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FIT & GESUND

FIT& GESUND 2018

| AKTION GESUNDHEITSWOCHEN

Mittwoch, 7. März 2018

Das Glück der Geburt

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Wie sinnvoll sind Wehenmittel?

Leckere Gerichte mit Spitzkohl

Umfrage unter Leipziger Müttern

Foto: Fotolia

Ein Baby ist unterwegs. Diese Nachricht versetzt werdende Eltern in freudige Erwartung. Mit der Hoffnung auf gesunden Nachwuchs stellen sich aber viele Fragen vor allem für Schwangere. Kaiserschnitt oder natürliche Geburt? Soll das Baby in einer Klinik zur Welt kommen? Oder per Hausgeburt in vertrauter Umgebung? Unsere Serie gibt dazu Tipps.


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MITTWOCH, 7. MÄRZ 2018

SPRECHSTUNDE VON DR. ULRICH WEIGELDT

Hausbesuche sind wichtig

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st es nicht überholt, wenn ein Hausarzt, ausgestattet mit einem kleinen Köfferchen, in die Wohnung eines Patienten kommt? Der Hausbesuch gehört nach wie vor zum Alltag der Hausärzte. Abrechnungsstatistiken belegen, dass beispielsweise in Bayern weit über 90 Prozent aller Hausärzte regelmäßig zu ihren Patienten kommen. Zum einen brauchen wir die Hausbesuche für Patienten, die nicht in der Lage sind, in die Praxis zu kommen, zum Beispiel, weil sie bettlägerig sind. Viele Patienten sind schlichtweg darauf angewiesen, dass der Arzt sich auf den Weg zu ihnen macht. Es gibt aber noch einen Vorteil: Indem der Hausarzt seinen Patienten in dessen eigenen vier Wänden behandelt, erlebt er direkt das familiäre und soziale Umfeld und kann dieses bei der Diagnose mitberücksichtigen. Für eine gute Diagnostik braucht es eben nicht immer die gesamte Palette der hoch spezialisierten Medizin, sondern eine hervorragende allgemeinmedizinische Ausbildung – und etwas Zeit. Das hilft häufig mehr als das zigste bildgebende Verfahren. Doch im deutschen Gesundheitssystem fließt das Geld eher in die sogenannte Gerätemedizin. Hausbesuche werden mit 20 Euro geradezu absurd niedrig vergütet. Diese Schieflage prangern wir schon lange an. Natürlich ist auch die Zeit der Hausärzte begrenzt. Gerade in ländlichen Regionen, wo die Anfahrtswege länger sind, kann für einen einzigen Hausbesuch schon mal eine Stunde draufgehen. Darum haben wir ein Konzept entwickelt, in dem Routinehausbesuche, bei denen nicht zwangsläufig ein Arzt vor Ort sein muss, von speziell fortgebildeten medizinischen Fachangestellten, den Versorgunsassistenten in der Hausarztpraxis (Verah), übernommen werden können. Grundsätzlich muss der Hausbesuch auch in Zukunft ein wichtiger Baustein der ärztlichen Versorgung sein. Dafür darf aber nicht alles so bleiben, wie es ist! Dr. Ulrich Weigeldt ist Allgemeinmediziner  und Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes.

SO WIRKT DAS

Abenteuer Geburt Welche Untersuchungen sind während der Schwangerschaft sinnvoll? Was ist rund um die Geburt zu beachten? Werdende Eltern haben viele Fragen, finden aber oftmals keine befriedigenden Antworten. Eine kleine Hilfestellung für die Zeit zwischen Hoffen und Bangen

■ Kaiserschnitt oder natürliche

VON NADINE ZELLER

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erdenden Müttern liegt nicht nur eine optimale medizinische Versorgung während der Schwangerschaft am Herzen, sondern sie wollen rund um die Geburt auch eine gute körperliche und emotionale Betreuung. Das ist das Ergebnis einer jüngst vom gemeinnützigen Picker-Institut veröffentlichten Befragung unter knapp 10 000 Wöchnerinnen in Deutschland. Doch obwohl immer mehr Geburtskliniken entstehen, fühlen sich viele Frauen bei Beratung und Betreuung oft alleingelassen. Ein Überblick über häufige Fragen.

97 Prozent aller Babys kommen gesund zur Welt.

Geburt? In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Entbindungen per Kaiserschnitt in Deutschland verdoppelt, mittlerweile kommt jedes dritte Kind auf diesem Wege zur Welt. Damit gehört Deutschland zu den Ländern mit der höchsten Kaiserschnittrate in Europa. Früher war der Kaiserschnitt einzig ein Notfalleingriff. Liegt das Kind quer im Bauch oder ist die Gebärmutter vorgelagert, rettet der Kaiserschnitt das Leben von Mutter und Kind. Heute ist er eine Standardoperation – weil sich immer mehr Ärzte auch bei einer

Geburten nach Altersgruppe

■ Was ist der Pränatest?

Levothyroxin-Natrium Levothyroxin ersetzt bei einer Schilddrüsenunterfunktion das von der Schilddrüse gebildete Hormon Thyroxin. Es führt zu einer Steigerung des Energieumsatzes, fördert die Bildung von Wärme und hat einen Einfluss auf den Protein-, Kohlenhydrat-, Lipid-, Nukleinsäure- und VitaminStoffwechsel. Bei einer zu hohen Dosis oder einer zu schnellen Dosissteigerung können jedoch unerwünschte Wirkungen auftreten, die für eine Schilddrüsenüberfunktion typisch sind, etwa Nervosität oder Herzrhythmusstörungen. Platz drei der Rangliste der 2016 am  häufigsten ärztlich verordneten Wirkstoffe nach dem Arzneiverordnungsreport 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK aufgrund von Daten der gesetzlichen Krankenversicherung.

GROSSMUTTER WEISS RAT

Apfeltopfen als alternatives Abführmittel

Beim Pränatest handelt es sich um einen Bluttest, mit dem festgestellt werden kann, ob das Ungeborene Trisomie 21 – das sogenannte Downsyndrom – aufweist. Auch Trisomie 13 und 18 können damit nachgewiesen werden. Der Test wird in der neunten bis zwölften Woche vorgenommen. Der Arzt nimmt der Mutter Blut ab, in dem sich auch Körperzellen des Kindes befinden. Diese werden isoliert und auf Abweichungen untersucht. Der Test ist seit dem Jahr 2012 auf dem Markt und gilt als sehr zuverlässig. Anders als bei den invasiven Untersuchungsmethoden wie der Fruchtwasseruntersuchung besteht beim Pränatest kein Risiko einer Fehlgeburt. Dennoch ist der Test umstritten. Kritiker befürchten, dass Eltern häufiger abtreiben. Nicht ohne Grund: Schon heute entscheiden sich 90 Prozent der Eltern gegen ihr Baby, wenn eine genetische Anomalie festgestellt wird.

Deutschland 2010 2,7 % unter 20 Jahre

13,9 % 20 bis unter 25 Jahre 25 bis unter 30 Jahre 30 bis unter 35 Jahre 17,4 % 35 bis unter 40 Jahre 4,3 % 40 Jahre und mehr

29,3 % 32,5 %

RND-Grafik; Quelle: Statistisches Bundesamt

Ultraschall ist nur eine von vielen pränataldiagnostischen Methoden, um festzustellen, ob das Kind gesund ist. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es jedoch nie. Foto: iStock

vaginale Geburt hat hingegen den Vorteil, dass durch den Druck, dem das Kind im Geburtskanal ausgesetzt ist, das Fruchtwasser aus den Lungen der Babys gepresst wird und sie leichter atmen können. Zudem nehmen die Kinder auf dem Geburtsweg Mikroorganismen der Mutter auf. Dieser Bakteriencocktail wirkt sich günstig auf die Darmflora der Kinder aus und immunisiert sie. All die Vorteile der natürlichen Geburt dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kaiserschnitt Leben retten kann. ■ Klinik, Geburtshaus oder

Hausgeburt? Die Geburt in den eigenen vier Wänden bietet den Frauen große Vorteile, wie eine Übersichtsstudie bestätigt. Ein USForscherteam von der Abteilung für Geburtenhilfe des Maine Medical Centers in Portland hat dazu Daten von 342 000 Hausgeburten und 208 000 Entbindungen in Krankenhäusern verglichen. Das Resultat: Die Frauen nehmen zu Hause seltener Schmerzmittel und es kommt zu weniger Damm- oder Kaiserschnitten als in der Klinik. Doch bei Hausgeburten ist das Sterberisiko der Neugeborenen dreimal höher als im Krankenhaus. Zudem müssen Säuglinge öfter wiederbelebt werden als Babys im Krankenhaus. Die meisten Kinder werden in Kliniken entbunden. Dort sind Ärzte im Notfall schnell verfügbar. Der Nachteil: Meistens ist den Frauen weder der Arzt noch die Hebamme vertraut, zudem gibt es weniger Privatsphäre. Eine Alternative stellt für viele das Geburtshaus dar, in dem die Frauen ambulant entbinden können.

Einsatz von Wehenmitteln in der Kritik WHO rät von unnötigen medizinischen Eingriffen während einer normal verlaufenden Geburt ab VON CHRISTIANE OELRICH

D Viele Schwangere leiden unter Blähungen und Verstopfung. Medikamente können zwar Erleichterung verschaffen, doch es gibt eine gesunde und köstlich-süße Alternative: Apfeltopfen. Dazu wird ein Apfel gerieben und zu 125 Gramm Topfen oder Quark gegeben. Ein Teelöffel Honig und ein Teelöffel Leinsamen – diese können auch über Nacht eingeweicht werden – runden diese süße Zwischenmahlzeit ab. iff Das Rezept stammt aus dem Buch „Zwiebel wickel, Essigsocken & Co.: Traditionelle Heilmittel neu entdeckt“ von Karin Berndl und Nici Hofer, Eden Books, 112 Seiten, 14,95 Euro.

Beckenendlage oder einer vorangegangenen Kaiserschnittgeburt für das Skalpell entscheiden. Das hat drei Gründe: Erstens haben Geburtshelfer heute weniger Erfahrung mit komplizierten Spontangeburten, zweitens fürchten die Ärzte, haftungsrechtlich belangt zu werden, und drittens hat sich die Klinikorganisation geändert. Doch der Kaiserschnitt hat Nachteile: Die so geborenen Kinder schütten weniger Stresshormone aus, weil sie einfach aus dem Bauch herausgehoben werden und nicht durch den engen Geburtskanal müssen. Das führt jedoch bisweilen dazu, dass sie entkräftet sind und schwerer atmen. Die

Mund und Nase sollten bei nach der Geburt selbstständig atmenden Babys nicht ausgesaugt werden. Foto: unsplash

ie Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert den Trend zu immer mehr medizinischen Eingriffen während der Geburt. In vielen Fällen sei das überflüssig und könne Mutter und Kind gefährden, gab die Organisation jüngst in einer Stellungnahme zu Bedenken. Besonders bemängelt wurde der immer häufigere Einsatz von Wehenmitteln zur Beschleunigung der Geburt. Bei den meisten der 140 Millionen Geburten pro Jahr weltweit sei das laut WHO nicht nötig. „Wenn die Wehen sich normal entwickeln und Mutter und Kind bei guter Gesundheit sind, sind Interventionen, um die Geburt zu beschleunigen, nicht nötig“, betont Princess Nothemba Simelela, Leiterin der WHO-Abteilung Familien, Frauen, Kinder und Jugendliche. Die WHO hat deshalb neue Richtlinien für Geburten herausgegeben. Nicht das Krankenhaus, die Ärzte oder Hebammen sollten allein die Schritte der Geburt bestimmen. Die Frauen müssten stets ein-

bezogen werden. Die WHO gibt in ihren neuen Richtlinien 56 Empfehlungen. Darin wirft sie die Faustregel über Bord, dass sich der Muttermund nach normaler Schwangerschaft bei Einsetzen der Wehen etwa einen Zentimeter pro Stunde öffnen sollte. Für manche Frauen sei das unrealistisch. Eine langsamere Öffnung allein deute nicht automatisch darauf hin, dass es bei der Geburt Komplikationen gebe. Auch der Anschluss an einen Wehenschreiber sei normalerweise nicht nötig.

56 Empfehlungen enthalten die neuen WHO-Richtlinien zur Geburt.

Die WHO rät von einem Dammschnitt als Routineeingriff ab. Bei Babys müssten überdies nicht automatisch Mund und Nase ausgesaugt werden, wenn sie allein anfingen zu atmen. In Ländern mit knappen Gesundheitsressourcen sei es wichtig, in den Ausbau der Betreuung für Schwangere zu investieren. Täglich sterben nach Angaben der WHO weltweit 830 Frauen bei der Geburt. Die meisten Todesfälle könnten durch gute Vorsorge und Betreuung bei der Geburt verhindert werden.


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GESUND GENIESSEN

Eine Chance für Kohl Das Gemüse ist regional, vitaminreich und kalorienarm. Genug Gründe, es zu versuchen

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ie Deutschen hatten lange ein gespaltenes Verhältnis zu Kohl: Die einen aßen ihn, weil sie gelernt hatten, dass das Gemüse nicht nur kostengünstig und regional, sondern auch gesund ist. Die anderen rümpften bei Kohl die Nase – das Gemüse galt ihnen als wenig abwechslungsreich und fad. Dabei ist Spitzkohl aromatisch-süß im Geschmack und sehr leicht verdaulich. So langsam entdecken die Skeptiker das Gemüse wieder neu: Als Kimchi, aber auch aus dem Ofen lassen sich damit spannende Gerichte zubereiten. Noch dazu hat Kohl wenig Kalorien.

Foto: iStock

So geht’s

■ Wehen: Wie stark sind die Schmerzen –

Hebamme? Hebammen helfen der werdenden Mutter während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Während der Schwangerschaft stehen ihnen – bis auf den Ultraschall – dieselben Mittel zur Verfügung wie Gynäkologen. Viele Frauen nehmen eine persönliche Hebamme jedoch erst nach der Geburt in Anspruch. Die Geburt in der Klinik begleiten in den meisten Fällen Hebammen im Schichtdienst. Eine solche Geburtshebamme hilft der Frau, die Wehen zu verarbeiten. Sie entscheidet, wann es notwendig ist, einen Arzt hinzuzuziehen. Nach der Geburt lassen sich die meisten Frauen von einer Nachsorgehebamme helfen. Gerade in dieser Zeit des Wochenbetts sind sie eine wichtige emotionale Stütze. Schreit das Kind, will es nichts essen, steht die Hebamme den Eltern zur Seite. Um eine Nachsorgehebamme fürs Wochenbett sollte sich jede Frau schon während der Schwangerschaft kümmern.

und wie kann man sie lindern? Bäder, Massagen und die richtige Atmung können helfen, mit den Wehen besser klarzukommen. Verschwinden werden sie dadurch nicht. Die Schmerzen entstehen durch die Kontraktionen der Gebärmutter. Kontrahiert diese nicht, wird das Kind nicht durch den Geburtskanal gepresst. Wehen sind also notwendig. Es gibt verschiedene Wehen. Die Eröffnungswehen weiten den Muttermund auf die notwendigen zehn Zentimeter Breite. Erst wenn dieser geöffnet ist, dürfen die Schwangeren durch aktives Pressen die Wehen unterstützen. Der Wehenschmerz kann durch eine Periduralanästhesie (PDA) nahezu vollständig gelindert werden. Dabei wird die Schwangere durch eine Spritze in die Wirbelsäule betäubt, sodass sie keine Wehenschmerzen verspürt, die Geburt aber mitbekommt. Verlangt eine Schwangere nach einer PDA, bekommt sie diese in der Regel auch, es sei denn die Geburt ist bereits zu weit fortgeschritten.

Postpartale Depressionen sind verbreitet und gut behandelbar. Doch viele Frauen vertrauen sich aus Scham­ oder Schuldgefühlen niemandem an.

Die PDA kann sinnvoll sein, wenn die Wehen zu schwach sind und die Geburt mithilfe eines Wehentropfs eingeleitet werden soll. Sie lindern die Schmerzen, die durch den Wehentropf entstehen. Zu den Risiken der PDA kann man sich in der

Untersuchungen zeigen, dass zu den Hauptrisiken die Bauchlage sowie rauchende Eltern und Überhitzung

zwei Teller verteilen und das Essen heiß servieren. aus dem Buch „Schlank!  Das Rezept stammtund gesund mit der Doc Fleck Methode“ von Anne Fleck. Die Autorin ist Ärztin und Ernährungsexpertin. Ihr Buch ist bei Becker Joest Volk erschienen und kostet 29,95 Euro.

Geburtsklinik vor dem Geburtstermin aufklären lassen. ■ Wie erkenne ich eine postpartale

Depression? Erschöpft fühlt sich jede Mutter nach einer Geburt. Hält dieser Zustand länger an und gesellt sich dazu ein Gefühl der Leere, Gleichgültigkeit und Gereiztheit, kann dies auf eine postpartale Depression hindeuten. Etwa 15 Prozent aller Mütter leiden darunter. Viele fühlen sich außerstande, eine Beziehung zu dem Kind aufzubauen, auch Versagensängste spielen eine Rolle. Aus Scham vertrauen sich viele Frauen niemandem an. Dabei sind Wochenbettdepressionen nicht nur verbreitet, sondern auch gut behandelbar. Eine erste Ansprechpartnerin ist die Hebamme. Auch Haus- und Frauenärzte helfen weiter. Zudem gibt es an einigen psychiatrischen Krankenhäusern Abteilungen, in denen das Kind zusammen mit der Mutter aufgenommen werden kann. Infos dazu gibt es unter www.marce-gesellschaft.de.

Geburten nach Altersgruppe

Geringes Risiko für plötzlichen Kindstod Das Risiko, dass ein Kind an plötzlichem Kindstod stirbt, ist gering. Und die Wahrscheinlichkeit sinkt immer weiter. Starben im Jahr 1990 in Deutschland noch 1283 von 905 675 Neugeborenen (also 0,14 Prozent) am plötzlichen Kindstod, waren es 2015 nur 127 Fälle bei 737 575 Geburten.

Für 2 Personen 200 g Rinderfilet 60 g Sojasoße 2 Knoblauchzehen 2 frische rote Chilischoten, entkernt und fein gewürfelt 40 g Ingwerwurzel, geschält und fein gewürfelt ½ TL Sesamöl (nach Belieben) 650 g Spitzkohl 2–3 EL Erdnussöl 1 Bund Petersilie, gehackt

Deutschland 2010

zählen. Am häufigsten tritt der plötzliche Kindstod zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat auf. Je älter die Neugeborenen werden, desto geringer ist das Risiko.

2,7 % unter 20 Jahre

Eltern sollten ihr Baby auf dem Rücken schlafen lassen und Kissen, Felle und Kuscheltiere aus dem Bett entfernen. Es reicht, das Kind im Schlafsack und auf eine flache Matratze zu betten. Der Raum sollte kühl sein – am besten circa 17 Grad.

30 bis unter 35 Jahre 17,4 % 35 bis unter 40 Jahre 4,3 % 40 Jahre und mehr

13,9 % 20 bis unter 25 Jahre 29,3 %

25 bis unter 30 Jahre

Gut versorgt: Die meisten Babys kommen heutzutage in Kliniken zur Welt. Foto: dpa

32,5 %

RND-Grafik; Quelle: Statistisches Bundesamt

Foto: Hubertus Schüler

■ Welche Bedeutung hat die

Das Rinderfilet schräg in Streifen schneiden. Anschließen das Fleisch in eine Schüssel geben, die Sojasoße zugießen und den Knoblauch durch die Knoblauchpresse hineindrücken. Chili, Ingwer und nach Belieben Sesamöl zugeben und alles gut vermengen. Den Spitzkohl waschen, längs vierteln, Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Das Fleisch in ein Sieb geben und die Marinade in einer Schüssel auffangen. Einen Wok auf hoher Stufe erhitzen. Einen Esslöffel Erdnussöl zugießen und heiß werden lassen. Das abgetropfte Fleisch in den Wok geben, eine Minute anbraten und dann unter Rühren eine weitere Minute braten. Das Fleisch mit einem Schaumlöffel aus dem Wok nehmen und in die Schüssel mit der Marinade geben. Das restliche Erdnussöl in den Wok geben, heiß werden lassen und den Spitzkohl darin drei Minuten anbraten. Fleisch und Marinade zugeben, eine Minute garen. Petersilie unterrühren, auf

Das wird gebraucht

Moment mal! Achtsam werden und gesünder leben

Interaktiver Vortrag mit Experte Jan Eßwein in der LVZ Kuppel Wenn die Aufgabenliste immer länger wird und die Leistungserwartungen unerfüllbar erscheinen, ist der Moment gekommen, um anzuhalten. Denn um dauerhaft gesund zu bleiben, braucht es gute Ressourcen und ein klares Gespür für sich selbst. In seinem inspirierenden Vortrag vermittelt Experte Jan Eßwein, wie Achtsamkeit hilft, den Alltag gelassener zu meistern und gesund zu leben. Halten Sie an und lassen Sie sich zur inneren Ruhe motivieren!

Peterssteinweg 19, *Einlass ab 18 Uhr

13. März, 19 Uhr* Eintritt kostenfrei! Gleich anmelden: Interessenten für diese kostenfreie Veranstaltung melden Sich bitte im Voraus unter der gebührenfreien Hotline 0800 2181-80 an!


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MITTWOCH, 7. MÄRZ 2018

FIT& GESUND Eine der wichtigsten Fragen für werdende Eltern: In welchem Krankenhaus soll unser Kind zur Welt kommen? 2018 Worauf sie Wert legen, ist verschieden: Kinderklinik, im Haus, familiäre Atmosphäre, kurzer Anfahrtsweg, Empfehlung

Und, wo haben Sie entbunden?

von Freunden. Zehn Frauen aus Leipzig und der Region erzählen, wo sie entbunden haben – und warum.

Muldentalkliniken – Wurzen

Helios-Klinik Schkeuditz

St. Elisabeth in Leipzig

Sana Kliniken Borna

Stefanie Kubick: Für die Geburt meines zweiten Kindes habe ich mich ganz bewusst für das Krankenhaus Wurzen entschieden. Ich habe hier die Ruhe und die familiäre Atmosphäre gefunden, die ich mir gewünscht habe. Und dabei das gute Gefühl, dass Möglichkeiten zur Versorgung meines Kindes aufgrund meiner Schwangerschaftsdiabetes gegeben sind.

Anne Schöne: Als ich im Kreißsaal der Helios-Klinik stand, wusste ich: Hier sind wir richtig. Die Ausstattung, die familiäre Atmosphäre, die komfortablen Familienzimmer, die freundlichen Hebammen und der kurze Anfahrtsweg überzeugten uns. Außerdem war es nicht so überlaufen wie in manch anderer Klinik.

Marlen Müssiggang: Die Empfehlungen von Freundinnen haben dazu beigetragen, im St. Elisabeth zu entbinden. Schon im Vorfeld hatte ich das Gefühl, alle Informationen zu haben, die ich brauche. Während der Geburt und im Wochenbett wurde ich von Hebammen, Ärzten und Schwestern sehr gut betreut.

Claudia Berges: Unsere Hebamme empfahl uns die Klinik in Borna. Dort standen gleich vier Familienzimmer zur Verfügung. Auch gab es eine Kinderstation. Das war uns ebenfalls wichtig, falls ein Notfall eintreten sollte. Die Geburt verlief ohne Komplikationen, wir fühlten uns gut aufgehoben. Da es die einzige Geburt in der Nacht war, war das Team entspannt und es gab keine Hektik. Sehr zu unserer Freude bekamen wir ein Familienzimmer und konnten die ersten Tage gemeinsam als kleine Familie verbringen.

Infoabend jeden Donnerstag 18 Uhr, www.helios-gesundheit.de

 Infoabend jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat 19 Uhr, www.kh-muldental.de

Kreißsaalführungen jeden  Mittwoch 16, 17 und 18 Uhr, ek-leipzig.de

Muldentalkliniken – Grimma

Klinikum St. Georg Leipzig Anett Kiesewetter: Wir haben uns für das St. Georg entschieden, weil uns wichtig war, dass immer ein Kinderarzt anwesend ist – für den Fall, dass es nicht so glatt laufen würde. Außerdem war es beruhigend zu wissen, dass wir keinen weiten Weg dorthin haben. Dass zur Schmerzlinderung auch Akupunktur, Homöopathie und Lachgas als Alternative zur PDA angeboten werden, hat uns gefallen. Infoveranstaltung jeden  Dienstag, Anmeldung unter

Claudia Modler: Zur Geburt meines vierten Kindes entschied ich mich kurzfristig für den Kreißsaal in Grimma. Ich hatte vom neuen Konzept und der Umstrukturierung in einen Beleghebammen-Kreißsaal erfahren und war davon begeistert. Als ich mit Wehen in den Kreißsaal kam, konnte ich mich frei bewegen und die Positionen wählen, die mir gut taten. Die Hebamme begegnete mir auf Augenhöhe, war ganz für mich da. Nach der Geburt konnten wir uns im Kreißbett gemütlich ausruhen, kuscheln, stillen. Infoabend jeden ersten Montag im Monat 19 Uhr  (ohne Anmeldung), www.kh-muldental.de

Tel.: 0341 9093399

Klinik Eilenburg Sabrina Seidel: Wir haben uns für Eilenburg entschieden, weil es ein kleines Haus ist und die Atmosphäre familiärer. Ich habe mich hier vom ersten Moment an wohl und aufgehoben gefühlt. Zudem ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass Kinder- und Frauenärzte immer vor Ort sind. Die Schwestern und Hebammen sind freundlich, nehmen sich Zeit für individuelle Wünsche und beantworten jede Frage. Infoabend jeden 1. Mittwoch im Monat 18.30 Uhr,  www.klinik-delitzsch.de

Klinikum Altenburger Land

Kreiskrankenhaus Torgau

Melanie Mutz: Wir haben uns zum einen für die Frauenklinik entschieden, weil wir nur wenige Kilometer entfernt wohnen. Zum anderen war es mir bei unserem ersten Kind wichtig, dass sowohl ein Kinderarzt als auch ein Frauenarzt vor Ort sind. Alle sind freundlich und haben immer ein offenes Ohr für Fragen. Neben den Hebammen und Schwestern sind auch die Stillberaterinnen als Ansprechpartner da.

Annett Irmler: Bei der ersten Geburt war ein Kaiserschnitt aus medizinischen Gründen notwendig. Da haben wir in Torgau sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe mich bei den Hebammen und Ärzten gut aufgehoben gefühlt. Beruhigend war auch das Wissen, die Kinderärzte der Neonatologie jederzeit vor Ort zu haben. Auch die Möglichkeit des Rooming-in finde ich gut.

Infoabend jeden 1. Mittwoch im Monat 19 Uhr, www.klinikum-altenburgerland.de

jeden dritten Mittwoch im Monat 18Infoabend Uhr, www.kkh-torgau.de

Infoabend jeden 1. und 3.  Dienstag im Monat 20 Uhr, www.borninborna.de

Uniklinik Leipzig Uta Zangemeister: Da ich die Uniklinik schon während der Schwangerschaft wegen starker Schmerzen in den Beinen kennengelernt hatte und mein Fall dort hinterlegt war, entschied ich mich, dort zu entbinden. Außerdem ist die Kinderklinik gleich nebenan. Falls doch etwas mit dem Baby sein sollte, bekommt man schnell Hilfe. Während der Geburt habe ich mich gut betreut gefühlt. Die Hebammen waren sehr nett und sind gut auf mich eingegangen. Sie wussten instinktiv, was mir gerade helfen könnte. Infoabend jeden Mittwoch 17.30 Uhr,  www.uniklinikum-leipzig.de

Texte: Annika Ross, Constanze Dietsch, Nannette Hoffmann, Christopher Resch, Patricia Liebling, Juliane Groh, Bert Endruszeit Fotos: Krankenhäuser, privat, Patricia Liebling, Mario Jahn, timpelan-photography, REDOK ART

Alle bereits erschienenen Teile der Gesundheitsserie plus weitere Infos und Tipps für Ihr Wohlbefinden finden Sie im Internet unter www.lvz.de/fit-gesund

Unser Angebot für alle werdenden Eltern: Infoabend in der Entbindungsabteilung, jeden 1. und 3. Dienstag im Monat, um 20 Uhr (außer an sächsischen Feiertagen)

DIE GEMEINSCHAFTSINITIATIVE FÜR KIND UND ELTERN

GROSSES KINO FÜR DIE KLEINSTEN – RUNDUM-SERVICE FÜR DIE GANZE FAMILIE Nichts prägt unser Leben so sehr wie die Geburt eines Kindes. Was über Monate im Schoß der Mutter heranwächst, vereint im Moment seiner Geburt Freude und Schmerz, Verantwortung und pures Glück. Im Sana Klinikum Borna finden werdende Mütter und Väter vertrauensvolle Begleitung von der Schwangerschaft über die Geburt bis zur Behandlung ihrer Kinder. FOTOS: IVICA DRUSANY/SHUTTERSTOCK.COM | GESTALTUNG:

Herzlich willkommen, Baby! Und die Tendenz ist weiter steigend: 1194 Kinder erblickten 2017 am Sana Klinikum Borna das Licht der Welt. Damit zählt das Klinikum zu den größten Geburtskliniken in Sachsen. Die werdenden Mütter profitieren von einem individuellen Geburtenkonzept. Ihnen stehen drei moderne Entbindungsbetten mit je einer separaten Sanitäreinheit, ein Entbindungsraum mit großer Wanne für Wassergeburten, ein Ruhe- und Aufenthaltsraum sowie moderne Überwachungstechnik für Wehen und kindliche Herztöne zur Verfügung. Die Mütter können sich zwischen Entbindungsbett, Geburtswanne und Gebärhocker entscheiden. Nach der Geburt ermöglichen eigens hergerichtete Rooming-in-Zimmer den so wichtigen engen Kontakt des Babys zu Mutter und Familie. Und um der steigenden Geburtenrate gerecht zu werden, wurde weiter investiert. Seit Sommer vergangenen Jahres gibt es im Kreißsaalbereich ein Vorwehenzimmer mit zwei Überwachungsplätzen. Es bietet den Gebärenden eine Rückzugsmöglichkeit und – wenn es so weit ist – eine schnelle Verlegung in den Entbindungsraum. Die

VANILLA-KOMMUNIKATION.DE

Sana Kliniken Leipziger Land Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Rudolf-Virchow-Straße 2, 04552 Borna Telefon 03433 21-1601 www.kliniken-leipziger-land.de

Geburtsklinik trägt seit vielen Jahren das von der WHO und UNICEF verliehene Prädikat „Babyfreundliches Krankenhaus“. Spitzenmedizin für die Kleinsten der Kleinen In Borna sind Babys in den besten Händen. Möglich wird das durch die enge Kooperation der Abteilung für Geburtshilfe mit der Klinik für Kinderund Jugendmedizin. Kinderärzte mit der Spezialisierung Neugeborenenmedizin sind rund um die Uhr im Haus erreichbar. Neugeborene mit gesundheitlichen Problemen werden auf der kinderärztlichen Intensivbetreuungseinheit auf dem neuesten Stand betreut. Die Intensivstation ist Teil des Perinatalzentrums der Stufe II, das auf eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung zu früh geborener Kinder ab der 29. Woche und zu früh geborener Zwillinge ab der 30. Woche spezialisiert ist. Unser Komfortservice Ab Mitte März März können ElternEltern die GeburtsAb können die Geurkunde direkt vom Klinikbett burtsurkunde direkt vom Klinikbettaus aus beantragen. Die werdenden Mütter bekommen bei ihrem ersten Termin in der Klinik eine Dokumententasche.

Darin befinden sich alle Informationen zu den Papieren, die für die Ausstellung der Urkunde wichtig sind. Diese Dokumente bringen die Eltern zum Geburtstermin mit. Von dort aus werden die Unterlagen zusammen mit der Geburtsanzeige an das Standesamt weitergeleitet. Laut Stadtverwaltung erhalten die Eltern die Geburtsurkunde innerhalb von 14 Tagen per Einschreiben mit Rückschein. Wer möchte, kann die Unterlagen natürlich auch weiterhin auf dem Standesamt abholen.

Schon gewusst? Ausführliche Informationen zu allen Themen rund um die Geburts- und Neugeborenenmedizin sowie Infobroschüren zum kostenlosen Download finden Sie auf www.kliniken-leipziger-land.de. Mehr über unser Geburtenkonzept erfahren Sie darüber hinaus in unserem Film. Einfach mit dem Smartphone den QR-Code scannen und los geht’s.

http://bit.ly/borninborna_film

LVZ Fit& Gesund 2018 | Das Glück der Geburt  

© 2018 Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG

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