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Das Magazin von Luzern Tourismus

Unsere Gäste

Tourismus im Zeichen der Gastfreundschaft

Alles über das «Gästival» 200 Jahre Gastfreundschaft in der Zentralschweiz

Ehre, wem Ehre gebührt! Das sind die Gewinner des Tourismus Award

Stabwechsel bei Luzern Tourismus Philipp Gmür neuer Präsident

Top-Sommerangebote Alles aus der Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee Beilage der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 25. Mai 2014


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Adelbert Bütler enthüllt die «Seerose»

Philipp Gmür

8–15

Die DieHauser-Dynastie Hauser-Dynastievom vom «Schweizerhof «SchweizerhofLuzern» Luzern»

18–22

23–27

Aus Aus dem dem Inhalt Inhalt Gastfreundschaft schafft Freundschaften. 2015 wird das Jubiläum der Gastfreundschaft gefeiert; die Vorbereitungen für das grösste Tourismusprojekt in der Erlebnisregion Luzern-Vierwaldstättersee laufen auf Hochtouren. Adelbert Bütler, Präsident des Trägervereins «Gästival – 200 Jahre Gastfreundschaft Zentralschweiz», präsentiert die Ikone auf dem Vierwaldstättersee – die «Seerose». Alles um dieses grosse und einzigartige Jubiläumsprojekt

lesenSie Sieauf aufden denSeiten Seiten 88 bis bis 15. 15. lesen

DerStein Steindes desLebens Lebens Der undder derLiebe Liebe und «Beim Rubin wechseln lichte «Beim Rubin wechseln lichte und samtene Töne von Rosa und samtene Töne von Rosa dunklem Purpur: bisbis zuzu dunklem Purpur: leuchtender, lebhafter Je Je leuchtender, je je lebhafter das Rot funkelt, das Rot funkelt, desto erlesener und kostbarer desto erlesener und kostbarer der Stein des Lebens istist der Stein des Lebens und der Liebe.» und der Liebe.» Eduard J. Gübelin (1913 – 2005) Dr.Dr. Eduard J. Gübelin (1913 – 2005)

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Ehre, wem Ehre gebührt. Zum zwölften Mal ehrte das Tourismus

Forum Luzern TFL Persönlichkeiten mit aussergewöhnlichen Leistungen im Tourismus mit dem populären Tourismus Award Zentralschweiz. Die Geehrten 2014: die Familie Hauser, «Schweizerhof Luzern», für das Lebenswerk, die Gemeinde Andermatt für politische Weitsicht und Innovation und Markus Leierer für seinen populären Event Blue Balls Festival.

SieheSeiten Seiten 18 18 bis bis 22. 22. Siehe Stabwechsel bei Luzern Tourismus. Die Führung der LTAG über-

nimmt nach Adelbert Bütler jetzt Philipp Gmür, Vorsitzender der GL Helvetia Schweiz. Was er und sein Vorgänger Interessantes zu sagen haben ...

Und noch viel mehr: Gäste grüssen grüssen aus aus der der Erlebnisregion Erlebnisregion Gäste Luzern-Vierwaldstättersee Luzern-Vierwaldstättersee Postkarten aus aus aller aller Welt Welt Postkarten

dassteht stehtauf aufden denSeiten Seiten 24 24 bis bis 26. 26. ......das Der Gast ist König! Im Rahmen des Jubiläums «200 Jahre GastfreundGastfreund

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Luzern Zürich Basel Bern St. Moritz Genève Lugano Kuala Lumpur Hong Kong Luzern Zürich Basel Bern St. Moritz Genève Lugano Kuala Lumpur Hong Kong

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Der grosse grosse Wettbewerb Wettbewerb zum zum Mitmachen Der Mitmachen Viele Preise Preise zu zu gewinnen gewinnen Viele

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Unsere Gäste

Grüsse aus Luzern

ENTDECKEN SIE SICH NEU

Die beiden sind für einen kurzen Zwischenstopp in Luzern, bevor sie mit einem Reisecar weiter nach Frankreich reisen. Sie werden die kurze Zeit nutzen, um die Stadt zu besichtigen. Über Luzern haben die beiden schon einiges gehört, und die Atmosphäre finden sie besonders beeindruckend. Wen Wen und Hong Tao, China

RENDEZ-VOUS NIGHT & DAY Sharon und Kailie sind auf einer Gruppenreise durch Europa. Nach London und Paris sind sie nun für zwei Tage in Luzern. Heute stehen Sightseeing und eine Shoppingtour auf dem Tagesprogramm. Sie sind besonders von der Kapellbrücke begeistert und freuen sich, die Stadt noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Sharon schreibt zwar keine Postkarten, sammelt diese aber.

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Benoît besucht heute den Pilatus, da er in der Region auf Besuch ist. Diese kennt er bereits aus seiner Zeit im Militär. Er fühlt sich hier sehr willkommen und freut sich auf die Luzer Luzerner Fasnacht, diese gefällt ihm in Luzern am besten. Benoît, Schweiz

Kailie und Sharon, USA/Kanada

«Herzliche Grüsse aus dem schönen Engelberg» wird auf den Postkarten der Familie stehen, die bereits zum vierten Mal in Engelberg in den Ferien ist. Während einer Woche geniessen die Aargauer Ruhe und Erholung in einer Ferienwohnung. Auf ihrem Spaziergang durch das Dorf besuchen sie auch die Schaukäserei.

Die Gäste aus Spanien besuchen während zweier Tage ein Familienmitglied in Engelberg. Isabel ist eine Bekannte der Familie und zeigt heute den beiden Herren die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Neben der Altstadt werden sie auch das Löwendenkmal erkunden. Rafael Luis jr., Isabel und Rafael Luis, Spanien

Familie Feuz, Schweiz

Die Familie aus Sempach ist heute angereist und bringt später die Kinder in den Skikurs. Der Tag wird mit einem gemütlichen Nachtessen im Ferienhaus abgerundet. Die Region Sörenberg sei sehr familienfreundlich und überschaubar. Am besten gefällt ihnen die Berg- und Moorlandschaft.

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Auf ihrer Europareise hörte Maya von diver diversen Reisenden, dass Luzern eine wunderschöne Stadt sei und definitiv einen Besuch wert ist. Sie entschied sich deshalb, für vier Tage an den Vierwaldstättersee zu reisen. Heute wird sie den Pilatus besuchen, denn die Berge faszinieren sie. Maya, Australien

Familie Ineichen, Schweiz

Die heutige Mountainbike-Tagestour führt die deutschen Gäste rund um den Vierwaldstättersee. Sie sind zum ersten Mal in der Region und bleiben für eine Woche in der Schweiz. Am meisten in der Region imponieren ihnen die freundlichen Menschen und die wunderbare Landschaft. Michael und Regine, Deutschland

Die Familie ist mit dem Auto aus dem Wallis angereist und verbringt vier Ferientage in Luzern. Heute werden sie das Historische Museum, den Gletschergarten und die Museggmauer besuchen, und sie freuen sich bereits auf ein feines Abendessen. Gestern haben sie zudem das Verkehrshaus besucht. Familie Pfammatter, Schweiz


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Auf Empfehlung eines Schweizer Kollegen besucht die junge Dame für ein paar Stunden die Stadt Luzern. Sie wird ein bisschen durch die Stadt bummeln und dann nach Interlaken weiter weiterreisen. An Luzern gefällt ihr, dass die Stadt sehr übersichtlich und entspannt ist. Ivy fühlt sich bei ihrem ersten Besuch hier sehr wohl. Ivy, Singapur

Martijn leitet jeweils über den Winter mehrere Skilager für Kinder aus Holland im Melchtal und auf Melchsee-Frutt. Wichtig für die Standortwahl ist neben der Schneesicherheit die Gastfreundschaft in der Region. Er fühlt sich hier in den Bergen sehr wohl und freut sich, die vielen Erlebnisse mit den Kindern zu teilen. Martijn, Holland

Bereits mehrere Male haben die beiden die Schweiz schon besucht. Besonders die imposante Bergwelt hat es ihnen angetan. Auf ihren Postkar Postkarten werden sie von den tollen Wandermöglichkeiten und freundlichen Menschen schwärmen. Empfehlen werden sie zudem die Jugendherber Jugendherberge Rotschuo in Gersau, wo sie während fünf Tagen beherbergt wurden. Winfried und Monique, Deutschland

Da Panicha immer schon von der Schweiz begeistert war, hat sich das Paar entschieden, auf ihrer FlitterwochenReise auch Genf und Luzern zu besuchen. Sie sind für vier Tage in Luzern und von ihrem ersten Besuch hier sehr begeistert. Mykel ist vor allem von der Architektur und dem Licht fasziniert. Heute wird das Paar die Stadt besichtigen und fotografieren. Panicha und Mykel, Thailand

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«Gästival»

Auf dem Vierwaldstättersee erblüht eine Seerose

465 Sitzplätze bietet die Seerose; die Blütenblätter lassen sich zum Schutz vor Wind und Wetter einklappen.

2015 wird eine Skulptur auf dem Vierwaldstättersee schwimmen – in der Form einer Seerose. Sie wird als Event-Bühne und Begegnungsort dienen und ist das Herzstück des Tourismusjubiläums «Gästival». Gefeiert wird die 200-jährige Tourismusgeschichte in der Zentralschweiz. 38 Meter in der Länge und Breite sowie 12,4 Meter in der Höhe – das sind die Ausmasse der Seerose, die 2015 in den fünf Kantonen

rund um den Vierwaldstättersee anlegen wird. Dabei wirkt die Seerose weder als Gebäude noch als Schiff, sondern als Skulptur. Sie ist aus Stahl gebaut und übernimmt die filigranen Strukturen ihres natürlichen Vorbilds (siehe auch Interview auf Seite 12). Entworfen wurde die schwimmende Plattform von Dolmus Architekten in Luzern. Sie lehnt sich an Entwürfe eines Ideenwettbewerbs der Hochschule Luzern (Technik & Architektur sowie Design & Kunst) vom Sommer 2013 an.

Blütenblätter bieten Witterungsschutz

Einen doppelten Zweck erfüllen die einklappbaren Blütenblätter. Erstens verwandeln sich die Blattspitzen, wenn sie gesenkt werden, in Dächer, die vor Wind und Wetter schützen. Zweitens ist die Durchfahrt unter der Achereggbrücke nur möglich, wenn die Blütenblätter eingeklappt werden.

Die Seerose wird voraussichtlich vom 29. Mai bis 20. September 2015 in Luzern, Alpnachstad, Brunnen, Stansstad, Flüelen und zuletzt wieder in Luzern anlegen (siehe Karte auf Seite 11). Die Standorte befinden sich an der Route des Waldstätterwegs, der 2015 vom «Gästival» neu lanciert wird. Die Themen des Waldstätterwegs – Tourismusgeschichte, Naturschönheiten und Kulinarik – werden auf der Seerose thematisiert.

vollen Logistik arbeitet «Gästival» in der Gastronomie mit der Tavolago AG zusammen, die für die Schiffsgastronomie der Schiff Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) verantwortlich ist und seit Jahren über das erforderliche Know-how in der Qualitätssicherung und Logistik auf dem See verfügt. In der Gastronomiezone wird es auch möglich sein, Firmenanlässe durchzuführen.

Bühne für Gross- und Kleinanlässe

Brückenschlag zwischen den Kulturen

Dank ihrer geometrischen Anordnung eignet sich die Plattform für eine vielfältige Nutzung. Die mobilen Bühnenelemente können nach Bedarf umgebaut werden. In den Aussenzonen befindet sich die Gastronomie, wobei dort die Selbstbedienung im Vordergrund steht – an zwei Food-Ständen mit Essensausgabe und Getränkeausschank sowie an einer Bar. Aufgrund der anspruchs-

Hauptsächlich werden sich im Sommer 2015 aber Gast und Gastgeber auf der schwimmenden Plattform begegnen. Sie werden das Wechselspiel ihrer eigenen Rollen erfahren, ebenso den Austausch zwischen Fremdem und Bekanntem. Symbolisiert wird die Verbundenheit von Gast und Gastgeber durch die drei Erlebniszonen auf der Seerose.

Kennzahlen der Seerose Grösse Durchmesser

38 m

Höhe

12,4 m Nutzfläche

Total

803 m2

Publikumsbereich

547 m2

Bühnenfläche

bis 110 m2

Personenkapazität Plattform

700 Personen

Tribünen (davon gedeckt)

bis 465 Personen (330)

Gastronomie (davon gedeckt)

bis 300 Personen (150)

Bis zu 700 Besucher finden Platz Je nach Veranstaltung werden auf der Seerose ein bis vier Blütenblätter als Tribünen genutzt. Bei grösseren Theatervorstellungen oder Konzerten werden die Stufen mit Sitzkissen ausgestattet. Eigentliche Sitze oder Stühle mit Rückenlehnen sind nicht vorgesehen. Vielmehr soll die Atmosphäre an die Stimmung in einem Amphitheater erinnern, in dem – auch wenn keine Veranstaltungen stattfinden – die abgestuften Flächen als Picknickplatz, Flanier- oder Ruhezone oder einfach als Ort der Begegnung dienen. Die modularen Nutzungsmöglichkeiten erlauben grössere und kleinere Anlässe. So reichen die Zuschauerkapazitäten auf den SeerosenTribünen von 100 bis zu 465 Personen. Insgesamt – inklusive Personal und Schauspieler – ist die Seerose für 700 Personen ausgelegt.


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Einmalige Erlebnisse AU F DEM VI E RWALDSTÄTTE RSE E

N SIE SPARE RD R LY B I MIT E A TS TICKE

• Die äusseren Blütenblätter der Seerose bilden die Willkommens- und Flanierzone. Sie dienen als Plattform für die Gäste, die aus aller Welt in die Zentralschweiz kommen. • Bindeglied zwischen der Aussen- und der Innenzone sind die vier Tribünen im Blütenkelch der Seerose. Sie zeigen die Entstehung und Entwicklung des Tourismus auf, die Grundlage für den kulturellen Austausch in der Zentralschweiz ist. • Im Zentrum der Seerose, d. h. auf der eigentlichen Bühne, präsentiert sich die Zentralschweiz in ihrer ganzen Vielseitigkeit und Farbigkeit. Hier finden regel-

mässig und je nach Standort unterschiedliche kantonale und regionale Anlässe statt. Auch musikalische Brückenschläge finden hier Platz, etwa «Jodel goes Samba», «Ländler meets arabische Musik» usw. Ebenso werden Darbietungen und Veranstaltungen wie Lesungen oder Diskussionen auf die Themen des Jubiläumsjahres – Gastfreundschaft, Begegnung oder Austausch – eingehen.

Moderate Eintrittspreise

Schon aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen ist ein Zutrittskontrollsystem auf

Luzern 29. Mai bis 21. Juni und 17. bis 20. September

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Brunnen 16. Juli bis 2. August

Früh buchen lohnt sich nun auch auf dem Vierwaldstättersee. Mit dem „Early Bird Ticket“ können Sie beispielsweise bis zu ��% auf die Tageskarte sparen. So bezahlen Sie für die Tageskarte in der �. Klasse nur CHF ��.– statt CHF ��.–. Mindestens �� Tage vor der Fahrt kaufen Sie das Ticket online auf lakelucerne.ch und können dieses bequem zu Hause ausdrucken.

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der Seerose unabdingbar. Tickets werden im Vorverkauf, aber auch an der Tageskasse erhältlich sein. Der Eintritt auf der Seerose wird halbtäglich möglich sein. Tages und Abendtickets werden 15 Franken für Erwachsene kosten, jeder Erwachsene kann zwei Kinder gratis mitnehmen (unabhängig davon, ob es die eigenen Kinder sind). Die Planungs- und Baukosten der Seerose sind mit 1,6 Millionen Franken veranschlagt. Weitere 1,6 Millionen Franken sind für den Betrieb der Plattform vorgesehen. Insgesamt beträgt das «Gästival»-Budget knapp 7 Millionen Franken. Weitere Informationen auf www.gaestival.ch.

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Alpnachstad 6. bis 23. August

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Flüelen 27. August bis 13. September voraussichtliche Daten


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➜ «Gästival»

«Gästival»

«Völlig eigenständig und überraschend» Cédric von Däniken, Mitinhaber von Dolmus Architekten in Luzern, erklärt, wie die Idee der Seerose als schwimmende Event-Plattform umgesetzt worden ist. Hervorgegangen ist sie aus einem Ideenwettbewerb der Hochschule Luzern.

Sie haben die schwimmende Plattform als Seerose entworfen. Warum gerade eine Seerose? Cédric von Däniken: Blumen sind ein häufig dargestelltes Motiv in der Kunst. Sie sind zudem ein ideales Symbol der Gastfreundschaft. Wer eingeladen wird, bringt gerne Blumen mit. Unser Ziel war es, weder ein Gebäude noch ein Schiff zu entwerfen. Wir haben zu

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Beginn eine Struktur entwickelt, die keiner vorgegebenen Richtung folgte: wir wählten einen Kreis mit einem Zentrum. Danach begannen wir, den Kreis auf verschiedene Weise zu falten und gelangten so allmählich zur Seerosenthematik. Wir haben somit eine symmetrische Skulptur entwickelt, die unabhängig von der Umgebung für sich selber steht. Was kam für Sie zuerst – Funktionalität oder Ästhetik? Die Funktionalität und die Formensprache haben sich von Anfang an ergänzt. Jedes Element auf der Seerose ist nicht nur für sich formvollendet, sondern erzielt gleichzeitig eine Funktion oder definiert einen Raum. Trotz ihrer ansehnlichen Grösse wirkt die Seerose nicht wuchtig. Wie haben Sie das geschafft? Blumen haben ein zierliches Erscheinungsbild und wirken nicht wuchtig. Wir haben die Seerose aus Stahlplatten geplant, um eine möglichst filigrane Struktur zu erzielen. Damit werden Parallelen zu natürlichen Strukturen gezogen.

Eine solche Plattform ist ein Novum in der Architektur. Was waren die Hauptschwierigkeiten? Kopfzerbrechen bereitete uns die Einbindung in ein städtebauliches Gesamtbild. Das Objekt ist nicht an einen fixen Ort gebunden. Wir wollten mit dieser Skulptur einen Gegensatz, einen Kontrast zu den bestehenden Ortschaften erzielen. Die Seerose soll als eigenständige Skulptur wahrgenommen werden, die sich nicht an bestehenden Strukturen orientiert. Sie ist etwas völlig Eigenständiges und Überraschendes. Und die logistischen Herausforderungen? Die logistischen Herausforderungen haben die Konstruktionsentwicklung geprägt. Die Verschiebungen der Plattform müssen auf dem Wasser erfolgen. Da einer der Standorte Alpnachstad ist, muss die Seerose unter der Achereggbrücke hindurch passen. Sie haben eine rosafarbene Skulptur entwor entworfen. Warum diese Farbe? Blumen haben meist kräftige und leuchtende Farben. Um die Signalwirkung zu verstärken, haben wir die Plattform in Pink geplant, gleich wie bei einer realen Seerose.

Zentralschweiz zum halben Pr eis und Bahnen sowie die landschaftlichen Schönheiten in der Region zu entdecken.

«Gästival» und Raiffeisen machen es möglich: 2015 wird die Gastfreundschaft in der Zentralschweiz auch das Portemonnaie schonen.

Raiffeisen beteiligt sich als Partner von «Gästival» mit einer umfassenden Mitgliederaktion am Zentralschweizer Tourismusjubiläum im Sommer 2015. Die grösste Retailbank der Schweiz lanciert ein Mitgliederangebot mit Übernachtungen und Ausflügen zum halben Preis in der Tourismusdestination Vierwaldstättersee. Unter dem Titel «Erlebnis Zentralschweiz» werden 1,8 Millionen Genossenschafter in der ganzen Schweiz eingeladen, Hotels

Tell-Pass mit neuen Angeboten

Realisiert wird «Erlebnis Zentralschweiz» zusammen mit dem Tell-Pass. Dieser ist auf den 1. April 2014 von den Transportunternehmungen Zentralschweiz (TUZ) neu lanciert und ausgebaut worden. Ins Tell-Pass-Streckennetz aufgenommen wurden unter anderem die Bergbahnen am Titlis (inklusive Iceflyer-Sesselbahn), die Dampfbahn auf das Brienzer Rothorn, mehrere Seilbahnen im Urner Schächental sowie die Züge der Südostbahn auf dem Streckenabschnitt zwischen Arth-Goldau und Einsiedeln bzw. Pfäffikon SZ. 15 Bonuspartner bieten neu Vergünstigungen an, die sich als Schlechtwetteralternativen eignen. Es sind Museen wie der Gletschergarten Luzern oder die Glasi Hergiswil, Wellness-Anbieter wie der Swiss Holiday Park in Morschach, die Frutt Lodge auf Melchsee-Frutt oder die Sportangebote wie der Seilpark Engelberg und die Bike-Arena Emmetten.

Auch der Iceflyer auf dem Titlis ist nun Teil des Tell-Pass-Angebots.

«200 Jahre Gastfreundschaft in der Zentralschweiz»

Rund 7 Millionen für das «Gästival» 2015 wird die 200-jährige Tourismusgeschichte der Zentralschweiz gefeiert. Zu diesem Zweck haben sich die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri zu einem Trägerverein zusammengeschlossen – mit Beteiligung des Bundes und Unterstützung von Privaten.

Die perfekte Symmetrie – in der Mitte befindet sich die Bühne für Konzerte und Theatervorführungen.

Das Tourismusjubiläum «Gästival» rechnet mit einem Gesamtbudget von 6,868 Millionen Franken, das sich über den Zeitraum von 2012 bis 2015 erstreckt. «Gästival» ist ein Gemeinschaftswerk der öffentlichen

Hand und privater Partner, Sponsoren und Gönner. Lanciert wurde «Gästival» durch Beiträge der fünf Innerschweizer Kantone. Diese unterstützen das Jubiläum mit insgesamt 1,39 Millionen Franken. Mit dem gleichen Betrag beteiligt sich der Bund. Mehrheitlich wird das Jubiläum aber durch Private finanziert. Sie haben bisher 3 Millionen Franken zugesagt (bei einem Budget von 3,5 Millionen Franken). Dazu werden Lizenz-, Werbe- und Kommissionseinnahmen sowie Einnahmen aus dem Betrieb der schwimmenden Plattform in Höhe von insgesamt 587 000 Franken kommen.

Partner und Sponsoren

Die offiziellen Partner von «Gästival» sind die fünf Innerschweizer Kantone – Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri – sowie die Schweizerische Eidgenossenschaft. «Gästival» ist ein Projekt der Neuen

Regionalpolitik (NRP) des Bundes. Unterstützt wird das Gastfreundschaftsjubiläum von bisher zehn Projektpartnern. Es sind dies für den Waldstätterweg: Albert Koechlin Stiftung; für die Seerose: Bild + Ton AG, Feldschlösschen, Helvetia Versicherungen, Manor und Raiffeisen; für weitere Projekte: Bucherer, Embassy, Gübelin, Postauto AG. Medienpartner sind die APG Plakatgesellschaft, die «Neue Luzerner Zeitung", Radio Pilatus und Tele 1. Sponsoren sind: Chocolat Schönenberger AG, Gammaprint AG, Hochschule Luzern, Jörg Lienert AG, Kronoswiss, Ligno, Luzern Tourismus AG, PricewaterhouseCoopers AG, Securitas, ViaStoria. Gönner sind: Bank Julius Bär & Co. AG, CSS Versicherung, Grand Casino Luzern, Josef Müller Stiftung Muri, Maxon Motor AG, Natur- und Tierpark Goldau, Nolax AG, Rütli-Stiftung, Swiss Life AG, Tiefgarage Bahnhofplatz AG.


Dinner & Casino

Wenn Genuss ins Spiel kommt ...

SPECIAL PACKAGE:

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Interview mit Thomas Hürlimann

«Gästival»-Mitmachkampagne

Schon mehr als 130 Projekte

CHF 79.– STATT CHF 110.–

Thomas Hürlimann, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller der Gegenwart, schreibt das Drehbuch für die Freilichtspiele 2015 auf Tribschen. Anlass ist das Tourismusjubiläum in der Zentralschweiz.

Inklusive prickelndem Willkommensapéro, Eintritt in den Spielbereich*, mediterranes 3-Gang Menu im Restaurant Olivo, Spielchips im Wert von CHF 25.- und Garderobe. Gültig von Montag bis Donnerstag.

Sie pendeln seit neuestem zwischen Walchwil und Berlin. Wo fühlen Sie sich eher als Gast – in Deutschland oder in der Schweiz? Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Wer zwei Frauen hat, verliert das Herz; wer zwei Häuser hat, verliert den Verstand. So schlimm, dass mir das Pendeln den Verstand raubt, ist es zwar nicht. Aber oft habe ich das Gefühl, mich unterwegs, im Zwischen, am wohlsten zu fühlen.

Reservation unter 041 418 56 61 *Ab 18 J., mit gültigem Pass, europ. ID, Führerschein, täglich von 12 bis 04 Uhr.

Was zeichnet einen guten Gastgeber aus? Was einen guten Gast? Eine sehr gute Gastgeberin war meine Mutter. Sie hatte in ihrem Büchlein die Eigenarten und Vorlieben ihrer Gäste vermerkt – zum Beispiel deren Zigarettensorten. Eine gute Gastgeberin zeichnet sich durch die Kenntnis ihrer Gäste aus, ein Gast durch Dankbarkeit.

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Tribschen vor einem Jahr. 2015 wird der Tourismus gefeiert.

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«Bucher war ein Wahnsinniger»

KÜSSNACHT – SEEBODENALP

Für das Tourismusjubiläum «Gästival» im Jahr 2015 sind bereits mehr als 130 Mitmachprojekte eingereicht worden. Darunter befinden sich auch Grossanlässe. Ein kleiner Coup ist den Freilichtspielen auf Tribschen in der Stadt Luzern geglückt. Für die nächste Austragung im Jahr 2015 konnte Thomas Hürlimann als Autor verpflichtet werden. Der gebürtige Zuger wird das Drehbuch über eine der grossen Gestalten des Tourismus, Franz Josef BucherDurrer, schreiben (siehe auch nebenstehendes Interview). Die Freilichtspiele sind damit ein prominentes Projekt der Mitmachkampagne von «Gästival». Die Mitmachprojekte werden 2015 als Teil des Gesamtjubiläums stattfinden. Sie werden den Gedanken der Gastfreundschaft in die gesamte Zentralschweiz hinaustragen. Ziel der «Gästival»-Projektleitung ist es, 200 Mitmachprojekte zu initiieren. Bis-

her sind bereits über 130 konkrete Projekte aus Kultur, Sport, Tourismus und dem tourismusnahen Gewerbe eingegangen.

Bevölkerung kann sich einbringen 2015 wird auch die Bevölkerung auf aufgerufen, sich einzubringen und die Gastfreundschaft mit kleineren oder grösseren Projekten zu thematisieren. Die eingereichten Projekte und der Katalog der bereits ausgearbeiteten Gastfreundschaftsprojekte sind auf der «Gästival»-Website aufgelistet. www.gaestival.ch, Rubrik «Mitmachkampagne»

Sie haben sich entschieden, die Tourismusgeschichte der Zentralschweiz mit der herausragenden Gestalt von Franz Josef Bucher-Durrer zu beleuchten. Warum? Weil Bucher die touristische Innerschweiz erfunden hat. Er liess manche Bergbahn erbauen, und das Publikum wird von Tribschen aus Gipfel sehen, auf denen Buchers Hotel-Paläste stehen. Auch das Luzerner Hotel Palace war eine Bucher-Gründung. Und auf dem Bürgenstock sprengte er die Gipfelfelsen weg, damit seine Hotelgäste eine schönere Rundsicht hatten. Bucher war ein Wahnsinniger, der eine ganze Welt erschuf. Ist es die Persönlichkeit von Bucher-Durrer, die Sie reizt, oder ist es die Dynamik der Pioniertaten, die Bedeutung der wirtschaftli wirtschaftlichen Leistungen? Bucher katapultierte sich in höchste Höhen, was man im Wortsinn verstehen kann – er er eroberte zahlreiche Gipfel. Aber eines Tages war die Grenze erreicht. Da musste er, um noch höher zu kommen, ein Luftschiff bauen. Was wird den Besucher auf Tribschen erwar erwarten? Die Komödie einer Sommernacht – und zum Schluss ein Flug über die Inner Innerschweiz. Zumindest der grosse Bucher ist überzeugt, dass sein Luftschiff abhebt.


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Die Top-Sommerangebote Rundtour Luzern

Klewenalp-Stockhütte

Fischerparadies Obwalden

Die Veloroute führt durchs Seetal und die Region Sempachersee nach Willisau. Von Willisau geht es weiter nach Sörenberg und über den Glaubenbielenpass zurück nach Luzern. Preis pro Person: CHF 395.– für 5 Tage/4 Nächte inkl. Gepäcktransport Weitere Informationen: www.luzern.com/rundtour-luzern

Das Ausflugsparadies ist eingebettet in die einzigartige Bergwelt hoch über dem Vierwaldstättersee. Bikeboarden, Wandern, Kinderspielplätze, Biken oder einfach nur die traumhafte Aussicht über die Zentralschweiz geniessen: Hier kann man für einen Moment dem Alltag entfliehen.

Über 30 Fischarten tummeln sich in den Gewässern von Obwalden. Die Seen überzeugen mit ihrer Kristallklarheit und Trinkwasserqualität. Auf den malerischen Gewässern ist Fischen für jeden passionierten Fischer ein Traum und für Anfänger vielleicht der Beginn einer neuen Leidenschaft.

Engelberg-Titlis Tourismus AG Klosterstrasse 3 | 6390 Engelberg Tel. 041 639 77 77 | Fax 041 639 77 66 welcome@engelberg.ch | www.engelberg.ch

Luzern Tourismus – Tourist Information Zentralstrasse 5 | 6002 Luzern | Tel. 041 227 17 17 luzern@luzern.com www.luzern.com

Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG Kirchweg 27 | 6375 Beckenried Tel. 041 624 66 00 Autom. Infos 041 624 66 11 info@klewenalp.ch | www.klewenalp.ch

Obwalden Tourismus AG Bahnhofplatz 1 | 6060 Sarnen Tel. 041 666 50 40 info@obwalden-tourismus.ch www.obwalden-tourismus.ch

Sooo viel entdecken!

Rundreise Rothorn

Hautnah bei den Tieren

Schächentaler Höhenweg

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Mit dem Tell-Pass lassen sich unzählige Ausflugsziele in der Zentralschweiz entdecken. Freie Fahrt mit Bahn, Bus, Schiff und zahlreichen Bergbahnen in der ganzen Region. Neu dabei: Titlis, Brienzer Rothorn und 15 Bonuspartner. Viel Vergnügen!

Auf dem Gipfel des Brienzer Rothorns (2350 m ü. M.) kommen Sie in den Genuss eines atemberaubenden 360°Panoramas. Die abwechslungsreiche Rundreise mit Zug, Postauto, Luftseilbahn und Dampfbahn für die Route Sörenberg– Rothorn–Brienz kann auch an jedem Bahnhof gelöst werden.

Der Natur- und Tierpark Goldau liegt in einem wildromantischen Bergsturzgebiet und beherbergt über 100 einheimische Wildtierarten. Im Juni 2014 offeriert der Park den Familieneintritt inklusive 2 Mittagsteller und 2 Kinderteller zum Preis von CHF 92.–. Ausschneiden und mitbringen!

Die beliebte Höhenwanderung, Teil der Alpenpassroute und der Via Alpina, führt vom Klausenpass (1948 m ü. M.) bis zu den Eggbergen (1452 m ü. M.). Auf dem Weg sind mehrere Bergbahnen zur Abkürzung der Route vorhanden. KombiBillette sind bei der Tourist Information in Altdorf erhältlich.

Tell-Pass Tel. 041 360 70 73 www.tell-pass.ch info@tell-pass.ch

Bergbahnen Sörenberg AG Hinter-Schöniseistrasse 4 Tel. 041 488 21 21 bahnen@soerenberg.ch |www.soerenberg.ch

Natur- und Tierpark Goldau Parkstrasse 26 | 6410 Goldau info@tierpark.ch www.tierpark.ch

Uri Tourismus AG Schützengasse 11 | Postfach 6460 Altdorf | Tel. 041 874 80 00 info@uri.info | www.uri.info

Erlebnis Bergbahnen Erkunden Sie die prächtige Engelberger Bergwelt und die schönsten Ausflugsziele: den Titlis (3020 m ü. M.) mit der höchstgelegenen Hängebrücke Europas TITLIS Cliff Walk, das Brunni (1600 m ü. M.) mit seinen unzähligen Wanderungen sowie die Fürenalp (1850 m ü. M.) als Geheimtipp hinten im Engelbergertal. Gültig vom 31. 5. 2014 bis 31. 10. 2014. Buchbar unter Pauschalen: www.engelberg.ch


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Tourismus Award 2014 für ein Lebenswerk

Die erfolgreiche Familiendynastie Die Familie Hauser vom Hotel Schweizerhof Luzern ist für ihr Engagement für den Tourismus und die Gesellschaft mit dem Lifetime Award vom Tourismus Forum Luzern geehrt worden. Wynanda Hauser und ihre Söhne Patrick und Mike zeigen, wie man ein Unternehmen mit Familiensinn und Traditionsbewusstsein erfolgreich in die Neuzeit führt.

«Was für eine Pracht», soll Seine Majestät Napoleon III. geschwärmt haben, als er zusammen mit seiner Frau Eugénie und Prinz Lulu auf der Schwelle zum Grossen Saal des Hotels Schweizerhof stand. Auch andere gekrönte Häupter sowie Schriftsteller wie Mark Twain und Leo Tolstoi, Komponisten wie Richard Wagner und Popstars wie Anastacia sind im Luzerner Grandhotel ein und aus ge-

gangen. Die Patrons des Hotels trugen stets den gleichen Namen: Hauser. Denn das Hotel Schweizerhof ist seit 1861 im Familienbesitz und wird heute von der fünften Generation geführt. Wynanda Hauser-Clerk gehört der vierten Generation an und führte zusammen mit ihrem Ehemann Victor das Hotel durch das stürmische 20. Jahrhundert. Die gebürtige Holländerin, ehemals tätig für die königliche Fluggesellschaft KLM, lernte in Istanbul Victor Hauser kennen, welcher nach der Hotelfachschule als Manager das Hotel Hilton in der Metropole am Bosporus führte. Sie zog mit ihm, dem 26-jährigen Hotelmanager, in die Schweiz, um den Familienbetrieb zu übernehmen. Es war die Zeit, als die Gäste während des Sommers noch mehrere Wochen im «Schweizerhof» verbrachten, auf dem Quai nur Touristen promenieren durf durften, die Einheimischen sich nicht getrauten, das Grandhotel zu betreten, und die einzigen Attraktionen in der Stadt die Musikfestwochen und die Fasnacht waren.

aus», wie sich die heute 80-jährige Wynanda Hauser erinnert, wieder zum Erblühen zu bringen. Dabei investierte auch er, wie schon seine Vorfahren, enorme Summen, um das Renaissancehaus, das 1845 eröffnet wurde, mit einer zukunftsweisenden Infrastruktur auszurüsten. Finanziert wurden die Renovationen aus eigenem Kapital. «Wir haben sogar Landbesitz verkauft, um genügend Mittel aufbringen zu können», sagt Wynanda Hauser. Im Rahmen dieser Erneuerungen wurde das Hotel mit dem Bau des Restaurants und der Bar auch für die Einheimischen geöffnet – mit einem separaten Eingang, damit sich Luzernerinnen und Luzerner getrauten und nicht am strengen Concierge in der Empfangshalle vorbeimussten. Die grösste Herausforderung bei der Entwicklung vom einstigen Grandhotel zum offenen und zeitgemässen 5-SterneHaus war dabei stets, «das Hotel als Familienbetrieb erhalten zu können», sagt Wynanda Hauser. Dies habe «viele schlaflose Nächte» gekostet.

«Vom Nullpunkt aus» aufgebaut

Kaffeetisch als wichtiges Ritual

Es war aber auch die Zeit des Zweiten Weltkriegs, als im Haus militärische Kommandos untergebracht waren und der Fremdenverkehr zusammenbrach. Mit unerschütterlichem Optimismus machte sich Victor Hauser daran, das Grandhotel «vom Nullpunkt

Verdiente Ehrung: Lifetime Award für die erfolgreiche Familiendynastie im Hotel Schweizerhof Luzern, von links Patrick Hauser, Mutter Wynanda Hauser und Michael Hauser.

Für Ferien mit der Familie blieb in all den Jahrzehnten wenig Zeit. Umso wichtiger war das tägliche Ritual des «offenen Kaffeetischs» mit allen Familienmitgliedern der verschiedenen Generationen – eine Tradition, die auch heute noch weitergeführt wird und zum Symbol für das geworden ist, was die Hausers seit Generationen auszeichnet: den Familiensinn. «Ja, das ist der Kern des Erfolgs», sagt Patrick Hauser. Er besuchte die Hotelfachschule in Lausanne, arbeitete in einem Hotelresort in den USA und ist seit 1991 im Familienhotel tätig, in dem er hauptsächlich zuständig ist für den Betrieb und für Beziehungen zu touristischen Organisationen. «Als Familie kann man schneller und effizienter entscheiden und handeln und ist auch bereit, dafür den Kopf hinzuhalten», sagt sein Bruder Michael, von allen Mike genannt. Der gelernte Bankkaufmann trat 1999 in den Betrieb ein. Damals wurden 40 Millionen Franken für die Erneuerung des gesamten Gebäudes und für das Parkhaus investiert. Entsprechend seiner Ausbildung ist er seitdem hauptsächlich für die Bewirtschaftung des Unternehmens zuständig, zu dem auch Mietgeschäfte und zwei Liegenschaften in Luzern gehören. Und als ehemaliger Schlagzeuger der Rockband Midwest war der 42-Jährige zusammen mit seinem Bruder Patrick massgeblich daran beteiligt, dass der «Schweizerhof» zum bedeutenden Festivalhotel für verschiedene Events wie

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das Blue Balls Festival und das Lucerne Blues Festival sowie für Konzerte geworden ist.

Die Erfolgsfaktoren

Weitere Erfolgsfaktoren: Bescheidenheit und Glaubwürdigkeit im Umgang mit Gästen. Die stete Anpassung an die Bedürfnisse und Erwartungen der Reisemärkte. Ein verlässlicher Partner für Veranstalter. Eine grosse Wertschätzung gegenüber den 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich «mit unseren Ideen identifizieren und deshalb ein bedeutender Teil der ‹Schweizerhof›-Familie sind» (Mike Hauser). Zudem sind sich Patrick und Mike Hauser stets ihrer Verantwortung bewusst, dass «wir als fünfte Generation dazu beitragen müssen, das Hotel weiterzuentwickeln», so Mike Hauser. Mit der neusten Investition zeigen sie, dass sie die Tatkraft und den Mut ihrer Vorfahren durchaus verinnerlicht haben: Für 10 Millionen Franken wurden in den vergangenen Monaten die 101 Zimmer neu und zugleich individuell gestaltet nach ehemaligen Persönlichkeiten, die einst im Hotel zu Gast waren. Patrick und Mike Hauser sind zwar unterschiedliche Charaktere. Der eine bringt Ruhe in die Hektik, der andere ist mehr «Outgoing», wie Wynanda Hauser ihre Söhne

charakterisiert. «Natürlich haben wir manchmal verschiedene Meinungen, aber dank einer guten Gesprächs- und Konfliktkultur und mit dem gegenseitigen Respekt und Vertrauen finden wir, auch zusammen mit Clemens Hunziker, dem Hoteldirektor, und dem Kader, immer eine tragfähige Lösung», sagt Mike Hauser.

Ehrenamtliches Engagement

Und eines vereint die Brüder ebenso: ihr Engagement für die Stadt und die Region Luzern. Auch damit führen sie eine Tradition ihrer Vorahnen weiter. Ob bei der Lancierung der Zeppelin-Luftfahrt in Luzern, der Gründung des Hoteliervereins, des Golfclubs, des CSIO oder des Panathlon-Clubs: «Immer wenn in den vergangenen 150 Jahren in Luzern etwas bewegt wurde, war bestimmt ein Hauser mit dabei», sagt Patrick Hauser. Deshalb ist er selbst in vielen Vereinen und Organisationen tätig, sein Bruder Mike war jahrelang beim FCL und auch dessen Präsident. «Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir nicht nur für das eigene Wohl besorgt sind, sondern auch etwas zurückgeben wollen und uns deshalb ehrenamtlich für die Entwicklung der Stadt einsetzen», sagt Mike Hauser. Und Patrick Hauser zitiert ein seit über 150 Jahren bekanntes Sprich-

wort aus dem Luzerner Stadtleben. «Gehts dem ‹Schweizerhof› gut, gehts Luzern gut. Gehts Luzern gut, gehts dem ‹Schweizerhof› gut.» Dass dem so ist, haben die bisher fünf Generationen Hauser mit Mut und Weitsicht bewiesen. Und: Die Familiengeschichte dürfte einst erfolgreich weitergeschrieben werden. Eine Tochter von Patrick Hauser besucht zurzeit die Hotelfachschule und könnte damit den «Schweizerhof» in sechster Generation erfolgreich weiterführen – ganz im Sinne des Hotelslogans: «Empathie & Excellence seit 1845». Hotel Schweizerhof Luzern Das Hotel wurde 1845 gebaut und ist seit 1861 im Besitz der Familie Hauser. Geführt wird der «Schweizerhof» von Patrick und Michael Hauser, der fünf fünften Generation. Das 5-Sterne-Haus mit seinen 101 Zimmern hat sich auch als Festivalhotel bei grossen Anlässen wie dem Blue Balls Festival oder dem Lucerne Blues Festival etabliert. Dabei werden auch eigene Events wie das Retro-Festival organisiert. www.schweizerhof-luzern.ch

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Ehre, wem Ehre gebührt: Die Gewinner der Tourismus Awards 2014

Der Profi

MULTIFUNKTIONALITÄT LIEGT BEI UNS IN DER FAMILIE.

SWISS CHAMP

TIMEPIECES

TRAVEL GEAR

Andermatt ist für seine politische Weitsicht vom Tourismus Forum Luzern mit dem Destination Award geehrt worden. Roger Nager als Gemeindepräsident ist dafür zuständig, dass bei der Entwicklung zum TourismusResort die Interessen der Gemeinde gewahrt bleiben.

Die Zeiten im Urserntal sind düster: Die Armee, die seit 1881 in Andermatt ihren Waf Waffenplatz hat und für Umsatz sorgt, braucht nach den vielen Reformen keine Alpenfestung mehr. Viele Einwohner, vor allem Junge, wandern mangels Perspektiven ab. Innerhalb von drei Jahrzehnten verliert das Dorf 20 Prozent der Einwohner. Als der damalige Gemeindepräsident Hansueli Kumli im Frühling 2005 von einem ägyptischen Investor berichtet, der mindestens eine Million Quadratmeter Land für den Bau eines Touris-

musresorts suche, fühlten sich die Gemeinderäte, darunter auch Roger Nager, wie im Märchen, wie in «Tausendundeiner Nacht». Das Märchen ist inzwischen wahr geworden, und die Medien schrieben vom «Wunder von Andermatt». Dabei machte Samih Sawiris von Anfang an klar, dass er nicht der spendierfreudige Märchenprinz aus dem Land der Pharaonen ist, sondern Geschäftsmann: «Ich mache euch nicht reich, aber gemeinsam können wir etwas erreichen», erklärte der Investor. «Da wussten wir, dass wir die Ärmel hochkrempeln und handeln müssen», sagt Roger Nager, der seit 2011 als Gemeindepräsident die Geschicke des Dorfs leitet.

Mit Mut und Weitsicht

Die Andermatter gingen mit Mut und Weitsicht ans Werk. Richt- und Teilzonenpläne wurden angepasst, Bewilligungsverfahren durchgeführt und Verkehrs- und Energiekonzepte realisiert. Zudem investierte die Gemeinde in die Infrastruktur, um den künftigen Bedarf an rund 4500 Betten in der Hotel- und Parahotellerie (zurzeit sind es 1500) decken zu können: in die Wasserversorgung, in den Strassenbau und in die Energieversorgung, wo Andermatt auch im Hinblick auf die Energiewende einen modernen Wärmeverbund realisiert. Die Pro-Kopf-Verschuldung stieg durch diese Investitionen auf 2500 Franken. «Das ist nicht alarmierend», sagt Roger Nager. Durch die künftigen

Steuereinnahmen werde sich die Verschuldung wieder reduzieren, ist er überzeugt. Professionalisiert und strukturiert wie ein KMU-Betrieb wurde auch die Verwaltung. Roger Nager, ehemals stellvertretender Betriebsleiter beim Elektrizitätswerk Uri, ist zudem seit 2011 als vollamtlicher Gemeindepräsident tätig, um all die Termine, Medienanfragen und die Entwicklung der Gemeinde im Zusammenhang mit dem SwissAlps-Projekt professionell abwickeln zu können.

Eigenheiten bewahren

Dabei ist es sein Ziel, die Eigenheiten des Bergdorfs, «wo man sich noch kennt und grüsst», zu bewahren. Eine Luxusdestination soll Andermatt jedenfalls nicht werden. Vielmehr sei es dank Samih Sawris möglich, ein breites Angebot vom Zwei- bis zu, FünfStern-Hotel anzubieten, in denen von Familien über Freerider bis hin zu Nobelgästen alle willkommen seien. Heimisch in Andermatt ist inzwischen auch Samih Sawiris geworden. Er sei offen und gesellig im Umgang und esse nach Sitzungen am liebsten Urner Hauswürste und trinke dazu ein Bier, sagt Roger Nager. Zudem erlebt er den Investor als verlässlich in der Sache und handlungsorientiert bei Problemen. «Er hat uns auch schon auf einem Bierdeckel Lösungen aufgezeigt.» Allerdings kann er, der koptische Christ, auch hartnäckig und stur wie ein Urner sein. «Doch das sind wir auch», sagt der Gemeindepräsident. «Deshalb müssen wir manchmal auf den Tisch klopfen.» Aber sonst, sagt Roger Nager, «passt Samih Sawiris gut zu uns». Und Andermatt wohl auch zu ihm.

Andermatt

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Innovation und politische Weitsicht für ein herausforderndes Projekt: Roger Nager, Gemeindepräsident von Andermatt, vor grossen Plänen.

Die Urner Gemeinde hat 1545 Einwohner und eine wechselvolle Geschichte im Tourismus hinter sich. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Luxushotels. Nach dem Zweiten Weltkrieg brach der Tourismus ein. Mit dem Tourismusprojekt «SwissAlps» des Investors Samih Sawiris erlebt der Tourismus wieder einen Aufschwung. Im vergangenen Jahr wurden in den 16 Hotels – noch ohne das Hotel Chedi – insgesamt rund 62 200 Logiernächte verzeichnet. Über die Parahotellerie wird keine Statistik geführt. Infos: andermatt.ch, gemeinde-andermatt.ch


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Urs Leierer

Das A und O in der Hotellerie heisst Gastfreundschaft

Der Kreative

Luzern Hotels – der verlässliche Partner im Tourismus und in die Erlebnisregion Luzern-VierwaldLuzern-Vierwald stättersee reisen und auch hier übernachübernach ten.

Urs Leierer, Direktor des Blue Balls Festival, ist für sein grosses Engagement mit dem Event Award des Tourismus Forum Luzern ausgezeichnet worden. Als Festival Director kämpft er um Stars und Finanzen, damit dieser Top-Event Luzern erhalten bleibt.

Ein Top-Festival

Denn mittlerweile ist das Blue Balls Festival ein Mega-Event, der wesentlich zur Attraktivität von Luzern als Erlebnis- und Kulturstadt beiträgt. Urs Leierer nennt es ein «qualitatives Top-Sommerfestival im populären Musik- und Kunstbereich». Rund 120 Events in den Sparten Musik, Fotografie, Kunst, Video, Film sowie eine Talkshow werden jährlich durchgeführt, 100 000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Das Erfolgsgeheimnis: die Locations (KKL, Pavillon und Hotel Schweizerhof), die Ambiance rund um das Luzerner Seebecken und mittendrin die Künstlerinnen und Künstler, die nach Luzern kommen. Die Open-Air-Vibes sind für den Festival Di-

Ohne ihn kein Blue Balls Festival in Luzern: Urs Leierer. rector von zentraler Bedeutung: «Man muss ein Festival riechen, schmecken und hören können.» Doch gerade das Engagement grosser Namen – und damit die Aushängeschilder des Festivals – wird zunehmend schwieriger. Aufgrund der zahlreichen Festivals im Sommer steigen die Preise für die Künstler, teilweise auf das Vierfache des Marktwertes. Mithalten können da nur noch die klassischen Open Airs, nicht jedoch ein Event wie das Blue Balls Festival, wo grosse Namen in qualitativ hochstehendem, intimem Rahmen präsentiert werden.

agieren zu können, spielt er «mässig, aber regelmässig» auf seiner schwarzen FenderGitarre den Blues. Immerhin: Mittlerweile ist er nicht mehr allein für die Organisation und das Programm des Festivals zuständig, sondern wird ganzjährig von einem dreiköpfigen Team unterstützt. Während des Festivals stehen zudem rund 400 ehrenamtliche Personen im Einsatz und leisten über 15 000 Arbeitsstunden. Auch die 23 Aktivmitglieder des Vereins Luzerner Blues Session, die noch immer den Trägerverein des Blue Balls Festival bilden, helfen in leitender Funktion mit.

Was steht im Zentrum der Tätigkeit von Luzern Hotels? Patric Graber: Im Zentrum steht das Mitglied! Luzern Hotels erkennt die Bedürfnisse der Mitglieder, vertritt engagiert ihre Interessen und schafft ein professionelles Leistungsangebot. Wir sind politisch aktiv und setzen uns für gute Rahmenbedingungen ein. Immer wichtiger wird die Mitarbeiterschulung. Die Organisation ist effizient und schlank! Luzern weist in den letzten Jahren stets Rekordzahlen bei den Logiernächten aus. Wird das auch in Zukunft so bleiben? Ja, wir hoffen es und unterstützen Luzern Tourismus im Marketing effizient. Aber die Zahl der Logiernächte ist nur eine Messgrösse in der Schweizer Hotellerie – wichtig ist die Wertschöpfung. Wir freuen uns, dass immer mehr Individualtouristen in die Stadt

Ist die Auslastung in allen Hotelkategorien so erfreulich? Nein, nicht immer. Ganz klar haben wir noch ein grosses Potenzial im Winter. Luzern Hotels will für die weltweite Werbung für Luzern noch mehr Mittel beschaffen. Wie und wofür? An der letzten GV wurde einer MitgliederMitglieder beitragserhöhung zugestimmt zu GunsGuns ten eines Marketingfonds. Dieser wird zusammen mit Luzern Tourismus in Marketingaktivitäten zu Gunsten der Hoteliers eingesetzt. Was macht dem Präsidenten von Luzern Hotels am meisten Freude? Zufriedenheit auf allen Seiten: Gäste, MitMit arbeiter, Hoteliers. Gastfreundschaft zelebzeleb rieren – das ist ein grosses Anliegen von LuLu zern Hotels.

Patric Graber, Präsident von Luzern Hotels: Gastfreundschaft bieten, das ist unser Hauptanliegen.

Der Vorstand Luzern Hotels in guten Händen Patric Graber, Präsident Hotel Waldstätterhof

Alessandro Pedrazzetti Hotel Continental-Park

Arno Affolter, Vizepräsident Romantik Hotel Wilden Mann

Jessica Ternes Ameron Hotel Flora

Roland Barmet CASCADA Swiss Quality Hotel

Ferdinand A. Zehnder Hotels De la Paix & Ambassador

Teure Künstler ...

Urs Leierer vergleicht sein Festival deshalb mit einem Comestibles-Geschäft, das gegen Grossisten kämpft: Der Einkauf von Künstlern ist ein Bietermarkt. Wer am meisten bezahlt, erhält den Zuschlag. Ausnahmen gibt es, doch dies setzt Kreativität voraus, und manchmal braucht es auch Glück. Dies führt dann dazu, dass James Blunt am diesjährigen Festival eine exklusive Show im Konzertsaal des KKL spielt. Auch muss Urs Leierer im Voraus erkennen, wer im Sommer «up and coming» ist. Die gesamte Programmgestaltung und stets die Deadline vor Augen bringen für ihn als Festival Director deshalb Stress, Frust und schlaflose Nächte mit sich. Um sich in diesen hektischen Zeiten abre-

Blue Balls Festival Trägerorganisation des Blue Ball Festival ist der Verein Luzerner Blues Session. Dieser organisierte ab 1992 die Luzerner Seenachts-Session. Ab 1999 wurde der Anlass in Blue Balls Festival umbenannt. Urs Leierer, 1964 in Luzern geboren, gründete den Verein und ist heute Director des Blue Balls Festival. Am diesjährigen Festival (18. bis 26. Juli) treten unter anderem Travis, James Blunt, Passenger, Ed Sheeran, Joss Stone und viele andere auf. Infos: blueballs.ch

© Disney enterprises inc.

Auf dem Dampfschiff «Stadt Luzern» gibt es einen Notfall und damals, 1992, noch keine Handys. Also handelt der Kapitän und ordert via SOS-Funkspruch mehr Bier. Das Publikum bei der erstmals durchgeführten Session mit 40 Musikern auf See hatte bereits in der ersten halben Stunde sämtliches Bier ausgetrunken. Und dies, obwohl Urs Leierer, der erstmals einen solchen Event organisierte, die Gastro-Verantwortlichen davor gewarnt und ein Vielfaches des normalen Verbrauchs bestellt hatte. Ohne die beherzte Tat des Schiffsführers wäre der Anlass und damit auch die Geburtsstunde des Blue Balls Festival wohl ins Wasser gefallen. Urs Leierer, 1964 in Luzern geboren und in Meggen aufgewachsen, wollte schon immer einen «einmaligen Event» organisieren. Seine Passion erfüllte er sich aber in Luzern. Er gründete den Verein Luzerner Blues Session, der als Non-Profit-Organisation fortan alljährlich ein mehrtägiges Musikfestival durchführte.

Luzern Hotels ist die starke Branchen-Organisation mit 87 Mitgliedern. Welches sind die Hauptanliegen des Verbandes? Ein Gespräch mit dem Präsidenten Patric Graber.

Dreifacher Genuss

FILM . MUSIC . DINNER 5. Dezember 2014 – 3. Januar 2015

KKL Luzern

www.pirates-symphony.ch


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Luzern Tourismus AG: Stabwechsel

Der Mann zwischen Traditionen und Visionen Als CEO eines Versicherungskonzerns setzt er auf profitables Wachstum, und als neuer Präsident der Luzern Tourismus AG denkt er über «Slow Tourism» nach: Philipp Gmür, der Visionär mit Bodenhaftung.

Knarrender Parkettboden, hohe Räume und eine prächtige Aussicht auf Wasserturm und Kapellbrücke, die Wahrzeichen der Stadt. Hier, in der alten Luzerner Hauptpost, 1888 im italienischen Renaissancestil für 500 000 Franken erbaut, sind die Geschäftsräume von Lu-

zern Tourismus untergebracht. Und er, Philipp Gmür, der neue Präsident der Luzern Tourismus AG, soll den Tourismus in die Zukunft begleiten. Dabei ist er, im Frühling 1963 in der Stadt Luzern geboren, abseits der Touristenströme aufgewachsen. Im Dreilindenquartier gabs mit Ausnahme von ausländischen Musikschülern des nahe gelegenen Musikkonservatoriums, die auch bei den Gmürs verkehrten, wenig Touristen. Und Philipp Gmür wollte auch nicht Hotelier werden, sondern Anwalt. Er studierte zwar Jura und doktorierte, doch statt vor Gericht zu argumentieren, wie er dies als Bub träumte, trat er 1993 bei den Helvetia Versicherungen ein und ist seit 2003 Vorsitzender der Geschäftsleitung Schweiz. Unser Magazin im Gespräch mit ihm. Was hat Sie zur Übernahme des Präsidiums der LTAG motiviert? Als Verwaltungsrat der Casino-Gruppe und bisheriger Vize bei der Luzern Tourismus AG

befasste ich mich schon seit einiger Zeit mit dem Tourismus. Zudem liegt mir Luzern am Herzen. Das Präsidium ist ein Privileg, zusammen mit einem eingespielten erfolgreichen Team einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Stadt und der Region zu leisten. Welchen Platz in Luzern würden Sie den Gästen als Touristenführer zeigen? Zuerst den Kapellplatz und den Fritschibrunnen, dann den Weinmarkt. Mir gefallen dort die Grosszügigkeit des Platzes und die Symbiose zwischen historischen Gebäuden und modernen Geschäften, was auch ein Sinnbild für die Entwicklung der Stadt ist. Und der Schwanenplatz? (Lacht) Den zeige ich auch ... Viele ärgern sich über die Touristencars und das sogenannte Verkehrschaos auf diesem Platz. Können Sie das verstehen?

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Wenn sich unsere Bevölkerung nicht mehr wohl fühlt, haben wir ein Problem. Deshalb nehmen wir dieses Anliegen ernst. Zurzeit wird eine Studie erstellt, welche als Grundlage für mögliche Lösungsansätze dient. Der Tourismus polarisiert immer wieder. Woran liegt das? Wir haben uns daran gewöhnt, dass Touristen kommen, Geld ausgeben und Arbeitsplätze schaffen. Aber wir sind nicht bereit, dafür gewisse Konzessionen zu machen. Was fehlt Ihnen? Ich vermisse in breiten Bevölkerungskreisen eine Aufbruchstimmung und damit auch die Bereitschaft, etwas zu wagen. Bergbahnen wie Titlis, Rigi, Stanserhorn und Pilatus, auf die wir heute zu Recht stolz sind, gibt es nur, weil vor rund 125 Jahren Pioniere den Mut zur Tat hatten. Was erwarten Sie? Mehr Offenheit, Mut und Weitsicht. Und wir sollten uns über den Touristenzuspruch freuen und stolz darauf sein, dass Luzern im Alpenraum die erfolgreichste Sommerdestination, die erfolgreichste Schweizer Ganzjahresdestination und international auf

Rang fünf platziert ist, wie kürzlich eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Basel ergeben hat. Wir sollen also stolz und freundlich sein? Gastfreundschaft hört nicht an der Rezeption im Hotel auf, sondern muss von allen gelebt werden. Wenn wir uns wieder einmal bewusst werden, dass wir da leben und arbeiten dürfen, wo andere gerne Ferien machen, werden wir schon viel offener und freundlicher mit unseren Gästen umgehen. Gibt es nicht zu viele Touristen, um zu allen freundlich zu sein? Fakt ist, dass wir im Sommer viele Übernachtungen haben. Gleichzeitig kommt dann ein Grossteil der 5 Millionen Tagesgäste, die Luzern als Ausganspunkt nutzen und wesentlich zur Wertschöpfung in der Region beitragen. Im restlichen Jahr jedoch gibt es bedeutend weniger Gäste. Das zeigt sich auch bei den Hotelbetten, wo durchschnittlich während vier Monaten ein Leerbestand herrscht. Kritisiert wird, dass insbesondere Gruppenreisende nach Luzern kommen. Der Gruppentourismus macht weniger als einen Drittel unserer Übernachtungsgäste

Woher kommen unsere Gäste?

Region Luzern-Vierwaldstättersee: Logiernächte-Entwicklung 2009–2013 Anteil 2013

Absolut 2013

5-Jahres-Vgl,

Schweiz

42,3 %

1 445 000

+ 1,3 %

Deutschland

11,8 %

403 000

– 21,4 %

China

7,0 %

240 000

+ 68,6 %

USA

6,7 %

227 000

+ 15,1 %

Grossbritannien

3,7 %

125 000

– 10,5 %

Indien

3,6 %

122 000

– 0,6 %

Niederlande

2,6 %

89 000

– 30,1 %

Italien

1,9 %

64 000

+ 4,6 %

Total

3 414 116

Quelle: LTAG – gerundete Werte

Woher kommen unsere Gäste? Anteil 2013

Absolut 2013

5-Jahres-Vgl,

Schweiz

26,6 %

313 000

+ 5,4 %

USA

14,2 %

167 000

+ 22,7 %

Deutschland

8,4 %

99 000

– 6,6 %

China

7,7 %

90 000

+ 41,8 %

Grossbritannien

4,6 %

54 000

– 7,9 %

Indien

3,3 %

39 000

– 8,7 %

Australien

4,4 %

52 000

+ 34,4 %

Italien

2,0 %

23 000

– 12,4 %

Quelle: LTAG – gerundete Werte

Für Luzern sind diese ersten Generationen von Reisenden wichtig? Ja, denn wenn es ihnen gefällt, werden sie «Repeaters», also Gäste, die als Individualtouristen wiederkommen, länger bleiben und unsere touristischen Angebote nutzen. Als CEO der Helvetia Versicherungen haben Sie Ihrem Unternehmen «Go for growth» ver verordnet. Ist für Sie Wachstum auch im Tourismus der Massstab aller Dinge? Natürlich brauchen wir im Tourismus mehr Übernachtungen und insbesondere längere Aufenthalte, obwohl wir im internationalen Vergleich gut dastehen. Aber die Logiernächtezahlen dürfen nicht als alleiniger Erfolgsfaktor gelten. Es geht auch darum, qualitativ zuzulegen und die Wertschöpfung pro Gast zu vergrössern. Wie heisst Ihr Rezept? Wir haben mit unserer Tradition als Tourismusregion, der Infrastruktur mit Hotels, Bahnen, Schiffen, Museen, KKL, Messehallen, Casino usw. und der einzigartigen LandLand schaft die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Wir müssen uns aber anstrengen, denn die Konkurrenz schläft nicht. Weltweit wird enorm in den Tourismus investiert. Es entstehen neue TouTou rismusorte, und der Kampf um die Gäste wird sich verschärfen, zumal die Mobilität und damit die Möglichkeit zu reisen weiter zunimmt. Und welche Gästesegmente sollen mehr Wertschöpfung bringen? Analog dem Slow-Food-Trend sollten wir zuzu nehmend auch über einen «Slow Tourism» nachdenken. Das heisst, wir setzen auf eine Generation, die nicht mehr wie ihre Eltern möglichst viel in kurzer Zeit sehen

Kurz gefragt

Stadt Luzern: Logiernächte-Entwicklung 2009–2013

Total

aus. Dabei handelt es sich oft um jene Generation von Touristen aus Asien, die erstmals im Ausland Ferien machen können und deshalb nicht allein reisen wollen.

1 175 670

Erstes Geld verdient? Mit Altpapiersammeln. Ihre Stärken? Ausgeglichenheit, Belastbarkeit, positive Lebenseinstellung und Humor. Beste Tat im Leben? Meine vier Kinder. Was ärgert Sie? Nörgler und Menschen, die vor lauter Bewahren die Chancen nicht erkennen. Freizeit? Erholung in der Natur, Biken, mit Familie und Freunden zusammen sein.


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will, sondern Erholung und Erlebnis in den Vordergrund stellt. Was heisst das konkret? Wir müssen unseren Fokus auf die gesamte Zentralschweiz als Premium-Destination ausrichten und entsprechende Gesamtpackages anbieten, wo sowohl Natur wie auch Kultur, Shopping und Fun enthalten sind. In unserer Region ist für ein solches Premium-Angebot alles vorhanden und fast zu Fuss zu erreichen. Für Gäste aus Multimillionenstädten, die sich grosse Distanzen gewöhnt sind, erscheint unsere Region gleichsam als «Resort». Mit den jüngsten Projekten in Andermatt und auf dem Bürgenstock wird unsere Destination noch attraktiver für solche Premium-Angebote. Auch das Cross-Selling unter den Anbietern, von den Bahnen bis hin zu den Kulturbetrieben, kann noch gefördert werden. Das heisst, mehr Premium-Gäste und weniger Gruppenreisen? Nein, wir brauchen sowohl den Gruppenwie auch den Individual- und insbesondere auch den Kongresstourismus. Zunächst ist festzuhalten, dass die Gäste aus dem Inland in unserer Region immer noch mehr als 40 Prozent der Logiernächte bringen. Für diese anspruchsvolle, heterogene Klientel müs-

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sen wir attraktiv bleiben. Generell wird es wohl zu einer grösseren Segmentierung und einer entsprechenden Marktbearbeitung kommen. Ich rechne beispielsweise nicht damit, dass alle Asiaten der zweiten Reisegeneration je das Gleiche sehen und erleben wollen. Wir sind also gefordert, unsere Angebote, die wir unter dem treffenden Slogan «Die Stadt, der See, die Berge» vermarkten, laufend mit neuen Inhalten zu füllen. Was heisst Inhalte? Viele Touristen fahren auf einen Berg, schauen sich den Schnee an und gehen wieder. Dafür braucht niemand in die Zentralschweiz zu reisen, denn das bieten andere Orte auch. Deshalb sollten wir darüber nachdenken, was uns einzigartig macht und uns von anderen Destinationen unterscheidet. Können Sie uns ein Beispiel geben? Wir haben dank guten Kliniken und Spezialärzten sowie den Wellness- und Tourismusangeboten die besten Voraussetzungen, uns als «Health-Destination» zu positionieren. Mit «Lucerne Health» wurde bereits eine gute Vermarktungsstruktur dafür geschaf geschaffen. Der ausländische Patient lässt den Eingriff hier im Spital machen und erholt sich danach mit seiner Familie in unserer Region.

Gibt es weitere Beispiele? Viele Amerikaner haben ein Faible für historische Bauten. Warum nicht zusammen mit anderen traditionsreichen Orten Spezialangebote für Geschichtsfreunde anbieten? Gerade Luzern mit dem historischen Stadtkern wäre ein hervorragender Ausgangspunkt für solche Angebote. Gibt es Destinationen, die solche Segmentierungen erfolgreich realisieren? Ja, Singapur ist ein eindrückliches Beispiel. Dort wurden zwei Casinos mit Shoppingund Unterhaltungscenter gebaut und die spielfreudigen Chinesen, die solche Angebote im eigenen Land nicht kennen, und ihre shoppenden Familien umworben. Die durchschnittliche Anzahl Logiernächte hat sich daraufhin verdoppelt. Könnten solche Ideen auch in der Region Zentralschweiz verwirklicht werden? Ja, denn schliesslich haben wir in Luzern schon ein Casino, und, im Gegensatz zu Singapur, ein historisches «Shoppingcenter» und rundherum echte Berge!

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Adelbert Bütler

Nachgefragt Adelbert Bütler, Präsident der Luzern Tourismus AG, ist an der GV vom 20. Mai 2014 aufgrund der Dienstaltersbeschränkung von seinem Amt zurückgetreten.

Fällt Ihnen der Abschied schwer? Ich war bereits seit 1994 während meiner aktiven Berufszeit mit dem Tourismus verbunden, war neun Jahre im Verwaltungsrat und nun seit fünf Jahren Präsident der Luzern Tourismus AG. Nach zwanzig Jahren im Dienste des Tourismus ist es Zeit, dass neue Kräfte das Zepter übernehmen. Was war Ihre beste Tat als Präsident? Es gibt viele Projekte, welche wir erfolgreich umsetzen konnten. Ein besonderer Meilenstein war jedoch zweifellos die Neugründung von Luzern Tourismus als Aktiengesellschaft. Ich durfte massgeblich mitwirken, dass wir heute klare Strukturen und Verantwortlichkeiten haben und sich die AG prächtig entwickelt. Diese Neuorganisation im Jahr 2000 ist für mich der Schlüssel zum Erfolg des heutigen Tourismus. Was hätten Sie noch gerne realisiert als Präsident? Wir müssen im Zentralschweizer Tourismus noch mehr zusammenwachsen und Kantonsgrenzen überwinden. Kein Gast interessiert sich dafür, wo ein Kanton beginnt und der andere aufhört, sondern er will in eine attraktive und ihm zusagende Region kommen. Dass man mit koordinierten und grenzüberschreitenden Aktivitäten Erfolg haben kann, zeigt das Beispiel Tirol, wo man gemeinsam eine verbindende Dachmarke für eine Region geschaffen hat. Aber Fortschritte hat man in der Zentralschweiz immerhin gemacht? Ja, es wurden grosse Fortschritte gemacht, aber es gilt, weiterhin daran zu arbeiten. Es ist immer noch ein Unterschied, ob man über eine ganze Region hinweg marktorien-

tiert zusammenarbeiten kann oder ob man dabei noch auf politische Prozesse Rücksicht nehmen muss. Sie sind auch Präsident des Vereins «Gästival». Was erwarten Sie ganz persönlich von diesem Jubiläumsjahr «200 Jahre Gastfreundschaft in der Zentralschweiz»? Mein persönlicher Wunsch ist es, dass sich die Zentralschweizer vermehrt bewusst werden, was der Tourismus für die Region bedeutet. Seit zwei Jahrhunderten hat der Tourismus sehr viel zum Wohlstand und zur Lebensqualität unserer wunderschönen Region beigetragen. Umfragen unter den Gästen zeigen auch immer wieder, dass wir im wichtigen Bereich «Gastfreundschaft» nur als mittelmässig wahrgenommen werden. In diesem Bereich haben wir also auch noch Verbesserungspotenzial. Woran liegt das? Wir erachten es offenbar teilweise als Selbstverständlichkeit, dass Gäste bei uns ihre Ferien verbringen und damit wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg, zu Investitionen und zu Arbeitsplätzen beitragen. Aber Tourismus wird heute weltweit aktiv gefördert, und bei unserem – im Vergleich zum Ausland – doch eher höheren Preissegment müssen wir gastfreundlicher sein als unsere Mitbewerber. Was verstehen Sie überhaupt unter Gastfreundschaft? Das Wort besteht aus «Gast», «Freunde» und «Schaffen». Wir müssen also daran «schaffen», dass wir unsere Gäste als Freunde empfangen. Dafür braucht es nicht viel, oftmals genügt schon ein herzliches Lachen. Wenn sich ein Gast bei uns wohlfühlt, erzählt er dies weiter und kommt wieder.

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So gewinnst du den Hauptpreis: Motiviere deine Freunde über Facebook, deine Schnappschüsse zu „liken“. Hat dein Foto Ende Oktober 2014 am meisten Stimmen, gewinnst du eine Übernachtung für vier Personen im exklusiven Bürgenstock Resort. Teilnahmebedingungen und weitere Details unter www.nidwalden.com www.fb.com/nidwalden.tourismus

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Luzern Tourismus 04/2014

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Luzern Tourismus 04/2014

Grundhaltung, Wertschätzung, Selbstverständnis

Die neue ChocoWelt in Root-Luzern: Vom Kakaobaum zum Gaumenglück

Ausbildung «Aus der Praxis für die Praxis»: Der Gast ist König!

Aeschbach Chocolatier – Genuss erleben

Der Kunde ist König! Am Praxistag der Regionalentwicklungsverbände Rigi-Mythen und Einsiedeln für Mitarbeitende von Hotels, Restaurants, Tourismusbüros, Berg- und Alphütten sowie Käsereien und Skiliften im März waren 120 Personen – und im Juni werden es nochmals über 100 sein! Jürg Balsiger, CEO der Stanserhornbahn, Adrian Steiner, CEO der Thermoplan AG in Weggis, sowie Max Züst, Direktor der Hotel & Gastro formation Bern, Thomas Hasler, Projektverantwortlicher Hotel & Gastro formation Bern, sowie Josef Odermatt, ehemaliger Gemeindeammann von Weggis, gaben hilfreiche Tipps. Hier eine Auswahl von Aussagen:

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Die positive Grundhaltung ist wichtig: Das Glas ist halbvoll und nie halbleer!

Gute Berufsausbildung und fachliche Kompetenz sind sehr wichtig, aber ebenso wichtig ist, dass man Menschen mag, ihnen Respekt entgegenbringt und über ein natürliches, gesundes Selbstwertgefühl verfügt.

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Wer überleben will, muss mehr tun, mehr bieten.

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Die Menschen werden sich nicht erinnern, was du gesagt hast, sondern wie sie sich dabei gefühlt haben.

viele süsse Verführungen auf Sie warten. Reservation und Information: Setzen Sie sich auf unsere Gästeliste unter: www.aeschbach-chocolatier.ch/chocowelt

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Frische Bergluft?

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Dies sind nur einige der Attraktionen, die auf Sie warten. Besuchen Sie uns und erleben Sie Genuss pur! Für den gemütlichen Ausklang Ihres Besuchs finden Sie im ChocoDromo auch unser ChocoBistro, das ChocoCafé mit schöner Gartenterrasse und unseren ChocoLaden, in welchem

Wir arbeiten mit strahlenden, herzhaf herzhaften Mitarbeitenden – weil Freundlichkeit ansteckend ist! Wer selber nicht motiviert ist, kann andere nicht motivieren.

Augenkontakt behalten, auf Körpersprache achten, aufmerksam zuhören, den Kunden öfters beim Namen nennen – und: Behalten Sie eine positive Grundeinstellung, selbst wenn es ein ‹schwieriger Kunde› ist.

Ob im Tourismus oder beim Verkauf von Kaffeemaschinen – der bestehende oder potenzielle Kunde muss die Freundlichkeit, Kompetenz, Hilfsbereitschaft spüren – und sogar etwas Leidenschaft.

In der neu eröffneten ChocoWelt erleben Sie bei einem interaktiven Rundgang die Geschichte der Schokolade und die Herstellung unserer verführerischen Hausspezialitäten.

Choco-Kreation von Aeschbach Chocolatier

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Auch wir Einheimischen sind Touristen und schätzen die Angebote in unseren Regionen – und freundliches Personal!

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Erfrischende Wanderungen in der Zentralschweiz geniessen Sie mit den ermässigten RailAway-Kombi-Angeboten. Online-Kauf unter sbb.ch/wandern.

ZUG-, BUS- UND BERGBAHNFAHRT BiS ZU

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Bild: Panoramawanderung Hochstollen

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Aeschbach Chocolatier kreiert hochwertige Schokoladenspezialitäten seit 1972. Hauseigene Originalrezepte, auserlesene natürliche Zutaten, liebevolle Handarbeit und täglich frische Produkte sind das Erfolgsgeheimnis des traditionsbewussten Familienunternehmens.

• Besteigen Sie unser Schiff und begleiten Sie uns auf der Reise in die Anbauländer des Kakaos • Beobachten Sie unsere Chocolatiers und lernen Sie deren Geheimnisse kennen • Drehen Sie den ersten XXLHeimatschutz-Taler zurück ins Jahr 1946 • Riechen und probieren Sie unsere frisch zubereiteten Spezialitäten

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Nicht nur der Hotelier und der Restaurateur profitieren von den Gästen. Auch der Schreiner, Maurer, die Bäckerin, der Maler und die Versicherungsfachfrau verdienen am Geld der Tages- und Übernachtungsgäste!

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* z.B. Kombi-Angebot «Panoramawanderung Hochstollen» vom 14.6. bis 19.10.2014 mit 20% Ermässigung auf die Zug-, Postauto- und Gondelbahnfahrten via Stöckalp–Melchsee-Frutt–Mägisalp–Hasliberg Reuti und zurück.


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Victorinox – Messer von Weltruf

Facebook verbindet, wo Bier gebraut wird, und zeigen Ihnen. wie hoch die Reuss 1910 beim Jahrhunderthochwasser stand. Tauchen Sie ein in die Wasserstadt Luzern! Daten: 14. 6. / 26. 7. / 30. 8. / 4. 10. / 1. 11. 2014

Unternehmertum im Zeichen von Tradition und Innovation

Stadtrundgänge

Entdecken Sie Luzern!

Der Name Victorinox ist eng verknüpft mit dem legendären «Original Swiss Army Knife», das seinen Ursprung im Schweizer «Offiziers- und Sportmesser» aus dem Jahr 1897 hat. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Ibach, Schwyz, im Herzen der Schweiz.

Hier gründete Karl Elsener im Jahr 1884 seine Messerschmiede und leitete damit eine beispiellose Erfolgsgeschichte ein. Millionen von Menschen rund um den Globus verbinden mit Victorinox typisch schweizerische Werte wie Erfindergeist, Zuverlässigkeit, Funktionalität und Qualität. Heute produziert und vertreibt Victorinox weltweit eine Reihe von wertvollen Qualitätsprodukten mit praktischem Nut-

zen in verschiedenen Lebensbereichen: Taschenmesser, Haushalt- und Berufsmesser, Uhren, Reisegepäck, Bekleidung und Parfum. Alle Produkte tragen den Geist des «Original Swiss Army Knife» in sich. Das Unternehmen Victorinox ist im Lauf seiner 130-jährigen Geschichte seiner Haltung und seinen Grundsätzen treu geblieben. Die charakteristischen Eigenschaften des «Original Swiss Army Knife» prägen

nach wie vor die Ausrichtung des Unternehmens und bilden die Leitplanken für die Produktentwicklung und Marktbearbeitung in den erwähnten Kernbereichen. Alle Erzeugnisse, die unter der Marke Victorinox hergestellt und weltweit vertrieben werden, unterscheiden sich von Konkurrenzprodukten durch ihre einzigartige Funktionalität in Kombination mit herausragendem Design.

Sie leben, wo andere ihre Ferien verbringen! Nutzen Sie die Stadtführungsangebote von Luzern Tourismus und lernen Sie Ihre Stadt noch besser kennen. Hören Sie von vergessenen Geschichten der Altstadt, von der Bedeutung des Wassers oder was es mit Bruder Fritschi und der Fasnacht alles auf sich hat.

Insbesondere für einheimische Gäste hat Luzern Tourismus eine breite Palette von Themenführungen im Angebot. Für Gruppen sind alle Führungen auf Anfrage täglich buchbar. Für Einzelgäste finden die unterschiedlichen Rundgänge das ganze Jahr über jeden Samstag von 16.00 bis 18.00 Uhr statt. Treffpunkt ist die Tourist Information im Bahnhof. Brunnentratsch und kühles Bier – Wasserführung Luzern ist vom Wasser geprägt – einst Fischerdorf, dann Handelsort und heute weltbekannte Tourismusdestination. Wasser als Nahrungsquelle, sicherer Transportweg, als Antriebskraft oder Erholungsraum. Wir folgen dem Duft des Sees, erzählen, was städtische Brunnen mit

Ächt Lozärn – Unbekannts entdecke Wer in Luzern nur Kapellbrücke und Wasserturm, Museggmauer und Museen, KKL Luzern und Gütsch kennt, nimmt nur einen Teil der Leuchtenstadt wahr. Die Geschichte hat uns mehr geschenkt: Edles schlummert hinter dicken Mauern. Entdecken Sie das «ächte Lozärn» zwischen Paradiesgässlein und Süesswinkel, Eselstall und Zöpfli, Reusssteg und der alten Münz. Ein unbekanntes Luzern erschliesst sich Ihnen. Nach Möglichkeit besichtigen Sie ein Luzerner Bürgerhaus. Daten: 24. 5. / 21. 6. / 23. 8. / 20. 9. / 18. 10. / 8. 11. 2014 Rüüdigi Lozärner Fasnacht Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der «Vereinigten» nehmen wir Sie mit auf eine Führung durch das fasnächtliche Luzern. Tagwach, Urknall, Schmutziger Donnerstag, Vereinigte, Bruder Fritschi, Guuggerbaum, Zünfte, Usgüüglete, Monstercorso: Haben Sie diese Ausdrücke noch nie gehört, oder möchten Sie mehr darüber erfahren? Nebst der Entstehungsgeschichte erzählen wir Ihnen viele spannende Anekdoten zur schönsten Jahreszeit. Datum: 21. 6. 2014 Weitere Daten und Themen finden Sie unter www.luzern.com/stadtfuehrungen

Zwei Fragen ... Zwei Fragen ...

... an Wolfgang Bliem, CEO Grand Casino Luzern Warum ist das Grand Casino auch wichtig für den Tourismus? Das Grand Casino ist für Luzern ein exklusives Angebot und ist bei der Destinationswahl, vor allem bei asiatischen Gästen, ein wichtiges Entscheidungskriterium. Das «Olivo» steht allen offen. Was sind die Trümpfe in diesem beliebten Gourmet-Restaurant? Das Restaurant Olivo überzeugt mit seiner wunderschönen Lage mit Blick über den See, einer Terrasse, die Ferienstimmung aufkommen lässt, und einer vielseitigen MittelMittel meerküche zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Herzlich willkommen!

... an Hans E. Koch, Direktor KKL Luzern Warum ist das KKL Luzern auch wichtig für den Tourismus? Das Haus ist der kulturelle Leuchtturm der Innerschweiz. Zusammen mit unseren Festivalpartnern vermarkten wir das KKL Luzern bis weit über die Landesgrenzen hinaus. Das hochstehende KonzertKonzert programm, die einzigartige Architektur und Luzern als Prime-Destination locken jährlich Tausende internationale Gäste nach Luzern. Das KKL Luzern steht allen offen, was sind die Trümpfe des KKL Luzern? Unser Trumpf ist unser diversifiziertes Angebot, welches ein regionales, nationales und internatiointernatio nales Publikum begeistert. Vom klassischen Konzert über einen kulinarischen Genuss im RestauRestau rant RED bis zum Dezember-Höhepunkt «Film – Music – Dinner» bieten wir über das ganze Jahr herausragende Erlebnisse für jeden Geschmack.


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650 Reisejournalisten aus 35 Ländern besuchten im Jahr 2013 die Region

Die Region Luzern verkauft sich nicht von selbst ... Luzern Tourismus (LTAG) stellt sicher, dass die Region LuzernVierwaldstättersee und die Marke Luzern international positiv besetzt sind und eine breite Medienpräsenz erreichen. Bei der LTAG ist dafür die Stabsstelle «Unternehmenskommunikation» zuständig.

Sibylle Gerardi, seit sieben Jahren Leiterin Kommunikation, welches sind Ihre Hauptaufgaben? Unser Team, bestehend aus zwei Vollzeitstellen, zwei Teilzeitstellen und einer Praktikantin, ist für alles rund um Kommunikation, PR und Medienarbeit zuständig. Zudem sind wir als dem Tourismusdirektor unterstellte Stabsstelle auch ein interner Dienstleister, unterstützen die anderen Abteilungen und sind für

diverse Sonderaufgaben zuständig. Unsere Aufgaben sind vielseitig. Grob kann man diese in die Bereiche Unternehmens- und Marketingkommunikation sowie die Medienarbeit unterteilen. Bei der Unternehmenskommunikation geht es um die Präsenz und das Image von Luzern Tourismus und der Destination Luzern-Vierwaldstättersee in den Medien: Medienanlässe, Medienmitteilungen, Mediensprecherfunktion, Medienbeobachtung, Geschäftsbericht, PR-Beiträge, diverse Newsletters, Projekte mit der Stadt Luzern und weiteren Institutionen und viele redaktionelle Arbeiten. Die Zahlen zeigen: Luzern ist gefragt! Ja, es ist effektiv so, dass die LTAG da stark im Fokus steht. Kürzlich hat mir auch eine Mitarbeiterin von Schweiz Tourismus (ST) – die beobachten, was sich medial in der Branche tut – bestätigt, dass Luzern schweizweit bei der Medienpräsenz ganz oben mit dabei ist. Die Tourismusbranche ist in Luzern betref betreffend Wertschöpfung und Arbeitsplätze von Bedeutung. Der Tourismus, unsere Gäste, die entsprechende Infrastruktur sind in Luzern ein permanentes Thema. Darum wohl werden wir auch sehr oft um unsere Meinung gebeten. Wir versuchen hier einen offenen Dia-

Pro Jahr werden in Luzern zwei Folgen der Krimireihe «Tatort» gedreht – mit dem Ermittlerduo Delia Mayer als Liz Ritschard und Stefan Gubser als Reto Flückiger. © SRF / Daniel Winkler

log zu pflegen. Gewisse Geschichten, auch oft Politisches, betreffen uns aber nur marginal. oder wir haben wenig Einfluss darauf. Dort ist die Medienarbeit dann manchmal auch eher herausfordernd. Und wie läuft das internationale Mediengeschäft? Die Nachfrage ist auch hier gross. Wir arbeiten stark mit den Auslandvertretungen von ST zusammen und führen auch Massnahmen selbstständig durch: Medienevents im Ausland, Präsenz an Messen für Reisejournalisten, Redaktionsbesuche, Inhalte für Reisemagazine, Reiseführer, Websites, Content für ST-Medienkonferenzen oder Kooperationen mit Medien. Dazu führen wir momentan PRMandate in China, Deutschland und Italien. Besonders wichtig ist die Koordination der Medienreisen. Was verstehen Sie unter Medienreisen? Tourismus ist ein emotionales «Produkt». Eine Destination, deren Highlights, Menschen, die Gastfreundschaft und die Kultur müssen erlebt werden, um darüber berichten zu können. Darum werden Journalisten aus der ganzen Welt eingeladen. Im Jahr 2013 haben 648 Reisejournalisten aus 35 Ländern Luzern be-

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sucht. Wir stellen Detailprogramme zusammen, kontaktieren Partner, koordinieren die Hotelunterkunft, organisieren Stadtführungen, suchen Interviewpartner, stellen Texte, Bilder und Filmmaterial zur Verfügung. Wir begrüssen die Journalisten, bringen sie zum Hotel, begleiten sie auch mal auf Ausflügen oder unterstützen sie bei Filmdrehs. Wichtig dabei ist, auf die individuellen Bedürfnisse der Medienschaffenden einzugehen. Reisejournalisten suchen im Normalfall nicht das «übliche Gästeprogramm». Sie sind auf der Suche nach News und Aussergewöhnlichem: das heisst spannende Interviewpartner, Geschichten, Unbekanntes und Unerwartetes. Viele sind auch eher anspruchsvoll oder möchten auch mal gerne spontan das gesamte Programm umkehren ... Damit wir auf diese Bedürfnisse eingehen können, sind wir auf eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit Partnern wie unseren regionalen Leistungspartnern, Hotels, Bergbahnen, Restaurants, diversen Fachstellen angewiesen. Und die funktioniert hervorragend in unserer Region. Ein grosses Dankeschön an unsere Partner. Wo liegt der Fokus der internationalen Medienarbeit? Wir bearbeiten alle Märkte, da Medienarbeit für alle Aktivitäten der LTAG in den Märkten eine wichtige Basisarbeit ist. Der Fokus liegt klar auf der Qualität. Das heisst, wir prüfen im Vorfeld die Auflage, Zielgruppe, Reichweite und wie und worüber bereits berichtet wurde. TV- und Filmproduktionen sind besonders interessant, da eine Feriendestination am besten in Form bewegter Bilder transportiert werden kann und so viele Zuschauer erreicht werden können. Betreffend Film arbeiten wir ja auch unter dem Label der «Filmlocation Lucerne» daran, die Region noch bekannter als Standort für TV- und Filmproduktionen zu machen. Solche Produktio-

Produktion ZDF-«Herbstshow» vor der Jesuitenkirche (Herbst 2013) mit Béatrice Egli, TV-Koch Andreas C. Studer, Moderatorin Andrea Kiewel. nen sind für verschiedene Branchen in Luzern auch betreffend Wertschöpfung interessant. Können Sie uns einige aktuelle Beispiele von Berichterstattungen in prominenten internationalen Medien nennen? «abenteuer und reisen» widmete die Ausgabe April 2013 der Region Luzern-Vierwaldstättersee. In der aktuellen ADAC-Ausgabe geht es ebenfalls um Luzern. Andermatt wurde in der «New York Times» als eine der «52 places to see 2014» genannt. Im «National Geographic"-Magazin «50 Tours of a Lifetime 2014» ist Luzern als Kulturreise-Destination vertreten. Das ZDF hat im Herbst eine Folge der beliebten «Herbstshow» mit Musik, Gäs-

Anzahl Reisejournalisten  2013   250   217   200  

Australien/ Neuseeland   Schweiz   InternaBonal   Russland  

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Grossbritannien/Irland Italien   Deutschland  

50 16   0  

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Diverse Märkte  Europa   Nord-­‐  und  Südamerika   Asien  (inkl.  Golfstaaten)  

Reisejournalisten

ten und Bildern aus der Region gedreht. Im September drehte der thailändische Sender Channel 3 mit einem 30-köpfigen Team für die TV-Soap «Yah Leum Chan». Die Soap generiert über 12 Millionen Kontakte. Am Sonntag, 27. April 2014, wurde eine in der Region gedrehte Episode von «Amazing Race», der beliebtesten Reality-Show in den USA, ausgestrahlt. Die Sendung erreicht dort, in unserem wichtigsten ausländischen Markt, 12 Millionen Zuschauer – weltweit 80 Millionen. Zurzeit planen wir eine Sendung für den deutschen TV-Sender SAT1 Gold, die im Frühsommer in Luzern gedreht wird. Was lieben Sie an Ihrem Job? Das Team ist sich einig, dass wir uns einer spannenden und abwechslungsreichen Arbeit widmen dürfen. Jeder Tag bringt etwa Neues, ist aber auch herausfordernd und bedingt eine hohe Flexibilät. Wir kommunizieren meist gegen aussen, oft mit Medien. Da ist Qualität wichtig und der Zeitdruck oft hoch. Wir haben Kontakte in die ganze Welt und zu unzähligen Partnern in unserer Region. Das bringt Abwechslung, fordert einen aber auch: unterschiedliche Kulturen, Bedürfnisse und Erwartungen. Zudem ist die Medienlandschaft im Wandel – weniger Zeit, weniger Personal, mehr Medienkanäle. Wir haben mit Reise-Blogs, TV-Produktionen, Reisefachmedien oder auch Tagesjournalismus zu tun. Persönlich freut es mich jeweils, wenn ich meine Kontakte z. B. auf Events im Ausland treffe und diese von ihren Erlebnissen in Luzern und dem tollen Empfang durch unsere Partner schwärmen und bereits wieder den nächsten Bericht planen.


Wettbewerb

Mitmachen & gewinnen: www.luzern.com/nlz Wettbewerbsfrage «Gästival» 2015: an welchem aussergewöhnlichen Ort trifft man sich um «200 Jahre Gastfreundschaft in der Zentralschweiz» zu feiern?

A) auf dem Sessellift hoch über einer Skipiste B) auf dem Rütli C) auf der «Seerose» im Vierwaldstättersee 1. Preis

2. & 3. Preis 4. Preis 5. Preis

Ein Verwöhn-Wochenende für zwei Personen im 5-Sterne-Superior-Hotel Park Weggis mit einer Übernachtung im Doppelzimmer, Frühstück und drei Stunden Verwöhnen im Spa-Cottage im Totalwert von 950 Franken – offeriert vom Hotel Park Weggis. Je einen Gutschein im Wert von 400 Franken – offeriert von Bucherer AG am Schwanenplatz Luzern. Einen Messerblock mit elf Victorinox-Küchenmessern im Wert von 300 Franken – offeriert von Victorinox. Zwei gediegene Abendessen im Restaurant RED im KKL im Totalwert von 250 Franken – offeriert vom KKL Luzern.

6. Preis 7. Preis 8. Preis 9. & 10. Preis

Stadtführung «Ächt Lozärn – Unbekannts entdecke» für eine Gruppe von 25 Personen im Wert von 320 Franken – offeriert von Luzern Tourismus. Gutschein für zwei Romantik-Menüs exkl. Getränken im Wert von 115 Franken – offeriert vom Romantik-Hotel Wilden Mann Luzern. Zwei Schirme «Luzern» im Wert von je 39.50 Franken – offeriert von Luzern Tourismus. Je ein Gutschein für einen Einzelbummel für zwei im Wert von 50 Franken – offeriert von Luzern Tourismus.

Teilnahme: bis zum 27. Juni 2014 online auf www.luzern.com/nlz oder mit unten stehendem Talon (per Post an Luzern Tourismus AG, Wettbewerb, Bahnhofstrasse 3, 6002 Luzern, oder bei der Tourist Information im Bahnhof Luzern abgeben).

✂ Wettbewerbstalon Meine Antwort (bitte ankreuzen):

❑A

❑B

❑C

Vorname / Name: Strasse: PLZ / Ort: Telefon: E-Mail: Wettbewerbsbedingungen: Teilnehmen können alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind alle Mitarbeiter von Luzern Tourismus. Einsendeschluss ist der 27. Juni 2014. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Wettbewerbsgewinner werden persönlich benachrichtigt. Für Preisübergaben werden die Adressen den Preisspendern mitgeteilt. Preise werden nicht in bar ausbezahlt.

Elegance is an attitude Simon Baker

Impressum Beilage «Unsere Gäste» in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 25. Mai 2014. Erstellt von rumar+partner GmbH, Küssnacht am Rigi, in Zusammenarbeit mit Luzern Tourismus AG und der Neuen Luzerner Zeitung AG Herausgeberin: Neue Luzerner Zeitung AG, Verleger Erwin Bachmann, Präsident des Verwaltungsrates LZ Medien, erwin.bachmann@lzmedien.ch Verlag: Jürg Weber, Geschäfts- und Verlagsleiter; Ueli Kaltenrieder, Leiter Lesermarkt; Bruno Hegglin, Leiter Werbemarkt, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern, Telefon 041 429 52 52, verlag@lzmedien.ch Konzept/Redaktion: Josef Odermatt und Edwin Rudolf, rumar+partner GmbH, Küssnacht am Rigi, info@rumarpartner.ch Texte und Bilder: Heinz Steimann, Georg Anderhub, Martina Achermann, Archiv LTAG, Emanuel Ammon (Titelbild), Stefan Ragaz, Sibylle Gerardi, Eveline Kramis, Josef Odermatt, Edwin Rudolf, Rudolf Wyss Gestaltung und Produktion: Sandra Eggstein (Titelseite, Layout, Bildbearbeitung), Marlis Jungo (Koordination) Inserate: Publicitas AG, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern, Telefon 041 227 57 57, zentralschweiz@ publicitas.ch, Anzeigenleitung: Edi Lindegger

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Unsere Gäste  

Tourismus im Zeichen der Gastfreundschaft Beilage der "Zentralschweiz am Sonntag" vom 25. Mai 2014