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Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631.

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Ich bin,…


I am, die neue Pflegelinie der Migros.

Aus Curl wird

I AM HAIRCARE Die schonende Pflegelinie für jeden Haartyp.

I AM YOUNG

Aus Jana wird

I AM FACE

Das umfassende Pflegeprogramm für die junge Haut.

Aus Iduna, Flair und Jana wird

I AM BATHCARE

Das erfrischende Reinigungssortiment für die ganze Familie.

Aus Men’s Look und men’s care wird

Die komplette Gesichtspflegelinie für jeden Hauttyp. Aus Jana und Flair wird

I AM BODY

Die unkomplizierte Pflegelinie für die Körperhaut.

I AM FOR MEN

Die vollständige Pflegelinie für den Mann.

Aus Iduna wird

I AM DEO

Die zuverlässige Hygienelinie für jede Lebenslage.

Aus Curl wird

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Aus Explonic wird

Wetterfeste Stylingprodukte für jede Frisur.

Das reichhaltige Pflegeprogramm für Hände und Nägel.

Die sportliche Pflegelinie für aktive Frauen und Männer.

I AM STYLING

I AM HAND

I AM SPORT

Unter der neuen Dachmarke «I am» fasst Migros die bisherigen Produktlinien Jana, Iduna, Flair, Curl, Efina und Explonic zusammen und schafft einen einheitlichen Auftritt der Basispflegelinien. So wird es für Kundinnen und Kunden noch einfacher, das geeignete Produkt im Regal zu finden. Die neue Pflegelinie besteht aus 10 Produktreihen mit über 140 Artikeln: von Face und Body über Haircare und Styling zu Bathcare, Deo und Hand. Zudem kommt «I am» mit speziellen Neuheiten den Pflegebedürfnissen von Männern, Jugendlichen und sportlich aktiven Menschen nach. Schön ist, wer sich wohlfühlt und sich selbst sein kann. Dazu braucht es unkomplizierte, qualitativ hochwertige Produkte. Genau dies bietet «I am»: bewährte Qualität, verpackt in neues Design. Mehr Informationen finden Sie unter www.migros.ch/iam

…wie ich bin.


Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631.

www.migrosmagazin.ch, vormals WIR BRÜCKENBAUER

Hoffnung für Sammler: Bald

gibt es zusätzliche Joker-Murmeln. > 37

Nr. 37, 8. Septe September 2008

Familie MigrosMagazin: Ruven

und Naïm feiern ihren ersten Geburtstag. > 40

Extra zur Artenvielfalt Wieso eine vielfältige Tierwelt so wichtig für uns ist. > 49

Bilder Giorgio von Arb, Getty Images, Tina Steinauer, Florian Nidecker, Renate Wernli

Die Polizistin, das Opfer

Wenn Doris Weber Bussen verteilt, wird sie oft ganz übel angepöbelt. > 18

Späte Väter, spätes Glück

So ticken die Deutschen Autor Bruno Ziauddin über unsere Fred Grob ist 60, seine Tochter Annina ist 3 und sein nördlichen Nachbarn. > 24 Ein und Alles. Was reife Väter anders machen. > 12 Adressänderungen am Postschalter melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01 E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch Anzeige

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Diese Woche | 5

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

M EDITORIAL

INHALT

Hans Schneeberger, Chefredaktor

die migros-woche leserbriefe scheinwerfer

Über den Tod hinaus

reportagen Späte Väter: Was es für Kinder bedeutet, wenn ihr Vater auch ihr Grossvater sein könnte. >12 Anzüglichkeiten, Pöbeleien und Gewalt: Was Frauen in Uniform alles ertragen müssen. >18

Manchmal erhalten wir Briefe,

die zu Tränen rühren. Letzte Woche forderten wir die MM-Leserinnen und -Leser, die auch nach 30 Jahren noch verliebt sind, auf, sich zu melden. Hintergrund war der Neustart des Musicals «Ewigi Liebi». Unter vielen Einsendungen erreichte uns ein Brief, der wie vielleicht keiner sonst erahnen lässt, was ewige Liebe wirklich ist.

m-aktuell

>32

Bilder Matthieu Rod, F1 Online, Nathalie Bissig

Der Brief ist begleitet von einer

berührenden Lebens-, Liebes- und in den letzten Jahren Leidensgeschichte, die für mich vor allem eines beweist: Die «Ewigi Liebi» kann durchaus über den Tod hinausgehen.

kolumne Der Hausmann

> 23

interview So sind sie halt, die lieben Nachbarn: Autor Bruno Ziauddin über die Gummihälse aus Deutschland. > 24 m-aktuell Migros Sprint: Die schnellsten Jugendlichen. MGB-Delegiertenversammlung: Erste Präsidentin gewählt > Migros Ferien: Günstig guten Urlaub buchen. Game over: Die M-Budget-Party ist Geschichte. Murmeln: Die Migros produziert neue Joker-Murmeln.

«Am Wettbewerb kann ich nicht teilnehmen», schreibt uns der Leser,

«denn ich habe gestern meine geliebte Frau verloren. Wir heirateten 1965 und wir hatten ein gutes Leben. Ihr Tod hat mich dazu veranlasst, einen kleinen Abriss über unsere 43 Ehejahre aufzuzeichnen. Ich bin mir bewusst, dass Sie diesen nicht veröffentlichen können, da er viel zu lang ist. Aber in meiner momentanen Verfassung nehme ich Ihren Aufruf dankend entgegen, um mich irgend jemandem mitzuteilen.»

>6 >8 > 10

erziehung

>110

schaufenster Alles für das glückliche Baby. > 40 Produkte der Woche: WC-Papier, Fotoalben, Unterwäsche, Katzenfutter, Sauerkraut, Rauchlachs, Früchte. > 81, 83, 87, 90, 92 à la carte Bei Abusinda: Pastete à la Graziella Rossi > 95 ihre region Neues aus Ihrer Genossenschaft.

> 103

besser leben Hausaufgaben und Sommerbräune. > 109 > Erziehung: Das Ende der Kleinklassen. > 110 Lohas: Umweltbewusst und doch komfortabel leben. > 112 Multimedia: Musik aus dem Internet. > 115 Auto: Das 3er-Cabrio von BMW > 116 rätsel/impressum > 119 leseraktion Schöne Aussichten: Rigi-Wanderung > 120 cumulus Die besten Infos und Angebote > 122 > mein ganzer stolz Reiter ohne Ross: Die Brüder de Preux sind Springreiter – ein Pferd brauchen sie nicht dazu. > 124

stolz

>124

hans.schneeberger@migrosmagazin.ch

> 29 > 31 > 32 > 34 > 37

Extra Artenvielfalt Wieso es so wichtig ist, möglichst viele Tier- und Pflanzenarten M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder zu erhalten und was Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). die Migros dafür tut. m-infoline@migros.ch; www.migros.ch > 49–79 M-CUMULUS: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). m-cumulus@migros.ch; www.m-cumulus.ch Redaktion Migros-Magazin: Postfach 1751, 8031 Zürich, Tel. 044 447 37 37, Fax 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch

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6 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

M-NEWS

Die Neuen bei Interio und Office World

30 Prozent

Beat Schlatter tritt am Kleinkunsttag in Zürich auf.

Die Migros-Tochter Ex Libris verdoppelt im September ihren Rabatt auf dem gesamten deutschsprachigen Buchsortiment von 15 auf 30 Prozent. Damit reagiert sie auf den Entscheid der Wirtschaftskommission, die

Matthias Baumann (35) ist von der Generaldirektion des Migros-GenossenschaftsBundes (MGB) zum neuen Unternehmensleiter der Interio AG ernannt worden. Baumann arbeitet seit elf Jahren in der Migros-Gruppe. Er tritt seine neue Tätigkeit per 1. April 2009 an. Parallel dazu ist Stéphane Willa (39) zum neuen Unternehmensleiter der Office World AG berufen worden. Er ist seit neun Jahren bei der Migros.

Pilze

Näher dran mit Kleinkunst B

Stéphane Willa, neuer Chef von Office World.

Laufen für Unicef Unicef veranstaltet diese Woche eine nationale Spendenkampagne. Mit Sponsorenläufen möchte sie eine Million Franken für Strassenkinder weltweit sammeln. Migros-Chef Herbert Bolliger ist Mitglied im Patronatskomitee. Die Spendenaktion endet nächsten Samstag mit einem grossen öffentlichen Kinderfest in Basel.

eat Schlatter, einer der bekanntesten Komiker und Schauspieler der Schweiz, zelebriert sie am 13. September in Zürich. Linard Bardill, der Kinderliedinterpret schlechthin, begeistert damit am selben Tag Hunderte Kinder in Chur. Dies sind nur zwei von Hunderten von Vorstellungen, die am 13. September im Rahmen des «KleinKunstTages» über die Bühne gehen. Hinter «Kleinkunst» verbergen sich Kunstrichtungen wie A cappella, Clownerie und Comedy, aber auch Strassentheater, Zauberkunst, Erzähltheater und vieles mehr. Der Unterschied zur konventionellen Kunst und zum Theater ist die Nähe zum Publikum. Kleinkunst – wie der Name schon sagt – findet stets im kleinen, persönlichen Rahmen statt. Nicht selten trifft der Zuschauer den Regisseur oder Künstler nach der Vorstellung beim Apéro.

In der Schweiz zelebrieren nicht weniger als 450 Kleinkunsttheater diese Form der Bühnendarstellung. Jährlich veranstalten sie rund 11 300 Kleinkunstvorstellungen und empfangen über 1,3 Millionen Besucher – etwa gleich viel wie die zehn grössten Theaterhäuser der Schweiz zusammen. Das Migros-Kulturprozent hat 2003 gemeinsam mit der schweizerischen Kleinkunstszene den nationalen «KleinKunstTag» lanciert. Am 13. September unterstützt die Migros unter dem Motto «näher dran» diverse Aktionen mit einem Wettbewerb. Sie prämiert die drei originellsten, verrücktesten und verblüffendsten Ideen, die am 13. September zu sehen sind, mit insgesamt 20 000 Franken. Cinzia Venafro

Alle Vorstellungen unter: www.naeher-dran.ch

Bilder bab.ch/stockfood, Premium, Guido Flück, Anne Morgenstern, Matthias Willi

Der neue Interio-Chef Matthias Baumann.

FRISCH IN DER MIGROS

Schon Sonnenkönig Ludwig XIV. bezeichnete sie als Delikatesse: Champignons bereichern als Beilage oder in Saucen jede Speise. Sie sind weiss oder bräunlich gefärbt erhältlich. Shiitake, der «duftende Pilz», stammt ursprünglich aus China und passt besonders gut zu asiatischen Gerichten. Der dunkle Hutrand, der schon während kurzer Lagerung bei Zimmertemperatur entsteht, beeinträchtigt sein intensives Aroma nicht. Der Eierschwamm, auch Pfifferling genannt, riecht fruchtig, sein Geschmack ist mild bis leicht pfeffrig. Für Pilze gilt allgemein: Sie sollten gekocht, gebraten oder gegart werden.


die migros woche

|7

Gut informiert mit dem Migros-Magazin

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DIE MIGROS-ZAHL DER WOCHE

Buchpreisbindung wieder einzuführen. Die Preisoffensive umfasst das gesamte Buchangebot in allen 120 Ex-Libris-Filialen. 30 Prozent gibt es selbstverständlich auch auf rund eine Million Bücher auf www.exlibris.ch.

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So viele Kilogramm Lebensmittel verarbeitete die Gastronomie der Migros Zürich als Caterer für den Mega-Event Weltklasse Zürich. Insgesamt bereiteten 240 Mitarbeiter die unglaubliche Anzahl von 4000 Gerichten zu. So kam auch «Jamaika-Blitz» Usain Bolt in den Genuss von Migros-Köstlichkeiten.

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Der Rasierer SyncroPro 7765 von Braun mit Akku- und Netzbetrieb besitzt einen vierfach beweglichen Scherkopf.

1. Champignon: der Königliche. 2. Shiitake: der Exotische. 3. Eierschwamm: der Pfiffige.

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It’s a Girl! Die Delegiertenversammlung hat an der konstituierenden Sitzung vom 30. August das erste Mal in ihrer Geschichte eine Frau zur Präsidentin gewählt: Ursula Nold (39). Das Gremium, das sich aus 111 Delegierten zusammensetzt, ist das Parlament der Migros. Es hat weitgehende Kompetenzen, die in den Statuten des MigrosGenossenschafts-Bundes festgeschrieben sind. ha

1 2 3

Ursula Nold, neue Präsidentin der Delegiertenversammlung.

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8 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

«Preise am Produkt sind bis jetzt einer der Pluspunkte der Migros.» Peter Hügin, per Mail MM Nr. 36: «Ich bin erfreut über die Offenheit der Schweiz», Interview mit Ottmar Hitzfeld, Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.

Gratulation zum Hitzfeld-Interview!

Zu Ihrem Interview mit Ottmar Hitzfeld gratuliere ich Ihnen. Es hebt sich qualitativ löblich von vielen Interviews diverser Sportjournalisten ab. Remo Mondelli, per Mail MM Nr. 36: «Wenn weniger mehr ist», Artikel über das Grenzensetzen in der Erziehung.

Den Verzicht vorleben

Was nützt es, die Kinder zu lehren, mit weniger Spielsachen auszukommen, wenn ein grosser Teil der Eltern den Verzicht nicht vorlebt? Man hat ein eigenes Haus, zwei Autos, macht teure Fernreisen. Kinder wirklich zu dankbaren, zufriedenen Erwachsenen zu erziehen, gelingt nur durch Vorleben, Liebe und Aufmerksamkeit. Ein bescheidenes Leben zu führen, bringt mehr Glücksgefühl als das stressige Streben nach immer mehr. Im Übrigen hat man auch mehr Zeit für die Kinder, wenn nicht beide Elternteile so viel arbeiten müssen, damit der sogenannte Wohlstand erhalten bleibt. Monika Bähler, per Mail MM Nr. 36: «Der Legalisierte», Artikel über den Graffiti-Sprayer Pirmin Breu.

Bild Paco Carrascosa

Negativer Eindruck

Sicher ist es Strassenkünstler Pirmin Breu zu gönnen, dass er von Gunter Sachs als Künstler anerkannt wird. Das Problem ist aber, dass es zu viele Sprayer gibt. Wird irgendwo eine neue Lärmschutzwand gebaut, sind schon die ersten Schmierereien angebracht, die mit Kunst nichts

Ottmar Hitzfeld glaubt, dass die Qualifikation der Schweizer Fussballnati für die WM möglich ist.

zu tun haben. Verunstaltungen, die einen negativen Eindruck auf die Gäste in unserer sonst sauberen Schweiz machen. Walter Ziltener, per Mail MM Nr. 36: «Wer wird die neue Miss?», Titelbild zu den Miss-Schweiz-Wahlen.

Biken mit richtiger Ausrüstung

Das Titelbild des neuen MigrosMagazins ist mir ein wenig sauer aufgestossen. Biken ist ein schöner Sport, jedoch sollte man dazu die richtige Ausrüstung benützen. Die Kleidung, welche die Missen tragen, ist fürs Biken ungeeignet. Am schlimmsten ist der fehlende Helm. Junge Menschen nehmen sich solche Schönheiten als Vorbild, und weil das Tragen eines Helms ohnehin die Frisur verunstaltet, ist man als Jugendlicher doch

irgendwie froh, solche Beispiele zu sehen. So ist es noch schwieriger, Jugendliche dazu anzuhalten, ihren wichtigsten Körperteil zu schützen. Bendicht Stauffer, per Mail Ich kann mir nicht vorstellen, dass es geschickt ist, Personen auf Mountainbikes im Gelände zu zeigen, die keinen Helm tragen. Eigentlich sollten doch auch schöne Frauen ihren Kopf schützen. Roy Broger, 5033 Buchs MM Nr. 36: «Seriöse Analyse», Interview mit Migros-Chef Herbert Bolliger.

Preise am Produkt sind ein Vorteil Herrn Bolligers Argumente kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Bei mir ist die Grenze des Wohlwollens aber dann erreicht, wenn für den

Konsumenten grosse Nachteile entstehen. Herbert Bolliger argumentiert, dass dem Konsumenten daheim im Internet die Preise ersichtlich seien. Viele ältere Menschen haben aber nicht unbedingt einen Computer. Ihre schwächste Argumentation finde ich jedoch, dass der Konsument alle für ihn wichtigen Daten am Regal ablesen kann. Muss ich mich in Zukunft auf den Boden legen, um die Etikette zu lesen, oder platzieren Sie von nun an alle Artikel auf Augenhöhe? Versöhnlich gestimmt hat mich einzig Ihre Aussage, wonach es dem Konsumenten möglich sei, eine Initiative zu lancieren. Bis so eine Initiative aber vors Volk kommt, können Jahre vergehen. Helmut Kiesalter, 8050 Zürich Schaffen Sie die Preisanschrift der einzelnen Produkte doch


8 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

«Ihr Interview mit Ottmar Hitzfeld hebt sich löblich von vielen Sportinterviews ab.» Remo Mondelli, per Mail MM Nr. 36: «Ich bin erfreut über die Offenheit der Schweiz», Interview mit Ottmar Hitzfeld, Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft.

Gratulation zum Hitzfeld-Interview! Zu Ihrem Interview mit Ottmar Hitzfeld gratuliere ich Ihnen. Es hebt sich qualitativ löblich von vielen Interviews diverser Sportjournalisten ab. Remo Mondelli, per Mail MM Nr. 36: «Wenn weniger mehr ist», Artikel über das Grenzensetzen in der Erziehung.

Den Verzicht vorleben Was nützt es, die Kinder zu lehren, mit weniger Spielsachen auszukommen, wenn ein grosser Teil der Eltern den Verzicht nicht vorlebt? Man hat ein eigenes Haus, zwei Autos, macht teure Fernreisen. Kinder wirklich zu dankbaren, zufriedenen Erwachsenen zu erziehen, gelingt nur durch Vorleben, Liebe und Aufmerksamkeit. Ein bescheidenes Leben zu führen, bringt mehr Glücksgefühl als das stressige Streben nach immer mehr. Im Übrigen hat man auch mehr Zeit für die Kinder, wenn nicht beide Elternteile so viel arbeiten müssen, damit der sogenannte Wohlstand erhalten bleibt. Monika Bähler, per Mail MM Nr. 36: «Der Legalisierte», Artikel über den Graffiti-Sprayer Pirmin Breu.

Bild Paco Carrascosa

Negativer Eindruck Sicher ist es Strassenkünstler Pirmin Breu zu gönnen, dass er von Gunter Sachs als Künstler anerkannt wird. Das Problem ist aber, dass es zu viele Sprayer gibt. Wird irgendwo eine neue Lärmschutzwand gebaut, sind schon die ersten Schmierereien angebracht, die mit Kunst nichts

Ottmar Hitzfeld glaubt, dass die Qualifikation der Schweizer Fussballnati für die WM möglich ist.

zu tun haben. Verunstaltungen, die einen negativen Eindruck auf die Gäste in unserer sonst sauberen Schweiz machen. Walter Ziltener, per Mail MM Nr. 36: «Wer wird die neue Miss?», Titelbild zu den Miss-Schweiz-Wahlen.

Biken mit richtiger Ausrüstung Das Titelbild des neuen MigrosMagazins ist mir ein wenig sauer aufgestossen. Biken ist ein schöner Sport, jedoch sollte man dazu die richtige Ausrüstung benützen. Die Kleidung, welche die Missen tragen, ist fürs Biken ungeeignet. Am schlimmsten ist der fehlende Helm. Junge Menschen nehmen sich solche Schönheiten als Vorbild, und weil das Tragen eines Helms ohnehin die Frisur verunstaltet, ist man als Jugendlicher doch

irgendwie froh, solche Beispiele zu sehen. So ist es noch schwieriger, Jugendliche dazu anzuhalten, ihren wichtigsten Körperteil zu schützen. Bendicht Stauffer, per Mail Ich kann mir nicht vorstellen, dass es geschickt ist, Personen auf Mountainbikes im Gelände zu zeigen, die keinen Helm tragen. Eigentlich sollten doch auch schöne Frauen ihren Kopf schützen. Roy Broger, 5033 Buchs MM Nr. 36: «Seriöse Analyse», Interview mit Migros-Chef Herbert Bolliger.

Preise am Produkt sind ein Vorteil Herrn Bolligers Argumente kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Bei mir ist die Grenze des Wohlwollens aber dann erreicht, wenn für den

Konsumenten grosse Nachteile entstehen. Herbert Bolliger argumentiert, dass dem Konsumenten daheim im Internet die Preise ersichtlich seien. Viele ältere Menschen haben aber nicht unbedingt einen Computer. Ihre schwächste Argumentation finde ich jedoch, dass der Konsument alle für ihn wichtigen Daten am Regal ablesen kann. Muss ich mich in Zukunft auf den Boden legen, um die Etikette zu lesen, oder platzieren Sie von nun an alle Artikel auf Augenhöhe? Versöhnlich gestimmt hat mich einzig Ihre Aussage, wonach es dem Konsumenten möglich sei, eine Initiative zu lancieren. Bis so eine Initiative aber vors Volk kommt, können Jahre vergehen. Helmut Kiesalter, 8050 Zürich Schaffen Sie die Preisanschrift der einzelnen Produkte doch


leserbriefe | 9

ruhig ab. Wichtig ist, dass alle Produkte mit einem Kleber mit Strichcode ausgestattet sind. An den Regalen ist der Preis gut sichtbar angeschrieben. Und nun kommts: An den Regalen bei den Preisen gibt es irgendein kleines Behältnis mit Preisklebern. Der Kunde kann, wenn er es wünscht, jeden seiner Einkäufe mit dem Preis beschriften. So ist er in der Lage, die Preisübersicht zu behalten. Die Angestellen müssen also bei Preisänderungen lediglich die Preiskleber ersetzen. Charly Keiser, 6301 Zug Preisanschrift am Regal und nicht auf dem Produkt hat den einzigen Vorteil, dass der Detailhändler Kosten senken kann. Ich habe mich schon geärgert, als Coop diese Strategie aufgegleist hat. Wenn diese Strategie in «Vorteile für den Kunden» verpackt wird, ist das für mich nichts anderes als Schönrednerei. Christoph Schweizer, 6006 Luzern Ganz bewusst kaufe ich bei der Migros ein, weil sie die Produkte mit dem Preis anschreibt. Ihr Argument, dass man erst an der Kasse den Preis erfährt, stimmt gerade nicht, der Blick auf das Produkt im Gestell oder in der Hand gibt genaue Auskunft über den Preis. Die momentanen Rabatte sind ausserdem gut sichtbar kommuniziert. Wie wäre es, wenn die Migros weiterhin ganz bewusst diese kundenfreundliche Haltung beibehält? Tonie Kummer, 6314 Unterägeri MM Nr. 36: «Moderner Wohntraum», das Migros-Magazin verwandelt eine Wohnung in eine Wohlfühloase.

Genial und geschmackvoll

Unter dem Motto «Wohnung wandle dich» haben sie tolle

Ideen gezeigt, wie man die eigene Wohnung aufpeppen kann. Leider fehlt es oft an Ideen und Zeit, dies selber zu machen. Die gezeigten Veränderungen sind absolut genial und geschmackvoll. Kompliment! Antonella Colotti, 5406 Baden MM Nr. 36: «Datentransfer ist illegal», «Nachgefragt» bei Margrit Kessler, Präsidentin der Schweizerischen Patientenorganisation.

Datenschutz wird elegant geknackt

Frau Kessler setzt sich natürlich sehr für die Seite der Patienten ein. Ich teile ihre Meinung, dass die Krankenkasse weder Diagnose noch Testresultate oder Behandlungen zu sehen bekommen sollte. Ich arbeite seit 15 Jahren auf Notfallstationen und kenne die andere Seite. Oft kommen Patienten auf die Notfallstation mit Halsweh oder Schnupfen, Beschwerden, die ein Hausarzt oder eine Apotheke lösen könnte. Wenn Menschen damit in den Notfall kommen, fallen zusätzliche Taxen an. Das kostet mehr, und wir alle zahlen es mit den Krankenkassenprämien mit. M. C., Name der Redaktion bekannt Es ist befremdlich, dass Datenschützer wie auch Patientenorganisationen glauben, der Datenschutz im Gesundheitswesen funktioniere. Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes wird der Datenschutz elegant über die Wirtschaftlichkeitsprüfung geknackt. Spitäler und Ärzte werden verpflichtet, sämtliche Daten zu liefern. Der vertrauensärztliche Dienst ist vielfach nur Fassade. Krankenkassen werden ungenügend kontrolliert. Jeder Patient sollte das Recht haben, bei der Krankenkasse seine eigenen Daten

Der Leserbrief von Elisabeth Megnet aus Langenthal: Im Text lobt sie die Wanderbücher von Hannes Stricker.

einzuverlangen. Dann müsste er sich nicht mehr wundern, dass die Prämie der Zusatzversicherung in die Höhe schnellt. Mit der Einführung der diagnosebezogenen Abgeltung (DRG) ab 2012 wird alles nur noch verschlimmert. Prof. Dr. med. André Gächter, 9402 Mörschwil

dass sein Widerspruch im Patientendossier vermerkt wird.

Anmerkung der Redaktion: Die Schweizerische Patientenorganisation weist auf ihrer Website www.spo.ch darauf hin, dass der Patient sein eigenes Dossier jederzeit einsehen darf. Enthält das Dossier falsche Angaben, kann der Patient eine Änderung verlangen. Ist der Patient mit einer ärztlichen Wertung nicht einverstanden, kann er verlangen,

Wie habe ich mich, ab dem Beitrag über Herrn Hannes Stricker gefreut. Es ist schön, gibt es noch Schreiber, die sich die Mühe nehmen, solche Werke entstehen zu lassen, um anderen eine Freude zu machen. Als langjährige Kursleiterin weiss ich seine Arbeit zu schätzen. Elisabeth Megnet, 4900 Langenthal BE

MM Nr. 34 «Von Hand zu Fuss», Artikel über Hannes Stricker, der Wanderbücher schreibt und malt.

Werke, die anderen Freude machen

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder per Mail an redaktion@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


10 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

MOMOL!

NEINEI!

Zweifelhafte Kandidatin

Was Roland Nef bereits das Amt gekostet hat, könnte auch für die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin (44) zum Problem werden: Gegen sie läuft in ihrem Heimatstaat Alaska ein Untersuchungsverfahren des Parlaments. Der Verdacht: Amtsmissbrauch. Wie Bundesrat Samuel Schmid muss sich nun auch US-Präsidentschaftskandidat McCain gegen den Vorwurf wehren, er habe seine Stellvertreterin in spe nicht ausreichend geprüft.

Erfolgreiche Fahnderin

Die St. Galler Untersuchungsrichterin Ursula Brasey liess ein Internetforum für Pädophile auffliegen. Nutzer hatten auf der Website Tipps zum Anlocken von Mädchen und kinderpornografisches Material ausgetauscht. Brasey nutzte einen Tipp der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität. Nun wird in vier deutschsprachigen Ländern strafrechtlich ermittelt. Mehr als 600 Verdächtige kommen aus Deutschland, mindestens 13 aus der Schweiz.

HÄTTEN SIES GEWUSST?

Was ist Illetrismus? Rund 800 000 Schweizer und Schweizerinnen sind

funktionale Analphabeten oder Illetristen. Auf dieses Problem macht der Dachverband Lesen und Schreiben anlässlich des Weltalphabetisierungstags der Uno am 8. September aufmerksam. Im Gegensatz zu Analphabeten gehen Illetristen zur Schule und lernen Lesen und Schreiben in der Landessprache, die sie mündlich beherrschen. Sie können also einen Text lesen, erfassen aber den Sinn nicht. Dadurch sind sie zum Beispiel nicht in der Lage, ein Formular auszufüllen oder einen Beipackzettel zu verstehen.

ZAHLEN DER WOCHE

Tropengrün

10 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten der Erde leben im grössten Tropenwald der Welt, dem Amazonasgebiet. Dort sind 40 000 Pflanzenund über 5000 Tierarten zu Hause. Forscher entdecken noch heute laufend neue Arten. 70 Meter hoch werden die grössten Bäume in Tropenwäldern. Diese Baumriesen ragen aus dem übrigen Urwalddach hinaus und profitieren so vom vielen Sonnenlicht. 10 000 Millimeter Regen pro Quadratmeter fallen in den Tropenwäldern maximal im Jahr, gut sechsmal so viel wie durchschnittlich in der Schweiz. 7 000 000 Quadratkilometer Tropenwald sind schätzungsweise weltweit übrig geblieben. Dies sind nur knapp fünf Prozent der Landfläche der Erde. Vor 200 Jahren waren es noch doppelt so viel. Pro Jahr wird eine Fläche des Tropenwalds zerstört, die 3,5 Mal so gross ist wie die Schweiz.


scheinwerfer | 11 I NACHGEFRAGT Maya Mulle (56), Leiterin der Schweizerischen Fachstelle Elternmitwirkung, plädiert für Elternräte und feste Vereinbarungen zwischen Schule und Eltern.

Verantwortung ist beidseitig

BILD DER WOCHE

Protest Eine thailändische

Der 14. September, der Geburtstag des Tropenforschers Alexander Humboldt, ist Tag der Tropenwälder.

Demonstrantin brüllt vor Enttäuschung, als Premierminister Samak Sundaravej bekanntgibt, dass er nicht zurücktreten wird. Seit Monaten demonstrieren tausende von Oppositionellen gegen die Regierung, die sie für korrupt halten. Sie tragen die Königsfarbe Gelb, um ihre Loyalität gegenüber dem Königshaus auszudrücken. Für Touristen stellen die Demonstrationen im Regierungsviertel keine Gefahr dar. Behinderungen des Flugverkehrs sind aber nicht ausgeschlossen.

Bilder David Longstreath/AP/Keystone, Daniel Acker/Landov/Kestone, Reto Martin/St. Galler Tagblatt, Bildagentur-online, Zig Koch/WWF

Maya Mulle, der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver fordert ein Pflichtenheft für Eltern. Braucht es das?

Vorschriften sind einseitig und wirken arrogant. Aber wenn Lehrer und Eltern gemeinsam definieren, wie viel Schlaf, welchen Zmorge, was für eine Arbeitsumgebung ein Kind braucht, finde ich das hervorragend. Solche Vereinbarungen schaffen Verbindlichkeit. Die Verantwortungsbereiche beider Seiten werden klar geregelt. Die CVP fordert Geldbussen für Elternabend-Schwänzer. Engagieren sich Eltern zu wenig?

Überhaupt nicht. Mindestens zwei Drittel machen ihre Sache sehr gut. Wenn nicht, liegt das meist an Unwissen oder Unsicherheit. Daher ist es sinnvoll, Eltern für ihre Erziehungsverantwortung zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen. Wenn manche Schulen dafür obligatorische Themenabende einrichten, kann ich das gut verstehen. Natürlich muss der Elternabend dann auch konkrete Informationen liefern. Worüber sollten Eltern informiert werden?

Im Kindergarten: über unser Schulsystem, den Erziehungsstil und seinen Einfluss auf Lernleistung und Gesundheit der Kinder, über das Loslassen und die Erziehung zur Selbständigkeit. In der

Unterstufe: übers GrenzenSetzen und Freiraum-Geben und über die Neuen Medien. In der Oberstufe dann auch über die Pubertät. In den Medien war von «KampfEltern» die Rede. Mischen sich einige Eltern zu stark ein?

Ja, das gibt es. Vorsicht geboten ist zum Beispiel bei Gerüchten über einzelne Lehrpersonen. Wenn ein Schüler sich beschwert, sollte man auch die andere Seite anhören. Und bestimmte Bereiche wie pädagogische Konzepte und Lehrmittelauswahl sind eindeutig Sache der Schule. Auch diese Grenzen der elterlichen Kompetenz sollte man deshalb festlegen. Natürlich haben Eltern immer primär das Wohl des eigenen Kindes im Auge. Die Schule muss aber optimale Lernbedingungen für alle Schüler schaffen, nicht nur für einzelne Hochbegabte oder Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Was sollten Schulen gegenüber den Eltern leisten?

Zum Beispiel regelmässige Förderungsgespräche mit Schülern, Lehrern und Eltern und einen ständigen Informationsfluss. Wie kann man die Eltern am besten einbeziehen?

Elternräte und Elternforen haben sich bewährt. Viele Schulen wollen sie nicht mehr missen.

Interview Sonja Bonin


12 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Die grauen V채ter


reportage

SPÄTE VÄTER | 13

Früher trafen Fred Grob (60) die scheelen Blicke der Passanten härter, wenn er mit seiner Tochter Annina (3) unterwegs war. Heute nimmt er es gelassen.

Vom Alter her könnten sie die Grossväter ihrer eigenen Kinder sein. Fred Grob und Mario Pelli waren beide bereits über 50, als sie Papi wurden. Die Zahl später Väter in der Schweiz wächst. Im Gegensatz zur Akzeptanz in der Gesellschaft.


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reportage

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Fred Grob (60), Annina (3).

Situation gewöhnt. «Ja, mehr noch», grinst der Diener Gottes, «eigentlich mache ich mir fast schon einen Spass daraus zu beobachten, wie die Leute reagieren, wenn sie realisieren, dass ich nicht der Grossvater, sondern der Vater von Annina bin.» Das sei wohl auch das Gute daran, wenn man etwas älter und reifer sei. Das gebe einem eine gewisse Narrenfreiheit. So rutscht der 60-Jährige beispielsweise auch liebend gern mit Annina die Rutschbahn runter und schert sich keinen Deut darum, ob ihn jemand dabei beobachtet.

D

ie Frau, die ich heute besuche, ist wohl nicht viel älter als ich», sagt Fred Grob mit einem schelmischen Lachen und zeigt auf eine Seniorin, die sich an einer Gehhilfe langsam durch den Korridor des Altersheims schiebt. Grob selber läuft jugendlich beschwingt, an seiner Hand trippelt eifrig ein kleines Mädchen nebenher. Nicht etwa seine Enkelin, sondern sein lange ersehntes erstes Kind. «57 Jahre alt war ich, als Gott mir diesen Wunsch erfüllte», bekennt der Badener Seelsorger.

Dem Teufel Alkohol verfallen Er sei wohl in allem etwas ein Spätzünder, erzählt Grob. Als er mit 24 zum ersten Mal heiratete, hatte der damals in der Werbebranche Tätige nie an Nachwuchs gedacht. Die Welt wollte er erobern, das Leben geniessen, seine Freiheit – und – mit den Jahren immer öfter – den Alkohol. Nach einem Absturz begann Grob mit 37 Jahren sein «zweites Leben» und stellte sich in den Dienst Gottes. Im christlichen Umfeld lernte er auch seine zweite Frau kennen. 47 war er, als er seine Marianne heiratete. Von Anfang an träumte das Paar von einem Kind. Doch Frühling um Frühling zogen ins Land, und seine Frau wartete vergeblich darauf, dass sich ihr Bäuchlein rundete. Schwierig sei das für einen Mann, mit einer 20 Jahre jüngeren Frau verheiratet und nicht imstande zu sein, ihr ein Kind zu schenken: «Als Versager

SPÄTE VÄTER | 15

Nicht der Grossvater, nein, der Vater: Fred Grob mit seiner Tochter Annina, «ein Geschenk Gottes».

«Ich war in allem ein Spätzünder.» fühlte ich mich. Riesige Selbstzweifel nagten an mir.» Und das hätte ihn nur noch mehr blockiert. Doch dann, vor vier Jahren in den Ferien in der Südtürkei, wollte er es noch einmal wissen. «Herrgott», so habe er zu dem da oben gesagt, «zeig mir bitte, dass du zu mir stehst, und hilf mir, dieses Kind zu zeugen!» Neun Monate später strampelte sich ein gesundes Mädchen zur Welt, Annina.

Trotzdem war die erste Zeit mit Annina nicht immer nur golden, wie es der Seelsorger gerne gehabt hätte. Im ersten Halbjahr sei es nicht einfach gewesen, sich an die verstohlenen Blicke und halblauten Kommentare zu gewöhnen, erinnert sich Grob an eine Umwelt, die befremdet darauf reagierte, dass er in seinem Alter noch Vater geworden war. Mittlerweile aber habe er sich an diese

Ein Pakt mit dem lieben Gott Klar komme ihm manchmal der Gedanke «Was wäre, wenn meine Kraft nachlassen würde?». So wie kürzlich, als er Annina in die Luft hob und sich dabei einen Hexenschuss holte. Das wäre vor 20 Jahren nicht passiert. Doch sobald ein solcher Gedanke kommt, schiebt Fred Grob ihn zur Seite. Immer besser ist er fähig, negative Gedanken durch positive zu ersetzen. Tief in seinem Inneren sei er deshalb überzeugt davon, dass er alt werde und bis zuletzt klar im Kopf bleibe: «Weil ich eine Aufgabe habe und eine Vision, weil ich noch immer voller Lebensfreude bin und voller Neugier.» Und auch, weil er das mit dem da oben so abgemacht habe. Texte Silvana Ceschi Bilder Giorgio von Arb LESEN SIE WEITER AUF SEITE 16


16 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Mario Pelli (65), Pasquale (12).

B

is zur vierten Klasse war das Alter seines Vaters nie ein Thema für Pasquale. Doch dann, eines Tages auf dem Pausenhof, hatte ein Schulkollege schmunzelnd auf den damals 63jährigen Mario Pelli gezeigt und gefragt, ob das sein Grossvater sei. Pasquale war irritiert, fragte aber erst später zu Hause beim Essen nach, ob es denn stimme, dass sein Papi so alt sei wie ein Grossvater. Schlank und mit wenig grauen Haaren im hellbraunen Haupt sieht Pelli mitnichten wie ein Senior aus. Aber auch abgesehen von dieser Tatsache ist Pelli überzeugt, dass Pasquales Schulkollege nicht von sich aus auf den Grossvaterspruch gekommen ist: «Vor der Adoleszenz nehmen Kinder keine differenzierten Altersunterschiede wahr», erklärt der pensionierte Gymnasiallehrer. «Für die sind wir einfach alte Säcke», ergänzt er mit süffisantem Lächeln, «ganz egal, ob wir nun 30 sind oder aber 60.» Pelli ist deshalb überzeugt, dass der Schulkollege von Pasquale etwas nachplauderte, das er zu Hause gehört hatte, denn im kleinen Winterthur habe es natürlich schon Einige gegeben, die sich den Mund zerrissen, als der Gymnasiallehrer sich mit einer 20 Jahre jüngeren Frau einliess und 21 Jahre nach der Geburt seines Sohnes aus erster Ehe ein zweites Mal Vater wurde.

Antiautoritäre Erziehung — nein, danke Der grosse Altersunterschied hält Pelli auch davon ab, sich – wie das jüngere Eltern oft machen – auf eine Stufe mit den Kindern zu stellen: «Wer im gleichen Outfit wie seine Kinder auf Inlineskates mit ihnen um die Wette fährt, macht sich doch lächerlich. Kinder wollen keine Kumpels haben,

Während der Pubertät gibt es auch mal Streit zwischen Mario Pelli und Sohn Pasquale. «Ich muss zugeben, ich bin sehr viel weiter weg von der Welt eines Teenagers als ein Vierzigjähriger», sagt der Vater.

«Für Kinder sind wir alles alte Säcke.» sondern Eltern.» Pelli gibt deshalb auch unumwunden zu, dass er heute bestimmter sei als damals bei seinem ersten Sohn. «Ich habe immer weniger Lust, mich auf langweilige Erklärungen einzulassen, die zu keinem Ende führen und letztlich doch nur Machtkämpfe sind.» Als Post-68er-Lehrer habe er zur Genüge erfahren, dass antiautoritäre Erziehung problematisch sein kann. Der «Grossvater-Vorfall» liegt zwei Jahre zurück. Stört es den 12-jährigen Pasquale heute mehr als früher, einen Vater zu haben, der so alt ist? Pasquale schüttelt den Kopf. Und wie haben seine

Schulkollegen darauf reagiert, dass sein Vater vor Kurzem pensioniert wurde? Pasquale zögert. Er habe es nur seinem besten Freund erzählt. Und der habe so getan, als ob ihn das nicht interessieren würde. «Logisch», kommentiert Pasquale, «der konnte mich nicht auslachen, weil er schliesslich mein Freund ist.» Trotzdem beschäftigte Pasquales Freund das Thema offensichtlich mehr, als er bereit war zuzugeben. Ein paar Tage später wusste die ganze Klasse Bescheid. Dass sein Vater seit der Pensionierung Hausmann ist, derweil seine Mutter arbeitet, findet Pas-

quale hingegen völlig normal. Das sei glücklicherweise auch an anderen Orten der Fall, bestätigt Vater Mario Pelli. Im Alter nochmals Vater zu werden erhält jung. «Ich muss mich mit Themen auseinandersetzen», resümiert Mario Pelli, «die anderen in meinem Alter völlig fremd sind. All diese Bandnamen beispielsweise oder die ständig neuen Computerspiele.» Trotzdem empfindet er die Pubertät seines Sohnes als anstrengend: «Ich kann es nicht leugnen, ich bin sehr viel weiter weg von der Welt eines Teenagers als ein Vierzigjähriger. Und das gibt Reibungsflächen!»

www.migrosmagazin.ch Von Charlie Chaplin bis zum eigenen Nachbarn: Sind alte Väter einfach grosse Egoisten?


reportage

SPÄTE VÄTER | 17

DAS SAGT DER EXPERTE

«Es ist kein Egotrip, sondern Selbstverwirklichung» «Mit über 50 Jahren nochmals Vater werden: ein Geschenk des Himmels oder ein Egotrip alter Männer auf Kosten der Kinder? Der Altersforscher François Höpflinger sieht sowohl Vor- als auch Nachteile. Alte Väter schauen oft erstaunlich jung aus. Ist es der Nachwuchs, der jung erhält? Oder wird ein älterer Mann nochmals Vater, weil er eben jung ausschaut? Es handelt sich um einen wechselseitigen Prozess: Zum einen haben Männer, die biologisch gut erhalten sind, die grösseren Chancen, nochmals Vater zu werden. Zum anderen findet auch eine soziokulturelle Verjüngung statt. Wenn ein Mann über 50 mit seinem Nachwuchs die Kinderspielplätze ausprobiert, bleibt er geistig und emotional jünger als seine Kollegen, die das Seniorenprogramm studieren. Das späte Kind als Egotrip des alternden Mannes, der sich nochmals jung fühlen will? Der Kinderwunsch kommt selten vom älteren Mann aus, als vielmehr

von dessen jüngerer Partnerin. Für den Mann ist es dann aber sicher eine grosse Bereicherung, nochmals eine Chance zu haben. Viel zu lange war er materialistisch interessiert und lebte an wichtigen Werten vorbei. Nun, wo die Karriere gemacht und die Statussymbole erworben sind, realisiert er vielleicht, dass er von seinem Kind aus der ersten Ehe kaum etwas gehabt hat. Oder falls er zum ersten Mal Vater wird, merkt er, dass zum wirklichen Glück bis anhin etwas gefehlt hat. Ich würde hier aber nicht von Egotrip sprechen, sondern von Selbstverwirklichung. Eine späte Erkenntnis, die offenbar immer mehr Männer haben. Die Zahl der Männer, die mit über 50 noch oder nochmals Vater werden, hat sich in den letzten 25 Jahren verdreifacht. Mit der zunehmenden Scheidungshäufigkeit steigt auch die Zahl der Männer, die mit 50 ein zweites Mal heiraten und im Alter nochmals Vater werden. Man muss aber ganz klar sehen, dass es sich hier nicht um ein Massenphänomen handelt, sondern immer noch das Privileg des akademisch gebildeten und gut verdienenden Mannes ist, der durch

seinen Status überhaupt imstande ist, eine Beziehung zu einer sehr viel jüngeren Frau einzugehen.

anderen Väter, denn sie wollen um jeden Preis gleich sein wie alle anderen.

Was halten Sie davon? Rein biografisch gesehen, wäre die späte Vaterschaft eigentlich sehr positiv für das Kind, da bei jungen Eltern die ersten Jahre des Erwerbslebens ja meistens die härtesten Lebensjahre sind. Biologisch gesehen aber sieht es schon anders aus. Wegen der schlechteren Spermaqualität des über 50-Jährigen ist das Risiko, dass ein von ihm gezeugtes Kind einen genetischen Defekt hat, doppelt so gross wie bei einem 25-Jährigen.

Und wie reagieren die Kinder aus der ersten Familie, wenn ihr Vater plötzlich nochmals Vater wird? Hier liegt meiner Erfahrung nach die grösste Schwierigkeit der späten Vaterschaft. Da es sich sehr oft um Zweitfamilien handelt, kann es zu riesigen Dramen mit den Erstfamilien kommen. Halbgeschwister, die so alt sind wie die Mutter des kleinen Nachzüglers, reagieren eifersüchtig, weil dieser all die Zeit und Liebe erhält, die man sich als Kind selber gewünscht hätte. Oder aber die zweite Ehefrau will nicht, dass der Vater auch mit seiner ersten Familie Zeit verbringt, und es kommt zum Bruch mit dieser. Aber auch hier gilt: Wenn es möglich ist, dass alle Beteiligten gute Beziehungen untereinander pflegen, muss grundsätzlich niemand unter der zweiten und späten Vaterschaft leiden.

Und wie ist es für das Kind, einen alten Vater zu haben? Die späte Vaterschaft kann für das Kind unter Umständen sehr positiv sein, weil ein alter Vater ihm eher eine materiell gesicherte Zukunft bieten kann und ausserdem auch emotional reifer ist und mehr Zeit und Verständnis für sein Kind hat. Welches sind die Nachteile? Vor allem in der Pubertät schämen sich viele Jugendliche, einen Vater zu haben, der älter ist als die

Buch: «Späte Väter — Nachwuchs in der zweiten Lebenshälfte — 18 Porträts», Philipp Dreyer, Werd Verlag, 136 Seiten, Fr. 38.50, erscheint Mitte September.

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18 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Distanz schaffen: Rastet ein ertappter Falschparker aus, tritt Doris Weber erst einmal einen Schritt zurück, um die Situation zu entschärfen (gestellte Szene).

«Schlampe gilt meiner Uniform, nicht mir» D

Name: Doris Weber (53). Beruf: Beamtin im polizeilichen Assistenzdienst der Stadt Zürich, kontrolliert unter anderem parkierte Autos, regelt den Verkehr.

ie kräftige Frau mit den grauen Haaren weiss genau, wo der Anstand aufhört. «Die Grenze liegt bei 200 Franken», erklärt Doris Weber. «Ist eine Busse höher, so

rasten ertappte Verkehrssünder oftmals aus.» Dann werden der Beamtin Schimpfworte entgegengeschleudert, die häufig unter die Gürtellinie zielen. Die Beleidigung «Schlampe» ist besonders beliebt. Die Zürcherin wirkt ruhig und mütterlich. Sie erzählt in einem so entspannten Tonfall, als seien die Ausfälligkeiten gar nicht gegen sie, sondern gegen eine


reportage

GEWALT | 19

n e i e l e Pöb

am Laufmeter Schimpfworte, Drohungen oder gar Schläge: Frauen in Uniform sind oft Zielscheibe für Aggressionen. Drei Betroffene erzählen, wie sie mit den Attacken umgehen.

erfundene Figur in einem Film gerichtet. «Unter den Leuten, die ausflippen, sind Büezer und Manager. Das Auto kann ein ramponierter Fiat Panda oder ein fabrikneuer S-Klasse-Mercedes sein.» Doris Weber fühlt sich von den Beleidigungen nicht getroffen: «Die gelten nicht mir, sondern meiner Uniform.» Am Abend hängt sie diese Uniform auf ihrer Wache beim Zürcher

Schaffhauserplatz in einen grauen Blechschrank. Sie bespricht mit dem Wachtchef die Vorfälle des Tages. «Das ist wie eine seelische Dusche. Danach kann ich meist beruhigt heimgehen.» Die Frau hat viel Erfahrung darin, brenzlige Situationen zu entschärfen. Sie berichtet von einer Szene, die sie gerade erlebt hat: Ein Falschparkierer kam hinzu, als sie den Bussenzettel aus-

füllte. Die Stirnadern des Mannes schwollen an. Er erinnerte an einen Dampfkochtopf mit verstopftem Ventil. Er trat ganz nahe an die Beamtin heran und erklärte mühsam beherrscht, er habe die Parkzeit wegen eines wichtigen Telefongesprächs nur wenige Minuten überzogen. «Ich machte erst mal einen Schritt zurück, liess ihn reden», sagt Doris Weber. «Dann erklärte ich ihm, dass

mit dem Bezahlen der Busse die Sache erledigt sei, dass er keinen Eintrag ins Strafregister befürchten müsse. Der Mann wurde ruhiger, seine Wut kühlte ab.» Am Gürtel der Beamtin hängt zwar ein Pfefferspray. Aber meist reichen ihre Argumente, um einen Wüterich zu bremsen. LESEN SIE WEITER AUF SEITE 20


20 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

«Er brach mir die Name: Livia Hertler (52). Beruf: ehemalige S-BahnZugchefin, heute Buchautorin und Ladenbesitzerin.

D

Gründlich: Petra Z. durchsucht eine Zuschauerin vor einem Fussballmatch in Wohlen AG, findet hier aber nur einen Fächer.

«Fans drohten mit Vergewaltigung» Name: Petra Z. (24). Beruf: Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma Protectas, steht als Wächterin in Juweliergeschäften, hilft bei Fussballspielen Ausschreitungen zu verhindern.

D

iesmal bleibt alles ruhig. Die Grasshoppers spielen in Wohlen AG gegen den albanischen FC Besa Kavaja. Zusammen mit anderen Protectas-Mitarbeitern steht Petra Z. (Name der Redaktion bekannt) in ihrer zementgrauen Uniform vor dem Eingang des Stadions, wo die Fans eine lange Schlange bilden. Ab und zu greift sich die gross gewachsene Sicherheitsfrau eine Zuschauerin heraus, tastet sie gründlich von Kopf bis Fuss ab. Kaum ein Murren ist zu hören. «Sonst drohen mir Hooligans manchmal mit Massenvergewaltigung und Aufschlitzen, wenn ich ihre Freundinnen durchsuche», erzählt Petra Z. «Es hagelt ekelhafteste Beleidigungen, die sich gar nicht zitieren lassen.» Wenn die Protectas-Mitarbeiterin Fans zur Durchsuchung auswählt,

lässt sie sich nicht von Klischees, sondern von weiblicher Intuition leiten. «Es sind nicht immer die bulligen, pöbelnden Frauen, die Waffen schmuggeln. Ich hatte es schon mit zierlichen Girls zu tun, die in einem ausgehöhlten Schuhabsatz ein Springmesser versteckten. Manche Mädchen basteln sich mit Haarspray und Feuerzeug sogar einen Mini-Flammenwerfer.» Besonders gefürchtet sind die Leuchtpetarden, die beim Abbrennen über tausend Grad heiss werden. «Stellen Sie sich vor, eine solche Fackel würde ein Kind treffen. Ich ertrage gern eine Lawine aus Beleidigungen, wenn ich dafür eine solche Tragödie verhindern kann.» Schon als Kind war Petra Z. ein Schutzengel. Auf dem Pausenplatz stellte sich das sportliche Mädchen vor kleine Knirpse, die sonst ständig herumgeschubst wurden. «Die schwachen Buben haben zwar immer protestiert, weil sie keine Hilfe von einem Mädchen wollten. Aber mir war das völlig egal.»

er Satz klingt völlig harmlos: «Alle Billette, bitte!» Doch Livia Hertler hat erlebt, welche Wut die simple Aufforderung auslösen kann. Fünf Jahre lang war sie Zugchefin auf S-Bahnen im Grossraum Zürich. Auf diesen Job hatte sich die kleine, energisch wirkende Frau eigentlich gefreut. Sie tapezierte ihre Wohnung mit Streckenplänen, konnte am Ende zahllose Stationen in der richtigen Reihenfolge herunterbeten. Die Freude verflog jäh, als Livia Hertler zum ersten Mal ein junges Pärchen mit ZweiteKlasse-Tickets aus einem Abteil der Ersten Klasse wegschickte. Der Mann rempelte die Zug-

chefin beiseite und schimpfte lautstark: «Sie alte Frau gehören zu Hause an den Herd, statt hier jungen Leuten den Job wegzunehmen.»

Spiessrutenlauf in der S-Bahn Vor allem nachts wurde der Kontrollgang durch den Zug für Livia Hertler zum Spiessrutenlauf. Schwarzfahrer titulierten sie als «dumme Sau» und «dreckige Hure». Selbst eine Dame im Pelzmantel unterstellte ihr «sexuelle Frustration», weil die SBB-Mitarbeiterin auf einem gültigen Fahrschein beharrte. «Ich hatte früher ganz allein vier Unterkünfte mit 52 afrikanischen Asylbewerbern geleitet», erinnert sich Livia Hertler. «Diese Arbeit galt als schwierig. Doch nie ist mir einer der Afrikaner mit der Respektlosigkeit begegnet, die ich in der S-Bahn

Hielt Schimpfworte und Gewalt nicht mehr aus: Livia Hertler kündigte als Zugchefin und schrieb ein Buch über ihre Horrorerlebnisse.


Reportage

Rippen» erleben musste.» Eine Lösung für das Problem weiss die Ex-Chefin auch fünf Jahre später nicht. Rund zweihundert Bahnpolizisten sorgen auf dem ganzen SBB-Streckennetz für Sicherheit. Nach einem Grossanlass sind allein auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes mehrere Dutzend Ordnungshüter im Einsatz. «Die Bahnpolizisten sind bei einem Notfall schnell zur Stelle», sagt Livia Hertler. «Aber sie können nicht wegen jedem Schimpfwort ausrücken. Und wir können doch nicht Heerscharen von Polizisten in den Zügen postieren.»

Prügelattacke auf dem Perron Endgültig zum Albtraum wurde Livia Hertlers Job an einem eisigen Januarabend. Sie trank im Zürcher Hauptbahnhof an einem Stehtisch eines Lokals einen Kaffee. Als eine Fixerin in der Nähe ohnmächtig wurde, wollte die Zugbegleiterin helfen. Die leichenblasse Frau rappelte sich auf und begann die Uniformträgerin zu beschimpfen. Ein kräftiger Mann mischte sich ein, schlug plötzlich mit einem Barhocker auf Livia Hertler ein. «Ich flog wie ein Spielball über einen Tisch und brach mir mehrere Rippen.» Der genaue Hergang des Angriffs ist umstritten. Ein Rechtsstreit dauert noch an. Fest steht, dass Livia Hertler genug hatte. Sie kündigte, schrieb später ihre Leidensgeschichte auf und brachte sie als Buch heraus. Der Bericht endet mit den Worten: «Ich werde nie mehr als Zugchefin arbeiten. Und dieses Buch hat kein Happy End». Texte Michael West Bilder Renate Wernli

Buch: «Alle Billette bitte!», Livia Hertler, Verlag dpunkto, 2008.

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GEWALT | 21

DAS SAGT DER EXPERTE Bertold Meyer (31), Sozialpsychologe an der Uni Zürich, beschäftigt sich speziell mit Geschlechterrollen am Arbeitsplatz. Warum werden uniformierte Frauen immer wieder angepöbelt, Bertold Meyer? Die Uniform war früher ein Autoritätssymbol, das Männern vorbehalten war. Wenn heute auch Frauen Uniformen tragen, ist das eine Herausforderung für Männer mit traditionellem Geschlechterrollenverständnis — also für Machos und Patriarchen. Sie fühlen sich gedemütigt, wenn sie von einer Frau gebüsst werden. Darauf reagieren sie aggressiv. Weshalb fallen in solchen Situationen so oft sexuell eingefärbte Schimpfwörter wie «Schlampe»? Das ist eine ganz primitive Methode, um die alten Machtverhältnisse wiederherzustellen: Der Mann unterwirft die Frau sexuell, macht sie zur «Hure» — mindestens mit Worten.

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Werden uniformierte Frauen eher respektiert, wenn sie besonders männlich auftreten? Nein, das bringt nichts. Der aggressive Mann würde dann eine neue Angriffsfläche suchen und die Frau zum Beispiel als «Mannweib» beschimpfen. Wie können sich Uniformträgerinnen denn sonst schützen? Die einzige Chance bieten Strategien zur Deeskalation. Die Frau tritt zum Beispiel zurück, schafft körperliche Distanz, verweist auf Regeln und Gesetze. Die ganze Situation muss auf eine unpersönliche Ebene gehoben werden. Wichtig ist auch, dass die Frau heikle Situationen rückblickend mit Vorgesetzten analysieren kann.

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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Grenzfälle

Bilder Siggi Bucher, Bänz Friedli

Bänz Friedli (43) lebt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich.

Crocs sind überall. Sogar am Eidgenössischen Scheller- und Trychlertreffen in der Innerschweiz erspähte Leserin Zischga die Plastikschuhe voriges Wochenende: «Da schwang doch am Festumzug einer in der vordersten Reihe inmitten von Glocken und Hirtenhemden seine Schelle in grünen Crocs», berichtet sie halb entrüstet, halb amüsiert. Ihre eigene Familie sei noch Crocs-frei, schreibt Zischga, sie habe dem Drängen ihrer Tochter noch nicht nachgegeben und fragt, ob man in den Dingern eigentlich nicht furchtbar schwitze? Nein!, kann ich nur sagen. In genagelten Älplerschuhen hätte besagter Scheller bestimmt mehr geschwitzt, denn die Crocs sind ja löchrig, der Fuss ist dadurch wunderbar belüftet. Aber genug jetzt! Ehe ich Konvertit – vormals Crocshasser, jetzt begeisterter -träger – hier zu missionieren beginne … Sonst gefährde ich ernsthaft die Freundschaft zu Peter, der in New York stets meinen Podcast hört und letzten Montag bestürzt mailte: «Crocs??! Spinnst du? Schlimmer wären nur Birkenstöcke.» Birkenstöcke? Peter weiss nicht, dass ich die in den eigenen vier Wänden seit 1989 trage … Zu seiner Beruhigung aber dies: Wenigstens prangt auf meinen olivefarbenen Crocs noch kein Ansteckzeugs. Die Blümlein, Herzlein und Piratentotenköpfchen zur Verzierung der Gummischlarpen überlasse ich den Kindern. Für Hans haben wir in den Ferien sogar Thomas die Lokomotive gefunden, Frühenglisch: Thomas the Tank Engine. Zugegeben, von Thomas & Friends bin ich selber so Fan, dieses Abzeichen hätt ich am liebsten an meine Anzeige

kolumne | 23

Crocs gesteckt. Aber allzu infantil sollten sich Eltern dann doch nicht gebärden. Ich kann froh sein, dass es mir nicht erging wie Leserin Silvia, der die Töchter den Kauf strikt untersagten. Anna Luna findet meine Crocs nicht peinlich. Was etwas heissen will, schliesslich ist sie seit drei Wochen offiziell ein Teenie, und ab diesem Alter sind einem Väter im Grunde doch immer peinlich. Freund Reto zum Beispiel erntete von seiner Tochter einen Zusammenschiss, weil er, 41-jährig, zum Besuchstag in modischen Hip-Hop-Klamotten erschien – alle anderen Papis in Schale. «So piinlech!» Nie mehr solle er sich in ihrer Schule ohne Krawatte zeigen, schimpfte die Kleine. Reto war zu cool. Papa Obama dagegen ist seinem Töchterchen zu steif. Daheim in Chicago begrüsste er eine ihrer Schulkolleginnen, ganz Wahlkämpfer, so umständlich, dass Tochter Malia hernach befand: «Daddy ist peinlich! Man schüttelt die Hand von Kindern nicht so sehr, man winkt nur oder sagt Hallo.» Eine Gratwanderung. Gibt Papi sich allzu jugendlich, wirkts anbiedernd – führt er sich hingegen allzu gepflegt auf, findens die Kinder dann wieder stier. Nur ist vermutlich genau dies nötig:

«Väter sind im Grunde immer peinlich.» dass sie sich abgrenzen können von uns langweiligen Alten. Deshalb strenge ich mich an, «Stell mal deinen Krach leiser!» zu rufen, und verschweige unserer Zehnjährigen, dass ich die Amirocker Linkin Park ganz okay finde, die bei ihr jetzt dauernd laufen. Kinder müssen gewisse Dinge doch für sich allein haben – und die Eltern gehören ans Konzert der alten Tante Madonna. Doch womit kommt Anna Luna anderntags in mein Zimmer? Mit ihrer Linkin-Park-CD. «Hör dir das mal an, Vati. Könnte dir auch gefallen!»


24 | Migros-Magazin 37,

8. September 2008

Bruno Ziauddin, überall spricht man über Ihr «Gummihals»-Buch. Ein Bombenerfolg?

Da dies mein erstes Buch ist, weiss ich nicht, ab wann man von einem Bombenerfolg spricht. Bis jetzt wurden rund 14 000 Stück verkauft, bald erscheint die vierte Auflage. Das ist wohl ganz gut. «Wohl ganz gut …» das ist jetzt typisch schweizerische Tiefstapelei, wie Sie sie auch in Ihrem Buch beschreiben. Gemäss einer Ihrer Thesen im Buch hätte ein Deutscher den Erfolg seiner Erstauflage mit viel Stolz und markigen Worten kommentiert.

Stimmt, wir sind ein eher zurückhaltendes Volk. Wobei dieses übertrieben Bescheidene auch eine Masche von uns ist, eine besondere Art der Koketterie und des Flirtens, mit der wir aufmunterndes Lob unseres Gegenübers einheimsen wollen. Mit Deutschen funktioniert dieser Understatement-Trick aber nicht. Ein schönes Beispiel ist die erste Interviewanfrage, die ich aufgrund meines Buchs von einer deutschen Fernsehstation bekommen habe. Mit typisch schweizerischer Bescheidenheit habe ich geantwortet, ich wisse nicht, wie telegen und ob ich wirklich kompetent sei. Mit dieser Aussage konnten die deutschen Fernsehleute nun aber gar nichts anfangen. Sie waren total verblüfft, «aha, der kann das nicht», und haben mich dann tatsächlich nicht interviewt. Da können wir durchaus von den Deutschen lernen: Die stehen hin und sagen: «Klar, ich kann das.» Wenn deutsche Medien etwas von mir wollen, mache ich das mittlerweile auch selber so. «Grüezi Gummihälse» heisst Ihr Buch. Was haben die Deutschen mit Gummihälsen zu tun? Und was, bitte, ist überhaupt ein Gummihals?

Bei den Recherchen zu meinem Buch haben mir Pflegeangestellte in Spitälern erzählt, die deutschen Assistenzärzte würden als Gummihälse betitelt, weil sie so autoritätsgläubig seien und immer eifrig mit dem Kopf nickten, wenn der Chefarzt etwas sagt – als hätten sie einen Hals aus Gummi.

«Als hätten sie einen Hals aus Gummi»

215 000 Deutsche leben und nerven in der Schweiz. Wenn sie «Grützi» schnarren und alles hier putzig finden, «kann sich das für uns anfühlen wie der feuchte Kuss einer Tante», schreibt Bruno Ziauddin in seinem Buch. «Grüezi Gummihälse» — ein humoristischer Blick auf teutonische Gastarbeiter. Buchautor Ziauddin: «Wir lassen uns von Deutschen viel zu schnell beeindrucken. Nur weil sie in der Regel schneller

In Ihrem Buch spielen Schweizer Spitäler sowieso eine ziemlich wichtige Rolle.

In unserem Gesundheitswesen arbeiten halt viele Deutsche. Das Hierarchiedenken deutscher Ärzte ist ausgeprägter. Und manchmal kommunizieren sie, zumindest wenn sie neu im Land sind,

in einem Ton, der für Schweizer Ohren schroff ist. Das hat einen historischen Hintergrund: In Preussen war das Gesundheitswesen stark militarisiert. So war eines der wichtigsten Krankenhäuser, die Berliner Charité, der Armee angegliedert. Kasernenton und Kommandostruktur haben

an einigen deutschen Spitälern anscheinend bis heute überlebt. Hierzulande kommt diese Art nicht sehr gut an. Schweizer mit deutschen Vorgesetzten haben mir gegenüber teilweise mit grossen Emotionen über die täglichen kleinen Kulturkämpfe berichtet.


interview

BRUNO ZIAUDDIN | 25

Experte für Deutsche in der Schweiz Der Zürcher Bruno Ziauddin (42) ist Autor der «Weltwoche» und freier Mitarbeiter des Magazins der Süddeutschen Zeitung. Er hat folgende Rechnung angestellt: China hat 16-mal mehr Einwohner als Deutschland. Deutschland hat 16-mal mehr Einwohner als der deutschsprachige Teil der Schweiz. Die Deutschen sollen sich also einmal vorstellen, ihr Land würde an China grenzen und jedes Jahr kämen eine halbe Million Chinesen nach Deutschland, die sich über die lokalen Gebräuche lustig machten. Na? Bruno Ziauddin: «Grüezi Gummihälse», Rowohlt Taschenbuch, Fr. 16.80.

Chef geben. Einer hat gemeint, wenn man Deutschen gegenüber zu kollegial auftrete und ihnen beispielsweise rasch das Du anbiete, tanzten sie einem auf der Nase rum. Welches sind die grössten Fehler, die wir Schweizer mit deutschen Einwanderern machen?

und gewandter sprechen, lassen wir uns einschüchtern.»

Und wie ist es umgekehrt: Ein Schweizer Chef mit deutschen Untergebenen?

Von Schweizer Vorgesetzten habe ich einige Male zu hören bekommen, man müsse deutsche Mitarbeiter strenger führen, müsse die Hierarchie klarer herausstreichen und auch mal den knallharten

«Deutsche haben genau so komische Wörter wie Schweizer.»

schiede zwischen den beiden Ländern gibt. Was wir gar nicht mögen: Wenn uns ein Deutscher nicht ernst nimmt und unser Land als Ländli, als Heidiland, als niedliche Puppenstube betrachtet. In der Schweiz lebt es sich zwar komfortabler als anderswo. Aber auch hier besteht das Leben aus ganz normalen alltäglichen Freuden und Dramen. Sie schreiben nur über Deutsche. Dabei sind die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen sehr gross.

Das hat was. Selbstironie und ein gewisses Understatement waren in der DDR wohl verbreiteter als in Westdeutschland. Es ist kein Zufall, dass in meinem Buch der ostdeutsche Theaterregisseur Michael Schindhelm zu Wort kommt. Er sagt: Der arrogante Deutsche, das sei für ihn als Ossi immer der Wessi gewesen. Als er dann in Basel gearbeitet habe, sei plötzlich er in diese Rolle gedrängt worden. Was eigenartig ist: Wir nerven uns über die Deutschen, mögen aber die Österreicher sehr, obwohl deren Sprache und Kultur der deutschen doch sehr ähnlich ist.

Wir lassen uns von Deutschen viel zu schnell beeindrucken; wir haben da schon fast einen Minderwertigkeitskomplex. Weil Deutsche in der Regel schneller und gewandter sprechen, lassen wir uns einschüchtern. Statt dagegenzuhalten, machen wir die Faust im Sack. Und wir regen uns auf, wenn Deutsche unseren Dialekt als niedlich und putzig bezeichnen. Dabei kann man den Spiess durchaus umdrehen, denn die Deutschen haben genauso komische Wörter. Was bei uns das Necessaire ist, heisst in Deutschland Kulturbeutel – darüber kann man sich genauso lustig machen.

Das liegt wohl daran, dass wir die Österreicher kaum kennen. Wir haben nicht viel mit ihnen zu tun, wir sind im Fussball gleich schlecht wie sie. Wer wenig miteinander zu tun hat, kann sich auch nicht herausgefordert oder provoziert fühlen. Dagegen haben wir täglich mit deutschen Medien und deutscher Kultur zu tun. Wir orientieren uns viel stärker an unserem grossen Bruder im Norden und reagieren folglich emotionaler auf ihn.

Und welches sind die grössten Fehler, die deutsche Einwanderer bei uns machen?

Ich könnte mir vorstellen, dass vor allem jüngere Schweizer, die viel mit Deutschen zu tun haben, besser und lockerer mit dem Hochdeutschen umzugehen lernen. Und wer sich als Schweizer

Anfänglich meinen viele, in der Schweiz sei alles gleich wie in Deutschland. Sie betrachten uns als südliches Bundesland und verkennen, dass es, vor allem in der Alltagskultur, erhebliche Unter-

215 000 Deutsche leben, arbeiten und reden mittlerweile in der Schweiz. Wie verändert das uns Schweizer?

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Kos (HM/ K/ KGS/ LAGAEG)

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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

BRUNO ZIAUDDIN | 27

G «Die Deutschen wollen immer gewinnen.» gewandter auf Hochdeutsch ausdrücken kann, verliert vielleicht seinen Sprachkomplex, was wiederum zu einer Entkrampfung den Deutschen gegenüber führt. Ein Thema in Ihrem Buch: Der Deutsche, der immer siegen, immer gewinnen, immer Erster sein will. Wir Schweizer hingegen haben an der Euro 08 wieder einmal eindrücklich bewiesen, welch gute Verlierer wir sind.

Die Humorlosigkeit des Gewinnenwollens scheint in Deutschland in der Tat ausgeprägt zu sein. Ein Schweizer, der in Berlin lebt, hat mir von einer Kissenschlacht im Freundeskreis erzählt, die beinahe in eine Schlägerei ausgeartet ist, weil alle «gewinnen» wollten. Da ticken wir Schweizer wohl tatsächlich anders. Wir sind harmoniebedürftiger, vorsichtiger, gelassener. Gut möglich, dass uns solche Eigenschaften daran hindern, erfolgreich Fussball zu spielen. Welche Reaktionen haben Sie auf Ihr Buch bekommen?

Von meinem deutschen Verlag erhielt ich den Auftrag, ein humorvolles, satirisches Buch zu schreiben – und die Leserschaft hat das zum Glück gemerkt. Beim Start des Buchs hatte ich schon ein wenig Angst, in die Chauvinisten- oder gar Rassistenecke gestellt zu werden. Bisher bekam ich aber nur ganz wenige Zuschriften, in denen mir «Deutschenhass» vorgeworfen wurde – und die kamen teilweise erst noch von Schweizern. Keine Hassmails von Deutschen?

Richtig wütend auf mich war nur einer. Dazu zwei, drei eingeschnappte Mails. Alles in allem: harmlos. Ich war ja auch sehr gespannt, wie deutsche Medien auf mein Werk reagieren würden. Ich

Ziauddin: «Wenn Deutsche etwas falsch machen, dann gründlich. Kein Volk trägt so hässliche Brillen.»

sah im Geiste bereits die «Bild»Schlagzeile vor mir: «Stoppt diesen Mann». In Deutschland musste ich gut zwei Dutzend Interviews geben. Am Anfang dachte ich jedes Mal: Jetzt wirst du so richtig in die Pfanne gehauen. Weit gefehlt: Nahezu alle Journalisten fanden das Buch witzig. Und sie erkannten die Selbstironie und das Versöhnliche, das neben den Sticheleien darin enthalten ist. Das hat mich positiv überrascht. Wie reagiert denn der deutsche Durchschnittsleser?

Da sind die Reaktionen gemischter. Eine junge Berlinerin schrieb mir, sie ziehe bald in die Schweiz, habe mein Buch mit einem Augenzwinkern von ihrer Oma geschenkt bekommen und finde es total lustig. Aber natürlich bekam ich auch ein paar negative Reaktionen. Am empfindlichsten reagieren Deutsche, die noch nicht lange in der Schweiz leben. Bei den Schweizern ist es am ehesten der Typ «politisch korrekter Humorpolizist», der mein Buch kritisiert. Geben Sie zum Schluss einem deutschen Einwanderungswilligen doch noch drei Tipps: «Wie ich

mich als Deutscher in der Schweiz richtig verhalte.»

Erstens: Die richtige Mischung finden zwischen sich anpassen und sich selber bleiben. Man soll sich nicht verbiegen oder gar verleugnen und nicht am zweiten Tag schon «Grützi» sagen. Zweitens: Die Schweizer und ihre Eigenheiten ernst nehmen, akzeptieren, dass man in einem fremden Land ist. Man kann uns loben und kritisieren, aber man darf keinesfalls ständig maulen: «In Deutschland machen wir das aber anders.» Und drittens: Geduld, Geduld, Geduld. Man kann nicht erwarten, dass man nach einem Monat schon zig Schweizer Freunde hat. Das funktioniert auch anderswo nicht. Solche ungeduldigen «Jetzt-ladet-michendlich-zu-euch-nach-Hause-ein»Deutschen haben die gleiche Ausstrahlung wie männliche Singles, die in einer Bar hocken, und seit drei Jahren bei keiner Frau mehr gelandet sind. Mein Lieblingssatz im Buch: «Ein Deutscher, der lauthals verkündet, wie gern er die Schweiz mag, das kann sich für uns schon mal anfühlen wie der feuchte Kuss einer Tante.» War Ihre Tante denn sooo schlimm?

«Deutsche sollten die Schweizer ernst nehmen.» Es war nicht wirklich eine Tante sondern eine Freundin meiner Mutter. Eigentlich habe ich fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran zurückdenke. Denn sie war immer so nett zu mir – aber auf ihrem Schoss zu sitzen und abgeschmatzt zu werden, war für mich als Bub einfach grauenvoll. Aber die Küsserin war nicht etwa Deutsche? Und der eigentliche Grund, warum Sie sich Jahrzehnte später mit diesem Buch rächen?

Nein, sie war Baslerin.

Interview Marcel Huwyler Bilder Florian Nidecker

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m-aktuell

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

| 29

Nachrichten aus der MIGROS

In der ganzen Schweiz zu sehen: Die 11-jährige Läuferin Jasmin Fahrni ist auf den XXL-Werbeplakaten für das Migros-Sprint-Finale abgebildet.

Tempo Teufel auf der Laufbahn

Beim Finale des Migros Sprints messen sich die schnellsten Kinder und Jugendlichen des Landes. Der Event ist wichtig für die Zukunft des Schweizer Spitzen- und Breitensports.

J

asmin Fahrni kommt gross raus. Riesige Plakate mit dem Bild der 11-Jährigen werben in der ganzen Schweiz für den Migros Sprint, dessen Finale am 20. September in Chiasso stattfindet. Auf dem Poster rennt das Mädchen im Turbotempo mit konzentriertem Gesicht und angewinkelten Armen auf einer Laufbahn. «Beim Sprinten stelle ich mir immer vor, dass mich ein Tiger verfolgt», sagt Jasmin lachend. In ihrem Wohnort Grosshöchstetten

BE trainiert sie zweimal pro Woche im Turnverein. «Am Abend mache ich oft noch mit unserem Hund Kendo ein Wettrennen», erzählt das Mädchen. «Sonst kann ich gar nicht einschlafen.» Die Liebe zum Laufen hat die junge Bernerin letztes Jahr bis ins Finale des Migros Sprints gebracht. Auch dieses Jahr möchte sie in Chiasso wieder dabeisein. In der ganzen Schweiz nehmen rund 50 000 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren an Qua-

lifikationsläufen teil. Die 400 Schnellsten werden mitten in Chiasso starten. Eine 120 Meter lange Kunststoffbahn wird beim Bahnhofplatz auf der Viale Alessandro Volta ausgerollt. «Der Migros Sprint bringt massenhaft Buben und Mädchen in Bewegung», freut sich Peter Haas, Chef Leistungssport beim Verband Swiss Athletics. «In einer Zeit der Bewegungsarmut ist dieser Grossevent wichtig für die Fitness von Kindern und Jugendlichen.» Auch für die

Nachwuchsförderung im Spitzensport hat der Migros Sprint eine grosse Bedeutung. Unter den Kindern und Teenagern, die auf der Laufbahn durchstarten, sind womöglich künftige Schweizer Olympiateilnehmer – der nächste Marco Cribari oder die nächste Linda Züblin. Michael West Alle Infos zum Finale in Chiasso unter www.migros-sprint.ch

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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

DV | 31

Nach der historischen Wahl: Eduard Niederberger, Nicolas Bürgisser, Ursula Nold und Claude Hauser, Präsident der Verwaltung MGB (von links).

Mit Frauenpower in die Zukunft

Die Stimmberechtigten der 162. konstituierenden Delegiertenversammlung des MGB haben einen Meilenstein gesetzt: Erstmals haben sie mit Ursula Nold eine Frau an die Spitze des Gremiums gewählt.

Bilder Joschi Herczeg

E

in ganz klein wenig erinnerte die Stimmung im Hochhaus des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB) ans Parlament vor einer Bundesratswahl. Noch wenige Minuten vor Sitzungsbeginn sah man überall Delegierte ihre Köpfe zusammenstecken, Mobiltelefone konsultieren und Unterlagen studieren. Immerhin stand nichts weniger auf dem Programm als die Wahl des neuen Präsidenten – oder der neuen Präsidentin. Aus den ursprünglich drei Kandidierenden war erst am Vorabend ein Duo geworden. Nicolas Bürgisser, Vertreter der Genossenschaft Neuenburg-Freiburg, hatte seine Kandidatur kurzfristig zurück-

gezogen. Sein Arbeitgeber, der Kanton Freiburg, hatte Bürgisser gebeten, nicht zu kandidieren, weil bei einer allfälligen Wahl Interessenkonflikte hätten entstehen können. So hatten die Delegierten über eine Zweierkandidatur zu befinden: Ursula Nold (Genossenschaft Migros Aare) und Eduard Niederberger (ExPräsident Genossenschaftsrat Basel) standen sich gegenüber.

Eine deutliche Mehrheit votierte für die Frau Das Los bestimmte, wer zuerst ans Rednerpult musste, um die Delegierten von sich zu überzeugen. Sowohl Niederberger als auch Nold strichen ihre enge Beziehung zum Unternehmen Mi-

gros heraus und ihren Willen, sich im Fall einer Wahl mit aller Energie für die Belange der Delegiertenversammlung (DV) und damit der Migros einzusetzen. In geheimer Wahl setzte sich schliesslich Ursula Nold mit 64 gültigen Stimmen durch, dies bei 103 anwesenden Delegierten und einem erforderlichen absoluten Mehr von 52 Stimmen. Die neue Legislatur dauert bis 2012. Die übrigen Traktanden gingen unter dem Vorsitz der neugewählten Präsidentin speditiv über die Bühne. Jeweils «in globo» gewählt wurden die Kandidatinnen und Kandidaten des DV-Büros sowie der Arbeitsgruppen «Hilfsfonds» und «Geschäftsbericht der Verwaltung». Gaston Haas

Ursula Nold (39) Die ausgebildete Lehrerin ist heute Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Bern mit Schwergewicht Kaderund Systementwicklung. Zusätzlich hält sie Mandate an den Pädagogischen Hochschulen der Kantone Wallis und Freiburg. In der Migros ist sie seit 1996 aktiv, seit 2004 amtierte sie als Präsidentin des Genossenschaftsrates Aare. Ursula Nold ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Sie lebt mit ihrer Familie in Köniz BE.


32 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Gut und günstig reisen

Die Migros lanciert eine neue Reisemarke — die «Migros Ferien». Diese können direkt per Telefon oder im Internet gebucht werden und bieten einzigartige Leistungen zu günstigen Preisen.

E

s gibt enorm viele Hotels an enorm vielen Orten. Das übergrosse Angebot im Reisemarkt überfordert viele Kunden», weiss Reise-Fachmann Walter Brüllhardt. Dieser Qual der Wahl will Brüllhardt mit seinem «Kind» entgegentreten. Das Kind heisst «Migros Ferien» und ist die neue Direktreise-Marke von M-Travel Switzerland, dem Reisekonzern der Migros. «Migros Ferien», so Brüllhardt, böten eine kleine, aber feine Auswahl an Reisen und nähmen so der Wahl die Qual. Aber weshalb braucht es dafür eine neue Marke? Was ist neu und anders an «Migros Ferien»? «Neu ist der Vertriebsweg», sagt er. Die in einem Katalog und im Internet angebotenen Reisearrangements können nur bei Reiseprofis über die Gratis-Telefonnummer * oder via Internet ** gebucht werden.

Transparent und übersichtlich «Wir haben die beliebtesten Flugdestinationen der Schweizer ausgewählt und uns dort jeweils nur für eine Handvoll Hotels entschieden», erklärt Brüllhardt das Vorgehen beim Zusammenstellen der Angebote. Praktisch alle «Migros Ferien»-Flüge seien Charterflüge von Belair/AirBerlin. «Migros Ferien» arbeite bewusst nur mit wenigen Hotels zusammen. Dafür seien die Kontingente dort grösser, was günstigere Preise ermögliche. «Wir kennen jedes dieser Häuser persön-

Gut gewählt: Die neue DirektreiseMarke «Migros Ferien» bietet eine kleine, aber feine Auswahl an Reisen.

lich. Wir pflegen mit ihnen eine echte Partnerschaft», sagt Brüllhardt. Diese Nähe erlaube eine intensivere Qualitätskontrolle, was wiederum den Kunden zu Gute komme. Kriterien für die Wahl der Hotels durch «Migros Ferien» seien etwa Familienfreundlichkeit oder Eignung für Singles. «Aus jeder Kategorie haben wir pro Destination nur das Beste und Geeignetste ausgewählt – und zusätzlich noch je ein M-Budget-Angebot ins Programm genommen.» Speziell an den «Migros Ferien» seien auch die absolute Transparenz und Übersichtlichkeit sowie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, sagt Brüllhardt. Wie man das eben auch sonst von der Migros gewohnt sei. Sämtliche Hotels würden nach denselben Kriterien beurteilt und einheit-

lich mit «Migros Ferien»-Sternen ausgezeichnet. «Und in unseren Preisen sind alle Leistungen vor Ort und des Hotels inbegriffen. Es gibt kein Baukastensystem, keinen Ärger mit versteckten Zuschlägen. Unsere Reisen sind fertig zusammengestellt und kommen die Kunden günstiger zu stehen, als wenn sie die einzelnen Teile selber kombinieren und buchen würden.»

Keine nachträglichen Preiserhöhungen Wie steht es aber mit den heute gängigen Kerosinzuschlägen wegen der hohen Treibstoffpreise? Einmal gebucht, so der Reisefachmann, bleibe der Preis der Reise unverändert. Ein nachträglicher Aufpreis komme nicht in Frage. Ausschliessen kann aber auch Brüllhardt nicht, dass die Reisen

wegen Treibstoffzuschlägen teurer werden, als das ursprüngliche, im Katalog aufgeführte Angebot. «Aber nur um den Betrag, den wir den Airlines mehr bezahlen müssen», versichert er. Wer «Migros Ferien» bucht, erhält pro bezahlten Franken einen Cumulus-Punkt. Für jeden zweiten Franken gibts zusätzlich einen Punkt, wenn die Zahlung mit der «M … Mastercard» erfolgt. Die Kunden bekommen aber nicht nur Cumulus-Punkte, sondern können auch mit diesen bezahlen. Der Vergünstigungen nicht genug, erhält jeder Buchende eine Geschenkkarte der Migros im Wert von 100 Franken, wenn er die Reise zwischen dem 1. September und dem 30. November kauft. Um die Einzigartigkeit der «Migros Ferien»-Angbote zu ver-


m-aktuell Sharm el-Sheikh ist eines der bevorzugten Reiseziele der Schweizer. Mit «Migros Ferien» werden sie dort besonders verwöhnt.

REISEN | 33

deutlichen, erwähnt Brüllhardt einige Höhepunkte aus dem Katalog: «Wo finden Sie sonst folgende Kombination?», fragt er rhetorisch: «Sie fliegen nach Assuan in Ägypten, fahren mit dem Schiff auf dem Nil nach Luxor und können danach noch vier Tage Badeferien in Hurghada geniessen, bevor Sie von dort direkt wieder nach Hause fliegen.» Auch die Jordanienrundreise, eine einwöchige Kreuzfahrt im Nahen Osten oder eine Madeira-Rundreise im Mietwagen von Hotel zu Hotel seien speziell und so nur bei «Migros Ferien» erhältlich, schwärmt Brüllhardt.

Indien erschwinglich für mehr Menschen Besonders stolz ist er auf das Indien-Angebot: Indien sei zwar sehr beliebt, aber auch teuer. Dank einem Flug mit Belair/AirBerlin nach Goa, der auf dem Hinflug in Malé zwischenlandet, könne der Preis so attraktiv gehalten werden, dass Indien nun für mehr Menschen erschwinglich wird.

«In unseren Preisen sind alle Leistungen inbegriffen. Es gibt keinen Ärger mit Zuschlägen.»

Daniel Sägesser

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m-aktuell

M-BUDGET-PARTYS

Getränke, T-Shirts, Energy-Drinks, Chips: An jeder Ecke entdeckte man weitere M-Budget-Produkte.

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Wegen des schlechten Wetters wurde an der allerletzten M-Budget-Party in der Seebadi Horw LU im Zelt gefeiert.

Die Party ist vorbei

Zum letzten Mal wurde unter dem grün-weiss-orangenen Logo gefeiert. Nach vier Jahren verabschiedete sich die M-Budget-Party mit einem letzten Event.

E

s ist schade, dass es die letzte ist.» Darüber waren sich alle Partygängerinnen und Partygänger am Samstagabend, 23.August, in der Seebadi Horw LU einig. Dort feierten die Gäste an der letzten M-BudgetParty. Wie alle bisherigen Events war auch die Dernière ausverkauft und die Party ein grosser Erfolg. Mehr als tausend Personen nutzten die letzte Chance, für nur 9.90 Franken die ganze Nacht zu feiern und in die M-Budget-Welt einzutauchen. Das Fest stieg am Ufer des Vierwaldstättersees, weil es eine Beachparty hätte werden

sollen. Aber Petrus war anderer Meinung. Es regnete den ganzen Tag, und auch am Abend blieb es feucht und kalt. Die gut gelaunten Gäste störte dies jedoch nicht. «Die Atmosphäre hier ist wunderschön und die Stimmung super», sagte Cornelia Furrer aus Luzern. Der Sound der DJs war mitreissend. Die gratis abgegebenen Softdrinks und Snacks waren eine willkommene Stärkung und für Stefan Lussi aus Stans NW sogar der Grund, wieso er an die M-BudgetParty gekommen war. «Wenn es Chips gratis gibt, bin ich immer dabei», meinte er lachend.

Im Partyzelt tanzten die Besucher unter dem grün-weiss-orangenen Logo von M-Budget; einige sogar bis in die frühen Morgenstunden. «Natürlich würden wir gerne wieder einmal an eine

M-Budget-Party kommen», bekräftigten Claudia Schuler und Larissa Wyss aus Sursee LU, bevor sie nach Hause gingen.

Text Thalia Wettstein Bilder Fabian Unternährer

80 000 Personen waren dabei Nach vier erfolgreichen Jahren ging die M-Budget-Partyreihe am Samstag vor einer Woche zu Ende. Rund 80 000 Personen besuchten die über 50 Events. Sie fanden in der ganzen Schweiz statt: von Lausanne über Bellinzona bis nach Chur. Die M-Budget-Party gilt als die erfolgreichste Partyserie der Schweiz. Sie gewann in diesem Jahr den «Xaver Award» für das beste Eventkonzept.

WETTBEWERB

Das grosse Ausmalen Der grösste Schweizer OnlineSupermarkt LeShop.ch feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Zum Jubiläum rief der Onlinehändler dazu auf, sein Logo auszumalen und zu verschönern. Das Echo auf den Ausmalwettbewerb war beein-

druckend. Zwischen mehr als 1100 Werken musste sich die Jury entscheiden. Das Rennen gemacht hat am Ende die achtjährige Elisabetta Bilotta. Für sie ist LeShop.ch schlicht und einfach «trendy». Ihre Interpretation des

LeShop.ch-Logos wird jetzt eine Saison lang auf allen Tragtaschen des Onlinemarkts zu sehen sein. Zudem gewinnt die Achtjährige für sich und ihre Familie ein Wochenende im Europa-Park in Rust.

Cinzia Venafro

Die achtjährige Elisabetta Bilotta hat mit viel Farbe die Jury von LeShop.ch überzeugt.


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

| 37 MURMELN MURM UR R

Ausschneiden und aufbewahren!

Finde die Murmel

So könnte eine Finde in dieser Ausgabe alle sechs versteckten versteckte Murmel Murmeln. Unterhalb davon sind Buchstaben abgedruckt, aussehen. die zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. Sende das Wort entweder per SMS (Fr. 1.— pro SMS) mit dem Keyword Murmeln und deiner Adresse an 920, oder gib es per Telefon 0901 560 064 (Fr. 1.— pro Anruf) durch. Per Postkarte einfach das Lösungswort an Migros-Magazin, 10. Runde Murmeln, Postfach, 8099 Zürich, senden. Zu gewinnen gibt es 40 Murmelspielbretter, 40 Murmelsäckli mit 20 Murmeln und 10-mal 100 Franken Lilibiggs-Geschenkkarten. Einsendeschluss für die 10. Runde ist der 14. September 2008

Finde den Satz

Das begehrteste Spielzeug dieses Sommers: Die Lilibiggs-Murmeln

In den letzten zehn Wochen galt es, pro Migros-Magazin-Ausgabe ein Wort zu finden. Alle diese Wörter zusammengesetzt ergeben dann einen Lösungssatz. Sende den Satz entweder per SMS (Fr. 1.— pro SMS) mit dem Keyword Satz und deiner Adresse an 920, oder gib ihn per Telefon 0901 591 950 durch. Per Postkarte einfach den Satz mit dem Vermerk «Murmelsatz» an obige Adresse senden. Als Hauptpreise gibts insgesamt fünf Reisegutscheine im Wert von 1000 Franken und fünf Familienaufenthalte im Europa-Park in Rust im Wert von 850 Franken zu gewinnen. Ausgabe verpasst? aboservice@migrosmagazin.ch

Begehrte Joker

Runde 1 (Woche 28)

Runde 2 (Woche 29)

Jedes Murmeltier soll zu seiner JokerMurmel kommen. Daher werden jetzt über 190 000 Stück nachproduziert.

de wurden in den letzen Monaten bei den Murmelparcours im ganzen Land gewonnen. Zudem ergattern täglich auf www.murmel mania.ch eifrige Online-Murmler eine der begehrten Kugeln. So wurden am besagten Jokermurmeltag über 190 000 Gutscheine für den kostenlosen Bezug einer Joker-Murmel ausgegeben. Jeder, der am 22. August für 80 Franken in der Migros eingekauft hat, wird so zu einer Jokermurmel kommen. Die Produktion dieser Kugeln nimmt leider ein paar Wochen in Anspruch. Die Gutscheine können vom 21. Oktober bis zum 10. November in der Migros-Filiale, die den Bon ausgestellt hat, gegen Jokermurmeln eingetauscht werden. Cinzia Venafro

Runde 4 (Woche 31)

Runde 5 (Woche 32)

Für den Satz gibt es Europapark-Aufenthalte zu gewinnen.

Runde 6 (Woche 33)

Runde 7 (Woche 34)

Runde 8 (Woche 35)

Bilder Florian Nidecker, Esther Michel

D

er Anstrum war gewaltig. Als sich am 22. August schweizweit Murmeltiere und ihre Mütter, Grosis und Göttis auf die Joker-MurmelJagd machten, übertraf der Ansturm selbst die kühnsten Erwartungen. So kam es in gewissen Filialen leider zu Engpässen bei den transparenten Zauberkugeln. Die Migros möchte jedoch die Murmelmania nicht beenden, ohne dass ihre treuen Murmelfans eine der begehrten, aber auch streng limitierten Jokermurmeln besitzen. Daher hat sie sich kurzfristig entschieden, Joker-Murmeln nachproduzieren zu lassen. Mehr als 80 000 Joker-Murmeln gingen am 22. August bereits an die Murmelfans. Tausen-

Runde 3 (Woche 30)

Für das Lösungswort gibt es 40 prall gefüllte Murmelsäcklein zu gewinnen.

Runde 9 (Woche 36)

Runde 10 (Woche 37)

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Im Päcklirausch

Die Geschenke sind zwar alle für die Geburtstagskinder Ruven und Naïm. Aber Anaëlle und Muriel helfen ihren kleinen Brüdern noch so gern beim Auspacken und Testen der Spiele. Oben: KnabenEnsemble 3-teilig,

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B BABYWELT

Geburtstag im Doppelpack Endlich ist es so weit: Die Zwillinge Ruven und Naïm feiern ihren ersten Geburtstag — mit vielen Geschenken und bunten Torten.

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ass sich heute alles nur um sie dreht, scheinen die beiden Buben Ruven und Naïm nicht wirklich zu realisieren. Um so aufgeregter sind ihre beiden Schwestern Anaëlle und Muriel. Sie freuen sich seit Tagen auf den ersten Geburtstag ihrer Brüder und können es kaum erwarten, bis es ans Geschenkeauspacken geht. «Weisch, wir müssen dem Naïm und dem Ruven helfen», meint Anaëlle und

schnappt sich das rote Päckli mit der hübschen Samtschleife. Ausser der neuen Sonntagsgarderobe probiert der «technische Überwachungsdienst» gleich alle Geschenke aus: von den Holzklötzchen über das Xylofon bis zum Kassettenrekorder und zu den Taschenlampen in Tierform. LESEN SIE WEITER AUF SEITE 42


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Während die Kinder mit den neuen Spielsachen beschäftigt sind, schmückt Mama Danielle den Geburtstagstisch mit Winnie-Pooh-Hütchen, Fähnchen und Tischbomben. Die Hochstühle hat Papa Dänu bereits aufgestellt, damit die Prinzen Ruven und Naïm die Geburtstagstorten auf ihrem neuen Thron geniessen können. Das Kerzenausblasen übernehmen natürlich auch die grossen Schwestern. Für Ruven und Naïm sei dies zu gefährlich, lässt uns Muriel besorgt wissen und pustet, was das Zeug hält.

Redaktion Yvonne Corrao und Nicole Ochsenbein Bilder Tina Steinauer Styling Erica Matile

Warten, bis Nonna Nonna, Nonno, Mutti, Grosspäpu, Gotta und Götti kommen? Für die kleinen Sch Schlemmer unmöglich! Die Geburtstagsto Geburtstagstorten sehen viel zu «gluschtig» aus. A Aber bei all den köstlichen Sachen, die Mama sonst noch aufgetischt hat, bleibt für die Gäste G sicher ein Stück Torte übrig. Schweden- und Zitronentorte sind in der Migros-Gourmessa erhältlich.


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Für kleine Nascher

Geburtstag ist, wenn man nach Lust und Laune Süsses essen darf, ohne dass Mama und Papa es verbieten. Nestlé Milk & Cereals Biscuits, 2 x 250 ml, Fr. 5.20, Bébédor Baby-Biscuits portioniert, 228 g, Fr. 3.90, Milupa Miluvid plus mit Cornflakes, 275 g, Fr. 6.95, MilupaBrei mit Birne und Zwieback, 275 g, Fr. 8.20, HippSpaghetti Bolognese, 250 g, Fr.3.10, HippKartoffelgemüse mit Bio-Hühnchen, 250 g, Fr.3.10, HippFrüchte-Freund Rote Früchte mit Eisen, 3x25 g, Fr.3.70, NestléBaby-Dessert Biscuit, 4 x 100 g, Fr. 4.60, ChiccoKinderhochstuhl,

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Eine grosse Auswahl an Dekomaterial gibt es in allen grösseren Migros-Filialen.


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Für Boys

Wenn Buben in der freien Natur herumtollen, muss robustes Schuhwerk her. Dass dieses funktional und schön sein kann, zeigt die neue Migros-Kollektion. Damit die Füsschen auch nach ausgedehnten Spaziergängen im Schnee trocken bleiben, sind die Winterschuhe der Migros mit speziell wasserabweisenden Materialien ausgestattet. Oben: gefütterter Winterschuh, Fr. 39.90, unten: robuster Freizeitschuh, in Weiss-Hellgrau oder in Orange-Grau erhältlich, je Fr. 34.90

Damit der Schuh nirgends drückt Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der Kinder zu grosse oder zu kleine Schuhe trägt. Kinderfüsse sind weich und formbar. Deshalb merken Kinder oft selber nicht, ob der Schuh passt. Die von Eltern gern angewandte Daumenprobe ist keine verlässliche Methode, um die richtige Grösse zu ermitteln, da Kinder die Zehen bei

Druck reflexartig einziehen. In den Migros-Filialen, die Kinderschuhe führen, können die Kinderfüsse mit geeigneten Geräten gemessen werden. Neben der Schuhlänge spielen aber auch die Breite und die Passform eine wichtige Rolle. Ist ein Schuh zu weit, rutscht der Fuss nach vorne und wird, genau wie in zu kleinen Schuhen,

gestaucht. Damit sich Kinderfüsse gesund entwickeln können, sollten Eltern folgende Regeln beachten: > Kinder oft barfuss gehen lassen. > für häufige und abwechslungsreiche Bewegung sorgen. > Länge und Breite der Füsse regelmässig messen und rechtzeitig neue Schuhe kaufen.


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Für Girls

Ob zu einem süssen Kleidchen oder zu warmen Hosen — mit dem Schuhsortiment der Migros sind Mädchen in jeder Jahreszeit perfekt angezogen. Schon die Kleinsten wissen ganz genau, was ihnen gefällt und was nicht. Die Migros hat auch für besonders wählerische Kinder eine grosse Auswahl an hübschen Schuhen. Oben: robuster Freizeitschuh,

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Achten Sie beim Kauf von Kinderschuhen auf: > flexible Sohlen mit Abrollspitzen > eine flache, griffige Sohle > ein weiches Fussbett > hochwertige, atmungsaktive Materialien Kaufen Sie Schuhe nicht ohne Ihr Kind! Die beste Zeit für den Schuhkauf ist der Nachmittag, da die Füsse im Laufe des Tages etwas grösser werden.


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BABYWELT | 47

PROMITALK Viola Tami (27) ist Mutter und Moderatorin bei Radio Energy Zürich.

Karriereplanung

In einer Nummer des Komikers Emil meldet ein Vater sein Kind noch vor der Geburt bei der Musikschule an. So was müsse man zeitig planen, meint der ambitionierte Papi. Ein Sketch aus den 70ern, damals völlig überspitzt, heute nah an der Realität. Bei Fussballclubs zum Beispiel gibt es Wartezeiten von über zwei Jahren. Dieser Umstand hat bei uns schon zu einem Tischgespräch geführt. Müssen wir jetzt schon? Schliesslich will Papa den Kleinen gern mal kicken sehen. Niccolo selber interessiert sich derzeit vor allem fürs Purzelbäume schlagen, und während der Olympiade war er vom Bogenschiessen begeistert und vom Tennis. Da aber interessierten ihn die Frauen weit mehr als die Männer: wegen der Röckchen. Was wiederum für Fussball spricht, denn – so hat uns ein Nachwuchstrainer erklärt – Ballett sei eine exzellente Grundausbildung für Fussballstars. Suchen eigentlich die Eltern die Karriere der Kinder aus? Sie schenken doch Bälle, Rackets oder gar Pferde. Wahrscheinlicher ist wohl, dass die tägliche Arbeit der Eltern die Kleinen beeinflusst. Niccolo jedenfalls setzt sich jeden Morgen auf sein Dreirad und lässt uns mit ernster Miene wissen: «Ich gang is Radio go schaffe!» Und dann ist Papa so richtig stolz.


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

extra ARTENVIELFALT Stadtnah:

Bilder Florian Nidecker, Mischa Imhoff, Fotoagentur Sutter, Alex Macartney

Der Luchs ist näher, als man denkt. > 60

Einsatz für die Natur

Die Migros engagiert sich für die Artenvielfalt in der Schweiz. Etwa mit Hilfe von Gabi Uehlinger: Sie baut urtümliches Einkorn an und lässt der Natur dabei viel Platz. > 50 16 Seiten zum Thema Artenvielfalt.

Biodiversität:

Evelyne Marendaz ist Artenschützerin beim Bund. > 59

Quizz: Quiz:

Testen Test Te sten st en Sie Sie Ihr Ihr Wi Wissen über be die di Artenvielfalt. > 79


50 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Ein Leben für das Unkraut Familie Uehlinger in Neunkirch SH baut nach strengen ökologischen Vorgaben Getreide für das Migros-Label Terra Suisse an. Auf ihrem Land gedeihen auch einheimische Feldblumen prächtig. Das fördert die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren.

S

anfte Hügel, Felder und Wiesen in unterschiedlichen Farben, Baumgruppen, Gebüsch – Landschaft pur, so weit das Auge reicht. Hier, im Schaffhauser Klettgau ist die Natur noch in Ordnung, kommt die Landwirtschaft haft genaugenau so wie die Tiere Können sich und Pflanzen zu dank Buntihrem Recht. brache «Und das soll wieder auch so blei- vermehren: ben», sagt Fritz Dost oder Uehlinger. Der Wilder Majoran … 69-jährige Landwirt aus Neunkirch gilt in n der Schweiz als Pioonier des Arten- und Landschaftsschutzes: utzes: Bereits 1990 experimentierte er mit sogenannten Buntbrachen. Das sind Streifen zwischen Ackerflächen, die mit seltenen einheimischen Ackerbegleitpflanzen besät sind. Diese Pflanzen wuchsen früher entlang von Äckern, aber nicht auf Wiesen und galten als Unkraut. Buntbrachen dienen nicht einfach der Abgrenzung einzelner

Ackerflächen. Vielmehr bieten sie zahlreichen Tierarten Lebensraum und helfen so mit, die Artenvielfalt zu erhalten. In Buntbrachen leben neben Feldhasen Vögel wie Gold- und Grauammer, Feldlerche und Neuntöter, aber auch Spinnen Spinn und Insekten. Seit Sei der Bund ab 1993 den Bauern Beit Beiträge für Ökofläc flächen zahlt, si sind die ökologi gischen Ackerst streifen fester Be Bestandteil von Ue Uehlingers Betrieb. trie Als Al Tochter Gabi 2005 den d Hof «Zur Farb» im alten alt Schaffhauser Städtchen Neunkirch von ihren Eltern Elisabeth und Fritz pachtete, trat sie nicht nur als Landwirtin, sondern auch als Natur- und Landschaftsschützerin in die Fussstapfen ihres Vaters. Vor allem die Buntbrachen hatten es der 33-jährigen Diplombiologin angetan. Sie hatte denn auch bereits einschlägige Erfahrungen damit gemacht: Für ihre Diplom-

Vater und Tochter im Einkorn-Acker: Fritz und Gabi Uehlinger pflanzen

arbeit an der Uni Zürich und während ihrer dreijährigen Arbeit am Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick AG forschte sie über Buntbrachen. Konkret ging es um Wanzen als Beispiel für die Artenvielfalt in der Buntbrache. «Ich fing Wanzen und verglich die Anzahl der vorkommenden Arten in der

Buntbrache mit dem Vorkommen in einem konventionellen Acker», erzählt sie.

Alles von Hand — wie bei Bio Die wissenschaftlichen Ergebnisse untermauerten die Erfahrungen in der Praxis: «Buntbrachen fördern die Artenvielfalt enorm.


extra

auch diese urtümliche Getreideart an. … Wespenspinne …

ARTENVIELFALT | 51

… und Ackerwachtelweizen.

Diese Reservatsflächen begünstigen aber nicht nur die Artenvielfalt der Tiere, auch verdrängte Pflanzen tauchen wieder auf.» Die Uehlingers lassen auf ihren Buntbrachen Venusfrauenspiegel, Adonisröschen, Feldrittersporn, Hasenohr, Ackerschwarzkümmel, Kornblume und Kornrade nicht nur spriessen, sondern pflanzen,

ernten und dreschen hen die Gewächse auch h und verkaufen die Samen via Saatgutfirma an Berufskollegen. «Der Anbau ist Handarbeit. Wir verwenden keine Hilfsstoffe – alles wie bei Bio», erklärt Fritz Uehlinger. Trotz dieses Verfahrens ist «Zur Farb» kein Bio-, sondern «nur» ein IP-Suisse-Betrieb.

«Wir h haben uns den Wechsel zwar schon überlegt sagt Vater oft überlegt», Uehlinger. «Aber auf Bio umzustellen ist ohne hofeigenen Dünger kaum machbar. Unser Hof liegt ja mitten im Städtchen. DesLESEN SIE WEITER AUF SEITE 53


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

ARTENVIELFALT | 53

Kulturlandschaft Klettgau: Hier kommen Landwirtschaft und wilde Natur gleichermassen zu ihrem Recht.

halb können wir keine Tiere halten. Sie hätten nicht genug Auslauf.» Doch auch als IP-Suisse-Hof ausschliesslich mit Ackerbau genügt Uehlingers Betrieb höchsten

ökologischen Ansprüchen. Neben Raps, Sonnenblumen und Zuckerrüben bauen die Uehlingers hauptsächlich die Brotgetreide Weizen, Emmer und Einkorn für die Migros und andere Abnehmer

an. Weil sie unterschiedliche ökologische Auflagen erfüllen, firmiert ihr Korn unter Terra Suisse, dem Öko-Label der Migros. «Wir beteiligen uns auch am Projekt ‹Wildtiergerechter Getreideanbau›», sagt die Landwirtin. Dabei sind Insektizide und Fungizide sowie Halmverkürzer tabu und die Düngermengen stark limitiert.

Lebensraum für Feldlerchen

Alt und neu: Auf den Feldern von Gabi und Fritz Uehlinger wachsen urtümliches Einkorn (rechts) und heutiger Weizen.

«Erlaubt ist dagegen ein Herbizideinsatz im Frühling», sagt sie. Beim Anbau von Einkorn sei auch dieser verboten. Sogar beim Getreideanbau selbst achten die Uehlingers auf die Artenvielfalt. In den Getreidefeldern sparen sie kleine Flächen aus und säen auf diesen «Inseln» Ackerwildkräuter, die vor allem den seltenen Feldlerchen Lebensraum bieten. Neben den Buntbrachen bewirtschaften die Uehlingers sogenannt extensiv genutzte Wie-

sen, die ebenfalls als ökologische Ausgleichsflächen gelten. Direktzahlungen des Bundes erhalten denn auch nur jene Landwirtschaftsbetriebe, die auf mindestens sieben Prozent ihres Landes Ökoflächen anlegen. «Bei extensiv genutzten Wiesen setzen wir keinen Dünger und keinen Pflanzenschutz ein. Auch mähen wir sie spät. So können sich Blumen, Gräser und Kräuter versamen», sagt Gabi Uehlinger. Auch auf diesen Wiesen gibt es vielerlei Pflanzen und Tiere.

Pferde lieben das alte Gras Da das gemähte Gras alt ist, ist es etwas strohig. Kühe fressen es darum ungern, Pferde dafür umso lieber. Deshalb hält sich Gabi Uehlinger zwei Reitpferde. «Reiten ist mein Hobby», sagt die junge Landwirtin. Text Daniel Sägesser Bilder Florian Nidecker


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Die Schweiz ist eine Arche Noah


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ARTENVIELFALT | 55

Das nützts den Tieren

5 1 Trockenmauern schützen Zauneidechsen vor Katzen.

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2 Rehe lassen ihre Rehkitze im hohen Gras, während sie äsen.

3 Dornenhecken schützen den Neuntöter vor Feinden.

4 Feldhasen leben vorwiegend von Gräsern, Kohl und Klee.

Illustration Martin Senn

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Die Migros hat gemeinsam mit der IP-Suisse und der Vogelwarte Sempach Richtlinien für eine nachhaltige Landwirtschaft erarbeitet. Das Label auf Migros-Produkten heisst Terra Suisse. Die Bauern schaffen so Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

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aturnah und tierfreundlich – TerraSuisse ist mehr als ein blosses Etikett. Mit ihrem neuen Label fördert die Migros langfristig die landschaftliche und biologische Vielfalt in der Schweiz. Dies geschieht mit Hilfe der Vereinigung der integLESEN SIE WEITER AUF SEITE 57

5 Die SchachbrettfalterRaupen gedeihen im Altgras.

6 Feldlerchen benötigen lockeren Boden für ihr Nest.

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ARTENVIELFALT | 57

Terra Suisse Suisse Terra Suisseg Produkte gibt es im Bereic Bereich Brote, Tei Teigun waren und Mehle …

Er hoppelt weiter: Dank der Massnahmen von Terra Suisse finden Wildtiere wie der Feldhase Rückzugsmöglichkeiten und vermehren sich wieder.

Terra Suisse wird von glaubwürdigen Partnern wie der IP-Suisse, der Vereinigung integriert produzierender Bäuerinnen und Bauern, und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach begleitet. Das Label wird von einer unabhängigen Kontrollstelle zertifiziert. Unter Terra Suisse finden Konsumenten ein grosses Angebot an naturnah und tierfreundlich produzierten Schweizer Lebensmitteln.

Bild Konrad Wothe/Minden/Getty Images

errasuisse www.migros.ch/terrasuisse

riert produzierenden Bauern der Schweiz (IP-Suisse). Die Landwirte, die massgeblich am TerraSuisse-Programm beteiligt sind, verpflichten sich, bereits bestehende Lebensräume für seltene Pflanzen und Wildtiere zu erhalten und neue zu schaffen. Für das neue Label müssen die Bauern klare Richtlinien einhalten, die in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftern der Vogelwarte Sempach erarbeitet wurden.

Landwirte als Naturschützer Konkret wählen die Landwirte aus einem Katalog von Massnahmen bestimmte Projekte aus, die auf ihrem Hof realisierbar sind. Peter Althaus, TerraSuisse-Projektleiter bei IP-Suisse, ist selber Bauer und führt zusammen mit seinem Bru-

«Ich möchte in meinem Obstgarten bald wieder den Grünspecht hören.» der einen Bauernhof im Kanton Bern. «Unsere Landwirte tragen massgeblich dazu bei, dass man in Zukunft wieder vermehrt Tiere antreffen wird, die bis heute in gewissen Gebieten ganz oder teilweise verschwunden sind», hält er fest. Er selber pflanzt auf seinem Hof demnächst zwölf Hochstamm-Obstbäume. «Ich hoffe, in meinem Obstgarten bald wieder den Grünspecht zu hören.»

Wie beurteilt der Fachmann das Engagement von Migros und IP-Suisse für eine naturnahe Landwirtschaft? Markus Jenny ist Projektkoordinator Landwirtschaft der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Das private Forschungsinstitut lässt sein Fachwissen ins TerraSuisse-Programm einfliessen.

Ein Quantensprung für die Natur Markus Jenny sieht zuversichtlich in die Zukunft: «Wenn in den nächsten Jahren mehrere Tausend Landwirte die Lebensräume unserer einheimischen Tiere und Pflanzen gezielt aufwerten, sollte sich die Situation betreffend der Artenvielfalt verbessern. Ein Quantensprung im Vergleich zu heute.» Christoph Petermann

… als Frischfleisch- und CharcuterieProdukte, aber auch in Form von Kartoffeln und Rapsöl.


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ARTENVIELFALT | 59

«Die Politik ist gefordert»

Die oberste Artenschützerin Evelyne Marendaz sagt, was die Schweiz für die Biodiversität tut. Evelyne Marendaz, 2010 ist das Uno-Jahr der Biodiversität. Weshalb gibt es dieses Jahr?

Biodiversität ist Leben. Die Uno hat dieses zentrale Thema lanciert, damit sich alle Länder intensiv damit beschäftigen. Dennoch sterben weiterhin Tier- und Pflanzenarten aus.

Ja. Ein Ziel des Uno-Jahres ist, den Verlust an Arten zu stoppen – weltweit. Die Staaten und weitere Akteure sollen sagen und zeigen, was sie konkret unternehmen, um die Biodiversität zu erhalten.

Was bedeutet dieses Uno-Jahr für die Schweiz?

Die Schweiz ist ein artenreiches Land und hat in der Vergangenheit viel für den Naturschutz getan. Das Uno-Jahr soll der Erhaltung der Biodiversität neuen Schub geben und möglichst viele Akteure einbinden. Was ist anlässlich dieses Uno-Jahrs speziell geplant?

Wir wollen die Öffentlichkeit informieren und für den Erhalt der Biodiversität sensibilisieren. Mit Partnern wie Kantonen, Gemeinden, Wirtschaft, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisatio-

nen soll der Artenschwund thematisiert werden. Die Schweiz hat das Uno-Abkommen über die biologische Vielfalt ratifiziert. Was bedeutet dies?

Unser Land muss mit einem Monitoring die Biodiversität beobachten, Probleme erkennen und möglichst alle Arten identifizieren. Weiter muss sie Programme zur Förderung und zum Schutz der Arten lancieren und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in einen internationalen Austausch einbringen. Auch eine Strategie in Bezug auf die Biodiversität mit Zielen und Wegen, diese zu erreichen, müssen wir entwickeln.

Wie weit hat die Schweiz das Abkommen bereits umgesetzt?

Biodiversität? Gemäss dem Uno-Übereinkommen über biologische Vielfalt gehören folgende Aspekte zur Biodiversität: > Die Vielfalt der Arten auf der Erde. > Die genetische Vielfalt. > Die Vielfalt von Lebensräumen und deren Funktionen.

«Biodiversität ist Leben»: Die ETH-Agronomin Evelyne Marendaz (54) ist beim Bundesamt für Umwelt zuständig für das Artenmanagement.

Das Monitoring existiert für das ganze Land, und auch der internationale Informationsaustausch funktioniert. Diverse Förderprogramme laufen – zum Beispiel für das Auerhuhn, den Mittelspecht, den Biber, für Schmetterlinge, für hochwertige Lebensräume.

Jahrelang stand der Schutz von wertvollen Lebensräumen im Vordergrund. Es ist positiv, dass die Migros gemeinsam mit Produzenten über ihr Angebot gezielt bestimmte Arten fördert.

Aber eine übergeordnete Strategie fehlt noch?

Man sollte lokale, langlebige und ökologische Produkte kaufen. Und man kann in seinem Garten auf exotische Pflanzen verzichten und Unkräuter tolerieren.

Ja. Hier ist die Politik gefordert. Das Parlament hat noch nicht über eine solche Strategie entschieden. Es wird in der Herbstsession darüber diskutieren. Entscheidend für die Umsetzung sind vor allem die finanziellen Mittel. Sonst bleibt die Strategie ein Papiertiger. Mit ihrem Label «TerraSuisse» setzt sich die Migros für die Biodiversität ein. Ihr Urteil?

Was können wir selber für die Biodiversität tun?

Was tun Sie für die Biodiversität?

Mein Mann ist Teilzeithausmann. Wir haben diskutiert, wie er unseren Garten bearbeiten soll: biologisch, die Exoten eliminieren und nicht umgraben. Das ist gut für den Boden – und für seinen Rücken. Daniel Sägesser

Bild Mischa Imhof

Wider die Verarmung: Die Migros baut alte Kartoffelsorten an Artenschutz braucht es nicht nur in der freien Natur. Auch im Bereich der Nutzpflanzen findet weltweit eine Konzentration auf immer weniger Sorten statt. Mit dem Projekt «Bolivianische Kartoffeln», das mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau realisiert wird,

Vielfalt statt Einheitsbrei: Die Migros bringt alte Kartoffelsorten zurück.

setzt die Migros hier einen Gegenpunkt. Ziel ist es, alte bolivianische Kartoffelsorten in der Schweiz in Bioqualität anzubauen und auf den Markt zu bringen. Im Feldversuch auf einem Bauernhof im Emmental hat sich gezeigt, dass die Sorte «Huaycha» am besten im hiesigen Klima gedeiht. Noch in

diesem Jahr sollen erste Degustationen durchgeführt werden. Fünf Prozent des Erlöses sollen an die bolivianische Organisation Sepa fliessen. Sie kümmert sich um die Erhaltung traditioneller, bolivianischer Kartoffelsorten und verschafft bolivianischen Kleinstbauern ein gesichertes Einkommen.


60 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Paradies vor der Raus in die unberührte Natur: drei Stunden mit dem Zug, dann zwei zu Fuss. Gar nicht nötig. Kleine Paradiese mit seltenen Tieren und Pflanzen finden sich auch in nächster Nähe. Das Migros-Magazin stellt zehn davon vor.

2

Neuchâtel NE

1

gt einen Der Wald Bois de l’hôpital liegt Kilometer oberhalb der Stadt ebiet Neuenburg. Das Waldschutzgebiet e europaweit besteht aus Eichenhainen, die en sich sich hier er bedroht sind. Ausserdem finden gs- und seltene Vogel-, SchmetterlingsFledermausarten. chsteinfledermaus, > Seltene Arten: Luchs, Bechsteinfledermaus, Grosses Mausohr, Europäische Sumpfschildkröte und Hirschkäfer (Bild). Kriechender Sellerie und Dicke Trespe (Flora). > Nächste grössere Stadt: Neuchâtel NE (1 km)

3

Basel/Birsfelden BS/BL

Die Natur gewinnt den Rhein und dessen Ufer zurück. Zwischen den Mündungen der Flüsse Ergolz und Wiese leben wieder Biber. Ausserdem sollen bald Lachspopulationen den Rhein bevölkern. > Seltene Arten: Biber. Groppe, Stroemer (Fische). > Bei der Stadt Basel BS

Aeschi SO

3

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2 NEUENBURG NBUR U RG R

5

Russin GE

Bei der Einmündung in die Rhone formt rmt der Allondon ein bemerkenswertes Delta, ta, das renaturiert wurde. Mit typischer Flora ra des Südens dank mediterranem Klima. e, > Seltene Arten: Bachforelle, Elritze, ke, Groppe, Kammmolch, Gelbbauchunke, Grosser Feuerfalter, Dohlenkrebs, Europäische Sumpfschildkröte und Eisvogel (Bild). > Nächste grössere Stadt: Genf GE (10 km)

BASEL BA

Die Anreise und was Sie beim Ausflug alles erleben. Mehr Infos zu den über 100 Schweizer Artenschutzgebieten.

Der Burgäschisee und das benachbarte Hochmoor gehören zum Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Sie bieten Lebensraum für Standvögel wie Rotmilan oder Grünspecht (Bild) und Futter für Zugvögel wie Zilpzalp und Sumpfrohrsänger. > Seltene Arten: Dohlenkrebs, Europäische Sumpfschildkröte, Schwarzblauer Bläuling (Falter) und Bitterling (Fisch). > Grössere Stadt: Solothurn SO (10 km)

4

1

www.migrosmagazin.ch

GENF GEN NF F

4

Rubigen BE

Die intensive Landwirtschaft und die gebändigte Aare bieten in der Region Aarwangen vor allem Libellen einen ei einzigartigen Lebensraum. Hervorzuhe heben ist die Helm-Azurjungfer, ei vom Aussterben bedrohte eine Li Libellenart (Bild). > Seltene Arten: Dohlenkrebs, Ge Gelbbauchunke, Kammmolch, Biber, Be Bechstein-Fledermaus, HelmAz Azurjungfer und Grüne Keiljungfer (L (Libellen), Bauchige Windschnecke, Fr Frauenschuh (Flora). > Nächste Stadt: Bern BE (10 km)

LU ZERN BERN

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vom 9.9. bis 15.9. Anna’s Best Randensalat roh 300 g 1.80 statt 2.30 vom 9.9. bis 15.9. I20%I Pizza au feu de bois Margherita 900 g 13.20 statt 16.50 Geflügel Solange Vorrat Entenstopfleber pasteurisiert Delpeyrat Frankreich Schale à 2 x 40 g = 80 g 13.60 statt 17.– Käse vom 9.9. bis 15.9. Le Vieux Pané abgepackt per 100 g 2.25 statt 2.80 Solange Vorrat Pié d’Angloys/Suprême des Ducs 325 g 6.30 statt 7.80 Solange Vorrat Plateau de Romandie 500 g 7.90 Milchprodukte vom 9.9. bis 15.9. CH Alle Crème du Confiseur –.60 günstiger Beispiel: Chocolat 2.20 statt 2.80 Vegetarische Spezialitäten Solange Vorrat CH I30%I Cornatur Nuggets oder Quorn Schnitzel nature im Duo-Pack Cornatur Nuggets 2 x 225 g 6.70 statt 9.60 Quorn Schnitzel nature 2 x 170 g 6.80 statt 9.80 Wild vom 9.9. bis 15.9. CH Rehpfeffer fixfertig hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus Oesterreich 350 g 11.90 statt 14.90 600 g 16.70 statt 23.90

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extra xttra xtra

Stadt

| 69 ARTENVIELFALT AR A RT TEN ENVIEL

Seltener Gast: Der Luchs (links). Bunte Pracht: Der grosse Feuerfalter (rechts).

7

Merishausen-Hemmental SH

Im Gebiet Merishausen-Hemmental finden sich die typischen Strukturen des nordöstlichen Juraausläufers Randen mit einer aussergewöhnlichen Artenvielfalt: blumen- und insektenreiche Magerwiesen und seltene Waldgesellschaften. > Seltene Arten: Grosses Mausohr und Frauenschuh (Bild). > Nächste grössere Stadt: Schaffhausen (10 km)

8

Das Gebiet umfasst das Bodenseeufer zwischen Bottighofen und Güttingen mit naturnaher Uferzone, wo noch Strandrasen wächst und in ihrer Zusammensetzung weltweit einmalige Pflanzen. > Seltene Arten: Amphibien wie die Gelbbauchunke und der Kammmolch (Bild), das BodenseeVergissmeinnicht und der Bitterling-Fisch. > Nächste grössere Stadt: St. Gallen (20 km)

7 S C H A FF H AU S E N

9

Münsterlingen TG

8 ST. G ALLEN

ZÜRICH

9

Kloten ZH

Die von Gletschern geprägte Landschaft um Kloten weist auf der Seite von Oberglatt und auf jener von Winkel Flachmoore von nationaler Bedeutung auf. Auch zwischen den Pisten des Flughafens existiert ein Flachmoor, das aber nicht zugänglich ist. > Seltene Arten: Gelbbauchunke (Bild), Kammmolch, Biber und Zwiebelorchis (Flora). > Nächste grössere Stadt: Zürich (10 km)

CHUR

Agentur Sutter (4), Keystone (2), Keystone/AP (1)

Texte Üsé Meyer; Bilder Bab/Baumann (4),

110 0

6

Wauwil W LU

Die Wauwiler Ebene wird mehrheitlich land landwirtschaftlich genutzt. Sie enthält ab aber auch die artenreichen Naturschutzge gebiete Wauwiler- und Hagimoos mit vi vielen Schwimm- und Watvögeln. > Seltene Arten: Weissstorch (Bild), Zw Zwergreiher, Kiebitz, Kreuzkröte, Ri Ringelnatter, Mooreidechse. StraussGi Gilbweiderich und Venusspiegel (Flora). > Nächste grössere Stadt: Luzern (25 km)

10

Tumegl/Tomils GR

Fünf Kilometer rund um den Ort Tumegl/Tomils gibt es Trockenwiesen und -weiden mit reicher Flora und Fauna. An den Südhängen finden sich FelsPionierpflanzen, Steppenrasen sowie Eichenwälder. > Seltene Arten: Grosses Mausohr, Kleine Hufeisennase (Bild) und Dohlenkrebs. > Nächste grössere Stadt: Chur (15 km)


70 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Diese Menschen helfen der Natur

Im Einsatz für Uhu, Biber und seltene Orchideen: Sechs Naturfreunde, die sich für die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt stark machen.

Hüter der Hecken Werner Müller (54), Lobbyist für Naturschutz, Schöfflisdorf ZH: «Als Geschäftsführer des Schweizer Vogelschutzes (SVS) versuche ich, Politikerinnen und Politiker

für Themen aus der Natur zu sensibilisieren. Es ist wichtig, die Landwirtschaftspolitik so zu entwickeln, dass es wieder mehr Blumenwiesen, HochstammObstbäume und Hecken gibt. Denn wie Sträucher und Gebüsche sind auch Hecken für die Vogelwelt überlebenswichtig. Solche Kleinstrukturen bieten zudem den Lebensraum für unzählige Kleintiere wie etwa Wildbienen.»

Retterin der Pilzvielfalt Beatrice SennIrlet (54), Pilzexpertin, Bolligen BE: «Ich arbeite an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in

Diese Tiere und Pflanzen nützen den Menschen Nicht nur aus Liebe zur Natur müssen wir die Vielfalt der Arten schützen. Auch wer eher kurzfristig und eigennützig denkt, hat allen Grund, sich für die Artenvielfalt einzusetzen. Denn viele Wildtiere und Wildpflanzen haben einen ganz handfesten wirtschaftlichen Nutzen. Einige Beispiele aus der Schweizer Natur:

Birmensdorf ZH und kümmere mich dort um den Pilzschutz. Fast ein Drittel aller in der Schweiz bekannten Pilze sind gefährdet. Vor allem im Mittelland machen die Luftverschmutzung, übereifrige Pilzsammler und die Forstwirtschaft den Pilzen zu schaffen. Pilze erfüllen im Ökosystem Wald eine zentrale Funktion. Sie bauen totes Holz und Blätter ab und geben dem Boden auf diese Art Nährstoffe zurück.»

> Steinbock und bo Murmeltier Mu

Touristen möchten in Touriste unserem Land eine intakte Bergwelt erleben. Berg Das zeigen B Befragungen der Organisation Organisati Schweiz Tourismus. Zum Alpengehör für viele erlebnis gehören Feriengäste auch Steinböcke, Gämsen und Murmeltie Murmeltiere. Diese Tiere leisten also ihren Beitrag dazu, dass die Alpenkantone als Reiseziel gefragt sind und dort le letztes Jahr fast 20 Millionen Logiernächte Logier in Hotels und Kurbetrieben Kurbetrieb gebucht wurden.


extra

Seltene Vögel im Blick: Der Biologe David Jenny sorgt für das Wohl von Bartgeiern, Steinadlern und Uhus.

Bilder Bildagentur Sutter, (3), Keystone (2), RDB (2), Mauritius Images (1)

> Legföhre

Dieser Baum ist ein exzellenter Hangfestiger. An steilen, schotterreichen Bergflanken schützt er vor Lawinen und Steinschlägen. Eine ähnlich wichtige Schutzfunktion erfüllt in den Alpen neben der Legföhre auch die Kiefer.

Wildbienen und Hummeln bestäuben viele unserer Kulturpflanzen. Sie stellen sicher, dass Obstbäume Früchte tragen. Honigbienen allein könnten diese Aufgabe nicht erfüllen. Insbesondere bei kühlem Frühlingswetter ist es den Wildbienen und Hummeln zu verdanken, dass Obstbäume ausreichend bestäubt werden.

> Tafelente

> Wildbiene Wegen der Klimaerwärmung haben sich die sogenannten Wander- oder Zebramuscheln in Schweizer Seen stark ausgebreitet. Immer wieder verstopfen sie die Rohre von Pumpstationen oder Kühlwassersystemen. Zum Glück sind die

ARTENVIELFALT | 71

Beschützer des Geiers

Freund der Orchideen

David Jenny (49), Biologe, Zuoz GR: «Im Auftrag der Vogelwarte Sempach und der Stiftung Pro Bartgeier kümmere ich mich um Uhus, Steinadler und Bartgeier. Meine Aufgabe ist es, die Bestände zu dokumentieren und die Bruten zu überwachen. In den Siebzigerjahren beschlossen die Alpenländer, den im 19. Jahrhundert ausgerotteten Bartgeier wieder anzusiedeln. Etwa 150 in Zoos und Tierparks gezüchtete Tiere wurden freigelassen. Der Bartgeier erobert seinen Lebensraum zurück: Heute bewohnen rund 100 Bartgeier den Alpenraum. Auch dem Steinadler geht es gut. Der Bestand an Uhus geht jedoch nach einer langen Wachstumsphase zurück. Die Uhus besiedeln Kulturland. Oft sterben sie durch Kollisionen mit Autos oder Zügen oder durch Stromschlag.»

Roland Mettler (56), OrchideenKultivierer, Wildberg ZH: «Orchideen sind die jüngste Pflanzenfamilie, und sie befinden sich noch voll in der Entwicklung. Seit über zehn Jahren kultiviere ich in meiner Kleingärtnerei Freilandorchideen. Das ist nur ein Hobby von mir – allein vom Verkauf von Freilandorchideen könnte ich nicht leben. Viele der 30 000 Orchideenarten weltweit sind gefährdet, so der prächtige Gelbe Frauenschuh und die Gattung der Ragwurzen. Als Vizepräsident der Schweizerischen Orchideengesellschaft will ich das Wissen über Orchideen fördern.»

eln für Enten ein lästigen Muscheln Leckerbissen. Tafel- und Reiherente n fressen jährlich sowie Blässhuhn nnen der rund 10 000 Tonnen seren Seen. Muscheln in unseren

LESEN SIE WEITER AUF SEITE 73

E > Eibe

käfer > Marienkäfer äfer mit den Die winzigen Käfer ügeldecken gepunkteten Flügeldecken ngen. Fest sollen Glück bringen. steht, dass die Marienkäfer sten Feinden der zu den wichtigsten ören, die zu ErnteBlattläuse gehören, ausfällen in der Landwirtschaft lor- und Schwebführen. Auch Florfliegen fressen Blattläuse.

Ni Nicht nur in exotischen, so sondern auch in einheimische Pflanzen können schen sich noch unerforschte Heilmi Heilmittel verbergen. Deutsc Forscher haben Deutsche we vor wenigen Jahren ein Verfah Verfahren entwickelt, mit dem sich aus den Nadeln europäiEibe der Rohstoff scher Eiben Antitu für ein Antitumormedikament läs gewinnen lässt.

LESEN SI SIE WEITER AUF SEIT SEITE 73


Wir machen das Wandern zum Fest! 20.September 2008

Liebe Wanderfans, Wandergruppen und Wanderfamilien! Die «Schweizer Familie» ruft den Nationalen Wandertag aus und lädt Sie alle herzlich ein zur Sternwanderung auf die Aelggialp im Kanton Obwalden, dem geografischen Mittelpunkt der Schweiz. Individuelle oder geführte Wanderung ab Giswil, Melchsee-Frutt oder Hasliberg. Feuerstellen, Festwirtschaft, Musik, Schlittenhunde. Unterhaltung für die ganze Familie! Kombibillett mit 50% ermässigter Anreise gibt es ab 1. September an den meisten Bahnhöfen der Schweiz. (RDF-Art.-Nr. 8799)

Mehr Informationen zum Programm unter www.schweizerfamilie.ch/wandertag

Veranstalter

Hauptsponsor

Patronat

Partner vor Ort

Partner


extra

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

ARTENVIELFALT | 73

Helfer des Bibers

Bewahrer der Moore

Werner Götz (49), Förster und Bauingenieur, Rünenberg BL: «Der Biber galt als ausgerottet, erst in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts kehrte er in seine angestammte Heimat zurück. Der Bestand war allerdings immer sehr klein. Das liegt auch daran, dass es das Nagetier angesichts der begradigten Flüsse und Bäche und trockengelegten Feuchtgebiete sehr schwer hat. Das von Pro Natura initiierte Projekt ‹Hallo Biber› hat zum Ziel, natürliche Lebensräume am Wasser zu schaffen. 90 Prozent der Schweizer Flüsse fliessen nicht mehr natürlich. Biber leben von den Ästen von Weiden und Pappeln, und die stehen nun mal in erster Linie an naturnahen Gewässern. Im Projekt ‹Hallo Biber› bin ich zuständig für Renaturierun-

Peter Staubli (49), Moorschützer, Zug: «Als Biologe mache ich unter anderem Abklärungen und Projektierungen für Moorwiederherstellungen und setze diese um. In den letzten 150 Jahren sind 90 Prozent aller Feuchtgebiete in der Schweiz verschwunden. Schweizweit gibt es nur noch 549 Hochmoore von nationaler Bedeutung. Die Mehrheit davon ist durch Entwässerungen und Aufforstungen beeinträchtigt. Verschwinden die Hochmoore, verschwinden auch Pflanzen wie der Fleischfressende Sonnentau, die Rosmarinheide und Wollgräser sowie Tiere wie die Mooreidechse. Intakte Moore speichern Wasser und binden CO2 – Moorschutz ist also auch Klimaschutz.» Texte Reto Knobel

Damit wir Biber nicht nur als ausgestopfte Tiere erleben: Förster Werner Götz kämpft für die Lebensräume der Nager.

gen von Flussabschnitten. Dem Biber kann oft mit relativ einfachen Mitteln geholfen werden, etwa mit offenen Biberbarrieren (Rampen) bei Kraftwerken. Von

solchen Aktionen profitieren nicht nur Biber – in biberreichen Gebieten kommen viele andere schützenswerte Tiere und Pflanzenarten vor.»

ssklee > Rot- und Weissklee

Bilder Blickwinkel, Bildagentur sutter, Keystone (2)

> Bachforelle Bachforellen und andere einheimische Fische sind lebende Messinstrumente. Sie zeigen uns, ob Gewässer durch Pestizide oder andere Schadstoffe belastet sind. Weil die Fische am Ende einer Nahrungskette stehen, konzentrieren sich die Schadstoffe in ihrem Körper. Spezialisten des Wasserforschungsinstituts des Bundes (Eawag) in Dübendorf ZH untersuchen daher Fische, um Rückschlüsse auf die Wasserqualität zu ziehen.

> Regenwurm

hren Diese Kleesorten binden in ihren Wurzeln Stickstoff, der in der Luft enthalten ist. Davon profitieren wiederum Gräser, die neben ppig Rot- und Weissklee besonders üppig gedeihen. So sorgt der Klee für saftige Weiden, auf denen sich Kühe satt fressen können.

> Wiedehopf Regenwürmer sind sozusagen Ingenieure des Bodens. Sie lockern durch ihre Gangsysteme die Ackererde und verbessern so deren Wasser- und Luftdurchlässigkeit. Auf diese Art leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Fruchtbarkeit von Ackerböden.

Maikäfer können in der Landwirtschaft grossen Schaden anrichten. Betroffen sind insbesondere Obstund Nussbäume. Der Wiedehopf sieht mit seinem Kopfschmuck nicht nur prächtig aus, sondern zählt auch zu den Hauptfeinden des Maikäfers.

Michael West


«DESPERATE HOUSEHUSBAND LIVE» –

DER HAUSMANN BÄNZ FRIEDLI AUF LESETOUR «Eine Lesung voller Witz, Spott und Selbstironie.» Berner Zeitung «Ein federleichtes Vergnügen.» NZZ am Sonntag «Mit spitzer Zunge und in atemberaubendem Tempo braust und poltert der Migros-Kolumnist durch die Freuden und Sorgen, die zum Alltag jeder Hausfrau und Mutter gehören.» Unter-Emmentaler

GRAFIK _JOHNNY VOODOO // FOTOS_DOMINIC BÜTTNER

LESUNGEN HERBST 2008 19. 9. APPENZELL, RESTAURANT 3 EIDGENOSSEN, 20 UHR 21. 10. LESEBÜHNE ZÜRICH, THEATER AM HECHTPLATZ, MIT SATZ & PFEFFER UND GÄSTEN: LEA STREISAND, FRANK BAUMANN, SPECIAL GUEST ELIANE SCHWEITZER. 20 UHR 28. 10. LESEBÜHNE ZÜRICH, THEATER AM HECHTPLATZ, MIT SATZ & PFEFFER UND GÄSTEN: PHILIPP SCHARRENBERG UND GABRIEL VETTER. 20 UHR 31. 10. LAUPEN ZH, MEHRZWECKRAUM LAUBE IM SCHULHAUS, 20 UHR 4. 11. LESEBÜHNE ZÜRICH, THEATER AM HECHTPLATZ, 20 UHR, MIT SATZ & PFEFFER UND GÄSTEN: -MINU, KATJA ALVES FEAT. DANIEL MÜLLER 6. 11. RÜEGSAUSCHACHEN BE, GEMEINDEBIBLIOTHEK, 19.30 UHR 7. 11. WIL ZH, THEATERSAAL KINDERGARTEN, 20 UHR 9. 11. CHAM ZG, LORZENSAAL, 9.30 UHR MIT KAFI UND GIPFELI 11. 11. LESEBÜHNE ZÜRICH, THEATER AM HECHTPLATZ, MIT SATZ & PFEFFER UND GÄSTEN: BIG ZIS, AHNE 13. 11. SCHAFFHAUSEN, GEWÖLBEKELLER KIRCHHOFPLATZ, 20 UHR 16. 11. OBERÄGERI ZG, FOYER DREIFACHHALLE HOFMATT, 9.30 UHR MIT KAFI UND GIPFELI 18. 11. LESEBÜHNE ZÜRICH, THEATER AM HECHTPLATZ, 20 UHR, MIT SATZ & PFEFFER UND GÄSTEN: K&K, FRANK KLÖTGEN & WEWALT KOSLOWSKY UND LORENZ KEISER 20. 11. BERN, GURTEN «UPTOWN», 20 UHR 23. 11. BAAR ZG, 9.30 UHR MIT KAFI UND GIPFELI 27. 11. DÜBENDORF, OBERE MÜHLE, 20 UHR 28. 11. DÄNIKON ZH, ANNA-STÜSSI-HAUS, 20 UHR 4. 12. SOLOTHURN, ALTES SPITAL, 20 UHR 5. 12. 2008 MENZINGEN ZG, GEMEINDEZENTRUM SCHÜTZENMATT, 20.15 UHR 10. 12. 2008 ERLACH BE, MUSIKLOKAL IM GEMEINDEHAUS, 20.15 UHR AB ENDE OKTOBER IM HANDEL: «DER HAUSMANN – DIE CD», HÖRBUCH MIT KOLUMNEN, SATIREN, LIVE AUFGEZEICHNET IM MILLER’S STUDIO ZÜRICH.

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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

ARTENVIELFALT | 75

Rollendes Reservat

Auf einer aussergewöhnlichen Alpensafari erfahren Schüler, was die Natur in den Bergen bietet und was sie braucht. Dafür müssen sie nur auf dem Pausenplatz in den umgebauten Migros-Wagen einsteigen.

WWF-Pandamobil: Im ehemaligen Migros-Wagen.

V

orsichtig schreitet Paula (12) über den schmalen Pfad der Felswand entlang, vorbei an Alpenrosen und Bergtannen. «Jö, herzig», murmelt sie beim Anblick der Waldmaus. Am Himmel erkennt sie Bartgeier, an einem Steilhang Steinböcke, in der Ferne einen idyllischen Bergsee und zu ihren Füssen Trittspuren einer Gämse. Und das alles auf ein paar Quadratmetern mitten auf dem Pausenplatz. Möglich machts das WWFPandamobil, ein Projekt, das von der Migros massgeblich unterstützt wird. Herr des MigrosWagens mit dem geheimnisvollen Innenleben ist Michel Terrettaz. Seit 30 Jahren führt der 60-jährige Walliser jährlich 6000 Schülerinnen und Schüler durch das Mini-Naturreservat, das zurzeit aus Pappmachébergen, ausgestopften Tieren, Kunststoffpflanzen und liebevoll gemalter Berglandschaft besteht.

Die ganze Alpenwelt im Migros-Wagen Das aktuelle Thema: «Artenschutz in den Alpen». Paula weiss, wovon die Rede ist: Als Orientierungsläuferin ist sie oft in den Bergen. «Es gibt immer weniger Platz für Tiere und Pflanzen», erklärt sie, «das ist mega schade.» Sie lauscht Terrettaz, der mit Leidenschaft erklärt, Lampen anund ausknipst, Fenster auf- und zuklappt. Er erhebt aber nicht nur den Mahnfinger, sondern gibt den Schülerinnen und Schülern auch wertvolle Energiespartipps. Mit

Staunen und lernen: Die zwölfjährige Paula erfährt im Pandamobil viel über die Artenvielfalt in den Alpen.

zusammengekniffenen Augen tritt Paula nach dem spannenden Alpenrundgang auf den sonnigen Pausenplatz hinaus.

Text Yvette Hettinger Bilder Florian Nidecker

Anmeldung Pandamobil: Telefon 022 939 39 89, pandamobil@wwf.ch.

www.migrosmagazin.ch

Der Film: Begleiten Sie Tamara und Alain durchs Pandamobil.

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76 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

«Arten sind mehr als die Summe ihres Nutzens»

Tierarten werden geschützt, wenn sie Charisma haben, wenn sie selten und schön sind wie Tiger oder herzig wie junge Eisbären. Der Biologe Josef Senn erklärt, warum es den Menschen noch besser geht, wenn auch unscheinbare Arten erhalten bleiben.

Biologe Josef Senn: «Die Menschen merken, dass sich Artenschutz lohnt.»

D

ie Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) befindet sich am Fuss des Üetlibergs in Birmensdorf ZH. Dort arbeitet in einem schlichten Büro der Biologe Josef Senn, wenn er nicht in Indien den bedrohten Tigern auf der Spur ist. Josef Senn, mögen Sie Eisbären?

Ja, es sind schöne Tiere, deshalb ist auch das Theater, das um die

süssen jungen Eisbären gemacht wird, irgendwie verständlich. Eisbären sind so etwas wie ein Symbol für Artenschutz geworden. Ihnen schmilzt in der Arktis der Lebensraum weg.

Das hat zwar mehr mit Klima- als mit Artenschutz zu tun, aber faktisch stimmt es. Trotzdem gibt es immer wieder Meldungen, wonach die Eisbär-

population zu- und nicht abnimmt. Weshalb?

Vor 20 Jahren wurde die Jagd auf Eisbären sehr stark eingeschränkt, nachdem sie aus weiten Teilen der Arktis verschwunden waren. Diese Massnahme war so erfolgreich, dass sich die Eisbären wieder vermehren konnten. Das ändert aber nichts daran, dass sie von der Klimaerwärmung bedroht sind und dass das Eis ihnen unter den Pfoten wegschmilzt.

Gehören Klima- und Artenschutz nicht zwangsläufig zusammen?

Bei einigen Arten stimmt dies, bei anderen überhaupt nicht. In der Schweiz finden Sie heute Insektenarten, die es vor zehn Jahren noch nicht gab. Sie sind aus dem Süden eingewandert. Das Aussterben von Arten ist natürlich. Die Dinosaurier sind ausgestorben, bevor es überhaupt Menschen gab.


extra

Zur Person

Ruanda ist sehr dicht besiedelt, die Landwirtschaft verlagert sich immer mehr von den produktiven Gebieten in die Berge. Das ist verheerend: Die Tiere verlieren ihren Lebensraum, gleichzeitig werden aber Schutzwälder zerstört, was wiederum zu katastrophalen Überschwemmungen oder Trockenheit führt. Der Schutz der Berggorillas ist mehr als Tierliebe, es ist auch der wirksamste Schutz für die Menschen.

Luchs, Wolf oder Bär werden mit viel Lärm wieder in der Schweiz angesiedelt oder wandern selber ein. Was halten Sie davon?

Umwelt- und Artenschutz sind auch eine Frage des Wohlstands.

Warum diese Aufregung um die Wiederansiedlung des Wolfs?

Mensch und Wolf waren während Jahrtausenden Konkurrenten, sie haben das Gleiche gejagt und gegessen. Objektiv ist heute die Angst vor dem Wolf unbegründet. In Italien hat er gelernt, den Menschen auszuweichen. Den Menschen auszuweichen: Ist das die beste Überlebensstrategie überhaupt?

Nein, es gibt auch wilde Arten, die dank der Nähe zum Menschen gut überleben, etwa Stadtfüchse.

Bild Anne Morgenstern

Das ist vielen Menschen egal. «Mein Auto läuft auch ohne Wald» war einst ein häufiger Spruch.

Ziemlich deplatziert! Wir haben den Wald im 19. Jahrhundert zu schützen begonnen, weil wir von Lawinen und Überschwemmungen bedroht waren.Tierarten wie

Berggorillas in Ruanda. Ist das nicht Heimatschutz?

Josef Senn (51) ist Biologe und Forscher an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf. Zudem vertritt er die Schweiz beim Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites). Diese Organisation wacht darüber, dass der Artenschutz beim internationalen Handel eingehalten wird.

Auch wenn sie es nicht laut sagen: Die Förster haben Freude an der Wiederansiedlung von Raubtieren. Sie halten die Rehe und Hirsche in Bewegung und verhindern, dass diese den ganzen Winter an den gleichen Stellen die jungen Bäume wegfressen. Nachdem sich der Luchs in der Innerschweiz etabliert hat, haben sich in vielen Wäldern die Weisstannen auffallend gut verjüngt.

Das stimmt, aber in ganz anderen Zeiträumen. Es hat Zehntausende von Jahren gedauert, nicht Jahrzehnte.

ARTENVIELFALT | 77

Das Verschwinden von Arten gilt aber primär als Symbol menschlicher Zerstörungskraft.

Es gibt kaum Naturgebiete, die vom Menschen nicht beeinflusst sind. Und es gibt Tiere, die ohne genügend Raum kaum mit Menschen zusammenleben können. Bären etwa. In Finnland nimmt die Bärenpopulation dafür zu. Artenschutz geniessen oft nur süsse oder schöne Tiere wie die

Nicht nur. Das Beispiel Ruanda zeigt, dass es den Menschen gut geht, wenn es den Gorillas gut geht. Ähnliches gilt auch für andere Regenwälder. Werden sie rücksichtslos abgeholzt, gehen nicht nur Arten verloren, sondern auch wertvoller Lebensraum für den Menschen. Wie bringen Sie das dem Holzarbeiter bei, der eine hungrige Familie hat und Geld braucht?

In einer solchen Situation kann man wahrscheinlich gar nichts

«Förster haben Freude an Raubtieren. Sie halten die Rehe in Bewegung.» machen. Nur spielt sich in diesen Ländern oft das Gleiche ab wie in der Schweiz vor 150 Jahren: Die Menschen merken, dass sich Artenschutz lohnt. In Indien beispielsweise werden die Wälder zunehmend von der einheimischen Bevölkerung geschützt und wiederhergestellt. Die Monokulturen führen zum Verschwinden von Arten. Doch brauchen wir diese nicht, um die Nahrungsmittel für bald sieben Milliarden Menschen zu erzeugen?

Nahrung ist eigentlich nicht das Problem. Wahnsinn ist aber, was sich derzeit in Sachen Biotreib-

stoff abspielt. Das führt zu noch mehr Monokultur und noch mehr Einsatz von Chemie. Und das, obwohl die Energiebilanz dieser sogenannten Biotreibstoffe mehr als fragwürdig ist. Billige Nahrungsmittel sind nur dank der «grünen Revolution» möglich geworden, also auch dank Pestiziden und Dünger.

Ich bestreite nicht die Vorteile der «grünen Revolution». Gefährlich ist es, wenn dabei Hunderte von gut angepassten, einheimischen Sorten verschwinden. Nochmals: Könnte man mit diesen traditionellen Sorten die Menschen ernähren?

Grundsätzlich schon. In vielen Entwicklungsländern liegen riesige Flächen brach. Das Problem ist die Landflucht, die Menschen ziehen in die Megastädte. Weshalb?

In Afrika rentiert die Landwirtschaft oft nicht mehr. Der Kontinent wird mit billigen, subventionierten Lebensmitteln aus den USA und Europa überschwemmt. Vor allem im Meer steht uns ein Artensterben bevor. Jede dritte befischte Art gilt als bedroht.

Auch hier spielen Subventionen eine verhängnisvolle Rolle. Viele Staaten subventionieren ihre Fischereiflotten übermässig, vom Treibstoff bis zu den Fischpreisen. Zusammen mit der hochentwickelten Technik hat das dazu geführt, dass man jeden Fisch fangen kann, den man fangen will. Ist eigentlich jede Art schützenswert? Ich etwa habe panische Angst vor Schlangen und könnte mir gut eine Welt ohne Kobras vorstellen.

Wenn Sie in Zürich ins Kunsthaus gehen, dann sehen sie dort ein paar ganz berühmte Bilder. Wenn diese zerstört werden, geht etwas verloren, etwas, das man nicht in Franken ausdrücken kann. Sind Arten also eine Art Kunstwerke der Evolution?

Sagen wirs so: Arten sind mehr als die Summe ihres Nutzens.

Interview Philipp Löpfe


Photo: SF/Christian Dietrich

So wenig kostet ein Leser pro Inserat.* Doch das ist nur einer der vielen Vorzüge von Inseraten, beworben von Martina Kunz und Michael Holzgang, Werbeagentur in flagranti bsw. Eine Aktion der Schweizer Presse in Zusammenarbeit mit dem Kreativnachwuchs der Schweizer Werbeagenturen. www.schweizerpresse.ch * Durchschnittskosten pro Leser für ¹⁄¹-Seite 4c. Quelle: TLP-Vergleich MACH Basic 2007-2.


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

| 79 ARTENVIELFALT AR RT

Testen Sie Ihr Wissen! Das grosse Quiz zur Artenvielfalt. 1) Der Wolf hat einen schlechten Ruf. Diesen hat er bekommen … T … weil er früher zur existen-

Illustration Alex Macartney, Quizfragen René von Euw in Zusammenarbeit mit Kurt Eichenberger, WWF Schweiz

V

2) Der Bartgeier hiess früher Lämmergeier, weil ihm nachgesagt wurde, dass er Lämmer und Kinder verschleppe. Seine Nahrungsquelle ist aber eine andere. C Er frisst Murmeltiere. D Er ist ein Vegetarier. E Er ernährt sich vorwiegend von

5) Der Braunbär kam 2005 wieder in die Schweiz. Ein weiterer Bär aus derselben Population wanderte 2007 in die Schweiz ein und wurde im Frühling 2008 legal erschossen … A … weil er mangels wirksamer

Knochen verendeter Tiere.

B

3) Der einst ausgerottete Biber verbreitet sich wieder, und schon gibts Auseinandersetzungen mit dem Menschen … Q … weil er sich an den Feuer-

C

R

S

bohnen der Bauern gütlich tut. … weil er mit seinen Dammbauten landwirtschaftliche Böden unter Wasser setzt. … weil er Holzbrücken anknabbert und diese gefährdet.

4) Lachswildfang kommt heute vor allem aus der Nordsee und nicht aus heimischer Fischerei, da … Q … es in der Schweiz gar nie R

S

Lachs gegeben hat. … der Lachs, der hier einst heimisch war, heute wegen der Kraftwerke unterhalb von Basel nicht weiter den Rhein hochkommt. … der Lachs in Mitteleuropa zu viel Fett im Gewebe hat.

7) Das Auerhuhn bewohnt lichte Wälder. Der Rückgang des heftig auf Störungen reagierenden Vogels kann gestoppt werden … U … indem Wälder aufgelichtet

und Störungen ferngehalten werden. V … indem Auerhühner gefüttert werden, damit sie den Winter überstehen. W … indem Birkhühner zurückgedrängt werden, die Auerhühnern das Futter wegfressen.

Abfallkonzepte immer wieder in die Nähe der Menschen kam. … weil er nach einer Vergiftung durch verdorbenes Fleisch Qualen litt, von denen man ihn erlösen musste. … weil er sich beim Kampf mit einem Rivalen derart verletzte, dass man ihn töten musste.

8) Im schaffhausischen Klettgau wurden Lebensräume für Rebhühner geschaffen, indem die Landwirtschaft extensiviert wurde. Entscheidend war … H … dass anstatt Weizen Roggen

6) Luchse werden seit den 70er-Jahren in der Schweiz wieder angesiedelt. Bis heute haben sie sich aber nur zaghaft vermehrt … R … weil sie bei Revierkämpfen S

T

I

grosse Verluste erleiden. … weil die Ausdehnung des Luchsbestands durch Strassen, Eisenbahnen und Siedlungen gebremst wird. … weil die Luchse durch eine mysteriöse Krankheit dezimiert werden.

1

2

3

4

5

J

angebaut wurde. … dass Buntbrachen als Nistplätze für Rebhühner zur Verfügung gestellt wurden. … dass räuberische Füchse durch Vogelscheuchen abgeschreckt werden.

9) Biodiversität bedeutet drei Dinge: Die Artenviel-

6

7

8

9

10

11

falt, die genetische Vielfalt innerhalb von Arten … Q … und die Vielfalt von R S

Siedlungsflächen. … und die Vielfalt von klimatischen Einflüssen. … und die Vielfalt von Lebensräumen und deren Funktionen.

10) Viele Tiere und Pflanzen in der Schweiz sind bedroht. Betroffen sind vor allem folgende Arten: S Fische, Amphibien und ReptiT U

lien Zierpflanzen Baumarten

11) Mit dem Kauf von TerraSuisseProdukten unterstützen MigrosKunden die Artenvielfalt. Weshalb? E Weil jeder TerraSuisse-Bauer

F

G

einen klar definierten Beitrag zum Artenschutz leistet. Weil vom Kaufpreis fünf Rappen in einen Fonds zur Rettung der tasmanischen Fruchtfliege fliessen. Weil dann die Migros weiterhin viele unterschiedliche Produkte im Sortiment führt.

Lösung: TERRASUISSE

U

ziellen Bedrohung für Kleinbauern wurde. … weil er in Vollmondnächten zum Werwolf wird. … weil er sich seinem Naturell gemäss hinterlistig verhält.


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

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bürgerlich Gian-Marco Schmid aus Chur, ist wohl der zurzeit polarisierendste Rapper der Schweiz. Ende Jahr erscheint sein neues Album «Bucher & Schmid». Gimma, wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Die unrühmliche Wahrheit ist: Ich habe gestohlene Süssigkeiten verkauft. Jahre später reinigte ich die riesigen Festzelte der Calanda Bräu. Eine ehrliche, aber verdammt dreckige Arbeit. Wie viel verdienen Sie heute?

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Ich habe gut fünf Monate in meine Band OBK investiert – in meine Jungs! – und habe dabei auf gute Jobs verzichtet. Wieso macht Geld glücklich?

Wer in seinem Leben wirklich Hunger gehabt oder unter Brücken geschlafen hat, weiss, dass Geld nichts mit Glück zu tun hat. Wofür geben Sie die letzten 20 Franken aus?

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Eugen Baumgartner


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Bild Masterfile

on wegen täglich frische Mäuse vertilgen. Die wenigsten Menschen können und wollen ihren Stubentiger mit diesem «Frischfleisch» versorgen. Das ist auch nicht nötig. Katzenfutter ist die einfachste Methode, die Katze artgerecht zu ernähren. Denn es enthält alle lebenswichtigen Nährstoffe. Um gesund zu bleiben, benötigt Ihr vierbeiniger Liebling genügend Eiweiss, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. All dies finden die Katzen im SelinaSortiment, das den Lebenszyklen der Katzen und den entsprechendenNahrungsbedürfnissen angepasst wurde. Kätzchen bis zu einem Jahr benötigen viel Protein und Taurin für ein ge-

sundes Wachstum. Ältere Katzen ab sieben Jahren brauchen weniger Eiweiss, dafür einen umso höheren Anteil an Rohfasern – Selina bietet für jede Lebensphase der Katzen die optimale Rezeptur. Damit Ihr Liebling das passende Futter erhält, ist jede Packung mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Damit auch heikle Schleckermäuler zufrieden schnurren. IF

Die Neuheiten von Selina: Senior Ragout mit Lamm, 100 g, Fr. —.65, Denta Snack, 60 g, Fr. 2.50, Catsticks mit Forelle und Lachs, 6 Stück, Fr. 2.40, Mousse mit Forelle und Thunfisch 100 g, Fr. —.85, Croc Menu mit Geflügel, 1 kg, Fr. 3.50, 3-Mix mit Fleisch, 1 kg, Fr. 3.90

KATZENFUTTER | 87


88 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Evas Liebesäpfel

Wussten Sie, dass die Tomate erst seit dem 19. Jahrhundert diesen Namen trägt? Vorher kannte man sie unter verschiedenen Namen wie Liebesapfel, Goldapfel oder Paradiesapfel. Die Cherry-Tomate ist eine besonders beliebte Vertreterin ihrer Art. Sie schmeckt süss, und der Tomatengeschmack ist intensiv in der kleinen Frucht konzentriert. Sei es als schmackhafter Farbtupfer im grünen Salat oder einfach als gesunder Snack zwischendurch. Wer weiss, vielleicht war es ja kein Apfel, mit dem Eva damals ihren Adam verführte – sondern der kleine Paradiesapfel Cherry. Cherry-Tomaten, Saisonale Preise

Deliziös

Neuling

Der Delicious-Kartoffelstock eignet sich aufgrund seiner einfachen Portionierbarkeit auch für Single- und Kleinhaushalte gut. Der fixfertige Stock kann nach Belieben in der Pfanne oder Mikrowelle zu einem luftig-feinen Gericht zubereitet werden.

Der Tilapia-Fisch gehört zur Familie der Buntbarsche und ergänzt neu das Tiefkühlsortiment der Migros. Er stammt aus biologischer Aufzucht und ist im Geschmack eher neutral. Die Fischfilets kann man – im Bierteig oder nature – im Ofen, in der Pfanne oder in der Friteuse zubereiten.

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schaufenster Knolle mit Mehrwert

AUFGEGABELT

Die mehlig- und festkochenden TerraSuisse-Kartoffeln ergänzen das bisherige TerraSuisse-Sortiment, das bis anhin hauptsächlich Fleisch, Mehl und Brot umfasste. Das MigrosLabel TerraSuisse steht für umweltfreundlichen Anbau und schonende Ernte. Schädlinge bekämpft man ausschliesslich mit Substanzen, die nützlichen Insekten nicht schaden. Zusätzlich verpflichten sich die Bauern, Lebensräume für seltene Pflanzen und Wildtiere zu schaffen.

Martin Jenni, Food-Redaktor

Bonjour Tristesse

TerraSuisse-Kartoffeln, 1,5 kg,

regionale Preise

GUT UND GÜNSTIG

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Wurst im Kräuterteig

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Leichter Genuss Obwohl der Fettgehalt bei den neuen Léger-ErdnussFlips um 30 Prozent gesenkt wurde, haben sie nichts von ihrem feinen Erdnussaroma verloren. Vorsicht: Suchtgefahr!

Léger-Erdnuss-Flips, 90 g, Fr. 1.20*

> 2 mittelgrosse Zucchetti anschneiden und längs in 8 ca. 2 mm feine Scheiben schneiden. Ca. Fr. 1.50 > 8 M-Budget-Wienerli mit 2 TL Senf bestreichen. Je mit einer Zucchettischeibe umwickeln. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ca. Fr. 4.70 > 50 g Rucola und 1 Bund Petersilie hacken. 300 g Pizzateig auf Mehl 5 mm dick auswallen. Kräuter darauf ausstreuen. Teig zusammenfalten und nochmals auswallen. In 8 Rechtecke schneiden. Würstchen mit Teig umwickeln und mit einem verquirlten Ei bestreichen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen.

Ca. Fr. 3.70

Tipp: Samen, Kerne oder Chiliflocken über den mit Ei bestrichenen Teig streuen. Mit Salat servieren. Andere Mini-Würstchen, z.B. Merguez, einwickeln.

+ +

Preise können regional variieren.

Neu verpackt ist die Figure-Control-Gemüsecrèmesuppe wieder in der Migros erhältlich. Neben Lauch, Zwiebeln, Sellerie und Kartoffeln enthält sie wertvolle Mineralstoffe und Vitamine.

Figure Control, 6 Suppenmahlzeiten, Fr. 18.—* * Nur in grösseren Filialen erhältlich.

Bilder bab.baumnann.ch/Flora Press, Gian Vaitl

* Nur in grösseren Filialen erhältlich.

Figur im Griff

NEWS | 89

Die unprätentiöse Landschaft, die pittoresken Dörfer – ja, die gibt es noch im Elsass –, und in der Beiz das obligate «Choucroute garni» sowieso. Leider nur zu oft in schlechter Qualität. «Bonjour tristesse» kann ich da nur sagen. Woran liegt es, dass in Frankreich immer mehr Bistrots verschwinden? Sicher tragen die Paragrafenreiter aus Brüssel mit ihren aberwitzigen Vorschriften dazu bei. Kommt hinzu, dass die alten Beizer nicht mehr mögen, und die Jungen, die noch wirten wollen, nicht mehr dürfen, weil sie eben die von Brüssel befohlenen Renovationen von Toilette, Küche und Lüftung oft nicht zahlen können. Und Banken bekommen bei einer Kreditanfrage eines Wirts ohnehin Juckreiz. Aber allen Unkenrufen zum Trotz, therapeutisch reisen geht im Elsass immer noch. Gegen den Schweizer Mehltau hilft oft schon ein Vormittag auf einem der Wochenmärkte in Colmar oder Strassburg. Unerlässlich ist dabei der Reiseführer «Elsass & Sundgau» – einkaufen, rumtreiben und einkehren. Erschienen ist er im Oase Verlag Badenweiler in der sechsten Auflage, zwar schmäler als die fünfte, aber immerhin.


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schaufenster

GEMÜSE

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Kraut für Gourmets

Sauerkraut: der Vitaminlieferant ist ein Trendsetter in der Küche.

M

an kann Sauerkraut traditionell geniessen, mit Wurst und Rippli, mit Bohnen und Kartoffeln oder ganz anders. Denn der vergorene Weisskohl schmeckt auch als Salat, Gratin oder Suppe. Trotz seines ausgeprägten Aromas harmoniert er perfekt mit Fisch, lässt sich mit Orangen oder Randen kombinieren oder edel auf Teigkissen präsentieren. Sogar zu Austern servieren ihn wagemutige Köche. Sauerkraut ist ein Alleskönner in der Küche, den man keinesfalls beiseitestellen sollte. Denn es bietet nebst dem feinen Geschmack auch viel in gesundheitlicher Hinsicht. Das Powerkraut enthält Vitamin C, Folsäure, Kalium und Kalzium, dafür fast keine Kalorien und noch weniger Fett. Wer empfindlich ist und Mühe mit Sauerkraut hat, sollte es mit viel Kümmel und Ingwer geniessen. Und wer auf Bio steht, findet Bio-SauerkrautVarianten im Kühlregal. RG Sauerkraut gekocht, 500 g, Fr. 3.— Rotkraut gekocht, 500 g, Fr. 2.80 Sauerkraut mit Beeren, 500 g,

Bild Lotti Bebie

Fr. 2.70


Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Delikates in Pink

Zum Apéro, als Vorspeise oder als Hauptgang — Lachs passt immer.

W

er Lachs sagt und glaubt, er habe sich klar ausgedrückt, liegt falsch. Lachs ist nicht gleich Lachs. Gottlob! Denn so gibt es faszinierende Lachsvarianten zu entdecken. Zum Beispiel das dick geschnittene Lachsrückenfilet aus Schottland. Dafür werden die besten Zuchtfische ausgesucht und schonend über Eichen- und Buchenholz geräuchert. Oder den Gravedlachs mit dem Kräuterrand – der nach altem norwegischem Rezept nur mit Salz und Kräutern behandelt, leicht geräuchert und traditionell mit einer Dill-SenfSauce serviert wird. Der Biolachs zeichnet sich durch ein feines, fettarmes Fleisch aus. Denn in der starken Strömung um die schottischen Shetlandinseln müssen sich die Lachse stetig bewegen. Der Gewürzlachs aus Norwegen wird in der Schweiz geschnitten und geräuchert, wobei ihm die spezielle Würzmischung einen raffinierten Geschmack verleiht. Lachs zu räuchern hat in vielen Ländern eine lange Tradition. Dementsprechend variantenreich sind die Rezepte – und das Angebot in der Migros. RG Lachsrückenfilet, 150 g,

Bild Claudia Linsi

Fr. 13.90*; Bio Schottischer Rauchlachs, 100 g, Fr. 9.80* (mit

20-fachen Cumulus-Punkten vom 9. bis 22. September); Gravedlachs mit Sauce, 120 g, Fr. 8.90*; Gewürzlachs, 100 g, Fr. 6.90* * Nur in grösseren Filialen erhältlich.

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LACHS | 91


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FRÜCHTE

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Schweizer Frische Die Erntezeit für Äpfel und Birnen bedeutet Hochbetrieb im Thurgau.

O

Elstar Eine klassische Herbstsorte mit fein-säuerlichem Aroma.

Gravensteiner Eine alte europäische Apfelsorte, sehr saftig und süss-säuerlich.

Williams-Birnen Der Klassiker mit kräftigem Aroma und goldgelbem Fruchtfleisch.

Bild Claudia Linsi

bstbauer Urs Straub im thurgauischen Altnau – idyllisch ob dem Bodensee gelegen – freut sich, denn das typische Flammenmuster auf seinen Gravensteiner-Äpfeln ist deutlich erkennbar. Für ihn ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass der Apfel saftig, knackig, süss und doch leicht säuerlich ist. Mehr als 1000 GravensteinerApfelbäume hat Straub kürzlich abgeerntet. Jeden einzelnen Apfel haben er und seine Helfer von Hand vom Stiel gedreht und vorsichtig in die Kisten gelegt. Denn Obstbauer Urs Straubs kritisches Auge lässt nur fleckenlose Köstlichkeiten gelten. Und trotz der Sorgfalt hiess es, sich sputen – schliesslich musste das Obst noch am gleichen Tag das Zwischenlager in Bischofszell erreichen, von wo aus die Migros mit den baumfrischen Äpfeln beliefert wird. Die reifen Williams-Birnen sind von gleichmässig grüner Farbe, knackig frisch und wohlgeformt. Sie geniessen dieselbe Sorgfalt und Behandlung wie die Äpfel. «Die diesjährige Apfel- und Birnenernte ist qualitativ sehr gut», weiss Straub zu berichten, während er herzhaft in einen Apfel beisst. «Äpfel sind übrigens das beste Mittel gegen den Durst», rät er lachend. RG


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Gaumenfreuden mit «1 gratis»

1 GRATIS | 93

Vom 9. bis 15. September in Aktion:

Promi-Mama Berti Heinzmann weiss, was ihrer Tochter schmeckt: Eine Riesenportion Pasta mit ganz viel Parmesan.

I

n der Migros wird weiter gespart: Bis zum 22. September gibt es bei Produkten, die mit dem «1 gratis»-Kleber gekennzeichnet sind, eine Packung kostenlos dazu. Berti Heinzmann (57) freuts. Die Hausfrau und Mama der erfolgreichen Sänge-

rin Stefanie Heinzmann verrät, wieso sie ihren Kühlschrank mit Grana Padano füllt: «Für meine Tochter sind Spaghetti mit Piccata nach einem Konzert das grösste. Klar, dass der Parmesan dazu nicht fehlen darf.» Die Mutter ist einer der grössten Fans der Wal-

liser Sängerin und besucht mit ihrem Mann fast jedes Konzert. Womit die Regisseurin Andrea Staka (34, «Das Fräulein») ihre Koffer füllt, wenn sie in ihre zweite Heimat New York fliegt, verrät ihre Mama Duska Staka (65) nächste Woche. AB

2+1 Tortelloni-Ricotta-Spinat, je 250 g, Fr. 7.80

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Stefanie Heinzmann (19) hat 2008 den Songcontest des de s deutschen de Entertainers Stef St Stefan Raab gewonnen. 2 + 1, Grana Padano, je 120 g, Fr. 5.-

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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

à la carte

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Kochen mit der «Saisonküche» > GRAZIELLA ROSSI

Mit Kopf und Bauch

Die Schauspielerin Graziella Rossi liebt die Bühnen dieser Welt und ihr Haus in Arzo, ihre Vespa, gutes Essen, Wein und Pasta. Wie etwa die Pastete à la Elvira.

M

it der Vespa geht es auf dem gepflasterten Gassenwirrwarr von Arzo rauf und runter. Das Tessiner Grenzdorf verschwindet rasant aus dem Blickwinkel. Graziella Rossi (51) ist in Fahrt. Mit Appetit im Bauch, mit Kopf im Helm und ohne Einkaufszettel in der Hosentasche. In ihren grünen Plastikkorb kommt, was der Bauch dem Kopf verspricht. Spontan ist Rossi nicht nur beim Einkaufen, spontan ist auch ihr umtriebiges Schauspielerleben. Gestern New York, morgen Olten, übermorgen Prag und heute Gemüse, Salami, Gartenkräuter, Wein und Brot in Arzo. Gemeinsam mit der Opern-Primadonna Maria Callas – nicht mit deren Stimme, sondern mit dem Text zum Bühnenstück «Meisterklasse» von Callas-Verehrer und Dramatiker Terrence McNally. Texte lerne sie eben gerne auf der Vespa oder dem Velo, auf dem Markt oder am Herd. Still sitzen und auswendig lernen, das gehe bei ihr nicht. Und nein, sie sei keine Diva. Sie spiele sie nur, pariert Graziella Rossi den ironischen Blick von «Saisonküche»Köchin Andrea Mäusli.

Ruhige Nachbarn und lautes Kirchengeläut Im Augenblick ist Andrea Mäusli jedoch von Arzo, der Dorfkirche und der mondänen Küche der Schauspielerin hell begeistert. Schlicht, traditionell und mit viel Patina präsentiert sich das Künstlerrefugium. Eingebettet zwischen Häusern mit GeschichLESEN SIE WEITER AUF SEITE 96

Vespa für den Gemüsetransport: Graziella Rossi, die Abusinda aus «Lüthi und Blanc», auf Einkaufstour.


96 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

ten und Gerichten steht das Haus in einem idyllischen Hinterhof. Nur das vorwitzige Gezwitscher einiger Singvögel unterbricht die Stille. Ja, die Nachbarn scheinen sich in die Siesta oder in die Ferien verabschiedet zu haben. Welch beschauliche Ruhe. Ein voreiliger Trugschluss. Das ohrenbetäubende Kirchengeläut bringt alle zum Verstummen. «Reine Gewöhnungssache», beschwichtigt Graziella Rossi ihre erbleichten Gäste. «Wollen wir nun kochen?», fragt sie nach. «Genau. Der Startschuss war ja unüberhörbar», bemerkt Andrea Mäusli mit einem sanften Lächeln.

Antwort ein fünfstimmiges «Ja», setzte sich die ganze Familie Rossi ins Auto und fuhr schnurgerade nach Marseille, in die Stadt der Bouillabaisse. Kein Märchen, sondern gelebte Geschichte.

Zurück nach Arzo zur Pasticcio Elvira Das Kochduo Rossi-Mäusli geniesst es, draussen in der Sonne zu kochen. Das heisst, eigentlich geniessen die zwei den Aperitif,

da die Gratinform bereits mit dem Teig ausgelegt ist, die Füllung, Sauce und der Käse darauf verteilt sind und das Ganze schon im Ofen schmort. Jetzt heisst es nur noch warten. Langweilig wird es dabei niemandem. Graziella Rossi erzählt Anekdoten aus ihrem bewegten Künstlerleben und über die Dreharbeiten zur SF-Kultserie «Lüthi und Blanc», in der sie während Jahren Abusinda, die Haushälte-

rin von Monsieur Blanc, spielte. Stehend rezitiert sie aus «Eros des Essens» und erzählt vom Stück «Sabina Spielrein», einem Monolog für eine Schauspielerin und ein Saxofon. Nein, langweilig ist dieses Leben wahrlich nicht. Wohl eher hektisch, spannend und ruhelos. Ruhig und entspannt wird Graziella Rossi am Tisch beim Essen mit Freunden. Hier in Arzo, dem Heimatort ihres Vaters, den sie ab

Schritt für Schritt zur Pasticcio Elvira B

A

Das Kochtalent von der Mama geerbt Dass Graziella Rossi nicht nur etwas von der Schauspielerei versteht, zeigt sie mit einigen gekonnten Handgriffen. Zack – und schon sind die Schalotten und der Schinken in feine Streifen geschnitten, die Béchamelsauce ist angerührt und der Teig geschmeidig geknetet. Klar, ihre Mama hat sie geprägt und ihr das Kochen beigebracht. Übrigens: Mama Elvira ist eine grossartige Köchin, die 28 Jahre lang das legendäre Restaurant «Beckenburg» in Schaffhausen geführt hat und von deren Pasta heute noch die ganze Munotstadt schwärmt. Von Papa Lodovico, der Unternehmer mit Verstand und Appetit war, hat Graziella Rossi ihre Grazie, ihre Selbstsicherheit und die Begabung, perfekt in fremde Rollen zu schlüpfen. Papa war Grandseigneur und der Schauspieler der Familie. Wenn er nach Hause kam, drehte er im Restaurant mit würdiger Miene die Runde und nahm stolz das Lob der Gäste entgegen. Oder er überraschte seine Frau und seine vier Töchter mit der Frage, wer denn Lust auf eine Bouillabaisse, auf eine Fischsuppe, habe. War die

Mehr Rezepte: www.saison.ch

D

E

A Zeitzeugen eines viel zu kurzen Sommers: Zucchini mit Geschmack und Zucchiniblüten, die nur bis Anfang August erhältlich sind. B Zwei, die sich auf Anhieb verstehen und kochen können: Schauspielerin Graziella Rossi und «Saisonküche«-Köchin Andrea Mäusli. C Wenn er nicht seine geliebten Trauben pflegte, sass Antonio Boldini, den im Dorf alle Togn nannten, gern auf diesem Balkon. Er war ein lieber Freund der Familie Rossi, Kräuterzüchter, Spanienkämpfer, Original, brillanter Posaunist und jahrelanger Bewohner des Hauses. D Schalotten und Schinken werden in feine Streifen geschnitten. E Mit dem Rest des Teigs lassen sich diverse Pasta formen. F Der Treffpunkt im Hause Rossi ist die Küche — mit Kamin, Klavier, Büchern und Freunden, die spontan auf Besuch kommen.

F


à la carte

und zu auf dem Friedhof besucht und dabei von den Einheimischen immer wieder schöne Geschichten über ihn zu hören bekommt. Auch von der fröhlichen Tafelgesellschaft hört man Geschichten. Andere. Solche von Kopf und Bauch.

GRAZIELLA ROSSI | 97

Pasticcio Elvira Für 4 Personen

Text Martin Jenni Bilder Lucas Peters

Die nächsten Spieldaten und Stücke von Graziella Rossi: www.graziellarossi.ch

C

Zutaten Teig: 200 g Weissmehl 1 TL Salz, 2 Eier 2 TL Olivenöl, wenig Wasser Mehl zum Auswallen Béchamelsauce: 40 g Butter 50 g Weissmehl 4 dl Milch, 1 TL Salz Pfeffer aus der Mühle Füllung: 1 Schalotte 100 g gekochter Schinken 500 g Zucchini ½ EL Butter, 2 EL Olivenöl Pfeffer, Salz, Thymian 200 g Taleggio 100 g geriebener Parmesan Einige Zucchiniblüten

Zubereitung 1) Ofen auf 180 Grad vorheizen. Für den Teig Mehl in die Schüssel geben, salzen und eine Mulde in die Mitte drücken. Eier und Olivenöl verrühren, in die Mulde geben und von der Mitte aus den Teig anrühren, falls nötig Wasser beigeben. Von Hand zu einem glatten Teig kneten. Teig in 5 Portionen schneiden, mit wenig Mehl auswallen und stufenweise durch die Pastawalze drehen, sodass dünne Teigstreifen entstehen. Diese auf ein sauberes Küchentuch legen und in 5 Teile schneiden, die etwa die Grösse der Gratinform haben sollten. 2) Für die Béchamelsauce Butter in der Pfanne warm werden lassen, Mehl beigeben und andünsten, ohne dass es Farbe annimmt. Unter Rühren

die kalte Milch dazugiessen und aufkochen, bis eine dickliche Sauce entsteht, würzen und beiseite stellen. 3) Für die Füllung Schalotten fein und Schinken in Streifen schneiden. Zucchini hobeln. Butter in der Bratpfanne wärmen. Schalotten an- und Schinken mitdünsten. Zucchini beigeben und 10 Minuten mitbraten. Von Zeit zu Zeit wenig Öl beigeben. Füllung würzen. Thymianblättchen abstreifen und beimischen. 4) Boden der Gratinform mit Teig auslegen, je einen Viertel Zucchinifüllung, Béchamelsauce und Käse darauf verteilen. Vorgang wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Im Ofen 40 Minuten backen. Mit gebratenen Zucchiniblüten garnieren.


98 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

R TIPPS DER WOCHE

Rund um eingelegte Zitronen > Eingelegte Zitronen: Unbehandelte Zitronen waschen. Mit kaltem Wasser bedeckt und mit einem Teller beschwert 3 Tage zugedeckt stehen lassen. Zitronen senkrecht kreuzweise tief einschneiden, sodass die Viertel unten aber noch zusammenhalten. Etwas auseinanderdrücken, mit grobem Meersalz füllen, aufrecht in Einmachgläser füllen. Mit Meersalz bestreuen und mit wenig Zitronensaft beträufeln. Mit kochendem Wasser auffüllen, dabei die Früchte mit ausgekochten Kieselsteinen beschweren, damit sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind. Gläser verschliessen. Die Zitronen sind nach etwa 3 Wochen gebrauchsfertig und halten sich bis zu 4 Monaten. Ist das Glas einmal geöffnet, gehört es in den Kühlschrank.

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> Verwendung: Der Saft eingelegter Zitronen kann wie Essig verwendet werden. In den Saft von Schmorgerichten können Sie Zitronenstücke oder die vom Fruchtfleisch befreite Schale beigeben. > Poulet-Tagine für 4 Portionen: Je 1 gehackte Zwiebel und Knoblauchzehe, 3 EL Olivenöl, je ½ Bund

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KOCHTIPPS | 99

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Der Herbst kommt langsam, aber sicher — mit frischem Käse, zartem Reh und marinierten Himbeeren.

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Wissenswert Hauchdünn ausgezogenen Strudelteig aus Mehl und Wasser verwendet man als Hülle für pikante Teigtaschen wie auch für süsses Gebäck. Am bekanntesten sind wohl die Strudelvarianten aus unseren östlich gelegenen Nachbarländern wie Apfel- und Mohnstrudel aus Österreich oder Savijaca od smokava, eine Zubereitung mit frischen Feigen aus Kroatien. Mit fertig ausgezogenem Strudelteig aus dem Migros-Teigsortiment lassen sich im Handumdrehen viele Köstlichkeiten zubereiten, zum Beispiel ein pikantes Ziegenfrischkäse-Millefeuille wie im aktuellen M-Cooking-Menü.

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> Hauptspeise

Reh mit Hagebutten

Mit diesem Schnitzelgericht hat man schon gewonnen: Reh und Hagebutte sind eine himmlische Kombination.

> Dessert

Marinierte Himbeeren Mit etwas Grand Marnier und Zitronensaft werden die Himbeeren mariniert und mit dem Basilikumrahm garniert.


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

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MIGROS NEUENBURG-FREIBURG

Ein einmaliger Abend

AGENDA

Ein Festival der Märchen Es war(en) einmal ein verrückter König, Mäuseprinzessinnen, ein Tier mit zwei Rücken, allzu freundliche Wölfe, Götter, Teufel, Galgen und Tambouren: Märchen bieten Einblicke in Welten voller Wunder und Weisheit. Das internationale Märchenfestival findet vom 20. bis 29. September in Freiburg statt. Mit Erzählern wie Henri Gougaud, Catherine Zarcate, Taxi Conteur und Nacer Khemir! Infos: www.iletait.ch oder www.storytellermuseum.ch

Am 19. September wird in Freiburg vor der Kulisse der steilen Felswände der Saane das Schauspiel «Falaises» aufgeführt

Das internationale Märchenfestival findet in Freiburg statt.

Die Bénichon in der Migros

Lesen Sie zum Thema Bénichon auch die Artikel auf den Seiten 105/106.

«Falaises» hat 2007 den «Grand Prix culturel» der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg gewonnen.

N

Bild: Nicolas Ruffieux

Avry-Centre: Geniessen Sie täglich zwischen 11 und 14 Uhr die typischen Bénichon-Gerichte und den ganzen Tag über Produkte wie Safranbrot, Senf und Meringues. Unter musikalischer Begleitung von Gilbert Kolly. Gruyère-Centre : Unsere Kunden haben die einmalige Gelegenheit, mit selbst gezeichneten kleinen Kühen eine riesige «Poya» zu gestalten. Die Kunstwerke werden während der Woche auf einer riesigen Tafel ausgestellt, die einen Alpaufzug zeigt.

ach monatelanger Arbeit sind die Brüder Gonzague und Nicolas Ruffieux bereit, einem grossen Publikum das Werk «Falaises» vorzustellen, das 2007 den «Grand Prix culturel» der Migros Neuenburg-Freiburg gewonnen hat. Der Preis hat es den beiden Freiburger Künstlern ermöglicht, ihren Traum zu verwirklichen und das bombastische Stück zu inszenieren, das am 19. September (ab 21.30 Uhr) vor den felsigen Steilufern der Saane in der Freiburger

Basse-Ville zur Aufführung gelangt. Musikalische Kompositionen von Gonzague Ruffieux verbinden sich darin mit der optischen Gestaltung seines Bruders Nicolas aus Bildern und Videos, die auf die Felswände der grandiosen Saane-Kulisse projiziert werden. Ein Chor und eine Schar von Musikern werden Werke interpretieren, zu denen sich der Komponist von Händel, Puccini und Fauré inspirieren liess. Krönung der musikalischen Schöpfung ist ein Lichtspiel von ProScène, das den

ganzen Felsenkessel unter der ehrwürdigen Lorette-Kapelle erhellt. Dank der Unterstützung der Migros mit dem «Grand Prix culturel» ist die Aufführung für die gesamte Bevölkerung zugänglich, der Eintritt ist frei. Treffpunkt ist das Sportgelände «Derrière-lesJardins» in der Basse-Ville von Freiburg. Die Besucher dürfen sich auf einen unvergesslichen Abend freuen! Georges Oberson Mehr Infos unter: www.falaises.ch


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

NEUENBURG-FREIBURG | 105

AGENDA

Die Frucht der Bénichon

Wenn Sie keine «Dzodzets» sind, werden Sie die Botzi- oder Püschelibirne kaum kennen. Man erzählt, dass Söldner aus der Region Neapel diese Birne vor langer Zeit mitgebracht haben. Inzwischen hat sich die Püschelibirne mit dem Freiburger Bénichon-Fest längst als Einheimische etabliert. Man isst sie selten roh, aber gekocht ist sie eine wunderbare Ergänzung zu den Fleischgerichten und Desserts der Bénichon. Und dann der Vin cuit! Der Vin cuit besteht aus dem Saft der Birnen. Dieser muss 24 Stunden lang in einem riesigen Kessel kochen, bis man aus dem eingekochten Most zwei traditionelle Bénichon-Leckereien herstellen kann: den Bénichon-Senf, der vor allem mit der Cuchaule (Safranbrot) gegessen wird, und die Tarte au vin cuit. Sie finden diese kleine runde Frucht, die das Signet AOC (Bezeichnung für eine kontrollierte Herkunft) trägt, jetzt in unseren Migros-Läden.

Beliebtes Konzept: Über 25 000 Kinder sind Mitglied der Lanterne Magique.

Der Kinoklub der Kinder Bei Lanterne Magique werden die Kinder in einem richtigen Kinosaal mit den grossen Emotionen des Kinos vetraut.

D

ie Lanterne magique ist ein Kinoklub für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Die Vorführungen finden einmal pro Monat nachmittags in einem richtigen Kinosaal statt – ohne Eltern, dafür in Begleitung von verantwortlichen Erwachsenen. Diese Moderatoren führen

Bild Colombo/Lanterne Magique

Kinotickets zu gewinnen

Die Botzi- oder Püschelibirnen begleiten die Gerichte der Freiburger Bénichon und bilden auch die Grundlage des berühmten Vin Cuit im Bénichon-Senf.

Kennt Ihr Kind die Lanterne magique noch nicht und möchte die Kinowelt entdecken? Oder Klubmitglied werden? Die Migros verschenkt 40 Zauber-Gutscheine und 40 Abonnements. Senden Sie uns eine Postkarte mit Ihrer Adresse und dem Vornamen Ihres Kindes an: Migros Neuchâtel-Fribourg, Sponsoring, Postfach 256, 2074 Marin-Epagnier. Geben Sie bitte an, ob Sie einen Zauber-Gutschein für eine Vorstellung oder ein Anmeldeformular für ein Abonnement wünschen. Letzter Einsendetermin: 13. September.

die Kinder vor dem Film mit kleinen Sketchen in die Welt des Films ein. Jeweils ein paar Tage vor jeder Aufführung wird den kleinen Klubmitgliedern eine illustrierte Brochüre per Post zugestellt, die den Film beschreibt, den sie sehen werden.

Die Lanterne Magique sucht Freiwillige für die Betreuung des Klubs Bulle. Wer interessiert ist, meldet sich bitte telefonisch bei 032 723 77 06 oder per E-Mail an: v.chatelain@lanterne.ch

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Lanterne Magique Saison 2008/2009

Wo findet die Lanterne Magique statt? Die Saison 2008-2009 von Lanterne Magique beginnt an einigen Orten bereits am 10. September (markiert mit einem *). Ort / Club Bévilard Les Breuleux Bulle

Kino Palace Lux Les Prado

*La Chaux-de-Fonds Plaza Château-d’Oex Eden Châtel-St-Denis *Couvet Freiburg Le Locle Neuenburg Le Noirmont Tramelan

Infoline 032 487 62 02 032 953 11 57 032 723 77 06

078 600 11 71 026 924 63 68 026 924 40 83 Sirius 021 948 95 51 079 321 03 58 Colisée 078 685 53 38 Rex 1 078 612 71 50 Casino 079 402 15 21 Les Arcades 032 725 05 05 Cinélucarne 032 953 11 57 Le Cinématographe 032 487 62 02

Kinotermine Mi 16 Uhr Mi 16.30 Uhr Mi 12.15/14.15/ 16.15 Uhr Mi 14/16 Uhr Mi 16.30 Uhr Mi 13.45 Uhr Mi 14.30 Uhr Mi 14/16 Uhr Mi 14 Uhr Mi 14/16 Uhr Mi 14.15 Uhr Mi 14 Uhr


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NEUENBURG-FREIBURG

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Bricelets, Cuquettes, Anisbrot, Beignets, Bénichon-Senf, Cuchaules: für Bénichon-Liebhaber ein Fest!

Einblick in Ihre Genossenschaft

Die Bénichon: Familienfest, Tafelgenüsse und Kindheitserinnerungen.

instantsdevie@gmnefr.migros.ch

erinnerungen hängen: «Wir haben immer ungeduldig auf die grosse Holzschaukel gewartet, die für die Bénichon aufgebaut wurde und auf der alle Kinder sitzen konnten». Nicole Delacombaz hat bei der Migros Bulle zwischen Kasse und Metzgerei 20 Jahre verbracht, bevor sie vor kurzem ein Restaurant übernommen hat. In diesem kommt sie auch nicht um das Bénichon-Menü herum. Denn dieses Menü gehört zur Tradition. Am Morgen (oder zur Vorspeise!), beginnt man mit Cuchaule und mit dem Bénichon-Senf, den Maguy und Nicole mit Vin cuit selbst hergestellt haben. Kohlsuppe, «Jambon à la borne» und Lammkeule mit Püschelibirnen

stehen auf dem Menü, das danach mit Süssigkeiten abgerundet wird: Meringues und zarte hausgemachte Bricelets, Anisbrot, Cuquettes und Beignets, die zum Kaffee gereicht werden. Manch-

mal mit kleinen Varianten, aber immer eine grosse Schlemmerei! Sie finden diese Spezialitäten in den nächsten Monaten in den Filialen der Migros NeuenburgFreiburg. FS

Diese Woche Wie viele Freiburgerinnen freuen sich auch Nicole Delacombaz und Maguy Amey auf die Bénichon mit ihren herrlich schmackhaften Spezialitäten.

Freuen sich auf Bénichon: Maguy Amey (links) und Nicole Delacombaz.

Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

Nächste Woche: Der Ferienpass in unseren Klubschulen.

Bilder Jean-Luc Cramatte

N

icole Delacombaz und Maguy Amey von der Migros Bulle warten jedes Jahr ungeduldig auf das Ende des Sommers. Oder genauer gesagt auf die Bénichon, das berühmte Freiburger Fest, das je nach Region vor allem im September oder Oktober gefeiert wird. Für die beiden Freundinnen ist die Bénichon wie für viele Freiburger kein gewöhnliches Fest: «Noch mehr als Weihnachten ist es ein Familientreffen mit unvergesslichen Kindheitserinnerungen», erzählen sie. Maguy Amey, stellvertretende Chefin der Empfangszone und seit 30 Jahren bei der Migros Bulle, wohnt in Grandvillard im Elternhaus, an dem viele Kindheits-


Von der Migros gibts auch Aufregenderes zu lesen.

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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

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ONLINEUMFRAGE

Interessieren sich Kinder für ein Thema, machen sie die Hausaufgaben auch gern.

Zeigen Sie Ihrem Partner Ihre Anerkennung für seinen Einsatz als Vater? So haben unsere Leserinnen und Leser geantwortet: Eine klare Mehrheit der Frauen gibt ihrem Mann ein positives Feedback.

Die neue Frage:

Sorgen Hausaufgaben bei Ihnen zu Hause für Zündstoff?

www.migrosmagazin.ch Das Ergebnis lesen Sie im nächsten Migros-Magazin an dieser Stelle.

MULTIMEDIA

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Camcorder steht auf Lächeln Was soll es sein: ein Filmchen oder ein Foto? Am besten beides. Die Full-HD-Cam Sony HDR-CX12 schiesst während der Videoaufnahme auch gleich noch Fotos. Nicht genug: Die Kamera macht automatisch ein Bild, sobald eine gefilmte Person lacht. Soll nicht bei jedem Anheben der Mundwinkel ein zusätzliches Bild entstehen, stellt man den «Lächel-Grad» der Kamera so ein, dass sie erst bei einem richtigen Lachen auslöst. Falls es nichts zu lachen gibt, kann die filmende Person den Fotoauslöser auch jederzeit von Hand betätigen.

ERZIEHUNG

Sinnvolle «Ufzgi»

Bei den Hausaufgaben zählt die Lust, Faustregeln sind out.

E

gal, wie lange ein Schüler für die Hausaufgaben braucht: Hauptsache, er erledigt sie engagiert und sorgfältig. Das vermeldet die Pädagogische Hochschule Freiburg. Die Faustregel «zehn Minuten pro Tag und Schuljahr» hat somit ausgedient. Denn während der

Klassenbeste für eine Aufgabe fünf Minuten braucht, kann sein Kamerad das Dreifache benötigen. Wichtig ist konzentriertes und gründliches Arbeiten. Sitzt ein Kind regelmässig stundenlang über den Hausaufgaben, ist das aber ein Alarmzeichen, und wenn

OUTDOOR

SaisonWechsel

Eine in Europa einzigartige Mischung aus Skifahren und Inlineskaten: Am 12./13.September geht die erste Saas-Fee Challenge über die Bühne. Der Event kombiniert einen alpinen Slalom und einen Inline-StreetSlalom. Ausgetragen werden die Rennen zwischen Postplatz und Talstation Alpin Express. Teilnehmen können alle interessierten Inline- und Alpine-Sportler. Aber auch für Zuschauer ist der Anlass ein tolles Spektakel. www.saasski.ch

die Eltern selber zum Stift greifen, läuft definitiv etwas schief. Eltern sollten sich nicht ungefragt und nur beratend einmischen. Im Idealfall finden Schüler ihre Aufgaben interessant und nützlich. Dann führen sie auch zu besseren Leistungen. Yvette Hettinger www.wireltern.eu

IN FORM

Die Bräune erhalten 1. Saas-Fee Challenge: Zuerst auf Skiern, dann auf Inlineskates (Bild).

Die Ferien sind Vergangenheit, und auch die Sommerbräune verabschiedet sich nur allzu schnell. Unter den Rezepten, welche die gesunde Hautfarbe verlängern, sind die Klassiker nach wie vor die besten: Täglich eine Extraportion Feuchtigkeitscreme auf dem Körper auftragen. Das hält die Haut geschmeidig und die Bräune fest. Wirksam sind auch Präparate mit Karotin, einem in Karotten enthaltenen Farbstoff. Dieser unterstützt die Bräunung von innen heraus. Damit der Sommer noch lange auf der Haut sichtbar bleibt.


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Das Ende der Kleinklassen

Schüler mit besonderen Bedürfnissen wurden jahrelang in Kleinklassen separiert. Doch mit den Sonderklassen soll bald Schluss sein. Erfahrung mit der Integration solcher Kinder hat das Zürcher Schulhaus Ilgen. Das Fazit: Es profitieren alle, Sonder- wie Regelschüler.

W

elche Bücher stehen in einer Bibliothek?», fragt Alex Vorburger, Schulischer Heilpädagoge, die fünf Kinder, mit denen er im Schulhausgang ein Arbeitsblatt ausfüllt. Drei dieser Kinder brauchen besondere Förderung, früher besuchten sie eine Kleinklasse. Die anderen Kinder der vierten Klasse arbeiten derweil im Klassenzimmer mit Lehrerin Christina Schröder (52) am gleichen Blatt. Tim* antwortet auf Vorburgers Frage: «Liebesgeschichten». Leonie sagt: «Märchenbücher». Samantha platzt dazwischen: «Actionromane». Der Pädagoge ermahnt: «Bitte die Hand hochstrecken, nicht einfach dreinplappern.»

Gemeinsames Singen und Tanzen

Lernschwache mit Verhaltensauffälligen In vier Lektionen pro Woche unterrichten Schröder und Vorburger die Klasse gemeinsam. Denn das Stadtzürcher Schulhaus Ilgen praktiziert seit fünf Jahren, was in drei Jahren in der ganzen Schweiz stattfinden soll: Schüler mit besonderen Förderbedürfnissen – Lernschwache oder Verhaltensauffällige zum Beispiel – werden in Regelklassen aufgenommen (siehe auch Box Seite 111). Das Projekt nennt sich Integrierende Schulform (IF). Unterstützungsund Begleitangebote ermöglichen eine solche Vermischung. Die Lehrer arbeiten eng mit Schulischen Heilpädagogen und Heilpädago-

Regel- und Sonderschülerinnen gibt es bald nicht mehr. Sie werden in Zukunft in einer Klasse unterrichtet, wie hier von Lehrerin Christina Schröder und Heilpädagoge Alex Vorburger.

ginnen zusammen. Im Schulhaus Ilgen unterrichtet Vorburger oft eine kleine Gruppe, die sich aus Kindern mit speziellen Bedürfnissen und solchen aus der Regelklasse zusammensetzt. Ein separater Raum steht nicht zur Verfügung. «Das ist ein riesiges Problem», sagt Vorburger. Für Kinder mit

besonderem Bedarf sei die Arbeit im kleinen Rahmen wichtig, sie würden so weniger abgelenkt.

Was ist eine normale Schulklasse? Für Aussenstehende ist nicht so schnell ersichtlich, welche Kinder spezielle Unterstützung benöti-

gen. Von den 21 Kindern in Schröders Klasse sind zwei hochbegabt, vier nehmen Ritalin, mindestens neun haben eine andere Muttersprache als Schweizerdeutsch, Leonie ist lernzielbefreit, Alessandro und Samantha gelten als verhaltensauffällig. Stellt sich die Frage, wie man eigentlich eine normale Klasse definiert. Die Ilgen-Schüler jedenfalls empfinden ihren Schulalltag als normal. «Natürlich klappt so eine Eingliederung nur, wenn uns auch die Eltern unterstützen», sagt Schröder. «Bedenken haben die Eltern nicht, solange es keinen Vorfall mit einem der integrierten Kinder gibt.» Um das zu verhindern, bespricht Schröder die Spielregeln immer wieder mit allen Schülerinnen und Schülern und greift wenn nötig schnell ein.


besser leben

ERZIEHUNG | 111

hilft, alle Schüler zusammenzuschweissen. Die Regelschüler kommen so in den Genuss des Fachs Rhythmik. Es war vorher der Kleinklasse vorbehalten.

Integrierende Schulformen In den nächsten drei Jahren führen alle Kantone die Integrierenden Schulformen (IF) ein — der Kanton Zürich zum Beispiel ab nächstem Schuljahr. Forschungen — vorwiegend vom Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg — belegen die Wirkung von IF: Leistungsschwache Schüler machen grössere Leistungsfortschritte als in einer Kleinklasse. Die Kinder der Regelklasse bleiben in ihren Leistungen gleich und steigern zugleich ihre sozialen Kompetenzen. Interessant: Skandinavische Länder arbeiten seit Langem mit dem integrierenden Modell und schneiden in den Pisa-Studien hervorragend ab. Allerdings arbeiten dort pro Klasse mindes-

tens zwei Lehrpersonen, einschliesslich Heilpädagoginnen und -pädagogen. «Das wäre auch für die Schweiz eine wichtige Grundvoraussetzung», erklärt Anton Strittmatter, Leiter der Pädagogischen Arbeitsstelle des Dachverbands der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH). «Damit das integrierende Modell in der Schweiz gelingt, müssen die Lehrpersonen zudem mehr Zeit für Besprechungen haben.» Nur so sei es möglich, eine seriöse Förderplanung für alle Kinder zu erarbeiten und eine gute Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften zu gewährleisten. Stimmen die Voraussetzungen, sei der LCH für die flächendeckende Einführung der IF, so Strittmatter.

«Wir wollen respektieren, was die anderen für die Klasse tun», sagt sie etwa, als die Hälfte der Klasse sich über einen gebastelten Astronautenhelm lustig macht. Mitten im Unterricht steht Alessandro mal auf und macht ein paar Schritte, Samantha richtet ihre Frisur. Nach der Mittagspause übt die Klasse ein Musical mit Christina Schröder und der Rhythmiklehrerin. «Eine optimale Übung für den Klassenzusammenhalt», sagt Schröder. Sie und Vorburger engagieren sich sehr für die Integrierende Schulform. «Das Gute ist, dass wir uns im Unterricht gegenseitig unterstützen können», sagt Schröder, «doch das neue Konzept bedingt eine Mehrzahl an Absprachen und Beratungen.» Die Kantone stellen aber keine zusätzlichen Mittel zur Verfü-

gung. «Wie das gehen soll, weiss ich nicht», gibt Schröder zu. Vorburger ergänzt: «Die regulär ausgebildeten Lehrer könnten von Integrierenden Schulformen rasch überfordert sein.» Es fehlen Heilpädagogen und genaue Zahlen über Kinder mit Förderbedarf. Dennoch: Vorburger und Schröder halten die Integrierende Schulform für eine gute Sache. Text Milena Conzetti Bilder Nathalie Bissig

* Die Namen aller Kinder sind geändert

www.migrosmagazin.ch Sind Sie auch für das Ende der Kleinklassen? Die Diskussion und Facts zur Grundschule.


112 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen ist Ruth Bütikofer wichtig: Gesunde Ernährung, eine ausgewogene Work-Life-Balance und Freude am Selbermachen

U

2-Frontmann Bono zählt dazu, genauso wie Alicia Keys, Lenny Kravitz, Sheryl Crow oder die Red Hot Chili Peppers. Sie alle bekennen sich zur Gruppe der sogenannten Lohas (siehe unten links), die hohen Lebensstandard und hohe Lebensqualität mit sozioökonomischem Engagement zu vereinen suchen. Sie pflegen einen umweltverträglichen Lifestyle, der als cool gilt und sich langsam weltweit durchsetzt. In Deutschland etwa wurde die Lohas-Philosophie 2007 mit einer Reihe von Internetportalen für gesunde und nachhaltige Konsumgüter bekannt. Die neuen Grünen haben in Zeiten des Klimawandels mit Körnlipicken, Jutetaschen oder Heilandsandalen nichts am Hut. Viele von ihnen wollen weder auf Design und Genuss noch auf Spass verzichten, dabei aber auch Verantwortung übernehmen.

Wachsende Anhängerschar Auch in der Schweiz wächst die Gruppe der Menschen, die auf ökologisch und sozial gefertigte Produkte setzt, bewusst konsumiert, gesund und nachhaltig le-

Leben wie Lenny Kravitz

Umweltbewusst leben ohne Komfortverlust — geht das? Stars wie Lenny Kravitz machens vor. Die neuen Grünen kaufen bewusst ein, sorgen sich um Natur und Gesundheit und behalten ihren hohen Lebensstandard trotzdem bei. ben will. «Der Anstoss stammt aus dem Umfeld der ökosozialen Anbieter. Diese wollen ihr Produkt an einen Konsumententyp bringen, der sich an solchen Werten orientiert», erklärt Karin Frick, Forschungsleiterin am Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) in Rüschlikon ZH. «Das Sympathische am Lohas-Label ist, dass sich offensichtlich eine wachsende Kundschaft leicht damit identifiziert.» So machen beispielsweise die Engagement-Produkte der Migros, die besonders umweltscho-

nend, tierfreundlich und/oder sozialverträglich produziert werden, heute bereits einen Anteil von 11,7 Prozent des Gesamtumsatzes aus (siehe unten rechts). Berühmte Schweizer Vertreter dieser stetig grösser werdenden Community sind unter anderem Dieter Meier, Mastermind der Elektroband Yello, oder Rapper Stress, der an der ersten Zürcher Nachhaltigkeitsmesse Lifefair vom vergangenen Mai zum Botschafter für Nachhaltigkeit gewählt wurde. Auch Marketing-

beraterin Ruth Bütikofer Schwalbe (58) aus Zürich gehört zur Gruppe der neuen Grünen. Sie hat diesen Lebensstil vor fünf Jahren durch einen befreundeten amerikanischen Biobauern kennengelernt. Die bewusste Lebensweise zeigt sich bei der Geschäftsführerin beispielsweise beim Kochen – sie verwendet für ihre Menüs ausschliesslich Frisch- und Rohprodukte. Auch bei der morgendlichen Dusche geht sie sorgsam vor – das Wasser fliesst höchstens

Was sind Lohas?

Migros-Engagement

Das Kürzel Lohas steht für «Lifestyle of Health and Sustainability». Es wurde vom US-Marktforschungsinstitut Conscious Media geprägt und deckt sich mit den «Cultural Creatives», die von den beiden US-Sozialforschern Paul Ray und Ruth Anderson seit Jahrzehnten beobachtet werden. Es bezeichnet die bewussten Lebensweisen von Menschen, die Umwelt und Sozialverantwortung unter einen Hut bringen wollen.

Unter dem Dachlabel «Engagement» versammelt die Migros ihr Produkteangebot, das besonders umweltschonend, tierfreundlich und/oder sozialverträglich produziert wird. Laut Nachhaltigkeitsbericht erzielte das Sortiment 2007 einen Umsatz von 1,71 Milliarden Franken, ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Sortiment der Engagement-Produkte wird laufend weiter ausgebaut.


besser leben

IN FORM | 113

MANN OH MANN

Stress macht kahl

Wer ständig unter Strom steht, setzt nicht nur sein Herz einer Belastungsprobe aus. Deutsche Forscher haben nun herausgefunden, dass bei Dauerstress auch die Haare ausfallen. Bei ständiger Anspannung schüttet der Körper laut den Wissenschaftern verstärkt bestimmte Hormone aus, die auch die Haarwurzeln angreifen. Das Gegenmittel dafür ist Koffein, das bereits heute Bestandteil vieler Haarprodukte ist.

gehören genauso dazu wie die Fahrt zur Arbeit mit dem Hybridauto.

zwei Minuten. Zum Frühstück gibts zwei Scheiben Roggenbrot, dazu selbst gemachte Konfitüren und Gerstenkaffee. Und im Haushalt gilt die «4-R»-Regel für «Reduce, Reuse, Recycle, Repair», was so viel heisst wie vermindern, wiederverwenden, rezyklieren, reparieren. «So reicht uns ein 35-Liter-Sack pro Monat für den Abfall.»

Sparen, wo es nicht wehtut Zur Arbeit fährt die Marketingberaterin mit dem Hybridauto oder mit dem öffentlichen Verkehr, wobei sie immer zwei Haltestellen zu früh aussteigt, um die letz-

te Steigung zu Fuss zurückzulegen. Zum Mittagessen bereitet sie sich im Büro ihre «Überlebenssuppe» zu, die aus einer Mischung von püriertem Saisongemüse besteht, und bricht danach auf, um ihren einstündigen «Denkweg» auf den Üetliberg zu absolvieren. Ruth Bütikofer Schwalbe nimmt dabei immer einen Gedanken mit, an dem sie spinnen will. Zurück am Schreibtisch sieht sie die Dinge dann klarer. Abends kocht sie meist eine einfache, warme Mahlzeit – immer mit frischem Salat, Gemüse und Früchten. Fleisch gibts höchstens zweimal in der Woche. Bei allem, was sie tut, orientiert sie sich an drei

Werten: Achtsamkeit auf die Erde, Genügsamkeit mit Freude, Einfachheit im Leben. Todernst geht sie dabei allerdings nicht zu Werke, der Spass ist wichtig. «Wer keinen Humor hat, der kann kein Lohas sein», ist sie überzeugt.

STIMMTS?

Midlife-Crisis ist Einbildung

Stimmt nicht! Wer um den 40. Geburtstag herum die Krise bekommt, leidet nicht unter einer Fantasievorstellung. Englische und amerikanische Wissenschafter haben gezeigt, dass der Mensch zwischen 40 und 50 Jahren tatsächlich am anfälligsten für Depressionen ist. Für die Studie wurden 2 Millionen Menschen aus 80 Ländern befragt. Ergebnis: Am Anfang und am Ende des Lebens ist man am glücklichsten, kritisch ist der Lebensabschnitt dazwischen.

Text Sebastian Hefti Bilder Zoé Tempest

> www.lohas.de > www.migros.ch, «Nachhaltigkeit» anklicken.

www.migrosmagazin.ch Alternativ, Lohas oder konventioneller Konsument? Testen Sie Ihr Verhalten.

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besser leben

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

MULTIMEDIA | 115

direkt speichern kann. Abhilfe schaffen Zusatzsoftwares oder Online-Dienste, die es in vielen Fällen gratis gibt.

Gewusst wie: Online Musikund Videoschätze aufzeichnen.

Vom Web in den Speicher

Im Internet wimmelt es von Musik und Videos. Mit der richtigen Software lassen sich diese Schätze speichern – ganz legal.

Illustration Alex Macartney

M

usik und Videos aus dem Internet sind eine flüchtige Angelegenheit. Mit dem richtigen Programm und ein paar Tricks kann aber jeder seine ganz persönlichen Perlen unkompliziert herunterladen und abspeichern. > Musik aus dem Webradio: Wie das Aufzeichnen aus dem UKW-Radio ist auch das SpeiAnzeige

chern von Musik aus dem Internetradio für eigene Zwecke legal. Mit Hilfe geeigneter Programme klappt dies für einzelne Tracks wie auch für ganze Musiksammlungen. Programme wie Radiotracker (www.audials.com/de), Magix Webradio Recorder (www. exlibris.ch) oder der kostenlose Stationripper (www.stationrip per.com) zeichnen die Musik ab Webradio fortlaufend auf und

speichern sie als einzelne MP3Dateien. Wer den Mediaplayer Winamp benutzt, findet mit der kostenlosen Erweiterung Streamripper ebenfalls eine praktische Aufnahmemöglichkeit (http:// streamripper.sourceforge.net). > Videos: Das Aufzeichnen von Video-Streams ist komplizierter, denn diese werden in Formaten gesendet, die der PC meist nicht

> Videos per OnlineDienst aufzeichnen: Möchte man beispielsweise einen Film von YouTube mit Hilfe eines WebDienstes aufzeichnen, kopiert man den Link des entsprechenden Clips auf der YouTube-Website und kopiert ihn in das dafür vorgesehene Feld beim OnlineService www.zamzar.com oder www.keepvid.com. Dann wird der Film heruntergeladen, muss aber anschliessend noch konvertiert (und eventuell manuell umbenannt) werden, was ebenfalls über diese Websites oder über http://media-convert.com gemacht werden kann. Praktisch ist die Möglichkeit, direkt in ein Format zu konvertieren, das mit dem iPod abgespielt werden kann. > Videos mit Zusatzsoftware aufzeichnen: Für häufige Aufnahmen eignet sich ein Zusatzprogramm, etwa eine Browsererweiterung wie der DownloadHelper für Firefox oder der ViLoader für den Internet Explorer und für Firefox. Damit lassen sich Filme von Portalen wie YouTube, Google Video oder Clipfish aufzeichnen. Kann der heruntergeladene Film vom PC nicht abgespielt werden, hilft meist ein spezieller Player wie etwa der kostenlose VLC Media Player. Felix Raymann


116 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

FAMILIE SCHWINNEN TESTET

5 FRAGEN AN …

Spass mit

… Nicole Petignat (41), med. Masseurin und Schiedsrichterin

Welches waren Ihre ersten Erfahrungen als Autofahrerin? Keine besonders guten. Bei meinen ersten Parkversuchen touchierte ich einen Pfosten. Das war mir eine Lehre. Wofür benützen Sie Ihr Auto am meisten? Ich pendle im Jahr einige Tausend Kilometer zwischen meinem Arbeitsplatz und den verschiedenen Fussballstadien, hin und her. Welches ist Ihr grösstes Ärgernis im Strassenverkehr? Die lästigen kleinen Zettel unter dem Scheibenwischer nerven mich schon — insbesondere wenn

es sich dabei um Parkbussen handelt.

Viel Eleganz bei geringem Verbrauch: behalten – wäre da nicht der Preis.

Welches war Ihre schlimmste Verkehrsbusse? In einem Fall war ich mal um 21 km/h zu schnell unterwegs. Das kam mich teuer zu stehen und wird mir so bald auch nicht mehr passieren. Was gefällt Ihnen an Ihrem aktuellen Auto besonders? Im Moment fahre ich einen Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Automat, in dem ich mich einfach sicher fühle, viel Platz habe und der mir den nötigen Komfort für lange Strecken bietet.

Interview Herbie Schmidt

NEWS

Fiat forciert Start-Stopp Fiat wird ab Herbst zahlreiche Modelle mit einer Start-Stopp-Automatik ausrüsten. Diese stellt beim Ampelstopp den Motor automatisch ab und startet ihn beim Treten des Kupplungspedals wieder. Beginnend mit dem Fiat 500 und dem Fiat Panda wird es die Spritspartechnologie später auch für Modelle der Tochtermarken Alfa Romeo und Lancia geben.

D

Ein Mann, der mit einem Mietwagen rückwärts gegen eine Mauer fuhr, wollte dem Vermieter den Schaden nicht ersetzen. Seine Begründung: Die Einparkhilfe hätte ihn nicht vor dem Hindernis gewarnt. Das Amtsgericht München urteilte anders: Eine Einparkhilfe befreie den Fahrer nicht von der Pflicht, mit den eigenen Augen zu überprüfen, ob der Weg frei sei.

as ist ja gar kein Cabrio», zeigt sich der 12-jährige Jan Schwinnen im ersten Moment enttäuscht. Dabei hatte er sich so auf das Fahren ohne Dach gefreut. Tatsächlich: Mit geschlossenem Dach ist das 3erCabrio kaum von seinem Schwestermodell mit fixem Blechdach zu unterscheiden. Doch dann drückt Papa Raoul auf einen Knopf der Schlüsselfernbedienung – und schon beginnt sich das Stahldach in den Kofferraum zu falten.

Audi Q7 ohne Hybrid

Herausforderung beim Packen

Neulenkerkurse sind fällig Seit dem 1. Dezember 2005 müssen Neulenker in ihrer dreijährigen Probezeit zwei Kurstage für die Weiterbildung absolvieren, andernfalls droht der Verlust des Führerscheins. Zum ersten Mal könnte dies Ende November 2008 bei einigen Junglenkern der Fall sein.

Kein Verlass auf Parkhilfe

Anders als geplant soll der Audi-SUV keinen Hybridantrieb erhalten. Grund sind laut Audi ungenügende Absatzerwartungen. Audi steige aber nicht aus den Hybrid-Projekten aus, sondern arbeite zusammen mit Porsche, VW und anderen weiter an der Entwicklung solcher Antriebe.

Mit grossen Augen schaut der Rest der Familie dem nur etwas mehr als 20 Sekunden dauernden Schauspiel zu. Als Erste findet

Verwandlung: In gut 20 Sekunden wird das Coupé zum Cabrio.

Jans Schwester Pascale wieder Worte: «Und wie siehts nun im Kofferraum aus?» Genau das ist der wunde Punkt aller Cabrios mit versenkbarem Blechdach. Die aufwendige Konstruktion braucht Platz, und zwar meist auf Kosten des Stauraums, dies auch beim BMW 320i. Nach dem Öffnen des


besser leben

AUTO | 117

O STECKBRIEF

und ohne Dach

BMW 320i Cabriolet

Testfamilie Schwinnen hätte das 3er-Cabrio von BMW gerne

Innenräume: Im Kofferraum macht sich das Dach breit. Viel Platz und Übersichtlichkeit vorne. Motor/Antrieb: 4-Zylinder-Benzinmotor, 1995 cm3, 170 PS, 5-StufenAutomatik, Heckantrieb. Fahrleistungen: 0—100 km/h in 9,8 s, Spitze 226 km/h. Abmessungen: L x B x H = 4,58 x 1,78 x 1,38 m, Kofferraum 210—350 l, Gewicht: 1700 kg. Verbrauch: 7,5 l/100 km (Testverbrauch), 6,9 l/100 km (Werksangabe). Energieeffizienz-Kat. B, CO2-Ausstoss 165 g/km. Preis: 75 260 Franken, Basispreis (BMW 320i Cabriolet, 170 PS) ab 59 900 Franken.

Frischlufterlebnis für unsere Testfamilie: Conny, Pascale und Jan Schwinnen (von links).

Kofferraumdeckels meint Conny: «Will eine vierköpfige Familie mit offenem Dach verreisen, muss man schon sehr clever packen.» Der Unterschied ist markant. Bei geschlossenem Dach beträgt das Gepäckvolumen 350 Liter, bei offenem Dach noch 210 Liter. Aber BMW hat eine Patentlösung parat: ein exakt an den Kofferraum angepasstes Kofferset. Dieses ist allerdings nur gegen 1000 Franken Aufpreis erhältlich.

Auf sparsam getrimmt Beim Fahren im 320i zeigt sich Raoul vom Zweilitermotor etwas enttäuscht. «Der 4-Zylinder ist ziemlich durchzugsschwach», nimmt er kein Blatt vor den

URTEILE DER TESTFAMILIE Vater Raoul: «Dachkonstruktion, Verarbeitung und Fahrwerk bewegen sich für ein Mittelklasseauto auf sehr hohem Niveau. Ebenfalls beeindruckend: Trotz 2,0-Liter-Benzinmotor schaffts der offene 320i in die gute Energieeffizienz-Klasse B.» Mutter Conny: «Vermutlich eher das geeignete Auto für eine kinderlose Familie. Die kann es sich wahrscheinlich auch eher leisten als wir.» Tochter Pascale: «Das Klappdach lässt sich so bequem öffnen, dass man bei Sonnenschein fast schon ein schlechtes Gewissen hat, wenn man nicht offen fährt.»

Mund. In der Tat umfasst das Benzinerangebot von BMW auch bei den 3er-Cabrios vor allem 6-Zylinder-Motoren mit deutlich mehr Leistung. Der 320i dagegen ist als Einstiegsmodell eher auf günstigen Verbrauch ausgelegt. Dazu trägt auch ein System zur Rückgewinnung von Brems-

energie bei, das die Lichtmaschine und damit den Spritverbrauch entlastet. «Aha, deshalb schaffts dieser BMW auch in die gute Energieeffizienz-Kategorie B», folgert Pascale. Derweil freut sich der Rest der Familie am Frischlufterlebnis im offenen 3er. Selbst der eher

knappe Beinraum im Fond stört die Kinder für einmal nicht. Und als Raoul bei drohendem Regen das Dach bequem per Knopfdruck wieder schliesst, zeigt sich Jan erneut erstaunt: «Auch wenn man im Auto sitzt, merkt man bei geschlossenem Dach nicht, dass es ein Cabrio ist.» Dafür verantwortlich sind der vollwertige Dachhimmel und die grosszügige Heckscheibe. «Selbst Windgeräusche gibts keine», staunt Conny. Das alles hat aber seinen Preis. «60 000 Franken ist kein M-Budget-Angebot. Unsere Familienkasse wäre damit jedenfalls überfordert», gibt Conny zu. Text Herbie Schmidt Bilder Oliver Lang


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Freizeit

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

DIE SPIELSEITE DES MIGROS-MAGAZINS

Knobeln Sie mit

Finden Sie das Lösungswort und gewinnen Sie eine Migros-Geschenkkarte im Wert von Fr. 100.—.

Kreuzworträtsel Nummer 37 Waagrecht 1 australisches Beuteltier 6 Schweizer Rockband 8 auf der Stelle, sofort 9 Gesangsstück 10 Fluss durch Bern 13 karge Landschaftsform 15 von geringer Grösse 17 Segelkommando: wendet! 18 Fahrrad (englisch) 19 Buch der Juden 20 gestreiftes Wildpferd 21 altjapanisches Brettspiel 22 kantonales Autokennzeichen 23 nachtaktiver Halbaffe 24 ... und Trank 25 chemisches Zeichen für Neon

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So machen Sie mit

Mit Postkarte (A-Post): Freizeit, Verlag Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8099 Zürich. Per Telefon: Wählen Sie 0901 59 19 41 (Fr. 1.—/Anruf, ohne Vorwahl) und sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse aufs Band. Mit SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text FREIZEIT und Ihre Lösung und Adresse an die Nummer 920 (Fr. 1.—/SMS). Muster: Freizeit Sonnenschirm Hans Muster, Beispielstr. 5, 8000 Zürich. Termin: Ihr Lösungswort muss bis spätestens Sonntag, 14. September 2008, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Senkrecht 2 Kosewort für Grossvater 3 Grundstücke 4 Flughafen von Tel Aviv 5 Initialen des Autors Muschg 6 Augenkrankheit 7 zu keiner Zeit 9 Abkürzung: Lichtjahr 11 Schweizer Schlagersängerin (Lys) 12 Abkürzung: Registertonne 13 Schweizer Popsängerin 14 französisch: Jahr 15 geometrischer Körper 16 Ornamente 18 Kalbsbrustdrüse 19 kurze Reise (englisch) 20 Zivilgesetzbuch (Abkürzung) 21 englisch: Pistole, Kanone 23 Schweiz. Olympiasieger (Turnen)

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Auflösung des Rätsels

Diese Woche können Sie eine Migros-Geschenkkarte im Wert von 100 Franken gewinnen.

Die Auflösung dieses Rätsels finden Sie ab Montag der nächsten Woche in der Internetausgabe des Migros-Magazins unter der Adresse www.migrosmagazin.ch/ raetsel

GENAU HINSEHEN

Rätsel Bromundt

Schauen Sie sich die zwei Bilder gut an und finden Sie die elf Fehler, die sich eingeschlichen haben!


rätsel | 119

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Der Preis Gewinnen Sie eine von fünf MigrosGeschenkkarten im Wert von je Fr. 100.—.

So machen Sie mit

Mit Postkarte (A-Post): Verlag Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8957 Spreitenbach Per Internet: www.migrosmagazin.ch/raetsel Per SMS: Senden Sie MMD und das Lösungswort an die Nummer 20120 (Fr. 1.—/SMS) Per Telefon: Wählen Sie 0901 56 06 56 (ohne Vorwahl) und sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse aufs Band (der Anruf kostet 1 Franken). Termin: Ihr Lösungswort muss bis spätestens Sonntag, 14. September 2008, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Lösung Rätsel Nummer 36, Lösungswort: Margarine

Was gibt’s? Karottensüppchen mit Pestoherz? Rüebli-Cupcakes mit Vanillehaube? In der Saisonküche gibt’s Rezepte für jeden Gusto. Ein Amuse-Bouche finden Sie unter www.saison.ch.

GUTER GESCHMACK HAT IMMER SAISON.

Gewinner Rätsel Nr. 35: Vier Relaxtage im Hotel Garberhof Beauty & Wellness Resort**** in Mals im Südtirol im Wert von Fr. 512.— gewinnt: Egon Walter Lemmer, 8332 Russikon.

IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 596 504 Exemplare (WEMF Oktober 2007) Leser: 2 319 000 (WEMF, MACH Basic 2008-1) Adresse Redaktion und Verlag: Postfach 1751, 8031 Zürich Telefon: 044 447 37 37 Fax: 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch

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Publizistische Leitung: Monica Glisenti Geschäftsleiter Limmatdruck AG: Jean-Pierre Pfister Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Projektleitung: Ursula Käser Chefredaktor: Hans Schneeberger (HS) Stv. Chefredaktorin: Barbara Siegrist (BS) Produzent: Beat A. Stephan (BAS) Chef vom Dienst: René von Euw (RvE) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (SBL, Leitung), Almut Berger (ALB), Carl A. Bieler (CB),

Yvette Hettinger (YH), Daniel Schifferle (dse, verantwortlich Besser Leben), Anette Wolffram (A.W.) Ressort Migros Aktuell: Gaston Haas (ha, Leitung), Béatrice Eigenmann (be), Jonas Hänggi (JH), Floriane Munier (FM), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), Cinzia Venafro (CV), Michael West (M.W.) Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Bartels (jjb, Leitung), Eveline Schmid (ES, stv. Leitung), Heidi Bacchilega, Anna Bürgin (AB), Yvonne Corrao (YC), Ruth Gassmann (RG), Tina Gut (TG), Dora Horvath (DH), Martin Jenni

(MJ), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein (NO), Anna-Katharina Ris (AKR), Layout: Daniel Eggspühler (Leitung), Diana Casartelli, Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Bruno Hildbrand, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithographie: René Feller, Martin Frank, Reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Tobias Gysi (Leitung), Cornelia Beutler, Anton J. Erni, Franziska Ming, Florian Nidecker, Susanne Oberli, Nicole Suter, Ester Unterfinger

Korrektorat: Heinz Stocker Online: Reto Meisser Sekretariat: Jana Correnti (Leitung), Imelda Catovic, Sylvia Steiner (Honorarwesen) Geschäftsbereich Verlag: Bernt Maulaz (Leitung), Simone Saner verlag@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 70 Fax: 044 447 37 34 Marketing: Jrene Shirazi (Leitung) Anzeigen: Reto Feurer (Leitung), Nicole Costa, Verena De Franco, Silvia Frick, Adrian Holzer, Janina Krampera, Janine Meyer, Marcellina Moella, Carole Pochon, Hans Reusser, Patrick Rohner,

Eliane Rosenast, Kurt Schmid, Sonia Siciliano, Jasmine Steinmann, Marc Suter, Nicole Thalmann anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 50 Fax: 044 447 37 47 Abonnemente: Sonja Frick (Leitung) abo@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 36 00 Fax: 044 447 36 24 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Druck: DZ Espace Media, Bern DZO Druck Oetwil a.S. AG Tamedia AG, Zürich


120 | WANDERN AUF DER RIGI

Schöne Aussichten: Auf einer Wanderung um die Rigi bieten sich dem Wanderer atemberaubende Panoramen.

Die Königin der Berge

Gewinnen Sie auf der Rigi-Wanderung von Imbach den absoluten Überblick.

D

ie Schweiz ist für ihre Vielfalt weltweit bekannt. Bei uns lassen sich Berge erklimmen und gleichzeitig wunderschöne Seenlandschaften bewundern: so auch auf der Rigi. Eine Wanderung auf der Königin der Berge, umgeben von zahlreichen Seen und Wäldern der Zentralschweiz, ist ein Genuss. Die Höhentour von Rigi Kulm über sanfte Weiden nach Rigi Staffel, weiter über den Aussichtspunkt Känzeli zum Kaltbad mit dem anschliessenden Felsenweg, ist eine dreieinhalb Stunden dauernde Wanderung der Superlative. So geniesst der Wanderer an einigen Abschnitten eine herrliche Aussicht auf den majestätischen Vierwaldstättersee, der dank seiner unzähligen Einbuch-

tungen immer wieder neue Facetten von sich preisgibt. Zudem reicht der wunderschöne 360-Grad-Blick über Zugersee, Sempachersee und Baldeggersee.

Persönliche Betreuung

Durch die Wanderung führt Sie ein erfahrener Imbach-Wanderleiter, der grossen Wert auf eine persönliche Betreuung legt. Er informiert kompetent über die bevorstehenden Kilometer. Im Angebot inbegriffen sind zudem ein Kaffee-und-GipfeliHalt (Rigi Kulm), ein Mittagessen im Hotel Rigi Hostellerie, Rigi Kaltbad. Als kleines Andenken an die abgeleisteten Kilometer gibt es für jeden Teilnehmer am Ende ein Paar Wandersocken. Cinzia Venafro

Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Imbach Wanderferien Imbach Reisen lädt zu einer unvergesslichen Wanderung rund um die Rigi ein. Daten: 25., 26. und 27. September. Wanderroute: Zahnradbahnfahrt Arth-Goldau nach Rigi Kulm, weiter zu Fuss bis Rigi Staffel—Känzeli—Rigi Kaltbad —First—Felsenweg. Wanderzeit: Drei bis dreieinhalb Stunden mit einigen kleineren Abstiegen. Treffpunkt: 8.55 Uhr Goldau, Zahnradbahnstation. Verpflegung; Kaffee-und-Gipfeli-Halt im Hotel Rigi Kulm, Mittagessen im Hotel Rigi Hostellerie, Rigi Kaltbad. Wanderleitung; Erfahrene Imbach-Wanderleitung, persönliche Betreuung.

Ausrüstung: Gute Wanderschuhe, bei Bedarf Wanderstöcke, Regenschutz, eventuell Zwischenverpflegung und Getränke. Höchste Teilnehmeranzahl: 40 Teilnehmer. Kosten pro Person: Fr. 59.— (Basis Halbtax-Abo, ohne: Zuschlag Fr. 25.—). Anmeldeschluss: 22. September Geschenk: Ein Paar Wandersocken für jeden Teilnehmer.

Anmeldung: Imbach Reisen AG Zürichstr. 11 6000 Luzern 6 Telefon 041 418 00 00 info@imbach.ch

Der Vierwaldstättersee zeigt sich von seiner schönsten Seite.


spinas|gemperle Foto: Getty/Pier, Shutterstock (Fotomontage)

«Weshalb ich mein Leben trotz Arthrose schmerzfrei geniessen kann» Seltsamer Vorfall im Intercity von Zürich nach Bern

V

Für beide Seiten das Beste.

Helfen Sie mit, die Plünderung unserer Meere zu stoppen. Welche Fischprodukte empfehlenswert sind, erfahren Sie in unserem Einkaufsratgeber oder im Internet. wwf.ch/fisch

TEILNEHMER FÜR INSOMNIE-STUDIE MIT KONTROLLNÄCHTEN IM SCHLAFLABOR GESUCHT Wachen Sie nachts vermehrt auf und schlafen dann wieder ein? Erwachen Sie frühzeitig am Morgen? Leiden Sie tagsüber über vermehrte Müdigkeit und können Ihren Aktivitäten nicht wie gewohnt nachgehen? Bestehen Ihre Ein- und Durchschlafstörungen seit mindestens drei Monaten? Benötigen Sie üblicherweise mehr als 30 Minuten um einzuschlafen? Schlafen Sie pro Nacht insgesamt nicht mehr als 6.5 Stunden und fühlen sich vom Schlaf nicht erholt? Für eine Studie suchen wir Personen, die an chronischen Ein- und Durchschlafstörungen leiden und die bereit sind, einige Nächte im Schlaflabor zu verbringen.

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heitsfördernden Wirkstoffe. Im vorgefundenen Dossier waren auch Statistiken aufgeführt, die die entzündungshemmende und gesundmachende Kraft dieses Öls belegen. Demnach wurde durch die Einnahme dieses Öls erfolgreich: • PMS verhindert, • Cholesterin verringert, • Gelenkschmerzen gelindert, • Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert, • Saisonale Allergien reduziert, • Die Konzentration verbessert, • Energie verleiht und • Haarausfall reduziert. Als ich zu Hause ankam, habe ich das im Dossier genannte Öl ausfindig gemacht und seit jener Zeit täglich eingenommen. Bereits nach 16 Tagen, verspürte ich nur noch bei starker körperlicher Belastung Schmerzen und war ansonsten absolut schmerzfrei, was vor der Einnahme dieses Öls nicht so war. Nach etwas mehr als 1 Monat, konnte ich tatsächlich schmerzfrei joggen gehen! Und 5 ½ Monate später stand ich wieder auf dem VolleyballFeld, um ein Turnier zu bestreiten. Deshalb wollte ich meine Geschichte publik machen. Frau Denise W. Die Informationen aus dem Dossier “Das Geheimnis eines langen Lebens ohne Krankheiten“ von Dr. med. Eberhard Hartmann und Dr. Tina Sampalis ermöglichen Millionen von Menschen ein neues Lebensgefühl zu erlangen. Entdecken Sie die neuesten Erke Erkenntnisse nntnisse über entzündungsbezogene Beschwer Beschwerden den und Schmerzen und wie sie besiegt werden können. Bestellen Sie noch heute für nur Fr. 29.80 das Dossier mit untenstehendem Bestellschein. Noch schneller geht’s per Telefon, Internet oder Fax.

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or etwa 8 Monaten stiess ich im Intercity von Zürich nach Bern auf ein Dossier, das vermutlich ein anderer Fahrgast liegen gelassen hatte. Der Titel des Dossiers: “Das Geheimnis eines langen Lebens ohne Krankheiten“ von Dr. med. Eberhard Hartmann und Dr. Tina Sampalis. Da ich sonst nichts weiter zu tun hatte, lenkte ich mein Interesse auf das Dossier. Seit 2001 wurde bei mir nämlich beginnende Arthrose (genauer: Femoropatellar-Arthrose) an beiden Knien diagnostiziert. Eine Femoropatellar-Arthrose kann nicht rückgängig gemacht werden. Das heisst man muss mit den Schmerzen leben und sich einschränken, was mir als ehemalige VolleyballSpielerin schwer fiel. Schon nach den ersten Seiten des Dossiers, wurde schnell klar, dass ich hier etwas Aussergewöhnliches vorgefunden hatte. In dem Dossier wird nämlich erklärt, weshalb ein natürlicher Entzündungshemmer aus den Tiefen des antarktischen Meeres, Gelenksschmerzen bereits nach wenigen Tagen zu lindern vermag und entzündungsbezogene Krankheiten bekämpft. Neueste Untersuchungen haben Entzündungen in unserem Körper als Verursacher der meisten Zivilisations-Krankheiten wie Herz-KreislaufErkrankungen, Diabetes mellitus, Rheuma-Erkrankungen (Arthrose, Arthritis), Darmerkrankungen, Magengeschwüren und Nervenkrankheiten wie Depressionen usw. identifiziert. Bei diesem Entzündungshemmer handelt es sich um ein nährstoffreiches Öl, das aus einem Zooplankton gewonnen wird. Der Grund für seine entzündungshemmende und heilsame Wirkung liegt im einzigartigen Mengenverhältnis seiner gesund-


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Migros-Magazin 37, 8. September 2008

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124 | Migros-Magazin 37, 8. September 2008

Springreiter ohne Die Walliser Brüder Antoine und Mathieu de Preux sind talentierte Springreiter. Aber ab und zu gönnen sie ihren Pferden eine Pause und springen allein über die Hindernisse — als einzige Horsemen der Schweiz.

S

pringreiten ohne Pferd – darauf muss man erst einmal kommen! Doch was wie eine Schnapsidee klingt, ist tatsächlich eine eigene Sportart. Einmal im Jahr küren die «Horsemen» (Pferdemenschen), wie sie sich selber nennen, sogar ihren Weltmeister, so zuletzt im Juli in Crans-Montana VS. Dabei trumpften die einzigen teilnehmenden Schweizer, Mathieu (17) und Antoine de Preux (19), gross auf. Sie gewannen Silber und Bronze. «Ein schöner Erfolg, aber eigentlich machen wir das nur zum Spass», betonen die Brüder aus Siders VS. Ihre Sprünge sehen zwar spielerisch leicht aus, erfordern aber einiges an athletischem Können. Schliesslich kann nicht jeder einfach so über 160 Zentimeter hohe Hindernisse hüpfen – und das gleich mehrmals hintereinander. «Wir springen barfuss, weil wir so ein besseres Gefühl für die Beschaffenheit des Untergrunds haben», erklärt Antoine. «Und der Sand sollte ziemlich hart sein, damit beim Absprung möglichst wenig Energie verloren geht.»

Internationale Auftritte für ein Butterbrot Wer Horseman werden will, muss gelenkig, ausdauernd und auch mutig sein. Fehltritte oder Stürze bei der Landung sind am Anfang keine Seltenheit, und wenn man eine der sieben bis acht Kilogramm schweren Stangen herunterreisst und sie auf einen fällt, kann das zu schmerzhaften Blessuren führen. Von Verletzungen

blieben Antoine und Mathieu – abgesehen von ein paar leichten Prellungen – bisher zum Glück verschont. Zu ihrem ausgefallenen Hobby kamen die beiden passionierten Springreiter 2007, als sie nach einem Training herumalberten und sich aus Jux selbst auf den Parcours wagten. Schnell zeigte sich, dass ihnen das Überwinden der Hindernisse auch ohne Pferd ganz gut gelang, erinnert sich Antoine: «Daraufhin stellte unser Trainer den Kontakt zum Franzosen Matthieu Nassif her, dem Erfinder dieser Sportart.» Gemeinsam feilten sie an ihrer Technik. «Wie man die Stangen überspringt, ist nicht vorgeschrieben. Die einzige Regel besteht darin, dass man zwischen den Hindernissen traben muss.» Dabei halten die Horsemen die Hände vor dem Körper, als ob sie ein unsichtbares Pferd dirigieren würden. Zusammen mit dem Team von Matthieu Nassif treten die jungen Walliser mehrmals im Jahr vor Publikum auf und präsentieren ihre Sportart im Rahmenprogramm von Reitturnieren. «Letztes Jahr sprangen wir vor Tausenden von Zuschauern beim CSI Genf in der Palexpo, der grössten Reitsporthalle der Welt.» Auch international haben sich die Brüder bereits einen Namen gemacht. Vor einem Jahr wurden sie nach Dänemark eingeladen, im April zeigten sie ihre Sprungkünste in Istanbul, und in der nächsten Zeit stehen Shows in Deutschland, Österreich und Italien auf ihrem Programm. Für

ihre Auftritte erhalten sie Kost und Logis sowie eine kleine Gage, mit der sie einen Teil der Reisekosten decken können. Was sie in ihrer Show zeigen, hängt vom Parcours und der zur Verfügung stehenden Zeit ab. «Zuerst springen wir abwechselnd und dann zu zweit oder sogar zu dritt gleichzeitig über die Hindernisse.» Spektakulärer Höhepunkt ist jeweils der Sprung über eine brennende Stange.

Trotzdem springen sie lieber mit Pferd Doch wer denkt, Antoine und Mathieu, deren Eltern sieben Pferde und ein Pony besitzen, würden ihre Rösser am liebsten ganz im Stall stehen lassen, liegt falsch. «Wir nehmen jedes Wochenende an Springturnieren teil», sagt Mathieu. Er selbst reitet dabei jeweils auf «Nikouanga de Grandry» oder «Keros de Brekka», während Antoine die Prüfungenmit«Lidod’l’Herbage»

Zwischen zwei Hindernissen muss der Horseman die Hände vorhalten und traben.

Halb Pferd, halb Mensch: Mathieu de

bestreitet. «Manche Reiter sehen das Tier nur als Sportgerät. Für uns hingegen sind die Pferde im Lauf der Jahre zu echten Freunden geworden.» Freunde, mit denen die Brüder viel Zeit verbringen, «in den Ferien vier bis


mein ganzer stolz | 125 S

Untersatz

Preux und sein Bruder Antoine überspringen selbst die 160 Zentimeter hohen Hindernisse, die sonst die Tiere bewältigen müssen.

fünf Stunden pro Tag». Kein Wunder, dass die beiden Horsemen unter dem Strich doch lieber mit ihren Pferden als alleine auf den Parcours gehen. «Selbst springen macht Spass, löst aber bei Weitem nicht dieselben Emo-

tionen aus. Das Zusammenspiel mit dem Pferd zu spüren ist ein unvergleichliches Gefühl», schwärmt Mathieu. Was wohl die Vierbeiner vom neuen Hobby ihrer jungen Reiter halten? Sind sie froh, weil sie

dann auch einmal eine Pause haben? Oder sind sie beleidigt, dass sie nicht gebraucht werden? Vielleicht würden sie Antoine und Mathieu de Preux nur zu gerne zu den nächsten Weltmeisterschaften der Horsemen begleiten

– denn diese finden höchstwahrscheinlich im sonnigen Florida statt … Text Pierre Wuthrich Übersetzung Reto Gustin Bilder Mathieu Rod


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Migros Magazin 37 2008 d NE