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Das Leben der Anderen ➢

Zusammenfassung Hauptfiguren Die Rolle der Kunst ➢


Der Film spielt in Ost-Berlin im November 1984. An der Juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatsicherheit, unterrichtet Gerd Wiesler Verhörmethoden. Am Abend begleitet er seinen früheren Studien-freund Anton Grubitz, den Leiter der Hauptabteilung XX/7 im MfS, zur Premiere eines Theaterstücks des Dramatikers Georg Dreyman. Der anwesende Minister Bruno Hempf äußert gegenüber Grubitz Zweifel an der Linientreue des Schriftstellers und ordnet dessen Überwachung an. Grubitz betraut Wiesler mit dem Operativen „Lazlo“. Wiesler lässt Dreymans Wohnung verwanzen und richtet auf dem Dachboden des Hauses eine Überwachungszentrale ein. Dort wird die Party für den 40. Geburtstag des Dramatikers gefeiert..Als Wiesler im MfS Bericht erstattet, informiert ihn Grubitz, dass er mit der Überwachung Minister Hempf einen unliebsamen Rivalen vom Hals schaffen soll. Hempf hat schon seit einiger Zeit eine heimliche Affäre mit Christa-Maria Sieland, die Schauspielerin und Lebensgefährtin von Dreyman. Wiesler ist von der Welt der Kunst-schaffenden fasziniert, sorgt also eines Abends dafür, dass Dreyman sie aus dem Wagen des Ministers aussteigen sieht. Gegenüber Christa-Maria verliert Dreyman kein Wort. Doch etwas in ihm beginnt sich zu verändern. Nach dem Freitod des Freundes Albert Jerska, einem Theaterregisseur, der seit Jahren unter seinem Berufsverbot leidet, beschließt Dreyman, für das westdeutsche Magazin „Der Spiegel“ einen Artikel über die hohe Suizidrate in der DDR zu schreiben. Heimlich tippt er den Bericht auf einer Schreibmaschine, die ihm ein „Spiegel“-Redakteur zur Verfügung stellt, da deren Schriftbild von der Stasi nicht erfasst ist. Doch einmal beobachtet ihn Christa-Maria, wie er die Maschine unter einer Fußbodendiele versteckt. Als der Artikel schließlich erscheint, ruft er bei den Machthabern in der DDR große Unruhe hervor. Dreyman gerät unter Verdacht, doch ihm kann nichts nachgewiesen werden. Denn seit langem schon fälscht Wiesler die Abhörprotokolle zugunsten der zu Beobachtenden.


Warum trifft sie ihn nicht mehr ? Als Christa-Maria nicht mehr zu den Treffen mit Hempf erscheint, lässt sie der Minister wegen des illegalen Erwerbs von Medikamenten verhaften. Unter Druck gesetzt, verrät sie im Verhör das Versteck der Schreibmachine. Also erscheint Grubitz mit einem Durchsuchungstrupp in Dreymans Wohnung, kann jedoch nichts finden: Wiesler hat schon die Maschine entfernt. Unterdessen läuft ChristaMaria verwirrt auf die Straße und wird von einem Lastwagen erfasst. Sie stirbt noch am Unfallort. Der Operative Vorgang wird abgebrochen und Wiesler strafversetzt. Zwei Jahre nach dem Fall der Mauer erfährt Dreyman durch ein Treffen mit Ex-Minister Hempf von seiner Überwachung. Bei der BStU beginnt er, in seinen Stasi-Akten zu recherchieren und kommt hinter die Identität des Mannes, der ihn überwachte und zugleich schützte.

OZOUF Cyril et ROUZAUD Thibault


Das Leben der Anderen, Wieslers Entwicklung. Von Rémi Delbouys und Loïc Boyeldieu

Gerd Wiesler (der Agent HGW XX/7) ist ein Geheimagent, der für das Ministerium für Staatssicherheit, dass heiβt, für die Stasi arbeitet. Er muss die Gegner des Regimes ins Gefängnis schicken. Am Anfang des Filmes ist Wiesler eine kalte Person, die keine Emotionen spürt. Wiesler handelt wie ein Roboter. Er hat keine einige Meinung und ist linientreu. Wiesler lebt nur für seine Arbeit und denkt, das, was er macht, ist richtig. Er ist nämlich ein Spezialist für das Verhör und die Überwachung.

Seine Methoden sind hart, unmenschlich aber wirksam, er gewährt dem Verdächtigen keinen Aufschub, der kann nicht schlafen, solange er nicht zugibt, was 48 Stunden dauern kann. Zudem scheint Wiesler nicht zu existieren. Nehmen wir das Beispiel seiner Wohnung: es gibt kein Foto seines Lebens, seiner Familie und seiner Freunde. Außerhalb seiner Arbeit ist Wiesler allein. Seine Arbeit ist seine einzige wirkliche Beschäftigung. Er kämpft für sein Ideal des sozialistischen Staates, den er als gerecht und perfekt hält und, dessen harte Wirklichkeit er entdecken wird. Also ist Wiesler zuerst einer der bösen Figuren des Films. Der Zuschauer empfindet zwar keine Sympathie für ihn, aber Wiesler wird die Zuneigung des Zuschauers im Laufe des Films gewinnen. Wiesler wird nämlich anders werden.


Als Wiesler begreift, dass der Auftrag, der von Minister Hempf gegeben wurde, ein Mittel für den Minister ist, nur aus privaten Gründen Georg Dreyman ins Gefängnis zu schicken, wird er über das Regime enttäuscht. Deshalb entscheidet er, sich gegen das System zu wenden. Auβerdem humanisiert er sich im Kontakt des Paars : da er es beobachtet, beginnt er, Emotionen für sie zu empfinden. Es ist eine der ersten Emotionen, die er zeigt. Viele Szenen betonen Wieslers Humanisierung. Wenn er das Buch von Brecht liest, das er bei Dreyman gestohlen hat, oder, wenn er der "Sonate vom Guten Menschen" zuhört, versteht man, dass Wiesler ins andere Lager übergewechselt ist. Er will also den Künstlern in ihrem Kampf gegen das herrschende System helfen.

Wie er den Dramatiker geschützt hat, verliert Wiesler seine Arbeit. Er muss also in der Briefabteilung arbeiten. Nach der Wende muss er Werbeprospekte austeilen : man kann denken, dass er ein Verlierer ist. Aber seine Entwicklung im Laufe des Films zeigt, dass er eigentlich ein Gewinner ist : er ist endgültig ein guter Mensch geworden !


Georg DREYMAN von Laurent Lacourt

Georg Dreyman ist ein ostdeutscher Dichter während des Kaltes Kriegs. Er ist ein offizieller Künstler der DDR ( Deutsche Demokratisches Republik). Am Anfang des Films entdecken wir Dreyman, als Wiesler und Grubitz sich sein Stück ansehen. Er scheint die Ideale des Kommunismus zu teilen. Der Autor beschreibt nämlich ein sehr glückliches Leben in der DDR in den Texten, die er schreibt. Grubitz ist der Leiter des Kulturdiensts der Stasi, er soll die ganze Künstlerwelt bespizteln und die Dissidenten verhaften lassen. Er glaubt, dass Dreyman linientreu ist, aber der Kulturminister Bruno Hempf befehlt ihn, aus privaten Gründen den Dichter zu überwachen. Grubitz bittet also Wiesler diese Überwachung zu machen. Dreyman ist aber überzeugt, dass die DDR das beste Regime ist. Er hat keine systemkritische Ideen. Es gibt aber eine Sache, die er nicht versteht : sein ehemäliger Regisseur, Albert Jerska, hat ein Arbeitsverbot bekommen. Nach dem Stück redet er mit Minister Bruno Hempf darüber, und fragt, ob Jerska bald wieder arbeiten darf. Der Minister gibt aber ihm keine klare Antwort, denn es war ein gespannter Dialog. Das Ereignis, das die politische Haltung des Dichters ändern wird, ist der Tode seines Freunds Jerska. Er findet, dass Jerska sich das Leben genommen hat, weil er unter seinem Arbeitsverbot litt. Nach dem Dichter ist das Regime verantwortlich dafür. Dreyman entscheidet also einen Artikel über Selbstmord in der DDR zu schreiben. Er sucht nach Statistiken und mit der Hilfe von Paul Hauser veröffentlichet diesen Artikel im Spiegel, einer westdeutschen Zeitung. Aber Dreyman hat den Artikel mit einer westdeutschen Schreibmaschine geschrieben und der Kulturdienst der Stasi kann sie nicht identifizieren. Grubitz hat jedoch die Intuition, dass Dreyman der Autor ist. Er findet nämlich, dass Wiesler, der Dreyman überwacht, sich ein bisschen komisch benimmt und ahnt, dass der Agent den Dichter beschützt. Wieslers Vorgesetzte befiehlt DreymansWohnung zu durchsuchen. Die Schicht der Stasi findet aber keine Schreibmaschine. Zur gleichen Zeit wird Christa-Maria verhaftet. Druck wird auf sie ausgeübt und sie verrät schließlich ihren Mann. Sie erklärt Wiesler, wo die Schreibmaschine versteckt ist. Grubitz fährt also zu Dreymans Wohnung und sucht das Versteck. Aber die Schreibmaschine befindet sich nicht da. Faktisch hat Wiesler sie weggenommen, bevor sein Vorgesetze ankommt. Dreyman hat also kein Problem mehr mit der Stasi, aber Wiesler ist zwangsversetzt. Am Ende des Films erfährt Dreyman, dass er bespitzelt wurde. Er wurde nämlich überwacht, aber nicht verraten. Er geht zur Normannstraße, um seine Akten zu lesen, und er begreift, dass der Agent ihn beschützt hat. Er will also ihm treffen, und sucht ihn. Aber als er den Mann findet, kann er ihn nicht ansprechen. Wiesler hat nämlich seit dem OV viel verloren und Dreyman ist immer noch ein berümhter Autor. Der Dichter entscheidet also ein Buch zu schreiben, um Wiesler zu danken. Der Titel ist „Die Sonate vom Gutem Menschen“.


Christa Maria Sieland von Mekhfi Nassima und Alexandra Tellier-Terawaki Christa Maria Sieland ist eine offizielle Schauspielerin. Sie lebt mit einem berühmten offiziellen Verfasser, Georg Dreymann. Sie hat viel Erfolg, aber sie hat kein Selbstbewusstsein. Deshalb nimmt sie verbotene Medikamente ein...

Minister Hempf trifft sie auf der Premiere des Theaterstückes, dessen Autor Dreyman ist. Er interessiert sich für diese junge Frau. Er setzt sie unter Druck und letztendlich zwingt er sie dazu, mit ihm zu schlafen. Er erpresst sie. Und zwar wenn sie sich dazu weigert, wird sie ein Berufsverbot haben. Ihre Karriere wird beendet. Obwohl sie kein Vertrauen auf ihr Talent hat, ist Kunst ihr Lebensinhalt. Sie ist das Opfer des Systems. Dank Dreymans und vor allem Wieslers Warnungen und Ermutigungen gibt sie die Beziehung mit Hempf auf. Deshalb entscheidet Minister Hempf sie zu verhaften, unter dem Vorwand, dass sie verbotene Medikamente gekauft hat. Beim Verhör verlangt Grubitz von ihr, ihren Mann zu verraten, damit sie auf der Bühne weiter spielen kann. Zuerst zeigt sie sich bereit, mit Grubitz zu schlafen und sich mit dem System zu arrangieren...Letztendlich erwartet aber Grubitz von ihr, dass sie als Inofizielle Mitarbeiterin für die Stasi arbeitet. Sie sollte nämlich über den Ort der Schreibmaschine ihres Mannes und dessen Tun und Treiben informieren. Obwohl sie schlieβlich ihren Mann verrät, findet die Stasi keine Schreibmaschine in ihrer Wohnung, weil Wiesler inzwischen sie entfernt hat. Wiesler hat nämlich ihnen geholfen. Jedoch weiβ es Christa Maria nicht. Sie hat Gewissenbisse und zum Schluss begeht sie Selbstmord . Bevor sie starb, kann sie Wieslers beruhigenden Worten zuhören. Sie kann in aller Ruhe sterben. Er hat nämlich die Schreibmaschine weggenommen. Aus diesem Grund wird Dreymann nicht mehr verdächtigt.


Die Rolle der Kunst (Musik und Literatur) von Claire Perez, Mathilde Bellin und Marjorie Pailhas Kunst spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Film « Das Leben der Anderen ».

Das Theater : Erstens brauchen die Hauptfiguren Kunst, um ihre Identität zu finden. Sie leben im Bereich der Kunst. Christa-Maria ist nämlich eine groβe Schauspielerin und ihr Mann Georg Dreyman ist anerkannter Regisseur. Überdies schreibt Paul Hauser, Dreymans Freund, einen Artikel über Kunst. Jerska, Dreymans Freund ist auch Theaterregisseur.Man könnte sogar Bruno Hempf nennen, der Kulturminister ist. Für diese Figuren bedeutet Beruf Leidenschaft und Berufung.Ohne Kunst können sie nicht leben, weil sie sonst kein Ziel im Leben haben. Kunst ist ihnen ein Mittel, trotz der Unterdrückung frei zu sein. Sie wollen ihre Meinungen ausdrücken. Durch die Kunst können wir die Haltung der Persönlichkeiten gegenüber der Partei sehen.Das Regime will, dass Kunst das sozialistische Ideal ausdrückt. Deswegen verbot es Jerska zu arbeiten : er war von der Regierung als Regimegegner betrachtet und seine eigenen Stücke drücken sein Freiheitsideal aus. Am Anfang schreibt Dreyman, der nicht systemkritisch ist, linientreue Stücke. Die Rolle der Kunst ist für die Persönlichkeiten so wichtig, als ob sie deren Opfer sein könnten. Christa-Maria nimmt nämlich Medikamente ein, denn sie meint , dass sie diese braucht, um eine groβe Schauspielerin zu sein. Die Musik :

Der Musikbereich ist auch wichtig in dem Film. Zu Dreymans Geburtstag schenkt ihm Jerska die Partitur von der „Sonate vom guten Menschen“,die übrigens von Gabriel Yared komponiert wurde . Dank diesem Stück wird Dreyman begreifen ,was


ein guter Mensch ist und was ein guter Mensch in seiner Lage tun soll : Widerstand leisten, sich gegen das Regime rebellieren. Als Dreyman dieses Stück nach Jerskas Selbstmord spielt, versteht er, was er tun soll und schreibt einen systemkritischen Artikel für die westdeutsche Zeitung „Der Spiegel“. Wiesler, der das Paar überwacht, begreift auch dasselbe und enstcheidet, Dreyman zu decken, als dieser beginnt , sich dem autoritären System zu widersetzen. Auf diesem Bild kann man bemerken, dass die Musik das um Jerska trauernde Paar miteinander verbindet. Die Literatur : Brecht spielt eine bedeutende Rolle für die Entwicklung der Figuren. Dreyman hat in seiner Wohnung Brechts bekannte Gedichte. Zu Dreymans Geburtstag liest Jerska einen seiner engagierten Texte vor. Der einsame und verzweifelte Dichter kommuniziert so mit seinem Freund. Etwas später stiehlt Wiesler Dreymans Buch, um es heimlich zu lesen.Er liest das Liebesgedicht „Erinnerung an die Marie A.“vor. Es hilft ihm, sich zu humanisieren, und verschiedene Emotionen in einem autoritären Regime ohne Privatsphäre zu fühlen.Schlieβlich entsteht durch diese Texte eine menschliche Beziehung zwischen Dreyman, Jerska und Wiesler. Am Ende schreibt Dreyman ein Buch, das er auch nennt „die Sonate vom Guten Menschen“, um seine Erfahrungen zu erklären und Wiesler zu danken. Deswegen widmet er ihm sein Werk. Die Literatur ist hier eine Lehre für die nächste Generation, über die Notwendigkeit sich zu engagieren und mutig zu sein.Ferner verbindet dieses Buch Dreyman und Wiesler miteinander, welcher am Anfang der böse Mann war, obwohl sie sich niemals treffen werden.


La vie des autres