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BESSER LEBEN IN FORM

Migros-Magazin 24, 14. Juni 2010

Figurbewusst schlafen

Wer sich zu wenig Nachtruhe gönnt, wird dick. Doch wer sich dünn schlafen will, darf nicht übertreiben, sonst nimmt er doch wieder zu.

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HERZ & SEELE

Stress beim Umzug

Tipps gegen den Umzugsstress von Urs Peter, Psychotherapeut und Coleiter der Swissmem Kaderschule in Winterthur ZH: Wer einen Umzug als bedrohlich wahrnimmt, gerät wahrscheinlich in eine Stressreaktion. Diese kann sich durch erhöhten Blutdruck oder Puls, Kopfweh, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Anspannungsgefühl und Gereiztheit zeigen.

Die richtige Schlafmenge verhilft zu einer guten Figur.

Illustration Christian Lindemann

W

er statt zu schlafen die Nächte durchtanzt oder vor dem Computer verbringt, wird durch die Nachtaktivität nicht leichter. Im Gegenteil. Er bringt sogar mehr Pfunde auf die Waage als diejenigen, die sich ausreichend Schlaf gönnen. Dies belegen Studien. So zeigte beispielsweise eine Untersuchung in Cleveland, USA, dass Kurzschläferinnen im Schnitt drei Kilo mehr wogen als Studienteilnehmerinnen, deren Nachtruhe täglich mindestens sieben Stunden dauerte. «Im Schlaf wird das appetithemmende Hormon Leptin ausgeschüttet, weshalb wir auch nach neun Stunden Nachtruhe nicht vom Hunger gequält werden», erklärt Wolfgang Schmitt vom Zentrum für Schlafmedizin des Inselspitals Bern. Wer jedoch wenig schläft, produziert auch weniger Leptin, dafür umso mehr Ghrelin – und dieses regt den Appetit an. Ein weiterer Grund: Die Wachstunden verbringen «Nachtvögel» selten aktiv, häufig sitzen sie vor dem Bildschirm und greifen

dabei gerne zu kohlehydrat- und fetthaltigen Snacks.

Die Schlafdauer nimmt immer mehr ab

Allerdings hat man festgestellt, dass Kurzschläfer sogar dann zunehmen, wenn sie weniger Kalorien zu sich nehmen als Langschläfer. «Dafür ist vermutlich ein verminderter Stoffwechsel verantwortlich», so Schmitt. Die Schlafdauer hat massiv abgenommen. Schlummerten Amerikaner 1920 noch jede Nacht rund neun Stunden, sind es heute gerade

noch sieben. Ursache sind die Lebensumstände. Man kann heute rund um die Uhr malochen oder sich vergnügen. Wer sein Gewicht halten oder abnehmen möchte, tut also gut daran, genug zu schlafen. Doch Vorsicht, Menschen, die zu viel Zeit im Bett verbringen, neigen ebenfalls zu Übergewicht – weil sie sich weniger bewegen. Veronica Bonilla Gurzeler

www.migrosmagazin.ch Mehr Informationen zu den Hormonen wie Leptin oder Ghrelin.

Wie viel Schlaf brauchen Sie?

Gehen Sie zwei Wochen, am besten in den Ferien, zur gleichen Zeit ins Bett und schlafen Sie aus. Die Tage sollten nicht mit Aktivitäten vollgestopft, der Alkoholkonsum moderat sein. In der zweiten Woche zeigt sich, wie hoch Ihr natürlicher Schlafbedarf ist. Kurzschläfer (weniger als 5) und extreme Langschläfer (10 Stunden) sind selten. Die meisten Menschen brauchen sieben bis acht Stunden Schlaf.

➔ Reduzieren Sie den Stress durch eine gute Organisation. ➔ Nehmen Sie Umzuglisten aus dem Internet zu Hilfe oder beauftragen Sie professionelle Zügelleute. ➔ Verzichten Sie bei der Vorbereitung des Umzugs auf Perfektionismus. ➔ Lassen Sie sich von Freunden und Bekannten helfen. ➔ Planen Sie entspannende Aktivitäten ein. ➔ Bewegung ist ein guter Stressabbau-Mechanismus, weil dabei die ausgeschütteten aktivierenden Hormone verbrannt werden. Also hilft auch das Mitanpacken beim Umzug. ➔ Nehmen Sie am neuen Ort Kontakt mit den Nachbarn auf, damit Sie sich schneller heimisch fühlen.

STIMMTS?

Wasser wirkt Wunder Stimmt! Wasser hat viele segensreiche Wirkungen. Die neuste haben nun US-Wissenschaftler entschlüsselt. Wer nicht sicher ist, ob eine getroffene Entscheidung richtig war, sollte laut den Forschern möglichst bald nach der Entscheidungsfindung die Hände waschen. Damit waschen sich Betroffene offenbar gleichzeitig die Restzweifel ab. Die physische Handlung des Sich-Reinwaschens wirkt sich demnach direkt auf die Psyche aus.

Migros Magazin 24 2010 d OS  

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