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Diese Woche 4 |

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NR. 20, 13. MAI 2013 | migros-magazin |

eDitorial Hans Schneeberger, Chefredaktor

Kurzsichtig und subjektiv Die Diskussionen um das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz sind geprägt von einer sehr kurzfristigen und sehr persönlich-subjektiven Sicht. Die einen, älteren Mitbürger, zitieren seit ewig die Wacht am Rhein, als Schweizer Infanteristen sich der braunen Gefahr entgegenstellten. Und haben das Gefühl, wir müssten immer noch Gewehr bei Fuss stehen. Die anderen ärgern sich über laute Gespräche in überfüllten Trams oder ein zu nassforsches «Ich krieg dann noch ein Herrgöttchen!» an der Bar. Und merken nicht, dass ein Grossteil der Deutschen gar nicht diesem Klischee entspricht. Da tut es gut, wieder einmal eine Analyse zu lesen, die von einer längeren Optik geprägt und sachlich fundiert ist. Was Volker Reinhardt, deutscher Professor für Schweizer Geschichte, vor einigen Monaten in der NZZ am Sonntag zum schweizerisch-deutschen Verhältnis geschrieben hat («Weshalb wir uns nicht verstehen», NZZaS vom 2.12.2012), gehört mithin zum Besten zum Thema in letzter Zeit. Für das Migros-Magazin war seine profunde Analyse Anlass für ein Interview. Eines mit Tiefgang — und viel Charme (Seite 30). 14 | MENSCHEN Empfindet das US-Justizsystem als ungerecht: Seit neun Jahren schreibt Beatrice Gloggner aus Kriens Briefe an Oscar Gates, der in einem kalifornischen Gefängnis wegen Raubmords in der Todeszelle sitzt.

migros-Woche 6 | Aktuelles

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/m-infoline; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

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8 | Treibstoff sparen dank Fahrkursen Die Migros bringt ihren Lastwagenfahrern in Kursen einen ökologischen Fahrstil bei.

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14 | Porträt Sie schreiben Briefe an Häftlinge in amerikanischen Todeszellen: Was bringt diese Menschen dazu, mit Mördern zu korrespondieren?

21 | Auf ein Wort 22 | Interview Marco Schällibaum erzählt, wie er als Fussballtrainer in Kanada das Staunen lernte. 28 | Serie: Ueli Steck Der Extrembergsteiger kann immer noch nicht fassen, dass sein Projekt am Himalaya gescheitert ist. 30 | Interview Historiker Volker Reinhardt über die geschichtlichen Gründe für den Zwist zwischen Deutschen und Schweizern. 36 | Kolumne: Der Hausmann.

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Bilder: Andreas Eggenberger, Christinne Muschi, Baxter

Die Expedition ist gescheitert. Und nun? Unser Redaktor Reto Wild, der sich nun seit Wochen mit Bergsteiger Ueli Steck beschäftigt hat, hat sich mit ihm zu einem vorläufig letzten Gespräch getroffen (Seite 28). Und war erschüttert, wie schlecht es ihm ging. Die massiven Angriffe haben den sensiblen Berner sichtlich mitgenommen. Er fühlt sich unverstanden, ausgebrannt und leer. Wie es weitergeht? Steck weiss nur eines: «Ohne Ziel gehe ich zugrunde.»

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