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Das Veranstaltungsmagazin

derveröffentlichungAnzeigen-Sonderveröffentlichung

Keglerheim, Hotel, Klub der Jugend In Serie: Leipzigs Spielstätten und ihre Geschichte – Haus Leipzig Das Haus Leipzig im Westen des Zentrums ist seit seiner Erbauung Ende der Zwanzigerjahre ein sehr wandelbarer Bau gewesen und wurde in den verschiedenen politischen Systemen sehr unterschiedlich genutzt. In der Vorkriegszeit als Großkeglerheim erbaut, wurde es zu DDR-Zeiten als staatseigenes Hotel und Klub der Jugend genutzt und nach der Wende umgebaut zum Veranstaltungsort für Konzerte, Theater und Kabarett.

Manche Leipziger, die ihre Jugend in den Siebziger- und Achtzigerjahren erlebten, erinnern sich wahrscheinlich an die Diskothek im Haus Leipzig, damals Heimat des Klub der Jugend „Artur Becker“. Jeden zweiten Sonntagnachmittag lud der zentrale Jugendklub in der Elsterstraße zum Tanz. Die Musik lieferten DJs, die damals Schallplattenunterhalter hießen. Zu den Turn- und Sportfesten stiegen hier die Sportlerbälle in mehreren Tanzsälen und auf der lampiongeschmückten Terrasse.

Dass auf dem Grundstück zuerst eine Reithalle stand – das Leipziger Tattersall – ist kaum noch vorstellbar. Wo einst Pferde standen, stehen heute Pkw. Seit der Neugestaltung 2014 befinden sich in dem Objekt neben Veranstaltungsräumen ein Fitnessstudio und ein Supermarkt. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm bietet Popmusikkonzerte, Comedy und Kabarett. Dieses Jahr hielt der Ba-Hu-Studentenfasching Einzug ins Haus Leipzig – ein Comeback. Schon von 1993 bis 1998 wurde hier Studentenfasching gefeiert. Und dann war da noch das Keglerheim. 1927 wurde das Leipziger Tattersall abgerissen und das heute noch bestehende Gebäude erbaut. Darin erwartete ab der Eröffnung im Mai 1930 die damals größte Kegelanlage Deutschlands ihre Besucher. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt und musste in den Folgejahren wieder instand gesetzt werden. Die ehemalige Kegelhalle wurde zum Tanzsaal umgestaltet und Teil des nun angesiedelten staatseigenen Hotels Haus Leipzig.Hotel blieb es bis zum Einzug des Zentralen Klub der Jugend und Sporler „Artur Becker“ 1961. Bis zur Wendezeit blieb es der Klub der Jugend. n

Foto: KI-Immobilien Dresden

KRAFTWERK MITTE DRESDEN: EIN HERZ BEGINNT ZU SCHLAGEN

Es beginnt zu pulsieren – im Kraftwerk Mitte Dresden. Mit dem Einzug der Staatsoperette und des Theater Junge Generation wird das Areal zu einem neuen kreativen Herz der Stadt. Die festliche Eröffnung der Theaterstätten findet am 16. Dezember statt. Dem Festakt schließen sich mehrere Premieren an. Das Theater Junge Generation feiert die Eröffnung mit gleich sieben Premieren. Die Staatsoperette lädt nach dem Klassiker „Orpheus in der Unterwelt“ und dem Musical „Wonderful Town“ zum Jahresende zur Eröffnungsgala. Eintritt in diese neue Welt ermöglicht ein Foyer, das einst eine Maschinenhalle beherbergte. Ein neuer Standort

der Dresdener Kultur- und Kreativwirtschaft in der Aufwärmphase. Später soll das Areal, das sich nur 800 Meter entfernt vom Zwinger befindet, Galerien, Büros und Cafés vereinen. Schon jetzt beherbergt es mit dem HeinrichSchütz-Konservatorium Dresdens größte Musikschule, das Dresdner Energiemuseum, die Hochschule für Musik, ein Café und Bistro sowie den Club Kraftwerk Mitte.

Das Haus Leipzig heute und im Jahr 1930. Damals war es noch eine Großkegelanlage, die größte Deutschlands. Heute ist es ein Veranstaltungsort. Fotos: Foto Rechtnitz, Pro Leipzig

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Applaus. - Das Veranstaltungsmagazin der Leipziger Volkszeitung | Ausgabe Dezember 2016  

© 2016 Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG

Applaus. - Das Veranstaltungsmagazin der Leipziger Volkszeitung | Ausgabe Dezember 2016  

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