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WETTBEWERB

ERÖFFNUNG 15. JUNI

Die Region Gotthard erkunden

DML: Einfluss auf den Fahrplan

Eine Übernachtung im 5-SterneHotel The Chedi in Andermatt und viele weitere tolle Preise. Auf Seite 10 die passenden Ausflugstipps zur Region um den Gotthard.

Was sich mit der Eröffnung der durchgehenden Bahnlinie (Durchmesserlinie) in Zürich für die Zentralschweizer Bahnkunden ändert.

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Reise

magazin TURIN

Die Arbeiterstadt im Nordwesten Italiens punktet mit barocken und 18 Kilometer langen Arkadengängen Seiten 6/7

Beilage vom 1. Juni 2014

INhalT Interview mit FussballNati-Spieler Stephan Lichtsteiner – über Turin und die bevorstehende WM

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Plauschtag Ausflugstipps für einen abwechslungsreichen Sonntag im Seetal

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Ruhrpott Die Industriekultur Deutschlands neu entdecken

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Nordspektakel Schiffsreise durch den Göta-Kanal oder Winterzauber in Stockholm und Helsinki

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Bahnhof Zug. 365 Tage von früh bis spät. sbb.ch/bahnhof-zug

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Wettbewerbsfragen

5. Preis

1. In welchem Land befindet sich der Göta-Kanal? 2. Wie viele Sterne hat das Hotel The Chedi? 3. Wie alt wird die Strecke Luzern–Engelberg?

Eine Führerstandsfahrt mit der Zentralbahn für eine Person im Wert von Fr. 500.–

6. bis 9. Preis Je eine Tageskarte der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee in der 1. Klasse im Wert von Fr. 105.–

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«Bis dann muss der FCL warten» Essen und Trinken ist ja nicht alles. Hat auch Ihre Frau die angesagten Modegeschäfte in Turin schon entdeckt? Lichtsteiner: Nicht nur meine Frau. Wenn du hier im Land der Mode lebst, ergibt es sich von alleine, dass frau und mann sich mit der bunten Modewelt Italiens auseinandersetzt. Grüne, gelbe oder rosa Hosen sind an der Tagesordnung und vermitteln die unbändige Lebensfreude der Italiener und Italienerinnen. An­ gesagte Läden hat es hier zur Genüge. Sind die Lichtsteiners zu Italienern geworden? Oder vermissen Sie die Schweiz und Adligenswil noch immer? Lichtsteiner: Sicher sind wir «es betzali» Italiener geworden. Wir haben uns angepasst, uns der Kultur angenähert und die Sprache gelernt – wie sich das auch gehört, wenn man sich in einem fremden Land niederlässt. Aber trotzdem gehen wir immer wieder gerne in die Schweiz, weil dort immer noch unsere Heimat ist – und unsere Familien und Freunde dort zu Hause sind. Die NLZ und die SBB organisieren Reisen nach Turin mit dem Titel «Die geheime Schönheit: Turin». Entspricht dieses Prädikat für einen schon fast Einheimischen der Wahrheit? Lichtsteiner: Sicher doch. Wie schon gesagt: Die vorher angesprochene Industriestadt liegt weit vor den Toren Turins, und unsere «zweite Heimatstadt» ist immer eine Reise wert. Von der Basilica della Natività di Maria Vergine soll man einen wunderbaren Blick auf Ihr Fussballstadion haben. Fahren Sie ab und zu mit der Zahnradbahn hoch und sehen es sich an? Lichtsteiner: Ich habe schon davon gehört, aber selber war ich noch nie dort oben, um meine Spiel­ stätte zu bewundern. Da ist mir das Spielen im Sta­ dion doch noch viel lieber.

Stephan Lichtsteiner: «Auch als Verteidiger musst du guter Techniker sein.» Bild heinz steimann Wer mit dem Schweizer Fussballnationalspieler Stephan Lichtsteiner spricht, merkt schnell: Der eisenharte Verteidiger von Juventus Turin zeigt zwar so manchem gegnerischen Weltklassefussballer auf dem Spielfeld, «wo de Bartli de Moscht holt», ist aber eigentlich ein sanfter Typ. Trotz der hektischen Vorbereitungszeit auf das Highlight eines jeden Spielers, der WM in Brasilien, stellt er sich dem Interview für das SBBReisemagazin. Starallüren? Keine! Die ja bei einem Fussballer, der auf dem Transfermarkt einen Marktwert von 17 Millionen ausweist, durchbrechen könnten.

Sie sind gelernter Verteidiger, was für Junioren nicht immer die ideale Wunschposition ist. Wie haben Sie einen so hohen Marktwert auf dieser Position erreicht? Lichtsteiner: Ganz einfach: Auch als Verteidiger musst du ein guter Techniker sein. Beim Spiel eins zu eins immer besser sein als dein Gegner. Wenn du dann noch offensive Impulse setzen kannst und ab und zu das Runde ins Eckige beförderst – was mir auch hin und wieder gelingt –, dann spricht nichts dagegen, dass sich auch ein Ab­ wehrspieler oft ins Rampenlicht rückt.

Wie sieht es mit Ihrer Zukunft aus? Kann sich der FC Luzern Hoffnung machen, dereinst seinen ehemaligen Junior wieder in seinen Reihen Zuerst herzliche Gratulation zum dritten «Scuzu haben? detto» in Folge. Was bedeutet Ihnen dieser Lichtsteiner: Nächstens stehen Vertragsverhand­ Gewinn des Meistertitels lungen an, und da für mich Juventus Priorität hat, ma­ in der italienischen Meische ich mir noch keine gros­ terschaft? «Mein Tipp: ein Stephan Lichtsteiner: Für sen Gedanken über die Zu­ Juventus ist das natürlich kunft. In den nächsten vier Stadionrundgang im tollen sensationell, drei Meistertitel Jahren will ich sicher noch Juventus Stadium.» hintereinander. Das haben auf einem Top-Level spie­ ST E P H A N L I C H T ST E I N E R , zuvor erst vier italienische len. Nachher wird man se­ F U S S B A L L N AT I O N A L S P I E L E R Teams geschafft. Dazu hen, wie und ob der Körper kommt noch der neue Re­ noch mitmacht. Bis dann kord von 102 Punkten. Aber muss Luzern sicher noch auch für uns Spieler ist ein warten. Titel immer sehr wichtig. Je mehr Titel und Erfolge Sie sind von Rom, als eine der grössten Kulturdu erreichst, umso mehr fördert es deine Karriere. städte der Welt, in die Industriestadt und FiatWie kann man sich die Gefühle eines ehemaMetropole Turin gewechselt. War das ein Kulligen C-Juniors aus Adligenswil, der nun regelturschock? Lichtsteiner: Turin wird vielfach als reine Industrie­ mässig vor 41 000 heissblütigen Tifosi spielen stadt angesehen, bis man selber einmal dort lebt. Der darf, vorstellen? Lichtsteiner: Das ist schwer zu erklären. Du musst Stadtkern ist zwar nicht sehr gross, aber wunder­ als Spieler in jedem Stadion Topleistungen zeigen. schön. Die Piazza Castello ist einer der belebtesten Das ist die Herausforderung für jeden Profispieler, Orte im Zentrum der Stadt. Die Mole Antonelliana dass er in der Stunde X voll da ist – egal, wo und in mit dem 167 Meter hohen Turm ist das Wahrzeichen der Stadt. Und zum Einkaufen eignet sich die Via welchem Stadion. Roma. Es gibt viele schöne Ecken und Sachen in Können Sie sich in Turin frei bewegen, oder Turin. müssen Sie sich an vorgegebene Regeln halten? Lichtsteiner: In Italien und speziell in Turin ist klar, Gibt es schon bevorzugte Plätze von den Lichtdass man erkannt wird. Da wird man dauernd an­ steiners in Turin? gehalten, Autogramme zu geben. Oder als Foto­ Lichtsteiner: «Dehei», vor allem «dehei» (lacht schal­ modell mit Fans zu posieren, aber auch für den lend). Trotzdem gibt es viele schöne Restaurants in Unterhalt der vielen «Paparazzi» zu sorgen. Der Fuss­ unserer Umgebung. Wenn wir auswärts essen, dann kommen feine Pizzas oder auch Sushi nicht zu kurz. ball nimmt in Italien einen sehr grossen Stellenwert Auch die Turiner Spezialität, das Schokoladen-Kaffeeim täglichen Leben ein. Wünsche der Fans zu erfül­ Getränk Bicerin, ist ein Genuss, den man sich nicht len, gehört auch zum Profisport, aber das wird auch entgehen lassen sollte. in andern Ländern nicht viel anders sein. Interview Heinz Steimann

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Das Abopass-Leserangebot Turin kann für den ganzen Sommer und Herbst gebucht werden und ist gültig bis 19. Oktober. Liegt da auch ein Besuch eines Juventus-Heimspiels drin, oder ist ein Matchticket ein Wunschtraum? Lichtsteiner: Leider ja. Denn die Spiele sind regel­ mässig ausverkauft. Wer eine kleine Chance nutzen will, muss den Vorverkauf benutzen. Können Sie eigentlich selber noch öffentliche Verkehrsmittel benutzen? Lichtsteiner: Selber in Turin nicht, da würde man von den Fans schnell erkannt. Und deine Vorhaben zu realisieren, würde schwierig. Aber mit der Mann­ schaft fahren wir ab und zu mit dem Zug zu den Auswärtsspielen. Sogar mit dem Hochgeschwindig­ keitszug «Frecciarossa», der ein unglaubliches Gefühl vermittelt.

Erlebnisse rund um Gleise Es gab eine Zeit, nicht so lange her, da hies­ sen die Bahnhöfe in Luzern und in Zug Railcity: ein guter Name, der alles zusammenfasste, was rund um die Eisenbahn abgeht. Wie viele an­ dere, gute Marketingideen wurde auch diese durch eine noch bessere ersetzt: Die Railcitys heissen jetzt wieder Bahnhof Zug und Luzern ...

Der Bahnhof Zug bietet 365 Tage Einkaufsmöglichkeiten.

Eine Oase

Doch die Kernidee des alten Namens bleibt: rund um die ein- und abfahrenden Züge bie­ ten die Gebäude in Luzern und Zug das volle Angebot einer «kleinen Stadt in der Stadt». Ein Hauptmerkmal dieser «Oasen» sind die Öff­ nungszeiten, die den Einkauf auch zu Rand­ stunden im vollen Umfang ermöglichen. Unter der Woche sind von 9 bis 21 Uhr die Lichter an. Am Sonntag von 10 Uhr bis 20 Uhr. Die 16 Geschäfte im Bahnhof Zug decken ein breites Spektrum an Bedürfnissen ab: Klassische Lebensmittelläden (seit Dezember 2013 auch der Coop), Cafés, eine Confiserie, ein Blumen­ laden, die Apotheke und verschiedene Take Aways ermöglichen Einkaufsspass. Der Bahnhof Luzern mit seinen 40 Unternehmungen darf als ausgewachsenes Shoppingcenter tituliert werden. Hier sind auch die Welt der Mode, der Accessoires und Geschenkartikel zu Hause. Das Sortiment in den Läden ist den grosszü­ gigen Platzverhältnissen angepasst nochmals umfangreicher.

Lebensfreude auf der Bühne

Dazu ist der Bahnhof Luzern eine bekannte Eventbühne, nicht nur während der Fasnacht. Wobei Fasnacht das Stichwort ist: Am 30. August leitet die bekannte SRF-Moderatorin dieses Namens ein Jassturnier in der Halle Ost, von 11 bis 15 Uhr. Viel lauter wird es drei Wochen früher, am 9. August: Die aktuelle Schweizer Schlagerkönigin Beatrice Egli gibt um 17 Uhr ein Konzert in der grossen Halle. Gratis, versteht sich. «Mein Herz», «Verrückt nach Dir» und weitere, musikalische Perlen werden den Bahnhof für Minuten zum «Schla­ gertempel» machen. Nebst Shopping und Party sind die Gebäude in Luzern und Zug aber immer noch Kompe­ tenzzentren der SBB: Die ganze Bandbreite der Angebote von Billetten, Reisen, Change bis zum Park + Rail bekommt der Besucher mit bester Beratung aus erster Hand, in der Railcity, Ahy die jetzt wieder Bahnhof heisst  ... 

Ein letzter persönlicher Geheimtipp für die Besucher aus der Zentralschweiz. Was sollte man in Turin auf jeden Fall ansehen oder erleben? Lichtsteiner: Sicher das tolle Stadion von Juventus. Auch wenn kein Match stattfindet, ein Stadionrund­ gang lohnt sich sicher. Auch unser Juventus-Mu­ seum  – dort sind unter anderem Siegestrophäen und Bilder aus der Geschichte des Vereins ausgestellt – sollte man besichtigen.

Zur Person Stephan Lichtsteiner ist Fussballprofi und ge­ lernter Bankkaufmann. Geboren wurde er am 16. Januar 1984 in Adligenswil. Seit 2010 ist er mit Manuela Markworth verheiratet. Seine Tochter heisst Kim Noemi. Marco, sein Bruder, ist gleichzeitig auch sein Manager. Stephan Lichtsteiner spielt meistens als Aussen­ verteidiger oder im rechten Mittelfeld. 2011 wechselte er von Lazio Rom zu Juventus Turin. Die Turiner zahlten für ihn eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro.

Besuch im Bahnhof Luzern: Beatrice Egli.

Heutiger Marktwert: 17 Millionen Euro. Stationen: FC Adligenswil, FC Luzern, Grass­ hoppers Zürich, OSC Lille, Lazio Rom, Juventus Turin. Nationalmannschaft: U 21, seit 15. November 2006 Stammspieler in der A-Nationalmann­ schaft. Erfolge: Grasshoppers Club Zürich (Schweizer Meister 2002/03); Lazio Rom (italienischer Pokalsieger 2008/09, italienischer Supercup­ sieger 2009); Juventus Turin (italienischer Meis­ ter 2011/12, 2012/13, 2013/14, italienischer

Badeferien gibts im SBB Reisebüro am Bahnhof. sbb.ch/reisebuero


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Plauschtag Seetal Die S 9 ab Luzern um 10.02 Uhr kommt 10.29 Uhr in Hochdorf an – idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung entlang des Baldeggersees auf dem Pro-Natura-Erlebnispfad nach Gelfingen. Der Weg ist gut 6 Kilometer lang und bietet nicht nur etwas für Naturbeobachter. Ohne längere Zwischenhalte erreicht man nach rund 2 Stunden Gelfingen (Station der S 9). Unterwegs laden schöne Badeanstalten zum Verweilen und zur Einkehr. Nebenbei: Der Baldeggersee gehört der Pro Natura (früher: Bund für Naturschutz) und ist der grösste Schweizer See in Privatbesitz. Ab Haltestelle Gelfingen ist das Schloss Heidegg zu besuchen. Zu Fuss zum Schloss sind es etwa 1,3 Kilometer, was bergan gut 20 Minuten in Anspruch nimmt. Das Schloss begeistert als Gesamtanlage mit Rebberg und einem attraktiven Rosengarten. Das Schloss mit dem neu erschlossenen mittelalterlichen Kern ist zu besichtigen. Im Wohnmuseum ist patrizisches Wohnen vor 100 Jahren zu erleben. Öffnungszeiten bis Ende Oktober Di–Fr 14–17 Uhr; Sa/So und Feiertage 10–17 Uhr. Auch ein attraktiver Kinderspielplatz fehlt nicht. Für einen Familienausflug bietet sich der Camping Seeblick in Mosen an. Von der S-BahnHaltestelle sind es nur ein paar Schritte dahin. Das Angebot auf dem grossen Campingplatz ist umfassend: Kiosk, Laden, Liegewiese mit Bäumen, Spielplatz mit Kinderbassin, Grillmöglichkeiten – alles sozusagen direkt am Wasser. Wer beispielsweise nach einem Grillplausch weiterziehen will, kann den attraktiven Seeuferweg nach Beinwil am See unter die Füsse nehmen. Er endet bei der nächsten Schiffsstation, die auch viel zu bieten hat.

Dorthin, nach Beinwil am See, fährt ab Mosen ein Schiff. Aber man kann ab Mosen auch zu einer HallwilerseeRundfahrt aufbrechen, zumal auf diesem von Luzernern eher links liegen gelassenen, aber attraktiven Gewässer, nebst Kursfahrten verschiedene Sonderfahrten (wie Brunch und Grill-Buffet) angeboten werden. Fahrplan und weitere Informationen: www.schifffahrthallwilersee.ch

Rund um den Hallwiler- und den Baldeggersee bieten sich Jung und Alt Ausflugsmöglichkeiten mit viel Aus- und Fernsicht. Im Hintergrund Schloss Heidegg.

Die Seetalbahn Die Seetalbahn Emmenbrücke–Lenzburg wurde von englischen Investoren kostengünstig entlang der Hauptstrassen erbaut und 1883 eröffnet, später nach Wildegg verlängert und mit einem Abzweiger von Beinwil nach Beromünster ergänzt. Diese beiden Bahnlinien existieren nicht mehr. Eine Pionierleistung war die Elektrifizierung 1910. Die Bahn mit vielen Niveauübergängen war gefährlich, was zu vielen Kollisionen führte. Seetalbahn-Loks erhielten leuchtende Warnstreifen. Die Umstellung auf Busbetrieb wurde diskutiert. Doch die Bahn wurde saniert, unter anderem mit neuen Trassen in Emmen und in Boniswil. Seit 2004 verkehren auf der Linie Luzern–Lenzburg moderne GTW-Triebwagen (RABe 520), und die Seetalbahn ist seither die S 9 der S-Bahn Luzern. ws

Weltmeister im Bahnfahren Schweizerinnen und Schweizer legen pro Jahr im Durchschnitt über 2200 Kilometer im Zug zurück:

Das gibt die Goldmedaille, weltweit. Diese bekommen auch die SBB für das meistbefahrene Bahnnetz der Welt: 2013 verkehrten pro Hauptgleis und Tag rund 99 Züge. Was intensiv genutzt wird, muss entsprechend gepflegt werden: 2014 investieren die Bundesbahnen über eine Milliarde Franken in die Erneuerung des Schienennetzes. Dazu kommen jährliche Unterhaltsarbeiten im Wert von 500 Millionen Franken.

Bahnersatzbusse zwischen Zofingen und Nebikon

Auch in der Zentralschweiz: Vom Samstag, 5. Juli, bis Sonntag, 17. August 2014, wird die Strecke Zofingen–Nebikon in mehreren Abschnitten saniert und die Infrastrukturen modernisiert. Dazu muss ein Gleis gesperrt werden. Der RE Olten–Luzern und die S 8 Olten– Sursee werden jeweils von 5 bis 24 Uhr mit Ersatzbussen geführt.

Kleine Unannehmlichkeiten

Im Fernverkehr (Bern–Luzern, Basel–Luzern (–Tessin) können Verspätungen auftreten. Zudem ist es möglich, dass nicht alle Anschlüsse sichergestellt sind. Kleine Unannehmlichkeiten, die pünktlich zum Start des Herbstes wieder behoben sind, für die Weltmeister im Bahnfahren.  PD/AHY 

Pflege muss sein. In diesem Sommer werden einige Unterhaltsarbeiten zwischen Zofingen und Nebikon gemacht.

  Weitere Informationen: www.sbb.ch/zofingen

Flyer «Entdecke das Seetal – mit der S-Bahn»: an den Bahnhöfen Luzern, Emmenbrücke und Hochdorf. Weitere Informationen: sbb.ch/seetal

Bei der Schiffsstation Beinwil befindet sich die Bootswerft Männich, dank deren Angeboten man den Hallwilersee nicht nur am, sondern auch auf dem Wasser erleben kann. Es gibt Pedalos, Ruder- und Motorboote und sogar ein Segelboot (www. maennich.ch). Bei der Schiffsstation Beinwil befindet sich aber auch das Seehotel Hallwil. Es hat Terrassen und einen Seegarten, und man isst gut! Und nach einem feinen Fischessen (beispielsweise) ist danach der Weg bergan (etwa 1 Kilometer) zum Bahnhof Beinwil auch in 15 bis 20 Minuten einfach ein kleiner Verdauungsspaziergang ... Noch ein Tipp für einen Ausflug mit der S 9: Auf zum Schloss Hallwyl! Vom Bahnhof Hallwil sinds zu Fuss nur 1,5 Kilometer. Aktuell gibt es ein Sonderangebot von SBB-RailAway. Das Schloss Hallwyl ist eines der schönsten Wasserschlösser der Schweiz. Es ist zugleich Museum und zeigt in elf Themenbereichen die Geschichte der Herren von Hallwyl und die Lebensweise der Schlossherren und der Untertanen in vergangenen Jahrhunderten. Aktuelle Sonderausstellung: «Stilles Örtchen. Heisses Bad». Geöffnet Di–So und Feiertage 10–17 Uhr. ws 

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Das Seetal – Tal der Seen, Schlösser und Aussichten Das Seetal bietet romantische Landschaften, herrliche Ausblicke, weitgehend unverbaute Uferlandschaften, das bezaubernde Wasserschloss Hallwyl, die über 125-jährige Schifffahrtsgesellschaft des Hallwilersees und die mächtige Höhenburg Lenzburg. Das Schloss Heidegg ist das Wahrzeichen des Luzerner Seetals oberhalb des naturbelassenen Baldeggersees. Dieser lässt sich besonders gut mit dem Velo erkunden und bietet viele romantische (Bade-) Plätze und Feuerstellen.

Tourismus Lenzburg Seetal Kronenplatz 24, 5600 Lenzburg Telefon +41 (0)62 886 45 46 seetaltourismus@lenzburg.ch www.seetaltourismus.ch www.facebook.com/seetaltourismus


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DML steht für Durchmesserlinie – die ist für die SBB ein Quantensprung Am Sonntag, 15. Juni, geht im Zürcher Hauptbahnhof der unterirdische Durchgangsbahnhof Löwenstrasse in Betrieb. Er bringt bessere Anschlüsse und mehr Verbindungen. Davon profitiert auch die Zentralschweiz. Wa l t e r S c h n i e p e r

Am 15. Juni kann in Zürich die erste und aus Zentralschweizer Sicht wichtigere Hälfte der neuen Durchmesserlinie (DML) eröffnet werden. Die NordSüd-Verbindung der DML beginnt westlich des Hauptbahnhofs Zürich mit der Einfahrt in den neuen unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse und führt dann durch den 4,8 Kilometer langen dop­ pelspurigen Weinbergtunnel zum überaus aufwen­ dig um zwei Gleise mit zugehörigen Perrons erweiterten Bahnhof Oerlikon. Der neue Durch­ gangsbahnhof verflüssigt und beschleunigt vor allem den Bahnverkehr auf der nationalen OstWest-Achse und erweitert die Kapazität des Haupt­ bahnhofs Zürich, zu dem neben dem guten alten Kopfbahnhof ab jetzt die beiden Tiefbahnhöfe Museumstrasse und Löwenstrasse gehören. Der

Mehr züge

InterRegio Luzern–Zürich HB:

Zug–Thalwil– Zürich HB– Zürich Oerlikon:

e

Weitere Informationen zu den Fahrplanänderungen nach Italien auf Seite 7 dieses Magazins.

Thalwil

 

S2 Baar Lindenpark– Oberwil/Walchwil:

Mehr Sitzplätze in Richtung Zürich HB. Die bisherige S21 verkehrt neu als S24 dies im Halbstundentakt (jeweils xx.03 und xx.33 ab Zug)

Die S2 Baar Lindenpark bis Walchwil verkehrt neu im Zweistundentakt nach Walchwil, ansonsten ab/bis Zug Oberwil.

Baar Cham

S24 Rotkreuz–Zug– Zürich HB: Um 07.00 Uhr verkehrt die S24 weiterhin ab Rotkreuz. Für die Fahrt nach Zürich entsteht in Zug ein Aufenthalt von 15 Minuten, alternativ bietet sich der Umstieg auf den ICN um 07.29 Uhr ab Zug.

Zug

Rotkreuz

Oberwil

sse

Eurocity nach Mailand Der direkte Kurs Luzern–Mailand verkehrt eine Stunde später, also 8.47 Uhr ab Luzern. Ab Zug verkehren die Eurocity nach Mailand eine halbe Stunde später (Abfahrt in Zug 8.00 Uhr, 10.00 Uhr usw.). Die Abfahrtszeit in Arth-Gold­ au ist jeweils um xx.17 Uhr. Die Eurocity-Züge erhalten eine längere Fahrzeit und verkehren dadurch pünktlicher. Mit dem neuen Fahrplan verkehren die ICN-Züge ab Zug jeweils xx.31 Uhr (statt xx.27 Uhr), alternierend zu den Inter­ Regio-Zügen nach Locarno.  A h y

S24

ger

InterRegio Luzern–Zürich HB Die zwei Entlastungszüge 16.42 Uhr und 17.42 Uhr ab Zürich HB verkehren ab dem neuen unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse, in der Regel auf Gleis 34. Reisetipp: Mehr Kapazitäten schaffen auch die IR-Züge 6.20 Uhr oder 7.20 Uhr ab Luzern und 16.42 Uhr und 17.42 Uhr ab Zürich HB.

ZÜRICH

Ab 15. Juni verkehren abends die zwei IR Züge um 16.42 und 17.42 Uhr nach Luzern ab dem neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse.

Zu

Bisherige Frühverbindung S 24: Rotkreuz– Zug–Zürich HB Die morgendliche S 24, Verbindung um 7.00 Uhr ab Rotkreuz, verkehrt weiterhin nach Zü­ rich mit Halt in Zürich Enge und Zürich Wie­ dikon. Aufgrund des geänderten Fahrplans der neuen S 24 wird auf dieser Frühverbindung in Zug ein Aufenthalt von 15 Minuten eingescho­ ben vor der Weiterfahrt in Richtung Zürich HB– Oerlikon. Reisetipp: Reisende, die schneller nach Zürich HB wollen, steigen in Zug auf den ICN 7.29 Uhr nach Zürich HB um.

Die Gesamtkosten für die Durchmesserlinie samt Ausbau des Bahnhofs Oerlikon sind auf rund 2 Milliarden Franken (Preisbasis 2005) veranschlagt. Davon übernehmen Bund/SBB zwei Drittel und der Kanton Zürich einen Drittel. Die Durchmesserlinie unterquert nicht nur Sihl und Limmat, sie liegt auch im Limmattal-Grund­ wasserstrom, dem grössten Grundwasservorkom­ men des Kantons Zürich. Für den Bau des neuen Tiefbahnhofs musste während vier Jahren das Grundwasser unter dem Hauptbahnhof abgesenkt werden. Das hiess: pro Minute 12 000 bis 18 000 Liter Grundwasser abpumpen und limmatabwärts wieder dem Grundwasserstrom zuführen. Jetzt fliesst das Grundwasser durch unterirdische Kanä­ le (sogenannte Düker) wieder quer unter dem Bahnhof durch. Gigantisch auch weitere Dimen­ sionen: Für den Bau der Durchmesserlinie (samt Bahnhof Löwenstrasse und Weinbergtunnel) muss­ ten eine Million Kubikmeter Fels- und Lockerma­ terial ausgehoben werden. 350 000 Kubikmeter Kies und Zement wurden zu Beton verarbeitet und 50 000 Tonnen Stahl verbaut. Alles in allem: Wahr­ lich ein Meilenstein für die Bahn. Oder eher: Es sind mehrere Milestones ...

s e c h r i Z ü

Neue S-Bahn-Linie S  24: Zug–Thalwil– Zürich HB–Zürich Oerlikon (bisher S 21) Es gibt mehr Sitzplätze ab Zug und Baar nach Zürich! Die Linie S 21 wird aufgehoben und verkehrt neu als S 24 die ganze Woche mit Doppelstockzügen der Zürcher S-Bahn im Halb­ stundentakt. In beiden Fahrtrichtungen mit Halt in Baar.

2-Milliarden-Bauwerk

IR

Am Sonntag, 15. Juni, führen die SBB den aus­ serordentlichen Fahrplanwechsel durch (siehe Hauptartikel auf dieser Seite). Dieser betrifft Angebote in der Zentralschweiz (siehe Karte nebenan). S-Bahn-Linie S 2: Baar Lindenpark–Oberwil/ Walchwil Aufgrund von Anpassungen im internationalen Fernverkehr Richtung Italien verkehrt die S 2 zwischen Baar Lindenpark–Walchwil teilweise nur bis bzw. ab Zug Oberwil. Dies betrifft folgende Kurse (Montag bis Samstag): Zug ab 7.39 Uhr, 9.39 Uhr, 11.39 Uhr, 13.39 Uhr, 15.39 Uhr, 17.39 Uhr und 19.39 Uhr Zug an 8.18 Uhr, 10.18 Uhr, 12.18 Uhr, 14.18 Uhr, 16.18 Uhr und 18.18 Uhr Reisetipp: die Busse der ZVB. Die Linie 5 verkehrt täglich von Walchwil via Oberwil nach Zug Bahnhofplatz und bietet eine Alternative für ausfallende Züge auf dem Abschnitt Ober­ wil–Walchwil. Weitere Informationen sind zu finden auf sbb.ch/stadtbahn-zug

Gleise aus Wiedikon (also auch aus Thalwil, Zug, Luzern, von Chur und vom Gotthard) auf jene der Ost-West-Achse.

das Bauwerk 1,6 Kilometer lang! Sieben Pfeiler tragen die fast 400 Meter lange Kohlendreieck­ brücke. Die beiden Viadukte sind eingleisig, weil sie die Funktion von klassi­ schen Überwerfungen haben. Über sie fahren künftig aus­ schliesslich Züge von Oerlikon Längste Brücke herkommend Richtung Zürichder SBB Altstetten. In der Gegenrich­ Der zweite Teil der neu­ tung erreichen die Züge eben­ erdig und teilweise unterirdisch en Durchmesserlinie geht die Einfahrt in den unterirdi­ auf den Fahrplanwechsel schen Bahnhof Löwenstrasse. am 13. Dezember 2015 Die Letzigrabenbrücke führt in Betrieb. Er tritt optisch stärker ins Bewusstsein als nicht nur über die Gleise, der Weinbergtunnel, des­ sondern auch noch über die Duttweilerbrücke, auf der sen Bau zum Teil dicht Autos und Lastwagen die unter bestehenden Häu­ «Die Durchmesserlinie ist sern heikel war. Zwei Gleisanlagen des Hauptbahn­ spektakuläre Viadukte hofs Zürich queren – darum für mich als Bauingenieur überqueren die ganzen Pfeilerhöhen von bis 16 Me­ ein Traumprojekt!» bestehenden Gleisanlagen tern. Noch ein Detail: Weil die R o la n d Ko bel , zwischen dem Haupt­ Züge nur in einer Richtung bahnhof und Altstetten über die Viadukte fahren, steht G esa m t p r o jekt le i t er D M L der maximalen Steigung von und sind unübersehbar, 27⁰⁄₀₀ ein Gefälle von gar ruhen sie doch auf bis zu 40⁰⁄₀₀ gegenüber. Bergab können die Züge energie­ 16 Meter hohen Pfeilern. sparend beschleunigen ... Die Letzigrabenbrücke stützt sich auf 23 Pfeiler Im so genannten Kohlendreieck (wo früher und ist mit einer Länge von 1156 Metern neu die Dampfloks mit Kohle bestückt wurden) treffen die längste Brücke im SBB-Netz – mit den Rampen ist Bahnhof Löwenstrasse liegt 16 Meter unter den Geleisen 4 bis 9 des Kopfbahnhofs und auch unter der Sihl, die den Bahnhof in fünf Betontrögen quert. Auf dem Weg zum Weinbergtunnel wird auch die Limmat unterquert.

Walchwil Küsssnacht

EC

LU ZERN

Nachtverbindungen Luzern–Zug–Zürich HB: Die Nachtverbindungen ab Luzern 01.35 und 02.35 Uhr halten neu zusätzlich in Thalwil.

ArthGoldau

Vierwaldstättersee

5 km

Grafik: web

EuroCity bis Mailand: Die Pünktlichkeit der Euro-City-Züge nach Mailand wird mit dem neuen Fahrplan verbessert.


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Heimatstadt der Gianduja

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Sommererlebnis Ruhrpott

Turin – Perle des Piemont

Moritz Grubenmann (69), Informatiker aus Spreitenbach, hat enge, familiäre Beziehungen zu Turin. Er ist fasziniert vom Charme der Stadt. Moritz Grubenmann, wie ent­ standen Ihre engen Bande zu Turin? Moritz Grubenmann: Meine verstorbene Ehefrau war Turinerin, viele Verwandte leben in der Stadt. Turin, die Umgebung und einen Grossteil des Piemonts kenne ich seit über 40 Jahren. Bis zu achtmal jährlich besuche ich die Region. Italienisch ist quasi meine zweite Muttersprache geworden.

Panorama Turin: oben rechts die unverkennbare Mole Antonelliana, berühmt geworden als Modell für das Logo der Olympischen Spiele.

NEUER Fahrplan nach italien

Was ist das Spezielle, Aussergewöhnliche an Turin, auch im Vergleich zu anderen nordita­ lienischen Städten? Grubenmann: Das Piemont und Turin haben es den Savoyern angetan, sie drückten «ihrer» Stadt über Jahrhunderte den Stempel auf. Turin wurde zum Ende der Savoyerzeit sogar zur ersten Hauptstadt Italiens. Die Geschichte ist heute noch zu spüren: Die Franzosen kommen gerne ins Piemont.

In neuer Zeit haben es die Behörden verstanden, Industrie und Kultur zu vereinen, was man von den meisten norditalienischen Städten nicht sagen kann … Die Turiner Gastronomie hat ihren Ruf. Grubenmann: Die Küche erinnert an die französische Vergangenheit, angereichert durch italienischen Ideenreichtum. Traditionelle Essgewohnheiten verlangen Aperitif, Vorspeise, ersten und zweiten Hauptgang und Dessert, das von einem Käsebuffet oder Früchten abgerundet wird. Espresso und Grappa gehören dazu. Vor Jahren konnte ein Mittagessen bis fünf Stunden dauern und zum Abendessen ausarten. Heutige Mägen ertragen dies aber nicht mehr so gut …

Die Arkaden Turins laden zum Flanieren ein.

Turin gilt auch als Paradies der Naschereien. Grubenmann: Das Piemont produziert zirka 20 Prozent aller Süssigkeiten Italiens. Die wohl berühmteste Schokolade ist die Gianduja, die ihren Namen der gleichnamigen Turiner Karnevalsmaske verdankt. Im berühmten Kaffeehaus Baratti-Milano können die Giandujotti und andere Leckereien gekauft oder vor Ort konsumiert werden.

Die Stadt war einst Synonym für Fiat. Im Jahr 2014 wird Turin anders wahr­ genommen: als architektonisches Bijou mit grossem touristischem Potenzial. Noch gilt sie als Geheimtipp.

Ist Turin eine «Shoppingstadt»? Grubenmann: Einkaufen in Turin ist etwas Besonderes. Dank 14 Kilometern Arkaden lässt es sich hervorragend «lädelen». Die Via Roma besucht man mit gut gefülltem Geldbeutel. In der Via Garibaldi liegen die Preise tiefer. Beide Strassen haben ihren Ausgangspunkt am Schlossplatz. Interessant und sehenswert ist auch der Lingotto, ein Handelszentrum mit vielen I n t e r v i e w A n d ré a s H ä r r y Läden.

Andréas Härry 1899 wurde die Fabbrica Italiana Automobili Torino gegründet, zu ihren Glanzzeiten die grösste Autofabrik Europas. Später ging der Konzern

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Arkaden sind ein Markenzeichen der piemontesischen Hinweis auf dieser Seite) nennt Lokalitäten, wo Hauptstadt. die hochklassige piemontesische Küche zelebriert Zu den historischen Sehenswürdigkeiten gehört wird. der Dom, die Kathedrale San Nach dem reichen Giovanni Battista aus dem 15. Mahl tut Bewegung gut: Der Hausberg Jahrhundert. In diesem liegt das Boulevards wie in Paris Superga kann zu Fuss weltberühmte Turiner Grabtuch. «Die Behörden in Turin Davon profitieren konnten vor allem die archioder mit dem weltDer Legende nach wurde darin haben es verstanden, tektonischen Grossartigkeiten. Ende des 13. Jahrweit einzigen ZahnJesus von Nazareth begraben. Ein Industrie und Kultur hunderts kamen die Herzöge von Savoyen in die radtram erklommen Wahrzeichen Turins ist die 167 Für Mailand-Reisende besonders interessant ist die späte Abfahrt am Abend in Stadt und verpassten Turin ihr Gesicht. Die Paläste Meter hohe Mole Antonelliana. zu vereinen – im Gegensatz werden. Oben angekommen erklärt der norditalienischen Metropole: Die Ladenöffnungszeiten können optimal ausdes ehemaligen französischen Adels gehören heute Von 1863 bis 1889 als Synagoge zu anderen nord­ sich der Name der genutzt werden. Aktuelle Angebote für Reisen nach Mailand sind zu finden unter zum Unesco-Welterbe. Die Gärten und die schacherrichtet, beherbergt der pavillonitalienischen Städten.» Region «Piemont», www.sbb.ch/italien brettartige Zeichnung der Boulevards zeigen Paralartige Bau heute das bedeutendsMORITZ GRUBENMANN «am Fusse der Berlelen zu Städten der Grande Nation. Die berühmten te Filmmuseum Italiens. Das Gege»: Der Ausblick in bäude ist auf der Das stark industrielle Image der Stadt hat sein die Alpen ist grossitalienischen 2-Cent-Münze dargestellt und Gutes: Das wundervolle Turin ist touristisch nie am artig. Auf Superga steht die Wallfahrtskirche gleistand auch Modell für das Logo Überlaufen. Nebst den Einheimischen haben vor chen Namens, eine wunderbare Barockbasilika. Sie der Olympischen Spiele. Das Muallem die Franzosen die piemontesische Perle in ist Ruhestätte der meisten Savoyerkönige. Leserinnen und Leser seo Egizio widmet sich der Ägypihr Herz geschlossen. Für alle anderen ist Turin der «Neuen Luzerner tologie und gilt als eines der Juve, Juve! nach wie vor ein sehr zu empfehlender GeheimZeitung» und ihrer Rebedeutendsten weltweit mit über Als Kontrapunkt empfiehlt sich für Freunde des tipp! gionalausgaben können 32 000 Artefakten. runden Leders anschliessend ein Besuch des Jumit dem Abopass akBuon Appetito! Turin besitzt eine grosse Vielfalt an Restaurants ventus-Stadions im Norden der Stadt, die HeimatKultur auf dem Dach tuell besonders günstig für jeden Anspruch. Folgende populäre Lokale bieten im Rahstätte des italienischen Rekordmeisters. Selbst ohne Aus moderner Zeit stammt der die Reize der norditamen des Abo­pass-Arrangements (siehe Box) Degustations­ die Hexenkessel-Stimmung eines Spiels beeindruckt lienischen Stadt kennen Lingotto, eine ehemalige Autofamenüs an: Ristorante Al Gufo Bianco oder Tre Galline. der Bau den an Schweizer Stadien gewohnten lernen. An vielen Daten brik. Als Fiat Anfang der AchtzigerFolgende Restaurants der gehobenen Klasse werden von Fussballfan ... Der Arena angegliedert ist ein Einjahre auszog, baute der Stararchikaufszentrum mit dem Fanshop von Juventus ist die 3. Nacht geMoritz Grubenmann empfohlen: Ristorante Dolce Stil Novo, La Turin. tekt Renzo Piano den Fabrikkoloss schenkt! Barrique, Vintige 1997, L’Acino und Del Cambio. in ein Handels-, Messe- und KulDie Preise pro Person basieren auf folgendem turzentrum um. Kernstück ist die Pinacoteca Giovanni e Marella Angebot: Hin- und Agnelli, welche die KunstsammRückreise in 2. Klasse via Chiasso/Milano, lung des schillernden ehemaligen Doppelzimmer, zwei Fiat-Leiters beherbergt. Darunter Übernachtungen, PolyWerke von Picasso, Matisse, Maglott-Reiseführer und reichhaltige Reiseunterlagen. net und Renoir. Der Standort der Ausstellung ist das Dach des ehe• Das Hotel Dogana Vecchia*** ist das traditionsreichste Haus maligen Werks, wo einst eine Autoteststrecke errichtet war. Hiervon Turin, in der historischen Innenstadt gelegen. Pauschalpreis über spannt sich jetzt ein überfür das Angebot: ab 369 Franken. dimensioniertes Gewölbe, das • Das Starhotel Majestic**** (Bild) und sein Restaurant beeinAllüren eines fliegenden Teppichs drucken mit eindrücklicher Architektur. Das Haus liegt optimal in hat. der Nähe des Bahnhofes. Pauschalpreis für das Angebot: ab 399 Franken. Grossartige Küche • Hotel Principi di Piemonte***** heisst das beste Haus der Stadt, Kultur und lustvolles Shopping im Zentrum, fünf Minuten vom Ägyptischen Museum entfernt unter den Arkaden erzeugen Hungelegen. Das Gourmetrestaurant und das Spa beeindrucken. ger. Diesen zu stillen, gehört zu Pauschalpreis für das Angebot: ab 529 Franken. den Highlights jedes Turin-AufentDie Restaurants Al Gufo Bianco oder Tre Galline bieten Turinhalts. Das kulinarische Angebot Reisenden Degustationsmenüs und Weine lokaler Prägung zu besticht durch Vielfalt und Qualiattraktiven Konditionen an. Die Reservation kann bereits in der tät. Die Gerichte haben einen Schweiz erfolgen. Die «Torino + Piemont Card Gold» ermöglicht die freie Benützung aller öffentlichen Verkehrsmittel. Dazu kommen Einschlag, der die Historie der freie Eintritte und diverse Vergünstigungen im kulturellen Angebot Region abzeichnet. Nicht wenige der Stadt. Die Karte ist 48 oder 72 Stunden gültig und kann mit Gourmets bezeichnen diese Küche Ahy dem Arrangement gebucht werden. als eine der besten Europas, da sie französische Raffinesse mit itaOrganisation, Auskünfte und Buchung: SBB Reisebüro Bahnhof Luzern, Telefon lienischer Leichtigkeit und Würze 051 227 33 33,reisebuero.luzern@­sbb.ch; SBB Reisebüro Bahnhof Zug; Telefon vereint. Der Turin-Kenner Moritz La dolce vita! Turin ist Italiens Zentrum der Schokolade. 051 226 87 00, reisebuero.zug@sbb.ch oder www.abopassshop.ch Grubenmann (siehe Interview und

immer wieder durch schwierige Zeiten. Für Turin war die Ansiedlung weiterer Industrien lebenswichtig. Einen Boom lösten die Olympischen Winterspiele 2006 aus: Die Stadt wurde regelrecht herausgeputzt.

mit dem Abopass nach Turin

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Ausgangspunkt für Shoppingfreudige bildet die Piazza Castello.

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Automobilmuseum Museo dell'Automobile di Torino Grafik: web

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Ab 15. Juni 2014 müssen alte Gewohnheiten für Reisen nach Norditalien über Bord geworfen werden. Viele Fahrzeiten sind neu. Zwei gute Nachrichten ergänzen den Ab 15. Juni 2014 pünktlicher Wechsel: Die Züge verkehren in den Süden dank neuem pünktlicher und häufiger! Hier Fahrplankonzept. die wichtigsten Neuerungen: • Die EC-Züge zwischen Luzern und Mailand verkehren um eine Stunde versetzt: Der EC Luzern– Mailand verkehrt um 08:47 statt um 07:47 Uhr ab Luzern und der EC Mailand–Luzern um 15.10 Uhr statt um 14.10 Uhr. • Die EC-Züge von Zürich nach Mailand verkehren 30 Minuten später. Ab Zug heisst das neu xx.00 Uhr anstatt xx.31 Uhr bzw. xx.17 anstatt xx.50 ab Arth-Goldau. • Die EC-Züge von Mailand nach Zürich verkehren 90 Minuten später. Der Morgenzug verkehrt neu um 08.25 Uhr ab Mailand (anstatt 07.10 Uhr). Die letzte Verbindung verlässt Mailand um 20.25 Uhr (anstatt 19.10 Uhr) und kommt um 0.28 Uhr in Zürich an (23.43 Uhr in Arth-Goldau und 23.59 Uhr in Zug). • Dank mehr Fahrzeitreserven und längeren Wendezeiten in Mailand und Zürich, verkehren die Eurocity-Züge auf der Gotthardstrecke pünktlicher. • Neu haben Fahrgäste in Mailand 15 Minuten mehr Zeit fürs Umsteigen auf das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz. Die Züge von Zürich nach Mailand kommen neu um xx.35 Uhr in Mailand an statt um xx.50 Uhr. • Ab Zürich HB und ab Mailand verkehrt täglich ein zusätzlicher Zug. • Die EC-Züge 12.17 Uhr ab Arth-Goldau und 16.25 Uhr ab Mailand verkehren voraussichtlich bis Ende 2014 nicht durchAhy gehend: In Lugano muss umgestiegen werden.

Familienspass garantiert – die einzigartigen Bäder im Ruhrpott garantieren unvergessliche Erlebnisse.

Papi, Mami und die Kinder lieben es, zusammen die Ferien zu verbringen. Wären da nicht die verschiedenen Interessen vor Ort. Das deutsche Ruhr­ gebiet bietet eine Riesenbandbreite von Freizeitaktivitäten auf kleinem Raum an. Vater möchte diesen Sommer zu Hause bleiben, vor der Glotze: Fussball-Weltmeisterschaft! Erst die Aussicht, die Highlights dieser Veranstaltung im Rahmen riesiger Public Viewings im Land eines potenziellen Titelkandidaten zu erleben, bringt Papi ins Grübeln – und schlussendlich den Kick: Ja, fürs Ruhrgebiet kann er sich begeistern lassen.

Bühnenspektakel

Das industrielle Herz Deutschlands ist ein Hotspot des Fussballs: Klingende Namen des runden Leders haben hier ihre Arenen: Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayer Leverkusen, VFL Bochum und andere. Das mag Mami ihrem Ehemann gönnen, nur ihre Interessenlage ist eine andere: Musicals. Auch hier kann das Ruhrgebiet auftrumpfen mit Spielstätten in Oberhausen, Essen oder den Freilichtspielen in Tecklenburg. Die Kinder gehen gerne mal Fussball schauen. Auch hin und wieder ein Musical liegt drin. Bedingung: unter Tag muss Action auf dem Programm stehen! Zum Beispiel im Aquapark in Oberhausen mit seinem einzigartigen Bergbau-Erlebnisbad. Die Anlage gilt als eine der besten des Genres in Deutschland und lässt uns Schweizer staunen ob ihrer Dimensionen. Gleiches kann vom benachbarten

Welt in Duisburg: über 10 Quadratkilometer erstrecken sich die Hafenanlagen fernab des Meeres. Die Bedenken von Papa, all diese Aktivitäten seien ruinös fürs Portemonnaie, können gekontert werden: Mit dem einmaligen Bezahlen der RuhrTop-Card (Erwachsene 62 Franken, Kinder 48 Franken) können 100 Attraktionen, Zoos, Erlebnisbäder, Museen und vieles mehr ohne weiteren Obolus besucht werden (siehe Box). Trotz Fussball-Weltmeisterschaft schafft es unsere Familie 2014 in die Ferien: Ruhrgebiet sei Dank!  A n d ré a s H ä r r y 

günstig ins Ruhrgebiet Abonnentinnen und Abonnenten der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben profitieren diesen Sommer mit dem Abopass von attraktiven Angeboten für die Anreise und die Beherbergung. Als Hotelstandort wurde die Stadt Essen ausgewählt. Die Preisbeispiele pro Person umfassen die Hin- und Rückreise in die 1. Klasse (zum Preis der 2. Klasse) auf reservierten Plätzen, zwei Übernachtungen Basis Doppelzimmer und reichhaltige Reiseunterlagen. Dazu je eine Ruhr-TopCard im Wert von 62 Franken (siehe Hauptartikel). Alle Details auf www.ruhrtopcard.de • InterCity Hotel Essen*** ab 499 Franken inklusive eines «Free City Ticket» für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel: ein modernes Hotel neben dem Hauptbahnhof. • Mövenpick Hotel Essen**** ab 549 Franken. Ein traditionsreiches Hotel vis-à-vis dem Bahnhof mit stimmungsvollen Zimmern, am Rand der Fussgängerzone gelegen. • Hotel Essener Hof**** 569 Franken: ein zentral gelegenes Hotel nahe dem Hauptbahnhof. Dieses Hotel ist ideal für Familien. • Hotel Sheraton Essen***** Ab 599 Franken: ein Tophaus, neben dem Stadtgarten und der Philharmonie gelegen, grosser Spa-Bereich. Ahy  Spezialtarife für Familien (gratis Bahnfahrt für Kinder bis 16 Jahre mit Juniorkarte). Weitere Infos und Buchungen: SBB Reisebüro Bahnhof Luzern, Telefon 051 227 33 33, reisebuero.luzern@sbb.ch oder Zug, Tel. 051 226 87 00 reisebuero.zug@sbb.ch oder www.abopassshop.ch.

Auf Entdeckungstour im Ruhrpott. Einkaufszentrum Centro gesagt werden: Grösser geht in Europa nicht. Da verweilt die Familie sicher einen halben Tag, bis alles erkundet ist.

Bergbau und Hafen

Ebenfalls interessant für Jung und etwas älter: Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, das weltweit bedeutendste dieser Art. Es vermittelt einen umfangreichen Blick auf Bodenschätze und ihre Abbaumethoden. Begeisterung in allen Generationen weckt auch der grösste Binnenhafen der

Städtereisen gibts im SBB Reisebüro am Bahnhof. sbb.ch/reisebuero


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Zeitreise auf dem Göta-Kanal

Informationsveranstaltung Mehr zum packenden AboPass-Angebot GötaKanal und einer weiteren begleiteten Reise nach Island gibt es am Abend des 21. August in Luzern. Aus erster Hand werden an dieser Informationsveranstaltung die beiden Reisen vorgestellt. Nicht nur die wichtigsten Facts, sondern auch Hintergrundwissen zu Land und Leuten sowie eine ganze Reihe kleiner Anekdoten aus eigener Erfahrung präsentieren Experten von den SBB-Reisebüros an diesem Abend. Vorreservationen für die Göta-Kanal-Reise, die Islandreise und die Winterreise Helsinki/Stockholm sowie Anmeldungen für den Infoabend können ab sofort gemacht werden. Die Teilnahme am Infoabend ist gratis, die Teilnehmerzahl beschränkt: SBB Reisebüro Luzern, 051 227 33 33 oder reisebuero.luzern@sbb.ch, und SBB Reisebüro Zug, 051 226 87 00 oder st reisebuero.zug@sbb.ch.

Schwedischer Sommer Jürg Stutz vom SBB Reisebüro hat den Göta-Kanal für die kommende Leserreise rekognosziert.

Durch den geschichtsträchtigen Göta-Kanal in Schweden mit der «grossen alten Dame Juno», dem ältesten registrierten Passagierschiff.

Man spürt Begeisterung in Ihnen! Jürg Stutz: Oh ja! Diese Reise ist ein Erlebnis in kulturhistorisch bedeutendem Umfeld: Der Göta-Kanal ist das grösste Bauwerk Schwedens. Mit dem Befahren verbinden sich die Geschichte des Landes und das grossartige Naturerlebnis des schwedischen Sommers. Was ist das Herausstechende am Reisen auf dem Göta-Kanal? Stutz: Die Eisenbahn benötigt von Göteborg nach Stockholm etwas über drei Stunden. Die Göta-KanalReisenden erleben die Strecke in vier Tagen! Sprich: Es wird auf Land, Kultur und Leute vertieft eingegangen. Sehr interessant sind die Landgänge: Kirchen, Kanalmuseen, Besuche von Dörfern und vieles mehr sind programmiert.

Die Karte zeigt den 190 Kilometer langen Wasserweg.

Eine Reise in eine andere Welt. Eintauchen, abschalten und geniessen – das fällt auf der nostalgischen Schifffahrt durch den Göta-Kanal nicht schwer. Daniela Wismer Der von Hand gegrabene Kanal ist Teil der Wasserstrasse zwischen den Grossstädten Stockholm und Göteborg. Idyllisch windet er sich durch die atemberaubende Natur Südschwedens. An Bord eines der charmanten Passagierschiffe lässt sich der Göta-Kanal mit seiner geschichtsträchtigen und kulturell vielfältigen Umgebung besonders authentisch «erfahren». Der Trollhättan- und der GötaKanal bilden zusammen eine einzigartige Wasserstrasse durch Südschweden, die sich über rund

Berg, eine der zu überwindenden Schleusentreppen am Göta-Kanal.

390 Kilometer erstreckt. Elegant gleiten die Kanalboote durch saftig grüne Felder und dichte Wälder, unter Brücken hindurch und vorbei an den typisch schwedischen roten Bilderbuchhäuschen. Verschiedene Höhepunkte sind in das Programm der einzigartigen Schifffahrt eingeschlossen: die beeindruckende Schleusentreppe von Trollhättan mit einer Höhendifferenz von 32 Metern, die Stadt Karlsborg mit der mächtigen Festung, die Fahrt auf dem grössten See Schwedens, den Vänernsee – um nur einige davon zu erwähnen.

MS «Juno» – «grosse alte Dame» der Reederei

Das MS «Juno» wurde 1874 erbaut und ist das älteste registrierte Schiff der Welt mit Übernachtungsmöglichkeiten. Das Kanalschiff bietet 29 Kabinen verteilt auf drei Decks, einen Speisesaal und einen Salon. Die Kabinen sind einfach und stilvoll

eingerichtet. Holz, Messing und Stoff prägen das Erscheinungsbild des MS «Juno», das heute unter Denkmalschutz steht und als kulturhistorisch wertvoll gilt. Stolz und majestätisch gleitet die «grosse alte Dame» mit fünf Knoten auf dem Göta-Kanal dahin und lässt ihre Passagiere die edle Gelassenheit vergangener Tage richtiggehend spüren.

Göta-Kanal – Baudenkmal des Jahrtausends

58 000 Soldaten arbeiteten am grossen Bauprojekt Göta-Kanal – während 22 Jahren wurde geschaufelt und gesprengt, bis der Kanal 1832 eröffnet werden konnte. Bereits seit 140 Jahren verkehren Schiffe auf dem 190 Kilometer langen Wasserweg. Mit 58 Schleusen überwindet der Göta-Kanal 91,5 Höhenmeter und fliesst insgesamt unter 50 Brücken hindurch. Das grossartige, handgebaute Werk wurde von der Bevölkerung als «Schwedens Bauwerk des Jahrtausends» gewählt.

Winterzauber Helsinki und Stockholm Die kalte Jahreszeit hüllt den Norden in eine märchenhafte Atmosphäre, vor allem in den Metropolen Helsinki und Stockholm. Eine viertägige Reise erlaubt Reisenden aus der Schweiz, den Charme der vorweihnächtlichen Städte zu erfahren. In Helsinki beeindrucken die Gebäude des Klassizismus (1770–1840) und des Jungendstils. Als klassizistisches Meisterwerk gilt der Dom, das Wahrzeichen der Stadt. Im Dezember folgen sich in Helsinki die Feiertage in dichter Reihe, alle in vorweihnächtlichem Glitzer und Glanz. Märkte und gepflegte Einkaufsstrassen locken zum Shopping. Mit einer Fähre der Viking Line geht es in der Nacht vom zweiten auf den dritten Tag Richtung Stockholm, Abendessen, Übernachtung in bequemer

Stockholm, die Hauptstadt Schwedens, im Winterkleid.

Aussenkabine und Frühstück inklusive. Man findet kaum jemanden, dem Stockholm nicht gefällt! Die Stadt hat eine siebenhundertjährige Geschichte mit Baudenkmälern aus allen Epochen. Pittoresk ist die mittelalterlich gezeichnete Altstadt. Beeindruckend das königliche Schloss und weitere Repräsentationsgebäude, alle am Wasser gelegen. Auch Stockholm putzt sich im Advent heraus, vorab mit dem grossen Weihnachtsmarkt. Das attraktive Angebot mit Flügen, Schiffstransfer und Übernachtungen wird ab Juni buchbar sein. Dank AboPass der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben zu vorteilhaften Konditionen. Die Reisedaten werden bald bekannt gegeben. Vorreser­ vationen nehmen jetzt schon die SBB Reisebüros Luzern und Zug entgegen. Ahy 

Spannend muss das Schleusen sein. Stutz: … insbesondere, wenn mehrere Schleusen hintereinander, eine sogenannte Treppe, überwunden werden. Die Carl-Johans-Schleusentreppe in Berg ist mit sieben Stufen die längste des Kanals. Das braucht seine Zeit: Als Gast kann man das Spektakel vom Land her beobachten. 58 Schleusen überwindet der Göta-Kanal insgesamt: Da gibt es mehrere Passagen, wo die Gäste an Land, zu Fuss, das Schiff begleiten können. Wie werden die Gäste an Bord über die Sehenswürdigkeiten informiert? Stutz: Für jeden Reisetag gibt es ein Programm mit allen Highlights, den Essens- und Fahrzeiten. Zusätzlich informiert die Reiseleitung über die Höhepunkte des Tages und die Kanalgeschichte. Praktische Hinweise gibts obendrauf. Wie haben Sie Ihr Schiff erlebt? Stutz: Das MS «Juno» erfreut mit historischem Charme. Dazu kommt eine Küche mit begeisterndem, regionalem Einschlag. Das Frühstück und die Menüs mittags und abends sind Glanzpunkte. Wie ist die Einrichtung? Stutz: Die Kabinen mit Etagenbetten, so gross wie ein Schlafwagenabteil im Zug, haben Charme. Die Duschen und Toiletten werden geteilt. Tagsüber hält sich aber niemand in den Kabinen auf: Zu interessant ist die Szenerie, die man vom Deck aus geniesst. Hier spielt sich also das Bordleben ab. Stutz: Genau! Auf dem Brückendeck erwarten die Gäste bequeme Korbsessel und Decken für kühle Abende. Getränke können jederzeit bestellt werden. Im Salon gibt es eine Schiffsbibliothek und einen kleinen Kiosk. Kommen nautisch Interessierte auf ihre Kosten? Stutz: Natürlich. Dem Kapitän darf man öfter über die Schulter schauen. Als Umrahmung der Flussfahrt werden auch die Städte Kopenhagen und Stockholm besucht. Stutz: In Kopenhagen gibt es eine Hafenrundfahrt. Natürlich werden das malerische Nyhavn-Quartier und das weltberühmte Wahrzeichen, die kleine Meerjungfrau, besucht. Auch ein Abendessen im weltberühmten Vergnügungspark Tivoli steht auf dem Programm. Das Königsschloss, das Rathaus sowie das Vasa-Museum werden in Stockholm besucht. Das Vasa-Museum beherbergt eine der grössten maritimen Sammlungen der Welt. Die umliegende einmalige Schärenlandschaft Stockholms erleben die Reisenden auf dem MS «Juno», das direkt in der Interview Ahy Altstadt anlegt.


Bergauf mit der Zentralbahn Interview Walter Schnieper Ivan Buck, Sie sind Leiter Marketing und Verkauf der Zentralbahn und Mitglied der Geschäftsleitung. Sind Sie zufrieden mit dem Kurs dieser noch jungen Bahn, deren Taufname nach dem Zusammenschluss von LSE (Luzern–Stans– Engelberg) und SBB-Brünig-Bahn nicht nur auf Begeisterung stiess? Ivan Buck: Ich denke, der Name Zentralbahn ist inzwischen gut verankert, und mit der Bahn geht es nicht nur bergan aufwärts. Sie ist mit begeisterten Mitarbeitenden, weitgehend neuem Rollmaterial und mit neuen Produkten dynamisch im Markt positioniert. Das neue Rollmaterial aus dem Hause Stadler mit den originellen Bezeichnungen Spatz, Fink und Adler überzeugt gewiss, aber es rollen noch etliche alte Wagen und Steuerwagen mit. Buck: Aber nicht mehr lange! Schon heute hat jeder Zug klimatisiertes Rollmaterial und Niederflurwagen eingereiht. Und wir sind daran, weitere Triebzüge vom Typ Fink (3-teilig) zu bestellen. Bis Ende 2016 wird bis auf wenige Ausnahmen durchwegs modernes Rollmaterial im Einsatz stehen.

Unterwegs mit Ivan Buck, Leiter Marketing und Verkauf der Zentralbahn.

Und das bloss, weil die Züge jetzt als Express unterwegs, aber doch nicht schneller sind? Buck: Sie sind auch schneller. Mitunter dank des Sie sprachen von neuen Produkten. Was ist  neuen Tunnels nach Engelberg beträgt die Fahrzeit Luzern–Engelberg gerade noch 43 Minuten. Und darunter zu verstehen? auch die Fahrzeit der Strecke Luzern–Interlaken Ost Buck: Das sind die neuen Express-Züge Luzern-Interkonnte um 10 Minuten auf 1 Stunde 50 Minuten laken-Express und Luzern-Engelberg-Express, die verkürzt werden. Dies dank der neuen Triebzüge, mit stündlich verkehren und sehr gut ankommen. Diese denen das jeweilige Lokumfahren in Luzern, MeirinPanoramazüge stossen auch auf dem internationalen gen und Interlaken entfällt. Durch diese Reisezeit­ Markt auf sehr grosses Interesse. Wir haben in verkürzung kann auf dieser Strecke eine ganze ­d iesem Segment 2013 einen Zuwachs von über Zugskomposition eingespart werden. Aber die Fre20 Prozent verzeichnet.

quenzsteigerungen haben auch einen anderen Hintergrund. Welchen? Buck: Wir arbeiten enger mit den Tourismusorganisationen entlang des Zentralbahn-Streckennetzes zusammen, insbesondere mit den Topdestinationen Luzern, Interlaken und Engelberg/Titlis. Wir sind neue Partnerschaften eingegangen. Diese Tourismusorganisationen bearbeiten für uns die internationalen Märkte.

«gumpesel» UND «parmino» Seit Anfang Jahr rollen die klimatisierten 7-teiligen Triebzüge Adler zwischen den Tourismusmetropolen Luzern und Interlaken hin und zurück. In der Mitte dieser modernen Züge ist ein Bistro eingereiht mit einer kleinen Bar und 30 bequemen Sitzplätzen (die meisten an 4er-Tischen). In diesen tagsüber stündlich verkehrenden BrünigBistros (mit alle drei Monate saisongerecht wechselnder Karte) lockt ein kleines, aber überzeugendes Angebot. Neben wechselnden Vorspeisen und Hauptgerichten gibt es den Tessiner Teller mit Rohschinken, Pancetta und Coppa oder den Schweizer Käseteller mit einer Auswahl von nicht weniger als sieben verschiedenen heimischen Käsesorten. Und neu eben auch das ZentralbahnPlättli, dessen bemerkenswerteste Komponente der Parmino-Käse aus Alpnach und der «Gump­ esel», die Trockenwurst aus Meiringen, sind. Zuerst zum Gumpesel. Das ist eine Rohwurst mit ausgeprägtem Rauchgeschmack. Sie enthält ausschliesslich Schweine- und Rindfleisch, aber auch Rotwein und Cognac im Brät. Recht grosse Speckwürfel geben der Wurstaussenseite eine ausgeprägte Struktur. Diese Wurst, die im Inventar des

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kulinarischen Erbes der Schweiz Aufnahme fand, noch ein Plus dazu: freundlicher, tipptopper Serist eine besonders würzige Variante der Rohwurst. vice, der auch die Tücken der kleinen Bistro-Küche ws Die Metzgerei in Meiringen, in der sie kreiert gut meistert. wurde, existiert nicht mehr. Aber das Rezept ist erhalten geblieben, und die Wurst ist im rollenden Brünig-Bistro zu erleben. Gleiches gilt für den Parmino aus Alpnach. Das ist ein mehrfach ausgezeichneter Schweizer Hartkäse (dreiviertelfett), hergestellt mit Milch von mit einheimischem Gras und Heu gefütterten Kühen. Vergleiche mit Parmesan und erstklassigen Sbrinz hat er nicht zu scheuen. Parmino erfüllt die Anforderungen der modernen Ernährung bestens: Er enthält nur halb so viel Salz wie seine «Kollegen», weniger Fett und ist trotzdem sehr aromatisch! Das Plättli mit Parmino, Gumpesel-Trockenwurst und anderem drauf kostet Fr. 21.50. Dazu kann man vorher oder nachher auch das Zentralbahn-Cüpli geniessen: Einen Prosecco, dem ein Schuss Himbeersirup die kecke, herrlich rote Farbe verleiht (Fr. 9.90). Das Zentralbahn-Plättli, zu geniessen Zu alldem andern auf der Karte kommt im Bistro auf der Fahrt über den Brünig.

Entdeckungsfahrten Die Zentralbahn (zb) lädt wieder zur BrünigSafari. Das ist eine tierische Entdeckungsreise zwischen Giswil und Meiringen – also da, wo die Züge auf den Zahnstangenabschnitten langsam fahren und so das Entdecken einheimischer und ehemals heimischer Wildtiere erleichtern. Und wer genau hinschaut, erspäht möglicherweise neben den raffiniert platzierten Holzfiguren auch lebendige Tiere. Zumal die Panoramafenster des neuen LuzernInterlaken-Express einen optimalen Blick garantieren. Diese Safari ist ein idealer Ausflug für Familien, Schulklassen und Naturfreunde. Flyer zu einem Wettbewerb mit monatlich attraktiven Preisen gibt es an den zb-Verkaufsstellen und beim zb-Zugspersonal. Schlaue Füchse packen die Chancen  ... www.zentralbahn.ch/safari Schatzsuche: Auch die Fahrt von Luzern nach Engelberg kann zum Abenteuer werden, denn sie lädt zur Suche nach dem Schatz von Käpt’n Engelbart und seiner Piratenbande, die sich entlang der Bahnstrecke versteckt hält. Auch da führt ein bei den zb-Verkaufsstellen oder beim Zugspersonal erhältlicher Prospekt mit einer hilfreichen Schatzkarte (ein gültiges Billett und etwas zum Schreiben braucht es auch) auf die Spur. Erfolgreiche Schatzsucher können in Engelberg ein richtiges Schatzkästlein abholen – und dessen Inhalt entdecken. ws www.zentralbahn.ch/Engelbart Beide Angebote bieten ein spezielles Reiseerlebnis ohne Aufpreis. Schlechtwetter-Plattform. Dazu nur ein Tipp: Nachschauen unter www.tiefdruckangebote.ch

Und vom GoldenPass Luzern–Interlaken–Montreux ist nicht mehr die Rede? Buck: Doch, den gibt es weiterhin, und auch die GoldenPass-Linie profitiert von unseren modernen, schnelleren Adler-Triebzügen am Brünig. Umsteigen in Interlaken Ost musste man ja schon bisher. Die Zentralbahn ist Pendler-Bahn, aber auch Freizeit-Bahn für die Region und die Schweiz. Was läuft da? Buck: Auch da wird das Zusammengehen von Bahn und Tourismus noch enger. In Sarnen und in Meiringen sind Tourismus und Bahnschalter vereinigt, in Stans und Engelberg ist dasselbe geplant. Mit dem Ziel, alle Auskünfte und Verkäufe im ÖV – Reisen und Ausflüge – aus einer Hand anzubieten. Zum andern versuchen wir, mit attraktiven Angeboten im Freizeitverkehr die Auslastung der Züge tagsüber zu verbessern. Und auch bei schlechtem Wetter Fahrgäste zu gewinnen, etwa für Familienausflüge oder Schulreisen. Beispiele sind die Suche nach Engelbarts Schatz in Engelberg, die Brünig-Safari oder die Tiefdruck-Angebote (siehe Box). Stolz bin ich auch auf unser freundliches, hilfsbereites und motiviertes Personal. Im Spätherbst ist ein 50-Jahr-Jubiläum fällig: Seit 19. Dezember 1964 fährt die Bahn, die vorher in Stansstad endete, direkt nach Luzern. Wie wird das gefeiert? Buck: Natürlich mit attraktiven Jubiläumsangeboten. Infos ab Mitte Juni im Jubiläumsflyer sowie auf www.zentralbahn.ch/luzernstansengelberg

Impressum Beilage «Reisemagazin SBB» in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 1. Juni 2014. Erstellt von den SBB in Zusammenarbeit mit der Neuen Luzerner Zeitung. Herausgeberin: Neue Luzerner Zeitung AG, Verleger Erwin Bachmann, Präsident des Verwaltungsrates LZ Medien, erwin.bachmann@lzmedien.ch Verlag: Jürg Weber, Geschäfts- und Verlagsleiter, Ueli Kaltenrieder, Leiter Lesermarkt, Bruno Hegglin, Leiter Werbemarkt, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern, Telefon 041 429 52 52. verlag@lzmedien.ch Konzept/Layout/Redaktion: Sarah Troxler (SBB) und Verlagsredaktion (Marlis Jungo). Bilder: SBB AG, Zentralbahn, Railtour Suisse SA, Torino Turismo, Rich Weber, Wilhelm Tell Express auf der Gotthardstrecke, Kontiki, Arni: Mystische Bergwelt ©Angel Sanchez, Seetaltourismus/Christian Perret, The Chedi, Jürg Stutz, Ruhrpott Tourismus, Heinz Steimann, WEKO Bahnhof Luzern und Zug. Produktion: Loris Succo (Titelseite), Repro NLZ (Bildbearbeitung). Inserate: Publicitas AG, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern, Telefon 041 227 57 57, zentralschweiz@publicitas.ch, Anzeigenleitung: Edi Lindegger.

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Gültigkeit: 28.6.-31.8.14 Preis von CHF 238.- basierend auf 1 Nacht im Doppelzimmer im Hotel Villa du Maine** vom 15.7.-31.8.14 und Fahrt in 2. Klasse ab einem der von TGV Lyria bedienten Schweizer Bahnhöfe

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Für Wissbegierige & Erlebnishungrige dass auch andere Episoden der Schweizer Geschichte lebendig werden – zum Beispiel wenn man zwischen Amsteg und Erstfeld über den ehemaligen Bundesratsbunker wandert. Eine geführte Spezialitäten-Wanderung (89 Franken für Erwachsene, 49 Franken für Kinder) am 28. Juni und am 13. September gibt zudem die Gelegenheit, den Gotthard von der kulinarischen Seite kennen zu lernen. Von der Polenta der Tunnelarbeiter in Göschenen über Urner Rys & Pohr und Tessiner Wurstspezialitäten in Wassen, regionalem Käse in Gurtnellen und Backspezialitäten in Amsteg führt die Spezialitätenwanderung durch den kulinarischen Alltag und Festtag der Region.

Abenteuerlicher Süden

Die Südseite der Gotthardstrecke ist ebenfalls nicht zu verschmähen. Auch hier bieten die SBB Rail-AwayKombi-Angebote, den südlichen Teil des Gotthards zu vergünstigten Preisen zu erkunden. Ab Bahnhof Airolo bietet sich zudem das Fahrrad als Verkehrsmittel an. Die Strecke zwischen Airolo nach Biasca ist purer Abfahrtsspass. Kulturelle Highlights fehlen dabei nicht: Es warten die alte Zollstation Dazio-Grande, die Kirche San Nicolao in Giornico, aber auch

Mystische Gegend rund um den Arnisee. 

Kaum eine Bahnstrecke bietet so viel an Geschichte, Kultur und Natur wie die Gotthardstrecke. Nord- und Südrampe eignen sich ausgezeichnet für Erkundungstouren zu Fuss, per Velo, Postauto oder Zug. Iwona Swietlik Wussten Sie, dass es auf dem Gotthardpass bereits im Mittelalter Stau gab? Wussten Sie, dass der Bau der Gotthardbahn im 19. Jahrhundert ein mörderischer Wettlauf gegen die Zeit war? Wussten Sie, dass ...: Kaum eine Bahnstrecke birgt so viel Wissenswertes wie die Gotthardstrecke. Eine Reise von Erstfeld nach Bellinzona ist eben weit mehr als eine Reise vom Norden in den Süden. Für Wissbegierige und Erlebnishungrige ist sie eine Zeitreise: Streckenweise wird die Vergangenheit der ganzen Region lebendig, und das Bestreben der lokalen Bevölkerung sichtbar, mittels Technik der Natur die Stirn zu bieten. Die Gotthardstrecke bietet Industrialisierungsgeschichte vom Feinsten.

Auch kulinarisch dabei

2007, zum 125-Jahr-Jubiläum der Eröffnung der Gotthardbahn, ist der Got­tardo-Wanderweg eröff-

net worden. Zu seinen grossen Vorteilen gehört die Möglichkeit, die einzelnen Etappen zu Fuss – aber auch per Velo, Bahn oder Postauto – zu ab­ solvieren. Auf der Nordseite ist er gut 23 Kilometer lang zwischen Erstfeld und Göschenen. Es trifft sich ausgezeichnet, dass man die Reise mit dem neuesten Kapitel der Gotthardbahn beginnen oder beenden kann – im Alptransit-Infocenter in Erstfeld. Den Vergleich zwischen den Herausforderungen und Die nördliche sowie die südliche Gotthardstrecke bieten einiges Lösungen beim Bau des für Entdeckungsfreudige und Geniesser. längsten Tunnels der Welt zur heutigen Zeit und beim Bau des Gotthardtunnels im 19. Jahrhundert sollte man sich auf gar keinen die atemberaubende Sicht auf die Trasseeführung Fall entgehen lassen. der Bahnlinie in der Biaschina-Schlucht. Überraschendes bietet der südliche Teil des Episoden der Schweizer Geschichte Gottardo-Wanderwegs zu Fuss. Da wandert man Der nördliche Teil des Gottardo-Wanderwegs in der wildromantischen Landschaft noch wirklich besteht aus fünf Etappen. Sie zeigen – mittels auf alten Saumpfaden. Ein Abstecher in moderneInfotafeln und Aussichtspunkten – warum die re Zeiten bietet sich bei Piotta. Hier befindet sich Gotthardstrecke als ein Wunderwerk der Technik die Talstation der Standseilbahn Ritom: Die Fahrt galt und gilt. Darüber hinaus führt der Weg so, mit dieser 1921 erbauten Bahn auf einer Steigung

luxus und natur

Die luxuriösen Zimmer des Hotels The Chedi in Andermatt laden zum Entspannen und Geniessen ein. «Der Kanton Uri erscheint nun auf der touristischen Landkarte»: So fasst Christian Raab, Leiter der Abteilung Wirtschaft und Tourismus bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Uri, die Bedeutung des Luxushotels The Chedi in Andermatt zusammen. «Allein seit seiner Eröffnung im Dezember sind bis März die Logiernächte um 25 Prozent gestiegen. ‹The Chedi› ist wie ein Mittelteil in einem Puzzle.» Tatsächlich hat die Eröffnung des Fünfsternhotels Andermatt in eine neue touristische Klasse katapultiert: Vergessen ist die Zeit, als der Ort als Übungsplatz für Gewehrgeschosse bekannt war. Das mondäne Hotel im Resort des ägyptischen Unternehmers Samih Sawiris hat Andermatt weltweit zum Namen verholfen – und gilt als stilbildend. Obwohl in seiner Klasse in der Region einzigartig, fügt sich das Hotel bestens in die Landschaft und das Dorf ein. Der Luxus äussert sich im Umgang mit Naturmaterialien und in der Grosszügigkeit der Räume. Allein der Wellness-Bereich ist 2400 m2 gross. Die Verbundenheit mit der Region, ihrer Natur und ihrer Bevölkerung ist auch der Hotelleitung wichtig: Das 140-köpfige Team des «The Chedi» besteht zu 40 Prozent aus lokalen Arbeitskräften. «‹The Chedi› schafft Arbeitsplätze weit über die Hotellerie hinaus», bestätigt Christian Raab, «es zieht zudem weitere Investoren und Investitionen an». Als nächstes Hotelprojekt imy steht «Radisson» an. Unter den Teilnehmern des Wettbewerbs auf Seite 2 im vorliegenden SBB Reisemagazin wird eine Übernachtung für zwei Personen im Hotel The Chedi verlost. Weitere Infos: www.sbb.ch/hotelbuchung von bis zu 87,7 Prozent ist bereits ein Erlebnis. Dabei ist das erst der Weg zum Ziel: Die Region Ritom Piora mit ihren malerischen Seen, Wandermöglichkeiten, einem eindrücklichen Naturlehrpfad und dem Zentrum für alpine Biologie ist eine seltene Attraktion. Kurzum: Auf dem Weg ins sonnige Tessin ist der Gotthard mit seinen Freizeitmöglichkeiten längst nicht mehr ein Hindernis – sondern ein erlebnisreiches Ausflugsziel an sich. Weitere Informationen, Ausflugsideen und Kauf von KombiAngeboten rund um den Gotthard: www.sbb.ch/gotthard Spezialitätenwanderung: Informationen und Programm: www.gottardo-wanderweg.ch; Anmeldung: mail@gottardo-wanderweg.ch


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SBB

1. Juni 2014 / Nr. 22  

Der Bahnhof als Reisekompetenzzentrum Klar, am Bahnhof steigt man in den Zug. Im Gebäude an den Gleisen ist aber ausserdem enorm viel Kompetenz für die Planung, Buchung und den Start der Ferien vorhanden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBB nennen Beispiele.

tens für die Ferien gerüstet!» Die Travel-Cash-Karte ermöglicht, mit wenig Bargeld in der Tasche zu verreisen. Das Feriengeld ist in Kartenformat immer dabei und kann an rund zwei Millionen Geldautomaten weltweit bezogen werden. Mit einer praktischen App werden die Ausgaben geprüft, und bei Verlust wird die Karte sofort gesperrt. Mehr: www.travelcash.ch 

Aufgezeichnet von Andréas Härry Daniela Strosser, Geschäftsführerin des Bahnhofs Küssnacht am Rigi: «Ich bin ein grosser KroatienFan. Für die Beschaffung lokaler Landeswährung wende ich mich an den SBB Change bei uns im Bahnhof. Die kroatische Währung ist die Kuna. Diese ist nicht immer vorrätig. Also bestelle ich ein paar Tage vor der Abreise die gewünschte Menge, die für mich am Schalter bereitgelegt wird. Viel wird aus den Ferien nicht zurückkommen: Im wunderschönen Kroatien gibt es zig Möglichkeiten, das Feriengeld lustvoll zu verprassen ... Insbesondere jetzt vor den Sommerferien empfehle ich eine vorzeitige Bestellung der gewünschten Währung.» Auch an den kleinen Bahnhöfen können über 90 Währungen gewechselt werden. Die Meistnachgefragten sind in der Regel vorhanden. Alle anderen sind innert zwei Arbeitstagen am Bahnhof abholbereit oder werden – bei Bestellungen bis 16 Uhr – bereits am Folgetag dem Kunden direkt nach Hause geschickt. Mehr: www.sbb.ch/change Noé Tshomba, Reiseverkäufer am Bahnhof Luzern: «Mein Tipp für die Sommerferien: das Check-in am Bahnhof, ein Service, auf den ich nicht verzichten möchte! Meinen Koffer bringe ich am Vorabend des Abflugs an den Bahnhofschalter. Mit Reisepass und Flugticket ausgerüstet, kann ich auch gleich den Sitzplatz im Flieger auswählen. Die Bordkarte wird ausgedruckt, sodass ich am Flughafen direkt zum Abfluggate gelangen kann. So erspare ich mir jeglichen Stress am Airport! Vor dem Rückflug befestige ich die beim Check-in am Bahnhof erhältliche Fly-Rail-Etikette an meinen Koffer. Nach der Landung in der Schweiz muss ich nicht am Gepäckband warten. Es geht direkt auf den nächsten Zug. Abholen kann ich meinen

Klein, aber oho – das Serviceangebot am Bahnhof Küssnacht am Rigi überzeugt. Koffer am gleichen oder nächsten Tag am heimischen Bahnhof. Clever und so praktisch!» Mit dem SBB Check-in starten die Ferien bereits am Vorabend! Mehr: sbb.ch/check-in

Über Stock und Stein, vorbei an jahrhundertealten Olivenhainen.

Auf Hirtenpfaden im Heiligen Land Mit dem Luzerner Reiseveranstalter Imbach lernen Gäste aus der Schweiz biblische Stätten auf emotionsstarke Art und Weise kennen: als zwölftägige Wanderreise von Nazareth nach Bethlehem. Startpunkt ist die Verkündigungs-Basilika in Nazareth. Ziel ist die Geburtskirche in Bethlehem. Auf der dazwischen liegenden Strecke gelangen die Wanderer zu wichtigen Fixpunkten der biblischen Erzählung. So zu dem Jakobsbrunnen bei Nablus, der Taufstelle Jesu im Jordan, dem Johannes-Kloster beim Berg der Versuchung und dem griechischorthodoxen Wüstenkloster Mar Saba.

Starke Kontraste

Emi Schnarwiler-Akamatsu, Geldwechsel Bahnhof Luzern: «Ich reise oft und gerne. Die Travel-Cash-Karte ist mein ständiger Begleiter. Damit kann an Bankomaten weltweit Lokalwährung bezogen werden. Überall, wo eine Master Card akzeptiert wird, kann die Travel-Cash-Karte gebraucht werden. Ein Verlust oder Diebstahl ist versichert. Innert zwei bis drei Tagen (in Europa sogar innert einem Arbeitstag!) wird in der Regel eine Ersatzkarte zugestellt. Mit etwas Landeswährung in bar und mit der Emi Schnarwiler-Akamatsu lebt seit vielen Jahren in der Travel-Cash-Karte bin ich bes- Schweiz. Ihre Faszination für Asien hat sie beibehalten.

Reisegeld in über 90 Währungen gibts am SBB Change. sbb.ch/change

Damit die Ferien bereits am Vorabend beginnen. Noé Tshombas Tipp ist das SBB Check-in.

Auch eine Brücke zu den heutigen Bewohnern dieser Landschaften wird geschlagen: Bei einer Quelle begegnen die Wanderer den Hirten. Beim gemeinsamen Tee im Beduinencamp wächst die Vorstellung, wie hier einst Abraham mit seiner Familie gelebt haben könnte. Ein grosser Kontrast zur den Touristenschlangen vor der Geburtskirche!

«Brücken schlagen und Vorurteile abbauen.» H a n s W i e s n e r , I mb ac h R e is e n

Die Wanderroute führt durch alte Dörfer, vorbei an jahrhundertealten Olivenhainen, weit weg von den Strömen des Massentourismus. Übernachtet wird in einfachen Hotels, bei christlichen Familien sowie in einem Beduinenlager. Auch ein Flüchtlingslager bietet Einblicke und Rast für die Nacht.

Der Esel ist dabei

Zur maximal 16 Personen zählenden Wandergruppe gehört auch ein Esel, der den Hirtenlunch und Getränke trägt. Das grosse Gepäck wird mit einem Sammeltaxi zu den Übernachtungspunkten transportiert. Trotz dieser Erleichterungen erfordert das Wanderprogramm körperliche Fitness: Rund 140 Kilometer in Tagesetappen von 12 bis 20 Kilometern werden überwunden. Gewandert wird auf Naturstrassen, teilweise auch querfeldein. Eine Etappe führt durch eine felsige Schlucht ins Jordantal und entspricht einer Bergwanderung in der Schweiz auf rot-weiss markierten Gebirgspfaden. Nebst den eindrücklichen Erlebnissen hat diese Reise auch ein Ziel: «Wir wollen als friedliche Pilger Brücken schlagen. Wir helfen mit, Vorurteile abzubauen und die Völkerverständigung zu verstärken», sagt Hans Wiesner, Geschäftsführer von Imbach Reisen, der diese Wanderung in diesem Frühling selbst begleitete. Die nächste Reise startet am 14. November. Informationen erteilen die SBB Reisebüros in Luzern PD/Ahy und Zug.

wandern weltweit Wandern auf den Azoren

Versteckte Badebuchten auf Sardinien

La Réunion – Wanderparadies im Indischen Ozean

Alle reden vom Wetter – hier wird es gemacht! Die 9 Inseln vulkanischen Ursprungs sind ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebhaber. Wilde Hortensien, Kraterseen, Kuhweiden und Kleinstädte mit kolonialen Charakter bieten den Rahmen für unsere vielseitigen Wanderreisen.

Das Hinterland der Costa Smeralda überwältigt mit wilder Landschaft und wunderschönen Ausblicken. Wandern Sie mit uns auf Küstenpfaden durch Macchie und Pinienwälder zu versteckten Badebuchten mit türkisblauem Meer oder einem Bauernhof, wo für die IMBACH-Gruppe ein Spanferkel grilliert wird!

Reisedaten 21.06. bis 04.07.14 / 26.07. bis 08.08.14 23.08. bis 05.09.14

Reisedaten 06.09. bis 13.09.14 / 13.09. bis 20.09.14

Reisedaten 27.09. bis 11.10.14 / 01.11. bis 15.11.14 Kleingruppen mit 8 bis max. 15 Teilnehmern

14 Tage ab CHF 3850.– im Doppelzimmer inkl. Linienflug, landestypische Halbpension, Wanderungen mit Begleitbus, Plantagenbesuche, Besichtigungen, IMBACH Reise- und Wanderführung.

8 Tage CHF 1890.– im Doppelzimmer inkl. Flug mit Edelweiss, Halbpension plus 3 typische Mahlzeiten, Wanderungen mit Begleitbus, Ausflüge, Eintritte und IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung.

15 Tage ab CHF 4900.– im Doppelzimmer inkl. Linienflug, Halbpension, Wanderungen mit Begleitbus, Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen, IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung.

Wanderparadies im Indischen Ozean: dichter Regenwald, einmalige Ausblicke, wilde Wasserfälle und einladende Süsswasserbecken. Eine unglaubliche Vielfalt an Naturlandschaften! Ein dreitägiges Trekking in Berghütten kombiniert mit Erstklasshotels am Palmenstrand.

FR E IH

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Detailinformationen zu diesen Reisen und 100 weitere Wanderreisen finden Sie im neuen IMBACH-Katalog 2014.

2 014

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Neu im Bistro : Das Zentralbahn-Plättli mit lokalen Spezialitäten !

Luzern – Interlaken Express und Luzern – Engelberg Express.

Steigen Sie ein und erleben Sie eine unvergessliche Panoramafahrt im Herzen der Schweiz. www.zentralbahn.ch /express

Panoramazug Luzern– Engelberg Express

Der Luzern–Engelberg Express Panoramawagen

Abenteuerliche Suche nach Engelbarts Schatz

Gemütliches Bistro auf der Reise nach Interlaken

Brünig Safari zwischen Giswil und Meiringen


SBB Reisemagazin  

Beilage SBB in der Neuen Luzerner Zeitung vom 1. Juni 2014

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