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MEINE WELT 118 |

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BRIGITTA LUISA MERKI

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«Manchmal wäre ich gerne auf einer Insel»

Nach ihrer Pfeife tanzen zurzeit 16 Flamenco-Tänzerinnen und -Tänzer. Choreografin Brigitta Luisa Merki bringt heisse Rhythmen in die Schweiz. Die Aargauerin nimmt das Leben Schritt für Schritt und liebt das Fricktal. Nur das Meer fehlt ihr ab und zu.

Wieso leben Sie in Oberhofen? Das Fricktal ist eine wunderschöne Gegend, ich mag die sanfte Hügellandschaft. Zudem ist es ruhig hier, der perfekte Rückzugsort für mich. Wo würden Sie gerne leben? Manchmal wäre ich gerne auf einer einsamen Insel, umgeben von Palmen und Meer. Beruf und Lebenslauf: Primarschullehrerin, Ausbildung zur Tänzerin und Choreografin in Spanien. 1984 Gründung der eigenen Tanzcompagnie Flamencos en route. Seither 32 Produktionen. Gründerin und künstlerische Leiterin von «tanz&kunst königsfelden». Mein Ziel: Name: Brigitta Immer meine Luisa Merki (59) nächste Produk- Sternzeichen: tion! Am 17. Mai Steinbock ist Premiere von Wohnort: «babel.torre viva» Oberhofen AG in der Klosterkirche Königsfelden. Mein Lebensmotto: Paso por paso — Schritt für Schritt. Was ich mag: Zeit für mich. Mit einem Buch die Welt vergessen. Meine Katze streicheln. Was ich nicht mag: Volle Züge, Andrang allgemein. Deshalb mag ich keine Grossveranstaltungen. Was ich an mir mag: Ich kann konzentriert arbeiten. Wenn es hektisch wird, kann ich mich auf eine Portion Extraenergie verlassen. Was ich an mir nicht mag: Mein persönliches Chaos, das sich während Produktionen um mich auftürmt. Mein Lieblingsessen: Ich mag die einfache Küche. Gemüse und Fisch aus dem Steamer zum Beispiel. Meine Lieblingsmusik: Mein Geschmack reicht von Klassik bis World Music. Ich mag auch Zeitgenössisches, wobei ich hier eine Weile brauche, bis ich den Zugang finde. Mein bester Entscheid: Dass ich meinen Beruf aufgegeben habe und nach Spanien gegangen bin. Meine Eltern fanden das nicht so toll. MEIN ARBEITSORT «In Rieden bei Ennetbaden habe ich in einer alten Fabrik ein Studio gemietet. Es liegt direkt an der Limmat. Am Morgen bin ich meistens als Erste hier und geniesse die Aussicht.»

Text: Barbara Ryter, Bilder: Paolo Dutto

www.tanzundkunstkoenigsfelden.ch

NR. 20, 13. MAI 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

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