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Kroatien

September 2011


Samstag, 03. September 2011 Villach

Krvavica

Hvar/Mrtinovik

Welch Freude – 3 Wochen Segelurlaub liegen vor uns ☺ Wir, das sind für diese erste Woche Hansjörg, Petra und Antonia, Horst und Michi und wie immer natürlich Klaus und meine Wenigkeit. Unser Skipper hat für heute, bzw. für die gesamte Woche ein straffes Programm geplant und daher starten wir bereits um 03.00 Uhr früh am Presseggersee. Nach einem sehr frühen Frühstück (04.00 Uhr) und einer kurzen Kaffeepause kommen wir schon um 10.30 Uhr in Krvavica an.

Nach einem Willkommensdrink geht alles recht zügig. Hansjörg, Michi und ich fahren nach Makarska zum Lebensmittel shoppen und der Rest der Crew verstaut und punkert unser Gepäck.

13.00 Uhr – LEINEN LOS – wir motoren bei traumhaftem Wetter Richtung Insel Hvar, wo gegen 17.30 Uhr unser Anker in der Bucht Mrtinovik fällt. Zu allererst wird jetzt mal geschwommen....und das bei 26 Grad Wassertemperatur. Zum Entsetzen seiner Familie lässt sich Hansjörg nun auch von unserer Michi eine Glatze rasieren.......“do fahlts oba aaaaaa“.......wir haben jetzt quasi unseren eigenen Bruce Willis an Bord ☺ Abendessen gibt´s in einem kleinen Restaurant (für uns eine Männerpension) in der Bucht. Die „Herren“ zaubern uns gegrillten Fisch, Salat und genügend Hauswein.


Sonntag, 04. September 2011 Hvar/Mrtinovik

Mljet/Okuklje

Wir sind früh unterwegs - da wir diese Woche unbedingt nach Dubrovnik möchten. Gefrühstückt wird während der Fahrt.

Mittags lässt uns Klaus im Altstadthafen von Korcula raus, sodass wir Mädls eine Sightseeingtour durch Korcula machen können. Die Männer kommen später für einen gemeinsamen Umtrunk an Land nach. Die Stadt Korcula liegt auf einer kleinen Halbinsel und ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte im gesamten Mittelmeerraum. Korcula hat heute über 5.000 Einwohner und ist Mittelpunkt des kulturellen und touristischen Lebens der Insel. In der Stadt ist das angebliche Geburtsthaus Marco Polos zu besichtigen, da es trotz eigener anderslautender Angaben (Venedig) von Marco Polo in seinem Buch II Milione traditionell in Kroatien dazu widersprechende Meinungen über den Ort seiner Geburt gibt. Zum vermeintlichen Geburtsort Korcula existieren jedoch keinerlei valide Belege.


Dann geht´s weiter Richtung Mljet. Wir wollen so weit als möglich die Insel entlang fahren. Da uns der Wetterbericht einen starken Yugo (5Bf.) verspricht, beschließen wir bis nach Okuklje zu Rajko durchzufahren. Abendessen gibt´s aufgrund dessen während der Fahrt. Petra zaubert uns Couscous, gegrillten Käse und Salat – sehr lecker.

Als wir gegen 21.00 Uhr nach Okuklje kommen, ist bei Rajko alles finster. Wir legen trotzdem bei ihm an und er ist auch sofort am Kai. Erschrocken über unser unerwartetes Auftauchen erzählt er uns, dass ihm nach einer Anzeige von Nachbarn die Behörde das Lokal bis auf weiteres geschlossen hat. Jetzt heißt es für ihn mit den Behörden verhandeln und warten. Neben uns liegt eine größere Motoryacht, welche das Essen von Rajko direkt auf´s Schiff serviert bekommt.....denn offiziell darf er ja nichts ausschenken. Gemeinsam mit Rajko sitzen wir dann ziemlich lange bei uns an Bord und er erzählt uns seine Geschichte......


Montag, 05. September 2011 Mljet/Okuklje

Dubrovnik

Der heutige Wetterbericht verspricht nichts Gutes, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg nach Dubrovnik. Wider erwarten kommen wir auch ohne Probleme weiter. Für unsere Mittagssiesta machen wir einen kurzen Zwischenstopp in einer Bucht auf Sipan und es wird erstmal ausgiebig gebruncht und relaxed.

Gestärkt und ausgeruht geht es weiter nach Dubrovnik, wo wir knapp vor 19.00 Uhr unseren Anker wieder vor dem Hotel Excelsior fallen lassen. Im Sonnenuntergang der Altstadt wird erstmal gebadet.

Das Abendessen genießen wir wieder im Restaurant „Komarda“, ein paar Meter außerhalb der Stadtmauer. Preis und Leistung und auch die traumhafte Aussicht stimmen einfach bei diesem Restaurant – Muscheln, Calamari, Scampi, Fisch, Gemüserisotto, viel Wein...........Herz was willst du mehr ☺ Unser Verdauungsspaziergang führt uns durch die wunderschöne Altstadt von Dubrovnik, wo wir uns noch einen „Absacker“ genehmigen. Gegen Mitternacht sind wir wieder an Bord und voller Vorfreude auf den morgigen Tag in Dubrovnik.


Die Stadt Dubrovnik (lateinisch Rausium später Ragusium, italienisch und deutsch Ragusa) ist eine Stadt in einer südlichen Exklave Kroatiens an der Adria. Die Stadt wird aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung und der jahrhundertelangen politischen Sonderstellung oft auch als „Perle der Adria“ und „Kroatisches Athen“ bezeichnet. Im Jahr 1979 wurde die gesamte Altstadt von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dubrovnik ist heute der Verwaltungssitz der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva und Sitz der katholischen Diözese Dubrovnik. Die Stadt hatte bei der Volkszählung 2001 43.770 Einwohner. Die Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 88,39 % die Kroaten. Daneben gibt es noch einige Serben und Montenegriner, Bosniaken, Albaner sowie eine kleine jüdische Gemeinschaft. Die Stadt Dubrovnik war eines der Zentren in der Geschichte der Entwicklung der kroatischen Sprache und Literatur. Zahlreiche bedeutende kroatische Dichter, Künstler, Gelehrte, Mathematiker und Physiker stammen aus dieser Stadt. Dubrovnik kann heutzutage auch als ein kulturelles Zentrum Kroatiens bezeichnet werden. Dubrovnik gilt als eine der schönsten Städte des Mittelmeerraumes und ist ein Zentrum des Fremdenverkehrs. Die Stadt entwickelt sich zunehmend zu einem internationalen Treffpunkt des internationalen Jetsets. Die Altstadt ist autofrei und steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Stadt wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen schwer beschossen und stark beschädigt, die Schäden sind aber heute zum großen Teil behoben. Die Stadtmauern von Dubrovnik sind 1940 Meter lang sowie bis zwischen drei und sechst Meter breit und komplett begehbar. Sie sind das besterhaltene Fortifikationssystem in Europa und umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im siebten Jahrhundert. Hier seinen vor allem die Hauptpromenade (der „Stradun“), der Fürstenpalast, die Kirche des Hl.Blasius, die Kathedrale, drei große Klöster, das Zollhaus und das Rathaus hervorgehoben. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Rolandsäule, der Rektorenpalast, der Sponza-Palast, der Glockenturm und das städtische Rathaus.


Dienstag, 06. September 2011 Dubrovnik

Lopud/Sunj

Unser Skipper ist heute sehr, sehr großzügig zu uns und genehmigt uns freien Aufenthalt in Dubrovnik bis 15.00 Uhr am Nachmittag ☺ Die Familien Sölle und Gruber fahren mit der Cable Car auf den Berg und schauen sich erstmal die Stadt von oben an. Danach folgt dann bei ziemlich „heißen“ Temperaturen ein Altstadtbummel.

Klaus und ich machen auf Kultur und nehmen uns zuerst das Fischmuseum und danach noch das Schiffsmuseum vor. Nach einem Brunch am Hauptplatz kaufen wir im Konzum noch alle Zutaten für einen Mojito ein, da unser Hansjörg es sehr beanstandet hat, dass unsere Bordbar solche Getränke, bzw. Cocktails nicht führt......das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen ☺


Gegen 15.00 Uhr sind wieder alle an Bord und wir motoren bei ziemlichen Wellengang Richtung Lopud.

Gegen 19.00 Uhr fällt unser Anker auf Sunj und die Herren machen sich erstmal daran, unser Segel in luftigen Höhen zu reparieren. Wir Mädels begeben uns in die Küche, um das heutige Abendessen zu zaubern. Und wieder geht ein traumhafter und erlebnisreicher Tag dem Ende zu.


Mittwoch, 07. September 2011 Lopud/Sunj

Mljet/Polace

Der heutige Tag beginnt für mich nicht so gut. Mit Entsetzen bemerke ich, dass meine Kreditkarte fehlt. Nach langem hin und her und der Rekonstruierung meines gestrigen Tages, komme ich drauf, dass ich sie im Konzum in Dubrovnik vergessen habe. Rade vom Stützpunkt ist so lieb und ruft für mich dort an. Leider dürfen Sie uns die Karte nicht nachschicken und so beschließen wir, nochmals zurück nach Dubrovnik zu fahren. Zuerst aber wandern wir alle (bis auf Antonia und Klaus) von unserem Ankerplatz nach Lopud. Lopud ist die „Insel der Kirchen“ In einer davon - der Pfarrkirche „Gospa od Sunj“ - treffen wir auf eine Gruppe Studenten, welche jedes Jahr für mehrere Wochen auf die Insel kommen und die Kirchen restaurieren.

Die Insel Lopud liegt nordwestlich der Stadt Dubrovnik und ist ein Teil der Elaphiten. Lopud hat eine Fläche von 4,63km², der höchste Punkt Polacica liegt bei 216 Metern. Momentan hat Lopud ca. 220 Einwohner. Die Nordostseite der Insel ist durch Felsen und steile Klippen nur schwer zugänglich. Die Insel hat eine 11,5 km lange Küstenlinie, wovon 1,2 km aus Sandstran bestehen. Da die Insel mit jährlich mehr als 2584 Stunden Sonnen über eigene Süßwasserbrunnen verfügt, ist sie mit viel Grün, Bäumen, Sträuchern, Pflanzen und vielen Palmen bewachsen. Lopud ist schon seit einem Jahrhundert ein bekannter Badeort. Anfang des vorigen Jahrhunderts entdeckte der österreichische Adel bereits die Insel. Davor siedelten hier schon die Bewohner Venedigs und die Nachbarn Dubrovniks.


Nach unserer Wanderung heißt´s nochmals retour nach Dubronik. Hansjörg bringt Petra und mich an Land und wir holen meine Karte. Außerdem komme ich so auch noch in das tolle Hutgeschäft am Hauptplatz, wo ich mir gestern schon einen Strohhut kaufen wollte. Gestern hatte das Geschäft leider Mittagspause und heute hat es zu meiner Freude geöffnet ........tja eben kein Nachteil ohne Vorteil ☺

Nach einem Manöverschluck mit Petra und meiner „Beute“ werden wir von unserer Crew direkt im Altstadthafen abgeholt und wir motoren wieder Richtung Insel Mljet. Wir wollen noch bis zum Restaurant „Dalmatinac“ kurz vor Polace, dort machen wir gegen 20.30 Uhr fest. Der Wirt empfängt uns sehr freundlich und wir genießen ein tolles Abendessen – vor allem seine gebratenen Kartoffeln zum Fisch sind ein Gedicht und auch der Preis (€ 200,-- für 7 Personen) ist vollkommen in Ordnung.


Donnerstag, 08. September 2011 Mljet/Polace

Hvar/V.Zaglav

Nach einer total ruhigen Nacht starten wir um 09.00 Uhr Früh in Richtung Insel Hvar. In vielen Erzählungen wurde uns in der Vergangenheit von Orebic vorgeschwärmt, sodass wir beschließen, einen Zwischenstopp in Orebic einzulegen. Wir Mädels machen einen Spaziergang durch den Ort, sind aber ziemlich enttäuscht Unsere Herren cleanen währenddessen unser total versalzendes Schiff und bringen es wieder auf Hochglanz. Orebic ist eine Kleinstadt auf der Halbinsel Peljesac. Die Stadt liegt an der Südseite der Halbinsel, geschützt durch den 961m hohen Sveti Ilija. Direkt gegenüber von Orebic befindet sich der wichtige Passagierhafen Korcula. Orebic selbst besitzt einen Fährhafen zur Insel Korcula und entwickelt sich – mit einem der für Kroatien seltenen Sandstrände – wieder zu einer wichtigen touristischen Destination. Das Franziskanerkloster mit der Kirche „Madonna der Engel“ liegt oberhalb des Ortes, wo sich dem Betrachter eines der beeindruckendsten Panoramen des Landes darbietet. Im 19. Jahrhundert war Orebic Heimatstadt vieler bedeutender Kapitäne und hier hatte auch eine der größten Reedereien (Associazione Marittima di Sabioncello) ihren Sitz. Ein Seefahrtsmuseum erinnert auch an diese Zeit, in der Matrosen und Kapitäne auf Hoher See in aller Welt unterwegs waren, was auch heute noch der Fall ist. Die charakteristischen Frauentrachten aus Orebic zeigen unter anderem diese Beziehung zur Seefahrt. Die Trachten der Kapitänsfrauen gaben genauen Aufschluss über die soziale Stellung und den Reichtum ihres Ehepartners.

Da im ganzen Ort kein Lokal mit Mittagskleinigkeiten zu finden ist, brunchen wir noch im Hafen an Bord und fahren dann auch gleich weiter in die Bucht Kneza auf Korcula, wo wir erstmal ins Wasser hüpfen und unsere Siesta halten.


Weiter geht’s nach Hvar in die Bucht V.Zaglav. Zum Abendessen zaubert uns Petra heute Polentaknödel in einer Gorgonzolasauce – köstlich!!!

Danach gibt’s noch einen Diashow von unseren vielen Fotos auf dem iPad von Hansjörg. Unter viel Gelächter spielen wir noch Karten und fallen irgendwann spät nachts in unsere Kojen.


Freitag, 09. September 2011 Hvar/V.Zaglav

Brac/V.Luka

Krvavica

Leider beginnt heute unser letzter Tag dieser ersten, traumhaften Woche. Nach einem Morgenschwimm wird erstmal ausgiebig gefrühstückt und faulenzt.

Um die Mittagszeit holen wir den Anker auf und motoren nach Sumartin, um zu tanken. Wiedermal ist diese Tankstelle aufgrund eines Defekts an den Zapfsäulen geschlossen. Klaus hat die Idee, anstatt jetzt gleich nach Krvavica zu fahren, das letzte Abendessen bei Rade in der Bucht V.Luka einzunehmen. Wir reservieren und machen gegen 17. Uhr bei Rade am Steg fest. Rade ist gut besucht und es liegen schon 2 große und einige kleine Schiffe bei ihm am Steg. Wir genießen ein traumhaftes Abendessen, untermalt mit Ziehharmonikamusik vom Nebentisch ☺ Gegen 21.00 Uhr machen wir uns bei sternenklarer Nacht auf den Heimweg und legen gegen 23.00 Uhr im Hafen von Krvavica an. Als Wochenabschluss gibt’s noch einen letzten Manöverschluck und wir fallen müde und glücklich in unsere Betten.


Samstag, 10. September 2011 Krvavica

Eine traumhafte, sehr erholsame, lustige ... einfach rundum PERFEKTE Woche ist leider zu Ende! Familie Sölle verlässt uns bereits um 07.00 Uhr früh – pünktlichst auf die Sekunde .... eben die vielgerühmte „Söllische Pünktlichkeit“ ☺ Ich mache mich auch gleich auf dem Weg nach Makarska – Markt, Bäckerei, Konzum – um unsere Vorräte aufzufüllen. Familie Gruber ist eher von der gemütlichen Fraktion und verlässt uns erst gegen 10.00 Uhr. Mit ein wenig Wehmut machen Klaus und ich uns daran, klar Schiff zu machen und freuen uns schon auf unsere 5 Mitreisenden für die nächsten beiden Wochen.

Nochmals ein großes DANKE an Petra, Antonia, Hansjörg, Michi, Horsti und natürlich an Klaus – es war eine GROSSARTIGE Woche mit EUCH ALLEN!!!

September 2011 - Kroatien  

Segelturn Kroatien - September 2011

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