Amt Scharmützelsee: Kreise schaffen Einheiten, Kreise verbinden. Der Landkreis hat es in den vergangenen Christian Rie25 Jahren ge- cke, Amtsdirekschafft, Kom- tor Amt Scharmunen und mützelsee Menschen zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. So ist unser Landkreis in seiner wichtigsten Aufgabe und gleichzeitig größten Herausforderung gewachsen: Verbindungen zu schaffen. Max Frisch hat einmal gesagt: „Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.“ So geht es auch dem Landkreis Oder-Spree: Die Zeit entfaltet ihn. Sie legt seine Stärken frei und manchmal auch Schwächen. Ich wünsche uns allen, dass wir uns auf unsere Stärken besinnen und gemeinsam an unseren Schwächen arbeiten. Matthias Rudolph, Bürgermeister Fürstenwalde/ Spree: Unser Landkreis Oder-Spree wird 25 Jahre. Herzlichen Glückwunsch. Ich wünsche Matthias Ruunserem Land- dolph, Bürgerkreis Oder- meister FürsSpree, dass er tenwalde Chancen eröffnet und Türen aufstößt für die Entwicklung in unserer Region. Ich wünsche dem Landkreis, dass sich Kreisbehörden, Städte und Ämter als eine lebendige Gemeinschaft verstehen, die für die Menschen in unserer Region da sind. Vom Landkreis wünsche ich mir, dass er den Kommunen so viel Spielraum lässt, dass sie ihre Aufgaben bestmöglich erledigen können. Die konsequente Bereitstellung der dafür notwendigen finanziellen Mittel wäre ein richtiges und wichtiges Zeichen in diese Richtung.


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DEZEMBER 2018

Das wünsche ich dem Kreis!

Bürgermeister und Amtsdirektoren gratulieren und geben Denkanstöße Ralf Steinbrück, Bürgermeister von Schöneiche: „Ich wünsche dem Landkreis O d e r - S p r e e, dass er sich mit seinen Kommunen weiter so positiv ent- Ralf Steinbrück, wickelt wie in Bürgermeister den zurücklie- Schöneiche genden Jahren. Mögen die unterschiedlichen Stärken der Städte und Gemeinden im Landkreis zwischen Berliner Rand und Oder auch in Zukunft für ein lebendiges und stimulierendes Miteinander sorgen. Der Landkreis wird von den Kommunen getragen, die Kommunen werden vom Landkreis in Ihren Zielen unterstützt. Ich wünsche uns allen eine Fortsetzung der kooperativen Zusammenarbeit.“ Frank Balzer, Bürgermeister in Eisenhüttenstadt: „Es waren 25 Jahre des Umbruchs. Für den Landkreis Oder-Spree wie auch für EisenFrank Balzer, hüttenstadt. Bürgermeister Wir haben viel E i s e n h ü t t e n - erreicht, um stadt vieles gerungen. Wir verstehen uns als Partner und wollen das auch weiter so leben.“ Matthias Vogel, Amtsdirektor des Amtes Schlaubetal: „Vom Schlaubetal bis zum Berliner Stadtrand leben wir in einzigartigen Natur- Matthias Volandschaften in gel, Amtsdirekunserem Land- tor Schlaubetal kreis OderSpree. Ich wünsche unserem Landkreis andauernde Selbstständigkeit und erhoffe mir zukünftig keine Zwangsfusionen mit anderen Landkreisen beziehungsweise. der kreisfreien Stadt Frankfurt. Ich schätze die Zusammenarbeit mit dem Landrat Herrn Lindemann und freue mich in den kommenden Jahren auf schnelle Entscheidungen der Kreisverwaltung.“ Hans-Georg Köhler, Amtsdirektor des Amtes Neuzelle: „Was ich dem Landkreis OderSpree wünsche? Dass er noch viele, viele Jahre in seiner jetzigen Form bestehen bleibt, weil

und freuen uns auf die nächsten 25 Jahre gemeinsamen Wirkens und Schaffens. Frank Steffen, Bürgermeister Beeskow: Wir Beeskowerinnen und Frank Steffen, B e e s k o w e r Bürgermeister sind stolz, dass Beeskow wir als Kreisstadt das politische Zentrum des Landkreises sind. Der uns daraus erwachsenen Verantwortung sind wir uns bewusst. Dem Landrat und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünschen wir stets gutes Gelingen bei allen Vorhaben. Danny Busse, Amtsdirektor des Amtes Brieskow-Finkenheerd: „Zum 25-jährigen Bestehen des Landkreises gratuliere ich uns allen. Der Kreisverwaltung wünsche ich immer ein waches Auge und die notwendige Sensibilität im Umgang mit seinen Bürgern und Kommunen. Im Wesentlichen kann man das letzte Vierteljahrhundert dies Landkreises Oder-Spree als Erfolgsgeschichte bezeichnen. Wie

auch immer er sich weiterentwickeln wird – das Amt BrieskowFinkenheerd würde sich freuen, in Zukunft ein Bestandteil dieser Erfolgsgeschichte sein zu dürfen. Noch erfreulicher wäre es, wenn auch die Kreisverwaltung und Politik des Kreises ihren Fokus wieder stärker auf die in der Peripherie befindlichen ländlichen Gegenden richten würden. Und zwar nicht nur soweit es die Fauna und Flora (Biber, Eidechsen, Wölfe und FFH-Gebiete) angeht. Denn der Landkreis lebt nun einmal von seinen und durch seine Menschen, die in ihm wohnen – auch am Rande des L a n d k re i s e s an der Oder. Die eine oder Danny Busse, andere Ver- Amtsdirektor waltungsvor- Brieskow-Finschrift sollte kenheerd daher auch wieder stärker im Sinne der Menschen, im Sinne pragmatischer Lösungen für Alltagsprobleme ausgelegt werden, nicht im Sinne maximaler Sicherheit. Das wäre mein Wunsch.

Verbindungen schaffen: Die Spreefähre verkehrt zwischen Leißnitz und Ranzig und verbindet. So soll es auch zwischen Kreis und Kommunen sein. Foto: Jörn Tornow ich denke, dass bei dieser Größe noch Bürgernähe gegeben ist. Aber ich habe auch einen Wunsch an den Landkreis, und zwar dass die vielen Ge- H a n s - G e o r g meinden tat- Köhler, Amtsdisächlich als rektor Neuzelle Partner angesehen werden und vor allem auch bei wichtigen Entscheidungen Gehör finden, beispielsweise was das Thema Kreisumlage betrifft.“ Margitta Decker, Bürgermeisterin von Woltersdorf: Wir haben im Landkreis Oder-Spree viel erreicht. Was ich mir wünsche, ist, dass Margitta De- wir die intercker, Bürger- k o m m u n a l e misterin Wol- Z u s a m m e n tersdorf arbeit weiter ausbauen und stärken. Es ist zum Wohle aller

Menschen, wenn nicht jeder nur seine Vorteile sucht. Außerdem hoffe ich sehr, dass der Kreis vom Landesentwicklungsplan nicht überrollt wird. Das wäre sehr zum Nachteil vieler Kommunen. Marlen Rost, Amtsdirektorin des Amtes Odervorland: Ich wünsche mir vom Landkreis, dass die bisher gute Zusammenarbeit ausgebaut wird und Marlen Rost, die Reibungs- Amt Odervorpunkte sich in land positive Energie verwandeln. Für die Zukunft ist es aus unserer Sicht wichtig, nicht zu erklären, was nicht geht, sondern Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Projekte umgesetzt werden können. Jeder Cent der an Kreisumlage eingespart wird, verbleibt bei der einzelnen Kommune. Diese kann dann selbständig darüber entscheiden, welche Vorhaben umgesetzt werden sollen. Wir arbeiten und wohnen in einem wunderschönen Landkreis

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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Bekannt für Vanilleeis und Spanplatten

Die Kreisstadt Beeskow steht wirtschaftlich gut da Beeskow. Das Beeskower Gewerbegebiet Charlottenhof wächst gerade in Richtung Norden. Die in den 1990er Jahren erschlossenen Flächen sind bebaut und vergeben. Vor allem Handwerker aus der Region haben sich dort angesiedelt, haben neue Unternehmen gegründet oder sind aus dem Stadtgebiet an den Rand gezogen, wo es Platz zur Erweiterung gibt. Diese Option hat sich auch die Ice-Guerilla gesichert, die im Sommer ihre Manufaktur eröffnet hat. Mittelfristig will das Unternehmen von Monika und Ralf Schulze zehn Tonnen Speiseeis am Tag produzieren. Vanille-Eis, das als das beste Eis Deutschlands ausgezeichnet wurde und viele andere Sorten, die mit Soßen und Toppings in Millionen Varianten kombiniert werden können. Das Beeskower Eis kann man ganz modern im Onlineshop kaufen, dann kommt es mit dem Paketboten vor die Haus-

tür. Wenn alles gut läuft, kann die Eismanufaktur auf die doppelte Größe wachsen, der Platz ist schon vorbereitet. Zahlreiche Nachbargrundstücke sind an andere Investoren verkauft. Für die wirtschaftliche Entwicklung von Beeskow steht auch die Sonae Arauco GmbH, die mit dem Bau einer neuen Spanplattenfabrik in Beeskow begonnen hat. Das Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in den Standort und sichert damit die Zukunft von rund 300 Mitarbeitern. Die Stadt bietet nicht nur als Verwaltungsstandort und durch das Krankenhaus, sondern auch durch die knapp 1000 bestehenden größeren und kleineren Betriebe viel mehr Arbeitsplätze als für die Bewohner nötig. Daher ist die Zahl der Einpendler mit rund 3400 rund doppelt so hoch wie die Zahl der Menschen, die Beeskow verlassen, um zur Arbeit zu gelangen. (gar)

Spanplatten aus Beeskow: Seit mehr als 50 Jahren werden aus dem Kuchen aus Spänen und Leim Platten für die Möbelindustrie gepresst. Jetzt wird das Werk für 50 Millionen Euro erneuert. Foto: Olaf Gardt

Ein wahrer Leuchtturm in Ostbrandenburg Eisenhüttenstadt hat Industrieunternehmen einiges zu bieten

Eisenhüttenstadt. Dass Eisenhüttenstadt mehr zu bieten hat als Stahl, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch das zum Weltkonzern ArcelorMittal gehörende integrierte Hüttenwerk am Oder-Spree-Kanal ist weiterhin der Leuchtturm in Ostbrandenburg – nicht nur, weil es mit etwa 2500 Mitarbeitern die meisten Arbeitnehmer hat, sondern auch, weil es zirka 200 Ausbildungsplätze bietet – nicht umsonst ist ArcelorMittal Eisenhüttenstadt gerade erst Preisträger beim Brandenburgischen Ausbildungspreis gewesen – und Qualität liefert, die über die Bundesgrenzen hinaus geschätzt ist. Das Unternehmen auf einer Fläche von gut 640 Hektar ist eine Kleinstadt für sich, mit eigener Wärme- und Stromversorgung sowie einer Werkfeuerwehr. Aber Eisenhüttenstadt hat noch weitere Industrie- und Gewerbegebiete zu bieten, die insgesamt eine Fläche von etwa 380 Hektar ausmachen. Dort gibt es zahlreiche Unternehmen wie beispielsweise die Heckmann Stahl und Metallbau Ost GmbH, die Neue Oderwerft, Simpex Hydraulik, die Unitechnik Automatisierung Eisenhüttenstadt GmbH sowie die Vulkan Energiewirtschaft Oderbrücke GmbH, die die Stadt mit Fernwärme versorgt. Eisenhüttenstadt hat auch einen kommunalen Hafen, eine gute Anbindung zur Bahn und eine moderne Abwasserbehandlungsanlage nur fürs Industriegebiet. All das waren vor ein paar Jahren gute Gründe, warum sich die Pro Papier PM2 GmbH für den

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Industriegebiet am Oder-Spree-Kanal: Rechts ist die Papierfabrik, auf der anderen Seite das Gebiet von ArcelorMittal. Foto: Bernd Geller Standort entschieden hat. Frank Balzer, der seit einem Jahr Bürgermeister von Eisenhüttenstadt ist, hat die Wirtschaft im Regionalen Wachstumskern zur Chefsache erklärt und einen Wirtschaftsbeirat ins Leben gerufen, dem unter anderen die genannten Unternehmen angehören. Ziel ist nicht nur die Ansiedlung weiterer Firmen

und Branchen, denn Platz gibt es noch, sondern auch die Fachkräftesicherung für die bereits bestehenden Firmen. Die Industrie sorgt übrigens nicht nur für Arbeitsplätze, sondern in der Stadt auch dafür, dass es auf kultureller und sportlicher Ebene vorangeht. Spenden kommen vielen Vereinen zugute. (ja)

Wir gratulieren zu 25 Jahren Landkreis Oder-Spree! Es waren Jahre des Umbruchs, des Aufbaus und der Neuorientierung – für den Kreis genauso wie für die Stadt Eisenhüttenstadt. Wir haben viel erreicht, um manches muss weiter gerungen werden. Wir haben den Landkreis Oder-Spree immer als Partner – auch in schwierigen Phasen – verstanden und wollen das auch in Zukunft so beibehalten. Alles Gute zu 25 Jahren Landkreis Oder-Spree! Frank Balzer Bürgermeister Eisenhüttenstadt

Peter Müller Vorsitzender Stadtverordnetenversammlung Eisenhüttenstadt


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DEZEMBER 2018

Wirtschaft mit solidem Fundament Unternehmen vieler Branchen von Energie bis Logistik haben ihren Sitz der Fürstenwalder Region Fürstenwalde/Erkner. Rund 14 000 Sozialversicherungspflichtige haben heute in Fürstenwalde ihren Arbeitsort. 2416 Gewerbebetriebe sind in der Stadt angemeldet. Das entscheidende: Die Wirtschaft steht auf solidem Fundament mit Vertretern verschiedener Branchen. Da sind zunächst die Reifen. Das Werk, das zu den modernsten in der Goodyear-Dunlop-Gruppe gehört, hatte im vergangen Jahr wieder über 1000 Mitarbeiter. An der Seite des Reifenwerkes wuchs das Unternehmen ReifenFelgen-Logistik (RFL), das unter anderem 2000 Händler mit Reifen und Kompletträdern beliefert. Dafür entstand ein ausgedehnter Lagerhallen-Komplex in Fürstenwalde Süd. Südlich der Spree hat auch der Energiedienstleister E.dis AG seinen Hauptsitz. Die E.dis Gruppe betreibt die Stromnetze in weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns – zusammengerechnet ergeben die Leitungen rund 79 000 Kilometer Länge, würden zweimal um die Erde reichen. E.dis hat insgesamt 2500 Mitarbeiter. Und der Netzbetreiber hat heute anspruchsvollere Aufgaben als noch vor Jahren, als der Strom von Kraftwerken in die Region geholt und verteilt werden musste. Heute ist die Region selbst ein gigantisches Exportland für Strom. Allein in Fürstenwalde gibt es mehr als 260 Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von über 78 Megawatt. Im Umland sind zahlreiche Windparks, der größte bei Jacobsdorf mit derzeit 36 Anlagen,

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Energie aus der Luft: Auch die Windräder bei Jacobsdorf machen die Region zu einem bedeutenden Stromexporteur. Jeder Anlage hat hier eine Nennleistung von zwei bis über drei Megawatt. Fotos: dpa/Patrick Pleul die Nennleistungen von jeweils 2 bis über 3 Megawatt haben. Ein bedeutender Zulieferer für die Windkraft-Wirtschaft produziert auf dem ehemaligen Pintschgelände in Fürstenwalde, die Reuther STC, die ihre Produktpalette derzeit auf eine weitere Zukunftstechnologie ausrichtet, vermehrt Druckbehälter für Wasserstoff herstellt. Nördlich des Fürstenwalder Bahnhofs hat die Deutschlandzentrale des Bonava-Konzerns seinen Sitz, der führende Projektentwickler für Wohnbauten in Deutschland. 2412 Häuser und Wohnungen wurden 2017 verkauft, 524 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Viele weitere Unternehmen wären zu nennen, etwa das große Futtermittelwerk FGL der Agravis AG und die Gießerei Duktil Guss an der südlichen Stadtgrenze. Das Güterverkehrszentrum (GVZ) in Freienbrink kann man nicht unerwähnt lassen, bedeutende Handels- und Logistikfirmen ließen hier in den vergangenen Jahren auf der 96 Hektar großen Fläche riesige Lagerhallen entstehen. Und in Erkner steht ein Chemiebetrieb mit langer Tradition und modernster Technik, die Prefere Resins GmbH, die vor allem Harze für Isolierungen im Bau und Industrie herstellt. (us)

Damit es gut rollt: Das Fürstenwalder Reifenwerk ist eins der modernsten der Goodyear-Dunlop Gruppe.

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er der wald- und Der Landkreis Oder-Spree ist ein Brandenburgs – gewässerreichsten Landkreise eis zum wir gratulieren unserem Landkr hin iter we hen nsc wü 25. Jubiläum und m Land. öne rsch nde wu m viel Erfolg in unsere


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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Im Dienst von Mensch und Tier Der Landkreis ist 226 000 Hektar groß, mehr als 80 000 Hektar davon bewirtschaften Landwirte Von Jörg Kühl Beeskow. 25 Jahre Landkreis Oder-Spree, das bedeutet auch, dass die Kulturlandschaft zwischen Oder und Spree verantwortungsvoll und verlässlich gepflegt wird, und zwar nicht erst seit dem vergangenen Vierteljahrhundert. Die Landwirtschaft, einer der bedeutendsten Branchen im Kreis, ist ständig dabei, sich zu modernisieren. Die Landwirtschaft in Oder-Spree ist maßgeblich geprägt von Betrieben, die früher landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) waren. Viele von ihnen haben die politische Wende mehr oder minder unbeschadet überdauert und arbeiten heute oft in der Betriebsform der Agrargenossenschaft (AG) erfolgreich weiter. Eines dieser Unternehmen ist die AG Friedland. In den Jahren 1990 bis 1991 wurde der ehemalige Betriebsteil Tierproduktion der LPG Wiesengrund umgeformt zur AG Friedland. Während in der LPG neben der Milchproduktion noch Schweinehaltung betrieben wurde, konzentrierte sich die AG nach der Wende auf die Milchproduktion. Bis zu 450 Rinder wurden gehalten. Als einer der ersten Betriebe in der Region führten die Friedländer im Jahr 2000 Melkroboter ein. 2013 passte sich der Betrieb dem Marktumfeld an: Im Kontext der Milchkrise verlegten sich die Landwirte auf die Jungrinder-Aufzucht. Damit waren sie in Oder-Spree wiederum Vorreiter. Inzwischen sind andere Betriebe dem Friedländer Beispiel gefolgt. Das Geschäftsmodell sieht wie folgt aus: Die AG übernimmt weibliche Jungtiere, sogenannte Färsen, im Alter von vier Monaten. Diese werden gefüttert und im geschlechtsreifen Alter besamt. Kurz vor dem Kalben werden die Färsen an Milchviehbetriebe weitergereicht. Mittler-

Auf Tuchfühlung mit den Färsen: René Schulze, seit April 2018 Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Friedland, bietet seinen Rindern nur Futter aus eigener Produktion an. Foto: Jörg Kühl weile zählen drei Betriebe aus Niedersachsen und ein Betrieb aus dem Spreewald zu den Vertragspartnern. Wenn die Färsen gekalbt haben, und somit zur „Kuh“ geworden sind, übernehmen die Friedländer deren Kälber wiederum zur Aufzucht. Aktuell zählen 700 Jungrinder zum Bestand der Friedländer. Seit April dieses Jahres ist René Schulze Vorstands-Vorsit-

Gemeinde Rietz-Neuendorf

Unsere Ortsteile: Ahrensdorf | Alt Golm Behrensdorf | Birkholz Buckow | Drahendorf Glienicke | Görzig Groß Rietz |Herzberg Neubrück | Pfaffendorf Sauen | Wilmersdorf

Glückwunsch!

Der Bürgermeister - Olaf Klempert Fürstenwalder Straße 1 15848 Rietz-Neuendorf

Auf zum 50-jährigen Jubiläum.

zender. Der 39-Jährige hat das Amt vom langjährigen Vorsitzenden Bernd Kloster übernommen, der in den Ruhestand gewechselt ist. „Wir verdanken Herrn Kloster wichtige Weichenstellungen in die Zukunft“, zollt der neue Vorstandsvorsitzende seinem Vorgänger Respekt. Der Betrieb hat sich große Ziele gesteckt. So ist geplant, die Stallanlagen umzubauen und zu modernisieren. Ziel sei eine Verbesserung der Haltungsbedingungen, eine Erleichterung der Arbeitsabläufe und eine Erweiterung der Kapazität. Bereits heute schon brauchen sich die Friedländer in Sachen Haltungsbedingungen nicht zu verstecken. Konsequente Haltung auf Stroh in Freilaufställen gehören in Friedland zum Standard. Das Futter beziehen die Genossenschaftler von ihren 860 Hektar großen Flächen in Eigenanbau. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Betreiber einer örtlichen Biogasanlage kann der Betrieb einen Teil seiner Ackererzeugnisse extern vermarkten und die Gärreste als natürlichen Dünger nutzen. Die Agrargenossenschaft

Friedland wird von 33 genossenschaftlichen Anteilseignern getragen. Derzeit arbeiten acht Personen im Betrieb: Vier in der Pflanzenproduktion, zwei in der

Tierproduktion und zwei in der Verwaltung. Mit der Personalausstattung sei man zufrieden: „Das Personal ist unser wichtigstes Erfolgskapital“, so René Schulze.

Agrarstuktur und Kennzahlen M In Oder-Spree gibt es 349 Landwirtschaftsbetriebe. Die Zahl der Mitarbeiter liegt laut dem Leiter des Landwirtschaftsamts Oder-Spree/Frankfurt (Oder), Gerd Piefel, bei 2100 direkt Beschäftigten. Hinzu kommen zahlreiche vor- und nachgelagerte Arbeitsplätze sowie saisonal begrenzte Arbeitsplätze. Im Kreisbauernverband Oder-Spree sind nach Angaben des Vorsitzenden Hartmut Noppe 113 Betriebe und Einzelunternehmer organisiert. Sie bewirtschaften 60 Prozent der Agrarflächen im Kreis. MDie landwirtschaftliche Nutzfläche hat sich seit dem Jahr 2000 von rund 86 000 Hektar auf rund 83 000 Hektar verkleinert. Dem gegenüber ist die Fläche, die die Betriebe jährlich zur

Flächenförderung beantragen, mit gerundet 80 000 Hektar relativ konstant geblieben. Die Hauptanbauprodukte in OderSpree sind Roggen und Mais, die etwa ein Drittel der Anbaufläche ausmachen. Danach folgen in weit kleinerem Maßstab Raps, Weizen und Gerste. MIn Oder-Spree werden aktuell zwei Millionen Hühner, 100 000 Enten, 50 000 Puten und 3000 Gänse gehalten. In den Ställen stehen 35 000 Rinder, davon 12 000 Milchkühe. Außerdem werden im Kreis 37 000 Schweine gehalten. Zusammengezählt 13 000 Schafe und Ziegen sind in der Statistik des Landwirtschaftsamts verzeichnet, außerdem 2300 Pferde. In Gatterwildgehegen sind 3000 Stück Wild registriert.


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Wohnungen, Ärzte und mehr Busse Die Leitziele der Kreisentwicklung werden seit einem guten Jahr intensiv diskutiert Beeskow. Die „Entwicklung des ländlichen Raumes“ ist das zentrale Thema der Arbeit von Kreisverwaltung und Kreistag. In drei Arbeitsgruppen diskutieren Abgeordnete, Verwaltungsmitarbeiter und interessierte Bürger seit Beginn des Jahres mit externen Experten, wie die Zukunft des Kreises gestaltet werden kann. Koordiniert wird die Arbeit von der Beigeordneten Gundula Teltewskaja, die unter anderem für die Kreisentwicklung, Daseinsvorsorge und Investitionsförderung zuständig ist. Grundlage für die Diskussion war eine Verständigung auf Leitzeile, die thematisch so gefasst sind, dass sie von drei Unterarbeitsgruppen inhaltlich bearbeitet werden können. Eine der Gruppen befasst sich mit der Förderung von Wirtschaft, Landwirtschaft, Identifikation und regionaler Identität. In einer zweiten Gruppe wird über nachhaltige Entwicklung der Raum- und Siedlungsstruktur zwischen Oder und Berlin gesprochen. Klimaschutz und Energienutzung sind weitere Diskussionspunkte in dieser Gruppe. Etwas spröde klingt der Name der dritten Arbeitsgruppe. Bei

Planung als Diskussionsgrundlage: Der Kreis hat den Entwurf des neuen Landschaftsrahmenplanes fertiggestellt. Katrin Schulz, Leiterin der unteren Naturschutzbehörde (l.), Mitarbeiterin Anke Bahls (r.) und Praktikantin Laura Boerstinger haben das Dokument geprüft. Bis zum 21. Dezember ist der Entwurf noch öffentlich einsehbar. Foto: Landkreis Oder-Spree „Gewährleistung und Optimierung der Grundversorgung“ geht es beispielsweise darum, wie man genügend Ärzte nicht nur für die Städte und die Region am Rande Berlins gewinnen kann,

sondern vor allem für die Dörfer im Osten und Süden des großen Flächenkreises. Die „Gewährleistung einer umfassenden medizinischen Versorgung für Jung und Alt“ ist

Historische Zusammenarbeit

auch einer der ersten Punkte, die nun vom Kreistag als Arbeitsschwerpunkte beschlossen werden sollen. Die Abgeordneten und die Verwaltung werden sich für die Sicherung der kommu-

nalen Krankenhäuser und den Aufbau von alternativen Arbeitsmöglichkeiten für junge Ärzte engagieren. Als zweites soll die „Entwicklung und Etablierung der Regionalmarke Oder-Spree“ in Angriff genommen werden. Von einer starken Regionalmarke erhofft sich der Kreis Fördereffekte für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. Dabei sollen neue und innovative Arbeitsplätze entstehen, die auch Menschen aus Berlin oder anderen Regionen Deutschlands in den Kreis locken. Als wichtige Themen sind zudem die Schaffung und Sicherung von bezahlbarem, altersgerechtem und alternativen Wohnraum und die Sicherstellung der Mobilität für Menschen aller Altersklassen erkannt. Dabei soll ein bedarfsgerechter ÖPNV ausgebaut werden. Wie das genau aussehen wird, ist allerdings noch offen. Möglich ist, dass der Individualverkehr dazu genutzt, es Kooperationen geben wird. Und der Wohnungsneubau, der soll nicht nur in den berlinnahen Gemeinden und großen Städten stattfinden, sondern auch auf vielen kleinen Dörfern. Olaf Gardt

Die Gesundheitsklinik Beeskow

Für die Beeskower Burg zeichnen Kreis und Kommune verantwortlich Beeskow. Ein wunderbares Beispiel für die Kooperation zwischen Kreis und Kommune ist die Beeskower Burg. Die historische Anlage aus dem 13. Jahrhundert gehörte einst mit etlichen weiteren Wasserburgen zu einem Netz von Verteidigungsanlagen in der Mittelmark. Heute ist die Stadt Beeskow Eigentümer des Areals und hat in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die denkmalgerechte Sanierung investiert. Für das Leben in den

historischen Mauern aber sorgt der Landkreis Oder-Spree. Seit Beginn des Jahres hat das Kultur- und Sportamt mit dem neuen Leiter Arnold Bischinger dort seinen Sitz. Viel mehr Gründe, das Haus zu besuchen, liefern aber die Museen und Ausstellungen. Für das Regionalmuseum, das in der jetzigen Form seit 25 Jahren besteht, wird mit Hilfe zahlreicher öffentlicher Diskussionsrunden gerade ein Neustart organisiert. Deutlich wird

Kultur- und Bildungszentrum: Die Stadt Beeskow kümmert sich um die bauliche Sanierung der Burg Beeskow, der Kreis sorgt für das Leben in den alten Gemäuern. Foto: Jörn Tornow

schon jetzt, dass die jüngere Geschichte von Beeskow und der Region künftig eine stärkere Rolle spielen werden. Die Wendezeit wird viel diskutiert. Und natürlich muss dann auch auf die Gründung des Großkreises geblickt werden. Gerade in den Anfangszeit des Kreises hatte die Märkische Oderzeitung im Burgsaal politische Foren veranstaltet. Vor der Kreisgründung konnte man die Spitzenkandidaten und Landräte zu ihren Großkreisplänen befragen, danach bohrten die MOZ-Lokalchefs aus Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde und Beeskow bei Dr. Jürgen Schröter nach, wie er die neue Verwaltung effektiv gestalten und die Bürger für den neuen Kreis begeistern will. Am Rande des Kultur- und Bildungszentrums Burg Beeskow ist zudem das Kunstarchiv untergebracht, in dem der Kreis rund 23 000 Kunstobjekte von der Zeichnung bis zur Großplastik aufbewahrte, die einst Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Einrichtungen der DDR gehörten. Seit Mai kann man sich zudem vom Beeskower Musikmuseum verzaubern lassen, in dem selbst spielende Instrumente aus verschiedenen Zeitepochen ausgestellt sind. (gar)

Wir sind für Sie nah Gesundheit braucht medizinischen Sachverstand und persönliche Zuwendung. Wir legen großen Wert darauf, dass sich Patienten im Oder-Spree Krankenhaus nicht nur gut behandelt, sondern auch gut aufgehoben fühlen.

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Landkreis Oder-Spree

n Amt Spreenhageeine s a D Mit den Erfahrungen und wünscht allseits Erkenntnissen aus 25 Jahren gerüstet, freuen wir uns auf die dvents- und A e n ö h c s Gestaltung der Zukunft des Weihnachtszeit! Landkreises Oder-Spree.


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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Das Wasser lockt die Urlauber an

Der Landkreis Oder-Spree ist auch ein Touristenmagnet / 2017 wurden knapp 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt

Von Bernhard Schwiete Bad Saarow. Die zwei größten natürlichen Seen Brandenburgs liegen im Landkreis Oder-Spree. Vor allem diesen günstigen natürlichen Gegebenheiten ist es zu verdanken, dass der Tourismus in Teilen des Kreises zum wichtigsten Wirtschaftszweig geworden ist. Aber auch andernorts können Gäste viel entdecken. Die Zahlen sprechen für sich. Knapp 427 000 Übernachtungsgäste kamen im vergangenen Jahr in den Landkreis OderSpree, knapp 1,3 Millionen Übernachtungen wurden vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gezählt. In Wahrheit liegen die Zahlen sogar noch etwas höher, fließen in die offizielle Statistik doch nur Beherbergungsbetriebe mit einer Mindestzahl von zehn Betten ein. Bei der Zahl der Übernachtungen liegt Oder-Spree brandenburgweit auf Platz zwei; nur der Nachbarkreis Dahme-Spreewald hat hier noch mehr zu bieten. Mehr als 9000 Betten werden den Urlaubern zwischen Schöneiche und Neuzelle angeboten. Schwerpunkt ist dabei eindeutig der Scharmützelsee. Allein der Kurort Bad Saarow bietet rund 2500 Übernachtungsmöglichkeiten an, und in Zukunft dürften es noch mehr sein. Gleich vier große Hotels befinden sich aktuell in Bad Saarow in Planung. Dort ansässig ist auch der Tourismusverband Seenland OderSpree, der das Angebot zunehmend erfolgreich vermarktet. Hinzu kommen die großen Ferienhaussiedlungen in Wendisch Rietz.

Hochbetrieb auf dem Wasser: Wer per Boot aus Berlin auf den Scharmützelsee will, passiert auf seinem Weg die Schleuse Wendisch Rietz. Kurz danach ist man am Ziel. Foto: dpa/Patrick Pleul Der Verband preist auch viele, viele andere Attraktionen in Oder-Spree an. Eine große Rolle spielt dabei die Natur. Der Schwielochsee im Süden des Kreises ist zwar überregional weniger bekannt als der Scharmützelsee, aber ähnlich groß. Unzählige weitere Gewässer

sind Anziehungspunkte, nicht nur viele Seen, auch die Flüsse Oder und Spree, die dem Kreis seinen Namen gaben. Ausflügler aus Berlin und Urlauber können diese Landschaft vom Boot aus erkunden oder auch auf zwei Rädern. Der Oder-Neiße-Radweg und der Spree-Radweg, die durch

den Kreis führen, sind nur die bekanntesten der zahlreichen Touren, die sich anbieten. Doch auch kulturell Interessierte werden fündig. Besichtigen können sie die Streleburgen in Beeskow, Friedland und Storkow, die Klosteranlage in Neuzelle, Schloss und Park in

Steinhöfel, in Eisenhüttenstadt die sozialistische Planstadt. Und für Regentage gibt es Museen: das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt, das neue Musikmuseum in Beeskow, das GerhartHauptmann-Museum in Erkner, um nur eine Auswahl zu nennen.

Ein Wunder aus der Barockzeit Die Neuzeller Klosteranlage überrascht Besucher immer wieder

25 Jahre Landkreis Oder-Spree Herzlichen Glückwunsch Wenn man zusammen Brücken baut, kann man gemeinsam darüber gehen.

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Neuzelle. Die 2300 Einwohner zählende Gemeinde Neuzelle ist eines der beliebtesten Touristenziele im Landkreis Oder-Spree. Vor allem die Klosterkirche, das „Barockwunder Brandenburgs“, lässt viele Besucher staunen. Doch nicht nur die Kirche sollte man besuchen, sondern das gesamte Klosterensemble. Der wohl wertvollste Schatz, die Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab, werden im eigens dafür eingerichteten Museum, dem Himmlischen Theater, gezeigt. Dieses Kulissentheater mit 109 lebensgroßen Figuren ist in seiner Form einzigartig in Europa. Bundesweit für Schlagzeilen haben Neuzelle und der Kreis zudem mit der Meldung gesorgt, dass sich wieder ZisterzienserMönche angesiedelt haben.

Kloster und Schule: Die weiträumigen Klosteranlagen mit Kirche, Barock-Garten und dem Himmlischen Theater bieten auch Platz für ein Gymnasium. Foto: Gerrit Freitag


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Zwei sind von Beginn an dabei Beeskow. Zwei Abgeordnete, so hat man es in der Kreisverwaltung ermittelt, sind es, die dem Kreistag Oder-Spree vom ersten Tag an ohne Unterbrechung angehört haben. Beide kommen aus Eisenhüttenstadt. Erich Opitz gehörte lange zur Fraktion des Bürgerverbandes OderSpree, zeitweise verbunden mit dem Neuen Forum. Nach den Wahlen 2014 bildete sich der Zusammenschluss Bauern/Jäger/ Angler, BV Fürstenberg/Oder, FDP, zu dem Erich Opitz nun gehört. Günter Luhn sitzt vom ersten Tag an für die CDU im Kreistag.

Günter Luhn sitzt für die CDU im Kreistag.

„Herbstspaziergang in Briesen“: So hat Jenny Teichmann ihr Foto für den Wettbewerb „Land und Leute in Oder-Spree“ genannt. Es ist Titelbild des Postkartenkalenders 2019 und eines der 35 Ausstellungsfotos.

Fotogeschenke an den Kreis Die schönsten Bilder sind in einer Ausstellung zu sehen

Erich Opitz gehört zur Bürgervereinigung Fürstenberg.

Beeskow. Zahlreiche Hobbyfotografen haben dem Landkreis zu seinem 25-jährigen Jubiläum ein besonderes Geschenk bereitet und sich mit ausdrucksstarken Aufnahmen am Fotowettbewerb „Land und Leute in Oder-Spree“ beteiligt. Die Jury konnte aus rund 200 eingesand-

ten Fotos 13 Motive für einen Postkartenkalender auswählen, der nun für das nächste Jahr produziert wird. Außerdem wurden einige weitere Fotos für eine Ausstellung ausgewählt, die am Mittwoch durch den Vorsitzenden des Kreistages Dr. Franz H. Berger - er war Ju-

Mut, Erfolge und Rückschläge Der neue Kreiskalender stellt 25 Lebensgeschichten vor Die Jubiläumsausgabe des Kreiskalenders widmet sich in Rückblick und Vorausschau mit dem vor 25 Jahren entstandenen Landkreis. Kurz nach der Wende ein erneuter Wandel, dem man sich stellen musste. Eine Neuorientierung im Kleinen begann zu einem Zeitpunkt, zu dem für den Einzelnen in dem großen, veränderten Deutschland eine überschaubare Region besonders wichtig war. Diesen Veränderungen vom Rande Berlins bis zur OderNeiße-Mündung wurde in Form von Interviews, Gesprächen und einer fotografischen Recherche nachgespürt. 25 Personen, die den Mut haben, ihre Erwartungen, Hoffnungen, Erlebnisse, Erfahrungen aber auch ihre Enttäuschungen, Rückschläge oder

Niederlagen zu artikulieren, kommen zu Wort. Als „Experten des Alltags“ haben sie individuelle Antworten und Lösungen gefunden, sich dem Wandel zu stellen und ihn mitzugestalten, so dass es sich lohnt, nachzufragen, persönliche Eindrücke festzuhalten, von ihren Lebensgeschichten zu erfahren, zu lesen und zu lernen. In Wort und Bild ist daraus ein Panorama des Kreises entstanden, das nicht nur eine Zustandsbeschreibung darstellt, sondern Perspektiven wie auch Defizite vom „Leben im Wandel“ aufzeigt. Der Kalender erscheint mit einer Auflage von 3000 Exemplaren. Er bietet Geschichten von 24 Autorinnen und Autoren. Auf ihren Streifzügen durch das Kreisgebiet entdeckten Sie Einmali-

ges und Aufsehenerregendes und eröffnen uns so neue Perspektiven. Er kann bei öffentlichen Präsentationsveranstaltungen, in diversen Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen und Kultureinrichtungen, in Ämtern und Gemeindeverwaltungen des Landkreises zum Preis von 10 Euro erworben werden. Erstmals präsentiert wird der Kalender am 6. Dezember ab 19 Uhr auf der Burg Beeskow. Weitere Präsentationsveranstaltungen sind in Fürstenwalde (11. Januar im Dom), in Neuzelle (14. Februar im Kloster), in Frankfurt (Oder) (6. März im Kleist-Museum) und in Trebatsch (6. April im Ludwig-Leichhardt-Museum) geplant. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

rymitglied - eröffnet wurde. Die Bilder sind nun im Atrium der Kreisverwaltung, Breitscheidstraße 7 in Beeskow zu sehen. Die Besucher der Ausstellung können dabei ihr Lieblingsmotiv küren. 35 Fotos aus unterschiedlichen Regionen des Landkreises werden gezeigt. Die Abstimmung

über das beliebteste Motiv läuft bis zum 28. Dezember. Die Fotografin oder der Fotograf des Bildes, das in der Publikumsgunst vorn liegt, wird auf dem Neujahrsempfang des Landkreises am 6. Januar 2019 in Fürstenwalde/Spree mit einem Sonderpreis geehrt.


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25 JAHRE LANDKREIS ODER-SPREE

Sportliche Vielfalt

Wettkämpfe im und auf dem Wasser / Geher-Comeback, erstklassige Bowlingspieler und Fußball in Liga 4 Die sportliche Vielfalt im Kreis ist durchaus ein Spiegelbild der örtlichen Gegebenheiten. Die Natur, geprägt von Wald und vor allem Seen, hat ihren Anteil daran, dass zum Beispiel Wassersportarten hoch im Kurs stehen. Und sich dies wiederum in den Erfolgen der Vereine wiederfindet. Zu nennen sind da die Seesportler des im April 1990 gegründeten SSC Wendisch Rietz, die seit Jahren das Niveau bei deutschen Meisterschaften mitbestimmen, und das beim Nachwuchs wie bei den Erwachsenen. Die Ruderbesatzungen des RC Fürstenwalde, der in diesem Jahr 125 Jahre alt wurde, haben sich mit ihren Siegen und Medaillengewinnen bei den World Masters sogar über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Und auch die Kanuten des Kanuzentrums Eisenhüttenstadt zählen zu den erfolgreichen Wassersportlern. Der dreifache Olympiasieger Torsten Gutsche absolvierte dort einst seine ersten Paddelschläge. Auch hochkarätige Veranstaltungen haben im und auf dem Wasser stattgefunden, wenn auch oft abseits des ganz großen Sports. So ermittelten im Sommer 2013 die besten Wakeboarder auf dem Petersdorfer See bei Bad Saarow ihre Deutschen Meister. Sogar zweimal sind im Störitzsee bei Grünheide die Titelträger im Orientierungstauchen ermittelt worden. In ganz anderem Metier maßen sich im Juni 2000 die besten europäischen Geher im Rahmen des Europa-Cups über 20 und 50 Kilometer auf der Eisenhüttenstädter Insel, nachdem in den Jahren zuvor beim sechsmal aus-

Zwei Geher-Generationen: Der 26-jährige Hagen Pohle aus Beeskow (links) und der mittlerweile 77 Jahre alte Christoph Höhne aus Fürstenwalde starteten bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften – und trafen sich im Juni beim 1. Bahngehen in der Kreisstadt. Foto: Roland Hanke getragenen Oder-Neiße-GrandPrix sogar ein Teil der Weltelite versammelt war. 1999 hatte Julio Martinez aus Guatemala über 20 km sogar eine Weltbestleistung

Beeskower Wohnungsbau& Verwaltungsgesellschaft mbH Weststraße 17 · 15848 Beeskow Tel. (03366) 42 33 0 · Fax (03366) 42 33 33 E-Mail: Info@bwv.beeskow.de

Die Geschäftsführung und die Mitarbeiter der Busverkehr Oder-Spree GmbH gratulieren dem Landkreis zum Jubiläum und bedanken sich für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

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aufgestellt. Danach verschwanden die Geher weitgehend von der Bildfläche, bis es nach 18 Jahren im Mai mit dem 1. Bahnmeeting in Beeskow ein Come-

back gab. Und mit Hagen Pohle haben die Leichtathleten aus der Kreisstadt sogar einen Olympia-, WM- und EM-Teilnehmer hervorgebracht.

Bekannte und erfolgreiche Einzelsportler sind zum Beispiel auch der Eisenhüttenstädter Radsportler Roger Kluge, nur sechseinhalb Jahre älter als der Kreis, Weltmeister und Olympiazweiter auf der Bahn, und Claudine Vita von der SG Gaselan Fürstenwalde, die nach ihrem Wechsel nach Neubrandenburg bei der EM in Berlin als Vierte eine Medaille im Speerwerfen nur knapp verpasste. In den Mannschaftssportarten waren und sind verschiedene Vereine höherklassig unterwegs. So trat die Ringer-Kampfgemeinschaft Eisenhüttenstadt/Frankfurt, ausgestattet mit einer Lizenz des ERC 1974, von 2005 bis 2011 in der Bundesliga an. Als Hauptsponsor Arcelor/Mittal den Geldhahn zudrehte, erfolgte der freiwillige Rückzug. Die Bowling-Männer des BC Strike 99 Eisenhüttenstadt sind nach einem dreijährigen Intermezzo von 2015 bis 2017 seit Herbst erneut erstklassig. In der 2. Liga zu Hause sind die Billardkegler von Rot-Weiß Friedland, die TSGL Schöneiche war es bei den Volleyball-Männern. Und König Fußball? Der Eisenhüttenstädter FC Stahl gewann nach 1992 und 1993 im Jahre 2002 zum dritten Mal den Landespokal. 2004 holte Germania Schöneiche die begehrte Trophäe. Aushängeschild ist aber mittlerweile der FSV Union Fürstenwalde: Entstanden 2002 aus der Fusion des FSV Wacker und SG Union, ging es nach dem Abstieg 2006 in die Landesliga seit 2008 steil bergauf. Und längst haben sich die Spreestädter in der viertklassigen Regionalliga etabliert. (kb, hb, uwe)

DIE UMFRAGESIEGER VON 1994 BIS 2017 1994: Silke Wrusch (Schützengilde Fürstenwalde), Marcel Pflaumbaum (Preußen Beeskow), Christina Vetter/Ronny Ledwig (The Challengers Erkner) 1995: Daniela Claußnitzer (RSV Erkner), Patrick Kluge (Stahl Eisenhüttenstadt), The Challengers Erkner (Jugend-Paare) 1996: Simone Seidel (Preußen Beeskow), Maik Haß (RC Beeskow), Preußen Beeskow (Tischtennis AK 10) 1997: Mandy Müller (TV Fürstenwalde), Rolf Oppermann (TV Fürstenwalde), Christina Vetter/Ronny Ledwig (The Challengers Erkner) 1998: Anja Stuwe (Budo-Dojo SC Fürstenwalde), Rolf Oppermann (TV Fürstenwalde), The Challengers Erkner (Jugend) 1999: Anja Stuwe (Budo-Dojo SC Fürstenwalde), Kay Awe (MV/REW Eisenhüttenstadt), SSC Wendisch Rietz (Kutterrudern) 2000: Cordula Kasiske (Preußen Beeskow), Jörg Schulze (RC Beeskow), Grün-Weiß Lindenberg (Fußball-C-Junioren) 2001: Rena Malinowski (BSG Stahl Eisenhüttenstadt), Dieter Sasse (PSV Eisenhüttenstadt), SV Vogelsang (Fußball-Männer) 2002: Anja Stuwe (Budo-Dojo SC Fürstenwalde), Patrick Marschner (PSV Fürstenwalde), SV Wellmitz (Kegeln Männer) 2003: Nicole Kuhnt (RC Beeskow), Mathias Klawunn (KKSV Groß Rietz), BSG Stahl Eisen-

Sportler

des Jahres

hüttenstadt (Handball-Frauen) 2004: Sabrina Hinkel (Stahl Eisenhüttenstadt), Ronny Dzewior (SV Vogelsang), Stahl Eisenhüttenstadt (Handball-Frauen) 2005: Lynn Gläser (SG Gaselan Fürstenwalde), Willi Willwohl (Pneumant Fürstenwalde), Neuzeller SV (Fußball-Männer) 2006: Rena Malinowski (Stahl Eisenhüttenstadt), Peter Lassek (Grün-Weiß Lindenberg), Stahl Eisenhüttenstadt (Turnen Frauen) 2007: Beatrice Budras (SV Wellmitz), Horst Fischer (Stahl Eisenhüttenstadt), United Dancers Fürstenwalde 2008: Elisa Liebelt (SV Wellmitz), Sebastian

Drescher (KKSV Groß Rietz), SSC Wendisch Rietz (Kutter-Ruderer) 2009: Jördis Leinert (Ciconia Storkow), Martin Anders (Germania Storkow), United Dancers Fürstenwalde 2010: Theresa Heger (1. KC Beeskow), René Hammermeister (Stahl Eisenhüttenstadt), Astoria Rießen (Fußball-Männer) 2011: Aileen Lindner (1. KC Beeskow), Niklas Albrecht (Stahl Eisenhüttenstadt), Spielvereinigung Eisenhüttenstadt (Fußball-E-Junioren) 2012: Anne-Sophie Kowohl (United Dancers Fürstenwalde), Max Kubler (DLRG OderSpree), FWZ Oderkicker (Fußball-E-Junioren) 2013: Elisa Liebelt (SV Wellmitz), Felix Ledwig (Diehloer Hügelläufer), Storkower SC (Fußball-Mädchen) 2014: Celina Baumgart (Gaselan Fürstenwalde), Niklas Albrecht (Stahl Eisenhüttenstadt), Ruderclub Beeskow 2015: Emily Mäusel (Stahl Eisenhüttenstadt), Hagen Pohle (Preußen Beeskow), Ruderclub Beeskow 2016: Sophie Riedel (Grün-Weiß Bremsdorf), Dominik Hartmann (1. KC Beeskow), MixDoppel-Team LOS-Keglerjugend 2017: Joanne Schiffer (Gaselan Fürstenwalde), Felix Ledwig (Diehloer Hügelläufer), VSB offensiv Eisenhüttenstadt-Frauen, Nachwuchs-Fußballerinnen des Storkower SC


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DEZEMBER 2018

Die Ausgleichsfunktion nutzen

Landrat Rolf Lindemann setzt darauf, gleiche Lebensverhältnisse in allen Regionen des Kreises zu ermöglichen Mit einem Geschäftsbericht über die Arbeit der vergangenen 25 Jahre eröffnet Landrat Rolf Lindemann (SPD) die heutige Kreistagssitzung. Im MOZGespräch mit Olaf Gardt blickt er vor allem in die Zukunft des Kreises. Herr Lindemann, der Landkreis besteht seit 25 Jahren. Was ist das für ein Jubiläum, die Volljährigkeit, Bergfest oder schon der Eintritt in die Rente? Die vom Land geplante Kreisgebietsreform ist ja erst vor gut einem Jahr abgesagt worden. Bergfest kann man ja nur feiern, wenn man ein konkretes Ende kennt. Das sehe ich für unseren Kreis nicht. Er ist gut aufgestellt. Wir haben ein enges Verhältnis zu den kreisangehörigen Kommunen geschaffen und praktizieren ein Miteinander auf Augenhöhe. Das ist mir sehr wichtig. Städte, Ämter und Gemeinden sind ja nicht ein Anhängsel des Kreises. Vielmehr ist der Kreis ein Verband der Kommunen. Wir verkörpern diesen Kreis gemeinsam. Ich denke, dass es den Landkreis OderSpree in seiner heutigen Form auch noch weitere 25 Jahre geben wird – aber das wird von seinem wichtigsten Organ abhängen, der Bürgerschaft. Wenn die Bürger sich mit dem Landkreis und seiner kulturellen Ausgestaltung identifizieren, daran mitwirken und sich auch in der Aufgabenwahrnehmung durch seine Verwaltung gut aufgehoben fühlen, dann gibt es gar keinen Grund, den Landkreis OderSpree infrage zu stellen. Wie wird sich nach der abgesagten Kreisgebietsreform das Verhältnis zu Frankfurt (Oder) gestalten? Wir arbeiten ja schon in vielen Bereichen zusammen – denken Sie an die Sparkasse. Und natürlich sind weitere Kooperationen möglich, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Das Landwirtschaftsamt ist so ein Beispiel. Mit Arnold Bischinger haben wir einen Kulturamtsleiter, der auch in Frankfurt gut vernetzt ist. Die Oper Oder-Spree ist dank seiner Initiative im kommenden Jahr wieder ein gemeinsames Projekt. Wir sprechen auch über Kooperationen im Bereich der Ausländerbehörde. Gerade haben wir mit einem Festakt das 20-jährige Bestehen der Notfallseelsorge gefeiert. Zum neu gewählten Oberbürgermeister, René Wilke, habe ich ein gutes, freundschaftliches Verhältnis. Wir verfolgen in vielen Fragen ähnliche Denkansätze. Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises? Ein Vorteil ist, dass der Land-

weisen können? Unsere Hochschule ist sogar eine Universität. Da sind wir wieder bei den Beziehungen zu Frankfurt. Wir haben gute Kontakte zur Leitung der Viadrina. Zahlreiche Absolventen der Universität arbeiten in der Kreisverwaltung, beispielsweise als Juristen im Jobcenter.

kreis wirtschaftlich sehr breit aufgestellt ist. In Eisenhüttenstadt beispielsweise gibt es nicht nur Arcelor Mittal, sondern auch die Papierfabrik. Das Reifenwerk in Fürstenwalde hat mittlerweile wieder mehr als 1000 Mitarbeiter. Das deutet auf eine Erfolgsgeschichte hin. Sonae Arauco baut gerade für über 50 Millionen Euro in Beeskow ein neues Spanplattenwerk. Das ist ein Geschenk für die Stadt. Wir müssen bedenken, dass all diese Standorte auch mal existenzbedrohende Phasen durchlaufen haben. Eine ganz starke Säule im Kreis ist zudem die Gesundheitswirtschaft. Das Helios-Klinikum in Bad Saarow ist mit 1300 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber hinter Arcelor. Die Kreisverwaltung mit 1200 Mitarbeitern kommt erst danach.

Wie schwer ist es, Mitarbeiter für die Kreisverwaltung zu finden? Man kann das nicht pauschal sagen. Im Gesundheitsamt hatten wir lange Zeit Engpässe, uns hat ärztliches Personal gefehlt. Das haben wir gelöst. Das geht allerdings nur mit Phantasie und persönlicher Ansprache. Aber wir müssen uns weiterentwickeln, neue Arbeitsformen ermöglichen. Home working zum Beispiel! Dazu wird es im kommenden Jahr einen Modellversuch in unserer Verwaltung geben. Eine Arbeitsgruppe bereitet das derzeit vor, die Mitarbeiter haben ein großes Interesse daran. Bestimmte Tätigkeiten ohne direkten Kontakt zum Bürger kann man auch zu Hause erledigen. Das schafft Erleichterungen, weil lange Fahrwege wegfallen, und erhält die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Neben dem großen Klinikum gibt es auch kleine Krankenhäuser. Haben diese eine Zukunft? Wir haben viel Kraft investiert, um das Kreiskrankenhaus in Beeskow zu etablieren. Der große Vorteil des Hauses ist, dass es nah bei den Menschen ist, dass das hohe pflegerische Engagement und die sehr persönliche Betreuung allenthalben gelobt werden. Die Attraktivität zu erhalten, wird unter den geltenden Rahmenbedingungen immer eine Herausforderung sein. Das gilt auch für das Haus in Eisenhüttenstadt. Die Sicherung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum ist aber nur eines der Zukunftsthemen. Welchen Aufgaben muss sich der Kreis noch stellen? Wohnen, Mobilität, Bildung, Arbeit, Pflege, Digitalisierung – alle diese Themen müssen wir bespielen – und zwar parallel – denn jedes stellt für sich genommen eine gewaltige Herausforderung dar. Um das zu bewältigen, haben wir ja auch eigens das von Frau Teltewskaja geleitete Dezernat „Ländliche Entwicklung“ gebildet. Das beschäftigt sich mit all diesen Zukunftsfragen. Gemeinsam mit dem Kreistag und interessierten Bürgern diskutieren wir gerade die Leitziele für den ländlichen Raum. Ein erstes Zwischenergebnis liegt dem Kreistag am 6. Dezember zur Beschlussfassung vor. Unabhängig davon werden greifbare Projekte bereits jetzt verwirklicht. Ich erinnere an den Breitbandausbau, für den allein um die 40 Millionen Euro investiert werden müssen. Wir sind auf Bitte des Bürgermeisters der Stadt Eisenhüttenstadt in Überlegungen, wie die Lücke bei der pflegerischen Betreuung in Eisenhüttenstadt zu schließen ist.

Wege, die oftmals auf schlechten Straßen zurückgelegt werden müssen. Auf schlechten Landesstraßen, ja. Da gibt es viel Nachholebedarf bei der Sanierung. Das Thema wird ständig intensiv mit dem Land diskutiert, weil viele Straßen abgestuft werden sollen. Unsere rund 160 Kilometer Kreisstraßen sind von wenigen Ausnahmen abgesehen in Ordnung. Im kommenden Jahr wollen wir zwischen Freienbrink und Spreeau bauen und die Straße nach Alt Stahnsdorf. Was der Bereich von Frau Gläsmer geleistet hat, ist aller Ehren wert. Das gilt auch für das Radwegenetz. Im Moment ist es ja so, dass es nicht an Geld für Baumaßnahmen fehlt, sondern an Kapazitäten bei den Firmen. Rolf Lindemann ist seit 2017 Landrat. In der Kreisverwaltung seit 1994, war er erst Verwaltungs-Dezernent, dann Beigeordneter und Dezernent für Grundsicherung, Recht und Ordnung. Foto: Jörn Tornow In Wirtschaft und Verwaltung werden Fachkräfte knapp. Was kann der Kreis leisten, um daran etwas zu ändern, um Menschen zu bewegen, in den Kreis Oder-Spree zu kommen? Der Kreis hat von Anfang an der Bildung einen hohen Rang eingeräumt. In den Ausbau der Oberstufenzentren in Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt haben wir seit 1996 mehr als 32 Millionen Euro investiert, knapp 20 Millionen Euro waren

es für unser jüngstes Großprojekt, das Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner. Und wenn ich jetzt mal einen Blick 25 Jahre in die Zukunft wage, sage ich, dass wir dann über die ersten Sanierungsmaßnahmen am Schulzentrum Fürstenwalde, das wir gerade bauen, diskutieren werden, und dass es in Schöneiche ein Gymnasium geben wird. Wird der Landkreis dann auch eine eigene Hochschule vor-

Warum übernimmt der Kreis den kommunalen Eigenanteil für die Sanierung des Spreeradweges? Der Kreis hat eine Ausgleichsfunktion zwischen den Kommunen. Das Ziel ist doch, dass wir gleiche Lebensverhältnisse in allen Teilen des Landkreises schaffen. Deshalb machen wir das. Sonst würde nur ein Teil des Weges saniert werden, nämlich auf dem Gebiet der Gemeinden, die sich das leisten können. Vor allem kleinere Kommunen mit wenig Finanz- und Verwaltungskraft blieben außen vor. Beim Breitbandausbau ist das ähnlich.


Verehrte Bürgerinnen und Bürger, am 6. Dezember 1993 ging aus den Kreisen Eisenhüttenstadt, Beeskow und Fürstenwalde sowie der damals kreisfreien Stadt Eisenhüttenstadt unser Landkreis hervor. Heute können wir feststellen: Diese Reform kam uns allen zugute. Im Ergebnis steht 25 Jahre später ein geeinter Landkreis Oder-Spree mit starker kultureller, wirtschaftlicher und touristischer Ausstrahlung.

Das ist ein guter Grund, das Jubiläum feierlich mit all denen zu begehen, die den Landkreis tragen und seine Entwicklung prägen. Daher haben wir uns entschlossen, den Neujahrsempfang mit einem neuen Format zu versehen und ihn als offenen Bürgerempfang für die breite Bevölkerung zu gestalten. Für den unverwechselbaren Charakter dieses Ereignisses werden regionale Erzeuger sowie Kultureinrichtungen sorgen, die mit ihren Präsentationen für die Vielseitigkeit unseres Landkreises stehen. Gemeinsam mit allen Akteuren freue ich mich darauf, Sie am ersten Sonntag im neuen Jahr beim Neujahrsempfang des Landkreises begrüßen zu dürfen!

Ihr Landrat Rolf Lindemann

6. Januar 2019, von 11 bis 16 Uhr Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Technisches Zentrum Lise-Meitner-Straße 11-12, 15517 Fürstenwalde/Spree

Li s e -

ner-Straß eit e M

25 Jahre Landkreis Oder-Spree ab 28.12.2019  
25 Jahre Landkreis Oder-Spree ab 28.12.2019