Page 31

MENSCHEN SAMMLER

Migros-Magazin 24, 14. Juni 2010

| 31

D

er Raum ist in warmes Licht getaucht und edel eingerichtet, die Gesellschaft elitär. Rund 200 Personen aus verschiedenen Ländern haben sich im Untergeschoss des Auktionshauses Rapp eingefunden. Was sie verbindet, ist ihre Leidenschaft für Philatelie, für Briefmarken – und für einige auch noch die Tatsache, dass sie das nötige Kleingeld besitzen, um sich die Teuersten dieser Mini-Wertpapiere zu ersteigern. Denn es ist so: In diesem Untergeschoss des Auktionshauses Rapp in Wil SG kommen während vier Tagen seltene, wertvolle Briefmarken unter den Hammer. Und eine der grössten Sensationen erlebt die Märkeler-Gemeinde gleich zu Beginn: die Versteigerung der Ticino-Sammlung.

Die Auktion ist nicht für Unentschlossene

Diese ist die wertvollste Briefmarkensammlung der Zeit zwischen 1843 und 1854. Sie galt als verschollen ¬ bis Auktionator Peter Rapp eines Tages einen geheimnisvollen Anruf erhielt. Die Person am anderen Ende der Leitung sagte: «Guten Tag. Wir haben da etwas Wertvolles im Familienbe-

D allererste Die ll Briefmarke …

Die Chefs der Auktion in Aktion: Patron Peter Rapp ruft die gebotenen Summen aus, Tochter Bettina Strässle-Rapps Blick entgeht nichts.

sitz.» Inzwischen ist die Sammlung wieder in ihre Einzelteile zerlegt, 400 sogenannte Lose sind es, die an diesem Tag, dem 1. Juni 2010, erstmals seit über vier Jahrzehnten wieder den Besitzer wechseln. Das muss ruck, zuck gehen, Unentschlossene haben hier nichts verloren. Wer der letzte Besitzer war, bleibt geheim. Der Basler Martin Eichele, Experte für Philatelie, Schwerpunkt Postgeschichte, weiss es zwar, denn er

hat einen Grossteil der Bestände, die hier versteigert werden, auf ihre Echtheit geprüft. Aber er verrät nur: «Es war ein Ausländer, der in der Romandie lebte. Ein Unternehmer und wohlhabender Mann. Nachdem er gestorben war, ging die Sammlung an die Erben, die sie jetzt verkaufen.» Eichele fällt im Saal vor allem dadurch auf, dass sein Haar noch nicht ergraut ist. Er sitzt ganz vorne in der zweiten

… heisst Black Penny. 1840 wurde sie in England erstmals verkauft. Die Idee der Briefmarke war, durch das Vorauszahlen das Postsystem zu vereinfachen. Damals war es noch sehr teuer, einen Brief zu verschicken. Durch die Industrialisierung wurde aber mehr und mehr geschrieben, und die Marken wurden billiger.

Anzeige

Als langjähriger Partner der FIFA und offizieller Sponsor der FIFA WM 2010 freut sich Hyundai auf ein unvergessliches Fussballfest. Und auch Sie können jubeln. Denn mit den attraktiven Hyundai Modellen i10, i20, i30 und i30cw profitieren Sie jetzt von unserem einmalig günstigen WM-Leasing von weltmeisterlichen 1.9 %*. *Leasingkonditionen: Laufzeit 24 Mt., Zinssatz 1.9 % (1.92 % effektiv), 1. grosse Leasingrate 20 %, Restwert 55 %, Fahrleistung 10 000 km pro Jahr, Vollkasko nicht inbegriffen. Beispiele: i10 1.1 Comfort ab CHF 13 990.– / CHF 168.–/Mt., i20 1.2. Comfort (3-türig) ab CHF 15 490.– / CHF 186.–/Mt., i30 1.4 Comfort ab CHF 19 990.– / CHF 240.–/Mt., i30cw 1.4 Comfort ab CHF 21 490.– / CHF 258.–/Mt. Keine Leasingvergabe, falls sie zur Überschuldung des Konsumenten führt. Nur für ausgewählte Versionen des Hyundai i10, i20, i30/i30cw ab Lager der teilnehmenden Hyundai-Partner, gültig bis 31.7.2010. Ein Angebot von Hyundai Finance in Kooperation mit BANK-now AG.

Migros Magazin 24 2010 d OS  
Migros Magazin 24 2010 d OS  

MÜRGGU, FÖRCHBOTZ UND HAMBITZGI 46 Feine Apérospiesschen mit Fisch, Poulet oder frischen Früchten. Jetzt ist Ihre Meinung über Migros-Produk...