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Das Veranstaltungsmagazin

Anzeigen-Sonderveröffentlichung

Wo Welten verschmelzen Klassische Musik und Videotrack im Gewandhaus vereint Akustische und visuelle Welten verschmelzen im Dezember und Januar im Gewandhaus zu Leipzig. In den Weihnachts- und Neujahrskonzerten des Warschau Festival Orchestra werden „Carmina Burana“ und Beethovens 9. Sinfonie neu interpretiert. „Wer ein musikalisches Event besucht, erwartet ein Erlebnis, das musikalisch und visuell dynamisch wird. Diese Art der Erfahrung ist in einem typischen klassischen Konzert schwer umsetzbar – es sei denn, es gibt nicht nur Live-Musik, sondern auch Live-Bilder.“ So bewerben die Veranstalter ihre Weihnachts- und Neujahrskonzerte mit Videotrack. Dahinter verbirgt sich ein Konzert das von einem Video begleitet wird. Dieses Video ist für ein Konzert so etwas Ähnliches wie ein Soundtrack für einen Stummfilm – nur anders herum. Zur gleichen Zeit bleibt die Musik die unumstrittene Hauptfigur. Der Videotrack ist keine Erzählung, der gefolgt werden muss. Er beruht auf natürlichen oder lebensechten Elementen, Farben und Texturen, die mit der musikalischen Komposi-

tion synchronisiert sind. Die Bühne ist die Schnittstelle, die die Elemente der Komposition in einem bestimmten Design zeigt. Eine bestimmte Konzeption der Bilder soll die Überlastung von Informationen vermeiden, heißt es. Schließlich geht es hauptsächlich um die Musik. Der Videotrack wird während des Konzerts von einem Musiker und Designer gesteuert, der ihn nach einer Partitur und mit Methoden des Video-Mapping und Licht-Design kreiert hat. Dirigiert werden das Warschau Festival Orchestra und der Chor am 25. Dezember von Michael Zukernik und von Rimma Sushanskaya am 26. Dezember. Im musikalischen Mittelpunkt steht unter anderem „Carmina Burana“, eines der populärsten Werke zeitgenössischer Musik. Der magische Sog des Rhythmus und die vielfarbige Zusammensetzung der Instrumente, darunter allerlei Schlagwerk und Klavier, erklären die Beliebtheit der Musik, die zu hochmittelalterlichen, lateinischen, mittel- und althochdeutschen sowie altfranzösischen Liedern aus dem Kloster Benediktbeuern in den Jahren 1935 bis 1936 konzipiert wurde. Kein anderes Werk der klassischen Musik erfreut ein so vielfältiges Publikum unterschiedlichen Musikgeschmacks,

gleichzeitig ist es für Sänger und Musiker eine der größten Herausforderungen überhaupt. Daneben erwartet Besucher Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Kaum ein anderes Meisterstück der symphonischen Literatur hat eine so breite und vielschichtige Rezeptionsgeschichte entfaltet. Sie hat Dichter, Schriftsteller und bildende Künstler inspiriert und überdies tiefgreifende ästhetische und philosophische Erörterungen und Diskussionen ausgelöst. Mit diesen Meisterwerken der Klassik und den Projektionen erleben Besucher ungewöhnliche audiovisuelle Bilder und können tief in die emotionale Atmosphäre der musikalischen Werke eintauchen. n

Weihnachtskonzerte mit Videotrack 25. und 26. Dezember 2016 11 Uhr, Gewandhaus zu Leipzig Neujahrskonzerte mit Videotrack 1. Januar 2017, 16 und 20 Uhr 3. und 7. Januar 2017, 20 Uhr Gewandhaus zu Leipzig Karten: LVZ Ticket Markt, Gewandhauskasse

Videotrack zu Carmina Burana.

Fotos: Jacopo Castellano

Klavierspiel am Abend Das Gewandhaus zu Leipzig empfängt den bulgarischen Pianisten Vesselin Stanev mit seinem poetischen Programm von Präludien der französischen Komponisten Frédéric Chopin, Claude Debussy und César Franck.

Vesselin Stanev Klavier

Gewandhaus zu Leipzig, Mendelssohn-Saal

Was gibt es nicht alles zu hören in Chopins Opus 28: das Meer, ein Feuerwerk, eine polnische Tänzerin, spielende Najaden, ein Duell, To-

tenglocken und Choräle, Sturm und Schnee und natürlich Regentropfen im Prélude Nr. 15, auch bekannt als Regentropfen-Prélude. Frédéric Chopin knüpfte mit seinem Werk an „Das wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach an. Claude Debussy dagegen ließ seine Préludes pour piano nicht ohne Titel. Doch stellte er sie den Stücken nicht als Überschrift voran, er rückte sie wie ein Nachwort ans Ende: die „Tänzerinnen von Delphi“, die „Schritte im Schnee“, die „versunkene Kathedrale“.

Donnerstag, 16. März 2017, 19.00 Uhr César Franck (1822–1890)

Prélude, Choral et Fugue (1884)

Claude Debussy (1862–1918) Préludes pour piano (1909/10) Premier Livre

S e ite 33

Frédéric Chopin (1810–1849) 24 Préludes op. 28 (1831–1839)

Inspirationsquelle für César Francks Prélude, Choral et Fugue lag in der barocken Orgelmusik wie der von J.S. Bach. Die Idee der Komposition als Triptychon aus Präludium, Choral und Fuge entlehnte Franck von Bach. Er verlieh seinem Klavierstück aber einen weniger barocken, dafür romantischen Charakter. Präludien, die keine Vorspiele, sondern selbst die Hauptsache sind – davon handelt der Klavierabend des in Moskau und Paris ausgebildeten bulgarischen Pianisten Vesselin Stanev. Mit seinen vielgerühmten Skrjabin- und Liszt-Einspielungen hat Stanev die weltweite Klaviergemeinde für sich eingenommen. Er tritt alljährlich mit ungewöhnlich komponierten, virtuosen und durchdachten Programmen auf. In diesem Jahr dreht sich alles um die Poesie der Präludien, das Spiel der Vorspiele.

Kartenvorverkauf € 21.– / € 17.– 30% Aboplus-Vorteil für LVZ-Abonnenten

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Zum Klavierabend im Mendelssohn-Saal des Gewandhaus zu Leipzig lädt im März der Pianist Vesselin Stanev. Foto: WRH Gobal Deutschland

Vesselin Stanev 16. März 2017, 19 Uhr Gewandhaus zu Leipzig Karten: LVZ Ticket Markt www.gewandhaus.de

Foto: KI-Immobilien Dresden

Vesselin Stanev spielt Werke französischer Virtuosen

Applaus. - Das Veranstaltungsmagazin der Leipziger Volkszeitung | Ausgabe Dezember 2016  

© 2016 Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG

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