Page 23

|

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 49, 5. Dezember 2011 |

DOSSIER

|

MENSCHENRECHTE | 23

einfach etwas tun»

der Schweiz opfern viele Engagierte ihre Freizeit für eine gerechtere Welt.

«Für mich ist die Welt ein weisses Tuch mit schwarzen Flecken, und nicht umgekehrt.»

Alessandro Suter (19), Zivildienstleistender aus Basel, seit vier Jahren im Einsatz. «Es ist Zufall,wo man geboren wird.Und wer wie ich das Glück hat, hier leben zu dürfen, für den ist es doch fast schon Pflicht, sich für die anderen einzusetzen. Schon als Kind hatte ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und interessierte mich fürs Weltgeschehen. Mit acht habe ich angefangen, Zeitung zu lesen. In der Schule war ich immer engagiert. Irgendwann sagte meine Lehrerin, ich solle nicht so viel reden, sondern lieber mal etwas machen.Als ich 15 war,kamen zwei junge Frauen von Amnesty zu uns an die Schule,stellten die Organisation vor und sammelten Unterschriften für eine Kampagne. Sie sagten damals, dass man alleine nicht viel erreichen könne, gemeinsam aber schon.Danach habe ich mich angemeldet. Die Jugendgruppe in Basel war damals eingeschlafen. Meine erste Aktion war, eine neue zu gründen. Im Moment sind wir zwölf Leute zwischen 16 und 22. Klar, ein Teil der Jugend hat eher resigniert, aber viele lassen sich motivieren – und gar nicht nur solche,

Migros Magazin 49 2011 d AA  

HazelBrugger,RenatoKaiserund sechsweitereSlam-Poeten dichtenfürdenSamichlaus.l10 ADVENTSKALENDER|42 AMNESTYINTERNATIONAL|22 SKITOUR|94 NR.49...